„Fnitzeit, ftr Ate." «r t»» Mittwoch IZk. Dezember I8VS. VI» Jahrgang Die „Mtirburger Zeitun." erscheint jeden Sonntag, Miitwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig e fl., h>,lbjöhng kifl., vierteljährig Ist. 50 kr; für ZuKellunq in» Hau» monatlich 10 kr. — mit Posüversendnng: i^anzjcihrig 8 si., halbjährig 4 fl., vierteljährig S fl. Die ein Mal gespaltene Tarmondzeile wird bei einmaliger Sinschalwng mit 10, bei zweimaliger mit 15, bei dreimaliger m t 20 kr. berechnet, wozn für jeveßmalige Einschaltung KV kr. Inseraten-Stempelgebühr kommen. Zur Geschichte deg Tages. Die Min isterkri si» ist nun offiziell. Die fllnf Minister Gistra. Hasner, Herbst, Brestl und Plener haben vm SamStag dem Kaiser ein Memorandum überreicht, in welchem sie ihre Anfichtei» übtr innere Politik aussprechen, dab Bersajsungöanderungrn nur durch dcn Reichsrath geschehen, ein neues Wahlgesetz glschaffrn und dem ReichStamler der Dis-pofitionöfond genommen werde, überhaupt daS zisleithanische Mininisterium so unabhängig gestellt werde, wie daS ungarische. Graf Taaffe fuhr dem Kaiser nach Öfen nach, scheint aber dort nicht den Empfang gefunden zu haben, den er erwartet ; seine Demissionssiesuck n-urde zur Würdi gung behalten. So kann eS denn nun in den Feiertagen geschehcn. daß die Krists, an der Oesterreich so länge schon leidet, endlich zur Entschei-dung kommt, wir wollen hoffen, im liberalen Sinne. — Graf Neust dürfte dann auch bei dieser Entscheidung lernen, daß es nicht immer gut ist. hinter dem Nülken Versuche anzustellen, die er offen nicht sich gc-trauen würde. Zum Statthalter von Steiermark soll cventnill Graf Taaffe. der gegenwärtige Ministerpräsident, ausersehen sein. In Böhmen regt sich die nalionale Partei immer mehr ; so heißt es iy einem Berichte aus Prag vom 1v. d.M.: Gestern RachtS wurden hier Tausende von Plakaten in ezechischer Sprache an den Slraßenecken aufgeklebt gefunden. Der Inhalt derselben ist ein Anfruf zum gemnn symen Sturze der gcgenwültigen Regierung und zur raschen Unterstützung der dalmatinischen Brüder mit Waffen. Daher wurden für den 21. De« zeinlier, dem Jahrest.'ge der Brrfassungspublizirung. hier Borsichtsmaß regeln getroffen, da ezechische Demonstrationen befürchtet werden. Aus Dalmatien lauten die Nachrichten immer günstiger; denn die Raubzüge welche von den Aufständischen an die Küste unternommen werden, sind ein Beweis, dal» es ihnen an Lrbensmitteln fchle. und daS mag anlh mit Ursache sein, daß die Unterlverfnngsanerbietnngen immer häufiger werden. Wie man dabei vergehen soll, ob Milde oder Strenge für die kanibalischen Unthaten Platz greifen soll, darüber schwanken die Meinungen; jedenfalls soll man klug zu Werke gehen und Geiseln, z. V. einige der überflüßigen. störrischen Popen nehmen. Bo« Sch«l!ia«»ba«e. In der vorletzten Sitzung des Gemtindeansschuffes wurden den Schttlhausbau betreffend die verschiedenartigsten Argumente dafür und dtige<,en ins Feld geführt. Bor allem scheint eS meizreren der Bäter der Stadt unzweckmäßig, daß nach dem vorgelegten Plane Mädchen und Knaben unter einem Dache sein sollen ; obglrich verschiedene Eingänge und zwar selbst von verschiedenen Seiten des HauseS dazu beantragt find, so finden es doch manche Gemeindeausschüsse nicht paffend. Hören wir was diesbezüglich Betti Paoli in einikm Artikel über die nordamtrikanischen Schulzustände sagte. Sie schreibt: An allen diesen Unterrichtsztveigen. nämlich den Mittelschulgegenständen nehmen auch die Mädchen Thcil. und zwar — ich sehe im Geiste, die europäischen Mütter schon vor dem bloßen Gedanken sich bekreuzen — sehr häufig im Berein mit den Knaben und Jünglin<^en. In Nordamerika hat man sich um so unbedenklicher zu der Bereinigung beider Geschlechter in denselben Penfionaten entschlossen, als der lift fühlbare Mangel an Lehrkräften kaum eine Wahl ließ. Uebrigeus gibt eS in dieser Beziehung keine bestimmte Regel und Borschrift; jede Gemeinde hat die Freiheit. eS damit nach ihrem Gutdünken zu halten. In Newyork. Ehieago, Rewhaven hat man nur gemischte, in Baltimore nur getrennte Schulen, während wieder in andern Städten die einen neben den anderen bestehen. Im ganzen scheint man sich jedoch mehr zu dem System der Gemein-schastlichkeit hinzuneigen, und zwar nicht, tvie man etwa glauben möchte, blos im Hinblick auf die damit verbundene, allerdings sehr bedeutende Elsparniß an Zeit. Geld und Kraft. Die Direktoren dlS Oberlie-Kollege, einer der größten und bewährtesten Erziehungsanstalten in der Union, versicherten unfern, Reisenden, daß in den dreißig Jahren ihrer Amts-sührnng jene Gemeinschaft nie die geringste Unzukömmlichkeit veranlast, sondern im Gegentheile einen durchaus heilsamen Einfluß ausgeübt habe. „In gemischten Schulen" — so motivirten sie diesen Ausspruch — „entsteht zlvischen den beiden Geschlechtern alsbald ein Wetteifer, der in getrennten, selbst durch das immer bedenkliche Mitttl von besonderen Auszeichnungen und Belohnungen, so stark und lebendig nicht z» erwecken ist. Aus ihm cntlvickelt sich eine reine, uneigennützige Liebe zum Studium. Erinnerungeil aus dem l!eben eines Schauspiesers. Von Friedrich Rvtt er (Fortsetzung.) Einige papierne Hclme und Harnische nebst etlichen hölzernen und blechenen Säbeln, Schtvertern und hebebaumartigen Spießen vervollstäN' ^ten den „tun^us in3truedu8" dieser würdigen Borsteherin im Tempel Melpomenes. Ich hatte genug gesehen. Die Direktrize. denn das war die gespenstige Erscheinung, lud mich ein mir es bequem zu machen, holte mir ein GlaS Wein und Brod. welches letztere sie mir auf einem Tell-r von mehr alS zweifelhafter Rein-lichkeit präsentirte und wollte mir sogar mit einem Borichnsse von fünfzig Kreuzern unter die Arme greifen, um. wie sie sich ausdrückte, meine ersten Bedürfniffe damit zu decken, gegen welches Anerbieten ich mich aber auf das Entschiedenste »vahrte. Ich empfahl mich ihr. froh darüber, aus dieser mit MiaSmrn aller Art geschtvängerte AthmoSphäre entkommen zu können, um am Abende die „Wunderglocke von Mariazell" anstaunen zu können. Der andere Tag ivar zu meinem ersten Austrete» licstimmt ; die Wahl des Stückes und der Rolle war ganz und gar meinem Belleben anheimgestellt. weShalb ich mir Bedenkzeit bis zum Abende auSbat. Diese große Berutwilligkeit der Direktorin wulde erst durch ihre Erklärung deutlich, indem sie mir sagte: „Wissen Sie. meine Leute lesen ohnehin die Rollen nicht, sie gel)cn hinaus und reden, lvie ihnen der Schnabel gewachsen ist; Bücher haben «vir wenige, «vir spielen Alles austvendig." ES tvar also eine Blll)ne. »vie sie vor fünfzig oder sechzig Jahren selbst noch in Residenzen war. wo der Stegreif die Hauptrolle spielte. Ich restanrirte mich von den gehablen Schrecken in einem anstän-digen Gasthofe deS Städtchens, besuchte die nächste Umgebung desselben. die mehrere reuend gelegene Punkte auszuweisen hatte, und kehrte endlich des Kunstgenusses halber am Abende zurück. Mit banger Ahnung betrat ich den Saal, ivelcher jetzt durch mehrere Unschlittkerzen und eine Lampe beleuchtet ein viel düsteles Aussehen trug, als er am Tage gehabt. Ich sollte nun meine Kollegen ..sür einige Tage" kennen lernen. Ich hatte schon den Nachmittag ülier Privaterkundigungen eingezogen und erfahren, daß jeder nebst seiner künstlerischen Thatigkeit am Abende eine Rebenbeschästigung hatte, theilS der Ersparniß. theils des Gewinnes wegen. So war der erste Held gleichzeitig Lampenputzer und Maschinist, d. h. er mußte das Auf' und Abziehen des Vorhanges nnd der Dekorationen, die aus einem Zimmer und einem Walde bestanden, besorgen. Der ju. gendliche Liebhaber, dem nur die Schminke und Wattons einiges leb-hafte Aussehen verlieb, denn er war etwa 40 Jahre alt. klein, ein wenig verwachsen und trug, wenn es nur einigermaßen anging, eine Hornbrille, war Zetteltrager, die er aber natürlich auch schreiben mußte; um dieses Amt lvar er von den übrigen Mitgliedern l'eneidet. Der Komiker arbeitete den Ta,^ über in einer Tischlerwerkstätte. was recht leicht anfing, da er am wenigsten darauf Zeit zu verwenden brauchte, womit auch I)je übrigen Künstler sich nicht anstrengten, auf daS Rollen lernen, denn er schnitt Abends nur jämmerliche Gesichter, dle komisch sein sollten. Zu diesem Klerblatte kam nun noch die holde Direktrize und zivei Mädchen von sehr Verblühtem Äußeren und damit war die Künstlert^esellschast fertig. Das Orchester, auS einer Ziehharmonika. Flöte und Posaune bestehend. eröffnete den Kunstabend mit einer haarsträubenden Polka, der Vorhang ging nach einigem „Steckenbleiben'. gleichsam als wollte er nicht lassen schauen. waS er bedeckt mit Nacht und Grauen, glücklich in die Höhe. Stets werde ich deS Augenblickes gedenken. Die Direktorin spielte in Ermanglung eineS „zärtlichen BaterS" den edlen Ritter deS Stückes und wurde von dem eben nicht sehr zahlreich versammelten Publikum (eS war ein Wochentag) mit einer Salve von Gelächter empfangen, waS sie jedoch schon gewohnt zu sein schien, ja sogar, wie cS den Anschein hatte, für Beifatl hielt, denn sie verbeugte sich einige Male dankend; wenn Stimmstärke den Künstler ausmacht, so müßten der Held und der MMmr Mm die dem GtMÜthe. in dem sie einmal Wurzel schlug, durchs ganze Leben tteu bleibt. Ein anderer, nicht zu übersehender Nutzen jener Gemeinschaft ist ferner die durch sie bewirkte Gittigung der knabenhaften Wildheit und Normlosigkeit. Die Jungen enthalten sich plumper Aust^elasscnheiten. um den Mädchen gegenüber ihren Ruf als Tentlemen nicht aufs Spiel zu setzen; die Mädchen ihrerseits gewöhnen sich daran, im Verkehr mit dem männlichen Geschlechte Neflere» zu suchen, als nur die Befriedigung ihrer Eitelkeit. Durch gemeinsame Bestrebungen und Interessen verbunden find jene vor Rohheit, diese vor Frivolität geschützt. Sich von dem andern beobachtet zu wissen, schärft und steigert daS Ehrgefühl beider Geschlechter." _ NetchSrath. Äbsjtordnetenhaus. S. Sitzung. 18. Dezember. Unter den Einlaufen befindet fich eine Petition deS Ausschusses deS deutschen Jour-nalistentages um Aufhebung desZettungsstcmpels und der Inseratensteuer, eingereicht durch den Abgeordneten Schindler. Auf Antrag Kuranda's wird diese Petition dem ginanzau»schusse überwiesen. Schier überreicht eine Petition der Salzburger Handelskammer um Abänderung der Erwerbsteuer; Roser und Hönisch überreichten Petitionen um Einführung direkter Wahlen und Aufhebung des Koalitionsverbotes. Die galizischen Abgeordneten bringen die bekannte galizische Resolution vom 24. September 1868 als selbständigen Antrag ein und verlangen, daß derselbe einem Ausschusie von 24 Mitgliedern überwiesen werde. (Der Antrag wird der verfassungsmäßigen Behandlung unterzogen.) Es gelangt hierauf der Bericht des BudgetauSschuffeS über die Forterhebung der Steuern und Abgaben zur Bestreitung des StaatSaufwandes für die Zeit vom 1. Jänner bis Ende März 1870 zur Verhandlung. Bericht« erftatter Klier verliest den Bericht. Der Präfident eröffnet die Generaldebatte. Abg. Skene: Ich stimme für die Borlage nur auS dem Grunde, weil ich begreife, daß die Staatsmaschine nicht in Stillstand gebracht werden kann ; aber ich gcbe durch mein Votum der bestehenden Regierung kein Aeichen deS Vertrauens, denu ich bemerke ausdrücklich, daß ein Tlieil derselben mein Vertrauen nicht befitze, und ich wünsche herzlich, daß die ungeklärte Lage, die schon fast unleidlich zu »Verden beginnt, ein baldiges Ende nehme. Abg. Dr. gyblikiewicz erklärt, für die Bewilligung der Steuereinhe. bung nur aus Gründen der Staatsnothwenditjkeit zu stimmen, legt aber dagegen Verwahrung ein. als ob er bei seinem Votum fich von irgend welchem Vertrauen oder Mißtrauen leiten lasse. Abg. Toman gibt eine Erklärung in gleichem Sinne ab Die Generaldebatte wird hierauf geschlossen. Bei der Epezialdebatte wird K 1, welcher die Ermächtigung des Ministeriums enthält, die bestehenden direkten und indirekten Steuern und Abgaben sammt Zuschlägen nach Maßgabe der gegenwärtig bestehenden BeftenernngSgesrtze, und zwar die Zuschläge zu den direkten Steuern in der durch das ginanzgesetz vom 23. März 1869 bestimmten Höhe, in der Zeit vom 1. Jänner biS Ende März 1870 fortznerheben, ohne Debatte einstimmig angenommen. Ebenso A 2, welcher festsetzt, daß die in der Zeit vom 1. Jänner biS Ende März 1876 sich ergebenden Ber. waltungSauSlaaen nach Erforderniß für ReInnung der durch das Finanz« aesetz für das Jahr 1870 bei den bezüglichen Kapiteln und Titeln festzu-tuenden Kredite zu bestreiten find, und A 3, welcher die Bollzugsver- Liebhaber zu den ersten Künstlern ge^blt werden, sie strengten fich über die Maßen an und schienen um die Wette fich zu ilberbieten ; der Komi« ker. dem die Rolle deS JntriguantS zugefallen war. und der fich demge-mäß herauSstaffirt hatte, krümte fich auf d m Boden wie ein Wurm zum allgemeinen Jubel der hoffnungsvollen Jugend deS OrteS. In einem aber waren die wliblichen und männlichen Künstler gleich, fie blieben kon-sequent — stecken, wußten sich aber nach ihrem Begriffe schnell zu saffen und setzten den Dialog fort, wenn auch kein ZusMmenhang im Ganzen war. DaS Publikum aber johlte und pfiff in einer so ohrenzerreiffenden Weise nach dem Schlüsse deS ersten AkteS, daß ich entsetzt aus dem Hatise entfloh und dem Bahnhofe geilte, um mit dem nächsten Zuge nach der Metropole der Kunst und Wissenschaft zi»rückzueilen. Ich war von meiner Sehnsucht die „Meerschtöeinchen" kennen zu lernen gründlich, gehcil». und erging eS mir auch nicht wie dem Jünglinge vor dem Bilde von SaiS : „Auf ewig war seines Lebens HeUerkeit dahin", so drückt mich doch immer die Erinnerung an diesen Tag. II. Ein Abentheuer im Vatoynervalde. Es war ein heiteres, bunt zusammengewürfeltes Völkchen, welches aus acht Wägen vertheilt ans einer Straße ziemlich primitiver Natur einHerzog ; daß von Bequemlichkeit knne Rede war kann man daraus ent-nehmen, daß die Wiigen mit Kisten. Bettsäcken. Koffern und alter bemalter Leinwand vol!gepfroi)ft waren, so daß man die Wanderer für Nomaden halten konnte. Und das tvaren sie auch, wenn auch nicht auS dem fernen Asten stammend, denn eS »var eine Schauspielertruppe. ^d „Jaromir". hoch auf einer Kiste kauernd, dampfte auS einer alten Meerschanmpfeife von unbeschreiblicher Farbe, und erklärte der ..Ahnfrau", die ruhig neben ihm die Nadeln eineS StrickstrumpfeS klappern ließ, daß er gesonnen sei die Gesellschaft und Direktorin, welche ihn nicht seinem künstlerischen Werthe entsprechend behandelte, zu verlas. ordnung enthält. Auf Antrag deS Berichterstatters wird^daS Gesetz in dritter Lesung sofort zum Beschlüsse erhoben. Dr. Kaiser erstattet den mündlichen Bericht deS SteuerresormauS-schusseS, betreffend die Stenerfreiheit bei Neu- und Umbauten für die Jahre 1870 und 1871, bei ersteren auf fünfzehn, bei letzteren auf zehn Jahre. DaS Hans ertheilt ohne Debatte die Genehmigung. MliriitttAer Berichte. Marburg. 22. Dezember. (Jahresfeier deS Vereins „Merkur".) In dem nett herausgeputzten Vereinslokale versammelteu fich die VereinSmitglieder. mehrere Gäste der Stadt und eine anS fieben Herren bestehende Depu« tation des kaufmännischen Vereins „Merkur" in Graz, um die vierte Jahresfeier zu begehen. Dieselbe eröffnete der Obmann Herr I. Reitter mit einer Ansprache, in welche er den Rechenschaftsbericht verflocht, welcher darthat, daß das wissenschaftliche Streben der Mitglieder, bestehend in der Anhörung der Vorträge und Lehrstunden und eifriger Benützung der Bibliothek, seit dem Auszuge auS dem Kafino um ein bedentendeS zuge-nommen. sowie auch die Anzahl der ordentlichen Mitglieder gewachsen, hingegen leider die Zahl der unterstützenden Mitglieder, welche die Ueberstedlung in das neue Lokale nicht gerne gesehen, sich etwaS vermindert habe. Prof. Rieck sprach sodann über den Zweck deS Vereines und gedachte der in diesen Tagen erlassenen Verfassung welcher er ein Hoch brachte, an welchen Spruch er dann später den Wunsch anknüpfte, im Lande Oesterreich möchten die Nationalitäten so einig sein, wie eS hier der Fall. Gschwand« ner aus Graz spruch über daS VtellenvermittlungSgeschäft. ES folgten sodann eine große Menge von Trinksprüchen auf einzelne Personen, wie Berger auS Graz, die Professoren, die anwesenden Pettauer, die in Mah. renberg Versammelten u. s. w., welche die Stimmung immer mehr und mehr hoben; alS Jnt.rmezzoS wurden Gedichte vortragen, von Prof. Schaller ColomboS Geist von Platten, von Hutter Monolog auS Zriny; von Llyrer eine humoristische Beschreibung deS AuSflugeS nach Mureck, Melun eine komische Ballade, so daß fast die Mitternachtstunde erst dem Feste ein Ende machte. Auch der Wohlthätigkeit wurde nicht Vergessen, indem auf den Antrag deS ObmaitneS für einen angekommenen Buch-Halter auS Konstantinopel eine Sammlung eingeleitet wurde, welche fast 8 Gulden als Ertrag lieferte. ^ (Oeffentliche Vorträge.) Die Vorträge über die Geschichte der allgemeinen Konsilien, welche Franz WieSthaler früher schon ange-kündigt, sollen im Verlauf dieser Woche beginnnen; dieselben, zehn au der Zahl, werden i1k der Götz'schen Bierhalle stattfinden und Freitags 7 Uhr Abends gehglten. (Bere i n zu r"görd erun g deS W ei nverkehr S). Die erste Hauptversammlung dieses Vereins wurde am 18. Dezember Vormittag elf Uhr in der Götzschen Bierhalle unter zahlreicher Betheiligung abge-halten. Der Obmann, Franz Bindlcchner. eröffnete die Versammln»., mit einer kurzen Ansprache, woraus dem allgemeinen Wunsche gemäß noch einmal die Satzungen (vom Schristführer Franz WieSthaler) vorgelesen wurden. Aus die Fr,ge deS ObmannS. ob man eine Aenderuna der Satzungen wünsche, ward von Dr. Radey der Antrag gestellt, daß die höchste VormerkungSgebühr vom 1. Jänner 1870 an nicht mehr als 2 st. betragen soll. Die Satzungen gestatten nämlich, sür^eden Eimer der zum Verkaufe angebotenen Waare einen halben Kreuzer BormertungS-gebühr zu fordern. Eine Beschränkung der Höhe ans 2 fl. fti noch keine sen und ihr den Rücken zu kehren. Die „Jungfrau von Orleans" er» mahnte ihr kleines Mädchen ja reckt vorsichtig zu sein, damit eS nicht etlva aus dem Wagen falle. „Franz und Karl Moot" saffen in seltener brüderlicher Eintracht nebeneinanl^er und ließen sich ein Stück des saftig' sten Schinkens vortrefflich schmecken, während „der alte Moor" zwischen zivei Kisten eingeklemmt sitzend sich „eine hinter die Binde goß", wie sein Leibsprüchlein lautete. „Käsperle" und „Eulenspiegel" versuchten aus einer Hutschachtel, die beide mit den Knien hielten, durch ein Kartenspiel sich die Zeit zu vertreiben, bis ein plötzlicher Windstoß fie deS halben Karten-spieleS beraubte, so daß fie zornig auch die andere Hälste dem Winde zum Zeitvertreib überließen. Unsere Prima Donna N88e>lut» berechnete schon im Voraus mit der Heldin unseres Kunstinstitutes, wie viele Vorderen beiden in dem neuen Tempel, den wir auszuschlagen im Begriffe waren, erblühen könnten und ließen wohl auch im Stillen ihre bisherigen Anbeter Revue passiren. wobel diese nicht gut abgekommen zu sein scheinen; doch scheinen beide mit ihren Resultaten noch zufrieden gewesen zu sein, denn fie »vurden gegen einander ungemein freundlich und zärtlich, indem sie ihre geheimsten Geheimnisse auskramten. „Schweizer". „Schufterle" und wie die anderen kleinen Götter unseres Götzentempels hießen, nebst dem Theaterdiener saßen IM letzten Wagen wie die Häringe eingepfercht und brüllten „Frisch ganze Kol».pagnie" und „Ein freieS Leben führen wir", als ob sie wirk-lich eine Kompagnie gewesen wären und nicht wie eingepöckelt dagesessen wären. So zogeil wir in ungetrübter Ruhe hin, bis fich endlich die Bor-läuser des von uns so sehr gefürchteten BakonyerwaldeS zeigten. Diese Furcht hatte um so mehr einen Grund, als sie durch Erzählungen ge-nährt worden war. die ein und der andere über selbst erlebte oder er» dichtete Raubanfälle zum Besten gegeben hatte, vielleicht — um dadurch sich selbst Kourage einzureden. Die Direktion machte ein bedenkliches Gesicht, die Damen wurden wo möglich noch bleicher, als ihre uugeschmickten Gesichter eS ohnehin waren, und die Männer blieben auS Galanterie gegen die Damen in diesem Ausdrucke ihrer Furcht nicht zurück, oder lvar eS der Zorn, der sie erbleichen machte und die Aufregung in Folge persönlicher Tapferkeit. >e«derung der Tatzungen; dcr Berein mache nur von der sranlichen l Berechtigung nicht den vollen Gebrauch. weuiger dürfe immer beansprucht Z werden, als die Satzungen erlauben. Diese« Antrag wurde bkigestlmmt. v Der Schriftführer erstattete sodann Bericht über die bisherige Thätigteit Z des Vereins; wir ersehen auS demselben, daß der Verein 79 Mitglieder ^ Nhlt, die in Marburg. Lembach Tresternitz. GamS, Roßbach. Hl. Kreuz, v Voßrut. Dobleng. Gradischta, LciterSberg. Rannenberg. Pöbni^ Jaring. ? St. Jakob, Gutenhaag, Wurmberg und W. geistritz wohnen. Die Weine, d die »um Verkaufe angeboten worden, smd auS den Weingebiraen: Pickern, n Proseck, GamS, Urbani, Poßrnk, Schloßberg. Mellingberg Altenberg bei ^ Tt. Egydi. Gt. Jakob. RadkerSbnrg und Luttenberg: Nachfragen find d nicht allein von hiesigen Käufern, sondern auch von Kauflustigen in d Obersteier. Böhmen und Rieder Oesterreich gemacht worden. — Die v Krage, wie die Heuer nach dem Frost gelesenen Weine zv behandeln seien, n war Gegenstand einer längeren Besprechung. Kran» Weingerl (St. Jakob) ^ erklärte sich für öfteres Avziehen. Anton Berblatsch (Marburg) verglich ^ den letzten Herbst mit dem Jahre 1858: damals habe er 40 Startin b nnch dem groste gelrsen; er verfahre jetzt wie lSb8: die Giihrung müsse n durch Kellerwärme beschleunigt werden uud sei dieselbe ja nicht dnrch t Külte zu stören. Viermaliges Abziehen genüge vollkommen. Jgnaz? Rusterer (GamS) hob ganz besonders hervor, daß eS Heuer außerordentlich ß viel G« läger gebe, weil man so viele Trauben vom nassen Boden aufge- d lesen. Die Weine seien daher sobald als Mötzlich abznzichen und müsse t dieS einigemal wiederholt werden. Dr. Radey thcilte mit. waS er vom 5 Gutsbesitzer Ulm in Sauritsch erfahren. Herr Ulm habe 1858 über ( 200 Gtartin nach Schnee und grost gelesen; auf den Rath eineS alten ^ Binders habe er die Weine Anfangs Dezember, Anfangs Jänner, Ende i gebrnar und i« Mai abgezogen; der Wein sei klar und schön geworden, t wie kein anderer vorher; anfangs sei d r Wein nur nicht so stark gewe- j ftn, »vie gewöhnlich, aber in Koige des wiederholten Abziehens h«be er t au Stärke gewonnen. Herr Ulm wünsche dieses WeineS halber nur t immer ein grostwetter. Fleißiges Abziehen und Rcinhalten sei deßwegen l sein guter Rath. Nusterer erklärte, der Wein, der nach dem zweiten i Schnee gelesen worden, sei besser, als jener vor dem ersten Schnee; er l habe an 300 Startin diese Erfahruug gemacht. Der nach dem Frost i gelesene Wein gähre vorziiglich schön. Franz Semlltsch (Jaring) erzählte, l daß er 183S nach dem Froste gelesen und jeden Startin um 30 fl. s thenrer verkaust habe, als jenen, den er vor dem Schnee gekeltert; er i habe nur steißig abgezogen. Berblatsch machte auf das Beispiel am t Rhein aufmerksam, wo man e< besonders in Betreff dcS s. g. Rieslinger i wünsche, daß der Lese ein leichter Schne» vorangehe. Dr. Mulle glaubte, « daß die Weine, die man Heuer nach dem Froste gelesen, zu brhandeln 1 seien, wie jeder andere. Den Rachtheil, welchen der Schnee vtrursacht ! habe, fti nicht so groß: vollkommen reife Trauben, wie die heurigen. ^ leiden in Folge eines Frostes nicht so sehr, wie unreife; ein Vergleich ' mit 1864 beweise dies deutlich. Der guckermeffcr habe beim Weine in ^ ^cktrn gezeigt, daß Heuer der Most, der nach dem Schnee gekeltert wor« den, mehr Zucker enthalten habe, als der Most im Jahrc 1868. Der Wein, der 18S8 noch dem Froste gelesen worden, habe einen Veigeschmack ! gehabt, wie. wen« er in einem schlechten Faße gewesen; bei dem heurigen sei vou einem solchen Beigeschmack nichts zu verspüren. Fleißiges Ab-zieheu und Reinhalten der Weine sei das beste Mittel, welches er em pfehleu könne. Nach dieser Besprechung hielt Dr. Mulle einen längeren Vortrag über Kellerwirtlzichaft. den wir im nächsten Blatte mittheilen. (Gefunden.) Am Samstage den 18. Dez wurde am hiefigen Hauptplatze ein kleiner Geldbetrag gefunden uud kann vom rechtmäffigen Eigenthümer bei« Stadtamte Marburg behoben werden. „Jaromir" suchte einen alten Degen hervor und rief mit Stentorstimme: .»Sthnsterle, Schweiber, Ratzmann, nun Muth!" Der „alte Moor" schluckte noch den Rest seines „Bitteren" hinunter, und lehnte stch gleich, gültig gegen alle Gefahren an eine Kiste, wo er alsobald zu schlafen und zu schnarchen begann, und Käsperle und Euleuspiegel" verschwanden unter einem Haufen von Dekorationen, um stch uufichtbar zu machen. Unsere Lage war jedenfalls kritisch. Bedeutende Anfalle von Banden, insbesondere in jenem Theile des Waldes, welchen wir, um an unseren Bestimmungsort zn kommen, noth' wendigerweift durchschreiten mußten, waren etwas Gewöhnliches, und der Schutz ein erbärmlicher, kurz jeder fühlte, daß er mehr oder weniger vor Angst zitterte, und die am meisten Muth zeigen wollten, fürchteten am meisten für den Verlust ihres Lebens und ihreS Bischcns Hab und Gut. Jndeffen waren wir aus Alles gefaßt und fuhren zwar tief erregt, jedoch äußerlich ruhig in das Dunkel des Baldes ein. Anfänglich ging es vortrefflich. Wir begegneten mehreren Fuhrwerken, welche unsere Frage, ob sie keine »2SSVN5 legoo> ^rme Burschen) gesehen hätte, vcrncinten. so daß in demselben Verhältnisse unsere Angst fich zurückzuziehen begann und wir in demselben Maße wieder lnsiig und heitrr und guter Dinge wurden. Da plötzlich — wer kann unser «»«»er «„»wähl «n» ,« billWe« Preisen empfiehlt zur güchen Abnahme . ..... ^ Herren Wd Schulgasst, pa,er'sch« Ha«,. (SSs Kapellmk.st.r« A. Hohl die neueste., und «.eliebtesten Mufikpieeeu zuriVlQtsnÄolr« mit gutem S-tter vo» 12^ 14. IS. 20.24 «. u..d höher, «uffudrung brmge» w.rd Anfan« 7V. .Uhr. Eutr.e 10 kr. »»,««<. von fl. 8 bi« fl. 24. »»«» . von fl. 4 b>« fl. 10. Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir das ?. I. Publikum aus 5 Alst» 2 8 merksam zu machen, daß ich in meiner Küche neue Arrangements getroffen^gviz^^r.^ ^^'^^^'von'fl/22, gute Loden.«»ooo» von fl. 4'aufwärts' habe und durch eu.. reichhaltige Auswahl von-vorzüglich-» Spe,,.« ^"ktionen zu den billigste« Preisen meioe ver-^ «r»»»o soivie und ehrten Gaste zun! ^enjtellen lverde. ' ^ .--------— - Abonnements. DinerS und Soupers in und außer dem Hauseauf eine gut versicherte Sa;». Speisen a Ikl earte zu allen Tageszeiten; Gabelfrühstück. pyst ^luf »nehrere Jahre gegen 7^/ö Auch habe ich die größtmöglichste AuSivahl von In. und Ausländer aufzunebmen gesucht. Weinen vorzüglichster Qualität; sehr gutes und stets frischeS Neinins^.! ^lahereS im Coinptoir dieses BlatteS. hauS Märzen.Bier. 844 Endlich z-ige ich dem ? 'r. Publikum rrgebenst an. daß mein ^bach^^^^ vmnibu« nicht nur Riisenden. soudern Jedermauu zu dei, Fahrte« zur>Lembach oder Marburg, können bezogen iverden durch die Bahn und in die Stadt retour zur Verfügung steht und jede solche!s45^ Adminittriiti.^tt i« Fahrt mit 20 kr. berechnet wird. Auch bin ich bereit, den Omnibus!!!^^^—-lN Marburg. gegen rechtzeitige Bestellung Gesellschiiften zu Vergni'igungSfahrten inj^MH^we kleine, aber gute, ebene Wald-Jagd in nächster naheliegende Orte zc. zu überlassen und ivird derselbe, um den VerkehrWW^^ähe von Marburg ivird zu pachten, und einige gute Dachs» zur Bahn nicht zu beeinträchtigen, durch andere Wägen ersetzt werden.! ackehunde zu taufen gesucht. — Offerte find zu richten Ich war bisher eifrigst bestrebt, den Anforderungen deS ?. I'.!____an die Redaktion dieses BlatteS. (847 Publikums nach Kräften Rechnung zu tragen und lverde auch fernerhin^ 1 nicht säumen, meine verehrten Gäste bestens zufrieden zu stellen. nur> bitte ich mein Unteriiehmen durch einen zahlreichen Besuch und Znspruch!^vrz«gttcbfter «ualität zu v« «»«»»Preisen wird auch «»>» gütigst unterstützen zu ivollen. Hochachtungsvoll ÄvT»» verkauft im SSV)_/Vnto» vspot >I«I- crston SSMI- vampfmlllil »liti«n.s«,vli,o!i«ft »«.q ^24 Hauptplatz, unter „Cafe Merkur". s Prr Lahrer Hialieade Klite flr 1870 A und zu haben bei alle.. Buchhäiidler» und Buch. " Der heutigeu Rummer di^s^Z^BIatte« liegt eine PrSn«meratj«n,. bindern. Pre»s 30 kr. G. I. Manzsche Buchha..dlung. Wie.,. Einladung auf da« Journal „Die T-getpreffe" bei. vik sedöiiLtö an I'vstxösokMkM biotvt uostrvltix VI»tvI« « r«tv «n«! irrK«str ZuVelen-, Gold-, Silber- & ChmMrr-Wallrtllhandlung ^va uvck iivitKemSss tiorß^vriolitoto« iu «ler HerrenKÄSSv, Httus Nerantworttiche Vtednktion, ivruck und Vertag von Eduard Ianschitz in Miirburg. Beilage zur „Marburger-Leitung. MW K V Organ fNr Politik und Nationalöconom'e, mit bksonderrr Leröckfichtigung der Landwirthschafl. Morgenblatt R',^2 Bogen, Abendblatt Bogen im Folio-Formate. VMAllv Von Friedrich Gerstäcker, F. W. Hackländer, E. Brachvogel, Louise Mühlbach «. s. Sonntags-Beilage: „Polltlstlt Frauen-Ztitnug!^, Bogen. Die „TageS-Presse" ist durch ihre UnabhSnglg?ett und Fretsinnigkeit rasch eines der beliebtesten und gelesenst«n vlStter da larchie geworden, und wir haben um eine möglichst gefallige Ausstattung, rasche Herausstellung und pünktlichste Versendung der Auflage unsens vlattt« ^zielen, in unserer Druckerei bereits eine Stereotypie ei-richtet und Dampfbetrieb eingeführt. Nnser politisches Programm beruht auf zwei Hauptgedanken: Oesterreichs StaatSidee muß die Freiheit werden; demgemäß sind die Grundrecht« zu erweitern «nd tz> »llständigen. Die staatsrechtlichen Streitigkeiten sind durch in öglichste Nachbildung deSBundeSvßrhält-seß dernvrdamerieanischen Union auszugleichen; in diesem Rahmen kann daSParlament, welches die GruMageOefter« »ist und bleiben muß, in seiner vollen Bedeutung gewahrt, der provinziellen Autonomie aber der weiteste Kreis gezogen werden Im In- und Auslände wird unser Journal von den liberalsten Männern unterstützt. Unsere Gorrespondenzen und Telegramme aus allen hervorragenden Städten der Moimrchie und des Auslandes kommen aus den be« ktesten Quellen. Im nationalökonomischen Theile stnden unsere Leser ein fortlaufendes Referat und eine eingehende unabhängige Krttt? über alle kigeu Vorkommnisse auf dem Gebiete der BolkSwirthschaft. Unser Streben ist dahin gerichtet, die Besitzer voll Staats-, Bant«, LooS» und Industrie« leren über alle auf die Eourse respective auf die Erttägnifse der obigen Papiere Einfluß nehmenden Momente rechtzeitig zu unterrichten. Im mereaw II Theile wird die Geschäftswelt über die Lage der i»^erreichifchen und aller wichtigen auswärtigen Märkte stets au« sachkundigen rn (sowohl brieflich als telegraphisch) in prompter und verläßlicher Meise im Laufenden erhalten. Eine besondere Rubrik widmen wir den beiden ligsteu Zweigen dtt eigentlichen volkSwirthschaftlichen Produktion, der Bodenkultur und der Industrie, deren Interessen wir auf daß wärmste z« eten und deren Fortschritte wir auf das genaueste zu verfolgen bemüht sein werden. Im Feuilleton arbeiten die ausgezeichnetsten Schriftsteller Deutschlands mit: August Becker, Karl Beck, Bodenstedt, Bixichvogel, L. Eckart, ttcker, Gottschall, HacklSnder, Georg Herwegh, Paul Heyse, Ernst Aossak, Louise Mühlbach, Louise Otto, Elise Polko, Max Ring, Keodsr Wehl u. s. w. Im At«ndblatte erscheint ein neuer, großer Original-Roman von Friedrich Ger st Acker: „In Mexico", in welchem der Verfasser, l'aud und Leute auS eigener Anschauung kennt, die Ereignisie des Kaisen-eichS in meisterhafter Weise schildert. Sobald wir tzen Abdruck dieses Werkes beendigt, bringt die ,,TageS-Presse" den neuesten historischen Roman von Louife Mühlbach „Ksissrbui'A uncl LnAolsbunA" Kaulpf zwischeil Staat und Kirche in den Zeiten Kaiser Iose^ II. — er gibt ein treffliches Bild uliserer eigenen Kämpfe. Louye Mühlbach hat deil s mit wahrer Begeisteryug, mit eintr glvhenden An^ftpdung fitr daS Ringen der Gegenwart »tm geistige Freiheit bearbeitet. Aber sv vollkrkftig in dem ^ auch der große, leitende Gedanke zum Auß^<^ hommt, so hat die geistreiche Verfaffenn doch keinen Augenblick lang vergeffeu, daß ein No>nan svannßnd und iuteroffant sein muß. Au isdem ^nntage brilM die ,>ZageS-PresiK" eine Separat-Beilage: ^»lMscht Framn-Zeiwnz" tltend: Die polittscheu Ereignisse dy Woche, Mittheilungen über die Frauenbewegung in Europa und Ameriea, Aufsätze ilber Kinde.-Er-lng, GesundheitS. und Schbnheittpflege, V»«gi»al-Mode.Gerichte aus Wieu, Berlin und Paris und Novellen der namhaftesten r Deir ErMutig von U. ^ekländer: „gm Damencoup^" folgt eine Novelle von Elise Polko: „Leonore" u, s. w. HrSmmlerstlons 'Dedmgimgen: Die „TÄges-Presse^' Morgen- und Abendausgabe nedst der SonntagS-Beilage: „Politische Arauen-Hettung" ?sfkt mlt ein» ltser Postversendung lMziahrig ZV si., halbMlg 10 fl., vierteljährig b fl.; mit zweimaliger Postverseuduug ganjiährLg 24 halbjährig i, tz sl. Die Administration der „TageS Presse", Witt, II. LeM, <0l0lL«»Mlst I ^ »ckOWW» ^Acht« H«t »i ^ > > " ^»W»» MWW»^ l ? PramnverationsgÄder: wie», ^ k II. övttrt. L. Sb Me Administration kCT „Tages-Presse"