Nr. 232. Mittwoch, 12. Oktober 1W?. 106. Jahrgang. MtmcherMMtma. ______________^_______________ ^V"^ Amtlicher Mil. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums ^s Innern hat im Einvernehmen mit den betheiligten -Ministerien den Herren Karl Ignaz Hnber, Giuseppe ^ ^razia und Guido von Ton court in Graz ble Bewilligung zur Errichtung einer Actiengesellschaft "'tcr der Firma «Erste Bierbrauerei, und Malzfabrils-«ctiengesellschaft in Graz» mit dem Sitze in Graz er« !^'lt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Weil. Hur Convertiermtg der lrainischeu Gruud-eutlastungsschllld. Aoiu Landtagsabgeordneten Dr. N. Moschö. II. ^ Diese durch die Publicistik bekannt gewordenen ^andtagzbeschlilssc veranlassten die Unionbank in Wien, ulh mit dem krainischen Landesauischuffe in Verbiu-?"ug zu sehen. Das Resultat der gepflogenen VerHand. "lqen war ein von der Unionbauk gestellter Antrag, "ach welchem zur Einlösung der Gruudeutlastungs-^o 'qatwnen und zur sofortigen Tilgung der Grund» i "A""Ns-Gesamm!schnld ein zu 4 pCt. verzinsliches, h^ Jahren amortisierbares Anlehen in der Höhe m .276 600 fl. aufzunehmen wäre. Dir jährliche rrzllchlnqs. und Amortisierungsquote dieses Anlehens I0v ^ 214 872 fl. 66 kr. und würde durch eine direr?' ^^" 16proc. dermalen) Umlage auf die bekp^" "^ 20proc. Umlage auf die indirecten Steuern lws^. Resultat einer vorgeschlagenen Abrechnung nen m ^"°^ ""b 2and. rücksichtlich ihrer gegenseiti-u n "Nsprilche und Forderungen, wurde sich eiu Iahres-1»?^ """ 136427 fl. vom l. Iäuuer 1888 bis «>) ergeben, deu der Staat dem Lande, nachdem ^e seine Ansprüche im Verrechnung«, h^k beglichen worden sind. noch zu bezahlen tier ^"chbem die jährliche Verzinsung- und Conver-^ .""^Piotr durch die verringerte Landesumlage ge« ^^ ^ürde. so verbliebe obiger Betrag von jährlichen liin ^' ^" ^"'"' Verfüguug des Landes nnd "lne anderweitig verwendet werden. A„l ?^ Uuiouliant schließt ihren Antrag mit der ^Whlung der Vortheile dieser Transaction. als welche sie folgende anführt: a) Das Land erlangt einen frei verfügbaren Betrag von 130 427 fl., respective ein Capital von 880 000 fl. abzüglich der Coupoussleuer, also in jedem Falle 800000' fl.. k) es erspart von Umlagen auf die directe Steuer 6 Procent per Jahr während der Zeit von 1888 bis 1907, welche in der Höhe von approximativen jährlichen 84000 fl. anderen Zwecken zugeführt werdeu können. Aus diesem in seinen Hauptzügen mitgetheilten Projecte ist zunächst ersichtlich, dass von fachmännischer Seite die in der Broschüre «Die lrainische Grundent-lastungsschuld» niedergelegte Conoertierungsidee aufgegriffen und zu einem Projecte verarbeitet worden ist, das nicht nur in keinem Widersprüche steht mit den Ausführungen dieser Broschüre, sondern vielmehr als eine fachmännifche Weiterbildung der darin nieder» gelegten Ideen erscheint. Denn, um nur ein Beispiel anzuführen, selbst die Abrechnung mit dem Staate ist bereits in dem Plane der Broschüre vorgesehen gewesen, indem nach demselben da« Land bis zum Jahre 1895 die verzinsliche Aerarialschnld nebst rückständigen und laufenden Zinsen im Betrage von I 033815 fl. 2 kr. durch Compensation mit einem äquiva» lenten Theile der fällig werdenden, nicht rückzahlbaren Vorschüsse und Annuiläteu des Staates von jährlichen 238 827 fl., also im ganzen für neun Jahre von 2 143 443 fi. begleicht, so das« der Staat anstatt dieser Gesammtsummc vou 2 143 443 fl. nur 2 143 443 — 1033 815 fl. 2 kr. -- 1109027 fl. 98 kr. bar leisten soll. Die Begleichung der unverzinslichen Aerariol« schuld vou 1037 811 fl. 40 kr. wurde hingegen um slebcn Jahre hinausgeschoben, so dass die Rückzahlung anstatt im Jahre 1907 erst im Jahre 1914 erfolgen sollte, und dies geschah, um jenrn zu genügen, die den Gruudsatz aufgestellt halten, dass man eine unverzinsliche Schuld nicht genng spät zurück-zahleu köune und sich noch anderen, hier nicht weiter auszuführendeu Hoffuungen rücksichtlich dieser Schuld hingegeben hatten. Allerdings mnsste sich bei Prüfung dieser Aufstellung jedem commerciell gebildeten Manne sofort die Frage aufdrängen, ob es nicht zweckmäßiger wäre. diese mit der Rückzahlung im Jahre 1914 ausstehende unverzinsliche Forderung von 1037 811 sl. 46 kr. auf ihren commerciellen Wert zu redncieren. der circa 300000 fl. betragen würde nnd im Compensations- Wege mit der oben ausgewiesenen Barschuld des Staate« von 1 109 027 fl. 78 kr. zu begleichen wäre, wornach sich ein Saldo zugunsten des Landes von circa 800 000 Gulden ergeben würde. Es muss constatiert werden, dass man zu diesem Resultate auch nach den Aus« führuugen der Broschüre gelangt, und dass dieses Resultat einerseits die Richtigkeit der Aufstellung der Unionbank beweist, anderseits aber auch, dass der Con« vertierungsplan der Broschüre, anlangend die Abrechnung mit dem Staate, congruent mit dem Plane der Unionbank verläuft. Wer.n das oben erwähnte Blättchen sich dies-bezüglich dahin äußert: dass man ans den Berechnungen der Unionbank beiläufig ermessen könne, welch' riesiges Geschenk «das Land dem Staate gemacht hätte, wenn dessen Forderung im Sinne der im vorigen Jahre veröffentlichten Broschüre,Die krainische Grundentlastungs« schuld zu tilgen beschlossen worden wäre», so kann zur Rechtfertigung dieser ganz unmotivierten Behauptung nur der mildernde Umstand des allzn geringen Verständnisses angenommen werden. Die Abrechnung mit dem Staate und die com-mcrcielle Bewertung der gegenseitigen Ansprüche, auf den 1. Jänner 1888 zurückgeführt, find Detailaus' führuugen. mit denen sich die Broschüre, die lediglich die Anfrollnnq der Conoertierungsfrage zum Zwecke halte, nicht befasst hat; hiebei muss aber doch betont werden, dass trotzdem auch der Broschürenplan als Compensation obiger 1033 815 fl. 2 kr. und Verzicht auf die verzinslichen Vorschüsse im Betrage von 641441 fl. 52 kr. eine Minderleistung des Staates an das Land von bar 1675 256 ft. 54'/, kr. beantragt, was dem aufmerksamen Leser gewiss nicht entgangen sein wird. Jedenfalls sind die diesbezüglichen Vorschläge der Unionbank außerordentlich schätzbar und erleichtern die Convcrtierungs-Durchführiing. Gestützt auf die authentischen Daten des Landes» ausschusses und im Vertrauen auf die Richtigkeit der Berechnungen der Unionbanl mögen nun nochmals die Vortheile erwogen werden, die dem Lande aus einer solchen Transaction erfließen können, und die Opfer beurtheilt werden, die es dafür zu bringen hätte. Es wird in dieser Hinsicht auch von Lenten, die der Convertierung nicht günstig gesinnt sind, zugegeben, dass dieselbe dem Lande sofort Mittel zuführt, über welche dieses heute nicht zu verfügen in der Lage ist. Die Bedenken, die diesfalls von jenen Leuten erhoben Imilteton. Lose Blätter. i. Das Wölkchen. bimn?? ^ im duftigen Grase, das Antlitz gen löst? senH"' mit halb geschlossene., Augen, iu der des?" Trägheit uicht des Schlafes, aber'doch schon Mtl,i7s?">!"^ -^ und rauchte. Was aber meine Pfeife t>ez W , "" "eoer französischer Tabak noch jener I,in°i„ ^"laiides. Nem. ich hatte meine Erinnerungen die N """' ""^ Hoffnungen, die Küsse von gestern, stillen '^ ^°" 'uorgen. alle Träume, die sich uie er. drn m lene. die vielleicht doch zur Wahrheit wer- ' ^'"e ganze in Chimären schwelgende Seele. , und aus der Pfeife quoll eiu Rauch, der aufstieg breite s-" ^" uud höher aufstieg uud sich aus» Ich 5"' /lch verflüchtigte uud schließlich nicht mehr war. ^a„n ^ c^ niir selber: So eudeu meine Träume. Mela, ^ Memmen '"eine Gedanken, uud ich schlief slrant? ^ ""' Als ich die Lider wieder öffnete, Hur»».., ^H'"'"el im hellen Mittagssonuenglanz. den h " ""?, Noldig erhoben sich leichte Wölkchen in ""»uen rlether. '"s'a. a!m5, b"""ter, das weniger glänzend, sanfler, ""b leicht wie ein Hauch war' !"'" aber tt - ^ vor alleu anderen. Es stieg langer ftaradiN ""^' ^ verfolgte seinen Aufstieg zu 'ebte ez Aschen Strahleiikrone der Sonne; und ich "ne WH-'.. «We es, deun ich wusste, dass dies "Nlchen aus dem Rauch meiner Pfeife eulstan» den war, aus dem Rauch der Pfeife, in die ich meine Erinnerungen, meine Hoffnungen, meine Träume, meine gauze Seele gethan hatte! !,. Der Pfeil, der Fittig und das Herz. Meine kleine Freundin ist jüngst eine Wette ein» gegangen, und. ach, sie hat sie auch gewonnen. Ein Bogenschütze sprach: «Von allen raschen Pfeilen ist meiner der schnellste. Ein Augenblick nur und er gelangt vom Bogen zum Ziel! Nichts ans der weiten Welt gleicht ihm an Schnelligkeit.» Meine Freundin lächelte geringschätzig uud schwieg. Eine Schwalbe sprach: «Von allen hurtigen Flügeln ist meiner der flinkste. Keine Secxnde brauchts, und ich durchstiege die Ebene. Nichts unter der Sonne vermag sich mit mir an Schnelligkeit zu messen.» Meine Freundin zuckte spöttisch die Achseln. «Wie.» fragte der Bogenschütze, «du kennst etwas Rascheres als meinen Pfeil?» — «Wie.» fragte der Vogel, «du kennst etwas Schnelleres als meine Flügel?» — «Ja.» — «Nein!» — «Nein!» Sie schlössen eine Wette ab nnd bestimmten einen Tag zur Probe. Aber weit eher. als der Pfeil sein Ziel erreichte, viel rascher, als der Flügel das grasige Ende der fernen Ebene streifte, war das Herz meiner Freuudiu von unserem gemeinsamen Glück zu ueuer Liebe entflohen, von der es auch schon wieder enteilte. III. Freul, dcs Glück. Das Schöne am Glücke anderer ist. dass man daran glaubt. In einem fernen, fernen Lande, wo noch die Feen im Mondschein am Waldesranb ihren Reigen aufführen, sah einst ein armer, zerlumpter, alter, hässlicher Geselle — ein trübseliger, schwachköpfiger Bettelmann, einen hohen Herrn in einen Palast eintreten. Der Herr war in Vrocat und Gold gelleidet, denn niemand glich ihm an Reichthum, und der Palast erstrahlte im Sonnen» schein vor prachtvollem Edelgestein. Der arme Teufel dachte bei sich. dass er wohl recht glücklich wäre, wenn er an der Stelle dieses reichen Mannes sein könnte. Und da ihn gerade zuvor eine Fee auf der Laudstraße mit einem Talisman be» schenkt hatte, so hatte er den Wunsch kaum ausgesprochen, als er auch scho» selbst dieser reiche Edelmann war. Aber schon nach wenigen Tagen ward er so sehr grquält von der Furcht, dass Gauner bei ihm eindringen und seine Schätze rauben könnten, so beunruhigt durch die Betrügereien seiner Haushofmeister und die Ansprüche seiner Erben, dass er sich für den unglücklichsten aller Menschen hielt. Als er so erfüllt von Sorgen durch eine Allee seines Waldes spazierte, da sah er eine» jungen Land-mann. der ein hübsches junges Mädchen an der Hand hielt. Diebeiden sprachen leise miteinander; ste liebten sich, unendliche Glückseligkeit sprach aus ihren Augen. Wenn ich an Stille dieses jungen Burschen ware, der hier mit seinen, Liebchen lustwandelt, sicherlich, mir bliebe nichts zu wünschen übrig! Und kraft seines Talismans wurde er selbst der liebende Jüngling. Aber nach wenigen Wochen ward er von der Herz-liebsten betrogen, er sah sie mit denselben Lippen, mit denselben An'gen, die er für so treu und wahr hielt, anderen zulächeln, und erkannte, das« kein Mißgeschick dem seinen gleich käme. ^Macher Zeitung Nr. 232. 1906 12. Oktober 1637. werden. sind dagegen folgende: 1.) Es fehle an einer sofortigen nützlichen Verwendung für diese Mittel, und 2.) die künftige Generation müsse die plötzlich hereingebrochene Abundanz umso theurer bezahlen. Es klingt zwar unglaublich und geradezu un« geheuerlich, dass das Land Kram seine Ueberschüsse heute noch nicht nützlich und productiv verwenden konnte. Doch es möge dieser Standpunkt, so unrichtig er ist. festgehalten werden, und es möge nur gefragt werden, ob die einfache Hcrabminderung der Landesumlage zur Dotierung des Grundentlastuug Mondes nicht allein schon ein solcher Vortheil für das Land wäre, dass es zwingende Pflicht für jeden Patrioten sei, alle seine Kräfte der Erreichung diefes Zieles zuzuwenden. Nehmen wir z. B. die Großcommune Laibach und forschen wir nach, welche Folgen eine solche Umlagen» Verminderung für sie hätte. Laibach zahlt an directer Steuer circa 400 000 fl. jährlich. Würde die Landesumlage von 16 M. auf 10 M. erniedrigt, so käme auf Laibach eiue Herabminderung der Umlage von circa 24000 fl. jährlich; hiemit könnten aber. ohne dass man die Steuerträger der Stadt Laibach mehr belasten würde, in einigen Jahren eine neue Schule und in weiteren Jahren die zur Assanierung der Stadt so nothwendige Canalisation gezahlt werden. Aus diesem Beispiele, welches für alle Gemeinden des Landes gelten kann, ersieht man, dass man durch Herabminderung der Grundentlastungsumlage die so hart mitgenommenen Gemeinden des Landes kräftigen könnte, ohne deshalb die Steuerträger mehr zu belasten. Das glauben wir, wäre sicherlich eine nützliche und productive Verwendung in einer Zeit, wo die unerschwinglichsten Anforderungen an die Gemeinden gestellt werden. Politische Uebersicht. (Riegers Interpellation.) Aus Wien schreibt man unö unterm Vorgestrigen: Während der Deutsche und Deutschöstcrreichische Club sich erst mor-gen. unmittelbar vor Wiederaufnahme der Sitzungen des Abgeordnetenhauses, versammelt, hielt der Czechen. club schon heute abends unter Vorsitz Dr. Rirgers eine Berathung ab. die erst in vorgerückter Stunde schloss. Zu derselben waren 38 Mitglieder des Clubs, darunter die Mährer, vollzählig, hingegen nur vier Großgrundbesitzer (Graf Richard Clam. Graf Belcredi, Graf Kinsty und Freiherr v. Nadherny) erschienen. Den Gegenstand der Discussion bildete der Mittelschul-Erlass, und wurde beschlossen, in dieser Angelegenheit morgen zu Beginn der Haussitzung eine Interpellation an den Unterrichtsmiuister einzubringen. In der diesem Beschlusse vorausgegangenen bewegten Debatte war auch vielfach die Ansicht vertreten worden, nicht sofort die Interpellation zu überreichen, die Majorität entschied aber schließlich im gegentheiligen Sinne. (Das Sternbergcr Meeting,) welches von den Vrünner Anhängern des deutsch-österreichischen Clubs veranstaltet worden war, um die stark deutschnational angekränkelten Wählerschaften Nordmährens wieder auf den Pfad der Tugend zurückzuführen, ist Sonntag unter allen Anzeichen eines fchönen äußern Erfolges in Scene geseyt worden. Herr Dr. Sturm erstattete den Bericht über die politische Lage in einer groß angelegten Rede. Dr. Sturm, dessen ziemlich maßvoll gehaltener Speech wieder den klugen Partei« diplomaten verrieth, suchte deu eigentlichen Eroberungszweck der Versammlung mit tief empfundenen Mahnungen zur Einigkeit der Opposition zu verschleiern; der etwas temperamentvollere Dr. Promber jedoch konnte sich nicht enthalten, einige Seitenhiebe zu führen gegen die lieben deutsch-nationale» Freunde, welche in Nordmähren den Deutschösterreichein sc> bedenklich ins Gehege gegangen waren. Abgesehen davon jedoch war der ganze Verlauf del Verhandlungen von einer recht salbungsvolle» Eiuigkeitstendenz durchweht. Eine trau» rige Folie zu dieser Tendenz bildete freilich das absichtliche und bereits früher angekündigte Fernbleiben der Deutsch-nationalen. Ob und iuwieferue nun der eigentliche Zweck des Meetings der deutsch-nationalen Invasion in Nordmähren Schranken zu setzen, erreicht worden ist, das muss abgewartet werden. Vorläufig beantworten die deutsch nationale» die Mahnung zur Einigkeit damit, dass sie iu Brunn ein — Gegemueetiug veranstalten. (Das Abgeordnetenhaus,) welches gestern seine Thätigkeit wieder cmf»ahm, weist in den Reihen feiner Mitglieder einige Veränderungen auf. da infolge von fünf Todesfällen uud acht Maudatsuiederleguugeu dreizehn Ersatzwahlen nothwendig wurden, welche bis auf vier bereits vollzogen sind. Als »eugewählte Abgeordnete werden erscheinen die Herren: Professor Blazek (Prag Altstadt). 1^. Vuliö (Landgemeinden Sign), Ritter von Cienski (Großgrundbesitz Stamslau). Dr. Krauß (Städtebezirk Krumau), Graf Leopold Lazansky (Städtebezirt Pisek). August Lewakowski (Landgemeinden Iaslo), Mniszek (Großgrundbesitz Zolkiew), Graf Wolkeustein (Großgrundbesitz Böhmen) und Niemczy« nowski (Handelskammer Lemberg). (Das ungarische Abgeordnetenhaus) hat seinen Adress-Ausschuss gewählt und sodann seine Thätigkeit bis zum Einlangen des Ausschussberichtes eingestellt. Der Ausschuss hat bekanntlich den Grafen L. Tisza zum Vorsitzenden uud M. Fall zum Nefereu-ten gewählt. Selbstverständlich werden nun auch die Adress-Ausschüsse der beiden großen Oppositionsparteien sich eingehend mit ihrer Aufgabe beschäftige». Nach dem «Egyetertes» wird die Ädress'Debatte am 15.. spätestens am 17. d. M. beginnen. Dasselbe Blatt will wissen, dass der Ministerpräsident am 18. d. M. den Budgetvoranschlag dem Abgeordnetenhause unterbreiten wird. (Zur Eutrevue von Friedrichsruhe) trägt die «Kreuzzeitung» eine aus diplomatischen Quel« len stammende Mittheilung nach. laut welcher Graf Kälnoky von Crispins Ankunft in Friedrichsr,che und der Veranlassung hiezu schon vorher und von den Abmachungen daselbst jedenfalls bereits unterm 4 Oktober in allen Einzelheiten in Kenntnis gesetzt war. Betreffs der bulgarischen Frage habe sich Crispi der Anschauung angeschlossen, dass nach dem Berliner Vertrage die Thronbesteigung des Prinzen Ferdinand von Coburg ein illegaler Act gewesen sei, welcber einer Correctur oder Remedur bedürfe. Letztere sei aber im Inten sse des allgemeinen Friedens nur auf dipwmatischfm Weqe, von keiner Seite her unter Anwendung kriegerischer Maßnahmen herbeizuführen. Wenn Prinz Ferdinand völlig geordnete Verhältnisse in Bulgarien innerhalb der Zeit herbeizuführen vermöge, welcher der Eintritt vollständiger Uebereiustimimmg zwischen dem Zaren u»b der Pforte voraussichtlich noch bedürfe, so habe er Aussicht, es zu eiuer thatsächlichen Anerkennung von Seite der Machte zu bringen. (Aus Berlin) wird berichtet: Nachdem sä'mmt< liche Minister, mit Ausnahme des Fürsten Viümam. Hieher zurückgekehrt sind. beginnen nunmehr die Gr' sammtsitznngen des Ministeriums zur Vorbereitung ^ legislatorischen Materiales für den Landtag. Uelier den Antrag Preußens beim Bundesrathe, betreffend t»en Termin für die Berufung des Reichstages, wird del Reichskanzler nach dein Stande der Vorarbeiten zu entscheide», haben. Dass der Reichstag im NoveM' ber einberufen werden wird, ist seit Wochen beschlosst Sache. (Bulgarien.) Die bisher vorliegeude» Naa> richten über das Ergebuis der bnlgarischeu Wahlen stelle,, einen großen Sieg der Regierung in Aussicht Iu Sofia, wo der Wahlact, Dank den getroffenen Vorsichtsmaßregeln, ordnungsmäßig verlief, ist dir Mhr< heit der Regierungspartei eine erdrückende geweici', s" zwar, dass selbst anf Radoslauov nur eine verschlvin' dend geringe Stimmeuzahl entfiel. Der VerliindiculNU des Wahlresnltates iu der Hauptstadt folgten lebhafte Ovationen, welche dem Fürsten und dem Ministerprä' sidenten Stambulov dargebracht wurden. Nicht so glatt verliefen die Dinge außerhalb der Hauptstadt; es lve» den aus einer Reihe von Ortschaften blutige Mlse-reieu gemeldet. Der Regierung ist in dem nenen So' branje eine große Mehrheit gesichert. Dies war vor-auszusehen, lind auch anf Raufereien war man qefM, seitdem es bekannt war. dass die Cankovisten sich,^ Wahl nicht enthalten würden. Man muss jetzt den Bericht über das Gesammt.Resultat abwarlen, das aber schw^ lich so geartet seiu wird, u:n in Pelelsburg eine freund-liche Stimmung zu wecken. (Frankreich.) Iu Paris treten aiigenl'lilkll^ alle politischeu Ereignisse vor der Affaire Cafsnel lN den Hintergrund. Man erzählt sich uuülll.hi, Mlieral Caffarel habe den bekannten Mobilisier,ingsplan aN Aubanel hinausgegeben, um als Anhänger Bmi!«»^ die Action des derzeitigen Kriegsministers Fenoü bloß' zustellen. General Graf d'Andlau. der unter deu CoM" plicen Caffarels genannt wurde, erklärt nun im <^. tin», dass er mit Caffarel nie etwas zu schaffen geha^ habe. und verwahrt sich gegen die gehässigen AlM"-digungen. Die «Rchubliqne Francaise. meldet, der iM bilmachungsplan sei in der letzten Periode Boulangels in Caffarels Händen gewesen. Ferron habe ihm deN' selben sofort nach seinem Eintritt in das Ministerium abnehmen lassen. Im übrigen sei die Mitschuld Eal' farelö in der Sache Aubanel wegen Veröffentlich^ des Mobilmachnngsplanes so gut als erwiesen. East^ rel habe vier Mitschuldige, die noch verhastet werde müssten. (Marokko.) Dem Vernehmen nach sch'^ Oesterreich und Deutschland keine Kriegsschiffe ^ Tanger, da sie ihre Unterthanen in Marotko unter l> Schlitz Italiens gestellt haben. In Tanger leben lsv neu» österreichische Familie». Eine dieser Fanull steht wieder im internationalen Staatsdienste. In dumpfer Verzweiflung verließ er die Wälder, die Felder, wo sie lebte, sie. die ihn nicht geliebt hatte und nun nicht mehr liebte, und kam in eine große Stadt. Dort sah er einen lärmenden Vollsauflauf. Freudengcschrei ertöute. Man feierte den Ruhm eines Kriegers, der an der Spitze seiner Armee einrückte; das Antlitz des Heerführers strahlte unter^seinenWegreichen Fahnen. «Der von einem ganzen Volke bejubelte Trium-phator zu sei», das ist wahre Freude!» Und wieder wirkte der Talisman, und er ward zum ruhmbedeckten Krieger. Aber nach wenige» Monden war er so umstellt von Hass und Neid, so viele Verleumdungen bemühte» sich. seine Tapferkeit herabzusetzen, seine Ver< dienste zu leugnen; man drang ihm so unwürdige Ri» valen auf. dass ihn ein Ekel vor Schlachten und Verschwörungen überkam. Er verfiel in tiefe Melancholie! Beim Ueber« fchreiten eines mit Leichen bedeckten Schlachtfeldes fiel ihm die Leiche eines jungen Knaben auf, fünfzehu Jahre alt vielleicht oder weniger, ein Kind noch! Der arme Kleine war von einer Kugel getödtet worden, ehe er die falfchen Vergnügungen, die wahren Leiden des Lehens kennen gelernt hatte. Auf feinem bleichen, sanften Antlitz mit den klaren Augen und dem lächelnden Munde lag es wie uuendliche Glückseligkeit. Und der Mann, der ein reicher Edelmann, ein glücklich Liebender, ein siegreicher Feldherr gewesen war, er beneidete den Todten. Und weil der Talisman seine Macht noch übte. so wurde er wirklich dieser ju« gendliche Todte. Das war das einzigemal. wo er den Tausch nicht zn bereuen hatte. Catulle Mendes. Stolze Kerzen. Roman aus dem Englischen. Von Max von Weißenthuru. (6. Fortsetznng.) Bucu Rctiro. Welche Schreckensuacht! Den ganzen Tag über hatten drohende Wolken sich angesammelt, die am Abend endlich in strömenden Regengüssen uicdergienge». Der Wind tobte; es blitzte und donnerte, dass man hätte meinen sollen, das Ende aller Tage sei gekommen. Mitte» in diesem Unwetter fuhr ein Wagen auf der Landstraße dahin, dessen Pferde sich Plötzlich auf-bänulten und wie geba»»t stehen blieben, während des Kutschers Stimme mit ängstlichem Tonfalle rief: «Barmherziger Gott. das Wasser!» «Was ist geschehen?, fragte der Insasse des Wagens, sich ans demselben herauslehneud. Es war niemand anders als Karl Hmgrave, welcher vor drei Tage» Monaco verlasse» und min auf dem Wege nach Tirol den Brenner passiert hatte. «Hören den» der gnädige Herr »icht das Railschen des Flusses?» Karl horchte, und i» der TlM li.ß sich selbst durch das Heulen des Sturmes das Rausche» des Wassers vernehme». «Ich höre! Ist Gefahr Vorhände»?, «Gefahr! Es ist dies ein Nelunfluss der Etsch, welcher im Gebirge entspringt und anschwillt. Wir müsse» deu Weg längs d'sselbeu »ehmen. und das kann die denkbar größte Gefahr haben,» «Sie fürchte», der Fluss werde aus seinem "' treten und das Ufer überschwemmen?» «Ja, das fürchte ich!» ..^?, «Was lässt sich da thun? Können wir M""' «Unmöglich!» «Dann müssen wir also vorwärts!» ^.^ «Wenn wir können!» lautete die ominöse gegnung. .^< Ein erneuerter Blitz beleuchtete mit fahlem ^"^s die Gegend; man sah die schäumenden Wogen .^. Flusses/ welche schon über dessen Bett an das ^ geschlagen wurde»; der Donner rollte dröhnend fand sein lang nachhallendes Echo in den Bergel' Es war ein Moment, der selbst de» M"«)'^,,, erzittern mache» konnte. Da. ei» »e»er ^ Ach^i selbe» Moment stieß der Kutscher eine» laute» ^^, aus. Er hatte die Gewalt über die Pferde ^, lore» und diese rannten im schärfsten Tempo Flllsse zn. m,weqll"g Karl Hargrave wurde durch die rasche ^e'"» B in seinen Sitz znrückgeschleudert. ehe er bea"w ^,. was es sich handelte. Dennoch, trotz der hohe" "/^ blieb er ruhig. Er sah ein. dass jeder Versuch, ^,^, gescheuchte» Pferde zum Stehen z» bringen, "^a« gewesen wäre. sah ei», dass der Kutscher lclne mehr über die Thiere vesaß, . j.M'l' Und Blitz um Blitz flammte anf. "w ,^.,i Miter raste» die Pferde. Das Wasser an'"!' ^,tt einstweil«'» n»r bis a» die Knöchel, aber" ^^. das anders werden. An Bäume» und A"M>. ^ vo» der einen Seite die Straße bekreuzten, >-,^l Gefährt förmlich vorbei. Da — i» wilder ^" ertönte ei» »euer. lauter Schrei des Klitsches' , '.'lnbllcher Zeitunss Nr. !i32. 1907 12. Oltober 1887. Tagesnelligleiten. S.'. Majestät der Kaiser haben, wie die «dinner Zettmni. meldet, der Gemeinde Wiechnow zum Hchulbnue 200 si. zu spenden geruht. ^ (2 iterarischerCongress.) Im Universitäts-gewude zu Madrid ist vorgestern dnrch den Minister oes Afuftern, Mo,et, der diesjährig litermische nnd arti-MMie Cm.gress eröffnet wurden, dessen Hauptaufgabe die «ellmenmg und Sicherung der literarischen nnd arti-NNchei, Elgcnthunlsi echte ist. Den Mitgliedern des Con-glchrs wcn- von dcm Vereine der Madrider Schriftsteller und Klmstlrv ein glänzender Empfang bereitet worden, ^tern begleitete dieser Verein die fremden Gäste ans «neu, Ausflüge nach Toledo. Auch in den nächsten Tngen werde» zu Ehreu derselben mehrere Festlichkeiten ftatt-Mwen, heute Stierkämpfe, am l A. ei„ Ausslug nach dem ^urml, a,u 14. eine Festvorstcllung von Calderons «.mchter von Zalamea». - (Thierfangenbe Pflanze.) In letzter ^ett luurde eine neue Art des Thierfanges bei einer ein-yr'Mlscheu Pflanze wissenschaftlich beobachtet. Diese Pflanze 'It d,e Schuppenwurz (I^Unnc.-» «,,!lllmuria). die in schatten Laubwäldern auf Buchcnwlirzeln schmarotzt nnd ourch ihre blassröthliche Färbung und den Mangel jeg< uchen Grüus die Blicke anf sich zieht. Der unterirdische Stengel ist weiß uud mit schupftcnförmigen Blättern be-W. Jede Blaltfchuftpe enthält in, Innern kleine Hohl. ^aume, in diesen sind Drüsen, aus welchen sich Fäden yervorstrecken, wenn kleine Thiere in die Hohlräume ge-"ngen und mit den Drüsenorganen in Berührung kom-nen. Diese Fäden legen sich dem Eindringlinge an, und leier wird wie von Fangarmen festgehalten und ans^ »e^ Wass" watend, fand er Karl halb Nät^ ' »/'^"t>; ft'ne rechte Hand hielt eines dcr Mit großer Mühe gelang es dem Und? Kutscher, den jungen Manu hervorzuziehen bmuv k^!'s^ ^''b ä" weppm; wenn nicht ein so w. ^ ^"l)nen stch scili.r Brust zeitweilig entrungen. w.!.,"' 'h" sür todt gehalten haben, solltet .^ ?"cw der bestürzte Mann um sich; was erhebt - c ^"'^ Stimme so laut als nur möglich ^ucAei^w^.^"'"« ein Blitzstrahl die Gegend ^"M a l",An ^' brauchte nicht lange zu warten. des Blitzes sah er in etwa "'« lauN'ä t«".^!"''^ ""'" Vlad. der vom Wasser kwsf b snyrte. "llt> Mit der'^«"°^ '" der Nrust des braven Mannes YoMmg anch die Kraft. Seine stöhnende Bürde, so gut es gehen wollte, weiter tragend, legte er den jnngen Mann endlich an einer von den Fluten nicht zu erreichenden Stelle nieder und schickte sich dann an. Umschau zu halten, ob leine menschliche Behausung in der Nähe sei. Er sollte nicht enttäuscht werden; kaum war er etwa hundert Schritte weiter landeinwärts gegangen, als er auch schon ein Licht vor sich sah, das' offenbar aus einem menfchlichen Heim herüberleuchtete. Er be-fchlennigte seine Schritte, und der nächste aufleuchtende Blitz lieh ihn erkennen, dass das Licht in dem oberen Stockwerk eines malerisch alterthnmlichen. kleinen Schlosses brannte, das von einer Maner eingefriedigt war. in dcr sich eine eiserne Pforte befand, vor welcher der nächtliche Wandcrsmann stand, ehe er sich dessen versah. An der Wand unchertastcnd. kam seine Rechte bald mit dem Glockenzuge in Berührung, und der laute Schall der Glocke tönte mm nntmmlich durch die Stille der Nacht. Das Echo erstarb, uud immer noch herrschte tiefe Stille. Kam denn niemand? Er musste abermals tlin» geln. Hieng doch von rascher Hilfe ein Menschenleben ab. Halt, was war das? Nahte nickt ein Lichtscheu«? Ja, Schritte wurden vernehmbar; noch wenige Augen» blicke, und man sah die Gestalt einer alten Frau, welche offenbar der dienenden lLlafse angehörte, eilig herankommen. Ueber der weißen Haube und deu Schultern trug sie ein wollenes Tnch. in der Hand eine Laterne, welche spärlich den Weg beleuchtet?, auf welchem sie vorwärts schritt. Mit ziemlich barscher Stimme fragte sie in französischer Sprache, was der Fremde zu so vorgerückter Stunde begehre. In raschen Worten theilte er ihr mit, was sich zugetragen hatte, und lebhaft entfernte sich die Alte, um ihren Herrn herbeizurufen. Nach einer Weile ward die Laterne von neuem sichtbar, und dicsesmal kam die alte Frau nicht allein; zwei Personen begleiteten sie, die eine eine Hochgewach, sene, aristokratische Männergestalt mit grauen Haaren und feinen Zügen, die andere ein junges Mädchen, deren anmuthsvolle Formen selbst der weite, ihre Gestalt umhüllende Mantel nicht verkennen lieh. «Wo ist Euer Herr?» fragte der männliche Ve» gleiter der alten Frau. «Auf der Straße habe ich ihn niedergelegt!» er-widerte der Kutscher. «Der Verunglückte muss sofort hierher geschafft werden. Gehe in das Haus zurück, Sidonie,» wendete dcr alte Mann sich dem Mädchen an seiner Seite zu, «Nannette wird die Laterne tragen!» «Nein,» rief das junge Mädchen mit großer Ve-stimmtheit. «Nannette mag behilflich sein, den armen Verunglückten zu tragen. Ich halte die Laterne; o. bitte, zögere nicht! Komme, Papa, ich flehe dlck darum an!» «Golt segne Sie, Fräulein!» sprach beinahe un-willkürlich der Kutscher, als er sah, wie muthig das Mädchen, dem Sturme Trotz bietend, voranschritt, und er schickte sich an, der kleinen Gesellschaft den Weg zu weiscll,. Als man endlich an Ort und Stelle anlangte, befand Karl sich noch in der gleichen Lage. in welcher ihn fein Begleiter verlassen hatte; das nasse Haar hieng ihm in die Stirn, sein Antlitz war schmerz, verzerrt. Aorts. ^^^ Mibacher Zeitung Nr. 232. 1908 12. Oltober 18»?. Auge, Sinn und Verständnis haben, werden auch in ihren Arbeiten stets nur stilvolle Zeichnungen verwenden und nie unschöne, zweckwidrige Dinge verfertigen! Engelhorns Edition bringt nebst den Baudenlmalen aller Zeiten auch eine Reihe stilvoller Vorlagen aus dem Kunstgewerbe zur Nachahmung für Gürtler, Spengler, Kunstschlosser u. f. w. Außerdem findet die Frauenwelt die schönsten Motive. Das ganze Wert zahlt über 300 Blätter.__________ — (Hofnachrichten.) Ihre Majestät die Kaiser in wird sich am 14. d. M. von Ischl nach dem Schlosse Miramar begeben und nach kurzem Aufenthalte daselbst einen auf 14 Tage anberaumten Ausflug nach der dalmatinischen Küste machen. Se. Majestät der Kaiser wird sich am 14. d. M. nach Ischl begeben, um sich von der Kaiserin zu verabschieden. Ihre Majestät wird später auf Corfu einen mehrlagigen Aufenthalt nehmen, auf der Rückreise gleichfalls mehrere Tage im Schlosse Miramar verweilen und von dort nach Gödöllö abreisen. Ihre Hoheiten der Kronprinz Erzherzog Rudolf und die Kronprinzessin werden Montag, den 24. Oktober, in Graz eintreffen. — (Städtische Sparcasse in Laibach.) Wie verlautet, soll die projectierte städtische Sparcasse in Laibach ihre Thätigkeit mit dem 1, Jänner des Jahres 1888 beginnen. Die Amtslocalitäten werden sich lm Parterre des Magistratsgebäudes befinden. — (Der Vanus von Kroatien,) Graf Khuen-Hedervary, ist vorgestern in Wien eingetroffen. Das Erscheinen dieses Würdenträgers am kaiserlichen Hoflager steht unzweifelhaft im Zusammenhange mit der gegen den Banus und die kroatische Landesregierung gerichteten Manifestation des Agramer Gemeinderathes. Es ist nicht unwahrfcheinlich, dafs die Auflösung der Vertretung der kroatischen Landeshauptstadt schon in den nächsten Tagen erfolgen werde. In den magyarischen Kreisen dringt man übrigens Agram gegenüber noch auf weit schärfere Maßregeln. Einige Vudapester Nlätter plaidieren dafür, dass Agram überhaupt aufhöre, Landeshauptstadt zu sein, und die Verlegung aller Landesstellen nach Esseg decretiert werde. — (Ein gutes Rauchjahr) — bedeutet dies auch ein ergiebiges Erwerbsjahr, in welchem mehr verdient und deshalb besser gelebt, mehr verbraucht und feiner geraucht wurde? Wenn diese Folgerung zutrifft, dann haben sich die Zeiten seit dem letzten Jahre bedeutend gebessert, Wohlstand und Genussfreudigkeit sind wieder eingezogen unter den Völkern Oesterreichs, und wir müssen alle freudig ausrufen: «Uns geht's gut!» Das Ergebnis des ersten Halbjahres 1887 in Bezug auf den Verbrauch von Tabak und Cigarren führt uns zu solchen Folgerungen. Ja, es wurde in der letzten Zeit bei uns zu Lande recht wacker uud im ganzen auch nicht schlecht geraucht — dürfeu wir deshalb glauben, dass es uns «besser geht»? Oder hat das Volk nur «gelebt», ohne dass es die bekannten Verhältnisse gestattet hätten? Es wäre für einen Social-Politiker eine recht dankbare Aufgabe, die nachfolgenden Zahlen, den Cigarren- und Geldverbrauch darstellend, zu studieren und dann die landläufige Frage zu beantworten: -12 004 600). Dagegen haben die berühmten «Langen» wieder im Con-sum abgenommen; es wurden 69 742 400 «Lange», also um 8 151800 weniger als im Vorjahre geraucht; am bedeutendsten ist der Cigarretten-Consum, welcher von Jahr zu Jahr steigt; es wurden nämlich 243 547 680 Cigar» retten, um 50 624 340 mehr als im Jahre 1886 geraucht. Der Consum von Rauchtabak hat um 106 825 Kilo, jener des Schnupftabaks um 22 840 Kilo abgenom» men. In diesen interessanten Zahlen wird man gewiss ein besonders auffallendes Moment bemerkt haben: die Abnahme des Consums der beliebten «Viryinier». Es ist zumindest bis zum nächsten Ausweise abzuwarten, ob diese Verminderung des Consums ein Symptom der stetig abnehmenden Beliebtheit dieser vom Arbeiter und Cavalier bisher gleich leidenschaftlich gerauchten Sorte ist, oder ob die zeitweilige Verschlechterung des Krautes da» ran schuld war. Denn der Oesterreicher, der an starken Tabak gewöhnt ist, geht nicht so leicht von seinem Lieblingskraut ab. Dass der Cigarretten-Consum so gewaltig steigt, ist in den letzten Jahren nichts mehr Neues. Die Cigarrettc scheint erfolgreich den schweren Kampf mit der türkischen «Stinkadori» aufzunehmen. -" («Triglav».) Von Herrn A. Försters Herausgabe slovemscher National« und nationalisierter Lieder — mit angefügten czechischen Vocabeln — liegt nun das zweite, hoffentlich nicht abschließende Heft vor. Auch dieses zweite Dutzend zeigt die Vorzüge des ersten: Geschmack und anregende Abwechslung in der Auswahl, geschicktes Arrangement der Melodien und vor allem eine gewandte und interessante Begleitung, der es gelingt, auch minderwertigen Liedern, wie Nr, 14 und 16, einen Gehalt zu geben, bei anderen, so Nr. 18, durch einen einzigen Accord auseinanderstrebende Motive zusammenzuschweißen oder einem importierten Burschenlied (Nr. 17) durch einen charakteristischen Schluss Wert zu verleihen; wieder andere, z. B. 81ovo, Xaxornka, /voiiillÄ^ova, Hvai-Ml^o, Vso mmo und die letzter Zeit mit Unrecht hänfig verlästerte ilila, Ilinica. bei all ihrer Schlichtheit weit über das Niveau unserer gewöhnlichen Solo - Gesangspiccen hinauszuheben und auch auswärtigen Musittreisen kennenswert zu machen. Die richtige Wahl der Stimmlage in der goldenen Mitte, ferner die Einfachheit der Tonarten mit höchstens drei Vorzeichen und die stellenweise Numerierung des Fingersatzes erleichtern wesentlich die Aufführung. Der Preis (1 fl. 20 kr. im Buchhandel; 80 kr., mit PostVersendung 85 kr., beim Autor) ist bei der überaus netten, vom Verlage Urbanet in Prag besorgten Ausstattung und dem deutlichen und correcten Drucke (corr. S. 34, letzte Zeile, rechte Hand, 4. Takt ei« anstatt (l) so überaus niedrig gegriffen, dass wohl keine slowenische Familie, in der Musik gepflegt wird, die Anschaffung verabsäumen wird. — (Ein neuer Lehrerverein.) Die Lehrerschaft der Umgebung Laibach beabsichtigt einen Vezirks-Lehrerverein ins Leben zu rufen. Eine diesbezügliche Besprechung findet morgen nachmittags 2 Uhr im Virant-schen Hause in Laibach statt, — (Der steiermärkische Landesausschuss) hat, wie aus Graz gemeldet wird, in seiner Sitzung am 8, d. M. die Ueberreichung einer Rechtsverwahrung gegen den Iustizministerial-Erlass, womit verfügt wurde, dass Eintragungen in das Grundbuch auf Verlangen der Partei in slovenischer Sprache zu erfolgen haben, beschlossen und diesen Protest bereits im Wege der Statthalterei an die Regierung geleitet. — (Redactions Wechsel.) Der hochw. Herr Josef Ieric hat mit dem gestrigen Tage die Redaction des hiesigen Tagblattes «Slovenec» niedergelegt, nachdem er dieselbe seit der Gründung dcs Blattes, d. i. seit 1873 ununterbrochen geführt. Als verantwortlicher Redacteur zeichnet nunmehr der hochw. Herr Ignaz Zitnit. — (Bad Krapina-Töplitz.) Die letzte Cur-liste weist 1502 Parteien mit zusammen 555 l Personen, welche aus nachfolgenden Ländern kamen, aus, und zwar waren aus Kraiu 644 (Laibach 23), Steiermark 2426 (Graz 78). Kroatien und Slavonien 1624 (Agram 278), Kärnten 440 (Klagenfurt 7), Niederösterreich 102 (Wien!>4), Ungarn 51 (Budapest 23), Trieft und Istrien 55 (Trieft 46), Fiume 61, Görz und Küstenland 30, Böhmen 24, Mähren und Tirol je 12, Oberösterreich 10, Dalmatien 14, Ga-lizien 5 und aus der Bulowina 4 Personen erschienen. Ferner kamen zum Curgebrauche an aus Bosnien und der Hercegovina 11, Deutschland 9, Italien 5, Russland 2, Türkei 2, Schweiz 1, Egyftten 4, Tunis 2 und aus Amerika 1 Person. — (Kunstausstellung in Görz.) Wie uns aus Görz geschrieben wird, ist die Eröffnung der dortigen Kunstausstellung im Palais Attems nun endlich auf Samstag den 15. d. M. festgestellt, und bleibt die Ausstellung von da an täglich dem Besuche des Publi-cums offen. Die Kunstobjecte, von denen viele einen bedeutenden Wert repräsentieren, werden während der Nacht von vier Soldaten der dortigen Garnison bewacht. — (In Iezica) wird am kommenden Sonntag das Jubiläum des hundertjährigen Bestandes der dor» tigen Pfarre feierlich begangen werden. — (Telephon uud Telegraph.) Man telegraphiert uns aus Wien: Die «Wiener Zeitung» publi-ciert eine Verordnung des Handelsministeriums, betreffend die Herstellung und Benützung von Telephonanlagen inl Anschlüsse an den Staatstelegraphen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 11. Oktober. Das Abgeordnetenhaus ist heute wieder zusammengetreten. D^'r Präsident eröffnete die Sitzung, indem er den verstorbenen Mitgliedern einen warmen Nachruf widmete und die neuen Mitglieder die Angclobung leisten ließ. Im Einlaufe befand sich die Einladung des Ministerpräsidenten zur Vornahme der Wahlen für die Delegationen, welche am 27. d. M. in Wien sich versammeln werden. Die pi<^6 66 r^i^ttmcs des Einlaufes war die Interpellation der Herren Rieger und Genossen inbetreff des Mittel-schul.Erlasses des Unterrichtsministers, welche anch von den jlingczechischen Abgeordneten unterfertigt ist. Die Verlesung dieser an die Gesammtregierung gerichteten Interpellation, welche stch ebenso dnrch besondere Länge wie durch eine maßvolle Sprache auszeichnet, wurde vom Hanse mit Ausmerksamkeit angehört. Lemlierg, N.Oktober. Der Wiener Correspondent der amtlichen «Gazeta Lwowsla» schildert den vom Unterrichtsminister aus der galizischen Inspectionsrelse gewonnenen Gesammteiiidnick als einen sehr günstigen. Lcmlicig, 11. Oktober. Wie hiesigen Blättern aus Posen gemeldet wird, haben dort die Polenführer t»e Einberufung eines Meetings beschlossen, um angesichts der erfolgten Aufhebung des polnifchen Sprachunterrichtes in den Volksschulen Gegemnaßrcgelil in Erwägung zu ziehen. Budapest, 11. Oktober. Infolge Zusammenstoßes mit einem Fiaker giengen die Pferde der Equipage» worin Prinz Philipp von Cobllrg mit Gemahlin und Prinz Christian von Schleswig'Holstein sich befanden, durch. Es gelang, die Pferde zum Stehen zu bringen, worauf die Insassen unversehrt ausstiegen. Leipzig, 11. Oktober. Das Reichsgericht verurthellte den Anarchisten Nevel zu fünfzehnjährigem Zuchthaus wegen Vorbereitlmg und Aufforderung zum Hochve^ rathe und wege» anderer Delicte. Sofia, 11. Oktober. Das Ergebnis der Wähle» ist mit einer enormen Majorität zugunsten der Negl^ rung ausgefallen. Die Ruhe wurde luir an wenig"' Punkten gestört; die Zahl der Stimmenden war lie> trächtlicher. als bei den früheren Wahlen. I>, ONuM'«' lien nahmen Türken und Griechen an der Wahl the»'' Madrid, 11. Oktober. Nach Depeschen ans Tanger hat sich Sultan Mllley Hassall wohl wieder erholt, doch ist von einer Wetterführung der Regierung leine Re^ da sich eille Gliederlähmung bei ihm eingestellt h^> Das Gift wllrde dem Sultan von einer tunesische" Odaliske gereicht. . Suez, 11. Oktober. Der Eingang in den CaM ist seit 8 Uhr früh durch das Auflaufen eines deut' scheu Dampfers versperrt. Angekommene Fremde. Am 10. Oltober. Hotel Stadt Wien. Subic. Maler, Paris. - Schleußuel. P" vale, Leipzig. KralowSly, Ernst, Vurlhart, Holobel. Pat«"' Kaufleute, Wien. — Vlau, Kaufmann. Vüslnu. — Kol"" dorfer, Kaufmann, Graz. — Schluntar, Nezirlsarzt. sa"" Familie, Idria. » Hotel Ncfllllt. Baronin Benlo, Private, s. Familie; To>n°°' Wrader und Ambcrger. Kausseute, Wien. — Mellinger, A" Budapest. - Karl, Verwalter, Friedau. - Moser, VM" Wipftach. — Ianouich, Weinhändler, Dalmatien. - "" «h lentinis, Privatier, Venedig. — Hauser, Ingenieur, und F^U"' Theater-Director, Trieft. ^, wasthof Kaiser von Oesterreich. Troger, Reisender, Villach' . Tchubih, Ttcueramts Praltitant, Radmannsdorf. - K^',!'°' Strutelj, Besitzer, Kirchheim. — Ielovec, Vesiher. StriM'^' — Ruprecht, Besitzer, Egg. Meteorologische Beobachtungen in kubaA__ ff «t^ Z„ ?3« " « ^°. UZ sZZ ^ « «-'» Z" „^-«^---^ 11. 2.N. 727.1» 5,8 SW. schwach Regen Me" 9 . Ad. 731,97 -!,() W. schwach ! Rege» Regen anhaltend, tagsüber kalter Wind; die Temp"^. rasch gesunken; reichlicher Schneefall auf den Alpen und bergeil. Das Tagesmittel der Wärme 6,5«, um 5,6° unter Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagl < ?. W V NHZom xaluiniztvu ^o ixiöoi na «vit,Io !^ sM ^leyantnll veiane In 7 ilatim ot>l-«l. d. M. ,"', "'°a'.strat,ichen Expedite zur Einsicht der Ge» dn?ä "Flieder öffentlich aufliessen werden uud „'',, '"°l»reud dieser Zeit über dieselben Erin- "»lgr» vorssrliracht werden können, Oltob7r18«?"°"'^^ i!°'bach an, Kiten ^M^i) Nr. «67 V. Sch. R. Oonculsausschreibung. sch..,. ," der ueucreierten znieiclassigen Volts. '»il d/.» !^plih ist die zweite Lehrersstelle «?' Iahresgchalle von 4^> ,^rrber um diese Stelle hauen ihre ge^ '» oocumentierteu Gesuche bis > ii 4, Oktober leich^"^,?V ^ Nezirlsschulrath Rubolsswert an, " l. l. Regieruugsrath und Nezirkshauptmann -—^___nlö Vorsitzender: Eltl m. p. (4400^1) Nr. 719 B. Sch. N. ^eljrllesse. inn?^ ^"' erforderlichen Lehrbesähigungs-ten?s ' ""^ ^" bisherinen Anstellungsdecrc. T>i„.s.. ^^ Gesuche sind im vorgeschriebenen ""Nwcgr längstens bis I'M» « .25. Oktober l, I. Iiri,,' ^''"l'gU'n l. l, N^zirksschulrathe einzu- Olto^' ^Hzirlsschnlrath Krainburg am 4ten (4»0«-2) ^lüfungsanzeige. Nr. 83. Die nächsten Üelirbesähigungsprüfuna/n für allgemeine Volks und Bürgerschulen werden bei der hierländigen Prüfungscommiision am 7. November l. I. lind au den darauf folgenden Tagen abgehalten werden. Candidate» uud Candidatinncn, welche sich der Prüfung zu unterziehen gedenken, haben die in Grmäszhcit der hohen Ministerial Verordnung uom 31. Juli I8» den in die Lage kommen, die Gesuche bis 25. Oktober l. I. der gefertigten Prüsungscommission zu über Mitteln. Jene Candidate» und Candibatinnen, welche ihre vorschriftsmäßig instruierten Gesuche um Zulassung zur Prüfung rechtzeitig eingebracht haben, wollen sich, ohne erst eine besondere schriftliche Einbernsung abzuwarteu, am 7. November vormittags mn 8 Uhr zum Beginne der schrif! lichen Prüfung in den hirfür bestimmten Mum° lichlciteu der hiesigen l. l. Lehrer« nnd Lehrerinnen« Bildungsanstalt eiusindcn. Laibach am 5. Oktober 1867. Direction der l. l. PriifimaMmmissioll slii allgemeine Aolls- und Wrnerschnlri,. (4360-2) Kundmachung. «m 24. Oktober 1667 um 10 Uhr vormittags findet beim l. t, Staats-Hengstendrpot in Graz die Offertuerhandlung zur Sichcrslcllung des für den Beschälposten m Selo bei Laibach während der Zeit vom Iten Jänner bis Ende Dezember 1886 benöthigten Bedarfts an Brot. Hafer, Heu, Streu- und Bettenstroh, dann an Holz statt. Der Verpslegsbedarf beläust sich approxl« mativ aus täglich: t! Portionen Haser.....^ 3360 Gramm 4 , Heu .....i>, 5600 » 4 . Streustroh . . . k 2800 » während der Beschälperiode und aus täglich 40 Portionen Brot in Laibsorm k 875 Gramm 88 » Haser . . . . il 3360 » 70 » Heu.....k 5600 . 70 . Ltrcustroh . . il 2800 » auher der Veschälperiode und ferner auch mo» natlich: 6 Cubilmeter hartes Brennholz im Winter 1 » » »im Sommer und auf viermonatlich 450 Kilogramm Bettenstroh. Die mit einer 50 kr, > Slenchrlmarle ver-sehenen schriftlichen Offerte müssen nebst einem wproc. Nadium des nach deni angebotenen Preise berechneten Wertes der gesammten Lei-stnng in Barem oder cautwnssahigen Wertpapieren bis spätestens 24. Oktober 1 367 vormittags bei dem obigen Dopot überreicht, beziehungsweise eingelangt sein. In dem Offerte ist ausdrücklich zu erklären, dass der Offercnt den beim obigen Depot zur Einsicht aufliegenden, die Stelle der Ofsertver» handlungsbedingnifsc vertretenden bezüglichen Vertragsentwurf eingesehen habe und sich den im Entwürfe aufgenommenen Bedingungen in allen Punkten unterwerfe. Auf mündliche sowie auf spater schriftlich und telegraphisch beim t. l. Staats Hengstendepot in Graz überreichte oder aus etwa direct bem, AclerbaU'Ministerium eingebrachte sowie auf nicht vollständig im obigen Sinne instruierte und ausgestellte Offerte wird leine Rücksicht ge. > nommen. Wenn mehrere Personen gemeinschaftlich ein Offert einbringen, so haften sie für diese« Offert zur ungetheilten Hand, das heißt: alle für einen und einer für alle. Durch die Ueberreichung des Offertes und Uebernahme desselben seitens bes Stallls'Heng» stendepots ist der Offerent wohl an sein Offert bis zur bezüglichen Entscheidung des Ackerbau' Ministeriums gebunden, demselben erwächst hie-durch aber gar lein Recht und lein Anspruch aus Annahme seines Offertes, nachdem die Genehmigung des Offertes durch das Ackerbau-Ministerium erfolgt und das l. l. Aerar sich die uneingeschränkte Wahl unter den eingebrachten Offerten und wenn keines derselben ihm an° nehmbar erscheint, die Ausschreibung einer neuer' lichen Offertverhandlung oder die hintangabr aus freier Hand vorbehalten hat. Offert-Formulare. Ich Endesgefertigter, wohnhaft in..... erkläre infolge Ausschreibung Nr, 858 R, vom 7. Oktober 1887 die Abgabe der im Subarren» dierungswege ausgeschriebenen Erfordernisse, und zwar in der Station...... zu . . kr., sage .... per Portion Brot in Laibsorm k 675 Gramm i zu . . kr., sage .... per Portion Hafer .....5 3360 «ramm: zu . . kr., sage .... per Portion He« .....5 5600 Gramm; zu . . lr., sage .... per Portion Streu^ stroh.....il 2800 Gramm; zu . . fl., sage . . . . per 100 Kilogramm Bettenstroh zu . . fl., sage.....per Gubikmeter harten Brennholzes auf die Zeit vom 1. Jänner bis Ende Dezember 1888 übernehmen zu wollen und mache mich verbindlich, sowohl die kundgemachten als auch alle sonst bestehenden Subarrendierungs < Contracts »Vorschriften genau einhalten und für dieses Offert nicht nur mit bem Vadium per ... fl., sondern auch mit meinem gesummten Vermögen haften zu wollen, Datum und Namensfertigung. Formular für das Couvert über das Offert. An das l. l. Staatshengstendepot-Commando. Offert zur Behandlung am 24. Oktober 188? infolge Kundmachung vom ?. Oktober 1887. Veleqt mit___Gulden ü. W. als Radium. An;eiaeblatt. fleischausschrotung. kanSrserfieler ßil)l (lein P- l- P»«>li«»i" l)e-bor auf der er Sam"ta» den 1S- Okt°- (4277—2) Nr. 7629. Erinnerung Dem verstorbenen Georg Stefmm von Wuschiilsdurf, resp. dessen unbekannten Erben m,d Rechtsnachfolgern, wird Herr Leopold Gangl von Mottling znm Cn-rator aci ^llnn bestellt nnd demselben der Executionsbescheid vom 2. Ananst 1887, Z. 6199. zngestellt. K. k. Bezirksgericht Mottling, den 23. September 1887. '(3634-2) 3tl 57797 Bekanntmachung. Vom k. k. Landcsgerichte in Laibach wird bekannt gemacht: Es wnrde über Einschreiten des Franz Strnlel in Laibach, als Eigenthümer der Realität Glnndbuchs-Emlage Nr. 140 der Catastral-Oemcinde Stadt Laibach, nm Löschung der auf dieser Realität für Eva Vollheim haftenden Vormerkung des Pfandrechtes, betreffend den Lebensunterhalt monatlicher 15 fl. nnd das Recht der freien Wohnung, den unbekannten Rechtsnachfolgern der Eva Vollheim, gewesenen Hausbcsihersgllttin in Laibach, zur Wah-ruug ihrer Rechte Herr Dr. Anton Pfcf-ferer zmn Curator »6 ac-lum bestellt und ihm der hiergerichtliche Grundbuchsbescheib vom 6. August 1887. Zahl 5779, mit welchem die Einvernehmnngs-Tagfahrt auf den 7. November 1887 angeordnet ist, zugefertigt. Laibach am 6. Augllst 1887. (4117—3) Nr. 6880. Uebertragung dritter efec. Feilbietung. Ueber Ansuchen des Matthäus Modic von Eibenschuss wird zur Vornahme der mit Bescheid vom 30. Dezember 1872, Z. 7977. bewilligten dritten executiven sseilbietnna der nunmehr dem Johann UM- von Seedorf Consc..-Nr. 19 gehörigen und auf 1330 fl. und 1900 fl. geschätzten Realitäten Rectf.-Nr. 648 und 648 2 a6 Haasberg der Termin mit dem frühern Anhange auf den 3. November 1887, vormittags 11 Uhr, hiergerichti angeordnet. K. t. Bezirksgericht LoHch am listen August 1887.