Nr. 290. Donnerstag,-17. December 1896. Jahrgang 115. Mbacher >r«n»«trat<«n«pr,l»: M« P o stv»re? ^'"platten knirschen. Höher oben im Gelände ,st ll,< Weg mit Lapilli oder Rapilli bedeckt, das sind ^"° und größere Schlackenstücke, welche der explo-hi /ende Wasserdampf auseinander gesprengt hat. Nur Yl ""d da steht auf der öden Vergcsfläche eine leine "^ od.r ein unscheinbares Gebüsch, nur selten findet ein mageres Grasbüschel Platz oder hebt eine Blume ihr Köpfchen schüchtern empor. So wäre der Weg als solcher recht eintönig, genöße man nicht fortwährend den wunderbaren Blick auf den Golf und jenen auf den ewig rauchenden Vesuv, der mit höckeriger Lava bedeckt aussieht, als wäre er in einen braunen, faltigen Mantel gehüllt, und dessen Spitze grüN'gelb schimmert von dem sich fortwährend an« setzenden Schwefel. Vor uns ritt eine größere französische Gesellschaft, darunter drei Damen, alle in hellen Gewändern und wehenden weißen Schleiern, ein lebendiges Bild, welche sich mit seinen lichten Farben von dem düstern Hinter, gründe des Berges abhob. Wir holten die Gesellschaft bald ein, als sie auf einer Plattform Halt machte, um die Aussicht zu bewundern, was auch wir in vollen Zügen thaten. Die Gesellschaft bog links ab, um den Vesuv zu überqueren, wir ritten geradeaus dem Gipfel zu. Es wird immer steiler und steiler, aber mwerdrossen gehen unsere Pferde gleichmäßigen Schrittes weiter, unbekümmert darum, ob der Pferdejunge sie von rückwärts mit kreischendem Geschrei an« treibt, oder aber — um die Steigung leichter zu überwinden — sich auch gleichzeitig an den Schweif d s Rosses anklammert und sich so ziehen lässt. Der Mg schlangelt sich eng zwischen an nnnchen Stellen hoch-gethürmtcn LcwabWcken, noch eine kleine Steigung ist zu überwinden, und wir befinden uus vor einem netten Holzhäuschen, welches die verlockende Aufschrist, «Vuvelte» trägt. Auf Lava gebettet ist das Haus, in Lava versenkt ist die Cisterne und in Lava gehöhlt ist der Keller, angefüllt mit reichem Vorrathe feurigen Weines, zu dessen Genuss der Fremde mit allen möglichen Kniffen gedrängt wird. An dem Gitter des Häuschens prüft der Pförtner unsere Scheine; denn nur Besitzer dieser dürfen den Serpentinenweg, der von hier zum Aschenkegel führt, betreten. Hier rasteten wir ein wenig, um unsere Pferde ausfchnauben zu lassen; denn wir waren seit Aoscotrecase 1'/« Stunden im Sattel gewesen, i Den genannten, vom Diomedes-Wirt mit großen Geld-oftsern erbauten Weg sieht man bereits von Voscotre-case als eine weiße Zickzacklinie wegen der Kalklünchung der Lava, womit der Weg bezeichnet wurde. Dieser Reilweg ist ein schönes Stück Arbeit, besonders in einem Gelände, welches durch Rutschen und dergleichen in fortwährender Aenderung begriffen ist. Die Straße ist bis auf die Mauer an der freien Seite ganz fertig und breit genug, dass zwei Pferde ausweichen können. Sie besteht auS vierzehn Serpentinen, von denen die letzten drei lang und sehr steil sind. so dass unsere braven Pferde nur schwer keuchend sich durch Asche und Lapilli hindurcharbeiteten. Doch auch das war überstanden und 35 Minuten nach dem Aufbruche von der Buoette steh-n wir nach einer schnfen Wendung auf rin?r kleinen lünstlichn Weitung des Geländes, wo wir die Pferde unter der Obhut des Jungen zurückließen. Ich hatte noch kaum den Fuß auf den ^ Boden geseht, so fühlte ich mich mit überraschender Schnelligkeit auf die Vchnltern zwei?r Vtänner gehoben, Laibacher Zeitung Nr. 290. 2492 17. December 1396. Bulgarische Regierungsvorlagen. Vlan schreibt der «PC.» aus Sofia vom 13. December: Unter den Regierungsvorlagen, mit denen sich das neue Sobranje zu befassen haben wird, befinden sich zwei von allgemeinerem Interesse. Die eine derselben hat die Reform des Wahlgesetzes zum Gegenstände. Eine lange Erfahrung hat bewiesen, das« die bisherige Art der Zusammensetzung der Wahlbureaux die Quelle vieler Wahlmissbräuche war. In diesen Bureaux sind nämlich weder Regierung noch die Justizverwaltung vertreten, indem diese Bureaux, deren Bildung am Wahlorte selbst erfolgt, nur au« autonomen Organen und Vertrauensmännern der Wählerschaft zusammengesetzt werden. Die Anhänger derjenigen Partei, denen es gelingt, rechtzeitig an der Urne zu erscheinen, erlangen dadurch die Mehrheit im Wahlbureau und es hängt dann voll« ständig von der Ehrlichkeit der Wahlcommission ab, ob der Wahlact sich in jeder Beziehung gesetzlich vollzieht. Begreiflicherweise ist die Gewissenhaftigkeit von derart zustandegekommenen Wahlbureaux keineswegs über jeden Zweifel erhaben. Um nun für die Legalität der Wahlen wirksamere und minder wandelbare Garantien zu bieten, wird durch das neue Gesetz bestimmt, dass die Wahl» commissionen zehn Tage vor dem Wahlacte durch das Los zusammenzustellen sind und aus einem Richter, je einem Mitgliede der Gemeinde« und der Kreisverwaltung und aus zwei Wählern bestehen sollen. Dadurch wird wohl die Unparteilichkeit bei der Behandlung der bei jeder Wahl vorkommenden strittigen Fragen und die genaue Einhaltung der gesetzlichen Normen viel besser gewährleistet, als bisher. Eine Vermehrung dieser Garantien besteht in der Bestimmung, dass Reclamationen und Proteste gegen Wahlen durch die Gerichte auszutragen sind. Der zweite einer besonderen Hervorhebung würdige Gesetzentwurf betrifft die Aufhebung des Passzwangs in Bulgarien. Während die Nachbarländer des Fürsten« thums an vexatorischen Passmaßregeln starr festhalten, schließt sich Bulgarien nunmehr dem Muster der westeuropäischen Staaten an. Durchreisende sowie in Bulgarien verbleibende Fremde werden keines Passes mehr bedürfen und desgleichen werden sich auch die Bürger Bulgariens im ganzen Lande ohne Pass frei bewegen können. Die bulgarische Regierung leistet mit diesem Fortschritte dem internationalen Verkehre einen anerkennenswerten Dienst und da der Passzwang gegenwärtig die Fahrtdauer des Conventionszugs um gut drei Stunden verlängert, wäre es sehr zu wünschen, dass Serbien dem Beispiele Bulgariens folge und auch seinerseits die jetzigen Passvorschriften fallen lasse. Politische Uebersicht. Laibach, 16. December. Eine ruthenische Deputation, bestehend aus dem Dompropst Mitrat Nielecki. Ehrendomherrn Vorsuk, Domherrn Ezemerinski. dem Bürger von Zloczov, Herrn Borsuliewicz, und dem Reichsraths« Abgeordneten Barwinsli, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser in besonderer Audienz empfangen. Die Deputation legte den Ausdruck ihrer Loyalität und ihres wärmsten Dankes für die außerordentliche Auszeichnung, die dem Metropoliten Sembratowicz durch die Ernennung zum Cardinal zutheil wurde, an den Stufen des Thrones nieder und betonte zugleich, dass sie hiemit den Dank des ganzen ruthenischen Volkes verdolmetsche. Se. Majestät der Kaiser erwiderte hierauf: «Ts freut mich, dass Se. Heiligkeit auf meinen Vorschlag den Lemberger Erzbischof zum Cardinal erhoben hat und dass ich einen neuen Beweis der Für» sorge für den ruthenischen Clerus, für die ruthenische Nation und ihre katholischen Gefühle geben konnte.» — Die Mitglieder der Deputation begaben sich sodann zum Ministerpräsidenten Grafen Badeni, zum Finanzminister Dr. R. v. Bilinski, zum Unterrichtsminister Freiherrn v. Gautsch, zum Minister Dr. Rittner und zum Minister des Aeuhern. Grafen Goluchowski, wo ihnen ein überaus wohlwollender Empfang zutheil wurde. Die Deputation brachte bei den Ministern die Angelegenheit der Congrua»Regulierung sowie das Pensionsgesetz für die Witwen und Waisen der ruthe« nischen Geistlichkeit zur Sprache. Der mährische Landes«Ausschuss hat das Präliminare für den nächstjährigen Landesvoranschlag genehmigt. Danach erscheint das ordentliche Erfordernis mit 6.183.417 fl., das Extra. Ordinarium mit 425.134 fl. eingestellt, die ordentliche Bedeckung ist mit 680482 fl. in Aussicht genommen. Der durch Umlagen im Ordinarium zu bedeckende Abgang beziffert sich auf 5,502.955 fl., beziehungsweise nach Zurechnung der Auslagen für die Errichtung von zwei Siechenanstalten und Abrechnung eines Ueber« schusses aus dem Landesculturfonds eigentlich auf 5.533.155 fl. Der Landes-Ausschuss wird somit beim Landtage die EinHebung einer Landesumlage von 45 kr. bei jedem Steuergulden in Antrag bringen. Die württembergische Kammer der Abgeordneten hat ^mit 77 gegen eine Stimme die Con-v.rtierung von 315 Millionen 4procentiger Staatsanleihe in 3'/t« hielte, würde er nicht auf diesem Platze stehen, doch könne er auf Befehl des Königs und infolge des Vertrauens der großen Majorität des Hauses beruhigt die Veranlwortung übernehmen. Der Thronrede fehlte jede Tendenz, die staatliche Selbständigkeit einzuschränken, was die Enunciationen aus dem Munde des Herrscher« anlässlich der Millenniumsfeier bewiesen. Es liege im Interesse Oesterreich-Ungarns, dass wir eine starke, ansehnliche Position in Europa einnehmen und nach der Ansicht der Regierung ist die sicherste Basis der Groß» Machtstellung der 1867er Ausgleich. Auf dieser Basis wollen wir das Ziel anstreben. Abg. Ferd. Horanszly (Nationalpartei) polemisierte gegen den Adressentwurf der liberalen Partei und sagte, Ungarn sei am Rande des moralischen und materiellen Ruins. Es sei schwer, in Ungarn zu regieren. Eine rein ungarische Politik könne nicht befolgt werden wegen jenes Bandes, das Ungarn mit dem andern Staate der Monarchie ver» bindet. Dieses Band, sagte Redner, wollen wir im Interesse derselben Sicherheit aufrechterhalten, welche unsere Vorfahren veranlasste, die pragmatische Sanction abzuschließen. Redner erklärte, sich dem Adressentwurse der Nationalftartei anzuschließen. Nach einer Bemerkung des Referenten August Pulszly wurde die Fortsetzung dcr Debatte auf morgen vertagt und die Sitzung geschlossen. Wie man der «P. C.» aus Rom meldet, weist das Budget des Ministeriums des Neuhern für das Finanzjahr 1897/98 eine Erhöhung der Auslagen für den Consulardienst in Südamerika und in Ostasien um 35 000 Lire auf. Ferner wurden für die Erhaltung von Dragomanen in Kleinasien, wo die Aufstellung solcher Functional mit Rücksicht auf die zahlreichen bei dl-n dortigen Eisenbahnbauten beschäftigten italienischen Arbeiter nothwendig erscheint, um 5000 Lire mehr em-gestellt und schließlich ist für die Unterstützung der italienischen Schulen im Auslande, deren Frequenz stetig zunimmt, die Summe von 985,000 Lire gegen 950 000 Lire im letzten Budget, also um 35.000 L,re mehr, ausgeworfen worden. Trotz dieser Mehrauslagen schließt das Ordinarium dieses Budgets mit emem Ersparnis von 54.180 Lire und das ExtraOrdinarium mit einem solchen von 30.000 Lire ab. In der französischen Kammer erklärte gestern bei der Debatte über das Marinebudget der Marineminister, es sei nicht nöthig, die Flotte zu verbessern, sondern dieselbe im Stande zu erhalten. Dtt Minister anerkenne, dass die Nordescadre zu schwach sei. Lockroy beantragte ein Nmendement, in welchem er einen Credit von 50 Millionen zur Erneuerung des Schiffsmat^rials und zum Baue neuer Schaffe vorlegt. Der Marineminister erklärte es für unmöglich, Eredlte zu verlangen, bevor man über die Verwendung schlüsslg geworden sei. Die Regierung werde ein Programm vorlegen, sobald dieses den obersten Marinerath ftass»eN hat. Das Amendement Lockroys wurde mit 335 gegen 73 Stimmen abgelehnt. Die vom Constantinopeler Correspondenten des «Berliner Tageblatt» gegebene Nachricht, der Ex.Sultan Murad sei aus seiner Residenz nach «einem der Dardanellenschlösser' geflohen, wird auf "^ bestimmteste dementiert. Ex-Sultan Murad lebt nach wie vor in seinem Palais von Tchiraghan am "c>»' porus, und der Geisteszustand, in dem er sich !^ Jahren befindet, würde, wie das Dementi besagt, en« Flucht unmöglich machen. . In Nordamerika ist die Meldung verbreit", dass der Insurgenten-Führer Maceo mW eines Verraths getödtet worden fei. An seinem 2M besteht nun nirgends mehr ein Zweifel, selbst die nor^ amerikanischen Freunde der Insurgenten bestreiten n^ die Thatsache, sondern beschränken sich auf die ^ hauplung, Maceo sei von seinem von General ^M^ bestochenen Leibarzte Certucha vergiftet worden. 9M dessen Aussagen hat Maceo nicht, wie zuerst a^ genommen wurde, die Trocha de Artemisa überschl'!'^ sondern umgangen. Am 2. d. M. unternahm er elne verzweifelten Versuch, die spanische Vefestigungs" H zu durchbrechen, wurde aber zurückgeschlagen. Nun bl> ihm, der die Provinz Pinnar del Rio verlassen lvf" ' kein anderer Weg mehr als der zur See. In ^ kleinen Boote fuhr er nach der Provinz Havanna, ^ « 38 Aufständischen begleitet, zu deren Beförderung °" Boot fünfmal hin- und zurücksegcln musste. KauM w seine Anwesenheit in der Prouinz Havanna bekannt n worden, so sammelten sich auch schon 2000 bis ^ Bewaffnete um ihn. An der Spitze dieses H"^s lieferte er der etwa 500 Mann starken Abtheilung ° Majors Cirujeda das Gefecht bei Punta de Vrav". .^ dem er den Tod finden sollte. In dem östliche« «H c, der Insel Cuba befehligt Maximo Gomez die "" ständischen. Trotz dem niederschlagenden Eindrucke, die Nachricht vom Tode Maceos auch auf diese "^ wird, ist, wie Kenner der Verhältnisse behaupte", .^ ein Erlöschen deS Aufstands in absehbarer Z"t "^ zu denken, wmn sich die Spanier nicht zu umfas3rt,l^o ' äolonäl»,» gerufen, so müsse man, sagt Clermonl-Vanneau, ^ heute rufen: «Ourt^c» äolmsanäa». Wenn der Staat große Summen auf die Ausgrabungen in Delphi oer» ! wende, fo müsse er mit noch mehr Recht etwas für die ^Erforschung des unter französischer Herrschaft stehenden Karthago thun. Nach Anhörung des Vortrag» nahm die Akademie einstimmig den Antrag des Redners an, der Unterrichlsminlfter sei aufzufordern, mit Hilfe seiner Collagen vom Krieg und von der Marine die nöthigen Schritte zu thun, um eine möglichst genaue Topographie des allen Karthago herzustellen. — (Ein Club akademifch gebildeter Damen) ist in N^wyorl gegründet worden. Die An- !regung gieng von Fräulein Karoline Halsted au«. Der Club soll aus ordentlichen Mitgliedern, nämlich Damen, ^ die akademische Diplome besitzen ober gewisse höhere Studien gemacht haben, oder gegenwärtigen oder früheren Lehrerinnen an höheren Lehranstalten, aus außergewöhnlichen Mitgliedern, Damen und Herren, sowie au« Ehrenmitgliedern bestehen. Hauplzweck be« Clubs ist, unvermö» gende Mädchen oder Frauen, die studieren möchten, zu ^unterstützen. Damit die Unterstützung nun nicht einem ! Almosen ähnlich sei, werden die Veträge den Lehranstalten von der Clubleitung selbst zugesandt. Die Wahl der «n> Neigung gegen die eigene Mutter hatte fassen lassen lvnnen. ^ _. Anders verhielt es sich im Hinblick auf Herbert «runer. Es hatte unverhältnismäßig lange gedauert. U der Arzt die Erlaubnis zn einer Begegnung dieses "anneS mit der Patientin ertheilte, und wie sehr recht " gethan, dieselbe hinauszuschieben, bewies der Em« druck, welchen Herbert Gruners Anblick auf Lora "achte. Ein heißes Roth stieg in die Wangen der sanken, als sie des Mannes ansichtig ward, den ste w ihren Kindertagen als väterlichen Freund betrachtet ""d geliebt hatte. In ein krampfhaftes Schluchzen aus- ^ "echend. wandte sie sich ab von ihm. und es war un-, ""glich, sie zu bewegen, ihm nn Wort des Willlom-. "ens zu sagen. ^ ! t. So war es Herbert Gruuer unmöglich gemacht, '"nen Besuch im Krankenzimmer zn wiederholen. Acht 5°ye später verlangte Lora Hartner Herbert Grüner ^sprechen. ^ Es war an einem Nachmittag, und da« junge pochen saß am Fenster. Die staire Winterplacht im lvthgoldenen Abenbjonnenlichts, deren Anblick sie flüher "UN, Entzücken hingerissen haben würde, machte nicht dcu Wngsten Eindruck auf sie. Achtlos glitten die Augen, ""' m dem bleichen Gesicht und von dunklen Schatten "'"geben, großer und glänzender erschienen, über die Mensch« Landschaft hinweg, und nur bisweilen, wenn sgend ein Geräusch im Hause sie zusammenschrecken U'nahmen sie einen unruhia/n Ausdruck an. mdem "e sich der Thüre des Zimmers zuwandten. Nun trat Herbert Grüner ein, unangemeldet. Frau Hartner hatte ihm gesagt, dass Lora ihn erwarte. Er« sah sie zusammenschrecken und es wollte ihm erscheinen, als ob ihr Gesicht noch um eine Idee bleicher würde, wenn dies überhaupt der Fall sein konnte. «Du haft nach mir verlangt. Lora.» sagte der Eingetretene vollkommen ruhig und ohne eine Spur von Bewegung in seinen Zügen. «Ich schwankte, ob ich deinem Wunsche nachgeben sollte, um dich nicht der Gefahr einer abermaligen Aufregung auszusehen. Dann aber dachte ich. dass es besser sein würde, wenn du mir dein Herz ausschüttest.» Das war der warme, klangvolle Ton. der immer den Weg zu ihrem Herzen gefunden und nicht wenig dazu beigetragen halte, ein ungewöhnlich inniges Verhältnis zwischen ihm und Lora herzustellen. Auch in diesem Augenblicke trieb er einen Hauch von Rothe in die bleichen Wangen des Mädchens; er lieh ihr Herz schneller klopfen und sie einen fragenden Blick auf ihn ! «Ich konnte nicht eher!» stammelte sie verwirrt, 'aber dann, als schäme sie sich ihrer Schwäche, richtete fie sich höher auf und schritt auf ihren Schreibtisch >zu dem sie em altes, vergilbtes Zeitungsblatt entnahm um es Herbert Grüner ohne ein weiteres Wort zu überreichen und sich dann wieder auf ihrem Sitze ' am Fenster niederzulassen, weil sie fühlte, dass sie un-! sähig sei, sich länger auf ihren Füßen zu halten. Sie hatte aber dabei Herbert Grüner nicht einen Moment aus den Augen gelassen, doch diese Beobachtung war nicht von Erfolg gekrönt. (Fortsetzung folgt.) stall bleibt der Ztlpendlatin frei; die Stubiengelber wirb fie später nach Belleben zurückerstatten. Für den Ansang werden schon drei junge Damen auf biefe Welse unterstützt. Der Club will ferner die gegenseitige Ausklärung seiner Mitglieder fördern, aber auch die gesellschaftliche Seite der Einrichtung nicht vernachlässigen. Zu letzterem Zwecke ist in Ausficht genommen, in der Stadt Newyorl ein größeres Heim zu erwerben, dessen erstes Stockwerk die Versammlung«- und Spielsäle, die anderen Stockwerke die den Clubmitgliedern in erster und den Gästen in zweiter Linie bestimmten Schlafzimmer bilden werden. Während des Winters, von November bis Mai, werden täglich abwechfelnd nachmittags und abends Concert-aufsührungen und Vortrage veranstaltet; abend« wirb Tanz den Schlus« de« Programm« bilden, wobei, wie es in den amerikanischen College« für Damen fchon üblich, die Männerwelt selbstredend vertreten seln Wird. Der Llub wild allen geeigneten Damen sowohl au« Europa, wie aus der Union zugänglich gemacht werden. Vorderhand wird kein Eintrittsgeld und nur der kleine Jahresbeitrag von zwei Dollars erhoben. Die Leitung des Clubs liegt ganz in den Händen eines auf drei Jahre gewählten Vorstands, in welchem die verschiedenen in Vetracht kommenden Lehranstalten durch je zwei Mitglieder vertreten sein werden. Die Präsidentschaft ist der Frau John I. Nmory übertragen worden. Drei Herren vertreten schon die Ehrenmitglieder im Vorstände. Die Eröffnung fand am 9. November statt. Die G.-lder für die künftigen Clubeinrlchtungen scheinen reichlich zu stießen. — (Der Schmied von Vretna » Green.) In Orelna>Green ist der Schmied gestorben, welcher ein halbes Jahrhundert an der fchottlschen Grenze entlaufen« junge Paare in den Ehestand einsegnete. — (Visitenkarten) sollen zuerst in China ausgekommen sein. Schon unter der Herrschast der Tang» Dynastie (619—907) waren fie in China bekannt. Von d?n ältesten Zeiten waren Vesuche in China mit den strengsten Förmlichkeiten umgeben. Die chinesischen Visitenkarten find viel größer als die europäischen und glänzend roth. Local- und Proliinzial-Nachrichten. * (Deutsches Theater.) Die Rückwirkung nach der kurzen, drangvollen Mord- und Vranb'Opernz»it, die mit der «Caoalleria» begonnen, in «Pagliacci» ihren Höhepunkt erreicht hat, ist so gründlich und tiefgehend, dass man beinahe besürchten muss, es werbe urplötzlich ein Umschlag eintreten und eine neue Richtung auftauchen, die der gegenwärtig herrschenden wieder erbarmungslos den Garaus macht. Vis dahin hat es jedoch hoffentlich gute Weilc; so lange es frische, anmuthlge Stoffe, ob fie nun der Märchenwelt oder de» Volksleben entnommen werden, gewandte Dichter und Componiften von der Art eine« Humperdinck, Klenzl und Goldmarl gibt, wirb die neuerwcckte Vlülezelt der Märchen- und Vollsoper nicht so bald schwinden, denn diese Gattung von Opern ist besserer, wertvollerer «rt, fie erfreut de» Menfchen Herz innerlicher und dauernder, »eil fie immer neue. poetische Schönheiten offenbart und die Dichtung de« Tomponiften reichen Stoss voll köstlichen Humor« und phantaftifcher Einzelnmalerei bietet. Da« gemüthliche, traute Märchen vom Heimchen, da« als häuslicher Schuhgeist über jungen Eheleuten und einem Liebespaare wacht, sogar das süße Geheimnis der jungen Frau Dot schalkhaft entgegennimmt, dem eifersüchtigen John den zukünftigen Slammhallcr in der Gestalt eines herzigen kleinen Postillon« im Traume zeigt, den böfen Tackleton foppt, die holde Puppenmacherin May mit ihrem geliebten Eduard, der, nach langer Irrfahrt glücklich heimgelehrt, verkleidet die Treue seines Liebchen« prüft, vereint — kurz, immer zur rechten Zeit einschreitet, wo Unheil droht, ist der lieblichen Erzählung von Dicken« natürlich sehr frei nachgearbeitet. Ein eigener poetischer Pust durchweht die Handlung, die trotz ihrer Einsachheit nie platt oder langwellig wird, im Gegentheile den Zuhörer bis zum Schlüsse in Athem hält. Die Musik von Goldmarl schmiegt fich der poetisch-zarten, trauten HeimcheN'Dichtung in der reizendsten Weise an. Der Componlst der Opern «Königin von Java» und »Merlin», in denen das glänzende instrumentale Gewand noch zu sehr den gesanglichen Kern deckt, hat cs Prächtig verstanden, sich dem Z-itgeiste unterzuordnen und seine glühende musikalische Farbensprache der herrschenden Richtung weife dienstbar zu «achen. Velannt find in Lalbach aus den philharmonischen Concerten die Ouvertüren zu «Valunlala» und die «Frühlingsouoerture», in denrn fich Goldmail als Meister in der Veherrschung der orchestralen Mittel von der glänzendsten S'ile zeigt. Nuch im «Heimchen am Herd. bewundern wir die Art des Meister«, sei'« in der prächtigen, sarbensvrühenden Ouvertüre, in der das Zirpen de« Heimchen« so geistvoll behandelt ist, sei's in den reizenden Elsenchöcen oder in dem — wie wir jüngst anlässlich der Concertaussührung bemerkten — vom Geiste Smetanas beeinflussten Vorspiele zum dritten Act. Es ist vitl, und nicht mit Unrecht, über den Wechsel im Stil geschrieben worden; neben Anklang?« an Galun-lala, Merlin, nach dt« rauschenden Aufbrausen de» Laibacher Zeitung Nr. 290. 2494 17. December 1896 Orchester« erklingt plötzlich eine einfache, vollsthümliche Weise, die im scharfen Gegensatze zu einigen hoch« dramatischen Nummern steh». Trotzdem lann nirgend« der Vorwurf erhoben »erben, das« an Stelle der Ver-innerlichung der mufilalischen Phantasie veräußerlichendes Raffinement getreten wäre. Der Grundzug der Oper bleibt oollsthümlich, und auch nach den Abschweifung?« in« hochdramatische Glbiet lehrt Goldmarl rasch zur heiteren Anmuth lieblicher Vollsweifen zurück. Wir können leider zu unserem lebhaften Vedauein nicht alle Einzelnhe.tcn de« schönen Werles besprechm und bcschrilnlen un« auf die Hervorhebung einiger der schönsten Nummern, die auch dm mächtigsten Eindruck hervorriefen. Da schmeichelt fich vor allem der süße Gesarg Dots vom Geheimnis im ersten A:te in« Ohr, von tiefer Empfindung zeugt das Lied der unmuthigen May, frisch tönt der Gesang de« Postillon«, das See« »annslied Eduard« und der lebendig sprudelnde Schluss-Chor. Im zweiten Acte erfreut den Zuhörer da« Humor« volle Eisersuchtsduo, der reizende Echmuckwalzer Dot?, mit der wunderholden Schlussstlophe «Hab dich auch ohne Geschmeide gern», da« geistvoll harmonifierte Quintett, da« lomisch menueltarlig charakterisierte Aus» treten Tackletot, da« Aujtriltslied Eduards und der hoch« dramatis e Eisersuchtsausbruch Johns. Im dritten Acte wirkt das stürmische Seemanns-lled, der leidenschaftliche Iwiegesang zwischen May und Eduard ergreifend, inde« das coupletartige Strophenlled lacklelons und der Spottchor «it Tanz rafch die gemüthliche Stimmung wieber herstellt; nicht zu ver-gtssen find die reizenden Gesänge des Heimchens. Es ließen sich noch zahlreiche andere Schönheiten des Werkes anführen, doch lässt sich die Musik — hauptsächlich jedoch Opernmufil — viel besser hören als erzählen und darum tmpsehlen wir allen Freunden einer seinen, geistvollen Kunst den Vesuch der holden Schöpfung. Da« schwierige Werk hatte Herr Kapellmeister Walther gewissenhaft studiert und da« Orchester löste seine heikle, große Aulgabe mit Schwung und Farben-reichlhum. Außerordentlich gefiel die Einleitung zur Oper und das Vorspiel zum dritten Acte, das auch mit groß?m Veisall ausgenommen wurde. Die Besetzung der Oper erfordert leistungsfähige Sänger und Darsteller; leiner Singftimme ist eine leichte Partie zugewiesen, trotzdem manches so einfach klingt und nach der musikalischen Forderung kommt jene der stilgerechten Darstellung. Die Damen Seydl, Regan und N«in«r habcn diesen Anforderungen ent< sprochen. Im Mittelpunkte der Aufführung stand Fräulein Seydl al« Dot, die den Absichten des Dichters und Tomponiften bestens gerecht ward, voll charakteristischen Lebens, voll fließender Vewegung, mit schallhafter Anmuth sang und spielte und neuerlich bewies, dass sie eine Künstlerin ist, die mit jeder höheren Aufgabe wächst. Fräulein S.ydl erfreute sich selbstverständlich der wärmsten Anerlennung. Fräulein Regan hatte nach längerer Pause Ge-legenheit, ihre schönen Ltimmittel zur Gellung zu bringen; sie sang mit schönem dramatischem Ausdruck und errang jür den tief empfundenen Vortrag ihrer Lieder gleichfalls reichen Beifall. Das Heimchen sang Fräulein Reiner zart und lieblich und die Künstlerin hüpfte recht graciös heimchenartig auf der Vühne herum. Auf der gleichen Höhe mit den weiblichen Darstellern standen allerdings die männlichen Hauptdarsteller nicht; es wäre jedoch unbillig, zu verkennen, dass sich dieselben bemühten, ihr Neste« zu leisten. Den John sang Herr Traut; wie wir bereits jüngst bemerkten, besitzt der Künstler ein einnehmende« Aeuhere und einen klangvollen Variton, de« es allerdings an der Nusgeglichenheit der Register sehlt. Jedenfalls wäre aber Herr Taut zu Beginn der Saison ew Gewinn siir die Oper gewesen. Ec sang und spielte seine Partie sympathisch. Herr Lerchenfeld schmetterte seine Lieder in bekannter Weise in die Lüfte, Herr Beiger staltete schauspielerisch den alten Tackleton sehr komisch aus, der stark zusammengeschmolzene Chor trat srisch in» geug. Die Bilder der Oper, insbesondere da« Tableau im zweiten Acte, in dem die Glsen dem schlummernden John seinen künftigen ^ lammhalter als Postillon i« verkleinerten Maßstabe zeigen, sowie die Tchlussgruvpe waren geschmackvoll uud poetisch-malerisch arrangiert. Die Aulftallung war recht nett, da» Decorative und Scenische wirkungsvoll. .1. — (Personal« achricht.) Der H>rr Land.«» Präsident Baron He in ist heute fcüh mit dem Schnell' zuge der Südbahn au» Nkn nach Laibach zulüct-gklehtt. — (Kirchliches.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das l. l. Milnfterium lür Cultus und Unterricht die Syftemisnrung einer zweiten HljSpciesterftllle bei der Pfarre Sagor, Bezirk Üittai, genehmigt. —l). — (Militärisches.) Da, Reichs-Kritgs. Ministerium hat i» Gluvernehmtn mit dtm Üanocs-ver»hnd'gung«°Minifteriu« angeordnet, dass von jlht an in allen 0-len, wo ein, «-mischte Garnison sich bchndel, die Landwehr mit den Truppen der übrigen bort garnisonierenden Regimenter den Nachtdienst und den Garnisonsbilnst zu verfehen habe. — (Hebung der Schweinezucht.) Aus Rudolfswert geht uns die Mittheilung zu, das« zufolge einer Anordnung der l. l. Landesregierung am 1(1. d. bort eine Enquete statlsand, zn welcher mehrere ein» geladene maßgebende Persönlichkeiten au« den verschiedenen Theilen deS politischen Vezirl« bereitwilligst erschienen. Der Gegenstand der Berathung bildete die llonstatierung der die Hebung der Schweinezucht betreffenden Verhall« niss?. Hiebei wurden mehrere einschlägige wichtige F agen eingehend besprochen, verschiedene Anträge zu« Beschluss? erhoben und seitens der Enquste.Mitglieder dem Wunsch? Ausdruck gegeben, dass die gestellten Anträge thunlichsl bald zur Durchführung gelangen würden, da in diesem Gegenstande, insbesondere im Rudolsswerter politischen Vezirle, eine Abhilfe dringend geboten erfcheint. —o. — (Aus dem k. k. Stadtschulrathe.) Über die am 9. d. M. abgehaltene ordentliche Sitzung des k. l. Stadtschulraths haben wir nachstehenden Bericht erhalten: Nach Constatierung der Beschlusssähigleit seitens des Vorsitzenden und nach dessen Beantwortung einer Interpellation, betreffend die Verfassung der Tchulmatril für Gewerbelehrlinge, trägt der Schriftführer die im currenten Wege erledigten Schriftstücke vor. Der Lchrerin Clotilde Golf an der städtischen deutschen sechsclassigen Mädchen. Volksschule wird die dritte Dienstalterszulage mit 1. December l. I. zuerkannt. Dir Bericht des l. l. Vezirls'Schulinspeclors, Professor Franz Üevec, über die Inspection der mit der hiesigen zweiten stäot. fünsclassigen KnabeN'Vollsschule verbundenen gewerblichen Vorbereltungs-schule wird zur Kenntnis genommen und behufs end« glltiger Genehmigung dem hohen l. l. Lanbesschulralh!» vorgelegt. Es wird beschlossen, die l. l. Schulbücherverlags« Direction in Wien zu ersuchen, dieselbe möge die Beschaffung guter Schulbücher für den Gesang und für die deutsche Sprache an slouemschen Volksschulen veranlassen. Weilers wird beschlossen, die Gesuche zweier städtischer Lehrer um Erhöhung der Iahresdotatlon sür den Schulwerlftätten - Unttrricht, das Gesuch eines quiescierten städtischen Lehrers um Verlängerung und Erhöhung der Onadengabe, die Gesuche sämmtlicher Leitungen der öffentlichen städtischen Volksschulen um Er-Wirkung der Theuerungszulagen sür das Lehrpersonale auch in Hinkunft, schließlich die Gauche der Leitung der jünfclassigen Privalmädchen-Vollischule im hiesigen Lichlen-lhurn'schen Walseninstitute an den hohen Landtag um Erhöhung der Iahresdotallon für die Erhaltung dieser Schule und um abermalige Gewährung einer Geldunter-ftühung behufs Deckung der Kosten für den neuen Schul» bau, comp:tentenorl« vorzulegen und zu befürworten. Die Gewerbelthrlinge der hiesigen Friseur-» und Rafeur-genvssenschait werben vom vormittägigen Sonntagsunter-richt an den hiesigen gewerblichen Vorbereitungsschulen befreit. Schließlich wecden einige interne Angelegenheiten erledigt und wird der Bericht des Vorsitzenden zur Kenntnis genommen, dass er in letzter Ieit einige hiesige Schulen in Augenschein genommen hat. — (Eine neue Brücke über dieLaibach.) Wie verlautet, soll über die Laibach eine neue hölzerne Brück« errichtet werden, welche die Verbindung der Karl« städterftraße (durch den Koslet'jchen Garten daselbst) über die Vrühlgründe «lt der Iiegelftrahe herstellen würde. x. — (PhilharmonischeGesellschafl.) Sonn-tag den 20. December 1896 findet das drille Milglicder-concert unter der Leitung des Herrn Mustldirectors Josef Zöhrer und soliftischer Mitwirkung des Fräulein Faufta Visial (V'oline) sowie der Sängerin Fräulein Johanna Pollegeg aus Graz statt. — Beginn des Concerts u« halb 5 Uhr nachmittag«, Ende halb 7 Uhr abend«. — Programm: I. Abtheilung. 1.) Fel. Mendel«sohn-Varth.: Ouvertüre zum Märchen von der schönen Melusini'. 2.) G. F. Händel: Recitativ und Arie («I^inm cck'io pümgu,») au« . 35, für die Violine mit Occhefterbtgleitung. Fräul. Fausta Bisial. 4. u) Fr, Schubert: Der erste Verlust, d) R. Schumann: Mit Myrten und Rosen, o) A. v. Fielih: Die Nach» ist weich wie deine Wangen, <1) A. V. Fielih: Veilchen überall, Lieder filr eine Altstimme; Fiäulein Johanna Pollegeg. II. Abtheilung. L. v. Veethovn: Vierte Symphonie, li-änr. a) ^6^ic> und ^lln^ro vivac;«; k) ^.äüßi«; c) ^.llo^ra vivace; ä) ^.Ilo^i-n ,nu nm> troprx). *(Au« dem Polizeirapporte.)Vom 15.auf den 16. d. M. wurden drei Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Diebstahls uud Netrugsueroachl?, eine wegen Zechprellerei und eine wegen Uebertretung des § 516 St. G. —r. * (Vahnf revel.) Aus Rubolfswert wird uns berichtet, dass der am 9. December l. I. zwisch?« Rudoliswert und Hönigst-in vorgekommene Bahnunsall, den sofort eingeleiteten Erhebungen nach, nicht aus einen Aahnsrevel, sondern aus einen gusall zurückzuführen ist. ->'. — (Sanitäres.) In der Ortschaft Hlnterbera., Bezirk Gollschee, erlranlten im V^rlauje der letzteren Zelt elf Kinder an Scharlach, von denen zwei bereit« a/nfsen find; die Kranken wurden in offic!öse ärztliche Behandlung genommen und sämmtliche schulpflichtige Kinder au« der genannten Ortschaft vorläufig vom Schulbesuch aus» geschlossen. ^o- — (Deutscher und österreichischer Alpen verein.) Au« Klagensurt wirb berichtet: Per Feftausschus« sür die abzuhaltende General's"' sammlung de« deutschen und österreichischen Alpen' verein« beschloss, hiefür den b,, 6. und ?. August vorzuschlagen. — (Venesiz.) Das eingetretener Hindernis halber verschobene Vemfiz des Regisseurs, Gesangs- und Eharaltetlomilers Hnrn Felix findet Freitag statt Zur Nujführung gelangt die reiz'nde Operette «Giroste' Girofla». Die warme Empfehlung, die wir jüngst Herrn Felix als G^leltsbrief zu seinem Ehrenabende «l<-gegeben haben, wiederholen wir nochmals und hoffen, da5 Publicum wirb dem pflichtgetreuen, strebsamen und viel verwendeten Künstler einen angenehmen Abend bereite»' — (Auswanderer.) Am 14. d. M. passierten Corn, on« auf der Reife nach Genua 650 Aus' Wanderer, fast durchwegs Bauern aus Krain, Ungarn und Kroatien, um kostenfrei nach San Paolo in Brasilien überschifft zu werden; 200 Auswanderer waren in Fiulne wegen mangelhaster Papiere zurückgehalten worden. Die betreffenden Auswanderung« - Agenten haben, wie der «Piccolo» meldet, einen Contract für 15 000 Au«' wanderer aus den genannten Ländern abgeschlossen. Neueste Nachrichten. Neichsratl). (Orlglnal'Telegramme.1 Mien, 16. December. In der heule sehr zahlreich besuchten auße^ ordentlichen Sitzung des Herrenhauses widmete der Vicepräsident Graf Fallenhayn dem verstorbene" Präsidenten Grafen Trauttmansdorff einen sehr warmen, ehrenden Nachruf, in welchem er der verdienstvolle» diplomatifchen Thätigkeit sowie der durch drei Session" bekleideten Würde des Präsidenten des Herrenhaus des Verblichenen gedachte, dessen Namen in der Geschichte des Herrenhauses mwergesslich blnbeu wild-Der Nachruf wurde stehend angehört. Der Präsident gab die Beileidskundgebung des Abgeordnetenhauses bekannt. Hierauf wurde die Sitzung zum Zeichen der Trauer aufgehoben. Das Abgeordnetenhau« nahm. nachde" die Abgeordneten Kirschner, Formanef. Eiam, Spi^ und Proskowetz verschiedene Wünsche vorgebracht u"" Abg. Spincic den Ausbau des DonaU'Moldau'El^ Canals und die Schiffbarmachung der untern Mold"" urgiert hatte, die Titel «Straßen- und Wasserbau» a", womit das Budget des Ministeriums des Innern er-ledigt ist. Das Haus begann sodann die Berathung des Budgets des Larldesverchkidigunns.MinisteriulN»- In der Specialdebatte über den Etat des Landes verlheidigungs'Ministeriums beantwortete der H^ Laiidesvertheioigungsmlnister FZM. Graf Welses heimb zwei Interpellationen und griff auch spät"'" die Debatte ein. Das Haus verhandelte sodann t»e" Dlinglichleitsantrag Laginja betreffs der Typhusepide««'^ in Pola, welcher die Regierung einladet, die nötM« Vorkehrungen zu treffen. Reaierungsvertreter Section» chef v. Körb er gab eine ziff.rmäßige Darstellung ^ Krankenstands, sowie aller ergriffenen fanitären ^^ nahmen. Die Erhebungen ergaben, dass neben der Vove Verunreinigung auch die Wasferverhältnisse mit "l>A der Erkrankungen sein dürften. Der Verlaus " Krankheit fei milde, das Sterblichkeitsoerhä'ltnis cl" 7 Procent. ^. Der Regierungsvertreter wies nach, dass d«e ^ gierung alle nöthigen Maßnahmen bereits veranlasst ya ' Das Haus nahm die Dringlichkeit und sodann o Antrag selbst an. — 2>r Finanzminister brachte °" Budgetprovisorium pro Jänner 1897 ein. ^- ^acy! Sitzung morgen. Einberufung der Landtage. Die gestrige 'Wiener Zeitung, ""lautbart kaiserliche Patent vom 15. December 189«, belrM' die Einberufung der Landtage von Böhmen, ^""z und Lodomerien mit Krakau, Oesterreich «mer Elms, Steiermarl, Krain. Mähren, Schlesien Görz-Gradisca für den 28. December 1«96 m ", gesetzlichen Versammlungsorte. Budapest, 16. December. (Orig-Tel.) Vis geordnetenhaus setzle die Atwssdebatte fort. .^.) Agram, 16. December. (Orig.-Tel. ^^" .tag) Der Pläsideut widmete dem verstorbenen "vgel"" ^ Zec einen warmen Nachruf. Hierauf wuroe rathung des Budgets fortgesetzt. Reich«"!! Berlin, 16. December. (Ölig -Tel.) Dec me»«, vertagte sich bis zum 12, Jänner 1897 Majestät Biarritz, 16. Dumber. (0rig.-Tel.) Ih« "A^ Kaiserin Elisabeth reist Sonntag nach «"? Martin. Laibacher Zeitung Nr. 290. 2495 17. December 1S9S. Lottoziehnng vo« IN. December. ^ Vrünn: 73 21 3« 41 56. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. « ^.2 IZ^i l 8 """" de« Himmel» H pF ..^^ L s^H ^«__!_________________^' 18 3Mi^ ?27 6 -12 windstill ' 3lebel" ^^^b^_I?^ _I?_^ windftill___Nebel___ ^^ l?. l? U. Mg. > 7^2 - 4'i -2 - 2 l windstill "! Nebel ! 0 0 j . DaS Tagesmittel der gestrigen Temperatur 1-:t°, um "'4» ilber dem Normale. verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschomsl«, Mtter von Wissehrad. Stnarie-Sesana, 14. 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Versandt per Post und Bahn. Oeffentlicher Dank "23) 12-4 dem Herrn ^ran; Wilhrlm, Apotheler in !!)lcuntirchen, bieder Oesterreich, (s-rfinder des antirbeumatischen und llittiarthrttischen Älutreinigunilstlices. Vlutreinigend fiir wicht und Ähenmatismus. Wenn ich hier in die Oeffentlichleit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Vlpo» theler in Neunlirchen. meinen innigsten Danl auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungsthee in meinen schmerz lichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem grässlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tl,ee aufmerlsam zu machen. Ich bin nicht imstande, die mar> ternden Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei jebcr Mittcrungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefel' däder iil Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nä'chlc durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und nieine ganze Körperlraft nahm ab, Nach vier Wochen langem Gebrauch obgenannten Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jetzt, nachdem ich schon sechs Wochen leinen Thee mehr trinle, auch mein ganzer körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ick bin fest überzeugt, dass jeder, der in ähnlichen Leiben seine Zuflucht zu diesen Thee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich segnen wird. In vorzüglicher Hoch» achlung «räfin V«djchin»Vtreitseld, Oberftlieui-Gatlin. i ! Deželno gledališèe v Ljubljani. Sl. 29. Dr. pr. 763. V èetrtek dne 17. decembra Prvikrat: N o r m a. Tragißna opera v dveli dejanjih. Spisal F. Romani. Poslo-venil A. Peterlin. Uglasl)il Vincenzo Bellini. Zac>tek tofino ob pol 8. uri. Konec po 10. uri. ^lanöestyeater in Al'l»5 lM 4K «N^ ^0 " s°N't »uc» st. «43 50 «44 Ll, ^. «'<,a»»lö>f . , >M si. ,88 bl) l8S li« ^' 5»U,,.«,bbr. b ,!«> N, , . »55-50 lbö'ÜU ^' Vest, »«id««»», ft«u«i,«i l«3 - lll» l»<> ,,,° "lN «vt,iir">«. »t.), Nil ion ft, G, 4«/„ l,9„<> ,LN b0 ^^"'tph'Aahn <>' SÜber <° " T»)! l»l» ft, Nnm, ^V/,. <»5 3b lll« »l» l«r l,M> st, z,iom.....--- -'- K°>" i, »runtnw, s»,u,r», (t»«v, »»?'-.
    »°? "" ft ». w. Pl,Stü^ . ,5? - »«»'-. ^>'i«!lk»l!« «<»« st, i>, «!, l!» ^, .......,58-50 ,»«'b(» ",,!. "b»l!r. «W ft. «, «U, 5"/., «80-- W2'- «o» «taatt zur H»yl»»> «birno«««« <«s»»b.'Pr»»r.' vbll««tto»«». j!lr «0N M. 4'/^.....!llun Vl. »!X) «, 4»/,,......»20-50 lLl 50 ss!n:,z<55olevh w., !che «farl 'Ludwig < Bah», <«m. l«»l, U«l, fi, S. 4"/» - «b- S»SO «olllrlb»t«lc Valil!,lül> Voldnmt< 4°/« per »»sst l»l>»0l2»50 d,° bll,. per Ullim« .... '»» »b ,»» ^ <«, bt° bt°. Psr UlÜU'o . , M-I5 9V-35 b!°° Ll « «I. Gold Kwst.. 4'/.'V. lLü <>0 l«3 «0 dl°. f<°°t»«bl«,, Mn», ONb,^ ^^ ^^ ^ ^ .,°H°/"Äll.'tt,8a! Nb!..c,bl! lOO - lO, - Ihkih.«," 2°'e <°/. '", st. . l'?- "« -yrun!»,nll..Vblig°tian»n M w<> sl, CM.), L»,d»r, vff»nll. ßnl»h»n. dt». '«»lell'f l»7« . . »07S0 108SU 3!!F"^d"!.N«.,. !ol70,04 70 «»lebt» b. Lladl^m^lds «»!»>' ^.^ Dsandbrles, (fürlvofi.). «,bcl. all«, «st. !n bN I. vl,4»/»». 9« 40 lOl! 40 dt». ,, ,, dl°. dt°, 3°/„. II. «m. — — —-. N.»öst«rl.tzandf»l, lul'bo — - Prioritäls»Fbligation»« (für lOU st.), Ntsbinund« N'ordbay« ft...... 28-50 5»'5O Palffv L°!e 4« st, ,henl>rruz.0^ft.»el,»„l0st. 1^-— 18'8O »iothenK«»!». Ung.Vf! », bft. ,0- 10 50 «ud°lph.ll°le 10 fi..... «» 50 L4- !^alM^°lc 40 N, , bl°, ll. «M ««««, - - 2»'— »?'" »« fi. SU»/, ». l« 5» 15« 50 Vantvereln, «»Nfl.V.40°/, 444 — 44? — «rdt..«nft, f. Haob, u. 0», l«0 fi. —-. — — d»°. dto. pti Ultimo Etptbl. !8?I — »71 l»0 ««bltblllll, «llg. u>!,., »OO'fi. . 4vl> !>0 40S 50 Depofttenbant, «ll«,, »ou st. . i»»« 50 z»? 5» tlcomptt Vr!,., Nbl««,. 500 fi. !?«0 —790 -»/„». 85 50 8650 üanberbllnl, vest., «00 st. , , «45> 45 »45 9» 0tfterr>ung»r. U«,'l, «00I . 9»» —957" Unionbanl 200 st......»»-— »«< 50 Verfehrsbant, «ll«., 140 fl. . 1?»>- 178 50 ßltlln oon ffl«»n»Port» D«t»fN»h«unz»n st, s, »«9 — «?« st ^ »7ll?5»7Ä — Pillg.DülslEIsenl,, l50fl,K. , S3--> 94— Vtaatlelseübahn »0<» st. L. . . 35« »l, 35» 75 Vüdlilll,» Ä0N sl. 3..... 9l b0 »3K0 Vüdnordb. Verb..». »<»<» N. «M. »15 — »i«-> Iram»n»U'<«c<., Wi,,«7l>jl «. l8, 4«8 — 4« — d»l>, ll»l <^7 ^»^!: . . —-— —-— ll»«wlly»««I., «eue «r., Vrl». M«t».«clln> 1N<» st, ... 10« ,5 10» 7b U««..H»ll». Msenb. l»l«> st. k!lbn »O7-»5 »0« »l» lln«.»^tb.<»t»al»^r»»)»'»0st.3. »«» b0 »v» «» Wien« i!»falb»hnen'»lct. »G»<. U»__ ,m!!bl", Papiers, n.l«. «. «!z<» ^.7 «, liiefiülier Kraueiti 100 fi. . . iLl»^. l>» — Vio«tün»ft..«lpln» «««<> ,7,., Prazer »«en.Ind..«es. »00 fi. «44 - »« _ v«lllo»lalj. vteililohlen »0 st. K«b — «10 — „Vchlö»Imühl^,P5 ißarl»......... 47-55 47«, Vt. Ve«tl»buru..... —'— — — D»lul»n. Ducalrn........ 5«» 5 71 zn°^lllnc»-Klüae..... 954, !»'5«, Deutlch« «eich«banlno,en . . 5» — 5» Oli Ilalini«che Banlüvlen . . . 4b 45 45 55 Nuvln-»«^!',!...... < »7 „»«»?»,» ^m 24. Deoember und an jedem Freitag und Fasttag ausgewählte Sorten Sf o o r± m o li o. Grosse Auswahl in l'einslen UiiisH>amii-«4 liiia^oii >* feinste Mandolatti, candierte Früchte, Fleiß oh- und JWstoonserven etc. Ferner emplelile rn«in gut assortiertes ^erei-üeschäll in feinsten Qualilitten, stets billigst. (H4, Ant Stacul Sptwm- und DelicHtesHenliaiidlnng, Laibach Höchste Auszeichnung auf der II. internationalen pharmaceutischen Ausstellung in Prag, August-September 1896. Dei* „Eisenhaltige Wein" des Apothekers Piccoli in Laibach ap. enthüll in zehn liraimneii fünfundzwanzig Milligramme Eisenoxyd, ist von Jt r^jf*« »©br angenehmem Geschmacke und wird mit einein Eisenpräparal dar-r\TjW& (; vorgenommenen chemischen Untersuchung eines solchen Weines herausgestellt hat! Der Eisenhaltige Wein des Apothekers Piccoli in Laibach wird in Flaschen zu '/« Liter ahgegfben. Pn-is finer Flasche II. 1—, 4 Flaschen fl. H*60; 4 Flaschen spesenfrei mittelst Pout (siOÖ) gegen Nachnahme von 4 II. f>. W. 40—40