Nr. 219. Donnerstag, 3. Dezember 1908. 12?. Jahrgang. Mbacher Mum VrsnxmfrallonsprelK: Ml« hjoftverlenbung! naüziähri« »0 lv, ualbjätilin >k X Im NoiXor: gan^jährift ^ « »l,. Halbjahr,« 1« II ssür d!e Mlellung ere per «ell« i» l>; be! »steren Wiedelboluoge» prr Zrilc »< b, 1 ^ Dis «Laibacher ^eüuilg» erü«üch, mü «ii^intims der Kon» ui,o Verlage, Die «bminiftialion di>f!nd»< ^ sich Milloüic'ftrahe Nr, 2l>: dir «tboltion Dalmalnigassr Nr, lv, SprechNunb?,, der AedaNilii, c>u« « bit ill Uhr » oi» mitlag«. Unsranllerle Orie!e werden »lichi »»genommen, Picxiuurluj^ nicht zurülluefteUl, teltvbon««» der U«d«ltion 52 Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung voin 29. November d. I. den Senatspräsidenten des Verwaltungs-gcrichtshofes Dr. Rudolf Ritter A l t c r v. W a l't -recht zuin Zweiten Präsidenten dieses Gerichtshofes allergnädigst zu ernennen geruht. Viencrth i«. p. Der k. k. Landespräsidcnt im Hcrzogtume Krain hat den Baupraktikantcn Oskar Iuran zum t. k. Bauadjunttcn für den Staatsbaudienst in Krain ernannt. Ilach dem Amtöblatte zur «Wiener Zeiwnn» vom I.De-zember '^lX (Nr 278! wurde die Weiterverbreitung folgender Prener^eussnille verbot»'«: «^^vn<'« linllcwr» 2. Ausgabe vom 25. November 19NN, Nr. 'e,,l>ill. vom ^N. November !9N». Nr. 7149 .Deutsches Vollsblalt. vom 2/>. November 190« Ubenbausliabe. Nr. 172 Ostdeutsche Rundschau» vom 2« November 1!»08. Nr. 271 .5!n,o„»lli ^rull» oom l9 Noliimber 1908. Nr. l i «^vs»lin«!nl», mi»«l» (Novrmlier Nlimmer NW^.) Nr. 17 «Volll« I.i«^» vom b, und 19. September 1908 (Ncwy rl). Aufruf des Bezirksausschusses in Welwarn .?. l. V dnb NF« ^>l>n nrplitlxilx» l>n^e>». I'igllom V. 8w6os», v lir2,1upoc^> u./VI. ^^lclllll/>m vlll»tuim». N>, 4? .^»lc/ Kc>mo«Inill» vom 21, November I 08. Nr, 32 < .6»». vom :^, November 9'»». Nr, 1 6 «K»mn8t>tt,!w8t» c»lim 2>. N,'vrmber 1908. N>. ^8 'III^x)' 2 Vonknvu,» vom 20 November 1908. Ns. ^5 «Tetichen-Vooenl'llchel Zeitung» vom 25, November 1908. Dle in Leitmerih am 23. November 1908 verbreitete Druck schrifi Deutscht'. Achinua.». Nr. 4U .Deutsche Vaucru'Zeitung» vom 28. Nedelmonds 1908. Nr. 48 »Alldeutsche Vauern»Zeitung» vom 28. Nebelmonds 19'8. Nr. '^0 .?uiki ^Illg. vom 20. November 1W8. Mchtnmtlicher Geil. Der türkische Boykott. Aus Konstantinopcl wird über die Haltung Österreich-Ungarns in der Angelegenheit des türkischen Voykotts folgendes mitgeteilt: Das Wiener Kabinett besteht in der nachdrücklichsten Weise darauf, das; der Boylott in den Zollämtern, welche ja türkische Staatsanstalten sind, ein Ende nehme und das; die Förderung und Unterstützung desselben durch Staatsfunktionäre oder durch Organe, die zu solchen im Verhältnis der Abhängigkeit stehen, aufhöre, da ein derartiges Verhalten ebenso gegen das Völkerrecht, als gegen den Geist der Handelsverträge verstößt. Auf türkische Private einen Zwang üben zu wollen, wo und bei wem sie ihre Einkäufe machen, ist der österreichisch-ungarischen Negicrung nicht in den Sinn gekommen. Es wird ganz vom Gange der Dinge in diesem Sinne abhängen, ob der Botschafter, Markgraf Pallavicini, von der ihn, erteilten Automations seinen Urlaub am !l. d. M. anzutreten, Gebrauch machen wird, oder nicht. Die Entscheidung darüber ist ihm anheimgestellt. An diplomatischen Stellen, deren Freundschaft für die Türkei durch wiederholte Vewcisc derselben jedem Zweifel entrückt ist, gibt man der Besorgnis Ausdruck, das; man türtischerseits sich vielleicht des Ernstes der zwischen der Türkei und Österreich-Ungarn durch die amtliche Unterstützung des Voykotts geschaffenen Lage nicht entsprechend'bewußt sei. Die offizielle Türkei habe allen Grund, sich ihre ganze Verantwortlichkeit in dieser Sache ernst vor Augen zu halten. Das türkische Parlament. Bisher sind ungefähr hundert neugewähltc Deputierte aus der Provinz in der Hauptstadt eingetroffen. Man erwartet noch die Abgeordneten von zwei oder drei Provinzen und die Wahlen in Kon- stantinopel, um alsdann den Tag der Eröffnung der Kammer festzusetzen. Über die ^istc der erwählten Senatoren wird das tiefste Geheimnis bewahrt. Die dort anwesenden Deputierten haben beschlossen, den Sultan einzuladen, der Eröffnung der Deputiertcn-tammer Persönlich beizuwohnen. Die Vorschläge, diese Eröffnung im Merassim-Kiosk oder im Palais Dolmabagdsche vornehmen zu lassen, dürften abgelehnt werden. In den arabischen Kreisen Konstantinopels verlautet, das; tt4 arabische Deputierte gewählt wurden, u. zw. im Sandschak Zor I, Sandschat Benghazi 2, im Vilajct Tripolis in der Ber-berei 4, in den Sandschats Hodeida s», Assyr 1^>, Sanaa 12, Taize tt, Mekka 2, Tschedda I, Medina 1'. in den Vilajelen Beirut 7, Aleppo 7, Syrien 0, Bagdad 0, Vassora 0 und Mossul 5. Es sind bisher nur einige dieser arabischen Deputierten in der Hauptstadt angekommen, andere sind auf dem Wege, der Nest wird erst im Verlaufe der Session eintreffen. Es gibt unter ihnen, wie versichert wird, sehr unterrichtete Männer und bedeutende Ncdner. Sowohl in griechischen, wie in arabischen Kreisen verlautet neuerdings, das; die christlichen Abgeordneten sich den Arabern anschließen werden. Wenn dies tatsächlich der Fall sein sollte, wäre die türkische Majorität gefährdet, zumal es nicht ausgeschlossen ist, daß sich auch die Albanier an die Seite der Araber stellen. Die Regierung hat den Beduinen, die mehrere Millionen zählen, das Wahlrecht verweigert, weil sie Nomaden sind; die arabischen Deputierten werden dagegen in der Kammer Protest einlegen. Persien. Über die von Sir Edward Grey am 20. v. M. abgegebenen Erklärungen über die Lage in Persien geht der „Pol. Korr." aus London folgende Inhaltsangabe zu: Nach Feststellung der von England und Rußland gemeinsam beim Tchah erhobenen Vorstellungen bemerkte der englische Sekretär des Auswär- Feuilleton. Die Wahrsasteriu. Voi, 55rih ?,.,lll)off. > Nachdruck verboten.) Zwei Jünglinge saßen eines Abends in einem Lokale und tranken Bier. Wenn Jünglinge in einem Lokale sitzen und Bier trinken, sprechen sie gewöhnlich beim ersten Krug von Poesie und Liebe, beim zweiten von der Nichtigkeit und dein Schmerz des Erdcnlebcns, beim dritten von Tod und Vernichtung. Die beiden jungen Leute saßen gerade beim dritten Krug und waren schon zu dem Resultate gekommen, daß das Erdenlcben überhaupt keinen Wert habe. Sie waren dahin einig geworden, daß, wenn man im voraus auch nur ahnen könne, welche Eummc von Leid, Sorge und Täuschungen dein Menschen hier auf der Welt bereitet sei, nur der Wunsch übrig bleiben würde, nie geboren zu sein, und daß das vernünftigste, was man tun könne, deshalb sei, sich auszuhängen. Nach diesen Überlegungen leerten sie ihren Krug und traten wieder auf die Straße. Unter düsterem Schweigen gingen sie miteinander durch eine Reihe dunkler und leerer Straßen, wo nur hier und da eine einzelne Gaslaterne weinend stand in dem kalten, dichten Nebel, der die ganze Stadt eingehüllt hatte. An einer Straßenecke reichten sie einander die Hand und trennten sich. Der eine war ein hübscher, blonder Student, der früher nie über die Rätsel des Daseins gegrübelt hatte. Noch vor wenigen Stunden war er leicht und lebensfroh mit einem Lied auf den Lippen und mit seinem jungen Herzen voll süßer Licbeshoffnung durch die Stadt gegangen. Jetzt wanderte er heim in seine Kammer mit einem von Schwermut erfüllten Herzen und mit einem Kopfe, der von schaurigen Gedanken erfüllt war. Er legte sich ins Bett, um zu schlafen. Die Angst aber, die ihn beschlichcn hatte, die Angst vor den Leiden, Sorgen und Täuschungen, die die'Zukunft ihm bescheren würde, ließ ihn keine Ruhe finden. Da sprang er Plötzlich aus dein Bette'. er glaubte dies Dasein nicht länger ertragen zu können. Er tappte herum, bis er die Schublade seines Schreibtisches fand. Hier lag ein Revolver, den er in den Sommcrscricn auf dem Lande zum Rattenschicßcn gebraucht hatte. Schnell lud er ihn und spannte den Hahn. „Fahre wohl, du elende Welt!" rief er und steckte die Mündung ins Ohr. Plötzlich fiel es ihm ein, daß er von einer Wahrsagerin gehört hatte, die unten am Flusse wohnte, und die gegen Erlegung einer Goldmünze die Leute ihre Zukunft sehen ließ. Sollte er doch nicht erst einmal zu ihr gehen, dachte er. Es könnte doch interessant sein zu erfahren, welche Leiden die Zukunft für ihn bestimmt habe. Schnell kleidete er sich an und steckte den Revolver in die Hintcrtasche seines Rockes, dann zog er den Kragen über die Ohren und schlich sich wieder in die dunklen, nebelerfüllten Gassen hinaus. Bald fand er das Haus der Wahrsagerin unten am Flusse. Eine rote Laterne beleuchtete mit mattem Schimmer die Tür, und in einiger Entfernung sah er mehrere vermummte Gestalten in der Dunkelheit verschwinden. Am Hauseingange wurde er von einem schwarz maskierten kleinen Mann zurückgehalten, der ihn nach seinem Wunsche fragte. Als aber der Student ihm seine goldene Uhr in die Hand steckte, nickte er und führte ihn über eine tief hinab gehende Treppe, durch eine Reihe dunkler Gänge in eine von einem brennenden Scheiterhaufen erleuchtete Grotte. Hier saß die Here in einem Armsessel mit einer roten Katze neben ihrem Schemel und einer Eule auf der Schulter. Sobald sie den Besucher sah, erhob sie sich, trat ihm keck entgegen und legte ihm eine Brille vor die Augen. Mit zauberartigcn Bewegungen berührte sie seine Stirn und Brust und sing darauf an, wirbelnd um ihn herum zu tanzen, während die Katze auf dein Schemel und die Eule auf ihrer Schulter anhaltend fauchende Töne von sich gaben. Zuletzt streute sie ein Pulver auf den Scheiterhaufen und rief: „Akalaba! Akalaba!" Im selben Augenblick wurde die Grotte von einem weißen Dampf erfüllt; vor den Augen des Studenten schien alles wie verborgen, und er hörte ein tiefes unterirdisches Brausen wie vom Meeressturme zur Zeit der Tag- und Nachtgleichc. „Was willst du sehen?" rief die Here. Der Student sann nach. Tann antwortete er bebend: „Mein Alter." Augenblicklich verschwand der weiße Nebel vor seinen Augen, und er erblickte ein armes, leeres Zimmer, in dem ein Greis zwischen Lappen und zerfetzter Decke auf einem Bette hingestreckt lag. Während der Alte auf seinem Lager sich krampfhaft wand, stieß er ein wildes Nehgehcul aus, das in dem leeren Zimmer ein schauerliches Echo hervor» rief. (Schluß folgt.) Laibachel Zeitung Nr. 279^___________________________________260U________________________________________ 3. Dezember ,Wtt. tigcn, man habe einige Bedenken bezüglich dieses Schrittes gehegt, weil er ein Abweichen uon dem strikten Buchstaben der Politik der Nichtinterven-tion bedeute. Es sei aber zugleich ein noch größeres Risiko der Intervention für den Fall vorhanden, wenn die augenblickliche Unordnung in Pcrsien trotzdem andauern sollte. Die eingeschlagene Bahn sei als das geringere von zwei Übeln erkannt worden. Es sei ganz selbstverständlich, daß die Hauptlast einer Intervention auf Rußlands Schultern fallen würde. Es liege nicht in der augenblicklichen Tendenz Englands, über eine diplomatische Unterstützung Rußlands im nahen Osten hinauszugehen, und die gleiche Tendenz dürfte in bczug auf Persien obwalten. Eine Flottendemonstration im Persischen Golf wäre in ihren Wirkungen doch nur eine Demonstration. Wenn aber Rußland dazu gezwungen werden sollte, im Einverständnis mit England einzuschreiten, würde das immerhin in gewissem Sinne nicht nur seine Hände binden, sondern auch eine Rückwirkung auf. die Türkei und andere ausüben. Gerade darum dürfte man sich aber in Petersburg bis zum Eintritte eines äußersten Zwanges jeder Aktion in Pcrsien enthalten. — Man erblickt in London in der Abgabe dieser auffallend offenen Erklärungen ein Anzeichen, daß die englische Regierung bezüglich der weiteren Entwicklung der Dinge in Persien von Sorgen erfüllt ist. Nenn Sir Edward Grey von einem Risiko der Intervention für den Fall der Fortdauer der Wirren in Persien sprach, bleibt im Auge zu behalten, daß eine Beendigung der letzteren sich nur dann hoffen ließe, wenn der Schah des Willens würde, seinen Verpflichtungen voll und ganz nachzukommen. Dafür scheint aber keine Aussicht vorhanden zu sein. Wenigstens liegt bisher kein zu solcher Hoffnung berechtigendes Anzeichen vor. Politische Ueberkckt. Laib ach, 2. Dczembber Das „Neue Wiener Journal" sagt in einer Betrachtung über die Ansprachen, welche Seine Majestät der Kaiser an die verschiedenen Huldigungsdeputationen richtete: Die Festtage haben förmlich einen goldenen Kodex der Rcgierungswcisheit geschaffen, der die Festcszier dieser Tage überdauern und als ein beherzigenswertes Vermächtnis auch den kommenden Generationen verbleiben wird. Es ist reife, im tiefen, intuitiven Erfassen der Menschennatur erlangte Weisheit, die begreift und verzeiht, zurückblickt und voraussieht, was aus allen Kundgebungen Franz Josefs spricht, und ihm einen leuchtenderen Kranz ums Haupt schlingt, als es Iubiläumsdithy-ramben vermocht hätten. Das Herrenhaus hält Donnerstag den 3. Dezember um 1 Uhr nachmittags eine außerordentliche Sitzung mit der Tagesordnung ab: Bericht des Präsidiums über den Empfang der in der außerordentlichen Sitzung vom 26. November gewählten Huldigungsabordnung durch den Kaiser. Das „Fremdenblatt" kommt auf die vielbesprochene Rede des Lord Roberts im englischen Ober-Hause zurück und meint, er habe durch Übertreibung seiner Absicht geschadet. Diese Übertreibung werde nun von allen Seiten in Deutschland, wie in England zurückgewiesen. Staatsselretar Haldanc have in einer Rede zu Cambridge nachgewiesen, daß die Möglichkeit einer Invasion, die Lord Roberts als so leicht geschildert habe, nicht vorhanden sei, so lange England die Seeherr>chaft behaupte. Die Heereöversajjung, die England Haldane veroantt, i>t nach dem Urteil der kontinentalen Fachmanner die beste, die in einem Staate geschahen werden tonnte, der die allgemeine Wehrpflicht mcht aufzuerlegen vermag. Lord Roberts Pyantasicgemälde ist voll der ruhigen Hand des Staatssekretär» Haldane einfach hinweggewischt worden. Über die Lage in Indien wurde in London eine offiziöse Mitteilung veröffentlicht, worin die An-nayme einer sich auf die Manen der Bevölkerung eritreckcnoen Verschwörung als absurd bezeichnet wird. Da^ Lord Minto seine Rundreise ausgegeben habe, bedeute leine neue Veränderung zum schlechteren. Die verantwortlichen Behörden ill England und ili Indien befänden sich in Kooperation und die Beziehungen zwischen White Hall und Kaltutta seien menials befriedigender gewesen. Wesentlich anders klingt aber, was ein früherer indischer General-!tab»offizier in der „Pall Mall Gazette" auseinandersetzt, l^r sagt: „Es ist einfach Torheit, nicht zu glauben, daß irgend eine Erhebung nur durch eine wunderbare Mischung von Glück und weiser Voraussicht vermieden werden kann," und empfiehlt die Anwendung drastischer Mittel. Man sollte für die Bereitschaft von etwa zwanzig Bataillonen mit reichlicher Artillerie Vorsorgen und in Indien Proklamieren, daß bei der leichtesten Ruhestörung diese Truppen auf Kosten Indiens hinübergcsenoct würden. Er fährt also fort: „Verbrechen sind begangen, das Gesetz ist offen verhöhnt und die Regierung insultiert worden, und zwar in einem Maße, welches beweist, wie vergeblich die Erwartung ist, daß die Situation durch gewöhnliche Mittel gerettet werden könne. Weitere Geduld und Rücksicht würden das unvermeidliche Resultat nur beschleunigen." Tagcsnemglciten. — sllbei den furchtbaren Kampf eines Polizeisol» baten mit einer !»iöwin) wird aus Transvaal gcschric-ben: In der Nähe dun Zoutpansverg in Nordtransvaal hatten zwei Vuren ein Löwenjunges geschossen. Die Löwin, die ihren Verlust bald bemerkt hatte, folgte den Spuren der Buren. Dabei stieß sie mit zwei des^Wcges kommenden Polizeisoldaten zusammen und griff sie laut brüllend an. Der eine Polizist schoß und traf das Tier, verletzte es aber nur leicht. AIs er sein Pserd spornte, um zu entrinnen, blieb es wie versteinert stehen, >uäh. rend das andere Pferd mit seinem Reiter durchgcbrannl war. Die Löwin sprang auf den zurückgebliebenen Poli> zislcn und riß ihn vom Pferd. »Der Mann kam aber sofort auf die Veine, umklammerte die Löwin und ge» langte auf ihren Rücken. Seinen rechten Arm schlang er fest um den Hals der Bestie und mit der linken riß er ihren Kopf zurück, indem er mit zwei fingern in ihre Nasenlöcher faßte. Die Vestie brüllte vor Schmerz und Wut und versuchte, ihren Angreifer los zu werden. Über eine halbe Stunde währte das verzweifelte Ringen. Einigemale kam der Polizist unter das Tier zu liegen und bearbeitete es dann mit seinen schweren Reiter» tiefeln. Der Löwin aber gelang es dann, ihre Krallen in die Glieder des Menschen' zu schlagen. Mit den Pranken riß sie ihm das Fleisch in Fetzen von den Vei> nen. Aber immer wieder gelang es dem Mann, de,l Kopf der Bestie zurückzureihen. Endlich, als er der Er-chupfunf, nahe war, kam Hilfe. Die beiden Bure», hatten den Schuf; gehört und waren darauf umgekehrt, in der richtigen Annahme, daß die Löwin einen Men-chen getroffen und angegriffen habe. Äeiin Nahen der Buren ließ die Löwin von ihrem Opfer und wandte sich zur Flucht, so daß der Polizist sie loslassen muhte- sie wurde aber nach den ersten Sähen von der tödlichen Kugel e,nes Vuren ereilt. Der junge Polizist war be-wußtlos geworden. So schnell als möglich schafften ihn die Vnren ins Kranlenhans. Er kam dort zwar trotz einer schlveren Verletzungen wieder zur Besinnuna, larb aber bald an Blutvergiftung. Welche Kraft die Verzweiflung dem Manne gegeben hatte, geht daraus hervor, daß er der Löwin die Nase vollständia aufaeris. sen hatte. " " — swutc Lmpfehlunq.j „Dies würde gerade das richtige Vnch sein, das Sie Ihrer Frau vorlesen könn. ten", drängle der Kolporteur. — „Ich lese nicht und habe auch keine Fran!" schnauzte Herr Nobbs. — „Nun", sagte der Kolporteur, „wenn Ihre Frau tot ist, sind doch vielleicht Kinder da. Und Kinder finden gerade dieses Vuch —" — „Kinder sind auch nicht da!" unterbrach ihn Herr Nobbs. „Es ist leiner da außer mir und der Katze". — „Nun", versetzte der verzweifelte Kolporteur, „brauchen Sie denn da nicht manchmal ein gutes, schweres Vuch, um es na/, der Katze zu werfen, bloß zur Beruhigung Ihrer Gefühle? Vei den meisten Büchern würde es Ihnen leid tun, sie auf diese Weise zu ruinieren, aber dies —" Die junge Exzellenz. Roman von Weorg Hartwig. (29. Fortsetzung.) lNllchdnlck v°!c!!., „Hilfe!" rief Frau Mertens mit erlöschender Stimme. Frau von Wechting beabsichtigte, sich ihr zu nähern, aber der abwehrend ausgestreckte Arm der Majorin wies diese Art Nächstenliebe weit von sich. Dir Ordonnanz nebenan, ungewiß, ob dieser Hilferuf ihm gelte und männliche Unterstützung angebracht sei, öffnete bescheiden die Tür, just als ^rau von Wcchting aus dem Wohnzimmer davonrauschte. Er brauchte nur noch seine tapferen Kriegerarmc auszubreiten, um die kleine, runde Frau Majorin darin aufzufangen.-------- Natürlich gab dieser sensationelle Vorfall nicht nur fruchtbaren Stoff zu den pikantesten Witzeleien und Übertreibungen, sondern er gab auch dem Gatten der Gekränkten Veranlassung, schon am nächsten Tage den Hauptmann von Wechting auf dem Kasernenhof zu stellen und ihm mit sehr scharfen Worten die Pflicht einzuprägen, den fulminanten Redefluß seiner Gemahlin in gebührenden Schranken zu halten. Herr von Wechting, obwohl im ganzen wenig einverstanden mit dieser Lanzenführung seiner Frau, vertrug dennoch nicht den geringsten Tadel gegen die Einzige, welche ihm vertrauenswürdig erschien. Seine Hagcrc Gestalt wuchs in die Höhe, während er steif die Hand an den Mützenschirm legte „Für die gute Absicht der Handlungsweise mei-ner Frau stehe ich ein, Herr Major." Der Major zuckte ungeduldig die Achseln. „Gute Absicht für Sie, Herr Hauptmann! Aber ich möchte doch bitten, Ihrer Frau Gemahlin dringend ans Herz zu legen, dieses Wohlmeinen auf ein unerläßliches Maß der Rücksichtnahme auch auf die Gefühle anderer Frauen zurückzuführen." „Meine Frau bedauert den Ausgang ihrer freundschaftlichen Unterredung mit Ihrer Frau Gemahlin gleich mir auf das lebhafteste. Sie hat indessen aus verschiedenen Worten der Frau Majorin einen ihr lebhaftes Temperament unsäglich reizenden Hohn zu vernehmen geglaubt." „Meiner Frau?" rief der Major beinahe lachend vor Staunen. „Die, gottlob! von allem Dienstklatsch nicht soviel Verständnis hat! Herr Hauptmann, Ihre Meinung in Ehren, aber für die Harmlosigkeit meiner Frau ist mir das ganze Regiment Bürge. Ich hoffe, daß Ihre Frau Gemahlin sich zu diesem Allgemeinurteil durch Sie bekehren lassen wird —, ich hoffe dies ganz bestimmt, Herr Hauptmann!" In Herrn von Wcchtings neurasthenisch glänzenden Augen blitzte ein spöttischer Strahl auf. „Befehlen Herr Major vielleicht, daß meine Frau Ihrer Frau Gemahlin Abbitte leiste? Öffentlich oder privatim?" „Ich glaube nicht nötig zu haben, unter den obwaltenden Umständen eine allercinfachste Höflichkeitsbezeigung ausdrücklich zu verlangen", sagte der Major, schwer gereizt von diesem Hohn. „Ich erwarte sie für meine Frau!" Er griff an seine Mütze und schritt davon. Als Frau von Wcchting von dieser Forderung Kenntnis erhielt, verfiel sie in eine Art Lachlrampf. „Abbitten soll ich? Dieser Hcuchelkatze? Lena, was meinst du dazu? Weil ich ihrem Gatten indirekt meine Meinung gesagt habe, soll ich — oh, ich ersticke vor Lachen!" Die Baronesse schüttelte bedenklich ihr aschblondes Haupt. „Ich denke, daß die Sache ihre sehr ernste Seite hat, Laura, und daß du Eginhard in eine bedenkliche Lage gebracht hast." Frau von Nechting schnellte wie eine Uhrfeder von ihrem Sitze auf. „Jetzt wird's sich zeigen", rief sie, ihre lebhaft sich bewegende Hand gebieterisch gegen eine Photographie des Brautpaares ausstreckend, „wie die So-dens sich zu uns stellen! Ob sie eine Spur von Verständnis und Dank haben mir gegenüber! Ich rühre kein Glied. Und dann wollen wir mal fehen, was der Herr Major für Saiten aufziehen wird, wenn der Oberst ihm einfach sagt: Gibt's nicht, lieber Freund! — Ich lasse sie mir ruhig kommen." Am nächsten Vormittag schon erschien in der Tat Frau von Solden freundschaftlich bei der zukünftigen Schwägerin ihrer Tochter, sehr beflissen, Frieden zu stiften und die Sache für beide Teile in Güte beizulegen, bevor ihr Gatte sich darin mischen mußte. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 279,________________________ 2601 3 Dezember 190«. Lotal- und Prouillzial-Nachrichteu. Das 6l)jähristc Ressicrunsssjubiläum Scincr Majestät des Kaisers. Gestern um U) Uhr vormittag zelebrierte der hoch» würdigste Herr Fürstbischof Dr. Iegli5 unter gro-her Assistenz ein feierliches Pontisikalamt, dem alle Staatsbeamten mit Herrn Landespräsidentex Freihrrrn von Schwarz an der Spitze sowie das Offizierskorps unter ssührung Seiner Exzellenz des Herrn Feld. marschall-Leulnants von Lang, weiters eine überaus große Zahl von sonstigen Andächtigen beiwohnten. Die auf dem Schlußberge aufgestellte Batterie, gab während des Hochamtes 24 Schlisse ab. Nach dem Hochamte erschienen beim Herrn Lan» despräsidenten verschiedene Huldiguugsdeputatiunen, über die wir morgen berichten wollen. — Anläßlich des Wjährigen Regicrungsjubi-läums Seiner Majestät des Kaisers trat der Laibacher Gemeinderat gestern mittags zu einer Festsitzung zusammen, zu welcher sich die Gcmcindcräte in Festlleidung vollzählig eingefunden hatten. Der Sitzungssaal war aus diesem Anlasse festlich dekoriert und die auf einem Postamente aufgestellte Bronzebüste des Allerhöchsten Jubilars von prächtigem Blumenschmuck und erotischen Pflanzen umgeben. Bürgermeister Hribar hielt eine dem bedeutungsvollen Festtage der Völker Österreich-Ungarns angemessene Ansprache, welche von den Gemeinde-räten stehend angehört wurde. Seine Majestät Kaiser Franz Josef l. -'- sagte der Bürgermeister — begeht heute ein seltenes Jubiläum, ein Jubiläum, das nicht seinesgleichen auszuweisen hat in der Geschichte der Herrscher. Gesund nnd rüstig begeht Er die sechzigste Jahreswende, seit Er das Herrschelzepter in Seine Hände genommen. Zugleich mit Ihm.begeht dieses Jubiläum die ganze gebildete Welt: wegen Scincr seltenen Tngcndcn, wegen der Güte Seines Herzens, wegen der gewaltigen Schicksalsschlägc, die Er heroisch ertrug, und insbesondere wegen Seiner streng verfassungsmäßigen Negierung hat Er sich allgemeiner .Hochachtung und Verehrung zu erfreuen. Insbesondere die Voller der diesseitigen Reichshälfte begehen heute das Regierungsjubiläum ihres Kaisers der Dankbarkeit und Ergebenheit, haben sie doch Senu'in edlen Herzen, Seiner weisen Umsicht und Seinem starken Willen all die gewaltiger. Errungenschaften zu verdanken, deren sie seit dein Jahre 184tt teilhaftig geworden. Mit einer gewissen Pietät gedenken wir des Jahres 1tt>^. Der Völkerfrühling hat damals seinen Anfang genommen. Allerdings geschah es, wie dies so oft auch in der Natur zu geschehen Pflegt, daß ein unerwarteter Frost die zarten, den ersten Strahlen des erwärmenden Frühlings entsprossenen Blüten der Freiheit und Gleichberechtigung vernichtete; aber der Frost wich wieder einem frischen warmen Lüftchen, und abermals erwachte der Frühling, nun schöner nnd üppiger als vvrher. Ein Glück war es, daß er einen erfahrenen Pfleger fand, der ihn beschirmte und vor Schaden bewahrte. Dieser Pfleger war Kaiser Franz Josef I. und da Ihn das Jahr Itt-Itt nns gegeben, dürfen wir mit um so größerer Pietät dieses Jahres gedenken. Es waren schwierige Verhältnisse, als Franz Josef 1. heute vor sechzig Jahren den Thron Seiner Ahnen bestieg. Österreich war infolge des absolutistischen Regimes zurückgeblieben und infolge der inneren Krisen geschwächt; in einem Teile des Reiches aber erhob die Revolution ihr struppiges Haupt. Der junge Herrscher fand somit keine beneidenswerten Verhältnisse vor. Angesichts der Gefahren, die das Reich allerorts bedrohten, ergriff Er die Zügel der Rcgicruug im festen Glauben an den Glücksstern, der Österreich bisher noch stets ein treuer Begleiter gewesen, sowie im Vertrauen auf die traditionelle Ergebenheit der Mehrheit Seiner Völker. Und dieser Glaube hat Ihn nicht getäuscht. Mit slavischer Hilfe gelang es, den Aufstand zu unterdrücken und den wankenden Thron wieder zu festigen. Leider war es den Feinden der Freiheit, welche diese als die Urheberin der Revolution hinstellten, geglückt, die Völker dieses Reiches vorübergehend in neue Fesseln zu schlagen. Allein das war nur ein Inzident. Der Tonner der Kanonen, der in der oberitalienischen Ebene widerhallte, bannte die Wolken fort und wieder erschien den Völkern Österreichs die allbelebenoe Sonne der Freiheit, die, so Gott will, nicht wieder untergehen wird. Der juugc Herrscher gab ihnen nämlich eine Verfasfung, deren fünfzigjährigem Bestände wir entgegengehen. Und diese Verfassung, mittelst deren Er einen Teil Seiner Rechte Seinen Völkern abtrat, beschirmte der ritterliche Monarch, sich der Heiligkeit des gegebenen Wortes wohl bewußt, mit einer Fürsorge, die Ihm das Prädikat «der verfassungstreueste Herrscher" eintrug. Und so brach eine neue Epoche heran, deren Zeugen wir sind. Diese Epoche darf mit Fug und Recht eine Epoche des allgemeinen Fortschrittes genannt werden, eine Epoche des zunehmenden Wohlstandes, eine Epoche der sozialen Reformen. Unser Landmann, der seine Befreiung dem edelmütigen Entschlüsse Seines Herrschers zu verdanken hat, führt heute ein Leben, von dem seine Vorfahren vor dem Jahre 1tt4i^ nicht einmal eine Ahnung haben konnten; Handel, Gewerbe und Industrie gelangten infolge gesetzgeberischer Förderung und Unterstützung, deren sie seitens der Volksvertretung teilhaftig wurden, zn hoher Blüte; allgemeiner Wohlstand — Beweis dessen die ungewöhnliche Entwicklung unserer Geldinstitute — aber ist die Folge friedlicher Entwicklung der letzten dreißig Jahre. Diese Epoche dauernden Friedens im Vereine mit dem allgemeinen Wohlstände aber beeinflußte wohltätig auch die intelektuellen Kräfte der Völker, die Entwicklung der fchönen Literatur und Kunst, was alles in dem Herrscher, dessen Empfänglichkeit für alles Edle und Schöne allgemein bekannt ist, die kräftigste Stütze fand. Wir, meine Herren, als Vertreter einer größeren autonomen Stadt dürfen bei dicfem Anlasse insbesondere nicht übersehen, welch kolossalen Aufschwung die Städte während der Regierung des Kaisers Franz Josef 1. genommen, wie sie sich modernisiert haben nnd wie zahlreich die sanitären und humanitären Institutionen sind, die in dieser Epoche entstanden. Und unter diesen nimmt unser aufstrebendes, unserer Fürsorge anvertrautes Laibach keineswegs die letzte Stelle ein, Laibach, dessen Entwicklung in hohem Maße der staatlichen Unterstützung zu verdanken ist, deren unsere Stadt nach der Erdbebenkatastrophe von, Jahre 1895 infolge Wohlwollens des kaiserlichen Jubilars teilhaftig geworden ist. Geradezu gewaltig aber ist der Fortschritt auf dem Gebiete der sozialen Gesetzgebung. Hieher gehört teilweise auch schon die Entwicklung des Genossenschaftswesens. Weitere Schritte auf diesem Wege bilden die Bezirkstranlenkassen, die Unfallversicherung und die Altersversicherung der Privat-angeslellten. Ein Denkmal :><,<' i»l'i'<'in,mtt aber hat sich die Regierung des Kaifers Franz Josef l. mit der Einführung der allgemeinen Altersversorgung für die Arbeiterschaft, für das Kleingewcreb und für den kleinen Grundbesitz errichtet. Wenn wir, meine Herren, all dies überlegen, müssen wir zu der Erkenntnis gelangen, wie viel Grund die Völker Österreichs haben, am heutigen Jubeltagc dankbar und mit den Gefühlen inniger Ergebenheit ihres Herrschers zu gedenken. Aber es gibt hiesür noch einen anderen Grund. Kaiser Franz Josef I. gab mil der Verfassung Seinen Völkern auch die Gewähr der volleu Gleichberechtigung. Es ist allerdings richtig, daß die Staatsmänner Seinen edlen Willen nicht immer loyal würdigten und daß infolgedessen einige Völker dieses Reiches — und nnter diesen anch nnser flovenifches Volk — noch ziemlich weit entfernt sind von vollkommener Gleichberechtigung. Allein dies möge uns nicht beirren. Die Verfassung, welche die Unterschrift Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. trägt, ist uns eine Illil^»^ cui'ti». Auf dieser basieren unsere Rechte, welche wir trotz allen Machinationen der zu dein gleichen vollberechtigten Leben berufenen Fremdlinge einerseits und der in den Traditionen des deutschen Systems erzogenen Bureaukratie anderseits erringen müssen und auch erringen werden. Darum, meine Herren, lade ich Sie ein, auf den heutigen Jubilar, auf den Tchirmer alles Edlen, auf den Beschützer der Völker, auf den Friedensfürsten Seine Majestät Franz Josef I. mit mir einzustimmen in den Ruf „Slava, Slava, Slava!" — Der Gemeinderat stimmte mit Begeisterung in diesen Ruf ein. Bürgermeister Hribar schloß sodann die Festsitzung, worauf sich eine Wneinderätliche Deputation, bestehend aus dem Bürgermeister Hribar, Vizcbürgermeister Dr. Ritter von Vleiwcis und den Gemeinderäten L e n «'e, Mayer und v. Trnkoczy zum Landespräsidium begab und die Bitte vorbrachte, die homagialsten Glückwünsche der Stadtgemeindc Laibach an die Stufen des Thrones gelangen zu lassen. -X- Nom herrlichsten Wetter begünstigt, sand gestern nachmittags um halb 1 Uhr die festliche Enthüllung des aus den, Platze vor dem Iustizpalais ausgestellten Denlniales Seiner Majestät des Kaisers statt. Am W'zen Park waren ans diesen» Anlasse Standarten mit den kaiserlichen, den Landes» nnd den städtischen ^ar^ ben, reich mit wirlanden umwunden, errichtet worden: vor dem Denkmale nahmen die verschiedenen ^estgäsle Ausstellnng, während sich zu dessen rechter nnd linker Seite die Schüler der hiesigen Mittelschulen, die Züq. linge der l. k. Lehrer» und Lehrerinnenbildungsanstalt sowie des städtischen Mädchenlyzeums postierten und längs der Rampe des Iustizgebäudes die freiwillige Feuerwehr, und Netlungsgesellschaft mit Herrn Brand-direltur Strieel an der Spitze und die Gerichts-und sonstigen Amtsdiener Spalier bildeten. An der erhebenden ^eier nahmen unter anderen folgende Herren teil: Landcspräsident Freiherr von Schwarz, .Hofrat Graf (5 h 0 rinsky, Landeshaupt, mann von 5 ullje, Landesgerichtspräsident Lcvi 5 -nil, Vizepräsident Pajl, Hinnnzdireklor Olimen t, die Landesschulinspektoren Hu bad und Levec, die Landesregierungsräte Kr einenget, Dr. Zu» pane und Edler von (5 r 0 n , Präsidialselretär Graf 5t ünigl, Pusldireltor Leban, Tabalsabriksdirettor Hlava 5 ek, Oberbergkommissär Ttrgnr, General-Vikar FIis, Dompropst Saj 0 vic, Dompfarrer E r -ter, Kanonikus K 0 lar, die Pfarrer ^. Sat < ner und Pavli«, die Präsidenten der Notariats« und der Advolatenlammer Plantan und Dr. M aja > ron, Musikdirektor H u b a d, die Direktoren und Professoren der staatlichen Unterrichtsanstalten, Mit-glieder der Gemeinderates, die Magistratsbeamten unter Führung des Herrn Magistratsdiretturs Von-5 ina , die städtische Lehrerschaft, zahlreiche Bürger, meister vom Lande usw. usw. Von den militärischen Dignitären waren folgende Herren bei der Feier anwesend: Seine Exzellenz FML. von Lang und GM. G h e r a r d i n i; die Oberste: Kr 5 iwanek, von N i e dl i n g e r, N a d i 5 e v i meinderate wurde dies nur durch die ausgiebige Unter» sllitzung des Staates ermöglicht, und so beschloß er denn zum Zeichen der Dankbarkeit in Laibach ein Denk. mal zu errichten, das noch späteren Geschlechtern vom edlen Herzen des sorgsamen Monarchen zengen sollte, der es sich nicht nehmen ließ, zu uns in einer Zeit zn kommen, als infolge der mit unberechenbaren Natur» erscheinungen verknüpften Unsicherheit unsere Stadt alles mied. Als späler im Jahre 1898 nnsere Monarchie das 50jährige Negiernngsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers beging, faßten, um der Stadt Lnibach die Er« füllnng der gestellten Anfgabe zu ermöglichen, sowie zum Zeichen der unentwegten Ergebenheil nnd Treue zum gütigen Monarchen viele flovenische Gemeinden den Be-schluß, zur Errichtung dieses Denkmales beizusteuern. Laibacher Zeitung Nr. 279.______________________ 2602 5 Dezember 1908. Und es liefen in größeren und kleineren Beträgen, wie cs eben die Lage der betreffenden Gemeinde lunlich erscheinen ließ, Spenden sowohl aus Kram als auch aus Steiermark, Kärntcn und aus dem Küstenlande ein. Als der Gcmcinderat sah, daß es ihm infolge der behufs Aufstellung des Denkmales zur Verfügung stehenden Summe möglich war, an die, Hintangabe der Arbeiten zu denken, schrieb er einen Konkurs unter Festhaltung des Grundsatzes aus, daß daran nur Kunst» ier slowenischer Nationalität teilzunehmen berechtigt sind, damit so der slovenische Geist und die slovcnische Hand ein Kunstwerk schüfen, das die Gefühle der slove» nischen Herzen zum Ausdrucke bringen sollte. Das'Denkmal erhebt sich jetzt vor uns. Das Relief, das der Künstler auf der Rückseite des Denkmales ausgemeißelt, drückt in erschütternder Konzeption das Grauen der verhängnisvollen Oslerlagc aus, da man draußen in der Welt die Auferstehung feierte, während in Laibach allgemeine Verwüstung herrschte. Auf dem Steine oberhalb des Reliefs aber sieht man das milde Antlitz des Monarchen, der Trust und Hilfe gebracht, und unter ihm einen Genius, der die großen Taten verzeichnet, wie sie im Leben dieses Monarchen aufein, ander folgen. Tiefes Denkmal, das die Stadt Laibach zieren soll, wird also von der Dankbarkeit und Ergebenheit des sloveuischen Volles Zeugnis ablegeil. Es soll aber auch ein sichtbares Kennzeichen jener zarten Bande sein. die das in lindlicher Liebe ergebene und die volle Erfüllung seiner Rechte erhoffende Volt mit dem ritterlichen Monarchen verknüpfen, der ihm diese Rechte gewähr-leistet hat. Wir müssen glücklich sein, das Denkmal an dem heutigen Tage zu enthüllen, da mit den Völkern Lster< reichs die ganze zivilisierte Welt eine der seltensten Fest-lichkeiten in der Weltgeschichte — das 60jährige Re-gierungsjubiläum — begeht. Verschiedene Huldigungs» deputationen erschienen vor dem milden Antlitze des Kaisers- wir aber können uns nicht nach dein entfern» ten Wien begeben, um dem Kaifer zu huldigen, für den heute all unsere Gefühle flammen. — Wollen Sie, hoch. geborener Herr Landespräsidcnt, die Weisung erteilen, daß die Hüllen sinken, die uns bisher hinderten, des Kaisers Büste zu sehen!" Hierauf erwiderte Herr Landespräsidcnt Freiherr von Schwarz in fwvenischcr Sprache- Durch den Beschluß, Seiner Majestät unserem allergnädigften Kaiser und Herrn ein Denkmal zu setzen, hat der Laibacher Gemeinderal die Absicht bekundet, die Erinnerung an die Teilnahme und die Wohltaten zu verewigen, die Seine Majestät in schweren Tagen der Stadt und dem Lande erwiesen. Zahlreiche sonstige Gemeinden im Lande haben sich an der Aufstellung die» ses Denkmales beteiligt und dadnrch im Vereine mit der Stadt Laibach ihrer Dankbarkeit und Ergeben-heit an den erhabenen Herrscher Ausdruck gegeben. Ein Rückblick auf jene Zeiten der Not und Bedräng-nis, zu dem das Standbild Anlaß gibt, ruft aber auch eine andere, sehr erfreuliche Erinnerung wach. In brüderlicher Eintracht haben die Bewohner dieser Stadt und dieses Landes ohne Unterschied der Nationalität miteinander gewetlcifcrt, um Hilfe und Trost zu spcn» den und den Schaden gut zu machen. Dadnrch ist ins» besondere Laibach in ungeahnter Schönheit wieder er» standen. (Deutsch:) So wird denn dieses Denkmal auch eine Erinnerung und Mahnung sein zur Eintracht und zu gemeinsamem Wirten, getreu dem Allerhöchsten Wahl» spruche Seiner Majestät. sSlovenisch:) In diesen« Sinne bedeutet das Denk» mal ein sehr willkommenes Iubiläumsgeschenk, denn nichts vermag das Herz Seiner Majestät mehr zu er» freuen, als Seine Völker glücklich und zufrieden zu wissen. Und nun falle die Hülle! Als die Hülle vom Denkmale sank, intonierte die Musikkapelle der Slovenischen Philharmonie die Kaiser» Hymne, während vom Schloßbergc Kanonenschüsse die Enthüllung des Monuments verkündeten. Einer Ein-ladung des Herrn Bürgermeisters folgend, brachen alle Versammelten in enthusiastische Slava», 5ivio» und Hochrufe auf Seine Majestät den Kaiser aus, wor-auf von den Dignitären noch ein Rundgang um das Denkmal behufs desfen Vefichtigung erfolgte. Hiemit fand die erhebende Feier ihren Abschlnß. Im kleinen Saale des Hotels „Union" fand um halb 2 Uhr ein von der Stadtgemeinde verunstaltetes Festbankett statt, an dem nebst den Herren Bürger-meister Hribar, Magistratsdirektor V u n 5 i n a , Vizebürgermeister Ritter Bleiweis von T r st e» niäki und dem Präsidialsetretär Herrn Ianko Ritter Bleiweis von T r st e n i 5 t i gegen 3l> Bürger-meister jener Landgemeinden teilnahmen, die znr Er° richtung des Kaiserdentmales beigesteuert hatten. Den Neigen de»r Trinksprüche eröffnete Herr Bürgermeister Hribar, indem er betonte, daß das heute enthüllte Kaiserdcnkmal, weil durch Beiträge der slovenischen Ge-meinden zustandegekommen, auch ein Denkmal der Soli» darität dieser Gemeinden bedeute, die stets die slovenische Muttersprache hochhalten sollen, auf daß sie bei der Geschäftsführung in allen Ämtern zur vollen Gel-tung gelange nach den Intentionen Seiner Majestät des Kaisers, der allen Völterfchaften der Monarchie Gleichberechtigung gewährleistet hat. Der .Herr Bürgermeister erhub sein Glas auf die Solidarität, Brüder- lichteit und Liebe aller slovcnischen Bürgermeister ohne Rucksicht auf deren politische Gesinnung. — In einem zweiten Trintspruche betonte Herr Bürgermeister Hri -bar die Verdienste des ältesten Mitgliedes des Lai-bachcr Gemeinderates, Herrn Dr. Blciweis Ritters von Trstenl 5 ki, um das Gemcindewesen der Stadt Laibach. Herr Dr. Bleiweis Ritler von Trste» n i,; t i forderte in seiner Dantesredc die slovenischen Bürgermeister auf, sich im Verkehre mit den Schul» behörden stets der slovenischen Sprache zu bedienen und sluvcnischc Zuschriften anzustreben. Herr Bürger» meislcr Prelesnit aus Dobrepolja, Gemcmde Videm, dankte für die gastfreundliche Aufnahme, die sowohl er als die übrigen Gemeindevorsteher gesunden, und trank auf das Wohl des Bürgermeisters der ersten slovenischen Gemeinde, des Herrn Hribar; Herr Bür> germeister Icrnej Hribar ans Ober»Tuchein loa» liierte auf Seine Majestät den Kaiser und erregte durch seinen Trintsprnch allgemeine Begeisterung. — Im Verlaufe des Bankettes, um dessen vorzugliches Menü der Hotelleilung alle Anerkennung gebührt, wur» den noch mehrere Trintspruche ausgebrachl und die Gc» sellschasl blieb einige Stunden in freudiger Stimmung beisammen. Anläßlich des sechzigjährigen Rcgierungsjubiläums Seiner Majestät des K aisers fand gestern um halb 2 Uhr nachmittags im großen Saale des Hotels „Union" ein Festbankett der Offiziere uud Militärbeamlen der Garnison Laibach statt. Unter dein Präsidium Seiner Exzellenz des Herrn Divisionärs und Slationstom» Mandanten FML. Karl von Lang waren außer dem aktiven Offizierskorps der Garnison zahlreiche Stabs» und Oberoffiziere des Pensionsstandes und des Ver-hältnisses außer Dienst an der zirka 250 Gedecke zäh» lenden Tafel vereinigt. Wie in Anbetracht des historisch, patriotischen Anlasses nicht anders zu erwarten, be» herrschte freudigste Festesstimmung die auserlesene Ge» sellschaft. AIs Seine Exzellenz der Divisionär das Wort zu einer formvollendeten, die hohe Bedeutung des denk» würdigen Festes in kernigen Wußten schildernden Rede ergriff, in deren Verlauf er die bis ill, den Tod treue Anhänglichkeit, Verehrung und Bewunderung zum Aus» drucke brachte, mit welcher die Armee an ihrem ober» sten Kriegsherrn hängt, da bewies die elementare Ge» walt der Begeisterung, mit welcher die Anwesenden in die abschließenden Hochrnse auf den heiß geliebten Mon» archcn einstimmten, daß diese fast aus allen Nationen der Monarchie zusammengewürfelte Gesellschaft sich eins fühlt in ihrem hohen, ehrenvollen Berufe als Schützer und Schirmer des Reiches nach außen und Stütze des Thrones im Innern, daß die traditionelle Kameradschaft für immer den eisernen Kitt bildet, der diejenigen nnter sich und mit ihrem Obersten Kriegsherrn unlösbar verbindet, welche die Ehre haben, der ruhmreichen österrcichisch»ungarischen Armee als Ofsi» ziere, als Soldaten anzngehören. Zu dem wahrhaft erhebenden Verlaufe des schü-nen tameradschaftlichen Festes trug auch nicht wenig die überaus geschmackvolle und der Bedeutung des Festes angepaßte Ausstattung des prächtigen Raumes bei, worin dieses stattfand Es hat sich in dieser Beziehung die Firma Herzmansky ebensowohl besondere Verdienste erworben, als wie die Leitnng des Hotels „Union", die den hohen Anforderungen, welche ein Bankett von solchem Umfange an die Leistungsfähigkeit des Unternehmens stellt, in glänzender Weise gerecht wnrde. Als ganz besonders sinnige Ausschmückung der Fest» tafel muß die ans der Druckerei Jg. von Kleinmayr H Fed. Bamberg hcrvorgegangene prächtige Mappe be» zeichnet werdeil, welche die Speiseordnung und das Musikprogramm enthält und jedem Fcstteilnehmer ein bleibendes wertvolles Andenken an die erhebende patrio» tische Feier bilden wird. Die Einbanddccke der Großoktavmappe ist mit dem in Dreifarbendruck hergestellten, ganz hervorragend gelnngenen Bildnis Seiner Majestät in schwarzgol-dcncr Umrahmung geziert, während die Rückseite, in Weiß mit Goldarabesken gehalten, in ihrer Mitte einen goldenen, stilisierten Reichsadler ausweist. Schließlich sei noch der vorzüglichen Leistung der Musikkapelle des Infanterieregiments König der' Vel» gier Nr. 27 gedacht, die ein mit großem Kunstverständ» ms gewähltes Programm nntcr der bewährten Leitung des Herrn Kapellmeisters Christuph in künstlerischer Weise zum Vortrage brachte. Ein ganz besonders erhebender Moment war es, als die stets zündenden Klänge des Nadetzlymarsches den Saal durchbrausten, und unwillkürlich richtete sich hicbei die allgemeine Aufmerksamkeit aus den anwesen» den 82jcU)rigen Radehkyveteranen Herrn Hanplmann des Riihestandes Matthias Zitterer von Ca sa (5 avalchina, dessen Vrnst nebst vielen anderen Ans« zeichnnngcn auch der bereits zur Zeit des Regicrungs» antrittes Seiner Majestät vor dem Feinde erworbene Orden der Eisernen Krone ziert. — Seinem Beispiele solgen zu dürfen, war der innige Wunfch, welcher da aus aller Augen leuchtete. Das in jeder Richtung gelungene, in seiner Art einzig dastehende patriotische Fest wird gewiß allen Teilnehmern in immerwährender, erhebender Erinne» rung verbleiben. Die län gc rd i e n e n de n U n t c r 0 f fiz i e re der Garnison Laibach Veranstaltelen am aestri» gen Kaiser-Iubiläumsfestlage im Glassalon des Kasino ein Bankett, welches, von echt soldatischer Kamerad» schast getragen, einen glänzenden und wahrhaft erheben» den Verlauf nahm. Sämtliche Unteroffiziere aller Was» sen und Anstalten hatten sich um l Uhr nachmittags ml ^ri-lll^ im reichgeschmückten Festsaale eingcfundcn, woselbst die Büste Seiner Majestät unter schwerem Baldachin und im grünen Blätterschmncke prangte. Kurz nach 1 Uhr erschien Seine Exzellenz der Herr Divisioiiär und Stationskommandant FML. v. Lang in Begleitung des Herrn Brigadiers GM. GHerar» dini nnd del? Herren: Oberst.Landesgendarmerietom. mandant v. Ried linger, Oberst-Regimentstom» mandant des Landwehr.Infanterieregiments Nr. 2? v. Kreysa, Oberst»Regimentslommandant des Feld» tanonenrcgiments Nr. 7 Krziwanek, Oberst.Rcgi» mentskommandant des Infanterieregiments Nr. 27 Radiüevi^, Oberst-Valaillonstommandant im In-fanterieregiment Nr. l7 Lales to, Oberstabsarzt und Kommandant das Garnisonsspitals Nr. 8 Doktor Weiß, Oberstleulnant lind Kommandant des Ergän» zungsbezirtstommandos Nr. l,7 Tischina, Major und Kommandant des Landwehr.Ergänzungsbezirts-kommandus Nr. 27 Wank, Major nnd Er'satzbatail» lonskadcrkommandant des Infanterieregiments Nr. 17 Vreindl, Militär-Verpflegsverlvalter Langer, Hauptmann und Generalstabschef der 28. Infanterie» truppendivision Freiherr von Wald stallen, Ritt» meister und Estadronskommandant im Dragonerregi» menl Nr. 5 v. Ruiz, Rittmeister und Kommandant des Staatshengstendepots in Selo v. Glaser, Haupt» mann und Kommandant der Sanitätsabteilung Nr. 8 Schmidt und Hauplmann und Ersatztompanietader» tommandant des Feldjägerbataillons Nr. 7 Eoufal. FML. v. L a n g und die Festgästc wurden von den zwei ältesten Unteroffizieren ehrerbietigst begrüßt, worauf Seine Exzellenz in einer martigen und begeisterten Rede des hohen Festtages gedachte und seine stürmisch bejubelte Ansprache in ein mächtiges, aus tiefsten Her» zen kommendes „Hurra!" auf den obersten Kriegs» Herrn austlingen ließ. Die Musikkapelle des Infanterie» regiments Nr. 27 intonierte die Nolkshymne und in weihevoller Andacht lauschten die Anwesenden dem all» ehrwürdigen Kaiserliede. Nachdem sich die Ehrengäste mit reichen Worten der Anerkennung von den Fest» gebern verabschiedet hatten, begaben sich die Festteilneh' mer zu Tisch, um im buntgemischjen Bilde die prächtig dekorierte Tafel zn füllen, deren besondere Zierde die künstlerisch ausgeführten Tischkarten bildeten. Nach dem dritten Gange des vorzüglichen Mittagmahles, als der Kaisersalut vom Schloßberg in die Stadt herab ertönte, erhob sich der Tischvorsitzende Oberwnfsennieisler Flass ig und hielt folgenden, ergreifenden Toast: „Kameraden! Ein seltener, einziger Anlaß hat uns hier vereinigt! Wir feiern heute das glorreiche 60jährige Regierungsjnbiläum unseres allergnädigsten Kaisers und Königs, unseres obersteil Kriegsherrn! Hellte, wo lausend und aber tausend Herzen mit innigster Liebe und Dankbarkeit für unseren erhabenen Monarchen schlagen, wollen auch wir, seine allzeit gehorsamen Sol» daten, nnser Gelöbnis der Treue bis in den Tod er» neuern und bekräftigen! Kameraden! Hebt Eure Gläser und stimmt mit mir ein in den Ruf'. Gott erhalte! Gott beschütze unseren heißgeliebte!,, allergnädigsten Kaiser und Kriegsherrn! Seine Majestät, Kaiser und König Franz Josef I., er lebe hoch! ^ hoch! -- hoch!" Nicht endenwullende Hoch» und Hurrarufe übertönten zum zweitenmale die hehren Klänge der Volkshymne und manches alte, schlichte Soldatenherz schlug höher in freudiger Ergriffenheit und in fenriger Begeisterung. Noch lange, nachdem die kameradschaftliche Mahlzeit be» endet war, blieben die Unteroffiziere froh vereint und in diesen Stunden treuen Beisammenseins bekräftigte sich auss neue das alle Wahrwurt des Dichters: ,In Deinem Lager ist Österreich!" -X- Im deutschen Theater fand gestern eine Feftvor» stellung statt. Der Bericht darüber folgt Raummangels halber morgen. Bald nach Einbrnch der Dämmerung begannen die Häufer, die im Laufe des Tages überaus reichen Flaggenschmuck angelegt hatten, in festlichem Lichter-glänze zu erstrahlen nnd eine große Menschenmenge diirchwogle die Straßen der Stadt. Sie wuchs immer mehr an, als das Orchester der Slovenischen Phühar-monie mit klingendem Spiele, von zahlreichen Lam» pionsträgern sowie einer Abteilung der Laibacher srei» willigen Feuerwehr» und Reltungsgesellschasl geleitet, die Stadt durchzog. Namentlich anf dem Rathausplatze, wo das Orchester den Nalionalmarsch „iX:>,„-<',! ?.n«dnv:l 5!nv>!" vortrug, entstand eine geradezu beängstigende Slanuug. Der Musikkapelle gab eine schier endlose Menj'chenmenge das Geleite, die, in geschlossenen Reihen marschierend, nationale Lieder anstimmte. Die Illumination selbst bot überall einen sehr schönen Anblick. Das Gebäude der Landesregierung und die landschaftliche Burg erstrahlten in einem pompösen Lichlmeere- das Rathaus erglühte an seiner Front in elektrischen Lichtern, die sich zu einem „Slava" znsaM' mensetUen, worunter sich die Kaiserkrone sowie die Ini» tialen>. .1. I. nebst den Jahreszahlen 1848 und 1W8 befanden. Das fürstbischöfliche Palais erschien mit vier sinnigen Transparente» geziert, während über dem Laibacher Zeitung Nr. 27. 2603 26. Dezember 1908. Portall' die Vüstc Seiner Majestät dcs Kaisers aus. gestellt war. überaus wirksam repräsentierten sich die Kirchen. Das Purtal der Domtirche sowie deren Turn» erglänzten in zahllosen Lichtern; die Franzistanerlirchc trug drei große farbige Transparente sowie eine glcin-zcnde Reihe von Lampions- an der Klostersrauentirche war ein Transparent mit dem Bildnis Seiner Maje-stät und der ^ahl 6l) angebracht, während hoch oben an der Hassade eine Girlande von farbigeil elektrischen flammen erstrahlte,- die St. Ialobstirche hatte ihr Portal sowie den Turm mit zahllosen Lichtlein gc> schmückt' an der St. Petcrskirche flammte Petri Schlüssel sowie ein Kreuz nebst einer langen Neihc von Lichtern. Das Kasinogebäude trug auf dem Ballon einen prächtig flammenden Doppeladler mit den Jahreszahlen 1848 und 1908, die Krainischc Sparlasse eine Kaiser-trone aus Gasflammen, von zwei Lichtlandelabern ge-tragen, während zu beiden Seiten die beiden Jahres» zahlen 1848 und !9<»8 feuriges Licht verbreiteten. Das Hotel „Union" war am Giebel mit einer glänzenden Kaiserkrone und darunter mit den kaiserlichen Initia. len geziert; das Gebäude der „Ljudsta Pusujilnica" hatte sich aus allen Balkönen und Erkern mit schier un-zähligen Lichtern geschmückt; ebenso das Gebäude der Katholischen Druckerei, von deren Giebel die Jahres-zahlen !848 und 1908 erstrahlten. Unter den vielen Prwathäusern seien besonders genannt: das Haus des Branddirektors Stricel an der Petcrsstraße, wo die ganze Front in Lampionen und Lichtern erglänzte; das Haus der Frau llicgallv, an der Mill^iDr'aße, an dem alle Fenster symmetrische Lichter» reihen auswiesen, sowie das .Haus des Hoflieferanten Mathian, wo sich eine Unzahl von Lichtern zu den kaiserlichen Initialen und zu den Jahreszahlen 1848 und 1906 vereinigte. Die Katholische Buchhandlung hatte zwei Fenster mit Draperien in den kaiserlichen Farben ausgeschlagcn und in dem einen eine Tafel mit der Inschrift 1848 I''.N. 1908, im zweiten eine Kaiser-büste zwischen Blattpflanzen aufgestellt. Die Handlnng Pauschin in der Wolfgnssc halte ihr Auslagefenster mit einer Kaiserbüste geziert, unter der zahlreiche Lich-ter in blumenförmigen Glasgesäßen brannten; die Vlu-menhandlungen Korsika in der Schellenbnrggasse und Herzmanstl) in der Pre^crengasse wiesen in ihren Schau» senstern die Kaiserbüste unter prächtigem Blumen-schmuck und Blattpflanzen aus; die Handlung Oblat in der Schellrnburggafse brachte eine niedliche Miniatur» Kaiserbüste, mit Lorbeer geschmückt, zwischen Puppen» hüten zur Ausstellung; der Friseiirladen Feltich-Franl. heim in der Schellenbnrggasse halte in sinniger Weise schmucke Kinder vor einer Kaiserbüste gruppiert; im Schaufenster der Firma Nenedilt in der Prc^erengasse prangte eine Kaiserbüste zwischen Draperien in den kaiserlichen Farben, ebenso in der Buchhandlung Klein» mayr H: Namberg am Kongreßvlcche. Der vorstehende Bericht kann selbstverständlich lei» nrn Anspruch auf Vollständigkeit erheben; gewiß aber kann daraus ersehen werden, daß sich die Illumination zu einer imposanten Kundgebung der unentwegten Treue und der innigen Liebe gestaltete, die die Vevöl» kerung der lrainischen Landeshauptstadt den« greisen tai» serlichen Jubilar entgegenbringt und auch jederzeit ent» gcgenbringen wird! — Im städtischen Naihausfaale fand gestern vor-mittags durch Bürgermeister Hribar die Dekorie» rung von fünf Kriegern aus dem Jahre 1848 mit dem ihnen anläßlich des Allerhöchsten Jubiläums verliehenen Militärjubiläumslreuz an rot-weißem Bande statt. Es waren dies die Greise Michael Oblak, Franz Saih, Johann Tominc, Franz ^ irkeIbach und Ignaz Eg er; Michael W a ch e l lonnte krankheitshalber zu der schönen Feier nicht persönlich erscheinen. Der Vür» germeister hielt an die greisen Krieger eine warme An» spräche, welche in den Wunsch ausllang, sie mögen die «hnen verliehene Auszeichnung mit dankbarer Ergeben-heit dein Allerhöchsten Kriegsherrn noch lange tragen. Die Feier schloß mit einem begeisterten Slava auf den kaiserlichen Jubilar. Das l. k. Zweite S l a a t s gy m n a s i u m feierte das 60jährige Negierungsjubiläum Seiner Maje-stät des Kaisers gestern in der festlich geschmückten Turnhalle der Anstalt. Daselbst versammelte sich die gesamte Schuljngend mit dem Lehrkörper an der Spitze nach dem in der Ursnlinerinnenkirche, vom Religions-Professor A. M e rhar gelesenen Festgottesdicnfle. Nach einer kurzen, herzlichen Begrüßnng der Anwesenden durch den Leiter der Anstalt, Schnlral Dr. Aezjal, trug der Knabenchor des Gymnasiums unter Klavier-beg'leitung R. Rihovskys „Hymnus" vor. Hierauf be-trat das Podiuin, woselbst unter einem Baldachin die Kaiserbüste ausgestellt war, Schulrat Dr. Vezjal und entrollte in großen Zügen mit scharfen Umrissen vor dem geistigen Auge der feierlich gestimmten Jugend ein Bild des überaus segensreichen, aber dornenvollen Lebens unseres gütigen, erhabenen Herrschers. Die mit Innigleit gesprochene, schwung» und gehallvolle Fest» rede fand ihren Weg in die Herzen der jungen Zuhörer und zündete das Feuer der Liebe zu unserem Aller-höchsten Beschirmer. Brausende ,,/.ivio"-Ruse gaben hievon ein beredtes Zeugnis. Eine sinnige Fortsetzung der Festrede bildete d>> österreichische Kaiscrhymne, ein-stimmig unter Klavierbegleitung vom Knabenchor ge-sungcn' Hierauf trug Fr. Mihcl^i«, ein Schüler ocr IV. n Klasse, in gefühlvoller Weise das Festgedicht „I^cssovc'inu Xpo»<,olnkl'mu V^i«lln«tvu ^VuiKM ,io5<>i'u I. K 601<^n'n tui'ili t,1l-)i", ein Lied Ä. Nedveds für Bariton, sang der Schüler der VI. Klasse Richard Jug, wofür er reichlichen Beifall erntete. Stanislaus V i r a n t, ein Schüler der VIII. Klaffe, stellte in einer kurzen, formvollendeten Festrede Seine Majestät den Kaiser seinen Mitschülern als Porbild eines tatkräftigen, auf-opserungsvollen Mannes dar und forderte seme Mil-schuler auf, dem hehren Vorbilde stets in treuer Er-gebenheil nachzueifern. Die Jugend, die während der Regierung Seiner Majestät ein neues, stattliches Schul-gebaude erhallen hatte, brach in sturmische „^ivio"-Rufe, als der Dolmetsch ihrer Gefühle endete, „^v^ti-i^u inoM", A. Redveds Festchor, vorgetragen von den Sän» gern des Obergymnasiums, bildete den Schluß dei glänzend verlaufenen Jubiläumsfeier. Den Gesang lei» lete der Gesanglehrer der Anstalt, Herr V edra l. Die Kaiserhuldigung an der Sla alsrcal -schule hatte ein künstlerisch ernstes Gepräge. Sie fand nach dem Festgottesdienste in der Turnhalle statt; aus einer in Echwarz-Gelb gehaltenen Estrade erhob sich aus einem Palmenhain die Kaiserbüste, von Wand-girlandcn umkränzt, die von weiblichen Genien getragen wnrden; die geschmackvolle Ausstattung ist ein Werk Professor Koxeljs, der von ' Schülern de> IV. li Klasse unterstützt wurde. Ein Ehor von mehr als hundert jungen Sängern trug einen deutschen Fest-gcsang von Mühring unter Leitung des Lehrers Pav » 5i6 künstlerisch vor. Regierungsral Dr. I u n o w i c z feierte darauf in herzlichen Worten die Persönlichkeit linseres Kaisers und ließ seine Rede in dem „Gott erhalle" ansllingen. Darauf folgten Vortrage von Fest» gedichlen; Abiturient Hoffmann deklamierte das deutsche, Schüler Verbi 5 das slovenische, desfen Per» fasser Prof. Opela ist, in wirksamer Abtönung. Auf das Niveau der strengen, hohen Kunst wnrde die Feier durch die Vorführung von Haydnö „Largo" und Schu» berls „Polonaise" gehoben, die von den Schülern der VI. Klasse Klan er, Mayr, Sonvico und T r o st feinsinnig dargeboten wurde. Mit einem sluve-nischen Festchur von F o e r st e r, dessen Text ebenfalls von Prof. Opela stammt, schloß die Feier, die auch viele arme Schüler glücklich machte: denn je ein Schüler jeder Klasse wurde, den wohltätigen Absichten unseres Kaisers entsprechend, mit Kleidungsstücken beschenkt. -X- An der städtischen slovenischen achtt 1 assi» g e n M ä d ch envollsschule wurde am ^. Dezcm-ber das 60jährige Kaiserjubiläumsfest gefriert. Um 9 Uhr in der Frühe hörten die Schülerinnen und der Lchrtörper die Festmesse in dcr St. Ialobstirche. So» dann begaben sich die Mädchen in das Schulhaus, wo in den drei größten Schulllassen die Jubiläumsfeier stattfand. Die Festräume waren tags zuvor mit Tannen, reifern und Efeugewinden geschmückt worden. Begeister» ter Gesang, ergreisende Festreden und stimmungsvolle Deklamationen wechselten miteinander ab. Stürmisch jubelnd erscholl das „Slava" ans Seine Majestät de>. geliebten Kaiser, und mit leuchtenden Augen und glück-seligem Lächelu verließen die kleinen nnd großen Mäd» chen die Schule. — lllnscic Festnummer.) Die vielen anerkennenden Schreiben, die uns aus allen Kreisen der Bevölkerung über unsere gestrige Festausgabe zukamen, bestätigen uns das berechtigte Aufsehen, welches das von der „Lai» bacher Zeitung" aus Anlaß des Regierungsjubiläums Eeiuer Majestät unseres allergnädigsten K a isers an-gelegte Festkleid allerorts hervorgerufen hat. Wir tön-nen mit einer gewissen Befriedigung und Genugtuung aus die von unserer Buchdruckerei mit dem Drucke der Festnnmmer bewältigte Arbeit zurückblicken, eine Lei» stung, die eigentlich nur von dem voll und ganz ge-würdigt und anellannl werden kann, der mit dem Ge> triebe einer Buchdruckerei und Zeitung vertraut ist und der die kurze Spanne Zeit kennt, die uns zur Herstel-luna. des Blattes zur Verfügung stand. Trutz des großen Umfanges der Feslnummer — sie zählt 26 Seiten — trotz des in Farbendruck ausgeführten Bildnifses unfe-res Kaisers, das die Titelseite dcr Nummer schmückt, trotz der vielen Abbildungen, die den Text zieren, bracht», die Nummer noch die neuesten telegraphisch^!, und tele-Phonischen Berichte, z. V. einen ausführlichen über die Beleuchtung Wiens au, Abende des 1. Dezember, und erschien doch pünktlich wie alle Tage, ganz auf Kunst-druckpapier gedruckt, so daß unsere Abonnenten die ^jei-tung zur gewohnten Stunde in die Hand bekommen tonnten. Nur das einträchtigste Zusammenarbeiten der Redaltion mit der Druckerei, unter einer umsichtigen Leitung, lonnte dies ermöglichen und alle die Schwie-rigkeiten bewältigen, die mit dem Druck und der Ex-Peditiun dieser Nummer verbunden waren. Damit unsere Leser auf den, Lande das Blatt in tadellosen, Zustande in die Hand bekommen und das wohlgelungenc Bild-nis unseres Kaisers als dauernden Zimmerschmuck auch ausbewahren können, wurde die Versendung in steifen Umschlägen veranlaßt. Wir bitten unsere auswärtigen Abonnenten, falls einem oder dem anderen die Fef>> nummer nicht, oder in beschädigtem Zustande zngelom-men sein sollte, uns dies rechtzeitig mitzuteilen, damit wir für Ersatz sorgen, nns aber auch an geeigneter Stelle wegen schlechter Zustellung beschweren können. — Evangelische Kirchengemeinde.) Heule abends 8 Uhr findet in der evangelischen Kirche ein Missions-vortrag mit Lichtbildern, gehalten von Herrn Missionär Dilger aus Wien, statt. * lMilitiirpatroncn im Laibachflussc.) Gestern nach» mittags sand eine mit dem Waschen beschäftigte Magd unter dem Gasthausc des Ma<'el am Franzenslai im Laibachflusfe einige Militärpalronen. Mehrere Knaben machten sich sodann auf die Suche und fanden im Was-ser 16 scharfe und 13 blinde Militärpatronen. Ein vor» übergehender Lehrer nahm ihnen die Patronen, mit denen sie spielen wollten, weg und deponierte sie bei dcr Polizeibehörde. — iThcatcrnachricht.) Bei der morgen stattfinden-den Aufführnng der „Walküre" gastiert der Helden-baryton Herr Theo Werner vom Stadttheater in Graz als „Wotan". Telegramme des k. t. Tclegraphen-Korrcjpondenz-Vureaus. Das Kaiserjubiläum. Wien, 2. Dezember. Aus allen Teilen der Monarchie sowic aus dem gesamten Ausland laufen Nachrichten über die ungewöhnlich festliche Vegehuna. des heutigen Tages ein. Überall wurde der Tag durch Festgottcsdienste und Patriotische Veranstaltungen gefeiert. In den Hauptstädten der auswärtigen Ttaalcn empfingen die (5hcfs der österreichisch-ungarischen Missionen die Mitglieder dcr österreichisch-ungarischen Kolonie, wobei patriotische Reden gehalten wurden. Den über Veranlassung der Botschaften und (Gesandtschaften veranstalteten Gottesdiensten wohnten überall die Mitglieder dcr regierenden Häuser zumeist Persönlich bei oder ließen sich vertreten. Nahezu die gesamte ausländische Presse, insbesondere die deutschen, englischen und griechischen Vlätter feiern den Kaiser unter Hervorhebung seiner Herrschertugenden und der Verehrung, die sich der Monarch in der ganzen Welt zu erwerben gewußt. Das Etandrecht in Prag. Prag, 2. Dezember, llber Prag und die Gerichtsbezilse Karolinental, Smichov, Königliche Weinberge, Nuslc, Wrschowicz und ^tov wurde bezüglich des Verbrechens des Aufruhrs das Standrecht verhängt. Die durch Wochen fortdauernden Demonstrationen und Erzcsse, welche durch die gewöhnlichen Mittel nicht unterdrückt werden konnten, haben die Anwendung dieses außergewöhnlichen Mittels notwendig gemacht, welches hoffentlich die von allen friedliebenden Elementen ersehnte sofortige Wiederherstellung der vollen Ruhe und Ordnung mit sich bringen wird. Turch eine gleichzeitige Kundmachung der Polizcidireltion werden alle Ttraßen-ansammlungen untersagt, die Tchlicßung der Haus-tore um tt Uhr abends verfügt und zugleich auch jedes öffentliche Tragen von Vereins- und sonstigen Abzeichen verboten. Prag, ^. Dezember. Nachmittags und abends herrschte überall Ruhe. Wien, 2. Dezember. Wie nunmehr feststeht, sind während und nach der Stadibeleuchtunq im ganzen vier Personen an Herzschlag erlegen. Eine davon wies überdies Wunden und mehrfache Rippenbrüche auf. Von insgesamt 104 Fällen erwiesen sich bloß zwei schwerer Natur. Zwei Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Linz, 2. Dezember. Bischof Dr. Doppelbauer ist heute früh gestorben. Brunn, ^. Dezember. Abends kam es zu Demonstrationen und Reibungen zwischen Deutschen und Ezechen. Zur Wiederherstellung der Ruhe mußte das Militär requiriert werden. Während dcr Demonstrationen wurden verschiedene Wachorgane durch Stcinwürfe, Demonstranten durch Säbelhiebe verletzt, einige schwer. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. In den späteren Abendstunden wurde die Ruhe wieder hergestellt. Vcranltourllichcr Redakteur: Anion F u n. t e k. Meteoroloffijche Bcobachtunqen «n ^aibach. Tlvkobl 5M«'8 m. Mittl. l.'i>ftl»nick "/»«'" mm 'II u.«. ,746 5"^? wmdftill i setter !------- 1 i U. Nt» 746 5 -4 b NO schwach N,be^ 7 U F. 745 7 -6 5 » » 2 2U.N, 4« 6 -12 S schwach . hriter (10 ____9 U,M. 7^3 4-40 NW. scnwach____3teb?l gj'U.F ! 741 91 -b «! S. schwach ! . ^> 0 0 Das Tayrsmittel der Trmprralur von Dirnstaa betiäat -4 3°. Normale 0 4', von Mittwoch 3 U°, Normale 0 ii°. Satbadjer Rettung Mr. 279. 2604 3. ©cumber 1908. — sDie Alpenhiittcn des Tlovenischen Alpenvci. cincs) wurden im lailfondcn Jahre von 4487 Touristen besucht, was geqen das Vorjahr ein Plus dun 683 Per» soncn ausmacht. Sie verteilten sich auf die einzelnen Hütten folgendermaßen: Alja/.-Heim W45, Triglau» Hütte 701, Vodnikhlitte 275, Oroxcnhütte 447, Kadilnit-Hütte 750, ssrischaufheim 342, Kocbekhütte 120, Ober-burger Hütte 170, Praßberger Hütte 74. Thratcr, Kunst und Literatur. — l,.I'1"nin^i Vi,>!.tlnk".) Inhalt der !2. Num. mcr: 1.) Ianku Mlakar: Auf den hohen Alpen nnd in der niedereil Lombardei. 2.) Dr. Franz Tomin » 5 et: Erinnerungen und Entwürfe. 3.) Kocbek: f Dr. Ivan De^ko. 4.) Vereinsmitteilungen. 5.) Ver-schiedene Mitteilungen. — Das Blatt erhält im nach» sten Jahre ein größeres Format sowie ein besseres Papier; auch wird jede Nummer mit einigen Illustra-tioncn ausgestattet sein. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 2l. bis 28. November 1908. Es herrscht: der Milzbrand im Vezirle Kraiuvurg in der Gemeinde Pre» dassel (1 Geh,): der Rotlauf der Tchlvcine im Bezirle Loitsch in der Ge. meinde Zirtuiß <5 Geh); im Oezirle Rudolfswert in der Gemciude Töplih (1 Geh): die Schweinepest im Vezille Gurtfeld in den Gemeinden Tschatesch (^ Geh.). Zirtle (5 Geh.): im Bezirke ^aibach Umgebung in der Gemeinde Obcrlaibach sl Grh,). die Wutlranlhcit im Vezirle Laibach Stadt, Laibach Um. gebung iu der Gemeinde Vresowitz. Erloschen ist: der Milzbrand im Vezirle Ürainburg in der Gemeinde Maviit (l Gel,.); der Rotlauf der Echweine im Vezirkc Radmauusdorf in der Gemeinde Görjach (l Geh.); im Aezirle Rudolfswert in den Gemeinden Grohlact si Geh.); .hönigstein (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirle Gurlfeld in der Gemeixde Landstraß (I. Geh.). A. k. ^LandeQrcgierutig für Arain. Laib ach, am äi). November 1!«^ MonatSübersicht. Der verflossene Monat November war ungewöhnlich talt und ziemlich trocken. - Die Bcobach» tungcn am Thcimumcler liefern durchschnittlich iu Celsiusgraden: Um 7 Uhr früh -2 4', um 2 Uhr nachmittags 2 1°, um 9 Uhr abends ->'!', so daß die mittlere Lufttemperatur drs Monates-l>-5° beträgt, um 4 1° unter dem Normale; Maxi» mum 1l) 4" am 1 , dem einzigen Tage. wo das Tagesmittcl über dem Normale stand; Minimum 13 7° am 17. früh. — Die Beobachtungen am Barometer geben 739 l mm als mittleren Luftdruck des Monates, um 3 1 mm über dem Nor» male; Maximum 753 4 am 16. früh, Minimum 725 t am 9. früh. Nasse Tage gab es 8, darunter 6 mit Schnee; der Niederschlag beträgt im ganzen 52 ö mm, wovon 19 3 als Meistbetrag auf d>'u l^. entfallen; au diesem Ta^e bela> men wir den ersten Schnee, und zwar in beträchtlicher Mrnge, zugleich setzte strenge Kälte ein und der Winter uahm seinen Anfang. - Unter den Winden war zwar der S, vorherrschend, doch war feine Wirtuug kraftlos, weil er über kalte Schnee» felder zu uus lam; der eigentliche Wärmcbrmger, der SW., gelaugte wohl iu höheren grogr Breiten an deu Bodeu, bei uns konnte er die untere kalte Luftströmung nicht überwinden. - Nebel hatten wir an 12 Taqeu, manchmal sogar über Mittag unk auch abends. — Im laufcuden Mouat Dezember kommt der Mond am 2!l. frühmorgens in Erdnähe, Die Bop- und Lithlum-hältifre Heilquelle ^ jwwaiirt sich bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht, ^ mekerharnruhr und catarrhalitchen Affect!««««. ^ Natfirlicher eisenfreier S&uerling. oL Rauptniederlagen In Lalbaoh: Michael Kastner und Peter Lassnik. Kinematograph Pathè (früher Edison). I *rzialuicderlagc vou A. Moll, l u. k. Hoflieferant, Wien I., Tuclilaubcu '.), welche ihre reich illustrierte Preisliste ullcu Iutcrcsseuteil gratis zusendet. (2/l55) 2 fur Blusen u Roben in allen Preislagen, sowie stets das Neueste in schwarzer, weißer u. farbiger „Henneberst« Geide" v. i^ 1 ö<1 bis X ^2 70 p. M. — Franko u. schon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (5370) li-6 Die grosse Mode „1908/09", ------Cotelš u. Cachemire de soie ------ forner empfehle: Messaline, Seiden-Mousseline, Louisine, Taffet, Crepe de Chine, Eolienne, Voile, Chine, Pekin, Damast etc. Sien-FaMM. Henneberg, Zürich. _____ Hpflinf. I. M. d. Kaiserin v. Deutschland. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aurslilatte) vom l. Drzemlier lW8. Die notierten tturje vsistchen sich in ^onenwöhrunn. Dir Älot!erun„ sämtlicher Mlticn und drr ,.Diversen llole" verstell» sich per Ettict «eld Ware Allgemeine Staats» schuld. «mbeitliche Rent«: »'/, lonver. struersiei, Kronen sMai-Nov.) per »u„e . , 92 «o »4-dltto (IHnn,.Iuli) per «asse 93 W 94-j »«/,. ü. W. ^l°»en (Febr. «ug. per »assc......»S bc> «6 70 » »«^ ö, W, Silber «lpri! Olt. per «asse......>»« bl> 96 7k, l8«acr LwatOlose b»0 fi. 4'/„,oo 2l> >54 Lk> »»eoer „ <«' fl. 4"/,«l3 - !i17- i«S4cr .. 10(1 ft. . , - '- l»«4 ^slerr. Rente in lttonenw, stfr., per Nasse.....4"/„ 82 85 94'- detlo per Ultimo , . 4"/„ 95«o »4 -<^st, Investition«-Rente, stfr., »1:. per «aste . . »»/,'/«. 83 «0 »» 4« GS!ll»t«schnld» ottschilidnng»n. »lisabeth Bahn i, !i»„ stcuerfr., zu U!,"(>0 st.....4"/„ — — —-- Kranz Ioseph-Bahn in Dilbci (diu. st,) . , . . ü'///,» N7 i!l> >i«-üü Kali«. Karl Llldwia-Äahn (btv. tztücke, »^llnen . . , 4»/o 93»« 94 5« stubolf-Äahn in ttroncnwälii. steuerfr. idiu. Tt.) , . 4",^ 9b <5 96 <5 «üurarlbcraer Bahn, stfr,, 4bnng»>, ub«lß»«p»lle GistniahN'gkli« «llsabeth-Ä. 2W fl. »M, b'/."/, von 4 ttr.....45b—457- detio Lin^,-^udweis »00 fl, ü, W. S, 5> Priorität»- Pbllgalicinen. Böhm, «jeslbalm, Vm I»»b, 40«, 2000 u. ia.»XX»»r. 4"/» 93 6b 94 0« Elisabeth Bahn UW u, Ä Lilb, 4"/<> . , . 9»! 25 »? 2» Galizisch«. ftail Ludwia > Nahn ^biv. Lt.) Tilb. 4"/n . . . 94 »l, 95 «« Una, ^aliz. Bat», 2 sl, V. ü^/„ ,0» «f, >04 00« ttr. 3'/,"/«! »b bO ««'«) Vorarlberger Bah» Staatsschuld der Länder der ungarifcheu Krone. 4"/„ u»g, «uldrente per «asse . ,o8-«<>>08 8? 4°/„ detlo per Ultimo 106 l,o!ü»", 90-eo n» «>, Ungar, Vrümien.Anl. a ! f>. l?7 Lb >«i 2t» drtto K 50 s! 17? 2l, «l 2ü Theiß «ea.-Lojc 4"/„ ... izf,— >39 4"/„ unssar. Vrundel'll.'Oblla. 90'7b <> lroat. u. !lav, Grbentl.-Odl. 93 b« U4'50 Andere öffentliche Vnlehen. Bosn, Lllüdcs-Anl. (div.) 4"/, 6?"?b «8 7b 'i>oön,-hercea Elsenb.-Lande«- «nlehcn (b,v., 4>/,"/„ . . 94 2k, 9b 2b ,^"/„ Donau-Nea,-Anleihe 187» 102 bd W3 b« Wiener «erlehrs-Nnl. . , 4«/„ 937b »4 ?ö detto 1900 4°/« 98 ?t 94 ?f> «nlehen der Stadt Wien , . «on ön >Ul 3« detto (E. ober E.) 1874 12» l« >2i >« detto <>»94>.....92- UU — detto (Gas) v. I. l»S» . 9b'- »«'— detto iEle'tr.) v. I. Ilwn 9b 25 u«^ detto fInv,-Ä.>U,I,l»<»» 94 4« 9b 49 Bür!cba!l-?lnlehen vcrlosb. 4",^ 9« »^ »7 «0 Äüssiichs TtlllllHlinI. u. I. l«»8 f, 100 Nr. p. N, . . 5"/n 9« 2«' 9» 7» bettn pci Ultimo . . 5°/„ 96 cb »Sbt. Aula. staa!i>.Hypothe'ar Anl. l«92......N°/n N7'7." !1«7b «eld Ware Vul«. Staat« - «olbanleihe 1907 f. 100 Nr. . . 4'/,"/° 8« b« 87 bo Pfandbriefe uf». Äudenlr,,allg.öst.i,ü»I.vl.4"/n 9360 94-6<< lUühm, Hupothelenb. verl. 4"/» 9« - 97-s« NentraI-«o>,,.ttled,.Nl., österr., 45 I verl.....<>/,",» ,02- - - detto «5 I. verl. . . .4°/^ 96'50 97-50 «red.-I,ist.. österr., f.Vcrl.-Unt. U. öffentl. All?, ttllt. 4. 4"/« 9b'— »b'95 iillüdcsb b. Nö», Oalizien »nb Ludum. 57>/, I. ril^z. 4°/<> 99 7b 1-2b Mähr. Huvmliclenb, verl 4"/„ 9b 9« — N.-öNerr Landes-Hlip.-sliist, -«" « 96-5« 97-b<> detto lull. 2"/„ Pr. verl. 3'/,"/« ««'85 »z» i!l> dctio N.-2 9S'b< 97-b« Östcrr.-unaar. bant b0 Ja!)« verl. 4>'/s, «. W.....V7-90 9«'9U detto 4>V„ »l......99- 10« Vvart., «rste üst., soI.verl. 4"/« 9» 2b i»ü 2b Eisenbahn-Prioritäts» Obligationen. Österr. Nordweslb. 2oa!l. 2. . 103-50 i<14-t,>4-— öüdbllh» b 3"/l> Jänner-Juli 5>oo Yr. (per Et.) . . . 2"3-2b 2S5 25 Zübbllhn ll 5°/n »00 fl. S. o. V 118-. 118-75 Diverse Lose. Vel,ln»lich, fosl. 3»/., Bobenlrcdil-Lolc Em, I««« 262 85 2iell!N2l»chl fosl. Bubap.-Vllsillla (Dombllll)ü fl. '»bl> Ll-b'> ^rcditloic too sl...... 46>>- 470>- Llarp-Loje 4» fl, ltM, . . . 144-- 15>)- Oirner Lose 4« sl...... lil»-- 22!3' 'Lalfsu-Loie 40 fi. HM, . , , ,l,s,.- z-ub' Roten ilreuz, üst. Ges. v. 10 fl. 50- - 54 — Rolen «rcuz, unq. Ges. 0. 5 fl. 25-25 2? 25 R>!l,ulf-Lo!e !0 f!......«?> 7!' 3ül!N-L°s>,' 40 fl. KM . . . «IN-- 240' Türl. It,-«..?- iSb» «eld Ware wiener «omm.-^osc v. I. 1874 484-— 494 — Gew.-Lck. d. »"/„Präm, Schuld d. Vodenlr.-Vlnst. »m, 18»9 «8- - 7L- Nttien. lran,p«rl»ynttrnllimnng»n. «ülsia-Trplisicr Eüenb. 5U0 fl, NVl, 279» - 2810' dctto t l!, 200 fl. per Ult. ,(,15— 1025 -Lou«» - lampüchisfahrls-Ves., 1.. l, l. PNV., 500 fl KM 83V-" 900 - Inr Vlidsnliachl'r (5. V. 40N »r. 53»-— b»?> Ferdinands Nnrbb, 1000 sl«M, 4U70'- 4U90^ kajcha» - Tderbelnrr ltüenbahii 200 ll. L....... 34»'— Nbl-- ^emv..E^en!,.ssassy-!k'nbahn Gejellichaft, !i00fl. ä , . 53»-- b4!>i0 !°>»b. üst., Tries,, 5200sl B. P UN, 4!!2 50 434 50 Uran-DiixerVisrnv, icmsl,al>l,st. 21,»-— 2,4' Ticonseiselch, xno fl, T, pcr Ull. S5i 25 «6n 25 3!ldl>ah»-^00 sl, Tilber >>erUlt. 102- 1«» — Tiibxorddcutlche Verbil,du„asb. 20Usl,NM...... »97- 899- Iiliüsporl Ol's., intern., A.-V. 200 ltl........ 118 123-— Unaai, Wcstbahn (Naab-Graz, 2!>v sl. S....... 404'- 406' Wr. Lolalb..«ltini-V«l. »00fl, 2N0 - 205 50 Vanlen. >>ll!alo-t)s!err. 028'- ^entr.Bllb. «redbl, üst , 200 fl. b32' 5»6'-» Nreditanstal! fiis Handel nnd Gewerbe, 820 Kr,, per »asse —-— —-— dctlo per Ultimo «<«-- 612- ,Ored«hll„l. ima. all«., 2 fl. 707— 710- Tepusitenlianl, alia,. 200 fl, 44b'— 446'-^«lompte - (»fseUschllft. niedcv- «sterr.. 4U0NI..... bb8— b«2 «il'll- „. Nasssüvereln. Wiener, 2A' s>........ 44k-- 448'- Hlipli'heleübanl. öst. 200N1-. b"/„ 283— L»5'-Länberbanl. üsterr.. 200 fl., per Nasse....... ^ -- detlo per Ultimo 410 7b 4><7b ,,Mcrtur". Wechselslub. «ltien- Wesclllchasl, 200 sl. . . . 57«'- 582-- ONerr, .„iiaar. Vanl 14<>n tn. 178!-— <74l'— «s Ware liüionbllül 20« fl...... b«9' biN — Unwülinnl, l»ül„niiche 10« !l. . 245— 24«' — bellchrobaill, allg 140 fl. . !»»« - 83« bv Inl»uftrit.ssnt,l»e!,»un«en. VauarseNIch,, all«, üst., ,00 sl. >3» - !3«,— Urüt,er Noh!e!,!,crnt>,.««s. loofl. ««? - «7»-— EislUliahiwerlrhrs.Änslalt, bst., '00 il........ 374 - ,78- . Eisenbahnw, Lelha.,tlst«, loofl, ,93 - l« — .lklbcmühl", Papierf. u. V-G, 100 fl....... 164 166 — - Elettr.Oelcllsch,, Wr. in Liq», 80» l»0 264 b« Hntcnberae, ^otr-, ^imlch. u, Met,-/'— »ns- — ^uittaii.'V«!,, üst. alpine 100 sl. «08 b» «09 b0 ..Poldi-Hiüte", TieaelausMHI. ss..«..«. 200 fl..... »87- 893 — Praa^iCisen-Iubuftrie-VeseNsch. 200«........ »« - »b« — ilima- Wurann - L>llao-Taijanel Ei!enw, 100 sl.....j b«02b s>«l!ib TalaoTnrj, Vlcinlodls» 100 sl. 55«- Kb«-— ..LHiogünühl", Papiers,,200N. »«)'— L10-— ..Schobnica", «.-», f. Petrol.- Industrie, b« — TrisaÜer Nuhlenüi'V, 70 fl. . 263' 26»— Iml. Tabatr^ie-Ges. »00 ssr. per Kasse..... '- —-— dettu per Ultimo . . . 3»» — »4« — Wasfens. Nci, llslerr., ivofl, , 584- b»4 — Wr, «wuaeseNschaft, ,0U sl. . , '»6- ,»7'b0 Wienerbvrne ^ieaclf.-Alt.-Ges. S60 - «70 — Pevlsen. Aurzf Vlchleu unl> IchfH». Amsterdam....... >9««5 i»««b Itiltsche Äaülplave ... li?!2' !«7'82' .»alienilche !l'ü0 95 35 Lundo»........ 239 !iü l!!l>> 8b Pnris........ »545 »56^. >?». Peleismira...... 25O75 25!-25 Mrich und »wiel..... »5-4« »5 5ö Valuten. Nulalcn........ 113» 11-ll? 20^ranlenStnite..... 19 11 »914 2<> Älarl Vtülte...... 2» 43 8» bl !e»lich!' R»,chi!baul»ote» . , 11? 12 >17'«!l ,'tlalicüischl' ^aiituo!»»» . . . »5 üU 95-40 Rubel ^loten.......j 2'51»"i 252^» v»a b«m«h, vL»4hr]«i^,^stZrit&t**, Aktien, I, ••• ^D« WHIWyBB* i Privat-DejMitH <'}H>.-tiTtf) I 1^>»«b «tc, UevlMi und Vrvluc-u. |l| B«.3a.3c- "U.33.dL T^T'e Clxsler g"««clx As t II! ¦»».tjwr ctS.gmxi.oxx>. ¦Väjcjb c j-^ 1-ia.»« 4»i i?»tfv. I 1 Uw-Varsicherung. (M) __________J^A>bA«;h, Htrltmnen**«. Vtrziatong m Biriliiiaa«r l