MutZen und Ver^Men. ,------- ,>> i2 »»»------------ Freptag den ,g. März 1624. Die Harmonie, Prolog zur Feyer des hohen Nahmcnsfestes Sr. Excellenz des Herrn Landes« Gouverneurs und Protectors der philharmonischen Gesellschaft, Joseph Camillo Freyherrn v. Schmidburg. Verfaßt von P. N. und vorgetragen im Saale der philharmonischen Gesellschaft am i5. März 182^ von L. Erhabner Musenfreund! der Kunstverem Ist hochbeglückt, der Ehre werth zu seyn. Den vielgeliebten Schutzherrn heut zu grüßen^ Und diesen Tag harmonisch zu beschließen. Denn nur aus H a r m 0 nie entquillt Der Zauber, der daß Herz mit Won,,' erfüllt, Davon ein jedes Meisterwerk umsiossen. Der Reitz, womit die Schöpfung Übergossen, Der Sterne Sphärentanz ist — Harmonie. — Sie war'S, die Aphroditen Anmuth lieh, Und die den Grazien den Schleyer knüpfte, Wenn Amor, schelmisch dräuend, sie umhüpfte, Sie ist verwandter Seelen süßes Glück, Und thronet in der Unschuld reinem Blick. Die Staaten gleich Familien zu verwalten, Au5 Hütten Tugend - Tempel zu gestalten, Versteht nur sie. Wenn blinde Wuth, Wenn wilder Leidenschaften Glut Die Welt verwirrt, das Untre kehrt nach Oben, Beschwöret sie den Sturm, das wilde Toben Mit ihrer heiligen Gesetze Kraft. Dych ihres Zaubers höchste Macht Bewähret sich im Neich der Töne: Hier herrschet sie in steter Jugend« Schone, Bewegt und reitzct bald das Herz Mit stiller Wonne süßem Schmerz, < Vald greift sie rasch an Puls und Sehnen Des bessern Seyns und lockt die Thränen, Vald weckt sie schlafende Gefühle auf, Vald hemmt sie wilder Gierde raschen Lauf: Und Jeder läßt sich gern das Spiel gefallen. Drum Lob und Preis der Harmonie vor Allen. Sie fcy des hcut'gen Festes Zier und Lust, Und träufle Nectar-Kost in unsre Brust; Sie möge unsers Schutzherrn theures Leben Mit ihres Zaubers Fittig stets umschweben.' S p a r c a s s e. Üb wieder noch umhüllenden Nebel i„ das gehörige Licht zu setzen, bleibt ihr nun nichts übrig, als den hoch« verdienten Dank für dieErrichtung eines der wohlthätigsten Institute allen Gründern und Beförderern desselben öffentlich zu m i ed erh 0 hleu, und im festesten Vertrau??, üuf den Segen des Himmels, womit ee bereits stich- - 46 - lich begnadiget ist, die Hoffnung auszusprtchen, b<ß bieft Anstalt durch das Verschwinden ber letzten Reste des Mißtrauens rücksschtlich der Sicherheit der hinterlegten Geldbeträge, und durch neue Beytritt«, wo» »it ansehnlich« Manner und Menschen» freund« dieses das Wohl einer großen Classe von Menschen «inzig bezweckende und fördernde Instizet beehre« werben, einen erhöhten Glanz und ein« noch auSged«hnl«ri Wirt-ssmkeit erlangen wird. Der Vorsehung hat «s gefallen, schon im Iah« ?« ;622 eines, und wieder im Iahrz »623 zwey der angesehensten Stifter und Glieder des Sparcaffe-Ver« «in«i zum Lohn« ihres Wirkens abzuberufen, und da« tzmch den Verein in t»efe Trauer zu versetzen. ES ist ihm «ber der Trost geworden, d-n durch das im Iah^ re 1622 erfolgte Hinscheiden des hochwürdigen Herrn Dompropstes und Gencralvicars, Georg Goll« «ayr, Obervorstehers des Institutes, entstandenen Ab» gang durch den Beytritt des hochwürdigen Herrn Dom« Herrn und Capitular« Generalvicars, Lucas Bur» ger, ersetzt zu sehen.—An ber Stelle Sr. Excellenz des im Jahre 2622 in Wien verstorbenen Hschgebornen Herrn Herrn Joseph Grafen von SwertS» Spork, gewesenen Landes«Gouverneurs tc. und Vereins'Protecwrs, gfzuhtett Se. des Hochwohlge-. bornen Herrn Herrn Joseph Camillo Frey' Herrn v. Schmidburg, Sr. k. k. Majestät wirk» lichen geheimen Rathes :e. und Gouverneurs von Illy-rier. Excellenz, das Protettorat des SparcasserVerein« huldvoll zu übernehmen, und fahren auf das unoer. . vrossenste fort, dem Institute Hochdero mächtigen Schutz ««gedeihen zu lassen, und zur Aufnahme, Verbreitung ,nd Vervollkommung desselben kräftigst einzuwirken. — Der k. t. Gubernial'Rath und Kreishsuptmann »on Laibach, Herr Johann Nep. Vesfsl., hatte tzi« Güte mit seinem ehrenden Beytritt« den Verlust des dem Vereine durch Ableben im Jahr« ,623 enrris. senen Hochgtbornen Herrn Grafen Ranmund ». Auersperg, gewesenen k. t. Gubernial« Rathes «nd KcelshauptmHnnes von Laibach, zu ersetzen. «- »urch, daß sich das Ossicitl'Corpz des lob!, k. k. In» santeri». NegimentlS Reuß- Plüuen — fernerd« Hoch- wärd'Ze Herr Joseph D agarln, Z. k. Pryfesso« der Moraltheolögie an der the»!ogischen, und der R«< liglonslehre an der philosophischen Facultät und aka^ bemischer Exhortato?, demselben durch nachträglich« B«y« trag? ju dem Stammvermögen des Institutes, als Gründer und Stifter anschlössen. ^ Mit dem empsindUchst-n Schmerze aber mußte i« Iah« «83.3 der Verein die über ihn verhängte Tren« «ung von Einem seiner Ersten Stifter, Gründer untz Beförderer, dem allgeliebten Oberhirten Sr. fürit. lichen Gnaden d«m Hschwürbigsten Herr, Harrn Augustin, durchsieben unvergeßliche Jahr« des gesegneten Wirkens gewesenem Bischöfe von L