>^ s 6 r Schule r dec T r t a l s ch u l e Mit Seiner röm. kais Königs, «post. Majestät allergnckdigstek DruLfreyheit. La i b a ch, gedruckt und zu finden bey Johann Retztk> k. Normalschulbuchorucker. « 8 o A. I^Ismljns !n un!vsi^!ietns knjünics v I-jubljsn! 450Z58 Erstes Stück. Die allgemeinsten und wesentlichsten Lehren dec ..christliche» Aelizio». ",pu.L . ck:.^r:i!.er^»K SüLf -i,! / - Ms- Lfx c?? ' :!/)ukli »Ml .- '-llk- . .»KM LiÄ? ttSAr-kr^nmttü.' ..-sF ( ..' . ! .'/ ..'?- A - Inhalt. I. Worin die Religion überhaupt bestehe. End¬ zweck, und Nutzen der gevitenbarten. II. Woher man von der geoffenöarten Religion insgemein Kenntnisse erhalte. Kurzer Inhalt der Religion. r-, Glaubenslehren. s. Gottes Dafeyn, Eigenschaften sc. d. Hauptlehre» von den drey göttlichen Per» sonen. «. Die von Christo verordneten Mittel zu um ftrm Heile. ä. Vom Zustands der Menschen. s. Sittenlehren. ' s. Von Pflichten. b. Hauptregel der christlichen Sittenlehre. c. Was Tugend. ch Was Frömmigkeit sey. m. Wie die Religion auszuüben sey. 1. Wer Religion habe. 2. Wie man innerlich, und Z. Wie mau äußerlich die Religion ausLbe* Anmerkungen. L. Wegen der Diener der Religion und Seel¬ sorger. H. Wege« -er wahren Andacht. i. Worin ----- s l. Worin die Religion überhaupt bestehe. Ends zweck und Nutzen der geoffenbarten. Die Religion besteht in der Erkenntnis;, wie «uch in der Arc, Gott zu verehren und anzubekhen. Der Endzweck der geoffenbarten Religion ist die Ehre Gottes. Der Nutzen, den Menschen von der Religion haben, ist ihrs, ewige und zeitliche Glückseligkeit. Niemand zweifelt, daß die Recht¬ gläubigen durch die geoffenbarte Religion die ewi¬ ge Glückseligkeit erlangen, und daß diese vornehm» lich dazu diene; aber nicht jeder sieht ein, wke die Religion auch unsere zeitliche Glückseligkeit beförde¬ re. Dieses ist also hier zu zeigen. Die trostvolle Lehre von der Vorsehung Gottes, der die Welt und alle Begebenheiten in derselben regieret, ma¬ chet uns mit unserm Zustande, wie er auch immer beschaffen seyn mag, zufrieden. Dke Gebothe Got¬ tes befördern die zeitliche Gfnckselkgkeit der ver« fchkedenen menschlichen Gesellschaften überhaupt durch den Gehorsam, welchen das vierte Gebots nicht nur den Kindem gegen ihre Aeltecn anbesiehlt, sondern auch den Untergebenen gegen ihre Obrigkei¬ ten gebiethet, als welche verordnet sind, die Glück¬ seligkeit der menschlichen Gesellschaft zu verschaffen und zu erhalten. Gottes Geboche befördern auch die Glückseligkeit eines jeden Menschen ins besondere; indem sie uns alles dasjs -igs in Sicherheit fetzen, was zur zeitlichen Glückseligkeit thoils gehöret, theils gerechnet wird. So versichert uns das fünfte Geboch das Leben. Das sechste versichert einem Ehegatten die Treue des andern, allen und jeden aber die Kore- dauer der Gesundheit, wie auch der Kräfte des Les« beS und der Seele, welche durch unkeusche Hand¬ lungen verdorben werden. Das siebente versichere unser Eigemhum, dos achte unsere Ehre, das neunte und zehnte Geüoch aber enthalt unsere Begierden, die Quellen so vieles Unheils, in Ordnung. Woher man von der geoffenSarten Religion insgemein Kenntnisse erhalte- Kurzer »In¬ halt der wahren Religion. Die Kenntniß der göttlichen Offenbarungen, welche jedem Christen zu wissen nothwendkg sind, er¬ hält man insgemein und zuerst aus dem Katechis¬ mus. Dieses Buch unterrichtet i) Von dem, was ein katholischer Christ glauben, s) Was er thun muß um selig zu werden. Das erste nennet man Glaubenslehren. Es sind Lehren, die man für wahr hallen muß, wenn man will selig werden. Das zweyce nennet man Sittenlehren, oder Vorschriften für unsere Handlungen, die man nicht nur wissen, sondern auch befolgen muß. l. Die Glauvenslehre. Die vornehmsten Artikel der Glaubenslehre stehen in dem apostolischen Glaubensbekenntnisse beysammen; man findet aber auch in den übrigen Hauptstücken des Katechismus noch mehrere Glau¬ benslehren besonders in dem Hauptstucke von den heiligen Sacramenren. Man kann die vornehmsten Glaubenslehren unter nachstehende Titel zusam¬ men bringen; L. Gottes D-rsepn, dessen Eigenschaften. Haupt¬ pflichten der Menschen, wozu sie die Er» kenntniß der göttlichen Eigenschaften ver¬ bindet. Es ist ein Gott; er ist von sich selbst, das al» ^vollkommenste und deßhalden unserer Liebe und Hochachtung würdigste Wesen; er ist der Schöpfer, Erhalter und Regierer aller Dinge, gegen uns höchst gütig, und gegen reumüthige Sünder barm¬ herzig. Der Mensch muß ihn nicht nur erkennen, über alles lieben, und seinem Willen gehorsamen, er muß ihn auch fürchten, weil er als allwissend jedes weiß, als höchst heilig das Böse verabscheuet, und es als höchst gerecht bestrafet. h. Hauptlehpen der Mssenbarung von den drep göttlichen Personen, Die göttliche Offenbarung lehret uns, daß drey göttliche Personen einer Natur und Wesenheit sind, der Vater, der Sohn und der heilige Geist; sie lehret uns, daß Gott der Vater alles erschaffen hat; daß die zweyte göttliche Person Mensch ge» worden ist, um für unsere Sünden genug zu thun, uns durch sein Leiden und Sterben mit dem himm¬ lischen Vater auszusöhnen, von der ewigen Ver¬ dammnis; zu erlösen, Tugend zu lehren, und Bey» spiele zur Nachfolge zu geben; daß Gort, der hei¬ lige Geich uns in der heiligen Taufe, und durch den würdigen Genuß anderer heiligen Sakramente hei¬ liget, oder die Heiligung in uns vermehret. b. Oie von Lhrssts verordneten Mittel zu un¬ ferm Heile. Dex Mensch gewordene Sohn Gottes, Christus Jesus, har die Beobachtung der Geboche Gottes, das V Gebeth, und die heiligen Sacramente als Mittel unserm Heile verordnet: er hat uns selbst berhen, und auch die christliche Gerechtigkeit dadurch geleh» xet, indem er uns vom Bösen abgemahnet, und zum Guten, oder zur Tugend ermuntert hat Er hat auch eine Kirche, eine sichtbare Versammlung seiner Gläubigen gestiftet, deren Glieder alle diejenigen seyn müssen, die selig werden wollen; er hat den heiligen Geist gesendet, der alle Wghrheit lehret; er har versprochen bey den Gelingen zu bleiben bis ans Ende der Welt Die Kirche ist die Säule und Grundfeste der Mkahrheic.ihr kommt es zu. die Strei¬ tigkeiten in Glaubens- und Sictenlehren zu entschei¬ den; sie hat Iesum Christum zum unsichtbaren, und den römischen Pabst zum sichtbaren Hberhaupte. ch. von dem Anstande der Menschen. ' Die ersten Menschen sind zwar von Gott ge¬ recht , und Nach seinem Ebenbilde erlchaffen wore den, allein durch freywillige Uebertrecung eines gött¬ lichen Gebothes haben sie sich verschlimmert. Sie sind vom Guten abgegangen, und zum Bösen geneigt geworden; ihre Sünde Hot uns den Verlust der heiligmachenden Gnade, und die Neigung zum Bö¬ sen verursachet. Wir werden deßhalben als Kin¬ der des Zorns zur Welt geboren; wir werden erst zu Kindern und Freunden Gottes, wie auch zu, Gliedern der Kirche Christs durch das Sacrament der heiligen Taufe gemacht, Durch die Taufe wer¬ den wir von der Erbsünde abgewaschen und gereim- get, so wie wir durch das Sacrament der Busse von der Schuld jener Sünden befreyec werden, welche nach der Taufe sind begangen worden. Doch bleiben wir zeitliche Strafen für unsexe Sunden zu leides —«H!»»« ß» schuldkg. Die Strafen der Erbsünde sind allerley r. Mühseligkeiten undSchwachheicen des Leibes so wohl als der Seele, besonders aber der Tod. Er besteht in der Trennung der Seele vom Leibe. Dis Seele des Menschen ist ein p wer G ist, das Wesen , war in uns denkt, und will. Sie ist unsterblich, wird im¬ mer und ewig seyn. Sie wird, nachdem der Mensch Gutes oder Böses gethan hat, nach dem Tode dafür belohnet, oder bestrafet werden. Die Leiber der ver¬ storbenen Menschen werden am Ende der Welt auf» erstehen, jeder wird mit seiner Seele wieder vereini¬ get. Die Menschen werden alsdann insgesammt von besu Christs gerichtet, und hernach auch deren Leiber entweder ewig währender Belohnung im Himmel, oder ewiger Strafen in der Holle theilhafrig werden. 2. Sittenlehee. Die christliche Sittenlehre unterrichtet uns, die Handlungen so einzurichten, daß sie Gott ge- fällig sind. a. von den Pflichten. Pflichten sind Handlungen, dazu wir verbun¬ den sind. Der allgemeine Unterricht von unfern Pflichten ist in den zehn Geborhen Gocces enthal¬ ten. Manche besondere Pflichten kommen auch in den Hauptstucken von der christlichen Hoffnung, von den heiligen Sacramenren, und besonders in dem Hauptstücke vpn der christlichen Gerechtigkeit vor, und werden in diesen Theilen des Katechismus er» kläret. Man kann aber die Pflichten auch folgender Maßen auseinander sehen. Man bemerke, daß es mancherlei) Wichten gibt, und zwar gegen Gott, gegen sich selbst, gegen den Nächsten- Diese sinh srnjedermann, niemand sollte darinn unwissend stvG b. Hauptvsyel der chnstlieben Gittenlebre. Die Haupcregel der christlichen Sittenlehre ist: Thu aus Liebe gegen Golk alles, was seinen Voll, kommenheiceg und den darinn gegründeten Pstich» ten, und was seinem geoffenbarten Willen gemäß ist; thu, was die Lehre Jesu Christi fordert, was dein eigenes, oder wahres Bests, und die Wohl» fahrt deiner Nebenmenschen befördert. Unterlaß das Gegentheil. Liebe den Nächsten wie dich selbst; scy tugendhaft. o. LLas C ugend ist. Die christliche Tugend, von der allein bey dein Unterrichr in der Religion die Rede ist, beschreibt unser Katechismus also: Die christliche Tugend Überhaupt ist eine Gabe, welche Gott der Seele mit der heiligmachenden Gnade eingießc, um den Willen des Menschen zu solchen Handlungen fähig und ge¬ neigt zu machen , welche dem Gesetze ^esu Christi gemäß, und des ewigen Lebens würdig sind Es ist eigentlich und überhaupt zu reden nur eine Tugend. Sie.besteht in einem kräftigen Willen, ohne Ausnahme den Oebothen Gottes, dem Gesetze Jesu Christi und sekger Kirche, wie auch dem Gewis¬ sen gemäß ,u handeln. Aus dieser Haupirugend stie¬ ßen alle einzelne Tugenden, welche von ihren ver¬ schiedenen Bewegungsgründen entweder göttliche oder sittliche heißen, und auch von ihren verschiede¬ nen Gegenständen verschiedene Nahmen haben, st. Mas Frömmigkeit, oder Gottseligkeit ist. Man nennet Menschen, die wegen Gott rügend» haft find ' fromm oder gottselig. Die Frömmigkeit Mx Gottseligkeit bestem'! nicht in einer eigen» silMW/ Wdexhgren und ungesitteten Lebensart, sondern in dem beständigen Bestreben zuthun, was Gorr gefällig ist; sie besteht folglich auch in der Aus« Übung solcher Lugenden wegen Gott, welche das Be¬ ste der menschlichen Gesellschaft befördern. Der Ge¬ brauch der Dinge dieser Weit streitet mit der Gott¬ seligkeit nicht. Sie verbierhet nur den Mißbrauch derselben. III. Wie die Religion ausMben sim- Schon oben H. 2 ist gesagek worden, daß die Religion überhaupt in der Erkenncmß Gottes, wie auch in der Art, Gort zu verehren und anzu- bechen bestehe. 1. Wer Religion habe» Jener Mensch zeiget in der That, daß er Re¬ ligion hgbe , der Ehrerbieihigkeit für Gott und gött¬ liche Dinge hat, der in alle seinem Thun und Lassen Gort vor Augen hat, der sich nach Gocres Willen immer zu richten bereit und beflissen ist, der Gott so anbethet und verehret, wie Gott angebe- thet und verehret sepch will. Man sieht hieraus, daß die Religion innerlich und äußerlich am-zuliben ich. 2. wie man innerlich die Religion ausube. Innerlich übet man die Religion aus , wenn man den göttlichen Offenbarungen ungezwAselten Key-- fali gibt, den Entscheidungen der Kirche sich gehor¬ sam unterwirft, auf Gott hoffet und vertrauet, ihn liebet; wenn man sein Gemüth zu Gott erhebt und - um seine Gnade bittet, auch mit derselben treulich wirket; wenn man bereit ist, ihm zu dienen; wenn man fest entschlossen ist, seinem allerhciligften Willen sich gefallen zu lassen und getreulich zu erfüllen« Z. wie man äußerlich die Religion ausube. Aeußerlich über man die Religion aus, durch Wn 42 ^»'<2 liche Erfüllung der göttlichen Befehle, und de« Kirchengeborho, durch das öffentliche Gebeth, und durch Abwartung des Gottesdienstes, dessen wesent» lichster Theil bey den Rechtgläubigen in dem Opfer des Altars, und in dem rechten Gebrauche der hei* ligen Saeramente, besonders des Altars besteht. Man muß auch durch Anhörung des göttlichen Wor« tes, und durch Lesung gottseliger Bücher seine Kenntnisse von der Religion erweitern, ssch zum Guten ermuntern, und der Vergessenheit des Er¬ lernten vorbauen. Anmerkungen. s. Wegen der Diener der Religion und Seel¬ sorger. Die Diener der Religion und besonders die Seelsorger muß ein Christ als Ausspender der hei¬ ligen Sakramente, als Vorbltter bey Gott, als Lehrer der erhabensten und nützlichsten Wahrhei¬ ten hochschätzen. Die Gebräuche der Kirche, die von ihr gut geheißenen Andachten muß er in Ehren halten, und nicht verachten. Dis Andachten aber soll er nicht in willkührlichen, noch weniger aber in solchen Dingen suchen», welche wider die Liebe des Nächsten sind, oder die von Erfüllung un¬ serer Pflichten abhalten. b. Wegen der wahren Andacht. Die wahre Andacht, mit welcher die Werke der Religion ausgeübet, und besonders unsere Gebethe verrichtet werden muffen, besteht vor¬ nehmlich in dec Versammlung des GemüthS vor Gott, ohne freywillige Zerstreuung, wie auch in der Vereinigung unserS Herzens und unserer Bs- mit ihm. ZweyteS Stück. Auszug des große» Katechismus vhue Fragen Inhalt des Auszuges des großen Katechismus- Einleitung. I. Hauytstück. von dem Glauben. I. Abtherlung. Was der katholische Glaube fty« I!. Abcheilung. Von den ^Glaubensartikeln. II. Haüptstück. Von der Hoffnung. I. Äbtheilung.Was die christlicheHoffnung fty. II. Abcheilung. Von dem Gebethe. III. Hauptstück, von der/-Liebe. II. Abtherlung. Was die christliche Liebe sey. II. Abtherlung. Von den io Gebochen über¬ haupt. III. Abtbeilung. Von den lo Gebochen Got- ' tcs ins blondere. IV. Abtherlung. Von den Kkrchengebothen überhaupt. V- Abtherlung. Von den Kkrchengebothen ins besondere. IV. Hauprstück. Von den heiligen Sacra- menten. I. Abtherlung. Von den heiligen Sacra« menten überhaupt. II. Abtherlung. Von den heiligen Sakramen¬ ten ins besondere. V. Hauptstück. Von der christlichen Gerech¬ tigkeit. Erster Tbekl der christlichen Gerechtigkeit: Meide das Böss. Zovepter Theil dec christlichen Gerechtigk^ Thrr das Gute.. M- Anhang, von den 4. letzten Dingen. Einleitung. «iVatechismus heißt dec Unterricht in der chrkst» katholischen Lehre; so heißt auch insgemein das Buch, in dem dieser Unterricht enthalten ist. Die chriftkacholische Lehre wird in diesem Katechismus in fünf Hauptstücken und einem An¬ hänge vorgetragen. Die fünf Hauptstücke sind: i/Der Glaube. 2. Die Hoffnung. Z. Die Liebe. 4. Die heiligen Sacramente, Die christliche Gerechtigkeit. Der Anhang ist von den vier letzten Dingen, " L', weil. Gott die ewige Wahrheit c) nutz unende Weisheit ist , weiche weder Letriegm, noch rosten werden kann. Dee Glaube ist einem jeden Menschen , der ch werden w-ii, iwltzwendig ; denn ohne Mau- i ist es un nogllch, Gott zu gcfailen.'ui) Jeder Mensch muß, wenn er zum Gebrauche 'Vernunft ko.nmc, um selig zu werden, noch- nd!g wissen und glauben: > r Dust em Gott ist. .7 L. Dast Gott ein gerechter Richter ist, welcher Z Gute belohnet, und das Böse bestrafet, e) Daß dre^e göttliche Personen einer lpe- Herr und Natur sind: der Pater , der Gohn> jö der heilige. Geist, l') Dast die zweyte göttliche Person ist Mensch worden, um uns durch den Tod am Areuze erlösen, und erpig selig zu machen §) Äie Wahrheit ist '»er Gruner deiner Moen. Ds. 'X^Ill. -So. - Hebe. X/. 6- 'Zet zu Gstt kommen wist, der mach glauben,. i er sei), und saß er dre, welche ihn suchen, t . lohne. Hebr- Xl. o. ev sind , welche in dem Himnei Zehaniß ge^ —,der Vater, das ÄZo.rt, und der heilige cheisttg^c Hobest dre» sind eins. Ioh. »' -7 2 sonst Herr., x- ein K ttler des neuen Buud^- l^Xv. siEei welche berufen sind oer nitke! later , von 2bi x;. >ur E'.tösun.z oer llebertre-.r zussehorcn, dtlchchdx^ Bunde waren, durch welchen '"^chstißcne ewige Erbschaft crlan Kor. Vlll. 6. lle Dn M Hinge. Ms iss. f, Trivialst!). B sen un< rlte Irch 'St Es cho! ot( 2.. »- ' .... .. ., . - . r ») Furchtet euch nicht von denen - die den Leib tö' ' die Seele aber nicht tödten können; sondern --irvielmehr den - welcher die Seele und den Nab die HöSe stürzen kann. Matth. X. 28, Ski ^ub kommt wieder zu seiner Erde- dc " simnen worden, und der Geist kehre eichwic oer^°" der ihn gegeben hak. Pred. Xll-^ 2 der Gjaubk"^ sonnet ihr nichts thun. Joh-/ oer rsiauor^ etwas von von'^ Dau> «1 Glau °»"Kn, s-»d-m uns» M Gerechtigkeit; . Ng^r sinstr,^^ >« oder gerklchtt zr 6 . rS ----- Jeher katholische Christ hat nebst dm Grundlehren des chriftkatholischen Glaubens > zu wissen und zu glauben: t. Daß die Seele des Menschen unstet di ist. K) 2. Dust die Gnade Gottes Hur Gel, lei Nothwendig ist, i) und dast dec M^e ohne die Gnade nichts Verdienstliches ewigen Leben wirken könne, k) dei Jedem katholischen Christen ist gebochen zu n ve . r Das apostolische Glaubensbekenntniß. . 2. Das Gebech des Herrn. !) Z. Dis zehn Gebothe Gottes, und dke^ Geborhe der Kirche. 4. Die. sieben heiligen Sacramente. 5. Die christliche Gerechtigkeit. Wüs ein katholischer Christ glauben muß vornehmlich in dem apostolischen Glaubensbede' ,iiß enthalten, welches also lautet: i ch glaube an Gott den Vater, allmächtigen lpfer Himmels und der Erde. Uud an Iesum ftum seinen eingebornen ^ohn, Unsernherrn empfangen ist von dem heiligen Geiste, ne, 7 aus Maria der Jungfrau. Gelitten umer tiopilato, gekreuzitzet, gestorben und begra. Abgestiegen zu der Holle/ am dritten Tage >er auferftanden von den Todten. Aufgefab, n den Himmel- sitzt zu der rechten Hand Got, es allmächtigen Vaters, von dannen er kom, wird zu richten die Lebendigen und die Tod, Ichglaiibe an den heil. Geist. Eine heilige «meine, christliche Rirche, Gemeinschaft der igen- Ablaß der Sunden. Auferstehung des lsches. Und ein ewiges Leben. Amen. )as apostolische Glaubenöbekenntniß hat zivolf ile oder Artikel. lk. Abtheiiung. Bon km is GlaubenöattikM §. t. Von dem ersten Glaubensartikel. Ich glaube an Gott öen Vatör, allntach» rn Schöpfer Himmels und der Erde. a Bon Gott. ks ist nur ein Gott s) welcher von sich selbst allervollkommenste Wesen ist. b) Häre Israel, der Herr unser Gott ist ein einiger Herr. Deut. VI. 4. Ich bin der Herr, und sonst st keiner stiehr; außer mir ist kein Gott- Isa. DXV. Wir haben nur einen Gott- den Vater, von oelchem alle Dinge sind, und dem wir- zügchsren, md einen Herrn Iesum Christum, durch welchm i Äe Dinge sind, und wir durch ihn. r. Kor. V-lll. 6. Aus ihm , durch ihm, und in ihm sind alle Vmge^ B 2 Es sind drey göttliche Personen c) Die erste göttliche Person heißt der Vater, die zweyce der Sohn, die dritte der heilige Geist. Die dre» göttlichen Personen zusammen nennet man die allerheiligste Dreyfalrigkeit. Der katholische Christ bekennet die allerheiligste Dreyfaltigkeit durch das Zeichen des heiligen Kreuzes, da er bey dem Kreuzmachen sede dieser drey göttlichen Personen nennet. Uebee Las bekennet Ihm fty El-re in Ewigkeit. Amen- Röm. XI. §6 Herr dir ist niemand gleich: du bist groß, und dein Nähme ist groß und mächtig. Jer. X. 6. o) Das ist, drey, die von einander unterschieden sind, so wohl durch eigene Nahmen, als auch durch bcson* . dere Handlungen oder Wirkungen. Die eigenen Nahmen der drey göttlichen Personen kommen vor: Matth. XXVIII. 19, Taufet sie im Nahmen des Va- ters, des Sohnes, und des heiligen Geistes r Joh. V. Drey sind, welche in dem Himmel Zcugniß geben, der Vater- das Wort und der heilige Geist. Be¬ sondere Handlungen oder Wirkungen der drey gött¬ lichen Personen komme« vor: Matth. III. lS. »7. Als aber Jesus gctaufet ward, stieg er alsbald aus dem Wasser, und sieh) der Himmel öffnete vor ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Tach, herabfahren, und über ihg kommen, und-sieh, es Hf s sich eine Stimme vom Himmel hören: Dießlf mein geliebter Sohu, an dem ich ein Wohlget- len habe. i. Petr. I. 2. Welche nach der VorftU Gottes Les Vaters sind erwählet worden, dies § ligung des heiligen Geistes zu empfangen, jr . horchen, und mit dem Blure Zesu Christi besis get zu werden, s. Cor- XIII. iz. Die Gnad», fers Herrn. Jesu Christi, die Liebe Gottes § die Gemeinschaft des heiligen iZeisses fty mi katholische Christ auch durch Has Zeichen des gen Kreuzes, daß Jesus Christus, da er am uze gestorben ist, uns durch seinen Tod erlo- hac. )as Kreuz machet man mir der rechten Hand, m man damit die Scirne, den Mund und die ist bezeichnet, und saget: Im Nahmen Gott Vaters 'E', und des Sohnes ff, und des jgen Geistes, ch Amen. h. Vsi-' der Erschaffung. Nett« hak Ammei und Erde und alles was erschaffen, ü) )as Wort erschaffen heißt, aus nichts etwas )vr bringen. i)ie merkwürdigsten Geschöpfe Gottes sind die gcl und Menschen. f le Engel sind pure Geister, b) welche Vor» id und Willen, aber keine Leiber haben. Gott die Engel erschaffen, daß sie ihn ehren, lie- , und anbechon, ihm dienen, e) und die Men« .Im An fang'! schuf Gott den Himmel und die rde Gen. li i. Durch das Wort des Herrn sind ie Himmel befestiget worden, a'e ihre Kraft ist on dem Hauche seines Mundes ^s. XXXIl. 6. Deine Engel machest du den Winden, und deins )iener Feuerflammen gleich. Pf. LlH. 4. Der die eligeu Geister zu seinen Engeln, und Fcucrflam- aen zu seinen Dienern machet. Heb. l. 7. Lobet den Herrn, ihr alle seine Engel, die ihr: nächtig an Stärke seyd, seinen Befehl ausznrich / en, seiner Stimme und feinen Geiwthen zu g horcheu. Pf. LU. 20. jS2 !?',7777: schen schützen sollen, c!) Er hat sie in seiner Gnade, »nid mir vielen Vollkommenheiten erschaffen. Viele Engel haben die Gnade Gottes durch die Sünde der Hoffare verloren, e) Diese hoffärtigen Engel, die man Teufel nennet, hat Gort auf ewig verworfen, und in die Hölle verstoßen, t) L ie Menschen sind nach den Engeln die merk, würdigsten Geschöpfe Gottes. Sie bestehen autz einem Leibe, und aus einer unsterblichen See¬ le §), welche nach dem Ebenbilde Gottes d) er» schaffen ist. Gott hat die Menschen erschaffen. ü) Er hat seinen Engeln deinetwegen anbefohlen, daß sic dich auf allen deinen Wegen bewahren. Ps- XE. Der Engel des Herrn wird sich rings umdst- jenigen lagern , die ihn fürchten, und wird sie ret¬ ten. Ps. XXXIll. 8. e) Sieh, auch die ihm dieneteg, sind nicht stand» haft gewesen, denn in seinen Engeln hat er ja Bosheit gefunden. Joh lV. ig- s) Gott hat auch der Engel, die gesündiget haben, nicht verschonet, sondern sie mit höllischen Stricken zur Hölle hinab gezogen, und zur Peinigung über¬ geben, damit sie zum Gerichte aufbehalten wlr»- den. 2. Petr. ll. 4. k) Daher gestaltete Gott der Herr den Menst» aus dem Lehme der Erde, und blies den At/t- des Lebens in sein Angesicht, also ist der MÄ lebendig und beseelet geworden. Gern Ist 7. s? Beweis der Unsterblichkeit der Seele sieh obenfi r8.^Not. b. h /1 Also erschnfGott den Menschen nach sr nem Eben» bilde. Nach Gvrtcö Ebenbilde erschuf er ih:. Gin I. 27., ' ------- -z X lu't sie ihn erkennen k) ehren, k) lieben, I) an- len, ihm dienen, gehorsamen, und selig wep- sollen, m) Schon der erste Mensch Adam war mit seinem !ibe Eva Gvc: ungehorsam )er erste Mensch hac im Paradiese die Frucht 's Baumes gegessen , die ih n Gott verkochen !e, uny dadurch gesündigec. n) Die s Sünde nicht nur allein dem ersten M nfchen, sondern "uns, die wir von ihm abstammen, geschadet; ? hat uns den zeitlichen o) und ewigen Tod, . auch viel? andere Uebel am ^eibe und an der ' ele verursachet. , .. die Menschen sind nicht auf ewig, wie die artigen Engel, von Gott verstoßen worden, tt versprach zur Rettung der wegen der Sun- l)ieß ist aber das ewige Leben, daß sie dick), den llein wahren Gott, und Jesum Christum, den vn esandt hast, erkennen- Joh. XVII. z. Ich bin es, der einen jeden-, wÄcher yreinen Zahmen anruft, zu meiner Ehrer erschaffen habe, jsa. xi^lli. 7. du sollst den Herrn deinen .Gott, ans deinem gan- '» Herzen, aus deiner ganzen Seele, und aus einem ganzen Gemache lieben, Matth. XXII. tz?. Gott will, daß alle Menschen selig werden , td zur Kenntntß der Wahrheit kommen, t. Tim- Len' III, 6. Klcichwie die Sünde durch einen Menschen in 'se Welt, und durch die Sünde der Tod gekoin« , ist: also ist dec Tod in alle Menschen durch j Wenigen, in welchem alle gefünorget haben, , ^gegangen. Röm- V. rs. -4 de verworfenen Menschen einen Erlöser zu ftsi» den p), welcher auch Messias genannt wird. §. 2. Bou der» ziveyten Glaubensartikel. Und an Iesunr Christum, seinen eingebors neu Sohn ünstrn >^errn. Jesus Kristus ist i. Lereingeborne Gohn Gottes des Vaters. cj) L. Gott und Mensch zugleich, r) z. Unser, Herr, s) Gesetzgeber und Lehr» meister, c) '?) Ick) will zwischen dir und dem Weibe, und swi-? seyen deinem und ihrem Geschlechte eine Feind¬ schaft setzen: sie wird deinen Kopf zertreten, und du wirst ihren Fersen mit List nachstellcn- Een. Hl. 15. y) Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gegeben hat- Joh. Ilk. 16. r) Uns-ist ein kleines Kind geboren, und soll ge¬ nannt werden., Wunderbar , Rqthgeber, Gott. Ja. IX- 6. Es ist ein Gott, unh ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nähmlich der Mensch Christus Jesus, r.. Tim. ll. 4. s) Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel, wd auf Erden. Matth. XXVlll. i.8i lZhr nennet Meister und Herr: und ihr saget, recht, de»E bin es auch. Loh. Xlll. ,Z. A ! t) Der Geist des Herrn ist über mir, darum U mich gesalbct, und mich gesandt, den Arme* ch tes von Gott zu verkündigen. Luk. IV. U.XI. i. Die Gunde Gosttes unsers SeU^r^/ ist allen Menschen erschienen, und hat ret, basi wir der Gottlosigkeit, und dcuköf-' zesus heißt so viel als Heiland, Er wird der Hland genannt, weil uns durch ihn Hnl wi, deahren ist, da er uns von der Schuld und Crafe der Sünde, dem ewigen Tode, befreyet hat. ir^Er wird auch Christus, das ist so viel,- als der Gsalbce, genannt, w) ch' Jesus Christus wird der singeborne Sohn G)tteö genannt, weit er der einzige ist, -welcher vm seinem himmlischen Vater von Ewigkeit her gezeuget ist. Er ist Gott und Mensch zugleich, weil er Gott von Ewigkeit ist, und weil er Mensch in der Zeit geworden ist. x) Er heißt unser Herr; zveil er Gott und unser Erlöser ist. N Der Sohn Gottes ist Meirich geworden, - um k>s durch seinen Tod am Kreuze zu erlöW stbrrch selig zu machen¬ gelt ----— bey iMeluffen abiazen, nüchtern, gerecht und gottselig am L» dieser Welt leben, und auf die selige Hoffnung, *nd auf die Zukunft der Herrlichkeit des großen §, Mtes und unfcrs Heilandes Jesu Christi warten zig^sLeu. Tit. H. i— iz. < ^Zie wird einen Sohn gebären, den sollst du Je» nennen, denn er wird sein Volk von Sünden ueur>cfreyen. Matth. I. 2l. i hingb^ Mzjx Gott Jesum von Nazareth mit dem heüi- -_zen Geiste, und mit Ärasr gesalbet hat. Apostel- ' lf Blaich- X- .?8- gen öat Gott seinen Sohn gesandt, der von ei- Luk "M Weibe geboren und dem Gesetze unterworfen ! auf daß er diejenigen, welche unter dem Ge- XXVietze waren, erlösete. Gal. IV. 5. l > s Weil nun die Kinder die Gemeinschaft des Fleisches iSieb""d Blures haben, so hat er sich dersclbig?n gleichfalls theilhaft gcmscht, auf daß er dmeH M §. z. Von dem dritten Glaubensartikel, Der empfanden ist von dem heiligen Geiste, geboren aus Maria der Jungfrau. Jesus hat als Gott den himmlischen Vater, r) als Mensch hat er keinen Vater; g) Joseph war Elos; der Nährvater Jesu Christi b) Jesus hatte als Gott keine Mutter; als Mensch hatte er Maria die seligste Jungfrau zu seiner Mutter c) Maria wird die Mutter Gottes genannt, weil sie Jesum Christum, welcher Gott und Mensch zugleich ist, geboren har. Sie hat ihn vor nd d , ' wi¬ dm Tod denjenigen, der des Todes Gewalt t ew- te, das ist, den Teufel zerstöret?, und diejem nd erlöse», welche aus Furcht des Todes iHv Lebg km. der Knechtschaft unterworfen waren. Heb. II. , s r) Der Herr hat zu mir gesagt: Lu bist mein § isetzen heute habe ich dich gezeuget. Ps. ll. 7. L>. . s) Eine Jungfrau wird empfangen, und einen EoL ze- gebären, welcher Emanuel wird genannt n stt-M Isa. Vll. 14. ) wjscscn b) Jesus war ungefähr 30 Jahr alt, als er Wessch zu predigen, und wurde für den Sohn I l gehalten. Luk. III. 23. Maria sprach zu dem > Wie soll das geschehen, da ich keinen Man/.st y kenne? Der Engel antwortete und sprach z>' Der heilige Geist wird über dich kommen, ur> Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatte, rum wird auch das Heilige, welches aus ! i Horen werden soll, Gottes Sohn genannt w >/ r Luk, t Z4 Z5^ . ,s^'Cbin« Woher kommt nur das, daß mich die 4 y (8.,, Wine^ Herrn besuchet? Luk-l. 4z. ''' heg heiligen Geist empfangen, ä) und zu Beth- fthm in einem Stalle geboren, e) 4. Vvn dcm merken Glaubensartikel. Gelitten unter Montis pilato, gekreuz»get, gefrrben und begraben. §esus konnte als Mensch, nicht aber als Gott leidn. Er har wirklich, und zwar an der Seele uni an dem Leibe gelitten. ln seiner Seele hat er große Angst und Lrau« rigbir s) und an seinem Leibe viele Mühseligkeiten unk Drangsalen , viele Schläge und Wunden ge» littn; er ist gegeißelt, und mit Dörnern gekrö» nel worden. ' kr hat viele Verachtung, Verspottung? La¬ sierungen, Verleuindung , und andere Unbilden geltten. li) Jesus Christus ist auf dem Kalvanberge. nahe bey der Stadt Jerusalem gekreuziget worden, und am Kreuze gestorben, r) §, §. Von dem fünften Glaubensartikel. Abgestiegen zu der ^olle, am dritten Tage wieder aufcrstanden von den Todten. Nur die Seele Jesu Christi ist in die Holls Hinabgestsegen. j<) , ch Was in ihr erzeuget ist, das kommt vom heili¬ gen Geiste her. Matth, I. so. e) Luk. II. 4.-7- t) Meine Seele ist betrübt bis in den Tod, Marty, xxvl Z8. ' 8) d) Sich die Leidensgeschichte Jesu. i) Sieh die lLeidtnsgeschichte Jesu. § Len Lrr Seele Chrisii zeiget der Pf, 2 J Man versteht unter dem Worte Hölle jene verborgenen Oerter, wo die Seelen der Abgestorbe¬ nen aufbehalren werden, welche die himmlische SeliMn nicht erlanget haben. Es gibt mehrere Gattungen solcher verborge» nm Oerter die man Hölle nennet; so nennet man r. Und zwar eigentlich den Ott, wo dir Ber- dämmten ewig geheinkget werden. I) 2. Den Ort, wo die Seelen zeitliche Strofen für ihre im Leben nicht adHebüßten Sünden lei¬ den m); dieser Ort hektzt das Fegefeuer. z. Endlich dm Orc in welchem die Seelen der verstorbenen Frommen aufbehalten wurden , wo sie in der seligen Hoffnung ihrer Erlösung ruhig, und ohne Schmerzen warteten, bis Jesus zu ihnen hin¬ abgestiegen ist; dieser Ort heißt die Vorhölle, n) Jesus ist am dritten Tage, und zwar aus ew - gener Macht, o) unsterblich und glorreich; als Du wirst meine Seele nicht in ver Hölle lasten: Apostelgesch. II. zi. So hat er eS vorgesehen, und von der Auferstehung Christi geredet, daß er we» der in dem Grahe gelassen worden, noch fein Fleisch der Verwesung zu Lheil geworden sey. l) Es starb auch der Re-che, und ward in die Hölle begraben. Luk. XVI. 22. m) Die Kirche in der Messe für die Abgestorbenen sagt; Herr Jesu Christe, König der Glorie, befreyc die Seelen aller deiner abgestorbenen Gläubigen von den Strafen der Hölle. y) So hat er vorgesehen, und Von der Auferstehung Christi geredet, daß er weder im Grahe gelassen worden, noch sein Fleisch der Verwesung zu Theil geworden sey. Apostetg. II. zr. 0) Darum lieber mich der Barer, weil ich mein Leben 29 Clki ibsrwknder des Todes und des Teufels von den odcen ouferstanden. p) Er ist von den Tod- ren iferstanden: : i^m die Schrift g), und seins eigene Wekst sagten zu erfüUeu^ i ) 2Um der Welt einen unwiderleglichen Beweis voiuer Wahrheit seiner Lehre, und dec Göttr lichit «einer Sendung zu geben, s) zUm unsere Hoffnung zu starken, und uns die künige Auferstehung zu versichern, r) d,)in gebe, auf^aß ich es wieder zu mir nehme ; dm niemand nimmt es von mir, sondern ich gie es von mir selbst dar, und ich habe Machr eedarzugcben > und habe auch Macht es wieder zimir zu nehmen. Joh. X. I/. -8- x) ?uf daß er durch den Tod denjenigen, der des Todes Gwalt hatte, das ist, den Teufel zerstörete. Heb. H. i.. Endlich will ich sie aus dec Hand des Todes eläsen, ja von dem Tode will ich sie erretten. O Tod! ia werde dein Tob seyn. Hölle! ich werde deine Zrstörung seyn. Osee. Xlll 14. Er ist auferstanden, nie er gesagt hat. Matth. XXVIll. 6. r>) !)u wirst meine Seele nicht in der Höste lassen, wch zugeben, baß die Verwesung über deinen heiligen komme. Ps. XV. 10. r) Jesus sagte zu ihnen : Brechet diesen Tempel ab, und ich will ihn in drey Lagen wieder aufrichten; ei aber redete von dem Tempel feines Leibes- Joh. H. 19. 21. ») Ist aber Christus nicht auferstanden, so folget, daß unsere Predigt vergeblich, und euer Glaube auch vergeblich scy. r. Kor XV. 14. -t) Nun aber ist Christus von den Tobten auferstan« den, der Erstling unter den Schlafenden; weil durch einen Menschen der Tod, und auch burek ) einen Menschen die Auferstehung herkommt. ». Ä«r. Ly. -I. s ZO §. 6. Von dem sechsten Glaubensartikel. Aufgefahren in den Himmel, sitzet za -ec chten Hand Gottes des allmächtigen Vaters. Jesus ist am vierzigsten Tage nach seiner Auf« erstehung in Gegenwart seiner Jüiiger auf deni Oehlberge aus eigener Macht in den Himmel gefahren, u) Er sitzt in Vein Himmsi zur rechten Hand Gottes des allmächtigen Vaters. Jesus sitzt zur rechten Hand Gottes heißt so viel, als: Jesus ist im beständigen Besitze dec höchsten Gewalt und Herrlichkeit über alles im Himmel und auf Erven, iv) §. 7. Von dem sieöenttn Glaubetlsärtlkel. Von dannen er kommen wird- zu richten die Lebendigen und die Todten. Jesus wird am jüngsten Tage von dem Hiisi« niel wieder kommen uM alle Menschen, die Le¬ bendigen und die Todten zu richten x) Er wird die Menschen, nachdem sie Gates der Böses gechan haben, richten; > ) er wird die u) Luk. XXV. 50. 51. n) Römischer Katechismus, in dem sechsten Artikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses, im z. §. Mir -st alle Gewalt im Himniel und auf Erden gegeben worden. Matth. XXVIII. iz. x) Er hak uns befohlen dem Volke zu predigen, Und zu bezeugen, daß er (Christus) derjenige sei), der von Gott zum Richter der Lebendigen und Todten verordnet ist. Apostelgesch. X^ 42. /- Wir mässen alle vor dem Richterstuhle Christi of. fenbar werden, auf daß ein jeder empfange, nachs dem er in seinem eigenen Leibe entweder Gutes -der Böses ztthan har. 2. Kor. V. 10. ----- z» Gerechten mlt dem ewigen Leben km Himmel besoh¬ len Md die Sünder ewig in der Holle strafen 2) §. 8- Von dem achten Glaubensartikel. Ich glaube an den heiligen Geist. Der heilige Geist ist die dritte göttliche Per¬ son; a) er ist wahrer Gott, b) Er heiliget uns, t) In der heiligen Taufe, c) 2. In dem SacraMente der Buße. Z. So oft wir die übrigen heiligen Sacra» tnente würdig empfangen. Er heiliget uns, indem uns durch die Ein- üftßuig der heiligtiiachenden Gnade zu Kindern Gotte; machet, oder die heiligMachende Gnade in urtz vermehret. Er erleuchtet unfern Verstand, er lehret 6) ttnd leweget uns nach dem Willen Gottes zu handln ; s) er verleihet utts seine Gabe«, f) , 2) Alsdantt werden die Bösen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben elngchcn- - Ma ch. XXV. 46. ä) 1. Joh. V. 7. b-) Sieh oben G'. 20. t:) Crhat uns nicht wegen der Werke der Gerechtig¬ keit die wir gethan haben, sondern wegen seiner Bamcherzigkeit durch die Taufe der Wiedergeburt, und durch die Erneuerungen des heiligen Geistes erretet. Tit. m. ü) De: Tröster aber der heilige Geist, den der Vater in »einem Nahmen senden wird, derselbe wird euch alles lehren. Joh. XIV. 26. 6) Goit ist es, der in euch beydes daS Wollen und Votzrehen nach feinem Wohlgefallen wirket. Philip. EKsinv zwar mancherley Esben, aber es ist mw A2 ------ Dis Gaben des heiligen Geistes sind folgende; i> Oie Gabe der Mewheic. 2. Des vec, standes. Z. Des Aathes. 4. Der Starte. Z Oec eDtssenschaft. 6. Der Gottselig"eitö Oer Furcht des Herrn; §. y. Von döitt neunten Glaubensattliel. Erne heilige, allgemeine, christliche Air« che, Gemeinschaft der Heiligen. a. Bon der Kirck-e. Die heilige, allgemeine, christliche Kiche ist eine sichtbare Versammlung akler rechtgläubigen Christen unter einem sichtbaren Oberhaupte, dsin ro, mischen Papste, welche einerlei) Lehre bekenne^, und einerley Sacramenle brauchen. Es gibt auch ein uiisichrbarSS Oberhmyr der Kirche, und dieses ist Jesus Christus. K) Es ist nur eine wahre Kirche, außer welcher ' keine Seligkeit zu hoffen ist. Die wahre Kirchs er¬ kennet man aus vier Merkmahlen. Diese sind: r. Das sie simg, i) 2) heilig, k) z) allge-- ein Geist, es sind auch mancherlei) Wirkungen, es ist aber nur ein Herr, det alles in a-lciir wir-- kct; — dieß alles aber wirket oerselhe einige Geist, der einem stden austhcjtrc, wie er wist. l. Kör; Xll. 4. 6. ri. K) Isa- 2. Z. li^ Der Mann ist deö Weibes Haupt, wit C-ristüs das Haupt der Kirche ist. Eph. V. 2z. 1) Ls ist nur ein Herr, ein Glaube, eine Laufe; Eph. lV. 5. - jr) Damit er sich selbst eine herrliche Kirche bestelle- die keinen Makel, noch Runzeln, oder etwas der« «--E zz - »mm )der katholisch, 1) und 4) apostolisch * »st. m, ' Mal nennet die wahre Kirche, auch die ronn- ö sche; »eil die Kirche von Nom' das Haupt aller übriger.birchMMch derMittelpunct dirEinigkeit ist. b. Lon der Gemeinschaft der Heiligest.' s Recicgläubige Christen haben unter einander Eemeiischaft wie dis Glieder eines Lerbes, u) DieGemeistschaft der Heiligen besteht in dem, Laß all>"G lieber der Kirche an den geistlichen Gü- i kern Hei! nehmen. 0) Glieder' dec Kirche, die » Unter unander Gesellschaft haben, sind: t. Di8 - Gläubgen auf der Erde. ». Die Heiligest m > C -- ... gleichn habe, sondern damit sie heilig' utld unb^- ' steckt sey. Eph. V. 27. »l) Geht.hin in die Welt, und prediget das Evünge- : lium allen.Geschöpfen- Mape. .15. tu) Jhrst-yd auf die Grnndftste der Apostel und Pro« , pherm erbauet^ wo Christus'selbst der vornehmste ' Eckstein ist. Hph-II, 2S> ' C. ' ») LaAtuns die Wahrheit in t^r Liebe äusüben , da¬ mit nir in Christo, der unser.Haupt ist, tu allen zg- ttchmul. Durch ihn wird der gastze Leib zusammen gcfüget, und mit einander durch alle GeiUA ver- hundrn^ dadurch dient ein Glied de n andern nach s der Wirkung eines jeden nach seinem Maße, und ' Machet, daß der Leib zur Erbauung seiner selbst durchdie Liebe aufwächst. Eph. l ^- r5« 16. Gleich» . wie wir in einem einzigen Leibe viele Glieder' ha- ' ben, aber alle diese Glieder nicht einerlei) Ver¬ richtung haben) Mo sind wir viele Lin Leib in Christo, ' und einer des andern Glied. Ränt' m 4. ,0) Ich bin etnMitgenoffe aller, die'dich fürchten, und deine Gebothe halte». Ps. LXNH. 6z. ° Leseb. I. Th. f. Lrivialsch. E 34 dem Himmel, und z. dre Seelen der Destorbe« r nen, welche in dem Fegefeuer sind. i Die Gläubigen auf der Erde haben Gemein¬ schaft unter einander; indem ihr Gebeth i), und ri das Verdienst ihrer guten Werke einatder zu b gute konrmen. r H tv. Von dem zehnten Glaubensariikel. r Ablaß der Sünden. t Dieser Glaubensartikel lehret uns, daß Gristu» seiner Kirche Gewalt gegeben hat, die Hünden nachzulüffen. q) In der wahren Kirche hchen die Bischöfe und Priester die Gewalt, Sünder nach- 1 zulasten. Die Sünden werden rm Sacümente, r der Taufe, r) und im Sacramente der Bußei i nachgelasten. s) > x) Bittet für einander, daß ihr selig werdet; denn U ' das Gebeth eines Gerechten vermag sehr viel. Jac V. i6. g) Nehmet hin den heiligen Geist, welchen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sind sie virgcben, und weichen ihr sie behalten werdet, besten sind behalten. Joh. XX. 22. sz. r) Wie Christus sich selbst für sie targegeben 'hat, ! auf daß er sie heiligte, nachdem er sie mit dec Wassertaufe durch das Won des Lebens gereini- get hat. Eph. V, 25. «6. B) Dir will ich die Schlüssel des Himmelreichs ge- den. Was du auf Erden binden wirst, das soll auch im Himmel gebunden seyn; und was du auf Er« -en lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöset * seyst. Matth. XVl. 19. Wahrlich sage ich euch, al¬ les, was-ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden seyn; und alles, waS Ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch »m Himwel ««löset seyn. Math. XVM. -... . . !>' ------ ' Z? noc '. r. Von dem eilften Glaubensattikek. jn ckurstehung des Fleisches. ^?aUne dec Auferstehung des Fleisches versteht maM.^aß Gott am jüngsten Lage die Verstör, denen r.rwecken werde, c) und daß die Menschen mit ihrmr Fleische, das ist? mit eben den Leibern, tue sie im Leben gehabt haben, auferstehen wer¬ den. v) is. Von dem zwölften Glaubensgttlkel. Ein ewiges Leben. Wir glauben und bekennen mit den Worten des zwölften Glaubensartikel eine ewige immer, wahrende Seligkeit, welche das Verlangen dec Heiligen und Auserwählten vollkommen erfüllen wird, v) Wir bestätigen durch das Wort Amen, daß wir an dem Inhalte des apostolischen Glaubens¬ bekenntnisses nicht zweifeln, sondern alles für wahr halten, was darin enthalten ist. r) Derfelbige, der Jesum Christum von den Todten erwecket hat, wirb auch eure sterblichen Leiber durch seinen Geist, der in euch wohnet, lebendig ma¬ chen. Röm. VIII. n. 1?) Ich werde wieder mit m-'tner Haut umgeben wer¬ den, und in meinem Fleische meinen Gott sehen. Job. XIX. -6. ev) MU unaussprechlicher und herzlicher Freude wer¬ bet ihr frohlocken, und dre Seligkeit eurer Seelen, als den Lohn euers Glaubens davon tragen- i- Petr. I. 8. — 9 Kein Auge hat es gesehen, und kein Ohr gehöret, noch ist es in eines Menschen Herz gekommen, was Gott denjenigen bereitet hat, die ihn lieben, i. Cor. H. 6 L 2 HÜ üü!!!!!! ..-- v h- ' rbe« Das H. Hauptstük.^ Von der Hoffnung. ' Os I. A bt h e ilung. Was dis christliche Hoffnung sey. Christlich Hoffön heißt, von Gott zuverstchtlich erwarten, was er uns versprochen hat. Wir hoffen von Gott das ewige Leben, das ist die ewige Seligkeit , und die Mittel solche zu erlangen. Wir hoffen, weil Gott allmächtig, in Erfüllung seiner Verheißungen getreu, unenhlich gütig und barmherzig ist, folglich erfülle» kann und will, was er versprochen har g) Die christliche Hoffnung wird hauptsächlich durch das Geberh geübet. II. Abthkilung. ' Von dem Gebethe. i. ÄM 'dLM Gebethe üöechavhk. DaL Gebech besteht in Erhebung des Geistes zu Gott. Wik techen, um Gott, den höchsten Herrn, schul¬ digst zu ehren , und ihm sowohl für das emvfan« «ene Guts zu danken, als auch ihn um das was u>'s künftig nochig ist, zu bktttu. Wir bechen a) Lasset uns in dem Bekenntnisse unserer Hoffnung unbeweglich verharren; denn der die Verheißung gethan hat, ist getreu. Hebr. X, gz. noch mekum dke Vergebung der Sunden, um in allgeimen und b sondern, in eigenen und des ' Nachstentöthen von Gott Hülfe zu erbitten. Man i schuldig zu bethen ; denn das Bethen ist eine l vornehmsten Pflichten, unserer Relk Zion. !>) Alles, m was wir bethen sollen, ist im Da* ter unser das ist in dem Gebethe des Herrn h enthaltene) §-2. Vochem Geb the des Herrn insbesondere. » t- Christa unser Herr hat unS bethen gelchret. i Er lehretnns durch das Vater unser bethen, wel- ' ches auchas Gebech des Herrn heißt. ' i Das ^acer unser .lauret also: Vater unser, k der du lst in dem Simmel. Geheilitzet wer» k de dein älahme. Httkomnre uns dein Reich. Dein Wien geschehe wie im Simmel, aljs auch auf Erden.' Gib uns heut unser tägli- ' ches Brot-Und vergib' uns unsere Schulden, als auch vi0 vergeben unfern Schuldiger»» Und fnhreuns nicht in Versuchung, Sondern erlöst' uns >on dem üebel. Amen. Das Geech des Herrn besteht aus einer Vor- ! rede, und jeden Bitten. s. Von der Vorrede. k. Die Vorrede lautet c.'soa Vater unser der t du bist in dem Siimnel b)" Bcthtt ohne Unterlaß, r. Thest- V. e) Mtth. VI. tA.- lZ. -- eil er dis n hat, e) nen Gott z8 ----- Mit diesen Worten der Vorrede ren wir zu Gott, der unser Barer ist. cl) Wir nennen Gott einen Vater, Menschen nach seinem Ebenbilds erschoß und väterlich für sie sorget, s) Wir m unfern Vater, weil er uns alle durch k heiligen » Geist in der heiligen Taufe zu seinen Indern, ss) > zu seinen Erben, zu Miterben Jesu CHA, k) und unter einander zu Brüdern gemacht he Wir sa» gen : der du bist m dem Himmel, weiGott, ob er gleich überall gegenwärtig ist», denno,vornehm- § lich in dem Himmel wohnt, i) wo erlich seinen ! L-. -renvählcen von Angesicht zu Angeht zeiget, uns zu genießen gibt. 6) Haben wir Henn nicht alle einerr Bau, hat uns nicht ein Gott erschaffen? e) Ist er nicht dein Vater, der dich besefn, gemacht und erschaffen hat? Deut. XXXIf. 6. k) Ihr sollet nicht sorfältig seyn und irgen: Was werden wir essen, was werden wir linken, oder womit werden wir uns bekleiden? D«n nach die¬ sem allen trachren die Heiden. Eue! Vater aber weiß, daß ihr alles dessen bedürfet. Mach. VI- Zr. Z»- Alle eure Sorge leget auf ihn; dem er sorget für euch Petr. V. 7. 8) Ihr habet den Geist empfangen, dc;u Kindern annimmt, durch welchen wir alle Ulfen, Abba (lieber Vater) Röm- VIII. k) Sind wir aber Kinder, so sind wi» auch Erben, und zwar Erven Gottes, Miterben aber Jesu Christi. Röm VIH. 17 j) Erhöre von deiner Wohnung, bas ist vom Him¬ mel, alle und jede, die an diesem Orte bcthen werden, und sch ihnen gnädig. 2. paral. VI. »r ------ Z9 d) Von den drey ersten Bitten des Gebethes des Herrn. Pie erste Bitte kautet also: GeheiUget werde dein Nähme. Wir bitten zuerst, daß Gottes Nähme gehe!» ligec werd?; weil wir allzeit, und vor allen Din- ' gen um jedes bitten sollen, was Gottes Ehre an¬ geht, k) und hernach erst um das, was uns oder dem Nächsten nöthig ist. In der ersten Bitte des Vater unser begehren wir: i. Daß Gott von allen Menschen auf Erden erkannt, und daß sein heiligster Nähme beken» not, und allenthalben gelobet werde. 2 Daß die Sünder zu Gott bekehret, und zur ' Buße mögen beweget werden. z Daß sein heiligster Nähme nlemahls, weder durch Ketzerey und Irrglauben, noch durch Got- teslästerung und unchnstlicheS Leben entheiliget werde. > Die zweyte Bitte lautet also: Zukomme uns dein Reich. ? In der zweyten Bitte begehren wir: 1. Daß Gott seine Kirche, und das Reich feiner Gnaden ausbreite, und befestige, dos Reich des Teufels und der Sünde aber jerstöre. 2. Daß er den Glauben, die Hoffnung und die Liebe uns ekngieße, und diese Tugenden in uns vermehre. lc) Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerech¬ tigkeit,, so wird euch dieses alles auch gegeben werden. Matth. iVI. zz. Z. Endlich,.Haß' er uns nach diesem Leben den. Himmel verleihe« wyjle. Die dritte Bitte lautet asso: Dein Mille ge¬ schehe, rote im «!si> auch auf Erden, . Wir begehren in der dritten Bitte: Daß uyZ Gott die Gnade verleihen wolle, seiney-göttlichen Willen in allen Zufällen ans Er» bM w genau und gern zu vollziehen, wie ihn dis Engel und Heiligen im Himmel volhiehen. .-'S-.'.Ksß-.Gttttz,>rM abwenden wolle, was dis < Erfüllung seines göttlichen Wi-ens verhindert. jV. V-,!- H. Von -en vier leWn Bitten des Gedeihes des. Herm. / Die vierte Bitte lauter also; Gib uns heute unser tägliches--Brot, , In der viertey Bitte begehren wir: . t i. Daß Gott uns afles geben wolle, was-uns zur Unterhaltung unsecs leiblichen und geistlichen Lebens möthig ist . /^, r. Daß Gott Theurung und Hunger , wie auch die Sünde, welche ofe solche Strafen nach sich zieht, von uns gütigst abw enden wolle. Die fünfte Brcre lautet also: Vergib uns un¬ sere Schulden- «ls auch wir vergeben unser« Gchnichigecn. 2 1 ..Wix begehren in der fünften Bitte, daß -ms Gott unsere Sünden vergebe, gleichwie wir de« nen von Harzen verzeihen, welche uns beleidiget Habest,. . .7,' 7-Me sechste Bitte lauter also:, Und führe uns nicht in Perjuchung. H M - r. ) —- 4! Wir begehren durch die feiste Bitte , daß uns Gott zur Zeit der Versuchung seineHülfe nicht entziehe, noch gestatte, Mß wir der Versuchung Unterliegen - Wir werden hauptsächlich versuchet, von der Welt, von unsrm Fleische, das ist von mrsern bösen Lüsten und Begierden, und von dem Teufel, i) Auch die Frommen und Gerechten werden von Gort Versucher , wenn Gott ihre Tugend prüfet, i. Durch Krankheit, 2. durch Armuth und an¬ dere Trüb st. le. Die siebente Bitte lautet also r Sondern er¬ löse uns vsn dem Uebel. Wir begehren in der siebenten Bitte 1. Daß uns Gott vorzüglich von dem Uebel der Seele, welches die Sünde ist, erlöse, und uns vog der zeitlichen und ewigen Strafe der Sünde be¬ wahre 2. Daß uns Gott auch von den leiblichen Nebeln, befreye, wenn sie'nicht zu unftvm Heile sind, m) l) Alles, was in des Welt ist, das ist entweder Be¬ gierlichkeit des Fleisches, oder Begierlichkeit der A«* gen, oder Hoffart des Lebens , weiches nicht von dem Dater^sondern von der Welt ist. i- Ioh. Il.l6. Ein jeder wird versuchet, wenn er von seiner eigenen Lust gercitzc,t und gelocket wird. Jac. l. 24. Gey» nüchtern und wacher; denn euer Widersacher , der Teufel, geht, wie.ein LrüMnder Löwe umher, und suchet, wen- er verschlinge, i. Petr. V. 8- Ziehet alle Waffen Gottes an, auf daß ihr wider dis heimlichen Nachstellungen des Teufels bestehen könnet. Eph. VI. , in) Selig ist der Man n, dec die Versuchung mit Geduld überträgt; denn, nach, m er wird geprüfet ftyn. 4r ------ z. Daß uns Gotk dre Gnade verleihe, alle - Trübsole, l ie er uns zugeschicket hat, mit Geduld und Standhaftigkeit zu leiden, n) Am-'N, ein häbräisches Wort, heißt fo viel, als: es geschehe, oder es wird geschehen. §. z. Vo» dem englischen Gruße. Katholische Christen verbinden gemeiniglich mit dem Vater unser den englischen Gruß. Der englische Gruß ist ein Gebeth, mit welchem wir die heilige Jungfrau Maria, die Mutter Gottes, yorzüglich vor allen Engeln und Heiligen verehren und anrufen. Er laufet also: Gegrüßet seyft du Maria, voll dsr Gnaden, der Herr ist mit dir. Du brst gebenedcyet unter den Werbern, und gebencdeyet ist die Krucht deines Leibes, Jesus. - Heilige Maria Mutter Gottes, bitt für uns arme Sünder jetzt, und iy der Stunde unser» Abfterbens. Amen. Wir sagen, heilige Maria, Mutter Gottes, weil die heilige Jungfrau Maria Jesum Christum geboren hat , der wahrhaftig Gott ist. Die katholische Kirche verehret die Mutter Got, tes mit dem englischen Gruße besonders, da Mor» wird er die Krone des Lebens, welche Gott denen, die ihn lieben, verheißen hat, erlangen. Jac. I. 12. Und weil du Gott angenehm wärest, so war es no» thig, daß dich die Anfechtung bewährete- Lob.Xlt.tZ. ») Di« Geschirre des Hafners werden in dem Ofen, und die gerechten Menschen in dkr Trübseligkeit bewähret. XXVll. 6. 43 yen, Mittags und Abends, zum Gebechs geläutet wird. Man soll sich bey diesem Läute» vorzüglich» der Menschwerdung des Sohvcs Gottes dankbarlich und andächtig erinnern. Das M Hauptstück. Ten der Liebe. I. Abteilung. Was Vie christliche Liebe sev- Christlich lieben heißt: Gott, als das höchste Gur wegen seiner selbst, und den Nächsten wegen Gott lieben; gst wegen Elott alles gern thun, was er uns befohlen hat. Wir muffen Gott deßwegen lieben, weil er gegen uns höchst gütig ist. l>) Wir müssen Gott lieben über alles, und aus unserem ganzen Herzen, aus unserer ganzen See» le, aus unserem ganzen Gemüche, und aus allen unseren Kräften. s) Du sollst den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus dei¬ nem ganzen Gemütbe und aus allen deinen Kräf¬ ten lieben. Dieß ist das größte und vornehmste Geborh. Das andere aber ist diesem -glr ch: Du sollst deinen Nächsten wie dich selbst lieben. Matth XXll. z/, zg, b> Lass t uns Gott lieben, weil er uns zuerst gelie- der ha», r. Ioh. 1^. i-. 44 ----- Gott über alles lieben, heißt, Gott allen Ge« schöpfen vorziehen, und höher schätzen als alles, was uns angenehm, und wohlgefällig fern kann. Unter dem Worte Nächster wird jeder Mensch, Freund oder Feind, verstanden e)/Den Nächste» lieben, heißt, dein Nächsten wohl wollen ihm das thun, was ihm angenehm und nützlich ist, alles unterlassen, was ihm ünonZbMm und nachteilig ist.'st) Die christliche Liebe ist so notwendig, daß der Mensch, welcher den Gebrauch seiner Ver¬ nunft hat, ohne die Liebe das ewige Leben nicht erlangen kann, c.) Man beweiset dis Liebe gegen Gott und den Nächsten durch Haltung der zehn Gebothe. t) c) Sich die Erzählung Jesu von dem barmherzigen Samaritan. Luc. X. 37. 6) Die Liebe ist schuldig , sie ist gütig. Die Liebe be¬ neidet nicht, sie handelt nicht leichtsinnig, sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht ehrgeitzig, nicht eigennüt¬ zig, nicht jähzornig, sie gedenket nichts Arges. Sie erfreuet sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern über die Wahrheit ; sie leidet alles, sie glaubet alles, sie hssset alles, sic duldet alles, r. Cor. Xlll. 4. z. 6 7. 's) Wer nickt liebet, der bleibt im Tode. Derjenige ist ein Todtschläger, der seinen Bruder hasset. Nun wißet Ihr, baß kein Todtschläger das ewige Leben in sich habe. r. Ioh. Hl. 14. L) Wer meine Gebothe hat, und sie hält, der lie- bet mich- Ioh. XIV. 21, 4s II. Abtheilung. . Bon den zehn Gcböthen Gottes überhaupt. Noch dem wesentlichen Inhalte sind die zehn Geboche Gottes folgende: r. Du follstallern an einen Volk glauben. 2. Du sollst den Nahmen deines Gottes nicht eitel nennen. z. Du sollst den Keyertag heiligen. 4- Du sollst deinen Vater und deine Mut¬ ter ehren, auf daß du lange lebest, uud es dir wohl gehe auf Erden. F. Du sollst nicht tobten. 6, Du sollst nicht Unkeuschheit treiben. 7. Du sollst nicht stehlen. 8« Du sollst kein falsches Zeugniß tz bm wi¬ der deinen Nächsten. y. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hausfrau. rs. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut. Gott gab. die zehn Gebothe dem Mopses auf. Dem Berge Sinai für das israelitische Volk/ als es nach dem Auszugs aus Aegypten in dee Wüste war Monn kann die zehn Geboche Gottes halten, weil'Gott einem jeden hierzu bis Gnade gibt, b) 8) Steh die Geschickte dcr göttlichen Gesetzgebung Exod. XIX. und XX. b) Weinen Geist will ich in euch Manzen, und ma- 46 Die ersten drey Gsbothe enthalten dre P stick» ten gegen Gott, die sieben andern die Wichten gegen den Nächsten. Den Inhalt der zehn Geborhe findet man kurz kn den zwey Gebothen der Liebe beysammen. Das erste Geborh der Liebe ist: Du sollst den Herrn, deinen Gott, KUS deinem ganzen Her¬ zen , aus deiner ganzen Seele, KUS deinem ganzen Beinnthe, und aus allen deinen Araf« ten lieben, i) Das zweyle Geborh der Liebe ist: Du sollst deinen Nächsten rvie dich selbst lieben, k) Christus erklärte das Geboth der Liebe des Nächsten mit folgenden Worten: Thut den Menschen als les, was ihr wollet, daß sie euch thün sollen; denn darin besteht das Gesetz und die Pro¬ pheten. !) Es ist ;u merken, daß in jedem Geödthe et¬ was befohlen, und auch etwas verbothen wird. chen, daß ihr in meinen Gebsthcn wandelt, mei¬ ne Satzungen bewahret, und vollziehet. Ezrch. XXXVll 27. Gott ist es der in euch beydes das Wollen und das Vollziehen nach seinem Wohlgr» fallen wirket. Philipp. II. lz. Ich vermag alles in dem, der nM? stärket Philip. iZ. y Matth. XXll. Z - g8. k) March. XXil. Zv. Y Match. VU. rs. 47 M. Abtheilung. Von den zehn Gebothen Gottes ins besondere. Durch das erste Geboth wird befohlen, daß wir an einen Gott glauben, m) ihn anbethen, n) auf ihn hoffen, o) ihn lieben sollen, p) Durch das erste Geborh wird verbuchen, Unglaube, ch) Abgötterey, r) KeHerey, §) Wahrsqgerey^ m) Ohne den Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der Muß glauben, daß er s«). Hebr. XI. 6. n) Es steht geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn anbethen, und ihm allein dienen. March. IV. ,o. v) Die den Herrn fürchten, hoffen auf den Herrn: er ist ihr Helfer und Beschützer. Ps. LXlll. n. Hoffet auf ihn alle Gemeinden der Völker, gießet vor ihm eure Herzen aus; Gott ist unser Helfer in Ewigkeit. Ps. I^Xl. y. x) Höre, Israel! Der Herr, unser Gott, ist ein ei¬ niger Herr. Du sollst den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, und aus allen deinen Kräften lieben. Deut. VI. 4. 5. h) Wer nicht glaubet, dec wird verdammet werden. Mare- XVI. .6. r) Sie haben die Wahrheit Gottes in Lügen verwan¬ delt, und vielmehr das Geschöpf, als den Schöpfen geehret, und ihm gedienet, der gebenedcnet ist i» Ewigkeit. Amen. Nöm. I. 25. Wendet eucff nicht zur den Götzen, und machet euch keine gegossenen Göt¬ ter. Ich bin der Herr, euer Gott kev. XIX. Werdet auch nicht, wie einige von ihnen, Götzen¬ diener- 1. Col- X. 7. s) Einen ketzerischen Menschen sollst du nach ein- oder zweymahliger Ermahnung fliehen. Lil- HI- lv. 48 Aberglauben, Zauberer), t) Haß Gottes, ,,) Verzwersiung, Mißtrauen, ^v) oder, auch vere messentliches Vertrauen auf Gottes Karmher, zigkeit. x) Es ist nicht wider das erste Geboth » sondern es ist gut und nützlich, wenn man die Engel und Heiligen ehret'uns anmfer. v) '' i ' H- " '' ' ' t) Wendet eucb nicht zu den Zauberern, und fraget nach keinem Dinge die Wahrsager um Rath, damit ihr durch sie nichtVerunreiniget werdet. Ich bin dec Herr, euer Gott, Lev.,XlX. zi. Wenn ein Marsch sich zu den Zauberern, und Wahrsagern wendet, und sich nut ihnen besudelt, so will ich ihn mit zornigen Augen anschauen,. und ihn mitten aus seinem Volke vertilgen- Lev. 20. 6- .. u) Gott mache sichens, seine Heinde sollen z.rsireuet werden; und die ihn hassen, sollen vor feinem An¬ gesichte fliehen. Ps. HXVH. 2. > vv) Verlieret euer Vertrauen nicht, welches eine gro¬ ße Belohnung zu' erwarten hat. Hebr- X. Z5. x) Verachtest du denn die Reichthümer seiner Güte, seiner Geduld und Langmüthigkeit? Weißt du mcht vielmehr, daß dich die Güte Gvttts jur Buße lei¬ tet? Röm. kl. 5. ° , Wenn nuir aus Tausenden nur ein Engn für ihn redet, und dieses Menschen Gerechtigkeit Gott vor- tr^gt; so wird er sich über ihn ^ba.men, Und sa¬ gen .' Errette ihn, daß er nicht-fn das Verderben hinunter fahre - denn ich Habern ihm gefunden, weßwcgen ich ihm gaasig seyn nW- Ioh. XXXrll. ..LS. 24. Auch deine Freunde, 0 Gott! ehre ich über die Massen; ihre Herrschaft ist überaus mächtig geworden. Pf- LXXXVH5. 27. Lobet den Herrn in feinem Heiligthume, lobet ihn in der Stärke sei- ycr Macht. Ps. Ob», r. 49 KacholhW ^Christen ruferr die EnLel an, wer! sie den -^ensstwn zurü' Schutze b-stimmt sind: weil sis ^ie'Mk'siDen kieöen, für ihr Heil sorgen, für sie b'Ä'sn, rinZ si'ssi^e Gott beständig 'aüschauen, auch ihm d'S Gebech der Menschen vorrrageu. 2) e —.—^--2t——I-a-^.—. :———. Kost'., 25 in eben diesem- Deckst«, weiter 'unten. Die ^ststre Kirchenversammlung b,.stehlt,.äl- lcn TischöfrN und den uorigen, die das A M sn lehren auf sich haben ,. nach, veirr 'von den erst'sn ,! Ziir ik'chesi christlichen RerHion herrührerden Gc- hrästeche dvr. stuhoijschen Kirche, nach der einstim¬ migen Lehre dec heiligen Vater, und den Verord¬ nungen der KirchenvrrsirMmlu.ngeu von der Mr- , bitte, Anrufung der Heiligen -, Verehrung der Re- iichsten und dem rechtmäßigen Gebräuche der Bil¬ der, die Gläubigen fleiß-g zu unterweisen,' und ;u belehren, daß die Heiligen, welche mit Christo regieren, ihre Gebethe für die Menschen Vorbrin¬ gen, und daß es gut und nüßlich sey, sie anzu- ' rufen-/. sri) Er hak feinen Engeln deinetwegen befohlen, daZ sie dkch'anf allen deinen Wegen bewahren,,Ssi: wer¬ den dich auf den Händen tragen, dräM SU" nicht etwa deinen Fuß an eigen Stein stMst, Psi X<7. II. >2. , , - ' "h Hütet euch, däff ihr nicht'fssimrd^N von chiesiesi Klei- Neu verachtet; denn ich siD auch: Ihre Engel iw ch'em Himmel sehen allezeit .das A , gesicht meines'Va¬ ters, der in dem Himmel ist. Matth, XVIIl. io. . - Als da mit Thräuen b 'thetest, dre Tobten begrubest, und dechvege 1 von der Mahlzeit anfstgndest, upd dle Tobten des Tages in desnem Hause verbärgest^ um sie des Nachts zu begraben, da brachte .ich'beim Gebeth vor den Herrn. D-b. XIl. 12. Und es kam ein anderer Engel, und stand vordem Aitare, und harr, ei ! goldenes Rauchfaß, und ihm wurde viel Nnichwm-ks gegeben, damit er oas Gebeth aller Leseb. I. Th. f. Trivialsch. D Zo ------ Katholische Christen rufen auch die Heiligen an, nicht als ob sie aus eigener Macht helfen könn¬ ten, sondern weil sie Freunds Gottes sind, und weil sie auch für die Menschen Key Gott bitten, g) Der Gebrauch der Bilder in der katholischen Kirche ist nicht wider das erste Geboth Gottes;, 'dbnn dieses verbietet nur Bilder zu machen, um sie anzubethen. b) In dem zweiten Gebothe wird verbothen, Gottes Nahmen zu entheiligen. Man entheiliget GottkS Nahmen i. Durch alle Sünden, c) 2- Hauptsächlich durch dis Gotteslästerung; ci) da man von Gott, von der wahren Religion, und seinen Heiligen verächtlich redet. Heiligen auf dem goldenen Altäre, der vor Gottes, Throne war, aufopkerte. Und der Nanch Les Nauck-, wertes von den Gcbethen der Heiligen ging vou der-HMd des Engels hinauf vor Gott. Offcnb. .M. M g. 4. 5) Meß ist Jeremias, der Prophet Gottes, e>.n Lieb¬ haber cker Brüder , .und des Voltes Israel. Diefiist der Mann, der tsiel Hiitet für das^Volk, und die . ganze heilige Stadt- 2, Mach, XV. -r-s poučil. 'Vrksent. Kelk. 25. wie oben. . § b) Ihr sollet euch kein geschnitztes Bild machen , es an-ubethen. Lev. XXVk. i. . ' , , Du rühmest dich des Gesetzes, und entehrest Gott durch Ueberrrekung des Gesetzes. Npm- II. 23. 6) Werden Nahmen des Herrn lästert, soll mit dem Lode gestrafet werden. Die ganze Gemeinde soll ihn steinigen, er scy ein einheimischer Burger, oder ein Fremdling. Wer immer den Nahmen des Herrn lästert, soll mit dem Tode gestrafet werden- Lev, XXIV. rü. s-?--- Zl Z. Da man ohne NpH oder gar falsch schwöret, e) 4. Da man die sSEgemnchten Gelübde bricht, s) 5. Da man den Nahmen Gottes ohne Noch und ohne Ehrerbietigkeit nennet. Z) 6. Da man das" Wort Gottes entweder ver¬ fälscht / oder mißbrauchet. !i) ' —--7-7--—-° - e) Ich aber sage euch: Ihr sollet gar nicht schwören: weder bei) dem Himmel, denn er ist Gottes Thron ; noch bey der Ercc, denn sie ist seiner Füße Schä¬ met; noch bey Jerusalem / denn sie ist die Stadt des großen Königs« Matth. V' Z4. Du sollst nicht fälschlich schwör » bey meinem Nahmen, noch den Nahmen deines Gottes ent¬ ehre». Ich bin der Herr- Lev. XlX. i,. Dor allen Dingen aber, meine Brüder! schwöret weder bey dem Himmel, noch bey der Erde, noch . bey einer andern Sache; sondern euer Wort soll ' scyn: ja, ja; nein, nein; damit ihr dem Gerichte nicht unterlieget. Igc. V. 12. k) Wenn du dem Herrn, deinem Gott, ein Gelübde ze¬ rhau hast, so sollst du dich nicht säumen dasselbe ab¬ zustatten ; denn der Herr, dein Gott, >vird es.for¬ dern; und wenn du es aufschiebest, so wird es dir zue Sünde gerechnet werden. Willst du nicht geloben , so bist du ohne Sünde. Was aber,,einmahl gelobet worden ist, das sollst du halten und rhun, wie du dem Hcrtu, deinem Gott, verheißen, nichfeeywillig. aus .D'einem Munde geredet hast. Deut. XXXlll. 21.22.113. - ' §) Du sollst denMahmeu des Herrn, dei'nrs Gottes, nicht vergeblich aussprechcn; denn der Herr wird , den nicht für unschuldig halten, der den Nahmen 1 des Herrn seines Gottes, vergeblich ausspricht. 1 EM. XX. 7. i k) Wir sind nicht diejenigen, die ihrer viele sind, dir das Mrt Gottes verfälschen. s- Kor. H. r/. D - S.2 In Lem -zweyttn Gebothe,Mrv befohlen, ka§ man GotceS Nahmen heiH^A, und ehrerbierhig gebrauchen seile. Man ehrsr rmd^heiliget den Rap« men Goccss : r. Wenn man.'Hott frsymüchig vor der ganjen 2Lelc bekenne:, i) 2. Wenn man "Hott in gcistiichkn u d leibli¬ ch en Nochen um Anlfe ustd Beistand buket, KI z Wenn mam durch einen rechtmäßigen Eid -Gott jum Zeugen anrufst-um etwas'glaubwüt» dkg zu machen. !) 4. Wenn man dis Gelllbde, die man Gott gemacht hat, gettS" erfülle:, m) . 5. Wenn man das Wort Gottes steißig und andächtig höret. L) * « ' ,-e . > , -'-7 - WTt,- - i) Ich will dich hoch rühmen, mein Gott und Kö- - nlg, uns denrcii'Nahmen immer und ewig preisen. Ich will dich alle Tage lochest, stütz deinen Nahmen ''-immer und ewig rühmen- (,!>'. i. 2. Leo . mich vor den Menschen beschlltn wird, den will ich auch vor meinem Var.-r lIr-.i'.nen. M'a'ttS- . Ruf mich in der ^eit der TrMMgkeit an, so jh^rve ich dich erretten, und di^/MK mich "preisen- Ps- Xb-IX. i s. Dieses ist das Btt,ttaucn , .w4sl?.eS'wir ' j» ihm haben , dstß er uns ist Weui, was mir,nach k ' feinem W'Wn bitten werden, erhöret-»4. i l) Du sollst den Herrn, dein?« Gott,"fürchten, und ihm allein dienen, und bey schient Nahmen schwären. Deut- VI. i'zch . 's m) Gelobet, und haltet es deck Herrn, emerm Gott, alle, die ihr nist ihn her Gescheute bringet; dcmssHcch- Erlichen, d,er die Fürsten entsecht, der dest Königen' der Erde schrecklich ist. Ps. I/iXV. ,2. >,7. . . 0) Lasset das Wort GotteS reichlich unter .üch Koh- 6. man alles zum Lobs und zur Ehre des göttlichen Rahmens unternimmt, oder Gott c.ufopsert. o) .. " Zn de n eri ten Gebothe wird befohlen am Oonnca-jü,. weicher schon seit den Zeiten der Apo- st i .um 'ludenken der Auferstehung Christi zu u i" - mr Feysrtiqe ist bestimmet worden, von der Arbeit z, ruhen, und gottftl'.ge Werke zu rhu". Jur dritten Geborhe wird verbothen, ri Alle kuechcllchs 'lrbeit ohne Noch und recht» Mäßige Erla ckiuß 2. Alle andere Verrichtungen, welche diesen Tag entweder entheiligen, oder dessen Heiligung ver» hindern. neu, l.hret und ermahnet euch selbst in aller Wcis- beik M't stsalm^n und Lob gesängen und geistlichen Liedern, und singet Gott mit Freuden tu cuerm Herzen. Col lll. ,5>. Selig sind, weiche das Wort Gottes hören, und dasselbe beobachten. Luk Xl 28. o) Saget Gott uns dem Vater allezeit Dank für alles im Nahmen unsres Herrn Jesu Christi. Eph. V. .20. Ihr möget essen , oder trinken , oder etwas an¬ ders thun, so thut alles zur Ehre Gottes. I. Cor. - X-.Zl. x) Gedenke, daß du den Sabbath heiligest. E/eod. 'X. g. ' h) Sechs Tage sollst du arbeiten , und alle deine Werke verrichten. An dem siebenten Tage aber ist der Sab- bath des Herrns Seines Gottes z an deckselben sollst du isschts arbeiten , noch, du , noch dein Sohn, noch Leine Tochter, noch detn.Knecht, noch deine Magd, noch dein Werb, noch d'tr Fremdling , der innerhalb deiner Stadt wohnete- 9. na. 54 tz. ß. Von den sieben letzten Gekwthen/ welche dl? Wichten qegsn den Nächsten enthalte!?. In dem vierten Gebethe wird vorzüglich ke- fohlLv, Laß die Kinder ihre Aeltern lieben, eh» ren, r) ihnen dienen s) in allem, was nicht wider Gocccs Geboche ist, gehorsamen, t) in geilstlichen und leiblichen Röchen beystehcn, v) und für sie berhen sollen, rv) __...... . r) Ehre deinen Vater und deine Mutter, dieß ist das erste Geboth, dem eine Äcrhkißung beygcfügct wur¬ de. Evhes et- 2. Ehre deinen Vater, und vergiß nicht der Schmerzen deiner Mutter. Sir. VIss 29. s) Wer den Herrn fürchtet, der ehre seine Aeltern, und dienet denen, von denen er geboren wurde, wie seinen Herrn. Ehre deinen Vater mit der That, mit Worten und mit aller Geduld. Sir. Msg- 9. t) Ihr Kinder seyd den Aeltern in allem gehorsam; denn das ist dem Herrn wohlgefällig. Col. III. 20. Ihr Kinder, gehorchet eunM Aelkern in dem Herrn; denn eas ift bch'g. Thh. I- Maa muß Gott mehr als den Measiyrn gehorchens Aposteigrsck. V. 29. u) Wenn ab r eine Wtttwe Klüver oder Kindeskinder ha , so soll fievrudor ihr eigenes Haus regieren ler- n n, und den Äelteru Gleiches mit Gleichen vergel¬ ten: denn das ist Gott angenehm, i. Tim. V. 4. Mein Soha, greif deinem Vater in seinem Alter unter die . Ar:.::, u rd betrüb: ihn nicht in seinem Leben- Wenn kr auch am Verstaube abmmmt, so habe Geduld mit ihm, und verachte ihn nicht in deiner Stärke; denn die Wohltbat, welche du deinem Vater er¬ zeigest, wird nicht vergessen werden. Sir. Hl. 14- 15- Nüil ttWhne ich dich sikhkstslich, daß vor asten 55 In dem vierten Gehoche wird verkochen de« Aelrern ungehorsam zu seyn, x) sie zu hassen, V) zu verachten, 2) zu spotten, n) zu schmähen oder zu verstrichen, d) sie in Nöthen zu verlas¬ sen, oder ihnen zu schaden, e) Kindern, welche dieses Geboth erfüllen, ist lan¬ ges Leben und Wohlergehen verheißen, cl) Kinder Dingen die Bitten, Gebethe, Fürbitten und Dank» sagungcn für alle Menschen verrichtet werden. 1. Tim- II. r. 2. x) Es werden Menschen seyn, die voll Eigenliebe, geitzig, ruhmsüchtig, den Aeltcrn ungehorsam, un» dankbar und lasterhaft seyn werden.— Diese sollst du melden. 2. Lim. HI. 2. 5. Sieh die Geschichte Absalons. 2. B. der Kön- Cap. XV. - XVIlb. r) Höre deinen Vater an, der dich gezeugtt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt gewor¬ den ist. Spr. XXIII. 22. a) Das AuAe desssn, der seinen Vater verspottet, und das Gebaren seiner Mutter verachtet, soll durch die Naben ben den Bächey ausgeyacket, und von den junge» Ädltrn aufgcfressen werden. Syr. XXX. 17. b) Wer seinem Vater oder seiner Mutter fluchet der soll mir denk Tode bestrafet werden: sein Blut sey über ihn; denn er hat seinem Vater und seiner Mut¬ ter geschehet. Lev. XX. y. c) Wer seinen Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben. Exod. XXI. 15. Wer seinem Vater oder seiner Mutter etwas nimmt, und sagt, es sey keine Sünde, der ist eines Totschlägers Ge¬ selle. Spr. XXVIII. 24. 6) Ehre deinen Aattk und -eine Muster, wie drx Z6 ------ welche dieses Geboth nicht erfüllen, haben die schwer resten zeitlichen und ewigen Strafen zri (ssfürch- ten. e) Das vierte Gebo h gebt nicht allein Binder und 'Eltern, sondern auch altz vmerstebsneu und alle ih-^e-geistliche und welflist-e Ovrig'^ken, in- gleichen alle Lehrmeister, ja auch gewisser Mnsten jene Personen an, welche ihres Ältere und An¬ sehens wegen ehrwür ig sind.. Die Untergebenen sino schuldig gegen ihre. V )7gesetzren und Obrigkssten," sie rnügeu gur oder bbse ftylr ^sich so, wie die Kinder gegen ihre A l¬ kern zu bezeigen. Das Meiste, was Kindern ig, Ar'Ächrrnz der Asltern gebothsn und verboten ist, ist auch Untergebeneu in Absicht auf ihre Vorge¬ setzten gebothen und verdothen. i) der Herr, dein Gott, befohlen hat ; damit du lange Zeit lebest, und cs dir wohl gehe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird. Deut- V. 16. ' » e) Verflucht fey, der seinen Vater und seine Mut- , ter nicht ehret, und alles Volk soll sagen: Amr». Deut XXVII. 16. k) Ä-Horchet euern Vorstehern, und ftyd ihnen unter« thänig; denn sie w ichen als Leute, die Rechenschaft für eure Seelen geben sollen, dannt sie es mit FLeuden, und nicht mist Seufzen thnn; denn das nutzt euch nichts Hcbr- XIU. H7. Die Priester, wel¬ che wohl vorstehen, sott man zweysach in Ehren halten; insonderheit diejenigen, weiche im Worte und in der Lehre arbeiten i, Dm. v'. 17. Ein re- "" der Mensch fey der höhern Macht unterworfen; denn cs ist keine Macht, als von Gott; und ar -, die Mnbt haben, sind von Gort verordnet wor¬ den. Röm. r. Deßwegen ftyd allen mcnsch« Durch das fl'mfte Oeboch wird chsrbochcn, weder jemand ander», noch sich selvK' zu lodrs»,' oder zti beschädigen, st) Durch das fünfte Gcboth wird auch Zorn, sich. Lick?» Geschöpfen um Gottes. willen imttrkhäM . cs ö-y gleich dem Könige, als dem Höchsten, oder, den Landcsverweseru, als die von ihm zur Räche der Uebelkhäter, und zum Lobe der Frommen ge- sandt sind. l. Pet. H. iz. 14. Die Knechte ermah¬ ne, daß sie ihren Herrn unterkhänsg, und in al¬ len Dingen wohlgefällig seyn; daß sie nicht wider», sprechen, noch etwas veruntreuen, sondern sich in in allein getreu erzeigen, damit sie die Lech e Got¬ tes, nnsers He-landes, in allen Dingen rieren. - Tit- ll- y. ,0. Ihr Knechte, seyd euery Herren, nicht allein den guten und bescheidenen, sondern auch den rauhen mit aller Furcht unkerthänig. 1. Per- ll- Z) Ich will euer Blut an allen Thieren röchen, dir es werden veraossen haben- Ich will anch das Le» ,"ben des Menschen von der Hand des Mannes grub seines Btud ^s der ihn wird aetödtet haben, sor» ' dern. Gen. >X.Wer Menschenblut ve,rgießr, d> s- sen Blut soll auch vergossen werden ; denn der Mensch ist nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen worden, Gen- !X. 6. si) Ich aber sage euch, daß ein jeder, der sich wider seinen Bruder erzürnet, des Gerichtes schuldig sirm ' soll; wer zu seinem Bruder Raka sagt, der seit von dem Rathe gestraft werden: w r abet fr rt: D«, Narr, der soll des höllischen Feuers schulvig fti-n- Matth. V. 22. 58 Haß, i) Aergerniß, K) und alle Beleidigungen des Nächsten verbothen. l) Dlü'ch das fünfte Gebotst wird befohlen i 1. Frieden und Einigkeit mkc jedermann, auch sogar mit denen , die uns beleidiget haben , zu halten- m) 2. Jedermann gute Bsyspkele zu geben, n) g Den Nächsten geistliche und leibliche Wohl- thacen zu erweisen, o) Durch das sechste Geboth werden verbothen alle Arcen der unkeuschen Werken, Geber¬ den, Werre, p) Las freywiiü'ge Wohlgefallen i) Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschlager, und ihr wisset, daß kein Todtschlager bas ewige Leben in sich habe. l Joh- HI. lF. le) Wer einen von diesen Kiemen, die an mich glau¬ ben, ärgert, dem wäre es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein an seinen Hals gehenkt, und er in die Tiefe des Meeres versenket würde. Wehe der Welt der Aergcrniffc wegen! Es müssen zwar Llergerniffe kommen, wehe aber dem Menschen, durch welche» Aergerniffe kommen. -Matth. XVstil. 6. 7. l) Wie ihr wollt, daß euch' die Leute thun sollen, desgleichen thut auch ihnen- Luc- VA zi. m) Wenn es möglich ist, so haltet, so viel an euch ist, mit all n Menschen Frieden. Röm- XU. 18- in« gleichen die folgenden Z Verse- 0) Lasset euer Licht vor den Menschen leuchten, da¬ mit sie eure guten W rke sehen, und eucrn Vater, der in dem Himmel ist, preisen- Matth- V, 16- 0) Ihr aber, liebe Brüder, höret nicht auf, Gutes zu thun. 2. Theff- IH. ig. x) Die Werke des Fleisches aber sind offenbar, nähm- iich: Hurerey, UmkiritLkcit, Unzucht, Geilheit, von »bi Il ichi z? und Eknwilli'gen Key unreinen Gedanken und Begierden, ess) auch alles was zur Unkeufchheic verleitet. Zur UnkeusLheit verleitet Frechheit kn der Kleidung, Müßiggang, r) llnmaßigkeic iin Essen und Triglen, s) allzu freyer Umgang welchen ich euch vorsage, wie ich euch schon zuvor gesagct habe, daß, die solche Dinge thun, das Reich Gottes nicht erlangen werden. Gal. V. 19. -rr. Meidet die Hnrcrey. Alle Sünden, die der Mensch thnt, sind außer dem Leibe, wer aber Hurcrey treibt, der sündiget an seinem Leibe, i. Cor. VI. »8. Hurercy aber und alle Unlauterkeit sollen unter euch nicht genannt werden, weder schändliche Worte , noch leichtfertige Reden. Ephes. V. z. 4. g) Ihr habet gehöret, daß, zu den Alten ist gesagt worden: Du sollst nicht ehebrechen; ich aber sage euch, wer nur immer ein Weib mit Degierlichke k ansicht, der hat schon mit ihr in seinem Herzen einen Ehebruch begangen. Matth. V. 2?. 28- S'rh nicht auf die Jungfrauen, damit dir ihre Schön¬ heit nickt gefährlich werde. Denn durch der Wei¬ ber Schönheit sind viele zu Grunde gegangen, weil dadurch die Begierlichkeit mit Feuer entzündet wird. Sir. IX. 5. 9. rh Sich ! das war die Missethat deiner Schwester Sodoma: Hoffart, Gefrässigkeit, Ueberfiuß , ihr und ihrer Töchter Müßiggang. Ezech. XVI. 49. r) Nachdem ich sie gesätriget habe, begingen sie Ehe¬ bruch , und trieben Unzucht im Hurenhause. Ier. V. 7. Ihr sollet euch im Weine, worin Unkcusch- heit ist, nicht voll trinken, sondern cuL Mit dein heiligen Geiste erfüllen. Eph. »8- 62 wit Prrfenen^/d'es andern Geschlechtes, Vorwitz der Augen, t) und das Lesen unzüchtiger B2- -cher.' D'.'kil) das schsts Gebvr'h wird befohlen sich an Leib und Sosle keusch zu verhalten, und zwar sogar in Gedanken, Worten und Geb er¬ den ; u) auch wird gebochen alle sündhaften Ge- legenheite» zu meiden,, w.> Durch das siebente Gebvth wird verbothen der Diebstahl, x) der Betrug ,i.n Maße und Gewichte, die>'Zurückhaltung des ftcm- E) Ich babe einen Bund ch^t meinen Augen gemach;, da,; ich an kerne Jungfrau denken will. Hoh. XXXI. ! Wende dein Ang'sibc "''n einem geschmückten Weibe, und sieh nicht.vorwitzig. auf die schöne Ge¬ stüt einer Fremden. Sir. IX. z. u) Diei; ist d. H ' , c). Ou sE deinem Nächsten k-in Unbild michun, noch ihm M "Gewalt unterdrücken. Du.sollst nicht bis, auf,den-andern Morgen den Lohn destrss Ar- gciöyiicrs zurück halten. Tbut p.ichrs w!de,r di.x, He- rtchtigkeit^^wedep im Gerichte, noch mit den 'Me, noch mit dem Gewichte, nach mit Hem Maßec,Lue. , XlX. IZ. ZZ. . ch " ' 6) Gebet einem jedem, was ihr schuldig sryd ; Steuer, dem Steuer gebühret; Zoll, Hem Zoll gcbüh/et. s Rom. XtlI. p. e) und dm zugefugten Schaden wieder gut zü machen, k) Durch das achte Gcboth werden , ver¬ buchen, falsches Zeugnksi, fatsche Auklaqe !<) alie Lüqen, auch Scherz rind Nochkngen s) Verleuindrrng, Ehrabschneidung,, Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott was Gottes ist. Matth. XXII, 21. «) Wenn ich aber zu dem Gottlosen sage: Du sollst gewiß sterben: und er thut Buße überfeine Sun¬ den, und was recht und billig ist, und derselbe Gottlose gibt das Pfand, weiches er geraubctchrt, wieder zurück, wandelt in den Gebochen des Lebens, und begeht keine Ungerechtigkeit, der soll gewiß le¬ ben, und nickt sterben. Ezech- XXXIII. ,4. r;. ss Wenn jemand einen Acker ober Weinberg beschä- bigct, und l^ßt sein Vieh dasfenkge, was cfnem andern zugehärek, abfressen , der ssll, nach dem der Schade geschah et wird, das'Allerbeste, was er auf strnem Äcker oder Weinberge hat, dafür geben. Exod. XXH. 5. k) Ein falscher Zeuge wird nicht ungestraft bleiben, und wer Lügen redet, der wird nicht entflichez:. — Wer Lügen redet, wird zn G.linde gehen,. Spr. XIX, 5. y. ü) Ein ungerechter Zeuge verlachet das Gericht, und Vev Mund der Gottlosen verschlingt die Ungerecht tigkbit. Spr. XIX. 28- i) Wr sollet nicht lügen. Lev. XXII. 1,, Leget die Lügen ab, und rede ein jeder die Wahrheit mit seinem Nächsten z denn wir sind Glieder unter cin- '-^allder. Ephrs. iE. 25. k) Verleumdet einander nicht, liebe Brüder ! Den» wer seinem Bruder übel nachrcdck, oder ihn rich¬ tet , der redet dem Gesetze übel nach, und richtet las Gesetz. Menn du aber bas Gesetz richtest, sy D falscher Argwohn- m) freventliches Urthn!, n) Ohrenblasen. o) Durch das sch re Gebolh wird befohlen die Wahrheit, D die Aufrichtigkeit in unfern Re¬ den und Handlungen die Vercheidlgung des guten Rahmens des- Nächsten, r) die Wirs bist du nicht dessen Vollzieher, sondern sein Nich- rer. Iac. IV. n. I) Entferne einen bösen Mund. von dir, und laß die verleumderischen Listptu weit sstck dirfeyn. Spr. VI. 14. w) Keiner sott in seinem Herzen etwas Döscs wider seinen Nächsten gedenken- Fach'- VIII. 17. -'n) Wer bist du nun, der du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fallt seinem Herrn. Er wird aber stehen; denn Gott ist mächtig genug, ihn aufrecht zu erhalten.. Röm- XIV. 4.. 0) Verflucht ist ein Ohrenbläser und cin'Fwcyzüngi- gcr; denn er wird unter vielen, die Friede mit einander haben, Unruhe anrichkcn. Kst. XXVIil. 15. x) Lin jeder rede die Wahrheit mit seinem Nächsten. 6ph- IV. ,5. h) Um dieses bethc. ich, baß eure Liebe stets mehr und mehr in der - Erkpnutniß, und in allem Ver¬ stände'chächse, damit ihr prüfet, was. das Beste sey damit iht aufrichtig und ohne Äcrgerniß bis auf den .Lag Christi wandelt. Philipp. I. y, >v- Er hat tekb'ine^ Sünde begangen, nie ist in seinem Mun de ein Betrug gefunden worden t. Petr- II. 22. r) Rede das Wort für den Stummen, und die für An¬ liegenheiten der durchreisenden Fremdlinge. Rede und richte, was recht ist, und laß den Elenden und Armen Gerechtigkeit widerfahren. Spr- XXX) r 9. decrusung,. drr Verleumdung und ^rqhschnek, duirg. ' L'ii! letztsn sssrbothe verbieten gll,sssÄe> Zierden nach.-, dem, was andern jugshö^-r. Lurch Vie zwei) lctzien 'Peborhe wir? die Äe> nrgkeic des Herzens, §) die Zähmung böser Lu- 'ste, c) und besonders br ohleu .cur Verlangen nach de-n zu haben, was nicht unser ist u). G ?il hur -auch unser Verlangen und Becher- den dem Arsetze unterworfen, um uns anzuzeigcn: r. Dass-er der- Herr unserer Herzen ist. w) ss. Drch.jhi.y nichts von alle dem serborgen ist, Kas n 'lttiftr^m Kerzen dorgehec xl 7'. Dastsein Gesetz weit vortrefflicher ist, als alle mrmHlichc Gesetze, welche nur unsere äusserlichen —- - -»—-—.D—D- ist'.'- ' Du . L) A /üg sind, die ein reincö Hcxz haben'; denn-sie werden ch.'kt anfchaueq, Match. V 8- t) Dca'owegen lasset die Ächss)?' in stuenn sterblichen Leide nicht aff» herrsch N, daß 'ihr demselben in seinen Be stellen'gehorchet. Röm, VI. ls. Welche aber Christi sind, die haben ihr Fleisch, synimr den Lastcrü nnö bösen Lüsten gekrenziger Nil. '«4» u) Li! sstlst deinLs Nächsten Haas Nicht'begehren; d- sollst »M?r 'deines.MMen.Weib, «och seinen Knecht, noch seine Äagd, noch seirst.n Schien, no d seinen Esel, noch sh ast', etwas, Wichts sein - ist beaehren/EM. XX. >7. w) Has Hrr; des Königs ist in der Macht des Herrn wie Wasserströine. Er lenkt es hin, wohin er will. Gor. XXl., 1. D r de n- wiegt die Herzen. D 2. dt) Ser in des Herzen ,öennd sieht, nab der Erlöser, beiger G.stle wird nicht betcoLen- Spr. XXl/. i a. «- n HaubluNgen / nicht- aber auch unsere innerlichen Gesinnungen echrichten können. zr) 4. Daß, um'bis Sünde auszurotten, es noch« wendig sey, solche gleich in ihrer Quelle, welche die böse Lust ist, zu ersticken. 2) Aus den zwei) letzten Gebochen lernet man, daß Au Christ die vorgeschriebene Pflichten nicht nur äußerlich erfüllen, sondern daß er auch in« Neriich den Willen haben, das ist, von ganzem Herzen bereit styn soll, alles, was gebochen ist, zu thun, und was verkochen ist, zu lassen g) Gort hat denjenigen, welche seine Gebochs halten , das ewige Leben, d) und auch auf die» ser Welt vielfältigen Segen verheißen, e) » Mo ist ein so herrliches Volk, welches die Cere- mouitn, die gerechten Satzungen und das ganze st Aksttz lM, so ich euch heute vor eure Augen legen will? 2eut. Vk. s, Wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist. UvM. VII» 14. 2) Ein jeder wird versuchet, wenn er von seiner Be¬ gierde ängercitzet und gelockct wird . Wenn er hernach die Begierde empfangen hat, gebiert fie die Sun¬ de, die Sünde aber, wenn sie Vollbrachr ist , gebiert den Tod->Jac. 5. »4. 15. L) Nicht ein jeder,, der zu mir sagt.- Herr, Herr! wirs in vas Himsttelrbich cingehen., sondern nur der, welcher den Willen meines himmlischen Va¬ ters vollzieht. Mätth. Vßl' 2i. d) Willst du zum Letzen eiugcheu, so halte die Ee- bothe. Matth, r/. ' c) I y erweise Barmherzigkeit viel tausend-u, nähni- . Uch denen, die mich lieben, und meine GebothS halten. Exod. XX> 6 Leseb. I. Th. f. Tnviaisch. E IV. Abteilung. Von den Kirchengeborhen überhaupt. Wir sind schuldig, die Gebothe der Kirche zu halten: 6) l 1. Dhcil das vierte Geboth Gottes uns die Schuldigkeit ausiegec, so wohl der geistlichen als weltlichen Obrigkeit zu gehorsamen. 2. Weil Christus unser göttlicher Gesetzgeber in dem Evangelio ausdrücklich befohlen hat, die Kirche zu Horen, eh Gebothe der Kirche, welche man vorzüglich wissen und beobachten soll, sind folgende fünf: 1. Du sollst die geborhenen Feiertage hal¬ ten. i 2. Du sollst die heilig? Messe an Sonn« und Feyertagen mit gebührende- Andacht Horen. / ! z. Du sollst die gkbothcneu Fasttags halten, als die vierziytagige Faftsy, die G^uatemder- ' Und andere gebothene Fasttage; aw-'h sollst du , i am Freytage und Samstage vom Fleischessen dich enthalten. l __ _ , - , - ...-—-—---, ' ! r 6) Gehorchet euern Vorstehern, und fcydihncu un- terthamg; denn sie wachen, als Leute , die für eure Seelen Rechenschaft geben sollen, damit sie es mit - ; Freuden und nicht mit Seufzen thun; denn daä , nützt euch nichts- Hebr. Xllk. 17. e) Wen» er diese auch nicht höret, so zeigens der Kirche an. Wenn er aber die Kirche nicht höret, so halte ihn für einen Heiden und öffentlichen Sun, der- Matth, xvm. ,7. §7 4» Du sollst deine Grinden dem verordneten , priesterjahrlich zum wenigsten Em Mahl bcick» ten^ und um die osieöliche Zeit das hochwür» obigste Sacrament des Aitars empfangen. 5. Du sollst an verbothenen Zeiten keine Hochzeit halten. V. Abt Heilung» Bon den Kirchcngebothen in6 besondere. h. r. Bon den zwey ersten Kirchengebothen.' Das erste Kicchengebokh: Du sollst die gebs« theNen Feperkage halten. Die Kirche bestehlt durch das erste Geboth dis Fegertage eben so ru feyern, wie die Sonn^ rage, folglich auch an Feyenagen zu ruhen , nicht zu arbeiten, sondern gottselige Werke zu thun. Die Kircke verbielhct durch das erste Geboth alles dasjenige am Keyertage zu thun, was am Sonn» tage verbotheu ist, nahmlichr r.Knechiliche Arbeit ohne Noth und rechtmäßk» ge Erlaubnis, welche Arbeit am Feyertage wie am Sonurage, für den ganzen Tag verbochen ist- L. Solche Verrichtungen und Ersetzlichkeiten/ welche diestn Tmg entweder entheiligen, oder dessen Heiligung verhindern. L. Das zweyre Kircheigeboth: Du sollst die hei¬ lige Messe an Soun-und Feperragen mit gebührender Andacht hören. E 2 - e . ' 68 ------ Zm zweytsn Kirchengebothe wird befohlen, an Sonn und Feyertagen die heilige Messe ganz mit Andacht zu hören. Um die Sonn - und Aeyer- tage nach der Absicht der Kirche zu heiligen, soll man nebst der heiligen Messe auch die Predigt aufmerksam anhören, die heiligen Sacrameme der Buße und des Altars empfangen, geistliche Bücher lesen, dem, nachmittägigen Gottesdienste beywohnen, und andere gute Werke verrichten. Durch Las zweyte Kirchengeboth wird besonders die Trägheit im Gottesdienste an Sonn-und Aeyertagen verbothen; dergleichen ist:. 1. Wenn man keine heilige Messe, oder, solche nicht mit Andacht höret, oder der Predigt nur selten benwohnet. 2. Wenn man die Hete des gebochenen Gottes¬ dienstes mit Essen, T- iuküu, Spielen und an¬ dern Lustbarkeiten zubringt, welche von dem Got¬ tesdienste abhalcen. i, Vvn der heiligen Messe. a, Was dis heilige Messe ist, und was itt derselben geschieht. Die heilige Messe ist das unblutige Opfer des neuen Testamentes, das immerwährende Denk¬ mahl des blutigen Opfers, welches s esus Christus am Kreuze vollbracht hat. 0 Er hat das heilige k) Oono. Irilk. 8slk. 22. c. -. Unser Gott und Herr, Jesus Christus, hat bcy der letzten Mahlzeit in der Nacht, da er überliefert ward, seinen Leib und sein Blut Gott , dem Baker, unter den Ge« Meßopfer km letzten Abendmahls emgssetzet. ist Er nahm das Brot lind den Kelch mit Weins. 2- Ec ssegucte beodes, und sprach über das Brot: Dieß ist mein Leib; und scher den Kelch: Dieß ist der Kelch meines Blutes. Z. Er gab beydes den anwesenden Aposteln zu genießen. 4. Er be¬ fahl: Das chut zu meinem Gsdachcnisss. Z) In der beiliqen Messe opfert unsichtbarer Wei« fe Jesus Christus sich selbst seinem himmlischen Vater für uns auf; sichtbarer Weife aber vsr« lichter dieses Opfer der Priester, h) Der Priester verrichtet das heilige Meßopfer: lfm Gortes oberste Herrschaft, und die höch¬ ste Gemalt die er über alle Geschöpfe hat/ zu be¬ kennen. » 2. Um Gott für alle feine Wohlchaken zu danken. Z. Um von Gott die Vergebung der Sünden zu erlangen. stalten des Brotes und Weines geopfert, und un¬ ter den äußern Zeichen dieser Dinge denen, die er zu Priestern des neuen Testamentes damahls verord¬ nete, übergeben, cs zu nehmen; zugleich aber hat er auch ihren Nachfolgern im Priesictchume be¬ fohlen, dieses Opfer darzubringen, mit den Wor¬ ten: dieses chut zu mstncm Gedächtnisse. ß) Matth. XXVI, 26. 27. 28. Marc- XIV. 22. 2Z. 24. Luc. XXII. ,9. 20. k) Die ganze Lehre der christkatholischen Kirche von dem heiligen Meßopfer ist in der ar- Sitzung dec tcidentnüschen Kirchcnvcrsammlung in v Kapitelu und eben so vic! Kanonen beysammen zu finden, iuglcichcn in eem Leerste, welches auf die Cano- nen folget. 4- Um von Gott alle diejenigen Gnaden, de-, ren wir bedürftig sind, zu erbitten. Das heilige Meßopfer «wird und kann nur Gott geopfert werden: Ls wird von dem Priester für Lebendige und Todce geopfert. 'b) Wie man die heilige Messe hören soll. Man soll dis heilige Messe ganz Horen, kek» nen beträchtlichen Theil derselben aus eigener Schuld versäumen; es ist nicht genug nur gegen» wärcig zu seyn , da dieselbe gelesen wird, man muß,» sie r aufmerksam ehrerbiethig, andächtig stören, Die vorn hmsterss Theile der heiligen Messe sind: das Evangelium, Offertorium, die Wand» lung und Commlmion. Bey dem Ev mgelio soll n>an sich erinnern, daß es eine Schuldigkeit ist, die Lehren des Evan¬ geliums zu erkennen, auch vor der ganzen Welk zu bekennen, zu verthßidigen und darnach zu leben. Bey dem Offerron'o soll man seine Meinung mir der Meinung des Priesters vereinigen, und sich Gott aufopfern. Bey der Wandlung soll- man Je« sum Christum unrer den Gestalten des Brotes und Weines anbcthen, und, indem man auf tue Brust klopfet ss bekennen, daß unsere Sünden am Tode Christi Schuld sind. Man soll seine Sünden bereuen, Glauben, Hoffnung und Liebe erwecken. Bey der Communion des Priesters, wenn man nicht wirk¬ lich communiciret, soll man es geistlicher Weise thun> das ist, man soll ein Verlangen haben, den Leib Jesu Christi würdig zu empfangen. 7r 2. Von den Predigten. Die Predige, das Anhören des Wortes Got* les, gehöret auch zum Gottesdienste. Man soll die Predigten anhören: 1. Well in den Predigten das Wort Gottes vorgetragen und erkläret wird. 2. Weil die wenigsten Menschen die Glaubens« Wahrheiten deutlich und ausführlich genug wissen; indem viele in der Jugend nicht lange und aufmerk¬ sam genug den Unterricht anhören, in welchem die Glaubens« und Sittenlehren ausführlich vorgetra» gen werdew. Der von den Predigten Nutzen haben will, muß r. ohne Zerstreuung und sehr aufmerksam zuhören; 2. das, was gesagt wird, muß er auf sich anwenden, und es nicht auf andere deuten; z. muß er einen ernstlichen Willen haben, und sich bemühen, die Lehren des Predigers zu befolgen. §. 2. Von den zwey letzten Gebothen der Kirche. L. Das dritte Kirchengeboth: Du sollst die ge« bsthcnen Fasttage halten , als die vierzigtagige Fasten, die Ebuatember^iten und andere gebo« i) Von dem Fasten redet die tridenstnischc Kirchen- Versammlung Zell'. 25. in einem eigenen Decket« nur überhaupt; sie schärft aber die Beobachtung dessen ein, was hierüber in andern Kstchenver- tchene Fasttage; auch sollst du am Freitage u Gamstage vom Fleischeffen dich enthalten, sammlungen ist verordnet worden- Verschiedene O..noi>^8 dieser Kirchenversamnilungen sind in den meilien Ausgaben angeführet, und können daselbst nachgeschen werden. Das dritte Kirchengeboch besiehst, daß man ginFreorage und Samekage sich vom Fleischessen an den übrigen gebothenen Fasttagen aber auch von allen Kattünqcn der Milch - und Eyersveistn enthal¬ te; es sei) denn, das eine gültige und allgemeine Gewohnheit, wia solche in den meisten deutschen Ländern eingefah'.et ist, deren Genuß,erlaubet. Un,r das dritte Kirchenaeboch ganz zu erfüllen, muß man sich an gebochenen Fasttagen auch einen Ab» hruch chun, welcher darin besteht, daß man sich des Tages hindurch nur Ein Mahl satt ißc. O Das vierte Kirchengeboch: Du FUK dei¬ ne Sünden -em verordneten Priester jährlich zum rrerÜFsten Ern Mahl beichten, und um die österliche Zeit da,s hochy?ürdigste Sacrament des Altar« empfanden. Das vierte Kirchengeboch bestehlt die jährliche Deicht, wie auch die heilige Communion zur österlichen Zeit. L. Das fünfte Kirchengeboch: Du sollst an verbethenen Zeiten keine Hochzeit halten. Durch das fünfte Kirchengeboch wird verbothen vom ersten Adventssonntage b;s zum Feste der hei¬ ligen drey Könige oder Christi Erscheinung, und von der Aschermittwoche bis auf den ersten Soun» tag nach Mstern Hochzeit zu halten, 7? Das iv. Hauptstück. Von den heiligen Sakramenten» I. A b t h e L l u n g. Bo» den heiligen Sakramenten überhaupt. Ein Saerameut ist em sichtbares Zeichen der unsichtbaren Gnade, welches von Christo, dem Herrn, zu unserer Heiligung eiugesehet ist. Wir werden durch die heiligen Sacramente geheiliget, indem einige uns ordentlicher Weise die heüigmachrnde Gnade uich die Rechtfertigung ertheileu andere aber diese Gnade in uns ver» mehren Die heiiigmachejide Gnade und die Recht» fercigung wird uns ordentlicher Weise durch die Sacramente der Taufe und der Buße ertheilet. Die Sacramente haben ihre Hraft zu wirken von ihrem Urheber Jesu Christo. Es/sind sieben Sacramente, a) sie heißen; I. Oie Taufe. ' . ." s) pricj. 8elp, VII. ran. <). Ne 8acrameotis in A6- nere. Wem, jemand saget: die Sacramente des neuen Vgndes sind nicht alte von Jesu Christo unserm Herrn, eingesetzct; oder cs sind mehr oder weniger als sieden, nähmlich: die Taufe, die Fir¬ mung,, das Saeramenl des Altars, die Buße, die l'etzte Ochlung, die Priesterweihe und die Ehe ; oder auch eines von dielen sieben sei) nicht wirk¬ lich und eigentlich ein Sacrament, der fey von unserer Gesellschaft ausgeschlossen. 74 2. Die Firmung. Z. Das Sakrament d-s Altars. 4. Die Buße. F. Die letzte Ochkrntz. ö. Dre Priesterweihe. 7. Die Lhe. II. Abtheilung. Von den heil. Sakramenten ins besondere. §. i. Von dem SacrameNte der Laufe. Die Laufs ist das erste und nothwendigste Sacrament, in welchem der Mensch durch das Wasser und Wort Gottes von der Erbsünde, und von allen andern wirklichen C mden, wenn ec dergleichen vor der Taufe begangen hat, ge« reiniget, und in Christo, als eine neue Kreatur, zum ewigen Erben wieder geboren und geheilt» gsr wird. Die Taufe heißt das erste Sacrament, weil man zuerst muß getaufet seyn, ehe man ein anderes Sacrament empfangen kann. Die Laufs heißt das nothwendigste Sacrament, weil ohne die Taufe niemand, b) /a sogar kein Kind , kann selig werden. Das Sacrament der Taufe wirket: r. Die Nachlassung der Erbsünde und aster an« d) Jesus sprach: Wahrlich, wahrlich sage ich dir; cs scy denn, daß jemand aus dem Wasser oder aus dem heiligen Geiste wiederum geboren, werde, s" sann er in das Reich Gottes nicht rtngeheu. Ich. III. 5. dein vor der Taufe begangenen Sünden, e) auch aller ewigen und zeitlichen Strafen. 2. Uu erer Seele wird in derselben die göttliche Gnade orrheiftl, durch welche wir gerechcftrtigct, ü) Kinder Gottes, und Erben des ewigen Heils werden, s) g- Diejenigen, welche die Taufe empfangen, gehen in die Kirche ein, und werden derselben Glieder, ich 4. Der Seele wird ein unauslöschliches Merk, mahl einaedrücket; deswegen kann man auch die Tauft nicht öfters als Ein Mahl gültig, und ohne Todsünde empfangen §) - o)'Gott hat !ws nicht um der Werke der Gerechtig¬ keit wiiicu, die wir gethan haben, sondern wegen feiner Barmherzigkeit durch die Tauft der Wieder¬ geburt, und durch die Erneuerung des heiligen Geistes errettet. Tit. IH. 5. Wer da glaubet und getauftt wird, der wird selig seyn, wer aber nicbk glaubet, der wird verdammet werden. Marc. XVI. 16 . Cor. Xlk. ,z. 5) Trident. Kirchenversammlung. §ell'. VII. csn. 8- äo Lucruinentis iu Zeuere. . ' 7ä ----- In Nothfailen kann jedermann taufen; außer diesen aber haben nur die Bischöfe und Pfar¬ rer das Recht zu taufen; mit deren Erlaubniß aber können auch andere Priester und Diaconm kaufen. Der kaufet muß r. Die Mermmg haben, nach der Eknseßuniz Jesu Christi zu kaufen. 2. Er muß die Persons welche gerauftr wird, mit natürlichem Wasser be¬ gießen g. Et muß beym Begießen zugleich diese Worte sprechen: Ich taufe dich im Nahmen des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes. Die Taufpathen sind verbunden, diejenigen, weiche sie aus der Taufe gehoben haben, im Ab¬ gänge oder bey der Nachlässigkeit kor Aelcern in der christlichen Religion wohl zu unterweisen- §. 2. Von dem Sacramente der Firmung. Die Firmung ist ein Sacrament, kn wel¬ chem der getaufte Mensch durch das heilige Ehrst sam, und das göttliche Wort von dem heili¬ gen Geiste in Gnaden gestarkec wird, damit er seinen Glauben standhaft bekenne, und nach solchem lebe. Eis wirket dis Vermehrung der heiligmachenden Gnade k) und errheiler die be¬ ll) Gott aber hat uns mit euch in Christo b^stiget ,uud gesalbet, cv hat uns auch versiegelt, und das Pfand des Geistes in unsere Herzen gegeben- 2. Cor I. 2k. 22. 1 77 sondere, daß der getaufte Mensch den Glauben standhaft bekenne, und nach solchem lebe ; sie drücket auch der Seele em unauslöschliches Merk- Mahl ein; deßwegen kann man auch nicht öfter als einmahl geftrmer werden. Um die Firmung würdig zu empfangen, müs¬ sen besonders Erwachsens im Glauben, und in dem, was dieses Sakrament betrifft, wohl unter¬ richtet, und im Stande der Gnade seyn; sie sol¬ len sich ^auch durch das Eebeth und andere gute Werke dazu bereitem Auch zu der Firmung werden Parhen gewähret. , ö m > (! -. §. z. Von dem allerheiligsten. S^r-mente des Altars. Das Sacrament des Altars ist das allerheft Ngste Sakrament; es ist der wahre Leib und das wahre Blut unsers Herrn Jesu Christi un¬ ter den Gestalten des Brotes und Weines, i) r) Da sie zu Mcht aßen, nahm Jesus das Brot, ftankte cs, brach es, und gab es senken Jüngern, Und sprach.- Nehmet hiri und esset, das ist mein Leib. Hernach nahm er den Kelch, bankete, gab ihnen denselben, und sprach: Trinketalle daraus, denn das ist ^mein Blut des neu> nsDestamenEes, welches für 'bleje zur Vergebung der Sünden wird vergossen werden, Matth- XXVch sä. 27. 2L. " , e, -- — i.- .Unter den Gestalten des Brotes ist der le» b-mdigr Leib Jesu Christi, folglich auch sein Blut, und seine Seele gegenwsrcig. 2 Unter den Gestüt» trn des Weines ist nicht nur sein Bluc, sondern auch der Leib Jesu Christi; er ist unter einer zeden Gestalt, und unter einem jeden, auch dem kleinsten Theile derselben ganz als Gott und Mensch gegen¬ wärtig. Hieraus folget: i. Daß Jems Christus in dein allerheiligsten Eacramenl des Alrars anzube» rhen ist. 2. Daß derjenige, welcher das Sacra» ment des Alrars auch nur unter einer Gestalt, oder auch nur in einem Theile der Hostie genießt, Jesum Christum'ganz, das ist so wohl seinen Leib, a1r> auch sein Bluc empfängt, g. Daß Jesus Chri¬ stus so laugvs als die Gestalten nicht verzehret sind, darunter allezeit gegenwärtig bleibt. Je ns Christus hat das Sacramenr des Altars riugeselM, da eremit seinen Jüngern das Oster« lamin aß 1. Aum Andenken seines Leidens und Gtekbens.Ir) 2. Um die Seelen der Gläubigen zum ewigen Leben zu nähren I) Man ist schuldig das Sacrament des Altars L) Das thut zu meinem Andenken. Lnr.'XXII. Iy. Go oft ihr diests Brot essen, und diesen Kelch trin¬ ken werdet, werdet ihr den Tod des Herrn ver¬ kündigen, bis er kommt- i- Co.. XI-, 26, I) I.sus saget: Wahrlich, wahrlich sage ich euch, wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht es¬ set, und sein Blut nicht trinket, sy werdet ihr das Leben nicht in euch haben. Werner mein Fleisch esset. und mein Blut trinket, der hat das ewige Leben, und ich will ihn wieder an dem jüngsten Tage qnfcrweckcn. Joh. VI, §4. 79 ju empfangen, weil es Jesus Christus auSLsssick- Iich befahlen und cingesetzec hat, um uns .zzun ewigen Leben zu nähren. Nach Verordnung der Kirche ist man unter einer schweren Sunde schul dig, dasSacramenc des Altars wenigstensEmMah! im Jahre, und zwar zur österlichen Zeit zu em¬ pfangen. Man soll dieses heilige Sacrament auch in der Gefahr des Todes empfangen, weil es eins Wegzehrung zur ewigen Seligkeit ist; es M auch der Wunsch der Kirche, das es ihre Glau- Ingen im Jahre öfters empfangen, weil es die geist¬ liche Speise und Nahrung der Seele ist. 2. Von der Vorbereitung zum würdigen Ge¬ nüsse dieses DDssameutes. ' Wenn man das heilige Sacrament des Altars würdig empfangen will, muß man sich dazu recht und wohk vorbereitsn m) . Die Vorbereitung, welche zum würdigen Ge¬ nüsse des heiligen Sacramentes des Altars stoch« wendig ist, ist zweifach: dje eine betrifft die See¬ le , die andere den Leib. Die Vorbereitung, welche die Seele lÄrisst, besteht in der Rcmigkeit des Gewissens, .und in der Andacht des Herzens. Ein reines Gewissen haben, heisst, wenigstens von allen schweren Sünden frey seyn, dcw ist, sich im Stande der heiligmachenden Gnade befinden. Die Andacht des Herzen bestehet: in) Oer Mensch prüfe sich selbst , und a'sd mn esse er von diesem Brote, und trinke aus diesem Kelche . r Cor. Xi, LS. 8o 1, In der Nebung des Glaubens, btt Hoff¬ nung und der Liebe. L> In der Anbethung "des allerheiligsten Sakra¬ mentes des Altars, g. In der. dankbarffchen Erinnerung des Todes Jesu Christi, zu dessen Gedächiniß dieses Daera- ment eingesehet, und zu genke^n, besohlen ist. 4. In der Demurh / und Uebung anderer christ¬ lichen Tugenden, besonders aber in der Liebe des Nächsten Um das heilige Sacrament des Altars würdig Zu empfangen, soll' man, außer, einer gefahrki- ?chem Krankheit, r. von t r Uhr der vorhergehenden Nacht an Nüchtern senn, 2. in ehrbarer Kleidung erscheknen , und mit der größten Ehrerbiechigkeit zum Tische Les Herrn hinzu treten, b. Von demieni.M- was bm dem Genüsse des hei! gm Altarssacramentev zu khuu ist. Wenn vor dtt Eommuniott das Consireor W Leihet wird, soll man nochmals Reue und Leid liber seine Sunden erwecken. Wenn der Priester dem Wolke die heilige Hostie "zeiget; so soll man die¬ selbe demiithkg andethen, a.n die Brust schlagen, und sagen: Herr/ich bin Wicht wstrdig/ daß du eingchest unter mein Lach; sondern sprich nur ein Wort so wird meine Seele gesund. Beym Empfange der heiligen Hostie öffnet Man sttlsam den Mund, leget die-Zunge auf die unters Lefze, nimmt das weiße Tuch, wenn eines ZI vorhanden ist, vor sich, genkefi^chke heilige Hostie ohne sie zu kauen, oder langsam Munde zu behalten. c. Von dem, was nach der heiligen Lommu- nivn zu thM ist. Nach der Communkon soll man 1. Jesu Christo für dis unendliche Gnade dan, kcn, welche er uns dadurch erwiesen, daß er sich gewürdigec hat, zu uuS zu kommen, 2. ihn in Demuch anbechen, z sich ihm aufopf.rn, 4. ihn bitten, daß er mit seiner Gnade in uns beständig verbleiben wolle, 5. Glauben, Hoffnung rnd Liebe erwecken, und alle gemachte gute Vorsätze erneuern, 6. ihm alle unsere Nörhe mil^Bediirfnisse der Seele und des Leibes vortragen. Von dem, was vorlaussg von diesem Sacm« mente zu wissen nötstg iss. Das heilige Sacrament M Buße ist ein Sa, crament, in welchem der dazu verordnete Prie, ster an Gottes Statt dem Sgnder die nach dec Taufe begangenen Sünden Nachläße, wenn er sie reumüthig und vollständig beichtet, auch den ernstlichen Willen hat, sich zu bessern, und wahre Buße zu wirken n) . _ —Hl*-L--- 0) Der Herr Jesus blicß seine Jünger an, und sprach zu ihnen: Nehmet hin den Mligen Geist. Welchen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sind sie vergeben, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie auch behalten Joh. XX^-rr. sz. !rseb. I. Th. f. Triviaisch. K Dieses Sarrament ist allen notwendig, welche nach der Taufe schwer gesündiget haben, Wir erlangen durch dasselbe, i. Verzeihung der Sun» den, 2. Nachlassung der ewigen Strafe, g. Die Gnade Gortes, 4. die Ruhe des Gewissens. Wahre Buße wirken heißt, zu Gott wieder zu« rück kehren, von dem man sich durch die Sünde abgewendet hat, p) seine Sünden verabscheuen, wahrhaft bereuen, sie beichten, und dafür genug rhun. Zum Sacramente der Duße werden s Stücke erfordert. Diese sind: i. Die Erforschung des Gewissens. 2. Die Reue. z. De'v ernstliche Vorsatz. 4. Die Beicht. Z. Die Genugthuung. a. Bon der Erforschung des Gewissens. Das Gewissen erforschen heißtNachdenken, was man von der letzten Beicht, oder von der Zeit an, da man die Sünde zu erkennen sngefangen, gesündiget hat. Bey Erforschung des Gewissens soll man vor allen andern den heiligen Geist anrü« 0) Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er getreu und gerecht, unsere Sünden zu vergeben, und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. » Joh. I. y. Welchen ihr die Sünden vergeben wer¬ det , denen sind sie vergeben, und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie auch behalten. Joh. 2g. x) Wendet euch wieder zu mir, ihr abtrünnigen Kin¬ der, und ich will euch von euerm Abfälle heilen. Sich, wir kommen zu bin; denn du bist unser Herr und Gott. Jer. HI. 22. Erkenne deine Misscthat, da du wider den Herrn, deinen Gott, gcsündiger hast Jer. UI. rz. 8Z fen, damkt er uns erleuchte, und zu erkennen gebe, was und wodurch wir gesündiget haben; g) alsdann sich bedenken: Ueberhaupt, Ob man mit Gedanken, mit Begierden, mit Worten, oder wohl gar im Werke selbst gesund!« gec habe. Man muß dabey sich auch besinnen über die Gattung der Zahl der schweren Sünden, wie auch über die Umstande, welche die Sünde merk, lich vergrößern oder verändern. Insbesondere, 1. Ob man wider die zehn Gebothe Gottes, oder wider die fünf Gebothe dec Kirche gchan« delt habe. 2. Ob man einer oder mehr eigener, oder auch fremder Sünden schuldig sey. Ob man die Werke der Barmherzigkeit an dem Nächsten zu üben, oder anderes Gute- was man zu thun schuldig war, unterlassen habe 4 Ob man die Pfiichten seines Standes erfül¬ let , oder nicht erfüllet habe. Bey Erforschung der bösen Gedanken muß man beobachten, ob man dabey ein sreywillkges Wohlgefal¬ len gehabt und bey Begierden, ob man eingswillkget habe, wenn gleich das Werk nicht erfolget ist. Man kann sich bey Erforschung des Gewissens der Zahl der Z 2 g) Du, o Herr, gibst meiner Leuchte das Licht! Mein Gott, erleuchte meine Fmstcrniß! Ps. XVII.' 2y. Gehet hin zu -hm, uud ihr werdet erleuchtet und eure Angesichter werden nicht beschämet wer¬ den. Pf XXXtll. 6. schweren Sunden erinnern, wenn man nachdenkst, ob dis Sünde alle Tage, Wochen oder Donaths geschehen sey, und wie ost in einem Tage, in der Woche, im Monarhe. b. Von der Reue. Die Reue ist ein Abscheu von der Sünde über alles liebel, und ein innerlicher Schmer; über dis Beleidigung Gottes, mit den, ernstlichen Vorsätze, Gott nicht mehr zu beleidigen. Die Reue muß i. innerlich, 2. übernatürlich, Z. über alles, und 4. allgemein seyn. Die Reue ist innerlich, wenn sie nicht nur im Munde, sondern auch im Herzen ist, bas heißt! wenn der Sünder sich nicht nur bloß mir Worten reumüthig ausdrücket, sondern innerlich im Herzen gerühret ist. r) Die Reue ist übernatürlich, wenn der Sünder durch die Gnade des heiligen Geistes, und aus übernatürlichen Gründen zur Reue bewe¬ get wird; r) sie ist bloß natürlich, wenn der Sun» der aus bloß natürlichen Beweggründen die Sün¬ den bereuet, und verabscheuet, ;um Beyspkele, weil er zeitlicher Weise ist unglücklich geworden, und in Schande oder Schaden gekommen ist. Die bloß natürliche Reue ist nicht hinlänglich , bey Gott Verzeihung zu erhalten. Die Reue ist über alles, wenn es den Sünder mehr reuet, daß er Gott beleidiget hat, als wenn er alles in der Welt ver¬ loren hatte. Die Reue ist allgemein, wenn sie r) Das Gort gefällige Opfer ist ein zerknirschter Geist: Gott, du wirst'ein zerknirschtes und gcdcmüthig- tcs Herz nicht verachten. Ps. O. ry. Die Traurigkeit, die nach Gott ist, wirket Buße zur beständigen Seligkeit. 2. Lor. VH. io. ----- 8> sich auf alle Sünden, keine ausgenommen, er¬ strecket. Lie übernatürliche Reue ist zweyfach, die voll¬ kommene und unvollkommene. Die v llkommene Reue ist ein übernatürlicher Schmerz und Abscheu vor der Sünde, weil man Gott, das allerhöchste Gut, welches man über alles lieber, beleidiget hat; dabey muß ein ernstlicher Vor¬ satz senn, Eott nicht mehr zu beleidigen. Man kann die vallkomm ne Reue auf folgende Weiss erwecken: M.'in Gott! alle meine begangene Sünden sind mir von Herzen leid, weil ich dadurch dich, meinen liebenswürdigsten Gott, das allerhöchste, unendlich? Gut, welches ich von Herzen liebe, be, leidiger habe. Ich nehme mir ernstlich vor, mit deiner Gnade mein Teben zu bessern, und lieber alles, auch den Tod selbst zu leiden, als dich, mei¬ nen Gott, das allerhöchste Gut, mit einer Sun» de mehr zu beleidigen. Gib mir die Gnade zur Erfüllung dieses meines Vorsatzes; darum bitte ich dich durch die unendlichen Verdienst > deines göttlichen Sohnes, unser» Herrn und Erlösers, Jesu Christi. Um eine vollkommene Reue zu erwecken, muß man i. Gott um seine Gnade dazu bitten, 2. sich wohl zu Gsmüthe führen, wer derjenige sey, den man beleidiget hat, Z. sich in Erweckung der Reue öfter üben. Det Mensch ist schuldig, dieselbe zu er¬ wecken, r. Da er ein heiliges Sakrament empfan¬ gen soll, sich aber in dem Stande der Ungnade be¬ findet, und nicht Gelegenheit hat zu beichten, r. So oft er in einer Todesgefahr ist. Sehr nützlich ist es, die vollkommene Reue alle Tage zu erwecken, befonr 86 ----- ders ehe man schlafen geht. Cie wirket die Verge¬ bung aller Sünden bey denen, welche nicht Gelegen¬ heit , aber doch den ernstlichen Vollen haben, so bald es möglich ist, zu beickcen Die unvollkommene Reue ist ein übernatürlicher Schmerr und Abscheu vor der Sünde. entweder weil die Sünde an sich selbst abscheulich rst, oder weil -auf sie der -Verlust des Himmels, und die ewige Strafe der Holle folget, dabei) muß ei» ernstlicher Vorsatz seyn, Gott nicht mehr zu beleidigen. Der Sünder, welcher eine unvollkommene Reue erwecket, muß durch die Verdienste Jesu Christi Verzeihung seiner Sünden hoffen, und Go« als den Urheber al» 1er Gerechtigkeit unh seiner eigenen Rechtsern mng zu lieben anfanqen. Man kann dieselbe auf fol¬ gende Weise erwecken. Mein Gott! es ist mir von ganze n Herzen leid, daß ich dich beleidige» habe/Ich verab» scheue aufrichtig, und Haffe von Herzcn meine Sünden, theilü weg n ihrer Absc.h--ulM)Lelt, theils auch, weil ich durch ste den Himmel ver, loren, und die Holle verdienet habe; und so sehr ich die Sünde hasse und verabscheue, eben so sehr liebe ich von nun an , dreckAerechrchreit, und dich, o mein Gott! welcher du die Quelle und der Urheber aller Gerechtigkeit bist. Ich hoffe von deiner unendlichen Barmherzigkeit durch die Verdienste Jesu Christ!, meines Erlösers, Verzeihung meiner begangenen Sünden, und nehme mir ernstlich vornut . deiner Gnade künftig nicht mehr zu sündigen. 87 c. Von dem ernstlichen Vorsatze. Der ernstliche Vorsatz ist ein aufrichtiger Wille sein Leben zu bessern, und nicht mehr zu sündi» gen- r) Wer einen aufrichtigen Willen sich zu bessern hat, de.r muß entschlossen seyn, 1. alle Sünden, wie auch die nächsten Gele» genheiten, und die Gefahren zur Sünde zu ver» meiden, 2. aller Neigung zur Sünde zu widerstehen, und alle zur Bewahrung der Gnade nöchkge Mit» tel zu ergreifen, Z. das fremde Gut zurück zu geben, auch das Aergerniß, welches die Sünde verursachet hat, und den Schaden, welcher dem Nächsten an seiner Ehre, an seinen Gütern, oder auf eine andere Weise ist zugefügct worden, wieder gut zu ma¬ chen, 4. allen Feinden und Beleidigern von Herzen zu verzeihen, alle Pflichten seines Standes genau zu er¬ füllen. cl. Von der Beicht. Die Beicht ist ein reumüthi'ges Bekenntniß, u) durch welches sich der Sünder vor einem zum Beichthören rechtmäßig verordneten Priester über r) Denn wie sollten wir, die wir einmahl der Sünde abgestorben sind, in derselben noch leben? Röm. VI. 2. u) Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er ge¬ treu und gerecht, unsere Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen, l- Joh. I. 9. 88 seine begangenen Sünden onklaget, um von ihm die Lossprechung zu erhallen. Die Beicht soll vollständig seyn. Cie ist vollständig, wenn sich der Sünder über aste seine noch richt gebeichtete Sünden vor dem Beichtvater genau, aufrichtig und ohne Nrrstel- lung anklagst, so wie er sich nach fleißiger Er¬ forschung des Gewissens schuldig erkennet. Die Beicht in welcher der Sünder eins schwe¬ re Sünde aus Furcht oder Schamhaftigkeit ver¬ schweiget, ist nicht nur nicht gültig , Wadern ein solcher Sünder begeht noch cme neue schwere Sunds, wodurch er las Sa ramem der Buße entheiliget. Der Sünder, weicher in der Beicht eine schwere Sünde vorseHlich oder aus sträflicher Nachlässigkeit verschwiegen bat, muß nicht allein die verschwiegene Sünde beichten, sondern sich auch anklagen: r. In wie viel Beichten er diese Sünden ver¬ schwiegen habe. 2. Er muß so wohl alle Beichten, welche er nach verschwi"gener Sünde verrichtet, und in denen er sich von schweren Sünden angeklag-t hat, als auch die Beicht selbst, vollständig wiederholen, wenn er in solcher Beicht auch andere schwere Sünden gebeichtet hat. g. Er muß beichten, ob und wie oft er in die¬ sem Zustande das allerheilkgste Sacramenr des Al¬ tars empfangen habe, und ob solches von ihm auch um die österliche Zeit gechehen sey 4 Er muß s gen, ob er auch andere heilige Sacramenlß in diesem Zustande empfangen habe. ----7- 8y Man hat nicht Ursache sich bey der Beicht zu schämen oder zu fürcbren; ' i. Weil Man sich nicht geschämet hat, vor Gott, der alles sieht, zu sündigen; und weil man sich nicht gefürchtet har, von ihm ewig verdammt zu werden; r. Weil es besser ist, seine Sunden in geheim den» Beichtvater zu bekennen, als in Sünden um ruhig zu leben, unglückselig zu sterben, und am jüngsten Gerichte deßwegen vor der gam-m Weir zu Schanden zu werden. Z. Weil der Beichtvater selbst sich eigener Schwachheiten bewußt ist, und deßwegen mir dem Sünder Mirleiden zu tragen Ursache hat. 4 Weil der Beichtvater unter einer schweren Sünde , und unter den scharfesten zeitlichen und ewigen Strafen zur Verschwiegenheit verbunden ist. Der Sünder soll sich r. in der Deicht allezeit deutlich, und soviel als es möglich ist mit ehrbaren Worten ausdrücken. s. Er soll reden, daß er nur von dem Beichtvater, nicht aber auch von den Umstehenden gehöret werde. Man ist nicht schuldig, die läßlichen E'nden zu beichten; jedoch ist solches sehr nützlich und rmhsain. Ehe man seine Sünden zu beichten anfängc, kniest man nieder, machet das heilige Kreuz, und chricdt zu dem Beichtvater: Ich biete euec Ehervürd n um den heiligen Segen, damit ich meine Stti'.den recht und vollständig beichten möge. Nachdem man von dem Beichtvater den Segen erhalten hat, berhet man, wenn es Zeit und Umstände zulasten, die offene Schuld oder das Consitcor. Es lautet also: Ich armer sündiger Mensch, beichte und bekenne Gott dem Allmächtigen, Mariä, seiner hoch. rvürd-gen N7uttcr, allen lieben Heiligen, und euch Priester anstatt Gottes, daß ich seit meiner lebte t Beicht, welche lh.isr wird die Zeit ge¬ nannt,) geschehen ist, oft und viel mit Ge* danken , Morten und Merken gesimdigst habe ; insonderheit aber gebe 'ich mich schuldig, daß ich oc. Hier fangt man nach der oben vorgeschliebe« nen WM, und wie man sich vor Gorr schul« dir erkennet, seine Sünden zu beichten an. Man beschließt die Beicht mit folgenden Worten: Diese und alle M' ine andern wissentliche!, und un¬ wissentlichen Sunden, rv-'lche ick entweder selbst begangen habe, oder wovon rch Ilrsrchs war, daß sie von andern begangen worden, stud mir herz¬ lich leid, weil ich Gott, das allerhöchste und liebenswürdigste Gut, dadurch beleidiget habe. Ich nehme mir auch ernstlich vor, nicht mehr zu sündigen, und aste Gelegenheit zur Sünde zu msideii. Ich bitte euer Ehrwürden um die prie. sterliche Lossprechung, und um eins heilsame Buße. e. Von der Gemiqthmmq. Durch die Genugthuung, welche zu dem heili¬ gen Sacramente der Buße erfordert wird, versteht man jene Werke, welche der Priester dem Sün¬ der zur Buße für die gebeichteten Sünden auf« erleget. Für dis gebeichteten Sünden werden Bußwerke auferleget. Sünder sind auch, nachdem ChrksiuS für die Sünden genug gethan hat, noch schuldig genug znrhun; i. Weil diejenigen, welche der Genugthu¬ ung Christi theilhaftig werden wollen, Mitwirken, und selbst so viel thun müssen, als sie können, um die 9l Unbilden , welche sie Gott angethan haben, wieder gut zu machen, 2. Weil Gott die Sünder, denen er die Schuld der Sünde vergibt, und die ewige S trä¬ fe nachläßt, auch oft noch zeitlich strafet. Die Genugrhuung ist ein so nothwendigss Stück des Sarramenrs der Buße, daß, außer deinAalle der Unmöglichkeit, solche zu leisten, das Sacrament der Buße unvollständig wäre. Bechen, Fasten, All« niesen geben, auch andere Bußwerke, die der Große und der Beschaffenheit der Sünden angemessen sind, werden dem Sünder zur Buße auserlegec. Man lost dis auferlegte Buße verrichten: 1. Mit demüchigcm Herzen,. 2. Getreulich, so wie sie ist auferleget worden, z. Ohne Verzug, sobald es möglich ist. Die Avlässe sind auch ein Mittel für dis zeitlichen Strafen genug zu lhun. Anyang von dem Ablasse. Der Ablaß ist die Nachlassung der zeitlichen Strafen, welche wir nach verziehener Schuld der Sünde im gegenwärtigen Leben, oder nach dem Tode zu leiden hätten. Katholische Christen müft sen vpn dem Ablasse glauben: 1. Daß die wahre Kirche von Jesu Christo die Gewalt erhalten habe, Ablässe zu ertheilen. 2. Daß es uns sehr nützlich ist, die von der Kirche ertheilcen Ablässe zu gewinnen. Es gibt vollkommene Ablässe; es gibt auch solche, die nicht vollkommen sind. Ein vollkom» mener Ablaß ist eine Erlassung aller zeitlichen Straf, n, welche der Dünder verdienet hat. Em nicht vollkommener Ablaß ist derjenige, wodurch die zeitlichen Strafen nicht ganz, sondern nur zum 9- ------- Theile erlassen werden. Dergleichen sind die Al-, lasse von 40 Tagen, von einem oder mehreren Jahren. H 5. Voa d^m Saeramente der lctzkcn Oehlung. Die letzte -Oshlung ist ein Sarrament, welchem der Kranke durch die Salbung mit dem heiligen Oehle, und durch das vorqeschriebene Gedeih des Priesters die Gnade Gottes zur Wohlfahrt der Seele, und öfter auch des Leibes empfangt, vv) Das Saerament wird die letzte Oehlung ge¬ nannt, weil ste unter allen Salbungen, die der Herr, unser Heiland, seiner Kirche anbefohlen hat, auf die Letzte zu reichen ist.Die letzceOehlung wirket: 1. Die Vermehrung der heiligmachenden Gnade. 2. Die Nachlassung der läßlichen und auch jener schweren S-mden, welche der Kranke aus unsträf, kicher Vergessenheit, oder Unvermögenheit nicht gebeichtet har. rv) Ist jemand unter euch krank, so rufe er die Prie¬ ster dec Kirche zu sich; sie sollen über ihn berhen, und ihn in dem Nahmen des Herrn mit Ochl sal¬ ben. Das Gcbeth des Glaubens wirb dem Kran¬ ken helfen, der Herr wird ihn erleuchten, und wenn er in Bünden ist, werben ste ihm vergeben werden. Jab- V. »4 >5- yz Z. Die Befteyung von den bösen Fosgen der Sünde, und von deren Ueberbleibseln. 4. Stärke, um den Anfällen und Versuchun¬ gen des Teufels zu widerstehen. 5. Hülfe wider die allzu große Angst des heran- nahenden Todes und des bevorstehenden Gerichtes. 6. Auch öfter die leibliche Gesundheit, wenn sie zum Seelenheile gedeihlich ist. Der Kranke soll sich zur lehren Qehlung mit lebendigem Glauben, und festem Vertrauen auf Gott, mit gänzlicher Ergebung in den göttlichen Willen vorbereiten; vor allem aber soll er sich durch die heilige Beicht in den Stand der Gnade sehen, oder, wenn er nicht beichten kqnn, wahre Reue über seine Sünden erwecken. Die lehte Oehlung ist zur Seligkeit nkcht un¬ umgänglich nöchkg, jedoch soll der Kranke nicht versäumen, sie zu empfangen, und zwar wegen den vielen Gnaden, die er dadurch erlanget. H. 6. Von dem Sacramente der Priesterweihe. Das Sacrament der Weihe überhaupt ist ein Sacrament, wodurch denen, welche sich dem Dienste der Kirche widmen, eine geistliche Ge, walt, und besondere Gnade verliehen wird, ge¬ wisse Kirchenämter zur Ehre Gottes, und zum Heile der Seelen recht und heilig zu verrichten, x) x) Ich ermahne dich, daß du di, Gnade Gottes, welche durch die Auflegung meiner Hände in dir ist, wieder erweckest. 2. Tim. k. 6. S4 Das Sacrament der Priesterweihe insbeson¬ dere ist ein Sacrament, durch welches denen, die zu Priestern geweihet werden, die Gewalt sowohl in den wahren Leib Jesu Christi, als auch in den geistlichen, welchen Lis Gläubigen ausmachen, gegeben wird. Diese Gewalt der Priesterweihe bestehet darin: ». Daß die Priester Brot und Wein in den wahren Leib, und in das wahre Blut unsers Herrn Jesu Christi verwandeln, und denselben dein hiinm- lischcn Vater aufopfcrn können. 2. Daß sie den Gläubigen die Sunden nach; lassen oder Vorbehalten können. §. 7. Von dem Sacrameme der Ehe. Das Sacrament der Ehe ist eine unaustösli- chs Verbindung, durch weiche zwey ledige christliche Personen, Mann und We b, sich or¬ dentlicher Welse zusammen verhelrathen, da nkt ihnen Gott durch dieses Sacrament die Gnade gibt, daß sie in ihrem ehelichen Stande bis in den Tod gottselig verharren, und ihre Kinder christ¬ lich auferziehen. Der Apostel Paulus nennet die, ses Sacrament ein großes Sacrament in Christo und in der Kirche; r) weil es die geistliche Ver¬ einigung Christi mit seiner Kirche vorstellet. Daber sind sie nicht mehr zwey, sondern nur Ein Beisch. Was nun Gott zusammen gefn zct hat, das soll der Mensch nicht scheiden. Matth. XU. 6. r) Ließ ist ein großes Sacrament, ich sage aber in Christo und in der Hirche. Eph. V. -4a* Der Ehestand ist eingcsetzst: 1. Zur Fortpflanzung des menschlichen Ee< schlechtes, s) 2. Zur gemeinschaftlichen und wechselweise» Hulse der Verehelichten b) Zum Mittel wider die unordentliche Begier, lichleic des FleisMs. §) Der Ehestand ist über, Haupt zur Fortpflanzung des menschlichen Geschlech¬ tes nothwendig, nicbt aber für jeden Menschen ins besondere; denn der ledige Stand ist für ein¬ zelne Personen vollkommener, ch) DaS Saerament der Ehe wirket nebst der Ver¬ mehrung der heiligmachenden Gnade diese beson¬ dere : X 1. Daß die Eheleute fromm nnd einander bis in den Lod leben. 2. Daß sie ihre Kinder in der Furcht Gottes erziehen. Die Kirche fordert von Personen, welche in den Ehestand treten: r. Daß zwischen ihnen kein Hindernis; sey, 2. Daß sie aus solchen Absichten, welche dec Einsetzung gemäß sind, in diesen Stand treten, a) Gott segnete sie, und sprach: Wachset und meh¬ ret euch, und füllet die Erde. Gen l. 28- b) AuÄ sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sey. Lasset uns ihm eine Gehül- finn, die ihm gleich sey machen. Gen. II. '8. c) Wegen der Unkeuschheit habe jeder Mann sein Weib, und jedes Weib ihren Mann i. Cor. VH. 2. 6) Ich sage aber den Unverheirathetcn und Wikt¬ wen: Es ist ihnen gut, wenn sie so bleiben, wie ich. i. Cor. vll. ,8- §6 ""^7 5- Daß sie auch m ^der Furcht Gottes mit einem reinen Gewissen sich in diesen Stand be¬ geben e) und deßwegen -uvor zu der heiligen Beicht und Commumon g'hen Diejenigen, welche in den Ehestand trcrcn, müssen sich die eheliche Trsne, nach vorherge¬ gangener dreymahljger Verkündigung in Gegen¬ wart zweyer Zeugen vor ihrem eigenen Pfarrer versprechen, und sich cinsegnen lassen. Vie Plichten der Eheleute gegen einander sind: 1 Daß sie friedsam und christlich nur einan¬ der leben. 2 Daß der Mann sein Weib , wie seinen eige¬ nen kerb, liebe, nähre und schuhe, f) das Weib aber dem Manne in billigen Sachen gehorsam sey ^). g. Daß keines das andere in Trübsalen ver¬ lasse , sondern bcyde treu bis in den Tod beyr saimrwn bleiben, si) e) Wir sind Kinder der Heiligen, und könne» uns nicht wie die Herden vereinigen, welche Gott nicht kennen. Lvb> Vlil. L. " . E) Ihr Manner, liebet eure Weiber, wir Christus die Kirche geliebet, und sich selbst für sie dargege- dcn hat. Eph. V. 25. Ihr Manner, liebet eure Bei¬ der, und seyd nicht bitter gegen sie. Col. III. 1^ 8) Die Weiber sollen ihren Männern, wie dem. Henn, unterthänig senn. Eph- V. 22. . ch) Darum wird der Mensch seinen Dater und Hine Mutter verlassen, und seines Weibe anhangen, und sie werden jwey in Einem Fleische ftyn. Gen- II. 24. Die Pflichten der Eheleute gegen ihre Kin¬ der sind, daß sie solche christlich erziehen / für ihr ewiges und zeitliches Heil sorgen, i) Das V. Hauptstück. Von der christlichen Gerechtigkeit. ' ^>)l'e christliche Gerechtigkeit ist, daß man das Böse meide, und das Gute thue. Erster Theil -er christlichen Gerechtigkeit Meide La6 Lose. Der erste Theil der christlichen Gerechtigkeke ist: meide das Böse. Das wahre und einzige Bose oder Uebel ist die Sünde. Die Sünde über¬ haupt ist eine freywillige Uederrreluntz des göttli¬ chen Gesetzes, a) Die Lün'e ist zwkyerley : i. Die Erbsünde, 2. die wirkliche Sünde. Die Erbsünde ist jene Sünde, welche Pdam im Paradiese, und wir in Adam begangen, und die wir von ihm ererbet haben. 0 Ihr Väter, erstehet eure Kinder in der kehre, und in der Zncht des Herrn. Evk ^"4- 2) Ein jeder, sündig«t, übet Ungerechtigkeit; denn die Sünde ist Ungerechtigkeit. -. Loh. Ut. Leseb. I. Thl. f. Lr.viullch, G Die wirkliche Sünde ist eine Uekertretung des göttlichen Gesetzes, welche der Sünder selbst freywillig begeht. Die wirkliche oder persönliche Sünde wird be- gangen mit Gedanken, b) Worten c) und Wer« ken, cl) oder Unterlassung dessen, was man zu thun schuldig ist. e) Der Unterschied unter den wirklichen Sünden ist dieser: manche sind schwe« re oder Todsünden, andere aber geringe oder läßliche Sünden. Die Todsünde ist eine schwere Uebertrecung des göttlichen Gesetzes. Durch die Todsünde wird die Seele des geistlichen lobens, das ist der heiligma, chenden Gnade Gottes beraubet, der Mensch wird ein Feind Gottes, und des ewigen Todes schuldig. Läßliche Sünden nennet man geringe Uibertre« lung des göttlichen Gesetzes. Die verschiedenen Gattungen der wirkli¬ chen Sünden find. d) Aus dem Herzen kommen böse Gedanken. Matth. XV. iy. Verkehrte Gedanken entfernen von Gort. Weish, I. Z. e) ,Jch sage euch aber, baß die Menschen von einem jeden müßigen Worte, daß sie geredet haben, am Tage des Gerichtes werden Rechenschaft geben müssen. Matth. XII. z6 6) Wir müssen alle vor dem Richterstuhle Christi offenbar werden, auf daß ein jeder empfange, nachdem er in seinem eigenen Leibe entweder Gu¬ tes oder Böses gethan hat. 2. Cor. V. 10. «) Wer aber das Gute weiß, und es uuttrlaßt, der sündiget, Jac. VI. 17. 99 I. Dre sieben Hauptsünben. 2. Die sechs Sünden in den heiligen Geist. Z. Die vier himmelschreienden Sünden. 4. Die neun frem¬ den Sünden. Folgende sind die sieben Hauprsuriden. I. Hoffart. L) 2- Geitz. z. Unkeuschheit, h) 4. Neid, i) ^fraff und Bollerep. k) 6« Zorn. I) 7. Trägheit, m) Die sechs Sünden in den heiligen Geist sind : r. vermeffentlich auf Gottes Barmherzigkeit G 2 k) Die Hoffart ist der Anfang aller Sünden, wer sic besitzt, der wird mit Fluch erfüllet werden, und sie wird ihn endlich stürzen. Syr. X. 15. 8) Der Geitz ist eine Wurzel alles Uebels- 1. Tim- VI. io. d) Die Hurer und Ehebrecher wird Gott richten. Hebe. Xlll. 4. Lasset euch nicht verführen; denn weder die Hurer noch die Ehebrecher werden das Reich Got¬ tes besitzen, i. Cor. VI. y. io i) So leget nun alle Boßheit, allen Betrug, Gleißne- rey,Neid und alle Verleumdungen ab. >. Petr. H. r. lc) Ihr sollet euch im Weine, in welchem Unkeusch¬ heit ist, nicht voll saufen, sondern euch mit dem heiligen Geiste erfüllen. Ephes. V. ig. Lasset uns ehrbar, wie am Hellen Tage, wandeln, nicht im Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Geilheit, nicht im Zanke und Eifersucht. Röm. Xlll »g. l) Ich sage euch, daß ein jeder, der sich wider seinen Bruder erzürnet, des Gerichtes schuldig sei>n solle. Matth-V. 22. All« Bitterkeit, Zorn, Unwille, Ge¬ schrei) und Lästerung sammt aller Boßheit sey von euch verbannet. Eph. kV. z 1. m) Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist, weil du aber lau, und weder kalt noch lÄo fündigen, n) An G >ttea Gnade verzweifeln, n) Der erkannten christlichen Wahrheit wider¬ st eben. p) 4. Snnem Nächsten di> göttliche Gnade mißgönnen, und ihn darum beneiden, h) Wider heilsame Ermahnungen ein verstocktes warm bist , so will ich dich bald aus meinem Munde speyen. Offenb. IH. 15. 16. n) Sage nicht: Ich habe gesündiget, und was ist mir denn Leides widerfahren? Denn der Allerhöchste ist ein geduldiger Vergelter. Scy wegen der vergebenen Sanden nicht ohne Furcht, und Haufe nicht Sünde auf Sünde. Sage auch nicht: Die Erbarmung des Herrn ist groß, er wird die Menge meiner Sünden gnädig verzeihen; denn sein Zorn ist so schnell wie seine Barmherzigkeit, und sein Zorn sieht auf die Sünder. Syr. V. 4. 5. 6. 7. o) Judas sprach: Ich habe gesündiget, daß ich das unschuldige Blut veprathen habe. Sie aber spra¬ chen : Was geht es uns an? da siehe du zu. Und als er die Silberlinge in den Tempel geworfen hak¬ te, machte er sich davon, ging hin, und crhenkte sich selbst. Matth. XXVI/. 4. ,5. z>) Ihr Hartnäckigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren! Ihr widerstrebet allezeit dem heiligen Geiste, wie eure Väter, also auch ihr. Apostclgesch. VII. ;i. Saulus, der auch Paulus heißt, wurde mit dem hnligen Geiste erfüllet, sah ihn scharf an, und sprach: Du Kind des Teufels! der du oller List und aller Schalkheit voll bist; du Feind aller l«erechriake't! stehst du nicht ab, die rechten Wege des Herrn zu verkehren? Apostelgeschichte. Xill. y ,o y) Es beaab sich aber nach vielen Tagen, daß Kain dem Her:« Gaben von den Früchten der Erde opferte. So opferte auch Abel von ren Erstlingen seiner Herde, und von ihrem Fette. Und der Herr say Aocl und feine Gaben an; Kain aber und seine --«—--T ? lor >§erz haben, r) 6. In der Unbußfsrtigkeie vorsetzlrch verharren. 8^) DieseSmiden werden schwer oder qar nickt weder in diesem noch kn dem andern Leben nachgelassen, r) Die vier himmelschreyenden Sünden sind: i) Vorsehlicher Tobschlag. u) 2. Die stumme oder sodomitifche Sunde, v) z. Die Unterdrückung der Armen Wittwen und warf n. x) 4. Wenn man den verdienten Liedlohn den Arbeitern und Ubaglshnern vsrenthakt und entzieht, zr) Gaben sah er nicht an. Da ergrimmte Kain so sehr, daß sein Angesicht ganz einfiel. Gen- IV. Z. 4. .5. r) Des Pharao Herz war verhärtet, und er höret« sie nicht, wie der Herr befohlen hatte Exod. Vll. rg. Wenn ihr seine Stimme höret, so verhärtet eure Herzen nicht. Hebr. III- 7- 8. s) Allein der alles sieht, der Herr und Gott Israels, schlug ihn mit einer verborgene» und unheilbaren Plage, und doch ließ er von seiner Boßheit gar nicht ab 2. Matth. IX. 6. r) Ick sage euch: Alle Sünden und Lästerungen wer¬ den den Menschen vergeben werden; die Lästerung aber wioer den heiligen Geist wird nicht vergeben werben. Matth. XU zi. u) Der Herr sprach zu ihm (dem Kain): Was hast du gethan? Die Grimme des Blutes deines Bru¬ ders schreyet von der Erde z» mir. ^v) Dcßwcgen sprach der Herr: Die Miffethat der Sodomiter und Gomorrhiter ist so groß geworden, dast sie zu mir um Rache schreyt. Gen. X^IIl, 20. x) Fließen nicht die Thranen der Wittwe die Wangen herab, und geht nicht ihr Geschrcy wider den, der sie ihr ausprcßt? Sie steigen von den Wangen bis zum Himel hinauf, und der Herr, der sich erbitten läßt,wic¬ keln Wohlgefallen daran haben. Syr- XXXV r8- r-. Gehet der Lohn der Arbeiter, die eure Aecker abge- Dke neun fremden Sünden sind: i. Aur Sun¬ de rathen. 2) 2. Andere heiften sündigen, g) z. In anderer Sünde einwrUigen. b) 4. Andere zur Sünde reizen, c) Anderer Sünde loben, ci) mähet haben, welcher ihnen von euch entzogen wur¬ de, derschreyet; und ihr Geschrcy ist zu den Ohren des Herrn der Heerscharen gekommen. Jac. V. 4. r) Einer aber aus ihnen, mit Nahmen Kaiphas, da er desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, und bedenket nicht, baß es besser für euch ist, wenn Ein Mensch für das Volk stirbt, damit nicht das ganze Volk zu Grun¬ de gehet- Joh. XI. 49. 50. 3) David schrieb einen Brief an den Joab, und schick« te ihn durch den Urias; er schrieb aber in dem Briefe: Stelle den NriaS im Streite, wo er am heftigsten ist, und verlasse ihn, daß er erschlagen werde, und sterbe. 2. Köu XI. 14. I;. b) Die, ungeachtet sie die Gerechtigkeit Gottes erkann¬ ten , dennoch nicht begriffen, daß jene, die etwas solches, das ist Böses lhun, ja, nicht nur die, wel- cheesthun, sondern auch die, welche solchen Hand¬ lungen ihren Beyfall geben, des Todes schuldig sind. Röm. I. 32. Saulus verwilligte in seinen Tod. Apost. VII. ;y. c) Das Weib nahm vou der Frucht, und aß; auch gab sie ihrem Manne davon, der gleichfalls aß. Gen. III. 6. Sein Weib sprach zu ihm: Bleibest du noch in deiner Einfalt? i-Lhe Gott, und stirb- Job II. 9 Jrroboam kam auf den Einfall, zwey goldene Kälber machen zu lassen, und sprach zu ihnen- Ihr sollet hinfort nicht nach Jerusalem hinauf ziehen. Sieh, da sind deine Götter, Israel, die dich aus Aegypten geführet haben, z. Kön. XII. ,s Z) Wehe euch! die ihr das Böse gut, und das Gute bös heißet; die ihr Finsterniß für Licht, und Licht * IVZ 6. Zur Sünde ftistschweigen. e) Die Sünden nicht strafen, f) Z» 2ln denselben Theil neh* men. y Dieselben vcrtheidigen. ti) Z.veytec T^eil der christlichen Gerechtigkeit. Thll das Gute. Das Gute ist, was dem göttlichen Gesche ge* maß ist. Dem göttlichen Gesshe sind die Tugenden und guten Werke gemäß. Es gibt mehrere Gat¬ tungen der Tugenden, welche der Christ ausüben soll; es gibt göttliche und sittliche Tugenden. Göttliche Tugenden sind jene, welche Gott zum unmittelbaren Bewegungsgrunde haben . für Finstcrniß haltet. Isa. V. 20. Dieß sagt Gott der Herr: Wehe denen, die Küßchen unter die El- bogen, und Hauptpfühle unter das Haupt der Jun¬ gen und Alten mache», die Seelen zu fangen. Ezech. XIII. .8- «) Sieh die Geschichte Pilati. Matth. XXVII. k) Und sein Vater hatte ihn niemahls darum bestra¬ fet und gesagt: Warum hast du das gethan? Z. Kän. I. 6. Ich werde seine Nachkommen strafen und vertilgen um der Sünde willen, weil er wu߬ te, daß sich seine Söhne ärgerlich aufführten, und sie doch nicht bestrafte, r. Kön. IH. 2Z. 8) Balthasar, der König, richtete seinen Obersten, de¬ ren tausend waren, ei» großes Mahl zu, und ein je¬ der trank nach seinem Alter; Als er nun trunken war, befahl er, daß man die goldenen und silbernen Gefäße herbey bringe» sollte, welche Nabuchodono- sor, sein Vater, aus dem Tempel zu Jerusalem hinweg gefühcet hatte, damit der König und seine Obersten, seine Weiber, oc. daraus tränken. Dan. V. i. 2. K)Der den Gottlose» rechtfertiget, und der den Ge¬ rechten verdammet, die sM beyde dem Herrn, «in Gräuel. Sprichw-XVII» rz. J 84 Glaube, Hoffnung und Liebe sind die drey göttlichen Tugenden, j) Der Mensck ist schuldig un¬ ter einer Todsünde sich in den drey göttlichen Tugen¬ den zu üben, i So bald er zum Gebrauche seines Verstandes kommt. 2 Oester in seinem Leben z. Zur Zeit ein r heftigen Versuchung wider diese Tugen¬ den. 4 In Lebensgefahr und auf dem Todbette. Man kann den Glauben folgender Maßen er¬ wecken. Ich glaube an dich, wahrer dreyeiniger Gott: vatk-r, Sohn und heiliger Geist Ich glaube und bekenne alles, was du, 0 Gott, geoffenbaret hast, was Jesus Christus gelehret, war die Apostel gepredigt haben, und was die heilige, römische, katholische D.rcheuns zu glauben vorstellet. Die¬ ses alles glaube ich, weil du, 0 Gott, dre ewige und unendliche Wahrheit und Weisheit bist, welche weder betrügen, noch betrogen werden kann. V Gott! vermehre meinen Glauben. Man kann die Hoffnung auf folgende Weise erwecken: Ich hoffe und vertraue auf deine unendliche Güte und Barmherzigkeit, o Gott! daß du mir durch die unendlichen Verdienste deines eingebor» nen Sohnes, Irsu Christi, in diesem Leben die Erkenntniß, wahre Reue und Verzeihung mei¬ ner Sünden ertheilen, nach dem Tode aber die ewige Seligkeit geben, und verleihen wirst, dich von Angesicht zu Angesicht zu sehen, zu lieben, und ohne Ende zu genießen. Ich r) Nun aber bleiben diese drey: Der Glaube, die Hoff¬ nung und die Liebe; die Liebe aber ist das Größte unter ihnen. 1. tzor. Xlll. iz. ------ IOZ hoffe auch von dir die nöthigen Mittel, alles dieses zu erlangen. Ich hoffe es von dir, weil du es versprochen hast, der du allmächtig, getreu, unendlich gütig und barmherzig bist. V Gott stärke meine Hoffnung. Die Liebe kann man auf folgende Art erwecken: O mein Gott! Ich liebe dich aus meinem gan¬ zen Herzen über alles, weil du das höchste Gut, weil du unendlich vollkommen, und aller Ciebe würdig bist; auch darum liebe ich dich, weil du gegen mich und alle Geschöpfe höchst gütig bist. Ls schmerzet mich, daß ich gesändiyet, daß ich dich, meinen allmächtigen Herrn, meinen besten vatrr beleidiget habe. Ich nehme mir ernstlich vor, alle Grinden fammt allen bösen Gelegenhei¬ ten zu meiden, die begangenen Miffechaten mehr und mehr zu bereuen und niemahls gegen deinen heiligsten Willen zu handeln. Gib mir dis Gna¬ de zur Erfüllung dieses meines Vorsatzes. Sittliche Tugenden sind jene, dadurch die Sic¬ ken des Christen so eingerichtet werden, daß sie Gott gefällig sind. Anter den sittlichen Tugenden, wel¬ che ein Christ ausüben muß, sind vier Haupttu¬ genden. r. Oie Klugheit. 2. Die Mäßigkeit, g. Die Gerech tigkeit. 4. Die Gtarkmüthigkeit. Die Demuch ist der Hoffart entgegen gesetzet. k) Die Freygebigkeic dem Geitze. l) Die Keuschheit der Unkeuschheit, m) Die Liebe dem Neide. 11) k) Gott widersteht den Hoffärtigen, denDemüthigen aber gibt er Gnade. Petr. V. 5. l) Gebet, so wird euch gegeben werden, kue. VI. zz. m) Diese sind diejenigen, die mit Weibern nicht sind beflecket worden. Offenb Job. XIV. 4. n) Dle Frucht des Geistes aber ist. die Liebe, Frcudr,Kric- Io5 Die Maßi'qkeit dem Fräße und der Völlerey, o) Die Geduld dem Zorne, p) Der Eifer im Gucen der Trägheit, Zur christlichen Gerechtigkeit gehören noch die Pflichten, welche Jesus Christus besonders an« befohlen hat. Die Pflichten, welche Jesus Chri« stus besonders anbefohlen hat, sind folgende: i. Zuforberst das Reich Gotkrs und seine Ge, rschngkeit sircheu. r) 2. Sich selbst verlaugnen. x) Z. Gein Rreuz tragen, r) 4 Christo Nachfolgen.«) H.Ganftmüthigund demuthigsepn.rv)6 DieKein» de lieben, denen wohl thun, die uns Haffen, für die bethen,welche uns beleidigen und verfolgen.x) de, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Langmuth, Sanftinuti) re. Gal. V. 22. 2z. Sieh das Excmpel Jonathans gegen den David, r. Kän- XVIII. und XXIII. 0) Lasset uns wachen und nüchtern ftyn. l. Tbess. V. 6. Siey das Excmpel der z. Knaben, die königliche Speisen verachteten, und mit Gemüse zufrieden wa¬ ren- Dan. I. x) Die Frucht des Geistes ist Geduld und Sanftmuth. Gal. V- 22. zg- Sieh das Exempel Davids gegen den Semei. 2. Ksn. XVI. g) Seyd inbrünstig im Geiste. Röm- XII. i r. r) Suchet zum trsten das Reich Gottes und seine Ge¬ rechtigkeit. Matth. VI. ZZ. r) Christus fordert von denen, die seine Jünger seyn wollen (Matth. XVI. 2g. und Luc IX. 2g ): Wenn jemand mir folgen will, der verläugne sich selbst, t) trage sein Kreuz, u) und folge mir nach. rv) Nehmet mein Joch auf euch, und lernet von mir, daß ich sanftmüthig, und von Herzen demüthig sey. Matth- XI. 29. x) Liebet eure Feinde; thut deneg Gutes, die euch Has- —. .. - IO? Zu der chr stskch 'n Äcrschtigkekt gehören auch jene acht vorcrefäicheü Lugenden, welche Christus, dec Herr, auf den Berge qelehrec, und wegen welchem er den Mensch n selig gesprochen hat. Folgende sind es: r. Selig sind die Ar- en 'm Geiste; denn ih¬ rer ist das Himmelreich, r. Selig sind die Sanft« msilhigen; denn sie werden das Erdreich besitzen, g. Selig sind die Tra> ernden; denn sie werden getröstet werden. 4 Selig sind, die nach der (Aerechtlyb'eie hungetk und durstet; denn sie werden gesättiget werden. 5. Selig sind die Bamheczixen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen 6. Selig sind, die ein reines Arz hab ; denn sie werden Gott anschauen. 7. Se¬ lig sind die Aeiedftrtigen; denn sie werben Kin¬ der Gottes genannt werden. 8» Selig sind die, die um der Gerechtitzkeit willen Verfolgung lei¬ den: denn ihrer ist das Himmelreich Gure Werk? eines Christen sind Handlungen, welche Gott gefällig, und für den Christen, der sie ausübet, verdienstlich sind. Die vornehmsten guten Werke sind: I. Bethen, 2) 2. Lasten, g) scn, und bittet für die, welche euch verfolgen und verleumden, damit ihr Kinder euers Vaters seyd, welcher in dem Himmel ist, der seine sonne über die Guten und Bösen aufgehen, und über die Gerechte« und Ungerechten regnen läßt. Matth. V. 44^ 45. Matth. V. i—i,. 2) Er sagte auch ein Gleichniß zu ihnen, daß man alle¬ zeit bethen müsse, und nicht aufhören solle. Luc. XVII. i. Bethet ohne Unterlaß. 1. Thes. V. s) Darum spricht der Herr: Bekehret euch zu mir von rotz - Z. Almosen fliben. d) Dis leiblichen Werke der Barmherzigkeit sind folgende sieben: o) >. Die Hungeriqen speisen. 2. Die Durstigen tranken. Z Dis Fremden beherbergen. 4. Die Nackenden bekleiden. 5. Die Kranken besuchen. 6. Die Gefangenen erlösen. 7. Die Tobten begraben. Die geistlichen Werke der Barmherzigkeit sind folgende sieben i. Die Sünder bestrafen. 6) 2. Die Unwksi eucrm ganzen Herzen durch Fasten, Weinen und Seufzen. Joel. II. 12. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt, und wasche dein Angesicht, da¬ mit nicht die Menschen, sondern dein himmlischer Vater, der im Verborgenen ist, allein um deine Fasten wisse, und dein Vater, der alles steht, was in geheim geschieht, wird es dir vergelten. Matth. Vl 17 18. b) Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte thut, damit dein Almosen in geheim geschehe, und dein Vater, der alles Ge¬ heime sieht, wird es dir veraclten. Matth. V. g. 4. c) Ich bin hungerig gewesen, und ihr habet mir zu essen gegeben; ich bin durstig gewesen, und ihr habet mir zu trinken gegeben; ich bin ein Gast gewesen, und ihr habet mich beherberget; ich bin nackend ge¬ wesen , und ihr habet mich gekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habet mich besuchet; ich bin im Kerker gewesen, und ihr seyd zu mir gekommen. — Wahrlich sage ich euch, was ihr einem aus diesen meinen geringsten Brüdern gerhan habet, das ha¬ bet ihr mir gcthan. Matth. XXV. g;. g6. 40. cl) Hat aber dein Bruder wider dich gesundigct, so geh hin, und halte es ihm zwischen dir und ihm allein vor- Härt er dich an , so hast du deinen Bruder ge¬ wonnen. Hort er dich aber nicht an , so nimm noch . einen oder jwey zu dir, damit die ganze Sache e 09 senden lehren, e) 7. Den Zweifelhaften recht rachen, t) 4. Die Betrübten trösten, x) Das Unreä'c mit Geduld leiden, k) 6. Denen, die uns belei¬ digen gern verzeihen, j) Für die Lebendigen und Todcen Gort bitten, k) Folgende drey find die evangelischen Räche: ?. Oie freiwillige Armuth. I) 2. Oie ewige durch zwey oder drey Zeugen bekräftiget werde. Wenn er diese auch nicht höret, so zeige cs dec. Kirche an. Wenn er aber die Kirche nicht höret, so halte ihn für einen Heiden und öffentlichen Sün¬ der. Matth. XVIII. 15. 16. 17. c) Der die Barmherzigkeit hat, lehret und unterweiset, gleichwie ein Hirt seine Herde. Sir- XVlll ta. k) Hast du Verstand, so antworte deinem Nächsten. Sir V. 14. Z) Unterlaß nicht, die Weinenden zu trösten, und wandle mit den Traurigen. Sir. VII. z8. Gedenke keiner Unbild von deinem Nächsten, und beleidige niemand Sir. X. 6. k) Wenn ihr Gutes thyt, und geduldig leidet, das ist Gott angenehm- i- Petr. II. 20. l) Vergebet, so wird euch vergeben werden. Luc. VI. 37. Wenn ihr den Menschen ihre Sünden vergebet, so wird euer himmlischer Vater eure Missethaten auch vergeben. Im Falle ihr aber den Menschen nicht ver¬ gebet, wird euch euer Vater eure Sünden auch nicht vergeben. Matth. VI. 14. ,5. Vater vergib ihnen : denn sie wissen nicht, was sie thun- Luc- XXIII. Z4. le) Bittet für einander, daß ihr selig werdet Jac. V. 16. I) Jesus sprach zu ihm - Willst du vollkommen seyn, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Ar¬ men : so wirst du einen Schatz im Himmel haben; alsdann komm, und folge Mir nach. Matth. XIX. 2-. H2 Keuschheit, m) Z. Der beständige Gehorsam unter einem geistlichen Gbern. u) Anhang. Von den 4 letzten Drnqen. Die 4. letzten Dinge sind: der Tod, das Ge¬ riet, die Hölle, und das Himmelreich. Der Tod ist die Trennung der Seele von dem Leibe. Alle Menschen muffen sterben s ) Daß alle Men« schen sterben müssen, kommt- von der Sünde, welche Adam im Paradiese bega ,qen bat. Platte Adam nicht gesündigec, so waren wir auch dem Leibe nach unsterblich geblieben. Der Tod ist die Strafe der Sünde b) Von dem Gerichte ist zu merken. das; Jesu die Seele jedes Menschen gleich nam den, Tode w) tzs gibt Verschnittene, weich- aus M.tterleibe also sind geboren worden; rsgibr Verschnittene, weiche von den Menschen sind untüchtig gemacht worden; und es gibt Verschnittene, die sich sillst um des Himmelreiches willen verschnitten naben. Wer es fassen kann, der fasse eS. Matth. XIX. ,2. ») Wenn jemand mir Nachfolgen will, der verlüugne sich selbst, trage sein Kreuz, und folge mir nach. Matth. XVI. 24. s) Den Menschen ist bestimmt , kinmahl zu sterben, darnach aber gerichtet zu werden. Hebr. Xl. 27. l>) Gleichwie die Sünde durch einen Menschen in diese Welt, und durch dix Sünde der Tod ge¬ kommen ist, also ist der Lod in alle Menschen durch denjenigen, in welchem alle gesundiget ha¬ ben, übergegangen. Röm. V. .12. Der Sold der Sünde ist der Lod. Röm- VI. »z. besonders, k) am Ende der Welt aber alle Menschen zusammen mir Leib und Seele richten wird. 6) Die Seele wird in dem besondern Ge¬ richte entweder in das Fegefeuer, oder in die Hölle verurcheiler, oder in den Himmel ausgenom¬ men. Das Fegefeuer kst der Orr, wo die Se 'len zeirliche Sirafen für die Sünden leiden, welche sie im Leben nicht abgebüßet haben. Die See¬ len derjenigen werden in das Fegefeuer verurthei- lel, welche, ob sie zwar in der Gnade Gottes ge» storben, dennoch wegen der im Leben begangenen Sünden der göttlichen Gerechtigkeit nicht genug gelhan haben. Die Hölle ist der Ort, wo die Verdammten ewig gepeinigec werden. Derjenige kommt irr die Hölle, welcher in einer Todsünde st-rbt. Der Himmel ist der glückseligste Aufenthalt dec Heiligen, wo Gott sich seinen treuen Dienern von Angesicht zu Angesicht offenbaret, und selbst ihren überaus großen Lohn ausmachet. Derjenige kommt in den Himmel, welcher in der Gnade Gottes gestorben ist, e) und der, welcher die begangenen Sünden entweder in diesem, oder in dem andern Leben abgebüßet hat. c) Den Menschen ist bestimmt, einmal)! zu sterben, darnach aber gerichtet zu werden. Hebe. IX. 27. 6) Wir müssen alle vor dem Richterstuhle Christi of¬ fenbar werden, auf daß ein jeder empfange, nach dem er in seinem eigenen Leibe entweder Gutes oder Böses gethan hat. 2. Cor. V. io. e) Wer bis ans Ende verharret, der wird selig wer» den. Matth- X. 22.