Wt.84. Freitass, 12. April 1889. 1tt8. Jahrgang. Mum llU« l!. II, h"hM,?"t P°ftv«,s«ubun«: »«n.lähr!, fi, ll, halbjHhl«« si. 7,»0. I« « 0 mpt 0«l: ^^ ' ^!«»te bi,',s 1l. b.50, NÜ» blt Zufttllun« in« Hau« «anMrl, fl.!. - I»,«tl,»«a«»»r: y«» ^^^^^^^ 'u » stilln 25 li.. qröhe« pei .^«U« n li., b«« öltncn W««d«hollln«eu p». »<«ilt » ll. Dll eaibach» li««r!t», »«ben nlcht au«enom««n nn!> VtonuscrlVt« llichlznisckzeNrNt, ^ ^ Amtlicher Hheil. 3^'ter '2^-^°lische ^"'^"t h"ben mit ^.^drdorsi.s. '^- ^"'a "°m ^. April d. I. den, , Adene?^" Zwölfmalgreien Anton Eqqer! ZM" ^erdlenstlreuz allergnädigst zu verleihen den °«s ^^rgesetz im Hcrrenhaule. ?>g nick?"'^'^'u Herrenhause wird die An. werden dürfen, bei der °!^>n eia nft ^?^letzes seiner eigensten Würde > z V"' Wesen in vollstem Maße gerecht ^.> llnaen^' ^°^ Wehrgesetz wurde einstimmig M"°ö "d^- M°n l?istet Verzicht auf das >2 ^ Nek,^ "".zelnkn Paragraphe. Als Ganzes 2^'^e ^ '« Kraft trettn; als Ganzes nur wie das der General- ss'^n w in seiner Rede siegreich /' ll"nit ?' '^ Generaldebatte über das Wehr-«°^'wl i.??^"^""ung. nahm nur eine I^?en Thatl^^"lftruch. Es lohnt sich der Mühe. V 'ich de ^" i" verweilen. Es wird nicht leicht ktd ^ndllllm ^'«"^"^ zu entziehen vermögen, der ^ingt. " °^ Herrenhauses in natürlicher Weise ^dtt^isV^rftäudlich. dass sich im Herren-^ °ff 'Q'1^" Opferwill'igkeit stets voll->!> t^"ha^ Geist, der auch im Ab- "ö^ Behandlung des Wehrgesetzes Ü ^"'dete sÄ -^^ Ausdrucke gelangte. Gleich, iiii MW aeb>.3 '" ^" lNeden, die anlässlich des ^1 ^N,eg?"'m,"^en. ein tiefes Verständnis «ungen^? und ^' Ideen der Zeit, für die "ch ?'°en. w lck> >^°"e" unterliegen, und für "" ^Din°7?^ "°derne Gesellschaft lösen <°"ein«r"z "en s° beurtheilt.' wie man es ft°t^^eiches^?ung erwarten darf. welche die ^ 5 dm ^^^ fließt. Wenn es irgendwie dieser Sitzung in Verbin-^!ie» ?lchend«. N^" Rückwirkungen des in Oester< ^H^die^'?^' ^ wird man zugeben des Herrenhauses eiue ^^^^^^gung bildet gegen die Behauptung. dass der österreichische Staat sich seiner historischen Natur entäußert habe oder seinen großen Traditionen untreu geworden sei. So lange die österreichische Staats» idee sich einer solchen Vertretung erfreut, sind auch die Bedingung?» einer bedeutenden Entwicklung vorhanden. Gerade am Hcrrenhause. auf dessen Zusammensetzling doch die Regierung eiuigen Einfluss zu üben vermag, zeigt es sich. wie ungerecht die Zustände in Oesterreich zuweilen beurtheilt werden, zeigt sich auch das Falsche und Unwahre der pessimistischen Behauptungen, die gegenüber dem Taafse'ichen Systeme versucht werden. Der Landesvertheidigungs.Minister Graf Welsers« heimb beschränkte sich in seiner Rede wesentlich darauf, die österreichische Staatsidee und die Macht der patriolischeu Gesühle in Oesterreich zu betonen; es ge-lang ihm. jene Accente zu finden, welche mit dem Cha> ralter der Debatte harmonieren. Der Minister dankte den beiden Verlretungbkö'rpern nicht im Namen der Re-gieruug. sondern im Namen des Reiches und sprach mit warmer Begeisteruug von der Armee, welche die Wächterin des Friedens ist und welche bereit ist. ihr Blut zu vergießen für Kaiser und Reich, für Thron und Vaterland. Es muss auch eiuer Regierung genügen, wenn sie sozusagen ohne Schwertstreich, ohne heftige Kämpfe, ohne Beunruhigung und Aufregung bei den Vertretungslörpern Zustimmung für das erzielt, was im Interesse der Gesammtheit nothwendig ist. Die Regierung hat die Majorität in beiden Häusern des Parlamentes. Die Opferwilligkeit gilt immer dem Reiche. Aber wenn das die Opposition' besonders scharf accen-tuiert, so ist zu bemerken, dass jede Regierung ein Vrr» lrauensvotum schöpft aus dem thatsächlichen Erfolge. Die allgemeine Aufmerksamkeit ist der gediegenen und gehaltvollen Rede des Generalstabschefs, Feldzeug« meister von Beck, zugewendet. Die Zusammensetzung des Herrenhauses bringt es mit sich, dass einer der obersten Functionäre des k. k. Heeres das Wort ergreifen konnte. Der Generalstabschef hat so gesprochen, dass seine Rede in den Kreisen der Armee sowohl als ,n den Kreisen der Bevölkerung die allgemeinste Befriedigung erweckt. Das Wchrgeseh fand als Ganzes und in seinen einzelnen Bestimmungen eine Rechtfertigung durch einen General, dessen Autorität in militärischen Dingen nicht angezweifelt werden kaun. Einen glim« zenderen und besseren Abschluss hätten die Verhand-lungen über das Wehrgesetz kaum zu finden vermögen. Wir erwähnen noch der Rede des Fürsten Schönburg, welche die allgemeine Entwicklung der Zeit beleuchtete, ferner der Reden des Professors Dr. Randa und des Fürsten Georg Lobkowitz. welche in Bezug auf die Sprachenfrage der Gleichberechtigung das Wort redeten. Es wurde neuerdings die Gewissheit gegeben, dass die einheitliche Sprache der Armee aufrecht bleiben muss. dass jedoch alle Rücksichten geübt werden sollen, welche sich mit dieser Grundbedingung irgendwie in Einklang bringen lassen. Seitdem das Wehrgeseh in der Monarchie der parlamentarischen Behandlung unterliegt, konnte nie» mals auf die Debatte der österreichischen Vertretungs-kölper mit größerer Befriedigung zurückgeblickt werden als heute, obwohl das neue Wchrgeseh an die Opferwilligkeit der Bevölkerung vermehrte Anforderungen stellt. Es war der Regierung gewiss eine angenehme Pflicht, im Herrenhause den beiden Verlretungskörpern !noch einmal ihren Dank aussprechen zu können. Der harmonische Abschluss der Debatte vervollständigt den Eindruck derselben. Man erkennt, dass Oesterreich nicht nur eine starke Armee besitzt, sondern auch ein opferwilliges Parlament und Völker, die bereit sind, Gut und Blut für Kaiser und Reich hinzugeben. Verhandlungen des Reichsrathes. -- Wien, 10. April. Zu Beginn der heutigen Sitzung spielten sich im Nbgeordnetenhause stürmische Scenen ab. Der antisemitische Abgeordnete Turk erkühnte sich nämlich, Oesterreich und die Armee in einer unerhörten Weise zu beleidigen. Die Entrüstung, welche die Aeußerungen dieses Abgeordneten im ganzen Hause hervorriefen, ist geradezu unbeschreiblich. Als erster legte Dr. von Plener gegen die Verunglimpfungen Turks Protest ein, ihm folgten die Obmänner aller anderen Llubs des Hauses. Der Verlauf dieser bewegten Scenen war folgender: Auf der Tagesordnung stand der Bericht des Wehr-Ausschusses über die Abänderungen, welche das Herrenhaus an dem Wehrgesetze vorgenommen hat. Zu 8 14 erklärte Turk, dass die Deutschen Oesterreichs, was ihre nationale Sicherheit betrifft, am wenigsten Ursache haben, am Staate mit besonderer Liebe zu hängen. Die Vorlage gehe über die Kräfte des Voltes hinaus und er werde gegen dieselbe stimmen. Dr. Plener erklärte, für die neue Fassung des tz 14 zu stimmen. § 14 wurde hierauf nahezu einstimmig angenommen. Jeuisseton. «ls^U De,chman,, ^"'°"N der Section «»rain.. sw't> in glücklicher Harmonie <'°t;^^ nem Fleiße und feiner inneren p «" V°Ha^^"" "" der Wahlspruch Miin^" weite «?^ H°lM! und auch der seine. ^ie^.Mr ^^auszeichnete, war eine seltene ya»Ms. "turbelrachtung; seinem Scharfblicke >ch V°ten Hl? "2 Land gezogen, da kannte H^ beobachtete das Wieder- ?V. °n ho! glühen der Blumen, am Zuge bes Windes; tagsüber ?> die ^ N°cht?e°rologischm Verhältnisse, und in > m?ung d " ^°"s Foster, «m deu Gang u^e^^nV" GesUrne zu verfolgen. Neben > ^arlt ^lten versäumte er keinen Tag, > ^ d d«?."'W'. "w si« auch hier °!"l>«,,"^ zu ,?^°"' der Gartencnltur und ^ >P ^h n.^"chten. Aengstlichen Blickes ?'' ' '"'w a^"'3 °"f die roßen Mengen ^ »t. diele N'' d'e zum Verkaufe gebracht !w^3 I5en. k'° seltene Pfl<,,,z«. ^M der Aus- 7,' ?Ue zu Deschmann auch per- "ter. l'z "^gesehen von seinem ehrlichen. ' "lm oft gemüthlichen, dem Humor zugänglichen Wesen, seiue glänzende Gabe, auf andere geistig anregend zu wirken. Diese Gabe haben die Mitglieder des Alpenvereines zu beobachten und auszunützen wohl am meisten Gelegenheit gehabt. Er wusste jeder Sache eine belebende Seite abzugewinnen, ohne jemals aufdringlich zu werden oder in den Präceptor-ton zu verfallen; er wusste Rath für jedermann: fur den Botaniker, den Mineralogen, den Geologen wie für den Touristen und den Ethnographen oder den bloßen Naturschwärmer. So wirkte er befruchtend und anregend nach allen Seiten und — um neben vlelem anderen nur eines hervorzuheben — hätte Deschmann die wunderherrliche Sage vom Ilatorog nicht ent« deckt, würden wir Baumbachs schöne Dichtung nlcht besitzen. Wie sehr Deschmann der Förderung alpiner Zwecke zugethan war, mag daraus entnommen werden, dass derselbe sich bereits an den Vorarbeiten zur Gründung des österreichischen Alpenvercines im Jahre 1862 be» theiligte und dann ein treues Mitglied desselben blieb bis zu seinem Tode. Außer deu genannten glänzenden Eigenschaften will ich noch seiner edlen Bescheidenheit gedenken; jede Selbstübrrhebung war ihm fremd, er war stets geneigt, fremdes Verdienst anzuerkennen, und jedem, der lym m seinem Wirken unterstützte, war er dankbar. Em schönes Beispiel hiefür fiuden wir in den. Danke, den er seinem, ihn bei s,,inen Forschungen so erfolgreich unterstützenden Präparator Schulz am Todteubctte Mi. zitternder Hand niederschrieb. Er schreibt: «Dcm treuen, unverdrossenen Mithelfer Schulz spreche ich memen wärmsten Dank aus für die vielseitig gelungene Mitwirkung, insbesondere für die prähistorischen Nachgra- bungen, dann für das geschmackvolle Arrangement der Rudolfinum-Sammlungen aus.» So schrieb er am 10. März, und in der folgenden Nacht starb er. In der That kann Herr Schulz diesen Dank des Sterbenden als ein theures und ehrenvolles Vermächtnis mit Stolz und innerster Befriedigung be« wahren. Diefes reichbewegte Leben, dieses von Erfolg zu Erfolg eilende Wirken Deschmanns konnte nicht ohne tiefen Eindruck bleiben, sein öffentliches Wirken in sturmbewegter Zeit mitten in politischen und natio» nalen Kämpfen hat. wie es im politischen Leben nicht zu vermeiden, dem Manne viele Kränluugen bereitet, aber seine wissenschaftliche Bedeutung, seine specielle Bedeutung für Krain haben selbst seine Gegner zu. gegeben. Beweis dessen das große Leichenbegängnis, welchem sich alle Schichten und alle Kreise der Bevölkerung angeschlossen haben, die Berge prächtiger Blumen, die auf seiu Grab niedergelegt wurden. Wahrhaft erhebend waren die zahlreichen, ehrenvollen Bei» leidsschreiben von nah und fern, aus Wien und allen österreichischen Sectionen u'id aus Deutfchland, welche der Section zugekommen sind. Aber auch im Leben noch wurden ihm Ehre und Anerkennung zutheil. Galt die Verleihung des Ordens drr Eisernen Krone durch Se. Majestät, seine Entsendung in drn Reichsrath, in den Landtag, in den Landes Ausschuss nnd in die Gemeindcrathsstnbe. seine Wahl zum Bürge» meistcr von Laibach (1871 bis 1873) d^m politischen Wirken des Mannes, so galt seine Erneu-nung zum Mitglicde der zoologisch botanischen Gesellschaft, der k. k. geologischen Reichsanstalt, der meteorologischen Gesellschaft' in Wien und in vielen anderen wissenschaftlichen Vereimn seinen wisftnschaftlichen V?r< l'lltbllchcr Zeitung 3tt. 8^. 694 12. Apnl^. Zu i? 49 verlangt Abgeordneter Türk unter Gelächter des Hauses das Wort, der nach einer Bemerkung darüber, dass sich semitische Jünglinge der Wehrpflicht entziehen, auf das deutsch - österreichische Vündnis zu sprechen kommt. «Wenn man sieht,» sagt Redner, «wie viele Saulusse auf der rechten Seite des Hauses auf einmal zu Paulufsen werden, und wie sich Czcchen und Polen auf einmal für die deutsch - österreichische Allianz begeistern, so muss man zu der Ueberzeugung kommen, dass nicht Liebe, sondern nur momentanes Interesse diese Herren dazu bewegt. Ich aber kann nicht umhin, meine Meinung dahin zu äußern: Gott behüte Deutschland davor, dass es einmal darauf angewiesen sei, von Oesterreich Hilfe zu bekommen, denn es würde nur sehr laxe oder gar keine Hilfe von Oesterreich bekommen » Lebhafter Widerspruch im ganzen Hause. Stürmische Bewegung. Allgemeine Rufe der Entrüstung. Die Abgeordneten stürzeu auf Türl zu und protestieren heftig. Abg. v. Plener: Ich möchte Wünschen, dass durch den Landesvertheidigungs - Minister solchen Aeußerungen entgegengetreten werde, wie wir sie eben gehört. Diese Herren benutzen jede Gelegenheit, um Oesterreich, den Staat und sein Ansehen auf das allerempfindlichste dem Auslande gegenüber herabzusetzen. Diese Herren benutzen jede Gelegenheit, um Deutschland ihre Sympathien zu bezeigen, und dabei setzen sie den Verbündeten Deutschlands, Oesterreich, systematisch herunter und wollen Oesterreich im seinem Ansehen nach außen erniedrigen. (Beifall.) Es fft mehr als beklagenswert, wenn sogenannte deutsch-nationale Abgeordnete das deutsch-österreichische Bündnis hier in so verächtlicher Weise behandeln und herabsetzen. (Beifall.) Landesvertheidigungs - Minister Graf Welsers-heimb: Hohes Haus! Ich hatte bereits einmal Gelegenheit, mich mit der unpatriotischen Haltung des Abgeordneten Türl zu beschäftigen. Ich habe damals gesagt: «Nichtswürdig ist das Voll, das nicht alles setzt an seine Ehre,» und ich habe es damals bedauert, dass sich in diesem Hause Stimmen finden, welche systematisch das Selbstgefühl und die Selbstachtung, die sie uns, unserem Reiche und Volke schuldig sind, heruntersetzen. Ich habe gehofft und gedacht, dass damit genug geschehen sei; denn auf solche Ausführungen einzugehen, scheint mir in gewissem Maße wirklich unter der eigenen Würde zu sein. (Lebhafter Beifall,) In diesem Hause bedarf es wirklich nicht erst des Beweises des Patriotismus mit Worten, und ich war gerade anlässlich der Wehrdebatte in der Lage, nicht meine Anschauungen allein in diesem Hause auszusprechen, sondern die Anschauung über die patriotische Haltung des ganzen Hauses, welche allgemein getheilt wurde. Ich kann dem Vorredner nur danken, dass er die Gelegenheit ergriff, in dieser Beziehung die Gesinnungen klar auszusprechen, die gewifs von allen Seiten des Hauses getheilt werden. Gegenüber diesen kräftigen Worten habe ich vom Standpunkte der Regierung nicht mehr nothwendig, einzutreten. Ich kann mich ihnen nur anschließen, sie freudigst begrüßen und damit die Sache hier im Hause als abgethan erachten. (Bravo!) Abg. Dr. R i eg er: Es ist von unserer Seite schon wiederholt der Ueberzeugung Ausdruck gegeben worden, dass wir, die verschiedenen Völker dieses Reiches, in seinem Fortbcstande und seiner Kraft die Bedingungen unserer Existenz erblicken. Ebenso haben wir es gebilligt, dass Oesterreich sich in friedlichem und freundschaftlichem Verdiensten. Ihm zu Ebren hat Constantin von Ettings-hausen ein in den Pflanzenreichen Mergelschichten von Sagor vorkommendes Fossil mit dem Namen ^ini5 l)6«(?limanni und Professur Kerner eine von Desch-mann Hierlands entdeckte Composite mit dem Namen l^ata^ito» l)6«ekmanni bezeichnet, und die Section «Kram» des deutschen und österreichischen Alpenvercines erfüllte eine Ehrenpflicht, als sie trotz des uns allen noch erinnerlichen liebenswürdigen und bescheidenen Sträubens Deschmanns das Schutzhaus auf dem Tri' glav ihrem verehrten Obmanne zu Ehren «Karl Desch-manns-Hütte» benannte. Nun habe ich es versucht, Ihnen noch einmal das liebe Vild unseres theuren Hingeschiedenen Freundes vor die Seele zu führen, — freilich befand ich mich hiebei in der Lage eines Mannes, der zeichnen soll, ohne des Zeichnens kundig zu sein. Aber Deschmanns Vild steht ja so lebhaft vor uns, dass Sie sich alles das, was ich nicht erwähnt, selbst ergänzen können. Füllen Sie die Umrisse, die ich gezogen, mit den Details ihrer Erinnerungen aus, und Deschmanns Andenken steht in seiner ganzen Größe und Bedeutung vor uns. Wir aber wollen sein Andenken für immer in uns tragen, wir wollen in seinem Geiste und in seinem Sinne fortwirken zur Ehre unseres theuren Heimatlandes Krain. und jeder von uns soll bestrebt sein, nach seinen Kräften dahin zu wirken, um die Lücken, ja um den Abgrund, den Deschmanns Tod hinterließ, durch neue Arbeiten in seinem Geiste auszufüllen. Sein Name bleibt für immer unvergessen, möge auch sein Geist in uns fortwirken und fortleben! Hältnisse zu Deutschland befinde, weil wir darin eine Ga« ranlie des Friedens für ganz Europa erblicken. Ich glaube, dass Aeußerungen, wie sie heute gefallen sind, sich von selbst richten. (Beifall rechts.) Wir werden unseren Weg weiter gehen und alles aufbieten, um dieses Völlerreich in voller Kraft zu erhalten. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Ritter von Iaworski: Es ist zu bedauern, dass bei der gehobenen Stimmung des ganzen Hauses in dieser für Oesterreich so hochwichtigen Angelegenheit eine Stimme der Dissonanz sich geäußert hat. Abg. Prinz Liechtenstein: Die Zurechtweisung, die seitens des Vorredners dem Abgeordneten Turk zutheil geworden ist, würde vollkommen genügen. Allein ich glaube, dass unsere Partei, die Deutsch-Consrrvativen, diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen könne, ohne laut zu protestieren gegen die unpatriotischen Worte, die wir soeben vernommen. Ich glaubr, dass es keine Partei in Oesterreich gibt, welche solche Worte anders als mit der grüßten Entrüstung aufnehmen wird. Abg. Engel erklärt, dass er und seine Gesinnungsgenossen, da ihre Abänderuugs-antrage in Bezug auf die EinjährigFreiwilligen nicht berücksichtigt wurden, gegen das Gesetz stimmen werden. Abg. Graf Coronini: Ich will auch nicht den mindesten Zweifel darüber aufkommen lassen, dass das Wort des Abgeordneten Türk uns ebenso auf das höchste entrüstet und erzürnt hat, wie alle übrigen Parteien des Hauses. Unser Programm ist die Hochhaltung der österreichischen Fahne, und diesem Programme bleiben wir treu. (Beifall.) Abg. Graf Hohenwart: Wenn ich in diefer Angelegenheit das Wort ergreife, fo geschieht es nur deshalb, damit constatiert werde, dass sich in diesem hohen Hause keine Fraction befindet, die nicht durch die Worte des Abgeordneten Türk in die größte Entrüstung versetzt worden wäre. (Beifall.) Abg. Stein Wender erklärt, er wolle für feine Fraction nicht zurückbleiben und nur sagen, dass er gerade vom deutsch-nationalen Standpunkte aus solche Aeußerungen missbillige. (Bravo.) Abg. Fiegl erklärt, dass die Worte des Abgeordneten Türk nur eine persönliche Meinungsäußerung waren und nicht im Namen des Verbandes gesprochen wurden. «Ich selbst,» sagte Fiegl, «habe im Jahre 1800 auf dem Schlachtfeld? gekämpft und verwahre mich gegen eine solche Verallgemeinerung, wie sie auf der Linken beliebt wurde.» Abg. Türk (großer Lärm) erklärt, er habt» nicht die Armee beleidigt. (Nufe links: O ja!) Abg. Türk fährt fort und behauptet, die Polen und Czechen vertreten kein dynastisches, sondern ein slavisches Interesse. Präsident Dr. Smolka unterbricht wiederholt den Redner. Berichterstatter Gras Kin sky erklärt, es hat sich der schöne österreichische Patriotismus, welcher in diesem Hause herrscht, in der glänzendsten Weise bewährt. Sogar die eigenen Gesinnungsgenossen Türks hätten seine Aeuße» rungen als ihren Ansichten nicht entsprechend bezeichnet. Er könne mit den Worten schließen: Gott sei Dank, dass im österreichischen Parlament es eben nur Eine Stimme gibt, welche sich in solcher Weise äußert! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) tz 49 wurde hierauf angenommen und die Abänderungen des Wchrgesetzes auch in dritter Lesung mit der erforderlichen Zwcidrittel-Majorität beschlossen. Ueber den weiteren Verlauf der Sitzung ist zu melden: Der Abgeordnete Pfarrer Franz Weber theilte in einer Zuschrift mit, dass er sein Reichsrathsmandat niederlege. Der Iustizminister legte einen Gesetzentwurf, betreffend die Einstellung der Wirksamkeit der Geschwornengerichte für den Krcisgerichtssprengel Cattaro in Dal» matien, vor. Die Vorlage wurde dem Strafgesetz-Ausschüsse zugewiesen. Das Haus setzte hierauf die Debatte über das Budget bei Titel «Postsparcassenamt» fort. Auf eine bezügliche Befchwerde Hall wichs erwiderte der Handelsminister, dass das Wiener Amtsgebäude der Postsparcasse in sanitärer Hinsicht sehr vortheilhaft ausgestattet fei. Dr. Pattai sprach sich gegen das Cartell der Oesterreichisch-ungarischen Bank mit der Postsftarcasfc aus. Er bedauerte, dass die Regierung von Geldmächten abhänge, die ihren Sitz zum Theile außerhalb des Reiches haben, ja international seien. Handelsminister Bacquehem bemerkte, dass der gegenseitige Verkehr zwischen der Oesterreichisch-ungarischen Bank und der Postsftarcasse ohne jede Vereinbarung stattfand. Als sich jedoch Uebelstände ergaben, sei von der Postsparcasse rein nur zur manipulative« Durchführung eine Vereinbarung mit der Bank getroffen worden, die aber der Bank abfolut keine ausnahmsweise Begünstigung gewährt. Die Postsparcasse habe ihre Selbständig, keit nicht aufgegeben und habe keine Nachtheile dabei. Abg. Neuwirth polemisierte in wirksamer Weise gegen Pattai. Das Uebereinkommen mit der Bank sei nicht ein Cartell, sondern eine ganz erlaubte Vereinbarung zur Erleichterung des beiderseitigen Gcschäftsuerkehres. Nach dem Schlussworte des Refe-rnten Dr. Fanderlik wurde Titel «Postsparcasse» angenommen. Das Haus accep< tierte hierauf mit einer von Dr. Herbst beantragten Modification in zweiter und dritter Lesung die Vorlage, betreffend den Bau der Eisenbahn Iaslo-Nzeszow. Bei Titel «Staatsbahnen» wünschte Abgeordneter Reicher den Ausbau der Bahn Unter«Drauburg-Wolfs-berg in Verbindung mit der Rudolfbahn und eine Staats« Unterstützung für die Murbodenbahn. Abg. suklje er« örterte die Nothwendigkeit des Ausbaues b""« ^ Bahn und hofft, dass der Herr Minister oie,^ ^ welche eine Lebensfrage für das Land se>, ^» Vorlage im uächsten Jahre zur Erled'M ^ werde. (Beifall rechts.) Hierauf wurde die «^ abgebrochen. n^i?rM""' In der Abcndsitzung überreichte die M'r ^ Vorlage, betreffend die Linderung des ^°I^te ^ mehreren Ländern. Hierauf wurde die BMeto '^^ Titel «Staatsbahnbau» fortgesetzt. Dr. K°l°>" ^. beantragte eine Resolution: Die Regierung w ^, gend aufgefordert, der projectierten sch"'^?l.M zü' bahn Radkersburg-Luttenbcrg ihre M"e«I° ^ ^ zuwenden fowie deren ehemöglichen Bau dllrcy ^. sprechende Subventionierung zu fördern "^Mt b" lichen. Dr. Heilsberg verwies auf die mit allen gegen 8 Stimmen angelwmm^ ^ M das Wchrgesetz in der diesseitigen AWürk^. qiltig erledigt. Der deutsch-nationale "0u.^ hie»' seiner aufdringlichen ä'tlderungrn gesprochen und hiebei die ^ . hB merkung' gemacht, Oott beschütze DeuW ^!, jemals auf österreichische Hilfe angewie," ^ le>, Hilfe wäre jedenfalls eine sehr laue ^ s Diese freche Aeußerung rief einen S"^ M^ rüstung im Hause hervor, wie wir '9' ^j ^!Z uetenhause noch nicht erlebt haben, o .^ M Dr. v. Plener, welcher des ganzen Hauses die Aeußerung Tur 2 ^. ^M schiedenste zurückwies. Sodann erhob N^ ,M vertheidigungs-Minister Graf WelserM ^M Herrn Türk als «abgethan» bezeichnete. " ^!«', griffen sämmtliche Club-Obmänner: ^^Wl"' "^ u. Iavoröki, Prinz Liechtenstein. G"'^rt. B K, hohenwmt und Dr. Stemmender oas "^ M,i> ^ die unpatriotische Aeußerung M?s ?" B ^ Auch Herr Fiegl, Gesinnuugsgenosse ^" .^ er ^ gedrungen. Herrn Tttrk zu desavouier ', ^5 ^ merkte/ dass Türl diese Aeußerulist M^ ^,,M^ Parteiverbandes gemacht habe.^Da ^<^ Unmöglichkeit herausgestellt hat, das «MU ^^H fertig zu briuqen. wurde in einer Confer^ ^ ,. sident Dr. Smolka mit den Obmannr ^e, ,^ hatte, vereinbart, dass die Sitzungen ^ ^. finden werden. Die Delegationswayttn ^ "^ü der Nachsession. welche mit Riickstcht " '^ge<^ likentag erst am 2. Mai beginnen p"^ «"UV werdm. Zu Vegiun der Sitzung w» ^ M ^ dass Abg. Webers dessen Maßregelung M"^! nültzer fürsterzbischöfliche Ordinariat ^h^ des Antrages Heinrich bildet, seM "«" ,^ niedergelegt hat. c^ffentl'^^ (Verleihung des ^../'^6^ rechtes.) Der Minister hat dem mit dem fürstbischofl'che" ^ M ° he« semiuare 'Caroliuum-AugustineuM' Ai"l F^' denen Untrrgymnasium vom ^'ten^ffH^ Schuljahres 1888/89 angefangen oa» ^M recht auf die Dauer der Erfüllung ^ ^ stimmunaen verliehen. . O« ve"" ^M (Abgeordneter Olmützer fürsterzbischöfliche Cm's'st"" n d" U ^ q/qe» den Abg Pfarrer Weber w^" ^cg lichung der Briefe des Cardinal» u ^ w Disciplinarverfahren einleiten. .«> nahl"^" (Der setzentwurf. betreffend tionsablösung in Galizien und ^ . ljh.) ^Zb . Versammlung der "<^ mischen Großgrundbesitzes, in ""9" ^ " . servatwen angebotene Wahlcompro" ^ « gelangen wird. findet am 2«. ^'l ^„e ^ ^ (Das ungarische Ab g e ^ ge d beschloss in der Angelegenhel H ^F ' Antrage des ..„. Ansuchen des Budapester SlraM " ^ 9^,, geben uud Rohouczy auszullck". i,c ^ (Die kroatische Reg 'AhMH^t tation) hat in der vorgestrig"^ ^ debatte über das Nuntium beenve». ^°il»lchtt Zeitung Nr. 84. 695 1?. April M9. m <_____________________________________________________________ l°nd di/"^'" wesentliche Veränderungen. Gestern ^ion.v'Fbung ^°", '" welcher die endgiltige °e» ^iunllums vorgenommen wurde. öliger/'!!1'«Z^ Neich.) Der Berliner «Reichs-^ ^tien«? ^""^^ bie bereits gemeldete Entlassnnq ^en2 ,'?^^ ^ronsart v. Schellendorf und die ^ du m ^^erneurs von Straßburg, Generals ^MiiMeri^i^/'. leinem Nachfolger. Der neue Mttt »^ './^'^ geboren und gilt als ein hoch-bnilth d w !?""U gebildeter Militär. - Vorgestern ^bot de m 7.^ ^chwkrde. Commission ilber das fitling» f,'g m ^tuua.'- Die Meldung der «Kreuz-tüht. obal^ ?b" sei aufgehoben wurden, ist ver-^iitaH'? Aushebung des Verbotes in par« """et H politischen Kreisen allgemein er- M. fM>^"bien.) Wie man aus Belgrad " Belchl,s« 5" .vorgestern stattgehabte Miuisterrath ?^breiH., ^ )" Gemäftheit der neuen Verfassnng ^'Astell n ^'^rntwikfe längstens bis Ende Mai ^ vorael^ "'^ dieselben rechtzeitig dem Staats-Mister lver?. ?"^" können. Die betreffenden Ressort-sseheil, wel^ ^" '" "ächster Zeit Fachcommissioucn Mt in A"^.u"e Ausarbeitung dieser Gesetzentwürfe (Auz ^ "^""" sollen. sstn beriet^^""^slschen Kammer.) Vor- Mren d»«>- französische Kammer das Process- ??^3 tvar «,« ^^ °'^ Ausnahmsgerichtshof. Der Men Prnl". Dinglich erklärt worden. Unter stür- ftrog s^ , "fen der Linken erklärt Delafosse. der i>e PM H-^Wng der Justiz. Der Senat 3 unpatt 3 Versammlung; derselbe könne daher "er beider 3 ^?'. ^ Linke protestiert lebhaft 2 ^lafoss/ 2 m ^lt'gen Zurufen. «Weisen Sie.. Mren G:''' 'Äoulanger vor die Geschwornen, so ?." eine K^" ^"s"z eine Ausschreitung und dem 3>lana?K/' ^^ ^'^' applaudierte, die der Debatte. Unter heftigen N" 242 S^"oe der Schluss der Debatte mit 253 z^lN'Men h!?!'! "^gesprochen nnd mit 321 gegen Men. I 5 7'chlossen. ^ ^.^ Special-Debatte ein- UU "it 310 '^ben wurde das gesummte Gesetz end-'""3 schlnss ^" ^^ Stimmen angenommen. Die ., (C^ ' "" '" Uhr nachts. I^Zare!!"'"" an Polen.) Ans Veranlas. tM^ncess n"° !°llen im Königreiche Polen bedeu-V 'ft nwv °" die Polen gewählt werden. Graf Concessionen: so viel soll ^'Mling f«"' das« ,m Ministerium eine eigene s!i^ in deren m "?^S.enhciten der Polen creiert l"°"Nt jft. "en Vorstand Markgraf Wielopolski be. ^!>^^V ° " d " nd die Uni 0 nsstaaten) st^". da z w^"^°us Washington: Bismarck Deutschland noch die Unions- "a« Kri Hj^ Ergebnisses der Berliner Con- ' ^lain ?V?' ?der Truppen vor Samoa ver. si»t> ^uxemb ^ einverstanden. id ^geste^ :" l!.Z) Alle Luxembnrger Zeitungen ^eMell der 3. ""gierten Festnummern erschienen. ^Vt H ^ "°" ^°^" '" der herzlichsten Tagesneuigteiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Linzer Zeitung» meldet, dem oberösterreichischen Volks, bildungsvcreine in Linz zur Anschaffung approbierter Lehrmittel für Volksschulen 100 st. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Klagenfurter Z'itnng meldet, dem Kirchenbau-Comitö in Kammerring zur Kirchenrestaurierung 150 fl. zu spenden geruht. — (Schloss Mayerling.) Wie aus Wien berichtet wird. ist nunmehr die zukünftige Bestimmung des Schlosses Mayerling entschieden worden. Nach einer Bestimmung Sr. Majestät des Kaisers wird das Schlossgebäude selbst einer Niederlassung der Carmelilerinnen zum Eigenthum übergeben werden; das Sterbezimmer des Kronprinzen Rudolf wird eine fiir immer geweihte Stätte bleiben und in eine Kapelle umgestaltet werden. Die anderen ziemlich ausgedehnten Baulichkeiten des Schlosses, wie Wirtschaftsgebäude «.. sind der hochherzigen Verfügung des Kaisers zufolge humanitären Zwecken gewidmet nud werden nach entsprechendem Umbau erwerbs-unfähigen Personen aus dem Wiener Walde zum Ans« enthalte dienen. Die Adaptierungspläne werden eben ausgearbeitet. — (Zur anarchistischen Bewegung in Körnten.) Vorgestern ist in Friesach der Schneider-geselle Josef Klamta aus Böhmen unler der Anklage des Hochverrathes verhaftet und dem Strafgerichte in Klagenfurt eingeliefert worden. Klamta wurde einer Leibes-und Effectendurchsuchung unterzogen und in dessen Besitz eine staatsfeindliche Flugschrift vorgefunden, welche er von einem Kameraden, als er noch in Klagenfurt arbeitete, erhallen haben will. Auffallend ist es, dass die anarchistische Bewegung in Villach ebenfalls im Kreise der Schneidergehilfen entstanden ist. — (Ein merkwürdiger Ehescheidungs-process) schwebt der «Constanzer Zeitung» zufolge gegenwärtig bei dem dortigen Landgericht. Derselbe richtet sich gegen den samoanischcn Minister Brande is. dcr früher Officier in der badischen Armee und eine Zeitlang in Stockach ansässig war, und geht von der aus Freiburg gebürtigen und dort wohnenden Frau des Brandeis aus. Die Anklage wurde dem Beklagten nach Apia zugestellt. Brandeis ist nicht nur Minister des Königs Tamasese, sondern auch dessen Schwiegersohn; da auf Samoa wenigstens äußerlich das Christenthum herrscht, so ist die Ehe jedenfalls vor einem christlichen Geistlichen geschlossen, und läge somit ein Fall von Bigamie vor. Arandeis istübrigens aus der Reise nach Berlin begriffen, wo er persönlich Bericht erstatten soll. — (Stanley undEm inPascha.) In Brüssel ist ein Telegramm aus Zanzibar via Malta vom 8. d. M. eingelaufen, welches meldet: Das Gerücht von dem Marsche Stanley's und Emin Pascha's in der Richtung von Zanzibar ist vollständig unbegründet; bisher liegt weder darüber noch über sonstige Bewegungen Stan-ley's irgend welche Meldung vor. — (Ein Zwischenfall an der serbischen Grenze.) Vor einigen Tagen haben bei dem Grenzdorfe Brnjica österreichisch-ungarische Grenzwächter auf mehrere serbische Unterthanen, die sich aus einer Barle auf der Donau befanden, geschossen, wobei jedoch niemand verwundet wurde. Die serbische Regierung reclamierte wegen dieses Vorfalles, welchem keinerlei politische Be» deutung beigemessen wird. — (Die freiwillige Feuerwehr von Klagenfurt) begeht am 2!). Juni ihr 25jähriges Gründungsfest mit folgendem Programm: Vormittags Delegiertenversammlung; 2 Uhr nachmittags Schauübung und Vorführung der Dampfsprihe; Z Uhr Commers, wozu die in Freundschaft mit der Feuerwehr verbundenen Vereine eingeladen sind. — (Unfall auf der Rennbahn.) Wie aus Berlin gemeldet wird, ist der bekannte Herrenreiter Graf Heinrich Dohna beim Hindernisrennen in Westend so unglücklich gestürzt, dass er schwere Verletzungen erlitt und an seinem Aufkommen gezweifelt wird. — (Verhafteter Banlnotenfälscher.) Im Dorfe Feregyhaza bei Temesvar wurde ein Banknoten^ falscher Namens Constantin Pordan verhaftet. An 19.NN0 Gulden falscher Zehner - Noten wurden bei ihm vorgefunden. — (Zu guter Letzt.) «Sag, Hänschen, welche Schulstunde macht dir am meisten Vergnügen?» — Hänschen: «Die Gesangsstunde!» — Onkel: «Sieh einmal! Und weshalb denn?» — Hänschen: «Von der bin ich dispensiert!» Local- und Provinzial-Nachrichten. Die Levstik-Fcier der «LiovsuiH».» Wien, 7. Aftnl. i Am Montag, den 1. April, versammelte der akademische Verein «8Iovoui^» in Wien in den Festlocalitäten des Hotels «Goldenes Kreuz», VI.. Mariahilferstrahe 99, die Elite der slovenischen Ansiedlung in Wien, und hatte auch die Ehre. hervorragende Vertreter anderer, besonders ! slavischer Nationen zu begrüßen. Der akademische Verein «Kiovom^H» veranstaltete nämlich eine Festfeier zur Er» innerung an sein verstorbenes Ehrenmitglied Franz Lev-st ik. Der Name des Dichters, die allgemeinen Sympathien, deren sich der Verein namentlich bei der slavi« schen Bevölkerung Wiens erfreut, sowie ein trefflich gewähltes Programm hatten die geräumigen Localitäten vollgefüllt. Unter den zahlreichen Gästen bemerkten wir die Neichsrathsabgeordneten Sawczinsli, Rozwa» dowski.Sczepanowski, Iahn, «Aindlrr, Dr. Napp, Dr. Kathrein, lZuklje. Dr. Ferjancic, Pfeifer, den Universitätsprofefsor Hosrath Dr. V. Ja-gic. den Ministerialrath A. Levicnil und viele andere Honoratioren; ferner fanden sich ein Vertreter der Vereine «8lovu.u8kä, doguäH», «ttlovaiikku pvvullo dru^vo», «8IossH»» «Assoäa», der akademifchen Vereine «Avuuimir», «/01a». «^.llal!olmck.v spololl». Nachdem der Präfes des Vereines, 8w1. ^'iir. Ra-boslavPipus, die Gäste mit einer kurzen Ansprache begrüßt hatte, begann das Concert mit dem Sattner-schen Chore «55» äom moä dojm xrom». Unter der Leitung des Ehrenchormcisters Herrn Jan I i r 1 k zeigte der Chor, der fast ausschließlich aus Vereinsmitgliebern bestand, dass die Sänger der «8Iovom>» den guten Ruf, welchen sie bei allen Wiener Slaven genießen, in vollem Maße verdienen. Großes Verdienst gebürt dabei namentlich dem Chormeister, der die Sänger stets zu begeistern H >, 9?" der x^'Kn? Ihr Blick scheint nur ver- des letzten Actes stand sie ö">gl 'selche je« 'm l? ^ direct in die Loge sehen '.U ^deckte il,l°" '""^"' und ich bin über-^ln^n dies '^?G°tten!. lli>ht; H,W zu verbergen, was in ihrem ^lll/Z chten^kann Sle versichern, dass. we»n ^ ^'V"ngen h^" 2^"' h°t, sie einen tödtlichen V^ache ^'eg; er wagte seiner Besorgnis. 'He "^de. nicht Ansdrück zu ver. !i>^ z'U'Ne^ l"?" wird,- sagte er sich. "ich t. ' uild ^e ^"'i sie muss mir dicWahr-^e». s^enn sie sich verzweifelt fühlt, so ' ""szuricht,!,.. Der Act gieng zu Ende. Die Darsteller und Darstellerinnen belebten das Foyer, doch niemand kam, um d'Artige und Andrea zu Bianca Monti zu rufen. Die beiden befanden sich wie auf Kohlen, und die Secunden wurden ihnen zur Ewigkeit; alles war für den vierten Act hergerichtet, man sah auf der Bühne das Zimmer Julia's, vom matten Licht des Tages beleuchtet, dann die Gallerte vom Palais des alten Capuletti, der feine Tochter feinem Günstling vermählen will; diese aber gibt an. den Tod vorzuziehen, trinkt jedoch anstatt des Giftes eine Narkose, welche Pater Lorenz ihr bereitet hat. Sie stirbt nicht, sondern schläft nur ein, um im folgenden Acte zu erwachen und sich mit dem Dolche Romeo's zu todten, der die Thorheit begangen hat. stch an ihrem Sarg das Leben zu nehmen, weil er sie für todt hielt. . Dieses unromantische Ende konnte einen noch tragischeren Abschluss finden, wenn die Sängerin auf den Einfall gerieth. sich in Wirklichkeit zu todten; emst-weilen dachte aber d'Artige nicht an eine solche Möglichkeit; sein ganzes Streben war nur darauf gerichtet. Frau von Listrac zu sehen, ehe sie wieder auf die Bühne gieng. Endlich meldete ihm ein Theaterdlener. dass die Diva ihn zu sprechen verlauge. und von Andrea a/folgt. eilte er zu ihr. ' Sie war allem Auschein nach sehr ruhig, aber trotz der Schminke, welche sie aufgetragen hatte, sah man, wie bleich sie war. , ^.. ., «Ich habe Ench warten lassen.» sprach ste mit sanftem Lächeln. «Verzeiht mir, wie Ihr nur auch «öffentlich verzeihen würdet, wenn ich Ench cm ernstes Leid zufügte. Der Moment ist sw'rlich, denn dieser Act eigentlich entscheidet erst. ob meine Rückkehr zmn Theater ein Triumph oder nur ein mäßiger Erfolg ist. Ich bedürfte der Zeit, um mich zu sammeln; jetzt erübrigt mir nur mehr die Bitte, Ihr möget für mich beten!» «Für dich beten. Tante?« rief das junge Mädchen. «Man betet doch nur für Todte und Sterbende!» «Ihr werdet beten, dass das Publicum mich mit Blumen überschütte. Ich habe einen ganz neuen Effect herausgefunden, und ich hoffe, dafs derselbe Anerkennung finden wird.» «Madame, der Vorhang geht in die Höhe,» mahnte der Regisseur. «Hier bin ich.» entgegnete die Diva und verließ mit einem Händedruck ihre Freunde. «Wie sonderbar die Tante gesprochen hat,» bemerkte Andrea zu d'Artige. «Es ist dies nicht überraschend, wenn sie ihren Gatten gesehen hat; der Moment, sie zu trösten, wäre schlecht gewählt; wir wollen, wenn die Vorstellung zu Ende ist. offen mit ihr reden.» «Entfernt Euch nicht, während ich das nächste Duo singe,» rief Viama Monti, nochmals zurückkehrend, ihren Freunden zu; «ich habe dann einige Minuten Pause, und wir werden in der Coulisse ein paar Worte wechseln können. Auf Wiedersehen!» Sie eilte nun auf die Scene nnd nahm die Stelle ein, welche ihr zugewiesen war. D'Artige und Andrea hörten sie singen, hörten den rauschenden Applaus, mit dem das Publicnm ihre nnd Romeo's Leistung entgegennahm und welche die beiden zwang, das Duo zu wieder« holen. Andrea und ihr Verlobter vermochten sich böser Vorahnung nicht zu erwehren. (Fort^chnng solgt.) üaibachcr Zeitung Nr. 84. 696 12. AprilM^ und für die freudigste Mitwirlung zu gewinnen versteht. Herr Jan Iint leitet bereits mehr als 20 Jahre die Chöre der «8Iovoni^H», und auch diesmal hat er sich in wahrhaft staunenswerter Weise für den Verein geopfert; dafür wurde er aber auch durch den glänzenden Erfolg belohnt. Nenn obwohl alle drei Chöre — neben P. H. Sattners «Na äam m«ä do^ni From» wurden noch A. Foersters <8Hwo» und A. Nedveds «Vo^aoi u» poti» gesungen — neu waren, wurden sie doch mit solcher Präcision und Exactheit vorgetragen, dass sie stets den stürmischesten Applaus des Publicums hervorriefen. Besonderen Beifall fand das zweite Lied A. Foersters «8HM0.» Männerchor mit Quartett. Nach dem ersten Chore betrat die Bühne der Universitätsdocent Herr Dr. K. (Ztrelelj und sprach über Levstik als Dichter. Er hob namentlich die Präcision hervor, mit welcher Levstit die Charaktere zu zeichnen versteht, betonte die Eleganz und Formvollendung der Sprache und sehte ihn diesbezüglich vor Presiren, dem er jedoch an Gefühl nachstehe, denn Levstik betrachte alles mit nüchternem Verstande, während wir in Presirens Gedichten stets den reinsten und unmittelbarsten Aussluss des menschlichen Herzens finden. Darauf executiertc Herr Vlaho Nudmani Raffs Marsch für Clavier mit solcher Exactheit, dass der dadurch hervorgerufene Applaus nicht früher enden wollte, bis nicht Herr Budmani eine Zugabe spielte. Auch Herr Budmani, der diesmal außer seiner eigenen Programmnummer noch die Begleitung des Herrn We igle in und des Fräuleins Iamnicla gefälligst übernahm, ist in den Wiener slavischen Kreisen wohl bekannt, und zwar sowohl als Componist als insbesondere als Pianist, und der akademische Verein «Liovoni^» hat an ihm stets einen aufrichtigen Freund gefunden. Den Glanzpunkt des Programmes bildeten wohl unbestritten die beiden Basssolo des l. l. Hofopernsängers Ludwig Weiglein, und zwarF. S. Vilhars «kloi-nar» und «kam?» Herr Weiglein, unfer Landsmann und aufrichtiger Freund des Vereines, entzückte mit seinem Vortrage das ganze Publicum, und obwohl dieses von ihm viel erwartete, so übertraf er doch weit alle Erwartungen, und allgemein lautete das Urtheil, dass die beiden Lieder noch niemals so gut gesungen wurden wie diesmal. Allgemeinen Beifall erntete auch I. Maläts «Vonicovg^ odri^kv», Quartett für zwei Violinen, Cello und Clavier. Diefe Programmnummer ist umsomehr hervorzuheben, als sie von Vereinsmitgliedern, und zwar den Herren I. Abram, D. Pogai! ar, O. Deo und dem Mitgliede des kroatischen akademischen Vereines «X vom mir» D. Maset Ritter Nosnadolsti ausgeführt wurde. Die Conservatoristin Fräulein Iamnicla trug die beiden Lieder V. Budmani's «I^ovo^K», junHku» und F. S. Kuhac' «8i-dcu» vor. Mit ihrer klaren und wohl« geschulten Sovranstimme, mit ihrem gefühlvollen Vortrage, mit welchem sie selbst die feinsten Nuancen hervorhob, erntete sie nichtendenwollenden brausenden Beifall und sah sich schließlich genöthigt, noch eine Zugabe zu singen. Der Tamburascheu-Chor bildet bei den Veranstaltungen der «8i0v«n>i2» stets einen willkommenen Programmpunkt. Die lieblichen und zarten Klänge dieser specifisch südslavischen Musik find allgemein beliebt und nicht bloß in den Wiener Gesellschaftskreisen, sondern auch weiter im Norden in Böhmen und Mähren, wohin die Tamburaschen wiederholte Ausflüge machen, bestens bekannt. Das Mitwirken der Tamburaschen gibt übrigens auch Zeugnis von dem innigen und wahrhast brüderlichen Verhältnisse, in welchem die beiden Vereine «Avom-mir» und «81ovou^3,» zueinander stehen. Nach dem Concerte begann die freie Unterhaltung. Der Präses hieß nochmals die Gesellschaft willkommen und verlas die zahlreichen Telegramme, mit welchen sich alle Gaue der Heimat an der Festfeier betheiligten. Be» geisterte Reden wechselten hierauf mit Piccen des Sängerund des Tamburaschen-Chores. Herr (Irä.^ur.Gregorsic lobte das einträchtige und taktvolle Vorgehen unserer Neichsrathsabgeordneten, von deren Wirksamkeit die vielen und langen Reden unserer Gegner, in welchen sich diese mit den slovenischen Angelegenheiten beschäftigen, das beste Zeugnis geben. Reichsrathsabgeordneter Dr. A. Fer-jancic erwiderte, dass er jeden Zwist auf dem politi« schen Gebiete verdamme, und bedauerte den kläglichen Streit zwischen dem «LiovonZki Narad» und dem «81o-vouoc», der sich schließlich über die Grenzen Krains in die übrigen slovenischen Provinzen ausbreiten könnte. Von den übrigen zahlreichen Rednern will ich noch erwähnen: den «wcl. moä. Ianko Nleiweis Ritter von Trsteniäki, welcher auf die mitwirkenden Künstler einen Toast ausbrachte; den swä. Mr. A. Ovigelj, der den akademischen Vereinen zutrank; den Präses des akademischen Vereines «Xvonimir», stuä. moä. Iura-kovi»!, den Präses des akademischen Vereines «Xora», «wä. j>li. Pecanac, den.Vertreter des polnischen Vereines «/^ocla» Val, den Drd. Radoslav Pukl. Nach 3 Uhr früh gieng die Gesellschaft allmählich auseinander voll des Lobes über das Concert der «8!ov ^5' Aeußeres wurde heute amtlich publiciert. ^n ^ck pellation über äußere Politik beantwortend, M .^ ^l Catargi in der Kammer: Neutralität ist d«e ^ ^Ml gegenwärtigen Regierung. Abg. Carp sagte. ^ ^ Neutralität habe keinen Sinu in Kriegszeite'' , ^ langte, dass man die Propaganda der PaM" kämpf?. Lahovary wird morgen antworten. ^ffeiit' Berlin, 11. April. Der Reichsanzelg" " „>o< licht eine Bekanntmachung der ReichscommM'^

" werde stets die Neutralität wahren und ^ Petersburg, 11. April. Verkehrsnum," ist heute gestorben. Die löbliche lrainische Sparcasse '» ^Mc^^ Vereine der Frauen der christlichen Nebe des '," .^ciid"'^ Paul zu «creinszwcckeu den Vetrag per. "'" ' La"! ">' welche hochherzige Spende hicmit der innig!" zum Ansdrulkc gebracht wird. Laibach am 10. April 1889. <,riN^' Sophie Gräfin AuersperS^'1" iN^msuräsidentin. ^^-^-^ Verstorbene. Im Spitale: .<>„criN, ZM Den 5. April. Marjana Peöar, I''>"°/ ?4 3" Marasmus. — Gcrlraud Dolenc, Inwohnei', rasmus. ,^ter ° hghi" Nerichtiguna. Im 5. April Verstorbenen ist das Alter be» "»"« ^ 1" ^ richtigzustellen, dass das Kind 10 Monate u. alt war. ___--------------------------—"^^WbV^- Meteorologilche NeobachtMell^^ ^7^7M7"7^?^g------9^SW. schwaA . lb h""' ^. 11. 2 . N. 727 3 14-0 SW. sclMA 1 ;MeN ^,F U . Ab. 727-6 9-8 ,SW- sch'"«^ ^M. ^ Vormittans ziemlich heiter. "^'"""AasU. A» lung, geringer Regen; abends um !1 "'^ ^ dew ^-^ Mittel der Tcmperatur 10 2°, um 1'^^, -^ ^< Verantwortlicher Redacteur: 3'^^--^^I Weiße Seidenstoffe pr. Meter - glatt m,d gmmstcrt (c'rca 1>> , d<,s ^ versehet roben- ». stückweise Mlo "-^ /slr'H) S'^ ^ Depot <;. ,Idm°«ii»m l°„i«il°n< ^'"ttil,.. « '" ' »««0100.- MW»- >»^"st,CM 'ber IN» l«) 104 . ^"^ '<" "- ^' in «"'>>' L iickp^- '"25 144 75 ^^4»/^^°W. ^50 147 50 Orld Ware Grundentl.-Oblilllltiontn (siii U»l> st, llM.), !»"/» aallzlschr..... 105'-- 105-50 5"/„ mährische...... 109 75 110 75 l>"/l, «rain und Küstenland , . 108 —------- 5°/<, nieder«s<> si, . l25 — 12U— dw, Anlrilie 1«7« , , 107.25 -- «iilebrl, del Swd! G«,z , . 11« — — — «nlshri, b, S!at>!!,e»,e!nb!> Wirn '«5 50 ><>«- - Pram, Anl, b, Swdlssom, Wir» 14«! 75 147 ^ Mrlricha» Anlchl-n vrrlo«, 5."/,. »5 50 W l><> Pfandbritfc - 100 7N 101-10 d»o. » 4"/o . . . 9»'4l» !»»-!»0 bto. Pram. Echuldverschs. »°/n lll» 25 UN 50 Oesl. Hypuihrlsnbanl 10j. 50"/« 101- —-- 0esl. »!,«. «anl verl. 4'/,«/° - !"l"?5 il>!i «5 bell!) » 4"/,, . . 100-20 100 7« drllo 50jül)r. » 4»/„ . . INo-20 100 70 Prioritiits-Oliligationen (sill- 100 sl.). sscrdliianb« Nordbal)» Em. 1»»k 101 — 101-50 Valiz//„ , !<>l-!^ !U! 7,, Veld warr Oeslerr. Ätorbwrstbahn . . . 1U7»010«40 Elaa<«l>ll>)n....... _..,»!,-- Sildlillyn ll 3".»..... I4. l«!,!l'l« Uoll' 40 si. . . Ni'bN «?-- Waldslnn Lulc 20 si..... 4^ 47,.. Wiüdisch («rah Lusl' 2« si. . . ,!(,üs» ,!1-5» Oslo. Lch. d.3"/.,Präm. Lchuld- vt'rsch. d. Vobencrfdltanslal! . 17— iß — Vanl - Actien (per Sliicl), Aüsslo Orsl. Äaul LNü si. l>0<>^E. 127 b« >2« ^ BaulM'rsiu, Wieiiss 100 si, . . 107 5l> 107 75 Ädül-l. Vlüsl. üst. 200 si. L, 40"/,, 2»l l>« 2!»L 50 «lrdl. A,,s>. s. Hand. ». G, Klost, !z»»« li5 2«» 75 (lrebllliaül, NNa. nng. Ä«» si, , !»04l»0 »05 — I>l>pul»«!ba»l, «Na. 200 ft, . ,87 .. 1»»- — lticompl!' G!'s.,Ndrüs>. 5<»<> ft, . 535 — 545 — Wi>» », Cassow,, Winner 2<>nsl, ifts, — 200 — H»lioü!<'l>'»l',, öst. 2u,»j>. ^,,' ^z ,^ , ,,,,, Veld Ware llünderbanl, üsl. 200 si. ll>. . . 23b — 235 2b Oestrrr. Mlgar. Aanl «00 fi. . «>» — 905 — Ullionbanl 200 fi...... 230-85 2»!!,.in, Äal,n 200 ft. 2. 1N8 19» — B«>,,n. ilinrdlml)» 15.0 si. ... 204- - 20.'.-— . Westbahn 200 si.. , . 327 - U2U - Älischtiehrabrr ltis. 500 st. . ^.)20»fi,S. IU4 liN 195 - Dux, Vodeich. (tis, A. 200 si. S. 455 - 4«b - Ferdinand« yiurdb. 1000 st. LM. 2575 2ü«5 (»al.Ca,! Lüdw. Ä. 200 st LU. 2:>7 25 2«»7 5.0 Lcnil', llzer«o>o. Iasjy (tisen- bal», OejeUsch, 20» st. 3. . . 2:>5 50 23«!-— LloydM. »»a.,Ir!es<5>!!0sillVe. 4N1- 405> - Oestrri.i>iordwesll>. 20,» st. Eilb. 1«» 75 184 25 bll>. (III. l!.) «00 st, 3.. . 20« - 208 50 Praa Dnxer ltisenb. 150 st,E!lli. 5125 5» «b Nudulpl, Bal»l! 2l»0 st, Lillier .----------------- Slaa!«l'iscnbal,n 200 st. Silber 24» 75 st. Silber . , . 13«! Lü IN« 75, Süd Aurdd.Nerb, Ä, 200st.llVl. IK4 - 1L45N Tramway Ms,,Wr.,i70fl.ü.W.----------------- » nr»e Wr., Priorität»« Nciien 10« fi...... 100 — INI — U„« l>nIiz.lKsenb.20U st, Silber 1»9>—1»u — Veld Ware Ung. Norbostbahn 20N fi. Silber 1»0 7b 1l»i»!lb Ung.Uestb.(Naabu»laz)z!00fl.V. 187 - 18«' . IndnstricActien (per Btiicl). Vllllges,, Nllg. Oeft. 10« fi. . »«>— »«- -Ggydler tiirsinner Vlauerei «00 st. . , 103 W 104 »0 Monlail Gesell., österr.,alpine 7i 3« 75!»!» Planer Eisen Ink, Ges 200 si, »5.7 — 3«! 5»» Sala.o Ta>j, ^leinlMen 80 ft. j864 — 26« - «Schlöglmülil», Papiers. 200 st. 2»l> - 217- «S!et,rsN!lüI,l»,Papierf u,V.°V. 12S-— :2l> ü0 Irisailrr Nohlenw.-Ne!. 70 ft. . 10« 5« I>»Ä-5U Wafsens. G.,Oes>.il!Wien100fi. 44» -45.2-Wagglm Lelhans«.. Nllg. in Pest 80 ft......... — — ..'-- Wr. Äangesellschaft 100 fi. . . l»-— »l<- Wleneiverger Ziegel Vlltien Ves. l?!«'I»U I»0 - Devisen. Deulsche Plätze...... 5» 85 b»-10 London........ 120 4b 1Ll> 80 Par!«......... 47'7<) «7 75 Valuten. Ducaten........ 5-67 b-l.» 20 Franc« Nlilllr..... »52, »5.^ Deutsche Reichsbnnlnoteii . . 5» 62» 58 9c» Papier Nnbel...... 1 »?„ 1 ?7. Italienische Vanlnole» (100 L) ! 47 55 <" «^