Vmhmt 1. > e 11 a «, de« S. Iä««er 1902. XIII. S»tzr,a»ß> PettauerZeitllng. Erscheint jeden Sonntag. .....» «...... « —-»NZ«^ZWI «*JJ38JI5 i». •TCfc'Äsr^r'-^ " »"• Handschrift»» »trVoi »icht tarückgeftellt, «nkündizmizco billigst Ix.nchnrt. — «eitrig» find »r»Äi,sch< »ad woll«» US bi» Ar«ilag j«d»r «»ch» »iagesandt Mrcbrn Deursch. 58 ist eine harte Arbeit, den Lesern eine» Wochenblatte« mit der ernsteste» Miene von der Welt und einem Tone, der unbedingte Glaubwür-diakeit beansprucht, die Versicherung zu geben. M» sie da» .wa« heute d'rin steht', noch nicht wisse», auch gar nicht wissen können und hätten sie auch alle täglich erscheinenden Blätter der letzten sechs Tage auswendig gelernt. — Indessen wird diese harte Arbeit schon wesentlich erleichtert, wenn unter dem souveränen .wir', nicht bafl liebe .Ich' steckt, deun e« ist eine gewagte Sache bei Einzelne», sich ziim Führer einer Menge machen zu wollen, die denn doch nicht mehr so .gedankenlos' ist, al« es ihr recht oft vorgeworfen wird. — Gerade da« Gegentheil ist der Fall: — .Tu glaubst zu schieben, und du wir,t geschoben.' — Ein Wochenblatt hat auch gar »icht die Ausgabe zu führen; die Führung mag e» ge» tröst den Andern überlassen, die sich den jedem Führer unentbehrlichen, großen und kleinen Ge-neralstab geistiger Mitarbeiter ltlskn können, ohne weiche die Führung großer Massen rmdenk-Mir ist. allein innerhalb der ihm gezogenen n»ge« WirtnngSgren^en i« einer gruben politische« Partei, kann auch ein Wochenblatt sehr Ersprieß-lichr« leisten im Ansklärun^Sdienste, der eine Fülle nationaler und volkswirtschaftlicher Klein-arbeit fordert, die gethan werden muf«, soll der große Zweck der Fiihrcr erreicht werde». E» ist nicht Aufgabe der Bor- und Außen» ttnppen, den einzelnen Heerführern den Weg und da» jn erreichende Ziel vorznfchreiben, sondern 1W1-1902 Nachdem ich Niemand hatte, mit dem ich am letzten Tage dri Jahre« 1901 unter vernünftiger Rede und Gegenrede eine Flasche .Eigenbau, Jahrgang 1900" leeren konnte, blieb ich auf «einer Bude, lies« mir den Wein au« tan Keller bringen, gab meine« getreuen Sancho unbeschränkten Urlaub bi« nächste« Jahr und — machte mich über die — Geschäftsbücher her. Da» ist sicher die wenigst geeignete Ar», ein Jahr „fröhlich' zu beschließen, denn wenn man nicht Rothschild, Banderbilt oder wenigsten» Astor heißt, ist die au» den Gtschüstibüchern geschöpfte gute Laune, die zum Sylvestcrlaac gehört. jcLr zweifelhafter Natur. Also trank, schrieb und rechnete ich, bis di« Lampe plötzlich versagt«. Mein Sancho hatte in seiner Sylvesterstimmung da« Füllen der Lampe für sehr überflüssig gehalten und so^machte ich rasch Nachttoilette und sah nach det Uhr. Nach dem Reste in dex Flasche zu urtheilen konnte e« noch uicht Mitternacht sein. Ich ver-glich Flasche und Uhr; die Erstere zeigte etwa noch .Ein Viertel auf 1901 Ende , die Uhr zeigte bereit« .Ein Halb Ein« 1902.' — Der Esel hatte in seiner gehobenen Neujahr«-geschenk.Stimmuog ein« Doppelliterflasche gefüllt und auf den Tisch gestellt. Diener sind stet« unverläßlich; da« ist die allgemeine Klage! ihnen diese Wege freitumachen von all d-n kleinen Hindernissen. die venBor»arsch der Masse» aufhalte» oder verzöge s. Das« das nicht immer ohne Kampf mißlich fein kann, ist selbstverständlich, allein bei solchen oft recht scharfen Zusammenstößen «it den geg. nerischen Vortruppen sofort da« Geschütz schwer»«, Kaliber« auffahren zu lassen und ritte fürchterlich. Kanonade zu eröffnen, ist eine Muniton«ver-schwendung. welcher der erzielte Erfolg »ich» wert ist. Entschiede« unpolitisch, undentsch und daher die groß, Sache de« deutschen Bolke« in Oesterreich empfindlich schädigend ist da« zur Mode gewor-dene Parteigezänke im eigene« Lager! Richt nur das» e» den Hohn »«d Gp«tt unserer natio-nalen «egner förmlich herausfordert, ti ist U». würdig des deutschen Bolke». das, anstatt sich an der seftgeschlofsknen Einheit aller deutschnatio-nalen Parteien M«th und Kraft zur AoTdauer zu holen, «il gesteigerte« Unwille« einem Streite jusieht, der dem der beiden Nachtwächter Pfef-fel« um die Richtigkeit de« Rufe«: .bewahrt da« Licht!'— und .verwahrt da« Licht!' verzwei. felt ähnlich sieht? Und die kleinen Parteiorgane, zu welchen dock^. die Prov iuz-WochenbläUer zu Mm find, leisten ihrer Partei sowohl als dm denljchen Bolke einen sehr zweifelhosten Dienst, wenn sie »nunterbrochen in die Flammen de« Bruderzwiste blasen, die der Teufel selbst entzündet hat. Wie zeterte man und zetert heute noch über den Partikulari«mu« im Deutschreich, der selbst einen Bi«marck oft zur Verzweiflung brachte! Und die Deutschnationalen in Oesterreich 'i Wäh- Run, ändern lies« sich d.i nicht«, denn meine Taschenuhr .System Glashütte" geht unsehlbar richtig, wenn sie ansgkzogen ist! — Mich ärgerte die Sache und Arger ist be-kauntlich ein schlechte« Schlafmittel. Also fand ich mein Bett schlecht „gemacht" und Sancho'« Hoffnungen auf ein ausgiebige« .RenjahrSaeld' fielen rapid im Surfe. Ein Klopfen an der Thüre brachte mich in die richtige Stimmung; wart' Junge, Dir will ich mal jetzt eine Vorlesung über Deine verschiedenen Lumpereien hatte», die mir so klar vor Augen lagen, wie die JahreSrechnung des Schmiede«; Tag, Monat, Jahr. Leistung — nicht« fehlte. .Herrerei n!' .Mau—au—au!' .Fridl! — Sie sind b-sosten!" — Donnerte ich im höchsten Tone! — „Da« ist eine geradezu unerhörte Frechheit! — Morgen packen Sie zu» sammen! ReujahrSgeld? — Nee Verehrter I I« nich!' Eine dünne jämmerliche Stimme raunzte: .Bitte. Thüre öffnen!' .Oho. der böse Seist soll Ihnen öffnen! Ich nicht.' — Da gieng sachte die Zimmerthüre auf, die doch mit dem Nachtriegel verschlossen war. Sosort war ich auf den Beinen, zündete die Kerze auf dem Nachtkastel an und nahm den geladene« Revolver von der Wand. Im langen Nachthemd, mit einem „Zwölfmilimeter Gaffer" in der Hand, rmd man a» Se.be de« größten Deutschen, de« Einiger« der Deutschen den Treuefchwur leistet, «h« uachzuohme«. predigt nmn daheim den Par-tikulari«»»« in seiner widerlichste« Form, den Parte,-Part,kulari«mu«. der tausendmal zersetzen-der ans die Einheit der national gesinnten Deutsche» in Oesterreich wirkt al« der Partiku. iari«mu« der einzelnen Staate» auf die Ein-heit de« Deutschreiches! Dort liegt die Bürgschaft für die Einigkeit in dem «olkSbewußtsein von dem ungeheuren Vortheile dieser Einigkeit: «— der heutigen Macht und Größe de« deutscht Reiche«. Und diese Erkenntni« ist in jedem Bolk«-stamme so tief gewurzelt, das« die Bäume de« PartckulariSmo« und Seperati«mu« nicht mehr in de» Himmel wachsen. Run sollte man meinen, das« diese« vor-bild nachahmen«w»rt iväre, ganz besonder« aber von Jenen, in deren politischen Parteievangelium auf jeder Seite da« Wort .Einheit' so oft wie-derholt wird, das» e« nicht leicht vergessen werden kann. Allein, dem ist leider nicht so! Nicht da» herrlich, Werk de« größten Staatsmannes, wie e» geschaff.n, dient al» Bor-bild, sondern eine bi« zur Unkenntlichkeit idea-lisirt, Eopie auf welcher e« keine Mensche» «it eigenem Willen, sondern blo« ideale übermen-qibt. die den Stempel: .unverfälschte Deutsche', tragen, zum Unterschiede von allen anderen Deutschnationalen. die. weit sie ab und zu davon überzeuat sind, das« .ein Sperling in der Hand doch besser sei, al» die schönste Taube am Dache". — sofort darüber belehrt werden, das« man den Spatzen fliegen lassen und der mag ich allerdings nicht sehr vertrauenerweckend au«gesehen haben. Der »achtliche Besucher sah übrigen« mich nicht darnach au«. Ein großer, schwarzer, strup» piger Kater, sehr reduziert, den Schnurrbart nach der Mode: „Es ist erreicht' ausgebürstet, die Pfoten schmutzig, doch ein Paar sehr kluge Sugen, so stand er an der Thüre, blinzelte mich ziemlich unverschämt an und sagte dann mit heiserem Tone: .Thun Sie da» Schießzeug weg. denn mir schadet das Ding nicht im geringsten! Dagegen sind mir Häringe, Sodawasser, Antipyrin oder anderes dumme« Zeug zuwider.' „Habe ich leider nicht zu Hause' — brummte ich. „Macht nicht«? — Wegen dem Doppelliter Eigenbau 1900 bin ich wirklich nicht gekommen, da ich weiss, wa» Sie unter Umständen leisten könne».' .Unverschämt!' rief ich entrüstet — .Sind Sie etwa gekommeti mich zu utzen? — Dort ist die Thüre! „Weiß ich. da ich durch dieselbe hereinkam,' — gröhlte da« reklige Bieh. — „Aber gehen Sie in« Bett, sonst verkühlen Sie sich! Ihre Zimmertemperatur eiguet sich nicht mehr für eine Unterhaltung im Nachthemde. Morgen kommen Gratulanten: Wäscherin, Schusterbub, Ihr Diener, Kaminfeger, Geischütz, Kellerbursche. Mlichfrau. Bahndiener, Briefträger, die Kinder Ihrer —" Taube nachklettern muf«, wenn «an nicht da« Odium brt BoltSverrathe« auf sich ladt» will! Den» die Taub« wird und muss so lang, sitze» bleiben. bi« man sie erwischt l Nun. ti mag jeder »ach feiltet Jfole unb aemeinnützige Anstalten daft verhält-nlSlüäßig New, Pettau weit größeren StiEte» grgentber in die Sagschale lege» kann, we»n-gleich wir PeUa»er noch lange nicht am Ende unserer Wünsche stehen. Jude« ist die Unzufrieden-heit mit dem Bestehenden der Kebel ber Cultur. 11 Der Fremde wie der Einheimische gewahrt aus Schritt unb Tritt bic Spuren emsiger Thätigkeit und kluger Borau«sicht unserer früheren und »och mehr der gegenwärtigen Stadtvüter. Seit mehr al« einem Jahrzehnte ist die Stadt-gemeinbe autonom unb hat unter zielbewußter Verwaltung eine Reihe von Schöpfungen in« Leben gerufen, die ben Dank de« gegenwärtigen und zukünftigen schlechte« herausfordern, Renne man un» eint Stadt in Österreich von dem Umfange wie P. alt, welche in so gedrängter Fülle städtische Ei,.. chtungen und Vortheile besitzt, von denen wir. ohne Anspruch aus Vollständigkeit zu erheben, folgende anführe»: Pflasterung, Park, volksgarten mit Schweizer-hau«. Gasbeleuchtung, Schlachthan« mit Kuhlanlage, städtische Holzbearbeitungsmaschinen, EU-zugSverkehr und staatliches Postamt. Obergym-»asiu» unb Stubenten heim, Sübdahnwerkstätte. da« streng di«ciplinierte Pionnierbataillon, über dreißig vereine. ein hübsche« Schaujpielhau« mit einer braven Gesellschaft. eine Musikschule u. -Kapelle, ein großartiger Viehmarktplatz, eine musterhast ein-gerichtete Feuerwehr, ein ideal schöner und reich »»»gestatteter Friedhos. die Telephouverbindung der Ämter »nd Feuerwehrmänner unter sich, «ine wnndeinett, Badeanstalt mit Dampfbetri^d und Gastwirtschaft, elegante Hotels, trauliche Wirtsbuden mit ebenso »iel Behagen al« patriarchalischen Pr,is«n dort und da u. s. w. Darum: .Mein Pettau lob ich nur I" odschon bi« gut« Alte, di« heute aus eine zweitausend-jährige erfahrungsreiche Vergangenheit zurückblickt, NUN seit jüngster Zeit eitel wird und sich mit einem Kranze schmucker Villen schmückt. Jawohl, seit säst zwei Jahrtausenden spiegeln sich die Mauern von Pettau tu den DrauweUen, die in unerschütterlicher Weise seit Jahrtausenden chr Liedchen singen vom Kommen und vergehen. Si« sind längst zu Staub g«worbe». die Völkerschaften, welche im Kampfe um di« H«rr- .Also loS!" — rief ich, — »woher kommst Du eigentlich?" Der Kater lächelte malitiö«. — .Von Südafrika !" — .Unsinn! Wa« hattest Du dort zu thun?" — frug ich neugierig. .Ich war bei bem .ehrenwerten" Lord Kitchener. Da« .ehrenwert" brauchst Du nicht sinngemäß zu nehmen — eS ist blos der Titel; auch Ehamberlai» wird .ehrenwert" genannt. Ernt Rhode«, Tamiefon, Beit und Eonip. und andere Halb- und Ganz-Schnste. In England nennt man diese Kerle .ehrenwert", weil man wirklich nicht weis«, wie man sagen soll! E« gibt ja auch hier z. B. eine ganze Menge .Ho$> wohlgeborene", die zu ebener Erde aus die Welt gekommen sind, weil ihre Mama nicht mehr aus den Dachboden klettern konnte, ehe sie nach Rom reiste. Ich war also bei dem ehrenwerten Lord Kitchener unb al« er bei der EhristmaSseier den Toast auf seine siegreiche Armee ausbringen wollte, sprang ich rasch auf die Tafel und begann kläglich zu miauen. Dem Lord blieb der Toast in der Kehle stecken und er murmelte kleinlaut: .Gewiss hat so eine tapfere Brigade wieder scheußliche Haue gekriegt! Da, da sitzt schon der cknmuoä Jammerkatzen." Dann hüvste ich nach Schloss Windsor. Dort saß der King Edward beim Plumpbuddiug und frug seine Umgebung, was sie von seiner ueuerfundenen Weste haltet Die Herren wollen schast uud Freiheit über da« weite Pettanerfeld !gezogen sind Wo sind heute die Manen der tolzen römischen Doppellegion, welche daft alte Poetovio beherbergte? Ihr Staub ist verweht, doch ihre Werte bliebe». Es gib« i» Wie» thatsächlich Lote, die sich ihr Lebe» lang Vorrmtmen. eiamal den Prcter oder Schdnbrunn zu btwhen. von dem die Fremden gleich, am erst« Tage ihrer Ankunft schon zn er- zählen wissen; aber die guten Lentch,» kommen in ihrem Leben nicht dazu E« Hai un« ebenso wiederholt erheitert, wenn wir von d,r Bergangenhit Pettau'« erzählten und erwähnten, das« eine so reiche Auft-wähl von Hu»dsu!cken in nn»erem Museum z» sehen sei, die kindliche Frage zu höre»: Also die« alle« steht man in unserem Museum?" Dem die-deren Bierbürger ist die Schilderung de« heimischen Museum« und diese« selber eine nagelneue Reu-igkeit und doch sollte unser Schatzkästlein, dem nun seit dem Reubau de« Gymnasium« ausreichendere Räumlichkeiten iur Verfügung stehen, für jeden Pettauer ein Gegenstand eing.hen^r Kenntnis und Werthschützling sein. Zu diesem Zwecke er-scheint e« dringend »öchig, dass die wertvolle Sammlung systematisch geordnet und aufgestellt werde, eine Arbeit, deren Schwierigkeit und Lanp-wierigkeit wir durchaus nicht unterschätzen. Wir würden es mit besonderer Freude begrüßen, wenn endlich dem Besucher in der Form eine« plan-mäßigen Kataloge« ein allseits mit Dank empfan-gener Führer zur Seite gestellt würde und wenn vor allem dir Neinliche Beschränkung de« Zutrittes Einheimischer ans die Feiertaae auchörte, die aller-dingt nicht tragisch ernst doch in ihrer Engherzig-seit immerhin bezeichnend ist. Warnm soll denn der Einheimische, der noch dazu vielleicht Mit-glied de« Musealver eine« ist. vor dem Fremden zurückstehen und mit seinem Besuche blo« aus bie Feiertage beschränkt sein? Ist ihm au Wochen-tagen der Zutritt nur in Begleitung eine« Fremden erlaubt? Eine recht leidige Angel,genheit ist nun vor allem bi« Eigenthnm«srage der vom Herrn Pro-sessor Ferk besorgten und nach seinem Ramen benannten Ausstellung im Museum. Sie ist mißlich, weil sie trotz einer dem Gemeinderath« üb ergebenen Stislung«urkunde noch im.uer nicht unzweifelhaft erledigt ist und darum Zweiflern uno Gegnern, bie eben gerab« der Beste in Fülle hat. Anlas« zu Ausfällen gaben und geben, wa» der Sache an sich in keiner Weise dienlich ist. Wo eS sich wirllich um den Zweck und um die ebe» sogen: .Maiesty. diese West« wird"--" — da sprang- ich auf den Tisch und der Lord Oberhofschneider platzte plötzlich heran« — .doch am Rücken zu wenig — wuttirt fein! Diese Bure» klopfe» zn empfindlich den geheiligten Hintertheil!" Dann machte ich einen Satz nach Haag. Dort sas« die Friedenskonferenz beisammen. Der Präsident hielt gerade einen RechcnschaftSderichtS-Bortrag über die großen Erfolg« b«r Friedenskonferenz, da sprang ich aus den grünen Tisch und die Mitglieder riefen plötzlich: .Hanba!" Nun eilte ich nach Berlin. Dort war große Chiuamedallleii.V-'rlheilung undEr sprach schneidig vom .Zerschmettern I' — Ich schlich mich durch die strammen Reihen uud da hörte ich, wie einer der Dekorirten flüsterte: .Wat ik mir davor koose" — und besah wehmütig die Medaille, — ,de Leipz'ger Bank i« ooch ohne Zerschmettern kaput jejangen." — Daraus gieng ich nach Wien. Aber ich war schon zu abgehetzt, sonst hätte ich mich auf den Tisch des gewissen hohen Hause« gesetzt. So aber schlich ich mich in ein Amt. wo ich sast täglicher Gast bin und legte mich ermüdet ans ein Acten-slück Da kam der AmtSdiener mit dem Abstauber und schrie wüthend: .verdammte« Vieh! Grad auf da« reingeschriebeve AnflöfnngS-Dekret der „vuio catolica" muss es sich setzen.'— Der Oberkater schwieg. Loeal,lachrichten. (Öerei» „Kliht« fre«j") Der Roth« Kreuz, verein Pettau und Umgebung Hot bei der General-Versammlung am 24 December 1901 al« Ersatz einstimmig gewählt und zwar die Frau Gräfin Anna Alte«», I. I. StatthaltereirathSgattin zur vicepräsibentin. dann die Frau ReichSfreiin Elaudine v. Rajakovic», k.k. BezirkScommissär«-galtin und den Herrn Grafen Manu« Altem « f. k Statthaltereirath, zu Bereine.AuSschusS-Mit-gliedern. (Vetrraitra-verei») Der Erzherzog Albrecht Militär-BeteranenBerein in Pettau hält am 6. Jänner 1902 um 2 Uhr Nachmittag in den Lo-calitäten des Herrn Carl Kossär (Hotel Stadt Wien) seine Geiieral-Aeriainmlung ad. (Evangelischer Gottesdie«? ) Der nächst« evangelische Goltetdienst findet am S. Jä»n«r um 11 Uhr vormittag» im MusikvereinSsaale durch Herrn Bicar Mahner« statt. (v«ll,ersam»l»»g des M»st«lvrrei«rs.j Freitag den 10. Jänner um 8 Uhr abenbs finbst im 1. Stocke de» »Deutschen Heim" die diesjährige Hauptversammlung de» MusealvereiueS statt. Zahlreicher Gesuch ist wünschenswert. | (Bit A,l»tstrr.^»lrr i» vrutschru heim) versammelte eine stattliche und gemüthlich« Runde, welche sowohl den Liedervorträgen, al« de» Darbietung?» der Musikkapelle dankbare Ein-pfänglichkeit bewies. Zahlreicher al« bei der J»l-stier d«S Turnvereine« war diesmal die duftige Tanzblouse der schöneren Hälfte» vertreten, wa« ganz in der Ordnung ist, da e« bei un» der Gelegenheiten ohnedies nicht allzu viele gibt, wo d«r Pettauer Mädchenflor ^um Angriffe auf die Gemüthsruhe so manche« eingerosteten Iungge-feilen ausrücken kann. Ein« mit 38 Gewinnst?» bedacht? Tombola nahm dann anderthalb Stunden durch anfmerksames nud l?hmichc» Hinschauen aus Hiffer» in Anspruch. Gottlob, e» war Un-glück im Spiel, vrzo — ? D«m sch«id?nden Jahre hielt al« AuSschusSmitglied de» Vereines Don Arthur ll. di? launig? Abschi?d«r?de, bie d«r ?rnst?n Ausblick« nicht entbehrte. So betonte der geschätzt? Redner den W?rt der gemüthlichen deutschen Geselligkeit, wozu da» »Deutsche Heim" allen Wohlgesinnten Gelegenheit bietet, abgesehen von dem volkliche» Werte engeren Zusammen-schlusses. Räch dem allgemeinen Anproste» fand im UbungSzimmer deS Männergesangvereines die ichlichte und herzlich« DankeSkunbgebung "N dessen verbienstvollen Obmann H?rrn Franz Kaiser statt, wobei Herr Oberlehrer A. S t« r i n g al» Sprecher waltete. Warmen Beifall fand die Er-klärung de« ObinanueS, dem Bereine um de« deutschen Lied«« willen auch in der Folge treu bleiben zu wolle». Ob e« wahr ist, das« mancher Heimkehrende vom Hahnenschrei begrüßt würd«, Wune» wir (eiber nicht verbürgen. (üufik#rr?in.) Der neue Sapellmeister Herr Willibald S ch e i b « r faub bei feinem ersten Auftreten bei der Sylvesterfeier im deutsch«» H«im viel Beifall. Möge e» ihm g?ling?n, bie so rasch g?wonn?ne Zuneigung ber Pettauer bauernd zu erhalt«». (Srl-hnirg thierfrruuilicher Schulki»trr.) Der ÄuSschusS b?« steierniärkischen Thierichutzvcr-eine» hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, an fünf arme Sinder ber Knabenschule je zwei, zu» sammt» 10 Krone», an» bem Stiftung»?rträg-nisse be» Jahre« 1901 bet Friederik? von Ka l ch-b e r g-Stiftung zu vertheilen, wobei hauptsächlich solche Kinder berücksichtigt iwrbeii sollen, welche sich irgend thierfreundlich erwiesen haben. (Bettelnde fliuitr.) Wie bie Grazer. so können auch wir Klage führen, bas» ber Bettel burch Kinber ?pid?misch auftritt und zunimmt. Da» sogenannte hl. Dreikönig-Singen wirb Heuer !>anz besonder» schwunghaft betrieben und man an» am Abende in allen Gassn, entsprechend vermummt? Kinber «rblick«». Da h«n?r bi« Be-wohnerschaft von Pettau so reichlich sür bie arme Jugenb sorgte, indem an Geld 303 K gespenbet würbe», ferner eine große Zahl von Kindern mit Kleibern beschenkt worben ist. so könnte» die Eltern solcher Sinder doch einiger-maßen zufrieden sei» und ihre» Kindern diese Zudringlichkeit verbieten. Die kleineu Bettler leiden ersten» moralisch durch da» späte Herum-schwärme» aus der Gaff?; durch da« Verwenden de« Gelde» zur Erstehung von Tabak und R&fche-reien schaben sie aber auch ihrer Gefunbheit. Man möge demnach bem Bettel ber Kinber ein ent-schiebene« Rein entgegensetzen, indem man sie be-schämt und allenthalben h>nau«wei«t. (Abermals das »chiellfahre».) Wir «r-suchen nochmals, Vorkehrungen gegen das Schnellfahren wenigstens in ber Näh« beS Knabenschul-haus?S zu treffen, bevor durch das Dahinrasen roher Fuhrknechte ?in Unglück geschieht Auch wären viele Eltern für bie Reinerhaltung ber Straßenübergänge zum Schulhause befonber« bankbar. (£elts«NL) Am letzten Wochenmarkte gab e« zahlreiche La»diente, die sich darüber beklagten, Sache handelt, sollten solche Sleiulichteiten von hüben und drüben vermieden »erden. Wir sind, offen gestanden, nicht begeistert von der Art und Weife, wie Herr Profefior Ferk die Angelegenhkit unsere« Museum« auf-saßt, vor alle» nicht darüber, wie er seinerzeit den arbeit«sreubigen Au«schus« de« Musealvereine« umgieug «nd brachlegte, wa« zur Einfetzung eine« willfährigen A»«schasse« führt«, aber wir benken objectiv genug, um Herrn Professor Fer? für alle«, wa« er für da« Pettauer Museum unter mannigfachen Opfern gethan. Dank unb herzliche Anerkennung zu wibmen. Leute seiner Art, bie mit Leib unb Seele einem idealen Gedanken Mühe. Zeit unb Gelb opfern, smben sich nicht allzuoft, barum that e« jedem gerecht Denkenden wehe, al« drr um Pettau so verdiente Mann an-gegriffen und verdächtigt wurde. Herr Professor Ferk möge sich damit trösten, das« die schlechtesten Räder am Wagen am meisten knarre». Räch längerer Verstimmung zwischen dem Gemeinderathe und Herrn Professor Ferk, welche von gewiffe? Seite erzeugt worden war, kam et »wischen beide» Faktoren zu einem aufklärenden Meinungsaustausche, zu dessen besriebigenbem Abschlüsse der Gemeinderath in seiner Sitzung am 27. December folgende Äußerung beschloß: »Der Gemeinderath der Stadt Pettau bot »it großer Befriedigung die Recht-sertigungSschnft de« Herrn k k. Gymnasialpro-seflor« Franz Ferk zur Kenutui« genommen, und da,au« ersehen, das» alle Anwürfe gegeu ben Genannten und sein« Handlungsweise, welche in letzter Zeit von anderer Seite gefallen fuo. ^?llommen ungerechtfertigt waren. E« ge-.'eicht dem Crweinberathe zur besondere., Befriedigung. nunmehr in der ganzen Angelegenheit fi« zu sehen unl hieburch zu dem beruhigenden Bevubtsein gekomm'ii zn fe»u. Öaj< alle un schönen Vermuthungen unb Darstellungen über Professor Ferk und dessen Deuken und Thun gegenüber der Stadt Pettau der Wirklichkeit in keiner Weise entsprechen. Der Gemeinberath gibt schließ lich »och bei sicheren Hoffnung Raum, das» da» gegenseitige, vertrauensvolle Verhältnis zwischen Professor Ferk und der Stadtgemeinbe Pettau, wie auch da« gegenseitige gute Einvernehmen zwischen diesem und dem Museum«vereine, wie e« bi« vor kurzem bestand, wieder eintrete» werbe. Enblich versichert ber Gemeinberath Herr« Pro-fessor Ferk. bas« er in Pettau wie früher immer willkommen sei» wird." »Unb wohin gehst Du jetzt?" frug ich neu- gimg. .Eine Stunde bleibe ich bei Dir," — antwortete ba« Rabenvieh. — bann gehe ich wahr-schnalich in ei» konzessioniert»« Heiratsbureau, fetz« mich aus ba» Album mit be» Photogra« phien ber heirat»l»ftigen Damen unb —* —.Run unb?" — —.»nb fange jämmerlich un zu miauen, sobald ein solcher — Rarr wie Du. — darinnen nach seinem »LebenSengel' sucht!"— Ich langte wüthend nach dem Revolver; zum Glück erwachte ich ben Doppellitir. that den letzten Zug und schlief, bi« jenland neben meinem Bette schrie: »Wünsch a glückselig« Neug« Jahr! Gnä' Herr: Dö Andern sa» a schon orauft!"— Au. W. Verrechnet. Riemanb wusste genau anzugeben, woher eigentlich Frau Libbington« Einkomme» stammte. Soviel man sich erinnert«, hatte ihr verstorbener Gatte kein namhafte« Vermögen besessen. Auch war e« nicht bekannt, bas« irgenb eine lieben«-»ürbige Verwandt« sich erbötig gemacht hatte, der Witwe durch eine großmüthig« Schenkung unter die Arme zu greife». Ihren intimen Freunbe» gegenüber pflegt« Fran Lidding ton anbeutunSweise von ihren „Be- sitzungen drüben' zu sprechen; doch iva» e» mit denselben für eine Bewandtnis hatte, hat noch niemand ergründet. AI» einmal Herr Bompa« (Bompo«, Shattle und Lompagni«) sie ohne alle Umschweife über diesen Punkt befragte, da fuhr sie nur »it ihrer hübschen kleine» Hand über ihr duftige« weiches Haar unb erwiderte lächelnd, sie spräche grunbsätzlich »icht von Geschäften. Sie ivar auch zu kinblich, zu unerfahren, um sich mit Ziffern zu besassen. Sie schien sür ihren «igtnen Salon wie geschaffen; so gut pastte sie zu den abgetönten Farben, den zierlichen Porzellunfigürchen und den anmuthigen, kleinen Bögelchen, welche zwischen Blattwerk und Lieb-frauenhaar hin und her hüpften. Ihr reizeuber Teint, ihre zärtlichen, blauen Augen, selbst ihre künstlerisch« Kleibung — denn sie gehörte zu ben Frauen, welche sich nicht anziehen, fonbern bra-piren — ließ?» sie al» ein Wesen erscheinen, an ba« pekuniäre Sorgen nicht herantreten bürsten. Unb glücklicherweise, wie ihre Freunbe sagten, war sie auch mit Fortmias Gaben reichlich ge-segnet. Ihre kleine Villa in Regent» Park war ent-zückenb, ihre Weine vortrefflich und ihr Kutschir-wagen schien ein Muster von Eleganz. Wen» sich manche Frauen (bie sie im allgemeinen weniger verehrten al« bi« Männer) b«n Kopf zerbrachen, wie si« «» nur anstellte, um so glänzend zu leben, so war die« nicht ihre Schuld. Niemand konnte den leisesten Verdacht gegen sie auSsprechen, ihr Ruf war tadellos. Es lässt sich denken, dass eS einer so jungen und reizenden Witwe nicht an Bewerbern fehlte und unter jenen, welche bemüht waren, sich einen lebenslänglichen Antheil an der Villa, dem Kutfchirwogen und dem autgezeichnetten Keller zu sichern, stand ein gewisser Oberst Montgo-mery obenan. Obwohl schon ein Fünfziger, gelang e« ihm. Dank seiner gesunden Constitutio», einem talent. vollen Schneider uud einer gründlichen Kenntnis der Kosmetik, weit jünger zu?rscheinen, al» er thatsächlich rnar. Er gehörte der amerikanischen Armee an, hielt e» jedoch nicht für nöthig, die Aufmerksamkeit feiner Freunde und Bekannten auf diese« Detail zu lenken. Er war Mitglied mehrerer ElubS, wußte ba» Billarbqueue geschickt zu handhaben, war ein ausgezeichneter Ecartsspieler uud stand in dem Rufe, selten auf ein Pferd zu setze», das verlor. Da er jedoch weder professionSmäßig spielte, noch wettete, konnten bie eben erwähnten Eigenschaften aucki nicht ausreichen, um seinen L wei«t nachstehende Zuschrift, die wir von hochge schätzler Seite mit dem Ersuchen um Berössent' lichung erhielten: „Öffentlicher Dank. Leider gibt e« auch in unserer Stadt so ehr- und charakter lose Seelen, die, um ihrem Inneren Luft zu machen, zu Neujahr den ihnen mit'iediaen Personen recht freche, ja sittenlose Wünsche anonym zukommen lassen. Allen solchen fei hiermit für ihr ehrlose« Treiben ein verächtliches „Pfui" öffentlich ausgesprochen. iolls-SnllicvllngskarIr») haben iveiterS nachstehend« P. T. Damen und Herren gelöst: Braüiö Dr. Fried. 2 K, Bala» Joh 2, Berghau« Caspar 2. Bella» Fran» 2, Dollezel Dr. Arthur 2, Ellerich, k. u. k. Major 2. Eick» Hof Sarl 2, Fichtenau Dr. S. R. v. 2, GlaS Dr. Franz 4. Goriupp Josef 2, Gulda Joh. 1, Jurtela Dr. Franz 2, It li»'ch Franz 4, Kra« >oag»a Josef 2, 5kro^ Kar 2, Kracker Al. 2, Löschnigg Franz 2, Leposcha Mar - 2. Metzler Dr. Franz E. v. 2, Moravetz ^,.^nz 2. Mar. tschitsch Michael 2, Mnchitsch Aloi« 2, Mölleret Franz 2. Oschgan Simon 2. Preindl Jol,ann 2, Polotschnigg Franz 2. Pramperger W. E. v 2, Petovar Antonia 3. Remitz Justine 2, Rodo-fchegg Hedwig 2, Svet AlsonS 2. Slawilfch Ludwig 2, Selinqer Eduard 2, Schöbinger Dr. Earl 2, Stuhec Dr. Bella 2, Stroschill M. 2, genen Hotel Garni. Er rauchte zuhause eine Pfeife, weil e« billiger kam und lag lange im Bette, um dann mit einer Tasse Thee bi« zum Mittagessen auszureichen. Doch trotz di-fer einfa-cheii Lebensweise hatte der Oberst mancherlei Ausgaben, für die er sich gezwungen sah, Geld aufzubringen. Wie er dies anstellte, war ei» Geheimnis. In einer abgelegenen Straße London« befand sich das Comptoir eine« ruhigen, Menschenfreund» lichen Herrn namen« Jardine, der sich damit be» fchäftiate, geldbedürftigen jungen Leuten Summe» vorzustrecken, und der Oberst war oft so liebenS-würdig, ihm derartige junge Leute zuzuführen. Herr Jardine zeigte sich ihn, für diese Gefällig-keit stet« erkenntlich, während der dankbare Jüngling ihn zum Diner einzuladen pflegte. Herr Jardine versicherte dem Oberst oft. das« er seine Gefchicklichkeit bewundere, und dieser lächelte dann geschmeichelt und bot ihm eine Ei-garre an. Al« jedoch der Oberst Frau Liddington kennen lernte, war ti ihm sofort klar, das« ihm hier zum erstenmale seit Jahren die Aussicht auf eine sorgenfreie Zukunft winkte. Glücklicher-weife hatte er gerade einige günstige Geschäfte abgeschlossen, so das« sich seine Toilette im aller-besten Zustand befand und er genügende Geld-mittcl belaß, um sich einige Luxusausgabe» zu gestatten. Auch machten seine militärischen Re-nnnifcenze», die er stet« in das Gespräch einzuflech-teil liebte, bei der Witwe tiefen Eindruck; der Straschill Max L, TreiU Dr. Ernst 2, Wreßnig Johann 2. Reumann Wilhelm 2, Wazulik Dr. 2, Morelly Heinrich 2. Kasper Earl 2, Jaufchooetz Thomas 2, Wenig Dr. Hermann 2. Rafchka Balthafar 2, Falcke Rudolf 2, Sorko Josef 2. ^enerderritschast.) Vom 6. Jänner bi« 13. Jänner. 3. Rotte de« 1. Zuge«. Zugsführer Laurentschitsch, Rottführer W r a t f ch k v. Feueranmeldungen sind in der SicherheitSivachstube zu erstatten. »g ter k. k. steirrmärkilche* iiiani-f«nta*iwii«n von 20. vrcembrr 1901 3. 33541 betreffen» tie Ctrmiir jnr Einklang fetr »irret« Strurrn in I. ivnartale 1902.) Im Laufe des I. Quartale« 1902 sind die direkten Steuern in der Steiermark in nächste-henden Terminen fällig und einzuzahlen. 1. Grundsteuer, HouSclassensteuer, Hau«zin«steuer und fünfperzentige Steuer vom Z,»«?tf'"~ oer au« dem Titel der Banführung g:.,z ooer theilweist zi»«steuerfreien Gebäude und zwar: die 1. Mo-nat«rate am 31. Jänner, die 2. Monatsrate am 28. Februar, di« 3. Monatsrate am 31. Märj. 2. Allgemeine Erwerbsteuer und Enverbfteuer der rechnungSpflichtigen Unternehmungen: die erste Quqrtalrate am I. Jänner. Werden die geiiann-te» Steuern »icht spätesten» vierzehn Tage nach Ablauf der angeführten Einzahlung«te?mine eingezahlt, so tritt, insofern« bezüglich der betref-senden Steueraattung die IcihreSgebühr 10V ti übersteigt, die Verpflichtung zur Entricht» ng von Verzugszinsen ein. welche sür je 100 X und jeden Tag der Verzögerung mit 13 a von ixrnt auf die obigen EinjahIuliaStermine nächst» folgenden Tage an bis einschließlich de« Tage« der Einzahlung der fälligen Schuldigtet zu be» rechnen und mit derselbe» einznheben sind. Wird die Steuerschuldigkeit nicht biniien vier Woche» nach dem Einzahl»ng«termine abgestattet, so ist sie sammt den entfallenden Verzugszinsen Mittel« de« vorgeschriebenen Zwangsverfahren« einzubringen. Kenauer Theater. Dem auf ViSmarckS Entlassung gemünzten Tendenzstücke „35 a t Erbe" brachte unsere sonst so auhäugliche Theatergemeinde jeneS Maß von Intresse entgegen. da« sich in einem schwach be-suchten Hause äußert. Mein Golt! BiSmarckl? WaS soll unS der? Er ist ju schon gestorben und wa» er gethan. dafür ist er wahrscheinlich b»ahlt worden. Das ist moderner und völkischer Dank. CVrjt lös t:d nnCi raubte vas ^iesenepaf^?? zu verwerthen. „Eine hübsche kleine Villa", dachte er sich, eine abgezeichnete Küche und ein Eheckbiich. da« man benützen kann, so oft einem die Lust dazu anwandelt. Hiriam, mein Junge, da« sind Dinge, die durchaus nicht zu verachten wären. Oberst Montgoinerh war kein schüchterner Jüng-ling mehr; er eröffnete die Belagerung ans da« Herz der schönen Witwe mit der ganzen Uner-schrockenheit eine« ergrauten Kriegers. Er schickte ihr Theaterkarten und Blumen; ja er trieb seine Hingebung so weit, seinen Gewohnheiten untre» zu werden und eine Wette an sie zu verlierrn. »eren Einsatz au« mehren Dutzende» Handschuhen »estand. Und die hübsche Freu Liddingto» nahm alle diese Gaben heiter und ivohlgemuth a»; und wenn sie ihn auch ob seine« Uebereifer« ein wenig chalt, so lächelten dabei doch ihre Augen soviel» versprechend, und ihre Stimme bebte so verhei-zungSvoll. das« sich der tapfere Krieger mit Fug und Recht am Ziele seinrr Wünscht glauben mrste. „Sie venvöhnen mich. Oberst", sagte sie, die Blicke niederschlagend, al« er eine« Nachmittags Ixi ihr erschien, nachdem er ihr kurz vorher ein ?l>:m?nc;?winde geschickt hatte, da« ein wahre» Meisterstück der Gärtnerei war „ja, wirklich, Sie verwöhnen mich. Wenn man einen Freund wie Sie hat, werden einem alle anderen Freund« gleichgilt ig." — Die Darstellung war eine recht farbenreichc, wa« dankbar anerkannt wurde. De» ehrlichen, herben, unbeugsamen Prokuristen Sartoriu» über-setzte Herr B o r » st ä d t mit gewohntem Geschick in die Wirklichkeit und w»s fti *) auch Frl. Ilse Renataal» ^larisse »em vollen Bilde ein. Al« Zugeständnis an die l.u^e Faschingszeit «Ich?*? un« die Bühnenleitung am Reujahr«» tage Reftroy'S unverwüstliche Pvsse mit Gesang: „Einen Jux will er sich machen'', welche eine sreundliche Aufnahme fand und da« Sit besetzte HanS in dauernder Heiterkit erhielt, nd die« ist auch ein Verdienst in unseren trüben Tagen. De» quecksilbernen und zungengewandten Schwerenöther Weinbeerl gestaltete Herr Direktor Gärtner zu einer erheiternden Figur. Ganz nett waren auch die Liedervorträge der Herren Dir. Gärtner und H a u s ch u l z, die als ungewöhnliche Würze begrüßt wurde». Recht munter schlängelte sich auch der Gewürzkrämer Zangler (Herr W u g» g a n i g g) durch die lustige Aufführung. Dagegen waren wir überrascht, das« da« köstliche Fräulein Blumenblatt (Frl. Koppen st einer) in der Kienermundatt die«mal Schwierigkeiten fand, wa« un« bei ihrer rührenden Darstellung in „Mutter Sorge" nicht bemerkbar war. Am Dirigentenpulte stand diesmal ein neuer Kapellmeister, der in merklicher Weise einen frischen Zug i» seine so wackere Musikerschaar brachte, was allgemein bemerkt und mit Beifall bedankt wurde, wa» er als freundliche Begrüßung und Aufmunterung betrachten möge. de» Tausende nicht» zu bedeuten haben, und be-nützte diese Gelegenheit, um da» Gespräch diplo-malisch auf feinen überflüssige» Reichthum zu lenken. Die« »var schwer durchzuführen, ohne allzu deutlich und plump zu werden; aber seinem feinen Takt gelang diese heikle Aufgabe vollst»«» dig; und al« er nach einem feurigen Handkus« von Frau Lidington Abschied »ahm. lächelte diese träumerisch vor sich hin. „Eine merkwürdige Eroberung", murmelte die schöne Wrtive. „Jetzt steht die Sache gut," überlegte der Oberst. Am nächsten Morgen stattete er seinem Freund und Gvnner Herr» Jardine eine» Be-such ab. „Hören Sie einmal. Jardine. alter Bursche. die«mal komme ich in eigener Rechnung. Rücken Sie mit einem kleine« Voraus« heraus?" Der menscheiifrenndliqe Jardine machte ein bedenkliche» Gesicht „Da» wird wohl kaum gehen", erwiderte er. „Brmgen Sie uns doch jemand, Oberst, und Sie erhalten Ihr Geld sofort." „Ich kann Ihnen aber jetzt niemand bringen", rief der Oberst gereizt. „Damit müssen Sie stch gedulden, wie ich mich gedulde. Ich sage Ihnen doch, das« ich für mich selbst eine kleine An-leihe wünsche. Die Sache ist nämlich die" — er beugte sich etwa» vor uud schlug einen ver» Der Donnerstag brachte unS Sudermann'S .Schmettert iu -s fch lacht", ein Lust-spiel «it Ulffit, ftifeer Linienführung. da« so recht de» Uiuei^hied zwischen nortcheutschem und süddeutschem Hamor »nd Wesen klar macht. E» fehlt dem in norddeutscher Lust entstandenen Stücke an kräftig auszische»den G«tzr«ttte» wie« Wiener Humoristen, de»»och eiznigt e« rasch jene« andauernd« Summen und Schmunzeln, da« in seiner Alltäglichkeit an dasjenige einer ange-nehm durchwärmten The.gej.ll,chf»r lauteren Sprechweise Dant gewußt. Mit Rücksicht aus die Ruümverhaltuisfe und auf da» billige Verlangen noch Verständlichkeit. muss die Theatersprach« nathweadig in Zeitmus« und Stärk vom gewShnlichei» Zimme» sprechtone ab. weichen. Der gallige und verschrobene Poltrian Wintelmann fand in Herrn v o r n st ä d t eine in Ton und Farbe gleich wirksame Verkörperung. In der Klammer sei bemerkt, das» Herrr Vornstädt alle Aufmerksamkeit der AilSsprache der Endsilben zuwendet »nd die« auch in der Folge nicht unter« tafle», mSge. Reckt brav »var »ein Soh» Max de« Herrn Wugganigg, dem immer mehr und mehr träftiaere Anlaufe und Flügelschläge gelingen; nur ersuche» wir ihn. die Taschen der Beinkleider al« zugenäht zu betrachten, vor allem im Auftritt »nit Frauen. — Der .Oberlehrer Dr. KosinSky" de» Herrn M a r h o l m war wohl nur einkürzlich dem InternatSzwangc ent-ro>nener junger, linklicher Kandidat. In einer richtigen Zeichnung dieser Figur hätte neben der Ungeleukheit IM Bertehr mit Frauen mit einigt» Strichen eine gewisse Männlichkeit platzfin-de« können, »m ein Zerrbild zu vermeiden. S .... lichen T«n au —. .ich bin im SqMe zu heiraten. Die Dame ist sehr reich..... ich kann Ihnen de» Name» und alle Einzeln» hefte» mittheile«. Run. und da brauche ich ein wenig Geld, m» die Sache anständig durchuiütb-ren. Sie könne» de» Wechsel aus sechs Monate «»»stellen, bi« dahiu bin ich längst ein gemachter Mann. Ich glaube, diese Sicherheit könnte Ihnen genügen." Ich \xtnt «ich sehr Oder Ihr Glück'. ich. ant einem Agenten ein derartige« Geschäft »schließe«. dach mit Ihnen würd, ich sehr gerne etu« Antnahm« machen. Nur fürchte ich. Sttmfn*»« Un |(Mta «|nt( Uhr»». '3 (figfniftamff be* Menntrn, in Ofen aJtttncmnmi Uhrki-HttidKHemtitt«, (xrt Wilhelm •COwr, hat swl 6eioged« Uhr « Jahr« Ba-rantie. Seiden-Blouse«. 2-35 n. hther — 4 Met — sowie .Henneberg-Seide" in >«, weiß und farbig von 60 Sreuz bi« st. 14.66 p ... «n Jebermann franko u verzollt in« Hau«. Muster umgehend Doppelte« Briefporto nach der Schweiz. K. Henneberg, Seiden-Fibr. (k. n. k. Hol)ZUrich ©l©l©l© mm. GIG Sicheren Erfolg| bringen die allgemein bewährte» Kaiser's Pfeffermünz-Cararaellcn gegen Appetiilostgkeit. Magenweh und schlechte». »erd»rde»en Magen, acht in Paketen i» 2V und 4V Heller, bei: g. 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M&ruasehiag Ifachmitt. 6 19 Nachmittag 6 29 Wiea aad Tritst Vormittag 9 88 Vormittag 9 42 Wie« aad Badapest Abends 8 46 Abends 8 66 Wiea. Badapeilt. War aad Schnei 1 z U g e. Nachts 1 65 | Nachts 1 66 Wien aad Trieat Nachts 8 40 Nachts 3 60 Wien, Badapeit.Waraad. Nachmitt. 1 44 ] Nachmittag j 1 46 Wiea aad Trieat Nachmitt. 8 18 Nachmittag 3 14 Badapest Agenten zur Aufnahme und zum Zncosso von Mitgliedern für den Leichniverei» St. Josef s« Margarethe« i« Wien werden unter günstigen Bedin- mpw gungeo aufgenommen. Offerte uuter Angab« von Reseren^kn an die DVerei«ska«slei, Wie« IV/1, Margarethe«ffraße D Tranz Kaiser, empfiehlt Tischweine in Literflaschen abgezogen, weias and roth, In- und Ausländer-Champagner, Cognac, Rum, Punschessenz, alle Sorten Brantwelm nnd Llquaure. Sin herzliches Prosit STeujahr allen unseren verehrten Kunden, Gästen und Freunden, die uns Un abgelaufenen Jahre mit ihrem Vertrauen beehrten. Wir bitten, uns auch im neuen Jahre »u beehren. 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In Marburg werden im Jahre 1902 12, in Luttenberg 12, in Leibnitz 20 und in Unterrann 30 junge Grundbesitzers- uud Winzersöhne aufgenommen. Diese erhalten dortselbst freie Wohnung, volle Verköstignng und außerdem einen MonatSlohn von 8 Kronen. Die Ausbildung an diesen Kurseu ist in erster Linie eine praktische und nnr insoweit auch eine theoretische, als dies für Vorarbeiter u. selbstständige Winzer unbedingt nothwendig erscheint. Nach Schluss der Kurse wird jedem Theilnehmer ein Zeug-nis über dessen Verwendbarkeit ausgestellt. Behufs Aufnahme in einen dieser Curse haben die Bewerber ihre stempelfreien Gesuche bis spätestens 15. Jänner 1902 an den LaudeS-Ausschuss zu übersenden. In diesem Gesuche ist ausdrücklich zu bemerken, in welche der vorerwähnten Lehranstalten der Bewerber einzutreten wünscht und find beizuschließen: 1. der Nachweis über das zurückgelegte 17. Lebensjahr, 2. das Moralitätszeugnis, welches vom Pfarramte bestätigt werden muss, 3. ärztliche Bescheinigung, dass der Bewerber nicht an einer ansteckenden Krankheit leidet und 4. Entlassungszeugnis aus der Volksschule. Beim Eintritts müssen sich die Bewerber verpflichten, während der ganzen Kursdauer (vom 15. Februar bis 1. De-cember 1902) ununterbrochen im Kurse zu verbleiben und allen die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der landwirtschaftlichett Fachorgane Folge zu leisten. Graz, 7. December 1901. vom steiermärkischen Landes Äusschofst. Vom 1. Jänner 1902 ab sind zn verpachten: Mutter=Garten ^Sa im Ausmaße von einem halben Joch, sowie ein zweiter MUTTERGARTEN im Ausmaß« von 1200 Qnadratllaftern, Guts-Verwaltung Ankenstein, Post Pettau. Nivocis der Haar»! Kein laiops mehr! • In bamarhtnowirtna« MIe»»>. «Mldta« Mann, frtu und Rind pra*t-»«II»» Kopfhaar »erlelhi. .. T«rWn»irt da« Huafallcn dir f>aar«, matf» 4a« Haar dlc*i«. halll Schuppen. Schorf. Kopffinnen und macht lade« flaar ftfiwer. lang und f frtlchel rtern l«eg«n teil »anlrrhat Ipptum fcaatBit t» ititual. Sa „>,,«,rla" rin irt» pq,a,li»>« Qrobaii M, lo kiaachin 0ii all bisiia »nminknn, nicht I» i*ttlti(ftni |ii tlgtta. ha tl fdt kli lactrtt« «apfoaut soJHjatln baralpt Iß. •» albi ittntn iSranb, Bilbalb Cle abtt Ztzre »inbrr fpltllchen. aimtn ta-.T nach! »aha» |p«it« •tlnakel Qaar It all l,n>»tzl «smatt all Hinter notbmtabli »ah NH " W ~ (tnunft» uiRMrln ________■_____________________________... ... taamarailn unb hl« Hallt brauch! Zabra um bltfm ft^narl |u erlc)i». Bar rtantt aber aa ha» •'getrlchalte» btrfel Buttbetkaren Rtctlt iBit'tln bat bin tanliahca »«» »iiiÄin. »ilchi »tr b«n veilonen bist»,», bann »la»baütbl|tel> Ibir »I»» itkaita I*. Itlaabea Haarwuchl fl.ib ftiahtt ebtt «raachlin« stell Ct> »ranfteil btr «atm «bir bt( fttabil paealiflrl «h hl» rahim. » (IM Faar,»»fa> «brr jla|s|« lllbl( "|t»gi Kd|na ZI''hj. Z,ch»f«e»M I Bolta «I« gifAOllft >«ider a«ch B mb cn Krl«» Cr.aaarlll« I Masche .Lotaarl»" leihen «eil» Maa rallak, Jallachi D» Ich alt de» »rl«l,« h l ,L«ta«r1a jetzr (»Itltben bin. »t'aÄ». «Ir I»«lelch noch > Al-sch« >» Itnbnt. Arä»!e!n Ila L5«er In Pab«»l«ch! »III« »N noch 1 glalchi .Ltraarlu* _______________________ (tirntfchUnb).' SKI btr »Lt Ich sehr lufrlihia ank tu l«lbl|« folotl neae» Haarwachl «llaii, Wallach i Da Ich alt d«a chil« ■Ai, alt (Dflialch noch 1 AI-Ich« |» 1cn „______ LlMr In »«bentach! Bitte an noch 1 . in lanka»; hol lllttlil btmlbtl nch lil». Tttfif»! i. Nchlll.r In Me» IchrittI: 34 hatt« la»|i 4ak:fg»> unb btoslan bor (ltii|m Dtanatm Ihr,L«t»trla" aniu II mein« iont> Ropttaui klchi alt paaren hikickt Bai elili Bt ziochnn, biachie 3br .Laractl»" indanbi. ötrt K. XaWM»»». Masil! Sak» itmn aminbin- »a i rrtlt nlift »«• ■ aagiMinbtt, ball- Ibr „Lofacrla* Nachbia Ich httli ankiti Dlittil itl Ulol ütTibna muhnbari Bltbini. fflnt fable Stell. Blicht Ich libt langt Haiti, uurbt alt niain faarm (ihr Ichin btbiifi Hin Joatf Ehrlich, Aalf-ai» (BBbata): Ich bat» nach «'tt«r *ranf|ti, tntln Haart gla|llch »trlotitt nnb habt nach lbaU|»*t »«■ I glaichin gdnh .Loraerla" Blibit ailnca lrlldmn Upplgm HaarBilch« milcht. Stau B Naaai.r, Babapill Iakrtla»! [Itt Ich an «aaranllal. 6if kr ,I.cT»trlna gibraBch«. lallta all flirt« Haart aal anb ailm Haart »•A'CTI noift. «arch,,1 «ratrl»" Birbin bli OiarBat|«(n In böch« halrieblaenktr M It wliher an|et>|t. ra« >nn|, e«ftikt nnb wtchft In I'lannllchet ech-,lluf«fi ililltn Neiner Mlbchtn. bittn ftaar für, unb antmlchtlnlich »a« gai , Itbloa II. ant» fcclonbcrl »an be i trstmanchen »Irfnnatn »Hin annbtibarcn will- » entiltfl Im. Utlttnb bab «liparat b»,n btlTlantt I», htt llutin 0 Il-ne e«»PPi I «ulallm btr ®i«i »nb K»»ibtlt ,1 »I'len. I» tl «Ir Itbi «ant; wichtli. |» rolltn, bat t» «In Wmil |lbt. Btltft« Ihren ftelnin 8l»Mlii|tn hertfdi. 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Per Postnachnahme erbitte ich einen Tiegel Ihrer bewährten Haarpomade Anaa v. Warwbrandt. Birkfeld. Walg Fraa Anna Csillag. Wien! Ersuche unter angegebener Adresse für Excellenz Frau Gräfin Kielmansegg. StatthaJterin. Wien, Herrengasse 6, drei Stück Pomade a 2 II. für die Pflege der Haare gefälligst einsenden zu wollen, welche gute Resultate schon erzielte. Hochachtungsvoll Die Kammerfrau Ihrer Excellenz Irma Pletal. Es ist erreicht 1 3»|ot»t Wr fraftnt 4»ri|«r )mnMt- Brillant - Bold - Cavallar-Uhren irftnim. («aalt bt« ^atrlfaiLan berMbta bnart raplb luMtb'bm »rrS'n. kafc Bit Jral« ta brt t'aji «tab. bi11 aar» |Ü4l Tfjulirlra »«tir I J»lr« aaraallrl mir». O'rt'b«, lo Njfc birfirfia Emir riajt». aarrr«*4t b««rtni SrrtM*«a»».- »141 |» a.frr^rtt« unb bubra brtkalb nn'rf.inmri* fta ar*44t|*a «>Mri«a4 Mffn>lrl«r«»rnifalrUati». Bmu /ifttn rtrfl rpfr mtl UnW flrt «?' M"l I rtara m(1 fci'H« Pd -«» >l>ll!«. C«aaiiiit 6iul!)ckit! 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Sr,»hlunz ton v Rt! tweger. 1, (Saitbrwf verboten ) ämmerlicht herrscht? in dem Zimmer, an dessen einzigem Fenster ein schlaikt» halberwachsenes Mädchen stand, welches regungslos und sichtlich ohne Teilnahme für die Borgänge auf der Straße hinausstarrte. Nnr bis-weilen machte der feine Kvvf halb »»benmßt eine lau-schende Bewegung nach der Thiir hin, die ins Nebenzimmer führte, und hinter der Stimmen, bald laut, bald gedämpft, hörbar wurden. Sin eigentümlicher Geruch erfüllte da» Gemach, ein Duft wie von Wachskerzen und Eypresseu. Sein Äunder! Bor kaum ein paar Stuu-den hatten Wachskerzen gebrannt in dem größte» Zimmer des Hauses, dem-selben, auS welchem jetzt die Stim-inen ertönten, und ein mit Trauer-kränzen reich geschmückter Sarg hatte dort gestanden — der Sarg, in dem der Herr des Hauses im letzten Schlum-mer lag. Nicht all die Kränze, die von Freunden und Bekannten, von dankbaren Patienten dem toten Arzte gewidmet worden, hatten auf dem Sarg Platz gefunden Noch eine ganze Menge lag setzt nach der Beerdigung im Flur, und von ihnen ging der scharfe Duft au», der im Berein mit der er-löschten Wachskerze verriet, da« im Sause Trauer eingekehrt war. Im HauS? Kaum! Nur im Herze» des schlanken Kinde«, welches am Fenster steht und im trostlosen Hinansstarren zu begreifen sucht, was ihm geschehen. Der Bater tot! Der einzige Mensch aus Erden, der ihr gehörte, seit vor einem Jahre die Mutter ihm voran-gegangen auf dem dunklen Wege des TodeS. Und niemand, der mit ihr trauerte, der liebevoll ihren Kopf, der so heftig vom Weine» schmerzt, in seine Hände nahm, an sein Herz bet-tete und sagte: ArmeS Kind, komm, hier ist nun drin Himmel — ach nein, niemand. Die Haushälterin, eine mürrische ungebildete Person, hatte sich von dem Augenblick an, in Klagen und Jammern über ihr mutmaßliches Ge-schick ergangen darüber, daß sie nun gezwungen sei. sich schon wieder nach einer neuen Stelle nmzuthun. Das war ihr das wichtigste — die Waise kam erst in zweiter Linie oder vielmehr gar nicht. Und sonst niemand! Sein weibliches Wesen, das dem Hanse Pr?«?» nahestand. Seit dem Tode der Mut- ter hatten auch alle Beziehungen zu anderen Familien allmählich aufgehört. Dr Werner war ein Sonderling gewesen, der nach dem Tode seine» heißgeliebten Weibes nur noch feinen Patienten und seinem Kinde lebte. Aber l)r. WernerS Praxis litt allmählich u:ter diesem siedlerleben — er war nicht mehr sashionabel. Es war «hm gleich; zu thun gab es genug in den Biertel» der Armut, und die Ein-nähme reichte aus zur Führung eines kleine» Haushaltes. Uebrig blieb freilich nichts. Das .Sammeln' hatte er nie verstanden, auch in den besten Zeiten nicht, er nicht, und seine Frau nicht, dir, von zarter Gesundheit und unpraktisch veranlagt, das Geld nicht zu schätzen verstand und eS mit vollen Händen ausgab, wenn es da war. Sie hatte ja nur das eine Sind, wofür hätten sie ängstlich sorgen sollen? Tann, »ach der Gattin Tod, kamen wohl mitunter dem Arzt schwere Gedanke». Die Einnahmen wuchsen nicht mehr, an Zurücklege» war nicht mehr zu denken. Run, er würde hoffentlich lang genug leben, um für seinen Liebling, sein einziges Gut, seine Hildegard sorgen zu kön° neu. Wer sollte es sonst thun? Verwandte hatte er nicht; auch von seiten seiner Frau waren keine vorhanden. Kurz vor seinem jähen Tod hatte l>r. Werner, dem es jetzt oft so schwe, wurde, seinen Pflichten nachzukom men, seinen Blick traurig aus seine, Tochter ruhe» lassen, so todeStraurig, in der Ahnung baldigen Scheiden«. .Mein armer Liebling', hatte er ste oft genannt, und wenn sie dann ge-fragt: .Warum nur. Väterchen. ich habe ja Dich', dann hatte er schmerz-lich gelächelt. Run war er tot, der beste gütigste Bater, der einzige Mensch, der ihr ge-hört hatte in der ganzen weiten Welt! Nichts weiter empfand da» arme Sind, keine Sorge um die Zukunft, nur der Schmerz um den Barer erfüllte Hildegards j»»ges Herz. Sie wußte, daß da im Nebenzimmer der Gerichts-rat Rosen, ein früherer Freund des Hanfes, der sich erboten hatte, die Vormundschaft zu übernehmen, mit dem Arzt, der ihrem Bater von seinen Berufsgenossen am nächsten gestanden nnd ihm die letzte Hilfe geleistet hatte, beriet, was nun werden sollte, aber es war ihr gleichgültig. Sie hatte sich um nichts gekümmert, al« um ihren Schmerz. Hildegard schaute jetzt nach oben, »ach dem dunkeln schweren Winter-Himmel, aber kein freundlicher Stern lächelte ihr tröstend zu — der Him-mel hatte nichts für sie. ihr Auge konnte das Dunkel nicht durchdringen. und die Erde erschien ihr öde uud leer. Armes Kind! So jung und heimatlos! .Bitte, liebe Hildegard, komm, wir haben mit Dir zu reden." Ihr Bor-mund war's, der in der offenen Thür »chend, diese Worte sprach, dabei mitleidig sei» Mündel ausbauend. Zögernd ging sie vorwärt» — ihr Fnß stockte, als sie im Begriff war. die Schwelle zu überschreite». Wie ein Sramvs flog* über ihren Körper: Tort hatte vor ein vaar Stunden noch der Sarg mit ber ciujfclh'ii Hülle gestände», unb sie hatte baucDcu nefuirt, um »ch noch einmal die teuren Züge eitizupräge», ehe sie ihr für immer genommen wurde», i^ast wäre sie in lautes Schluchze» ansge krochen, aber ei» richtige» Gefühl sagte ihr. daß sie das jetzt »icht dürfe. Die Herren wäre» i» ihren« Interesse thatig, wollten sie sprechen, also muhte sie sich beherrsche». Sie empfand, duft mit dem fetzige» Augenblick das Leben wieder in feine Rechte trat. Die beiden Herren saßen an ciueiit Tisch, der mit allerlei Pa Pieren bedeckt war. Die Lampe brannte hell, u»d Rose» winkte Hildegard, Platz zn nehmen. Tann hob er an: „Es wird mir schwer, mein ttind. heute schon mit Dir von Dinge» z» rede», die — die — hm — nun, von geschäftlichen Dingen, aber die Verhältnisse gebieten es. Die Haushälterin Hai erklärt, daß sie nicht die Absicht habe, hier im Hanse au bleibe», denn sie glaube nicht, daß die Mittel erlaube» wiirde», ihr Gehalt i» der Hohe, wie früher, sortznzahlen. Run. wir können sie nicht zwingen ES war also nötig, möglichst bald klar zn sehe». Ich Iiabe mich bereits gestern eingehend mit dem Stand der Dinge beschäftigt. um einen Einblick in die Bermögensverhältnisse zn gewinnen. Dieselben sind leider — nicht günstig — vielmehr — Vermögen ist gar nicht vorhanden — auch Barmittel »nr we> »ig. Hat Dein verstorbener Pater nie« malS mit Dir vo» diese» Di»ge» ge-redet, Hildegard?' fragte er jetzt, als du« vor ihni sitzende Mädchen ihn bei seine» Worte» mit große» entsetzte» Auge» anstarrte. .Nein, niemals,' war die kurze. mit leiser Stimme gegebene Antwort. .llntzegreislich," murmelte der Rat dem Arzte zn, der beistimmend mit dein »opse nickte, .ttnbegreislich! Hast Du Dir nun irgend ein Bild von Deiner Zukunft gemacht?' .Nein, o mein Gott, wie sollte ich — ich hatte ja Papa. Der sorgte für mich, o, er warder gütigste liebste Papa. den es geben kann, er erfüllte mir jeden Wunsch, und er hatte mich so lieb, »nd ich hatte ihn so lieb, »nd nnn ist er tot, uud nun ist alles vorbei.' »Arme» Kind, ich begreife und ehre Deine» Schmerz, aber Tu mußt doch einsehen, da« das Lebe» für Dich weiter geht, da« ich als Dei» Vormund ge-zwniigen bin, für Deine Zukunft zn sorgen. Wie ich höre, sind nahe Verwandte nicht vorhanden; wir habe» also keine Unterstützung von irgend einer Seite zn erwarten. Der Hanshalt muß so bald wie möglich aufgelöst werden, da-mit die vorhandenen Mittel nicht ge-schmälert werden. Nach Einziehnng der Außenstände, es sind nicht viele, Herr Dr. Müller hat die Güte gehabt, die Bücher einzusehen, Dein guter Papa hat leider das Rechnen »ichr verstau-den, und wenn die Einrichtung verkauft wird, so ergiebt sich mit dem, was »och a» Barmitteln vorhan-den, immer nur eine Summe, deren Zinsen nicht annähernd ausreichen würden, Dir eine Existenz zn ermögliche». Ich habe eifrig nachgesonnen und habe auch bereits einen Plan entworfen. Ich war hente vormittag bei Deiner Schnlvorfteheri». Sie erteilt Dir ei» sehr gutes Lob. D» feist vorzüglich bea»la»gt, steinig, strebsam. Darauf baue ich meinen Plan. Ich bin sehr gnt bekannt mit einer Dame, die einer höheren Töchterschule, niil Pr» sionat und Lehrerinnettseminar. vorsieht. Vielleicht läßt sich diese dann bereit sinden, gegen Ueberlassuug Deine« geringen Vermögens Dich zu sich zn nehmen 'jttd für Deine weitere Ausbildung Sorge zu tragen. Hast Du nie"daran gedacht, Lehrerin zu werden?" „Rein, wie sollte ich? Papa sprach nie mit mir davon. 3ch weiß nicht, ob er es wünschte.' .Unbegreiflich.' entfuhr es wieder dem Gerichtsrat, und wie der nickte der Arzt zustimmend. .Nnn, ich hone. Du wirst Dich au den Gedanken gewöhnen. Du weiht jetzt, dah Du in Zukunft ans Dich gestellt fein wirst, und da» Dn zunächst keine Heimat mehr hast. Ich wünsche sehr, daß es mir gelingen möge, den Plan in der Weise ansznilihren, »nd daß Dn einverstanden damit sei» möchtest. E» ist dir einzige Vluiiuig, die ich finde. Und ich betrachte es als ein grobes Glück, *0* * v * •4t V Tciifrnnl für Iu'inuit 2tritufi auf dcni Goiti.ilfrlcti^af in Wien. »i>dl< von '1. («••ii). iRutitt) in WUit. das: Deine guten Anlagen seine An.snhrnng dankbar erscheinen lassen. Fräulein Werbach ist eine hochgebildete Dame, in dnrn Obhut ich Dich gern geborgen wüßte. D» wirst vorbereitet fär ei»en Berns, der Dir eine Stelle garantiert, wie sie Deinem Stande angemessen ist.' Hildegard, die immer blasser geworden war. und mit nieder-geschlagenen Angen zugehört hatte, erhob ihren Blick jetzt, und ihre Stimme klang ruhig, als sie erwiderte: .Ich danke Ihnen sehr. Herr GerichtSrat, für Ihre Mühe. Sie meinen es gewiß gut, und ich bin natürlich bereit, zu thun, wie Sie wünsche». Wenn unsere Schnlvorsteheri» meint, ich fei zur Lehrerin geeignet, so wird es wohl wahr fein, und ich will mir Mühe geben, recht viel zu lernen, um niemand zur Last zu fein." .Wie alt bist Dn jetzt?' .Ich werde im Dezember vierzehn Jahre alt.' .So, nun siehst Du. »och über zwei Jahre, bis Du Aufnahme im Seminar sinde» kannst. Dann der dreijährige «ursu« — das sind fünf. Fünf Jahre in der Peiisio», da» erfodert große An« gaben, Du brauchst auch Garderobe. Run, ich hoffe. Fräulein Werbach zieht meine» Wunsch in Erwäg»»« und steht mir bei, Dich auszubilden, wenn sie auch keinen Vorteil hat. Du bist also einverstanden damit, daß ich mich an sie wende? In längstrnS vier Wochen muß der Saushalt aufgelöst sein. Adieu, mein Kind." Damit schüttelte der GerichtSrat Hildegard die Hand., die sie ihm ganz willenlos hinstreckte, ebenso verabichie-bete sich der Arzt, und dann verließen bie beibeu Herren bas HauS, sehr erleichtert, bis lästige Pflicht hinter sich z» habe». AIS bie beibe» gegangen waren, hatte das i» dumpfe» Brüte» versunkene Mädchen nur den Wrnisch, allein mit ihren traurigen Gedanken z» sein. Sie flüchtete sich i« bas Arbeit», zimmer bes Vater», welches sie hinter sich verschloß. U»b da»» brach'« los: .Papa, lieber einziger Papa, nimm mich zu Dir! Ach bitte, bitte, laß mich »icht so allem aus der Welt, so ganz allein.' Als da»» der gewaltige Sturm des Schmerze« etwas ausgetobt hatte, da versank das junge Mädchen in tiefe« Sinnen. Aber kein freundlicher Gedanke nahte ihr. Alles in ihrer Unigebnng erinnerte sie an ihren Verlust. Jedes Buch, welches der geliebte Vater in der Hand gehabt, bie Lampe, bei bereit Schein sie abeiibs mit ihm zu sitzen pflegte, jebes Stück in bem trauliche» Raum Und da»» kam ihr wieder in Erium r»ng. daß das alles »uu verkauft werde» sollte, daß ihr »icht« bleibe» würde ans der gewohnte» Umgebung, unb die-ser Gebailke rief neuen Jammer hervor. Es war ihr jetzt schon, als hätte sie kein Recht mehr, zu weile» in be» Rä»»tt», wo sie ei» glückliches fHnb gewesen. jetzt schon kam über sie bas ganze schwere Gefühl ber Heimatlosigkeit. Dasselbe verstärkte sich mit jedem folgende» Tage. Unter bieseit Umstände» war es eine förmliche Erleichterung, al« »ach Verla»? von drei Tagen der Gerichtsrat bei ihr eintrat, um ihr mitzu-teilen, daß Fräulein Werbach sich bereit erklärt habe, sie, Hilde-gard, zu sich zu nehmen und ihre Erziehung und Ausbildung zu leite». Schon i» acht Tage» sollte Hildegard in W. eintreffen. .Du m»ßt der Dame sehr, sehr dankbar sei». Hildegard, den» sie bringt ein Opfer i» pekuniärer Beziehung. Sie hat stets ihre Plätze vollbesetzt, »nd sie bekommt hohes PeiisionSgeld. ES ist also nur besondere Rücksicht aus mich, und auf die traurige Lage, in der Dn Dich befindest, daß sie eingewilligt hat. T» mußt das stets bedenkt» it»b danach streben, ihr später alle« Gute, wa« sie Dir thut, zu vergelte». Zunächst, indem Du ihr «ach vollendeter Ausbildung Trine Dienste als Lehrerin widmest. Das ist die einzige Bedingung. die die hochherzige Tante an Deine Aufnahme knüpft.' O Frostige Dämmerung lag noch über der Stadt an dem Morgen, da der GerichtSrat mit dem Wagen vor der Wohnung hielt, um sein Mündel zur Bahn zn geleiten. Hildegard hatte iu der Nacht (■- BsiLiom. ■ seinen «chluinmer gesunden, »nd i» ber kurzen Zeit, da der hlslf sie iiberwäiligt. halte» schwere Traume sie geängstigt, Bleich iilKuiädjttQ sah sie au«, al» sie ic»t nach dem legten schweren i ichieb aus der ÖanSthiire trat, gefolgt von der Wirtschasterin. - .> sich in wortreichen Reden erging, und sich besorgt um da» innge iiidchen zeigte, wohl in der Hoffnung, dadurch den Gerichtsrat zu einer anständigen Schlußbelohnuug ihrer Dienste zu bewegen. Sitdegard saß schweigend dem GerichtSrat gegentiber — dir ' .hie war ihr wie zugeschnürt, sie halte die Emvsindnng, als müsse ho unfehlbar it im erste »Wort in Thränen auS-b scheu. Teilnehmend . .-trachtete sie ihr Bormund. Zrotz ber du»ck>-wachten Nacht »»b der schwor-•i'ii Traurrklei» Snng sah das junge MLdchen uunidlich lieb-leizendauS. Die „roßen dunkeln Augon in den« seinen blassen Äittlitz, da« dich» te blonde Locken-haar, welches in kaum zu bändigenden Wellen »nd Zöpfen sich ii m den Kops wand, der so schmerzliche Zng um den roten ieitgeschloffeuen Mund, da« alles bot ein ernstes »nd doch ent-iiickenbe« Bild Unwillkürlich mugte der Ge-richt«ratdenken, wie gut ein fröh-liche» Lächeln Vem Gesicht sie-he» müßte, wie dann sein Liebreiz erst recht zur Geltuug ge-langen würde. „Sie wird eine Schönheit wer-den, die Silde-gard, wenn sie erst ihre Trauer überwunden, und den Froh» sinn, der ihrer Jugend gehört, wieder gefunden fort." Jetzt war man am Ziel. Noch ein kurzer Aufenthalt im Aartesaal —oer GerichtSrat be-wrgteda« Billet und da» Paffa /lö'/trUyh Schlechter Zehrpstniiiß. flach dem (Srniälbe von A. Mvller-Lingke. lMit If;l.) giergut — dann wurde abgeläutet. .Lan Tir s gut gehe» i» der neuen Heimat, liebes Kind, »nd grüße Fräulein Werbach herzlich oo» mir. Zu schreibe» werde» wir un» «icht habe», ich habe nicht viel Zeit, aber wen» Du irgeud ei» Anliege» hast, so wende Dich nur getrost au mich." „Besten Dank, Herr GerichtSrat. sür alle Mühe, die Sie mit mir hatten, für Ihre Güte gegen mich. Ich werde mich bestreben, Ihnen <5hre zu mache», unb Ihnen dadurch meinen Dank zu beweise».' Roch ei» VSudrdruck, dann ein Pfiff, ein Sloh, und der Zug sehte sich in Bewegung. folgt) Wrabbculiiinl fiit Joliutiii rtranfi. S4 gehört zn lenen an beuen mich der ttiioflfrciiiib aufrichtige Freude haleu saun, (sine reizende Zchltpsung, bie mich dem Wesen de« Mauue«, zu bofTcn (tteMchlnU ei errichtet wurde. Dult-kommen sirrecht wird, gn einem vier Meter hohen Felsen an« weißem Laaler Marmor er-blickt man Medaillons brmig ba«Vi(b de« Meister» Eine liebliche Frauen-gestalt. bereu Ge-iichtchcn fürt Lachen geschaffen zn sein scheint, wüh-«end >etzt doch der äuldraif tiefer Wehmut daraus ruht, lehnt am IM« bei Reifen. Jbre rechte Hand rndrt an die Zal-teu einer Leier, die linse ist ans eine Urne gestützt. aus der da« Wasser niederriefelt Man denkt an die „blaue Tonnn*, an da« ,T»a«wtibche»'. ;(a t'üupten der i>istur ist aul dem Felsen reliefiitiirt eine itindcrgr»m>> t!eraii«g(meifie(t. ;{n>ei der Kleinen wiegen sich im tanz — man glaub! eine Cet graziösen Aei-ien de« tB&lger-(Dnigl zu hllre» Sine Fledeemau« über dem Sovse de« Meister« er-inner» an die po-Vnlirft» seiner Operette«. Ta« Tenkmal rtuibt von dem Wiener Vildhauer Joluin-ne« Benk gefchaf-sen »nd am 24. Lktober enthüllt. Schlechter.->rhr pfeunig. in zünftiger g.chtdruder war der „Maler-Matthr»"nicht.»>ie er als junge« Vttit die Reit durch g. und ist'« auch heule nicht. »» er, in arbeitsloser fleif, notgedrungen,n«/> langer Pause wie-der zum Wander stab gegriffen (5> ist dem berel?« er-grauten^>a»n nicht leicht geworden ba« Scheiben a-.i« dem tl.'inen Ztüdi-sein dlirttig ?l »»kommen st» Und dann wanderte er fort. chen, bniinmii a seil einer Stellte von fahren funden, -juriickgelegt hatte er sich blutwenig. von Ztrafte >u Strafte. van Herberge zu Zerberste. Nirgend» '.Hibeü, »irgr»>» ein Plcibcn. Der letzte Pfennig ging dahin, und zuletzt muhte der Matth., „fechten". Ta« thut weh. wenn die Haare in ehUicher Arbeit ergraut sind und der leichte Fugendsinu fernliegt! Schon dilmmert«. al« er varbeipilgert a» de« reichen Tchul;en Hau« ju tder.intmer^'bach VIt>vr da stellt ja der behäbig Lrt«gewaltige selbst am Wartenzann. und den spricht unser Mann an nm einru Zebtpfennig „zur Siachtruh„Geld giebt « nicht bei mir. unb bie fieelei ,t ist im nAchtten Flecken, in Lanbilzeim, ober eine Prise fflnrt Ihr haben, i»ll mir bacuiif flicht ankommen!' lautet bie protzlg-spSllische dfftg-jnnng- Te» •ilnft .tPenn Ich film» nach dick, £t>ri|«fnilr bcflrCIrn »ID. dann tautet aiknuil ,M|t< timiouit: „,\|i nicht inelir da' Wal ist Denn Oa»V Kellnerin: tiuer Wiiode« Wuttlir» regt keine Hand, unb unter ben dichten buschigen tlugenbronen blickt » hinüber z» dem leisten Sprecher mit unsäglicher Verachtung In deiner arm»» Zeele steigt etwa» oui wie ei» Fluch ob solcher Verhöhnung; aber er schüttelt blos ben alten Kops unb schreitet, grimmig stapsenb, welter durch grüne, kalte Winternebel K — will » «utt, wärmerer RAchstenllebe zul Wie i'lciiiermcrfe der Dichtkunst unb berühmte 2m: schöpsuugen eittstande«. 01 ist bekannt. baß Schiller pi. .. seiner Meisterwerke unter quAlcnben Schmerzen verfassen muv unb Hlllberlin im Kampfe einer vbermZchtigen Liebe, d ihn schließlich wahnsinnig machte. $ Anbei war nie größn al« ba er, halb gelAhmt, im Angesichte be» Tobe», mit Seite und Schmerz»» kAmpsenb, die großen werke nieb«rlchri«b, b> l^n unsterblich machten Mozart schrieb sei»« großen Opr, und zuletzt sei» .Requiem- in schwerer Krankheit und tu» Schulden fast erbri t, Beethoven seine Riesenwerke nnt »tummer aller Art. im beftArtbigen Kamps mit ben kleinlichsl Anforderungen be« Leben», namentlich während seiner Taut-tieit. AI« der arm« Schubert feine glänzende, aber nur , kurze Laufbahn im 32. Leden»jahre schloß, hinterließ er nich al» bie Rieberlchriften feiner Werke, bi« Kleiber, bi« «r trug unb bretuubfechzig Qiulbett. 8 Unmöglich. .Meine Herren Geschworenen, ich beantrag gegen ben Angeklagten eine l«b«n»l»ngliche Zuchthau»strai> nur so ist e« möglich. ihn ber menschlichen Gesellschaft ge. bessert zurückzuführen.' Guter Rat. Junggeselle: .Ich weiß nicht, ba» Esse» in ber Kneipe schmeckt mir gar nicht mehr!' — Ehekrüppel .Heiraten Sie. heiraten Sie, lieber Freund. Sann schmeck! Ihnen nachher auch ba» — ftnetyeneffen wieder!' emtinnütziges Neujahr. ä m om Siunbengla» ber Arbeitzeit . llin Körnchen rann zur Ewigkeit, ^ . S» hob In Liebe, Schmerz unb Lust Sin Atemzug bie Weltenbrust. Wie klein ein Jahr im Schoß ber Zeit Unb boch wie reich an Freub' unb LeibI Wie heiß erlehnt, wie froh begrübt, Mit wie viel Thrinen oft geküßt? Hier küßt e» eine Knospe auf, Tort hemmt e» eine» Leben» Lauf, Hier tritt e» strahlend in ein Hau», Tort lischt e» alle greuben au». S» leert unb füllt, e» giebt nnb nimmt. Wie ew'ge Weilheil e« bestimmt, 91 eilt bahin in wiiber Haft Unb hSIt bet «lück »nb Rot nicht Rast. Wohl bem, bem solch ein Srbenjahr tfin Schritt zum klaren Frieden war, Ter durch ber Tage Lust unb Leib Sie Siege fand zur Ewigkeit. >nnn Hitler. & Stimmt'S? Lehrer: .Mahlert — wie viele Sinne Hot bei-Wusch — Mahlert: »Sechfe.*— Lehrer: .Sech»? Willst Tu mit bie mal aus. ,ädlen?' — Mahlert: „«eitchUfinn — «eruchfinn — Seschmacksinn — Gehörsinn — Aesühlsinn — Stumpfsinn!' Moder»« Mnltnr. VI.: .Tu hast (einen Hau«schlüssel? Stehst Tu so unter dem Pantoffel?' — tf ,Ta» nicht, ober meine Frau braucht ihn selber!' (sine braue Frau. AI« Lellie all seinen Reichtum plötzlich verloren, konnte er e« nicht über« Herz bringe», seiner verwöhnten grau ihre ver. armung mitzuteilen, sondern erhielt, sie lieber durch sein sorgenvolle» Au», sehen in ber peinlichste» Ungewißheit. Al« er ihr enblich notgedrungen mit gebrochenem Herzen sein Unglück eröffnen mußte, flog sie ihm an ben Hai«, fragte, ob er weiter nicht» zu klagen hatte, »nb half ihm burch ihre Heiter-feit unb Opferwilligkeit übet ba» Schwerste hinweg, so baß er ba» verlorene baib wiederzugewinnen vermochte. ch li. end» gehdu ' te schal. In te- nn» ist bin hei. AuIlSsung lolgt in nächster Wuamet. H «»gl. All Richte »•rtebalten. ««ra»»v°r>Iiche Weboftlou von drnft «leifler. aet.ru* »nd IxtaiUaegeben nun 'ireinet « '»feiffee m Stuttgart