jlaitmchelOMtung. str 283. Vrän»mll»tton«pl«l»: Im 5, bnlbj. ft. 7.5U Montttg, 9. Dezember V»l«rtl«n«,«b">er Bankverein" mit dem Sitze in Troppau ertheilt und deren Statuten genehmigt. Der Minister deS Innern hat auf Grund der "Haltern Alle, höchsten Ermächtigung und im Einoer. Nehmen mit den belheiligten anderen l. l. Ministerien ^n Hcrren Iosepl, Freiherrn v. Kalchberg. Robert "rippner, lö. Tichy und Dr. I. Winiwarter °'e Bewilligung zur Errichtung einer Aktiengesellschaft uotcr der Firma „Wiener allgemeine Spar« undCscompte-^"stall" mit dem Sitze in Wcen ertheilt und deren Sla. luttn genehmigt. ________ Der Iustizminister hat den VezirkSrichter in Gottschee Gottfried Grüner und den StaatSanwallSsubstituten °ki dem LandcSgerichle in Laibach Dr. Victor Leit-3"ler zu LandeogerichtSrälhen bei dem KrciSgerichte in "ludolfswerlh ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der Herr Nckerbauminister hat, die Gewinnung Achtbarer statistischer Operate aus dem WirlungSlreise bes Ackerbaumlnistrriums als eine unerläßliche Aufgabe pennend, um sowohl dcm Ministerium selbst wie auch den betreffenden Fachkreisen die Anhaltepunkte zur ge-Nauen Ell'sicht in den Stand und di« GedUrfnissc der einschlägigen Productionszweige zu «ewähren, statistische Ert,eb„naen und Z!isl,mmc»stel!ui,arn analordnet. Es wird bei der Durchführung dieser Arbeiten im Auge zu tshal. ten sein. daß zwei oder mehrere in ihren Agenden niichst-v.'rwandte Departements des Ackerbauministeriums ihre Slatistlt gemeinsam bearbeiten. Vom Tage. Ueber die Modalität des Wahlreform entwürfe S will der prager Correspondent der „N. fr. Pr." erfahren haben, daß die Zahl der ReichSrathSabae-vrdneten für Böhmen von 54 auf 90 oermebrt 'b'rd. und zwar sollen 22 (bisher 15) auf den Groß. gluudbesih und 68 (bisher 39) auf die Städte und Landgemeinden entfallen. „Das Neue Fremdeublatt" be< ^ult zu dieser Mittheilung solgendes: Wenn man unter °tr Voiaussstzung, daß die Vermchruna in allen ändern ^ yleichlr Wclse geschieht, von diesen Mittheilungen aus ^" aanzen Nefcrmentwusf schließt, so würde die Zahl °" Ahgeordueten deS ReichSralhes um 66'/, Perzent, ^ ^/, der bisherigen Anzahl vermehrt werden; an ^eser Üermchrung würden der Großgrundbesitz mit 46'/, vcrzent und oie Stadt- und Landgemeinden mit unge» '"^r 75 Perzent participieren. Das Abaeordnetcnhaus ^s ReichsratheS würde dann im ganzen 338 Mitglieder «Wen. Ob sich diese Details bestätigen ode, ob sich !°ch hie und da einer Modification bedürfen, in jedem Alle gcht daraus hervor, daß der Ministcrrath vom ^> November die Nahlrcform zur Entscheidung «cbracht ""l> dak die Chancen der letzteren, so weit eö sich um "e Beeinflussung von oben Handell, ganz günstige sind." 1 . Die öffentlichen Glätter constatieren, daß die Ma-!°l'tiU des du! mat i nis chen Landtages der Versus-^"U aeaenübcr sich nicht feindlich verhalten. Der „Na-<>^^le". cin Oraan der Slavtn. äußert sich unterm "' v. M.. wie folat: ^ „Die Slaven DalmatienS sind noch weniger als stck^ ^" anderen Polt in Cisleithanien in der vage, ti? ^" hohen PoliNt zu widmen; sie verfügen über von" ^" großen Menschenverstand, um nicht zu begreifen. t>tf ^^ bedeutendem Iuteressc für sie es sei. sich mit r roiener Reaierung in leine offene Opposition zu lei/»' ""^ even deswegen, weil sie von einer Idee ae» ^" wtld«,i und cmc Zukunft vor Auqen haben, sind 2 auch übeizruat. daß der aeradeste Weg. um zu ihrrm 3itw ^' ^an«e„. jener der kleinen Politik fei. vor tz^ anderen aber daS von ihnen in so trostlosen ho.,.? , ss" vornefundene Land in moralischer und "'"er Beziehung zu heben. Die praktischen Versuche der zwei letzten Jahre haben sie in dieser Anschauungsweise bestallt, wenn sie je daran gezweifelt hätten, und das ist auch der Grund, warum sie in den Kundgebungen ihre« öffentlichen Lebens nie d?m regelmäßigen Gange der Verfassung Hindernisse in den Weg lebten. Auch in der Zulunft sind sie geneigt, ohne deswegen daS geringste ihrer Rechte aufzugeben, lein Hindernis dem regelmäßigen Gebaren jener Regierung in den Weg zn legen, die ihre nationalen Rechte achten, die Entwicklung ihrer Eprache begünstigen und im Einverständnisse mit ihnen zur sleubelebung des Bandes mitwillen will. Zur Illion >rr Landtage. (5. Dezember.) Niedere st erreich. Der öanbtaq hat den Auf» trag deS VerfassungsausschufscS angenommen. an die Regierung die Aufforderung zu richten, dieselbe möge noch in dieser Session ein Gesetz im ReichSrathe ein» bringen, durch welches der Legalisierungszwang bei Grund-buchsurlundeu beseitigt würde. Oberösterreich. Die Organisierung der Lan» deSämter wurde nach der Vorlage deS Finanzausschusses genehmigt, ebenso der Antrag des Schulausschusses be» treffmd die Organisierung der öandcsackerbauschule an« genommen. In der Äbendsitzung wurde die Feuerpolizei» ordnung in erster und zweiter Lesung angenommen und das Offert einer wiener Firma wegen Pachtung der haller Kuranstalt gegen einen jährlichen Pnchtschilling von 40.000 fl. abgelehnt. Salzburg. Landeshauptmann Graf ttamverg wird Samstag Sr. t. Hoheit dem dort weilenden Erz« herzog Franz Karl anläßlich höchstdessen siebzigsten Ge» burtstaaes die Glückwünsche dcS Landtages überbringen. Das Straßengesetz und daS Gesctz zur Regelung der RechtOverhältmsse der Volksschulen Salzburgs werden in zweittr pesuiiy angenommen und ein neuerliches Ein-schreiten beim Unterrichtsministerium um Wiedcrerrich. tung der Universität in Salzburg beschlossen. Weiter« wurden die Präliminarien erledigt. Böhmen. Der Gesetzentwurf betreffend die «lb-änderung mehrerer Bestimmungen der ^andtaaSwahlold« nung für Böhmen wird nach längerer Debatte mit we» niaen Modificationen in dritter Lesung angenommen. Inbetreff der Abänderung des Bezirksverlretungs-gesetzes beschließt der Landtag, den LandeSauSschuß aufzu» fordern, in eingehender Weise zu erwägen, auf welche Art folchen Uebelstünden abzuhelfen fei, und dcm nächsten Landtage die entsprechenden Anträge zu stellen. — Ge» legentlich eineS Gesuches um Ausscheidung mehrerer Ortschaften aus einem Gerichtsbezirke vlaidiert Abgeordneter Herbst für Vermehrung der bestehenden Gerichtsbezirle. Hierauf folgen PetitionSberichte. Mähren. Der Gesetzentwurf betreffend die Nb-ldsunss unveränderlicher Naturalleistungen an Kirchen, Pfarren und Schulen, dann der Gesetzentwurf über die Einführung eines Schulbeitrages von Verlassenschaften wurden nach langer Berathung in dritter Lesung angenommen. Mehreren Stadtgemeinden wurde eine Sub» vention für ihre Mittelschulen bewilligt. In der Abend» sih»nq wurden der brünner WeltauSstellungsCommission 5000 fl,, dsr olmüher 3000 fl. Subvention und meh» reren Gemeinden Darlehen zu Schulbauzwecken bewilligt. Für van der Straß wurde Abg. Kaiser in den Reichsrath gewühlt. Galizien. Der Landtag beendigte die Spezial.j deliatte über die RechtSoc'Hältnisse der Lehrer und nahm den Entwurf in dritter Lesung an. Dagegen stimmten die Rulhenen und Klericalen. In der Abendsitzung fan. den vier Ersatzwahlen in den ReichSrath statt. Gewählt wurden im engeren Wahlganac der Nesolutionist Smar-zew«ki mit oeringcr Majorität gegen den Föderalisten Czartorysli, dann Czertawsli, Hossard und Fürst Adam Sapicha, Sohn des Landmarschalls. Sleiermarl. Der Antrag des Finanzausschusses, dermalen aus den Neubau einer technischen Hochschule in Oraz nicht einzugehen. wurde angenommen und für Herstellungen und Erweiterungen der chemischen Labo» ratorien im Ioanneum 8000 fl. bewilligt. — Unter« richlsminister Stremayr war in der Sitzung anwesend, Dn Stadtaemeindc Marburg wird die Ausnahme eine« Nnlehens von 800000 fl. bewilligt. Der «ba. Seidel interpelliert den Statthalter über den Umfang der Mit» Wirkung bei der Sleuereirchebung. Körnten. Nach ein.er anderthalbftündiaen Debatte wird der Antrag des Landeeausschusses auf Ab- lehnung deS Ansuchens der Stadlgemeinde von Klagenfurt um Erhöhung der ZinSlreuzer von 2'/, auf 4'/, kr. zurückgewiesen; ebenso alle anderen diesbezüglichen Nn» träge. Hock beantragt, die Regierung um eine Vorlage zu ersuchen, durch welche den Mitgliedern der Gesellschaft Iefu der Aufenthalt in den im Relchsrathe vertretenen Königreichen und Ländern verboten wird. Görz. Der Landtag beschloß heute einstimmig, ein Promemoria au das Minifterralhsprüfidium u« Herstellung der Predilbahn zu richten. Nachklinge Ml Mnisterkrise i» Ungarn füllen täglich die Spalten der öffentlichen «lütter. Der wiener Correspondent beS «P. L." meldet unterm 3. d. folgendes.- »Die wiener Journale lufsln e«, wie schon telegraphisch gemeldet, an sympathischen Kundgebungen für das neue ungarische Cabinet, oder richtiger für den neuen Ministerpräsidenten, nicht fehlen, obgleich einige derselben Ungarn diese süße Frucht in ziemlich bitterer Schale reichen. Diese letztere bildet wohl die Art und Weise, wie hier über den zurückgetretenen Ministerpräsidenten Grafen Lonyay geurlheilt wird und den man in den schwärzesten Farben zu schildern suchte Es zeigt sich hier von neuem, wie bei der hiesigen publicistischen Discussion die Person die Sache verdrängt, und daß man sich hier immer in Extremen zu bewegen liebt. Man scheint sich hier nicht ganz klar geworden zu sein, daß es leinen besonderen politischen Talt verrathe, die Deal-Partei der lebhaftesten Sympathien zu versichern, während man gleichzeitig den bisherigen Träger des Cabinet« förmlich ächtet, zu den politisch Todten wirft, ohne zu bedenken, daß von dem tiefen Schwarz, in welchem man die Thätigkeit des Grafen Lonyay malt, ein dichter Schatten auf die Deal-Partei fallen müsse. Jedoch sollen diese jedem sich aufdrängenden Bemerkungen den Werth der Sympathiekundgebungen für die Deal-Partei nicht abschwächen. Verdienen sie doch um so größere Beachtung, da sie aus voller Seele stammen! Es ist, als würden die einzelnen Organe förmlich aufathmin. seitdem ihnen mil dew Namen Szlavy der drückende »lp eine« allconservative» Cabinets von der Brust genommen »uroe. Zwar schlägt hie und ba mitten in der vollen Befriedigung irgend ein pessimistischer Zweifel durch, allein dem ist keine politische Bedeutung beizulegen, denn die« liegt in dem Wesen unserer Partei und unserer Vlütter. Im feudalen Lager hüllt man sich über die Ereignisse in Pest in tiefes Schwelgen. Wa« sollte auch diese Partei in einem Momente zu sagen wissen, in welchem ihren Gestrebungen ein neuer mächtiger Riegel vorgeschoben wird und sie eine ihrer Erwartungen nach der andern zu Grabe tragen muß! Der „Pester Lloyd" bringt an leitender Stelle einen der Action der Dealpsrtei gewidmete« Artikel, de» wir nachstehende Schlußsätze entnehmen: „Die Dcafparlei steht heute so einig, so kräftig und vertrauensvoll da, wie seit lange nicht. E« liegt in der Hand de« neuen Ministeriums, diese günstige Stimmung zu einer dauernden zu machen. Die Ansprüche der Partei gehen ge-wiß nicht über daS Maß deS Billigen hinaus; sie wird das Unmöglich« nicht verlangrn und auch daS Mög. licht nur in der entsprechenden Zeit; aber vor allem wird sie darüber beruhigt sein wollen und müssen, bah der Regierung wirklich ein klarer einheitlicher Gedanke als Leitstern vorschwebt, daß dieselbe weiß. was sie will, und daß sie ihre Absichten nicht nur fortwährend mit mehr oder minder wohlgesehten Worten ocmonstrirt, sondern daß sie lcil'en Tag. leine Stunde vergehen läßt, ohne ihrem Ziele, sei es auch nur um eine Linie, näher gerückt zu sein. Die einzelnen Kräfte der Regierung sind uns bekannt, und baß eS barunter auch sehr bedeutende gibt, lann nicht in Abrede gestellt werden; m0ge eS Herrn v. Szlavy gelingen, sie zu einträchtigem, er- sprießlichem Wirlen zusammenzufassen.....Nur daß ihm und seinem tüchtigen, thrlichen Streben auch der verdiente Ersolg zu Theil werde, da« allein bildet für uns den Gegenstand dc« Wunsches, der Hoffnung ; denn daß e« an dem Streben selbst nicht fehlen, daß Herr v. Szlavy alles leisten werde, wa« ein hochbegabter Mann in treuer Pflichterfüllung auf einem so hervor-ragenden Posten überhaupt zu leisten im stände ist. da« wünschen und hoffen wir nicht — dessen find wir ge> wiß!" „Pesti Navlo" bemerkt: .Da» Eadinet Szlavy möge nicht den Ehrgeiz haben, ein Cabinet großer «lctio-nen, überraschender Wendungen und blendender Erfolge 2004 zu werden. L< möge sich damit begnügen, die Geschicke de« Lande« gut und ehrenhaft zu lenken und das Land Schritt für Schritt vorwärts zu bringen. Der stürmische Fortschritt, die Anhäufung großer Fragen, die Geringschätzung von Schierigkeiten mögen nicht zu den Eigenschaften des Cabinets Szlavy gehören. Mö^e der Herr Ministerpräsident und mögen die Herren Minister es glauben: das Land hegt für einen Minister, dem zwar dasjenige, was man Genialität nennt, abgeht, der aber mit ruhiger ausdauernder Energie handelt und wirkt, mehr Dantoarleit, als für einen solchen, der die Welt einreihen möchte und dem schon beim ersten Anlauf die Kraft versagt. Das Land ist der Emotionen schon müde. Es hat hieoon des Guten schon genug und möchte jetzt schon eine stille, ruhige Thätigkeit, eine, wenn auch langsame, doch sichere Zunahme der Kräfte; nach den bis« herigen stürmische» und leidelischaftllche Kämpfen sehnt es sich nach einer soliden Entwickelung. Der Parlamentarismus sei lein Turnier, zu dem wir die halbe Welt als staunenden Zeugen einladen, sondern ein häuslicher Herd, an dcm still, aber stetig die Wohlfahrt der Familie moralisch sowohl, als materiell zunimmt." Zur Krise in Frankreich. Englische Blätter gebe» in ihrer Besprechung der französischen Krisis und der Beendigung derselben dem Gedanken Auedruck, daß der, Spannung die sich des französischen BulteS bemächligt hat, noch leine dtfinitlvc Lösung zutheil geworden. Den gewalligen Anstrengungen gegenüber, die der Pläsident der französischen Rcpublil gemacht, erscheint ihr der von ihm errungene, in der Kamm^rmaiorllät seinen Ansdruck findende Vortheil un« velhällnismaßlg geringfügig, da m einer Versammlung von 704 Kopsen nur eine Mehrheit von 36 stimmen erzielt wurde. Leicht dürfte eS gefchehen , daß die nun zu ernennende Commission, welhe einen Gesetzentwurf zur Regelung der Befugnisse der öffentllcheu Gewalten und dcr Minislerveranlwortlichkelt einbringen s^ll, überwiegend aus Männern oer Rechten bestehen und eine die früheren Forderungen rec»ipilulierende Vorlage einbringen werde. Die früheren Kampfe und Agitationen würden sich dann neuerdings alisplelen. „Die Schlacht — sagt das City-Blatt schließlich — hat in Wirklichkeit erst begonnen und sie wird nicht auSgefochlen sein, bis die Rechte entweder den Sieg davongetragen dat nder sich durch eine Auflösung und neue Wahlen in Schranken gesetzt sicht. Im letzteren Falle würde vor« aussichtlich ihre Zahl sich vermindern und die ganze Partei wahrscheinlich ein nützliches Element in der Ver« sammlun^ bilden, während sie heute als ein gefährliches bezeichnet werden muß." In stleicher Richtung läßt sich „Daily Telegraph" vernehmen, im Interesse der guten Sache wünschend, daß Thiers die vielbesprochenen constitutionellen Reformen jetzt gar mcht aufs Dpel gebracht hätte, und auch „Daily News" lann die Gefahr noch nicht beseitigt nennen. Der Geist der selbstsüchtigen Furcht und des Klafsrnhasses müsse ader auegettieticil oder sonst unschädlich gemacht werden, ehe Frankreich der Freiheit im Pereine mit der Ordnung theilhaftig werden türine. „Morning Post" will es selbstverständljch bedün-lcn, daß die heutigen Verhältnisse in Frankreich unhaltbar seien, und ähnliches prognosticiert or conservative „Standard". Angesichts der verwickelten Lage der Verhältnisse in Frankreich räth die „Times" dem Präsidenten offen zu Maßregeln, welche man gewöhnlich unter die Rubril „Staatsstrelch" bringen würde. Unter einem Staatsstreiche verstehe man eine gewaltthätige Unterbrechung der festge« setzten conftitutionellen Verfassung, und in Frankreich gebe es in diesem Augenblick keine Constitution, deren Verfahren unterbrochen werbtn könnte. Frankreich sei in Wirklichkeit wieder einmal beim Anfange der Dinge an« gelangt und der Prozeß der Schöpfung oder Umfchaffung begreift nothwendig eine ab lorme Machtäußerung in sich. Eine Nation könne nicht retonstituiert werden ohne Hand« lung'n, weche den gewöhnlichen Lauf des hergebrachten Brauches verletzen. Die Gambetta'sche Einberufung der Versammlung nach Bordeaux, die Abstimmung nach De» partements statt nach DepartcmentSbezirten und andere Alte mehr aus der jüngsten Geschichte Frankreichs seien beispielsweise eben so viele willkürliche Handlungen, ohnc welche die Staatsmaschine nicht hätte in Gang kommen können." Und wenn abermals derartige Willlürlichleiten im Entwicklungsgange einer r>och unvollkommen organi» sierten Nation nothwendig seien, so erhielten dieselben ihre Rechtfertigung durch diefclbe moralifchen Grundsätze, auf welchen oi« früheren ruhten. Es frage sich nur, ob die Lage eine derartige sei, daß der Akt gerechtfertigt er« scheint, und darüber könne nach Ansicht der „Times" lein Zweifel bestehen. politische Uebersicht. tzaibach, 8. Dezember. In der am 5. d. statlgefundenen Sitzung des un« «arischen Abgeordnetenhauses empfichlt Mlnistetpriisident Szlaoy sich und seme Collegen dem Wohlwollen des Hause« und erbittet dessen geneigte Mitwirkung und Unterstützung. Er hält es nicht für nöthig, die Grund« sätze und dic R'chlung, welche das Ministerium zu be. folgen gedenkt, ausführlich zu entwickeln, da das Abge« ordnetenhaus j den einzelnen Minister kenne; die bisher eingeschlagene Richtung werde das Ministerium auch immeihin befolgen, so lange es da« Vertrauen der Ma« jorilät besitzen wird. Dagegen wolle er in kurzem diejenigen Gegenstände aufzählen, welcke noch in der lau« senden S.ssion erledigt werden müssen, und zwar: Der hauptstädtische Gesetzentwurf, die Regelung des Königs» bodens, die Provinzialisierung der Mililärgrenze; dann aber als Hauptaufgabe die Regelung der Finanzen des Landes. Er werde diesbezüglich demnächst einen Gesetz« entwurf inbelreff der Aufnahme einer neuen Anleihe vorlegen und ebenso inbetresf der Ertheilung der Indem» nilät und der Forteinhebung der Steuein für das erste Vierteljahr 1873 die nöthigen Vorlagen einbringen, hierauf werden Vorschläge bezüglich einer Steuerreform, mit möglichster Berücksichtigung deS G'Midsatz?« ge< macht werden, daß das ordentliche Bedürfnis ins Gleich» gewicht gebracht werde mit den Einnahmen deS Bandes, ohne die Steuerträger übermäßig zu belasten. Außerdem verspricht der Ministerpräsident noch andere mmder dringende GesetzeSvorlagen. Schwer sei die Aufgabe, die er und seine Colleger» auf sich genommen; sie lhaten es jedoch in der festen Ueberzeugung, daß fowohl im Hause als im Lande die politischen Parteien das Wohl deS Vaterlandes sich vor Augen hallen und im Hause jenen Grad von Mäßigung und Gesonnenbeit bewuhien werden, welcher zu einer ersprießlichen Thätigkeit unentbehrlich ist, — In der Klubversammlung der Deal» Partei hielt Graf ttonyay eine längere Rede, in welcher er erklärte, er werke nun wieder ein selbständiges, »m abhängiges Mitglied des Hauses lind der Partei, und als solches fernerhin gewissenhaft seine Pflicht erfüllen. Die in Berlin tagende l ntern all o na le llon« ferenz hat ihre Arbeiten bereits beendet. Die Sou-ferenz hielt im ganzen 14 Sitzungen, deren Protokolle stets sofort eingesendet wurden. Es wurden jene Grundsätze festgestellt, welche, im Wege der Gesetzgebung au«< geführt, ein völlig übereinstimmendes Vorgehen beider Reiche ermöglichen würden. — Der Präsident des preu« ßlschen H.rrendauses theilt diesem Hause die Lifte der neuernannten 24 Herrenhausmitglieder mit, welche bis auf den früheren Finanzminister v. d. Htybl der bekannten Liste entsprechen und glößleniheils >u» Hause anwesend sind. Das Haus beschließt die Vorb" rathung der Kreisordnungsoorlage im Plenum vorzu' nehmen. Wie aus Paris vom 4. d. M. gemeldet »irb. >st die Aufregung daselbst und in ganz Frankreich wieder im Wachsen und die Gemüther sind um so tl' hitzter, als man geglaubt hatte, daß die Sache abgethan sei. In einigen Departements ist die Errequng ft groß, daß die Präfeclen die Weisungen RemusalS be< trcffs der Glneralräthe nicht auszuführen wagen. AdrefstN laufen übrigens fortwährend in Masse im Präsident-schaftlichen Palais ein. In einigen Departements bt' ginnt man jetzt auch Adressen zu unterzeichnen, welcht direct an die Deputierten der Rechten (so an Changal' nier und andere Deputierte des Somme-Departements) gerichtet sind und diesel!>en auffordern, ihre Entlassung einzureichen. — Der ,S>ecle" ist überzeugt, daß del einzige Ausweg die Auflösung der Nationalversammlul'g lci, und ergreift die Il'ilialive, um in diesem Sinnt zu petitionieren. — Die Bureaux wählten am 5. d. di« Dreiß>ger>Commission für die Berathung der con-stitutionellen Reformen. Die Commission vestal au« 19 Mitgliedern der Fractionen der Rechten l nl> 11 Mitgliedern der Lmlen. Die von den Candida«" der Rechten in den Bureaux gehaltenen Reden weiilN auf eine versöhnliche Stimmung hin. — In der Na< tionalversammlung wurde die Budgetdebatte fort" gesetzt, und gelangte ein Decret des Präsidenten del Republik zur Verlesung, womit zwei Staalsräthe in> außerordentlichen Dienste beauftragt werden, das Bud< get des Ministeriums des Innern in der Kammer zu vertheidigen. — Die „Ngence HavaS" meldet: Es ist nicht wahrscheinlich, daß die Ernennung der neuen Mi' nister vor einigen Tagen erfolge. Die Regierung er« wartet mit Ungeduld die Beschlüsse der Commission. In ganz Frankreich herrscht lebhaste Besorgnis wegen Verlängerung der Krise. Nirgends aber ist irgend eine Unordnung vorgefallen. Die Cortes in Madrid haben die Dotation der Geistlichkeit definitiv mit 141 gegen 83 Slimme« beschlossen. In Beantwortung der Interpellation dll sllfonsisten über die öffentliche Ordnung vertheidigt Ruiz Zorrilla die Nothwendigkeil des NepressinstMme; dit Freiheit und die Dynastie seien gesichert; einzelne Vewe» «ungen, dic statlfinden, seien weniger bedeutend als Ul>' «er der Herrschaft der ModeradoS; von einem Bürgerlriege sei keine Rede. Hagesmuigkeiten. — (Se. t. Hoheit der d urchlauch t igslt Herr Erzherzog Franz Karl). Bater Sr. Mc" jestäl unsere« allergnäoigsten Kaisers, feierte am 7. d. seinen siebzigsten Geburlstag. Es ist ein lange«, von mancherlei Gejchicken bewegtes Leben, auf welches Se. l. H"' heit zurückblickt, ein Leben, dem "eS auch an plüsungsvolleü Stunden und dUsteren Tagen nicht gefehlt hat. Aber «<> .jmisselml. Ritter Planbar t. Novelle von Albert Reinhold. (Fortsetzung.) Die Geheimrälhin war »n eine Theegesellschaft ge> gangen und die Dienerschaft halte sich die Abwesenheit ihrer Herrin so zunutze gemacht, daß ttenore nieman. den sah. Befriedigt von dem Resultate ihrer Nachforschun. gen lehrte ^enore dann fchnell in den Garten znrück. Die Dame hatte sich in den dunkelsten Winkel zurückgezogen, als sürchle sie noch jetzt eine Entdeckung. „Folgen S« nur, wir werden das Haus ungesehen erreichen können", sagte Lenore, die Hand der Dame ergreifend und sie m>l sich fortziehend. In wenigen Minuten hatten sie das HauS erreicht, und Venore führte die Fremde vorsichtig m ihr kleine« Gemach, wo niemand sie sah. Dort angekommen, lieh sich die Dame auf den Sopha nieder und blickte trium» phierend um sich. ..Endlich, endlich!" flüsterte sie. ..Endlich bin ich fteil O. Sie wissen nicht, welche Wonne in den Worten Uegt, frei sein. wenn man fo lange Jahre hindurch w unrechtmäßiger Gefangenschaft geschmachtet hat. Nie schändlich bin ich betrogen! Wie hat man mich getäuscht! Er nahm mich unter den schönsten Versprechungen von Indien fort. wi« oMe ich m«ch sonst entschließen können, da« mir so theuer gewordene ^ano zu verlassen ? Er versprach mir Nutze und Frieden, und nun?" Sie schluchzte bitterlich, und ^enore fand nicht den Muth, sie zu unterbrechen. WaS mochte die arme Frau schon g'lltlen haben! ..Wollen Sie mir nicht alle« mittheilen?" fragte Venore. „Es ist zweifellos, daß Herr von Werden Nach. forschungen anstellen lassen w,rd, und da wäre es immer gut, wenn wir darüber einig wären, was wir beginnen sollten. Wir müssen ihm. wenn es geht, mit sicheren Waffen gegenüber treten, ich möchte sonst nicht lm stände fein, Sie zu schützen." .Ach, S>e wollen mich meinem Feinde ausliefern, ich fehe eS Ihnen an, Sie sind falsch und schlecht wie die qanze Welt, o, warum lieh ich mich doch durch ihr «eußereS bclhören. Nd zugefügt, und doch w ll man mir nicht einmal da« bischen armseliges Leben gönnen, welches ich mein nenne. Aber es soll Ihnen nicht gelingen, sofort werde ich diefes HauS verlassen." Die Dame sprang auf und Lenore war zu bestürmt, ein Wort der Erwiderung zu finden. Was bedeutete dies? „Mein Fräulein, ich hoffe. S>e werden nicht den< ten, daß ich sie mitgenommen habe, um Sie Ihrem Feinde auszuliefern. Sie sind in dirscm Hause vollständig sicher. Aber ich kann Sie nicht unoemeilt hier beHallen, und wenn Herr von Werden lomml, Sie zurück« zufordern, was soll ich ihm dann antworten?" Die Dame schüttelte mit dem Kopfe. „Herr von Werden, den kenne ich nicht. Willy oe» folgt mich mit seiner grenzenlosen Eifeisucht und er ist es, der mir das ttebcn so verbittert. Wenn er kommt, so sagen Sie nur, ich wolle' nicht mitgehen, ich sei lein« Gefangene. Nein, ich aehe nicht wieder von hier fort. ich will nicht fortgehen, hier lann ich thun und lasses was ich will, und Willy traut mir leinen Augenblick" Cine dunkle, unheimliche Uhnuna stieg plötzlich >" Lenoren auf und biachte helle Echwcißiropfcn vor ihlt Stirn. Welch uoalucksellger Gedanke lilß sie Herr" von Werden den Aufenthalt der Dame verheimlicht", warum aab sie ihm nicht Auskunft? Es untellas seinem Zwclfel, die Dame war le0> Sopha saß. ohne sie >»eiter eines Blickes zu würdige«' während e>n lraurlgeS lächeln ununterbrochen über >hl Gesicht zuckle. „Entschuldigen Sie mein Benehmen mit der 2> besangst eines Bruders um die arme, bellagenswerthe, unglückliche Schwester." So hatte er gesagt, und darin lag die Lösung d" Räthsel«, wenn Lenore sie ohnehin nicht j?ht geflMdttl hätte. Wie schlecht, wie leichtsinnig hatte sie gehandelt-Wie fühlte sie sich dem Manne gegenüber so tleinli« und schuldbewußt, den sie ohne Ursache verdammt. N" dessen sichtlicher Angst um die verloren: Schwester p in ihrem kindischen Unverstände lein Mitleid, lein «^ barmen gefühlt. .. Eins stand in wenigen Minuten bei Venoren ftl'' sie mußte ihm Auskunft «eben. gleichviel auf welly Weife, Er mußte Nachricht haben um jeden P""' Niemal« dürfte sie zugeben, daß er eine qualvolle. ruNe lose Nacht verlebte durch ihre Schuld, «ber wl^ Schreiben konnte sie nicht, sie hätte t« nicht gewagt, 2005 l. Hoheit «ag auch mit hoher Vefrledlgung, mit rein« Meude darauf zurllckschauen- denn die Verehrung und Mbe aller Hal es begleilel und insbesondere sind es Tau. lenbe von Dürftigen und Leidenden, welche die milde, stets Offene Hand, welche Se. l. Hoheit allezeit fur sie hatte und welche so oft ihre Thränen getrocknet hat. danloar 'eguen. Die Segenswünsche aller vereinigen sich an dem Mtchen Tage in dem einen Gedanlen, daß es der Vor ^hung gefallen möge, Sr. l. Hoheit noch eine lange «"he ungetrübter Jahre zu scheuten, um da« wachsende wdeihen de, Reiches zu sehen, welchem Hüchstdcrselbe stets >° vule innige Liebe und einen so warmen Antheil entgegenbrachte, «us vollem herben stimmen auch wir in den aue Gemüther bewegenden Glückwunsch zu diesem Lage. -^ (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der «iser Ferdinand haben de« Vereine zur Unterstützung Ht Witwen und Waisen von Miltelschul.Professoren im Naiserthume Oesterreuh einen Vetrag von 400 ft. zu spenden Heruht. 2 -- (Personalnachrich t.j Se. <3rc. der Herr «lnanzminister Freih. v. Preti« lehrte gestern abend« "°" Würz nach Wien zurück. ^ (höchster Preisfür einenVaugrunb.) c in ter Nähe tnfindlichm Anessen theilnthlmn lömien. (Wird ange. nommcn.) Punlt 12. Der Gericht des Gemeindeausschusses Über den Antrag des Herrn Abgeordneten I. N. horal und Genossen um Ernnrlung eines Gesetzes rücksichllich !oer Steuerbesreiung der Erweros» und Wirlhschafls» Genossenschaften wird ohne Debatte angenommen. Punkt l.3. Nachdem über einige Petitionen Gericht erstattet worden, ergreift Äbg. Dr. Vleiweis dae Wort zur Begründung des Adreßunlrages. Redner be. tont die Wichtigkeit einer Adresse, wodurch das Land in die ^agc lommt, seine Wünsche und Beschwerden an den Stufen des Thrones niederzulegen uno unmittelbar mit dem Monarchen zu derlehren. Das Land Krain habe dein Monarchen vieles oorzulea/n, »nd zu diesem Zwecke sei der Weg der Adresse an Se. Majestät zu be» treten, denn Resolutionen werden dem Ministerium über» geben und von demselben ad ilcta gelegt. Der lrainer Landtaa ist nicht gegen die Verfassung, sondern gegen die Dezemberconstilulion, in der er den Ruin dee Reiches erblicke. Was hat der Reichsralh bisher gethan? Er hat uns confess!, die Ucberwackung der Kanzelreden. C'vil. ehe, ein Wehrgesch, ein Grundsteucrregulierlmas-Gcseh auf fiscalischer Glundlagc, ein Nolhwahlaesetz gebracht; das ist der Kern deS Liberalismus! Er stellt u»s di-recle Wahlen in Aussicht, wodurch die Rechte der ttand» laste »esci'llich geschmälert werden. Der Adrcßtntwulf wird einem Ausschusse von sieben Mil«liedcrn (Abg. Dr. Gleiwcis. Zarnil. Costa, Pollular, Deschmann. Mara,hcri, Tavia,) zur Vorbe« ralhuna zugewiesen. Hiernach wird die öffentliche sitzunst um 7 Uhr 45 Minuten abend« geschlossen. XI. Sihun«. Laibach, ?. Dezember. Landeshauptmann Dr. v. Kaltenegger eröffnet dic Sitzung um 10 Uhr 45) Minuten vormittags. Das HauS ist beschlußfähig. Nls Vertreter der kaiserlichen RllNerung anwe» send: Herr t. l. Landesprüsioent Alexander Graf Auer «-vera.. Das Protokoll über die zehnte Sitzuna wurde, nach. dem dasfelbc wegen Kürze der Zeit vollständig noch nicht abgefaßt werden tonnte, nicht voraelesen. Landeshauptmann Dr. v. Kalteneyger holt die Ermächtigung des hohen Hauses ein: Sr. lais. Hohe«! dem Herrn Erzherzoge Franz Carl, dem onrchlauldligslen Vater Sr. l. l. «Post, Majestät, aus Anlaß seines 70jährigen Oeburlefesles die ergebensten Glückwünsche des HanseS im lelraraphiscken Wege ehrfurchtsvoll zum Ausdruck zu bringen. (Wird ange. nommen.) Hiernach wird zur Tagesordnung geschritten. Puntt 1. Gericht de« Finanzausschusses, betreffend die Ellassung eines Vandtsgeslhc«. daß die Vandeshaupl-ftadt Laibach ein Lolterieanlehen aufnehme. Verichterftatter «hg Murn < s besK-myslet in Erwägung oe« n»chaew,esencn GedürfniffsS ^»e Annohme des NuSschußnntlaqe«, w«m»i o,e Zustimmuua zur An-lehensllufnahme ertheilt »iro. Abg. Dr. Razlag spricht für die Annahme oeS Antrages unter der Bedinaun«, baß auch die nächste Gemeindevertretung dlesem Projecte die Zustimmung ertheilt. Der Antrag Razlaa wird nicht unterstützt und der Nusschußantrag angenommen. Punlt 2. Gericht des RechenschaftsberichtSausschusses über die Rechenschaftsberichte dcS VandeSausschusses sür die Jahre 1871 und 1872. Die Ausschußanträge werben angenommen, nachdem zuvor die Abg. o. danger zu ß 6 und Kromer zu 3 9 gesprochen. Das Verhältnis der Theilnahme und Eoncurrenz bei dem Eioilspitale in Laibach sei, betreffend die Stadlgemeinde tta,bach und die übrigen Gemeinden des Landes, ein unbilliges und die ^andae-meinden zu belastendes; im Cwilspilale befindet sich in der Regel eine geringe Anzahl Kranler aus Gemeinden de« flachen Landes. Die Abg. Horal. Dr. GleiwelS und Dr. Costa vertheidigen den Nusschiißantrag. Abg. Kromer bemerlt zu ß 12, daß der Abg. Dr. Gleiweis wahrend der Zeit, al« er den Bandes, hauptmann substituierte, eine ssunclionsgebühr mit 500 fl. in Empfang genommen habe. Abg. Dr. Vleiwei« erwidert, er habe nicht nur durch drei Monate, sondern durch ein volles Jahr die Geschäfte des Lanbesausschusse« geleitet und die Func-lionszulage über Antrag de« öandesausschusscs ange« nommen. Landeshauptmann Dr. v. Kalteneaaer const», tiert: daß Dr. Vleiweie über Antrag des Lanbeeau«-schusses und auf Grund des § 15 der Geschäftsordnung diese Functionszulaae bezogen habe. nachdem er durch ein Jahr substituiert hat. (Schluß solgt.> — (Der Herr Landeshauptmann Dr. Ritter von Kaltenegger) Hal gestern folgende» Telegramm erhalten: Te. kais. Hoheit Orzherzog Franz Karl geruhten mir zu befehlen, dem versammelten h itandtasse Krains in Höchslseinem Namen herzlichst zu danken für die zum hohen Geburtstage dargebrachten guten Hüünsche. Salzburg. G Dezember «572. Graf ZVurmbrand. - (gur Substit«tionsa.ebUhrfllrDr. Bleiweis.) Wie wir aus der Erklärung des Landeshauptmannes in der letzten kandtagesitzung entnehmen, hat derselbe au« eigen/r Initiative es für angemessen erachte«, ln der ersten ^andesausschußsitzung, nachdem er die Geschäflsleitung vom Senior des i!ande«>lluelchusses Dr. BleiweiS Übernommen hatte, an den dem lehlern ausgesprochenen Danl fur feine wiederHolle Stellvertrelung des Landeshauptmanns die Frage in Anregung zu bringen, ob eine Substitutionsgebuhr für diese 7monalliche Stellvertretung votiert werden möge. — Als sohin ohne irgend eine Einflußnahme Dr. Bleiweis, der ^andesaus-schuß fllr die vorjährige und fUr die heurige Substitution den Vetrag von 1000 fl., also nicht die volle Functions« geblihr votiert halte, lehnte Dr. Bleiweis folche fur die vorjährige bereit abgeschlossene Geschäftsperiode ab und so verblieb es nur bei der fur die 3'/, monatliche Slelloertl«, lung der heurigen Geschästsperiode bemessenen Zahlung von 500 fl. Wir glauben diefe objective Darstellung im Dienste der Wahrheit der Oeffenllichleit übergeben zu sollen. — (In der 11. Landtagssihung) wurden: 1. Das Nnlehen der Stadt Laibacb bewilligt; 2. der Rechenschaftsbericht hinsichtlich der Landesfonbs ; 3. die Berichte wegen Gemeindehutweiden < Bertheilung; 4, Einhebung von Sleuerzuschlägen ; 5. Auszahlung von Theuerungsbeilräqen; 6. über den Sland des Grundlastenqeschäfles; 7. heiftel, lung eines Gemeindeweges und 8. einer (5oncurrenzstraße; 9. mbelreff des Bahnprojecte« Trieft'Lack genehmigt; 10. Petitionen erledigt; 11. die Wahlprufung — Dr. v. Kalten-egger und Dr. Suppan — weiler forlzusetzen beschlossen; 12. die Kaiseradresse angenommen; 13. Costa und Horal in den Reichsrath; 14. Äpsallrern als Mitglied der Grund-steuer^Regulierunqscommission gewählt und 15. die Ernen, nung des Dr. Mrhal zum Milgliede des i'andeeschulrathe« beanständet; hiernach wurde die Landtagssession geschlossen. (Das Prolololl bringt die Details.) — (Der constitulionelle Verein) hält heule abends in den Casmorestauralions-Localiläten eine Ver-sammlung. — (Das Militärconcert) im Glassalon der Casinorestauralion war gestern sehr zahlreich besucht. Den zur Ausführung gelanalen Piecen folgte lauter Beifall. — (Die philhar mon ifche Gese llschaft) eröffnet ihre diesjährigen Concerlsaison Samstag den löten Dezember 1872. Im Vause derselben lommen zur Aus, führung: ,Comala" von Gade, .Manfred" von Schn. mann, Symphonie von Beethoven (ä-äur), Mendels-fohn« Violinconcert, Serenade von Voltmann, Concert fllr Streichinstrumente von Händel, Ouvenilren von Bollmann, Vlheinberger und Krejil. stmale aus Lohengrin von Wagner. Chöre von Rubinstein, Mendelssohn, Eyerich, Hagen ,c. lc. Veilrittserllürungen M Gesellschaft »erden vo» Gesell, 200S schaft«kasfier Herrn N. Lautoni (Hauptplah Nr. 12) ent< gegeugenommen. Schon dieses summarische Programm läßt ei« recht zahlreiche Theilnahme an den hier so beliebten Concerten mit Sicherheit erwarten. — (Die s loveni sche V U hne) bringt am Dien«, tag den 10. d. eine Novität unler dem Titel: „Die mu-Hissen Oberlrainerinnen" , be sten Quartals 1873 befinden. Ganz unberechtigt ist es, aus diesem Umstände den Schluß zu ziehen — wie das hie und da geschah, — daß die Frage der Regulierung respective Aufbesserung der Veamtengehalte von der Re« gierung fallen gelassen werden wolle. Der Reichsrath tritt Mitte Dezember d. I. zusammen und, selbst angenommen, wa« aller Wahrscheinlichkeit widerspricht, daß er nichts eiligeres zu thun hätte, als sich vor allem mit dieser Frage ;u beschäftigen, glauben jene Stimmen, die sich so lärmend erheben, wirMch, duh er diese weit ausholende Arbeit bis zum Beginne des nächsten Jahre« vollenden lönnte? Wenn nun die Regierung den Rücksichten der Humanität folgt und dafUr Sorge trägt, daß der Beamten« stand unter der Zeit. bi« grundliche Abhilfe geschaffen »ird, einer Verbesserung seiner Lage nicht verlustig werde, Mr die ein Präjudiz bereits vorliegt," beweist sie dadurch nicht, wie sehr ihr diese Frage am Herzen liegt? Velun« del sie durch den Umstand, daß sie das Provisorium nur fllr ein Quartal verlängert, die entschiedene Zuversicht, an Stelle desselben ein Definilivum t»ach Ablauf dieser Zeit sehen zu können? DaS sollten jene bedenken, die durch ihr raisonnierendes Geschrei sehr zur Unzeit den Interessen ihrer Standesgenossen nahelreten. Da« Ministerium hat die bezügliche Borlag« nicht blos vorberettet, sondern der Finanzminisler hat auch bereits Vorsorge getroffen fllr daS Vorhandensein der hiefllr erforderlichen Summe. Lrwägl man, daß diefe letztere einen jährlichen Mehraufwand von nahezu zehn Millionen repräsentiert, so wild man vielleicht nicht ganz kalt bleiben Über die Selbstverleugnung einer Finanzverwallung, die in unserer Zeit, wo nur dem Sparer kor beern winken, spontan mit einer solchen Forderung an d»e Relchsvertrelung herantritt. Andererseits gibt diese Summe auch einen Maßstab zur Beurtheilung der Reform, um die es sich da handelt. Vielleicht wird auch der Reichsralh seineiscu« sich verpflichtet erachten, darauf zu dringen, daß, wenn schon die Pesoldungsverhältuisse den modernen An« fordervngen entsprechend gestaltet werben, auch die Leistungen dem entsprechend eingerichtet werden. Vei wUrdiger Entlohnung hat der Staat auch Anspruch auf die volle Ausnutzung der Arbeitskraft seiner Funclionäre, ein Grundsatz, be« disher nur in einigen Sphären de« Verwaltungsapparate« — der Richlerstand machte hier stet« eine rühmliche Ausnahme — entsprochen wurde." — (Theaterbericht vom 7. d.) Die Wieder-holung von Flolows „Stradella" ging in eminenter Weise über die Bühne. Dieser Opernabend war der glänzendste in dieser Saison. Sänger und Publicum waren höchst animiert; alle Gesangsträfte bei nuter ausdauernder Stimme. Der Beifall des leider nur schwach besuchten Hauses war ein permanenter, von der ersten bis einschlletzig zur letzten Nummer. Herr Kühn (Stradella) sanq mit Kraft und Klana., heule auch mit bedeutender Wärme. Fräulein Erlesoel (Lcnore) brachte reibende Momente, trat diesmal auch mit Kraft in Szene. Herr S toll(Bar-barino) offerierte die hervorragenden Stellen se,ne« Partes mit Pathos und Wärme. Herr Nusim (Malvolio) gab dem Ganzen lebendiges, heileres Colorit. Herr Pollat (Bassl) war recht annehmbar. 2Xr Chor trat kräftig in Action; eine männliche Maske hätte uns im ersten Alte nahezu zum Zlsckeu inoitiert. Wir niederholen es: dieser Opernabend war bisher der beste. Das Publicum belohnte sämmtliche Buhnenlräfte, insbesondere die Träger der hauptparte (Kühn, Erlesbel, Sloll und Nusim) mit an» haltendem Beifall und uach jedem der drei Aktschlüsse mit wiederHollen Hervorrufen. — (Theaterbericht vom 8. d.) Dt« Sonn-tags'Posse „Die Heimkehr von der Hochzeit" von Fcldmann erheiterte das ziemlich gut besuchte Haus. Der Text ist aus dem prallischem Leben gegriffen, entbehrt jeder Zote und bringt natürliche Bilder. Franz von Suppö's freundliche Musik enthält originelle Motive; effektvoll »st der Entröe-chor der Schlossergesellen. Die Handlung ging frisch und klappend über die Bretter. Betonen wollen wir die gute Ausführung der hervorragenden Rolle des Redlich (Herr Ausim ) und auch jene des Grünfuß (Herr Midaner), Hammerstiel (Herr Hof bau er) und deS Michael (Herr Röder). Ginaesendet Constitutioncller Verein in Laibach. Der Ausschuß beehr« sich hiemit die Vereinsmitglieder zur 43. Versammlung einzuladen, welche heute Montag den v Dezember »872 abends um halb 5 Uhr im Casino-GlaSsalon stallfindet Tagesordnung: 1. Die Prozessionen für den Papst und da« Ver« sammlungsrecht. 2. Die heurige Landtagssessiou. 3. DasPrämienanlehen der Landeshauptstadt Laibach. Das Morgenblatt der «N. Fr. Pr." vom 5. Dezember ver: öffentlich! folgende Erklärung. Die Gefertigten ware» bei der Glementar-VersichernngS-Altienbanl in Wien veisicherl und erlitten e>nen Geslimmlschaoeu non 25,989 ft. 60 lr., welcher »ach Beseitigung furmeller Schwie» riglciteu vollständig am 2. d. M. von der Direction in Wien beglichen wurde, was hiemit zur Sleuer der Wahrheit ver« öffentlicht wird, Szarwa« H Straffer au« Kanya. Samuel Giünwald au« Pa.-Lsllhi. Heinrich Straffer aus Köüse. Ios. Kohn H M Hon lg au« Tenssüd. Vernhard N e u^n a n n aus Pa.»Ve»egh. Im allstemeinen Interesse finden wir u»S veranlaßt, auf d»e im hmiige» Blaue enthaltene Annonce de« Hcirn Gustav Schwarz schild iu Hamburg qanz besonders hmznweisrn. Die llug/lüodiaic» Ollgioa! ^.'uf^ lümieu wir wegen der großen und zahlreichen G>w nne besten«! einpichle». Die Reelliiät und Holidi! ät dieses Hause« ist betanul u»o daher lüchts nalllnicher, al« die vielen bei remsclben einlaufenden Aufträgt, welche rbeuso rasch al« sorgfältig ausgeführt werden. Neueste Post. Wien. 8. Dezember. Se. t. und l. Apostolische Majestät sind den 6. Dezember nachmittags nach balz-bürg abgereist. Pray. 8. Dezember. Nach einer den Reichrath«' Abgeordnelen gemachten ministeriellen Eröffnung soll gleich in der ersten Sitzung beS ReichratheS da« Vudget zur Vertheilung gelangen. Das Medrerfordernis gegen bits'« Jahr betrügt 23 Millionen. Ebenso wurde t>eu il> geordneten versichert, daß, trotzdem die Einnahmsposl«" dieses Jahres vom ReichSraltz in oer möglichsten Hllye anqesctzt wurden, diese Ausühe doch noch wesentlich übt» schrillen wurden. Der telegraphische Wechselkurs ist uns bis zu« Schlüsse de« Glattes nicht zugelommen. Handel und AolKswirthschaftliches. MonatSauSweis der Vtatlonalbank. «cti»^ Metallschatz 145M0.<6'> fl. 85 lr. In Metall zahlbare WeW 4.73 .125 si. «2 lr. Escomptiette Wechsel und Effecten, zahl»»! in Wien. 9?.8l6.709 ft. 3 > lr. Cscompnerte Wechsel und Effet«" in de» Filiale» 6'».8'i3.659 ft 79 tr., zusammen 158.7l"Htt9!> 9 tr. Darlehen grgen Handpfand m Wien 9.9^3 < »00 ft. D«l" lehrn gegen Haudpsmid in den Filialen I9.5«4.2ilegiul»< 80.0 ><'.000 ft. Hypolhelar-Darleheil «0.020/ 5)0 tr. Effccleu de« Reserve-Fonds nach dem LurSwerthe o«»" 88 Iuui 1^72 10.5)«' 8l>-ul:tu,, 2.789/,73'ft. 17 lr. Husammeu 5<>0,9 3 429 fl. 49 l»> — Pllssiua: Vanli20 5 12 lr. U'ibehobeue Dividenden 93.378 ft. 50 lr. Pfandbrief»: >s Umlaufe 58.731.205 fl. Unbehobene Pfandbrief-Zillsen 43.670 si. 42 tr. PcnsionsfoudS 2.109.107 ft. 14 lr Sald, lauieuoer «e<^ uungen 8.298.095 st. 21'/, lr. Zusammen 5<0,903 429 ft. 4V ll> l'ail'acl,, 7. Dezember. Auf dem heutige» Marlte sind el» schienen: 5 Wagen nnt Oetreibe, 24 Wagen unl» 2 Schiffe l" Klafter) mit Holz. Drrchschllitls-Preise. ^. ________ «lt.. «ßg5 W^z--.« pc, ^l^ru 6 - 7 14 Vutlec pr. Pfuud 44 ^ ' Koru .. 8 6t) 4 31 Eier pr stück -3 " Gerste '.. 3 30 2 24 Milch pr. Maß 10 ^ Hafer .. 1 so 211 Niudfleisch pr. Psd, 24-^ Holbfruch» .. -> b 7 Kalbfleisch « s« — ^ Heiden ,. 8 10 .'«8» Tchweincsleisch,, 24--" Hirsr „ 3 40 U4i Bchüpseufleisch „ ..,8-^ Kulurutz „ 3 60 8 8ll Hähubel pr. Vtiick - 30 ^ Erdöpf?l ., 1,70------- Taub^ „ 15 . <- linsen .. ^54^).. — He« pr. Centner 1 25 . "- Erbsen „ i»50 - Stroh „ i — _ <- Fisolen „ ' 4 80<------- Holz,hart..prlkls». .^' «?<1 Rmdsschmlll, P<^ - 54^ weich?«, 22" — b Kchiveineschmalz „ -48------- Wem, roch., Eimer - 1b ^ Speck, frisch, „ - 82 - - ivei^er ,. ....... l3" ^er'!'lch,-5t ,. ^ 40------- > UN. Vig. 734«, > 2., windmill lrUbt > «. 7. 2 „ N ^ 7.1! o« » 6.« windslill trUbe «/'/« ___w .. Ad. ! 729 z.« -l- «.« j windslill trlibe ^" 6U My. 73! 4Ü »i- 6 4 wmömü ^ stegeii 8. ^ „ N. , 7:^2..» ^ «4 windstill , ganz bew. V.«'» lll»„A>i. 733,,!». 3^, windstill ! Nebel ! An beidm Tagen meist geschll'sfene Wollendecke. WolleM"» au« LUdwest. Das Tanesmitlel der Wärme , 5 3' uud » 6s'l bezlthuugtzwelse um 5-3' uud 6 3' llber dem Normale. A^aillw^'tli^l'.- Nedacssur: Igna,, ». Kleinmut,:. RlillsNllsslli!! llttie», 6. Dezember. Die Kostverhältnisse blieben druckend, all'i» e« machte sich dennoch eine weit Mistigere Stimmung geltend, da die Vörse sich der Arranaeincnls« ^,v^^«Vt>^»u,^. schwleriglelten fill ein paar Tage durch SctMsse auf längeren Termin entledigte. Einzelne Papiere st,cgen rapid. Doch war dies meitt nur durch Sumalursache» veranlaß au« welchen em Schlull auf allgemelne Tendenz de« MarlteS nicht gezogen werdeu lärm ' «» t' « '"","» vcrnn. „ »Nr 100 si Veld W«ar 0 ft. 96,_ 97- . ^ 1860 zu 500 ft. . 102.50 103.- . . 1860 ,u 100 ft. 121.- i_i.__ , « 1864 zu 100 ft. l44 50 145.5Y Vlllllt«-D°mtlnen-Pfllndl,r,est zu 120 st. ii,U. in Silber . . N4.50 11b.— Für 100 ft. Ge!> Waare «öumeu .... »n bpLt 9550 96.— »alizien ... . !. » 77.50 7850 «Ntdrr»0efterieich. > 5 „ 95.— 9«. - Ober-Oesterreich . , 5 « 9150 92 50 «lebenbürgen . . , b . 7725 7« — Sltieruint" . . „ b .. 915ft 93.— UU.nrn .... . 5 > 79.25 80.— <:. «ndere öffentliche Nnlehen D«naureguliiung«lose zu 5 pit. 98.— 98.50 Ul g. Eiseubllhn.nleben zu 120 ft. «. W. Silber b'/. pr. Gt__ 100.50 101.— Una. Priimienaulet,ln zu 100 ft. H,N 7^^ «w««chl.>p«.«tn». A.'tic» »'. « ^H»^^ ^,,/^^'.', Held «Voore Anqlo-izfleir. ^"" 827.— 327 50 Vantuereiu ... . 3»8.— 390 — «llden-Credttllllftalt ... 283,— 285.— «lreditllustllll s Handel u. <3en>, . 339.— 339/»0 , weiser Strecke).....812.— 213.— Ferdlnauoo-Nbrlchahn . . . 2125—8130.— ^itl^'.'csed!'«.»'^'^ , . ÜI9— 219 50 !Lcmlitrl,,_-«^dit-Allst_l,' «Veld Waare verlaübar zu 5 P. 5^ pCt. 86— 87.— «». Vl,te7itst«i»»liaetio»e!i Oeld Wlillre Vlls.'Weftb, i« G. verz. (!. «miss.) 90.50 91--^erc>inank«-Nnrbb in Silb »er,, 10' 50 108 — 3ral'.z-I°ieph2.Vahu .... 99.70 1«».— «.«<,rl.Lnl,r?.V.,.^.l> ?,'.». 10)50 101 — 0ld«^. ^. .",<„-:..» . , 88.70 »9.— siebenb. Vahn w Silber verz. . 8750 8ß^ 3taat«b. G. 3°/. ^ 5>00Fr. «I. Em.------- —^ sNbb. V. 3°. i 500 Frc. pr. Stück 109 — li)9<^ TUdb.-O.i200fl.,.5°/,für100st. 92 50 9s" SUdb.-Vou« 6". ^1870 74) i> 500 Frc^ pr. Gttlck , ------- ^--^ Un° Oftba^n für 100 fl . . 75 75 76.^ lNI. »eld lll»"' «ugeburg für 100 fl slidd. liv 91 40 s>H Frankfurta.M. 100 fl. d.'to 3l 60 91 <" Hamburg. Mr 100 Marl Kane» 7990 60^ Ünnbon, für ^0 Pfulld H5t« hfl. I> "' Napoleonsd'or . . » ^ 69 , 8 « 6si " Prenh. llassenschewe 1 .. 62j .. I . 6«l " «l^d°7 - l07 . 75 107 „ 3b - «r,w»sch» Ornnd««tl»ftuna«, obllgationen^ ^'