Nr. W9. Freitag, 12. November 1«««. 105. Jahrgang. Mmg. ^""«N'ernllonspir,«. Mit Postvcrü^ di« ZusteUnnn i„« hau« ßnn'jähriss'N, i, - Inlestlonsyedür: yül »eine Inserat« bi« z,, < ^rüen 2» t,.. »löhere vr, Zeüc « ll.! bei ijst««n Niedelholungen Pr, .>lcll? ö li. " ?i^ ,i!>»llch« Heilung" «st',^ul lilglich mit Nu«nahme d« Gonn> nnb Feiertage. Dtt «»»»lllftsott,» brstndcl sich Vahnhosstlaße 15. dic «edocti,« llvienerstroße 15. — Nnfranllerl« «,ie», werben nicht angenommen inid Manuscripte nicht zurilsgestelll. Uintlicher Weil. s.,l ^' ^ und k. Apostolische Majestät habeu nach« Hildes Allerhöchste Handschreibeu allergnädigst zn ^!>en geruht: Lieber Freiherr von Kühn! ny Ich ernenne Sie znm Kanzler Meines Militär--"iana-Theresien-Ordens. Budapest, 4. November 1886. Franz Joseph m. p. All ^' ^ ""^ !' Apostolische Majestät haben mit Ki^s - !^ »lnterzeichnetem Diplome dem Hofrathc nnd ^'Meidirector des Herrenhanses des Neichsrathes Ailgust ^"ner als Ritter des Ordens der eisernen Krone H/ier Classe in Gemäßheit der Ordensstatnten den all?, ""o mit dem Prädicate «Schro ffenegg' ""gnädigst zn verleihen geruht. slllp?^ ^ "ud k. Apostolische Majestät haben mit b^lMster Entschließllng vom 24. Oktober d. I. dem Nerv ^ "'^ ^ Generalconsnlate in Alexaudrieu in E^ '^ung stehenden Marinecommissär Johann Baptist llll^!.'.^ das Ritterkreuz des Franz-Ioseph-Ordens ^Midigst zn verleihen gernht. Nichtamtlicher Weil. Unsere Kriegsmarine. „,,. ^lnNlhend und in mehrfacher Hinsicht interessant Och '"! liegt heuer das Mariuc - Budget vor nns. i,, ^'^'lch Ungarn hat nicht den Ehrgeiz, eine See-^rir ersten Ranges zn sein oder zn werden; seine zur ^,""lle vermag nicht mit jener der Großmächte Flm ä" concurrieren und gleichen Schritt mit stank ^' halten, die ehedem ihr wesentlich nach- '" ^'"'"' liielseitigen Berufspflichten, eine ^-^»oia«'. gelegene Mannschaft nnd der alles be- seelende und einigende Geist einer umsichtigen Leitung bürgt uns für das fernere Gedeihen der vaterländischen Marine. Dieses Gedeihen allerdings hängt noch von anderen Factoren ab; es würde unmöglich, wenn der Flotte die Basis ihres Wirkens, ein gutes, seetüchtiges Material, wenn ihr die Mittel entzogen würden, sich anf der Höhe der Zeit zn erhalten, dem rastlosen und rapiden Fortschritte auf allen Gebieten des Seewesens zn folgen. Dieser Fortschritt hat allmählich ein geradezu unheimliches Tempo angenommen, und alle Mächte, welche einer Capitulation zur See vorbeugen wollen, sehen sich gezwungen, den Wettlauf mitzumachen. Nirgends wohl stellt sich heutzutage Alter uud Veraltung so eilig eiu, als im Bereiche der Schiffsbau-techuik uud des See-Kriegswesens. Der Typ. der vor wenigen Jahren noch als das Ideal der Vollkommenheit galt. ,st heute ein überwundener Standpunkt; Schiffe, die vor anderthalb Dccennicn mit fabelhaftem Geldaufwand hergestellt worden waren, repräsentieren hentc einen um die Hälfte verminderten Geldwert und ein äußerst fragwürdiges Kampfmittel. Ein Blick anf nnsere eigene Flottenliste kann nns von dieser zweifellosen Thatsache überzeugen. Das Casemattschiff «Lissa.. ein Schlachtschiff ersten Ranges, das vor siebzehn Jahren vom Stapel lief nnd damals mit 3 424 200 fl. bewertet wurde, hat hente einen Wert von kaum 1 853 000 fl. und muss überdies zu den veralteten, für deu Ernstfall nur bedingungsweise brauchbaren Panzerschiffen gezählt werden. Der «Kaiser», ein Schlachtschiff gleichen Ranges, das allerdings aus einen, alten Linienfchiff hervorgegangen ist, ist in seinem Werte seit 1872 von 2 875 000 fl. auf 1444 700 fl. lierabgcsunken. In gleichem oder noch erhöhtem Maße sehen wir dic Holzschiffe, schmucke Corvetteu und Kanonenboote, entwertet uud veraltet; dem gewiffcnhaften Flottenchef drängt sich geradezu die Nothwendigkeit auf, strenge Musterung nntcr den vorhandenen Machtmitteln zn halten, jede Selbsttäuschung zn vermeiden, den Schein auf das entschiedenste vonj der Wirklichkeit zu souderu, wenn man nicht im Falle ernster kriegerischer Verwicklungen schwere Euttäu schungen erleben will. In dieser Lage befinden sich heutzutage nahezn alle Kriegsflutten Europas, uud die fast gleichzeitig eingebrachten Marine-Budgets iu Frank« reich, England, Deutschland und Oesterreich - Uugarn geben nahezu denselben Ideen beredten Ausdruck. > Man erinnert sich noch der Wehrufe englifcher Journale und Parlamentarier über den dem Laien verhüllten fragwürdigen Zustand der nationalen Kriegs« marine, welche ja doch im Sinne einer großen Tradition soznsagen an der Spitze der Flotten Enropas segelll will. Kolossale Ziffernreihen nnd ein verhältnismäßig gesunkener Kriegswert — dies ist das Resultat einer sorgsamen Prüfung des verfügbaren Fluttenmate» !rialks gewesen. Der französische Marinemmister aber, Admiral Aube, hat eiuer Deputation aus Havre den imposanten, für französische Steuerträger aber wohl einigermaßen erschreckenden Plan entwickelt, von den Kammern 200 Millionen für Marinezwrcke, und zwar 120 Millionen für Neuconstructionen von Kriegsschiffen ^und 80 Millionen für Verbesserung und vermehrte Vertheidigungsfähigkeit der Kriegshäfen, zu verlangen. Schon innerhalb der nächsten vier Jahre soll die für Schiffsbauten verlangte Summe mit 30 Millionen jährlich flüssig gemacht werdeu, da der Minister das Schiffsmaterial der französischen Flotte als unzulänglich der numerischen Stärke nach und für veraltet in der Qualität hält. Eine enorme Anforderung an die finanzielle Leistuugsfähigkeit des Laudes, zumal wenn man bedenkt, dass eine in demselben Tempo fortschreitende Vervollkommnung der Rumpf-, Maschinen», Geschüh-uud Torpedo - Constructiouen die iu so großartigem Maßstabe gedachten Neubauten der Gefahr einer Entwertung noch vor der Vollendung ausseht! Doch einer vernünftigen und zielbewussten Reform kann sich keine Flotte Europas verschließen. Die deutsche Kriegsmarine, eine Schöpfuug der neueren Zeit, welche nach einem 1873 ausgearbeiteten, ebenso sachlichen als umfassenden «Flottengründungsplan» rasch zu einer imposanten, des mächtigen Reiches würdigen Srewehr emporgewachsen ist, sieht sich heute trotz ihrer Jugendfrische vc>n denselben Bedenken erfasst. In einer dem Marine-Etat für das nächste Etatsjahr beigelegten Deutschrift führt die kaiserliche Aoiuiralilät aus, dass der kaum 13 Jahre alte Plan infolge der nicht vorhcrzuseheudcn, auf dem Gebiete der Kriegfüh« rung zur See, der Navigation und Technil vorgrgan» geneu Verändernngen längst unausführbar geworden ist uud mit der Zeit eine ganz abweichende Richtuug erhalteu hat. Man ist gezwungen, den durch die überseeischen Beziehungen geschaffenen Verhältnissen, dem Bedürfuis nach möglichst zahlreichen schnellfahrenden Vedette- oder Recognoscierungtzschiffen als Begleitern Feuilleton. Visionen, ii. N'chtz^ '^ die Welt der Töne in Stambul. Sie ist ^Me„ je,,»: des Gesichtes. Ihm fällt aus l'ge» ll ^ des beständigen, wenn anch unfreiwil-^!lch^"urvals der üöwenantheil zn. Das Sehorgan flirrn '^schm dem Bosporus uud den «Sieben 'lbrrl, ' ^ grö'hteu Schwelgereieu, welche diese Welt 6>»tv? bietet. Wir heben zuvörderst die ästhetischen dichte "'V"' hervor, welche ihre Entstehung dem ^iai.si-! "^'"' dem Glänze und den Farben, dem ^kchirl,!. bcs Soum'uauf- und Niederganges, den Min , .llungm zwischen Wasser uud Himmel, Garten-^sse» . . H"usrrmassei,. W" solche Schauspiele ge< t»i« l^"l' kr""! den fast schemenhaften Vorgang, wie i'ber ? " Nebel der Dämmerung zerstießen, w^n 'Ne„dc " CyPressenhöheu von Skntari das aufflam-^'llen^ hervorbricht und wie mit elektrischen Lei-lllrich ^.hijchsteu ThnrmspihkN entzündet, so dass sie c "n d?.?^" "ber wallendem Meer aufzücken und ^ebe,^ ""'"schein weitergeben, sei es über die hoch-M°st»ieb l Kuppeln, Bauwölbungeu, Uferterrassen oder ^rdrn^"'"ch sinkt der rosige Hauch tiefer, die Höhe» M. a>.f 3' die Minarete ragen wie helle Säuleu ^bnwnk 9""m Kuppeln blitzen die golden.« "lez b,,c/"b übcr das endlose Oewirre des Häuser- i"'Hen nun. Flammen gleich, die hellen Licht- bäche der Sonne wie Feuersignale, bis sie in Gold-schuppen über den Meeretzwnä'len auszittern. Jetzt eudlich ist sie gauz entschleiert, diese au wundersamen Dingen so reiche Stadt, dieser immense Tummelplatz eines halb mystischen Lebens, die Siebcnhügelstadt des Ostens, in deren Manern das Leben selbst in der Agome nie erstirbt. Der Tranm Osmaus von dem Riesenbaume, dessen Kroue drei Erdthrile beschattet — "llcs visiouärcr Besitz des uachmaligru Osmanidenhauses - sucht uns heim, wenn wir hoch über dem blauen Wasser auf einer der Ufrrhöhm stch-n und iu dieses Meer vou Farbe und Glanz blicken. Dort. wo der Ausblick nach den gewaltigen Moscheenkuppeln von Stambul geht. liegt Asieu. Zwar ist es uicht desseu Aoden, aber der Widerschein alles dessen. was das asiatische Voll der Osmanen groß gemacht hat. Vou dort steigen die Schatten der großen Sultane auf. zeistm sich »hre Fahnenträger nnd Panzerreiter. ihre damastenen Pruuk-zelte, ihre endlosen Heerscharen, deren Heimat wir an den Usern des Enphrat und Tigris. ">" Nll wie deu Schluchten des Balkans, anf den kurdischen Hochweidcu uud armenischen Schnccgebirgeu zu s»chcu habeu. Vou dort gehen die lcuchteudeu SlrahleilbM" des Ruhmes bis vor die Thore Wieus. iu deu Flugsand der Sahara, unter die Palmcnhaine des glücklicheu Arabieu. Im Glanz der Waffen zeigen sich ungeheuere Reichthümer, durch Lichtspiegelungen blihen die uuschatz' baren Geschmeide eines Heeres von Frauen uud Mädchen , welche den Machthabern aus dcu turkmeuischcu Steppen das Leben versüßt haben. Sie sind dahin, wie jener Ruhm nnd Glanz verschollen gieug ,n Kr.eqeu mit einem Gegner, dem die Zuluuft vorbehalten blieb. Uud diese Zukunft: welche Bilder vermag sie uns vorzugaukeln ? . . . Wir haben wieder das Schauspiel einer Lichtfeerie vor uns — die des Sonnenunterganges. Nichts ist ergreifender, als dieses Versinken des Farbenknäxels zwischen dem Goldenen Horn und dem Marmarameere in die Schatten der Dämmeruug. Es ist, als wenn eine Hand Schleier über die wirren Terrassen, über Gärteil und Haine zöge. Noch flammt die Abendröthe zwischen den braunen Bogen der Valens'schcu Wasserleitung hiudurch, uud in dem hochgelegenen Pera blitzen tauseud Feusterscheibeu auf. Die Sllberliuien in, Waffer gehen in Goldstreifeu über uud verhaucheu dann in Purpur, bis eiu stahlgrauer Nebel sich darüber senkt. Nur die Glaubenssymbole auf den Kuppeln funkeln noch; sie sind der letzte Lichtschein, der über Stambul auszittert. Ein sckwüler, dämmerreicher Hauch, der das Gewimmel von Häusern. Menschen und Schiffen allenthalben iu schemenhafte Gebilde verioandelt, folgt, hicranf >eiu jähes Verblassen aller Farben, den Widerschein ansgenommen. der von dem glühenden Dunststreifen des westlichen Gesichtskreises ausgeht. Und nun vollzieht sich eine seltsame Wandlung vor den umschleiertcn Blicken des Beschauers. Die Bilder, welche die Netzhaut noch geraume Zeit festhält, nehmen andere Gestalt an. Es ist der Geist der Ge^ schichte, welcher uns seine Traumgesichter zum beste» gibt. wenn sie auch für die Heitgeuosse» »och "">' den Schleiern der Zukunft verhüllt sind... Alles ist ver-äudcrt, die Romautit verwischt, das Farbenlaleiooslop durch die ernste Pracht eines Städtebildes ersetzt, das uns in Vrwnnderung. nicht abn in Entzücken verseht. Da liegeu sie vor uns. die langgestreckten Quais mtt ilaibacher Zeitung Nr. 259 2128 12. November 1886. der Schlachtschiffe und der durch die Torpedowaffe geschaffeneu Sachlage in gleichem Maße Rechnung zu tragen. Die deutsche Admiralität legt diesen Stand der Dinge offen dar, ermittelt aus einer allgemeinen Berechnung des Bauwertes und der Abnützuugszcit der Schiffe eine Summe, welche jährlich znr Erneuerung durchschnittlich erforderlich wäre, und wünscht, dass man ihr die Summe für einen Zeitranm von fünf Jahren gewissermaßen in Aussicht stelle. Zu derartigen Plänen uud Wünschen kann sich unsere Marincverwalwng selbstverständlich nicht versteigen ; aber auch sie verhehlt in der Begründung zu dem diesmaligen Erfordernis keineswegs die Thatsache, dass mehrere uuserer Schlachtschiffe uur mehr mit besonderer Nachsicht zum effective» Flottenbestande gezählt werden können und driugend eines Ersatzes bedürften. Trotzdem beschränkt man sich darauf, den Ball der Thnrmschiffe «Kronprinz Erzherzog Rudolf» und «Erzherzog Ferdinand Max» als Ersatz für die aus der Liste der Schlachtschiffe gestrichenen Panzerfregatten «Salamander» nnd «Ferdinand Max» fortzufetzen. einen neuen Torpedo-Rammkreuzer — ein auf der Höhe der Zeit stehendes Fahrzeug interessanter Construction — als Ersatz der «Lissa», eiuen neuen Torftedokreuzer uud die noch nicht ausgefüllte Gruppe der mit äußerster Rapidität fahrenden Torpedofahrzeuge als Mittelglieder zwischen Torpedoschissen und Booten in Angriff zu nehmen. Dass auch diese Forderungen Summen von achtbarer Höhe bedeuten, sagen die Ziffern des Marinebudgets; dass sie aber mit gutem Gewissen nicht znrückznweisen sind, sagt nns jeder Vergleich unserer Flottenverhältnisse mit jenen anderer Mächte. In der Zersplitterung der einzelnen Forderuugen ist bisher das Möglichste geleistet worden — ein Mehr in dieser Hinsicht wäre entschiedener Verlust, denn das Hinauszerren einzelner Schiffsbauten in die unbestimmte Zukunft ließe die Veraltung von Schiffen noch während ihres Baues befürchten. Dieser Gefahr will das diesmalige Mehrerfordernis begegnen, und es hieße den Interessen unserer Kriegsflotte widerstreben, wollte man ihr dasselbe verweigern. Der Plan, nach welchem unsere Marineverwaltung arbeitet, prägt sich auch in dem diesmaligen Voranschlage ans; sie will alles erreichen, was bei beschränkten Verhältnissen zu erreichen ist, um uusere Kriegsmarine auf würdiger Höhe, entsprechend den Fortschritten der Zeit, zu erhalten. Die Sympathie, welche Oesterreichs Völker unserer Flotte zu jeder Zeit bezeugen, die wachsende Erkenntnis ihrer Bedeutung für die Machtstelluug und die wirtschaftlichen Interessen des Reiches, sie lassen wohl erwarten, dass unserer Kriegsmarine die Mittel nicht vorenthalten werden zur Entwicklung innerhalb der ihr gezogenen Grenzen, zur Behauptung ihrer ehrenvollen Position unter den Flotten Europas! Politische Ueberficht. (Gewerbliches Unterrichtswesen.) Wie man uns aus Wien berichtet, wnrden die Verathungen der Centralcommission für Angelegenheiten des gewerblichen Uuterrichtes uuter Vorsitz des Sectionschcfs Grafen Euzenberg am 9. d. M. im Unterrichtsministerium fortgesetzt. Sectiousrath Graf Latonr berichtete zunächst über die Einrichtung der Lehrwerkstätten in Graz, Reichenberg und Bielitz lind knüpfte hieran eine längere Besprechung der von der Unterrichtsverwaltuug zur Förderung des praktischen Unterrichtes in Werkstätten und Ateliers getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen. Der Bericht desselben Referenten über die eventuelle Errichtung von Staats-Gewerbeschulen im X. Wiener Bezirke uud iu den westlichen Vororten von Wien gab dem Commissionsmitgliede Hofrath Exner Aulass zu eiuer eingehenden Erörterung der Verhältnisse der industriellen Bevölkerung in Wien nnd dessen Vororten. Die Geueralcommissiou beschloss, der Re-gieruug die Errichtung einer Staats-Gewerbeschule in Ottakriug sowie die Fortsetzung der Verhandlungen behlifs Actiuierunq einer gewerblichen Lehranstalt im zehnten Bezirke Wiens zu empfehlen. Der uächste Berathuugsgegcustand betraf die Schließung der Abtheilllng für Photographie nnd Reproductions-Verfahren an der Salzburger Staatsgewerbeschule. Der Ccntralcommission wurde die Mittheilung gemacht, dass die Reactivierung dieser Abtheilung als selbständige Versuchs- uud Lehranstalt in Wien in Allssicht genommen sei uud dass Verhandlungen in diesem Sinne bereits eingeleitet wurden. Sectionsrath Graf Latour berichtete sodann noch über den Stand der Verhandlungen wegen Errichtung einer Staatsgewerbeschule in Trieft und sprach die Hoffnung aus, dass es gelingen werde, diese Lehranstalt mit Beginn des Schuljahres 1887/88 zu eröffnen. Es folgten hierauf die Berichte des Sectionsrathes Dr. Lind über die an einigen Fachschulen vorgekommenen Veränderungen. Dieselben betrafen die Spitzenarbeitsschnlen in Soca und Aleistadt, die Korbflechtschule in Königsaal, die Fachschnle in Riva und die Landesfachschulen in Saubsdorf und Friedeberg. Ueber Antrag des Referenten wurde der Regierung die Errichtung einer Stickercischlllc in Laibach empfohlen, dagegen von der Errichtung von Fachschulen in Tischnowitz und Goldenhöhe abgcrathen. (Se. Majestät der Kaiser bei Tisza.) Se. Majestät der Kaiser beehrte Dienstag den nngari-schen Ministerpräsidenten K. Tisza mit einem Besuche. Wie der «Pester Lloyd» in seinem diesbezüglichen Berichte meldet, erschien der Monarch, nm sich nach dem Befinden des Ministers, der seit einigen Tagen durch ein Unwohlsein ans Zimmer gebuuden ist, persönlich zu erkundigen, nnd verweilte ungefähr eine Viertel-stuude bei demselben. (Kroatien.) Wie aus Budapest telegraphiert wird, hat die kroatische Regnicolar-Deputation in ihrer vorgestrigen Schlusssitzuug die auf das ungarische Re-Nuntium zu ertheilende Antwort, welche mit der Erklärung schließt, in die mündlichen Verhandlungen ein« zntreteu. verificiert. (Der Norddeutsche Lloyd in Trieft.) Der «Osservatore Triestino« drückt sein Erstaunen und Bedauern darüber aus, dass der Norddeutsche Lloyd seine vor einigen Monaten errichtete neue Schiffslinie Triest-Brindisi-Alexandria nun wieder eingestellt habe und, wie verlautet, die Absicht h^ge, seinen zwischen Gibraltar und Port-Sald verkehrenden Dampfer in Neapel anlegen lassen zu Wolleu, um dort die deutsche Post und die aus Deutschland eingetroffenen Frachten an Bord zn nehmen. Der «Osservatore» macht den Norddeutscheu Lloyd darauf aufmerksam, dass hiedurch seine Dampfer einen Umweg von 150 Meilen machen müssen, um in Neapel anzulegen, wodurch die Fahrt- dauer nach Port-Said verlängert werde. Dabei werd" die Dampfschiffe anch die für die Schiffahrt so Mle< rigc uud gefahrvolle Meerenge von Messma paMM miiss.'n. Der .Osservatore» fordert schließlich den »lor^ deutschen Lloyd auf, sich durch die bisher mcht g'"' stigen Resultate der Linie Triest-Brindisi-AlexanoM nicht entmuthigen zn lassen und seine letztgenannt Schiffslinie noch weiter aufrechtzuerhalten. <, (Oesterreich-Ungarn und Englan^ Die Rede, welche Lord Salisbury beim LordlmM» Bankett gehalten, ist nach der Ansprache, welche Vem Majestät der Kaiser an die Delegationen richtete. ^ bedeutungsvollste politische Enunciation dcs Augends Lord Salisbury erklärte. dass zwischen dem engUM' und österreichischen Cabinete ein volles EinvernelM' über die bulgarische Frage obwaltet und dass E"glan" entschlossen sei, wo englische Interessen im Oncnt or rührt werden, dieselben zn vertheidigen; es werde Uebereinstimmung mit den anderen Mächten halwel', nm eine Vergewaltigung Bulgariens zn verhmver > Er glaube übrigens nicht, dass der Friede gestört w" den würde. Die Londoner Morgenblätter Men", Rede. ohne Rücksicht auf ihre Parteistellnng, rüclya" losen Beifall, und die «Times» erklärt, wenn OeN" reich gezwnngen werden sollte, der durch eine eventue Occupation Bulgariens erfolgenden Bedrohung 1"« Neichsinterefsen Widerstand zu leisten, es mcht "y" die Unterstützung Englands bleiben würde. ^ (Deutschland.) Nach Mittheilungen, d«e or «Pol. Corr.» aus Berlin zukommen, wird der deui^ Reichskanzler Fürst Bismarck binnen knrzem in »/w erwartet. Es wird diesbezüglich gemeldet: Alls dl^e Umstände dürfte wahrscheinlich ab nnd zn die SH^ folgcrnng gezogen werden, dass die Ereignisse Weudung genommen haben, welche die Anwesenheit Reichskanzlers in der Hauptstadt nothwendig ma<^ ' Dem gegenüber sei festgestellt, dass man in u"!" leitenden Kreisen nach wie vor pessimistische Auffais""^ der bulgarischen Frage für durch die wahre Slt""" nicht begründet erachtet. Anderseits ist es klar. o»' ein directer Verkehr des Kanzlers mit den VerM" der Großmächte in diesem Angellblicke nur "^ ^ schiedenem Nutzen sein nnd die Erreichung des aU! erstrebten Zieles der Verständigung nur fördern w' - (DieWahl des Fürsten in Bulgar'^ hat, wie schon gemeldet, vorgestern stattgefunden- . Sobranje hat den Prinzen 'Waldemar von Diinem" zum Fürsten erwählt. Damit tritt die bulgarische 6^« abermals in eine neue Phase, freilich ohne dass gl zeitig das Ende der leidigen Angelegenheit abzui 1^ wäre. Zunächst wird es sich darum handeln, ov Dänenprinz die ihm zugedachte Ehre überhaupt a" " men will nnd ob die Berliner Vertragsinä'chte Prinzen in seiner neuen Würde anerkennen w^ . !^ ,,, der Anerkennung der übrigen Großmächte iü ^'? ^,. zweifeln, nnr Russland wird voraussichtlich Veto M ' Es ist sehr wahrscheinlich, dass Waldemar dtt " nähme der Fürstenwürde von der vorausgegana ^ Versühullng Bulgariens mit dem Zaren und von i . ^ Auerkennung seitens Russlands abhängig machen w (Serbien.) Wie der «Pol. Corr.. von ^ gestern abends aus Nisch gemeldet wird, hat die ^ gierung vorgestern in der Skupschtina einen große' >, folg errungen, indem ihr Finanzftrojcct nach einer z .^ tägigen, änßerst lebhaften Debatte, in den Schiffen aller Nationen, die Riesenkrahne, welche unter ihrer Last ächzen, die pustenden Locomobile«, deren Geräusch sich in den Singsang von Trägern und Matrosen, Karren und Winden mengt. Das alles kennt man ja in Constantinopel nicht, wird der Eingeweihte versichern. . . Gemach; das Chaos von buntbemalten Holzhäusern ist verschwunden, und an seiner Stelle bauen sich an den Ufern des Goldenen Horus Terrassen auf; gewaltige Gebäude schauen übers Wasser und haben monumentale Treppen vor sich. welche zu den Quais herabführen. Ab und zu ragt ein mächtiger Kirchthurm auf oder dräugeu sich vergoldete byzantinische Kuppeln, welche den eintönigen linearen Verlag der HäMnnassen wchlchuend unterbrechen. Alles ist weiß und hell, bis auf die ^ >^H> HMchi m Men Träumereien und Nache-Planeu sich erging. ... ^ wrnn wir dann hinabsteigen und uns dieses vlswuare Nlld il^ der Nähe besehen. will uns vedün-NN. MH Vovr Jahrhunderte verschlafen haben. Fwar, das O<'dw„ge m alle« Näumen und Gassen, auf Platzen "^ N".^."^ ^^ "'" damals; aber was ihm fehlt, »st die Farbe. Einem grauen Strome gleich fluten tne Meuschcmnasseu über eiserne Brücken hinüber und herüber, rollen Wagen auf Waaen Die Finsternis ist WMM vmv enMen N^hen gackernder Caudelaber,- ja, auf den weitläufigen Plätzen, welche von Prachtbauten nut Balkönen und Arkadeu gesäumt und mit Standbildern geziert sind, flammen elektrische Sunmn, in deren taghellem Schimmer Menschen sich "gehen, die wie durch Fauberspuk hieher verseht wur- den. Musik und Gesang dringen alls hellerleuchteten Domen, die nns aus früherer Zeit her bekannt sind. Gewiss, da ragen die dunklen Kuppeln der Moscheen in die schwärzliche Bläue des Nachthimmels hinauf; aber drinnen rauschen Chorale lind flimmern Opferkerzen. Die Minarete sind verschwunden. Was wir im Sonnenlichte des Traumbildes für solche ansahen, sind ungeheure Fabriksschlote, die aus rußigen Gelassen emporwachsen, in denen tagsüber die Schwungräder laufen und Transmissionen knurren. Ein nervöses Zittern liegt in der Luft. Jede Secunde erfolgt ein schriller Pfiff; das dumpfe Rollen von Eisenbahnzügen deutet auf die Hast uud Größe eines Verkehrs, der vollkommen zu diesem Drängen nnd Schieben der Men^chenmaffen nnd deren lautes 2eben stimmt — ///ch/ abe/- ^// der /i^/Ntn/chi'/? FHp/?e /// iv// /?//K'/^ Was ist vorgefallen, welche Fauberkünstlerin von «Tausend und eine Nacht» hat diesen Schabernack vollbracht?. .. Es ist die Civilisation, denn das visionäre Vild ist das Constantino^ der — Mnnst. Hnndert Jahre sind vergangen, je/l der letzte Mue^in, von hoher Minaretgallerie die Gläubigen zum Gebete gerufen hatte. Und jetzt sind wir wieder nüchtern. Noch leuchtet das Wasser, gaukeln die Wellen unter unserem Kahne, schwanken im nächtlichen Zwielicht die MoscheenkuMln wie Wolken, vom Winde getragen, tauchen thurnchuhe Terrassen vor uns auf und versinken ganze Städte hinter nns — alles seltsam M und gespenstisch, wie die Gestaltungen kommen und gehen, die einst drei j Erdtheile im Banne hielten und jetzt nur flüchtige Oedankenbildtr sind. Dann stehen wir mitten drin in der ?^ keit. Straßenlärm schlägt an unser Ohr; l?" l) » festen Boden unter uns. Drüben leuchten bie ^ ^,, unserer Herberge. Der Portier wird nicht verabsau ^. uns eine erquickende Nachtrnhe zu wünschen. Schlaf soll lang und besänftigend sein. ... ^ Schweiger-Lerchenfel"' Zhr Ideal. Nach dem Dänischen des Carit ENar. (22. Fortsetzung.) ^ Als Hardenberg abends zu Vazela zurilcMY redete sie ihn mit milder Stimme an: ^„ «Wir sprachen eben von Ihnen. Franz. ^ und hinfällig, als wir uns zuerst sahen -^ lv bemerkten, eingebildet kanl. Ich habe setzt. "a-H^. größten Theil Ihr Verdienst ist. meine Oesundhelti" ^ e^anat. Ihnen akein haken wir ^^^"^o,A"' H/er be/famme/, sind. W/r habe// nunmehr ve^» ^, von hier nach Italien zu reisen, nnd zw" / « hM renz. wo der Winter nur eine Einkehr MMn ^ ^,, und Frühling bildet. Sie hingegen dürfen mcyt " serer Laune abhängig sein —. . ^ b<" «Warum lMen Sie inne. Gazela?» !"«» ^ wegt. «Soll ich statt Ihrer fortfahren? ", ^is"' kurzer Sinn ist der. dass Sie nach Flores z ^ beabsichtigen nnd mich dabei entbehren ""^'? Ich innerst du dich. Onkel, was ich dir neulich »"9. ^, bewilligte Gazela 14 Tage, um meiner übero"» werden — sie bedürfte derselben nur ach"» ^ailillchtr Zeitung Nr. 259 2129 12. November I^i. ^r Finanzminister als auch Redner von beiden Seiten Mcdrrholi eingriffen. mit überwältigender Majorität A" Annahme gelangte. Dieses Project bezweckt eine Andmmg des Steuergefetzes dnrch Erhöhung des «teunzuschlages bei den bemittelten Classen bei gleich-«e'Uger Entlastung der niedersten Stellerclassen, wobei ^er dennoch ein erhöhter Oesammtsteuer-Ertrag sich Mben wird. Dadurch und dnrch die beschlossenen Er-Muli^n wird es der Regierung möglich, sowohl das °lksial)ria.e Deficit von 5 Millionen zu bedecken, als micy die Herstellung eines danernden Gleichgewichtes zu Nchern und das Budget zu stabilisieren. Nach Au-de w bcr Regierungsvorlage verließen neun Führer z/ ".adicalen den Saal. indem sie gleichzeitig ihren "UKtntt aus drr Slupschtina erklärten. Die rädicalen Mrer rechneten bei diesem Schritte ans die Theil« Mur chrer Parteigenossen. Das Gros der rädicalen Mttel lieh jedoch die Führer im Stich und nahm an . r ^ftecialberathnng theil, ii» welcher das Gesetz ein-> mmlg angenommen wurde. Die Skupschtina wird >' «mehr in die Berathung des Budgets eintreten. In-sns^ . großen, von der Majorität errungenen Er» ' lges ,st we Oppositionspartei sehr consterniert. vom t^^ Meuterer von Vnrgas) wurden w Kriegsgerichte zu fünfzehn Jahren Gefängnis verheilt. Ueber den Rädelsführer Nabukov wurde die ^sslrafe verhängt. ___________________ Tagesnemgleiteu. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Offer-in/m .^^'^uw» mittheilt, der Gemeinde Momiano ^"ezirke Parcuzo als Beitrag zur Erbauung eines ^"lhauses 300 fl. zu spenden geruht. ^ . 9hre Majestät dieKaiserin hat, wie die «Linzer A'^ig. meldet, als Beitrag zur Anschaffung eines l„ n>" ^''pp'chs für den Hochaltar der ncnen Domkirche ^>nz 4, Prof. ?lntou Heinrichs deutscher Orammatil erschienen. In den ersten acht Auslagen umfasste das Werl nnr einen Vand und war fiir alle Arten von Mittelschulen in mehrsprachigen Ländern bestimmt. Für die Militärschulcn arbeilele sie der Aer. fasser um zur l. l. Militärgrammatit der deutschen Sprache. T>2 daö l. l. Unterrichtsministerium in den «Instructionen» vom 2«. Mai 1884 fiir dir Oymnasien einen ganz bestimmten Vo» gang bezeichnete, welchem leine der vorhandenen Grammaülen entsprach, so bearbeitete Prof. Heinrich sein Wer! ftr die Gymnasien allein. «Die Instructioneu», sagt rr in der Vorrede des zweiten Vandeö, »bedeuten für den deutsch grammatischen Unterricht in Oesterreich eine u^ie Zeit; erstens schon deshalb, weil sie den-selben in Siufeu ertheilen lassr,,, wie er in Deutschland schon lange vorgenommen wird, auf der ersten in .elemeiUarel», aus der zweiten in «systematischer» Weise. Aber die Abstufung ift leine bloße Abtheilung der Materie; die Instructionrn verlangen zweitens, dass sich Ocift und Methode des Unterrichtes ändern.. Der erste Band brachte als U. Auslage den Lehrstoff für die erste und zweite Classe in elementarer Weise. DnS hohe Unterrichts» Ministerium approbierte denselben, die «Zeitschrift fiir die öfter» reichischeu Gymnasien» nannte seine Bearbeitung der Syntax eine «mustergiltiste», und nach einem Jahre musste der Band neu abgedruckt werden als l<), Auflage. Wer seinem Kinde aus die leichteste und angenehmste Weise die Grundbegriffe der Gram» matil beibringen will, lann es an der Hand dieses ersten Vandes. Besonders zu empfehlen ist er denjenigen, welche die Ausuahmsprüsung fürs Gymnasium oder auch für die Realschule machen wollen. Instituten, Bürgerschulen, jedem Lehrer wirb er gute Dienste leisten. Verdanlt der erste Band seine Bedeutung der Methode, so ist der zweite ein wissenschaftliches Werl für höhere Schulen und jedermann uueutbrhrlich, welcher richtig schreiben oder reden will. Er behandelt fehr grünblich in ganz neuer Weise die ssormen^ lehre uud bringt in der Syntax auch Stilistil. Dies ist eine wahre Wohlthat für Schüler und Lehrer. Denn bisher wurde an unseren Mittelschulen Stil fast gar nicht gelehrt. Professor Heinrich theilt die Stilistil in eine allgemeine und besondere. »Jene sprachlichen Gesche. die jeder Schriftsteller und Redner beobachten muss, bilden die allgemeine Stilistil, Sie zerfällt ^. in die Stilistik des einfachen Sahes, welche die Wahl und Fügung der Wörter vorträgt, und 8. iu die Stilistil des zusam,nen< gcselUen Scchrs, die da zeigt, welche von den verschiedenen Sah« formen gewählt und wie sie aneinander gefügt werden sollen.» Ein Sach und ein Wortregister sehen den Leser in den Stand, sogleich den Ort zu finden, wo er sich im Zweifel Raths erholen lanu. An die Stillehre schließt sich eine äußerst praktische, lurze Lehre vom Vcrsbauc, besonders Dameninstitutcn zu empfehlen, wie wohl jedem, welcher einen Blick in die Werlstalt des Dichters machm will. Während andere Bücher eine abschreckende Menge von Stil. ersordernissen aufzählen, lautet der diesbezügliche Paragraph bei Heinrich. «Die Haupterforbcrnisfe des Stiles, 1.) Wer spricht oder schreibt, will verstanden werden; Verständlichleit ift die oberste Forderung an den Stil. 2,) Wer zuhört oder liest, will nicht unangenehm berührt werden; einem Stotternden z. N. hört niemand gerne zu: das zweite Haupterfordrrnis eines guten Stils ist demnach Wohllaut, ein angenehmer Fluss der Nede (Redeflufs). Alle anderen Postulate leiten fich aus diesen zweien ab.» Das ladet eiu. Wer den Band einmal ernstlich zu studieren, ja nur zu lesen begonnen hat, legt ihn nicht unausgelesen beiseite. Es werden nun alle Fehler gegen die Nerstänblichlrit und den Wohllaut im Rahmen der Sahlehre vorgetragen an Bei» spielen aus Schülerarbeitrn und - Zeitungen. Wir hoffen, dem Herrn Autor wird es nicht unbelannt sein, dass wir Journalisten oft in spätester Nacht arbeiten muffen und nicht Zeit haben, das Grfchriebene zu feilen — wie er seine allerdings meisterhaft ge. schrieben? Vorrede. Wir wollen nun einige Beispiele aus dem, auch durch seine typographische Ausstattung sympathischen Buche anführen.' Fehler gegen die Deutlichleit, Seite 172. Stiliegel 4, »Unrichtige Anwendung von Neubildungen kann den Sah UN' verstäi'dlich machen. Z, B.: Der Redner war dafür, dass durch Nichtabschluss einer ungilnstigen Convention der Schutz der heimischen Landwirtschaft bethätigt werde; richtig: Der Redner war dafür, dass nicht durch Abschluss eines ungünstigen Vertrages (wie man ihn plante) die heimische Landwirtschaft ge» schädigt werde; llarer: Der Redner wünschte, es mög? die heimische Landwirtschaft geschüttt und deshalb der beabsichtigte Vertrag nicht geschlossen werden.» — Stilregel U. Vermeidet unilöthige Wiederholungen. Z, V.: Er arbeitet mit Lust und (mit) Ausdauer. Dagegen nothwendige Wiederholung, Annie» lung 4, Seite 176: »Von, Minister und vom Abgeordneten Dr. N. wurde vorgeschlagen.» Hier ist von zwei Personen die Rede, Dagegen: «Vom Minister und Abgeordnelen Dr. N. wurde vorgeschlagen». Hier ist eine und dieselbe Person Minister, Abgeordneter und Doctor, Warum sagt der Gebildetere nicht: Nachdem die Proeession vorüber war, giengen wir nach Hause, sondern- Nach der Procession giengen wir »c. Warum sagt er aber: Nachdem Magdeburg gefallen war, vereinigte sich der Kurfürst von Sachsen mit Gustav Adolf, und nicht: Nach dem Falle Magdeburgs vereinigte fich?c? Siel) Stilregeln A5 uud.W. Wir Wolleu aus der Fülle von Belehrungen nur noch einige lustige Stelleu hervorheben: «Falsch ist die Beziehung aus dn5 Bestimmungswort. Verbessert: Tchullehrcrspiea/l sür iolchr, tzz,^anüt verließ er heftigen Schrittes das Zimmer, leg^e.etwas ^s Verletzendes in seinen Worten ge-"bei, ^ zitternden Lippen sah Gazela ihm nach, v»„ .^rgeblich wartete Graf Povitz auf eiue Autwort ^reink "ächsten Morgeu meldete ein Diener einen ^lchti Namens Pacheco, welcher angeblich in einer 9en Angelegenheit Gazela zu sprechen begehre. z«la n' ich ihn hereinlassen?» berathschlagte Ga-f^rlil Nuliertine. «Dieser PuchlVo ist ein sehr ge« beivass Mensch, der stets mit Dolch und Büchse ib,l !'" einhcrzugeheu pflegt. . . Doch ich fürchte Hiit^i Er möge kommen!» entschied das juuge L" kurz. ^ s b "och in guter Erm/leiA/ig wwahlt. Der ^chi^^w" Gz^mzeu Hal cunn Bokn an mich ^n i? ""b mir eine gute Äelohnung versprochen, ^ 5>ü? ^" "" V"ch. wcVchek er vnmem^vch nx ^'> tz.^?^ anWM. ^o Mge « ^em Geld bcha!« ""t> st ^°ben mich bereits überreichlich beschenkt. Frau '"ben ß?" ^b"l dcchmu und segnen Sie. . . . hier < 'T^ ^ mvt h^ danach, ""'w. ^. '"'ld den betrt'ffentx'/l Herr/, gewiss sehr ;. Die ?'^te s". «Wo haben Sie es gefunden?, ^tra ^6'", Züge Pachrco's nahmen ein ver» 'AikN'^^ an. ""lcht,. sagte. „ .g,,^ ss z„ weit aus der Tasche der Excellenz hervor, so dass er es unterwegs verlöre» hat.» Gazela hörte seine Erklärung kaum. Sie hatte das Buch geöffnet, welches mit dicht beschriebenen Blät-tern gefüllt war, und auf diesen fand sie einen Namen immer uud immer wiederholt — ihren eigenen. Sie gab dem Schurken alles Geld, welches sie bei sich trug. und verabschiedete ihn, ohne ihn rines Blickes mehr zu würdigen. Der Inhalt des Buches fesselte sie über alle Maßcu. ihre Augen glänzten, eine tiefe Nöthe färbte ihre Wangen, und ein Ausdruck innigster Glückseligkeit prägte sich in jedem ihrer Gesichtszüge aus. «Was ist das für eiuc Macht, die. uur einer emzigcu Sehnsucht iu nur Raum lassend, mich so ganz lind gar umgewandelt hat? Was ist das für eine Verzau« berung. die dieses Kind auf mich ausübt? Wie in einem, Traume Me ich mich. Ich ^che nur ^ie. höre nm pe. ! alles, was sie vormmmt, geschieht mit einem Ausdruck, «Ich hade di,. Ehre, Ihnen üandöwNe vorzustellen,. begann er. «Diese Dame ist die Frau Baronin Sparre. ihr Gatte mein theuerster Freund...» «Erlauben Sie. dass ich mich selbst vorstelle.' sie! GaM hardenderg in die Uedc. «Mein Name w Oazesa- ich hatte das Glück. Sie bei der P""Ml" Z... zu scheu — Sie erinnern sich vielleicht - lch konnte, wie ich affectierte. während der Tour das Stehen nicht ertragt. (SchlM ^l.) Laibacher Feitung Nr. 259 2130 12. November 1.M^ die es bereits sind oder weiden wollen ifür die, welche Spiegel werden wollen!). — Verbessert: Graf Savorgnan, ein guter Zeichner, widmete dieser Beschäftigung den größeren Theil seiner Zeit. (Welcher Beschäftigung?) Er blies den Ranch seiner Meer-schamnpfeife durch die Nase, welche mit Silber beschlagen war. Herr von B. hatte vorIungefähr drei Jahren seine Frau als Husarcnlieutenant kennen gelernt. (Eine Frau ein Husarcnlicutc« nant!) Er hatte die Welt nach allen Richtungen durchwandert, um endlich in der Heimat seine Ruhe wiederzufinden. (Der Thor! In dieser Absicht so weit zu wandern!) Ein Bedienter, der lange Zeit treu und redlich einem Herrn gedient hat, der aber nun gestorben ist, sucht ein Unterkommen. Das hieße: der nun verstorbene Bediente sucht ein Unterkommen. Statt des zweiten der muss welcher stehen. Sich Regel 45, k). Wir wünschen dem Buche die wohlverdiente allgemeine Beachtung, Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Der Rechnungsrevi-dcnt Herr Franz Pfeifer wurde zum Rechnungsrathe vein» Rechnungsdepartement der k. k. Landesregierung ernannt. — (Leichenbegängnis.) Das Leichenbegängnis des verstorbenen Generals Max Ritter von Köhler hat gestern unter großer Betheiligung der hiesigen Bevölkerung stattgefunden. Unter dem Commando des Brigadiers Generalmajors Groller von Mildensee war das zu einem Bataillon formierte 17. Infanterie-Regiment mit der Musikkapelle, der Cadre des hiesigen Landwehr-Bataillons, formiert zu einer Compagnie, uud eine Batterie des 13. Corpsartillerie-Regiments ausgerückt, welche am Rathhausplatze Aufstellung nahmen. Nach erfolgter Einsegnung nahm der Leichenzug seinen Weg über die Hradeczkybrücke, die Schustergasfe, den Auerspergplatz, durch die Herrengasse, an der Sternallee beim Cafinogebäude vorüber, durch die Schellenburggasse auf die Wienerstraße, auf den Friedhof zu St. Christoph. Den Leichenzug eröffnete das Bataillon des 17. Infanterie-Regiments; diesem folgte die Musikcapelle. Vor der dem Leichenwagen voranschrei-tendeu Geistlichkeit wurden zahlreiche Kranzspenden getragen, in erster Reihe die vom Officierscorps des 17. Infanterie-Regiments, des 13. Corpsartillerie-Regiments, des hiesigen Landwehr-Bataillons gewidmeten prachtvollen Kränze. Den Leichenwagen, der reich mit Kränzen geschmückt war, begleiteten Unterofsiciere als Spalier. Dem Leichenwagen folgten zunächst die Angehörigen und eine große Anzahl von Officieren der hiesigen Garnison, an der Spitze Seine Excellenz FM2. Ritter von Keil, zahlreiche Officiere des Ruhestandes, Landesprüsident Baron Wintler, Landeshauptmann Graf Thurn, Bürgermeister Grasselli und eine große Reihe hervorragender Persönlichkeiten, darunter zahlreiche Damen. Der Zug wurde durch die Landwehr-Compagnie und die Batterie des 13. Corpsartillerie-Regiments abgeschlossen. Alle Straßen und Gassen, welche der Leichenzug passierte, waren von Tausenden von Zusehern besetzt. Nach der bei St. Christoph erfolgten neuerlichen Einsegnung uud Einsentung ins Grab gaben die ausgerückten Fuhtruppen und die Batterie je eine Ehrensalve ab. — (Ueber den Stand der Cholera in Krain) erhalten wir folgende Mittheilung: Im Zwangsarbeitshause in Laibach ist feit dem 3. November kein Ertrankungsfall mehr vorgekommen. Der letzte Todesfall ereignete sich am 6. November. Seit Beginn der Epidemie, d. h. seit dem 25. Oktober, sind 15 Zwänglinge erkrankt, von denen 9 gestorben und 6 ge» nesen sind. Das Zwangsarbeitshaus ist demnach seit dem 6. November seuchenfrei. In Brunndorf sind 2 Personen (1 Zwüngling und 1 Ortsbewohner) erkrankt; gestorben sind 3 (1 Zwängling und 2 Ortsbewohner), darunter 2 von den früher Erkrankten, und genesen 4 Personen; es verbleiben daher 6 Personen in Behandlung. Seit dem 3. Oktober sind dortselbst 27 Personen ertrankt; von diesen sind 11 (8 Zwänglinge und 3 Ortsbewohner) gestorben, 10 genesen und bleiben somit 6 Personen (1 Aufseher und 5 Zwänglinge) in Behandlung. In Großligojna, Oberlaibach und Zazar in der Ortsgemeinde Oberlaibach hat das bacteriologische Untersuchungsresultat am 8. November asiatische Cholera con-statiert. Es erkrankten seit dem 21. Oktober 13 Personen (11 in Großligojna, je 1 in Zazar und Oberlaibach); von diesen sind 4 Personen (alle in Grohligojna) gestorben, 4 (2 in Großligojna, je 1 in Oberlaibach und Zazar) genesen und verbleiben 5 (alle in Großligojna) in Behandlung. InLaserbach. Ortschaft Ligisdorf, Gerichts-bezirk Reismz, ist seit dem 19. Oktober kein Erlrankungs-fall mehr vorgekommen, daher die Gemeinde seit diesem Tage seuchensrei ist. In der Gemeinde Griblje, Be-zirkshauptmannschast Tschernembl, ist seit dem 20. Oktober gleichfalls kem Erkrankungsfall mehr vorgekommen, es wurde daher die Epidemie am 5. November dortselbst als erloschen erklärt. — (Bedauerlicher Unglücksfall.) Gestern morgens gegen halb 8 Uhr rutschte der städtische Ingenieur Herr Duffevor der Domtirche so unglücklich aus, dafs er mit aller Wucht zu Boden fiel und sich hiebei den rechten Fuß am unteren Gelente brach, Herr Duffe' musste in feine Wohnung übertragen werden, und wird die Heilung wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen. — (Vom Theater.) Heute findet im landschaftlichen Theater die Reprise der Operetten-Novität «Don Cesar» statt; morgen geht die Donizzetti'sche Oper «Lucia di Lammermoor» in dieser Saison zum erstenmale in Scene, während Sonntag wieder eine Reprise des «Zigeunerbaron» in Aussicht genommen ist. — (DieSchischkaerCitalnica) veranstaltet Sonntag den 14. November in drn Localitäten der Kosler'schen Winter-Bierhalle ein Vereinsfest, verbunden mit einem Tanzkränzchen. Auch zwei Einacter, und zwar: «Llaxnica v 1. rlAci3t.10p.ji» und «2ä^ ß-ro »im. 2 3 " ^ Gerste » 4 6 490 Milch pr. Liter..-«""" Hafer . 2 »2 3^ w Rindfleisch pr. Kilo -!«4 ^ ^ Halbfrucht » -------6M Kalbfleisch ' ^!^^^ Hcidcn » 3 74 485 Schweinefleisch » — 6<> —" Hirse . 4 3« 4^90 Schöpsenfleisch . — W"'^ Kukuruz » 5 — 5 40 Häudel pr. Stück . — 35 -^ -Erdäpfel 100 Kilo 2 «8-------Tauben » —^16 ^"" Linsen pr. Heltolit, 10-----------Heu pr. M.Ctr. . 2 «8 - "" Erbsen . 11-----------Stroh . ..268-^ Fisolen » 11-----------Holz, hartes, pr. Rindsschmalz Kilo — 90------- Klafter 6 40 - ^ Schweineschmalz» —68------— weiches, » ^ ,," Speck, frisch, . - «0-------Wcin,roth..100Lit. - ^ ^ ^ — gcränchert » —68------- — weiszer, » —.—^u^ ^lnldschastliches Theater. Heute (ungerader Tag): Don Eesar. Neueste große Operette in 3 Acten von O. Walther. - Musik von N, DclllNger^ Angekommene Fremde. Am 10. Ncvember. Hotel Stadt Wie«. Van Osch, Kaufm., Paris. — GoGe'«, Frühlich nnd Kuntz, Kaufleute, Wien. — Äartel, M>,cn° ' Warnsdorf. — Tscholl, Reisender, Graz. - Graf. t. l- V"^ mann, Tarvis. — Hofbauer, Holzhändler, Neumarltl. Hllttl Elefant. Kulte, Kaufmann, Dresden. — Ansel,, Vl"" Vorgcnicht und Herlich, Kaufleute, Wien. — ssischer, I"'2«.' Prag. — Hohmanu, Reisender, Wiener-Neustadt. — ^^y / Kaufmann, Alteubnrg. — Arholzer, Kaufmann, Iäll""^ — Vlan und Grünhut, Reisende, Groß-Kauischa. - Zd"'^ Fleischer, Tarvis. — Vallenlschag, Restaurateur, ^'" i«ri-Deperis und Draxler, l. l. Beamte, Stein. — Stcrael, >p vatier, sammt Frau; Klautschig und Klements, HoM«" Trieft. — Dr. Holtzabel, Privatier, sammt Frau. 3'"'^M Hotel Vaicrischcr Hof. Pavesiö, Krauthändler, ssiume. — """ Besitzer, Tcrscin. ^^ Gasthof Slidbahnhof. Tirmann, Ingcuieur. und Weil. «"«« Wien. — Cnruppi, Holzhändlcr, Wolfsberg. — Koffol, V Händler, Tolmcin. ,, ^„. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Erhartic, k. k. Anscultant, Pw — Sachcrer, Besitzer, Hüttenbcrg. Verstorbene. ^ Den 9. November. Johann Klopcic. Mehlhänd^. Sohn, 4 Mon,, Floriansgaffe 24, Pneumoniü'Katarrh- 'T' .. ^ Ritter voll Kühler, l. l. Generalmajor, 55 I., Alter M"» Carcinom. ««I., Den 10. Novembcr. Agnes Seks, Inwohnerin, "" " Petcrsstrahe 91, Marasmus. ^.ilerin, Den 11. November. Christina Prijatel, SH"" 13 I., Congrcssplatz 17, acutes Lnngenüdcm. Im Spitale: ^ Den 8. November. Mathias Subic, SctM"«"^ 66 I., Uungcnentzündung. — Jakob Oman, Arbeiter, » Kinnbaclenkrampf. ^ I., Den 9. November. Maria Smuck, KaischerllN, Wassersucht. Lottozichmlg vom 10 November. Prag: 29 5 80 66 24^^. Meteorologijche Bcobachtmigen in ^aibach^ " < ll. Mg.! 732.99 ^7^ O. schwach ' bewUt lH 11.2 . N. 733.73 14.6 NO. schwach bewollt gM> 9 . Ab. 733.83 8.4 NO. schwach theiln», h"" ^g! Intensives Morgenroth, tagsüber wechselnde Vew'^5° nachts Regen. Das Tagcsmiltel der Wärme W,1 , über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. N"ali^^^? ___________-^^"""G l sow't 5 fl. 1,10 und »l, ,.35 bie sl. «,10 lsarbissl. nA"'" stflli i!'" > rielte Dessin«) veisenbct in einzelnen Mobcn und St«acn ^^ ,„), » ho«« da« Scibensabril'DeM «. Henntber« fl, u»d ' '^ ,,^N > ZUrlch. Muster umgehend. Vrlcf« losten lo lr. Polt°^<^>°^^^^, ssilr die vielen Beweise inniger A"^'eM welche meinem geliebten, unvergesslichen , Herrn Mar MUer von Köhler l. l. Generalmajor schon während seiner Krankheit zutheil wurden, ser^ für die zahlreiche Vetheiligung an '"«"' " «" meinen tiefgefühlten Dank aus. 2131 Course an der Wiener Börse vom 11. November 1886. N°ch dm, oM^n C°urMatt ' Otld War» Vtaats-Nnlehen. tz^"«"« ....... «H «5 83 80 N"kN'l....... 84 8.^ «405 i^" ^7° Vlaalllosc ,50 sl, i», ?b,3« 5><, l««4.I '^" vilnftcl ,<»0 „ !8<,«s.,39?s, >»«!! ^laat«Iose . . 100 „ I?«z5i7z?5 V^^-Golbllnte, steuerfrei . i>«-70,,ll,5 >'«i, «oltnr«««l, fteuersrei . lui —i«i'l> "«'Aolbtenlt <°/o . . . . IN» 40 10» 55 ' vapierrcnlc 5°/, , . . . X» on s« «ls, " ^nv'Nnl.Ilvll,ö.«»,S. «bi »0151 no ' ^nbahn.^tioritate,! . . 9»'lll. »» 7s. ' ^tn«,«.^, ^^^ ^)^^^^ _.-------._ " ,< «' H von, I. iu?« . l,< boils, — tie!« »°'""°''nl. z,ou sl. ö. w, ll'«eg..^y^ ^o^ ,^, ^ i«< ?<)i2b »o ^ "»den,, . Obligationen riVV.' - - - -' ' ''°"«i^ i°/° ftiiN"«««!«« ... '05 50 - .. °°'° n7bN/^'lavonls'chl' .' !o5 onion 50 Vrld Wave 5s>/n Tem«05—10b 70 Nndere öffentl. Nnlehen. Donau Nrss.'i'ose b°/„ loo !S'»b1i8?5 dto. »lnlcihe 187«. ftcunftll . I08 —107 — Nnlchen d. kladlgrmcinbc WitN IO< 7b lttb ltd Lnlchen b. Etadigememdt WitN (SUbn und Void) .... 1»N'K0>3I 50 Priimicn'Nnl,d,e»>btgem,W!e» l«3 701« «l» Pfllndbrirfe <<ÜI loo st.) »odtncr, aNg.öfttri,<'/,°/»Oolb. i«< - ,«4 s.u bto. in 50 , » 4'/, "/n ioo»5iou?s> dto. in «> « , 4°/» . 9« 5« »? — d«o. Plamicn.EchulbvetIchi.3»/, lNN kNlNI — Qef!,Hhpo>y,,^,,ba»l >ol. 5>/,°/<> ini lf>iui7b Orft.'ung, ^u»l verl. 5°/« . . lonooiui - dto. „ , 4^ Nlanz»I»!r<»Bahn.....^.__ _!.,^ Kalizilchc ii»>!»i'udwlg > Bahn «im. Ik», ZU0 sl. k. ^'/.«/l, . ivl, «/viol ic> Qcstell. »ierdweftlxl^n . . . iu« — io«'5>0 Elrdt»l>ll>l>ct.......__^ __— Vtaat»bahn l. «mission . . i»8.',0 (0«^ kildbahn k 3 °/,..... 1 8 7» 1 »5, » l^ 5°/,..... 12« 70 2» 0 Ung.'gall,. Vahn..... i00bUl«i — Diverse Lose (per Stllll). Lrebillose 100 fl...... 178»75 >77 «5 Llary-kose t« st..... 44- - 44 »n 4»/« T>on»u.D»mp«ch. loa st. . n?>- ,18 - «al>'acher Piämien.«nleh, «0 Qjencl Vlije «» «l..... 46 — 47— PaKIV^'eft 0si. 14 ft<> 14« «udr>I't!l>It 10 si..... 18 7.'. >»«> Lalu,»Lo!e 4u ll...... 57— 5? b« St.'GeN0!«»i!o<« 40 n»i!ole l«o sl. . . , »3 — «4 — Windilchsräh.Vo!,: »o fl. , . 46 — 46 bo Va«l°Nctien (vci Slüll). »lnglo»Ocftlrr. «anl »00 sl. . n^!>o ii5 — Uanlvtlcin, wiener, 100 fl. . io»üU »05 !«> Bdncr,'3l!!ft,,Oest.^o0fl.S.4«°/, ,41 25»4l 50 Lib» ,'«nst, s. Hand. u.«. isofl. ,8» ?n »88 — Hledilbanl, «lug ling. «»fl. . H»»t«02i»4 10 Deposlltnbanl, mple»Vts.,Nitd»öst.50<)fl. 548—549 — Hypolhtlcnb., oft. M« si, x5«/»«, «5^— «s — ^'and«t>., oft. iUUsl. V.50"/» »7«i87?» «u!sig»2,epl. LIsenb. »00sl, «M.---------------- llio'hm, Noibbah» 150 fl, . 185 — 185 50 wlftbabn »ON sl. . . . »7« 70 '77 5U «uschlithrabn ltisb. 500 fl, 2M. ?8i —788 — . Mt. U) «00 st. . «I5U«08 - Donau ' Dampfschiffahrt» » Ves. Oefletl,s,un fl. «M. . . , 3«9—371 — DiaU'Eis. <«at..Db..»j.)wo!!.V. !78 75179 25 Dui Vobenbach« ll.»O. «,u sl,S. — —------ «tlisabcth'Uoh« » fl, . i>5 — 2!5bu Kl^b,'T>l,Ql. H. I»?8«c,Usl.H. «04 2.204 75 sselb!Nllnb»'Viotdt>. I0ou >l, H^)i, zziu 2!2^ NianzxIole!'!. ahn »00 fl, Silver »20 50l«2l - ssiinseilchen.l>'a7cserHifb,2<>l^ud!l>lg-«.!«l)0jl.H^l. 187-501»7l»0 Giaz^öslachei 0belb.V>jenb. ^uo!l. S. l50 2b l50 50 Lemb«a.«l»elno»ih»I»s!y «isen» bahN'Oejelljchaft ^,w st. ö, W. „5 75 »»»^5 Lloub.öft.-ung., Tiieftbuu sl.iiilll. 5?« — 5?« - Oefttrr. ittoibweftb. l!U0 fl, Silb 170—i?0 5l< dto. (lit.«) 2uu >>.!! ^»^ ,,, 0. W, . !l4» 4l»»43 80 Gl!!' > «va« Küdbabn »00 si. Silber . . . »05 75 10« — Vilb.Vlorbd .»erb.. ^.,00sl. 3 ll » Nr., n«u 100 sl. i«z ,k 105 ?5 Iransport'Velellschast 100 sl. . — ^ — — Ung.aal!,, iiüenb. üc»0 fl. Silber 175 — 175 50 Una, Norboftbahn »uo fl. Silber 17» »s> 1?« 50 Nn°,.Wcsenbahnw.»!.'eih^. 1. 8u sl, w'/, —— — — „Hlbcmühl", Papiers, n. «.»«. »,75 «3 2b ^lonla»>ch., üfterr,»»lvine z»v 3« 2» 70 pr»>>ei «tijen'Ind.Ges. yh — Kal^o-Iar,, «iijenraff. iUU sl. . — - — — wassen!.,«.. Oift in W. 1UU ft. — — — — ^risailei »ohlrn»»V«s 70 sl. . — — — - Devisen Deutsche Plätze......«13 7. »l LO London.........l,5 4kll»6 70 ^ai!« .........4,45 4»b5 ptter«burg .......__— —__ Valuten. Ducattn........ b„, 5^ le0>Franc«'Stillle..... l»z»i ,,2 Silber......... ——! — — Deiltscht Uieichsbanlnott» . . «i-»^ «1 45