^52. Kamstag den 29. December 1832. Keue Vnweckungen in ver Awelsderger Osrotte. Mitgetheilt aus einem Schreiben aus Adeliberg.) >^»m 2i. December Nachmittags ging unser hoch-Verehrter Herr Krcishauptmann, Graf v. Brandis, mit einer Gesellschaft in die König- Ferdinands . Grotte mit der Absicht, die noch nicht bekannte Seiten-Grotte, welche scu der Anwesenheit Sr. kaiserlichen Hoheit des durchlauchtigsten Erzherzogs Johann, seinen Namen führet, zu durchforschen; mit Anwendung einer Leiter, um die beschwerlichen P.'ssagen jzu überschreiten, ist das nicht sehr entfernte Ende derselben erreichet worden; die schönsten und weißesten Stalaktiten boten sich dem Auge dar, vorzügliche Erwähnung aber verdienen drei neu eindeckte Vorhänge, welche über eine Klafter lang und zw2L Schuhe breit, aus der Seitenwand her-' vortreten, von .blendender Weiße sind, und am äussersten Rande eine Bordüre von 5 bis 7 verschieden farbigen Bändern haben; das Ganze ist transparent, und spielet die Farben im zartesten Brillantenlichte. Dieß zum Vorgeschmäcke für kommende Grottenbcsucher. H. Ner Kturj vcZ NoMergcs. (X«i dem liebliche meiner Schweizcrrcisc mitgcthcilt von Di>. O, A. U ) Beschwerlicher als das Hinaufkommen, obfchon »on k«rzer« Dauer, war die Rückkehr von den Höhen des Rigi, die ich allein, nur von meinem Führer begleitet antrat. Da ich dabei den Hauptzweck hc.tte, den Sturz dcs Noßbergcs in seinen Folgen zu besichtigen, so nahm ich den Antrag, mich den nächsten Weg zu fülnen, gerne an. Allein die Gefahren, die ick dabei zu überstehen batt^, machten mich in der Folge oftmal die Annahme bedauern. Dieser wenig betretene Bergsteig führte bald über Felsen und Klü-f-^?, bald über Strecken losen Sandes und Abgründe vorüber, wo der erste Fehltritt mit Tod drohte. Unbeachtet meiner Bangigkeit konnte ich mich des Lachens doch nicht erwähren, als mich mein Begleiter damit trösten wollte, daß wir in der Obhuth des Berggeistes ständen, der besonders fremde Reisende in Schütznehme. Ermaltet und müde, lagerte ich mich endlich au-f einer der untern Anhöhen des N i g i, wo ich die ' Trümmer des Roßbcrges übersehen konnte. Was ich, theils aus.dem Munde meines Leiters, theils aus den Mittheilungen von Augenzeugen, über dieses merkwürdige Ereigniß erfahren konnte, will iä in Kürze mittheilen: Das Thal von Art und Ooldau, von mehr als 6W friedlichen Einwohnern, in vier kleinen Dörfern, G o Id au , Vu singen, Nöthen, und Lowerz bewohnt, war bis zum zweiten Herbst? mo»at des Jahres 1806 eines der fruchtbarsten und schönsten Gebirgsthäler der Schweiz. Der lleine La ' wcrzersee vermehrte das Mahlerische der Landschaft' die zablreich von Fremden besucht wurde, welche den freundlichen Fußpfad von Zug her über Art nach den Gefilden von S cl, w y z. odcr nach dem frommen Pilgerlande Einsiedeln wanderten 5>er Rigi Ruffi und dcr Steinerberg umgeben diefts' Tbal, drei der höchsten Nagele. Felsen, nicht bloß der Schweiz, sondern u 6ellH V^Inill^ia ecl ^.Idani»; eine römische Kupfermünze: (^nn2wntiu5 sei. teinp. re^. 102,2.) Se. Excel!.-Herr Freiherr von Erbe rg, cine Möve nebst 30 kr. für das Ausschoppen. 1023.) Herr Custos Freier, eine Ratte, ein« Maus,' einen Frosch und einen Maulwurf ausgeschoppt. 1024.) Herr Georg Paik, Lithograph, die ^s^ 209 - 210 vu llMl'i-icana.. wie selbe diefts Jahr in?ustthal blül'-t,, dann die Ansicht des Schlosses Lueg in Krain von ihm lichographirt, und bei Äosalia Eger gedruckt. 102I.) Herr Raimund Mclzer, Doctor der Me^ dicin, seine Disslütalio illgu^ai^HÜä l^«^lca ciica 1026.) Herr Ignaz Kurter von Vrcinlstcin, diri-girender Cameralralh, einen Helm eines römischen Centurio, welcher im Ichre 1311 in der untern Stey-»rmark, nebst andern, welche sich in der Ambraser-Sammlung und im Ioaneo befinden, ausgegraben wurden zwei Pfeile haben denselben durchbohrt.— Ein sehr altes Kampfschwert für zwei Hände und einen eisernen Fehdehandschuh. 1027.) Herr Franz Wutscher, eine sehr alte Nadbüchse, wohl erhalten, welche ein äusserst kleines Vley schießet, das Schloß ist mit Verzierungen überfüllt, darunter eine gräfliche Krone, unter welchen die Buchstaben erscheinen 3. A. k , der Schaft ist mit feinem Schnitzwcrk gezieret, auf dem Laufe stehet: gi-^vii^t. 1028.) Der Unterfertigte hat nunmehr alle Naturalien, welche er für jetzt für das Museum bestimmt hat, übergeben. Aus dem gemachten Abschlüsse ergibt sich, daß an ein- und vielschaligen Conchilicn 1229 Stücke an Schaustücken ....... 185 » an zweischaligcn .......603 » an Schaustücken....... 2^ » zusammen . . . 2161 Stücke dem Museum von mir übergeben wurden. An kleinen »in- und zweischaligen Conchilicn, unter der Größe eines Zolls habe ich Neunhundert verschiedene Arten, wovon, oft 8 bis 10 Stücke von einer Art sich vorfinden, übergeben. Ferner an Versteinerungen vierhundert dreißig »cht Stücke. — An Madreporcn, Corallen, Zoophi' ttn ein und vierzig Stücke, — An Tropfsteinen von «»lsgezeichneter Form, worunter zwei Säulen von scchs Schuh Höhe sind, habe ich einhundert fünfzig Stücke, ungerechnet die beträchtliche Anzahl, welche zum Behufe des Tausches dienen sollen, übergeben. Die Mineralien habe ich bishcr, wegen Mangel der erforderlichen Zeit, noch nicht vorbereiten und übergeben können, wodurch die Geognosie unsers Vater' landes eine nicht unbeträchtliche Vermehrung erhallen soll. . Ich schließ? hiermit das diessjährige Verzeichniß der Beiträge, und füge selbem die Bitte an alle Gön' ner und Gö'nncrinncn des Museums bei, dasselbe auch im kommenden Jahre mit gütigen Beitragen unterstützen zu wollen, indem es wirklich schon eine Zierde unserer Vaterstadt geworden, und von Reisenden besucht, und mit Auszeichnung erwähnet wird. Laibach den 27. December 1832. Fra.nz Graf v. Hochenwart. M i s c e l l e. In Siam gibt es einige besondere Schlanglngat<' tungen. Zu den sonderbarsten gehört die Peilschen-schlange, von den Einwohnern »N a gu - S in g« genannt,, welche, sobald sie einen Menschen oder ein Thicr erspäht, sich in einen Reif zusammenringelt, und wenn sie ihr Opfer erreicht hat, demselben einen gewal> tigen Schlag mit ihrem langen Schweif versetzt. Ei' nc andere Schlange ist die Nag u - S a m e l ang , de-ren Gift einen tödtlichen Schlaf verursachet, wenn man den Gebissenen nicht dadurch wach erhält, daß man ihn im nerfort Bewegung machen läßt. Sie stürzt sich senkrecht ins Wasser und erscheint ausgestreckt wie ein Pfahl auf der Oberstäche. Während der Negen^ zeit und bei Uebevschw'emmungen sind die Schlange»» in diefem Lande besonders häufig. Einige kriechen auf Bäume, um sich vor dem Wasser zu schützen, und es gewährt dann einen gräulichen Anblick, einen VauM seiner Blätter beraubt und mit diesen Reptilien uM-ringelt zu sehen, die sich nach den verschiedensten Rich' tungen hiV bewegen. Mohe, Mnädige, ??erchruttSswürdige! Vom Dankgefühle durchdrungen, für das bei meiner Einnahme den 27. d. M. mir erwiesene Wohlwollen, statteich hiemit meinen wärmsten, innigsten Dank ab! Ich werde stets bemüht seyn, nach ^-l«ngler Gesundheit, mich ihr«r Huld und Güte würdig zumachen!' Ergebenste KctN'ittte Glis.' Yadlesky, Sängerinn des ständischen Thalers in Laib^ch' Nevatteur: H^r. Pnv. Meinrich. Vertt«"': H^nn; W. Evlcr v. Nleinmavl'