^U156. Dinslaq am 12. Illli 1864. Die „Laibllch» Zeitnllg" erscheint, mit Ausnahme der Sonnl und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., yalb-l^hrlg v si. 60 lr., mit Kreuzband im Comptoir ,0 tr. lür 3 Mal, I fi. 40 tr. snr 2 Mal und V0 tr, licriihrt. Die Konzessionen, welche Monrad den dent-schcn Ansprüchen machen wollte, waren auf Täuschung berechnete Halbheiten. Monrad scheint von Politik übcrhanpt wenig verstanden zn haben; er ist ein Geistlicher, der salbungsvolle Reden über politische Gegenstände zn halten weiß; Monrad ist vielleicht ein guter Prediger, aber sicher kein tüchtiger Staatsmann. Doch es ist barer Undank, daß wir Dcntschc nnS über Monrad beklagen. Die fanatische Hartnäckigkeit in Kopenhagen hat die wesentlichsten Motive zur Befreiung Schleswig-Holsteins gegeben. Auch haben die Freunde der Hcrzogthümcr nie den Widerstand, immer aber die Nachgiebigkeit Dänemarks gefürchtet. Was den ncncn Minister-Präsidenten Grasen Mollkc betrifft, so wollen wir nnr vorläufig bemerken, daß er früher Minister für Holstein nnd bei den Holstcincrn durchaus unbeliebt war. Er gehört der Gcsammtstaats-Partci an u»d ist junkerlich gesinnt. Der Name des Grafen Mollkc an der Spitze der Gewalt kann nichts anderes bedeuten, als eine Niederwerfung der Dcmagoaic u»d wohl auch mit ihr der dänischen Freiheit. Graf Molltc als Minister be-deutet nicht blos die Abänderung der vcrhängnißvol-lcn Novcmbcr-Vcrfassnng, welche zn dein Kriege führte, sondern anch nöthigcufalls die Aufhebung des dänischen VcrfassungSlcbmS nnd die Herrschaft der aristokratischen Reaktion. Graf Moltkc ist eine Art kleinen ViSmarckS, aber ohne dessen hochsttcbcnden Geist und ohne die Beschränkungen, welche ein großer Staat und eine weitreichende Politik selbst dem ärgsten Ty< rannen auferlegt. Er ist ganz nach dem Herzen der „Krcnzzcitnng." Was nnn das Programm des ncncn Ministeriums, dessen Znsammcnsctzung der Telegraph mcl« dct, betrifft, so "soll in dessen Absicht liegen, eine persönliche Zusammenkunft der Monarchen von Oesterreich, Preußen und Dänemark, mit Znzichung cincö Bevollmächtigten dcö deutschen Bundes, in Deutschland vorzuschlagen, und im kurzem Weg die streitigen Angelegenheiten zu ordnen. Schon befinden sich Mit« gliedcr der königlichen Familie und Vertraueusperso-ncn dcö Königs Christian unterwegs, um in dieser Richtung das Terrain zu sondircn, nnd das Zustandekommen dieses Projektes möglich zn machen. In Berlin spricht man auch schon davon, daß der Fcldzng in einem „Bcrliucr Fricde n" seinen Nbschlnß finden werde. Vom Kriegsscliauplatze. Ans dem österreichischen Hanptquarticr iu Kolding wird der „Weser ^tg." von» 5>. Juli geschrieben: „Um sich beim Korpslommaudanten FMV. v. Gab-lcnz als österreichisch gesinnt zn gcriren und den preußischen Truppen ein Paroli zn bieten, entsandte die Stadtgcmcindc Kolding an den Träger dcö gedachten hochbcrühlnlcn Namens eine Deputation hiesiger Bürger, welche dein tapferen General vorstellig machte, wie schon das bloße Gerücht, Kolding würde'die gerne gesehene österreichische Besatzung durch Verlegung des Hauptquartiers mit einer prcußischcu vertauschen müssen, die Herzen der Einwohner tief gebeugt habe, also wolle der Gcucral diese gefürchtetc Kalamität gnädigst von ihren Hunptcrn abwenden. Die Antwort daranf war auch charakteristisch genug. Sie lautete im bekannten Gablenz'schcn ^api« darstylc, wic folgt: „Hier in Kolding lantonniren weder Ocstcrrcichcr noch Prcnßcn, sondern— Feinde!" Nachdem in Folge crgangcncr Requisition diverser Naturallicfcrungcn von hiesiger Stadt lein Lebenszeichen der Willfährigkeit gegeben worden war, hat man nunmehr die Waarcuvorräthe und Comptoirs der hiesigen Kanflcnte Hansen, Pctcrscn, Meyer nnd Levin mit Beschlag belegt, resp. geschlossen." Die Privatuachricht cincö Hambnrgcr Blattes, daß die Insel Föhr von österreichischen Jägern besetzt worden sei, bestätigt sich nicht. Nicht allein, daß man hier betreffenden Ortes leine Meldung hierüber er« hallcu hat, wird uuu auch über telegraphische Aufrage aus Flenöburg gemeldet, daß man dort von einer Besetzung Föhr'S nichts weiß. Die „Hamburger Nachr." schreiben: AnS Aal« borg kommt eine gute Botschaft. Dic Preußen haben wieder einmal scharfe Wache am Nmsjurd gehalten nnd ficbcn Kauffahrteischiffe nebst zwanzig Booten, welche jütische Güter nach Fühucu wcgschmuggclu wollten, an die Kette gelegt und als gntc Prise erklärt. Mit Ansschrcibnng der Requisitionen wird bitterböser Ernst gemacht. So ist dem Amte Beile, wozu bekanntlich Koldiug gehört, vom I. d. M. ab innerhalb W Tagen eine Vicfcrnng von 500 Ochsen und außerdem täglich 5>l^0 Flaschen Wein, dann Mchl, Reis, Kaffee, Zigarren, Rauchtabak in äugen, lilicklich nicht bekannten Qnantitätcn bei strengster Exekution ausgctrageu. Die bisherige Arroganz der Koldiusicr hat dcuu auch seither einer äußerst gcdrück. tcu Stimmung Platz gemacht. Als eine Thatsache, welche auf dic nächsten Hen-gen von überaus komischem Effekte gcwcscu, zugleich aber chara tcr.st.sch für die dänische Kampflust, vcr-d.cut erwähnt zn werden, daß die däuischcn ilricgS-gefangenen, welche zur Auswechslung bestimmt warcu, die mannigfaltigsten uud drolligsten Gründe vorgc> bracht hmuab,c nsich der Auswcchsluug zu cutzichcn. Allerlei fabelhafte Krankheiten wnrdcn namentlich von ihnen simnlirt, um in der Gefangenschaft bleiben zn dürfen. Einzelne aber haben sich auch offen darüber ausgesprochen, daß sie keine Lust hätten, in dem erfolg- und rühm- und aussichtslosen Krieg noch weiter zu fechten. Oesterreich. Vriinn, 7. Juli. Die unlängst in Polen verkündete sogenannte Amnestie hat bei den in Mähren nnd Böhmen intcrnirten Polen die Vcsorgniß erregt, daß sie nunmehr an Rußland ausgeliefert und dort — amnestirt werden könnten, und in Folge dessen sind die Fluchtversuche der Polcu wieder sehr häufig ge< worden. Viele dieser Versuche sollen geglückt sein. Nach einem auswärtigen Blatte fand vor wenigen Tagen ein origineller Fluchtversuch auS cincm Inter« nirungsorte in Mähren Statt. Es langte nämlich im Kasernenhofe ein Wagen mit Mchlsäckcn au. Dic Säcke wurden heruntergenommen, abgezählt nnd über» geben, fodann wurde den Knechten bedeutet, daß sie die von früher hier befindlichen leeren Säcke mitnehmen können, nnd ihnen die Kammer gezeigt, in welcher sich dic Säcke befinden. Die Knechte blieben allein, nach'ungefähr einer Viertclstnndc sah man sie mehrere strotzende Säcke über den Hof schleppen, anf den Wagen laden nnd dann gemächlich davonfahren, nachdem sie früher noch eine kleiuc Herzslärluug aus der Branntwciuftaschc zu sich genommeu. Ohuc Zweifel glaubt man, die Knechte hätten, wic es anch oft geschieht, immer einen leeren Sack mit anderen Säcken gefüllt, wodurch der Transport beocutcud erleichtert wird. Als mau aber des Abends zwölf Iuteruirtc vermißte, erlangte man die Ueberzeugung, das; der Inhalt der Säcke ganz anderer Natur gewesen war. Jede Nachforschung blieb vergeblich, denn anch die Müttertncchtc waren spurlos verschwunden. Drei Tage später wurden drei von den Entwichcucu in der Nähe der polnischen Grenze, zwei Stunden östlich von Kralau, aufgegriffen, die anderen werden längst glück llch entkommen sein. DicS ein Beispiel für viele Nach ciuciu solchen entdeckten Fluchtversuch, besonders wenn dabei die Intcrnirtcn in Massen betheiligt sind, finden gewöhnlich Versetzungen -Statt, und solche Vcr-sctznngcn von Intcrnirtcn veranlaßten türM) das Gerücht, als entlasse Oesterreich die Iutcruirtcn in das Ausland, nach Frautrcich oder in die Schweiz. P^»g, 7. Juli. Wir haben hier nichts als Fehden; Fehden zwischen Deutschen nud Czcchcn, nnd letzterer unlcc sich. Die Anfeindung der Deutschen czcchischcrscitS ist man gewohnt, ein selteneres nnd darum interessanteres Schanspicl gewähren die Feder« streite der Ezechen unter sich. Daß sie dem Feinde gegenüber, nach Muster des alten HussitculicdcS, mit Dreschflegeln drcinschlagcn, nimmt nicht Wunder, daß sie aber in gleichem Style nnlrr sich hrrumarbcitcn, lönnte eher befremden, wenn man nicht die Rüsichts, lofigteit dieser Partei kennen würde. Die Vorgänge sind bcmcrtcuswcith, weil sie den Riß erweitern, der dadnrch entstanden, daß sich die czcchischc Partci in eine demokratische und konservative zcrllüflelc. Die demokratische Partci hat übrigens ihr Oberhaupt vcr« lorcn. Wic ans cincm Eingesendet der „Bohemia" ersichtlich, erklärt der dcmotlalischc Fürst Dr. Rud. Thurn-Tafis, daß cr „nach reiflicher Erwägung aller Verhältnisse von jeder politischen Thätigkeit sich fern» halte, was er allen seinen politischen Gegnern uud Freunden zu wissen mache." Er hat sich der Oelo-nomie in die Arme gcwolscu nnd baut ci»c Zucker-Fabrik. Pest, (>. Inli. Sr. k. l. apostolischen Majestät Regierung hat soebcu wieder cincu neuen Beweis von der regen Sorgfalt für daS materielle uud intellektuelle Gcdcihcu Ungarns gegeben. Die vorjährige Mißernte hat unter Anderem die Fehler der nugnri-schcn ^andwirthschaft, vor Allem aber den Mangel an Ackerbau- nnd Forstschulen blosgclcgt, nnd der nngarischc ^andcsagriknllurvcrcin, dessen Bemühungen durch die bereitwillige Unterstütznng der Regierungsbehörden wesentlich gefördert werden, hat cS als ein dringendes Bedürfniß erkannt, einige landwirthschaft-liche Lehranstalten zn errichten. In erster Reihe han-dclt cS sich nm die Ncattivirnng des einst so berühm-tcn, vom Grafen Fcsztctis gegründeten GeorgiconS zu Kcßthcly am Plattensee, dieses ersten land'wirth. schaftlichen Instltuts, wclchcs indeß auch in Folge der politischen Kämpfe seine Wirksamkeit einstellen mußte. Sc. Majestät haben jetzt den Betrag von 40.0M fl. anzuweisen geruht, damit zu Kcßthcly cinc ^and-wirthschaftS- und Forstanstalt je chcr errichtet werde. Zu dicscm Behufe sollen die dortigen Schullokalitätcn des einstigen GeorgiconS adaptirt, theils aber ganz neue, den Anforderungen der Zeit entsprechende Her- «23 stcllnngcn durchgeführt wcrdcn. Später wird die Errichtung von mehreren Ackcrbanschulcu, zunächst in Dcbrcczm und Rimaßombath folgen. Ausland. NnS Ä)liinchen, 7. Juli, wird dem „Botsch." geschrieben: „Ich beeile mich, Ihnen mitzutheilen, bah heute nach vicrzchulägigcr Unterbrechung wieder eine Konferenzsitzuug stattgefunden hat, nachdem die österreichischen Bevollmächtigten ihre neuen Instruktionen erhalten hatten. Verschweigen tann ich nicht, daß das lauge Ausbleibe», der Iustrultioucn hier sehr vclstimmt bat. Heute wurde in die Berathung dcs hcsscn-darmstädtlschcn Entwurfes, und beziehungsweise der an demselben von Oesterreich vorgeschlagenen Modifikationen eingetreten. Morgen wird die Äcra-thnng fortgesetzt und der Versuch gemacht werdcu, die Vereinbarung formell zu fixircn. Mauchc der von Oesterreich vorgeschlagenen Modifikationen erregen Bedenken. Die Aussichten sind überhaupt nicht rosig. Heute ist plötzlich der Bevollmächtigte Nassau's, Gc-hcimrath u. HcmSkcrke, von hier abgereist. Mau sagt hier, ciue preußische Drohuotc, welche in Wics-dadcn eingetroffen sei, habe diese ebenso nnangcnchmc als überraschende Diversion hervorgebracht. Man fragt hier ganz erstaunt, wie cö doch kommen könne, daß Preußen in dem Momente der ernstesten Waffen» brüdcrschaft und engsten politischen Allianz mit Oesterreich , auf eine so brüste Art gegen einen Staat vcr< fahren könne, der den gegen Oesterreich eingegangenen Verpflichtungen gerecht werdcu will. No bleibt der „Alliirtc" Oesterreichs? Der hauuovcr'schc Gesandte schciut gleichfalls die Instruktion zur Abreise zu er» warten. Sciuc Regierung hat bereits die Forderung des ganzen bisher genossenen Präcipuums fallen und sich mit einem Theile desselben abfinden lassen, um dann in den Zollverein zu treten. Auch von Oldenburg, heißt es hier, daß es den Vertrag mit Preußen bereits abgeschlossen habe." Berlin, ". Juli. Der „Staatsauzcigcr" schreibt: Vci Wiederaufnahme der Blockade hat der Handels-minister die bereits eingeführten Tarifermäßigungen der Staatsciscnbahnen für Getreide uud Hülfcnfrüchtc fortbestehen lasfcn uud hat dieselben auf Rübsaaten-und ^ciiisaatcntranSporte ausgedehnt. Die schwebenden Verhandlungen, ob die Priuatbahncn zn gleichen Konzessionen bereit seien, wcrdcn hoffentlich den gewünschten Erfolg haben. Dic „Krcuzzcituug" meldet aus Raudcrs. 7. Ilili Vormittags: Gestern wurden vom Militär-Gouvcrnemeut ein jütischer Geistlicher, cin jütischer ZcitungSrcdattcur uud ein Rabbiner als Rcpressalic für die auf der Insel Sylt von den Dänen entführ« ten Schlcswigcr in den Fcstuugsarrcst abgeführt. — >>. Juli. Die einstweilige Verwaltung Iüt-lands wird an Kommissäre Oesterreichs und Prcu« ßens übertragen. Man erwartet bereits in den näch< stcu Tagen aus Wien bic Mclduug über die uou Ocstcrrcich hiczu dcsiguirtcn Persönlichkeiten. Die Uebcrschüssc von den Einküuflen werden für die Dauer der Okkupation in die KricgSkasscn der Alliirtcn flit' ßcn, — Für Schleswig und Holstein soll eine gc-mciusamc Verwaltung hergestellt und deßhalb näch< stcns am Bunde cin Autrag gestellt wcrdcn. — Die oldcuburgischc Kaudioatnr wird zwar uoch von Prcu. ßen aufrechterhalten, aber auch die preußische Regierung wird dem kompetenten AuSspruchc sciu iliccht widerfahren lasfen. Für toiupctcut wird jedoch nicht der Bundestag selbst, sondern eine von dcmfclbcn niedergesetzte juridische Instanz gehalten. Der mit der Bildung ciucS dänischen Ministe« riumö beauftragte Graf Molttc-Nütschau soll derselbe sciu, welcher in früherer Zeit Munster für Holstein war, wo er eben nicht sehr augcuehmc Erinnerungen hinterließ. Er ist cin gcborncr Holsteincr, gcsammtstaat-lich und absolutistisch juukcrlich gesinnt. Altona, 9. Juli. Das Vcrorduuugsblatt für Schlcswig-Holstciu veröffentlicht eine Bctauutmachuug der Ziviltommissärc, welcher zufolge die preußische Regicruug mit Genehmigung dcr Buudcskolnmissärc das Nivcllcmcut für deu Bau ciucr dircttcu Eiscu^ bahn von Rendsburg uach Kicl vorzuilchiucu beabsichtige. Eiscubahn-Iuspcttor Schwabe ist mit den Vor< arbeiten betraut. Paris, A. Inli. Die „France" weiß heute von zwei diplomatischen Inciocnzfällen zu erzähle», zu welchen die Weigerung Oesterreichs, politische tiüw ucmmpiis, dic uur durch Revolution herbeigeführt worden find, anzuerkennen, Anlaß gibt. Der erste Fall betrifft den gcwaltfamcn Thronwechsel in Griechenland; die österreichische Rcgicrnng soll Anstand nehmen, ihrem Vertreter in Athen ucue Beglaubigungsschreiben auszufertigen, da sie deu König Gcorgios I. als solchen nicht auzuerkeuueu vermag. Dcr zweite Fall trägt sich iu Koustautinopcl zu, wo, nachdem die Vollmachten Dand Pascha's als Gouverneur von Libanon erloschen sind, eine neue Konferenz zusammeuzutretcu hätte, au welcher sich auch die Rcgicruug Viktor Emauuel's, als Mitsi guatars des Pariser Vertrages, bctheiligen will. Die taiferliche Rcgicruug soll sich jedoch weigern, ihren Repräsentanten zu einer Versammlung abzuordnen, iu welcher auch der Bevollmächtigte des „KiwigS vou Italien" seinen Sitz hat. In Betreff des ersten Falles bemerkt „La France", daß Frankreich bemüht sei, Oesterreich dazu zu bc< wegen, seine Begehungen zu Griccheulaud zu regclu. Ueber die zweite Angelegenheit beobachtet das offiziöse Organ wohlweislich Stillschweigen. In Paris zntnlnt das Gerücht, daß dic iu der „Morning-Post" veröffentlichten Attcuslückc vom englischen Kabiuct für nicht weniger denn 40/XX) Pfd. St. getauft worden seien. Aus London, !>. Juli, wird dein ..Aotsch." geschrieben: „Am Tage uach dcr Veröffentlichung dcr prcußifchcn Depeschen durch die „Moruiug-Post" wurde das Bureau des eben genannten Journales von Besuchern uicht leer. Vicle hervorragende Poli' titcr suchteu die Redakteure dieses Blattes auf, um sich von ihucn persönlich die Authcutizität dcr Aktcu« stücke bestätigen zu lasscu. Uud in dcr That ließcn es die Herren vou der „Morning Post" an Versiche- rungen dcr Authcntizität nicht fchlcn. Ja, cincr der Redakteure ging so weit, zu erklären, er werde daS Facsimile cincr dcr Depeschen allen seinen Abonnenten mittheilen, wenn man mit den Dementi's fortfahren würde. Ucbrigcuö kauu ich Ihucu mitlhcilcu, daß ^ord Palmcrstou bereits feit etwa zwei Jahren auf« gehört hat, dcr „Morning-Post" direkte Kommunikationen zukommcu zn lassen. Nachdem von allen Seiten die ncnc „heilige Allianz" abgcleuguct wird, so haben die hiesigen Diplomaten sich ciu Bonmot zurechtgelegt. Sie sagen, cö bestehe zwar kciue ,,«awto il,I1iimo6", wohl aber eine „«^mw entMtv"; denn die Entente haben die nordischen Mächte ja selbst zugcstaudcn." Ans Konstantinopcl, dcn 7. Juli, wird gc-mcldct: Dcr russische Geschäftsträger, welcher das auf die Douaufürstcuthümcr bezügliche Protokoll aä r^suronäüin genommen hatte, hat Befehl erhalten, demselben bcizutrctcn. Das Dotnmcut hat bereits die Unterschriften dcr Vertreter dcr Pforte, Frankreichs, Englands, Oesterreichs nnd Italiens erhalten. Dcr „Courricr d'Oricnt" hat eine amtliche Vcr-warnnng erhalten, weil er die Person des Prinzen Eonsa während dessen Auwcscuhcit in Konstantinopcl mit allzn großer Aufzeichnung behandelt habe. 9tew-?jork, 2<). Juni. Graut wurde durch die Vcwcguug dcr Koufödcrirtcn genöthigt, seine vorrückende Acwcguug gcgcu Wildon aufzugeben und nach Petersburg zurückzukehren. Man glanbt, Grant werde nicht mehr stürmen, soudcru die Belagerung Petersburgs bcgiuucu. Die Franzofen besetzten Aca-pulco iu Vlcfito uud hoben die Blockade auf. Lokal- und VlomnM-Uachrichtcn. Laibach, 12. Juli. Wie wir vcruchmcu, trifft uwrgcu der Augenarzt Dr. Kollar, Afsisteut des Hcrru Professor Arlt voil Wien hier ein. Er wurde zu einer Kon» sultatatiou hierher berufen uud dürfte auch audcrcn Augcnlcidcodc» feine Hilfeleistung nicht versagen. - Gestern fiel ein anf dein Moorgrundc arbeitendes Mädchen, als es Wasser schöpfen wollte, i» den Laibachfluß uud ertrank. — Vorigcu Souutag wurdcu iu ciucm ftausc dcr Ulsuliuergasse ciue P^uthie Wäsche gestohlen, wclchc nlchrercn Gesellen ciucr dort befindlichen Werkstatt«: achm'tc. l.. Idria, ^. Juli. Am verflossenen Sonn» tage unternahm die hicrmlige bergmännische Musit» kapelle gcmcinslhaslllch iuit dc,n <^esniigsvell,'i»c ciuen Ausflug in das mi dcr Bczirlsslraße gcgcu Voitsch so aumulhig gelegene Dörflein Godoviä, iiiach dcr Mittagsstunde vcrlicß dic Äilisit - nnd Sängcrschaar, letz-lcrc mit cincr schr pruutloscu Fahne -- dic auf ciucr Seite die „Leier" auf dcr audcrn „Embleme des Bergbaues" gemalt trägt — nntcr dem Schall verschiedener Gattungen Instrumente, wobei selbst die ' große türkische Trommel nicht fehlte, die Stadt n»d zog, begleitet voll ciuer aroßcu Anzahl Musitfrcuudc aus allcn Schichte» dcr Bcndllcruug Idlia's durch Feuilleton. Aus der Residenz. Im Juli. I). 13. Ohne Widerrede, dieser Sommer ist cin rchtcr Stadtsommcr, cin Sommer, welcher ein cigcnt« liches Hinausgefühl lanm anftommen, ciuc leise Fort-cmpfiudung kauiu sich bis zum Krankhaften steigern läßt. Wir leben iu einem ewigen April, fast jeder Tag bringt nns cin clcmcutarischcö Potpourri aus allcn vier Jahreszeiten, und während die sonnigen Morgen in's Freie locken, crwcckcu die kühlen Abende in nns wieder die alte Sehnsucht nach dcm traulichcu Kamine. Die Wiutcrmährchen, wclchc weiter vcr-schlagcuc Landbewohner uud tühuc Vcrguüguugszüglcr crzählcn, die Wunder von frisch gefallenem Schnee in dcn Höhen und von neuen leichten Eisdecken in dcu Tiefen, sie haben für nnö gar nicht« Mährchenhaftes mehr an sich. Die uns nmgcbcnde ranhc Wirklichkeit läßt uuö dicsc Phäuomcuc uur allzu uatürlich erschei-ucn. Wir wcrdcu dcuuiächst uiit großer Scclenruhc hören, wie iu Mitte des Juli auf dcr Donau sich cin zweiter Eisgang bildet, uud wie iu den HuudS. tagcu cin Uuvorsichtigcr erfroren gcfuudcu wurde, weil cr es wagte, im Freien zn übernachten. Unter diesen Umständen klingt die Vorsicht unserer Väter dcr Stadt, wclchc aus Aulah dcr Huudstagc verbietet, Huudc ohuc Vciuc in öffentliche totale mitzubringen, fast wie eine leichte Ironie, und die Hoffnuugcn des Publikums, bei dcm Volksfeste dcs 1«. August ciucu brillautcn Eispavillou sich aufbaucu zu sehen ^ erscheint kaum allzu sanguinisch. Doch, cö ist Methode in diesem Wahnsinn dcr Elcmcutc. Dem grüncn Winter dcs Mai folgt cin ucrlorncr Sommer. > Für dcn Fenillctonistcn insbesondere ist dicscr Sommer eine Art von sozialer Sphinx, wclchc ihn durch das unlösbare Räthsel: wo ist im Augenblicke „Ganz Wien", zur Verzweiflung bringt. Die Stadt ist leer, aber anch auf den Vändcrn ist rs nicht übcr» voll. Die Frcmdenanzciger unserer ^otalblättcr halteu sich in schr bescheidenen Grenzen, die Badclistcn dcr verschiedenen Kurorte weisen gegen das Vorjahr ein schr bedenkliches Minus aus uud die Trains clu 1>I^i«ir dcr vcrschiedcucu Richtungen nehmen hcncr mehr als je die journalistische Hilfolokomotivc, R» klamc, in Ansprnch. So erübriget dein armen Feuillc-tonistcn, dcr „Ganz Wien" gleich Iaphcth scincu Vater sucht, uichtS weiter, als seiuc ArabcSkeu dcs Tages, wie übcr ciuc Stadt uubctauutcu Aufcuthallcs zu schreiben uud dic mclai'.chu tische», Elcnicu übcr dic todte Saison an die 1'. '1'. geneigten ^cscr i»n udi zu adrcssircn. Doch cin Trost ist ihm geblieben. Wien ist uicht so leer wie es anssicht uud die grime Eampagna iu dessen Umgebung belebter als cs scheint. Es gehört im Augcüblickc uur zum guten Tone, sich vou der Ocffeutlichtcit mehr als gewöhnlich zurückzuzichcu. Eiuigc Wicucr Dou Ruuados dc Eolibrados hoffen so der Welt dcu Glaubcn anzutäuschcu, als tcuutcu sic die fccuhaftcu Tage uou Kissingcu oder dic iutcr-cssalttcu Bcgcguuugcu - vou Karlsbad noch näher als ans dcn Original - Korrespondenzen dcr verschiedenen Blätter. Das reizende Stückchen vou dc Najac: „Sand in dic Augen" wird nämlich heut zu Tage uicht nnr anf dcu Brettern, wclchc die Welt bcdcn-tcu, anfgcführt, man fpiclt cs cbcu iu aller Welt, für welche dicsc Brcttcr cine so große Bcdcntung habcu. Im Ucbrigcn wcroeu jcue Gerichte auS Kissin- gen und Karlsbad vou „unseren eigenen Korrespondenten" nicht ohne Einflns; cms die Zurückgebliebenen < sci». Dazu ruhen dieselben auf zu tief gehenden > Studien iu Toilcttcuaugclcgcichcitcn uud sind zu reich > au anregenden Motiven dieser Art. Sie müsscn als' ' bald als fruchtbare Vorarbeiten cincs allgemein gcl-tcudcil Gesetzbuches dcr Mode zur Geltung tommeu. ^ Es war dieß vielleicht nicht gauz fo schr dic letzte 1 Absicht dicscr Publizistcu, wird abcr sichcr dcrc» cm» zigcr uubcslritteuer Erfolg sciu. Uud dicscr Erfolg ist tciucsfalls zu untcrschätzcu, denn Vl'odc ist Macht. Die fast absolute Macht dcr Mode hat sich auch in dcr Eampagua dicscr Saison, so lückenhaft dicsclbc war, doch wieder cllatant genug bewährt. Die reizende Villaggiatura am Bruuucr Gebirge mit dcu, ciust so gcfcicrtcu Baden uud dcm anmulhigcu Vöslau, vor Kurzciu uoch das Schoßkind dcr clcgautcn Wclt, ist in dicscnl Jahre fast verödet. In Baden erhält, trotz den Wicdcrbcle buugövcrsuchcu Doktor Frommcrs, nur die Wcilburg uut ihrer reichen Gruppe erlauchten Pcrföulichtcitcn, welche hier das liebenswürdigste Familienleben vcr< einiget, in dcr Umgebung abcr nur die Rcsidcuz dcr Vertreter des Kirchenstaates, Frankreichs, Spaniens und der Türkei die Eriuncruug au die glänzenden Tage dieses prachtvolle,, Panoramas wach. Dic Hantc Finance hat sich erst im letzten Momente dcu Schwefelquellen Badens wieder zugcwcudct. Die Wiener siud nun begierig, ob dcr Schwefel dcr Ba-dcncr Oucllcn nnscrcu Börfiancrn bcfscr bekommen wcrde als daS Pech dcr Strauchgassc. Es ist dicß ciuc ziemlich grausame Auspicluug au die unglückliche!! Ereignisse dcr lctztcn Börscnwochcn, Ereignisse, welche dcu Eorso so inaucheu Kurortes um einige seiner glänzendsten Erschcinnngen gebracht habcu dürfte. Dic Verluste dicscr Tage sollen empfindlich, uud wie man » 623 die wildromantische /.^a-Schlucht dem Dörfchen zu. Ucbcrall wo der Zug passirtc, locktc das klingende Spicl die Einwohner an die Fenster nnd Thore. Eben als dic Andächtigen von dem nachmittägigen Gottesdienste ans dcr Kirche gingcn, wnrdc zum nicht geringen Erstannen dcr nnvorbercitcten Dorfbewohner der Einzng in Gooouiö gehalten. Nach einer kurzcu Nastzcit betrat dic Musikkapelle die neben dcr Straße vor dem Pfarrhofc in dcr Schnelligkeit nothdürftig errichtete Tribüne nnd hiclt ihre mnsikalischcn Bor-träge, dcncn jcnc dcr Sänger folgten. Während dcr Produttion langten dic von dicscr Landparthic bcnach-ri6)ligtcn Herren Sänger und andere Persönlichkeiten ans Planina an, deren Anwesenheit die angenehme, von dem herrlichsten Wetter begünstigte Untcrhallnng bedeutend crhöhcte. Der Gesang dcr Planinacr Herren Sänger wirkte mächtig ans die Znhörcr, ihrc Sing« fcrtigtcit wnrdc allgemein bewundert, ja man tonnte sich gar nicht satt hören an ihrer frischen nnd exakten Gcsangswcise. Ein Tanz bildete dm Acschlnh dcr Frcndcn dieses TagcS, woranf man sich verabschiedete und mit dem Wnnschc eines baldigen Wiedersehens in die Heimat zurückkehrte. Die Mnsiltapcllc, die Sänger nnd vielc trcnc Begleiter derselben trafen erst am darauffolgenden Tage Früh 3 Uhr in dcr fröhlichsten Laune in Idria ein. Unsere Mitthcilnng in Nr. 145 dcr „Laibachcr Zeilnng" in Betreff dcr diesjährigen, gegen die Vorjahre etwas lan gewesenen anßerkirchlichcn Begehung des Achatinsfcstcö, dnrch welche wir den gcänßcrlcn Ansichten inchrcrcr sehr respektabler Gäste nnd dcr cigcncu Anschannng gctrcnlich Allsdruck gaben, erhielt von einem hiesigen Korrespondenten in Nr. 148 der genannten Zeitung eine Entgcgnnng, woranf wir erwidern, das; wir darüber, ob bei nnS ein Gesangs-verein, oder bloß eine Gcsangsschnlc bestehe, nicht streiten wollen, uud bcschräutcn uns einfach ans die Bemerkung, daß nach dem allgemeinen Dafürhalten dic hiesigen Sänger faktisch doch einen Verein bilden, weil sie neben dcm Ehormcistcr odcr Gesanglehrer anch einen Dircltor an der Spitze haben, nnd wie die oblicschriebene Sängerfahrt zeigt, mit der Fahne ausrücken. Unsere Besorgnis;, „das; das Achatiusfesl, was die sonst nbtich gewesenen Lnstbarteiten betrifft, mit dcr Zeit in den Strom der Bergcsscnheil gerathen di>rftc","lann nnö der unbclannte Korrespondent nicht benehmen, weil wir wohl wissen, ans wessen Kosten die Vergnügungen größtentheils veranstaltet werden, und daß gegen dieselben in Folge des festgehaltenen Sparsysteins mitthmaßlich in tnrzer Zeit das Veto eingelegt werde---------—. Was dann? Der Herr Korrespondent hält anch die Angriffe gegen die schlum« mcrnde Theater-Direktion nicht ganz, somit mir theil-weise für gerechtfertigt; wir antwortcn ihm auftlä-rend darauf, daß viele Dilettanten mit Lust die „Bretter" betreten würden, wenn es eine sachkundigere Leitung gäbe, nnd daß dicscr Umstand nnd nicht jcnc von den Einsichtigen nnd Gebildeten gnt anfgcnom-mcnc Kritik, die übrigens nnr für den engen Kreis dcr Dilettanten in dcr wohlmcincnden Absicht bestimmt war, leicht abstreifbarc Fehler zn beseitigen Ursache dcr bisherigen Unthätigleit ist. — Dcr „Agramer Zeitung" wird anS Gliua, 4. Inli, berichtet, daß Sc. Majestät einen jungen Mann, welcher den Buhlen seiner Gattin erschossen hatte, anf das im telegraphischen Wege eingelangte Gnadcngcfnch dcr Gemeinde von Glina begnadigt hat. Die Todesstrafe wurde in zehnjährigen schweren Kcrtcr verwandelt. Wicncr Uachlichlcn. V3ien. II. Inli. Erzherzog Albrecht hat vor scincr Abreise in dic Schweiz über einen Theil dcs Nachlasses weiland dcr Fran Erzherzogin Hildcgardc verfügt, und zwar erhielten dao sämmUichc Dicnstpcrsouale dcn Inhalt dcr Toilette- und Bijoutcric.Etagörcs, wovon anch dic Offiziere dcr t. t. Armee in Schleswig« Holstein, welche sich ein Andenken dcr Verblichenen erbaten, Mehrfaches crhicltcn. Dic Erzherzogin Maria Theresia nnd Mathilde erhielten sämmtliche Schmuck, gegcustandc. Für sich scldst behielt dcr Herr Erz-herzog nichts als einen Wcihbrnnncn, cincn Schutz, cngcl darstcllcud, welcher obcr dcm Acttc scincr dahingeschiedenen Gcmalin hing, und cinc wcrthvollc Tasse samult Schale mid Löffel, wclchc die Verewigte iu ihrer Kludhcit benutzte nnd dcßhalb sehr lieb hatte. — Die Nicdlschc Korr. will wissen, daß kcinc Marschalls-Konfcrcnz stattfindcil werde. Es licgc nicht dcr gcrmgstc Grund zu cincr solchen außerordentlichen milltärischen Berathnng vor. " Der cmerirtc Professor des Polytechnikums, Herr Paul Meißner, Erfinder dcr Mcißncr'scheu Heizungen, lst, 87 Jahre alt, gestorben. — Die Vcrnfung des kroatisch-slavonischen Land-lages steht noch m diesem Jahre in Anosichl; die be. treffende Hoflanzlei ist vollauf mit dcn Vorarbeiten beschäftigt, nnd scholl in nächster ^eit dürften Kom-missarien nach Agram entsendet werden, um au Ort nnd Stelle fnr die Dnrchführnng dicscr wichtigcn tonstllntloncllcn Maßregel zn Wirten. Die Ausschreibung dcr Neuwahlen für den dalmatinischen Landtag dürfte schon in dcn nächsten Ta< geil erfolgen. Rcuestc Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. Wien, »H Juli. Nachrichten aus Kopenhagen melden, Hah sich das Ministe» rinul Moltke konstituirt habe. (fin neun« monatlicher VZassenstillstand wird erwartet. In Kopenhagen waltet eine friedlichere Stimmnnss. Berlin, 10. Juli. Dcr heutigen „Spcncr'schcn Ztg." wird mitgetheilt: Prinz Johann von Glücks-tmrg habe sich wrnigc Stnndcn im strengsten Inkog-nito hier aufgchalteu nud sei »lach Karlsbad abgereist. PariS, 11. Juli. Der heutige „Moniteur" meldet: Am 12. Juni fand Kaiser MaximiliauS feierlicher Einzug in Mexiko statt; dcr Kaiser wurdc mit Enthusiasmus cmpfaugcu. Ehristiansfeld, 9. Inli. Ans Anslet wird berichtet: Um 2 Uhr Morgens versuchten drei dänische Kriegsschiffe mit Transportbooten im Schlepptau Trnp-pen zu landen, zogen sich aber in Folge rascher Alar-mirnng dcr Prcnßcu wieder zurück. Kopenhassen, 9. Juli. Das Morgeublatt der gcsammtstaatlich gesinnten „Flyvcpostcn" schreibt: Wie es heißt, wird das ucne Kabinet ans dcm Grafen Karl Moltkc als Konscilspräsideut, dcm Gcn.'Licut. Hausen als ilriegsmiuistcr, dcm Kammcrherru v. Quaadc als Minister des Auswärtigcn, Gcncralaudi-tcnr 5kammcrhcrrn Scheel als Justizmiuistcr, dem Amtmautt Kammcrhcrru Hcltzcu als Minister dcs Innern und dcm Kammerhern Johannscn als Miui^ stcr für Schleswig bestehen. Stockholm, 8. Juli, Abends. Die Regierung hat angeordnet, daß es dcr russischen Eskadre (bestehend ans 1 Fregatte, 2 Klippers nnd 2 AachtS), wclchc sich zu cincr Kadcttcnübnng in die Ostsee nnd das Kattegat begibt, nicht gestattet werde, gcgcn die bestehende Gcncralordrc insgesammt in irgend cincu schwedischen Hafeu einzulaufen. Stockholm, 10. Inli. Die Schraubenlinien-schiffe Earl Johann uud Stockholm und die Dampf-korvctteu Vauadis, Gcflc siud ausgelaufen, um zwischen Gothland, Falsterbo und Orcflmd zn kreuzen. Gingeseudet. Sollte mau in Laibach, dcr Hauptstadt Krnins, mit über 21.000 Seelen nicht die humane Bcstim» mung trcffcu tonnen, daß für den Fremden nnd ermü-dclcn Reisenden, gleich wie in andern Hauptstädten, eine gewisse Anzahl von Fiakern zu dcn Stnndcn dcs Personenverkehrs am Bahuhofc zur Beuütznng gestellt wrrden? Ein Fremder, der k'aibach öfter besucht. Markt- und Geschäftsbericht. Krainbnra, 1 l. Inli. Ans dcm heutigen Markte sind erschienen: 30 Wagen mit Getreide. (Wochcnmartt. Prcis c.) Weizen pr. Mctzcn fl. 5>.85; Korn fl. 3.50; Gerste fl. —.— ; Hafer fl. 2.«0; Halbflucht fl. -.—; Hcidcu fi. 3.10; ^irsc fl. 3.10; Kutnrutz fl. 3.80; Erdäpfel fl. -.—; linsen fl. —.—; Erbsen fl. —.—; Fisolen fl. 4.30; Rinds« schmalz pr. Pfund tr. 47, Schweineschmalz kr. 44; Speck, frisch kr. 30, dctto geräuchert tr. 40; Butter tr. 38; Eier pr. Stiick kr. I; Milch pr. Maß tr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 18, Kalbfleisch tr. 17, Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch tr. Itt; Hahn. dcl pr. Stück kr. 20, Taubcn tr. 10; Heu pr. ^tr. fl. 1.50, Stroh tr. 90; Holz hartes, pr. Klafter fl. 5.10, dctto weiches, fi. 3.50; Nein, weißer, pr. Eimer fl. 7. wisfcn will bis in die Höhen dcr Finance reichend gewesen fein. Auch dic Linie an dcr Wcstbahn, die so malerischen Pm'lhien dcs Wicnthalcs, haben jene sanguinischen Hoffnungen noch lange nicht erfüllt, wclchc man an die Entstehung dieses Schienenweges scincr Zeit knüpfte. Noch fehlt dieser piloreslen Landschaft jene reiche Staffage an Villen nnd Landhäusern, an Rc stanrationen und Anlagcn, dic mm einmal nach dein landschaftlichrn Gcschnmä'c dcs Wieners die dcsserc Hälfte eincr Gegend bilden. Dngrncn zielit das tief verborgene, so heimlich gelegene N'cnwnldelig nnd dessen reizender Anslänfer Dornbach, zwei fast feit Jahren brach gelegene Soinmcrfrischcn, in ncncrer Zeit dic Stadtflüchtigcn wieder magisch an sich. Zwei unserer Minister, eine große Menge medizinischer nnd jnridischcr Notabilitäten, cm weiter Kreis von industriellen nnd merkantilen Namen bilden dascll'st dcn Kern einer sehr glücklich silnirtcn Kolonie, wclchc in cincr langeil Reihe trefflich gelegener Sanssoncis „weit entfernt vom Wcllacschäfl" zwar nicht „mit cigeucu Sticrcu dcu Aodeu wohl durchpflügt", aber doch dcn ungezwungensten Frcnoeu dcs Landlebens ein heiteres Asyl bereitet. Es liegt eben cin großer Reiz in dcn Gegcnsähen nnd. dieselbe Gesellschaft, welche vor Knrzcm dcr Glanz nnd ^uziis unserer einheimischen Kurorte kanm mehr genügte, fühlt sich hrntc von dcn fast primitiven Gcnüffcn dicscr modcr-ucn Tnstulcn in seltener Weise angezogen. Es übt anf dcn Mcnfchen nichts cincn größcrcn Zalibcr nach dcm Neuen als — das Alte, wenn es erst so alt licworocn, daß cs fast für ncn gelten kann. So er, geht cs anch dcu modernen Idyllen uon Ncnwaldcgg und Dornbach mit ihren wieder m> vc^uo gctommc-ucu Kcgclparthicu und „^ichtclschicbcn." Die todtc Saison cm'cilcrt stets dcu Schauplatz dcr gesellige» Freuden. Sic verlegt dieselben nicht nur ans dcr ^>ladt in dic verschiedenen Bänder, sic zieht denselben auch inner der Äaunmeilc weniger cngc Grenzen. Trotz der kühln, nud rcgcndrohcndcu Abende flicht Wien doch die oumpfcu Theater und zieht nach den lnfllgcrcn Räumen der beiden Eircnsfc Snhr nnd Trost, es meidet dic nnhcimlichcn Eonccrt-Säle und füllt das Sommerthcater, nm dcn cinbci-nlgen Tänzer Inliano Donato zn bewundern, cs vcr-laßt dlc vcrjch.cdcncn Salons, die Wiegen künftiger art.stlscher Groben, nnd wandert nach eincr „ncnen Welt , um dort Blondin, den echten Blondin dcn „Helden dcs Niagara", wie er sich bescheiden nennt, anznstanncn. Es scheint fust, «ls wenn Donato nnd Blondin den Zeuith dcs Interesses dicscr Saison bilden sollten. Schon beim ersten Anslretcn Donato's zeigten die Wiener sich sehr empfindlich für dcn Sieg, welchen dcr jnngc Spanicr über cin lückisches Geschick, über dic Natur selbst errang. Dcr anmnthigc nnd im tänschcnden Lampenlichte ganz hübsche Tänzer eroberte sich, trotz seines cincn Bciucs, im Stnrmlanfc die Gnnst dcr Frauen. Eine glücklich geleitete Rc-tlamc machte ihn rasch znm Hcldcn dcs Abends. Eine fast anf dcr Straße gefeierte Hochzeit ucrbrcitctc scinc Popularität bald in dcn wcitcstcn Krciscn. Inliauo Donato wnrdc bei seinem letzten Anftrctcn das Sei-tenstück der berühmten Fanui Eßlcr. Die Bewohner dcs „brillauteu Grundes" gönnten scincn Pferden nicht weiter dic Ehrc, ihrcn Liebling zn ziehen nnd fpanntcn sich selbst vor dcu Wagen. Die letzten zchn Vorstcllnngcn Donatos hatten dem Thaliathcatcr zwölf Tausend Gulden eingetragen. Scincn Nachklang soll dcr Donato Enthnsiasmuö in cincr Ehrcullücke für den Gefeierten fiudcn. Natürlich ließen die Lorbccrcu Douato's l. Donato 1l. nicht lauge schlafen. Anch cr machte vor seinem Publikum Glück. Es steht n»r zn fürchten, daß dicscr Donato-Enltns endlich zn ^clbstvcrstümmlnngcn verleiten nnd unsere Ealoris, FrappartS uud Price's dcr Zntnuft uur mehr mit cincm Beine um die Lorbeeren Tcrpsychorcns zn ringen wagen wcrdcu. Doch dcr König ist todt — cs lebe dcr Könia! Donato ist nach Pcst abgereist nnd Blondin, dcr viel-genannte Seiltänzer, trat im öffentlichen Interesse an seine Stelle. Während Donato seinrm Pnblilnm allerdings das Nicgrsrhcnc bot, bringt Blondin cigcnt-lich nichts, was man nicht schon sehr oft in jcdcm Dorsc anf jcdcr Vtcssc gesehen hätte. Nnr dic Di-nleusionen uud dcr änßcrc Apparat macht die Lcistnn-gcn Blondins znn, Ungewöhnlichen. Die schwindelnde Höhe nnd dcr Glanz des Eostümcö, die Präzision nnd Sicherheit dcr Ansführnng, zn dcm die magische Beleuchtung bei dcn Nachtvorstellungen und die be-rauschende Mnsit gcbcn diesen Schanstelluugcil ihr Lustre Blondin erzielte bei dcn allerdings schr hoch gegriffenen Eintrittspreisen an cincm Abcndc dic Ein« nahmc von über 10.000 fl. Er selbst bezicht hiervon nnr fixe 100 Pfnndc. Zwei Dritthcilc dcr Einnahme erhält cinc englische Gesellschaft als Intcrprcfa dcr Vlondin'schcn Produktionen, ein Dritthcil Schwcndcr, wofür cr die Tagcstostcn trägt. Blondin soll bcrcitS nlchr als ein Millionär — in Franks — sein PnMwörtlicher Redalteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Vamberg in Laibach. «24 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an dcr k. k. öffentlichen Äörsc in Nicn dcu 11. Juli 1864. 5'/, M.talliqms 72.30 18Ü0-er Anl.ihe N7.Ä5 5"/. Nat.-«nleh. «0^> Silber . . . «13.75 Ballistic» . 754. London . . 115 — Krcditallicn . 1W.40 K. f. Dulaten 5 50 Fremden-Anzeige. D.n 10, Juli. Stadt Wien. Die H.,ren: Dr. Zslmla, Aür^irmeister; Reißer. Dr. der Rcchle; Hohcnauel «nv Dilrich, .ltaüsttutl, Vl« Wie». — Galizi. it.nlfma»», vc» Teilst. — Kn^lanrcr, K.iusm.nm, Vl.'U K^>nschi,. — Mlißll.r, Ka»f!»a»»s.'Sl,'h», vo» Leipzig. — Mathls. Ha»d.ls»l>i»n, vl,'!, Glttsche,. Elephant. Die Htln-n: (^hurstlin, Kansmann. vl'» Wien, — <3t>lü, KlNism.üni. vru Äg>am. — W.ilcr. Ka»f»unn>. vo» Kanischa, — Fischer. Hta>>fm!i!!»>z:3o!!!!. vl'll Kolli». — Mareschi, Hau-dllsmailü. Vl'N Trieft. — O^l'er, Rcaliläteilbc-sil)sr, Vl'ii Äiail'»!^. Vaicrischer Hof. Dic Hcrnu: Peß>. ^ausina»», von Fiume. — La.'lller, Pnv^t-Velimts, lind Tschnvenl'ti von Tricst, - Ärtm.illn, Privatier, vr» Prag, 7s3?8—Is 3ir?l880? Edikt zur Einberufung der Verlas-se n sch a st s'G ! a u b i ge r »ach d e >n verstorbenen Herrn Josef Mallt sch. i.'olallaplan in Her» stetteu. Voil dem l. k. Veziiköa«l>le Egg. als Gericht, weldcn Ditjenigell. welche als Olänbiger an die Vcrlasscnschaft des am 17. M laplans i» Nerslcllen eine Zordcrung zu stelle» babcn. aufgcfordert. bei dicscm Ge> rchte znr Anlueloung »ud Darlhunng ihrer Ansprüche de» 3. Angnst 1804. Vormiitags 9 Uhr, yiergerichls zn erschein l>l»! oder bis dal'in il'r Gesnch schriftlich zn nl'srilichen. lvidrigrns denselbeu an dir Vell^sscuschaft. wenn sir durch Bezahlung der augenieldtleu ^oiderungeu eischöpfi wnile. kcin weiterer Anspruch zustünde, <-.!»!> insoferne ihnen ein Pfanrrechlacbüvr>. ss. k. Beznlöam! Egg. als Gerichl an, 22. Juni 1804. W<)4-2) Nr. 2768 Erckntivc Fcilbictung Von dem l. k. vezirlsamle AoelSl'lrg. cils Gericht, will) dielnit l'ek Zsss'0» vom 15- Ollcdlr 1800 schul-digtr 'i40 fi. .50 kr. ölt. W. «. 5. «., in lie lllkmioe offei'llicht Vtrstti^eruu^ der. ds>u i.'5h!,ri, ssthmi^en. lm Grund duche der Rricht^oomainc Äoclöl'cvq »»>li Nrd.'Nr. 17 voikommoidtn '/, Hllbrla« liläl im gcrichllich «rhodsn^n Schützlings' wevlbe von 3^)3 st, 80 kr. S, W. ge. williget, nnd zur Vornahme dersslben dll eiste Fcilbitlunge«Ta^sal)u!,g ans den l). August, dle zwsitc a„f deu 13. September, und die dritte anf den 11. Otloder l. I.. ied^mal ^ormiltci^s um V Uhr. !u ditser Amli!ll,nzlli mit dtm Wihange ^stimmi wold,». raL lie fli!zubitt,ude Vlealiläl nur dci rcr !fl)lsn Fellbielnug anch untn dem Ech^lln^s>verll)e an deu Meistlxe. teudtu hintangs^tben werde. Das Sch^bungsprowloll. der Grnnd. bnchsertrakt und sie i.'izil«tionSbldingll>ssl föiü'fn bci dilscm Gelichte in den qrn'öhn. lichen Niu!i>Nn!idtn liuqlscdeu werde» K. k. Bezirksamt Adelsl'erg. al« Ge< richt.^am 27^,al 1804. ^1300-3)^' Nr. 333. Dritte crcklltive Fcilbictung. Im ?l"ch!'M',i,c znm dieg^mllichen Erilie vom 3!. M^rz 1804. Z, 333 wird l'cllnmt gemacht, daß anch zur z'l',> lcn ^cill'iclung der dlm Iodliun Erzl>!ll voll Pouiqlic a/hörigen. im Grui'dl',!^, dcr Hertsch^fl ilandsplciö >^ul) Uro. Ni. 68 vorkommenden Realität in Stauben klin Kcluftustlger erschienen iss. d^dlr am 30. Inli d. I.. Vormittags um 11 Uhr. zur drillen Feil» l'iltllng in dieser Amtslanzlei geschlille» wcrdeu wirb. K. k. Ve^irkjcnnt Treffen, .ilö Ge> richt, am 2. Juli 1864. '"l 1306—'3s' Nr. 0206. Zwcite erekutive Feilbictllng. Im Nl'chhauHt ^uill dilßgklichllill'll, Eoille vom 14. Mai l. I.. Z 7027 wird piemil knuo gemacht, baö l»ei 0>lli Umstände, als zu der .,nf den 22. Juni l I. angtordlltlen ersten Hlill'lllNüg drr dll Ma,«a Aimizh von ^>iliach gll^öri>jsu Nealltal lein Kauflustiger rrschiel.e» ist. zn der zweiten, auf de» 23. Juli 1864 angeordnttcn Feill'ielNl>gSlagsahnl,g ge» schlllten werde. ss. k. Nädt. dele^. Vezirksgllichl 3.,i. l'ach am 24. In»! 1664. (1307-3) ^ Nr^ 8035. Erckutive Feilbietultg. VolN glfcrilgllu k. l. stäol. dlleg. Vezirksgerichle wild hiemit dllanlU ge> macht: Eö sei in der Efelutiouösachs de? Valtülin Matjau von Podgora. dlll.1> Dr. Snz'pau. gege» Jakob Slinlel vo» St. Veit die eltlnlwe Ffill'i,!l>ng der. dem Ialob Slrnlcl geböngeu Häloe rcr. im Grnndbuche P,pcnsfnl» Nllf.-Nr 4. 'l'. l. Fol. 175. auf 330 fl. dewe». lhclcn. fernerS der, im selben Grundbuche Rltf.» Nr. 0. ssol. 231. vorkonlnieudln. aus 62 fi. l>ewtrtl),ten. endlich der im Grundl'uche Conimlnda z.'ail>.'ä "u!) Ull»..3ir. 156. '«'. X. zol. l85. uotlommcuden. gerichtlich anf 168 fl geschä'yten Vitalität, zur Ei»l>rillgn»g rcr L.irl,hnugen auf den 3. August. 3. September und 3. Oktober l. I,. voll 9 bis 12 Uhr. hicrgerichl'? mit dem angeordnetwordc». daß dle fcilzlll'icllnl'c Ncaliläten ollenfaUö erst bll der rrillc, Tagsilpung auch nulcrrem S>l,'äl)wcrlde. oen Meistbietenden liintangegel^n u.'nrc>in. Hievon wndcn sämmtliche ^anfiu. Nige m't dem verständiget, daß sle das SchayungsprololoU, den Grlii'dbnchöll' trakt und die ^izitalionSbedingnisft dicrgr. richls in den gewöhnlichen Amtsstlinde» cins.hln können. K. k. stä'dt. deleg. Vezirkögericht!.'.,!. dach am 1. Juni 1864. (074—10) Die Niederlage dcrk. k. ersten CfcwjSy landosbcsugtcn Jüattancr Uasd)iDanrenfabnk F. A. Dattelzweig Ix -findet sich bei ctfüeit Krtnsicr iu Luibach, lliuiptpliitz \r. 239, „zum IV K Kit.*' l 1334-1) Donnerstag de« «4. d. Mts. wird in Vllijjer's,Hiel-Zallc", St. PllsrS.Vorst^t Nr. 80. ,<>, 'egi»»s!!. >vl) der Preis für den (Vewinllti ein schöner O.iiül'ock «N. (1332 1) ^^, ine junge 3vitwe, kinderlos. NM^Wwüns^t !N f!!! solidssHaus ent- ^^ weder als Haushälterin oder Gesellschafterin einzutreten; sis li sel'r br'raüdert iüb.rWlrll^ >ch.'f>. da stt >.'!,Ie Ial>re sellist sowol'l <» eilisni Gasld.N!^ al^z anch bcim G'schäfl dieselbe leitels, unl' ist im Kochen nnd andern HandlNbeiten uollkommeil geül't, (iö wird melir auf eine solide Vehand« llln^. al^! auf eine V^al'lling refieklirt. Zn erfragen iin Zsltuugö'Eon>ptoir (,305-2) < lkiil iwersllioller « Dösentmser Flügel ist im Sparkassagebäude Woh' ! nung Nr. x«»«.^ «». Stock, um l«0 ss. käuflich zu haben. , Das Haus Nr. 17« in der Stadt, dllllsche lhassc, ist an« freier Hand zil vrrkanfrn. Näherrt! ist in, Hause selbst, :. Slocl zu erfahre». (13lU-ll) (l25!>) Vei > a ch ist zu haben: Allcu Iiuilcru ist alö bestes Bicuenbuch zn einpfehlen.- Des Pfarrers Dzierzon, l'clnhmlcn Imilcrö in Schlesien, v^>^' neue verbesserte Bienen-Zucht mit dem ftilnstisssten lfrfolsse a,,gewe»dek. Nebst Theorie »i,d «prayis des um«-», Vi<'»el,sreul»d^. Herau^ql^cben uon drin Bisiieu ^dab,n uerliel't. ist stcher der Arzt seiner ^ainilie. Wenn die Symptome» »er Hanlllaulkeilen l,'ei einem Famil>eng!iede zum Voischein so>»>men. oder «nit > Sch'uev^en. (b,schwulst,n. Halsschillelzell. Ästlima oder welcker auch immer all« 1 !>lle>l Art der ^ranll'sit eine Person lielaNet wird. so ist si, am schnellsten »mb H sichersten duich den beständigen Gebrauch dieser Sallie uo» aUen diesen Uedeln > lvieder dlfl,it. > E« hat sich noch kcin FaU ereignet, daß durch Anwendnug di,s,r Salbe ^»ßll.'»»d,u und Vlllltgeschwnlste nicht geheilt worden waren. Tansende Menschen jsdcs Alier< wurden durch dieses Mittel wilder hergestellt, nachdem viele von lli»en von den Lp,leiern, als nndeül'ar eikiärt. enllasssn worden sind, — Weim n.d al',r rie Wassersucht der Füge bem^chllgel. so geschiel)! die Hellung rersell'en >i,n sichersten dadurch, daß ma» die S'lde und Pillen zugleich in Anwendung l'llllgl. Brandwunden anf dem Kopfe. Kl)el. Vlailsrn. kropfarllge Schmerzen oder ei» äl'lll>H,S Uel»el. veisch'liinden ft'nrloö unler dem mächtigen G>„fll!ß dieser Lall'e. wenn man nämlich die assecml/n Stellen zwci- orer dreimal des Tage« mit derselbe» gut elnreil)!, und zugleich zur Reinigung d,s Mutes die Pillen einnimmt. Jene Hantlraulheil, denen die Ki"d,r am meiiten unterworfen sind wie: Kopf« und Gcsichlökeuslen. Püsleli,. Kräh,. Trockenheit der Haut >,. a. m. sind ourch dieses „nS.^eichuele Mute! schnell erleichtert und geheilt, ohne irgendeine D Narde oder andere Spuren dersclbeu znrnct^il.isssu. » Sowohl die Pillen als anch die Salbe sind i» folgenden Fällen ganz > liesonders a»wendbar: W ?lu sieftnuüg. Hällbt H^morih^idtü Nbeilmcitl'smns W B.ickllfi äl), Hüftweh Schmerzen des .ssol'ses D Matter» Hllh'-er.nlgc» „ de« ttesichis W ^'r.nld Kälte und 'Ilangel der Wärme „ »in der Seite W Dlüseneiwciterllüg in irgend einem Theile der lir» „ der Miedel M l'irysipelas trcmilats» Schnittwunden M Distel» aiu V.nich, Kraille Vrnsiwarzeu Skrofeln M „ an den RiN'en .Nr, Douloureor M Geschwülste Krulume u«b »aricöse Venen der Venexsche Anschwellung M "icht Füße , ssleck, und (5tcr,«t,»<«M «»riüd kumbag» ^ Geschwüre D hautblasen .'^ivsnzitl,,,, Naffersucht M Hautlranlheitl»! im Nllgemeiuen Pusteln M Diese Salbe >st im Hauptgeschäflslocal zn London. Nr. 244 Strand, und» l,el allen ^poililklln nnd sonstigen Mediciichändlern alle: W,llll),ile zn haben. ^ Han Ptn ieder lag, lvi Herrn Terravallo, Apotheker in Ttiell u"d in kaibach bei Herrn V. Ossssenberger, Apotheker «zum goldenen Nrlel" am Kundschaft.'p'ay. Hiezu ein halber Vogeu Amts- und Itttelligeuzblatt.