Nl. 287. Montag, 15. Dezember 1902. 121. IMstlM. Lmbacher W Zeitung. <»il!z «L x. haldjülirin ,, li. ^iir d!e ^.isteNnng in« Hn»« g<,,i^ä!,l>. «Mr« per Zeile «i! k^ bei öfleiei, N!!ebell,olun„sn pi-r Zeile S k. Die «Laibllchcr Zei»u,,g» elichein» lüalich, mil «u»nal»n!e bei könn und Kslertage, Die «h»i»lftl»»t»» deft»b«< sick Nongsfßvlntz s^, it, d!e UedaMon Dalmnlin «asse »ir, «, Kprechftuxdsn dei Nednstion «m 8 tt« w Nhl volwillllssi, Unsianlies»!' ittliel, weiden nicht angenommen, Vlanusli-lptf nicht zurückgeUlllt. Amtlicker Teil. . Den 13. Dezember 1W2 wurde in der t. l. Hof- und Staat«. °Nl'X. Stücl der dähmischen usgllbe des Reichsgrschblllites ausssegeben und versendet. Auch dem Amlsblatte zur »Wlener Heilung» vom 12. De' ' «wer lW^ (Nl. 2«b) wurde dle Weitelvelbleilun« folgende» ^^'izfu«n 1,4) «Der Scherer». «i. l^l «li^lik^lni l^f")" vom l'>. Dezember 1W2. «r. 26 «>f,«« Novin)'. vom «.Dezember N>02, "r. 49 «Znaimer Sonntagspost» vom t>. Dezember 1902. H Die ausländische nichtperiodische Druckschrift: «Dr. Vlack, .^llUe>wlz<. Die Gefahren der Mmlerschafl und deren Ver« ^ ""N nach bisheriger und neuester wisfenschafllicher Methodr, «.,, "slane, Verlllss Iuliu' Ohlenschl.isser. Berlin, 2. 14», wurde un??< ^ l. l, Uaudssplasidiums in iiaibach gemäß 88 305 '" bi6 St. O, mit Veschla« belesst. Vom k, l. Uandesvläsidium für Krain. ^^ Laibach am N Dezember 1W2 Nichtamtlicher Teil. Mazedonien. , Nie i>,-!,, au? .Nonstanlinopel berichtet, sollen ^nlichc lnilitärisrhe Maßnahmen, wie sie Marschall ^ucr Nuschdi Pascha llnd andere für da6 bulgarische > ^u^^'h^'i bcantra^ten, in beschrantterom Mäste auch ^, ^l^ übrigen europmsclM Vilajets, besonders in ^Nastir, durchgci'iilirt werden, u,n für alle Eventna« >^c>n in, kunnnendcll Frühjahre volbereitet zll sein. />N^d^ ?.>?lis;ix'gel, welche in türkischen Kreifen viel-l^.^'sprochc'n wird, wird heuer znni elftenniale ge« be, '"^ ^'^ ^ zUieifellos auch den Zweck, die Kriegs. Ntichaft,;u erhöhen: Eö follen näinlich die kürzlich ^ssemusterten jungen Offiziere auö der Kl,nistan- ozi^^^. Militärschule nicht, wie es üblich, erst nach !ch^ Neaenwärtige!! ^swnnonat Namazan. sondern >>^^ einigen Tagen zu ihren neuen Truppen» törpern abgehen, und zwar 8() zum zweiten Korp6 (Adrianopel) und 277 zum dritten Uorps (Salonichi). Ein Tell dieser Offiziere wird wahrscheinlich auch den !Ilave> ((trsay') Bataillonen zugewiesen werom. Voll diesen wurden vom Frühjahr bis zum Monat Oktober, tttt Vataillone in sechs Touren zu dierwochentli.chen Waffenübun^en eintierufen uno es hat sich hiebei der '.»l'angel an Offizieren dieser Neuformation sehr un> angenehm bemertbar genlacht. Durchschnittlich hatten dlc einberufeilen Bataillone, tauin drei Offiziere per Bataillon^ zur ktompletlierung wurden Offiziere der nächsten Nedif-Vezirte herbeigezogen. Wird nun dei.i Offizier^inangel der ^lave^leuformation nicht abgc^ holzen, so hat dieselbe vorderhand nur den Wert von U'l'annschajtsrcjerooirs und nicht einer wirtlichen .ttadretruppe, loelche eigene Truppentörper aufzu' stellen verinag. Die für die europäischen Vilajets unter dem Vorsitz von 5crid Pascha eingesetzte Commission ha! cnn K. Dezenlber ihre erste Sitzung abgehalten. Der ^eneralinfpeltor Hussein Hilmi Pascha hat sich nach UeHlüb begeben. Da5 Organ des ökumenischen Patriarchat., „Elllisiastili Älithia" äußert sich folgendermaßen über die in den mazedonischen Mo^etb elllguführenden ^ie-fornien: „Die orthodoxe Bevölkerung kann ihrem Dante für die Kerwirtlichung der edlen und weisen Absichten de» Sultan» nur durch Ergebenheit und Treue sowie durch stete Wünsche für das Wohl Sr. Ma)eslätAu5drul-l geoen. Hiemit ist auch für eine große , Dezember. ! Nach dem „Fremdenblatt" scheint ein endgültiger ! Beschluß über die an I t a l i en zu stellenden Anträge hinsichtlich der Nichtverlüngerung der Weinzoll - tlausel bisher noch nicht gefaßt zu sein. Von der Aufnahme, welche die in Beratung befindliäM! An, träge in Italien finden werden, werde es aller Wahr< sä>einlichkeit nach abhängen, ob die formelle 5l-ündi gung des italienifchen Handelsvertrages selbst al^ i'nerlaßlich erachtet» und zum vertragsmäßig vorge selieneii Termin ausgesprochen werden wird. Die „Reichenberger Zeitung" weist aus die Un, fruchtbarkeit des österreichischen Par-laments hin und meint, das Schlimmste sei, daß die Bevölkerung diesem Herrbiloe einer Voltsoertre tung gegenüber teilnabmslos ohne Achtung, leider aber auch ohne Groll gegenüberstehe. Der anständig denkende Teil der Wählerschaft habe fich zurii ' und verharre in resigniertem Schlueigen, radikale und reaktionäre Elemente das Puliumenl noch weiter zertrümmern. Auf Grund der zwisäM dein niederösterreichischen Landesausschusse und der Negierung getroffenen ' ' einbnrungrn wird der n i ed er ö st er r ei ch i i > Landtag für den AI. Dezember zu einer kurzen Tagung einberufen werden, um das dreimonatliche Budgetproviforium zu erledigen. Wie den christlich' sozialen Abgeordneten mitgeteilt wurde, steht die Er-nennung des Abtes Schmoll zum Land» marfchall und des Vizebürgermeisters Stro » b a ch zum Llindmnrschall'Stellvrrtreter unmittelbm bevor. Die ,,^li .üißbilligt das Verhalten der Negn< ruiig in der ssrage der Negulierung der L eh r er g e h a l te in Böhmen und bezeichnet es als Grausamkeit, ein von den Vertretern beider böhmischer Völker einstimmig bewilligtes, von allen Feuilleton Die Furcht vor der Ehe. ^'U Charakterbild von Aer,na»-lN.'^, aber —" hc>h^' ^ aie Lellte sollen sich aus Liebe geheiratet ^bscix. ^"'" ^"" "'^ fl"ßig, Frau ohne 5lern. nur üiits^' ^^lilo, leichlsiilnig, Pntzsüchtig ,uid znleht gar "icht ' '^"'' ^l>r Hinuiiels! Hiian kann seinem Gou ^'Ug dlmleii, daß man noch unverheiratet ist." Hh,,," 1 lächelte- Das war er wieder ganz, der gute ^ y'lnlprofesfor Dr, Zander, wie er leibte und 5 t>o/s , ^lerzigjähriger iioch unverheiratet, richtete b>e s^'"" Nantes Sinnen auf die Clie. (5r erkannte 'hei, !)?^' ""^ ethische Vcdeutlllig der lebenslang- ^>Ne/ "d'ma. zwisä>en Vlann und Frau voll- ,2 di?c?"' "' ^'^'"^ ^'lli ""lli ^"'1 persönlicl>en Gliicl, ^ ^l)e unter normalen Verhältnissen dem Men- ^?^'^"' u" slande isti er konnte ein lialbee ^ziib! ^'"?"', schöiier, gebildeter und reicher Damen !?h ^"'' ^'^ ihm trotz seiner Vierzig gern die Hand M z,; <"^ gereicht hätten. Trotz alledem koimte ^ ^'lvl^ "Uschl-io<-nden Schritte nicht entschließen. l ^ y?," "" große Olynipier selbst oder willigste,^ ! ^«l"'adeter Seher die Bürgschaft dafür über- > ^ hi der Uebersicdelnng ins Jenseits fürchtet. Möglicherweise wird man selig, ja — aber das Gegenteil ist auch recht gut möglich. Auf jeden Fall blmbt es ein Sprung ins Ungewisse, llnd um nun diefe Furcht zu verdecken und die Schwäche vor seinen Bekannten als weise Vor sicht erscheinen zu lassen, sammelte er aus der alten, mittleren lind neueren Geschichte alle Fälle, die ge-eignet waren, ein abschreckendes Beispiel zu bieten. Der 'linffache Mord in der Anwmerstraße kam ihm deshalb gerade recht, und er erzählte die grausige Geschichte nicht ohne Behagen. ^ch lächelte. „Haben Sie schon gelesen?" fragte ich mit leichter Perfiflage. „Nein, was denn?" „Nun, wenn Sie nach Hause kommen, werden Sie meine Verlobungsanzeige finden." „Unsinn! Sie spaßen!" Ich sah ihn sest an, nnd wie men Gesicht ernster und ernster wnrde, und doch, ich fühlte es, das innere Glück ans meinen Augen leuchtete, nahm sein Gesickt den Ausdruck der höchiten Betioffenheit an. Ich hatte den Professor einst auf Nügen kennen gelernt und mir gerade dadurch fein Vertrauen erworben, daß ich in bereits vorgeschrittenen Jahren noch unbeweibt war und mich anch nicht mit Heiratsgedanken trug. Allerdings lag dies an der Unslcherhnt meiner Eri-sienz aber in den Augen des guten Professors erschien diese unfreiwillige Entsagung als hohe Tugend. Icut machte er den Eindruck, als ob er den Glauben an dn Menschheit verloren habe. Er preßte mir schmerzlich die Hand nnd ging. Da wir zusammen in dem gleichen Restaurant c^ßeii, so sahen wir uns täglich. Niemals sprach er von meiner Verlobung; indessen behandelte er mich mit jener zarten Schonung, die ein gefühlvoller Mensch einem Unglücklichen zuteil werden läßt. Noch ein an» deres Gesühl als Mitleid sprach aus seinen Augen, wenn mich zuweilen sein nufmertfamer Blick beobach» lend streifte. Was das war, erkannte ich, als ich ihm eines Tages meine bevorstehende Hochzeit mitteilte. „Wo Sie die Courage hernehmen!" rief er halb verwundert, halb ärgerlich. Das also wor es! Er be. wunderte meinen Mut und ärgerte sich, daß er ihn nicht auch befaß, Aber er merkte, daß er sich verraten datte, und um seine Schwäche zu bemänteln, sagte er vertraulich beim Fortgehen: „Ich kann Sie ja nicht hindern, sich so unglücklich zn mack>en, da Sie immer wollen, lieber Doktor. Aber wenn 'mal eine Familien» tatastrophe droben sollte — Sie wissen —" „Anllamerstriif'.c'", ernäinte ic-l, mit l^mtsilidn^. vollein Nicken „Na, es branctn nm>! gleich lo ^ ^ wie gesagt, wenn einmal so etwl so wissen Sie, wo ich wohne. Ich steh? jederzeit zur Ver» I fügung, selbst um Mitternacht." „Schön, lieber Freund. Da kann ich ja niemals ganz unglücklich werden." Er drückte mir schmerzlich beioegt die Hand, er. tariff Hut und Schirm und ging mit ungeschmiilertel Erhabenheit zur Tür hinaus. — Nach meiner Verheiratimg verlor ich den Pro. sessor aus den Augen, da ich nicht mehr nötig harte, Lmbacher geitung Nl. 287. 2396 ________________ 15. Dezember 1902. Behörden empfohlene Gesetz zurückzuhalten, weil die Negierung hofft, daß die geschädigten armen Lehrer mit ihren Familien eine Pression auf die nicht will» fährigen Parteien im Neichsrat ausüben und die Ein« stellung der Obstruktion erzwingen würden. — Dec Ausschuß des Landeslehrervereines für Böhmen hat an die deutsche Lehrerschaft Böhmens folgende Knnd-gebung erlasseni „Auf Grund wiederholter Äeratun» gen, die im Ausschusse des deutschen Landeslehrer» Vereines für Böhmen gepflogen wurden, sowie nut Rücksicht auf die Zuschriften, die dem Ausfchusse aus den kreisen der Lehrerschaft zugekommen find, fordern wir hiemit die Zweigvereine auf, sich bis Neu« jähr auf die Abhaltung von schon geplanten VersamM' lungen im Vereins gebiete zu beschränken. Daß das Lehrergehalts- und das Viersteuergesetz bisher die Sanktion nicht erhalten haben, ist lediglich eine Folge des Verhaltens der czechijchcn Abgeordneten. Die Möglichkeit, daß die bestehenden Hindernisse noch be-seitigt werden, ist zweifelhaft. Die deutfchc Lehrerschaft möge dem Landes-Lehrervcreinsausschusse volles Vertrauen entgegenbringen- er wird alles aufbieten, es zu rechtfertigen." Aus Nom wird gemeldet: Der Bürgermeister Fürst Eolonna fagt, der d c u ts che Kais er und der Zar würden im nächsten Mai im Zwischenraunt lveniger Tage nach Nom, koinmen. Während der An» wcsenheit des deutschen Kaisers wird der Grundstein zum Goetl>e.Dentmal, und zwar auf dem Pincio, gc» legt werden. Voll serbischer Seite wird aus Belgrad gemeldet: Die im Auslande verbreitete Auffassung, daß d>e Legierung die in ihrem Programm angekündigte V »erf a sfung s ref o r m en, namentlich jene, welche sich auf eine attfällige Modifikation des Wahl« Vorganges beziehen könnten, in diefes Programm des» halb aufgenommen habe, um im Falle der Auflösung der Slupschtina bequemer zu einer Parlamentsmeh!> heit zu gelangen, ist völlig unbegründet. An maßge» lindster Stelle wird betont, daß die Neuwahlen, falls die Skupfchtina tatsächlich aufgelöst werden sollte, nach dem bestehenden geheimen Wahlsystem durch» geführt werden müssen und es sodann Sache der nach» sten Skupschtina wäre, der vorzuschlagenden Nevision der Verfassung die Zustimmung zu erteilen oder zu versagen. Eine wie immer geartete Verfassung?» Widrigkeit oder einfeitigc Abänderung der betreffenden Verfafsungsbestimmungen sei von vornherein ausge» schlössen. Der Großvezier hat dem Sultan eine Dent-schrift übermittelt, worin er rät, jede Einmischung des Fürstentums Bulgarien in die mazedoni s ch e Angelegenheit zurückzuweisen und nötigenfalls Gewalt zu gebrauchen. Bekanntlich hat die russische Votsch aft in Konstantinopel vor einigen Wochen bei der Pforte darüber Beschwerde geführt, daß die für die Zahlung der türtifchen Kriegsentschädigung vcr» Pfändeten Provinzeingänge nicht vertragsmäßig ihrer Bestimmung zugeführt, fondcrn für andere Zwecke verwendet werden, fo daß die Einhaltung der pünkt-lichen Zahlung der am 13. Jänner fälligen Jahres rate von 8Ä).l)M Pfunden gefährdet erscheint. Wie man ans der türlifchen Hauptstadt meldet, hat dies».' Reklamation gewirkt, so daß bereits der größte Te^l des Betrages bei der mit der Sammlung der Ein-gange betrauten Ottomanbank eingelegt und die Zahlung fchon jetzt beinahe gesichert sei. Für den FaU ^daß noch ein Nest fehlen sollte, stehen der Pforte ge> nügende Geldmittel aus dem Ertrage der Zollanleihe Konversion zur Verfügung. Aus Madrid, 11. Dezember, wird gemeldet: In einem unter dem Vorsitze des Königs abgehaltenen Ministerrate erklärte fich Ministerpräsident Silvela für entschlossen, alle Verpflichtungen der konservativen Partei zu erfüllen, ohne auf die Folgen Rücksicht z,i nehmen. Er fprach sich gegen die Reformen, darunter die Wiedereinführung der obligatorischen Militär» dienstpslicht aus uud warf den Liberalen vor, die nationale Verteidigung, die Flotte und die öffentlichen Arbeiten vernachlässigt zu habeil. Das ..Fremdenblatt" erblickt in dem gemein» samen Auftreten Englands und Deutsch-lands gegen Venezuela den Beweis, daß sich diefe zwei Neiche, zwischen denen es in der letzten Zeit so viele Wolken gegeben hat, einander in praktischen Fragen zu nähern wissen und daß sie unbefangen zusammenwirken, wo es nötig und nützlich ist. — Der „Ostdeutschen Rundschau" ilößt die merkwürdig be-scheidene Zurückhaltung der Monroe-Doktrin in Wa sbington Verdacht ein. - Die „Oesterreichische Volks-z^itung" hält es angesichts der Haltung der Vereinigten Staaten für wahrscheinlich, daß man in Caracas die Entscheidung nicht auf des Schweres Spitze stellen wird. Die deutsche Negierung, die keine Abenteuer wil!, werde gewiß den Venezuelanern alle Erleichterungen gewähren, damit sie aus der Sackgasse herauskommen. — Das „Illustr. Wiener Extrablatt" weist auf die vun General Matos geführte Revolution hin, welche von Deutschland und England gefördert werden lönnte und somit den schwachen Punkt des Präsidenten E astro bilde. Tagesneuigleiten. — (Der deutsche Kronprinz als Geiger.) Daß der deutsche Kronprinz ein begeisterter Musikfreund ist. ist bekannt; dah er aber auch ein recht begabter Geiger ist. dürften nur wenige wissen. Vor einigen Tagen wohnte der j^ionplinz den Fasanenjagben des Fürsten Ealm-Neiffer« scheid auf Schloß Dyct bei Köln bei, und es war auch l^i bekannte Violinvirtuose Willy Vurmcster Iagdgast des Fürsten. Am Abend ersuchte der Kronprinz Herrn Vurmester, doch einige Stücke spielen zu wollen, welchem Verlangen der Virtuose gern entsprach. Später, im lleinen Cercle, trug der Kaisersohn selbst einige lleine Pic-cen auf der Geige Bur-mcsters vor. Er spielte das ^iargo von Händel und einige Kompositionen von Vach so vorzüglich, daß Herr Vurmester dem Kronprinzen seine besondere Anerkennung aussprach. In späterer Stunde musizierte der Kronprinz gemeinsam nut Vurmester. — (Ein unmenschlicher Vater.) Aus Temei-var wird gemeldet: Der Naldheger Georg Deliman fand iir> Nagylöv^reser Walde den 7jährigen Nikolaus D6zsa mit Drähten und Stricken an einen Baumstamm angebunden. Der Knabe war in bewußtlosem Zustande und halb er-froren, Als der Knabe das Bewußtsein zurüclerlangt hatte, erzählte er, sein Vater habe ihn vor vier Tagen angebunden. (!) Der Vater stellt das in Abrede und behauptet, sein Sol^ sei am 2. d. M. zu seinem Großvater gegangen, und seither habe er ihn nicht gesehen. — (Ein Märchen lus der WirllichleU.) Daß die Wirklichkeit manchmal einem Märchen gleicht, beweist folgende Geschichte, die sich kürzlich vor einem Londoner Po-lizeigerichte zutrug. Unter der Beschuldigung, öffentlich ge-bettelt zu haben, stand ein 40 Jahre alter Kellner, namens William Vuxton, vor dem Richter. Als die Sache ausgerufen wurde, fragte der Nichter den Angeklagten, ob er nicht einmal bei einem Herrn Nendel bedienstet gewesen sei. William Vni" ton bejahte die Frage, worauf ihm der Nichter ein Zeitungs« blatt zeigte, worin er einige Tage vorher zufällig gelesen hatte, baß die Erben des Rendel einen der früheren Dicu-r ihres Vaters, namens William Vuxton, suchten, dem der Verstorbene 40 000 Mail hinterlassen hatte. Der Richter ließ den glücklichen Erben sofort frei, nachdem dieser versprochen hatlt, daß er nicht mehr betteln werde. — (Merkwürdige Hotels.) Von den vieltn sonderbaren Hotels, welche über die Welt verstreut sind, bt-findet sich eines der bemerkenswertesten bei Santa Cruz in Kalifornien. Der Besitzer hat sich die Baukosten erspart und zahlt auch keinerlei Miete. Das Hotel besteht nämlich aus einer An,',ahl jener Riescnbäume. wegen welcher Kalifornien berühmt ist. Der größte dieser Bäume hat einen Umfang von 22 Fuß und ist als Empfangsraum mit elektrischem Licht und allem erdenklichen Komfort ausgestattet. Die Schla zimmer, Nauchsalons und Speisezimmer sind auf die luxuriöseste Weise in den umliegenden Bäumen eingerichtet, way' rend andere Bäume wieder die Zimmer des Hotelpersonals enthalten. Dieses Hotel erfreut sich nach Tils-Bits einer so großen Beliebtheit, daß sich während der Sommermonate immer viel mehr Besucher cinfinden, als das Hotel aufz^ nehmen vermag. — Personen, die zum Nachtwandeln neiget, würden ant tun. das Vallonhotel in Eisenbcrg in der Schw") zu meiden; denn es liegt in der Luft, 1000 Fuß über der Erde. Es kann gleichzeitig 20 Gäste beherbergen, die durcy einen Ballon nach dem Hotel hinausbefördert werden. Da» Hotel wird durch acht große Ballons getragen, die von o" zn Zeit niedergehen, um von neuem gefüllt zu werden. ^' man sich denken kann, lockt die Aussicht, die man dort obe genießt und namentlich auch der Anblick des Sonnenuntel-ganges stets Besucher hinauf, so daß das Hotel sich als «ch einträglich für seinen Bescher erweist. — Bei Perdun an V Südlüste Frankreichs befindet sich ein unterseeisch Hott^ welches jeden Sommer von zahlreichen Gästen besucht wil ^ Das Gebäude besteht aus Stahl und ruht auf Netonfunv^ menten; es ist mit großen Spicgelglasfcnstern versehen, dum welche die Gäste auf die Schönheit des Lebens unter ^ Mceresfläche in einer Tiefe von sechs Klaftern hinausbiß ^ können. Durch kunstvolle Maschinen an der Oberfläche w'', den unten Befindlichen Seeluft zugeführt und zu gle'y Zeit wird die verbrauchte Luft durch Röhren hmaufgcpum^ In diesem Hotel schrieb der Romanschriftsteller N'ckM'^ einige seiner ergreifendsten Romane, wenn er. wie a^l^ ' dem lärmendenGetriebe der französischenHauptstadt eins» y , war. — Ein anderes außergewöhnliches Hotel befindet! in den Pariser Abzugsröhren unmitteloar unter der ^ ^ St, Madeleine, Es wurde ausschließlich zum Vest" . Rohrleger eingerichtet. Fast 100 Mahlzeiten werden °^ täglich verabreicht und fiir die Summe von ^ölf 3^. . ^ ! kann ein Mann auf eine Woche Kost und Wohnung "..^Z. ' nesigcn Abflußrohre finden. — Diesem Hotel ähnlich ''1,.^ jenige, welches für Besucher des Kohlenbergwerkes St. ^ ^ in Mons erbant ist. Es befindet sich auf dem G"»"^ ^Z Bergwerkes. l)00 Fuß unter der Erdoberfläche und^^ im Restaurant zu speisen: doch mein Veruf als Arzt führte mich wieder mit ihn» zufammen. Eines Tages erschien ein eiliger Vote mit der Meldung: „Eine Empfehlung vom Herrn Professor, Zander. Und er läßt sehr bitten. Er ist krank." ! Ich folgte der Einladung und fand den Professor in der erbärmlichsten Verfassung. Er litt an einer wegen ihrer Schmerzhaftigteit und Dauerhaftigkeit mit Rocht höchst unbeliebten Krankheit. Die Engel, si? mnnen fie Himmelsleid, die Teufel, die nennen sie Höllcnfreud, die Menschen, die nennen sie — vergnügte! Beine oder Rhemnatismus. Dem körperlichen Zustand entsprach sein seelischer. Seine Erhabenheit war vol<> ständig in die Brüche gegangen, und sein Mund floh über von bitteren klagen über seine Wirtschafterin, die ihn gefühllos behandelte. „Essen und Trinken, das ginge noch, in der KÄch»? ist sie Meister. Aber wenn das Weib auch nur einen Funken Mitgefühl hätte! Man lebt doch nicht von Brot allein." „Sie sind ungerecht", cntgegncte ich. „Die ^rcm bietet, was sie kann, und was Sie bezahlen. Verlange:: Sie mehr, so müssen Sie sich verheiraten." Er antwortete mit einem tiefen Seufzer. Einen Äugenblick fah er mich nachdenklich an, dann sagte eri „Wie gut Sie aussehen! Wahrhaftig, Sie sind stärker geworden. Es hat Ihnen eigentlich nie etwas gefehlt; aber fo wohl habe ich Sie nie gesehen. Sie sehen aus wie's ewige Leben." „Und bin schon seit anderthalb Jahren verheiratet und Vater eines munteren Jungen." ^ „Das muß schrecklich sein! Tiefes ewige Kinder« geschrei! Und Sie — Sie scheinen sich gut aktlimn« tisiert zu haben. Die rauhe Witterung paßt nicht für jeden." „Und ich fage Ihnen, lieber Professor, du> reinst,' i Frühlingsluft! Eine glückliche Ehe ist wie mn immerwährender Frühling, und wenn der Innge wirklich ! 'mal schreit — Nachtigallengefang gehört auch dazu." ! „Und dann und wann ein Gewitter mit Blilz und Donner. Nicht?" „Nun ja! Warum nicht? So eine kleine Ersli-schung ist gar nicht zu verachten." Eine Pause entstand, in der jeder seinen Gedanke, nachging. Dann sagte der Professor mit einem Blick, !als wollte er mein Inneres durchdringen: „Im Ernst, Doktor, sind Sie glücklich?" „Unsagbar!" antwortete ich aus tiefster Seele. „Meine l^rau ist engelsgut, das will viel sagen. Sie lann kochen, das ist mehr- Sie kommt mit dem Wirt schaftsgelde ans und fpricht über Malerei, Plastik, Musik und Theater." „Und schwingt den Pantoffel mit (Grazie", fügk der Professor mit einen: malitiösen Lächeln hinzu. Ich zeigte ihm meinen Hausschlüssel, und er senkte den Blick. Wir sprachen noch mancherlei, und nachdem ich meine ärztlichen Anordnungen getroffen halle, reichte ich ihm zum Abschiede die Hand. Er hielt mich fest und fagte: „Lieber Doktor, halten Sie mich zum Heiraten noch für jung genug?" „Aber ich bitte Sie, Sie sind noch ein Jüngling." „Und Sie können nur im Ernst und mit guten. Gewissen dazu raten?" „Ohne Bedenken! Doch wozu die graue Theorie? ^Besuchen Sie mich einmal, Sie werden dann sehen" Der Professor wurde plötzlich lebendig. Seiw> Allgen leuchteten auf. fein Oberkörper hob fich ein wenig, und mit fester Stimme entgegnete er: „AlM. macht, ich komme." (Fortsetzung folgt.> ! Die Stickerin von Mainz. j Historische Erzählung von Hermann Hirschfeld. ! (l!, Fortsetzung.) . ! Es war an einem der zwei Wochentage cm <- ^ eine beschränkte Anzahl von Bittstellern, ^'^sön-im Kabinette der Kaiserin vorlag, ihr Gesun) p ^ lich der hohen ^rau unterbreiten durste. M'eist ^.^ das Fräulein von Nerac, die an der Seite 'lM.^sAN weilte und als Dolmetscher für die der s"'^M Sprache Unkundigen zwischen diesen und der ^ ^^ — denn Iosefine, wie auch Napoleon verstm" Silbe deutsch — vermittelte. umen^' In dem weiten Raume herrschte eine be""" ^e Stille, aus der sich doppelt vernehmlich "'^^cin^ der ab> und zugehenden Lakaien abhoben. ^ ,^ »nil waren hier vertuen; auf jeden« Gl'iichte l"^ ^c c'inem nur zu beredten Ausdrucke die ^'""'l^ch. Erwartung, ängfllia) und l'^'slinnacjioh zul^ ^ ^. In einer E.fe, von den übrigen ^'"'U . ^, gesondert, saß ein schlicht-dunlel, aber nM ") ^ri< lichkeit gekleidetes, blondes junges Mädchen ^ Hellbach. ^ ein/ I Eine kurze Spanne Zeit hatte a""^ hla!^ tiefe i^alte des Seelenschmerzos in das !"' ^ die , Antlik zu graben. Ihre Augen hatten MW ^,.^e: Pracht der Räume geschaut, durch die nu" '^baN" ihr Ohr hatte die flüsternde Anspracl>e der ^ ^.^' nicht vernommen i ihre Seele, ihr ganzes «? nur e i n Gedanke: Josef. .„ ^in ^"" Sie hatte fich mit Namen und Stano n ^ße> einschreiben müssen und hatte nngcstcl^ ^^ M Anzahl Bittsteller gezittert vor dem Gf" ^, Aw ein andermal vertröstet zu »verden- """,'' u j^"' war ihr günstig gewesen: ihr Name Mori Laibacher Zeitung Nr. 287. 2397 15. Dezember 1902. Massiver Kohle ausgehauen. Das elektrische Licht an den glitzernden schwarzen Wänden, die untabeziert geblieben sind. 'st außerordentlich wirkungsvoll. Große, prächtig ausgestaltete Empfangs- und Schlafzimmer sind vorhanden, ja, dai (otel lann sich sogar eines Schwimmbades rühmen, welches durch eine unterirdische Quelle mit Waffer versorgt wird. I.1 b'e Fremdenbücher des Hotels waren etwa 1200 Gäste ein-Ielragen, welche im letzten Iah« die Höhlen besuchten, die >'ch 7^2 Kilometer weit erstreckten. -" (Tod eines Liebespaares.) In der Gemeinde Vrezlovac entführte jüngst, wie ungarische Blatt« Melden, ein serbischer Bursche die Tochter eines dortigen Hauers auf einem Leiterwagen. Während b«r Fahrt stürzte "r Nagen um und die Liebenden lamen unter den Wagen su liegen. Das Paar, das beim Sturze erhebliche Verletzungen Glitten hatte, lonnte nicht aus seiner Lage befreit werden und wurde tagsdarauf erfroren aufgefunden. . ^(Heringssegen —Ehesegen.) Aus London pichtet man: Der überreiche Heringsfang der englischen "ftlüste hat in diesem Jahre eine eigentümliche sozialölono^ Mlsche Folge gehabt. Seit Menschengebenlen haben nicht s) "'Ie Brautleute in den betreffenden Kirchen für den Weih-^chtsmonat den Eintritt in den Stand der Ehe beschlösse., ^le heuer. Es wird aus allen Küstenorten, in denen der ulschfang und namentlich die Heringsfischerei betrieben wirb, "Nt wirkliche Not der Geistlichkeit berichtet- an einigen Orten ^.l man zu dem Aushilfsmittel der Massentrauung gc-A^ffen. Hoffentlich kommt auf diese glückhaften Folgen des vkUngsfanges nicht allzu zahlreich der Katzenjammer. ^ (Das A ttent at eines Hahnes.) Wie aus ^uczawa geschrieben wirb, ist die Gattin des Landwehr-Nizials bei der dortigen Vezirlshauptmannschaft Ign^-, Mot das Opfer eines Attentate» geworden, das ein Hahn bUf die Dame ausgeübt hat. Frau Pleot fing nämlich in 'hrem Besitztum eine Henne. Als sie das heftig schreiende ^'N in das Haus tragen wollte, flog ihr plötzlich der Hausen auf den Kopf und bearbeitete sie mit wütenden Schna-"llhieben. Ehe die bestürzte Frau sich des Hahnes erwehre,, °nnte. hatte sie einen so wuchtigen Schnabelhieb ins Auge Mlten. bah dieses ausrann. Auf ihre Hilferufe wurde d:e Hwer verletzte Frau von dem wie toll sich gcberdenben Tiere "'°st. Man requirierte sofort ärztliche Hilfe, allein daS "Ugc war endgültig verloren und die Angegriffene wird noch °n Glück sagen können, wenn sie nicht auch die Sehkraft drs selten Auges einbüßt. "- (Eine Ablenlung des Missouri.) Wie us Newyorl gemeldet wirb. änderte der Missouri am Sonnend b«i der Stadt Nebraska seinen Lauf. Die grob: Aasstrmasse wandte sich ostwärts und flieht nun drei eng-^ Nieilen von der Stadt entfernt. Etwa fünf Meilen Nterhalo der Stadt ging der Fluh wieder in seinen alte, ^anal zurück. Die Veränderung wurde durch einen Eisdamm ^lursacht, der sich mehrere Meilen von der Stadt entfernt °''«te und den Lauf des Flusses ablenkte. Mehrere Dampf.'r ""n andere Fahrzeuge blieben gestrandet. Meilen vom Fluß s.lernt, zurück, und die Speicher und Ausladeplätze cm den. "uheren Fluhlausc sind nutzlos geworden. Die Eisenbahn-rucke überspannt nun trockenes ^and. Durch die Aenderung ^Flußbettes ist auch der Wasserbedarf vieler Farmen! ^d Fabriken gänzlich abgeschnitten, während anderseits vi?l ! and überschwemmt worden ist. Die Eigentümer, die an den lern des alten Bettes Besitztum haben, haben sofort einen "nspruch darauf erhoben, als Eigentümer des Flußbettes "erkannt zu werden. . ^- (Das 26. Kin d.) Von der Mattig wird gl< Mieben: Die ersten Tage dieses Monats gebar eine arme. ^'HeUchte Inwohnerin in der Pfarre M. das 26. Kind. ^. Kinder sind am Leben und wohlauf. Die ganze Familie ^ ^ auf die Unterstützung wohltätiger Menschen und der Gi-^be angewiesen. ^ auf dor Liste standen, von der kurz vor der All« ^nz die Kaiserin selber Einsicht nahm. A ^!"'^ ^m weiten Nnum ging eine Bewegung. H Flügeltür des Saale), die zum Vorzimmer des 'dinettes der Kaiserin führte, ward geöffnet. Eui ^ '"nwrherr erschien auf der Schwelle, um die einzel- ' ^'mnen der zur Audienz zugelassenen Personen s^U'ufen. Aber Plötzlich herrschte allgemeine Ve. NM?^' ^'"^ "''^ lauter Stimme verkündete der ^.. >, h^nde Herr, dasj infolge unvorhergesehener lj^udenlng ^l)re Majestät, die Kaiserin, sich geno> of: ^^ die anberaumte Audienz bis zum nächsten Etlichen Cmpfangstage zu verschiebm. ^ir> . " "'^ gedrückt entfernte sich die Menge. Aller !ll„l!^ ^^rrieten nur allzusehr dm Schlnerz der ge- "'chten Hoffining. ^Ur^s^ ^ ^'^" war Marie Hellbach; langsam ^"Mritt sie den Saal, die Lippen fest geschlossen, ri,^, titele sie, das Weh ihrer Seele könne sich in '' lnuten Ausschluchzen entlasten. Hit f "6nch bedeutete für doH arinc Mädchen, da^ sjyt,. . ''"ll^r Hoffnung gekommen war, einen Tode,?- ^ ^Nn'l^ ^"ugte namenlos um den Bruder, desfen an- ^ nh . ^nssung immer mehr schwand, sowie um die, heit ? ^nig bessernde Awtter, welä>er die Abwesen- ^ ^s Sohnes bereits Sorge einzuflößen begann.! ^'Nni ^ ^" Stilen' schickte Äc'arie sich an, die breite. ^ gelegte H'l'arnwrtreppe hernieder zu steigen^ Hui^ ?^ ^"l! sie einen Schritt gehört, plötzlich eine " "ire Schulter berührte. Üch ^77 war ein schwarzgelleideter Herr, der, wie ^ !„^^"nerte, bereits bei der ersten Anmeldung Na-""d Stand der Audi^nzsuchenden notierte. ! l Lolal- und Prouiuzial-Nachlichten. — (Amtstiacht für Verteidiger.) DaH Justizministerium erließ türzNch ein Rundschreiben an die Abvotattntainmein Oesterreichs behufs Aeußerung, ob auch die Verteidiger bei Verhandlungen mit Talar und Barett angetan sein sollen. Die steiermärtische Advolatentammer bejcyäjtigte sich in ihrer letzten Generalversammlung mit dem Rundschreiben des Iustizmimsteriums. Nach längerer Debatte wurde mit 17 gegen 14 Stimmen beschlossen, das Schreiben in dem Sinne zu beantworten, daß die Verteidiger ixi Verhandlungen gleichfalls wie der dichter mit Talar und Varctt angetan sein sollen. — (it. t. Zentraltommission für Kunst-u n b h i stori sche De n tma le.) Aus der Sitzung vom ^1. November: Vartholomäus Peönil berichtet über die Aufdeckung zweier römischer Gräber in Vrölin bei Nubolfs-wert. — (Der Laibacher Gemein derat) hält morgen um 5 Uhr nachmittags eine außerordentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Berichte der Schui-stltion: u) über das Gesuch der Aushilfstindergärtnerin Anna Gorup um Ausfolgung des Honorares auch in der Ferienzeit; li) über die Genehmigung der Dotaiionsrechnun-gen für das Jahr 1W1/1W2 an der Volksschule am Karo-lincngrundc; «) über das Gesuch der Leitung der Mädchen-waifenanstalt Lichtenthurn um Äeitiagsleistung behufs An-fchajfung von innerer Schuleinrichtung; cl) über die Ne-ti'illigung eines Nachtragslreoitcs von 400 X für die Herstellung von Oefen an der 11. ftadtiichcn Knabenvoltsfchulu (Nescient Dim nil); o) über die Bewilligung eines Nach-tragslrcdites für verschiedene Neuerfordernisse an den städtischen Volksschulen im Betrage von 340 X (Meferent Doktor Voiar). — 2.) Berichte des Wasserleitungsdirettoriums: n) über den Voranschlag der städtischen Wasserleitung pro U1U3 (Referent äubic); b) über den Vertrag mit dem t. t. Ackeibauministerium, betreffend die Zuleitung von Wasser zum Gestüte in Selo (Referent 8ubic); e) über das Gesuch der Erben nach Marie v. Vongratz um Abschreibung für den Gebrauch eines größeren Wasserquantums (Rc^ ftrent Groöclj); 6) über ocn Vorschlag des Stadtmagistrates, betreffend die Errichtung einer Verfuchsstclle füi Wasjermesser (Referent ^i u b l c). — 3.) Berichte der Finanz-ftltion: u) über den Vorschlag des städtischen Lottcrie-An-Icyens pro 1W3; d) über den Voranschlag des Bügerver-mögensfonds pro 1903; «) über den Voranschlag der in s.äbtischer Verwaltung stehenden Stiftungen per 1908; : u. über die Vergebung der städtischen Steinmetzarbeiten fii'. die Jahre 1908. 1904. und 1905 (Referent T u r l); d) übec die Vergebung der Beschaffung von Bauholz für Gemeinde eifordernisse für die Zeit von 1903 bis 1905 (Referent Turk); c) über die Vergebung der Stadtfuhren für di-Jahre 1903, 1904 und 1905 (Referent Dr. Starö)! d) über den Vorfchlag des Bürgermeisters, betreffend die Neuregulierung der Bleiweisstrahe an der iireuzungsfteüe mit der Wiencrstraße und über den Anlauf des Gorupfchcn Grundes bis zu dessen Hause (Referent 2 u 5 e l). — 5) Belichte der Finanzfcltion: u) über das Gcfuch eines Haus bcsitzers um Priorität der Intabulation eines beabsichtigten Darlehens vor dem 3 Aigen Darlehen (Referent Dotw7 Stalls; d) über das Gefuch eines Hausbesitzers um Bewilligung der Intabulation eines Darlehens vor dem inta-bulierten 3 ^igen Darlehen: <>) über die Zuschrift des Stadt. Magistrates, betreffend die Gewährung von Remunerationen für'zwei Schriftführer bei verschiedenen Sitzungen; ch über das Gesuch des städtischen Kerkermeisters Johann Pirh um „Nicht Wahr, Sie sind die Stickerin?" fragte er in reinem Deiüsch. „Ich habe Sie angemerkt, wie ich glaube!" , , „Marie Hellbach, Stickerin, ,a", erwiderte das junge Mädchen, deren Herz höher schlug. Sie wufzlc nicht, wa5 die 7>rage bedeuten sollte. „l>)ut, dann folgen S'e mir! ^hre Majestät will Sie sehen!" beschied der Hauobeamte sie, indem er sich olme weitere» umwandte, um mit Marie aufs neue den Wartesaal zu betreten. Die Bittstellerin überlief es wie ein Fieberschauer. Wa5 konnte die Hohe. Mächtige veranlassen, von allen, die getäuscht de5 Weges zogen, sie allein zu erlesen, sie. die arme unbekannte Tochter der Witwe? Warum ward die „Stickerin" befohlen und nicht die Marie Hcllbach? Hastete schon jetzt em böser itlnng an den: Namen? Aber der Angenblick war zu Erwägungen solchec Art wenig geeignet, und ihre ganze straft zusammen-i,elnnend, folgte Marie ihrem Führer durch den men. schenleeren Saal. Am Eingänge des Vorzimmers übergab der Vc. amte die Befohlene dem dicnsttnenden Lakaien. Dnrch den mit Seidenstoff bezogenen Raum schritt das Mäd> chen demselben nach. Icht hob sich die schwere Brokat-portiere, die dao anstoßende Prunkgemach von diesem ersten schied, eine von lindem Wohlgeruche durchzogene Luft wehte der langsam Vortretenden entgegen und — das einfache, schlichte Mädchen aus dem Volte stand in dem Kabinette der mächtigsten Herrsäierin d<^ Ero» balls, , , ,, (Fortsetzung folgt.) Remuneration (Referent Prosenc); b) über da« Gesuch eines Hausbesitzers, betreffend die Auifolgung des ihm bedingungsweise gewählten 3 t^igen Darlehens (Referent L e nöe). — (Deutscher u. Oesieiieichischer Alpen-Verein) Die Da,men, welche an dem Feste der Seltion jirain des Deutschen und Oesterreichischen Alpenoereines mitwirken, weiden ersucht, sich morgen um 5 Uhr nachmittags im ilasino (Balkonzimmer) einzufinben. ' (C h r i st ba u m fe le r.) «Die fröhliche, selige Weihnachtszeit", auf welche slch alljährlich so unzählige linder- und Elteinherzen schon monatelang vorher freuen, ist leider für wohl eben so diele Kinder und Eltern nxoer eine fröhliche noch eine selige Zeit. 5tein mü Aepfelp. Birnen und vergoldeten Nüssen, mit süßem Backwerl, Flitter und Glaslugeln geschmückter Christbaum strahlt in den Wol, nungen der Armen den frierenden und hungernden Kindern, lein fröhliches Weihnachtslied ertönt da, wo man nur die Not und Sorge des Lebens, nicht aber seine Freuden tennt. Die Aufgabe der gütigen Fee des Zaubermärchens, die sich der Hütte der Armut naht, Freude und Glück in dieselbe bringt, zu übernehmen, sind in erster Linie Frauen berufen, deren Sinn für Wohltätigkeit und Unterstützung der Armut ihnen zur Zier und Ehre gereicht. Und die schöne Ohristbaum' fticr, die vorgestern atxnds im Konzertsaale der Tonhalle für die den Kindergarten und die Knabenvolllschul« des Deutschen Schulvereines besuchenden armen Kinder gereichte den Damen der Frauenortsgruppe, allen Wohltätern und Förderern, unter denen natürlich die ttrainische Sparkasse in erster Linie prangt, zur Ehr und Zier. Der große Saal füüte sich rasch mit zahlreichen Besuchern, die mit größter Anteil' nähme den fesselnden Verlauf des Festes verfolgten, dessen Schwerpunkt in den reizenden Spielen der Zöglinge des itinbergartens lag. Die Feier beehrten Ihre ltzzellenz Baronin Olga Hein geb. Gräfin A p r a x i n, sowie viele Honoratioren mit ihrem Besuche. Ein Weihnachtslied, gesungen oon den Schülern der Knabendoltsschule des Deutschen Schulvcrcines, die unter Leitung ihrer Lehrer, der Herren Weinlich, Ludwig und U h I, erschienen waren, voi letzterem auf dem Harmonium begleitet, eröffnete stimmungi-voll die Feier. Die Anfprache und Danlesrede von Zöglingen des deutfchcn Kindergartens, die Marschübungen, Spiele so-wir Vorführungen der netten, pausbackigen, herzigen Kleinen, die wunderhübschen Lieber, die sie sogar zweistimmig glockenhell vortrugen, gaben der Lehrtätigkeit de: aufopfern-den Hingabe. Geduld und Ausdauer der Leiterin des von 95 Kindern befuchten beutfchen Kindergartens, Fräulein I Eugenie Singer, und deren Gehilfin. Fräulein Emili-^Ä ö hm, ein glänzendes Zeugnis. Dantbar wurden auch sinnige Vorträge aufgenommen, die mit fchönem Ausdrucke Fräulein Ottilie Iunowicz und drei Zöglinge des Institutes Huth-Hanh deklamierten. Nach Beendigung der Darbietungen ergriff der Obmann der Ortsgruppe Laibach bis Deutschen Schulvereines, Herr Alois Dzimsli, das Wort, sprach den Lehrerinnen, Fräulein Singer und Bö hm, dem Lehrkörper der deutschen Schulvereinsschule und des Institutes Huth-Hanh die warm« Anerkennung aus, gedachte der Verdienste des Vorstandes der Frauenortsgruppe, be-stehend aus den Damen: Therese Maurer, Ninla Luck-mann. Marie G ö tz, Marie von V l a ch k i, Ricka Tön-nies und Marie W e t t a ch, um das Zustandekommen der Feier, rühmte die Großmut der Spender, insbesondere der ^iainischcn Sparkasse, und schloß mit einem dreifachen, von der Versammlung begeistert aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät den k a i s« r. den edlen Schirmer und Förderer des Schulwesens. Die Schuljugend stimmte sodann die Volls-hymne an, die von den Anwesenden stehend angehört wurde. Mit mancherlei Gaben angenehmer und nützlicher Art tour-den nun die Kleinen reichlich bedacht- die Verteilung nahmen die Damen des Vorstandes der Frauenortsgruppe vor, wobn sie in liebenswürdigster Weise durch die Frau Generalin von Anger holzer, Frau Generalin von M a n u s s i, geb Gräfin Pace, und Frau M. konönit, Landeischulin« fpeltorsgattin, unterstützt wurden, H. — (Neteilung armer Schullinder.) Im Turnsaale der 1. städtischen knabenvollsschule fand gestern vormittags um 11 Uhr die Beteilung armer Schullinder dec hiesigen städtischen Volksschulen mit Kleidungsstücken. Schuh, werk, Ehwaren ?c. statt. Es ist dies ein Humanitätsalt, wic er seit 30 Jahren stets vor den Weihnachtsfeierlagen üblich ist. und um den sich ein rühriges, aufopferndes Komitee, bestehend aus dem Herrn lais. Rate Murnil und den Dame -Frau Dr. T a v ö a r, Frau Preml sowie den Fräulein Iosefine klein. Ella Lozar und Julie Preml. wie feit einer Neihe von Jahren auch heuer veidient gemacht ha». Neben diesem Komitee hatten sich noch zahlreiche andere Damen in den Dienst der guten Sache gestellt, unermüdlich di, Kleidungsstücke genäht, bei zahlreichen Wohltätern Gaben eingesammelt u. dgl. mehr. Zu der Beteilung waren untss anderen erschienen: Seine Exzellenz der Herr Landespräsibent Freiherr v. he in, Herr Kanonikus kalan als Stellvertreter des hochwürdigsten Herrn Fürstbischofes. Herr Direttl,, Levec. Herr Bczirlsschulinspeltor M a i e r, Herr Maa> stiatsstlrelär L a h. zahlreiche Vertreter der Laibacher Leh' reischaft, die Herren Katecheten Mlalar und S i r o j. Angehörige der Schulkinder ?c. Herr Oberlehrer Gabrset dankte zunächst dem Komitee für besien Opfersreudiglei dann der Krainischen Sparlasst für die namhafte Spende sowie allen sonstigen Wohltätern, und wandte sich zum Schlüsse an die Schulkinder und deren Eltern mit der Mah-nung. stets der Wohltäter eingedenk zu sein. Auf feine Vill-interveniert' hik'ius S.ine Exzellenz der Herr Landespläsi-dent im Vereine mit den Komiteedamen in liebenswürdigster Weise bei der Neteilung der 24U erschienenen Schulkinder, welche Neteilung für jedes einzelne Schullind sehr reichlich ausfiel. Nachdem Herr Kanonikus Kulan Seiner Exzellenz dem Herrn Landeschef für dessen Erscheinen sowie dem >Komitee für dessen Mühewaltung in hnzlichen Worten ge- ymbacher Zeitung Nr. 287. 2398 _____ 15. Dezember 1902. dankt hatte, gelangten seitens eines Schullnaben und eines Schulmädchens zwei Deklamationen, in welchen allen Wohl. t^tern der Danl ausgedrückt wurde, zum Vortrage, und hie-mit fand die ansprechende Feier ihren Abschluh. — (Preisherabsetzung für Diphtherie-Seru m.) Das staatliche serotherapeutische Institut in Wün hat auf Grund eines Erlasses des Ministeriums des Innern ali 1. Jänner 1903 die Preise des Diphtherie-Heilserums um zirka 40 Prozent ermäßigt. — (Der slove nische Alpenverein) veranstaltete vorgestern abends im „Narodni Dom" einen ausge-zeichnet besuchten Vortragsabend in Verbindung mit einer Ausstellung von Amateur-Photographien. Der als Hoch. tourist in weiteren Kreisen bekannte Herr Katechet Mlalar schilderte in längerem Vortrage eine Besteigung des Mangart und des Ialovec und fand für seine Ausführungen laut»,n Veifall. Hierauf wurde die Ausstellung der Photographien vom Qbmanne der Vereins-Amateur-Photographen, Herrn Prof Macher, durch eine Ansprache eröffnet, in welcher auf die erfreulichen Erfolge der Seltionsmitglieder hingewiesen und des verstorbenen Mitgliedes Dr. Nado Furlan mit ehrenden Worten gedacht wurde. An der Ausstellung, welche allerdings nicht so zahlreich wie in den vorigen Jahren sei, dafür aber hinter denselben nicht zurückstehe, haben sich die Herren Gregore. Knafelc. P. Schneditz (Villach). Za-zula und Rotter mit zirla 60 üandschaftsbildern aus der heimischen Alpenwelt, P. Schnedih zudem mit Aufnahmen aus Dalmatien und Albanien beteiligt. Die Jury habe letzterem ein Ehrenbiplom zuerkannt, weiters den Herren Gregore und Knaselc, die sich bereits im Besitze eines solchen befinden, je ein Geschenk, und zwar ersterem eine Reproduktion des Gemäldes „Die Weihenfelser Seen" von Grm, letzterem eine Spitzhaue gewidmet. — Die Ausstellung erhielt der brillant ausgeführten Photographien halber den verdienten Anwert, sie erbrachte aber auch wirklich den Veweis, daß die Vereins-Amateur-Photographen unter ihrem Ot>>-manne, Herrn Prof. Macher, durchaus Anerkennenswertes geleistet b/lben. — Eine ungezwungene Unterhaltung, welche durch Liedervorträge eines ad kou zusammengetretenen Chores belebt wurde, hielt die Gesellschaft bis gegen die Mitternachtsstunde in fröhlicher Laune beisammen. * (Versammlung der Tabalfabiilö-arbeiter und -Arbeiterinnen.) Vorgestern nachmittags h«lt der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der t. t. Tadal-Hauptfabrit im Weiserschen Gasthause an der Triesterstraße seine Monatsversammlung ab. Nach dem Berichte der Vereinsfunltionäre besprach Herr Dr. I. E. K r c l die Bedeutung der Arbeiterorganisation mit besonderer Berücksichtigung der Tbalfabritsarbeiter und -Arbeiterinnen und forderte diese zur Einigkeit auf. Die Versammlung be-schloß, im Fasching eine Vereinsunterhaltung zu veranstalten. Die Vollversammlung des Vereines findet in der eisten Hälfte des Monates Jänner statt. — (V e re i n s we se n.) Die in der letzten Nummer über den Verein Oru.^vo gv. Nui-W gebrachte Notiz lst dahin richtigzustellen, daß die Genehmigung der Statuten des neuen Vereines bisher noch nicht erfolgt ist. — (Aus der Laib acher Diözese.) Zur Neubesetzung sind ausgeschrieben dic Pfarren Kaltenfeld im Dekanate Zirlnih und Trata im Dekanate Altlag. Kompetenz gesuche an die t. t. Landesregierung bis 27. d. M. Weiters ist die Pfarre Aßling im Dekanate Radmannsdorf ausgeschrieben. Gesuche an das f.-b. Ordinariat bis 10. Jänner :b03. o. * (Vom Eislaufplatze.) Gestein nachmittags war danl der günstigen Witterung und infolge des Pro-menadcionzcrtes der Militärkapelle der Eislaufplatz das Ziel zahlreicher Freunde des schönen und eleganten Sportes. Eine große Zuschauermenge hatte sich eingefunden, welche die Kunst lühner Schlittschuhläufer nach Gebühr bewunderte und trotz der Kälte tapfer ausharrte. - (Transformationsvorstellung.) Die für vorgestern in der Arena des „Narodni Dom" angesagte Vorstellung des Transformationslünstlers Gavrilovn: und desten Frau fand wegen zu geringer Beteiligung nicht statt, sondern wurde auf den heutigen Abend übertragen. * (K a m i n f e u e r.) Vorgestern nachmittags entstand im Hause des Herrn .Hermann Halbensteiner an der Petersstraße ein Kaminfeuer. welches jedoch von den herbeigerufenen Kaminfegern sogleich gelöscht wurde. Die Feuerwehr wurde nicht alarmiert. * (Feuer in Labere a.) Heute nachts brannte in Laverca der Kuhstall und die Schupfe des Realitätenbesitzers ttarl Lenöe in Laverca ab. Auf dem Brandplatze erschien auch eine Abteilung der Laibacher freiwilligen Feuerwehr. Die Entstehungsursache des Feuers ist bis jetzt noch nicht bekannt. * (Ein gewesener Kaplan verhaftet.) Der gewesene Kaplan Johann V e z e l j a l, welcher von allen geistlichen Berechtigungen entheben wurde und daher ninit mchr ber?chtigt ist, in Priesterlleidern als Geistlicher aufzutreten, trieb sich in letzterer Zcit, als Geistlicher angekleidet, arbeitslos umher. Er spiegelte mehreren Leuten vor, er sei als Kaplan — jedem eine andere Pfarre angebend — an-gcstellt und einstweilen wegen Krankheit beurlaubt. Er behauptete auch, er habe in der Sparkasse Geld angelegt, tin andermal gab er wieder an. er habe in Laibach bei 240 X an Gebühren zu beziehen. Durch solche Reben verstand er die Lcute, von welchen er kleine Darlehen verlangte, derart in Irrtum zu führen, daß ihm diese tatsächlich Geldbeträge ausfolgten. Vezeljal beteuerte nach Erhalt des Geldes, er werde die erhaltene Summe gleich um nächsten Tage zurückgeben. Matthias Terlep aus Unter-8i5la gab dem Aezeljal in einem Kaffeehause in Laibach 22 K. der Keuschlerssohn Franz Mrzlilar in Koscze 9 X. der Gastwirt Martin Pov3e in Unter-Ki^la. bei welchem er cuch eine Zeche von 2 X 10 !, schuldig blieb. 8 X und Franz Luznar in Unter-Ki5ka 2 X Vein, Gastwirte Thomas Kmetic in Unter-Ki^la machte Vc-zeljat eine Zechfchuld von 48 !i; da er diese nicht bezahlen onnte, so üeh er dort seinen Hut als Pfand, worauf er sich zum Handlungsgehilfen Ferdinand Ker^iö in Unter-8i^a begab und diesem einen Hut herauslockte. — Am 11, d. M. wurde Aezeljal von der Gendarmerie in Ober-6iäla verHaftel rs.d dem l. t. Landesgerichte eingeliefert. Nachdem sich N>-zeljal auch in Laibach herumgetrieben hat, dürfte er hier ähnliche Betrügereien verübt haben. * (Mit dem Messer.) Der Schuhmachergehilfe Matthäus Semrajec, wohnhaft Reitschulgasse, der Schlossen gehilfe Franz Stresen, Austraße, und der Arbeiter Anton Fritz überfielen heute nachts in der Ziegelstraße den Schlosser-gchilfen Philipp Sibic und die Tabalfabrilsarbeiterin Io-Hanna Ambro5. Sibic setzte sich zur Wehre, zog sein Taschen -meffer und schlug mit demselben um sich herum, wobei Stresen eine tiefe Stichwunde in den Rücken erhielt. Auch Sem-rajec und Fritz trugen Verletzungen davon. Stresen wurde mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus überführt. Sibic wurde verhaftet. — (Der Unter st ützungsverein für slo-venischeHochschülerinGraz) hatte im verflossenen Schuljahre 5944 X 66 li an Einnahmen und 6704 1^ 16 I-. on Ausgaben zu verzeichnen. Beteilt wurden 52 Studenten (darunter 8 aus Kram) in 490 Fällen. Das disponible Kapital für das sechste Vereinsjahr beträgt 491 X 84 ll. — Der Verein zählt ein Ehrenmitglied, 12 Gründer und 173 llnlerstützende und ordentliche Mitglieder sowie Wohltäter. Die Beiträge im abgelaufenen Vereinsjahre erreichten die Höhe von 5713 X 30 k. Hheater, Kunst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Die vorgestrige zweite Aufführung von Gounods „Faust" fand leine besonders zahlreiche Zuhörerschaft, und es herrschte, dem Besuche angemessen, eine ziemlich frostige Stimmung. Die schönen Leistungen der Damen Zinsenhofer, Neston und Frau Wert sowie der Herren Rochell und Ott verdienten neuerlich warme Anerkennung! unserem Urteile über Herrn Hanno haben wir nichts mehr beizufügen. Natürlich stand ^ oie Reprise beiweitem nicht auf der Höhe der Erstaufführung,! besonders machten sich Schwanlungen im Chore und Orchester i unangenehm bemerkbar. ^. " (Wohltat igle its-Konzert.) Wie bei dem oft bewährten liebenswürdigen Entgegenkommen und dem Kunstsinne des Publikums nicht anders zu erwarten war,! fand sich gestern nachmittags zu dem Wohltätigleits-Konzerte zu Gunsten des Kaiserin Elisabeth-Kinderspitales eine zahlreiche, distinguierte Zuhörerschaft ein. Es beehrten das Kon- > zert mit ihrem Besuche: Seine Exzellenz Landespräsident! Freiherr von Hein und Baronin Olga Hein, geb. Gräfin ^ A p r a z i n, Ihre Exzellenzen Divisionskommandant FML.! Edler von Chavanne, FML. i. R. von Höchsman n,! die .Herren Generalmajore von Angerholzer, Ma-! nussi und Kubin nebst vielen Stabs- und Oberoffl- ! zieren, anderen Honoratioren und Würdenträgern. Das Kon-zeit verlief glänzend und bereitete dem Publikum einen aus-! erlesenen Kunstgenuß. — Ein ausführlicher Bericht folgt. — (Nava l.) Einem Privatschreiben unseres Lands-mannes, des Sängers N a va l - P o g a 6 n i l an einen hier ^ dcmizilierenden Freund entnehmen wir, daß der gefeiert:! Künstler gegenwärtig in MoLlau konzertiert. Von Mos^ lc,u begibt sich derselbe nach Stockholm, woselbst er in der königlichen Oper lOmal auftreten wird. Im Monate Februar hofft Herr Naval-Pogaönit nach Laibach lcmmen zu können. - (Gri llparzers Werte) werden nun nach Ablauf der 30 Jahre, seitdem der große deutsch-östeireichiscye Dichter aus dem Leben schied, in einer äußerst billigen 'Ausgabe in der bekannten „Allgemeinen Natio nal-Aibliothel" (Daberlows Verlag in Wien) zu erscheinen beginnen. Nachdem die unter des feinsinnigen Wiener Dichters Josef Böck-Gnadenau umsichtiger Redaltion stehende „Allgemeine National-Bibliothel , auf welche wir an diefer Stelle schon wiederholt hinzuweisen An-laß hatten, schon in früheren Heften die bisher weniger be-tannt gewesene Erzählung Grillparzers: „Der arme Spiel-mann" zum Wiederabdrucke gebracht und auch eine von dem lestrenommicrten Schriftsteller Adam Müller - Guttenbrunn dcrfcihte vorzügliche Grillparzei-Viographie hatte erscheinen lassen, wird nun zunächst an die Publikation von neun der hervorragendsten, zum Teile dem Repertoire der grohcn Bühnen ungehörigen Stücke des patriotischen Dichters ge-stritten. Es werden „Die Almfrau", „Sappho". „Daö goldene Vließ", „König Ottolars Glück und Eede", „Ein treuer Diener feines Herrn", „Des Meeres und der Liebe Wellen" „Der Traum ein Leben". „Melufina" und „Weh dem, der lügt" zur Ausgabe gelangen. Was diesen Wiederabdrucken der klassischen Werke Grillparzeis außerdem einen noch ganz besonderen Reiz verleihen wird, das werden die den einzelnen Stücken beigegebenen Illustrationen sein, die zumeizl den Reliefs auf dem Wiener Grillparzer - Denkmale in-Vollsgarten von Weyrs Meisterhand nachgebildet sein werden, außerdem die Nachbildung des Grillparzer-Denkmals (Gesamtansicht) von Kundmann, die Nachbildung düs Eidbruches aus dem Zyklus „Die schöne Melusine" von Moriz von S ch w i n d und das wohlgetroffene Porträt des Dichters von Daf finger. — Diese Ausgabe wird die Nummern 318 bis 327 der „Allg. National-Nibliothe!" umfassen, deren Preis sich bekanntlich auf 20 Ii per Nummer stellt; nebstbei wird eine Bandausgabe, die neun dramatischen Werke samt Biographie umfassend, in geschmackvollen Original-Einbänden per 3 li vorbereitet, die sich ganz besonders zu Weihnachts- und Festgeschenlen eignen wird. Di-Kenner und Schätzer von Grillparzers herrlicher Muse wie nicht minder jeder österreichische Patriot weiden, wenn nicht schon im Besitze der bisher so kostspieligen Ausgaben dieses liierarischen Schatzes, gewiß die Gelegenheit gerne ergreifen die Werke des Dichters ihrer Büchersammlung einzureihen, dessen klassisch schöner und patriotischer Ausspruch: „IH rede die Sprache meines Vaterlandes", ben Grillparzer schon im Jahre 1828 in seinen ..Tagebuch' blättern" niedergelegt hat, ebenso zum geflügelten Worte zu werden verdient, wie sein späteres großes Wort von Nalel Radetzly und der ruhmreichen l. u. t. Armee: In deinem L a ge r ist Oe sterreich!" k. v. N '— (Weihnachts- und Ne u ja hr s - P ost" karten mit religiösen Farbenbildchen) nach Aquarellen von Alois Greil. Darstellungen und Szenen aus dem Leben der Weihnachtszeit in Haus und Kirche 12 Karten (sortiert) in eleg. Envel. 50 I>. (Wien, St. Nor-berlus Vcrlagshandlung.) Es sind Kompositionen liebens-würdigster Art, welche in diesen fein in Farben ausgeführten Karten geboten werden. Unter den elf neuen Darstellungen werben die reizenden Figürchen und Bildchen „Da sckM dort ist das Christlindlein". „Christkinder!, ich hab' dich gern". „O glückselige Weihnachtszeit!" besonderen BeifaU finden. — (Eine große Ausgabe von Viktor Hugos Werken) wird der französische Staat herauf geben. Wie man aus Paris meldet, ist die National-Druclerei mit dieser Aufgabe betraut. — (Gesammelte Werke Leonardo da Vincis.) Der italienische Unterrichtsminister hat be' schlössen, die gesammelten Werke Leonardo da Vincis herauszugeben. Leonardo da Vinci hat einen Berg von Manu slripten hinterlassen, die lange Jahrhunderte im Staub der Archive moderten und erst in den letzten Lustren nach un? nach ans Tageslicht gebracht wurden. Landwirtschaftliches. — (Ueber Mil ch eil t i a h mung unbVutte r? cizeugung.) Nenn wir dic Milch durch die ErzeugM von Butter gut verwerten wollen, so müssen wir zunäch cms eine möglichst vollkommene RahmausbeuN sckauen. In dieser Beziehung leisten uns die besten Men!« du sogenannten Milch-Zentrifugen. Diese SchleudermaschlN" bieten für den Milchwirt derartige Vorteile, daß sie schon '" jeder besseren Wirtschaft eingeführt lverden. Mit den tleiM Handzentrifngen kann sich selbst der kleinere Landwirt die!« segensreiche Einrichtung zunutze machen. Die V^l^W.d Zentrifugenbetriebes sind mehrfach und zeigen sich zunaHI darin, daß die Entrahmung der Milch viel vollkommener ) . schieht als durch jedes andere Aufrahmverfahren. Hiedur^ erhöht sich aber auch ganz bedeutend die Butterausbeu^ Während mnn bei dem landläufigen Aufrahmen in Satt aus 32 bis 35 Liter Milch 1 Kilogramm Nutter erzeug liefern bei der Zentrifugencntrcchmung 24 bis 25 Liter W^ 1 Kilogramm Butter. Üebcrdics ist die Zentrifugenbutter vtt feiner und teurer im Preise, so daß sich dieser Vorteile weg^ die Anschaffung einer Zentrifuge in kurzer Zeit bezahlt ma» ' Die Entrahmung mit der Zentrifuge bietet aber auch '"l^ fern Vorteile gegenüber dem gewöhnlichen Aufrahmverfayr ' als man in diesem Falle eine völlig süße Magermilch , lommt, die sich nach jeder Richtung hin, sowohl als ^f ^ rungs' als auch als Futtermittel besser verwende" lav^ Schließlich gewährt die Zentrifuge einen sichereren ^ / dc man die Milch sofort nach dem Melken, also frisch' "„ rahmen kann und man deshalb viel unabhängiger """ ,i Temperatureinflüssen die Buttercrzeugung betreiben al5 sonst. Für eine möglichst gute Nuttergewinnung e.^, siehlt sich aber auch folgendes. Der Rahm soll nicht 3. ., ^ frisch verarbeitet werden, sondern wenn er ^"^^s-24 Stunden gestanden ist und die sogenannte ..V"^!^M leife" erlangt hat. Die Erfahrungen haben gelehrt, baß ^. ans diese Weise um 10^ mehr Nutterausbeule hat aie^ frischem Rahm. Ferner ist es auch nicht gleichgültig, ^v ^, den Rahm in süßem oder in angesäuertem Zustande buttert. Der süße Rahm bedarf mehr Schlagwirtung ^ ergibt eine geringere Nutterausbeutc als der angesäuerte- ^ schwach angesäuerter Rahm gibt also eine volllomw ^ Ausbeute und eine leichtere Vutterung, außerdem "^« aromatischere und geschmackvollere Butter. Annahme des Tarifgcsctzcs im deutschen Reichs, Der deutsche Reichstag hat gestern früh gegen A^nit-nach 18>/Mnbiger Sitzung das T a r i f ge se h '" ^ruft abstimmung angenommen. (Minutenlange 2N bei der Mehrheit.' Pfuirufe bei der Minderheit.) ^ ^^-< Telegramme des k. K.TelegraPhen-Korressi.-Burea«s'' Die Borgänge in Venezuela. .^j La Guayra. 13. Dezember. Das deutsch« ^ schiff „Vineta" hat das Venezuelanische Kanonenv" stauiadoi" genommen, als dieses Guanta verließ- ^^lt Washington. 13. Dezember. Präsident ^.^ und Staatsselretär Hay hatten heute in der «nez" z ^ß Angelcgenl)eit eine Besprechung. Neide sind b« ""'^ b't — wenn nicht unerwartete Verwickelungen ""!" ^,t< Vereinigten Staaten sich in den Streit nicht erni hineinziehen lassen sollten. .«^aMM ^ Paris, 13, Dezember. Ein Plwattelegr« ^ ^ „Matin" aus Caracas vom 13. d. M. meldet. °"^,pfer» pitän des in Puerto Cabello liegenden englischen ^uzel'' „Tocaze" sich beim Kommandanten des englis^" ^^ c> „Charybdis" wegen Beleidigungen beschwert t)<". U-seitens der Venezuelanischen Vc Horden erfahren / ^lde < Kommandant verlangte Genugtuung, anbernfau ^hörbe die Stadt bombardieren. Da die Venezuelan: cye, ^ u" diese Aufforderung nicht beantwortet ^""^llgebä"" '/^> Uhr nachmittags das Bombardement des -3 von Puerto Cabello begonnen. Laibacher Zeitung Nr 287. _____________________________2399__________________________________________Ib. Dezember 1902. Meteorologische Beobachtungen in Laioach. Seehühe 306-2 ,n. Mittl iiustdruck 736-0 n:rn. Igl^il Ä< , 74s ^^6 6 SO. mählg > lewältt s " ^ 9 > ^.. 748 2 7 0 SO. mäßig bewttM !____ 7 ÜI ss, ?49 0 -8 - 0^ SO' schwach ', bewültt ! "- 2 . N. 749 3 -S 4> SO. mähif, ! bewöltt ! 0 0 —^^. ^749^« -8 - 2^ SO. mähig^! benMtt , ^1? . st ^747 «1-10 », SO. mäßig , bewvlrl sv0 Da^ Tlisse?milmd vom Sonntag -7 b°, Normale -14«, beziehungsweise-1b». Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Velstorbene. Am 11. Dezember. Stanislaus Kumel, Schuhmachers« lohn, 11 Tage. Floriansgasse 40, Lel'ensschwäche. Im giuilspitale: Um II. Dezember. Maria Berbit, Tagldhnenn, b4 I., ^oließenellltic) corcll». PM^ Merüage. "WH Un'erer heutigen Nummer (Stadtauflage) liegen dir Verzeichnisse von Jugendschriften aus dem Verlage von G. Weise m Stuttgart und aus SchwN' bachers Verlag in Zlultgart bei und sind die angezeigten Vücher zu beziehen von Jg. v. Kleinmayr k Fed. Bambergs Buchhandlung w Aaibach. (4«b9) Lottoziehuug vo« 13 Pezembn. Lin^: 42 30 76 16 54 Trieft: 63 SS 51 36 41 Der itst'ichchenÄ aufhänqen wirv. Del» selbe zeigt in lünftlerischer Nusluhrxnq ein schönes Vlittelbild, dessen Nstrachtunss jedem ein wohlgefälliges Lächeln abgewinnen dürfte. Ein hübsches, freundliche« V^uernmiidrl h-bt die Lasse mit dem Kathreiner'llaffee hoch. der wohlige Pult desselben scheint eine angenehme Erwartung ;u wecken, und im Norgenuh wendet sie schelmisch das läch?lnde Gesichl zur Seite, al« wollte sie sagen: «3o a Schaler! is a Freuft!» Der populäre Retrain fteht auch in dieser Äbänderunq als Motto un er dem V'lde, man hört lörmlich die bi-lannte Melodie in den Ohren lummen. W>e wir erfahren, läßt die Firma Kachreiner di<1e hiibichen «„lender in llll<>n Geschäften, wo ihr weltbelannt-r «rtllel Kathreiners Kneipp-Malztaffee verlauft wirb, an die Kunden gratis verteilen. (47VL) gg»>»»»»»»<«<«««««^^ «fief zu «pät erhalten, erliegt nntor *er bekannten Chiffre. (4965) ^^»»)>)>)>^><;<««<:(<;(«« be. C. kr. oknvjna sodnija na Brdu, odd. II, dne 24. novembra 1902. Bestellungen auf Donaukarpfen, Pl»tten»eefojra«oh. Schleie sowie auf sttitisch«, milchgeiiiä^tete Kapanne werden bis Freitag, den 19. d. M., von der Firma Kham & Murnik in Laibach eDtgegengenommen. (49Ö8) 2—1 Original-Cognac de Meran von O, Bergwein k Oo., Meraa empfiehlt (2443) 40—29 Karl Planinsek Laibach, WieoenntniHBe. Aas ein Stüokohen Zaoker nehme man 4-0 bli 60 Tropfen von A. Thierry's Balsam -^pSgjV um Verdauungsstörungen zu vermeiden, Schwächezustände zu /*Zf/f/c^^»$jÄ behehen und eine gelinde Reinigung zu erzielen. Echt nur |E~IJfrjfl^)^.tf m'1 ^er grünen Nonnen-Schulzmarke und eingeprägter Firma ^J^^L^* in Kapselverschluß: Allein eoht. (4469)4-1 ^irMfsffin ^er Post franto ^ kleine oder (> Doppelflacons 4 Kronen. 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