Jahresbericht des 1886 . Laibach 1887. V e r 1 a g des t e c h n i s e h e n Vereines. Dmck von Ig. v. Kleinmayr & Fed. Hamberg. 615. \ I Ueberblick liber das Vereinsjahr 1886. Der technische Verein in Krain hat im abgelaufenen Vereins- jahre wieder den Beweis seiner Lebensfahigkeit erbracht, und ge- stalteten sich die Wochenversammlungen zur geistig anregenden und geselligen Vereinigung der dem Fortschritte huldigenden Berufs- genossen. Die Generalversammlung vom 2. Februar wahlte in dieVereins- leitung als Vorstand: Stellvertreter: Secretar: Stellvertreter: Cassier: Stellvertreter: Bibliothekar: Stellvertreter: Oekonom: A. Bliithgen, Sectionsvorstand, J. Liebemvein, Heizhausleiter, E. Zajkovuski, k. k. Professor, C. Potočnik, k. k. Baurath i. P., F. Witschl, Landesingenieur, A. Schzuab, k. k. Ingenieur, V. Hrasky, dipl. Ingenieur, W. Poka de Pokafalva, Ingenieur, A. Tonnies, Baumeister. Dem in derselben Versammlung gestellten Antrage zur Auf- lassung solcher Zeitschriften, welche fiir die Mitglieder ohne Inter- esse sind, sowie Pranumeration 'feiniger sehr interessanter und gut redigierter Zeitschriften wurde entspi-ochen. Dem weiters ausgesprochenen Wunsche um grosstmoglichste Reducierung der Ausgaben konnte durch Herabsetzung der Diener- entlohnung sowie Plrsparnis an Brenn- und Beleuchtungsstoff derart entsprochen werden, dass das Stammcapital in diesem Jahre nicht nur nicht angegriffen werden musste, sondern ein Betrag per 20 fl. erspart wurde. Der in der gleichen Versammlung gefasste Beschluss, Fach- referenten zu wahlen, welche iiber die in den Zeitschriften ent- 4 haltenen Neuerungen auf allen technischen Gebieten zu berichten gehabt hatten, kam leider nicht zur Durchfuhrung, da eine frei- willige Meldung von Mitgliedern nicht erfolgte. Trotzdem gelang es jedoch, fiir die alle 14 Tage stattgefun- denen Versammlungen Vortrage sicherzustellen, so dass es an wissen- schaftlichen Anregungen in denselben nicht mangelte, wozu iibri- gens aucli die hiesige Maschinenfabrik G. Tonnies durch Ausstellung diverser Maschinen beigetragen hat. Das abgelaufene Vereinsjahr war fiir den Verein insofern von Bedeutung, als derselbe genothigt war, sein durch fiinf Jahre unentgeltlich innegehabtes Locale zu verlassen. — Diese Kiindigung hatte fiir den Verein sehr verhangnisvoll werden konnen, indem die Nothwendigkeit herangetreten ware, ein Locale zu mieten, wozu die Mittel des Vereines nicht ausgereicht hatten. — Die Vereins- leitung wendete sich deshalb an den hohen Landesausschuss mit der Bitte, dem Vereine im neuen Musealgebaude ein Lesezimmer unentgeltlich zu iiberlassen, welchem Ersuchen auch in der bereit- willigsten Weise entsprochen wurde. — Hierfiir wurde der genannten Behorde sowohl als auch dem Custos, Herrn Landesausschuss Deschmann, fiir dessen besondere Unterstiitzung der Dank votiert. Der Verein hatte im abgelaufenen Jahre mehrfach Gelegenheit, sich mit Fragen von offentlichem Interesse zu beschaftigen und auch an den Bestrebungen, die sociale Stellung der Techniker in Oesterreich zu heben, mitzuwirken. Ueber Anregung der Delegation der bohmischen technischen Vereine wurde von ihrem Comite eine Petition an den hohen Reichsrath, die Regelung der Baugewerbe betreffend, ausgearbeitet und durch den Reichsrathsabgeordneten Excellenz Baron Schwegel iiberreicht. Dem Reichsrathsabgeordneten Ingenieur Siegmund wurde fiir sein mannhaftes Auftreten in der gleichen Prage der Dank des Ver¬ eines votiert. Eine Zuschrift des Comites fiir den Binnenschiffahrts-Congress lud den Verein zur Pheilnahme ein. Das diesbeziiglich gewahlte Comite erklarte jedoch, dass es vvohl die VVichtigkeit dieser Frage fiir unser vaterlandisches Interesse anerkenne, dass jedoch der Verein eine Beschickung des Congrcsses aus finanziellcn Griinden nblehnen miisse. 5 Der hygienische Congress bat sich ebenfalls wegen Theil- iiahme und Forderung seiner Bestrebungen an den Verein gewendet und das Ersuchen gestellt, sich vvegen Bildung eines Localcomites mit dem Herrn Landes-Sanitatsreferenten ins Einvernehmen zu setzen. Der Antrag, dem Aufrufe Folge zu leisten, wurde mit der Moti- vierung der Wichtigkeit der Hygieuie fiir das allgemeine Wohl und der Nothwendigkeit, dass der Techniker gerade neben den Aerzten am ersten berufen ist, hierzu Stellung zu nehmen, einstimmig an- genommen und zwei Mitglieder in das Localcomite entsendet. Von der Bausection des Gemeinderathes wurde die Frage gestellt, ob der Verein geneigt sei, in einer strittigen Bauangelegen- heit ein Gutachten abzugeben. Wie nicht anders zu’erwarten. wurde die Frage in der Wochenversammlung vom 14. Janner 1887 bejaht und ein Specialcomite von drei Mitgliedern gevvahlt. Am 17. Juni unternahm der Verein Liber Einladung der Herren Directoren Hopfgartner und Dietrich einen Ausflug nach Gortschach und Zwischenwassern zur Besichtigung der dortigen Papier- und Holzstofif-F abriken. Der Laibacher Tagespresse, vvelche die Vereinsanzeigen un- entgeltlich zur Veroffentlichung brachte, sei hiermit der beste Dank erstattet. Die seit der vorjahrigen Generalversammlung gehaltenen Vor- trage sind nachstehend in chronologischer Reihertfolge verzeichnet. 10. Februar 1886. Herr Sectionsvorstand Bliitligen: «Ueber Bahnhofsanlagen in Deutschland,» Der Vortragende besprach., an der Hand sehr interessantet Daten, den Frachten- und Personenverkehr der deutschen Bahnen und der dadurch bedingten grossen Anlagen, welche allenthalben den Umbau der bestehenden Bahnhofe, wie z. B. in Berlin, Ham nover, Koln, Miinchen, Mainz etc., nothwendig machten. Er beriihrte Sodann die verschiedenen Losungen dieser Frage riicksichtlich Cen- tralisierung oder Theilung der Dienstzweige, \vobei er die daftir oder dagegen sprechenden Momente eingehend erorterte. Im wei- teren Verlaufe des Vortrages besprach der Vortragende sodann die Bahnhofe als Kopf- und Mittelstationen und erklarte dieselben an der Hand von Planen des Berlin-Anhalter und des Hannover’schen 6 Bahnhofes auf das eingehendste. Schliesslich hob Herr Bliithgen noch die zweckmassige Eintheilung und die opulente Ausschmiickung der Raume sowie die hohen Kosten hervor. 24. Februar. Herr Ingetiieur Lippert: «Ueber die Verbesserung der Trans- portmechanik am Wasser zum Zwecke technischer Steigerung der Leistungsfahigkeit des Wasserverkehrs.» Der Vortragende wies darauf hin, dass sich noch von der Seglermechanik her die Kraft verschwendende Betriebsmethode er- halten habe, wie mit einem Wasserpfluge die Wogen rechts und links vom Schiffe aufzuwiihlen, wodurch eine dem Transportpensum ganz ferne liegende, den Canalufern sogar Gefahr bringende Wogen- arbeit verrichtet wird, wahrend doch die Aufgabe des Raum- schaffens vor dem Fahrzeuge zugleich mit jener des Raumfiillens hinter dem weiterfahrenden Schiffe combiniert sein miisse, um das Princip der Kraftokonomie zu wahren. «Statt dessen aber sehen wir,» sagt Ingenieur Lippert weiter, «unsere heutigen Schiffspro- peller durch die saugende Schraubenvvirkung derselben einen Kiel- wasserstrom vom Hinterschiffe weg auf weite Distanzen in Bewe- gung setzen, wo der Wogenaufruhr in gar keinem Zusammenhange mit der eigentlichen Transportaufgabe steht. — Der notorische Effect der mechanischen Propeller ist demnach auf ganz anderes gerichtet, als der der Fische, welche durch ihre schlangelnde Be- wegung jeden Stoss des Schwanzes zu einer raumschaffenden Seiten- bewegung des Kopfes verwerten und cladurch jenen grossen Wider- standsantheil unserer Schiffe umgehen, den man als «Formwider- stand» ftir geradezu unvermeidlich hinnahm. Allerdings sind zur Erzielung gleicher Effecte am Schiffe ganz andere mechanische Constructionsformen erforderlich, als wir sie beim Fisch beobachten.* Der Vortragende zeigte sodann an der Tafel, wie derartige Con- structionen beschaffen sein miissten, und ftihrte an, dass einige praktische Einrichtungen bestehender Trajectschiffe auch im engen Fahrwasser der Canale mitVortheil anzuwenden waren, um grossere Transportschnelligkeiten zu erzielen. Im weiteren Verlaufe des Vor- trages wurden auch treffende Parallelen gezogen mit der Arbeits- verschwendung durch kiinstlich geschaffenen Formwiderstand beim Ballontransport. Hierbei wurde der Bosse’sche Schraubenballon ohne 7 Formwiderstand illustriert, und schloss Ingenieur Lippert, der in flugtechnischen Kreisen durch seine «Natiirliche Fliegesysteme» wohlbekannt ist, seinen Vortrag, indem er erklarte, dass auch der Maschinenflug nach Beseitigung dieser luxuriosen Arbeitsverschwen- dung leichter moglich sein wird, als wir dies erwarten. An der Debatte betheiligten sich die Herren Potočnik, Reit- meyer und Bliithgen. 10. Marž. Herr Baurath i. P .Potočnik: «Ueber das Project der Schiffbar- machung der Save von Salloch abwarts.» Der Vortragende wies auf die vor Erbauung der Steinbriick- Agramer Bahnlinie bestandene Schififahrt hin. besprach dieWieder- herstellung der bestandenen, theilweise zerfallenen Regulierungs- bauten und die nothvvendige Erganzung derselben und erorterte die Kostenfrage und den voraussichtlichen Ertrag. In die hierauf fol- gende Debatte griffen die Herren Hrasky, BUithgen, Giirke ein, und bezeichnete ersterer die Kosten als zu nieder gegriffen, halt iiberhaupt die Regulierung schon von Salloch aus fiir Schiffahrts- zvvecke der bedeutenden Geschiebefuhrung wegen fiir unmoglich, \velcher Anschauung sich auch Ingenieur Bliithgen anschloss, und wies derselbe speciell noch auf die ganz unbedeutende Schiffsfracht, welche fiir den oberen Lauf der Save bis Agram zu erwarten sei, hin. 17. Marž. Herr Ingenieur Poka de PokafaLva: «Ueber Wasserversorgung dalmatinischer Stadte mit besonderer Beriicksichtigung von Sebenico.* Herr Poka bespricht zuerst die schrvierige FVasserbeschaffung im Karstgebiete Dalmatiens im allgemeinen und theilt mit, dass beispielsweise in Sebenico das Trinkwasser meilenrveit zugefiihrt werden musste. — Das VVasser fiir die Ausriistung der Maschinen der k. k. Staatsbahn musste in Wassenvagen von Berkovič zugefiihrt werden. Deshalb sah sich diese auch genothigt, im Verein mit der Commune in Sebenico eine VVasserleitung herzustellen. Am geeig- netsten fiir diesen Zweck wurde die circa 1 1 a Meilen von der Staclt liegende Kerka befunden, und zwar umsomehr, als die Wasser- fiille derselben sehr giinstig als Betriebskraft zu venvenden waren. Die Pumpstation vvurde daher in unmittelbarer Nahe der erwahnten 8 Kerkafalle situiert und als Betriebsmotoren zwei Wassersaulen- maschinen, resp. Druckpumpen aufgestellt. Nachst dem Maschinen- hause befindet sich der 5 m tiefe Brunnen mit einer Querschnitts- flache von 24 nr, aus dem das Sickerwasser der Kerka auf eine Hohe von 172 m hinaufgedriickt wird. Die Anlage der Wasser- leitung ist insofern sehr interessant, dass bei der Trače auf eine ausserst giinstige Ausniitzung des Terrains fur die Erzielung von natiirlichem Ueberdrucke Bedacht genommen wurde. Von dem oben envahnten Punkte geht die Leitung im natiirlichen Gefalle 3500;« lang, durch den vorhandenen Ueberdruck wird das Wasser wieder 85 m gehoben, geht neuerdings im natiirlichen Gefalle 1750;« und ersteigt sodann wieder eine Hohe von 58;«. In dieser Weise setzt sich die Leitung fort, bis sie nach circa 10 km Lange im Feld- reservoir ober der Stadt endigt. An den tiefsten Punkten der Lei¬ tung sind Schlammkasten, an den hochsten Ausgusscisternen an- gebracht. 31. Marž. Herr Ingenieur Lippert: «Ueber Bergbahnen.* Der Vortragende erorterte eingehend die sammtlichen der- malen bestehenden Systeme von Zahnrad- und Drahtseilbahnen und schliesst seinen Vortrag mit dem Resume, dass zum Zwecke besserer Rentabilitiit kiinftiger Gebirgsbahnen noch eine Constructionsliicke auszufiillen sei zwischen dem Adhasions- und dem Zahnschienen- systeme. Die Adhasionsmaschine bedingt eben bei grossen Bahn- steigungen eine im Vergleiche zur Zahnrad-Locomotive ausserordent- liche Vermehrung der Constructions- und der todten Last, wahrend das reine Bergmaschinensystem mit stossweisem Zahnstangeneingriff nur ftir langsamen Zugverkebr beniltzbar ist. Andererseits wieder geht der Vortheil rascheren Adhasionsverkehres auf der unvermeid- lich in die Lange gezogenen, weil wenig steigenden Adhasionsbahn umsomehr verloren, als sich im Gebirge die sanften Traceniiber- gange nur mit kostspieligen Kunstbauten oder bedeutenden Erd- arbeiten erreichen lassen, wahrend das Gebirgsbahnsystem der Zu- kunft sich leicht dem Terrain anschmiegen, moglichst wenig todte Last mit in die Plohe schleppen und auf den minder steilen Strecken doch auch seine Maschinenkraft durch bestmogliche Fahr- schnelligkeit voli ausniitzen miisse. 9 14 - April. Herr Director Dietrich: «Ueber Filteranlagen* und «Ueber VVasserleitung, Canalisation und Rieselfelder der Stadt Danzig.» Der Vortragende zeigt an den an verschiedenen Tagen ge- schopften Wasserproben der Save und den bei der Filtration mit- tels Schwamm und Wolle zuriickgebliebenen Schlammtheilen, wie unrein das Wasser der Save trotz der scheinbaren Klarheit des- selben noch sei. Er. konne daher eine Verwendung dieses Wassers zur Versorgung der Stadt Laibach nicht anempfehlen. Er bespricht sodann verschiedene Systeme der Filteranlagen sowie das ver- schiedene hierbei in Vervvendung befindliche Material und erwahnt, dass in neuerer Zeit meistens die Methode, von unten nach oben das Wasser durch die Filter zu leiten, angewendet wird. Hierdurch sei eine viel griindlichere Reinigung des Filters moglich. Herr Dietrich gieng sodann auf die Wasserleitung der Stadt Danzig iiber, deren Anlage er an der Hand von Situationen und Planen genau erklart und mittheilt, dass sich der laufende Meter auf 24 Mark gestellt hat. Hierauf besprach der Vortragende die Canalisierung sammt Pumpstation und Rieselfelder. Die grosseren Canale sind aus Ziegeln (Eiprofil), die Zuleitungen aus Thonrohren hergestellt. Cementcanale kamen in Anbetracht des vorziiglichen Ziegelmateriales nicht zur Ausfiihrung. Die Rieselfelder, welche friiher gar keinen Ertrag abwarfen, sind dermalen pr. Hektar um 210 fl. verpachtet und liefern ganz ausgezeichnete Gemiise und Feld- friichte. — Bei der sich daran kntipfenden Debatte bemerkte k. k. Professor Knapitsch, dass allerdings das aus der Save direct ge- schopfte und durch kurze Filter geleitete Wasser als Trinkvvasser nicht zu verwenden sei. Ein bedeutender Unterschied sei jedoch, und dies komme ja auch iiberhaupt nur in Frage. wenn das Wasser nur dem Flussgebiet, z. B. bei Stoschze, 2 km von der Save entfernt, entnommen werde. wo das Wasser denn doch durch eine ganz bedeutende Filterflache geleitet worden sei, und stehe dasselbe qualitativ dem Wiener Hochquellenwasser nur wenig nach. Ein Beweis seien die ganz nahe der Save befindlichen Brunnen, dic selbst bei Hochwasser vollkommen klares Wasser geben. Hin- sichtlich der Rieselfelder bezvveifelt Professor Knapitsch, dass das von denselben abfliessende Ueberwasser wirklich so vollstandig frei 10 von Harnstoffen sei, wie der Vortragende erwahnt bat. Inge- nieur Bliithgen gibt zu, dass speciell im Dtinensande sich Riesel- felder in den ersten Jahren noch bevvahren mogen. Es ist jedoch eine Sache der bitteren Erfahrung, dass die Berieselung selbst von mittelgutem Boden denselben in der ktirzesten Zeit so verschlammt, dass der Landwirt in dieser speckigen Ackerkrume nicfit nur keine besseren Resultate erzielt, sondern dass die Felder fiir die Land- wirtschaft total unbrauchbar werden. Uebrigens auch vom sanitaren Standpunkte betrachtet, sind die Rieselfelder nicht zu empfehlen. Berlin beklagt sehr, die Berieselungsanlage ausgefiihrt zu haben. und 18 Stadte Englands haben die Berieselung wieder aufgegeben. Was dagegen die Wasserleitung betrifft, so ware es nach seiner Ansicht ein grober Fehler, wenn man sich bei einem Wasser von solcher Qualitat und absolut constantem und geniigendem Zuflusse, wie es das Savegebiet in Aussicht stellt, zu einer so kostspieligen Leitung. wie die von Podvodje, verleiten lassen wiirde. Ingenieur Hrasky hat gefunden, dass trotz der langere Zeit in Betrieb ge- standenen Berieselung in Danzig von einer Humusschichte, die sich, wie man annehmen solite, gebildet haben miisste ; nichts z.u bemerken war. Hinsichtlich der Wasserleitung stimme er entschie- den fiir das Wasser von Podvodje. 28. April. Schlusskneipe und Abschiedsfeier des Vereinsmitgliedes Sections- ingenieurs Herrn Giirke. 20. Oktober. Herr Ingenieur Lippert: «Ueber Oekonomie der Maschinen.* Herr Lippert wies darauf hin, dass das Kleingevverbe in unserm Jahrhundert durch štete Erfindungen und Verbesserungen vorhandener Erfindungen eine vollkommene Umwandlung erfahren hat. und dass heute nur der Gewerbtreibende concurrenzfahig ist, der imstande ist, schnell und billig zu erzeugen. Deshalb mussen alle Verrichtungen, welche friiher unter grossem Zeitaufwande von Menschenhanden besorgt wurden, heute den Maschinen Liberlassen werden, die denn auch mit grosserer Kraft, schneller und exacter arbeiten, als dies mit Menschenkraften moglich ist. Er zeigte dies nun an den vorhandenen, durch die Maschinenfabrik Tonnies in bereitvvilligster Weise beigestellten Maschinen (Stemmaschine, Hand- bohrmaschine, Kreissage fiir Fussbetrieb etc.) und der in der glei- chen Zeit bcwirkten Leistung des Arbeiters, und berechnete hieraus die bedeutende Ersparnis, welche sich durch Anvvendung der Ma¬ schinen gegeniiber der Handarbeit erzielen lasst. Am Schlusse be- sprach Ilerr Lippert noch die verschiedenen Constructionen der- artiger Maschinen und die daran vorgenommenen Verbesserungen. 3. November. Herr Sectionsvorstand Bliithgen: «Ueber Heizung und Hei- zungsanlagen.» Der Vortragende begann seinen Vortrag damit, dass er alle auf Warmeverlust abzielenden Mangel in der Bauanlage selbst und in den Heizungen eingehend kritisierte und hervorhob, vvelche Mittel und Constructionen anzuwenden waren, um diesen Uebel- standen gleich beim Baue wirksam zu begegnen. Sodann erorterte der Vortragende die fiir eine rationelle Beheizung erforderlichen Vor- bedingungen (Anlage der Kamine, der Ziige und Feuerungen) und unterzog hierauf speciell den Vei'brennungsprocess einer genaueren Betrachtung. Aus vorgenommenen Versuchen theilte er mit, welche bedeutenden Quantitaten brennbarer Gase bei ungeniigender Luft- zufuhr oder Luftiiberschuss unbeniitzt durch den Rauchfang ent- weichen, und berechnete an Beispielen, welche erheblichen Verluste fiir grossere industrielle Stadte hieraus resultieren. abgesehen von der schadlichen Wirkung der im Rauche enthaltenen Kohlenoxyd- gase und der schwefeligen Saure auf Thiere und Pfianzen. Zu den Heizobjecten selbst, und zwar zu den Zimmerofen iibergehend, bob Herr Bliithgen hervor, welchS Anforderungen an einen solchen vom asthetischen, okonomischen und hygienischen Standpunkte aus gestellt werden miissen, und besprach von diesem Gesichtspunkte aus an der Hand schematischer Skizzen und Zeichnungen eine Anzahl alterer und neuerer Ofenconstructionen. 17. November. Fiir diese VVochenversammlung war eine Debatte iiber die im vorigen Jahre stattgehabten Ueberschwemmungen im oberen Save- thale auf die Tagesordnung gesetzt. Nachdem der Vorsitzende einen kurzen Riickblick liber die unmittelbaren Ursachen und die so ver- heerenden Folgen dieser Katastrophe gegeben hatte, stellte er an den amvesenden Landesingenieur, dipl. Ingenieur Hrasky, das Er- suchen, das bei seinen im Auftrage des hohen Landesausschusses unternommenen Erhebungen gesammelte Material dem Vereine mittheilen zu wollen und gleichzeitig seine Ansicht iiber die Mittel zur Hintanhaltung weitercr Ueberschwemmungen auszusprechen. Herr Hrasky erklarte, fiir einen fachgemassen Vortrag wohl nicht vorbereitet zu sein, ergriff aber dennoch das VVort und gab in kurzen Umrissen ein klares Bild iiber die Situation und die Haupt- ursachen der Ueberschivemmung. Einen genaueren Bericht iiber die Ueberflutungen sowohl, als iiber die nothivendigen Verbauungen der VVildbache sagte Herr Hrasky fiir die nachste Vereinsversamm- lung zu. An der sich hierauf entspinnenden Debatte betheiligten sich Herr Baurath Potočnik und Herr Director Luckmann. i. Dezember. Herr dipl. Ingenieur Hrasky: «Ueber Ueberschwemmungen und Wildbachverbauungen.» (Siehe beigehefteten Separatabdruck.) 15. Dezember. Die Wochenversammlung fiel wegen des bevorstehenden Weih- nachtsfestes aus. 29. Dezember. Herr Ingenieur Lippert: »Ueber Arbeiterwohnhauser. » Die Frage der Arbeitervvohnungen, beginnt der Herr Vor- tragende, ist auch bereits fiir Laibach eine sehr acute und schon deshalb von grossem Interesse, weil ein capitalskraftiger Verein in humanster Weise die Anlage billiger Familienwohnhauser in Angrifif nimmt. Das Arbcitervvohnhaus war friiher nur allzusehr ein Stiefkind, dem nirgends Beachtung geschenkt wurde. Erst neuerer Zeit be¬ ginnt man humaner zu denken, und wo neben den grosseren Fabriksetablissements der Besitzer nicht aus eigener Initiative fiir menschenwiirdige Unterkunft der Arbeiter gesorgt. dringt heute die Gewerbebehorde darauf, dass es geschieht. So vvurden in einer !3 nachbarlichen Gewerkschaft erst vor kurzem 19 VVohnhauser fiir die Knappschaft hergestellt. Freilich handelte es sich hier nicht um Wohnungen, wie sie der besser situierte Arbeiter in den In- dustriecentren verlangt. Die unmittelbare Nachbildung der vom Vortragenden vor- gelegten Musterplane aus englischen, belgischen, franzosischen und deutschen Industriebezirken ist im Hinblick auf die anders gearteten Restimmungen unserer Bauordnung nicht gut moglich. Wahrend in anderen Landern z. B. Holztreppen von geringer Breite toleriert sind, werden bei uns ganz steinerne oder doch unterwolbte Stiegen, und zwar von einer solchen Breite verlangt, dass wir nothgedrungen zu einer solchen Raumaustheilung greifen miissen, welche durch Ersparnis an anderen Raumen das wieder hereinbringt, was die Stiegen an Raum wegnehmen. — Aehnlich verhalt es sich mit den Mauerstarken, vvodurch sich das freistehende Cottagehauschen ver- theuert. Pisebau ist fiir hiesige Verhaltnisse nicht zu empfehlen. — Ist das Niveau der Strasse und des Hofraumes ein verschiedenes, so empfiehlt es sich, zwei Wohnungsgruppen in verschiedenem Niveau mit gemeinschaftlicher Riickrvand so aneinander zu stossen, dass der Fussboden der einen mit Rucksicht auf das vordere, jener der anderen mit Rucksicht auf das riickwartige Strassenniveau an- gelegt vvird. Dadurch werden nicht bloss die Starken der gemein- schaftlichen Mittelmauer um einen halben Ziegel geringer, weil die beiderseitige Tramlage um eine halbe Geschosshohe verschieden ist, sondern auch die Dachconstruction wird einfacher und deshalb billiger; namentlich aber wird die Trennung der unter gemein- schaftlichem Dache gebauten, in ein Erdgeschoss und oberen Stock getheilten Wohnungen eine viel vollstandigere. — So erhalten wir beispielsweise nach diesem Etagensystem, wenn wir das Haupt- strassenniveau als das hohere annehmen, mit dem abwartsfiihrenden Treppenarm einen ganz isolierten Wohnungszugang zur garten- oder hofseitigen Parterrewohnung und mit der aufwarts steigenden Stiegen- halfte wieder einen getrennten Zugang zur oberen Partei. Ingenieur Lippert bat dieses System fiir derartige Hauser auf dem Grunde der Laibacher Maschinenfabrik noch weiter durchgebildet, wodurch eigentlich jedes Zimmer im Hause seinen separaten Zugang vom Treppen-Ruheplatz aus gewinnt, oline dass es weiterer Giinge oder lastiger Beriihrungen der Parteien untereinander bedarf. 14 Zur Sache sprachen: Herr Director Luckmann, k. k. Professor Zajkowski, Ingenieur Hrasky und Bliithgen. 12. Janner. Herr dipl. Ingenieur Hrasky: «Ueber Ueberschwemmungen, Regulierungen und Wildbachverbauung im oberen Savethal.» (Schluss des Vortrages vom i. Dezember.) (Siehe beigeschl. Separatabdruck.) 26. Janner. Herr Ing. Hanus: »Ueber die Wiener Wasserleitung und deren Calamitaten.» Der Vortragende bemerkt, dass ihm gelegentlich einer Reise nach Wien gestattet war, statistische Daten beziiglich der Wiener Hochquellenleitung zu sammeln und sich personlich von der Cala- mitat, mit welcher die Commune dermalen zu kampfen hat, zu tiberzeugen. — Er glaube nun, mit Riicksicht auf die Losung der Laibacher Wasserleitungsfrage, diese Daten dem Vereine nicht vor- enthalten zu sollen, und beginnt seinen Vortrag damit, dass er die Anlage der Wiener Hochquellenleitung kurz beschreibt. Hierauf geht Herr Hanuš auf den Wasserzufluss iiber und gibt eine Zusam- menstellung der Maxima und Minima desselben sowie der seinerzeit calculierten Zufliisse. Sodann besprach der Vortragende die Mass- nahmen zur Erhohung des Wasserzuflusses behufs Bedeckung des nothwendigsten Bedarfs, beschrieb hierauf die in Ausfuhrung be- griffenen Erweiterungsbauten und zog endlich aus den VViener Er- fahrungen die Consequenzen fiir die Laibacher VVasserversorgung. Katalog der Vereinsbibliothek. i — 6. Fortschritte des Eisenbahnwesens, 1881—86. 7 — 12. Maschinen-Constructeur, 1881 — 86. 13 — 75- Polytechnisches Journal, 1823—86. 76—77. Hannov. Ing,- und Arch.-Zeitschrift, 1885 — 86. 78 — 81. Berg- und hiittenmannische Zeitschrift, 1881—84. 82 — 86. Elektro-technische Zeitschrift, 1882 — 86. 87 — 89. Bauindustrie-Zeitung, 1884 — 86. 90—95. Wochenschrift ) des osterr. Ingenieur- und 96 — 101. Monatshefte i Architekten-Vereines, 188 r— 86. 102—106. Blatter fiir Kunstgewerbe, 1882 — 86. 107 — n 2. Allgemeine Bauzeitung, 1881 — 86. 113 — 118. Der Bautechniker, 1881 — 86. 119 — 121. Baugewerks-Zeitung, 1882 — 84. 122. Centralblatt der Bauverwaltung, 1886. 123 — 125. Zeitschrift fiir Vermessungswesen 1881 — 83. 126—129. Patentblatt, 1881 — 84. 130 — 131. Journal fiir Gasindustrie, 1881—82. 132. Centralblatt fiir Eisenbahnen und Dampfschiffahrt, 1881. 133. Zeitschrift des Vereines deutscher Elisenbahnen, 1881. 134. Zeitschrift fiir Berg-, Hiitten- und Salinenwesen, 1881. 135. Grebener, Bewegung des Wassers in Fiiissen u. Canalen. 136. Operat iiber kiinftige Meliorierung des Laibacher Moores. 137. Bericht der Commission iiber Bau und Einrichtung von Theatern. 138. Bericht der Commission iiber Aufstellung neuer Typen fiir gewalzte Trager. 139. Bericht iiber die Studienreise des osterr. Ing.- und Arch.- Vereines auf der Donau. 140. Bericht iiber die Studienreise des osterr. Ing,- und Arch,- Vereines im September 1885. 141. Vorkommen und Venvendung des Asphalt. Vortrag von Schefftel. Aufliegende Zeitschriften. 1. Fortschritte des Eisenbahnwesens, Heusinger. 2. Maschinen-Constructeur, Uhland. 3. Polytechnisches Journal, Dingler. 4. Hannoversche Ing.- und Arch.-Zeitschrift, Hannover. S- Elektro-technische Zeitschrift, Wien. 6. Zeitschrift fiir Bamvesen, Berlin. 7. Centralblatt der Bauverwaltung, Berlin. 8. Wochenschrift \ , . . . , . ,,,• , T , , , des osterr. Ing,- und Arch.-Vereines, VVien. 9. Monatsheft > & 10. Bauindustrie-Zeitung, VVien. 11. Blatter fiir Kunstgewerbe, Storck. 12. Allgemeine Bauzeitung, Forster. 13. Der Bautechniker, VVien. NB. Die Herren Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, dass ihnen statutenmassig das Recht zusteht, Biicher und Zeitschriften gegen Bestatigung zu entlehnen. Einnahmen Ausgaben 17 2 Frz. VVitschl Mitglieclerverzeiclinis. Der Verein ziihlt: a) unterstiitzendes Mitglied i, b) wirkliche Mitglieder 44. ' . Ueber Regulierung der GebirgsfLusse mit Bezug auf die Wurzener Save. Vorlesung des Landesingenieurs J. Vlad. Hrdsky. (Mit einer autographierten Tafel.) So sind die Fliisse wie die Liinder, welche dieselben durcheilen. Plini us. Der krairiische Landesausschuss liat im September v. J. die nothigen Erhebungen, betrefffend die locale Abhilfe bei Wasser- gefahren in den durch die HochwaSser des Saveflusses und Feistritz- baches im Herbste 1885 schvver heimgesuchten Ortschaften Ober- krains: Birnbaum, Assling, Jauerburg und Mojstrana veranlasst und mich mit dieser Aufgabe betraut, welche ich mit Rticksicht auf die vorgeriickte Jahreszeit und die mir fiir diesen Zweck zur Ver- fiigung stehende nocli kiirzere Arbeitsdauer derart gelost habe, dass ich bloss liber die Regulierung des Feistritzbaches ein Detail- project, dagegen iiber die Regulierung der Save von Birnbaum bis Jauerburg nur ein Generalproject, jedoch im Sinne des Meliorations- gesetzes ausarbeitete, welches ich hiemit der verehrten Versamm- lung zur gefalligen Einsicht und Begutachtung vorlege, und zugleich bemerke, dass es sich urspriinglich bloss um Erhebung von localen Massregeln und hicht um eine systematische Regulierung handelte; da jedoch ohne eine solche die Sanierung von Wasšergefahren un- moglich ist und durch den localen Schutz der Fluss eher venvildert als corrigiert wird, ist von den im kurzen Wege auszufiihrenden Uferschutzbauten ganzlich Umgang genommen und einer durch- greifenden, systcmatischen Regulierung das Augenmerk gewidmet worden Jede solche Arbeit zerfallt bekanntlich bei Gebirgsfliissen in drei grosse miteinander unmittelbar zusammenhangende Phasen, und zwar in die Zurii ckh altung des Geschiebes an den Er- zeugungsstellen, die Geraderichtung des Flusslaufes und die Ausbildung eines normalen Flussbettprofiles. Die Zuriickhaltung des Geschiebes soli natiirlicher- weise nicht nnr in denjenigen Gebirgspartien des Niederschlags- gebietes, welche mit der zu regulierenden Flusstrecke unmittelbar zusammenhangen, sondern bei allen oberhalb einmiindenden Wild- und Gebirgsbachen — mit Ausnahme derjenigen, welche ihren Schotter in natiirlichen Reservoiren und Gebirgsseen ablagern — vorgenommen werden; auf diese Art solite auf der Wurzener Save vom Ursprunge bis nach Jauerburg nachstehende Verbauung in Ausfiihrung gebracht werden : An der linkenSeite: der Wurzener Wildbach, Flladnikbach, Belcabach (erganzt), Presnegbach, Mlincagraben, Dover šnik- bach, Jesenicabach; an der rechten Seite: der Planicabach, Pi- šencabach, Martulikbach, Feistritzbach. Von allen diesen Bachen ist es bloss der Belcabach, an dem durch die k. k. Staats- bahn bereits ein Anfang mit den Verbauungen gemacht wurde, indem zwei Thalsperren ausgefiihrt worden sind — und da n n ist es der Feistritzbach, dessen Verbauung durch ein Landes- gesetz fiir die nachste Zukunft gesichert worden ist — sonst wurden bis jetzt keine systematischen Sicherungsbauten an irgend welchen von den oben angefiihrten Bachen in Angriff genommen. Der so- genannte Wurzener See darf als kein Schotterreservoir betrachtet werden; es ist bloss das Grundwasser, welches hier zutage tritt und je nach der Niederschlagsmenge einen' hoheren oder seichteren Stand ausweist. Bloss die Wocheiner Save geniesst die Vortheile eines natiirlichen Schotterfangers in dem Wocheiner See, und es ist eine allgemein bekannte Sache, dass die Hochwasser und Verschotterungen dortselbst weder so gefahrlich auftreten, noch dass das Hochwasser soviel erdige Bestandtheile mitschwemmt, wie das der Wurzener Save. Die gedachten Verbauungen hatten sich nicht nur auf die Ausfiihrung von Thalsperren, sondern auch auf die Befestigung der Gebirgslehnen und Rutschterraine (welche namentlich in den Werf- ner Schichten, die unter einem steileren Winkel einfallen, haufig vor- kommen) durch Berasung, Bewaldung und Drainierung auszudehnen, und es solite auch der Bewirtsc,haftung der eben vertheilten VValdungen eine strenge amtliche Ueberwachung auferlegt 23 vverden. Ausserdem solite bei einer durchgreifenden Abhilfe zuerst oder doch gleichzeitig auch die obere Partie der Wurzener Save zwischen VVald und Birnbaum naheren Vorerhebungen unterzogen und in das Arbeitsfeld der zukiinftigen Regulierung eingereiht werden, um die dortselbst aufgespeicherten machtigen Schotterfelder zu stabilisieren. Dieselben wiirden zwar in dem Falle, dass die Strecke Birnbaum-Jauerburg zuerst reguliert vverden solite, den ausgefiihrten Bauten bei der allmahlichen Verschiebung keinen besonderen Schaden zuftigen, jedoch desto eher weiter thalwarts neue Verwiistungen verursachen; dies alles im Detail zu erheben war in der kurzen Zeit nicht moglich, und es lag auch nicht im Bereiche der unmittel- baren Erhebungen, in welche bloss der Doveršnik- und Jesenica- bach einzubeziehen waren. Der Doveršnikbach ist unter allen den genannten Wild- bachen zwar einer der kiirzesten, jedoch der gefahrlichsten; er ent- springt in einem tiefen Einschnitte der Rožica (1776 vi) und er- giesst sein nie versiegendes Wasser nach einem kaum 3 km langen cascadenartigen Laufe und nach Passierung des Strassen- und Eisen- bahndurchlasses in die Save. Der letztgenannte Durchlass ist so schmal und infolge der tiefen Lage des Bahnkorpers so niedrig bemessen, d^ss er den Massentransport des Schottermaterials liin- dert, dasselbe oberhalb der Bahn wie hinter einer Sperre ablagert und so jahrlich auch mehrmals den Bahnkorper gefahrdet; um dieser Gefahr zu steuern, wird von der Bahnerhaltung bei jeder Verschotterung der gesammte Schotter unter dem Bahnkorper beiderseits auf Halden iibcrschaufelt, welche bereits eine Hohe von 5 m und eine Lange von 50 m erreicht haben und fast in die Mitte des einstmaligen Elussbeetes hineinreichen, so dass infolge dessen die Stromung eine fast senkrechte"Riclitung auf den ehemaligen Fluss- lauf angenommen und an beiden Ufern bereits viele Schaden ver- ursacht hat; ausserdem bilden diese Schutthalden ein fonnliches Depot von Schottermaterial, welches von plotzlich auftretenden Hochwassern in einer sehr misslichen Weise beniitzt werden kann. Die Bewaldungsverhaltnisse des Niederschlagsgebietes vom Doveršnik- bache sind derzeit noch befriedigend, obwohl die Folgen der Wald- vcrtheilung sich bereits in der zunehmenden Zahl von Alpenwiesen, welche gefahrliche Rutschterraine bilden, zu zeigen anfangen; ge- fahrlicher jedoch sind die an und fiir sich ungunstigen geologischen 24 Verhaltnisse des Grabens selbst. Vom Presneggraben bis Birnbaum liegen graue und rothliche VVerfner Schiefer auf dem weissen oder lichtgrauen Dolomite, der hier zutage tritt und ausnahmsweise seine Schichtung bewahrt; dringt man jedoch im Doveršnikgraben auf- warts, so fallen die Dolomitschichten links nach Stunde 22, rechts nach Stunde 2 — 3, weiter aufwarts sieht man dieselben gerade entgegengesetzt, im allgemeinen siidlich hereinschiessen, und zwischen beiden eingekeilt die Werfner Schichten, hoher die Guttenstciner Schichten, und schliesslich gipfeln die Kalkschichten der oberen Trias* — alles das zwar fiir den Geologen in einem interessanten Gebilde, welches fiir den Hvdrotechniker jedoch nur zu deutlich zeigt, wie leicht die einzelnen Schichten vom Wasser 'influiert, gelost und als Blocke oder Geschiebe dem Thale und dem Flusse zugefuhrt werden. Ueber die Wahl des Verbauungssystemes ware vom technischen Standpunkte leicht zu entscheiden, vom finanziellen muss jedoch schon a priori vom Gleichgewichts-Systeme ganzlich abgesehen werden, da selbst das Ausgleichsprofil wenig Wahrscheinlichkeit auf das Zustandekommen bietet — angenommen bloss die gefahrlichste Partie von circa 800 m Lange und 200 m Fallhohe (= 25 n / 0 Ge- falle) mit 10 % Ausgleichsgefalle, ergibt sich die Verbauungshohe = 2 h — H — G — 200 — 80 = 120 m oder 12 Thalsperren zu 10 m Hohe, ausserdem eine Hauptsperre bei Einmundung des Grabens in das Savethal, zusammen mit dem Bauaufwande von circa 30000 fl. Aus diesem Resultate geht deut¬ lich hervor, dass selbst dieses minder kostspielige Verbauungssystem mit Bezug auf die obwaltenden Verhaltnisse schvverlich zum Aus- baue gelangen diirfte, und es wird deshalb bloss die Erbauung der Hauptsperre mit 40 1n Sehnemveite, 8 m Hohe, dann zweier Thal¬ sperren in 800 m und 400 m Distanzen von je 10 m Hohe und 15 m Sehnenweite mit einem Gesammtaufwande von rund 10 000 fl. beantragt. Der Perimeter des Jesenicabaches, der ebenfalls das Arbeits- feld Birnbaum-Jauerburg betrifft, ist von so grosser Ausdehnung, dass die Vorerhebungen trotz Wichtigkeit nicht eingehend vor- * Nach Dr. K. Peters. 25 genommen werden konnten, und so figuriert im Voranschlage bloss ein Bedeckungsbedarf fiir unumgangliche kleinere Verbauungen (mittels Spornen). Der Flusslauf selbst, welcher, in zahlreiche Arme getheilt, Stellenweise die ganze Thalsohle einnimmt, wurde von der Lengen- felder Grenze bis Jauerburg, also auf eine Lange von 5 • 7 km, tachy- metrisch aufgenommen und mit allen seinen Schotterbanken und bestehenden Schutz- und Kunstbauten in die Catastralkarten ein- gezeichnet, dann auf Grund dessen der Regulierungsentwurf aus- gearbeitet; bevor jedoch an die specielle Erorterung desselben ge- schritten wird, waren die Principien von analogen Arbeiten im all- gemeinen zu erwahnen. Die unmittelbare Veranlassung zur Deregulierung der Gebirgs- fliisse bilden die Schotter- und Kiesbanke, welche infolge des Ein- zeln- oder Massentransportes (bei Hochwassern) entstehen und durch zufallige Hindernisse, wie Kunstbauten, Steinkasten, Felsblocke, schroffe Krtimmungen die ungleichmassige Stromung veranlassen und deshalb Jahr fiir Jalir andere Stellen einnehmen und die friiher mit Erfolg wirkenden Einzelschutzbauten ins Trockene setzen, die Gefallsverhaltnisse beirren und die Flussohle allmalig heben. Um dem zu steuern, d. i. eine regelmassige Aenderung in der Sinkstoffiihrung und Neubildung der Gefallskurve zu erzielen, muss eine Concentration der Stromung und Geradelegung des Flusslaufes veranlasst werden, welche mit Bezug auf die natiirlichen Unregel- massigkeiten eines verwilderten Gebirgsflusses und den Umstand, dass ein solcher nicht auf ein ausgepragtes Gerinne angewiesen ist, sich auch an selbes nicht beschranken diirfen, sondern es muss ein neues, ganzlich selbstandiges Flussbett nach richtigen Normalpro- filen ncu geschaffen werden. A‘us diesem Grunde eignen sich fiir derlei Zrvecke die in Oberkrain iiblichen Steinkastenbuhnen im all- gemeinen nicht und konnen nur an engeren Stellen des Ueberflutungs- gebietes, wo sie sich an ein festes Ufer anbinden konnen, bei reihenweiser Anordnung und bei einer Baulange von weniger als 30 ni mit zuversichtlichem Erfolge, welcher darin besteht, dass zwischen den Buhnen geniigend Platz fiir Ablagerungen des mit- gefiihrten Schotters voidianden ist, angeordnct werden. In diesem Sinne wurde auch in dem Entwurfe iifier die gedachte Saveregulie- rung von Steinkasten ein Gebrauch gemacht, jedoch von der landes- iiblichen Bamveise insofern abgewichen, dass behufs Festhaltung und Sicherung des Kastens beim Nachsinken seines Vorhauptes an der nauwartigen Seite Leitpfahle zum Einrammen beantragt wurden. In allen iibrigen Fallen, wo sich dic Regulierungsbauten an ein bestehendes Gerinne nicht anschliessen konnen, miissen solche Constructionen ausgefiihrt werden, welche ohne unmittelbaren Zu- sammenhang mit den Ufern eine ruhige Stromung einleiten; dieser Bedingung entsprechen bekanntlich am besten ununterbrochene Parallelbauten, welche im Falle, dass ein richtiges Normalprofil gevvahlt wurde, kiinstliche Ufer bilden, die Wassermasse concen- trieren, deren Geschwindigkeit und Stosskraft vermehren und infolge dessen die Fortschiebung der Schotterbanke, die Vertiefung der Solile und die Ausbildung eines gleichmassigen Gefalles bewirken. Die Flussbettvertiefungen erreichen ofters, namentlich wenn das Durchflussprofil zu eng bemessen wurde, ungeahnte Tiefen (so am regulierten Lech iiber 6 m), gefahrden nicht nur alle Kunstbauten, sondern die Regulierungswerke selbst; deshalb soli bei dieser Be- messung mit gewissenhafter Vorsicht vorgegangen werden, und es sollen an Briicken und anderen Kunstbauten behufs Evidenzhaltung der Sohlenvertiefungen Pegel aufgestellt werden. (Im vorliegenden Projecte sind deren vier beantragt: an der Birnbaumer, Bleiofner, Asslinger und Jauerburger Brucke.) Dass durch die Sohlenvertiefung auch eine Senkung der FIochwasserstande erfolgreich beeinflusst wird, liegt ausser Zweifel, dieselbe veranlasst jedoch, dass auch die Parallelwerke so tief fundiert werden, dass ihnen durch die Unterwaschung kein Schaden zugefiihrt wird; da jedoch derartige Anlagen, welche sogleich einen stabilen und definitiven Charakter zu tragen hatten, nicht nur zu theuer kamen, sondern spater nach Vertiefung der Flussohle als iiberragende Bauten noch hinderlich waren, empfiehlt es sich, den Parallelbauten nicht sofort einen definitiven Charakter anzulegen, sondern solche Bauart zu wahlen, bei welcher der Bau unbeschadet seines Zusammenhanges sich mit der eintretenden Sohlenanderung gleichzeitig senken kann. Dass solche Constructionen aus Stein hergestellt werden konnten, wo der Steinwurf das nachsinkende Object zu bilden hatte, ist bekannt, es ist jedoch das Nachsinken des Steines bei neu auszubildenden Uferboschungen kein regelmassiges, der Stein rollt weit in die Mitte des Flussbettes hinein, bildet entiveder Wirbel, oder er geht 27 im Schotter verloren; ausserdem bedingt der Steinwurf wie die Pflasterung in der Ausbildungs- (Consolidierungs-) Periode eine sehr sorgfaltige Unterhaltung und Beaufsichtigung, schliesslich sind es die Kosten und langsamer Bauvorschritt, welche gegen die massen- hafte Steinverwendung sprechen und die mit dem Zwecke einer Regulierung von Gebirgsfliissen und den zur Verftigung stehenden Mitteln sich nicht in Einklang bringen lassen. Es geschieht nicht selten, dass vorsichtshalber, um Materialverlusten vorzubeugen, fiir Steinbauten mit einer Faschinenbettung vorgesorgt wird, hiemit wird jedoch kein pecuniarer Vortheil erzielt, und die Faschinen- anwendung geschieht nicht in derjenigen Form, in welcher sie das billigste und rationellste Materiale fiir Parallelvverke bietet — es ist die B'orm von Sinkwalzen, zu deren Fiillung nicht etwa der theure Bruchstein, sondern das an Ort und Stelle auf den Schotter- banken vorkommende Geschiebe, und zu deren Umhiillung das an bereits verlandeten Schotterbanken vegetierende Gebiisch beniitzt vverden kann. Da jedoch Faschinenbauten nicht als definitive Anlagen be- trachtet werden konnen, indem sie nach circa 15 Jahren, falls sie nicht vervvachsen (was an den kiihlen Gebirgsfliissen selten vor- kommt), verfaulen oder bereits friiher durch Schotterverschiebung durchgerieben werden und zugrunde gehen, muss im richtigen Zeitpunkte fiir die Consolidierung vorgesorgt werden; dieselbe geschieht mittels Steinwurf und Abpflasterung und ist, trotzdem dass der eigentliche Baukern bereits geschaffen wurde, theuerer als der Faschinenbau selbst. Die in den angeschlossenen Profilstypen beantragte Bauart bcruht auf der Gumpendorfschen Sinkufer - Baumethode, vvelche sich seit den fiinfziger Jatiren namentlich inderSchweiz und in Baiern an Gebirgsfliissen ausgebildet und bewahrt hat, woriiber ein aus- fiihrlicher Reisebericht des mahrischen Landes-Baurathes Th. Nosek thatsachliche Beweise liefert (erschienen 1881 in Briinn bei Winiker). Fiir die gedachte Saveregulierung wurden fiir Parallelbauten zwei Typen aufgestellt, und zwar dort, wo Sand- oder Schotterbanke durchgeschnitten werden, das einfache Profil und bei Uebersetzungen der activen Flussarme das doppelte Profil. Das einfache Profil besteht aus drei Sinkwalzen von 1 m Durchmesser, welche in der ausgesteckten Richtung am zukiinftigen 28 Ufer trapezartig gelagert und der Unterspiilung des durch eine kleine Cunette eingeleiteten Wassers ausgesetzt werden; die Walzen folgen der eintretenden Unterwaschung und versinken, wie in Fig. 2 angedeutet ist. Zur sicheren Ausbildung der geplanten Boschung konnen einzelne Haftpfahle. von circa 5 m Distanz nach der Rich- tungslinie in den Boden eingerammt werden. Der Preis von 1 m dieses Parallelwerkes ist mit 5 fl. 56 kr., der Consolidierungsbau mit 11 fl. 75 kr., zusammen 17'fl. 31 kr. berechnet, wobei zu be- merken ist, dass nicht nur bei dieser Berechnung, sondern auch bei allen andern der Handlanger-Taglohn als Zwanglingsarbeit bloss mit 55 kr. eingestellt wurde. Beim Doppelprofil schliessen sich an die vorherbeschriebene Anordnung noch zwei Sinkwalzen, welche den Kern des zukiinftigen Dammes zu bilden haben, und ein Steinwurf als Sturzbett an. Der Kostenpunkt stellt sich mit 16 fl. 69 kr. ftir den Faschinenbau und 17 fl. 46 kr. fiir die Consolidierung, zusammen 34 fl. 45 kr. pro 1 m. Wie bereits ervvahnt wurde, ist die Bestimmung des Normal- profiles von grosser Wichtigkeit, nur liisst sich dieselbe bei Gebirgs- fliissen theoretisch nicht mit der ervvtinschten Genauigkeit ermit- teln, da der Einfluss der Geschiebefiihrung, die Sohlenvertiefungen von mehreren Factoren abhangen, die sich in concrete mathema- tische Relationen nicht fassen lassen, es bleibt deshalb nur der praktische Weg fiir die Ermittlung der richtigen Durchflussbreite iibrig; nach selbem ergibt sich die Kronendistanz der beiderseitigen Uferbauten im IIochwasserniveau mit 50 m, welche fiir die ganze Strecke von Birnbaum bis Jauerburg beibehalten werden kann. Die bestehenden Durchflussbreiten variieren zvvischen 2ro m an der Asslinger Briicke, 54'3 m an der Jauerburger Briicke, 62' o m an der Bleiofner Briicke und 37 ° w in den Schotterfeldern bei Jauerburg; das vom Flussbette derzeit eingenommene Gelande betragt in der zu regulierenden Strecke 66 ha, nach erfolgter Regulierung wiirde es sich auf 22 ha bcschranken, und es konnten auf die Art 44 ha fiir die Urbarmachung gewonnen \verden. Ein viel grosserer und vvertvollerer Landstrich ist es jedoch, welcher durch die Hochwasser und die zunehmende Flussverwil- derung entweder iiberflutet, verwiistet, mittelbar oder unmittelbar bedroht wird, derselbe betragt insgesammt 160 ha oder 28oJoch; 29 ausserdem sind fast alle offentlichen Communicationsmittel des Savethales hiedurch direct gefahrdet, so die k. k. Staatsbahn (auf einer I • 5 km langen Strecke bei Birnbaum ist sie dem Wasser- anpralle unmittelbar ausgesetzt), die Aerarialstrasse am Asslinger Wehre und bei Jauerburg, die Bezirksstrasse sammt der Brucke bei Jauerburg, deren Wiederaufbau und Uferschutz bereits viele Tausende verschlungen hat, schliesslich sind es mehrere Hauser und die Gewerkschaft im Orte Sava, die nie ohne Besorgnis den Verlauf der Herbsthochwasser abwarten konnen. Trotzdem jedoch, dass die Zahl der Interessenten nicht gering ist, sind weder dieselben noch das Land Krain fiir den Fali, dass das gedachte Project als ein aus Landesmitteln auszufiihrendes Unternehmen erklart werden solite, imstande, die gesetzlich normierte Beitragsleistung von zu- sammen 50% (R. G. vom 30. Juni 1884, Z. 116) der veranschlagten Bausumme zu decken, denn es muss berticksichtiget werden, dass die einzelnen Interessenten bereits grosse Schaden erlitten und fiir Localschutzbauten ebenfalls Auslagen gehabt haben, desgleichen sind von den Strassenbezirken Kronau und Radmannsdorf fiir dieselben Zwecke grosse Opfer geleistet worden, ausserdem betragen die Gemeindeumlagen in Asslirtg 4O°/ 0 > in Jauerburg 34%, die Bezirks- umlagen fiir den Strassenconcurrenz-Bezirk Radmannsdorf i4°/o> Kronau 25 H / 0 und schliesslich die Landesumlagen 45 °/ 0 . Dagegen belaufen sich die Baukosten: 1.) in der ersten Bauperiode: fiir die Gemeinde Assling 115000 fl. j T v n t zusammen 140000 fl., » » » Jauerburg 25 000 fl J 2.) in der zweiten Bauperiode (Consolidierungsbau): fiir die Gemeinde Assling 67 000 fl.) » > » Jauerburg 33ooofl. i zusammen 1OO 000 fl., Gesammt-Erfordernis . . . 240 000 fl., wovon in dem oben angesetzten Falle auf das Land und die Privat- interessenten 50% = 120 000 zu entfallen und nach der nach- stehenden Reihenfolge in acht Bausaisonen zur Auszahlung, respec- tive effectiven Leistung zu gelangen hatten. 30 Ausserdem wird noch bemcrkt, dass diese angefiihrten Kosten nicht etwa als ein uniiberschreitbares Maximum, im Gegentheil eher als ein Minimum, bei dem der Bau noch ausgefiihrt werden kann, wo die Reduction der Taglohne durch Zvvanglingsleistungen, die Zufuhr und Holzliefcrung als Naturalleistungen in Verrechnung kamen, zu betrachten sind; es muss deshalb mit Riicksicht auf die vorervvahnte Ueberlastung der Interessenten die Absicht der krai- nischen Landesregierung, den Savefluss bis zum Ursprunge alsStaatsflusszu er ki aren, auf das herzlichste begriisst werden, und es bleibt nur zu wiinschen, dass es recht bald gedeihe, denn jedes Jahr der Verzogerung bringt neue Schaden und neue Ver- schlimmerungen fiir das schone Savethal mit sich, dagegen konnten die Resultate selbst der ersten Bausaison bedeutende Besserungen aufvveisen. ^‘,ojukXLc t&AAAk&n- ax*v <2 , /$( > '7cbkL'd?asn,^'*v *». “Ij^cvru j3aiA/^ox^J-\X/ »j 5Mo m €io Š'a/uJitc t^