sir 29l. Freitag, 19 December 1«9U. l<)9. Iahrganff. Leitung. '»nzjühri« "'""halb zhria fl 5 5N Mr die Zustellung l», Hau, g l,,^ l» Uhr »nrmtttag», - Unfrankie«, «riefe werden n!ck< angenommen u»d Manu>n Ministerium für Cultus und Unterricht in Verwendung stehenden, mit dem T'tel und Charakter eines bofrathes beladeten Landes-Schulinspector Dr. Georg A'tter von Ullrich zum Ministcrialrathe exlra ^turn in diesem Ministerium allergnädigst zu er» nennen geruht. Oautsch m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. December d. I. die "'den mit dem Titel und Eharalter eines Sections. Me« bekleideten Minislerial'Secretäre Dr. W,lhelm Meiherrn von Kolbenste iner und Gedeon Rllter 3roschauer von Mousburg und Mühl-sain zu wirklichen Sectionsräthen im Finanzmini-"erium allergnädigst zu ernennen geruht. Dunajewski m. p. ^ Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit, Allerhöchster Entschließung vom 9. December d. I. den, Aatthalterei-Secretär in Trieft. Rudolf Czer mack «dlen von Eichenfeld, zum Statthaltereirathe und "t'ferenlen für die administrativen und ökonomischen Angelegenheiten bei den Landesschulbehörden im Küsten« lllnde alleranädiast zu ernennen geruht. Gautsch m. p. Wchtamtlicher Weil Die Aufgabe der Hilfscasscn. Die österreichische Legislative steht im Begriffe, "n überaus bedeutsame« socialwirtschaftliches Gesey zu 'Haffen. Es handelt sich da um ein Institut, da« be. nimmt ist. dem kleinen Manne üorhauvt. nicht d»m ll^wklblchen Arbe,ter allein, schwer drückende Sorqen ^ die Zukunft vom G.mnthe zu nchmen. Nicht dem "lb-iter nur. d^r im Fabrikgebäude an der Maschine ^lllt. wird die stützende Hand geboten; auch den dülf-s'NtN Beamten, den minder günstig gellten Vewerbs. ^uten „nd Handeltreibenden, den G schästsdienern und "gichreibern; also nicht nur die der Gutei production zugewendeten Kräfte, sondern auch jener kleine Mann, der sich geistiger Arbeit untergeordneter Art gewidmet hat. soll social gehoben, soll social gefestigt werden. Dies ist die Aufgabe der Hilfscassen; die Hilföcasse ist eine freie Lasse, sie ist eine Schöpfung der Selbsthilfe. Sie wird von den Intel essenten gegründet, durch Beiträge der Mitglieder gespeist, von »hnen salbst verwaltet. Sie hat den unmittelbaren Zweck, für Tage der Noth Vorsorge zu trfff>n. Sie ist aber zugleich eine das Volk erziehende Macht. Wo sie blüht, dort weckt sie den Sinn für Sparsamkeit und Ordnung, die wirtschaftliche Voraussicht und das Verständnis für geschäftliche Angelegenheiten. Sie ist demnach nicht nur von materieller, sondern auch von moralischer Bedeutung, nicht nur eine Veranstaltung für wirtschaftliche Vortheile, sondern auch eine solche der sittlichen Läute« rung und Festigung. In welchem Maße dies gilt. lehrt uns sogleich die erste Bestimmung des Entwurfes. Er geht weit über den Wirkungskreis der Krankenversicherung hinaus, zumal er nicht nur wie das analoge deutsche Hilfscassena/setz die Krankellversicherung und die mit derselben zumeist verbundene Versicherung eines Vegriibnisgeldes im Auge hat. Die Hllfscassen sollen vielmehr auch die Ver» sicherung von Invalidität», und Altersrenten, von Witwen» und Wlllsengeldern, von zu Gunsten eines Dritten angelegten Summen, ja sogar auch die Unter« ftützung von Erwerblosen ermöglichen. Der Mann. der daran denkt, die eigene Person gegen mögliche Uebel zu schützen, der für den Fall der Krankheit, der In« validilät. des Alters Vorsorge trifft, er übt wühl die seltene und schöne wirtschaftliche Tugend der Voraus» sicht, aber diese frommt nur ihm selbst; nicht Eigen« silcht ist an ihm zu tadeln, rine kluge und vernünftige Wahrnehmung der Pflichten gegen sich selbst ist an ihm zu rühmen. Höher aber stcht jener, der auch für Weib und Kiud empfindet, jener, den sie bedrohende Befahren mit banger Besorgnis erfüllen. Die Hilfscasse ermöglicht es dem kleinen Manne, zu den günstigsten Vedingungn, welche Versicherung«, techn'sch benlbar sind. die moralische Schuld gegenüber den Seinen, gegenüber der treuen Genossin seiner Tage, gegenüber dem eigenen Fleisch und Blut abzuzahlen, hinter dem trocknen Ausdrucke einer Versicherung zu Gunsten Dritter leuchtet eine Welt warmen Gefühls' lebens. Der Vater, der mit schwieliger Faust um das Leben ringt, kann im Laufe der Jahre für das heran« blühende Töchterchen eine kleine Aussteuer zusammensparen, er muss nicht mehr mit beängstigender Em-pfindung in die Unschuld der Kinderaugen blicken, er muss nicht mehr mit wühle.!>d>m Grame der körperlichen und sittlichen Nachtheile gedenken, denen arme Mädchen oft ausgesetzt sind. Allein all dies? Zw cke bedürfen der Mittel. Die Aristokratie des vierten Standes, die unteren Schichten des dritten Standes mögen über diese verfügen. Die groß»' Masfe der Lohnarbeiter kann nur mit dem Aufgebote der größten An« strengung, dtr heldenmüthiqsten Entsagung für dm Krankheitsfall Vorsorge treffen. Sollen für diese Classe die Segnungen des Hllfscassengesltzes nicht leere Rechte bleiben, die vergeblich der Erfüllung harren, so muss hier eine andere Kraft in Wirksamkeit treten. Der Plan. welcher im Gesetzentwürfe vorliegt, nimmt auf die Thatsachen Rücksicht. Er thut dies in einer Weise, die im wahrsten Sinne des Wortes ein Z ichen der Zeit ist und bekundet, dass die Klagen, in die der greise Elassiker der Anatomie ausbricht, d^nn doch allzu pessimistischer Natur sind. Wahrlich, HrM hat keinen Grund, in seinem formvollendeten Dank« schreiben an das Collegium der Wiener Aerzte von dem Ekel über Has gegenwärtige Zeitalter, von dem beklagenswerten Niedergange der fast erloschenen Sittlichkeit, von einem Kriege aller gegen alle zu sprechen — angesichts des Umstandes, dass die Gesetzgebung des Vaterlandes darthut, ein wie großes Vertrauen sie in dm Edelmuth der höheren Classen setzt. Sie geht von der Anschauung aus. dass in unseren Landen die moralische Entwicklung fortgeschritten aenug ist, um im Reichen das Bewusstsein seiner Pflichten gegen die Armut zu erwecken. Die Mittel, welche für die ange-deuteten Zwecke nicht ausreichen, sie sollen durch die private Wohlthätigkeit ergänzt werden. Der Begüterte soll im Sinne des Gesetzes als unterstützendes Mitglied der Hilfscasse dem Enterbten in seinem selbstthätigen S'reben nach oben hilfreich beispringen durch Rath und That. Eine großartige Reorganisation der Armenpflege auf cantatioer Grundlage wird da in Angriff genom-men. Wann hätte die Legislative, wann je eine Volksvertretung den Glücklichen eine eindringlichere Mahnung, Feuilleton. Liebesleid. latt ^"! ""kni Küchenfenstersimse stand eine Thee» °'. ein robuster Geselle, nicht gerade von hinreißen, h? Aeuheren. aber solid und kräftig; auch sein In. tljs< ^^ ""^l Umständen — ich erwähne nur ge» 2-^e Kartoffeln — nicht zu verachten. Der hörte die blasse seufzen. Wer hätte da nicht Mitleid gefühlt? «. . Da unser Schmalztopf nun ein überaus guter r)elle war und außerdem erklecklich viel an Lang» der n'"' ^ beschloss er. in diScreter Weise sich nach l Ursache des Geseufze« zu erkundigen, so .^^"hrtes Fräulein.» so hub er a». «Sie seufzen ' «chauerllch. dass mir vor Mitgefühl das ganze i^"alz im Leibe gerinnt. Was ist doch die Ursach? V, n . """er«? Wollen Sie sich mir nicht mittheilen? link ^ ist hgg in, Stande. Ihren Schmerz zu leick,"''' ^ 'Achl» " 'Oder dünke ich Ihnen viel-zul««ö" niedrig, mit mir sich in ein Gespräch ein-Waisen? Ich hin zwar nur ein schlicht, r Schmalztopf. ez c ""2 gutem Hause, ein Verwandter von mir hat lies. " bis znm Suppenlopf gebracht.» — «Mein y,"r Schmalztopf., so lieh sich jetzt Dame Theetasse ein, A"wburchMeiter Stimme vernehmen; «es hat ?w, A't gegeben, wo ich einen Ihresgleichen nicht tvllr ^bl zur Antwort gegeben hätte, denn damals H stolz und schön. O, wenn ich dieser Zeiten ge- denke, so möchte ich Porzellanthrä'nen weinen vor Sehnsucht und Schmerz: sie sind dahin auf Nimmerwieder-lchr. Jetzt b>n ich nur mehr eine Ruine, und jeder würde mich auslachen, wenn ich ihm erzählte, dass ich einst alle Herzen im Sturm eroberte und dass man mich als die schönste u»ter allen meinen Schwestern pries. Sparen Sie mir die traurige Erinnerung an zene glücklichen Tage!» Doch der Schmalztopf bat so lange und nach-brücklich, er wusste seine Worte so gut zu s.tzen und sprach so viel von Mitleid ,md Langweile, dass sie endlich nachgab und zu erzähle» begann: «Ich wurde als die zwölfte von zwölf Zwölflingen geboren, weit von hier in einem großen Hause voll Rauchounst und Flammenschimmer. Als ich zuerst meiner selbst bewusst ward. stand ich auf einem großen Brette, mitten unter meinen Schwestern. Ich wunderte mich über mich und mein Dasein und befühlte mich von allen Seiten, nm zu wissen, wie ich eigentlich aussehe; dann blickte ick meine Schwestern an — durch einen natürlichen In stinct war mir bekannt, dass ich ihnen ähnlich sehe. war ich glücklich, denn sie alle waren zierlich an Ge. stall und von wunderbarer Feinheit. Wir standen einige Tage auf dem besagten Brett, bis wir ganz trocken und fest geworden waren. Nicht lange aber sollten wir die heimatliche Luft athmen; »s kam der Augenblick, wo wir unserem Vaterhaufe ans ewig Lebewohl sagen mussten und hinausgeschleudert wurden in die weite Welt. ein Spielball' deiz Schicksals. Des Schicksal«., wiederholte sie nochmals mit ersterbender Slimme. Der Schmalztopf schauderte. ! Es dauerte eine nette Weile, bis Jungfer Thee^ lasse aus der schmerzdurchtrm>tten Lethargie, in die sie gesunken war, wieder sich zum Bewusstsein ihres Daseins aufgerafft halte, und es bedmste der vollen Ueber- redungskunst des gefühlvollen Meisters Schmalztopf, um sie zur Fortsetzung ihrer Lebenserzählung zu vermögen. «Ihr Interesse um meine Person thut mir wohl, werter Freund.» so fuhr sie mit erhöht melancholischer, wie von leichtem Thränenschauer durchbebter Stimme fort, «und da ich ohnedies dieser undankbaren, grau' samen Welt bald werde Adieu sagen müssen....» «Aber, mein wertes Fräulein,» unterbrach sie der Schmalzlovf. «wie kommen Sie auf so traurige Ge< danken? In Ihren Jahren! Da sehen Sie mich an: ich bin schon ein gut Theil älter und auch aus dem Kampfe des Lebens nicht ganz unversehrt hrrvorgegmi» gen — und da sprach er wahr, denn nebst einem ziemlich bedeutenden Stoffoerlust an der rechten Kupfsrite war er auch durch einen beutlichen Sprung, drr sich vom oberen Rande in unverminderter Intensität bis zum Boden hinzog, gekennzeichnet — aber ich denke noch lange nicht ans Sterben.» «Lassen wir das. Verehrtester!» wendete Dame Thl-etasse ein. «Ich habe heute Nacht von einer schwarzen Katze geträumt, und das bedeutet, wie Sie wissen. Tod. Auch hab ich meine Ahnungen, die mich nie getäuscht haben. . . . Hören Sie also weiter? Ich will mich Ihnen gan^ anvertrauen, und im Bewusstsein, eine mitfühlende Seele zurückzulassen, die einen Blick in den Kelch meiner Leiden gethan, werde ich ruhiger sterben. Ich verlieh das Vaterhaus, eingesperrt in einen finsteren Kasten ohne Licht und Luft. aber weich m Heu gebettet. Es waren, wie ich später erfuhr, auch meine z elf Schwestern und viele meiner Gespielinnen in dem« gelben Hause eingekerkert; doch waren wir so gebettet, dass eines von dem anderen leine Ahnung hatte. Ich !war vor Angst und Aufregung halb betäubt und so abgeschlagen/ dass ich bald in einen festen, dauerhaften l'atbllchei Zeitung Nr. 291 243« 19 December MIO. der Bedrängten zu gedenken, zukommen lassen? Wann hätte der Staat, von den Principien des starren Rechtes sich entfernend, sich mehr als jetzt von sittlichen Grundsätzen leiten lassen? Ein Dichter rief in vergangenen Zeiten: «Edel sei der Mensch, hilfreich und gut» — heute heischt es das Gesetz; ist dies Entsittlichung? Nicht doch, dies zeugt laut und deutlich dafür, dass das Ethos immer mehr erstarkt, dies zeugt dafür, dass dt> Menschheit nicht nur in geistiger, sondern auch in moralischer Beziehung bergan wandelt! Das Hilfscasfengeseh ist nicht ein Kind des Rechts« sinne«, nicht einmal eines der Billigkeit, es ist eines des Wohlwollens; es ist nicht eine lediglich juristische Norm gleich dem wunderbar gefügten Wechselrechte, nicht eine rücksichtsvolle Verfügung gleich der Execu-tionsnovelle, es ist eine That, edel. hilfreich und gut. Ob sie zur vollen Wirksamkeit gedeihen wird, dies hängt freilich von dem Erfolge ab, welchen sie bei dem Hoch» sinn erzielen mag. Wir zweifeln an diesem Erfolge nicht. Fürst Bismarck hat das stolze Wort ausgesprochen, der Appell an die Furcht habe in deutschen Herzen nie Wiederhall gefunden. Aehnlich können wir sagen, der Appell an da« Gemüth habe österreichische Herzen nie unbewegt gelassen. Die Pflichten aber. welche daS Hilfscassengeseh den höheren Gesellschaftsschichten auferlegt, wecken Pflichten der in den Niederungen des Volkes Begünstigten. Edelmuth macht bekanntlich verbindlich. Und die Verbindlichkeit der Arbeiter würde es sein, die Mittel, die ihnen die Hilfscassen gewähren, nicht zu Ausständen zu mißbrauchen. So stellt dies Gesetz Pflicht gegen Pflicht und so überbrückt es die socialen Klüfte nach allen Seiten hin, nach oben und nach unten hin höhere Auffassungen der Sittlichkeit an« bahnend. ?. 8. Politische Ueberficht. (Parlamentarisches) Im Vudgetausschusse wurde vorgestern die Regierungsvorlage angenommen, wodurch das Gesetz vom 26. Mai 1888. bet'nffend die Herstellung eigener Gebäude zur Unterbringung der beiden Gymnasien in Graz. abgeändert wird. Nach der Annahme des Gesetzes fragte der Abg. Beer. ob that« sächlich ein Raummangel vorbanden sei. Der Regie« rungsvenreter meinte, durch die jetzige Eintheilung werde den Bedürfnissen Rechnung getragen sein. (Auflösung einer Vemeindevertre» tung.) Die niederösterreichische Statlhalterei löste die Gemeindevertretung des Wiener Vorortes Hernals wegen oppositioneller Beschlüsse geaen die Vereinigung mit Wien auf und wurde der Magistratsrath Wieder als Gemeinde-Administrator eingesetzt. (Im czechischen Lager) dauert der Um-bildungiprocess der Parteien fort. Die Abgeordneten Ndämek. Hajek und Vesely sind vorgestern dem Jung» czecheN'Elub d^s Abgeordnetenhauses beigetreten, welcher nunmehr siebzehn Mitglieder zählt. (Oalizien.) Nach einer Lemberger Meldung hat sich Baron Hirsch damit einverstanden erklärt, dass der Regierung das Recht eingeräumt werde, vier Mit° glieder des für die bekannte Zwölf-MillioukN'Stiftung bestimmten Eurawriums zu ernennen. Infolge drfseu ist das letzte Hindernis, welches der Activierung der Stiftung entgegenstand, bereits beseitigt, und die Schi len und Humanitäts'Institute, welche aus dem Vermögen in Galizien eröffuel werden sollen, können demnächst errichtet werden. (Subvention für die ^Komensky». Schule inWie n.) Bei der Berathung des Gemeinde» Präliminares in der gestrigen Sitzung des Prager Stadtverordneten Collegiums wurde von zwei Rednern auf die missliche Lage hingewiesen, in welcher sich die vom Vereine «Komensky» erhaltene czechische Volks« schule in Wien befindet. Das Stadtv^rordnetm Collegium beschloss, in das Präliminare pro 1891 für diese Schule den Betrag von 1000 st. einzustellen. (Der nieder österreichische Landtag) hielt vorgestern eine Sitzung. Z>, Beginn derselben wurde vou zwei Seiten über dir Auflösung des Her-nalser Gemeinderathes interpelliert. Proflssor Sueß legte einen Antrag vor, es sei aus Nnlasi der V>r. einigung Wiens mit den Vororten aus Laiidesmittelu eine höhere Töchterschule ins Leben zu rufen und derselben der Name «Schillerstift» beizulegen. (Das ungarische Abgeordnetenhaus) nahm den Gesetzentwurf, betreffend die deu Weingebieten neuerlich zu ertheilenden staatliche» Begünstigungen, an, ferner den Gesehentwurf betreffs vorläufiger R-gelung der Handelsbeziehungen zur Türkei und zum Fürsten-thum Bulgarien. Die Minister Fejervary und Szapary beantworteten die Interpellation in Angelegenheit t^r Affaire Iooanovic und constatierten das gesetzmäßige Vorgehen der Behörden. Die Antworten wurden zur Kenntnis genommen. (Rufs land und China.) Der gewesene russische Gesandte in China, Kumany. ist aus Peking in Petersburg eingetroffen. Wie von dort gemeldet wird. erlangte derselbe von der chinesischen Regierung die Freigabe der Provinz Schensi für den russischen Handel und die Genehmigung zur Errichtung russischer ^onsultate in deu Städten Lants-Fu und S>an Fu. Las Blatt hebt hervor, dass die Provinz, respective die Städte, durch welche die Hindelsstrah'N aus dem Innern China's in die Mongolei, daS chinesische Turkestan und nach Tibet führen, eine große mercantile Bedeutung haben. Die Errichtung russischer Factoreieu in China werde den russischen Haudel in diesem Lande wesentlich fördern. Urbrigens finden russischer Baum» wollsammt, russisches Tuch sowie andere russische Manu« sacturwaren schon gegenwärtig guten Absatz im Innern der chinesischen Provinzen. (In Irland) nimmt die Parteifehde zwischen den Parnelllten und deren Gegnern vou Tag zu Tag mehr den echt nationalen Charakter solcher Händel an, den ein landläufiges altes Sprichwort mit dem Spruche kennzeichnet: «Wo ein Schädel, wird rr verhauen,» Antiparnellitische Agitatoren folgen Parurll auf dem Fuß, und die Controoelse auf den Meetings artet regelmäßig in eine solenne Prügelei aus. Daoilt wurde vorgestern in Castle-Comer bei Kilkenny von den Par. nelllten verwundet; die Anhänger Davitts uahmeu Revanche, indem sie bei der Abfahrt Parnell Kalt« puloer in die Augen warfen. Pa»Ntll ist iufolqe dessen schwer leidend und beinahe blind. Der Arzt hofft übrigens, ihm das Augenlicht zu erhalten. Vorläufig st aber der Agitator durch diese niederträchtige Aübeiel außer Gefecht gestellt. (Conflict der Pforte mit den Orie« ch e n.) Die Aussöhnung zwischen dem Patriarchat und der Pforte ist so weit gediehen, dass nur noch eine geringfügige Auseinandersetzung bezüglich eines Punktes des Regulativs über die testamentarischen Verfügungen griechisch-orthodoxer Unterthanen erforderlich ist. In allen audercu Punkten erklärt sich das Patriarchat befriedigt. In einer besonderen Zuschrift an die Pforte drückt das Patriarchat seinen Dank aus für die Bestätigung seiner Privilegien und schließt mit Segens' wünsch?« für das Wohlergehen des Sultans. (Aus Serbien.) Von unterrichteter Seite wild bestätigt, dass Königin Natalie vor der Veschlussfas' sung der Stupst»na allerdings erwog, behufs Anerkennung ihrer Ansprüche den Processweg zu betreten. Ueber die gegenwärtigen Absichten Nataliens ist jedoch nichts Zuuerlässia/s bekannt. Man glaubt allgemein, die ordentlichen Gerichte würden sich incompetent erklären. (Verlobung im däni'schen Königs-hause.) Nach der als Organ der dänisch n Ho^eise geltenden Kopenhagener «National-Tidende» wird sich der Prinz Christian, ältester Sühn des Kronprinzen von Dänemark, in nicht ferner Zeit nach Berlin be« geben, um seine Verlobung mit der Prinzessin Mar-garethe, jüngster Schwester des Kaisers, zu feiern. (General Schwein itz.) Die «Berliner Post' bestätigt, dass der deutsche Botschafter in Petersburg, General v. Schweinitz. demnächst seinen Abschied nehmen w?rde. Die Gründe dieses Gesuches sollen rein privater Natur sein. (Von der o st afrikanischen Küste) eM' treffende Privatnachnchten lassen darauf schließen, das» ein festes Einvernehmen zwischen dem ReichscommW v. Wihmann und Emin Pascha nicht mehr besteht Tligesneuiglcitcn. Te. Majestät derKaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, den durch Brand geschä'dialen Bewohnern der Gemeinde Lomps't 400 st., der römisch' katholischen Gemeint,.' Se,pöcz 100 ft. und für °le freiwilligen Fenerwehruereine von Mizss'd uud Al!^ Kraljauecz je 80 fl., von Feketeväros. Olla und Fell^ Pulya je 50 fl. zu spenden geruht. — (Das Schloss der Kaiserin 'a"l Corfu,) das soeben im Vaue begriffen ist, wirb «w allen modernen Einrichtungen und mit besonderem 2ovl' fort ausgestattet werden. Auf allerhöchsten Austrag lvno da« Schloss auch elektrische Beleuchtung erhalten; sslN"^ liche Räume werden mit Glühlichtern, die Terrasse durch Bogenlampen erhellt. Außerdem wirb fiir die Versorgung des Schloss?« mit Trink, und Nuhwasser und der V^' rathsräume im Schlosse mit kalter Luft und Eis mitte!« eigener maschineller Anlagen Vorsorge getroffen. . ^ Director der mit diesen Arbeiten betrauten intonations len Eleltriciläts-GcseUschaft hat die Durchführung dieser Aufgabe selbst in die Hand genommen. Schiffslieutena" August Vucovich leitet im Auftrage Ihrer Majestät v« Durchführung aller Arbeiten, deren Vollendung^ Schlaf verlief. Wie lange ich so geschlafen habe. weiß ich nicht; auch nicht, was während dieser Zeit mit mir geschah. Als ich endlich wieder zu mir kam, da fuhr's mir wie ein leuchtender Blitz in die Augen, der mir fast ein Schmerzgefühl erweckte und mich zwang, sie schnell wieder zu schließen. Erst nach einer guten Weile tonnte »ch mich an diese Fülle von Licht gewöhnen, und war dann auch imstande, mir mein neues Heim zu besehen. Da stand ich mitten in einem Glaspalast, der von glänzendem Schimmer wie durchtränkt schien. Nicht nur, dass die Vormittagssonne ihre verklärenden Strahlen mir ins Gesicht schoss; es gieng der eigent» liche blendende Glanz von einer Reihe prächtiger Licht» gestalten aus, die mit mir und meinen Schwestern die neue Wohnung theilten. Sie waren theils von zier» licher, theils von robuster Gestalt und alle in ein feines silbernes Gewand gehüllt, das sämmtliche Sonnenstrahlen drei» oder vierfach wieder zurückwarf. Da habe ich ihn zum erstenmale gesehen, ihn, der wie mit einem Schlage mein ganzes Denken, mein ganzes Fühlen ge« fangennahm. Dicht neben mir sah ich ihn stehen, in Glanz gehüllt vom Scheitel bis^zum Fuße, und wie wenn alle diese Strahlen, die ihm entströmten, Eingang in mein Herz gefunden hätten, so fühlte ich mit einem male ein heißes, seliges, sehnsuchtsvolles Brennen, das mir fast die Besinnung raubte. Am liebsten wäre ich ihm in meiner ersten Aufwallung um den Hals gefallen und hätte in heißen Liebesworten dem über» mächtigen Dränge meines Herzens Luft gemacht. Aber es gieng nicht; das neidische Schicksal hat uns ja die Selbstbewegung vorenthalten; auch wäre es unschicklich gewesen. O du Geliebter meines Herzen«, du mein alle«, du süßer silberner Zuckerstreuer, nur noch ein-m"l möchte ich dich in deinem vollen Glänze sehen und dann sterben!» Wieder unterbrach die gemüthoolle Erzählerin ihrer Rede Strom, und nur ein leises Schluchzen störte in den nächsten Minuten die nachmittägige Küchenruhe. Der Schmalztopf wollte mit angeborenem Takte die unglückliche Freundin in ihrem Schmerze nicht unter» brechen und erwartete geduldig, bis sich die Aufregung wieder gelegt hatte. «Hören Sie weiter, edler Freund.» hub nach einer Weile Jungfer Theetafse wieder zu sprechen an; «die nächste Zeit nach meinem Erwachen im Glaspalaste war für mich eine Zeit des unsäglichen Glückes. Den ganzen Tag konnte «ch meine Augen an dem Glänze des Geliebten weiden und auch zur Nachtzeit, wenn alles dunkel war, fühlte ich wie im magnetischen Strome, dass er mir nahe sei. Ich liebte ihn aus voller Seele und wenn ich auch mit ihm stets nur über gleichgiltige Dinge gesprochen habe — wir waren ja immer von hundert neugierigen, fühllosen Augen um> ringt — so wars mir doch klar geworden, dass auch ich ihm nicht gleichgiltig sei. So etwas merkt man! Da auf einmal griff das unerbittliche Schicksal mit roher Hand in unseren stillen Liebesbund: ich bekam eine Nebenbuhlerin. Das naseweise Stubenmädchen, das auch hier so oft mit seinem smulosen Eeplauder unsere Ruhe stört, hatte Gefallen an meinem süßen Zuckerstreuer gefunden. Es muss wohl so gewesen sein, denn eines Tages musste ich mit brechendem Herzen sehen, wie sie den Kopf meiueö Geliebten au ihre un» duschen Lippen drückte, so fest uud so auhaltend. dass diese Lippen nachher — wohl infolge des Druckes — ganz weiß erschienen. Kann ich Ihnen beschreiben, was ich in diesem Augenblicke gelitten habe? Nriu! Es wäre auch vergebliche Mühe, denn haben Sie das nicht selbst mitgemacht, so können Sie es unmöglich be« greifen. Aber es kommt noch beffer. Auf welche Weise diese hässliche Person von meiner geheimen Liebe e fahren hatte, weiß ich nicht; aber rs war so. Den eines Tages, als sie mich mit ihren ungeschlacht Fingern au« dem Glaspalaste herausholte, "M A^ auf den Esstisch zu s'hrn. ließ sie mich in teufl'lA Bosheit zu Boden fallen und — S>e sehen se"^' welche Folgen dieser unselige Sturz nach sich ll^s hat. Ich hatte einen Porzellanbruch erlitten, der m furchtbare körperliche Schmerzen verursachte; doch ^ gerne hätte lch daö Doppelte, das Dreifache ertrag^ hätte ich nur wieder hiunn zu meinem A'^r'"r Patientin ein derartiges Verfahren einzuleiten und sie Mit constanter Wärme zu umgeben. — (PieMarine-AusstellunginLonbon.) Die Unordnungen für die im nächsten Jahre in London stattfindende Marine.Ausslellung sind fast vollendet. In der letzten Sitzung des Ausführungs.Ausschusses wurde Mitgetheilt, dass unter anderem eine voll ausgerüstete Nordpol'Expeoilion, die Ueberbleibsel des Franllin'schen 8uges. ein Halbtheil des Nelso„'sa>n Flaggenschiffes 'Victory», wie es in der Schlacht von Trafalgar aus» lah, und ein hundert Fuß hoher Leuchtthurm zu den Sehenswürdigkeiten der Ausstellung gehören werden. Auf einem künstlichen See sollen Torpedos abgeseuert werden "nd elektrische Voote werden ihn befahren. — (DieTrauerkirsche für Grabstätten.) Nuß« der bekannten Traueresche, Trauerweide, Trauer-birle verdient die Tra»erkirsche besondere Beachtung. na« "entlich sür kleinere Grabstätten. Ihre hängende lugel» förmige Krone nimmt nicht oicl Platz ein, die schmalen, glänzend dunkelgrünen Blätter geben derselben ein hüb» sches Aussehen. Ein Baum im Garten meines Vaters lrug während des ganzen Sommers Blüte > und Früchte. — (Localbahn von Graz auf den Cchückl.) Pie Majors.Witwe Marianne von Otto ist bei dem Handelsministerium um die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine fchmalspurige Localbahn von Graz über Andrih, Neustift längs des Schöckelbaches, über Niederschoß und Rinegg nach Rade« NUnd und von da auf das Plateau des Schockt eingeschritten. 5>ie circa 23 Kilometer lange Localbahn soll mit 1 Meter Spurweite, und zwar von Graz bis Radegund als ^Wsionsbahn und von Radegund bis aus den Schöckl °ls Zahnradbahn ausgeführt werden. Gleichzeitig sollen "uch mehrere Schlsppgeleise zu verschiedenen Industrie« ^lablissements hergestellt werben. — (Per freigelaffene Lieferant.) Daniel ^aruch, der bekannte bosnifche Armeelieferant, welcher wegen Betruges verhaftet und verurlheilt wurde, ist, wie die «Bosnische Post» mittheilt, aus dem Sjenicaer Ge« längnifse bedingungsweise freigelassen worden. Va^uchs Strafzeit würde erst am 20. Jänner 1692 ablaufen. Der tNtlassene Sträfling ist nach Sarajevo zu seiner Familie zurückgelehrt. ___________________ — lSelbstmord.) In Bozen hat sich der dortige Stadtkämmerer Kartualer in seiner Kanzlei erschossen. Als Ursache des Selbstmordes wird eine durch viele Jahre hindurch fortgesetzte Defraubation bezeichnet, die Kartualer fchließlich nicht mehr verheimlichen oder decken konnte. Die Gefammtsumme der befraudierten Gelder wird mit 12.000 fl. beziffert. — (Schnee stürme.) Aus Algier wird berichtet, dass daselbst furchtbare Stürme gewüthet und alle Straßen unwegsam g?macht haben. Durch Unwetter wurden verschiedene Schiffsunfälle verursacht. Von mehreren Schiffen, deren Einlaufen erwartet wurde, ist man ohne Nachricht. — (Eine Mordthat im Irrsinn.) Aus Pressburg wird berichtet: In einem Anfalle von Geistes» zerrütlung hat ein Finanzwach, Oberaufseher, der Vater von sieben Kindern ist, einen angefehenen Bürger von Bösing erstochen. Der Thäter wurde sofort festgenommen. — (Ein Kind mit zwei Köpfen.) In Brunn gebar eine Frau ein Mädchen mit zwei vollkommen ausgebildeten Köpfen. Das fo verunstaltete Kind lebt noch. — (Zu guter Letzt.) Unlerofficier: «Schulze, wie heißt das Pulver, das man jetzt in der Armee einführt, um den Soldaten mehr gegen feindliche Angriffe zu schützen?» — Soldat: «Insektenpulver!» Das Eodophon. In dem in der großen Oper zu Paris aufgeführten neuen Ballett «Der Traum» wurde diesertage zum erstenmale daS classische Glockenspiel vom Director Gailhard durch ein neues Instrument erseht, welches «Codophon» genannt wird. Glocken sind ja im Theater von guter Wirkung, die auch Meyerbeer bekanntlich nicht verschmähte. Schon der Instrumentenmacher Sax hatte für die Aufführung von «Patrie» in der großen Oper eine besondere Glocke erfunden, um Vasetöne hervorzubringen. Es war ein zu einem Horn gewundenes Stück Messing» blech mit einer Reihe von Verdickungen, welche die Klangfarbe, Höhe und Stärke des Tones bestimmen. Diese Glocke wiegt nur 7 Kilogramm und gibt denselben Ton wie eine gewöhnliche Glocke im Gewichte von mehreren tausend Kilogramm, doch nur unter einer Bedingung. Während sie angeschlagen wird, müssen ein Saxhorn (nach dem Erfinder so benannt) des ersten und eines des zweiten Basses gleichzeitig denselben Ton angeben, ebenso eine Glocke von 100 Kilogramm, diese aber um zwei Octave« höher. Für das Ballett «LeReoe» war etwas Einfacheres nothwendig. Glockenspiele, welche die Bewohner der vlä< mischen Städte erfreuen, waren nicht verwendbar. Die tiefen Töne erheischen Glocken von hinderlicher Schwere, denn die Zahl der Tonschwingungen steht in umgekehrtem Verhältnisse zur Cubikwurzel des Gewichtes der Glocke, d. h. die Zahl der Tonschwingungen nimmt in demselben Verhältnisse ab, als das Gewicht im Cubilmaße zunimmt. Von leichten und billigen Glockenspielen kann also leine Rede sein. Das neue Eodophon gibt aber die tiefsten Glockenlöne, ist dabei leicht, handlich und erschwingba im Preise. Es ist eine ausgezeichnete Erfindung, die auch ihre kleine Vorgeschichte hat. Im Jahre 1887 bemerkte Herr Lapissida, der Regisseur der großen Pariser Oper, aus der Ausstellung in Brüssel zufällig ein primitives Glockenspiel, das ein Fabrikant in Birmingham erfunden hatte. Es bestand aus vertical auiaehängten Mefsingröhren, die mit einem Hammer angeschlagen wurden. Lnpifsida machte Herrn Gailhard auf diese volltönenden Röbren aufmerksam, und dieser beschloss, sie in dem genannten Ballett zu verwenden. Er ließ gleiche Röhren aus England kommen, stellte sie zusammen und brachte damit ein wirkliches Glockenspiel zustande. Der Clavierfabrikant Lacape in Paris übernahm es, da« Instrument handlich zu machen, nnd so entstand das Codophon. Dasselbe besteht aus 25 Röhren, welche fast wie die Röhren einer Pan» oder Hirtenflöte nebeneinandergestellt find. Sie haben alle 36 Millimeter im Durch, messer und eine Wandstärke von drei Millimeter. Die Länge wechselt nach dem Tone, den sie geben sollen. Den tiefsten Ton des Instrumentes gibt die Röhre von 185 Centimeter Länge, welche drei Kilogramm wieqt und im Tone einer Glocke von 80 Kilogramm gleich ist. Die anderen Röhren nehmen stufenweife an Länge ab. die kürzeste ist nur mehr 80 Centimeter lang und entspricht im Tone einer Glocke von 33 Kilogramm. Pas ganze Instrument hat einen Tonumfang von zwei Octaven. Alle 25 Röhren zusammen wiegen nicht mehr als 100 K'lo« «ramm und ersehen ein Geläute von 1500 bis 2000 Kilogramm an Glockengewicht. Das ist aber noch nicht alles. Herr Lacape hat die Rühren in einem orgelförmigen Schrank untergebracht. Man spielt das Instrument wie ein Llavier. Die Tasten lassen beim Niederdrücken Hämmer an die Röhren schlagen, und das Glockenspiel erklingt lustig oder traurig, je nach dem Belieben des Spielenden. Das neue In« strument ist augenscheinlich einer größeren Verbreitung fähig; es kann aus der Oper in Orchester übergehen, vergrößert oder verkleinert werden und auch in Salons Aufnahme finden. II. Vocal- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem l. l. Lanoesschulrathe.) Wie wir dem Protokolle über die jüngste Sitzung des l. k. Landesschulrathes für Kram entnehmen, wurde Oberlehrer Herr Anton PoHar von Ratschach an die Oberlehrer« stelle in St. Veit bei Wippach überseht. Ernannt wurden: die definitiven Lehrer und bisherigen Leiter der mit Be» ginn dieses Schuljahres auf je zwei Classen erweiterten Volksschulen in Selzach und Grahovo Herr Michael Vregant, respective Herr Heinrich Lilar, zu Ober» lehrern an ihren bisherigen Dienstorten; der definitive Lehrer an der Volksschule in Hülben, Herr Franz Lus-ner, zum definitiven Lehrer an der neu errichteten Volksschule in Primslau; die provisorische Lehrerin an der dritten Lehrstelle der Volksschule in Töplih bei Rudolss-wert. Fräulein Gisela Ekel zur definitiven Lehrerin an derselben Lehrstelle; die gewesene provisorische Lehrerin an der Vollsschule in R'ifnitz, Fräulein Maria Pajfer, zur definitiven Lehrerin an der vierten Lehrstelle der Vollsschule in Pornegg; die provisorische Lehrerin an der zweiten Lehrstelle der Vollsschule in St. Georgen, Fräulein Maria Rooß, zur definitiven Lehrerin ai der» selben Lehrstelle. Der definitive Lehrer und Leiter der einclafsigen Vollsschule zu Weißenfels, Herr Josef Voll-mayer, wurde in den bleibenden Ruhestand versetzt und wurde ihm bei diesem Anlasse für seine langjährige, ersprießliche Thätigkeit im Vollsschul-Lehramte die An-erlennung des Landesschulrathes ausgesprochen. Der Oberlehrerswitwe Frau Iosesa Lavrencil' wurde die «alydrus vtrbottn. Derstoßen «nb verlassen. Noman von «mile «ichebourg. (166. Fortsetzung.) «Alte Leute haben das Recht, sich Launen hin-zugeben. Doch was kann dir au denselben liegen. we„n dein Gewissen rein ist, wenn du dir sagen kannst, dass ?u den Grundsätzen der Rechtlichkeit nie untreu wurdest, lu denen du erzogen worden bist?» Die Marquise begleitete diese Worte mit einem Achtln, welches der Mitschuldigen des Baron« es klar wachte, dass die alte Frau irgend etwas in Erfahrung bracht haben müsse. ^ ^, <. , . Sie schwankte und hielt sich an einer Stuhllehne Aufrecht, um nicht umzusinken. Die Marq.nse aber 1"h sie unverwandt an. , ^ . «Glben Sie sich richt den Anschein, als ob Su "? Ohnmacht sinken wollten!» sprach sie in verächtlichem Ane. «Es ist dies immer das letzte Hilfsm,ttel der schuldigen, wenn sie Fragen ausweichen wollen, die "°n an sie zu stellen berechtigt ist. Ich aber habe Ms mehr zu fragen. Ich weih. welche schandl.che "0" Sie gespielt haben!» ^ ^ „ <5 Mit einem Aufschrei stürzte das Mädchen der alten "Me zu Füßen . «Gnade. Frau Marquise!» stammelte sie, «Gnade "" ich will alles bekennen!» . .., . i,. «Da« werden Sie wohl müssen, aber n.cht im "v'gen Augenblick!» ^. . , «Frau Marquise - o. verzeihen S.e m,r!» ...Sie war so vollständig vernichtet, dass man be-sachten musste, sie werde die Besinnung verl.eren. «Es ist gut, Fräulein, ziehen Sie sich zurück und wenn Sie auf meine Nachsicht Anspruch erheben wollen, so fügen Sie sich ohne Widerrede in alles, was man von Ihnen verlangen wird. Sie sind nicht die Schul-digste; Sie waren nur das Werkzeug von Elenden, welche diese Schaildthat vollzogen haben. Da Sie hi> als Enkelin der Marquise von Saulieu auftraten, so hat diese auch das Recht zu fordern, dass Sie nach ihrem Willen handeln. Ziehen Sie sich in Ihr Zimmer zurück und bleiben Sle dort fürs erste als Gefangene; fpäter wird man Ihnen bekannt geben, was mit Bezog auf Sie beschlossen wurde.» Die Marquise rief Dorothie herbei und befahl der treuen Dienerin, die falsche Laurence auf ihr Zimmer zu führen und sie dort einzusperren. Ohne zu widerstrebe!,, folgte das Mädchen. Frau von Saulieu aber trat hastig auf den Dienstmann zu. «Wann soll ich meine Tochter und meine Enkelin wiedersehen? Ich brenne vor Ungeduld, beide zu umarmen, sie an mein Herz zu schließen! Soll es — morgen sein?» «Ja, Frau Marquise, morgen! Ich bitte um die Erlaubnis, mich jetzt zurückziehen zu dürfen. Ich habe heute noch viel zu thun, denn ich muss mein Wert vollenden. Frau Daraß erwartet mich. um mit mir gradeswegs auf die Polizeiprä'fecwr zu gehen!» «Ls sei! Aber noch ein Wort, mein Helr. Sie geben mir meine Tochter und meine Enkelin wieder, Sie reißen diesem schändlichen Freiherr» von Verboise die Maske vom Gesicht! Das sind Dienste, welche sich durch nichts vergellen lassen. Mich aber treibt ts, Ihnen zu beweisen, dass ich keme Undankbare bin. Sagen Sie mir, wie kann ich das?» «Meine höchste Gelohnung besteht in dem Glück, in der Freude, welche ich empfinde. Mit Gottes Bei» stand werde ich meine Aufgabe vollenden und das Glück von Menfchen begründen, die lange, lange Jahre hin« durch getrennt und unglücklich waren!» Frau von Saulieu blickte den Sprecher forschend an. «Herr Anselm,» sprach sie, «Sie tragen das Kleid eines Dienstmannes, aber Sie sind nicht der Mann, welcher Sie scheinen wollen! Sagen Sie mir, tmr Sie sind! Welche Motive können Sie haben, das G>ück von Menschm zu begründen, welche Ihnen doch nur Fremde sein können?» «Wenn die Frau Marquise von Saulieu Häuser der Barmherzigkeit stiftet, wenn sie jedem Unglücklichen belsteht, fragt sie danach, wem sie Gutes thut und ob man sich dankbar oder undankbar gegen sie beweisen wird?» Frau von Saulieu lächelte; sie war nicht be« leidigt. dass der Dienstmann Anselm sich auf gleiche Stufe mit ihr stellte. Nur immer räthselhaftrr ward ihr dirser Mann, dessen ganze Handlllngsweije so hoch erhaben über der des Alltagslebens stand. «Sie sind ein braver Mann und Sie haben ein wahrhaft großes Herz!» sprach sie. ihm bewegt die Hand reichend, die er ehrfurchtsvoll an seine Lippen zog. «Morgen also, morqen gewiss und wahrhastig!» Groß und offen begegnete er ihrem Blick. «Morgen. Frau Marquis?, ja, morgen sei es!» erwiderte er tief bewegt. «Morgen sollen Sie Ihre Tochter, Ihre Enkelin ans herz schlichen!» lForrsehung folgt.) tfatbacher Fettung Nr. 29 l. 2440 19. December 18W. Abfertigung und das Conductsquartal in dem ihr zu-lommenden Betrage zuerkannt und flüssig gemacht. Der Oberlehrerswitwe Frau Maria Go velar wurde die normalmäßige Witwenpension und für ihre Kinder Er« ziehungsbeiträge zuerkannt. Der Bericht der Direction der l. l. Prüfungscommission für allgemeine Volls' und Bürgerschulen in Laibach über die im NovembeoTermine 1890 abgehaltenen Lehrbefähigungsprüfungen wurde zur Kenntnis genommen. Ein Schüler des Staats Obergym-nafiums in Rutwlfswert, mehrere Schüler und Schülerinnen der k. k. Uebungsschuleu und des Kindergartens an den f. l. Lehrer» und Lehrerinnen Nildungsanstalten wur« den von der Entrichtung des Schulgeldes befreit. In Angelegenheit der Regelung der Bezirks Schulinspection im Vezirle Oottschee wurden über die dem h, l. t. Mini« sterium für Cultus und Unterricht zu erstattenden An» träge Beschlüsse gefasst. — (Einweihung eines Asyls.) Auf der Polanastraße Nr. 18 wurde gestern da« vom Vereine der Frauen der christlichen Liebe vom hl. Vincenz von Paul errichtete Asyl für arme Zchulmiidchen und stellenlose Dienstmädchen von Sr. Excellenz dem hochwürdigsten Herrn Fürstbischof feierlich eingeweiht und vom selben sodann in der Kapelle der Anstalt eine hl. Messe gelesen. Nach der kirchlichen Feier fand die Generalversammlung des Vereines der Frauen der christlichen Liebe statt, wobei der hochwürdiqste Herr Fürstbischof dem Vireine für fein humanes Wirken und insbesondere noch der Präsidentin und deren Stellvertreterin sowie einer nicht genannt sein wol» lenden Wohlthäterin und Oönnerin der Anstalt den Dank aussprach. Je. Excellenz schloss mit dem Wunsche, der Verein möge auch in Hinkunft im Geiste christlicher Liebe seine segensreiche Thätigkeit fortsehen. — (Aus demReichsrathe.) Wie man uns aus Wien telegraphiert, beantwortete in der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses Ackerbauminister Graf Fallen« bayn die Interpellation Hocks betreffs des slovenischen Vortrage« in dem latholisch-politischen Vereine in Klagen« fürt dahin, das dieser Vortrag auf ausdrücklichen Wunsch des Vereines staltfand, der sich dieserhalb telegraphisch an den Minister gewendet hatte. Der Gesetzentwurf, betreffend die weitere Terminerstreckung für die Rückzahlung der unverzinslichen Ueberschwemmungs - Vorschüsse für Kärnten, wurde ohne Debatte angenommen. In der Abendsihung interpellierte Abg. Dr. Engel wegen baldiger gründlicher Reform des Apothelerwesens. Sodann wurde die Specialdebatte über die registrierten Hilfscassen fortgesetzt und der Gesehentwurf auch in dritter Lesung angenommen. Per Präsident wünscht den Abgeordneten angenehme Feiertage und schloss hierauf die Sitzung. Nächste Sitzung unbestimmt. — (Nttentatsversuch und Selbstmord.) Aus Oraz wird von gestern telegraphisch gemeldet: Gestern nachmittags erschien im Spitale zu Brück an der Mur ein aufgeregter junger Mann, der nach einer Kreuzschwester V. sragte und da man ihm sagte, selbe sei lra»t, auf eine andere Schwester schoss, ohne zu treffen; dann erschos« er sich selbst. Am Fenster fand man Dy« namit und Zündschnüre. Jene Schwester halte den jungen Mann, der Theologie studiert haben soll, in Graz kennen gelernt; er hatte ihr anonyme Sendungen von Wein nach Brück geschickt und schien die 30jährige Nonne rasend zu lieben. Letztere hatte der Oberin bereit« An» zoiqe gemacht und wollte von dem jungen Manne nichts wisse»; sie hätte auch austreten können, da sie als Kreuz» schwester nicht für immer gebunden war. — Aus Oraz wird nachträglich telegraphiert: Der junge Mann, welcher im Vrucker Rudoljsjpitale eine Kceuzschwester mit dem Revolver bedrohte und hierauf sich erschofs, ist der 27jährige Vaupolier Ouai aus Trieft. Der Selbstmörder bezeichnete in einem vorgefundenen Schreiben unglückliche Liebe zu einer der Barmherzigen Schwestern als Motiv der That. — (Slovenischer Vicycle>Club.) Der hiesige slovenische Bicycle-Club hielt gestern abends in seinem Llublocale beim Nuer seinen zweiten Iourfix, zu dem sich zahlreiche Mitglieder eingesunken hatten. Am Iourfix betheiligte sich auch eine grüße« Anzahl von Gästen, von denen mehrere dem Club als unterstützende Mitglieder beitraten. Nach längerer Discussion beschloss der Elub die Veranstaltung eineS Unterhaltungsabendes verbunden mit einem Tanzlränzchen. Die Unterhaltung findet im Monate Jänner im Saale der Laibacher Eitalnica statt. Auch veranstaltet der Club einen geselligen Christabend; als Arrangeure für denfelben wurden die Herren Ierman und Medved bestimmt. — (Die Handels- unbGewerbelammer) hält heute um 6 Uhr abends eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: Bericht über die Gesuche der Schüler und Schülerinnen der l. k. Fachschulen in Laibach um Verleihung von Stiftungen; Bericht über die Gesuche um Verleihung von Stiftungen an erwerbsunfähige Ge> werbelreibende - Bericht, betreffend den Maximaltarif für Rindfleisch in Tichernembl und Neumarltl; Bericht, betreffend zwei neue Jahr» und Viehmärlte in St. Martin; Eingabe, betreffend die Grlassung eine« Gesetzes über die Beschränkung des EigenthumSrechles zu Gunsteu elellri« scher Kraftübertragungen; Vorschlag von vier Handels-a/:ichl2beisitz?rn silr da« l. l, Kreisgericht in Rudolfs« wert; Eingabe, betreffend die obligatorische Einführung von kaufmännischen Schiedsgerichten; Eingab?, betreffend die Behebung der durch das Conoertierungsgeseh vom 9. März 1809 hervorgerufenen Uebelstände; Eingabe gegen die zollamtliche Abfertigung an den Grenzen von den Nahnorganen und schließlich Eingabe wegen Regelung der Baugewerbe im Gesetzgebungswege. — (Ernennung.) Der Lehrer an der zweiten städtischen Knabenvolksschule und Bezirksschulinspcctor Herr Andreas Zum er wurde zum Oberlehrer und Leiter der ersten städtischen Knabenvollsschule in Laibach ernannt. — (Christbaum - Feier.) Die Frauen'Orts' grupfte üaibach des deutschen Schuloereines veranstaltet Montag den 22. December (nicht am 20. December, wie den Mitgliedern des deutschen Turnverein« angekündigt wurde) in der Easino-Glashalle eine Ehristbaumfeier zu Gunsten armer Schullinder. — (Die Uniform für Hochschul-Pro-fessoren.) Nunmehr ist durch einen Erlass des Unter-richtsnnnisters vom 3. d. M. das Tragen der Staats-beamtenuniform bei feierlichen Anlässen und dienstlichen Vorstellungen auch für die Professoren, Adjuncten, Bibliothekare, Vibliothels - Custoben und Kanzleivorstände der Hochschulen vorgeschrieben worden. Bei der Amtsthätigkeit innerhalb der Anstalten und im inneren Dienstverlehre wird die Uniform nicht getragen. Auch die Ausübung der lehramtlichen Thätigkeit hat wie bei den Mittelschul' Professoren stets in der Cioillleidung stattzufinden. Der Gebrauch einer besonderen Amtstracht (Talare) an ein» zelnen Universitäten wird nicht geändert. — (Plötzlicher Tod.) Herr Siegmund Graf Wagensperg, eine in Graz allgemein bekannte Per> sönlichkeit. wurde, wie von dort berichtet wirb, Dienstag abends halb 6 Uhr an der Ecke der Herren« und Stempsergasse plötzlich von einem Herzschlage betroffen und verschied nach wenigen Augenblicken. Graf Siegmund Wagensperg war gänzlich verarmt, so dass er sich zeit» weise als Taglöhner durchzubringen gezwungen war; er war wegen seiner Verschwendungssucht unter Euratel gesetzt worden. — (Localbahn Laibach-Stein.) Gestern wurde durch Vertreter der l. k. General«Inspection, dann der t. k. General«Direction und der k. l. Netriebs'Direclion Villach der österreichischen Staatsbahnen die technisch» polizeiliche Prüfung der Localbahn Laibach-Stein vor« genommen. — (Deutsches Theater.) Die gestrige Vor» stellung wurde wegen zu schwachen Besuches abgesagt. Samstag gelangen «Die Räuber» von Friedrich Schiller zur Aufführung. Neueste Post. Original'Telegramme der «Laibacher Ztcz.» Wien. 18. December. Einer der «Pol. Eorr.» a»« Lemberq unter Heutigem zugehenden Meldunq zufolge macht der seit der bekannten jungruthenischen Enunciation im galizischen Landtage begonnene poll-tische Klärungsprocrss im rnthenijchen Lager weitere erfreuliche Fortschritte im Sinne der Urheber dieses Programmes und der das leytre empfehlenden Kund-gebuna. des ruthenischen Episkopats. Karlsstllbt, 16 December. In dem zum Herr» schaftsgut Turn-Taxis a/höriqen Orte Bulmjac wider-ätzten sich die Va»rrn der EinHebung des Verzinse«. Zur Wiedetherstelllmq der Ordnung und zur Vrr hütung weiterer Gewaltthätigkeiten wurde heute aus Agram eine Compagnie Infanterie dazu beordert. Berlin, 18. December. Während der BeHand« lung durch Professor Llbb,rtz ist rin Patient mit Lun-o/ntubelmlose nach weninm Injectionen gestorben. Koch selbst erklärte, dies sei der erste Fall, wo mit Sicherheit anzunehmen ist, dass Einspritzungen den Tod veranlasst hatten. Odessa, 18. December. Der an Montenegro überlassene Dampfer «Iaroslav» ist gestern mit einer La» dung von 100000 Pud Mais für die nothleldenden Montenegriner und mit Proben verschiedener russischer Waren, welche in Montenegro abgesetzt werden sollen, abgegangen. Bombay, 18. December. Heute stürzte im indischen Viertel ein vierstöckige« Gebäude ein, wobei mehr als 100 Personen verunglückten. Etwa 30 Personen wurden getödtet, viele sind schwer verwundet. Aunst und Aitevatur. — («V rehms Thierlebe u.») Soeben beginnt das Erscheinen der dritten Auflage von «Vrehms Lhierleben». Näh« rend zweier Jahrzehnte hat t»eses berühmle Werk die Ancrlen» nung der Männer der Wissenschaft und den Beifall der gebil« deten Welt gefunden und war in seiner großen Verbreitung in den weitesten Schichten wie in nicht weniger als sieben Ueber-setzllna.cn von bahnbrechendem Einflüsse auf die Volksthilmlichleil d,r Naturwissenschaften. Eine neue Auflage ist deshalb als ein literarische« Ereignis zu begrüßen. Der vorliegende erste Band j dieser neuen Auflage lässt erkennen, dass die Verlagshandlung, ! da« bibliographische Institut in Leipzig und Wien, olles auf- ! geboten hat, um den siuhm des Wertes noch mehr wie bisher zu erweitern. An Stelle deS allzu früh verstorbenen Meisters Vrehm sind als dessen würdige Nachfolger Männer mit der Neubearbeitung betraut worden, deren Namen. Professor Pechuel. Loeschs. Dr. W. Haacke, Professor W. Marshall und Professor li. L. Taschenberg, Gewähr für eine treffliche Durchführung der ihnen gestellten schönen Nufgabe bieten. In der allgemeinen Unordnung wie in jedem einzelnen Abschnitte ift eine ge»isien-hafte Sichtung del bisherigen Texle« auf lllrund der neueren Forschung wahrzunehmen, Irrthümer und Veraltete« »usslen entfernt und durch neuere genaue Beobachtungen ersetzt werden. Eine einleitende, mit Wärme geschriebene biographische Slizze über Vrehm von Dr. Ernst Krause macht un« mit dem Leben des berühmten Darsteller» des Thierleben« bekannt. Hat schon Darwin die Abbildungen der ersten Auslage al» «die besten, die er je in einem Werke gesehen», gerühmt, so weilt die neue Auslage «uch in dieser Veziehung eine weitere hühere VolllommeN' heit auf. Die berühmten Thierzeichner: Friedrich Gpecht, W. Kuhnert und ». Mützel haben mit den bewährten frühere» Kräften dem «Thierleben im Vilde» eine geradezu glänzende Darstellung gegeben. Im ersten Bande find 10 neue TaM und 51 neue Abbildungen im Texte, während daS ganze Weri nahezu 1000 Neuzeichnunarn erhalten soll. Die Bilder sin° sämmtlich nach der Natur oder nach Photographien gezeichnet und verdienen, besonders was die prächtigen Chromotafeln a» betrifft, als Kunstwerke bezeichnet zu werden. Druck und P^'" sowie die Einbände werden ebenfalls allrn Anforderungen gerech > So finden wir die neue Austage berichtigt, verbessert, bereichr", vervollständigt und verschönt nach allen Richtungen. In seine" eigenartigen Charakter ist das neue Werk seiner Aufgabe nicht nur durchaus treu geblieben, sondern in noch höherem Grade gerecht geworben, indem es auf streng wissenschaftlicher Orund' läge Leben und Weben der Thierwelt dem Verständnisse näher-bringt. Möge es als ein Hausschah weite Verbreitung finden-Alle in dieser Rubrik besprochenen Bücher und Z"t' schnften können durch die hiesige Buchhandlung Jg. von Klein mayr '^.ü— Geizen vr. Hello!,», 6 83 K,69 sutler pc. Kilo . . — 7^ " ^ Korn > 5 20 5 36 iier pr. Stück . . - 3« '^. Gerste . 5 36 4^80 Nilch pr. Liter . . ^ " " ^ Hafer . 3 2b 3,1b «indsleisch pr. Kilo -60.^^ Halbsruch» »-------ü 20 k'all'steisch » — 58 ^ ^ Heiden » b 20 b 61 Zchweincfleisch » — 56 ^ ^ Hirse . 4>71 b 51 Schöpsenfleisch » - 36 ^ ^ Kukuruz . b 20 5 42 yähndel pr. Stück - 4b ^ ^ Hrdäpfel WO Ki , 2 41-------tauben » ^ ^ ^ ^ Linsen pr. Hettoli, l2-----------Heu pr. M.»Ctr. . 1,?° ^ ^ Erbsen . 14-----------Stroh » . . 1 ?«^ Fijolcn » 8-----------Holz, hartes, pr. ^ Nindsschmalz KM' - 90------- Klafter 6«^^ Schweineschmalz » — 66 — — — weiches, » ^ «/ ^ Speck, frifch, . - 54 — - Wein.roth.iOOLit. — ^ A ^ — geräuchert « - 66 - — — wcihcr. » —-^^. Mtozichungen vom 17. December. Prag: 30 52 19 89 3.___^, Meteorologische BcollachttlNssen iu ^faibach^, "' 7 U^^^29 2 " "^^ ""w^^^ noli 18. 9 . Äb.! 729 3 > —59 windstill ganz bewdM ^ Der Tag trübe. - Das Tagesmittel der Temperatur "" um —3 6 unter dem Normale. ------^ «erautwortlicher Redacteur: I. Na glic. ^^^M ssür die Theilnahme während der Kranlhc't meines Sohnes Paul Gerliczl, uun Gerlic^e und die Betheiligung an dein «eichlnbegüngn'sse spreche ich in meinem, sowie im 9lamrn ""' Söhne den wärmsten Dank aus. Sidonie Gerliczy von Gerlicz^ 244l Course an der Wiener Dorse nom 18. December 1890. «»«„,» °M.°« «°«r.«»tt Veld ware Cta»t«-Vnlehen. "/, einbeiMche ««nte 8»n»r b"/> » gan,e 5NNst. ,8k-,»8sc»er » » ssünitel loo fi. Kb- ,<ü«ü >»«4«l Gtllllt«°st ' , , <«0ff, 17?—'??!»> . . , , 50 fl, ,7?— 177 k> ^/„D°m,.P »°/, Vtst. Volbrente, steuerfrei ic»?««, 1<>7 »o ^eKerr.Noleulenle. Nruerir«! „>l'7ü »"l 9, «»«»tierte »Uendll»»' «n fl,e. W- ll,?- »»» l>ettl> Talzv,-Tirol Ll,n st. ». N. »oft- - «ln - tllsabethoabn <ür »ON Vlarl . ,08 — l''S "" "tto für »0l» Vlarl 4°/,. . . ,,« Vl> li« ?^ 5t°n,.Iostph.»»hn «M. »834 . «", b<> «« »" '<°r»rlber«er Vabn «miss. »«" 9» »b 9» « Un«. »oldleme 4»/, .... «.«T^i««! 'ttto Pllplerrente b°/, ... »9 75 9» 95 Nn«, « »to. «tinzchenl.Nbl.Ob, l00st. 99 8l> — - bt«. Vrtn». «nl. k l. », l3b«ü<»6- b»». bto k «»ft.««», l55»lt>3« — rl««b.«»,.u°!e 4°» luo N l»? — l»7b<: «tld War, Grundentl. -Obliaatlonen fl, «Vi.), b°/« n°lwscht...... ,l,z,75 ,(,47^ k°/„ mäbrische...... ,99,^ — - b°/o Krllin und Küstenland . . _.^. ^.._ ^>/„ nisd«»sterle!ch/,°/o . ,no »,' 100 Sl, betto » 4°/» . , 99?^iW ft.). sserdlnaiid» Nordliahn zi>cke Narl'liudw>«»Vahn ^m, lw! » ' «^^°^ ,»?4l'l,»l" Ung.^alt,. «abn ,UV „ „^, 40 Diverse Loi0 <8!> — «larti'Lole 40 fl..... k>4 »s. 55 2!» 4"/. Donilu-Dampflch. lvn fl. . »9« — »»»' Ulllbacher PräM..«nleh. »0 ft. «« ?!i «^ 75 Ösen« Lose 40 fl..... k» — z«- Palssy.Iose 40 ft...... 5,--. »» - Kolben Kreuz, öst. Ges. d., IN fl. »S ?o Z9 - stubvlph Lo!, l0 fl..... 19'— ,9 »> vlllri-^ole 40 fi..... gl> — 6l» 7" Kt.'Gen«!»°L«Ie 4<» fi. S»'— «4 — WuldstciN'Lo!? l«» ft. . »>^-.. 8« - Wtnbisch-Vröh «ole 20 ft. , 4« »5 47 »5 «ew.°Vch. b.»"/„Piüm,5Hchuld' versch d. «obencrebitaiilllll» »7 — »9 — van! - Actteu «nglo-Oeft. «„»l üO« ,1. »^/,E, ,b8 »5 >ü8 ?!> «jlllilverelu, «Ulcner 1UU fi.. . ,,4 zz ,,4 75 ^bncr..«nst. bft. »ou fl. S. 40°/» ^l- «3 -llrbt.»«nst. f, Hand. u. . luufi, «0» !l» »<»u ?i> Hitdltbllnl, Ullg. uilg. z« 7ü .57 75 bcpllfileubllnl, »Ug. i<» l«9 i>l» ttcomp't!i>lj.,>!,dröst. 5>/0 ss. , i« — »li — «eld i Wore ^vvotbekenb., «ss. »nn». ,5«/„« »9 — 8» ^« !.'ündrrt>anl, ött. ^lx> fl. «. . . «,2 »<» „5 ,« O<-fteri.°unnar. Vanl «00 fi. »?«- », Unionbllnl »NN fl......»Z«! 25 «ll« 75 «,rlehr«b fl.. . . »« _ «,^ ,. «uschtiehiab« Eis, 500 fl. ««, " , ,^ ",,..,. bto. litt. »,) ,00 fl. . ,»».^. .«..« Donau. Dampfwfffllbrt. ««,., "" ^ "° ^" Oesteri. 50U fi. «Vi. . . „., ,.. 0rau.E1,. <«.-Db..Z.)z,lXi fi.O, ?,,.^ f»° ^ sserdw ft, silbcl «.„ ?^ «t< » südbahn «oa fl. Eilbei . . ,,, °,, 7^ »« ^rllmwc,l,Ges.,«»r,,17l)ff,«. W, ".. __ .. » neue <Äi., PcioritütS «lctien lvofl......«... 5h.^ Ung.^aliz. «llend. 200 fl. Ailb« ^z ^ „5.5,, «,l>, Ware Ung NorboNbabn »00 ff. Mlb" »»>5'< '<«»'— llnzWtNb-lNollb'GrazM'Oil.V »9»« «95 7» Zndnltrie.Actlen spn- s^Hit). «an«,e<,, »ll», vest. 1<» N. «» — g,< — «anbler lilnl» llnd Vtahl.Inb ln ^8',n l«U N..... 7« „ ?8>— «senbahnw Uelbg, erste, 80 !l 9,,^ 9« — '«lbemühl» Vierf. u. «.<« 4.5, 4«^, «efinqer Vrnu^f< IW N, . h, ^ 9« z<» Nontan»»e>fll,, öNerl.'Oloiüs 9>4, 9<» »^) lkagei «l!en .^nd-«es, »W ft «8« — »84 ^- ?«l<,o.l«j Vtewlohlen »0 N 4<,- 4»4 — >Tchle!«rs u.V«5 «,7 — I»» — lr> «affens.»» ,Ot«.el'ilct Devisen. Deutsche «licht 5« 41 «« Bonbon , . «!4b, « 14 w b»r<» 4i 4v 4b 0,Fr»nc»»Vtü Deutsche «elchlbanlnote« . «37,' t» 4i FtalttnOche !»tfn (l'»u « 1 4»'7u< 44«» Für Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten Efteoten und Valuten empfiehlt sich bestens die 13761) 300-88 felisels* des Rauklmuses Manier & Schattera WIEN, I., l£ärntuer»trR»se ÄO.