LmbllcherMMtung. Nr. 297. PränumeiationSprci«: Im Eomptolr ganzj. fi. 11, halbj. fi. 5.5,». ssür die Zustellung in« Hau« hlllbj. 5U lr. Mit der Post ganzj. fl. 15. halbj. fi. 7.50. Montag, 28. December Insert« onsgebühv bis 10 Zeilen: imal ßu Ir., Lm.80lr., 3m. l fi.; sonst pr.Zeile Im. ßlr., Lm. klr,, Sm.io lr. u. s. w. Iiis«tio!l«sten,pel jede0m.30l». 1888. Amtlicher Theil. Ersetz vm 23. December 1868 betreffend die Forterhcbung der Steuern und Abgaben, dann die Bestreitung des StaatSaufwandcs für die Zeit vom l. Jänner bis Ende März 1809. Mit Zustimmung dcr beiden Häuser des NeichS-rathes finde Ich zu verordnen, wie folgt: Art. 1. Das Ministerium wird ermächtigt, die bestehenden directen und indirecten Steuern und Abgaben sammt Zuschlägen uach Maßgabe der gegenwärtig be» stehenden Bcstcucruugsgcfctzc, u. z.: Die Zuschläge iu der durch das Gesetz vom 26. Juni 1868, N. G. Bl. Nr. 72, bcstimmtcu Hohe in der Zeit vom 1. Jänner bis Ende März 1869 fortzucrhcbcn. Es hat jedoch das im Gesetze vom 26. Iuui 1868. R. G. Bl. Nr. 72. für die Erwcrbstcucrpflichtigcn der beiden untersten Classen festgesetzte geringere Ausmaß des außerordentlichen Zuschlages auch auf alle Steuerpflichtigen Anwendung zu finden, deren Gesammtsteuerschul-digkeit au Erwerb- und Einkommensteuer erster Classe oder an Einkommensteuer zweiter Classe im Ordinarium deu Betrag von 30 st. nicht übersteigt. Art. 2. Die in der Zeit vom 1. Jänner bis Ende März 1869 sich ergebenden VerwaltnngSauslagcn sind nach Erforderniß für Rechnung der dnrch das Finanz-gesctz für das Jahr 1869 bei den bezüglichen Capiteln und Titeln feststellenden Credite zu bcstrcitcn. Art. 3. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes wird der Finanzministcr beauftragt. Wien, am 23. December 1868. Franz Joseph in. p. Taasse m. n. Plener m. n. Hasner m. >>. Potocki m. ii. Giskra m. p. Herbst „,. n. Brestel ,n. ,,. Vcrger ">. ,'. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchsten Handschreiben vom 24. December d. I. dem Minister'des Innern Dr. Karl Gislra nnd dem Minister Dr. Johann N. Bcrgcr in Ancrkennnng ihrer Verdienste den Orden der eisernen Krone erster Classe mit Nachsicht der Taxen allcrgnädigst zu verleihen geruht. __________ Sc. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. December d. I. die Wahl des Hof- und Gerichtsadvocaten Dr. Cajctnn Felder zum Bürgermeister der Haupt- und Residenzstadt Wien allcrgnädigst zu bestätigen geruht. ' ____^^ Giskra m.l>. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. December d. I. die bei dem Handels- nnd Seegcrichtc in Triest erledigte Stelle des Präsidenten, zugleich Viccpräsidentcn des dortigen Landcsgcrichtcs dem Rathe des küstcnländischcn Ober-landcsgcrichtes Dr. Joseph Sandrinclli allergnädigst zu verleihen geruht.__________Herbst m. ^ Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. December d. I. die Zöglinge der k k thcrcsianischcn Akademie Norbert Grafen Putting'und Felix Grafen Pachtn zu k. k. Edelknaben allergnädigst zn ernennen geruht. Se. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer haben Sich in Höchstihrer Eigenschaft als Protector des k. l. Museums für Kunst und Industrie bestimmt acfundcn, den Herrn Obcrstküchenmcistcr und geheimen Rath Grafen Iofcph Wratislaw v.Mit-trowitz nnd Schönberg im Slnnc des § 18 dcr Statuten zum Curator des Museums zu ernennen. Der Finauzministcr h°t den provisorischen Mini-sterialconcipistcn Joseph Waniczek und Emanncl Fortner systemisirte MinistcrlalconclplMstellm ,m Finanzministerium verliehen. Der Iustizminister hat die erledigte Ralhssecrctärs-stelle bei dem Oberlandesgcrichte in Prag dem dortigen Rathssecrctärsadjuncten Clemens Ritter von Aul! verliehen. __________ Der Iustizminister hat dem Auscultanten Cajctan Haydulicwicz die beim Bezirksgerichte in Ärzostct erledigte Adjunctenstcllc verliehen. Dem hiesigen Institutsinhabcr Alois Waldherr wird in Folge Erlasses des hohen k. l. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 30. v. M., Z. 10376, das Oeffentlichkcitsrccht für dessen Privathauptschule gegen genane Befolgung dcr für öffentliche Hanptschulen geltenden Vorschriften ertheilt. Laibach, am 11. December 1868. K. k. Landesregierung. Nichtamtlicher Theil. Die österreichische Kricgsparlci. Wien, 24. December. Wo ist sie? Wer hat sie gesehen und erkannt? Ist sie mehr als ein wesenloses Phantom, ein Exsudat verbrannter, national-liberaler Gehirne? Ist es nicht, als schaute» wir dem Gastmale Macbeth's zu, uud als säßen sie all die nach unten stolzen, nach oben demüthigen Thaue Großprcußens da — ein Augenblick und der Geist Banquo's setzt sich auf den leer gelassenen Prüsidialstuhl. Macbeth erbebt uud doch ist alles nur eiu fantasmagorisches Bild aufgerüttelter Gcwisseu. Ist doch Bauquo todt, und Oesterreich verdrängt aus Deutschland; freilich ist Fleancc entwischt uud der schottische Zwingherr nm den wichtigsten Theil seiner Hoffnungen betrogen. Aber Vanquo selbst ist dahiu, seine Erscheinuug war lediglich ein Nebelbild der Unterwelt. Die Beschuldigung dcr großprcußischen Blätter, Oesterreich treibe eine Politik dcr Rache, und in seinem Schoße niste eine dem Weltfrieden gefahrdrohende Kriegspartei, dünkt uns nichts anderes, als ein widerliches Gewäsch von ungerechtfertigter Furcht und gehässigem Neid. Die Fnrcht entspringt ans dem Gefühle, das Oesterreich angethane Unrecht vor und nach dem Kriege sci so groß, daß sich vernünftigerweise auf dessen unbedingte Passivität nicht mehr zählen lassc, nnd dcr Neid erklärt sich ans dem verdunkelnden, liberalen Aufstreben Oesterreichs, dcr allmäligcn Eonsolidirnng seiner Wehr- und Finanzkraft. Ist es ein großes Unrecht Oesterreichs übcrhanpt, zu cxistircn, so gestaltet sich dasselbe unverzeihlich, wenn dieses einer Leiche gleichgchal-tcnc Ncich gleichwohl sich anschickt, ein AufcrstchuugS-feft zu feiern. Solches Unrecht muß bestraft werden und flugs wird eiue Hetze organisirt, deren Stichwort „die Rachclust der österreichischen Kricgspartci" ist. Als Hetzer, KricgSschürcr. Vrandlegcr, als gc< schworcncr Feind des norddeutschen Menschengeschlechts wird der Reichskanzler in hundert Tonarten dcnuucirt, lind wenn man hier einfach und trocken cntgcgcnruft, all dies sci Lüge, so hallt es anS dem preußischen Zci-tungöwalde brausend zurück: „Lüge? Welch namenlose Beleidigung nnd Heuchelei, ja, nun ists erwiesen, daß ihr der Kriegspartci dient." Will man die hartgläubige Welt mit einigem Erfolge täuschen, so sage man doch, in welchen Schichten und Winkeln dcs Reiches diese Kriegspartei ihren Sitz hat, wie ihre Führer heißen, welche Acte ihr Dasein bekunden. Treibt sie etwa ihr Unwesen in den Kreisen des Hofes? Vor kurzem erst hob der Monarch selbst einen'an die Armee gerichteten Befehl mit den Worten an, daß die Monarchie den Frieden brauche, nnd erst dieser Tage besprachen wir eine militärische Broschüre, von dcr allgemein behauptet wird, daß sie die Idccn eines Erzherzogs, der gegenwärtig Armee-Commandant ist, treu widcrgcbc. Darin nnn wird das tiefe FricdcnS-bcdürfniß dcr Monarchie so entschieden und lebhaft betont, daß selbst die verstockteste Befangenheit nicht zu bc hauptcu vermag, der Priuz habe cincr Kricgöpartci nur den kleinen Finger seiner linken Hand gereicht. Während der Wchrgcsetz-Debatte im RcichSrath wurde die Nothwendigkeit der Erhaltung dcs Friedens so stetig nachdrucksvoll hervorgehoben, daß die große, in Pest gehaltene Rede dcs Reichskanzlers die thatsächlich vorhandene Stimmnng nur bestätigen, sozusagen gonvcrucmcn-tal ratihibircn konnte. Oder glaubt mau, dcr Verstand der österreichisch-ungarischen Völker und ihrer Vertreter sei so kurz, ihre politische Einfalt so enorm, daß dcr Leiter der auswärtigen Politik der Monarchie wagcn dürfte, mit lccrcn Vorspiegelungen zu dcbutircn, um hinterher eigenwillig dcn Krieg aus den Falten seiner Toga zn schütteln? In Preußen gibt es tcine Minister-Verantwortlichkeit — man beachte dies wohl — hingegen in Oesterreich-Ungarn besteht sie. Nählt etwa das cisleilhanische Cabinet Kriegs' gedaulen? Giskra, Herbst oder gar Vrcstcl? Oder jcn- fclts dcr Leitha — Graf Andrassy? Lächerlich! Deak gilt, wenn nicht mehr, gewiß nicht weniger im Lande als Andrassl), nnd erst in diesen Tagen berichteten wir über eine Rede dcs Erstgenauuten, welche den Friedens» wünschen der Nation ebenso warm M unzweideutig das Wort sprach. Selbst die Bedeutung des viclbe« sprocheucn Artikels des „Pesti Naplo" wurde auf das Maß einer iudiuiducllcn Kundgebung eiugcschränlt, da» mit man der Partei Dcak nicht nachsage, sie beschäftige sich mit dcr Erwägung kriegerischer, wenn auch fernab liegender Eventualitäten anhaltender, als mit der rastlosen Pflege der Ideen des Fricdrnö. Vielleicht verstellen sich Graf Andrassy und Deal, wie Graf Bcust. Ein ausgezeichneter norddeutscher Komiker pflegte, wenn ihn jemand auf sein vortreffliches Aussehen aufmerksam machte, regelmäßig zu erwiedern: Alles pure Verstellung. Freilich sind die Vismarck'schcn Comparsen weder bewußte Komiker, noch gediegene Tragiker; wenn dieselben jedoch mit pathetischem Ernste versichern, die österreichische Kricgsftartci bestehe bciufcst und heuchle blos den Frieden, so kaun die Wirkung davon nur eine tragikomische sein, — europäisches Gelächter. Wohl gibt es noch in Oesterreich malcontente Elo mentc, das organische Leben dcr Völker hat sich thcil-weise noch nicht in das neue Gcfüge der Monarchie gefunden. Aber das löuncn wir den großprcußischcn Hctzcrn zusichern, daß Czcchcu und Slovene« selbst vor dem Traumbildc einer noch so fernen Möglichkeit, von Großprcußcn absorbirt und beherrscht zn werden, zurück^ schaudern. Und diese Volksstümme sollten einen östc» reichisch'prcußischcu Krieg wünschen, der, wie cr auch endete, sie in Großprcußcn odcr Großdculschland ans« gchcn machen könnte? Nimmermehr! Oesterreich hat sich wiedergefunden, es will seinen Schwerpunkt nicht nach außen tragen, will bleiben, was es ist, abcr es will nicht au allen scincn Grenzen von chrgeizilicil Mächten limspamit werden, die es bedrängen, weil sie cS müalicherwcise filr ein TheilungSobjcct Hal« ten. Mögc Rußland seinem Panslaviömus und scincn Agitationen im Oricnle entsagen, und cS wird an Oesterreich jederzeit einen friedliebenden, ruhigen Nachbar haben. Daö gleiche gilt vou Preußen, wenn cs dcn Präger Frieden ehrlich nimmt und gewissenhaft crsüllt. Aber dann muß wohl dcr Kanzler deö Norddeutschen Bundes gewisse Worte zurücknehmen odcr modificircn, die cr im Tannul cincs überspannten Selbstgefühls bezüglich Süddmtschlands öffentlich gesprochen, und die wie folgt lauteten: „Der Norddeutsche Bund wird jedem Bedürfniß dcr süddeutschen Regierungen nach E rweitern ng und Befestigung dcr nationalen Beziehungen zwischen dem Süden und dem Norden Deutschlands auch in Zukunft bereitwillig entgegenkommen, aber wir werden die Bestimmungen dcö Maßes, welches die gegenseitige Annäherung innezuhalten hat, jederzeit der freien Entschließung unserer sü d dc n tsch c u Pe rb ün< dctcn überlassen." Eine solche Sprache entfernt sich gar zu auffallend vom Geiste und Buchstaben des Prager Friedens, den nicht bloö wir, sondern auch manche andere Staaten Europas streng aufrechterhalten wissen wollen. Wir wünschen, diese Sprache wäre lieber nie geführt worden, weil wir cbcn aufrichtig den Frieden wünschen. Und wenn wir nnn offenherzig fragen.- wo cine eigentliche Gefahr für den Frieden dcs Wcltthcilcs liegt, kann die Antwort zweifelhaft ausfallen? Ist es Art und Weise einer Kricgspartei, auf die pünktliche Erfüllung der Verträge und deren Reinhaltung von leoninischcn Anhängseln zn dringen, odcr constitnircn nicht vielmehr diejenigen eine solche Partei, welche Grundvcrträgc zu umgehen und illusorisch zn machen suchen? In Oesterreich' Ungarn gibt es uur eine unermeßliche Fricocnspartci, und kriegerisch gesinnt sind wir deshalb nicht, weil wir feiger Apathie und ehrvergessener Duldung dcs Uncr-träglichcu nicht das Wort reden. Die gallige Meinung dcr national-liberalen Partei ist wahrlich nicht die öffentliche Meinung Enropa's, und wir haben das zuversichtliche Bewußtsein, daß letztere nie in die Lage gerathen wird. ein Verdict gcgcn nnö abgeben zu müssen. Ohne wcltcrhlu an das Gerechtigkeitsgefühl unserer Gegner zu appcllircn, wollen wir uns einstweilen mit dem Ergebnisse begnügen, daß dieselben sich in dcn Augen dcr großen Wclt mit ihrcn Anklagen und Verdächtigungen na-mcnloS vlamircn. (P^) 2210 Parlamentarisches. (Budgetausschuß.) Ueber die in dcr 142. Sitzung dcs Abgcordnctcnhansts am 5>. Noucmbcr d. I. eingebrachte Lcegicrnngsvorlagc wegen Eröffnung eines Nachtragscrcditcs für das Jahr 1868 in Folge der auf Grund des Gcfctzes vom 20. Juni 1868 angeordnete» Uinwandlung der fnndirtcn allgeineineu Staatsschuld, und zwar Pcr 200,000 fl. und 150.000 fl., faßte dcr Budgclausfchnß in seiner Sitzung vom 17. d. M. den Ocschlnß, zn beantragen, daß der geforderte N'achtrags-crcdit per 200.000 fl. bewilliget, jener per 15,0.000 fl. dagegen abgelehnt werde, nnd begründet diese Anträge in dem betreffenden Berichte in nachfolgender Weise: Was dic zu der Bedeckung der Auslagen für die Erzeugung und Ausfertigung der Eonvcrtirungsodli gationcn für das Jahr 1868 verlangten 200.000 fl. belresfc, so müsse vou Seite des Ausschusses bcmerlt werden, daß zn gleichem Zwecke pro 1869 470.000 fl., znsaulmcu 670,000 fl. gefordert wurden; wenn nun berücksichtigt werde, daß nach dem veröffentlichten Slandc der Staatsschulden zu Ende Juni 186^ neue Schuld-titel für 2.031,930.35)9 fi. hinanszugcbcn seien und daß hiczu nach einen: Calcnl der Fachmänner mit Einschluß der Maculatnren 4 Millionen Stück nothwendig er-- scheinen, wonach sich eine Obligation sammt Coupon bogen circa ans 17 kr. bei einer Kostensumme von 670,000 fl. stellen würde, und wenn weiter erwogen werde, daß dicsc Er;cngnng und Ausfertignng der Con-vertirungsobligationen bereits sehr vorgeschritten sei, so dürfte dcr Antrag ans Bewilligung der hicfür geforderten 200.000 fl. gerechtfertigt erscheinen. Was aber die weitere Post per 150.000 fl. für Provision au Wcchselhäuscr betreffe, fo habe zwar die Staatsschuldcncontrolscommissiou in einer motivirten Aeußerung an das Landcsfinanzministcrinm sich gegen die Bcsorgnng dcr Cunvertirung dnrch ausländische Wcchsclhänscr ausgesprochen, und zwar aus Rücksichten dcr Eonlrolc, des Kostenaufwandes und dcr Sicherheit, der Ausschuß hingegen habe dicsc Ansicht dcr Stnats-schnldcncontrolscommissiou nicht getheilt, sondern sich vielmehr dahin ansgrsprochcn, daß die Bcsorgnng dcr Convcrtirnng durch ausländische Wechselhänscr nnd nicht dnrch an ausländische Plätze entsendete Acamtc zu gc-schehcn habe; jedoch nicht von diesem Standpunkte ans, sondern vielmehr ans dem Grunde, weil im Laufe des Jahres 1868 gar tcinc solchen Anslagcn an Wechsel-Häuser gemacht worden seien, indem eine Convcrtirnng bisher uoch nicht cffcctnirt wnrdc, die neuen Obligationen von dcr Staatsschnldcncontrolscommission noch nicht contrasignirt, auch nicht einmal die Organe zur Convcrtirnng im Auslande bestellt seien, stelle dcr Ausschuß den Antrag, cö sei diese Nachtragscrcditsfordcrung von 150.000 fl. für das Jahr 1868 zu obigem Zwecke nicht zu bewilligen. (F inanzaus s ch n ß.) Dem Berichte des Finanz-llusschnsscs übcr die Regierungsvorlage betreffend ein Postübcrcintommcu mit dcr Regierung dcr vereinigten Fürslcnthümcr Vtoldau nnd Walachei entnehmen wir, daß dcr Ausschuß den Antrag stellt, dem am 24. Juli d. I. abgeschlossenen Posuibereinkommen die verfassungsmäßige Gcnchmignng zu crthcilcu, wcil durch dasselbe der beschränkten nnd mindcr verläßlichen Art und Wcisc, mit welcher bisher vou den in einigen wenigen Orten dieser Münder unterhaltenen k. k. Postanstaltcu dcr Post-dienst für die k. k. Staaten besorgt wurde, abgeholfen wird. (Der Steucrreformausschuß) hat fich bereits constitnirt und dcn Abg. Baron Eichhoff znm Obmann, den Abg. 3titter v. Grocholsti znnl Obmannstcllucrtrctcr und die Abg. Lenz und Svetec zu Schriftführern erwählt. (Der Ausschuß für die Eivilproccß-ordnung), welchem die 9tegicrnngsvorlagc über die Anmeldnng und Umgestaltung dcr Hypothclarrcchte in Tirol znr Vorberathnng zngcwicscu war, hat in seiner am 18. d. M. stattgehabten Sitzung beschlossen, dcn Antrag zu stellen, das h. Abgcorductcnhans wolle dem diesbezüglichen Gesetzentwürfe seine Zustimmung ertheilen. Ebenso wird von demselben Ansschusse dic Annahme der Regierungsvorlage übcr die Anolcgung dcs §. 25» der kaiserlichen Verordnung vom 16. November 185)8 betreffend dic Rcgulirung der Tage und Fristen für die Aufkündigung der Miethen nnd für die Räumung von unbeweglichen Sachen beantragt. Durchsührungg-Winnnultgcn zum neuen WclMsek. Wien, 23. December. Das eben znr Ansgabc gelangte Normal-Armee-Verordnungsblatt enthält die Bestimmungen sür den Ucbcrgang zum ucuen Wchrgesctz. nnd zwar rücksichtlich dcr iin Vcrbandc dcs ftccrcs und der Marine Dienenden; fcrncr dcr im Pcnsionöbeznge, sowie in der Invalidcn-Vcrsorgnng befindlichen Personen, und endlich in Bczng ans den freiwilligen Eintritt im Allgemeinen. Wir theilen die hauptsächlichsten Bestimmungen dicscr uencu Verordnung mit: Sämmtliche noch im Mililärucrbandc stehenden Personen, welche eine zehnjährige Dienstzeit bis Ende Juni 1868 nicht beendet haben, sind verpflichlct, der in dem uencn Wchrgcsctzc festgesetzten zwölf- (Marine zehn ) jährigen Dienstpflicht zu genügen. Rücksichtlich dcr dnrch die Reduction der Linien-dienstzcit auf drei Jahre bedingten Eintheilnng in die Reserve wnrdc auf Grundlage dcr gesetzlich gemährten zweijährigen Ucberqangö < Periode, zur Aufrechthaltnng dcr Schlagscrtigtcit dcö stehenden Heeres (Marine) festgestellt, daß mit 31. December 18l65): !>) mit Ausnahme dcr im Präscnzslandc befindlichen Unteroffiziere alle übrigen, gleichviel ob bc-urlaublcu oder noch präsent dienenden Soldaten dcr Linien-Infantcrie, dcr Jäger- nnd Sanitütstruppe, dcs Militär Fuhrwescnscorps,' dcr Vcrpficgs- uud Spitals-austalten, dann dcr Monturs Commissionen, soferne sie nun in dcn Ansprnch auf die Reserve Ucbcrsctznng gelangen, und l») dic bis znr Einbcrnfnng Bcnrlanbtcn dcr Cavallerie, technischen Trnppcn und dcr Gcstüts-branchc, dann dcr Kriegsmarine. Hienach wird die Rcscrvc mit I. Januar 1869 folgende Jahrgänge erhalten: den Assent-Iahrgang 1868 als 1. Rcserve.Iahrg. .. ., ,. 1664 .. 2. „ „ !l „ » 1862 „ 4. „ „ ,. I860 „ <>. „ 18^><) 7 Bei der regelmäßigen Rcscrvc-Uebcrsctzung im Jahre 186!» sind alle übrigen Ansvruchsbcrcchtigtcn dcs Assent-Iahrcs 1865> in die Reserve cin;ntheilcn und rücksichtlich des Asscnt-Iahrgangcs 1866 analog nach den Bc-stimiuuugeu zn <.' uorzugchcu; bci dcr Rcscrve-Ucbcrsctzung im Jahre 1870 aber Ucbrigcn dcs ?Isscnt - Jahrganges 1866 und die An-spruchsbercchligten dcs Asscnt-Iuhrgangcs 181865 zum Theile, im Jahre 1869 die Assent-Iahrgäuge !^5 ga^^ im Jahre 1870 die Asscnt-Iahrgängc j^"^^ ganz. Jenen Soldaten, welche das Necht haben, in die Reserve übersetzt zu werden, jedoch in dcr Linie wcitcr-dicncn wollen, ist dies gcstattct. Unterofficicrc erhalten in diesem Falle eine Dienstcsprämic, speciell jene, welche berechtigt sind, mit 31. December d. I. in die Reserve zu treten, wenn sie bis Ende Iuui 1860 weiterdienen, eine Wartczulagc von 15 kr. täglich. Die gcgc.iwärtig im Heere dienenden ehemaligen Zöglinge der Militär-Bildungsanstaltcn haben die in Alinea 2 des §. 19 dcs WchrgcsctzcS vorgeschriebene Präscnzzcit ebenfalls abzudienen. Befinden fic sich jedoch bereits in dcr Reserve oder bis ;nr Einberufung bcur laubt, sv hat eine Heranziehung derselben zur nachträglichen Erfüllung dcr Präfenz-Dicnstpflicht nicht einzutreten. Die Einlheilung von Sclbstucrstümmleru ist nnn-mchr von deren Tauglichkeit abhängig. Die gegenwärtig bei Disciplinar Compagnien eingetheilten Sclbstvcrslümm-lcr sind dahcr nach dcm Ergebnisse einer nochmaligen Supcrarbitrirnng entweder zn irgend einer Dienstleistung im Heere zu ucrweudcn oder aber zn entlassen. Die gegenwärtig im Heere dienenden Ausläudcr siud nach vollstrccklcr dreijähriger Liuiendicnstzcit zur Entlassung berechtigt. Von dcn Bestimmungen, welche an d!c Stelle dcr bisher giltigcn Bcfrciungstitcl zu treten haben, heben wir insbesondere folgende hervor: Jene Soldaten, welche durch Erbschaft iu Besitz vou Land-wirthschaften gelangt sind, können während dcs Friedens, unbeschadet einer achtwöchcnllichcn Ausbildung und dcr periodischen Waffcnübnngcn, beurlanbt werden. Ebenso jene, welche sich noch vor Pnblicirung dcS Wchrgcsetzcs verehelicht haben, wcnn die Gattin oder ein Kind am ^ebcn ist. Anch dic EntlastnngS' und Vcfrciuugstitcl dcr cinzigcn Söhuc, Schwiegersöhne n. s. w. sind im Sinne beider Wchrgcsetze gcrcgclt. Die aus diesen Grün-dcn ans dem Hccrc Entlasscncn sind, wenn sie das 30. Jahr noch nicht überschritten haben, in die Rescrvc, und wcnn sie das 32. Jahr noch nicht überschritten haben, in die Landwehr einzutheilen, Officierc, wclchc cin Jahr in dcr Linie gedient haben, können als solche in die Reserve und nach 10 Jahren in die Landwehr übertreten, ebenso die nicht wehrpflichtigen Officiere. Diese sind jedoch nicht an eine bestimmte Dienstzeit gebunden. Officierc, wclchc ohne Bcibehalt dcs Militär-Charakters austrctcn, müssen, wenn sie noch wehrpflichtig find, ihrer Pflicht in der betreffenden Dicnsikathcgoric genügen. Die dnrch das Wchr^csctz festgesetzte Ausnahme dcr pensionirtcn Ossi-cicre findet anf zeitlich und halbinvalid pcnsionirte Offi-cicrc keine Anwcnduug. Rcscrvc-Officierc haben nnr von ihrcr geschehenen Verchclichnng dcr Militä>Eoidenz-Be-hörde die Anzeige zu erstatten. Ansprüche auf die Militär-Entlassung zum Zwecke der Auswanderung können aus Familienrücksichten anch von dcn dermalen im stehenden Heere (Kriegsmarine) Dienenden erhoben werden. Fiir die einjährigen Freiwilligen gcltcn folgende Bestimmungen: Die regelmäßige Prüscliz-Dienstperiode dcr einjährigen Freiwilligen wird jährlich am 1. October be-ginncu und mit 30. September dcs nächstfolgenden Jahres cndcn. Ausnahmsweise wird für die Periode 1868—6!) dic vom 1. Februar 1869 beginnende P,ä' senz-Dienslzcit bis zum 31. December 1869 festgestellt. Iillänocr, wclche freiwillig ciliznlrttcü beabsichtigen, lönncn sich unter Beobachtung dcS in dcn nachfolgen, dcn Pnnltcn vorgrzcichnctcn Vorganges hiezu mcldcn. Dic Annahme dcr fnr die vorbczeichnctc Präscnz.Dicnst' Periode Angemeldeten wird jedoch imt 31. Januar 1869 geschlossen. Studirendc der letzten zwci Jahrgänge an cinem Obcrgymuafium odcr cincr Obcrrcalschule, oder einer diescn glcichgsslslllcn Lehranstalt, wclchc sich dcr Slel-lnngepflicht nähern odcr in dieselbe bcrcits cingeticten sind, konncn bis zur Erlangung dcr Vorbcdingun» gen für dcn cinjährigcu Frciwilligcudicusl beurlaubt wcrd.n. Anch oic bcreitö im Vcrbandc dcö Hccrcö nnd dcr Kricgömminc stcheuden Soldaten, sowie die im Wege dcr dicsjährigln rcaclmäßigcn Stellung, wenngleich nach dem Beginne der Wiitsamkcit dcs Wchrgcsctzcö Eingereihten, wclchc dcn im umstehenden Punkte bezeichneten Anforderungen entsprechen, lönncn dcr ihnen obliegenden Präscnz.Dicnslpflicht untcr dcu für dcu einjährigen Frei-willigcnl'icl'st gcstattctcn Bcgünstignngcn genügen. Dcr einjährige Frcimillig^ndicust kaun entweder auf cigcnc Kosten odcr auf Kosten des gcmciusamcn Kriegsbudgets geleistet werden. Die, welche dcn ersteren leisten, werden nicht cascruirt. Dcn Aspiranten beider Kalhcgoricn stcht cs nach Nahl und Befähigung frei, dcu Präscuzdieiist cnlweocr im stl-cKdcnvi! Stande als Arzt, als thicrärzllichcr Pracütaüt odcr als Pharmaccut zu lristt',,. Die Aspiranten sind zur Wahl dcr Garnison und Truppe, dcs Garni'sonSspitalö und dcrMilitär-Apothclc berechtig!. Die Aufnahmsgcsuche dcr Aspiranten, wclchc dcu Dicust im streitbaren Stande abzuleisten wünschen, sind bci dem Commando dcS gewählten Truppcukörpcrs, jene dcr Aspirant, znm Dienste im Militär-Fuhrwcscns-corps bci dem Rcich^Kricgsministcrium und jene dcr Bcrnfsscclculc, welche mit Begünstigung dcs einjährigen FrciwiUigcndieüstts in die Kriegsmarine cinzutrctcn wünschcn, beiin Hafen-Admiral zn Pola einzubringen. Dic Anfnahmsgcsuchc dcr Mcdicmcr, Veterinäre uud Pharmaccuicu, wclchc dcn Dienst in dcn volstehen, dcn Eigenschaften ableisten wollen, sind dcm Gcncral-(Militär-) Commando, in dessen Bereich sich dcr Aspirant aufhält, ciuzuscndc,!. Dicjenigcn im Militärverbandc stehenden beurlaubten Aspirauicn, wclchc gleichzeitig um Anfschnb dcS Präfcnzdicnstcs ansuchen nnd diesen im streitbaren Stande abznlcislcn wünschen, übersenden ihre Anfnahmögcsuche dcm Commando dcr Truppe, zu welcher sie gehören, zur Entscheidung. Die schriftlichen (stcmpclfrcicn) Aufüabn^gcfuche sind derart rcchtzcitig einzusenden, daß bci Erlhcilnng dcr AnfnahmsbcmiUigung die Asfcntirnng, bczichnngs» wcifc Bcizichung dcS Aspiranten znm Präs^nzdicnstc, spätcstcüs mit 1. Fcbruar 1869 clfolgcn könnc. Wcgcn Ui,kcnntniß dcr dcntschcn Sprache kann niemand vom cixjnhrigen Frciwilligcndicnst ausgeschlossen werden. In Ermanglnng dcr Studien-Zeugnisse, wclchc dem Anfnalimsgcsuchc bcizulcgcn sind, ist dcr erforderliche Nachweis dcr höheren Bildung durch Ablcgnug einer bcfoi,dcrcn Prüfung und Vorlage des hierüber anögc-stclltcn Prüfunuözeugnisfcs zu liefern. Zur Vornahme oicfcr Prüfungen wird bei jedem T'nppeN'Diuisions Commando im Dislocationöorlc des-sclbcn eine Piüfungö-Commission, vorläufig nur für die Dauer dcr Aufnahme fiir das Jahr 1869, aufgestellt. Die Gesuche um die Zulassung zu dicser Prüfung sind bei dem Trupften-Divisionb-Connnando, bei dessen Cummissioil dcr Aspir.ml sich dcr Prüfung uutclzicycu will, uutcr glcich^cili^cr Vorlage cmcs von der poli^ tischen odcr polizeilichen Aufenthaltsbchörde beglanbiatcn Idcnlilätö Zengülsscs, in welches d c Perfonsbcschrcibnng und die Namcnslmlcischrift des Aspiranten aufzunehmen ist, cin^nc'ckcti. Die Prüfung hat die Gegenstände in dcm Umfange, wie fclbc in dci, letzten zwei Jahrgängen der Ober-gymnasicn odcr Oberrealschulcn zum Vortrage kommen, zu umfassen. 2211 Zur Aufnahme einjährig Freiwilliger für den Dienst, im streitbaren Stande sind die Linicn-Infanterie-Rc-yimc»tcr, die Iägcrtrnppc, die Eavalleric- und Artillerie-Regimenter, die Feslnngs-Artillcric-Balaillonc, die Genie-Regimenter, das Pionnicr-Regiment und das Militär-Fuhrwescnscorps, dann die Kriegsmarine berechtigt. Einjährig Freiwilligen, welche ihre Studien fortsetzen und hierüber bestätigende Nachweise beibringen. kann behufs Vollendung der Studieu der Aufschub des Dienstantrittes, jedoch nicht länger als bis zum 25). Lebensjahre gc-stattet werden. In Bezug auf die Nachweise der wissenschaftlichen Befähigung der Aspiranten zum einjährigen Frciwilligcn-dicnstc werden nachstehende Lehranstalten als den. Ober-gymuasicn oder Obcrrcalschnlcn gleichgestellt betrachtet: l>) die Akademien der bildenden dünste in Wien und Prag, die Schnlc der schönen Künste am technischen Institute in Krakan und die Knnslgewcrbcschnlc in Wien; I)) die Berg-Akademien zn Lcobcn und Przibram, die Forst-Akademie zu Mariabrnnu, dic ungarische Berg-und Forst-Akadcmic zn Schcunntz, die landwirthschafl. lichen Lehranstalten zn Ungarisch-Altcuburg, Debrcczin, Keszthcly, Tctschcn-Licbwcrth, Tabor nud Dublany, die Forst-Lehranstalten zn Wcißwasscr nnd Eulcnbcrg, die Handcls-Akadcmicn zn Trieft, Wien, Prag und Graz; <-) die Thicrarznei-Institute zn Wien und Pest. Dic Stimmung im ycchischcn Lager. Der „Presse" wird aus Prag, 21. December, go schrieben: Von einer mchlwöchcntlichcn Neisc aus den czcchischcn Gcgcnom Böhmens znrückgcfchrt, gehe ich daran, Ihnen ein Bild dcr Stimmung in den czcchi-schen Krciseu zn geben. Die Situation läßt sich lnrz dahin chcmittcrisucn, daß die Stimmung in den czcchischcn Kreisen cinc sehr gedrückte ist, daß man klar einsieht , daß ans dichm Wege nur die matcriillcn IN' tcresscn geschädigt, die socialen veikümmcrt werde», ohnc licgicifcn zn tonnen, wie nnd welch rcalcr Erfolg init der Opposition erzielt werden soll. Dcr Wuusch, aus dcr Sackgasse, in dic mau sich verrannt, herausgeführt zu werden und an den Bcncficcu dcr freiheitlichen Entwicklung dcs Reiches gleichberechtigt thciluchmcu za köl,-ncn ist dringend nud allgemein. Wic lVimmt cs aber dann, höre ich fragen, daß dic Ezccheu nicht den Baun von sich nehmen den sie sich selbst aufgelegt, uud wer hiudcrt sie denn, ihre Wünsche und Forderungen dort geltend zu machen, wo sie allein geltend zu machen sind! Die Führer schweigen, dic czcchischen Organe schweigen, wic harmonirt dies mit der eben geschilderten Slilmmmg dcs Voltes? Die Ertlarnug ist folgende: Die Eiuigkcit der czcchischcu Partei existirt nicht, sie Wird abcr uach außm cisctzt durch dic treffliche Diö-ciplin. Die jung- und dic allczcchische Paltci rina.cn um dic 5-)crrschaft. Die jnngc czcch'fchc Partei, dic mehr reale Zwecke verfolgt, ist bekanntlich in erbittert ster Gegnerschaft gegen die die czcchischc Sache so sehr compromittircndc Allianz mit den Feudalen uud wainlc vor dem Austritte aus dem Landtage; die altczechischc Partei hat nnr dadurch den Sieg errungen, dah sich „Vater Palacky" selbst vor die Bresche stellte nnd erklärte, nnr über seine Leiche gehe dcr Wcg^ in den Saal auf dem Fünfkirchcuplatz. Palacky ist, ob-, gleich er von seinen Anhängern im czcchischcn Kalender' als nationaler Heiliger angeführt wird, das böse Princip dcr czcchischen Frage; ergraut in ständischen Diensten, denen er sein Vermögen dankt, ist er dcr Vermittler und dcr Kitt der Allianz mit den Feudalen, denen znlicbc die Ezcchcn politisch abdiciren mnßtcn. In dem Augenblicke, in welchem Palacky ans dcr Action tritt, gibt cs keine staatsrechtliche böhmische Frage für die Ezcchcn mehr, sondern nnr eine allgemein freiheitliche; das ungchcnerliche Büudniß mit den Fendc>l>n und Elc-ritalcu ist sofort gelöst und die Czechen werden sich als Demokraten entpuppen. Die Altczcchcn sind jetzt in einer peinlichen Lage. Die Mißstimmung in den czcchischcn Kreisen ist ihnen wohl bekannt nnd war auch Gegenstand dcr Discussion gelegentlich dcr Aufwartung bei Ricger an seinem jüngst erfolgten iX». Geburtstage. Abcr sie künncn thatsächlich nicht vor- nnd nicht rückwärts -- dafür sorgen die Inngczcchcn. I: ungünstiger, je drückender dicStimmuug in den czcchischcn Kreisen wird, desto üppiger blüht der Weizen dcr Inngczcchcn; denn nicht ..sic sind cs, welche dic Situation verschuldet; im Gegentheil, sie haben laut und warucnd rechtzeitig genug ihre Stimme dagegen erhoben" Die Iuugczechcn reiben sich jetzt schadenfroh die Hände und sagcn zn Herrn Ricgcr und Genossen: DaS ist Euer Werk. Ihr habt uns in diese Vage gebracht; jetzt seht, wic ihr nnS wieder herausbringt; aber so billig geht das nicht. Ihr mußt auch alle Eou-sequcnzcu Eures Schrittes auskosten. Wir haben Euch beschworen, in den Landtag einzutreten. und Ihr habt uns selbst mit den Waffen dcr niedersten Verleumdung und der gemeinsten Pcrfidic bekämpft und bchanptct, dnrch ganz Enropa werde nur ein SclM dcr Entrnstung und ein allgemeines Hohngclächtcr ertönen, daß dcr böhmische Laudtag ohnc — Ezcchcn arbeite; aber Enropa hat sich nm nns gar nicht gekümmert, das czcchische Volk abcr ^- und bedenkt, ob dies in nnscrcm Interesse — hat gcschcu, daß seine materiellen Fragen von dcn Deutschen cbcu so gut und patriotisch gelöst wcrden. Wir haben Euch nachgegeben, abcr jetzt müßt ihr auch ausharren. . . . Während die Iungczccheu temporär gegen den Ausgleich im Stillen arbeiten, um die Mißstimmung im Volke gegen die Altczcchcn, die ja die „ganze Geschichte angerichtet haben," znm lebhaften Ausdruck zn briugcu uud so die Herrschaft zu gewinnen, sind die gutcu Alliir-tcn, „die Fcudaleu," ebenfalls gegen den Ausgleich, nm nicht eines schönen Tages verlassen dazustehen. Das Volk wünscht seine Theilnahmcan dcnBc -ncficendcr freiheitlichen Entwicklung dcs R c i ch c ö, den endlichen Anöglci ch; die Iuug-czcchcn nnd Feudalen arbeiten aus Partei-Interesse dagegen und die Altczcchcn haben nicht den Muth, durch offenes Anftrctcn die Situation zu ändern. DaS ist die Lage dcr Dinge in Böhmen. Vollkommen stimmt da mit auch die Haltung dcr czcchischcn Ionrnalc überciu. Die Naze Lisly, das Orgau der Iungczcchcn, welches die größte Verbreitung und den mächtigsten Einfluß hat, verschweigt couscqucutcrwcisc i»uro (>t «ilu^Io alle den Ansgleich begünstigenden Momente. Vricchisch-lürkischrr Conflict. Der „Indep. Hellcnique" vom i). December zufolge hat der Minister dcs Auswärtigen, H:rr Dclyauuis, in der griechischen Kammer in Betreff ocS türkischen Eon-flicts folgcudc Erklärung gegeben: „Meine Herren! Sie wissen sehr wohl, daß allemal, wcuu die Regierung mit irgend ciucr Unterhand-luug beschäftigt ist nnd der Kammer darüber keine Aus-tunft gibt, ihr Schweigen getadelt wird. Obgleich eine derartige Mittheilung oft den Interessen des Laudcs uachthcilig sein kann, so hat die Regierung doch gcglanbt, in diesem Falle dcr öffentlichen Ncngicrdc Rechnung tragen zu müssen, welche dnrch die Nachricht von dem vcvorstcheuden Bruch zwischen Griechenland nnd der Türkei erregt worden ist. Ich werde dcr Kammer daher cinigc Worte darüber sagen. Meine Herren Dcputirtcu! Während dcr langen Dauer des tretcnsischcu Aufstandcs haben die Hilfsmittel uud Verstärkungen, welche dcr heroischen Insel von allen Seiten zugegangen waren, angefangen, zn versiegen, in dcr Weise, daß cs nur noch das Mutterland war, welches dcu Bedürfnissen dcr Krctcr zu Hilfe kam. Dieser Umstand hat mehr und mehr die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei erkältet, und diese Kälte nahm zn in dem Maße, wic die Erhcbuug anhielt. Schließlich ist dieselbe so groß geworden, daß dic Pforte, wic es scheint, den Beschluß gefaßt hat, dic bereits schr gespannten Beziehungen mit uns definitiv abzubrechen. Ich würde Ihnen, meine Herren, gesagt habcn, daß dcr Zeitpunkt gekommen sei, wo die Regicrnng alle Thatsachen anseinaudcrsctzcn, und die ganze diplomatische Eorrcspondeuz über oicsc Auge-legcnhcit Ihnen vorlegen könnte, wenn nicht uachstcheuder Zwischcnsall eingetreten wäre. Die Repräsentanten der Großmächte in Konstantinopel, sobald sic Kcnntniß cr-hiclten von deu betreffenden Entschließungen der Pforte, sind dazwischen getreten nnd bemühen sich, zn verhindern, daß dieser dnrch seinc möglichen Eouseqncnzcn so schwere Bruch sich vollziehe. In Folge dieser Dazwischcnluuft sind Verhandlungen eingeleitet worden, dic uoch schweben. Deßhalb kann ich sür dcu Augenblick tcinc weilcrcn Er-ösfnnngcn machen, setze jedoch voraus, daß im Laus der nächsten Wochc dic Regierung in dcr Lage scin wird, dcr Kammer mitzutheilen, ob cö dcr betreffenden Vcr-mittluug gelungen ist, die Ausführung dieser ernsten Maßregel zu verhindern, oder ob ein Bruch unserer Beziehungen erfolgt ift. Alsdann werden wir ohne Anstand alle Thatsachen zu ihrer Kenntniß bringen und alle bezüglichen Papiere dem Bnrcau dcr Kammer übergeben. (Mehrere Stimmen von beiden Seiten dcs Hauses: Schr gut!) Ich kann beisügcu, meine Herren, daß bei diesem schweren Eonflict nnd dcu wichtigen Verhandlungen darüber die Regierung nicht gewillt war und nicht gewillt scin wird, irgend ciucn Angriff, sci er noch so gering, ans die Würdc dcr Krone, oder auf unsere con-stitnlionclkn Freiheiten oder auf die Ehre dcr Nation zu duldcu." (Lang cmhaltcndcr Beifall.) Acrlin, 23. December. Die „Provinzialcorre- svondcnz" schreibt: Bis jctzt ist zwischen dcc Türkei nnd Griechenland wcdcr cin feindlicher Zusammenstoß uoch cine Kricgscrtlürul'g erfolgt. Doch hat die Pfottc dem Zslwürfnissc iusofcin cinc ungewohnte Folge gegeben, als sie noch vor dcr Kriegserklärung die Auswci' suug der griechischen Untctthaneu aus der Türkei an-orductc und die gleiche Maßregel seitcnö Rumäuicnö uud Serbiens iu Aubsicht nahm, Lander, die wohl unter türkischer Obcrhcrllichtcit stehen, abcr keineswegs Theile des türkischen Reiches bilden. Neuerdings dehnte die Pforte die Auöwcisnngsfrist auf drei Wocheu ans. Wenn die Einwirkung dcr Mächte den diplomatischen Bruch zwischen dcr Türkei und Gricchcnlaud nicht zn bindern vermocht hat, bleibt doch zn hoffen, eS werde dem fricdlichcu Eifer uud dcr Weisheit dcr Regie»m». gen gelingen, dem Andbruchc thatsächlicher Feindselig-teilen vorzubeugen. Die aUsciligcn Vcrmiltlnngebcstrc' bungcn sind ferner daraus gerichtet, die linkische Regie« rung im Iittcrcssc dcr Menschlichkeit von dcr Ausführung der angedrohten Answeisung der griechischen Unterthanen abzubringen, da die Maßregel mit dem emo-päischm Vrauchc im Widersprüche steht. Paris, 23. December. Die „Patric" dcmcntirt, daß das Paiizcrgcschwadcr den Vefchl erhalten habe, sich zur Abfahrt iu das griechische Meer bereit zu hallen, das gegenwärtig in der Lcvantc befindliche Geschwader genüge sür die Bedürfnisse dcr Sachlage. — Ocr „Abend Monilcnr" sagt in seinem Bulletin, nach' oem er daran erinnert, daß die Gefahr eines Eonflic« ics zwischen Türken und Griechen durch die Intervention dcs Kapitäns vom Dampfer „Forbin" beseitigt wurde, bezüglich des diplomatischen Zwistes, welcher aus dein Brnchc dcr Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland hervorgeht, daß derselbe gegenwärtig den Gegenstand eines schr lcbhaflcn Idccnanetanschcs zwischen den Vcrtragsmächtcn von 185>tt bilde. Man könne, Dank deu versöhnlichen Wünschen, von welchen dic Eabinctt>.' sich beseelt zeigen, hoffen, daß die curo^ päische Diplomatie durch ihre mäßigende Action ein Mittel find.n werde, um die gegenwärtigen Schwicrig-keitc» zu begleichen. Das Iourual „Public" sagt: Preußen habe cinc Eonfcrcnz beantragt nnd Nnßland habe diesen Antrag unterstützt. Die Zustimmung Frankreichs, Englands lind Oesterreichs wird als wahrscheinlich betrachtet. Dcr „Public" oemcntirt die Gerüchte bezüg» lich einer russischen Note u„d dcr müudlichen Erklärungen Gorlfchakoffs an Talkyrand lind fügt hinzu, das russische Eabiuet bcschräuttc sich darauf, dcu Wunsch anszndrückeu, daß dic Westmächtc bezüglich der Türkei dic Reserve beibehalten, welche sie sich bis nnn auferlegten. Paris, 24. December. Die „Pittrie" veröffentlicht ein Telegramm auö Athen vom 22, d. M. folgenden InHalls: Eine Pctiliou des Actiouscomit»'' an die Kammcr verlangt, daß Gricchcnlaud, gcNützt auf die öffentliche Meinung, die Initiative zur Kriegserklärung ergreife. Paris, 24. December. Dcr „Temps" sagt: Frankreich nnd England sind den Ideen einer Eonfcrcnz wenig geneigt; sie würden einen einfachen Notenaustausch zwischen den vcischicdcucu Cabinetlcn vorziehen. Constantino pel, 23. December. Dic Nach-richt dcs „Levant Herald," daß Rußland den gricchi-schcu Handelsschiffen die Bewilligung ertheilt habe, nn« tcr russischer Flagge zn scgcln, wird bestätigt; Nußland hat hiczn nicht dic Genehmigung dcr Pforte eingeholt, sondern handelt ans eigene Gefahr. Con sta nt iuopc l, 23. December Abends. Hob-bart Pascha ließ nach Syra die Mittheilung gelangen, daß cr friedliche Instrnctioncn habe. Er verlange nur, daß dcr französische Dampfer „Forbin" nnd cin österreichisches Kriegsschiff den „Enosis" nach Pyräus znr Aburthcilnng sührcu sollen. Eon st an tin upel, 24. December. Die Pforte hat die dl'u liricchischni Untetthancl» in dcr Türkei gewährte Auswcisungoflist von zwei auf fünf Mochcli erstreckt. Oesterreich. Wien, 23. December. Die "Wiener Abend-Post" schreibt : Die Diatribcu preußischer Organe gegen Oesterreich habcn bcrcits dcn Eharaktcr stchcndcr Arlitel angenommen uud man wird uns füglich uicht zumuthcn — beisviclswcisc — nochmals auf die vou Berlin aus noch immer colportirte Lüge zurück-zukommen, dic Westmächte hätten in Wien odcr sonst irgendwo Vorstellungen wider die Politik dcs kaiserlichen Eabincts in der griechisch-türtischcu Frage gemacht. Prag, 23. December. (N o rdbahucr öffn u n g. — Begrabniß.) Gegen Ncnjahr findet die technisch-polizeiliche Eröffnung dcr ganzen Strecke dcr böhmischen Norobnhn statt. — Heute hat das Lcichcnbcgängniß dcs Landtagsabgcordnctcn Dr. Drcßlcr, Sprcchwart des deutschen Turuvcrcins, nntcr schr zahlreicher Betheiligung dcr deutschen Vereine nud dcr Bevölkerung stattgefunden. Uusland. Berlin, 23. December. Die „P^ov.'Eorr." be-dancrt das Volum des Hcircuhanscs über die parlamentarische Redefreiheit. Die Negierung gibt weder das Bestreben, noch die Hoffunug auf, ciucü mi'mschcnswcilhcn Ausgleich auf anderem Wege baldmöglichst zn cricichcn. Madrid, 23. Dcccnibcr. ! Zolldccret. — Uu -ruhcu.) Eiu Regierungsdccrct verordnet die sofortige Aufhebung dcS am 1. März erlassenen Ausfuhrverbotes zur See für Wcizcu und andere Körucrgattnngcn. — In Sangucsa, Proviuz Navarra, wurde gestern das Militär vou ciuem Volkshaufcn unter dcu Rufen: „Es lcbcn dic Brüder! Es lebe Don Earlos!" angegriffen. Einer vou dcu Angreifern wurde verwundet und vierzehn Individuen, worunter cin Priester, wnrdcn gefangen genommen. London, 24. December. (Das Parlament) wird am 16. Februar wieder eröffnet werden. Petersburg, 24. December. (Dementi.) DaS „Ionrnal dc St. Petersburg" dcmcnlirl dic Nachricht österreichischer Blätter betreffs ciucr angeblichen Mission dcs ycwcscncu Ministers W aln jcw in Rom nnd erklärt, derselbe habe kcincilci Mission nnd halte sich lmgllch aus Gesundheitsrücksichten in Rom auf. 2212 Mgesuemsskeiten. — Ee. Majestät der Hi c> is er u»d König haben sill die Ailtsttller, welche während des Allerhöchsten Aufenthaltes in Ofen um eine Unlerstilljung nachsuchten, 1000 fl. allergnädigst zu spenbcn gerubt. — ^Ihie Majüsläl die Kaiserin und Künigin buben der „Äudai Dalarra" (Ojncr Gesangsuerein) 300 fl. allerqnüdiast zu spenden geruht. — (Förderung der Ku n st.) Der Minister für Cultus und Untcrücht hat in G.mhmiguna, der AülrHge, wllche wegen Verwendung dcs im Jahre 1608 silr plinst' ler zur Verfügung gestandenen Betrags vun 15.000 fl. von der hiczu beiufenen Vtinisterialcommlsfion geslrllt wurden, eine A,>zahl do>, Pcnsiontzbiträgcn in Vlneltlunun^ lllnstll lischer L»islu»a/n uellnl'en , feinec nachbenannten Künsllfln Stipendien, beziihungswcije Kunstaustiäge oder Blitze zur Äuösührung v»^ Kunstw>rlen zugewendet. I. Llirienvien. I, Dem Dichter Adolf Aell aus Nieder Oesterreich, 2. dem Tm,lü»s!ler Anton Äiuctnel ans Odc--Otsll'llsich, 3. dem Tonlüüstl^r Siani^lau^ Duniecti aus Galizirn, 4. dcm Tonlttnsllcr Joseph Iorst.r auo Steier» M.nt, 5. lnm Tontünsller Ilobrll Fuchb aus Ober-O^ler-leich, 0. rn Maler Anton Kozat'ewicz aus ilra- - lau, 8. d.m Tonlünsllrr Eouald Krcmfer ans Nieder-Orsleiitick, 9. dcm Maler Franz zllilpii! au^Z Bühnun. 10. dem Tonlilnsller Ludwig Lact»er aus Nieder-Oeslerrcich, II. d,m Maler Oivrg Mader aus Ti>ol, l2 dem Dichter Feidinaud u. Saar ans Nieün-O.s^rlcich und 13. don Bildhauer Anton Tchmidglubcr al!>) N>cd,'l-Oeslcrrrich. 11. Lilü'stauslrägc odcr Ä.iträg.' zur Au^stthlung ron .Nu»st' we>l Zusammcnsiol,, zwischc» zw.i egyplifch^i Dampf?!n statt, wodci einer mit 300 Pissagu'lrn ^i Orondc ging, Locales. — (Die stalist > schen Ä l r i ch t c dei H a n d el s-un« Gewrrbetam m e r n) lassen , -- wie wir einem Äeiichle ub^r die lchte S'l.,ung der t. l. statistischen Cen° lralcommissw» in U'.!'n eotnehmen - die wiinschenswcilhe Vollständigkeit nicht sollen u?, missen. Die Kammern schonen sich mcist auf die Nachwnsungen dcl Indusliiellni zu vcr» lass ». Nur die Pilsner il^mmer eignsf den Ausweg die scl)!fndl« Taten durch eun'n eigenen D^lcgiilei, an Ort und Stelle rrhcben zu lasj.n. Die Ccntralcomnüssion hält bi'se M^sncgel süc sehr «achahmenöwelth und c» wurde daher beantragt, sich "n daö Handtlsminisiccium mit dcm Elsuchen zu wenden, die Kammer zur C'nlscnbung von De-legirlen zur Sammlung statistischer Daten und Omstcllung der elforderlichc» Summe in das Budg»t pio 1870 zu er' mächtige». Hcrr Scctiunsrall) Klun als Vertieler des Ha»d!^mini,!elinmo dn uom Staate uveiliagencn (Abschälte, — ocer auch j^nrr deä tigen^n Wltlangblleises in Ang^ legcohlilen oer öffentlichen V«rwaltu»g in die Lagt lommt, dln Staatslelegcaphen in Aosprnch nehmen zu müsse»? Neueste M. Die Vclhandlmlgc» übcl' dic Co»fcrc^z lit dcm gricchisch-tlutischcn ^mislictc »chmen ei»cn licflirdigcüdcn verlauf und in Wlcncr diploillalljchci, iircisc., wl,d t'cm daloia.cn Zlisainmclilrill dcr Confclcnz cnlgcgcn^scycn Als Basis dc^ Bclutl)Ul,ss s»,>ll daö »»rkischc Uliünalum oiclir». D<>: Nachricht, ouß Rußland dcn gl^chischcn! Gchisfcn dic Fnhlllng der rnssischc» FlaM zll^'flalldci» hn!)^', wird lalil Pcttttdmgcr Äilltycilnogen nl^ voll' toininen lmlicgnindtt cltlä-t, Dic Pforlc lint.lhaudrll init Egyplen und Tn»!i! wcgcn Erliöynug dcö i»> Fallc^ cinc»? illicgei> zu stcllcudcn Tliippcnconling^Us; u.ch 5cn' dleycrigcn ^cilru^ll soll E^yplnl WOO, Tnlu^ 4000^ Ätani, stcllcn. Dicsc Col,t>l>gcl,tc s>,illcn lnif 1:")00()^ imd llläsichtlich 10.000 Äünu, rihöht wcttm. Dcr j Vicckönig uo» E^yptcn hat dcrcilo zligcsliinlnt inld sich sogcn- ndotcli, dic Truppc» lüchl Mus auf cigcucu! Schlsscu sidelzliführc», sondern auch im ^t>c,j0fallc iiiit^ zW i' iPan zcrf regattcn zur turtischcll Floilc zu stoßen.! ^ci Tuniö handclt cö sich noch uui den Sold uuo diü Vcrpflc^ung der Tnippcn. Daiü uächslc Z>cl dicscr Hilsölnippm »uül'c it'lclli, lu^lchc ^i»scl vollständig Paci-^ ficirl wcldcn soll. ! Ans All)cn, 17. d. M., wcrdcn nä>.)crc Dalcn nbei t,cn Zusalülucnstoß zwischen dcr „Enosiö" mid dcr Flotillc Hodlitt't Paschas gmuloct. Dic „Elwsiö" haltc >.'0ln 5. liis 1^. o. drei Fayitcu n^ch d^r Iüscl i>tandia nlilcl'nomlncn, wäl)!cn> luclchcr sic 1^00 Frci-! schciilrr c>>',ö ^and sctztc und sticiftc c!.!c!i auf dcr Niicl> tVlzr zwischen Paroo und M^os, ulö sie zwischen zwci! niilischc Echiffc ^cricil). Dic bcidcn tiill'ischcn Daiu-pfcr warni dcr „Holidadcsdit'cr," duS Schiff H^bliaNö,! und dcr „Itzcdin," ein Fnhi^lil,, daö sich feit Äcgmn dcs lrclischcn Aufslandcö dillch i)tiö drei Personen bestehenden Rcgcütschaft beantragen. Während dcr Regentschaft würden allc Fragcu cinc Lösiiug erhalten, ohne daß das künftige Prestige des Monarchen darunter leiden würde. In Äarcellouc, murdeu von 47 Candidate» 30 Rc-p^iblicancr g wählt. Ja Madrid wurden beim Scrn> uuiilUl 24,000 nn'iia'.chisch' gc^en .')600 republikanische Abslilnmnngeu e^nst.,tirt. Dci- „^mpalciul" stcllt die Fragc, wohin die 00 000 Theilnchmer der repnblicanischcn Manifcslütio' ucu gckoMinen seicu. Das Schreiben des Hcrzog's v. Vtoutpensicr hat die ssolgc i»chubt, daß die Cbcfs dcr lcpu!>lieanischcn Pavlei bcadsichligcn sollen, ans ^ic lepublicuuischc ^ilcgic» rimgsform zu GanstiN Espartero's zu >.'c>zichlln. Telegraphische ^^'«Uselrozlrft. l)om ^l, December. 5)pnc. Metalliqn^ ,'»8,7.>. — 5perc. M.tcMqueö init Mai- und Nliur!N!,sr^Zii,srll :>9 A0. — 5perc, Natiüüül-Änlrhen «4. — 18'rr Stlilli^anlttirn !)<).8».». — Ganlaclien l;<;n ^5>. Dccluiber. Slndt ^Ui^ll. Di» Hcrrcu: Kien^ k, k. Vecuntc. uou Stcicrc >»cn'!. Ginger, uoii Gru^ — Stt'ni, Bnchhcilter, uou Barti«. - Pclz, Äalii»! , Fran Thrrcsia ^'rdst, und Frau Vl'vgm^ni,, ^apitä!!ii-Gat,in, von Trieft. - Cermak, Kansm, uc>!i Illil^sscislri;. (^lcf^llt. DieHerrcn: Hn'tzdovff, Capcllmcistcv, lim, ^'üni'erg. - Tunscrn, Siidlialiii-Exftcdilm-, uon Gva^. -- Bucn', ztmifm',, vün Tli^sl, — Koichir, l. k. Äezirr^-Vürslrhrr, von Ätl,isniz. Vaicrisch».".' Hof. Dic Herren: Derrky, uon Ofen, ^ Schapla, von Viardnri;, Meil'l)ll'ü?^!schl'. ^l.'l>liachlun^',ll ill LMach. ^ ^l. Htl, ^8^1 ^' 1^"!SW7s."sch. "Nebei^"!' .' 21. ^ ., N.' 322,,,» ^ .^ 7 2 ! S. schwach aMih. l>cw. ^.. Ü) „ Ad. >'i21 „l, ! ^ 5 7 1 S schn'ach It^eu ^»"gen 0 U. Mg.'ij21 »7'^>>'8^'"'SW start f. g. bcwollt^ I 25, 2 „ N. 321.50 .^10.o SW, start trübe ^'" 10„ Ab. 322,?^ l - 7.o SW.schwacf, lrilbe ""^n ' "0iI.M'g7 323.«,, -<- « l SWTschlüäch trM ^ ^i!. 2 „ N. ^ 324.4-, -l- «2 SW, s, schw. tnibc ' ''2" 10 „ Ab. i 325.54 4- U.o ^SLLl, schwach, trübe ! ""'^" Dcn 24.: MoMmn'bcl, Vannülng lhcilwcisc Aushcitcnuig. Ncichmillag znnchmende Vrwöltung. Ädcndij diinncr Ncge». Dm 25. : Vl!ich!i< süirniischcr SW. WullmdM- !>^üb^r meist gc-schlossc». ^ccgen adwcchsrlnd. Um 2 Uhr NelMdogm, Den 26.-Sciroccalströmuüg anhaltend, schwach bewegte ^,'liü, geschlossene WoltcndM', rcgnerifch. Daö Tagc^>mittcl der Wävm'c dcn 24. »in 5>.50 55.70 dctto v. 1,1«0« .... 60.30 W.40 dctto rückzahlbar (z) . . . !'«.— !'6.ü0 dclto „ (^) . . . U5.- l)5.^ Sillicr.Aulehcn von 1«^4 . . 60,25 6Ü.75 Silbrrllul.1«<;5 (Frcs,) rüctzahlb. 'u 3? I. z„ 5> pCt. sür 100 st, ?4.25 74.50 »illt,-Aul. mit Iäl!,.Cuup. zn 5"/„ «4.2l) l'.4.40 « „ „ Apr.-Conp. „ 5 „ <;4.10 iVietaüiqnes . . . . „ 5 „ f)8.75 b«,W delto lnit Mai-Coup. „ 5 ,, 5<»,50 !>9.<^0 dclto.....„ 4;„ 02— 5)2,25 Mit Vcrlas, v. 1.1^3l> . , . i«().^ i8y5s» „ « ,, „ 1«54 . , . 84.75) 85.,.5'> „ „ „ 1560 zn 500 st. !,0.— «w.^,» „ „ „ I860 „100., W..- 95,,Ü0 ,. „ „ N!64„I00.. 106.80 10? - u..'. 24.- 24 5.0 Domainen 5pcn- ü> N'lber 11125 111.75) « der Kr2..lä,cher (für W0 fl.) Gr.-Em',.-Oblia Nicdcrüstcrreich . zu 5"/« d7 7.) ^.2^ O!:e«sterrcich . „5" ^'" ^^ Salzburg .... « b „ «7.- tN. - Geld Waare Äühmm .... zn 5<7« ^1.?5 92.50 Mähren .... „ 5 „ 8l>.— «^.50 Schlesien .... „ 5 „ 8«,50 8l>,— Steiermail ... „ 5 „ b8.— b!).— UilgllNl.....„ 5 „ 77.- 77.5,0 Temeser-Vaiiat . . „ 5 „ 77.— 77.50 Ernaticn und Slavonien „ 5 „ 7« 25, 78.75) Galizieu .... „ b „ <»7.2i) «7.75 Sicbeubilrgcu ... „ 5 „ ?225 73. . Buiovina .... „ 5 „ 67.50 08.— Ung, m. d. V,^C, 1867 „ 5 „ 77.25 77.75 Tem.B.m.d.V.-C. 1867,. 5 „ 76.25 76.75 Actte« (pr. Stils) Nlltioualbllul...... 660.— 662 — Kaiscr Ferdincuidü-Nordbahu zu 1000 st. CM.....1960.-1W5 - Ercdit-Anstlll! zn 200 fl, ü. W, 237.90 238. - N.ü,Escnm..Gcs.zi'500st.ii.W. 650- 655.— Stattjclscub.-Gcs. zu 200 fl.CM, odrr 5>00 Fr...... 305.90 306.- Kais. Elis. Bahu zu 200 s.. EM, 170 — 170.50 Vi»d,-nordd,Vcr-B.200 „ „ 149.50 149,75» Sü'0.Sr,-.l.-ucu,u.,.-i.E.200fl. ö. W. oder 500 Fr. ... 1l'6.50 196 75 Geld Waare Gal. Karl-«nd,'-V,,.300 fl.CM. 209,75 210.— lUöiM. Wesibahil zu 20l) st. . 159.50 160,— 0cst.Doli.-Damvsfch,-Gcs. ^H 535.— 537.- Ocsierrcich. Lloyd in Tricst Z 3 250.— 253.— WieuDailipsm.'Actg, . ' . 330.— 33b.— Pester Kettenbrücke .... 530.— 540.— Anglo-Austria-Baut zn 200 fl, 195,— 195.50 Lmibcrg Ezcrnowitzer Acticn . 172.— 173.-- Vcrsichcr.-lÄcsellfchaft Douan . 250,- 252.- «pfüiidbriefe (siir 100 fl.) Nalic>:ial- j baul aus > vcrloöbar zu 5«/., 98 — 98,20 nfij.W.ver!oW.5„ 93,20 93,40 Ung. Bod.-Crcd.-Attst. zn 5V. „ 91,75 92.-AUg. öst Vudci!-Crcdit«!i!stalt verloöbur zn 5"/„ iu Silber 106.50 107 - - dlo.iu33I.riickz.zn5pCt.iilö.W. 86.75 87,25^ ^ose (pr. Stiicl.) ! Ereb.-A.f.H,u,G.z.100fl.ö,W. ^52,-- 152 50 Don.-DmPfsch,-G.z.100st.CM, 93,- 93 75 Stadlgcm. Oscu ,. 40 „ ö. W 33.— 33 5>0 Esterhazy zu 40 si. EM. —.— "-— > Geld Waare Salm zu 40 st. EM. 42.— 43... Palffü „ 40 ,. ,. . 32 50 33 50 Etnn, „ 40 „ « . 38— 39.- St. Gcnois „ 40 „ „ . 33,50 34>— Wiiidischglii^ „ 20 „ „ . 20.— 21,— Vcildstni'i „ 20 „ „ - 2150 22.50 Kcglevicl) „ 10 „ « - 14.50 15.50 Rudolf-Stiftung 10 „ ,, . 14.50 15.— Wechsel (3 Mou) Augsburg für 100 st Mdd. W. ioo.__ ^9.25 ssrcmlsun a.Äl. 100 st. dctto 100.20 ^,() 49 Hnnibnrsi, fill 100 Mart Baulo 88 10 88.25 London sür 10 Pf. wterluig . 119,50 119.75 Paris für 100 Frautü . . . 47.40 47.59 Gourö der Ge!vs»rte« Geld Waare K. Münz-Dncatcn . 5 st. 68 lr. 5 st. 69 lr. Napoieou^d'or . . 9 „ 54 „ 9 ,. 54z „ Nuss. Imperial0 . ^. .. ». .. — ^ — Vcrcinüthaler . . 1 ,. 77/. „ I „ 77? S'lber . . 117 „ 59'.. ,^7 ^ 75' ^ Krainische Gmndcutlc>.Nung« - Obligalionen Pri, vallwilrunn: 86.50 Ocld, 90 Waare,