Nr. 282. Montag, 7. December 1 «9 tt. Jahrgang 115. vrännmrrationsvltls: Mlt P o stve rl >> nd »n« : gaxzjähli« fl, «5, halbMrlg fl, 750, Im Comptoir: ^ D »»nzjHhrla N. " , halbjährig st, 5 5,<>, ssUr dir Zust^unn <>,« Ha»« nnnzjähri,, st, ,, - Insertlonaarbkr: ssür 3 «onnrrllvlah M. 2. die «td»rv,ou «llhnbosglil'e Nr, 15. Epltchst»:>drn der «edoctim» vim « di, ,, Ubi v>,r«U^ Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer am Mittwoch den !). December. ____ Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 27. November d. I. anzubefehlen geruht, dass dem gewesenen Obersthof-tneister weiland Seiner l. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Erzherzogs Karl Ludwig, Ladislaus Grafen Pejäcsevich, gelegentlich des nunmehrigen Abschlusses seiner fortgesetzten Dienstleistung bei Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Theresia die Allerhöchste dankende Anerkennung bekanntgegeben werde. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. November d. I. dem wit dem Titel und Charakter eines Statthaltereiraths bekleideten Vezirkshauptmann in Rzesziw, Dr. Adam "ltter von Fedorowicz.den Orden der eisernen Krone dritter Classe mit Nachsicht der Taxe aller« gnädigst zu verleihen geruht. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. November d. I. den Psioatdlicenten an der technischen Hochschule in Graz Dr. Rudolf Schüßler zum außerorts ntlichen Professor der darstellenden G oimtrie an dieser Hochschule allergnädigst zu ernennen geiuht. Gautsch m. p. V,„ Ee, k. und k. Apostolische Majestät haben mit A ^chsler Entschli.ßuug vom 27. November d. I. s.^l einen vom Minister des kaiserlichen und könig-!!?" Hauses und des Aeußern erstatteten allerunlrr-Klügsten Vortrag den Concepts Aspiranten L'nsiände. von der Reichhaltigkeit und fachkundigen Zusammenstellung und Verpackung der Vorräthe sowie von deren zweck« mäßiger und übersichtlicher Deponierung überzeugt. Die österreichische Gesellschaft vom rothen Kreuze hat durch lange Jahre mit eifriger Emsigkeit kleine Beträge gesammrlt, um die bedeutenden Mittel zur Erfüllung ihrer erhabenen Zwecke zu finden. Nun können wir aber mit dem Bewusstsein der Zukunft entgegensehen, dass die umfassendsten Vor« orqen getroffen siud, sowohl zur Sicherung d r frei« willigen Sanitätspflege im Kriege als auch zu raschen Hilfsactionen bei größeren Unglücköfällen und Elementar-Ereignifsen im Frieden. Auch bei der in mehreren Kronländern Vorgenom« menen Inspicierung habe ich mir die Ueberzeugung verschafft, dass die Ziele des rothen Kreuzes allenthalben mit Ernst und Ausdauer verfolgt und namhafte Resultate erreicht wurdm. Ich finde mich daher angenehm veranlasst, allen betheiligten Vundesgliedern und Persönlichkeiten, insbesondere dem Bundespräsidenten Sr. Excellenz dem Herrn Franz Grafen Fallenhayn, welchem ich als meinem weisen Berather jcht schon zu gröhlen» Danle verpflichtet bin und welcher die Gesellschaft nun schon seit einer langen Reihe von Jahren in vorzüglicher Weise und unermüdlich leitet, meinen wärmsten Danl und meine vollste Anerkennung auszusprechen. Kleßheim, am 13. November 1896. Erzherzog Ludwig Victor m. p.» Aus dem Abgeordnetenhaus. Wien, 4. December. Die Rede des Herrn Finanzministers Dr. Ritter von Bilinski in der gestrigen Verhandlung des Abgeordnetenhauses über die Regierungs-Vorlage, betreffend die Besteuerung des Umsatzes von Effecten, wird von den Blättern mehrfach erörtert. Das «Fremdknblatt» bezeichnet sie als tief eingehend und bedeutungsvoll. Es betont, die Rede habe sich über die gesummte wirtschaftliche Politik der 3ie« gierung erstreckt. DaS «Extrablatt» führt auS, der Herr Finanz, minister habe überzeugend dargelegt, dass die Regierung weit davon entfernt fei. feindselige Maßnahmen gegen das mobile Capital in Vollzug zu sehen. Der Reihe nach habe der Herr Minister all die Anklagen, welche auf vage Behauptungen hin gegen die Regierung erhoben wurden, widerlegt. Das «Neue Wiener Tagblatt» fchreibt: «Der Herr Finanzminister verwahrte sich ausdrücklich dagegen, bei seinem Vörsesteuera/setze von irgend einer feind-feligen Absicht gegen das mobile Capital geleitet zu sein. In der That wird man, wenn man objectiv ist, zugeben müssen, dass eine Steuer, wie die vorgeschlagene. Feuilleton. Der Fuchs. Humoreske von ltmile Moreau. Ueberscht von Einst Walde ass. II. ^ Unmöglich, ein vernünftiges Wort mit ihm zu ^n Ich hielt es für besser, den Rückzug anzutreten. "l dem Versprechen, mir die Sache noch einmal über-^ zu wollen, begab ich mich auf den Weg und ^,w ^ "folglos über gute Wcigerungsgründe. Wie ,ch H«, '7"ttagessrn eintraf, musste Tante Soolet meme "Iwrtheit auffallen, denn sie frug mich sofort: 'Ach. was ist denn passiert?» dank'"!)' "'^' " ^ ^" ein wcn'g in Ge> Tön '^""s. theures Kind!» rief sie da in mitleidigen War,. '?^'" Gedanken, ja, die errathe ich und ich er-H "e dein Vertrauen — du hast der Stimme der "ur gelauscht!. 'Wie meiust du?. das« 5 c" bist unzufrieden mit dir! Du füM wohl. bcm- i?s^ ^'ben nicht länger so fortgehen darf. Du zuV l -üblich, dass dcr Anamblick grtommen ist. dich °" verl)e,tuien!> stem^^ s.p^ mit einem Feuereifer, der mir ganz lneir,^" '^ w"' u"d führte mir die Iuhaltlosigle,t m^bens deutlich vor Augen. Hrrm^'u^ du denn, uieun du krank würdest, von Nin^ pflegt werden? W'llst du dcnn sterben, ohne dein m,ö" hinterlassen, die als Tlben deines Talents "lerl vollenden?» Sie schloss mit den Worten, welche ich beständig zu hören fürchtete: «Was ich dir jetzt sage, geschieht in deinem Interesse, und wenn du zu eigensinnig bist, um es einzusehen, werde ich dich schon dahin bringen. Ich ent. ziehe dir die Rente!» Jetzt gab es keinen anderen Ausweg: entweder ich musste die Normannen im Stich lassen oder mich unter die Botmäßigkeit einer Frau begeben. — Eines so grässlich wie das andere. Ich versuchte, mich heraus« zureden: «Aber, Tante, meine Kinder, wenn ich überhaupt welche bekomme, wollen vielleicht meine Werke gar nicht fortsetzen, und ich selbst winde durch die Gegenwart einer Frau daran gehmwrt. Die letzte Behauptung beschwor einen erneuten Wortschwall heranf. *Im Gegentheile», sagte meine Tante, «die Gegenwart eines liebenden und geliebten Wesens ermuthigt dich und verzehnfacht deine Kräfte.. Sie sprach noch lange so weiter, aber ich hörte nicht mehr darauf. Ein Lichtstrahl war von oben er« hellend in den Abgrund gefallen. Ich hatte den Fuchs erblickt, und wie sie am Ende war, fieng ich an: «Ja, Tante, wenn du das Heiraten so empfehle',«, wert findest, warnm bist du denn da ledig geblieben?» «Ein junges Mädchen ist nicht Herrin ihres Ge« fchicks». stöhnte meine Tante. «Das ist richtig; awr ein altes Mädchen?» Sie sah mir überrascht ins Gesicht. «Was willst du damit sagen? Drück' dich deutlicher aus» Mein Plan kam mir zwar selbst etwas macchia« vellistisch vor, aber was half's! «Ich meine, Tante, dass ich geneigt wäre, mich zu verheiraten, unter der Bedingung, dass du mir mit gutem Beispiele vorangiengst.» »Ich?. «Höre mich an! Wenn du. drei Monate nach der Hochzeit, mtr noch zuredest, so a/be ich dir hiermit mein Wort, dass ich deinen Wunsch erfüllen werde!» «Ein vernünftiges Wort, aber deine Bedingung ist lächerlich, du weißt wohl, dass ich mich nicht mehr verheiraten lann.» «Sag' lieber, du willst nicht mehr.» «Du bist verrückt! In meinem Alter.» «Du kannst manchem noch recht gefährlich werden. Frag' einmal Oulel Beduine, wie der darüber denkt! Or hat erst vorhin wieder von dir gesprochen!» «Dein Onkel Bsguine?» Meine Tante war von ihrem Sitze in die Höhe gefahren, doch hatte sie der Name nicht so unangenehm berührt, wie ich gefürchtet. Ihre Neugier trug den Sieg divon, ich brauchte nur fest bei meiner Behauptung zu bleiben, was ich auch mit der größten Unverfrorenheit that. Ich machte ihr klar. dass ihre gegenseitige Nl,« neigung aus Missverständnissen verübe, dass sie sich beide wahrhaft liebten, aber aus Scheu es nicht zu äußern wagten, und dass ich nach Villemuve gekommen sei, um zwei Menschen zu vereinigen, die sich in allem unähnlich und folglich für einander bestimmt sind. Ich führte ihre sämmtlichen Gründe zugunsten der Ehe ins Gefecht, außerdem noch die Urtheile meines Onkels. Bei nu'imm Weggange war sie überzeugt, dass mein Onkel sie im geheimen, seit ungefähr zwanzig Jahren, anbete. > «Also, habe ich deine Einwilligung?» Laibacher Zeitung Nr. 282 2416 7. December 1896. die Börse nicht umbringt; sie ist empfindlich, besonders für die kleinen Leute des Marktes, aber bei gutem Geschäftsgänge nicht unerschwinglich, und die beruhigende Zusicherung ist ja gestern vom Ministertische aus ertheilt worden, dass die höhere Belastung dem jetzt noch schonungsbedürftigen Markte nicht aufgehalst werden wird, dass sie vielmehr erst in einem Zeitpunkte zur Einführung gelangt, in welchem sie ohne Schaden für die Volkswirtschaft möglich sein werde. ... Die Worte voll Objectivität, die der Herr Finanzminifter für den von ihm als nothwendig bezeichneten Effectenmarlt hatte, müssen auch jene Kreise beruhigen, denen, was ja begreiflicherweife niemand angenehm ist, künftig in einem gegebenen Moment eine höhere Beitragsleistung zu den Staatsausgaben zugedacht ist.» Die «Reichswehr» bemerkt, der Herr Finanz« minister habe Erklärungen abgegeben, welche für die Beurtheilung der Tendenz der ganzen wirtschaftlichen Gesetzgebung der Regierung von größter Bedeutung seien. Das Blatt hebt ferner hervor, die Regierung sei sich ihrer Pflicht bewusst, die Schwachen gegen Ausbeutung zu schützen, Missbräuchen unnachsichtlich zu steuern und alle Classen der Bevölkerung nach Maßgabe ihrer Tragkraft zur Theilnahme an den Lasten des Staates heranzuziehen. Die Regierung werde sich aber auch nicht in eine anticapitalistische Stellung hineindrängen lassen. Das «Wiener Tagblatt» sagt, der Herr Finanzminister habe in einer ausführlichen, eingehenden und sehr interessanten Rede seine Anschauungen mit allem Nachdruck und aller Entschiedenheit kundgegeben. Seine Worte seien aufrichtig und sein Wille sei ehrlich. Politische Ueberficht. Laib ach, 5. December. Die Budgetdebatte soll im Abgeordnetenhause in ununterbrochen aufeinanderfolgenden Sitzungen bis zum 19. d. M. fortgeführt und Anfangs Jänner wieder aufgenommen werden. Da sonach der Staatsvoranschlag vor Ablauf des Jahres nicht fertig« gestellt sein wird. ist mindestens für den Monat Jänner ein Budgetprovisorium nothwendig. Die Einbringung der betreffenden Vorlage steht, wie die «Reichswehr» meldet, unmittelbar bevor. Im Processe Leckert, dessen Fortsetzung wir an anderer Stelle veröffentlichen, erscheint Lützow endgiltig als Polizeispion und Urkundenfälscher entlarvt. Nach einer der «P. E.» aus Rom zugehenden Meldung ist man in den dortigen parlamentarischen Kreisen überzeugt, dass in der Kammer während des kurzen Sesswnsabschnitts bis zu den Weihnachtsferien keine wichtigen Entscheidungen fallen werden. Das Parlament werde vielmehr erst nach Neujahr sowohl zu den Vorschlägen der Regierung bezüglich der Erythräa, wie zu anderweitigen wichtigen finanziellen und administrativen Projecten Stellung zu nehmen haben. Von der dann eintretenden parlamentarischen Lage werde das weitere Schicksal der Kammer ab« hängen. Falls sich eine feste Majorität für die Durch« führung des vom Lande verlangten Programms der inneren Reorganisierung und Concentrierung ergibt, dann werde die Regierung mit der gegenwärtigen Volksvertretung zur Verwirklichung dieser Aufgabe schreiten, kommt jedoch eine derartige Mehrheit nicht zustande, dann werde die Auflösung der Kammer unvermeidlich sein. Auf Cuba setzt General Weyler seinen Vormarsch in der Provinz Pinar del Rio fort und ist mit seinen Colonnen bis etwa in die Mitte der ge» nannten Provinz vorgedrungen. Der Insurgentenführer Lacret wurde bei Potreros und Muldoza geschlagen. Aus Bukarest wird vom 4. d. M. gemeldet: Das neue Cabinet hat sich heute der Kammer vorgestellt. Die Regierung theilte in einer dortselbst verlesenen Erklärung mit, dass der frühere Kammer-Präsident Aurelian infolge der Demission des Cabinels Sturdza vom Könige beauftragt worden sei, ein neues Ministerium zu bilden, welches nach Anhörung der parlamentarischen Majorität durchwegs aus Anhängern der national-liberalen Partei zusammengesetzt wurde. Die Regierung werde an der Verwirklichung des Parteiprogramms und an der Lösung der Tagesfragen arbeiten, welche eine friedliche und rasche Durchführung erheischen. — Die «Agence Roumaine» erklärt, in competenten Kreisen werde es als sicher bezeichnet, dass die Demission Sturdza keineswegs ihren Grund in der äußeren Politik gehabt habe, wie es einige ausländische Blätter fälschlich behaupteten. Somit werde die äußere Politik keinerlei Aenderung erfahren, aber auch die innere Politik bleibe unverändert. Wie man aus Petersburg meldet, dürfte der Generalgouverneur von Niznij - Novgorod, General Baranov, demnächst in gleicher Eigenschaft nach Wilna verseht werden und auf seinem gegenwärtigen Posten den Präsecten von Petersburg, General Klei gels, zum Nachfolger erhalten. Aus Constantinopel wird berichtet: Die serbische Gesandtschaft setzt ihre auf die Annullierung der Wahl des Msgr. Ambrosius zum Metropoliten von Uesküb gerichteten Bemühungen im Iildiz-Kiosk und beim armenischen Patriarchen mit Eifer fort. Der armenische Patriarch leistete in der Kathedrale den vorgeschriebenen Schwur der Treue gegenüber der Pforte und Patriarchatsverfassung mit der Beifügung, er erstrecke sich auch auf die beschlossene Aenderung dieser Verfassung. Die »Agenzia Stefani» meldet aus Kairo, dass die dortige Lage eine gewisse Spannung zeige. Es gelang den englischerseits gemachten Anstrengungen, einen Conflict zwischen der Casse der Staatsschuld und den Gerichten durch die Behauptung zu erregen, die Delegierten der Casse würden sich der Vollstreckung des Urtheils widersetzen. Eine Note Lord Cromers habe Bestürzung bei der Regierung hervorgerufen, dieselbe habe aber bisher noch keinen Beschluss gefasst. Gerüchtweise werde von einer Krise gesprochen. Die anglophile Presse spricht von der Nothwendigkeit der Herstellung einer effective« Herrschaft Englands in Egypten. «Daily Chronicle» meldet aus Newyorl: Mac Kin ley und die Führer der republikanischen Parteien seien völlig darüber einig, eine außerordentliche Tagung des Congresses nach dem 4. März ein» zuberufen, um ein neues Schutzzollsystem festzusetzen. Mac Kinley und seine Freunde missbilligen die Ver- suche, ein überstürztes Iollgesetz während der Tagung in diesem Winter durchzubringen. Ein bemerkenswertes Anzeichen für die Neubeledung der Industrie feit der Präsidentenwahl bilden namentlich die bedeutenderen Verkäufe von Eisen nach dem Auslande. Die «Agenzia Stefani» meldet aus Rio de Janeiro: Der Senat bewilligte ohne Debatte dle im Einvernehmen mit der italienischen Negierung f^sl" gesetzte Entschädigung von vier Millionen, welche sofort an Italien ausbezahlt werde. Tagesneuigleiten. — (Process Feichtinger.) In Verhandlung über die Nichtigkeitsbeschwerde der seinerzeit vom Osazer Landgericht« w?gen Verbrechen« der Veruntreuung, beziehungsweise d?s Vergehens der schuldbaren Crida Ver-urtheilten Josef Feichtinger, Dr. Theobor Starll. Josef Wllfinger und Josef Ledam verkündete der Vorsitzende de« Cafsalionshof«, Dr. v. Pelfer. nach mehr als ein« ständiger Verathung am 4. d. M. da« Urlhell, «ach welchem sämmtliche Angeklagte vollständig freigesprochen wurden. In der Urtheilsbegründung heißt es: In dew Falle Feichtinger handelt es sich auafchlirßlich um da« Geben und Nehmen eines Schweiggelbs. Unmoralisch ift das eine wie da« andere, und besonders unmoralisch wat es, wenn Feichtlnger erklärte, oaf« er für seine Perso« das Geld nicht nehme, sondern es seinem Unternehmen zuwenden wolle. Wie immer dem sein mag, so fehle es doch an dem Kriterium des Verbrechens der Veruntreuung wegen eines anvertrauten G ldes. Dem Moriz Wohl lval es gleichglllig, wer die 150 fl. erhalte, wenn nur ein Bericht über seinen Wucherprocess im «Illustrierten Grazer Extrablatt» nicht erscheine. Bezüglich der übrige« Angeklagten bemerlte der Vorsitzende, dass der Freispruch deshalb erfolgt sei, weil der Prefsverein sich überhaupt nicht im Zustande der Crida befunden habe. Dle Verhandlung wurde um 4 Uhr nachmittags nach sechsstündig^ Dauer geschlossen. — (Demonstration an der Budapest el Universität.) Am 4. December vormittags hat an der chirurgischen Klinik der medicinischen Facultiit ln Budapest eine Demonstration der Studenten gegen btN Professor der Chirurgie Dr. Josef Kovats stattgefunden. Infolge eines colportierten Aufrufs hatten sich zahlreicht Stubenten eingesunden, wurden jedoch von Wachleuten, trotz der vorgewiesenen Indices, nicht in den Hörsaal ei^ gelassen. Die Erregung wuchs, es entstand ein ohre^ betäubender Lärm und laute Abzugrufe wurden ausgebra^ Als der Decan, Professor Ajtay, erschien, baten die s^' denten, er möge die Wachleute wegschicken, was ^" geschah. Nachmittags sand eine Versammlung der S^ denten statt. — (Ein sensationeller P r o c e s«.) In ^ am 4. Dlcember stattgefundenen Verhandlung theilte ^ Oberstaatsanwalt mit, er beantrage gegen Liihow b' Untersuchung wegm schwerer Urkunden« und Documents" Fälschung und habe ihn deshalb in Haft nehmen las^ Ex-Consul Rene, als Zeug? vorgeladen, erklärt, leine" der Angellaalen zu lennen, keinerlei Material ^ irgendeinem Artilel für «Die Welt am Montag» A liefert und von demselben erst nach der BerüfseN«^ chung Kenntnis erlangt zu haben. Zeuge habe weder z" äußern Amte noch zu Tausch Beziehungen arhabt. T»u^ «Wenn ich je einwillige, geschieht es nur, um dich zur Nachahmung zu bestimmen.» Am nächstm Morgen antwortete ich meinem Onkel, als er mich fragte: «Nun, wann heiratest du?» «Nach dir.» «Nach — mir?» «Willst du vielleicht, wenn du krank würdest, von Fremden verpflegt werden, während du nur die Hand auszustrecken brauchst nach dieser trefflichen Frau, die dich hoher schätzt, als ich dir verrathen darf!» «Wer soll denn das sein?» «Tante Soolet!» «Du scherzest?» «Aber gar nicht! Ich habe es von ihr selbst ge« hört.» Kurz, als wir zu Tische giengen, war er überzeugt, dass ihn meine Tante immer geliebt habe. Beim Dessert bemerkte er: «Wenn ich je einwillige, geschieht es nur, um dich zur Vernunft zu bringen!» Ta^s darauf vermittelte ich eine Zusammenkunft. Drei Monate später wurde Tante Soolet Frau B^guine. Nach meiner Rückkehr von Neapel srühstückle ich bei ihnen und besuchte sie auch späterhin noch öfters, aber nie erinnerte mich eines an mein Versprechen oder verweigerte mir die Rente. Im Frieden vollendete ich mein Buch über die Normannen. -------------Doch jetzt zu Tisch, ich sehe, Mathurine will uns rufen, und vor allem lein Wort mehr über d« Braune und die Blonde, denn ich sage nichts, was von 5«n an «wen guten Ralh «invert!» Unerbittlich Oericht. Roman von F. Klinck. (55. Fortsetzung.) Herbert Grüner saß eine Weile schweigend, in tiefes Sinnen versunken, und Frau Harlort wagte es nicht, seinen Ideengang zu unterbrechen. Sie musste vorsichtig in jeder Aeußerung sein. Während sie. den Kopf auf die Hand gestützt, scheinbar die züngelnden Flammen im Kamine beobachtete, warf sie ab und zu einen Seitenblick auf den regungslos in seiner eingenommenen Stellung verharrenden Bruder. Aber die Betrachtungen, welche sein Anblick in ihr weckte, vermehrten nur die Unruhe, in welcher sie sich befand. Sie hatte sich ein anderes Bild von ihm gemacht. Zweifellos sonnte er sich nicht im Glücke, obgleich ihm manche Sorgen fern geblieben sein mochten, welche andere Sterbliche bedrücken. Die Jahre seiner Abwesenheit von der Heimat hatten aus dem schönen, kraftvollen, energischen Manne jedenfalls einen Greis gemacht. Kaum etwas an ihm erinnerte noch an die Vergangenheit, in der Herbert Grüner der Abgott der Gesellschaft gewesen war. Und die Frage, waö diese Wandlung bei dem Bruder bewirkt hatte, weckte in Frau Harkort neue Besorgnisse. Die Zukunft! Wie sollte es werden, wenn der Bruder unter der Last. die sichtlich zu schwer seine Schultern bedrückte, zusammenbrach? Welche Bürgschaft hatte sie, dass er den Kampf nicht aufgeben würde? Welche Bürgschaft? Eine! Aber diese einereichte sür viele. Der Vater wurde niemals den abgöttisch geliebttn Sohn einem furchtbaren Schicksale preisge^ ' Herbert Grüner konnte nicht die Familienehre 3^' haben, damit ein Sprosse dieser Familie — sein Soy — schließlich nun doch dem Fluche verfiel. Der Gedanke richtete sie gleichsam auf. . ^ «Herbert, bist du ein Mann?» begann sie, g neuer Hoffnung belebt. «Was hast du verbrochen, .^ eine solche furchtbare Wandlung in dir bew« tonnte 5 Begierigst du einen Mord? Klebt an den ? Händen Blut? Wer kann dir einen Vorwurf "asy^ Ist es deine Schuld, dass jener Deutsche von M"" Hand fiel? Was hättest du thun können, da« ? schehene zu hindern, oder ungeschehen zu "^^eü Kann der Gedanke, dass ein Bruder den "'" ,, Henkershänden überliefert und dadurch seine an", unfchllldigen Angehörigen für immer zug^nde ^ überhaupt gefafst werden? Kann ein vernünftig ^"^„er Menfch dich verurtheilen, weil du die Eh" Familie schontest?» . ^ Ml «Die Ehre meiner Familie? Wo ist "«» "?, Glieder, das diese Ehre nicht mit Füßen getreten v warf er höhnend ein. Sie überhörte seine Worte und fuhr i^'sg aus-«Du bist leidend, Herbert, du siehst "" Komm, nimm dies, und dir wird besser werde'- ^,f, Sie war, während sie diese Worte spritzte" gestanden und hatte sich einem kunstvoll ae>^ ^ Vchränkchen zugewandt und demselben eine i ' ^i^ schliffene Caraffe entnommen, in w-lchec ' ^glas dunlelrothe Flüssigkeit befand. Als si< "" ' ^ bis zum Rande mit dem Inhalte der Ea" .^ Ve hatte und es ihm darbot, machte er eine abweyl ^r wegung, aber er streckte doch die Hand aus. da» in Empfang zu nehmen. Laibacher Zeitung Nr. 282. 2417 7. December 1896 We als Zeuge aus, er habe nicht leichtsinnig von Rens Wrochen, vielmehr erhielt er erst vorgestern Mitthei-"N«en. bk <,us Reni hinwiesen. Staatssekretär Marschall llllltte, Tausch erhielt vom äußern Amte leinen Auftrag ill Cchebungen nach einem angeblichen Hintermanne, wie " Überhaupt seit ? Jahren leinen Auftrag vom äußern «Me erhielt. Tausch gibt dies zu. Vor der Vernehmung A Zeugen Huhn erllärte Marschall, die Erhebungen des Ministeriums des Innern ergaben, dass der am 28sien Mil in der «Kölnischen Zeitung, über das Schicksal "r Mililiilvorlage mit Angriffen aus General Hahnle "lchlenene Arlilel von Huhn herrührte, welcher, von Mar-Ml! darüber befragt, erllärte, diesem Artitel fernezuftehen. ^uf Nachforschungen brim Ministerium des Innern Hlgen fälschlicher Beschuldigungen erhielt Marschall die «ntlvort. dieselbe stamme von Tausch, der sie von einem wertvollen Vertrauensmann erlangt haben wollte. Da "usch sich weigerte, den Namen de« Vertrauensmann» iu nennen, forderte ihn der Vorsitzende auf, sofort lw Polizeipräsidenten zu gehen und ihm zu sagen, "r Gerichtshof erachte die Nennung des Namens des «etviihlswannes für nothwendig. Tausch geht ab. Zeuge vuhn «llärt. dem erwähnten Artikel in der 'Kölnischen» ourchaus ferne zu stehen. Hierauf wird die Verhand« l"n» unterbrochen. — Per Oberstaatsanwalt erklärt die "°ch«ittags stattgehabte längere Pause damit, dass dcr Vertheidiger Lühows ihm mittheilte, Lühow sei bereit, Wahrheit zu sagen, müsse aber hiezu in seine Wohnnng »tlUhlt werden, um Documenle zu holen. Im Ein-ttständnisse mit dem Vorsitzenden unternahmen der Ober» ^alsanwalt, der Vertheidiger und Lllhow selbst die Fahrt. "°r Vertheidiger Lllhows, Lubczincku, erllärt, Lühow ,'t sich unter dem Eindrucke des niederschmetternden Er-Wisft« und eingeben! der Ehre seiner Familie ver-"°l°«l. ob er Lühow aufforderte, seine Verdienste in den Mlungen herauszustreichen, will sich daran nicht erinnern, ""°us ihm ein Brief vorgehalten wird, worin es heißt: ^tn wenig lönnen Sie mich herausstreichen, aber so, °°W nicht« gemerlt wird.» Marschall beftreitet. eine ^lfönlichc Animosität gegen Tausch zu haben. Er habe herding« Verdacht gegen ihn gehabt, weil dieser sich A^sonen als Vertrauensmänner heraussuchte, die ge» Wentlich Beamten des Ministeriums des Aeußern Absetzten und verdächtigten. Redner habe über» ^upt zur politischen Polizei lein Vertrauen. Nun» "°hl legt Liltzow folgendes Geständnis ab: Er habe ^^> October die Information von Lcckert erhalten, bei T«^" '^^ ^"" Montag» gegeben. Er sei mehrmals Nahm ^ Vwesen, der d!e Sache sehr freundlich auf« Und dl ^ " «in starkes Animo gegen Marschall hatte lvollt- ^^ ben, Grafen Philipp Eulenburg vortragen dien' "" »hm wieder zu zeigen, dass Marschall gegen c°ln», n ^""a bls Kaisers intriguiere. Um dem Criminal' den ''^ Völlig zu sein, habe er (Lützow) sich bemüht, l0l»,u,?n"^" ^"ilel unterzubringen. «Der Criminal-«ich c ^""^ — sagte Lilhow weiter — forderte ^7""!' ihm einen neuen Bericht sür den Grafen "!lbl« ^ aufzusehen, wclcher ihn schilhm werde, so das« 5r ! ?" befürchten sei. Tausch war fürchterlich ängstlich. H>N < ln"^ ^ sollte nichts verrathen, dass ich mit l htln?.^"bindung stehe, und sagte: Miben Sie sest'.' ^ln?n ^" ^°'" Kulutsch erllärt Lilhow, dessen seller °"^ ^" Quittung gefälscht zu haben, und sagt »Nir »,' '"^ war ganz in der Hand von Tausch, da er ^^e Geldunlerstützuna zu entziehen drohte, wenn loh '^'r "'üd besser werden!, halte Frau Har-^ ^' "^ Hm nach Erleichterung verlangte! lüllich " " das Glas leerte, schauerte er unwill« zegen ^°"""^- Herbert Grüner hatte eiue Abneigung "'lht a!' !^ Getränke. Aber die Schwester hatte ihn ^Ma?"'^? '^ "ulw in der That besser. Eine Mut l.s ^ ^"me durchströmte seine Glieder und das "h aus »> " ^"" deichen Wangen zurück. Er luß °>l«fgett^?^ ^^sel nieder, vou welchem Frau Harkort ez ,' nnden war. Noch vor wenigen Augenblicken hatte ""Nie ^?/ Unmöglichkeit gedünkt, länger in diesem l>»d ^ ^"' eigeuartige, mit dem Dufte von Blumen l°hte 1?""^ gefchwängerte Luft ihn zu ersticken M sei^" feilen. Jetzt lehnte er seinen Kopf gegen ^ch/"e Polster, und der Blick, den er auf die !>ene,, "?^ ^'"' diese aufzufordern, m der be-"^den. ""'le fortzufahren. Sie hatte den Blick ver- ^t3^ dünkt, dciu Aufenthalt in Deutschland hat °> ^9 dazu beigetragen, deine Thatkraft zu schwachen Mich ^ 2" volleuds zu zerstören. Wie wäre es sonst »in .Niesen, dass du an deinem Küimen vcr- ^ dem s s"^'^ Ich verstehe dich nicht. Es hätte dir l". dir ^c" ^'^en eines Mannes nicht gelingen ^ichc,^?/ einfache Deutsche zu gewinnen? Drnle ^ Hins!!' °" Elisabeth, au — K den? du den erhabenen Frevler des Dichters, h Vlut? ""d niedrigster Gemeinheit, erbarunlugs-Ackern? ""Erbrach er sie mit einem neuen l " t>er laum überwundenen Gedanken. I (Fortsetzung solgt.) ich leine Nachrichten bringe. Ich gab ihm mein Ehrenwort, nicht« zu verrathen, sehe mich aber jeht genöthigt, alles auf» zudecken.' Diese Aufklärung erregte die größte Sensation. Tausch bestreilet die Richtigkeit der Angaben Liihows. dass er Freude über das Erscheinen der Artikel ausdrückte, er habe im Gegentheile gesagt, wie dieser An-geklagte solchen Unsinn schreiben konnte. Zeuge habe nur den Nrtllel der «Welt am Montag» dem Botschafter Eulenburg in Wien zugeschickt, den er in Abbazia kennen lernte und dem er zu Danl verpflichtet gewesen. Tausch eillärte weiters, die Behauptung Lühows, dass er Angst habe, sowie dessen Darstellung über die Quittung an Kululsch sei unwahr, er gibt jedoch zu, dass Lilhow ölters Quittungen mit falschen Namen unterschrieben hab?. Der Vertheidiger Lützows erklärt, er lönne versichern, dass Lühow schon bei der ersten Unterredung ihm sagte, er wolle Tausch solange hallen, als möglich, wenn es nicht mehr gihe, gebe er ihn preis. Lühow sagte au», Tausch veranlasste ihn, in Angelegenheit der in den«MünchenerNeucsten Nachrichten» erschienenen Artilel gegen den ehemaligen Kriegsminister Vronsart einen anonymen Vriej an das Kliegsminifterium zu schreiben und die Quittung aus den Namen Kulutsch zu fälschen. Dec Oberstaalsanwalt er» llärt, im Vewcisverfahren sei heute eine große Menge neuer Gesichtspunkte hineingelommen. Tausch muss Gelegenheit gegeben werden, sich bezüglich aller Anschuldigungen zu vertheidigen. Es lönnte sich auch fragen, ob Tausch nicht wegen Anstiftung zur Urkundenfälschung und Be-schuldigung des Botschafters Eulenburg zur Verantwortung gezogen wird. — Schließlich wurde die Verhandlung auf den 5. d. vertagt. — (Polar-Expedition.) In der Gesellschaft für Anthropologie und Geographie zu Stockholm berichtete Professor A. G. Nalhorft über eine neue Polar-Expedition, die hauptsächlich die Erforschung de« an der Ostlüfte Sp'tzbergll's g.l^ncn König Karl-Lindes zum giele haben soll. Iu den aus 80.000 Mail veranschlagten Kosten hat ein einzelner Gönner bereits einen bedeutenden Veitrag zugesichert. Der Plan wurde von Nordensljöld Warm empfohlen und in der Gesellschaft mit großem Beifall ausgenommen. — (Die Pest in Indien.) Wie «Reuter« Office, aus Bombay meldet, find mehrere Europäer an der Pest erlranlt und zwei derselben auch gestorben. Die Sterblichkeit nimmt hier auch infolge anderer ansteckender Krankheiten zu. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste Genehmigung.) Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. November d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, dass der Nezlrlshauptmann Gustav del Eott in Loitsch da« sürstl. Schwarzburgische Ehren« lreuz zweiler Classe annehmen und tragen dürfe. — (Kleinbahn in Laib ach.) Wie uns mit. getheilt wird, hat die lcainische Ballgesellschaft, der vom hohen Eisenbahnministerium die Bewilligung zur Vor» nähme der Vorarbeiten behufs Projectierung einer von der hiesigen Südbahnstation durch das Stadtgebiet Lalbach zu den Vororten Unterschischla, Waitsch und Hühnerdors führenden Kleinbahn ertheilt wurde, den Herrn Ingenieur Pletro Contin mit der Durchführung dieser Vorarbeiten betraut, mit denen schon nächstertage begonnen werden wird. —.0 — (Wer noch alte Guldenzettel) hat, sei darauf aufmerlfam gemacht, dass dieselben nur noch bis letzten December 1896 von der l. t. Verwechslung«» und von der l. und l. Reichs - Centcalcasse angenommen werden. — (Entscheidung.) Veranlasst durch eine nach § 33 der St. P. O. überreichte Nichtigkeit«, beschwerde hat der oberste Gerichts» und Cassationshof die Entscheidung getroffen, dass der Ausdruck «Classe» (ß 302 des St. G.) jede Gruppe von Personen begreift, welche wea/n gleicher Lebensstellung oder wegen Ueber» einstimmung der Ansichten, Interessen oder Zwecke als verbunden angesehen und deshalb unter einer gemein, schaftlichen Bezeichnung als Ganzes gmommen, sich äußerlich erlennbar von anderen Personen oder Personen-gruM'N abhebt — daher auch die als Partei erfafsten «nhänger einer bestimmten politischen Richtung. — Ueber eine diesbezügliche Beschwerde hat da« l. k. Reichs» gericht zu Recht erlannt, dass über die sprachliche Nus» jertigung einer im übertragenen Wirkungskreise erflossenen Entscheidung der Gemeindebehöroe im Instanzenzuge die politische Gchö.de und nicht der Landesausschuss zu ent« scheiden hat. —0. * (St. Nikolaus-Feier.) Der Vorabend zum Gedächtnisse an den heiligen Kinderfreund St. Nllolaus ward in allen Familien der Stadt und durch Veranstaltungen in verschiedenen Vereinen, worunter sich be» sonders der traditionelle Nilolo - «bend des «Solol»-Vereins im «Narodni Dom» durch sein reiches, geschmackvolles Arrangement auszeichnete, gefeiert. Der heilige Nilolo beschenkte wie immer auch heuer die braven, sittsamen und frommen Kinder im reichsten Maße und , hat auch der armen Meinen, die seiner sehnsüchtig harrten, nicht vergessen. — (Familienabend der philharmo» Nischen Vesellschast.) Der Famillenabenb der philharmonischen Gesellschaft findet nicht, wie angllündigt wurde, Samstag, sondern morgen im VlaSsalon der Casinorestauration statt. Die zwangslose Vortragsordnung umfasst zumeist Nummern heiterer Gattung. Besondere Einladungen erfolgen nicht und es steht der gutritt allen Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft srei. Die Ver- ^anstaltllNss beginnt um 8 Uhr abends. *(VomEislauf'Vereine.) Welche Anziehung«, lraft der Eissport ausübt und w?lch großer Beliebtheit sich die schö,ie, kräftigende Leibesübung des Schlittschuh« laufens erfreut, bewies der zahlreiche Besuch der Eisbahn lmter Tivoli am Samstag und Sonntag. Wie begeistert man aus ftahlbeschwingten Sohlen ins Zeug geht, sah man gestern nachmittag«, da ungeachtet de« Regenwetter« und der wässerigen, eng begrenzten Eisfläche mit aller Leidenschaft dem eleganten Sport bis in die Nachtstunden gehuldigt wurde. — (Heimische Kunst.) Im Schaufenster der Firma I. S. Nenebitl hat Fräulein Risa Wennig, Lehrerin an der l. l. Fachschule für Kunststickerei und Spihennäherei, Kunststickereien verschiedener Galtung zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt. — (Die zweite Bahnverbindung nach Trieft.) Eine Deputation, bestehend aus Abgeordneten von Trieft, Salzburg, Görz, Kärnten, Mähnen, sowie dem Landeshauptmann und dem Handülslammer» P äsibenlen von Salzburg unter der Fühlung des Abgeordneten u. Stalitz, wurde am 3. d. M. von Sr. Excellenz dem Herrn Ministerpräsidenten empfangen. Abgeordneter von Slalih ersuchte um baldigste und entschieden! Stellung, nähme der Regierung in Frage der Tauern »Predilbahn. Der H?rr Ministerpräsident erklärte auf da« bestimmtest-, dass noch im Laufe drr Budgetdebatte die Regierung sich über die zu wählend? T^ace der neuen Nahn aussprechen und dass schon in der erst?n Session de« n?uen Parlaments eine Vorlage bezüglich der finanziellen Sicher« stellung eingebracht werden wirb. Trieft lönne also beftimmt auf eine zweite Bahnverbindung und auf eine rasche Erledigung rechnen. * (Selbstmord.) Am 2. l. Mts. brachte sich der 78jährige Auszügler Mathias Tomiic von Illyrisch. Fristritz mittelst eines Rasiermessers mehrere schwere Schnittwunden am Halse und am Unterleib bei, infolge deren er am selben Tage gegen Abend starb. Tomiit war seit längerer Zeit schwer lrimk und dürfte die That in eine« Anfalle momentaner Geistesstörung verübt haben. —r. — (Die Entwickelung der Großindustrie.) Die Großindustriellen Oesterreich« planen zur Feier des fünfzigjährigen Regierungsjubiläum« unseres Kaisers die Herausgabe eine« mehrbändigen, reich ausgestatteten und illustrierten Prachtwerls, in welchem die Entwickelung, welche die Großindustrie Oesterreichs unter der Regierung Sr. Majestät genommen, geschildert werden soll. Diese« Project, unter dessen Förderern wir die hervorragendsten Großindustriellen Oesterreichs erblicken, hat nun greisbare Gestalt angenommen, und der Prospect, welcher die Namen der Fachreferenten und Mitarbeiter veröffentlicht, bürgt dafür, das« die Festgabe der österreichischen Industriellen neben einer Geschichte der österreichischen Industrie zugleich ein getreues, vollständiges urb möglichst anschauliches Bild ihres gegenwärtigen Standes bieten wirb. Demgemäß werben dem industrieyeschichllich-ftatiftischfn TtMe Fachaufsähe über die Entwickelung und die actuelle Lage und Bedeutung aller wichtigen Industriezweige folgen und jedem Facharlilel monographische Darstellungen der Geschichte und des jchlgen Productionsumfangs hervorragender industrieller Firmen und Etablissement« in Ocherrüich sich anreihen. Die Festgabe der österreichischen Industriellen wird selbstverständlich durchaus ein Erzeugnis österreichischer Arbeit sein. Da« Werl wird in fünfzehn Gruppen eingetheilt und folgende Gebiete der Production umfassen: Bergbau, Hüttenwesen und Erdölgewinnung; Stein», Thon«, Porzellan» und Glas'Inbuftrie; Metall, Industrie; Maschinen und Werkzeuge; Eleltrolichnil-Inftcumente, Wagen und Gewichte; Holzindustrie und Wohnungseinrichtungen; Leder« und Kaulschul.Induftrie; Textll'Industrie; Velleidungs.Iiduftrie; Papie»).iduslrie; landwirtschaftliche Industrie, Nahrung«, und Genussmittel; chemische Industrie; Bau-Unternehmungen und schließlich die graphische Industrie. Der allgemeine Theil wird nachstehende Aussähe enthalten: «Ansänge der Industrie in Oesterreich» von Dr. Hermann Hallwich; «Fünfzig Jahre helmischer Arbeit» von Dr. Alexander Peez; «Statistik der öfterreichischcn Großindustrie und ihrer Enlwickelung von 1848 bis 1897» von Pr. Hugo Bach; «Der Außenhandel der Monarchie und die Stellung der österreichischen Industrie im Wcltverlehre» von A. G. Raunig; «Reformen zu Gunsten der industriellen Arbeiterschaft in Ocherreich» von Dr. Franz Migerla, und «Kunst und Industrie» von Ialob v. Falle. — (Venesiz.) Für das heutige Ven fiz der ausgrz?ichnetcn Opern- und Opereltensängerin F äulein Seydl gibt sich großes Interesse lund. Wir wünschen der Künstlerin alle Ehrungen bei dem heutigen Anlasse, denn thatsächlich ist fte die beste Klllsl und dle Haupt-stütze der Operette. Laibacher Zeitung Nr. 282. 2418 7. December 1896, — (Krainische Industriegesellschast.) Samstag fand in Laibach die 27. ordentliche Generalversammlung der lrainischen Induftriegesellschaft in An« Wesenheit von 13 Actionären, die 7732 Actien mit einem Capitale von 3,866.000 fl. vertraten, statt. Aus dem vom Director der Gesellschaft Herrn Karl Luckmann vorgetragenen Berichte des Verwaltungsralhs entnehmen wir, das« von den i« Umlaufe befindlichen 3400 Stammaclien 3380 Stück durch Aufzahlung von 150 fl. per Stück gegen Priorilätsactien umgetauscht wurden, so dass gegenwärtig nur noch 20 Stammactien weiter besteh?« bleiben. Von den zur Ausgabe bestimmten 4600 Stück Priorität«« actien neuer Emission wurden 2700 Stück von den Aktionären zum Course von 600 fl. pir Stück bezogen und wegen Begebung der noch zur Ausgabe bestimmten restlichen 1900 Stück in späterer Zeit ein Uebereinlommen auf Grundlage des Courses von 600 st. gettoffen. Die Vauarbeiten der Hochofenanlage in Servola bei Trieft schreiten rüstig fort, so das« der Hochofenbetrieb voraussichtlich im kommenden Frühjahre wird be« ginnen können. Der Betrieb der lrainischen Weile war zufriedenstellend, die Erzeugungsmenge ist wesentlich gestiegen, so dass ein umfangreicher Export von Eisenwaren stattfinden lonnte. Nus dem Reinerträge des abgelaufenen Geschäftsjahrs im Betrage von 205.473 fl. 65 lr. wurden über Antrag des Vetwaltungsraths 135.000 fl. als 5proc. Verzinsung des gesammten Nctien-capilals ausgeschieden, vo» Reste 12 pEt. als Tanliöme des Verwaltungsrath« mit 8456 fl. 80 lr. bestimmt, der Reservefond mit 10 pEt. d. i. 704? fl. 3? lr. dotiert und endlich die Auszahlung einer 2proc. Superdividend« im Vetrage von 54.000 fl. an die Actionäre sowie die Uebertragung des Ueberschusses von 969 fl. 48 lr. aus der heurigen Rechnung und des Restes aus dem Vorjahr im Vetrage von 3052 st. 83 lr. auf neue Rechnung beschlossen und dem Verwaltungsrathe das Nbsolu« torium ertheilt. Die statutenmäßig ausscheidenden Verwaltungsräthe Dr. Alexander Peez und Friedrich Vogel sowie die Revisoren Fritz Gerhardus, Karl Üeslovih und Albert Samassa wurden wiedergewählt. — (Wohlthätigleitz.Eoncert.) Für dos morgen im «Narobni Dom» zum Besten der von der heurigen Ueberschwemmung heimgesuchten Bewohner d?s Laibacher Moores zeigt fich ein erfreuliches Interesse. Der Kartenvorlauf geht rege vonstatten, und so ist denn zu hoffen, dass das Erträgnis des Concerts nicht unbedeutend sein wird, wie es ja bei der bekannten hoch« herzigen Menschenliebe und Mildthätigkeit der Bewohner Laibachs nicht anders zu erwatten ist. * (Deutsche« Theater.) Wenn das Publlcmn alle Räume des schönen Hauses füllt und fein Wohlgefallen an einer Vorstellung durch rauschenden Beifall in der nachdrücklichsten Weise kundgibt, bleibt de« armen Kritiker im Grunde genommen nichts anderes übrig, als die kritischen Falten in seinem Gesichte freundlich zu glätten und in die allgemeine Symphonie des Wohl» gefallens einzustimmen. Trotzdem müssen wir behaupten, dass der Beifall bei einigen der beliebtesten Nummern der gestrigen Aufführung des «Zigeunerbaron» im Vergleiche zu früheren Jahren recht matt war; es wäre überhaupt sehr bedenklich, Vergleiche mit seinerzeitigen Aufführungen anzustellen, denn zugegeben, es zogen schon minder gute Vmsdllungen der Operette vorüber: Es gab aber auch weit blsscre, zum mindesten in Hinsicht auf die Besetzung einiger Partien. Musikalisch und textlich ist bekanntlich der «Iigeunerbaron» allen Operetten Strauß' überlegen; das Werk erfordert hingegen durch-gehends eine Besetzung mit sehr guten Sängern, die auch in der Sprechkunst erfahren, und gute Darsteller find. Bevor wir uns diesem Abschnitte zuwenden, müssen wir vorausschicken, dass die Operette durch Herrn Kapellmeister Walther sorgsam einstudiert war, was insbesondere die trefflichen Leistungen des Orchesters und Chores bewiesen; schon nach der fein nuancierten Ouvertüre wurde Herr Walthcr lebhaft acclamiert. Unter den Solisten ragte selbstverständlich Fräulein Seydl in jeder Beziehung hervor. Der Künstlerin gebürt auch besondere Anerkennung, dass sie mit ihrer wirksamen Höhe den Finalen zu dem nöthigen Effecte verhalf. Die reizenden Nummern der Operette sang Fräulein Seydl reizend, was ihrem Partner Herrn Lerchen -feld, dessen Iigeunerbaron nicht zu den Glanzleistungen gezählt werden kann, sehr zuftalten kam. Herr Lerchen-feld entledigte sich seiner Ausgabe in gewohnter gewissenhafter Weife, sang manche« recht essectvoll, bestärkte im übrigen jedoch die Ansichten, die wir jüngst über seine SanaMunst zum Ausdrucke gebracht haben: für groß', anstrengende Gesangspartien reicht fein Organ nicht aus; dies zeigt fich hauptsächlich bei den älteren Operetten. Kann kommt übrigens von lönnen, und niemandem kann zugemutb/t werden, dass er mehr könne, als er kann. Das eine muss jedoch gefordert werden, dass die Sänger in ihrer Costümierung und Maske besseren Geschmack bekunden. In dieser Vezühung wird Unglaubliches geleistet, und «s wäre sehr an der Ieit, dass die Thealelleitung den Künstlern klar «achte, wie man auf der Bühne nicht «schämen soll. Herr Lerch-nflld halte sich eine Art ^«^°" ?"^ ll'legt - über sein« sonstige Maske W«^«n n>k U,b«. Uu»vz«i«hn«» w Ma»«e und Spiel war Herr Fellx als Schw:inezüchter, vorzüglich Fräulein Reinerals alte Zigeunerin, soweit sie eben mit ihrem hohen Sopran eine Alt-Partie singen lonnte. Gut charakterisierten h?rr Velger den Sittencommissär und Fräulein Per-linger die Mirabella. Der Bariton, Herr Traut, der gestern als Homo nay zum erstenmale auftrat, machte den besten Eindruck und wurde freundlich aufgenommen; fchade, dass er post kostum gekommen ist. Fräulein Regan war in Gesang und Spiel ganz unzulänglich. Der Damenchor ist wieder um zwei Mitglieder reduciert worden. ^. — (Schwurgerichts « Verhandlungen.) Am 5. d. M. fanden unter dem Vorfitze des Herrn Lanbesgerichtsraths Karl Pleslo solgende Verhandlungen statt: 1.) Gegen den 66 Jahre alten, verwitweten Tag-löhner Johann Kunc aus Gereuth, wegen Brandlegung. Johann Kunc hat aus Rache am 11. November 1894 die Harfe feines Bruder« Jakob Kunc, Besitzer in Osredel, mit einem Iiindfchwamme angezündet, so dass dieselbe sowie mehrere in derselben verwahrt gewesene Fährnisse verbrannten, wodurch ein Schaden von zusammen 1449 fl. entstand. Die diesfalls sojort nach der That gegen Johann Kunc eingeleitete Voruntersuchung wurde über Beschluss des Untersuchungsrichters vom 31sten Jänner 1895 nach § 109, St. P. O., eingestellt. Nunmehr meldete fich Johann Kunc selbst als Thäter und legte ein vollständiges Geständnis ab, worauf über den fiaatsanwaltfchaftlichen Antrag die Wiederaufnahme de« Strafverfahren« gegen ihn mit Beschluss der Rathslammer des l. l. Landesgericht« rechtskräftig bewilligt wurde (§ 352, St. P. O). Johann Kunc wurde gemäß der Anklage schuldig erkannt und zu zehn Jahren schweren Kerlers und einsamer Absperrung in dunkler Zelle, mit hartem Lager am 25. October jeden Strafjahrs, ver» urtheilt. 2.) Gegen Johann Peiar, 28 Jahre alten, ledigen Grundbefihers-Sohn in Kronau, wegen Todlschlags. Johann Pecar hat in der Nacht vom 25. auf den 26. October 1896 i« Gafthause des Franz Wilman in Sava anlässlich eines Streites während einer Tanzunterhaltung den Arbeiter Matthäus Iereb mit dem Fuße in den Unterleib gestoßen und denselben derart verletzt, dass Iereb starb. Johann Peöar, der theilweise geständig war, wurde freigefprochen. Die Schwulgerichtsverhandlungen find für diese Periode be» endet. —I. — (Wettersturz.) Bei starkem Süd'Weftwinde stieg heute früh die Lufttemperatur auf ?'2"0, während noch gestern jrüh —0'5"0 zu verzeichnen waren. Der gestrige Regen und das eingetretene Thauwetter haben alle Straßen und Gehsteige in einen gräulichen Zustand verseht, am unangenehmsten waren jedoch für den armen Fußgänger gestern und heule morgen« die spiegelglatten Eisflächen an den srequentesten Punkten d« Stadt — wir verweisen u. a. aus den Franzensquai und auf den Marienplatz. * (Aus dem Pollzeirapp orte.) Vom 4. auf den 5. d. M. wurden acht Verhaftungen vorgenommen, und zwar drei wegen Vaclerens, drei wegen Vetteln« Von Haus zu Haus, eine wegen nächtlicher Ruhestörung und eine wegen Uebertretung des Diebftahls. — Vom 5. auf den 6. d. M. wurden elf Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Zechprellerei, zwei wegen Vetteln«, vier wegen nächtlicher Ruhestörung, zwei wegen verbotener Rücklehr und zwei wegen Ausweis- und Unterstands« losigleit. —r. — (KeineRebenlranlheiteninIstrien.) Der «P. Ll.» berichtet: Vor einigen Wochen war in mehreren Blättern die Mittheilung entHallen, dass in Oesterreich, namentlich in Istrien, die Rebenlranlheit diack-i-ot aufgetreten ist und erhebliche Schäden verursacht hat. Da diese Krankheit eine der gefährlichsten ist und eben der Umstand, dass diese Krankheit in Frankreich besteht, die Veranlassung war, dass der Ackerbauminifter die Einsuhr von Reben aus dem Auslande und Oester« reich verboten hat, verdient diese Nachricht vom Gesichtspunkte unseres Weinbaues besondere Aufmerksamkeit. Der Ackerbauminister hat sofort beim österreichischen Ackerbau-minister angefragt und von demselben die Verständigung erhalten, dass die Nachricht den Thatsachen nicht entspricht und das« dieselbe daher stammen kann, dass infolge der regnerischen Witterung an mehreren Orten Iftriens die Trauben heuer nicht reifen konnten, sondern verfault zu Boden fielen. Nach dem Berichte des österreichischen Ackerbauminifters ist derzeit in den iftrischen Weingärten leine Spur von einer ansteckenden Rebenlranlheit. __________ Illusion »aor». Dienstag den 8. December (Maria unbefleckte Empfängnis) Pontificalamt mit päpstlichem Segen in der Domlirche um 10 Uhr: Instrumentalmesse in konorkm «t. ^uoiaß und Offertorium von Fianz Witt; Gradual« von Gott» fried Prcyer. In der Stadtpsarrlirche St. Ialob am 8December Hochamt um 9 Uhr: Messe von I. G. Zangl op. 51; Gcaduale von P. Rampis; Offertorium von Johann Vapt. Trejch, sechsftimmig. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 5. December. Das Abgeordnetenhaus nahm mit Zweidritte! Majorität die Dringlichkeit des Antrag« Mß " Aufhebung des Zeitüngsstempels und des Colportage Verbots an und gieng in die meritorische Verhandlm' ein. Das Haus beschloss, den Antrag Ruß auf Aufhebt des Colportageverbots dem Pressallsschusse, MN "' Aufhebung des Zeitungöstempels dem BudgetausW zur Berichterstattung binnen 14 Tagen zuzuweisen, ">' nahm den Eoentualautrag Pernerstorfer auf ErlasM eines Gesetzes an, wonach die Colportage für d Dauer der Wahlen freigegeben wird. Der Antrag Brzorad. die Budgetdebatte er Mittwoch zu eröffnen, wurde mit 66 gegen ^ Stimmen abgelehnt. Die Generaldebatte des VuM hat sofort begonnen. . Abg. Zacel wirft der Regierung vor, dass ' bisher nichts gethan, um die Gleichberechtigung belve Volksstämme in Mähren durchzuführen. Abg. Varwinski tritt im Interesse des "^ tionalm Friedens für die Berücksichtigung der MM des ruthenischen Volkes ein. , Abg. Laginja bringt die Wünsche der troatW Bevölkerung vor und tritt für die Gleichberecht'g^ aller Nationalitäten ein. Redner bespricht die Verh^ nisse im Triester Hinterlande, welche seiner An>m nach eine Gefahr für die Monarchie begründen. Abg. Gregorec fordert die Gleichberechtigt"! für die slovenische Sprache in Schule und Amt "'' sagte, die slavischen Völker Oesterreichs haben W ^ nähert und einander lieben gelernt; mit dieser feM. Stütze des Staates und derDynastie könne Oeste"^ beruhigt in die Zukunft blicken. Die Verhäng wird sodann abgebrochen. — Nächste Sitzung MtM GelegratNtne. Wien, 6. December. (Orig.'Tel.) Das V'l'^ Verordnungsblatt meldet: Se. Majestät der K"' ,. enthob den Feldmarschall Lieutenant Baron Ha" ^ Mazzetti vou dem Posten eines Stadlcommandl"'. von Wien und ernannte denselben zum Präsidenten Obersten Mllitärgerichtshofs. Der Commandant ^ Cavallerie - Truppendivision in Krakau Feldmar!^ Lieutenant Erich Engel wurde zum Stadtcommand<" von Wien ernannt. ,„/, Brlix, 6. December. (Orig.«Tel.) Geftel" ^ 11 Uhr nachts ist im Verbruchsterrain der Sep^l latastrophe eine neuerliche Erdsenkung eingetreten, ^je bis 3 Uhr dauerte und im Opocenski'schen Hauses an den benachbarten Objecten Risse und andere »"^ male der Senkung hervortreten ließ. Die "^/.^ Senkung dürfte im Zusammenhange mit den 3M ^l arbeiten stehen. Im «Anna-Hilfsschachte» ist g^ ^ Veränderung wahrzunehmen. Der Bestand " > ^ Betrieb der Aussig-Teplitzer Bahn ist vollkommen 'H Berlin, 6. December. (Orig.-Tel.) Der ^ ^! Botschafter am Wiener Hofe, Graf EulenbuG ^! telegraphisch, in der nächsten Verhandlung des P^h^ Leckert und Genossen als Zeuge vernommen zu l" und trifft heute hier ein. n",,al^ Berlin, 6 December. (Orig.-Tel.) In ÄeW'^ anderweitiger Meldungen hört die «Norddellt>H ^ gemeine Zeitung», dass die Ernennung des ^ ^ Liebetth zum Gouverneur von Deutsch - Ostafu zogen sei. .. vo" Rom, 5. December. (Orig.-Tel.) Der Ko"'^F Serbien ist heute vormittags nach Florenz "H g^ und wurde vom Könige Humbert zum Vayny M leitet, woselbst sich der Siudaco und der > Gesandte verabschiedeten. . <§lg^ Paris, 6. December. (Orig.-Tel.) Wie die ^' Havas. aus Athen erfährt, habe der König ew.^ Olü gebung an die Regierung gerichtet, "^O hel"^ blierung eines permanenten Lagers und die ^ ^„ ^ von zwei Classen der Reserve zu UebuNgsM ordnet. Die ^5» Christiania, 6. December. (Olig.-Tel.) ^lB) Handlungen wegen Erneuerung des schwedisch'" Mle Handelsvertrags sind dem Norsk Telegram» zufolge gescheitert. n-r 2!'^ London, 6. December. (Orig.-Tel.) D" ^ von Indien berichtet, dass in vielen ^" M"p^ weitere Negenfälle vorgekommen seien. ^/ HM fallen. Für verschiedene Bezirke werde ew ^, noth nicht mehr befürchtet. ^ H Ml F) Athen, 6. December. (Orig-Tel.) '^ ^e, hie haften Debatte hat die Kammer uut ^' diesel^gl, Stimmen dm Antrag angenommen, wona^^ h, Politik der Regierung in der krrtensische" " M'^ Die Minister enthielten sich der Abst""""°"Portei^el Präsident Delyannis hat interimistisch vn^s, M des öffentlichen Unterrichts an Stelle ^ schwer erkrankt ist, übernommen. ^Laibncher Zeitung Nr. 282.__________ ________________ 2419 7. December 16^,, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. _,«»Nt.. 730 0-4-1 SSO. schwach betMtt ____ ?UMg. 727^8 -2"9! SSO. schwach^ bewöll? ^ 2 , N. 725 1 -0 5! SM. schwach ! bewiillt 10'0 _^ » Ab^ 721^5 U0i SW. mäßig ^ Regen ____ ^ ! 7 Ü.Mg.s'720'5 s 7-2 >' SW. start s halb bewölst! 22-1 ^ Das Tagesmittel der Temperatur von» Samstag und vonntag -5 2' und -1-1", beziehuuasweise um 4-8" und 0 7" ""er dem Normale. In der Nacht vom 5. auf den 6. Ncgcu und Graupeln. Verantwortlicher Nedacteur: Julius Ohm.Ianusckowslt, Mtter von Wislehrab, Betrübten Herzens geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unser innigstgcliebtcr Gatte, bzw. Vater nnd Bruder, Herr Richard Mek l. l. Stcueranlts'Official am 5. d. M. um 10 Uhr vormittags nach langem, schwerem Leiden im 34. Lebensjahre selig im Herrn verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Montag, den ?. d. M., um 4 Uhr nachmittags in Stein statt. Stein am 5. December 1896, Die trauernden Hinterbliebenen. DM- Meilage. "Wtz (^) y Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Katalog», Auszug bei über praktische Weihnachts» und Neujahrsgeschenle ^ der altrenommierten Firma ss. ssritsch, l. u. l. Hof. und Uni« "ersitäts.Optiler in Wien, VIll., Alserstraße Nr. 17. u»d empfahlen wir unseren geehrten Lesern diese uns als streng reell bekannte Firma bestens. In 10 Lectionen Salontänzer! Sohüleraufnähme und Unterrioht täglloh. ^pteohstunden von 11 bis 12 Uhr vorm. und von 1 t>U 2 Uhr naohm. in meiner Wohnung '://s'cher der Richtersche Anler.Steinbanlasten, dem sein!,, "ölige zuzuerkennen sind. Der Anler-Steinbaulasten mit vm s "nnnigfachen Formen ist gegenüber den« Holzbaulasten Wp?3"" "" "cues Spielzeug, und es bedarf mir einer ein-m^,, Betrachtung der jedem Kasten beigegebenen prachtvollen er?.« s"' "" s'ch selbst dieses Urtheil zu bilden. Es ist geradezu M«' H' "rlch große und sctönc Aauteu schon mit einem ver< dali«. "r"^l1 kleinen Nastcn ausgeführt werden können. Es darf in?l " ältern, die noch im Zweifel darüber sind, was sie soll,,. I! Jahre ihren Kindern nntcr den Wcihnachtsbauin legen Vel^ , Anker. Steinbaukastcn als bestes und gediegenstes wmi" ,«"'Vs°l)len werden. Um beim Einlaufe keine minder« dasg " ""chah'nnng zu erhalten, merke man sich licsälligst, vers^' '^ ^ite Steinbaulasten mit der Fabrilsmarle «Anker» "^hen ,st. ' " (500?) . 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December 1896. ^ ^ 0^.^ CourMatte ^Nllt».Hnl,l,tN. «,ld <«ar, " s,ib« '' ^^>lar'««g!,s, ln,»o i0l bn !«b4«i'^, ^" ?!pi!l<0ctot>er lUI 30 l0« ü0 ^"«<»er 3°/ "'°^' ^" ^ 144'-,4b - !^«<>N z„° " „?"Nzt ^N<> l. l4.1'—l44 - K,o. ^"°>«l''!e . , ,„<> ft. ,88 »k. ,«8 llü '" l»m .'!«>>5 ^' ' l>" >l- 1»»'2b!i«« »5 '^°Ä^""l'. !""»Ire< ,2»'?0 lüL'So "" «er U!,,m° . , ,« z,z """?«'«t°°«lch«ld«r. .... '«rribnnne». ^bl° ln^'l.'A,fi, N°m -'____'- ^ "' »W ^,"""'w ste»er!.,4<><» ""' »r, l, A>.> »r, Nom. . »«-_ iW._ »eld Won !»o» Vt»»tl »nr Zadl«»» »iberno«««« «iftub.'Prlor.' vbll„»tio»en. «tMavethbcchn «»<> u, »000 Vi. sl.r L0« M. 4"/,...... N6 8U 117 8l «tüjnbetybahn, 40» >l.8N<>0 M. »NO Vi. <«/„...... 120-2 121'Ul ^,c>!!,, Joseph.»U.. Cm, 1«»4. 4°/, S»^t. l0U 1! GnIizUchc «ar! ,-L»l>w!g'Val»», <»" ft, «. 88 bU 1«0ül a»g, Golditnte 4"/, per «lass« ILL 0!» lüLü! d<° dtn. per Ultimo .... 122 «b 1li2'4! blo. 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