Nr. 2?9. Mittwoch, 4. December 1889. 108. Jahrgang. Macher Zeitung. »'„!«5 ""!»,«»,«»» l «lNltVofiveillnbung: ««n»jah»», fi, 1», halbj«b,«, sl. 7,«. I« « o » pl««l: i,,,'"» sl.ii, halbjährig fl.».«O. Für bl« Znftlllun, in» Hau» ganzMll« fl. 1. — I»s»ti«»<«,»»», ««» «>°« In!«llite bl« ,!, 4 »<«>l,n «U^ll., «löß«e v" »<«'>« « " < te< i!ft««n lw!üd««b°luna«n v» L«lls » l». »l« „lailachn lf», bi« «ei»«e»l»» Vahnhosgafft >». «pltchstnnben b« «ebacllon täglich v», 10 b!« I« Uhr vormittag«. — Nusl»nli«t«V»i»ff »nben nicht »nzen»»«»n and «»»nstrivt« »lcht,»»««g»fl«Ut. Umtlichei Weil. y» ^e. k. und l. Apostolische Majestät haben mit h Mster Entschließung vom 26. November d. I. dem ^Miandezgetichtsrathe in Kralau Michael Lis il^ ^ ""^ Anlass der angssnchten Versehung in den e^'wen Ruhestand taxfrei' den Titel und Charakter ' hosrathes allcrgnädigst zu verleihen geruht. Schönborn m. p. ^,^t. k. und l. Apostolisch«' Majestät haben mit HÄMter Entschließung vom 28. November d. I. den bit '^lial.Secntiir Dr.' August Herrmann sowie belle? ^ ?'^^ ""b Charakter eines Scctionsrathes tz^kten Ministcrial-Secretäre Dr. Franz Riltcr von 3>Nlln "'.'^ ?"^' ^^^f Ach zu Sectionsräthen im ^^'nisterium allergnädigst zu ernennen und dem bei, 5."l°l-Secretär daselbst Dr. Moriz Rubinstein olltln ? "'lb Charakter eine« Sectionsralhcs taxfrei folgst zu velleihen geruht. Dunajewski m. p. ^i.?^ Präsidium der l. k. Finanzdireclion für z^'' hat den Steueramtscontrolor Ludwig Weber Etf ^""ereinnehmcr in der neunten Rangsclasse, den cvl^anitsadjllnct.n Josef Oblak zum Steueramts-^liv , '" ^" ahnten Rangsclasse und den Steuer« l>d^"tikauten Eduard Schubitz zum Steueramts, zz^nin der elften Rangsclasse ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der Staatslwranschlllg pro 1890. (Driginlll.Trlegramm der »Laibacher Ztg.») ^ Wien, 3. December, legle ^ ^" heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses ^F"°nzminister Dr. Ritter von Dunajewski den z^?.erschuss «on 942,817 fl. Der Herr Fi-!ilt ^7'Ner erbat sich die Aufmerksamkeit des Hauses Achilla« ^"N der wichtigeren Positionen dieses Vor. '» c)^°' iusbesondere der erheblicheren Unterschiede Mttn ?"^tM desselben bei Begleichung mit den Voranschlages. Nach diesen Ausführungen erscheint das mit dem Betrage von 545.475.660 fl. bezifferte Gcsammterfordernis gegen-über dem mit dem Finanzgesetze pro 1890 veranschlag» ten Erfordernisse per 540,045.885 fl. um 5.429.775 fl. höher. Vei dieser Vergleichlina, muss indes aus dem Er« fordernisse des Jahres 1889 die Post von 602.799 fl. für den Meliorationsfond ausgeschieden werden, nach-dem in das vorliegende Präliminare der Voranschlag des Meliorationsfonds pro 1890 noch nicht einbezogcn wurde, da diese Vorlage erst nach Abschluss der Land-tagsverhandlnngen fertiggestellt werden kann. Für die Bilanz freilich ist dieser Umstand ohne Vedentung, weil die Orbaruug mit den Einnahmen und Ausgaben des Meliorationsfonds bekanntlich nur eine durchlaufende ist. Anderseits sind dem Ersordernisfe pro 1883 noch jene beiden Nachtragscredite von 245.000 fi. und 2,300.000 fl. hinzuzurechnen, welche mit den Gesetzen vom 18. April und 20. Mai 1889 für Nothstands-Uuterstützungeu und für den Bau der Eisenbahn Iaslo-Rzcszow bewilligt wurden. Das wirkliche Erfordernis pro 1889 stellt sich hienach auf 541.988.086 fl. Das im Präliminare pro 1690 veranschlagte Erfordernis erscheint sonach gegenüber jenem pro 1889 thatsächlich nur um 3.487.574 fl. höher. Zur Erörterung der einzelnen Positionen des Nus> gabenbudgets übergehend, hob der Finanzminister Fol» g»ndes hervor: Der Aufwand für die Beitragsleistung zu den gemeinsamen Angelegenheiten wulde mit jenen Beträgen eingestellt, welche sich nach Maßgabe der Delegationsbeschlüsse für die diesseitige Rnchshälfte ergeben. Hierin sind jedoch die mit den Delegations, beschlüssen III und IV für die Jahre 1887, 1888 und 1889 bewilligten Nachtragscredite nicht inbegriffen, da die hievon entfallenden Quoten zusammen per 4.963.475 fl. bereits im laufenden Jahre aus den Cassebestä'nden dem gemeinsamen Staatshaushalte zur Verfüguug gestellt nnd daher auch für den Dienst des Jahres 1889 verrechnet wurdeu. Das für das Jahr 1890 von der diesseitigen Reichshälfte für die gemein» samen Angelegenheiten zn brstreitende Gesammterfor« dernis beziffert sich hiernach auf 99.767.530 fl. nnd erscheint gegenüber dem analogen Gesammtcredite pro 1889 um 4.888.463 fl. niedriger. Der Etat des Ministeriums des Innern weist ein Mehrerfordernis von 413,443 fl. auf, welches durch eine Reihe von Neusystemisierungen auf dem Gebiete der politischen Verwaltung durch das Fortschreiten der Organisation des Sanitätsdienstes, durch die Steigerung des Erfordernisses für außerordentliche Straßen-bauten, endlich durch eine erhöhte Beitragsleistung zur Errichtung von Zwangs- und Besserungsanstalten veranlasst wurde. Das Ministerium für Landesoertheidi-gung erscheint mit einem um 3,188.341 fl. erhöhten Aufwande eingestellt. Es wird nämlich für die Neubewaffnung der Landwehr, für welche im Präliminare des Jahres 1889 eine Erfordernisrate von 1.041.460 fl. eingestellt war. nnnmehr ein Betrag von 3,250.502 fl., mithin um 2.209.042 fl. mehr veranschlagt. Ein weiterer Mehranspruch im Betrage von 653.326 fl. ist durch die auf Grund des neuen Wehrgesehes vorzunehmende Einreihunq und Ausbildung von Ersatzreservisten sowie die Einreihung von Einjährig'Frei-willigen, endlich durch Verminderung der Intercalar-Abstriche bei dem Aufwande für die im laufenden Jahre vorgenommenen Standesvermehrungen veranlasst. Das restliche Mehrerfordernis von 325,973 fl. ent-fällt auf die höheren Kosten der Munition für die neuen Gewehre, auf Bequartierungs»Auslagen, auf die Erhöhung des Anspruches für Ersatz des Abganges an Pferden, auf die Auslagen für Waffenübungen, anf Preissteigerungen für Naturalien, Brot und Fou-rage u. s. w. Der Etat des Ministeriums für Cultus und Unterricht weist im ganzen ein Mehrerfordernis von 367.851 fl. auf, wovon der weitaus größere Theil auf den Untcrrichtsetat entfällt, hervorgerufen durch die Zunahme des ordentlichen Erfordernisses der Universitäten und des industriellen Bildungswesens, dann des außerordentlichen Erfordernisses der Mittelschulen. Das Erfordernis des Finanzministeriums erscheint im ganzen um 549.763 fl. höher beziffert als im Vorjahre. Im Etat der Finanzverwaltung ist ein um 899.960 fl. erhöhtes Erfordernis eingestellt, veranlasst durch nothwendige Personaloermehrungen. insbesondere aber durch eine nicht mehr hinauszuschiebende Aufbesserung der bisher zu karg bemessenen Bezüge der Finanzwachmannschaft. Dieser uud einigen anderen minder Nusx schlag gebenden Mchranforderungen stehen verschiedene Minderansprüche gegenüber, von denen als die belangreicheren jene bei der allgemeinen Cassenverwaltung mit 513.200 fl., beim Tabäkgefälle mit 561.700 fl. und beim Münzwesen mit 142.400 fl. hervorzuheben sind. Das Mindererfordernis der Tabakregie resultiert aus einer Verminderung des Erfordernisses für Anlauf von Ausländertabalen und der Verringerung des Gold- Feuilleton. Die Klöster in Kram. ist Freudenchal. Ihr ^sez .«."me lautet «Valli« ^cun6a in Vrouuitz.. !^r^ "wunitz. ist au« dem slavischen Vorovnica ^"z a,°^ "'tstanden, und mit der Zeit entwickelte sich M»,tz ""H der jryigc deutsche Name Frauzdorf(Frouuz. ^ni'c^"ä' Fräuz. Franec). Die Form «Vreuntz. >ste a>,F^bniz. (noch im Jahre 1655 vorkommend) c"8 'V 1,- Veranlassung znr lateinischen Ueber- ',e>e vers^ ^ ^"'U"s1a. gegeben habrn, »nd so wären Mt ^'ebenen Bezeichnungen sür unsere Karthause ^s Het/"navhängig ^„^„^h^. «.„tstanden, wie l>° Gew«s^°lv'cz behauptet. !" Hen? O Wird die Stiftung von Frendenthal Mrieh^g Ulrich von Kärnten im Jahre 1260 zu-ill ^l lch„ ^ein die Documcute beweisen, dass das ^? a«, » ?" dem Jahre 1255 bestanden hat, und N»ge H, ^lcheinlichsjen. dass eS noch vom alten M'e f?""5°ro in den Iahreu 1252 bis 1254 als Y^'t ^, . dle iiber ihn verhängten Kirche.'strafen 3^»se «n 1257 der „>rn ""e Privilegien, welche sie von seinen Vor-y°n^,,l t, ^°" b"' weltlichen Fürsten erhalten hatte <^»s^.r 'hr alle Vorrechte zn. deren sich andere ^)5^nk.!l7."f"nten. Auch in Frexdenthal stand ^e Na Ä ber Karthänser eine dem heil. Johannes peue, aber die Mönche errichteten dortselbst eine neue Kirche zn Ehren der heil. Maria, und darnach wurde auch ihr Kloster benannt «Gotshawl vnserer Frawn ze Frävniz». Die ersten Mönche kamen nach Hitzingers Annahme aus der steierischen Karthausc Seiz (das war die erste Karthause innerhalb der Grenzen des deutschen Reiches und wurde von Ottokar Premysl gegründet). Bevor das Kloster in Freudenthal aufgebaut wurde, hielten sich die Mönche im nahen Franzdorf auf und leiteten von dort aus den Klosterbau. Im Jahre 1261 bestätigte Herzog Ulrich die dem Slifte gemachten Schenkungen, vermehrte sie bedeutend und bestimmte ihm die Grenze des Immuuitätsgebietes. Damals bildete die Nordgrenze desselben der Flnss Laibach vom Ursprünge bis Podpek (Rupis). Drei Jahre später wurde das Gebiet vermehrt, seine Ost. grenze lief von Podftcc in südlicher Richtung um Ra< kitua und Raune herum bis zum Zirknitzer Bache; von da zog sich die Grenze gegen Nordwesten (längs der heutigen Bezirksgrenze) bls Zaplana und dann um Tunjica (bei Podlipa) und Ligojna gegen jene Stelle, wo jetzt die Eisenbahn den Laibachfluss überseht. Diese Oreuzliuie durste» die Mönche nicht überschreiten, außer wenn sie zum Generalcapitel oder zu einem Bischöfe behufs Empfaua.es der Pristerweihen reisen mussten. Außerhalb der hier beschriebenen Grenzlinie aber besah die Karthause noch viele Grundstücke in Ober-krain — im ganzen 114 Huben. In Laibach erwarb sie sich einen eigenen Hos —später «Freudenthalerhof» genannt — und auch in Capodistria hatte sie sich schon 1319 ihren Hof gekauft. Ueberdies erwarb sich Freudenthal weitere Besitzungen, meist Weinberge, bei Wippach, bei Reifenberg und bei Eapodistria. Vei letzterer Stadt hatten mehrere Gönner ihre Liegenschaften dem Kloster vermacht und diese wurden durch Ankauf von Wiesen, Värten, Oel- und Weinbergen durch die Stiftspriore zu einem bedeutenden Güter-complex arrondiert, welcher einem besondern Procurator zur Bewirtschaftung überlassen werden musste. Um die Erzeugnisse aus dem Küstenlande leichter einführen zu können, erwarb sich Freudenthal die schon erwähnten Mant- und Zollfreiheiten. Natürlich musste auch dieses Stift den Neid seiner Nachbarn erwecken, und so lesen wir. dass die Herren von Tolmein, Wippach und Laas öfter plündernd in das Gebiet von Freuden-thal einfielen und dessen Vieh wegtrieben. Selbst vom Patriarchen von Nquileja wurde die Karthause belästigt. Da nahm aber der päpstliche Legat im Jahre 1305 die drei Karthausen Slavoniens: Seiz, Hleirach und Freudenthal, in Schuh gegen den Patriarchen und seine Archidiakone in Kram und Saunien (Savinien). Bald darauf hören wir jedoch, dass der Patriarch den drei Karlhausen die Bewilligung ertheilte (1313), in seiner Diöcese von Laien die Zehnten und Stiftungen von Seelenmessen annehmen zu dürfen. Ueberdies hat der Patriarch Ludwig della Torre dem Stifte Freudenthal die Pfarre Zirtnih, in deren Sprengel dasselbe bedeutende Besitzungen hatte, incorporiert, aber erst 1395 wurde diese Einverleibung vom Papste bestätigt. Doch scheint diese Einverleibung erst 1618 auf Veranlassung des Kaisers Ferdinand II. durchgeführt worden zu sein. Die größten Streitigkeiten hatte Freudenthal mit seinen östlichen Nachbarn, den einflussreichen Grafen Auersperg. Wir finden das Stift in fast fortwährende Lalbachcr Zeitung 3ll. ^79. 2392 4. December lM^ agio, während infolge namhafter Auldehnung des Tabakbaues in Galizien und Dalmatien der Aufwand für den Anlauf von Inländertabak beträchtlich erhöht sein wird. Im Etat des Handelsministeriums resultiert gegenüber dem Staatsvoranschlage pro 1889 ein Mehr< erfordernis von 7.767.150 fl. Hiebei muss aber berücksichtigt werden, dass für den Dienst des Jahres 1889 mittels eines besonderen Gesetzes ein Credit von 5300.000 fl. für den Bau der Eisenbahnlinie Ic»«lo-Rzeszow bewilligt worden ist und dass die im Jahre 1889 in den Betrieb des Staates übergegangenen Bahnen, die ungarische Westbahn und die erste »in« garisch-galizische Eisenbahn, deren Garantievorschüsse bisher im Capitel: «Subventionen und Dotationen an Vertehrsanstalten» präliminiert wurden, nunmehr zum erstenmale im Budget des Handelsministeriums erschei« nen, und zwar mit einem Erfordernisse von 2.906.000 Gulden. Eö ergibt sich also ein thatsächliches Mehr. erfordernis von nur 2.561.150 fl. Ein Theilbetrag von 1,126.000 fl. entfällt auf die Personal- und Betriebs-auslagen der Post» und Telegraphenanstalt, insbeson« dere infolge der gesetzlichen Regulierung der Bezüge der Dienerschaft. Ein Theil dieses Mehraufwandes wird durch die Erhöhung der Einnahmen dieser Anstalt ausgeglichen. Ein bedeutendes Mehrerfordernis weist das Postsparcassenamt mit 607.250 fl. auf. Im Etat des Staatseisenbahll'Vetriebes endlich erscheint ein Mehr« erfordernis von 6.516.590 st., beziehungsweise, wenn man von der Einstellung der ungarischen Westbahn und der ungarisch-galizischen Eisenbahn absieht, von 3.610.510 fl. vorgesehen, namentlich für die Vervollständigung des Fahrparkes der Staatsbahnen. Den er« örterten Mehransprüchen steht eine Verminderung des Erfordernisses für den Eisenbahnbau um 96470 fl.. beziehungsweise mit Berücksichtigung des 1889 für den Bau der Linie Iaslo Rzeszow bewilligten Erfordernisses um 2.396.470 fl. gegenüber. Ein weiteres in« Gewicht fallende« Minbererfordernis ergibt sich d lrch den Wegfall des im Vorjahre mit 677.750 fl. v-r< anschlagten Erfordernisses der Narenta-Regulierung. Das Erfordernis des Ackerbauministeriums er-scheint, wenn von der durchlaufenden Post der Melio» rationöfondi-Gebarung abgesehen wird, gegenüber dem Vorjahre um 223.414 fi. erhöht, infolge des in Ans« sicht genommenen lebhafteren Betriebes der Montan« werke, dann infolge eine« Investitions»Aufwandes von 170000 fl. für das Bergwerk in Brüx. endlich infolge der Wilde errichtung des Staatsgeslütes in Piber. Im Etat der Justizverwaltung erscheint ein Mehi erfordern!« von 112.810 fl. vorgesehen, welches hauptsächlich auf der durch die Zunahme der Geschäfte veranlasst,« Vermehrung des Iustizpersonals beruht. Da« Erfordernis bei Pensionsetats erscheint gegenüber dem Präliminare pro 1889 um 370.905 fi. höher veranschlagt. Es äußern eben noch immer jene Momente ihren Einfluss, w lche seit einer Reihe von Jahren eine stetige Stei« gerung des bezüglichen Erfordernisses bewirken. Das Gesammterfordernis der Staatsschuld erscheint um 616.042 st. niedriger veranschlagt als im Vorjahre, zum grüßten Theile infolge des Sinkens des Goldagios und der daher resultierenden Verminderung des Münz« verlustts. H nsichtlich des Einnahmebudgets bemerkte der Herr Finanzminister Folgendes: Die gesammten Staats- einnahmen sind mit dem Betrage von 546.418.477 fl.. gegenüber der pro 1889 bewilligten Bedeckung per 542.815.944 fl. um 3,602,533 fl. höher veranschlagt. Bei dieser Vergleichung ist jedoch zu berücksichtigen, dass die aus dem Verkaufe der Buschtiehrader Actien erzielte Bedeckung des Credites für den Bau der Bahn Iaslo.Rz'szow der Vesaminlbedeckmlg dcs Jahres 1889 hinzuzurechnen ist. Auch ist die schon vorhin erwähnte durchlaufende Post: Einnahme aus dem Meliorations» Fonds per 602.799 fl. aus der Bedeckung des Jahres 1889 auszuscheiden, da die entsprechende Einstellung in den vorliegenden Voranschlag pro 1890 noch nicht er« folgt ist. Bei Berücksichtigung dieser beiden Momente ergibt sich pro 1890 gegenüber dem Vorjahre eine Mehrbedeckung von 1.905332 fl. Die gesammtc Be-deckling des Finanzministeriums ist um den Betrag von 1,689.591 fl. höher veranschlagt. Es werd n nämlich, zumeist auf Grund der factischen Ergebnisse der letzten Gebarungsperiode, folgende Einnahmezweige mit wesentlich erhöhten Beträgen eingestellt: Die directen Steuern höher um 306.000 fl. V.i Titel Grundsteuer insbesondere wird die Bedeckung pro 1830 mit 35,310.000 Gulden, sohin gegen die pro 1889 veranschlagten 35.190.000 fl. um 120.000 ft. höher präliminiert. Nach dem Verhältnisse der Netto-Einzahlungen an der Grundsteuer in den Vorjahren, daher mit Rücksicht auf die gewöhnlichen Abschreibungen wegen Elementarschä» den und mit Berücksichtigung des 8. Zehntels der rest-lichen Steuererhöhung würde zwar im Jahre 1890 eine Netto-Einzahlung von 36,198.728 fl. zu gewär« tigen sein. Im Jahre 1889 sind jedoch Elementar.Er-eignisse, welche zwar keinen gesetzlichen Anspruch auf Orundsteuerabschreibung gewähren, wegen welcher aber eine Abschreibung vom Finanzminister bewilliqt werden kann. in solcher Ausdehnung eingetreten, dass sich aus di> sem Anlasse ein erheblicher Steuerausfall ergeben wird. welcher im ganzen mit 888.600 fl. veranschlagt wurde. Nach Abschlag dieses Betrages per 888600 fl. von der vorbezifferten Summe per 36.196.728 fl. verblei« ben 35.310.128 fl. und abgerundet die präliminierten 35.310.000 fl. Die Verzehrungssteuer ist höher präliminiert um 1.683.300 fl. Hieran participieren die Eingänge ans der Weinsteuer mit einem Plus von 220100 fl.. jene aus der Viersteuer mit mehr um 184.000 ft. aus der Fleisch« und Schlachwiehsteuer um 204.600 fl., aus der Verbrauchsteuer von Mineralöl um 500000 fl.. aus Gefällisicherslellungen um 320000 fl. Mehrein-st^llungen weist auf: das Salzqefälle mit 354.800 st., das Tabakgefälle mit 1.000.300 fl.. endlich die Hof und Staatsdruckern höher um 79.349 fl. Die Einnah» men aus der Vrantweinsteuer und der Zuckersteuer er« schienen zwar mit den gleichen Beträgen wie im Vor« jähre eingestellt; mit Rücksicht auf die erst in jüngster Zeit bezüglich dieser beiden Steuerzweige ins Leben getretenen Reformen dürfte es jedoch nicht ohne Interesse sein. mit einigen Worten die Grundlage der bezüglichen Aufstellungen darzulegen. Die Vrantweinsteuer. welche nach dem Gesetze vom 20. Juni v. I. theils als Pro« ductionlabgabe bei der Erzeugung, theils als Conjum-abgabe beim Uebergange des Brantweins in den freien Verkehr eingehoben wird, erscheint, wie für das lau« fende Jahr. mit 32.375.000 fl. präliminiert. Die vor' liegende Prälimioierung gründet sich auf folgende Daten: In der Erzeugungsperiode 1888/89, d. i. vom 1. September 1888 bis Ende August 1889. wurden gegen Entrichtung der Consumabgabe weggev«^ 630.683 Hektoliter Ferner wurden gegen Entrichtung °" Productionsabgabe in den derselben unterworfenen lv"N-nereien zur Erzeugung angemeldet 13.430 HeltoUl . An der Nachsteuer unterworfenen, am 1. Septen"" 1886 vorhanden a/wesenen Alkoholvorräthen wuroe'' constatiert 232.270 Heltol.. zusammen 876.383 Heun' liter. Ferner ist zu berücksichtigen, dass gejeM "' den Vewerbsparteien, welche den Verkehr von wram wein vermitteln (circa 120.000). je 20 Liter u"v "' Haushaltungsvorständen je 10 Liter Alkohol von °" Nachsteuer freizulassen waren. Dazu kommt twch. o°> es leider nicht gelungen ist. den gesummten der Mll) steuer zugewiesenen Ältoholvorrath. der am 1. SeM» her 1888 vorhanden war. zu ermitteln. ^ Nach allgemein lautenden Mittheilungen und «an Angaben in Fachblä'ltern der Brantwein-Industne w°' der Allohuloorrath am 1. September 1888 m o" österreichisch.ungarischen Monarchie viel größer als v" Menge, welche von der Nachsteuer wirklich erttla? wurde. Ein Fachblatt beziffert z. V. denselben fur v' Monarchie mit mindestens 700,000 Hektoliter, way«"" thalsächlich in beiden Reichshälften nur von circ" 450.000 Heltoliter die Nachsteuer entrichtet wu^. Nimmt man an. dass neben jenen vorerwähnten 37b Hektolitern, von welchen in der diesseitigen NeichstM die Steuer, beziehungsweise Nachsteuer entrichtet woror ist. mir noch 50000 Heltoliter Mohol in der UN'" gungs-Periode 1888/89 in den Cons.im gelangt 1«'^ so ergibt sich eine Gesammtmenge von 926.383 v liter, für welche die Abgabe, zum Satze von 3.) ,» s rechnet, sich auf 32.423.405 fl. beziffert. Es isl » ^ Folge der Rückwirkung des neuen WehrgeMs«^ ----- heftige Grenzstreitigteiten mit diesem Geschlechte ver-wickelt. Zum erstenmale hören wir von ihnen zur Regierungszeit herzog Rudolf IV., aber sie müssen schon viel früher ausgebrochen sein. Am heftigsten kamen sie jedoch um da« Jahr 1400 zum Ausbruch und dauerten trotz der Vermittlung Herzog Wilhelms (1403) Jahrhunderte lang fort. Auch mit den mächtigen Cillier Grafen, die sonst dem Stifte gewogen waren und ihm Mautfreiheiten und andere Privilegien ertheilten, war Freudenth"! im fünfzehnten Iahrhun« dlrt zerfallen, und Herzog Friedrich musste es 1439 dem Schuhe des Grafen Stefan von Veglia und Modruö. den er zu seinem Landeshauptmann in Krain gemacht hatte, empfehlen. Auch Freudenthal litt viel durch die Türken. (Bei Beschreibung der Türlennoth in Krain gebraucht Herr Millowicz ganz unberechtigterweise den Ausdruck «Süd-üsterreich». statt des historisch verbürgten Inneröster« reich.) Die Türken hatten nicht nur alle Besitzungen des Stiftes verwüstet, sondern auch ihre Hubleute hinweggeführt, so dass die Mönche die Feldrr selbst bearbeiten mussten und mehr von Almosen als von ihren Stiftungen lebten. Ueberdies wurde die Karthausc noch in ökonomischer Hinsicht von ihrem Prior vernachlässigt. Die zweite Karthause Krains. Pletriach, wurde erst zu Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts ins Leben gerufen. Die Cillier Grafen, welche besonders dem Orden der Karthäuser gewogen gewesen zu sein schienen, beschlossen, auf ihrer im Jahre 1374 käuflich erwor« denen Herrschast Sicherstein unweit Landstrah ein Familienstift zu gründen. Der Karthäuser.Orden schickte chnen 1403 den Mönch Haitmann. der den Ort aus- suchen und den Klosterbau leiten sollte. Die Mönche kamen um 1406 aus der nicht weit lntfernten Kar« thanse Seiz in Steiermark, und Graf Hermann laufte die nöthigen Güter zusammen und bestimmte die Ein« lünfte des Klosters. Am Sonntag vor St. Margaretha des Jahres 1407 stellte er den Stiftungsbrief aus. Durch die Urkunde von 1414 erhielt das Stift auch die Herrschaften Schleumh und Sapusach sammt Zu> gehör, dann Plintenbach bei Nassenfuß. einen Hof unter Heil. Kreuz bei Landstrah und 76 Huben, zerstreut in Steiermarl und Krain. Mit dem letzten Eillier trug man aber auch den letzten Gönner von Plelriach M Grabe. Die Türken verwüsteten die Besitzungen der Karthause, und wegen Bedrückung kündigten ihr einige Besitzung,» den Gehorsam und unterwarfen sich anderen Herren. Ja, im Jahre 1593 wurden die Güter der Karthause sogar einem Protestanten Namens Karl Iuric auf sechs Jahre verpachtet. Zwei Jahre später wurde der Be« schluss gefafst. die Karthausen Oeirach und Pletriach aufzulassen und ihre Güter zur Unterhaltung des Jesuiten Eollegiums und Alumnats in Vraz sowie zur Errichtung eines gleichen Collegium« in Laibach zu verwenden. Schon am 15. December 1595 erschienen im Kloster die Commissure Erzherzog Ferdinands und verlangten vom Pachter die Uebergabe der Klostergütcr. Infolge Eingreifens des Vicedoms von Krain mussten jedoch die Güter dem Pächter noch ein Jahr belassen werden. Fast unglaublich ist es, dass in Krain kein Dominilaner.Kloster entstand, während in allen Nachbar« ländern, selbst in kleineren Ortschaften, solche gegründet wurden. Nur ein Dominikanerinnen-Stift gründeten die Herren von Stein in der ersten Hälfte des d"lz y ^ Jahrhunderts zu Michelstetten. «Michel» "ocu ,^, Mittelhochdeutschen groß. und so wird eS i" .„glich heit. dass der slovenische Name Velesovo ur,»" H„ch auch «Veleselo». «Velesalo» gelautet Hal"" ""1^ „,el< bei St. Veit in Kärntcn gibt es ein .Mch^' ^e ches slovenisch «Veleselo. h"ißt. Mitstister "' .^, dieser Stiftung war der Abt Albert ""« ^° vo" Vicedom des Patriarchen von Aquileja, ^"^otielle Andechs. welch letzterer die neue Stiftunga"^ °^,,f und in jeder Weise b«c,ünstigte. 3"». SM"'Aost" von 1238 schenkten die Ritter von SteM "m ^,^ die Kirche der heil. Margaretha sammt '^" .^"' (29 Huben und den Zchent vcm 45 H"ben), ^a»ct wurden ihm noch 100 Huben in den D0'le ^, Georgen. Voklo. Olsevk. Plsata, Bern'!. ^ P„. Wopliule und Tustan geschenkt. Spä'er y"^^er ^ triarch von Aquileja dem Stifte noch v'.ele ^c schenkt, und 1353 wurde ihm auch tue ^l" ^„ci Maria in Zirklach incorpori rt. wie dles Georqen schon früher der Fall war. ^ els"" Das Stift war sehr angesehen. " B B Familien des La„de« sowie auch !'" ^"r ^„ n Kärnten« schicktm ihre Töchter daher. ^ ^ter ^ Schwester stand es frei. für ihre Pe^' yiese A, erwerben, welche ihr als Apinage dlente^ ^>veste/' sonalgüter sind später wn den bettefsenoe» ^hl ^ meist'dem Couvente vermacht word". ' flW Mitglieder übertraf Michelstetten "«< """ n. V"^ in Krain: 1386 hätte es über 50 S« ^ H in wirtschaftlicher Beziehung stand stai ^ «elle" " besten nach Sittich. E« unterhielt v.ele " »> 5. ft. Altäre und demgemäß auch viele Priester. ^aibachrr Fejtnnll M. 279. 2393 4. December ljM. Ertrag der Militärtaxe. Die Mindereinnahme von ^6,965 fl.. welche sich beim Zollgefälle ergibt, beruht ^schließlich auf der mehrfach bereits erwähnten niedren Annahme des Goldagio. Auf Grund der letz« «lannten Erfolge und der thatsächlichen Verhältnisse burden ferner niedriger angenommen die Einnahmen au« Taxen und Gebüren um 230.000 fl.. aus der besonderen Abgabe vom Handel mit gebrannten qeisti> NW Getränken um 101.050 fl., endlich aus dem Maut-Mlle um 81.000 fl. , Die Bedeckung des Handelsministeriums weist "ne Zunahme von 4.087.280 fl. auf, beziehungsweise, wenn die jetzt zum erstenmale in diesem Etat eingestell' len Linnahmen der ungarischen Westbahn und der ersten ungarisch-galizischen Eisenbahn ausgeschieden werden, "ne solche von 2.732.250 fl. Die wesentlichsten Mehr-Mellungen betreffen den Staatsbahnbetricb mit ^.302.890 fl.. das Postgefälle mit 520.100 st. und °"s Postsparcassenamt mit 229.480 fl. Die Einnahmen ^s llckerbauministeriums weisen, nach Ausscheidung °" bereits erörterten durchlaufenden Bedeckungspost: 'Annahmen aus dem Meliorationsfonds» eine Zu« Mme um 227.113 fl. auf; dieselbe ist fast ausschlieh. 'H auf die in Allssicht stehende größere und mehr Anende Production bei den Montanwerken zurück» Whren. Im Bedeckungscapitel: «Subuention? ^' ^pul 1889 behufs Gewährung von Unter, jungen zur Linderung des Nothstandes ein besonderer "edlt im Oesammlbetrage von 245.000 fl. bewilligt We. verminderte sich der obige Ueberschuss auf h'^5-059 fl. Von einem zweiten, im Jahre 1889 .willigten Nachtragscredite, und zwar von dem mit l>I? besehe vom 20. Mai d. I. für den Bau der Eisen, llln ^^lo-Rzeszow bewilligten Credite per 2.300.000 fl.. ein gesehen werden, da für das fragliche Erfordernis tz f, besondere Bedeckung durch den Verkauf der im ^ He der Finanzverwaltung befindlichen Buschtiehrader h"len bewilligt wurde, die Bilanz des Präliminares a„. D89 mithin durch diese Creditbewilligung nicht ""lttt wurde lll,slf.l ^ ziffermäßige Resultat des vorliegenden Vor. M, ^ "scheint sonach gegenüber dem vorjährigen i^uunare um 1.582.242 fl. ungünstiger. Geht man der? !" ""e Prüfung der Natur der einzelnen Posten Km l " Präliminarien ein und sucht man zu er. Hit «."'wie sich das Resultat der laufenden Gebarung don "berachtlassung aller Ausgaben oder Einnahmen »Nan k"ptionellem Charakter stellen würde, so erhält Mq' Unoes Resultat: Im Pcäliminare des Jahres zu ^ "°"n folgende als außerordentliche Gebarungen Eta«.V"ende Ansprüche inbegriffen: 1.) Für den lheiii ^lenbahnbau 5.504.710 fl.; 2.) für die Be. 3.) ?"s an dem Bau von Plioatbahnen 620.000fl.; llltck- ^" ^3°u des zweiten Geleises in der Local. kH^Wien.Tulll, der Kaifer.Franz.Josef.Bahn sill >/" fl.; 4.) die dritte Rate des Erfordernisse« dit x7" ^Nester Hafenbau 976,000 fl.; 5.) die anf l>lil,is/*>eltige Reichshälfte entfallende Quote des Erfor-6.) ^ Mr die neuen Gewehre des Heeres 9.181.904 fl.; k«ht "^tfordernis für die Neubewaffnung der Land. die ie N/i^posten exceptioneller Art gegenüber, und zwar ^5s^"Fleistung zum Bau von SlaMbahncn per Msien ^.' ""b eine Rückzahlung von Garantlevor-2.644^""'s der Kaschau-Oberberger Bahn mtt ^0 itttt^ fl. Der Betrag der exceptionellen Auslage M « s, reduciert sich hieburch auf 14.917,674 fl.. dez ^ Nellt sich s^mit in der laufenden Gebarung ^'442?^ 1869 ein Ueberschuss im Betrage von N^il st. ht^ug °0tli^"n nun die gleiche Berechnung bezüglich des "ltd c ",k" Voranschlages pro 1890 vorgenommen >züsH,?"lnet, fegende Posten aus dem Erfordernisse >5^'den: 1.) Erfordernis für den Staatseisenbahn. ^ l3au ? ^ fl-; 2.) Erfordernis für die Betheiligung '"l den w Privatbahnen 700.000 st.; 3) Erforderms "°u des zweiten Geleises in der Localstrecke Wien.Tulln 500.000 st.; 4.) Erfordernis für den Triester Hafenbau 976.000 fl.; 5.) die auf die dies. seitige Reichshälfte entfallende Quote von dem Er« fordernisse für die neuen Gewehre des Heeres 4.140.764 fl.; 6.) das Erfordernis für die neuen Gewehre der Landwehr 3.250.502 fl. Die obigen Posten geben zusammen den Betrag von 14.975.506 fl. Da indessm im Prä. liminarc pro 1890 gleichfalls Beiträge zum Staats, eisenbahnbau. allerdings in dem nicht erheblichen Be» trage von 27.000 fl. eingestellt sind. ferner eine außer« ordentliche Einnahme aus der Riickzahlung von Vor-schlissen seitens der ungarischen Westbahn im Betrage von 371.484 fl. veranschlagt erscheint, ist der Betrag der exceptionellen Auslagen pro 1890 auf 14,577.022 fl. zu reducieren. Wenn man nun diese Summe behufs Ermittlung des Refultates der laufenden Gebarung in Rechnung bringt, so ergibt sich pro 1890 ein Ueber-schliss von 15.519.839 fl. Nach dem vorliegenden Budget werden also die veranschlagten laufenden Ein» nahmen des Jahres 1890 nichi nur zur Bestreitung der currenten Ausgaben, sondern auch zur Aufwendung von Investitionen im Betrage von 14.500.000 fl. bo stimmt sein. Bei Ansehung der einzelnen Ziffern des Vor< anschlage« wurden die feststehenden und bekannten Re» snltate der unmittelbar vorausgehenden Gebarungs» Perioden in Erwägung gezogen, so insbesondere auch der bereits fertiggestellte Rechnungsabschluss für das Jahr 1888. Dieser Rechnungsabschluss weist indes namentlich in zweifacher Beziehung wesentliche Unterschiede gegenüber dem Voranschlage pro 1890 auf. Es war nämlich erstens das Jahr 1888 für mehrere überaus wichtige Zweige der Staatseinnahmen, für die Brantwein. und Zuckersteuer fowie für die neuen Tabakspreise ein Uebergangsjahr, in welchem sich das frühere und jetzige Besteuerungssystem berührte; es war zweitens das Jahr 1888 durch eine sehr bedeutende, hoffentlich nicht wiederlehrende, ungewöhnliche Ausgabe belastet, nämlich durch einen Aufwand von mehr als 20 Millionen Gulden für Zwecke der militärischen Rüstungen. Diese beiden Momente müssen also weggedacht werden, wenn die Ergebnisse des Rechmlng3al?schll»sses pro 1888 neben die Resultate des Voranschlages pro 1890 gestellt werben. Nach dem Rechnungsabschlüsse pro 1888 wurden im Jahre 1868 ausgegeben 567.302.173 fl. 82 kr. Hieoon ist auszuscheiden: die auf Grund des Gesetzes vom 9. November 1888 mittels Ausgabe von 5 Procent Rente bis auf 4 fl. 20 kr. gedeckte 68 6 proc. Rüstimgscredits.Quote per 20.374.200 fl.. bleiben etatmäßige Ausgaben 546.927.973 fl. 82 kr. Als Ein. nahmen weist der Rechnungsabschluss pro 1888 aus 513.692.530 fl. 87 kr. Es zeigt sich somit ein rechnungs-mäßlger Abgang von 33.235.442 fl. 95 kr. Gegenüber dem fträliminierten Abgänge stellt sich tin Plus des Abganges um 7.388.726 fi. 95 kr, dar. Dieses Plus des Abganges erklärt sich aber aus der zeitliche,, Verschiebung, welche die Einnahmen aus der Znckersteuer durch das mit 1. August 1888 wirk« am gewordene neue System der Eonsumabgabe er« ahren haben. Während nämlich unter der Herrschaft >er Productionssteuer die auf eine Campagne entfal« lende Zuckersteuer fast zur Gänze in den letzten fünf Monaten des Jahres — in den Monaten August bis December — cinzustießen pflegte, vertheilen sich bei der Consllmabgabe die Eingänge der Zuckersteuer mit ziem. licher Gleichmäßigkeit auf alle 12 Monate des Jahres. Da nun im Voranschlage pro 1888 die Zuckersteuer noch nach dem alten Systeme vräliminiert war, ergab sich in den factischen Eingängen dieser Steuer im Jahre 1688 ein rechnungsmäßiger Ausfall von 22.754 248 fl., dieser Auefall gestattet indessen leinen Schluss auf em ungünstiges Ergebnis der Zuckersteuer für die Zukunft. Sieht man also von diesem rechnungsmäßigen Ausfalle ab. fo zeigt sich die übrige Gebarung des Jahres 1888 nach dem Rechnungsabschlüsse nicht nur nicht ungün-stiger als das Präliminare pro 1888. fondern sogar weit günstiger, nämlich günstiger um den Betrag von 15.365.521 fl. Insbesondere sind die Einnahmen des Jahres 1888 im ganzen gegen das Präliminare. wenn man auf den erwähnten Ausfall der präliminierten Zllckersteuer Rücksicht nimmt, um den Betrag von 19.151.211 fl. 73 kr. günstiger gewesen, und zwar ergab sich bei den directen Steuer» ein Plus von 3,567.638 fl., beim Münz. gewinn von dem gesetzlichen Antheile der Zolleingänge in Gold ein Plus von 1,364.443 fl.. bei der Ver. zehrungssteuer ein Plus von 8,169.284 fl. Darunter Mehrerträgnisse bei der Steuer vom Brantwein um 5,840.657 si.. vom Mineralöl um 788.479 fl.. vom Fleisch um 310.417 fl.. beim Salzgefälle um 422.249 fl., bei den Taxen um 309.830 fl.. beim Staat« - Eisen, bahnbetriebe um 4.002.171 fl. Der Abgang für da« Jahr 1888 im Netrage von 33.235.442 fl. 95 kr. wurde gedeckt durch die auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1887 veräußerten Staats'Schlildverschreibungen der Kaiser.Franz-Iosef-Aahn im Nominalbeträge von 1.602.600 fi. mit 1,750.840 ft. 40 kr. durch die Einnahmen der bestandenen Staats > Vorschusscassen per 23,652 si. 50 lr. Die sohin unbedeckten 31.450.000 ft. wurden aus den Cassebeständen entnommen. Trotzdem ist der Cassestand ein befriedigender; ja es war sogar möglich, die schon vorhin erwähnten Nachtragscrebite pro 1888 und 1889, welche der gemeinsamen Regies rung im Juli 1889 bewilligt wurden, beziehungsweise die auf uns entfallende Quote per 4.963.000 fl. sowie die mit den kaiserlichen Verordnungen vom 6. und vom 29. October l. I. bewilligten nicht unbeträchtlichen Nothstands-Unterstützungen aus den Eassebeständen zu decken. Die Erklärung für diese befriedigende Erscheinung ergibt sich eben aus dem reichlicheren Einstießen der Staatseinnahmen seit Beginn des laufenden Jahres. Es war der Ertrag der directen Steuern in der Zeit vom 1. Jänner bis Ende October 1889 um 1.289.000 fl. höher als in der gleichen Periode des Vorjahres, trotz der Mindereingänge infolge der Nachlässe, welche w^a/n der Elementarschäden an der Grundsteuer gewährt wurden und trotz der Mindereingänge an Steuerexecutions. gebüren und an Verzugszinsen von Steuerrückständen. Die Einnahmen aus den indirecten Abgaben in der mehrgenannten Zeitperiode war, wenn zunächst von der Zuckersteuer abgesehen wird. um 15.281.000 fl. Brutto und 14.598.000 fl. Netto günstiger als in der gleichen Periode des Vorjahres. Hierunter ist die Vrantwein-steuer mit einem Brutto um 13.507.000 fl.. Netto um 11.808.000 fl. erhöhten Betrage enthalten. Bei der Zuckerverbrauchsabgabe. hinsichtlich welcher dem im Vorjahre geschaffenen Gesetz eine wesent.iche Aenderung eingetreten ist, würde sich eine rechnungsmäßige Biutto-Mehreinnahme von 16,533.000 ft. und eine rechnungsmäßige Netto-Mehreinnahme von 29,543.000 fl. thatsächlich ergeben. Thatsächlich stellt sich die Einnahme aus dieser Abgabe in der erwähnten Periode auf 17.220.000 fi. und nach Abzug der Ausgaben von 5.540.000 fl. ein Netto-Ergebnis von 11.880.000 fl. Bei den übrigen inbirecten Abgaben ergab sich eine Mehreinnahme von 1.774.000 fl. Brutto und von 2.790.000 fl. Netto. Am meisten trägt zu diesem Re« sultate bei die durch die Steigerung der Verschleißpreise erzielte Erhöhung der Tabalgefälls. Einnahmen mit 1.767.000 fl. Da die Ausgabe für Tabakerzeugung sich wesentlich niedriger stellt als im Vorjahre, ergibt sich hier im ganzen eine Mehreinnahme von 2,791.000 fl. Netto. Auch sind zu erwähnen die günstigeren Resultate bei der Biersteuer mit 953.000 fi.. bei der Wein-und Moststeuer mit 123.000 fl.. bei der Verbrauch, fteuer von Mineralöl mit 299.000 fl.. endlich beim Stempelgefälle 1,157.000 fl. Die letztere Mehreinnahme resultiert gröhtentheils aus der Losabstempelung im April d. I.. welche eine Einnahme von 800.000 fl. ergab. Geringere Einnahmen sind entfallen bei den Taxen und Gebüren von Rechtsgeschäften mit 1,021.191 fl. und beim Lottogefälle mit 1,502.895 fl., welche letztere Mindereinnahme jedoch durch die Verminderung der ausgezahlten Gewinste um den Differenzbetrag von 650.639 fl. überwogen wird. Die Gesammteinnahmen der im Eigenthume des Staates stehenden Eisenbahnen haben in den Monaten Jänner bis incl. October 1889 eine Bruttoeinnahme von 42.250.000 fl. ergeben, und es stellt sich gegen, über der zehnmonatlichen Präliminarquote eine Mehr» einnähme von 3,850.000 fl. und gegen die gleiche Periode des Vorjahres ein Mehr von 4.283.000 fl. heraus. Ein wichtiges Moment für die Beurtheilung der Realisierbarkeit des Voranschlages bilden auch die wirtschaftlichen Verhältnisse. Es ist nun zwar richtig, dass im laufenden Jahre mehrere Länderstriche von schwerem Nothstände, von Missernte. von Ueberschwemmungen u. dgl. heimgesucht waren, so zwar. das« seitens der Regierung sofort helfend eingegriffen werden musste, um die betroffene Bevölkerung vor Noth und Elend zu bewahren. Glücklicherweise waren aber diese Er-cheinungen doch keine allgemeinen; im großen und ganzen zeigt vielmehr die wirtschaftliche Lage eine zwar langsam, aber sicher fortschreitende Besserung. Es uht dies Urtheil auf der Betrachtung der Zunahme der Consumtion, der Zunahme der capitalifierten Ersparnisse, des Eisenbahnverkehres u. dgl. Für die Richtigkeit dieser Bemerkung beruft sich der Herr Finanz, minister auf daS Urtheil der Wiener Handelskammer in dem vor wenigen Monaten publicierten Berichte, worin ein überaus interessanter Ueberblick über die gcsammte wirtschaftliche Lage der Monarchie zu finden ist. Der Finanzminister besprach weiter die finanziellen Reformaufgaben, an deren Lösung die Regierung zu schreiten gedenkt. Der Entwurf zur Reform des Mautwesens ist bereits in der heutigen Sitzung eingebracht worden. Der Budget.Ausschuss befasse sich mit der Ausarbeitung einer Gebürengeseh'Novelle, durch welche mehreren dringenden Wünschen der Bevölkerung auf Ermäßigung gewisser Gebürengattungen Rechnung getragen werden soll. Gleichzeitig sei im Finanzministe-rium eine bedeutende Arbeit in Angriff genommen, welche die systematische Codification des gesammten Stempel- und Gebürenwesens anstrebt, wodurch der so oft beklagten Unklarheit und wenig guten Uebersicht-lichleit der zahllosen bestehenden Vorschriften nach Möglichkeit abgeholfen würde. Von den sonstigen Re- Latbachel FeUnng M. 279. 2394 4. December lM<___ formvorlagen, an welchen eifrig gearbeitet wird, der Reform des Gefälls«Strafgesctzes. des Zollwesens, des Punzierungswesens u. s. f., abgesehen, erwähnt der Minister der Reform der directen Steuern und bemerkt hierüber Folgendes: Im Schoße des Finanzministeriums sei über diesen Gegenstand vor längerer Zeit ein umfassender Entwurf ausgearbeitet worden. Es sei auch dieser Entwurf, so« weit es nothwendig schien, bereits einer sehr genauen Begutachtung seitens der in der Steuerbemessung besonders erfahrenen Beamten und der Finanz-Landes« behörden unterzogen worden. Die aus diesem Anlasse gestellten, vorwiegend Detailfragcn betreffenden Anträge seien bereits seit nahezu zwei Monaten im Finanzministerium Gegenstand eingehender Erwägung Und wenn auch in jüngster Zeit ein Wechsel in der un« mittelbaren Leitung der belreffenden Veschäftsabthei« lung im Ministerium eintrat, so werde dieser Umstand dach keinen erheblichen Verzug in der schließlichen Redaction des Entwurfss zur Folge haben. Die Vorlage, welche in dieser Beziehung demnächst unterbreitet werden wird, soll nicht ein Mehr» ertrügnis für die Staatscasse bezwecken, sondern sich lediglich die gerechtere Vertheilung der Steuerlast zum Ziele setzen. Es sollen Maßregeln vorgeschlagen werden, welche bezwecken, jene steuerkiäftigen Elemente, die sich bisher der Theilnahme an der allgemeinen Steuerlast entzogen haben, zur Steuerleistung wirksam heranzu» ziehen, die letztere überhaupt genauer an die thatsächliche Leistungsfähigkeit anzupassen, die am drückendsten empfundenen Härten und Mängel der bisherigen Be» steuerungsnormen abzustellen und endlich die aus den neu erschlossenen Quellen fliehenden Mittel zu einer Entlastung der bisher allzu schwer belasteten und zumal der dürftigeren Steuerträger zu verwenden. Zu diesem Ende soll vorgeschlagen werden die Schaffung einer mäßig progressiven Personal-Einkommensteuer, verbunden mit einer theilweisen Neugestaltung der daneben in einem entsprechend verminderten Ausmaße fortbestehenden Ertragösteuern. Zum Schlüsse bemerkte der Finanzminister, die Durchführung aller dieser wichtigen Probleme habe eine Cardinalbedingung, ohne welche ein günstiger Erfolg nicht zu erwarten ist: es sei dies nämlich die Vorauisetzmig. dass das mit Mühe und mit Opfern errungene Gleichgewicht in den Staatsfinanzen auch erhalten bleibe. Politische Uebersicht. (Zur Situation.) Aus Wien berichtet man uns: Einige anf Sensation arbeitende polnische Blätter gefallen sich in jüngster Zeit darin, unter dem Scheine angeblicher WohUnformierlheit Gerüchte, wie beispiels« weise jenes von dem bevorstehenden Rücktritte des Statthalters von Oalizien, Grafen Vadeni, von der eventuellen Absicht der Regierung, den Reichsrath auf' zulösen. und dergleichen mehr zu lancieren, und einige hiesige und auswärtige Journale sind naiv genug, den betreffenden polnischen Organen noch die Reclame der Weiterverbreitung dieser höchst fragwürdigen Meldun-gen zu besorgen. Nach an kompetenter Seite eingezo gener Erkundigung bin ich in der Lage. die erwähnten Nachrichten als das zu bezeichnen, was sie in Wirk» ichleit sind, nämlich als ungeschickte, lediglich der Phantasie der betreffenden Korrespondenten entsprungene Erfindungen. (Gedenktafel für Hus.) Der böhmische Landesausschuss beschloss, vor dem Zusammentritt des Landtages an dem Museum eine Gedenktafel für Hnß anzubringen. Hiedurch entfällt die Berichterstattung über den Antrag des Fürsten Schwarzenberg jun. (Parlamentarische Confercnz.) Ueber die von den Vertrauensmännern des Elubs der Rechten abgehaltenen Konferenzen wurde von denselben folgen» des Communique' ausgegeben: «Die Führer der Rechten sind im Abgeordnetenhause zu gemeinsamen B» sprechungen zusammengetreten, wobei sich eine erfreu« liche Uebereinstimmung unter allen Fractionen der Rech« ten. sowohl in der Auffassung der gegenwärtigen po< litischen Lage als auch über ihre Thätigkeit in der bevorstehenden Session herausstellte.» (Das ungarische Abgeordnetenhaus) berieth vorgestern das Budget des Ministerpräsidiums. Tisza wies in einer sehr beifällig aufgenommenen Rede die Angriffe der Opposition zurück, bekämpfte den von der äußersten Linken eingebrachten Beschluss» antrag betreffs der Vorlage eines Gesetzentwurfs über die Inarticulierung der Ministereidesformel, bezeichnete es als unpatriotisch, dass die äußerste Linke seine Er« klärungen hinsichtlich der Pariser Ausstellung absichtlich falsch interpretiert und sagte, er bedauere, der Opposition nicht so bald seine Demission in Aussicht stellen zu können. Horvath (Rechte) constalierte, die Majorität habe von einer Ministeriallrisis absolut keine Kenntnis. Die Oftposition wünsche bloß tue Aufregung in Per« manenz zu erhalten. Resormarbeiten und jedes un befangene Urtheil unmöglich zu machen. (Serbischer Kirchen cong ress.) Die serbische Bevölkerung in Ungarn. Kroatien und Slavonien interessiert sich in diesem Augenblicke in hohem Maße für die Einberufung des Kirchencongreffes, welcher an Stelle des im vorigen Jahre verstorbenen Patriarchen Angjelic einen Nachfolger zu wählen hätte. Wie es heißt, hätte der Metropolitanrath in Karlowitz den 24. April 1890 als Einberufungstermin bei der Re« gierung in Antrag gebracht. (Aus Rom.) 2. December wird telegraphiert: Heute früh wurde in der deutschen Nationalkirche Santa Maria Dell°Nnima zum erstenmale die zum Gedächtnisse des vierzigjährigen Regierungs'Ilibiläums Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef gestiftete Festmesse celebriert. Der österreichisch'ungarische Botschafter beim Vatican, Graf Reoertera, Cardinal Hergenröther. Prä« laten. die Oberen der deutschen Ordenshäuser in Rom und die österreichisch-ungarische Eolonie wohnten dem Gottesdienste bei. (Das deutsche Socialistengesetz.) In nächster Zeit ist die Ankunft des Fürsten Bismarck in Berlin zu erwarten. Die Ankunft des leitenden Staats» mannes dürfte mit durch den Wunsch veranlasst sein, cine Verständigung über das Socialistengesetz herbei« zuführen. Die noch immer obwaltende Unsicherheit der Aussichten in dieser Beziehung ist wesentlich durch die Unbekanntschaft mit den endgiltigen Entschließungen der Regierung dieser Frage gegenüber veranlasst. (Serbien und die Türkei.) AusBelgrab wird telegraphisch gemeldet: Die diplomatischen Verhandlun' gen zwischen der serbischen und türkischen Regierung wegen der bekannten Affaire des Viceconsuls Zire Efendi in Vranja spitzen sich in unliebsamer Weise immer mehr zu. Zia Bey. der hierortige Vertreter der Pforte, protestiert energisch gegen die Beschuldigung der serbischen Regierung und klagt über Vergewaltigun« gen derselben bei Ausübung von Polizeimühnahmen und Verletzung der Exterritorialitätsrechte des Vice« consuls; die serbische Regürnng beharrt entschieden auf der Entfernung des V'clconsuls Zare Efendis aus Vranja und hält in allem die Klagen gegen denselben ausrecht Zu dieser Angelegenheit ist neuerlich eine scharfe Note nach Constantinopel abgegangen. Die serbische Regie» runq macht übrigens dem Viceconsul, der nur als com« merzieller Agent fungierte und keinerlei diplomatische Agenden hatte, das Recht d?r Exterritorialität streitig. (Russland und Deutschland.) Das Pro» ject einer ehelichen Verbindung der jüngsten Schwester des Kaisers Wilhelm, Prinzessin Margiretha, mit dem Großfürsten-Thronfolger Nikolaus von Russland scheint nunmehr an Wahrscheinlichkeit zu gewinnen. Kaiserin Friedrich und Reichskanzler Fürst Bismarck sollen in vorhinein für diese Verschwägerung der Kaisechöfe von Berlin und Petersburg sehr eingenommen gewesen sein. Kaiser Wilhelm, welcher durch einige Zeit an dem seiner Schwester znr Bedingung gemachten Uebertritte zur orthodoxen Kirche Anstoß genommen haben soll, wäre in der letzten Z?it anderen Sinnes geiuordcn, und damit würde das letzte Hindernis für die Erneuerung der Familienbande zwischen den Familien Hohenzollern und Romanov aus d'M Wege geräumt sein. (Aus Paris) soll Mitte December eine große boulangistische Wallfahrt nach Irrsey veranstaltet w>>r den. Die bmilangistisch? Parteileitung bittet in einem Rundschreiben alle qesinnunqsvcrwandten Oeschäftslents, die wegen boulangistischrr Wilhler^ien abgesetzten Beam« ten in ihren Häusern anzustellen. Von einer Weiler-bezahlung ihres früheren Gehalles, die so prahlerisch angekündigt war, ist nicht mchr die Rede. (Ruf stand) unterhandelt in Piris, Brüssel und Amsterdam wegen einer N'lien Anleihe im Betrage von 400 Millionen Francs behufs Ausbaues des stra-tegischen Eisenbahnnetzes. Die Anleihe soll noch vor Neujahr emittiert werden. (Der Aufstand auf Kreta) Der kaiserliche Ferman über Kreta wird nebst d>r Amnestie auch wirt« schaftliche Concessionen für die Insel, namentlich die Aufhebung des Zehents, enthalten. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben dem Wiener Wohlthätigkeitsvereine für Hausarme 200 fl. zu spen» den geruht. Ihre Majestät die Kaiserin hat für hilfs. bedürftige Bittsteller der Hauptstadt Budapest 300 fl. zu spenden geruht. — (Rubin steins Jubiläum.) Aus Peters« bürg wird telegraphisch gemeldet: Soeben ist der officielle Festact deS Rubinstein«Iubiläum« beendet. Rubinstein rrhielt vom Kaiser 3000 Rubel Staatspension, wurde Ehrenbürger Petersburgs und Peterhofs, ferner Ehren« doctor der Petersburger Universität. Ueber siebzig Deputationen überreichten Adressen. I,n Namen Berliner per« sönlicher Freunde überbrachten Hofmusil«Verleger Hugo Vock, Edwin Vechstein und Concert'Direclor Hermann Wolff dem Jubilar Rubinsteins Marmorbüste und eine Adresse des Berliner philharmonischen Orchesters. — (Verhaftete Auswanderer.) W« aus Budapest gemeldet wird, hat die Polizei in Komorn dleier-tage 23 militärpflichtige kroatische Bursche verhalt", welche sich aus dem Wege nach Amerika befanden. ^ Gesellen kamen zu Schiff von der untern Donau «>' führten auch ein Mädchen mit sich. Dieses wurde zu ihrer Verrätherin. Das Mädchen plauderte aus dem Schli« aus, dass die Reise nach Amerika gehe, und "M/ dessen veranlasste der Capitän in Komorn die Verya,-tung der Auswanderer. Jeder der Bursche hatte eü" größere Summe Geldes bei sich. . — (Auszeichnung.) Wie verlautet, hat Sei« Majestät der Kaiser dem ehemaligen Bürgermeister «"« Wien, Eduard Uhl, den Stern zum Comthurlreuz des Franz-Iosef-Ordens verliehen. . — (Eiffel-Thurm.) Der Eiffel < Thurm der Pariser Ausstellung wurde von 3,512.006 Ausstellung^ besuchern erstiegen, die dafür zusammen 6,551.009 Franc bezahlten. 6,600.000 Francs einschließlich der Neben-ausgaben hat der Thurm gekostet, 5,500.000 3""'^ beträgt das Actiencapital der von Eiffel gebM"" Gesellschaft, die ihn erbauen ließ und eine Subvention von 1'/, Millionen Francs dafür erhielt. Er ist al,o bereits mehr als bezahlt, gehört aber noch durch z'vanz'g Jahre dieser Gesellschaft, der die künftigen Einnahme« fast ganz als Neingewinn zufallen. — (Ein anständiges Schriftsteller- Honorar.) Der Afrilaforscher Stanley h°t ^ Verlagsrecht des Werkes, welches er über seine ley Expedition schreiben will, vor seiner Abreise verlauf Die Firma Sampson Low, Marston H Comp. """ 'y>' 4l).000 Pfund Sterling (circa 450.000 fl.) für das «uy zahlen. Deutsche Verleger hingegen scheinen eifrig"' müht zu sein, mit Emin Pascha ein Abkommen Uv. die Publication eines wissenschaftlichen Werkes zu treffe"-Eine Leipziger Firma soll ihren Agenten bereits i oiüsein Zwecke nach Zanzibar geschickt haben. ^, — (Im Wahnsinn.) Aus London, 28. v. ^ wird gemelket: Gestern erschlug eine Frau Name' South in Dalston in ein^m Anfall von Wahnsinn 'y beiden, 12 und 14 Jahre alten Töchter mit eine Hammer. Hieranf durchschnitt sie sich selber dieKeyl > Ins deutsche Hospital gebracht, gab sie bald nachher Geist auf. ^ ^ — (Eine Ueberraschung.)FranA.: «^ ich nur wusste, was ich meinem Mann zum Namens« schenken soll, er hat schon alles.» — Frau B. (bosya'^ «Schenken Sie ihm doch einmal das letzte Wort, hat er noch nie gehabt.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Die Kaiserin in M i r a m a r.) Ih" ^ jestät die Kaiserin ist an Bord der Yacht «M'ram gestern um 6^ Uhr früh in Miramar ringet",!^ Ihre Majestät sehte abends mit einem Separatzuge Reise nach Wien sort. . „e- — (Krainischer M usea lv erei n.) In ^^ stern abends abgehaltenen, gutbesuchten Monatsvma lung des krainischen Musealvereines hielt Herr u) ^ custos Alfons Müllner einen Vortrag '^r er Laibacher Morast in archäologischer Beziehung». «"„^. selbst entworfenen klaren Uebersichtslarte dieses """'<,ll< ten Gebietes erörterte der Vortragende zunächst " ^ gemeinen geographischen Verhältnisse desselben u> ^ sprach die erste Besiedlung durch eine wahrsche""'« ^ die Vallanhalbinsel eingewanderte Bevölkerung, °k „z«. neue Besiedlungselemente folgten, welche bereits ^ Waffen besahen, die ihrer Form nach vollständig " ^chin Nordeuropa und von Schliemann zu Mylena »,.^^ ten Funden übereinstimmen und entschieden """' H die Provenienz sind. Auf die Frage übergehend, "^ selbe Versumpsung des Moores eingetreten sei, wurde I ^ vielleicht eine Verstopfung des Wasserdurchbru^ ^. Laibach und bei Waitsch. die gurilckdrä"glMg ^ Wassers durch Ueberwiilzung deS Muvialscho"e ^ Save in der Richtung nach Laibach als ve""^ ^t). Ursache angegeben und betont, dass noch h" ^al'der terem Orte Schotter« und Moorboden hart a ^ ^. stoßen. Hieraus entwickelte der Vortragende "'^guunlte wicklungsoerhältnissen des Moores sinige ^'"? tU zu'" für die vorzunehmende Entwässerung und "'^^fstseite Beispiel die Schaffung eines Abflusses an der ^^ am Fuße des Rosenbacher Bergzuges und o ^hei zahlreicher Canäle mit spitzen Mündungsni'nlel'- ^„, gedachte er der Thätigkeit der Römer au ^H. Gebiete, die bereits den Morast nach allen ^ .^ ^. schnitten, erzählte von der im Jahre 1673 v" " .^«n folgten Auffindung einer römischen HauM"^^ ^ Sonnegg und dem gegenüberliegenden H^el „,ytho" rica. in welchem Namen nach seiner Verwulyu ^^^„ logische Vedcutung steckt. Da die Römer n»r " pichte bauten, diese aber bei ihrer Vloßlegunaeme ^ ^e vo.1 circa 1 m über sich hatte, erg'bt M ^m^ merkwürdige Thatsache, dass das Moormve« ^chen ebensoviel tiefer lag. Hieraus wurden °le s ^ ^ römischen Castelle und sonstigen Niederlassung ^^ Seiner im Morastgebiete näher erörtert "" ^rt, ^ trachtung der Oertlichkeiten der Beweis ge wbacher Heilung Kl. 279. 2395 4. December 1889. «ren Anlage fast überall strategischen Rücksichten ent-Mach. Sodann gieng der Vortragende auf die Erörte» ^ng der schon in seinem Werke «Emona» niedergelegten Behauptung, dass die Lage dieser wichtigen und bedeu« tenden römischen Colonie nicht im heutigen Laibach, son« °ern in Igg zu suchen sei, über und entwickelte die hie» ^ sprechenden Gründe in der anschaulichsten Weise. Die Angaben der älteren Archäologen Krams, wie Tyff, La» l>>ui, Cchönleben, Valvasor und Thalnitscher, prüfend und ^gleichend, zog er die einschlägigen Stellen antiker gellen und die sogenannte Peutinger'sche Tafel zur wei' ^ln Beweisführung heran und gelangte durch kritische Fütterung derselben sowie die Erörterung zahlreicher "vmer.Steininschriften, die meist in Igg und Umgebung funden wurden, zu dem Resultate, dass die im heulen Laibach nachgewiesene römische Niederlassung den Flamen Aquilina geführt, Cmona aber am Südende des Gastes gestanden sei. Der fast zweistündige, durch zahl- tlche, meist vom Vortragenden für diesen Zweck besonders ^gefertigten Zeichnungen und Skizzen erläuterte Vortrag. °t>n auch mehrere Damen anwohnten, fand lebhaften ^lfall seitens der Zuhörer. . -^(Erklärung der slovenischen Land» agsabgeordneten.)Die gestrigen slovenischenTages-°latter veröffentlichen nachstehende, vom 23. November "lerte «nd von allen slooenischen Abgeordneten des ""Nischen Landtages unterfertigte Erklärung: «Anläss« ^ des Zusammentrittes des neugewählten Landtages ^5"n in unserer Mitte auch Erörterungen über die Mmeinen Grundsähe unserer politischen Thätigkeit statt, ""t Rücksicht auf die schon zur Zeit der Landtagswahlen ^tnommenen Gegensähe, welche — obzwar zum »oßeren Theile persönlicher und nur zum geringeren Me principieller Natur — während der soeben been» .^ Landtagssession derart hervortraten, dass sie unauS« gliche, nach unserer ungetheilten Meinung für die "onllle Entwicklung schädliche und verderbliche Fol« °" erkennen ließen — haben wir auf Grund ^"gegangener eingehender Besprechung insgesammt ""llnnt. dass für den Erfolg unferer natio« ^"Bestrebungen ein einheitliches Vorgehen unerläss-.^ >ei. Darum erklären wir hiemit, das« wir jeder« ^.vereint und einmüthig für die Erfüllung unseres llonalen Programmes eintreten werden, festhaltend an lallen Devise: «Alles für Gott, Kaiser und Vater« die '' für welches Programm bis zum heutigen Tage ^ "esten unseres slovenischen Volles ihre Kräfte ein« ,'"! haben, und dass wir unsere Bemühungen fort« M? ^"den, um der slovenischen Nation auf Verfassung«. Hem Wege alle ihr im Gesetze gewährleisteten Rechte, h ^"dere die nationale Gleichberechtigung, zu er« Hal »7" (Auszeichnung.) Se. Majestät der Kaiser lllm Vizepräsidenten der Handels« und Gewerbe« Nun ?.^" ^' Johann Paternolli, in Anerlen-lllit? vieljährigen gemeinnützigen Wirksamkeit das ""kreuz des Franz.Iosef.Ordens verliehen. Ul,te ^, ^ '^ ! p " ^ l.) Die Eisdecke am Eislaufteiche ^knl' "^ erreichte gestern die Starke von nahezu vier b^ "eter; wenn die Kälte anhält, dürfte schon morgen d°n „schleifen beginnen können, welche Nachricht gewiss ltiedi " freunden des schönen Eissportes mit großer Ve« u^z Schnee stur me.) Aus Wien telegraphiert ^onnta l ^"6": Der Schneesturm, den wir "L haben, hält auch heute noch unvermindert an. Die Stadt ist durch die Schneemassen geradezu blockiert; ein Heer von Schneeschauflern arbeitet an der Freimachung der allernothwenbigsten Passagen. Es ist nicht abzusehen, wann der Tramway'Verkehr aufgenommen werden kann; auch der Wagenverlehr ist gänzlich unterbrochen. — Infolge der andauernden Schneestürme sind fast auf allen österreichifchen Eisenbahnen Verlehrsstörun« gen eingetreten. Auf der Südbahnftrecke Wien.Payerbach sind mehrere Züge im Schnee stecken geblieben. Auf der Pottendorfer Strecke der Sübbahn entgleiste infolge des Schneesturmes ein Lastenzug. Auch aus Ungarn werden Ver« lehrsstörungen gemeldet. — Die gestern abends füllige wie die heutige Wiener Post find uns bis Schluss der Redaction nicht zugekommen. — (Ausweisung.) Der «Indipendente» veröffentlicht ein Decret der Trieft« Polizei-Direction, wor« nach der ehemalige Redacteur des «Indipendente», Herr Ferdinand Ullmann, au« Oesterreich ausgewiesen wird. Der von Herrn Ullmann an die l. l. Statthalterei gerichtete Recurs wurde abschlägig beschicken. Herr Ullmann ist italienischer Unterthan. — (Aufgefundene Leiche.) Wie man uns aus Iofefsthal meldet, wurde vorgestern dortselbst die Leiche der seit dem 14. October verschollenen Färber« meisterswitwe Katharina Gestrin aus Laibach bei dem Fabrikswehr im Laibachflusse aufgefunden. Nach Aussage der Angehörigen dürfte sich die Genannte in einem Anfalle von Irrsinn in den Laibachfluss gestürzt haben. Die bereits stark verweste Leiche wurde in die Tobtenlammer zu Marillfeld überführt. — (Militärisches.) Transferiert wurden die Hauptleute zweiter Classe Bartholomäus Aljancic des Infanterie. Regiments Freiherr von Kühn Nr. 17 und Mathias Kump des Infanterie - Regiments Georg I. König der Hellenen Nr. 99 — gegenfeitig. —- (Krankenversicherung.) Wie wir den «Amtlichen Nachrichten», betreffend die Unfallversicherung und die Krankenversicherung der Arbeiter entnehmen, ent« fallen auf die 57 Krankenkassen der Staatsbetriebe und Privateisenbahnen 153.000 Mitglieder. Die Kran-lencasse der k. l. Tabakfabril in Laibach zählt 1960 Mitglieder, jene der Sübbahn 16.663 Mitglieder. Die Genossenschafts.Krankencasse der Friseure und Raseure in Laibach zählt 18 Mitglieder. — (Aus Trieft) schreibt man uns: Als Vrgän» zung der in Nr. 276 der «Laibacher Zeitung» erschie« nenen Notiz inbetreff der Petition der Postbeamten theile ich Ihnen noch Folgendes mit: Als Delegierte zum Be« amtentage wurden von hier die Herren Postofficiale Fer« dinand Klemeniic und I. Antonich entsendet. Die Deputation wird vom Generalberichterstatter über das Vudget, Herrn Dr. Mattui, Sr. Excellenz dem Herrn Handelsminister vorgestellt und ebenso auch die Petition vom benannten Herrn Abgeordneten dem Reichsrathe unter« breitet werden. — (Vom Zuge überfahren.) «us Assling« Sava meldet man uns: Am 30. November um 2 Uhr nachmittags wurde bei Karneroellach in der sogenannten «Sotesla» von dem Lastenzuge Nr. 1776 der Bahn« arbeiter Thomas Bencaj aus Dobrava bei Veldes überfahren, so dass derselbe auf der Stelle todt liegen blieb. — (Raubmord in Graz.) Vorgestern vor 6 Uhr morgen« wurde in Graz die 72jährige Pfandleihen« Anna Grojer (oulgo Pucher) in ihrer Woh> nung — Enge Gasse Nr. 2 — im Mittelpunkte der Stadt ermordet gefunden. Der unbekannte Thäter dürfte sie mit einem Beil erschlagen haben. Pretiosen von ge« ringem Werte sind entwendet. Deutlches Theater. heute: «Francillon», Sensationslomödie in 3 Ucten von Alexander Dumas. Zweite Gastvorstellung des Fräuleins Elise Vach aus Wien. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien. 3. December. (Abgeordnetenhaus.) Die Re« gierung legte folgende Gesetzentwürfe vor: Die Dotation zur Erhaltung des Hofstaates, das proviforifche Budget bis Ende März 1890. die Ermächtigung der österreichisch-ungarischen Bank betreffs Escomptierung von Warrants, das Gesetz betreffs ärarischer Brücken- und Straßenmauten. das Gesetz betreffs Verwendung der dem Aerar zufallenden Entschädigung anlässlich der Uebernahme dcs Propmationsrechtes in Galizien durch das Land sowie das Rekrutencontingents-Gesetz pro 1690. Der Präsident theilt mit. dass er dem Kaiser und der Kaiserin die Glückwünsche des Hauses anläss« lich ihrer Namensfeste ausdrückte. (Beifall.) Redner widmet den verstorbenen Abgeordneten Pauei, Klintosch. Siegl und Viovanelli warme Nachrufe. Sodann legte der Finanzminister das Budget pro 1890 vor. das wir an anderer Stelle publicieren. Wien, 3. December. Der Kaiser, welcher heute wieder in Wien eingetroffen ist, empfieng nachmittags den Besuch des Königs von Dänemark. Budapest, 3. December. Zwifchen den Abgeordneten Orban und Horvath fand heute nachmittags ein Pistolen-duell statt. Trotz strenger Bedingungen wurde keiner der Duellanten verwundet. Berlin, 3. December. Die Nachricht des «Newyor« ker Herald», dafs der Kaiser seine Zustimmung zum Uebertritte seiner Schwester, der Prinzessin Margarethe von Preußen, zur orthodoxen Kirche gegeben, sowie von der Verlobung derselben mit dem russischen Thronfolger wird hier als richtig betrachtet. Washington, 3. December. Der Congress ist zusammengetreten. Reed wurde znm Präsidenten der Kammer ernannt. Die Botschaft des Präsidenten Harrison wird morgen verlesen. Angekommene Fremde. Nm 2. December. Hotel Stadt Wien. Vlachner. Schwarz. Fleischer, hoftnil, Kauf-leute: Noof, GeWerke; Knesl. Hutmachermeifter, Wien. — Kalisnil, Postmeister; Mally, Privatier. Neumarltl. — Urban, Ingenieur, Prag. — Tribuzzi, Bezirlshauptmann«» Witwe, Wippach. — Fröhlich, Vrünn, Hotel Elefant. Zuckermann, Prag. — Gruntar, l. l. Notar, Loitsch. — t>r. Pitamic, Ndelsberg. — Ellele«. Dewsburg. — v. Tagany. Advocat, Budapest. — Steiner, Moßmann, huber. Kaufleute; Oesterreicher, Dr. Eisler, Wien. Hotel Sliobllhnhof. Papej s. Frau, Mlalar, Kaufmann, sammt Nichte, Lulowih — Menzinaer, Gastgeberin, Wochein. — Violini. Monfalcone. — «obltsch. Arnoldftein. Gasthof^ Sternwarte. Vaic, Villichgraz. — Trepal, Roviie. — Korosic, Trisail. Verstorbene. Den 2. December. Maria Semen, Schülerin, 15 I, Lheatergasse 3, Tuberkulose. — Eugen Schetina, Aushilse-beamter, 29 I.. Nuerspergplah 4, Tuberculose. — Iosefa Schu< sterschitsch. Hausbesitzerin, 77 I., Vurgstallgasse 7, Marasmu«. — Johann Slubic, Arbeiter, b3 I., Iiegelstraße 9, Herz-schlag. Im Tivilspitale. Den 30. November. Johann Ieraj, Inwohner, 44 I., Tuberculose. Den 1. December. Varbara Paliar, Magd, 84 I. — Josef Gonsee. Privatbeamter, 28 I., ölorbu» LrigkUi. — Valentin Kunkic. Tischler. 39 I., Tuberculose. Volkswirtschaftliches. Mudolssvert, 2. December. Die lDurchschnitt» >..',°U.., Z«Z _____Z^ s2» ^ «2______ zZ2 >7 U. Mg, 740^1 !-8 4 M. schwach' —" 3.2.N. 7400 —0-6 NW. schwach bewöllt 000 9 . Nb. 7404 —32 NW. schwach halbheiter Tagsüber gelockerte Wollenbecke, geringer Sonnenschein, schönes Abendroth. Das Tagesmittel der Temperatur —4 1°, um 5 1' unter dem Normale. Verantwortlicher «edacteur: I. «aglil. W Tieferschüttert bringen wir allen Freunden und W ^ Bekannten die traurige Nachricht, dass unser innigst. W M geliebter Bruder, beziehungsweise Schwager ^ » Eugen Schctina » W Aushilssbeamter beim l. l. Landesgerichte W W nach lanssem. qualvollem Leiben, versehen mit ben W M heil. Sterbesacramenten, gestern nachmittags um 1 Uhr M M im 29. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. M M Das Leichenbegängnis findet Mittwoch, den 4ten W M d. M., nachmittags um 4 Uhr vom Trauerhause ^ M Auerspergplah Nr. 4 aus statt. M W Um stilles Veileil, wirb gebeten. W W Franzi Stepischnegg geb Schetina; Karl, W M Hella, «aimllnd, Paula Schetina, Geschwister ^ M — Martin Vtepischnegg, Schwager. — Helene M M Gchetina, Schwägerin. M W Separate Parte werden nicht ausgegeben. ^ ^» Be«dlgunz«llnslalt bl» Fi»nz Doberltt. ^W Laibacher Zeitung 3K. 279. 2396 4. December 1889. Course an der Wiener Börse vom 2. December 1889. «««dm0^^ 2°«^°«« Mllllts-Aulehen. 5°/„ einheiUlche «ente in «o»n> «»X» « 4<» Vilberrente....... ««3b 8« 55 I8b4»r 4o/„ Vtaat««se , >Ü0 st. 13« — 13» — l«euer » » ssünftelimst. »««>14«»?' l««4er Ewatslose , . IW fi. l?, - 1?« ?z , . 5« st. — . - - »»/„»»«M'.Pfdbr. ^i»0fl. , . !« —l«»l> z°/»l)est.<»llldrente. steuerfrei . 107 75 107 95 i)efterr, Nütenrmte. steuerfrei , 1»1 0b l«)^ «l> ««ranttert« «lse»»««^,« «liiaberbbalm in «. steuerfrei , 1» - »«! so Fronz'Ioltvb'Vahn in Eilber . 115'«> 11» s« Vorarlbeiüri Vabn in Gilber 10« 40 IMl 8<> HKWbetlibabn 2W fl. inz Vudwei« 2O^ fi, 0, W, «1» »U 2,7 b(, dettu V°Izb,«Iirol «00 fl. ». ». l»,n ------- 'Msabethbahn für «na Mail , 11, »l, Nl ',ü -^tto für !iU« Mark 4°/., . . 1«-ü" 1«— ^ranz-IosevhVabn dto. dto. 5, «fi«.». I«9»0l2«»n rheih^!,..L«st 4». l«, fl. l«? - 1« liu ««ld «are Gr«ldultl<'Oblwlltwnen (für 100 fi. /, nlederüsterreichlsch« . . . iu9ül»1w5o »°/, Neirischc...... -.-------------- »»/, sioaMll,« unb slavonische . »0!>- - — V/, sitbtnlniraische .... 104»« 10i 10 5°/u lemeser Vanat .... — —------- 5»/« un«»rische...... 88 10 88 LN Ander« Wentl. ««lehen. H«n 105 »0 lus 80 PräM'VnI, d, Etlldtgem, Wien l43 b<> 14« — V»r1enb«U'«nlthen oerlo«, »«/» 9« V7- Pfandbrieft (für 10U fl,), »^encr. all,, üst, 4°/, «, , , ,i?üni,8 — bt«. » 4>/,"/, - - , 100 i<) Ml'- dt». » dettu » 4»/, , . »8 80 ion »45 75 148 - » k 5°/«..... 11b^0 118 «_ ^g _ «ant - Actten (per Vtüch. An«l°.Oeft. Van! 200 fl, «<»»/,». 1« .. 14« k(i Nantvereln. Wiener 1U<) fl, . . n«'5a 11» S<> «d!lci,'Anft. äst. »00 fi. E. 4<7>/, «g? .. «8? bu « st, , »^3 50 l»4 5,> ««c°mpte-Ges..Nbr«ft. äu» fl, , 5«1 — 5Sl.'— Mio» u. Laüenu., Menei llUU st. 215 — »17 — Hypotheltllb,.0st,»0U«. »5-/,«. ?o— 71 — «»ld M»»» Länderbanl. »st, 200 fi. ». . . 2li l - »i l'lw vesterl'ungar, Nanl «u» fi. . S1« »2» - Unionba»! 2NU fl...... «0 «>> 24U 8« «erlehrsbanl. «ll«, >4N fi. , . lütt ü" 1«<> - Netten von Transport' Unternehmungen. (per Stück), Älbrecht'Vahn 8 fl, Silber , 58 - ki» . »lllüld.ssiuman, «ahn 200 ft. K, «>»>, «5 !«»« 7^ Vül,m. Nllrbbahn 1Ü0 fl.. . . 21« - - II? - > «estbahn 2VN fi.. . . ---- — - Vuschtlehrader >tis. 50« fl. «M. 1!>«5 102» dto. Mt, U^> 20« st. . 3»2 -- 3»< — Donau«Dampfschifffahrt - Hcs., cesttli. 500 ss. CM. . . . !"? - »TV - DiauMj. lÄ.-Db.»Z.)l«NN fl.T. 19» s.« 197. Ü^> Dui.-«°denb. «" 15«^ Wal. Larl-Uubw,lÄ, ^lX, fl, lb. «ü— 67 — «ubolph-l»ahn 20« fl. Bild« .---------------- Etaatseijenbahn 2l«> st. E>Ib« 286 .«) ^37 — Sübbahn 2»fl.»/ - lramway <«fs,,Wr.,i7l,fi,ü, W,-------—>- » neue Nr,, Plioril«t»< «lcrien 100 fl...... 98—98 5« Una.,^llll,.»iltnb.»«»st. Nllber 191 ?li 19« Ü0 ------------------------------------"G?li! M« Ung. Nordostbahn 20« ff. Silber 18?'— M " Una.Weftb,(Naab'Hl«, ss, N^ 5" ' ^'" Salgo.Iarj. 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BENEDIOTINEi DER ABTEI VON SOULAC (rrankreich) Dom MAOVSKOIsVE, Prtor V y»ttln* IHetUitllen: ltUu\ Ült Loa.)oif8l4 Ull II/JCHKTK."« A(!S7KrCHN(JNiiEN f:lCNiiU| mm ^!.1K',if„ prig,, ^. ii \i\i- IO M w PifrMBi.OMüBO ^«H&t Zabn-ElixinderRR Fplßeneiiktliitr! /wfötWc^ in <1cr 11091* von cini'.'s'ii TnipsiTiif«rlÄ(ÄV»\ im Cl.'ise Wasxrr verhimlert uti.la alÄIBfilMlBB lirilt Ja»Holilwer.lcn 'lorZa.'lllw^a«|v¦SBifJ^,3 wt'lctiuii erwftisnen (Minium! ^'«ASftlfäPw/Äff Ugkc.it vrrleilil un.i ilnbei das yeffl^WJFff Zahnfleisch Ukrkl Und gesund ^^fo^äö' « Wir Icisti'n alw unsürni ^^r^ I Lesern fin.11 th.it>ächlicli«n l)ieii-t indem wir «iel auf dirs- alli« u 11.1 |ir;iktisrh« l'raepnlion anM nn-rk-.-ini in;u-i,,.,i. welrhe rtas beste Heilmittel und d«r| einzig» Schutz für and ge«nn Z'lmlelden ilnd, I läitwrluM ISO;nrn||||J!(iC,; IOJ, m (.nh-i^iml tdtrtl-Arm : OCUUIN BORDEAUX Zu hibtn In allin guttn f»rrumericgetchanrian I Apothtktn und Orotutn^nndtunten. ' I Preiscourants nebst Zahlungsbedingnissen für k. k. Staatsbeamte über Uniformkleider und TJniformsorten versendet franco die Uniforniieruiigs-Anstalt ^q