Ni. 12. Donnerstag, 16. Jänner 1896. Jahrgang 115. Mbacher ^l"«"«t>m»P«i»: Mt Postver sen dung: ganziilhria ft. 15, halWbri« ft. 7 5«. Im «omptolr: «, °^,"> halbjahrig st. 5 50. Für d«e Zustellung > ^ '.^ ürnitz in besonderer Audienz zu empfangen aen l. Veglaubigungs'Schreiben entgegenzunehmen «.^ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 11. Jänner d. I. den snifter a. D. Julius Grafen Falkenhayn zum «Mler des österreichisch-kaiserlichen Leopold'Ordens "Uergnädigst zu ernennen geruht. 5 Se. l. und l. Apostolische Majestät haben dem "verlleutenant im Hußarenregiment Wilhelm ll. deut-^er Kaiser und König von Preußen Nr. 7 Ladislaus ^r y von Iobahäza die Kämmererswürde taxfrei «ungnädigst zu verleihen geruht. y„ Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Aierhijchster Entschließung vom 12. Jänner d. I. dem ""msterial. Secretär im Ministerium des Innern "Uldo Freiherrn von Haerdtl das Ritterkreuz des "lanz.Iosef.Oroenz allergnädigst zu verleihen geruht. 5„ Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchste Entschließung vom 9. Jänner d. I. dem AMlshauptmann«. und Vorstande des Präsidial« "ureau der Statthalter« in Innsbruck Leopold Frei-yerrn von Lichtenthurn das Ritterkreuz des Flanz» ^IchOrdens allergnädigst zu verleihen geruht. N„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit "Uerhüchster Entschließung vom 7. Jänner d. I. im ^Monlllstande der Rechnung«- und Fachrechnungs- Departements des F nanzministeriums dem Rechnungs- ^lleclor Franz Müllner und dem Oberrechnungs« ein H «!°^ Körb er taxfrei den Titel und Charakter me« Negierungsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Bilinski m. p. «^ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit "uerhüchsier Entschließung vom 9. Jänner d. I. den d '"'serial - Secretär extra »tatum des Ministeriums ftätf "" ^' ?"^ ^'"" Peyrer von Heim-Vli s4 ^^ Sectionsrathe ßxtra »tatum deiselben "lsteriums allergnädigst zu ernennen geruht. __________ Badeni m. p. ktUlf?" ^' Jänner 1896 wurde in der l. k. Hof. und Staats. tztF? das I.XXXI. Stück der ruthenischen, das I.XXXVII. ^?" lroatischen und rumänischen und das X6II. Stück der "Nb ^'?" Ausgabe des Reichsgcsehblattes vom Jahre 1895 lHbbl. ""^ ^ ^"ck der polnischen Ausgabe des Reichs« ^"ttesvmn Jahre 1896 ausgegeben uud versendet. Nichtamtlicher Theil. Ein Ehrentag der österreichischen Beamtenschaft. Die huldvollen Worte, die Se. Majestät der Kaiser an das zur Audienz erschienene Präsidium des Schulvereines für Veamtentöchter zu richten geruhte, haben in der Wiener Presse begeisterten Wiederhall gefunden. Das «Fremdenblatt» schreibt, in der gnädigen Al,kttn-digung Sr. Majestät liege mehr als eine hohe Auszeichnung für die Beamtenschaft. «Es spricht sich offenkundig darin» — sagt das Blatt — «der Allerhöchste Wunsch aus, vor aller Welt ersichtlich zu machen, wie sehr der Veamtenstand dem väterlichen Herzen Sr. Majestät nahe steht, wie sehr die Beamten von des Kaisers Gnade überzeugt sein dürfen, und dass der erhabene und mächtige Herrscher der Beamtenschaft Seine laiser« liche Fürsorge zu erkennen geben will. Die unerschütter» liche Liebe und Treue zum Allerhöchsten Herrn, die im Herzen jedrs österreichischen Staatsbeamten wohnt, wird aus den huldvollen und gnädigen Worten des Kaisers neue Impulse schöpfen, das Vertrauen in die schirmende Gnade des Monarchen wird neue Stützen erlangen, Trost und Hoffnungsfreude wird einkehren in die Brust zahlreicher treuer Staatsdiener. Als ein Zeichen der gnädigen Fürsorge für die Beamtenschaft will der Kaiser Sein Erscheinen auf dem erwähnten Ballfeste angesehen wissen, und kein Staatsbeamter in Oesterreich, von der Reichihauptstadt bis hinaus an die fernen Grenzen der Monarchie, wird den trostreichen Sinn des Kaisermortes missoerftehen. Was die hohen Func-tionäre der Regierung in der letzten Zeit wiederholt in den parlamentarischen Versammlungen und in ihren Nudienzzimmern den Beamten in Aussicht gestellt hatten, es hat durch die gütige Andeutung des Monarchen eine neue Weihe erhaltt n.» Zum Schlüsse bemerkt das Blatt: «Noch ist in Oesterreich der alte, schöne Ausdruck gang und gäb?, der den Angestellten des Staates kurzweg als «kaiserlichen Beamten» bezeichnet. Das Wort klingt patriarchalisch, aber es hat seinen guten altüsterreichischen Sinn noch nicht verloren. Der Beamte fühlt sich von ganzem Herzen als des Kaisers Diener, und er weiß auch, dass er in des Kaisers Schutz und Schirm steht. Dieses Vertrauen ruht auf felsenfestem Grunde, und mit Dank und Freude werden die Beamten allerorten im weiten Oesterreich die Kunde vernehmen, dass ihr Kaiser und Herr den Wunsch und die Absicht ausgesprochen hat, einen besonderen Beweis von Seiner Für>orge und Gnade für sie zu geben.» — Die «Presse» sagt, die österreichische Beamtenschaft dürfe biefen Tag unter ihre Ehrentage einreihen, und ist überzeugt, dass «die überaus gnädigen Worte Sr. Majestät des Kaisers in allen Kreisen der österreichischen Beamtenschaft ein Gefühl freudiger Begeisterung erwecken werden. Sie bedeuten einen so mar kanten Ausdruck kaiserlichen Wohlwollens, dass sie von jedem einzelnen Mitgliede des Beamtenkörpers als ein den ganzen Stand ehrendes und beglückendes Ereiqnis werden empfunden werden. ... Die beglückenden Worte Sr. Majestät zeigen, dass auch an höchster Stelle ge« würdigt wird, was Oesterreich an seinem Beamten« stände hat, sie sind eine solenne Ehrung des Standes und sie werden von jedem Angehörigen desselben mit freudigem Stolze und erfurchtsvollem Dante vernommen werden.» — Auch das «Extrablatt» begrüßt mit begeistertem Danke die Allerhöchste Kundgebung uud schreibt: «Wahrlich, die Beamten dürfen stolz sein auf diesen Beweis der Allerhöchsten Fürsorge und Gnade, auf diese Auszeichnung, für welche sie nicht besser danken können, als dass sie allezeit ihr vollstes Vertrauen auf den gütigen Monarchen setzen, Der ihnen Vorbild und Ansporn zu jeder höchsten Beamtentugend ist.» — Die «Oesterreichische Volks-Zeitung» bemerkt, die Worte Sr. Majestät werden in der gesummten Beamtenschaft der Monarchie freudigsten Wiederhall wecken. — Aehnlich äußert sich das «Wiener Tagblatt». «Die huldvollen Worte des Kaisers» — schreibt das Blatt — «sind gerade im gegenwärtigen Zeitpunkte, in welchem die Beamten von der Regierung und vom Parlamente die Besserung ihrer materiellen und ihrer socialen Stellung erwarten dürfen, von ganz hervorragender und höchst erfreulicher Bedeutung. Indem der Kaiser ausdrücklich erklärt, dass Er durch Sein Erscheinen auf dem Balle zu Gunsten des Schulvereines für Beamtentöchter den Beamten einen Beweis Seiner Fürsorge und Gnade geben wolle, ist dies nicht bloß eine Kundgebung Seiner stets bewährten Sympathie und Seines Wohlwollens für die österreichische Beamtenschaft, sondern diese Erklärung des Kaisers gewährt den Beamten die erhebende Ueberzeugung, dass der Monarch selbst der eifrigste und mächtigste Förderer der Bestrebungen ist, welche auf die bessere Gestaltung der Lage der Beamten gerichtet sind, und dass die von der gegenwärtigen Regierung auf diesem Wege eingeschlagene Richtung im Interesse der Beamtenschaft die vollste Zustimmung des Kaisers gefunden hat.» Politische Uebersicht. Laib ach, 15. Jänner. Gestern waren wieder mehrere Landtage ver« sammelt. Im niederüsterreichischen Landtage gelangte eine Reihe von Verwaltungsangelegenheiten zur Verhandlung, im böhmischen Landtage wurde die erste Lesung des Curienantrages Schlesinger vorgenommen. Zwischen den Deutschliberalen und den Deutsch-nationalen des böhmischen Landtages werden demnächst gemeinschaftliche Besprechungen darüber stattfinden, welche Vertretung den Deutschnationalen in den vom Landtage zu wählenden Commissionen eingeräumt werden soll. _____ Feuilleton. Valvasor-Studien, Von P. v. «abie5. XX. Herr d!""> ^.' I"" ^5 meldet der Landgerichts. d»z' ^ls seit diesem seinem letzten Berichte «in cauua» (ein«-! ?^kw! Pfarrers nichts Neues «eingelhomen» i.Ü w - ) °"ßer die nun durch ihn (Valvasor) der dieV//^ung einschließend vorgelegten «Fragstükh», ftttn , ^bvocat Dr. Markhouitsch namens der Schwe« schickt » Schwäger des ermordeten Pfarrers einge-^li«» ""^ ^ Fragen, die dem Hans Dxtor vor-ziele„ "werden Men und die hauptsächlich dahin ben /s stete feindliche Gesinnung des Textor gegen Ftaüp» . Psarrer zu charakterisieren und festzustellen, dein Ns w'e die: ob nicht die Kirchenschlüssel, als sie zu ibm "" b" der Entsetzung abgenommen worden, dez Us gebracht wurden, ob er sich nicht der Entsetzung 'injuri 1"^ gefreut, ob er ihn nicht fiüher wiederholt Woher "'' la sogar einmal selbst thätlich angegriffen, linnet »ewusst, dass der Pfarrer, falls er wieder " >ryt würde, den Tod davon haben werde, ob er nicht selbst dies ihm angedroht und die Bauern auf« gewiegelt, er solle ferner aussagen, wohin der «Ver lass» (die Verlassenschaft) des Pfarrers gekommen und wer sie «distrahnt» (auseinandergezeert) habe, wer nächtlicher Weile in den Pfarrhof eingestiegen, wer den einen oder andern Streich gegen den Ermordeten geführt u. s. w. u. f. w. Auf diefen mit den obenstizzierten, für Textor bestimmten Frühstücken belegten Bericht Valvasors richtete die oberste Justizbehörde bei der i. ö. Regierung namens des Erzherzog-Regenten Ferdinand ddo. Gräz 3. Juli 1645 an den Landesverwalter in Krain unter Uebersendung des Valuasor'schen Berichtes vom 28. Juni den Auftrag der Abführung des ordentlichen Processes gegen Hans Textor auf Schloss Gallknberg selbst, wohin letzterer von Graz her überstellt wurde. Dieser Auftrag lautet: Ferdinand. Was vns von der Landtsobrigkeit zu Gallenberg Barthlmeen Valvasorn wegen des ermordeten ewigen Pfarrers zu Tschemsche« nil und Interrßi'ten für ein Bericht abgegeben wordcn den hast Du hiebey zu empfangen vnd zu vernembm, wan wir nun bei Ersehung der wider Hansen Trxtor darin einkhombenen in^icisn für nothwendig befunden Jux Textor zu desto beständiger und volkhombener Abführung des in sachen verordneten Process bemelter Landesgerichtsobrigkeit (zu Gallenberg) zu überfchicken. Wan dann dem Landprofosen in Steier(mark) bereits Befehl gegeben, daß er den an die krainerische Eonfin (Grenze) stellen folle, demnach befehlen wir Dir hiemlt gnädigst und ganz gemessen, daß Du bei Ihme Val« vasorn daran und darob sein sollest, (da)nnt Er Textor auf sein des Landprofofens thuende Meinung von der steirischen Confin übernommen von Landgericht zu Landgericht nach Galleuberg geliefert, in sachen (in der Angelegenheit) vermittels rechtserfahrener und ganz unverdächtiger Personen fürderlichst (ehestens) ein Proceß abgeführt und Dir eingehändigt werde, welichen Du volguudts vorbegertermassen mit räthlichem Guetachten vnserer I. ö. Regierung zufürdern sollest. Daran (ae° schieht unser ernstlicher Wille und Befehl) Gräz den 3. July 1845. An den Herrn Landesoerwalter in Cram. Wie der Process weiter verhandelt worden und was für em Ende er genommen, darüber liegen in den Acten der Grazer Registratur keine weiteren Daten vor, nur das eine ist aus einer Protokollnotiz zum Jahre 1646, 17. März, zu entnehmen, dass derselbe unter letztgenanntem Tage noch nicht zu Ende geführt war. * Gemaine Copyen. Luibacher Zeitung Nr. 12. 90 16. Jänner 1896. Dal ungarische Abgeordnetenhaus setzte gestern die Budgetdebatte bei Titel «Minister für Kroatien und Slavonien» fort. Minister Iosipovich erklärte, er sei stets bestrebt, die Vermittlerrolle zu spielen. Er glaubte sich bereits sehr nahe am Ziele, den Frieden zwischen Ungarn und Kroatien herzustellen, doch verschlimmerten leider die jüngsten Ereignisse die Situation. Der Minister verweist darauf, dass Kroatien seinerzeit die Berufung Oesterreichs, den Ausgleich zu schließen, ablehnte, weil Kroatien nur gleichzeitig mit Ungarn einen Ausgleich schließen wollte, wodurch Kroatien selbst seine Zuständigkeit zu Ungarn declariert. Der Minister widerlegt die anti magyarischen Tendenzen der Kroaten. Der in Verhandlung stehende Titel wird sodann mit den Stimmen der Liberalen und der Nationalpartei angenommen. Der «Pol. Corr.» wird aus Rom vom 12ten Jänner geschrieben: Die französische Regierung ist an den heiligm Stuhl mit dem Verlangen herangetreten, dass bei der nächsten Gelegenheit ein neuer französischer Cardinal der Curie, das ist bekanntlich ein solcher, der seinen Sitz in Rom hat, ernannt werden möge. Es ist b'sher nicht bekannt, wie diese Forderung im Vatican aufgenommen worden ist. Man geht vielleicht mit der Annahme nicht fthl, dass auf die Entscheidung der Angelegenheit die Gestaltung der seit einiger Zeit nicht ungetrübten Beziehungen zwischen dem Vatican und der französischen Regierung von Einfluss sein werde. Dringt der vom Pariser Cabinet geäußerte Wunsch durch, dann wird sich die Zahl der französischen Cardinäle auf acht beziffern. Der am Samstag abgehaltene englische Mi« nisterrath beschäftigte sich, wie der «Standard» vernimmt, vor allrm mit den schmierigen Fragen, die in Südafrika entstanden sind, indem den Uttländern in Transvaal die Rechte steuerzahlender Bürger ver» weigert worden sind; zweitens mit den Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland, endlich mit der Frage, ob es rathsam sein würde, die engllschen Documente im Streite mit Venezuela bezüglich der legitimen Grenze von Britisch - Guyana so bald als möglich, ohne den Zusammentritt des Parlamentes ab« zuwarten, zu veröffentlichen. Trotz mancher Nachrichten, welche vom Siege der spanischen Regierungstruppen über die Insurgenten auf Cuba sprechen, scheint es keinem Zweifel zu unterliegen, dass die Insurgenten immer näher gegen die Stadt Havanna gelangen, und die Verluste, welche ihnen von den ReglerunnMupven bei« gebracht werden, rasch ersetzen. Sie stecken nach wie vor Städte und Dörfer in Brand, fallen Elsenbahnzllge an, v-rbrennen die Waggons und treiben bereits in der Umgebung von Havanna ihr Unwesen. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, dass man in Madrid der Entwicklung der Dinge auf Cuba wieder mit steigender Besorunis entgegensieht. Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, dass man in Serbien nach uno nach eine Veränderung in der Richtung der auswärtigen Politik zu vollziehen versucht. Die Fortschrittspartei soll, angeregt und auf' geregt durch den neuesten «Schweinelrieg» mit Ungarn, das Cabinet Novakoviö in russophiler Richtung abzudrängen suchen und es sollen sich im Ministerium selbst wie bei Hofe allerlei Einflüsse geltend machen, welche eine solche Frontveränderung zu unterstütz n gewillt wären. Es wird dabei auf die sich angeblic! auf der Balkan'Halbinsel vorbereitenden Conflicte hingewiesen, welche eine erhöhte Wachsamkeit und Bereitschaft Serbiens — und zwar an der Seite Russlands, Griechenlands und Montenegro's — erheischen. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Paris zu« gehenden Meldung werden die Behauptungen italienischer Blätter, dass die Abessynier in ihrem Fcldzuge gegen die Italiener von französischer Seite heimlich unterstützt werden, dass französische Officiere sich in der Armee des Negus befänden, dass Franzosen den Abes« syniern Waffen liefern u. f. w., von maßgebender Seite als ganz unbegründet zurückgewiesen. Die französische Regierung habe in dieser Angelegenheit stets die strengste Correctheit beobachtet, was auch von der italienischen Regierung anerkannt worden sei. Dem französischen Gouverneur in Obock seien in dieser Richtung die strengsten Weisungen zugegangen, die von ihm mit größter Sorgfalt beobachtet werden. In Sofia hat sich die Frage des Glaubens-wechsrls des Prinzen Boris zu einer ganz ordentlichen Krise herausgewachsen. Prinz Ferdinand hat den Zeitpunkt des Uebertrittes zur orthodoxen Kirche wieder einmal verschoben. Stojlow drängt dagegen auf die Vollziehung dieses Actes, er droht mit der Demission und Prinz Ferdinand unterhandelt bereits mit Gr» kow, was in solcher Situation zu thun wäre. Da der Prinz diesertage ins Ausland abreisen will, so dürfte die Situation sehr bald in der einen oder anderen Richtung geklärt werden. Wie man ausConstantinopel meldet, hält die für die lleinasialischen Provinzen errichtete Lontrolcom-misfion regelmäßige Sitzungen ab, hat sich jedoch bisher bloß mit Fragen allgemeiner Nutur beschäftigt und noch keine auf die in den bezeichneten Provinzen ein« zuführenden Reformen bezügliche Frage in Discussion gezogen. Aus Washington wird vom 13. Jänner ge» meldet: Staatssecrelär Olmy telegraphierte an den Bot' schafter Bayard in London, er möge das englische auswärtige Amt ersuchen, die englischen Vertreter in Afrika anzuweisen, die Amerikaner dortselbst zu schützen. Bayard antwortete, Slaatssecretär Chamberlain habe ihm die Versicherung ertheilt, dass er den Gouverneur des Eap-landes angtwiesen, denjenigen Amer>tanern, welche in die gegen die Uitlanders erhobene Anklage des Nuf-standes verwickelt und im Transvaal verhaftet sind, denselben Schutz wie den Engländern angedeihen zu lassen. Tagesneuigleiteu. — (Vegrüßungs-Telegramm.) S?. Majestät der Kaiser hat an da« Nllerhöchstseinen Namen führende preußische Husarenregiment Nr, 16 in Schleswig aus Anlafs der Ecinnerungsfeier an die Schlacht von Le Mans im Jahre 1870 eine B^grüßungs-Depesche gerichtet, die nach der «Vossischen Ieitung» folgenden Wortlaut hat: «Die Tage von Stettin haben Mir die längst erwünschte Gelegenheit geboten, das Husaren-regiment, dlssen Chef zu sein Ich die hohe Ehre genieße, zu begrüßen und I?uge der vortrefflichen Haltung, der ausgezeichneten Leistungen desselben im Manöoerselde sein zu lönnen. Mit besonderer Freude bewahre Ich diefe schttne Erinnerung. Ernsterer Ieiten gedenken Sie heute,' glänzende Thaten sind es, deren das Regiment sich hlebei rühmen darf. Von jenem 16. August 1870. welcher für immer ein Denkmal todesmuthiger Entschlossenheit bleiben wird, bis in die letzten Phasen des gewaltigen Krieges war es dem Regiment vergönnt, stets in vorderster R^ihe kämpfend, Hervorragendes zu leisten. Diese Erinnerung Wird die Ueberlebenden mit berechtigtem Stolze erfüllen, alle Angehörigen des Regiments aber in pietätvoller Hul-digung für die auf dem Felde der Ehre Gefallenen vereinen. Ich entbiete Ihnen zur weihevollen Gedenkfeier Meinen thrilnehmenden Gruß. Möge das 16, Husaren-regiment den in vergangenen Tagen so tapfer erstrittene« Ruhm immer bewahren und mehren. Franz Joseph». — (Vom rumänischen Hose.) Anlässlich des Neujahrsfestes empfing König Karl die Glückwünsche der Diplomaten, des hohen Cleru«, der Minister und höhere« Funclionüre. Der König richtete an die Armee einen Tagesbefehl, in welchem er den Tnppen für ihre aus den Fortschritt gerichteten Bemühungen Dank sagt. Abends fand im königlichen Palais ein gliinz?ndes Ball» iest statt, an welchem 1500 Personen theilnahmen. — (Oefterreichisch-ungarisches Fecht-turnier.) Die Vorbereitungen für das große Fechl-turnier, welches Ende März unter dem Protectorate Sr. l. u. k. Hoheit des Herrn Erzherzog« Rainer in WieN stattfinden wird, sind bereits im vollen Gange. Das (lo< mils' h»t sich unter dem Varsitze des Präfib'nten Gcafe« Cduarb Lamezan-Salins constituiert. Da« Turnier wird am 2b., 26.. 27. und 28. März im Nallsaale des Ctab-lament« Ronacher abgehalten, und die Nfsauts werden durch vier Tage vom Morgen bis zum «bend stattfinden, Den Schlufs bildet ein großes Schaufechten mit solenner Vertheilung der Preise. E,n groß?r Theil derselben ifi von hervorragenden fechlerischen Corporation«»» und Ama-teuren bereits gespendet. Insbesondere hat auch del Wiener Fechlclub, t»fs?n zehnjähriger Veslanb durch das Turnier gefeiert wird, Ehrenpreise, Medaillen und Diplome gewidmet. Die Theilnahme für das Turnier ifl in sämmtlichen Fe lverelnen beider R^ichshäljten eine sehl rege und lässt einen glänzenden B rlauf des eigenartigen Festes erwarten, welches auch weitere Kreise zu interessieren verfpricht. Geladenen Oäften, auch Damen, wirb der Zutritt zu den Assaut« gestattet sein. — (Dr. Lamey f). Au« Mannhelm schreibt ma" vom 14. Jänner: Der ehemalige Staatsminifter und langjährige Präsident der zweiten Kammer Dr. Lamey ist heute nachts geftorden. (Dr. August Lamey ist beinahe achtzig Jahre alt geworden. Er war zuerst Anwalt, bann Pro' f ssor in Freiburg, seit 1860 Mitglied der badische" Kammer und 1860 bis 1866 Präsident des Ministeriums, als welcher er die lirchenpolitische Gesetzgebung durch' führte. Mit Unterbrechungen gehörte Lamly von I8?l bis 1861 als Mitglied der nationalliberalen Partei be«" deutschen Reichstage an.) — (Process gegen den Amerilanel Kneebs.) Au« Verlin wird telegraphiert: Im Proceß gegen den Amerikaner Kneebs wegen Betruges, begange" dadurch, dass er den besten amerikanischen Traber Vethel unter dem falschen Namen N lly Kneeb« in einem Renne" lausen ließ, wurde Kneebs wegen fortgesetzt versuchte" Betruges zu neun Monaten Gefängnis, 1000 M^l Geldstrafe und drei Jahren Ehrverlust verurtheilt. Ml Angeklagte wurde sosort verhaftet und die Einziehung dei mit Beschlag belegten Pferdes verfügt. Gin verhängnisvoller Irrttz«»n. Roman von Max von »eißenthnru. 9. Fortsetzung. «Holla, Wilson! Bist du es? Kommst gerade zur rechten Zeit!» rief plötzlich einer der Herren, an Hugo herantretend und ihm auf die Schulter klopfend. «Komm, wir wollen dir Platz machen!» Und der Sprecher, ein hübscher, vornehm aussehender Jüngling von drei- oder vierundzwanzig Jahren, schob einen Stuhl in den Kreis, welcher sich um den einen der Tische gebildet hatte, und nach momentanem Zögern nahm Hugo auf demselben Platz; er stützte den Kopf in die Hand und blickte mit gierigen Augen auf den Haufen Goldes, welchen scin Freund vor sich aufgespeichert hatte. «Du scheinst Glück gehabt zu haben, Grieves?» fragte er mit melancholischem Lach ln. «Ja!» erwiderte der andere lakonisch. «Versuche auch du dein Glück! Es ist gnches Spiel hmte abends und Fortuna scheint uns hold!» «S»e wird es nicht lange bleiben,» entgeg'iete Hugo, bemüht, zu lachen, doch ein b/ft'ger Husten« anfall zwa> g ihn, sich erschöpft in s inen Stuhl zurückzulehnen. E^ stärkte sich durch ein Glas RousMon und zog da>m ein Paket Ba>tnoten aus der Tasch?, um sich mit fi>t>rhafler Hast am Spiele zu bth^l'gen. Eine Zeit lang gewann er stetig, wodurch seine Auflegung sich nur'noch steige, te; es wurde st,ll im Saal, all s beobachtete den jungen Mann Er saß, die Arme auf den Tisch stützend; unheimliches Feuer glühte aus seinen Augen; er wusste, dass es heute das letztemal sei, wo er spielen könne. Selbst wenn er bedeutend gewinnen sollte, würde diese Summe kaum hinreichen, seine namhaften Schuldm zu decken; verlor er aber, so starrte ihm das größte Elend entgegen. Er sprach keine Silbe mit Ausnahme der beim Spiele üblichen kurzen Sätze. Die Leichenblässe seiner Züge aber bildete einen eigenthümlichen Gegensatz zu den beiden dunkelrothen Flecken, welche auf seinen Wangen brann'eu und die glänzenden Augen hätten jedem scharfen Beobachter eine gar traurige Geschichte zu erzählen vermocht. Es würd? immer später und später, das Spiel stieg höher. Einige der Männer verließen mit leeren Händen und aschfahlen Mienen den Spieltisch, Ver-zweiflung im Herzen. Doch die Lücke, welche ihr Abgang hervorgerufen hatte, füllte sich rasch von neuem und das Spiel dauerte ununterbrochen weiter. Endlich wandte sich das Glücksrad, welches Hugo unausgesetzt so hold gewesen war, und er begann zu verlieren, so da s die Berge von Gold und Banknoten bedmkl'ch ins Schwinden geri,then. während die Leichenblaß seiner Züge und das Funkeln feiner Augen wesentlich zunahmen. Endlich war das letzte Goldstück dahin, die Hand des Croupiers hatte es mitleidslos eingezog n und schweigend starrte Hugo Wilion auf die leere Platte dts Lpieldsches vor sich. Sein Antlitz trug dabei so de»tlich di> Verzweiflung zur Schau, die in seinem Innern tobte, dass sein Nachbar ihn verwundert andl ckte. «Du wirst doch nicht so thöricht sein, jetzt auf-hören zu wollen?» sprach er leise zu ihm. «Das Glück muß und wird wiederkehren!» «Ich bin aber vollständig lahm gelegt!» «Was thut das? Du erhältst überall Geld!' flüsterte Grieves ihm arglistig zu. Hugo erhob sich langsam und unsicher von seine"' Stuhl; er schwankte merklich hin und her, als er eiM Schritte nach rückwärts that. Das Gemach hatte sich inzwischen verhältnismaO geleert. In den anstoßenden Räumen waren die Spi"' tische bereits beiseite geschoben worden und man h'^ sich um das reichlich verseb/ne Busset geschart. Fri^ liches Lachen tönte von dort zu dem Verzweifelnde" herüber. Mit unsicheren Ochritten schwankte Hugo an "" Fenster, schob die Vorhänge auseinander und öss^ den Flügel. Der scharfe Nachtwind drang in das ^ mach. Der Tag begann zu grauen, und Hugo lebF sich weit hinaus; er ließ die kalte Luft um seine « Stirn wehen. So überhörte er einen harten Schl^ hinter sich. « «Aber so schliche doch das Fenster, Wilson! ^ du denn verrückt?» rief Grieves, die Hand auf " Schulter des Freundes legend. «Es ist ja bitterly Mechanisch fulgte Hugo dem Geheiß; dann s^ seinem Freunde zu Hilfe, er kniete an seiner Seite »A richtete sein Haupt empor, doch ein Schrei entrang p. seinen Lippen, als er gewahrte, dass Hugo's "^ fest geschlossen seien und ein dunkler Vlutstrorn ^ feinem Munde auf Grieves weiße, wohlgepflegte H" >erniede rtiüufelte. Laibacher Zeituna'Nr. 12. 91 16. Jänner 1896. — (Schwedische Expedition nach dem ?./"Alande.) Wie man aus Stockholm schreibt, ift vle schwedische Expedition zur wissenschaftlichen llrfor-/.ss° °" ^uerlandes glücklich in Punta Arena einge-^ ?I" ? Expedition, welche au« den Herren Ohlin, ^«n. m ^"denstjöld besteht, ift vom Gouverneur in ^""" 7"na herzlichst aufgenommen worden. Am 7.De-cemver soll fich die Expedition auf einem ihr vom Gou« n»!!ü! ü" Verfügung gestellten Dampfer nach dem «"ollchen, der mgentinifchen Republik unterstellten Theile "» Feuerlanbes begeben haben, lau, »^ ^ " " ^°lle Lebaudy.) Gerüchtwelse ver- u«l au« Paris, dass am 13. d. M. abends bei zwei ^eren O ficlereu des Ruhestandes Hausdurchsuchungen " u^mnen ^^^ ^j^ ^^ dieselben Geldsummen b°?!^" haben sollen, um die Superarbitrierung Le- °"^ s zu bewirken. — Das «Eoenement» beschuldigt I» s."?^ ^""^' vom Ausland Subventionen bezogen zu Men, u« im Bulletin des «Figaro» eine der An-schaff ^ °" Deutschland günstige Meinungsrichtung zu ^ ^ (Streik.) Wie aus Glasgow von zuverlässiger b " "klärt wird, haben die gepflogenen formlosen Ver-Vllck, " "«eben, dass die Ausständischen Vorschläge Ne3 ^'^ ^ ben von den Arbeitgebern aufgestellten a "^""»en so sehr nähern, das« das Ende des Aus» ""« binnen einer Woche zu hoffen steht, au« ^7 (Alkohol in Russland.) Man schreibt a.^.?! Petersburg. 3. b. M.: Soeben veröffentlichten cons - ^°^" ^ zu entnehmen, dass der Brantwein-Vet ü,'" Petersburg, beziehungsweise im Gouvernement »rlff , 6' ^" erschreckendem und stetigem Wachsthum be« ^ iaao ^ wurden nämlich in diesem Gouvernement im nick, ^" einer Einwohnerzahl von 1,899.600 Personen sum ^mg,er «I, 147.000 Hektoliter Brantwein con-Vm^' ^^ '^ beinahe doppelt so viel als in den fünf u„^""ements Archangel, Wologda, Nowgorod, Olonetz Im ?l zusammen, die 4,482.000 Einwohner zählen, lll« y/^"sburger Gouvernement gibt rs nicht weniger 6054 Biantwemschänlen, so dass je eine auf 622 ""Wen entfällt. Local-^iuch Provinzial - Nachrichten. Sitzung des Daibacher Gemeinderathes ani 15. Jänner. ly Absitzender: Vicebürgermeister Dr. R. v. Blei-Anwesend 22 Gemeinderäthe. ^,. "er Vorsitzende gibt bekannt, das« der Bürger-lvobn ^°^' krankheitshalber der Sitzung nicht an- ^ ^- Subic beantragt in Ergänzung des Beschlusses, kuck ^" magistratlichen Dienern Aushilfen bewilligt zubeb ^^^ Aushilfen auch auf die Schulbimer aus- VN m" ^"lrag wird mit einem Iusatzantrage des Vetr ^ntin tic. dem Realschuldiener den halben dere 5.,^" Aushilfe zu bewilligen, während die an-genow ^" Landesausschuss beizusteuern hätte, an- z^^-Senelovic weist aus den im Jahre 1894 Nelt? VlWuss des Gemeinderathes hin, die elektrische lehen 2 "nzusühren und zu diesem Zwecke ein An-hi'zu l°" ^0 000 fl. aufzunehmen. Der Landtag habe ^ i«k? Bewilligung ertheilt, bis zum heutigen Tage H,chd ^ betreffende Gesetz noch nicht herabgelangt. in ^'", im Laufe dieses Jahres zahlreiche Neubauten führ U">s genommen würden und deshalb die Ein-^^Nder elektrischen Beleuchtung dränge, stellt er die inir ^ glaube, er ist todt!' sprach er leise. «Helft ansjyh ^ft ^b man ihn empor und trug ihn in ein ^Utstio Genmch. Während einige sich bemühten, den holen 1 >. ^ Mm, eilten andere, einen Arzt herbeizu-hinieiH b "^ ^'^" ^^'^ erschien, hatte Hugo sich seiner M. "^lt, um in dem Wagen desselben nach Wohnung gebracht zu werden, brennst» !.^wß ^" ^^ Doctor, nachdem er auf das Zündln, .^^ Ruhe anbefohlen hatte. Durch volle Und sä« ^'g Stunden lag Hugo auch regungslos «t s^ "" nach über den vollständigen Ruin, in den ^e.^,,"ch seinen Leichtsinn gestürzt hatte. Der ein-^zwki, ^" besuchte, war Grieves, und als er !hln rück!?^ im Krankenzimmer erschien, theilte Hugo ^tz.^ltsloL seine Verhältnisse mit. erzählte ihm von """ dew cn"" ^'"^ Dheim «nd dass er infolge dessen >> ^Hn, "?ben entgegensehe, diese A^lgend. mit ge urchter Stirn nahm Grieves Knntmsst entgegen. deineg ^? brachtest mir aber den Glauben bei, dass du ^Ugo lck - NenM seiest!» sprach er endlich, als ^tschw'3"^' mit Kälte. «Du hast seit zwei Jahren Aie H"lch. wll gelebt, ohne dazu berechtigt zu fein. d'e Eh^" t oll nun deinen Gläubigern entgehen, wie ^gelatt» v^" tilgen, in welche du dich so leichtsinnig "lim hast?» (Fortsetzung folgt,) l Anfrage an den Vorsitzenden, aus welchen Gründen das Landesgesetz noch nicht herabgelangt sei und welche Schritte der Vorfitzende in dieser Hinficht zu unternehmen gedenke. Der Vorsitzende theilt mit, dass nach seiner Information die Verzögerung nur aus formellen Gründen eingetreten sei und er fich im Einvernehmen mit dem Bürgermeister mit der Angelegenheit befassen werde. GR. Dr. Majar 0 n stellt den Dringlichleitsantrag, der Magistrat werde beauftragt, sofort eine motivierte Petition dem Landtage im Sinne und als Unterstützung des felbstänbigen Antrages des Abg. Hribar und Genossen vorzulegen, der dahin lautet, es feien alle jene Gebäude auf die gleiche Dauer von der Landesumlage zu befreien, wie sie im Sinne des Reichsrathsbeschlusses vom 23. Juni 1895 von der Hauszins« und Classenfteuer befreit wurden. Redner begründet kurz diefen Antrag; nachdem der Gemeinderath nicht die Initiative ergrissen, müsse er mindestens den im Landtage gestellten, slir die Vevölle« rung hochwichtigen Antrag kräftigst unterstützen. Angenommen. GR. Hrasky berichtet namens des Wasferleitungs-Directoriums betreffs Legung der Wasserleitungsrohre an der Ziegelstraße gegen die Stadtwaldstraße bis zum Reitschulplatz. Dieselbe wird genehmigt und die Inangriff« nähme der Arbeiten im Frühjahre beschlossen. Namens des Directoriums berichtet GR. Hribar wegen Bestimmung einer Wohnung im Magistratsgebäude für ein Organ der ftädt. Wasserleitung. Das Directorium beantragt, den Magistrat anzuweisen, nach Thunlichleit ein Locale zu diesem Zwecke in einem der Magistratsgebäude zur Verfügung zu stellen. Nach einer kurzen Debatte, an der fich die Gemeinde-rüthe Pirc, Dr. Krisper, Dr. Tavcär und Pe -tricic betheiligten, wird der Antrag angenommen. GR. Hribar erklärt namens des Verzehrungs-fteuer'Direcloriums, über Aenderungen in der Verwaltung der Verzehrungssteucrpachtung ausführlich in geheimer Sitzung berichten zu wollen. Er theilt mit, dass der bisherige Director Vilhar seinen Posten mit 1. Jänner 1896 niedergelegt habe und beantragt, der Gemeinderalh möge demselben im Hinblick auf dessen zwölfjährige Dienstleistung die Antrlennung aussprechen. Angenommen. GR. Zagar berichtet namens der Polizei-Section über das Gesuch des Gremiums der Laibacher Handels-» lente wegen Erhaltung der Strafanstalt am Caftellberge. Der Berichterstatter bespricht die Schritte, welche der Gemeinderath in dieser Angelegenheit unternommen und beantragt die Annahme der Resolution dcs Ausschusses: der Gcmeinderath anerkenne die Berechtigung der Petition und werde zur rechten Zeit das Nöthige veranlassen, damit das Interesse der Kaufmannschaft gewahrt werde. Angenommen. GR. Hribar berichtet namens der Finanzsection wegen des Baues einer muen Artilleriekaserne in Laibach. Der Berichterstatter erörtert eingehend die Verhandlungen, die in dieser Ungelegenheit mit der Union-Baugesellschast in Wien gepflogen wurden. Nach den Darlegungen derselben werden die Kosten für den Neubau einer Artillerie-Kaserne in Laibach mit ungefähr 480.000 si. veranschlagt. Redner gibt Aufschlüsse über die Höhe der Amortisation, welche die Gemeinde derart belasten würde, dass sie dieselbe ohne Erhöhung der Umlagen nicht tragen könnte. Nachdem die krainische Sparcasse eine Neitrags-leiftung in Aussicht gestellt habe, beantragt er namens der Section, die Gemeinde Laibach erkläre sich bereit den Bau auszuführen, wenn die krainische Sparcasse entweder einen Beitrag von 100.000 st. leistet, oder die Hälfte der Amortisationskosten auf die Dauer von 25 Jahren übernimmt. Die Union»Vaugesellschaft fei von diefem Beschlusse sofort zu verständigen und der Bürgermeister zu beauftragen, fich an die lrainifche Sparcasse wegen des Beitrages zu wenden. GR. Dr. Ma jar on fährt aus, dass es im eminenten Interesse der Tirnauer Einwohnerschaft liege, die Nr-tillerielaserne, sei es auf der bisherigen Stelle oder in der Nähe derselben zu bauen und stellt einen conformen Antrag. Per Antrag d?r Section und der Zusatzantrag des GR. Dr. Majaron werden angenommen. GR. Dr. Stare berichtet namens derselben Section über das Anbot des Militäräears sür das Verpsi>gs-magazin und das Militärspital. Redner bespricht die Vorverhandlungen und das Anbot der Gemeinde hinsichtlich einer Transaction. Hierüber habe das Corp«°Commando in Graz eröffnet, das« nach den Mittheilungen des Kriegsministeriums die Kosten des Baues eines Verpflegsma-gazins fich auf ungefähr 240.000 fl. belaufen würden, während der Schätzungswert der zu gewinnenden Bauplatz? gegen 216.000 fl. betrüge. Es könne jedoch allenfalls der Bau mit 220.000 fl. auilgefiihtt werden, auf eine andere Transaction könne das Militärärar jedoch nicht eingehen und es werde der Magistrat um eine fchleunige Entfcheidung ersucht. Die Landesregierung habe hievon ebenfalls den Bürgermeister mit dem Bemerkn verständigt, dass das Militäiärar das größte Entgegen-kommen bewiesen hab?, und auch die Gemeinde mit Rückficht aus die großen Vortheile sür die Bevölkerung Opfer bringen müsse. Der Lanbespra'stdent empfiehlt aus da« Anbot des Militärärars einzugehen und erklärt fich bereit, berechtigte Wünsche der Gemeinde auch fernerhin zu unter« stützen. Der Berichterstatter beantragt namens der Section, der Gemelnberath wolle dem Herrn Üandespräfidenten den Dank für dessen wohlwollende Vermittlung ausdrücken. Die weiteren Anträge erklärt der Berichterstatter in geheimer Sitzung zu stellen. Angenommen. GR. Petrikit berichtet namen» der Finanzfection über die Scontrierung der Stadtcass« und der mit dieser vereinten Fonde am 11. September 1895, bei der alle« in Ordnung befunden wurde. Die Section beantragt, den Befund zur Kenntnis zu nehmen, den Eassabeamten die Nnstellungsdecrele auszufolgen, diese Beamten zum Erlag der vorgeschriebenen Caution zu verhalten und jene Gelder, welche noch in der Poftsparcasse angelegt find, in der städt. Sparcasse anzulegen. GR. Dr. Gregoric weist auf seine in der letzten Sitzung gestellte Interpellation wegen Ausstellung der Decrete an die Beamten hin, tadelt, dass den wiederholten Urgenzen des Gemeinderathes in dieser Richtung noch nicht Rechnung getragen wurde und verlangt sofortige Abhilfe. Nach aufklärenden Nemetlungen der Oemeinderäthe Svetel und Zabutovec werdm die Ausfchufs-anträge angenommen. Die Berichte der Schulfection werden von der Tagesordnung abgesetzt. GR. Hribar berichtet namens der Hilfsfeclion über die Gefuche um weitere Darlehen. Im Sinne des seinerzeit gestellten Antrages des GR. Majaron habe der Magistrat die erforderlichen Erhebungen eingeleitet, die Schäden und Kosten für Reconstructionsarbeiten neuerlich ermittelt und die Gefuche der einzelnen Hauseigmthilmer gefammelt. Auf Grundlage derfelben wird der Antrag gestellt, der Gemeinderath beauftrage den Magistrat im Wege der Landesregierung, an das Finanzministerium eine Petition zu richten, mit welcher um ein weiteres unverzinsliches Darlehen von 1,500.00 st. und um ein dreiproccntiges Darlehen von 1,000.000 fi. gebeten wird. GR. Ravnihar beantragt, an den Herrn Landes-Präsidenten die Bitte zu stellen, die Petition zu unterstützen. Die Anträge werben angenommen. GR. Velkovrh stellt den Antrag, es sei an die Landesregierung das Ansuchen zu stellen, die Einführung der Wasserleitung in die Lehrer'Vildungsanftalten zu be« willigen. Angenommen. GR. Dr. Gregor ic beantragt, die Veböllerung in entsprechender Weife über die Steuerbefreiungen aufzuklären. Angenommen. Es folgte sodann eine geheime Sitzung. — (Aus Abbazia.) Ihre l. und k. Hoheit die durchlauchtigste Kronprinz?ssin.Witwe Erzherzogin Stefanie ift mit höchstihrer Tochter, Ihrer t. und l. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Elisabeth, am 14. d. M. zu längerem Aufenthalte in Abbazia eingetroffen und von den Spitzen der Behörden und der Gefellschast begrüßt worden. Die höchsten Herrschaften nahmen in der «Villa Angiolinll' Wohnung. — (Von der Hufbeschlag-Lehranstalt.) Ueber die Ergebnisse der an der hiesigen Hufbeschlagschule kürzlich stattgefunden«« Prüfung Wird uns mitgetheilt, dafs sich derselben 22 die Schule nicht besuchende Schmiede unterzogen haben, und zwar 14 Krainer und 8 Steirer. Unter diesen Prüflingen waren vier, welche im Vorjahre die Prüfung nicht bestanden haben. Von allen 22 wurden 19 sür befähigt und 2 sür nichtbefiihigt erklärt, während einer während der Prüfung von dicfer zurücktrat und die Schule besuchen zu wollen erklärte. Von den die Schule besuchenden sieben Prüflingen — sechs Krainer und einer aus dem Gö<-zer Gebiet — erhielten alle gute Noten und fünf van denfelbcn auch über die Fleischbeschau; hierüber unterzog sich auch ein Land« mann aus dem Görzer Gebiete der Prüfung, Welche er mit gutem Erfolge bestanden hat. —o. — (Mafern.) Wegen noch immer herrschender Masernkrantheit musste der Kindergarten bei der hiesigen Lehrer- und Lehrerinnen-Gildungsllnftalt gesperrt werden. Diese Vorsichtsmaßregel, welche vom l. l. Landesschul-rathe genehmigt wurde, wird bis zum Erlöschen der Epidemie daucvn. __y. — (Laibacher Bicycle-Club.) Bei der am 7. d. M. stattgehabten XI. Jahreshauptversammlung wurden folgend? Herren in den Ausschuss gewählt: Obmann Dr. Oztar Gratzy, Obmann-Stellvertreter Josef Moro. I. Fahxuart Emil Schcautz?r, II. Fahrwart Anton Nrlo, I. Schrijtwart Gustav Eger, II. Schristwart Heinrich Czeschner, Säckelwart Rudolf Vay^r. — (heimtfche Kunst.) Im Schaufenster der Firma Kollmann ist das vom heimischen Maler H?rrn Nrilc gemalte und wohlgetrosftnc Porträt des verstorbenen Journalisten Arlo ausgestellt. In der Auslage Laibacher Zeitung Nr. 12. 92 16. Jänner 1896. der Firma I. Giontini haben bie Passanten Gelegenheit, ein vom Herrn Winter nach der Natur gemaltes Vild, den Savica-Wasserfall in der Wochein darstellend, zu sehen. H?rr Winter ift Dilettant und es verdient daher seln von fleißiger Arbeit zeigendes Werl Anerkennung. — (Sanitiits-Wochenbericht.) In der gelt vom 5. bis 11. Jänner kamen in Laibach zur Welt 9 Kinder, dagegen starben 13 Personen, und zwar an Diphtheritis 2, Tuberkulose 3, Entzündung der Nthmungs-organe 2, infolge Altersschwäche 2 und an sonstigen Krankheiten 4. Unter den Verstorbenen befanden fich 2 Ortsfremde und 5 Personen aus Anstalten. Infektionskrankheiten wurden gemeldet: Mafern 4, Scharlach 3, Ruhr 1 und Diphtheritis 8 Fälle. * (Deutsches Theater.) Die gestrige Reprise der nulooienreichen Operette «Die Karlsfchülerin» fand bei gut besuchtem Haufe neuerlich eine fehr günstige Ausnahme. Die bekannten, von uns bereits eingehend gewürdigten Leistungen von Fräulein Lindner, Herrn Felix und Winter anerkannte das Publicum wieder durch reichen, wiedetholten Neifall. Die Rolle der Hen-riette war durch Fräulein Seidl fehr vorcheilhaft neu beseht, indem die Künstlerin dieselbe gesanglich und schauspielerisch anmuthig bestens zur Geltung wachte. Der Männerchor war diesmal« sehr larls—schülerhaft. — (Venefiz.) Zum Vortheile der Schauspielerin Fräulein Mizi Seyfferth wird morgen die Lustfpiel-novität «Niobe» gegeben. Der Künstlerin gebürt für ihr verdienstvolles Wirken volle Anerkennung, sie hat jederzeit gewissenhaft ihre Aufgaben gelöst, auch in bedeutenden Rollen —wir erinnern an «Preciosa»— schöne Erfolge erzielt und bereitwilligst Rollen, die eigentlich ihrer Individualität ferne liegen, übernommen. Wir sind überzeugt, dass da« Publicum seine Anerkennung der Künstlerin durch zahlreichen Besuch zum Ausdiucke bringen Wird. — (Vrandlegung.) Am 10. Jänner l. I. um halb 7 Uhr früh ift in Teeborf be? Vrunnoors in der Harfe des «esih rs Jakob UtK,t auf bisher noch unauf« geklärte Mife Feuer ausgebrochen und hat bei dem starken Winde im kurzen Zeiträume diefelbe sowie die in der Nähe blfinoliche Harfe des Franz Lllooic eingeäschert, wodurch jedem der Besitzer ein Schade von 200 fi. zugefügt wurde. Wie vermuthet wird, ift da« Feuer gelegt worden. Jakob U>§t war auf seine Harfe nicht llffecuriert, hingegen war Franz Lilooic auf 150 fl. versichert. — (Vine Schneeschuhpartie auf den Dobratfch.) Die «Klagenfurter Itg.» schreibt: Schon im Winter 1894/95 war die Spitze des Dobralfch das Ausftugziel einiger Slifahrer, die es in diefem, doch erft seit kurzer Ieit bei uns eingebürgerten Sport weit genug gebracht hatten, um diese gtvhere U»ternehmung zu wagen. Im abgelaufenen Jahre unternahm es die Section «Villach» des deutschen und österreichischen Nlpenvereines, das Ul'terlunftshau« am Dobratfch für die Winterübernachtung pralticabel zu machen. Es wurde ein gemauertes I'mmer des Hauses (das sogenannte Vlei-berger Iiwmer) «it Korlsteinen tapeziert und ein Vorräthemagazin aus Kvllfteinen hera/ftellt. Der Zweck diefer Tapezkrung mit dem fchlechten Wärmeleiter ift, die Vor-rathe an Lebensmitteln und Getränken vor Froft zu schützen und die gute Heizbarlelt der Räume selbst bei tie>ften Außentemperaturen zu ermöglichen. Am b. d. M. unlel nahm eine Gesellschaft von Sliläufern unter Führung der Herren Aichinger aus Vleiberg und Dr. Gaßner aus Nillach den Befuch der Dobratfchhöhe. Ueber Anstieg und Rückfahrt mögen die Sportblätter berichten; es genüge hier, zu erwähnen, dafs die Unternehmung gelang und die Gesellschaft einen vergnügten Abend und eine behagliche Nachtruhe hatte. Pas Korlzimmer, welches bei der Ankunft Null'Grad Temperatur aufwies, war nach einviertelftündiger Heizung auf 1b Grad Celsius erwärmt und behielt eine constante, angenehme Temperatur bei. Die vom Herbste her deponierten Vorräthe be° fanden fich in vollkommen gutem Zustande, auch das Flaschen« bi»r war klar und vorzüglich. Abgesehen von dem Vergnügen und der Leibesübung, welche dm Herren Thlilnehmern ward, hnt die Partie es erprobt, dass mit Ski und bei entsprechender Einrichtung der Unterkunft Hochtouren im Wmterschnee anstandslos ausgeführt werden lönnen und eigenartig genussreich fich gestalten. Allerdings bietet der Dobralsch in seiner östlichen Abdachung dem Slifahrer ein äußerst günstiges Terrain dar, und find die Schnee» v^hältnisse im Hochgebirge dem Sllfpoct weit günstiger, als in den niederen Lagen. Es ist nicht zu bezweifeln, dass Wlnterhochtouren auf Ski sich immer mehr einbürgern werden. Die Bedingungen zur Rast und Ueber-nachtung sind vorerst am Dobratsch in volllommen geeigneter Weife gegeben, fo dass der Winterbefuch desselben ohne außel ordentliche Vorbereitungen und übergroße Anstrengungen ermöglicht ,st._______ Neueste Nachrichten. Gelegratnine. Wien, 15. Jänner. (Olig.'Tel.) Der glänzende im Redoutrnjaale der Hofburg abgehaltene Hufball versammelte das diplomatische Corps, die Minister, die Spitzen der Geistlichkeit, die Hof- und Staatswürdenträger, den Hochadel, die Generalität, das Officierscorps und die Spitzen der Gesellschaft. Um 9 Uhr erfchien Se. Majestät der Kaiser mit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin MariaTheresia am Arme, gefolgt von den in Wien weilenden Mitgliedern des Kaiserhauses, dem Minister des Aeußern Grafen Golu-chowski und den fremden Diplomaten mit ihren Damen. Den Tanz eröffnete Ihre k. und k. Hoheit die durch, wuchtigste Frau Erzherzogin MariaAnnunciata mit dem Garde - Officier Koziebrodzki. Se. Majestät der Kaiser sprach zahlreiche Persönlichkeiten, sowohl Damen als Herren, an und verblieb in längerem Gespräche mit den Ministern Vadeni und Vilinski und sprach auch die Minister Iosila und Krieghammer an. Frau Erzherzogin Maria Theresia ließ sich zahlreiche Damen, darunter die Gräsin Gleispach, die Prinzessin Dorothea Hohenlohe, die Comtessen Badeni, Ledebur, Gleispach und Khevenhüller vorstellen. Um 11 Uhr verließ der Hof das animierte Ballfest. Wien, 15. Jänner. (Orig.-Tel.) Die vom Ackerbau-minister Grafen Ledebur einberufene und für den 21. d. M. anberaumte Expertise in Angelegenheit der Collisiomn zwischen dem Bergbau und dem Grund« besitz wurde auf den 17. Februar verlegt. Wieu, 15. Jänner. (Orig.-Tel. — Ziehung der Salmlofe.) Den Haupttreffer mit 40.000 fi. gewinnt Nr. 84.105, 4000 ss> gewinnt Nr. 50.353, 2000 fl. gewinnt Nr. 17.169. Linz, 15. Jänner. (Orig.-Tel) Der Landtag lehnte nach längerer Debatte den Antrag der Liberalen auf Abänderung der Landesoidnung und der Landtags-Wahloidnung ab, wonach den Landgemeinden das directs Wahlrecht und den Personen, welche tVine directe oder eine Steuer unter 5 fl. zahlen, das Wahlrecht hätte eingeräumt werd«'« sollen. Mährisch.Oftrau, Ib. Jänner. (Orig.'Tel.) Außer den infolge des Grubenbrandes getödteten 16 Bergleuten befinden sich noch zwljlf betäubte im Krankenhause, welche jrdoch alle genesen dürften. Die Entstehung«» ursache des Brandes dürfte in einem Kurzschlüsse in der durch den Kunstschacht geführten elektrischen Kabel» leitung liegen. Für die Annahme einer anderen Ursache liegen derzeit keme Nnhaltspunkte vor. Budapest, 15. Iä'nnvr. (Orig.'Tel. — Ziehung der vierproc^niigen hypothekenlose.) Den Haupttreffer mit 50000 fl. gewinnt Serie 637 Nr. 58, 1500 fl. gewinnt Serie 1176 Nr 50, je 1000 fi. gewinnen Serie 140 Nr. 62, Serie 1386 Nr. 50 uud Serie 2412 Nr. 22. Rom, 15. Jänner. (Orig.-Tel.) Der «Agencia Stefani» wild aus Massauah vom heutigen berichtet: Nach einem Telegramme des Generals Barati^ri vom 14. d. M. abends enthielt ein demsrlben zugegangenes Duplicat des vom Commandanten von Matalle am U.d.M. um 11 Uhr abends aufgegebenen Schreibens die Meldung, dass sich der Fand in Zvolgerückter Abendstunde zurückgezogen habe. Viele Leute waren unter dem Schutze eines gegen die Befestigungen unterhaltenen Gewehrfeuers mit dem Wegtcanöportieren von Todten und Verwundeten beschäftigt. An demselben Abende habe man nicht bemetkt, dafs sich die feindlichen Colonnen dem Fort wieder nähern, wie dieS am vorausgegangenen Übende der Fall gewesen sei. Der Commandant von Makalle ließ behufs Erzielung eines moralischen Effectes und behufs Wiedereroberung einer Wasstrquelle eine Handbombe construieren. Versicherungen eines Kundschafters zufolge, hat Sonntags und in den ersten Stunden des Montags keinerlei Angriff stattgefunden. Die Nachrichten in-betrcff der schweren Verluste der Schoaner bestätigen sich. Wie General Baratieri weiter meldet, steht das Hauptquartier mit den vorgeschobenen Posten in telegraphischer Verbindung. Berlin, 15. Jänner. (Orig.«Tel.) Der Landtag wurde heute eröffnet. Die Thronrede stellt fest, dass die Gestaltung der Finanzen eine günstigere, das Deficit pro 1894/95 erheblich geringer als es veranschlagt war, sei und ein gleich günstiges Ergebnis heuer sowie pro 1896/97 zu erwarten sei. Die Thronrede constatiert den Aufschwung des Gewerbrlevens, kündigt die Erweiterung der Staatseisenbahnen für die mit Bahnen bisher nicht bedachten Landestheile an, ferner ein B -soldungsgesetz für die Volksschullehrer, Abänderung des Lchrcrpensionsgesetzes und die weitere Ausgestaltung der Hand« lslammem. Die Regierung werde alles Mög-liche aufbieten, um der ungünstigen Lage der Landwirtschaft abzuhelfen. Nachdem die Thronrede Vorschläge betreffs der finanziellen Unterstützung der genoffen-schaftlichen Kornhäuser ankündigt, schließt sie mit dem Wunsche, die Erinnerung der großen Zeit der Neubegründung des Reiches möge eine ernste Mahnung sein für einträgliches Zusammenwirken in fruchtbringender vaterländlscher Arbeit. Paris, 15. Jänner. (Orig.«Tel.) Die Commission der DlPutiertenkammer für die im Jahre 1900 zu veranstaltende Weltausstellung hat beschlossen, dass die Ausstellung sich ganz am lirtten Seine.Ufer befinde. Eine Ausnahme soll bloß das Trocaoero bilden. Paris, 15. Jänner. (Orig.-Tel.) Floquet ift»» einer Lungenentzündung erkrankt. Sein Zustand ist e« l ernster. Paris, 15. Jänner. (Orig.-Tel.) In einer Plen^ Versammlung der republikanischen Gruppen des Sen^ wurde Loubet mit 96 Stimmeu gegen Constans, a» welchen 78 Stimmen entfielen, als Präsidentschaft Candidat für den Senat aufgestellt. London, 15. Jänner. (Orig. - Tel.) Reuters Ossi" meldet aus Pretoria vom 14. d. M.: Robinson ist ">" der Negierung Transvaal's gestern nachmittags ^ einer endgiltigen Vereinbarung gelangt, wonach Iantt!^ und dessen Officiere als Gefangene zur AburlheilB nach England gehen und die gefangene Mannschaft ^ englischen Regierung übergeben werde, um nach EnglB oder sonst wohin überführt zu werden, damit g^ sie nach dem Ermessen der englischen Regierung vll fahren werde. Aitevarisches. Wiederholt machen wir unsere Leser auf die im Verl»' der Union Deutsche Nerlagsgcsellschaft in Stuttgart erschein^ 'Illustrierte Geschichte des Krieges 1870/71» «" merksam. Das illustrativ glänzend ausgestattete, vorzüglich 5 schriebenc Werl hat einen außerordentlichen Erfolg errungen ^ immer uoch mehrt sich die Zahl seiner Abnehmer. Vereits A die Hälfte der in Aussicht genommenen Lieferungen (k 25^ sind erschienen, die auf einmal und auch eiuzeln nachbeM werden können. Die 19. Lieferung enthält wieder eine wettvo^ in Farben ausgeführte Extra»Ku»stbeilage «Kronprinz Frieds Wilhelm von Preußen in der Schlacht am Mont Valörien ^ 19. Januar 1871».________________________________^ Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 15. Jänner. Ielovsel, Bürgermeister und Landt«^ Abgeordneter, Oberlaibach, — v. Fichtenau, Outsbesihl^ Rudolfswert. — Bois de Chesne. Privatier, Trieft. - 6? und Herma Hann, Private, Newyork. — Schütz, Nieder, F»" Polatschek, Hontis, Latzko, Feldmann, Kflte.; Winter, Ma^ Rosenberg, Privatier, s. Frau, Wien. — Aichwalder, KA Klagenfurt. — Smolnilar, Priester, Oberlaibach. — Usl«'^ Priester, Overtrain. Hotel Elefant. Am 15. Jänner. Knaack, Waller, NiHler, Kafka, H<^ Weiß und Friedmann. Kstte., Wien. — Graf Varbo, Gutsbesik ! und Landtagsabgeordneter, Kroisenbach. — Müller, Kfm,, T^ — Moline, Fabrikbesitzer, s. Schwester, Neumarltl. — Neuh^ Kfm., Franlfurt a. M. — Navat, Veamter, Eisnern. — Paji^ Private, Rudolfswert. — Walonig, Kfm., Littai. — Wechs^ Kfm., Budapest. — Hadliöel, Fabrikant, Marburg. — Urat«^ Kfm., Iägerndorf. - Pollal, Kfm., Eiffel. — Epih, ^ Warasdin. Hotel Lloyd. Am 15. Jänner. Vlajaron, iVfm., Franzdorf. -- PL! Kfm., Laibach. - Kus. Kfm.. Neudegg. — Sevar, Kfm., ^ dorf. — Schellander, Kfm., Graz. — Holmar, Organist. U^ lrain. — Gostisa und Lenassi, Kflte., Loitsch. — Petrovic, sss, Tressen. — Puppis, Kfm., Loitsch. — Erjavc, Kfm., Eerai^ — Weber, Spengler, Oedenburg.____________________ Lallillch, 15. Jänner. Auf dem heutigen Marlte sindH schienen: 3 Magen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und 6" und 16 Wagen und 1 Schiff mit Holz. ' DurchschnittS-Preise. > st !lr, «7, fr, ss > tr. «> Weizen pr.Meterctr 7 80 8 — Vutter pr. Kilo . . — 78 ^ Korn » 7 30 7 40 Vier pr. Stück . . ^ .^ ^ Gerste » 6 50 6 40 Milch pr. Liter . . - 10 ^ Hafer . 6 80 6 90 Rindfleisch pr. Kilo — 64 ^, Halbfrucht .-----------j-! Kalbfleisch » -62-^ Heiden » 7 50 7 50 Schweinefleisch , ^58-", Hirse » 6 50 6 50 Schöpsenfleisch . - 40^i, Kukuruz » 5 50 5 50 Hähndel pr. Stück — 55 ^!, Erdäpfel 100 Kilo 2 80-------Tauben . 1? ^ Linsen pr. Hektolit. 12-----------Heu pr. M.«Ctr. . 2 50-", Erbsen » 12-------!— Stroh , ..270^, Fisolen » 10 —!— Holz, hartes pr. , Nindsschmalz Kilo — 88 i— Klafter 7,'50^ Schweineschmalz » — 70-------— weiches, » 5 2t) ^!, Speck, frisch . - 62-------Wein,roth.,100 Lit.------U, — geräuchert » >66-------— weißer, » —^> Lottoziehung vom 15. Jänner. Vrünn: 51 72 35 75 67. > Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ ^ 2^N^5^__ _____^^ 15MQ5 iW^-^y^ 55 schWch^MwIHM 9 . Ab 732 3 -5 4____windM^ heiter^^ 16.j7U.Mg.> 729 4 > -5 2 j NNO. mäßig ^"bewvllt ! ^ DaS TageSmittel der gestrigen Temperatur —3'2', 0 7° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuscho^ ______________Ritter von Wissehrad. ^^ fnularcl-Zsillo 6ll kr. bis fl. 3-35 p. Met. — japanesische, chinesische :c. in den "A Desfins und Farben, sowie schwarze, weihe uud farbige HAF bera-Geide von 35 ir. bis fl. 14'65 p. Met. — glatt, g^ / carriert, gemustert, Damaste «. (ca. 240 verschiedene O""' <^ 2000 versch. Farben, Dessins ic.). pustn- unll gteuer'^ l^ «au«. — Muster umgehend. Doppeltes Briefporto «o» > Schweiz. (126)H, Laibacher Zeitung Nr. 12. 93 16. Jänner 1896. Course an der Wiener Börse vom 15. Jänner 1896. na« d«,. oMellen EourMatte. Kt»»t«^»lH»n. «eld War, "'VUiche Rente in «»ten " Silber o«rz, Iänner-Inl! 10095 IU1I5 «Wo« ?»^'°"«lo,e . »50 N. 145-14? 50 V bt!"^^"''"°«! 10035 100 55 '- "°. per Ultimo . . 100 40 1WLU """»l.f,20oöi.Nom. . 99-100" l" »«»«^'^''trschrelin». «elb «a« Von» Staate znr Zahlung liber»«««ene /,°/o 1U4-— 124-90 dto, bt«, Silber 100 fi,, 4'/,°/. i0i-75 102-75 dt«. Gta/,°/„Schanlregnl-Äbl.-ObI. 100 — 10090 Kto. Prum.-Nnl, tl 100 fi. Ü, W. 15» — 154 — dto. dto. K bttfi.«. W, 15L50 153 50 the!HMeg.'L«se 4°/, tv0 st. . 141 75 14285 Hrundentl.«Gbligattonen (für 100 fl, «M,). 4°/, kroatische und siauonische . 98— 99- 4"/» ungarische (I0l> fi. b.W.) . 97— 9« ^ Ander» üsftnll. Hnl»h»n. Donau'Neg.'Lose 5«/^.... 188 50 129-50 bto. -Anleihe 1878 . . 105 — 10650 Nnleben der Ctabt Vörz. . . HL — — — ?lnlehen d. Stadtgemelnde Wien 105 — 1055« Nilleben d. Etadtgemcinde Wien (Vilber ober Giild) ... 128'5O 12950 Prämien-Nlil. b, Etadtam, Wien 106-50 167-50 Vörsebau Anletien. verluib. 5',« 100 — 101 ^ 4"/n Krainer Lan!»e«Mnlel,en . —— 98 50 V«lo War« ßsandtrks« (fürtOftft.). »od«,all«.»st.sterr.Lanbes'Hyp,-«lnst.4"/« 100 — ,00 70 vest,-ung. Van! oerl. 4°/^, . . 100—10080 dto. dto. bUMr. ,, 4»/« . . 100 - 100 80 3p»»casse,l,öst.,»01,5'/,°/,vl. 1015« — - Priorität«. Obligationen (fur 100 fl.). F?roinanbK Nordbahn ssm »886 10010 10110 vesterr. stordweftbahn ... 10s 50 110-50 TtaatZbalm....... 220— - .- Tübbahn k, zo/o..... 109-35 170N5 dto. il b"/„..... 131-50 132-5« Ung.'galiz, Vahu..... 107 — 108,-. 4"„ Unterlrainer Vahnen , . 9« 50 100 — Divers« zas» (per Stück). Vuoapest'Bastllca lD»mb»u) . 720 ?-80 Creditlose 100 ft...... 1»? öu 19950 Clarpüose 40 ft. EM. . . . 55 50 56 50 4°/nDoi>llU'DanlPfsch. 100fl,afi.85''/««. 86— 89 — öäiidtibanl, O«st., »00 st, . . 287-5« 83850 Oesterr.'Uügar. Van», 600 fi. , 99? 1001 Unioabaul 200 ft...... 2S1 — 29» — «erfehrsbllnf, TlllZ., l40 fl. ,. 17?'5U 179- - Attien »sn Zrausport« Knt»rn»h«nnl«n (per Srült). «lbrecht »ahn 200 fl. Ellber . —'- — — NusslgTcpl. «isenb. 300 fl. . . 1640 16H0 Äöhm. Nordbllhn 150 fi. . . 26710 2H8-— Buschttehrad« Eis. 500 fi. «M. 1400 1410 dto. dto. (M. U)200fi. . 515 — 517 — Donau - DampNchiffahl» - «es., Oesterr., 500 fl. EM. . . . 44» —451 — DuxNodenbacherE.'N.Loofl.L. ?»-— ?4 — FeldinaiiblNordb. 1000 fl. EM. 3350 3860 Ünnl,.- C^riww. Iassy' Eisenb.. Gesellschaft 200 ft. G. . . . 290 25 291- öloyd, 0eft.. Iriest, 500 fl. EM. 468 —l4?n — Oesterr. »lordwestb. 200 ft. E. . 273'—275 — dto. dtv. (M. U) 200 fl. E. 2?<->'..!27L 50 Prag°Durer«Nse»ch, ibOft.E. . 94—! W — Ttaatselsenbahn 200 fi. E. . . 354-75 355-25 Vübbahn »00 fi. S..... 9950 10050 Eüdnorbb. Verb.-V. 200 fl. «M. 21770 21860 Tramwa>,.Ves.,Wr.,170fl.b.W. 479- 483 - bto. ««.»»«?,»<>« st. . . . — — — — «elb Wa« lla«lo»t,«V«l., sleueWr., Prio« r«t«t»««tllen loo fi. . . . 103 — 105- Un«.H»liz. Eisenb. »00 fi. Kilber 208 25 SO»-— Una.Westb.(Nllab'Vriu)200fi.E. 20«-— 208'— Men« iiocalbahl«n-«ct.^Ges. 68 — 64 — HnduftlOActien (per Vtü«). Blllwes., «lll«. Oft., l00 ft. . . 33— »4-— ««Ydier «Nfen- und Gtahl-Inb. in Wien lOO st. .... 58 — so — Elstnbabnw.Lelhg., Vrfte, 80 p. 117 — iig 50 „Vlbemuhl". Paplerf. u.». «. 5225 «W LlefilMr Arauerei 100 ft. . . 114 50 11s 50 Montan «esellsch.. Oeft.-alpine 81'40 8ll — Prag« (Außer Abonnement) Gerader Tag. Freitag den 17. Jänner '""' Benefiz der Schauspielerin Frl. Vlitzi z. «ehfferth. ^p"l.3t«vilät des l. l. hofburgtheaters in Wien. Niobe. w"l in drei Auszügen von Douglas Paulton, "st. ^Im Abonnement.) Ungerader Tag.' Sonntag den 19. Jänner 'e Hochzeit des Reierviften. ^"iie nnt Gesang in vier Acten von ^^ 6ell. - Musik von T.Stem. ^^) 3^2 Nr. 7398. Zweite exec. Feilbietun». >^" 24. Jänner 1896 die ^ ./^ vormittags wird Hiergerichts lich'?'te executive Feilbietung der Rea-^ ^lr. y^^Andleas Iankovic von Kal ' 3en,ew. Anlage Z. 47 der Catastral-^°e Kal stattfinden. ' 10. ^-Bezirksgericht Adelsberg am ' ^^"Ner 1896. (66) a7—-------------------- ' d^3 gt 5367. Razglas. ^oinja okraJno sodišèe na Vrhniki MikiHfei •' da se na ProšnJ° Blaža ^rju' {* Hakitne (po Antonu Komo- * ^kai™ notarJ«) radi 180 gl. ponovi *°Wh* Ul odlokom od dne 19ega >Wn?2' št.6355, na20.ja-^lokL ?3 doloèena, potem pa z !•; B59 ,od dne 20. januvarja 1893, r> a (WLponovitve ustavljena i/vr-J^itfte ,žba Andreju Vidmarju iz N*, „ne«a glaaom dražbenega t?dn°«ia9iA;marca 1893' St. 1626, ! 1 št- 4 rj«f 5 gld- cenjenega zemljisèa bglci. "^- obö. Rakitna in sodno na ev dollene Pritikline, ter se v izvr-; 0|°<* narok \ Solal1^ sveèana 1896, 5 SOlli^eni 10- uri> prißenfti pred tem .: 0 k s P°Prejšnjim dodatkom. 1 a* 22 ^ jno 80disèe na Vrhniki H ^aecembra 1895. ^ioostllr^s^*^^ in Blechdosen feinste ^t^ fftoj^ ist der •*•!¦*• jr ^<&$spi>>^ Kaffee-Zusatz ^^^^^JDir^lš^^ löst sich olme Rückstand, ist dreimal ao ^^ š^KS^^^ ergiebig als Gichorien und alterierl den KalTee-iäLjJ^^^^^^ (JeHchmack nicht. (5439) 7 ^^ L. Koestlin, Bregenz. (5796) 3—2 St. 22.322. Oklic. C. kr. m. deleg. okrajno sodišèe v Ljubljani daje na znanje, da se je na prošnjo Viljema Schmalza kot kuratorja Marijane Schmalz proti Ja-kobu Kovaèu iz Brezovice v izterjanje terjatve 50 gold, s pr. iz razsodbe z dne 11. januvarja 1894, ät 771, dovolila izvršilna dražba na 3370 gold, cenje-nega nepremakljivega posestva vlož. št. 119, 120, 121, 122 zemljiške knjige kat. obèine Brezovica in vlož. št. 284 k. 0. Log. Za to izvršitev odrejena sta dva rtfka, na 1. februvarja in na 4. marca 1896, vsakikrat ob 11. uri dopoldne, pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem roku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod taisto oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodišèi vpogledati. C. kr. m. deleg. okrajno sodišèe v Ljubljani dne 12. decembra 1895. (5734) 3—1 St. 8793. Oklic. Na tožbe: 1.) Alojzija Peterlina iz Kamnika proti Neži Lukan in Luki Novaku; 2.) Alojzija Peterlina iz Kamnika proti Janezu in Tomažu Erjavcu; 3.) Alojzija Peterlina iz Kamnika proti Mariji Grašiè; 4.) Jožefe Fajdiga iz Podjelš, proti Katarini, Janezu, Rezi, Miklavžu Fajdiga, Mariji Sitar: 5.) Alojzija Jagodica iz Loke proti Mariji Habjan, roj. Cajhen; 6.) Alojzija Jagodica iz Loke proti Mihu Jagodicu; 7.) Jožefa Žankarja iz Loke proti Alojziju Žankarju, Klizabeti, Mariji in Janezu Žankarju. vsi neznanega biva-lisèa, oziromanjihovim neznanim prav-nim naslednikom, zaradi priznanja zastaranja, oziroma plaèila zastavno-pravnoj vknjiženih terjatev, in sicer: ad 1 25 gld. \% kr., 30 gld.; ad 2 20 gld.; ad 3 67 gld.; ad 4 po 50 gld., 30 gld., 52 gld. 92% kr.; ad 5 700 gld., 100 gld.; ad 6 81 gld. 84 kr.; ad 7 56 gld. 87 kr., po 29 gld. 28 V, kr. — doloöil se je dan za skrajäano raz-pravo 5. februvarja 1896 ob 9. uri dopoldne pri tem sodiäöu. Toženim postavili so se kuratorjem ad actum ad 1, 2, 3 gospod Josip Moènik iz Kamnika; ad 4 Franc Males iz Mekin; ad 5, 6, 7 Janez Habjan iz Loke. C. kr. okrajno sodiäöe v Kamniku dne 15. decembra 1895. (5627) 3—1 Nr. 8655. Uebertragung ezec. Relicitation. Vom k. k. Bezirksgerichte in Illyrisch« Feistritz wird bekannt gemacht, dass die in der Executionssache des Anton Frank im eigenen Namen und als Curator des Martin Frank und der Maria Gaspersic, alle von Prem (durch Dr. Eduard Deu in Adelsberg), gegen Michael Nemc von Prem Nr. 18 auf den 6. November d. I. angeordnet gewesene Relicitation der Realitäten Einl. Nrn. 24 und 25 a6 Prem im Schätzwerte von 650 fl. und 250 fi. auf den 17. Februar 1896, vormittags 11 Uhr, bei diesem Gerichte mit dem früheren Anhange übertragen wird. K. k. Bezirksgericht Illyrisch