LmlmcherWMtlmg. Nr. 10«. Pränu in? rat ionSP reis: Im itomptolr ganzj. II. li, b,.U'i, ll. 5.5«. ssllr die Zustellung in« Hau« halbj.5l)tt. Mit der Post ,;al>,i. ft. 15, halbj. fl. 7.bü. Mittwoch, ,2. Mai Amtlicher Theil. «Ü?c. k. lmd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Mai d. I. dem Scctionsrathe im Ministerium für Cultus nnd Unter-licht Joseph Iirccek den Titel und Charakter eines Mimstcrialrathcs, dem Ministcrialsccrctär daselbst Dr. ^arl v. Indcrmancr den Titel uud Charakter eines Scctiousrathcs und dem Ministcrialconcipisten Leopold Schulz von Straznieki den Titel und Charakter tines Miuistcrialsccrctärs, sämmtlich taxfrei allcrgnädigst zu verleihen geruht. Hasner m. p. Der Minister für Cultus und Unterricht hat dem Sccretär des österreichischen Muscnms für Kunst und Industrie Dr. Georg Than cine systcmmäßigc Mini-sterilllconcipistenstcllc mit drm ihm durch Allerhöchste Entschließung vom ll. Mai d. I. bei diesem Aulasse allerguädigst verliehenen Titel und Rang eines Miui-sterialsecrctärs und dem Conecptsadjunctcn Anton Frci-hcrrn v. Päumanu eine Ministerialconcipistcnstclle ^'wl «tuwin verliehen. Nichtamtlicher Theil. Preußische Immmlistik in Oesterreich. ..Warr. Wochenschrift" schreibt: Das Bekenntniß ^r schönen Seele des preußischen Staatslcitcrs, wie er versuchen werde, „staatsmännischc Einwirkungen" auf verschiedene Nationalitäten in Oesterreich zu nehmen, bcwahvhcilct sich zuuächst iu deu Opfern, welche er ^'Mgt, nm die Iutcrcsscn Preußens in der öslcrrcichi-!^en Journalistik zn vertreten. Man hat schon manch« Ulal preußische Thaler in deu Spalten österreichischer Kälter auf cislcithanischcm Gebiete klingen hören. Cs ^lrd nun gar nicht verhehlt, daß von jener Seite Eub-^lttionen gezahlt werden, um Organe ans translcitha-'uschcm Gebiete zu erhalten. Diese gebranchcu das Ar-Numcnt, daß das Interesse Uugarns es erheische. Preußens Ausbreitung auf deutschem Gebiete nach Kräften ^ fördern, daß' hicdurch allein das Deutschthnm in Oesterreich ohnmächtig gemacht werden lönnc, daß Prcnßcn ^'^ Nußlands Arnic getrieben wcrdc, wenn mau ihm "lcht gestattet, mit dem Deutschland, welches ihm nicht gehört, abrade so zu wirthschaften, als ob cS ihm ge-^Nc. Diese Organe suchcu die Ä!ähre aufrecht zn cr-^llcn, daß eine politische Gegnerschaft zwischen dem trafen Andrassy und dem Grafen Vcust bestehe, daß jener cbcu so prcußenfreundlich sei, wie dieser ein Gegner der Berliner Politik. Die unabhängigen nnd p.Urio-tischen Organe Ungarns, welche preußische Subventionen zurückweisen, empfinden es hingegen, daß ein aggressives Vorgehen Preußens anf deutschem Gebiete nicht allein einen Todesstoß für Deutsch-Oesterreich, sondern anch für Ungarn iu sich schließt. Wcuu es Preußen gelänge, Hessen nnd Baden, Württemberg und Baicrn in denselben Znstand der Abhängigkeit von sich zu versetzen, wie Sachsen, so wird es kanm möglich sein. die deutschen Crbländcr in Oesterreich vor einem gleichen Schicksale zn schützen. Wenn aber Prcnßcn noch mehr Gebiet, als es heute besitzt, an sich reißen sollte, so würde weder Frankreich noch Nußlaud dies zugeben, ohne Compensation für fich selbst zn begehren. Wien kann nicht eine prcnßischc Stadt werden, ohne daß Prcßbnrg eine russische wird. Rückt die preußische Gewalt bis an die Veitha vor, so stellt sich die russische Macht anf der andern Seite dieses Flusses auf. Ungarn vertheidigt dcmuach nur feine eigene Existenz, indem es für diejenige des Kaiscrlhunis Oesterreich eintritt. Ein selbst-ständigcs Ungarn wäre undenkbar und unmöglich, wenn die österreichischen Länder diesseits der Lcitha ihre Selbst-ständigkcit eingebüßt hätten. 70. Sitzung ics Herrenhauses vom 10. Mai. Auf dcr Ministcrbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister Graf Taaffc Nittcr v. Hafner, Dr. Vrcstcl. Auf der Bank der Rcgicrnngsvertrctcr: Sections-chef Dr. Glaser. Der Präsident, Se. Durchlaucht Fürst Colloredo« Mauusfcld cröffuct die Sitzuug nm 1 l, Uhr W Minuten. Nach Mitthcilnng des Einlaufet und Ucbcrrci-chnng mehrerer Petitionen theilt Ritter von Hye Namens der juridischen Com-Mission mit, daß dieselbe das Gesetz iidcr dic Wirksamkeit der Militärgerichte, um dasselbe uoch in dieser Session erledigen zn können, nach dem abgekürzten Verfahren zn behandeln und auf die nächste Tagesordnung zn setzen bitte. (Angenommen.) Graf K ncfstci n erstattet Bericht über Petitionen. Hofrath Mitlosich verliest den Bericht der Vud-gctcommissiou über die Eröffuuug eines Nachtragserc-dits von 80.000 ft. für das Ministerium für Cnltns nnd Unterricht. Der Gesetzentwurf wird dem Antrage der Commission gemäß ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Es folgt die Berathung des Voltsschulgesetzes, Hofrath U ngcr erstattet den Bericht der Commission, welcher beantragt, das Gesetz in der Fassung des Abgeordnetenhauses nnvcrändert anzunehmen. Fürst Czartoryski: Die Dentung, welche die Ncgicrnng dem § 11, lit. i der Vcrfassuug gebe, werde durch dic vage Fassung allerdings ermöglicht, und wenn anch zum Nachtheile der Autonomie der Königreiche und Bänder, so müsse mau sich dieser Auslegung fügen. Aber er könne nicht der Behauptung der Commission beistimmen, daß dem Entwürfe eil, Ucbcrgriff in d>c Landesgcsctzgcbnng nicht vorgeworfen werden könne. Die Bcfuguissc der Landcsgesctzgcbung werden aufs Ünßerste beschränkt. Acht Paragraphe weisen ihr Vcrfüguugcn zn, darnntcr drei ganz unwesentliche und im Ucbrigen, wo es sich um die Beschaffung der Geldmittel handelt. Ucbcr die ganze Organisation, Lchrerbcrufung n. s. w. habe sie nicht mitzureden und das verstoße ebenso gegen § 11 wie gegen § 12 der Verfassung. Der Abschnitt „Lehrerbildung" gehöre gar nicht in dieses Gesetz nnd sei nur in dasselbe eingeschmuggelt, weil eine eigene Gesetzvorlage darüber unzweifelhaft vor die Landesgesetz^cbung gehören würbe. So wenig er die Vorzüge dieses Gesetzes gegen daS jetzige verkenne, müsse er twch gegen dasselbe stimmen. Ein einheitliches Schulgesetz lasse sich überhaupt, selbst in Län< dern mit einer einten Nationalität und Sprache :c, nicht praktisch durchführen. RegieruuM'ath Neumann weist nach, daß der Wortlaut der ^audcsorduungcu jener Deutung der Ver» fass»l>6 vollkommen entspricht und daß die angeblichen Dcta>lbcstiiuiunngcn iu dem Gesetze in dcr That mir allgemeine Grundsätze aussprcchcu. Gegenüber der Acngstlichkeit im Interesse der ^andcsautonomic müsse man ängstlich besorgt sein, daß dem Reiche nicht noch mehr genommen werde von dem, was ihm zukommt. Alle Constitutional bleiben ein frommer Wunsch nnd die ^andeoautonomic eine Illusion, so lange das Volk nicht für die Selbstverwaltung erzogen wurde. Das Volk muss»' scheu, daß cs dein Hcrrcnhcmsc eben« so wie der Kionc nnd deren Räthen und dcm Abge-ordnetenhanse Ernst sei nil, die Consolidirnug vcrfas' suugsmäßiacr Zustände. Graf Mittrowsky ergreift das Wort gegen daS Gesetz. (Schlnß folgt.) Eine Mcrpelllllim! wegen MWig Millionen. Wien, 10. Mai. Unter dieser Aufschrift cuthiclt die „N. Fr. Pr." vom 29. April die Notiz, daß die von pcnfiouirten Officiercn erlegten HciratScautionen der- FmlMllM. Was wir trin lien! Der Pcrfer sagt: „Wasser taugt deu Fischen gut, ,"s Muschen erfreut nur Rebensaft." Ist das am Endc ^6 persische Logik? O nein, denn wo nnr halbwegs ^ "and sich eignet, pflanzt der Mensch die Rebe au, ^ wo cr den Saft dcr Traube nicht genießt, dort ist ,'^r, Bier oder Branntwein zn treffen, lind der mc-^cinische Pnlqnc wie dcr chilcuischc Palmcnwcin, dcr ."6 Pscrdcmilch bereitete Kumiß bei den Tartarcn, wie ^, aus gekautem Maniok gcgohreuc Getränke in den "lmoco-^ändcrn, ^ die Perle koriälischcr Genüsse, der ^t des als giftig bekannten Fliegcnschwammcs, welcher ' ^ar bei dcr Entlccruug ans dcm Körper sorgfältig auf-" Migm wird, — sie alle und noch viele andcrc scheinen a/l!^ch zu sagen, dcr Mensch sci für etwas Höheres ^.°"cn. nls l)ioi< fiir klares Wasser. Cs ist sondcibar, sän ^^ Drusch iu allcu Zonen, in den ersten Cultnran-, "llen tuie am Gipfel seiner Ausbildung. bestrebt ist, I^ durch die verschiedensten Mittel in einen erhöhten ^'Nnnd geistiger Thätigkeit zu versetzen. Allerdings mag !,os/'^ ^ lmdcrc Getränke, mit Maß nnd weise gc-zi^"' llünstige Wirkungen für Körper und Geist cr-Utid^ ^'" "^ deicht überschreitet dcr Mensch die Grenze, Ein c!"" ^ltt das Gegentheil von dcm, was cr angestrebt, t^. ^las ,^^^.^ ^^^ ^^^ ^ ^^s^'„ Gcistci'höhc sinkt l>era>?^ ^densohn noch unter das Thier herab, gemein dach ' " Vci dieser Gelegenheit uiag zweier Mäuner gc- ben K >'"' '"^^^'" "cncrcr Zeit allen Bcralischnl'gsmittcln "^lrg erklärt habeu. Dc"r eine, welcher mit materiellen Waffen dagegen stritt, — dcr Kaiser von China — unterlag den Eligländcin, welche doch nnmögllch ans reiner Mciischcnl^b..' die vielen Millionen fahren lassen kumi' tc», dic lhiicu dcr Opiuüihaudcl in China ciutiug. Dcr Andere, mit Geist^swaffcu läinpfcud, — P^tcr Malycw, dl-r kühne MüßigkeilöaposM — eifocht dagegen glänzende Siege. Er bot uns sogar als Ersatz für die geforderte Entsagnng, ein nencs Getränke, den chincsischcn Thee. welch cr durch die Russen dl,S erste M^l Ucich Europa tani. Zn Anfang dcs 17. Iahr-hnndertö wnrdcn nämlich einer russischen Gcsandlschuft, als Gcgcngcschmk für ihre prachtvollen Zobclpcl^c, ein Pack getrockneter grüner Blätter, forgfäliig eingehüllt, gegeben, nnd sogar trotz ihres Protestes gegen solche unnütze Waare aufgedrungeu. Alö sie aber nach Mos-tVin hcimkcl,!^, und dort die Glalter »ach Vorschrift bereitet wurden, fand dcr „Thee" sogleich allgemeinen Beifall. Fast nm dieselbe Zeit vclsuchtc die holländische Compagnie in Indien, den S,aldcy nach China zu verhandeln, nud erhielt dafür chimsischeli Thee, Noch im Jahre U',04 glanblc die cnglisch-ostiudische Han-dclc>co!npmplic dcm 5lö»ige von England mit 2 Pfund Thee cin glänzendes Geschenk zu machen. Die Äegr,ff>> ändern sich mit den Zeiten; Europa eonsmnirt jetzt jährlich an N0 Millionen Pfund — So wie wir nn s'rn Gambriuus, die Hcbäer ihicn Noah als erste Bereiter der beiden köstlichsten europäischen Getränke nennen, so besitzen auch die Chinesen ihre Sage über dcn Gebrauch des Thcc's in nllclältesten Zeilen. Ein frommer Eremit, dcr bci seinem erzwungenen Wachen und V.tcn oft Vom Schlafe übcriascht wnrde, schnitt sich im Zorne gegen daS schwache Fleisch die Angcnücoer ab nnd warf sie zur Erde. Aber ein Gott ließ nns dcnsclbcn dcn Theestrauch anfwachscu, dcsseu Blätter die Form eines bewimperten Angenlicdcs zeigen uud die Gabe besitzen, dcu Schlaf zu verscheuchen. — Als die Europäer den Thee kennen lernten, war cr schon im gangen südöstlichen Asien verbreitet. Die Gcsammlprodnctiun dürfte jetzt an 500 Millionen Pfd. betragen. — Mit gleicher Lei« dcnfchaft, mie dcr gute Deutsche sein gntcs Bier nnd dcr Chinese seinen Trank von dcr Thccstaudc schlürft, genießt dcr Südamcrikancr dcn Mat"' oocr Paraguaythee, dcr aus dcu Blättern einer Stechpalme bereitet wird. — Ei, wie ist doch das ^cben schön! und wie gut plaudert es sich bci einem tadellos garnirtcn Thee an einem stürmischen Winterabende, wenn die weißen Flocken welche lnstig in dcr kalten Luft wirbeln, daS Feuer am Kamiuc doppelt erwärmend erscheinen lassen, sobald die crstc Schale Thee geleert ist. Auch diese gute Seite hat dcr Thee, cr berauscht nicht, cr erhöht nur bei seltenem Gcunssc die Lebensgeister in Folge seines eigentümlichen AlcaloidcS (genannt Caffcin), und erklärt so« mit die chinesische Nüchternheit, die erst durch Opium aufgerüttelt wird. Doch halt, Chinese! werde uns nicht ;u stolz! Auch der Türke und dcr Araber, in einem Kiosk dcr Nosenstadt Damaskus oder unter der stolzen Wiistcnpalme gelagert, findet daS Leben schön, wenn eine Schale heißen Mocca'S dic Hitze seines Vcibcs kühlt. Cs sorgt doch Mutter Natur für alle! Während aber wir Europäer dcn filtrirtcn schwarzen, mit Zucker versetzten Saft uoch dnrch Milch braun färben oder mittelst Nhum geistiger stimmen, schlürft dcr Oricutale seinen Nektar, sammt allcm Satze, ohne jede Zuthat, ja so-mn- ohne Zncker, wie auch dcr Chiucse seinen Thee. Als Opfcrdluups steigt nebenbei dcr leicht sich kräuselnde aromatische Rauch aus dcm Tschivouk oder Nargilch die Sonne flammt uoch einmal so voll am Horizonte ' auf, dcn röthlichgclbcu Wüstensand wie mit Gluth nberströ- 786 malen nicht mehr vorhanden sind, sondern zu StaatS-zwecken verausgabt wordcn seien und somit nicht mehr zurückgestellt werden können. Die Verausgabung dieser in Staatspapicren bestehenden Eautioucn habe im Jahre 1859 stattgefunden u. s. w. Dieselbe Notiz brachte die Fönst. Vorstadt-Ztg." am 30. April 1809 unter der Aufschrift: „In Verstoß gerathene Officierscautioncu." AlS Erwiderung auf diese dicGcbahrung der Staats verwaltuug mit den Militärhciratscautioncn verdächtigenden Angaden und zur Beruhigung der bethciligtcn Eau-tiouantcn möge nachstehende Darstellung dcr „Wr. Abdpst." dienen : Die sämmtlichen, bis Ende October 1858 erlegten Militärhciratscautioucu, insofern das Cautionsbaud für dieselben bis jetzt nnvcrändert geblieben ist, crlicgcu auch gegenwärtig noch iu vinculirten Effecten bei dcr Univcrsalnnlitardcpositciladlninistratiuu. Diese Effecten können somit den Berechtigten anstandslos erfolgt wcr-den, falls das Haftuugsbaud gelöst und die Bewilligung zur Ausfolgnng ertheilt wird. Mit 1. November 1858 ist bezüglich der Militär-heiratscautioncn ein neues Verfahren ins Leben getreten, welches im Rcichögesctzblatte Nr. 143 ox 1858 kundgemacht wurde. Nach dieser Normaloorschrift werden vom 1. November 1858 angefangen für die als Militärhciratscautioncn beigebrachten Obligationen vou derjenigen Casse, bei welcher diese Obligationen haften, für deu Eigeu-thümcr des Capitals Erlag schc ine und für deu zum Zinscugenusse Bcrcchtigtcu ^1t cu ten sch e i n e ausgefertigt. Der Erlagschein und eine Abschrift des Renten-schemes gelangt sammt dcr WidmuugSurlundc bei dcr Uuiucrsalmilitärdcpositcnadministration zur Aufbewahrung, während eine Abschrift des Erlagscheines und dcr Renten schein dcr zum Empfange berechtigten Partei ausgefolgt wird. Was null die erlegten Obligationen betrifft, für welche Erlagscheine ausgefertigt wuroeu, so wcrdeu die auf Namen lauteudcu Staatsobligationen, dann die Obligationen der GruudcntlastnugSfoudö vertilgt, auf den Ereditbüchern jedoch die Eontcn dieser Obligationen mit dem Bemerken anfrecht gehalten, daß hiefür Erlagscheine ausgefertigt wordcn sind. Im Falle dcr Frcigcbung dcr Eaution werden für diese auf den Ereditbüchcrn haftenden Capitalien zu Gunsten der Berechtigten neue Obligationen ausgefertigt. Insofern aber die als HciratScantion erlegten Obligationen der verzinslichen Lottoschuld odcr dem steuerfreien Aulchcu dcö Jahres 1866 angehören, werden dieselben bei der Staatsschuldencasse unter entsprechender Bormerluug auf den Ercditdüchern unter den dortigen Depositen und zwar abgesondert aufbewahrt und können somit über Anordnung jeden Augenblick wieder ausgefolgt werden. Was cudlich die auf Ucberbringer lautenden Staats-obllgationcu anbelangt, so werden dieselben nach Ausstellung der Erlagscheine von Scitc dcr Ttaatsschuldcu-casse der untcr der besoudcrcn Uebcrwachnng der rcichs-räthllchcn StaatSschuloencontrolcommission stehenden Ob-ligalionsucrwcchölnngSabthcilnng der genannten Easfc zu< gewendet, welche dieselben zur Umwcchslung gegen höhere oder geringere Obligationen derselben Kategorie benutzt. Die VcrwechSluugSabthcilung empfängt für jede auf diese Weise allenfalls weiter verwendete Obligation das entsprechende Acquivalcut, da immer nnr Verwechs- lungen von Obligationen höherer Beträge gegen Obligationen, welche auf kleinere Summen lauten, oder umgekehrt, stattfinden dürfen. DaS Aequivalcut stcht jederzeit zur Verfügung, indem durch die Ausstellung der Erlagscheine keine ucue Schuldgaltuug hervorgerufen wurde, dic bezüglichen Ea-pitalien fortan auf den Hauptbüchern dcr verzinslichen Staatsschuld geführt werden und auch die Zinscnzahlung von den Rentcnscheincn bei den ursprünglichen Schnldgattnngen, welche als Caution erlegt wurden, zur Nachwcisung gebracht wird. Aus dieser Darstellung ergibt sich, daß von Seite dcr Staatövcrwaltuug durchaus kein Anstand besteht, die betreffenden Eautionantcn mit ihren Ansprüchen zu befriedigen, falls das Haftuugsband gelöst und im administrativen Wege die Bewilligung zur Zurückstellung dcr fraglichen Eaulionseffcctcu vertheilt werden sollte. Nach der amtlichen Nachwcisuug der t. l. Uniucr-salmilitärdcpositeulldministratiou vom 4. Mai 1869 hat sich mit Ende Februar 1809 der Stand der Militär-hciratScautioncn auf 09.242.896 fl. beziffert, worunter selbstverständlich auch die Cautioneu dcr pcnsionirten Officicre begriffen sind. Oesterreich. Wien, 10. Mai. (Parlament.) Das Herrenhaus nahm in der Specialdcbattc das Volksschulgesetz uuvcrändcrt an, nachdem die Anträge auf Ucbcrgang zur TagcSorduuug uud auf ^u dluc-Annahme gefallen waren. DaS Abgeordnetenhaus nahm die Steuerbefreiung für die neuen Eisenbahnlinien an. Ueber Aufrage Grocholsti'S erklärt der Präsident, nicht bestimmen zu können, waun die galizische Landtagöresolutiou auf die Tagesordnung komme, weil noch Ncgicrnngsvorlagen unerledigt seien, Pest, 10. Mai. (Adresse.) Die Eroaten haben bereits die Zusichcrung, daß in dcr Adresse auch ihrer Wüusche entsprechend gedacht werden wird. Blos bezüglich Fiumc'S wird man allgcmcin auf die Verein-barungs-Thätigkeit der Ncguicolar - Deputatioucu hinweisen. Dagegen wird — was den Verkauf dcr Forste in dcr Militärgrcnze betrifft — vollständig der iu dcr Botschaft des croatischen Landtags enthaltene Ideengaug adoptitt werden. -2l„ram, 10. Mai. (Prinz Napoleon), welcher uutcr dem Iucognito eiucö Grafen von Mcudou reist, ist gcsteru von Triest, wo er am Samstag Mi-ramar, die Marine-Etablissements uud das Theater besucht hatte, um 2^ Uhr Nachm. mittelst Separatzugcs hier eingetroffen. Die Strecke von Steindruck, wo sich dcr Zug um 1 Uhr 10 Miuutcu iu Bcwcguug gesetzt hatte, wurde somit iu einer Stnndc uud 35 Miuutcn zurückgelegt. Im Gefolge dcS Priuzeu befanden fich die Oberste» Fcrri-Pisaui uud Ragon, Leibarzt Bcrangcr-Fcronld uud dcr Director des botauischcu Gartcus in Montpellier CharlcS Martin. Eö haben ferner Baron dc Vasfart vou der frauzösischen Botschaft in Wien und der ScctionSchef der Südbahn Schmidt den Prinzen auf seiner Fahrt nach Agram begleitet. Am hiesige» Bahn-Hofe wurde dcr Prinz vom Hofrath Zlatarovic und Bürgermeister Mihalic begrüßt, uud in seinem Absteig-Quartier, Hotel „Kaiser von Oesterreich," stattete ihm dcr Eommandirende General Baron Gablenz in dcr Uniform eineS Uhlancn-Obcrstcn einen Besuch ab. Um 4^j Uhr machte der Prinz in Gesellschaft dcS Baron Gablenz eine Spazierfahrt nach Mazimir, von wo er um beiläufig .;? Uhr zurückkehrte. Eiue zahlreiche Me"' scheumeugc umstand sowohl bei dcr Ausfahrt als bci dcr Rückkehr deu Eiugang des Hotels uud begrüßte den Prinzen achtungsvollst. Eine halbe Stunde nach seiner Rückkehr begab sich dcr Prinz in die obcrc Stadt um Se. Exc. dcu Bauus, welcher jedoch nicht anwesend war, einen Besuch abzustatten, uud erwiderte sodann den Gesuch des Generals Baron Gablcnz, bei welchem er beiläufig eiuc halbe Stuude verweilte. Eine Einladung dcs Generals zum Besuch der italienischen Oper lehnte der Prinz unter Hiuwcisnng anf seine Ermüdung dankend ab. Nach seiuer Rückkehr ius Hotel wurde das Diner seroirt. Heute früh acht Uhr verließ dcr Prinz, auf welche" die Stadt, dcr Park Iuijcvac uud überhaupt dcr Theil des LaudcS, wclchcn er keimen gelernt halle, einen schr angenehmen Eindruck gemacht habeu sollen, mittelst Ezlrazuges Agram und Kroatien. Zum Abschied begrüßten ihn am Bahnhofe Sc. Exc. der Banus und der Bürgermeister Mihalic. (Ueber das traurige Ereig" niß, dessen lheiliiahmsoollcr Zcugc dcr Prinz luiz vor sciucr Abfahrt gcwoidcn, berichten wir im Nachstehenden ausfuhilich.) Der Prinz begibt sich, wie wir hö-icn, erst »ach Adelsberg zur Ächchtiauna dcr dortigen Grotte; sodann nach dem kaiserlichen Gestüt Liuizza, vou wo er die Rückreise nach Frankreich über Triest und Venedig antreten wird. Uusland. Florenz, 10. Mai. (Die M i n i st er kri s i s) dauert fort. Dcr König wünscht, daß Gautclli Minister dcs Innciu bleibe. Mordini uud Mirabclli haben die ihnen angetragenen PoltcfcMcö aligclchi't. Madrid, 4. Mai. (AuS Euba.) Die „G^ zclta" luingt folgende Nachrichten aus Euba. Dcr Oc' ucralcapitäu meldete uuterm 15. April, daß die iu der Signanea von Trinidad verschanzten Insurgcuten bci Anluüft dcr Eolonuen dcr Generale Letona, Pelacz und Buccta geflohen waren, ohne Widerstand zu lcistcll. General Lctona war au dcr Spitze vou 2000 Man« gcacn Puerto Priucipc mai schilt, um in Gemeinschaft mit dcu 3000 Manu, die sich doit nutcim Commando des Brigadiers Lcsca befanden, dcu Rest dcr Empi^ ruug zu erslickeu. Die Truppcu dcS Grafen u. Äal< mascda haben schon bci Sabona dc Don Pedro, Oll" de Pepa und Siguaui luchrcrc Zusannucnstößc mit de» Iusurgeuteu gehabt, die überall zuiückgeschlagcn wurden- Aus t3orfu schreibt man dcr „N. Pr. Z." ui'tcr oem 1. Mai: Aelalnitlich war dcr Prinz von Wales zum Besuche dcs KöuiaS Gcorg von Griechenland hiel eingetroffen, als auch die Aukuuft des Prinzen Napo^ lcon gemeldet wurde. Dcr englische Thronfolger schick« alsbald cilicn Officicr zur Begrüßung dcs französisches Piinzen an Bord sciues Schisses, welcher indessen voi» Plinzen Nupolcon nicht empfangen wurde. Dieser Vorfall hat hier keine gelinge Aufmeltsamteit erregt. Mgesneuigkeiten. — (Die Wcrfte Tuuello's.) Wie die „Tl. Ztg." aus verläßlicher Quelle vernimmt, soll aus Anlaß dcr Pcchandluugen über den Anlauf der Werfte Tolles auch das Ansinnen gestellt wordcn seiu, der projectirte" neuen Gesellschaft dcu Bau der Schiffe für dic k. k. Kriegsmarine coutractmäßig zu übertragen. An lnaßgebendel mend, Abend ist es geworden uud mit ihm das Leben erst doppelt schön. Heutzutage fülle» die Mofchccn sich nach althergebrachter Weise. Allein imm, 15)54 gab es plötzlich eine große Aufregung in Stambul. Die hohe Geistlichkeit wüthete fast gegcu dcu Sultau, deuu die Moscheen standen lc^r, weil alle Gläubigen die zum ersten male eröffneten Ease's bclagcrt hielten. WaS that dcr weis.- Beherrscher der Gläubigeu, Solimau, genannt „dcr Prächtige?" Er beruhigte die cmpörtcn Muftis durch Bcsteucruug der Schantbuocn und gcwauu dadurch nebenbei ein hübsches Sümmchen. Aber trotz dcr Bc-steuerung verbreitete sich dcr Kaffee mit enormer Schnelligkeit über Europa; schou 1652 wurde daS erste Kaffeehaus in London, 1671 in Marseille uud 1683 in Wien geöffnet. Die gesteigerte Nachfrage um den Artikcl, dcr schon bald zum täglichen Brot dcs Aermstcn gehört, veranlaßte die Einrichtung ausgedehnter Kaffccplautagen in den überseeischen Eolonieu, und wen» noch vor 150 Jahren kaum 10 Millioueu Psuuo dieser Frucht gewonnen wurden, so beträgt der jetzige jährliche Verbrauch circa 500 Millionen Pfuud. k.v<>».,.Ii> >,i.lmll! — Wer eutdeckte aber den köstlichen Stoff, dieses Geist erheiternde, Schlaf bannende Alraloid, welches man in ncne-rer Zeit als identisch mit dem Eaffcin dcS Thee's und der obgcnannten Stechpalme (>>" l"»'^'!^«'!,^) erkannt hat? — ES haben sich auch hierüber zum Theil widersprechende Sagen erhallen, und einige orthodoxe Moslim behaupte» noch immer mit türkischem Starrsinne, daß Mo-hamcd der Prophet selbst den ersten Kaffee gerüstet und geschlürft habe. Mciu die verläßlichsten Nachrichten dürfte doch da« Buch des .^lx'i'li ^!» schuld in Bezug auf die Gesetzlichkeit dcs Kaffee'S." Diesem zu Folge fahrte der fromme und sehr gelehrte I)>0M3.I Nääin Idn ^don lü ^a^^iu- das Kaffeetrin-lcn in Aden ein, vou wo es sich bald uach Mecca uud Mcdina velbrcitcte. Er selbst war mit dem Getränke in Abysslilicu bekauut gewoidcu, wo es seit undent« lichen Zcitcn acuosscu wludc. Die arabische Heimat dc^ Pflanze wild somit sehr fragliä). Iü dieser oorlie« liauntcn erstel, Zeit trank ma,l sowohl den Aosuo dcr ^cröstetcu Hülsen, so wie der (nach dem arabischen Worte „Nomm" bcnauutci') Bohnen. In beiden Fäl< len hieß daS Getränke „XlnvH." Schon damals cm' pfähl mau, kaltes Wasser »cbcnbci zu trinken, um dcr Schlaflosigkeit vorzubeugen; doch dieser Rath lief gerade dem Bedürfnisse entgegen, denn man wollte sich wählend dcr heiligen Nächie durch Xinva muuter cl' haltcu. So wuide also anfänglich dcr Kaffee vorzugsweise beim Gottesdienste iu cincr kleinen Schale aus einer großeu Kupferkal,uc geschöpft uud hci-llm^ereichl. — So erklärt eö sich, warum dicscs liebliche Gebräue für ciuigc Strenggläubige nicht nur Gegenstand der Anfcindnng, sondern auch sehr g lchrlcr theologischer Untersuchuugcu wurde. Die Gegner des Kaffee's giu. geu sol,ar so wcit, zu behauptcu, daß die Gesichter der Kaffcctliukcr am Tage dcr Auserstehuug uoch schwärzer sein würdci,, als der Kaffeesatz! Nur den Fraucu (welche »lach dcu un^alantcn Lehren dcs Koran nicht in'S Paradies kommen), wurde dcr Gcuuß nach Herzenslust gestaltet. AuS den übrigen Nach' richten des voicrwähutcn gelehrten Werkes ergibt sich nach, daß in Abyssinicn der Gebrauch des Kaffees über die gcsch'chtliche Eriuucru»,, reicht, und daß iu Arabien nur durch ihn ein ähnliches Getränk, das aus dcu Blättern dcS Cat bcrcilctc Cafta, verdrängt worden sei. Auch oi.fes Letztcrc war ohne Kunde seines Ursprunges schon von den Altvätern ererbt. — In früherer Zeit nannte man auch den Kaffee ein „schle^ chendes Gift", und das gab dem alten Hufcland die Oc-legcnhcit, eine Vorlesung mit den Worten zu eröffnen' „Meine Herren! der Kaffee ist ein schleichendes O'^' wie Sie selbst sehen tönncu; denn ich trinke ihn sch°" bald sicbenzig Jahre." — Lassen wir also die Surr"' gate fahren, sowie alle Jene im Leben, die nur versp^ chc», ohue zu haltcu. Wenden wir uus vom siunebcstr^ kcudcu Oriente nach Tenochtitlan, wo die Samen ^ Cacahoaquahuitl uns den köstlichen Ehocolalt liefet' Wer fühlte sich bei all diesen Eudsilbeu nicht gleich " ' mexikanisch angeweht?! Mit der gleichen LeidenM'' wie dcr Ostasiatc den Thee, der Orientale dcn Kaff^' dcr alte und neue Deutsche daS Vier, gcuicßt auch he"" uoch dcr Mexikaner daS köstliche Gcmcnascl von gf^. steten Eacaobohncn, Vanille uud Zucker, theils alö f^!' Speise, theils als Geträuk. Das in den Eacaobohn^ enthaltene Alcaloid, genannt Thcobromin, wirkt entsag den weniger die Nerven aufregend, als das Eaffcin,/ cs an und für sich odcr in Folge dcr üblichen Z">^ welche dem Ehocolat auch jeuc gerühmte Nahrhaflig'^ geben. Schon 1520 brachten die spanischen Eroberer ^ neue Genußmittcl uach Europa, uud von allen Europas sind sie selbst entschieden diejenigen, wclchc verhaltn'^ mäßig die größten Mengen dcr Eacaobohncn verl"'"" chcn, obschou sie gerade auch uicht Verächter dcs M»" und lkaffceS genannt werden können. — Aus all"" ^ sehen wir. daß der Mensch überall gewisse, die Geist" thätigtcit mehr odcr weniger anregende Getränke, ""' die Zahl seiner nothwendigen Lebensbedürfnisse a"l«h nominen hat. Doch unser Viertelstündcheu ist auS " wir müsscu schlicßcu. 787 Stelle sei n»an jedoch nicht darauf eingegaugeu und in 3olgc desscu diirftc das beabsichtigte Geschäft nicht zum Abschluß gelangen. Wie wir ferner hören, soll der Van der beiden Kafemattschiffe „Erzherzog Albrecht" und „Cu-stozza" nächstens zur Concurrenz ausgeschrieben werden. Mit den betreffenden Maschinen ist dies bereits geschehen. Baron Gableuz schwer verletzt. Die „Agr. Ztg." schreibt : Ein betlagcnöwerthes (5r-^gniß, welches in allen Kreisen nnsercs Bandes und weit darüber hinaus innige Theilnahme und herzliches Mitgefühl erregen wird, hat sich heute Morgens begeben. Ec. ^rcellcuz der Commaudircnde Baron Gablenz hatte in Begleitung seines Adjutanten Obcrlieuteuaut Weber einen Spazierritt unternommen. In der zum Bahnhof führenden Straße glitt daS im schärfsten Tempo galoppirende Rerd in dem Augenblicke, in welchem es der General versammeln wollte, auf dem frisch bespritzten Boden aus uud stürzte mit dem Reiter, der eiuen Querbruch des innern Knöchels des liulen Nuterschenkelknochenö und des Wadenbeines über dem Gelente erlitt! (5s muß als ein besonders glücklicher Zufall bezeichuet werden, das; der General weder lwu eiuem rasch vornberfahrenden Wageu, noch von dem Pferde des gleichfalls im schärfsten Galopp folgenden Adju tauten, welcher, rasch gefaßt, über den Gestürzten hinwegsetzte, beschädigt wurde. ^ Sogleich wurde vom Bahnhöfe Hilfe requirirt, eiue ^ragbahre, Polster, Tücher und Eis herbeigeschafft und zu dem am Boden liegenden Generale geführt^ zn dem auch sofort Sc. Excellenz der Banns, Bürgermeister Mihalk, Stadthauptmauu PluScec eiltcu, während iu die Stadt Wagen abgeschickt wnrden, nm schleunigst Aerzte, Verband-stücke, Schienen u. s. w. zu holen. Mittlerweile legte der Leibarzt des Prinzen Napoleon, der auf feiner Fahrt zum -uahnhof mit seiner Suite hcraugekommeu war, den ersten Verband mit dem Taschentuch deö Cichcrhcilscommissärö d. Gjnrlovecli an, welches dieser, soeben in Stücke zerrissen, dem Arzte^ darreichte. Kurz darauf brachte ein Wagen "e Ductoren Eactooic nnd Mraovic. Die ganze Zeit bis zu dein Nlonicnte, wo sich die von Äahndienern getragene "ahre mit dem Geucral gegen die Stadt in Bewegung setzte, verließ der Prinz, der tief ergriffen fchien, den Vei-denden keinen Augellblick und drückte wiederholt fein tiefes bedauern über diesen lraurigeu Fall aus. Der Commandirende ertrug seine furchtbaren Schmerzn mit Kraft uud großer Selbstbeherrschung. Nicht nur gab er selbst mit ruhiger Stimme alle Anordnungen beglich der Lage seines Körpers, sondern sprach dabei fortwährend mit dem Prinzen, dein Banns und dein Arzte, "uch rauchte er während der ganzen schmerzlichen Anlegnng ^s Verbandes seine Cigarre. Ans dem Wege in die ^tadt sprach er theils mit seinem Adjutanten, theils mit ^en! Ctadlhauplmanne und Dr. Mraooic, welcher denLei-"endcn begleitete. Dr. Cact'ovic war zu Wageu vorangeht, nm bezüglich des Bettes Auordnuugcu zu treffen. Dr. Tl^gjarevic erwartete den General in dessen Wohnung, In ^eser Stuude ist das Befinden des Generals den Umstän-^u angemessen; es muß jedoch bemerkt werden, daß der ^ruch ein schwerer ist, da er im Gelenke seinen Sitz hat. "ie Extremität wnrdc in einen Pelil'schen Stiefel rnhig ^lagert, und wurden auf dieselbe kalte Umschläge verordnet. Wir haben diesem betrübenden Berichte nnr noch uu->^'e besten Wünsche für die baldige Herstellung des allge-«lein verehrten Generals beizusetzen. ^"hresversammlung des kathol. Vescilen-vereins in Kailmch. . Die am 2. d. M. clien so zahlreich besuchte als ^niirte 14. I a h r e s u c r s a m m l n n a. des kntho - 'schcn O cf cllen verci ns war vollkommen gccig-'^' den Verein als cincn um so lcbcnsüäftiaeren dar-MMeli, je ungünstiger die Verhältnisse, untcr welchen j" Verein als solcher, nämlich als katholischer, sich — l "n- neuesten Zcit zumal — zn bewegen und zu vc-Fuptcn hat. Mußte auch dcr Vcrcinsfträscs Dr. uud H °s-Voiicii,a seinen Bericht einleiten mit der allgemeinen ^/'äe, daß einerseits der Verein seit seiner Gründling ,i "och nie so wenige Mitglieder gezählt hat, wie dicS-cx l, andererseits aber die Einnahmen des abgelaufenen ^asi ^ "''.^ ^'^ AnSgabcu so wenig im Einklänge stehen. ci>, ^^' jnhrigc NcchnungsauSweiö zum ersten male ^ ^' wcnu auch unbedeutenden Passivrcst darlegt, so 1^ , doch der Totaleindruck seines Berichtes cm cbcu so ' "Sender als crmnthigcndcr. ^j^ ,^'cscm Berichte zufolge sind im Laufe des letzten ^""^jahrcs nur 2^ Gesellen dem Vereine bcigclrctcn, lllied " ^ ^gesehen von den 16 forlgerciöten ^- !' Mit-lvorl ^^ freiwillig ausgeblieben, theils anSgeschlofscu ^hcn"' ^"ncist in Fol,ic bedauerlicher zweimaliger Un-dl,^'bereu weiterem Umsichgreifen im Vereine nnr °Nrcn ^^"unig der auf keine Art vcrcindarlichcn, weil ^itili"'! ^^'^cntc vorgebest werden konnte. Diese ^»de ""^ konnte jedoch um so weniger überraschen, jc l^sol,d - ^^°^ bie allgemeinen socialen als auch die lhc», "cn localcn geselligen Verhältnisse darnach angc-^holissl! ' ^"^ dieselben ans Institute, wie cS eben die ^UUc» Gescllcnvcrcinc s"'d, gedeihlich einwirken ^hr l- s"'^ ^' sichtlicher in Folge der von Jahr zu ^entli fl. 74 kr. zugeflossen 2.W fl. 1 kr. die Ausgaben hingegen beziffern sich laut dem rcvidirtcn und gehörig belegten Ncchnnngsjournale mit.....2tt1 fl, 71 kr. somit sich ein Passiurcst von . . '^ 2^ ft. 70 tr. einmal zur Abwechslung herausstellt; welche im Vcr-einSlcbcn noch nicht vorgekommene Erscheinung ihre Erklärung finden mag darin, daß ciiünc von den Vcr-i einswolMMrn theils mit Tod abgegangen sind, theils aber sich — hoffentlich nur auf einstweilen ^ vom Vereine zurückgezogen haocn, andererseits aber an Druckend Bnchbinderarocitell wie anch zum Zwecke des Ge-sangsnnterrichtcö vci 37 ft. in anßcrgelvöhnlichcr Art verausgabt werden mußten. — Dcr eigentliche Vereins-fond oder das Stammkapital jedoch stellt dar ciucn Ge-sammtdetrag von beiläufig 1400 fl., von ocucn bei 1050 fl. beim löblichen AnshilsScassavercin frnchlbrin-gend angelegt sind. Eben daselust bleiben anch dcpo-nirt die Sparpfennige dcr Vcreinsgcscllcn, welche im Ganzen die Summe von nahezu 800 fl. erreichen. Im ^aufc des letzten Vercil'SjahrcS sind von Seite dcr Mitglieder über 420 fl. in dic VercinSsp.ncassc eiugclegt, dagegen aber bei ^00 ft. herausgenommen worden. Zum Zwcckc einer dauernderen und ausgiebigeren Unterslützung ertränkter M,Flieder ist im Monate Juli v. I. eine separate Krantencassc errichtet worden in der Art, daß gegen monatliche (5mlagc von 5 Nkr. dem tranken Mitglicdc « Wochcu hindurch zu ^ ft. anf die Woche, auf weitere 8 Wochen zu 1 ft. nnd von da al, 50 tr. jede Woche verabreicht werden. Gegenüber folchcm Znstande, in welchem sich der Verein trotz mancher Schwierigkeiten zum Schlüsse eines 14. VereinSjahres darstellt, !«„„, wie der VcrcinSvräseö am Schlnssc seines Berichtes mit Recht betonte, an dem Vcstandc nnd an der Fortentwicklung des Vcrcincs nm so weniger gezweifelt werden, je frischer und ausdauernder iu den Vereins-, zuversichtlich anch in dm Vorstandsmitgliedern den Muth, welchen bei seiner Rückkehr ans Rom als Überbringer des Scgens des vcrchrni^Swnrdiastcn Jubclsgrcises, unseres heil. Vaters mit seiner begcislern-dcn Ansprache anzufachen nnd zn beleben gewußt hat dcr hochw. Herr Ecntral-Präscs anö Wien nnd Hansprälat l^r. Heiligkeit, Dr. nnd Professor Grnscha in den Herzen aller derjenigen, welche daS Glück halten, am improvisirtcn Festabende des letzten April im Vcr-einslocalc ihn zu sehen und zn hören. Hoca! e s. Aus dem krainischel! L»indeoausschusse. (Sitzung am I. Mai,) Der mit drn barmherzigen Schwestern bestehende Veitruc; zur Sichcrstcllnna. der Krankenpflege und Oc-löstMng im hiesigen allgcmsincn Kranken Hanse (Eiuil-spilalc) wnrdc auf Grundlage der hicioils seit scmcm Bestände gewonnenen Erfahrungen, wie auch der ans linderen Spitälern gesammelten Dalcn cimr Revision »nlcrzogen, worauf heule, nach wiederholten vorläufigen ÄeiatlMlgcn von Seile dcr ärztlichen Eonfcicuz nnd der ^andeolilichhaltllng, der LandeSanSschnß nach ein-^chcnd.r Berathung und längeren Unterhandlungen mit der Eoiigregation der barmherzi^'n Schwestcui einen neuen Vertragsabschluß zn Staude braclitc. 9iach dicscm Vcr-iragc, wrlchcr sogleich vom 1. Mai an in Wirksamkeit tritt, werden den liarmhcrzi^cn Schwestern die, nach den ärztlichen Verschrcilinngen für die Krankn beigestellten Speiscn nach sorafälüg ermittelten Einl'citSprciscn vergüte!, für die Wliitung, Wäschcrcini^nng, Bclenchtuna, Ächciznüa, Iustandhullnna dcö Iuucnlars n. dgl. aber mcrdcn ihnen jc nach den verschiedenen Abtheilungen vc-slinunte P,,nsch.ilbcträac per Kopf und Tag aclcistct nnd die Vicdicamcnte nnmittclbar aus dcr Apotheke bei-(;rslcllt Wcrdcn, in welcher Beziehung mit den hiesigen slpolhckern ein abgesondertes Ueberciukommcn getroffen ist. Bei dicscm A»lassc wird auch cine Revision deS ^esslinmten Züvcnt^rS des Kral'ken-, Gcliär- und Irrenhauses angeordnet. Herr Forstmeister Boden st ein, Director der ucnen Waldbauschnle in Schnccbcrg, hat dem Landcs-anSschussc die eivgclanfcncn Gesuche um die ciledigte ^ch rcrstc ll c znr Einsicht übersendet. Da die Ernennung stalntcngcmäß Sr. Durchlaucht dem Prinzen uon Schönbnrg - Waldcuburg, welcher dc» Lehrer besoldet, znstcht, so wird nun an den durchlauchtigen Prinzen der BcsltzungSvoischag erstattet. Gleichzeitig wird dcr Ankaus einer Forst pflanzen« und Kn o 6 p en samm l n llg als Lehrmittel für die ncnc Schnle rcalisirt. Unter Einem wurde vom LandcsauSschusse daS vom Herrn Forstmeister Aioriz Schcycr fitr dicsc neue Schule vrrfaßle und von dcr ^aiidimrthfchoftoacscllschaft dem LandcSalioschnsfc mit warmer Aucnipfcl'lling über-miltclte Wert lilicr die B cw irth sch as t nng der Waldungen i» sloucnischcr Sprache znr Drncklegnng übernommen nnd dem Hcrin Schcycr sür seine patriotische Opfcrwilli^tcit dcr wohlverdienten Dank ausgesprochen. — DicscS Welschen, wclchcS tin sehr »ütz-lichcs und lcichlf^ßlichcS Vehrbuä) nicht blos für die Zöglinge der Waldbauschnle, sondern anch für nnscre Äcvölkcrnng überhaupt scin wird, wird sofort in einer Auftaue von 2000 Ercmplarcn erscheinen, ivclche nm dcn änßcrsl l'illigcn Preiö von 10 tr. pcr Stück av< gesetzt werden sollen. Eine Anfraae dcS hohcn k. k. LaudcSplasidimnS, ob ein vom hohen Ackerliailministerinm im voriiic» Jahre in Dalmatic«, cinacbrachlcr G e fr tz c n t m ur f über die Benützung und thcilweisc Vcrt Heilung dcr Gemcindegründc und über die Aufforstung und Erhaltung der Gcmcino e-W al-dnngcn auch als Regierungsvorlage in Kraiu geeignet wäre, wird verneinend beantwortet, da hicrlanoS ganz andere Verhältnisse bestehen, als in Dulmaticn, in welchem ^andc, abgesehen von anderen EiWithümlichlciten, fast dreiviertel Theile dcS gcsammtcu Grundbesitzes Gemeindeland sind, weil übrigens in Betreff dcr Vcrthci-lung dcr Gemeinde'Hutwcidcn uno Wcchfclgründc vom krainischcn Landtage ohnehin ein cicicncS Gcsctz bereits beschlossen lvurdc, daS dcr allerhöchsten Sanction entgegensieht, weil endlich die nötliigcn Vorschriften über die Aufforstung und entsprechende Bcwirthschaftnng der Waldnnacu schon durch daS beabsichtigte neue Forstge-sctz gegeben werden. Dagegen glaubt dcr ^andesaus-schuß, daß manche Veslimmnnaen dcS dalmatinischen Gesetzentwurfes in die DurchführungS-Instrnctiou zum krainischcn Hulweidcn-VerthcilnngS - Gesetze seinerzeit, wenn letzteres die allerhöchste Sanction erlangt haben wird, Aufnahme finden könnten. Wcgcn Bcislcllnng dcr snr die hiesige Findclan-slalt bcnöthigten 200 Stuck Fat sch betten wird eine Miimcudo-^ffert-Vcrhandlung ausgeschrieben. Ein Antrag der anf Anschaffung dcr erforderlichen ^cibcsllcioima. und Wäsche für die wci l: lich cn Zwänalinac in Folge dcr Errichtung dcr ucucn weiblichen Abtheilung wird genehmiget. . Da die Impfung am Lande demnächst beginnen wird, so wird dcr hiesige Magistrat ermächtiget, wie alljährlich, so auch hcucr dcn crfordcrl.chen ImpNloff ans dcr Impfsloff-Rcgcncr!rungSan,tnlt zu nt. Florlan anf Koftcn des ^andcSfondcS zn bczichcn, sohln bei dcr im MaaistratScMudc slattfindcudcn achttägigen Impfnng echten uud guten Impfstoff zu sammeln und hicmit die Impfärzte an, ^andc auf Verlangen zn bethcilcn. Nach Erledigung einer großen Anzahl anderer Gc-schäftsslücke von minder allgemeinem Interesse wird schließlich die Prüfung ocS Wahlactcs über die am III. April 186!) stattgehabte Wahl eines LandtagSabge-orducteu für die Lanogemciudcn der Vczirle Kraiiwurg, 788 Nenmarktl lmd Lack vorgenommen lind bei andstands-loscm Befunde der Beschluß gefaßt, bcini hohen Land' tage die Genehmigung dcr Wahl des Hcrrn Dr. Ialob Razlag in Antrag zu bringen. — (Constitutionellcr Verein in Laibach.) Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Herren Vereinsmw glieder zur dreizehnten Versammlung, welche Freitag den 14. d. M., Abends 7 Uhr, im Saale der Schicßstatte stattfindet, höflichst einzuladen. Tagesordnung: 1. Neuwahl eines Ausschußmitgliedes; 2. Bvrtrag: Die Icsuiteu in Kram; II. ÄesprcchilUg über wlmschcnswcrthe Acndcrllngen des Laibacher Gemcindestalutes. ^ (Hundesteuer.) Der hiesige Magistrat hat aus Anlaß der mit dem Hundestande der Stadt Laibach in keinem richtigen Verhältnisse stehenden bisher gelösten Hundemarken beschlossen, die noch säumigen Huudebcsitzer aufzufordern, biuncn einer Woche ihrer Verpflichtung nachzukommen, nach deren Verlauf aber die Beschreibung der Hunde durch eine eigene Connuisswu vou Haus zu Haus gepflogen liud die rückständige Huudcstcucr uebst dem Strafbetrage für die unterlassene Amuelduug cingchoben werden wird. . Gcmeinderathösitznng vvm 3 D.Mai. Nachdem 7 neu aufgeuommene Bürger die Angelobung geleistet, welcher eine knrzc Ansprache des Vorsitzenden Bürgermeisters Dr. Suppan voranögiug, theilte letzterer mit, daß der Magistrat den Bericht über deu Vermögensstand der Stadt erstattet habe, welcher an die Gcmeinderäthe zu deren vorläufiger uähercr Information vertheilt wird. Ferner theilt derselbe die Zuschrift des Negimcutscommaudo von Graf Huyu-Infanterie an den Magistrat mit, womit das' selbe die Pionnicrablheiluug des Negimeuts für Verfchöne-rungs-, Straßen-, Brückcnarbciten u. dgl. der Stadtgemcinde unentgeltlich zur Verfügung stellt. Damit verbindet das Negimentscommando das Erbieten, zu der Errichtung einer Echwimmschulc, welche für die Garnison nicht weniger, als für die Nichtmililärö eiu Bcdürfuiß sei, nicht uur durch Beistellung der Arbeit durch die Pionnierabthciluug, sou-dern auch durch Bcistcllung der nöthigen Ueberwachuug und der Schwimmlehrer beizutragen. Der Bürgermeister glaubt zunächst die Bausectiou auf dieses willlom'meue Anerbieten aufmerksam macheu zu follen und beantragt, daß der Gemeinderath dem Ncgimeutsconnnando feinen Dank dafür aussprecheu möge, was einstimmig angenommen wird. Ferner theilt der Bürgermeister mit, daß einige Gcmeinderäthe das Ansuchen gestellt haben, es möchte die jetzt eben im Zngc befindliche Kalastralaufnahme des Etadtrayons statt nach dem bisherigen Maßstabe von 4l) nach jenein von 10 Klaftern crfulgcn. Dies wäre schon wegen der Kostspieligkeit nicht ausführbar, die ''Aufnahme nach dein Maßstabe von 20 Klaftern reiche für den gewöhnlichen Bedarf aus nnd er sei um Bewilligung zur Anwendung desselben bei dem Finanzministerium eingeschritten. Weilers theilt dcrfelbe mit, die hicrortige Rcambulirnngsinspcction habe eine Anfrage in Betreff der Sprache gestellt, in welcher das Katastralopcrat aufznnehmen wäre. Die Beantwortung dieser Frage müsse er der Driuglichkcit wegen sofort zur Berathung bringen. GN. Defchmann glaubt, daß iu Betreff der Map-pirung selbst die Auführuug der Namen der Riede genau so wie sie im Munde des Volkes leben, ohne sprachliche oder andere willkürliche Ncueruug genüge; was die Kata-stralböge» betrifft, fo erfordere es die sprachliche Gleichberechtigung, daß der Kopf derselben in beiden Sprachen abgefaßt werde. Die Zufchrift des Ncambulirungsinspec-torats wäre daher in dicfcm Sinne zu erledigen. GR. Stedry unterstützt diesen Aulrag und derselbe wird eiu-stinmng angcuommcu. GR. Sa massa stellt den Dringlichkeitsanlrag, daß die Bespritzung auch auf die bisher übcrgaugeucu Straßeu, nämlich auf die Klagcnfurter Straße vom Cioilspitale bis zum Coliseum, Wieucr Straße vom ^ivilspitale bis zur Mauth, uud auf die Bahuhofsstraßc, welche alle nicht gepflastert, fouderu makadamisirt sind, ausgedehnt werde. Er stellt den Antrag, der Magistrat werde beauftragt, diescu Straßentheilcn gleiche Sorge wie den andern zuzuwenden und für den Fall, daß die gegenwärtigen Utensilien nicht hinreichen follten, int Einvernehmen mit der Baufcction die nöthigen Ncnanfchaffungen zu bewerkstellige». Der Bürgermeister ertheilt die Aufklärung, daß die zu bespritzenden Straßen durch Gemeiuderathsbeschluß bestimmt sind, die genannten sich eben nicht darunter befiudcu. GR. Bürger ist mit dem ersten Theil des Antrages einverstanden, will aber den zweiten dem weiteren Beschlusse des Gcmeiuderathcs vorbehalten wisscu. Bürgermeister theilt mit, daß die Kosten für einen Wagen fammt Faß nach einem Kostcnüberschlage des städtischen Baniuspettors 195 fl. 4« kr. betragen. Nachdem Dr. Kecsbacher und Dr. Scho'ppl ans Sanitätsrücksichten für die Dringlichkeit gesprochen, wird dieselbe ange-n o in m e n. Bei der Abstimmung wird der erste Theil des Sa^ massa'schen Antrages angenommen, der zweite abgelehnt, Dr. Kalten egg er beantragt, es wäre die Bausection zu beauftragen, bis zur nächsten Sitzung zn berichten, ob die vorhandenen Mittel zur Ausführuug hinreichen oder ob und welche Ncnanschaffungen nöthig feien. Nachdem GR. Legat feine Ansicht ausgesprochen, daß zur Verwirklichung des Gemcindcrathsbeschlusses die vor-handeuen Bespritzuugsapparate hinreichen, und GR. Stedry für den Antrag des Dr. Kaltcnegger gesprochen, wird derselbe angenommen. Es folgt fodann die Wahl des Comites znr Ueber-wachung des Bürgcrvermögcns. Es werden gewählt die Herren: Achtschin, Ve r h onz, Aue r, Perles, BU r-ger nnd Do berlet. GR. Dr. Keesbacher stellt den Antrag ans Errichtung einer ösfeutlicheu Echwimmschule in Verbindung nlit einem Freibade und begründet denselben mit Rücksicht auf die anerkannte Wichtigkeit der Reinlichteitspflege uud die ungenügende Beschaffenheit der bisher einzigen Kolesjer Badeanstalt. Der Gedanke der Errichtung öffentlicher Bäder fei bereits durch ein Promemoria des ärztlichen Vcrcines angestrebt worden, der gegenwärtige Bürgermeister habe, die Wichtigkeit der Sache erkennend, die Banscction zusam-mcnberufeu und diefelbe durch Experten verstärkt, um über deu Gcgeustaud Studien zu machen; diese habe bereits einen Localaugcnschein gepflogen und als den passendsten Ort dafür eine in der Nähe des Maricnbadcs befindliche Stelle des im Sommer stets 14 bis 17" R-. zählenden Laibachflusses cruirt, welcher dort eiue Tiefe vou 9 Schuh habe. Der Herr Lieutenant Nagy habe sich erboten, den erforderlichen Plan zu entwerfen, wornach diese Anstalt in erster Linie ein Freibad für Arme, zweitens ein Bassin für Männer, ein Fraueubasfiu und außerdem Eabinen für Einzelne gegen Bezahlung zu enthalten hätte. Nur wegen der zu bedeutenden Kosteu wäre von dem Frauenbassiu für jetzt noch abzusehen. Die voraussichtliche Einwendung, daß eine Schwimmschule zu errichten nicht Sache der Stadt sei, widerlegt Redner, iudem er darauf hiuwcist, daß das Erträgnis; des-fclben nnd der Eabiueu das Freibad deckeu werde. Die Er-richtnng hält er für so driuglich, daß sie wo möglich noch im Laufe des Sommers durchzuführen wäre, die Kosten könne man noch nicht genau angeben, sie werden aber nach Mittheilung des Herrn Lieutenants Nagy nicht viel über 2000 fl. betragen. Der Kostenpunkt folle übrigens von dcrDnrchführnng nicht abschrecken, aber abgesehen davon halte er die Herstcllnug eines öffentlichen Bades für eine Verpflichtung der Stadt. Er reasfnmirt schließlich feinen Antrag dahin, der Gemeinderath möge beschließen: 1. Die Nothwendigkeit nnd Dringlichkeit der Errichtung eines Freibades nnd einer Schwimmschulc mit Eabiuen werde anerkannt. 2. Die Bauseclion werde beauftragt, den Plan hinsichtlich der Ausführbarkeit und des Kostcnpuuktes zn prüfen uud ihre Echlußanträge in einer binnen 8 Tagen üä Iioc anzuberaumenden Citznng dem Gcmeinderathe vorznlegen. 3. Es werde dem Herrn Lieuteuaut Nagy der Dauk des Gc-meinderalhcö für feine uucigeuuützigc Theilnahme au der Schwimmfchulangelegcnheit ausgcfprochen. GN. Samaffa stellt den Znsatzantrag, daß Herr Ingenieur Hausner zn der diesfälligen Berathung wegen seiner Localkenntniß der Flußnwcanocrhältnissc beigczogcn werde, welcher mit dem Antrage des Dr. Keesbacher sofort angenommen wird. (Schluß folgt,) (Korrespondenz. * Adelsbcrg, 10. Mai. Heute um halb 1 Uhr Mittags kam Prinz Napoleon Jerome mit einem Separatzugc von Agram in Adelsberg au. Vom Herrn Bezirkshaupnnann als Grottenvcrwalter am Bahuhofc empfaugen, begab er sich nach einem lnrzcn Diner in dem comfortablcn Gasthause „zur ungarischen Krone" mit seinem Attach« in die mit 7200 Stearinflammen erleuchtete Grotte. Hochderfelbe fprach wiederholt seiuc Bewuudcrung uud Ueberraschung über dieses seltene Naturwunder aus, welchem, wie er sagte, die be< rühmte Grotte in Amerika gar nicht znr Seite zn stellen ist. Nachdem er höchstseiueu Namcu iu das hiezu vorgelegte Grottcnalbum gezeichnet hatte und seine vollkommene Zufriedenheit über das ganze Arrangement angsprach, setzte er schon um halb 5 Uhr seiue Reise uach Trieft mit dem Postzugc fort, um morgen solche anf dem Meere fortzusetzen. Der Prinz ist ein hoher, breitschultriger Mann, von auffallcudcr Gefichtöähnlichkeit mit dem ersten Napoleon. Er zeigte sich von dem tranrigen Ereignisse, das heute Morgens in Agram den FZM. Baron Gablenz bei seiner Begleitung zu dem Bahnhofe traf, noch immer fehr ergriffen. ___^ Ncucstc Post. Die „Wiener Zeitung" enthält den rcvidirten internationalen Telegraphclwertrag. Wien, 10. Mai. Das vom mährischen Landtage uotirtc Gesetz, wodurch der Mandatöuerlust für diejenigen Lanotagöabgcordnetcn, welche ihr Mandat nicht aus* nbcn, ausgesprochen werden kann, wlirdt sanctionirt. Ässram, 11. Mai. Cardinal - Crzbifchof Georg Han lit de Burallya, dcffen Ableben Wiener Alättcr nria als am 8. d. erfolgt meldeten, ist gestern Früh 72/4 Uhr verschieden. Sein letztes Wort beim Erwachen gcgcn 7 Uhr war an seinen Kammerdiener gerichtet: Idouio (gehen wir). Im Bette dcö Cardinals wurden verschiedene Schriften in lateinischer Sprache, eigenhändig verfaßt, darunter a»lch eine Selbstbiographie gefunden. Das Befinden des Generals Aaron Gablenz war nach fieberhaft verbrachter Nacht ziemlich gnt, d>e Ncattlon im Sprnnggelcnke ist entsprechend der M" lcnksvcrlctznng eine mäßige. Köln, 10. Mai. Gestern ist das hiesige SoM-mcrlhcatcr abgebrannt. Paris, 10. Mai. Das Abend-,.Ionrnal officicl" sagt in seinem Bulletin: Die Ncde des Kaiscrs i» Chartrcs ist ein loyaler Appell an dcn gesunden Si>u> lind at, die Festigkeit aller ehrcnwerthcn Leute gcgcü die slibuelsiucn lwd revolutionären Leidenschaften und gleichseitig eine hohe Bürgschaft für dcn liberalen Geil», der fortfahren wird, den Gang der Regierung zu leite»- Telegraphische Wechseleourse vom N Mai. z 5perc. Mctalliques 61.70. — 5perc. Mtalliqucs mit Mal- m " Nouember-Zmsen 61.70, — 5vcrc.Natiu»lll-Anlc!,en 69.55. - 1^"" Staalsanlehe» I00.l>0. — Vaulaclien 748. — Credilaclicu 284.""' — London l21.I0. — Silber 121.50. — K. k Ducateu 5,87. ^Meteorologische Hieoliachlnll^ell ill ^aismch^ ff «^^ 83 " "<3s 6 U. Mg 324 in -j.'9.7 ! windstill halliheiter 1.40 11 2 „ N. windstill f. g. bewölkt g^eil 10., Ab. 324,.>!.l -l-10 4 windstill heiter ! Ntorgens um 6'/, Uhr dünner Strichregen mit N^tt'l'^ ' Nach 10 Uhr auögiebigcl Än^„; auch Nachmiltags mit^o'"^^ schall wechselnd. Abends gau,; heiter. Das TagcsmiN" Värmc >- 11-1", mu 06" iilirr dcm Normale. Veraulwortlicher Nrdllltcur: Issna; 0. K l e i n m a U^^ ^Nl'!'«'N!z?1l'li^ 2Uie», 10. Mai. Die Specillaliuii war ohne Iiupnlö, die Oöcillaliuilm der Emirse blieben daher mir iion dcin rccllen Vcdarfe bedingt. AnlagSftaftiere, iiaiueiUlich ^ '. Dll^lllvl^lU/t. Gaumigen von Eiscnbahimctiel, waren begehrt, Neutc clwas fchwächcr, dagegen ^'use stark geragt. Valuta nnfangö steif, schließlich offcrirt, notirt aiiuähernd auf dM ""-> slrigcn Coursen. ^ />X. Allgemeine Staatsschuld. Filr 100 si. Geld Waare Eiilhcitlichc Staalöschnld ,^il 5 pCt.: iu Noten verziiiöl, Mai-Nouember 62.— 62.10 „ „ Februar-Augnst 61.90 62.— " Silber „ Iänucr-Inli . ,^9.70 69.80 ^ „ „ April-Oclober. 69.60 70.- Stcueranlchen rückzahlbar 7.75 108.25 Escompte-Gesellschaft, u. ö. . . 830,— 83m, Wcstbahn.....191.50 192,- Carl-i!i!dwig-Vahn.....218.25 218.75 Donail'Dampsschifff. Gescllsch. . 578.— 580,— Elisalicth.Uestbalin.....189.— 189.50 Ferdiilandö-Nmdbahu . . . 2407.-2410.— ffiiiiftlrchcii-Varcscr-Bahil . . 187.— 187.25 Franz-I°scVl)s.'Vah,l .... 186.- 186.50 i!embcrg-Czcrn.-Iassycr-Val)i, . 186. - 186.50 Vloyd, österr........324. - 326.— > Gelb Waare Omnibus (crsie Emission). . . 269.— 270,— (zweite „ ). . . 149.- 150.- NnoolsS-Valiil...... 161.75 162.25 Siebeubilrgcr Bahn .... 162.- 162.50 StaalSbahn....... 354.— 355.— Sildbnhn........ 23-».80 235.- Snd iiurdd Verbind. Bah» . . 164,50 165.— TheiiMahu....... 210.-- 211.— Tramway........ 221.— 222.- «. Pfandbriefe (für 100 st.) Allg. öst. Vodm-Crcdit-?Ilistal< Geld Waare verlosbar zu 5 pCt. in Silber 108.- 108,50 dto.iu33I.ntckz.zu5pEt,inlj.W. 90.75 91,— Nationalb. auf ü. W. vcrluöb. zu 5 p(5t,.......95.25 95,50 Oest, Hypd. ,u 5'/, PCt. rllch, 1878 98.50 99. - Ung, Bod.-Cred.-Aust. zu 5>/, pLt. 92. - 92.50 »'. PrioritätSol'liaationeu. i. 10'^) si. °. W. Geld Waare El,s..Wrstb. in S. verz. (I. Lmiss.) 90 25 90 50 Ferdinands,Nordb, iu Silb, vcrz. 107.- 107.50 Franz.Iosephö.Vahu .... 91.75 92.-G.Carl-Ludw, B. i, S. verz. l. Em. l00. - 100.50 Oestcrr. Nordwcstbahn . . . . 89.70 ^ Siebcnb. Vnhn in Silber licrz. . 88.2^ , ^ Staats. G. 3"/« -'. 500Fr.,.!. Em. 134 ^7 ^.,>,0 Sl!db.G.3^-.500Frc.....112.2> " Sl!dl).-ÄMls 6 °/„ (1870-74) „.,c,.^ i.500FrcS °.....238.^^. «. Privatlose (per Siilck.) ^ Crcditanstalt f. Handel u. Gew. G^ld ^ ^ zu 100 fl, ö W. . . . . .166 50 1'^ Nlidolf-Stistung zu 10 fl. . . 15.^ ^ Wechsel (3Mou,) Geld -" > Augsburg für 100 st, südd. W. 102 90 1"'^ Fraulfllrt a.M. 100 sl. detlo 10^-^ ^,'i,i0 Hamburg, filr 100 Marl Val:c° 90 90 >.^ «audon, filr 10 Pfund Sterling 121 20 " 50 Pari.', filr 100 Francs . . . ^>" EvlN'H der Gcldsortett Geld /ss <,I l" K. Milnz-Duclltc,: . 5 st. 90 lr. 5 >l- ^ „ Napulronild'or . . 9 „ 94 ., >' " «^ 1 Silber . . 12l „ 75 „ 12ii " " , ______ Pr<< Krainische GrundcnllaNungS - Obligat'"" ' vatnol.rung: 6« 50 O6d. 90 Waatt