Ni.277. Samstag, 2. December 1899. Iahrgaug 118. Wbllcher Zeitung. ?"""»"»No»»plei»: M!t P°fiv,lstndun °: ganz!»hr«a fl. l», halbjuhl«« si. ? 5U. Im «omptoir: '"Wbiig sl. ll. h»lbj«hlll> ll. K »0. Für dle ftust,llung in» Hau» aanziühil« fl. «. — I»strNm,««b»r: Für Ntlnt Inlelllte bl« zu 4 Zetten lib k.< «löheir pckb listy. vom 20. No. vember 1899. Nr. 47 «I^bor» vom 22. November 1699. Nr. 22 «Ciyzi» vom 20. November 1899. lll. Verzeichnis. Für die Abbrändler in Gurahumora in der Vu« towina wurde ferner vom Pfarramte in Preöna durch die Bezirlshauptmannschast Rudolfswert der eingesammelte Betrag per 5 fl. dem k. k. Landespräsidium für Krain übermittelt. Nichtamtlicher Theil. Die österreichisch-ungarische Kunstausstellnug in Petersburg. Man schreibt auS Petersburg: Im Saale der kaiserlichen Gesellschaft sür die Förderung der schönen Künste findet am 2. December die Eröffnung der österreichisch.ungarischen Kunst- und Gewerbe-Ausstellung statt. Die Kunstausstellung führt über 400 Gemälde, lheils Oelbilder, theils Aquarelle, Pastellgemälde, Bleistift- und Tuschzeichnungen, ferner Bildhauerarbeiten und Stiche vor. Sämmtliche Gegenstände werden in Unterabtheilungen je nach ihrer Herkunft zusammengefasst. In der kunstgewerblichen Abtheilung werden in Gruppen der ungarischen Unterabtheilung kunstvolle Möbel, Handarbeiten sowie die dem Kaiser und König Franz Josef überreichten Huldigungs-adressen und Ehrenbecher ausgestellt sein. In der Abtheilung Bosnien und Hercegovina wird ein elegantes Damenboudoir zu sehen sein, ein in Kolz mit Silber-incrustation in türkischem Stile reich ausgeführtes Meublement. Die eigentliche österreichische kunstgewerbliche Abtheilung wird mehrere kleine Salons im Stile Louis XV. und Louis XIV., dann im Empirestile u. a. enthalten, ferner Kunstobjecte in Edelmetall, in Holz- und Elfenbeinschnitzereien, in Krystall und Thon. ferner Gewebe und Teppiche. Ein großer Theil der Hieher gesendeten Gegenstände soll dann in die Weltausstellung 1900 nach Paris gebracht werden. In der Kunstabtheilung werden viele Gegenstände aus den kaiserlichen Museen, aus den Sammlungen der Kunstakademie und aus privaten Sammlungen zu sehen sein. Die Eröffimna der Ausstellung, deren Ertrag wohlthätigen Zwecken gewidmet ist und deren Patronessc die Prinzessin Eugenie von Oldenburg ist, wird durch die Gegenwart des KaiserpaareS und mehrerer Mitglieder der kaiserlichen Familie ausgezeichnet werden, die Spitzen der Behörden in Petersburg und die Mitglieder des diplomatischen Corps werden ihr beiwohnen. In Petersburg bleiben die Ausstellungsobjecte einen Monat, dann werden sie gleichfalls auf die Dauer eines Monates nach Moskau gebracht, wo sie in den Räumen des Historischen Museums ihre Auf« stellung finden sollen. Politische Ueberficht. Lalbach, I. December. Das « Fremdenblatt» erblickt in der Ein-berufung der Verständigungs-Conferenz — ohne überschwengliche Hofsnungen an dieselben zu knüpfen — ein Symptom von Bedeutung, weil aus der Rechten die Initiative zu diesem Friedensversuche hervorgegangen ist. Die Regierung und die Mehrheit seien in der Gesammt- und Grundtendenz dieses Schrittes eines Sinnes. Es liege darin auch eine Anerkennung der berechtigten Stellung der Minorität, und es sei zu erwarten, dass dieselbe die Hand dazu bieten werde, damit der dringende Appell, den die Krone im Namen der Monarchie an die Parteien gerichtet hat, zur Wahrheit werde. Das «Neue Wiener Tagblatt» versichert, die Regierung sei selbstverständlich in Kenntnis von den angebahnten Besprechungen zwischen der Rechten und der Linken und stimme denselben zu. Die «Deutsche Zeitung» erklärt, in einem großen Theile der deutschen Abgeordneten bestehe die Geneigtheit zur Anbahnung einer Verständigung, die-selbe müsse aber eine durchgreifende und vollständige sein. Inder« OesterreichischenVolkszeitung» wird hervorgehoben, dass die Regierung die Bemühungen Feuilleton. Die erste Besteigung des Aconcagua. . Der ausführliche Bericht über die erste Besteigung ."es Aconcagua, des höchsten Berges Amerikas, die vor M drei Jahren großes Aufsehen erregte, wird soeben 'N London veröffentlicht. . Die kühne That wurde von Zurbriggen, dem Kfhrer der Expedition E. A. Fitzgeralds, vollbracht, ^leser ersten Besteigung folgte sofort eine zweite von ^wart Vines, einem Begleiter Fitzgeralds. s „ Der letztere hat es mehr als einmal versucht, auch Mt den Gipfel des Aconcagua zu erreichen, er wurde °ber durch die Bergkrankheit und allgemeine Erschöpfung Bungen, zurückzukehren, als er 3000 Fuß vom Gipfel entfernt war. 2, Der Aconcagua ist 6835 Meter hoch, er liegt m Argentinien, nicht weit von der chilenischen Grenze, ^or der Ankunft von Fihgeralds Expedition hatte der futsche Athletenclub in Santiago Vorbereitungen zu "ner Besteigung, die im Jahre 189« versucht werden ^Ute, getroffen. Aber die Ankunft der englischen .Bergsteiger trieb den deutschen Club an, den Versuch Ivgleich zu unternehmen, so dass beide Gesellschaften gleichzeitig den Berg bestiegen. Der Elub gab aber m per Hühe ^l, 20.000 Fuß den Versuch auf. Als besonders gefährlich und schlimmer als die Bergkrankheit erwies sich für die Theilnehmer der Expedition das Erfrieren der Füße. Der Führer Zurbriggen wurde davon besonders schwer betroffen, er wurde völlig unfähig, weiter zu gehen. Man zog ihm die Stiefel aus und begann feine Füße mit Schnee und Brandy zu reiben. Die Blutcirculation hatte aufgehört, und er fühlte nichts. Schließlich wurde er blass und empfand allmählich einen Schmerz, der sich in demselben Maße steigerte, wie das Leben in die erfrorenen Glieder zurücklehrte. Er schrie und bat, man sollte aufhören; man hielt ihn aber fest und rieb weiter; als er im Helte schlafen wollte, erlaubte man ihm auch das nicht und fuhr mit dem Reiben fort. Eines der besten Capitel des mit Karten, Zeichnungen und einem Panorama ausgestatteten Buches ist die Schilderung, die Stuart Vines von dem mächtigen Eindrucke, den er auf dem Gipfel empfangen hat, ent-wirft. Er stand auf einem Fleck, von dem er die beiden größten Staaten eines mächtigen Contingents übersah und einen Blick über 80.000 Quadratmeilen Gebirge, Meer und Land hatte. Er fchreibt: Keine Feder kann den Blick auf der chilenischen Seite schildern. Ich sah am großen Grat entlang, hinter dem westlichen Gipfel de« Verge» zur rechten und linken Seite, über Ketten von schwindelerregender Höhe hin, die sich der Küste näherten, wo, hundert Meilen entfernt, die blaue Fläche des Stillen Oceans in der Abendsonne glitzerte. Weit gegen Süden und Norden erstreckte sich die unendliche blaue Linie. Die Sonne stand niedrig am Horizont und war mit einem blutrothen Schein übergössen. Alles schien so nahe, dass ich kaum die ungeheure Entfernung, die mich davon trennte, begreifen konnte. ... Die Sonne, ein großer Ball rothglühenden Feuers am wollenlosen Himmel, tauchte in den Ocean, sank schnell hinunter und entschwand den Blicken. Noch einmal ergoss sie einen Schein von überirdischer Schönheit über Land und See in einer Reihe prächtiger, wechselnder Farben. Die weite Wasserfläche bildete mit dem Himmel einen einzigen feurig glänzenden Schein. Das Roth am Himmel blieb, während das Wasser allmählich Purpur» färben und dann blau wurde. Trotzdem wurde es nicht dunkel, denn nach dem Untergange der Sonne glänzte der aufgehende Mond mit wundervoller Klar» heit am Firmament und überflutete alles mit seinem kälteren Lichte. . . . Auf dem Gipfel hinterließ Vines für den nach ihm Kommenden seine Karte, Eispickel und Thermometer in einer Schachtel. Laibacker öeituna Nr. 277. 2198 2. December 1899. zur Anbahnung einer Verständigungsaction vom Anbeginn an kräftigst gefördert hat. Das Zusammentreten der Delegationen wird von der «Neuen Freien Presse» zum Anlasse genommen, die Volksvertretung daran zu er-innern, dass es noch andere Interessen zu wahren gibt als diejenigen, über welche jetzt im Parlamente ver« handelt wird, und dass sie den Vlick zu höheren Gesichtspunkten emporheben müsse, die für das Ansehen und die Machtstellung des Reiches und die Wohlfahrt der Völker entscheidend sind. Die «Reichswehr» hält es für unmöglich, dass das Quotengesetz und das Ueberweisungsgesttz noch rechtzeitig zustande kommen, um die Basis für den gemeinsamen Staatshaushalt zu bieten. Nach einer Meldung aus Rom wird das Finanzexposs des Staatsschatzministers Boselli in parlamentarischen Kreisen allgemein als eine befriedigende Ergänzung der in der Thronrede enthaltenen Mittheilungen betrachtet. Man sei auch bezüglich der Deckung des auf 12 25 Millionen Lire veranschlagten Deficits des laufenden Finanzjahres beruhigt, da die Gestaltung der Staatseinnahmen, deren Ertrag schon in den vier ersten Monaten um 15 Millionen die Ziffern des Präliminares übersteigt, zu der Erwartung berechtigt, dass sie die Mittel zur Beseitigung dieses Ausfalles bieten werde. Die Aufrichtigkeit des von Herrn Boselli vorgetragenen Expose's habe un» zweifelhaft zur Besserung der parlamentarischen Stellung des Cabinets beigetragen. Wie man aus Paris meldet, haben sich die Schwierigkeiten der zwischen Frankreich undSiam schwebenden Verhandlungen in dem Maße verschärft, dass in unterrichteten Kreisen die Abberufung des fran» zösischen Vertreters in Bangkok, Herrn Defrance, vorausgesehen wird. Wie «Daily Chronicle» erfährt, sei die r ussische Regierung entschlossen, im kommenden Frühjahr eine ständige diplomatische Agentur in Kabul zu errichten. Tagesneuigleiten. — (Heines Grabdenkmal.) Aus Wien schreibt man: T>as schon im Vorjahre besprochene Grab« denlmal Heinrich Heines geht aus Professor Hasselries' Werkstätte in den nächsten Tagen nach Paris ab, um im Friedhofe Pere-Lachaise aufgestellt zu werden. Der Künstler hat an der Arbeit, während sie in Marmor ausgeführt wurde, eine lleine Aenderung vorgenommen. Am Sockel prangt vorne, wie früher, die Sanduhr zwischen abwärts gebeugten Palmenblättern, an den Seitenflächen liest man auch jetzt die bange Frage: Wo wird einst des Wanbermüden Letzte «uheftiltte sein? Unter Palmen m dem Süden? Unter Linden an dem Rhein? und die bekannte tröstliche Antwort. Das Auge des Dichters aber ist nicht erloschen — es blickt aus halbgeschlossenen Lidern tiefernst auf den weißen Stein zu seinen Füßen, als könne es an die Ehrung gar nicht glauben, die eine zarte Hand den zwei lorbeergeschmückten Liederbüchern beschied. — Kaiserin Elisabeth sagte vom Denkmale des Dichters, das Hasselries für ihr Achilleion gemeißelt, es ruhe über dem Werke ein Friede, wie man ihn nur in Friedhöfen findet. Von dieser letzten, nunmehr ihrer Bestimmung zugehenden Arbeit des Meisters darf man getrost dasselbe sagen. Ihre Wirkung ist friedvoll. — (Eine Erinnerung an Somma-campagna.) Die «N. Fr. Pr.» wird um die Veröffentlichung des nachstehenden Aufrufes ersucht: «Hauptmann Baron Saamen hat am 24. Juli 1848 bei Sommacampagna mit seiner Compagnie im Vereine mit noch anderen kleinen Abtheilungen des Infanterie-Regiments Nr. 54 auf Befehl und unter Führung des Oberstlieutenants Baron Sunstenau gegen 7 Uhr abends einen Angriff auf die Italiener unternommen. Falls Angehörige dieses Hauptmannes noch existieren sollten und ein Bildnis desselben besitzen, wird höflichst gebeten, es dem Commando des Infanterie-Regiments Nr. 54 in Teschen, Oesterr.-Schlefien, leihweise überlassen zu wollen.» — (Aus Angst —kahlköpfig geworden.) In der «Progres Med.» veröffentlicht der Pariser Arzt Äoissier folgenden merkwürdigen Fall, den er selbst beobachtet hat: Ein 38jähriger Mann war Zeuge eines seinem Sohne zugestoßenen Unfalles. Er empfand heftige Angst, gefolgt von Zittern, Herzklopfen und Gefühl vo» Kälte und Ziehen im Kopfe und im Gesichte. Am nächsten Tage begannen dem Manne infolge des erlittenen psychischen Chocs die Kopf-, Bart- und Augenbrauenhaare auszufallen, fo dass er nach acht Tagen völlig kahl war. Die Haare begannen bald nachzuwachsen, sie waren Anfangs farblos, nahmen erst später eine mehr lichtere Farbe als früher an und blieben auch weicher, als sie ursprünglich gewesen waren. — (Geistesgegenwart einer Frau.) Der 'Ostasiatische Lloyd» erzählt folgende Geschichte von der wilden Thatkraft und der Geistesgegenwart einer Chi» nesin: Auf einsamem Bergpfade wanderte in vollem Feiertagsschmucke eine junge chinesische Bäuerin daher, um in dem zwei Stunden entfernten Dorfe bei Verwandten einer Festlichkeit beizuwohnen. Plötzlich tritt ihr an einer Weg-biegung ein Räuber entgegen, der, mit alter, verrosteter Flinte in der Hand, das erschreckte Weib anschreit, alles herauszugeben, was sie an Schmuckgegenständen bei sich führe. Die Frau löst die Armbänder, nimmt das silberne Ohrgehänge und den silbernen Haarschmuck und reicht es dem Banditen dar. «Ich sehe, du trägst ein hübsch gesticktes Gewand — her damit.» «Hoffentlich wirst du so höflich sein und dich umdrehen, wenn ich mich des Kleides entledige» — sagt in scherzhaftem Tone das junge Vauernweib. Der Mann wandte sich um, und in demselben Augenblick ergriff die Frau einen neben ihr liegenden Feldstein und zerschmetterte mit einem Schlage das Haupt des Räubers. Ruhig nahm sie die Schmuckstücke wieder und theilte den Leuten des Dorfes mit, dass sie auf der Höhe einen Räuber erschlagen habe. — (Ein feiner Kunde.) Einen raffinierten Trick, so theilt man au« Brüssel mit, hat sich ein Schwindler ausgesonnen, um beim Beginne der kalten Jahreszeit in den kostenlosen Besitz eineS eleganten Paletots zu gelangen. Vor einigen Tagen erschien in einem der größten Herrengarderobegeschäfte im Mittelpunkte der Stadt ein sehr selbstbewusst auftretender Herr, der gerade den Winterüberzieher zu laufen wünschte, mit dem eine Gliederpuppe im Eingang ausstaffiert war. Der angestellte junge Mann. erfreut, es mit einem so distinguierten Käufer zu thun zu haben, beeilte sich, jenem beim A»' probieren behilflich zu sein, und man fand, dass das Kleidungsstück wie angegossen passe. Sein neuer Eigen-thümer schien denn auch bereit, in den Laden zu treten und seinen Einkauf begleichen zu wollen, als plötzlich e»> martialisch ausschauendes Individuum auf ihn loSstWe und ihm eine so derbe Ohrfeige verfetzte, dass er um e!« Haar in die Schaufensterscheibe getaumelt wäre. Dtt Käufer, außer sich vor Aufregung, schien nur noch an ble erlittene Demüthigung zu denken und rannte sporustreB hinter seinem Angreifer her. Bevor der verdutzt dastehende Angestellte des Geschäftes noch zur Besinnung kam, w" das faubere Paar, das natürlich unter einer Decke steckte, längst verschwunden. Der «seine» Kunde hatte um den Preis eines gutsitzenden Paletots den Schlag ins GesB mit Vergnügen entgegengenommen. — (Politische Blumen.) Die liebliche" Blüten, welche die Politik in Frankreich treibt, habe" wohl die Franzosen veranlasst, ihre Empfindungen «w Parteileben «durch die Blume» auszudrücken. Dass dtt Royalistcn die weiße Nelke und die tto»« <1« Trance tragen und die Bonapartisten das Veilchen, war schon bekannt Die Antisemiten stecken die blaue Kornblume ins Knopf" loch, die Anarchisten (wie furchtbar!) schwarzgefärb« Blumen (Immortellen), während die Anhänger Loubct« sich mit einem dreifarbigen Sträuhchen schmücken. N" Socialisten, die sich in zwei Parteien gesondert haben, blieb es vorbehalten, durch eine neue Blumenmode dte poetische Schönheit der politischen Demonstrationen i" bereichern. Sie wählten als Symbol der wilden, der uN' versöhnlichen Socialisten auf den Vorschlag G^ult' Richards die wilde Rose, die sie am Feste des Triumphs der Republik zum erstenmale in größerer Menge zu Ehre" ihrer Ueberzeugung und zur eigenen Freude trugen. Ä" gemäßigteren Genossen sind der alten Socialistenblulne, der rothen Nelke, treu geblieben. — (Die diesmaligen Tugendpreise der französischen Akademie) erhielten u. a der neunzehnjährige Mühlsteinbehauer Le Berber '" Saint-Brieux, der mit seinem kargen Lohn seine seO kleinen Geschwister ernähren hilft; Frl. de Croixwatt, welche seit zwanzig Jahren Waisen erzieht, die ihre Elle" durch Unglück verloren haben. Einen Preis erhielt auch Ichwestcr Samte - Margerite im Kloster Notre Daine zu Poitiers, welche eS dahin gebracht hat, ein blindes taubstummes Mädchen zu erziehen, sie sprechen, lese"^ arbeiten, selbst nähen zu lehren. Den großen Gobertpre^ erhielt der Abbe Baudrillart für fein Werk: ?!.ilippo > ot 1k Oour äo ^ ranco. — (Die Zeitungen der Welt.) Vs "' scheinen in einem Jahre insgesammt etwa 12 Milliards Exemplare. Das Papier, das zur Herstellung all diele« Lesemateriales verwendet wurde, würde über 20^ Quadratmeilen bedecken; es wiegt 781.250 Tonnen un° würde, aufeinander geschichtet, eine Säule ergeben, d>e an Höhe alle Berge der Erde überträfe; denn rech>" man nur, dass im Durchschnitte jedes Ieitungsexemplal 1 Millimeter dick ist. so würbe das für 12 Milliarde" zusammen 12.000 Kilometer ergeben. Nimmt man a"> dass auf jede Zeitung fünf Minuten für die Lecture oe? wendet werden, und das ist wohl nicht zu hoch gegriffe"» so würde das zusammen über 100.000 Jahre ergebe^ Noman von El. Naft. (3b. Fortsetzung.) XI. Je weiter sich das Wägelchen, in welchem Inna und Gawrilo sahen, vom Schlosse entfernte, desto schwerfälliger wurde der Trab des Ponys und desto trauriger blickten die Augen des jungen Mädchens. Das Dörfchen entlang war der Braune noch ganz bei der Sache; als er aber das letzte Häuschen hinter sich gelassen hatte, verlangsamte er seine Gangart, warf den dicken Kopf auf und nieder und fchnaubte unmuthig. Schließlich schielte er sogar seitwärts nach Gawrilo hin, als ob er sagen wollte: «Siehst du denn nicht, das hier alles Leben aufhört? Ich halte es für ebenfo unnütz wie langweilig, eine Straße weiter zu verfolgen, welche rechts und links von nichts anderem begleitet wird als von Wiefen!» Gawrilo war aber anderer Meinung, und deshalb ließ er, nachdem ein kräftiges «Hü!» nichts gefruchtet hatte, die Peitsche nicht eben sanft auf den breiten Rücken des Thieres niederfausen. Der Pony schlug erschrocken aus und sehte sich in einen kurzen Galopp, aus welchem er jedoch bald wieder in den alten Tritt zurückfiel. «Ach nein, thue ihm nichts!» rief Inna, ihre Hand auf Gawrilos Arm legend, als sie sah, dass er abermals nach der Peitsche griff. «Das arme Thier verdient es wahrlich mcht, gezüchtigt zu werden. Ist es denn nicht ganz natürlich, dass es lieber zuhause bleiben als nach Bogoroosk laufen möchte?» Sie seufzte. «Ach, auch ich gehe ja so ungern dorthin!» Da der Braune bald merkte, dass sein Führer die Peitsche nicht mehr anwandte, so verlangsamte er seinen Gang von Viertelstunde zu Viertelstunde mehr und zog endlich das Wägelchen nur noch schrittweise vorwärts. Gawrilo, der anfangs versucht hatte, das Pferd« chen durch «Hü» und «Ho» anzutreiben, war fchliehlich verstummt, denn der Braune schien taub geworden zu sein, oder that doch wenigstens so. Nun saß der junge Führer, den Oberkörper vornübergebeugt, die Zügel lässig in den Händen haltend, da und starrte vor sich hin. Man war wohl schon zwei Stunden unterwegs, als er sich eiu w^nig emporrichtete und schläfrig fragte, ob er nicht endlich die Peitsche gebrauchen dürfe. «Ach nein, nein!» wehrte Inna ängstlich. «Warum denn? Wir kommen noch zeitig genug nach Bogorodsl!» «Das glaube ich kaum», meinte Gawrilo trocken. «Wenn der Braune so weiter schleicht, wird die Nacht uns noch im Freien finden.» «Ist unser Weg denn noch so weit?» fragte Inna. «Wir haben wenig mehr als das erste Drittel des Weges hinter uns», lautete die Antwort. «Gott sei dank», sagte Inna und athmete ein paarmal tief auf. «Ich glaubte schon, das Dorf dort vor uns wäre Bogorodstl» Die Sonne sank immer tiefer, die Luft wurde kühler und ein leiser Hauch deS Windes strich ab und zu über die Felder. Inna wandte den Kopf zurück und blickte nach dem westlichen Himmel hinüber. «Da steigt sie in ihr Purpurbett hinein», sagte sie, den feurigen Sonnenball betrachtend. «So ruhig, so zufrieden sucht sie ihr Schlaftiimmerchen auf, wle ich das meine immer aufgesucht habe!» Sie seufzte. «Nun hat sie sich die weichen Decken über den "^ gezogen und ruht von dem weiten Gange aus. ^ ich? Wo werde ich ausruhen heute abends? Fern vo> all meinen Lieben bei fremden Menfchen — ol» Als das Roth am westlichen Himmel zerflösse" war und die Dämmerung sich grau herniederseM stand das Wägelchen plötzlich still. «Hü!» ermunterte Gawrilo den Braunen, abe der rührte sich nicht. «Ho! Ho! Ho!» rief.^ und brach schließlich, als das Thier auch darauf n'H eingieng, in ein wahrhaft lästerliches Schelten U^ Fluchen aus. Der Pony ließ die Ohren hängen und senkte b^ schämt den Kopf; das war aber auch alleS. «So lass doch!» wehrte Inna, als Gaw"^ erbittert über so viel Dickfelligleit, nach der PeM greifen wollte. «Steige lieber ab und sieh nach, lv^ es gibt. Es kann ja etwas am Sielenzeug in U^ ordnung gerathen sein, oder das Thier hat sich "^ Fuß verletzt!» «Die Pest über den Faulpelz!» brummte Oa^ rilo uud sprang verdrießlich vom Wägelchen Hera"' um nach Ablauf weniger Minuten wieder neben 3^ feinen Platz einzunehmen, mit der Versicherung, da! alles sich in der schönsten Ordnung befinde. «Hü!» schrie ec den Pony an. Der Braune schnaubte, hob den rechten Vordel fuß und fchlug mit dem zierlichen Hufe ein paarlN^ die Luft und den Boden. Er war augenscheinlich ", geduldig darüber, dass man sich so überaus hartnäM seinem Willen widersetzte. .. «Gib mir einmal die Zügel!» sagte Inna, "! Gawrilo abermals in Schelten und Fluchen ausbr"^' (Fortsetzung sulgt.) ___Laibacher Zeitung Nr. 277.______________________________2199___________________________ 2. December 18W Theater, Munst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Der übermüthige Schwank 'Flitterwochen, von Pserhofer fand bei seiner gestrigen Wiederholung neuerlich eilten großen Heiterleitserfolg. Das heater war sehr gut besucht, es herrschte die beste nimmung und die Darsteller, insbesondere Fräulein Kleiber, erfreuten sich großen Beifalles. — Morgen W als Novität der amüsante Schwant «Die Löwen-^raut. von Schätzler-Perasini in Scene. Nach den uns fliegenden Besprechungen hatte das lustige Stück bei einer Premiere in Breslau einen durchschlagenden Heiter-«userfolg zu verzeichnen. So schreibt u. a. die «Breslauer Geltung»: Der Schwant hatte einen durchschlagenden ^lsolg. Das zahlreich anwesende Publicum applaudierte Mt auf offener Scene, und seine Lachmusteln waren ununterbrochen bis zur höchsten Potenz angesteckt. Der ^jnyalt des an lomischen Situationen reichen Schwankes, "e geschickte Mache, die sichere Beherrschung des rein "chmschen gelben genügend Grund dazu. Auf dem " otwe des Namenstausches baut sich der unglaublichste "lrrwarr auf; neu ist die Kühnheit, mit welcher der ""fasser jenes Mittel, die Verwickelungen herbeizuführen. "Meutet. ^. H ^ (Concert der «Glasbena Matica.») l« «Glasbena Matica» in Laibach veranstaltet morgen m halb 8 Uhr abends im oberen großen Saale des '"arodni Dom» unter Leitung des Concertdirectors wl,? ^ bubad ihr erstes ordentliches Concert, an "elchem der Hofopernsänger Herr Wilhelm Hei und "Gesangschor der «Glasbena Matica» mitwirken "den. Das Programm umfasst folgende Nummern: '1 Stanlo Pirnat: «?om1»ä in ^6»on», Männerchor. ^ 2.) Pr. U,,^ Dvoi al: u) ^'i-ZtHN,; d) «Ou, ^U5 ^pu»Un»., Duette mit Claoierbegleitung. — 3.) G. A. "hlng: u) Uric aus der Oper «Der Waffenschmied» ; ^" Smetana: «^lo icaluoiiuits proi-o^ov», gesungen von Hej. 4) Caesar Cui: »I>v« l07.i», gemischter ^ ^ ^' "^ W- A. Morzart: Arie aus der Oper «Die 3, "berflvle., k) K. Bendl, «I"ovö«vu i)rc,ziyu., gesungen °n W. H,.z. __ 6.) P. Kriztovski: «Utopl^nlc»., Männer- ^"'7" 7.) Dr. I. Brahms: ^I^ubl^.na, ml»äo8t., «lMhter Chor (nach einem mährischen Voltsliede). — 1 Ttjepan Molranjac: Serbische Volkslieder aus Alt- ' "«n und Macedonien. — Eintrittskarten sind bei erlMl'^' ^^"^' Rathhausplatz, und abends an der Cassa D ^ (Bjvrnstjerne Vjörnsons neues im a?° «Ueber die Kraft»), zweiter Theil, kam fM> ^"ional-Theater in Christiania zur ersten Auf-> yrung. Der Erfolg war ein durchschlagender. Spiel, h^utionen und Inscenierung waren vorzüglich. Seinen die N "^ ""lA das Drama im dritten Acte, in dem ^ ""sammlung der Arbeitgeber, die bei einem reichen ^""sbesitzer tagt, um über Maßregeln gegen die senden Arbeiter zu berathen, mit einem fürchterlichen br°^ " ^e Luft gesprengt wird. Nach diesem Acte !)l? """ Björnstjerne Vjürnson Huldigungen dar. Di«3 ^l"ss der Vorstellung fand zu Ehren des Nr?« ^n Festessen statt. In seiner Rede, die er zum «ine ^" ^beit hielt, erwähnte Vjürnson, dass er an Da Stücke arbeite, das der Jugend gewidmet wäre. "" Stück soll den Titel «I^doroiuun» erhalten. t>M -7" (Viktorien Sardou) arbeitet an einem ^'°"schen Drama über die berühmte «Giftaffaire., die 5u»v <.^l<,l,i.«. der Ieit Ludwigs XIV. Diefes Thema sardou schon seit zehn Jahren beschäftigt, scb«' ^" ^^ser Rubrik besprochenen literarischen Er-^"nungcn sind durch die Buchhandlung Jg. v. Klein, "?r H. Fed. Namberg in Laibach zu beziehen. Üocal- und Provinzial-Nachrichten. N.. ^ (Verleihung des Freiherrn st andes.) «8^«Testat der Kaiser hat der Oberstenswitwe «lorine Brand von Santa Lucia, geborenen W" "on Kopal, und ihrem Sohne, dem Gutsbesitzer «rl Mter Brand von Santa Lucia, den Frei-"rnstand verliehen. Die nunmehrige Freifrau Victorine «Mo vo„ Santa Lucia ist eine Tochter des durch seine «Nenthaten im Jahre 1648 bei Santa Lucia und bot U° berühmt gewordenen Obersten des 10. Jäger-^amons. Karl von Kopal, dem, nachdem er seinen liek " "^S.en war, der Maria Theresien - Orden ver-st° »>" ^"°^" ist und dessen Söhne später den Freiherr«. t°^ "gelten. Die Tochter war mit dem 1690 ver-' "denen Obersten a. P. Ludwig Ritter Brand v. Santa ^la vermählt. »,.. T' (Das heilige Jahr.) Seine Heiligkeit der Un! ' ^ angeordnet, dass am 31. December 1699 dea i?'" ^^ December 1900 in allen Kirchen, in denen aes< ^ ^ in feierlicher Weise das Allerheiligste aus-" >'eut werden wird, eine Mette gelesen werden dürfe, hi? m"" ^°" Po st we sen.) Mit 1. d. M. wurde a l Mbotenfahrt zwischen Seisenberg und Treffen auf-dew m Seisenberg belverlstelligt seine Verbindung mit s!" Lostnetze mittelst einer täglich einmaligen Pestboten->"M nach Sittich, respective nach Strascha. 8. — (Neuerungen im Po st verkehre.) Die Eorrespondenzlarte wird vom 1. Jänner 1900 angefangen fünf Heller losten. Die Recommandati onsgebür im inländischen Verkehre wird auf 25 Heller erhöht. Dafür werden die Zustellungsgebüren für Briefpostsendungen auf dem stachen Lande abgeschafft werden. Die Landpostmeister sollen eine bedeutende Aufbesserung ihrer Bezüge erhalten. Die in den Händen des Publicums befindlichen Post-, Telegraphen- und Telephon-Wertzeichen der gegenwärtigen Emission können bis Ende December 1900 bei allen Postämtern gegen neue Postwertzeichen im gleichen Wertbetrage umgetauscht werden. — (Das Kaiser Franz Josef-Spital in Gurkfeld.) Am 30. v. M. um 10 Uhr vormittags fand die Einsegnung des neuen Gemeinde-Spitales in Gurlfeld durch den hochwürdigen Herrn Pfarradministrator I. Knavs im Beifein des Gemeinderathes von Gurl-feld statt. Die barmherzigen Schwestern, welche die Krankenpflege übernehmen, sind bereits hier eingetroffen, der Spitalsleiler Herr Dr. Kaisersberger wird am 5. d. M. ankommen. —o. — (Entscheidung in Angelegenheit des Verkehrs mit Lebensmttteln.) Ueber eine einschlägige Beschwerde hat der l. l. Cafsationshof entschieden, dass Nahrungs- und Genussmittel, welche nach dem Willen des Erzeugers als Bestandtheil vertragsmäßig ge-bürender Verlöstigung an dessen Dienstgesinde und Arbeiter verabfolgt werden sollen, im Sinne des Lebensmittelgesetzes vom 16. Jänner 1696, R. G. Bl. Nr. 89. ox 1897, für den Verkehr bestimmt find. —o. — (Von den k. l. Staats bahnen.) Die Einnahmen der l. k. Staatsbahnen im Monate October d. I. betragen: im Perfonenderkehre 2,561.049 ft., im Güter-verkehre 7,966.554 fl., im ganzen fomit 10,549.603 fl., bei einer Frequenz von 5,618.527 Reisenden und 3,156.375 Tonnen Gütern. Vom 1. Jänner bis 31sten October betragen die Einnahmen aus dem Personen- und Güterverkehre der k. l. österr. Staatsbahnen insgesammt 93.104.722 st. gegen 91,447.395 fl. aus dem gleichen Zeitabschnitte im Jahre 1898. daher sich für das Iahi 1899 eine Mehreinnahme von 1,657.327 fl. ergibt. — (Schul ha us bau.) Wegen eines in Soder-fchitz auszuführenden Neubaues für die dortige Volks-fchule, wozu die Pläne bereits im Jahre 1897 verfasst wurden, wird über diessälliges Anfuchen des Ortsfchul-rathes und der Gemeindevertretung zum Zwecke der feit-her nothwendig gewordenen Modificierung dieser Baupläne eine commissionelle Verhandlung am 5.d.M.stattfinden. Darnach dürfte die Schulgemeinde in die Lage kommen, die Bauführung noch im Laufe diefes Jahres im Wege der Minuendolicitation zu vergeben. —o. — (Gemeindevorstands-Wahl.) Bei der am 19. v. M. vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstehers von Karnernellach wurde anstelle des krankheitshalber zurückgetretenen Anton Sollit der Besitzer Franz Cop in Karneroellach für den Rest der Functionsperlode gewählt. — (Unbefugte Veldfammler.) Immer wieder tauchen neuc Geldsammler aus, welche dem armen Landmann unter verschiedenen Vorspiegelungen seine Kreuzer herauslocken. Vor kurzem wurde die Nesitzerstochter Nloisia Pirman aus Lomno behördlich beanständet, weil sie seit beiläufig zwei Jahren Geldbeträge für einen Messbund in Italien gesammelt und in dieser Zeit erwiesenermaßen 55 Kronen dorthin expediert hatte. Die Genannte kam im Jahre 1897. als sie mit ihren Eltern in Arch wohnte, mit einer gewissen Justin aus Gottschee, welche damals im Schlosse Arch vediexstct war, zusammen und wurde von derselben zum Veitritte zu dem vom gegenwärtigen Prior des Oliven thaler Benedictinerklosters St. Josef in Mariathal in Kärnten, Pater Bonifaz Maria Ecker, geleiteten «Messbund zu Ehren der unbefleckt Empfangenen Gottesmutter Maria und zum Troste der armen Seelen im Fegefeuer» bewogen. Für eine Krone Mitgliebsbeitrag erhielt sie durch dieselbe eine Mitgliedskarte in Form eines Heiligenbildes, welches auf der Rückseite die Statuten des Messbundes trägt. Laut der Statuten werden für jedes Mitglied und dessen An-gehörige sechs heilige Messen gelesen und außerdem wird auch auf andere Weise für deren Seelenheil geforgt. Zu-gleich wird aber in diesen Statuten jedes Mitglied aufgefordert, wenigstens fünfzehn neue Mitglieder für den Mefsbund anzuwerben. Dieser Aufforderung folgend, warb die Pirman neue Mitglieder für den Mefsbund und fammelte, in der guten Meinung, einer frommen Sache zu dienen, Geldbeträge von denselben, ohne zu ahnen, dass sie hiedurch eine strafbare Handlung begieng. — Desgleichen fammelte in Unterkrain ein gewesener Messner aus Steier-mark. Namens Martin Marjettt, größere Beträge für einen Bereln für Messelesen, welche Beträge er aber erwiesenermaßen nicht alle ablieferte. Derselbe wurde vor kurzem wegen Betruges arretiert und dem k. l. Kreisgericht in Rudolfswert eingeliefert. — Gar häufig sind auch insbesondere in Unterkrain die sogenannten Wahlfahrter anzutreffen, welche mit Sammelbüchsen nach Art der in den Kirchen gebräuchlichen Klingelbeutel die Häuser vr-suchen und in denselben für verschiedene Walfahrtskirchen Geldbetrüge fammeln. Allerdings ist die Büchse gewöhnlich mit einem Vorhängschlosse versehen, aber wer trägt die Schlüssel zum selben? — Schon der Umstand, bass die Büchse im Freien immer sorgfältig unter dem Rocke versteckt wird, erweckt Misstrauen; wenn man aber einen solchen Sammler über den Zweck der Sammlung und gar über die erforderliche behördliche Erlaubnis befragt, so schleicht er gewöhnlich schleunigst zur Thüre hinaus und ver-schwindet spurlos. —«. — (Schwurgerichts-Verhandlungen.) Montag den 4. d. M. nehmen beim l. k. Landesgerichte in Laibach die Schwurgerichtsverhandlungen ihren An-fang. Es sind folgende Straffälle anberaumt. Am 4. December: u) gegen dm 27 Jahre alten Taglöhner, be-ziehungsweife Vaganten Georg Wick aus Waldneukirchen in Oberösterreich wegen Verbrechens des Diebstahles-d) gegen den 25 Jahre alten, ledigen Schneidergesellen Felix Slabina aus Laibach wegen Verbrechens des Raubes. — Am 5. December: a) gegen den 34 Jahre alten, verehelichten Hadernsammler Egidius Dilenarbo aus Resia in Italien, zuletzt in Karnervellach, wegen Verbrechens des Betruges; b) gegen die 18 Jahre alte, ledige Magd Johanna Zvan aus Mitterdorf. Gerichts-bezirk Radmannsdorf, wegen Kindesmordes. — Am 6. December: Gegen den 25 Jahre alten, ledigen Besitzers-fohn und Zimmermannsgehilfen Johann Petloö und den 30 Jahre alten, lebigen Schuhmacher Michael Dobravc aus Zafp, Gerichtsbezirt Radmannsdorf, wegen Todtschlages und schwerer körperlicher Beschädigung. — Am 7. December: ü) gegen den 17 Jahre alten Schneiderlehrling Anton Tom sic in Krainburg wegen Verbrechens des Diebstahles; b) gegen den 43 Jahre alten, ledigen Taglöhner Georg Berg ant aus Dvor, Gerichtsbezirk Krainburg. wegen Verbrechens des Diebstahles.—Am 9. December: Gegen Friedrich M a l o v r h und Peter Medveiiet wegen Vergehens gegen das Pressgesetz nach tz 488. — Am II. Decbr.: a) gegen den 34 Jahre alten, ledigen Eisenbahnarbeiter Josef Ieglii in Lengenfeld, Gerichtsbezirl Kronau, wegen Todtschlages; d) gegen den 37 Jahre alten Besitzer Alois Azbe in Dolem'ice, Gerichtsbezirl Bischoftack, wegen Todtschlages, — Am 12. December: Gegen den 60 Jahre alten, verwitweten Inwohner Gregor Koblerin Eisnern, Gerichtsbezirl Krainburg, wegen Verbrechens des Betruges, — Am 13. December: a) gegen den 33 Jahre alten, verehelichten Tischler Franz Bloonilar in Ternavi, Gerichtsbezirk Egg. wegen versuchter Nothzucht; d) gegen den 20 Jahre alten Grundbesitzerssohn Franz «Vubic in Debeno, Gerichtsbezirt Nischoflack, wegen Todtschlages. — Am 14. und 15. December: Gegen den 29 Jahre alten, verehelichten Besitzer und Gastwirt Blasius Ravnil in Laibach, Bahnhofgasse. wegen Verbrechens des Raubmordes. — Am 16. December: Gegen den 36 Jahre alten, ledigen Knecht Lulas Korina aus Lutovih, Gerichtsbezirl Vgg, wegen Xodtfchlages. -1. — (Brand.) Am 28. v. M. abends kam in dem unbewohnten, aus Holz gebauten und mit Stroh gedeckten Hause der Kaischlerin Maria Plesko in «övajc, Gemeinde Nresovic, auf eine bisher unbelannte Art Feuer zum Ausbruche. Dasfelbe verbreitete sich fo schnell, dass im Verlaufe von zweieinhalb Stunden das Haus sammt den darin befindlichen Lebensmitteln abbrannte. Außerdem wurde dem Kaischler Barthlmä Drailer das mit Stroh gedeckte Haus sammt Stallung und Wirtschaftsgeräthen sowie einigen Lebensmitteln und Futtervorräthen eingeäschert. Der Schaden wird bei der Kaischlerin Pleslo auf 180 si. und beim Kaischler Drailer auf 620 st. geschäht. Beide Beschädigten waren versichert. —1. * (Feuersbrunst.) Am 28. v. M. nachmittags kam in der zum Kochen des Schweinefutters bestimmten, neben dem Schweinstalle befindlichen Küche des Besitzers Josef Kralj in Klein-Mannsburg Hs.-Nr. 32 ein Feuer zum Ausbruche, welches den Dachstuhl des Schweine-stalles und die aus demselben befindliche Streu einäscherte. Dadurch wurde ein Schaden von 120 fl. verursacht, dem eine Versicherungssumme von 300 st. gegenübersteht. Das Feuer ist entweder durch z» starke Heizung oder durch Funlensprühen entstanden. An den Löschungsalbeiten betheiligten sich die freiwillige Feuerwehr von Mannsburg und die Gendarmeriepatrouille. —r. — (Schadenfeuer.) Am 12. v. M. brach in der Kaifche des Johann Kadivnil in Kreuzberg Feuer aus, welches dieselbe sammt allen Lebensmittelvorrälhen und einigenKleidungsstilcken einäscherte. Außerdem giengrn zwei Schweine zugrunde; auch gerieth ein Betrag von 15 st. 50 kr. in Verlust. Ursache des Brandes war Un-Vorsichtigkeit seitens des Besitzers selbst, der in trunkenem Zustande mit einem brennenden Lichte im Hause herum-gieng. Der Schaben beläuft sich auf 200 fl. Versichert war Kadivnil nicht. —c. — (Ein jugendlicher Einbrecher.) Der feiner in Sittich wohnhaften Mutter Gertraud Pajl im Laufe des heurigen Sommers entlaufene und seitdem ausweislos herumstreifende 13jährige Josef Pajt lam Mitte vorigen Monates zum Grundbesitzer Johann Do-lanc in Kosca, Gemeinde Billichberg, und bot sich demselben als Hirt an. Der Besitzer nahm den Burschen wirklich auf, aber am 27. v. M. nachmittags verlieh Pajl plötzlich seinen Dienst, schlich sich zum Nachbarhaus?, brach hier in Abwesenheit der Hausleute das rückwärtige, mit einem Holzriezel verriegelte Hauschor ew und drang «aibacher Zeitung Nr. 277. 2200 2. December 1899. ins unversperrte Wohnzimmer. Dort stahl er eine an der Wand hängende silberne Eylinderuhr sammt Nickellette und wurde nach Verübung der That fluchtig. Die Aus« forschung diejes jugendlichen Einbrechers wurde eingeleitet. —ilc. — (Centralcommission für Kunst« und historische Denkmale.) Referent Ministerialrath Ritter v. Für ft er theilt mit, dass auf dem Bauplätze des Iustizgebäudes in Lalbach ein römischer Sartophag aus Nlei gesunden wurde. Er enthielt eine Muschel und eine Lüwenfigur aus Meerschaum. Die Objecte lamen an das Lanoesmuseum; die Centralcommission beschloss, im Wege des berufenen Conservators die weiteren Erhebungen zu Pflegen. — Conservator Archivar Anton Koblar berichtet über die von Hieramts angeregte Sichtung der Herrschaftsarchive im Herzogthume Kram. Er macht auf den defolaten Zustand dieser Archive sowie jener der Behörden und der Pfarrarchive aufmerlfam, deren Aufbewahrung meistens eine ungenügende ist. Die Central» commission beschloss, in einem geeigneten Zeitpunkte die Vereisung und Inventarisierung dieser Archive einzuleiten. — Bei der Scartierung des Landesgerichts-Archives in Laibach wurde vom Conservator eine Anzahl von Acten, welche historisches Interesse besitzen, ausgeschieden und soll an das Landesmuseum abgetreten werden. Die Unter-Handlungen ziehen sich in die Länge, und die Acten leiden infolge ihrer schlechten Aufbewahrung. Die Centrakommission beschloss, zur Durchführung der An« gelegenheit das weitere zu veranlassen. (Referent: Hofrath Dr. Winte r.) — (Slovenischer Alpenverein.) Der gestrige Vortragsabend versammelte eine zahlreiche, gewählte Gesellschaft. Der Vereins-Obmann Herr Professor Orozen machte in seiner Ansprache die Mittheilung, dass sich in den letzten Tagen zwei neue Vereinssectionen leine akademische in Wien und eine in Kärnten) gebildet haben. Sodann setzte Herr Bürgermeister Hribar seinen Vortrag über seine Reise in Russland fort. Er schilderte in beredten Worten den russischen Dialect, das Gasthausleben in Russland, die Sicherheit«!- und öffentlichen Einrichtungen, das Verkehrswesen, die religiösen Gebräuche, das sociale Leben lc. Viel Bewunderung erregte die Schilderung von Petersburg und Moskau, serner der Paläste in diesen Städten lc. — Ueber anderthalb Stunden wusste der Herr Vortragende die Gesellschaft zu jesseln. Seine hochinteressanten Ausführungen fanden am Schlüsse stürmischen Beifall des gesammten Auditoriums. — (Laibacher Bicycle-Club.) Der heute stattfindende Familien-Abend bringt folgende Vortrags-Ordnung: 1.) Wagner: «Äurenlieo-Marsch». 2.) Herold: Vorspiel zur Oper «Zampa». 3.) Chladel: «Paula-Walzer». 4.) «Zwei Reise-Onkel», heiterer Vorlrag. 5. ») Popp: «Es war ein Traum», Streichquartett; b) Baumann: «Waldandacht», Concertstück. 6.) ltomzat: «Pikante Blätter», Tonbilder. ?.) Heitere Zlveigesänge. 6. ») Wertheim: Thema mit Variationen für Flöte; d) Filipovsly: Concert-Polka sür Piccolo. 9.) Eilenberg: «Japan. Wachtparade», Charakterstück. 10.) Neapolitanische Voltssänger. 1l.) Strauß: «An der schönen blauen Donau», Walzer. 12.) Rolling: «Löwenjagd», Concert-Galopp. — (Todesfall.) Am 30. o. M. starb in Treffen der dortige Kaplan Herr Anton Mlalar. Der Verblichene war im Jahre 1870 in Laibach geboren und wirkte seit zweieinhalb Jahren in Treffen als Seelenhirt und Katechet. Er genoss ob seines liebenswürdigen Wesens allgemeine Wertschätzung. Der Leichnam wird heute zu Mittag nach Laibach überführt und nachmittags bei St. Christoph bestattet werden. 8. — (Von den Weißenfelser Seen.) Wie man uns aus Weihensels mittheilt, erscheint der zweite Weißenfelser See bereits mit einer spiegelglatten Eisdecke bedeckt. Dieselbe ist 15 bis 20 cm dick und wird recht fleißig zum Schlittschuhlaufen benützt. Der See bildet mit seiner grotesken Umrahmung ein wahrhaft prachtvolles Bild. — (Fuchsjagd.) Diesertage wurde in der Gegend zwischen Adelsberg und Nussdorf eine Schnitzel-und eine Fuchsjagd abgehalten. Dies ist wohl die erste Fuchsjagd, die über Initiative einiger Sportsleute aus Trieft zustande kam. Die Jagd gestaltete sich des schwierigen Terrains halber höchst interessant. Das Zustandekommen dieses ersten Versuches ist gröhtentheils der besonderen Zuvorkommenheit des Bürgermeisters von Adelsberg, Herrn Josef Dekleva, der seine scharfe Meute zur Verfügung stellte, und der Gastfreundschaft des Schlofsherrn zu Nussdorf, Herrn Eduard Dolenz, zu verdanken. Es ist zu erwarten, dass diese Jagden den Anstoß zu ferneren derartigen Meetings geben werden. — (Eine Stadtmusil in Klagenfurt.) In der letzten Sitzung des Klagenfurter Gemeinderathes lief ein Ansuchen des Musilvereines um Gewährung eines Beitrages zur Gründung und Erhaltung einer größeren Cioillapelle ein. — (Curliste.) In Nbbazia sind in der Zeit vom 17. bis 27. v. M. 252 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. Sonntag den 3. December (Erster Adventsonntag) Hochamt in der Domlirche um 10 Uhr: Choral-Messe; Graduate von A. Foerster; Offertorium von Dr. Franz Witt; nach der Wandlung Lono ^e»u von Eugen Frey. In der Stadtpfarrlirche zu St. Jakob am 3. December Hochamt um 9 Uhr: Uisnu in llonorsm »anotae (iüooilme in I)-äur von Unto», Foerster; Graduate «Ilnivor«», l^ui t? 6x»^««tttiit» von A. Foerster; Offertorium «^ä ru Isvavi» von Dr. Fr Witt. Alles wird nur vocal gesungen. Neueste Nachrichten. Neichsrath. Sitzung des Abgeordnetenhauses. (llriginal'ltlegramm.) Wien, 1. December. Im Einlaufe befindet sich ein Antrag des Schönerianers Kittel, wonach aui-schließlich als Verhandlungssprache des Hauses dlc deutsche zu gelten habe. Weilers sollen nur Inter-pellationen und Anträge in deutscher Sprache ins stenographische Protokoll aufgenommen werden. Diefer Antrag wird genügend unterstützt, desgleichen ein Antrag des Abgeordneten Iaworski auf Vorlage eines Gesetzentwurfes, betreffend die Besteuerung des Termin-Handels auf der Fruchtbörse und betreffend die Reform des Bäckergewerbes. Das Haus setzt sodann die Verhandlung des Dringlichleitsantrages des Abgeordneten Kubil, be> treffend die Verstaatlichung des polnischen Privatgymnasiums in Teschen, fort. Nachdem Generalredner pro Swiezy und eoutru Heger gesprochen hatten, folgten thatsächliche Berichtigungen. Hierauf wird der Dringlichleitsantrag Kubil abgelehnt. Das Haus geht zur Tagesordnung über: Erste Lesung des Budgetprovisormms. Schünererianer Fochler bemerkt, die Haltung seiner Partei gegenüber dem Ministerium habe sich nicht geändert. Die Deutschen versprachen ihren Wählern, de> Regierung gegenüber so lange eine abwartende Haltung einzunehmen, als nicht den Deutschen Garantien für dir ihnen gebürende Stellung eingeräumt sind. Den Deutschen gehe es unter der gegenwärtigen Regierung nicht besser als unter Thun. Redner kritisiert das Vorgehen der Justizbehörden und die Confiscations-praxis, befürwortet die Lostrennung von Galizien, den engeren Anschluss an Deutschland und schließt mit der Erklärung, dass seine Partei nicht in der Lage sei, dem Ministerium das Budget zu bewilligen. Während der Rede FochlerS kommt es zu einem lebhaften Austritte zwischen Fochler und Wolf einerseits und den Christlichsocialen anderseits. Die Debatte wird abgebrochen. Nächste Sitzung Montag. Die Delegationen. (Origlnal'Telegramm.) Wien, 1. December. Se. Majestät der Kaiser hat heute mittags die ungarische und um 1 Uhr die Reichsraths-Delegation empfangen. Die Erwiderung des Kaisers auf die Ansprache der Präsidenten der beiden Delegationen lautete wie folgt: «Mit aufrichtiger Genugthuung nehme Ich dic Versicherungen treuer Ergebenheit, welche Sie Mir durch Ihren Präsidenten ausgesprochen haben, entgegen. Ich gedenke bei diesem Anlasse mit Rührung der zahllosen Kundgebungen unerschütterlicher Anhänglichkeit an Mich nnd Mein Haus, mit welchen alle Volker der Monarchie sich mit Mir in dem tiefen Schmerze über den Hingang der Kaiserin und Königin, Meiner in Gott ruhenden heißgeliebten Gemahlin, vereinten. Die Beziehungen der Monarchie zu den auswärtigen Mächten tragen durchwegs einen unverändert freundlichen Charakter und laffen auch fortab die Zuversicht auf eine ungestörte Fortdauer der friedlichen Lage in Europa gerechtfertigt erscheinen. Die sicherste Gewähr hiefür erblicke Ich nach wie vor in dem ungetrübten Bestände des engen und vertrauensvollen Verhältnisses zu unseren Verbündeten. Als eine weitere Bürgschaft des Friedens darf das harmonifche Zusammenwirken aller civilisierten Staaten auf der dies» jährigen Haager Eonferenz betrachtet werden, welche, der hochherzigen Initiative Seiner Majestät des Kaisers von RuMano entsprungen, dem allgemeinen Friedensbedürfnisse der Welt neue und verstärkte Hoffnungen zugeführt hat. Mit Befriedigung kann Ich darauf hinweisen, dass die Pflege durchaus loyaler und freundlicher Beziehungen zum russischen Reiche im Sinne eines einvernehmlichen Vorgehens gegenüber den auf der Ballanhalbinsel auftauchenden Fragen fortfährt, er« freuliche Erfolge zu zeitigen. Den in Südafrika eingetretenen lriegerifchen Complicationen gegenüber sind wir zur Beobachtung stricter Neutralität entschlossen und können nur wün-schen. dass dieser Conflict einer baldigen Beendigung entgegengehe. Einem unabweislichen Gebote der Billigkeit entsprechend, sind in den Ihnen zur verfassungsmäßigen Behandlung zugehenden Vorlagen die Erfordernisse für die Regulierung der Bezüge der Gagisten Mines Heeres und Meiner Kriegsmarine sowie der gemein samen Beamten und Diener aufgenommen. Die M' forderungen Meiner Kriegsmarine beschränken sich aus die dringendsten und nothwendigsten Vorsorgen. Die Verhältnisse in Bosnien und der Hercegovina befinden sich wie bisher in normaler Elitwickelung, und werden auch im Jahre 1900 die Erfordernisse der Verwaltung diefer Länder in den eigenen ElN-nahmen derselben ihre volle Deckung finden. Indem Ich auf die bewährte Einsicht und den patriotischen Eifer, mit welchen Sie an die Erfüllung Ihrer Aufgabe herantreten werden, vertrauensvoll rechne, heiße Ich Sie herzlich willkommen». Wien, I.December. Die Ansprache des P"' sidenten der Delegation des Reichsrathes, Grafen Vetter, besagt: Die Delegation erscheine hochbeglückt vor den Stufen des Thrones, um dem allgeliebtcn Kaiser ihre ehrfurchtsvollste Huldigung darzubringen und die Vel-sicherung der unerschütterlichsten Treue und Ergebenheit zu erneuern. Die Delegation werde die ihr zU" gegangenen Vorlagen im vollen Bewusstsein der aus ihr lastenden Verantwortlichkeit, sowohl den Steuer trägern als aus dem Staate gegenüber, in Verhandlung ziehen und der Regierung die Mittel zur Verfügung stellen, welche die Oroßmachtstellulig des Reiches, dtt Wahrung des Anfehens der Monarchie nach anßen und deren intacte Verthcidigungsfähigkeit unbedingt erfordern. Liegt doch in der Macht des Reiches und der Kraft der Monarchie der allersicherste Schutz f^ die geistigen und materiellen Interessen der Bevölkerung Wie alle Herzen der Unterthanen der geheiligten Person des in ganz Europa als Hort des Rechtes und des Friedens allverehrten Monarchen freudig ent/ gegenschlagcn, theilen sie auch jedes Weh. mit dem all' geliebten Kaiser und Herrn, und so hat der erschütternde Schlag, der den Kaiser im vorigen Jahre durch ^ Tod der allgeliebten Kaiserin getroffen hat, auch alle Völker dieses weiten Reiches mit getroffen. Mit delN Ausdrucke des Schmerzes der Delegation und heißen Segenswünschen für die Gesundheit und das Älil6 des Kaifers fchloss die mit begeisterten Hochrufen aufgenommene Ansprache. Wien, 1. December. Der Empfang der beide» Delegationen durch Seine Majestät den Kaiser fand in der üblichen feierlichen Weise statt. Der Empfang der österreichischen Delegation dauerte 40 Minuten üie Thronrede wurde vielfach mit Beifall aufgenommen, namentlich die Stelle, dass der Friede gesichert et> scheine. Am Schlüsse ertönte neuerlicher lebhafter V^ fall. Der Kaiser hielt hierauf Cercle, wobei er sammt' liche Delegierte ansprach. Die ungarische Delegation nahm die Thronrede mit stürmischen Eljenrufen aus Hierauf stellte Ministerpräsident von Szell die Del> gationsmitglieoer dem Kaiser vor, welcher zahlreicht mit Ansprachen beehrte. » Wien, 1. December. Die Ansprache des Praß' oenten der ungarischen Delegation Grafen Szapary beim Empfange durch den Kaifer gedenkt in ties empfundenen Worten des Hinscheidens der Königs und drückt die Huldigung für den König als den sichersten Hüter der constitutionellen Rechte und den Beschützer der geistigen und materiellen Entwickelung ocs Reiches aus und besagt, die Delegation werde ^ Feststellung der im Interesse der Monarchie und gleich' zeitig Ungarns nothwendigen Mittel unter Berückst tigung der überall wahrnehmbaren ungünstigen wirl" jchaftlichen Verhältnisse umso leichter ihre Pflicht e^ füllen, als die große Mehrheit beider Häufer de» Reichstages der Regierung Vertrauen entgegenbringt Die Delegation hofft wie in früheren Iahcen die M' nchigung zu gewinnen, dafs wir auf Grund des berei" jeit zwei Jahrzehnten bestehenden, unseren Interesse entsprechenden Dreibundes, sowie auch der mit deN anderen Mächten bestehenden guten Beziehungen» eine Störung des Friedens nicht befürchten müsse" und unter dem Schutze der gesicherten a^ wä'rtigen Verhältnisse die zur Eonsolldierung beidel Staaten und zur Sicherung der Monarchie noth' wendigen Maßnahmen treffen können. Das sicherst/ Mittel der Kraftentfaltung besteht darin, dass wir '" jeder Hinsicht consolidierte Verhältnisse haben und dajs diejenigen, welche zur gemeinsamen Vertheidigung ^ rufen sind, sich gegenseitig Vertrauen entgegenbringt und jene Eintracht aufrechtzuerhalten bestrebt se^ welche ihre eigenen Interessen erfordern. Die n" Segenswünschen für den Monarchen schließende Thr^ rede wurde mit begeisterten Eljenrufen aufgenomw^' Der Krieg in Südafrika. (Original-Telegramme.) Berlin, 1. December. Die «Deutfche Zeitung' meldet aus London: General Methuen liege action? unfähig am Modoerflufse eingekeilt. General Meth^ brauche Cavallerie und reitende Artillerie zur Ä"? rechterhaltung der Verbindungslinie sowie Brückt ^Laibacher Zeitung Nr. 277.________________________________________2201_________________________________________________2. December 1999. material zum Uebelschreiten des Moddersiusses. Das «Nkgsamt bestreitet die Meldung, dass Delarcy die ^'senbahnlinie zwischen dem Modder- und Oranje« wusse besetzt und General Methuen abgeschnitten habe. Ziehungen. (vrlglnal'Teltgramm.) ^ Wien, 1. December. Ziehung der 1864er Staatslose: 150.000 fl. gewinnt Serie 3492 Nr. 65 20000 . . . 2748 » 15 10 000 . . . 193 . 68 5.000 . . . 1207 » 12 . 1348 » 64 2.000 . . . 1103 . 6 1244 » 100 1.000 . . . 1256 . 48 . 2273 . 21 . . 3492 . 56 . Wien, 2. December. (Orig.-Tel. — «Wiener-Mtung».) Der Iustizminister hat den Gerichtsadjuncten ^ Anton Nogina in Rudolfswert zum Bezirks, ^er inKronau ernannt. Neuigkeiten vom Küchermarkte. ,. Kürschners Jahrbuch 19N0 flir Oesterreich» "Nstarn, Kalender. Merk» und Nachschlagebuch für jedermann, ^'s I si. (Usllin-Nicn, Heinr.Hilla.ers Verlag), ist geradezu "N Unicum, ein Conversations. Lexilon mit Kalendanum, au» 3'ni man wirklich fast alles erfahren lann. Diese «Welt in einer be für 18(X) eben im Verlage von G. Freytag 5 Beredt. '"' ^'l.. zum Preise von 1 fl. erschienen ist. li^ ^^!s< Scheu u. Krupsly, Sammlung von civilrecht» u°>cn Entscheidungen bcs l. l. obcrstrn GerichtehofeS. 33. Band. ri<^ - "^ 9"l)nc u, Zwi erzina, Leitfaden für den Unter-^ m der Gabelebergr»'schen Stenographie, geb., 90 lr. — ^,l"n et Schamancl. Paris, fl. 1 20. — Horväth. Die Wlldetü Fran. f,eb.. fl. 1 80. — Müller u. Kemmler. ^">crsllln»,l!lng für iistcrr. Volksschulen. 1. Bändchen, 1b lr. — ^leUner, Auf einfamer Höh! fl. 1 2U. - Pöhl. Mit-^rr, 90 lr. — Tann.Vcra.ler, PomeiSl u. Comp., 90 tr. ,' 'Aschen Sprache, fl. 1. — Spitzer. Exvort-Aftrefsbuch für ^" vrirnt. Russland und den Kaukasus 1899/1900, fl. 8. -"°b. Pas Mädchen in Haus und Welt. fl. 1 80. — Hick» tä»l.""' Taschenatias von Oesterreich.Ungarn, fl, 2 50. — Vor» l>n«3.'" I»- u- Kleinmayr H Fed. Bambergs Buch« ^blung in Laibach,______________________________ Angelommene fremde. Holt» Stadt Men. «l^. 3" 36- November. Tespieus, Private; Pfenghanfel, ^'^. Trieft. — Nlatnil. Väclermcistcr. Villach. — Münch, """der. Esslingen. - Fr,h. Kfm., Brod. - Schmidt. In-^""ur; Sch^^ Gutsbesitzer. Graz. - Kassovitz. Ksm.. Karlsbad. - N» l°^l, ltfm.. Nürnberg. — Neumann. Kfm.. Budapest, l l m b' l. u. l. Hauptmann, s. Frau, Pressburg. — Gruntar, ^..5°'"^-3rau. iN.ifnitz. — Kogler, Beamter, Villach. — ^"Vfer, Kfm., Innebruck. — Erzar, Pfarrer. Selzach. — N"^' l. l, Hoflieferant: Schlang.r. Velß. Großer. Weig, ^'/cy, Utul'in. Wlckher. Sinner. Haass. Bubau. Kraumann, Kflle.; ^NllUt, Kunle. Miller. Pisl. Hrudy. Fantl, Reisende. Wien, «ev! ' ^"' ^^ Petersburg (Böhmen). — Joris, Prival. Verstorbene. 1,, Am 29, November. UnM Gorjanc, Echlosserstochter, w/',,^ ' Rndrtzlnstrahe 1, Tu^erculose. — August Ludwig Z"Nl>er. Hausbesi^er und Seifenfabrilant, 73 I.. Polanastrahe 1b, ly'rn/» -"t.. Radchtystrahe 1. Lroncmti» c«lp>ll»ri8. — Marianna ^'liina. Aideilerin, 64 I., Karolinengrunb 1, Herzfehler, Im «ivilspitale. <.,,,,^m 30. November. Martin Gustin, Schuhmacher-^ng, iß I.^ Tuberculofe. ________________ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^___ Eeehühe :^0«-2lu. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ß KZ IZ^ lß! ««ficht ?sß 1. 2^^ ?40 6 ^5^_^Nb^ 740 0 -0 6 windstill______heiter_______ ^ l? U. Mg.^ Tg? - 0, _4 - h , NO. mähig j Nebel > 0 3 Mal -^^ ^agesmittel der gestrigen Temperatur -02', Nor- ^ Verantwortllck« Redacteur: Nnton Funtel^______ 5,„ ^ine neue «cftauration wurde heute früh in der veriengassc Nr. 3 im Gerliczy'schrn Hause eröffnet, «m Abend "ncerlirrt um 8 Ul,r ans Grfälligleit die Musillapelle des "wacher Rndsahrer-Vercines .Ilirija». Die Locale sind neu ^'grnchlet und imt bcn modernen Anforderungen ausgestattet. (46GU) Das Deue und Eigenartige der Erfindung des «lio8mii,» besteht darin, dass es baS erste Mund« und gahnwasser ist, welches bei absoluter Unschadlichleit für die Zähne durch seine desinfieierende Kraft die Ursachen des Hohlwerdrns der Zähne und fchlcchten Mundgeruchs beseiliqt; während die bisher bekannten Mund« und Zahnwässer entweder durch starke Ejsenzen den üblen Geruch schlecht gepflegter, cariöser Zähne übertäubten, also nur eine scheinbare Wirkung hatten (wie die lldiglich aromatischen französischen) oder (wie die salicyl» haltigen) zwar axtiseptisch wirkten. gleichzeitig aber die Zähne selbst angriffen und auf die Dauer vollkommen zerstörten. Daher übertrifft «llosmin» in Wirkung alle anderen Mund» und Iahnwässer. Flasche fl. >'—, lange ausielchenb, erhältlich in Npothelen. besseren Dro> gucils» u, Parsiimriicn, VeneralRepräsrntanz: l), Z^nvnn. Wien IX, Müllucr» gasse 3. (444U) llmekll« pmjilllln ljllllljznzlle Min v l.ju!l!lzni Lll»n«u»w»!8 sis» Novembos l699: (43öi) H.otiv»: 0a58»b^r»c:katt......... ll. 10,620 0b ^nßeleßts Ueber8cllii»8e....... » 204 220 99 v»rlet,sn.............. » 802,591 — Nüc!ll7.uer»t»U«näe ^u»ßllben..... » 128 7 l Inventllr.............. » 532-16 küelcsläuäiss 2in»«n vom 3l. Veo. 189« » 8.0b? - 81 r»»»iv»: ^ntkeile........... » 11b42 — Nezervefonä............ , 20 694 70 Lpllreinlllzen............ » 962,159 30 Vor«lU8ß<»-:»s!lte Än3en vom31.ve<:. 1896 » 3.338 57 ^u82U2»llIenä« vivläenäen...... » 30 — Veraltete 5umm«...... , 1.026.159 72 6eI6um8et2.......... » 3.773.525 92 In dem seit dem Jahre 1870, Wien l., Kohlmarkt 8 (früher Graben , bestehenden photogr.Kunftverlage für Net.-Modell» Sindien sind reizendc Neuheiten erschienen, wovon besonders die Aufnahmen süditalienischer Mobelle bei Künstlern Nnerlen-nung finden. (2441») Das großartigste Keft, an dem sich seit jeher jung und alt, arm und reich activ betheiligt, dürfte im heurigen Jahre, begünstigt durch ganz besondere Verhältnisse, alle seine Vorgänger noch weit übertreffen. Der Palentsilber«Preis ist bereits auf ein so niedriges Niveau gesunken, dass es den weitesten Kreisen der Bevölkerung möglich ist, als ein wirklich passendes Weihnacht« gefchenl die efflctvnllen, in Cartons zusammengestellten Ejsbeslecl Garnituren, bestehend aus 44 Stück, aus ameril. Patentsilber von dem belanntsn Exporthause für amerik. Patentsilber'Waren A. Hirschberg. Wien II., Nembrandtstraße 19. zu wählen. Wir verweisen auf das Inserat in der heutigen Nummer, in welchem der Leser nähere Aufklärung findet. (4122») Was darf zur Winterszeit im ttüchenjchranl nickt fehlen? Die Antwort lautet: Ein T0pfchen Liebia« Fleisch-Extract. Nicht nur. dass derselbe die Suppen verbessert, einen klüftigen Zusah zu Gemüsen und Salaten bildet, zu flau gera» lhene Speisen belebt und ihre Verdaulichkeit und Vekömmlichleit fördert, fondern er gewährt auch der Hausfrau die Möglichkeit, sofort mit Hilfe von siedendem Wasser, etwas Salz und Butter eine kräftige, wohlschmectcnde Tnssenbouillon herzustellen, die während der kommenden lallen Tage zu einer Wohlthat wird. (l0«i») Sargs Kalodont, dessen Einführung bahnbrechend war für eine immer allqemcimre und als für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit NDthwenbig erkannte sorgfältigere Pflegr der Zähne und Reinhaltung des Mundes, hat zugleich eine größere Zahl Nachahmungen hervorgerufen, die jedoch in Bezug auf die unübeitroffenen Eigenschaften desselben den Vergleich nicht aushalten können. Die glückliche Vereinigung einer ai,-genehmen und gründlichen Zahnpflege mit der zugleich wohl-thätigen Erfrischung des Mundes, w!'lch> durch Nnwendung von «alodont in einfachster und bequemster Wcise erhielt wild, hat diesem Zahnpuhmiltel seit seiner Einführung (1«87) den Vor,ang vor allen ähnlichen Produclen gesichert und erhalten, wie dies zahlreiche Anerkennungen aus allen Kreisen und erste Nuszeich-nungen auf allen größeren Ausstellungen erweisen. Da Kalodol't gleichzeitig das billigste dieser Mittel ist und infolge seiner pral' tischen Verpackung in Tuben stets aromatisch erfrischend bleibt, erllclrt sich auch aus diesem Grunde seine allgemeine, stetig slei» gende Verbreitung und Verwendung. (4b3U») DaS befte Weihnachtsgefchenl sür Kinder. Einen acrabezu riesenhaften Erfolg hat in dem letzten Jahrzehnt ein Spiel« und Brschäftigungsmittel für Kinder erzielt, baS in feiner äußern Form wenig anspruchsvoll auftritt, dem aber so reiche Vorzüge gegenüber jedem anderen Kindcrspielzeug innewohnen. dass ihm thatsächlich ein hoher bleibender Wert beizumessen ist. Wir meinen die Änler.Steinbaulasten der Firma F. Ad, Richter H. Cie.. Wien. In unserer Zeit des Fortschrittes aus jedem Gebiete der Technik ift es wirklich von Wert, wenn schon im Kinde der Sinn für die Form und das Formschöne geweckt wird. und dass dies durch lein anbrres Veschäftigungsmittel in ähnlich volllom« mener Weife erreicht werden lann. beweist ein Blick auf die formvollendeten Vorlagen, die, mit dem Leichten beginnend, all» mählich zum Schwierigen fortschreiten. Die Steine selbst sind auf das sauberste gearbeitet und ermöglichen dem Kinde das leichte und sichere Ausstellen. Ein nicht zu unterschätzender Vortheil der Kasten ist ferner deren Unverwüstlichleit, da etwa verloren gegan» gene Steine jederzeit ersetzt und die Kasten selbst durch Hinzulauf von Ergänzungslaftcn planmäßig vergrößert werden können. VERSICHERUNG .„M VERLOSUNGSVERLUST. p^- Unser Prämientarif pro 1900 "^ für die Versicherung gegen Verlosungsverluste ist soeben erschienen und wird über Verlangen überallhin gratis und franco versendet. (4669) Wechselstuben- MEDPIIP" Wien Actien-Gesellschaft „WltnUün i., woiizeiic io. Aandestyeater irp Faivach. 37. Vorstellung. Ungerade, Konntag den 3. December Novität! Novität! Dle Löwenbraut. Schwank in drei Acten von Gebh. Schätzler.Perasini. Anfang halb 8 Uhr. Ende gegen 10 Ubr. Iur Nebernahme der Van» nnd Möbel« Nnftreicherarbeiten in der Stadt und auf dem Lande empfehlen sich auf das angelegentlichste Nrüder Eberl, Laibach, KranciScanergasse. Billigste Preise, Leistungs. fähissleit außer Concurrenz, Große Mnftercollection zur gefälligen «nficht. 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Richter H Lie., Erste österreichisch »ungarische l. u. l. priv, S^inbaiikasten-Aaliril. Comptolr und Niederlage: I.. Operngaffe I<>, Wien. Fabril: XIII/, sHietzing), «nd,lft«b», Nürnberg, vlten (Gchwsiz,. «Vtterbam, ««»»Vlirl. »1b Pearl^ Stieet. Daulsagung. > Allen werten Freunden und Bekannten, die mir W bei dem Hinscheiden meines innigstgeliebten Bruders, W Herrn > August Ludwig Winkler « Kaufmannes und Hausbesitzers in Laibach W ihre Theilnahme in so liebevoller Weise bezeugten, D sowie jenen, welche dem theuren Verewigten das Ge« W leite zu seiner letzten Ruhestätte gegeben haben, D insbesondere der löbl. sreiwilligen Feuerwehr und W l den Spendern der vielen schöneil Kränze spreche ich > in meinem und im Namen der übrigen Verwandten D den herzlichsten Dank aus. D Laibach am 1. December 1899. W Marie Praprotnil geb Winller. » Laibacker Zeitunst Nr. 2??. 2202 2. December MW if Verdauungsstörungen, f | Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbren- "S s. nen etc. sowie die 1L Katarrhe der Luftwege, ,TJ Verschleimung, Husten, Heiserkeit sind diejenigen |1 (III.) Krankheiten, in welchen (258) 5 I M p WB , ¦lkallt.oiier E § nacli den Aussprüchen medicinischer Autoritäten L Š mit besonderem Erfolg angewendet wird. h\ Laibach zu beziehen durch alle Apotheken, grössere Spczerei-, Wein-und Üelicttteaaen-Handlungcn etc. Heller'sche Spielwerke. Anerkannt die vollkommensten der Welt, sind stets eines der passendsten u»d beliebtesten Feststeschenle. Es wird mit denselben die Musik in die ganze Welt getragen, auf dass sie überall die Freude der Glücklichen erhöhe, die Unglück-lichen tröste nnd allen Fernweilenden durch ihre 'M'lodien Grüße aus der Heimat sende. In Hotelö, Mrstanrationeu u. s w ersahen sie ein Orchester und erweisen sich als bestes Zugmitlcl, besonders die automatlschen Werte, die beim Einwerfen eines Geldstückes spielen, wodurch die Ausgabe in kurzer Zeit gedeckt wirb. Die Repertoires sind mit großem Verständnis zusammen« gestellt und enthalten die beliebteste» Melodien auf dem Olbiele der Opern», Operetten» und ianzmusik, der Lieder und Choräle. Der Fabrikant wurde auf allen Aufstellung»n mit erste»» Preisen ausgezeichnet, ist Lieferant aller europäischen Höfe und gehen ihm jährlich lausende von Anerkennungsschreiben zu. Als willkommene Uebcrraschung bietet tue F>,brlt ihren Abnehmern für bevorstehende Weihnachten eine bcocntenoc Preioermähigung, so dass sich nun jedermann in den Vesih eines echt HeUer'schen Wertes setzen tanu. Man wende sich direct «ach Nern, selbst bei klein, >i Aufträgen, da die Fabiik leine Niederlagen hat. Reparaturen, auch solche von fremden Werken, werden aufs brstc besorgt. 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Iinner-Iuli 9<— SS«<> .. ., ., «prll.Octodtl »9- «»», l»54er 4»/, 8taat«io> «« »5 l8«>4« Otaatllose . . l<» st. .».------ bl«, ,. . . üo st. >. — ->- »»/, Do»..Pfteri, »olbiente. steuertet ,l« »0 ll« «»^ ^>/> dlo, Ren« in »ronenwähl., steuerfrei <üinl. 994» 9« Nl, dlo, dt«, per Ultimo . . 994»» 99«» »>/,»/„ öfteri, In«ltition».«,nte für »00 Kronen slo». . . ,«90 87 i< «lsnlbahn«tall««schnl««» schreibungen. «lilabethbahn ln «., steuerfrei (bio, st), für ll» st. », 4»/, ,il> 55 "s >' Frailz - Iosel. ««hn w Vllber (bio Vt,) f. llXi st, Nom, o>/,»/, l«, ?b l» « >tudol!«bah!l 4«/, ill llc«neilw. steuerf. (bin. Kt.). für «X» «r, Vt,m.........9? 60 5ü «r. f. ««>«,. «»»..... 97 50 »«»> g» «tt»»t«schuldverschre<»u». ge» «bgrfttlnp. Vud»«i« «00 st. «. V. b»/.°/,........«z —«?. bt».Oalzb..lil. «00fl.».«.»°/, «z «;-- ««lb «or, V«» «t»»te zur g«hl»»g U»«rno»mtNt «ifenb. Prior.» Obligation«»« «l u. 30«) V» 4«/„ ab ll)"/„ !t. Et. ... ll2«b »ll«?s «lllabetdbahn. 4»?«<> ll5-- Franz I°!e<°Ä,. »m. l«»4. 4»,, 98 - 92 ^ Gaüzüche Nar!»Ludmiz»Nahn, dioerit Llülle 4°/, . . . , 9? «" «d 40 Vorarlb«r«er Bahn, E«. >N84, 4"/.(dw.Ot.)G.,<. l«« fl. «. 9»" 98 7' Un«, «oldrente 4»/, per Tasse »«,!>' >>« «' »l». dto p 95 4^ 4°/„ dto bt», per Ultimo . . »z>«f> 95 4 »to St.« «l,«uld,(x» bl». dto, silver luo fl., 4'/,"/« «9 »0 ltitt », »t». btaalsoblig, (Una. vstb.) ». I. l»7«, 5«/„..... N l<>" ü> t<,ti».Rea,.L°lt 4°/, lUO ft. . l3? »« l« - Glundtllll.«lybligllliontn «ür ,va »l. «M.). 4»/„ ungarische (loo fl. ». W.) . 94 lo 9z - 4»/, lroalijche und slavonisch« . — - >»- Ander« össentl. Anllhen. Donau>«ea,'Lofe 5»/, . . . . <»9'b" lg!» l.« dto. .«nleihe l»7« . . l0? — l0? ü<> Nnlehril o«r Stadt Vor» . . —'— -^'^ «nleden d. Otndigemeinb« Wien l0»'»<1 l»<4 »«, Nnlehen b. ktadlg.'meinbt Nien (Oilber oder Gold) . . . . l«li — llü — Prü«ien-Nnl, d. Ltabtgm. Wien ,91'Ls> iux ^N V0rseb«U'«nIehtn. ver!o«b. 5°/, 9»>8«'0^'." ^/, »»l«« 2anb««<«llllthnl . — — 95'Si «elt, ««e Psllndblltft (für iuc ,l.), Vodcr. all» «st, ln»«I verl.4»/, «« _ ,7.. dto. PiüM'Schldv, 3"/n. l 9^ dto, dto, 3"/«, Il(tm. il?^ ,,5. N österr, Lande« Hup, A.isl, 4°/<> 98- 99 ^ Oett.'ung, wanl oerl. ^"/, . . 9» 0.> >n,> n^ blo. blo. üoiälü „ 4"/, . . U»o5,«X>U" Gpa«»fle,1.«ft.. 3UI. n'/,«/»»l. 99 3' ,0» z PrlorllätS'VllllgnNan«» (fill lun fl,). F«d«nanb«-N°?dli>ihn «l<> — Oüdbah» Ä"/„ ll ssrc«, üOl> p Hl 1«» 75, ,<>» j>< dlo. b"/,, ll^tti fl, p, luo ll ,^8-- «i» Ung'naliz, Vat,» ... «0» 4»'OS », 4«/, Unterlramei Bahnen . »9 «) w<) z«,»K'Ul Vanlverein, Wiener, 1'X! fl. , «75 - »?« - V«dcr..«nsi..Oesl,.^>»sI 2,40«/, 4bl 4b4-«rdt,'«nst, s, Hand u,«, N.o si —- - — - bto. dto, ptl Ultimo Tepldr 378bN8'9. lred!tl,a»l. NUg ung,,! N. . 37<» !>!> »s,»-- Devosilenbanl, Äll«,, ^lXi fl üW ,!il'— ««ompte Wes.. Ädrüs«,, «X) N ??« - ?»?- iru°u,u.,U!<'»er, Ä»,f! z,''li'— «5?--Ht»^»«^«..^^^»«^«^/»'^ N9 5l, nn- Länderbaiil, Oesl,, 2»o fl. . . »8^»' - «»"> K0 Oeslerl.un,«. Vanl, Uo - ANien «l>n transport» Anlllnelimungen (per Stück), «u!N«.Tet>I, «^3 i«1« Voh», !Knrl>bal,„ !>><» fl, . , ^»3 <^>1 «84 t>,, Uülchliehralxr , 5<»<> fl CVl '«<5 >«'» dl«, Kti> (!«'«.. D«»«u > Damvllchislahrt« Oes Oetterr,. b'X, fl «sl S »74-— l!76 -> sscldnxnid« Nurdo, l «>5b Llmb, llzer!!ow,>IasIyOrilrud,' «,!tll!chas! Ä'«> fl, 2. , , «8'»0»l!2 — Llond. llcfl,. trie«, ÜW flUVl 4,8'- 4?» » Otflerr. viordiuc-slb !iu<» fl, « l,8i>- «3»-t,» bt». dto, süt, l!> Ä»» fl, H li,',« — ^,,>) ^ Pran'L»x<>r Ei!,»b, «50 fl. O. »3 9<»>> «?!aat«,i!e»l,at»n !l, ß, ... ?<»'5<» ?!'- Oüdnordd «erb,-«, 20N ll, ilM lit» - i9« - Iramwa» Ksl,Wr , !7>i fl. , , —'— —>-. Iramwal, (»ej., ^rüe Wr,, Prl». rilai« Aciie» ,»<» fl, . , , l!4'— ll5— lln« «aliz Ei!e»b Ä»"l« - «ll 7: Uug WestbXÄaab »iaz)2<»»s! K „» — Ll,-. Wiener Aocalbahnen» Nct.'GH. - >-------- InduNrle'Hllien (per Nlück). Va„aef., Nll„. «ft.. XX) fl. . . l.'»» - l».»-« «a^icr — Ei!s»bal,!,w,.Leis,ff,, Vrsle, «o fl 17^- «/«- . „Eloemülil", Paplerf. u. «. « ,5 .. n« .- Liesinger Äralirrei l«0 fl. , , ,7« . »74 — Aionlan AejeMch,, Oest. '»Iplns ^74 7., z^t» 9i> Präger Eile» ^!,d, «es. 2N<> sl ,l!<,3 ,«8? Galgo-Iari, Hieinloblen ^» <> z,z — »<» »« „Ochlbalmül,!", Paw«1,!««»fl ,4>i—<4»i. „b»<5»l».",»api«f. »,«,.« «? 5(> «9. TrOaÜer Koloelfw («es. 70 sl »0l»b(> >"<>'" W^,nf,<« .i>st,in Wien,loofl ,«7- l«i" W»n«on.L«!ha!!ll.. «llll,.. lnPest. «r «ausseselNchaft lW fl. ' ^» ^, :«4'l!l» tUlenslberuer Mgel^lcticn He» 5^9- i"«^ Diverse Los» (per Vtüll), Nnbapefl Vasiüca (Dumbau) , g^n ?'" «lredülose u»!» sl...... »,i,l,0 »>'»'<" «»^ 4" .,Loi!ll».Lamvf!ch. lWslCM ,5,;. - 1««" c)s<>!,sr i!ule 40 fl..... «».^ ««»i ^",ffu.Lo!f 4<» f>, LM, . . , 5,.. «i— k»!!,s!, kreuz. Oest M'I,v., lOfl <^,, ,0'" ,'«l>!!>s» Nrf»z, Um, «^._ z«- Ta,m «ols 4« Mriwi«.i,'o!e 4« !l l!„!!,«°l, üU sl EM, . , °«^ «z^ Kswinsüch d, «"/„ Vr, Schxlbv d Vobencr»d!!a!>!!a!!, l, »zz K^ dlo, bto, II. «tm l«»»» . . ,^.„ ,«— Lalbachtl lios«...... ,^._ ««- Devisen. Amsterdam....... ,«, N7 <«»'? Ds»„che Pliltze...... z, <« »» <>» t'l»,l>°N........ ,X,?b '«O'^ Pari« ........ ,???. — "" ynluten. Ducaten........ z «9. °'^ ^'.stranc«'V«O'^ Deiüsche N!'icl,<,banfl!ottn . . z9'O5 ös>>" )>alie»!!ch, Ba»l!,oten . . ^5«» ib^ «»eiel'Nubtl . . . ^ . . ix?,,' ''^" A ^^^»J.J.J.^.x.J.^J».>^^-f||>h>J.»flftf»^. .vfh....1f....^.y..At^f^..^^^>n<-li, Si>lt»iU-jisse. Veržlainni rin B«r-Elil»a»i im CinU-Ctrrwf- wtt t«f Bi>i»rt». ^