Nr. 184. Dienstag, 12. August 1890. 109. Jahrgang. Aibacher Zeitung. «°>,,,äi>?5 « vrt'6: Mlt P°s!ver. Im «omplolr: lleinp ^.. ' ^>l>iü!)liss ft. 5-5<». ssiir die ZusirNunss in« Hnu« „llnzjUhria si, l. - Insertionessfdur: ss»r 'Mciair l,i« z„ 4 ^sl,s„ ..5^ grostrrc prr »sNc i« l'^ lll»r »orinülag«, — Unfrankierte Äricse werde» »ich! angenommen »mb Manulcriple nichl zurückgestellt. Umtlicher Mil. Ll-...^' ^ u"b k. Apostolische Majestät haben dem ^ "enM ;„ h^ ^^^.^^ ^^ Dragoner. Regiments "?^..Z°hannez Joseph von Liechtenstein Nr. 10 und "yrijcyen Statthalterei-Conceptspraktitanten Valerian '""von Pieüczyköw-Pie.'.czylowski die g^ererswürde taxfrei aNergnädigst zu verleihen AN ^e. k. und k. Apostolische Majestät haben mit dem W" Entschließung vom 21. Juli d. I. dem mit 'lldml '« ""^ Charakter eines Hofrathes bekleideten gs/''"".nratwen Director drr General. Dirrction der d^'Men Staalsbahuen Dr. Ferdinand Zehetner sw k nd" eisernen Krone dritter Classe mit Nach-letts.!l^ ^ ""^ drm Betriebs . Director der öster-E^'^n Staatsbahnen in Innsbruck Theodor von all r«.? da« Ritterkreuz des Franz. Joseph » Ordens All^.l. und k. Apostolische Majestät haben mit Tire/l?^ Entschließung vom 25. Juli d. I. dem Karl y? . Fachschule fiir Holzbearbeitung in Mariano 0idn« V'^'bi das Ritterkreuz des Franz-Joseph-"'dens allergnädigst z» verleihen geruht Rer^/' ""^ ^ Apostolische Majestät haben nut ^ch2' " Entschließung vom 24. Juli d. I. dem d°mt>^ " ^ Stadtpfarrer in Schwanenstadt. Ehren-Fram?c?eph Kratschmer das Ritterkreuz des ^^eph-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Mil Das deutsche Helgoland. Ueber?m, ^angenen Samstag hat sich der feierliche l""ds w s^ A"lel Helgoland aus dem Besitze E„g-"^filnfji ^ ^°^ wogen umbrauste Felseneiland zwei« killen V«X.^" hindurch sein eigen nannte, in den-Nlhelm 7, ^lttschm Reiches vollzogen, und als Kaiser an der ftl s.°"^ ^er Rückreise von England vorgestern dele lonn. Helgolands zu kurzem Aufenthalte lan» sehen <>n ^ ^ ^'"en Fuß bereits auf deutsche Erde land iy" °^lchen Reiche wird die Kunde, dass Helgo. kleines Glied des deutschen Reiches ist, ein freudiges Echo hervorrufen, denn alter deutscher Boden gehört wieder zum Multerlaude u:,d ciu kräftiger, urdeutscher Vollsstamm ist jetzt in den Helgoländern auch politisch wieder mit dcm Reiche vereinigt worden. Genommen ist auf immer von dem patriotischen Empfinden des deutscheu Volkes das drückende Bewusstsein, dass eiu durch und durch deutscher Flecken Erde wie Helgoland, vorgelagert der Mündung eines der mächtigsten deutschen Ströme, sich in fremden Händen befand — stolz flattert seit Samstag die deutsche Reichsflagge auf den Felsenzinnen Helgolands, und hoffentlich wird sie daselbst bis in die fernsten Zeiten wehen. Aber nicht nur vom nationalen und historischen Standpunkte aus muss die Thatsache, dass Helgoland nun wieder dem deutschen Reiche gehört, in den Deut« schen freudige Befriedigung erwecken, sondern auch in mehr praktischer Hinsicht, in militärisch Und'" gierte? 'Ersten H^l kennt nicht Varzin. das Tusculum d»s l ? Jahre '?lck' ^lches dem großen Kanzler durch <°l""g die>,^3 eme Stätte der Arbeit und der Er- furch den , .fxn^'^e kleinen Ortschaften, welche plötzlich l .le"der G^« ^" Umstand, dass ihr Gutsherr eiu l?1 «elan.,,.?"''" ^worden ist, zu Wcltberühmt- Me Nesck,^ '"'d "ielfach beschrieben worden, und ^lt ihre?.""gen haben die Bedeutung, dass die < Man «Ä^ ""hr von der Nähe betrachten kann. "^' im ärn?,'^°bllone. den schneidigen Parlamen- i l"> Mm. ? !?"' Gewände das Holz seines W.Udcs '".der Stakt «^ ^'" ^af", Andrassy. welchen m.m /s°r>N zu ^" 3""°h"t war. in der rothen Gencrals- N." «"f d m"",s""' '"' ""l"^". abgetragenen N^it ^lllder trakV,, .""' ungarischen Pferde dnrch d,e s/^"zin d ''<>"''b wan sieht den großen Bismarck ^l" und 5„l ^«Pfeife rauchen, die Felder ver- volzgeschäfte treiben. Auf dem Lande tritt ein solcher Staatsmann gleichsam ans seiner uunahbaren Oröhe herans und die einfach menschlichen Züge ftiues Wrsens kommen mehr zur Veltuug. . . . Auch unser Ministerpräsident, Graf Eduard Taasfe, welcher iu diesem Augenblicke der älteste Premierminister in Europa ist. hat sein Tuicnlum uud seiu Hawarden. sein T» rcbes, sein Varzin, es heißt Ellischau. Auf diesem Gute. das mitten in Böhmen gelegen ist, nimmt Graf Taaffe im Laufe des Sommers stets einen mehrlagigen Aufenthalt, ohne jedoch, wie das die anderen genannten Staatsmänner gethan haben, sich durch längere Zeit vom Sitze der Centralrcgierung zn entfernen. Nur die wenigen Tage der Erholung, welche wohl auch einem Minister in den Sommermonaten gestattet sein mögcu, beniltzt Graf Taaffe zu einem Ausflug auf seine Besitzung. Da« Gut Ellischau ist in dem herrlichen Böhmer, walde gelegen, eiue Fahrstnnde entfernt von der großen Heerstraße des Weltverkehrs, welcher sich zur Somnu?s> zrit insbesondere auf dieser Slrccke cntwickel>.- ^>ie iu die böhmischen Bäder führt. Die Eisenbahnstation heißt Horazdovice, ein kleines wohla/pflegtes ^audstädtchcu, in dem, wie überall in Böhmen, neuei> dem Ackerbau auch die Industri.' gedeiht und neteilbei auch als Neberschuss der Volkitrast die juxgcze^zsche Bewegung sich entwickelt. Wer auf dem Ausflug durch den Böhmerwald die Herrfchaft Ellischau passiert, der wi>.d nicht so leicht Abschied nehmen von der wohlgcpsleg^cu Domäne, und er wird auf diesem Flecken Erde, wacher durch sciuen V'sitzcr zu großer Berühmtheit gelallt ist. verweilen, um die allgemeine menschliche NeuAerde über das Üe- ben des Ministerpräsidenten Grafen Taaffe auf seinem Gute zu befriedigen. Seit zehn Jahren sieht man unseren Ministerpräsident,',! auf der Trübine, man hört seine Donnerstimme im Parlamente, man kennt nur sein Charakterbild, wie es «von der Parteien Hass und Gunst entstellt ist», man hört über ihn entweder über-mäßiges Lob oder übermäßigen Tadel, kurz. man kennt den Staatsmann Grafen Taaffe nur. wie er sich der Oeff.'ntlichkeit zeigt. In Ellischau lernt man dm Men« schen Taaffe kennen. Die schöne Besitzung Ellischau ist aber auch ganz darnach, das Glück der Ruhe und Zufiirdenheit dem vielgeplagten StagHmanne zu gewähren. Das Schloss, in welche Graf Taaffe und feine Familie wohnen, ist i> rinem einfachen Stile erbaut nnd macht doch rinn, fehr malerischen Eindruck, wozu ms-ticsoud??k der sich in der Mitte d«>r Facade erhebende Tliurm bliträat. Den Hintergrund dt-s Schlosst« b" de di schön bewaldeten Veraabhänge des Böhmerwa . des; d.r herrliche Park, welcher da« Schloss umg'bl. '^ ^Das^,n?re des Schlosst« zeichnet sich durch große Einfachheit aus. Es ist hier lnuig Luxus vorhanden, aber dafür desto mehr Gemüthlichkeit. Die Möbel smd ohne Raffinement arrangiert, ohne Prunk, aber gerade das macht diese Wohnräme angenehm und behaglich. Alle Wände sind mit Familienbildern bedeckt, mit Porträts der Ahnen. Ein Porträt der Mutler des Grasen, Taaffe, einer gcborenm Fürstin Blehmheim. zeigt eine Frau von wahrhafter Schönheit, eme Dame mit einem edlen, feingeschnittenen Gesicht. Die Bilder des Brautpaares Taaffe lassen den Ministerpräsidenten cüb jun Laibachtl Zeitung Nr. 184. 1518 12. August 1890. production entfielen auf Schlesien 3,711.902, auf Mähren 1,798.363 und auf Böhmen 509.242 Meter« centner. Die Briquets-Erzeugung belief sich auf 270.558 Mctr., wozu 166,930 Mctr. Steinkohle verwendet wurden. Nach Ungarn, Deutschland, Russland, Italien, Serbien, Rumänien und in die Schweiz wurden 6,784.693 Mctr. Steinkohlen und 662.400 Mctr. Cokes, zusammen 7,467.098 Mctr., ausgeführt. Auf Vraunkohle standen im Jahre 1889 in Oesterreich von 949 Unternehmungen 285 im Vetriebe, welche mit 32.684 Männern, 1685 Weibern und 884 jugendlichen Arbeitern, zusammen mit 35.254 Arbeitern 136.458.629 Metercentner Vraunkohle im Werte von 22,861.112 fl. bei einem Durchschnittspreise von 16 51 Kreuzer per Metercentner erzeugten. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist um 1958, die Production um 9.856,076 Metercentner im Werte von 2,120.033 fl. oder 10 22 pCl. gestiegen. Von der gesammten Production, an welcher das Nerar mit 4,890.223 und die Privatunternehmungen mit 133,468.406 Metercentner betheiligt sind, entfallen auf Böhmen 109,461950 Metercentner im Werte von 14.700.721 fl., auf Niederösterreich 17,053 Mctr. im Werte von 5116 fl, auf Oberösterreich 3,654.151 Mctr. im Werte von 847.629 fl, auf Mähren 985.721 Mctr. im Werte von 185.065 fl,, auf Schlesien 5751 Mctr. im Werte von 1201 fl., auf Steiermark 21,228.438 Metercentner im Werte von 5,715.591 fl., auf Kärnten 588.645 Mctr. im Werte von 240.290 fi., auf Tirol 260.425 Mctr. im Werte von 149.006 fl., auf Krain 1,110.570 Mctr. im Werte von 321.12? fl., auf Pal« matien 393895 Mctr. im Werte von 153.006 fl., auf Istrien 720.740 Mctr. im Werte von 530.842 st. und auf Galizien 28.290 Mctr. im Werte von 11.518 st. Die durchschnittliche Jahresleistung eines Arbeiters betrug 3927 Mctr, im Werte von 648 st. Die Aussuhr von Braunkohlen in das Ausland, und zwar hauptsächlich nach Deutschland und in die Länder der ungarischen Krone, ferner nach Italien, in geringerem Maße auch nach Frankreich und in die Schweiz, betrug 59.709.356 Mctr.. darunter 189.300 Mctr. Briquet«. Die Ausfuhr an Braunkohle ist um 5,646.461 Mctr. oder 10 44 pEt. gestiegen. Auf Böhmen allein entfiel ein Export von 57,541.849 Mctr., da« sind 96 - 38 M. der gesammten Ausfuhr. Politische Ueberficht. (Dr. Rieger in Wien.) An die Anwesenheit des Dr. Rieger in Wien und an seine Besuche, welche er dem Herrn Ministerpräsidenten gemacht hat, knüpfen sich zahlreiche Combinationen. Dass Dr. Rieger sich mit dem Grafen Taaffe über die Ausgleichsfragen unterhalten hat, ist fast ebenso naheliegend, wie dass die beidcn Herren auch über das Wetter und die große Hitze miteinander gesprochen haben. Allein die Behauptung, dass wichtige Entscheidungen unmittelbar bevorstehend seien, ist nicht zutreffend, und dieselbe widerlegt sich am besten durch die Thatsache, dass der Ministerpräsident Graf Taafse Samstag morgens nach Vllischali abreist, wo er bis zum 18ten zu verbleiben gedenkt. In der Ausglrichsfrage kann im Augenblicke kein Schritt geschehen. Die Ausgleichspunctationen find fertig, die Vorlagen sind dem Landtage zugegangen und Sache der beiden Parteien des böhmischen Land« tages ist es nun. das Wort drr Führer einzulösen. (Landtagswahlen.) Im Laufe dieses Mo» nates finden folgende Wahlen statt: Am 20. die Wahl von 14 Abgeordneten der Landgemeinden, am 25. die Wahl von 9 Abgeordneten der Städte m,d Märkte, am 30. die Wahl von 3 Abgeordneten der Klagen« furter Handelskammer und von 10 Abgeordneten des Großgrundbesitzes für den Kärntner Landtag; am 25. August die Wahl von 19 Abgeordneten der Land« gemeinden, am 27. die Wahl von 17 Abgeordneten der Städte und Indlistrialorte und von 3 Abgeordneten der Linzer Handelskammer für den oberösterreichifchen Landtag. (Steiermark.) In der Vertretung der Gemeinde Umgebung Cilli haben seit kurzem die Slo» Venen die Majorität. Diesertaqe fand die Wahl des Bürgermeisters und der vier Gemeinderäthe statt, und wurden zum Bürgermeister Herr Gliusek aus Unter-kötting. zu Gemeinderäthen die Herren Cocej, Iezer-nit. LipovZek und Zupanc, durchaus Slovene«, gewählt. (Einberufung des böhmischen Land» tages.) Wie die «Politik, aus verlässlicher Quelle erfährt, wird der böhmische Landtag zum 25. September einberufen werden. Diese Session wird von allererster Wichtigkeit sein; denn in derselben soll der größere Theil der Ausgleichs-Vorlagen durchberachen und er« ledigt werden. Ein Wiener Blatt spricht davon, dass der böhmische Landtag gegen Ende des nächsten Monats wieder zusammentreten soll, ohne jedoch den Tag zu präcisieren. (Lehrertag in Saaz.) Die in Saaz stattgefundene Hauptversammlung des deutschen Landes-Lehrervereines in Böhmen beschloss unter stürmischem Jubel die Absendung eines Huldigungstelegrammes an Se. Majestät den Kaiser und nahm zwölf die Gehalts« frage der Volts- und Bürgerschullehrer regelnde und vier auf die Bezirksschulaufsicht bezügliche Thesen einstimmig an. Ferner wurde von der Hauptversammlung die Errichtung einer Diesterweg-Stiftung für Studienreisen und pädagogische Aufsätze beschlossen und hiezu der Betrag von 2000 Gulden aus Vereinsmitteln gewidmet. (Kroatien.) Das Gerücht, dass der Abgeordnete Mi^katovic irrsinnig geworden, ist unbegründet. Es stammt von böswilliger Seite aus den Kreisen der kroatischen Opposition. Miökatovic' litt wohl an Nervosität, befindet sich jedoch gegenwärtig vollkommen wohl in «Annenheim». (Regulierung des Eisernen Thores.) Bezüglich der Nachricht, dass die serbische Regierung das Protokoll der gemischten Commission für die Re-gulierung des Eisernen Thores genehmigt habe, wird aus Belgrad geschrieben, dass dieser Meldung ein be« reits einige Wochen alter Thatbestand zu Grunde liegt. Die commissionellen Arbeiten betrafen hauptsächlich die Modalitäten für die Unterbringung der Arbeiter auf serbifchem Ufer, die Rechtsverhältnisse derfelben, den Bezug von Materiale au« serbischen Steinbrüchen und anderes mehr. Die aufgetauchte Frage der Entschädigung der ferbifchen Fischerei-Berechtigten wurde durch einen Notenwechsel zwischen der serbischen Regierung und der t. und k. Gesandtschaft in befriedigender Weife erledigt. (Deutsche Socialdemokraten.) Das «Berliner Voltsblatt' veröffentlicht den Organisationsentwurf für die socialdemokratische Partei Deutsch- lands, der von der Reichstagsfraction dem nach W einberufenen Parteitage unterbreitet werden soll. ^ entnehmen dem Entwürfe folgende für die Allgenmn-heit interessanten Bestimmungen. Parteigenosse ist j^ Person, die das Parteiprogramm anerkennt mld v> Partei dauernd materiell unterstützt. Die Parteigenoß in den einzelnen Reichstags.Wahlkreisen wählen M' lich in öffentlichen Versammlungen Vertrauensmann zur Wahrnehmlmg der Partei-Interessen. Die o» Vertretung der Partei bildet der Parteitag, der M' lich einmal vom Parteivorstande einzuberufen ist un sich aus den Delegierten der Wahlkreise sowie oe« Mitgliedern der Reichstagsfraction und des Pa?'' Vorstandes zusammensetzt. Der vom Parteitaqe zu wa?' lende Parteivorstand besteht aus fünf Mitgliedern, ^ besoldet werden können, die Parteigeschäfte zu leu und die principielle Haltunq der Parteiorgane zu co' trolieren haben. Der Parteivorstand wird von " Reichstaqsfraction überwacht, welche pflichtwidrig yan delnde Vorstandsmitglieder vou ihrer Stellung eMv kann. Zum officiellen Parteiorgane wird das «VenlN Volksblatt» bestimmt, da» vom 1. Jänner 1691 a unter dem Titel «Vorwärts» erscheinen soll. ..^ (Zur Situativ n.) Der «Siecle» veröfienM folgende Note: Informationen aus sicherster Olle erlauben uns zu bestätigen, was die «Inde'pendan^ bezüglich des lebhasten Wm.schss des Kaisers 2» ° gemeldet, eine Reise nach Frankreich zu unternehM ' sobald er die Ueberzeugung gewonnen, dass die p zösische öffentliche Meinung auf ein folches Elelg vorbereitet fei. . (Das englisch.französischeUebere'" kommen.) Das «Ionrnal des Mbats» schabt. "" zwischen Frankreich und England abgeschlossene M . men mache der französischen Diplomatie Ehre. E^' ^ bewies seine Achtung vor dem Völkerrechte, "'dem die Giltigkeit der Erklärung vom Jahre 1862 a^ kannte. Der Abschluss dieser Angelegenheit werde beiden Ländern eine freundliche Erinnerung ^ ^ lassen. Die «Justice» dagegen kann das Ablon"" nicht als einen Erfolg Frankreichs ansehen. .<,^z (Helgoland.) Die Proclamation M'^ betont, der deutsche Kaiser vertraut, die Helgo M werden dem Kaiser und dem Vaterlande treu bw . Der Kaiser verspricht, die heimischen Gesetze » Gewohnheiten möglichst fortbestehen zu lassen- ^. lebende Geschlecht ist von der Militärpflicht^ freit, der Zölltarif bleibt durch eine Reihe von 3^ unverändert; die Regierung wird den Glaube^ < ^ Kirche und die Schule wahren. Die WW^F Kaisers an die Marinefoldaten erinnert an die S^ ^ von Wörth und erklärt, er einverleibe die In!" ^, das letzte Stück deutscher Erde. Das Eiland 't', rufen, ein Bollwerk zu werden; den deutschen SH'.^ ein Schutz und ein Stützpunkt der Marine gegen I Feind. . „ ^ (Ans Brüssel) wird unterm Borgest"^ " meldet: Die Zahl der Theilnehmer an der Kundg^f zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechtes ""l ^. 40.000 geschätzt. Die Ordnung ist überall au?,^ erhalten worden. Um einviertel zwei Uhr nach"^^i< gieng ein starkes Gewitter nieder, wodurch dtt ^>^ festanten auseinander gesprengt wurden. S^?V gn Gruppen des Zuges hatten Fahnen mit P^cal .^l> der Spitze, auf welchen die Forderung des allgen» Stimmrechtes stand. gen, feschen Mann und die Frau Minifterpräsidentin als eine stattliche Schönheit erscheinen. Ein besonderes Interesse nehmen die Kaiserbilder in Anspruch, welche in dem Empfangssaale angebracht sind. Man sieht hier Porträts imseres Kaisers aus der frühesten Kindheit, aus dem Jünglingsalter und dann aus der späteren Zeit. Ein besonders herziges Bild stellt unsern Kaiser mit seinen zwei jüngeren Brüdern, den Erzherzogen Ferdinand Max und Karl Ludwig, dar. Der Ka,ser mochte damals 7 bis 8 Jahre gezählt haben. Man sieht den Kaiser als ganz jungen Mann zu Pferde, dann wieder im Iagdcostüm, ferner sind Porträts der Brüder des Kaisers und der früheren Kaiser in diesem Saale angebracht, kurz. dieses Zimmer des Grafen Taaffe, in welchem er mit besonderer Vorliebe weilt, ist eine Habsburger-Gallerie, und die Bit» der derselben erfcheinen von großem Werte, da ste lauter Unica sind und kaum mchr irgendwo ähnliche Stück auffindbar sein mögen. Das Arbeitszimmer des Ministerpräsidenten ist ebenfo einfach, wie die übrigen Räume: ein großer Schreibtisch, Bücherschränke mit altm, zumeist historischen und juridischen Welken sind die hervorstechendsten Merk» male desselben. Aber der Ministerpräsident liebt es nicht, wenn er schon auf dem Lande ist. innerhalb seiner v,er Wände zu arbeiten. Sein Arbeitszimmer ist die fre,e Natur, der schöne Part. welcher das Schloss um-«'" beute is, dieser Part das Arbeitszimmer des d^ ^' ?^"be Park. welcher in seiner Kindhe.t Statte semer Spiele und seiner Heiterkeit gewesen Dle Achten Alleen des Parkls bieten ^reichn Schatten, seine W.esen. welche der Tummelplatz der Kindheit unseres Ministerpräsidenten gewesen sind, befriedigen das Auge durch ihr saftiges Grün, und die Blumenbeete sind kunstvoll arrangiert und zeigen in riesiger Blumenschrift das «Goldene Vlies», das Wap' pen des Hauses Taaffe mit dem Kreuz und dem Wahl-spruch: «Iri koe »P6« msa», oder die Vornamen des Ministerpräsidenten und seiner Gemahlin, der Kinder und der Schwiegersöhne. In diesen Blumenbeeten zeigt sich der reine Familiensinn und die innige Familien« zärtlichkeit des Grafen Taasse. Wenn Graf Taaffe nicht Ministerpräsident sein muss, ist er Gatte und Vater. Aber auch nach Ellischau verfolgen ihn die Geschäfte, auch die Erholungszeit ist der Arbeit qeniidmet. Täglich um 6 Uhr morgens steht Graf Taaffe in Ellischau auf und macht sich fofort an die Arbeit. Er widmet sich der Lecture von Zeitungen, was ihm wohl auch mehr ein Beruf als ein Vergnügen ist. dann schreitet er zu der Erledigung des reichen Einlaufe« feillsl beiden Ministerien. Von 6 bis 9 Uhr sitzt Graf Taaffe u."ter der alten Linde nächst dem Schlosse und mit dem HWbuk, seinem steten Begleiter bei der Arbeit, ausgerüstet, liest und fchreibt bis zum Frühstück, welches dsml gemeinschaftlich mit der Familie ein« genommen wird. Während dieser drei Stunden ist der Theil des Gartens, in welchem Graf Taaffe arbeitet, förmlich abgeschlossen, und die Angehörigen des Ministerpräsidenten wachen ängstlich darüber, dass ihr Vater nicht gestört wird. Von l> bis gegen 10 Uhr widmet sich der Ministerpräsident >seiner Familie. Er macht dann längere Spaziergänge,. zumeist begleitet von seiner Tochter, einer sehr anmuthih'en, liebenswürdigen und geistvollen jungen Dame, welche nur eine Sorge kennt, ^lN ^h^ die Sorqen fern zu halten und ihn durch ihr "NU mes Gespräch zu zerstreuen. ^„ds Diese Spaziergänge und hie und da des ^> eine Tarokpartie im Kreise der Seinen sind i^ ^ ziqes Vergnügen, da der Ministerpräsident ^^„ jcher von jedem Sport, wie ihn andere Stattdesg ^ treiben, ferne hält. Er reitet nicht und lutsch«^ ^ er ist kein Iagdliebhaber. er züchtet nicht M"" ^ geht am liebsten zu Fuß und streift gerne du^ ^ ihm so gut bekannten Wälder, wo ihn jeder «)» alten Bekannten begrüßt. «,^B^ Die in raschem Tempo unternommeuen ^jfft naden sind bald zu Ende, denn um halb 1l) u^^ bereits die Post ein, welche dem Mimst>rpra>» ^ el neue Arbeit bringt. Bis 3 Uhr nachmittags!^ dann wieder bei der Arbeit, um diesen Ei"laUl' ^ ledigen. Von 3 bis 5 Uhr folgt wieder e," ^ hel gang oder eine Ausfahrt, dann das Diuer, "^„ist^ Zeit von 6 bis 9 Uhr abends findet man d" -" ,„M Präsidenten Grafen Taaffe wieder bei deu Ac' die Erholung und die Muße. ,., gel"/' Der Miuisterpräsident hört es nicht el''""^^ wenn man ihm von Echoluug u»d von NuY^^F' spricht. An das Wort Urlaub, welches so vi'l"' ^ B beamteu wie Musik ins Ohr klingt und ""Al'lt ^ jed.n Menschen einen gewissen Zauber übt, ^ el nicht einmal. Er hat in den zwölf Iah"" ^^^ Minister ist, nicht ein einzigetmal Urlaub ge ^ ^ Ellischau ist der Ort seiner Erholung, well uigstens im Freien arbeiten kann. Hlaidacher Zeitung Nr. 184. 1519 12. August 1890. , (Die österreichische Flotte in Wil-y e l m shaven.) Vorgestern traf die k. u. k. Escadre in ^.'lhelmshaven ein. Ihr zu Ehren fand ein Gartenfest venn Vice.Admiral Paschen, ein Liebesmahl im Casino 'Mr Bewirtung der Mannschaften im Parkrestaurant Mt. Vice. Admiral Paschen gehörte auch der öster-"lchlschen Marine an und hat am Gefecht von Helgoland theilgenommen. Er steht bei seinen österreichischen «ameraden im besten Angedenken. .. (In Nordamerika) betrachtet man die po» Ulsche Krisis, welche infolge des finanziellen Krachs m der argentinischen Republik misgebrocheu ist, als "ne unvermeidliche, aber die Entwicklung des Landes ">Ht tief und dauernd schädigende Urbergangskrankheit. (Aus Shanghai) wird dem «Newyorker veralt», eine große Neuigkeit gemeldet: Die Dentfchen Men versuchen, von China das Recht zur Anlegung ^rr Flottensiation anf der Insel Formosa zn erhalten. Tagesneuigleiteu. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Klaqcn. U"el Zeitung, mrldct, dem Ortsschulrathe Gnesau-"leltzenbach zum Schulhausbaue 200 fl. zu spenden . Se. Majestät derKaiser haben, wie der «Bote K^> 5 ^ "'^ Vorarlberg» berichtet, für den neuen ^'Wand in Mals 25 Ducaten zu spenden geruht. — (Jubiläum des Vischofs Stroß- mayer.) Am 8. September d. I. sind es vierzig Jahre. ' l^ ^' ^°^ Georg Stroßmayer Bischof von Dja- l°°°r geworden ist. In den südlichen von Slav?n be- um ^" Bändern werden bereits Vorbereitungen getroffen. u" den Tag festlich zu begehen. Aber auch aus Böhmen 'Mn Nachrichten vor, dass dort das Jubiläum ebenfalls Alert werden wird. Seine Prager Verehrer werden ibm > ^ Strohmayer eine Deputation absenden, welche M en,e prachtvolle Adresse überreichen wird und die ^urger-Neseda veranstaltet ein Bankett, dem ein Prolog Üi^" Concert vorangehen wird. Nach den «Narodni ^ub's ^^" ""'^ böhmische Landstädte beschlossen, den "lar zum Ehrenbürger zu ernennen, und das ge- llll^ ^°" ^dert die "brigen czechischen Städte, ja " wemnnden dieser Nationalität auf, in gleicher Weise lirckl^ ^'" V'schofsjubiläum ist felbstverständlich eine l ^"^ ""b würde zu rein nationalen Demon- "wnen keinen passenden Anlass biete,,. Juli 77('Ass'c"razioni O^n er ali».)Im Monate 542 sl"^" bei der Lebensversichernngs^Abtheilung 5^.""!rägesilr eine Versicherungssumme von 1,632.431 fl. lllmn.' ""seicht und 492 Polizzen für eine Versicherung«, ^änn ^°" ^508.711 fl. 50 kr. ausgefertigt. Scit Istem l»lnm" ^^ lind 3727 Anträge für eine Versicherung«. Poll« ^°c" "'659.105 st. 12 kr. eingereicht und 3251 42 ?" flir eine Versicherungssumme von 10,340.725 st. «emelk?"^efertigt worden. Die seit dem 1. Jänner an-^ loeten Schäden belaufen fich auf 968.152 fl. 40 kr. r»n ""^ewieseue Versicherungsstand der Lebensversiche-l88q c^""N belief sich am 31. December des Jahres 66 ./"' 1N!.904.«48fl. 39 kr. Capital und 202.035 st. lvaren !3"^ "^ 46 926 Polizzen, wofür bar reserviert Jahre i '634162 st. 1 kr. Die bezahlten Schäden im luna 1 ü betragen für die Lebensversichernngs-Abthei-chen s'. ^-^U^ st. 89 kr. und die für sämmtliche Bran-derm .,. Rundung der Gesellschaft (1831) laut jährlich ^l^tllchten Ausweisen bezahlten Schäden betragen 227.371.940 fl. 22 kr. Die Gesellschaft gewährt losten» freie Ausdehnung der Giltigleit der Versicherung bis zum Belaufe von 15.000 sl. auf den Fall der Einberufung des Versicherten infolge seiner Landsturmpflicht. — (Unfall von Irrsinn.) Nus Radlersburg wird geschrieben: Am 6. d. M. wurde die Vauerslochter Theresia Schischel durch ben zn Olsnitz in Ungarn als Lehrer angestellten Johann Hartmann in einem Anfalle von Irrsinn am Felde nächst Radlersburg überfallen und mittels einer eisernen Heugabel, die er derselben entwunden, durch Stiche an der linken Vrustseite und an der Hand schwer verletzt, Zeugen dieses Vorfalles waren zwei Brüder des Hartmann und ein Priester, sämmtlich aus Ungarn. Diefelben waren im Begriffe ge-Wesen, den Johann Hartmann in das Spital nach Rad-kersburg zu bringen, als ihnen derselbe an jener Stelle aus dem Wagen entsprang und das Unglück anrichtete, was so rasch geschah, dass es die genannten Personen nicht hindern konnten. Johann Hartmann wurde über sofort bei dem Gendarmeriepoften erstattete Anzeige noch am selben Tage in Laafeld festgenommen und dem l, l. Bezirksgerichte in Radlersburg eingeliefert. — (Osterreichisch-ungarischeSchiffe in Ostasien.) Laut telegraphischer Meldung ist Seiner Majestät Schiff «Irinyi» vorgestern in Chinkiang am Flusse Jangtsekiang eingetroffen und wird nach zweitägigem Aufenthalte die Fahrt stromaufwärts fortsetzen; Sr. Ma» jestät Schiff «Fasana» ist vorgestern in Thursday'Island (Torres'Strahe) angekommen und hat nach einem Ausenthalt von nur wenigen Stunden die Reise nach den Sunda.Inseln fortgesetzt. An Bord sämmtlicher Schiffe alles wohl. — (Der reichste Mann von China.) Die letzte chinesische Post bringt die Nachricht, dass der reichste Mann in China in seinem Paläste in Honam in Kanton gestorben ist. Den Europäern war er unter dem Namen Howqua bekannt, sein wirklicher chinesischer Name aber war Ng Chi Sing. Sein Reichthum war fabelhaft. Im Jahre 1634 gab er ihn selbst auf 26,000.000 Dollars an. Als Sir Hugh Gough 1841 von der Stadt Kanton eine Contribution erhob, schoss Howqua der Stadt über eine Million vor. Er war der bedeutendste Theehändler China's. Der Congo, den er auf seinen eigenen Ländereien baute, war besonders berühmt auf dem Londoner Markt. Dieser König der Handelswelt starb 74 Jahre alt. Seine herrlichen Gärten bildeten eine Sehenswürdigkeit Kantons. — (Medic inischer Congress.) In der Abschiedsansprache wies Prof. Virchow auf die Bedeu» tung des internationalen medicinischen Congresses in Ner» lin, wie ihn die Welt noch nicht gesehen, hin und theilte mit, dass 5737 Mitglieder', 147 Theilnehmer- und 1376 Damenlarten ausgegeben wurden. Die VerHand» lungen des Congresses stünden aus der Höhe der medicl« nischen Wissenschaft und seien im Sinne der Bruder, liebe und des Friedens erfolgt. Redner schloss mit dem Wunsche auf freudiges Wirderfehen im ewigen Rom, — (Streik in New York.) Aus Newyork. 11. August, wird telegraphier«: Der Gesellschaft der New» Vorl'Eentral« und Hudsonriver-Eisenbahn gelang es, für die streikenden Arbeiter neue zu engagiren. Die Bahnhöfe werden von Detectives bewacht. Der Vicepräsident Clarke benachrichtigte den Bürgermeister von Albany, oafs das Eigenthum gefährdet sei, und verlangte Schutz. Die Miliz in Buffalo und Syracuse ist für alle möglichen Fälle in Bereitschaft. — (Brand.) Nm Samstag hat in Nroos-Vocsard, Unteralbenfer Comitat in Siebenbürgen, eine Feuersbrunst binnen vier Stunden 58 Häuser und Wirtschaftsgebäude eingeäschert; auch sechs Kinder kamen in drn Flammen um, und viele Viehstücke find verbrannt. An das Löschen war bei dem Wassermangel und der ungeheuren Dürre nicht zu denken. Das Feuer war im Hause des Orts« richters ausgebrochen; seine Frau flüchtete sich mit ihrem kleinen Kinde in den Keller, wo beide erstickten. — (Ein altes Buch.) Das Kloster St. Joan in Ostrumelien besitzt eine im Jahre 1492 in Sieben^ bürgen in Karlsburg mit cyrillischen Lettern gedruckte Bibel. Dieselbe wurde mit Einwilligung der bulgarischen Regierung durch den rumänischen Consularagenten der Vularester Nlademie leihweise aus Sofia übermittelt. Es sollen mehrere Blätter derselben photographiert werden. — (Attentatsprocess.)In dem Processe gegen Caporali in Neapel, der vor einiger Zeit einen Atten« latsversuch gegen den Ministerpräsidenten Crispi gemacht, sprach die Jury dessen Unzurechnungsfähigkeit aus. Der, Gerichtshof beschloss sodann, Caporali an die politische Behörde zur Einschließung in einer Irrenanstalt aus» zuliefern. — (Eisenbahnunglück in Frankreich.) Nächst der Station Guingamp entgleiste vorgestern ein Güterzug; ein Conducleur wurde getöbtet, der Heizer und der Maschinführer wurden schwer verwundet. — (Aus dem juristischen Examen.) «Herr Candidat, was wissen Sie von der Bürgschaft?» — «Gar nichts! Habe bis jetzt immer noch ohne eine solche — gepumpt bekommen!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Pferde »Rennen.) Wie bereits gestern erwähnt, findet am 13. September zu St. Narthelmä in Unterkrain ein Trabwettfahren, veranstaltet von der Pferdezuchtsection der l. l. Landwirtschafts'Gesellschaft für Krain, statt. Wir erhalten diesbezüglich folgende Mittheilung: Das Trabwettsahren findet den 13. September (d, i. am Pserdeprämiierungstage) nachmittags um 2 Uhr auf der Reichsstraße zwischen St. Äarthelmä und der Bildsäule, 1 Kilometer gegen Landstraß gelegen, statt. 1.) Einspänniges Fahren für drei» und vierjährige lrai» nische Hengste und Stuten. Distanz 1000 Meter, die zur Erreichung des vollen ersten Preises in längstens 3 Mi» nuten erzielt werden muss. Fährt nur ein Theilnehmer, dann muss die Distanz zur Erreichung des ersten Preises in 2'/y Minuten erzielt werden. Erster Preis 100 fl., zweiter Preis 40 st,, dritter Preis 20 fl. 2.) Einspän» niges Fahren für lrainische Hengste und Stuten vom vierten Jahre aufwärts. Distanz 2000 Meter, die zur Erreichung des vollen ersten Preises in 6 Minuten zu» rückgelegt werben muss. Fährt nur ein Theilnehmer, dann muss zur Erreichung des ersten Preises die Distanz in 5 Minuten zurückgelegt werben. Erster Preis 50 fl., zweiter Preis 25 fl,, dritter Preis 10 fl. 3.) CinspäN' niges Fahren für Pferde ohne Unterschied des Alters und Geschlechtes, auch Wallachen, welche mindestens ein Jahr im Besitze eines krainischen Landwirtes sind. Distanz 2000 Meter, die zur Erreichung des vollen ersten Preises in 6 Minuten zurückgelegt werden muss. Fährt nur ein Theilnehmer, bann muss zur Erreichung des vollen ersten Preises die Distanz in 5 M, zurückgelegt werden. Erster Preis 40 fl., zweiter Preis 20 fl., dritter Preis 10 fl. Die Anmeldungen sür sämmtliche Fahrten haben schrist- Nachbnlll verboten. Verstoßen «nö Verlassen. Roman von «mile Nichebourg. H . (80. Fortsehnn«.) von Sl n"^ b" kleinen Häuser der Strafcolonie ^zimm^ ^^ ^ ""kb Tages auf einer grob-dienia?? Holzbank ein Mann von etwa fünfund« bleich" >"hren, h^ gh^ viel älter aussah, Er war der U'u»c!. >""en Augen glühte ein ungesundes Feuer; und stz ° ^ seiner Züge war traurig, aber freimüthig drr au M'lch' ""d trotzdem war dieser Mann einer wiedti'ck n boauer verurtheilten Sträflinge. Es war "Mire M"te. der einstige Iagdhüter auf La Po-l "te. , "" Vlick suchte, während er so dasaß, das leinen H. dachte vermuthlich an seine Frau und an "nd d^!'. von denen er nie mehr Kunde erhalten Ullllioe b'rUeicht vor Schmerz und Elend längst zu- Einsangen waren. llchen u k<^" Seufzer hob die Brust des Unglückdiele h./, ^«inen entströmten seinen Augen. Ach. wie Mzeln, ?e Thränen hatte er während der letzten ss^re geweint! "llen ie,,°° H Laprete. der Galeerensträfling, war von «nderei, ^„,?,^lebt, "elche ihn kannten; stets bereit, Aage a<2 N ä" sei", hatte er niemals Anlass zur ^'Nsamlei. "'^ "ar meist in sich g.kchrt, suchte die «"der>, N„"?? ^bte so fcrn als möglich von den Aus !u ^'^"' ^" ib^, 7?md seines tadellosen Benehmens hatte Pracht 'UM vor Jahren bedeutsame Concessionen l sich' M - bewohnte in der Strafcolonie eine Hütte ""k'n. er bebaute den Garten, m welchem die. selbe stand; aber, ach. er hatte nur wenig Sinn sür die Schönheit der Natur, welche ihn umgab. War er allein und konnte er seinen Gedanken ungehindert nachhängen, dann versetzte er sich wieder und immer wieder in die Normandie, in die geliebte Heimat, in welcher er seine theure Martha zum letzten Mal umarmt hatte; er sah sich wieder in La Po» melliere; er sah sich in dem bescheidenen Hause, welches er als Iagdhüter iune gehabt, dort, wo Martha, sein angebetetes Weib. seinem Kinde das Leben geschenkt, welches sie auf den Namen Henri getauft hatten. Was hatte er gelitten, seitdem er schuldlos verurtheilt worden war! Es wunderte ihn nicht, dass er keine Kunde aus Frankreich erhielt; hatte er doch selbst nie nach dcr Heimat geschriebeu, weil er todt sein und bleiben wollte für alle jene. welche ihn einst gekannt, und in erster Linie für sein Kind. Jetzt bedauerte er es; hätte es ihn doch über alles beglückt, zu wissen, was aus seiner Frau und seinem Sohne geworden, ob er von beiden gänzlich vergessen war oder ob sie seiner noch gedachten. Täglich stellte er sich diese Frage und täglich peinigte ihn die Ungewißheit, was aus jenen geworden sein könnte; auf Lebensdauer vernrthellt. konnte er nicht hoffen, sie jemals wi "rzusehen. Wie der atlantische Ocean beide Weltthcile trennte, m denrn er und jene sich befanden, fo unvereinbar war er geschieden von Martha und Henri und nie sollte er in die Heimat znrückk'hren. Er begriff nicht, dass mit der Wnnde, welche er im Herzen trug. es ihm uberhmipt möglich war, zu leben. Wie viele von jenen, die mit ihm und nach ihm gekommen, die jung und kräftig gewefen waren, hatte er schon sterben, erliegen sehen unter dem töd» lichen Klima. Weshalb nur mnsste er es führen und immer weiter schleppen, dieses Leben, das doch so gar keinen Wert mehr für ihn besaß. Das Geiäusch herannahender Schritte machte ihn, während er jrtzt so gedankenvertieft dasaß, plötzlich erbeben und rüttelte ihn aus aus den düsteren Trau» mereien, in welche er versunken war; er wandte den Kopf und sah einen Marine-Nnlerofficier vor sich. hastig stand er auf und grüßte mit miliärifchem Anstand. «Sie sind Friedrich Laprete?» forschte dieser. «Allerdings, der bin ich. Was verlangen Sie von mir?» fragte der Verurtheilte müden Tones, «Sie sollen sich sofort nach dem Hause des Com-Mandanten begeben.» lautete die im Dienstton gegebene Antwort, «folgen Sie mir unverzüglich.'» Das Haus des Commandanten lag entfernt. W währte eine gute halbe Stunde, ehe es erreicht war. Der Marine.Unterofficier führte Laprete ,n einen großen Saal nnd hieß ihn warten. Eine geraume Weile verstrich, bevor der Unterofficicr wieder erschien und ihn in ein kleineres Zimmer treten hieß, in welchem ein noch juuger Mann, der Commandant und Director der Strafcolonie, vor einem mit Schriften bedeckten Tische saß. Beim Eintntt Lapretr'2 hob er das Haupt empor und sah ihn forschend an; aus je'men Iugen jprach der Ausdruck mitleidiger Milde. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nl. 184. 1520 12. August 1890. lich oder auch mündlich bis 13. September 12 Uhr mittags beim Gemeinde»Amte in St. Varthelmä zu er« folgen. Die Anmelder für die dritte Abtheilung haben 1 fl. Einschreibgebür zu entrichten. Beim Trabwettfahren giltige Bestimmungen: 1.) Als Preisrichter fungieren die Ausschussmitglieder der gefertigten Section, die nach eigenem Ermessen andere Fachleute beiziehen lönnen. 2.) In allen sich ergebenden Streitfällen entscheiden ent» giltig mit Stimmenmehrheit die Preisrichter. 3.) Bei den ersten zwei Abtheilungsfahren dürfen nur in Krain geborene Pferde vom dritten Jahre aufwärts theilnehmen. Die Theilnehmer haben sich diesbezüglich mit den Beleg» zetteln auszuweisen. In der dritten Abtheilung «können nur jene Pferde ohne Unterschied des Geschlechtes und des Alters am Trabwettfahren theilnehmen, welche min» bestens ein Jahr — vom Tage des Trabwettfahrens zurückgerechnet — ununterbrochen sich im Besitze eine« lrainischen Landwirtes befinden. Diesbezüglich ist eine gemeindeamtliche Bestätigung beizubringen. 4) Ohne An« Meldung darf ausnahmslos niemand die Fahrbahn be« nützen, b.) Wenn zu jedem Abtheilungsfahren weniger als drei Nennungen erfolgen, dann gelten bezüg« lich der Preisvertheilung die obigen Bestimmungen sowie die Entscheidungen der gefertigten Section. 6.) Bei Pferden, die über neun Jahre alt sind, bedarf es der Angabe der Jahre nicht; es genügt die Vezeich« nung «alt». ?.) Kann der Beweis, dafs ein Pferd zur Concurrenz in der betreffenden Abtheilung kein Recht hat, sofort geführt werden, so darf dasselbe nicht laufen. 8.) Mit jedem beliebigen Wagen lann gefahren werden, und für das Jahr 1890 ist auch die Peitsche gestattet. 9.) Die concurrierenden Gespanne müssen eine halbe Stunde vor Beginn auf dem Rennplätze erscheinen und sich sofort dem Preisgerichte vorstellen, welches die Prüfung auf Identität der Pferde vornimmt. Später er« scheinende werden von der Theilnahme ausgeschlossen. Gleichzeitig sind die Fahrer namhaft zu machen. 10.) Die Losung der Reihenfolge geschieht vor Beginn am Rennplätze. 11.) Die Concurrenten fahren einzeln ab, und wird für jeden einzelnen die erzielte Fahrdauer bestimmt. 12.) Es ist gestattet, dass der Fahrer beim Ablaufe durch einen Mann zu Fuß sich in der Führung des Pferdes helfen lässt. 13.) Concurrenten, die sich den Anordnungen der Preisrichter nicht fügen, werden vom Rennen ausgeschlossen. 14.) Pferde, die während der Fahrt in Galopp einspringen, sind zu verhalten und wieber in Trab zu bringen. Diejenigen, welche mehr als zwei Stangen (25 Meter) galoppieren oder in Galopp ans Ziel kommen, werden des Preises verlustig. Cin Mitglied des Preisgerichtes führt als Zeuge mit. Ib.) Proteste gegen inrorrectes Fahren müssen gleich nach Beendigung des Fahrens beim Preisgerichte eingebracht werden. ^(Slovenisches Sängerfest in Mar« burg.) Zu dem vorgestern abgehaltenen Sängerfeste in Marburg, welches vom Gesangvereine in Pettau in Verbindung mit der Generalversammlung veranstaltet worden war, gieng ein Seftaratzug von Laibach mit über hundert Theilnehmern ab, denen sich in den Unterwegsstationen weitere Sänger, Sängerinnen und Sangesfreunde an« schlössen. An dem Feste betheiligten sich auch corporativ der Männerchor der Laibacher Citalnica, der Gesangverein «Slavec» sowie Delegierte anderer slooenischer Gefang» vereine und eine stattliche Anzahl tüchtiger Sängerinnen. Nach abgehaltener Generalversammlung fand die Pro« duction des Gesammtchores in dem festlich geschmückten Garten der Gambrinus'Halle bei herrlichstem Wetter statt. Zu derselben hatte sich ein zahlreiche« Publicum ein« gefunden, welches den ausgezeichneten Vorträgen des imposanten Chores sowie der Südbahn.Werlstättenlapelle mit regstem Interesse folgte. Außerordentlichen und wohlverdienten Beifall fanden insbesondere die gemischten Chöre, welche den zahlreich erschienenen Sängerinnen Gelegenheit boten.durch reine Intonation, feine Nuancierung und schwungvollen Vortrag sich besonders hervorzuthun. Diese Chöre mussten über stürmisches Verlangen wiederholt werden. Von großem Effect waren nicht minder die exacten Vor« träge des kräftigen Männerchores. Unter denselben gefiel am besten die Festcantate von Foerster, welche der Komponist persönlich dirigierte und die schmeichelhaftesten Beifallsbezeugungen errang. In den Zwischenpausen ge« langte eine große Anzahl von eingelangten Begrüßung«-telegrammen zur Verlesung, und wurden dem Verein «Triglav» aus Graz sowie dem Männerchore der Cital« nica und dem «Slavec» aus Laibach von Damen mit finnigen Ansprachen prächtige Kränze überreicht. An das Hauptprogramm reihten sich Vortrage des Marburger slovenischen gemischten Chores sowie des «Slavec», welche das dankbare Auditorium beifälligst aufnahm und ins« besondere den Solisten des letzteren, den Herren Ivan Medön und Pavsek, seine sympathische Anerkennung zollte. Schließlich wurde in dem Saale der Eitalnica dem Tanzvergnügen gehuldigt. Ungetrübt, in freudigster Stimmung verlief das mit Geschick arrangierte schöne Fest, dem jeder Theilnehmer die angenehmste Erinnerung w wahren wird. .«tt <7I ^°5 Laibacher Nicycle - Tlu b) ver-anstaltete vorgestern anlasslich des Rennens des Veloce Club «Tnestmo» ein Clubfahrt nach Trieft. Diese Fahrt muss sowohl in sportlicher als auch in geselliger Hinsicht als sehr gelungen bezeichnet werden. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, unternahmen 13 Fahrer des Laibacher Vicycle-Club die lohnende Fahrt, welche von sämmtlichen Theilnehmern in strammster Weise ohne Unfall durchgeführt wurde. Die Strecke Laibach-Trieft, welche 104 Kilometer lang ist, wurde in sieben Stunden gefahren. Auf der Rennbahn in Trieft errang sich der Laibacher Nicycle-Club sowie der Karstgau des «Bundes deutscher Radfahrer Oesterreichs» seine ersten sportlichen Ehren. Nicht nur, dass der Üaibacher Bicycle-Club unter Führung seines ersten Fahrwartes Damasko für seine zahlreiche Auffahrt auf der Rennbahn, für die bei dieser Gelegenheit an den Tag gelegte vorzügliche Schulung feiner Mitglieder und für die Disciplin mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet wurde, errangen sich auch noch zwei Mit« glieder beiden Vereinigungen beim Rennen selbst zwei erste und einen zweiten Preis, und zwar Herr Andretto vom Karstgau (zwei Preise) und Herr Rudolf Bayer vom Laibacher Bicycle-Club. — (Hymen.) In der St. Iakobskirche zu Laibach fand gestern die Trauung des Fräuleins Marie Nicman, Tochter des Hausbesitzers, Buchbinders und Gemeinderathes Herrn Heinrich Nicman, mit Herrn Dr. I. I a -cobi statt. — (Slovenischer Gesangverein.) Der slo-venische Gesangverein hat vorgestern anlässlich seiner Ge« neralversammlung in Marburg mit Acclamation die Com« positeure Herren Anton Foerster, Anton Nedvöd, Dr. Gustav Ipavic und Dr. Benjamin Ipavic zu Ehrenmitgliedern gewählt. — In den Ausschuss des Vereines wurden gewählt die Herren: Dr. Iurtela in Pettau (Präsident), Franz Sucher, Copf, Anton Ogorelec, Anton Gregoric, I. Fröhlich, Dr. Groß, Dr. Georg und Doctor Firbas. — (Todesfall.) In Altlack ist vorgestern abends der pensionierte Pfarrer Herr Johann Zeller im Alter von 75 Jahren gestorben. Herr Zeller begieng bekanntlich am 29. Juli d. I. sein 50jähriges Priesterjubiläum. — (Aus der Handelskammer.) Die Handels« und Gewerbekammer hält heute nachmittags um 4 Uhr eine ordentliche Sitzung ab. Auf der Tagesordnung stehen u a. der Bericht über die vom Kärntner Landesausschusse nach Klagensurt einberufene Versammlung betreffs des Ausbaues der Eisenbahnlinie Divaca-Lack-Klagensurt und die Wahl eines Mitgliedes und eines Erfatzmannes in den Staatseisenbahnrath. — (Verhaftung.) Man schreibt uns aus Gürz, 10. August: Zwischen dem Grafen Alfred Coronini und der Gemeinde Görz ist bezüglich der Wasserleitung von Cronberg ein Process in der Schwebe, der kürz« lich in erster Instanz zu Gunsten der Gemeinde entschieden wurde. Auf Grund diefer Entscheidung ließ die Gemeinde die projectierten Arbeiten in Cronberg in An« griff nehmen, wogegen sich Graf Coronini, der die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes abwarten will, widersehte. Nachdem nun da« Municipium hievon bei der Staatsanwaltschaft die Anzeige erstattet hatte, wurde Graf Coronini verhaftet. — (Ha gel schlag.) Aus Tschernembl berichtet man uns: Am 5. d. M. nachmittags gieng über die Ortschaften Dreznik, Neulinden, Kovacji Grad, Vukovce und Otol der Gemeinde Weinih, dann Dämel und Winkel und das Weingebirge Kuclareber der Gemeinde Schweinberg ein heftiges Gewitter unter starkem Hagel nieder, welcher in den Weingärten wie an den Feld- und Obstfrüchten großen Schaden angerichtet hat. Am stark« sten geschädigt erscheinen die Ortschaften Dreznik und Neulinden. Der Gesammtschade soll circa 14.600 fl. be« tragen, wovon 9000 fl. auf diese zwei Ortschaften, dann 4000 st. auf Dämel, Winkel und Kuclareber und 1600 Gulden auf Vulovce und Otol laut vorgenommener Schä» tzung entfallen. — (Zur neuen pharmaceutischen Stu« dienordnung.) Infolge mehrfacher Anfragen hat das Ministerium des Innern dem Apothekergremium eröffnet, dass die neue pharmaceutische Studienordnung, insbesondere die Bestimmung, dass zur selbständigen Ausübung des Apothekerqewerbes eine fünfjährige Praxis erforderlich ist, keine rückwirkende Kcaft habe, dass daher ein Pharmaceut, welcher vor dem Inslebentreten der neuen SW« dienordnung schon das Ausübungsrecht hatte, von dieser Bestimmung nicht betroffen wirb. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien. 11. August. Heute nachmittags fand'das feierliche Leichenbegängnis des Schriftstellers Eduard von Vcmernfeld unter Theilnahme der hervorragendsten Persönlichkeiten der Gesellschaft, der Künstlerwelt und der Bevölkerung statt. Die Leiche wurde in der Stefanskirche eingesegnet, wo unter den Trauergäswl auch Minister Freiherr von Gaulsch, Bürgermeister Dr. Prix. der Vicepräsident des Herrenhauses Füch Czartorisky und Generalintendant Freiherr von Vezecny anwesend waren. Am Grabe sprachen der Director de» Vurgtheaters, Dr. Vllrckhard. und der Präsident der «Concordia». Professor Warhanel. Wien, 11. August. Nachdem die Vahnschäden W Blowitz repariert sind, verkehren von heute ab wieder di.' fahrplanmäßigen Züge Wien»Eger. Prag, 11. August. Dr. Rieger hatte heute »n altczechischen Club eine Besprechung mit den in Plag weilenden Mitgliedern des Clubs und referierte Übel seine Besprechung mit dem Grafen Taaffe. . Wilhelmshaven, 11. August. Der Kaiser tras gestern um 8 Uhr abends im neuen Hafen ein unv reiste mittels Extrazuges nach Berlin weiter. Crefcld, 11. August. Während eines Gewitter stürzte ein von fünfzig Personen bewohntes Haus eltl. Sechs Personen todt, zwanzig wurden gerettet, d«e übrigen sind noch verschüttet. Berlin. N.August. Die «Norddeutsche allgemewe Zeitung» erklärt authentisch, nur Kaiser Franz 3^' nimmt an den diesjährigen schlesischen Manövern del deutschen Armee theil. Rom, 11. August. Der Papst verlieh dem Statt' Halter in Dalmatien das Großkreuz des Gregor-Ordens, dem Vicepräsioentm der Statthalterei. von Pavich/ de" Stern zum Commandeurkreuz desselben Ordens. London, 11. August. Das österreichisch-ungarW Geschwader traf heute auf der Rhede von Cowes elN-Königin Victoria fuhr auf der Yacht «Alberta» "" das Geschwader herum, welches Salutschüsse abgab. . London, 11. August. Die Officiere des öster")-chisch-ungarischen Geschwaders wurden von der König" für heute zum Dejeuner nach Osborne eingeladen. Buenos - Ayres, 11. August. Die Nationalgal^ wurde entlassen. Morgen findet eine öffentliche Vel/ sammlllng behufs einer Vertrauenskundgebung für d' nene Regierung statt. Angekommene Fremde. Am 1«, August. _„,.. Hlltcl Stadt Wien. Abelcs. Diamant, Frisch und Muck. W^' - Kniltel, Innsbruck. — Fleischner. Prag. — PohlY, ^°" diotti und Lucardo, Kaufleute; Deitovic, Sectionsrath. " Äerger sammt Frau, Trieft. — Kastelch, l. >md l. Ae lieutenant, und Bayer, Frirdau. — Deutsch, Reisender, G^ — Kokar, Kaufm., Cilli. — Glück, Ingenieur, Budapest.. Nartu4. Agram. - Dr. Ritter von Iilel, l. und l. At>M" lilätsn ihrer Kinder Emilie. Karl, Nnna un° Dorothea die ticsbetrübende Nachricht lion dem Hinscheiden ihres geliebten Gatten und treu besorgten Vaters, des Herrn Philipp Nupprecht Heizhaus-Sousches der Südbah" welcher heute morgens um halb 8 Uhr im 67. ^ bensjahre nach kurzem Leiben verschieden ift. . Die entseelte Hülle des theuren Dahingesch'^ nen wird Donnerstag den 14. d. M., nachmittass 4 Uhr, vom Trauerhause Lastenstrahe Nr. 2 (^»o bahnhof) aus auf dem evangelischen ssriedhofe 3" ewigen Ruhe bestattet werden. Laibnch am 12. August 16W. Danksagung. Für die vielen Beweise wohlwollender Th" nähme anläfslich des Hinscheiden« des Herrn August Maršalek sowie für die ehrende Begleitung zur lchtcn ^^ stalte sprechen wir hicmit allen den wärmsten Dcml a Laibach am 12. August I»W, Die trauernden Verwandte"^ 1521 Course an der Wiener Dorse vom 11. August 1890. „»« >.„, „«.a«. «,«r,«°«. Veld war? Swt«-Anlehen. z «.^ . ^sl' 177 L5 17775 "°"err,A°!e»«,ttr, stcucrsre! . ,<>,.z>5 „„45 "«"°u»i«»e «lstndllhn-«ulbversa,relbunc...... ,<,<._ 10« — ü°/„ mäbrische...... ,U9'KN — — 5°/<> Nra fi. . <»,._ 1,» «nKhen del Stadt ««s, . . ',„.... Unlehln d. ^tüdll.emei»be Wien ...l...,, in«.^,, Plüm..«nl. b. Ltadtgem, Men 7.'«, " "^ " V0l,.,,la.< «»leh.., verll,« 5"/, "9 ^ ,"." Vsllndlirlcfc «>!I , ft,), !l!odt!,sl, «Na, «st, »»/„ V ,^.. ,.., . dtr! Plüm.'-Echu,dver,chl.'8°^ ,^8 ?3 i"n ?'! ^es«, un«, «anl vevl, 4>/,«/i, . loz «n ,„« ^ b,tt° 5<>jül,I. . 4«/« . wN20«.c.5N Prioritats-ObllLlitioueu (für ll)u fl.), izerdlnand« Norbl'ah» c>4N ,.«/„ . gg za ,,,y,^ «eld Ware Oefierr. Norbwefibah« , , . ,c,? 8ft 10« 4<> Vtaattbalin.......l9l 5" '»» 5l, VübbllhN b 8»/«.....,zN5l> ,5,,zf. ., » ^ 5°/n.....1l9'-l19L0 Un«,'gall ,5 Diverse Lose lprr Llucl) «redltlole loo fi. . , , 188 -- l«9 — «laru-Lllle 40 ft...... Kb — 5« ?f^ 4"/„ Donau.Dampflch. ln« ft. . izz-.«»«, — .. Llllhllcher Pläm-Nnlel,. 20 ft, zi-W z« 4«, 0,! »ireuz, «ft. Vts, »,, ld st Ig.«n 19 9l> iltu^n'.pl, Lose lN fi..... z,,,_. 21 - 3llll'!^!l,!c 40 fi...... gnzz <> ft III. s.»_ Ve«.°Ech. d.ii"/„Pläm..Lchulb. verlch b. NobencrebKanNal» «? — «9 — van». Altten (per V»»st, Ban» ÄlX) fi, «,»7. z, ,«, .,, ,.4 ^ «anlvlrem, W«s»,i u>l> fi. ° . 3° ^" ",,^ >Ub,,cr..Vl,,s<, «st. ll)st. 500 st. z°!.^ 595.^. fi. . S8l -- S8t' UnlonbllNl »<>c> ft......243'— L43 50 Verlehrsbllnk, Ullg. l40 fi 1«o 5? l«l >z^ Ncticn vou Iransporl» Untcruehmungcn. ÄÜüId tinman, Älll,n 22 .. «03 — Vühm. Nurkbahn 150 fl. . . ,17 2!i «1« »^, . Wsstl,lll,N 200 fl. . . , 8,8-88!, -Nuschtlshrudkr His. 500 fl. »W, ^zg ,,». Donau ° Da:npffch!ffflll>r<. Ge!.. Oeslerr. 5>w fl, y . «llcn-bah» Vr!sN,ch. 200 ft. «. . . ,^ ,. ,,^..„ Otfterr. Nordwtftb. 200 fl. O!lb, „7 »5 °«? «.. bt°. (lit. U.) «00 fl. E. . ,2,z5'»;,,_ Maa-Dü^i b,!ijcrl>..«.2<>0!l.CM «?»?s.l,»: ,. Iramwlll, «ci,Mr,,,?0fi,ö, i» «»„ "!»,, » neue Wr. Pclorltäl» «lctten 100 st......97,^ <,.,, , Un,.^llll,.«!lenb.2W »?7 »» Hn« WeIib.s«a0Ufl...... »1 -. »4 — llb!,w'U«idi,,, erste. «0i4 — 5«... l!» 98 80 Arager (küenInd, Ges. 2<»!> ft, 414 — 41« — Zalav'Tari, Vtcinloylen 8« fl, 44'» - 443 — «schlöglmühl», Papiers, »00 ft, ,W — 194 — »!Fle»,rflMillil»,Papi bSfü liondo»........ l«z',5 li«iu liall: ........ 4567. 45'?»» Valuten. bucalen...... 5 49 »51 20.Fr»nc»'Vtil7» Papier 'illbel...... l »k„ ,»»«>,, ?ta!!'ü!s«, «llnllwt»» (100 A) 45üN^ 45 25