LMacherWMtung. Nr. 209. Pränumerationsprei«: Im Comptoir ganzj. ss. ^l. balbj. sl. 5.5<». ssllr d,e ^ussellunss «„« Haus haldj.5»lr. Mit der Post nanzl. ft. ,5, halbj.fi. 7.5». Samsülss, 12. September Insertionsgebühl bis in Zeilen: lmal 60 lr., «m.ttolr., «m.i fi.z sonN Pr.Zeile lm.s lr., »m.«fr,, üm.io lr. u. s. w. Ins«rtio»«ftempel jedcsm. 3li7, 2 Bdc.) Es war dic Absicht des Vcrfasscrs: durch ci.,c Art von Gcschichtc nno Mylhologic dcs Gcistcrglan ^"t<, d. I). „durch die Hns"M!imisttIl>mq d?S über dcn Gegenstand ttadilioncll Gcgcl'cncn, insbcsondctc dessen, was sich da,über i>n heidnischen nnd im christlichen Alterthum und im Bncichc des VoMalanbcns nnd dcr Vültss.>ac findet, cinc Aincallüg zum cistcncn Nachdenken nnd znr Grstallnng eigener freier Ansicht über dcn Gc-gc»stand zn ucbcn." Ucbcr dus blos mythologische In^ tcrcssc hinaus leitet ihn das Bestreben in diesem dun-kcln Gebiete Licht zn fi'idcn, ..dnrch kritisch? Ausscheidung dcs ullzn Unsichc'ln, Phantastischen und Unglanblichcn Notizcn, Mutciialicn und Fingcrzcige für cinc mil 'hirm Gegenstand vollen Ernst machende Gcistciknndc odcr Wissmschuft dcS Gcislcrlcichs zu gewinnen, wic er sie bis zn cii'cr gewissen Gränze hin, wo unsere Er- fahrungen, Begriffe nnd Einsichten zn Ende gehen, für keineswegs unmöglich hält." Dieser dem dermaligcn Stande menschlichen WisscnS entsprechenden Sclbstbc-schränlnng gemäß bictct cr cinc anSgcwählte Beispiel« sammlnng dcr verschiedenen Hauvtgaltunaen nbcrnatür« lichcr Phänomene, welche dnrch ihre im ganzen anzuerkennende Vollständigkeit, vielleicht mehr als dnrch die dabei gcüdtc, dem modernen Skepticismus schwerlich genügende Kritik, sehr geeiguct ist, das Interesse für diesc PlMwmcnc allseitig zu wcckcn. nnd znr veralci. chcnden Einsicht in das gcmcinsamc Wcscn aller dcn Weg zu weisen. Indcsscn ist cin vernünftiger Gebrauch derartiger Sammlnngcn, l,otz der außerordentlichen Wichtigkeit dcs Gegenstandes, die allergrößte Seltenheit; denn wcnn auch die Mehrzahl dcr Lclcr sich nicht schlechthin nn-Mnlng dazu verhielte, so stimmt doch das Urtheil selbst der Glänliigcn meist nur mit dcm nbcrcin, was Sir Walter Scott jcner Dame sagte, die ihn wiederholt gedrängt, ihr seine Meinung über Gcistcrerschcinungen zn offenbaren; „Die Wahrheit ist — cs gibt außer, ordentliche Din^c in dieser Welt, über die wir keine Rechenschaft geben können; abcr cs ist nicht rathsam, viel daran zn denken: unser Verstand erträgt cö nicht, nno niemand wird gern in seiner acmzcn Bekanntschaft fnr närrisch geltcn." Al'cr sic sollten sich stcts crin-ncln, daß dcr Glaube an dic Existenz und das H.-rcili ragen einer überirdischen Welt in die irdische nicht etwa nur hysterischen Wcibcrn nnd solchcn Männem rignc,, dcren Urthcilskraft mit dcr Phantasie durchgeht/ s""'. dern sich anf allcn Stufen dcr menschlichen ^'"^7, dcr nicdriastcn wie bci dcr höchsten ph'Mch"', '"""" 159« durch das Nccht nach verfassungsmäßigen Gesetzen den N cchtsst a at bildet. Dic Alisbildnng demselben fordert aber, daß die Grundsätze, nach welchen die Fnnctioncn dcr Staatsgewalt ausgeübt und wodurch die Verhältnisse dcr Staats bürger znr Staatsgewalt gesichert werden sollen, in den Grundgesetzen vorgezeichnct werden. Diese Grnndgesetzc bilden das Vcrfassnngs-recht- sic gchiinn zn den inneren Schutzeinrichtungen im Staatslcbcn. Der Vcrsassnngscid und die Mi-nisterverantworllichtcit sind die ä u ß e r c n Garantie n der Verfassung. Den ganzen StaatSkörpcr dnrchdringt die gesetzgebende Gewalt, weil diese nicht mir die Rechtsord' mmg und die Grnndlagc staatlicher Existenz schafft, sondern weil sie anch jene staatlichen Institutionen in's Leben rufen soll, welche daS ganze Volksleben in seiner Freiheit nnd Entwicklung berühren. Die anderen Fnnciionen dcr Staatsgewalt, dic man gewöhnlich in die vollziehende und richterliche abtheilt, beziehen sich nnr anf einzelne Nichtnngcn des Staatsltbcns. Hänfig aber wird die vollziehende Gewalt mit dein Regierungs- oder Vcrwaltnngsrcchlc verwechselt, nnd in dieser Beziehung wollen wir den Unterschied klarstellen. Die Vollzugsgcwalt besteht in dcr Physischen Macht zur Durchführung der Gesetze, Verordnungen nnd Vc-fehle. Die Ncgiernng als Träger dcr Verwaltung hat jedoch selbständige Willensactc zum Inhalt ihrer Aeußerung; sic hat nicht nur dic Beachtung der vom Gesetzgeber sanctionirtcn Gesetze zu überwachen und znr Ans^ führnng zn bringen, sondern sie hat anch innerhalb des Nahmens dcr Gesetze selbständige Beschlüsse zn fassen nnd znr Fördernng der persönlichen, wirthschaft' lichen und soeialcn Entwicklung dic nöthigen Anstalten und Vorkehrungen zn treffen, um dasjenige in's Lebe» zu rufen, was dcr einzelne nicht zn schaffen vermag und was doch nach den Bedürfnissen des Staates nnd seiner Bürger geschehen oder verhindert werden soll. Die Vcrwaltnng änßcrt sich daher als die überwachende, schützende, pflegende und in einzelnen concre-ten Fällen als die verordnende nnd entscheidende Macht im Staate. Und in dcr Harmonic mit den Gesetzen deS Staates liegt das verfassungsmäßige Ver -waltungsrc ch t. Die Rcgicrnngsgcwalt wird in dcr constitntioiiellen Monarchie nach Verfassung nnd Gesetz dnrch verantwortliche Minister nnd die denselben untergeordneten Beamten ansgcübt nnd änßert sich alö staatliche Macht durch eine Reihe von im Gesetze begründeten Befugnissen lind Rechten, wohin gehören: die Amtshoheit, die Ehrcnhohcit, die Vertretung dcs Staates nach Innen nnd Außen, die Odcranfsicht im Staate, das Vcrordnnngsrccht, das Recht der Pnblil'ation santtionirtcr Gesetze und das ZwangSrecht znv Dnrchführnng aller Gesetze nnd Verordnungen. Die Verantworllichkeit der Organe dcr Staalsvcr^ waltung kann sich aber, wie bereits erwähnt, nicht blos auf die Minister beschränken, sie ist anch anf die den Ministern untergeordneten Beamten nach Maßgabe dcr Disciplinarvorschristcn auszudehnen. Inwiefern neben dicfcn Bestimmungen des obcr-wähntcn, hier zum nähern Verständniß erläuterten Gc-setzeS die Vcrlctznng der Priuatrcchte dnrch VcrwaltungS-acle ein Kl a gerecht gcgcn den Staat oder gegen den Beamten, von dem die Amtshandlung ausgegangen ist, gewährt, wiro durch ein besonderes Gesetz nur- mirt werden. Durch ein solches Gesetz wird nicht nur die Rechtssicherheit, sondern es wird hicdnrch auch das Ansehen dcr Behörde befestigt nnd dcr gesetzliche Gehorsam erleichtert. Dahin gehen die weiteren Bestrebnngcn dcs ReichöralhcS, nm einen Rechtsstaat in Oesterreich anf breitester Grundlage zu schaffen. Arainischtt' Landtag. 10. Sitzung. itaibach, 11. September. Die Sitzuug wird um 11'/.^ Uhr eröffnet. Schriftführer Taocar verliest das (slovcuischc) Protokoll der letzten Sitzung, das, nach einer vom Abg. Koren verlangten Abänderung, vom Hanse genehmigt wird. Dcr Vorsitzende theilt mit eine Petition dcr Gemeinde Ncumarkll nm Ablehnung dcr vom Lan-dcöausschussc beantragten Enmnlirung des Wahlbezirks Stcin-Radmannsdorf-Ncnmlultl mit jenem von Krain-bürg und Lack, und eine Petition dcr Stadtgcmcinde Radmanns dorf um Ablehnung dcr beautragtcn Enmnlirung deS Wahlbezirkes mit jenem von Krain-bnrg. Werden dcni Ansschussc für die LandtagSwahl-orduung zugewiesen. Ferners theilt dcr Vorsitzende mit, das; der Bericht des Landcsaudschusscs über den Wahlact von RndolfS-wcrth, Gurtfcld, Mottling, Tschcrucmbl, Landstraß nnd Wcixclburg und dcr Bericht des Finanzansschüsses über die Panschalirnng dcr Amtö- nnd Kanzlcierfordcrnisse der landsch. Aemter und Anstalten nntcr die Herren Abgeordneten vertheilt wnrdc. 1. Abg. Kromer rcferirt namens dcs Finanzausschusses über die Anträge dcö LandcsausschusseS, betreffend die sliftbricfmäßigc Verwendung des P. P. Gla-var'schcn Armen- und Kranlcnstiftungsfondcs. Die Anträge werden ohne Debatte angenommen uud in dritter Lesung znm Beschluß erhoben. 2. Abg. Kromcr rcfcrirt in Betreff dcr Uebernahme mehrerer Stiftungsfondc in die Verwaltung dcr Landcsucrtrctung. Es cntfpinnt sich eine Debatte in Betreff dcö vom Finanzausschüsse beantragten Abzngcs von 5> pCt. der Iahrcscrträgnisse für die Vcrwaltuugskostcn. Abg. Dr. v. Kalten egg er beantragt unter An« crtcnnnng dcr formellen Berechtigung des Bandes, mit Rücksicht auf dic ohnehin dnrch die Zinscnrcdnclion von 20 pEt. eingetretene Hcrabinindcrung dcr Stiflnngs-crträgnissc nnd auf den voraussichtlich geringen Ertrag des Abzngspcrccntcs, da dic Iahicörcntc dcrStiftnngcn nicht mehr als 21.000 fl. beträgt der Landtag wolle beschließen, der Abzng habe 5) pEt. nicht zn überschreiten nnd sei nach Thunlichkcit zn ermäßigen. Der Antrag wird von dcr Rechten unterstützt. Abg. Dr. Eost a: Es wäre allerdings großherzig, die Stiftuugssondc in unentgeltliche Vcrwaltnng zn übernehmen, und er für seine Person habe sich im Landcs-anöschnsse und im Finanzansschnssc jenen angeschlossen, 'welche gegen den Abzng sind. Allein, heute sei er anderer Meinung. Dcr Vorredner selbst halte heute seinen im Finanzausschüsse gestellten Antrag anf gänzliche Anflaffnng dcs AbzngcS nicht mchr aufrecht. Die Staatsverwaltung habe selbst mit den Abzügen begonnen, als sie Stempel nnd Eonpousabzügc vorschrieb. Die Regierung selbst hatte schon daran gedacht, einen Vcrwal-tnngsabzng cinznführcn. die Fondc werden also jedenfalls einen Abzng sich gefallen lassen müssen. Ucbrigcns sollen dic 5 ftEt. nicht den Gcnnßbcrechtigten abgezogen, sondern ans den In tercala ricn eingebracht werden. Die Kosten der Verwaltung werden jedenfalls nicht nntcr 5 pEt. betragen, das Land, welches ohnehin schon soviel Steuern zahle, könne dicfc neue Last nicht ohne Entgelt übernehmen. Referent Kromer: Der Staat sei eben durch die unentgeltliche Verwaltung dcr Fonde dahin gclanat, daß er jetzt die Last auf das Land abwälzen müsse. Dasselbe köunc dem Landcsauöschussc begegnen. Bcicilö werde ein 40pct. Zuschlag fiir die Bedeckung dcr Lau« dcs- nnd Grnndenllllstllngs'El'sordcrnisic cingchobcn, demnächst stehe dcr Ausbau der Realschule mit dem Kosttübctragc von .'50—40000 fl., die Erweiterung dcö Irrenhauses mit einer Bermehsnng dcr Iahrcsauslagcn nm W00 fl., die Uebcriwhinc dcr Triestcr Findlinge mit jährlich 12000 fl. bcvor. Es wcrdc sich ein Zuschlag von von 5—(i pEt. als nothwendig herausstelleu. Beim Grund-Cntlastlmgssondc Hänse sich ciuc Schuld anf das Laud, die ihn (den Redner) erschrecke, zn Endc dcr Operationspcriode werde das Land ein Eapilal von 9 Millionen zu ucrzinscn h^dcn, wozu 45 pCt. der Gc-sammtstcncr erforderlich sein werde, Dcr Studeutcustiftuugsfond repräscntire ein Ea-pital von 400.000 fl. und eine Iahrcsrentc von 20.000 fl., eö können daher noch immer 200 Stiftlinge « 100 fl. belhcilt werden. Im gewöhnlichen Leben fordere mau für Administration 8 pEt., nnd es werden auch mit 5 M. nur die uothweudigstcn Auslagen gedeckt werden. Dcr Antrag Ka lie u eg g er ' s blieb bei der Ab-stimmung in dcr Minorität. In der Spccia ldcbattc bemerkt Dr. T o -m a n, er schließe sich dem Antrag dcs Dr. Kalten- egger im Princip an, werde aber gegen denselben stimmen, weil das Land nicht in dcr Lage sei, die Ansingen dcr Verwaltung zu bcstrciteu. Dcr Herr k t. L a u dcsp räsidcu l macht aufmerksam, daß es im Sinne des Antrages liegen würde, die Stilisirung des Antrages dcs FinauzansschnfseS in einer Weise zn ändern, daß es klarwerde, daß zurEm-bringnng dcs Abzuges znnächst die Iutcrcalaricn verwendet werden sollen. Dem zufolge erklärt sich Abg. Kromer namcus dcs Landes- uud dcö Fiuanzau^ schusses einverstanden, daß in den Antrag die Stcllc eingeschaltet wcrdc: „ans obgedachtcn Fon den, rücksichtlich aus dcrcn Iahrcsübcrschüsscn und Iutcrcalaricn." Dcr Antrag des Finanzausschusses wird sohin in der Speeialdcbattc mit obiger Stiländcrnng an gell oinmeu. ^i. Abg. Dr. Blciwcis erhält das Wort zur Begründung seines in dcr 8. Sitzung gebrachten Antrages anf Abändcruug dcs § 57 dcs Gcmcindcstatutcs der Stadt Laibach, woruach zur Beschlußfähigkeit die Anwesenheit von mindestens 10 (von 30) Mitgliedern nothwendig, dem Bürgermeister die Vcrhängung eines Pönalcs pcr 20 fl. für das ungerechtfertigte Ausbleiben eines Gcmcinderathcs znstchcn und dcr Verlust des Mandates bei zweimaligem ungerechtfertigten Ausbleiben ausgesprochen werden soll. Dr. Blei weis besieht sich zunächst auf die Oc-meiudeordnung für das flache Land, welche in § 42 eine Strafe ftr. 10 si. auf das ungerechtfertigte Ausbleiben verhängt. Unser (dcr Stadt Laibach) Gemcin-dcstatnt habe hier eine Lücke. Die Einführung des Pö-naleS rechtfertige sich dnrch die Wichtigkeit der Gcmcin-dcbcrathungcn, mit deren Einstellung auch dcr ans dem Gcmcinderathc gewählte Magistrat seine Thätigkeit einstellen müsse. Daß das doppelte Pönale beantragt werde, rechtfertige sich durch dic Betrachtung, daß daS Randvoll arm nnd nnwisscud sei, in dcr Hanfttstadt herrsche dagegen Eapital und Intelligenz (große Heiterkeit im Saal und anf der oberen Gallcrie). In dem Gcmcin-destatutc der Stadt Laibach fei eine Strafe von 100 st. für das Ausbleiben von dcr Bürgermcistcrwahl fixirt. Es könne sich leicht dcr Fall ereignen, daß durch die factische Sistiruug dcr Gemcinderathssitznngcn die Gemeinde blos aus einem Hanpt ohne einen Leib bestehe. Ucbrigcns geschehe den Ansblcibcndcn kcin Unrecht. Wer mit den: Gange dcr Dingc im Gcmcindcrathc nicht ein-verstanden sei, möge sein Mandat niederlegen. Ein Widerstand (nix»,-), der eS anf eine factische Sistirung dcr Gemcindcrathssitzuna.cn abgcschcn habe, sei eine Anslch nnng gegen daS Gesetz (s'uol /.<»ii (^li^«ll,ll) jo Vl!,il»vlll>, «lld .!' scheu und intellcctuellen Ausbildung, findet. Ohne Zwci< fel ist dec erste Schritt zn einer Belständignng über diese Dingc: sich klar zu machen, daß die Ueberzeugung von der Realität dcr Oeistercrschcinnngen teineo-wcaS nothwendig die Ueberzeugung von dcr objectiven Wirklichkeit des dcn Sinnen sich daistcllcndcn Bildes voraussetzt. Das, was dcr Visionär sieht oder höll, läßt vom gläubigen Standpunkt aus eine zweifache Deutung zu. Man kann nämlich daS Eidolon oder Gcsucnft als unmittelbare Sclbstdaistcllnug des ihm zn Grund liegenden Wcscns betrachten, inocm man, wie Dannicr, mit ältcrcn m,d ncl.clcn Psychologen an nimmt: „daß sich uon dem äußern, sichtbaren, stofflichen Lcibc, der fich ill stetem Flnß nnd Wcchscl sci< ucr chemischen Elemente befindet, nnd nur dem Un< wissenden als etwas bchanlichcs zu gcltcu vermag, ein innerer, unsichtbarer unterscheide, von welchem jcncr äußcrlichc nnr das Nachbild sci," und wclchcn, als dcr Seclc zngchölig, der irdische Tod nicht aufznlöscn vermag. Man kam, adcr anch daS sich da,stellende Bild als eine bloße Wirtuua. dcs sich lundgcbci'dcn Geistes auf die Seele dcs VisionärS betrachten, welche, die ihi gewordene Anregung auf die Einncsnerocn übellra-gcnd, anf einem, rcm normalen physioluMicn Vor« gang entgegengesetzten Wcgc das Bild nach außen wirst In diesem Falle würde dcr Erschmuina als solcher nnr eine subjective Realität zukommen, aber gleichwohl den Grund der Erscheinung nicht rmc bloße Sinnestäuschung, d. h. nicht ein blos eingebildeter, sondern ciil wil'llichcr Vorgang bilden, (Schluß solgl) 1529 iil> oix'üvi^üül, Ili mornj^ iüxli t!vc> li^li'ni V8n c n. Zu l^ 7 (wornach dic Vcrthcilungsvelhandlung den nach dem Patent vom 5. Inli 185)3 cingcsel.Ucn Commissionen znstchcn soll) crlänlert Dr. To man als Referent, das; nrspnmglich dcr Lcmdcöansschnb cuen» Well diese Vcrha>,dlnna.cn den k. l. politischen Bezirks--bthördcn überlassen wissen wolltr, davon sei obgcgan-! l!eu worden, weil die jetzt bei dcr Grundlastcii> nnd Selm'tntenadlösung bcschäftigten Beamten die einschlägigen Verhältnisse am besten kennen. Abg. Dr. Costa beantragt die Weglassung der Worte: ..nach dem Patcntvom 5. I u l i 1 8 5 Z" lbcrnfcncn Behörden), wodurch obige Eventualität offen gehalten werde. Abg. Dr. Tom an findet keinen wesentlichen Unterschied in dieser stilistischen Abänderung, worauf Dr. Costa seinen Antrag zurückzieht. Nachdem noch Abg. Piutar gegen die Fassnng des Nusschussantragcs wcgcn der großen Kosten dcr Grundlastcna'olösnng^commission gesprochen, und Dr. Tom an vül-s.cschllMn, zn setzen: „><.!"' .!>>> »i vü'« (wo leine Grnndlastcnal'l0slii'gsl.'ommissioncn mehr bestehen), >)i>,^'l»>Ki" (der politischen Behörde), wird 8 8 in dcr Fassnng des Ansschusscs angenommen. Abg. Baron Apfaltrcrn stellt den Antrag, das besetz möge znglcich in deutscher Sprache mit Nück> slcht anf jene Genieinden, welche des Slovcnischcn nicht kllndig, erlassen und entweder der ^anocsausschnß oder k'nc andere Commission mit dcr Abfassung des dcntschcn Textes belrant werden. z Dr. Tom an: A'eil die slovcnischc Sprache im! yanzcn Lande verstanden wird, so sei cr dagegen, daß bie Uebcrsctznng officicll durch den Landcsansfchnß geschehe, habe aber nichts cinzuwcndcu. wenn etwa die ^andcürcgiernnss cinc Ncbcrsctzung besorgen wolle. Es ^icn früher wichtige Gesetze, z. B. das Ocmcindcgcsct», "usschlicßlich in deutscher Sprache erlassen worden l">d man habe keinen slovcnischen Tcz.t verlangt. Der Vorsitzende bemalt, daß cr dcn Antraa bes Baron Apfaltrcrn znr namentliche n Al'stim-Mnna, biil'gcn werde. (Dr. Costa: Oho! Kromcr: Wir werden sehen, wie die Herren die Glcichbcrcchti-8>ma verstehen!) Bei dcr nnn erfolgenden namentlichen Abstimmnng stimmen mit Ja: Apfaltrern, Dcschmunn, Kal. tcncgrr, Iof. 5? oöler, K r o m c r, Langer, R a-N c r n, N ndcfch, Savinschcg, W urzba ch. Mit ^icln: Barbo, B lciwcis, Costa, Grabrijan, ^"Noviz, Koren, Kos, Kramaric, Pintar, 'n5!."^ "^"' Tavca^, Tcrpinz, beide Tonte S.m.?'s.."^^' 3°^' Abwesend 8Al'gcord-N)S^me!/^.g"'^^^^^^^^ hiebei von der Verlesn.Ig !i^n m7e7'!' !-? Das Gesetz wird sofort in dri tte/3° "^ ^ ' nommcn. '' -^' Der Vorsitzende schließt (um 1 Uhr Mittags) dic Sitzung nnd setzt dic nächste anf Montag mit liach^ ukhcndcr Tagesordnung fcst: ... 1. Wahlact von Rndolfswcrth und den dazu nc-^rigcn Städten und Märkten. 2. Gericht des Finnnzausschusscö übcr die Pau-Mlirung dcr Kauzlcicrfordcrnissc dcr laudschaftl. Aemter ">w Laudcsanstaltcn. 8 ^-.^ ^"^ dcs Abg. Svctec anf Abänderung des ^ 45 der Geschäftsordnung. 4. Berichte dcs Pctitionsausschnsscö. Ueber cinc Bemcrlung dcs Abg. Dr. C o sl a sichert c Vorsitzende die Lithographiruug'nnd Vcrthcilung dcs b ^?- ^5 ^^'. ^ " ^ " ""d das gleichmäßige Vci. '"ylen fnr d,c Folge zn. Oesterreich. Prag, lO. Sclitcinlicr. (V u m C h l u m c r Mc c« ting.) Das Ober Vandcogcricht hat dic Strafe gegcn dcn Angcllagtcn L>'bstl), w^lchcl dcn ilöüiggrä^cr Krcis-hanptm.N!n bcim Chlnincr Htecling lyällich "insnllirtc, von vicrmonallicher ailf achtzehnlilonallichc Kcrtcihaft erhöht. Ausland. Belgrad, '.». September. Die l. ungarische Ne^ gicrnng hat die in Ungarn licgcudcu Güter des EMr sten Alexander i! ara gc o rg icv i cs für Rechnung dcr serbischen Regicrnng init Scqncster bclcgt. 9tcw - Oork, 8. September. (Zwischen Un ionstrnpPcn nnd Indianern) sand ein Gc-fccht im Fort Dodge (Kansas) statt, wobei vmi dcn Unionstrnppcn vier Mann gctöotct und ficbcnzchn verwundet wurden. Die Indianer wurden besiegt; deren Verlust ist uubckannt. — Die chinesische Gesandschaft ist nach England adgcrcist. Locales. — Se. tais. Hoheit der durchlauchligsle Heir (5rz-hcrzog Albrecht wohute gestern Vunnillags in Ableitung dcs Hcnn F.-M.-L. Vaion Maroicic einem Manier dci Garnison an der Cculstävtel-Linie bei, uno reiste mit dcm Mittagszuge nach Marburg ab. Se. lais. Hol)c>il hattl: sich bci dcm volgcstern in Oberschischta im Hause deo V. Lanrpic «usgcblvcheuen Arande sofort auf die Arandstültl: degcdeu, vetwtilte dafcbst mit dem Hclin t. l. Lanocsplüsiocntcu Conrad u. ^ybcvjeld durch cine volle Stunde und mulltcltc di,: Anwesenden zur thäligen Hilfeleistung auf. — Dem Professor am hiejigcn G y m n a-fiumDr. Iatol) Rumpf «,urde die an der t. t. thcltslamfchcil Atadcmie in Wien elltdiijte Professur lür Mathcmlllit und Physil verliehen. — (Localpolizeiliche Amtshandlungen) wurden im Monate Auguft vorgenommen: ü Vcothackerti-Neuisioucn i 14 Fleischnachwaglulgei,: '^ SchlaäMcalitäten-Neviswnett: !) Ol)>lrev>siuncn ^ ^l Ansiündc i «^ Confiscalio-licn uon Wagln und Mähen i 4 Aostände wegen Stand-allfüellung! !i Hausdurchsuchungen i 75 Verhaftungen: 49 Anzeigen an die Strafgelichle - 4 Ahjtrafungen wegen Nicht« zuhaltung dcr Sverlstunoe- ü"< undsre localpolizeiliche Au-iNafunzen-, 41 Verhaftungen wegcn Äetlelns i >i2 Ab->ll,a>u»gc>l wegen Vcttllnö und 51 zwaugsweife Entfernungen. — (Didc es a nuerä n deru» gen.) Die Hellen Martin Dercal uon Odlat nach Hrcnoviz; Mathias Z a l-ni t uon Lajchilfch nach Olilat i Felix Ht >, i sic von S. Mar-lin l)ei,^lUai «ach Lajäntsch; Anton Zupancil^ Seniinar-g^isllichlr, nach ö. Malti» bei Lltlai i Johann I a » ö a aus S. Ma>un vei Liltai als pro». Cooperator »ach Pvdvclo: A. Stufca, neu ausgeweiht, als Cooperalor und Äene-fi»,iat nach S. Marlin bei Llttai: Ernst Cubar au«! Doline nach Plcdahl; Loc. Gerjol auv Hriligeutieuz bei Lanr-' suah nach Dolina-, Ioh. Kilar, neu auögcweiht, nach Hei-ligenlreuz dci Land>uahi Vait. Rainous aus Tol nach UlNel-Iolia; Mattin Puc aus Tfchcrnemdl nach Vol; Zr. ^icgllu aus Senofclsch nach Kionau : Ioh. (5 a o e z aus Grafenbluun nach Senoscllch; Iat. Iuuan aus Stopll>ch n.^ch Ocafendlunn: Ioh. Kobilica, neu ausgc-weiht, nach StovNjch; Iatob Gros aus S. Lorenz an der Tenuniz nach H.il.^ttcuz bei Thuin: Leopold Goren»:c aus itopiiunil nach S. Lorenz a. d. Temeniz; Fr. (5er. nalogar, neu ausgeweihl, nach Kop^iunil! Anton Fetlich-Zranlhcim aus NeumalM nach Fcanzdorf; Fr. Urancic aus Tfcherncmdl als eistcr Caplan nach Aillichgraz' Ioh. Pcial aus Poduelb nach Ooelfelo! Martin MeS, neu anögeweiht, nach Möfchnach; Kosmas P a v I»c aus Saiiach nach Ncumattlli Heunich Zag°rjan aus Tschemschenit „ach Sailach ; I. V > ndiüar aus Ahüng nach Mchchletten : Plim. Jan aus Polönjlt "°ch Ahling; Ioh. Bercie aus Ltuoenc nach Polsnjlt'. Andr. P o g o r e l c aus Unter-Ivlia nach Sludeiuc: Ios. Ger car aus Hreoooiz nach S. Ruprecht! Ioh. Karlin, 2emi»alsgc>su>cher, nach Hie-nouiz als zwnler Caplan: I"h,- Pint dach, n.u anöge-welht, nach Tfchetlumdl i Fc. Slupiea, ncn ausgeweiht, »ach Evidenz, (fovrespoudeuz. <-''<: VrUllNdorf, I1. Scptcmdcr. In nnselcr Gegend halten sich drei aibeitoschcu«! Vuricke auf, wclcde tagüber in l dcn nahen Waldung» hinter Sonnegg die Früchte ihrer nächtlichen Thatigleit verzehren. Sie glauben nach dem Vers des Horaz sil,6 cuim>"' u-l!, zu sein. Tie "üchtlichen Diedslühle waren zwar, wie man hier sagt. nur Mausediedslähle, d. h. die Vagabunden haben uolläusig sich z nur an itleungleilen vclgl'sfcl', "bcr die hiesigen Vewohner ! fürchten, daß sich dieser Sinn immer mehr entwickeln werde. Aus diesem veranlassend«» Grunde, wobei wohl aucb ge- ^ulchligele» Moliuc in tie Wagfchale fallen mögen, beabsichtigt der Gcmemderalh >)>", °" ^clllfflNder Slelle vm Anf-slcllung eines Gendarmerlsposlei'.s zu bitkn. Alleidings dürste der Geldpuntt u«o der aliquote Beilraz aus dem GeMtindtsÄcltl zn l§>öitc>ungen Anlas; geben. Uebng,'n6 hat uor mehreren IaDrcn hier hercits ein Gendaimeiicpoflcn bestanden, welcher im Hc>u',e des jüngnen Stembou, mitlen im Dvlfe gelcgc», unlergeblacht wal. — Neulich be»ül)ten die Iiebe sogar die Kirchenleitcr, um sich das Obst aus oem Pfarrhofsgalten zu holen. Auch den Kartoffelfeldern wird arg zutscht. Wenn diese fortwährenden Diebereien einmal recht übclhand nehmen, wird man wohl endlich zum Institute dcr Feld - und Gartenwächtcr greifen müssni, wie solches mit Erfolg in Oesterreich und Mähren lange schon beslrbt. . Jus dcn Landtagen. Prag, 1X>. September. In der heutigen Land« tagssitzuug ist dcr Ministerpräsident Fürst Auerspcrg anwesend. Es wurde dcr bericht dcs ^andcsausschusses bctrcsfcnd dic Regclnng des Assccnrauzwcscns in Böh-mcn vertheilt. Dcr Obcrsllandmarschall thcilt mit, daß cr dic abwesenden Abgeordneten uutcr Bezugnahme auf den § 1^1 dcr Geschäftsordnung aufgefordert habe, im Laudtagc zu erscheinen. Oraz, 10. September. Dcr Landtag nahm die Dankadresse mit 48 Et. gegen 4 nach langer Debatte an, woran Wascr, Kaiscrfcld, Ncchbaucr und dcr Rector Magnificns im Sinne dcr Verfassung thcilnahmm. Görz, l(). September. In dcr heutigen Land' tagssiyung hat dcr Rcgicrnngscommissär dic Interpellation wegen dcr Prcdilbahn wic folgt beantwortet: „In dem Bestreben dcr Ncgiernng anf das Zustandekommen dcr Predilbahn mit cincr Zweigbahn nach Udinc ist keine Vcrändcruug eingetreten." Sodann wurde das Straßen^ classificatiouS-Gcsctz iu zweiter Lesung angenommen. Iunsbrnck, !». Scptclnbcr. Dr. Harnm und Oeuosscn brachten dcn Antrag cm auf Subvcntionirung dcr Handelsschule in Innsbruck aus Landcsmittelu und auf Gcwilliguug vou Stipendien zur Ausbildung von Lehrern für Gcwcrbcfchulcu an der zu eröffnenden Kunst-gcwcrbcschulc in Wicu. Neueste M. Praa, 10. September. sDcb.) Vorgestern fand im czechischcn Klubb ciu stürmischer Auftritt zwischen Sladkousky und Nicgcr statt. Elfterer sagte dem letzterem, cr stiuzc die Nation ins Verderben. Die Span« iiung ist groß. London, 11. September. Gestern fand die erste Eonfcrcuz Staulcy's mit dem amerikanifchen Gefaudten in der Alabamafrage statt. Dcr Gesandte hat ausge dchntc Instructioncn znr Hcrbciführung dcs Ausgleichs. Telegraphische TUeckselcoursr vom N. September. 5p^c. Metalll^l^s 58.—. — !>perc. 'I'tetalliqueO nul Vtai^ und Novemw'-Ziusen 58,:iU. - ",pelc. )lati0l^,ü Anle^» 02.4U. >- 18K0.-r Zt^aiöaulcnc'i! >^,>>5. — löcliilciclicn 722. — Crrdilactle» 211.—. Land?« N5.-. — Silber N2 ?5i. — H>. l, Ducmcu 5.47. Verstorbene. Dcn 4. <3 ep l cnl d e r. Dem Hcl'ni Fcltich Frantheini, pens, t, k NrchnullgS-Ossicial, srin Kind Naimnnd, alt 5» Tage, in dcr Stadt Nr. 118. mi dcr Wnndsperre, Den 5». September. Maria Dimnil, IuwohnerSwitwc, all 78 Jahre, im Eioilipital in Folge erlitirner Verletzung, Dr» tt Eep l enil, er. Dein Herr» Adalbert Euerhart, Haiidsäiuhmachcr. seine Gattin Franzisla, gedorne Eischer, nlt 5>9 Jahre, in dcr Kapn;innvc>rs,'. Dcn 8. ScPtemb cr, Dcm Herrn Fvanz Pcrlesj, bür gcrl. Gastgüdcr und Hausbesitzer, scin Kind Iahann, alt 8 Mi-nutcn, nolhn,clcmst, in der St. Pctcrsrwrstadt ^icr. 157, an Schwäche. — Dcm Hn'rn Sprcitzcr, Maschinfulircr, sciu Kind Franzista, all 5» Taa,c, in dcr St. Pctcrövorstadt Nr. 86, an dcr ^tnndspcrrc. Dcn i». Scpl r m b c r. Fränlcili Florentinc Kraschomtz, l, l. Vail-Ingcnicnrs hinlerlassciic Tochter, alt 45, Jahre, in der Stadt Nr. 0, am ^chrfieber. — N. Nr., ein Manu, dem Anscheine nach ein ^nidnunni, bci 5>6 Jahre alt, ist im Iscaflnssc erlrnnken, von da nach St. (Mistoph übcrbracht nnd wurde gcrichllich bcschmtt. AnOefolltmene Fremde. Am 9. September. 3ra5t 3ttion. Die Hcrrcu: Dr. Vrci«nici. uun Tscherncuibl. u, Maycr, t. l. Nath nnd NciclMenlrak'llssm-Dilcclllr, von Wicn. — Tnrtschcnthal, Kaufm., nnd Frau Äastclitz, Kaus- inanin^attin, uo» Tricst — itillcr, von Nenmarttl. - Glo- b?cnit, Ocwcrlx U)„ Al>. 525,7? -l-l'l.'l SW. s. schw. f. lia.i.; I'M'-Morsscnncbcl. tagilbcr wechselnde Beiuöllmig, ''' U,fz„,i,,t. Null.üschichten schwacher Ost-, i» den »mlcre« sch'""^'^,,^ „ll^ Abends stmler Moorrmich, Dnc< Tassc^li'ltci 2l)" iibcr omi ^lorinalc. 1530 Flachsbau und >ic weiten Verarbeitung dieser W! Adolf Waudia. l. Außer den Gewächsen. welche zur nnmittelbarcr Erhaltung des Lebens dienen, kennen wir kein anderes von so allgemeiner Nutzbarkeit, als den Flache. Vom König bis zum Bettler herab fühlt jede, das Acdürfuiß cincö leinenes Gewandes. Auch beschäftiget und ernährt der Anbau dicfcr Pflanze, mit del daranf folgenden weiteren Verarbeitung, eine größere Anzahl Mcnsäien, als vielleicht irgend eine der übrigen, welche man in Europa zieht. Ob zwnr in Kram der Flachsbau mit großem Fleiße betrieben wird, so wird es doch nicht überflüssig sein über wichtige Cultursgattungeu Belehrungen zu geben, da es noch viele giebt, die deren sehr bedürfen. Der gemeine Flachs findet sick in Spanien, in der Schweiz und auch in anderen südlichen Gegenden wild. In Egyptcn wird er 4 Fuß hoch und so dick, wie gemeines Rohr. Aber auch in einem nördlichem Klima gedeihet er sehr gut, wenn er bei gehöriger Wartnng, einen fruchtbaren Boden erhält. Es gibt hiervon eigentlich zwei Arten: Klanglcin (Spring flachs) und Dorschlein. Der Same des Klanglcins ist heller, und die reifen Samenkapseln springen mit cincm Klänge, oder knistern von selbst anf. Er reift auch gcschwiudcr als der Dorschlein. Die Stengel sind zwar kürzer, geben aber doch weicheren, weißeren und feineren Flachs. Doch bauet man ihn nicht sehr häufig. Der Dorschlcin hat dnnllcn Samen und liefert längeren Flachs, der mchrcnthcils grünlich nnd wenn er stark geröstet worden, etwas schwärzlich aussieht. Diese Farbe schadet seiner Güte nicht, den sie verliert sich wieder in der Folge dnrch daö Bleichen, wofern sonst nichts bei der Znbcrcituua, versehen worden ist. Zu dem Geschlechte des Lcius gehört auch der sibirische Lein (I^imim M-01M0). Er erträgt jede Kälte. Eine Wurzel bringt zuweilen 20 bis F) Stengel. Er treibt Schößlinge oft nnter dem Schnee, allein der Anbau ist nicht anznrathcn, vornehmlich da er auch gröbere Fäden, als der gewöhnliche gibt. Der neuseeländische Flachs (?liormium wimx), eine besondere Pflanzengaltmig, übertrifft allc andere Gc^ wachse dieser Art nnd verträgt das europäische Klima, Der Anbau dieser Pflanze ist vorthcilhaft. Bei dem Flachsban überhaupt kommt es zuerst uuf einen natürlich guten und wohl vorbereiteten Boden an. Ein feuchtes, doch nicht ;n nasses, lockeres und fettes Erdreich ist für diese Pflanze das beste. Den Mangel der beiden letzteren Eigenschaften kann der Fleiß des Menschen durch Düngen und Graben oder Pflügen ersetzen. Diese Zubereitung des Ackers geschieht im Herbste. Frisch gedüngtes ^and bringt besseren Samen, aber schlechteren Flachs. Will man also viel guten Samen erhalten, so düngt man den Herbst zuvor, hat man aber die Gewinnung cincS schönen Flachses zum Zwecke, so säet man in ein fruchtbares Krautland, welches in vorigem Jahre gedüngt worden ist. Das Pflügen cdcr Graben muß vom Herbst bis zum Frühjahr zweimal nnd wenn das Erdreich nicht von Natur mürbe ist, dreimal wiederholt werden; jedoch das lctztcmal wenigstens vierzehn Tage vor der Aussaat, damit der Boden Zeit habe, sich zn setzen. Weil das Gedeihen des Flachses so sehr von der Witterung abhängt, so rathe ich eine dreimalige Aussaat an. Die erste, die sogenannte Frühsaat - geschieht im März oder im Anfange dcS April, am sichersten, wenn das Lindcnlaub ungefähr die Größe eines Zchnkrcuzerstückcs hat. Die zweite Saat — fällt in die letzten Tage des Aprils oder Anfangs Mai. Im allgemeinen ist es die beste Saatzeit. Die Spätsaat endlich nutcruimint man zn Ende des Mai oder An fang Juni. Eine andere Hauptsorgc ist dic Aufchaffuug ciucs guten Samens. Vor Zeiten hielt man den licflän-dischcn oder rigaischcn ^cin als den vorzüglichsten, der , auch stets den höchsten Preis hatte, l Zwar können wir überall gntcn Samen erzielen, da, wie ich schon früher erwähnte, auch die Güte des-. selben hauptsächlich in dein Alter nnd der Reinheit ihren - Grund hat. Der ^einsame steigt bis sechs uud sieben Jahre , in seiner Güte. Die Tiefländer haben frühere Zeit deu frischen Samen in Deutschlauo angekauft, ihu licgcu lassen und dann nach fechs Jahren mit bedeutenden Vortheil uus wieder verkauft, daher der licfländcr Same so einen guten Ruf erhielt. Beweis dessen ein Zufall bei einem Samcutausch. Eine Dame tauschte rigaischcn Samen gegen ihren ansgcartctcn ein, uud gab dem Kaufmann eine ansehnliche Sumim barcu Geldes dazu. Nach sechs Jahren licß sie wieder von demselben Kanfmaun licflündischcn ^cin kommen, uud fand bei dem Ausmcsscn ihren Ring darin. Jetzt erinnerte sie sich, daß sie bei jenem Handel etlichemal in den Sack, worin ihr eigener ^cin befindlich war, gegriffen HM, um Proben davon vorzu» zcigeu. Daraus kann man schließen, daß diese Frau wieder ihren eigenen Samen eintauschte, der auch vortrefflich war. Alter Same gibt deu schöusten Flachs uud artet nie aus, wo foust bei der gewöhnlichen Behandlung alle vier Jahre der Same ausartet. Mau bchaudlc dcu Samcu nachstehend, so wird man immer alten nnd gntcn Samen haben. Das erste mal verschaffe man sich gutcu Samen. Der schönste Same ist braunroth, glänzend, glatt uud lang: er läuft leicht durch die Finger, wenn man eine Hand voll nimmt. Man mache den Daumen naß, drücke denselben in den Samen, worauf derselbe tlebeu bleibt; so ersieht man am bcslcn die Reinheit und Qualität des Samens. Solchen Samen säet man das erste Jahr und von dem nachher eingeernteten sucht man den besten zur Saat aus, uimmt aber im folgenden Jahre nnr die Hälfte davon, nnd läßt die andere Hälfte ruhen. So fährt man drei bis vier Jahre fort, indem man immer die Hälfte des zur Aussaat bestimutteu Sameus zurücklegt. Nach Verlauf dieser Zeit fängt man mit dem im ersten Jahre genommenen Samen wieder an, theilt ihn abermals in zwei Portionen und läßt die cine noch drei oder vier Jahre liegen. Auf, dicfc Weise kommt man nach und nach zn sechs- bis siebenjährigen Samen nnd erreicht seinen Zweck. Gibt es mehrere Vandwirthe, die solches Verfahren eingeführt haben, so ist es nöthig, daß diese von Zeit zn Zeit mit ihren Samen wechseln. Ehe ich die ferneren Verrichtungen bei dem Flachsbau beschreibe, muß ich noch zweier Mittel wider ein paar gefährliche Feinde dicfcr Pflanze gedenken, welche der Anfmcrksamkeit nnd des Vcrsnchcs werth sind, ob ich gleich dcu physikalischen Grnud vou ihrer Wirksamkeit nicht angeben tann. Das erste ist wieder die Flachsscidc (^»»«u ln <> ,!,-<,>> »<>'.,), das schädlichste Unkraut auf ^einackern, nnd besteht darin, daß man ein wenig Kampfer nntcr den Samen mischt. Es werden nämlich auf j.dcn Mctzen ungefähr ein halb ^oth Kampfer mit etwa 15 Tropfen Branntwein zu Pulver gerieben nnd sogleich unter den zur Saat aufgehobenen Samen gemengt, welchen man in wohlverwahrten Tonnen an einem trockenen Orte hinstellt und wie eben gesagt, etliche Jahre rnhen läßt. Das zweite Mittel beseitigt den Fraß der Vögel, welche dem Lein so sehr nachstellen. Man säet den Sa« inen des Abends nach Sonnenuntergang aus, läßt ihn die Nacht über liegen, uud bringt ihn des Morgens noch vor Aufgaug der Sonne nntcr die Erde. Diese Thausaat hat sich in den Gegenden, wo ich sie angewendet habe, immer bewährt. Sie ist daher an-zuwcudcn, da sie niemals schaden, allein stets nützen kann. Bei dem Säen selbst hat man darauf zu achten, daß es weder zu dick, noch zu düun geschehe. Ucbcrhaupt muß man auf einen fetten Acker den Samen etwas wenig dünner ausstreuen, als auf einen mageren. Eben so kommt die Absicht in Anschlag, ob man guten Samen, oder guten Flachs erzeugen will. Im ersten Fallc säet man dünner, im anderen dichter. Es ist also nothwendig, daß man jedesmal eine» Fleck etwas dünner besäe, um desto besseren Samen zu erhalten. Soll aber ein schöner Flachs gcwouucn werden, so rechne man auf eiu Joch oder l.600 Quadrat-klaftcr Aussaat zwei uud ciu halb Mctzcu Samen. Eine Probe, ob der Same dicht genug und gleichmäßig ausgestreut sei, gibt die Untersnchnng wieder mit einem naßgcmachteu Danmcu, wclchcu man auf verschiedene» Stellen dcö frisch gesäctcn Ackers eindrückt. Ist gnt gcsäet, so müssen an dem vorderstem Gliede eines starten Maimsdaumcns zehn bis cilf Körner kleben bleibe». Die Aussaat geschieht am besten »ach cincm Regen. Wen» die Pflanzen vier bis fünf Zoll lang sind, müssen sie, wiewohl mit voller Vorficht — gejätet werden. Wo dcr Flachsball mehr betrieben wird, ist am uorthcilhaftcstcu, ciucu Iätungsfaulcuzcr sich zu machen. Eine Bahre aus Latten, fünf Schuh lang uud iu dcr Breite der Beete wird zwci Schuh hoch aufgestellt. Die Füße dieses Faulenzers lommm slets in den Fur-chcu zu stchcu, uud fomit tonnen zwci Personen, daranf am Bauche licgcud, unter der Brust ciucn Wisch Stroh angebracht, die ganze Breite des VcctcS jäten, ohne dic Pflanzen zu beschädigen. Ist eine Partie ausgejätet, so nehme» die zwei Iä< tcr dc» Faulenzer, nnd rücken denselben nach Bclicbcn weiter. Auf dicfe Art wird nur die Furche bctrcteu. Wo schmale Beete sind, ist dies nicht nothwendig. Um dcn Flachsbau musterhaft zu behandeln, muß man selben nach dem Jäten stcngcln, wodurch nicht nur das Umlegen verhütet, sondern anch die Länge uud Feinheit des Flachses befördert wird. Im Brabantischcn zieht man auf diese Art deu herrlichsten Flachs zu deu allerfcinstcn Geweben. Man steckt zwanzig Zoll lange gegabelte Pflöcke reihenweise fünf bis sechs Fuß weit von einander in die Erde. Die Gabeln haben ungefähr ein Drittel von dcr Länge der Stöcke und die Reihen find drei Schuh breit. Sodann legt man dün»c Stangen. so lang man sie haben kann, in die Gabeln und über die Stangen breitet man in die Quere dichtes Rcisholz. Iu kurzer Zeit dringen dic Pflanzen mit ihrcn Spitze» durch das Reis durch uud sind nun gegen das Umfallen gesichert. Die letzte Arbeit anf dem Leinackcr ist daS Flachs-ranfcn, indem man dcn reifen Stengel mit dcn Wurzeln auszieht, uud fie in Garben zusammengebunden nach Hanse schafft. Hier werden fic dann wieder ausgebreitet, uud an einem trockenen Orte der Sonne blosgestcllt, damit sie nachreifen. Bei günstiger Witterung geschieht dies auch zuwci-len gleich im freien Felde. Die rechte Zeit wann dcr Flachs gerauft werden soll, erkennt man au der bräunlichen Farbe der Samenkapsel» oder Kuoteu. Die Stcugcl selbst dürfe» aber »och nicht ganz abgestorben nnd gelb sein. Einige ranfcn die Stcngcln in dcr Blüthc, nnd mcincn, dadurch feineren Flachs zu erhalten; allein sie vcrlicrcn alsdaim nicht nnr dcn Samen, der doch anch großen Werth hat, son' dcrn die Erfahrung zeigt anch, daß die Faser» iu dcr Folge mehr Werg als Flachs geben. Hat man überflüssigen Leinsamen, so wird hier bemerkt, daß man zur Schnell^ oder Mast fütt erung statt 100 Pfund guteS Hcn nur 15 P f u u d Samen in gleiches Nährkraft verabreichen kann. Verantwortlicher Redacteur: Ig»az v. K l c i u m a y r. D!>!^NU^!!Hl. Wien, !>,. September Bei schwachem Verkehr stellten sich Fonds und Actim etwas billiger, Devisen und Valuten steifer begehrt schlössen. Geld stllssig. veffentliche Schuld. ^. des Staates (filr 100 fl.) Ocld Waare ^n ü. W. zu 5p', 7 l 7.-, ')t°l.-Aul. mil Iäii.-.Honp. z„ 5«^ ,.>>..(, ^'50 ,. ., ,. Apr.-Coup. .. 5. ,. <;.>.«<) ^.,8<, Metalllqixs .... „5„ h^_ ^ .^, dctto mit Mai-Conp. „ 5 „ 58.25 58 ^'i detw.....,. 4.;,. 5225 5275 Mit Verlos, v. 1.1839 . . , ,69- 1^.50 „ „ „ ,, 1854 ... 78. 78.25 „ „ „ 1860 zu 500 st. 83.60 83>0 „ „ „ 1860 „ 100 .. 92.25 92.75 „ « „ „ 1«64,.100„ 94 80 95- «loulo-Neiltcusch. zu 42 l.. »ust. 23 50 24.— Domain«! 5perc in Silber 105,75 106. -U. dcr Kroulänoer (für 100 st.) Gr.-Entl.-Oblig. ')iiede,«strrreich . zu 5"/„ 86.10 86.50 Oberüfierreich . // 5 „ 88.— 89.— Salzburg .... „5 „ 8?,- 88.— «Velo wallte VUlimeu .... zu 5"/„ 92.— 92.50 Mahren .... „ 5 „ 89.5N 90.— Schlesicn .... „5 „ 88.— 88.50 Steiermail ... „ 5 « 87.-. 87.50 Ungarn.....„ 5 .. 76.25 76.75 Temeser-Banal . . „ 5 „ 73.25 7550 Kroatien und Slavonien „ 5 „ 76.— 76.50 Galizicii .... „5 „ 66.25 66.75 Siebenbürgen . . . „ 5 „ 71.70 72.70 Bnlovina .... „5 „ 66.50 67.— Ung. in. d. V.-C. 1867 „ 5 „ 73.25 73.75 Tfm.Ä,m.o,V.-C. 1867,, 5 „ 72.- 72.50 Actieu (pr. Stils) Hialionaibllul...... 720.— 722,— Naiscr Ferdinand«.Nordbahn zu1000fl.ü. W.....1865.-1870-. «redlt-Austalt zu 200 st. 0. W. 210.60 210.80 ^,ut>.-V. z.200fs.CM. 21050 210.75 Vöhm. Westdahn ;u 200 st. . 154.50 155.— Oest.Don.-Dampssch.-Ges.Z-H 526.— 528.— Oesterreich. l,.5„ 92,80 93.-Ung. Voo.-Creb.-Anst. zn 5'/, „ 92.— 92.50 Mg. ost, Bodcn-Crcbil-'.'lnstall verlosbar zn 5"/.. in Sillier 102.25 102,75 Uose (pr. Glück.) !lrcd.-A.f.H.n.G.z.I00fl.ij.W. 138.60 138,90 Don.-Dmpffch.-G.z.100st.CM. 92.— 93.-Sladtgcm. Of«, „ 40 ,. ü. W. 30.50 3l.— Estcrhazy zu 40 st. CM. 160.— 163.— Salm « 40 „ „ . :l7..- 38.— Geld M«" Pulfst, zu 40 st. CM. 32.50 B" Clary .. 40 .. .. . 3150 Z^ St. Gcnoiö „ 40 „ „ . 30.50 ^^^ Windischgrätz „ 20 „ „ . 20.- 2l ^ Waldstcin „ 20 „ ,. . 20 50 2lA Keglrvich „ 10 ,. „ , 14.5" '^ Rudolf-Stiflnng 10 „ „ . 14.50 15 ' W e ch s e I. (3 Mo'""-) Augslmrg für 100 st südd. W. 95.40 ^" Franlfnrt a.M. 100 sl. detlo l'5.60 ^''^ Hamdnrg. für NX) Marl Banlo 84 ^ ,s^,,. London für 10 Pf, Sterling . 1l5-^ l^.<-Paris für 100 Frautc« . . . 45.^' "' (5o„rs dcr Geldsovtc" Geld Waare K. Miinz-Diualri: . 5 fl. 46^ lr. 5 st- 4? "< 9iapoleunöd'or . . 9 „ 1«! .. ^ " ^, „ Nnss. Imperial« . — „ ^ " '^ " ^8i „ -Vercinöthaler . . 1 ,< ^< "<<.," »i0 ,, Siloer . . 113 „ 25 „ N.l ,' >' Krainischt Grnudentl^^-Obligat« Pr" vatnot,ruun: «6,50 Geld. 90 ^aa