^länumtlalionepiel«: Im «lomptoll ganzj. fl. li, halbl. N. 5 5. 50 lr, Mit der P.'ss ganzj, ftib, h^ivi, ss.?'KN, Mittwoch, 12. März. Insertionlgebü»: ffllr Nein« Ins«al» bl» zu « Z« be! 5st««n 1884. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser geruhten, wie die de/m^ Morgenpost" mittheilt, zur Restaurierung siil.^'"lklrche zu St. Iudol am Kosjak eine Unter-E^? b°" 300 fi. und der Ortsgemeinde Doll zum ^^^usbaue eine Unterstützung von 100 fl. aller- Wien, 9. März. .. (Orig.'Corr.) das N?^ ^^ "l" ersten Tage der Generaldebatte über fübiun U" gehaltenen Reden und speciell die Aus. «ssrel?!.. 2 Abgeordneten N. v. Earneri schreibt das treue " z """: Man tritt weder der Ueberzeugung«, der Wal, l.^^^^n Abgeordneten und noch weniger lunm>ti ^^^' ^^"" l""ti viele seiner Betrach« den V,tt ^ theile als den Ausfluss eines weitaehen« schuht '''lmslnus und zum Theile als den einer Ueber-Nenn ^ ?" Parlamentarischen Parteilämpfe ansieht, wisl' "Österreichs bestand und Gröhe auf die Ent-Wenn »?tt^ ^"leien in seinem Parlamente angewiesen, iiberba ^ ^°^^ "" ^"" Steigen und Fallen, wie bunt,,« -°" ^^ Parlamentarischen Fluctuationen ge< schliß "^"' ^°"" "^lde es vielleicht wirtlich so Car? "" -^ Neich stehen, wie es der Abgeordnete We°« °nn,mmt. Dem ist nun glücklicher Weise keines, so vi-, «>"ü..^!° tMerreichisch.ungarische Verfassung, den, ^^^'^'^ ^ auch haben mag/ so w Mg si °ttn Ideale emer staatsrechtlichen Orgamsa^on ent« ldr.cht hat doch den Achtfactoren des Staates von der Flut 'und del b«. ^.^ ftmlamentarischen Lebens unabhängig gemacht ^l. Der Abgeordnete Carneri hat heute ^auch die lis, ?"U.""" ausgesprochen. Graf Taaffe strebe eigent- ^ oen ^.'idsolutismus an; die Ausnahmeverfüaungen ^"^en darüber jeden Zweifel behoben. Der Absoluti«. Berl « demnach durch Nnwendung eines von der bey ''U.Nuspartei geschaffenen Gesetzes angestrebt wer. Herren? Derbies mit Hilfe der Verfassungspartei des hat. ^"seß. welches die Nusnahmeverfügungen gebilligt über de^,^^'^ uns doch ein Widerspruch zu sein. Gz ^'ne Logik hinweghelfen kann. dem Nb^ ^ jedoch keineswegs unsere Absicht, mit dieses s"!dnelen Carneri zu polemisieren. Insoferne klagt' ^ s^ ber Abgeordnete Schaup. das Deficit be, und unlie ^^ "°^ ''"^" "'^ verschwinden will dein ifwpil^^^ ^ ansehnlich gewachsenen Einnahmen ^ """gen Budget seine Signatur aufdrückt, wäre ein jeder Streit überflüssig. Wenn beide Redner die Ohnmacht bedauern, welche eine wirksame Steuerreform bisher vereitelte, so muss man sich ihren Klagen an» schließen, und auch Schaup's Hinweis auf den Zusammenhang zwischen dieser und der socialen Frage verdient Beachtung. Was wir jedoch bisher vermisst haben, das ist die Andeutung, was eigentlich zu machen sei, damit es besser werde und alle jene Uebel beseitigt Werden, über welche so viel geklagt wird. Das wäre ohne Zweifel das beiweitem meist Erwünschte. Dass eine bloße Beseitigung des Cabinets und die Berufung einer anderen Regierung mit einem Schlage das Deficit beseitigt, die focialen Verhältnisse verbessert und den nationalen Frieden befestigt, das wird wohl niemand mehr im Reiche glauben. Gar zu viele und zu herbe Erfahrungen haben die Bevölkerung bereits belehrt, auf den bloßen Wechsel der Cabinete durchaus leine Hoffnungen zu setzen. Für die Partei kann mit solch einem Erfolge vieles, vielleicht alles erreicht sein, für die Bevölkerung und für den Staat in der Regel gar nichts. Die Steuerreform reicht in die Zeit zurück, da die Verfafsungspartei ihr Programm realisieren konnte, und sie ist heute, da die Rechte das Parlament diri' giert, zum mindesten was die Personalsteuer betrifft, auch nicht weiter gediehen. Noch weniger ahnen wir, wie Herr v. Carneri die nationalen Schwierigkeiten, wie er die wachsenden socialen Missstände zu bewälti-gen beabsichtigt. Guter Wille, Ueberzeugungstreue und Zuversicht in die eigene Einsicht reichen heute nicht aus, um die Bevölkerung zu gewinnen, welche hinter einander bereits alle Parteien an diese subjective» Eigenschaften mit dem gleichen Erfolge appellieren sah und deshalb in hohem Grabe skeptisch geworden ist. Wer heute in Oesterreich nichts als das nationale Programm entwickelt, der hat eben gar kein Programm. Jedermann ist ja davon überzeugt, dass ein solches ohnehin sofort in die Ecke gestellt werden wird, wenn der Augenblick zu seiner Durchführung gekommen sein wird, und zwar wegen seiner Undurchführbarkeit in dem vielsprachigen Oesterreich. Der Freund der Beredtsamkeit kann deshalb vieles, was ihn erfreuen wird, in der Budgetdebatte finden. Wer nach einem Gedanken sucht, nach einer Andeutung, wie es anders werden soll, und was geschehen wird, wenn es einmal anders wird, wer etwa ergründen will, wie jene Zukunft aussehen wird. auf welche Herr v. Carneri seine Hoffnung setzt, und was wir von dieser Zukunft — außer etwa neuen Ministern — zu erwarten haben, der wird vergeblich in der heu« tigen Debatte nach Aufklärung suchen. Reichsrath. 340. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 10. März. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolta eröffnet um 11 Uhr die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministeriums des Innern Graf Taäffe, Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freih. v. Ziemiattowski, Graf Falkenhayn, Dr. Freiherr von Prajäk, Dr. Freiherr vonCo nrad-Eybesfeld. Dr. Ritter von Dunajewski und Freiherr von Pino. Abg. Graf Stadnicki erhält einen I4tiigigen Urlaub. Es wird zur Fortsetzung der Budgetdebatte geschritten. Der Präsident theilt mit. dass sich nachtrug« lich als Redner für die Budgetdebatte, und zwar für die Anträge der Vudgetcommifsion die Abgeordneten Dr. Gabler undKlun haben eintragen lassen. Abg. Ozarkiewics hat mit dem Abg. Dr. Gregr die Reihen« folge in der Rednerliste getauscht. Se. Excellenz Minister und Leiter des Justizministeriums Dr. Freiherr von Prajük: Hohes Haus! Eine Bemerkung, die der erste Herr Redner in der Generaldebatte gemacht hat, nöthigt mich, jetzt schon das Wort zu ergreifen, nämlich der Hinweis des Herrn Abg. Ritter von Caineri auf eine Aeußerung, welche ich in meiner Rede über dieSpra-chenveiordnung für Böhmen und Mähren in der Abendsitzung vom 31. Jänner gemacht habe. Ich erlaube mir die Aeußerung, die nicht nur Gegenstand der Bemerkung des Herrn Abg. Ritter von Carneri. sondern auch Gegenstand einer an das Gefammtministerium eingebrachten Interpellation war, dem verehrten Hause in Erinnerung zu bringen. Ich habe gegen den Schluss meiner Rede gesagt (liest): ..Aber verlangen Sie nichts Unmögliches! Verlangen Sie nichts, was dem Staatsrechte und der tausend Jahre alten Geschichte Böhmens entgegen wäre." Ich habe weiter forlgesetzt (liest): „Geben Sie sich die Mühe, meine sehr verehrten Herren, bezüglich der aus gewiss ungerechtfertigten Gründen ent« standenen Idee einer Zweitheilung Böhmens die Bevölkerung aufzuklären, es wird das alte Einvernehmen, wie dasselbe ja doch zwischen den beiden Nationen Feuilleton. 2er Aeinhimsler. zahlung aus dem ulidercullsischcn Volksleben von C. A. ltaltenbrunner. H (44, Fo,tschmin,) «rohen ^ ^undner ferner noch das Geschäft seines dknten n ^^ ^^' daran war nun nicht mehr zu Elend'.' " ^lbst fühlte seine Schwäche und sein nicht ks"^, besten. Freilich wollte er sich durchaus den» j^ A aber es musste denn doch geschehen, "neunn -c"'"ch' Wne Thätigkeit und Herrschaft zu Mit der 'sH ^""g kläglich und strafte ihn jedesmal 3^'zlich ns^'che" Mahnung, das« er ein armseliger. ^erÜH« ' ?,'^ Krüppel geworden sei. dem seine ^lwirrt,n AMnde selbst die Gedanken im Kopfe 'Mtande ' ^ N"he und alle Pflege waren nicht ^beizuf'i,s. " Aenderung seines bitteren Jammers '"^en tun« '^°^l er jetzt gern sein halbes Ver. "M jed-n Ut hätte. Ach, wie sehr beneidete er ""st als ,,^'""den und kräftigen Häusler, die er Warn, r^her" so sehr missachtet hatte! l«.N" ,?" ^".H°chmuth gebrochen? '?ber„ mi« ? b"auf noch keine Antwort geben. Zarten l5l," " weiteren Vorfälle in seinem Hause "U'ssen lvir^l^" uns wieder mit ihm beschäftigen. ?.°n P,o„: °"her erwähnen, dafs Leopold inzwifchen du^"" vielenV.^" Absagebrief "h"". "eichen ^ ^ ein ,s,? V""^" endlich zustande gebracht und "«' 'bHt r^°bchen. welches nach Wernstein 3n ^eohni^. . hatte. l"aut dräute kaum seinen Augen, als er den Wurfes vor sich sah. Er war von diesen einfachen, rührenden Zeilen der Entsagung auf das tiefste und schmerzlichste ergriffen, und nie in seinem Leben hatte er ein solches Zittern seines Herzens empfunden. Ja, er liebte Vroni wahr und rein; das fagte ihm der heilige Ernst diefer Stunde, in welcher er das Mögliche ihrer Nbfchiedsworte nicht zu fassen vermochte. Vroni verglich sich in ihrem Schreiben mit einer armen, verlassenen Waise, die eine Weile von Glück geträumt hat. dann aufgerüttelt wird und sich nun von der rauhen Wirklichkeit unbarmherzig verstoßen sieht, die es nicht verzeiht, dass sie sich über ihren niedrigen Stand erheben wollte. ..Und weil es nicht", so schrieb sie voll Schmerz, „der Wille der Menschen ist. dass wir zusammenkommen sollen, und weil deine edelsten Bemühungen nichts dagegen Vermögen, so muss ich zurücktreten und mein Herz auf den Altar legen, wo ich es Gott opfern will. der es wriß, dass es keinem anderen Manne angehören wird. Du aber werde glücklich mit einer anderen, die dir die gleiche Liebe und Treue bewahrt, wie deine arme Veronika." „Nein. beim allmächtigen Gott! das darf nicht fein!" rief Leopold, indem er in größter Aufregung mit sich selbst sprach. Er schrieb keine Antwort, son-dern gieng am Abend persönlich hinaus, um mit Vroni und ihrem Vater eine Unterredung zu pflegen und das Nähere zu hören. Vergegenwärtige man sich zu dieser Stunde die Lage der drei Personen, die sich einander lieben und von denen der eine Theil doch an ewige Trennung denkt. Leopold mit dem Ungestüm seiner schmerzlichen Ueberraschung. Vroni in der tiefsten Seele zerrissen, kaum ihre Besinnung gewinnend uud doch durch sein Kommen tief entzückt; Dominik, dem rechtschaffenen Sohi't seines Gegners herzlich zugethan, aber fest wie ein Mann. der seine Rechnung mit dem Leben und der Welt abgeschlossen. Leopold ergriff die Hand des bald errathenden, bald erblassenden Mädchens und rief leidenschaftlich: ..Nein. Vroni! du follst nicht das Todesopfer der äußeren Verhältnisse werden! Deinen Brief betrachte ich als nicht geschrieben, und ich leuue keine Gewalt auf Erden, die mich trennen könnte von dir!" Statt Vroni's, die vor innerer Bewegung keines Wortes mächtig war, übernahm Dominik, selbst schweren Herzens, die Entgegnung, „dass sie beide ihn in ihrer Lrhäufung der Oberlandesgerichts'Referenten mit Arbeittn keine so strenge Beurtheilung verdienen." (Widerspruch links.) Ich habe unter einem vom Bezirksgerichte Landskion alle Acten in dieser Rechtssache abgefordert und werde sie an das Oberlandesgericht leiten, welches gewiss nicht fäumen wird, das Versehen gut zu machen. Damit, hosse ich, werden die verehrten Herren Nbgeord' neten die Ueberzeugung gewonnen haben, dass das Vorkommnis, welches ich eben angeführt habe, nur in der eigenthümlichen Manipulation des Oberlandes« gerichtes begründet war. Wns soll ich aber zu den Bemerkungen fagen, welche der Herr Abg. Ritter von Carneri gegen das Ministerium zu machen beliebte? Was foll ich davon sagen, dass, nachdem sonst mit einer gewissen Vorliebe immer die Gerichte gegen das Justizministerium ins Feld geführt werden, man in einer Weise von den Organen der Gerichte spricht, welche ich auf das ent« schiedenste zurückweisen muss? Wenn Herr von Carneri von Denunciantenthum unler den Gerichtepersonen der sprachlich gemischten Bezirke spricht, wo ein College vor dem andern nicht sicher ist, fo muss ich dies im Namen des Richterstandes auf das entschiedenste zurück« weisen. Wenn er aber meint, dass Beschwerden, welche über incorrect« Vorgänge bei den Gerichten vorfallen und an mich gelangen, nicht unlerfucht werden follen, dann, meine Herren, verkennt er die Pflicht, welche mir obliegt. Dessen kann er versichert sein, dass ich auf anonyme Zuschriften und Anzeigen, die nicht die öffentliche Aufmerksamkeit erregen, dass ich auf solche „Denunciationen", wie er sie nennt, allerdings nichts gebe. Ueberhaupt hat der Herr Abgeordnete sich einer Sprache bedient, welche — und ich hoffe dabei die Zustimmung des hohen Hauses zu finden — wohl sehr selten in diesen Räumen gehört werden soll. Die Art und Weise seiner Polemik, die Ausdrucksweise, die er gebraucht hat, kann unmöglich dem hohen Hause zusagen. Wenn in der Generaldebatte auch von der anderen (rechten) Seile des hohen Hauses bemerkt worden ist, dass wir noch weit entfernt davon sind, dass die Sprachengleich-berechtigung durchgeführt sei, dass auch die Regierung in dieser Beziehung noch viel zu wenig gethan hat, dann, meine Herren, vergessen Sie nicht, dass eine lang« jährige Uebung und eingewurzelte Vorurtheile nicht so leicht beseitigt werden können. Vergessen Sie nicht, meine Herren, dass das Unterrichtswesen erst in der neueren Zeit so ausgebildet worden ist, dass Richter, welche vollständig in Wort und Schrift der nationalen Sprachen mächtig sind. seltener unter den älteren Mitgliedern des Richterstandes angetroffen werden. Seien Sie, meine Herren, in diefer Richtung nach« sichtig, und ebenfo glaube ich, dafs die verehrten Herren von der anderen (linken) Seite des hohen Hause» durch unbegründete Vorwürfe über das Zurückdrängen des Deutschthums nicht die Zwietracht und den nationalen Kampf nähren sollen. Auch in Böhmen wird es anders werden. (Be« wegung und Rufe links: Ja wohl!) Es ist ja begreiflich, dafs, wenn die Minorität des Landes sich auf einmal in der Landesvertretung in der Minorität sieht, dafs, wenn die Herren, welche durch lange Jahre hier die Majorität gebildet haben, sich plötzlich hier in der Minorität sehen, es immerhin sehr schwer ist, dies mit Gleichmuth zu tragen, und dass manchmal die aufwallende Leidenschaft fo manches verbitternde Wort hervorbringt. Ich bin aber, verehrte Herren, vollkommen überzeugt, dass es auch in Böhmen besser werden wird. (Widerspruch links.) Ich kann wohl sagen, es sind Anzeichen vorhanden, dass auch aus der Mitte der deut« schen Bevölkerung eine versöhnliche Stimmung sich geltend machen wird. (Bewegung links. Abg. Kindermann: ..Wo denn?") Ich bitte, derjenige Herr, der das „Wo denn?" ausgesprochen hat, wird durch die Thatsachen eines Besseren belehrt werden. (Rufe links: Im Gegentheile!) Und wenn der fehr verehrte Herr Abg. Dr. Herbst am Schlüsse seiner Rede sich an die deutschen Mitglieder des hohen Hauses gewendet hat, indem er die Hoffnung ausgesprochen hat, auch sie werden nicht immer Heeresfolge leisten den Czechen und anderen Slaven und Fmdalen, sie werden sich verbinden mit ihren deutschen Brüdern, so ist ja, meine Herren, nichts wünschenswelter, als dass eine friedliche und versöhnliche Stimmung auf allen Stilen des hohen Hauses vorwalten möge. Ich glaube, Oesterreich und dieses Parlament kann stolz darauf sein, dass die Parteien sich nicht bloß nach nationalem Principien aruvpicren. Sollte es je dahin kommen, dass sich dieses Haus nur nach nationalen Parteien gruppiert (Rll>e links: Dies ist ja schon der Fall), dann wäre eme große Gefahr für den Parlamentarismus in OesterrelV vorhanden. (Widerspruch links.) Meine Herren! Wir wissen es zu schätzen, dass es in den Alpenländern uno überhaupt in allen Theilen des NeicheL Deutsche M, welche die Ueberzeugung haben, dass nur auf d>e>e Mise, nämlich durch die Verständigung, der nationale Fried?» hergestellt werden kann, und wir sind itMN dafür sehr dankbar. Ich glaube nicht, dass dieselben s'H durch die Lockungen, wie sie hier vorgebracht worden sind, und durch die Appellation an nationale Leide!!' schuften bestimmen lassen werden, von jener Idee, welOe sie beseelt, abzugehen, nämlich von der Idee: Oerech' tia.k>.'it und Wahrheit immer hochzuhalten. (Beifall Uno Rufe rechts: Niemals! Widerspruch links.) Es erhält hierauf das Wort Abg. Dr. von Plener. Er polemisiert M" den Herrn Leiter des Justizministeriums und belliem, die Auslegung, welche derselbe seiner Aeußerung über „Swatsrecht" soeben gegeben habe, stehe mit se>^ parlamentarischen Vergangenheit und mit der Spl^ der böhmischen Blätter. welche ihn als Wahrer de« böhmischen Staatsrechtes gefeiert hätten. im Widel' spruche. Der Minister habe nicht die Beantwort^ der Interpellation, sondern seine eigenen Worte ab" gelehnt. Redner nimmt von der Erklärung des Herr" Ministers Act, glaubt, es werde in der Specialdebal« sich noch die Gelegenheit finden, darauf zurückzulo^ men. will aber heute besonders mit Rücksicht auf d>e kurze Spanne Zeit, welche die Majorität, wie ^ heiße, der Vudgetberathung widmen will, nicht nM in die Angelegenheit eingehen und wendet sich soda^ dem Staatsvoranschlage selbst zu. Der Bericht °ee General'Berichterstatters entrolle ein ziemlich deutlich^ Bild der Situation. Dem gegenwärtigen Regime!<' es vorbehalten gewesen, bei den Brutto-Ausgaben ^ Ziffer einer halben Milliarde zu überschreiten, u^ diese Ziffern werden leider für einige Zeit nicht hera^ gehen. Das vorliegende Deficit fei am besten zu "^ urtheilen, wenn man behufs einer Vergleichung n" früheren Budgets das Jahr 1880 als Basis annehn^ Damals habe das eigentliche Gebarungsdeficit ellv^ über 8 Millionen betragen, das heutige belaufe D. nach der Rechnung des General-Berichterstatters am 5.4 Millionen, fei also nach Rectificicrung der Ziffe^ um 2,2 Millionen gefunken, während die EinnatM' um 25 Millionen jährlich gestiegen seien. Die 2)^ völkerung frage: Was ist mit dem Gelde gescheht/. Die Antwort liege in der Thatsache, dass zugleich t"'' den Einnahmen auch die Ausgaben, und zwar uw 22.8 Millionen gesteigert worden sind. Diese Stei^ rung betrage seit 1880 bei den gemeinsamen Ausga"^ 8,3 Millionen, bei der Civilverwaltung 8 Millions und zwar unter einem Regime, welches die Dece" tralisation, die Entlastung des Staatsschatzes auf je^ Fahne geschrieben habe. Unter diesem Regime sei " Staatsschuld um rund 185 Millionen vermehrt M den und die Zinsenlast um rund 10 Millionen s wachsen. Wie vereinige sich dieses Resultat mit ve Verheißungen des Negierungsprogrammes, das in ° Thronrede seinen Ausdruck gefunden habe. Zu dm Vermehrung der Staatsschuld und der Zinsenlast trete aber noch die ziemlich bedeutenden Vermöaensvl äußerungen und die Inanspruchnahme der ^entl^ activen. Mit Einrechnung dieser Beträge sei unter " Herrschaft des gegenwärtigen Systemes eine Verw derung des Staatsvermögens um rund 202 M>llle ^z rangegeben worden in dem von der MetM.s ^h, Hauses gebilligten Ausnahmszustande, welcher, oe ^ ner auch jetzt noch nicht für begründet f"'^", ^id Es feien etliche Brandschriften verbreitet "N'^r darob habe man gleich den Kopf verloren. «5" .^^bacher Zeitung Nr. 60 495 12. M.irz l884. besi.,.'"'"" °^ der Ausnahmszustand wäre eine Ver. diez ""U U"d Vermehrung der Polizei gewesen, über« l>an^' ? ^'' anarchistische Verschwörung, deren Vor« lcl> ^?, '" der Redner nicht leugnet, durch die Be. du N ?k> des Vereins- und Versammlungsrechtes wie sei f.- '""cheit nicht einmal getroffen, denn daraus sj/" ""gerichtet; sie wirke ini Geheimen; man solle kein- '? ""^ "°n 'hrer Verbreitung und Wirksamkeit nnt d ?^"e Vorstellung machen. Mm, habe indes ktteili "Usnahmsvcrordnungen auch andere Zwecke Niärti n""^" ""d habe sie erreicht, wie die gegen-die lk l ^^ ^'^ hiesigen Journal? zeige, die sich vor tverli, "v. d" Einstellung gebracht sehen. Bei uns aus k ^"^ ^'^" des öffentlichen Geistes speculiert. ' °a^ Hervortreten der reactionären Elemente; nur rea^t". Slnken des öffentlichen Geistes sei auch eine 40 M?l?" Legierung möglich. Also ein Deficit von 3ledn auf der einen Seite — so schließt der den Vl^^V^ Aushebung freiheitlicher Rechte durch die m s "Wszustand auf der anderen Seite, das sei ^uanz des gegenwärtigen Systems. (Bravo! links.) "lebt^^ Dzieduszycki: Zum fiinftenmale welct>- s3" ^°" das Schauspiel, dass eine Partei. Cons^ ^ ^ die alleinige Staatspartei erklärt, in ein; ?N ^"ser Erklärung dazu schreitet, nicht etwa Neaen >. ?«"^ des Budgets zu bekämpfen, sondern stimm, ^.udaet als solches und Ganzes auftritt und entwors ^ s^ wohl selbst kein klares Bild davon Votum?' ^ es flir Folgen haben würde, wenn ihr sie vor a?^ä'"g.e. Sie. die für sich beansprucht, dass ez daw s. '" den österreichischen Geist vertritt, würde des Sta^?^"' dass wir kein Geld hätten, das Leben der zw" - su fristen, dass die Erhaltung des Heeres, Etaalp«^"!' dass alles, was mit dem Leben des haben^i rblwoe" ^' '"^ Stocken geriethe. Und früher vermeid Herren immer dargelegt, dafs eine Budget« wisch«« k " eme Waffe fei. die nicht im parlamen-eine II«! c""^ geschwungen weiden sollte: ein Stocken, N,uz" ; Brechung des Lebens eines höheren Organis. vetb,w>» der Staat ist sehr oft mit tödllichen Folgen einer .?' .^'^er Kampf hat höchsten« den Charakter 4 "aufgebrachten Leidenschaft, die vom Staate sagt: bebm.^"«l"/t'^ „on ,io. Und eine solche Partei Mvtet, sie sei die einzige Trägerin des Fortschrittes m^^egreifl.che Inconsequenz ist es auch. wenn "an das Budget als so'lches verweigert und gleichzeitig llart, man werde bei den einzelnen Posten auf die ""zelnen Dinge zurückkommen. Bei der Debatte werden die leidenschaftlichsten "würfe geschleudert, die man bei ruhigem Blute ^vertreten würde. In der Rede des Aba. Ritter danken "' "°l es schwer, die philosophischen Ge. teaun ^ entdecken, man konnte darin nur höchste Er-linsten m^ Leidenschaft erblicken. Es wurden die blu. vor» m - °^ilrfe gegen ganze Parteien erhoben urd sie sich "/" engsten Gesinnungsgenossen gesagt, dass Uela?n k eine Freibcuterschar auf Oesterreich niederlasse^ Di, ' "^ ks auszubeuten und dann zu ver. werde,, u, k ^^rwurf muss entschieden zurückgewiesen mit Pie^t ."""lentlich darf man uns, wenn wir auch Wahlen u^ "2 Andenken an die Vergangenheit be-nicht voli»il^.""^ren nationalen Standpunkt festhalten, Ein««V''^e Illoyalität und Mangel an politischem allein in Q s/'^' ^ir wissen und anerkennen es, dafs 6en Mnn I eich unter der Regierung unseres jetzi» NmiirliH,"Zen unserem Volke die Ausübung seiner bar, unfi" ^^ angediehen ist, wir sind dafür dank« Thatklllst ^'^ ^lte» es für unfere Pflicht, mit aller dez ös< '5 .'ur dje Macht, Größe. Dauer und Zukunft ^ '"Mchen Staates zu wirken. (Bravo! rechts.) Kleben" ^""urfe gegenüber, dass die Polen das !5 Staaiz^.^en "egen Herstellung der Ordnung Hkerez^ '^"^halle nicht gefördert, sondern für hohe ^"cksich ?., " gestimmt haben, betont Redner die die Notbw . - ^'^ Großmachtstellung Oesterreichs und den E^uli ^?"^' dieses in dem von Waffen starren« dass he. k '"^^ Wehrlos zu machen. Er erinnert, PopulariiH^^^rund des Unterganges Polens jene x '"el zur ä"^^ war, die häufig' dem Könige die durch Ru^s'?^^^^ung verweigerte. Ausgaben, die und einfack ^^ "^ die Machtstellung geboten sind. Herabsetzn^ ^'"bänderlich, und er müsse gegen die i.'en brina, ^ ^ Heeresmacht protestieren. Auch Gali< Uerunq der «i ^^" ^r das Reich, wie dies ja die Vo-c^ Unv^7"ndsteuer beweise. Die Vorwürfe betreffs Mhältia ""!?"ät der galizischen Bahnen seien un. i ^chwuna . ^eselben für Galizien gewiss einen "Ugbar im c!", ^^ bringen werden, was doch un« Na" ^"eresse des Staates liege, baltez betr^ ?'^ anderen Gebiete des Staatshaus. ,H^zlaa? ?.' !° sei der Rahmen für die gesammte ^'gen ^.^ c" L'uken selbst während ihrer lang. ^ noch" »i^°U in einer Weise fixiert worden, die N°^' Red?."'^!'^ Reformen nicht leicht möglich i?"^r.. m °"er bespricht eingehend die Mängel der U. zeigen w^"6s- und Brantweinsteuer und sucht s?^ der'z>",^^ Unterlassungssünden diesfalls von 3l? bieseHn begangen' worden seien. Der Zu-3. °lw. bereis, ^^ung sei nun ein solcher, dass eine "Mlien gs'^" zu den schwierigsten legislatorischen An Schwierigkeit gleiche die Lösung dieser Frage nur der Lösung der socialen. und diesfalls müsse er gegen den Vorwurf sich verwahren, als ob die Rechte das Auflauchen der socialistischen Elemente begünstigt habe. Er wendet sich sodann der nationalen Frage zu und bemerkt, es werde von Austro-Slavismus gesprochen. Er habe zwar von sonst noch niemand es ge-hört, dass Oesterreich ein slavisches Gepräge erhalten solle, es sei dies nur von der L'nken der Majorität in liebenswürdiger Weise entgegengehalten worden. Die Majorität sagt aber: Oesterreich ist ein poly« glotter Staat und seine Staatsform muss für alle feine Völker den Noden des gleichberechtigten Fort« schrittes bilden, und die Majorität wird darauf be< stehe», dass die nationale Freiheit aller österreichischen Völker gewahrt werde, und in diesem Bestreben wer« den nicht die Abgeordneten der Linken, sondern wir werden vom Volte nnd seinen Traditionen getragen werden. (Bravo rechts.) Durch dieses Festhalten an der Gleichberechtigung, durch die Schaffung der Mög» lichleit einer freiheitlichen Bewegung aller Völker werden wir auf das Haupt Oesterreichs eine Ehrenkrone setzen und eine Frage zur Lösung bringen, die bisher unlöslich schien. Es wird dann jedem klar sein. und man wird sich darüber wundern, dass man in einem Staate sagen konnte. dasz ei deutsch, czechisch oder polnisch sein solle. Wir werden, sagt Redner, noch die Zeit erleben. wo die Herren von der Linken, die bisher durch ihre Haltung große und ausgezeichnete Talente dem Dienste des Staates entfremdet haben (Bravo! rechts), diese Meinung als eine obsolete be< trachten werden. Oesterreich ist schwerer zu regieren als ein anderes Reich; es lässt sich dies auch nicht nach der Schablone thun, und darin liegt das hohe Vrldienst des Herrschers, der es begriffen hat, dass man in Oesterreich alles fest zusammenschmiedet, wenn man allen Völkern das gleiche nationale Recht gibt. Er hat damit der Welt das erhabene Beispiel gegeben, dass Völker von verschiedenster Culturstufe, von verschiedener Sprache und Rasse und verschiedenen so» cialen Einrichtungen brüderlich und friedlich neben ein» ander demselben Zwecke dienen können. Ich bin überzeugt , dass der Herrscher, der die Gleichberechtigung aller Völker durchführt, viel mehr das Recht hat, den Namen eines zweiten Stifters Oesterreichs zu tragen, alö Kaiser Josef II. (Lebhafter Beifall und Hände-klatschen rechts.) Abg. Dr. Meuqer wendet sich gegen die Aus» führungen des Abg. Grafen Dziedufzicli. Inbetreff der Verweigerung des Budgets verweist er auf die Uebung im englische» uod ungarischen Parlamente, nach welcher die Opposition die Verweigerung als Zeichen des Widerspruches mit den Principien, welche vou der Regierungsbank aus vertreten werden, zur Geltung bringt. Diese Auffassung sei auch bei der Linken maßgebend, und der verehrte Vorredner werde trotz seiner a/genthelligkll Anschauung der Opposition diese Uebung zugute halten müssen. Der Vorwurf, dass die Linke die Verzchrungs-, Brautwein» und Zucker« steuer in einem äußerst reformbedülfttigen Zustande zurückgelassen, beruhe auf Unkenntnis der Verhältnisse; denn die Grundlage der Verzehrungssteuer, mit deren Verbesserung sich die Linke redlich abgemüht, rühre von dem Grafen Larisch her, welcher im Ministerium Bel-credi das Finanzportefeuille inne halte. (Sehr richtig! links.) Der geehrte Herr Vorredner habe aber nicht uur in der neuesten, sondern auch in der alten Geschichte eine auffallende Unkenntnis gezeigt. So habe er unter anderem gesagt, dass cs auch im römischen Reiche in der letzten Zeit der Cäsaren große Städte und ein Proletariat gegeben, dieses sei aber religös gesinnt und daher genügsam gewesen. Der geehrte Herr Vor-redinr könnte sich aus jedem Schulbuche der Geschichte ^ines Besseren belehren und erfahren, dass das Pro« letariat der römischcn Küiserzeit MULM ot, eirc6N868 verlangte, und dass das Los vieler Millionen die schrecklichste Sklaverei war. Auch an Perilles und die Glanzzeit der allen Griechen, die keine Centralisation kamUen noch suchten, habe der Vorredner erinnert. Allein Perillcs, Milliadee. Themistokles u. s. w. seien lher Beispiele für die Linke; jene kämpften ruhmvoll gegen die Perser, diese kämpfe gegen die Herrschaft der Czechen unc> Polen über die Deutschen. Graf Dzieduszycki hab? sich als einen Vorkämpfer und Vertheidiger der Rechte aller Völker hingestellt. Ganz anders als hier habe er dagegen in dem galizischen Landtage gesprochen und gehandelt. Dort habe er das himmelschleiende Unrecht, das an den dritthalb Millionen Ruthenen Galliens verübt wurde, mitverübt und vertreten. Im galizischen Landtage und beim galizischen Schulgesetze, als den Schulen mit deutscher Unter-richltzsprache in Galizien jede Subvention aus Landes« mi>t>'ln verweigert wurde, hätte der Vorredner Gelegen, heit gehabt, seine Gerechtigkeitsliebe für alle Nationalitä-ten zu bethätigen. Freilich werde oft genug anders gesprochen als gehandelt und auch anders öffentlich gesprochen als im verlraitten Kreise. Ein äikdio doitoux, welcher nach dem vetaünte!, Romane von Lesage in den letzten Tagen über die Clublocale der Majorität hinweggefahren wäre und die Decken weggenommen hätte, würde gar sonderbare Vorgänge aufgedeckt haben. Der Redner wendet sich sodann gegen das Verhalten der Iungczechen, welche sich immer so liberal geberden und nun in der Budgetdebatte die Politik der Regierung vertheidigen wollen, sodann gegen den Abg. Adamek, der vorgestern gesprochen. Wahrscheinlich, um wenigstens seinerseits zur Verminderung der Polizeikosten beizutragen, lasse dieser Abgeordnete es sich angelegen sein, das ganze Jahr über Notizen über das politische Treiben der Linken zu sammeln, um dann hier seine Angebereien vorzubringen. Der Vicepräsident Graf Richard Clam-Mar-tinitz rügt den Ausdruck Angebereien als ^parlamentarisch. Um denselben zu rechtfertigen, verliest Abg. Dr. Menger aus dem Protokolle der letzten Sitzung die vom Abg. Adämet vorgebrachten Citate und die den« selben gegebene Auslegung, gegen die er sich verwahrt, wogegen er für die Berechtigung der citierten Aeußerungen von Dr. Sturm ?c. einsteht. Redner wendet sich serner gegen die Behauptung des Abg. Ndämek, dass die Slaven in Schlesien bedrückt würden. Im Teschener Gerichtssprengel stehe das Verhältnis der czechischen, polnischen und deutschen Bevölkerung wie 2:3:5. Nach den statistischen Ausweisen über die Nationalität der daselbst angestellten Beamten resul-tiere eine überwiegend große Zahl von Czechen. so dass nicht diese, sondern die Deutschen und Polen ein Recht hätten, sich zu beklagen. Geradezu unrichtig sei die Behauptung, dass in slavischen Orten nur deutsche Geistliche aus Preußisch Schlesien angestellt würden. Was aber die Volksschule betreffe, fo liege eben der Ausweis des fchlesischen Landesschulrathes vor, aus welchem hervorgehe, dass die Zahl der czechischen Schulen weit das Verhältnis der Bevölkerung übersteige. Redner sucht ferner zu zeigen, dass die Versöhnungsära an Stelle der früher unzufriedenen Czechen, Polen und Slovene» nnnmehr unzufriedene Deutsche, Italiener und Ruthenen setze. Diese innere Politik stehe im Widersprüche mit einer Allianz zwischen Oesterreich, Deutschland, Italien und Russlanb, ein Widerspruch, der auf die Dauer unhaltbar fei. (Lebhafter Beifall links.) Auf Antrag des Abg. Dr. Sturm wird hierauf die Debatte abgebrochen. Se. Excellenz der Herr Finanzminister Dr. Ritter von Dunajewsli überreicht eine Regierungsvorlage, betreffend den Abschluss eines Uebereinkommens mit der Landesvertretung von Steiermart bezüglich der Invasions-Forderungen aus dem Jahre 1809, zur verfassungsmäßigen Verhandlung. Der Präsident beraumt die nächste Sitzung für morgen 11 Uhr vormittags an mit folgender Tages-o r d n u l» n : 1.) Erste Lesung der Regierungsvorlage, betreffend die Erbtheilungsvorschrift für landwirtschaftliche Güter mittlerer Größe. 2.) Fortfetzung der Budgetdebatte. Schluss der Sitzung 3 Uhr 10 Min. Parlamentarisches. Der in der samstägigen Sitzung des Abgeordnelenhauses vom Herrn Finanzminister vorgelegte Entwurf des Artikels VIII des Finanzgesetzes für das Jahr 1884 hat folgenden Wortlaut: Werden den Gesammtausgaben Per 515 319 373 st. die Gesammteinnahmen per . . . . 474 555 699 „ entgegengehalten, so ergibt sich ein Abgang von........40 763 674 st. Mein Finanzminister wird ermächtigt, zur theil-weisen Bedeckung dieses Abganges einen Betrag von dreißig Millionen Gulden österr. Währ. durch Begebung von Obligationen der auf Grund des Gesetzes vom 11. April 1881. R. G. Al. Nr. 33. ge-schaffenen. mit fünf von Hundert in öster-reichischer Währung verzinslichen, nicht rückzahlbaren steuerfreien Schuld zu beschaffen, eventuell, so lange diefe Begebung nicht statt-gefunden hat. die nöthigen Beträge im Wege einer im Jahre 1884 rückzuzahlenden schwebenden Schuld anfzubringen. Mein Finanzminister wird ferner ermächtigt, die im Besitze der Staatscentralcasse stehenden 17 225 Stück Actien der k. k. privilegierten Kaiser-Franz - Josef « Bahn im Nominalbetrage von 3445 000 fl. zu veräußern und den Erlös dieser Actien sowie die im Laufe des Iahrei 1884 zur Einzahlung gelangenden, aus der Gebarung der be» standenen Staatövorschusscassen herrührenden Activforderunaen des Staates, welche Eingänge voraussichtlich den Betrag von 36 000 fl. erreichen werden, zur Bedeckung des Abganges zu verwenden; der hienach noch erübrigende Theilbetrag des Nb< ganges ist den vorhandenen baren Casscbeständen zu entnehmen. Tagesneuigkeiteu. — (Schmerling-Jubiläum.) Am 10, d. M. feierte der Präsident des Wiener medicinischen Doctor-»-Collegium», Hofrath Dr. Ritter v. Schmerling, sein fünfzigjähriges Doctorjubilä.m,, «>,s d!e^m Anlasse war der Jubilar Gegenstand der herzlichste,. Ovationen. Als Laibacher Zeitung Nr. 60 49« 12. März 1884. erster der Gratulanten erschien Se. l, und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht, um seinen langjährigen Leibarzt zu dessen Ehrentage zu beglück« wünschen, bald darauf Se. t. und l. Hoheit der durch« wuchtigste Herr Erzherzog Wilhelm mit mehreren Herren seines Hofstaate». Se. t. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer lieh seine Glückwünsche durch den Grafen MesseU. Se. königliche Hoheit Herzog von W ürtte m b e rg durch den Baron Montenay überbringen. Einen besonderen Ausdruck ihres Wohlwollens gab Ihre königliche Hoheit die Herzogin von Modeua dem Jubilar durch Uebersendung einer prächtigen chinesischen Vase mit Bonquet. Um 12 Uhr mittags fand im großen Saale der Akademie der Wissenschaften die Festfeier statt, zu der sich ein überaus zahlreiches Publicum eingefuuden hatte. Die Festrede hielt Obersanitätsrath Dr. Schneller. — (Jung - Amerila.) In eine Svarvank zu Manchester im Staate New'Hamvshire trat ein etwa siebenjähriges Mädchen und sprach den Wunsch aus, das Institut zu inspirieren. Da dem Schatzmeister der Banl die resolute Kleine gefiel, machte er sich das Vergnügen, ihr alles zu zeigen: Bautbücher, Hauptbücher, Zahl« bücher und den diebessicheren Geldschranl, ja sogar das höchst complicierte Schloss des letzteren. Sie erklärte sich völlig zufriedengestellt und sagte, ihr Vater habe fünf Dollars für sie deponiert, und sie wollte sich nur mit eigenen Augen davon überzeugen, dass das Geld auch sicher sei. Locales. Fürstin Johanna Auersperg f. Aus Wien wird unterm 10. d. M. berichtet: Heute vormittags wurde die Aufbahrung der Leiche der gestern morgens verstorbenen Fürstin Johanna Auersperg vorgenommen. Im Laufe des heutigen Tages sendete Ihre Majestät die Kaiserin einen prachtvollen Kranz aus weißen Camelien mit weißen Seidenschleifen; ferner lamen Kranzspenden von Ihren k. und k. Hoheiten der durchlauchtigsten Kloi»» Prinzessin Stefanie, der durchlauchtigsten Frau Erz« Herzogin Marie Valerie und zahlreichen Mitgliedern der Aristokratie. Ihre k, und t. Hoheiten der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolf und die durchlauchtigste lkron, Prinzessin Erzherzogin Stefanie haben heute nachmittags der Fürstin Ernestine AuerSperg, Schwester der verstorbenen Fürstin Johanna Auersperg. eine Condulenz» Visite abgestattet. Gestern nachmittags fand das Leichenbegängnis statt. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Heute nachmittags um 2 Uhr hat die feierliche Einsegnung der Leiche Ihrer Durchlaucht der Frau Füistin Johanna Auersperg, Herzogin zu Gottschee. im Trauerhause Bräuner« strahe Nr. 7 staltgefunden. Iu derselben waren Ihre k und l, Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Karl Salvator und Rainer, die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Marie, Se. Hoheit der Herzog von Sachsen-Weimar. Ihre Excellenzen die Herren Minister Graf Bylandt - R hei dt. von Kallay. Freiherr von Eonrad-Cubesfeld und Baron Orczy. die Obersthofmelsteriu Ihrer Majestät Gräfin Goiiß, die Obersthofmeister und Obersthofmeisterinnen der hier weilenden durchlauchtigsten Erzherzoge und Erzherzoginnen. Obersttüchenmeister Graf Kinsly, Oberstjägermeister Graf Abensberz. Traun. Ge< neralintendant Freiherr von Hof mann, zahlreiche Mitglieder des diplomatischen Corps und der hohen Aristokratie, hervorragende Vertreter des Militärs und sonstige Persönlichkeiten von Distinction erschienen. Das Trauergemach, in welchem der hochw. Burgpfarrer Dr. Mayer die Einsegnung der Leiche unter großer geist« licher Assistenz vornahm, war mit 230 Kränzen geschmückt. Nach der Einsegnung wurde die Leiche auf einem sechsspännigen Wagen zur Franz.Iosef»Vahn geführt. Die Beisetzung derselben erfolgt Donnerstag um 11 Uhr vormittags im eigenen Grabe zu Wlaschim in Vvhmen. _________ — (Militärisches.) Se. k. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst dem Gutsbesitzer Idenlo Grafen Aichelburg die früher im l. k. Heere bekleidete Charge eines Haufttmanns zweiter Classe, und zwar im Verhältnisse „außer Dienst", aus Allerhöchster Gnade wieder zu verleihen. "- (Krainische EscomPte.Gesellschaft.) Wir werden ersucht, mitzutheile», dass die diesjährige Generalversammlung der odgenannten Gesellschaft heute Nach' mittag 4 Uhr im Bureau der Anstalt stattfindet. "^ (Landschaftliches T heater.) Der gestrige eiste Gastspielabend, an welchem der Dialekt- und Cha-raltertomiker Herr Clemen» Grün vom Stadttheater in Frankfurt a. M wieder vor dem hiesigen Publicum er« schien, fiel gleich brillant aus. DuK Haus war nahezu ausverkauft und das besonders gewühlte Publicum em-pfieng den geschätzten Gast mit stürmischem Beifall. Als erste Pibce des Abends wurde uns der kdftliche Schwank: Gefährliche Leute" von Emil Peschtau vorgeführt, in welchem Herr Grün „Luigi Vanelli" mit dem vollen Temperamente des Italieners und mit der ganzen Iun« genfertigleit, mit dem lebhaften Mienen« und Geberden- spiel eines solchen spielte und auch in der Maske unübertrefflich charakteristisch war. Reichlicher Applaus begleitete diese Leistung „auf Schritt un)" — Sprung. Wacker standen Herrn Grün >n diesem Einacter die Herren Pauly (Professor) und Albin (Redacteur) zur Seite; reizend sah Frl. Stengel als Italienerin aus. — Als zweite Piüce folgte der bekannte Schwank: „Taub muss er sein", der Herrn Grün (Damoiseau) namentlich Gelegenheit bot, seine vollendete Mimik zu zeigen, in der er — so nahe die Versuchung in dieser Rolle hiezu auch liegen mag — sich von jeder Outrage völlig ferne hielt. Er erntete für seine ebenso fein durchdachte als meisterhaft durchgeführte Darstellung lebhaften Beifall. Snperb War Herr Ander als Bonifaz. gleichwie Herr Alb in den Gefälligkeits-Tauben mit viel Humor zur Geltung brachte. Frl. v. Beck gab ihre diesmal nur kleine Rolle mit viel Gefchick. In die heiterste Laune wurde das Publicum durch den dritten Einacter. Ncstrou's unvergängliche Posse: „Frühere Verhältnisse", versetzt. Grün's „Muffl" zählt entschieden zu den hervorragendsten Leistungen, die heute auf der deutschen Bühne in diesem Genre noch geboten werden, insbesondere erinnert sein Vortrag von der Pompadour an der kleinen Bühne an den „classischen" Schöpfer und Darsteller, an Nestroy felbst. Das Haus kam aus den Lachsalven gar nicht herauS. Frl. Herrmann (Pepi Amsel) rechtfertigt immer mehr unsere bereits wiederholt ausgesprochene Ueberzeugung von der schönen, vielleicht sogar glänzenden Zukunft, der dieselbe als Soubrette entgegengeht, und auch das parodistische Talent entwickelt sich bei ihr immer mehr und mehr. Den Schluss des gestrigen, so vielseitiges Interesse und so vielfaches Amusement bietenden Übendes bildete der von Herrn Grün verfasste und vorgetragene Solo» fcherz mit Gesang: „Ein verkanntes Genie", in welchem uuser lieber Gast seine ganze eminente Kunsttechnik als Mimiker und Dialektkomiler walten lieh, sowohl in der Variation der Schauspielfächer-Charalteristil beim Vortrug des Satzes „Die Pferde sind gesattelt", wie nicht minder in den Dialektverschiedenheiten einzelner Nationen bei der Declamation einer Strophe aus Schiller's Glocke, was außerordentliche Heiterkeit hervorrief. —C8. Neueste Post. O liginal-Telegramme der „Laib.Zeitung" Wien, 11. März. (Abgeordnetenhaus.) In der fortgesetzten Budgetdebatte antwortete der Finanz« minister in zweistündiger Rede auf die Einwendungen der oppositionellen Redner, insbefondere Plener's. Der Minister erklärte, er könne nach dem Ergebnisse der Gebarung in 1883 bestimmt sagen, dass beiläufig 7^/^ Millionen zur Deficitbedeckung zur Verfügung stehen, ohne die Cassenreste unter den Normalstand herabzu» bringen, und dass das Gebarungsdeficit von 1883 sonach höchstens 3°/^ Millionen beträgt, möglicher Weise sogar noch geringer ist. Der Minister dementierte entschiedenst, dass er bei Eintreibung der directen Steuern einen strengen Vorgang angeordnet habe, im Gegentheile seien ge« wisse Finanzdirectioneu seit mehreren Jahren angewiesen worden, die Ezecutionsoorgänge für jene Steuerträger zu mildern, deren ökonomische Lage es verlangt, welche zehn oder fünf Gulden Grundsteuer sammt Haussteuer zahlen. In Kärnten und Steiermart bewährte sich das Zuwarten vollständig, die Rückstände werden geringer. Der Minister fagte ferner, bei näherer Unter« suchung des präliminierten Deficits für 1884 und bei möglichst beschleunigter Annahme der Regierungsvor« läge werde — von unberechenbaren Unglücksfällen ab« geschen — im Iuhie 1885 kein Gebarungsdeficit sein und 1886 leine Staatsanleihe zur Deckung der Ge« barung nothwendig weiden. Der Minister pflichtet vollkommen der Ansicht Clam.Marlinitz' und Plener's bei, dass man nicht alljährlich bedeutende Investitionen machen kann, wenn nicht die Herstellung des Gleichgewichtes in unabsehbare Ferne gerückt werden soll. Wenn nun die Regierung von beiden Seilen des Hauses zum Sparen aufgefordert wird, müsse er bitten, ihr bei den ein« zelnen Theilvoranschlägen nicht vorzuwerfen, dass noch dieses und jenes zu thun oder zu bauen sei, dass lueses oder jenes noch fehle, dufs sie für irgend ein Land lein Herz habe, das fei nicht der richtige Weg. Verlangt man höhere Auslagen, so muffen auch die Mittel geboten werden, und sie werden sich mit Ve« duld und Arbeit finden. Keine österreichische Regie« rung, welcher Partei immer, werde die nothwendigen Investitionen in allen Provinzen gleichzeitig durchzuführen vermögen. Den Vorwurf der Begünstigung Oaliziens bei den Investitionen weist der Minister zurück. Der Finanzminister bemerkte im weiteren Verlaufe seiner Rede, Plener habe durch den Hinweis auf die Vebürennovelle in die Majorität einen Keil zu treiben und die den westlichen Provinzen ungehörigen Mit' glieder der Mehrheit gegen jene der östlichen Provinzen auszuspielen versucht. Der Minister aber könne bei seinen Finanzentwürfen nicht nach Provinzen vorgehen, er müsse die Steuerträger al« solche ins Auge fassen. Den Entwurf der Renlensteuer anlangend, sei die ganze Sttueraubgleichung schon erfolgt, nur nicht zu Gunste« des Staates, sondern der Rentenbesiher. Die Mett Beialhung der Steuervorlagen wäre aus finanziellen und pulitifchen Gründen wünschenswert gewesen. Der Minister führt weiter aus, dass ein östel> reichisches Vollparlament nie eine zahlreiche Majorität aufweisen werde; man müsse im Staatsleben mit den gegebenen Factoren rechnen. Bezüglich des Hinweises der Opposition auf 3^ lien constatielt der Minister, Cisleitanien lölwe W schon bezüglich seiner ökonomischen Lage mit Italien, vergleichen, und wenn das Haus und die Bevölkerung ihm auf die ilalischerseits eingeschlagene Bahn folgen wollten, so wäre iu anderthalb Jahren die Valuta ge< regelt und das Deficit beseitigt; den Weg eines ver' slorbenen Fmanzministers der Linien: Erhöhung del Sleuerzuschlage, Verlauf von Staatsgut. Erhöhung des Rentencoupon-Abzuges — wolle er nicht gehen. ^/ bittet, mindestens das Aranlweinsteuergesetz und d»e Gedürennovelle anzunehmen. Die Klage üner die Unterdrückung des DelM' thums fei vollständig unberechtigt, wie schon dieSprache gewisser Blätter und Korporationen zeige. Wenn abec jemals eine Regierung Oesterreichs pflichtvergessen am die Unterdrückung des deutschen Vollsstammes an«' gienge, würde sich ein anderer Wille dem gegelillbel stellen, auf den sie mit vollkommenem Vertrauen fuß^ könuen. Carneri gegenüber bemerkte der Minister, ^ Armee.Organisation nach dem Territorial-System!^ von dem ansgezeichnelen Leiter der Militärverwaltung an competenter Stelle beleuchtet. Den Vorwurf.^ fprechend, die Majorität wolle gewisse Angelegenheiten schnell erledigen, bevor gewifse auswärtige GruPpierU^ gen die Sachlage ändern, fagt der Minister, Oesterre»^ sei gottlob stark und selbständig genug, um Herr '^ eigenen Hause zu sein und seine inneren Verhalln'!! so zu ordnen, wie es demjenigen zweckmäßig ersche""' der in erster Linie berufen ist, für Cmheit. Macht Ul" Wohl des Staates zu sorgen. . Die Regierung sucht nicht und wünscht nicht, nM man parlamentarischen Kamps nennt, wenn aber troy unbestrittener wirtschaftlicher und finanzieller Erfolg uns der Fehdehandfchuh hingeworfen wird, wird dl Regierung, falls dies namens der Gesammtopposillv" geschieht, den Kampf nicht fcheuen, ihn als ein u"' verschuldetes Uebel betrachten und auf ihrem 2Leg« ausharren. ,. Der unbedingte parlamentarische Kampf muss lN> der definitiven Niederlage jener Richtung enden, wel^ irgend ein Parteiinteresse mit dem Staatsinteresse ideN" tlficiert, welche in die neutralsten Gebiete die Leides schaft uud politische Gegnerschaft hineinträgt. Für de" Staat wäre es vtsser, je kürzere Zeit folcher KaM dauert. Die Negierung ist der Ansicht, dass in eme" so durch und durch monarchischen Staate, den e>n Dynastie stiftete, ja gewissermaßen aus dem Bode" stampfte, die Zukunft allen gehört, die an diefen Grünt" Principien festhalten. Die Zukunft gehört nicht ein" Partei, einem Volksstamme. sie gehört allen. . Namens diefer Intereffen bittet der Mmister, da» Budget als eine allen gemeinsame nicht politische A" gelegenheit anzunehmen. (Lebhafter Beifall rechts. ^ Minister wird vielseitig beglückwünscht.) .-, Nachdem Tonner und Ruß gesprochen, wird^ Debatte auf morgen vertagt. — Die Negierung braO eine Vorlage über die Regulierung des Glanflusses en> Wien, 11. März. Hoffchauspieler Laroche ist «a^ mittags 4 Uhr gestorben. London, 11. März. Das Unterhaus verwarf ^ Antrag auf Herabminderung des egyptlschen 3^ tragscredites nnt 178 geqen 13 Stimmen. Hartiligw erklärte, die Häfen des Rothe« Meeres miiss'eil dlN" eine civilisierte Macht geschützt werden; der Stand " Armee sei gegen das Vorjahr um 3000 Mann elW' — Gladstone ist bettlägerig. ^ Theater, Heute (ungerader Tag) Gastspiel des Dialekt, und ChalH. lomilers Herrn Clemens Grün vom Stadttheater in ^ ^ fürt am Main zum zwanzigstenmale: Der Bettelstlld^. Meteorologische Beobachtungen in Laibach>. 11- 2 „ N. 734.19 ^. 9.6 SW, schwach bewölkt "'" 9 .. Ab. 735,25 -^ 8,4 SW. schwach bewölkt ^ Morgens ziemlich heiter, tagsüber einzelne Sonnend ' bewölkt. Das Tagesmittcl der Wärme -j- tt,4". um 3.<' dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics^^^-Eingesendet. Rein seidene Stoffe 75 kr. per Meter ^ sowie k fl, 1.05 uud fl, 1,80 bis 5.W (sarbig, 8^"'^ g„ze" carrierte Dessins) versendet in einzelnen Roben "" ,^ K«:^ Stticken zollfrei ins haus das Sciden-Fabrit-Dcpot von ^' ^1^ "eberg (lö'uigl. Hoflieferant) in Iürich. Muster "M^ Briefe nach der Schweiz losten 10 lr. (^ " 497 ÄnMlall M Laibacher Zeitunq Nr.W. Mittwoch, den 12. März 1884. lW6 i, ^ , . <>,. " «unämackun». Nr. 2472. 5'amund ^°l" ^^ sind sieben Friedrich ""»spräbeV°"^°" .Schwitzen'fche Stif-!^>s ti2i!?,«"'. '^e nut Einhundert zwanzig' besonders »."'' si" arme. nothlcidendc, ^N und «a '^ ' '" ^albach wohnhafte Wit-^"nde zu he? k" ""^ ^"" lrainischen Herren« hre ^n^?""'l^" ^'" bi.sc Priibenden haben ^Uaniss.. l ^ufscheinc und Dürftigkeit». Nischen l,^"" ""^ ^" Bestätigung des lrai» dem ' .^^ausschusses, dass ihre Familie ilN^l "^^"«H""nst°nde anachört. endlich, »nit ?° '^" Verwandtschaft m,t dem Stifter. lel>.. °"' "/selbe nachweisenden Urlunde ver» 'kycncn Gesuche spätestens h bis 10. April 1884 üb^.r. l. t. Landesregierung in Laibach zu ^aibach am 10. März 1884. ^°"» der l. l. Landesregierung für Krain. (915 3) Nr. 1947. Lieitutions-AnkünHigunll Am 15. April 1884 um 3 Uhr nachmittags wird bei dem t. l, See» Arfenals'Comniando in Pola eine Versiebe« rung gegen Vorlage von schriftlichen Offerten abgehalten, um die im Jahre 13U4 im t. t. See Arsenale zu Pola sich ansammelnden Material-Abfälle an den Vestbieter käuflich ,u überlassen. Die ausführliche Licitatious'Auiündigung kann bei den Stadtmassistrateu in Graz. Lai» bach, Klagcnfurt, Trieft, Ruvigiio, ssiumc und Pola, dann beim l. t. Sce-Arsenals-Commaudo in Pola und bei der Kanzlcidircctiun dcs l. l. Rcichs-Kricgsminisleriums Marinc