si i. 291. Mittwoch, 1«. December 1889. 108. Jahrs;»«!,. OMcher Zeitmg. »»"«adi!« si. 11. hall»l t»«lich oo» Umtlicher Hheil. Se. l. und t. Apostolische Majestät halien mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Oberstlieu tlnant del Trninr-giments Nr. 2 Heinrich Jäger den ^elswild mit dem Prädicate «Wäldern» aller. Mdigst z» verleihen gcruht. Se. t. und t. Apostolische Majestät habrn mit Allerhöchster Entschließ»!»«, vom 10. December d. I. den !">t dem Titel und Chnalt.r eiuei Hof.alhes be-^eidetm Oberlandssgerichlsralh Alfied Freiherr von ^ra»dan in Wien sowie die Ob^rlandesgerichlsrälhe "''Nobrrt Ritter Schön von Liebin gen in Grünn "nd Moriz Frciherrn von Witt mann in Wien zu vosrälhen des Oberste,, Gerichtshofes allergnädusit zu Neunen geruht. Schönborn m. p. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung ^om 9. Decd.ttn Slalthaltereirath Franz Ritter von Reya °e Castelletto zum Hofrathe bei der Slatthaltrre, '" Trieft allergnädigst zu ernennen geruht. Taaffe m. p. ^.^ Sc. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. December d. I. ">' Ob..rbergrath Josef Oleich zum Bcrghauptmanne ^ksgnädigst zu ernennen geruht. Faltenhayn m. p. Nichtamtlicher Theil. Kramischer Landtag. Vchlusssitzung am 23. November. ,„ Der Vorsitzende Laudeshauptmau», Dr. Pollukar ^ffnete die Sitzuug um halb 11 Uhr. Nach Lesung ^ Verificicrung des Protolcllss der letzten Sitzung ^"twortcte d.r Landeshauptmann Dr. Pollnlar j^ Iutsspsllatiou des A»g. Kitin, betreffend die Arbeit bn. ^ku Zwangsarbeilshause. dahin, dass fiir Privat. Kleien fast gar nicht» mehr gearbeitet und dass der ^."öügliche Beschluss des Landtages strenge beob-^ werde. Hierauf übernahm Landeshauptmann-^"vestrkter Freiherr von Apfaltrern den Vorsitz, s ""uf zur Erledigung des Voranschlages des Landcs-tz^i Pro1890' geschritten wurde. Abg. Süll je fungierte als Berichterstatter. Bei der Erhöhunq der Finclions^ilagc des Landeshauptmanne« von 2000 fl. auf 3000 fl. gab Baron Schwegel im Namen der deutsch u PlNtli die Erklärung ab, dass er und seine Gesinnungsgeiwsseu dicse Erhöhung, absehend von jedem Part'istandMnkte. bewillig^i. indem sie nur die Würde »no das Ansehen des Landrshauptmcinnes vor Augen haben und darin nur eine Ergänzung jenes vor vier Jahren gefassten Beschlusses sehen, mit welchem den Landesauischuis-Beisitzern die FuuctionKgebiir e,höht wurde, während dies für den Landeshauptmann damals unterblieb, weil Graf Thurn jede Erhöhung der Funclionsgebür für seine Person ablehnte. Bei dem Landcsliudget ergibt sich ein Ueberschuss von 3599 st. 32'/, fr., obwohl in dem Erfordernisse der Beitrag für die Steiuer Bahn mit 35.000 fl.. für den Kaseruenbau in Laibach mit 50000 fl. und für die Nothstands» anshilfen mit 20000 fl. eingestellt erscheint. Die fiuan. zielle Gebarung muss demnach als eine günstige be< zeichnet w rdeu. indem die Lanbesauflage für den Lan-desfond uud dlu Normalschulfliild nur 38 Procent beträgt, während alle übrigen Auslagcn durch ver« schikdcnartige anderweitige Einnahmen gedeckt werden. Entgegen der Gepflogenheit fast aller vorausgegangener Jahre wurde der Voranschlag nahezn ohne Debatte erledigt. Lediglich Abg. Svetec b-antiagte in der Specialdebatte eine auch angenommene Resolution, wornach der Landcsausschuss beauftragt wird. sich bei den competenten Behörden wegen Errichtung eines slo> venischen Obergymnasium« zu verwenden, Die Haupt-ziffern des Erfordernisses des Landesfondes sind sol-gende: Kosten des Landtage« 14 456 fl., allgemeine Administration 50.593 fl.. Kosten für den Privatbesih des Landes 3919 fl.. L^ndesrilllurzwecke 21.360 fl.. öffentliche Sicherh.it 25.756 fi,. Sanitättailblagen 7157 fl.. Landes-Wvhlthätigklitsanstalt,» 193,612'fl.. Unterrichts« sowie Aildlings« uud wohlthätige Zwecke 174,065 fl.. öffentliche Bauten 133.000 fl.. Vorspann« uud Militärauslagen 12,133 ss.. Bau der Landwehr« laserne (Rate pro 1890) 50 000 fl. Abgang beim Landesanlehensfonde 62810 fl.. anßerordentliche Aus» lagen 25.000 fl. daher Gesammterfordernis 773,564 Gulden. Die Bedeckung weitt auf: Einnahmm aus dem eigenen Besitz 39,157 fl., Einnahmen aus öffentlichen Titeln 3732 fi., Eiimahmen der Landesanstalten und Fonde 9481 fl.. v^rschic^ene Einnahmen 23.504 fl., dahl'i' Ol'snmmllil'd'ckimg 75 875 fl. Zur erforderlichen Bedeckung des Abganges vun 696.688 fl. 32'/, kr. sind im Jahre 1890 einzuheben: 1.) ein 40proc. Zuschlag zur Verzchrungssteuer vom Weine, Wein- und Obstmoste und vom Fl'ische im B?' trage von 145 596 fl. 60 t>.; 2.) sulgende Aufl^g^u: a) von dem Verbrauche von Liqueuren und allen versüßten geistigen Flüssigleiten ohne Unterschied dir Grad« hältigkeit per Hektoliter 6 fl.; d) von dem Verbrauche aller übrigen gebrannten geistigen Flü'sigfeüen nach Graden des 100theiligen Alkoholometers oom Helioliter-g?ad 18 kr., im Gesammtbetrage von 145 (XX) fl.; 3.) ein 28proc. Zuschlag auf dir volle Vorschr^ibung aller directen Steuern sammt Staatszuschlägen >m Be, trage vom 411.691 fi. — Beim Budget wurden auch mehrere Resolutionen angenommen, mit welchen der Landesausschuss beauftragt wirb. die wichtigeren Vorlagen regelmäßig gleich zu Anfang der Session ein« zubringen, weiters mit dem Finanzministerium w'gen der Pachtung der ganzm ärarischen Vrrzehrungssteuer in Verhandlung zu treten, respective an d'm Offerte hiefür sich zu betheiligen, dann dem Vorstände der VranlweiN'Landesaussagefanzlei eine geeignete Arbeitskraft, welche denselben während seiner Abwesenheit ver-treten könnte, an die Seite zu geben, und schließlich geeignete Schritte behufb Errichtung eines sloveuischcn Obergymuasiums zu thun und auch die Frage zu erörtern, ob man nicht auf eine Lanbesunterstühung zur Herausgabe von geeigneten Schulbüchern bedacht sein sollt,. Der folgende Punkt der Tagesordnung wai die Wahl des Landesauischusscs; derselbe wurde jedoch einstweilen von der Tagesordnung abgesetzt, und Abg. Klun berichtete sodann namens des Finanzausschusses über den Gesetzentwurf, betreffend die Wasserleilungs-aufläge für die Landeshauptstadt Laibach. W,e bekannt, baut die Sladigemeinde Laibach eine Wasserleitung, die bis Ende dieses Jahres im ganzen und großen fertig-gestellt s'in und im nächsten Frühjahr in regelmäßigen Vetrieb gesetzt werben wird. Die Stadtgemeiude Hit infolge dessen für die Bedeckung des Iahreserforde» nisses Sorge zu tragen. Der Stadtmagist rat hat sich auf Grund des Beschluss s des Gemeinderathes vom 14. October 1869 mit dem Gesuch? vom 16. Novrm-ber 1889 an den Landesauischuss gewendet, damit dieser dem hohen Landtage einen Gesehentwurf inbe-treff der Wasserleitungs-Auflage für die Stadt Laibach vorlege. Feuilleton. Das Leben auf dem MarS. Nach R. D, Milne von F. S. II. tzz^ Es w.irdc nun der Beschluss gefasst, die große H." °der vielmehr das opiischc System, in nelchem t,y ,-lUllghts Mikroskop eine so hervorragende Stellung 'N sn"^"' ""f das erwähnte Liniennetz zu richten. d,is Hl' . drutsainer Weise fast den ganzen Contiuent dcs "r/l umspannt. h.zkili ^ will ich he,, modu^ opei-anck dieses aus-^ar?,!'"" Vl'rgröftesnng«g1ases zu erliäreu versuchen. ll„h ''° e,ne intelligiute P^rs^n. selbst wenn sie ganz d"si >," ^'"e astronomischen Kenntnisse besitzt, wech, ^l'cl , "^^' '"lche« das Auge auf einmal, ohne den llri,, 5" wenden, zu übersehen vermag, sich auf emcn '^g "ilnkcl. sagrn wir des bess-ren Verständnisses do>, '. auf 20 Grade reduciert. Auf die Entfernung br.it '! ^^t" ist dieser Winkel nur einige Zoll flit's,V ^" von einer Meile kaun das Auge sehen. ' ""gung etwa 400 bis 500 Meter übe,- biiiatiy/"''. "^" ^e Kraft der benutzten optischen Com- li,i« >, ^"tseruung so zu überwindfu vermag, dass ^"Mol>i . "'^^ Millionen von Meilen ferne Veobach« Ü?" >",z c"°" "°^" rückt, dass ,s nnr eine Meile ^ul,^ "'Nrrut zu sein scheint, so ergäbe sich eine ? 'aal ^' , ä'^ von 400 bis 500 Meter. Infolge i ^t am y.Ul"drlhimg des Piaueteu nm seine Achse. " in d^> ^^""ur die Geschwindigkeit von 500 Mei- " stunde oder über 8 Meilen in der Minntc annilnmt. würde diese Veobachtungsfläche ununterbrochen wechseln und einem rapid an uus vorüberziehenden Panorama gleiche», in lmlchem nicht ein Object lange genug vor Augen bliebe, um eine genauere In» ansichtnllhuie zu ermöglichen, das heißt dies müsste unfchlbar der Fall sein. wenn das Mikroskop in der-selben Richtung wie das Obj ctglas gestellt würde. Die optische Combination wäre dann unfähig, einen Punlt zu fixieren, und drr Beobachter wäre gezwungen, sich mit der Ansicht des an ihm flüchtig vorbeiziehenden Gürtels der Planetenoberfläche zu belügen. Diese Schwierigkeiten nun bewältigte Mr. Wrights Vergroheruugsglas m vollcudrtster Weise durch ein ingcuiös's System von zarten Geleisen, in Betrieb ge< setzt durch Schiebeknöpfe. die ebenso in lateraler wie uerticaler Richtuug bewegt werden lönuen und den mikrojkopischen Linsen vordringende uud zurückweichende Bewegung ermögliche,,. Diese Geleise zählen sechs Reihen, jede Reihe reduciert '/,0 der Schnslligkelt. Die Bewegung des Knopfes leitet die dc» die milro. skopische Linse euthalteudrn Rohre« um '"°/,<,o<, M nach jeder Nichtuug. wodurch sich die Möglichkeit er. gibt. irgend emeu beliebigen Punkt wr A'ldfläche. di^ sich dem Brennpunkte des großen Teleskops darstellt, so zu fixieren, dass selber mit derselbeu Leichtigkeit und «ccnratcsse betrachtet werden kann. wie etwa eine Land schaft von der Höhe eines Berge» mit der Hilfe eine« Operng'ase«. Wohl ist in beiden Fällen der Gesichtskreis räum» lich begrenzt, doch hat der Beobachter de» Sternen, sseiscz den Votth'il. seine Observatwnsdasis willkürlich verändern zu könuen. und zwar mit der Schnelligkeit des Blitzes. Es ist, wie wenn jemand von der Sierra Nevada nach ben Rocky Mountain« springen oder in einem Ballon dem Kreislauf de« Mars folgen und dabei nach Willkür stet« ein und dasselbe Object im Auge behalten könnte. Die Vlldftäche de« Mar» am Blennpunlte de» Teleskops konnte nun mit Hilfe eine» Mikroskops be-trachtet werden, da« imstande war, Linien von ""/ Zoll lin eln zu unterscheiden. Die fokale Länge war '""/,°°« Zoll, die de« großen Teleskop« 700 Zoll. Eine Kraft von 70 Millionen Diametern wurde so zur Wiltung auf den Mar« geleitet, und dieser Plautt, der fast 50 Millionen Meilen von uns entfernt ist' schien in der Distanz von etwa '/. Meilen vor un» zu liegen. Mr. Wright, der die Linse adjustiert«, hatte am Observutionsstuhl Platz genommen und drehte vorsichtig an den Knöpfen, die den Mechauiimu« in Be-weguug sehen. Von Zeit zu Zeit warf er einen Blick auf die Karte be« Mars, die auf einkm Tischchen vor ihm lag. Nach etwa zwei Minuten sagte er: «Ich habe nun meinen Brennpunkt und schließ- aus verschiedenen Anzeichen, die sich mir aufdrängen, indem ich das Lan^. da» jetzt an meinem Gesichtskreise vorüberzieht, betrachte', dass ich die Lösung de» Problem«, was die üb^r Mädlers Continent verzweigten Linien bedeuten, sogleich finden werde. Die Scenerie, die sich mir präsrn. tirrt, ist klar und malerisch. Ich s he grüne Felder noll wehenden Getreides, mit beginnendem Aehrenausatz. Ein Beweis, das« der Sommer auf drr nördlichen Hrmi-sphäre eben begonnen, und eine Bestätigung der auf die leichte Neigung der Polarachse gegründeten Vermuthung. Ich sehe Bäume und Häuser, weidende Thiei e und — ich sehe Menschen — sich bewegm, — ja ich Mbach« öettunq «r. li9l. 2498 18 December ,««». Das Oesuch begründet der Stadtmagistrat nach stehend: Die Kostm des Wasserwerkes werden betragen Vorarbeiten und Bauleitung 30.000 fl., Pumpstation 94.000 fl.. Leitungsrohre 140.00 fl.. Absprrschiebcr, Hydranten und Standrohre 14.000 fl., Rohrverlegung sammt Grabarbcit 41.000 fl. Tücker in der Laibach und in der Gradaschza 4000 fl., zwei Bahnmite» führunge,r 1500 fl., Maichineu und Pumpen 45,000 fl., Hochbauten in Klece 35.000 fl.. Hochreservoir 55.000 fl.. Vauaufsicht u. s. w. 7000 fl., Coudensatiouswasser leitmg 12.000 fl.. Telephon 2000 fl., elektrische Be-leuchtuug bei der Pumpstation 3000 st.. Einfriedung 3000 fl.. Intercalarzinsen 13.500 fl.. Grunderw^rbung 5720 fl., zusammen 505.720 fl.; zuzüglich 14.280 fl. für unvorhergesehene Auölagen wird sich der Auf« wand filr die ganz^ Anlage belaufen auf rund 520.000 fl. Von diesem Vetraqe wird die Stadtgemeinde dem städtischen Lotterie Anlehensfonde, welchem das Capilal für die Wass rleitung entnommen wurde, die für das Lotterie-Anlehen benchneteu Z.nsen von 4 8"/., entrichten müsftn. Es werden sonach 1.) die Zinsen jährlich 24.960 ft. betragen. Hiezu kommen 2.) für Amortisation der auf 361.500 fl. u.rauschlagten Kosten der Pump» station, Rohrleitung, Schiebet. Hydranten und Stand« röhre, Rohrverlegung, Dücker, Bahnunterführungen, des Reservoirs und der Coudensatiunswasserleitung V«"/u-1807-50 fl.; 3.) für Amortisation der auf 38.000 fl. präliminierten Hochbauten sammt Einfriedung in Kleöe 1'///«: 570 fl.; 4.) für Amortisiea« Glsammtjahres-elfordernls wird sonach 43.300 sl. betragen. Der Gemeinderath hat die Frage, in welcher Weise die Bedeckung diese« Erfordernisses anzustreben sei. allseitig erwogen und sich schließlich für die Einführung einer besondern Wasserleitungsauflage auf die Mietzinse entschieden. Diese Art der Umlegung der Wassertaxe haben in neuerer Zeit schon einige österreichische Com« munen, u. a. die Stadt Pllsen und Königlichen Wein« berge in Böhmen, acceptiert, und auch der hiesigen Ge« mrindrvertrelung erschien dieselbe am gerechtesten und den Verhältnissen der Stadt Laibach um angemessensten. Zur Bedeckung des oben bezifferten Erfordernisse« wür« d,n fünf Kreuzer von jedem Gulden des einbelanuten Mietzinses auf die Dauer von 40 Jahren eingehoben werden muffen. Von dieser Auflage hat die Stadt-gemeinde ein brläufiqcs Iahreserträgnis von 38.000 fl. zu gewärtigen. Es sind zwar für das laufende Jahr in Laibach 811.572 fl. 22 kr. an Mietzinsen fatiert worden, da mdcs nicht in allen Stadtthcilen Wasser» leiluugsrohre gelegt sind und die Bewohner solcher Staduheile der Wohlthaten der Wasserleitung „icht in dem Maße warden theilhaftig werden, wie die Bewoh ur jener Stadtteile, welche mit Wasserleituugswhren versehen sind. hielt der Gemeinderalh dafür, dass es nicht angehe, auch die ersteren zur Bestreitung des Auf^ wcmdes für die Wasserleitung heranziehe", und des halb wurde nur ein Betrag von 760 000 fs. als Um-lagebasis angenommen. Den Abgang von 5300 fl. gedenkt die Staotgemeinde mit den Einnahmen für das Wasser, welches /,u anderen Zwecken als zum Haus-gebrauch' abgegeben werden wird. sowie für das Wasser, welches zum Halisa/brauche über das zulässige Quantum bansprucht werden wird. zu decken, Obwohl nämlich der Gebrauch des Wassers freigestellt sein wird, muss dennoch ein gewissr Maximalvcrbrauch normiert werden. um der Wass'ü'vl'sgeudung uorzlibeua/l!, w'lche sonst allzusehr einreihen würde. Auf Grund dieser Erwägungen hat der G inelüde-rath von Laib'ich iu der öffentlichen Sitzuüq vom 14. October d. I. dcu Beschluss gefasst, dass der hoch-tödliche Landeöaus chuss e: sucht werde, dem h.cheu Landtage des Hcrzogthümö Kruin cinen G^s tzeutrourf zur Äerathuna und Äeschlusifassnug vorzulegen, welcher nachstehe»de Bestimmungen z» enthalten riätt»': ^ 1. Sobald in d r Landeshauptstadt Laibach längs einer Realität die Rohre der Gemeindewasser» leitunq gelegt sein werden und die O^meinde daher diese Realität mit W>>sstr virjurqeu kann, ist d r Eigenthümer der betreffenden Realität hiemit v->>pflichtet, alljährlich einen Ätrag uou füüf Kreuzern uuu jedem Gulden drs aus dieser Realität rinbekanuten Mietzinses an die Gemeinde zu bezahlen; den Ersatz dies-r Umlage darf der Eigenthümer d^r Realität von seinen Bestandnehmeln erst dauu verlangen, wenn er das Wasser in das Haus eingeleitet hat. § 2. Der Eigenthümer d(r Realität hat diese Mietzinsauflage einzuhrben uud an die Gemeinde abzuführen. Er ist dafür Bürge und Zchler. § 3. Das für den Hausgebrauch (Koch-n. Waschen uud Reinigen) nöthige Wafs r wird von der Gemeiude ohne eine besondere Gebür abgegeben; wugeqcn für das zu anderen Zwecken abgegebene Wasser eiue ^e-bür nach einem bestimmten Tar.se gezahlt werden soll. Zur Giltigteit dieses Tarifes ist die Geuehmigxnq des Landesausschlisses im Einverständnisse mit dcui t. t. Land.öpräsidium erforderlich. § 4. Das R'cht zur Cinhebung dieser Auflage erlischt mit Ende d^s Iahc fernte. Vor Uebergang zur Tagesordnung nahm Abgeordneter Proslowetz zu einer von ihm überreichten Petition der landwirtschafilichen Spiritusbrenner um Abänderung einiger Bestimmungen des Brantweinsteuer-Gesetzes das Wort und bemelkte, dass in Mähren infolge des neuen Gesetzes viele landwirtschaftliche Brennereien außer Thätigkeit seien. Diese Petition sowie eine vom Abgeordneten Lueger überreichte, worin die Wiener Gastwirte.O^nosftnschaft um Einführung des Befähigung«« nachlud es ansuchte wurde dem stenographischen Prototolle beigefügt. Bei fortgesetzter Berathung der Seemanns-Ordmmg sprach, wie bereits erwähnt, zunächst Abgeordneter Vi-tezi^, der des ausführlichen die Zweckmäßigkeit der in der Vorlage angebahnten Reform darlegte. Der Referent Freiherr v. Nadherny vertheidigte gleichfalls das Gesetz, worauf in die Special-Debatte desselben cii'ge' gangen würd,'. In derselben beantragte Abgeordneter Vitezic eine Abänderung zu § 3, wornach auch Schiffs - Unterofficiere statuiert werden sollen, OMre sollen sein: die Steuermänner. Cadetten, Maschinisten und Aerzte. Unterofficiere aber: die Vootsmäni'er und die Lootsen. Der Antrag wurde aber nach dem Widersprüche des Negierungsvertreters Becher und des Abgeordneten Klaic abgelehnt. Äei § 6 (HerWeigerung der Zxerlen-nung einer Nangseigenschaft wegen erfulgter sliufa/richt-licher Verurtheilung) führten die Abgeordneten Dr. Pich' ler und Dr. Weeber aus. dass durch den 8 6 ein« gesetzliche Anomalie geschaffen werde, weil nach ben §§ 30 u,,d 2L8 des üsteirrichischen Strafgesetzbuchs bei Verurtheilung wegen Vergehen und Verbrechen der Vcr» lust des Schiffsranges vom Ermessen der Seebehörde abhänge, währeüd nach § 6 der Vorlage schon eine ftde Uebertretung diesen Verlust nach sich ziehe. Es würden also Uebsrtretungen schwerere Folgen haben als Vergehen und Verbrechen. Die Minorität empfiehlt daher eine solche Textierung des § 6, welche eine solche Anomalie beseitigt. Den gleichen Standpunkt nahm Dr. Iaques ein, während Dr. Zucker und der Regierungsuertreter für die Ausschussfassung eintraten. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Minorität abgelehnt und § 6 im Sinne der Majorität angenommen. Nachdem noch 8 7 in eine< vom Abgeordneten Vitezic beantragten Fassung i"l Annahme gelangte, wurde dic Verhandlung über die See-manns'Ordnung abgebrochen. Zum Schlüsse brachten die Abgeordneten Kyrle und Genossen einen Antrag ein inbetrcff der Fahr-begünstigungen für Militärftersonen bei außerordentlichen Reisen. Die nächste Sitzung findet morgen vormittags statt. Politische Uebersicht. (Se. Majestät der Kaiser) empfiena. ""' gestern den neugewählten Wiener Bürgermeister 3)oct>'l Pr x. versichel te die Stadt Wien des kaiserlichen Wohl' wollcns und drückte die Hoffnung einer gedeihliH" Lösung der Wien betreffenden Fragen au«. Der Kaiser bemerkte bezüglich der beabsichtigten Auflassung eimg" Bälle im kommenden Fasching, dass er dies keineswegs wolle, sondern vielmehr wünsche, dass auch iu d>es' gegen die Beschlüsse des böhmischen Landtages ley und an der Abstinenz der Deutschen festhält, a/n^ bin dessen gewiss, fliegend — oder vielmehr durch die Luft gleitend — denn ich sehe absolut keine sie zum Fliegen befähigende natürliche oder mechanische Hilfsmittel. Außer diesem einen mir unerklärlichen Umstände sche ich nichts, was sich von unserer eigenen Umgebung wesentlich unteischeiden würde.» Er hielt inne, und wir drängten uns neugierig uäher. «Entschuldigen Sie. meine Herren!» sagte er. «Aber wir sind übereingekommen, vor allem die Be-deutilng diesel Linien zu ergründe». Zur Befriedigung der Schaulust bleibt uns die ganze Nacht, aber um den Zweck zu elfüUen. dürfen wir unsere Aufmerksamkeit nicht ablenkn. Ich glaube, dass es mir gelingen wird. bald am Ziele zu sein, dann will ich Ihnen den Platz überlassen. HaUoh! Was ist das? Alles dunkel! Irgeud eiu Kvrper, der vorüberzieht, denn es erhellt sich wieder, uud ich sehe den Rand einer sich rasch fortbewegenden Schelve. Wahrscheinlich einer der kleinen Monde, denn er brauchte kaum füuf Minuten, um an uns vorüber« zuziehen, und da diese kleinsten bekannten Himmelskörper ja nur einen so geringen Durchmessr haben, erklärt sich das. Meine Herren, wir »ähern uus der Löjung. Ich sehe am westlichen Horizont einen weißen Streifen, offeubar eine der Linien. Er kommt nährr heran, cs nt ein Fluss, ein Nirsenfluss, einige Meilen brcu! Ich sehe Schiffe auf seiner Oberfläche, große und kleine. Manche siud mit Ballen und Packstücken bela» den, manche vollgepfropft m-t Menschen, ihren Bewegungen nach Vergnügungszügler. Di'se Schiffe haben we.icr Segel noch Schaufelrudel, noch auch Dampf» Essen. Ich lntdtcke ganz uno gar keine Triebkiaft zu ihrer Fortbewegung, uud doch bewegen sie sich nach jed.r Vilchtung mit rapider Schnelligkeit.» «Wi» sonderbar! Die Ufer dieses Flusses bilden zwei parallel fortlaufende Linien von mathematischer Geradheit. Ware ei nicht wegen dr sie enthalten mögen, und zur Nusladmig der gesammten Fracht sche ich »ur einen einzigen Mann. Er legt die Hand auf das uächste Gepäckstück, diese» erhebt sich mit ihm in die Luft, sie schweben gemeinsam ans Land. die Fracht bleibt drüben, und der Mann crhebt sich wieder nnd schwebt zurück auf die Barke, um den vorigen Process zu wiederholen. Ist daH nicht sonderbar? Endlich! Ich sehe am Horizonte Wassermassen auftauchen, die ganz das Aussehen eines Meeres haben. S>e erstrecke» sich iu unalischbaie Ferne. Dieser Canal — ich hade nun die Ueberzeugung, dass wir mcht einem Fluss, soudetn einem Memerwerl von Menschenhand gegenüberstehen, d^nu die absolute Linien-geiadhett seiner parallel laufenden Uf,r lässt zweifellos die Absicht in der Anlage ertcnueu — muss >u diesem' Meere seinen Ursprung oder sein Eude haben. Wenig?' Minuteu müssen dies enthüllen. Am Hafen ist eine Stadt erbaut. Trotzdem sie noch etwa 30 Meilen erit« fernt ist. erkenne ich doch. das« sie groß und ">ch ^ völlert ist. Ich beginn- die Umrisse ui>d die Arch't'" der Gebäude zu uutersch-ioen. Di selbe» haben "'" kolossale Dimensionen, siud aber symmetrisch '"^ . Form, und ihr Stil ähnelt dem griechischen. Material ist Murmor oder diesem ähnlich. , s. Aber o. die See! Ich bin starr vor "co raschung! Ich sehe jcht. dass der Clinal hier u> e> >uüg'heuren Schleuse eudigt, die der nleilenweite» ^ , s.iuer Gewässer als Schuhwall bleut. Di'se ""'' siud Huudcrte von F>>ß tief. das sche ich cm der .» waltigeu Höhe der Dämme, an deren Basis "ne » wisse'Menge des Wassers abfließen darf "Nt> "5, M.ere zu-ollt, das st,U uud unbewegt mehrere ^a'.„ Fuß tief.r l.egt. Ich sehe Meuschen iu den St'lp der Stadt, doch sind mir dieselben zu f.",. ">n ^, Züge oder ihre Kleidung zu unterscheiden, docy ^^ ich sehen, dass sie in der Form un3 gleiche"- ^ tritt auch hier dieselbe Eigenthümlichkeit z"la^- ,^ löuuen nach Willkür über die ErdobclflacY^ ^ schweben, ohne dieselbe zu berühren.» straß^ «Meine Herren! Dieses Syst-m von Mli,ll ^ birgt ein großes hydraulisches Problem, bas '^gn"ls muss. Erlauben Sie. dan>lcn mäßigr Größe fehlen absolut. ,^ r !<2ie mir! Ich habe j tzt so uolluäudigs ^'"^"lfe dcs j den Mechanismus des GluseS. dass ich d"'^"5 A,N-! Canals, wenn nöthig, in wenigen Secund n 'derte von M'ilen folgen tun:'.» Mbllcher Zeitung Nr. 291. 2499 18. December Itttt". nngte den Wahlaufruf und die Candidatenliste. in welcher die bisherigen Abgeordneten zur Wiederwahl empfohlen werden/ und beschloss endlich die Einberufung eim« deutschböhmischen Parteitages nach Teplih, (^m Polen-Club) berichtete Obmann Ritter von Iaworiki. dass der Fmanzminister mit Rücksicht auf die große Nothlage i>, Galizien verfügt habe. dass das bei der Salzgewinnung abstielende Salzwasser, ferner das verdorbene Salz unelitgeltlich zur Viehfüt. terunq verabreicht werde. Die darauf folgende Debatte, betreffend deu Nothstand in Galizien. wurde einstimmig als geheim erklärt. (Der Eisenbahnausschufs) wies die Pe-titiouen. betreffend die Herabsehung der Südbahntarife und die Aufhebung des Agioznschlages. dem Abg. Schwab, die Petition, betreffend die Murbodeu-Bahn. dem Alig. Steinwender zur Berichterstattung z». (Böhmische Unionbank.) Die böhmische Unionbank in Prag. welche bekanntlich ein der österreichischen Länderbanl affiliiertes Institut ist, erwarb die Titres der Olmütz?r Gewebebank, welche vom ueuei, Jahre angefangen als Filiale drr böhmischen ^nionbank fuugiereu wird. (Der kroatische Laudtag) wurde vor-Gestirn nach Verifizierung des Protokolles der letzten Sitzung und Genehmig'lng der Pressgesehnooelle in dritter Lesung vertagt. Seit seinem Zusamm.ntr.tte am 1. October hat derselbe u. a. folgende Gesetzentwürfe erledigt: Ueber die Verlängerung d^s finanziellen Au«, «leichrs mit Ungarn, über die Strafbestimmnngen gegen Urbeltretiingen des Wehsgesetzes, über die Organisation der Landes-Gewerlnschule, üln-r den alitmwmen Lan-^Voranschlag pro 1890, über die Ablösung der Re< ^lien. endlich über die Abändernng des PressgeseheS. b^ieh»,!gsweise Erstreckung desselben auf die ehemalige Militlngrenze. (Die Streikbewegung) im rheimsch-west-phälischrn Kohlenrevier ist. Dank dem energischen Ein-Mifen der preußischen Regierungsbehörden, alt bei» Umlegt zu betrachten. Wenn die Starrlöpfigkrit. welche die verschiedenen Grubenbesitzer zur «Sperre, veran-Mte. die Bewegung verschuldete und neues Misslrauen >äe!e. so ist das durch die Behörde» neu gewonnene Ver« ^anen als wertvolle« Pfand für die Z,kunst zu be-llachw,. Eine Instanz ist doch gefunden, wo die beider, 'eiligen Iuteresfm und Ansprüche unbefangen gewürdigt ^rdeu, wo Wille und Macht ist. damit Recht auch ^echt werde. Das ist ein wirklicher Fortschritt auf dornenvollem Pfade. (König Humbert) hat bei Ueberrelchung der "dresse auf die Thronrede seine Freude über die, "eblreinstimmung zwischen Parlament und Regierung ^betreff der Reformen ausgedrückt, welche durch den Frieden ermöglicht wurden, der in Europa gesichert sei. .. (Der Kriegsministerssreycinet) appel-'ert an den Patriotismus der Presse, auf dass diese ^ltan militärische Veröffentlichungen unterlasse. Alles. ^2 aus die Kriegsrüstungei,. den Mobilmachungsplan. ?'e Bertheilung der neuen Waffen, die Zusammen« Ming der Pnlver und explodierbaren Stoffe, auf die ?/schiglmgzalbeiten Bezug hat. muss strenges Geheimnis "leiben. l. , (Der «North China Herald») berichtet, ^ls in Peking die Verhältnisse für uusicher gelten. Tine Revolution würde schwierig zu unterdrücken sein. Der «Herald- meint, die englische Regierung habe die Pflicht, in den Hafen, die für den europäischen Handel in Betracht kommen, für diesen Winter Kriegsschiffe zu stationieren. (Portugal.) Ein königliches Decret beruft die portugiesischen Cortes für den 23. d. M. ein. An diesem Tage wird der junge König Karl den Eid auf die Ver» fasfnng ablegen und die Feier seiner Thronbesteigung erfolgen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät derKaiser haben, wie das «Prager Abendblatt» mittheilt, zur Anschaffung von Lösch. Requisiten der freiwilligen Feuerwehr in Hohenfurth 60 fl. und jener in Zlabek 50 fl. zu spenden geruht. — (Cardinal Ganglbauerf) Vorgestern vormittags wurde die Leiche des Cardinals Gang!» bauer in feierlicher Weise aufgebahrt. Im ersten Stock» werke des fürsterzbischöflichen Palais, links von der brei» ten Haupttreppe, bezeichnet eine mit schwarzer Portiere verhängte Thüre den Eingang zu dem Aufbahrungs« gemache. Drei Salons passiert man, ehe man in d:n düsteren Raum tritt, welcher die Ecke Wollzeile-Rolhen-thurmstraße einnimmt. Die großen Porträt« bisheriger Erzbischöfe wurden au« dem Saale entfernt, Wände. Fußboden und Fenster mit schwarzem Tuche verhängt. An den Wänden ist das Wappen de« Verblichenen befestigt. In der Mitte des großen Gemache» steht das mäßig hohe Castrum. das ein schwarzes Kreuztuch be» deckt und ein silbergestickter Sammtbaldachin überwölbt. Gegen die Wollzeile zu ist ein kleiner Altar errichtet. Ueber demselben hängt ein prachtvolles Oelbilb, darstel-lend Christus am Kreuze, und mit Trauerflor bedeckt. Eine dreifache Reihe von Lichtern, welche in Kronleuchtern das Trauergerüst umgeben, erhellt das Gemach, dessen düsteren Anblick das Grün exotischer Blattpflanzen und die leuchtenden Farben der Vlumen mildern. In da« Pontificalgewand gelleidet, auf dem Haupte die Bischofsmütze, ruht der entschlummerte Oberhirte in einem metallenen Sarkophage. Die über der Brust gefalteten Hände halten ein kleines Crucifix von Ebenholz. Tabou-ret« aus rothem Sammt tragen das Barett und die, Cappa, die Fürstenlrone und die Insignien der hohen Orden, welche der Verblichene besessen. Der Kiummstab liegt im Sarge links neben der Leiche. Vor dem Eastrum befindet sich ein Betschemel, an welchem kniend stet« ein Priester seine Andacht verrichtet. Auf einem niederen Postament daneben, dessen Kissen mit Flor bedeckt ist, steht der Weihlefsel. — (Die Influenza.) Im allgemeinen Krankenhause in Wien sind fämmtliche Betten belegt. Die Vorlesungen werden diesmal vor Weihnachten im Kranken» hause früher abgeschlossen. Neuerdings wurden einige j Professoren von Influenza befallen, darunter Professor Dr. von Krafft - Ebing. In Berlin sollen 15.000^ Personen an Influenza erkrankt sein. Von der Feuerwehr sind 150 Mann krank. Zwei Dampssprihenzüge mussten wegen mangelnder Mannschaften außer Di-nst gestellt werden. Einer amtlichen Mittheilung zufolge ist in Petersburg, Moskau. Kowno und Sedastopol niemand an Influenza gestorben. Die Krankheit nimmt ab. > — (Gräfin Vay) Wie au« Budapest gemeldet wird, ist dortselbst das Requisitions'Schreiben des Klagen^ surter Lanbesgerichtes in Angelegenheit der Gräfin Sa-rolta Vay eingetroffen. Das Klagenfurter Gericht ersucht auf Grund der Forderung der Sachverständigen um Auskunft über das Vorleben der Angeklagten und deren Geisteszustand in den Iugendjahren, sowie darüber, wo und unter welchen Verhältnissen sie ihre Jugend verlebte, welche Erziehung sie genossen, welcher Art ihre literarische Thätigkeit gewesen, ob und mit wem sie auch hier Verhältnisse eingegangen und welcher Art dieselben gewesen, endlich, ob sie geistige Getränke im Uebermaße genossen habe. Der Untersuchungsrichter hat einen Journalisten über diese Frage einvernommen 5 es sollen noch nlle jene Journalisten verhört werben, mit denen Gräfin Vay aus Anlas« der beabsichtigten Herausgabe eines Blattes hier gearbeitet hat. — (Lebenbig begraben.) Im Dorfe Vie-menet nächst Rodez verfiel, wie dem «Extrablatt» aus Paris gemeldet wirb, ein sechzigjähriger Mann Namens Nlary im Laufe einer Kranlheit in einen lethargischen Zustand. Nach 24stilnbiger Regungslosigkeit glaubte man ihn todt und begrub ihn. Am darauf folgenden Tage a» bcitete der Todtengräber auf dem Friedhose neben dem frischen Grabe. Plötzlich vernahm er beutliches Pochen auS dem Innern des Barge«. Entfeht entfloh er und verfiel, daheim angelangt, in Ohnmacht. Später erzählte er, wa« er erlebt. Man eilte auf den Friedhof, öffnete den Sarg, und der Leichnam Alary'« wurde dann noch warm und mit allen Anzeichen einer eben erst eingetretenen Erstickung vorgefunden, — (Edison« neueste Erfindung) besteht in einer Verbesserung der elektrischen Vatter-en zur Aufhebung de« elektrischen Widerstandes innerhalb der Zellen. Die neue Batterie Edison« besteht aus einem Zink-cilinder. in welchem ein Stab von Nctjuatoon st>ht. Al« Flüssigkeit dient Wasser. Eine einzige Batterie dieses Systeme« soll 30 Telegraphendrähte speisen können, wäh> rend die jetzigen Batterien höchstens vier oder fünf Drähten die nöthige Elektricität zuzuführen vermögen. — (Mord.) Nus Oedenburg wird gemeldet: Der hiesige reiche Kaufmann Adam Schönberg»>r wurde vorgestern abends in Fertö bei Szent-Mitlos mittels einer durch« Fenster abgefeuerten Kugel erschossen. Man nimmt an, das« ein Schuldner Schönbergers die That verübt hat. — (Zu guter Letzt.) Erklärliche Verwechs-lung. «Guten Morgen, Herr Veilchenfelo!» — «Guten Morgen, aber ich heiße Rosenbaum!» — «Ah, verzeih'n Sie — aber wenn man so einen Schnupfen hat, wie ich____l. Local- und Provinzial-Nachrichten. — («lu« dem Reichsrathe.) Au« Wien wird uns unterm Gestrigen telegraphisch gemeldet: In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses beantwortete Ministerpräsident Graf Taaffe die Interpellation des Abg. Dr. von Plener. Der Herr Ministerpräsident erklärte: Die Regierung vermöchte sich auf den Hinwei« beschränken, das« der Beschluss des böhmischen Landtages, über den bekannten Antrag des Abg. Julius Grigr zur Tagesordnung überzugehen, leinen Anlas« zur Stellung, nahmc ihrerseits biete. Ebenso vermöchte die Regierung Nachdruck Verbote». Verschlungene Maden. "°m»n au« dem Englischen uon Hermine Franlenstein (97. Fortsetzung.) .. 'Ja. und sie schrieb ihn derselben Ursache zu. '"e 'hr Vater. Sie erzählte, dass sie meinen Bruder "°r elner Mile im Gehölz verlassen und dass er chr "'prochen habe. sie beim Gitterthor des Gehölzes zu .garten. Als er nach einiger Zeit noch immer nlcht 2 ""Ule ich nach ihm suchen, aber sie war damlt ^t einverstanden. und wir giengen alle drei ms 0?' hoffend, ihn vielleicht dort zu finden, was je-j"^ nicht der Fall war. Ich war fehr ängstlich, denn ^."merkte, dass Mis« Egertoi, aufgeregt uud u>,-^a war, und ich empfand eine uuerllärliche Unruhe ls.A" . "eims Bruders; nach einer kleinen Weile G ^ ^ daher in Begleitung Mr. Egertons in da« H."^ zurück, um nach dem Vermifsten zu suchen. dm,k ^''" den Leichnam — sie wandte sich schau-sich sel ^ U"°" so liegend, wie Sie ihn jetzt vor '«^ habe», ihn seitdem nicht verlassen?» zur ^" Dettctio nahm gedankenvoll den Revolver Nefeu.'',.?'"^ Waffe ist offenbar erst vor kurzem ab-licht.. '""den., bemerkte er. «sie ist aller Wahrschein. Kurd, ^ bie Wafft. mit welcher die That verübt ^ertm ""'"" Sie. M.ss Farquhar, oder Sie. Mr. U"^n. d.e N^ identificieren?. 'H zi«.^ ^"" es,, verjehte Isabella hastig. > bemerkte der Deteclio, welcher sowohl ihn als Isabella auf« genaueste beobachtete. «Nein. Ich erkenne den Revolver vielmehr als denselben, den Mr. Farquhar vor einigen Tagen meiner Tochter schenkte,» antwortete der Squire rück« haltslos. «Und Sie sagen, dass Miss Egerton sehr auf-geregt war. als sie mit Ihnen beim Gitterthor zusammentraf?» wandte der Detectio sich fragend an Isabella, die bejahend antwortete. Nach einigem Besinnen kniete White neben dem Leichnam nieder und entleerte sämmtliche Kleidertaschen desselben ihres Inhalts. Dieser bestand aus einigen Briefen, einer Cigarrentasche. einem Notizbuch, etwa fiinf Pfund in Gold- und Silbermünzen, sowie einer Uhr und Kette. «Ein Raub war bei dem Verbrechen nicht beabsichtigt, denn es fcheint nichts von Wertsachen be« rührt worden zu sein.» sagte er. während er aufstand. «Ich werde diefe Dinge in Verwahrung nehmen, ebenso wie den Brillantring de« Verunglückten. Und jetzt müssen wir den Leichnam ins Haus schaffen. Ich habe »inige Fragen an Mis« Egerton zu stellen. Da sie die einzige Person ist. die mit dem Todten gesehen wurde, wird sie uns vielleicht einen Ausschluss geben können.» Seine Untcrweismngen wurden ausgeführt, und dann bewegte sich der traurige Zug dem Hause zu. und Gilbert Farquhars Leichnam wurde in der Biblio. thek auf eine in der Eile hergerichtete Bahre gelegt. Hierauf begaben sich die Polizeibeamten, Isabella und Mr. Egerton in den Salon, und Natalie wurde her-beigerufen. Da« arme Mädchen sah bleich und an-gegriffen aus. und tiefe Ringe lagen um ihre dunklen Augen; sie schien thatsächlich völlig gerochen zu sein. «Ich mus» Sie bitten, mir alle« zu sagen, was zwischen Ihnen und Mr. Farquhar vorgieng, nachdem S,e zusammen in das Gehölz gegangen waren., sagte White, dem weder ihr verfallene» Aussehen noch der Umstand entgieng. dass ihre Stimme zitterte, al« sie zu sprechen begann. Sie sagte alles, was sie zu sagen hatte, klar und deutlich — wie sie Farquhar verlassen, dann den Schuss gehört hatte und nach dem Gitterthor geeilt war. in der Erwartung, ihren Bräutigam dort zu finden. " «Waren Sie von dem Schuss nicht beunruhigt?, fragte der Detectiv. als sie innehielt. «Nein.» «Welcher Ursache schrieben Sie denselben zu?. «Ich dachte, das« es Wildschützen wären,. «Aber Sie machten keinen Versuch, die Sache a^f. zuklären. indem Sie auf den Platz, woher der Schms kam. nachzusehen giengen?» Natalie antwortete nicht — sie konnte ihm nicht sagen, das« der Jammer über ihre eigene Lage sie der-maßen überwältigt hatte, das« sie gegen alles, was darüber hinausgieng. gänzlich unempfindlich gewesen war und wlder über den Schuss noch über Mr. Far-quhar weiter nachgedacht hatte. «Und al« Sie fanden, das« Mr. Farquhar nicht beim Gitterthor war, wunderten Sie sich da nicht dass er nicht znr Stelle war?» «Ich glaube nicht.» (Fortsetzung folgt.) Laibacher Fettung Nt. ^9l.__________________________2500_________________________________________18. Deceullicr^MS.___ Zweifel auszudrücken, ob die zur Theilnahme an den Arbeiten des böhmischen Landtages verfassungsmäßig Berufenen ihre staatsrechtlichen Vedenlcn nicht zunächst im Landtage vorzubringen hätten (Zehr richtig! rechts). Nichtsdestoweniger geht die Regierung auf die Interpellation ein. Insoferne die Erwägungen, welche der böhmische Landtag dem Tagesordnungsbeschlusse voranschickte, den Wunsch nach Aenderung der bestehenden Verfassung aussprechen, liegt lein Gvund vor, dies als die Staatsgrund« lagc bedrohende Vestrebungen zu erachten, da die Ver-sassungsgesetze wiederholte Abänderungen erfuhren und der Landtag ausdrücklich auf den gesetzlichen, somit verfassungsmäßigen Wcg hinwies. Wenn also Verfassungsänderungen auf gesetzlichem Wege — falls durch das Staatswohl ge< boten — verfassungsmäßig nicht ausgeschlossen sind, muss die Regierung dennoch offen erklären, dass das Staats' interessc gegenwärtig vor allem eine auf Grundlage der geltenden Verfassung fortschreitende ruhige Entwicklung er« heischt, dass der gegenwärtige Zeitpunkt zur Behandlung von Verfassungsfragen ungeeignet ist. Die Regierung beabsichtigt somit nicht, Sr. Majestät principielle Aenderungen der Verfassung und die damit in Zusammenhang ge» brachte Königsliönung vorzulegen. Der Ministerpräsident lann dabei nicht umhin, mit Befriedigung darauf hinzuweisen, dass auch der bähmische Landtag in der seinem Beschlusse vom 9. December vorangeschickten Erwägung in richtiger patriotischer Einsicht der allgemeinen politischen Lage dieselbe Ueberzeugung ausdrückte. Die Regierung er» achtete es nie für zulässig und hält es auch dermalen nicht für zulässig, sich dem mit dem allgemeinen Staats« interefse und den Staatsgrundgesehen vereinbarlichen An« sprüchen irgend eines Voltöstamines in irgend einem Lande gegenüber ablehnend zu verhalten; dies gilt auch bezüglich der berechtigten Ansprüche der Deutschen in Böhmen. Dass diesen berechtigten Ansprüchen der Böhmen Rechnung getragen werde, ist Gegenstand fortwährender Fürsorge der Regierung (Bravo! rechts). Soferne e« sich um die Gellend-» machung der Ansprüche der Deutschen im böhmischen Landtage handelt, ist durch die neuerliche Wahlausschreibung allen Bevöllerungslreisen hiezu neuerdings Gelegenheit geboten. (Beifall rechts, Unruhe links.) — Abgeordneter Dr. von Plener beantragte, über die Interpellations-Neantwor-tung de« Grafen Taaffe die Debatte zu eröffnen. Der Antrag wurde jedoch mit 143 gegen 114 Stimmen ab' gelehnt, worauf zur Tagesordnung geschritten wurde. Sodann wurde die Specialdebatte über die Seemanns-Ordnung fortgesetzt. Abg, Swieczy und Genossen interpellierten den Unterrichtsminister über den Stand des slavischen Schulwesens in Schlesien. Abg. Kaiser und Genossen interpellierten den Finanzminister, ob er nicht geneigt sei, bei der Verpachtung von Mauten an Reichs« straßen der Begünstigung von Generalpächtern entgegenzutreten und dein Unfug der SubVerpachtungen zu steuern. — Mchste Sitzung morgen. — (In der Theaterbaufrage) können wir einen erfreulichen Fortschritt constatieren, und zwar die Vollendung und Vorlage der neuen, durch das landschaftliche Bauamt ausgearbeiteten Projecte, welche namentlich den Vorzug haben, dass der Voranschlag die verfügbare Bausumme per 190.000 fl. nicht übersteigt, wodurch eine eyethunlichste Inangriffnahme des Baue» gesichert erscheint. Dass dieses Project auch den localen Bedürfnissen, was das Fassungsvermögen betrifft, entsprechen wird, lann aus Nachstehendem entnommen werden. Das Auditorium soll außer Parterre «och aus drei Etagen be» stehen, von denen die beiden ersten übereinander gehalten sind, dagegen der dritte Rang eine tribünenartige Fort-srtzung dei zweiten Range» bildet, welche Anordnung wir gegenwärtig bei den meisten modernen Theatern finden und die auch an den billigsten Plätzen da« gute Sehen und Hören ermöglicht. Im Parterre befinden sich in 10 Reihen 143 Fauteuils und Sperrsitze, im Vtehparterre ein Fassungsraum für 150 Personen, ferner 12 Parterre-Logen. Der erste Rang weist nur Logen auf (21), von denen die beiden im Proscenium befindlichen als Reprüsen« talions-Logen gehalten sind und sich an den Conversations-Salon anschließen. Per zweite Rang besteht in der Mitte aus einem Ballon mit 62 Fauteuils, an den Seiten aus zwei Tribünen mit zusammen 20 Sperrsitzen und vierzig Stehplätzen; der dritte Rang umfasst in fünf Reihen 124 Sitze. Insgesammt finden wir den Raum für 700 Personen, der sich auf 33 Logen. 249 Sitze und 190 Stehplätze vertheilt. — (Die neue Arzneitaxe.) Wie bereits ge« meldlt, wurde soeben die Verordnung de« Ministeriums des Innern veröffentlicht, mit der die Arzneitaxe für das Jahr 1890 in Kraft geseht wird. Eine große Anzahl von Bestimmungen dieser Arzneitaxe hat insbesondere für Aerzte und Apotheker großes Interesse, allein ein Theil der Anordnungen verdient auch vom Laienpublicum aus» metlsam beachtet zu werden, insofern-, als diese eben zum Schuh und zur Sicherheit des Publicums getroffen worden sind. Hiezu gchören vor allem die Bchimmungel, über die Recepte und die Berechnungen der Apotheker» gebinen. Die Recepte müssen deutlich und leser^ l'ch geschrieben sein. Das gilt zwar nicht für den Laien. ondern sür den Apotheker, aber heutzutage ist die ärzt-Uche Kunst doch nicht mehr so sehr ins Geheimnis ge. hüllt. dasK mcht auch der Laie das Verständnis dafür hätte, was ihm vom Arzte verschrieben wirb. Der Apotheker darf auf ein nicht völlig versländliches Recept keine Arznei ohne eingeholte Aufklärung des ordinierenden Arztes ausfolgen. Jedem Recepte mufs der Arzt Wohnung und Namen der Partei beifügen. Eine Wiederholung der Arznei nach Einem Recepte darf nur an die auf demselben bezeichnete Partei verabfolgt werden. Eine Wiederholung findet nicht statt, wenn der Arzt die Clausel «nv ropotawr» beigefügt hat. Die Preife sind auf den Recepten sowohl nach Materia« lien als nach Arbeit und Behälter specificiert anzugeben, und der Apotheker hat nebst der Taxe und dem Datum sowie seiner Firma auch die Fertigung derjenigen Person beisehen zu lassen, die das Heilmittel ausfolgte. Bei Wiederholungen der Arznei sind auch diese Bemerkungen auf dem Recept zu wiederholen. Es ist erlaubt, Arzneien billiger, als sie in der Taxe verzeichnet sind, abzugeben, doch muss dann sowohl die Taxe als die Ermäßigung auf das Recept geschrieben werden. — (Deutsches Theater.) Wie bereits gemel-det, gelangt heute die Posse mit Gesang «Die Gigerln von Wien» zur Aufführung. Die Hauptrolle liegt in den Händen des Gesangskomikers Gottsleben, welcher noch an diesem Abende mitwirken wird. — (Aus dem Laibacher Gemeinderathe.) Der Oemeinderath der Landeshauptstadt Laibach hielt gestern abends eine Sitzung ab, in welcher über Antrag des Referenten Dr. Stari der philharmonischen Gesellschaft die Bewilligung ertheilt wurde, die Risalite zu beiden Seiten der projectierten «Tonhalle» bis zur vorderen Fayade auszudehnen. Cin ausführlicher Bericht folgt. — (Gemeindewahl in Idria.) Bei der vorgestern stattgefundenen Gemeindroorstandswahl in Idria wurden gewählt die Herren: Stefan Lapajne, Kauf« mann, zum Bürgermeister; Valentin Treven, Kauf» mann; Franz X. G o li, Kaufmann; Josef Serjun, Uhrmacher und Cafetier, und Max Kosir, t k. Notar, zu Gemeinderäthen. — (Requiem.) Donnerstag, den 19. d. M., vormittags um 10 Uhr wird in der hiesigen Deutschen-Ritter-Ordenstirche cnilässlich deS am 13. December d. I. zu Wien erfolgten Ablebens Sr. Hochwürden des Herrn Maximilian Grafen Coudenhove, Landcomthurs der Deutschen-Ritter-Ordens'Ballei Oesterreich, k. und k. Kämmerers, Feldmarschall-Lieutenant« i. R. lc., ein feierliches Requiem abgehalten werden. — (Militärifches.) Wie man der «Reichs-wehr» mittheilt, wird die Stiefelhose der l. und k. Ca-vallerie«Regimenter künftighin stall au« dem gegenwärtig systemisierten drapprothen Monturtuche aus einem stärkeren croisiarlig gewebten Stoffe (die officielle Bezeichnung ist «Stiefelhosenstoff») erzeugt werden. Die an die Mon« tursbepots einzuliefernden Stiefelhosen haben von Neujahr 1890 an bereite aus dem beschriebenen «Stiefelhosenstoff» erzeugt zu sein. — (Das Concert der Frau Papier.) Einem Telegramme, welches Frau Rosa Papier direct an den Herrn Musildirector Zöhrer am gestrigen Tage absendete, ist dieselbe seit vier Tagen heftig erkrankt und bettlägerig, nachdem sie bereits beim letzten Concert in Budapest indisponiert war, das Concert in Oedenburg abgesagt hat und den für Donnerstag am Repertoire der Hofoper stehenden «Figaro» ebenfalls absagen musste. Frau Papier stellt schließlich das nun für Samstag anberaumt gewesene Concert sür den Monat Jänner an einem noch zu bestimmenden Tage in Aussicht. Wenn Frau Papier krankheitshalber am kommenden Samstag also in Laibach nicht singen lann, so ist es jedenfalls das beste, dass sie das Concert über die Feiertage hinausgeschoben hat. Wir werden seinerzeit den Tag des Con» certeö neuerlich bekanntgeben. Pas Programm und die gelösten Karten behalten ihre Giltigleit. — (Masern-Epidemie.) Wegen der in den Ortschaften Rakel und Schwarzenberg ob Idria — namentlich unter der Schuljugend — herrschenden Masern-Erkrankungen mussten die Volksschulen dortselbst gesperrt werden. — (Personalnachricht.) Der akademische Verein «SlIvenija» in Wien hat den bekannten stove« Nischen Schriftsteller Pfarrer Davorin Trstenjat zu seinem Ehrenmitglicde ernannt. — (Berichtigung) In die Concursansschrcibung der l. l. Landesregierung in Nr. 28? dieser Zeitung wegen Vcse^ung einer Naupraitilanteustell!.' hat sich unliebsam« Weise ein Fehler emgeschlichen. Es soll richlig heiszen, dass die Ncwerbungsgesuche auch mit dem Nachweis der Kenntnis dcr deutschen und der sloueuischen «oder wenigstens ciuer anderen slavischen Sprache» zu instruiereu sind, Aunlt und Aiteratnr. — t«S ch l i eszm a n n-A l b u m».) Es war ein glücklicher Gedanke dcr Verlagshandluog R. v. Wald he im i„ Wien, nach dem Muster des «Oberländer-Album» die besten Zeichnungen, welche der Wiener «Oberländer» Schließmanu sür die «Wiener Lust», das belanute als Village zum «Figaro» erschei« nende Wiener Witzblatt, geliefert hat, in einem hübsch aus-gestatteten Bande zu sammeln und als »Schließmann>Album» aus dl>m Weihnachtsmarlte auszulegen. Schließmann «ersteht es, mit wenigen Str'chen die ergötzlichsten Scenen aus dem Wiener Leben barzustellen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 17. December. Die Influenza hält sich so ziemlich in gleichem Stadium. Im Laufe des heutigen Tages wurden circa 40 an Influenza erkrankte Per-sonen in das allgemeine Krankenhaus aufgenommen. Auch mehrere Beamte des Krantmhanses wurden he«lte von der Influenza befallen. Tcmcsvar, 17. Dumber. Die Aerzte coickatierlen übrr 650 Influenza'Fälle. Dcr Verlauf ist gutartig. Fimnc, 17. December. Am 22. d. M. wird Sei," Majestät der Kaiser das vor Trieft ankernde Geschwader inspirieren. Zn diesem Bchufe wird die Jacht «Greif» am selben Tage Se. MajeM inMiramaran Vurd nehmen. Zlllll, 17. Drcember. Bei der Elgäi'Mgswayl eines Reichsrathsabgeordneten für den Lalidgemn «den-WahlbeMt Sinj wurde der W'ltpriester und Gym-nasial-Professur in Zara Josef Perit einstimmig gewählt. Madrid, 17. December. Die amtliche «Gaceta» meldet über den Zustand des Königs, dass letzterer eine sehr ruhige Nacht verbrachte und demnächst '" Reconvall'scenz treten dürfte. Athcn, 17. December. In der Kammer interpellierte gestern Dclyannis über die kretcnsisch' A»' gelegenh'it. Die Debatte wurde auf morgen vertaqt. Zanzibar, 17. December. Vuschiri wurde gefangn und gesi-rn standrechtlich mit dem Tode bestraft Deutsches Theater. Heute: «Die Gigerln u u u Wien», Poss^ mit Gesang in drei Acten und einem Vorspiel von I. Wimmer. Verstolliellr. Den 16. December. Johann Gregorin, Schuh' macher. 40 I., Burgstallgasse 11, Nlutzersetzung. Im Spitale: Den 1 5. December. Anton Matej. Inwohner, 6« I-, Lungenentzündung. Meteorologische Beobachtunssen in ^aibach^ " '<^l7Mg.V 750 -1^-2 0 ' Q schwach" "' b'ewM > 17.2» N. 750 1—0 6 O. schwach bewölkt ><>'"" 9 » Ab. 7504—10 O. schwach bewölkt ! , Anhaltend trübe. Das Tagesmittel der Temperatur —1 ^ ' UN! 02" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naalil. Glamgebcugt gibt Karoline Perschö M eigenen sowie im Namen ihrer Kinder Nachricht von dein Ableben ihres unvergesslichcn Gatten, beziehungsweise Vaters, des Herrn Joses Perschi l. l. Oberlandrsgerichtsrathes a. D. welcher '/2 "^ nachmittags vom Tranerhause Domplah Nr. l ^n auf den ssriedhof zu St. Christoph überführt uno dortselbst zur ewigen Nuhe bestattet. Die heiligen Sceleumrssen werden in mrhrerc Kirchen gelesen werden. Um stilles Beileid Wirt, Mten. Laibach, den 1». December 188!). Danksagung. Allen, welch« dem urvsturbenen Hrrrn l. l. Lande -genchtörathc i. R. Josef Pottato die lchtc Ehre erwiesen haben, n^l"'sond"c ^ Herren l, l, Vcamtrn, del löblichen l. l- Gcudar» ^ und drin löblichen Feurrwehrvcrml!', d ">>"'" ^ f, schönen Kranzspenden, brsondcrs dem lobncyc' ^ Bezirlsgenchte, wird der tiefgesühllc Danl anrgl" Krainburg am 17. December I86i>- Die Ointerl.liebene". L»!d««er ^i.u», Ni. 291._______________________________ 250!______________________,8, T«c«bn ,88«, Course an der Wiener Dorse nam 17. December 1889. «««b°m °M<°.n«°..««»«. «eld W<"-, Stnnts-Aulchcn. A? einheitliche MeiKe in N°t«n 8!l'9O 8« «!> «Iberrruis....... «« Z'» «5'l»b «4er 4"/„ Slaatllose , 250 ss, »82 - i13!l >^0 »""!>"/„ , ^!l,c boost. 13!»-,'3!»!'" »«Oer . . hünftel 100 fl. i« bo 144 k.0 '""er Swatslose . . IN« fi. 173 — l?3 t»« ' . . . 5Nfl. ,73 l/8l>«, '/°t>!)M. Pfdbr. illLOfi. . . ,51 15,'b0 ^, lKes!. Noldrente, steuerfrei . 107 95 108 15 "!lsir,^lo,s„„„U'. strusrwi , NW «o 1',1 — garantierte «llenbal,«. Schuldverschreibungen. ^«Nbstliba!,!! in G, sleuerln'i . l^l'70 1L«LO 3"'^ Iosrvh.Äal»! i» Silwr . ,:4'75, 1l5< li^> «°l°ribrrner Vahn In Silber io!l - '03 - Mabechbal,» 200 st, CM. . . «3» — »«' - k,!.° ^"^ Vilbwei«! 80« fl. «. W. »17 - »l« - W° Tal^>, Tirol 200 fl. «. W. üo»-- «II ^ »"wben,i,lll,» für 200 Vtarl . Ill - HI 7l> ?«o sin Ä«, Mari 4"/„. . . 1,8 bv 11', - 3"nz Iolcpl, Pllhn Em. 1«»4 . ft«-- »« 6>, ""«rlbeiss^ Vllhn Em NX' »b "m° Papierrente 5«/« . . , »8 oz »««l, ""» i>4 »:. ^° bto, cunnil. Gtilife , , !»s, - !'li 8" ° c)s!whi, Pric>litä!r» . . ft» 8«, 100 1" °° A°"'^bl!aa!. v,I. 1«7o /," ^""^l'e»> «III. vl>. loo ss. 99 - wo - . °' Vtünl.Vlnl. b ,00 fi, «. «j. l«g 7l 137 «t. t!>,!!.«b'° ll zofio, W, ,3«b0I»7 — "'!s!.Nl,,.L!)fe 4° , loo si, l«7 t>'»!,i>?-?5 Veld Ware Grundentl.-Olillglltionen (für lU0 fi. CM.). s>"/„ aalizischc...... 104'— 105 — !>"/n miihrische...... l09 50 ilo - 5"/<> terain unb liustcnlanb . , — — — — 5°/„ nicderosteireichische , . . 109 »5 110- 5"/„ steirüche...... — - — - b"/„ lroatischr »nd Ilaoonische . tNb - - — 5"/„ sirbenbürnische .... l04üi> l05 lo 5"/„ Temrser Vanat , . . , ——-------- 5"/o ungarische...... 88 -. S3 Lb Uudcrc össentl. Anlchen. Don«» Reg, Lose !»"/, lOO fi, , llN 7ü l»1 ?l> dlo. «>:lrihe l«7« . . ll)«'b" lO? bo Nnlshn, der E<O5'8O PräM'Anl, d. Stadtgem Wien l44 8» '44 75 Vblii'NbauMnlehsii vrrlo«, 5-/„ 9« — 9?-- Pfandbriefe lfiir 100 st,), Uobem'i. allg, üst. 4»/„ K , lls — II» 5U dlo. » 4'/," „ . ^ ,00 w ll»l-- dto. » 4°/„ . . . 9815 »8 K5 dto. Präm.Echuldverfchr. 8"/„ 108 «s> 108 75 Ocst. ^ypuilirlsübaul i»j. 50"/„ ,00— I», 5>o OÜ,'im», Banl tirrl, 4>/,»/„ . lo< ?s> l»l l!!> dett« » 4«/n , . SS »'>!l!)0 «„ dello bOjähr. » 4°/o , , »9 80 loo «>> Prioiitäts-Oliligationeu (für ,00 sl.). sserdiliaüd« Nuldbahn Hni. l»»« »SK0 l0<> -Halizilchc Karl »Ludwig» Bahn Eu>. l«»1 300 ft. O. 4'/,°/« - S8 70 »S 4') »elb W«l« oesierr, Nordwestbllhn . . . lue 5u l<>7 l" Vlaatsbllhn......... - .- — Lübbllhn il 8«/«..... 144 50 l4!l-3ft ' ^ ü°/y..... ll« — 117- Unss,^al lu« ü!» Diverse Lost (per <3tL°fr 4l> fl...... 57.^ "7 7,. «°tl,en»reuz. üft. Vrs.v., lO fi. ig^ ,8-4« Nudolvl, Lol« 10 n..... ^s> 7ti z, 5<> 3°"^"°!k " fl...... «zzz ^.7,. Vt.°Oenüi«-LoIe 40 f> . »<. ^ Waldstein^osc nu st..... ^,.__ A^ Winbilch-Vräv Lose lio fl. . . z» zy 54 H<» Grw. Lch, b. 3"/« Präiu,-Schuld, verjch b, Nodl'nc^dilanslalt , ,7 .- ig _ «anl. Actten >/„«. ,47 7i ,48 «^ Vanlvrrcin, Wiener 100 fi,. , ilb'6:> ll? »c> Ädnrr.'Nnst. ös!. lioo fi. L. 40"/„ «8« Ho «9» - llrbl. Anst. f. Hand. u. «. iWft, !31»'l!» 3l« 75 Crebitbanl, «Ug, un». lil«! fl, , 33i?!> «3« »5 Deposilendanl, Vlllg, ^lO<> fl, , »m. l»t» üou ?s. !b.,öst. Xo<>tt.»!ü<>/„«. 7 Vellehrsbanl, Nll«. l40 fl. , . l59 ^0 l»<, — Alttnl von Transport' Uutelnchmungcn. (per Ktück). «llbrecht-Vahn 200 ff, VOber . l>? — ü«-- «Isold ssiuman. Äahn 200 fl, 3, »»<,'- »<«> 5l> Vöhm. Norbbahn 150 st. ... Ll» - »13 -- » Wcstbahn »00 fl.. , . 8ü7- - 8^8 - Vufchtiehrader «if. bon ss. LM. l'>ob ,01« dtll. (lit. ll) »no ss. . 3U8 — »l,o -Donau«Dampfschlffsahr». Ne<., Oefterr. 5W ss. «W. . . . l>',S - »7« - DrauM«. (V.-Db.-Z.) 200 fi. E. ------------- Duz Vobcnb. Gis..N. 200 fl. T, .. - ------ Ferdinanbi-Norbb. llX)0fi. ltisen- bahN'«e!ell!ch. »00 fi. Z. . . ^z» 75 »3>, »5. liloyd.eN.'M!a.,Ir Slibbahn 200 fi. Lllber . . , l»7 -- 1»? «l, Vüt»Koidd.Lerl>..«.»00ff.«M. ,«»> - ie? -- tramway Ve!.,Nr.,170 fl,».W, «20 50 «iizo » neue «vr., Priorität«. 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Oielit ! und die jetzt in Ruuulaud, Uentüelilaud und auch in Oesterreich (Wien) Mporadi««h und epi- deuiiweh in erschreckender Weise auftretende ; Influenza I ist da» Warmhalten des Körpers, was durch die allein I rein wollene und ungefärbte Wollen-Wäsche I welche nur dann echt, wenn selbe mit Stempel ; Wilhelm Benger Söhne, Stuttgart (5292) 6-3 und der Unterschrift ! XDr. ©-"CLst. T"ä,g*er [ versehen ist, erzielt, wird. Von diefter Wäsche fiir grosM und klein hält grösiiteN I^ager C. J. HAMANN Laibach, Rathhausplatz Nr. 8. Preise ebenso nieder, wie die Preise der von anderen zum Verkaufe angebotenen nachgemachten Wollen-Wäsche. Preiscourants nebst Zahlungsbedingnissen für k. k. Staatsbeamte über Uniformkleider und Uniformsorten versendet franco die Uiriformierangs-Anstalt ^a« n Grundbuchz.Elnlage.ZZ. 898 und 312 der äatastralgemeinde Zirlnitz, Gru»d-buchs'Ginlagf-Z. 79 der Eataslrala/llmndr Hotederschitz und Grundbuchs'Ei»saqe-Z. 213 v.6 Niederdorf Herr Kail Püvpis m Loitsch unter gleichmtiger Vrhnuoi. gung des Klllgsbeschsid^s, womit die Tagsahung zur Veihandlun« auf den 17. Jänner 1890. vormittags 10 Uhr, augrordurt würd,-zum Curator u6 uctum bestellt wor^>/ K.k.Bezirlbgeticht Loitsch. am 4ten September 1889.