LaibllcherMMtuna. Nr> ». Douuelstxg, N. Jänner Fasertionsgebühr bi« l0 Zeilen : lmal«0lr., ii»!.«0lr., 3»i. 1st.; soust pr. Zeilc im. «lr., Lm.»tr., !!,,:, IN lr. u. s. w. I»s!,,?da?>^"^?^?"' in dcr l. l. Hof- nnd Staa,«-sendtt. " '"^chö^se^laltcs ausgegeben niid ver- ^ v.m 2^3?"""" b/^Ministcrs siir Cnllns nnd U.tterncht IMi I^s!? ,".'"« .^' ""'"'t die Verordiuil.c, vom I2ttn ^hrennnrn ,!.?". ^'^ Vildungsanstalttu für Lehror und ber 1«>!" l/ ?« ^'"' ^Verordnung u°m 15». N°uem-U'ld N^n'crslin,^"? ^'' ^"fmuM der Lchror au Vollö-das Hl-llon l, . '^ ^"^^u "üt "nigcn Modificationcu auf daS Hcr omi «'"'" ausgedehnt wcrdm; wirksam flir vom 2!l.Dm»b?>. i^?""""s lifr ^nltn« nnd Unlcrricht Juli I««!» bclnss,,,.^"' "°"'^ du> Arr°ld>'„>,c, voui ,2 der 1869. bttrMnd ki/ b'c Vnurdnnxa ^„n 15, N^ueni-^___ (Wr. Zlg. Nr. 10 vom 10. Jänner.) Nichtamtlicher Theil. Enl,?^ ^^ Landcspräsident Conrad Freiherr von ^.^ ./, ^ ^"' ^fertigten Magistrate aus seinen ^lvatmttteln dcn Betrag pr. 200 fi. mit der Bestimmung übergeben, daß derselbe bei der andnucrndcn strengen Winlcrtälte zum Anlaufe von Brennholz für dürftige Familien der Stadt Laibach verwendet werde für welche großmüthige Spende der wärmste Dank hiemit ausgesprochen wird. Stadtmagistrat Laibach, am 10. Jänner 1871. ^ Der Bürgermeister: Dr. Suppan. Aus Innsbruck, 5. Jänner. lers l^'/ ^".' "l°^c Abreise Sr. Majestät des Kai-Obschm V^^! ^"^ I""^ruck anfdieBcinc gebracht. M'd M " ?^'^ '" 6l^" fiel, so füllte doch Imia, Vahndof s . ^"^"' ""lche von der Residenz zum wie V V"?/ ?" ^ H°fburg selbst hatten sich ebenso Behörden un. . "Ä ^^ Monarchen die Spi^n der Majestät ek,s.. 1. ^''"'^"^ angefunden, nm Sr. machen. An. i^ ^ "e Abschicdichcr schwcn-das Dröhnen der Pöller .n"^ ^'^"^' ^^' blocken und W aus dem Waggonfe.st"'in.^' '°"W"d Se. Maje- ,., DieWeiterfalttge le"^ ^'he von Ovationen. Schm ^^ '^ ^'cr fortgesetzten Bahnhofe zukehrenden Häusern flatterten Hahnen und ter alterthümlichc Thurm - dcr Nestor des Bandes — hatte sein ehrwürdiges Orcis^nhanpt luftisi bewimpelt. Am Galinhofe waren in langen Reihen eine Ncscroc-compaguic des Kaiserjägn'regimcntcs, dic Schulkinder, die hmmschc Schntzcncomp.ignic inil ihrer und der städ-lischcü Musilbande — lctzlere in einer ciar vornehmen Uniformirung — die sckmuck>'!> Bcrciknappcn mit ih>cr Musik aufgestellt, von deren dunkler Grubenttacht sick die weißen Blousen der gleichfalls paradircnden Calincn-arbcit r abhoben. An der Bahnhofhallc unmittelbar waren die t. k. Beamten, oic Stadlverlretung von Hall mit dcn M'iinindclwrstelinugm dcr Umgebung und der Clerus aufgestellt. Sc. Majestät geruhten in Begleitung des Herrn Statthalters Grafcn Vodron und des Hcrrn ^andcslommaudirenden FW.'V. Freihcrrn v. Philippooich und dcr Uülitärischcn Suite aufzusteigen und sich durch den Hcrrn Bezirkshauptmal'.n oou Innsbruck die t. t. Ocumlen, dann dnrch den Hcrrn Bürgermeister von Hall Dr. Nautcukran^ die städtischen und Gemcindcver-tretcr vorstellen zu lassen, an' jeden derselben einige wohl-mollende Bemerkungen richtend. Immer ersuchte der Monarch die Vorgestellten, sich mit Rücksicht auf die slä'.te zu bedecken. Nachdem Se N/ajcstät noch bei dcn Mitgliedern des Clerns geweilt, schrillen Mcihöchstdcr-selbc die Reihen dcr Jäger, Schützen, der jinaftpcnschasl und Grubenarbeiter ab, hinter denen sich die ländliche und städtische Bevölkerung drängte, und geruhten hier» auf noch dcm Hnrn Dr, Rautenkranz einige huldvolle Worte der Befriedigung über den herzlichen Empfang zuzuwenden und die Weiterfahrt auzulrclcn. Noch lmigc tönten dcm Zuge die Hochrufe der Menge und die Pöl-lcrschüfse nach. skhnliche Scenen wiederholten sich in Schwaz. in Icnbach, wo Sc. Majestät Personen, die Allerhöchstdem-sclben noch aus seiner Jugendzeit bekannt waren, mil huldvollen Ansprachen beglückte. Hier, am Äusgangc des Achcnthales, hatte siä) auch der hochw. Clcrus dcr im Thalc gelegenen Scclscirqcftatioucll zur Begrüßung ein» gefunden Älier selbst auf solchen Stationen, wo der Zug niHt hielt, wie in Kuudl, Würgl uud Brizlegg, bildete die gcsammtc Bevölkerung und die Schuljugend an dcn Bahnhöfen lebendige Hecken uud gab ihren Gefühlen durch Hochrufe und „Inchczcr" Ausdruck, während vou den Höhen Böllerschüsse knallten. Sc. Majestät zeigten sich bei solchen Anlässn: am ofstncn Fenster und gaben so dcn Harrenden Gelegenheit, weuigsteuS im Fluge die Züge des geliebten Landcöfürsteu zu sehen. In Kufstein paradirtc auch eine Compagnie von Rainer-Infanterie. Die dortigen Landcsschützcn wnreu mit ihrer über zwei' hundertjährigen Fahne erschienen und dcr riesige Fahnenjunker war bcdcckt mit alten Deukmünzcn uud Schaustücken, welche diese Compagnie im ernsten wie im heiteren Kampfe errungen. Von dcr Citadelle herab, die hier die Grenzwachl hält, dröhnten die Schüsse, während unten Sc. Majestät dcr Kaiser Abschied nahm vom tiroler Bodcn, auf dcs-scu Gcmailung noch ihm Tausende, dic mitunter aus fernen Seitenthälern herbeigeeilt waren, znjubcltcn. Sichtlich ergriffen von dcn Beweisen solckcr Anhänglichkeit, geruhten Sc. Majestät nach dcm huldvollen Empfange der anwesenden politischen, communaleu und geistlichen Autoritäten uud der Besichtigung dcr Paradircndcn dcm Herrn Statthalter Grafen ^odion die Hand zum slb-schicdSgrns; zu reichen und der Allerhöchsten Befried^ gung so wie der Hoffnung Ausdruck z>, gebcn, das trcnc Vand bald wiederzusehen. Eben so gnädig verabschiedeten sich Sc. Majestät von dem Hcrrn ^andcSeomman-dircnden FM^. Freihcrrn v. Phttippovich und geruhten dann nntcr dem ausbrühenden Jubel dcr Anwesenden den Waggon zu bcschrcitcn, um die Weiterfahrt anzu trctcn. Die Sonne, die biohcr hinlcr einem Ncbelftor verborgen war, zerriß mit ihren letzten Strahlen die uci-^ dischc Hülle und ließ die nahen Bcrghüupttr in leisen. Anhauche vou Glanz hcrvoitrctcn. Für kurze Zcit uur. Aber in dcn Herzen des tiroler Voltes blieb eS Tag und leuchtend lebt in ihncn fort die Erinnerung an den segensreichen Aufenthalt diö angestammten Herrschers, neu kräftigend die altercrbtc Treue und jene Tradition, von dcr ein vaterländischer Dichter singt: Und ist der Sohn dcr Alpen hier geboren, So hat er auch zu Oest'reich schon geschworen: Mit jenen Lerchen nur stiegt dieser Aar! (Wr. Ztg.) N o l h b n ch. Au die Mitglieder der Delegationen ist ein Nachtrag zum Nothbuch Nr. 4 versendet worden, dem fol' gendc Einleitung vorangeht: „Daö l. und k.gcmcinsame Ministerium des Aeußern sieht siel) veranlaßt, dic Actenstücke, die es dcn hohen Delegationen in Nr. 4 seiner osficicllcn Publicationen vorgelegt, hier mit cincm zwcitcu (bcsoudercn) Nachtrage zu ergänzen, welcher die Thätigkeit des Ministeriums insbesondere in den beiden letzten Monaten des abgelaufenen Jahres umfaßt. Dicsc Ergänzung bezicht sich daher zunächst auf die Corrcspondcnz mit dcr köuigl. preußischen Regierung ln Betreff dcr von letzterer in den Kreis dcr schwebenden politischen Erörterungen Europa'S eingeführten Frage dcr Neutraluät des Großhcrzogihums Luxemburg, sowie iil der Frage dcr Neugestaltung Deutschlands. Was letztere anbelangt, so hat die Rcgicruug Sr. Majcslät des Kaisers uud Königs gleich den ersten münd« lichen Anregungen durch eine Darlegung ihres Standpunktes entsprochen und die tönigl. preußische Regierung in ihrcr nachträglichen schriftlichen Mittheilung im We^ scntlicb?n auch die formale Seite dieses Standpunktes acceptirt. Immcrlün aber glaubte die preußische Mit-llicilung vom 14. December dcr östcrreichisch'ungarischen Rechtsansprüche aus dem Präger Fricdeu wenigstens mit einer Andeutung gedenken zu sollen. Dic damit unternommene Ausführung konnte inzwischen dic l. und t. Rkgicrung bei aller Anerkennung der frcundschafllichcn Gcsinnung, welche ihr zu Grunde lag, nicht bestimmen, in cine Discussion darüber einzutreten, sondern sie viel-mehr uur in ihrem warmen Wunsche bestärk?», die Frage auf ein höheres, den Interessen beider Theile unbedingter entsprechendes Gebiet geleitet zu sehen. In die Rubrik ..Orientalische Angelegenheiten" fallen zunächst drei Actenstückc, dic sich unmittelbar an die Publicationen des ersten Anhanges zu Nr. "4 der dcn hohen Delegationen vorliegenden Korrespondenzen an^ reihen und, obwohl durch dic ZeitungSpr.sse weiteren Kreisen bereits bekannt geworden, an dieser Stelle der Vollständigkeit wegen gleichfalls eingeschaltet erscheinen. Eine Serie von weiteren Mittheilungen dieser Rubrik, von welchen die an die k. und k. Agenten in Belgrad und Bukarest gerichtete Instruction auf eine frühere Phase der Verhandlungen zurückgreift, schließt sodanu die Auseinandersetzungen ab, die von der t. und l. Regierung in der Frage der Neutralität des Schwarzen Meeres an ihre Vertreter im Auslande gerichtet wurden. Die folgende Depesche an den k. und k. Botschafter in London bezieht fich auf die Haltung dcr Monarchie gegenüber der cnglifchen Fricdensvermittlung uud ist als Supplement nach Nr. 35 dem bereits publicirten Schrif-tenwcchsel einzufügen. Die Frage dcr Königswahl in Spanien endlich ist durch ein Actenstück vertreten, welches den alten und lebhaften Sympathien Oesterreich-Ungarns für die Ge« schicke des spanischen Volkes durch dcn aufrichtigsten Glückwunsch zu jener Wahl Ausdruck gibt. Die k. und t. Ncgicruug glaubt dcr Verpflichtung enthoben zu sein. die hier mitgcthcilttn Documcnte mit weiteren Bemerkungen zu commcntiren. Sie hat gegenüber dcn entscheidenden und bedeutenden Fragen, die in dieser Periode ihrer Wirksamkeit an sie herangetreten sind, in klarer und unzweideutiger Weise die Gesichtspuuktc formulirt, welche sie als maßgebend für ihre Haltung betrachten mußte, und sie gibt sich der Hoffnung hin, daß ihre Sprache den Einklang mit den Iuteresscu und Bedürfnissen dcr Monarchie, mit der Würde und euro» ftäischcn Stellung derselben nach keiner Richtung hin vermissen läßt." Vou den im „Nachtrag" mitgetheilten 13 Acten» ^ stücken rcproduciren wir heute die folgenden: Zur Frage dcr Neutralität des Groß-her zogt hums Luxemburg. 161. Graf v. Beust au Grafen v. Wimpsseu in Berlin. Wien. den 22. December 1870. Die königlich preußische Regierung hat durch ein Eirculare vom 3. d. M. deu Unterzeichnern des die Neulralilät Luxemburgs garantirendcn Vertrages vum 11. Mai 1867 eine Reihe vou Thatsachen mitgetheilt, welche cine mchr oder weniger flagrante Verletzung der dcm Oroßherzogthumc vertragsmäßig auferlegten Ver> tragSpflichl enthalten sollen. Das' Berliner Cabinet 56 hält hiemit die Voraussetzungen für beseitigt, an welche, es die Neutralität Luxemburgs knüpfen müßte, und fügt die Erklärung daran, daß die Regierung Sr. Majestät des Königs von Preußen sich in den militärischen Operationen der deutschen Heere und in den Maßregeln zur Sichcrstellung der deutschen Truppen gegen die Nachtheile, welche ihnen von Luxemburg aus zugefügt werden, durch die Rücksicht auf die Neutralilät des Groß-hcrzogthumS nicht n'ehr gebunden erachten werde. In dieser Mittheilung findet sich keine Andeutung darüber, ob und mit welchem Erfolge sich die Negi»'-rung Sr. Majestät des Königs von Preußen an die großherzogliche Regierung gewandt habe. und ebensowenig ist uns von Seite der letzteren eine Aufklärung über die ihr zur Last gelegten Thatsachen zugckommeu Wir glauben daher, mit einem sachlichen Urtheile über die Angelegenheit zurückhalten zu sollen, da es uns nicht unbillig erscheint, anch dcm Beschuldigten die Gcqmrcdc zu gönnen. Bereitwillig wollen wir übrigens von vornherein anerkennen, daß die Gründe militärischer Natur, welche bestimmend ans die betreffende Entschließung der königlich preußischen Ncgkrung einwirkten, keineswegs unberücksichtigt gelassen werden dürfen. Indessen ist es nicht sowohl die concrete Angelegenheit, welche unsere volle Ausmerlsamkcit in erster Lmk und jetzt schou in Anspruch genommen hat, als vielmehr eine Frage von allgemeinem Charakter und von principieller Bedeutung. Es ist nämlich unleugbar die Frage der europäischen Neutralität selbst, welche durch den zwischen der königlich preußischen und der großherzoglich luxemburgische!' Regierung ausgcbrochcnen Streit in den Vordergrund gedrängt erscheint. Die curupäischc Garantie der Neutralität ciucs VandcS wurde im Wesentlichen iü dem Sinne aufgefaßt, daß eben durch clcmcinsame Anerkennung ein unantastbares Gebiet geschaffen, demselben aber auch umgekehrt die Verpflichtung zur Wahrung der Neutralität im Falle des Ausbruchcs eines Kriech auferlegt werden solle; die Pttlsung und Beurteilung der Thatsachen, welche eine Verletzung der Neutralität durch den neutralen Slant begründen und den Zchutz der Neutralität aufheben sollten, fiel damit principiell den Signal«!mächten dcb Nculralilätsvei träges z,l und war dein Erm sscn einer einzelnen kriegführenden Macht zunächst entzogen. Denn lben die Vclmeiduuq eines Einzelnconflictcs des neutralen Landes mit einem anderen Staate war der Gedanke, der bei der Schöpfung europäischer Garantien vorschwebte und in diesen Garantien im eminenten Sinne Bürgschaften des Friedens erblicken ließ. Gewiß ist ein ausgesprochenes europäisches Interesse damit verknüpft, wenn dieser Charakter des europäischen Schutzes der Neutralität gruudsützlichci! Veränderungen unterworfen nvrdcu folltc, und ein gleich lebhaftes Intcrcsse werden sicherlich auch die mit derartigen Garantien ausgestatteten Staaten, wie Belgien und die Scdweiz, daran empfinden, daß ihre Neutralität nicht mit jener irgend einer andere» Macht, die sich bei Beginn eines Krieges neutral erklärt hat, gleichgestellt werde. Jedenfalls wird es auch ihnen wünschenswerth erscheine» können, ciner gewissen Einmüthisslcit in der europäischen Auffassung ihrer Stellung gewiß zu sein. Die hicmit angeregten Frageu crschciucn uns von solcher Tragweite und von so naheliegender praktischer Bedeutung, daß wir auf die Zustimmung der königlich preußischen Ncgicrnng rechnen zu können glauben, ,rcnn wir dem Wunsche Ansdrnck geben, ihrer principiellen Erörterung u»d Klarstellung bei Oclegenheit einer europäischen Bcralhung z» bcgeancn. Auf alle Fälle glauben wir annehmen zu können, daß die königlich prcnßifchc Regierung bei der weiteren Vchandlung des Zwischen-flilles sich von Erwägungen leiten lassen wird, durch welche eben diese pimcipn-lle Scitc der Frage uuprä-judicirt und intact erhallen bleiben wird. Eu. Exccllcnz wollen vom vorstehenden Erlasse dem Herrn Untelslaaatsftcrctäl v. Thiclc Kenntniß geben, auch sind Sie ermächtigt, Abschrift davon zu hinterlassen. Empfangen :c. Stelluug der Monarchie zur Neugestaltung Deutschlands. Graf o. Beust an Grafen v. Wimpffen in Berlin. Wien, den 5. December 1870. Schon vor einiger Zeit hat der königlich preußische Herr Gesandte mich aus eine Mittheilung vorbereitet, die er in Bezug auf die künftige Gestaltung Deutschlands binnen kurzem an die k. uud t. Regierung zu lichten haben werde. General v. Schwemitz hat mir au< gesündigt, er werde diese Mittheilung mit der Versicherung des Wunsches und der Hoffnung seiner Regierung ,z;i begleiten haben, daß das Verhältniß des neugestalte, ttn Deutschlands zur österreichisch-ungarischen Monarchie ganz jenen Charakter aufrichtiger und dauerhafter Freundschaft a» sich tragen werde, der den Gesinnungen Preu-ßens nicht weniger wie den Erinnerungen an die deutsche Vergangenheit entspreche. Von dieser vorläufigen Anzeige habe ich Sr. k. und k. Apostolischen Majestät sogleich Bcricht erstattet. Mit Allerhöchster Ermächtigung und in Uebereinstimmung mit der Auffassung des MinisterconscilS habe ich imich hierauf gegen Herrn u. Schwcinih dahin ausge-sprochcu, daß die Regierung Ocstellcich»Ungaruö die an-' gekündigte Mittheilung so günstig aufnehmen werde, wie ^es von Seite Preußens nur immer gewünscht werden ^ könne. Man beabsichtige unsererseits nicht, der Logik der mächtigen Ereignisse, durch welche die Führung des neuen ! deutschen Bundes der Krone Preußens zugefallen sei, , das Recht des Präger Friedcnsoertragcs entgegenzustellen, ! vielmehr werde unsere Erklärung bekunden, daß wir die Frcundschaftsanerbictungcn Preußcus und des unter seiner Leitung gccinteu Deutschlands gerne und rückhaltslos annehmen und unseres geschichtlichen Verbandes mit ihm nur gedenken werden, um es auch in seiner ncueu Gestalt mit unsneu besten Wünschen zn begleiten und jede Gelegenheit zur Verständigung mit ihm in herzlicher Bereitwilligkeit zu ergreifen. Der königlich preußischen Regierung muß dies durch Herrn v. Schweinitz bekannt geworden sein. Als ich indessen astern den Herrn Gesandten wieder bei mir sah, war er mit dem erwartete:, Auftrage noch nicht vcr-schcn und bemerkte auf meine dicsfällige Anfrage, daß daö neue Ve'fasfnngsproduct wohl noch verschiedene Sta> dien in den Berathungen der berechtigten Factoren zu durchlaufen habe, ehe es sich als cndgiltig abgeschlossenes Werk werde darstellen können. Diese Aeußerung ließ mich vermuthen, daß die Absicht bestehe, die Urkunden selbst, auf welchen der neue Bund beruhen wird, zum Gegenstände der uorbehaltcnen Mittheilung an uus zu machen. Ich halte dies seither nicht vorausgesetzt und ich muß in der That 5cr Meinung sein, daß, da wir den Anspruch anf Prüfung der neuen Bundesverträgc nicht erheben, es unserer Stellung zur Sachc besser entspreche, wenn auch ciue Mittheilung unterbleibe, die von uns entweder als zwecklos oder als eine Aufforderung zu eingehender Prüfung betrachtet werden müs;tc und die mich im letzteren Falle mit der Aufgabe einer Discussion oder mit der Verantwortlichkeit für deren Versäumunc, belasten würde. Es wird für uns Kichter nnd für den Zweck förderlicher scin, wenn uns dicsc Alternativen cispart werden und Preußen, indem eö nüs im allgemeinen von der Thatsache des Abschlusses der VcrfasfuinzSvertragc uud von der dadurch begründete» Prärogative Kenntniß gibt, dabei mehr dic Gesichtspunkte hervorhebt, die sich ihm in seiner neuen Stellung in Bezug auf das Vcr-i hältniß zu Oesterreich-Ungarn a»f dem Felde der allge« meinen europäischen Politik dc,! bieten mögen. Ungestört durch innere deutsche Fragen, können wir dann mit um so mehr Freiheit uns über unsere künftigen Geziehuugcn zur leitenden deutschen Macht in dem oben bezeichneten freundschaftlichen Siune auelsprcchcn. In dkser Weise habe ich mich gestern gegenüber dem königlichen Gesandten in Bezua auf den bevorstehenden Schritt ausgesprochen. Indem ich Eu. Excellenz hicvon zu persönlicher Kcnntnißnahme uud zur Benützung für Ihrc vcrtraulichm Aeußerungen benachrichtige, erneuere ich Hochdcusclbcn :c. Zur Londoner Constrcn). Wien, 10. Jänner. Als die PontuSfrage vom Cabinet von St. Petersburg gestellt wurde, war die öffentliche Meinung des Welttheils am tiefsten von dciu Umstände beunruhigt, daß die einseitige Aushebung einer der wichtigsten Bestimmungen ciucs feierlichen V^rtraa/s als ein uuver-fäuglichcs Unternehmen hingestellt ward. Die Discussion, welche hierüber zwischen den Cabinctcn stattfand, ist nicht beendet wurden. Um den Zusammentritt der Con-fcrenz zu ermöglichen u»d um den Fricdcnszustand Europa's zu erhalten, ist man mit Gedacht gründlichen Erörterungen aus dem Wege gegangen, welche jedoch nicht für immer vermieden werden können. Die Con-ferenz wird nicht umhiu lönncu. vollsten Ernstes die Giltigtcit des Verlragsrechtcs zu betonen uud den Grundsatz zur Geltung zu briugcu, daß die Bestimmungen eines Tractalö nur durch Couscnö aller Parteien, welche an demselben Theil nahmen, geändert werden können. Man kann den Satz nicht gelten lassen,. wie aus dcm Umstände, daß hie und da ein rechtmäßig bestehender Vertrag verletzt worden, ein allgemeines Recht der Vcr« lctzung aller Verträge sich ableiten dürfe. Eiu Staat mag aUte Gründe haben, auf der Erfüllung irgend eines Vertrages nicht zu bestehen, welcher durch solche Umstände, deren Eintreten nicht vorauszusehen oder zu vcr-hiudcru war, hinfällig geworden, ohne hiedurch das Recht zu verlieren für die Giltigleit eiucö anderen Vertrages, dessen Bestimmungen aufrechterhalten werden können uud sollten, einzulretcu. Die Confcrcnz. welche in London zusammenlrltt. könnte der Pflicht, welche sie gegen den Wclttheil zu erfüllen hat. nicht gerecht werden, ohne bei dcm wlchtl-gen Falle, der jetzt vorliegt, in einer festen, wenn auch milden Weise die Heiligkeit des VcrtragSrechtes, auf welchem der Frieden des Wclttheils aufgebaut sein soll, zu betonen. Wenn. nachdem diese unerläßliche Erklärung ihren Ausdruck gefuuden, eine Aenderung des Vnträges vom Jahre 185tt beantragt werden sollte, welche das Recht einer Macht erweitern und hicdurch die Sicherheit und die Bürgschaften, welche audcrcu Mächten gewährt worden, verringern müßte, so handelt es sich wesentlich um die Erwägung jener Coiupensationen, welche die letzteren für die Einbußen, die sie erleiden sollen, zu cut« ^ schädigen haben. Hier darf man wohl hoffen, daß lheiligten aus den Augen zu verlieren und ohne dieGe' Währungen, welche zu machen sind, nur auf eine einzelne Partei zu beschränken. Politische Uebersicht. Laibach, 11. Jänner. Bezeichnend ist die Hallung der födcralisti' scheu Journale Prags gegenüber der Depesche des Grafen Veust vom 2tt. December, Sic drohen m>> Rußland und fetzen der aufs Tapet gebrachten deutsche" die panslavist i sche Idce entgegen. Das „Pragcl Abendblatt" bemerkt hiezu: Wir pflegeu zwar derlei g^ rade nicht seltenen Ergüssen kein allzu großes Gewich> beizulegen, bezeichnend ist es aber immerhin, daß säB die bloßc Thatsache einer freundlichen Vcantwortunß einer gleich freundlichen Zufchrift des norddeutsch«" Bundeskanzlers zu derlei geradezu drohenden Auslas'-sungen Anlaß gibt. Wir wissen natürlich nicht, was a» den Gerüchten über die bevorstehende Annäherung Deutsch' lands an Oesterreich Wahres ist. sollte es aber zu einci» wirklich freundschaftlichen Verhältnisse zwischen dcm neue» geeinten Deutschland und dem alten Reiche der Habs' burger kommen, dann hätte diese Annäherung wohl lei" anderes Z>cl, als den änßcren Frieden und die ungc' störte innere Entwicklung der beiden mächtigen und >" so vielen Dingen auf einander angewiesenen Nachbar slaaleu für die Dauer zu sichern. Der heutigen Generaldebatte über das Kriegs budge tin der Rci chs rath s d e le g at i o n wurl< in Pester Kreisen mit großer Spannung entgegengesehen Gestern hat auch der Hccrcsausschuß der ungarische" Delcgtion seine Arneilen wieder aufgenommen. M" glaubt, daß derselbe noch vierzehn Tage zur Beendigui'Ü seiner Berathungen benöthigcn werde. Die Gründlich' kcit der Discussioncn und Untersuchuugeu soll rbeu nicl!l die Ursache der langen Dauer dieser Vorarbeiten sei", vielmehr will man der zur Prüfung der Hcercevorrat^ entsendeten Commission denn doch Zeit lassen, nm lvc' nigstcns mit einem scheinbaren Resultate hervortreten ^ können, und ebenso ist cs die Frage der Tcrritorial-Di' Visionen, über welche man die Entscheidung abwarte» möchte. Nach der „Berliner Bank- uud Handelszeituny" hat das preußische Cabinet, in specieller Bcant wortung derjenigen Stelle der österreichischen DePe' s ch c vom 26. December, welche in nicht mißzllverslehcli' der Weise die Bethätigung der freundlichen Gcsinnnna/» Preußens in einem Zusammengehen mit Oesterreich >^ Oriente erblickt, bereits seine volle Geneigtheit kundgege-bcn, in dcn betreffenden Fragen nach Maßgabe der dolt cngagirten österreichischen Interessen entschieden Stelln»!! zn nehmen. Es nehme auch keinen Anstand, diese Intel' esse» als identisch mit dcn Interessen Deutschlands z" erklären, und zolle dem maßvollen Auftreten Oesterreichs seine rückhaltslose Ancrlennuug. Aus London schreibt ein Correspondent der „I"' dcpcndance" unterm 4. d. Folgendes: „Die in dcn h^" silM officiellen und diplomatischen Kreisen, in der Ei>y und in der Iournalistcuwclt allgemein verbreitete Mc>' nung geht dahin, daß die Tage von Paris gc< zählt sind. Wie verlautet, könucn die selbst von dc» Deutschen für so fest gehaltenen dctachirten Forts del» Feuer der deutfchcn Batterien hauptsächlich wegen Ma"' grls an tüchtigen Kanonieren nicht Stand halten." Der grausamste Feind der Pariser ist gegenwärtig die Kälte. Zwischen Weihnachten und Neujahr haltt" in dcn Vorstädten Excesse stattgefunden, zu welche" der Mangel an Brennstoff während der strengsten Kälte einen Theil der nothleidcnden Bevölkerung fortgcrifst" hat. Die Regierung bietet alles auf. um diesem schwere" Üebelstande zu steueru. Es wird, wie dvs „IourM Officicl" anzeigt, Holz iu der nächsten Umgebung vo" Paris gefällt, das dcn Nothlcidcnden verabreicht werde" wird. Auch die Vertheidiger der Wälle und der Forts leiden furchtbar unter der Kälte. Ein Aufruf des Obcl' Mairc von Paris. I. Ferry, fordert alle Bürger alls, die entbehrlichen Kleidungsstücke herzugeben, namentlich gefütterte Handschuhe, wollene Strümpfe und Schafs' pelze, um die Soldateu damit zu bekleiden. Aus New York wird gemeldet, der Papst habe, um jede Slörnng der Beziehungen zwischen dcm Va^ can uud dcm Auslande zu verhindern, den Primas vo" Irland. Cardinal Cnllen. bevollmächtigt, alle Bischöfe »" dcn cuglifch redenden Ländern (Irland, England, Schott' land, Amerika und Australien) zu ernennen. Kricgschronik. Vor Paris. Ueber den Eindruck, den das begonnene VoM' bar dement in Paris gemacht hat. schreibt ein Col" rcjpondcnt der ..Times" aus Paris, daß es die Parish überrascht habe. Zwischen der französischen und de»^ scheu Organisation bestehe überhaupt der peinliche (5^ traft, daß die Deutschen immer besser informirt seie" als die Franzosen, daß, wenn die Letzteren eine größcl' Operation ausführen wollen, sie die Gegner immer ool' 5 < bereitet findcn, Al« den Tanebiichern'aefangener'Preu-b'n w,l>, ;,: ll,^)cn. daß immer einen, vielleicht auch Mn ^tl dl^ Ta^>. „cvor cin Angriff ans cincn bc> i. ''>!.'.'!.? ^"'^l wurc„.'. die Pvcuhcu ihrc Posi-^' "I^st ^sta,ktcn. A»derc-seit. hat das Bombay mcntd.e ^ms.r vollständig überrascht. Mir waren a d^f 5' "'""l^ r für die Gc^lcl^, von ?'onr-schrcck, '^ ' ^c d" Donner der Kanonen uns er- ^ ^ . ^r Bischof wollte gerade mit den Ccrcmo-S ar^ '^ ^ien, als die Kanonade begann. ,Sollt. a7te .^"' t""5'"^" ^""W begonnen laden?" u lÄ>/ ^'^^' ^"' Todtenfcier abbrechend, sofort . ck A^ n tt'^"'' ^' "'"rde da«" eine E^peiitiou ach Auberv.lllers gemacht, an der auch der Times"- «i^7 ""^""'. ^"'"'e schildert die mcht^, C^ a.m n >' "' j'"Ud',chc. Geschosse nnd gibt scine.n ^mbc '^i"5^ '" ^cisiou. >nit der dic '^?5 ^ ^ b.s 5 «n der Minute ^ niederfallen. Vo d > ^r ""' ^"'^'' bombardirt als Fort Nogcnt, lcn un ^7"'"' '"^'^ '"" Mont Avro.i bcsctzt hat. C re n e" ?" ''^'' ^^osft. ftücl'tet'., hörte ll) lche m ^"""l"" über Trochu und Ducrot, ^wi,'.^'^"^^l^st waren, daß er sie nicht Mon Ä " .'^' ^^""' Das Bombardement dcs Sch' ck,^' H'c d^c Teppen in cincn panischcn No..y w^ f,?' ^"!, Bombardement des Fort f°lg. cs w>^ „ .. . ^"^" "°" «cringcm Er-cin l,'.",e/^. ., !, ''"" ^^' drei Mann gctödtct und C°n vm^em m ^"""^^' Die Pariser meint der «^ft To e' " ^"^' j'dcm Ausfall drei- oder vier-^' ''Nieren w.. .77'''^ ^""'' °l)"e den 'Hinth ">c!t ;'u N.n' .^'^' '°'«ombnrdement dieser Art D ","'"",^bl°cht wcrden. sclnl'..t d e V ^'!' "'^""'"de ..Correspondan« Havas das Fener der preu. v. M auf .1. ^ "' ^"ljcn vom 27,. 28. nnd 29. 2^-swd bn , f^^.^°''Ui «"gcnchtet hat. Am !55 Granaten «/sl/ ^ !^"' °"cin in eine Cascmatte do'nbensich" "we 1 -' ^" ^" die Cascmatten für schung erwich '. !!^'"' l"' jedoch als eine Tän-^nds wur e d.< F^ ^ "hr ^"^ "s 0 Uhr ieclilcn cr-eicht Obw l °''^ ^""^ ^1 2000 Pro- boch ein aem-ss ^t" , °^''' " dat sich derselben wclch V I'I Tw ' .,"' Unabwendbaren bemächtigt, tigstm SA'- ' ^ "'^'°' "'^"ckt. Auch die tüch-Ncucr acs!^">/.. '.,'«'''" '^ "'"^' ^e in einem solchen N°'sv un!-'').„^ " "'' "'^ j"'^ w"l>. welches Rosny. nn'cr K ,^°" °u«gch>lten habcn. ..Das ist ein dic W ...' 1. ""''" ^'chvssm; es sind daher auch To./d s ^'s 7'^'" ^u>z "eu." Aus dem aanzcn De Schlaf . <7 "' ^^'^ ^"'"«ni« -^u ersehen, lci >m. b des,elbcn bildet ein Appell an die Taftfcr-n l nd .usdaucr der Sccsoldatcn; an diesen fti es. '^ Pflicht zu lhun. nnd Frankreich rechne auf sie. Dic "lmec könne von nun nn als dic grotzc Fcldwach.' bc-ttachlct werden. Inzwischen hat nns der Telegraph die Ei folge der dculschcn Artillerie ans der Slidfront von Paris gcmcl- dct. Durch das Einschlagen von Granaten in den ist constatirt. daß die deutschen Oeschossc me Mile weit rcichen. daß somit alle am lmlen Seinc- l r «elcgcnen Vorstädte nnd Vororte vm, Paris ern'l- ua) bedroht sind. dc,- ^^"'. ^"''"l Trochu erhebt sich im Schooße P< rl,cr Vcvülkernng. uud zwar nicht etwa t'ä, .' "^^"^ vielmehr ihre Vei^n hcldcnmüthiq er-Opposi.i!'.'"" ^^ d"" anfgcklärlcren Theilc eine starke Vow',' '^'^^' """ ^m General ein energisches lan.^ ,''/'" kräftige Action gegen die Vcla^c'r ver^ ^l' Ncgicrlir ^",^"^""lm gcgcn die lane HaÜunc, «»d dcs^V^" d^ ^-oßhcrzostS vou M cckl c n b u l g ""Mllrisch^'" Friedrich ftarl bewegen sich b"^n;s^ wo die Centralsttllung, kung der D nts^ ^^"^ ^ befindet. Dic Vorrük-^ordcn von ss^'V''^^ '"^ d"i Hauptstraßen. Im '"^cwegu^s "'''""' l)at sich das l^. Corps N''tt le3i /0/. 7 /°'^'"lc gemelkt wird. am 7. No- '^l>tticl n ch., !^,' . ?.".b7 Mi«.', sowie am linken des U)/C"'''''''''''^e'.'lich dic b,idcn Divisionen« Sarq.' und Savi^ii^7' ^^'" ""' ^ ^" ^nlrum! uänuich^^/^'7" cm Ziele ihrer Operationen.! ^p'^" dcr 1"' "" '!' ""d 10. werdcu dahcr die »cU'osfm ftin .!^'' ^""cntcr v^r jcncr Stadt ein-U'nd dort di/ (5,.V,s'"'-"" ^ Franzosen Stand halten. ^ wäre iUnigcn"'^ ^!"^^l,lacht «"^icfochten wcrden d/'N 1'/, Meile v?'"'^^Cha-.zy sich "och nach^ 6°nlie, wo sc>t lanae, 0 '"^ entfernten ^aqcr von "urbereitet wnrd.' uni,^^. "^ "-schanze Stellung «mummt. '"lizieht und erst dort die Fchlacht Der Bericht iibcr die ^^< . w'lchcn der Präfctt von 3^"'^ "°" ^p""'"e. >^'a-'N in Bordeaux g/richi/t l 7t '^'M" des M'<^m^^cr" dic'A!^t ^"''" mir folgende " '"ich, ^s,«b a. S^ s""' ^p"""" ""^ ln'-' a" «si,, zu tcleg» aphi cn: Am 1, Ja' nuar nahm die Nordarmc.,', w>l^c d.- Fcarpe^inicn ft^r-! lassen, wo die preußische Armee sie üi'i an^ngrc»!^!, , wagte. Stellulig vor Arlas. Am ^.rückle si. dem ss>!i„dc l 5 entgegen, der um Bapauine herum aufgcslcllc war. Dic !2. Brigade der 1. Division des 23. Corps nalun die , Dörfer Achitt-lc-Grand und Äcaucourt. t.r 1. Oiuision ! dcs 23. Coips gelang ungeachtet der Wunder von Ta-pfcrleit, welche sie ausführte, d.'r Angriff auf das l orf Behaguies nicht; da die Pienßcn scchcti, caß durch unsere .Besetzung von Achiet-lc-Grlü^ ihre Stellung umgangen war, so räumlcn sie Vchagnics während der Aacht. Am 3, bei Tagesanbruch, begann die Schlacht anf der ganzen ttinie. Die I. Division des 23. CovpZ nah»! die Dörfer Sapi,nlics und Favrcuil, die Division der Mo-bilisirlcu unterstützte sie auf dcr Linken. Die 2. Division dcs 22. Corps drang in das Dorf Bicfvlllcrs ciü, daö dcr Mittelpunkt dcr Schlacht wurde, und nahm die k'äf-t g vertheidigten preußischen Positionen hinter dickin Orte, sowie das Dorf AvesucS-lc-Gapaume. Die 1. 5 l-Vision des 23. Corps bemächtigte sich zugleich der Dörfer GrcuillerS und ^igny.Tilloy; um 6 Uhr M>cnds hatten wir die Preußen vom ganzen Schlachtflldc verjagt, das mit ihren Todten bedeckt war. Zahlreiche verwundete Preußen, die man in den Dörfern gcfnnden, n>o der Kampf stattgehabt, nnd eine große Anzahl Gcfangcncr blieben in unseren Händen; einige Ablhciiungcn, von der Hitze des Kampfes hingerissen, warcn ohne Bcfchl in die Porstädte der StM Vapaumc gedinngen. Die Preußen halten sich in einigen Häusern verschanzt. Da es nicht in nnscrcr Absicht lag. diese auf die Gefahr hin, sie zu zerstören, zu nchmcn, so wurden diese Mlhcilun-gen beim Einbrüche dcr Nacht zurückberuft'.!. Die Verluste dcr Preußen während dicscr linden Tage sind sehr beträchtlich, die nnscrcn Nlistlich. Die Nordarmcc hat zwischen Adinconrt und Boy^llcö Stellung genommen, da die Dörfer nach Baftanmc hin vollständig vernichtet sind. Da General Werder alle Verstärkungen an sich heranziehen mußte, ist das N ic de r - E l s aß von dentschc» Trnppen entblößt und die Frauctircnrs-Bandcn nntcr-nehmen (rsolgrciche Zircifzüge. Es si»d Eisci,bahnen zl!^ stört, Patrouillen aufgchobcn, auf Posten ist geftn^t worden, Um diesem Znstand ein schnelles Ende zn machen, marschircn jctzt fast täglich neue preußische Vand' wehr«Balaillone ein und auch die Ccrnirunq von !^an-gres soll wicdcr ernstlich bcginncn. Sobald nur genügendes schwcrcs preußisches FcslungSgeschntz, dcss.n Transport freilich auf dcn steilen, zum Theil arg verschneiten Gebirgswegen. 6—8 Mcilcn von dcr nächsten Eisenbahnstation, ungeheure Schwierigkeiten macht, angckom>ncn sein wird, soll ^angrcs auch ernsthaft belagert werden. Seine L^c auf slcilcn hohcn Fclscn macht freilich cinc wirksamc Vcschicßui,^ sch'.' s^wicrin, Vom Garibalt>,i'schcn Corps schl^'i, jetzt nähere wirklich verbürgte Nachrichten gänzlich, lind man weiß prrußischrrscitS nicht «cnau. wo cö sich augenblicklich befindet, ob cs mit der Vycmcr Ar-mce schon vereinigt, und was sein nächster Zwcck ist. Die Verlustliste des m c cklcndnrg'sch cn Contingentes, welche die beiden Infanterie-Regimenter, das Jäger-Bataillon, das 2. mccklcnbnrg'schc Dragoiu'r-Ncgiinent nnd dic 5). leichte Gattcric des schlrS-wig-holsttin'schcn Fcldarlillcric-Ncgiments Nr. 9 umfaßt, jedoch das 1. lr,ccklenburg'schc Dragoner-Regiment und dic übrigen drei mccklcnburg'schen Aaltcricn noch unberücksichtigt läßt. weist cmcn Ol'sainmtvcrluil von 1023 Todten und Bcrwundctm nnd 98 Vermißten nich. Wcnn man die Gefechtsstärke des Regimentes auf 2400 und dcs Bataillons auf 800 Mann veranschlagt, waö sicherlich noch zu hoch ist, so haben das Rcgiwcnt Nr. 90 nnd das Iägcr-Vataillon Nr. 14 etwa den vierten Theil ihrer im Gcfccht befindlichen Mannschaften verloren. Dichr enorme Verlust ist noch dazn hauptsächlich in dcn wenigen Tagcu vom 2. bis 10. December entstanden. Die „Girondc" meldet, daß die französische Regic-rnng in dcn letzten sechs Wochen dem ^ande 430.000 Stück Waffen und 70 Millionen Patroncn geliefert habc. vor Ende Jänner noch 270.000 Stück nud bis dahin auch ts. oder äquipa-rirenden Bedienstung, sowie jede darin erlangte Gebührenerhöhung dein Landeöverlhcidi^ingsmiiüstcrium anzlizeigen. Officicren des Ruhestandes, sowie jenen Landwehrofficieren, welche im Aezuge einer Militärpeüsion standen und in Civilstaatsdienste übergegangen sind, ist es qestatm, nach Auflassung des Civildienstes in ihr früheres ^vttsionsver-hältniß zurückzutreten. Officiere, welche unmittelbar aus der activen Landwehr in Civilstaatsdienste übergetreten sind, haben im Frieden weder auf die RückÜbernahme in den activen Dienst, iwch auf die Wiedererlangung des früheren Ruhegehaltes eiuen Anspruch. Desgleichen' können auch solche Officicre die Wiedererlangung ihres früheren Ruhegehaltes nicht beanspruche», welche seinerzeit ob eingetretener zeillicher oder Halbinvalidität aus der activen iu die nicht active Lnndwehr übersetzt wurden und aus dieser in Civil-siaalsdienstc übergetreten find. Für dieselben hat bei eintretender Dienstesuntauglichkeit in der Civil < Staatscmstel-limg rmbediiigl jene Pensionsvorschrift Geltung, welche für Civilbeamte überhaupt in Kraft besteht. Den in Hof- uder Slaatscnistelluugen Gestandenen werden jedoch die im Heere und in dcr Landwehr znrückgelcgteu Dicnstjahrc jedenfalls zugerechnet, während diese Zurechnung iu anderen, den Staatsdiensten gleichschalteten Civilanslellnngen von der Entscheidung der die Anstellung verleihenden Civilbehörde abhängt. Es liegt daher im Interesse jedes eine solche Civilbedieustung anstrebenden Officicrs, sich hierUber noch vor dcr Bewerbung Gewißheit zu verschaffen. — (Zur Tagesgeschichte.) Wir lesen in der „Schlesischen Ztg." : Drei französische Officiere. von denen zwei, die aus dem Elsaß stammen, der deutschen Sprache vollkommen mächtig sind, wohnen seit längerer Zeit in Vrcs-lau in einem Hanse, dessen Dachstube an eine arme Frau vermiclhct ist, deren Mann sich auf dem Kriegsschauplatze besilldct. Der kleine Sohn dieser Frau hatte sich nun in seiner kindlichen Weise an die fremden Officiere. welche d^'m Knaben selbst sehr zugethan waren, angeschlossen, fo daß er dieselben täglich besuchte. Umsomehr fiel es nun den Ofsicicren auf, als sich der Kleine die ganze Woche lang nicht mehr sehen ließ. Am vergangenen Sonntag Vormittag aber erschien der Knabe wieder in der Wohnung der Officiere und erzählte denselben unter Thränen, daß er ein kleines Brüderchen erhalten habe. aber die Mutter sei so sehr krank und er müsse sie ganz allein verpflegen. Nun solle anch das Brüderchen heute getauft werden, die Mutter habc jedoch Niemanden, der zu Palhen stehen wollte. Die Osficiere beruhigten nun den betrübten Knaben und erklärten, daß sie dcs Nachmittags in der Kirche zur Taufe erscheinen und die Pathenstcllc übernehmen würden. Als Nachmittags die Hebamme das Kind zur Kirche abholen wollte, erfuhr sie von dcr leidenden Frau. daß die im Hause wohnenden französischen Officicre die Pathenstclle vertreten wollten. Natürlich ging nun die Hebamme selbst zu den drei Herren, die sofort dcrcit waren, sich mit den« jlingen Weltbürger nach der Kirche zu begebe». Sie bestellten sogleich eine Droschke, damit das Kind bei der Kälte nicht getragen wcrden dürfe, und fuhren nun mit der Hebamme und dem kleinen „^ito^ou" nach dem Dom, wo der Taufact vor sich ging. Als derselbe beendet war, beschenkten die drei Franzosen die Hebamme sehr reichlich und übergaben ihr für die Mutter des Kindes als Patheugcschenk — einen Hundert Thalerschein. Außerdem aber übersendeten sie zur Tauffeier noch eine Torte und zwei Flaschen Wein, Der hocherfreuten Wchrmannsfrau, die noch immer krank dar-niederlicgt, ist es bis jetzt noch nicht möglich gewesen, den Pathcn ihres Kindes, die sie noch nie gesehen, den Dank ! abzustatten, der diesen drei ehrenwerthcn Franzosen für einen so schönen Zug von Nächstenliebe gebührt. -- (Der Winter.) In Brüssel ist die Kälte so empfindlich, daß die Schildwachen längstens in einstlindigen Zwischcnräulncn abgelöst werden müssen. Die Echclde ist zugefroren und die Schiffahrt bei Antwerpen ist eingestellt worden. In Montpellier hat es am Weihnachtstage volle 12 Stunden lang geschneit. Locales. — (Aus dcr La n dw i rt h s ch a fts'G es el l. fchaft.) In der Ausschußsitzimg vom 8. d. M, wurde der Entwurf eines Gesetzes über das Verfahren bei Vlehepide-mien, welcher vom Ministerium des Ackerbaues zur Begutachtung übermittelt wurde, dem Dr. Johann Vleiweiö zur Berichterstattung zugewiesen; die sloveuische Uebertragung von Tricntel'ö Broschüre über Alpemvirthschaft durch Herrn I. Zelcn wurde den Herren Dr. Orel, Dimitz nnd Dr. Vleiwcis zur Revision, die Berichte der Filialen über das Felovolizeigcsetz wurden der 4. Section, der Bericht über das Bicnenzuchtgcsctz der 3. Section zur Begutachtung zugewiesen. In dieser Sitzung theilte der Vorsitzende, Herr Landeshauptmann v. Wurzbach, ein Dankschreiben des 84-jährigen Missionärs Franz Pirz aus Crow Wing im Staate Minnesota in Amerika anläßlich der ihm für seme Verdienste um die Obstbaumzncht verliehenen silberneu Medaille mit. Der würdige Greis widmet sich schon seit 35 Jahren dem mühevollen Missio»sbcrufe. — (DerWinter) hat auch im Lacker Bezirke seine Strenge fühlen lassen. Aus Eisnern, 6. Jänner, wird geschrieben, daß die Schneemassen eine Nagelschmicdwürlswtt vollständig eindrückte», zum Glücke wurde damals eben nicht gearbeitet^ sonst wäre eine Menge Lenle in Todesgefahr 58 gerathen. Am 27. December war das Thal von Visnern von Bischoflack ganz abgesperrt. Anf besondc^ Verwendung des Gewerlen Herrn Steinmetz wurdc am 28. December mit dem Schneepflug der Weg nach Vischoflack frci gemacht; ein Gespann von 17 Pferden halte damit auf einer Strecke von 3 Stunden einen ganzen Tag zn thun und erst am 29. December gegen Abend war man mit dem Pflug und dem ganz abgematteten Gespann wieder in Eisnern zurück. Am 27. December Morgens gab es Donner und Vlitz. Auch dem Wild ist der Winter nicht günstig. In einem kleinen Jagdrevier der Gemeinde (lisnern wurden an einem Tage 7 Rehe erschlagen, am folgenden Tage wieder 4. Drei wahrscheinlich anderswoher zugereiste Wölfe will man auf dem Pertovc aufgespürt haben. — (Stellen zu besetzen.) Veim f. k. ^andes-gerichtc Graz eine Officialsstellc. Gehalt 000 eventuell 700 ft. Bis 2«. d. M. — Eiuc Gefangeiicn-Ausscheröstille im Slrafhause zu Laibach. Löhnung 260 fl. nebst Naturalbezügen. Bis 24. d. M. — (Theater.) Souppee's Operette: „Freigeister" machte gestern ein volles Haus und gefiel allgemein. Die Direction hat auch auf die würdige äußere Ausstattung viel verwendet. Wir behalten uns eine eingehendere Besprechung der Novität vor und wollen für heute nnr die Leistungen der Herren Stainl und Nüdinger und der Damen Bingat und Vlil schert ing hervorheben. — Die neue Localsängcrin Fräulein Austerlitz ist gestern angekommen nnd soll dein Vernehmen nach in „Ein ungeschliffener Diamant" und: „Versprechen hinter dem Herd" dMtiren. Das Gerücht, Herr Puls wolle uns verlassen, bestätigt sich zu unserer Befriedigung nicht, da dicö ein empfindlicher Verlust für unsere Bühne wäre. Neueste Post. (Dri.qinal'Telcgraulme dcr „Laibacdcr ^ritu»^") Verli», l>. Jänner. Auö drm ( ll. Jänner General 2Oer-der befand sich am ><> Jänner in Lure. Bordeanr, sl. Jänner, Nachrichten aus 3)tans 2<». d.: Pei»n Preuftellaugriffe am .^uiSne uud südöstlich Vtans zogeu sich unsere (Kolonnen, von allen Seitcu gedrängt, auf die ihnen im voraus augewieseuen definitiven Stel-lllngen zurück. Unsere Verluste sind empfind lich, die des Feindes größer. Pest, 10. Jänner. fN. Fr. Pr.^ (S i tz u n g o e r NeichSrat hs - D el eg <, ti o n.) An ocr TlUicsordtiun^ war hculc die Foitsctziuu) der Oclleraldcbaltc über dnö iilicgölnldgct. Es sprachrit zucrst Ncchbaner und Oro' choloki. Erslcrer sagte, die Arnicc müsfc schlagsühig, nicht schlagfertig scin; yauptsächlich dcn Abstrichen in frühere» fuhren sci es zu ucrdcnitcn, daß Oesterreich gcgc»>vüttig neutral ist, weil seine Arincc l'.ichl sch!agfcrtic> war. Gablciiz sprach gegen die ^liöschlißanträgc und meldete liüc Nesolutioll n», betreffend die ucrfassulig^mäßige Einbringung dcr Gesetzoorlagei», lnlrcsftlid die Pferde-Canscriptiou. die Cmil-Anslclllmc, üü^^diciiter Unter Officicrc und Achnlichcs. Gislra sprach gegel, dm cnor» lücn Hcerrömiswano und wies auf Frantrcich l)il>, welches als nste Ntilitürmacht Ul>lcrlcgen und gegenwärtig die größte Tapferkeit entwickelt. ^ ie Ausstellung ei>iei< ssiicdcnSblldgclö involoire keinen Eingriff in die Rechte drö obeislen Kriegsherrn. Oschnitzer kündigte die Revision deS Wehrgesctzes durch den Rcichöraih an. Figuly und Schaup besprachen dic siuanzicllc und politische Situa- tion. Leytercr betont? ^ie Klngsichfcit dcr inneren Lage. Gicutcr bcmerlle. in Ficlnficlll» slcge d.iü rc! ^iosr ciiid ll^lllulule O^suhl; e^ zo;i hicrauf in die Dcmutc di^ tiroler L^ndesoerlheidigung hinein, die nicht als Pflicht, sondern als Recht cxisnre. Nach dcr Sanction gebe es für Tirol keinen §4. Rcchbm'cr flwiedcrt, dic Sanction vcrftoß? gegen daö Vandwehrgescy. wclcheS Allen glcichc Pftichtcn auferlege, darum sci eine Äcvorzügung Tirols unstatthaft. Wolfium: Wcnn die Bevorzugung Tirols auf alle Länder ausgedehnt »:>i!^ dann ist dic Schlag-fähigfcit der Armee cinc Chimäre. Graf Bcust crllärt: „Tie Aeußerung Rechbauers, Oesterreich fu ucutral geblieben nur wegen der Ulischlag' fertiMt dcr Aünec, einbeult dcr Unsachlichen Begründung. Eine folchc Nücksicylnahmc hat die Enlfch!il6unsscn d>.'!' Regicruligepolilit nicht bcfliillnis. In n^ucrcr Zcil wurde auf friedlichtm Gebicti tin Verhältniß ^lr^ichl, wclchci« den Acischammsscn Rechbanrrs entsprcclicli dürslr, Acußcrunclcl', wie dicscr grlhaü, töür.cn dicscc« Verhältniß »icht slästl^cn, sondern bttiiilrächti^'l!. Ich bin daher veranlaßt, entschieden dieim Worten enlgegcuzutrctcn. Auch schaups Aeußerung, Oesterreich sci nicht in den Kricc; gcl'tten, wcil cs sich nicht «.ctralit habe, ist unlic-qrüüdct, Schaup stützt scinc Ansicht darauf, daß die EnnSbcfcstiguna, »och nicht durchgeführt war; darauf ist ;u l'cmcitcu, daß dic ^»no-licfchiMia. scho» früher pro-jeclirt war, als ein partieller Thcil einer Reihe lion Bch'stissMMN oo!i Osmi nach Westen und von Nordcn liach Sü^cll." Tchlirßlich führt der Reichskanzler bezüglich dcr Finat^llnie an, dcr Fiuanzmiuistcr Holzgclhan habe zu ihm jüugslhin geäußert, daß mit Jahresschluß alle scinc im Budget-Ausschüsse gemachten Bemerkungen eingetroffen sciu werdcu. Reichökricgsniiuistcr Kuhü ucrlhcidigt dic Höhe des Kriegsbudgets, iudcm er auf dic politische ?agc hinweist, Oesterreich brauche kein Hccr sür die Offensive, wohl aber zur Abwehr. Schlagfähigleit nnd Schlagfcrligkcit seien identisch. Er sei bei dcr Budget-?>»,!ttlluug von dcr Idee der Schlagfähigleit der Ärmce ausgegangen. Nächste Sitzung morgen, An dcr Tagesoiommg ist die Spccial-Dcballe. Wien, 11.Jänner. Dic „Tagröprcssc" ineldet aus Bounel, 1(1. d.: Dcr gestrige Sieg dcr Franzosen war vollständig. Der Kampf tobte die ganze Nacht um Schluß Villcrscxcl, wohin die Prcußci, sich zurückgezogen halten. Das dem Herzoge von Graiumout gelM'clidc Schloß ist in Trümmern, hcule erfolgte der vollständige Rückzug dcr Preußen auf Vcsoul. Die Position dcr Armee Äourvaki'S ist ausgezeichnet. General Woll zeigte hinrcikcndeli Muth; die Truppcn si»o voll Vertrauen und Eifer. Berlin, ll. Iä-mer. (Officicll.) Vcrsaillcs, 10ten Iäinicr. Hur wieder Nebel uach Schnecsall, daher schwache Fclnr, dcr Feind aullvorlcle mäßig. Diesse,tiger Verlust 17 Mann. — Amiens, 10. Jänner. Pcrmmc capitulirte, übcr 3U0l) lriegSgcfangen. Hl ü nchcu , 11. Jänner. An daS ttriegsunnistnium uu« Vcrsnillcö vom 10. Jänncr. Am 8, d. lourdc cin Augriff dcr Armee Garibaldis bei Htonlliard zurückgeschlagen. Am ^). nahm Wcrdcr Villerfcrcl u»l) machte zahlreiche Gefangene. Hierauf wurdc der Angriff des bedeutend starten Gcglicrö Mückgewiesm.. Die Truppcn Chauzy s wichen nm 9. d. vor unseren vordringenden Coloruicn überall zurück. ^illc, l0. Jänner. (N. ssr. Pr.) Dcr ..Propaga-tcur" und der ..Progros" conslatircil die mipalriotische Haltung dcS Volkes in Nordfraulreich, die, statt zur Vc-käiüpfung dcs Feindes zu fühic», in Äcwiindcruug des-sctbcn ausarte. Das „JolN'nal dc Cambrai" zählt Fällc auf, wo Alobilgardistcn sich absichtlich gefangen gaben, Es maug'c cbcu an uertrauconmeckenden Führern. Drei Viertheile der Mobilgardisten wissen mit den Schieß-waffcn noch iiichl ziüi^lgchcn. Wenn auch die lctzteu Telegramme vom Kriegsschauplätze cmaüder zu widcrfplecheu scheinen, je nachdem sie von Bordeaux oder von Versailles dalirt sind, so dürfte fich dieser Widerspruch wohl in den nächsten Ta< gen durch eincn entscheidenden Sieg dcr dcutschcn Tapferkeit und Ausdauer lösen. Die Situation hat einige Achnlichkeit mit dcr drtitägigcn Schlacht bei Metz, die schließlich auch zum Nachtheile dcr Franzosen ausfiel. Nach den letzten Nachrichten vereinigte General Werdcr in der Linie Velforl-?urc-Vcsoul üdcr 73 Bataillone oder mindestens 60.000 Maiü', mit zahlreicher Cavalle» »i? und Artillerie. Für die Fralizoscn wird das verhäln»' mßvollc „Zu spät" sich hier cbenso bewähre», wie in dc" Kämpfen gegen die Koirc-Armce, wo General Chai'zy dcn Deutschen Zeit lich, für die aus der GcfechtSlimc gezogenen Baiern Verstärkungen an sich zu ziehen, durch welche sie jetzt stärtcr sind, als slühcr. Nachdem am 8. die preußischen Eolouucn bereits bis über S. Calais hin-a»?gclommcii waren, dürfte vorgestern ^>e ManS von ihne» eri eicht worden sein. Telegraphischer Wechselcours l)c»i, ll. Itiilner. 5'ftriv. ^^'t(,lliqlie<< 5>7,35i. - 5pcrc, MrtalliqucS nut Mai-üüd Dil'vcmdcr-Zinftll 57.35 — 5pcrc, ^iational-Aiilrhen ttss.^l'. - !660l,-r Siciatö-Aiüchei! 94.30. — Vaukactien 736 — Eredil-Acii.u !^^?.W. — London 124 05). — Silber 121.50. — K, l, Miln; Dlicatcn 5.8«. — Napolroud'or 9.95'/,. Handel und Jolkswirtljschastliches. ^niiacl), ll. Jänner. ?luf dcni iMligcn Markte sind >-schi^iil-u: 5 Wag.'» mit Gllrcidc, 3 Wasscn mit Heu (.'«2 Zlr.) mid S!rol)(I5Zlr), 84 Wagru nnd 2 Schiffr mit Holz (l4 Klasmj. Dur ch s ch ,< iliü-^le j s c. ft. tt. ft. lr. fi. ll. st. K'ch?» vr, M>'tz,„ 5 40^ « 24 Vlitlcr pr. Psinld - 42 — Korü-Snnt,. 4 - 4 14 Eicr pr, Stiict — !i — - Gttst. „ 3-320 Milch pr. Maß - 10 - Hafer „ 2 ' 242 Nindstr,schpr Pfd, 23-- Haldfvüch! ,. -------4 66 iialbslcisch „ _ 24 — - hfi^u „ 3 20 3 66 SclMiurstchch „ 22 -> — Hirsr ,. 3 - 3 40 Schüpftiistrisch „ -. ll! _.. . Kn?ii^!ch „ -------3 98 Hiihüdl,-! pr. Stülf .-50.,— Erdäp^l „ 190,------- Talwci! „ .^.15.- — Lwssn „ 5 20------- Hlu ,,r, ^ütü^r 165 - - Erlis.ü „ 5 30— Stroh „ 150 ,_ ^ Fisul^l ,. 5i>0------- Holz, hart., pr.Klsl. . — ^8l! NmoSschümlz Psd, 53^ ^ — - - wcich^, 22" - — 5 20 Schweineschmalz,, - 46i------- Wei», rother, pr, Sp?ck, friscli, „-80'- Eimer -12- - gcränchert „ — 44'-------- — U'^iß'r .. -------19 -- Ilngekvmmeuo Fremde. Am 10. Iijlmer. >^t:»«l!t ^Vl«». Die Herren: Iumagolli, Privat, Trieft. -^ Aertogliati, Prioat, Trieft. — Drtella, Besitzer, Ehrenau! — Iugoüic, Kfm., Kminburc,. — Steinlin, Privat, Graz. -Jag, Insscnicnr, Oberkrain. Theater. H e utc 1 Zuin zweiten male: Tie Freineister. Komische Operette in zwei Acten von Suppö. Nkei^ral0lji,schl', ^e^lachlnn^el! ill l^üibach. ^ ^, " , ^- -> ^ " n " o - "HS « - ^ " ti " » " " " ^ - ".« l ^ . 'N « Z «^ "- ! " ! k:",» ,<;u. Ml. 31,9.5, - 4„! wiüdsti« tri!bl>- ^ ll. ^,. N. 3l8.»n - 0.? windstill lrillic "^'' i'. ,. Ad. 520.0, - l„l >ui»d,lill triibe ^^"" Wollend^cke ailhaltend n>schlc>sfeü. Nnhisse Luft. Das TaneS' mtttel der Temperatur .- 2.2". um 0.1° unter d>m Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ig„az v. Klei u in a y r^ Wlltnbelicht. Wieu, 10. Iäliiier. Tas „Ereigmn" der heliti^on Bürse war dc,ö Steigeil der Acticu der Wechölerliaut auf 93 - Zoü,t lam »icht viel Bcmerleiiswerlhci« vor. Die (5,irse dcr Spielpapicre schwaiillcii.^wareu alier durchschuntlich hoher als grstexi nach Schluß dcr offiziellen Börse. AulagSpapiere lilicwi ohuc ledhastti, Umsatz, im course dcr iii'lrwieciellde!! Mehrzahl nach lx'iläiifia, wie sscsteni, einige Gorleu e!waü hüher gchalic,,, Dcvi'e'.i mid ^omplants» verlhcuerteu sich »m ein Gerinss!^. ^er Schlus; war auf dcr <;ai,^>, ^inil- maücr und warcil l>efo»derö (3isc!!bah»'Actien mehr offerii t als gchlcht. Dcöqlcicheu waren nngarischo^ose und ungarische üisenliahiiaiilehell starl offcrirt, E<,complc-Atticn Hoden sich wieder'um 1.^ fl lnö 93'). H. Allaemeille Ttaaloschllld. Mr 100 si. Einheitliche Staatsschuld z« 5 p(it.: in Violen vcrziusl. Mai-^iovcmbn 57 25 57,33 „ „ „ Fedruai'Aligüst 57,25 57.35 „ Silber „ Iiwlicr-Inli . 66 35 66.45 „ „ April-Octubcr, 66.35 l!6 50 Lose v.J. 1839..... 253.— 254. „ „ l»5'1 (4«/..) zil 250 fl. 86.75 89.25 ., M>0 zu 500 fl. . . 94.20 94.50 „ „ 1^60 ,u 100 si, . . l07— 107.50 „ ,. l tt64 zu 100 ,!. . l 16 25 11675 Glaats-Domüncli-Psanobnefe ;,: 120 fl. ö W. in silbcr ,. . 121.- 121.25 l». OrundentlastuugH:Obligation«. Fiir 100 fl. B«hme»> .... Zn5pCt 94- 95.- Galizien....., ^ ,. 72 25 73.— Nieder-Oesterreich. . ,,. 5 « 95.— 96.-Olier-Ocsserreich . . „ 5 „ 94. - 95-Siebenbürgen . . . „ 5 „ 74 50 75.— Gteiermo:' .....5, 9250 9350 Nnqar» .... „5 „ 7750 78 — t?. Andere öffentliche Anlehc» j Ili,^. Eifcübahnanlrhcn zu 120 st. 0'. W. Sillier 5"'„ pr. Slllck 102.75 103.— U»g Plälliicüaiileheü zu 100 fl. li, W. (?5fl, Einzahl.) pr. Stütt 69,50 69.75 «. Actien von Bankinstituten. Orl'a Wllü,c Hnilo^stcrr. Bant . . , - 194- ,94,50 Banlverm!.......208.- 210. - Vodcn-Creditanstall ....—— —.— ölrcoitcmstalt s Handel u. Gew . 247 50 247 75 C'.editanstalt, llllc,em. nugar. . , 82.50 62 /5 E?«mptc.'Gcscllschast, n, ö. . . 930. 93^,-ssranco-osterr. Banl . . , . 97.-- 9/. Omlralbaül.......d8.— 8>>.- Handelsbank.......^2,— 93.— Natiouüldllnl.......736 - 738.— Unioiibaul.......233 39 233 60 Vereiiiodanl . , . , 91,— 94.50 NerlshvSl'mil.......128.— 128.50 kl. Asttctl von TratlSportunterneh^ nlungen. Geld Waare ÄlsM-Hnmimler Bahn . , . 168 50 169.— Vöhm. Wesluahn.....240.75 241 25 Carl-kudwig-Bahii.....241.- 241.25 Donau-Dampfschiffs. Oesellsch. . 554- 556 - l Vlisabeth-Wrstdahn.....216.25 216 75 Elisabcth-Wcstbcchn (Linz -Bud- weifer Strecke).....182.50 183.— Ferdi,..mdi«-Norol!ahn . . . .2070 2075. - ssran^-Iosevbfi'iw!.'" , . . 189 50 190 — Lümbrrst-G^rn.rIasstier-Nahü . 190.— 190.50 Llo>,d, Wrrr....... 318—320.- Ocsttrr. Nordweslbahu . . . 196 — 196 50 Riidolfs.Blih!,...... 161.— 16150 Sicdenburgcr Vchu . . , ,165 75 166.- Stucnabahn....... 378.- 37^.— Silddahu....... 183.10 183 30 Süd'iiordd, Vnbilid. Bahu , . I«l9.50 170.— Th^itz Bahn . . ... 224.75 225.25 Ungarische ylordoftbahn . . . 158.— 15^50 Ungarische Ostbnhn .... 8650 87,- Tramway........ 16925 1<>9,50 W'. q>f,n,dbriefe (für 100 st) Klla üsi, Bodm-Credit-Anstal! Geld Waare verlosbar zu 5 pCt. in Silber 106 75 107 — dto.in33I.rück,.zu5>M,mo.W, 87.75 88,25 Natwnald. zu b vCt. ü. W. . .93 25 93.50 Unc.. Vob.-Crcd.-A'.lst. zu 5'/, M. 88 75 89.- «. cpriorilätsobli,iatio«en. Geld Waare Hlis.-Westb. m S. verz. (I. Emiss.) 93 - 93 25 ^croiliandü-Nordb. in Sill, verz, 104.— 104.25 ^rauz-Illsephg-B^hll .... 94. - 9425 H H,arl-^,w. V.!.' S. oer,, ! V-n 101 75 102 25 '>">,-? 'No.l.N'M^il . . 9340 9365 Grlk, Waare Siebenb. Vahn in Silber verz. . 87.40 8?.7l> Ztnalsb. G.3"/« »^oFr. „l.Em. 134,75 135 5 Kildb.O. 3"/„ 5 5>00 F,x-, pr. Stiick 113 75 H4 -^ 2Ndl.'.-G. i. 200 fl. z. 5",« snr 100 sl. 89.~- 89.25 Kildd.'Vulls 6°/, (18?"-.74) « 500 Fr^s pr. ^liick . . 236 -.- Una. Ostbahn für 100 fl. . . 85.40 85 60 »». Privatlose (per Stiick.) Treditanstall f. Haudcl n. Gew. Geld Wan^ ,,< 100 fl. ä W......15950 160.-" Nlldolf-Stistuny zu 10 si. . . 15 50 16,5^ Wechsel (3 Mu:i) Geld Waatt AucM«rn fiir 100 fl sildd. W. 103,40 103 6l1 ssrcinlfint a.M. 100 si. lietlo 103.50 K'3 7<» Hamburg fiir K'0 Marl Vlll-.co 91 40 91.50 London, für 10 Mno Sterling 124.-- 124 20 Paria, fi'lr 100 Francs . . . —.— —."^ (e»>l!r« dev Weldsovten O^l^ Waare K. Münz-Ducntei . 5 ft. 85 ?r. 5 fl. 86 ll< ttapo<«ll(. 1 . 83i ' '':d^t , . 121 „ 50 „ 121 „ 75 ,' ^rainische GrundentlastungS - Obligationen, Pr>" !>it!«i