"i^ 1 s>5 »- "' halb», fi. b »o. y«r tle Znftlllun« w, H.^ DleNvltlÜ 1 3 9lNltNtt « «"'« " ^" <"«W. pe, Z.,,« « l. , b,, „.,„'„ 1AA^. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Gulsbesitzer Anton Oikar Schindler den Adelstand mit dem Ehrenworte „Edler" und dem Prädikate „Racicz-borg" allergnädigst zu verleihen geruht. Se. !. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. August d. I. dem Landesgerichtsrathe bei dem Kreisqerichte in Rudolfs-Wert Gottfried Brunn er au« Anlass seiner Ver. lehung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung leiner vieljährigen treuen und vorzüglichen Dienst' leistung den Titel und Charakter eines Oberlandes« Nerichtsrathe« mit Nachsicht der Taxen allergnädigst zu verleihen geruht. Prajal in. p. Nichtamtlicher Theil. Orden und Adel. Die «Wiener Zeitung", in deren Spalten schon so manche, die große und die kleine Welt bewegende Nachrichten veröffentlicht wurden, hat vielleicht seit ihrem mchr als einhundertjährigen Bestände noch keine Publication enthalten, die von so allgemeiner gesell« schaftlicher Bedeutung gewesen, wie es jene ist, die das Amtsblatt am letzten Mittwoch gebracht. Wer in Hinkunft durch einen höheren Orden au«, gezeichnet wird, muss sich damit zufrieden geben, ohne qleichzeilig mit dem Orden die Anwaltschaft auf Adel. Ritterstand. Baronie oder Excellenz-Tilel erworben zu haben. Diese Verfügung ist wichtiger, als man auf den ersten Vlick glauben möchte. Abgesehen davon, dass der bisherige Usus eine zweimalige Auszeichnung involvieil hat, obschon doch nur eine beabsichtigt war —- denn wer z V. den Orden der Eisernen Krone III. Classe erhielt. halte statutengemäß Anspruch auf die Erhebung in den Rilterstand, — lässt sich nicht in Abrede stellen. das« auf diese Weise ein Adel geschaffen wurde, der nicht jenen Qualitäten entsprach, welche gemeinhin als jene des Adels angesehen, ja gefordert werden, sss wurde der Geldadel geschaffen, der umsowenlger Berechtigung hat. als er meistens nur Velo, nicht aber auch Adel besitzt — wir meinen natürlich den Adel der Gesinnung Der Geldadel hat aber auch darum wenig Beischtignng, weil er vermöge seiner Eigenschaft als Geldadel durchaus leine Gewähr dafür bietet. das« der Adel in der zweiten oder gar dritten Veneration auch noch irgendwelche Berechtigung, — es sei selbst nur die Berechtigung des Geldes — bieten werbe. Ein iiber Nacht reich gewordener Börsenbaron kann ebenso über Nacht zu Grunde gehen, und einen armen oder verarmten Adel zu besitzen, ist für lein Land von Vortheil. Freilich sehen wir auch die Nachkommen alter Adelsgeschlechter nicht selten in sehr fragwürdiger Existenz; allein der Umstand, dass ihr Adel doch immerhin auf ein Jahr« hundert zurückzuführen, ihre Familie sonach schon we'loerzweigt ist. lässt dennoch wenigstens die Mög-lichleit aufkommen, dass die Mitglieder der einen ver« armten Adelslinie im Wege der Erbschaft wieder zu Besitz kommen. Wird in Hinkunft jemandem ein hoher Orden verliehen werden, so wird es damit auch sein Bewenden haben; er wird nicht auf Grund der ein-mal erlangten Auszeichnung eo ipuo auch eine zweite, höhere, wertvollere Auszeichnung beanspruchen können. Da» ist der Sinn der Allerhöchsten Entschließung, und niemand wird sagen können, sie ei nicht logisch oder nicht gerecht. Die Befürchtung, dass nun leine neuen Adels-gtschlechter mehr entstehen, die allen daher allmählich aussterben werden, ist keineswegs berechtigt. Wie jeder Soldat seinen Marschallsstab im Tournister hat, so wird jeder Bürger auch in Hinkunft sich den Adelsbrief erwerben können. Der Unterschieb zwischen früher und jetzt ist nur der, dass die höchsten persönlichen Aus« zeichnungen ganz unabhängig von der Führung des Abeltplädicals gemacht wurden und dass man bei Verleihung dieses letzteren auf Momente mehr Rücksicht nehmen dürfte, deren Beachtung die traditionellen Auf. aaben der Aristokratie trotz der geänderten socialen Verhältnisse erheischt. Nicht die Sucht nach Veflie. ?'»«"« der persönlichen Eitelkeit, nicht der nach Macht strebende Gefth haben den Adel geschaffen, der. wenn auch m verschledenen Formen, selbst bei barbarischen Völkern bestand und gerade in den europäischen Cul« lurstaalen zur höchsten Blüte gelangle. Die Gliederung der Gesellschaft ,st leine gekünstelte, sie ist das Re-sultat emes mehrtausenbjährigen historischen Processe«, und nlcht darin liegt die Tendenz unserer Zeit. da» Evangelium der Demokratie, die Aufgabe des Liberalismus, jene geschichtliche Continuität zu stören und auszusuchen, nivellierend vorzugehen, sondern eine gleiche Basis für jeden Staatsangehörigen zu schaffen und die Glieder der Gesellschaft derartig harmonisch zu verbin« den, dass sie nicht nur als ein Ganzes erscheinen, sondern auch ein Ganzes werden, sind und bleiben. Innerhalb des gleichen Rahmens der Gesetze der Versassung haben die Stände Raum zu ihrer Entwicklung und Belhätiaung ihrer besonderen Mission, und trotz des freien Geistes der Zeit, trotz der geänderten Anschauungen, der Revolution auf focialem Gebiete hat der Adel auch heute noch im Staate seine eigene Auf» gäbe zu erfüllen, und dem Vürgerthum wird er umso nothwendiger und umso sympathischer erscheinen, je gründlicher und besser er derselben gerecht wird. Er muss eben das wahrhaft consllvative Element sein, wobei er selbstverständlich die gewöhnlichen Schlagworte, die eigentlich nur Kampfrufe sind, nicht meint; er mufs feinen eigenen Traditionen stets eingedenk bleiben, und die Geschichte der Aristokratie der europäischen Staaten lehrt am allerbesten, wodurch sich der Adel hob und wodurch er gesunken ist. Das ererbte Recht fordert zur eigenen Arbeit und der Erwerbung persönlicher Verdienste auf, und das glänzendste Wappenschild verblasst und rostet, wenn sein Träger bloß zur wandelnden historischen Erinnerung herabsinlt. Diese Momente, welche für die allen Dynasten-geschlechler gelten, müssen auch bei der Gründung und Schaffung neuer in Betracht kommen, und nicht im Interesse des Adels allein, im Interesse des Slaate» und der Gesellschaft liegt es. das«, so weit es eben möglich ist. bei Verleihung des Adels gewisse Bürgschaften für die Zukunft gesucht und gefordert werden. Inland. — (Landtag«. Campagne.) Wie schon ge-meldet, haben vergangenen Freilag die Landgemeinden Kärntens die Wahl von 14 Vertretern in den Lanolag vollzogen. Gewählt wurden 9 von den bisherigen Abgeordneten und 5 Candidate»,, die bisher nicht Mitglieder de« Landtage« waren. Am 13. d. M. folgen die Wahlen in den 8 Städlebezirken und in der Handels« und Gewerbekammer von Klagenfurl, welche zusammen 12 Abgeordnete in den Landlag entsenden. — Heute tritt der neugewählte Landtag von Jemlleton. Das Leben nach der Enthauptung. Eine Legende erzähll, dass der Kops der Charlotte Corday, vom Henker geohrfeigt, errölhete. wie wenn er noch lebend gewesen und die Beleidigung empfunden hätte; es ist übrigens ein allgemein verbreiteter Glaube, das« ein Theil des Lebens einige Zeit nach der Enthauptung im Kopfe des Iustificierten noch fortdauert. Daher die Folgerung, dass dieser Kopf. Wenigsten« während des Zeitraumes einiger Secunden, das Bewusstsein seiner Situation besitze. Zahlreiche Physiologen haben versucht, sich über den genauen Stand der Empfindlichkeit oder Unempftndlichleit der verschiedenen Organe eines Enthaupteten Rechenschaft zu geben, einige, indem sie zur erregenden Wirkung ?er elektrischen Strömung ihre Zuflucht nahmen. E.st^ langst erwirkte sich der Doctor Laborde die Erlaubnis, an dem Kölper des Mörders Campi physiologische ^lperimente zu machen. Da die administrativen For« lnaliläten ihm erst anderthalb Stunden nach der Hinrichtung gestatteten, das Versuchsobjekt in Besitz zu Nehmen, konnte es sich nicht dlnum handeln, den Grad ber Fortdauer de« Lebens festzustellen, und der Doctor "lusste sich darauf beschränken, den Grad der Erreg, barteil der Nerven, Mutkeln und verschiedener Organe "ach einem solchen Zeitraume zu constatieren. Die Erperimenle wurden am ganzen Körper ge-"ucht. das wichtigste aber halle den Kopf des Mör-°"» zum Gegenstände. Dieser, der bereits lall war. ^" er i„z Laboratorium des Dr. Laborde gelangle, wurde wieder erwinm,, auf einen T'sch gestellt u„d 'rme rechte Hals-Schlagader durch fpecielle Appa» inw"Ä der Hals-Schlagader eines lebenden Hundes nerdlndulig gebracht. Verfügungen waren getroffen worden, um den Blutverlust hinlanzuhalten. Das Blut des Hunde« wurde in den Versuchslopf transfusioniert, und in weniger als einer Minute machte die livlde Leichenblässe der Haut einer immer stei» genden Färbung Platz; Stirne und Wange rö'heten sich, die Lippe« schwollen an und gewannen ihre pur« purne Nuance wieder; die Augenlider senkten sich langsam und im Gesichte, namentlich an den Seiten des Mundes, wurden leichte und rasche Zuckungen wahrnehmbar. In diesem Augenblick erhielt der Experimentator durch einen schwachen elektrischen Strom reichliche Muskelzusammenziehungen. Mau hätte an die Wiederkehr de« Lebens denken können, wenn die Auge» nicht regungslos geblieben wären. Eine zweite Serie von Experimenten zeigte, dass das Gehirn, selbst mit warmem Blut gefüllt, selbst erregenden elektrischen Strömen ausgesetzt, vollständig unthätig blieb, was man der langen Z^it. die seit der Enthauptung verstrichen war. zuschrieb. Die Experi« mente de« Herrn Laborde hallen einen ganz anderen Charakter gehabt, wenn die zwischen der Hinrichtung und dem Beginn der Experimente velstrichene Zeit sich auf einige Secunden beschränkt hätte, und wenn man durch irgend ein Verehren da« Ausfliehen des im Gehirn enthaltenen Blutes halle verhindern lönnen. Würde ein Physiolog unter solchen Um-ständen ein Experiment machen. hatPro-fefsor Vulpian gesagt, er würde viel-leicht einem großen und entsetzlichen Schauspiele beiwohnen. Was Vulpian ahnte, hat Dr. Petilgand in Saigon an einem anamilischen Verurlheilten beobachtet. Im indischen Ehina wird der Delinquent mit hinler den Rücken gebundenen Händen an einen in die Erde befestigten Pfahl geknüpft, und er neigt, frei> willig oder durch die Ha»d eim« Gehilfen des Henker«, den Kopf so weit al« möglich nach vorne, um die Zwischenräume der dem Schädel benachbarten Wirbel zu vergrößern. Durch einen Strich mit seinem durch die Gewohnheit des Vetellauens geratheten Speichel bezeichnet der Henker genau den Ort, wohin er zu schlagen hat. und durch einen einzigen Hieb mit dem Säbel, der eine lang', breite und dünne Klinge hat, trennt er den Kopf vom Rumpfe. Der Ver» urtheilte. den Dr. Petilgand hinrichten sah, war ein Räuberhauptmann im besten Alter, sehr muskulös, lebhast, tapfer ohne Renommifterei. Al« dieser Mann sich von Herrn Petitgand aufmerksam beobachtet sah. blickte er ihn auch seinerseil« an, und ehe er den Kopf neigte, warf er ihm seinen letzten Blick zu. «Der Kopf fiel ein Meter und zwanzig llenti-meter weit von mir — sagt der Beobachter — ohne zu rollen, wie die« häufig geschieht; aber da die Schnittfläche unmittelbar aus den Silbel zu liegen kam, fand sich die Blutung zufällig auf ein Minimum reduciert." «In diesem Augenblick — fährt der Beobachter fort — war ich erfchreckt. die Augen des Hingerich-telen offen auf die meinigen gerichtet zu sehen. Da ich nicht wagle, an eine bewussle Kundgebung zu glauben , so beschrieb ich rasch einen Vieitelkreis um den zu meinen Füßen liegenden Kopf. und ich musste con-statieren. das« die Augen mir während dieser Bewegung folgten. Ich kehrte dann zu meiner erft,n Position zurück, aber diesmal sehr langsam: die «lugen folgten mir während eine« sehr kurzen Mom"<». dann verliehen sie mich plötzlich. diesem Moment offenbare »"»" ^'„H /.ibet. Dcr einer Person, die °«/ußerft"«^ ^leemall'ach Mund öffne,- sich hH^Ap". der auf diese We, e Lust .u '«""«''H.slage gebracht wurde, roll e au« st'"" S/^Zz "ammenziehung der K>efermu2leln "" f." leh^ Oft"chalung des Lebens. Seit der Enl. Lailmcher Zeitnug Nr. 185 I 530 12. August 1884. Vorarlberg zu seiner ersten Sitzung zusammen. — Aus Linz kommt die bedeutsame Nachricht. dass der Sieg der confervativen Partei im oberösterrei« chischen Grundbesitze bei der am 3. September statt findenden Landtagswahl auh^r Zweifel stehe und dass. weil der Ausfall der Wahlen aus dem Großgrund-besitze für den ganzen Landtag entscheidend ist, die Majorität des künftigen Landlages von Oberösterreich eine conservative sein wird. Die Couservativen sollen nämlich über 56 vollkommen verlässliche Stimmen ver« fügen, während die Liberalen nur auf 50 Slimmen zuversichtlich zählen können. Es sind im ganzen 134 Wahlberechtigte, unter denen jedoch im äußersten Falle 132 ihre Stimmen abgeben, lis wird nun mit Sicher» heil vorausgesetzt, dass die Conservativen die zur absoluten Majorität von 67 Stimmen fehlenden 1 l Stirn» men in den Reihen des oberösterreichischen Adels, in dem es eine Menge Eonservativer gibt, finden werden. Die conservative« Abgeordneten des Großgrundbesitzes im Vereine mit jenen der Landgemeinden winden so« mit eine conservative Majorität im oberöste» reichischen! Landtage bilden. (Ungarn.) Die Vorbereitungen zum festlichen Empfange Sr. Majestät werben in der e,frigsten Weise fortgesetzt. Da sich in Nrad keine M'litär.Musiltapelle befindet, hat die Behörde Verfügungen getroffen, dass eine solche von Temesvar für die Dauer des Allerhöchsten Besuches nach Arad beordert werde. Die Lhrencompagnie wird ebenfalls von der Temesvarer Garnison beigestellt. Im Bahnhöfe der ungarischen Staatsbahnen sind die Decorierungsarbeiten schon jetzt im besten Zuge. Der Oeneraldirector der ungarischen Staalsbahnen hat die diesbezüglichen Verfügunqen während seiner Anwesenheit in Arad selbst getroffen. Se. t. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erz« herzog Josef wird schon am 24. d. M. in Arad ein» treffen; es werden bereits Vorbereitungen zum glim-zenden Empfange Sr. k. und k. Hob/it getroffen. In das Programm sind auch Uebungen der Feuerwehr^ Mannschaft aufgenommen, deren Retlungscorpz zu Ehren des hohen Protectors am 25. d. M. in der Maros interessante Demonstrationen aufführen wird. — Ferner wird au« Budapest gemeldet: Der Minister am Allerhöchsten Hoflager. Baron Vela Orczy, wird bis zum 16. d. M. den Ministe,Präsiden» ten von Tisza, welcher eine Badereise nach Ostende antrat, vertreten und dann die Lettung der Agenden des Ministe«Präsidiums an den Finanzminister Grafen Szapäry übergeben, der um die Mitte der nächsten Woche nach Budapest zurückkehren wird. Der Eultu«. und Unlerrichtsminister August Trtfort weilt gegen-wältig in London. (Kroatien.) Der kroatifche Landtag wird Ende dieses Monats seine unterbrochenen Arbeiten wieder aufnehmen und fortsehen, hoffentlich auch beendigen. Die wichtigste Vorlage für denselben wird diesmal die neue Wahlordnung sein. Die Regierung will durch dieselbe die Möglichkeit erlangen, alle turbulenten Ele« mente von dem Zutritt in den Landtag fernzuhalten. In erster Linie »st es dabei auf die Mitglieder der „Rechtspartei" des »Propheten" Dr. Anton S»ar>l es, welchen ich von dem Leben meiner Tochter ernhalten will. Ich weiß nicht, welcher Alt das Band U, das Sie mit dem Baron von Simaife vereint, c^ weiß nur. dass er Ihnen eine bedeutende Summe in er/k ""« ^'" ""t Vergnügen bereit, Ihnen dieselbe „Frau Baronin!" «Ich weih. dass nicht das Geld es ist. welches Sie veranlasst, Hand in Hand zu gehen mit jenem Manne. Was aber mag es sein? Der Baron ist in Ihrer Macht. Sie dominieren über ihn. Wie lomml da«? Sie brauchen nur zu sagen, dass Sie etwas wünschen, so erscheinen ihm Ihre Worte ein Befehl, welchem er sclavisch Folge leistet. Herr Castora. Sie gelten für einen Ehrenmann, man rühmt Ihre Vroß. mulh! Ich appelliere an Ihren Stolz, an Ihre Mannes-würde, an Ihre Ehre! Ich siehe Sie an, entsagen Sie meiner Tochter!" «Baronin," anlwortete der Brasilianer fest. „Sie vermuthen irgend einen dunklen Punkt in meinem Leben. Hören Sie mich an. Sie staunen, wie es ge. kommen, dass ich mich mit dem Freiherrn von Simaise befreunden konnte. Gänzlich fremd in Paris, fchähte ich mich glücklich, eine Meuschenseele zu haben, welche mir wohlwollend entgegentrat. Er gab mir zahlreiche Rathschläge, von denen ich einige befolgte, andere ver-gaß, weil sie mit meinem Denken uud Fühlen nicht übereinstimmten. So oft ich ihn besuchte, bewunderte ich die reizende Photographie eines anmuthigen jungen Mädchens. Sein früherer Kammerdiener, welcher jetzt in meinen Diensten steht, war es, der mir eine« Tages mittheilte, dass das Original jenes Bildes die Tochter des Freiherrn von Simaise sei. Ich war überrascht. Dass der Baron einen Sohn habe, halle ich gewusst, die Existenz dieser Tochter war mir verborgen geblieben. Einige Tage später verlieh ich Paris und begab mich nach Vaucourt. Denken Sie sich meine Enlläuschung, als man mir dort mittheilte, dass da« Fräulein mit Ihnen auf unbestimmte Zeit verreist sei. Vier Tage blieb ich. auf Ihre Rückreise hoffend; vergeblich. Nach Paris zurückgekehrt, entscblos« ich mich endlich, deim Baron in aller Form Rechtens um die Hand des Fräuleins anzuhalten. Das ist die rückhaltslose Wahr« heit, Baronin." (Fortsetzung folgt.) ^ tierer, Strumpfwirker, Regenschirmmacher, Tuchwaller. Tuchscherer, Färber, Tapezierer, Buchbinder. 7.) NelleidungS' und Putzn»aren«Induftrie. Weißnäherinnen, Schneider, Schuhmacher, Handschuhmacher, Kürschner. Modistinnen und Putzmacherinnen, Kappcnmacher, Perückenmacher und Friseure, Hut-machcr. 8.) Industrie in Nahrunas» und Vennstzmitteln. Bäcker. Lebzelter, Kuchenbäcker, Zuckerbäcker. Fleisch-selcher, Brantwembrenner. Fleischer, Kleinviehstccher, Mahlmühlen. V> <5hemische Industrie. Leimsieder, Putzpillvererzeuger', Pottaschensieder, Farbenerzeuger, Seifen- und Unschlittterzen-Erzeuger, Wachszieher, Leinöhlerzeuger, Wagenschmiererzeuger. Lohstampfen. 10.) Nangewerbe. Bauunternehmer, Baumeister, Zimmermaler, Anstreicher uud Lackierer, Maurer und Maurermeister, Zimmermeistcr, Kaminfeger, Schieferdecker, Glaser, Stcinmche. 1H.) Polygraphische und Kunftgewerbe. Vlilmcnmacher, Graveure. Bildhauer, Maler, Photographen, Bllchdruckereien und Litographie. II. Handel. 1.> Narenhandel. Blutegelhändler, Bienenhäudler, Fischer. Geflügel-Händler, Viehhändler, Flachshändler, Fiüchtcnhändler, Gärtner. Gemüsehändler, Gctreidehändler, Heu- und Strohhändler. Hanf- und Flachshändler. K^räuterhänd-ler, Landesproductenhiindler. Holzhändler, Holzverschleiher. Holz- und Kohlenhändler, Kohlenhändler, Gips-Händler. Kalthändler, Wchstcinhändlcr; Blciglättehänd-ler, Eiscnhändler, Eisenwarcnhändler, Gold- und Sil-belwarelihändler, Nägelverschlcißer, Clavierhändler. Mu-sikmstnimclchändlcr, Nähmaschincnhändler, Geschirrhänd-ler, Glaswarenhäudler, Galanteriewarenhändler, Holz-warenhändler. Kurzwarenhändler, Möbelhändler, Nürn-bcrgerwarcnhändlcr, Spielwareuhändler, Fellhändler, Lcderhändlcr, Rosshaar- uud Siebbodenhändler, Baum-wollhändlcr. Blumenhändler, Garnhändler, gemischte Warenhandlungcn, Kirchenparamentenhändler, Leinwand-Händler , Manufactnrwaren-Händler. Marttficranten, Modewarenhändler, Posamentierwaren-Häiidler, Putz-warenhändlcr, Schafwollhändler, Schnittwarcnhändler, Tuchhändlcr, Wcißwarcnhändler. Wollhändler, Huthänd-lcr, Kaftpcnvcrtanf, Kleidelhändler, Regen- und Son-ncnschirmhändler. Schuhwarenhändler, Strohhuthändler, ' Wäsäiehändler, Schreibmatcnalicn-Verschleißcr, Schreib-uud Zeichcnrequisiten-Händlcr, Materialwaren-Händler. Spezereiwarenhändler, Südfrüchtenhändler, Zucker- und Kaffeeverschlcißer, Delicatessenhändler, Lebzelterwaren-händlcr, Obsthändler, Saucrkranthändler, Selchwaren-häudler, Schmalzhändlcr, Speckhändler, Wildprethhänd-i lcr, Zlickerbäckmvarenliänolel, Ärantwemhändler. Brant-i weuwerschlcißer. Weinhändler, Leinöhlhänoler. Petro-> leumverschleißer, Wagenschmicrhändler, Wachsziehwaren-händler. Farbwarenhändler, Parfiimeriehäudles, Brot-Verkäufer, Essighäudlcr, Greisler, Krämer, Mehlhäudler, Salzvcrschleißer, Victualienhändler, Trödler, Hadern-Händler. 2.) Vnch-, Kunst'und Vluftlalienhandel; Lelhgeschäste. Bilderhändler, Buch-, Kunst- und Musilalieuhand-lungcu, Gebetbüchervelschleih, Leihbibliotheken, Musikalienhandlungen. Schulbüchervelschleiß. 3.) Geld» und Gfseetenhanvel. Banquiers und Geldwechsler. 4.) Tpeditions' und Lommisfionsgeschäst, Handelöver» mittlung. Commissionsgeschäft, Spediteure. 5.) Hllssgewerbe für den Handel. Agenten, Waganstaltcn. III. Verkehr. 1.) Vanl» und «lredltwesen. Privatbanken. 2.) Transportwesen Fahlpostbeförderungen, Fiater und Loy!itul,chcr, Dicnstmanninstitute. lV. Beherbergung und GenusSanstalten. Hotels und Gasthöfe, Ansspeiser, Brantwemschän^ ker, Kaffeeschänlcr, Kafsccsicder, Restaurcüeille, Wirte. V. Gewerbe für Gefundheitspflege. Bade-Anstalten, Lcichenbestattungs-Anstalten. ____________(Fortsetzung solgt.)________________ ?ocal- und Provinzial-Nachrichten. Das Altcrnatiuprojsst für dir EniwassssunZ des j.'aiimchcr Moores. «„»nnMch «».». «°« '. 5 M«^A"'5 auf Grund des im Jahre '«^" „^ch vorauSgegan. Commiss'v" aufstellten Prugramm^^^^^^^ ^ °e„er llo..c»re.Nuslchre.^^^^^^ ,^ b„ Alls' Pudhagsly "'l A «r die Entwässerung deS Lal« bach" M^reS betraut. Laiftach« Zeitung Nr. 185 ,532 12. AuanN 1884. Eine Haufttproposition der Expertise ist die Senkung der dermaligen Hochwasserftiinde um 2 Meter oder circa 1 Meter unter Null am ärarlschen Laibacher Pegel, wodurch der Hochwasserspiegel etwa 0,5 Meter unter die Oberstäche der Lehmfchichte von ausgedehnten Moorstächen zu liegen käme. Von der Ansicht ausgehend, dass silr den Laibach» stufs in der Stadt mit Rücksicht auf die eigenthümlichen localen Verhältnisse der verbauten Ufer eine Vertiefung der Sohle um 1,37 Meter noch zulässig und eine wei« tere Vertiefung des Laibachflusses oder eine Vergrü-ßerung des ohnehin starken Gefalle» von 1:1000 ohne Schädigung der berechtigten Interesse» der Stadt nicht möglich sei, nahm v. Podhagsly als BasiH an. dass bei der für die letzten ExcavierungKarbeiten in Rechnung ge< stellten Hochwassermenge von 1200 Cubikfuß oder 378 Cubilmeter und mit Hinzurechnung weiterer 25 vCt für die, voraussichtlich infolge noch zunehmender Entwaldungen der Berglehnen im Niederschlagsgebiete des Laibacher Moores eintretende Vermehrung, also bci einer gesmnmteu Wassermenge von rund 470 Cubikmeter lünf' tighin zur Zeit von Hochwasserständen 212 Cnbikmeter durch den Laibachfluss in der Stadt und 258 Cubikmeter per Secunde durch den Grubel'schen Canal ab» stießen sollen. Demgemäß hätte auch die Senkung der Sohle in beiden Rinnsalen stattzufinden, und zwar für den Laibachfluss um 1.37 Meter, für den Grubet'schen Canal aber, da in diesem eine Erweiterung des Profiles durch Be« seitigung der im Jahre 1868 erbanten Ufermcmern bei der bclannten Beweglichkeit des Rutschterrains an der engsten Stelle des Canalrs (Profil 33) und der hie° durch entstehenden Gefahr von keinem Fachmanne em, pfohlen werden könne, auf circa 3 Meter. Hiedurch wäre jedoch die Sohle des Gruber'schen Canales so tief gelegt, dass bei kleineren oder mittleren Wasserständen das ganze Wasser durch de» Canal ab' fließen, somit der Laibachftusv in der Stadt selbsl voll« kommen trocken gelegt würde, weshalb der Gruber'sche Canal durch eine Schleusenvorrichtung so gespannt nier> den müsste, dass eine ausreichende Wassermenge stcts durch die Stadt abzufließen gezwungen wäre. Die Kosten würden betragen: In der I. Bau-Periode: Die Herstellung der (lunette von der Ausmündung des Gruber'schen Eanales in den Laibachstuss bis Kalten. brunn...........st 292000 die gesammten Bauten des Gruber'schen Canales......... . .. 412 000 st. 704 000 Die hierauf vorzunehmende Regulie« rung des Kleingrabens, der Iöca. der Borovnisca. der Avica. des Zorn'schen Grabens und die Herstellung der Thal< sperren am ^crni.Potol, Katharinabache, an der Mala» und Velika»Nozna (bei Villichgraz) mit Schlussüberfall an der GradaZca, Herstellung der Thalsperre an der Iöla. Einlösung der schädlichen Miihl-gefalle und Reconstruction der Wehranlagen ...........n 377 500 In der II Vauperiode: Die Regulierung des Laibachstüsses Vom Kleingraben bis zur Ausmündung des Gruber'schen Canales . . . . . „ 432 000 Die eventuelle Ergänzung, beziehungsweise Erhöhung der Thalsperren . „ 35 000 zusammen fl. 1 548 800 wonach mit dem Werte der Arbeiten an den Seitenzuflüssen per . . . . . „ 155200 sich ein Kostenaufwand von insgesammt st. 1 704 000 ergeben würde. (Fortsetzung folgt.) — (Festvorftellung im landschaftlichen Theater.) Der flovenische dramatische Verein veranstaltet Samstag, den 16. d. M, im landschaftlichen Theater zur Erinnerung an die votjährige beglückende Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers anlässlich der Landesjubelfeier und als Vorfeier des Allerhöchsten Ge> burtstagcs eine Fcstvorstellung bei festlicher Beleuchtung des änheren Schauplatzes. Aus Nnlass dieser Patriotischen Kundgebung hat da» Mitglied der Belgrader serbischen Nationalbühne. Fräulein G. Nigrin, ihre freundliche Mitwirkung zugesagt, Iur Aufführung gelangt: „Die Grille," Die Titelrolle übernahm Frl. Nigrin. Es steht uns somit ein schr angenehmer Abend in AnSsicht. — (Neue Ordensschwestern.) Gesteril wurden im hiesigen Ursulinnenlloster in den Orden auf» genommen und zu Schwestern des Ordens mit großer Feierlichkeit eingekleidet die Fräulein: Eleonore Härmer, Iosefine Praprotnil. Theresia Rihar und Anna Zag a r, Den feierlichen Act der Einkleidung voll. zog dem Ritus gemäß der hochwürdige Generalvicar Dr Pauker von Olanfeld. — (Gemeindcwahl.) Bei der Neuwahl der Gemeindevertretung der Ortsgemeinde Propres Bezirk Ltttai. wurde der Grundbesitzer Franz Smolu zum Ge. mcindevolsteher. die Grundbesitzer Franz Markovic und Iznaz Kodak»? zu Gemeindeiäthen gewählt. * (Ein bestohlener Dieb,) Vorgestern nachts wurde dem Easinorestaurateur Herrn Verhasy ein Hut gestohlen. Der That verdächtig erschien der dienstlose Marqueur Heinrich T, der sich im betreffenden Zimmer aufgehalten und gleichzeitig mit dem abhanden gekommenen Hute verschwunden war. Die Polizei wurde von dem Verdachte verständigt, und wurde von ihr sofort die Ausforschung deS Marqueurs eingeleitet. Nachts um 3 Uhr traf ihn die Polizeiwache auf einer Bank in der Sternallee schlafend, doch ohne Hut. Während deS Schlafes hat nämlich ein anderer Langfinger dem Heinrich T. den Hut wieder gestohlen. Der früher vom besagten Marqueur getragene Hut wurde im Casino vor< gefunden, und erscheint sohln der Verdacht gegen ihn begründet. Heinrich T. wurde dem Gerichte eingeliefert. * (Verdächtig.) Vorgestern nachts wurde Johann Vobet von der Polizeiwache in dem Momente betreten, als er sich in der Stcrnallce über zwei auf einer Bank schlafende Soldaten beugte. Bobek, der auch der Wache ansichtig wurde, ergriff zwar die Flucht, wurde aber schon in der Vegagasse von den Wachmännern eingeholt und arretiert. Vobek ist ein sicherheitsgefährlicher Mensch, der schon öfter wegen Diebstahls abgestraft wurde. Bci der Leibesvisitation auf der Wachstube fand man bei ihm vier auf den Knöchel unter der Hose angebundene Silbergulden, über deren rechtlichen Besitz er sich nicht auszuweisen vermochte. Es ist gegründeter Verdacht vor« Handen, dass Bobek die zwei schlafenden Soldaten be-ftehlen wollte, und scheint die Polizei überhaupt mit ihm einen guten Fang gemacht zu haben, denn es liegt die Annahme sehr nahe, dass er jener Langfinger sei, der die in letzter Zeit häufig vorgekommenen Uhrendiebstähle prakticiert hat, welche an in der Sternallee eingeschlafenen Individuen verübt wurden. Bobel wurde dem Gerichte eingeliefert. — (Flucht vor dem Strafantritt,) Wie das l. k. Landesgericht mittheilt, ist der 17jllhrigc Grund-besiherssohn Lorenz Slamnil, vnl^o Fortunov, auö Ober« Görjach, Bezirk Nadmannsdcrf gebürtig, der am 21sten Juni d. I. wegen Verbrecher.« des Todtschlages zu dreijährigem schweren Kerker verurthcilt wurde, von dort flüchtig geworden, um sich der Strafvollstreckung zu ent< ziehen. — Nach einer Mittheilung des Kreisgerichtes Cilli hat sich der 73jährige Kleinschlächter und Brant-weinbrenner Josef Aubel in Gracenca, welcher wegen des Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit vom Kleisgerichte Cilli zu einer sechsmonatlichen schweren Kerkerstrafe verurtheilt wurde, dem Strafvollzüge durch die Flucht entzogen. — (In Kraftina-Topliz) sind laut der uns soeben zugekommenen Turliste 1l85 Personen zum Cur« gebrauche eingetroffen. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 11. August. Hofschauspielerin Nmalie Hai-zinqer ist heute gesivrbeli. Die Bestallung erfolgt Mittwoch nachmittags. Bregenz, 11. August. Der Landtag wurde soeben, 12 Uhr mittags, nach einem feierlichen Gottesdienste und nach Vorstellung der Funclionare mit begeisterten Hoch-Rufen auf Se. Majestät den Kaiser eröffnet. Paris, 11. August. Der „TempH" will wissen, Frankreich werde die Insel Formosa vor der völligen Aezahlung der seitens der französischen Regierung von China geforderten Entschädigung nicht verlassen. Versailles, 11. August. Der Congress hat das Verbot, eine Revisilm der republikanischen Regierungs-form zu beantragen, imt 602 gegen 165 Stimmen an-glommen; ferner wurde die Nichtwählbalkeit von Mitgliedern der ehemaligen regierenden Familien zu Präsidenten der Republik mit 597 gegen 153 Stimmen angenommen. Rom, 11. August, mittags. Im Laufe des gestri« gen Tage« sind in den inficierten Ortschaften der Provinzen Genua, Massa.Carrara und Turin elf neue Cholerafälle vorgekommen, wovon siebell mit todt» lichem Verlaufe. Weiters ist ein an den vorhergehenden Tagen an der Cholera erkranktes Individuum gestern gestorben. London, 11. August. Im Norden Englands macht die englische Cholera (cbolm'a. na^tra«) reihende Fort» schritte. In Rishton und ClaYton-le-Moors sind gegen 200 P rsonen an der Seuche erkrankt. In Dewsbuly ist ein weslcyanischer Prediger an der englischen Cholera gestorben. Auch aus Aoltou werden einige Todesfälle an der Seuche gemeldet. Kopenhagen, 11. August. Der internationale Con-qress der Aerzte wurde in Ocgenwcnt der königlichen Familie, des Königs und der Königin von Griechen« land, der Minister, des P>äsidmms des Reichstages und der Spitzen der Behörden eröffnet. Professor Panum hieß die Anwesenden willkommen. Die Professoren Paaet, Vlrchow und Pasteur dankten für den herzlichen Empfang. Unter den Theilnehmern an dem Congresse befinden sich 35)0 Dänen, 150 Schweden. 100 Norweger und 800 der anderen Nalionen. Pro-jrssor Panum wurde zum Präsidenten gewähll. Kairo, 11. August. Im Gem'rcilstade werden eifrig Vmbeleltungkn zu einer Truvpen'EMdilion getroffen an welcher gegen 4000 Mann englischer und egyp-tischer Truppen thrilnehmm sollen. Die Expedition wird voraussichtlich zu Wasser nach Dongola gehen, von wo der Marsch durch die Wüste in der Richtung gegen Chartum fortgefetzt werden soll. In Assuan und Wady'Halfa werden Depots von Kriegsmaterial errichtet^___________________________________ ^ volkswirtschaftliches. Ernte- und saatenftands-Bericht des l. t. Ackerbammnisteriums nach dem Stande zu Ende Juli. In dcr zweiten Juli »Hälfte wechselten große Hitze und theilwcisc starte Temfterlltnr-ErnicdrilMia.cn sowie Trockenheit und starte Niederschlage, und zwar nicht selten zwischen nicht sehr weit von einander entfernten Gegenden. In Mittel- und Untcrstcicrmark, im Wiener Becken und im südlichen Mähren herrschten heitere, warme Tage, dagegen regnerische und Utt-hältnismäszig lühle in Tirol, Salzburg, Obcröstcrrcich; in einem großen Theile Böhmens war Hitze trotz reichlichem Niedere schlage, in Wcst'Galizien Trockenheit trotz starker Temperatur-Erniedrigung; in Ost»Galizicn herrschte groszc Hitze und Trocken" heit, worauf derart starte Niederschlage sich einstellten, dass die Flüsse Dniester und San abermals über die User traten und namentlich bei BrzczaM) Schaden anrichteten, Besonders starke Hagel schlage stellten sich ein im südlichen Mähren, im östlichen Schlesien, in Ost«Galizien und in Krain. Die Roggenerntc wurde im ganzen bci günstiger Witterung eingeheimst; diese übertrifft zum Theile die bisher gehegten Erwartungen; im allgemeinen entspricht sie der im vorigen Berichte angegebenen Schätzung einer „guten" Ernte für Böhmen und einer „gut mittleren" für die übrigen Länder. Ausnahmen machten Krain, wo die Roggenernte beinahe schlecht ausfiel, und mehrere Gegenden Niederösterrcichs und des südlichen Mähren, wo sie „unter dem Mittel" blieb, I« Ost-Galizien ist die Ernte recht befriedigend im Gestrllh, wäh" rend die Schüttung viel zu wünschen übrig lässt. Die Ernte des WeizenS und dcr Gerste, welche in der südlichen Zone und in den wärmeren Lagen der mittleren, auch in manchen Lagen der nördlichen Zone schon beendet, arößlcntheils aber noch im Zuge war, wurde durch Regengüsse in nicht wenigen Gegenden empfindlich gestört, und hat die Qualität in solchen Gegenden gelitten, Klagen über — jedoch nicht bedeutenden — Rostschaden an den itörnern liegen na« nicntlich auö Galizicn, Niederösterrcich und Tirol vor. Hafer, dessen Ernte in der mittleren Zone anfanffs August begann, hat sich sehr gut entwickelt und verspricht in Böhmen, Nieder« und Oberösterrcich, Salzburg und Tirol theils „gute", theils „sehr gute" Ernten. Eine Ernte „unter dein Mittel" steht nur im östlichen Schlesien bevor. Dcr Mais ficng nicht nur in der südlichen Zone, sondern auch in dcr Bukowina an, Kolben anzusetzen, und stand dcr^ selbe allgemein schön und kräftig; nur iu Nord'Tirul ist er <>» der Entwicklung noch zurück; daher ein gutes Ernteresultat noch fraglich ist. Ueber den Stand der H ill sen frucht e liegen durch-gehcnds gute Nachrichten vor. Der als „erste" Frucht gebante Buchweizen steht in dcr Bukowina und in Nicdcrüstcrreich gut; dcr als „zweite Frucht in den Alpen« und Karstlnudeni gebaute ist «icist be-rcils entsprechend aufgelaufen und berechtigt zu den besten Hoff-uungcn. Die Hirse steht in Kra i n schlecht. Ueber Flachs, dessen Ernte bereits begonnen Hal, liege» nur gute Nachrichten, und zwar aus Nordtirol und der Bulo< wina vor. Hopfen hat iu Böhmen und Obcrösterreich reichliche» Doldenansatz, berechtigt somit zu den besten Hoffnungen! in Südstcicrmarl ist dcr Fiühhovfcn bereits geemtet, und hat dessen Quantität befriedigt. Die Kar tosscln stehen meistentheils sehr schön, doch zeigen sich Spuren dcr Fäule in Galizicn, in dcr Bukowina sowie auch in Nordtirol und Vorarlberg. Beinahe ausnahmslos sehr hoffnungsvoll ist der Stand der Rübe u. Die Entwicklung dcr Trauben hat in den eingangs erwähnten Gegenden, wo die Hitze vorherrschend war, cutsprc-chci'^c Fortschritte gemacht, so dass selbst in Mähren, wo d>e Trauben sehr spät geblüht hatten, die schon aufgegebene Hoff' nuna aus ein gutcs Product wieder auflebt, während sich '" Südtirol wegen dcr eingetretenen kühlen, rednerischen WiU<" rung die diesbezüglichen Aussichten noch ungünstiger gcstal' tctcn als vorher. Axs Nictx-röstcrrcich /aulm die Nachrichtt'' über den Stand der Traube« theils güustig. theils ziemlich ungünstig, namentlich in Beziehung auf die zu erwartende Qualität; nach den Berichten aus U u ter st e i c r ma r k sowie aus der Vrixner und Bozencr Gegend steht eine mittlere Lcsc in Aussicht. In der Tricnter Gegend haven Oidium U"V Brenner zugenommen, und sind dort zum Theile auch aus diesem Grunde die Aussichten noch weiter gesunken. Auch >" Görz wird kaum oder höchstens eine Mitlclernte erwartet-Nur in Dal mallen besteht die Hoffnung cms ciuc gute Lese- Vom Obste wird in dcr Nozener Gegend und maücl!^ Gegenden Böhmens eine „gute", von wörz eine „gut m>l^ lere", in Mittclsteicrmarl eine „mittlere" Ernte erwartet. I>" übrigen sind, so weit die bezüglichen Nachrichten reichen, uoü» Kernobste und den Zwetschken meist nur ziemlich geringe El»tc>l in Aussicht. Meteorologische Veobachtnngen in Laibach^. A 5Z W ZZ " ^ W ^ ">Z ^l z? 2 -5 n- 7U,Mss7 ?:;8,58 -i-16.8 windstill Nebel ^. 11. 2 „ N. ?l!0.87 -^7.2 O. schwach heiter 0."" 9 „ Ab. 737.15 -s-21.2 windstill heiter Morgens Nebel, dann heiter; stcrnrnhellc Nacht. Das TagcSmiltel dcr Wärme -!- 2l,7", um 1,8° über dem Normale- Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii.______ Eingesendet. Schwarz- und weißftidener Atlas 75 tr. per Meter bis fl, 9.W sin je I8 verschiedenen QualiM") versendet iu einzelnen Roben uud ganzen Stücken z^srcl »' Haus das Scidculabriss-Depot vim G. Hcnncbcra (lön^V" licserant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe nach dcr vclM" losten 10 lr. Porto. (bU) s-4 1533 Course an der Wiener sörse vom 9. August 1 Nll4. (N°« ^ °M,ii« ^-^,1 «el» »0a,-'' ^«t«nr',!te.......8l-l5 8l-»0 «lld«ll«t!.......81 80 81 95. l«5i« ^° „ ytaa»»los>: . «L0 fl, l«i?s> ,>5. zs. »»«u« 4'V» «on« «00 , 18s. 30 ,8s. c<> I»«oel 4>v° hünftcl 100 , 14» ?!i 144 ^5 I'«4el cu>at«l«l« . . 'ON , >c» L«, 170 ' ^""l, , . . «> , 1«8 »5 l»i, 7l> »««».Menltnlchelne . pn Vl. »9 . tlr. «otenre,te. steuers«! . 96»5 ^b 4t llng. i,lbient« «»/, . . . . izz-ll-, ,22 no » ^ » 4»/» .... 92'to 9, s.5 » vapierrenle »"/, .... 8» 10 89 >s> , «ilc!tb.,»lnl. 1«ost. ».W.V. li5— »<» 50 » l)fibah«,Pllollt»ten . . Sl 30 9U70 . Elaat«.Obl. (»ng. Ofld.) H8 ^0 — - » , vom I. 1876 ly, zo ,(,» eo , Vl««<«n»«lul.k io0!l.«,W. 117 . «t«test«rrcichilch« . . . .104 50 10»-- ^/»fttirische.......105— -'- »°/° lroalisch, und slauoulfch« . ION— 13« -t/. slel»:i,t>lll«ilch-. .... i»i »5 il<1 ?5 5«/» Ieme«v«»Vanat« . . . ioi-. ici-5o ^o nugarische......10l « lll 75 «ndere »fientl. «nl«hen. Donau»«««.»«ose K«/« »00 0st.) «oben«, allg. «fterr. 4'/,°/, «°lb izi x5 i»l 75. dtl>. in zo , , <'/, °/» »7 zo 9?'7(. dto. in 5!) , , <°/° . bl's't 0» — bto. Pranl V«I. ü°/, . . 101 70 101 9b dto. , 4'/,°/,. . lo: 55 101 «s, °»°. . <°/, - - »5 50 »ill« Nng. »llll.VoblNnedtt.Ucnlngcl. w Peft in 3i I.»erl. b'/,°/° . 101 7l «i l« Prlorltöts. Obligationen (fill 100 si.1. Llilabeth'Wessbahn i. Vmisfton ic>» 3c! »08 7!) N«blnand>'.l!^!-bl,ahn in Silb. 105 lit» KS — fflan,.Ios«l»Uahn.....90'— »0 l0 «Ä^Iiuschi Harl < Ludwig «Vahn Vm. i««> «no n. G, 4'/,»/n . . ico »<^ loc lc. Oefteri. ^»idwestbahn . . . . i«^z oo io< «u Vilbcnbiir»«.....9» —> b8'»s> Geld ware Vtaat«bah" 1. »misston . . . 18? — Ii7"?b Vüdbahn k ««/,......14^ — ill 50 , ä 5'v,......!»,-5c, I>» - Nna..,a«z. «ahn . . . . «to l>« ?e Diverse Lose (per Slüe 4l» fi...... ^,_ 4,— 4"/. D«nau»D<»»vfIch. in« fl, , l,5 bo l l« — «albach« Pliimi«.«nlehen «0 st. «, 5(. «l-> Ofener iios« 4« fi...... ^zg ^z 50 Val^.eose «0 ft...... «,_ 40 5« «»thru «reu,, »«. «es. v. lO st. 1« - i,-t5 «udoll.kos» 10 N..... 19 „ ^ Kalm-Vo >i,'^se »> N, . . . 58-_ z,-. W»ubllchgliih>.^ole »oft. , , ' „75 ,9 »s. »nnl. «ctien «»»lverein. Men«. ioo ss. . , ,<>3 l» il,» Vbnn.'Nnst,, Oeft.zonss. G.40"/, ,z,.,., „5 z.. «rbt..«i.st. I-Hand u. H. „0 „. »l4li,.»l4 ?l «rbt..»lnf,„ M«, Nn«. ,00 fi, . »17 s.o>,8 - ««c°..,Plc.<^1. Yl!ct.«i!f,, Mo!l, 3,5. -l^5 -»ypotheleub . «ft. ,lx» ff. »..../ ^ ^^. ..j ^,^. 0tfie«.'Un«. »c>nl.....K59-- «Ki . Nnionbttnl IU0 il......1^50'0«-. VerlehrObllnl .^'l^,. 1« «, ,<» — lib 50 Netten von Transport» NntfNlehmunlle» (pn eiu^l). «lbrecht N. V!:l,cl . S4 - g? «llsllb.ss»l.«abn»c»N7l»'. «ulfi,..Iepl.»«-nb. xucft. «M.-------—-- >öhn. ««dbabn 150 1. ... ls i s.» ibl z« Westbadn »00 N. ...---------------- »,schtieh«bn «isb. z«» f! 2 M. 874 - 8?» - , lU» l») «oa fl. ,---------------- Donau » DH»pfl>ffllhn » Vc>. Oeste«. boo ft. « M.....55»»Nolbb. Ilwo st. «M, z^co »tl<7 ffl»n»-Iolts.»ahn «>»« sl. Vt!l.z!l>(»Il,S. . - .-»»»».»all-enb»«,.« »nnN. 2«. ,«h ,5 »«!> 7Ü «,a».«aslach«. .-—------ lfllblenbslg.tllsenb. «00 fl. . . -— — — llaschau.Oberl'. ^l!c^b.»oI?l, G 14H — 1<9 50 »lembciz»«iziuow.« I«Ny H»ieu> bahn«Vesell. «l,0 fl. «, W. . .,»«,-—ll>8 5.0 «odd, «ft.'Ung.,lii^zonl>, ,7, lf' 5« bto. (M. N) »U<» ll.SXb« . 18175 :«» lk^ «lag.L,!^« Hislnd. l,°»u?. Z,!K, 415^ <;i 5a VlrbenbÜlg« »iscnb. X0« N, -l , 14» 50 14» 8» Gl!d.N»:bt>. «^z.,!l! /ouft/l N !i<8 7l. 149 «5 Thei5«Vahn »on »I, «. M, . , !»49 75 »b« >!> Tl»mn.ay«Ges.,»!Ul. i?!i fl. ü. H, lib- »15 »5 Nr unie ion ff, . . ioz lui — ll»»»por«»Hl!eli— Nn!,..,a!!», «tisenb. «On». «Nb»f ,?z — l?» « üu«. «l»lb°Ul.«ha ,^o fi. Sllb« ,«» bl, ie« 7b Nnq.VeNd.sNoib.V'.il^sioff.«»!, 173 l>> 174- Industrie. Uetle« (pnb. w «Nit« 100 fi. . —— '— <. sftelr.»alvi«e . g« — «l>»5 Prage« an N. ll-, »I?-5l. Waffen»..V. Oeft. !u W. i«l»ll.-------—». . Irljall« »°hlen»..»ef. 100 fl. . . - —-— Devisen. Ncutiche Pläye......«5, «-« ?,nbou.........I»1 e« >»l »0 Pari«.........«5l> »«'»5 Pcln»bu»g......—-.. —'— ^ Valuten. Ducat,»........»?3 »>»t »o.Ftlinc» VlN