.?/ R«V. Samstag am RV. Mai «83H. ^,'<. pi.s'ick« ^eitlma" erscheint, mit NnSnahmc der Sonn- nnd Feiertag, täglich, und kostet sammt den Aeilaqen im Comptoir ganzjährg 11 st., halbjährig 5 fl. Zl< fr., mil "'sk^^bind im Comptoir ganzjährig l2 ss., hald,ä!,rig tj «. F.ir die Zu5ell,lng iu'H Hanl stuv h al b j ä h ci g 30 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post Porto- iv i ^anliäüria unter Kreuzband und gedruckter Adresse 1Z fl., halbjährig 7 fl. 3l) fr. — In scratioüsgebühr für eine Spaltenjeile oder den Raum der,elbsn, sur elll- malae Gimchaltung 5 kr., für zweimalige 4 kr., fnr dreimaü^ 5, kr. E. M. Inserate bis 12 Ieilen kosten l fl. für 3 Mal. 5» kr. für 2 Mal und 40 kr. für 1 Mal einzuschalten. Zu dies.» Gebühren ist nach dem „prouisorischen Gosche vom 6. November l»50 für Inserationsstäiüpel" noch l<) fr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Amtlicher AM. M^cr k. k. Minister für Kultus und Unterricht hat den provisorischen Lehrer des Freihandzeichnens und Modellircns an der Ncalschnle in Linz, Gustav Schall er, zum wirklichen Lehrer an derselben An« stalt ernannt. Sc. Erzellenz der Herr Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Vanten hat den als Bauclc» ven verwendeten provisorischen Straßenassistentcn Karl Souvan zum Ingenieur-Assistenten II. Klasse, nnd den Baupraktikanten Anton Schmid zum Vaueleven für den Baudicnst im Hcrzogthumc Krain ernannt. K. k. Landesregicrnng für Krain Laibach am 9. Mai 1863. 3Iichtamtlicher Theil. Bericht über die diesjährige allge meine Versammlung der k. k. Land wirthschaft.Geselttchaft in Laibach. (Fortsetzung.) Herr v. Peske, Graf Auerspcrg'scher Sekretär in Mokriz,") hielt hierauf einen Vortrag über die „Verbesserung der Düngcrbchandlung durch dessen Lie» gcnlassen im Stalle" — ein Verfahren, welches s) Da wegen deö im heurigen ^nihjahre verspäteten Anbaues der Sommerfrüchte überhaupt, auch dicHorsf y'schen Gc-rüthc, womit auf dcr grast. Aucrsperg'schcu Herrschaft in M'kriz, laut dcr „Mittheilungen" in neuester Zn^, mit großem Vortheil die Malökultur Statt smdct, nicht disponibel waren, um nach Laibach zur Anschauung und einer VcrsuchS-vornahmc am Polanahof gebracht zu werden, so unterließ Herr PeZke den dicßftlligen Vortrag mit der Ginla^uiiq die Herren Landwirthe, dencn diese fthr empfehle nöwerthe ^Ueb^^^ Feuilleton. Die wirthschaft-politische Pedeutung eines gesunden Familienlebens *). ü?ie „Austria" hat seit der ganzen Zeit ihres Ve-stehcns nicht bloß die volkswirthschaftliche Veoeutung der materiellen, sondern auch der geistigen, dcr sittlichen Kräfte dcr Nation ins Auge gefaßt. Die religiöse, künstlerische, wissenschaftliche, die politische und sittliche Tüchtigkeit eines Volkes ist auch ein großes volks wirthschaftlichcs Kapital, welches der Staatsmann im höheren Sinne in seine Berechnung zu ziehen hat. Vci der Erstarkung und Gcsunduug des mitteleuropäischen Lebens hat die deutsche Wissenschaft in der letzten Zeit einen sittlichen Organismus, welchen man lange Zeit in seiner Wesenheit und hohen Vcdeutung verkannt hatte, wieder in den Vordergrund ihrer Behandlung gestellt, nämlich die Familie, und es ist hie> fur von verschiedenen Seiten sehr Dankenswcrtbcs gc-leistet worden. Professor Richl in München hat in anziehender Sprache eine große Fülle kultnr-politischcr Details mit den ethischen Ideen seiner Vorgänger ver-schmolzen, unter Zngrnndlcgung des sozial»politischen *) Aus der „Austria" Nr. 99 und 400 vcn 18^5. Herr Wirthschaftsrath Horsky in Böhmen im I 1833 auf vielen Besitzungen eingeführt und versuchsweise bei den Zngochsen auch schon im vorigen Jahre auf dcr Herrschaft in Mokriz in Anwendung kam. Das Verfahren besteht ganz einfach darin, daß man das gcsammtc Rindvieh, gleich den Schafen, frei und unangebnndcn im Stalle umher gehen läßt, den Dünger niemals hinausschafft, sondern, wenn dcr obere Theil der Einstreu hinlänglich mit Exkrementen bedeckt ist, oder das Vieh kein trockenes Lager mehr hat, stets wieder frisch zugcstrcut wird, womit man so lange fortfährt, als man will, jedoch höchstens so weit, bis die Düngermasse eine gleiche Höhe mit den feststehenden Futtertrögcn erreicht hat. Zu dcr untersten Unterlage ist es am zweckmäßigsten, eine uudurch-lassende Erdart (Thon oder Lehm) zu nehmen. Wird Stroh eingestreut, so ist es am besten, selbes im ver-klcinerten Znstandc, d. h. zu Häcksel geschnitten, zu verwenden. Vci einem größeren Düngervorrathe sind bewegliche Futtcrtrögc zum Höherstcllen vorthcilbaft. — Durch diese Vehandlungswcise, welche H orsky in einer Broschüre „Keine Düngerstättcn, keine Jauche-behältcr mehr" beschrieben hat, soll ein viel kräftige-rer Dünger erzeugt werden, da der gesammelte Amo> niakgchalt dcr Düngjauche darin verbleibt, und der-selbe nicht, wie es auf (unzweckmäßigen) Düngcrstät-ten geschieht, ausgelaugt wird. Auch wird, da söge« staltig dcr Dünger gleich auf den Acker kommt, dic Anlage von Dungstättcn und Iauchcbehältern ganz erspart. Dr. Stöckhardt bestätigt in einem im „chemischen Ackcrsmannc« mitgetheilten komparativen Versuche den Vorzug des Stalldüngers vor dem Hof» düngcr durch ein Mchrcrgcbniß an Kartoffeln von 82 'j<. Pfund, und an Wcizcnkörncrn von 740, an Stroh von 1300 Pfd. auf dcr gleichen Fläche. Die Mittheilung dieser Düngcrbchandlung durch das Liegenlassen im Stalle wurde, bis auf das Unan-gcbnndcnscin des Viehes im Stalle, von dcr Versammlung als ziemlich analog mit der Hierlands üb« Gesichtspunktes. Die Idee dcr Familie ist in unserer Wissenschaft wieder zu Ehren gekommen, während im burcaukratischen Staate die Familie zur statistischen Formel herabgesunken war, indem man den Staat in die Familie hineingetragen hatte. Die Gedanken von Iustus Möser, diesem Eckpfeiler deutschen Familienlebens, kommen jetzt zu allgemeinem Verständniß, wo-mit anch dic steigende Hochschätzung unsercs echten Hausmusikcrs Haydn innig zusammenhängt. Man macht jetzt gleichsam Entdeckungsreisen, um zu sehen, wo sich noch echter Familiengeist und damit sittliche Tüchtigkeit und physische Wohlfahrt erhalten hat. Man spricht wieder mehr von einer Privatökonomic im Sinne dcr Griechen, und will sie neben der nationalen Wirthschaftspolitik behandelt wissen. Man erkennt, daß der Verfall des Hausregiments auch das Staatsrc-gimcnt mit sich fortreißt. Man will dic Kinder wieder mehr im Hause erzogen haben, besonders dic Töchter dcr mittleren und höheren Stände, indem man die einseitige Richtung dcr Institute und Peusionate erkannt hat, welche oft einem weiblichen Proletarier-thum in dic Hände arbeiten. Vci der wachsenden Familienlosigkeit wachsen die familicnlosen, vereinzelten Frauen in bedenklicher Zahl heran. Sie verkommen bei großem inneren Elend ganz in der Stille. Zur Vcrmehruug und zum Jammer dcr weiblichen Proletarier hat die „Ueberweiblichkeit" der Mädchen« lichen Düngerwirthschaft'anerkannt, welche bei großen, geräumigen und lüftigen Stallungcn immerhin die gerühmten Vortheile in der Kräftigkeit und Nachhal« tigkcit des Düngers haben kann, bei den gewöhnlichen , kleinen, niederen, und schon an sich dunstigen Stalluugcn aber dcm Gedeihen des Viehes nachthei« lig sein muß, welches Letztere über dem Erstern nicht übersehen werden darf. Nur wenn Beides Hand in Hand gehen kann, ist der Gewinn bedeutsam. — Ueber das H orsky'sche neue Ackcrbausystem der seichten Ackcrung mit gleichzeitiger tiefer Wühlung glaubt der Berichterstatter den Bericht des geschätzten Herrn Sekretärs Peßke im ganzen Inhalte mitthei« len zu sollen, also lautend: Wirthschftsrath Horsky war von jeher ein Vertheidiger und Verbreiter der tiefe« Ackerung, als nothwendigen Basis einer rationellen Landwirth« schaft. Er sah jedoch oft, daß trotz der tiefern Ackerung und bedeuteud stärkern Düngung dennoch die Früchte auf den Nachbarfeldern üppiger und schöner standen. Worin konnte dieß wohl seinen Grund haben? Offenbar nur darin, daß der wenigere Dünger in einer geringen Ackerkrume stärker wirkt, als ein verhältllißmäßig größeres Quantum mit einer tie« fern Krume vermischt. Horsky kam endlich nach langem Nachdenken auf dic Idee, sich gleichsam eine doppelte Ackerkrume zu schassen, d. h. eine, welche gedüngt und gewendet wird, und eine zweite, welche bloß gelockert und die durch Regen« und Schnee« wasscr aus der obern Schichte ausgespülten Pflanzen« Nahrungsstoffe enthält, und konstruirtc auch im Jahre 1854 ein Gcräth, welches diesem Zweck in jeder Hin« sieht am vollkommensten zu entsprechen im Stande ist. Dieser Pftug. welcher seiner Konstruktion nach ein Ruhadlo ist, hat zwei kleine Wühlschaarcn. welche hinter dem eigentlichen Pfiugschaar 4" von einander entfernt gehen und, so wie jenes, tiefer oder seichter gestellt werden können, doch eine unverhält-nißmäßig geringere Zugkraft bcnöthigen, als ein institute das Ihrige bcigctragcn. Wenn die Frau ihrcn Gcist und ihr Gcmüth auch mit den Schätzen der Wissenschaft und Kunst schmückeu darf und soll, so muß ihr doch der Hausberuf immer die Haupt« sache bleiben. Wenn der Gcist dcr Familienhaftigkeit neu entzündet wird, und die verklungcne Idee des ganzen Hauses wieder auflebt, dann werdeu die Frauen nicht mehr, wie in den letzten Zeiten, manchem unge-eigneten Berns verfallend, fcssellos und persönlich ei« gcnhcrrisch ins Weite schweifen wollen, sondern ihre Seligkeit darin finden, zu Hause zu bleiben; die Fa» milien selber aber werden die vereinzelten Frauen nicht mehr, wie jetzt, von sich stoßen, sondern Gott danken, dic natürlichen Genossen des Hauses statt gcmicthetcr Leutc wieder in ihre Mauern einziehen zu sehen. Die Noth dcr Familicnlosigkcit und die Noth der wcibli« chen Berufslosigkcit wird dann sehr beschränkt werden. Die Fraueu sollen z. B. auch lehren, aber wo möglich in der Familie. Wo sie öffentlich, allein, selbstständig, ohne männlichen Halt stehen sollen, da entwickeln sich meist krankhafte Erscheinungen. Dic schwierige, viclbchandeltc Gesinde'fragc wird am besten dadurch gelöst, daß man das Gesinde wie« der möglichst zur Familie zieht und ihm einen echt familienhaftcn Sinn einstößt. Im altdeutschen Begriff des «ganzen Hauses", welcher von unseren Zeitgc. nosftn gar zu sehr vergessen worden ist, wiro der -I H Ü3 Pflug, der auf dicsclbc Ticfc ackcrn würde. Wir haben in Mokritz mit 1 Paar Ochsen, glcich nach Erhalt der Horsky'schcn Wühlpflüge, auf "" ticfcr ge-wühlt, ohne daß die Zngthicre schwerer zu ziehcu schienen, als jene, welche mit dem Zngmeicr'schcn Pfluge 6" tief pftügtcu. Die Konstruktion dieses Pflu> gcs ist iu jeder Hiusicht ciue höchst sinnreiche uud fast unübertreffliche; doch ließe sich die Wühlvorrichtung auch bei andern Pflügen, wie z. V. bei den Zugmeicr'» schen, anbringen. Durch diesen Wühlpftug wird man in den Stand gesetzt, die obere Ackerkrume getrennt von der untern zu bearbeiten und zu düngen , wodurch natürlich ein größerer Vodenreichthum erzielt werden muß, da, wie bekannt, die Pflanzen doch den größten Theil ihrer Nabrungsstoffc durch die der Oberfläche nähern Pflanzcnwurzcln einziehen, wogegen für die ticfcr gehenden die Lange des obern Düngers in der gelockerten tiefern Krume nußend wird. Die Einackc-rung des Düngers, so wie jede nachfolgende Acke-rnng mit dem Pflugschaare hätte daher nicht über 4" Tiefe zu geschehen, dagegen die Wühlung beliebig nach der Kraft der Zugthicre uon wenigstens 4—8" vorgenommen werden könnte. Der ungeheuere Vortheil dieses Ackcrnngssystcms ist einleuchtend; denn man kann z. V. mit der Hälfte des Düngers gewiß so viel, wenn nicht mehr wirken bei einer 4zölligcn Unterackerung als mit der doppelten Düngermassc bei 8Miger Ackcrung, da bei der lctztcrn jener Dünger, welcher in die ganze Tiefe kömmt (wegen dem nicht leicht möglichen Zutritt der Luft), so lauge un- oder wenig zerseht bleibt, bis er wieder der Oberfläche näher gebracht wird, was im günstigsten Falle 1 Jahr dauert. Freilich geht uon ihm nichts verloren, allein es ist ein im Voden todt liegendes Kapital, das spät erst Früchte trägt, daher die oft zu hörenden Klagen, daß der Düugcr selten im ersten Jahre wirke, und doch soll und muß es Jedem lieb sein, sein im Voden liegendes Kapital möglichst schnell znrück zu bekommen, oder einen armen Voden möglichst schnell in pflanzennährendcn Zustand zu bringen; daher der hochverdiente Hofrath Stöckhardt sagt: «Wer schnell gibt, gibt doppelt," und wer das schnell Gegebene zur baldigeu Nutzung bringt, wirkt gewiß dreifach. (Fortsetzung folgt.) Laibach, 8. Mai. In Folge einer Verfügung Sr. Exzellenz des Herrn Handelsministcrs wurde die Einrichtung getrof-fcn, daß die Schnellzüge in der Richtung uon und nach Wien während der Sommermonate nach der neuen mit l6. d. M. ins Leben tretenden Fahrordnung in der Station „Bad Tüffcr" 1 Minute anhalten werden. Segen der Familie auch auf ganze Gruppen sonst familienloscr Leute erstreckt. Sie werden, um mit Riehl zu sprechen, durch Adoption in das sittliche Verhältniß der Autorität und Pietät, auf welches das ganze Familienleben begründet ist, hineingezogen. Dieß ist für die gesellschaftliche Festigung des ganzen Volkes von der höchsten Bedeutung. Religiöse Fcstc werden m Deutschland zu Familienfesten, während sie bei dcn romanischen Völkern mehr Volksfeste geworden sind, z. P. Weihnachten und Ostcrn. Die Polizei hat in Deutschland Jahrhunderte lang gegen das Uebermaß der Feste des Hanses gckämpft; aber damit ist das Gute mit dein Schlechten ausgerottet worden. Für die alten Feste hattc Iustus Möscr seine Stimme erhoben. Durch die Familicngcselligkcit sammelt sich der Mensch, in ihr wächst er innerlich, während der unhäuslichc Salon, in dem man stehend ißt und trinkt, wie in Amerika, und sich nur in Aphorismen unterhält, die Natnrcn zersplittert. Nur im Kreise seiner Freunde ist man erst recht bei sich selber zu Hause, und wird dadurch in Geist und Gemüth größer. Das Kapital der historischen Eriunerungcu erscheint auch für das Haus in seiner ganzen Wichtigkeit. Will cin Volk sich jnng bewahren, dann muß es seiuc überlieferten Sitten pflegen und weiter bilden. In den Sitten des Hauses verjüngt sich das gesellschaftliche und staatliche Leben. In der Erhaltung Für die im Monate Oktober 1834 durch eine Feuersbrunst verunglückten Bewohner der Ortschaft Un-tergchak in der Pfarre Töplitz, dcs Bezirkes Neustadt l, sind in Folge der durch das hochwürdige fürstbischöf-lichc Ordinariat in der ganzen Diözese eingeleiteten Sammlung milder Beiträge 134 fi. 38 kr. C, M. ^ eingegangen. > Indem diese Untcrstützungsgelder unter Einem ihrer Bestimmung zugeführt worden sind, wird hiefür dcn edlen Wohlthätern im Namen der Vcrunglück- ' tendcr der gebührende Dank hicmit öffentlich aus- ' gedrückt. ' K. k, politisches Bezirksamt. Ncustadtl, am 2. Mai 1865. I ___________ - Oesterreich. Wien, 1 l). Mai. Sc. kaiscrl. Hoheit Herr Erzh. Albrecht ist vorgestern Abends mittelst Nordbahn von Höchstseincr Inspektionsreise in die von der Theiß-Uebcr-schwemmung heimgesuchten Gegenden angekommen und ^ wird einige Tage hier verweilen. — In wohluntcrichtctcn Kreisen zirkulirtc gestern , das mit großer Bestimmtheit auftretende Gerücht, daß , Preußen bci dcr uächstcn Sitzung dcr Wicncr Koufc-^ rcnz vertreten sein werde. Thatsache ist, daß Herr Graf v. Arnim für die zwischen Preußen nnd dcn Al- > lianzmächten schwebenden Verhandlungen dieser Tage , ansgcdehnte Vollmachten crbalten hat, uud daß die . Verständigung mit Prenßcn seit Kurzem dem Ziele sehr , nahe gerückt ist. ! Die Abreise des Herrn Armec-Obcrkommalidaiitcn, ! FZM. Baron v. Heß, ist vorläufig verschoben. Die ^ Bevollmächtigten der Wcstmächte, Generale v. Letang ' und Crawford, haben auch jede Rciscvorbereituug bis > dahin sistirt. Letzterer befindet sich bereits im Sommer-l aufcnthaltc zu Hictzing bci Wien. — Vorgestern Vormittags fand in dcrIohauniter-Ordcnskirchc die feierliche Aufnahme dcs k. k. Majors Grafen Thürheim, dcn Statuten gemäß, in dcn Orden Statt. Die sämmtlichen in Wien anwesenden Ordens» ritter hatten sich zu dieser Feierlichkeit versammelt. — Die k. k. Fregatte „Vcllona", 60 Kanonen tragend, wnrde am 2. mittelst Winden auf dcn gedeckten Stapel im Arsenal von Venedig gebracht, auf welchem sie vor 12 Jahren gebaut worden war. Die ^ Operation ging ttotz dcr, besonders in der Ocrtlich- - kcit selbst- liegenden, Schwierigkeit mit dcm bcsttn > Erfolg von Statten, und verdient um so mchr Er-' wähnung, als nie cin Schiff solchcr Größc wieder zurück auf dcu Stapcl gebracht wurdc. Einc in Genua vorgenommene ähnliche Operation traf cinc Fregatte mit bloß 26 Kanonen. der altübcrlieferten Sitten des Hauses kann man daher nicht zäh und eigensinnig gcnug sein. Icde Fa-milic muß deu aristokratischen Stolz haben, cinc or-ganartigc, eigenthümliche Familie zu scin und darzustellen; aber selbst reiche Bürgcrsfamilicn wissen nichts mehr von ihrem Urgroßvater. Jedes Bürgerhaus sollte seine Familienchronik habcn, wie dcr Adel scinc Hausarchiuc besitzt. Diese Hauschronikcn würden zu> gleich schr wichtig für die Kulturgeschichte werden können. Da das jetzige Geschlecht, wenigstens dcr Bürgerstand, bei unseren Erwerbsvcrhältnisscn mcist zn spät heiratet, lernen die Enkel nicht genug die Groß-cltcrn, das natürlichste Organ dcr Familientradition, kcnncn, worüber schon dcr geistvolle Diplomat Kölle in seinen „Aufzcichnnngcn eines nachgcborncn Prinzen" viclc richtige Vcmcrkuugcu gemacht hat. Wo kcin Sinn für Familiengeschichte, da ist auch kciu Sinn für vaterländische Gcschicke. Wo keine Pietät für die Urkunden ocs Hanscs, da ist auch keiue für die össeut-lichcu Urkunden. Gcschichtslosigkcit in dcr Familie erzeugt Gcschichtslosigkcit in Gesellschaft und Staat. Dcr Familien- und Gcschichtssinn in Skandinavien und England hängen innig mit einander zusammen. Dicß gibt dem konservativen Staatsmann, welcher dcn Staat organisch anfcrbauen will. viel zu denken. Ein durch Jahrhunderte stätig gut geführtes und erhaltenes Hausarchiv ist immer cin Wahrzeichen von DentfchlsMd. Heidelberg,«. Mai. Hcutc Abends, kurz nach 6 Uhr, stürzte v. Soirou (der frühere Vizepräsident der deutschen Nationalversammlung) an dcr Scitc scines Freundes Heinrich v. Gagern, von einem Spaziergange kommend, auf den neuen Anlagen, vom Schlage getroffen, zusammen. Acrztlichc Hilfe wurde augenblicklich ^ geleistet, allein vergeblich. Frankreich. " ! Der Anklage-Akt gegcn Giovanni Pianori, der am 7. d. M. in dcn Vcrhandlnngen dcs Wissen- ^ Hofes des Seine-Departements znm Vortrage kam, wird von dcr «Köln. Ztg." wie folgt mitgetheilt: Dcr sogenannte Giovanni Pianori, der nach einem Paffe dcn Namen Antonio Liveraui angenonr men hatte, ist in cincr dcr römischcn Provinzen gc« boren, die er nicht uäher bezeichnen wollte. Er ist unverheirathet und seinem Gewerbe nach ein Schuster. 1849 diente er nach seinem eigenen Geständnisse als Freiwilliger unter dem Befehle eines der revolutionären Chefs in der römischen Insnrrektions-Armce. Zu jener Zeit wurde er genöthigt, die Flucht zu er« ' greifen und flüchtete sich, wie viele Andere, nach Pie-mont, wo er bis Ende 1833 oder Anfang 1884 verblieb. Danu begab er sich nach Marseille, wo > er sich nnter dem Namen Livcrani einige Monate anfhiclt und für Matrosen arbeitete; später besuchte ! er mehrere Städte, wie Lyon, Chalons und znlcßt 5 Paris, wo er einen Erlaubnißschein unter dcm Namen Livcrani nahm, ohne daß er, wie es scheint, durch Arbeit gesicherte Eristcnzmittcl hatte. Einem gewissen Maillet empfohlen, fand er zuerst Arbeit, wurde aber später, da Maillet unzufrieden mit ihm geworden, ' uon dicscm weggeschickt. Nach cincm mchrmonatlichen Aufcnthaltc in Paris rciste er plötzlich nach London, wo er, nach seiner Aussage, drei und einen halben Monat geblieben ist. Die Beweggründe zu seinem plötzlichen Verlassen Frankreichs sind unbekannt. An Arbeit fehlte es ihm in Frankreich nicht. Im Laufe dcs Monats Dezember in London angekommen, gewann er sofort 2'/„ Pf. j St. in der Woche. Er behauptete dieß; es war ihm ! jedoch nicht möglich, den Namen dcs Meisters anzu« s gcbcn, bci dcm cr arbeitete. Pianori gewann >'6 ! Fr. in dcr Woche und cr lcgte, wie cr sagte, 30 B> die Woche zurück, d. h. 300 Fr. während dcr Zeit seines Aufenthalts in der englischen Hauptstadt. Dicß ist absolut unmöglich und unwahrscheinlich, da kciN Arbeiter vom Handwcrkc Pianori's einen so großen l Lohn gewinnt und, sclbst wcnn cr ihn hätte, keine I so großen Ersparnisse machen könnte. Anstatt in London cinc so gute Stellung zu bc-halten, kommt derselbe plötzlich am 26. März nach ? dcr allgemeinen Blüthe des Hanscs, nnd der Verschleu-dcrung dcs Hausarchivs sind meist auch die Familien-gütcr gcfolgt. Ehrwürdig und scgcnsrcich erschien auch unseren Vorfahren crerbtcr Hansrath. Dcr Bürger, ohne eigenes Haus, sondern znr Miethe herumziehend, muß doppelt eifrig au die Wicdcrbclcbuug dcs Fanw licnvcrkchrs dcnkcn, wobei ihn die erleichterten Vtt'< kebrsmittcl der Ncuzcit unterstützcu. Dcr Adcl hat ciu cigcncs Nccht dcs Hauses ausgebildet, welchew bci dcm Baucr cinc Art von Kultus dcs Hauses cnt-spricht. Bloß dcr Baucr uud dcr Adcl unterscheiden noch praktisch, crbrcchtlich, zwischcn FamilicncigcnthuM und dcm freien Eigenthum des Einzelucu. Eigentlich sollte jcdc Familie sich sclbst ihr Haus „anlcibcu", ihren cigcncn Charakter auch in ihrer Wohnungshüllc darstellen. Der Adcl thut dicß u" höhcrcu iudividucllcn, die Vaucrn im allgemeineren Gattuugssiunc; dcr Vürgcrstand zicht jetzt zum Theil anf Miethe hcrnm, oft mchr als nöthig. Im früheren Bürgerhaus waren große Höfe, Vorplätzc, HansftuM', gleichsam Almendc dcs ganzen Hanscs. Trauliche Gallericn nnd bcdccktc Gänge, gcgcu dcn inucrcu H"l' räum gcrichtct, gingcn durch alle Stockwerke. In d" reicheu Bürgerhäusern erscheinen dicsc Vorplätze inl Säuleu, Bildncreicn uud Gcmälocn gcschmückt. ^> war cin behagliches, sinniges Stillleben, dieses a c deutsche Familienleben, ans welchem aber tuclM 4V3 Frankreich zurück. Was hat er seit jener Zeit gemacht? Sein Micthsherr Mechelet erklärt, das Pia-noii, der vor seiner Abreise nach London Arbeit hatte und sehr vergnügt schien, nicht mehr arbeitete nnd daß er von einem Plane, der ihn ganz beschäftigte, erfüllt schien. Man kann daher behaupten, daß Pia« nori mir dem Namen nach Arbeiter ist und daß er schon seit langer Zeit seine EMenz-Mittel nicht mehr der Arbeit verdankt. Seine Hände beweisen nicht, daß er an strenge Arbeit gewohnt ist und als man ihn verhaftete, trug er glanzlcdcrne Stiefel, die er nicht selbst gemacht und die er trotz ihres hohen Preises gekauft hatte. Wenn man das scheußliche Verbrechen Pianori's kennt, so begreift man vorn herein, welches ungeheure Interesse derselbe haben kann, den Ursprnng der Gelder zu verbergen, von denen er lebte, und die Beweggründe, die seine Irrfahrten nach Marseille, Paris, London :c. veranlaßt haben. Soldat der In» surrcktion von 1849 ist Pianori seit jener Zeit seiner Fahne treu geblieben nnd man findet ihn 18i>3 so wieder, wie er vor zehn Jahren war, — ein c,raltir-ter Verschwörer, den Meuchelmord zur Ausführung seiner abscheulichen Doktrinen zu Hilfe rnfend. Vor einem Monat verließ er London, jenen Mittelpunkt der frechsten Verschwörer, jener Männer, welche die Wuth ihrer Niederlage bis zum Wahnsinn bringt und die so weit gekommen sind, daß der Aufruf an's Verbrechen das einzige Mittel ist, ihre ehrgeizigen Plane auszuführen, ihren materiellen Hunger und ihren Durst nach der Gewalt zu befriedigen. Unter diesen Flüchtlingen lebte Pianori, selbst Flüchtling, mehrere Monate. Wenn er es wirklich längnen sollte, er würde es nicht können, denn die Thatsachen sprechen zu laut nud klagen ihn zu stark an. Während seines Aufenthaltes in London kaufte Pianori für 150 Fr. ein zwciläufigcs Mol, das man ihm in dem Angenblicke abnahm, als er auf den Kaiser geschossen hatte. In London hatte er ebenfalls die beiden Pistolen gekauft, die man nach dem Attentate bei ihm gefunden hat. Wcßhalb diese Waffen? Er hat — sagt er — das doppelläufige Pistol gekauft, um es wieder zu verkaufen. Die cm> deren beiden Pistolen will er von einem nach Amerika abgereisten Bedienten erhalten haben, für den er gc-arbeitet und der ihn nicht habe bezahlen können. Eine solche Ausrede fällt in nichts znrück, weil sie absurd ist. Im Besitze dieser Pistolen begibt sich P. nach Paris znrück, wo er am 26. März ankommt. Man weiß jetzt, daß er nach seiner Rückkehr nicht ernstlich arbeitete und er fand dessen ungeachtet Mittel, sich Lurus.Kleionngsstückc und ciucn Dolch, der 11 Fr. kostete, zu verschaffen. Ein Monat geht vorbei ohne daß er arbeitet, während er sich Ausschweifungen Männer hervorgingen. Wie das Halls von den öffentlichen Zuständen abhängt, von den Verhältnissen der Landwirthschaft, der Gewcrbthätigkcit nnd des Handels so wirkt es auch wieder auf dieselben znrück. Vom Haus muß eine Veredlung des freien Innungswescns gehen. Die Blüthe des Hauses hängt von den Zuständen der Gemeinde ab nnd wirkt wieder auf sie znrück. Kleinere Gemeinden sind oft nur cinc crwei-tcrte Familie, nnd die „Nachbarschaft" hat eine dop« vclte sittliche Bedeutung. Das Familienleben wird vielfach durch die Gesetze des Staates bestimmt, hilft aber seinerseits durch die Sitte neue Staatsgesetzc bilden. Durch seine Autorität, Pietät, den Sinn für sclbstständige, organische Entwickelung wirkt es mächtig anf das politische Leben ein. In den Majoraten, Fi« oeikommisscn, Hansgesetzen des Adels berühren Familie und Staat sich auf das Innigste. Das Haus, durch die Kirche veredelt, fördert das religiöse Leben der Gesammtheit. Hansandacht, Familienplatz in der Kirche und anf dem Kirchhof schlingen ein schönes Band um bridc, und fördern mannigfach Kunst nnd Gewcrk, wie das Haus überhaupt, durch die Künste bereichert, dcm schöpferischen Kunstsinn unendliche Anregung gibt. Ein gesundes Familienleben erhält das wissenschaftliche Leben der Nation gesund, führt die Wissenschaft in das Leben ein und > gibt derselben auch die äußere materielle Unterstützung, was in England am meisten überläßt; denn am Tage vor seincr Verhaftung hol« ten ihn zwei Frauen von schlechtem Lebenswandel in seiner Wohnung ab. Während eines Monats gelang es ihm, seine Schritte und Verbindungen zu verbergen. Obgleich er nicht arbeitete, so war seine Vor» sicht doch so groß, daß er aller Ueberwachüng entging. Am 28. April verläßt Pianori Morgens seine Wohnung; er ist bis an die Zähne bewaffnet. Sein Doppclvistol ist geladen und hängt an seinem Gürtel; seine beiden andern Pistolen, ebenfalls geladen, sind in seinen Hosentaschen versteckt. Sein Dolch, so wie ein scharf geschliffenes Rasirmesser befinden sich eben« falls darin. In seinen Kleidern hat er anch eine Mütze versteckt, damit, wenn er nach geschehener That nicht verhaftet wird, er seine Kepfbcdeckung wechseln und die Flucht sicherer ergreifen kann. So vorbereitet, kalt, ruhig, Herr seincr selbst wie alle entschlossenen Mörder, begibt sich Pianori nach den elysäischcn Feldern; er weiß, daß der Kai« ser dort vorbeikommen mnß, da er dort gewöhnlich seinen Spazierritt macht. Er weiß außerdem, daß Sc. Majestät, ohne Mißtrauen und sich anf die Ach« tnng nnd Ergebenheit Aller verlassend, von keinem Gefolge nmgeben ist. Für den Angeklagten kann die Gelegenheit nicht günstiger sein und er legt sich auf die Laner, cr erwartet sein Opfer. — Gegen 6 '^ Uhr Abends begibt sich der Kaiser wirklich durch die clysäischen Felder nach dem Voulogner Gehölz. Er ist zu Pferde und ohne Eskorte, eine einzige Person befindet sich an seincr Linken. Pianori befindet sich anf der linken Seite, dem Vlnmenschlosse gegenüber. Er schreitet gegen die Chaussee vor, durchschneidet sie zum Theil und geht bis auf vier oder fünf Schritte an den Kaiser heran. Dann sein Doppelpistol schnell ergreifend, schießt cr zwei Schüsse hintereinander auf die Person des Kaisers ab. Die Fürschung gestattete nicht, daß eine so freche Schandthat vollbracht wurde. Der Kaiser, der sofort anhielt, konnte selbst die ihn umdrängende Menge be« ruhigen, welche eben so empört, als begierig war, in der Haltung nnd auf den Zügen des Souvcrains die mnthvollc Kaltblütigkeit zu betrachten, die ihn nie verläßt. Ein Agent, der sich auf dem Schanplatze des Verbrechens befand (Mcssandriui), stürzte sich anf Pianori in dem Augenblicke, wo dieser Wabn> sinnige ein zweites Pistol ergriff, riß ihn nieder und verhinderte eine Erneuerung des Attentats. In diesem Kampfe, der nur einige Sekunden dauerte, wurde der Meuchelmörder im Rücken und am linken Arme durch Messandrims Dolch leicht verwundet. Andere Agenten der öffentlichen Gewalt kamen herbei und Pianori bcsand sich alsbald in den Händen der Instiz. Er läugnctc sein Verbrechen nicht, cr läugnet es noch nicht und sticht es zu erklären, indem cr sagt, daß cr den Kaiser wegen der römischen Erpedition hervortritt. In der Familie entwickelt sich zuerst und hauptsächlich die schöpferische Kraft der Nation, ohne wclchc alles Streben eitel und leer ist. Die wahre, höhere Wirtschaftspolitik kann es daher nicht um» gchcn, die Familie und das Hans als ein lebendiges Glied ihrer Wissenschaft zu begrüßen. Znm Schluß können wir nicht nmhin, noch einer wichtigen Aufgabe der g c m e i n n ü tz i^ e n Bang c-scllschaftcn zu gedenken, welche sich gleichfalls auf die Familie bezicht. Wo die örtlichen Verhältnisse es gestatten, können die „gemeinnützigen Bau-gcsellschaften" ihre schöne Aufgabe doppelt nützlich er« füllen, wenn sie durch ihre Musterbauten für die armen Leute dahin wirken, daß die Familie wieder als das natürliche Maß des Hauses betrachtet werde. Sie werden erst dann ihren gesellschaftlichen Beruf recht erfüllen, wenn sie nicht Wohnungskascrnen hinstellen, welche der Sittlichkeit der darin angesiedelten Arbciterkolonien nicht förderlich sein können, und seien dieselben noch so trefflich eingerichtet, sondern wirkliche Familienwohnnngen, von innen herausgcbant, mit der einigenden uud das übrige ^aus bestimmenden Fa-milienhallc. Das Familienhans und die echte Sitte des Hauses bedingen sich gegenseitig. „Das Extrem der Wohnnngskaserne ist das große Gaschans. Tort hört die Familie ganz anf, nnd nnr noch das egoistische Individuum sitzt in allen Winkeln. Die Bau« haßt, die, wie er sagt, sein Vaterland und seine Fa« milie zu Grunde gerichtet hat. Ein Land ist in den Augen der Männer der Anarchie in der That zu Grunde gerichtet, wenn die Ruhe dort wieder her« gestellt ist, wenn es der Behörde gelingt, sich aner« kennen zu lassen, wenn sich die ehrlichen Leute gegen den gemeinschaftlichen Feind vereinigen, die Räuber vertreiben, die unter dem Titel: politische Männer, keinen anderen Zweck haben, als die Beraubung al° lcr derer, die durch Arbeit und Sparsamkeit sich ei« nigcs Vermögen zu erwerben oder zu erhalten ge« wußt haben. Das ist die Partei, zu deren Werkzeug sich Pia-nori gemacht hat. Es ist diese Partei, deren gierige Wünsche cr dnrch eine gehässige Mordthat begünsti« gen nnd deren Sache er unterstützen wollte. Wirb man an einen persönlichen Haß gegen den Kaiser glauben? an einen sehr späten Haß, der lange Zeit gebraucht hat, um sich Luft zu machen? Nein! Pia« nori hat nicht unter der Gewalt von persönlicher Feindschaft gehandelt; entschlossener und bezahlter Mörder, war er der Arm der Partei, die ihm den Dolch und die Pistolen geliefert und die außer diesen Mord« instrnmcmen in die Hand des gedungenen Mörders Gold und Silber gelegt, welche man zum Theil noch im Besitze desselben gefunden hat (114 Fr., wovon fünf Goldstücke zu 20 Fr.), als man ihn verhaftete. Die Fürsehung, man kann es nicht oft genug wiederholen, hat die so gehässige That abgewandt; sie hat die Verschwörung vereitelt und wenn Frankreich heute nicht wieder über einen Fürstenmord klagen mnß, so muß die Gerechtigkeit doch den Schuldigen verurtheilen und die nur zu sehr verdiente Strafe mnß ihn treffen. Giovanni Pianori wird daher anf Grund des Artikels 86 des Strafgesetzbuches angeklagt, am 28. April 1868 in Paris ein Attentat gegen das Leben oder die Person des Kaisers verübt zn haben. (Am 7. Vormittags um halb 11 Uhr begannen vor dem Assisenhofe des Seine-Departements unter großem Zudrang des Publikums die Verhandlungen gegen Pianori in Betreff des Attentats auf das Lc« ben des Kaisers. Der Angeklagte ist von mittlerer Statnr, sehr braun von Gesichtsfarbe, mit markirten Zügen; seine kleinen, zusammengepreßten Lippen ge-ben seinem Aufsehen ctwas Starres nnd Düsteres. Bmoist Champy führte an Paillets Stelle, der krank ist, die Vertheidigung. Pianori wurde zur Todes« strafe des Vatermörders verurtheilt; er blieb bei der Verurtheilung gleichgültig) Pianori hat bei seinen vorlaufigen Verhören sich sehr entschlossen, einsilbig und klar über die Folgen seines Attentats gezeigt. „Obgleich man im Minde« sten nicht bezweifelt — sagt die „Kölner Ztg.« — geftllschaftcn würden häufig Fluch auf sich laden statt des Segens, wollten sie Wohmingskasernen, Hotels, für Arbeiter bauen, statt der Familienhäuscr. Sie dürfen sich nicht verwundern, wenn die Arbeiter durch die architektonische Wohnungskasernc allmälich auch in der sozialen Kaserne des Sozialismns heimisch würden; denn der arme Mann verträgt das masscn« hafte Znsammcnwobnen noch weit weniger als der Reiche. Scharf gegenüber der Woynungskaserne steht die Hütte des bäuerlichen Proletariers. Sie zeigt an, daß das „ganze Haus" noch eine ungegliederte Masse ist. Darum aber trifft diese armselige Hütte, wo Haus. stur, Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Stall in Einem Rmim geschlossen sind, doch wicocr mit dem glänzenden Hotel zusammen: beide verneinen die ge« gliederte Familie. Nur daß die Vaucrnhütte eine Zu. kunft hat, das Hütcl keine." Kunst und Literatur. Auf unserem musikalischen Voden ist ein Vlüin« chen hervorgesproßen, welches die Herren Glöggl A Sohn in Wien freundlichst in ihren Garten auf» genommen haben, um es vervielfältigt in die Welt hinaus zu senden: wir sprechen von einem Bariton. Solo mit Männerchor, welches Herr Alfred Kohm componirt hat, und eben bei Glöggl ö^ Sohn in 274 W daß der Missethäter einer von Mazzini's Söldlingen ^ sci — man glaubt in scincr englischen Bekleidung, Wäsche, Hnt und Stiefeln, und dem Besitze englischer Sovereigns, Belege zu dieser Thatsache zu sehen —, so kann man vou seinen Geständnissen nichts er» warten. Er ist ein gut aussehender Mann, und seine Manieren besitzen einen gewissen Anstrich von Bildung." Ein Journal von Chalons (an der Saonc) meldet: „Pianori ist in unserer Stadt bekannt, wo er, von Lvou uud vorher von Marseille kommend, vom 4. Juli ! bis zum ". August 1864 gearbeitet hat. Er war ein unermüdlicher Arbeiter, aber düster uud schweigsam. U Da er kein Französisch verstand, so konnte er sich kaum » verständlich machen. Er ging auch mit Niemanden um, U soudcrn lebte wie ein Menschenfeind. Ein einziger Gc-» danke schien ihn zu beschäftigen: er wollte nach Paris gehen. Dieß war seine firc Idee, uud zur Ausbringung des nöthigen Reisegeldes arbeitete er Tag und Nacht. ^ An Sonntagen sah man ihn zuweilen an der Saonc angeln. Als Pianori unsere Stadt verlassen wollte, verlangte er, sich nach Paris begeben zu dürfen; da aber der Polizeikommissär ihm die Erlaubniß dazu ent-schieden verweigerte, so wurde, Pianori's Wunsche gemäß, sein Paß nach London über Calais visirt. Der „Monuenr" publizirt einen ausführlichen Bericht des Herrn Foulo an Sc. M. den Kaiser über die unbeendeten Arbeiten der zur Ausführung der Tc-stamcntsbcstimmungeu des verstorbenen Kaisers Na« poleon niedergesetzten Kommission. Der Bericht wci-set am Schlnsse darauf hin, daß er nur der frommen » Initiative Sr. Maj. des regierenden Kaisers zu ucr» » danken sci, wenn 34 Jahre nach dem Tode des er< sten Kaisers dessen letzte Verfügungen zu Gunsten seiner treuen Diener und Waffcngefährtcn ihre Ausführung erhalten konnten. Der Witwe des vor Sebastopol gebliebenen Gc« ^ nie.Gcnerals Bizot hat der Kaiser 4000 Franken jähr-^ llche Pension auf seine Privat-Chatouillc anweisen lassen. Im „Mouitcur" finden wir den Wortlaut der ^ von den in Paris rcsidirendcn Engländern aus Anlaß des Attentatcs an den Kaiser gerichteten Adresse. Sie wurde von 409 Engländern unterfertigt. Hierdurch berichtigt sich auch die über diese Adresse hierher gelangte telegraphische Meldung, nach welcher die in Paris lebenden Ausländer die Adresse an den Kai» ^ scr gerichtet haben sollten. M Die englische Krimarmee soll in Kurzem durch f 4400 Mann Kavallerie und 6000 Mann Infanterie verstärkt werden. — Mehrere Feldbattcricn und die Li- ^ nicnregimcnter der Mittclmcerstationen sollen ebenfalls , nach dem Kriegsschauplatz abrücken. Die verbündeten Regierungen Frankreichs und Englands sollen die Absicht haben, eine starke Abthei< ^ Wien, dann auch bei F. Wistling in Leipzig erschien. Vs führt den Titel „Abend", die Worte sind von ^ Prokesch. Wir hatten Gelegenheit, diese Gcsangs- !, Piccc in der Ausführung zu hören; sie klingt aller» liebst, indem der Bariton (Lg88a-80lo)) die Melodie führt, und dabei der erste und zweite Tenor, dann der erste und zweite Baß den Chor mitbrummcn. Es ^ ist dieses Stück eine frcuudlichc Spcudc, und den Freun- ^ den und vielen Zöglingen des Compositcurs gewiß ^ willkommen, wie wir es denn auch überhaupt allen Denjenigen bestens empfehlen können, welche einen ^ mehrstimmigen Männcrgcsang lieben. c. Die im Verlage von Eduard Hölzcl in Olmütz erschienenen Abbildungen der deutschen Forst-^ Kulturpflanzen, nach der Natur in Farbendruck aus-^ geführt von A. Hartinger in Wien, sind von der ^ k. k. Ausstcllungs-Kommifsion in Wien zur Einsendung ^ an die Pariser Industrie- uud Kunst-Ausstellung gc-k eignet befunden worden und auch bereits dahin abgc-! gangen. ^ Die Leistungen Hartingcr's, welche bereits ei- nen europäischen Ruf erlangt habcu, wurden schon . auf der Londoner Welt - Ausstellung mit der großen l goldenen Medaille gekrönt. Das obige Werk verdient gleichfalls durch scinc ausgezeichnet schöne und ! lung Infanterie nnd Artillerie nach der Ostsee zu schi- , cken. Diese Expedition würde zuerst 23.000 Mann, zu- r meist französische Truppen, stark sein. England dagegen , hätte mehr Schiffe zu stellen, und den Truppentrans' . port zu besorgen. Das englische Kontingent wird sich, ) wie es heißt, in Lcith, das französische in Brest oder l Voulogne einschiffen und in der Ostsee eintreffen, bevor sich das Eis in: bothnischcn und finnischen Mccrbnsen : ganz gelöst hat. t Das von Plymouth nach Qucbek segelnde Aus- i wauderer-Schiff „John" ist im Kanal nicht weit von i Falmonth gescheitert. Von den 220 an Bord bc- . findlichen Personen wurden uur ungefähr sicbcnzig : gerettet. Spanien. 5 Ihre Majestät die Königin Isabella scheint bis l znm letzten Augenblick entschlossen, die Sanktionirung - des Gesetzes in Betreff des Verkaufs der Kirchengü« - tcr verweigert zu haben. Erst nach einer langen > Unterredung mit dem Marschall Espartero, und nach ^ drohenden Schlitten sämmtlicher Minister willigte sie ° am 29. April Abends ein, das Gesetz zn sanktioni« rcn, nm Spanien nicht dem neucu Bürgerkriege auszusetzen, der nach der Erklärung der Minister bevor« stehen sollte. So wird aus Madrid gemeldet. Dänemark. Durch königlichen offenen Brief vom 2. d. sind die Wahlen zum dänischen Volksthing auf den l4. ^ Juni, und der znm Landsthing anf den 20. Inni angesetzt. Die Wahlen der Wahlmänncr zum Lands-thing sollen überall am 1. Juni stattfinden, nnd die Wahlkreise für die Landsthingswahlen dieselben bleiben wie seit der Resolution vom 19. April 1863. Die Neuwahlen sind ausgeschrieben; um den ncnen Reichstage das Gesetz wegen Einschränkung des Grundgesetzes vom 6. Juni 1849 laut §. 100 desselben > vorzulegen, wcßhalb der jetzige Reichstag aufgelöst ' werden muß. , ! Wnßland. , Von der preußisch-russischen Grenze liegen uns Briefe vom Anfang dieses MöRatcs vor, denen zu Folge uach Polangen eine Abtheilung Kosaken beordert war, um die dortige Küstcngcgend zn besetzen, dort bei Tag und Nacht, zu patouillireu und über ei« ' ncn etwa bemerkten Landungsucrsuch des Feindes so> fort zu rapportircn. Jeder Angriff gegen denselben soll ihnen ausdrücklich untersagt sein. Die beiden eng- I tischen Kriegsschiffe, welche kürzlich in jener Küsten- ! gegend auf der Fahrt nach Nordost gesehen worden, t haben sich, wie man nun dort erfahren hatte, dicht '. vor dem Hafen von Liban gelegt und halten dcnsel- i naturgetreue Darstellung der Forstpflanzen, mittelst des 3 Farbendruckes, die allgemeinste Anerkennung. Ein er- d klärender Tert vom Professor F. Fiscali und Forst- n rath L. Grabner wird mit dem 4., zugleich letzten u Hefte ausgegeben. Das 1. Heft ist bereits versandt, c Das 2. und 3. kömmt, der Aufnahme einiger Blüthen g wegen, erst im Iuui zur Versendung und der Schluß d folgt bestimmt noch im Laufe dieses Jahres. Der Preis n jedes der 4 Hefte ist 3 st. — 2 Rthlr. Pr. Ct. s< Für jeden Waldbcsitzcr, Forstmann und Botaniker r wird dieses Unternehmen gewiß von hohem Interesse sein. n "------------------ g Unter den litcrarischen Bestrebungen und wissen- ^ schriftlichen Erscheinungen der Gegenwart verdient un- ^ streitig ein Unternehmen würdigende Berücksichtigung, n welches bald vor Jahresfrist hier in das Leben getreten 5 und seitdem immer befriedigender sich entfaltet hat: ^ es ist dieses „Katholische Literatur-Zeitung", heraus- d gegeben unter Mitwirkung einer großen Anzahl von sc Gelehrten, sowohl der Monarchie als des übrigen a Deutschlands. Diejenigen, welche scincr Zeit zur Grün- u düng dieses Blattes zusammeuwirkten, haben in dem i< Vciworte „katholisch" einfach die spezifische Färbung st des Blattes andeuten wollen. Daß hicbei an keinerlei h provozirender Tendenz zu denken sei, darüber geben die seit ucun Monaten erschienenen Blätter genügenden bcn streng bloklrt; einige Familien sollen, aus Vc« sorguiß vor einem Angriff gegen diese Stadt selbst, sich von da entfernt haben. In Warschan ist, nach Berichten vom 7. d. M., au diesem Tage ein Manifest des Kaisers Alexander ll. bekannt gemacht worden, durch welches ein ähnlicher Gnadenakt, wie für die rnssischen Unterthanen im Kaiserreich mittelst des Manifestes vom 8. April — Erlaß oder Milderung von Strafen und Nieder» schlagung von Steuer-Rückständen — nun auch zu Gunsten der Unterthanen im Königreich Polen, unter Berücksichtigung der besonderen örtlichen Verhältnisse dieses Landes, verkündet wird. Amerika. Die Nachricht, welche vor einiger Zeit durch die Zeitungen ging, daß Werbungen für Batavia in Europa stattfinden, scheint sich zn bewähren; das «Fr. I." bringt wenigstens die überraschende Nachricht, daß in Köln kürzlich cirea 200 junge Italiener eingetrof« fcn seien, um sich uach Vatavia zu begeben. Eine nähere Angabc über diese unglücklichen Opfer der Verführung bringt das „Frankfurter Journal" nicht. Jedenfalls werden die Armen nnr zu zeitig inne werden, daß, welche Verhältnisse sie immer verlassen ba« bcn, ihrer die zehnfach traurigen harren. Der Bericht der holl. Regierung über die wcstindi« schen nnd ostindischen Kolonien lautet, wie stets, un< günstig, nämlich ein Defizit von reichlich einer halben Million. Die Kolonisationsversuche in Surinam sind gänzlich mißlungen. Die kaum mehr aufzuschiebende Freilassung der Sklaven in Surinam wird dem Staate circa 18 Mill. fi. kosten. Telegraphische Depeschen. Paris, 10. Mai. Der „Monitenr" meldet aus der Krim: Am 9. d.. 10 Uhr Morgens, ist Ge< neral La Marmora mit 4000 Mann Piemontcsen daselbst gelandet- Verlin, 10. Mai. Dcr „Staatsanzeiger" meldet aus Charlottenburg vom 9. d.: Gestern war Sc. Maj. der König bei der Familientafcl im Bceli« ucr Schlosse anwesend. Telegraphische Depesche. vom k. k. Komitats'Vorstand von Filime an Seine Exzellenz den Herrn Minister des Innern. F i u m c, 8. Mai. Sc. k. k. Hoheit dcr durch' wuchtigste Erzherzog Ferdinand Mar sind heute Früb 9 Uhr auf dem Knegsdampfcr „Elisabeth" uoi, Tnest kommend in Portore eingetroffen, haben dort das Arsenal besichtigt und sind sonach nm halb N Uhr in der Richtung gegen Pola weiter gereist. Beweis. Denn bicr zwischeneinlaufendc Berichtigung, dort pflichtgemäße Abwehr verargen zn wollen, könnte nur einem des Rechtes des ungeschmälerten Bestehens und dcr freien Entfaltung katholischer Lehre und An« ordnung Unkundigen beifallen. Die Würdigkeit, An< gemcsscnhcit uud hohe Nützlichkeit des iu Rede stehen« den Unternehmens ist, wie uns scheint, durch die 22 im verflossenen, und die 17 im laufenden Jahre erschienenen Blätter dieser Zeitung dargcthan. Alle öster< rcichischen Staatsangehörigen, ohne Unterschied dcr man° nigfachen Lcbcnökatcgorien, dcncn sic angehören niö' gen, sollen die aufrichtigsten Wünsche für das kräftige Forbcstchen und fröhliche Gedeihen des katholischen Lebens und Wirkens im Kaiscrstaate hegen; somit müssen sic anch die gedachte Unternehmung in den Kreis dieser Wünsche einschließen und sich für deren ersprießlichen Fortschritt intcressiren. Es geziemt sich, daß dcr Mttte.'pnnkt einer vorzugsweise aus kathow schen Bevölkerungen bestehenden Monarchie zugleich als Mittelpunkt katholischer Wissenschaft hervortrete, um so mehr als diese Wissenschaft zugleich eine solche ist, die keine andere mißachten oder in den Schatten stellen will und selbe bloß von ihrem eigentlichen, hochwichtigen Standpunkte beleuchten muß. (Oesterr. Corr.) Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr äc F. Bamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redacteur: F. Baulbelg Annmm MV Börsenbericht. aus dem Abendblatte der öster, kais. Wiener-Zeitung. Wien 10. Mai 1855, Mittags I Uhr. Die Vörsc war von günstiger Stimmung bclcbt. Am meisten nahmen Nordbahü-Atticn und 185^cr L^st an der bosscrm Tcndcnz Thcil. " Grstcrc gingm bis 186^/. , letztere bis 10l '/^. Auch Nätional-Anlehen war zur Notiz beliebt und fest. Etaatsnsmbahn - Aktien hoben sich bis 316. Wechsel nnd Valuten ließen in, Preise ein wenig nach und bliebe» stark cfferirt. Amsterdam 105 Vrief. — Augsburg 128 Brief. — Frankfurt 127 Vref. — Hamburg 193 '/. Biicf. — Livorno —. — London 13.28 Vrief. — Mailand 127 Arief. — Paris 148'/.- Staatsschuldverschrtibungen zu 5'/» 80—80'/,, detto „ ^'/.7. 69'/.-70 detto „ 4°/« 63'/.-63'/, vetto „ 3'/o 49-^9'/, dctto „ 2'/,°/« 39'/,-39'/. detto „ 1°/« 16-16'/, detto 5. L. ,, 5 7. 95-96 National-Anlehen „ 5 7. 8^V.—8^'/., Lombard. Venet. Anlehen „ 5 7^ 101—102 Grundentlast.-Oblig. N. Oestci. zu 5 7, 79-7,9 '/, bettv anderer Kronländcr 5 7. 727^—77 Gloggnitzer Oblig. m. R. zu 5 7« «1 7.-»2 Oedcnburgcr detto detto „ 5 7. 90^—91 Peühcr ^etto detto „ ^7. 92-92'/, Mailänder detto detto „ 4 7. 90^—91 Lotttrie-Anlehcn vom Jahre 183^ 218-2! 9 dctto detto 1839 N6'/,-116'/. dctto dctto 1854 101'/.-101'/. Banko-Obligationen zu 3 '/, 7, 57—57'/, Vunf-Aktim pr. Stück 985-987 detto ohne Bezug — — detto neuer Emission — — Lskomptebank.Alticn 88 - 88 '/ «tticn der k. ,. priv. österr. Staats- ' 'ölsenbahnliesclli'chaft i» Hua ff oder 500 Fr. '' 21 «i'/-^«; Wicn-Raaber Aktien (zur Konvtrtirung angemeldet) ° 110—110'/ Nordbahn - Aktien ^gß »/__^g,/ Vudwcis-Linz-Gmundner 2^-2—244 Preßburg-Tyrn. Eisenb. 1. Emission 20—25 detto 2. „ mitPriorit. 30—35 Dedenburg-Wien.-Neustädter — — Dampschiff-Aktien 528—529 detto 12. Emission 523—525 dttto des Lloyd 518-520 Wiener-Dampfinühl-Aktien 129-130 Pcsther Kettenbrücken - Mtien 55- 60 Lloyd Prior. Oblig. (in Silber) ü 7« 93 7,-94 Vlordbayn detto 5 7, 85 7.-86 Gloggnitzer detto 5 7. 79-79 7, Donau. Dampfschiff-Oblig. ' 57. 82-83 Como«Ncnlschcinc 13^13'/^ <3stcrh«zy W fi. Lose 8t '/.—«1 '/, WindischzräpLose 2S 7,-29 '/. Waldstcin'schc ., 28'/,—28 7, Keglevich'schc „ 10-10'/. K. k. vollwichtige Dukaten-Agio 31 '/,—31 7, Telegraphischer Kurs - Bericht der Staatspapicre vom ll. Mai 1855. Staatsschuldverschreibimgen . zu ö pCt. fl. in CM. 80 l/16 dctto v. 1853 mit Nückzahl. „5 „ . 913/4 detto aus der National-Anleihc zu 5 7, st. in CM. 84 7/l6 dctto . . 41/2 69 7/8 Darichc» mit Verlosung u. 'I.' 1854. für 100 fi." 101 5/6 Wechsel-Kurs vom !,. Mai 1855. Augsburg, für 100 Gulden Cur. Guld. 127 "l/4 ^f n.-„ Frankfurt a. M. (für 120 fl. südd. Ver- ^ ' eins-Währ. im 241/2 ft. Fuß, Guld.) 126 3/4 Bf 3 Monat Hamburg, für W0 Mark Banco. Gulden 93 1/4 Bf. 2 Monat' London, für 1 Pfund Sterling, Gulden 12-26 Bf. 3 Monat Mailond, für 300 Oestcrr. Lire, Gulden 126 3/4 Vf. 2 Monat Paris, für 300 Franken . . Gulden 148 1/8 Bf. 2 Monat. Gold- und Silber'Kursc vom 10. Mai 1855. Brief. Geld. Kais. Münz-Dulattn Agio .... 313/8 311^4 dctto Rand- detto „ .... 307/8 303/4 Napolcons'dor „ .... 10.1 10. Souvrainsd'or „ .... 17.15 1712 Fricdrichsd'or „ .... 10.2 10 Preußische „ „ .... 10.33 10.32 Eng!. SoucrcignS „ .... 12.36 12.34 Ruß. Imvcriale , „ .... 10.10 10.8 Doppie „ .... 371/2 371/2 Silbcragio......... 277/8 273/4 Verzeichniß der hier Verstorbenen. De» 4. Mai l855. Franz Bergand, Sträfling, alc ^3 Jahre, im Strafhalise Nr. 47, a>, der Luiigensucht. — ^^i-dills^Zhepelnik, Taglöhner, all 3« Jahre, im Civil.-^pital Nr. l, an der Lliiigenlähmuüg. — Johann Straoje, Allfleger, alt 3l Jahre, ii, der Stadt Nr. 3li, am Wlnidstarrkrampf De» 5. Jakob Boltescr, Taglöhner, alc ^0 Jahre, im Civil-Spital Nr. l, an der Lm,^,,-lucht. -_ Dem Herrn Thomas Pirnat, Hausbe-I'tzer, ft,i, Kind Amalia, alt lO Monate, in der (Z> l?aib, Zeit. N<-. i09 r. l2. Mai 1855.) Stadt 3.5. 147, an der häutigen Braune. — Dem Henn Mathias Svctreinik, Zimmermaler, sein Kind Johann, alt 7 Wochen, in der Stadt Nr. 50, an der Gehirnlählmmg. Den 0. Dem Herrn Friedrich Hubmayer, Leistcnschneidcr, sein Kind Conrad, alt 5 Monate, in der Stadt Nr. 97, an Fraisen. Den 7. Ani, a Micschi, Näherim, , alt 4l Jahre, in der Oradischa - Vorstadt Nr. 2, an der Lliligenniberkulose. Den 10. Der Gertraud Skarsa, Greiß-leiswitive, ihr Kind Franziska, alt 3'/, Jahre, in der Stadt Nr. 198, am Zehrfieber. — Seba-stian Pischea, Sträfling, alr 55 Jahre, im Straf-hcwse Nr. 47, an der Auszehnmg. Z. 236. 3 (3) uä Nr. 3l93. Den 5. l. M. Vormittags wurde der Ober« theil cines seidenen Frauenkleides gefunden. Der Verlusttragende wolle sich darum bei der k. k. Polizeidirektion melden. Laidach am 7. Mai 1855. Zl"23^.'^""(3) Nr. 2750. Kundmachung. Bei der Polizeidirektion erliegen zwei Eßlöffel aus Metall, welche aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Diebstahle herrühren. Der Verlustträger wolle sich Hieramts melden. Von der k. k. Polizeidirektion in Laibach am 8. Mai 1855. _____ Z. 238. 2 (2) Nr. Il95. Verlautbarung. Zur Hintangabe der Bauherstellungen an dem Pfarrhofe zu St. Georgen im Felde wird in der hierortigen Amtskanzlei am 19. Mai l. M. Frül) Itt Uhr eine Lizitation abgehalten werden. Zum Ausrufspreise werden die Professionisten, Arbeiten auf den Betrag von 2731 si.51^ kr. und die Materialien auf . 2N46 »22 » zusammen^ ^ 4778 st. 14^ kr. angenommen. Der Bauplan, der Kostenüberschlag und die Lizitationsbedingnisse können taglich allhier eingee sehen werden. K.k. Bezirksamt Krainburg am7.Mai!855. Z. 24tt. « (2) Nr. 80. Verlautbarung. Von der fürstlich Schönburg'schen Herrschaft Laas und Schneeberg wird hiermit bekannt ge« geben, daß am 19. Mai d. I. die Verpachtung des Buchenschwammklaubrechtes in ihren Wal« düngen Vormittag um 9 Udr in der Herrschafts« kanzlei vorgenommen werden wird, wozu die Pachtlustigen eingeladen werden. Die Verpachtungsbedingniffe können allhier beliebig eingesehen werden. Verwaltungsamt der Herrschaft Laas und Schneeberg am 8. Mai 1855. 3. 689. (2) ^M" Allzeige. ^K Der Gefertigte macht hiemit ergebenst bekannt, daß bei ihm nicht nur von Früh Morgens an, gewöhnliches Gebäcke wie bisher, sondern auch von Sonntag den 13. d. M. an, von Früh 7 Uhr frisches Wiener Luxus-Gebäcke zu haben sein wird. Er hat sich eigens zu diesem Zwecke Bäckergesellen aus Wien kommen lassen, und überhaupt keine Kosten gescheut, um jeder Anforderung seiner verehrten Abnehmer entsprechen zu können, und empfiehlt sich einem geneigten zahlreichen Zuspruch. Laibach am 9. Mai 1855. Bäckermeister am alten MaM Nr. !7. Z. 710. (,) Eine zweckmäßige Linir'Maschine, für eine arbeitende Person eingerichtet, steht zu dem Preis von l3o fl. nebst Erlernung des Linlrens zu verkaufen. Muster Kaufmännischer Liniaturen liegen im Verlage dieser Zeitung zur Einsicht, wo zugleich das Nähere zu erfragen ist. 3. 7,2. (1) IXeU H8801 Nlt68 U(K Moden-Magazin. ^KM Johann Kraschovitz, Hauptplatz Nr. 240 in Laibach empfiehlt in großer Aliswahl und zu den billigsten Preisen. 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(2) l K u n d m a ch u n g » der l in Trieft. > Indem wir es als Pflicht erachten, die fort « schreitende Entwickelung des gesammten großen Va M tcrlandes und insbesondere unserer Stadt in jedem « Zweige gemeinnützigen Schaffens zur Würdigung « zu dringen, benutzen wir auch den Anlaß, daß die « diesige, schon im Jahre l83l errichtete Versiche- U cherungbstesellschast, ^zzicuräxioni (^enerilli (?Ulge- « meine Assekuranz), deren Bureau in Laibach Gra^ U discha-Vorstadt Nr. 32 sich dcsindet , den Ausweis U über den am 3!. Dezember 1854 sich zeigenden U Stand del von ihr im Jahre !85l eröffneten 12 U und 20 Jahre dauernden zwei Tontinenabtheilungcn k veiöffentlichte, um hervorzuheben, daß diese Anstalt I schon mehr als 20 Jahre den Zweig der Versicherun- U gen ans das Leben des Menschen in unserer Mona» « chie einführte, wodurch sie nämlich die von den Vcr- M sicherungswcrdcrn bezeichneten Summen, seien es l Kapitalien oder Renten, zahlbar bei Ablebcn der U versicherten Person oder bei Erreichung des im Ver U sichelungsreltrage vorbestimmtcn Alters von Seite « derselben versichert. Ein VersickerungSzweig, welcher V gewiß nicht nur nützlich, sondern auch zur Siehe- I rung des künftigen Wohles jeder Familie fast un- » entbehrlich ist. U Odschon nun die Anstalt schon im Beginne l solcke Prämien u:id Bedingungen festsetzte, welchc U für die Versicherten günstiger sind, als die ähnliche» « ausländischen Gesellschaften, so war sie dennoch U beflissen, selbe später immer mehr zu vervollstänri » gen und zu verbessern. Unter Anderem hat sie seit » dem Jahre l85l auch die Maßregel ins Leben ge D rufen, daß der Versicherte an dem Gewinne de> l Versicherungbadtheilung, welcher er deitritt, selbst k Theil nehnun soll M In Folge dieser Bedingung vertheilt nämlich U die Anstalt den sich ergebenden Gewinn unter den l Versicherten, und zwar im Ganzen bei der Kate- U goric der P^ersicherungen von Kapitalien, die zahl r bar sind, wenn der Versicherte die bestimmte Zeit R frist erlebt, welche Versicherungen eben die obtncr « wähnten sogenannten Tontinen bilden, zu Drcivier- t theilen aber indem sie ein Viertel zu eigenen Gun- » sten behalt) bei Versicherungen, die bei den, wann l immer erfolgenden Ableben des Versicherten zahl ß dar sind. R Die beiden verschiedenartigen Vertheilungssy' l steme sind in der verschiedenen Beschaffenheit der k , beiden Versicherungsgattungen begründet, ff Vei den erstgenannten Versicherungen ist näm- ff lich die Anstalt keiner Gefahr cmes Verlustes auS. k. gesetzt, und darum begnügt sie sich, als Enlscha ^ digung für die Verwaltungskosten 5 ftCt. auf den ß Betrag der von den Theilnehmern gezeichneten Sum> ^ mcn zu beziehen, wodurch denselben ein nicht uner Z hedll'cher Vortheil erwächst, denn jede andere Ac- z ministration, wie sparsam sie auch sein möge, würde k sicherlich theuerer zu stehen kommen, h Bci den anderen Versicherungen hat slck die ^ Anstalt hingegen den vierten Theil des Nutzens ^ vorbehalten, augenscheinlich darum, weil sie vcr- ß pflichtet ist, den Verlust, welcher sich etwa statt k des Gewinnes bei der jährlichen Bilanz ergeben l- würde, ausschließlich selbst zu tragen. Denn diese f. Bilanz soll alljährlich gebildet wcrdcn, ohne den k.. Verlust einer derselben auf jene des nachfolgenden ^ Jahres übertragen zu dürfen. ^ Es scheint uns sehr wichtig, darauf hinzudeu- l ten, daß diese Bedingung der Betheiligung am ^ Gewinne für die Versicherten äußerst nützlich ist: ^ - l. Wegen des Systems an und für sich, wel- ^ ches denselben die von den wechselseitigen Anstalten ^ dargebotenen Vortheile verschafft, ohne daß sie hin- ^ gegen dem diesen Anstalten anklebenden Uebelstande ^ ausgesetzt wären, möglicherweise Nachtragsprämien ^ entrichten, oder eine geringere als die versicherte ^ Summe empfangen zu müssen, zwei WechselfäUe, ^ deren Bedeutung sich im Vorhinein nicht absehen ^ läßt; ^ 2. weil die zu Gunsten der Versicherten festge ^ setzte Quote von 75 pCt. viel größer als jene an- ^ derer Anstalten ist, welche meistens bloß die Quote r von 50 vCt. gewahren; ^ 3 weil die Gescllschast der ^sxicurg-ioni <^«- nl.'i'ul,, wie schon bemerkt, die Bilanz dieser Versi l cherungcn jähllich bildet und schließt, statt nach 3 l, oder 5 Iahrcn ^ wie es dic anderen Anstalten zu thun pficgen, wodurch bei elwaigem Eintritt eines " oder zweier verlustbringenden Jahre, der Nutzender ^ übrigen Jahre dlr 3 . oder 5jähsigen Periode zum ^ glößtcn Theil oder auch gar ganz verschwinden l'^nn, ^ lndem sie dcn Nutzen vorweg zur Deckung des Vcr lustes verwendet; 4. weil die' Grundsätze für die Bildung der Bllanz bcl den ^«il-ur-^ani (^erielüli klar und genau bezeichnet, und nicht wie bei anderen Anstal- tcn dem Gutdünken der bclnffenden Dirctlion an-hlilngesttllt sind. Die Ergebnisse entsprachen bei den ^zzi^ura-xiuni 6c:nc?lst auch jene der Parteien, welche sich auf den Ab-ledensfall mit der Bedingung der Betheiligung am Gewinne versichern, nicht minder günstig. Die Einrichtung der Lebensversicherungen, welche das Mittel zur Gründung von Aussteuern für Töchter, zur Vorbereitung von Kapitalien oder Renten, um im vorgerückten Alter sorgenfrei leben zu können, und zur Versorgung der ^verlebenden beim Hin» scheiden ihres Ernährers bieten, ist demnach auch bei uns in Oesterreich auf den wünschenswerthesten Grad der Vollkommenheit gebracht, und es dürfte gewiß nicht lange Zeit vergehen, bis diese Versicherungen auch in allen Klassen unserer Bcuölkerung jene allgemeine Würdigung sioden werden, weiche sie schon längst in England, Frankreich und Deutschland genießen. Z. 662. ^3) Beachtenswert!)! Unterzeichnete geben bekannt, daß bri ihnen eine yroße Auswahl verschiedener neuester Muster von Aauveizierungen, geeignet alS Ornamente sür Häuser, Säle, Kirchen ?c. zur innern und äußern Zier, aus der sogenannten Te rra ' C o tta vorrälhig sind, welche sich vorzüglich in der Festigkeit, Dauer und Billigkeit vor jeder andern Massa auszeichnet. Auch sind daselbst glasirte Schrift-Buchstaben, wie auch Kaminanfsätze zu habcn , letztere wegen der Brauchbarkeit, der guten Rauchausleitung aus schlechten Schornsteinen, entweder schlicfbar oder russisch, bestens zu empfehlen sind. Bestellungen werden nach Stücken odcr klaftcr-weise zur Lieferung übernommen. Natura-Muster und Preise sind in der Hand« lung der Gefertigten, in der Iudengasse Nr. 232, zur gefälligen Einsicht gestellt. Bruder L. A. Götzl, Bildhauer, Maler und Vergolder. Z. 690. (2) ' Rofenbnchl. Unterzeichneter erlaubt sich, einem hohen Adel, löbl. k. k. Militär und l'. 'I'. Publikum die Rcstau-rations- Eröffnung im sogenannten „Rosenbüchl" mit dein Bemerken dckannt zu geben, daß man von Früh Morgens 4 Uhr bis Abends mit Kasseh, ssutcm Vier, echten Weinen, so wie auch Vou« teilten Weinen, mit warmer und kalter Küche zu allen Stunden servirt werden kann. Für reele und schnelle Bedienung ist bestens gesorgt. — Donnerstag den l0. d. M. findet eine Soiree Statt. Ehrfurchtsvoll Restaurateur. Z. 686. (3) Gänzlicher Ausverkauf von Spiel- und Nürnberger-Waren, wegen Aufiömng des'Geschäftes unter den Fabrlkspreisen, in der Markthütte Nr. 10, im Haupt-gang links, empfielht sich der ergebene ^^^_______Georg Graßellp. Z. 7l3. (l) Die unbekannt wo sich befindenden Franz, Josef, Johann und Heinrich Stromm, werden aufgefordert, sich bei ihrem Vormunde Heinrich Adam Hohn in Laibach, wegen Erhebung einer kleinen Erbschaft zu melden. Laibach amM. Mai 18ZZ. Z.477.C6) Gänzlicher Ausverkauf m der Tuch- und Schnittwaren-Handlung des wegen Auflösung des Geschäftes sehr bedeutend uuter Fabrikspreisen von: «lIMG<«VlRS«ll «> O««lVW«K'G7 VlzMOs'A, I^AGÜA'S'O?