^^reiheit, Vihlßi»», Mii» str M." VIII Jahrgang «r. Krettag, 4 Z««t tSSV. vi« ^Narburger Zettuntt" erscheint jeden Sonntag, Miitwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., hnlbjähng S fl., vierteljAhrig I fl. 50 kr; für Zustellung ins Haus monatlich IVkr. — mit Postversendung: panzjShrig 8fl., halbjahrig 4fl., vierteliiihng Z fl. Die rin Mal gespaltene Sarmondjeile wird bei einmaliger Einschaltung «it bei zweimaliger mit IS, bei dreimaliger mit 20 tr. berechnet, wozu für jedesml jedesmalige Einschaltung 30 kr. Znseraten-Stempelgeblihr kommen. Zill ^l'schichtl' des Tage». Vegeawärtig macht ein Schreiben des ltlagenfurter Bischof« die Runde durch die öffn sich alle Mühe, jüngst in Albanien einen Auf-stand heraufzvb schwö'^en. Nace dieser Plan gelungen, so würde trotz der Einmischung der Diplomatie der Krieg ausgebrochen sein. Sämmtliche kattzolische Stämme, insbesondere der Sohn des verstorbenen MiNviteN' Fürsten Bib'Doda. welchen Napolson III. erziehen läßt, erfreuen sich der französischen Gunst. Es ist eine bekannte Tuatsache, daß grankreich die herrliche Provinz Albanien seit Napaleon's III. Thronbesteigung scharf im Auge bthält. Der Besuch des rotlien Prinzen hatte seine bestimmten Be-veggründe politischer Natur, daraus kann man sich verlassen. Je näher in Griechenland der Wahltag heranrückt, destv größer wird die Bewegung, namentlich in der Hauptstadt. Die Wohnungen der Kandidaten iverdeu Tag und Nacht belagert, am meisten aber jene, wo liebenKwürdis»e Hau^srautn ivalten. deren Männer die meisten Aussichte» zu haben scheinen Das schöne Geschlecht in Athen hat sich noch niemals so eifrig in die Wahlangelegenheiten g'Mengt, ivj< Heuer. Die Kaudidate» theilen sich in Regiernngssreunde und Unabhängige. Welche Partei siegen lvird. ist noch unl^ewrß. Man sieht, besonders in den Provinzen, sehr stürmischen Wahlschlachten entgegen und ist an einigen Orten schon jetzt Blut gcflofscn. __________ In» GU«der«ng der BolkSpartei. (Rede, gehalten beim Festmahle zu W.'Feistritz von N. Huber, Mitglied des demokratischen Vereins in Graz.) Ich spreche meine volle und rückhaltlose Freude aus über den heutigen Tag. Dieser ist ein Protest gegen die Zerfahrenheit und Vereinsamung der Berfa!!ungspartei in Oesterreich. Heute wird der Keim zum Befferen gelegt. Die Besprechung wird noch eine ganze Weile ruhig fitzen und horchte, mit Spottlächeln auf den Lippeu. nach der Thür hin. ES blieb Alles still! Dann stand sie auf und trat vor den Spiegel, um ihre« verschobenen Kopfputz wieder zu ordnen und die Berivüstung zu verwischen, die ihre „albernen Thränen um solche Lappalien" in dein noch ganz hübschen Gestchte angerichtet hatten. Ein Poltern auf der Straß«, dicht vor ihrem Hause, veroulaßte fie. dabei ans Fenster zu gehen und hinau»zublicken. Da stand ihr Diener, und hob mit Hülfe einrs Eisenbahnkofferträgers einen Koffer auf den Rollwagen. Ahnungsvoll riß sie das Fenster aus — dort unten am Ende der Straße ve«schwanden eben zwei Gestalten — hastig setzte sich der Koffer-träger in Galopp, der Bediente sah ihm nach — dann ertönte das Signal der Lokomotive — lachend schaute der Diener zu ihr aus und sagte: „Dcr Herr uud das Fräulein werden gerade noch zu rechter Zeit gekommen sein!" Behutsam drückte die Räthin ihr Fenster wieder zu und schlug beide Hände vor Pie Au^^en. „AUmächti.ier Gott! Mein Mann — mein Kind! Sie sind sort! Sie sind sort!" flüsterte sie. sinnlos vor Schmerz, und sank zusammen. „Auf Wiedersehen!" tönte eS ivie ein Geisterhauch >»m sie. als fie tvieder zur Besittnung kam. Aber die bösen Geister beg.innen tvieder in ihr zu toben und unter dem Trotze eines tief beleidigten Herzens machte sie fich bereit, ihre Zukunft zu bestimmen. IN. Die Maßregeln des Rath Braunstein ivaren längst vorbereitet gewesen. Er hezlvtckte. seine Stellung als Gatte und Vater gründlich zu ve'bessern.- oder die» Verbäliniß ganz zu lösen, wenn seine Tochter den Ertvartungen nicht entspräche, die er hegte. Hermine hatte sich betvähit — seine Gemahlin aber mit unverant-tvortlichem Leichtsinne die heiligen Bande der Ehe geringschätzend behandelt. Kündend Wirten, und wenn bald ähnliche Nersammlnngk» im Unterlande achfolgen. so »st schsn die! gewonnen fall» die Odersteirer dies Bei« spiel nachahme«, dann ist noch mehr gewonnen — aber doch nicht Alles. Ss gilt, ein Ganz?» zu schaffen. Alt unverrückbartS Ziel muß eine skstgeschlos^eue Berfafsungkpartei UN» vorschweben, eine Partei, die auf dem Boden der BtrfaffuAg steht, aber dort nicht erstarrt, sondlrn für die Eatwicklung derselben nach den Wünschen und Vtdürfnissen de» Bolke» tbätig ist Oberster Trundsaß muß srin: Alle für Einen und Einer für Alle. Wir befinden vn» t»eute in frstlicher etimmung; aber täuschen wir UN» nicht: es ist noch keine solche Partei, sondetn nur da» Material zu derselben vorhanden. Wir kennen die Ansichten der Abgeordneten, die Meinung der Presse: aber wie da» ganze Lond. waS daS Rtich denkt über wichtik^e Fragen, weiß Niemand — wir haben noch keine Gemeinschaft. In der Steiermark gibt eS Tausende von VerfassungSfreunden; aber da» Gefühl, daß die gortschrittSmänner in Marburg kämpfen, daß dleje für die Freiheit einstehen — dieses Gesühl vermissen »vir bei denselben. Die Sireitrr sür das Necht und die Interessen de» Volkes brauchen Unter-stützung. Daran aber fehlt e» noch immer: es gibt keinen Zusammenhang. keine Solidaritäl. kein Parteibewußtsein. Die Pr.sse leidet unter dieseu Verhältnissen. Wenn sie die Jntereffen de» Votke» vertritt, so findet sie zu wenig Theiluahme. Die Presse kann die öffentliche Meinung aber nicht machen, sie kann dieselbe nur aussprechen. Die Presse btdarf eine» geordneten, regelmähitun politischen Leben», damit fie nicht herab-sinke zur bloßen Spekulation. Die Klerikalen haben eine gute Organisation. Jeder Kaplan ist em geborner A,^ent. jeder Pfarrhof eine feste Burg und d,e Festung ist dort, wo der Bischof seinen S>h hat. ES ist nothivendig. daß an j.dtM größeren Orte ein politischer Berein gebildet werde, dnß von Zelt zu Zeit Versammlungen abgehaltene werden in der Hauptstadt oder in einem größeren Orte, daß eine Zusammenkunft aller Freunde de» Fortschritte» sttUtfinde. daß wir UN» dort laut und feierlich für die Verfassung und für die Frei, heit erklären. Fehlt deu Freiliclt»kämpftrn der Rückhalt nicht, dann sind Ke in dee Lag', ttanz ander» aufzutreten, als bisher: sie wissen nicht ollein, gearn wen ste kämpfen, sondern auch, wer mitkämpft. Also: Versammlungen und Parteiorganisation! Die NerfeS auch über die Grenzen Italiens j^inau» Diese Epistel übergab sie offen ihrem Valer. al» er. etiva» angegriffen von der zer'Monietlen Ezene. au» dem GerichtSlokale nach dem Hoiel zurückkam Mit einer unwiderstehlichen Gebehrde bat sie ihn, „um eine kleine, kleine Nachschrist sür die Mama", und alS er lächelnd zu tvillfahren versprach, zog sie sich schlennigst in ihr Zimmer zurück. Kaum hatte sie die Tliür hinter sich geschlossen und der neue Herr Vizepräsident etivas ividerstrebend die Feder znr Hand genommen, al» der Kellner de» Hotel» ehrerbiet'g in'» Zimmer trat und dcn „Herrn Appel-lationSgerichtsassessor Windhageu" meldete Krappirt und einen ganz absonderltchen Anlaß zu diesem nicht gewöhnlichen Versuche uhnend. nahm der Vizepräsident den jungen Mann an. der gleich darauf zu «hm eintrat. Braunstein erkannte ihn sogleich tvieder. Er hatle ihn unter dem Personale de» Gerichts bemerkt und ivar einigermaßen bett»undernd mehr-mal» mit seinen Blicken zu il»m zurückgeschiveift. Nicht, daß er einer jener schönen Männer geivesen iväre. denrn die Madchenblicke huldigeud folgen, aller es lag etivaS so Bedeutendes in dem AnSdrueke seiner Aui^eu. in dem kaum bemerkbaien Lächeln seines MundeS. ja selbst in der Hal-lung des ganzen Körperö. daß er. trotz einiger Unregelmäßigkeiten in den Gesichtszügen, zu den hervorragendsten Männergestalten zählte. Wie gesagt — der neue Vizepräsident hatte nicht umi)in gekonnt, diesen jungen Mann Verschiedene Male Mit ernstem Wohlgefallen zu beobachten. Asseffor Windhagen schritt dem Präsidenten Braunstein biS zur Mitte de» ZlmmerS entgegen und verneigte sich dann nochmal» Mit jener iLhrcrbietung. die mehr dem eigenen Herzen entstammt. alS dem Herkommen gemäß ist. Braunstein reichte ihm grüßend die Hand entgegen, die der Assessor unter cinern Anflug von Erröthen annahm, und sogleich begann: „Der eizrliche Mann. Herr Präsident, tvählt stetS den geraden Weg! Ihr befremdeter Blick hat mir hinlänglich verrathen. daß Sie eS tadeln, mich unter den obivaltenden Umstanden noch unter denen zu stnderi. die künf-tigljin die Ehre haben iveiden, unter Ihrer Direktion zu arbeiten." (Forlsetzung folgt.) wäre. Mit der Beseitigung der gezivuns«ken Uelovgkeit wirb «icht nur ei»e der kröstigsteu Stützm kirchlicher Uebermacht gebrochen, sondern auch eine der reichlichst fließenden Quellen dir allgtmeinett Unsitt-lichteit verstopft. (Ausnützung der Staatskasse in Preußen.) Welche Ausgaven in Preußen aus Kosten der Staattkasse gemacht werden, zkigen u. A. auch folgende Beispiele fi»r die privaten Awecke deS KriegsminifttrS von Roon. In seiner sogenannten Amtswohnung ist eine Reitschule erbaut worden, deren Kosten über 30.000 Thaler betragen. Mehr noch, der Kriegsminister hat die friedliche Liebhaberei, ein Hühnerzüchttr zu sein, und deshalb beeilte man sich, ihm aus Staatskosten einen prächtigen Hühnerstall im Werthe von 3000 Thalern zu errichten. (Ungarische Rechts zustä nde.) Die mangelhafte Rechts« pflege m Ungarn beginnt bereits aus die diesseitige hemmend einzuwirken. Es können nämlich zahlreiche tiier anhängige strafgerichtliche Untkrjuchungen .nicht durchgefüiirt werden, weil die Angeklagten von hier die Flucht nach Ungarn genommen und von dcn ungarischen Behörden nicht anSgelrefert werden, enlwedir weil sie „geborne Unt^arn" sind oder sogar, well sie dort ihren Wohnsitz genommen. Einer dieser Fälle, einen Mann betreffend, welcher in Wie» seinen Wohnsttz hotte und nach Berübung vieler Betrü» gereien nach Ungarn flüchtete und von dort nicht auSt^elresert wird, ver-aulaßte nun den Staatsanwalt Schmeidel. bei den höchsten Justizstellen >m Abhilft dieses UebelstandeS einzuschreiten. (Opfer der Hitze) Wir lesen in der Agramer Zeitung: Der achtstündige Uebungsmarsch. ivelchrn die hiestge Varnisoa vorgestern unter« nommen. soll schwere Opf'r gefordert haben; man spricht sogar von mehreren Todlen. Wir sche««n uns. die Ziffer der Erkrankten wiederzu-ttben. welche die Fama nennt und welche riesig wächst, während sie von Mund zn Mund geht Die Unfälle werden wohl genügen, um in kom Petenten Kreisen die Erörterung der Zweckmäßigkeit einer militärischen Uebnng neuerdings anzuregen, über deren wohltliätige Einwirkung auf die Kriegstüchtigteit der Mannschaft die Laien nie ins Klare kommen konnten und deren Werth als praktische Schulung d«r Truppe auch von manchen Fachmännern ernstlich in Zweifel gezogen wird. Marburger Berichte. ^Aus dem feindlichen Lager.) Einige Tage vor der Mai« sahrt wurdeu der Redaktion dieses Blattes zwei Drohbriefe ohne Unterlchrift zugtfandt; fie trugen das Postzeichen „Marburg." Wir hielten die Sache für einen bloßen Schreckschuß, da unS vou Parteigenossen in W. FeiKritz. die ihre Nachbarn sehr g'nan kerrnen. nicht die leiseste Besorgniß mitgetheiit wurde, den pjäspsch nationalen Gegnern aber darum zu thun war, das Fest zn vereiteln nnd uns den Vorwurf der Feigheit machen zu könne» Wir beschlossen, diese Schreiben erst nach der Maisa!»rt zu Veröffentlichkn und den Bersafsern nachzuspüren und veranlaßten eine getreue Uet»ersetzung des slovenijchen Briefes. Die Schriftzüge führten zur Entdeckung. Der Verfasser des slovenisch geschriebenen Brikses wurde am 30. Mai Abends, als er selbst dem Tanzkränzchen in W. Feistritz beiwohnte, zur Rede gestellt, bekannte und bat wiederholt um Vergebung. Der Verlauf des ganzen Festel muß ihn eines Befferen belehrt haben. Wir hatten unS im Eha» rakter des Landvolkes nicht getäuscht. Der Schreiber dieser Zeilen fuhr Abends mit anderen Festgenosfen nach Marburg zurück; die von W.' ^jftritz beimkehreaden Burschen und Erundbesttzer grüßte», fi^eundlich; an einigen Orten, wo eine größere Anzahl von Gästen vetsurnmelt war. wurden wir mit jubelndem Zuruf cmpfangen Wir geben nachstehend den Anhalt der fraglichen Briefe: I. Neudorf 33. Mai 1869. Lügenhafte Marbnrgerin. schwäbischer Verlag auf flovenifchem Boden! Im Ramen mehrerer unserer Bauern zeige ich Dir an. daß daS. was Du in Deinem Kürbiß ausgeheckt Haft, nämlich; daß Du hier in Windisch Feistrltz bei uns was machen willst. ivaS. tvie Du selbst «reißt, niemals durchgeführt werden kann, fo lange wir noch athmen. so lang? noch unser slovenisches Herz schlägt, nie werdet Ihr Deutsche auf unserer Erde für uns das Wort führen. Du höllische Rotte Du! Was glaubt Ihr; daß wir für Euch die Steuer zahlen, ist ohnehin genug; daß Ihr Schwaben unter uns slovenisches Brod srebt, daß Ihr uns verdrängt, und daß Ihr uns gerne bis auf die Haut abzielten würdet, und daß Ihr jetzt, »vo Euch daS Wasser bereits in die Kehle fließt, licuch-lerisch zugesellen tr»oUt. ist unS gut bekannt. O denkt nicht, daß »vir Euch Nicht kennen. Ihr serd rechte Wölfe in Scbafskleidnnt,; echte Füchse mit Eurem Deutschthume. geht den Krebsen pscisen zu dcn Dentschkn. aber nicht zu uns. wir lassen nnS von solchen Hunden nicht versüljren. Ihr richtet nichts bei unS; Wir sind »vir; laßt uns in Rnhe. sonst lve'det Iljr Euch so verbrennen, daß Iljr eS Euer Lebelang suhlen werdet. Ber-dämmte Blitze! wir brauchen Euch nicht. Jlir habt nnS ohnchin schon AUeS genommen. waS ivir GuteS besessen habe«. — B'sondrrS Dii. höl-lischer Dentschthümlcr, Malta, wir kennen Dich noch jetzt gut. Du w>lßt schon, wann wir Dich gekannt haben Wahl Gott helfe Dir, wenn wir Dich in die Faust bekommen; die Fersen wirst Du unS nicht ent-tragen. — Merkt Euch, daß wir unS vereinigen tvoUen. aber nicht zcr. theilen. damit Ihr nnS dann leichter verschlingen könntet. (Urbcrjetzung aus dem Slovenischen.) II. W..Feistritz den 24. Mai l86S. Löbliche Redaktion der Marburger Zeitung! Dem Vernehmen iltreS Blattes nach, ist «S mir schon seit lin^lr Zeit bekannt, daß man bei euch einen Ausflut^ verbunden mit — !! nach Feistritz beabsichtigt hat. Da ich fast ftrtS mit Bauern verkehre, ist cs mir möglich den Affekt und die Situation, den diese Nachricht bei den Bauern veranlaßt hatte, zu skizziren. ES ist hier bei unS. !o zu sagen, alles revolutionärisch gesinnt. — AUeS geht über die Deutschen und die sogenannten vewSkutsrv loS. Die Bauem in der Umgebung halten fast täglich Versammlungen, berathen sich gemeinschaftlich, und die stehen seit einiger Zeit sehr schroff gegen AlleS. was ihnen in de« Weg tritt. Ich schreibe euch. auS geivisien Grirnden. dießmal noch nicht AlleS. wsS ich Ihnen eigentlich schreiben sollte. Borläusig warne ich Euch uud mache Euch aufmerksam, ja nicht mit grunweiße« oder slovenischen Fahnen zu erscheinen, weder singend noch lärmend, denn die Bauern haben sich hier bei uns verabredet, daß. sallS Ihr Euch rühren werdet, sie eine völlige Revolution machen würden. Mitgetheilt von einem friedliebenden und nnpartheiischen Manne in Marburg, der auS gewissen Persönli-ykeitS Rücksichten das »icht persönlich berichten konnte. (AnshilfSkasse.) Ende April blieben 2 fl. 26 kr. in ^er Kasse; die Einnahmen im verflossenen Monat betrugen 1291 st 94 tr.. die Ausgaben 1158 fl. 83 kr. Dcr Kassarest beläuft sich .auf 13b fl. 36 tr. Zehn Wechsel im Betrage von 2030 fl. wurden verlängert. Die Zahl der Milqlieder hat sich nm 1 vermehrt. (Schwimmschule) Die Militar-Schwimmschule jst nun eröffnet und steht den Badlustigen bürgerlichen Standes täglich von ü Uhr Morgens bis Mittug 12 Uhr und von 3 Uhr R'chmittag biS 8 Uvr AbendS zur Verfügung: die Stunde» von 1 bis 3 Uhr Nachmittag sind dem Militär vorbehalten. (Kranken- und Invalidenkasfe der Arbeiter.) Morgkn Abrnd« 7'/, Uhr versammelt sich der ArbeiterbildungSverei» (Färbergasse. 133). Zur Verhandlung kommt n. A. der Antrag, betr ffend die Nichtaufnahme iveiblicher Mitglieder in den KrankennnterstützungSverein. (Ver brauch SV er ein) Morgen AbenvS 9 Mr fiat»e» eine Sitzung des Verbrauchsvereins statt (Färbergasse. 133) es kommt die Steuer' und Wirthshansfrage zur Berathung. Letzte Post. Dt- Rekrut-nstellung für das nächst- Jahr «trd tu d-r A-tt vo« K6. August dts End- G-pt-mb-r -rfolg-n. - Zu d-r pSstlich-n Fr,md-nl-gton hat die Fahn-uflucht wt-d-r v-gonn-u» . 3" Vl^ukr-t» m-hr-u sich di- B-schw-rd-n üd-r Uug-s,tzlt4-?ett-u, welch- dte Sl-gt-rungsb-amt-n b-i d-u Wahl-u sich -rlaudt. Eingesandt. Aus Saldenhofen an der Kärntnerbah». Widerlegung. Mit Bezug auf das in der „Marbnrger Zeitung" von 14. Mail. I. aus Saldenhofen datirte „Eingesandt" erachten es die Gefertigten für ihre Pflicht, der Wahrheit öffentlich Z ltgniß zu geben und erklären die ganze Insinuation get^en den Herren Kaplan vom AnfaNt^ bis zum Ende alS eine gemeine Lüge und Verleumdung. 1. Ist eS eine Lüge, daß der Herr Kaplan am vorletzten Sonntag, d. i.. da das „Eingesandt" vom 12. Mai datirt ist. Mithin am s. So»»-tage nach Ostern den Frültt^ottesdienst gehalten hätte. 2. Ist eS eine unverschämte Lüge und Verleumdung, daß er weder an diesem, noch an einem andern Sonntag die Predigt unterbrecheud de» eintretenden Arzt deS OrteS Herrn L. überhaupt, noch weniger aber mit den Worten „Guten Mor^ien Herr L. te." angeredet habe. Der endeS« gefertigte Arzt deS OrteS. Herr L. selbst protestirt gegen jene Insinuatio» und bezeichnet daS ganze „Eingesandt" als eine Erfindung und Lüge von Seite des Reserenten. 3. Die größte Unverschämtheit und Charakterlosigkeit gibt der Refereut deS benannten „Eingesandt" dadurch kund, daß er ansteht, für die Wahr» heil seiner Aussage seinen eigenen Namen herju«^eben. sondern er Verbirgt sich unter dem Deckmantel „mehrerer Pfarrinsassen." Bei dem bisher bekanntlich guten Einverständnisse der Ortsgeistlichkeit mit den Pfarrinfassen können die Gefertiitten sich nnr wundern, daß der Referent des Eingesandt in skiner Keckheit nnd Bovert sich soiveit heraus« nimmt. Streitigkeiten und Spannungen zwischen Geistlichkeit und Laien zu berichten, die daselbst gar nicht existiren. Ob diesem falsch'N und lügenltaften Berichte können die Gefertigten nicht umhin, an die Worte des Herrn sich zu erinnern und die Warnung auszusprechen: „Hütet euch vor den f.>ljchen Psofelen. die Von außen in Schafskleidern zn euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind." Math. 7. 1ö. Saldenhofen am 29. Mai 1869. Anton Lanko m/p. Fran) Pignar W/p. VinM) Areßaig m/p. OrtSarzt. Kaplan. Handelsmann. Änto» Urban m/p. Anton Schamp m/p. Franz Mettinger m/p. GemeindeAuSjch. ».Bürger. E.-A. Xirchenpropst. Wilhelm Mnssi m/p. Georg ^erknsch w/p. Johann Czermeny m/p. Veffentliche Bitte. Vor elf Jahren ivurde Herr Franz Maurus, Lehrer an der Pfarr-schule zu St. Ioliann auf dtm Drauselde. durch kler'kalcn Machtspruch einfach seincS Di nsteS entlass n. nachdem er fünfunddrsißi^^ Jahre lang seine Pflicht getreu erfüllt lzatte. Seit dieser Zeit befindet sich der alte gebrechliche Mann sammt sriner Familie in bitterster Noth und entsprechen lvir seinem Wunsche, eine Samrnlun^, von Geld und KleidungSstück-'N für ihn anzuregln. um so lieber, als wir über^euj^t sind, diese Bitte im Namen des schwer bedrängtsn GreiseS an edle Menschenfreunde nicht Veriiebens zu stellen. Milde Beiträge wollcn entweder an Herrn Maurus in St. Johann selbst s^esandt oder im Gasthofe zur Stadt Wien abgegeben werden. Die Red. 3. 2402. Kundmachung. s367 Am 21. Juli d. I. geht die dreijährige AmtSwirtsamkeit der gegenwärtigen Gemeinde Repräsentanz zu Ende. . Dem zu Folge finde ich nach Borschrift des ß. 12 des Gemeinde Statutks für die Stadt Marburg eine neue Wahl der Gemeindevertreter auszuschreiben und hiemit öffentlich kundzumachen, daß die Wählerlisten bereits von heute an zu Jedermanns Einsicht in der Gcmeindetanziei aufliegen Einwendungen dagegtn. dieselben mögen nun wider die Aufnahme einer Person in die Wählerlisten überdaupt, oder in die Wählerlisten eines bestimmten Wahlkörpers, oder widet die Hinweglafsung einer Per son aus den Wählerlisten überhaupt, oder aus der Wählerliste eineS in der Magdalenavorstadt. Kärntnerbahn.Straße, Hoch Parterre mit 10 Zimmern, 1 Kabinet, 4 Sparkierdküchen, Wein- und Gemüseteller, großem Hofraum mit Holzlegen und Schweinestallung. jämmtlich feuersicher ge-kyut. mit Ziegel gedeckt, freistehend; anschließend der Gemüsegarten. '/« Joch mit edelsten Obst- und Rebensorten bepflanzt, wo sich ein GlaShau» bestimmten WahlkörperS gerichtet sein, find in der hiezu festgesetzten Frist und Orangerie befindet. ^ (355 von ocht Tagen und zwar vom 8. bi» inel. 15. d. M. während den Amtsstunden bei dem Gemeindeamte um so gewisser anzubringen, als zur Berückfichtij^ung nicht mehr geeignet find. Ttadtgemeindeamt Marburg am 1. Juni 1869. Der Bürgermeister: Banealari. Ich mache dem geehrten ?. Publikum hiemit die ergebene An zeige, daß sich mein Herrenkleider-Geschäst von nun an am Vo»' Mr. befindet. Indem ich für daS mir bis jetzt geschenkte Vertrauen verbindlichst danke, bitte mir selbes auch in der Folge gütigst erhaltkn zu wollen. Durch ein wolil assortirteS Lager der modernste» Ttoffe bin ich in der La^e, allen Anforderungen der 3?it gerecht zu werden, und wird eS mein eifrigstes Bestreben sein, mir die Zufriedenl)eit meiner geehrten Abnehmer zu erlangen. ^ sss D«rnINU«r Original'Kabrikspretse unter Garantie. 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Bei der nun beendigten Siehung der krMuaiekvelser V«rRoQ«»a ielen a»^ folgende Nummern die beigesetzten Hauptpreise: Nr. 8022 Tt»lr. 61000 Nr 8870 Thlr. 5000 .. 7775 „ 40000 „ 2142S „ 4000 „ 29681 „ 20000 „ 31812 „ 4000 „ 13248 „ 10000 „ 32100 „ 3000 „ 33221 „ 8000 „ 23461 „ 3000 903 6000 „ 25988 „ 3000 Aerner kamen zur Berloosung: 4 Gewinne i» Thlr. 2000, 10 » Thlr. 1500. j!00 ä Thlr. 1000. 140 » Thlr. 400, 180 k Thlr. 200, 256 St Thlr. 100 ui>> 11700 z Thlr. 47. ( Es ist erfreulich konstatiren zu können, daß von den größeren Gewinne» ^wiederum mehrere durch Vermittlung de< Hause» Bottenwi^er E». in! ^Oesterreich ausbezahlt wurden und waren es diesmal die Städte Wien, Peft ündZ ^Salzburg, die besonders vom Glücke begünstigt wurde». (85 ^ Die nächste Ziehung beginnt schon am N». Ionl d. 3. und verweisen wi ?die Interessenten ans die im heutigen Blatte erscheinende Annonce der obgenannten^ »Airma. l Million Mark oder I?S,OV« Silbergvlde» ^al< Hauptgewinn, überhaupt aber 22,400 Gewinne von SilberaulVenZ ?175,0V« ^ 105,000 — 70,000 — 35,000 - 21,000 - 14,s^ 10,500 Zt. tt. bietet die vom Staate ?ra»schVeiß errichtete »Ä sariatirte grsße Staat»gevitt-VerlDs>»ß. Die Betheiligung kann um so mehr empfohlen werden, ast gerade bei dies« Miiternehmen über die Hälfte der Loose im Laufe der Ziehungen mit Gewinn er'> Mchtiuen müssen und beträtet die Einlage zu der schon am 10. Juni d. 3. beain-t Menden Ziehung für Ganze Original-Voofe nur fl. 7 — halb« fl. H'/,! ?— nnd viertel st. t'/,. ^ Die unterzeichuete mit dem Berkauf betraute Großhandlungß-Air«a Wirt Mneigte Aufträge gegeu Einsendung de» Betrage» in Banknoten sofort außfadre« mnd Berloosung».Pläne gratis beifügen, ebenso amtliche Aiehung»jislen nach j^e»«! mlaliger Ziehung den LooS Inhabern prompt iibermitteln. Wir versenden die Ve-i ?winne nach jedem Orte oder können solche auf Wunsch der Theilnehmer durch unsem Verbindungen in alle» Städten Oesterreich» ««»zahlen lassen, man genießt svmit^ kdurch den direkten Bezus, alle Bortheile. ! c Ziehung in einigen Tagen beginnt und die noch vorrathigen^ ^Loose, bei den massenhaft eingehenden Aufträgen, rasch vergriffen fein dürften, s« jbeliebe man sich baldigst und direkt zu wenden an ^ o«., Bank, und Wechs^eschüft in ÜNindneß Das Spielen der allerneuesten herzoglichen Braunschweiger OtaatO» ! Vrämienloose ist in allen Staaten gesetzlich erlaubt. 880 seur 4 Uhlr. Mr. v«t. kostet ein ganze« Original-Staatsloo» (keine Anzahlung, noch weder mit den verbotenen Promessen zu vergleichen, sondern jeder Theilnehmer bekommt von mir die Braunsetiweigiseben -vriqinal.Loose selbst in Händen) der vom' Staate Braunschwei^enehmiaten und garantirten großen deren Gewinnziehung schon am 10. und II. Juni deginnt, wo jede» gezogene Loo» unbedingt gewinnen muß, und folgende Hanptttesser, als ev.: >«« ««« VIiI 80,000 70,000 68,000 66,000 65,000 64,000 62,000 61,000 40,000 20,000 12,000 2 10,000 2 8000 2 ^ 6000 2 ^ S000 4 k 4000 3 ^ 2500. 12 2000 23 ^ 1500 105 k 1000 5 ^ 500 158 k 400 13 Z00 271 k 200 320 ^ l00 und über 20,000 Gewinne il 80 60 50 40 Thlr. Pr. Crt. zc. zc. zur Entscheidung kommen. Krankirte Aufttäge werden gegen Einsendung de» Betrage» selbst nach den entferntesten Gegenden prompt und verschwiegen ausgeführt, und sende nach vollen-deter Ziehung die amtliche Liste nebst Gewinngelder prompt zu. > Meine Interessenten habe allein in Deutschland die alle^rößten Haupttreffer und erst wiederum, am 14. April d. I., da» große Loos auf Rr. 7775 in hiestger Gegend persönlich ausbezahlt und es ist überall bekannt, daß die meisten Haupt gewi«j