Mtmcher Zeitung. Nr. 297. si. li. daldj. st. «."<'. tz'lr dle^ufieNm'g n« Ha' ? halbj.»" ll. «iit der Post ganzl. st. l5. halbj. st. 7-5»- Freitag, 27. December lm.»<»ll., z»i.' st.-ll'nfi pi.Zelle im. «fl..«m.«l>., »m. 10 lr. n. s. w. Inserticnsstemptl jedeom. »»l,. 1867. HM" Die in der ..Wiener Ztg." vom 22. December Publicirten neuen Staatsgrundgesetzc bringen w»r morgen in einer Eztra-Beilage. Amtlicher Theil. Das Ministerinn! für Handel nnd Volkswirthschaft hat die Bergconnnissäre Theodor Banfka nnd Alo,e ^ oulhellier zu Oberbergcommissären, »nd zwar er,te. "l> l'ei der Äcrghanptmailuschast in Pilsen nnd letzteren bei der Bcrahauptmannschaft in Klagenfurt ernannt; den in Tcplitz exponirten Bergcommisfär der Komo-tauer Verghanptmannschaft Theodor T o b l as Edlen ". Nohendorf in gleicher Dicnstescigrn,chaft znr ^rgha»ptn,annschaft in Kutteubcrg iibersctzt: dann d.c Vn-Mschworenm Franz Winhoscr nnd lo Wasmcr zu Bergcomnussärcn, nnd zwar cisleien mtter Velassung in Teplitz nnd letzteren m.t dcr Znwei. s"',ss zur Klagenfnrtcr Berghanptmann,chaft, bcsordclt. Der Minister nnd weiter des Finanznunislcrnlllls hat zu Finauzräthcn dcr Finan4nocuraluren dl.r. Roman Deeyliewicz fnr Krakau. endlich den Procnratnrs. ndjmnle» Dr. Joseph Sajiz fnr Innsbruck ernannt, ^ins provisorische Finanzrathsstcllc bci der Finanzpro» cliratnr i>, Galizie,, wurde dein Procuralursadinncten Dr. Joseph Z ncker-G i rowsl i ucrlichcl,. Ht»!s wird i» dclUschl'üi »„d ziisilsich sl^venischsin Textt n>!«,^,^l'c» und uclftüdst: Gesetz nnd Vcrordnnngs-Alatt fnr das Hcr^ zogthumKrain. XXN. Stück. Jahrgang 18«'7. Inhalts-Ulbrrsichl: ii7, Urlon dfr s. l, ^ndtOrsgirnlüss fl!r Krc,», vom 1". Dscrm^cr '«67. Z. i'M». .„ l)»'sjch!!ich drr sscsljchlMtt dn Miliimdlnch^iczsasdilhr s»r d,s ^cii vcm, l. IN'lürr lii<> Eüt»' Dscsmbfr 1>><>", i'a!l'.ich. den 27. DsCsmw' 1ftl!7, « , .. . ^mii s, s, Rsdactimlslixiean de« Glsch. mid ^n^di»inrl>schnft nur cmn !», lü -li.:! fafsnnss^^lständc. allseitiges Viißtranen in die eigene Kraft nnd allseitiges Verzweifeln an dcr eigenen Zn« knnft. Elemente waren, welche die Tpecnlation nnuer» söhnlichcr änßcrcr Feinde ans den Zerfall des Kaiser, staates nicht ganz unberechtigt oder vielmehr nicht ganz chimärisch erscheinen ließen. Ein doppelter Trost blieb ihm.- das Vertrauen seines hochherzigen und hochbegabt ten, schwer geprüften, aber im Unglück gereiften lind crslartten taiserlichen Herrn, lind die Erlenntnib, daß die Völker znsamincnblkiben wolKcn, ttotz dcm nnd trotz alle dem, was geschehen wav nnd noch geschah, nm sie ans» einander zn reißen, aber zusammenbleiben »nr unter der Bedingung: fortan ehrlich den Anforderungen dcr Neu« zeit gciuäß regiert zu werden. Dort war das: »lm-M„x>il<, !>>«' 5 «<>!>!" die einzig »lögliclic Giundlagc zu suchen, ans welcher die Wiederallflichtling der in ilne» Glnndorslen erschütterten Monarchie iibevhanpt denkbar erscheinen konnte. Denn die Möglichkeit, die Völker mit Gewalt zusammenzuhalten und zn ihrem Glück zu zwin» gen, war anf den Schlachlfeldrrn von Solfcrino nnd Königgrät.' abhanden gekommen. Gelangten diese Axiome zum Acwlißtseiu dcr Negierenden wic dcr Negierten, wurden sich die Völker erst vollkommen darüber klar, daß der Kaiser aufrichtig nnd ohne alle Hintergedanken wolle, was sie selbst wolllen, dann mußttu sich mich ans den thatsächlich gegebenen Zuständen die Möglichkeiten finden lassen, unter welchen die praktische Durchführung des zn verwirklichenden Grnnd-acdanlcnS überhaupt denkbar ist. Dcr Kreis dieser Mög-lichkcilcn war mi von vornherein sehr cnggc^ocicucr. nu die gegenwärtige Regierung hat die sogenannte „Zwange« lagc" nicht geschaffen, wohl aber daS Verdienst, dicscll'e erkannt und die Mittel thatkräftig ergriffen zu haben, nm alls derselben herauszukommen. Mit Theorien, Ideale»,, geschriebenen Verfassnngsparagraphen war nur allzu sehr cxpcrimcntirt wvMn, imo man hatte dabei nur zu häufig die tiefe Weisheit- dcS Sprüchwortcs vergessen: „l," »m'yH ^.I'.'nn^m c!,l sl i>." ES galt zu handeln, und rasch^u^/andeln. iös'mnßte Grund au das Wert gelegt werden, um !">! >!'<> <>'«' »>!'> unter Dach nnd Fach zu kommen, um nicht vom Regen in die Traufe zu gera« then, nnd von dein von Osten und von Westen drohen» den europäischen Sturm überrascht zu werden, bevor das Hau« gerüstet war. Zuschauer dieses Sturms zu bleiben verbietet Oesterreichs geographische Vage. ES steht nun dieses Reich einmal mitten i» den Ereignisse», gleichviel ob das Wetter von Osten, Norden, Süden oder Westen hereinbricht. Schieferdächer siud besser, als Stroh» oder Holzbcdachungen, Hat mau aber teinc Zeit, das HauS mit Schiefer zu decken, fo ist ein Noti> dach immer besser als gar teinle. Anch diejenigen, welche den Dualismus uur als temporäres Nothdnch betrachten, werden besser thun dasselbe so wasserdicht als möglich zu mnchcn und sich darnnter zu stellen, anstatt sich im freien Felde von den hcrauzichcnoeu Gr« wittern überraschen zu lassen. In diesen einfachen Sätzen rcsumirt sich dic inncie Politik des Frhrn. v. Aeust. Je skeptischer der grosze Grundbesitz diesen Sätzen, je gleichgültiger die ? "tisch und praktisch immer näher geführt worden. ! Während noch zn Anfange dieses Jahrhunderts ge< '"ich'ige Stimmen sich gcgen eine förmliche Gymnastü Nn' Mädchen richteten, wird dieselbe hcul^ntagc von^ /lcrztcn und Pädagogen anf das Eindriuglich,tc empsoh<, '". wie sic auch fast an ^ichinMinstitnten Einführung und zwcckmamgc pslcgc z "fahrcu hat. , , . ! ,. Die Fortschritte anf dem Gebiete dcr Diätctlt, ,ow,c ^ ^lnsbildung einer rationellen weiblichen Mi'nnast.l l^bst haben da:u weseutlich mii beigetragen. . Die Aerzte wnrden dnrch häufig sich wiederholende ^nkhcitserschemnngen ans einen auffälligen lörpcrl.chcn ^"fall des weiblichen Grschlechts hingewiesen, welchen ^ überall hörbaren Klagen über Unwohlsein. VerdanungS-'"'"ächc, zu große Nervcnrcizbarkcit n. dgl. m. leider " . '" I'chr bestätigen. Indem man anf die Ursachen ,/'^' bcdancrnswcrthcn Erscheinung zurückging, wnnc ^ m«^' ^N'' cin solcher nicht wegznleugncndcr Schwäch^ ^"'land .„eist ^„ ei.isr »atnrwidrigen Äehandlnng des Körpers dnrch Eltern lind Erzieher, oder von einer üli« natürlichen Lebensführung durch eigene Verschuldung her- zuleiten war. Namentlich in Folge von Muskel, nnd^ Nervenschwäche gewann der Hystcrismns als weiblicher Kranlhcitsgenills' der Jetztzeit immer größere Herrschaft. ^ Die daralis hervorgehenden Krankheiten unserer Zcit ließen sich immer zurückführe,, anf Schwächezuständc, ans Mangel cm »alnrgcinäß dlirchgeüblcr Kraft. Auf dem Wege'der Wissenschaft lind Erfahrung schaffte sich die Ucbcrzcugnng Raum, daß cben die Gymnastik ci» Haupt. sächliches Stärkungsmittel für schwache Nerve» abgeben müsse, wcil sie dein obcrstcn ^cbcnsgcsctzc vollständig Genüge leistet, wonach die Kraft dnrch stufenweise Selbst« thätigkcit in ihrer Entwicklung fortschreitet. Deun der! Bebens' nud Wachsthnm^proceß in jeden, Organe des! Leibes ist im allgemeinen von dcm Gebrauche seiner Kräfte abhängig. Ein Muskel z. B. wird immer mehr zusammenschrumpfen nud seine Vcwcgkraft einbüßen..! wenn er Jahre lang nicht geübt wnrdc, während er nm. gekehrt dnrch stufenweise erhöhte Ucblmg an Masse, Fc> stigkcit und Elasticität sciner Fasern zunimmt. Nun beschränkt sich abcr die Leibesübung nicht auf die stoff. ilichc Vervollkommnung dcr Muslein nnd ihrer Nerven Allein, sondern sie sctzt vom Mudkclsystem aus das ganze Triebwerk des Lcbcns in cine verstärkte Bewegung: ilrcis. ^lauf Alhemholcn, Verdauung, Blutbercitung, Ab- und Aussoudcrungcn, Schlaf, kurz der Inbegriff dcr bilden- ' dcu Processe, welche dic Orgaue des höheren Ncrvcn< Bebens mit einer gesunden nnd ausdauernden Thätigkeit ausstatten sollen, erfüllen diesen Zwcck ebenso bci angc^ mefscncr und fortgesctztcr Mnelclübnng, als stc beim Mangsl derselben vielfach in Stocken gerathen mnsscn. ^ " Tr M Kloß, Director dcr königlichen Tnrnlehrcr. bildnngsan'stalt in Drcsden. sagt: „Unsere ganze leibliche Natureinrichtung ist so vollständig anf den Gebrauch der Vcibcölräftc durch die willkürliche Bewegung beiechncl d.iß es dcr ganzen Verkehrtheit und Verschrobenheit der Pädagogik bedürfte, »m in nnscrer Jugcud deu nnac. stammten mächtigen Bcwcg.iugstricb znrückzndiänacn und jede heilsame und nothwendige Muslelübuug ängstlich ;., vcrincibcn. ' „Insbesondere haben nnscre Mädchen und Juna. srancn nntcr dcr Zwangsbcrrschafi naturwidriger Sitten dergestalt zu leiden gehabt und noch ;n leiden da»', sie sich jeder rüstigen Bewcguug als einer Ucbcrschreitnna der enggczogcnen Grenzen des couuentioucllen Anstandcö enthalten müssen, um dafür einem chronischen Sicchthum zum Ranbc zu wcrdcu, welches ihncu unter unzähligen Gestalten daS ^cbcn verbittert nnd sie oft gcnng ciucni frühen Grabe zuführt." Daß eine allgemeine Einführung der Gymnastik bci dcr weiblichen Erziehung znr Nothwendigkeit wcrdr das stand wissenscbastlich fcst: allein daS Vic war nocl', nicht klar und wollte hie nnd da noch nicht cinlcnchtcn Zahllose Vornrthcilc waren in dieser Beziehung crst lzin' wcgzuräumcu. Wo man allcrdiugs die für Knaben nnb Jünglinge eingerichteten Tnrnübungcn ohne weiteres nul<, anf die Mädchen übertrug, da mußte man viclsa<5 n, stoß und Widerspruch crregcu. '^ ""' Es bcdurstc erst weiterer Vorarbeiten, um ei»? w,^ lichc Gymnastik auszubilden und die weibliche Organisation mußte dic O V l^7 n >^7'/ °"^'^.'" ^"""ll cntnounnen n Grund, sayen bca.beltct und das richtig Maß einer ebenso nützlichen, wie schonen Gymnastik festgesetzt werden. Nach Theorie und Praxis trat so nach und mich eine solche rationelle weibliche Gymnast's ins Vebcn. wclchc, s^rn von dc» AuSschreilllmir» eii»',' luhe» ^eibc^übnuu 202 s; Findet man di?scn Preis zu hoch, so wird sich dic Agi-tation zunächst gegcn den Grundbesitz der Kirche, dann vielleicht gar gcgcn dic Kirche selbst richten. Böhmen ^ war schon ciumal protestantisch, cs kann cs wieder wer«! den, wenn dic rnssischc Propaganda ihren Zweck erreicht,! und dieses Königreich zu einem Unterhandluugsobject zwischen Rußland und Preußen erniedrigt. Denn das ist das letzte Wort des moskowitischen Tschcchenthums.! Versteht dic Kirche die Zeichen der Zeit nicht, verstehen! die Kirchcnfürstcn nicht ihren eigenen Vortheil, so ist 5 dies für die Regierung lein Gruud. denselben Fehler zu begeben, dein, wie jedem Fehler, die Strafe folgen mnß. Das Lcbcu eines verfassungsmäßig regierten Staats besteht nun einmal in einer Reihe von Kompromissen. Absolute Lösungen sind nur in absoluten Staaten möglich. Nach außen hat dic Erhaltung des Weltfriedens die traditionelle Aufgabe des KaiscrstaatS bleiben müssen. Alier die Friedenspolitik dcS Reichskanzlers ist eine active, positive, keine passive, negative gewesen. Mit gerechtem Erstaunen hat Enropa erlebt, daß das im Som-mrr l8s)<; so schwer getroffene Oesterreich im Frühiahr 1867 schon wieder so weit erstarkt war. um den Frie» den erhalten, wenn nicht gebi^cn zu können. Der Beherrscher der Contjnentalmacht.iGftlcke bisher für die stärkste galt (und cs vielleicht noch ist, da uuf dem Festlandc kein Staat ist, der seinen baaren Nationalwohlstand jährlich um dreizehn bis fünfzehn-l>undert Millionen Franken vermehrt, wie das heutige Frankreich), hat durch sein Erscheinen in Salzburg den ÄeweiS geliefert, daß er uicht zu denen gehört, welche an Oesterreichs Zukunft verzweifeln, und das Auftreten des Kaisers Franz Joseph in Paris, der Empfang, der ihm dort wie bei seiner Rückkehr in seiner Vaterstadt geworden, bekunden, daß der Instinct der Massen — jene oft mißdeutete, aber nicht minder beachtcnSwerthc vox zm-jiuli — die Pointe dcS kaiserlichen Trinkspruchs im Pariser Stadthaus richtig verstanden hat — jenes Trink-spruchs, von welchem ein in die europäischen Staats« geheimnisse lief Eingeweihter sagte: „(^« nVil pn«, lm !,»»>!, l'<>l u» «!vcm'm<',u.« Das ist rin erfreuliches Zeichen der Zeit, denn — mag man cs beklagen oder mag man sich dessen freuen — Thatsache ist, daß die um-., l»oin!!i!>-i> hcutjutag eben so wenig wie die Dampfkraft zu entbehren. In einem Augenblick, wo so gewaltige innere Lösungen die Thatkraft des leitenden Staatsmann'S auf stündliche Proben stellen, in einem Augenblick, wo äußere Ereignisse die Existenz der Monarchie täglich, wenn nicht in Frage stellen, so doch erschüttern können, da wäre die Aufstellung eines doctrinären sogenannten Systems ciuer weitauSschauenden Zukunfts-Politik, welche doch immer nur auf den ungewissen Fac» toren der Wahrscheinlichkeitsrechnung beruht, eiu Uebel, wenn überhaupt eine Möglichkeit. Für jetzt muß daS StaatSschisf nach außen zwar nach festen Grundsätzen und im Einklang mit den Traditionen eines altehrwür-digeu jederzeit friedliebenden und vcrtragStrencn Herrscherhauses, aber mit einer über Theorien und doctri-närer Schablonenweisheit erhabenen Elasticität vorsichtig geleitet, uud dabei der Inspiration des Augenblicks, den Intuitionen des Genius ein freierer Spielraum gegönnt werden, als dies in normalen Zeiten, wenn daS Meer spiegelglatt und ncbelfrei, räthlich uud wünschenS-werth ist. Nicht darauf kommt es an, mit wem man geht, sondern daß man überhaupt stehen und gehen kann, daß man die dauernden Interessen des Staats von den vorübergehenden, Freunde von Feinden zu unterscheiden weiß uud, den eigenen Vortheil vorurthcilsfrei im Auge, schnell und entschlossen zu handeln versteht, wenn es noth ^ thut, damit man endlich einmal in Europa aufhöre, dar» ! über zu spotte», daß Oesterreich immer <. «,'! <1'um' !'rm<'o. sN. A. Ztg.) Das Tabakmonopol. ! " l, ! Laibach, im December. :1: Wir gehören nicht zu Denjenigen, welche glauben, daß Oesterreich in der Lage sei oder sobald in der Lage sein werde, das Ertragniß auS dem Tabakmonopole zu entbehren. Wir bekennen uns auch offen zu der Anschauung, daß eine Aenderung in der Besteuerung der Tabatproduclion nur dauu augczeigt sci, wenn man in vorhinein darauf rechnen kann, eine Verminderung des StaatSeinlommens uicht zu erleiden. Wir glauben indessen auch, daß daS Erlrügniß des TabakmonopolS zum Theile nur ein imaginäres und keineswegs ein solches ist, welches bei Aufhebung deS Monopols uud Aendc-ruug der Besteuerung überhaupt nicht vollständig ersetzbar wäre, so wenig wir glauben, daß das Tabalmonopol mit unseren Finanzen so unzertrennlich verknüpft ist, daß an dessen Aufhebung nicht gedacht werden tonnte, ohne die Finanzlage zu verschlimmern. Es ist begreiflich, daß der Finanzmann, welcher für den Staatshaushalt Geld herbeischaffen muß, ohne an nenc Steuern uud Steuercrhöhungen denken zu dürfen, das Tabalmonopol ...... als eine sichere, nie versiegend, und auch ohne allc Execution stets fließende Einkommens-quelle — mit ganz anderen Augen betrachtet, als der Nationalökonom. für lvelchcu nicht so sehr das nnmittel-bare Einkommen, als vielmehr die Rückwirkung des Mo« nopols auf die Production uud den Nationalwohlstaud überhaupt maßgebend und entscheidend ist. Monopole waren der Nationalökonomie stets ein Dorn im Auge uud erfreuten sich auch bei dem großen Publicum aus nahe licgeudtl'. Gründen niemals irgend einer Beliebtheit. — Indem dieselben jede Eoncurrenz ausschließen, hemmen sie die Ausbreitung und den Aufschwung des mouopolisirten ProductiouszweigeS, und in Ermanglung des Wetteifers, den eben nur die Concur-renz anregt, erlahmt daS Streuen nach Vervollkommnung deS Productes, während sich andererseits dic Eonsumen» ten, welche den Monopolsartilcl nicht entbehren können oder wollen — einen dem Werthe uud der Qualität des Artikels nicht entsprechenden, somit ganz willkürlichen künstlichen Preis gefallen lassen müssen. Monopole erscheinen also dem Nationalölonomeu nnr als drückende Fesseln der Production zum Nachtheile deS National' Wohlstandes und der Consumcutcu uud dic national-ökonomischen Nachtheile treten insbesondere daun im erhöhten Maße hervor, wenn die mouopolisirten Produc» tionSzweige im Falle der freien Concurrenz einer großen — uuter der Herrschast des Monopole nicht möglichen Entwicklung fähig wären. Daß zu diesen ProducliouSzwcigcu namentlich dic Tabakproduction zu rrchueu sci, kaun von niemanden geleugnet werden, uachdem in Oesterreich alle Acdin-guugen zum Aufschwünge dieser Production in vollstem Maße vorhanden sind. Wir haben uicht zu fürchten, zu sanguinischer Hoffnungen beschuldiget zu werden, wenn wir behaupten. daß Oesterriich mit seinen Tabakerzeug-nisfen den Markt im nördlichen Europa zum großen Theile beherrschen und einen blühenden Exporthandel ge> darauf ausging, daS kräftige und gcschmeidigende Element der Leibesübung mit dem gefälligen und vcrschö-nenden zu verbinden. Die Einsprüche, welche gegen dic Leibesübungen der Mädchen von Seiten der Weiblichkeit, dcr zarten Sitte, der Vornehmheit und anderer Erfindungen einer blasirtcn Vorbildung sich erhoben, wurden so immermehr widerlegt. Und damit erledigt sich wohl die Frage von dcr Zulässigkcit dcS Turnens und der Bewegungsspiele für Mädchen, dessen Einführung uud Pflege nicht blos als statthaft, sondern als eine Sache von Wichtigkeit erscheint. Die berühmte Hendel-Schütz erzählt in ihrer Bio« graphic, daß sie von ihrem braven Vater in ihrer Jugend sehr streng gehalten worden sci uud etwas Tüchtiges habe lernen müssen; sic fügt daun aber klagend hinzu: „Was Bewegungs- uud Kiuderspicle, ErholuugSstunden und überhaupt körperliche Uebuugen und süße Kindheit und Kindcsfreiheit ist, habe ich leider nie erfahren." In diese Klage möchten auch heutzutage gewiß uoch viele Mädchen einstimmen, die in Mädchenschulen und Pensiouateu Tag für Tag mit Lectionen im Französischen, Englischen, Italienischen, in deutscher Literatur, in Geschichte. Geographie, Mythologie, Physik. Naturgeschichte, im Rechnen, Zeichen, Singen uud Clavierspielen, sowic in weiblichen Arbeiten, förmlich abgehetzt werden, ohne daß ihnen ein Stündchen für freie körperliche Bewegung oder Spiele übrig bleibt. Man sorgt sich vielmehr angst lich, daß etwas versäumt werden könnte, wenn nicht jeder Augenblick mit Lernen und Sticken ausgefüllt wird, und man ahnt mcht, welcher Verfämn ß man sich eigent-lich schuldig macht in Erfüllung der Pflichten hinsichtlich der körperliche,! Entwicklung der Kinder. ..Bedenkt, welch ein Unrecht ihr an «incm Mädchen begeht", sagt Frau v, Maintenon, „wenn l« durch eure Schuld kränklich und krüppclich wird. Gebt euern Mädchen keine leckere, sondern derbe Kost, gewöhnt sie^ an jedeArt v 0 n Kraflübu ug; nächst ihrem Seelenheil versäumt uicht, auf ihre Tritte und Halluug Acht zu geben." Unsere heutige Erziehung hat nach dem allen hin-reichende Veranlassuug, das Turnen, wo eS sich nur irgend ermöglichen läßt, in der Mädchenwelt pflegen zn helfen, weil dadurch das gefammte Lebens- und Erzieh-ungsgeschäft der Jugend erheitert und erweitert wird. Es ist umfomchr an der Zeit, auf eiuen so unschein- ^ baren, aber doch sehr wichtigen Gegenstand hinzuweisen, weil in unsern Mädchenschulen Körper- uud Geistespflege noch uicht so ineinander greifen, wie sie cS sollten. Ge-rade die Mädchen werden häufiger als dic Kuabeu in Folge dcr Vernachlässigung ihres körperlichen Gedeihens von Krankheiten befallen, denen durch angemessene Leibesübung zur rechteu Zeit vorgebeugt werden kann. Ich schließe mit dcr Hoffnung, daß durch diese meine Darstellung, welche ans mehrjährige Erfahrung gegründet ist, das Vorurlhcil, welches noch vielseitig gegen das Turnen gehegt wird. schwinden, daß die geehrten Eltern uud Erzieber von der Wahrheit meiucr Aussage sich überzeugt haltcu und ihre Kinder und Pflegebcfoh< lenen einen Unterricht genießen lassen werden, der Körper und Geist bildet. Und da hier in Laibach bereits eine Turnschulc für Knaben und Mädchen be« steht, also keine localen Hindernisse und Schwierigkeiten erst noch aus dem Wege zu räumen sind, ist es um so mehr zu hoffen, daß die dargeboteue Gelegeuheit benutzt werden wird, um der Iugeud durch zweckentsprechende Leibesübungen in ihrer körperlichen nnd geistigen Ausbildung (bei dem ohnehin billig gestellten Honorar) förderlich zu sein. winnen könnte, während unter der Herrschaft deS Mo»'»' pols schon der benSthigte Rohstoff von sehr untergeord» neter Qualität aus dem Auslande bezogen werden mußtl. -- Die Vertheidiger des Tabalmonopols leugnen auck selbst nicht, daß beim Hmwegfallen der MonopolSftsslln auf einen erheblichen Aufschwung der Labakindustrk gc» rechnet werben könne, und sie geben auch zu, daß die Freigebung dieser Indnstrie vom nati ona l» ölouo< mischen Standpunkte wüuschenSwerth wäre. Nur der finanzielle Standpunkt ist cS, von dem a'is dieselben die Nothwendigkeit der Aufrechthaltung des Monopols betonen, indem sie von der Ansicht ausgehen, baß Oesterreich bei der gegenwärtigen Lage der Staats-sinanzen das Ertragniß des Tabakmonopol« nicht ent< behren könne, daß eS jedoch geradezu unmöglich sei, das reine Ertragniß des Tabakmonopols, welche« mit mehr als 33 Millionen Gulden angenommen wird, mittelst einer anderen Besteuerungsform hereinzubringen. — Die erste Prämisse ist unstreitig richtig und muß unbedingt zugestanden werden; nicht so die zweite, indem die Vtt' theidiger des Monopols zur behaupteten Unmöglichkeit, daS reine Monopolserträgniß durch eine andere A" steueruugsform hereinzubringen, nur dadurch komme», daß sie die national-ökonomischen Vortheile, welche »B der Aufhebung dcS Monopols verbuudeu wären, Ml die Rückwirkung der freien Eoncurrenz auf den Ertrag der fonstigen Steuern zum Theile ganz ignoriren, j""' Thcile nicht in ihrer wahren Bedeutung zu würdige» scheinen. Jedenfalls ist dieser Gegenstand, der an "üb für sich nicht ohne Interesse und Wichtigkeit ist, eintt Besprechuug werth, zumal selbst dcr Finanzminister Freilj 0. Bccke in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vc>»' l l. December l. I. erklärt hat, daß er als eiu Freund der Befreinng vom Monopole schon ernstliche Studien ! namentlich in Betreff dee Tabalmonopols, in der N'ch" tung gemacht hat. wie der Ucbergang zum Systeme del Freigebung der Concurrenz bewirkt werden könne. Ueberoies unterliegt cS kaum einem Zweifel, daÜ eine Aenderung in dem Tabakmonopole mit Rücksicht a"l den Ausgleich mit Ungarn nicht leicht zu vermeiden se>" wird. daher auch in diesem Momeute ein Anlaß fur b< Presse liegt, diesem Gegenstände ihre Ausmerksanimt zuzuwenden. Oesterreich. Wien, 24. December, (lieber dieCabinets' bilduug) schreibt die ..Wr. Abdpst.": GegeniM der Flut von Nachrichten, welche in den öffentliche" Blättern über die Bildung dc«l cisleithanischeu Min'' steriumS und die Persönlichkeiten verbreitet »vorden s>"d' die in dasselbe eintreten sollen, mag e« nicht unbelncrtl geblieben sein, daß wir in dieser Beziehuug völlig Stillschweigen beobachtet haben. Damit indeß dieS Sti>^ schwelgen nicht etwa falschen Deutnngen unterzogen wei'd^ wollen wir bemerken, daß nach verläßliche» Angabeti b>c Bemühungen zur Zustanbtbriu.,::ng des Ministerien^ wenngleich die Entfernung mehrerer Betheiligien wc^ des WeihnachtSfeslc« dazwischengetreten ist, auf da« eifrig fortgesetzt werden. Die allerdings nicht ganz leichte sm" gäbe hätte übrigens vielleicht bereits eine glückliche l'o'su^ erfahren, wenn sie uicht in so ausgiebiger Weise a"^ außerhalb des Kreises derjenigen Personen verhand«' worden wäre, mit denen sie zunächst besprochen und z"" Abschluß gebracht werdeu muß. — 24. December. (Die Regelung der ^ li türgrenz. Fr age.) Eine Polemik des ..Kamerad gegen den „Pester Lloyd" bringt nun einige Aufklang in diese Angelegenheit. Der „Kamerad" sagt: „Die ?^' richt deS „Pester Lloyd", daß sich die Majorität ^ Coufcrenz gegen die Auflösung dcr Militärgrenze a"^ gesprochen und Sc. Majestät diesem Votum der' ^', jorität scine Zustimmung ertheilt hat, und daß fill d Auflösung blos Generalmajor Zastavnilovic und t> Grenzoberst gestimmt habeu, töuncn wir bestimmt in ^ rede stellen. Daß die Mojorität in der Anschauuug ii»" einstimmt, als wäre in diesem Augenblicke inSbeso»^ durch politische Motive die Auflassung der militärisch^ Disciplin, unter welcher die Gewohner dcr Militärs"''! stehen, uuthunlich. ist bloS die Ansicht des betreffe'H Correspondents, nicht aber dic ausgesprochene A^'A, bcr Commission. Dic Commission für die Ncgulirll"° dcr Grenz. Angelegenheiten wurde vorncmlich z" "^ Zwecke nach Wien einberufe», um sich mit den >"" .^ Augclcgcnhcitcn, insbesondere dcr Landesvcrwaltung, ' befasse», uud sonach befiudct sich die Discussion ^ politischen Frage dcS Militärgrenz.Ocbictes gar uicht dem für dieselbe entworfenen Programm." Ncben d'ti sachlichen Berichtigung gibt der „Kamerad", seiner ., , dividuellen Ansicht" in der Grenzfrage Ausdruck, »>'°V ° er sagt: ..Auch wir theilen die Ansicht, daß die ^H^, tung der Militärgrcnzc in ihrer gegenwärtigen polit«!^ ,^ und militärischen Organisation fnr die Länge berH^ nicht thunlich ist, glauben jedoch, daß die Lösung dM Frage vor der Eonsolidirung der Vcrfassuugs - Zusta des Reiche«, sowie vor der Entscheiduug iibcr die auu meine Wehrpflicht nicht zeitgemäß wäre." ^ l —,lDclegation.) Von den Abgeordneten. ^Königreichs Böhmen erscheinen gewählt die Abg. ^, , Gustav aus Reichenberg, Dr. Herbst, Plener, Dr. ^,, l Hans. Graf Thun, Wolfrum. Dr. Daubcl, Feeder. " ! Klier. Ritter v. Limbeck, nnd «l< Ersatzmänner V» 2027 ruvitz und Graf Zcdtwitz. Von dcn Zlbg. Dalmatiens Dr. Lapcnna. Ers. Micheli.Vitturi. Von den Abg. Gali,zicns Dr. ZienuallowSli, Graf Potocki, Dr. Zybli-kiewicz, Dr. CzajkowSki. Groß Pcter. Ritter v. Zbys-zcwsky, Graf Heinrich Wodzicki, Ers. R. WcnM und Tarnowöki. Von dcn Abg. Nicdcröstcrrcichs Dr. Brc» stcl, Dr. Ioh. Ncp. Bcrgcr, Varon Pratobevera, Ers. Schindler. Von den Abg. ObcröstcrrcichS Dr. Figuly und Dr. Groß (Wels), Ers. Wickhof. Von dcn Abg. Salzburgs Baron Lasser, Ers. Dr Stiegcr. Von den Abg. Steiermarls Dr. Kaiscrfeld, Dr. Rcchbaucr, Ers. Dr. Waser. Von den Abg Kärntcns Vicrlitsch, Ers. Icsscrnigg. Von dcn Abg. ans dcr Aukowiua Nittcr ^ Hormuzaki, Ers. Andr'icwisz. Von dcn Abg. Mäh. "na Dr. Giskra, Varou Eichhoff, Skcuc, van dcr Straß, Ers. Mandclblüh u. Hopfen. Von dcn Abg. aus Schlesien Dr. Dcmc, Evf. Dr. Dietrich. Von dcn ^lbg. ans Tirol Baron Movauclli und Grcntcr, Ers. Dr. Jäger. Von dcn Abg. Vorarlbergs Nittcr von Scrinzi, Ers. Conti. Von dcn Abg. Istricus Ecruc, Ers. Dr. Pajcr. Von dcn Abg. ans Görz und Gradisco v. Froschaucr. Ers. Scyffcrtitz. Von dcn Abg. v. Triest Dr. Vidulich, Ers. Dr. Colombant. — Dic „Wr. Ztg." schreibt: Das in Brüssel er-scheinende bckauutc russische Organ, dcr ..Nord", bringt cmcn geharnischten Artikel über österreichische Intriguen, doppeltes Spiel, das von österreichischer Seite dein fran-Mschcn Eabincttc angedichtet wird, nnd dergleichen Dinge Mehr. — Alles in Folge cincö Artikels dcS „Dresdener journals", welches natürlich. .,wic man weiß", seine ^"spiralioucn sich bei dein früheren sächsischen Minister holt. Nenn der ..Nord" sich die Mühe einigen Nach. dcnkcns genommen hätte, wärc ihm nicht entgangen, daß das Dresdener Ionrnal" noch heute Organ dcr d c rma'l'iacn sächsischen Regierung nnd daher seine Inspirationen überall eher als in Wien zu schöpfen N' der Vage ist. Das geehrte Blatt mag stch aber dcruhigcu Es wird eben so wcnig cine österreichische Intrigue'als eine französische Doppelzüngigkeit zum Vorschein kommen. Ncnn die französische Reg,cruug >n voller Freiheit dcr Actiou heute cine Ansteht ans-spricht. die russischerscits mißfällia aufgenommen wird, nachden, sie in einer früheren Vage cmc derselben Seite wohlgefällige Meinung kundgegeben hatte, fo ist das nicht doppeltes Spiel, fondcrn Unabhängigkeit des Urtheils uud wird damit dem französischen Eabineltc, wie der, Nord" meint, etwas Unwürdiges in keiner Weise zligenntt'hct. Daß aber die letzten französischen^ Knnd« licbunge» „,il bestimmten gegen Rnßland. Prcußeu uud Italien eingegangenen Verpflichtungel,, wie fcruer dcr „Nord" vernimmt, im Widersprüche stehen, hat das ge» ehrte Blatt crsl l.achzmuciscn. Pest, 2^. Dcccmdcr. (R c i ch s t a a.) In der Dc-plilillenlafel wurde dcr von Bonis eingebrachte Beschluß-entwurf bezüglich der Militärgrcnzc ohne Debatte angc« nommrn Die Magnatcntafel nahm das Indeiunitäts-gcsetz cinslinnnig an. Das Gesetz betreffs Gleichberechtigung dcr Ifraelitcn wurde vou Graf Eziraky, Ludwig TiSza, Szögyenyi. Varon Gabriel Pronay und Graf Anton Szechcnyi befürwortet und mit 64 gegen 4 Stimmen angenommen. Dagegen haben gestimmt: Graf Felix Zichy, Obergcspau von Raab, Marquis ^igmnnd Palla° "icini, Baron Sigmund Barlol-zy nnd Baron LadiSlanS Podmanitzky, — 24. December. (I n dcr hcutigcn ^ > z-zung dcr Dcputirtcutafcl) wnrdc eine durch Baron Eötvös eingebrachte Regierungsvorlage verlesen, welcher gemäß die Dcputirtcntafcl l() Dclcgatio.ismit. glieder nnd 10 Ersatzmänner, die Magnatcntafel 20 Dtlcgationsmltglicdcr wählen foll. Wenn Eroalicn wtthlt, f» werden für die dort erwählten Delegations«, «ütglicdcr von dcn hicfigeu 40 iu entsprechender Anzahl diejenigen anstretcn. welche dic wenigsten Stimmen haben werden. Nächsten Freitag gelangt die Vorlage Kur Verhandlnng. Gaya 24. December. (Ehren bü rgc rrech l.) Anläßlich dcr Sanctioning dcr Staatsgrnndgcsctzc Wurde in dcr soeben abgehaltenen anßcrordcutlicheu Siz« -Zung des Gculcindc-Ausschusscs dem Reichskanzler Baron Nc ust das Ehrcnbnrgcrrccht dcr königlichen '-tadt Gaya> blichen. Uusl'and. . Stuttgart, 24. December. (Ein ucuerVer -! ^ssungsgesctzculwurf) wurde bei dcr Stande-, ^snnlmlnng eingebracht. Das Zweikammersystem wird ^>t<1chaltcn, die Wahlen find direct nnd geheim. Anßcr 7" Vczi,'l5abgeordnctcn werden noch ^ von dcn ^tcncr> ^'chtigcn gewählt, die miudcftcus 100 fl. Steuer eut. "Mi!. Pier Vertreter dcr protestautifchcn Kirche wcr< ^," von dcr Landcssynode. nnd zwei für die katholische ""he vom Don.- uud den, LandcScapitcl gewählt. ^ ic ^!tc Kammer behält dic Mitglieder des löniglichcn >Mi. '^' dcr LandcSuuivcrsilät uud drei Vertreter beider Mr. 3"'. °ls Mitglieder bci. Acht Mitglieder wcrdcu vou ^lsversammlnngcn gewählt nnd zehn vom Könige cr< d,'""', Dcu bisher lebenslänglichen Mitgliedern bleibt „_. ^.'l.' gewahrt. Der LaudcSbischof kaun seinen Gc-""lNlcar abordnen. t>e« 'n> "!' (Niederlage und Neubildung l'" i st e r i u m S.) Die ssaminer verwarf mil 201 gegen 1W Stimmen nachstehende Tagesordnung, durch welche Menabrca ein Vertrauensvotum für das Miuistcrium bezweckte. „Die Kammer, indem sie von den Erkläruugcn dcs Ministeriums, das uationalc Programm, welches Rom als die Hauptstadt Italiens ausruft, unversehrt erhalten zu wollen, Act nimmt, beklagt es, daß man dieses Programm dnrch Mittel, welche gegen die Gesetze des Staates nnd das Votnm d.s Parlaments verstoßen, ausführcu wollte, und überzeugt, daß in dcr Ächtung dcr Gesetze uud dem Bestände der öffentlichen Verwaltung eine Garantie für die Freiheit nnd Einheit gcgebcn sei, billigt cS die Haltung dcs Minist criii m S und geht zur Tagcsordnnng über. In Folge dieser Niederlage bot Menabrca dcm König dic Entlas/ snng dcs Ministcrinms an, welcher sie annahm und Mcnabrea beauftragte ein neues Ministerium zu bilden. Die Kammer ist bis 7. Jänner vertagt. Paris, 24. December. (Die Debatte über dcu M ilitärgcschcutwurf im gcsctzgcben. dcn Körper) beherrscht die ganze Situatiou. Jules Simon hatte einen Gesetzentwurf eingebracht, der die A nshcbnng dcS stchcndcn HecrcS uud die Bcwaff» unug der ganzen Nation wie in dcr Schweiz verlangt. Marschall Nicl bekämpfte diesen Entwnrf als eine Utopie. Dcr militärische Geist, dcn man zerstören wolle, mache die Größe dcS Landes ans. Nach dcm ucucn Gc» setze werde dcr Effcctivstand nie unter 75)0.000 Mann, das Contingent für hcner aber 100.000 fein. DaS Ergebniß dcs nencn Gesetzes werde sein, wen immer zu hiuderu. Frankreich leichtsinnig anzngrcifcn. Inles Faurc sagtc, das Kaiserreich sctzc Enropa in Schrcckcn uud provocire so dic frcmdcu Nüstuugcn. Der einzige Freund des Kaisers sei der Clcrns. Die Kammer verwarf daS Amcndcmcnt Simons. Marschall Nicl sagtc über die Kriegsbereitschaft Frankreichs: Alle nnfcre Soldaten wer» dcn im nächsten Frühjahre mit dcm ncncn Gewehre vcr< sehen sein, nnscre Arsenale sind mit Vorräthcn gut ver» sehen, uuscrc Magazine siud gefüllt, unsere festen Plätze im guten Zustande. Wohlan, dnrch diese Leistung glanbe ich einer von jenen zn sein, die am meisten für dcn Frieden gearbeitet haben. Indem ich heule dcn vorliege», den Gesetzentwurf vertheidige, glaube ich uoch weiter für den Frieden zn arbeiten. ^,m Sie ihn annehmen, fo arbeiten Sie gleichfalls für den Frieden. Das franzöfische Volk ist stets sehr stolz gewesen, die Armee ist nach seinem Ebenbildc geschaffen; wir können nicht lange cine Gefahr crdnlden. die nnS bedrohen würde. Wir gehen derselben lieber entgegen. Wir ziehen den Krieg einer sich zu sehr in die Lauge ziehenden Bcuuruhigung vor, aber mit einer guten Organisation dcr Armrc, wenn diese wisftn wird, daß sie nichts von dcn Nachbarn zu furch. lc,i hal,c. Da das sranzttsischc Volt leine (irul'crimacli wünscht, sv wird es sich in Sicherheit dcm Handel, der Indnsttic und dem Ackerbau hingeben. Der Minister fügt hinzu, dcr Ausgangspnnlt dcs Gesetzentwurfes liege uicht in deu Ercignifscn von 1>!0<;, wir haben fchon vordem cingcfchcn. daß unser Militärstand ein uugeui,. gcuder sei. Favre sagt iu seiuer Rede, dcr Kriegsmi. nistcr hätte einen Irrthum begangen, wenn er sagtc, Frankreich sei nicht bedroht und bedrohe niemanden. Favre behauptet, Frankreich sci bcdroht nud bediohe. Ucbrigcus wurde ei» A in cndcmcnt nach dcm andern eingebracht und verworfen. Zn erwähnen ist noch, daß Marfchall Niet fagtc, daS neue Gesetz werde nur II Millionen MchrauSlagc fordern nnd daß Staatsraths-Präsident Vnitry beifügte, dcr Bericht über die Finanz» lagc werde für 1567 28 Millionen Plns gegen I«66 ergeben. London. (Dementi. Fc n icrfchr ecken.) Die Nachricht von cincr cnglisch-prcnßischcn Vermittlung in der römischon Frage wird als vollständig erdichtet erklärt. — Die Bcnnrnhiqiing durch die Fcnier dancrt fort. In Glasgow wurde am 2Z. December in dcr Gas-fabrit Sprcugpnlver 'entdeckt. Zwei Meetings im Freien wurden in Elcrtenwcll von dcr Polizei inhibirt, die Rnhc wnrdc übrigens nicht gestört. Zchntanscnd Bürger haben sich als Spccialconstablcr cinschwörcn lassen. — 2Z. December. (F cu i cr c o mpl o t.) In War-riuglou versuchten vier Gasarbeiter, darnnter ein noto» rischcr Fcnicr, die Gasfabrit in die Luft zu sprengen. DicscS Vorhaben wurde vereitelt. — (Eiu ueucs Mittel Irlaud zu be» ruhigen) empfiehlt der „Daily Telegraph." Euglaud nehme sich Oesterreichs Verhalten Ungar» gegenüber znm Beispiel. Daunt will dcr cngl. Publicist jcdoch nicht gesagt haben, daß man Irland ein eigenes Parlament nnd Ministerium gcbcn solle. Darnach verlangen die Irländcr auch uicht, sie wollcu uur dic Hcbung alter Ucbclsländc in Kirchen-, Äuden> nnd ErzichnngSfragrii. Wcnn ihncn England darin entgegenkommen wollte, würde daS Fenicrthum bald dcu Bodcu uutcr dcu Füßen verlieren. Ebenso äußert sich „Daily News." Vriissel. Das Miuistcrium Hal sciuc Demission gegeben. Ht. Pctcrsburss, 24. December. (Eiu kni» scrlichcr Befehl) orduct an, daß daS kaiserliche Manifest uud dcr laiscrlichc Befehl uoin 28. October 180« uud 17. Mai 1867, betreffend die Amnestic dcr Pole», stch uicht auf die im Auslande Flüchtigen und jene Polen erstrecken sollen, selche am lctzte» Anfstandc theiluahmeu. New-York, 11. December. (Im Conarek) wurde die Rcsolutiou, den Präsidenten Johnson in An« klagcstand zu versetzen, mit 108 gegen 57 Stimmen vcr-worsen. — Im Senate wurde die von Chandler bean, tragtc Resolution, den Abyssiniern die Rechte Kricnfill,^ render zuzugestehen, dercn nächste Folge die Ausriistuna amerikanischer Corsaren wärc, von Rcv. Johnson bekämpft Sumuer verlangte dic Vorlegung dcr ans dic Ala-bamafrage bezügliche» Documentc, welche bewilligt wurde Das HauS votirte das Gesetz, welches dem Finanzmini stcr nnlersagt, dic Banknoten der Vereinigten Staaten anßcr Eonrs zu setzen. Ferner wurde der Gcsctzeut. wnrf, wornach die Neger in Eolumbia öffeutliche Aemter anuehmcn dürfcu, votirt. - Der Lloyddampfcr „Diaua" brachte der Tr Zeitung" die ostindisch. chinesischc Ueberla n'd s^ post mit Nachrichten aus Singapore 22. Nov., Hony. kong 15. Nov. In Japan fand eine allgemeine Enl« lassung dcr Truppen statt, nachdem mit Chosiu ciu befrie-digeudcs Uebercinkommcn getroffen worden. Die Vorberci« tnugcn zur Eröffuung dcS Hafens von Osala nehmen raschen Fortgang; vorsichtshalber ist jedoch in Nagasuli ein starkes britisches Geschwader versammelt. Die <5rüff> nuug von Icddo wird noch als zweifelhaft betrachtet. Hwi. fchcn Mohama und Osala habcn dic Japanesen eine Dampf. schifffahrtsverbindung eröffnet. DicEfpcdition nachFarmoia hatte günstigen Erfolg. Dic Eingcbornen leisteten das Versprechen, sich iu Znlunfl dcr Schiffbrüchige cmzunel». inen. wofür die Ehinescn Bürgschaft übernahmen. Auch wurde ein F?rt als Zufluchtsort errichtet. Die laifcr^ lichcn Trnppcn follcu von dcu Niensci geschlagen worden sein, welche sechs Lager nnd einc im Arsenal von Nanking vcrfcrtigtc Batterie eroberten. -- Ans Alcxaudrien wird gemeldet, daß Fcdrigo Mascha sich mit ciner Missio», dcr Regieruug uach Frankreich brgcbcn sollte. Hagesneuisskeiten. — (Aller hü lksle Sp«nbe.) Te. Mc,jes,al der Kaisei haben den d„rch Mihrrnten belloffcnsn G,Ms!nb<»! Hauftsdoll. Älb,l,>t0!f. «l.iqqlnlhal. I,hel«do,f, Pfvqa.te» Psaffrndvls mil z!cnl>doli, PelüllKboif „nd ^ageledorj eine UittcNlühul'ü oon vissta >is,„d Güldri, nlltsssnadiqs, zu lilwillige» gfsl»!>t. — llanll,»g auszuhrben droht. Sein«! (5llauckt i„ noch N'>chl^ mil dcn beill^n Slnbesaframentsn v,sjrhe>, wvld,n. - (S,. tais. Hoh<>< d,i bulcklal, chliq,,.? H.rr Er,l)«rzo,i Ludwig Pictor) sind am X'lir.l D.ccmd.r Morgens vc», Snlzbusq wieder !,, Wien anq?. loinme». — (Seidenbnucon ^ lei>.) Pas l, l. Mimwium fill Hands!» und VollswnllMasl hat soeben tie Velhans. lung«, des Seidsnbauconalsss,? ve.offfnllichl, d,r im Octo. bcr d. I. m Wi,n adgshallen wuldr. Dll Sonach d,< silrwo.lrle und dfschll?i< malere Mahleg,1n ,ul F0ldeluna d,s Seidtn^uts, u, a. die V^slimmunq' li^s Preise« yy,, 5.000 fl. ,llr ein bewahrtes Mi.tel zur ^generation der S^demvülwei: fc.ner ersuchte „ das Handelsministerium dad„> zu w.rten, dah in d,n SchullthrerprÄparandio, oller z?lonIH»d,r d„ Landwirlhschasl überhaupt, dann Nbstbcwm Viexen- und Eeidenzucht gelehrt werben. m,d st.Ute endl.ck an die Negiclung die Vitl,. bei Erthnlung von äisenbab... l0->ctls,onen möglichst auch aus Vepslanzuun der Vabnlmicr, mil Maulbeelbümnen E.»fU.ß z, nehmen. "apnim.cr. - (P ° s< ° lische?, Vom I, M.»er «l. ...lt eine ^deutende (5llr.cht,lu,.g d.S Post^ttehr«, ».it allen je.n» ^„b^,, ,„,.^ snil,er zum Gebiete dos deu.sch-oste.reichisch„. P.s.vereiu« q.hör.e. dam, m,l dru j.'tzinm ln'luß.schm Pr°vi»z..n echle^wig^Holstein u»d kaumburg r,u. G.umß deu. zw,sch.u dem Norddeutschen Bm.dl. Bmcr., Wiirormbcrc,. Baden uud Oestreich °m 3 N.^md^r abgrschl°sscm.l Vn.rage betragt da« nufachc Briefporto ohuc llmcnchud er Eutseruuug iuuerhalb be- obigcu G bitte« m.r -. lr. ..» Falle der Frauliru..!,. m.d .0 lr. weuu bor Vi^ u.cht fraul.rt wnrde. Br.ef. iu. Grwich.e von 1 ^«lotb . « incl. 15 ?°lr F ^. sachcu uu.er Baud, dauu f,!r Waareup.oben wird i.u ssalle o.r Boran.bczahluug ohue Unterschied der Entfernung eine (Äebühr v°u^)leulreu^u,i!r ,c^, Zolllo.h oder einen Vrnch.h..il dav u crholieu. Rilclsichtlich der Beschaffenheit der Sendung/., mit Druck sachcu uud Waareuprobcu qeltcu im Wesentlichen dicselbeu Bor' 'chr'ftcu wic sur den inneren Postvcrlehr. Die Recou.maudation«' grbiihr be.rcigt wie bisher w Neulrenzrr uud ift gleichem mn dem Por.o ei,.zuhebeu. Die bisherige Uuterschoiduug d r ^ei. , gen «nd Ze.tschr.steu iu polit.sche u»d mcht politisch, d. 7 Berechuunl; der Spcdilionsgtblihv sässt weg nud cs b .^ >.- , Gebiihr bei Zeituugeu, welck'e wenigs.en. vie uwl M "' erscheinen, ohuc Uu.erschieb ^ pEt bei solck. .. l°"°" seltener al. monatlich vier mal erschcm.n 1^'/ ?/^"' '""^ Preises, jedoch nie weniger a!« 20 Nculrl der l^ Ä'^ . " ^'" ^' P"""i die Vcra..ftall«.., vo» G ld.ammlungen zu diescm Zweck, s,enchmiget. s.li/ dad.i alle unge„a,net,n politischen T,mo»ft,a!io«e,> ve.mieden w„re„. 2028 — (Tcr Kurfürst von H cssen-Ca ssel) hat seinen bleibende Aufenthalt in Prag genommen und dort sein PaIai-5 aus rcr , diuck gegeben. Der „Imperial" behauptet wenigstens, tie« selb.- babc aus ihren Privatmiltcln drei russische Schiffe mit Pioviant und Munition für die Kretenser befrachtet. — (Die l) ochsten Berge) Als die höchsten Ber« sl,esgipfcl der Erde galten bekanntlich dic längste Zeit dcr Dhavalagui uud dcr Khanchinjinga. Dr. H. v. Schlaginl-wcit-Salünlinötl war dcr Eiste, welcher daiauf aufmerksam machte, daß jene Annahme nicht richtig sei. Derselbe legte vor einiger Zeit dcr söniglich baieiiscden Akademie der Wis^ jliN'chaflen in München line Schwt vor, die jetzt im Drucl erscluenen ist und eioc Darstellung der wiä'tigcn Höhcnbeslim-mungen in Indien, Tibet :c. enthalt. Tie drei höchsten bis jcht bekannten Gipse! der Erde sind: 1. Der Gaurisanlar oder Mount Everest im Gcdirg5kamme des Himalaya, an d,l Or»,,,? dcll Repaul und dem östlichen Tibet, 29,000 s'i^l'sche Fuß hock; 2. der Dapsang im Gebirgskamme des .^oralorum, i,n westlichen Tibet, 28,278 englisch»- Fuß hoch, und 3. der .tthancbi»iinga im Himalaya, 28,156 englische Fuß lioch. „Gaurisankar" ist ein San^lritwort, Gauri heih, die „Hehre", „die Strahlende," Sanlar aber ist einer der Name», mit dcnen ver Gott Schiwa angerufen wird. „Dap» sang" und „sshanchl»s»a,a" sind tibetanische Worte, ersteres bedeutet „vcrtlärte Eisckcinung", letzteres „die fünf Juwelen dcr Eistrystallc" i beide Namen beziehen sich auf die glänzende öcbm-e- und Eisbrdeckung dieser Neige. Locales. — l^Beil eid s ad r esse.) Von den Bewohnern Lai« bachz wurde nachstehende, mit vielen Unterschriften versehene Adicsj« an den Herrn Grafen Gustav Chorin sly, Statthalter in Niedeldsierreich zc. zc., gerichtet: Hochgeborner Graf! Da4 schmerzliche Ereiginh, von dem Cure Ofttllenz be« troffen wurden, hat die tiefste Theilnahme hervorgerufen in den Herzen Aller, die surer Excellenz gefeierten Namen hoch i» Ehren halten. Auch die Bewohner Laidachs gedenten dankbaren Gemüthes jeneö Jahrzehnts, wo Jure Ezcellenz, segensvoll für Kram wültnd, in ihrer Mille weilten, und in erhühttem Grade lebt diese Erinnerung in den Herzen der Gefertigten, dcnen das Glück zu Tbeil war, Eurer Ezcellenz ausnehmende Herzcnzgüle bei so vielen Veranlassungen persönlich tennen zu lernen. Nicht das Beispiel Anderer ist es, da« un« drangt, Eurer Excellenz die Versicherung der Unwandelbarleit unserer v>rfhrung>vollen Gl Elui mit einer Widmungiinschrifl aus legerem. — (Fahrt nach Trieft.) Mehrere Herren beab« sichtigen, zu den anläßlich der Aulunft der Lciche Sr. Maj«. stüt de« Kaiser« Maximilian von Mllico stattfindenden großen TrauerfeierlichkcittN nach Trieft zu fahren. Da jedoch eine zahlreichere Bcthciligung die Möglichkeit böte, bti der Eüdbahndirection um cine Ermäßigung der Fahrprciie anz«. fuchen, so billll man allfüllige weitere Tl?eilnchmer au dem oberwahnten Antzflugc. ihre Namen gefälligst auf einem zu diesem Zwecke in dcr Buchhandlung der Hccren Ignaz v. ttlei»» mayr A Fedor Bamberg aufliegenden Bogen einzuzeichnen. — (Vom Herrn Finanzrath V e s e l) in Trieft, unler dem Pseudonym Kose
  • t soeben eine freie Nach« dichtung von Byron's „Mazeppa", !i'/» ^°gen flarl, im Drucl voliendtt worden. — (,, Malic a " . Au « schuhsivung.) Uebl r An< trag des Herrn Dc. E. Costa wu,de der greise böhmische Professor der Heilkunde Dr. Purlync, dessen 60s!er Ge> bultslag am 17. d. M. in Prag mit grccher Festlichkeit bc> gangen und zu dessen Ehr«n cine Denkmünze mit der Inschrift geprägt wurde (czcctiscb): „Wer jür sein Voll und die Wissenschaft unsterblich, zahlt nicht die Jahre" — mit Acclamation und Ilbhaslcn Slavarufsu zum Ehren mit» gliede gewühlt und ihm dies sogleich telegraphisch belangt gegeben. — (Eiue Syluest erfeier) wird vom Sänger» chore der hiesigen (5ilalnica in dcm Saale te/e!i. — öftere. Metalliquc« mit Mai- un> Novmlbel-Zinscu 57.90. — 5perc. Nal^illll^Nulkhcu 64.60.--Bnnl« Lcli?l!tt72. — Trrditacticn 1^3.10. - ittUwr Itaatöllnlshcn «>?<), Silbrr I N),50. - l'm-.don 121.40. — K.l, Ducateu 5.77. Oeschäfts-Zeitung. Vaibach, 2«. D^ccmbcr, Dic Dnrchschnitts'Prcisc st^ll!'''! sich ans drin hcutia.cn Markte, N'ie foll>t: DurchschnittS-Preisc. ^, fi. lr. sl. lr. si. lr. st- lr. Weizen pr, Vietzen 6 60 7 .'14 Vnllcr pr. Pfund - 48 - ^ Koru „ 4 - 4 42 Eier pr, Stücl —2j-- Gerste „ ^ 2U :l 45 Milch pr. Maß -10 "^ Hafer ., 2— 2— Rindfleisch pr,Pfd, 21-" Halbfrucht „ -------5» Kalbfleisch „ -22-^ Hcideu „ 3 46 364 Schweinefleisch,, 20--" Hirse ,. 3 20 3 35 Schöpsenfleisch „ —12-..... Knkurrch „ -------4 5 Hähndel pr. Slücl — 30 - -" Erdapfel „ 170------- Tauben „ ..^13-^ iünsen „ 4 50------- Heu pr, Zentner —«'.) - "" Erbsen ,. 4------------- Stroh „ ^70—!"" Fisolen „ 5 50-------- Holz, hart., prKlft. - — 7^' Rilidtischmal, Pfd —50-------— weiches, „ .->- 550 Schweineschmalz „ — 42------- Wein, rother, pr. Specl, frisch, „ - 30------- Eimer - ^ - 12 ' - c^cräiichett „ - 42 — - — weißer „ -------13 zlrainbnrq, 23. Deceinl'c». ?lüs dr«:l heutige» Markte sind erschicucn : ü5 Wagen mit Getreide. -! Wussen mit Heu und Stroh, 70 A!lla,m mit Hol,, 32 Waszeu mit Spcct n»d ^50 Stllcl Schwell" , «on 12 bii? 1? sl, per Clr, Durchschnitts-Preise. . fl. ii. ' f>. lt'. We'zcii pr. Htctz. n 6 «5 Bnttrr pr. Psnud , - ^' i 'lorn „ 4 10 En>r pr, Sln^ . . ^ Vcrste „ — — Milch pr. Mnh . l" Hafrr „ 2 — N'ndslrisch pr. Pcrcinchrrt, Pfd. — 3> «llteteorofli^ische Neoduchlml^eli ill !.!lNtwlH. . '"" 6 U7 M.'' 3'2?.^"'" n^"'^ulllbstsli ""HüHem7ei'l'l 24. 2 „ N. 3^8.,« - 4.7 windstill I?n,ol' <>,,« 10 „ M. 32!».u<» - 8.4 windstill hrücr 6U. ^'ig. '!2!1.^ —10 g Windstill Nebcl 25^2 „N. 32?».n7 — 3 < N. s. schwach heiler '> o<> ,10., Ab. 32l»,9? — 4 < O.s sch,unch gan; bcn). 6U. Mg. 32!'.,^ -3? ^i0. s. schw. l,anz bew, 26. 2 „ ^i, 32^.«? - 2., NO. f. schw, gan, b^w. 0,!" l0„ Ab. 32!».«? -^ 7.!, NW. s. schiu heiler Nach!« vom 23. auf drn 2l. heilcr. Dcn 24. Mollig' uedrl, s>ssseii t> Uhr verschwindend Atmosphäre e!wliö d»nsl>^ ljeittn-r Tciss, in den olicrc» ^iiflschichteii s.yivachc »ürdlichc Zlr^ muuss. — Den 25.: Morgenrolh. Heiterer Tag Abcndrolh, i)M « Uhr der Himmel g,n>j liemöllt. — Den 26. bei bow^lklem H>>"' mel dic strenge Kälte nachlassend, Nachmittag« mit dcr Meh^,' rung cms NW. wicder znnchmmd. IiUensivci« Äbrüdrol!) lN>> rosigem Gegenschein iu Ost und ÄlpenfMhcu. Sternenhellc NoE V^r^ülivnrtliHer Nldac-tenr: Is,!,c!» n. K l e i n m n n r ^^ Danksagung. Fi!r die bewicscnc glllige Theiliiahme während dcr .ttranlhcit und fllr dü> zahlreiche Begleitung zur lchtcu Rilheslättc bc« Herrn juliil. l. l. OberlandcS' ffcrichtsraihes Dr. Lukas Niller v. Lnschan sag'n dcn ticfgcsiihllcu Dank dic Ointerl'liel'ellen. Diirstnbericht. Wien, 23. December. Die Börse war geschästSloS und flau ^'stimmt; drc Course dcr Effecten crmüßigtcn sich a.rMcntI>cil6 und clicuso jcnc dcr Tcuiscn und Va»'^ Geld fllissig. Oeffeutliche Tchnld. ^, dcs Staates (für 100 fl) Geld Waare Iu «. W. zu 5p^l. silr 100 si 52,50 52 60 Iu üslerr, Währung stcncrfrci :'>? 50 57.60 ^, Sleucraiil. iu ü. W. v. I. 1364 zu 5>pEt. rilcl;ahlbllr . 8»,5<» 8l).-- V. Ttcucranlchcn in öst. W. . «b.50 «»'.-- Sildcr-Aulehm von I«64 . . 72.50 73.--Silbrraul. 1865 (Frcs.) rilchahlb, m 37 Jahr. zu 5 pEt. 100 fl. 78,50 7».- Nat.-Aul. nur I.m.-Coup. zu 5°/„ 65.20 65 40 ,. " .. Apr.-Eoup. „ 5 „ l;4.'.»0 65. - Vietalllque« . . . . „ h ^ 55.^) 55.80 detto mit Mai-Eoup, „ 5 „ 58 — 58.20 dette .....„ 4z„ 4^.25 49,5>> Mit Verlos, v. 1.1839 . , . i^._. 1.^59 ,. ., » 1^54 . , . 75,25 ?5>.75 „ „ „ I^60zu5')0si. ^.^ 82 20 „ „ „ I860 „ 100 „ s»i. 91 25 „ „ „ 1864 „ 100 .. 74,90 75,- Kuma.Rcntensch, 5'l 42 l.. «",!. „ s.(> 22. . Toümiüen 5perc in süb" 104,75 I05.>5 l' d^r itronländn- l','r 100 fl.» O,'.. Vöhmcn....., 5 .. 91.50 92.50 Mähren .... „ 5 „ ^«.50 ^9.50 Schlesien , . . . „ 5 ,. 87.- 88.- Sttlcrmarl . . . „ 5 „ 88.— 89.— Ungarn.....„ 5 „ 69.75 7^. - Temcfer - Banal . . „ 5 „ 69.- «.9,5>> Ernatreu uud Slavonien „ 5 „ 70.50 71. - Galizitn .... „ 5 „ 64.- - 64.75 Siebcnbürgeu ... « 5 „ 6I.75 64.25 Nukoviua .... „ 5 „ 53.50 64. Uug. m. d. V..C. 1867 ,. 5 „ <.6.50 66.75 Tcm.V, m. d.N.-E. 1867 „ 5 „ 65.50 65.75 Actien (Pr. Stitd), Natioualbanl (ohne Dividende) 674.— 675.— K.Ferd.-Norbb.zu1000fl. L.M. 1704.- 1706 -Kredit-Anstalt zu 200 fl. 0. W 1 <<3.?0 183.80 N.ä, E«com.-Gts.zu500st.ü.W. 61?.- 619.— S.-E.-Ozu200fl.TMo.500Fr, 242,- 242,20 Kais. Elis. Bahn zu 200 fi. «M, 13'.'/.0 140.-Nllb .nc.rdd,Ver,-V.200 „ .. 132,25 l32.5>0 Güb,St.-.l,-vsN.u,l-,.E,20<)fi. 169.75 170. -Gal.«avl0 Geld Waare Vijhm. Westbahn ,ir 200 sl. . ,47.50 148- Orst.Don.-2amPssch,-Gcs. ^^ 480.- 482.— Ocstcrrcich. ^luvd in Trieft Z H, 1ft6.— 188.— Wkn,Damvfm.-Ac!g 500si.6.W. 460.— 465.— Pcslcr KMenwictc .... 380.— 3^.'».— N:!lzlc>-?lnstrlll-^anl zu 20l>fl, N0,25 110.75 ^'slnbcrgcr Ecrnowilzcr ?lcticn . 168. - 1<'i». - Pfandbriefe (jiir 100 ft.) Nalronal: ^ bank auf ^ vcrloebar zu 5"/. !'2 60 92,80 ?lllsz. dst, Budeil-Ercdit-Nnstall ucrlosbar zn 5'/« in Silber 1"3.— 104 — Uvse (pr. Gtücl.) ^rcd..A.,.H,u,G.z. lO0fl. ii.W. !28 5> 128.75 Dou.-Dmpssch.-G.;.I00fl.CM. 86.- ><7.- Sladtgcm. Off« „ 40 „ ». W. 24 75 25.25 Tftcrha;,, j„ 40 si. EM. ,,?.— 119. - Salli, ,. 40 „ ,. . :N 50 32 PliÜfty „ 40 „ ,. . 24.lib 24,75 Clary zu 40 ft, EM. 26,- A>.) St.Gcnoi« „ 40 „ „ , 25.- ^ Windischgrilh ., 20 ,. „ . 16.50 N"^ Waldslciu „ 20 „ „ . 20.75 2>>' Kcglcvich „ 10 „ „ . 14.50 1^ Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 13,- ^' Wechsel. (3 M°nat^ AussMirg sllr 100 st sildd. W. 101.I>> ^^'50 ssrauljnrta.M 100 fl. dctto 101.^1"'^ Hamburc;. fiir 10>» 3Nark Vanko 89 ?0 ^'^ London filr 10 Pf. Sterling . 121 25 ^» ^ Pari« flir 100 Frank« . . . 48.25 45 (5vl,rs dcr Gcldsortcn K. Mul,,-Dlicaten 5 fl. 76^ lr. 5 sl- ^ ^, Napolconssd'cir . . 9 „ 69z „ 2 ,< " „ Russ. Imperial«« . 9 „ 95 „ 10 „ ^, ^ Vcrciuethalsr . . l „ 78 „ ' " /5',. Tilber . . 119 „ 25 „ 1«!' ,. ^ Kiüiüische GrundeullaNung« . Ol)liga»o>lc»i, ? ualuolllung 1 87 t^elb, 93 Uaa«