Kräutcrvuch p / »n aller Welt bemhmtcstm Grtecht- schenScrtbmtm EDACII DIOSCORIDIS ANAZARBJBI, on allerlcywolricchmdm Kräutcrn/Gcwürtzcn/köstltchm Oe-lenvndSalben/Baumen/Hartzen/Gumi/Gettayt/Kochkmlttem/fchatpff-schmäckx G -t', /v^^ A > äii: 7 063>1* SSL' Wolqebornen Fürstin vnnö Fraiven / Fmwen Man-r/ Nldva/gebornen Grüfitt von Mänsfeldt/rc.Wrttt-ben/MetNekgnädlgen Fürstin VNV Frawem I Vtrr a!(m Stücken / so dem Mensche» ' auff dieser Welt am meisten zu wissen EMDD von nöten/Durchleuchtige/Hochgebor-ne Fürstin vnd Fraw/ ist die wahre vnd rechte Erkanntnnß Gottes/vnd seines ML 1 nemlssre vnnd gröfte: Sintemal der Mensch gleich im Anfang der Welt allein datzu erfthass fen/vnd vor allen ändern Kreaturen Mit emem sonderbaren Liecht/ Verftandt vnd Weiß heit begabet ist/ daß er seinen gnädigen vnd getrewen Schöpffer solle suchen / sülen vnd erkennen / vnd dann auch denselbigen scmen erkannten Herrn ehren/loben/ preysen / vnd jhme tii allem Thun vnd Lassen / gebührliche Banckbarkeit eriveisen. In welchem Ende dann GOTt der HErr alle Kreatur» / Gon»/ Mon/vnd andere Elementen / sampk allem dem / so in de» Wassern/ Lüfftcn vnnd Erden lebt vnd ist/ dem Mensche» dienstbar vndergebe»/ alle Gewächs der Erde» z» $tu| erschaffen hat. Vnd ob wo! der gröste vnd meiste The» der fetzigen fahrlässige» Welt solcher Gefchöpff Gottes/ vnd sonderlich der Erden Gewächs/ vnnd Kräuter nichts ach- Dedicatio. welchem man Gottes wunderbare Krafft/ Gewalt vnd hertzlrche Liebe gegen vns nicht vberflüssig abzunemen/ja handtgreifflich zu erkennen/ zufülen vnnd zu tasten hett. Daher dann auch die blinde Heyden öffentlich bekannt/ es seyen alle Ding der Gottheit/das rst/der Göttlichen Krafft vnd Wirckung voll/ vnnd demnach also geschaffen/ daß sie dem Menschen zu aller Sachen Erkanntnuß / Vr-lprung vnd Nutzbarkeit / wo zu sie nembltch jhme dienen/ leiten vnd führen könne. Dieweil dann dem also/daß nembltch Gottes vnsicht-bar Wesen / das ist/sein ewige Krafft vnd Gottheit/auß solchen seinen Wercken/ als da sindt die Erschaffung der Welt vnd aller Kreaturen / am aller besten wirdt erkannt/ sindt wir ja alle sampt in gemein verpflicht vnnd schuldig/ jhme für solche seine Güt vnnd Wolthaten diegantzc Jett vnscrs mühsamen Lebens zu danckcn/denselbtgcn fletfftg nach zu forschen/vnd sie zu vnserm Nutz vnd Wolfahrt zu gebrauchen. Solche vnnd dergleichen Vrsachen / als nembltch die Tugendk/Krafft vnnd Lygenschafftcn deren Dinge/die Gott den Krancken zu Hülffvnd Trost erschaffen/ auch in vnfern Ländern kundt vnnd offenbar zu machen/vnd also den gemeinen Nutz damit zu fördern/haben joannem DANZivM von Ask/der Artzney Uoetomn bewegt diese Bücherdeßhochbcrumptenpedacii dioscoridis ANAZARBvEi,außt>m Griechischen vnd Lateinischen Epemplarn/tn vnsere TeutscheMuttersprach zu versetzen/ vnd folgendts mir auch gnugsame Anlaß gegeben / solche deß Dantzij alte/verlegene / vnnd vbel gegebene Translä-tion/so viel mügltch zu verbessern. Es hat aber der gcmclte Diofcorides.als welcher zu den Jetten deß Keysers Augusti gelebt/vnter deM Antonio Otlttt) Cleopatra M EgyptkN ein Artzt gewesen/ vnnd von den allergelehrtestcn/sonder--ltch aber dem Gaicno,Onbaiio vnnd Pimio allen ändern Scri- Dedicatio. Smöentcn / so jemals von solchen sachen geschnebe/wept vorgejogen wtrdt/solch sein Wcrck m sechs Bücher vnder-schelden/welche Ordnung dann glctchfals Joannes Dam tzms gehalten/ vnd dann auch wtr tn setm werth verbleibe lassen/jedoch dte Beschreibung der Thier aus; dem ändern Buch hinweg genommen/vnd ein besonder Buch daraus; gemacht/wie der gemeine Znnhalt/so gleich nach der Dop rede des; DioscoridiS an den Leser folget/außtrücklich bc-zeuget/bcneben welchem Inhalt in dem Wcrck selbst ausführlich gelehret wirdt die Jett vnd Weise / wie vnd wann ein jedes Kraut vnd Gewächs abzubrechen/cinzusamlen/ zu trückncn/zu bcreytcn/daS gute von dem vndüchtigen/ das Gerechte von dem Verfälschten / vnd das Giffttgc o-der Schädliche von dem Vnfchädlichen zu vnderschkidett sei). Damit aber dieses Wmk desto vollkommener scptt möge/hat vns für gut angesehen/deß Hieronpmi Braune schweigS/ eines berühmpten Wundtartztes von Straßburg beyde Bücher hieran zu hencken/in deren erstem von der Kunst vnd Weise zu destillieren / vnnd was für Oefen vnd Gefäß darzu von nöthen/ in dem ändern aber von al-lerlcy destillierten Wajfern/ derfelbigen heplsamen Gc-^ brauch/wie ein jedes zu bercyten/zu bewahren/ vnnd wie lang es bey seinen Kräfften bleiben könne/ nach Notturffk beschrieben wirdt/will demnach allen ändern Kräukerbü--chern j hren Ruhm vnbenommen haben/ jedoch darneben der vngezweiffeltcn Hoffnung sepn/ es werde der groß-günstige Leser auch auß diesem etwas können lernen/vnd dasselbige zu seiner vnd seines Nächsten Gesundtheit gebrauchen. Daß aber E.F.G.ich solches gantze Werck zu dedieirn oder zu zuschreiben vnderstehendörffen/ist dieses fürnem-lich die Vtfach gewesett/dieweil ich gesehen/ daß dieselbige nicht zu den Schrifften reiner/vnnd mit Gottes vnuer- (O itj fälsch- Dedicatio. fälscbtem wort vber elttstlmmentenTheologen allcln/son-dcrn auch/dtewcrl sie brßhero mit vielen vnnd gewaltigen Lerbs Schwachheiten vbersallcn worden / zu den Artzney Büchern groffcn Lust vnd Gefallen kragenBtn demnach der tröstlichen vnd vndctthäntgcn Hoffnung/cs werden I. F. G. auch diese von mir verbesserte Translation oder Tolimctschnng in Gnaden auffvnd annemen/vnd dcrscl-bigcn mich gnädig befohlen lassen scyn. Der Allmächtige getrewe Gott wöll dieselbige Z. F. G. in langwmgcr Ge-sundtheit/Glück vnd Wolstandt/vnd endtlrch zur ewigen Glort vnd Herrlichkeit erhalten vnd bewahren. Geben zu Francksurt am Mayn/im Zar Tauscndt / sechs Hundert/ vnd Iehen/am Tag Mari-- Geburt. A E. F. G. vndetthanlger Peter Vjfcnbach der Artzney D* »nnb ordinarius Medicusba^ selbst. Vorrede. PEDACII DIOSCORIDIS ANAZARBEI an den günsitgm Leser. Jewol jhrer viel mt vnder dm Alten/ son- dem auch den »rewen vnd /etzigen Smbemen / mein allerliebster Leser/von den Kräfften/Prob vnd Bereytung der Kräuter vnd Materien der Artzneyen haben geschrieben/ will ich jedoch beweisen/daß die Müh vnd Fleiß/so ich zu diesem werckgebraucht nichtvmbsonstvnd vergeblich angewcndet sey:smtemalvonetlichenbißhew nichtsvollkommenlichs außgangen/von etlichen aber alleindaßjenige verzeichnet worden ist / so sie von ändern gehört / vnd sonderlich habmiolasBi-thynuSjtMJ) Heraclides T arentinus dM Meisten Theil/so in Beschreibung der Kräuter vnd ändern Artzneycn/notwen dig gehandelt werden muss/ aller-dingsvnderlaffen/oder doch mit wenig Worten verfaßt/zu geschweigen/daß jhrer keiner der Metallischen Sachenvnndandererwolriechende Gewächse im geringsten gedacht.Vnd ob wolin deß OraceuX vnd Andrem Schrifften gröjsererFlciß/ dann bey denn ändern gespühret wirdt/so haben doch auch dieselbige viel nützlich Krämer vnnd Wurtzeln stillschweigent vbergangem Den Alten müssen wirzwar dieses Jeugnussgeben/ daß sie sich in Beschreibung der Artzneyvnd Kräuter eines besondern Fleiffesgebraucht/ vnnd keine Müh darinnengespahrt/dannobwoldas jenige/ so sie in jhren Schrifften hinderlaffen/fast eng zusammen gezogen vnd sehr wenig seyn scheinet/so ist es doch vollkommen/welchesibren Nachkömmlmgen den newen Simplicisten keines wegs zu geschriebcn/^er mitWarhelt nachgesagct werden fan.-öamt lulius BafluSjNiceratuSjPetroniuSjNiger VlW Diodotus,al(e Slftzte/viw maller Welt berühmpten Alcle^iadis Nachfolger vnd Schüler/haben allein die einheymische vnd gemeine Krämer/welche ohne das einem jeden bekannt/würdig geacht nach aller längvndNotturfft zu beschreiben/der ändern Krafft vnd Vermögen aber gantz schnell vbertallffen / vnnd also der Krämer Gefthäfft vnd Wirckung ohnjhrselb eygene Erfahrung außandernBüchem außgeschrieben/viel vergebliche Wort davongemacht/mitvnnötiger Müh/ ein Krautfür dasandergeschrieben/vnd damit fast alle Sachen/u? einen gefährlichen Iweiffel gebracht. Dann damit wir allein deß Higri gedencken/ als welcher vnder allen jetztgemelten Seribmten für den fürnemsten gehalten worden / ist deffelbigen ernstliche vnd Beständige Meynung/es sey das Euphorbium anders nichts alsein Safft deß Ieylandts/welchesKrämlin auffGriechisch chameka, LateinischaberOleattellumgenennetwird/vndinItaliazuwachsenpflegt/ dasAudrohemon oderCunrad aber Mit dem Hvpericoue, oder Johanns (:) iiij Kram Vonede. Kraut emcrley/vild daun zum dritten/dass die Aloe in dm Zndiamschcrl Inseln auß der Erden gegrabcnwerde / vrrd solches alles der augeuschemüchm vndoffenbahrenWarhettschnursrracksentgegenvndzuwider/außwelchem daun gnugsamerschcmet/daßer der Kräurerselbstmwenig gesehen/sondern was er davon geschrieben/austandem entlehnet vnd genommen Hab. Fürs ander habenjetztgemelte Scrtbentmauchin der Ordtnung sehrwett gcjnct/ vnd in Beschreibung der Kvdttter vnd Artzneyen keinen rechten Methodum gehalten in dem sie nembltch die ienige / so einerley Geschlecht vnd Wirckung sindt/nicht fein vnd wie sichs gebührt nach ein ander gesetzt: Dann etliche vw der ihnen haben sie ohn alle Ordtnung / wie sie dieselbige von vtigefchr einge- sw besser könne auswendig lernen vnd inGedächtnuß behalten/haben aber wandtschafftsmdt/vonein ander zertrcnnt.Wir aber/alsvonÄnfang vnse-rerZugendtdurchvnersätlicheLustvndBegierdt/dieKrdutervndArtzney- en zu erkennen gereytzt/ haben vmb eben solcher Drsachcn willen selbsten viel Landtschafftendurchreyset/keineMühevnd Arbeit gespahrt/ derenthalbm eine Jeitlang ein Reuterleben geführt/vnd in solchkrJcit allesdas ienige/ so wir von Kräutern vnnd anba n Materien zur Artzney gchörlg / icrgendt fm* denvnderlemenkönnen/insechsvNderschiedtlichcBüchervcrfast/vnnd solches allesdemgroßgünstigen Leser zumbesten / damit er ein jedes seinem OrtZu suchen/vndmit desto gröffermFleißzu lesen wisse.Villaberhiemitei- neniedm/welchem diesesBuch zu lesen fürkompt / erinnert vndgebetten ha-bm/solchmeittDermögenvndgantzWercknitaußdcn Worten allein zuvr-theilen/sondem vielmehr den ernstlichenFleiß mit gewisser Erfahrung vnnd Erlernung allerKräutervNlid Ärtzneyen zu betrachten: Sintemal wir den mehrern vnd gröffern Thcil/durch das Anschertzoder Augenschein vollkom-lich selbst erkannt: etliche aber auß gewisserhistorischer Beschreibung/dar- mtwenigdurchembsigesNachforschenvon den Znnwohnern/bey denen diese oder ime Krämer vnd Artzneyen insonderheit vnnd allein wachsen / fleiffig erlernet/vnd wöllenvns auch in Beschreibung aller solcher Sachen einer bessern Ordtnung/als alle andere vor vns gethan/befleissigen. t/Aeweu jienemucy vregantze kunft verArtzney fastanhengt/alle dersetbigm Stückengewiffevnd förderliche Hülffleistet/vnd dann auch/die-weil die gantzeKunstauß der Jubereytuttg/Komposition/ der vermischten rien darzusehr viel vermag. Damit DamitwitÄberdie Beschreibung allergtmcltett Sächen dcftovoMöA' iichcr hlnderlaffcn/ wollen wir auch der aller schlechteften vnnd gememesten Kräuter gebührliche Meldung thunwnd darbey mm jeden /sö (ich auffd ic--ses ftudium zu legen begcrt/erjnnert haben/daß er emjedes Kraut/Wurtzel/ Samen vnd andere dergleichen Materien zu rechter vnnd bequemer Jeit ad-brech/einsamle/bewahr vnd behalte/sintemal dardurch die Materier» entwe-der kräfftrg vnnd düchtig erhalten / oder aber gantz kmfttloß/vnnd vrrdüchtig werden. Soll vnd muß demnach ein jedes in Hellem / klarem vnndHeyterem Wetter abgebrochen werden/sintemal daran fthrviel gelegen/ vnd füreinen großen Dnderscheyd Zu halten ist/ob man sie in einem trucknen / schönen wetter/oder im Nebel/oder Regen eingesamiet hab.Also auch die Kräuter / so an den Bergen vnd ändern lüfftigen/windigen vnd kalten Orten wachsen/ werden viel kräfftiger vnd stärcker befunden/als die in den Thälertt/ebenen/feuchs ten/schattechtenvnd finstern Stätten/da kein Windt vnndLufft hinkompt/ danlt solche sindtgemeiniglichvndüchtigvnd Zu nichts bequem/vnd dajselbige vmb so viel desto mehr/wann sie nit zu rechter vnd bequemer Jett abgebrochen vnd eingesamlet/oder sonst mit etwas anders werden verderbet. Dber das ist auchzuwijsen/daßdieKräuterjhre vollkommene Jeitigungnicht allenthalbenzugleich vnrrd auffeinmal erreichen/ sondern an einem Ottetwann spät/ dem ändern früh/nach einesjeden Orts Ärt/vnd natürlichen Eygenschafft/ in welchem sie wachsen/vnnd nachdem erwan das Zar oder warm istIaesblühen vnd grünen arrchetlicheKräueernach jhrer selbst eyge-nenNaturvlivKräfftenmitten imWmter/ etttche aber in einemZahrzwey »nal.Derhalbm so jemandtgemeint oder gesüNtet ist/solche alle zu erfahren/ dermußvor allen Dingen fieiffige Achtung geben/wann sie erstmals anfangen auß der Erden hervorzu kriechen/folgcndtsjhre vollkommene Jeitigung erlangen vnd endtlich in das abnemen kornmen.' Datut wer cm Kraut allein rn seinem Anfang vnd ersten hervor wachsen kennt/dem ist es hernach/warm es nemlich seine rechte Groß erreicht/gantz ft embd vnd vnbekannt/ vnnd wi-derumb/wer es allein in seiner Vollkommenheit erkennen gelernet hat/dev weißgarnit/wieesinseinem ersten herauß sprojsen ist gethan/ daher dann durch die Derenderung der Blätter/ Läng vnd Höhe der Stmgel / der Blumen vnd Samen/Gröjsevnndandere dergleicheneygentlicheIeychenmehr jhrer osstmalsviel werden betrogen/vmb welcher Vrsachen willen dann auch derjmigen Nicht wenig/so von den Kräutern haben geschriebm/hittvnnd wider gröblich gejrret/vnd folgendts viel andere mit sich verführet haben/in dem sienemblich darfürgehalten/esbringen etliche Kräuter/alsdasGraß/das Fünfffingerkraut/ derHufflattig vnnd etliche andere mehr/ weder Blumen noch Gamm.Wer demnach der Kräuter eine vollkomme Wijsenschafft vnnd Verstandt zu erlangen begert / der muß steh zu den Stätten / da ste wachsen/ deß Zarsnit ein oderzweymal/sondern offtvnd viel begeben/vnnd dieselbige durch fieisstge Anschawung / von jhrem Anfang bißzumendtlichenDuder-gang erwegemEndtlichen ist auch dieseskeines WegsstiiischwcLgendZuvber- gehm/daß dieweiffcMßwM'tz/zusampt der Khnstwurh jhre vollkommene Kräfftc viel Iar behalten/dre mwere Kräuter aber dlesclbtge rmch dem dritttn Zar allerdings vcrlirhren.Ztem/daß man die KräNtcr/welche stäudecht hervor wachsen/als da fmdt der welsche£^uctwd oder Scoechas, dasKhaman-derlin/daskotium.die Stabwurtz/Meräls/Wermut/Zssoppvndvicl andere dergleichen mehr/wann sie voller Samen fmdt/ abbrechen vnd einsam-len müß/die Blumen aber ehe sie von sich selbst abfallcn: die Früchte/wann sie ihrevoUkommene Jeitigung erlangt:die Samen /wann sie anfangen ZU tru-cknen/vnd noch nicht außsallen:die weiffeSäfft/ zusampt den ändern/welche durch Verletzung derKräutervnd Stauden/Tropffen weiß herattß fliesten/ wann ihre Kräuter oder Stauden ihreVollkommenheit erlangt/vnd endlich dieWurtzelnvnnd dtrselbigenaußgchresten Safft/ den man behaltenwill/ wann dieBlättervonjhren Stengeln abfallen. Za man sollauchsolchewur-tzeln zuvor wol saubern/ehe man sie Zu trücknen hinderlegt/welch Trücknung dann in truckencn/wolriechenden Gemachen oderAammern geschehen muß/ nach dem siezuvorvon aller Erdenvnd Stmrbnriteinem säubernWasterabgewaschen vnd gereyniget sindt.Die Blumen vnd allcs/waseinen guten Geruch von sich gibt/werdert in den Kästen von Linden Holtz/welche nicht feucht oder dämpffig sindt/am allerbesten behalten/ die Sarnen in einem reinen vnd saubernPapynDieandereArtzneymaber/welchefeucht/dünnvnndflüstig sindt / in silbernen/ gläsernen/oder hörnernen Geschirren :zu welchen man dann auch dichartgebackenesteinerneKrüggebrauchm mag :Wiegleichfals auch die höltzerneBüchsen/ vnnd sonderlich die von Buxbaum werden ge-macht:ÄiefeuchteAugenArtzneycn/vnd alle andere/somit Effig/ Kcdcr-bech/oder einem ändern weichen Bech werden bereyt/ in küpffernerr Gefe-sen: Vnd endtlich alles Schmaltz vnd Marck in Büchsen von Jinn. Gemei- Minciner som dieseni Werck stnöt begriffen vnd verfast. Das erste Buch. V viel vnd mairchcrlcy Baumw/vntw was an denselbigen wächst/vnnd hcrauß zu steffen pflegt. Dasander Buch. Dp«I«ge< braucht/odersonstenvonder Mtur einem scharpffen Geschmack versehen vnd begabet jtndt» Das dritte vnd vierte Buch. ney werden gebraucht/ vnnd dersclbigen Blatter/ Blumen/ Samm/ Früchten/Wurtzeln/Säfftm. Das fünffte Buch. Krällterwcln/vnd allerlcyMetallcu/köstttchen Steinen/vnnd vnder-schiedtlichenErden/so jamptvndsonderszudettArtzneyen werden gebraucht. Vonallcrlcy tödtlichcm Gifft/vnd seinen nachfolgenden Aeichen/ wie man sichvnbeschckdigt davorkönne behütenvndbewahren/vnd so jemandt davon beschädigt worden ifl/errctten. Item/von derwütendmHundt BW/derselbigen Zeichen vnd Khur. Don dm folgendm Ieichm dek gifftigm Thier Süch vnd Biffz/vnd wie dieselbigm zu heilen. Das ftbende Buch. alsdemHonig/Wachs/Schmaltz/Bnschlit/Mq^Blut/vnndwas dergleichen Stackmchrsindt. - Hteronpml Braunschweigs Erstes Buch. Vmder Kunst zudeflillimn. gen/vndheylsamen Gebrauch. PEDA- i:.' ■, - ^r-*aAVs^i^^.t%^ t/AVj#Z/-> . fivSL njA^^tTj.* £^C J^>xl3c^5, fi^X «MsD-Ld^ ^LGA^E'K^Ä-Mr»WWM PEDACII DIOSCORIDIS ANAZARBvEI Erstes Buch/ S8^— 0(^3iD » tcrn/Gcivürtzen / allerlei) Oelen vnnd Salben / vtcl vnnd Bestirti. *wg. jetvrgwwtreyfl/vno yer- äUßzufllcMtpflcgk. Violwurtz/ iris» Kap. A d Zolwurtz/ Griechisch vnd ruLatemIri§,daeistzuLetttfch |-— Rcgeilbogcn/ dammb also ge- ; nennt / dreirerl ftme Blumen i mit denFarben sich demAegcn^ bogen vergleichen. Die ViolwUrz hat Blatter wie dasSchwer«« tcl Kraut / allein daß sie grösser / breyter vnnd fevsier sind/dicBlumcn wachsen auff dem öbcr-sten Lbeil der Stengel Ivnnd ein jeder Stengel vnd Aestlein tragt ein Blume / sie wachsen vjf-rccht Iin einer weite vnnd höhe/ vnd haben man-cberley Farben/dann sie sind ,veiß/bieich lgrün/ gelb Ipurpurbraun vnnd Himmelblaw. Vnnv damrtwirdtvno in den Blumen etlicher Massen der Regenbögen vorgebildct. Seine Wurtzeln haben viel Glcychc/vnnd siudc hart/ eines guten Geruchs Iwerden zu kleinen Scheubttn zerschnitten lmit einem Leinen Faden durchzogen I im Scbaltm gctrücknet/vnd bcwark. Dreallcrbeste Vrolwurtz wachst in IllyrM vnd Macedonia Ivnter welchen die edelste vnnd beste ist Iwelche ein kuryc/ftstevnndgedrungene Wurtzel hat/ die nit leichrlich zu zerbrechen ist/ etwas an der Färb rotlccht / am Geschmack scharpff/cins lieblichen lautern geruchs/welche/ wannsiczu Puluergemachtwirdk/ein messen erregt. Die ViolwUch nach dieser diebeste/ wachst ni Africa/rst welß/vnd bitter am Geschmack. Die alte Violwurtz Wirde wurmeffig/ aber doch an gutem Geruch nintpt sic zu. Alle Violwurtz hat die Krafft/daß sic warmet Idünn vnd flüssig Macht. Sie stillet vnnV 3,,„„ficke sanfftiget den Husten Idie zahm vnd dicken Feuchtigkeiten/ welche schwerlich außgcworfferi Ärassr. Onl werdm/vcm wegen ihrer dicke vnd zaheit/zertheilt die Violwurtz / vü Macht VieselbiAm dünn H onigwassergetruncken/trctbt die Gall /vnnd die dicke pflegmatische Feuchtigkeiten durch dm Stulgang. Sie bringt den Schlaff/bewegt die Drehen / vnnd vertreibt das Grimmen. DicsclbigeViolwurtzistgutMitEfftg getruncken/wider dergifftigenLhier Bissz/wider die Mrltzsucht/Vcn Krampfs/ wider dieVerkaltung vnd Vas Gieben auchist sie denen gut/ auffdiefelbige weiß eingenommen / diesen natürlichen Samen Nicht behalten mögen» Mit Eussmich Wein getrun cken /treibt sie der Frawen Monatliche Jett/wamt die Frawm dm vudemcheil deß Bauchs warm bahcnj mit der Brüh / darinnen Violwurtz gesotten hat/oder dieftlln'ge A weych Vrschrr» hing. IvNttSchr »r-tst. LussnKch Vermöge». Beschret- hing. ".•A AI rveych gesotten/wie cm Pflaster vberlegen / so erweychen sie damit Hättigkeü vnnd hatte Geschwulst der Beermutter/vnd eröffnen die Verstopffungen derselben. D.c brüh/darmn Vrolwurtz gesotten lrst auch gut emgegossm mit einem Clystier wider die Wchthumb der Düfft/Vioiwurs zu reinemPuluer gemacht(eingestrewet vnd gebraucht wie sichs gebührt) erfülltt die Fisteln / vnnd andere ticffc vnebene Geschwer frischem newern Fleisch. Auß rein gestosscner Violwurtz Imit Honig vermischt/ ein Japfflein Fingers dick vnnd läng ge-macht/vnd den Frawcn in die Scham gethan/zeucht die Frucht an sich hinauß. Violwurtz gesoktm/vnd wie ein Pflaster vbergelegt/vertreibet die Geschwulst oder Geschwer so an dem Halß wachsen/ vnd vndcr den Achßicn /die man zu Latein Stmmas nennet. Violwurtz rein gcpuluertflert/erfüllet die Geschwer mit dem Fleisch.MitHonig vermischt / säubert sie die faule Geschwcr/vnd bedeckt die bloffen Beyn.Violwurß mit Rosenöl vnd Effig vermischt/ vnd angestrichm/sanfftiget den Schmertzen deß Haupts. Mit Nießwurtz klein gcpüiuert/ vnd mit noch soviel Honig vttmischt vnd angestrichen / vertreibt sie die Sprückeln/ Masm vnd andere Flecken/die ein Gestalt haben/als seycn sie von der Sonnen gebrennk. DieViol-wurtz wirdk vermischt in der Frawen Aapfflin/die man Griechisch Peflbs nennt/ vnnd in die erweychende Pfla ster/vnd in die toalbm/dtc wider die Mühtigkeit bereytet wcrden/In sum-ma/dtk Violwurtz ist zu vielen D mgen gut. Grösser Galgant/ Acoron, Kap.ff. . Er groffe Galgant/ Griechisch vnnd 'zu Latein Xcoron genannt / hatblat-terdenViolwurtz blättern ehnlich/ lein daß sie schmäler sind.Seine Würtzel sindt der Violwurtz nicht vngleich/ in einander geflochten/sie wachsen tut recht vndersich/sottdcr vberzwerch / auffder Erden außgespreyt/mit vielen Gleychcn abgctheylt weißlecht an der Farbe/scharpffamgeschmack/ eines lieblichen Geruchs.Der beste groffeGalgant oder ^.cc>-ron ist etwas weißlccht/gantz vnbeschedigk von den Würmen/vnnd hat ein guten lieblichen geruch/wie der ist/welcher in Colcho vnd Galatia wächst/vnd von den Inwohnern derLänder Aspletion genannt wirdk. -Deß groffenGalgants oderAcori wurtzel/ hat die Krafft daß sie erwärmet. Die brüh dar-M innen groß Galgank wurtzel gesotten hak ge- jl 1 | rruncken/treibt den Harn.DieselbigeVrüh ist auch gut getruncken wider die Wehthumb der Seiten/derBrust vndLeber.Wider das grimmen/wider die brüch/vnd den Kranrpff. Mindert den Miltz/vcrtreibt die Harnwinde/vnd ist gut wider der Schlangm vnd gifftigen Thier btffz.Auch wirdr er nützlich gebraucht/ wrder . ^allerleyFrawen gebrechen/wiedicViolwurtz/ wann sich die Frawen setzen in die brüh/darinn die Wurtzeln sind gesotten. Der Safftauß den Wurtzeln gcpreßk/angestrichen/verkreibt alles/ was das Gesicht ver-sinstert.Scine Wurtzcl vermischt man nützlich in den Artzncyen die bereyt werden wider das Gifft einzunemen/die man Griechisch Antidota nennet. Beerwurtz/ Meon. Kap. rff. Cerwurtz/Gnechisch vnd zu i.am'n/Meon,aucf)Athamancicum genennet/wächst \viel in Macedonia vnnd Hispania Iist mit seinen blättern vnnd stengeln dem Dillen ' chnlich/au ßgenommen/ daß sic dicker sind/wirt gemeinglich zweyer Elcnbogen hoch. Seine Wurtzeln wachsen hin vnnd wider Ietliche auffrccht/ die andere krumm/zwcrch/sindt schmal/lang/einesguten Geruchs/warm/hißigam Geschmack. Die Demvmtz. Die brüh/da dieseWucheln in gesotten sind/ oder die wurtzeln zu reinem puluer gemacht/sint m> gut gecruncken wider die Verstopffungen der E>laftn /gieren vnd deß Harns vnd wider alle Gebrechen/davon der Harn fchwehrtichvnnd peynlich gefangen wirdt. Die Wurtzeln zu reinem Püluer gestoffen/mit Honig vermifcht/vn ein Latwergen darauß gemacht/ vnd eingegeben sindt gut wider die windige Auffblahung deß Magens/wider das Grimmen deß bauche wider das Auffsteigen vnnd Gebrechen derBeer-mutter Ischmeryen der Gleychen/ vnd wider die Flüffe/so vom Haupt herab fallen in die vndern Glieder. » Wann sich die Frawen in warm Wasser se- 7/S^^ytzen/darin Beerwurtzeln gesotten sind/ so treiben sie die Mondzeik/dm Kindern vber den vndern j bauch wie cm pflasier gelegt / treibe sie den Harn/ die Beerwurtzeln zuviel gesien oder getruneken/ machen einen WchthuMb deß Haupts. WilderGalgsint/ Cyperus odoratus V^ anguldfus iuricus. Cap. ins. i Iloer Galgant/G» iechisch Cypcms, V(fc6«u loon Etlichen Eryfifceptrum, wieder 6“na' AsphalathUö/ZULateinOäoracus an-gulofus iuncus genenntchat blatter dem Lauch ehnlich/sittdt jedoch langer vnnd schmaler/ seine siengel wachsen cckecht / Elenbogcno hoch/ offc höher/den wolriechenden runden binssen/welche Griechisch/5cK^no8/zu Latem/Rotundus o-dorams iuncus gmenNt werdcn/chnltch/am ö-berften theil der Stengel / gewinnt er kleine blak-rer/vnnd zwischen denselbigen seinen Samen. Seine Wurtzeln welche man in der Artzneyen gebraucht / hangen an einander/ wie die lange runde Dlruen / hat auch offt runde schwartze Wurtzeln / eins guten tteblichen Geruchs / am Geschmackbitter. Wilder Galgant wachst in feuchten Moßlachen vnd in gebawtcm wa/seri-gemErdtrrch. Drebeste Wurtzeln deß wilden Galgantö/sindt/schwehr/fcst/nicht leichtlich zu zerbreche/ voll/ außwendig anzugreiffen rauch/ eines liebltchm Geruchs/ vnd wenig fcharffam Gefchmack.Ein sotcherwirdtaußCilicia/Sy-ria/vndaußdmInsulen/GriechischLyclades gmennt/zu vns bracht. DieseWurtzelnhabm dieKrafft/zuerwär-men/eröffnen die Mündlinder Adern / treiben Rmffr. den Ham/ sindt fast gut getruneken wider den ^“5'* Stein wider die Wassersucht/ vnnd Scor- ann da sindt viel Krauter vnnd Wurtzeln die den Geruch der wolrie-cbendcn Spicanardi haben als der Baldrian/ Ha felwurtz vnnd der Berg Nardus/ Griechisch Niris genennek.Eö ist aber nit also/ dann diese Blatter/die man Griechisch Malobathrum nenet/sind ein sonderlichGcschlccht vor sich vnnd wachsen in den Indianischen Moßtachen/ schwimmen auff dem Wasser/ wie die Mcerlin sen/ohne Wurßcl/ die Inwohner daselbst sammlen dieseBlattcr/vnd hcnckcn sie zu trücknen an Faden/vnnd lassen sie/nach dem sie tru cken worden/bewahren. Man sagt/ daß in Sommere Zeiten die Moßlachen auß-lrucknen/vnnd alsdann was da dürr ist / angc-zündct wirdt/vnnd daeErdtrich damit gcbrcn-net/wann solches aber nit geschieht/ sowachsen diese Blatter nicht. Die beste vnder diesen Blattern sindt graw-lecht/dasist/ außdemweissen schwartzfärbig/ fest vnd ganß/nicht lcichtlich zuzer brechcre / mit ihrem Geruch das Haupt beschwerend / behalten jrcn Geruch lang/als welcher dem Geruch — der Spicanardi ehnlich / vnnd am Geschmack vngesaltzen ist/wan sieabcr schwach sindt/ klein zerbrochen/vir eü?en schimlechken Geruch haben/die soll man verwerffen/dan sic sind nit gut. Sie haben ihreTugendtvndKrasstgleich der Spicanardi/sind aberzri allen Gebrechen krasstiger/ dann dieselbige/treiben auch den Harn heffiiger/ vnnd sindt dem Magen mehr Wolriechende Cassia. nützlich vnnd bequem / werden wider die hitzige Geschwulst der Augen gebraucht die Äugen angestriechen mir Wern / darinnen diese Blatter vorhin gcstossen/ gesotten haben. Diese Blatter vnder der Jungen gehalten / machen einen süssen / lieblichen lwolrrechcnden Ache m. Jwischen die Kleyder gelegt machen sic denselben auch ein guten Geruch vnnd treiben alle Würm vnd Motten davon ab. Wolncchmde§afsla/ Caffia. I Cap. Er wolriechenden Cassia / Griechisch vnnd zu Latein CailiagetHitmt/ sindt C^Tvrelerlep Geschlecht/vnnd wachsen in Arabia Idaher gemeiniglich alle gute Geruch kommen.Aller Cassren JweygvndAeste/habcn dicke Rinden/ vnd jnBlatter sind den Pfcsscr Blattern ehnlich/ Man soll erwehlcn dre Cas-siam/welcherotlecht ist/mit einer hüpschen färb wiedieCoralln/schmal/lang/mrt dicken rinden / innerlich hol/ am Geschmack scharss/ mit einer zimlichen wärme/zusamen ziehend / eines lreb-lichen Geruchs/wre sonst alle Oewürtz/vnd hak damit auch einen Geruch wie derWein. Solche Cassia wirt von den Inwohnern deßLands/ da sie da sie wächst IAchij genannt / von dm Kauffleutm der Statt Alexandri^ Egypki (Da-phrntts.) D ieser aber wirdk noch vörgezogen/ welche dick/ purpurfarb vnd schwartzlecht ist (Ayger gmannt/)am geruch den Rosen ehnlicb/vnd wirr sonderlich in derArtzney gebrauche Nach welcher die beste lst/davon vorhin gesagte Die dritte darnach ist die/welche Mufehti-cum blaftum gmmttttwirdk. Die ändern ausserhalb diesen dreym sind schnöd/vntüchtig. Auch die Aphemum gchcyssen wirdt/wclche schwartz/vnlieblich/ein dünne Rindm hak/vnd voller ritzm ist.Solchc sind auch/welche DarcavnD Citm genennet werden.Darzu ist noch ein Geschlecht/den vorigen vberauß chnlich/Mit Namen Pfcudocaflia,ba6 ist falsche Cas-sra.Wirdk am Geschmack erkennt/dann sie ist weder scharpssnoch raß am geschmack/ hat auch keinen Geruch/wie die anöere/vnd ihre Rinden bekleben fast aM Marek. Es wirdk noch ein Geschlecht der Cassis erfunden / hat weite Rhör/ist zart / weych/glat/voller Iweiglin/ist hesstt dann die nechsi hievor.Welche aber außwcndig weiß ist/scharss rauch anzutasten/vnd simckettdtwie die Gchssenböck/Wirdtgentzlich verworssmi Die Cassm hat eine Kraffk/damit sie wärmet / trücknet/ sänfftiglich zusaMmm zeucht/ vnd den Harn bcfördert.Die Cassia wirdt nünlich vermischt/vnder dieArtzneyen derAugen/ ( welchebereytwerden/einscharpff/klar Gesichtzumachen/vnndvnderdie erwmchendePfla-ster/mit Honig vermischt vnd angcstrichen /vertreibt sie die Sprücklen vnd Ma sen deß An-gesichts.Lreibet die Mondzeit der Feauwcn. )st gut gekruncken wider die Naker Bisse/wie Susserüch gleichöfallö/wider die innerliche Hry/Hitzige Gcschwulst/vnnd Gebrechen der Nieren. Die Cassia eröstnet die GeburtöGliedcr / watin sich die Frauwcn setzen in Wasser/ da Cassia in gesotten ist loder den DaMpff oder Rauch der angezündtcn Caffia vnder sich empfangen. Wann man keine CimmetrindeN haben mag / so nimpk Man zu den Artzneyett zwyfach vnnd doppel Gewicht Cafften an statt der Cimmetrmden/dann sie hat steht vnnd fest mancherley Gebräuche. gtmWmtbmz CinimömuM. Kap.xiss. Er Cimmetrmden / so da Griechisch Geschlecht, vnd Lateinisch Cinamomum hcyßk/ O^/sinti viclerley geschlecht/vnd werden ge--mcinglich genennt/ein jede mit dem Namen dcß Lande da sie inn wächst.Die allerbestewird Gi-namomumMofiliticum genmnet/diewellsie Mostlttischt. ger Cassien/welche M ofilitica genennet wirdt/ fast chnlich ist. Vnder diesem Geschlecht aber rstdicbcste/f^sch/braunschwartz/weinrot auss aschefarb gcneygt/ glatt / sanfft anzugreisscm mit schmalen/glatten Iwcygen/ voller Knöpss-lm/eine lieblichen starckenGeruche.Dann das fürnembsteAeychm der bestm Cimmetrmden/ ist die Eygcnschasst dcß lieblichm Geruchs. Man findet auch vnder den besten Cimmetrin-dcn ein sonderlich Geschlecht/welche der Rauten vnd Cardamomb am Geruch fast gleicht. Die gute Cimmemnd wirdk dardurch ersuche vnnd erkant/dicweil sie auss der Jungen bcyßt/ vnnd mit einer Hitze wenig gesaltzen am Geschmack / vnnd läßt sich nit leichklich zerbrechm vndzerreibm/vnd hatzwischen ihren knöpsslin sansst vnd glatte spacia. Wann du aber nun die Cimctrindcn versuche wrlt/so soltu ein stück von einer wurtzcl nemcn/vn dae allein vor sich selber versuchen vnd probircn/ dan diese prob ist leicht vndgewiß.Wann du aöerviel stück zusammen vermlschk/auffnimpst so begibt siche / daß vergüte Geruch der besten Cimmetrinden/die Nase erfüllt/vnd also die Prob vnnd das Vr- ^ ra Dm-theil deß Vntüchtigen verhindert. Es ist noch ein Geschlecht so Berg Cimmetrinden «««»*<*. genem 4. 5. Io genenner wü dt/vnd diesclörge ist dick/kurß/r othfarbig. Das dritte Geschlecht ist dem ersten Mofdicicum genannt/ehnllch/emes lrebüchen starcken Geruchs/schwartz/vollrrastlm/aber mit wclüg Gleychen/vnd Knöpfflm.Das vierdte ist leicht / schwammicht / weiß anzuschenl dick/lcichtlich zuzeebrechcn vnd zu Puluer zumachen/vnd ist vndüchtig/hat ein groffe Wur-ßel/mit jhrcm Geruch der Eaffia ehrliich.Das fünffrc Geschlecht schlegk dieTiasen mitjrenr hat eine feste/dicke wurtzcl.Die Cimmetrinden welche einen Geruch haben wie der Wey-rach/Cassta/Myrkus/oder dasAmomum/sindknit lieblich am geruch. Dieweisse/ rauhe/ holyechte Cimmetriuden/die runtzlechte Zweyglin haben/vnnd nicht glat sind/ sind gantz vn-tüchtig.Es ist noch ein geschlechtder Cimmetrmbm ehnlich/vnd ist Pfeudocinamomum, dasistfat “ 6. nü die Rinde/ hat aber doch ein gestalt der Rinden / ist aber holtzecht/mit langen vnnd festen Ruhten/hat viel einen geringer« geruch/dann die Cimmetrinden.Es sindt etliche die da sagen/es sey der höltzene Cimmet ein sonderlich geschlecht/ vnnd habe nicht der rechten wahren Cimmeti riider, Art noch Eygcnschafft an sich. Alle Cimmetrinden haben die Natur daß siewarmen/weychen kochen/zeytigen/dauwen vnd den Harn trcrben/Cnnmetrmden getrunckcn odermit Myrren vermischt/ ein Aapfflin daraus gemacht/vnd in die Scham gcthan treibet die Mondzcit dcr Frawcn/vnd diefruchk. Auch sindt sie gut wider das gifft/vnd aller gisitigcn Thier bistz vnd stich/ säubern vnnd vertreiben alles/was das Gesicht vertunckelt vnd verfinstert/machen die dicke §euchtigkeit/dün vnd sittstig. Die Cimmetrinden mit Honig vermifcht/vnd angestrichen vertreiben die fprückeln/vrrnd Dttmö'gc». maftn deß Arrgksichtö. Die Cimmetrinden sindt gut Wider den Husten/ Wider die FltW/ sö vom Haupt herab fallen rn die vndcre Glieder / wider die Wassersucht/ wider die gebreche» Invkrbcht Äraffk. Lnsserftch lich gefangen wirdt.Dic Cimmetrinden werden auch vermischt / vnder die köstliche salben/ vnd haben man chcrley gebrauch.Wcrden auch etwann zu Puluer gestossen/vnd mit wein zu Küchlein formirt/vnd zu trnckncn in schatten gelegt/damit sie lang bey jren Krafften blerben. AmoMUM/ Amomum. Cap. Mj. BtschrN- buug. I Momum/ Griechisch vnnd Lateinisch gerrennct/istein kleines Staudtlein/ auß dem Holtz traublechk/ in sich selber gewunden/ bringt kleine blümlin/ den weissen Violen ehnlich/ seine blatter sind den Aaunrü-ben blättern (Griechisch Bryonia genannt.) nit vngleich. Das aller beste wachst in Arme-nia/ist an der Farbe goldtgclb/ smi holtz roth-lecht/ems starcken lieblichen geruchs. Derauß Media hieher gebrachrwird/tst/dieweilerin e-benem/flachem/ feuchtem vnd nassem Erbrich wachftt/vnkrafftiger/abergroß/ bleych grün-lecht/wevch anzugreiffen/seine staubt üdericht/ am geruch dem Dosten ehnlich / welches in Ponto wachst/ist rothlecht/klcin leichtlichzu-r zerbrechen/traublecht/vollcr famen vn fchlegt die Na se mit seinem geruch.Auß dem Amomo soll man erwehlm/der weiß rothleche ist/ vnnd dernitfastgestrickt/m einander geflochten oder gewickelt hanget/jondern eingeschlossen / auß-gebreytet/volier samen Ikleinen Traublin ehn-llch/schwehr/cmes guten geruch^/ Der nrtver- legm/ legen/altvnd schmürcht/sondcrnräß/scharpff vnnd bcrssend auffder Zungm/ emttFarbm Mit manchalcy Farben. Amomum hat dicKrafft/Paß cr wärmet/zusammen zcuchk/trücknet/ den schlaff bringt/ Rrafft. vber das Vordcrhäupt ober Sttm gelegt/fänfftigee a die schmertzen. Jeitigck die hitzige ge-fchwulst/vndgeschwer/die mar,Griechtsch^le1iceriäL8nenttt.MikBasilien vermischt/ist es gut angcftrichcn wider der Scorpionsttch.Sanfftigct den wehthumb deß Podagra / die Hitzeder Augen/auchdcrjnnerlchenGlicdcr/mik Mccrtraublin vermischt. Amomum ist §“K5» truncken wider die Lebersucht/gcbrechen derNieren/vnd wider das Podagram.Darzu auch iftAmomum gut vermischt vnder die Artzncycn lwelche wider das Gifft vnnd andere inner- liche Gebrechen einzunemm bereyk/welche man Antidota Griechisch nennet. Dasrechre Amomum wirdt gefelschr mit einem Kraut welches ihm ähnlich ist / »»bist DElfE Amomis genennct Ihat aber keinen gcruch / »och Samen wechset in Armenia vnd bringt blumen wie Der M olgcmut. In solcher dinge proben soll man vielzusamen gelesen stück fliehen/ Man sol aber den erwelen l vnd darnach Probieren / welcher auß einer Wurtzel/ mit seinen astlin gantz gefunden wirdt. Kostus. Coftus. Kap. xv. Er beste Costus/ Griechisch vnd La- MH,-' tein.sch Coftus, wechstin Arabia/vn ^4.-wirdt daüellherzu vns bracht/ist weiß/ liecht leines starcken lieblichen geruchs. Nach dem Arabischen ist der Indianische der beste/ Indicinisthc. voll/fcst/schwartz vnd leicht vnnd damit dem Kraut F erula genannt/fast ehnlich.Nach diesem folgt der Syrische Costus/ist schwehr/ ge- Syrische, färbet wie der Buxbaum/vnd schlegt die Nase mit seinem Geruch. Der allerbeste soll frisch/ weiß/voll/fest/ dürr/eines lieblichen Geruchs/ nicht sttnckendt/nochwurmichk seyn / am Geschmack scharpffvnd bciffend auffder Zungen. Der Costus hat eine Kraffr damit er war- ^mwfich« met/die Monzeit der Frawen/ vnnd den Harn treibt. Ist gut widcr die gebrechen der Beer-mutter wann die Frauwen den an statt eines Aäpffüne brauchen / oder dcnselbigen sieden/ vnd fleh mit der warmen brüh bähen oder den cmzündcn vnd den Dampffvnd Rauch davon vonvndcnauffenkpfrngen. Aweyer qmntlin fchwehrgekruncken heylct er derNatern bissz. Ist mit Wein vnnd EVermut getruncken gut/ widcr die schn,atzen der Brüst/Krampff/win-dige geschwulst/vnd auffblahung. Mit Meth oder Honigwasser getruncken/macht er ein be-gird Zur vnkeuschheit.Tödtvnd treibt mit wasser gerruncken die breytc Bauchwürme auß. Wider das kalte zittern vnd beben/so mit dem cingang der nachlassenden Feber kommen/ ist der Costus gut angcstrichen mit öl vermischt,Wie gleichsfalls wider die Lahme mit ölver-Mifcht/vnd die vcrlahmke glieder damit geschmiert. Costus mit Wasser oder Honig ange-strichen/vertrcibk die fprückeln/vnd andere gebrechen vnd masen dcßAngeflchts.Ist auch gut vermischt/mit den crweychendcn Pflastern / vnnd vnder den Artzneyen/ die wider das Gifft „ . . ernzunemen bereytet werden.Costüs wird von etlichen gefälscht / mit den harten Alantswur- ' ßeln/die auß Comageno bracht werden. Dieser Betrug ist leichtlich zu empflnden/dann die Alantöwurtzel ist nit also sehr scharpff noch beyssend auffder Jungen fhr Gm,eh ist auch nit so lieblich noch starck/damit sie die Nase schlecht/wie der Costus. Camcle- iw; aini.c'' Xifätt» 6iwg. I-üttkkrcht Lvrsffk. B-schtti. fang- Inkl^lichk Araff«. Amnclshew / Schocnos ^luricus rotundus odoratus. Cap« xvy« CHaMclöhew/woltiechenVeblNßen/Gtie-- chlsch/8clrccno5,Ku iattitij luncus rotundus oäoratus,WachstmAftica/m Arabla/vnnd m der Landkschaffl Na-barhea gcnannr/vnd dieser ist der best. Demsü-bigen nach/ welches sonstanderßwo in Arabia wachst/welchs etliche Babylonisch Chamclo-hcw nennen. Etliche bey den Griechen / Teu-chitim. Das aller untüchtigste wachst in A-frica.Das beste/das zu er wchlcn ist/ soll fcwcr-roht seyn mit vielen blumm wol besetzet / schmal/wann eszertheylt wirbt/ roth/purpur-farb / wann cs zerbrochen wirdt/daß es einen lieblichen gcruch von sich gebe/wie die Rosen/ feharpffam geschmaek/ vnnd beysscnd auffder Jungen. Man gebraucht in den Artznepcn die blumen /Halmen vnd wurtzlcn. Camelshcw hat em Krafft/ . damit es den Dam treibt/vnd die Monzeit der Frau wer« bv fürdert.Verkreibt die wirldige Aufblähungen deß Leibs/beschwehret aber etwas das Daupt/ vnd zeucht sünfftiglich zusammen.Darzu zerbricht cs/zerttigekvnd croifnet. Gerne blumen sindt gut gctruncken wider das blutspeyen/ wchthumb deß Magens/Leber vnnd Vieren. 4 Wirdt auch vermischt vndcr dic Ärtzncyen/ welche wider das gifft cinzunemen bereytwerdcn/die man Antidota Griechisch nennek.Die wurtzeln sind ein wmig herber/vnd ziehen mehr zusammen/dann die blumen vnd der Halme. Derhalben seynd sie gut/eines quintiins schwehr/mitgleich soviel Pfeffer / etlicb Daa nach-einandergetruncken/wider denVnlusten vndWrderwillcn deß Magens/wider die Waffcr-fucht/vnd den Krampff.CamelshZw ist gut wider die hitzige Geschwulst der Gcburtsglieder/ wann sich die Frawen setzen in die brüh/da es innen gesotten hat /vnd sich da inir bähen. Kalmuswurtzel/ Calamus. §ap. xvlsi ^ewolriechende Calmuewurtzel/Gricchischvnndzu Latein Calamus Aromati-cus,vnd odoratu5 genannt/wachst inIndia. Der beste Calmus ist fciverrohk/ mik vielen Glcychm/vnnd wann man jhn bricht so zer i rieht er in vrcl lange Gtückiein/ wie die kleinen Spanlin/semc Röhrlin sindt voller Spinireirweb/weißlechk vnd wann man jhn kewet/so wirdt er zähe/schleimich/ein wenig zusammen ziehendr/ tut fast scharpffauffder Jungen/mit einer bitterkeit vermischt. Der wolriechendc Calmus hat eineKrafft/damir er den Ham trcibk..Darumb Nlikgraß-wurtzeln/oder Eppich samengesotten/istergutgctruncken/wider die Waffersucht/ Gebrechen der Nierm/wider die Hamwind vnd brüche.Derwolricchende Calmus getruncken / o-der cm Japfflein darauß gemacht/vnd in die Scham gethan/kreibt die Monzeit derFrawcn. Der Calmus allein vor sich/oder mit eim wenig Terpenthin vermischt / angezündet vnd der Rauch darvon in den Munde durch ein Rhor empfangen vertreibt den Husten. Wirdt auch gesotten in waffer/dieFrawen darinn zu setzen/wider die Gebrechen der Geburtsglic-der mit Clysticr Röhrlin angegossen lvnnd vnder die weychende Pssaster/vnnd andereArß-neven/diezumgutm Geruch anzuzündcnbercytekwerden/vermischk. Calmus- Balsam/ Baifamum; Cap. xviij. ßVJ Alsam/Grrechischvnnd -ü Latein Bai- Bisir«««» QQ ^ daniach sich zertheylt/vnd vbcrher schwimmet/sie jrren aber/vnd werden betrogen. Baksumbolv Vndcr dem Balsamholtz Griechisch Xylobalfamum genennt ist das beste frisch / hat dünne schmale Rütlm/rotlecht/eines gUtenGeruchs/vnnd mit seinem Geruch dem Balsam ölehnlich. Dalsämsamt Vnder den Balsamsamen (als dessen Gebrauch auch in den Arßneycn nötig vnnd NÜK) soll man crwkhlm vnnd erlesen den so da gelb/rothlecht/voll/ groß /schwehr/ scharpffvnnv hißig auffder Iungen/vnnd im Munde / vnnd der etwas dem Geruch dcß Balsamöls fast ehnllchreucht. Der Balfamfame wirk gefälscht mit einem gleichen Samen/ des Krauts Hypcrici, rrelchcr auß der Statt Pkkra/der Landschafft Palestina zu vns gcführct wirdk« Dieser Betrug wirdt erkandt/da ß dieser Same grösser tst/itmwmdig ledig vnd hol/vnkraff-tig/vnd am Geschmack dem Pfeffer etwas gleich. VnterallemwasvonBalsam gebraucht Wirt/ ist der Safft oder Del das aller troff* kigst/ vnd pflegt am meystcn zu erwarmcn.Das Balsamöl macht ein klar Gesicht.Dann es vertreibt alles/was die Augen vnd das Gesicht verduncklet. Balsamöl mit Roscnsalb ver* mischt vnd vnter gcstosscn/trerbt die Monakzett der Frawen die Frucht vnnd die andere Ge-Balsamis burt/oder dasBürdtlm.Balsamölangestrichen vertreibt die Kalt vnnd Beben/ erwärmet E^Mich erkalte Gcburtsglieder vnnd Jittern/ fomitdem eingangder nachiasscnden Fcber kom* 0:mi>9<<,‘ men/es säubert die faulen Geschwer/getruncken/trerbt cs den Harn/zeptiget/vertawct/ vnnd ist den Dampffigen/vnd die eines kurtzcn Athems sindt/beq ucm vnd nun. Mit Milch eingenommen ist es gut wider das Gifft der Wolffswurtz. Auch ist es gut wivei'aller gifftigen Erliche Thier Brssz vnd Stich.Dcr Safft oder öl/wn dt nützlich vermischt vndcr die Sa lben MU*' che man wrder die Bemüdung deß Letbs(Acopa Griechisch genennt) zugebrauchen pflegt/ vnnd vnder die crwcychende Pflaster (Malagmata) Auch vnter die Artznenen/welchc wider das Gisst vnnd andere innerliche Gebrechen einzunemen bcreyL werden /Griechisch Anti-äotagcnenntt An summa/Das Balsam ölistdasallerkrafftigst. Darnach der Same. Das Holtz aber ist das vnkrafftigste.Dcr Same ist gut gctruncken wider die Gefchwcr der Seiten vnd Brüst/die man Griechisch WcuricliteL ncnntt/widcr die Lungen sucht/Husten/ Schmertzen vndWchthumbderHüfft/HinfallendcKrckick/widcr den Schwindel kurtzen Athem/wider den Gebrechen /davon man nicht/ohn allein mit auffgerichtcm Leib athnicn mag/vnd davon der Harn schwchrlich vnd peynlich gefangen wirk. Auch wider das Grimmen dcß Bauchs/vnnd wider die Schlangen vnnd g'.fftrgcr ThierBissz. Der Rauch oder Dampffdeß angczündten Samens/ von vnden cntpfangcn ist gut wider die Gebrechen der Beermutter.Wcnn sich ein Fraw setzt in Wasser /darinnen Balsam Same gesotten hat/so eröffnen sich davon die Geburtsglicdcr/vnd die böse schädliche Feuchtigkeiten werden davon außgetrtbcn.DasBalsamholtzhatebcndicselbigeLugcntvndKrafft/abergeringer. Die Brüh/darinnen Balsamholtz gesotten hat/istgut getruncken/ wider dic Vnverdawlichkeit/ wrder das Grimmen deß Bauchs/wider der gifftigen Dhier Stich vrmd Biss;/ vnnd wider den Krampff.Pnd treibt darneben auch dcn Harn.Balfamholtz mit klein gestossenerViol-wurtz/tstgutvnd bequem zu den Wunden deß Haupts/vNd zeucht die Splitter vnd Schrfer der gebr ocbcircn Beyne auß denftlbigen herauß.Ium letzten wirt cs vermischt vnter die wol-ricchendeSaiben/denen ein rechte dicke zu machen. Afplialathus, Eryiifccptron. §ap. )TtV» Beschrri« A Sphalathus, v>on etlichen Eryfiiccptron genennt / ist ein Gestaude mit vielem Ge-kuag. ^heltz vrmd AcstliN / vtUid mit vielen Dornen scharpff vnd stechende. Wachst in Crctabcy der StattAstro üt Syna/vund m der An sei )?!)siro/vnnd Rhodrß. DasHoltz beßAfphalathi, wirdt gebraucht von dm Apoteckern/zu den köstlichen wolriechen dk Salben Iden Salben damit eine Dicke vnnd Geruch zu geben. Das beste vnder dicftm Heltz soll schwehr sepn / vnnd so die Rmde abgethan wirdt/roth/seneygt auffPrirpmfarb/fest/ eiries Afphalathus. ttnes guten Geruchs nemblich öl'ttttt, Ge- fchmacks.Dleses Afphälari i(f noch em Ge-schlecht/isiwech/höltzechk sonder Geruch vnd tvnd vor vndüchkig gehalten^ Sdr Afphalathus eine Kraffk/damit IdSchq er wärmcr/vnd zusammen zeucht. Derhalben G-brauch. wann er m Wem gesotten wirdt ist er gut den Mund damit zu waschen/wider dievnsaübern vnd faulen Mund Geschwer/welche die Griechen Aphtas nennen. Auch werden die Ge-schwer der Scham damit nützlich gewaschen. £>rWtin/tw Afphalathus inn gesotten ist/ wirdt förderlich in die )?ase gegossen/ wider die faule stinckende Nasen gescbwcr/ welche Griechisch (Orcn-x ) gcnennet werdm/ Aiphala-thus zu den Japfflin gechan/ welche man zu den Gebürts Gliedern bereyter / zeucht die Fruchr/stopsst getruncken denSkulgang/vnd das Blutspeyen. Vertreibt die Geschwulst vu auffblahung. Hilffk denen die da schwehrlictz harnen. Gemöß/ Bryon. Mufcus; ' Cap.yc. Emöß/beydenGriechen Bryon,zuXa-jtein Mufcus/wirdt an den Cederbau- 6ass* men/Pappeln vn Eychbckimen gcfun-den.Derallerbesteaberan den Cederbaumen^ Der nechstenach solchem besten an den müssen Pappelnbaumen/ der beste vntcr beyden soll ftyn weiß/vnnd eines güten starcken Geruchs/ der fchwartze wird verworssen. Dieses Gcmöß hat eine Lügende vnnd Krafft/daß es zusammen zcuchk.Dre Frawen brauch, sitzen nützlich in Wasser/da Gemöß inn gesotten ist/ wider die Gebrechen der Geburtsgliederrauch wirdt es vermischt vnder die wolrie-chcnde Salben/dem öl ein rechte dickevndgu-ren Geruch zugeben/ vnnd sonderlich vnter die Salben / welche Vngueiitum balaninum* Griechifchvttd zü Latein genennct wirk. Auch wirdt dieses Gemöß vermischt vnder die wol-nechendeVermischüngen/ welche man zum Rauch anzuzünden bereyter/ vnd vnder die sal-hen/welchewiderdie Müdigkeiten werden gemacht. Agallochon. Cap. ^K s^Aradyßholß Griechisch vnd ZuLakein 51 4 Agallochon,istdrt holtzsoaußIndia 6unä* l^vnD Arabia zu vnsgeführekwirk/einem Holtz Thuyas genenet/khnlich.W macklecht/ B tj eines AErrüichss »»M B«schr«z, 6'm$ Neschrti» du»g. Inmrvcke Gebrauch. Brschrti- buirg. Pcdacii Diofcoridis Q5U^Z Pamdyßtzoltz. eines lieblichen vnd starcken Gemchs / am Geschmack herbe vnd zusammen ziehmd/mit einer x Bitterkeit vermischt. Seine Rinden haben die Gestalt einer Haut vielfarbig. Paradyßholtz gessen / oder den Mundt ge--ßvaschen vnd geschwmckt mit der brüh da es in gesotten hat/macht einen lieblichen guten wol-viechmden Athem/Diß hoch zu reinem Puluer gemacht/vnddenCörper damit bestrewek/ verhindert den vberflüffigen schweyß. Wirdtan ssatt deß Weyrauchs angezündek/ zum guten Geruch.Die wurßel dieses ein quinilin schwer getmnckm/rrücknetdieFmchtigkeit deß Magens. Starckt die blöde Mägen/vnd sänffrigee dieHch. Garzuwirdt dieses Hoches Wuryet nützlich getruncken mit Wasser/wider die weh-thumb der Seiten vnnd Leber/wider die rohte Ruhr/vnd Grimmen deß bauchs. Narcapthum. Kap.ych. ’NTArcapthum wrrdt auch auß India ge-bracht/vnnd hat ein gestalt einer Rinden/ welche den Rinden der Egypter Feygenbaum (Sycomorus genent)glerch ist/ N arcaphthu —— -«— —— ^ ^ ' wirdt vor sich allein vmb seines lieblichen Ge- ruchs willen angezündek/vnnd auch vnder die Artzneyen/ welche zum guten gmtch bereyk vnd angezündk werden vermischr.Der Dampfs oder Rauch/deß angezündten Ksarcaplirlij/ wie siche gebühret/ entpfangen eröffenek die Verstopffung der Geburt Glider. Gancamum. §ap. xxch. As Gummi/Griechisch vnnd zu Latein Cancamum genent / ist ein außgerropffter i Safft/ eines Baums in Arabia wachsend/ der Myrrhen etlicher masten gleich/eins ^bitkcrn gefchmacks/vnd eines starcken vnlieblichen Geruchs. Man pflegt den auch zum Geruch vnd Dampffzu gebrauchen. Die Klepder werden nützlich hiemit/sampt ein wenig Myrrhen vnnd S toracx beräuchk. Man spncht daß dieses Gummi eins halben quintlms schwchr / mit Wasser oder Opimel/ dasist/sawrcn Hdnigsyrup/ erlich Tag nach einandergetruncken/dre schrdickevund feyste Leut dünn vnnd mager mache.Man gibt es auch nützlich den Miltzsüchtigen/ denen du mit der hinfallcnden Kräncke beladen sind/vnd den Dämpffigen: mit Honigwass:r getruncken/ treibt es die Monzeit der'Arauwen ldieWundtzeichm der Augen nimpt es baldk hinweg/ vnnd so es in Wein geweycht wirdt Iist es gut angestrichen wider das runckel finstere Gc-sicht/vnd Augen.Auchist Nichte bcssers wider das flüssige /vnnd von den scharpffen Flüstcn benagte Zanfleisch/vnd wider die Wehthumb der Zän. Cyphi. §ap. xriiss. M ^wtrdt/vndist den Göttern geheiligt. DieEgyptische Priester haben die Gewohnheit sich dieser vielzu gebrauchen.Man thuraberauch dieser Composition vnter die Artzneyen/ welche wrder das Gstf* vnnd andere innerliche Gebrechen einzunemen bercpret werden/ Antidota Griechisch genennct / gibt sic auch zu trincken den SämpMm vnnd dre IT xtt büfe em , c - -. ^ ^ , ßX*Pfurid Cakmus/Asphalathus/ Calmeehcw/fcdee em pfumiMyrrhen zwcy Pfundc / eines guten wolnechenden vierttett Weinsirtj.Maß/Honigij.Pfundt. Die Rofinlein von den Skeinlein gel cynigt/tvievor ^ _ . rtc t. , „ „,7.. vernnschwol durcheinander.Die andere stuck rcyn stosten vnd durchseyhen/ vnö zu den vörbeschriebenen vermischen/vnd also einm gaUtzen Tag lassen sichen/damit sieerweychm / vnnd dieftuebrzu sich ziehen. Darnach muß man Homg / so lang / biß die drcke eines LeyMs bekompk/üeden/ zum letzten daß Hartz zerschmcltzen/vnd alles zusammen vermischen/vnd in ünem irrdittGe-faß/wolverpicht/hehalkm. Saffratt/ Cmcus. Kapxxv. L^Mer dem Saffran deß Name äuff^. . L^HGriechißh/vnzuLateinLrocu5,in der Artzneyenzu brauchen/istder/welcher s4m. Corycius genent wrrt/von wegen einerStäkt vnd Berge der Landschafft CylieiX/ Coricus mitttamen/ da erwachst/vndersclbige soll seyu fttsch/ciner guten Farb / wenig weiß/aN einem jeden harlin/lang/gantz/nit leichklich zuzerbrechen/voll/da Nichts abgerissen ist/vnd wann er befeuchtet wirt/soll er die Hand farben/nit ver-dümpssk riechen/noch schimlechk feyn/ sondern wenig raß oder scharpssamgeschmack/wetcher abernlkatsoist/derselbig istzurvnrechten Jeit abgebrochen/oder alt worden / odernäß gewe^ fen.Derandernach diesem der beste ist der/wet-r eher in der Landschassk Lycra da vmb her/vnnV auffdem Berge Dlympo ( welcher ein Berg LyciL rst)wGst/vnd daher gebrachtwirk.Der drittekomptauß der StattAegis / gelegen LandeAetolia/welcher in Syrenen vnd in den Feldern der Statt Sicilice / CentUripe genens net/wachst/ist vnkräfftiger dan dievorige.Vn dann der Saffratt/ welcher sonst an ändern statten in Sicilia wachst. Aber doch vmb sei-ner Feuchtigkeit vnd Saffts willen / dessen er viel hat/vnnd Schönheit seiner Farben/wirdk in Ikalia auß den Mürselster'n/damit zu färben thewer verkaufft. Davon aber erstmals ge- fag^worden/ist in den Artzneyen zugebrauchen der best. berglat oder mit Awytterzu reinem Puluer gestoßen bestrewet/damit er schwerer wirdt / vnd am Gewicht zuneme. Aber diesen Betrug beweyst das angehengt DulUer/ vnndfo man ihn vor dieNaschelt/soerzeychtsicham Geruch der gesotten Wein. Thessalus hat den Saffran allein werrh gehalten Ivmb seines Geruchs willen. Da sindr andere gewesen/die den Saffi'att vor todtlich Gifft geachtet haben/so man seiner vrey quMklin schwehr mit Wasser Mttimpt oder trinckt.Abcr das ist war vnd gewiß/da ß der Saffran ein Tugend vnd Kraffk hat/zu zeytigcn vnndvertauwe« Iaber doch sanfftlich zusammen zuziehen/kreibt den Harn/ trofft B wider Btschrrj« 6iwg. Innerliche Kraffi. -SesthrO Im* Irnittüchs Vtbrauch wider die flüß der Airgen/vnd ftopffer dieselbige / die Augen mit Saffran m FreMn Milch zerlassen bcftrichen.Der Sassran wirdt nützlich vermischt zu dm Getrancken/ welche bcrey-eet werden zu den innerlichen Gebrechen. Auch wirdt er vermischt vnter die salben vnnd vfla-sier/welcheman bereytek wider die gebrechen vnd wchchumb der Geburrsglieder der Frawenl vnnd wider die gebrechen deß Hindern/ beyde Manns vnnd Weibspersonen.Der Saffran macht eine begierdt vnd reytzt zu der Vnkcuschheit an. Angestrichm vertreibet er den Rot-lauffoder die Rose.Vnrer die artzncyen der obren wirk er nützlich vermischt. Damit der saffran leichtlich klein zu machen vnd zu reybensey/pflegt man jhn in heyssekSonnm meinem jrrden gebacken Gefaßzu dörren/vnnd schnell vnnd offt vmb zuwenden. Die Wurtzcln deß Saffrane trobm den Harn/wann sie mit süssem Wein getrunckcn werden. Crocomagma. Kap. Mss. Je Mixtur/welche man Griechisch Crocomagmanmtit / ist andere nichts dann das Gewürtz/vnd andere wolriechcnde stück/die da im Seyhtuch oder Durchschlach bleibm/wann die Saffran salb durchgeschlagen vnnd außgetruckt/vnnd darnach in formen gemacht/bchalten wirk.Das allerbeste Crocomagma sollscyn eines guten gcruche/ ein wmig nach der Myrrhen riechent/ schwehr/schwartz/ohne Holtz / sanffk ein wenig bitter/ vnd wann es befeuchtet wirdt/soll es färben wie Saffran/im Mundt versucht/die Jan vnnd die Jungen färben/vnd viel Iar düchtig vnd bey scinm krafftcn bleiben /wie das jcnrge/ so au ß Syna wirdt gebracht.Diesevermischung Crocomagma, hat einKraffkvndEygenschaffk zu vertreiben alles/was dieAugen vertunckelt/den Harn zu befördern/ zu weyehcn / zu zeyti-gen/vertawen/vndzu erwärmen/ vnnd hak etlicher Massen die Krafft deß Saffrans/dann in dieses stück wirdt viel Sassran vermischt. Alantwurtzel/, Elcnion. Enulacampana. Kap. xxvls. ^ji Lantwurtzel/Grreehifth Elcnton/vnnb Q/l zu Latein Enula campana,hatBlatter "^^dernWüllkraut mit schmalen Blättern gleich: Sie seynd aber anzugrerffen rauher/ lang/ in etlichen stückm wachst die-Alantwur-tzcl sonder stengel.Dic wurtzcl ist weißlecht/offe rötlecht/cines guten vnnd starcken geruchs/ein' wenig raß vnd scharpffamGeschmack/dickvü groß.Die wurtzel har viel kleine angcwachsene Würtzelin/ wiedieLylien Wurtzeln/vnnd deß Krauts Aaron / Pfaffenpindr genennt/wclche man abnimpt fürter vnnd weiter zu pflantzcn. Alantwurtzel wächst gern an schaktechten brr-gen/vnd in trucknem Erdtrich. Die wurtzel wwdk im Sommer außgegra-ben/zu klemm Scheublin zerschnitten vnd ge-trücknet.Die brüh/da die Wurtzcl inn gesotten ist/getruncken/treibt dieMondzeit dcrfrawen/ vnnd den Ham. Alantwurtzel mit Honig vermischt vnd eingmommen/ist gut wider den husten wie gleichfalls auch den jmigen / die da fchwehrlich athmm/vü tut als auffgericht ath-men können/die etwas im Leib verrückt vnnd -erbrochen habm/vnd den Krampffgctvinnen. - - Auch ist sie gut wider die windige Geschwulst vndAuffblähung/derSchlangen vnd anderen -ifftiger Thier Bissz.In summa/dieAlankwurtzel hat ein Krafft ;u erwärmen. Mit den blättern in Wein gesottcn/wrrdt die H üfft nützlich bestrichen vnd gebähet/ wlderdenhcffm gm gm Schmttßeii vndWehthumb derHüfft.Alankwurtzel in süjsemWein(wekcher in Latem Paflum genmnet wlrdt)cmgesü!tztt/tst dem Magen nutz vnd gut. Dann die Salgamari, welche sonst allerley emmachcn vnd verkauffen/sieden dieAlantöwurtzel? vbergreffen sie mtt kalremWaffet'/lassen sic ein wenig rrucknm/thunsiemeln bequem Gefäß vbcrschükteysie mit gesottenem Wein/vnd behaltm sie also zum Gebrauch, Alankewurtzel gestoffenvnd ge-ttunckm/tsi gut wider das Blurspcyen. EgypttscheMMtWMtzel/ Elenion vEgyptium. Cap. ^viis. Rateuas der berhnmpkeSimplicisi schreibt/cs wachse der Alantswurtzel emGeschlecht Beschs in EgYpto/ vnnd sey ein Kraut mir ästlin/ Elcnbogens hoch/auffder Erdm sich auß- kung. spreytcnd wie derQuendel/hat blättcr den Lilien ehnlich/ein wenig länger/vndvielblär-eervmb die äftlin hcr.Seine wurtzel ist inwendig bleych/eines kleinen Fingers dick / amvn-tmt Lheil schmal/ am öbern dick / bckteydet mit einer schwartzen Rinden/wächst gern am Innerttch« Meer/vttdBcrgcn.DieWurtzclgeftojsen/vndmitWeingeLruncken/istAUtwiderdergiff- ©kreuch. eigmLhierBiss,. citdllaki) Yclcii. Baumöl außvnzeytlgen Oliucn / Omphacinon. Cap. xxix. , AsBaum ölauß vnzeytigen Dtiuen geprcst/ Omphacinon Griechisch genen^ brasst C^^net/istdcn aesunden Menschen das bcstc/vndmaam vielen dingen bequemlichvnd roircfuna" (^^ä>nntzlich gebraucht werden. Das allerbeste vnder diesem soll frisch seyn/einee guten Geruchs/nit scharpffn och beysscnd aujfderIungen/dann welches also geschaffen ist/wirk zu den köstlichen wolriechcndm Salben nützlich vnd bequemlich gebraucht. Es ist auch dem Magen gut/dann cs ist herbe/dadurch es eine Kraffthat/zusammen zu ziehen. )st derhalben auch dem geschwollenen Aanfleisch dienlich ltruckt dasscldig nidcr vnnd befestiget die losen Aan/so es im Munde gehalten w»rdt/vnd behelt auch den schweyß / den Leib damit bestrichen vnd geschmiert. Dom Baumöl in gemein. §ap. M. Aumöl so alter vnd frischer es ist / so nutzer vnnd bequemer es wirdt zu den Kranckher-ken in der Artzney zu gebrauchcn.Alles Baumöl in gemein hat eine Kraffk zu erwar- ^E»nd men/weycht den Stukgang/bcwahret den Leib für Kalte vnd Frost/ vnd macht jn ge- iC fchicktervnd beweglicher fcineWerbungezu volnbringcn/wcychctdcn bauch. Benimptden Gifft/welches dicDarmevndinncrlicheGllcderauffbcyßtvnd verwundet/ seineKrafft/ so eödamiLvcrmischtwirdt/wirdtnützlichgcgeben/wlderdas ködtlich Gifft/ also daß es offt getruncken wcrde/vnnd darnach widerumb von sich gebrochen. Es treibt durch den Stul-gang/so man sein achtzehen Lot einnimpt vnnd rrinckt / mit so viel Brüh der geschälten vnnd wolgesokkenm Gersten/oder mit waster.Baumöl da Rauken inn gesotten ist/warm gekmn-chm bcy zwölffoder drcytzchen Loth/rst gut wider den wchthnmb vnd Grimmen deß Bauchs treibt die Spulwurm durch den Stulganga'uß/wirdk mit einem Clystierlin nützlich eingegossen wider den grossen Schmcrtzen vnnd Krancke der kleinen vnnd ranen Därmen / welche man Ilion oder Iliacam paflioncm nennet. Das alte Baumöl hat ein grössere Krafft zu mvarmcn dann das new oder frische/darzu zertrcybt es auch besser die Fluß vnnd versamlungdcrbösen fmchtigkeitm odergeschwulstcn.Dic Augen damit geschmirek/machk B ich das das Gesicht klat'vud fcharpff.So man kein alt Baumöl haben mag/soll mall das/ fovoi^ Händen Isieden lasten zu der dicke emes Homgs/ es wn dt also dem alten an derKrafftgantz gleich. 9 Baumöl auß wlldm Ollum/ Oleum ex oieaftro. Cap. M. Aumöl Iauß wilden Öliuen gevrcft vnnd gemacht ist sehr herb zeucht derhalben fast zusammen/ vnd nach dem öle/welehesaußvnzeytigenL)liücnsamengeprest/istdieses Arassk bnd zubrar»chm den gcfttndcnMenschen das best wieder die schma tzen vnd wehthumb deß wirckmig. Haupkö/Wirdt nützlich gebraucht an statt deß Rosenöls/ verhindert den schweyß auch wirdk das Haupt nützlich bannt geschmiert/ wieder das außfa llcn der Haar/wieder die scheltzen vnd klcyechte Schüppen/vnd wider den Grindt deß haupes/cstgut wieder andere rautigkeit vnd grindt/da sonst der Leib allenthalben mtt beschwehrt sein mag / welche sich täglich mit diesem öl schmieren lwerden nit baldt graw odcrgrepß. Baumölweißzumachm/ Kap. my. Vjfdiese weiß wird das Baumöl weiß gemacht/ Man nimpk deß wa'sten Baumöls / baß tut über ein jar alt ist XP Maß geust dasteibige in ein new jrrben Gefäß/ mrt ci--nem weiten Munde/ steltesindie Sonne/gcustes darnach alle Mittage/ offt auß einem Faß in das ander hoch vbcr sich herab/ auffdaß es durch solchen stedten Kall vnd bewegen verwandelt werde / vmtd einen Schaum gewinne/ wirfst aufs den achten Lage hernach zu dem öl xiij. tot Fenigreck der da vor reyn gemacht sey / vnd in warmem Wa ster befeuchtet vnd gewcycht sey/vnd gleich so viel feyst Kynholtz / in kleine Spanlut zerschnitten/geust nach acht Lagen das ölwiderumb auß/vnd so eswüß genugworden /lests in einem newen Faß / welches zuuor mir gutem firnen Wein befeuchtet fey/behalten vnd bewaren/forn amBodcm deß FaßKrentzlmauß Steinkleegemacht/xj.guintlin schwchrlegen/vnd sovietVtolwurtz. So es sich aber begeben würde / daß es tut weiß worden wer soll man es widerumb an die Sonne stellen Ivnd thun wie vorgemeldt so lange biß cs weiß wird. Das öl Sycronium zubereitm. Kap. 2»df< «ti u ^ öl zubereiten / welches Griechisch Syctomum genertnet wird / Mmpt man bey Ny»».3 '^^Jbrn; maß weissesöls/ auß vnzeittigcn Olruen gepreßt / geustsin einen verzinken O^L>Kestet/thutdarzu halb so viel Wasser/ lestesausseinem fanfften Kolfewer siedelt/ rhüret es sanfftlich herumb/wenn es zwcymalaußgesotten hak vnd darnach kalt worden ist / Schepssc man das öl oben herab Ithut widerumb soviel frisches Wassers darzu lest es sieden /wie zuuor/ thut wie vor gesagt? vnd Schöpfst es ab in ein ander bequem Faß / vnd stellet es hinweg.Dieses öl ist zum mehrern therl bereyt worden in einerStatk Sycionia genent/ Vrafft vnd dauon es auch seinen Namen hak die Krafft zu erwärmen. Es ist gut wkdcr das Fiber vnd wirckung. Gebrechen der weissen Adern oderNcruen.Sie Frawctl gebrauchen sich auch diftö öls zur ztehrt vnd schöne jres Angesichts. Strigmenta Balnearum. Kap. Mttss. Er Schweiß sampt demVnrahkvnd öl damit sich die Menschen vor Zeiten in ba-dem schmierten vnd bestrichen / Äbgekratzct vnd gesamlct Strigmenta balnearum ZU Latin genent/ haben ein Krafft zu erwärmen/zu weichen/zu vertheilenvnnd zu zerkreiben / sinbt derhalben gut bestrichen vnd geschmiert / wider die schrunden deß Hindern/ vnd wider desselbigen Missgewachsene har teKnollen vndWartzcn/ welcheauffGriechisch Rrafftvttd Condilomatagenennet werden. Desselben gleichen das öle in den Hausern/welchesvon wiMng. den Alken vorzeiten zu Ringen/Spielen / vnd zur Vbung deß Leibs verordnetwar Palcftrx genannt/ sampt dem Puluer vermischt / daß daselbsten allezeit gefunden war / in der Gestalt eines • stalt eines weychcn Teiglins bcreyt/ pfiasierswesse warm auffgelegt/ist gut wider die harte Knollen der Gtepche/vnd Wehthumb der Hüfft.Nrcht weniger hak derfeysie Vnra^h welchen man von dcnWenden dnd Bildern der Hauser/ Gymnafia auffGriechisch genmnet/ man vor zeiten nacketvnd mit dl wol geschmiert vnd feyst gemacht/ in pflage zu ringen/ vnnd den Leib zu üben/abgescharret vnd geftrmlet/ein krafftzu erwarmen/vertrübt die Geschwulst au ß dicken Feuchtigkeiten erhaben/welche nicht leichtlich zeytigen/ vnd ist gut wider die aiten Schaden. Honigöl/ Ekomdi. Kap. mv. rdt einer Stakt / deß Lands SyriL / mit Namen Palmins/auß dem Stamme eines Baüms/fieUßtvon sich selber ein dl / dicker dann der Honig/ist süß am Geschmack/ ^vnd wirdk derhalben Griechisch vnd zu Latein Elzomeli, das ist/ Honigdl/genenntt. DiesesHonigols achtzehenVncen schwehr/mitix.Vncen Wasser vermischt getruncken/ treibt die Gall/vnd die rohe vnvertawte Feuchtigkeiten durch den Stulgang auß jedoch die solches tnn cken/fallen in einm tieffen Schlassvnd L>hnmacht/ also daß sie sich kaum regen. Das ist abernit zu fürchten/sondern man muß sic offt erwecken vnnd nicht schlaffen lassen. Man macht auch dl außden astlin dieses Baums/ vnd das allerbeste ist das welches alt ist/ dick/feyst/nit trüb.Drcses dl erwarmet/vnd sonderlich werden die Augen damit nützlich bestrichen/wider alles das/so das Gesicht vcrdunckeln mag.Es heylet den Grindt vnnd Räudigkeit/stillet den Wehthumb der Neruerr/dieselbige damit geschmiert. Wundkl'öüumöl/ Oleum Cicinum & Recininum. Cap. xxxvj. Weif« |u 6e# El au ß dem Samen deß Wunderbaums/Griechisch vnd zu Latein Oleum Cici- rc9(‘n-juumvnd KiLinum,ivlrkbercyt/wiefolgt. Nimbdeß wolzeytigcn Wunderbaums )samens soviel du wilt/vnd dich bedüncktgenug seyn/laßjn in heyssem Sonnenschein so lang dörrcn/blß die Rinden oder Hülsen / da der Same mit bckleydet ist/ abfallen vnd bre-chen/samle darnach den Samen/vnd stoß jhn sieisslg/thu jhn in ein verzinken Kessel / da was-ferinn sey/laß es mit einander sieden/so lang biß alle Feuchte auß dem Samen gesotten sepe/ darnach nimpk man denKesselvomFewcr/schdpfftdasdlso vberhcr schwmlmet/mrk einem Ldffclherab/vnndverwahrtcszumGebrauch. In Egypren aber da man diesesDelsviel braucht/hat man ein andere weise da ffelbrge zubereptcn. Da nimpt man deß wolgereynigken Samens deß Wunderbaums / wann dcrfclbige wol gemahlen ist / so thut man jhn in cmen Korb/kruckt jhn mit einer Pressen fast auß.Der Same ist als dann zcytlg / wann er auß den Hülsen/darinn erwachst/heraußfellk. R>-aff«b«d Dieses Del ist gut wider die Raudigkeitvnd Grindt mit einem jucken der Haut/wider wiccku»g. der den Grindt deß Hauptö/vnd fiicffende Hauptgeschwer/ wrder die hitzige Geschwülsten ebcnvndglatt/vndistgutwtderdenWehkhumbderDhrcn/die Pflaster werden kräftiger/ so man dieses Dels darunder mischt.DiesesDelgetruncken treibt das Wasser/zusampt dm Bauchwürmen durch deti Stulgang. Manndclole/ Oleum amygdalinum. Kap. mvisi . Itter Mandelöl Griechisch vnd zu Latein Oleum Amygdalinum, wirdk auf diese Wnsetak-I weisebereytet.Man nimpk ein halb Sümmern (weniger oder mehr) bittere Mandel-'kern / laßtdiesclbigcreynigen/dörren/vnd sänftlich im Morscl mit einem höttzenen Stössel Ibiß sie zu einem Kuchen wcrdm / flössen darnach in einer halben Maß siedendem Wasser Ieine halbe Stunde also stehen Ibiß sie die Feuchte an sich gezogen haben/ alsdann die Mandelkern noch Harker flössen dannzuvor/wann sie wol geflossen sindt/ thuk man sie in eine Presse oder Kalter /presset sie auß/vnd thut das Del so daraus; fleußt vnnd was davon an den Fmgern hengt/ in ein Faßlin. Zu diesen woiaußgetruckten Mandelkernen kernen Huk man wrderumb ein achtmaß oder halbemaß Wasser/vndlastsiemik einander cm halbe Stundt sieben / wie vor/ biß die Mandelkern das Wasseran sich gezogen haben/ stößtsie darnach widerumb/ vnd thukalles/ wie vorgesagt. Ein halb sümmren Mandel/ bringtverführlich ein halbe maß ob isM ' '................. Arafftvnd ÄaS- . _ _ _ toucfimg. Körung/ Ausssiossunge vnd hitzige Geschwulsi derselben wider gebrechen der Nieren / den Stem/dregebrechendauon der Ham schwerlich vnd Peinlich gefangen wird/denjenigen die schwerlich gehör ldas sausen der Dhren. Vertreibet die masen vnd flecken deß Angesichts mit Honig / Lilien wurtzelen/ Cyprisehcm wachs / oder Rosensalben vermischt/ macheies Augen. Mrt Wein vermischt/reynigk es dasHäupt/vertreibt die kleyechte Schuppen vnd Oleum balaninum. Kap. MVttfl MesstUi /trZS,As öl / auffGnechisch vnd zu Latein Oleum balaninum genent / von wegen einer «Vim. - Nuß/ZU Latein Glans vnguentaria,ynt>©wchssch Baianus Myrepfi» C^'c- ca geheyssen/wird wiedas Mandel öl bereyt. Sauberk das Angesicht / von allen Macklen/SpLÜcklcn/vndschwartzenWundzeichen.Areibkden siulgang/isi dem Magen Amssevnd schädlich/widerdenwehthumbvndsausscnderDhrm/mitGenßschmaltzeindieDhrmge-toitifung. mufft Isehr bequem. Auß dem samen 5 efamio, vnd welschen Nüssen wird auch ein öl ge- machevnd gepresi/ vnnd hat eben die Krafft/ welche das öl Balaninumbch den Griechen germcrtt. Bilsenöl. Hyofciaminon. Kap. MY/. Derryttufgl- Ilsen öl / Gn'echisch vnnd zu Latein Hyofciaminon, wirdt also gemacht Man E^nimpt deß frischen weiffen vnd getrückneten Samens / lasi densklbigen siosen/mik warmem Wa sser/wie vor rn der bercitung deß Mandelöls gesagtworden isi/besprem gen. Darnach in die Sonnen stellen/ vnnd so baldt das oberkheilanfängt tmcken zu werden/ als dann brß der Same aller sehwartz wirt/ vnd einen schwchrlichen geruch gewinnet/solches mit einander vermischen /darnach außpressen/dae öl durchsetzen/ vn zum gebrauch bewaren. Dieses öl ist gut / vnd krässtig wider die wehthumb derDhren wirdt vermischt unter dm zepflrn Iwelche man zu den gebrechen der gebürt Glieder gebraucht / vnd isizum erweycheu sehr bequem. Keüershalßöle Oleum gnidium. Kap. fl ^)Ellershalßöl/ Griechisch vnd zu Latein Oleum Gnidium genant/ wirdt auß dem Kellcröhalß Grano gmdio,fo zu vor von seinenRinden gereinigk/vnd wotgeflossen/ gemacht/gekrun cken hak eine Krafft damit es den siulgang befördert. WildSaffranöl. Cmcinum oleum. Kap. xl/. ^Ild Sassranöl/ Griechisch vnd zu Latein Oleum Cnicinum, wirdt auß dem 'Samendeß wilden Sassrans/ Cincusgennemt gemacht.(SeineKmfft isidem '~fm'Kellerstzalßöl ähnlich / aber doch nik also krässtig. Rärlchöl. Oleum Raphaninum Kap. jtfl/. atichöl / Griechisch vnd zu Latein / Oleum raphaninum > wirdt auß dem Räkich Samen gemacht/ wie die andere öl vorgeschrieben. Isi gut wider die Läußsucht/ welche sich auß langer Kranckheik begeben hak/ die Haut deß Angesichts müdem Räkich Ojg' 1 Odv, Sperß. Schwartz wolriechmd Aon'ander öl? Oleum Meknthinum. Cap. xlüj. As öl attf;dem schwarßmwolnechenden Conander Samen/ Griechisch vnndzu Latein Oleum Melanthinum genennt/wirt bcreyt wie das Rättich öl/vnd hat eine Krasse demftlbigen gleich. Smfföl? Oleum Sinapinum. Kap. JClÜss Baeyiung 1 Enfföl / Griechisch vnnd zu Latein Oleum Sinapinum,wit-dt alsobrreytek.Man pumpt Sensssamen Ibesprengt den mit warmem Wasser / gcust Baumöl dazu/ _ _ 'ond last es ein zcitlang also ober einander stchcn/vnnd presset darnach das Dele auß. DrejesDel ist gut vnnd kräfftig wider die alte langwirrge Schmertzcn vnnd Wchthumb/ denn es zeucht die Feuchtigkeiten auß einem GliedtM das ander/ welches damit geschmiert worden ist. Myr/inon elzeon, Oleum Myrteum, feu Myrtinum. Cap. xlv. AöölauffGriechisch/^lvrsinon.zu Latem/Myrccum oder Myrtinum gcnennt/ BerrynmA !wirt also bcreyt. Man nimpt diezarkm vrid aller weychste Blättcrvon dem schwar-)ßen wilden oderzamcn M yrto, stöst dieselbige/ vnd trucket dm Sasse darauß / vnnd fovielalsdeßSassesrst/thutmandarzuöl auß vnzeytigen Dliuen gepressct last darnach dm Gafft sampt dein öl ausseincm Kolftwer steden/biß sie vollnsotten fepnd/ wann das nun geschehen ist/ so nimpt man das vberher schwimmende herab.Dieses öl wirk noch aussein an-re weift/leichtirchergemacht.Man nimpt die zarte Blattcr/iast dieselbige stossen/ in Wasser vnd öl siedm/v.nd schöpsse das öl so oben auffschwimmet/herab. Es sind etliche/die werssen die Blätter in öl/vnd stellen siean die Sonnczu erweychen. Etliche machen das öl mit Gra-nakapssel Rinden/Cypressm/wildm Galganr/vnd Chalmeshcw zuvor dick. Das krasstigste ist am Geschmack bitter/fcyst/gi ün/klar/durchsichtig/am Geruch dem Myrto gleich. Dieses öl hat eine Krasst/damrt eszusammen zeucht/vno hart macht/wirk derhalbm vn- M kerdieArtzneyen/welche bcreyt werden die Wunden zu bcschlicsscn vnd zu hcylen vermischt. Vermögt«. Ist gut wider die flicssende Hauptgeschwer/ den Brandt vnnd die außbrcchmde Blattern» Wie glcichfals wider dm Wolss dcß hindm;/vnd wider die zerribme Schäden. Vertreil t/ die kleiechten Schüppm/ hcylt die fthrunden dcß affkern/ vnnd harte Knollen oder Wachen/ die sich osse am asseern vnnd an der Schäme der Frawen mir grosscm Schmcchm begebm ( Condylomata Griechisch gmmt) verbessert die Lame. Verhindert den vbcrflüssigen Schweyß/ vnnd wirdt wider alle Gebrechen die einer zufamcn ziehunge vnnd dick mo> chunge bedörffen/ vnd nötig semd mit allem Nutzen gebraucht. LsrbM'öl? Olaron daphnmon,Oleum laurinum. Kap. gfä Drbeeröl/ Griechisch Daphninon, zu Latein Oleum Laurinum genent/ wirbt Btttyttm-Jl^also bcreyt. Mann last die Lorbeer/ wann siezcittig sind/ in Wasser sieden dann auß Odden Rinden/ damit sie vmbgeben sind/ flcust ein fcxstigkcit/ die mit den Händen auß-gcrruckt/ vnnd in ein bequem Gefäß empfangen Wirt. Etliche ncmen Del auß vnzeytigen Dliuen lvnnd machen es mit wildem Galganr/ wolricchcndm BintzM vnnd Calmus zuvor dick/ thun darnach die zarte Lorberblätter darzu / vnnd lassen es alles mit einander sieden. Andere thun Lorbeer zu den Blättern laussdaß davon das Del einen Geruch gewinne. Etliche thun noch mehr dazu Iein wolriechend Gummi Styrax gcnmnt/ vnnd Myrrhen. Die allerbeste vnnd bequcmbste Lorbeerbaum zu diesem Del sinde die nne dm breytm blättern 24^ FedaciiDiofcoridis(£fji($ 95U(^/ blättern (juLaiem Laurus latifolia^ehmnt) vnd dieaüffdm Bergen wachsen/ Lorötst Rrakst ton) Äscher kö lft vnd grüner lso besser Ivnd so cs fast bitter vnd fcharpffist. vcnnögcn. Das Lvröl hat ein Krafft zu cnrärmcn zu weychen / die Lufstlöcher der Adern zueröss-iten. Ee vertrerbek die Müdigkeiten / so man sich damit schmiert/ wie gleichfals auch alle ge--brecheu der Sennadern ldie erkaltungen / frieren vnd biben/ so mit dem emgang der nachlas-senderr Fiber ankomcn/ bic stüssc/ schincrpcn vnd wehthumb der Dhren/vnd die kalte Gebrechen der Nieren / so man sich wre obcngemeldt damit schmiert vnd bestreicht/denn getrmp eken erregt ee euren vnwrlLen dcß Magcrrö vrrd erbrechm. Schininon elxon, Oleum lentifcinum. Mss. As öl Griechisch Schininon, zu Latein Lentifcinum genmnt wird bereyk wie Lor öl/ denn es wrrd auß der zertigm Frucht gemacht/'aber die dickmachung beschicht zu vor lwie im Loröl gesagt worden ist. Dieses öl heylt den Grind dcß Vrc-ttutfuag. hesvttddcr Hunde/ Vrrd wir dt fast Nützlich vermischt vndcrdre zapflin/ welche wlder die gebrechender Bermutter/ werden bcrcyt / vndcr die Salben sowider diemüdigkeit dimen/ (welche man Griechisch Acopa nennet) vnd wider den Grind vndraude/ Auch verhindert dieses öl den vbcr siüssigcn Schweiß. Auff diese Weife wirdt das Tcrpcnthmöl auch gemacht/ welches ein krafft hat/ damrt es zukülcn vnd zusamen zu ziehen pflegt. Mafllxöl Oleum maftichinum. Kap. xlvil/. Bmywng /-t^^Astixöl/ Griechisch vnd zu Latein Oleum maftichinum wirdt auß gestossmem ö))J 'L Ma stlk bereyt / ist gut wrdcr alle gebrechen der Beermutker/vnnd hat ein Krafft/da-cxL^mitcs sanfftlicherwärmet/ zusamen zeucht / vnd dazu aucherweycht/ ist bequem vnd nütz wider die harte geschwulsten dcß Magens/wider den Schmertzen deß Bauchs/wel-cher ficb erhebt auß der roten rhur ( Dyfenteria) vnd den Bauchfluß ( Coliacus morbus gment) reyniget das Angesicht von den mackeln vnnd flecken/ vnnd macht enr schöne färbe. Das allerbcstcwird in derInscl Chio bcrcyt. crcytung alichcr köstlichen Salvcn.DaSxllx.Lapttel. C^Nfercr vorhabendenDrdnung genug zuthun/haben wirvns fürgenommm dieberey-^^tung vnd Handlunge der köstlichen wolriechenden Salben zubefchrerbm. Nach dem c^dic Salben gut sind zu vielengebrechen deß Leibs/ wmn derLerb damit gefchmieret wrrdr/ oder der Geruch dauon in die Nase empfangm/auch dieweil sievndervielArtzneym nützlich werden ver mischt. Diese wolricchende Salben werdcn durch den Geruch probiret/ ob sie gerecht scycn oder nicht. Denn wenn sie den Geruch haben/ den Dingen ähnlich/da sie außgemacht vnd bcrcyt worden sind/ so helt man sie für gut vnd gerechk.Vnd das ist das beste vrtheyl/welchee doch in etlichen Salben rrit gehalten werden mag/ dieweil etliche stücke vnder die andere vermischt werden/ die da eines starcken Geruchs sind/ vnd mit der stärcke/hresGe-ruchs verändern stücke Geruch vorgchen/vnd denfelbigen verhindern/ wie da gefchicht in der Maröran Salb (Amaricinumgenmt) Sassran Salb (Crocinum) in dcrFenigreek Salb (Vngucntum Tcimum gcncnt) vnd in etlichen andem mehr. Siefelbige aber werden probieret vnd bewehret auß jhrem stäken gebrauch. Rosmöl oder Salb Rofaceum. Kap. f. Btttytung. Ae Roftn Salb/ Griechisch Rodinon, zu Latein Rofaceum, wird also beichtet. Nim der wolriechenden Bintzen over Camelshew v. Pfund chsi Lot/laß dieselbigc stossen /mitWasser befeuchtcn/vndcrchPfundy.Lot Baumöls vermischen alles mit einander sänfftlich sieden/ vnnd rhürees offtvmb/ darnachwann du das öl/ durch ein Luch KKMgllSjj Luch gestehen hast/ so mtttfr diese! W/ üeinblicb Pftjndx^ Löt/vM vermische dättmder LaUsrNt Rott Rosen/ die Mfev chtW/ sMer ein wenig Wetck/ rhür Mvffkvmb Mik den Händenjf welche vor mit Hbnit? bestrichen sollen werden/nM Lage sott bubte Roseti mit den HaNdell offk sirnffrlich pkeffc-1 / die ganßeHtchk darnach stehen lasten / folgenttN Mör-gm die Rosen hart außpreffen Ivnnd das öl stehen lassen biß sich die Hefen nider ati bö-dem gcschlägeN haben Ivnnd was darinn vnrein ist / wann das geschehen so gieß das Del davon ab Nt einander Gefäß/ das zuvor inwendig mit Heilig bestrichen Wörden ist/vnv behalte es zück Gebrauch.Die au ßgepresten Rosen aber magst«/ so du wilt/widerückb tii eck Fäßlin thün / vnj pfundk vj Loth deß dickgemachren ^els/wie vor gefegt/ öarvnder giessen/ d das wirk die andere Rodder fö ojft du Witt dasDel vMD Rosen gicssen vnnd aüßprcsscn/ aber so offt du es machen wilt/ so offt sollen die GesiWUHonig bestrichen werden. So du aber dieses Rosenöl öder Salb kräfftigcr haben wilt/ so seit du zum änder n mal / in das erste außgcprcste Del / ein weNig welche Rosen/vndvienitfeuchtsindt/sovielwievor/ Necklich taüsendt/ inbeyssen/vieHäNdö mitHonigbeftuchten/damit offt rühren/vnnd darnach außpressen: Dcssclbigcn gleichen magstü zum andern/zum dritten vNd zück vierdten Mal die Rosen in dem außgepresten Hel fett Idie du darein thu st/ ftisch scyn Ivttüd Vie Naglin / das ist das wcisse das an den Rofeü hengt/damit sie in den Kn öpffliN oder Butten gestochen sindt/abgcbrochen werden/ wirk das Del viel kräfftiger vnnd stärckere Sibcnntal mögen frische Rosen irt emcm Del eingcbcyst wcrdeN/vnd nicht mehr/denn das Del nimpt darüber kein Krafft von den Rosem Die preß oder Kelter da das Del mitgeprest Wirt / soll aüch mitHönig bestrichen seyN vnNd das Del flclsskg von Dan Rosen safft abgesondert werden / dann ein wenig deß Saffts verderbet die ganyeSalm Etliche andere Machen die RoscNsalb aufföiescwetß: Sie nemmen cin halb pfundt Rosen/da die Näglui/daS ist/das weisse abgebrochen ist / vermischen stcvnker anderthalb pfundtDele/ stellen sie in die Sonne zu weychen / lassen sic acht Lagalfo stehen/dan den viertzig Lagen dreymal frische Roseti tri dasDcl gcworffen werden/darnach wirt cs hiN-gestellt vnd behalten. Etliche andere helffen diesem Del Mit Galamus vnd Alphalathu zii einer rechten D icke.Die andere (damit es ein Karb gewinne) veemtschen roteDchsenzungeü (Griechisch Anchulagenemtt) vrind Salß darzü/ auch daß es keinen vbleü Gcrüchvber-koMcke/noch corruckpiert werd vNd verderbe. Das Rosenöl hat ein Krafft /damit es kühlet / vnnd zusammen zeucht/Wirt nützlich ge- ~ k braucht in Bähungen vnd in pflastern Itreibet durch den StulgaNg getrüncken / löschet die Hitze deß Magens/die tieffe Schäden vNd GeschwcreN füllet es mit fleisch/ vnnd fcüchkiget diebösevnheylsameSchädcn /hchlctdie fliessende HaUptgeschwerm vnd hitzige Blattern/ diesclbigedamitgcschmrcrk/iftgütwiderdenWehthümb deß Haupts/ daffelbrge damit befeuchtet. Ick anfang deß S chmcrtzen der Aän/wirt es nützlich im Münde behalten. Die Augbraen/so da hart worden/damit gcfchckiert/vnd Wider die Verwundung derKärck vNS Dattelsalb / Ölcuin tiue vnAuenruni Elaünuni/ Cap. AttcloderPalsamsalb/Gkiechisch vnd zu ^ttein Elatinuni gmennt/wirt aüffdiese 4», weiß/wie volgt/geckacht. Nimb derDaktclbäUck oder Palmen /kletne/zartc/new Früchte Veß palckenbauMs inn gewicklet ist/ehe sie offen wirk / welche die Griechen Llarcn. uennen/laß diefelbige stosscn/vNd tri kleine Fäden zerspalten wirff sie tri ein bequem Gefäß/ vnd thu darzüDel auß vrizeyttgen Dliuen geprest / laß sie drey Lage also vber einander stehen/ nach drehen Lagen wirff fit in einen Korb / truck dasDcl auß/ vnnd thu es tri ein rein Gefäß/vnndbehaltcszumGebrauch. SeßDels aber vnnd der Palcken Aweiglm sollen C gleich Rrafftvsd gleich vre! ftm. Dieses öl hak eine Krafft dem Rosen öl ehnlich/ ohn daßeenichkwiejener «rcktuig. durch derrStulgang treibt. Quitten öl/ Vnguentum melinüm. Kap. (t) Bttryttmg. ^^.Vitten öl oder Salb IGriechisch vnnd zu Latein Melinum, genent wirk in dieser gestalt bereyt.Ä-ann nrmptjx. Pfund öle/ vierdthalb Maß Wasser vngefehr/der xy*- wolgcstosscne scheelen oder Rinden/da die Blüendt Dattel in gewickelt oder mit bekleidet gewesen sind/vj. Lot/ derwolriechcnden Binycn oder Camelshewij. Lot/vnd mischt solches alles vnker einander. Darnach wenn sie einen Tage gestanden haben/ vnd gcwepcht/ lestman alles mit einander sieden/das öl innein Faß/ daß oben weitist/ seihen. Darnach legm einm rostauß rhorgemacht/ odercrnc dünne strohern mattHMas öle darauffmann dieQuikten Apssclgelegt/ mit kleidcrn bedecktvnnd also liegen/biDMöl derApffcl Geruch vnnd Krassk an sich gezogen hat/ andere wicklcn die D-utten in Tücher / damit sie ihren guten Gemch behalten / vnnd lassen sie also zehen Tag gewicklet liegen. Darnach wepchcn sie die Apffel zween Tag lang in öl/ pressen sie auß/ vrrrrd behalten das öl zum gebrauch. Vrafftvttd Dieses Quitkenöl hak ein Krafft/damrt es Kühlet vnnd zusammen zeucht. Ist gutwi- «virckuog. derdierauhen Geschwar/diekleiechtcn tzschuppcndeß Haupts/ dreGeschwür die weitter fressen/dieGeschwüre der Geburt Glider / mir einem Clrstierlin rngegoffen/ stopffkauch Harnstuß/ so es in die Blase gegossen wirdt/ verhindert den Schweiß. Ist gUt getrunckcn/ so jemand der Gifftigen thierlin eins eingenommen hem/ als ncmlich der Grünen Gpanni-fchen Fliegen Cantharides genannt Ioder derKnölster Bupreftes / oder Fichtenraupcn/ pinorum Eruc$ zu Latein gment. Wirdt am meisten gelobt das/welches den Geruch hat den Qutten ehnlich. • ^BilDcr J^cöölüet öl Ober 0si(6 / Vnguentum o enanthinum. Cap. lirj. Bmyrmrg. ^)^^Ilder Rcbblüek öl/ Griechisch vnd zu Latein Vnguentum O enanthinum, wirt Xn^auffdiese weiß bereyt. Mann nimpt der wilden Rebenblüet / Oenanthe genennet/ eines guten Geruchs/nach dem sie wclck worden vnnd einwertig gedörrt/ vnnd wirfftsie in Baumöl/ außvnzeitigen Dlrucn gcprest/ rhürt es offt vmb/ vnnd lest es also zwem Tage lang stehen/ darnach prest mandas öl dauon/ vnnd stellet cs zum gebrauch hin. »rafft Dieses öl zeuchtzusammm/ vnnd seine Krafft/ist dem Rosen öl ehnlich / es treibet aber wirckuag. den Stulgang nit/vnnd hat auch kein Krafft zue« weychcn / wie die Rosen Salb. Das aller beste öl miter diesen ist/ welches den Geruch derWildenRebenblüetbchelt. FmUgreck Sötlbe/ Vnguentum telinum. Cap. lutj. Dtt^iung. Salb auß dem Fmugreck/ Griechisch Vnguentum telinum, wirrauffdiese gemacht. Ntmb Fenugreck v. Pfund/deß wolricchenden Calami ern Pfund/ ^-^ÄWildcn GalgaNt ij. Pfund/ Baumöl ff. Pfund/vermisch die vorigen stück vnter das öl / laß sie sechs Tage vber einander stehen vnd weychen vund rhüre sie alleTag drey-mal durch einander/ darnach preß das öl dauott/ vnnd stelle es hin. Es sind etliche die an stat deß Calami/ Cardamomum nemen/vnnd vor den Wilden Galgank/ Balsam Holy da zu thun. Die andere nemen diese vorgenante stückalle/ vnnd machen das öle damit dick/darnach so vermischen sie den Fenugreck/ vnter dasselbige öl/ lassens weychen/ vnnd presse« das Deldarvon. »rafftvnd Dieses öl hak eine Krafft Apostemen vnndGefchwür zu erweychen vnnd zeitig zuma# che«/ vnd ist sonderlich bequem vnd gut wider alle harte Geschwulst der Geburt glider/ vnd wann in schwcrlicher geburr die feuchtigkeitcn vor derAeit her auß fliessen/vnd die geburtglider trucken werde/sowirkdieseeöl nützlich ingegoffen/dieselbigezubefeuchten/es senfftigetdie Hitzige hiM Geschwulst dest HittdemMwdt auch nützlich mit einem Clysiirttir emgewokffen/wi--der dm Gebrechen/Welchen die GrieUM Terieiimonnrnnm dann wer mir solchen Gebrechen beladen ist/ wirdk ofst zum StulgaNg vergeblich gezwungm mit grosskm Weh-thumb. Es reynigi das Hattpt / v-rndvertreibt die kleyechte Schuppen deß Haupts/ vnd hcplctdic fiiestcndc Schäden deß Haupts. Dieses Del/ foeitt weliig Wachst darvnder zerlassm Iistgur wider deU Brandt / die erkalrevnnderfromeFerschen/vnnd andere erfrorne Schaden/reynigkdic Sprücklrn vnnd andere Mackeln dest Angesichts. Wirdk auch vndcr die Stücke /welche da bereykck werden ein schöne vnnd gure Farb zu gewinnen/vernrischt. Man soll erwchlcn das da frisch ist/den Geruch dest Kcnugrcck nicht fast starck von sich gibt/ ' die Hände säubcrt/vnd ant Gcschinack süß vnd bitter ist/dann ein solches wirdt für Vas beste' gehalten. V nguentum Sampfachinuni.- > Cap. lv. ft Maioransalb / Griechisch vnnd ZU Latein V nguentum Sampfuchinum, zu _ ereykcn. NimbDuendcl/ der wolrrechcnden CassiM/ Stabwurtz / Bachmüntz (I^He^lumen/derBlatter Mm ti/Maioran/elncs jeden nach seiner krafft/soviel als dich gmugbedunckt/stoßsiealledurchemander/gicß so viel Bau»nöls darunver/als genug ist/ daßjcdoch dasDeledmKräutern/dicdarinweychcn/jhretttachknicht beneme. Wann die Krauter iüj Tag in demDel gewcycht haben/so presse vnd trucke sie aust/mische darnach wi-derumbin das austgepresteöl / Verse! lugen frrscheKreuter/ so vici wie vor/lasse sie vier Tag weychm/vnd presse darnach das öl auß/wie vor gejagt. Au dieser Salben sol Man erwehlm die Maioran Iwelche an der Farben braungrün ist eines starckm vnnd langwermten Ge^ ruchsvnd massigm Scharpffe. DiesesDelistscharffamGeschmack/vndhatcineKrafftzu er-warmen / dünn zu ma- RrMv»d chen.Ist auch krafftig vnnd gut wider dreverschlossene vnd verwundte Beermutter. Jeucht wtcfwa-an sich die Monatliche Jert der Frawm/die Frucht sampt dem Bürdtlin oder ander G ebur't . man sich bessermitwenigHonigvermischt/ dann nach dem es herb ist/vnnd zusammen zeucht/ver-hanetes die GUeder/alleindaMit geschmiert. Esverkretbk die Müdigkeit. Wirdt nützlich vermischt vnder die Pflaster wider den Krampss Ivnnd sonderlich wider das Geschlecht/ in welchem Vas Haupt hindersich gezogen wirdt/ Opiftothonos ausf Griechisch ge-nennet. BaslÜmsAlb/ V nguentum ociminum. Cap^ lvj. Afllimsaw/Vnguentum ociminum Griechisch vnnd zu Latein genennek/wirtbe-- Bereytmig. reyret wiedae Hartregel ol(OIeum ligufttinum)^tmb BauMölzwantzigpfundk/ Tag vnd Nacht in demDcl weychcn/ darnach preß csauß/ vnrro siebe oder colier Vas Del/ vnnd stell cs hin/nimb darnach das Kraut auß der Pressen oder Korbe/da du das öl durch gcpresthast/gieß wideruMb soviel öl dazu/wievor/prcsscvnnd colier es / wievorgesagk/vnnd setze es hm.Dieses wirk das ander Basilim öl/ Oleum ociminum fccundarium genannt. DreBasilicnvcrmagnit/daßmanzumdrikkmMalöldarüber geust. Nimb darnach frisch BasiliM/ so viel als zum ersten mal/gieß darüber das erste außgepreste Del / vnnd mach zum ändern Mal/wie bey den Rosm ölgesigtworden ist/last dieBasilien Tag vNnd Nacht wey-chm/wievoripresse sie vamach au ß/vnd stelle das öl hin/da es wol behalten wirdt. Wann du tolrtfung. etwas geringer. C Stab- EtüöivUkH Salb. Vngüentum abrotaninutn. Cap. tot/. Derrytmig. / )?imb öl zu der Harrrlegl Salben/ dtck vnd wolrtechend gemacht/ tx. Pfund/ x. Lok. Skabwurtz Blatter »ft/. Pfund/ mische die Skabwurtz vnderdas öl laß es Tag vnnd Nachkwcychen/vnnd preß sie darnach auß/ wann du das öl lange wtlrbewaren/ solkdu nachdem die vortgeBlatter außgcworffmsind/ ncweandte Statt m dem öl weychcn/ Amfft vn«d v0käußtruckcn/ vnd behalten. Vermögt». Eö erwärmet/ tsi krafftlg vnd gttf Wider harte Geschwülsten/ vnnd dteVersiopffungder Beermutter/ vnd treibt die Monzeit der Frawcn/ zu ßmtpt den andem gebuttert fott. Dlüm Ä Ober 04(6. V nguentum anethinum. Cap. lvitj. Dekoder Salb zu Latein vnnd Griechtsch Vngucncum anethinum, wirdk '^Aalso bereyt. Nimb Baum ölvftj. Pfund xvitj. Lot/ Dillenblüct x/. Pfund xv/. Lok/ ^^vcrmische die Dillm Blüet vnderdae öl / laß sie etnen Tag sichen vnnd weychen/ preß sie damach mit den Händen auß/ vnnd sielle das öl zum gebrauch betvarlich hin. Witt du das öl krafftiger haben / so thu wtderumb so viel frische AillenBlüct darzu / vnnd laß sie weychm/ wievor gesagt. Rraffe vnnd Dieses öl erweycht die Hartigkeit der Beermutter vnnd eröffnet die Lufft Löcher der Vermöge». Adern. Jsigutwiderdasbyben/ vnnd Kalte somit demEingangder vnderlassenden Fiber ankommcn. Dieses öl hat ein Kraffk/ damit es erwärmet / vertreibt die Müdigkeit / vnd ist nüy vnd gut wider den Schmertzcn vndWehthumb der Glider oderGlidsuchr. Bereytung. SiliCHSufinum, Vnguenmm Lilinum. Cap. lix. Ilten öl oder Salb / Griechtsch Sufinum emtb crininum, zu Latein Vnguentum J)C,Lilinum, wirdtauffdicse weise gemacht vnd bereyt.Nimb »ft/. Pfund/e. Lot Baum-fle/Calami v. Pfund »/. Loi/ Myrrhen x. Lot/ sivß den Calamum vnnd Myrrhe«/ vnnd befeuchte sie mit gutem wolricchcndem Wein/ misch vndcr das öl/ vnnd laß sie mit einander sieden/ darnach colier das öl ab Inimb gesioffcncn Cardamomum vimhalb Pfund/ befeuchte ihn mit Regen Wasser / vermisch cs vnderdasöl/ vnnd laß es weychen/ presse das öl darnach auß/ vnnd nimb Tauscnt Lilien / breche die Blatter von einander/thu sie in einen Kessel oder Becke« / daß da weit vnnd ticssrsi/gieß das öl/wie vor gesagt/ dick vnnd wol-tiechend gemacht/ darüber/rhür es mit den Handcn/wclches sey zuvor mir Honig besirichen/ offtvmb/laß sie darnach Tag vnnd Nacht also siill sichen / preß das öldcßändern Morgens von den Lilien auß/ vnd schcyde das öl schnell von dem Wasser daß damit durchfleusi/ ab/dann dieses öl kann kein Wasscrmit sich vermischt leyden/wie das Rosen öl/sonder wann cs damit sichen bleibt/ so erhitzigek das öl vnnd verdürbt. D>arumb soll das öl auch offt auß einem Faß m das ander gemach oben ab gegossen werden / also daß dteHefen/vnnd was sich sonsivorvnreynigkettindemFaß gefamlet/fleissighinweg geraumer vnd gesäubert werde. Die Fasse da es in gegossen wird/ sollen alle Jeit zuuor mtt Honig vnnd mit klein gcribcnem Saltzbcsircwckwerden. Hernach magsi duauch soduwilt/nemen dasgewürtze/ dauonein mahl (wie vor gesagt) das öl außgepresset isi vnnd inn ein Faß oder Kessel thun vnnd widerumb wie vor/ ncmblich neun Pfund / zehm Lot öle darüber giessen/ zehen quintlein gesiossenc Cardamömlin darzu thun/mit dm Handen/zuuor mit Honig besirtchen/wol mischen Ibaldk darnach außtrücken Ipressen Ivnnd das öl das da abfleusi Sauberm/ vnnd rcynigen. Du magsi auch zum dttttm mahl öle vber das vbcrbleibmde gcwürtze darüber giessen vnnd Cardamömlin darzu werffen/ mir Satze du Gefäß besirctren/ die . . Hände Hände mi! Honig besimchen / folgends (wievorgcsagt)vnderdiesesöl;uchun/da6 allerbeste ist/ welches Zum ersten außgeprest worden ist. Darnach/ daß Zum anderen mahl/das leß-stc/vnd denn welches Zum dritten mahl. Wenn du dieses öl kräffttgermachen wilt/ so uimb widerumb tauftnt Lilien lbrech die Blatter dauon ab/ werffe sie in ein bequem Gefäß/ gieß darüber das erst au ßgeprestc öl/ vnd thU alles wie vor Zum ersten mahl vermeldet worden ist. Zum letzsten wenn dich beduncken wirdt/ es Hab das öl offt genug Lilim gehabt/ folt du vn- sten vnd außgelesen Myrrhen Zwey vnnd sibenyrg quintlin/ Saffran Zehen quintlm/Carda-mömlin fünff' vn sibentzig. Etliche aber bereyte das Lilien öl aUff^diefe weife/sie nemenSaft fran vnd Cimmetrinden/ eines so viel als deß anderen lasen solche stück stoffen durchsepcn/ mit Wasser befeuchten/ in einen Kessel oder Becken thun / daß öl so Zum ersten mahl aüßge-- I I *■* yJ t I V •r' i * fl ^ Öv l C 6 W* ein Zen gestanden haben/als dann die Salb in trUckene Faßlin die MitMprrhen oderGum--mi vnd Saffran bestrichen worden sind/vnd nritH onig vnd Wasser befeuchtet/hinein thun/ Das thun sie aUch in der anderen vnd dritten bereykUng vnd außpressung. Etliche machen diese Salbgantz schlecht/ dann sie nemenallein Lilien/ vnd weychendiein öl/ dazuuorvon gesagt/ vnd Balaninum oleum gencnnek worden ist/ oder sonst in einem anderen öl. v d D ie aller beste Lilien salb wirdt ül PheNice/vnd darnach in Egypten gemacht.Vor anderen VtmSgai! verstopssung/ vnd Zu allen Gebrechen derBeermutker sehr nüß vnd gut/ hcylt die stressend^ Jpmpt Gcschwere /reynigcc die Hitzblatern deß Haupts / vertreibt die kleyechten Schuppen deß Haupts (Fürfdres gencnnet) ist gut wider die kleinen harten Knöpsiin die wie Perlen. int Angesicht wachsen/vnd werdenGriechisch lonrtti/ZuLatein vari gencnnet/ bringt die gestalte vnd bößfarbige Narben vndWundMahl baldeZU rechten natürlichen farben/also daß man sie offt erkennen mag. Irr summa / diese Lilien Salb hak ein Kraffk dünn Zu machen/ Lilien Sa lbe getruncken/ treibt die Gallen durch den Stulgang/ zu sampt den Harn/ist aber dem Magen schädlich/ vnd gibt Zu grosem Vnwillen vnd erbrechen Vrsach. V nguentum narciflinum, §ech. lp. Je Salb Griechisch vnd zu Latein Vnguenmrr , narciflinum genent/ wirdt auff Bcreytlmg. sieseweißbcrcyk vnddick gemacht. Nimb gewaschen ölsiebentzig Pfund/ vndein klein gcstossen/laß tu wasser wcpchcn/wetchee ein dritttheil scp deß ölesdaß istxxiii.PfUnd/ch. Lot) vermisch dasalles vnter einander/ vn laß es Zufamen sichcn/t>m Afpalathü darnach auß dem öl heraußthun/an seine stadtabcrdarZu molriecHcnDeitCalamus v.Pfund/rvj.Lot / ein stückMyrrhcn klein geflossen vnd gesibt vnd in fürnemwolriechenden Wein Zewepchk/hmzu wcrfcn/dUrch einander vernrischen/vndsieden.Nach dem sie aber mit einander in dem öl auff-gcsotten haben/sö setrc sie vorn fcwer/laß das öl kalk werde/ wan es kalt wörde ist als daü durch seihen/ gieß cs in ein Faß/ vnd wirffviclNarcisstblumen darinn/laß zwcnLag also stehen vnd weychen/folgenös rhüren vnd außpreffen/wie droben im Lilien öl gcfagk.Dieses öl muß man offt abgiessen / aUß einem Faß in daß ander/ dann cs wird corumpiert/ vnd vberkommct ein Faulung. Ist krafftig Zu den Gebrcchm der Bcerniuktcr vnd sonderlich Zu erweychen der _ _ < hatte Geschwulst vnnd Verstopssung derselbigen. Macht aber ein Wehtumb deß Haupts. Sa ffian Salb. Vnguemum crocinum. Kap. ly. Je Saffi an Salb/ Griechisch vnd zu Latein Vnguenmm crocinum, Zu berey- ( ^§3 ten / must du das öl vorhin mit gewürtze/wic in der Lilien Salb/mir glcichenr gewicht OwD 0nt) maß/ dick vnd wolriechcnd machen. Alß nimb dieses öls Zu der Lilien Salb dick gemacht/ dttn PfuNd vnd ein Halbs/ vermisch darunder Zwey Lok Saffran/ laß sie also funff E iss Lage Vrafflvkd toircfimg. B Ogcwegm/ vnnd gesotten/ thunein wenig Cimmetrindm darzu/ vnd solches jedoch son« der nüyc/denn was nit mit gesottm ist/ dauon wirt dic Krasst dcr Salbm nit mik getheylet. twi» Diese Salb hat ein Krasst/ der nächst vorbeschriebener Salben ( Metopion gcntnt) chn-lich/welchejedoch in dieser viel Schwächer/ Myrrhenöl. Stade. Kap. Irr. Zc5\ fchsttgfttt/ oder öl/ so da außfleust / wann man die frische Myrrhm mit ein wee Bereyt«»-. ygfyj ngWasserbcsprengr/vnnd hart mit einerpressen außtruckt/ winGriechisch 5ta-D d:e genmnt/ vnd ist eins sehr lieblichen Geruchs / vnnd vbcrauß köstlich/ vnd machet sich selber ein Salb/welche 8taÄe genennet wirt. Welche vnter keyn öl vermischet ist/ ÄMfft die wirk am meisten gelobt/ ein klein theil dieser Salbm/ hat viel grosse Eugmt vnnd Krafst/ DermSg» denn fle hak ein Krafft damit fle erwärmet ldm Myrrhen / vnnd dm erwärmenden Salben ehnlich. Kimmettindm @416# V ngucntum cinnamominum. Cap. lm. Je Cimmetrindm Salb/Griechisch vnnd zu Latein Vnguentum cinnamomi- Bertynm-. Kaum / wirt bereyt auß dem Oleo Balanino / mit Balsam Holtz/ Calamus / wol-K iechenden Bintzen/ oder Camelshew dick/vnd mit Cimmetrindm Balsamsamm/ vnnd vier mahl soviel Myrrhm / als der Cimmetrindm/ woriechendk gemacht / darzu mrt soviel Honig vermischt/so viel nötig ist/daß gcwürtz damit zu befeuchtm.Diese Salb wirt gelobt/ wmn sie nit gar eines strengen/sonder eines sanfften Geruchs ist/der Myrrhm damit ehnlich/ vick/wolriechendt / eines sehr bittem geschma cks/ vnnd das fle jhre dicke habe von der Mynhm/ vnd nit vom Hartz/dm dasHartz gibt kein Bitterkeit/ noch guten Geruch. Dich Nrasstvnd «irckirng. Bcreyrung. Rrasstvnd vcrmöge». Brrtytung. Krafftvad vermögt«,. BtttYtmig- Rraffrvnd wrrcklmg. Diese Sälh rsi fthrschatpff vtib räß/varzu bitter vnd erwärment. EröffrM 6ie Mündlm vnd^uDlöchcr der Adern/erwärmet/zcriheilt zeucht die Wmdc vnnd Feuchtigkeiten an sich/beschwehrt das Haupt.Mtt noch einmal so viel ö!/Wachß vnd Marek vermrscht/rsi sie nütz vnnd gut / wider die gebrechen der Geburtsglieder dann also vernuscht/verleurt sie den inchrcnttherljhrcr ScharMevnd J):tze/vndgcwmntdaMiteinKrajft zu erwcychen / sonst brennt sie/vnd macht vor allen ändern drekcn Salben hart. Diese Salb ist fast bcqucm/vnnd kräfftig zu den Fistcln/vnd faulen vnsaubern Geschweren.Iu den feuchten Brüchen/welche dtc Griechen Hydrocelas nennen/ Wider die Hitzige Geschwcr I die man Carbunculos zu Latein ncnnet.ÄZlder die Kältvnd Byben lso im Anfang der vnderlaffendcn Feber ankom-meri.Vnd wider den kalten Brant/(werchen die Griechen Gangraenas nennen) mik Cardo-momovcrmischtvnd bcstrichm. Mit dieser Salb werden nützlich geschmiert der gifftigcn Lhier Stich vr,d Bistz.Vberder Spinnen Phalangii/pnb Scorpion Stich / wirdt diese Salb nützlich/mit gestoffcn vnzeptigen Feygen auffgclegt. 0plMt1(trDlf(tk6 / V nguentum nardinum. Cap. Iewolriechende SpicaNardisalb/ Griechisch vnd zu Latein Vngucntum nardi-nnm,wrrdtauffmancherlei)weissebereyt/ dann man nimpt Indianische Blatter (folium Indicum oi>(i*Malabathrinum)darzu/oder man last sie darauß. Auch Wirt sie bereyt auß dem Oleo Lalanino/oderauß dem öl auß vnzeytigcn Dlruen gcprcst.Ju der Dlckmachung/ werden vnder diese Salben vermischt dre runde wolricchendc Bintzem welche Camctshcw genennet werden.Jurn Geruch aber Costus/Amomum / Spicanardi/ Mnrrhcn vnd Batsam-Dieft Salb wirdt gelobt wann sie dünn ist/ nit zu sehr scharpff oder Sic hat wc .‘strafft damit sic dünn macht/dann sie ist scharpsf vnnd ratz/säubert mrar* met/rcprügcts vnnd macht diezahcn Feuchtigkeiten dünn. Ist flüssig vnnd hat keine Dicke/ man thu dann Hartz darzu.Siewirdt auch einfältig gemacht ölauß vNzcytigenDliuen geprest/ Camclehew/Calamo/ Costovnnd Garden gemacht. JndMNlstchBlätterMb/ Vnguentum Malobathrinum. f Cap. IM)* der dickmachunge vnd gutem Geruch der Indianischen Blüttersalb/werden die Ge--^würtze vnd wolricchendc stück / so vor in der Spicanardi Salb beschrieben/genommen/ (Jonnd mit ein wenig Myrrhen vermischt Idannenher sie dann erwärmet vnnd mit jhren Krasstm der SaffranvndMaioran Salben ehnlich ist. Vnguentum lafminum. §ap. lssttl/. Je Sa lb aufs Griechisch vnd zu Latein Vnguentum lafminum genennt/wirdt lauff die weise dick gemacht vnd bereyt.Au ß wcrssen Violblumen wirk in Persia cm bereytet / welches man Oleum lafminum nennt / man nimpt darzu anderthalb Pfundt Scsamm öl(01eum Sefaminum) last darinn vier Loth der weisscn Violblumen weychcn/offt vernewen/vnd thut wie im Lilien öl vor gesagt worden ist. Dieses öls gebrauchen sich diePersen in den Gastereyen/jhres Geruchs halbm. Istauch dem gantzenLe,bbe-guem/in den Bädern/vnd sonderlich denm/welche einer Wärme vnnd Lösunge n ötig sindk. Dieses öl har einen schwehrlichen guten Geruch/daß derowegm dann viel sindt/die sich jhrer nit gebrauchen. Myrrhen rrrwirra Vnguentum lafminunL Smyrna, Myrrha* Cap. lM was Mhm Gnechifth Sttiyrnal zu rhmsty. tem Myrrha) rstem Gummi eines Baums mArabia wachsend/ demE-gyptlschcn Dorn (Spins ^Egyptis) Mt vn-ehnlich/ dieser Baum Wirt gehauwcn /vnnd auß den Wunden sicuft ein Feystigkeit/wirk empfangen auff vnkergelegte Matten auß Palmen Blättern geflochten oder verhärtet bmb den stamm dcßBaums.Vnder denMyr-rhm ist ein geschlechr/ welches Pediaiimos ( das rst/felt Myrrhen genennt) ist sehr fepst/ vnnd wenn siegeprest wirk/ so fieust herauß das köstlich öl oder salb/dauon vor gesagk/vndSra-. tie genennt worden ist.Das dritte gefchlecht birtGabircä genent/ ist das allerfepste/wachst Gabirdai meinem früchtbarenfeysten gründe/ vnd soes gcprcst wirk / gibt es viel fta&e von sich. Die aller beste Myrrhen ist/ welche Trogloditica Tro ld(Ji gencnct wirk / von wegen der Landtschafft vnd ti«.8 u statt jhrerwachsung/ ist grünlechk / beyflent vnnd scharpff auff der Jungen / glitzendt/ vnd Vurchsichtig.Nach der T roglöditifchen Myrrhen die beste Wirt em gefchlecht der Myrrhen gesamter / vnnd ist dünn/ weych/wiedas Gummi bdellium/ ein wenig schwehrlich am Geruch/ vnnd wächst an Drten/welche der Sonnen Schein stets haben. Es ist noch ein gefchlecht/ vnd Wirt Caueahs genent/ ist als were cs verlegen Ivnnd von allen kräfften kommen ISchwartz vnnd gantz dürre* Aber die aller vndüchtigest / die Ergaiima> sonder einige feystigkeit / wüst/vnfläkig/ scharpff Ersafima« vmrd räß arn geschmack lan der Gestalt vnnd auch an kräfften dem Gummi ehnlich. Kernerwwtauchfürvntüchtiggehalten/welche^minnoaheyst. . Xminnta. Alle gefchlecht der Myrrhen/ werden außgcprcst vnnd Küchlin dauon bereyk. Die auß derfeystcn Myrrhen bereyt werden lsind fepst vnnd wolriechcnd / die aber auß der dürren/ die blieben dürr / vnnd viezuzeltlin formierte Myrrhen/hakauch einen geringern Geruch/ dieweil die außgeprcste kein feyst noch öl bey sich behalten. Dic Myrrha wird gefälscbtMit efrf«lr<6ttlM Gummi/ wenn man die GUmmi/ m Waster weycht/ da Myrrha vor in zerlassen ist. Manu fol erwelen die Myrrhen/ dieda ffystist/ leichtlrchzu -erbrechen / nik schwehr/ allenkhalbm gleicher Farb/vnnd wenn sie auffgcbröchenwirt/ daßsiein dermitte habeweisse glatte schi-fern Ieiner gestalt der Neget am Menschen Fmger/vNd das sie an kleine stücklein vnd schönte lin fey Ibitter vnd scharpff/ eines starckcn Geruchs. Welche aber fchwähr/ vnnd an der farb dem Bech ehnlich ist/die ist gany vNtüchtig. Die Myrrhen hat ein Krafft vnnd chgenschafft / damit sie erwärmet / einen tieffen Schlafferregt/ dieWunden hcfft/ trücknet vnd zusammen zeucht. Die Myrrhen enveycht w^aung. die harre Geschwulst dcrGeburt Glrder/ eröffnet die vcrstopffte. Mrtwermuk/feygbonen brü oder Räuden Saffk vermischt/zeucht sie herauß die Mon-eik der Frawen vnd Geburt. Einer bonengroß ingenommen/ istsie gurwider den alten Husten/ schwährenAiheM/ vnd denjenigen die mt Athemm Mögm/denn auffrecht/Wider die Wehthumb derSeiten vnnd Brust/ wider den Bauchfluß vnnd Röte rhür. Myrrhen m der grösse einer Bonen mit Pfeffer vnnd Wasser getruncken/ vertreibt vnnd verhindert dieKält/daß schütten vNnd Bieben der ankommcnöen Fieber/ so sie-wo stund vor dem an flössen deß Fiebers wie gesagt/eingenommen wirdk. Myrrha vnder der Jungen gehalten vnnd daselbst Geschmeltztt/ vnnd gemach eingelassen ISänfftigek die Rauhe deß Halß vnnd bessert 'Xtotifät Mykchr» Was siyrax sty. dtrfälfthung. bessert die heyftreStimme- tobet die Würmc des Bauchs/ wirk wider dm böfm Geruch deß Munds/ vnnd stinckeNden Atheni/ nützlich gekawet/ vnnd mit wevchem Alaun wider den bösen Geruch der Achseln zur Salben gebraucht. Die Aahn vttd Aansseisch werdep befe-siigt/ so»man den Mündt mit Myrrhen/ Wein vnnd öl wascht. Sie heffiet zusamen deß Haupts Wunde»/ so sie klein gerieben darüber gesircwt wirt/ heyltdiezerbrocheneDhren/ bedeckt die blossen Bein titit Fleisch/ die Myrrhen mit Schnecken auffgelegk / Myrrhen mit Bybergeil/ opibonnbglancib vermischt / rft gut denEyterflüssigen Hhken/ auchwider derselbigen Hitzige Geschwulst/ wider die Bütten oder Knöpflin deß Angesichts / welche varigenmnt werden Lateinisch / vnnd Gwchisch ionthi, wirt das Angesicht nützlich mit Myrrhen in Honig zerlassen/ vnd mit ein wenig Cassia vermischt geschmiret. Mit Essig ist sie gut wider die Flechten/imperito genent/ befestigt die aüßfallmdc Haarmit ladana vrmdHcydclbcer Wein vermischt vnndbistrichm/ smsstiget die langwerentefiüß/ cathar, vnd schnupffen/ wenn man die Naß mit einem Fedcrlin inwendig damit schmiret/ erfült die Geschwür derAugen/nimpt dieweisse fahl sovber dieAugMwachsen hinweg/ vertreibt alles was dre Augen vnnd dasGesicht vertunckelt/ machtdierauheAugbracn glat. Auß der MrrHm wirt ruß gemacht Iwie auß dem Weyrauch/ als hernach gcsagt-wcrden wirt / vnd hat ein gleiche Knifft/ mit dem Weyrauch Ruß. Die Beotische Myrrhen ist ein ab-geschnittm Würtzel eines Baums in Beotia wachsmd. Die beste ist am Geruch der Myr-rhenehnlich/ hat ein KrafftZU erwärmen/Zuweychen/ vnndzuvertheylen. DieseBcotische Myrrhm wirt nützlich vnter die Artzneyen/ welche zum dampfe vnnd Rauch anzuzünden §ap. lxrvsi Erwolriechendc fcyste Safft/ Gne-^^^schischvnd zu Latein Styrax genent/ist Gumini/ oderaußgetrücktcr safft eines Baums / welcher demDuitecn Baum gleich vnnd chnlich ist. Der beste ftyrax sol Ovotkcht sein I fcyst / wie Hartz / mit wcissen brüchlein/ serncn guten Geruch lange bchal-mlvnnd wenn erili den Händen gehalten gcprcstvnd geweycht wirt/ ein feuchtigkeit.Cm sich gibt wie Honig/solcher ist der / weicher auß Cathabolis/Passrdia vndCrlicia gebracht wirt.Dcr Ky rax aber der da fchwartz leichtlich Zu Zerreiben vttd klciecht ist /wirt vndüchtig gehalten/man findet onc diesen noch eingefchlccht deß üy rax/ dem Arabischen Gummi chnlich/ klar/ durchsichtig wie Myrrhen/ aber dieses / Wirt nit viel. Der ftyrax wirdt gefälscht mit dem Wurm Mecl seines Baüms/ da erauß-tropfft Honig/ mit der Hefen der Viol Salben/ vnnd etlichen ändern Dingen mehr. Da sind andere/ dienemenfwst vnnd wachs/ vnd machen dem einen guten Geruch/ mitge-würtze/ vnnd darnach in der Hitzigsten Jeit/ vermischen sie Vas wol mit dem ftyrace / vnnd machen jhm eiü Gestalt wie Würmlcin/ den sie durch ein Sieb treiben mit weiten Löchern/ in Kaltem Wasser/vnnd geben jhnalfö für guten ftyracem auß. Diesen ftyfacem nach dem er em Gestalt hat/ der Wärm/nennm sie jhn den Würmigen oder Madigen styracem. Dennwelchen dievnerfarnevor den rechten vnnvvngefalsctzten Kauffen vnnd haben kein acht noch aüffmerckung/ auffden lauteren Geruch/ deß rechten vnd vngcfülschten ftyrads. Den welcher n ügefalscht ist/ hat emen starckcn vnd sehr scharpffen Geruch. Der bereytet werden/vermischt. Styrax. Dei-KyrÄx hat eine Krafft damit er erwärmet / erwcycht / vnd zeitiMIst gut wider den »rafft vnnd Husten / die flüsse/die auß dem Hauptmdie vmere Glieder fallen/ wider die heyserevnnd DirmSg« außbleybendeStimm Ivnd wider die Verstopffung vnd harre Geschwulst der Beermutker. Er treibt die Monatliche Zeit der Frawen Igetruncken vnnd mit ein wenig Terpentin eingenommen/treibt den Stulgang. Wirk nützlich vermischt vmer die Pflaster/welche die Geschwulst vnd gesamleten Feuchtigkeiten zerrheilen vnnd vertreiben / vnnd mit den Salben/ welche wider die Müdte werden bereyk Iacopa Griechisch genennk. Der ttyrax wirk ange-zündek vnd gebrendt/ vnd der Ruß wirk dauon empfangen/ wie auß dem Weyrauch / vnnd ist auch gut vnd bequeme zu allen Dingen/ dazu deß Weyrauchs Russe wirk gerühmek.Auß dem ftyrax wirr in Syria em öl geprest / vnnd zu Latein Syracmum Oleum genennt / welches ein Krafft hat Ifast sehr zu warmen vnd zu weychen. Aber es macht ein Wehthumb deß Haupts/beschwert dieselbige/vnnd bringt einen tieffen Schlaff. Bdellium. Kap. lMY. /g^SErfeyste Saffk oder Gummi Griechisch vnnd zu Latein Bdellium genennt/ wirk boIcKo#: ^-^^tauch von etlichen Bolchongenennt/ vnnd von etlichen Medelcon, ist ein Saffk Madclcon‘ (^^e)odcr Gummi eines Saraeenischen Baums. Das Bdellium wirk gelobt/ das da bitter ist am geschmack lklar/ durchsichtig IwieDchfen leym/ inwendig feyst leychtlich zu weyehen oder zu Schmeltzen/ohne Holtz vndandereVnsauberkeit/vnd wennesangezündek wirk gibt es einen guten Geruch von sich/wiewolriechendeNegel/Griechisch onix^u Latein vnguis odorams genennt. Ferner ist noch ein Geschlecht Deß Bdellij, wirt auß India zu vns geführt / vnnd dasselbige ist vnsauber/ schwartz dickern SchörtinvnndjStücklin/ vnnd am Gcmchdem Afpalatho ehnlich. Hiebet) wirk auß Arabia welche ketrea genennt wirk/ein ander Geschlecht gebracht / welches trucken ist / wie Hartz/ bleyfarbig / vnd anTugendk vnnd krafftendem ändern nach/ das beste Bdellium wirk gefälscht, mit dem Gummi Arabico / ist nicht so bitter am Geschmack/ wie das rechte vnnd vngefalschte/ vnnd Vtrfälsttz8g. gibt auch solchen guten Geruch nik von sich / wennn es angezündt wirk. Das B deliiurn erwärmet vnnd weycht / vnnd wenn es mit speychel eines nüchtern Men- ^Et bnn-sehen befeuchtet wirk/so vertreibt es die Harte Geschwulst/ die Brüch deß Halses/vnd ftu-onnatn chteBfüche/hydrocelas genennt,Das Bdellium von vnten bey geschoben/oder der Rauch öder Dampffdaruort empfangen/ eröffnet die Geburt Glieder / vnnd zeucht an sich die Geburt/vnd alle ander feuchtigkeiten auß der Beermutter / Bdellium getruncken / bricht den Stein ltreibt den Harn / vnd wirk auch nützlich emgegeöen den ienigen so da H usten / vnnd von Schlangen vnnd Gisstigcn Lhieren gestochen oder gebiessen sind. Ist auch gut denen die etwas im Leib zerbrochen haben Iwider den Krampff/ Wehthutnb der Seiten/ vnd vmb-lauffende Winde vndBlahunge deßLeibs.Das Bdelüum wirk vermischt unter die Pflaster/ welche bcreyt werden wider die Verhärtungen vnnd Knollen der Sennadern vnd Neruen. DasBdclliurn wirtgestossen ldarnach in Wein vnd Warmem Wasser geweycht/ vnnd also resoluiertvnd zerlassen. WcpMUch/ Libanos. Tims. Cap. sixviif. Er Weyrauch Griechisch Libanos / z« Latein Thus/ wachstin Arabia/wesche Akdirwey. davon Thunfera, das ist/Weyrauch kragende genent wirk / das fürmembstevnd Oldeste Geschlecht vnter dem Weyrauch / tst das Männlich / Thus Mafculum/onb wirdtftagonias, däs ist/ ein Topffgcnennt/dieweil es von sich selbst sehraußfleust/ vnnd ÜSA0»-»!. in der Gestalt eines Tropffen an dem Baum behängen bleibt/ wirdt auch von sich selbst vnnd eygener Natur rundt / hak kein Schnitten vnnd ist vnuerkheilich weiß au der Farb Iwenn er zerbrochen wirdt ein wenig Feyst / vnnd so baldk er zum Rauch angezündet wirdt Izum brennen bcreyt. DerWeyrauch welcher auß India gebracht wirdt/ ist an der Farb rotlechk lvnnd Bleyfarbig. Der Weyrauch wirdt auch offk rundt gemacht/durch Kunst vnd Menschen Wirckung abconkerfeyten/denn der von sich selbsten also S ifti P edacii Diofcoridis 95UCß / Sie nemen Weyrauch I schneiden die in vier-eckechie stück lwcrffcn dieselbige in ein jrdm Gefäß Ivnnd rollen sie vmb/ biß die stücklm rondt werden. Aber solcher ÄZepmuch / wenn ist/vndder beste/ damit die Leute zubetrieger^ Syagrum» Arabias» Cepiicon. Ämomne^j ^ mumvnd Syagrum genennk. Der ander nach y dem besten ist der fwelcher Arabias genennek y wird/ von etlichen Copifcon^mchst in Smi-^ lo lvnnd ist kleiner vnd röhter. Eö ist noch em ^ ander Geschlecht/ Amomite genennt / vnd ist -- auch weiß Iaber wenn er zwischen den Fingem Jh er altet Iso wirdk er geel vnd von ihnen Atho- ivinm rrrum VttfäWüs. gerieben wirbt / ist er zehe vnd wepch wie Mastix. Der Weyrauch wird gefälscht mit Dan-uenHartz vnd Arabischem Gummi/kunstreich zubereyk. Der Betrug aber wird leichtlich er-kandt vnd erfunden.Denn derArabischGum-mi/wenn er angezündekwird/gibk er keine flammen von sich/dasHartz verschwmdek im rauch. Der Weyrauch aberbrindt bald/ darzuwird der Betrug auch bey dem Geruch erkanndk. Der Weyrauch hat ein Krafftzu erwärmen vnnd zusammen zu ziehen/ säubert die Augen/ treibt alles was dasGeficht verflnster t von den- felbigen ab. Erfüllet die treffe hole Wunden vnnd Geschwere mit Fleisch / vnd heylk siezu/ bmdct/hefftek Zusammen / vnd heylet die frische Blütige Wunden. Stopffer alle Blutflüß/ vnd also auch dem Magen/auchso er auß deß HirnsHäutlin herab fleust. Sanfftigetdie bößhafften Geschwere ICacoethe genent / deß Hindern vnd anderer Glieder deß Leibs/ ge-stoffm/ mit Milch befeuchtet / vnd mit einem Leinen Lüchlin auffgclegt / vertreibt die kleinen anfangenden Warßen vnd die Flechten mit Essig vnnd Bech vermischt/ vnd damikge-schmrret/heylt die gebrante Schäden / vnnd die erfrorne Ferschen/ mit Seuw oder Gens Scbmaltz vermischt/heylt die fliesscnde Geschwere deß Haupts / mit Mer/ die Gefchwar derFmger/ anderWurtzelder Mgel/mitHonig.DiezerbrochenevttdzerstosseneDhrcn/ mit Bech/ wird wider die andere Gebrechm vnd Wehthumb der Dhren nüßlich ingetreyffk mit süssemWein. Iu den Hitzigen Geschwollenen Brüsten der Frawcn/ nach der Geburt/ ist er gm zu einer Salben gebraucht/ mitkreiten / Cimolia creta genennt/vnd Rosen ol vermischt. Der Weyrauch wird nützlich vermischt vnder die Artzncyen/ welche bereyt werden zu den Gebrechen deß Halß/ Lufftröhre /vnnd innerlichen Glieder. Auch wird er nütz-lichgerruncken vondencndie daBlutspeien. Aberin derGesundheyk gerruncken / bringe er die Vnfinnigkeit/vnd bringt diejenigen so sein mit Wein viel Mücken/vmb. Der Wey-Weyft dm wuch wird auffdiese weise gebrent. Man nimpk Weyrauch/ thut jhn in ein new reyn jrdm Wcyrauch schcrb lvnnd zündet dm an / mit einem stücklin / an einem Liecht entzünd / wenn der Wey-I« brennen rauch nun aller davon entzündet ist/so deckt man jhn fast zu/ so lang biß er vcrlüschek/ so wirk er zu einer äschen. Es find etliche/ welche das jrdcnGefäß da der Weyrauch innen brent/ vber decken mit einem Küpfferen holen Gefäß/ in mitten hole/ den Ruß deß Weyrauchs zu empfangen lwie wir baldt hernach / wenn wir davon sagen werden anzeygen wollen. Etliche andere nemen ein roh vngebacken jrden Faß/daß ober, her mitErden zugemachk ist/sctzm das-selbige in einen Dfcn lvnd lassen es backen vnd brennen. Der Weyrauch wird auch in einen newen Hafen geworffcn/auffheyse glüende Kolm gcstelk vnd gebraten/biß er kein bullen oder bläßlin von sich gibt/wiegleichfals auch weder fett noch rauch. Denn was nit zu fehrver-brent/ ist leichtlich klein zu machen vnd zu puluerifieren. Von allerlei) kösillchm Gummi. •0 ^ # , . . Weyrauchs Rinden/ Cortex Thuns. Cap. lM. i Je bestevntcr der Weyrauchs Rinden/ Griechisch khaos Libani/^u-Catdit Thu-Iris Cortex, soldickseyn/ ftyst/wolriechend/ frisch / glat/ nit scharpffoderraub/ /ohne Hautlin. Dre Weyrauchs Rinde wirk gefälscht mü Dannen vnnd Fichten Rinden / das Fcuweraber entdeckt diesen betrug/ denn die andere Rinden/ wenn sieangezün-detwerdcn/ brennen nie/ denn sic vergehen sonder einigen Geruch im Rauch. Aber die Rinde deß Wcyrauchö/wenn sie angezündet wirk Ibrennet vnnd gibt von sich einen lieblichen Geruch. Die Rinde wirk auch gebrenr wie der Wcyrauch/ vnnd hat seine Krafft dem Weyrauch chnlrch/ jedoch starckcr vnnd krafftigcr / denn sie hatein grössere Kraffk zusammen zu ziehen. Wtrdt derowegcn bey den die da Vlut Speien nützlich getruncken/vnnd zu den flüssigen Geburt Gliedern inAapflm vermrscht vnnd gebraucht. Ist auch gut wider die Wundtmahl der Augen / vnnd dietiesse holen / dersclbigen vnsaubere Geschwar/vnnd ist gedörrt vnnd gebraten wider die scharpffen vnnd rauhe Augbrawen gut. Weymuch brosam / Manna T hum. Cap. lM. Je kleine abgefallene bröcklin deß Weyrauchs/ Griechisch Manna libani,zn 'Latein Manna oder pollen Thuns > werden gelobt/wenn sie weiß sind/ lauter/ ^ vnnd mit vielem Weyrauchs brüchlin vnd krümlin. Haben eine Krafft dem Weyrauch ehnlich/ aber nit also starck noch frassttg. Werden gefälscht Mitvntermischten gerey-tertem Dannen Hartz Ivnnd Meel loder mit den Rinden deß Weyrauchs klein gestossen. Aber der betrug wirk in dem Feuwer gefunden Idenn die gefalschtc/gibk keinen lauteren rauch von sich/ sonder einen dicken/schwartzen vnnd vnsauberen/ wenn sie angezündetwirk/ vnnd der liebliche Geruch ist mit einem vnlieblichcn Geruch vermischt. Weymuchsruß/ Thuris fuligo. Cap. lMj. Er ruß deß Weyrauchs/ welchen die Griechen Aethalen Libanotum, die Latini VtuyMg. I Thuris fuliginem nennnen/ wirk auff diese weist gemacht. Mann nimpt ein klein /zanglin/ vnnd crgreifft damit die Weyrauchs stücklm/ ein jedes in sonderheik / zündet dieselbige bey einem brennenden Liecht oder Ampeln/vnnd thuk sic in einen newen jrdenen Hafen Ideckt den Hafen mit einem holen Iim mitten gelöcherten vnnd fleissig gesäuberten Küpfferm Deckel/legt zwischen den Hafen vnnd Deckel an einer Seiten / steynlem vier Fingerbreythöh/ damit man bequemlich sehen möge/ ob die ingclegte stücklin deß Weyrauchs brennm Ivnnd daß man raum habe idadurch man andere einwerffen möge. Vnnd che aber die vorige ingelegtcWeyrauchs stücklin gantz a uß laschen / sollen andere stücklin dar-zu geworffen werden/ solange dichbedunckenwirt/daßdu deß Ruß genug gesamlet hast. Mann sol auch den Küpssernenvbcrdeckten Kessel/mit einem Schwam in Kaltem Wasser naß gemacht/ stätigabwaschen/ damit der Kessel nit zu heiß werd/vnd der Ruß allerbehangen bleib/der sonst vm deß willen/daß er leicht ist/balk abfcllt/vn vnnützlich vnter die Asch deß Weyrauchs vermischt wirk.Wenn man nun den ersten Ruß abgescharret hak/ vnnd die Asch deß gebranten Weyrauchs sonderlich hinweg gethan/ so mag man denn widerumb/wie vor gesagt/ anfangm ru ß zu machen / so lang vnd so viel einem jeden wolgefellig ist DerRußdeßWeyrauchssänsstigetdieHitzederAugen/verhindertdieFlüß/saubertdie Rr-ffe vnd ticsse hole Geschwür/ vnnd wehret dem Krebs.Desselben gleichen wirk auß dem Myrrhen w'rchma" Hartzc/ Styrace vnd anderen feysten Gummi/Ruß gemacht/welche-demWeyrauchs Ruß an krafften vnnd Lugenden ehnlich ist. D y Forchen N^afftvnd mrckmig. Forchen/RoteDannm/ FlchtDanncn/ Pkca&Pihus» Cap. lMj. vnnd RokeDannen oder Fiche Dannen 1 sind eines Geschlechts an der Ge-statt Iwerden auch etlicher Massen vntcrscheyden sindt Baume gememgtrch wol öCSbefdMtf, Dieser Baum vnnd Rinde hat eineKrasst/ damit er zusammen zeucht/ ist gut zu dm zerriebenen Schader» / dem Arßwolff zu reynem Puluer gemacht vnnd auss-gestrewt/ Schwarm / welche das oberste der Haut besitzen vnnd zu dm gebrandten Scha-dm/mit Süberglet/ vnnd mit dm klemm abgefallmm Brüchlin deß Weyrauchs/welchen die Griechen Mannam nmnm Ivermischt. Die rmde vnter ein Cerat vnd Wachs Pflaster/auß Wachs vnnd Myrkrllen öl bereyt/ heylt die Schaden irr zarten Cörpcrn vnd Leib/die keine Scharpsseerleidm mögen Iklein geflossen/ vnd mit Schuhmacher schwaryc/ Calchanmm@hfchtsch gmmt/vermischt/ verhindert vnd heylet die Schaden dre vmb sich her stets weiter fressm. Der Dampffvon angczündten Rinden empfangen wirfst auß die Geburt/ daß bürtlin/oder die ander Geburten 8ecunGriechen Pityidas: haben eine Krafft/damit sie zusammen ziehen/ vnd ein wenig er- D-rmögcn> ^ warmen/vnd sind gut wider den Hustcrpvnd Gebrechen der^Srust /allein oder mit Honig eingenommen. PmeenKeme/ Strobili. Kap. lmuij. Je Pinemkern/gereynigt vnd gessen Ioder mit süssem Wein oder Cueuinersamen Rraff« vnnd sgctruncken/treiben den Hartt.Lindern die scharffen Feuchtigkeiten der Vieren vnnd 1 dta ^Blasen.Sanfftigen mitBurtzelkraUt saffk gerruncken das beysscn vnnd nagen deß Magens. Starcken vnnd wenden die Vnkraffteab/widerstehen den faulen Feuchtigkeiten. Die gantzen Pinecnkern Msse/frisch von dem Baum gebrochen vnnd in süsscm Wein ge- man alle Lag sechs oder sibcn Loth davon trinckt. Mastixbaum/ Schinos, Lentifcus. Cap. sijfch. .ErBaum Griechisch Schinox / zu | Latein Lentifcus j ist ein Baum/ eim hedenwolbekant.Istgantz herb/davon er ein Krafft har zusammen zu ziehen/ denn Ne Frücht/Blatter / ast / Wurtzel vnd Rinde/ sind einer gleichen Tugerrt vrrd Krafft. Man . machtein SafftauffdieseweißaußdemLen-tifcöjD«Blatter/Rinden vnnd Wurtzel last man inWasser sieden/wann sie genug gesotten a haben/vnd kalt worden sind/die Blatter Rinden vnd ÄZurtzel außpressen vnd hinweg \mp fen/vnd das Wasser widerumb gesokken/biß es die dicke einesHonigs vberkompt.Diser batim Lenrifcusast von wegen seiner Krassk / damit Rra^vud er zusammen zeucht/gut vnnd nützlich getrun- vermöge eken/denen die Blut außspeyen vnd wider den Durchlauff deß Bauchs/ vnnd Rorhteruhr/ wider das vberflüssige Blutfliesien so von der Beermutker her entspringt/ das herau ß weiche deß Asstern vnnd Beermutter/vnnd man mag sich gantzlich vnnd allenthalben deß Lentifci gebrauchen/an stakt der Aeacia vnd Hypoci-ftitis. Der Sasst au ß den Blattern geprest/ hat eben dieselbige Eugendt vnnd Krafft. Die rieffen holen Geschwer vnnd Schaden werden mit Fleisch erfüllet/die zerbrochene Beyn befe-stigt/vndwaöhattfollwerden/verbürtet/dieOrkmitder'Brüh/daderLentifcusinngesot-ren worden ist/gebaht.Aucb stopfft sie die vberflüssige Flüß der Frawen chwöerf die scha- den vnd Geschwer die weiter vmb sich fressen vnd nagen/treibt den Harn/die beweglichen z«n zur Befestigung werden nützlich damit gewaschen.Die Jeen werden nützlicher vnd bequem# lichergefegt/mit ememHöltzlm auß dem Centifco/menn er noch grmrst Mlnstreich bereyk/ die man vor zeiren da zu gepfleger hatzu brauchen/denn mit einem Halmen oderRohk spißm.Auß der Frucht oder Samen deß Lcmifci wirk ein dl gemacht das herbe ist vnd zusammen zmcht/ vnndderhalben bequem istzu allen Gebrechen / diedeß zusammen Ziehens beddrffen. Auß dem Lentifco fleust ein geschlecht wie ein Hartz oder Gummi / vnnd wirk Lentifci Hartz genennet/von etlichen aber Mastix/ist getrunckmgutwiderdasaußspeien vnnd außbrechen deß Bluts / sehrnutz wider den alten langwährenien Husten. Vnd dem Magen sonderlich bequem/ bewegt jedoch dem Reüpzen deß Magens. Der Mastixwirk nützlich vermischt vnter andere stücke/ die bereyt werden die Jahn zu rcynigen vnnd zu fegen/ vnnd zu denen die bereytwerden/ das Angesicht damit zu bestreichen/ demselbigenein schöne färbe zu machen/der Mastix ist auch bequem vnnd gut die Haar derAugbrawen zubefesti--gm/vnnd wenn er im Mund gekawetwirt/ macht er einen gutm Athem/ vnnd zeucht das Jan fleischzu sammen/vnd nidcrtruckt derselbigenGescbwulst.In derInscl Chio wachst der beste Mastix/ vnnd das mcystetheil/vnter welchen der clar vnnd durchsichtig/ nmßwiedas Tyrrmisther wachs/ volkomen/dürr/ leichtlich zu puluerisiern/ vnd eines guten vnnd lieblichen Geruchs/für den besten gehalten wirk. Der grüne aber istnikguk. Der Mastixwirk mit Hartz oder Weyr auch verfälscht. TerbeNthmBaUM/ Termintlios, Tcrebinthus. Kap. lxrxvj. z^X($r Baum Griechisch Termm-thos, ZU Latem Tcrebinthus j ist cm wolbekandter Baume/ seine Blatter/ Same/oder Fruchtvnnd Rinde herb / davon er eine zu sammcn ziehendeKrafft habm/ derowegen sind auch nutz vnnd gut wider alle Gebrechen / darwider der Lentifcus wirdk gerhümck / gleicher weiß vnnd maß bereyk eingenommen wie hie bevor da von gesagt. Dt- Frucht deß Terebinthi ist bequem zu essen jedoch dein Magen zu widcr/erwärmt/ treibt den Ham/ bewegtvnnd starckt die begir-dkZurVnkcuscheyt/ vnndwlrtwider der spinnen biß/ welche Griechssch Phalangij werden gcncnt mit nutz gctruncke.Das Hary welches auß deml erebintho sieust/jeyunder bkyvns Venedifcher Thermenthin / wirdi auß der Landtschafft Arabia Pctreagmmnf/ zuvns gebracht wachst sonsten auch in India / in Syria/ Cypren/ Aphrica/ vnnd in den Insu-len/ welche Cyclades heisen. Deß beste sol weiß / klar / durchsichtig glaßfürbig / !auff Himmclblauw gemengt sein/ eins gukm Geruchs/vnd mit dem Geruch t>mt Terebintho (dem Baum darau ß es auch fieust)ehn-lich. Der Termenthin/ welcher jetzunder beyvns(wievorgesagt) venedifche Termenthin genent Wirt/ vbertrissk alle aridere Hartz. Damachistder/welcheraußdemhenti5eoflmst/den man Mastixnennt/nach dem derauß denForchcnvndDannen/nach allen der letztes foauß den Fichten vnd Pmeen Nüssen fleust. Alle Hartz habcn^ die natur vnnd eygenschafft zu erwärmen zu weychen zu vertheilen/ zu zerkreiben vnnd zu reynigen. Sind gut wider den Hustm/ vnnd Schwind oder Lungen-fucht/ allem genützt oder mit Honigverinischt.Reynigen die Brust/ treiben den Ham/ zeitigen/ verkauwm/weychen dcnBauch/vnd richten dieHaarder-Augenbrawen/so in dieAugeu wachsen werden.WiderdenGrind/mitSpangrün /VictrilvndNiter zu einerSalben vermischt/vnd angestrichen. Juden Eyrerflüffigen -Obren / mit Honig vnd öl gebraucht/vnd wider das jucken der Sachm / zu den pflastern vnd Salbm wider die müdte gethan/vnd stillen den Schmertzen der Seiten diefelbige damit geschmn et/ oder als einem Pflaster vbcrlegt. Vom o Vom Hartz/ Rcfina: alicc §ap. lmvtz. Ae weych vnd dünn Hach fleuft auch auß den Forchten vnd Kichken/ 'welcheo man !auß Welschland vnnd Hetrutta zu bringen pflegt / ward vor Jetten auß Colophone/einer Statt deß Lands AsiT hiehergebracht/daher es den Namen Colophonta vberkommen hatt Auß dem Welschen Lande/ das vntcr den Alpen gelegen ist/ wirtauch ein» weych Hach gebracht/ welches die jnwoner daselbst mit deß Lands Namen Laricen nennm. Derftlbige allein ingenommen / oder Mit einem Eclagmat/ dünnen Lattwergen zu lecken bereyt/ vermischt/ ist sehr gut wider den alter» tangwercndm Husten. Diese Hach sind an den färben vnterscheyden.Den eines ist weiß/ daß ander ölfarb/etliche an der färben de Honig ehnlich/ wie das Hach von Lerch dannen. Auß dem Cypreffen Baum flmst auch ein weych Hach/ zu allen denselbigen Gebrechen bequemvm»d nütz. Iu den geschlechten deß truckcnen Hartzs (werden auch gerechnet ldie auß den Forchen Dannen Fichten Iicrlin Baum fliesten. Mann solHartz erwelen/welches den aller starcksten vnnd guten Geruch hak/ sonsten auch fein klar/ durchsichtig/ nikzu dürre/ i»ochzu feucht/ leichtlich zu zerbrechen/ vnnd dem wachs ehnlich ist. Das beste Hartz ist das Fichten vnnd Dannen Hartzc/ denn sie haben einen lieblichen Geruch demWeyrauch ehnlich. Diebeste werden auß der In sei Pttrusa/ be») Hispania gelegen/ hie her gebracht. Du Hartz/ welche auß den Forchen/ Iler-lin Baum/Cr-presten Baum fliesten/!sind gut zu allen Gebrechen/ wie die vorige/ aber nie also krafftig noch Lugenthafft/ der Mastix aber/ das ist/ das Hach / welches auß dem Len-tifco fleu st Iist dem rechtm Terebinthin an Kraffter» gleich. GebrentHartz/ §ap. lmvitj. (Llcweyche Hach sollen gebrenk werden / in einem Kessel/ oder sonst einem beguemen Gcfaß/das vicrmahl grösser ist / denn das Hartz vnnd das Wasser/ das mann darzu thun wil / vnnd deß Hartz sol man nemen neun Pfund / Regenwasser xviy. Pfund/ in einen Kessel zu sammenthun/ sanfftlichvber einen kolfttver lassen sieden/ vnnd stedts mischen vr»nd vmbrühren/ biß es seinen Geruch aller dings verlier/ dürr/leichtlichzu brochm vnnd zu Puluer werde/ vnnd wenn es zwischen den Fingern gerieben Wirt/ nit hart widerstehe/ sonder wcych sep/ darnach wenn es Kalt worden ist/sol man es in einem ncwen jrdenm vngcbcchten Faß behalten vnnd bewaren. Es bekompt auch ein vberauß weyse farb/wanr? man es a llcs durch ein Tuch colicrt / damit die Hefen vnd was vnrcin so darinn ist/abgcson-dcrkvnnd gescheidcnwerde. DieseHartz werdenauch sonder Wasser gebrent. Jum erstm mtteinern stmftm linden Kolfewer/ wo sie aber anfangen dickzu werden/denn wirfftmanrr mehr Kolen hinzu macht das Fewer starcker/ vnnd lest sie drey Tag vnnd Nacht ohne vn-ter laß sieden/ biß sie dievorigen zeychen jhrer naturverlohrn /darnach bald/wie vor gesagt) werdensi'e zubehaltenhin gestellet. DiedürreHartz mögen meinem Tagegmug gebrent/ * vnnd gesotten werden. Dic gcbrcntc werden bcquc>»ttich vnnd nützlich vermischt / vnter die wolriechende pflaster/ vnnd die Salben / welche wider die müdte werden bereyt/ Acopa ge-mntldarzu sind sie bequem / den Salben ein färbe anzu streichen. Auß dem Hach/eben wie auß dem Wer-rauch/wirt ein ruß bereyt lwelcher bequem ist mit den ändern stücken vermischt/ die Augbrawen zu zieren vnndein farbanzustm-chen. Istauch gukzu den verwunden Augenwinckeln/wider das außfallen deßHaars der Augbrawen/vnnd die messende Au-gm/außdemmffe deß Haches wirk auch Schreiber Tindten gemacht. Wcych Bech/ Pix liquida. Kap. lltmitj. As weych Bech/ Griechisch Piflahygra> vnnd von etlichen conum / zu Latein I Pixliquidagenmt/ wirt gefamlek/au ß dem aller Feysten Holtze der Forchen/Dan-)nenvndFichtm.Das aller beste weych Bech/ istgläntzmd/lautervndglat/ gutwi-deralleg»fft/vnndwidcrdieLungenvndschwindtsucht/PbcbiibGriechischgenent/zusampk D dem dem Eyter speyhen. Es widersteht dem Husten/ Dampffvnd kurtzemAthem.Dieses wcy-chm Bechs x. quimlin fchwehr mik Honig vermischt eingenommen löset die zähe Feuchtigkeiten der Brust/die schwehrlich au ßgeworffen vnd au ßgehu stet werden.Ist auch gut angestrichen widcrdie hitzige Geschwulst deß Schlunds/ Mandeln vndAapfflins/widerdie Halßgcschwer/die man Anginas zu Latein nennet.Da sselbig mit Rosenöl vermischt/ist gut gegossen in die eyterendeDhrcn.Mtt klein geribenem Saltz vermischt/ist es gut angestrichen oder vbergelegt/widkr der Schlangen Bissz. Säubert mit eben soviel Wachs durcheinander sänfftiglichzerschmeltzttvnndvberlegt/ die Nägel der Finger / vnd wirffk die vnglatte fcharpffeNägelaussHeyltdieFlechken vnnd vertreibt die harte Geschwulst der Beermut-ecr. Weychet die Hartigkeit deß Hindern.Das weych Bech mit Gersteumeel inKinderharn gesotten/zerbricht die harte Geschwulst/Beulen vnd Geschwer/ so am Halß vnter den Achseln/vnnd bey dem Gemächt zum mehrern theil erwachsen/welche man zu Latein Strumas nennet. Weych Bech mit Schwefel oder Fichten Rinden/oder mit Kleyen vermischt vnnd Mit klein gestosscnem Weyrauch vnd Wachs vermischt/erfüllet es die tiessc Gcschwer mir Fleisch/ vnd heylet dieselbige zu.Es heyletauch die Rrtze vnnd Schrunden/der Füß vnnd deß Hindern/dieselbige damit geschmiert. Mit Honig säubert es die Geschwer/vnnd erfüllet die - ^ sch . . „ ... Carfunckcl Blattcrn/vnd die faule Geschwer. Das weych Bech Wirt nützlich vermischt zu den aussetzenden Artzneyen/welche die Griechen Septas nennen. Bechöl/ Picinum oleum. Aüp. )CC. Bmyttmg fVß dem Bech wirk ein öl bereyt/welches man Griechisch Pi/Telxon, zu Latein Piti- w. num oleum nennt/wenn man das feuchte/ welches vnter dem Bech schwimmek/vnnd ^vermischt ist/wie die Molcke vnter der Milch/abscheydet. Dann man nimpk ein ge-wachsene Sthassshauk/vnd fpreykek jie vber den Kessel/da das Bech innen seudt/wann dann r b d dieHaut befeuchtigt worden/vomSchwadem deß siedenden Bcchs/ so prest man sie in ein be-DtrmSg» quems Fäßlin auß/vnd treibt dasselbige so lang das SScch seudt.Dicses'Bechöl ist wider alle Gebrechen gut / darwider das weyche Eech gerühmck wirk. Mit Gerstenmeel vermischt angestrichen/bringtwider das außgefallen Haar/in den Gebrechen welche man Alopetia Griechisch nennet/darzu auch das weych Bech nutz vnd gut ist/vnd heylet die Geschwer vnd den Grindt deß Viehs. r üllb welchem Tech/ Fuligo liquidee picis. Cap. xcj. Bereytung. ^tVß dem weychen Bech wirk Ruß gemacht/ aussdiefc weift. Nimb ein newe ampel/ die da ein dacht oder Wiegen Hab / thu ein wenigPechdarein/deckedieAmpelzumit ^^einemjrdenen Gefaß/ das die Gestalthabc/ einesDfcns/ vber sich eng gebogen/vn-ten gelöchert/wie mann die Defengewöntich zu machen pflegt/ zünde die Ampel an/ wenn das Bech verzehrt ist/ so thu frisch Bech hinzu/ biß du deß russes zu deinem gebrauch gnug Rrafft vnnd gesamlet hast. Dieser ruß ist raß vnnd scharpss/ hat eineKrasst/ damit er zusammen zeucht/ Vcrmögm. wirkgebraucht die Augbrawen schön zu mgchen/vttter andere stücke auch darzu bequem vnd dienlich vermischt vnd bestrichen. Dieser Bech Ruß ist auch gut / auffden blossen Backen Haar zu machen/vnd wider die schwache triessende Augcn/vnd der Augen Geschwer. Hart Tech/ Pixatida. Kap.xci/. tT&S As weyche Bech gesotten / Wirt hart/vnnd von etlichen Griechisch Palimp i ila ge-^ “tt3‘ ^E^nennt/das ist so viel/als zum andernmal gesottener Bech/ in diesem Geschlecht ist et-O^nchs zähe/leymechtig/welchs man Boscaden nenk.Das ander ist trucken. Das bech Wirbt gelobt / wann es lauter vnnd rein feyst eines guten Geruchs / rothlecht/ vnnd dem Hartz ehnlich ist. Dergleichen in Lyria vnnd Brukia wächst / dann es hat beydes zusammen Bon allrrlch köstlichen Gummi. 4S die Art vnd natur deß Bechs vnnd Hartes. Dieses Bcch hat em Krafft/ damit es erwar- Rrafft v»v SchlffBcch/ ZopiS. Kap. .^AsWachs famptdcmHarße/ von den Schiffen/dic;ürSeelaüffen/abgeschar-2Jm/ttmnm die Griechen zu saMpt den Lateinischen Zopißam/ etliche andere bey ^den Griechen aber Apochima. Es hat eine Krafft / damit es zertreibk vnnd ver^ theilt/ dieweil es im Meer vnd Saltzwasscr gcwepcht tst. Etliche nennen das Dannen Hartz auch mikdem Namen Zopilla BergHartz/ErdtHartz/ErdtSchwcbcl/ Aiphaitös,BitumcnIudaicum: Cap. xciiff As LciMechk vnd zehe Erdtrich im Jüdischen Lande / Griechisch Alphaltos, zu I Lettern Bimmen ludaieumwütt) in vttser Deutschen Sprach / BergHartz/ Erbt birekvnnd erkannt / daß esglannek vnd scheinet wrePurpur vnd Scharlach/vnd dieweil es fälscht. ^Swächst in ?Boenice, Babylönia> lacindio mb Sy dbne. MailN findet auch bttMchW. das da weych ist Iin den Brunnen ScHwimmeudt lbey der Statt Siciliz, Agrigantinum genennk ldessen man sich gebraucht an statt deß öls in den AmpleN zu brennen/ welches etliche wiewol vnrecht Sicilien ole nennen Isintemal das gewiß ein geschlecht ist/deß weychen Leim-r echten Erdtrichs Bimmen genennt. Piflaipiialmm Pici bitumen. K§p^ Wächst bey Apollonia einerstatt Epiri, ein Geschlecht deß Bimminischaßist/ ^^.deßzehcn Leymechten Erdtrichs / vnd Wirt Griechisch Piflafphaltos, Lateinisch Pi-^fe?ci bitumen gencnnk Iist so viel als LcymrchBech da BechvNd solcherLkyMe mit einander vermischt sindu Dieses Lchmecht Bcchfelt auß dem Gebirge der Landtschaffk Epiri,' famlek/vnnd hat einen vermischten Geruch deß Bechs/ vnnd deß Leymechten Erdtrichs Bituminis* Naphtha. Kap. Msi ^Erner ist noch ein andcrG cschlecht bchButuMinis, Griechisch vnd zu Latein Naph-> thä genennt / bey den Babiloniern / welches von dem Bitüminc trcufft vnnd eoliert L)wirdk/ vNnd hak ein weiffe Fach. Man sindet auch das da Schwach ist. D)er Naphtha hat ein Kraffk/SarMit er das Fewcr an sich zeucht/also/ daß daß Fewr von Amfft ßnvL ferne dazu springt vnnd brennet. Naphtha ist gut wider die starfell derAugm/zu Latein fuf- VermSgr». gut wider das herauß weychen/ Embörung vnd auffstosseu derBeermuttcr daran gerochen/ den fauche vnnd dampffe dauon entfangcn / oderwie ein Pflaster auffgelegk. Die mü der hinfallcndt kranckheyt beladen sind/ werden gesund/so sie Den rauch deß angezündenteNaph-thz oder Bituminis empfangen/wie auch vom Gagat steyn. Er treibt die Monzeik der Fra^ IVvll/ !UU li'VUI v*iv vfvv» Z 1 ' < ^ c gen brssz/ WeHtHumbdcr Seyten vnnd Hufft wider den Bauchfluß (Celiaca pafllo genennt) ist er gut in der Gestalt eines Pillulen geschluckt / mit Essig getruncken / ver-theplt er das geronnen Blut. In durchgeschlagener dicker Gersten Brüh zerlassen wirbt Rraffi du» Dcrmög«»- W wirr er nützlich mit einem Clifticr röhrlin cingcgoffen/ wider die rote rhur/ der Rauch oder Aampfft dauon empfangen/ ist gltt bitter den Schnupffen vnd Catar/gesalbtvnd geschmi--rct/ sanfftiget er den Wehthumb der Aan/ der Naphtha gcdört vnnd warm mit einem spieß-lin auffgelcgt/ rieht die krumme Haar der Augbrawen/ so in die Augen wachjfen/ vnnd deum hinderlich sindtwiderumbauff. Mit Gerstenmeel/Nuer/ vnd wachemötWastcrge-wcycht/vnd damit geschmirt/ist er gut wider den Wehthumb vndSchmertzen der Gleychen/ podagarx, Gicht/ vnnd Schlaffsucht. Daö leymechte Bech (püafphakos Griechisch genennt) vermag alles/was von dem Bcch vnd Bitumme tst gerümht/so slevnter einander seind vermischt. KyprcssmBaUM/ Ciparißds CuprelTus. Kap. jltvff Er CppressenbaumGriechisch Cipa-iriflos, zu Latem Cuprefliis) kület VN lzeuchtzusammen/dieBiatter deß Cy-prcffenbaums/werdcn nützlich mit süffem wein vnd ein wenig Myrrhen gctruncken wider die Fluß der Blasen / vnd die Gebrechen/ daruon der Harn schwerlich vst pemtleh gefangen wirk gcbraucht.Dre Cyprcsscn Mß klein gestvffen/ vü mit wem getr uncken/ sind gutwider die rote ruhr/ Dyfenteria GviechifcH gerienrrel/Wider den Bauchfluß Husten schwehrlrchm A-them vnd so man nit Athmen mag dcnnauff-recht/ vnd wider das Blut Speien. Die brüh da die Cypreffcn Mß in gesotten sind/ hat die-sclbige Lugendt vnndKrafft/reyngestossen/ vnd mit Keygen wol vermischet/ erweychen sie alle harte Gcschwulsten/vnnd sonderlich in der Nasen/ Polypus Griechisch genent / vertreibt in Essig mit Fcygboncn meel gesotten/ die rauhe vnglate Negcl der Finger / stillet vnd wehret den Brüchen/die 4>t damit bestrichen vnnd auffgelegt. Die Blatter haben auch dreselbige Lugendt vnnd Krafft. Mann sagt / daß der Rauch vnnd Dampffe von den angezünden e Cypressen Nüssen vnd Blattern die Mucken verkreibt.Die Blatter klein gestosten vnd auff-gelegt/ hefftendiefrische Wunden/vnd stillen dasBlut/gestosscnvndmitEssigvermischt/ färben sie das Haar. Der Rvtlaufft wirk nützlich bestrichen / mit den Blättern vor sich allein/oder mit einem Müßlm auß Gersten meel vermischt. Auch die Geschwar/ die weiter kriechen vnd vmb sich her nagen vnd fressen wider die Carfun ekeln/ vnd Hitzige Geschwulst der Augen/ mikeinemCeraro/ dasist/ölvnndWachszusammengeschmeltzk/vermischt/ -vnnd auffgelegt/ bekrafftigcn sieden Magen. Arccuthis lunipcrus. Cap. xcviij. ^schlecht (o^S Er Wacholter/ Griechisch Arccuthis, zu Latein luniperus, Semd zweierley Geschlecht vnnd Art/ das eine groß/ das ander klein/ vnnd seind beyde scharpff. »rafft tweb Die Wacholter erwärmen/treiben den Harn/ vnnd wenn sie angezündct werden^ Vrrmögrn. vcrttciben sie die Schlangm. Seiner Beer werden etliche erfunden/in der grösse einer Nuß/ zuweilen einer Hasel Nuß / sindrundt / eines guten Geruchs / imkawen süß/ein wenig bit-ttr/vnnd werden Wacholkerbeer genennet. Haben eineKrafft/damrt sie ein wenig er warmen/ . WacholM menvndzüfammmzicheri / sind dem Magert bequem / vnnd gut wider die Gebrechen der Brust / wider dm Husten/Auffblahung vnd Geschwulst Iwider das Krimmen vnd Wehs thumb deß Bauchs/vnnd Gifftiger Lhier siichvnnd bistz/ wenn sie getrunckm werden/ treiben den Harn / helffen derowegen denjenigen/die etwas zerbrochen haben oder mit dem Krampffe beladen sind / vnd sind auch wider das auffstossen der Beermumr sehr bequem. Die Blatter deß Wacholters sind auch fcharpsfvndräß / werden derhalben/wieauch dcrSafft darauß geprest/wider dieNarer bistz nützlich bestrichen vnd getruncken. Die asch deß gebrenten WacholterHoltz mit Wa sich bestrichen vertreibt die Reudigkeit/ die kleine abgeschabene oder geschnittene stücklm deß Holtz sol man meyden Iden sie sind eingenommen tödtlich Gisik. Seuenbaum / Brathys,Sabma. Cap. tttt. , C*ß Scucnbaums Griechisch Bra-> thys > zu Latein herba Sabina / sind ^zweyerley Geschlecht daß ein hat Blatter denCypresien ehnlich/jedoch dornes chter/ eines schwerlichen Geruchs / seharplf vnd raß/ öises Geschlecht ist ein kurtzer baum/ der sich mehr in die weyken außspreyk. Etliche zünden dke an/ zum guten Geruch. Das ander Geschlecht ist den Lamariscken mit seys nen Blattern ehttlich. Beyderlep Geschlecht Blatter stillen vnd verhindern dic Geschwer/ die immer weiter vmb sich fressen vnd Nagen. Sansitigen die Hitzige Geschwülsten. Mit Honig vermischt vnd angestrichen/vertreiben sie die Gchwartze Mackeln vnnd Saubern dievnreynigkeytder HaunMit wein getrunken brechen sie die Carfunckel vnd treiben Blut durch den Harn: Ziehen die Geburt herauß/zum FrawenIapsim gemachtvnnv von vnken beygcbracht/ oder den Dampssda-vonempfahcn. Siewerdenden Salben / die Most Salben/ die da glencmm Griechisch genennetwirdtt Kederbaum Cedms. gap. c. ^>Ederbaum Griechisch vnnd zu LareiN lj.Ccdrus / ist ein grösser Baume / auß welchem Bcch gesamlet wirdt / mit feinem besondern Namen Cederbech genennt/ Lateinisch Cedda. Bringt Beerlein wie Wacholter / Rondt Ivnnd an der grösse den Myrker,beerlein ehnlich. Das beste Rrasst bnnd DmnS-m Rrafftvud «irckung- Cederbaum. Cederbech fölldick/klar/dut-chsichrig septt/ eins fchwehren Geruchs/ vnnd wann es außgegoft fen wirbt/fohelt ersieh anTröpfflin bey einan-der/vnd zersieusi nicht.Das Eederbech hat eine krafft/ die todrenCörpcr zu behalten/vnd die Lebendige zu verderben / derhalben es etliche der Lobten Leben zu nennen gepflegt. Es verderbt auch die Äleyder/Häut vnd Fellwerek/von wegen feiner grossen Krafft zu trücknen vnd war-men.Wirdtnüßlich vermischt vnder die Artz-rteyen der Augen denn wann die Augen damit bestrichen werden/ macht esdas Gesicht klar. Säubert die Macklen vnnd Wundmahl der Augen- Mit Essig eingetröpfft Z tödtet es die Würm derDhren. Mit der Ärüh vermischt/ da Isopinn gesotten ist/vnnd eingegossm / legt er das Sausen vnd Rauschen der Dhren. Ce-derbech in die holen Jangethan/zerbrichtdie-selbige vnnd legt den Wehthumb/die Aan damit/vnd mit Essig gewaschen. Die Scham damit bestrichen vordem Beylager bringtvn-fruchtbarkeit.DieHalßGeschwcr/ Angina? zu Latein genennt/ vnnd die hitzige Geschwulst der mandeln vnd deß schlunds werden nützlich damit geschmiert / tödtet die Lauß vnnd Nissz die Drt damit bestrichen. Heylt die Bissz dcr gehörnten Schlangen/Ceraftes genennt/ mit Saltz auffgelegt.Ist gut getruncken mit süssem Wein/wider den eingenommenen Mecrha-fen.IstfÜrderlich wider den Aussatz eingmommen/oder denselbigen damit bestrichen. Rey-mget dieGeschwerder Lungen/vndheyltdieselbige zu/zehen quintlin schwehrdavongctrun-cken/mit einem Clystirlin eingeworffen/tödtet es die Würm vnd Spülwürm/ vnd zeucht die Früchte herauß.Man macht auß dem Cederbech ein öl das vom Bech abgcscheyden wirbt/ wann es seudt/denn so bedeckt man den Kessel/da es inn seudt/mit Schaffsfellen vnnd thut/ wie droben vom Bech gesagt worden ist/vnd dieses öl ist zu allen dingen dienlich / darzu das Cederbech wirdtgerühmt/vnd sonderlichheylt es den Grindt der vierfüssigen Lhier/alsdcr HundevnndDchsen/tödtetdieJecken/heyltdieWunden vnnd Geschwer/so d/e Schaffim Scheren empfangen haben/zu.Auß demCederbech stnnlet man auch ein besonder» Ruß/wie auß den andern/vnd hat dieselbige krafft vnd Wirekung/welche derRuß deß ändern zu haben pflegt.Deß Cederbaums Frucht/Griechisch Cedrides genennt/Hat eine Krafft zu erwärmen / istdem Magen schädlich. Iedochgut wider den Husten/Krampff/Brüchevnnd die Harnwinde.Lrcibt auch die Monzeit derFrawen/mit klein gestossenemPfeffergetruncken/ wirdt wider die eingenommene Meerhasen nützlich mit wein gctruncken.Dcn Leib mit dieser Frucht vnd Hirschen Vnschlit geschmiert/treibt alle Schlangen von ihm ab. Wirbt auch vnter die Artzneyen/dre wider das Gifft einzunemen berept werden/Ancidoca Griechisch ge-yennet/vermischt. Lorbeerbaum/ Daphne, Laurus. Cap. cj. Eß Lorbeerbaums/Griechisch Daphne,z« Latein Laurus genennt/sind zweyerlep Geschlecht / das eine hat dünne schmale Blatter/ das ander breyte. Sie haben bcyde eine Krafft/darmit sie erwärmen vnd erweychen. Sindt derhalben gut vnnd Hülff-lich wider die Gebrechen derBeermutter vnnd Blasen/ so ein Fraw sich setzet in die Brüh/da die Lorbeerbaumblätttr inn haben gesotten.Die grünen Blätter/beyderleyGeschlccht/ziehcn sänfft- 'Lot'hetthaum» sanfftigllch zu sammm.Solche Blatterkiem gestossm/ vnd angestnchm/ sind gut wider der bynen vnd wespen stich/ mit Gemäß auß Gersten Meel bereytl polenta) oder mitBrot vermischt angestrichen sanfftigen vnnd hinderen alle Hitzige Geschwulst. Die Blätter getrun-cken bewegen den Magen/vnnd machen Unwillen vnnd erbrechen. Dik Lorbeeren erwärmen mehr denn die Blatter/sind derhalben klein gestossen vnnd mit Honig vnnd süssem Wein vermischt/ vnd bereyt zu einer Artzeney die matt lecken möge / gut wider die Schwindsucht/ welche von den Griechischen Phthifis wirt ge-nennt / wider den kurtzen vnnd schwahrlichen Athem/vnd so man nit Athmen mag/denn mit auffgeregtem Halß/ vndwider alkesiüsse soitt die Brust fallen. Die Lorbeeren werden nützlich mit Wein gctrunckcn wider die Scorpion stich/fegen die Sprütlen oder Mafen vnnd ändere Macklen ab.Der Sasst auß den Lorbeertt geprest/ mitviemem Wein vnnd Rosen öl in dieDhren getropfft/ist gut wider den Schmer-tzen der Dhren vnndschwerliche Gehöre/mit einem Sausscn derDhren. Der außgepreste Safft lwirt vermischt mit den Salben die /wider die müdte werden bereyt (Acopa genent) vnd mit den Salben die da erwärmen/vertreiben vnnd zertheilen. Die Rinde der Wurtzek bricht den Steyn tobtet die frucht/vnnd ist mit gutem wolriechenden Wein gctrunckcn i den Lebersüchtigen nütz vnd gut. ÄhdM/» Platanus. Ackst. (Ist (Horn wie etlichevermeytten / wirt Griechisch vnnd zu Latein Platanus gemm. Die aller weychste Blatter deß Ahorns/ oderdeß Platani in Wein gesotten/vnnd baldk darnach vbergelegt / stillen die flüß der Augen/ sanfftigen vnnd vertreiben dieselbigen Hitzige Geschwulst. Die Jeen werden nützlich gewaschen mit Essig/ da die Rinde deß Ahorns in hat gesotten.Die grüne Bieren oderPtllen deß Platani in Wein gctrunckcn/ seind gut wider alle SchlangenBiß.Mit Fett oder Schmaltz vermischt vnnd angestrichen/ heylen sie die Schaden die vom Feuwer gcbrant worden sind. Die Hange wolle/so auss den Blattern vnnd Bieren hcngt/ ist den Augen vnd Dhrett Schabtlich/so es darein fellt. Ahorn. 5o Pedacii Diofcoridis €t(t^ 95llCp/ EjHbaum. . Braffi Vermögt». WeissePoplm. Eschbaum/ Melia, Fraxinus^ Cap. cuj. Er Eschbamn/Griechisch Melia, |ti Latem F raxinus genent/ istem betauter Baum.Dm Saffk semerBlätter mit Wein gttmncken/oder die blatker gcstoffen vnd vbergelegt/sind gm wider der Natter bissz. Die asche au ß den Rinden gebrannt mit Wasser vermischt / vnnd angestrichen/ vertreibt den Grindk.Man sagt aber / daß die kleinen stück-jlin dieses Holtzes/wie viel Spänlin die herab fallen/getruncken/tödtlich seyen. Leuce, Populus alba. Cap. tiiij. > EissePoplen/Sarbachsbäume/wirk aufs Griechisch Leuce, zu Latein Populus alba genent.Die Rinde dcß weissen Poplen oderSarbachsbaums/zweyer Lot schwehr getruncken ist gut wider dm wch-thumb vnd fcbmcrtzen dcrHüfft/vnd wider die Harnwind. Man sagt/daß die Rinde gekrun-cken mit Maulesels Nieren vnfruchtbar mache/dm schwangcm Frawm eine Mißgeburt errege/vnd daß auch die blätker mitWcin nach der Reynigung der Monzeik getruncken das-felbigevcrrichte. Der Safft der Blätter ein wenig warm in dieDhren gegossen / stillet dm fchmertzen der ohren. Die Knöpfse dievordem außgang der Blätter mtspriessm/ mit Honig gestrichen /vmreibm die Tunckelheit der Augen vnddeßGesichte/eesagen etliche/ daß die Rinde deß weissen vnnd schwartzen Poplen-baums/in kleine stücklin zerschnitten vnd darnach bald in wolgemisteErde gesäer vnnd ge-pflantzet/ durch das gantzeIar Schwämme die man essen möge/herfür bringe. Schwache SchwartzePopIen/ ^gerbs. Populus ni^ra. Eap.cv» Clwartze Sarbachs odck Poplerr Daumc/Griechifch JEgero^u La- tem Populus nigragcmnnt.Dre blat- ikerdcßschwaryen PoplenBaums Mrt Essrg vermlfthk/werdm mltgrosscr Nutzbarkeit an- fo auß dem Popienbaum fleust/wrrr vnker die »veychcnde Pflaster Malagmata vermischt. Der Same mit Essig vermischt vnnd gerrun-ben/tst gut wider die Fallcndsuchk vnd kranck-heit. Man sagt da ß die Guttimi beydcr Pop-tcnbaume/wenn sie in den Padum, welcher ein Kluß ist Italic / hineinfälltt/hartwirt/vnnd Augstem oder Bernstein darauß wachst / wel-i chcr wenn er geneben wirk/ so gibt er einen lieb-lichm Geruch von sich Ivnnd ist an ver Farb dem Golk ehnlich/stilltt klein geriebm vnd ge-truncken dm Bauchfluß/ vnnd die Flüsse deß Magens. f Macer. KapkVsi 3* Rinde auss Griechisch vnd zu Lai '^A^tein Macer genent/ wirk auß Barba-bracht/ vnd ist cm Rrnde / drck/rot-lecht/ am Geschmack fast sehr zusammen ziehend/welche gut vnd nützlich getruncken w»rt wider das Blutspeyen/vnd wider die rote rhur/ vnd andere Durchlauffe deß Bauchs. O DlMwbaUM/ Pteiea,Vlmus. Cap. cvij. siLmmbaumwirk auffGnechisch Pte-k lea,?u Latein Vlmus genent. Die ter/Rinden vnd aste deß Vlmenbaums haben Krafft/damit sie zusammen ziehcn.Die hlatter klein zerschnitten/in Essig geweycht/vn wirtfung. damit bestrichen/heylcn denGnndt/vnd hcylen vnd hefften die Wunden zusammen. Aberviel mehr die Rinden /so sie an statt einer Binden vmb die Wundm her gewunden werdm. Den sie lassen sich drahcn vnd biegm wie em Bandk vder Seyl. Zwey Loch der dicken Rinden/in wein oderwasser getmnckm/ziehen vnd treiben die phlegmatischm Feuchtigkeitm auß. Die gebrochene Beyne werdm schneller fest vnnd gantz Iso sic gcbähek werdm mit der Brüh da Vlmenbaumblakter/ Rinden oder Wurtzeln tn gesottm seynd. Die Feuchtigkeit welche in dmBlaßlin deßVlmmbaums erfunden wirk/ E H wann RraffttM VtHMöM. Km* wenn die Blattet'anfangen herfür ;ukommm/macht ein schön glantzend Angesicht/dasselbi--ge damit beftl lchen.Wenn die feucht aber dürret/ so wirdt dieselbige v erwandelk mThicrlcm/ "welche eine Form vnd gestalt haben wie die Mückm.Die Vlmenblatker wenn sie noch weych sind/ mögenwie sonstdieKochkrauttergekochtvnd gessen werden^ Wurmmeel/ Saprotcs, Caries lignorum. Cap. evirs. As Wurmmeel wirk Griechisch Sapmtes, zu Latein Caries lignorum genennek. !Daö Wurmmeel auß dem alten Holß vnnd Stammen gesamlet/säubert die Ge-^ schwer/da stelbige darein gestrcwet/vnd heylt sie zu/es verhindert auch vnd wehret den Geschweren /die weiter vmb sich fresten/mit gleich so viel Aniß vnnd mit Wein befeuehk/alss aujfein Tnchlein gestrichen vnd auffgelegt. ZRcfyV/Calamos, Arundo. Cap. ch. AöRohr/wirk auffGriechisch Cala-^^^Bmos,zu Latein Arundo gencnt: vntex O^QDcn geschlechten deß rohre/ist eine/welches bey doi Griechen Naftos genennt Wirt (dasrst gefüllt Rohr)auß demman Pfeiffen zu machm pflegt.Daeander Geschlechtheystdas weiblin/auß de man die pferffm zünglin macht. Etlichs tonlSyringias,dti6 ist/Ficrsch genent vnnd hat viel Fleisch oder Marek/ vnnd viel gley chen vnd ist bequem schreibfedern darauß zu mache. Ferrner ist noch einander geschlecht/ welchs dick vnd holl ist/ wächst bep den siiessen-den Wastern/vnnd wirk Donax genennt / von etlichen Cypria. 93bn das ist noch ein anders/ wclchs/dieweil es zum zäunen bequem vnd nütz ist/Phragonites, das ist Aaun rohr genennet wirt/.Diß Rohr ist dünn/schmal vnd weiß/ alles wol bekannt. Seine Wurtzel klein gestoßen vor sich oder mir wilden Knoblochs wurtzeln (Bulbis) wmtfcht angestrichen vnnd auffge-legt/zeucht die Pfeil Dorn vnnd Spitzen auß demLeib/ mit Essig vcrmchcht/ sansttrgetsie die schmertzen der verrückten Glieder vnd weh-khumö der Lenden.Die grüne Riekrohr bläktek geflossen vnd auffgelegk heylen den Rothlauff/ vnd alle andere hitzige Geschwulst. Die äsche außdt Haupts/da das Haar außgefallen ist/von den Gebrechen Alopecia genennt wann die ha-rige Blumen/so am Rohrwachscn jemandt in die Ohren kommen/ benemen sie das Gehör. Dieselbige Krafft vnnd Wirckung hak auch das Rohr/welchs Griechisch Cypicios Calamos genennt wirk. Papyrus, Papyrus» es nun darmn ift/vnd feucht witt I so quellet es/ witt dick Ieröffnet vnd macht damit aledenn die Fistelnweit. Die Wurtzcl dcß Papyrihatan sich selbst die Krafft / daß sie den Menschen nchrt/derhalben dann die Cgyptier solche wm-tzel kcwen/vnd lassen den Sasst allein jnn.Das ander / ncmlich das Dicke/werssen sie aüß:sie brauchen auch die Würtzel/an statt deßHölyes. Die asche dcß verbrantm Papyri heylt die nagende vnnd fressende Geschwer/ an welchem Gliedt deßLeibs sie auch seyen/vnd doch sonderlich so sie im Munde sindt. Aber besser ist darzu das verbrenntPapyr/welchesauß deml'apyro gemacht wirk. Tamariscken/ Myrice. Tamarix, Cap. cy. Amariscken/Griechisch Myrice^u La-JZ^tan Myrice onnd Tamarix gmmnt/lst gemeiniglich einem jeden wol bekannt Iwachst bey den Moßlachenvnnd stehenden Wassern/ vnnd bringt enie moßechte y Z Frucht vnd Blumen. In Egypten vNd Syria wachst einGeschlecht der Tamarisckcn/das zäme ist vnnd gcsiantzet wirk / in allem dem wildm Eamansckcn ehnlich/außgenomen / daß es ein Frucht bringt / den Gallöpsseln gleich/welche am Geschmackzufammen zeucht / vnd an statt derGallöpssel/inden Artzneyen deß Mundrs vnd der Augen nützlich gebraucht werden mag/ Wirt auch bequemlich zu trincken gegebm/widcr das Blukspeyen vnnd den Bauchfluß (welcher Coeliacus gencnnek wirk) darneben ist sie auch gut wrder V?n vbrigen Fluß der Frawen / der, Geelsüchkigen / vnnd den jenigen / die von den <3pmm(Phalangia Griechisch genennet) ge-bssftn worden flnd.Siewehret vnd nidertruckt olleGcschwulsten/vbergelegt. Die Rmdehak die Eugent vnd Krafft der Frucht ehnlich. Die Blatter deß Tamarlscken mWein gcsokkcn/vn dicBrüh getruncken/mindert das Miltz. Auch werden damit die Aan nützlich gewaschen/wider denselben Schmertzen vnd Wehthumb darzu setzen sich die Frauwen nützlich in die Brüh da Tamarisckcli in« gesotten hat/ vnnd bähen sich bequemlich damit/ so jre Flüß vberflüffig seynd/ Mit demselben werden auch nützlich besprengt vnd vbergoffen/die voller Mssz vnd Lauß sindt. Die asche vom Holtz gebrennt/stopsst vnnd stillet den vbrigen Fluß der Weiber/ so sie zum AapffliN gcmacht/vnd von vnden beygcschoben witt.Es werden von etlichen Becher auß Ta-mariscken Holtz gemacht deren sich die Miltz-süchklgen vber Lisch gebrauchen. E u/ Hepd/ RrafsttmS «Hrtfung, Pedacii Diofcoridis 95UC^/ Hepd. i -mir MMM-- W / /f jyi Heyd/ Ericc. §ap. m'f. ■ Eyd IGriechischvnnd zu Latein Ericc genannt / ist ein Staudtlin mit vielen > asilm/dcm Tamarisckm ehnlich/jedoch viel kürtzer / wenn sich die Imen derHeydblu-tnm emehren /so Wirt der Honig davon tut fast gut.Die Blatter vnnd Blumen wie ein Psia- sier vbergelegt/heylen der Schlangm B.ssz. Acatalis. §ap. tplif. C3.ca.lis5@t,tfcl)i(ci) vttb511 X^tfcin o[|o $(4 nannt list ein Frucht oder Same eines Stäudtlms/in Egypten wachfend/derFruchc oder Samen deßTamarifeken etlicher Massen chnlich. Das Wasser da dieser Samen ge-weycht hat/wirt zu den Augcnwassem gethan/ welche bcreyt werden ein scharpff Gesicht zu machen. j Krmselbeet. $rct|fc(6mv Rhamnus. Cap. cxiiij. SXVUI# kw Reu selbeer lGriechisch vnnd zu Latein Rhamnusust ein Gestaude/ VN wachst m den Zäunen mit starcken dorncchten üstlin wie der Saurach / vnnd hat kleine/zarte/ //# kaußechte/weyche/feyste Blatter. Es ist noch im Geschlecht/ ein wenigweisser/ dergleichen ist auch das drittc/welchö schwacher vnd brey-tere Blatter hat/etlicher massm roch/ vnd seine 4st wachsen bey fünff Elmbogm hoch / vnnd sind dornechter / die Dörnlin aber sindt schwacher vnd weycher/ee bringt breytc/ weyssc/ dünne Frucht/ der Gestalt eins Blaßlrns/einem Spinwirtcl chnlich. Aller Geschlecht Blatter werden nützlich wie ein Pflaster ober bccht wider den Rothtauffvnnd Gcschwer/ die weiter vmb sich fressen. Man sagt / daß die dst dieses Staudtlins / vor die Lhürcn vnnd Feir ster gehengt/oder darinn gelegt/allen Zaubcreyen widerstehen vnd wehren. Meer Von allerlep Bäumen. 5§ Meer Gewächs. k i m W^r /Ah Dd Meer Gewächs/ Halimusi Cap. cxv. T_T Alimus, Griechisch/ ist ein Staudtlin zu ^ zaunm bequem/ dem Rhamno ehnlich/ vhneDörne/ seine Blätter siüdkden DclbaÜ^ men Blättern gleich/jedoch brcytcr I wächst in den Zäunen vnd bey dem Meer. Seine Blätter werden gekocht / zu der Speise wie andere koch Kräuter. Die Wurtzel eins quinklins Är(lffi ^ fchwchr mit Honigwasser getrun cken / fänffri- DrrmSgr». get das grimmm vnd wehthumb deß Bauchs/ vnd ist gut Wider den KraMpffvnd dieBmche. Sie macht auch viel Milch. Srechdom» Paliurus. Cap. cxvj. p Aliurus Griechisch/ vnd zu Latein also ger-nent / einwolbekannt Stäudtlin/ vnndist dornechk vnd harr. Sein Sam ist fcpst vnnd irüssig.Der Same getruncken/ stillet den /husten/bricht den Blaftnstein Ivnnd ist gut wider der Schlangen Stich vnd Bistz.DieBlättcr vnd wurtzel haben ein Krafft/damit sie zusam-to l'3' men ziehen. Derhalben die Brüh / da sie inn gesotten sindt/getruncken / stopfst dm Bauch-stuß/ treibt den Harn/ vnndist M wider das Giffe vnnd Schlangen Bissz. Die Wurtzel klein gcstossen vnnd auffgelegt/treibtvnnd zcr-theylt alte Geschwulst. E mj Hagedom/ Pedacii Diofcoridis €rft^ 95tt(|/ Hagedorn. wirckung Sptytim/ Oxyacantha, Acuta fpina. Cap. cxvy. ' Agcdorn/Griechifch Oxyacantha, zu > latem Rubus canis genennt/ ist ein Baumlin leinem wilden Bierbaum ehnllch/klcinervnd viel domechker / der Hagedorn bringt Biertein den Beerm deß Myrti gleich/vndsintvollRöhr/leichtlichzubrechen/ haben mnwendig viel Kemlein vnd Steinlin/ hak ein vielfältige Wurtzel/ die tieff vmersich steygk.Dieftr Beerlin getrunckm oder mit der Spciß gessen/ stillen den Bauchfluß/ vnnd stopffen denvbrigenFluß der Frawen. Die Wurtzel klein gestossen vnd vbergelegt / zeucht auß dem Leib die Sprtzm/Dörn vnnd Pfeil. Man sagt Idaß diese Wurtzel ein Mißgeburt mache/so einer schwangernFrawen der bauch/ auch sanfftigllch dreymal damit geschlagen/ oder darmik angestrichen oder geschmieret witt. Hanbutken. Rmfft vnnd vermögt»- HgNbttttM/ Cynosbaton, Rubus Cap. cpntj; cams. 'Anbutten/GriechischLync>5barc>n,zu > latem Rubus cams genennk / ist Staudtlin einem Baum ehnlich viet grösser denn die Brombeer/ es bringt Blatter/ breyter denn der Myrtus vnnd hak feste vnnd harte Dörne vmb die äst her/weiß Blumen/ ein lange Frucht / den Dliuen Steinlin oder Kernlin gleich Iwenn sie zeytig wirk / so ist sie eot/vnd hat in sich etwas/ das der Wollm ehnlich ist.Die gedörrte Frucht in Wein gesotten vnd getruncken/ stillet vnnd stopffet den Stul-gang/doch daß die jnnerliche harigeWoll hin-geworffen wirk / dmn dieselbige eingenommen bringt dem Halß einen Schaden vnnd Weh-thumb. Hattrygel/ HatttMl» Von allerley Bäumen. Hattrygcl/ Gyp MundchM Cap. cM ST Liguftrum. ' Arttygel / B eynhölh lm (wie etliche vM Besthrei- jmeynen)Griechtsch Lyxro8, zu Latem bung. 1 Liguftrum genent/ift ein baumlm / vnd har seine Blatter vmb die astlin her/ den Del-baum Blattern chnlich/ welche jedoch etwas hreyter/weycher vnnd grüner find.Seine Blumen sind weiß/moßechtig/ eines starckmGe-ruchö/seinefrücht schwartz / demHoldersamert gleich. Das allerbe^e wachst bey der Statt Ascalone im Indianer Lande vnd bey der statt , Canopo in Egypten. Die Blätter haben 2MF‘ vnd eine Krafft/ damit sie zusammen ziehen /Hey-len / derhalben gckawct die Mundgeschwer/ (welche die Griechen Aphtas nennen.) Sindk gut wie Pflaster vbergelegt/ oder angcstrichen/ wider die hitzige Geschwulst vnnd die hitzige Blattern Idie man zu Latein Carbunculos nennet: alle Schaden die von Fewer gebrannt jrndt/werden nützlich gebahct mit der Brüh/ da die Blätter mit gesotten sindk. Die Blätter in Seyffenkraut Safftgeweycht / machengelbe haar. Seme blumen mit Essig vberdas vorder Haupt gelegt / sänfftigen den Wehthumb deß Haupks.Die Hartrygel Salb (V nguentum C^prinum)welcheaUßden Blumen deß Ly-guftri wolriechend wirtgemacht/vnnd auß an-Dem erwärmenden Stücken vnd Gcwürtze/ die darunder vermischt werden erwärmet vnnd weycht dieNeruen oder Sennadern sehrfein. MUNdtholtz/ Phillyreea. gap.Ott. "DHillyrzea Griechisch / ist cm Baumlin der Brfchktj, grösse deß Liguftri, (etliche aber halten es krmg. darfür/ öaßPhillyrxa der Hartrigel sey) hat dlätter den ölbaum blättern ehnlich / schwärtzer vnd breyter/bringt ein Frucht oder Same / wie derLentifcuS) jedoch schwartz / süßlechk vnnd eräublecht/ an einander hangcnt. Vnd wächst rn rauhem Erdtrich. Dieses Baumö bläkter haben ein Krafft da- Araff« mit sie zufamen ziehen/wie die bläkter deß wildL Äbaums/vnd damit ein gleiche Krafft/sind gut wider alle Gebrechen ldie einer zusammen zie-. hungbedörffen/vnsonderüchwiderdieMund-geschwer/zwischen den Dänen gekäwet/oder der, Mundk mit der Brüh Ida die Blätter inn gesotten haben / gewaschen. Solche Brühe ge-truncken/treibk auch den Ham / vnd Mondzeik derFrawen» BefchrüB 6u»s Rrafftva» vrrmöga». Ciftis, Kap. W. Iflis Griechisch vnd zu Latem gmenk/ von ^etlichen Citharon oderCiftaron / ist ein Stäudtlinin steynigtem Erdtreich wachsend/ voller astlinvndblätter einer geringen Höhe/ seine Blatter sindt rundk herb / haarecht/das Mannlin har ein Blum der Granatöpffeln-hlüet ehntich.Deß Weiblins Blüer ist weiß. Dieser Ciftis hat eine Krafft damit er zusammen zeucht/ derhalbcn seine Blumen in herbem Wein zweymal im Lage getrunckm/ sind gut wider d'ie rote Ruhr.Alleln vbergelegt/ stillm vnd wehren sie dmGeschweren/dieweiker vmb sich fressen (welche die Griechen Nomas nennen)vnd heylen mit Wachs vermischt dm Brandt/ zu sampkden alten Geschweren vnnd Schaden. Hypeeiftijtj Ueschrelkmz Gtschlcchr Rrafftvnd vnmögr». Hypociftis. Kap. TjYpodftis Griechisch vnd zu Latein also ±^genannt / von etlichen bey den Griechen Erytranon vNNd Cytinus, wachst neben dm Wurtzeln deß Ciftis,vnd ist dcr vnvollwachse-ner Granaköpffelblüek gleich. Deß Hypociftis sinddreyerleyGeschlecht/ Dann eine sind gelb/die andere grün / die dritte werß.Es wirk ein Sasse daraußgemachk / wie auß der ^.cacia.Es sind auch etliche die den ge-dörtm Hypocistiden klein stoffen/ in Wasser weychen/darnach sieden/vnd alles/wie im Lycio Hypociftis verrichten / hak eineKrasst der ^caciL ehnlich/trücknek aber vnnd zmcht ein wm ig mehr ein vnd zusamen. Ist gut wider die rokeRuhr/denBauchfluß(welcherGriechssch Coeliacus genmnt Wirt) vnd Wider das Blut-fpeyen.Auch wider den vbrigen Fluß derFrau-wm lgetrunrken vnnd wie ein Zäpsslin ge- braucht. Ladanum. Ladanum. Aap. tppiy. ^5» S ist noch ein geschlechk deß<2iüi,von BeschM ^♦vetltchen Laden genennt/ einSkaudtttn 6unä" O^wachsend wie der Ciftus / mit langem vnd schwartzen Blattern/an welchen in der zett deß Lentzenö ein Feystigkeii ankledk. Die blatter haben ein Krafft damit sie zu-fammm ziehen/vnd haben eben die Lugent vn Wirckung deß Cifti. Auß diesem wirbt gemacht das Ladanum, denn wenn die Geyffen vnnd Geyßböck dieblätter dieses LiL abwey-den/so bleibt ihnen an den Barden vnd harech-ten Füssen/die zahefeystigkeit augenscheinlich hekleben/welche sie also anhengend heymtrage/ die Inwohner damach abkemmcn I durch seihen zu stücken machm/vnd also hinstellen. Cs sind auch etliche/die vber diß StaudklinSeyle ziehen/das feyst das daran behengen bleibt/ ab# scharr en/einsamlen/vnnd das Ladanum dar# auß machen.Das Ladanum wirkgelobt/welches eines guten Geruchs ist/grünlechk/ leicht# «ich weych zumachen/feyst/vnd keinen Gand/ vnd andere Vnsauberkeit in vnd vmb sich hak/ dem Hartz ehnlich/das in Cypro wächst/ der in Arabia vnd Libia herfürkompt/ist nicht so gut. Das Ladanum hat einKrafft damit es ZU# Rrafft bnnd fammenzeucht/crwarmet/weych macht/vnnd die Mündlin der adem eröffttek.Wchm dem außfallen der Haar/mindert mit'Wein/Myr# rben vnd Myrtillenöl vermischt/geschmiert/oder vbergelegt/die Narben vnd Wundzeichen/ GanfftiaetmitHonigwasser oder Rosenölvermischtvndeingekröpffk/den Gchmertzen der Dhren.Der Rauch oder Dampffdcß angezündten LadaM,treibt die ander Geburt / vnnd erwevchkvnker die zapfflin/deren sich dieFrawen gebrauchen/vermischk/dieharkeGeschwulst derBeermutter-DasLadanumwirdtnützlichvermifcht vnker die Artzneyen/welchebereyk werden den Wehthumb zu legen/vnd den Husten zu stillen. Vncer die erweychende Pflaster wirt es nützlich vermifcht.Gtopfft den Gkulgang mit firnem Wein getruncken/vnnd treibt den Harn. Ebenus. Wttsi. Er allerbeste Ebenus ist der in Cthiopia wachst/welcher schwartzist vnd keine strei# men noch Linien durchgehen hat / sanfft lwie ein poliert Horn vberauß feyst/gantz/ “"fl* O^äunö hart zu brechen/am Geschmack scharpffvnd beyssend/ sanfftlich zusammen zie# bcnd/vndwann er auff alüende kolen gelegt wirsigibt er einen lieblichen gerüch von sich/ ohne binderlichen Rauch.Wann der Ebenus aber frisch ist/vnd angezündet wirt/gibt er von wegen seiner feystigkeit ein Flamvon sich/vnd bekomptauffeinem Malerstein gerieben ein gel# be Farb.Es ist noch ein geschlecht deß Ebeni,wächst in India/ist mit Misten rotlechken strei# men oder linien/vnd mit vielen gleichfarbigen macklen durchzogen. Aberder Cgvpttschc E-benus/davon vor gesagt/ist der beste.Es sind etliche die verkauffen vor den Ebenum / Holtz der Indianischen Dorn/oder Egyptischen Feygenholtz(8iLamjna ligna) aber der Betrug wirk erkannt/daß dieses Baumholtz leicht/ schwammecht ist / vnnd sich in kleinen purpurfarben Gpänlin vndGkücklin zerläst/wannn es zerschnitten wirk/ist auch nit scharpffnoch beis# send amgeschmack/vndgibkauch wann es angczündt wirk keinen lieblichen geruch vonsich. , DerEbenushatemKrafftzuvertreibknalles/wasdas Gesichtverfinsterk/ ist darneben gut * ‘ Arasst twti# vermöge». Ebenus, gut wlder die alten Flüß vnd Blakern derAu« gen.Er wirk wider solchen schaden krafftiger/ wann eranStakteins Malersteins gebrauche wirk/ die Augen Arßeneyen/ vnd Wasser dar-aussgerieben/ der Ebenus wirr auch zu den Augen arßeneyen auffdiese weise bereyt. Man iitmpt dreFeylspan deß Holßes/ lasisieLag vnnd Nacht in Wein in Lbio wachssend/ weychen/vnd als denn die darau ß bereyken Augen Arßeneyen(Lo11iriL Griechisch genent.) Etliche nemmen die Feylspan/ flössen vnnd sieben sie / vnnd thunalles vffdieselbe weiß wie vor.Ee sind auch etliche/die nemen an flaudeß Weins Wasser. Der Ebenus wirk in einem neuwen jrden Hafen gebrent/bißerallzn Kolen wirk/ darnach wie das gebrante Bley gewaschm/vndalsowiderdie grindige/ rauhe/ Hißige Augen viel bequemer gebraucht. E)xofctt/ Rodon, Rofa. Cap. exxv. Dsenheysenauff Griechisch E.oä«n. ^^^vnd zu Latein Rofa. Die frische Ro-Od- j;-n külen vnnd ziehen zusammen / die gedörtc aber viel mehr. Der Rosen Safft wirk auß den frischen Rosen geprefl.Mann solaber die Neglin / das ifl/ das weiß von den Rosm Blättern mit einer Scheren zuuor abschneiden/damach die Rosen flossen/den Sasstauß pressen lvnnd denselbigen im Schatten tru-lknen lbiß er dick wirk rhüren vnd also den zu einer anflreichung der Augen hin setzen. Die Rosen sollen auch im Schatten gedört vnnd offk vmbher gewendet werden / damit sie schlmlecht werden vnnd Faulen. Der Wein? da gedörtc Rosen in gesotten sind/ ifl gut wider denSchmertzenvnndwehthumbdesHaupkö/ der Dhren Jänfleifthes/ deß hindern/Maßdarms/ anderer Gedärme vnnd Beennutter/ die Drt damit geivasehen/ mit einem Federlin angeflrichen oder einem Clyflierröhrlm beygebracht.DiesclbigeRosen auch sondereinige außprcssung geflossen vnnd vbergclegk/ vertreiben vnnd heylen die hitzige Gesehwulfl/ deß Hertzhäußlins/diegeb^chendeß Magens/ die sich auß Feuchtigkeiten erheben / vnnd den Rothlauff: Druckne Rosen klein gcstossm/ werden nützlich dem Arßwolff/(Inrerrri§inl) vberflrewt. Die Rosen werden auch vnter die Wundsalben/ vnd sonderlich vnrer die jenige/ welche wider die Mundtgeschwer bereyt werden (welche man Antheras nennet) vermlschk. Endtlich werden sie/die Rosen auch gebrent/ de« Rosen. denAugömwen müder äsche einschönefarb anzustmchen. Der gelbe Same welcher mit- ten in den Rosen gefunden wirr / gedürrt/ klein geflossen vnd vber das Zahn Fleisch geflre-wet/ flillet die fiüß. Zum letzten die Rosm Köpfflin oderKnöpfflin. gctrunckm/ flopffcn denBauchfiuß/ zusamptdemBlut Speyen. ^UCf)(ltn Rhodides, Paftilli rofei. Cap. c^vj. 01^ Dsen Küchlin IGnechisch vnd zu Latein Rhodides genennt! werden aufs diese Bereymng roafl gemacht. Nlmb ft-ische Rosen die zuuor mit keinerley Nasse befeuchtet sind) O^^wcnn sie anfangen walck zu werden Iviertzig quirulin / Indianische Nardi/ zehen quintlm/ Myrrhen sechs quintlin/ floß die flückzu reinem Puluer/ machKüchlin darauß/ deren em jedes eines halben quintlins fchwahr fey/laß sie im Schatten trucken werden / vnd i - -. m newen vngebechten vnnd woluerflopsstcn jrdenen Gegaß bewahren. Etliche andere t mdarzu/zwey quintlin Cofli/vnnd sovielViolwurtz/ vnnd Wein der in OKiogewach-scii (vmum Chium )mit L)onig vermischt. DieFrawen gebrauchen sich dieser Küchlin/ vnno hengen sie vmb den Halß/ anflattdeß Halß geschmucks/damit sic'denvnlicblichen Geruch deß Schweisses mindern Ivnnd brechen. Mann gebrauchet sich auch der Rosen klein gerieben/ nachdembade zubeflreichen/ mit Salben vermischet/oder ohne Salben vber geflrewek/vnd wenn sie auffdem Leibrrueken werden/ so wascht mann den Leib mit kaltem Wafferab. * Domechter Buxbaum/ Lycium, Buxeafpina. Cap. cxxvij. z^X Er Domechte Buchaum/ Griechisch ^^rytung. Sr^JonDzu Latein Lycium, von etlichen bey den Griechen Pyxiacantha, vnd zu Latein Buxea fpma,tfl ein Dornechter Baum/mit afllin dreyer elcnbogen hoch/ oder auch etwan höher/hak vmb die afl her dicke fey- | £ fleBlattcr/denBlattern deßBurbaums ehn- '' lich. Bringt ein Frucht dem Pfeffer gleich/ fchwartz/gläk/ bitter/ vnnd feyfl. Seine Rinde ifl bleych / dem befeuchten Lycio nik vnehn-lich Ivnnd hat viel Holtzcchte wurtzclnin die' Duer vnnd krumme wachssend. Deß Lycij wachfl viel in Cappadocia vnnd Lycia/ vnd in etlichen ändern Landern mehr. Sonderlich aber wächfl cs gern in rauhem Erdtrich/ vnd v da viel dorne sind. Mann zeucht einen Safft efoffi. auß dem Lycio auff diese weise. Die afllin \ fampk denwurtzelen fldfl mann/vnd wcychk sie etliche Lag im Wasser lefl es mit ein ander sieden / darnach was Holtzccht ifl/hinweg werffe/ was aber feucht ifl/ biß es die dicke eins Honigs vberkompt/widerumb sieden. Diesen Safft nennet mann auch Lycium, vnd wirk gefälscht wenn im sieden vnd berey-tung deß Saffks / Baum öl Hefen oder wer-muksaffk/ oder ochsen galt hin zu kompt.Wen dieser Safft gesotten wirk/ so sol man im sieden den Schaum abnemen vnnd denselbigen ‘ zu derArtzeney der jungen Laute bewahren. Das vberige hat ein ändern gebrauch. Denselben gleichen macht man auch das Ly ciurn auß dem Safft deß wolgeflossenen vnnd auß- F gepreflen Arasfi bub VttMöM. Ltschtck funä» SM VcrmSM gepttsten SaMttls in der Sonne getmcknek.Das beste Lycium ist das jenige/welches wenn esvom Fewer entzündekwirt/brent/vnd wenn es gelöscht mirt / einen rohren schäum von sich gibt.DasLy cium sol auch außwmdig schwartz/jnwendig aber wenn es auffgebrochen Wirt/ rotlechk ftyn/keinen stinckenden Geruch haben/ am geschmack mit einer bttterkeit zusammen ziehent/Saffran Salb/wie das Indianische Ly dum,welches vor allen ändern das best ist. giae Lycium hat ein Krafft Idamit es zusammen zeucht / säubert die Augen / mache ein scharpjf Gesicht Ivnnd vertreibt alles was dieselbige versinstern mag / heylt die Räudigkeit/den Grind vnnd Juckender Augbrawen vnnd der Wangen/ zusampkden alten vnnd langwehrenten Flüffen.Ist auch gut wider die Faule Eykerende Dhrn/wider das Gcschwe-rende Janflcisch/Hitzige Geschwulst deß Halses vnd Mandeln/ wider Ritze vnnd Schrunden der Lefftzen vnnd deß Hindern/ wider den Arßwolff angestrichen/oder wie ein Pflaster auffgelegk.Mann gibt zu trinckm/vnd bringt es bey mir einem Clisterlin wider den Bauch-ßluß/ Coeliacus genennt/ vnnd die rote rhur/ Dyfenteria. Wtrdt nützlich mitWasserver-ntifcht gerruncken/wider das Blutspeyen vnd Husten/wider der wütenden Hundt Bissz/wie Pilleln geschluckt/ oder mit Wasservermischt vnd getrunckm. Das Haar mit Lycio bc-ftrichm wirk geel.Auch heylt es die Geschwür an den wurtzeln der flnger ^«gd/Poronyhia Griechisch genent/ vnd Faule Geschwüre/ vnd die da weyter vmb sich fressen. Ein Jüpflm daraußgemachtvnd vnrenbeygeschoben/ oder mit Milch gerruncken/ stopffkesdenvbrigm flufi der Frawen.Mann sagt daß dasIndianische Lycium gemacht werde auß einem stüud-iin/welches Lonchitis Hq)st.Lonchitis aber ist ein dorn mit starcken ästen dreyerelenbogen/ vnnd länger / deren viel zugleich auß der wurtzeln wachsen/dicker denn Brombeer äst. Die Rinde zerschnitten ist rotlecht / vnnd hat Blätter den Delbaum Blättern ehnlich. Mann sagt das die Blätter dieses Indianischm dorns in Essig gesotten vnd getmncken/ die Hitzige Geschwulst deß Miltzes vnd die Geelsucht heylcn dazu auch die Monzeit der Frawen treiben. Vnd gleichfals daß die Blätter rohe gcstosscn vnnd gerruncken eben dieselbige wir-«ckungvollbringen/ vnnd seines Samens fimffqumtlin schwehr gerruncken/ diePhlegma-tische feuchtigkeiten purgieren vnd außkreiben/vnd wider das gisst sonderltch werde gerühmt. Acacia. §ap. MVttj. ACacia, Griechisch vnd zu Latein also ge-nennr/ist ein dorn der grösse eines baums/ r'n Egypten wachsendt/ staudecht/ wächst nit recht in die höhe / hat weise Blumen / vnnd rregt seinen Samen in Hülsen oder Schotten den Feygbonen ehnlich. Auß dem Same» Wirt ein Gafft geprest/ vnd im schatten gerrü-rknet. Der Safft auß dem zeitigen Samen Wirt fchwartz auß dem vnzeitigen rotlecht. DerSafftwirtgelobt vnd soll erwelet werden/ welcher bleych rot ist/ vnd einen gutm Geruch hat/ wie denn in der Acacia nach seiner art sein mag. Etliche pressm den Safft auch auß dm Blättern vnd Samen zugleich. Darzu fleuß auch ein Gummi auß der Acacia. Acacia hat ein Krafft/ damit er kület/vnd zusammen zeucht. Au den Artzneyen der Augen ist der Acatien Safft bequem. Ist auch gut wider den Rohtlauff/ wider die Schade» der Ferschen/ so sie erfroren sind/wider die Geschwür die weiter vmb sich fressen/wider die ge-schwär derNegel/xreriAia,wider die Mundt-geschwär / hülfft den außfallendm Auge» widerumbzurechk/StopfftdennvbrigenFluß der Weiber/den außgang der Beermutter vnd Bauch- Bauchfluß/gttruncken oder mtf cmem Clystürlm «ngeworffm/macht schwarß Haar.Der Safft wirk gnvaschm zu dm Artzneyen der Aügen/auffdieft weise. Man nimpt den gedör-rcn Safft/last denscibrgen jiösftn/geüst Wasser darüber her/vnnd wascht jhn damit ab/darnach wenn sie ein wenig still geständen Haben/was sich auffdeck Wüster wie eck schauck versammlet/soll abgegossen werden/biß dav lauter Wasser bleibt/das änvcrTheil aber last man trücknen/vnd küclstnt daraüß forckiren. . . Der^cLdiLSafftwirtaUchgcbrannrauffdiesewcise.Manchük jhn memVNgebacken prdenen Hafen/seßk dM in eckm Hafenofen/vnd läst jhn/biß die Hafen gebacken sinv/darck-tim stehm.Man mag jhn auch ck Kolm setzM/vnd stets darein bla sen/vnd also brennen^ Äie lame Glieder werden nützlich gebahet ckit der Brüh / da diese Acacia inn gesotten ist. Das Gummi fd daraüß fleust/wänn es eck Gestalt hät/wie Maden oder Würmlin/ vnnd durchsichtig ist/wie Glaß/vnd kein Hottzck sich hat/ist es das allcrbeste.Nach solcheck das jenige/ so weiß ist. Das Vnsauber aber ist/vnnd eck Gestalt hat wie Hartz ist vndüchtig. Dieses Gummi hat eine Krasst/vackit es die Schweyßlocher vnd heimliche Lufftgärig vcrstopsst/ vnd sanfftigetdieGcharpffedersawernAranim darunder vermischt. Mit eineckEyvcr-mischtvnnvangkstrichmodervbergelegt/ last es keck Blattern aufffahren/ an dem das gebrannt ist. Es ist noch ein Geschlecht AcaciL z welches in Capadocia vnnd Ponto wächst/ dem Egyptischen Dorn/oder Acaciaz ehnlich/aber doch viel nidnger kürtzer an der Erden/ zarter/voller dömm/welche es wie Pfeil vor sich stdst/hat Blätter wie die Raüte vnd bringt seinen samen in dem Herbst/drey oder vier Körnlin zugleich/kleiner deün Lcksen in zufamert gefügten Hülsen/der Sasst dieser Acacia zeucht auch zusammen/aber Üik so krüfftig/als dee vorige/vnd ist zu dm Artzneyen der Augen vnbequem. Keuschbaum/ Agnos, Virex. §ap. Mx. tfT)Euschbaüm Griechisch Agnos > zu ^. 4fv^4.ckdn Vitcx, vnd Galix amerinage-H^netckk/jst kin Staude so offr zuck baum wirt/wachst in rauheck vngebawteckErdtrich/ an dm Vfem der flicssenden Wasser vnnd in den Regcnbächen/rregt lange äst/die zähe vnd derhalbm nicht leichttich zu brechen sindt/ hat B latter dm Delbäum Blättern ehnlich / welche jedoch etwas zärter. Deß Keuschbaums Teschlecht. sindt zweyerley Geschlecht. Das eine bringt weisse Blumen mit Purpurfärb vermischt. Das ander allein Purpurfarb vnnd Samen wieDfesser. Der Keuschbaum hareckKrafft/ damit er »raO bat erwärmet vnd zusaMen zeucht. Der Same wir«r«»g. getruNcken / ist gut wider der gisstigen Dhier Stich vnd Bissz/wider die Wassersucht vnnd Mistzsuchk.Brckgk auß vndfördert die milch/ treibt die Monzeit der Frawen/eines quinrlcks fchwchr in Weck getrun cken verstört den natürlichen Samm/befchwehrt das Haupt vnd bringt eckm tieffen Schlaff/ wider die Gebrechen vnd bitzige Geschwülsten der Beermutker fetzen sich die Frauwen mit groffem nutz in das Wasser/Va dieses Baums Sacke vnd blätter ckn gesoktm sindt. Der Same mit Polet) ge-tmnlkm/oderangezündet/vnd den Rauch vnd Dampffdavon mrpfangen oder auffgelegt/ rrewt die Monzeit der Frawen/sänfftiget angestrichen/oder wie ein Pflastervbergelegk den S Weh- Wehthumb dcß Haupks.Ist mit Essig vnd öl vermischt/gut tröpssttns weiß a'uffdas haupe gegossen m der Schlasssucht/vndHirnwÜtm.Die Blatter angezündt/ mit einem ^auch ober Dampff/ odervnterstrcwet/vertreiben die gifftige Thrcr/sind angestrichen vnd vbcrge-legt gut wider der gifftigen Ehier Bissz.Erweychen mit Butter vnnd Rcblaub vermischt/ vnd vbcrgelegt/die harte Geschwülsten deß Gemächts. Der Same mit Wasser sanfftigek die Schrunden dcß Hindern. Der Same mit den Blattern vermischt/hcylct die Wundm vnd die verrückte Glieder. Man sagt/daß der Keuschbaum vor dem Arßwolffbeware / so einer der vbcr Fcldt wandert / einen Stecken davon in der Handk helt. Die Griechen nennen biesm Baum Agnon/baoist/Keusch/Caftus zu Latein dieweil die Weibsbilder zu Athen in Gricchenlandt / wmn sie dm Gottodienst/der Göttinen Cereris begehen wolkm / darin-dtßNEis hcn fi< Keuschhot bewahrm musten/dieses Baums Blätter vnrerstrewten/ darauffzu ra-sten/wirdt auch von den Griechen Lygos genennt / das ist so viel bey vns/als ein Bandt/die-weil seine aste zu binden zahe vnd starck sind. Itea, Salix* Cap. exrx. /n^^Eibe/Griechifch Irca, zu Latein Sa->lXllxs^icnnet / tst ein gemeiner wolbc-vr^^kandter Baum. Die Weiden Blatter/der Same/die Rinde vnd der Gafft haben allesamptdieKrafft/damitsiezusammen ziehen. Die Blatter klein gestossen mit ein wenig Pfeffer vnnd Wein vermischt / werden nützlich getruncken/wider das Grimmm vnd Schmertzen deß Bauchs. Allein oder mit Wasser eingmommen verhindern sie / daß die Frawcn nit cmpfahen. Der Same wirdt wider das Blutspeyen getruncken. Wie gleichfalls auch die Rinde/ welche auch zu äschen gebrannt/ mit Essig vermischt vnnd darinnen geweycht vü vbcrgelegt/die harte Wenen oder Schwüllen vnd ägsterAugen vertrerbm.Der Safft auß den Blättern vnd Rinden geprcst/ Rosenölvermischt/vnd in einerGranatö-apffcl Schälm gewärmet/ist gut wider dm Wehthumb der Dhrcn. Mit der Brüh / da die Blätter vnnd Rinde inn gesotten haben/ wirdt das Podagra oder Zipperlin nützlich gebähct. Sre rcynigk auch das Haupt von den kleiechtm Schüppen. DerSafft/welcher auß dm hin vnd wider verletzten vnd von , , dcnSchälnentblöstenWcydenfleust/wann sie blüm/vnd in den Wundm zusammen wachst/vnd hart wirdt/vertrcibt alles das was die Augen vnd das Gesicht verdunckelnmag. Befchret« tung. Rraffi vrrd Vermögt». Wild« WildcrOclbMM/ Agriclza, Oleaftmm. KH.trrrlj. veß Wilden Dclbaume/ v«d Griechlsch Agnel^a, zu Latein O- -Vermögen. ö6<) leaftrum ^enmnf / haben ein Krafftl damit sie zusammen ziehen. Solche Blätter klein gestossen vnd vbcrgclegt/ heylen den Rotlaufs/ die Gcschwcre (welche die Griechen Herpetas nennen ) die Nachtblauem Car-funckel/dieGeschwer so weiter vmb sich frefseni vnd die Geschwer der Fmger/an den Wurtzeln der Nd$cl(P arony chia Griechisch gmennk/) Die Blätter klein gestossen vnd mitHonigver-mischk/vnnd vbergetegt/löscn die Krusten vnttd Rinden der Gcschwer/vcrtrciben gebrannt die hitzige vnd andere Geschwülsten/ vnnd hcfften Haut Iso sic vorn Kopfsauffgelöst oder zerris- sen ist widerumb an. Die Blätter im Munde gekäwct/hcylen die Geschwer deß Munds/vnd sonderlich derl Kindern. Der Blätter Safst vnd die Brüh/da sie mir gesotten sind haben <-berr dieselbige Krafft/ der Safst anfsgelegk stillet allen Blutsiuß/ vnnd den vbrigen fluß dcr Frawcn. Er ist auch gut wider das (raub* litt ( Staphiloma Griechlsch genent) vnnd wider die Blattern der Augen/ vertreibt die geschwer/vnnd stillet die alte langwerende Flüß. Wirt derhalbcnvnter die Augcnwa ster/welche bereyk werden wider das nagen vnd auffetzung der Augbrawen mit nutz vermischt. Der safft Wirt geprest auß den gestofsenen blättern/Wein oder Wasser darzu gegossen darnach in der Sonnen gctrncknet/vndKüchlm darauß gemacht.Abcr der ©afft/ welcher mit Wem auß-gcprcst wirk/ist viel kräfftiger hinzusetzen/dann der mit Wasser vet msscht. Ist gut wider die eytcrendevnd schwerende Dhren.Dic Blätter mit Gerstenmeel vermischt/ werden bequem-Itch vbergelegt wider denBauchfluß/welcher Lcn kalten t>mnb(Gan-xren25)Darzu dieblatter rn Wasser gesotten vnd hart au ßgepresset/vnd die Brüh wideruiki gesotten / biß sie ein Dicke VeßHonigsgewin-Net/iflwiveralle Gebrechen gut / darwider das Lycium wlrdt gerühmt. Der Same hat auch dieselbige Tugent vnd Krafft/vnd wirbt denen Nützlich in dieSpeise gcflrewtt/welche mit dem Bauchfluß(der Griechisch Cceliäcus heyfl) vnd M der roten 3vuHr(Dyfl'cnteria)bc(abm sindk.Der Same klein geflossen/ vnd mit Wasser vbergelegt/ beschirmtt die Glieder von der Entzündunge/wenn dreselbigc zerbrochen oder zerflossen sind/oder dieHaut davon ab ifl/oder sireychmassig/schwartz sindk. Der Same mit Honig vermischt/sanfftiget die rauhe der zun- Heyltvnd stopfft dm Biutflußder gülden A-dern/mit Eychen kolen klein geflossen vnnd v-bergelegt. Das Wasser/ öa der Same in« ge-ivepcht hat/gesotten/biß es dick wirbt/ ifl kraff-tiger dann der Honig. Auß diesem Stäudtlitt fleu fl auch einGummi/ welche in die gelöcherte Jan gefleckt/ vnnd derselbigen Schmerße damit gestilletwirdtt • r. DelttclöüttM/ Phoenix, Palma. Cap. elx. ErDattelbaum ( Griechisch Phce- Brschril. I mx,zu Latem Palma gment) wachst k«»g > in Egypten. Seine §rucht(das ist der Datteln ) werden etliche im Herbst abgebrochen/cm wenig ehe denn sie zeitig werdeN/vnnd sindt einer Frucht ehnlich/ in Arabia wach-fendt/ welche Griechisch Mirobalanus gc-inennet wirdttDie Frucht von wegen deß vbcr-siuß ihres Saffte/ damit sie den Durst stillet/ «virt Griechisch Porna,Lateinisch Poculum» das ist/ein Kelch genennt/ist an der Farb grün/ hat einen Geruch den Quitten gleich. Wenn man die Frucht aber auff dem Baum stehen lest / biß siezeikig werdeN/so verwandeln sic die Farbe vnd Namen Ivnnd werden Griechisch Phoenicobalani, das ist / purpur vnd rotfar-de Datteln genent.Die vorige/das ist/die/wel- ÄrsO che abgebrochen werden/ehe dan sie zeitig sind/ haben einen herben geschmack/ vnnd derhalben auch eiNe Krafft damit sie zusammen z iehen. In herbcmWcin getruncken/stillen vnd stopf« fcn sie den Bauchfluß/ vnnd vbrrgm Fluß der Welher.^bergelegt/stittm sie die blutsiüß der gülden gülden Adew(^^lnortKo!äLx)hcy!envndhcfftm dicWundm. von wegen der pur- puvfavkuaber Pha-nicobahm gmcnrtt werden/wcnn sie frrsch sind I haben sie ein grössere krafftzusammen zu ziehen/dann wann sic getrüeknet sind, Siemachen ein Wehthumb dey Haupw/vnd dem jemgcn/sosievbeiflüjsiggeneusi/fasitrunckcn.Dleti-uckttcsind sonderlich gut in de»- Speise genommen/denen die Blut außspeyen/den Magen süchtigen/ vnnd welche dre rote Üvhttr habcn.Duftibigen auch mit Quitten klein gcsiossen/ mit G eroto vnnd öl auß wilder Redblüet bcreyt/vcrmischtvndvlmgelegt/sind nütz vnd gut wider die Gebrechen der Blasen. Die Datteln (Cariotules derhalben gencnnt/ dieweil sie einen Wehthumb deß Harrptö machen)sänsstigel» vnd hcylett die Räuhe deß Halß. ThcbaischeDatteln/ PhcenicesThebaictC. Palmula; Thebaica:. Cap. cwxj. Je Brühe von den gesottenen Thebaischen Datteln(Griechisch Phacnicc$,zu lat Hin Palmula; Thebaica gcncnnt)gctruncken/stillet vndsanfftigct die hitzige Flber. G^^LBekrafftigetvnd starckt/wann sie mit altem Merh oder Honigwasser wirk getruns Vrafftv«»d ckcn.DieLhebaischeDattclngesscn/habcnauch dicselbigcWirekung. Eswirdtauchem Vermögt». Weindaraußgemacht/vndwldervorgemcidteSchwachheitettgebraucht. Die Brüh/ da sie um gesotten sindt/allein getruncken/vder gegürgelt/zeucht trefflich zusammen vnnd nider-truckt.DieDatteln-ernlin oder Steiniin iverdcn in emem vngebacknen jrrdenen Gefäß/wie allc andere/gcbrannt/darnach in Wein gelöscht vnnd gewaschen vnnd in die Artzneyen vermischt'damit die Augbram gezieret werden/angestrichen (welche Artznepen Calliblephara Griechisch genent werden)wie dergleichen andere/die man an statt deß Spodii zu gebrauchen pflegt.Wann sie aber zum erstenmal nit gnug gebrannt worden sindt / soll man sie noch ein man brennen/ vnd alles thun wie zuvor.Diese asch hat ein Krafft/damik siezusamm zeucht/ vnd die Schweyß vnd Lüfftlöcher deß Leibs stopfft.Src hefftet/vnnd ist gut mitNardo ver-mtfcht wider das Lraublin vltd Blattern der Augen vnnd das außfallend Haar der Aug-braen.Vntertruckt mit Wein vermischt/das außwachsend Fleisch/vnnd heylt die Geschwer zu.Aberzu solchem Gebrauch ist die asch/so auß den Kernnen der Dattel«"/ Der nidrigen E-gyptischen Dattelbaurnen/welche die Griechen Chamxzelas nennen wirdt gcbrcnnt / das allerbeste. DilttelbMMsbMt ^mde/ Elate, palmee coltcx. Cap. cxlij. Befchrrj. Je Rinde deß Dattelbaums / welche Griechisch Place, auch spache, ZU Latein tung. ^^^rnPalmx cortex gcncnnct wirt)ist das/da die blüendt KrucHt inn gewickelt vnd vmb- c^Ägcbcn wirt/welche zu der Dickmachung der wolriechenden Salbm wirk gebraucht. Die allerbeste ist eines guten Geruchs/zusammen ziehend/schwehr/verschlossen vnd inwen-Kwift vnd dig ftyffHat eine Krafft/damlt sie zusammen zeucht/dm Geschweren / die weiter »mb sich Vermögt», fressen/sehr bequem/befestigt die entbundene/vnkräfftige Sennadern vnd Lame/ klein gestos-sen/wirt vntcr die Pflaster vnd Salben vermischt.Ist dem Hertzschlag/dem schwachen ma-gcn/vnd gebrechlichen Leber gut/wenn sievnterdiePflastcr/die dazu dimen/wirk vermischt. Das Haar offt gewaschen mit der Brüh/da dtcseDattelblüctDcckel oder Rinde inn gesotten ist/wirdt davon schwach. Siewirt nützlich getruncken wider die Gebrechen der Nieren/ Blasen vnd innerlichen Glieder.Sie stillet vnd stopffet den Bauchfluß / vnnd vbrigen Fluß der Frawm.Heylt den Grind vnd Raudigkeit/mit Hartz vnd Wachs vermischt/in zwcntzig Tagen vbcrgelegt.Die Frucht/welche in dieser Rindegewicklet vnnd behalten wirdt/nennen auch etliche Placeu,ctlicheandereabcrLoralIum.DieseFruchroderBlüet hat eine krafft/ damit sie zusammen zeucht/vnnd eben die Tugent vnnd Wirckung /welche die Rinde/da sie inn gewickelt ist/zu haben pflegt/außgenommen daß sic zu der dlckmachung der Salben vn-tüchtig ist.Das weisse Marck deß Stamms ftisch vnd rohe gessen oder gekocht / rhuk alles/ was von der Frucht oder Blüet(boraüu5 genennMist gerühmt. Granat- Rhoa, Malumpunicum. Agp. (t'IÜ). Ranatäpffel ( Griechisch Rhoa, M ) Latein Mala punica genennk) sindk alle sampt einer guten vnschadlicher» Feuchtigkeit/dem Magen bequem/ geben aber doch kleyne oder fast geringe Kührunge. Die füffe Granatapffel sind dem Magen bequemer/ in den Fibern aber sol man sich jhrer enthalten/dieweil sie erwärmen/vnd den Magen auffblaen. Die saurm ziehen zusammen/ sind dem hitzigm Magen gut vnnd treiben den Harn/im Mundt aber vnlieblich / vnnd dem tmfy8g> Aanfleisch etwan hinderlich. Die aber einen Weingeschmack haben / sind einer miklern art vnd natur/ zwischen den süssen vn sauren. Die Kernlin auß den sauren Granatäpfeln in der Sonnen gerrücknek klein gestossen/vnd in die Speise gestrewet/ oder damit gesotten/ stopfen den Bauchfluß / vnd dcn fluß deß Magens. Die Kern in Regenwasser geweycht/ sind denen guk getruncken die Blut speien. In das Wasser gesessen da diese Kerne inn gesotten sind / ist gut wider tue roterohr (Dyfenteria) vndvbrigen fluß der Frawen.Dcr Gafftauß den Kernen geprest/vnnd sonderlich auß den Kernlin der sauren Granatäpffcl/vnd mit Honig gesotten/ ist sehr nüß vnd gut wider die Geschwür deß Munds/ der Scham/vnd deß Hindern/wider die Geschwür die vmb sich fressen (Noma: Griechisch genenk)wider die Geschwür der §inger(kcer^Ala)vnd Wider alles was amLeibaußwüchst/widerdenWehthumbderDhren/vnd Gebrechen derNasen.DerGra-natüpffel Bluet(L7ciliigenent)zeuchtzusammen trücknet vnd treibt zu ruck. Heffk vnnd heylkdie fnsche Blutige Wunden / vnd ist zu allen dingen gut / darzudieGranatöpffelge-rühmek.Die lose vnd bewegliche Aün/ vnd das feuchte Zanfletsch werden nützlich gewaschen \ mit der Brüh/da Granatöpffel Bluet in gesotten ist.Dieselbige vnter bequeme Pflaster vermischt vnd vbergelcgk Iist gut wider die Brüch / dauon die Därme außfallen/denn sie behclt dieselbige inn. Etliche sprechen es seyen die jenige/welche drey kleine Granatäpfel Blumen essen/daffelbige gantze Iar aller Hitz der Augen (Ophthalmia) gantz frey. Es wirk auß der Granatäpfel Blüet ein Saft geprest I wie auß dem Hypociftide. Dte Rmden der Gra--ttatäpfel(Griechisch Sidion^u Latein Malicorium) haben ein zusammenziehend Kraft/ derhalben sie auch gut sind wider alle Gebrechen/dawider dte Granatäpfel Blüek wirkge-rühmek.Die wilden Granatäpfel Bluet (Griechisch vnd zu Latein öalaullmn genennt) werden vielerley Geschlecht gefunden / denn erliche sind weiß/etliche Golkgecl/etliche Rosen-farb.Eswirtauchein saftdaraußgeprestwieauß dm Nvpocilliäe,hat ein zusammenziehend Kraft/vnd ist gutwider alle Gebrechen/darwider der Hypociftis vnd die Cytini ,das ist/ der zamen GranatäpfelBluer wirk gerühmek. Myrfine, Myrtus. Aap. tplttf Iefts Kraut wirk auf Griechisch Myrfme / zu Latein Myrtus genennt. Der schwache/zamevnndheymifthe Myrtus ist derArtzencynützerdenn der weise/ vnd bnter dem geschlecht der schwartzen/deren am allermeisten der an bergechken vnd fetten Lrten wächst Ibringt aber einen vnkrüftigen Samen. Der Myrtus vnd seyn Same ^ haben ein Kraft damit sie zusammen ziehen. Der Gamefrisch oder gedört istgukvndnütz in der speiß eingenymen/ denen die bluk außwerffen/ vnd wider die Verwundung der blasen/so von lv|yrfinc. von dm scharpffen beissenden ferrchtigkeittn- enrstandm ist. Der saffc auß dem gr-ünm vnd frischen Samen gepl-est/ ist auch wider diese!-bige Gebrechen dienlich/dem Magen bequem/ vnnd den Harn zu treiben geneygt.Der Saffk mitgutemWein gerruncken/ istgutwiderder Spinnen bijsz (welche Phalangij werden ge-nennt) vnnd Scorpion stich. Daß Wasser da der Same in gesotten ist fchwartzt die Haan Derselbige Same in Wein gesottm vnd vber-gelegt/ heylt die Geschwür an den außwmdi-gen Gliedern. Mit reynem Gerstenmeel vermischt vnd vbergelegt / Sanfftigek die erhi-ßungen der äugen. Wirdauch nützlich vbergelegt wider die Geschwür oder Fistelen der Augen bey der Nasen (welche die Griechen Aegi-lopas nennen) Der Wein / auß dem Samen gebracht/ ohn die Kern außgeprest/vndwcnig gesotten (denn wenn er nit also bereyret ist/ wirt er sauwr)vor getrunckcn / vertreibt die Fülle vnnd Lrunckenheit/ vnd ist auch zu allenGe-brechen guk/ darzu der Same wirt gerühmt. Darinn gesessen / ist er gut wider das hcrauß weychen der Beermutter vnd deß Hindern/ i vnnd wider den vbrigen fluß der Frawcn. Rcy- mgt vnd säubert das Haupt / vertreibt die klei-echten Schuppen deßHaupw/ hcyltdieflres-fendeHaupkgeschwar/ wehret denaußbrechmden Blattern/ vnd befestigt das außMende Haar. Wirt vnter die Salben vnd Pflaster Iwelche zu sünfftigen bereyt werden vermischt/ (welche die Griechen Liparas nencn) wie auch das öl das auß ftineit Blattern gemacht wirk. Gesessen in das Wasser da die Myrti Blatter in gesotten flnd/ ist gut wider alle Gebrechen/ da vor von gesagt ist. Darzu ist es gut die Lame vnnd die entschlossene Glepche/die nit teicht-lich befestigt werden mögen Ivmid die gebrochene Bcyn damit zu bähen denn es heylt dre Bruch / sonder hartigkeyt (welche die Griechen Poron ncnnm)Die Brüh da die Blatter in gesotten sind / vertreibt die Aitkermal (Griechisch AIpLi, zu Latem Vitiligines genenr) Wirt auch nützlich in die eyterende Dhren getropssi vnnd vbergossen / schwächet sie das Haar. Der außgepreste toaffttw Blatter ist zu allen diesen Gebrechen auch dienlich vnd fastkrafftig. Die Blatterklein gestossen/ vnnd mitWa sscr/ wie ein Pflasiervbcrgelcgk/hcy-len die feuchte Geschwür Isind gutwider alle flüß/an welchem G liedt sie auch sind/vnd wider den Bauchfluß (Coeliacus Griechisch genent) mit ölauß vnzeitigen Dliuen gcprest/ oder mit ein wenig Rosenöl vnd Wein vermischt.Auch sind sie gut wider die Roß oderRodtlauff/ widerdieHitzige Geschwülsten deß Gemüchko/ wieder die harteBlatem vndWartzcndeß Hindern (Condilomata Griechisch gcncnt) wider dieNachtbblatem (Epinyaides) tmö wider das fliegend Fewer oder Geschwür/diewider kricchm (lderp ecos genent) Die Blätter gedört vnd zu einem Pulucr gemacht/ werden nützlich vffdic Fingergeschwür (PoronL chia)vnb in das außgcwachfen Fleisch bey den Nägeln der Finger/vnd der Füß (Ptcrygion Griechisch genent) auffgestrcwt. Wie gleichfals wider die Schäden der Achseln vund der Scham/ sie verhindern vnnd wehren auch den Schweyß. Denen die deß Hechen oder Magen Mundt beissen vnnd stechen leiden/das mann Griechisch Cardiacos nennt. Die rohe Blatter oder die üschc der verbrantenBläktermit ölvnd ein wenig wachs vermischk/vnd wie ein Pflaster vbergelegt/ heylen das außwachsend Fleisch bey den Nägeln der Finger/ vnd derselbigen Geschwür. EswirkaucheinSafftaußdenBläterngeprest/dazu man fürnen Wein vnd Regenwasser geust.Diesen fasst braucht man dieweil er frisch ist/dcnn wcn er dürr wirt/ nimpt er ab/ vnd vcrleurt seine Krafft.Das rnan aber Myrtidanum Griechisch nent/ ist ist cm vnglerchcr/ knodechrer Anwachs deß Myrti, vnd httt em glcrchc Farbe. Er vmb- Myrtid»: sengt den Stamm deß Myrci / wiemüemer num‘ Handt/vnd ist krafftiger zusammen zuzichen/ denn der Myrtus selbst. Er wirdt klein gestoft sen/vnd miteinwenig rauhem herbem Wein zu küchlin gemacht / welche im Schatten gc-dört/zum Gebrauch werden hingestellt. Sie sind viel krafftiger denn der Same deß Myrci oder seine Blatter. Kirschbaum/ Ccrafus. Cap. cxlv. ErKirschbaumheystauffGriechisch ^A^vnd zu Latein C erafus, die Frucht a- ^-^6ber Cerafum^ie^ifchm sind dem Rmsst bnnd Bauch gut/denn sie sanffklgen den stulgang/Dtrmögm. wenn sie frisch sindt/ gedörr aber stopffcn sie. Das Gummi/welches auß demKirfchbaum fleust/rn Wem zerlaffen vnnd getruncken/ ist gut wider den langwirigen Husten. Mache ein schöne Farb/ ein scharpffGesicht/vmid einen Lust zu essen. Dasselbige mit Wein ge-truneken/ist auch gut wider den Stein. o @3^^rtff^rObt/Ceratia, Siliqua? dulces. Cap.cxlv/. Anet ^ohans Brodt/ Griechisch Ce-^^^ratia> zu Latem Siliquae dulces ge-cx7 nennt/ist also frisch dem Magen zuwi-der/vnd treibt den Stulgang. Wann es aber trucken ist/ so stopfft es den Stulgang / vnnd wirdt dem Magen nüßer/ vnnd den Ham zu weihen bequem. G Apffch Rraff« WH »ktfwS' Apffclbaum. S(p|fd6aWltl/ Melei,MaIum. Cap. cxlvy. Je Apfftlbäum werden auff Grie-! chrsch Melea, zu Latem Malum ge-mennk. Aller Apffclbaume Blatter/ Blüee vnnd Zweyglm haben em Kraff damit sie zusammen ziehen vnd sonderlich der Quittenbaum. Die apffel ziehen auch zusammen/ wenn sie noch herbe sind / vnnd vnzeitrg / aber die zeitigen haben die Krafft nit. Die im lentzen zeitig werden /bringen vnd vermehren die Ga ll/ schwachen die Ncruen oder Sennadern vnd blähenden Leib. Quitten/ Cydonia. §ap. ttlvll/. Je Quitten sind demMagen nütz vnd gut/ vnnd treiben den Harn/ die gebratene sind sanffter. Sie werden wider denBauchfiuß/ Coeliacusgmamt/ mitnutz gebraucht / wider die rote Ruhr/ vnd wider das Blutspeien vnd au ßwerffen sind gut denen die Gallvbersich vnd vndcrsich außbricht/welcher Gebrech zu Latein Cholera morbus gencn-riet wird/vnd sonderlichwenn sie noch rohe sind. Die Brüh da Quitten in gewcycht sind/wird bequemlich getruncken wider dieIüß deß Ma-gm vnd Bauchs.DerSajft auß rohen Qu it-ten geprest vnnd getruncken / hilfst denen die fchwehrlich athemen vnd anders nit dann mit auffgerichtemHalß. Der außgangderBcer-mutkervnnd deß Afftern/ wirdt nützlich geba-het mit der Brüh/da Quitten in gesotten sind. Quitten / die in Honig ingemacht vnd behah ren werden/ treiben den Harn/ derHonigaber gewinnet von innen ein zusammm ziehende vnnd dickmachende Krafft. Die Quitten/ welche in Honig gesotten werden sind dem Magen bequem vnnd lieblich zu essen/jedoch in dem zusammen ziehen etwas geringer. Die rohe Quttten werden vnder die Pflaster vermischt/ diebcreyt werdenden Bauch zu stopften'/ vnnd wider dieHitz deß Magens / wider das Erbrechen vnd Änwillcn/ wider die Hitzige Geschwulst der Brust Hurtigkeit deß —; Mkltz/vnd wider die harten Blatern vndWar-tzen deß hlndern.Ee wirk auß denQuitten/kiein gcstossen vnd geprest ein Wein gemacht/ aber damit er sich halten möge/ so vermischt »nan ri vnder acht Maß solchs Saffts oder Weins/ fc em halb Maß Honig sonst wirdt er baldt Sauwer. Dieser Wein ist zu allen Gebrechen gut/ davon vor gesagt. Man bereyk auch cm öl auß Quitten» auß den Ouüten/welches von wegen bet* apffcl Mehnuni gcnennek wirdk. Dieses Dels gebraucht man sich/wcnn man cm dl haben muß das zusammen zeucht. Man muß außlesen die gerechte Duittcn/dieselbige smdt ründtj ktein/cmcs lieblichen vnd siarckcn Geruchs, Die man aber Scrutia Griechisch nennt / sindr wol groß / aber nicht so gut. Die Durttcn Blnek/ wirdtauchnützlichgekrunckenmitWeitt/widerdaSBlürspeyett vnd Erbrechen/ wider den Bauchfluß/vndvbrigen Fluß der Frawen. HoNigäpffel/ Melimela. §ap. W. Awürmauß/sindtdem Magen schadtlich/vnd machen einen Durst vnd Hitz. Diese Epirotischeäpffel/ Epirotica, Orbiculata, Cap. cl. Je Epirotische apffel/auffGriechisch Epirotica) vnndzu Latein Orbiculatage-nennt/sindt dem Magen gut/stopffen den iVtulgang/ treibenden Harn/sindtaber Rrafft vnnv ^övnkrafftiger dann die Duittcn. Die wilde apffcl sindt den apffeln ehnlich die im VtrmSge». / O Bierm. i T Citröriicla, Citra^ Cap. .Je Citrmakapffel / Griechrfch Medi-fcaonnb Gicromelaj zu Latein Mala Citragmcnnt/ /mdtemem jeden tvol-hekannt.DerBaum/ da djeCrtrmäpffclaujf rvachftn/trcgt dpffcl durch das gantzeHar / bctl wann die eine abfallen/ so kommm die andere hcrfür. Die Cikrinapffel sind lang/runtzlechk/ goldtfärbig/emeo schwehren starckenGeruchs/ vnd habm Kern/den Biemkcrnm ehnlich/ welche in Wein getruncken/ wider alles Gifft werden gerühmt/vnd dm Stulgang treiben. Dm Mundt gewaschen mit dtt Brüh/ da dicKern oder Samm inn gesotten sindr/oder mit jrcm Safft/macht einen liebüchm süssen Athen». Sie werdm auch nützlich gessm wider die bösm Lüste der schwängern Frawm. In d»eKleyder kästen gelegt Ibewahren sie die Kleydcr/ daß sie von dm Mottm nicht werdm geftessm. Bterm/ Apion, Pyrum. Cap. cltij. IeBierm auff Griechisch Apion,zu 'Latein Pyrum genmnt/sindtviel Geschlecht/sie haben aber all eine Krafft/ damit sie zusammen ziehen. Werden derhalbeu nützlich vnder bttCatapIafmata repellentia, oder zu rücktreibmte Pflaster vermischt. Die Brüh Ida die Bieren um gesotten sindt/ emge-nommm/oder die rohe Bierm gessen stopften den Stulgangrwann man sieaber nüchtern js-fet/sosind sie schadlich.DieBieren aber/welche von dm Griechm Achrados gmennt werden/ sindt ein gefchlecht der wilden Bieren/vnd werden spät zeitig. Diese habm auch eine Krafft/ damit sie zusammm ziehm/ aber viel kräfftrger dmndiezamevnd heymische. Srndt derhalben auch nütz wider alle Gcbrechm / darwrder die heymische gut sindt/die Blätter ziehen auch zusammm. Aber gebrannte Birnbäume äfch hilfst mercklich wrder das Würgen der einge-nommenm gifftigen Schwämm. Man sagt/ daß die Schwämm vnschädlich werden wenn man wildeBierm damit kocht. McfpeP Von allerlei) Bäumm. Mespelbaum. W -. ^ Mespelbaum/ Melpilon,Me]pilus. Cap. diüf. Er Mespelbaum/Gnechrsch^lesp^ i1on,vonttüchen Aroma, $u latem jMefpilusgenetmt/ ist dorn echt / mit feinen Blattern dem feharpffen Dom dem Sauraeh Oxyacanthze ehnlich. Seine frucht/die erbringt/ist in der gestalt vnd gröjsc eines kleinen Apffels/süßvnd lieblich zu essen/ mit dreyen inner liehen betmen oder steinlin/davon sie dreykörnlecht / Tricoccus genennet wirdt/vnndwirdt spat zeytig. Die Mespeln gessen ziehen zusarnen / sind dem Magen gut/ vnd stopffen dm Gtulgang. Es ist noch ein ander Geschlecht der Mesi »rafft »#1,0 peln/inItalia wachsend/welches dieGriechen Vermöge». S etamum vnnt) Epimetida nennen. Ist ein Baum mit scmm Blattern den Depsselbou# men ehnlich / aber kleiner/ bringt ein runde Frucht/ zucssmbequem / mit einem breyten Nabel oder Auge / zeucht zusarnen vnnd wirdt spatzeytig. Zürgelbaum. ! Aurgelbaum/ Lotus arbor. Cap. clv. Er Baum/Griechisch vnd zu Latein ILotus getrennt/ ist ein fast grösser -LBaum/ivelcher einen Samen bringt ein wenig grösser dannDfeffer/vnd der ist süß/ Araffttmn» lieblich zu essm/ dem Magen gut vnnd leicht. b«»-Sein Sam oder seine Beerlitvstopffen den Stulgang.Die Brüh/da das Holß deß Loti klein gemacht/inn gesotten ist/getmncken/oder mit einem Clystierlm eingegossen/istgut wider die rote Ruhr vnd vbrtgen Fluß der Frawen/ darzusornachter gelbe Haar/ vnnd stilletden Bauchfluß. G StomcL Araffttmd teittfung. Sporbimn. KpMelbgUM/ Crania, Cornus. Cap. clvj. ErCornelbaum/GnechischCrLniL, | zu iatetttCornus generirik/ist em har-r )terBaum/vnnd bringt em langlechte Frucht/ denDliuen chnlich/welchezum ersten grün ist / darnach wenn sie zeytig wirdk/ist fie roch ioder gefärbt wieWachs gegessen/ vnd hat einKrafft damit sie zusammm zeucht. Wirdt wider die röche Ruhr vnnd Bauchfluß allein geffm /oder mit gesottenem Wein eingenommen lsie in Saltzwasser wie die Llium eingesalßt. Der Safsi welchen die grüne an-gezündre blatter schwitzen/ ist gut angestrichen wider die Flechten. wttckung. @p0f6lCrCtt/ Sorba. Cap. elvij. Je dottergelbe Sporbieren/zu Latein IS orba gmennt/werden vor ihrer Aey-^tigungzu Stücken zerschnitten/vnnd rn der Sonnen gedörrt / vnnd zur Siopffung deßSkulgangs genossen. DasMceldarauß gemahlen/ hatebmdieselbigeKrafft/ wenn es an stakt deßGerstenmeels gebraucht wirk.Die Brüh/da sie innen gesotten sind / getmncken/ ist s u eben denselbigm Gebrechen gut. Pflaumen- 7s> . i \ V- P Comaros. Goccimelea, Prunus. Cap. clvitf zFlaummbaum/GnechischGocclme-Llea,t)nt)^uXamtt Prunus genMNt/Ist s^Sgemcmgttch einem jeden wolbekannt. Die Früchte ldas ist/ die Pflaumen die er bringt/werden zwar gegessen sindk aber dem Magen schädlich / vnd erweychen den Bauch/ vnd Stulgang.Dietruckne Syrische Pflaü- Ärafftvnnd men/vnd sonderlich die in Damasco wachsen/ sind dem Magen bequeme/ vnndstopffenden Sculgang Idm Munde mit dem Wein da Pflaumenbaum Blätter innen gesotten sind/ gewachsm/stllltvnd vertreibt alle Flusse/ so erwärm in den Halß / auff das Aäpsslin/ oder A anfleisch gefallen. Diezeitige wilde Pflau- ' Men gedörrt / habm eben dieselbige Lugent vnd Krafft. Welche auch in gesottenem Wein gekocht werden lsind dem Magen nütz-licher/vnddm Stulgang zu stillen bequemer. Das Gummi / welches auß dm Pflaumm-bäumen fleust lheffket zusamen. Zerbricht in Wein gerruncken/ den Stein. Vnnd heylt in Effiggeweychkvnnd vbergelegt die Flechten der jungen Kmder. Comarus, Arbutus, Vncdo» Cap. elvix. Er Baum/Griechisch Comaros^u i Latein Arbutus, oder Vnedo ge- ölws--nennt/ Ist ein Baum dem Duittm-baumfast ehnlich / mit dünnen Blättern/seine Rmfft vnnd Frücht sind in der grösse einer Pflaumen/ohne Dermög«,. Stäudtlin vnd Kern Iwelche man Griechisch Mem$cila nennet/wmi sie zeitig sind/so werden sie gelb vnnd roth/sindr gekäuwer / am Ge-schmack/wieSpr- wer oder Kafe.Seine siüchr sindt dem Magm zu wrder lvnnd drmgen dem Haupt nicht geringen Wehchumb. G nif Mandel- m *577 Wälsch Brmpernüßlm. ljj7X7 A kLmx/ &)n fc:. tZ -K.- :k i # A/M ÄWU' ^ W yc'sr ÄL § m Mandelbaum/ Amygdalus. Cap. clvnj. Er Mandclbaum wrrdt auff Gne-i chlsch Amygdale, vnnd;u Latein A-)mygdalus genmnt.Die Brüh/da ge-r stoffene Wurtzcln derbittern Mandeln in« gesotten sindt/saubert das Angesicht wie gleichfalls auch die bitkern Mandelkern klein ge-stoffen vnd vbergelegt.Auffgelegk/treibm sie die Monzcit der Kkawen.Klein gcstoffen mu Essig vndRosenöl vermischt/vnd vber das vorder Haupt/vnd die Schlaffgelegt/ sind sie gut wider den Wchthumbdeß Haupts. Heylen mit Wein vermischt die Nachksblaktern. Mit Honig aber/vndvbergelegk/die faulen Geschwer/ zusampt den andern/so weiter kriechen vnd vmb sich siessen/ vnd denBissen derHundt.Die bittere Mandelkern geffen/ legen dm Wchthumb vnd Schmertzen Ierweychen den Bauch vnnd Stulgang/bringen den Schlaff/ vnnd treiben den Harn. Mit Krafftmeel vnd Minß eingenommen/ sindt sie gut wider das Blutspeyen/ wider die Gebrechm der Nieren / vnd wrdcr die Hitz der Lungen.MitWassergetruncken/oder mit Terbenthin vermischt vnd geschlickt mit süssem wein getruncken/sindt sie behülfflich denen/die den Stein habm/ vnd schwehrlich har-nm.Dienen mit Honig vnd Milch vermischt/ vnd einerHaselnuß groß auffeinmalgeschlicke dm Lcbersüchtigm/Hustmdm/ vnnd wider die windige Auffblahundgen deß groffm Darms/ Colon gmmnk.Fünffoder sechs bitter Mandelkern vor dem Lrunck geffen / wehren de/ Lrunckmhcit.Die Füchs / so sie bitter Mandelkern mit einer Speise fressen pflegen davon zu sterben- Das Gummi/welchsauß dem bit-tern Mandelbaum fleu st/erwarmek vnd zeucht zusammen. Getrunckm ist es gut dmm/ die Blutaußspeym. Vertreibt in Essiggetrun-ckcn die Flechtm/welche das eusserste der Haue bcgreiffm. Vertreibt den alten vnd langwiri-gm Husten Imit gewassertem Wein getrunckm. Ist/ in süssemWeinvermischtvnnd getrunckm l gut vnnd dienlich wider den Stem. Die süsse Mandelkern sindt zu essm bequem. In derArtzney aber vnd remediis habm sie ein viel genngere Tugent vnd Kraffk/dann die bittere. Machen dannoch dünn/ vnnd treiben den Ham.Dieftische Mandelkern mitjhren Rinden gessen/ heylen die feuchte Gebrechm deß Magens. Von allerlep Bäume». Wälsch Ptmpemüßlcin / Piftacia. Kap. chx. sl ' bequem/vnnd hcylm klcm geftossm mit Wem vermischt / gesseu oder gttrunekm/ der Schlangen HM Caria bafilicäj laglandes nücesi. Ca^. clx. »älscheNüß Gnechisch Caria bafi-Jliea, zu LaMN Nuces luglandesj vnd von etlichen Nuces Perficx genannt sind schwerlich zu verdawen dem Magen vngesundk/ vermehren die Gall/ ma-chen ein Wehthumb deß Haupts sind de-nen diedenHusim habm fasischädtlich/vnd hergegen sehr gelegen denm die sich Brechen wöllen gut Nüchtern in derSperse genossen. Mit Rauten vnd Feygen / vor vnd nach der Speise geffen / widerstehen sie dem tötlichen Giffk wenn sie auch nach dem erngenommm Gisst werden gessen.Der Wälschen Mß viel gessm/vertreiben die bereyteSpülwürm. Mir Honig vnnd ein wenig Rauten vermischt vnd vbergelegk sind sie gut wider die Hitzigen Geschwulst der Frawen Brust/ wider die ge-schwar vnnd verrückte Glieder heylen mit Kwihlen oder Saltz vnnd Honig vermischt vndvbergelegk der Hund vnd Menschen biß. Die schelen der Wälschen Nüß gcbrent in öle/ gestossen/mitZLein vermischt/vnd das Haupt damit bestrichen machen das Haar den Kin-, dern wachsen vnd erfüllet die blosse stedt / da ' das Haar außgefattcn ist.In den Gebrechen/ welchen man Griechisch Alopecia nennet/ das inwmdrge der Wälschen Nüß gebrent/ gestossen I mitWeitt vermischt Iin Aäpflin gemacht vnnd beygebracht stopfst die Hess-Mon-eit der Frawen. Der altm Nüß innere Kern gekewet vnnd vbergelegt/ heylen die sehr hesstige enzündungen Idavon die Glieder ersterben /welche etliche zu Teutsch den Kalten Brandt Idie Griechen Gangrenas nennen/die Carfunckel dre Geschwür vnnd Fisteln der Augettwinckel/ Aegilopas, vnddaoaUßfallen Der Haar Alopecias. Eswirtaußdenge-stoffenen Wälschen Nüßkernen einölgeprest. Diestischen Mß sind dem Magen vnschäd- Knoblauch vermischt/ dieschwartzmeffige streych masen zu vertreiben nützlich vbergelegk Nuces ponticz* Auellanie. Cap. clch uellanx ZU nennen pflegt /sind dem Magen schädlich/wenn sie aber klein gestossen/vnd dnd vndmitwenig Pftssergetmnckcn/zeitigen siedie flüß/so von dem Haupt herab fallen. Der u 611,6 gebranrm Haselnüß äsche mit schmaltz/ oderBeeren fett vermischt/ erstllet die blose stätf mir Haar Pedacii Diofcoridis 95UC^/ Haselnuß. Arafft vnnd V«rmög«. Maulömbaum. Haar/indem Gebrechen / welchen die Griechen /cloxeciLinnennen.Dargegen seynd etliche/die sprechen Idaß die Schalen oder Rinden der Haselnuß gebrcnnk vnd darnach klein gestosscn/mit öl vermischt/vnd das vordercheil der Kinder Häupter mit geschmiert / die gelbe Augäpffcl der Kinder schwary machen davon auch dasHaar fchwartzwirdt. Maulbeerbaum/ Morea, Morus. Cap. clxi/. Er Maulbeerbaum Griechisch Mo-> rea oder Sycaminea, zu Latein Mo-1 ms gencnnt/ist jederman wolbekannt/ seineFrucht/ die Maulbeern / erwevchen den Bauch vnd Stulgang werden leichtlich zcr-storet/vnd sindt dem Magen schädlich. Der Safft darauß gepreffet/ hat eben dicselbige Krafft vndWrrckung.Wenn er aber in einem küpffern Gefäß gesotten wirdt vnnd in die Sonn gestellt/gewinnt cr ein Art vnd Krafft/ damit er zusammen zeucht. Dieser Sahst mit ein wenig Honig vermischt / ist gut wider die Flüß/so vom Haupt herab fallen/wider die ge-schwer die vmb sich fressen / vnd wider die hitzi-geGeschwulst der mandelen vnd dcß schlunds. Man macht diese Artzney kräffttger wenn dazu gethan Wirdt Federweiß/Gallöpffel/ Myrrhen ISaffraN / Tamarisckensame / Viol-wurtz vnd Weyrauch. Dievnzeitige Maulbeern werden gedörrt/darnach klein gcstosscn/ vnd an statt der Rhoiökörner oder Sumach/ sehr nützlich in der Speise gebraucht/ wider den Bauchfiuß(der Cceliacus genent wirdt) Die Rinde der Wurtzel in Wasser gesotten/ vnd die Brüh davon gctrunckcn/erweycht vnd lindert den Bauch vnd denStulgaug.Lreibk die breyte Bauchwürm / vnnd ist gut getrun-ekcn wider dasgifftige Kraut / Wolffowurtz oder ^.coniruingenennt. Die Blätter deft Maulbeerbaums klein zerstossen vnnd mit öl vermischt vnd vbergelcgt hevlcn den Brandt. Die Blätter mit Reblaub vnnd schwartz Feigenblättern in Regmwasser gesotten schwär-tzen das Haar. Der Sasft auß den Blättern geprest/ zehen Duintlin schwchr getrunckcn/ rstgut wider der Spinnen Bissz (Phalangia gmennt)Die Brüh/da die Rinden vnd Blätter deß Maulbeerbaums inn gesotten sindt/ dienen wider den S chmertzen der Iän/ diesel-bige damit gewaschen.In der Jen der Erndte/ pflegt man die Wurtzel deß Maulbeerbaums zu vmbgraben/vnd zu verwunden die Wunden dm geben einen Safft/ welcher deß ändern Tags zusammen gelausten gefunden wird/ vnd wider die Schmcrtzcn der Jan/gewaltig wird gerühmt/die Geschwülsten heylt vnnd durch den Smlgang vertreibt. EgyptischcrFeygenbaum/ Sycomoron. Kap. clxiy. .ErEgyptische FeygenbauM(8yco- Besthrcil'üg-hnoron Griechisch genennt) bringt 1 ein frucht mit dem^amcn deß baums Sycomöron, vnd dieselbige darümb/ dieweil daß sie einen vnkrafftigeN geschMark hat. C'6 ist ein grösser Baum dem Feygenbaum ehn-tich/vollcr Blatter/welche sich deß Maulbecr-baumsBlatkern vergleichen. Dieser Baum bringt drey oder viermal imIar zeitige frucht/ int aüstdcn asten/wie der Feygenbaum/sonder an demSkamm/wie derWilde Feygenbaum. Solche fmchtSycomora sind süsser/denn die vnzcitige Fcygcn vnnd haben inwendig kein Körner/wle dieKcygcn/werden auch nik zeitig/ eescy denn daß »nan sievor mit den nageln oder Eisen kraße. Dieser BauMe wachsen viel in Caria, Rhodis, vnd andern Landem da nik viel Korn wachst/da dieser Baum nütz ist/von wegen seiner stctten fruchtbarkeit /in der thew-rung deß Korne. Diese Egnptische Fepgen sind dein Bauch Rmfft »«»d gut / dem Magen zu wider/vnd bringen dem Leib geringe Nahrung. Im anfang deß Len-ßen wird ein Sasst auß demEgYptischen Fcn-genbaume che denn er frucht bringt/ cntpfan-gen vnd bcreyt auff diese weiß. Dae eusscrste 25trt»ttt*4 der Rinden wird mit einem Stein sänfftiglich zerquetscht^ denn wenn sie tieffer vnd harter d-ß Saff.« verwundt wird / sofieust kein Sasst daraus) darnach der-außtrieffendc Sasst mikeinem lt'to6<,Un,a-Schwamme oder Mit Wollen auffgefast /folgcndtö gelassen biß er trucken wirdt vnd Küchlin darauß formiert I vnd zum gebrauch in einem jrrden Gefäß bewahrt. Dieser RraffedH Sasst hat ein Krafft/ damit er crweycht/die Wunden hessect / die Geschwollene Versam-lungendie schwerlich zeitigwcrden/ vertreibt/wird auchgttruNcken vnndvbergelegt/ wider der Schlangenbiss; / harte Geschwulst deß Mlktz / WeHchumb deß Magens/ vnd wider die zitterende Kalk/dieser Sasst wird balt Wurmig. Inder InselCypro wachst ein Baum/ einesandern Geschlechts/ vnndwiewolereinVlmcnbaumist/ sohaterdennochBlatter/ wieder Egyptische Feygenbaum (Sycomoros)sdnefmcht ist in der grösse cinerPflaumen/ fonsthakerallesdem Sycomoro gleich. Feygenbaum/ Syca> Ficds. Kap. clxtty. Er Feygenbaum wird Griechisch Syca, ZU Latein Ficus genennt. Die zeitige I frische Feygen beschädigen den Magen lü eiben den Stulgang aber der fluß von -jhnen gemacht/stopfft sich bald/ befördern den Schweyß vnd ziehen Blasen auss/ stillen denDurst/ vnd laschen die Hitz«Dietruckene Feygen geben dem Leib ein nahrung vnd starckc/ haben ein Krasst zucrwamen/bringen einen Durst/ sind dem Bauch nütz/ dem ssüssi-gen Bauch abervnd Magen zuwider.Dem Halse/den Lusströhrn/ Niern/Harn/ Blasen/ denen welche auß langer Kranckheit Btcychworden sindk / den Dümpssigen die eines kurtzenvnnd schwehrlichen Atbempsindt/den Wassersüchtigen/vnnd denen die mit der hiw FcWkribaum. hmfallenden kranckheyt beladen'sind sehr lichvnnd bequem. DreBrüh gecrunckey/ da Fcygen vnd Hysopm gesotten sind / reynigee dreBrusi vnd rftgutwlderden altenHusten/ vnnd langwmgen gebrechen der Lungen. Die Feygen mit Niter vnd Wilden Sajfran Samen vermischt vnnd gessen erweychen dm Bauch vnnd Stulgang. DieBrüh/ da Fey^ gen inne gesotten sindt/ wirk wider die Hitzige Geschwulst deß jSchlundw vnnd Mandeln zu einem gurgel Wasser gebraucht. Mann vermischt die Feygen vnter die weychende Pssaster/ welche auß Gerstcnmcel öl vnnd Wasser werden bereyt. Wie gleichfals auch vnter die Bähungen der Frawen/mit Fenu-greevnndgeschelter Gerstenbmh. DieBrüh da Feygen vnnd Rauten in gesotten sind einem Clrsticrlin eingegossen/ ist gutwider das Krimmen. Die Feygen gesotten/ gestossen vnd vbergclegt/vertrciben die Harkegeschwulst/ VNNd die Gcschwer der Dhren (Parotidas) erweychen die harteGeschwulst vndGeschwer deßHalß (8rrumL genannt) vnndzeytigen die Geschwulst/ welche man Lateinisch Pauos nennet vnnd dicsclbigealö am attermeysten/ wenn sie mit Niter/Violwurtz oderKaick wcr-- den vermischt. Die Feygen also rohe mit den vorbenennten Stucken gestossen haben eben diesclbige Würckung vnd Krasst. Mik Gra-natapffel Rinde vermischt vnnd vbergelegt/ reynigen sie der Hand vnd der Füß Nagel/wenn dasvberige Fleisch darüber wachst. Mit Victrilheylensiedie vberflüssigen Geschwar der Schinbeyn / vnnd die blosse Geschwer Idie nit leichtlich zu heylen. Mit Wermut vnd Ger-sienmeet in Wein gesotten/ werden nützlich den Wassersüchtigen vbergelegk/Feygen gebrent/ mit öl vnnd Wachs vermischt z heylen die erfrorncn Schaden der Ferschen l Perniones ) Rohe Feygen gestossen Ivnnd mit Senffvnnd Mer vermischt vnnd in ö ieDhrm gerhan/ sind gut wider das Sausen vnnd jucken derDhren. Der weise Sasst der Jamen vnnd Wilden Feygen besingt die Milch / wie das Rin sel oder Lcbsol / vnd widerumb wenn sie befangen ist/so zerthcylt cs dieselbige wie der Essig. Dieser Sasst hak ein Krasst / damit er dm Leib vffetzet/ vnd Scbwerendt macht Idie Adern vnd ander Gange erössnck.Erweycht vnnd treibt den stulgang. Mit bitter gestossnen Mandelkern gctruncken/erössnet er die Beermut-ter/treibt mit Eyer doter/ oder Lyrremschen Wachs/ vermischt der Weiber Monatliche Blum.Wirdt mit Essrgvnd Fenugrcck mcel vbergelegt wider das Podagra oderCiperlm gerühmet.Dieser toasst mit Gennüß auß Gerstenmeel gemachtvermischt/heylkden Grind vnd Rcudigkcit/die Flechten/ vnd fliessenveGeschwer deß Haupts.Reynigct vnd säubert die sprutlcn oder ma sen/vnd alle andere ma ekeln deß Angesichts vnd deß Leibs.Diesir fasst in die wunden getropsst/rst gut gut wider der Scorpion stich/wütender Hund bissz/vnd a llcr gisstiger Thier sttch vnd bissz. Legt den Schmertzen der Jan/ wolle darinn genatzk/vnd m die hole Jan gesteckt. Vertreibt die Kleine Warßen vbergelegt/ dieHaut vor i ingsweiß geschinirck. Dieselbige Lugent/ Wirckunge/ vnd Krasst/ hat auch der Sasst/welcher auß den zarten astlin deß Wilden Feygenbaums Iwenn die Augen oder kn öpssen noch nit eröffnet/ vnd voller Sassts sind lgestossen vnd außgeprcsset werden Dieser außgepreste Sasst sol irn schatten gedörret vnd hingesteller werden. Dieser Sasst vnd Milch haben auch ein Krasst damit sie Blattern ausskrciben / vnnd werden auch nützlich vnterdie Artzneyen / welche bereyt werden/Blutern zumachen/vnnd zu brenne «vermischt,Deß Wilden Feygenbaums astlin mit MttDcbftnficcsch gcsotten/machen daß das Fleisch (cichtltch zu kochen iß wind Zeitlich gar wlrdt.Die Milch »m sreSm mit einem Feygcn stackim gerührct / bekommt em grössere kraffe den Smlgangzu befördern. Dnzeytige Feygm / Olynthi, C iroifi, Cap. clxv. Je wizeitige Feygm werden auff Grrcchrsch Olynthi^u Latein Ciroffi, vnnd von etlichen Orinei genennt.Dievnzcytige Feygen/derzamen vnnd Mlden Baume ge-O^Lsottm vnd vbergclcgt/mocychcn alle Harte Geschwülsten /vnd die harte Beulen vnd Rre^ 6i b Apostemen deß Halft vud Achscln(wetche man zu Latein Scmmas nennet.) Die rohe vnge- cotmtyT kochtcvnzevttgeFeygen/mrtNitervndMeelvci mischer/vertreiben dieWartzcn.DleBlät-tcr habm eben dleftWn ckung vnnd Krafft / denn wann man sie vbergekegt mit Saly vnnd Essig vermischt / hcylen sie die fiiessendc Geschwcr deßHaupte/vnd drc ^achtblattern(Lpi-ny V'trMöZM. Klachs» Krafftvnd Virmög«. FMttgreck / Telis,Fcenumgr^cu m. Cap. p As Fenugeeck / Gnechrschl' e1i5,zu Uatem F cenumgrazcum, zu rcmem -Meel gemarht/hat em trafst damit es kttveycht vnnd vertreibt. In Honigwasser gesotten vnnd vbergelegk/rst es gut wider alle außwendige vnnd jnnwendige Geschwülsten. Mindert mit Niter vnd Essig wol vermischt/ zum Pflaster gemacht vnnd vbergelegt/ das Miltze.Die Brüh/da Fenugrcck mnm gesottenist/ heylt die Gebrechen der Geburkeglre-der. Wall sie aber geschwollen oder verstopfst sindk/dient es sonderlich den Frawen zu einem Badt oder Bähung. Die dicke Brüh/da Fe-nugreck inn gesotten hat/außgeprest /Hevli die fliesscnde Hauptgeschwer/ säubert das Haar/ vnnd vertreibt die kleyechte Schuppen deß Haupts. Mit Gänßschmaltz zu Frauwen Aäpfflin formiert vnnd bcy gebrachk/crweychk vnd erössnct es die Gcburtsglicder. G rün F e-nugreck mit Essig vermischt/istgutwiderdie schwache vnd schwerende Becrmutter. Die Brnh/da Fenugrcck inn gesotten hat ist auch gutwidtrdengebrechen/darinnen ein Mensch Begierdt hat/ offi vnd vergeblich zu schaffen/ welches Griechisch Tinefmos genennet Wirt/ vnnd widcr dm faulen stinckmden Stulgang indcrrohten Ruhr.Das ölaußFenugreckge« prest/ mit Myrtenfalb vermischt/fäuberts die Wundtzeichen der Augen vnd Augbram. Flachs/ Linum. Cap. /wirst Er Flachs/Gnechisch Linon,zuLa-Jfdn Linum genennet ist manigtich Twolbckandt. Der Leinsame hat eben dieselbige Tugmdt vnnd Krafst/ welche das Fenugreckhat/denn ererweychtvnd vertr eibce a lle jnnwendige hitzige Geschwulst/ in Honig öl vnd ein wmig Wasser gesotkm/oder mit gesottenem Honig vermischt / vertreibt die Sprückeln deß Angesichts/ vnd die kleine har-teBlätterlin/ Vari zu Latein genmnek. Mit Mer vnndäschenanßFeygenbäumen Holtz gebrennt Ivnnd mit Laugen darauß gemacht/ zum Pflaster bereyk/ vnnd vbergelegt / vertreibt er die harte Geschwer hinder den Dhren Parodicas genennt/ vnd alle andere harte Ge-schwulst.Leinsamm Mecl in Wein gesotten/ säubert die vmb sich fressende Geschwer/ vnnb die man tömmtFänos nennek.Mit gleich so vielKresscnfamcn vnd Honigvermifchek / wirfft er die rauhe scharpfft Nagelder Finger auß. Säubert inHonig vcrm»schtvnndgeschiuckk/die Brüst/vnnd sänffkigeL dcn Husten.LeinsaMcnmeel mit Pfeffer vnd Honig vermischt / Zum Kuchen gemacht jvnnd darvon wol gegessen ireynet zum ehlichcn Werck. Die Brüh da Leinsamen mn gesotten ist Inurdt nützlich mit einem Clistierlin wider die Verwundungen der Darme vnd Bcermutter bei) gebracht/viitiD zeucht auch den Stulgang heraus / vnnd ist gut wider die hitzige Geschwulst der Geburtoglieder/ warm sich die Frauiven in die warme Brüh setzen/da Leinsamen inn gesotten ist. ^ifct€i'bfctt/Erebinthos. Cap. M Je hepmisehe oder zame Zrscr Erbsen Griechrscl) Erebinthos, zu Latem iccr, find demBauch bequem/treiben den harn/blahen den Leib auss/ machen ein schöne farb.Lreiben dieMonzert der Frawen vnd wdteFi ucht/vnd mehren die Milch. Ii-fern mit Eruen gesotten vnd wie em Pflaster vbergelegt/ sinöt gut wider die harte hitzige ge-schwulstdeß Gemachte/ vnd wider die War-ncn/die man zu Latein Formicas nennt. Mit Gersten aber vnnd Honig vertreiben sie den Grindt/heylen die fliessende Haupkgeschwcr/ Flcchken/Krcbö vnnd die böse Gcschwer die man Griechisch Cacoethe nennet. , Es ist noch ein Geschlecht der Aisererbscn/ vnd wirdtauff Griechisch Krios gcnennk. Anfftvimd Die Brüh da beyderley Geschlecht der Ai- Vrtm stni fercrbsen mit Rosmarin innen gesotten haben gcmmckcn/treibt den Harn vnd ist gut wider die Gcelsuchtvnd Wassersucht. Sie beschädigen aber di^geschwercnde Blasen vnd Nieren. Es sind etliche die vermepnen / warm man ein jede Wartz mit einer sonderlichenIiscrerb-senimnewen Mon berühre/ dieAisernmein leinen Tüchlm binde vnd hindersich werffe/so fallen alsdann die Wartzen ab. Es wachsen auch wilde Iisererbsen mit ihren Blattern / den heymischen vnnd zamen chn-lich/eines scharpffen Geruchs/sindt an Farben vngleich/ vnd zu allem nutz vnd bequem/dar-ru die zame werden gerühmte BmlM/ Cyämos. Faba. Cap. xr. JeBonen aussGriechisch Cyamos, zu Latein Faba;, blähen den Leib / vnnd er-! füllen den Bauch mit Winden Isindt schwehrlich zu verdamven / bringen böse ^Traum/stillen den Husten/vnnd machen das Fleisch wachsen. Die Bonen haben ein mittelmassige Temperatur zu erwärmen vnnd zu külen. Bonen gesotten in eft sigtem Wasser IPofca, vnnd mit ihren Rindengessen/ stopffen die rote Ruhr/ vnnd den Bauchfluß/der Coeliacus genennet wirbt iwerden auch nützlich wider das Würgen vnnd Brechen genossen blähen weniger/wann im sieden das erste Wasser abgegossen wirbt. Die grüne/feyste Bonen sindt dem Magen schädlicher / vnnd Machen den Leib voller Windk. Bonenmeel allein vor sich/oder mitvnzeytigem Gerstengemüß/Polenra vbergelegt sänff- -A. JL ^ A -SA ^ ^ -A A W A. — f. ^ i . 4L. 'S* 4Z* « «L. ! cs der ändern Haut an der Farb Bonen. EgypttscheDonm. Farbehnlich. Ist den geschwollenm Brüstm von wegen der gerunnen Milch oder wenn sie sonst vberhitzigt sindt/ bequem denn es wehret vnd dampfft die Milch. Bonenmeel mü Fe-nugreckmeel vnd Honig vermischt vertreibet die EKitschweren/die Geschwcr hinder dm j^hrm/Paröditas gmmnt/ vnd die Streych-mastn.Bonenmeel mit Rosen/ Weyrauch vfl Eycrweiß vermischt lwehret den außfallmdm Augen/dcrGeschwulst/vnd derselbigen iräub-lin.Mlt Wcm vermischt vnd geweycht/ heylet es dieStarfcll/vndStreychma sen der Augen. Die Bonen ohne jhre Rinden gckäwet / vnd v-her das vorder Haupt gelegt /stiöm der Augen Flüß.BonenmeelinWein gefottm / heylt die hitzige Geschwulst der Gemacht. Vnnd dm jungen Lmtm vber dm vndern Bauch gelegt/ verhütetes das herauß wachsen der Haar bey der Scham/vnd schafft die Aitkcrmäl ab. Die Haar / nachdem sie einmal herauß gczogm wordm sindt/ macht sie widernmb wachsen/ mitBonmschaln bestrichen/ wachsm sic dünn vnd zartlich/vnnd ziehen geringe Nahrung an sich. Bonenrinden mitvnzcytigemGersten-meel oder Gemüß/Polenca, Fcderweiß vnnd altem ölvcrmischkvnnd vbcrgelegr/ verkreibm die harte Geschwulst vnd Geschwcr / die man Strumasnmnrt. Man färbt auch die Wolle mit der Brüh / da Bonm inngesottmsindk. Ein Bon ohne Rinden halb getheylt/wie sie sich selber natürlicher weiß theylt vnd vberge-legt/ stopfft das Blut / so von den Eglm zum siiessmangereytzetist. EgYpttscheBottM/ v£gyptiosCya-mos, ^EgygtiaFaba. Cap. m. GyptischeBonm auffGriechisch^F- «Ja*'- gyptiosCyamos, odw Ponticos,zu ^^Latein ><€gyptia kaba.wachsen mchrer theils in Egypten Iwerden aber auch in dm Sem Asix vnd CilieiT gefundm/vnnd habm groffe breyte Blätter/der Gestalt eines Hübt* lins vnd Parets/ Stmgel Elmbogms hoch/ vnnd Fingers dick/ ein Roftnfarbe Blum/ die zweymal sogroß ist/ alsdicBlumdeß Mag-famenkrauts Iwann die Blum abfallct/ fo hringm sie Hülsen/den Wcspmhaußtin chn* lieh/ darinnen die Bonm vber dm Deckel wachsmd/ vnnd sich wie Pocklm hcrfür thun. Diese Bonm werden von etlichm Cibotium das ist/ Sireinlin genennk/ dieweil man dm Samm Iwann man jhn pflantzct/in einm nasie» rraffen Schvlln odcrKlumppen Erden steckt/vnb also ms WaW wrrffk. DieWiichel solcher Bonen ist dicker dann die Riedtrürs/ wirdt etwann gekochtvnnd vngekocht genossen/ vnd<üo1ocali2gcncnnt.Dte Bonen selbst dienen auch grün vnd also frisch zur Spetß/werden/wann sie truckcn sind/ schwartz/vnd sindt grösser dann die gemeine Boncn. EDpkische Boncn haben ein krafft/damit sie zusammen ziehen/ vnd sindt dem Ma- sjatm vns gen bequem. Derhalben gut wider dierote Ruhr/vnd Bauchfluß (der Cceliacus gencnnet MrmSgrch. tvirdt)gesscn/wann man ein Gemäß oder Brey auß Egypkischem Bonenmeel an statt deß vnzeytigeN Gerstenmeels(?c>1elica)bereyket.Die Rmden in C(am(Vmo mulfo) gesotten/ vnd der Brüh auffacht Loth gctruncken/istkrafftigerzu denvorbenenten Gebrechen. Das im mittel dieser Bonen grün gefunden wirdt/vnd am Geschmack bitter ist gestossen vnnd in Rosenölgesottcn/Legt den Sehmeri/cn der Dhren dasselbige darein getrüpffk. i Linsen/ Phacos, Lens. Kap. xxy. Insen offt gesscnverdunckeln das Ge- Rwsst ^L^sicht/sindt schwehrlich zu verdawcn/ be- Damögen, i schadtgen dm Magen/ blähen den Ma- | gen vnd Darme/stopffen den Stulgang/ wan sic mit den Rinden gessenwerden. Dieatter beste Linsen zu essen sindt die/welche lcichtlichge-kochctwcrdcn/vndwann sie geweychk werden/ urchw schwartzes von sich geben. Die Linsen haben ein krasse/ damit siezusa-men zichen/stopssen derhalben den Stulgang/ vnnd sonderlich wann sie gesihälee sindt/fless-sig gesotten werden / vnnd die erste Brüh/da sie inh gesotten haben/abgegossen worden ist (baii dreftlbige ersteBrühtrerbt den Stulgang fort) Linsen gessen Machen fchwehreTraume/vnnd sindt dem Haupt/den Neruen vnnd Lungen zu wrder.DieLinsen sindt krafftiger den Bauch--fluß zustopssen / wann man sie in Essig mit Endiuien/ obbr Burßeikraut/ oder schwach MaNgolt/ oder den Samen bchMym, oder Granatäpsselrinden / oder gedörrten Rosen/ oder Mespcttt/oder Spörbieren / oderLheba-nlschenbierm/oderD-uitten/ oder Wegwart/ oder Wegerich/ odergantze Gallapsseln/ die man hin musst / nach dem sie mit gesotten ha- hen/odcrRußtraublin/diesottstvberdieSpeiß gcfirewckwerden/siedenlass Der Essig aber mußwolmitsieden/dannwosolchesnichtge--sihicht/bewegt er den Bauch.Dreisslg geschalte Linscnkörner/ sind gutgessen oder geschlun-gen/wider den Änwillen deß Magens. Linsen mit vnzeytigem Gerstenmeel oder Gemäß/ (Polenta)^sottm vnd vbergclegt sänsstigct den Schmertzen deß Podagrams.MrtHonig hefftensievndheylmdietiesscvnebeneGeschwet/lösendieharkeRuffm vnd Krusten der ge-schwer äb/ond machm diesclbige reyn.Linsen in E ssig gesotten/vertreiben die harte geschwul-ster./auch die Gcschwer oder Geschwülsten/die man Scmmas nmnet. Linsen mit Quitten oder Steinklee gesotten/vertreiben die hitzige Geschwulst der Augen/vnnd deß Hindern /mit Rosenöle vermischt.Aber in wcittern Geschweren vnnd grössern hitzigen Geschwülsten deß Hindern/sindt die Linftn gut gesotten mit Granatapssel Schalen/gedörten Rosm Ho- nig vermischt.Wann man hierzu Meerwasser thur /so braucht man sich auch deren nützlich/ wider die Geschwer/so vmb sich fressen Ivnnd sich in das kalte $ew(Gangrenas-verwandeln/ auch sindt sie gut/wie vor gesagt ist/wider die Blattern/vnd G eschweren / die wider her für kriechen/wider die Rose oder Rotlauff/vnd erfrorne Fcrschen. Linsen in Meerwasser ge- I sotten Watsche Bonm. NaittrtM VermSz^ PrschkM-i EkttM- LrimrmM CRdltw bmztz DrrmöM - 103 soften vndvbergelegf/ zmheplcndiegetonnen Milch m den Brüsten 1 vnnd wehren der vbri-gen Milch Iso von vberfluß auß dm Brüsten ffeust» WelscheBonm/ Phafmlus. Cap. mu 'Elsch Bonen/ Griechiseh Phafio-klos,$u Latein Phafiolus, blähenden 'Leib/vnd machen denBauch windig/ vnnd sind schwehrlich zu verdauwen. Frische Phafeolen gestm/ erweychen den Sfulgang/ vnd sind gut wider das Würgen vnd brechen. EMM/ Orobos, Cap. yttv. Eruum. fß*Ruen/ Griechisch Orobos, zu Latein ^^.Eruum, istallen wol bekandt/ ein klein staudltn/dünn/mit schmalenBlatkern/ vndkleinen Samlin/ daß inschotlm wachst/ darauß man meel macht / welches Eruenmeel gmennet wirdt/in den artzneyen zu gebrauchen bequem. Eruen gessen/beschweren das Haupt/ bewegen den Bauch/vnd treiben Blut mir den Harn. Eruen aber gesotten vnd zu essen gegeben machen die Dchffm fcyst. Auffdiese weyse macht man das Eruen meel. Man nimpr den dicken groben wersim Samen / geust Wasser darüber her/rührt cs vmb/vnd last jhn also stehen/ biß er das wa sser an sich gezogen hat / last jhn darnach/ biß die Rinde auss bricht / dörren / folgents malen durch ein Meel Sip durchkauffen / vnd setzt daß Meel zur bewahrung Hin.Eruenmeel also berept/istdemBauch nütz/treibt den Harn/ vnd macht ein schöne farb. Wenn man aber viel Eruen Meel isset oder trinckt/ so werbt es das Blut mit einem Grimmen durch den Ham vnd Stulgang.Eruenmccl mitHonig vermischt/säubert dicGeschwer/vertreibet die zittermal / Spürtlin vnd andere stecken/deß Angesichts vnd deß gantzen Leibs. Stillet die vmbsichfreffende geschwer wehret dem kalten Fewer (Gangrenas) erweycht die hartigkeit der Brust / bricht auss die Carfunckel vnnd heylet die böse Geschwcre / welche die Griechen Theriomata nennen auch die Ge-schwere (welche Griechisch Ceria, zu Latem Faui genennet sindt. Eruenmeel mit Wein vermischt / vnnd vbergelegt/heylt der Hunde/ Menschen/vnd Katern bistz. Sänsstiget mit Essig vermischt das fthwehrlichc Harnen / kümmen / vnd den zwang/welches ein Gebreche ist/ darinnen man off// aber doch vergeblich begirdk hat zu schaffen/ vnd Griechisch Tincfmos gcncnnet wirdk. Eruenmeel gedörrt oder gebraten / einer Mß groß mit Honig eingenommen ist den Schwindtsüchtigen gut/ die an ihrem Leib nit entpfindm/ was sieeffen öbertrinckcn. Die Emh / da Eruenmeel in gesotten ist/ heylk die erfrörne Ferschen/ vnd das ju cken deß gantzen Leibs / wenn man sich damit bahei. FeigbpsiM/ Thermo s, Lupinus. Cap. rxv. ^/^Eygbonen/ Griechisch Thermos,Zt| ] Latein Lupinus, sind gemein lich allen CxSmolbcfamtL Fepgbonen Ästeel mit ^ Honig vermischt vnd geleckt / oder mit EM gctrüncken/treibt die Bauch Wurme auß. ^mnos«» Aasselbige thun auch diegantze Fepgbonen/ gcweycht vnnd mikjhrcr brtterkept gessen» Die Brüh/ da Feygboncn rn gesotten haben/ wirdk dazu auch nützlich/ anik Rauten vnd Pfeffer gctrüncken / vnnd ist den Miltzsüchkigen sehr bequem. Mit dieser Brüh werden auch die böse Geschwerc ( Theriomata Griechisch gcnennt)der Kalt brant oder ^ett^rC Gangrena ) der anfangendt Grind vnnd Raute/ die Aittermal / die aüßbrcchcnde Blattern / die flüssige Haupt Geschwere vnnd Mackeln oderSprütlen deßAngesichts/vnd andere dergleichen Gebrechen der Haut sehr nützlich gc-bahet. Die Brüh / da Feygboncn in gesotten haben / mit Myrrhen vnnd Honigvermische vnnd appliciert / ziehen die Monzeit der Fra-wen Izu sampt der Frucht. Feygbonen Mccl säubert die Haut/ vnd alle streichmasen. Mit Gersten Mnltze vnd Wasser sanfftigek es die hitzige Geschwulst; Stillet «Essig den Schmcrtzcn/vnd Wehkhumb derHüfft/ vnd die Geschwulst (die man Panos zu Latein ncniiet) Feygbonen in Essig gesotten vnd vberge-legt Ivertreiben die harte Geschwulst oder Geschwere/ dieman Srumas nennet/ auch zerbrechen sie die Carfunckel. Feygbonen in Regenwasser gesotten/ bißsieweych werden vndzer-gehen/sauberm dasAngesicht.Mit Eberwurtz gesotten heylen sie die raudigkeit.deß Vihes/ wenn man die mitder warmen Brüh / da sie in gesotten haben/wascht. Die Wurtzcl der FeygboNcn in Wasser gesotten Itreibet den Harn. Feygbonen biß sie anfangcn süß zu wer-dm/ geMycht Igestosscn/vnd mit Essig getrüncken/ bencmen deN Vnwillen/vnd Vntust deß Magens/ vnd machen ein begirdk zumessen. Es wachsen auch Wilde Feygboncn/ dm heimischen vnnd zamen ehnlich / in allem aber kleiner / vnnd haben jedoch eben dieselbigk LugendtvndKraffk. Rüben/ Gongyle, Rapum. Kap. Msi 95b«1/ Griechisch Gongyle, zu Latein Rapum vnd Rapagenennt/sindzweyer- Geschlecht. y^Njey Geschlecht/ Das cinezame/ da ß ander Wild. Diezame Rüben gesotten/ fut-OH^tern vnnd geben dem Leib Nahrung/ blaen/ vnd machen ein begirdt zur Vnkcu scheyk/ -Aber sie geben denen/ die davon essen Iein feucht vnd weych Fleifch.Daö Podagra/vnd er-frorne Fersehen / vnnd Fuß werden nützlich mit der Brüh gebährt da Rüben in gesotten sindk tzu denselben Gebrechen sindk auch dienlich die gesottene Rüben/ gestosscn vndwie 3 ij M Rüben. *ie einPflasiervbergelegk. Rosen öl miteÄ >entgWachßm einer außgehöltenRüben its wie ein wenige heisse äschen gesetzt so langbiß sie darin warm werden vnd schmeltzen/heylen die schwerende erfrorneFüß vndKerschen.Die junge schieß--linge der Rüben gesotten vnd gessen/ treiberr den Harn. Der Rübensam/ wirdt bequem-lich vnder die Arßneyen vermischt welche wider das Gifft einzunemmen sindk/ vnd vnder den Triack Ivnnd sonderlich in die Artze-ncyen die den Schmertzen hindern vnd leger» (welche die Griechen AnodinanmnmjRü-bensamgetruncken Iistgur wider dasrödtli-che Gifft ivnd macht einen Lust zur Vnkeu-fchheit.Rüben in Saltz Wasser eingemacht/ geben ein geringe fütterung vnd Nahrung/ sie schaffen aber ein begirdt zum essen. Wilde Rübm. Wilde Rüben oder Rabuntz/ Rapunculust Cap. mh Je Wilde Rüben oder Rapuntzeln ! wachssm in ackern vnd staudecht/ /Elenbogene hoch vielen asten vnnd senffren/ mit weychen Blattern/ vnnd Fingers lang vnd breyt/ etwanbreyter/vnd langer lbringen jreri Samen in Hülsen Se--eklin Ivnnd wenn sich die auffthun so find man darinnen andere Hülsm der gestalt eines Haupts Idarinnen kleiner Same/ auswendig fchwartz/inwendig weiß gefunden wirdt. Diesen Samen vermischt man vnder die Artzneyen/ die eusserlich gebraucht werden Idaß Angesicht vnd gantzen Letb zu säubern Ivnd sonderlich vnder diejenige die auß gedörreken Feygbonen/ EruenvndWeptzm-meel/gemeinlich werden bereyt. loy Steckrüben» Von. allerlei) Kochkrautem ^teckrübm. lol Rettich. Steckrübm/ Buniades, Napi, Cap. ffviij. Teckrüben IBuniades Griechisch/ |Napi$u Lateingencnnt/ gesotten blähen den Leib/vn geben wenlgerNamng denn die Rüben. Der Same wirr nützlich ge- Nb truncken wider das tödtliche Gifft/macht das wlt<,tw4‘ Gifft vlikrafftlg/ wann er vor genoinmm wirt.Wrrtderhalben auchvnter'die artzneycn vermischt/ die wider das glfft einzuncmen sind/ (Griechisch Antidota gencnnt,) Die Steckrüben werden eingemacht vnnd wie die Rüben -ehalkem Rettich/ Raphanus, Radix. Cap. M. Etkich/Griechisch Raphanus,ju La-tein Radix,Huf eine krafft/damit er cr-den Leib blähet vnnd Winde macht. Rettich gcssm ist dem Munde zwar anmühtig vnd lieb/aber demMagcn zuwider. Rettich kreibm den Harn lvnnd machen viel reupssens. Sindt dem 'Bauch gut/ man muß sie aber nach andererSpeiß geniesten/dann al- - fo helffen sie der Dawung/ gleich wie sie zuvor genossen/die Spciß vbersich bewegen. Werden dcrhalbm bcquemlich den /cnigcn vor ef-sens gegeben/dre sich wdllen brechen oder wür-gm.Bckrafftiget die Sinne / Sindt gesotten vnd geffcn gut wider den alten langwehrcnden Hrrstcn/vnnd dicken feuchten Schlcirn/ so in der Brust em'ächst.Die Rinden deßRettichs mit saurem Honig Syrup (Oxymel) ver-mischt/sindt krafftiger zürn würgen vnd crbre-chen.Rettich gestojsen/vnd wie ein Psiaster v-tergclegt/sindtgutwiderdieWasscrsuchk/vnd Mlltzsuchk. Säubert mit Honig vermischt die Blutmassige zeichen Iwehren den vmb sich fressenden Geschweren/sind gut wider die Nater Bissz/vnd erstatten dieaußgcfalleneHaar/ in dem Gebrechen / Griechrsch Alopecia ge-nennt. Mit Mcel auß Dorten vermischt/vertreibt sie die Spmcklm vnd Ma sen deß Ange-sichte.Rettich gcffen oder getruncken/hrlfft denen/die in fahrlichkeit deß Würgens stehen/ x von wegen der gifftigen Schwamme. Treiben auch die Monzeik der Frawen. Der Rettich Same bewegt auch das Erbrecheit/kreibk den Harn / mindert mit Essig gekrunckcn/dic Miltz/ löscht wie ein Psiaster vbergclegt/dcn kalten Brandt gewaltig.Ist in sauremHonig I nt Syrup Io2 PedacuDiofcoridis^nt)« Buch/ Klmgel Moren. WldekRat- »ich. Stator »nzch Mengelwmß. Stschlcchk Gri«-ttv«ktz. au tvmtz. Gitwildt Em hkmttch- SawramA fzuLattmCucumer,gessen/crwenchm -den Stutgang vnd sind dem Magen fast gut. Die Cucumeren külen /vnnd faulen nicht im Magen/wiewol sie schwehrllch zuver-dawm sindt: Sie sindt auch der Blasen nüy/ helffen mit jrem Geruch den jenigen / so m Anmacht gefallen sindt/widerumb zu recht. Der Cucumersame hat eine krafft den Harn zu treiben/welcher auch wider die Gefchwer der Blasen Imit Milch oder süssem Wein nützlich ge-truneken wirdt.Cucumerblatter mit Wein wie ein Pflaster vbergelegt/heplen der Hunde brssz/ Mtt Honig aber die gcschwer/die man Lpinv-didas Griechisch nennet. spfcfcm/Pepones, gessen treiben den Harn. Dicselbige gestossm/vnd vber das vorder Haupt gelegt / ist gut wider die Hitze oder Brandt der Kinder Hauptcr/welcbcn die Griechen Syria-fm nennen. Vber die Stirn gelegt/ wehren sie den Flüssm/so in die Augm fallen. Den Sasse vnd Samen von Pfebcn mit Mccl vermischt/ vnd in der Sonnen gttrücknek/reynigk vnd säubert die Haut/vnnd macht ein schön glatAnge-sicht.Pfeben Wurtzel gctrück'nct / eines qumt-lins fchwehr mit Honigwasscr getrunckm erregt ein Erbrechen. So jemandk aber gemächlich sich brechen wolt/dem ist einScrupel gnug/ nach dem Nachtessen mit Homgwasser eingenommen. Pfeben Wurtzel gestosscn/vnnd mit Honig vermifcht/vnd wie ein Pflaster vber ge-legt/heylet dieGefchwer/die man zu Latein Pa-no5, vnd Ccria Griechisch nennt. T- 'jjjjjjj Lj ^Atlie laffK^/^t'tVcTjtfc^/Thridax Hcmeros, zu Latein Ldauca fariu L,P dem NW ,gen bequem/küler/bringt den Schlaff/erweychk den Skülgang/vnnd mehrt die Milch. ^ 'Lattich gekocht gibt ein völligere Nahrung/der vngewafchen Lattich ist den Magen- Prrmögr«, Lraumc/so im Schlaffgeschehen/vnd widerstehet derVnkcuschheit. Lattich offk genosten/ verfinstert das Gesicht/vnd ist gut wider die hitzige geschwulst/wider die Rose oder Rotlaüjf. Lattich wirdt auch in Saltzwasser eingemachk.Wann der Lattich Stengel gcwintik/so kompt er ein krafft/damit er dem Gafft deß wilden Lattiche chnlich wirdt; Ettdittiett/Wilder Lattich/ Thridax agriä, Syiueftris Laduciö Cap; l; ^75> Ndiuien oder wilder Lattich/GriechischTliriäas ägriä^ii Latem Sylüeilris Ladiu- ^ Jv*' ca., ist dem zamen ehnlich / außgenommen/ daß er ein laNgci n Stengel hat/weiffere/ bung die krafft/damit er dem Magsamen kraut etwann ehnlich ist. Sindtderhalben etliche/die den weissen Milchsafft deß wilden Lattiche mit dem Gafft deß MagsamenkraUts/ bey den Griechen ^ecoliiulngenennt/vermischeü.Wildt Lattichs Gafft eines scrupels schwchr/ Mit saureMHotlig Syrup/OxyiDe11e,getruncken/treibtdas Waff'rdurch den Gtulgangr Vnnd vertreibt die Wölcklin vnd Flecken oder Starfell der Aügen.DieferSaffk MitFrau-wen Milch vermischk/istkrafftig angestrichen wider die gebrennte Schäden; In Summa/er bringt einen Schlafflmdert die Schmcrtzen/zeücht die Monatlichezeit der Frawen/. vnd ist gut gekrunckm wider die bissz der Scorpion vnd Spinnen (die man Phalangias auff Grr;/ Endmim. i BrchrciF e“"d Kerbclkraut. I>- if; " ' ' ' r Griechisch n^nnk.) Deß wilden Lu ctiche same vertreibt die vnkeusche Traume so im Schlaff geschehen/nicht weniger als der Same deß za--mcn/vnd wehret der Vnkcuschheit.Der Safft ist auch dazu gur/aber nicht al so krafftig. Der weisse Mrlchsrfft dcß wilden Lattichs wirdk in ein ncw jrrdcn Gefäß zu bewahren hingestellct/ wann er zuvorwie anderer kmurer Safft/in der Sonnen gestanden vnd getrücknet ist. Keröclkmttt/ Gmgidium. Cap. H. Erbclkraut / Griechisch vnnd zu Latein Gingidium, vnnd von etlichen Lepi-dmn,mdchstam mcpsten in Clticia vnd Syria / ist an kraut der wilden Pastmcy chm lich/jedocl) schmaler/zarter vnd bittcreram ge-schmack / hak eine kleine/weisscWurycl/so am • Geschmack ein wenig bitter. Kerbelkraut wrrdt gesscn wie andere kochkrautcr/rohe/gekocht vnd eingemacht/vnd ist dem Magen nüy vnnd gut/ treibt den Harn.Der Wein / da Kerbelkraut in gesotten hat/getrunckcn/ ist der Blasen fast nütz vndguk. Wilde Movm/ Scandix. Cap. ly. )>de Moren/Griechisch Scandix, ist ein wildk kochkraut/ wachst in vngc-bauwtcm Erdkrich/vnnd ist bitter/ ein wemg scharpffoderraß/ vnd wirdk rohe vnd gc* kocht gegeffen/istdem Magen vnd Bauch nütz vnd guk/vnnd treibt den Harn. Die Brüh da dieses krautinn gesotten hat/gctmnckcn ist den Nierm/BlasmvndLcberdicnlichvndguk. ' Mlde Von allerlei) Kochkräutern. Wilde Pettfsilg. Hz» WildePetersilg/ Caucalis. Cap. lü|. »Ilde Petersilgoder Pekerlm/ Grie-'^chlsch vnd zu Latem Caucalis, oon et- tuag. lrchen Wildt Vogelnest Sylueftrc daucum genennt/hat einen harechtenSkengel/ spannen oder etwann mehr hoch / vnnd Blatter dem gemeinen Petcrlrn ehnlich an den Enden wie Fenchel/mtt vielen Schnitlm zcrtheilt/vnd rauhe/harcchtc/mit emem weisten körnlein oder schathütltn zu öberst/emcö süssen lieblichen Ge-ruche.Drß kraut wirdt rohe vnd gekocht genoss vnnd sen/ vnd treibt den Harn- P-rmö-e». WeisserSenff. Wdffct@eil|f/ Euzomon, Enica« Cap. Im/. Je rohe Blatter deß Weissm Scnffs/ Griechisch Euzomon,zu LatemEru-O^'cagmcniiet/ wird! viel genossen/erregen eine Begierdkzur Vnkeuschheit/ welches dann der Same auch vermag/vnnd darneben -KattM- vnnd auch den Harn zu treiben pflegt. Derwcisse D«mög«n. Senffhllsst der Dawung / vnnd erweychct den Bauch. Deß samens gebraucht Man sich zum Kürchel ooer Beyessm/ damit er aber lang vn-verwesen möge bleiben Imacht man mit Milch oder Essig besondere Jeltlin darauß. Es wachst derwildtweisseScnffam mcystenin dem theil HispaniL idas vnder der Sonnen Nidergang gelegen ist Iseines Samens gebrauchen sich die Innwohner deß Lands an stakt deß Sensss/er treibt den Harn hefftiger/ vnnd ist auch eins fcharpffern Geschmacks/ dann der zamc weisse Senff. Bast- yittturMÖ Vtrmögr«. Btschrci- bung As kraue dieBasittm/Griechifch vnd zu Lattm Ocimum, ist memgttchm wolte-kannt/Basilren vrel gesten/verfinstert vnd macht em runckel Gesicht. Basilim wey- vnd tst dem Magen schwchrllch züverdawen.Mü Gerstenmeel/Rofenöl vnd Essig wie ein Pflafter vbergelegk/lst es gut wider die hitzige Gefchwulst/vnd Mcertrachen vnd Scorpion Stich.Basiiien c llern oder mit Griechischem Wein vermischt sansstiget den Schmertzen der Augm.Basil.cn Sasse macht ein scharpffGesicht/treibt alles/ was das Gesicht verfin-siert ab/vnd wehret dm Flüssen der Augen. Basilim Same getmncken ist denen bequem/ die von der schwar tzen Gallen beschädigt werden/vnd ist gut wider die Gebrechm davon der Ham schwerlich gefangen wirdt/vnd wider die Auffblahunge deß Lerbs: Basilim Samen hinaüssm die Na sin gezogen/macht offt niesen/welches auch von dem kraut geschtcht/wann man aber anfengt ;u niesin/so muß man die Augen zu trucken. Etliche wollen man soll kein Basilim essm / dann wann sie gessen Ioder in die Sonnen gelegtwirdt/wachfen Würmlin darauß.Die Inwohner der Landtschasst Lybra/wcr Basilim gessen hat/ vnd von den Scor--pionen gestochen würde/der empfindet/nach deren in Lybia Jeugnuß/davon keinmSchmer--tzm. Emenwürger/ Orobanche. Cap. lvj. Er Erumwürger Griechisch vnnd zu Latein Orobancke, har einen Stengel _ \derihalben Schuh hoch/vnnd esst höher/ist rohtlechk/ feyst rauh oder harecbt/zart/ <^^)ohneBlatter/vnd hat eineweissc Blum/ausss Geel geneygt / eine Wurnd Fingers dick/der Stengel wann er dürr ist/so wirdk erjnnwendig hol.Siesis kraut wachst zwischen lichcn Emenwürger. lichm Hülsen Zrüchken Ivnnd pflegt -ieselbige glerchsam zu würgen/ daheres den NammO-robanche, das ist/ Eruenwürgervberkommen hat.Dteses kmutwüdt wie andere Kochkraurer genossen/rohe vnnd in Schüsseln wie Spargen gesotten.Man glüubt / wann es mit dm Htilfm N««r tm» Früchten gesotten werde/ so werdm fle darvon hasdtgar. Bockshark^ \ ( Bocksbart/ Tm i/ L ragopogon hircis Äp» lvij. , Barbula »Hkksbart/ Tragopogon Griechisch/ BeschrN-jvnd Coinegmmnt Izu Latein Barbula kmg. 'hirci > hat einen kurtzen Stengel/vnnd Blätter den Safftan Blätttm gleich/mit einer langen süssen Wurtzel/an dem obersten deß sten-gels eine Blum/wie einKelch/vnd einm schwar-Samen/auff der Spitzm/ daher jhme der Name gegeben worden iss Siß kraut ist zu essen fast bequem. L Erdtnüß 122 Pcdacii Diofeoridis Atldek 35t!Cfv Erdmüß. Beschtti- Wag, 95«W buag £>ir$wnß §rk>tNÜD/ Örnithogalum. Cap. lvüj. Rdtnüß/Hünnermrlch / Griechrsch vnd Latem Ornithogalum,i(?dn zarter/ O^Nweisser / schmaler Stengel/ eines halben Fingers hoch l mitdrey oder vier weychen vnnd Zarten angewachsenen Stmgeln daran ß ferne Blumen entspringen / sindt außwendig graß-grün/innwendig wann sie sich aufsrhun milche farb/in welchen sich ein auffgeschnikten Haupt-linherfürthut/ dergestalt etlicher Baumknopf-fen/welche jchCachey werden genennt/ rvirdt mit dem Brodk gebacken / wie schwacher Römischer Kümmel ( Melanthium) vnnd haß ein runde Wuchel/ welche rohe oder gekocht ge-riossenwirdk. i>»' ;V- -r x zx'y* Hydnon, T ubera«. Cap. ly. • Ichbmnst/Griechisch Hydnon ,5« La-^tein^uhera^seyndrundeWuchlen/ ohne > Blatter vnd gelb. Diese Wucheln werden im Früling auß gegraben vnd rohe oder gekocht zur Speise genossen. Von allcrlep Kochkmutern. Welsche Bonen. Welsche BottM/5iniIax Ccpx^Smi-. lax Hör tenfis. Cap«l)e. iTVÄ»<£lfch( Bonen / Griechisch Smilax Beschr«. ^V^CCep$a,5u latcinSmilax Horten- bung. vL^>^5i5,lstemGestaude/ dessen samevo« etlichm Labia genennet wirdk hak Blatter dem Epffhew chnlich/weichere/jedoch schmale Stengcl/vnd an den Stengclm Amcken / wie Rebenkrapjf/ damit sie sich an den nächsten Stauden einhen cken vnd vmbwinden/ vnd an densclbigen also wachsen/ daß sie schatthauser vnd Zelten bedecken. Sie bringen Hülsen oder Schoten wie das Fenugrcck / jedoch langer vnd dicker/darinnen Same wachset den Nie-s rm ehnlrch/sind abervngleich an der §arb/vnd ‘ deren ctlichezum theil rotlechk. Die Schoten mit fampt dem Samen bey Kochkrautern gesotten lwerden gesten wie Spargen. Sie trei-hen denHarn/vnd machen schwehre Traume. Medrsch Kraut. ttUtt/ Medica Herba. Cap. ly. Ae MedischeKraut ( Medica her- Btschres. _ „ i ba)wann es ttewlich herfür kompt / ist bung. <^-^es dem Wiesenklee mit seinen Stengeln vndBlattertt ehNlich/wenn ee aber langer wachst Iso ziehen sich dre Blatter zusammen/ vnd werden schmaler/sein Stengel ist deß wie-ftnkleee Stengel gleich/ vnNd bringt Schoten diesindt gebogen / wieHörnlin darinnen ein SaMlin/den Linsen ehnlich/behalten wirdk. dieser Sam gedort/wird von wegen seines süssen/lieblichen Geschmacks vNker das Küntzel oder Saltz vermischk.Der frischegrüne Sam ist gut zu dem/das einer ErküluNg von nöhkcn hat/wie ein Pflaster vbcrgelegk. Deß gaNtzcn krauts gebrauchen sich diejenige an statt dcß Gra ß/die Mit dem Viehe vmbgehen/vnd das-felbige weyden vnd füttern. 2 ifVogels 124 Pedacii Diofcoridis 95UC^/ VogelsWrckm. Veschrch- hung D«mög«. NaM dimd DmnSge». BmßeLauch- 1^.; Vogels Wickm/ Aphaca. Cap. lxy Je Vogels Wicken I Griechisch vnd zu Latein Aphaca > wachsen in dm Ackern / höher dm Linsen/mit dünnm Blattern lvnnd bringen schoten grösser denn Linsm ldarinnen drey oder vier schwartze söm-litt behalten werden Ikleiner denn die Linsen. Dieser Sam hat ein Kraffk / damit erzusam-mm zeucht. Derhalbm wmn er gedörk / ein wenig zerbrochen lvnd wie Linsm gekocht ges-sen wirdt/stopffk er deß Bauchs vnd Magens Flüsse. Brntz Lauch / Haupt Lauch / Prafon Gephaloton Porrum Capitacüm. Cap. w Aupk Lauch oder Binß Lauch / auff Griechisch Prafon Gephaloton, zu LaWtt Porrum Capitatum genannt/ ölahct den Leib Imacht böß gcblüt /bringt schwehre Traum/treibt den Harn / erweyche den Bauch lmacht dünn vnd flüssig/verfinstert das Gesicht ltreibt die Monzett der Fra-wen / beschädigt aber die Blase vnd Nieren/ wenn siegeschweren.Mitgeschültcn Gersten gemäß gekocht vnd gessen / säubert die Brust. Bintzelauch im Meer Wasser vnd Essig gesotten Ieröffnet die verschlossene Beermurrer/ vnnd erweychtdcrselbige hatte Geschwulst/ wmn die Krawm darinnm sitzen/ vnd sich damit bähen. Lauch in -weym wassem gesotten/ vnd damach in kaltem Wasser gewcycht/ Wirt süß lvnd blähet den Leib viel weniger. Der sa-tne ist scharpff Ivnd hat ein zusammen ziehende Krafft. Derhalben denn sein Safft mit Essig/ Weyrauch / oder Weyrauchs Brö-tkliN ( Manna ) stopfst dm BlUtfluß / vnnd sonderlich wmn er auß der Nassen fleust / keytzer zur Vnkeuscheyt / ist geleckt kräfftig vnnd gut Iwider alle Gebrechen der Brust vnnd Schwindtsucht. In der Speiß ges-sm / säubett er dm Schlundt vnnd Lufst-röhr. Aber wenn man sein viel braucht/ so ist kr dem gesicht vü magen schädtlich. Der fasst Mit Honig getruncken/ oder angestrichen ist gut wider der gisstigmLhier bissz.Lauch mir effig/vnd klein geriebenk weyrattch milch oder Rosen Hel/wirdt nützlich in die Dhrcn genopfft/ Von atlerley scharpffenKochkräutern. Wild Lauch. ns Zwybek. I getmpfft/ wider derselbrgen Sehmerßenvnd Saussen. Lauch Blatter mit dem rohten samlin Rhus Griechisch genmnt welches man sich in der Speiß gebraucht vbergelegt/ vertreiben die kleine harte Pcrlenförmige ftw pflin im Angesicht / Griechisch lonthi ge-nennt/zu Latein vLri,vnd heylen die geschwer/ die man Griechisch Epini&ides nennt / mit Saltz vermischt vnd vbergelegt / vnnd lösen die Krusten oder Rinden der gcbranten vnd anderer Schaden ab. Lauchsamen zweyer quintlin schwer / mit gleich viel Myrkisamen getruncken Iheylck das alte langwehrende außwerffendeß Bluts. Wild Lauch/ Ampeloprafon, Cap. lxiiij. Er W i ld-Lauch/so in den Weingar-I ken wachst / Griechisch vnd zu Latein )Ampeloprafon , ist dem Magen schädlicher / denn derBintzlauch/ erwärmet aber mehr /vnd treibt den Harn vnd Monzeic der Frawen hefftiger. Der Wrldelauch ist gut zu essen wider der Gifftigen Lhier bissz. Iwybel- Crommyon, Cmpa. Cap. siv. .JeIwybel werden auff Griechisch ICrommyon, zu Latein aber Cxpz ^gencnnek. Die lange Zwybel/ sindk scharpffer denn die ronden. Die gehlen oder rohten mehr/denn die weisse.Die truckne mehr denn die frische vnnd grüne. Die rohen mehr denn die gekochte Ioder die mit Saltz ringe-macht. Alle Awybel beissen/ blähen den Leib/ erwecken ein begirdt zum essen / bringen denn Durst Imachen dünn lerregen einen Vnwil-len deß Magens / vnnd sindt demBauchbe-qucm. Die Awybeln säubern vnnd eröffnen die gange/da durch etwas außgekrieben werden soll/vnd sonderlich die Gülden adern /wenn die Rinden davon abgezogen sind/ vnd sie in öl gelegt (gebraucht werden wie Aapsiin. Iwy-bel Safft mikHonigvermischkvnd angestrichen lmacht ein klar Gesicht / vnnd heylt der Äugen Geschwer (die man Argema©rw-chtsch genennr/zu sampk den ändern Nephe-lion,zu Latein ^iludecula) vnd dieanfangen-de stahrfeLDie Halß Geschwere werden auch nützlich damit bestrichen / vertreibt die versto-pffteMonzeitderFrawen/rcynigtdas Haupt/ in die Nasen gegossen. Zwybel Safft mü L UiEssrg SischltHt- Schla«-«^ Knoblauch! Natur Ptrmöge« Mix Essig/Rauken bnd Honig vermischt/ vnd angestrichen heylk der Hunde Bissz. Mit Essig in der Sonnen angestrichen Ivertreibt die Jittermal / heylk auch die Räudigkeit der Augm Mit gleiche soviel Spodij vermischt vnd angestrichen/vnd wehret den Perlcnförmigen knö-psiin deß Angesichts / die man Varos zu Latün nennet Iwybel Safft Hünner schmalze vermischt ist gut angestrichen widerdieSchädenderFüß / sovon dm Schuhen geriehen sind lstopfst auch den Bauchfluß / ist gm wider das schwehre Gehör Sausen der Dh-ren/vnd Eyterflüßderselbigen lzeucht das Wasser/ in den Ohren verfamlek/ herfür. Die hlofen Plackm deß Haupts Ida das Haar außgefallen ist in dem Gebrechen Alopecia. Gnechisch genennt Iwerden nützlich mit Iwybel Safft gerieben. Denn er macht das Haar schneller wachsen / denn das Halcyonium selbst/viel Iwybelgessen bringt einm Weh-«humb deß Haupts / gekochte Iwybel treiben mehr durch dm Harn. Viel Iwybel in Schwachheiten/auch wenn sie gekocht sindt/ genossen/führen in einen vnüberwindtlichm Schlaff (welcher Lethargus Griechisch genmnet wirdk) GekochteIwybel mit Meer Lrmblin vnd Feygm zum Pflaster gemacht vnd vbergelegt zeitkigm die harte Geschwere vnd brechen dieselbige auff. Kttsblauch/ Scorodon, Allium, gtip, lrv). »Noblauch / Griechisch Scorodon, zu Latein Allium, istzweyerteygeschlccht/ ^das ein der zame vnd garten Knoblauch? welcher inEgypten mit einem einfaehm gantzen Haupt wächst wie das Haupt Lauch ist süß/ auff Purpur farb geneigt/vnd klein. Der aber anders wächst ist groß vnnd weiß / auß vielen stücklin (welche die Griechen Aglithas tim# nm die Latini Spicas) zusammen gewachsten. Dasander Geschlecht ist Wildt/ vndwirdt Griechisch Ophiofcoron, das ist Schlangen Knoblauch genmnet zu Leutsch Wild Knoblauch. Aller Knoblauch ist raß vnnd scharpff/ erwärmet treibt / bewegt den Bauch / kknet den Magen/ erregt einm Drrist/bälhct dm Leib/eßtvnd verseherk die eusserlich Haut deß Leibs vnd vertuncklet das Gesicht. Der Wilde Knoblauch den die Griechm Ophiofcdrodon nmnm ist zu allen vorbe-nmkm Gebrechen kräfftig vnd gut. Knoblauch gessen vertreibt die breykeBauch würme/vnd treibt den Harn. Knoblauch stäts ^ - gessen vnnd Wein damuff getrunckm / oder ^ Knoblauch geflossen inWein vermischt vndge<- w rrunckm geht in heylung der Nater vnnd Schlangm bissz Ivnd sonderlich der Schlangen Hommerus genmnk/allen andem mit-klnvor. Der Knoblauch wirdt auch nützlich wider dieselbige Schädm Pflaster vbergelegk. Desselben gleichen wirdt er auch nützlich vbergclegk vnd gessm wider derwü-rmdm Hunds bissz. Ser Knoblauch istauch gut wider die änderungm der raftnkm/ macht eine klare/ helle Stimm / sanfftiger rohe oder gesottm gessen den alten langwehrentm Hüften. Knoblauch getrunckm mit der Brüh Lda Dost in gesotten ist tödtet die Lmß / vnnd Niessedeß Haupts. Die äsche deß gebremen Knoblauchs mit Honig vermischt / heylk die Blütigen streych masm Imilder wolriechmdm Spicanardi Salb macht sie das außge-fallm Haar in dem Gebrechen Alopecia wider wachsen/ heylt mit öl vnd Saltz vermischt? die außbrechmdeBlakerv. M« Honig vermischt / die Jitkermahl Flechtm / Sprükeln Masm? Masen / fliessende Haupt Gefchwer Idie rcude vnd kleycchten Schuppen deß Haupts. Die B.rüh/ da Knoblauch IKinholtz vnd Weyrauch in gesotten haben indem Mundk gehalten Ilegt den Wehthumb der Ian 1 Knoblauch mit Fcygen Blättern vnnd Kümmel vermischt vnnd vbergelegt list gut wider dieGifftigen biffz der Spinnen oder Iisermäuß/ Muris aranei. Die Brüh da Knoblauch Blatter m gesotten haben/treibt die Monzeit der Frawen / vnd die Geburten selbst lwenn sich ein Frawe darein setzet vnd damit bähet mit chesderDunst vndDampffdeßangezünden Knoblauchs empfangen auch vermag. Das ingebrocker auß Knoblauch vnd schwartzen Dliuen gemacht welches von den Griechen Myrtotongmmnt wirbt lgeffen Itreibt den Harn eröffnet die Ader Mündlin/vnnd ist denWassersüchkigen nutz. Der Knoblauch lwelcher die Art vnd Natur hak deß Knoblauchs i vndBintzenlauchs/ derhalben von den Griechen Scorodoprafon gencnnt wirbt / wächst in dergrösse deß Bin# tzenlauchs. Dieweil er aber die eygenschaffk hat derbreyken krauter sohat er auch dersel# bigen Kraffk vnnd würckunge laber nit also starck vnnd krafftig. Wirdk wie andere kochkreüter geffen /-vochrn gesotten wie Lauch vnd süß gemacht. Smff/ Sinapi^ Kap. lxvisi Er Senff/ Sinapi hortenfc, von et# glichen Napi genennt/ solerwehlekwer» ^den wenn er seine volkommene grösse hak / fast rohk vnnd nicht trucken ist vnnd wenn erzerstosscn wirbt/ inwendig grün anzu# sehen vnnd feucht sey/ mit einem geelen Saffk. Denn welcher also ist der ist frisch zeitig vnd polkommen. DerSmffhat eineKraffkvnd eygmschafft/ Damit er erwärmet/ dünnflüssig macht/vnd von snnen außzeucht. Scnff gekawer / zeucht die kalte/ schleymige feuchtigkeiten deß Haupts Durch den Mundt herauß. Sein Safft mit Wasser vnd Honig vermischt/ ist nütz vnd gut damit gargarizierl wider die harte Geschwulst der Mandeln / vnd wider die alte harke Schar-pfigkeit deß Schlunds vnnd Luffk röhren Senffklein gestoffen vnd vor die Nasen gehalten macht niesen darmit den /enigen fast bequem die mit der hmfaklenden Sucht beladen sindk vnnd den Frawen/welchevon wegendeß auffsteigens der Beermutter stürtzen vnd fallen/ ist gut denen/so mit demvnüberwindtlichen Schlaff begriffen sindt / welche die Griechen Lethargos nennen / vber das Haupt Geschlagen/ nach dem das haar zuuor abgeschnittm ist. Senffmst Feygen wolvermischk Ivnd vbergelegt biß die Haut rohtwirdt / sänfftiget dm Schmertzcn der H üfft Ideß Miltz lvnd wirbt zu a llen ändern langwehrentcn Wehthumbm fast gerühmt/flem welchen man das inwendig herauß zeucht denn mikbeschneidungeines Gliedts lein anders offk erlöst wirdt lvnd diekranekheit damit verwandelt. Erheylekauch denGebrechen Alopeciam,darinnen dasHaar außfelt/vnd säuberet das Angesicht Senffr mit Honig oder Schmaltz Ioder mit Wachs vnnd Del durch einander zerfchmeltzek vermischt Ivertreibt die Blutige Strcichmasen. Mit Essig vermischt wirdt er nützlich angestrichen Iwider die Räude vnnd böse Flechten. Senffistgm getruneken / em Gemäß daraus) gemacht Iwie auß Gersten Maltz oder Grieß wider die angänge der vnderlaffcnden Fiber.Der Senff wirdt bequemlich vnder die heraußziehmde Pflaster vnnd die wider den Grindt vnnd Räude gemacht werden/ vermischt. Smffklein gestossen/ vnd mit Feygcn vermischt Ivnnd vbergelegt / ist gut wider das fchwehre gehör vnnd das L ich ~ " yiaun ttmt Eygenschaffk Gattenkreß. 7-7at»rv»d Eygmschoffi Wilder Kreß. Btschrch Sausender Dhren. Der SenffsMensaffc fthärpfft das Gesicht / vnd fanfftiget die rauhe grindige Augbram/ mit Honig arigeftri-chen/ der Serifffafft wirdk auß dem frischen Samen geprest / vnd in der Sonnen gedörrt. (Btittlttf'ttß / Cardamum, Naftur-tium. Cap. siviisi IeGattenkreß/wirdauffGriechisch Cardamum,t)ild ZU XafCM Naitur-tium genennt. Der aller beste ist der Babylonisch. Aller Gartenkreß Samen/er sey wo cr wölle gewachsen/ hat ein krafft zu er-warmcn/vnd ist eines scharpffen geschmacks/ dem Magen zu wider / bewegt den Bauch/ treibt die Bauchwürme/ mindert den Mrltz/ ködk die Frucht in Mutterleib / bringt den Frawen ihre Zeit/vnd macht lustig vnd begir-lich zur Änkeuschheik. Der Kreßsamen ist demweissen vnd andermsenffsamen ehnlich/ vertreibt die Räude vnd Flechten. Macht Honig vermischt vnd angestrichen/ den Miltzen kleiner/säubert die Geschwer / die man zu Latein kauox nmncr. DerKreßsamcn gesotten vnnd dieBrüh davon getruncken/ reynigk die Brust. Widersteht der Schlangen gifft/ vnd verjagt dieselbige auch mit seinem rauch/ wann er angczündek wirdk / wehret dem auß-fallenderHaar.AeytigtdieCarfunckel vnnd bricht sie auff.Heylt den schmatzender huflTt/ ; vertreibt mit Gerstcngrieß/?o1cnca,vnd Esi sig vbergelegt/die hitzige vnnd andere Ge-schwulst.Jeytlgk mit Saltzwasserzum Pfla-1 ster gemacht vnd vbergelegt dieBlutgeschwer Furunculos. Das kraut hak zu allen vorbe-nannten Gebrechen ebm dieselbige wirckung/ aber nit also krafftig wie der Same. WilderKrcß/ Thlafpi. Cap. lrix. Er wilde Kreß/Griechisch Thlafpi, ist ein krautlin mit schmalen Blattern/eines fingerlang gegen der Er -dm gebogen/einwenigfeyst/vnndam obersten zerkerfft/hat einen schmalen Stengel/ zweyer Spannen hoch / mit vielen angcwachscnen astlin Ivnd bringt seine Frucht rings vmb den gantzen Stengel her / welcher oben ein wenig breyter ist/ darinn ein klein Samlin behalten wirdt/dem Gartenkreß ehnlich/in der Gestalt einer Scheiben lallein daß er ein wenig angebrochen ist. Daher er den Namen bcy dcn Griechen Griechen ftmdm hat / seine Blumm jinbt weißleche. Der Wilde Kreß wachst bey den Wegen I Jaunen vnd Graben. fc Der Sam ist schärpff erwärmet vnnd pSSaJEi treibt die Gall vnden vnd oben auß dessen ein Decherlin volgerrUnckm. Dersame ist auch gut denWehthumbder Hüfft zu legen mir einerClystier applicirek. Treibt auch das getruncken lvnnd eröffnet die innerliche Ge-schwer Ibringt dm Frawen jre zcik/tödt aber die Frucht in Mutter Leib, i Der Simplicrst Craceuas schreibt/es fey itoch ein Geschlecht der Wilden Kreffm welches etliche Perser Senss nmnen hat breyke Pastr SM Blatter/ ott grosse Wurßel. Diser Kreß wird auch nützlich zu dm Artzneyen vermrscht/die mit einem Clystier wider das Hüfftwehe bey--Ubringensindr. Arabis ^ Draba. „„ Cap. lxx. . .. , As Kraut Atabis vtoDräba Grke- ^«schrMA ^A>chischvndzu Latein genennk /wachst ^^SElmbogen hoch/ mit schmalm zarten üstlin lhat zu beydeti seiten seine Blätter wie der Steittkreß oder Gauchblum außgenom-him Idaß sieweychervnd weissersindt/ vnd ge-rvint am obersten ein körnllin oder Schadhut-litt lvmbellam, wie der Holler Mit wissen Blumm. Dieses Kraut kocht man mit dem gemäß / auß geschälten Gersten bereyt / Pti-fäna, vnd sonderlich in Cappadocia. Sein Same getrüeöuek / wird an statt deß Pfeffer» in der Speise gekocht. Heverich/ Eryflmon, Irio. Cap. Im» f Evcnch/auff Griechisch Erylimon, BrsthrrlkS-vnd zu Latein Irio > wächst bey den stät-ten/auffden altmHoffstätten/schütten/ vnd nächst dm Gärten / hat Blätter den wilden wyssen Senffs Bläktem ehnlich / seine ästlin sind zehe zu winden vnd zu biegen wie ein Banvt oder Rieme / Mit geelm Blumm. Nach dim Blumen gewint er schmale zarte Schötlin/der Gestalteines Horns / wie der Fenügreck/ darinnen ein klein Sämlin gefun-dm wirdt/deM Kreß SaMm gleich brennend i am Geschmack. Diser same mit Honig vermischt / vnd inge- prasst vnnd fchlucktistgutwiderdieFlüßverBrust/wider dmHusten/Geelsucht/vttd den fchmertzm vnd Wehthumb der Hüffk. Hilfft denen so Ey-ter in der Brust haben vnnd außhusten ist auch auch gut getruttckcn wider alles tödtlrche giffu Hederichs Samen mirWasser^öer Honig vermischt / wirdt nützlich angestrichen vndvbergelcgt wider die heimlichen Krebs/wider die Gefchwer hinder den Dhren IParotidas,nnbO’ die harte Geschwülste der Brust/ vnd wider die hitzige geschwulst der Gemacht» In summa der Hederichs same macht dünn/flüssig/ vnd erwärmet. Er wirdk aberviel sanffter zu den Ctistiern zu brauchen wenn er vorhin in Wasser gcweycht/ vnnd darnach widcrumb gcdörret vnd geröstet / oder den Samen in ein.Lein-nenLüchlin gebunden/mit Lepg vmbgeben / wie em Pastet/ vnd m einemOfen geba cken. Pfeffer/ Peperi, Piper. Kap. Ai-Pfeffer. Pfeffer. ■ * Er Pfeffer/ auff Griechffch Peperi, vnnd zu Laiein Pipergenannt. Wachst/ man sagt/ in India auffkinem kurtzen Baumlin / daß im Anfang ein lange Frucht / wie schotten herfür thUt/welcher der Pfeffer ist / vnnd hat inwendig etwas dem kleinen Hirsen ehnlich ldas zu letzt volkommener Pfeffer wirdk. Dasselbig thut sich zu seiner Jett / wenn eszeittig wirdk auff/ vnd ist wie Traublin anzuschawen welche Pfeffer körner bringen/wie wir sehen. Die herbe vnzeitige körner sindk dcr weisse Pfeffer/welcher bequem ist zudenArtzneyen zu den Augen. Wirdk aUchvermischk mit den Antidotis mtb Theriacis, vnnd ändern dergleichen Artzneyen/die wider alles Gifft einzunemcn sind. Der lang Pfeffer ist der scharpffste Ivnd freist hefftiger denn die ändern vnd nach dem er abgebrochen wirdk/che er zeitig ist/bleibt er ein wenig bitter / auch zu den Antidotis vtinb Theriacis bequem. Der schwache Pfeffer aber Ihak in seiner Jeittigung einen guten lieblichern Geruch/denn derweiß/ist angenemer zu essen vnd nützlicher damikzu kochen. Der weisse aber als der nit wol zeitig worden / vnnd zum herben geneygt/ist schwacher denn die vorige. Der schwache Pfeffer welcher seine volkommenhcit erreicht ohne runtzeln frisch vnnd nit kleiecht ist / ist der beste/ vnd derohalben vor ändern zu erwehlcn. Es werden auchvnder dem schwachen Pfeffer/ vnuolkommene / eykel ledige vnnd leichte körner gefunden/ welchen diejnwohner daselbst Lraüna das ist/mißgewachs nennen. Aller Pstffcn Ingber. f i6r. Mer Pfeffer hat eine krafft damit er erwar- §£«!? Mt/den Harn kreibt/dawet vnd kocht/ von innen herauß zeucht/zertheilt/vnd vertreibet alles / was das Gesicht verfinstert vnd tunckel macht. Pfef-fer getrun cken oder angesirichen/ist gut wider dz frieren vnnd beben der Feber/ die Nachlassen vnnd I mit einem Vmbgang widerkommen vnd anstoss fen> Der Pfeffer ist auch dienlich wider der , > Schlangen Bissz/ zeucht die Frucht auß Mut-. rerteib. Man glaubt/ daß der Pfeffer die Em-pfangnuß verhindere/wan er von sttmdt an nach dem Beylager zum Japfflm gemacht/vnnd von vndcn applicierek wird.DerPfeffer/ er werde geschluckt oder eingetrrrncken/ ist gut wider den husten vnd alle Gebrechen derBrussDieHalßge-schwer Idie man Anginas nennet / werden bc-quemlich angestrichen/mitPfeffer vnder Honig vermischt. Pfeffer mit frischen Lorbeerblättern getruncken/vertreibt das grimmen deß Bauchs. Pfeffer mit meerkräublin gekäwet/ zeucht den rotz vnd die kalte sclAeymige Feuchtigkeiten auß dem Haupt/behcltdcn Menfthen bey seiner gesundt-heit/sanfftigct dieWehthumb vnd Schmerhen/ macht einen Lustvnd begierdtzum essen. Pfeffer zum Küntzel vnnd Sulßen vermischt / hrlfft der dawung.Mir Bech vbergelegt vertreibt er die harte Geschwulst oder Gcschwer deß Halses/die mau Strumas nennt.SaubertmitMter die zit-termal.Pfeffer wirdt in einem newen jrrden Hafen wie Linsen eingerührt/gedörk. Der Ingber ist nit die Wurßel deß Pfeffer-baums/wie etliche vermepnen/wie wir baldt hernach beweisen werden/ dann der Pfeffer hat eine Wurtzel dem Cofto chnlich / welche wann man sie kawet vnd schmeckt/also balt mit scharpff brennt.Imcht die Speychelvnd Phlegmatische Feuchtigkeiten an sich. Dieselbige Wurtzel mit essig vbergelegk oder getruncken/macht den miltz kleiner. Mrt Staphyfagria oder Bachmüntzsa-mcn gekäwet/reynigct sie das Haupt. Zttgber/ Zingiber, §ap.lmlsi «»> Vermögen. PedaciiDioicoridis S(ttbCt 35UCl)/ Wasserpftffcr. Nüßkrauk. besten Ingbers wurßeln sollen tti'f wurmig seyn. Aerowegen sie dann von vielen werden eingemacht/dieweil sie leichtlich Wurmlöcher bekommen. Der Ingber wirdk in jrrden Hafen in Italiam geführt/ist zu essen bequem/vnd wirk mit dem Küntzel vndSultzen gebraucht. Der Ingber hat eine krafft / damit er erwärmet/ hilfst der Damvung/weychk den Bauch fanffkiglich Iist dem Magen gut vnnd krafstig wider alles/was das Gesicht verfinstert. Wirdk auch in die Artzneyen vermischt/die wider das Gisst einzuncmm bereyk werden Antidota Griechisch genennek. In Summa er hat seine krafft gleich dem Pfeffer. Wasserpfeffer/ Hydropipcri, Piper aquaticum. Cap. ssrmj. ErWasserpfesscr/GriechischPIydto-|piperi>5« Latein Hydropiper, unnd _ j Piper aquaticum gmennet/Wachst gem nchen den stehenden Wassern / oder die gemächlich fiiesscn Ihat einen harken gantzm stcn-get/ mikviclm Gleychen ferne Blatter die vmb den Stengel hmvachsen sindt der Müntz chu-lich/jedoch etwas grösser wcichervnndweisscr/ am Geschmack raß vnd scharpffwie Pfeffer/jedoch ohn einigen Geruch.Sein Same ist auch scharpss/ vnnd wachst auss kleinen astlinnebw denBlakkern/traublechkhangend.DieBlattcr und Sanrc deß Wafferpfeffers vbergclegt/ vertreiben die Geschwulst vnnd alle Hartigkeiten/ vnd heylen die Blutmasen. Wann sie aber tnr-eken worden sind/ so stost man sie/ vnd gebraucht sich deren in der Speise an statt deß Pfessers. Der Wasserpfcffcr hat ein kleine Wurtzel/die in der Artzney zu Nichten wirdt gebraucht. yiicfiftCMt/ Ptarmice,Stemutamen-taria. Cap. lxxv. > Ießkraut oder wilder Bertram Gne-kchisch Ptarmice, zu Latein Sternu-w ^/mentariadstritl klem staudccht Ki ant/ hat viel kleine runde astlin/ der Stabwurtz nicht vnehnlich/vmb die astlin viel langcBlatter/w e Dliuen Blatter Ivnd zu oberst kleine mndeblumen/die vergleichen sich dm Cam .llmblumm/ welche mit jhrem starcken Geruch ein Niesen er-regen/vnd dannenher dem K raut seinm Namen geben. DieBlakker mit den Blumen vberge-tegk/verkreibendie Blutmasen. Die Blume» machm heffkig nicsen.DcrwildeBertram oder Nicßkrautwachstan dcnBergen vnd steinich-kemErdtrich. Sciffcll- Sewbrodk. Seyffcnkmuk. . / Struthion,Herba Lanaria. Cap.lxxvj. Eyffen kraut oderWelckerkraut/ Grie-|Cf)t[d)Scruchion,5u Latein Radicula _ 0NNd Herba Lanaria, ist jederman wol bekannt ldann dieWelrkergebrauchen sichdie-sce krauts/ die Woll damit zu säubern. Dieses ^afftvnd krauts Wurtzel istraß vnnd scharpff/rrezbtdm • 6nU0iit"’ Harn.Ist mit Honig vermischt/ vnd auffzwey quintlin eingenommen den Lebersüchtigen gut/ vnd denen die schwehrlich/ vnnd anders nie dann auffrecht athmen/legt denHusten/vnd treibt den Stulgang. Diesclbige Wurtzel Panace vnnd Caperwuchel misciert / bricht den Skein/ treibt densclbigen mit dem Harn auß / v.'rzehrt die Harte deß Miltzes. Die Wurtzel in der Gestalt eines Aapfflins appliciert befördert der Weiber Blum/vnd tobt die Frucht in Mutterleib mercklich. Heyltmit Gersten Grieß/oder Malß vnd Essig vermischt Ivnnd wie ein Pfla- ster vbergelegt/die Räude. Vertreibt mitGer-stenmeel in Wein gesotten die Geschwulst vnd Beulen/die manPanos zu Latein nennet Diese Wurtzel wirbt auch unter die crweychende Pflaster vermischt. Wie gleichfalls auch vneer dicArßneyen/die zu der Klarheit der Augen werden bereyt/erregt ein niesen/ vnnd rcpniget/klein gcstossen vnd mit Honig in die Naß getröpfft/ das Haupt durch den Mundk. Cyclaminus. Cap. stpvy. Ewbrodr oder Erdtapffel/ Griechisch B-schni. ^vnd zu Latein Cyclaminu5, hat Blat-ter dem Ephew fast gleich/ purpur vnnd vielerlei) Farb / mit weissen Flecken vnden vnnd oben/einen glatten blossen Skcugel/vierFinger Lang/ darauff Purpurfarbe Blumen wachsen/ den Rosen ehnlich/mit einer schwarßen runden Wurtzel/ein wenig breyk/also daß siewieein rüb anzu sehen ist. DieWurßelmit Honigwasser getruncken/ ztraffwsb treibt die kaltezeheFcuchtigkeitcn/vnd das was- Dermogen. fcr durch den Stulgang hinweg/vmid hilfst den Werbern zu der össnung jrer Blumen/ getrun-ckerr oder zum Aapfflin gemacht/ vnnd in die Scham geschoben. Man sagt/wen ein schwangere Frawvber diese Wurtzel gehe / so bring sie ein Mißgeburt auffdie Welk. Wann man sie einer gcberenden Frauwen anhcngt so hilfst sie derselbrgen sehr baldkzur Geburt. DieseWur-M tzel Beschrch Nkafstb»- KelistgukgttMttcken wider das Gijft/vnd sonderlich wider das Gifft der Meerhastt» AnD sirichen odervbergelegt/heylt sie der Schlangm Blffz. Bndcr den Wem vermischt vnd ge--truncken/macht sie den Menschen trunckcn vnd voll.DieserWurtzel dreyer quintlin schwehr gerruncken mit süssem Wein/oder mit einem dünnen leichten Honigwa sser/vertrerbt die gecl-fucht/der sie aber gerruncken hat/muß in einem warmen Gemach/von allem windt vnd kalte befreytt/niderligen/ vnd sich warm zu decken/damit er leichtlich »nöge schwitzen/dann der hcr--auß tringende Schweiß wird geel goldtfärbig gefunden.Der Sasse auß der Erdapsselwur^ tzel gepressin die Nase getröpfft/reynigt dae Haupt. Ein wüllen Aapsslin in diesem Sasse befeuchket/vnd in den Hindern geschoben/treibt den Stukgang. Der Saffk auffden Nabel/ aussden Bauch/vnker den Nabel/biß an die Hüfft geftrichen/erwepcht den Stulgang.Dcn schwängern Frawen ist es nir gut/dann es bringt eine Mißgeburt vnd treibt die Geburtvor derzeitherauß.Dieser SafftmitHonigvermischtvndangestrictzen/heyltdie Starfell vnd fcharpfft dasGesichr.Wirdt vermischt vnder dieArßneyen /die bereyt werden ein Mißgeburt Zu machen.Heylt mit Essig angesirichen vnd vbcrgelegt den Außgang dep Hindern. Der Safftwirdk auß der gesiossenen Wurtzelgeprest vnnd gesotten biß er dick wird! wie Honig. SieWurßel säubert dre Haut/wehret den Blattern/heplt dieWunden/allein mitEffig oder Honigvermischt/macht denMichenkleiner/bessertdieMißgeftaltdeß Angcsichts/vnd wehret dem außfallen derHaar.Dieverrückte Glieder/das Podagra/ die erfrorne Füß / vnd die Gefchwern/so auffdem Haupt wachsen/werden nützlich gebahet mit der Brüh/da Erdtapss fckwurtzeln inn gesotten sindt.Alt öl/da dieseWurtzeln inn gesotten sindt/ angestrichen / heylt die Geschwer gantz zu.Del mit ein wenig Syrenischem Wachs in diese au ßgchölte wurtzeln gethan lvnnd ausshepß aschen gesetzt/ also daß ein dünn Sälblin darauß wirdt/ist sonderlich »rützvndgutwiderdie erfrorneFüß vndFerschen.DieftWurßeln werden in Scheublinzer--schnitken wie Meerzwibel.Wie die sage ist/so gebraucht man sich dieser Wurtzeln/ nach dem sie zersiossen worden sindt vnd zu Küchlin gemacht/zu der Jauberey der Lieb. Dieses Scw-hrodk wächst in schaff echten Drten/vnd am meysten vnder den Bäumen. AttldskMUt/ Cyclaminus akerä. Cap. lflwiij. j#75> S ist «och ein Geschlecht deß Sew--E^.brodts oder Erdtäpssel/welchs dieGrie--^8>chen Ciflanthemon, oder Crllophii-ion nennen/etliche zu teutsch Hindskraut hat Blätter dem Ephew ehnlich/aber kleiner vnnd dicke stengelmit Gleychen/die sich an die nechste Bäum anhencken/wic Rebzincken/bringt weisi fewolriechendeBlumen/einFruchtdenEphew Körnern ehnlich/weych/zehevnnd scharpffam Geschmack. DieWurtzel ist vndüchtig/vnnd wächst in muhen Drren. Deß Samens ein quintlin in einemBecher weissenWcm/viertzig Tag nach einander gerruncken/ mindert das Miltz durch den Harn vnnd Stulgang. Ist auch gut gerruncken Idenen so schwehrlich ath-men/vnd daffelbige allein aussrechts Leibs/ vnd treibt auß/was vbrig nach der Geburt vorhanden iss Groß Hindskraut, GroßAateptvmß / Dracunculus maior. ^lelN^?^ttrtvUrH/ Dracunculus minor. Cap. lM. Groß. Klein. \p aÖ RoßNakerwuißwächftzummehrerncheilmschattechkenDrten/vndnetendenzäu-- nen/hat groffe Blatter/den EphcmBlattern ehnlich mit weiffen Tüpfflin bezeych-- bunqd» nek/einen glatten/rechten/ vielfarbigen fiengel / mitpurpurfarben mackeln besprengt/ yWFw-zwcyer Elenbogen hoch/derdicke eines Stecken/also daß er einer Schlangen fast ehnlich ist. tregt seinen Samen zu oberst veß Stengele/welcher kräublecht zusammen hengk. Vnd zum ersten/in dem ernoch herfür kompk/vnnd seine Aeytigung noch nithat/ ist er graßgrün. Darnach aber wann erzcykigwordmist/Saffranfarb/amgeschmackscharpffvndbeissend.Daö großSchlangenkrauthakeingrosserundcweissewurtzel/mit einem dünenhüutlinvmgeben. Deß Samens außgeprcster Safft mit öl eingctropfft/ sanfftigt den schmeryen der DH- »rafftt»,» ren.Emwüllrn Aapfflin darinnengmentvnd in dieNase geschoben verzehrt die innwendige G cschwulst der Nasen/welche Griechisch Polypus gcnennct wirdt/ vnd wehret dem Krebs. Dreiffig kölnerinWasser/daWeineffig vnkervermischt gctruncken/br.ngt den schwängern Frawm em Mißgeburt. Man sagt daß der Geruch der Naterwurtzblumm/ nach dem sie welck worden sindt/die newlich empfangene Frucht in Mutterleib erwürge.Die Wurtzel er-wck mtt/welchegesotten odergeröst/mitHonigoder allein für sich selbergesscn oder zu reinem Puluergemachk.Mit Honigvermischt vnd eingcschluckt/dmen so keichen kurg vnnd schwchrlichathmen/vndalleinauffrechtsLeibsathmen müssen / denen die etwas zerbrochen vndverruckthaben/vnddenm ein Klußobenherabauffdie Brust füllet insonderheitwolbe-kompt.Auch macht sie/dergestalt eingenommen/die Feuchtigkeiten der Brust siüssig/daß sie teichilichaußgeworffen werdm.DicWurtzeln mitWein gerruncken treiben den Harn/ vnd machm ein begierdtZurVnkeufchheit.Die Wucheln gestosien/mitHonigvndStickwuch/ LrioniL,vermischt/saubern vnd heylm die Geschwer die weikker vmbsich fressen/also daß sie/ wasgesundkist/auchverzehrm/klrLgeäLnicLgenennt/pnddieböseGeschwer/LLcoctli^ M Gm- 156 PcJaciiDiofcoridis Ander Buch/ Pfaffcnpmdt. Arifarunij Lcschrct- hrag. Araffi vusL Vermögt«. D-schr^ bung. Griechisch gmmnk. Man macUalrß dieser Wurncin auch besondere zapflin ^u den fisteln bequem Ivndwelche die Frucht auß Mutter Leib Ziehen. Die jhre Hände in dieser Wurßcl bestrichen vnnd berikben haben / werden von den Nattrn niL gebissen. Mit Essig vermischt vertrerben sie die Jittermahl. Die Blatter sind bequeme in die frische Wunden zu legen an statt der Lcynen weychm Tüchlin. In Wein gesotten Isind sie gut vber die crfrorncn Füß vnd Ferschen gelegt. Käse in Nater Wurtzel Blatter gewickelt kommen zu seiner faule. Der Safft auß den Wurtzcln geprest / ist gut wider dieGeschwer vnd Narben der Augen/ welche man ZU Latein Nuberales vnd Albugines nennt / vnd wider das dunckel Gesicht der Augen.Dieserrohen odergekochtenWur-tzeln gebrauchen sich auch in den Inseln (die Man Gymneiias mwBalearos nennt) die gesunde/an statt anderer Kochkrauter. Vnd ge-bm die gesotkeneWurtzeln/mlt vielem Honig in die Gastereyen an statt der Fladen. Die Wurtzelwirdk im August Monat auß gegraben Idarnach wenn sie gewa sehen ist/ zu kleinen stucken zerschnitten Ivnnd an einen Lcynen Faden im schatten zu trücknen gehcnckt vnd endlich also zu behalten hingcstellt. PfaffmpMdt/ Aron, Lupha. Cap. lxxx. Faffmpindt/ Griechisch Aron, vnd Syrisch l^uxbagenent/gewintBlät-ker wie die Naterwurtz i- edoch langer vnnd mit weniger Mackcln vnd trupflin besprengt / hak einm braunen stengel auffPur-purfarbgeneygt / einer Spannen hoch/dergestalt eines Pistills ldarauß ein Saffi an gecl-berSamewächst. Aron hateinwcrffeWm-tzel lwelche Iwenn sie gesotten ist/ in der Speist gebraucht werden mag. Dieweil sie nit zu scharpss noch beyftnt ist. Die Blätter werden eingemacht/in der Speist zugebrauchett/ odergedört vnd gesotten allein genossen. Die Wurtzeln I (Samevnnd Blätter haben die Krafft vnd Würckung der Naterwury vnnd sonderlich dikWurßelmitKühmistvbkrgclcgt wider das Podagra.D re Wurtzel wirdk auch/ wie die Naterwurtz gedört / vnd zur bcwah-rung hingelegt.Das garitze kraut ist von Wege feiner senfftigen schärpffe zu essen fast bequem. Anfarum. Aast, ARifamm, ist ein klein kräutlin vnd hak ein Wurtzel der grössc einer Dlium / viel fcharpffer den Aron, wehret derhalben den ge- schweren/ fchweren/dteweiter vmbsich fressen/welche die Griechen ^omas nmnen. Es werdm Aapff-lin darauß gemacht/krafftig zu den Frfteln.Wann man das Gemacht eines Thiers mit dieser Wurtzeln anftreicht/ so wirbt das Thier zum verderben gcrichr. HcydttischeGoldtwurtz/ Asphodelus, Haftularegia. Cap. lwij. /^^Äs Kraut / Griechisch Afphodelus, Btsthrej. zu-latcmHaftula regia gcnennt/ist ein 6una' kraut mcnlglrch wol bekannt / hat blättergleich dem grosscn Lauch/ einen glatten stcn-gel/ welcher zu oberstem Blum tregt/ bcy den Griechen Anthericum genenuet/ viel runde langlechtc wurtzetn/denEychcln gleich/scharpff ani Geschmack/ vnnd ein Eygenschafftvnnb Krafft zu erwarmen.Die Wurtzeln gekrunckcn Rraffevnnd treiben den Harnvnd die Monzeü derFrawcn. Vermögt«. Eines Quintlins schwehr Mit Wein darvon ten/heylct die Brüch/dcn KrampffvndHusten. Dieser WUryeln eines Terlings gr oß gegen/ Macht den Menschensich brechen vnndvberge-bcn.Sic werden auch nützlich cingegcben drcyer Ourntlin schwehr wrder der Schlangen Bi/fz. Beneberi welchen man die Bijsz mit den Blumen Blattern vnnd Wurtzeln in Wein vermischt vberlcgen muß. Die runden Wurtzeln m Weinhefen gesotten vnd vbergelegt/ säubern vnd heylen die faule Geschwer / die weiter vmbsich fressen. Sie vertreiben die hitzige Geschwulst der Brust vnnd deß Gcmachts/vnnd sonst andere Geschwulst / Beulen vnnd Blut-sctzwern mehr? Wider die frische hitzige Geschwülsten sindk sie gut mit GerstenGrieß/oder Maltz vbergelegt. Der Safft auß den wurtzeln geprest/mit süssem firnemWern/ Myrrhen vnd Saffran gesotten/wird em fast nützliche Artzney zu den Augcn.Derselbige Safft allein vor sich/oder Weyrauch/ Honig/Wein vnd Myrrhen darundchvermischt/istgutwiderbieeyterendeDhrcn. Der Safft in das Dhrder ändern Seiten getropfft/legt den Schmertzcn der Zän.Die äsch auß den Wurtzeln gcbrant/ in der Gestalt eincsPstaftcrs vbergelcgt/macht das außfallendeHaar wider wachsen/in dem Gebrechen Alopecia Griechisch genennt.Del in eineraußgehöltcn Goldtwurtzel gesotten/ .Bewe- nm stehen dem Gi _ gen aber den Bauch vnd Stulgang Bolbos edodimös, Bulbuseftulentus. §ap. lMttsi JezwiblechteWürtzeln/derenman sich in der Speise gebraucht/ Griechisch 6ol- Ibos edodimosijtiLatctn Bülbus cftulenms geneNnt/istjederman wol bckant/vnd dcmMagen gut gcssen.Sie crweycht den bauch vnd Stulgang/sonderlich die roth-färbigc/welche auß Africa wirbt gebracht. Die Wiirtzel / so vnder dicsem Geschlecht einen bltkernMeschmack hat/vnd derMcerzwtbclgleich sichet/ist dem Magen bequemer/ vnd hilffk der dcr dawuttg. Alle Geschlecht der Bulbenwmßel semdt scharpff/ wärmen/ vnd bringen einen Lustvttd BcgterdezurVnkeuscheyt. Machen dieIung/ den Schlundt/vnddie Mandeln rauhe. Geben viel nahrung vnd fütterung/ vermehren den Leib/machen aber den Leib windig R-afft vnnd vnd blähen ihn auff. Diese Wurüeln wie ein Pflaster vbergclcgt/ heylm die verrückte -er-h^chcnc Glieder Ivnndlegen den SchmcrtzenderGlcyche/zichen dieDörnervnnd andere Spitzen auß dem Lcibhcrauß. Sindt auch gut wtdcr den kaltm Brandt/vnnd Podagra/ allein oder mit Honig vbergclegt.Wehren vnnd verhindern die Geschwulst der Waflcr-r süchtigen / vnnd heylcn der Hunde Bist; mit Honig vnd klein geribencm Pfeffer vbcr-gelegt.Wehren dem Schweyß vnnd sanfftigm den Schmertzen deß Magens. Die Bul-benwurtzeln mit gel östem ) ^tcr vermischt / säubern vnnd fegen die Schupcchte klcym dcß Haupts / vnnd hcylen dcffclbigcn flicffendc Gcschwer. Allem vor sich oder mit Eyerdottcr vermischt/ heyten sie die streichmasen/ vnd die kleine harteKnöpflin deß Angesichts/ du zu Latein van werden gencnnt/ vertreiben mit Honig oder- Effg die Sprüteln vnd Masen deß Angesichts. Hcylen die zerbrochene Dhrcn vnnd Nägel / mit Gerstengrieß oder Maltz (Polenta)vmmscht. DieBulbenwutzcln inhcyssen äschen gebraten / vnd mit der äsch die von den verbrcntcn Häuptern der Fisch / die man zu Latem Masnas nennt / ver mischt vnd vbergelegt / hcylen die Gcschwer/ die zu Latein Fiti hcysen. Die Bulbcnwurtzel gebraridt vnnd mit dem vcr'hartcn Meerschäume Haleyonio vermischt / säubern das Angesicht vnd vertreiben alle desselben flecken Ivnd machen rn der Sonnen angestricheii die schwartzcn Narben verändern Hautgleich. Die Bulbenwurtzeln m Essig gesotten sindt gut wider die Brüch zu essen. Man muß sich aber Hütten derselben viel zu essen denn sie fügen den Nerucn vnd Scnnadern nichtgeringen Schaden zu. worden ist / vmbgrbtmansiemik einem frischen Teyg oder Lcymen/wie zuvor /vndlestsie Zirm ändern mahl braten Idenn wenn die Meerzwpbelnit also recht gebraten wcrdeir / kamt man BkechkvllkHes/ Bolboscmcticos, Bulbus vomitorius. Cap. lMiltj. Brschn^ 6ting. IeBulbcnwurtzcl welche von wegen deß Würgcns / Brechens vnd BmtnV >lens/ daß sie macht/ Griechisch Bolbos Vrafft tm«d Vttmöge». Btttyttmg. derMe«, jwybel. v-^Älens/ daß sie macht/ Griechisch Bolbos emeticos, zu Latein Bulbus vomitorius, das ist / Brcchwurtzel lgcncnnct wirdk hat zehere vnd länger e Blätter/ denn die Bulbcnwurtzcl/ die man iffet. Seine wurtzel aber ist derselbigen rhnlich/ mit einer schwartzen Rirrden vmbgcben. Diese Wurtzel gcssen oder die Brüh/ da sie in gesotten ist Igetruncken heylt tue Gebrechen der Blasen Ivnd macht Vnwrllcn brechen vnd vbergebcn. y Je Meerzwybeln IGriechisch vnd zu u Latem Scillagenent/ sindt scharpff vnd ^hitzig. Diegcbratne sindzu vielen Gc# mPa stet / vnnd legt sie in einen heyssen Dfen brechen gut vnnd nutz. Derhaiben nimpt man Devg oder Leymen I vnd vmbfast sic dam it/wie das die gebackene crust oder Rrndcn davon her# Lcyme wol gebacken ist. Wenn siche aber begibt oder scharret sic in die kolen biß der Teyg oder Meerzwybcl / Scilla, Cap. lMv. abfalt lche die Meerzwybcl weych vnnd wclck man sie sonder Schaden vnd Gefahr nicht tin* ncmcn oder gebranchen vnd sonderlich zu den innerlichen Gliedern. Man brat die Meer--zwybeln auch in einem irden Hafen fest zugemacht Ivnd in einen heyssen Dfen gesetzt oder nimpk das inwendige in den Mecrzwybeln wirfft die eusterste Rinde hinweg / schneidksie zu stücken lest dicsclbigc sieden vnnd geust vfft frisch Wasser darüber brß sie allen bitkcrn vnnd scharpffm Geschmack vcrlichrt. Die Meerzwybclrr werden auch zu kleinen scheib-lin zerschnitten durch einen Faden gezogen / also das eins das ander nit berührt vnnd im schatten gcdörk. Dieser stücklm gebraucht man sich zu dem öl /Wein / Essig / die darnach einen gutnimm von den Mecrzwybeln gewinnen. Ein thcyl der innerlichen Mccrzwybel rohe Rmff, vnnd in öl gesotten oder mit wcychcm Hartz ver- Vtrmigte, mischt vnnd vbergclegt / heylt die Riß oder Schrunden der Füß.Meerzwybeln inC'ssig ge-fottcn/vndwie mt Dssaster vbergclegt / heylen der Na rer Btssz. Gebratene Meerzwybel eül theyl mit acht theyln gcröstem Saltz vermischt zwcyer quintlinschwehr / oder mehr/nüchtern eingcnommcn/crwepcht den 'Bauch vnd Stnl-gang. Die Mecrzwybeln sind gut vermischt/ mit den'gekrancken vnd Artzneyen/die auf den wolriechcnden gewürtzen werden bcreyt auch vnder denen / damit man den Harn zu treiben bcgcrt. Mecrzwybeln eines halben quintlins schwehr mit Honig geschluckt Iist den Wassersüchtigen den Magensüchtigen vnd denen/ welchen dieSpeyß imMagen schwimmet/ sehr bcq uem.Wic gleichfalö auchwtder die Gcel-suchk/ Grimmen der Darm / alten langwcrigctt Husten vnd denen dic schwchrlich auß--werffen. Mecrzwybeln in Honig gesotten vnd gcsscn sind auch gut wider die vorbcnantc Gebrechen / helffen der dawunge sonderlich wol Itreiben die zehe Feuchtigkeiten durch dm Stulgangauß. Die gesottene Mecrzwybeltt auffdievorigc weife vnd Gestalt gcsscn/haben dieselbigeWürckung auch. Aber die inwendig ein Apostcm oder Geschwulst haben/ sollen sich für dem gebrauch derMeerzwybeln hütcn.Mccrzwybeln gebraten vnd vbergclegt/ vertreiben die Hangende Wartzen / vnd heylen die crfrorne Füß. Mecrzwybeln samcn gcstos-scn / vnd mit Honig oder Feygen gcsscn) crwcycht den Stulgattg. Ein gantze Meerzwybel für die Thür gehengt / wehret vnd vertreibt alle Aaukcrcy. Kleylle Meerzwybel / Pancratium. Cap. lxryvj. Iekleyne Meerzwybel / Griechisch vnd zu Latein Pancratium, hak ein Wurtzel 35A 'V Vv.'K , iw wW/'' fressen/dee Sasse gat-gariziere/auch in die Nasen gegossen/reynrget das Haupt. Sansseigee den Schmechen der Jan/wann er in das Na stoch der ändern setkcn gegossen wtrde. Mre Ae-kischem Honigvermischee/Heplee die Gcschwere der Augen/A rgemata@rtcchifcf> genenne/ vnd iss gut wider das tunckel vnd finster Gesiebt.Der Sasse wirdk auch wider der Natcr bissz vnd Gebrechen der Leber vnd Nieren/mikWein geemneken. Man siegt / daß der GauebKeyl mit den blawen Blumen vbcrgel (SphetoE'iuuicn 511 iduent Puluergestossen / vnd vnkerDel vnnd Wachs durch einanderzerschmeltzt/vnnd vermischt/ hcpken den Brandt. Die frische Blatter in Essig gesotten/ oder rode mit Brodk vermischt/ vnnd wol gestossen Iober gelegt/ findt gut wider die Gebrechen der Miltzm. Der Saffr au ß gut das Haupt mit dessm Sasst/ Essigvnnd Rosenöl durch einander vermischt I bestrichen Wersser Eyhap. Schrvarßer Ephech» oder von oben damuff getropfft.Der Safft rst auch gut m dre Dhrm gmopfft/ wider die Evterende -Ohren Ivnnd macht mit öle vermischt dcrsclbigcn Schmertzen ein Endt. Der Saff dcß Schwartzm Ephew getruncken vnd der Bcerlin viel geffen / schwächen den Leib/ vnd verwirren die Vernunffk.FünffSteynlein auß den Ephew Körnern / mit Rosen öl m eitler G - anatapffel rinden warm gemacht/legt den fchmertzen der zan/in das Ohre der ander gegen Seiten getropffk. Die Ephew Körner gestossen vtttid angestrrchen schwächen das Haar. Ephew Blatter in Wem gesotten / vnd vbcrgelegk / heylen allerlcy Geschlecht der Geschwer/ auch die böß artige / die man Eacoerde Griechisch nennt/vnd die gebranke Schaden. Sievertreiben auch alle Masen IFlecken vnd Sprüteln deßAngesichts. Der Ephew Sam gestoffen vnd den Frawen in der Gestalt eins zapflins in die Schämegethan/ ziehen die Monzeir. Desselbigen samens ein quintlin nach der reynigunggetruncken/Macht die Frawen vnfruchtbar. Die Blatkerstiel mit Honig vermischt / vnd den Frawen vnder-schoben Iziehen die Monzeikvnd Frucht auß Mutter Leib. Der Ephew Safft in die07ase getropfft/säubert vnnd heylk die faule stinckende Vnlusten der Nasen. Das Gümmifo auß dem Ephew steust lvertreibt das Haar / vnnd tödtet die Lause angestrichen. Der Ephew Wurtzct Safft / mit Essig getruncken Iist gut wider der Spinnen biss; Phalangiakp W« Griechen genennk^ Schwalben Kmm / Chciidonium, Hyrimdinaria Cap. pciv. ChwalbenKraut/ GrtVchsschChelidonium, juLaWlttChelidoniummuib Hy- Bkschm. ^^^rundinaria herba,ist zweyerley Geschlecht vnd ark. Das grosse hat einen schmalen 6uiia-zarten Stengel / Elenbogens hoch / etwan höher vnd langer / mit vielen angewächsc-neu Blakerechten astlin/ hat Blatter dem Hanenfuß chnlich/außgenommen daß siewepcher vnnd zarter sind/bleychodcr blawgrün andcrfarbe/ neben eineM jederen blak Saffrangeele Blumen/den geelen VwleN gleiche Der Safft dreses kraUte/ist geel/wie Wasser / darinnen Saffranzerlassen ist / scharpff/beissend Iein wenig bitter vnö eines schwebren Gerticks. " Are BtlHrrö- kmrg Arassr fe#i# VtrmöZem Schmibenkrauk Feigwarßenkmuk. : Sie Wurtzel ist nächst dem Stengel einfach/ vnden zasclecht/mirvielcn kleinen Saffr an gcl--ben würtzclrn. Dieses kraut bringt schoten wie der gelbe Magsam oder Mon schmal / lang/ vnden dicker/oben schmaler/wie ein Kegel darrinnen ein Samlin behalten wirdt/gröstcr denn der Magsame. Der Safft mit Honig in einer Küpffern Pfannen / auff einem Kolfewcr gesotten/macht klare Augen/vnd ein scharpffGc--sichk. Im angehenden sommcr prest man einen saffk auß den Blattern/ Stengeln vnd wurtzcln dieses krauts/vnd dörrt den im Schatten/ vnnd Macht kleine küchlrn darauß,DieWurtzeln mit Eniß in Wein gesottenvnd davon getruncken/ vertrerben die Geelfucht. Mit Wein vermischt vnd wie ein Pflaster vbergelegt/heylen sie die ge-fchwer/dre werter kriechen welche die Griechen Herpetas nennen. Diewurtzelim Munde gc-kauwet/ sanfftigen den Schmertzcn der Jan/ Schwalbenkraut hat seinen Namen daher/ wie man glaubt/vberkomen/diewcil es ankomcn der Schwalben erstmals herfür kornpt vnnd wann sie hinflregcn lwidcrumb welck wirdt. Es sindt etliche die sagen Idaß die alte Schwalben den Jungen lwann sie blindt werden/ das Gesicht mit diesem kraut widerbringen. Feigwartzmkraut/ Chelidonium minus. Cap.xcv. ^^.Eigwartzenkraut/Griechisch vnd zuLa-ylNXdlt Chelidonium minus, Das ist/klein 0<§)Schwalbenkraut / von etlichen wilder Weyngenennt/ istein krautlin ohne Stengel/ ferne Blatter hangen an kleinen Stielen die auß den Wuryeln schicssen/hat Blatter wie der Ephew/aberrunder vnd kleiner/zart vnd fcyst/ viel kleine wurtzcln an einander hangend hauffecht bey einander wachsend / wie Wcytzeu kölner Idavon drey oder vier lang wachsen/wächst neben den Wassem vnd Weyhern in feuchtem Erdtrich. Dieses kraut hat ein fcharpffe vnd brennende krafft/damit es den Küchenschellen gleich/ blättern vnd SchwernauffdcrHaut erregt. Vertreibt den Grindk Ivnnd scharpffe rauhe Nagel der Finger. Der Safft auß den Wurtzcln ge-prest/ mrk Honig m die Nase getropfft renrngt das Haupt. DreBrüh/daFeigwartzenkraur vnd scrneWurtzcln rnn gesotten sindt/ mit Honig gargarisiert/saubcrt das Haupt / vnd hrlfft dcrBrust aller zehen schlcymigen Fenchtigker-ten ab. OtholMeV Maußöhrlin. Othonna/ Kap. ttvj. fß+Xlictyhalten Dthonnam für deß grös ^^.ften Schwalbenkrautö Saffk für deß Krauts Glaucy I die andere für einen Safftauß den Blumen deß geelen Mags famens geprest. Die andere wollen es fey ein vermischter Safft auß dem GaUchheyl mit hlawen Blumen / Bilsenkraut vnd Monsafft. Die andere es sey ein Safft eines krauts in der Landkschafft Arabia > Troglodicicagmmttf/ ander seyken Egypti wachsende welches D-thonna genennet wirdt/ vnd hak wenigBlatter/ den weiffen Senffblatkern ehnlich/durchlöchert wie ein Siep / als wehren sie von den Wurmen oder Motten benagen wüst/bringt ein Blum/ wie der Safftan Mt breyten Blattern. Der-halben haben es etliche für ein Geschlecht der Küchenschellen gehalten. Da wirdk ein Safft auß geprest / zu den Artzneyen der Augen / zu vermischen bequem / wenn man damit sauberen muß. Denn er beist vnd^ feget ab / alles was die Augen vnd das Gesicht verfinstert: Darneben sagt man es flieste auß dem kraut Dthonna ein Gafft / welcher wenn es gewachsen / von den kleinen Skeynlin gereynigk ist /zu zctlin formtrt/ allen Gebrechen / davon vor gesagt sehr wol hckompt. Es sindk etliche andere die sagen es sey der Dthonna ein Skepn in der Landtschaffk Egypti Thebaide wachse / nik fast groß / aN der farb dem Kupffer ehnlich/ eines beistenden geschmacks/mit einer warmevnndzusammen Ziehung vermischt. Mäußöhrlitt/ Miosotis, Äurrcuiä muris. Cap. -ccvif. >außöhrlin/zu Latein Auricula muris, wey den Griechen Mios otis, ist ein j®1 'kraut mit vielen Stengeln auß einer Wurycl wachsendt / von vnden auff / ein wenig ^ohkvndhol mit schmalen langlechken Blattern Idieftlbige haben ein auffgeworffen scharpffen rucken/vnd sind braun schwartz/ darnach einer kleinen weyte / wachsen staks zwey zu-fammen/am außgang spitze/mit kleinen schmalen stielen / zwischen denastlin vndstengelauß-fchiessend darauff blawe Blümlein wachsen/ den blawen Gauchheyl Blumm an der färbe ehnlich. Hat ein Wurtzel Fingers dick/mit viel kleinen zaselechken Wurtzeln.Die Wurtzel vbergelcgt /heylet die Augen Geschwer / die man Griechisch Aegilopas nennt. Etliche nennen den Weyrauch Maußöhrlin. N Wepdk. Weydl. «tschtck Etsch«?- $M2, »rafft «M's VttmSgt». Etfchrch bung. Rmfftvatz VttMSM. KaßmkfäML.' Wildes Weydk. Ifatis, Glafturti Cip. xcvüj. !Eydt Griechisch Ifatis^it-satem Ifa-^cisynb Glaftum, istzweyerley. Der same/ist ein Kraut dessen sich die Färber/ die Wollvnd Tücher zu färben pflegen/ zu gebrauchen.Hat blätter demWegrich ehnlich/aber feyfter vnd schwärtzer/Elenbogen hoch. Dieses Krauts Blätter vbergelegk/ver-treibm allerley Geschwulst / heylen die frische Wunden Istopffen die Blutflüß heylen die Geschwere / die wider das gesunde Fleisch fressen/ daffelbige fäulen vnndverzehren (Phage-denica;das Wilde fewer zu sampt demRoht-lauff. Ifatis filiicftris. Cap. xcis. Er wilde Weydk ist dem zamcn ehn-->lich /hakiedochgrössereBläkter/ den ^Lattich Blättern gleich vielen schmalen Ibleych rohten Sengeln / daran zu oberst viel Hülsen hangen/ die einer Jungen Gestalt habm/ darinnen Same ist/vnnd ern geele schmale Blumen. Sern Krasse vnd wrr-ckung istmikdcrzamen einerley/wirdtvon den Miltzsüchtigen mit nutz geiruncken vnnd in der form eines Pflasters gebraucht. Katzenträublm/ Telephium, Illecebra. Cap. c. »Atzenträublin/ Griechisch Telephium,zu LateinT elephium vnd Illecc-^bragencnnk. Ist ein Kraut mit seinen Blättern vndStengel dem Burtzelkraut chn-lich Ivnd hat allwege zwey hölin wievnder den Achseln/an einem jeden Gleich/da dieBlätter außwachsen. Es wachsm sechs oder sieben ä-stlin auß einer Wurtzel mitblawen dicken/ zehen / feysten Blättern / mit einer geelen oder weissen Blumen/ wächst im Lentzen in gebaw-tem Erdtrich/ zwischen den Reben. Die Blätter sechs stundk / wie ein Pflaster vbergelegt lheylen die weissen Jittermahl/man muß aber die Gersten darnach mit Gersten-meel/ öl vnnd Wasser / durch einander vermischt lbestreichen. Die Blätter mit Essig vermischt/ vn in der Soncn angestrichen/hey-len die Jittermahl Iaber wenn sie tru cken worden sindt/sollen ficabgerieben werden. Das I4p. PEDACII DIOSCORIÜIS ANÄZARB^EI Mondm sm/so mftnderhett/vnnd allein ju der Artznep werden ge-- braucht/ vnd dcrselblgcn Blätter / Blumen / Samen / Früch-- ten/Würßeln vnd Safften. Vorrede. N den zwey vorigen Büchern/mein geliebter Arc^ / haben wir die gen flicssen:Itcm dieKornp üchte/Kochkmükcr/vnd sonsten alleney Kra,'- .In diesem buch (man* 1 vnd in der . teln Ordcnltch vcmemen wirst Dalmenschwanlnre / Ägaricuni. Cap. Er Dannen schwamm/wirdk Griechisch vnd zu Latein Agaricum gcncnnt/vnd ist/ ätförti« wie man sagt Ieine Wurtzel Ider Wurtzel des; kraUts Lafcr crpitii chnlich Iaber auß- kung. sindtzwey Geschlecht/als nemblich das WeibliU vnd Mannlin / Derbeste ist das Weiblin/ ^Rauwen Distcl/Sricchisch Acantha leucc,zu Latem Spina alba,w4cHst«N ^x9jCN Bergen / vnnd in den Waiden/ hak Blatter der werfscrr Eberwurtz ehnlich / jedoch diesclbige etwas schmaler vnd tveistcr/ rauh vtl dornecht. Sein Stengel ist weiß nmwendig hol/wachst zwcpcrEicnbogcn hoch/osst höher/ eines daumens dick etwann dicker/ vnd hat zu oberst ein dornecht Hauptlin/eincm Meerygel ehnilch/jedoch langer vnd klcincr/purput färbe Blumen /darinnen ein fanre wachst dem wilden Saffransamcn gleich/jedoch runder. DieWurfielderFrawendistel gctruncken/ ist denen sonderlich bequem / dieBkutaußhu-sicn de - Magen süchtigen/die nicht behalten/ was sie essen vnnd trinckm/ vnnd men die nrik dcmBauchssuß/wekcher Coeliac us gencnnek wu dt/beladen sindt / treibt darneben auch den Harn. Ist gut wider die Geschwul st wie ein Pflaster appliciert.DreBrüh/da dieWurtzel innen gesotten hat sansstrgct dcn Sehmerign der Mn/wann man den Mund damit wäscht. Der same ist den Kindern gut getrunckcn wider den Krampff. Heplctauch der Schlangen Bissz/vnd vertreibt/ wie man jagt /an die Arme gebunden vnnd getragen alle Schlangen vnd andere dergleichen gifftrge /gchier. Egyj)tlscher Dow/ Acantha ^gyptia, Spina Arabica» Cap. M. " Vkschkkt, Er Egyptische ödek ÄräbischeDorn/Griechisch Acantha Arabicä vnnd y€gy- utt9' ptia.zti Latein Spina Arabica, ist seiner Art vnd Eygenschasst nach / den Frtwcn- C^&oöer Mariendisteln ehnlrch/dann er Zeucht Zusammen. Seine Wurstel ist gut wider dieAußwerssungdcßBlukö/vbrigemonatlicheBtum/vndalleandercFiüß.Vndwächstm rauheyr vngebawkem Erdtrich^ Strobel- kung. Rraffi VNnd Ach Vermöge». Sch Vonallerley Artzneykräuttrn. Strobeldorn. Poterion. ©tfpbdbOltt/ Scolymon, Carduus. Cap. M. Lrobeldom / Artischoch / Griechisch Besch««-iScölymon,;illatcmCat. w** 'älscher Lauendeloder Stichaskraut/ -»mg. .8ceecba5GriechifchvndzuLatein genent lwächst in den Krantzöflschm Inseln/gegenMarsttienvber/ welche Scoecha-tes genent werden / daher auch das kraut seinen namm bekoMen hat/vnd ist ein staubecht kraut/ mit zarten schmalen ästlm 1 mit einemOrechtm äbr * ähr oder Kolben / dem Thymo, daß ist demWalschen Quendelehnlich/hat jedoch längere Rrafft vnnd Blatter / vnnd ckwan bitter/ scharpffam gcschmack. Die Brüh/da dieser Lauendel oder BttnrSgt» Stichaekraut in gesotten hat Igetruncken ist gut wrder alle Gebrechen der Brust wie der Hyffop. Wrr d auch nützlich in die Artzncyen vermischt / die wider das Gljft/ vnd andere innerliche Gebrechen emzuncMcn sindt/ Antidota bey den Griechen genennt/ vnnd hilfft allen innerlichen vnd eu sserlr eben Verstopffungen zu einerKröffnung. Wolgemut/ Origanos, Cunila. Cap. M. Brschrtt« bung. Rrafft »anS QCumdya- K iDlgenrut/Dost/ Griechisch Onga.-inos,Hcracleotica, zu Latein Cunila vnnd Origanum, ist ein Kraut mit Blättern dem Hysop chnlich/ gcwintaber kleine Körnlin wie schadthütlin vmbellam,m der gestalt eines Radtlins/rundt wie dcr ä)ysop/ jedoch ohn viel spalt vnd zertheylung. Sein Sam welcher nit fep st rst/wachst auffdenr obersten der astlm. Der Wolgemut odcrDost hat cm Krafft/ damit er erwärmet. Düsten hero denn der wem/ da Wolgemut in gesotten hat getruncken aller Giffttger Thier Bissz widersteht. Wolgc-mutmltsüffcmWcm(?ado)gctiuncken/lsi denen gut/ dreSchirlingoderMonsafft ( Opium) gesscn haben.Mit einem sauwrcnHvmg-Syrup (Oximelle) eingenommen / ist er wider den emgenommenen Gypß vnd Plater/ vnd wider das gifftig kraut vnd Wurtzcl deß Ephemer i oder Colchici, sojcmandt davon gcssen Httte/ sehr bequem. Dostmit Fcygcn geffcn / ist gut wider den Krampff Bruch vn d Wa sser- > sucht. Wolgemut gedorrt / zu reynempulucr^ gcstossen bey rv. quintlin schwchr mit Mcth ■ oder Honigwa ffcr gctrun ckcn /treibt die schwar-tze Melancholische feuchtigkeiten durch den. Skulgang auß/vnnd befördert die monatliche Blum. Mit Honig vermischt vnd davon geschluckt/leget den Husten. Dost gesotten vnd den Lcrb im Badt damit gewaschen/ vertreibt das jucken Iraubt vnd Geclsucht. Der Safftauß dem frischen grünen Wölgemuk gcprcst/ heylt das zäpfflin Idie Mandeln vnd Schlunde. Darzu auch die Geschwer deß Mundts/ btemanAphthas Griechisch nennt. Den selbigen mit der gcclen Vivlsalb in die ')?asegc-than isäubert dadurch das Haupt. Mit Milch vermischt / sänfftrget er den Schmcrtzen der Dhren. Man macht auß dcß Dosten teafft IodcrDostcn Awibeln/ vnd dem samen Rhoiö/ deß man sich zu der Speiß gebraucht Iein besondere Artzncy die zu würgen vnd brcchen/vnd oben auß zu treiben dienlich ist Iwenn man die stück zusammen in einen Kupffcrcn Kessel oder Pfann/ viertzig Dag lang in den Hundtstagen wenn die hitz am hefftigstm ist/an der Sonnen stehen lest. Dost vn er gelegt/vcrtreibtdie Schlangen. Dost. Ak WrMSost. Dost/ Cap. M. ErDost/wclcher bey den Griechen O-[nitis gcnmtt« Ita Ivnnd ist dem Hysop ehnlich. Sein same wachst hauffecht zusammen wie Ephew Beerlin. Sein Kraffk vnnd Wirckungistmik deß Heracleotischm Dost / davon vor gesagt/ einerlei) / jedoch in vermögen etwas geringer. 333l(bcrDost/ Agrioriganos,cunila, T riganum heracleoticum. Cap. Mj. Er wilde Dost / Griechisch Agriori-Iganos, von etlichen Heraclea pana-)ce, zu Latein Cunila, das ist / Quendel genennt/ hak Blätter dem Wolgcmut ehnlich/ schmale zarte astlin einer Spannenlang/ darauffSchadhüdtlin wachsen / wreauffdem Dillen / mit weisscn Blumen/ cinschmalcvn-eüchtigeWurtzel. Die Blätter vnnd Blumen mit Wein ge- Rmfst v«d truncken lsindt sonderlich gut wider der schlam gen vnd anderer Gifftiger Dhicr Bissz. Tragoriganum. Kap. Mlj. As Kraut Griechisch vnnd zu Latein Defthm-|Tragoriganum.genennt ist ein klein 3 hartes stäudlin lBlätttr vnnd astlin dem Duendkl oder Dosten ehnlich/welches in frischem gutem Erdkrich schönere vnd breytere Blätter vberkompt/vnd zähe/gummich wirdk. Das ander gewint schmale zweyglin / vnd dünne Blätter I welche etliche Praffium, das ist Andorn trennen. Das allerbeste Tragoriganum. wächst in Cilicia / Co Chio / Smyrna / vnnd Crcta. Alle Geschlecht der Dosten oder Wolgcmuk haben ein Krafft/ damit ste erwär--mcn vnnd den Harn treiben / vnd sind darneben dem Bauch bequem. Die Brüh da sic inn gesotten haben ltreiben die Galt durch den Stul-gang auß. Sind auch den Miltzfüchkigengut mit Essig gekruncken. Widerstehen mikWein getrunckcn dem Giffk Ixic/ treiben die Mon-zeit der Frawen Iwerden auch nüßlich mit Honig vermischt vnd wider die hitzige ertzündunge derLungen/ vnd wider den Husten geschluckt/ denn sie sind lieblich einzunemen/vnd davon zu-trincken/ werden derhalben den jcmgcn bequem-lich gegeben lwelchen die speise zuwider ist vnd die eines blöden schwachen Magens sind / vnd P dannen- NttNiSjM' I7o Pedacii Diofcoridis Drittes Vuch/ Tragodanum. Trago rianuni. Poley» dannenheremsawtts aujfstossm statigs spüren. Auch gibt man sie denen die auffdem Meer von wegen der Meer Bolgen vnd vnge-siümmigkeik einen Vnwrllen haben / vnd daher em hitzbey dem Dertzcn empfinden. Mir Gersten mach vermlscht / vnnd zum Pflaster gemacht vnnd vbergelegk I vertreiben sie alle Geschwulst. Poley/ Gleuchon, Pulegium. Cap. xxdfl. ^Dley/Griechisch Glechon, zu Latein Pulegium, ist ein Kraut gemeinlich seinem jeden wol bekannt/ hat eine krafft damit es erwärmet ldünn flüssig subtil macht/vnd der dawung hilsst/trerbt die Mon-zeit/ die gebürt / vnd Nachgeburten auß.Sau-bert mit Honig vnd Aloe vermischt/die Lungcrr vnnd Brust von allem / so die beschwehrt. Ist gut wider den krampff/vcrtreibt mit wasser/da Essigvndervermischtist/getrunckcn dcnvn--willcn/vn sansstiget daß berffen vnd nagen Leß Magens. Treibet die schwarßm Gakl durch den stulgang au ß.Ist in wein getrunckcn gut/ wider die Schlangen bissz.Polcy in Essig ge-weychk vnnd für die ??asen gehalten Hilfft derr Vnkrafftigen/vnd andernso in ohnmacht ge- sallm fallen widemmb zu rccht/beftsiigek gcdörk/vnd zu puluet'gebrendt das ZaDeisch.Sänffki-gct mit Gersierimattz zu einem Pflaster gemacht alle hitzige Geschwülste. Wirdt allein vor sich vbergdegt/biß die Ham ein röhte bekonipt/gerühmt wider das Podagra. Vertreibt/ mit öl vnd Wachs angestrichen i die kleine Knöpfflin im Angeflchk/zu Latein vari genennt/ ist mit Saltz den MiltzsüchtigenguL vbergelegt. Die Brüh I da )?oley m gesotten ist I verr treibtdas jucken /damitgcwaschcn. Wider die windige auffblahungvnd harte Geschwulst % der Beermutter/ wie gleichfals auch wider die Vberstülpffung derselbigen macht man den Weibern auß dem Wasser’/darinnn Poley ist gesotten/ein besonder bade. Etliche bepdeii Griechen nennen die Poley Blei hona, dieweil sie das kleine Vche oder Schaffe/so davon essen/ wenn sie j'etzundt bluet also baldt macht blecken vnd blarren. VlttE/ Diäramüs ^ Silueftre jPulegium. Cap. ffliü) Ictam/ Griechisch vnd zu Latein Di-(Stamus vttd Sylueltre Pulegium, ist Kraut so sonderlich in derInselCre-ta wachst scharvffam geschmack/ sanffk anzu -lasten / vnndderPoley chniich. SemeBlatter' aberflndt grösser / vnnddarzu Wollig/ haben ein gestalt/ale scyensiemit Scherwollen vber--zogcn. Der Dictam bringt weder Blumen noch Samen/ vnd ist wider alle Gebrechen gut/ darwider diezaMe P oley ist gerühmt. Der Di--cf um aber ist viel kräfftiger denn er treibt die tode Frucht auß Mutter Leib/ nik allein gctrun-ckcn Isondcrauch zapfflin daraußgemacht/vnd von vndcn appliciert / oder angezündt vnnd da- „ mu bedampfst. Man sagt das in der Insel Cre-ta dic Gempsen wenn sie geschossen werden / dieses Krauts essen davon jhncn die Pfeil vnd Spitzen auß ^cm Leib fallen. Der Safft hat ein krafft zu säubern wenn er angestrichen oder vbergclegctwirdt / vnd sonderlich mit Gersten-maltz vermischt. Das Kraut vbergelegt / zeucht den Dorn vnd Spitzen auß den Füssen vnnd allen ändern -Orten dcß Leibs herauf / saWigek den Schmertzen deß Mütz / denn er macht den-selbigen kleiner/ vndwird Winter vnnd Sommer abgebrochen vnd eingesamlct. DieDietam Wurtzeln warmen am Geschmack/ vnnd machen c schnelle Geburt. Der Sasst in Wein getrunckcn lwirdt wider der Schlangen Biss; gerühmt. Der Dictam hat ein solche Krafft/ das er mit seinem Geruch die Schlangen Ivnnd alle andere Gisstige Dhrer / die mit bcissen/ stechen vergisstigen/ vertreibt lvnnd dieselben auch tödt / so sic damit werden berührt. Der Drctam Sasst ingetropsst / heylen alle Wunden Isogehawen oder von Gissugen Lhiern gestochen oder gebissen worden flndt FülscherDtttckM/ pfeudodictamus, Didamus falfns. Cap. Mv. Er Dictam welchen man den falschen/vnrechken Dictam/Griechisch P/euäoüi-daraus, zu Latein Didamus fälfum nennen/wachst an vielen Orten ist dem vori -gen vnnd rechten ehnlich/ jedoch am gcschma nit also scharpss/ vnd hat dcß rechten Dickams Tugcndt vnd Wirckung/ welche jedoch in allem geringer. P i) Oer Btschttj, bung Brasst bnnb Vermöge». Beschrei- tung. Pedacii Diofcötidis Drittes Blich/ FalschcrAmaM. Der ander §redisch Dictam/ Didamus Cretenfis,Didamus alteira. Cap. Mvj. sÄn bringt auß der Insel Creka rioch ein I Geschlecht dcß DiclaMö/ mit seinen _ 'Blattem dem Bachmüntz ehnlich/ mit grdfiorn astlin daraujf Blumen wachsen den Blumen der wildmDosten gleich/schwartz vnd wcych.SeineBlatter haben einen vberauß lieblichen Geruch welcher ein mittel Geruch ist zwischen der Bachmüntz vnnd Salbey. Dieser Dictam ist auch wider alle Gebrechen gut/ dar--wrdcr die vorige sind gerühmt/ er schlegt aber die Nase mit seinem Geruch etwas weniger. Diesen Dickam vermischt man in die Pflaster vnnd andere Artzneyen die wider alles Gisst vnnd Schaden der Schlangen/vnd giffklgci',Ehiern werden berept / welche die Griechen Themca-lla nennen. E^aidct)/ Hlelifphaconj Saluia. Cap. rxwij. Atbcy Griechisch Elelifphacon,zu la* mn Saluia gencnntt / Ist ein staudecht Kraut voller ast/lang/ mit wcissen vier-Ktcm Salbey. Groß Salbey. eckcchten eckechten Rück'n/ seine Blätter sindk den Quitten Blättern an der gestalt gleich/ jedoch tänger/räuheranzugreiffen / vnnd dreker/dieanzu sehen vnndzu greiffe« sindt/wie ein altver--fchlijsen Kleydt/weiß/harechk/eines fast lieblichen Gcrucho/seinc Same wächst zu öberst an den Stengeln/dem wilden Scharlach chnltch.Salbey wächst gern in rauhem Erdkrich. Treibt den Harn/ benebcn auch der Weiber Jett/vnd die Frucht selbst auß Mutter Leib. Rrafft vmv Die Brüh Ida die ästlin vnnd bläkter inn gesotten haben/ getruncken/ heylt die gijfrige Stich Vermöge«». der ^dter/Paftinacaz. Macht schwartze Haar/stopfft das Blut/so anß den Wunden fleust/ säubert die faule Geschwer. Die Blätter vnnd ästlin der Salbey gesokken/vnnd stch damit warm gebähek/ sänfftigen vnd vertreiben das jucken deß Gemächks. MÜNtz/ Hediofmos, Mentha. Kap. Mich gVJ Alsamkraut oder Müntz Griechisch Beschm» C£\ Hediofmos,zu Latein Mentha genent/ 6una' ist ein wolbekandtkraut/vn hak ein krasft/ damit es erwärmet/ zusammen zeucht vnnd trü-ckntt. Müntzensaffk Essig getruncken/ »rafft »nv stopfst das Blut. Awcy oder drcy Müntzen äst-- DrrmSgm. litt mit saurem Granakäpffel Gafft getruncken/ tödtet die runde Bauchwürm/bringt ein Begierde zur Vnkeufchheit /vnnd wehret dem Kluxen/Vnwillen/Würgen vnnd Vbergeben/ vnd ist dem Gebrechen Cholera, w welchem die Gall vnden vnnd oben auffbrichk sehr bequem. Müntz mit Gerstengemüß oder Maltz zum Pflaster gemacht vnnd vbergelegt/ vertreibt die Geschwervnnd Geschwulst. Vberdas vorder Haupt gelegt fänffkigk es den Gehmertzen deß Haupts. Müntz istauch gukvberdie Brust gelegt/wann sie voller Milch findt/ oder sonst ge-spannen vnd hart werden. Mit Saltz vermischt wirbt sie vbergelegt / wider die Hundsbiffz. MüntzensaDmik Honigwasservermischt/vnd in die Öhren gekrofft/sänfftiget den Schmer-tzen derselbigen» Müntz zumzäpfflin gemacht/ vnd den Frawenvordem Beylager in die schäm gerhan verhindert die Empfängnuß. Müntz macht die rauhe / scharpffe Zungen glatt vnnd fanfft/wann man dieselbigedamitreibttMüntzenblattermit der Milch getmncken/ macht daß die Milch im Leib nit gerinnet/dick oder zu Käß wirbt. In Summa / die Müntz ist dem Magen nütz vnd bequem/vnd har vielerley Gebrauch in den Sultzen. Wilde Müntz / Hediofmos agrios, Mentaftrum. Cap. Mx. P 5 Gala- X74 Pedacii Diofcoridis Q3üCfr/ MldeMnß. ' Geschlechtt', Sttin Wildep-lty^ Vaym Müntz: VraffibnS VttMvKÄ- Galaminthäk Calamintha, Nepeta. Cap. xl. Eß Kmute/Gtt'echisch Calamilithä# 15« ■lafdn Nepeta genennk / sindtdrey-r ) erley Geschlecht. Das ein wachst ge^ memlich auffden Bergen / mit meisten Blattern den Basilien Blattem chnlich. Seine Stengel sind eckecht Imit kleinen dürren zweyg-tinivnnd Purpurfarben Blumen vnnd wirbt von etlichen bey vns zu Deutsch Stcinmüntze genennt. Das ander Geschlecht ist der Poley ehnlich/jedoch grösser Ivnd ist auch von etlichen Wilder Poley genennt worden dieweil es sich dem Poley am Geruch vergleicht. Vnnd diß Geschlecht wirdt zu Latein Nepeta genennt. Das dritte Geschlecht ist der Wilden Müntz (Menthaftro chnlich) ohn daß es längere blat-ter hat/vnd mit seinem Stengel vnnd ästcngrös-ferist/denn diezwey vorige/aber nit also düchtig/ noch krasstig/vnnd wirdt von etlichm Katzen Müntz/bey vns zu Deutsch genennt. Aller dieser Krauter Blatter sindt scharpff/ vnnd hitzig am geschmack/jhre Wurtzeln aber sindtvntüchtig. DieseKrauter wachsen gern/ etliche auff den ackern letliche in rauhem ficy-nechtem Erdtrich/etliche in feuchten/ heylcn ge-truncken Ioder in der Gestalt eines Pflasters vbergclegt der Schlangen bissz. Die Brüh / da diese krauter in gesotten sindt/getruncken treibe den Harn vnd Monatliche Blum vnd ist den Zerbrochenen hülfflich vnd gut / wieglcichfals auch den jenigen so schwehrlich athcmen / vnnd anders nit denn auffgericht athemen können / dienet auch ferner wider den Krampff wider das Grimmen wider den Gcbrech / Cholera morbus genent idarinn die Gall vnden vnd oben auß zu brechen pflegt / vnd widcr das biben vnnd frieren Isomit den vnderlassenden Febern ankompt vnnd reutet die Gcelsucht auß. Diese Krauter mit Weit« vorhin getruncken / widerstehen dem tödtlichen Kifft. Mit ein wenig Saltz vermischt / gekocht oder rohe geflossen vnnd getruncken Itödken siebte Bauchwürme. Sinbt den Aussetzigen gut also gcsscn vnnd Kaß Milch oder Molcken darauffgetruncken. Die Blatter zerflossen vnd mit Woll zum za-pfflin gemacht vnd applicicrt/ ziehen die Mon-zeik Ivnnd tobten die Frucht. DerDampffdeß angezündcn Krauts / oder das kraut selbstvn-dergelegk / vertreiben die Schlangen.Die M in Wein gesotten vnnd vbcrgclegt./ machen drr Wälscher Quendel. die schwarße Narben weiß vnnd vertreiben das vndergerunnene Bluk / oder die Blutige maftn.DtesekrauterflndtgUtvbergclegk/wider das Hüfftwehe denn sie brennen die eussersie Haut / vnd ziehen diemnerlichen feuchtigkeitm von innen herauß. WäWerÄMttdel/ Thymus? Cap. xlsi Sakurey. iO^ZElfcher Quendel/ Thymian Grie- chisch vnnd ßu Latein Thymus, ist ge-- a‘ meinlich bey allen wol bekannt/ein klein staudecht krautlin lmit vielen Iweiglein vmbge--ben/mit viel kleinen / zarten/schmalen Blatlin/ vnnd zu oberst mit kopsflin voller Purperfarbcr Blumen geziehrk. Der Thymian wachstgern in vnfruchtbarem/steinechtcm Erdtrich/vnnd Hat die Krafft/ daß er mit ein wenig Galß vnnd Essig getruncken/die weisse schlcymige fcuchtig-keiten ldurch den Skulgarlgtrerbt. Die Brüh/ r-nnd da Thymian in gesotten Hatgetruneken / ist de-- Dtrmög«« nen gut )die tut athemen können denn allein auffgerichk/ denDampffigen vnndkeychenden/ treibt auch die BauchwürMe/denn Harn/die MonzeitderFrawen Idie Frucht vnd das bürd--linauß. MitHonigvermifchtvnd geleckt/ säubert er die Brust / vnnd macht / daß der Mnsch die dicke zehe Feuchtigkeiten leichtlich außwer-fen kann.MEssig vermischt / wie ein Pflaster vbergelegk / vertreibt er die neuwe frische Geschwulst. Jertheplk das gerunnen Blut / heylk die Geschwere/ welche bey den Griechen Thymi werden genennt/ vnd nimpt die Wartzen hin. Der Thymian mit Wem vnnd Gersten grieß (Polenta) vermischt ist gut auffgelegk wider die SchmertzenderHüfft iwie glcichfals auch ges-fen wrdcr das dunckel Gesicht vnnd finstereAu-gm genossen lvnd wirdt von den gesunden in den Sültzsenvielgchrauchk. i)/ Tymbra, Saturcia* Cap. jrltsi ^ AtUrey iGriechisch Thyhra, zuLakeitl |Thymbra, Satureiavnt) cunilä geneN-- t,na‘ net/wachst gern in rauhem vnd Magerem Erdtrich / ist dem Thymian chnlich / kleiner sidoch Iweycher vnd zarter /bringt ein ähr voller P inj BlU- Blumen IM der FAben grün/hat mit dem Thy mian eincrlcy Tugendt vnnd frafft / kund wirdtauch also bereyret vnd gehi-aucht.Wre glclchfalls auch von den Gefunden. Es wächst auch zame Saturepfin allem vnkraffrrger dann die wilde/in denSpeiftn abet zu gebrauchen vrel nüifcr/diewet! sie nemblich nicht also scharpffvnd beyffend rst. Qumtel/ Serpyllum. Kap. xlrij. Eß Quentels / auffGriechifch Her-pyllos, onnDZtl Latein Serpillum ge-^^Dnannt/sindzwcyerlepGeschlecht.Das eine istzam/vnd wirdt in denGartm gepflantzt/ hat einen Geruch wie der Maioran/ vnd wirdt auch zu denKrantzen gcbrauchk.Der Queniet hatseinen Namen bey den Griechen Herpyl-lo8/vNdharini8Serpyllum)v0Nwegen seinem kriechen vbcrkommcn dann wo etwas davon die Erde anrührt/da gewinnt csWurtzcln/ vnd kreucht also jmmer weiter fort. Seine Blatter vnd astiin sind dcmDost ehnlich jedoch etwas ivelsscr / neben den Aaunen wachst er viel höher vnd schöner. Der wilde Quentel/ welcher bey den Griechen -Zygis gcnennci wirdt/ kreucht nicht also vmb sich her / sondern wachst recht in die Höhe auff/Mit schmalen astlin/ voller Aweiglin vnnd Blatter welche den Rauten Blattern ehnlich sindt/jedochschmaler/langer vnd Harker/ seine Blumen haben einen lieblichm Geruch vnnd sindt fcharpffam Geschmack/ ferne Wurtzeln abervndüchtig. V Dieser Quendel wachst gern in steinechtem Erdtrich/ vnnd ist krafftiger/dann der zame/cr-warmet mehr vnd ist in der Artzney zugebrau-chenbeguem. ZrdbtgctrunckendenHarn/zusamptder Monatlichen Blum/ist den zer-brochnengut/wiegleichfalisauchwiderdas Grimmen/ denKrampff/Brüche/ die hitzige GcschwulstderLeber/vndwiderdicSchlangen/getruncken oder vbergelegk. Quendel gesotten/mrt Rosenöl vnd Elsig vermrscht/vnd gcweychk vbergelegk / sanfftigk den schmcrtzen deß Hauptö/vnd ist sonderlich in dcrTaubsucht(?hremriäe)vndmdcmvnüberwmdllchm Schlaff(hecharAo)bcqucm/vier gulntlm Quendelsafft mit Eisiggetruncken/wirdtwldcr das Blutbrechen sehr gerühmt. MaloMU/ Samplucyum, Maiorana. Cap. (tu/. Drschrn- ^wran oder Meyeron wirdt auff Griechisch Sampfuchum - vnnd zu Latem kung. l^^^Maiorana genennk.Die aller beste wachst in Cypern/vnd in dem Landt Cyzico/nach CT^Ldemscibigen der/so in Egypten wachst:Die Sicilier/vnd Cyzieer nennen ihn Ama-racum,vui) ist ein kraut voller astlin Ikreucht vnnd spreytetsich vb t die Erde/mit harechten/ runden Blattern/der Calaminthen mit den dünnen Blättern ehnlich ist eines fast lieblichen vnd füffen Geruchs/derhalben auch Kräntzc darauf werden gemacht. Rrafftbnd HateincerwarmendeKraffteDieBrüh/da Maröraninn gefottmist/ wirdt nützlich ge-Vermöge«,, trunckm wider die anfangende Waffcrsuchk/Widcr das schwehrlich Harnen vndGrimmen/ Maioran Blatter gedörrt Igestcssen/mik Honig vermischt/ vnnd vbergelegk vertreiben die blutige Streichmasen/ vnnd das vnter gerunnen Blut: Aum Aäpfflrn gemacht/vnnd den Frawcn LameLcue»- 6 zu Latein Ocimaftrum genennet/ist ein Kraut mit schmalen dürren astlin/ der Bastlicn ehnlich/jedoch harechker eines fast starcken Geruchs. Darauß man auch Krantze zu machen/ vnnd es in die gartten zu pflantzen pstegk. Dieses Kraut getrunckcn stopfst den Stulgang / vnnd Monzeit der Frawen/ heylt wie ein Pflaster vbcrgelegt/dk Geschwulst vnd Geschwer Idie man zu Latein Panos nennt/zu sampt demRhotlauff. BmedictmKmUt/ Baccharis. Cap. xlviij. Enedicten Kraut/wie erliche vermeinen/ Griechisch vnnd zu Latein Baccharis gcncnnk / ist ein staudecht Kraut/ wirbt auch zu den Krantzengebrauchet.Seinc Blatter sind scharpffvnd rauh vnd haben ein gröjse zwischen demViolkraut/vnd dem Wüllkraut. Sein Stengel ist eckecht C'lcnbogcns Hoch/ etwa« rauh vnd ftharpff/ mit viel angewachse-nen astlin. Seine Blumen purpur Farb / auff weiß geneigt/ eines guten gcruchs. Seine wur-tzeln der schwartzcn Nießwurtzcl ehnlich / welche einen Geruch haben lwie die Cimmetrinde / wachst gern in rauhm dürren vngcbawtem crd-rich. Die Wurtzel deß Kraute Baccharis in Wasser gesotten vnd getnmcke» / heylt die bräche/den Krampff/ bekompt denen so von höhe herab gefallen / oder sonsten einen kurzen vnnd schwchrlichcn Athcm/ oder alten langwehren-tm Husten haben/oder ihren Harn schwchrlich lassen können / trefflich wol / treibt auch die Monzeit/vnnd hilfft den Weibern ihrer verschlossenen Blumen ab. Die Wurtzel ist fa st nütz in Wein gctrunckeii/widcr die Schlangen Bissz. Dre frische Wurtzel zum zapffiingc-macht/vnnd in die Schäme gcthan zeucht dre Frucht hcrauß. Es ist den Kindtbcttcrin gut vnd dienlich/wann fle in die Brüh sitzen/da diese Wurtzel in gesotten hat.Die wurtzelgedörrt/ vnd zu Puluergetnacht/wirdt ihres lieblichen Geruchs halben auch nützlich vber den Leib gcstrcwek. DieBlatter/ dieweil fle eine Kraffk haben Idamit sie zusammen ziehen sindt auch gut/wie ein Pflastervbergelegk/widerdcn web* thumb deß haupko/sint glcichfals auch bequem w.dcr die Hiyc der Augeri/wider geschwollene Brüste BckedKtcnKram. Wcmrauttn» Brüste nach der Geburt die anfangende Au--genfisteln / oderGeschwer (Egilopas)öitbdeii rotten lausten. Der Geruch dieses kraute hat ein Krastt/ damit er den verlohren Schlaffwi---erbringt. Wcmrauten/ Peganon, Ruta. Cap. jclst* Er Weinrauten / Griechisch 'Peganon, zu Latein Ruta genent/stnd zwep-1 crleygeschiecht Ials dreBerg vnd wilde Raut/vnd den die zame. Die wilde ist schärpffek den die zame/vnd dcrowegen zu estm vnbequem. Dic zame / sovnder den Feygbaumm wachst/ ist bequemer vnd bester zu essen. Beydegeschlecht der Rauten haben ein krafft/ damit erwärmen / brennen / Blatern vnnd Ge-r V«rmögkK° schwere ziehen Itreiben den Harn vnd Monzeit/ stopsten den Stulgang/ davorigetruncken/oder inderSpeiß gessen. Rauten Samexv. quint--lin schwehr in Wein getruncken / widersteht als lcm ködtlichen Grstt Ivnd wirdt nützlich an statt der Artzney gebraucht/die man AnndotaGrie* chifch nennt / vnnd wider das Gistt vnd andere innerliche gebrechen emzunemen bereyk. Wcmrauten Blatter allein vor sich gessen oder watschen Mffenvndtrmkenen Fevgcn vorhin eingenommen / benemen dem Gistt alle seine Krastt. Deßgleichen eingenommen sindt sie auch gut wider die Schlangen: Rauten gessen oder getrunckeip/ dempstr vnnd verdorrt den natürlichen Samen IWeinraut mit getrückne-temDill gesotten vnd getruncken/sansttiget den Schmertzen deß Grimmens/legt den Weh-rhumb der Brust vnd weiten / vnd ist gut wider den kurtzcn vnd schwehriichen Athem l Husten/ entzündung der Lungen/Schmertzen der Hüffe vnnd Gleiche / vnd wider die kalt so nur dem bi-ben vnd zittern Iin dem anfang der vnderlasscn-den Feber den Menschen zu vberfallen pflegt/ getrunckett/wie vor gesagt/ v! darinnen Rauten gesotten hak/ist gut mit einemClrstier gebraucht wider die windige auffblahungcn deß grossen Darms / welcher bey den Griechen Colon wirdt genennt/der Becrmurtcr vnd deß grossen rechten Darms: Rauten mit Honig gesotten/ vnnd zwischen der Scham vnnd den Hindern vbergelegt lhilfst den Frawen/ so von wegen deß auffsteigcns derBecrmutterin Dhnmacht gefallen sindt/widerumb zu recht/ öl darinen rauten gesotten ist/getrunckcn/ vertreibt alle bauch-würme.Raut mikHonig vermischt/ vnd wie ein Pflaster Btschrrb bung. Rrafftdnd Ptlmög«». Pflaster vbergelegt istillet den Sehmertzen der Glieder vmid reutet mit Feygeu vermischt vrmd vberlegt/ die Wassersucht auß. Wein daRauten inn gesotten ist / biß auff den halben theil/ist den Wassersüchtigen gut gerruncken Ioder damit wol gewaschen. Rauten gesaltzen/ eingemachtvnd gessen/macht klareAuM/vnnd ein scharpff Gefleht. Sanfftigek mit Ger-stengemüß oder Maltz vermischt Ivnnd vbergelegt / den Wehthumb derAugen.Vnnd mit Roftnöl vnnd Essig vbergelegt / den Schmertzen deß Daupts. Rauten gcstossen/vnnd in die Nasegesteckt/stopffetdasBlut/soaußderNasenfleust. Weinrauten mit Lawrblätternv-bergelegt/verkreibet die hitzige Geschwulst deß Gemachte. Rauken mit Myrto/Del vnnd Wache ist gut wider die Aufsbrechung der Blattern. Rauten mit Wein/ Pfeffer vnd Niter vel'mifchk / vnnd angerieben Ivertreibt die weisse Jittermal: Dieselbigen Stück aber wie ein Pfiastervbcrgelcgt/vertreiben die Maftn vnd Wartzen/dic man Thymos nennet. Rauken mit Honig vnd ein wenig Alaun vbergelegt/heylt die Flechten: Weinrautcn Safft in einer Granatapffel Rinden warm gemacht/vnnd in die Dhren gekropfft/ lindert derselbigen Schmertzcn.Die Augen flndkauch gut bestrichen mit Rauten/ Fenchclstrfft vnd ein wenig Honig wider das tunckel vnd finstere Geflcht.Weinrauken fafft mit Essig / Bleyweiß vnd Rosen öl vermischt/vnnd zu einer Salben gemacht / heplct die Rose oder Rohtlauff/ die Ge-schwer/welche die Griechen Herpetas nennen vnnd die fiiesscnde Geschwcr deß Haupts. Rauten im Mundegekauwci/bcnimpt den Jwibcln vnnd Knoblauch jhre Seharpffevnnd starckenGeruch.DieBergvnd wilde Raut aberisttödtlich/soman deren viel in der Speiß gebrauchtrDiesclbige wann fle blüet/einZumachen/vnrZd zri saltzen/ abgebrochen vnnd einge-samlerwirdt/macht die Hände voll rohter scbwehrender Blatkern/vnnd blähet die Haut mit einem Jucken vnnd hefftiger Entzündung:Derhalben muß man vorhin/ehe man fle anrührk die Hände vnnd das Gcflcbt/mttDel bestreichen. Man sagt/wann man die jungen Hüner mit dem Safft der wilden Rauken besprenge/so seyen fle von den Katzen frey sicher bewahret. Die wilde Raut/so in Macedonia bey dem Wasser Dlcvmo wächst/ bringt alle die/so davon essen/also baldk vmb/wie man sagk.Aber der Drk ist bergechk/vnd voller Nakern.SeinSam ist gut getrun tken/wider die innerliche Gebrechen/ wirdt darzu auch nützlich vermischt / vn-ter die Artzneyen/die wider alle Giffr einzunemm werden bereyt / Antidota Griechisch ge-uennk. Der wilden Rauten Sam geröst/ ist gut flben Tage lang gerruncken/denen die den Harn nicht behalten mögen.Die Wurtzel der wilden Rauren/wirdt Berge Molep gcncnnt/ Die wilde Raur ist der zamen ehnlich/vnd gut zu trin cken wider die hinfallende sucht/ vnd wider den Schmertzen der Hüfft.Trecht auch die monatliche Blum vnnd tödtct die Frucht in Mutkerleib.Die wilde Raut ist schärpffer vnd kräfftiger dann die zame. Sie soll aber in der Speiß zu gebrauchen vermiden'werdcn/dann sie ist fast schädklich. ^BisbC / Peganon agrion, Syliieftns Ruta, Armala, Befaia. Cap. l. ' 3^tdÜbeR(UltheystauffGnVchifch Peganon agrion, zu Latein Sylueftris Ru->^23 ca,Syrisch Armalawnt) Befafa,Etliche nennen das kraut/welches in Cappadocia/ Galacia/vnd in den vmbligenden Ländern/Moty genennt wirdt/auch wilde Raut/ vnnd ist ein Stäudtlin welches auß einer Wurtzel viel Stengel wachsen hat:Seine Blätter sindt länger vnd zärrer/dann der ändern Rauten/ernee schwehrenGcruchs/mit einer weisscn Blumen/vnnd hat zu oberst Köpfflin lein wenig grösser / dann an der zamm Rauten/zum mehrcrn theil auß di-cy theilen zusammen gesetzt/darinnen sein Same verschlossen wirbt/welcher dreyeckccht/rohtlecht/vnd am Geschmack bitter ist/dessen man sich gebrauchk/vnd wirdt im Herbst zeitig/taug sonderlich zu den tunckeln finstern Augen vnd Gesicht/wann mari den Samen zu reinem Puluer macht/mit Honig/Wein/Hüner Gall/Saffran / vnnd Fenchet Safft wol vermischt/zu einer Salben bereyt/vnd die Drt damit bestreicht. Etliche nennen diese wilde Raut Arinala, die Syrer B eiaia, dieInnwohner deß Lands CappadociL AIoly, dieweil fle dem Kram Moly etwas ehnlich ist/mit einer schwartzen Wurtzel/ vnd weiffen men/wächst an dm Bergen/vnd in fepstem Erdkrich. Moly. Von allerlei) ArtznciMutem. Wilde Rauk. ISI Moly. H. i Moly. $ -• ^4-7 .2(0 kraut / Gnechifch vnnd zu Latem Bisthrer. ! Moly gmennr/ hat Blatter dem Graß &unfl‘ ähnlich / etwas weitlaufftiger vberdie Erde gefpreyt/seine Blumen sindk den Viol-blumen gleich Iaber klemervnnd Milch Farbe hat einen weissenStengel/vierElenbogen hoch/ welche zu oberst etwas hat der gestalt deß knob-lauchs.Seine Wuchcl^st klein vnd mndt/wel-che fast krafftig ist die Beermutter zu eröffnen lwenn man sie stöst / mit der Violwurtz salben zum zapfflin macht/ vnnd von vnden ap-pliciert. Panax Heracleon, Panax Herculeum, Cap. .AsGewächs Griechisch Panax He-Iraclcon , zu Latein Panax Hercii- "8' heum genent/ist ein kraut / darauß man den Safst oder Gummi Opopanax Griechisch gencnnt Izu samten pflegt wachst viel in Beotia/vnd in Phocide / derLandtschafftAr-eadiX. Denn es wirdk alda wegen deß großen Gewins/denman außdemSajfk oder Gummi Opopanace Hat/ m den Garten fleissig gepflantzk vndgebawt/ sein Blatttrflndt rauh vndscharpff/ vberdieErden gespreytet ander Farben Gras grün/ au gestalt vnd grössedm Feygen Blattern ehnlich / rings vnrb an fünff theilcn zerschnitten: SemcStengel sindklang vnnd hoch/ wie die Stengel deß kraues Femlx, Mitweissen Harlein als miteinerWollvmbge-ben/vnd hatauch gerings vmbherkleinereBlat-ter ldenn von welchen zuvor gesagtworden ist. Auffdem Stengel wachst ein krönlin/ wie ein Schadthütlin Ivmbella, wie auffdem Dillen. Seine Blumen sindt geel/ sein Same hat einen starcken Geruch / vnnd ist an dem geschmaek scharpffvnd hitzig Ihat auß einem anfangviel weisser Wurtzeln / mit einer dicken Rinden eines schwehren Gemchs / amgeschmack etwas bitter. Der Panax wächst bep Cyrenen/ in dem Lande Ltbia Ivnd Macedonia. Den Gafft oderGummi Opopanaxffam-letman auffdiefeweise. Wenn die Stengel an- «,rdkg^ fangen vund newlich außwachsen/ lest man die famla wurtzel verwundm/ daraußeinweisser Saffk fleust/welcherdamach/wenner gekrücknet/auß-wmdiggeelwirdt/ vndein Saffrangelbe Farbe bekompt. Den Safft empfangen sie auff Blattern Iwelche sie in die außgchölte Erden Q legen/ Panax. Rraffi vnnd VttmSge». legen vnd den Safft / wenn er dr ucken w-kden ist /hrnnemcn. Dcstelbrgcn gleichen schnerdm vnnd vcr wundm sie die Skmgcl in dem Sommer/ in der Zeit der Erndt/ vnd samten den saffe der darauß sieust/ wie vor gesagt steijsig aufsi. Sie beste vnder dm Wurtzeln sindt die / welche nicht runtzlecht sindt/sondem dick/völlig/ weiß/ trucken/ vnnd nit wurmig/ mitjhremGeruch dem gewürtze ehnlich am Geschmack schrapff vnd hitzig. Der Sam/ welcher von dem mittelsten Skmgel gesamlet wirdt/ ist der best/ der ander von den angewachsenen/ schwächer vnd vn-kräfftiger. Derbeste Safft oder Gummi dcß Kraute Panaces, ist der allerbitterste am Geschmack inwendig weiß oder bleychgeel/auß-wmdiggcclvnd Saffran Farb/ glat feyst/ der leichtlich zerrieben wirdt / vnnd zcrschmeltzt I wenn man Waster oder Effig darüber geust/ vnd der einen schwehren Geruch von sich gibt. Der schwartze vnnd weyche Opopanax aber- / wirdt für vntüchkig gehalken.Der Opopanax wirdt gefälscht mit dem Gummi Ammonia-cum/vnnd Wachs. Der betrug aber wirdtdar-durch erkandt/ dieweil der lauterc/vngcfälfchte/ wenn er m Wasser mit den Fingeren gerieben wwdt zergehet vnd Milchfarb wirdt. Der Opopanax hat eineKrafft / damit er erwärmtt/ weicht/dünne vnd flüssig macht. Ist dcrhalbcn zu dem anfangder vndei lassenden Keber/ wider die kälte vnd bibm / wider den Krampff/ vnd so etwas in dem Leib zerbrochen r st/ wider den Wehthumb der Seyten IHusten / Gnmmen / Harnwinde / vnnd so der Harn Tropffm weiß gelassen wirdt / vnd wider die Räudigkeit der Bla sen/ mit Honigwaffcr oder Wein getrunckm sehrbequem.Treibt die Monzcit derFrawcn/tödet die Frucht.Vcrtreibt/ in Honigzerlassen/ die auffblähüNgen vnnd harte Geschwulst der Becrmukter. Ist gut angestrichen/ wider dieWehthumb der Hüfft/ wirdt vnder die Artzneym vermischt/diewider die müdte vnd Wehthumb deß Haupts werden bereyt/bricht die Gefchwere vnd Carfun ckel/ mit Meerträublln vermischt vnd vbergelegt / ist er gut wider das Podagra/stillet die schmcr-tzm der Aän / in die hole Aän hinein gethan / scharpffet angestrichen dasGcsicht. Außdem Panaces Safft oder Gummi mit Bech vermischt/wirdt fast nützlich Pflaster gemacht/ wider der wütmden Hunde / vnnd anderer wütmdcn Lhier bissz. Die Wurtzcl dcß Krauts Panaces zerschnitten lzu einem zäpfflin gemacht / vnndm die Schäme gethan / zeucht die todte Frucht auß Mutter Leib. Die Wurßel mit Honig vcrmischt/'vnd vbcrgesegt/ist kräff-eig vnd gut wider die alte Geschwer / vnd bedeckt die blose Beyn mit Fleisch.Scm Sam mit Wermut eingmommm/kreibt die Monzeit der Frawen. MitDsterluccy aber!/ ist er bequem vnd heylsam wider aller gifftiger Thier stich vnd bissz.Vnd wird von den Weibsbildern / die von wegen deß auffsteigcns dcrBeermutterm Dhnmacht fallen in Wein mit nutz gctrun-cken. Panax Panax. Panax, Afclepium. Cap. m t Z Panaccs. As Kraut Griechisch vnnd zu Latein qstförti* | Panaces Afclcpmm genmnt / bringt bnng-_ Jauff der Erden einen schmalen Sten-gel/Elenbogenö hoch/mit Gleychm/vnnd blättern vmb den Stmgel her Iden Fenchelblattern chnlich/jedoch grösser vnd harechter / eines star-rkcn Geruchs/vnd hat oben Körnlin/vnnd auff denfelbigen goldtgclbeBlumen eines scharpf-fcn Geschmacks vnd ftarckcn Geruchs: Seme Wurßel ist klein/schmalvnd weiß. Die Blumen vnd der Same klein gestossen/ Rraff, vnnd mitHonigvermischkvnd vbergelegt/sindtgut wider die Gcschwer/ die weiter vnter sich vnnd vmb sich fressen lvnnd das gesunde Fleisch verfaulen vnnd verzehren Iwelche man Griechisch Phagedenasnmtiet. Auch heylen sie die Geschwulst / zu Latem Panos genmnt. Werden wider die Schlangen mit Wein getruncken/ vnnd mit Del vermischt vbergelegk. Etliche nennen dieses Kraut Panaces, wilden Dost: Die ander Quendel / davon im Capittkl vom Wolgcmut gehandelt ist. Panaces, Chironium. Cap. liiij. As Kraut Griechisch vnnd zu Latein Btschrn. | Panaces Chironiumgmmnt/trdchst »»»g. «ÄammeystmaussdemBerg Petro / seine Blatter sindt den Myrrhen Blattern ehn-lich/ mit einer goldtgelben Blumen: Seine Wurtzclrstklein/ wachst nicht tieffvndersich/ vndist scharpffam Geschmack. Die Wurtzcl getruncken/ widerstehet dem Gisst der Schlan -gen. Wie gleichfalls auch in der gestalt eines Pflasters vberlegk. Liebstöckel/ Ligufticum. Cap. lv. gfäsIebstöckel/ wie etliche meynen Grie- 25tf4w ^JBcHtsch vnnd zu Latein Ligufticum ge- 6unä-Og) nennt/ist ein Kraut Iwelches viel in Ita- lia in der Landtschasst Liguria/auff dem Apennin Gebirg/ neben den Alpen wächst/vnd daher auch seinen Namen vberkommen hak.Die Inwohner nennen es auch Panacen Herculis, vnd Nit vergeblich/dieweil seineWuröel/Sten-,0 li gcl/ Kraffttmk PrrmsgrN- Brschre^ bu»g. Liebstöckel. Wilde Pastenep. gel/ rügendevnnd krafft dem Panaci Herculis ehnlich ist/ wachst auffhohen rauhen vnd fchat^ echtenBtrgen/vnd mchrer theils neben den flieft scnden waffern.Das kraut Ligufticum bringt einen schmalen Stengel / mit Gteychcn/ dem Dillen ehnlich / har Blätter wie der Welsche Steinklce/sindt jedoch zarter/ vnd eines stärcke--rcn Geruchs / vnnd je näher dem obersten Ende deß Stcngcle/je schmäler/ vnd mit mehr Kerft fcn vnnd Schnrtlin zertheilt/vnnd hat zu öberst deß Stengels besondere Krönlin/ darauff ein schwartzer feyster langer Same wächst/ in der Gestalt deß Fenchelsamcne / am Geschmack fcharpff/ hat einen Geruch wie das Gewürß. SeineWurtzetistweiß/demPanaci Herculis khnlich/vnd eines starcken Geruchs. Die Wurtzeln vnnd der Same haben ein krafft/damit sie erwärmen/helffcn der dawung/ sindt bequem vnd gut wider die Schmerlen der innerlichen Glieder / wider die GcschwrNst vnd Auffblähunge/ vnnd sonderlich deß Magens/ vnd wider der Schlangen vndgrfftigen Dhier Stich vnd Bistz. Die Wurtzcl vnd Same ge--kruncken/ trerbcn dcnHarn/vnndMonzcitdcr Frawen/ da ssclbige thut auch die Wurtzcl zum f apfflin gemacht Ivnd in die Schäme gethan. Zie Wurtzel vnd Samen werden auch nützlich eingemacht / vnnd mitEffigzu den Sultzcn behalten. Sind auch gut vermischt vnter die Artz-ncyen Idie bereyk werden derDauwring zu helf-fen Ivnnd sindt dem Magen fast gut vnnd nütz: Derhalben sich die Innwohner der Landschafft LiguriL desselbigen an statt deß Pfeffcrs/ in jrer Speise vnd Gemüß gebrauchen. Sein Same wirdt mit einem ändern Samen/derjhmchn-lich ist verfälscht:DerBetrug aber an dem Geschmack gespührt wirdt / dicwcrl der ungerechte fast bitter ist.Etlichepflegen diesenSamen mtt Fenchel vnd Seselsamen zu verfälschen. ^BckbCp(XftaiCfl/ Staphylinos agrios, Paftinaca erratica. Eap. lvj. IewildePastcney/GricchischStaphv-J linos agrios, zu Latein Paftinaca er-«Tratica genennt/hak Blatter dem Kör-belkraur ehnlich Ijedoch brcyter vnnd em wenig bttter / einen starcken rauhen Stengel/ mit einem Krönlin daraujs wre der Dill geziehrt/ in welchem weiste Blumen wachsen/ die in der Mute etwas Purpurfarbe haben/ beyna- tcy nahe Saffran gecl. Sein Wurncl wachst Fingere dick/ Spannett lang eines lieblichen Geruchs. Welche wenn fk gesotten ist / geffcn vnd zu der Speise gebraucht wird. Der Wilde Pastancy Same / getr uncken loder em zapffliN darauß gemacht vnd vnden bey gebracht treibt die Monatliche BluM. Ist auch gUt eingenommen denen / die schwehrlich harnen / die ein Brust oder Scpten Gcschwere haben lPleuritiden 5 den Wassersüchtigen / vnnd denen / dievon Schlangen vnnd ändern Gifftigen Thieren gebissen oder gestochen find. ' werde pfangnuß. Die Wurtzel treibt den Harn/, nd macht ein Begird zu beyschlaffen. Die wur-ßelzucinemzapsslin gemacht/ vnd vnden beygcbrachk / zeucht die Frucht auß Mutter Leib. Die Blatter gcstosscn / mit Honig vermischt vnnd vbergelegk sauberen die Geschwere / die man Pl^L§e dena8 Griechisch nennet. Die zame Pastaney ist auch zu den vorbenenken Gebrechen allen gut laber nit also krasstig als die Wilde/ jedoch zu essen viel bequemer. 0cfc(/ Seleli MafTaleoticon, Seieli Mallilieniei Cap. lvy. ^Assrlier Sesel aufs Griechisch Sefeh l Maflaleoticon,ztl SefeliMaf- b»»«-' iilienfe, hat Blatter wie der Fenchel jedoch dicker / vnnd einen stärckern Stengel / ein Krönlin oder Schadthütlin / wie der Dill / darinnen ein eckechrer/ langer Same wachst/eines scharpffen geschmackö seine WUrßel ist lang / eines lieblichen Geruchs.DerSame vnd Rraff-sm-d Wurycl haben eine krasse / damit fu erwärmen/ Q3eicm%s?” vnd sind grit getruncken wider die Harnwinde/ vnttd andere Gebrechen darvon der Harn tro-pffen weyß gelassen wirdk.Wider den schwehren kurzen Athcm vnd wenn man ohn aussgerichk nit athemen kann wider das ausssteigen der Beermutter/vnd die hinfallende Seuch/treiben die MoNzeit vüd Frucht / werden wider alle innerliche Gebrechen gerühmt/ vnd vertreiben den alten langwehreNten Husten. Der Massilier Sesel Same in Wein getruncken/hilfft der da-wunge/ sansskiget vNd legt den Schmerlen deß Grimmens ist gut wider die Feber/ Griechisch E plaloe,bewahrt mit wein vnd Hfesser gekrun-ekendiejenige/ sovberFeldkreysen/ vor grösser kalt/ vndwirdkauch den Geyssen vnd anderm Viehe zu trincken gegeben damit sie jhre jungen desto leichtlicher gebären. ! ^55 Aetivplschep Sese!/ Sefeh Aetiopicum. Cap» lviij. O^lllien Blatter sind. Drese Staude ist schwartz / mit Awengen zweyer Elenbogen hoch Idaran astlinwachsen/etwan Spannen lang/ anderchalben Schuh lang vnd krönlin wie Schadthütlin darauff/ wie aussdem Dill. Sein Sam ist ftyst/ wie der Weyße/ Q tii schwartz Brschkti» tung. Ethwpischer Sesel. schwarß/bltter/scharpffer vnnd eines starckm Geruchs ldann der Massitter Seftl zu ftpn pflegt. Griechischer Seftl / ScfeliPelopcn- nefiacum. Cap. lix. /^X Cr Griechische Scsel / zu Latem Se-feli P eloponnefiacum gmtttttt die-mü er in Grxcia,in derLandtschafft Pcloponnelo Nächst/ hak Blatter wie der Schierling/ftdoch brcytcr vnd dicker/ ftm ftcn-gel ist gröjser dann dcß Massilischen Sesele/ an Gestalt dem kraut Ferulae c^nitch/trdcher brcyte Krönlin oder Schathütlintregt/vndin denselbigen einen bittern/starckriechenten vnnd flei schechten Samen. Er hat mit den vorigen einerley Lugendtvnd krafft.Wachst an Bergen/in rauhem feuchtem Erdtrich / vnn d wrrdk auch in den Inseln gefunden. Griechischer Sesel. Besthrrh- huug. Rrafft vMtz VrrmSg«»- Kretischer Seftl/ Tordy lium, Se- feli Creticum. Cap. l)e. Er Cretische Scsel/ Griechisch vnnd U« Latein Tordylium, vnnd von ttli-Jchm Sefeli Creticum genant/wachst auffdem Berg Amano, in derLandtschafft Cilicia Ivnnd ist ein kurtz staudechtKrautiin/ mit einem runden gedoppeltcil Samen wie ein Schildk lam Geschmack ein wenig scharpff/ eines li eblichen Geruchs/wie das Gewüme. Der Same ist gut gctrunckcn wider die Harnwinde/ vnd wider die Gebrechen/davon ger Harn fchwehrlich gefangen wirdt/ vnnd treibt zugleich auch die monatliche Blum. Der Saffrauß dem StengelvndSamcn ge-prest/eines halben Dumrlins fchwehr mrt süssem Wein zehen Tage nach einandergen un-cken IHeylek die Gebrechen der Nieren. Die Wurtzel mit Honig vermischt / vnnd ge/eckt/ htlfft den zähen Ischleymigen Feuchtigkeirerl durch das außwerffen auß der Br u st. Frcnlbde Von allktley Artztieykräutem. IS7 CmischerScftl» CrettschttSM IremtdePttersilM» FrcmbdePetersilgm/ Sifon. Cap. ly. Je ftembde Pekersilgm Griechisch !vnvzuLatein Sifon klein kung ^Samlm/m Syriawachftnd/dem Eppich ehnlich/lang/ schwartz/emeb scharpffenGe-fchmackß. Dieser Same ist gut getrUncken / wider die Gebrechen deß Mltzco/ wider die Harnwinde/ Permög«». vnd die verhalteneBlunider Frawen. Die Inwohner deß Lande/da er wachst/gebrauchen sich fein in den Sültzen Imit gesotten Kürbiß vnnd COg. Q m Rraffi btmb | Vermögt», ^ Emß.j Eniß/ Anifum. §ap. (ßy Niß Gnechrsch vnd zu Latem Anifum, jebwol bekannt / der beste soll ^Gftlsch seyn/ vollwachscn / vollkommen/ schön/einesfürnemenGeruchs/vndnttkleiecht/ der in Crem oder Candia wächst / wrrdt vor allen ändern gelobt vnd nach demfelbigen der E-gyptifche. Aller Eniß hak ein kugendt vnd krafft / damit er wärmet vnd krücknet/ macht einen guten lieblichen Athem/ sanfftigek die Schmerßen treibt den Harn/vertreibt dicWasscrsuchk/loschet vnd stillet den Durst/widerstehet dem Gifft/vnnd i st gut wider aller gifftigcn'Lhicr Stich vnnd Brssz. Vertreibt die windige Auffblahung dcß Leibs/ stopfft den Vauchflu ß/vnd vbngen Fluß der Frawen bringt die Milch zu den Brüsten macht einen Lust vnd Begierd zum Beyschlaff. Der Dampffdcß angezündten Eniß in die Vasen gefangen/leget den Schmei ßen deß Haupts. Eniß zu reinem Pulucr gestossen / mit Rosenöl vermischt/vnd in die Ohren gekropfft / heylekdie verletzkeOhren., Gareenkümmet. Brasst vnnd Vtrmögm. GaMttkÜMMel/ Caros, Carum. Cap.lxii/. Arten kümmel oderWisenknmel Griechisch Caros, zu Latein Carum vnnd Caros genennk/istein Sämlin/gemein-lich wol bekandt. Kümmel wärmet vnnd treibt den Harn/ist dem Magen gut/macht einen süssen lieblichen Athem/hilffk der Däwung / wrrdt unter die Arßneyen/die wider dasGiffk einzune-men sind/vermischt/auch ist er gut mit dem/ das in Essig eingemacht vnd behalten wirdt. Man gebraucht sich auch deß weissen Kümmels au statt deß Eniß / seine Wurtzeln werden wie die Pa staney Wurßcln genossen. Dill/ ISA Dill/ Anethum. Kap.lxüH ErDlll wttdt Griechisch vndzu LakeM l Anethum genennt / dre Btüh/ da Dü- Rrasst vnd das oberste deß kraurs ge- v-rmöge^ dörrt/mn gesotten sindt/ geeruncken befördert die Milch Ivertreibt die windige Auffblahunge deß Lelbö/fanfftigctdm Schmertzen deß Gnm-Menö/ftopfftden Srulgang/ wehret dem Brechen vnd vbergeben Itreibt den Harn/ Met Vas Kluchn/verdunckelt jedoch viel vnd stäts getrun-kkcn das Gesicht / vnd dämpfst den'natürlichen SaMen/ wirdt wider die Gebrechen der Beer-mukter zu eincüi Badk verordnet. Die Asche deß verbrannten Dills vbergelegt vcrtre bt die Kra-enaugen oder Leichdorn / vnd harke Warßen deß Hindern / die man Condylomata Griechisch nennt. Pfejferkümmel/ Cyminum. Kap.M Er Pftffcrkümmel l öder Römische Kümmel/Gnechisch vnd zu Latein Cy-'Tminum geneNttt / ist dem Mundt süß vnd lieblich Iaber der Ethropische Kümmel viel mehr/welchen Hippocrates Königlichen Kümmel ncnnck.Nach diesem ist der/welcher inEgpp-tcn wachst. Darnach folgen die andere. Er wachst auch in Galatia/Asta/Ciliria/ Terentia vnd in etlichen anderen Landtschafften. Der Pfefferfümmel Hat die art/daß er erwür- Kräffi mct vnd trücknet.Pfefferkümmel in öl gesotten/ TlermSgc^ vnnddas Del mit einem Clystierröhrlin bchge-bracht/istnütz vndgut wider das Grimmen vnd windige auffblahungcn deß Leibs. Au demselben ist er auch gut mitGerstenmeel in Wasservnnd Del gcweycht/gesotkcn/vnnd wie ein Pflastcr v-bergelegtLPftffcrkümmelmitWaffer/darrnnen Essig vermischt / ist gut getruncken wider den kurljen vnd schwehrlrchcn Athem/den Man allein aussrecht vnd sitzend holen kan. Mit Wein ge-truncken Iist er gut wider der Schlangen vnnd gifftigcn Dhier biss;: PftfferkümMel mikMeer-ttäublin/ Boncnmee!/ Del vnnd Wachs vermischt/zum Psiaster.gemacht/ vrind vbergelegt/ heylet die hitzige Geschwulst deß Gemachts/vnV stopffr den vbrigen Fluß der Frawen: Pfesscr-kümmel gestossen / mit Essig vermischt/ in die Nasen geehan fwehret derselbigen Verblutung. Pfcfferkümmel aber getruncken oder angcstri-chen/macht dem Leib ein blepche Färb. Brschrti- bung- Arafft buO Dermögri». V Eßwilden Kümmels/Gttchlsch Lyminon L^rion, zu Latem Cyminum fylue-6:re gencnnt/wachst vret/vntcr a llcn aber der krafftrgste/ ln Lycra vnd Galatia / Asia (^^Lvnnd bcy Carthagme in Hispania / ist ein klein staudecht kmutlin/ fern Stengel ist schmal/zart/einef Spannen laüg / daran vier oderfünffkleineBlaktlin wachsen zcrkerffet/ vnd mit Schnitten zertheylt/wie das Kcrbclkraut/auffdemStengel zu oberst/wachsen fünff oder sechs wcyche/runde L)auptlin/darinn ein fprcwechterSamcbehalten wirdt/welcher am Geschmack etwas schapffer ist/dann der zame Pfeffer Kümmel/wach st an den Bergen. Dcß wilden Kümmels Same ist gut mit Waffer gctrunckcn/ wider das Grimmen vnnd windige Auffblahung deß Leibs.Mit E ssig getruncken/vcrtrcibet er das kluyen. Dient mit Wein eingenommm/wider alle grfftigc Thicr/die mit Stechen vnd Beiffen vergifftcn / ist den feuchten Magen fast bequem.Der Same gekawet/mit Honig vnnd Meerkraublin ver-mischt/vndvbcrlegt/ftrubert dre blutige Gtreichmasen / vnnd dasvntcrgerunncnBlut. Er hevlt auch die hitzige Gemacht Geschwulst/ mit denfelbigen Stücken wie ein Pflastervbcr-gelegt. Fcrrner ist noch ein ander Geschlecht deß wilden Kümmels / dem zamen vnd Pfeffer kürm mel nicht vnchnlich/welches auß erner jeden Blumen Schottin wie kleine Hangende Horm (in herfür thut/darinn sein Same behalten wirdt/dem schwartzen wolriechenden Corrander/ Nigelle chnlich/wirdt wider aller Schlangen Biffz mit nutz getruncken. Ist auch den jeni--gcn rrcfflich gut/die den Stein haben/schwehrtich vnd iropfflich harnen / vnd gerunncn ge-licbert Biut in der Blasen haben vnd harnen. Man gibt aber darauffein warme Brüh/da Eppich Same inn gesotten/zu triucken. Ammi. Vonallerley Artznepkräukern. AjnmL Ammi. ljkvif. Conandep. As Kraut Griechrfch vnnd zu Latem ) Ammi nennen etliche auch vEtiopi- 6Hna' ) cum Cyminum, ba$ i(t / Aetiopischen Kümmel. Etliche andere halten es dafür daß Her Ammi vnd Aekiopifche kümmel vnderfchey-den Samen vnnd gewachejindt. Der Ammi Same iß manniglich bekannt/ aber viel kleiner/ denn der Kümmel Iam Geschmack dem Wol-gemut ehnlich. Derbeste Ammey Sam ist/ der saubervnd nit bleych ist. Er erwärmet vnd trücknek vnd ist einer Wi- Rrafft gen art vnd namr. Der Ammey Same ist gut VrrmSg«. in Wein getruncken lwider das Grimmen/ wider die Harnwinde / vnnd wider die Gebrechen/ davon der Harn schwehrlich mit Schmeryen gefangen wirdt/vnd wider allerGiffkigenLhier bissz/ treibt auch der Weiber monatlicheBlum/ wird auch nützlich in die auffnagendeartzneyen/ die auß den grünen Spavnifche« Fliegen oder kafferlin ICantharides, bereyk werden welche Artzneyen die Griechen Ecdoria nennen/ vermischt / vnd widerstehet der beschwehrlicheit deß Harnens/ die auß dem gebrauch solcher Artzney entstehet. Der Ammey Same mitHonigver-mischr/ vertreibt das vndergeronnene Blut/vnd dieBlutigeStreichmaftn.Ermachteinebley-che Farb Igetruncken oder vbergelegt. Der Dampffdeß angezünden AmmeySamens mir Mcertraublm oderHartz vermtscht/reynigetdie Bcermutter^ SiOditttbetY Corion, Corianma Coriandrum. Eap» iMif. £Snander/ Griechisch Corion vnd Co-^M«r rianon, zu Latein Coriandrum »ist ge-meiniglich allen wolbekannt /vnnd hat ein Krafft / damit er eckültt / heylet vnnd vertreibt derohalben / mit Brodk oder Gerstenmaltze vbergelegt / die Rose oder den Rohtlauff/ vnnd die Gefchwer/ dieweiter kriechen. Mit Honig oder Meertraublin Idie Geschwer(ExmüLi-ckes) die Geschwulst der Gemacht / vnnd die Carbunckel: Mit Bonen Meel vbergelegt/ die hatte Geschwulst vnnd Gefchwere so am Halß Ivnder den Achseln vnnd bey dem Gemächt Ian dem dicken Schenckel erwachen Izu Latein Struma;, vnnd andere Beulen vnd harteGeschwulsten/auch dieman zuLaiei« Panos nennet. Einweing Eoriander fame mit süssem wein getruncken/ treibet die bauchMwme auß/ Btschrti« bung. T^raffi vnnd VtkmSgk». Brschrct« bung- l-2 Pedacii Diofcoridis SDVttil’^ 95UC6/ Groß Habich kraut. r Klein Habich kram. € auß/ vermehret den natürlichen Samen.Dcß-sclbtgen aber vrelgeisen beschädiget die Ver-nunffk Idcrhalben sol ma i sein nit viel noch statö gebrauchen. Dcß Corianders frischer S.sffr mitCerüsa oderBleyweiß/ Silberglet/ Effig vnnd Rosen dl mol vermischt / heylct die brennende hchige geschwulsider euffersie haut/ -teseibige damit bestrichen. jptXbtcß tvcmt Hieratium maius, Laduca erratica maior. Cap.lxix. Roß Habich kraut/ Griechisch Hie-I raticon rnaiu8,ZU ^dtmi/Laduca erratica maius, hat einen dornechten rauhen Iröhtlechten Iholen Stengel / seine Blatter sind nach etlicher weite / rings vmb ein wenig zerkerbt/ wre derHa sen Kdt/vrid hak gee-((Blumen auß langechtem köpfflin wachsend. Das Habich kraut hat ein Krafft damit es kületvnd sanffkiglich zusammen zeucht / wirdk dcrohalbcn wider die Hitze dcß Magens / vnnd andere hitzige Geschwulst vbergeiegk. Sein Safft getruncken Isanjftiget das bcisten vnnd nagen deß Magens. Das kraut sampt seinen Wurtzeln vbergclegk/ heyltt der Seorpionen Stich. Klein Habich kraut/ Hieratium minus, Laduca erratica minor. Cap. lxx. Aö kleine Habich kraut / Griechisch i Hieratium minus,zu Latein Ladu-*^ca erratica minor / hat blatternach etlicher weite lrings vmb zerkerbt/ grüne/ zarte Stengel/vndauff denselbigen Circkel ronde/ dotker geele Blumen.Das kleineHabich kraue hat dieftlbige Lugcnt vnnd Krafft wie bey den grossenistvermeldt. Aamer Von allerlei) Artznepkrätitem. ZamefEpptch. Vawrm Eppich» . -70 Zamer Eppich / Selinon cc- p Apium hortenfc- Cap. Im. Cr zame Eppich oder Epff/ Gne- l chisch Selinon cepxon, zu LattM _ jApiumhortenfe, ist Wider cbm die-selbige Gebrechen gut Iwider welche der Co-nandcr.DcrEppich ulit Brodt oderGersten- «rafft grieß zum Pflaster gemacht vnd vbergelegt/ Dennoge«. vertreibt die Hitze der Augen fanfftigek die Entzündung deß Magens/ er benimpk die har-tigkertder Brüste/ so sich von wegen der gekästen MtlcH erhaben hat. Eppich rohe oder gesotten gessen/ treibt den Harn. DieBrüh/dar-innen Eppich Blatter vnd Wurtzeln gesotten habm/ getruncken/widerstehet allem Grfft/ vnd führt dieselbige durch ein Erbrechen auß. Dieselbige Brüh stopfst den Stulgang.Sein Sam ist krafftigcr den Harn zu treiben. Er ist auch gut wider der gifftigen Lhier Biffz vnd wider die eingenommme Silberglett/vertreibt drsK)indige Auffblahung deß Leibs wirdt vn-ter die stillende Artzneym vermischt. Wie gleichfalls auch vnder die/fo wider das Gijfk einzunemen flndt/vnnd wider den Husten werden gemacht vnd hereyk. Wasser Eppich / Bawrm Eppich/ Eleofclinon, Apiüm rufticum & paluftre.Cap. im »AsterEppich oder Bawrm Eppich/ [GwchflchEleofclinon, zu Latein/ Apium rufticum »tml) paluftre genannt/ wachst in feuchtem vnnd wasserechtem Erdtrich/höher vnd länger dann der zame/vnd vermag alles das / was von demzamenistge-tagt. R Peter- Btkhrch, tmig. Rrafft vnnd Petrofelinurm. hu>tg- R rafft vnsS DiUTrfßt»- ‘Petcrflltcn/ Orcofelinon, Apium Montanum» Cap.lMj» m ^Etersilicn oder Peterlm / Griechisch j Orcofelinon vnnd Petrofelinon a-^grion^tt Latem ApiumMontanum, »tlöPetrofelinumfylueftregenannt nen emfachm Stengel auß einer schmalen Wurtzclwachscnd/emcr Spannen hoch/ vmb welch masilm onfncjflm darauff entspringen wie aujfdcm Schierling / jedoch viel dünner/ darinnen ein langer/scharpffcr/dünner/wolrie --chender t-^ame wachst/ dem Kümmel ehnlich. Dieser Peterlm wachst an den Bergen/vnd m steinechtem Erdtricb. Sem SamevndWurtzeln inWeingcsot-tm vnd daruon gctruncken treiben den Harn vnd Monzcit der Frawen. Sie werden auch vnter die Artzneyen vermischt die wider das Gifft einzunemmen findt Antidota Griechisch gcnennet/ wicgleichöfals auch unter die/ die den Harn Zu treiben / vnnd Zu erwärmen bereit werden. Hie müssen wir vno fürsehen/ daß wirnichk betrogen werden / vnd dae kraut/ Griechisch Petrofelinon^« Latent Saxatile Apium, mitdresem Oreofelino oder Montano Apio für cinerley Haltm/sintemal cs vn-terschiedliche Gewächs vnd Kräuter- sindt. Petro(elinum, Apium laxatilc. Cap.lxxruj. pEtrofelinum Griechifch/zuLatein apium faxatile, wächst in Macedonia/ auffhohen spitzigen Felsen / vnnd hat einen Samen dem Ämmey Samen ehnlich er ist aber eines stärkeren Geruchs/gleich demGcwürtz/vnd eines scharpffen Geschmacks. Draht Dm Harn/ vnd MonZeit der Frawen. I st auch gut wider die windige Auffblähungc dcß Magens vnnd der Darme/vnd wider das Grrmmen.Sänff-tigt den Schmertzen der Setten Nieren vnnd Blasen/im Dranck eingenommen / vnd wirde auch mit Nutz vnter die Artzncyen/die wider das Gisst/Beförderung deß Harns einZune-menfindt/vermischk. Grösser Von allerlei) Artznepkrautem. Ix>5 Grösser Eppich. E)Vt>ffcr Eppich/ Hippofelinon, Olufatrum. Cap. typ. Er grosse Eppich auff Grie- Btschrei-d)tfch Hippofelinon,Raffln Olu- 6una* Ö^Ofatrum, von etlichen Smyrnion ge-«cnnl/wiewol das kraut/das eigentlich Smyrnion hcpst iein anders ist / wie bald hernach an-gezeigetwerden soll. Dieser Eppich rst grösser vnd weisser Idenn der zamc Eppich. Sein stcn-gcl ist hoch lhol Iweych / gezcignet / als wcre er mit Linien durchzogen/mit brcpten Blattern/ auffKestenbrault geneygt / mit einem krüll/wie das Kraut Libanotis, geztcrt/ welcher voller Blumen/darnach wenn die vcrblüen/ voller sa-men/ der wie Cphew beerlin zusammen wachst. Dieser Same rst schwartz/ lang/ vcst/ scharpss/ vnd hat einen Geruch / wie das gewürß. Seme wurtzel ist nit fast dick leines lieblichen geruchs inwendig weiß aufwendig schwach/ dem mund lieblich/vnnd zu essen bcquem.Dergrösser Eppich wachst gerne in schattechten Drkten vnd bey den Moßlachen/wrrdt wie andere kochkrcü-tcrlauch wie der ander Eppich gcnossen.Seine Wuchel isset man gekocht vnd vngckvcht. Die Blatter vnnd Stengel werden gesotten gessen/ vnd allein vor sich / oder mit Fischen bcreyk vnd gekocht/ oder auch etwan rohe mit Saltzwasser zubchalten eingemacht. Dcß grosscn Eppichs Sam mit Claret ge- vnd truncken/trechtdieMonzeitderFrauwen? ist deineofrembvmRosMarinSamcn/wel-chen die Griechen Cachrys nennen / ehnlich. Seine Wurtzel hak einen licchNchcn Geruch/ v welche gut ist getruncken/ wider die Harnwin-C0ung chcN Cachryygcnmnet wirdt / hat Blatter wie ftt^rban». der Fenchel/jedoch dicker vnd breyter / rundk wie ein Rad/auffder Erden arißgebreyt/emes lieblichen gemchs/vnd hat einen stengel Elenbogens hoch/vnd etwann auch höher mit vielen Achsel hölen lauffdem Vtcnge! ein krönlin oder schak-§üLiin/darinn viel «W^UC|/ D-scbr-i. Das Kram aller Rosmarin in gemein geflossen/ vnndwie ein Pflaster vbergekegt/ stopfft 5-1,«-, dsß vn. dmvbrigenV! utfiriß der Güldmadern Isänfftiget die hitzige Geschwulst deß Hitidern/ vnd fuchtLar«. du'Fcygwartzc !/zclrrgctdicgcschwu!ft/Aposiemvndgcschwer/ die von sich selbst nicht leicht-(ich zeitig werdciuDre trucknc wurycln ;u reynemputuer gestoffen/vnd mit Honig vermrscht/ RE v««d säuberen die Gcschwer/sindtauch gut / mikWein getrünckm wider das Grimmerwund tun^n. £C{ Schlangen biss; / treiben den Harn vnnd Monzeit der Frawm vertreiben vber-gelcgt die alte Geschwulst. Der außgepreste Safft der Wurßeln/ oder deß Krauts selbst/mit Horrrg vermischt Ivnd angcstrichcn / macht ein scharpssGesicht. Sein Same hak eben die-ftlbrge Krafft vnnd Wür ckung. Er ist gut wider die hinfallende Sucht vnd alte gebrechen der Brust. Ist auch gUt getruncken/mit Pfeffer in Wein wider die Geelsuchk. Der Same klein gerieben/in öl venmscht / vnndderr Leibdamitgeschmiret/ treibtdenSchweiß.Istgut wrder dieBrüche/ wider den Krampffvnnd dasPodagra / mit dürrem Meelin Essigwok vermischt lvnd wie ein Pflastervbcrgelcgt. Vertreibt die Jittermahl/ scharpffem Essig vermischt. Wenn nrann den Rosmarin Samen einncmen wil so sott man dm nicht nemen/ berCachris genennek wirdt/denn dcrseibige ist vbcrauß scharpff brennende / damit er dm HalßvnndSchlundkbrcndk vndwundtmacht. Theophrastus sagt/ eswachßedasKraut Libanons oder Rosmarin in derHeyden/mit seinen Blättern den Wilden Lattich Blattern ehnlich/ ohn das sie rauher anzugreiffcn vnnd weisser sindt / mit einer kurtzen Wurtzel/ vnnd daß dasselbigeKraut eingenommen oder getrunckcn bersich vnd vnder sich purgier. Der Sam deß Krauts LibanotisCachrischat eine Krafft hefftig zu erwärmen vnd zu trü-ckncn. Wirbt derhalben in die Artznepen/ die da sauberen vnd abstergiren vermischk.Ist auch gut vffdas vorderhaupt gelegt/ wider die Flüßsoindie Augen fallen / also daß er auffdm dritten Tag erstmahls auffgebundcn wirdk. Elmbogens hoch/ vnd erwan höher Ivnnd sindt dem Fenchel gleich darauffein gedoppelter Same Libanotis^Rofinarinum coronarium. Cap. lMnrj. Er Rosmarin dessm man sich zu den ^^/Krantzen gebraucht/ Grrechisch Liba-C^^notis^ii Lawm Rofmarinum coronarium , bringt schmale astlin/ vnd vmb die-selbige kleine lfeste/lange/ schmale Blatter/auff der vndcrnSeyten weiß/ auffderobern grün/ mit einem schwehren geruch. Er hak eine krafft/ damit er erwärmet / vertreibt die Geelsuchk/ also / daß man den Rosmarin in Wasser siede/ vnd dem breßhaffken davon zu trincken gebe/ehe denn er sich bewege odervbe vnd darnach wenn er den Leib bewegt hat / vnnd sich wol geübt/ daß er alß dann in ein Wasserbadt steige / bade vnd darauff Wein trinck. Man pflegt diesen Rosmarin in die Salben zu vermischen die wider die Müdtigkeit werden bereyk/vnnd vnder die Mostsalbe/welche Gleucinum odervnguen-tum mufteum zu Latein gmennet wirdt. Meysterwurtz/ Spondylion. Cap. lMv. 6^V^Eysterwurß/ Griechisch vnd zu Latein yl/(ISpondylion, hak Blätter den Blät-^BU/temdeß Ahorns envan ehnlich / vnnd Brfchtt»- b»>ng ZtrafüHM* Vrrmög«». BefchrN. NmS- dem Kraut Panaci. Seine Stengel wachsen Meystekwnrß. Same wachst/ dem Seselsamen chnlrch/jedoch etwas brcyter lweisscr / vnd sprewerechtlger / eines fchwehren Geruchs. Seme Blumen sindk weiß / oder bleych / dieWurtzel weiß wie ein Rattich Ivnd wachst in Moßlachen vnnd feuchtem Erdtrich. Sein Same gekruncken miben die Fleg- RE s-L malische Feuchtigkeiten durch den Stulgang auß. Disee kraut ist gut gttruncken / den Leber-süchtigen /welche die Geelsucht / einen buchen vnndschwehrlichen Athem haben vnndkaum athmen mögen sie Den denn mit auffgerich-rcmLeib.Auch ist es gut wider die fallendesucht/ vnnd das auffsteigen der Beermukter: Der dampffdeß angezünden Samens munderr/ die so in dieSchlaffsuchr gefallen/ widerumb aufst Der Samen in 6l vermischt/ ist gukgeschüttek vberdieHaupkerderHirnwükkigen vnd schlaff-süchtigen/vnd wider den wehthumb deß Haupts. MitWcinrautcn vermischt/ vnd wie ein Pflaster vbergelegt/wehret er den Geschweren die weiter kriechen. Die Wurtzel eingenommen/ vertreibt die Geelsucht / vnd ist gut wider die gebrechen der Leber. Die Wurßel vmbherabge-scha bet/ verzehret die Harrigkeit der Fisteln in diesclbige hinein geschoben. Der saffk auß den frischen blümen geprest ist gut wider die schwerenden vnnd Epterende Dhren. Dieser Saffe wirbt wie anderer Krauter Safft außgeprest/in der Sonnen getrueknet vnd verwahrt. Maithex, Fcmlät Cap. Im* As Marek deß frischen grünen kraurs/ Rrafft jwelches Griechisch Narthex, zu La-_ _ jfcitt Femla genennet wirdt/lst nütz vnd gukgctruncken/ wider den Bauchfluß welcher zu Latein Coeliacus genennet wirdk vnd wider das BlUtspeien/vnd Erbrechen.Auch ist er gut gelruncken mitWein/wider der Nattern Bissz. Daflelbige Marek in die Nasen gesteckt / stopf-fet das Blut / so darauf; fleust. Der Same deß Krauts Ferulae ist gut getruNcken / Widerdas Grimmen. Der Same in öl vermischt treibt den Schwcpß l den Leib damit geschmirek. Die Stengel gessen Imachen einen Wehthumb deß Haupts. Die Stengel deß Krauts Ferula: werden eingemacht / vnnd mir Saltz bewah-rtt. Dieses Kraut gewinnt einen Stengel dreyer Elenbogen hoch Imit Blattern den una' Fenchel Blattern ehnlich / ohne daß sie Rauher vnnd Brcpter sindk. Die Stengel deß Narthex. deß Krams kerulL, werden vndm bey der Erden vcr wundt/ vnnd geben cm Gummi/ welches Griechisch Sagapenum genennttwirdk. HarftMttg/ Peucedanum. Kap. lMVlj. /^^ Er Harftkang Griechisch vnnd zu ^MLatcin Peucedanum genent bringe ^^öcnicn dünnen/schmalen Stengel/wie der Fenchel. Daran vndcn neben dcrWurtzel viei Blatter bey einander fest getrungen wachsen/ mit einer dottergeelen Blumen. Seine Wurtzcl ist schwartz/dick/ voller Safft eines fchwehren Geruchs / wachst in schattechtcn Bergen. Eswirdk ein Safft auß dcmHar-strang gesamlet / auff diese weise. Man verwundet die zarte Wurtzelndcß Harstrangs/ vnnd setzt den Safft/der daraus; flcust/ von Scundt an in dcnSchatten/sintcmal er in der Sonnen verschwindet / vnd untüchtig wirdk. Dieser Saffr wenn er gesamlet wirdt / macht den Schwindel / vnnd einen Wchchumb deß Haupts so man zu vor das Haupt vnnd die Nase nicht mit Rosen öl bestrichen vnnd ge-schnüret hat. Die Wurtzel geröst/wirdt untüchtig. Man prest auch auß den gcsteffcnen Stcnglenvnd Wurtzel deß Harstrangs / eilten Safft wie auß Alraun. Aber der Safft der also außgeprcst wird/ist vnkrafftigcr/ denn der herauß flcust/ vcrleuhrt seine krafft schneller vndwirdtvntüchiig. Matt flndtauchetwa n an denStenglm/vndWurtzcln deßHar-strangs/ einen anhangenden/ vnd zusammen gewachsenen außgefloffenen Safft/ wie Weyrauch. Der allerbeste Harstrange Safft/ ist der/ welcher in Sardinia/vnd Samothrace ge-samlek wirdt / roht von Farben / ?tnee schwchrcn Geruchs/vnd brcnncndk am Geschmack. Der Harstrang Safft/ mit E ssig vnd Rosen öl vermischt/ ist fast nütz vnd gut angestrichen/ wider die Schlaffsucht/ Hirnwüdigkcit/ Schwindel/Fallendtsucht/ alten vnd langwchren-ten Wchchumb deßHaupts/ Lame / Wchchumb der Hüfft/Krampffe/vnnd in Summa wider alle Gebrechen der Ncruen Ioder Sennadern. Sein geruch erweckt dic Frawen / so von wegen deß auffsteigcno der Beermutter Iauff die (£rxe gefallen sindt/wic gleichfalo auch die Schlaffsüchkigen. Der Dampffe deß angezünden Saffts vertreibt die Schlangen. Mit Rosen öl vermischt/ist er gut in dieDhren getropfft/wtder derselbigcSchmertzcn/ sanff-ttgct den Schmcrtzen der Jan / m die hole Jan gethan. Mit einem Ey eingenommen/ist er gut wider den Husten vnd kurtzen Athem/ vertreibt das Grimmen/vnd windige auffblahun-gen deß Leibs/weycht den Bauch vnd Stulgang fast gclmdt/ mindert den Mtltzen/bcförderk die schwchre Geburten gewaltig / ist gut getruncken wider die Schmertzen der Bla scn vnnd Nieren Ivndderselbigen Spannung vnd Außthanung.Dcr Harstrang Safft/eröffnet die Geburt Glieder. Diewurtzel ist auch gut wider alle vorbenente Gebrechen abernitalso krafftig.Man pflegt die Brüh/da dieWurtzel in gesotten ist/ zu trincken.Die gedörte Wurtzcl Izu reynemPuluer gemacht/ säubert die faule Geschwer/Hcylet die alte Geschwer zu vnd zeucht die alte Schiffern, derBeyne von innen herauß / wirdt auch nützlich vnnd wol in die Eeroten vnd Pflaster ldie zu erwärmen bereyt werden vcrmischt.Die beste Harstrang wur-tzel soll frisch sein Init Wurmig / feyst / vnnd voller Geruch. Den Harstrange Safft ein zu-ncmen oder zu trincken Iso pflegt man ihn zu zerschmeltzen / vnnd mit bitter Mandel Kern oder Weinrauten / oder warmem Brodt/ oder Dillen zu vermischen. Schwartz Btschrci« Atrafft vnnd Dttmögen Schwach wolrtechender Konander/ Melanthion, Nigella. Cap. lxxxvüj. .Er schwarße wolriechende Coriander 1( Griechlsch Melanthion, zu Latem Nigella) jj? em kurß staudecht kraut-Ün \mit schmalen astlrn / etwa« zwcyer Spannen lang vnnd langer hat kleine Blatter wie Vas Kreutzkraut / jedoch viel schmäler vnd dün-. ner/bringt zu öberstkleine kurtze köpfflin/ den Mon Köpffen ehnlich welche inwendig mit etlichen Häutlin durchzogen sindt / in der Gestalt der Tratten darzwisctzen ein schwartzer/ scharpsfcr/vnnd wolriechender samt verschlossen ligt welcher auch in das Brodt gebacken wirdt. Er sanfftiget den Schmerßen deß Daupts Rraffrvnd wie ein Pflaster ober die Stime oder vorder vermöge,,. Haupt gelegt. Dieser Sam klein gcstosten/ vnnd mit geel Viol dl/ die Nase gcthan vertreibt die anfangende Starfel der Augen.Ver-treibt rnitEjsigvbergelegt/ dieMasen/sprüt-lin/ Raude/ Grindt/alte Geschwulst/Beulen vndHartigkeit/mit altenHarn vermischt vnd vbergelegt/ die kraenaugen oder lcichdorn wen sie zuvor rings vmbherauffgelöset sindt. Der schwartzc Coriander Same mit Kyn Hvlyin Eflig gesotten vnnd den Munde damit gewa-schcn/sanfftiget den Schmertzen der Za«/ rautet Iklein geflossen vnd mit Wasser vber den Nabel gelegt / dierunde Bauchwürme auß. Stillet gestosscn/in ein Lüchlin gebunden Ivnd dran gerochen die Catar oder Schnopffcn/ befördert/viel Lage nach einander eingenommen/den Harx vnd Monzeit der Frawcn/ vnd beylt Iemee quintlins fthwehrinWassergetruncken / die biss; der Spinnen (tnmanPha-langias Griechisch nennet) der Dampffe deß angeznnden Vameno vertreibt die Schlangen? vnd rstjedoch Iwie man sagt Iin vnmaß gebraucht dem Menschen ein tödtlich fr Silphion, Lafer, Laferpitium. §ap. lMlch As Kraut auffGriechifth Silphion,zu Latein Lafer,vnd Laferpitium genennet/ i wachst in Syria IArmenia / Media lvnnd Lybia/bringt einen Stengel welchen sie O^.Mafpemm nennen Ivnnd ist dem Stengel deß Krauts Ferul$ ehnlich mit Blattern dem Eppich gleich Ihat einen breiten Samen. _ _. . Seine Wurtzel bat die Krafft damit sie erwärmet. DieWurtzel geffen/ ist schwerlich ZU verdawen Ivnnd ist der Blasen schadtlich. Abermitöl vnd Wachs vermischt / vnndvberge-kca t ibeylt sie die Gcschwer IBeulen vnd Geschwulst / die man zu Latein Strumas, vnd Panos nennt.Mit dl vermischt/vnd wie ein Pflaster vbergelegt/vertrerbt sie die Streichmascr^ vnnd das vndergeronnmeBlut. DieWurtzcl mitderViolwurtzsalb oderHartrigelDel vermischt/ sanfftiget den schmerzen derHüfft.Dic wurtzel mit Essig gesotten in einer Gra-natapffel rinde angestrichen/vertreibt alles/was vnnatürlich an dem hindern auß zu wachsen pflrgt/cingenommen odergetruncken/ widerstehet sie dem gifft/ gibt den spetfen/vnd sültzen einen lieblichen vnd anmühtigen geschmack/vnd macht einen guten athem. Außdemkraut Sil- Srlphwn. Silphio wirdk em Safftgesamler/wekcherauch Silphion mmbLaferwbt genennt.Man verwundet die Wurtzeln vnd die stengel deß kraute / darauß em Feuchte fleust/ die man/wie siche ge-bührt/auffnlmpt vnd cntpfangk. Derbeste saffk ist rothlccht klar / durchsichtig/ mit seinem Geruch der Myrrhen ehnlich müdem Lauch eines starckcn Geruche/süß amGeschmack/pflegt im Wasser leichtlich zuschmeltzen/vnndwirdt darinnen weiß. So jemandt deß Gaffte Silphii (welcher von wegen der Landtschafft Cyrenai-cux,dae ist / Cyrcnischer Safftwirdtgencnnct) in den Mundt nimpk vnd den versucht/treibt er ein Feuchtlgkeit/wie Schwerß/vber den gantzen Leib/mit einem sanfften vnd lindenGeruch/also daß der Mundt/dessen der ihn versucht hat nur ein wmig/vnnd mt lang darnach schmackt.Der Gafft aber deß Silphü oder L aferis, welcher in Media vnnd Syria wachst / davon er auch ge-ncnnet wird ist viel vnkrafftiger vnd hat einen stinckenden Geruch.DiescrLasersafftwirdt mit dem Sagapeno, oder Bonenmeet/ che er trucken wirdt/ oerfalscht/ der betrug aber wird in dem geschmack/geruch / Gesicht/ vnd in der zcr-lassung befunden. Dasindtetliche/ diedcn stm-gel dieses krautö/sonderlichS^lphion,dieWur-ßd Magudarim, t>nnb die Blatter Mafperon nennen. Der Gafft dieses Gewachs/ist das a ller krafftlgst/da rnach die Blatter/zum letzten der Gtengcl.Dcr Gafft ist fcharpff/vnd macht Auffblahung.Hcylt mit Essig/Pfeffer vnd Wein vermi scht vnnd angestrichm die Gebrechen darvon das Haar außfalt (welche die Grrechm Alopecias nennen) Macht mit Honig angcstrichen/ ein scharpffgcsicht/vnd er-trerbt die anfangende GtarfeU der Augen. Dieser Gafft in die hole Aan gcthan oder mit Weyrauch n einem reinen lemey Tüchlin vmbhcrgebunden/oder mit Isop/Fcygcn in Wasser vnd Esslg gesotten/vnd den Mundt damitgewaschen/sanfftigetvnlslegt den Gchmertzen der Zan.Dieser Gafft ist gut in die Wunden gethan/ so von wütenden Hunden/ oder ändern Threren gebissen smdt.Ist krafftig wider die vergtffre Pfeyl/vnnd widerstehetallergifftigen Thier Stich vnd Biffz/emgenommcn/getruncken/vnd vbcrgelegt. Dieser Gafft in öl zcr-schmcktzet/vnd angcstrichen/heylt der Scorpionen sttch. Wirbt in die Gcschwer/die sich ver-wandieu m das kalt Fewcr oder Brandt/davon die Glieder faulen vnnd absterben/ gegossen/ nach dem dieftlbigcn vor mit einer Flittcn auffgehawen'sindt/dann er wehret/daß,'sie nit weit-tcr kriechen.Ist auch gut allem vor sich/oder mit Weinrauten/ Niter vnd Honig vermischt/ wider dicgcschwcr vnoApoftemacachtcju LatcmCarbunculi gencnnt werden.Dieser fasst mitWachs/oderdemjnnerlichen thcilder gctrücknetcn Fepgen vermischt vnnd vbcrgclcgt/ rautetdieKraenaugcn vnnd Leichdorn auß/ wann sie zuvor mit einer Flitkenauffgehawen vnd rings vmbher auffgclöst sindt. Mit Essig vermischt/heplt er die neuwe / frische Flechten das außgcwachftn F*leisch(Sarcoma bey den Griechen-vnd dievnnatürliche Geschwülsten in der Nasen(bcy dcnsclbigcn Pohpus genennt) lassen sich leichtlich mit einer Scheren her-auß ziehen lwann sie zuvor mit diesem Gafft Victril vnd Spangrüti/durch einander vermischt/etliche Tage angestrichen worden sindt.Er hilfft der alten Rauhe deßGchlunvs vnd Halß:VcrtMbnnWasserzcrfthmeltzet vnd gecruncken die schnell vberfallmd Heysscrkcit der Stimme. Wirbt mit Honig vermischt vnd angcstrichen wehret dem niderschiessen deß Aapfflins.MikHonigwasserwiderdieHalßgeschwcr (dic manzu Latein anginas1 mimt) zu einem Gurgelwasscrgemacht. Macht denen ein schöne Farbe/die sich fein in der Gpciß . ■# r . r .. .... •/* #• . ^ f km/ mit Mikemer' Brühgetmttcken wider die Brust vnd Scytcn Gcscbwere (btemmtPleurmdas Griechisch nennt) Vertreibet/mit Feygen eingenommen Geelsuchk/ vnnd reutet die Wassersuchtauß.Der Laser SafftmitPfeffervnndWeprauchmWeingetruncken/vertreibt die kalte vnd biben/so den Menschen in dem eingang der vnderlassenden Feber vberfalt. Ist gut eines halben Scrupele schwehr genossen / wider den Krampff/vnd Skarrigkeit deß -Halß iwenn das Haupt hindersich gespannet vnd gezogen wirdt. Hilftt mit Essig zu einem Gurgelwasser gemacht den Suggeelen Iso sich in den Ha lß gehcnckt haben / von jnnen her-auß. Istgutgetruncken wrderdiegeronnen Milch: MitsauwremHonigSyrupwider die fallendksuchk. Mit Pfeffer vnnd Myrrhen getruncken befördert er der Frauwen Zeit. StopfftdenBauchssuß(Cccliacus gcnenm) meinem Trauben Körnlineingenommen/ dient mit Laugen getruncken wider den schnellen ankominenden Krampff vnd die Brüche. In den trancken zugebrauchcn Iso! man ihn zerlassen vnnd mit bitter Mandel Kernen oder Wcinrauken/oderwarmBrodtvermischen.DcrSafftderBlattervermagebendasselbige/ jedoch mitviel geringernkrafften.Manpflegt das Laserkraut mir sauwrem HonigSyrup (0xirrieIIe)einguLStimm damit zu machen/vnd die verlorneSkimmewider zubringen/zu essen/ gebraucht sich dessen auch in der Speiß mit Lattich/ an statt deß weissen Senffs.Noch ein Geschlechtdeß Magudaris wachst/wie man sagt in Lydia /vnd bringt ein Wurßel dem Lafcrpitm ehnlich Iaber Nit also dick lscharpff / lucker / vnd schwammecht / darauß kern Gafft gesamlek wirdt/ vermag alles was von derLaserwurßel istgemcldk. Sagapenum, §gp. SAgapenum, Griechisch vnd zu Latein Sagapenum genennk / ist ein Safft oder Gum-mi Ideß Krauts Feml$, in Media wachscndt / aufwendig gelfarbig vnnd inwendig ana' weiß/ hat einen Mitteln Geruch/zwischen dem Laser Safft vnd dem Galbano > vnd ist eines scharpffen Geschmacks. DerSafft(oder Gummi) Sagapenum ist gut wider den schmerzen der Brust vnd Seitten Iwider den alten langwehrcnten Husten wider den Krampff vnd Brüche / säubert vnd treibt die dicke Phlegmatische Feuchtigkeite auß der Brust vnd Lungen : Ist auch gut wider die hinfallende Sucht/Starrigkeit deß Halß/ darinn das Haupt »nnb hindersich gezogen wirdt lwrder die Miltzfucht Idie endtbindung der Neruen vnd Lame / wi- mt^e9* der die vcrkaltung vnnd Eingang der vnderlassendcn Feber/zu trincken gegeben : Der Safft oderGummi Sagapenum wirdt auch nützlich in die falben vnd Pstaster vermischt/ treibt/mikHonigwassergetruncken/derWeiberAeit / ködtek aber die Frucht. Ist gut mit Wein getruncken wider der Gifftigen Thier Stich vnnd Bissz. Sein Geruch / nach dem er mit Essig vermischt worden ist / erweckt die Frawen so von wegen deß auffsteigcns der Beermutterin Dhnmacht gefallen sindt. Vertreibt die Narben oder Wundzeichen der Augen l bkSkarfel Idas dun ekel Gesicht Ivnnd alles was die Augen vnnd das Gesicht ver- finstern kann. Das Sagapenumwirdkwieder Laser Safft mitWeinrautenwafferzcrlasi fen Ivnd mit bitter Mandel Kerne/ oder Honig Ioder warmen Brodt vermischt. Euphorbium. JfCsi. T'Vphorbium, Griechisch vnd zu Latein E uphorbmm gencnnt / ist ein Baum in Lybia ^wachsendt Ider Gestalt deß Krauts F erula; zu Latein genent auff dem Berg Atlante/ bey Mauritania wachscndt/ eines scharpffen brennenden Saffts/ gantzt voll/ derhalben ihn denn die Innwohner deß Landts / wenn sie den Safft samten wollen/ gewachsene Schaffs Bauche-nemen/dieftlbigean dieFupborbij Baume hinan hencken/darnach lange Spieß nemen / vonferrne stehen Ivnd dieBaume verwunden darauß denn von Stundkan ein vbersiüfflger Safft/wieauß einem Faß Iin dieangcwachseneSchaffs Bauche / vnd auch offt auffdieErden herab fleust/denn er sprützet mit gewalt Herauf. Eo sindt zweyerlcy Geschlechtdeß Fupborby Saffts. Das einBrnchecht/ wie Sarco- GeMch«. eolla, m der grösse der Eruen körner: Das ander zusammen in den Schaffs Bauchen ge-wachsen / in der Gestalt vnnd Farben dem Glaß ehnlich) Der beste Fnpbor bij Safft / wel- " eher auch Euphorbium genmnet wirdt Iist klahr/durchsichtig vnd scharpffwirdk M t dem e Gummi 2o<$ P edacii Diofcoridis ftf ^ ©UCß/ Euphorbij arbor, Euplxorbij tenella planta» Gummi8atcocol1avnd leime gefälscht/vtid det bekmch schwehrlich zu spüren.Dmn watttt man emmahl Euphorbium in den Mundt mmp( / so entzündet desselbigen Geschmack die Aung eiu langeAeit dermaftn also /das/ was man darnach versucht vnd schmeckt/davon keinen ändern schmackentpsindet/dendeßEupborbn-Das Euphorbium ist erstmal erfunden vnd erkant worden/in denIeitten deßKönigsIuba/welcher einKönig in Libia gewest ist. brasst dnnd Der Gafft Euphorbium ist gut angestrichcn Wider die Gtarfkl der Augen/denn er ver- VttmSM. Lj-echt diefelbige/brennek eingenommen oder getruncken/ den gantzen Tag im Mundt. Der-Hall-en wen man sich deffelbigen gebrauchen wil/pfiegt man jhn mit Honig Zu vermischen. Er wirdtauch in die AugenArtzneyen vermischt/man hat aber acht auffseine scharpffe vnd httze. Ist gut wider die Hüfftweh/mit einem gewürtzten tran ck gebrau chk.Das E uphorbium ingelegt / zeucht die jchiffer der gebrochenen Beyn herauf. Die sich aber desselben gebrauchen wollen lsollen vorhin alles Fleisch vmb die Beyn her mit Leinen Faßlin vndWachs bedecken vnd beschirmen. Etliche haben geschrieben daß die / so von Schlangen gebissen worden sind/ nicht davon werden bschadigk/wenn man dieHam deß Haupts aufffchneidt/biß auffs Bepn/ darnach reyn geflossenen Gafft bch Euphorbij darinn thut / vnnd die Wunde mdtlich zu-nahet/-vndheplt. Galbane, Meropium, Galbanum. |fd|» rdeschret- Albanum, Griechisch pxißd,,,,vnnd von etlichen Metopium, zu Latein Galbanurri Nes- vJgoifmtt/tsthn Gafft eines Kraute Eerulazu Latein genennt / in Gyriawachsendk. Welches Galbanum dem Weyrauch ehnlich ist / kronlecht / lauter/ fcyst /mtHoltzcchk/ vnnd etwas wenig feines Gamensvnnd Krauts behelt / ernee schwehren Geruchs/nit fast feucht/ noch fastdürr ist / wirdk für ändern am meysten gelobt / vnnd von etlichen mit Bo-ncnmeel / Hartz Ivnd dem Gummi Ammoniacum genennt/ verfälscht. Rraffi dnd Galbanum hat ein krafft damit es erwärmet vnnd brennet zeucht an sich herauf Ptrmögen. zet-theilt/vertreibk.DerDampffdkfangezundmGalbanii0derdcnselbigcnselbstzumJapff-r jin gemacht / vnd in die schämegcthan/zeuchk die Äkonzeir öerFrawcn zu sanrpL der frucht. Galbanum mit Nltcrvlid Efftg vermischt vnd angkstrichen/verkreibt die Masen vnd sprük-len dcß Angesichts. Ist auch gut eingenommm wider dm alten Husten / kurtzen vnd schwch-ren Athem/ das Keichen/wider dieBrüch vnd den Krampff. Widersteht mit wein vnd Myrrhen getruncken Idem Gifsi T oxico, vnnd treibt die rode Geburt auß Mutter Leib/ mit jetzt gemeiden stücken gebraucht. Galbanum istgutvbergelegtwider die Wehthumb der Sey-ten vnnd Blukfchweren. Der Geruch deß Galbani erweckt die durch die fallende Sucht / auffsteigen der Beermuttervnnd Schwindel sind nrdergcfallcn vndgestürtzt. Derdampff dcß angezünden Galbani vertreibt die Schlangen vnnd die sich damit angestrichen oder fchmiren/ werden von den Schlangen int gebissen. Mit Mepsterwurtz (Spondylio) in Del vermischt vnnd vbergelegt loder in die hole Zan gesteckt/ hilfft denselbigen jhrer Schmerßey ab. Ist auch gut wider dieHarnwinde vnnd schwehrliche Harnen. Galbanum einzunemen vnnd zu den trancken zu gebrauchen / psiegt man jhn mit bitter Mandelkern Rautcnwasscr oderHonigwasser/oderwarmemBrodtzuzerlassen/oderauchetwanmitmonschafft/Grie- chisch ^deconiumgenennt/ odergebrankemKupffer/ oder mit wcycherGall.Das Galba- Lv«ys« das numwirdtauff diese weise gesäubert lmanwirffee cs in sieden hepß Wasser/ dann wenn es Galbanum von der Hitze deß Wassers zerschmiltzt / so schwimpk alles / was darinnen vnsaubers ist oben her Iwelches dann davon leichtlich abzuscherden ist. Ddcr man nimpk den Galbanum in ein dünn sauber Leinen Tüchlin/ vnd hengt das m ein Erden gebacken Hafflin/ oder in ein Küp-pffcm Büchslin / also das cs den boden dcß gefäßes nit anrühre darnach macht man die Büchsen festzu/ vnnd stellet siein siedendt heiß Wasser/so seihet alleswasdarinn nütz vnnd tüchtrg ist Iin die Büchse Iwas aber Holtzecht darinn gefunden wirdk bleibt am Lüchlin hehangenk. Ammoniacum, Gutta Ammoniaca. Cap. xciij. Ammoniacum, Griechisch Ammoniacon, zu Latein Gutta Ammoniaca gen Mt/ Brschtti, ist auch ein Safft oder Gummi eines Krauts / zu Latein Femla genennk/ in Lybia bey 6t,"a' Cyrenen wachsend. Das gantzeKraut oder staude sampe seiner Wurtzelwirdk auch Agafil-lus genennt. Das beste Ammoniacum ist wol gefärbt/ ohne Holtz vnnd Steinlin/ mit kleinen schörlin dem Weyrauch ehnlich / fest llauter mit keinem Vnflak verunrcynek/ mit seinem Geruch dem Bibergeil gleich/am Geschmack bitter vnnd ein solches wirdt d'btaul!-na, das ist/Brüchlin oder stücklin genennk ivon wegen der stücklin darinnen es zerkheilek wirdk Iwelches aber Erden oder stenclin in sich hak/ wirdt Flyrama, das ist Vermischung gemunt Ivon wegen der Steinlin vnnd Erden Idie cs in sich hak. Es wachst in Libya bep dem Tempel deß Jupiters Ammonis /vnd ist ein Sassr eines Baums oder Krauts/ Femlage-nennk. Das Ammoniacum hak ein Krafft/ damit es erweychk/zeucht von innen herauß/ erwärmet/ vnd vertribt die Hurtigkeit lGeschwer IBeulen vnd Geschwulst/ die man zu La- tein Panos nennt. Arnoniacurn getruncken / treibt den Stulgang / zeucht die Fruchkauß Mutter Leib. Mindert eines quintlins schwehr mit Essig getruncken daß Miltz/sanfftigek die Schmcrtzen derHüfft/der Gliedervnnd Gleich. Ist gutwider das Keichen vnnd kurtzen Athem/ wie gleichfals auch den jenigen die ohne auffgcricht nit athemen können welche mit der stillenden Sucht beladen sindk. Ammoniacum mit Honig vermischt vnd eingcschlickt/ oder mit Geschehlkcr Gersten Brüh getruncken Iist gut denen/bey welchen sich viel fcuchkig- keiten in die Brust samlen vnd anhangen I treibt auch den Blutigen Harn säubert die Nar- ben der Augen Ivnnd macht die scharpffe rauhe Wangen glatt. Ammoniacum Essig vbergelegt / erweycht die Hurtigkeit dcß Milß vnd Leber / weycht vnnd vertreibt mit Honig oder Bcch vermischt vnnd vbergelegt / die harte knöpsslin / so in den Gleichen wachsen/welche die Griechen Porox nennen. Ammomacumistangestrichen gut wider die Müde/ vnd wider den S chmertzen der Hüffk Imit Essig IMer vnnd Hartrigel Del oder Salben vermischt. S z Sarco Btjchktj* kung Ztrdfftbhb Drrmögrrr. Beschrü- buttg. Sarcocolla. Cap.Mry. S XrcocoI1a,Gkttchlsch vn zu Latem also genent/lst ein fasst odee Gumi der ttopffen weiß auß eim baum in Persidewachsend hemuß fleuß/ vnd iß dem klein ger iebenen Weyrauclz ehnlich/rohtlecht/vnd eines bittem Geschmacks. 8arcocoIlL hcjfket die wunden wehret dm Arasst vtt» Drrmögt«. bung- Ati-ckfftvnd VttknSzm Baumlcim» BtschuZ- bu»g> Rrafftvttd D«rmöM- Claucion. Cap. Pw. C Laucion, Griechisch vnd zu Latein also gmennt/ ist ein Gafft ernes Krauts in Gyria beyHierapoliwachsend /wclchcsBlatter hat den gelen Monblattern ehnlich/ ohn daß sic feystersind/siewachsen vndersich/vn spreyten sich ober die Erden haben einen stinckendm geruch/sindbitter am geschma ck/ vnd ist eines saffrangelen Gaffts gantz voll. Die Inwohner dcß Lands thun dieses krauts blatter in jrdene Hafetr / vnd setzen die in Defen dre nit fast warm sindt/biß das kraut welck wird/stosscn darnach die blatter vnd pressen den safft harnt tz/ dessen man sich in den Artzneyen der Augen gebraucht/denn er hak etn Kraffc damit er erkület. » Leime/ Colla, Glutinum. Cap. pcvf. Er Leime wirdt aufsGriechisch Colla, vnd zu Latein Glutinum genennt. Etliche _ ^bey den Griechen nennen jhn X^locollan- das istHoltzleim/diewcil man damit das O^HHoltzwerck zusammen leimet. Dieandern Taurocollan, das ist Dchftn lerine/ dteweilcrauß Dchsenhauden wirdkgemacht. Der allerbeste Leim wirdtin der Insel Rho-dis auß Dchsenhauden gemacht/ tst wetß/ klar/durchsichtig / der schwartzeabcristvntüch-tig. Diesen Leim in Essig gcweycht zerlassen vnnd vbcrgelcgt / vertreibt die Flechte/rart-devnnd Grindk der Haut. Wehret in warmemWassergeweycht /zerlassen vnd vbcrgelcgt daß die verbrenke schaden kleine Blakern bekommen. Er wirdt auch nützlich zu dm Wunden gebraucht / in Honig vnd Essigzerlassen. Fisch Leime/ Ichthyocolla, Gluten pifcium. Cap.pcvrf. ^IschLetm/Haußblase/Griechtsch lLlatliyoLolla,zu Latein Gluten pifciuma'stbrn ■ bauch eines Walfisches geschlecht.Der beste Ftschleim fallt in Ponto / vnnd ist wetß/ ^ein wenig feyst/nichk scharpffnoch rauh/vnd zerschmiltzt leichtlich. Diesen Fr schleim gebraucht man in dcnHauptpfiastern/in den salben die wider dieRaute gemacht werden/ vnd m den Artzneyen / damit man die Haut dcß Angesichts schön vnd glattzu machen pficgk. Baumleim/ ixos, Vifcum. Cap.xcviif. $ Aumleimwird Griechisch Ixion,zu La-jtein V ifcum genennk. Der besteBaum-'leim ist frisch / fnnwendig lauchgrün/ außwendig goldkgelb / vnnd hak nichts scharpf-fes oder rauhes oder klepechts in sich. Der Baumleim wirdt im Sommer gemacht auß den Kömmt der Eychm Mp stel/welcher auff den Eychbäumen wachst/ mit Blattern dcß Burbaums Blattern ehnlich. Man lest dre kör-ncr stossen/sie waschen vnd darnach in Wasser sieden.DieMystel wachst auch auffdcn Apffel-baumcn/Birnbaumcn / vnnd auff etlichen ändern Baumen mehr / vnd wirdt auch an etlicher Stauden Wurtzcln gefunden. DieserLeimhat ein krafft/damiter erweycht/ zertheilt/ vnnd von jnncn herauß zeucht. Der Baumleim mit Hartz vnnd Wachs / eines fo viel als deß ändern / vermischt vnnd vbcrgelcgt/ zertheilck die Geschwcr hinder den DH-ren/ welche die Griechen Parotidas nennen/ vnnd andere Geschwer vnnd Geschwülsten mehr» Heylek die d?achkblattern Epinyötidas Griechisch Klebkraut. Griechisch gencnnk/auffein Tüchlin gestrichen vnd vbergelegtt Erweycht mit Weyrauch die alte Gcschwer Ivnd die böse Beulen vnnd Apo-ftemata. Mindert mitKalck/Gagat/odcrmit dem Stein Iwelcher Alius lapis zu Latein ge-nennt wirdt/gesotten vnd vbergelegt/ das Mily. Macht mit Auripigment/ e^anderach odcrAr-fenick die Mgel glatt vnnd zeucht die rauhe/ fcharpffe Nagel herauß. Derfelbige Leim mit KalckvndWeinsteinvermischt/wirdtkrafftiger gemacht. Klebkraut/ Aparine. Kap.rcir. As Klebkraut / Griechisch vnnd zu La- 'Stfätü I tem Aparine gmmnet / hat viel kleine/ 6"n3’ 1 viereckcchte/rauhc/ harcchtc astlin.Sei-ncBlatter wachsen ringswciß vmb den stcngel/ in einer gewissen Werte von einander wie die Blatter der Fcrbcrroth / seine Blumen smde weiß/dcr Samc hart/hol/werß/der Gestalt eines Nabels / welcher sampt seinem Kraut an den Kleydern bekleben bleibt. Die Hirten gebrau- vnd chm sich dieses Krauts an statt eines Seihe-tuchs/damit sie die Haar auß der Milch nemen vndhcraußziehcn.Dcr Safftauß denBlattern Samen vnnd Stengel dcß Klebkrauks geprest/ wirdt nützlich mit Wein getruncken wider der SpmnmfPhalangn Griechisch gencnnet) vnd Natcr Brssz. Dcrselbrge Safft ist auch gut in dieDhrengetropsft/widerderseibigcnSchmer-tzen. Das Kraut mit Saltz gestossen vnnd vermischt vbcrgclegt/ vertreibt die Geschwülsten vnnd Gcschwer so man zu Latein Stmmas nennt. Pfcmrmgskraut/ AlyfTon. Cap. c. | ^Fenningekraut / Griechisch vnnd zu La-l itcin Alyflbn gcnennt klein staudt-6t,n3’ s^echtKrautlm mit einem einfachen sten-gel auß der Erden wachsend/ welcher etwann rauh/harccht ist. Seine Frucht hat die Gestalt eines gedoppelten Schilds/darinnen ein brcytcr/ tunder Same behalten wirdt.Diß kraut wachst gemeiniglich an Bergen vnnd in rauhem Erdt-rich. Die Brüh/ darinnen das Pftnningskraut ^rafflbll6 gesotten Hat / getruncken / vertreibt das Klupm/ v«rmSgr»° welches ohne Feber ist. Da ssclbige thut es auch/ wann man es in den Henden hclt/ oder daran rmcht. Das Kraut gestoffcn/ mit Honig ver-mischtvnnd angestrichen/ vertreibt die Mascn S in vnd Pfenningskraut. Brschrri» ;«ng. BraffiMd Vermöge». VefchrcM 1*48*. Rk-MvM Vermögen MÜLMM SchtvalbttikrEr. vnnd Sprüklen deß Angesichts. Das kraut ge- siossen/vnd in der Speiß denHunden zu essen gegeben isi gut wider das wühttn der Hunde. Man glaubt/ daß drß kraut vor die Hcki fer ge-$&.hcngt den Menschen vnndViebe ein heylsame Arynctz sey/wldcr a lle Jauberey. Vnnd wann es mein roch Scharlach Tüchlin gebunden / dem Vichean Hatß gehcngct wtrdt so helffc cs dem-ftibigen aller Kranckherten ab» Schwalbmwmtz/ Afclepias. Cap.cf. t Chwalbcnkraut/Griechisch vnnd zu la* tan Afclepias gencnnk/gcwinnt viel lange aftlin/daran es feine Blätter hat wel che den Ephew Blattern chnlich siitbt / mit vielen schmalen Isiarckricchenden Wurtzeln seine Blumen haben ein schwchrcn Geruch/sein Same iss dem Samen deß Krams Griechisch?e-lecinum, zu Latein 8ccuriäacagenennt/ chn-lich/wachss an Bergen. ? DieWurtzeln sindkgut in Wein getrunekcn ^ wider das Grimmen vnnd wrder dergisstrgen ThierBissz. Seine Blatter werden wider die bösen Gescbwer der Bcermuttcr vnnd der Frawen Brüssc/wie ein Pflasscr applicirt. WilderFeldtsaffratt/ Atradylis) Co- lus ruftica. Cap.cis. Er wilde Feldtsaffran/ Griechisch A. j tradyliSjZW Latkin Colus ruftica, c dtp ^Fufum agrefte) iss dn issd / dem wilden Sassran/so in den Garten gepflantzt wirdt/ ehnlich/bey den Griechen Cincus gmennt/auß-gcnommen Idaß seine Blätter oben an dem sscn-gel länger sindt/ sonssen zum mehrern cheilbloß/ rauhe vnd scharpffanzugreiffcn/welches sich die Frawen vor Zeiten an ssakt der Spinnrocken gebraucht haben. Aussdem Stengel gewinnet er fcharpffe dissklechte Knöpsslin. Seme Blumen sind bleych/dottergelb/vnd werden an etlichen orten purpurfarb gefunden» Sic Wurtzeln sindt fchmal/vnd zu nichts nütz. Die Blätter vnd Samen gessosscn/sindt gut mit Wein vnnd Pfeffer getrunckcn/ wider der ScorpioNen Stich. Es sindt etliche/die sagen/ daß die Iso von den Scorpionen gcssochen worden sind / den Schmerlen der Wunden nir em-pfinden / so lang sie das kraut deß wilden Feldt-faffrans in den Händen halten / sobaldksieaber dasselbigevon sich chun so kompt der Schmer-tzenwiderumb. Polycnc- OerFeldfaffran» Wirbeldost. Lewendapp» Polycnemon. Kap. Ciif\ ^As Gewächs auff Griechisch vnd La--Gemisch Polycnemon gcnenm/ ist ein 6urt3‘ * staudlin mit vielen astlin seine Blatter sindt dm Blättern derDosten ehnlich / die sten-get haben viel Gleich Iwie dic Poley/ keine fron# Im noch Schadhütlitt Iaber oben auffdem sten# gcl kleine krönlin/eines scharpffen Geschmacks/ vnd eines süssen lieblichen Geruchs. Dieses Kraut frisch vnd grün/oder gedörrt/ Kr-jftv«-MitWasser vbergclegk /istgukzu dm Wunden/ denn es hefftet dieftlbige zu /vnd bindet man die-selbige auff den fünsstcn Tag zum erstenmahl auff.Es istauch gut getruncken wider die Harn? winde vnd Brüch. Wirbeldo^/ Clinopodion. Cap. ciiij. >Irbeldost/ Griechisch vnndzu Latein Bcsihttj, • Clinopodion genmf/ist ein staudecht 6u"ä* 'Kräutlm Imit vielen ästlin / zweyer Spannen hoch / hat Blatter wie der Quendel/ x wachst in steinechtem Erdtrich / seine Blumen haben ein gestalt der Bettfüß/ vnd sind in emer gcwisen weite von einander Iwie dcß Andorns Blumen versetzt. Die Brüh Ida bas Kraut inn gesotten ist / vnnd das Kraut selbst / ist gut getruncken wider ^>Hamander/Grt'echisch(i:damedrvx,von ^.etlichen auch Chamedrops, zu Latem ^^Triilago, vnnd widerumb von etlichen Teucrio, Bathengel genennt / von wegen der Gleuchnus/die er mü dem Teucrio Hat. Der Chamanderwachst in rauhem steinechte Erd-rich/ einer spannen hoch tri» kleinen Blattern/ welche zerkerfft sind/ vnd ein Gestatt Haben/ wre die Eichen Blatter/ sind am Geschmack bitter/ hat kleine Blümlcin ausspurpurfarb geneigt. Der Chamander soll abgebrochen werden/ wann er voller Samens ist. Die Brüh / darinn das frisch Kraut Cha-mander mit gesotten hat / ist nützlich vnd gut ge-truncken wider den Krampst'/ den Husten / verhärte Miltz/ Harnwinde/ vnd wider dre Gebrechen darvon der Harn sehr schwehrlich vnd mit Schmertzen gefangen wirdk vnd wider die an-fangende Wassersucht. DieBrühgetruncken treibt die Monze» der Frawen zu samptder Frucht. Mir Essig getnmcken mindert er das Miltz lwiderstehet mit Wein getruneken aller giffkigcr Thier vnd Schlangen Gisst. Darzu ist er auch gut gestosscn vnnd wie ein Pflaster vbergeW. Der Chamander ge^ojsen Ivndzu Püulen oder zeltlm gemacht/D auch wrder pre vorangezeigten Gebrechen drenlich vnd gut. Rcynrgt mit Honig vermischt die alte faule Geschwer. Den Chamander zu reynem Puluer gemacht / vnd in die Augen geftr ewet / o-der mit öl vermischt vnd angestrichen / vertreibt das mnckel m,d finstere Gesicht. Der Chamander hat ein natur vnd Krafft zu erwärmen. /^^EßKrautö Griechisch vnd zü -Cachrn Leucas genennk / sind zwyerley Geschlecht >^^VDas eine ist zam Idas ander wächst im wildm vnd an den Bergen wtrdk derhalben Latein Montana gmcimt Ivnd hak breytere Blätter denn das zame fein Aame ist auch schärpffer/ bitterer / vnnd eines vnlicblichenGeschmacks / jedoch kräfftiger denn das zäm. Diese Kräüker beyde zaMevnnd wilde sindt gut/ wie ein Pfiastervbergelegk/oder mit Wein eingenommen vnd getrun cken/ wider aller gifftiger Dhier Skichvnd Biffz vnd son-derlichdergifftigen MeerLhier. EßMgct Krauts / Griechisch Lychnis ltcphanornatice, zu Latein Lychriis 2Seschrch coronadaj sindt zweycrley Geschlecht / zam vnd wilde. Däs zamebringk Blumen 6una‘ O^c/ txn weissen Violen ehnlich Ietliche aber sind Purpurfarb. Diese bMmen gebrauche ManzudeyKräntzm. Gern GaM vnnd Blumen/ ein jedes in fonderhett/ sindt gut getruncken wider der Geor- «rafftb»«d pion Stich. Das wilde Flegel KraUk ist tu allem dem zamen ehnlich. Seines samens zwey- Dermögiü-crquintlin schwer getruncken ltreibt die Gall durch den Gtulgangauß.Istauchgukwider die Geich der Scorpionen denn wenn Man den Scorpionen dieses Krallt anhelt/so werden sie nach etlicher auffag davon fallt Itrcg / vnd vnkräfftig zu beschädigen^ Leucas. Kap. cviy. WgtlkMllt / Lychnis coronaria Donnerneglin. Kap. eix. Wilde Nealim Lilien/ Negelblum. Crinon, Lilium* Cap. cx. Je Litten Blumen auff Griechisch I Crinon, zu Latein Lilium oder Rofa > lunonis genennt/ werden an die fron# tzegesetzt/vnd etwan auch ein öl oder Salb darauf gemacht welche Griechisch Lilinum o-Der Suflhumgmmnet wirdt. Ist bequem die Nemen oderSmnadern zuerweychen/vnnd sonderlich wider die Hattigkeit dcr Beermut-ker. Das Lilienkraut wie ein Pflaster vberge--legt/ heyletder Schlangen biffz. Das Kraut gesotten vnnd vbergelegk/ heylctdiegebrandte schaden. Die Blatter ein wenig gesaltzen vnd in Eflig eingemacht sindt zu den Wunden dienlich. Lilien Safft auß den Blattern deß Krauts geprcst / mit Essig vnd Honig in einen Küpffcrn Kessel odePfannen gesotten/gibt ein gute Salben oder Artzneywrder die alte Ge-schwer vnd auch wider die newe fnfche Wunden. Die Lilienwurtzel gebraten mit Rosenöl vermischt/heylen die gebranren schadert erwey-chcn die Gebutt Glieder / treiben die Monzeit der Frawcn vnd heylen die Geschwer. Die Li-jienwurtzeln mit Honig vermischt heylen die Rohre Lilien. Weisse Lilien. TO 2« ver- Schwartz Andom. Melissen kraUk. verrückte vndvbergcschnitte Nerum oder fcmu adem. Vertreiben die zittermahl / die Räude vnd die Schüpechten kleyen deß Haupts.Sau-deren die fliessende Hauptgefthwer. Rcynigcn das Angesicht lvnd machen es glak. Lilien wurzeln zerflossen / mit Essig Bilsenkraut vnnd Weyßen mcel zum Pflafler gemacht vnd vbM gelegt / sind gut wider die hitzige Geschwulfl der Gemacht. DcrLilien Same getrunckeN Wider--, stehet der Schlangen bissz.Der same samptden Blattern vermischt/sind gut wider dieRose vnd Rohilauff. Etliche sagen es werden der Lilicn-dlumen auch rohtePurpurfarbe gefunden.Die atterbeflen vnd kräfftigflen Lilien zu den öln vnd Salben Iwachsen m Syria vnnd in Pisidia mt Landt Pamphilia gelegen. Schwach Andom/ Bailote, Marrubium nigrum. Eap. exs. Er SchwartzeAndorn/LalloteGrie-| chisch/zu Latein Marrubium nigrum und" . ^gencnnk/ hat auß einer Wurtzeln viel schwartzeviereckechkevndrauheharechteSten-gel. Seine Blatter sindt dem Andorn ehnlich/ jedoch etwas grösser/ auch harecht/ rauhe nach etlicher weite vmb den Stengel bey Nahe ründt/ eines schwchren Geruchs / der Melissen gleich/ daher auch etliche dieses kraut Melissen haben gencnnk.SemeVlumen sindtweiß / vnd wachsen sampk den Blattern zu rings vmb den Stengel. ^ Die Blätter deß schwartzen Andorns geflos- ^»ffi snb fen/ vnd mit Saltzzum PflaflergeMchtvnnd vbergelegt/ heylen der wüdenteHunde biffz.Die Blatter vbcr heisser aschen/ biß sie welck werden/ gebraten vnnd vbergelegt lwehren den harren Warßen deß Hindern ICondylomata Griechisch getrennt. Mit Honig vermischt / repni-gen sie dievnsaubere Geschwer. Mellffenkraut/ Meliilophyllon, Apiaftrum. Cap. exisi ^Elissen Kraut lGreichifch Meliffö-, phyllon, zu Latein Apiaftrum ge-6u”8' _ mennt. Hat diesen Namen daher / dieweil dieBienen sich sonderlich damit belustigen. SemeBlattervnd Skengelsindk dem schwartzen Andorn/ da jetzo von gesagt worden ifl/chn-lich ljedoch grösser Idünner Ivnnd nitalso Ha- recbt isie haben einen Geruch wie der Cirrinae Apffesi Dw DleBlatter mitWem getrunckm oder vbergclcgt/ sind gut wider der @pm!im(Phalangi$ Griechisch gencnnk) Stich Ivnndwider der wütende Hunde Biffz. Are Wrmden werden nützlich mit der Brüh lda Melissen Krautinn gesotten rsi/ gebäht. Wenn sich die Frawen in das Wasser setzm/ da Melissen in gesottm hat / so bekommen sic davon ihre vcrlohrne Mon-zeik widerumb. Die Aan müder Brüh da Melissen inn gesotten ist/ gewaschen / sanfftigck derselbigen Schmertzen.Auch ist sie gut zu einem Clisticrwider dierohke ruhr gebraucht.Die Blatter mit Nitcr eingenommen oder gctruncken / sindk gut wider dieGWige Schwamm vndWürgen/ so von denselben Schwammen her entspringt. Vertreiben das Grimmen. Rauten mit einer artzney die zumlecken bereytet ist/eingenommen den kurtzen athem auß/vnd wenn man nit akhemen mag / dann auffgerichk. Die Blatter mit ein wenig Saltz wie ein Pflastervbcrgelcgk Ivertreiben die harte GeschwervnndGcschwulst so zu Latein Stmmaz genennet sindk lsauberen die Geschwer/ vnd sanfftigcn die Schmertzen in der Gliedersucht. AndoM/ Prafium, Marmbmm. §ap. Akchrri- ^l^Ndorn / Griechisch Prafxon, ;u Latt!« H/I Marmbium genennet / ist ein staudcchk "^i^Krauk mit vielen astlin auß einerWur-tzcl/ vnd dieselbigen sindk viererkecht/weiß/ rauh vnnd harcchk / seine Blatter haben die grösse eines Daumens / bey nahe rundt vnndsindt ha-recht / runtzlecht / eines Bittern Geschmacks. Sein Sam wachst in einer gewissen weite von. einander an dem Stengel. DieBlumcn sindk fcharpff/ rauheanzugreiffen / vnd wie ein spute dclwirt formiert. Der Andorn wachst auffden wüsten Hoffstatten vnd auffden gebrochenen Mauersteynen. Deß Andorns gedörrte Blatter mit seinem Samen in Wasser gesotten oder grünen frischen Saffks/ mikHonig eingenommen dient wider das keichen dm Husten vnd Schwindsucht. Sie sauberen die Brust mitkleingcribe-n er Violwurtz gebraucht sindt/ auch gut eingegeben den Frawen nach der Geburt / die Mon-zeit vnd dae Bürtlin oder nach gebruk zu treiben/ befördern die schwehre gcburk dienen auch wider der Schlangen Bissz vnnd alles emae-nommene tödtliche Gisst sindk aber der Blasen vnnd Nieren schadtlich. Die Blatter mit c , r . r, , Honig vermischt vnd vbergelegk / reynigm die faule vnsaubere Geschwer/ wehren der Geschwulst der Finger / Griechisch Ptergia genent/ vnd den Geschwern die weüer vmb sich freffm / vnd sanfftigen den Schmertzen der Seykcn. Der Sasstauß den Blattem geprest Ivnnd in der Sonnen getrücknet / tstwrdcrallevorbe-nante Gebrechen gut. Der Safft mik Wein vnd Honig angestrichen macht ein klar vnnd fcharpfft Gcsicht.Den sasst in die Nase gegossen/vertreibt die Geelsuchk.Ist auch gut in die Dhren gctropfft/wider derselbigen Schmertzen vor sich allein oder mit Roscnöl vermischk. Sitiant/ Scachys. tNlss. Ek Riechende Andorn lGriechisch vnd zu Latein Scachys genennt/ist ein staudcchk Krautlln Idem Andorn ehnlich / jedoch etwas langer/ bringt viel Blatter / vnnd die-selbigesind dunn/rauhe/harecht/hart,weiß/eines lieblichengcruchs/vnd bckomvt einer wurtzel viel astlin/weisserden der Andorn/ er wachst an dm Bergen in rauhemErdrich. Der Rrafft vnnd Pcrmögr». Riechendet'Andom. HWung. Der, Riechende Andorn har ein erwärmen^ SÄS? de krafft / vnd ißscharpffam Geschmack.Der- halben denn die Brüh/da die Blatter in gesotten sindk lgetruncken / die monatliche Blum zu sampk der Geburt vndNachgchurt zu befördern pflegt. HirtzZUNg/ Phillitis. -Irßzunge iGriechisch vnnd zu Latein |Phylliti$ genennt /bringtBlatter wie a* i die Mendelwurtz lohn dao sie langer vnd grüner sindt Iwachsen auß einer Wurtzel sechs oder sieben auffrechk/ welchevornen sanffkvnd glat sindt / hinden aber etwas haben anhangen/ wie schmale würmlin lwachsen in schattechten Drtken ivndin tunckelen ©arten / ist am Geschmack bikker/vnd bringt wederSkengel/Blu-mm noch Samen. Die Blatter sindt gut in Wein getruncken Rrasfe vnnd wider Schlangen Blflz. Dem Vrchc sindt sie auch gut erngegossen in solcher Gefahrligkeit. Dienen auch eingenommen wider die rohte ruhr/ vnd wider den Bauchfluß / welcher auff Griechisch Diaixea genennt wirdk. Phalangion herba. Cap. p/. As kram Griechisch vnnd zu Latein , vnnd von etlichen Pha- Mna* O^langires genennek/ gewinnt drey oder vier ästlin / vnnd etwan mehr / die sich weit von einander scheiden Idas ein hie das ander dort hinauß. Es hat weiffe Blumen den Lilien ehn-lich lmit vielen schnitlin zerkerfft.Sein Same ist schwarß/breydt/wie halbierteLinse formiert/ aber viel schmäler. Diei Wurßel klein vnnd fchMal/wenn sie auß der Erden gegraben wirdk grün/ zeucht sich darnach ineinander wachst an den kleinen Bergen. Die Blatter ISamen vnd Blumen dieses mb Krams/sindt guritt Wein getruncken/wider ae" der Scorpionen vnnd Spinnen Stich/vnnd reuten das Grimmen auß. % Dtschrch klMg. Phalangion herba. Wolnecbendcr Klee/Siebmgezeit T n- phillon,T rifolium odoratum, Cap. cxvtj. ErWolriechmde Klee oderSiebenge-dzeü Gnechlseb T riphyllon, von etli->chen ändern auch Oxymphyllon^u ^atem Trifolium acutum, vNNd Trifolium odoratum, lstemftaudt Elcnbogmhochvnnd höher hak schmale schwartze /ftarcke Stengel/ rvteBintzen/ mit viel angcwachsenen asilm/dar-auffallwegen zugleich drey Blatter außwach--fen welche sich den Blattern deß baums Lotus genent /vergleichen. Der;ame Klee frisch vnnd neuwlich auß der Erden gewachsen hat einen Geruch I wie die Weinraut. Wenn er aber voll--wachsen ist / gewinnt er den Geruchdeß Jüdischen Bfche/Bitumen zu Latein genennt.Sei-ue Blumen sindk Purpurfarb. Sein Same ein wenig brept/rauh/harecht/ von einer Seyt-tm gehörnt / wiedersegelstangen. SeineWur-tzeln sindt schmal/ langvnd fest. DieBlätter vnd Samen sindt gut in Wastcr getruncken wider der Brust vnnd Scytten Geschwer Griechisch Pleuritides gcncnt/wider die Gebrechen/ davon der Harn schwehrlich gefangen wird/ wider die Fallendesuchk vnnd wider dieanfangcn-deWassersucht/ roibcr die Gebrechen vnd Auff-steigen der Beermutter. Vnd treiben die Mon-zeit der Frawcn/deß Samens nimpt man drey quintlin der Blatter aber vier. Die Blatter geflossen/ sindt gut in einem sauwrem Honig Sy-rup (Oximelle) getruncken Wider der Schlangen vnd gifftigcnLhier bissz.Etliche sagen da ß/ wmn jemandt / der von Schlangen gebissm worden ist/die Wunden mit der Brüh / darinnen die Wurßeln vnd die Blatter dieses Krauts gesotten sindt / bahe / so soll jhm der Schmerlen davon vergehen. Wenn sich aber ein anderer der sonst ein Geschwer hat bähen würde mit derselben Brüh damit ein solcher geheylt worden ist/ so bekomme er aller Dings einen Schmeryen/ als were er auch von den Schlangen oder giffti-gen Thiern gebissen. Etliche geben dieser zamen wolriechender Kleeblätter drey/oder so viel seines Samens in Wein zu krincken wider das drey-tägige Feber. Inden viertägigen aber vier/damit sie die vmbgange der Feber vertreiben. Die Wurßeln wirdt vermischt in die Aryeneyen / die wider alles Gisst einzunemm sindt Griechisch Antidotagenennk vermischt werden. WolriechttidekKlee» Polium. Polium» Küss. Polium montanum Polium, Gewächs/ Griechisch vnnd zu Latein Poliumgenennt/ sindt zweverlcy Ge- Beschrn. ^2^) schlechtrDaS eine ist Poliurn^1oncanum,daS ist/Berg Pollum^lrdt auch'I'eu- b«ng. OLTrkriongenennk/inden Artzneyen gebraucht/ vnnd ist ein klein staudechtKrautlin/ weiß/einer Spannen hoch/voller Samen/hak zu oberst kleine Köpffiin/in der Gestalt der Ephewkömer/mitweisscn Haaren/dem gramen Menschenhaar ehnkich/ eines schwchren/ jedoch lieblichen Geruchs. Das ander Geschlecht deß Polü ist staüdtcchker/ fern Geruch a-bcr ntt so fast starek/miederBergpoley/vnd istvnkrafftiger. DicBrühgetrunckcn da das krautPoliuminn gesotten hat/istgut miderderSchlanqcn fnnb vnd gifftiger LhierBistz/wider dieWaffersucht vnd Gcelsüchk. Das Polium selbst »stden co‘undd(li-Miltzsüchtigen gut mit Essig getnrncken / macht aber einen Wehthumb deß Haupts/vmid beschädigt den Magen/treibt den Stulgang/ vnd die Monzert der Frawen. DerDampjf deß angezünden Polü, oder derPolium seibstvndergcftrewt/verrrerbt die schlangen.Polium wie ein Pflaster vbergelegt/heylr vnd hessret die Wunden zu. $flo6f0Cfj£> Scordion, Trixago paluftris. Cap. cxix. Noblochs Kraut/oderWasserbateng/aussGriechlsch Scordion,zu Latein Tri ft a-paluftris,wächst an feuchten nassen Bergen. Seine Blarter sindt den Chaman-Ä^derblattern ehnlich/jedoch grösser/ vndnitalsovrelvnnd tteffringsvmb her zerkersst/ vndhabmetwaneinenGeruchdeßKnoblauchs/einenbitternvnd zusammenziehenden Ge- y,r schmack.Das Knoblochs kraut hatein erwärmende krafft/vnd treibt dm Harn." Ist frisch oder dürr in Wein gesotten/vnd getruncken/gut wrdcr der Schlangm Bissz. Jweyer quint-lin schwchr mit Honigwasser getruneken / wider das berssen vnnd nagen deß Magens/wider L ti . ' r BrßhreS- kung. vnnd Vikmöge». Knoblochs kraut. die rote Ruhr/ vnd wider die G 'breeheu/davön der Harn fchwehriich gefangen wirdt. Säubert die Brust von den dicken cyterechten an-hangenden Feuchngkeitm/daveii dü brust ver-stopfftwirdt.DakKuoblochs kraut gedöm/;u reinem Puiuer gemacht mit Kressen Honig vnd Hartz vermischt vnnd cingeschluckt/rst gut wrder den alten Husten/ wider die Bruch vnnd den frampff. Sänffrigt mit öl vnd wachs vermischt vnnd vbergelegt die geringe cntzündun-gen deß hcrtzschlagö.Wirdt mit scharpffm Essig oder Wasser/wider das Podagra vöergc-ieat. Treibt dteMonzeit der Frauwen/gleich-falövbergelcgk/ hcyltvnd hcssket die wrmdenzu-famine» isäubert diealre Seschwcr/vnnd heplk mit Honig vermischt/diesclbigc zu. Das Kn ob-. T' yj iocbö kraut gedorrt / wehret dem vnnatür lrchen .-x außwachsen deß Fleisch. Sein Safft ist auch gut wider alle vorbmannte Gebrechen gc-trulicken. Das krafftigste Knoblochs kraut wächst in Ponto vnd m Crcta. (ffdBtjflß / Bcchion, TufTilago. Cap. cxx. . jjjP'Selshüb/ Brandtlattich Hublattich/ Eftlshüb. H Tlf.. ,Griechisch Bechion oder Bechicon, ^8^zu Latein TulTilago, oder Farfarum genennk/hat Blatter wie der Ephew/ außgc-nommen daß sie grösser sindt/ sechs odcr siben auß einer Wurtzel außgehcnd/welcheauffdcr vndern seiten nach 6er Erden weiß sindt / an der öbern seiten grün/mit vielen ecken / gewinnt ein langen Stengel/cmer spannen lang/ mit dottergelben Blumen/welche schnell/nachdem sieher-für kommen smdt/verschwmden / daher dann etliche vermeynt Ics bring der Hublattich weder Stengelnoch Blumen. Der Hublattich hat ein schma le untüchtige Wurtzel/vnd ivachst beiden Brunnqucllcn vnd ui feuchtem wässerigem Erdtrich. Seine Blätter gestossen mit Honig vermischt vnd vbergelegt/heylt die Rose oder Roth-lauff/vnnd alle Entzündunge. Der Rauch von den angezündten gehörten Blättern durch einen Trechter mit offnem Munde empfangen/heylt den truckncn Husten / vnnd kurtzen scbwchrcn Athem lbeywelchem der Mensch allein sitzendt athmenmuß/ vnnd zerbricht auch dre Apofte-mata der Brust. Der Dampffder angczünden Wurtzeln hat eben dieselbige Tugcndt vnnd Wirckung t Die Wurtzel in Honigwasser ge-fottm/vnnd getruncken/ hilfft der todten Frucht uußMutterleib. Beyfuß/ Beyfuß/ S. Iohaiis Gürtel. Arcemifia. gap. BreyttrBcyfuß. Schmaler Bcyfuß. 'S Eyfuß/Gricchrsch vnndzu Latem Artemilia genannt / wachst zu mehrerm thcil bey Desthni» ^dem Mecr/vnd rft em ftaudccht frautimcdcr Wcrmut/außgmommcn/daß feine äst- 'im vnd Blatter grösser vnd feyster sind.DeßBeyss.ß fmbt zweyerley Geschlecht/das eine ist feyster/vnd hat breytcre Blatter/vnd dickere tstengel.Dae ander gefchlecht ist fchma-ler/vnd hat ein kleine/dünne/ weiffe Blum/einen fchwehren Geruch/vnd blüet Sommer. Es ist ein klein krautlm/ein emtztger/enssacher Stengcl/wirdt verwegen Vnicaulls genennk/ vnnd wachst tnden Landern Iweit vom Meer gelegen/ mit einem einfachen kleinen Stengel/ voller gclen Blumen/ vnd hat einen viel lieblichem Geruch/dann da jetzo von gesagt worden ist.Dicftö Krautlinwirdtvon etlichen auch Beyfuß genennk. Beyde Geschlechtdeß Beyfuß haben eineKrasst/ damit sie erwärmen dünn vnnd flüssig Rm/r vnd machcn.In der Brüh oder Wasser/da Beyfuß um gesotten worden ist/gesessen/vnd sich da- Vnmögt». mit gebahet/bringt den Frawen jre Mortzeik/treibt dieFrucht vnd dasBürdlin/welches man auch die ander Geburt zu nennen pflegt. Ist auch gut wider die hitzige Geschwulst vnd Verstopffungen der Geburtsglieder/zerbrrcht den Stern / vnd befördert den verstopffken Harn. Aas kraut auch zerflossen lvnd wie ein Pflaster vbergelegt treibt die Monzeit der Frawen/ zusamptdemHarn./DerSaffkaußdemBeyfußgcprest/ mit Myrrhen zum Japfflin gemacht Ivnnd den Frawen in die Scham gethan/zeucht alles/ was von dem Badt vnnd Bähung ist gemeldt. Welches dann von den Blättern selbst dreyer -Quintlin scbwehr getrun-ekm auch gerühmt wirdk. T 3? Ambro- Brfchrch, hing B«fchrch hing. Rr-rfft b»V PtrmögM- Ambroila-, E.aul>cnkkauk. Ambrofia. tyA 2(e Kraut auff Griechisch Ambrofia ^^^Agenenntiistein kurtz staudtcchtkrautlm/ d^Ädreyer Spannen hoch / volla- ofi vnnd hat Blatter vnden vmb den Stengel her/ den Rauten Blattern ehnlich/sein Stengel hangen eines kleinen Samlrnö voll / welcher traublccht zusammen wachst/bringt keine Blumen / hat einen Geruch wie der Wein / süß vnnd lieblich. Seine Wuryel ist schmal/vnnd wachst zwcyer Spannen lang. Die Innwohncr dcß Landes Cappadocia/machen Krantze auß diesem kraut. Traubenkraut/ Botiys. Cap.eyiij. As Traubenkraut/Griechisch vnnd zu Latein Botrys genennt/ ist ein staudcche O^öKraut lDotter gelb/an den Seiten sich außbreptcnd/MltviclAchsclhölen. Seine blat-ter sindt dcr Wegweiß chnlich / hat einen süstcn/ lieblichen Geruch Ivnnd wirdt derhalbcn zwischen die Kleyder gelegt. Es wachst gememglich an dm Vfern der Regmbache / vnd m den Lha-len. Dieses Kraut ist gut gekrün cken / wider den kur^m Akhem/ vnnd wann man nicht athmm mag Idann auffgerichk. Die Innwohncr der LaNdtschafft Cappadocia/nmncnes Ambro-fiattb etliche andere Arthemifiam, Storckc!^ Von allerlei) Artziikpkräutm». Storckcnschnabel. Ruhrkraut. Etorckmschnabcl / Geranium* Herba Gruina. Qütpt 1 Torcken oder Kranichschnabel / Gera- Vtsc-««. ^nion, hat Blatter den Küchenschellen 6u1'3' _ _ Blättern ehnlich / jedoch dieftlbigekteft fervndlengerzerkerfft. Seine Wuryel istcin wenig rundt lan dem Geschmack wann sic geft ftn wirbt süß. Dicselbige emeö Duinklins Rwfftvnd jchwehrmit Wein getruncken / vertreibet die mi''3<11' windige Auffblahunge der Beermutter. Es ist noch ein Geschlecht deß KraUts Gerann, oder Storckenschnabels / vnnd wirdt zu Leutsch Kramfuß vnnd Schartenkrautgcncnnk. Hat schmale harechte Stengel/anderthalbm Schü lang/mit Blättern den Pappelblättern gleich/ bekompt am öberstcn theil der Stengel vnd äst--tin Spitzen wie ein Kranichs kopff/ mit ihrem Schnabel/oder wie Hunds Jän» Vnnd hat in den Ärtzneyen keinen besondernNußen vnd Gebrauch RuhrkmM/ Wiesettivolt/ Gnapha. lium,T dmentum.Cvip. crxv. VhrkraUt oder Wisenwoll/Griechisch Vcschrn- Gnaphalium vndzu Latem Tomen- 64,1131 "rumchatklcineweychcB'läkter/wclchm sich etliche an statt der Scherwollen oder Flocken gebrauchen Ivnd die Polster damit füllen. Die Blätter sindk gut getruncken / mit herbem Wein/wider die rohte Ruhr. Vermöge». z m Btschni. Sang. Rrafft vnnd Vermögt»- Deschrti» Siffig- Srdffmwb Vermögt» Beschrti- bang. 224 Pedacii Diofcoridis DkttttS Blich/ Moßkolbm. Cireea. $flo$tolbctt*Typha. Cap.cywj. Je Moßkolbm oder Narmikol§en/ l GttechtfchvndzuLam'n^yxtia, ge--Twmnen blätterwieder wilde Galgank. Habm einen weissm/ glattm/ebenen Stengel/ vnd am obersten Theil dcffelbigm ein feyste Blum ldie sich darnach auffthut wie die hange wollechre Blumen / welche man zu Latein Pappos ,vnnd etliche Paniculam ncnnen/ver-staubt. Die Blum dieses krauts mit gewaschenem Sewschmaltz vermischt/ heylt.den Brank. Es wachst in dcnMoßlachm vnd sttllstchendcn Wassern. Cireea. gtip. cy/Vlj. As kraut/ Griechisch vnnd zu Latein v^.4Wj Cireea genant/ hatblaktcr der 5?acht-schaden ehnlich / mit vielen angewachsenen astlin/ vn viel kleine schwartzeBlumen: ScinSame ist dem Hirsen gleich/vnd wrrdt in besonder« Schoten wie in Hörnlin behalten. Es gewinnt drcy oder vier weisse/wolriechende Wurtzcln / Spannen lang / welche ein erwärmende krafft an sich haben / wachst an stemech-ten Bergen/welche die Sonn stäte bescheinet/ vnd der Windk durch stcucht. Dteses Krauts Wurtzeln / vier Pfundtge-stossen Iin zwo Maß Wern Tag vnnd Nacht gcweycht/ vnnd drcy Tag davon getrunckcn/ säubern die Becrmuttcr : Sein Same mit Brüh cingetrunekcn /erfült der Saugammen Brüst mit Müch. Roch Steinbrech/ Oenanthe, Cap.cxxviij. Erröte Steinbrech / Griechisch vnnd | zu Latein Oenanthe, hat Blatter der ^Pastency ehnlich / weissc Blumen einen dicken Stengel/spannen hoch: Sein Same ist dem Mdlfm Samen gleich/die Wuryel groß/mit viel runden angewachftnen Wur-ycln/ wie rundekndpfflin /wachstin steinech/em Erdtrich. Sein RolhSttmbrech. Mttckcnkraut. M Sem Same/ Blatter vnö Skettgel in Honigs Wasser oder Meth getruncken/trechen das bürt-lin/oder andere Geburt (welche man zu Latem 8ecunäL!s nennet) Seine Wurtzelv werden m Wein/wider die Harnwinde getruncken. Muckmkraut/ Conyza. Kap.MG Eß Muckcnkrauks(Gncchifch vndzü . Latein Coniza genennt) sindk zwei; Geschlecht. Das kleine hat einen ftän *»«9 ekcrcn Geruch / das groffe aber wachst höher/ vnnd hat brcptere Blatter/eines schwehren Geruchs! Beydc Geschlecht haben Blätter/den Dclbäumen Blattern ehnlich / vnnd sindthar-echk/ftyst : Das grosse gewinnt einen Stengel zweper Elcnboaen hoch : Das kleine eines Schuhs hoch: Ihre Blumen sindk brcchlich/ dottergelb oder goldtgelb gefarbt/welche ein hange gestalk gewinnen/ vnnd darnach also abfat-len/vnd verschwinden. Ihre Wurtzelsindtvn-küchtig. Diß kraüt mit seinen Blumen vndergelegk/ wie gleichfalls der angezündte Rauch oder Dampss/vertreibt die Schlangen. Derftlbige Dampff vertreibt auch die Mucken/vnd tödtet die Flöh. Die Blatter rn der gestalt emes Psia-stcrs/heylen der Schlangen Biss; / vertreiben die Gefthwer vnd Geschwulst / dreman zu Latein Panos nennet Ivnnd sindt auch gut zu den Wunden. Die Blumen vnd Blatter sind gut in Wein getruncken/ die Monzeit der Frawen zusampt der Frucht zu treiben. Wider die Harnwrndc/GeclsuchtvNd Grimmen. Mit Essig getruncken wider die fallende Sucht. Das kraut m Wasser gt sotten / wann sieh die Frawen darein feiwit vnd Mit dem kraut bähen/ hcylet dicGcbrcchen dcrBecrmuttcr.Der fasst deß kraute Conyz-x zum Japfflin gemacht vnd in die Scham gcthan/ bringt ein Mißgeburt. Dieses kraut mit Del vermischt vnd an-gestrichen / ist gm wider die Kalte vnd Brben/ so sich in den Eingängen der vnderlassenden Feber erzeigt. Das kleine Muckcnkraut zü einem Pflaster gebraucht/ legt die Schmcrtzcn deßHaupls.Fcrnerrstnoch ein Geschlechtdcß MuckenkraUts/vnd ist das dritte Geschlecht/ welches einen dickeren vnd wcychcrcn Stengel hat / seine Blätter aber sindtgrösscr/dann die Blätter deß kleinen MuckeNkrauto / vnd kleiner dann dcß grosscn.Dlcscs dritte Geschlecht ist nit feyst / vnnd hat einen schwchren/vnlicbli-chcn Geruch / ist vnkrafftiger vnnd wachst in nassem feuchtem Erdtrrch. Pedacii Diofcoridis Dttttks Buch/ Mccrlüiien. B-schrei- hung. Gclb Violen. frafft vnnd Vcrmög»»' McektlütN / Hcmcrocallis, Lilium fylueftre. Cap.cM. Je wilde Lilien oder Mcerlilien /Grie- lcl)ifcl>Hemerocallis,^uLatemLilium )lylueftre, oder Lilium marinum, ho# bcn Stengel vnnd Blätter / den zanrcn Lrlicn ehnlich/ grün wrcder Lauch /gewrnncn nein jeden Stengel drey oder vier Blumen! die-selbige wann sic sich aufsihun/ sc sin dl sic mit der Attheilung den Lüren Blumen ehnlich, fast blerchfärbig. IhreWurßeln sindtgroß / rundt/ zwiblccht:Wclchegetrunckm / odermtt Honig vnd Wollen?um Aapjflin gemacht / vnd bcyge-bracht/dasWasicr vndBlut treiben. Die b Kitter klein geflossen Ivnnd wie ein Psiaftcr vbcrge-legt/sanfftigen die bringe Geschwulst der Brust/ nach der Geburt/vnd der Augen. Drc Würbet vnndBlättcrsindtfastnüb vbcrgclegt/ vbcrdre verbräunte Schäden. GeibDwlM/ Leucoium, Violama-tronalis. Cap.chyyj. Je gelbeViolen werden auffGricchisch )Leucoium,Katern Leucoium vrrd > Viola matronalis genannt. DreViolen sindgcmcinlich wol hekarrnt. Src haben aber einen vnderfthcrdt an den Blumen: Dann etliche sindt Himmelblaw/etliche weiß etli che pur-purfarb / etliche gelb. Die gelben aber werden sonderlich in derArtzney gebraucht. Die dürren gelben Vtol Blumen gesotten/ vnd darein gescffen/ sindt kräfftig wider die hitzige Geschwulst der Beer mutter/vrid treiben dre Monzcitder Frawen : Mit Honig vermischt/ heylen sie die Mrrndt Geschwer. Mit Del vnnd Wache die Ritzen vnnd Schrunden deß Hindern. Dergelben Violen Same zweyer quint-lin schwehr/mit Wein getrunckm/oder mit Honig vermischt/zum Aäpsfinr gemacht vnd in die Scham gethan ltreibt die Monzett der Frawcn/ . die§! ucht/vnd das Bürdklin/welches man auch dieandcrGeburtnennet.DieWurtzelntnrtEs-sig vbergelegt/mmdern die Miltze/ vnd sindt den Podagrärnischen sehr bequem. Flöh- Mhe kMUt/ Cratxogonon. Cap. (ffiij. ,. Löhe kraut / Griechisch vnnd zu Latem '-StfW Cratxogonon gcnennt / hak Blätter 6una‘ ‘ den schwartzenweychen Blättern (Me-lampyro)ehnlich/vnd gewint>viel Halmen oder siengel auß einerWurtzeln / mit viel Gleichen. Sem Sam ist dem Hirß ehnlich wächst in Schattechten Drtten Ida viel stauden sindt/ vnd ist fast scharpffam Geschmack» Es find etliche/ die schrifftlich hindersich gelassen haben/ wenn ein Frauw nach der reynigung der Mon-zeik / alle Lag dreymal Iviertzig Lag nach ern-ander Ivor der Entpfangnuß dieses Samens . ein halb quintlin mitfünffLok Wassertrincke/ vnd der man desselben geichen/ so viel Lagvor dem beyläger Isd folge daraussmänliche ftuchk. Phvlloti. Phyllon. Kap. cmiss. Aö Kraut/Griechisch vnnd ZU Latem Dtschtti. | Phyllon, vnd von etlichen Eleophyl-Jlon:gmatmf/ wächst in Steinechtem Erdtrich/ vnnd ist zweperley Geschlecht. Das ein wirdt von wegen der cmpfangnuß der weiblichen Frucht / die es verursacht/ Theligonon gen ennt. Sein Sam wächst Lraublecht / dm Lelbaume Blumen ehnlich / ohndaßsie bley-cher sindt /seineBlätter sindt auch den öl Blattern gleich. Es hat einen schmalen kurßen stengel/ein wisse Blum/einen Samen dem Mag-samcn ehnlich Ijedoch grösser. Das ander Geschlecht hak von wegen der empfängnuß/dermannlichenftuchtzu/welcher esvrsach gibt/den Griechischen namen Arrhe-nogonoiust dem vorigen in allen ehnlich/auß-genommcn dem Samen Iwelcher Lraublecht wächst iden anfangenden Dliuen / wenn sie erstmahl verblüct haben Iehnlich / von diesem kraut sagen etliche / es bring deß einen Same getruncken/cin mallliche.Deß ändern ein weibliche Frucht zuwegen. Solches hat vor zeitten derSimplicist Crateuasgeschneben. Davon ich auch nik weiter melden wil. Knaben- Knabenkraut. B^chktb bung. Nrafft tzi»,-Drrmöge». RagwwHk. DrKtzrH- KnabmwMtz/ Orchis. Cap. cMiij. ) Naben Kraut / Griechisch vnnd zu Latem Orchis,»0N etltchmCynoforchis ^gencnnt/hat Blatter vmb den Stengel/ vnnd am vndern theil dcß Stengels vbcr die Erde gefpreüct / den weychenDclbaumcn blat-tem ehnlich/jedoch dicselbige etwas schmaler vnnd langer. Seine Stengel wachsen Spannen hoch/ darauffein Purpur Farbe Blumen. Es gewinnt allweg zwo runde langcchte Wur-tzeln/an einander hangendk / in der gestalt zwey-er Dliuen/ davon eine höher hangt ond harter vnd völler ist / die ander nidriger weycher vnnd runtzlechier. Man pflegt diese Wurßel gesotten Iwie die ändern runde Wurßel / die man zu Latein Bulbos nennek/zu essen/wenn die Männer die grosse volkommene Wurßel' essen so ziehen sie knablin Igleichwie die Weiber von den kleinen weichen/ Magdlin.Man sagt bene -den von den Weibern inThessalia da ß sie dcn Männern ein Begirdk vnd Lust zur Vnkeu-fcheik zu machen denselbigen die runde / volle Wurßel mitGeissenMilch zu trincken geben. Vnd widcrumb der Begierde vnd Lust zu wehren die weyche Iruntzlechre: Sintcmahl ein jede vnder diesen beyden Ider ändern wrderstehe/ vnd einenach der ändern eingenommen/der anderen jhrc knifft beneme. Das Knaben kraut wachstin steinechtcm vnd sandigem Erdtrich. Orchis Serapias, Tefti-culus Serapius. Cap. cxxrv. Agwurße/ Griechisch Orchis Serapi-as genennek / dieweildieWurßelzu vre-OyVhti dingen gut ist wie Andreas davon schreibt / vnnd zu Latem Tefticulus Serapiäs, ihre Blatter sindt dem Lauch ehnlich/aber etwas brcyter. Die Stengel werden Spannen hocb/mu Blumen auffPurpur Farb gcneyge/ die Wtlrtzeln sind kleinen Gebruchögerlen ehnlich. Welche in der gestalt eines Pflasters vber-gelegt/dieGeschwulstvertreiben/dieGeschwer ftruberen/vnddenselbigen daß sienitweiter kriechen vnnd vmb sich fressen wehren/denselbigen vbergclcgt / bringen sie die Fisteln zu einer ändern Gestalt/vnnd sar.fftigen die cnßündc vnnd hrtzige Geschwulst: gedörten Wurßeln thun den geschweren/ die werter vmb sich fressen grosscnwiderftandt/vnndhcylen diefaule böse Mundt Geschwerezu. Endtlich schreibt man dieser Wurßeln alles was dorben von der Knaben wurßel ist gerühmt worden/ zu. Sten- 551. Von allerley ArtznnMutem Stendelwmtz. Scharlach. Stendekwurh/ Satyrion triphylion. Satyrion trifolium. Cap. tMvj. ■ Lendelwurtz/ wrrdkauffGriechisch Sa-ktyrion triphylion, zu Latein Satyrion v trifolium genrtit / dieweil es drey Blatte?bringt/ zu der Erden gewendet / de»- Mengel-wurtz oderLilienBlakkern ehnlich/ jedoch kleiner vnd roht/ hak einenglatten Skengel/Elenbogen hoch. Ein weisse Blume / wie die Lilien Blumen formiert / eine runde Wurtzekn/in der grös- ' se eines Apffelö/ aufwendig goldkgeel/inwendig Eyer Farb 1 süß am Geschmack / vnnd lieblich zu essen. Die Wurtzel istgutgerrunckenmikschwar-tzem herbem Wein/wider den Krampss/darvon ‘ atu‘ der Halß ssarig vnnd hindersich gezogen wirdt/ welcher sich in seinemBeplager dapffer erzeigen will Ider gebrauche sich dieser Wurtzel denn sie macht jhn zu demselbigen fast mutig vnd gcrüst. Es ist noch ein Geschlecht derStendelwurtz/ Griechisch Satyrium Erythronium, das ist/ roht Stendclwurtz genennt / bringet einen Samen/dem Leinsamen ehnlich Ijedoch grösser vnd feystcr/ glat / glantzend/ welcher wie man sagt/ die Begn devnd LustzurVnkeuscheitnichtwe-niger Idenn der Erde Crocodill / Griechisch Scingus genent 1 erregk.Die eusserste Rinde der Wurtzel ist goldkgeel laber alles was darinnen beschlossen wirdt Iweiß lsüß Ivnnd lieblich zu es- ftn/vnd wachst an den Bergen/so von der Sonnen beschienen werden.Man sagt auch/ daß diese Wurtzefln der Handt gehalten ein Begirdt zur Vnkeuscheitverursache. Aber viel mehr/ wenn sie in Wein getrunckcn wirdt. Scharlach/ Horminon^Gemi- nalis. Cap. cMvij. Charta ch / Griechisch Horminon, zu Btschttk« i iattiWauch Horminon vnt) Gemina-6una' iis genennt/ ist ein kraut/ seinen blättern dem Andorn ehnlich Ivnd hak einen viereck- echten Stengel/ eines halben Elenbogcns hoch/ vmb welchen sich Hülsen herfür thun zu der Erden gebogen Idarinnen ein verscheydener Sam behalten wirdt Idenn m dem wilden Scharlach wirdt ein runder vnd brauner Samegefunden/ in dem Zamcn cin schwartzer vnnd langechkcr/ welches man sich allein gebraucht. Man sagt/ Araff, tmnb das dieser Same mit Wein gekruncken/einBe- Dttmöge». girde zur Vnkeuscheit errege. Der Scharlach Same mit Honig vermischt / säubert die Gc- Ä schwer Btschtti. bong. Rralfibvd Vtt—vgen. bong. Araffi b#6 Dermögm- Rittkrsporm. WildOchsmMg. schwer der Augen welche Gnechisch Argcma-ravnnd Leucomata werden genennt. Derscl-blge Same mit Wasser wie ein Pflaster vbcr-getegt/vertreibi die Geschwulst/zeucht dicDor-ncn vnd andere spitzen auß dem Leib. Dao kraut nuffdiesetbige weise gebraucht /thut vnnd wir--Malles was von dem Samen ist gesagt. Der wilde Scharlach ist krasstiger denn der zame. Wirdt dcrhalben auch in dieSalbm vermischt/ vnd sonderlich in die / welche Griechisch Gleucinum , vnnd zu Latein Mufteum genennet wirdt. Rlttersporm/ Hedyläron,Secu-ndaca. Cap. cMviij. Ittersporen / Griechisch Hedyfaron* vnnd von den würtzlern oder krautlcrn O^Pchcinum, das ist/ zu Latein Securi-daca genannt Iist ein staudkcht krautlin / mit blättern den Kichererbs blättern ehnlich / bringt einen Goldgelen Samen/ in Hülsen oder schat-hütlin l wie ein Hörnlin krum gebogen einer Zweischneidigen Axt ehnlich. Daher ee bcyden Griechen vnd Lateinischm seinen Namen vber-kommen hat/ ist am Geschmack bitter / vnd dem Magen getruncken sehr bequem. Wirdt auch in die Artzneyen vermischt / die wider das Grsst einzunemen flndt.Vcrhindert Homg vermischt/ zum Aapfflin gemacht / vnnd vordem Beylagerappiicier!/ die Empfängnuß / vnnd pflegt zwischen dem Korne vnnd Gersten zu wachsen. WlldOchstttZUttg/ Onofma. Cap. cxrxix. »Ild Dchsen zung / Griechisch vnnd zu /Latem Onofma, hat weychc Blatter/ 'der rohtcn Dchscn zungerr ehn (ich/ vier Fingerlang / eines Fingers brcpt / vbcr der Erden licgendt Ivnd außgcspreytet / ohne Stengel/ Samen vnnd Blumen. ScincWurtzel ist etwas lang/schmal/brüchig/vndrohtlccht/wächst in rauhem Erdtrich. Seine Blätter mit Wein eingenommen/ vnd getruncken / treiben dieFrucht auß Mutter Leibe. Man sagt auch / das die wilde Dchsen zunge den Schwangeren Frawcn/wmn sie darübergehen Iein Mißgeburt verursache. ScebllP Secblumen. 1 AieandcrSceblumm. Seeblümen/ Nymphara Cap. cxl. Eeblumen/ Griechisch vnnd zu Latein Best-re«. ^ymphsa^achfm in moßlachen vnd6unä* ___ stillstehenden Wassern den Egypti-. fclxrTBonen Blattern ehnlich / jedoch kleiner vnd länger. D le Secblumen haben auß einer Wurtzeln viel Blatter wachsen/ darvon etliche auffdemWasscr lieger,.Etliche tmWasscr stehen. Die Blumen sin dt weiß / den Lilien ehn- . . lich 1 vNNd haben in der mitte etwas gelbs wie i Saffran lwelche wenn sie verblnen vnd abfal--len ljhre Häupter wie runde apssel oder wie Morrköpffc/ hinderlaffcn darinnen ein schwar-tzcr/fevstcr/breykcr Sam wachst / welcher an . dem Geschmackzchevnd schleymecht ist. Der Stengel lstglat/ vnd schwartz/nit sirst drck/dem I Egyptischen Bonen Stmgelehnlich. : DicWurtzcl schwary/ rauh / scharpssknor- I echkig/ wie ein kolb/welche man im Herbst au ß-grebt. Vnnd wmn sie gctrücknet ist / wider die rhoteruhr )vnd dcn Bauchssuß/dcn die Griechen Cceliacum nennen/mrtWein zutrincken j gibt Iauch minderet sic die Miltze. Die Wur-tHel wie ein Pflaster vbergclcgt sanfftiget die Schmei ßen deß Magens vnd der Blasen/ mit Wa sscr vermischt/ vertreiben sie dic Jirtermal/ heylt/ mit Bech vbergelegt/ die gebrechen darvon das Haaraußfelt IGriechisch Alopecia genennk. Die Wurtzcl istauch gut getruncken/ wider die Vnkeuschc Träume denn sie schasse diesrlbigc gchitzlich ab/ bringtaber etliche Dag darvon getruncken lden Menschen von seiner rnatntligkcrt. Der Secblumen Sam hat eben dieselbigeKrafft/gctrunckcn.Manglaubtdaß die Seebtumcn vor Acitten bepden Griechen Nimpbuca genennt worden sey vnd diesclbige darumb Idieweil sie in dcnWassern wachsen. Sonderlich aber wachsen ihrer viel im Wa sser Anvgro Ibcy der Stat Elis vnnd rmWasser destLandksBLoriw. Die ander Sccblum/ Aha Nim- pha'a. Cap. erst. F?Z>S ist noch ein Geschlecht der Seeblu-»»^.men / welche von etlichen auss Gric- una‘ O^jchisch Blephara gcnennek wirdt. Sie hat Blater den vorigen Seeblunren ehnlich/ ein wersse Irauhe/ scharpffe Wurßel/ öotter-gele glanyendc Bluincn Iden Rosen ehnlich. Dieser Sceblnmm Wurtzelvnd Samesindk krasstig vnd gut mit schwachem Wein gekrun-cken/wider den vbrigen fluß der Frawen/vnnd wachsen im wasscrPeneo/dcßLandsDhessalie. V ijAndro- BrMep hurig. Rrasst t)ü6 Vermöge». Bkschrcj, 611113. Rrafftbnd Vermögt». I^edaciiDiöfcGficiis SilCß/ ÄndrofaceS. Androtäces. Aüp. fthi* .As Krattt i welches Griechisch vnd zrr »Latem Androiäces gencnnet wirdk/ > wach st an den Drtten bey dem Meer in Syria Ivmid ist ein bitter Kraut/ mit schmalen Binnen ohne Blatter / hat Hülsen «uff den köpfflin/ darinnen sein Samebehaltcn wirdt. Dieses Krauts zwey quinilm schwchr in Wein getrun cken / treibt deri Wassersüchtigen vbcrstüssig vrelHarn I dasselbrgcthukauchder Sam gctrun ckcn/vnd die Brüh darinnen das Kraut gesotten ist. Das Kraut wie ein Pflaster vbcrgelegk / wirdt wider das Podagra gerühmt. Miltzkrauk. WlHkMttt/ Afplenon, Scolo-pendrion. Cap. exliij. CCoIopender, oder Miltzkrartt/ @r echisch ^vndzu Latem Afplcnon, von etlichen Sco-lopendrion, von etlichen Splenion, vnd von etlichen Hemionium gcnennt/hat vre! Blatter auß einerWurtzcln wachsend/dem glfftigen Wurmc/Scolopendvagenent/ehnhth/nutthst an den Felsen lvnnd schattechten Mauren / die außfliestendcn Wassersteinen gemauret sindt/ ohne Stenge! / Blumen vnnd Samen. Seme Blatter sindt zerkcrfft/ wie die Blatter deß Engelsüß/ vnnd am vndern thepl rauch/gecl/am Gern theyl grün. DerEsstg/darinn die Blatter bchScoIo-pender Krauts gesotten haben viertzrg Tage nach einander getruncken hat ein Krasse das Mtltz zu minderen. Darzu stöst man auch die Blatter / vermischt sie mit Weir^ / vnnd last sie wieein Pstasterapplieiern. Sie sind auch gut wider die Harnwmde / Geelsucht/ stillen das Kluxcn lvnnd Brechen den Stein der Blasen. Das 5co1opender Kraut allein vor sich/ oder mit einer Maulesels Mrltz angchengt/ vcrhm-e dertdie Empfangnus/ wie man glaubet/zu welchem etliche noch dieses hin zusetzen / man niüß das Kraut deß Dachls außgraben vnnd fhm ncuwen Monat Iwenn kein Mon schein ist. Hirtz/ Von allerlei) Artznepkräutem HirtzUNg/- Hemionitis. Alp. (vltll/. r .IrßMg/ Gnechrsch vnd zu Latem ^te. kmionitis,votl (flieben auch Splenionge» ä' i nennt/ gewimBlätterwieNatertvulMtt dergestalt deß neroen Monns. Die Hirtzzung hat viel schmale Wurtzcln / vnnd bringt weder Stengel/ Blumen / noch Samen wachst in fteinechtem Erdtrich / vnd hat einen herben vnnd zusammenziehenden Geschwack.AleHirtzzun- Rraffu,«d geistgutmit Essiggetruncken die milß zu min-dem. Anthyllis. Kap. cxlv. EßKrautö/ Griechisch vnnd zu Latein I Anthyllis gmennt Mnd zweyerley Geschlecht. Das eine ist den Linsen ehnlich/ ~ r. , vnnd hak weyche Blatter starcke astlin einer hung. Spannen hoch/ mit einer kleinen schmale Wur-tzeln/ wachst in gesalßenem Erdtrich / vnnd au örttern / von der Sonnen stahks beschienen/ vnd hat einen gesalßenen Geschmack. Das anderge-fchlecht hat Blatter vnnd astlin damit es dem kleinen Ärautlm / Chamepitys Griechisch/zu Latein Ainga genennet ehnlich ist / ausgenommen/daß es ein wenig harechker/ kurtzer vnnd rauher oder scharpffer ist anzutasten seine blum istPurpurfarb/ eines fast schwehren Geruchs. Seine Wurtzel der Wegweiß Wurßeln ehnlich/ deren' vier quintlein schwehr eingenommen/ wider die Gebrechen/ darinnen der Harn v,rm5flW schwehrlich gefangen wirdk / vnnd wider die Gebrechen vnd Wehthumb der Vieren vor ändern wirdt gerühmt. DieWurßeln gestossen lmit Rosen öl vnnd Milch zu einem Japfflin gemacht / vnnd von vnden applicierk / erweychen die harte Geschwulst der Beermutter vnd heylen zu gleich auch die Wunden. Daß sich aber dem Lhamepitl) vergleicht/ist beneben seinen ändern Würckungen/ mit einem sauwren Honig Syrup/ Oximelle, getruncken/ wider die fallende Sucht auch sehr bequem. KhaMillm/ Anthemis, Chanrnneleum. Cap. exlvj. ErChamillen/ Griechisch Anthemis, zu Latein Chamxmeleum genennt sindk Gtschktch,. !dreycrlcy Geschlecht / an den Blumen allein vnderscheiden haben alle staudechte Mstlin ISpannen hoch / mit vielen Flügeln oder Achselhölen an den astlin voll/ kleine schmale Blatter. Darauff runde Köpfflin darinn Blumen inwendfg auff Golt-geel gcneygt laußwendig zu ringsvmbher mit dreyerley Farbe Blumen versetzet. Denn das ein hat weisse/ das ander Goltgeele Idas dritte Purpurfarbe in der grösse der Weinmute« Blatter. Die Chamillen wachsen in rauhem / magerem Erdtrich vnnd neben den Wegen/ vnd werden im Lentzen cingesarnlet. Der Chamillen Blumen Wurtzeln zu samptdemKrauk haben ein Krafft/ damit sieer-warmen/ dünn vnd siüssig machen: Chamillen getrun ckm/ oder in die Brüh gesessm/darinn sic gesotten sind / treibendie Monzeit der Frawen / die Frucht / den Harn/vnnd den Stein. Sindauchgutgetruncken/ widerdiewindige Auffblahungen der Darme/ vnndwiderdas Grimmen, Vertreiben die Geelsucht lheylen die Gebrechen der Leber auch ist es gut wider V üj alle Btschrch IlWß. ChamMn. 5f o Mttcrkkaut. •; vu alle Gebrechen der Vlaftu/ dteftlbrge mü dcr brühbahcn/ dadicChamrllen m gesotten sindt/ vnder dem Geschlecht der Chamrllcn ist Die mü den Purpurfarben Blumen welche auch ein wenig grösserift ldenn die andere / vnnd Griechisch Eranthemon genennetwird /wider den Stein die befte.Diewelsse Chamrllcn/ welchebey den Griechen Leucanthemon gc-nennet werden Ivnnd die Goldgclcn/ welche Chryfanthemon , treiben dm Ham hcffti-ger. DieChamillenwieein Pflaster vberge-legt/heylen die Geschwer vnd Fisteln der Augen/welche die Griechen Egylopas nennen. Die Chamrllcn gckawet heylen die Munde Geschwer/ Griechisch Aphthae genennt.Et-liche gebrauchen sich der Chamrllen mit öl / zu den Clpstrern. Man macht drc Chamrllcn zu reynem puluer/ die Eingänge der vnder laflerr-den Feber damit zu vertreiben. Man scyt dre blumen vnd Blatter hur zur bcwahrurrg / dar-zu man ein jedes sonderlich stöst vnd Küchlin oderAcltlin darauß formiert. DicWuryeln trücknet man/darnach wenn es bifftoht erfordert/ so gibt man deß Krauts zwcy theyl/ der Blumen oder Wrrrßeln einen thepl. Auffcnr ander Icitanders/der Blumen oderWurycln zwcy theyl/vnnd dcß Krauts einen theyl / also muß man vber den ändern Tag verwach sein/ deß einen noch soviel / als deß ändern/vnnd in leichtem Meth oder Honigwasser trincken. MötepfMUt/ Parthenion, Solis oculus. Cap. cxlvrj. Eterkraut/ Griechisch Parthenion, zu Latein Solis Oculus gcncnnct/hat _ schmale Blatter den Coriander blättern chnlich. SerneBlumerr sindt irr der mitten dotter gcel/ aufwendig zu rings vmbher mit wissen Blattern besetzt.DasMctcr kraut hak einen schwchren Geruch / vnd ist bitter. Mcterkraut gcdört/ mit sauwremHonig Syrüp/ Oximelle, oder mit Wein vnd wenig Saltzes gctrunckcn treibt die schwarye Gallzu sampt denFlegmakischen fcuchtigkei-ten/nit anders Denn das Epythimum durch den stulgang auf. Ist auch den kcychenden vn den Melancholsschm Idenen die schwartzegalt schädlich ist / auffsolche weiß gctrunckcn / sehr bequem.Das Kraut ohne dicBlumcn ist au ch gutgetruncken wider den stein/ kurßenAthcm/ keichcn vnd Dampsse. Wenn sich Die Frawen fetzen in das wasser/da Meterkraut in gesotten hat/so wird die Hartigkcit der beermuttcrDar-durch erweycht Ivnd die hitzigegeschwulst der- seibl- Von allerlcy Artzneykräutcrn Küdill, Psconia mas. ftlbigm gelmdert.DasMcterkmut sampk seinen Blumen/ iftauch gutwre ein pfla ster vbergelegt/ widerdie Rose oder Rohtlauff/ vnd wider die hitzige Geschwulst i vnd Apostemata. KÜPtll/ Buphthalmum, Bouis ocubs. Cap. cxlviij. » Vauge/ oder Küdill/Gwchtsch Buph- BefchM« chalmum , zu Latein Oculus Bouis , ist 6m'ä' _ )ein Krautmit schmalen zamn vnnd wey-chen Stengeln lhat Blatter den Fenchel Blattern ehnlich/ dottergele Blumen/grösser denn die Chamill Blumen/ wie ein Auge formiert/daher ee seinm Nahmen vberkommen hat / wachst bey den Statten/ vnd in chenem Lande (ftltm an dm Bergen.) Die Blumen zu rcynem Puluer zerfioffen/ rnit öl vnd wachß mit einander zerschmelzet vnd Rrafst v«nd vermischt / vertreidm die harte Gefchwulstm. Dcrmög«,. Man sagt auch das die Küdill nach dem auß-gang auß dem Bade / etliche Tage nach einan-den getmncken/ denGeclfüchtigen jhre natür--iiche Farbe wider bringe. pCCllirtt/ Glycyfide, Pxonia. Cap. cxlix. Picania feem i na. V Uif Peonien/ Beschrri. /^^EottienVlumctt/BmignenRoftn/oderGlchtwurß/auffGrrcch;sch Pxonia odee fcuns- yll 1 Glycylide,5tl iatein P$onia vttd Herba cafh genannt/ lst em kraut zwcyer span-r ^^nen hoch vngefthrltch/ mit viel angewachsenen Aweygm. Der Gichtwurtz sindc zweycrley Geschlecht/ nemblich Gichtwurtz Mannlin/ vnnd Gichtwurtz Weiblin.Das MannlinhatBlatterden grossen Nüßbaumm Blättern ehnlich. Das Weiblin aber hat Blatter wie das Kraut Smy rnion(Angelica)£af a*ftt.@je bringen beyde am obersten thcil deß Stengels Hülsen/den Mandeln ehnlich/wann sich diesclbigeauffthun so werden darinnen vielrohier kleiner Korner/den Skeinlin der Granatapffel ehnlich / vnd in mitten zwischen denselbigen fünffodcr sechs schwache Körncr/auffpurpurfarb geneygt/gefunden. Die Wurtzel der Gichtwurtz Mannlin/ist fingers dick/spannen lang vnd eines herben vnnd zu-- fammen ziehenden GeschmackrDie Wurtzel deß Weiblins/gewinnen sibm oder acht knopf- fe wie Eycheln/wie dieWurtzeln deß Krauts/ Griechisch Alphodelus, zu Latein Haftula regiagencnt. bmib Die Peonim Wurtzel gedött/sind den Kindkbekteeinnen gut eingegebm/ die nach der Ge- Vermögr». h^rt nicht gercynigt werden. Dre Wuryei m oer gröste einer Mandel getruneken/treibt die Monzeit der Frawen/sanffkigen mir Wem also getrunckcn/den schmertzen deß Bauchs.Ist auch gut wider die Geelsucht/widcr dieWehthumb der Blasen/vnd d?ieren/helt inWein gesotten den Stulgang zurück/ stopfst zehen oder zwölffder roten körner in herbem schwachem Wein getrunckcn/den vbrigert roten Monatsiuß der Frawen dieselbige körner sin dt auch gut geffen den Magensüchtigen/ ‘ ie nitbey sich behalten was sie essen vnd trincken vnnd vertreiben das beissen vnd nagen deß Magens.Den Kindern zu trincken gegeben / vertreiben sie den anfangenden Stein. Der schwachen körner fünffzehen in Honigwasser oder in Wein getruncken/sindt gut wider das Nachtsmannlin/ davon einer vermeint im Schlaffgetruckk zu werden/wider das auffsteigen der beermuttcr/davon die Weibsbilder in ohnmacht fallen/ vnd wider die wchthumb der Beermutker.Die Gichtwurtz wächst auffhohen Bergen. Steinsame/ Lithofpermon. Kap. cl. Litholpermonrriaius. Lithofpermon minus. Phalaris, Aerberröt» Tcmsame oder Mcerhirß / Grrechrsch ^omib zu Latein Lithofpermon/bae 6u!13‘ _ Jr Stcmsam genannt Ivnd dajsclbigevon wegen derhartigkeit seines Samerrs / hak b lütter den Delbaum Blattern ehnlich ohn daß sie längervndbreytersindt/ dieamvndern theitdcß Stengels neben der Wnrtzcl außwachfen legen sich auff die Erden. Seine astlin sindk siarck/schmal/wiedie spitzige Bintzen/ dick/fcsi/ holtzecht/am öbern thcil der Stengel vnd aftlin M-fach aüßgchend/welche ein Gestalt haben/ wie Stmgel Idaran lange Blatter wachsen/ Vnnd zwischen denselbigen ein kleiner harter/ runder Same/in der gröste der Emen / wachst an den Bergen in rauhem Erdtrich. Solcher „ _ Samern Weingetruncken/ bricht den Stein Vmn%l önd treibt den Harn: Phalaris. As Krarit Griechisch vnnd zu Latein BWurtze!/damrt man drc Wollzu fcrbcrt pflegt.Es sindk zwey geschlecht dersilbigen/ das ieine wildt vnnd wachst von sieh selbst / das ander zam/ vnd wirbt gesact Iwie der Statt The- bana in Franckreich gelegen/ vnnd Raüenna in Ikalia/inCaria Wirt sie zwischen den ölbaumeü gesaet/wie in den ackern sie wirbt nit ohne gros-’ ftri gewingestiet / Ferberröt bringt vikreckechte/ lange/ rauhe stengcl Idem Klebkraut ehnlich/ T-.y ohn daß sie allenthalben starcker vnnd grösser sindk. Daran in einer gewissen Weite an einem jeden Oleyche zu rings vmbher Blatter in der Gestalt emes Sterns r Sein Same ist rondt/ Rrafft bnb Vermögt». Bes-hrti- bung- Arafftvad Vermögt». Sprcßkraut. Ibischkraut rondt lzum ersten grün / darnach rohe / vnd be-,'ompt zum letzten Iwenn er zeitig worden ist/ rn schwartze Farb. .Seine Wurtzel ist rohk mnd lang / treibt den Harn / ist derhaibcn wider -ic Geelsucht/ mü Meth oder Honig Wasser gctruneken/ vniid wider das Hüfftwehthumb/ vnd Lame sehr bequem. Treibt den dicken harn vnd dcsselbigen ein groffe Mang vnd offtmals Blut zu gleich. Welche die Wurtzeln trinckcn/ soUenalleTagbadcn lvnddrevercnderungdeß HarNe/ den sic fangen/ anschcn. Die Blatter mit den astirn sindk gut in wein getrunckcn Iwider der Schlangen bissz. Sein Same MitEssig gctrunckcn/mrndcrt das rniltz. D ie Wurtzeln wie ein Japffiin afplicicrt/ ziehen bcncbcn der »nonatltchcn Blum / auch die Geburt vnnd Nachgeburt herauf?. Die Wurtzeln mit Essig wie ern Pflaster vbcrgelegt schassen die weisse Aittcrmahlab. Spicßkraut/ Lonchitis, Lanceola. Cop. cliij. Pießkraut/ Griechifch Lonchitis, zu , itittiiiLanceola,Hat blatter dem Lauch co ehnlich Ioh« daß sic breytcr sindt cs hat viel rohte Blatter am vndern theyl dcß Stengels iicbcn der Wurtzeln / nach der Erden gebogen jein wenig oben vmb den Stengel her auff welchem die Blumen in der Gestalt eines Huf# lins / den gienenden Laruen der fchawspielcrn ehnlich erwachsen. Die Blumen sind schwartz/ lassen aber auß dem Munde etwas wie ein wcis-se Aunge neben den vndern Lcssßen heran ß ragen. Es bringt einm dreyeckcchtcn Samen / einem Spießelfen ehnlich/in Hülsen verschlossen/ davon d.eses Kraut seinen Namen vberkom-men hat. Seine Wurtzeln ist der wilden Paste-ncy oder der Vogetencster Wurtzeln ehnlich/ wachst in trucknem rauhem rrdtrich. Diewur-tzel ist gut in Wein getrunckcn |drn Harn zu treiben. DasaNderSpießkraitt/Lonehitis altera, von etlichen Lonchitis Afpera^rnrnnf/Hat Blatter dem rechten Seolopcndcr kraut chn-lich/ jedoch rauher vnd grösser / vnnd viel mehr zerkersst. Dieses Kraut ist fast gut zu den wunden Idenn es lest kein Hitz noch Entzündung darin« entstehen. Mit Essig gckruncken macht es die Miltzen klein. Ibl'schkratlt/ Althcca,lbifcum. Cap. cliiij. Blschkraut IaussGriechisch vnd zu Latein Althxa/ von ctlchcn Ibifcum ge-.nennet Iist ein geschlecht der wildcnBap- peln/ peltt/vnnd hak nrv.de Blatter wie das Sewbrodt oder Erdapffcl/vnnd diefelbr'ge fuibt weiß / wollechk:^cineBlumcn haben ein Gestalt der Rosen/seine Stengel wachsen zweyer Elen--bogen hoch/die Wurtzel ist weich / jnnwendrg werß/vnnd hak einen zähen schleimigen Safft. Scinelt)?amen hat ee bcp den Griechen Ivon der Lugcndt vnnd hcylsamen Kraffk. In Rraffi bnd Wein oder Honigwastcr gesotten Ioder allein vor sich gcstojsen ist es trefflich gut vbcrge- vermöge», legt/wider dieWnnden/ wrder die Geschwulst vnnd Geschwer die man zu Latein Strumas nennet/widerdrcGeschwer hinderdenDhren (Parotidas) vnnd andere Geschwer/Bculen vnd Apostemen/wrder die hitzige Geschwulst der Brust/ wider den SchMertzen vnd hung vnd Brüch deß Hindern lvnd andere windige Auffbtahungcn vnd Geschwulst/ wider diegespannene Scheiben / ^feruen oder Sennadcrn/dann eszertheilet/vertawet/vertrcrbek/ Ze riget/ brichtauff/ vnndheyletzu. Ibisch gesotten /wie vor gesagt/mit Schweinen oder Gmrßfchmaltz/oder Mit Terpenthin vcrmischt/vnd in die Scham gelegt/ eröffnet dieVer-siopffungen der Geburtsglieder/vnd erweycht dcrselbigen hitzige Gcschwulst.Die Brüh/da Ibischkraut innen gesotten ist/hat eben dresclbige krafft/vnd trabt alles herauß/was nach der Geburt natürlicher weise außgetrieben werden soll. DieBrüh/ daIbischwurßelmnenge-sokken hak/mit Wein gctruncken/ist gut wider die Gebrechen/ davon der Harn schwehrlich pndmiLgrofferMühegefangcnwirdk/widerdieRauheikderendieden Stein haben / wrder die rohte Ruhr/Hüfftwchthumb/Jittern vnd Bicben/ vnd wider die Brüche Die Wurtzel in Effggesotken/vnnd den Mundt damit gewäschen / sänfftigct den Schmerßen der Aan» Der Same deß Ibrschkrauts frisch oder gedörrt/klein gestosten vnd Mit Effig in der Sonnen angestrichen/vertreibt die Aiktermal.Dresich mikIbischsamen/klein gestosten/ vnnd mit öl wolvermischt/lassen schmieren/ die werden von den grfftigen Dhieren / weder Mit BciffeN noch mit Stechen beschädiget. DieBrüh lda JbischsaMen innen gesotten hat ist gut ge-trun ckerr wider die rohte Ruhr/Blutspeyen / vnnd wider den Bauchstuß (Griechisch Diar-rlicea gcncnnt./Dergleichen ist er auch gut getruncken mit Wein / oder mit Wastcr darun-der ein wenig Effig vermischet ist/wider dcrImen oderBincn/Wcspen vnd andcrergiffkiger Thier Stich.Dre Blatter zerstosscn I mit ein wenig öl vermischt / vnd wie ein Pflaster vber- Hochleuchtcn. gclegt/heylen dicBistz vnnd gebrannte Scha- den. Ibischwurtzel klein gestoffen in Wasser in mischt/ein Nacht vnder dem Himmel in den lufft hinauß gesetzt / befengt das Wasser vnnd -nacht cs dick. ^ Hochleuchtm/ Sigmarswurtz/ Alcca. Cap. clm f Ochleuchten oder Sigmarswurtz/ Btscheu. Griechisch vnd zu Latein Älcea,ist auch 6una-ein Geschlöchtdcrwiidcn Pappeln / vnd Blatter wie das Eisenkraut/ zerkerffet/ Mit drey oder vier Stengeln/mit einerRiNdcn vmb-geben/ wie der Hattff/ bekompt kleine Blumen den Rosen ehnlich hak fünff oder sechs Waffe/ breyke BZurtzeln Elenbogens lang. Welche in Wein oder Wasser getruncken/ die Brüche heylen / vnnd der rohren Ruhr be-gegnen. $flltff/ Cannabis^ Cap. elvj. EßHanffs sindtzweyerley gefchlechk/ zam rnö wild.Der za me Hanff/Grie-O^^ilchffch vnd gULdtanCannabis genent/ ist den Rrafft bnnd Vermögen Beschret- kung. Araffi bnnd Vernae». Beschrel« kuüg- prasst bnnd Vermögen. Hanff. SkmckendtBaum. ist den Menschen fast nütz/ starcke Seyl dawuß zu machcn.Seine Blatter sindt den Eschbaum Blattern ehnlich/cines schwehrenGeruchö/mik langen holen stengcln/vnd hak einen runden sa-men/ welcher in der Speise vielgebraucht/den natürlichen Samen verlascht vnnd dampffk. Der Safft auß dem frischen grünen Hanjfge-prest/ist wider denWehthumb der Dhren einge-treyffk sehr bequem. bilbet! fyüttff/Cannabis Agria, Terminalis. Cap.clvij. Er WildeHansf/ Griechisch C annabis \ Agria,zu Latein Terminalis gencnnt/ - Jhat Stengel dem Ibischkraut chnlich/ ohn da ß sie kleiner / schwartzervnd rauher a nzu- ctwae schwächer vndrauher. Er hatrothlechke Blumen/den )?egclblumen ehnlich.Sein Same vnnd Wurtzrl sindt demIbischsamcn vnnd Wurtzeln gleich. t Seine Wurtzetn gesotten vnnd vbergelegk/ sanffkigen die Hitz / zerthcilen vnd vertreiben die Geschwulst/vnnd verzehren die harte knöpjfder Gleych. Die rinde deß wildm Hanffo ist auch gut Seyldaraußzumachen. StttlckendtBaUM/ Anagyiis. Cap. clviij. Er Stinckendk Baum/ Griechisch ^^^^vttdzu Latein Anagyris,tst ein staude O^ tn dergrösfe eines Baume / hat einen fchwehren stinckendenGeruch/blattci'vnd dst-lin wie der Kcuschbaum Blumen den Köl-blumcn ehntich.Bringk seinen Samen in langen Schoten Idcrselbige ist mancherlei) farb/ hat ein gestalt wie Nieren fest vnd rundtlecht/ wirbt wann die Trauben zeitigen hart. Seine Blatter klein gestoßen vnnd wie ein Psiastervbergekegt/ wehren der Geschwulst. Der Blatter eines quintlins schwchr sindt gut in süssem Wein getruneken/dre schwehre Ge-burtvnd Bürtlin/oderander Geburt / vnd die verschlossene Monatliche Blum zu treiben. Wie gleichfalls auch den Keichcnden die eines kurtzen Athems sindt. Mit Wein gctrun-ckm/sanfftigen sie den Wchthumb deß Haupts In der fchwehren Geburt hcngt man den A-nagyrim den gebärenden Frawcn nützlich an muß ihn aber voll stundk an nach der Geburt widerumb abnemen vnnd hinwersscn. Der Sasse Saffk auß den Wurtzeln gepkeft hat em kraffe damit er Mherlk/ vertreibt vnnd zeitiget. Der Samen geffm thut hessrig brechen vnnd vber-geben. Pl'ckbaUMe/ Cepaea. Cap. cb)r. Ae Gewächs Pickbaum auff Grie-Jchifch vnndzuLaetin LepX2,iftdem a* -^Burtzel Kraut ehnlich / hat jedoch fchwartzerc Blatter/ vndein schmale Wurtzel. Seine Blatter sindt gut in Wein getrun- ztMfftbnb cken wider die Harnwinde Ivnnd die Räudig- DrrmSgen. keit der Blasen Ivnd sonderlich wenn sie mit der Brüh/da wilde Spargm Wurtzeln inn gesotten haben Iwerden getruncken Wasserwegrich. \ Wasserwegrich/ Alifma,Dama- fonium. Cap. clx. >Asserw^grich/ Griechisch Alifma.vtid ^Damafonium,jtl ^akeitl Damafoni- tlna" _ . 'um, hak blätterdem Wegrich ehnlich/ welche jedoch etwas schmaler vnd nach der Erden gebogen sind. Er hat einen einfachen schma- ztwlft len Stengel / höher den Elmbogcn hoch / am ^»ögc«. öbersim deß Stengels KöpMn/als wehre er damit bewunden / mitdünnen weißbleychen Blu-men.SeineWurtzeln sindt schmal/den schwar-tzcn Meßwurtzeln ehnlich/ scharpff/ eines guten Geruchs ein wenigftyft/ vndwachstin feuchten w nassem wasserichen Erdtrich.DerWurßcln ein quintlin oder zwey getruncken / ist den jenigen die einen Meerhasen gessen haben / oder von einer Krotten gebissen sindt loder Magsamen Safft getmncken haben/ sehr bequem. Ist auch gut eingenommen allein vor sich / oder mit so viel Pastaneysamcn Iwider das Grimmen/ die rohte ruhr Ivnd die Gebrechen der Becrmukker. Das Kraut stopfst den Srulgang / treibt die Monzeit/ vnnd sansstigek die Geschwulst / wie ein Pflaster vbcrgelegk. X Onohry- ku«g. BrfchrO Rrafftb«S VttMVM, 242 Pcdacü Diofcoridis Drittes Buch/ Onobrychis 3^6 SamIHar Kram. r Onobrychis. M. As Kraut IGriechisch Onobrychis i genennek / hat Blatter wie die Linsen/ l&m wmig länger einen Stengel span# ttm hoch/ ein Purpurfarbe Blum vnnd kleine Wurtzcl iwachst in feuchtem vngebauwkem Erdtrich. Dieses Kraut klein gestoffen vnd wie rin Pflaster vbergelegt/ zertheylt vnnd vertreibt die Geschwulst Idie man zu Latein Panos nen-riek.Hepltmit Wein getruncken/die/Harnwin# de/ vnd befördert mit öl vermischt vnd angestrichen/ den Schweiß. Sant Zohans Kraut/ Hypericum. Cap. ehch« Ant Iohans Kraut / Griechisch vnd zu (attin Hypericum, von etlichen An-drofemonCoreon, vnt) Chamepy-. tis*zenennk Idieweil sein Sam einen Geruch hat wie dasHartz/ist ein staudccht krautlin/vol# lcr astlin/ Spannen hoch/ rohklcchk / hat Blatter den Weinrauten Blattern ehnlich/dotter-gele Blumen / den gelen Violblumen gleich/ welche zwischen den Fingern gerieben / einen blutigen Safft von sich geben derowegen es denn bey den Griechen Androfemon, das ist/ ein Kraut dcß Menschen Blutgenennet wirdt. Bringt Hülsen nit fast Harechk/ in der grösse eines runden Gerstenkorns / darinn ein schwarzer Same verschlossen ligk welcher einen Geruch hak lwie das Hartz wachst in gebauwtcm Erdtrich. Sant Iohans Kraut hak ein eigenschafft vnd krafft/ damit cs den Harn befördert/ zeucht zumJapfflin gemacht vnd appliciert/dicMon-, zeit der Frawen an sich. Reutet mit Wein ge-truncken Idiedrey oder viertägige Feber auß. Sein Sam viertzigTage lang eingcnomnren/ : heylet die Wehihumb vnnd Schmcrtzen der y Hüfft. DieBlatter m dem Samen wie ein Pflaster vbergelegt Iheplcn diegcbrandcn schaden. Harthew/ Hatthttv. Harthew/ Afcyron. Cap. clM. Cunrad. . Atthew/Gnechifch vnd zu Latem Afcy-|ron,0ber Afcyroides gencnk / ist CM ge-- Beschrei. i schlecht deß Sank Iohans Krauts/ da- fona-von es doch durch seine grösse vnder scheyden wirdt/ dmn das Harthew ist staudechter hak grössere Stengel vnnd ästlin / vnnd dieselbige sindt braunroht / dünne Blatter dottergeele Blumen Isein same ist dem Samm deß Sank Iohans Krauw ehnlich Iam Geruch wie das Hartz. Derftlbige wenn erzwischen den Fingern gmeben wirdt / so werden die Finger davon Ials wehren sie mit Blut angestrichen/ge-farbk.Derhalbcn die Griechen auchAndrofc-mon, das ist/ ein Kraut deß Menschen Bluts zu nennen gepflcget. Der Same deß Harthewe wirdt auch wi- Rrafft vnd der die Wehthumb der Hüssk gebraucht / vnnd Vermögen, bcneben dem Iin fünffoder sechs Lot Meth oder Honigwasser gttruncken/ denn er treibt die gall vnnd Gallmassige Vberssüssigkeit durch dm Skulgang auß. Aber man muß denselbigeu staks vnd so langtrinckm lbiß man die volkoM- mene Gesundtheit erlangt. Harthew zerstossen vnd wie ein Pflaster vbergelegk/ hcylt den brand vnd gebrandte schaden, Kunrad/ Andro&mon. £Vnrad /Griechisch vnnd zu Latein An- Veschrel« drofxrdon genent/ wirdt von dem Sank6imä' Iohans Kraut vndHarchew vnderschey-den Iist ein staudechtKraut lmit schmalen rho-ter astlin vnd zweiglin lseine Blätter sindt drey oder viermahl grösser / den die Raukken Blatter. Dieselbige/wenn sie zerstossen werdm / geben sie einen Safft/ wie rohter Wein/ vnnd hak am öbersten theyl deß Stengels viel asttin/auß-gespreytek wie Flügel / vmb welche kleine/gelbe Blümlin wachsen. Seinen Samen bringt er in Hülsen/dem fchwartzenMagsamen ehnlich/ vnd hat ein Gestalt als wehre er mit allem fleiß gemalet.DieJyppen deßCunrads geriebm/ge-benvon sich einm Geruch/wie Hartz.Deß ge- «mff, wrnb stossenen Samens zwey quintlin getruncken/ vermSg«». treibt die gehlinge Skulgang vnnd ist vber die Messen bequem Iwider die Schmertzen der Hüfft. Aber nach der purgation sol man ein wenig Wasser trincken. Das Kraut zerstossen vnnd in der Gestalt eines Pflasters vbergelegk/ heylen diebrandk / vnd stopfst das Bluk/so auß dm Wunden fleust. X ifCoris. Coris. Mätitilm. Coris. Kap. clxv. Ae Kraut/ Griechisch vnnd zu Latein Coris) vnnd von etlichen Hypericon, das ist / SantIohans Kraut genannt/ ist ein baudecht krautlin hat Blatter den Heyden ehnlich / welche /edoch etwas kleiner vnnd feyster sind/vnnd wächst Spannen hoch / eines lieblichen süssen Geschmacks/ scharpffvnd wol-riecherrd. Sein Same getruncken treibt den Harn vnnd Monzeit der Frawen ist auch gut mit Wein getruncken wider der Spmnen biss-/ die man Phalangias Griechisch nennt / wrder die Schmertzen vnd Wehtbumb der Hüffe/ den Krampff vnnd Starre deß Halses / davon der Halß hindersich gezogen wirde. Lerselbigen kamen mit Pfeffer angcstrichen / wirbt auch wider das Bieben vnnd Kalte so mit den Eingängen dervnderlassenden Feber ankommm gerühmt/ wiegleichfalö auch mit ölevermischk/vnd angc-strichen wider den krampff/davon der Hals star-rig vnd hindersich gezogen ist. Zelmger/eltcber/KlemKmdännlm. Chamepitys Aiuga. Cap. clxvj. Weiblin. Glicdk- cfnfcb ChamcpitysjfltDgU Katern Aiugd oDCl'Äbiga / auff &vi(*Stschrel« 6^>chffch Cha'mepitys,t>ttb$u Latein Aiuga obcrAbiga, istem klein krautlm vberdek 6"”8-^^5 Erden einher krrechendt/ etlicher Massen gekt ümbt.SeineBlattlm sinvt den kleinen Haußwurtzbtattern ehnltch Ifedoch etwas schmälervnnd harccht/ diesclbige stehen dickvmb den Stengel her /mtb haben einen Geruch/wie die Kindannen / kleine gelbe oder weisse blünr-lin/seine Wurtzcln finb der WcgwaNGurgcln gleich. . , , Die glatter siben^ag lang nach einander inWeiN getruncken/vertreiben die Geelsuchk/ Rrafst twn Vild Viertzig LagmitHonigwasser/die Schmertzen der Hüfft. Sindt sonderlich gut cmL Dtrm-gk« genommen wrder die gcbrechen/darvon der Harn verhalten vitb schivchrttch gemacht wirbt/ wider die Lebersucht/Gebrechen der Nieren/ vnnd das Gnmmen.In der Statt Heraclea in Ponto gebraucht man sich dieses krauts wider das GW Aconitum,an statt der zusammen gesetzten Artzneycn Idie wider das GW ernzunemcn sindt Antidota Griechisch gcnemit/ darzu trinckt man die Brüh/darinnen dieses kraut gesotten hak. Ein P staster au ß Gei sten-maltz gemacht ivnnd in der Brüh/darinnen das kraut Chamepitys innen gesotten hat/wo! vermischt/ist wider die vorbenannte Gebrechen alle gut/dicsclbige damrt vbcrgelegk. Dassels bigc kraurzu reinem Puluer gemacht/vnnd mit Feigen vermrschk/zu Pilulcn formiertvnnd eingenommcn/erweycht den Srulgang. MikHonig/KupffcrschlagvnndHartz hat cs die Art/daß es purgrert.Sauberk zu Aapfflin gemachr/vnd appLicicrt die Gcburksglicdcr. Vertreibt die verhärte Geschwulst der Brüst. Hcylt vnd hcfftet »nit Honig vermischt / vnnd wie rin Pflaster vbergelegr/zusammcn/vndwehmden Geschwern/die welker krrecheü. Es ist noch einander Geschlecht deß kleinen Kindänn lins/ mit schmalen astlin Elenbo-gens hoch/in der Gestalt eines Angsters gebvgeü vnnd gekrümbt / seine Blätter sindt der vo-ngcn gleich / hak werffe Blumen / einen schwartzen Samen. Daffclbigc kraut hat auch den Geruch deß Harnes vnnd Kindannen.. Vber das findet sich noch einander Geschlecht der kleinen KindännUn / welches das dritte ist/vnnd das Männlin genennet wirdt/ist ein kleines kräutlin/mu weissen/dünnen/schmalen/harechten Blättern/seinestengel sindt rauhe/ weiß/ ferne Blumen dottergelb Ider Same wachst neben den Flügeln oder Achselhölen. Diß kraut hat auch den Geruch deß Hartzes vnd Kindännlins. Diesezwey kräuterhaben eben hicsclbige Lugendt/wic das erste/jedoch Nicht also kräfftrg: &(:)& 0) X z PEDA- B'schrrß- tung. Rrasst -«d DkrmögrL. «< , i ' PEDACII DIOSCORIDIS ANAZARBjEI VicttesBuch. fti> /-so tnsondcrhelL vnnd allein zu der Artznep werden gebraucht : Vnd dersclbtgm Biättcm/Blumm/Samcn / Früchten/ Wurtzeln vnnd Safftcn. Vorrede. 7? den drey vorigen Bücherrr/ mein allerliebster Arere / haben wügeschrikbenvondemwotncchenden Gewürtz/Del/Salben Baumen/ Koi-nf,üchken/Kochkraukern/Murtzcln/Safft/Krauttrvnd Samen. In diesem Buchaber/welches in dcrD» dnung daevierdte wollen wir die je* nigeKramervndWurtzeln / dievns indem nächst vollenden dritten Buch zu beschreiben vbcrbliebcn/vollcndks abhandlen vnd erklären. Betonim/ Ceftron, Betonica. Kap. /. Ekonicn/Griechisch Ceihxm/tmd Pfy-o/^chotrophon genennk/dieweil cs ltt kal-r O^ren orten gefunden wirbt / zu Latein Ve-tonica oder Betonica, ist cm kraut mit einem schmalen viereckechtcn stcngel/clenbogcns hoch/ offtmals höher/vnnd hat wepche lange Blatt, r/ den Eychenblattern ehnlich/ nngovmhhcrzcr--kerfft / eines guten Geruchs / vnrer welchen die neben den Wurtzeln wachsen/ grösser sindt dem » vie andere / am öbcrsten thcil deß stengcls gewink es ein ahr darinnen sein Same behalten wn dt/ wie das Pftfferkraut oder Satürep. Seme Blätterwerden abgebrochen vndgcdörtzu vic-lenGcbrechen nützlich vnd gcbräuchlich.Es hak schmale wurtzeln/wie die Nicßwurtz / welche Honigwasscr getruncken / die Phlegmatrsche Feuchtigkeiten durch ein Erbrechen vertreiben, ein quintlin der blatter/mit honigwasser gctrun-rken/stndt gut wider die Brüche/ den Krampss/ Gebrechen derBeermutkcr/vnd widerdas auss-steigen dersclbigen. Drey Duinklin mit einem Nössel oder ächtmaß Wein getruncken/heylen der Schlangen brssz. DieBctonien blätter gc-stosscn/vnnd wie ein Pfiaster vbergelegk/ her len gleichfalsauchdergifftigcn Thier Bissz. Der Betonien blätter eins quintlins schwehr werden ittttWdti getruncken wider das eingenommenGisst gerühmt/dann es nimpi dem Gisst a lle krafft ]denftlbigen Trunck zuvor gebraucht. Betonien mit Wasser getruncken / treibt den Harm vnd Stulgang/vnd ist auch gut wider die fallende Sucht vnd WahnflNnigkcit.Vnd eines qulntlms schwehr getruncken ist den Lcbcrsüchtigen vnd Miltzsüchtigen/ mit sawrcm Honigsyrup (Oxymelle)fthi- bequcm.Bctonien in der grösse einer Bonen mit gelcutertem gesottenem Homg nach dem Nachtessen eingenommen /hilsst dcrDawung/vnd wehret dem sawrcn auffstossen.Die Magen süchtige sollen Betonien kawcn/den Safftdgvon em lassen/ vnnd darnach gewässerten Wein daraufftrincken. Em halb quintlin Betonien mit emem hecherlin gewasserten wein getruncken stillet das Blusspepen» Ist mit wasser getruncken gut wider S6Z. Engclrscbkrarlt. Wcpdctt'ch. Mdcr das Hüfftweh lvnnö Schmertzen dek NttrnvnndBlaftn. Beronienzweycrqulntlm genommen Ivertrelbk dre Wajse.fucht / vnnd dasselblge mit Honrgwasser gctruncken / wenn ein Feber" mit läufst / ohne Fiber aber/ mrc Claret / der auß H onig vnnd Wein wirbt gemacht. Betomen vertreibt dieGeclsucht/ eines qumu lins fehwehr mit Wein getruncken / treibt der Weiber Zeit Ivier quintlrn in einem halben lö fi felHonrgwajser getruncken Itreiben den Sml-gang. Beton im mit Honig eingenommen begegnet der Schwindtsueht/vnd Epterigen auß-werffungen. Man bchelt die gedörrte gcstojsene Betomen Blatter m jrdenen Hafens Ettgelisch Kmm / Brittannica. §ap. ts Rritannisch oderEngelisch kraut/Grie- Brschni. ichischvnnd zu Latein Britannica , hm bung. 'Blatter den wilden Mengelwurtz blättern chnlich/außgenommen Idaß sie schwartzer/ fcyster vnnd harechter sinbt / haben einen h erben zusammen ziehenden Geschmack / ein dünne kurtzeWurßel/einen kleinen Stengel. Aüß den Blattern wirbt ein Safft gcprest welcher an der Sonnen oder bey dem Fewer dick gemacht/ zusammen zeucht. Vnnd dcrhalben w.'derdie Mundtgeschwerdcß Schlundes vndMande-len Idie weiter vmb sich fressen/ vnnd alle andere '3 Gebrechen / die einer Ausammmziehung von nöten haben/wirdt gerühmt. ^Bd)bm(.^/Lyfimacliia. Kap° iss. 'Eyderich/ Griechisch vnnd zu Latein ’ Ly timachia, voll Ctiichm Ly tr on ge- ßü-g. _ , ^nennt/ hat schmale Stengel / Elenbo-genehoch/ osst höher / voller ästlin/daran auß seinen Glcychen dünne Blätter Wachsen den Wepdenblättcrn ehnlich Iam Geschmack herb ' . vnd zusammen ziehend: Bringt rore Blumen/ , 8 „ oderauffö goldtgelbegcncygttWächsiinMoß- 1P lachen/vnd in nassem feuchtem Erdtrich. Der Safft auß den Blättern geprest/welcher ein zu- . sammcn ziehende krafft hat / ist gut Wider das Blutspcyen/vnd die rote Ruhr/getrunckcn/ vnd in einem Clystier gebraucht. Ein Aäpffim darum genetzet Ivnnd in die Scham gethan/stopffk den vbrigen Fluß der Frawen.Wann dieNa seN Löcher mit diesem kraut gestopfft werden so lest das Nasenbluten also baldt nach. Auch stopffk dieses kraut dasBlut/so auß den wunden sieust/ der Weyderrch angezündet / gibt von sich einen scharpffcn Dampffvnnd Rauch / damit cs dtt Schlangen vertreibt/vnd die Fliegen tödt. U riss Wegtridr Gtfchltcht- Deschttli« bung. Arafftvnd Vermögt««. Brschr«- heS- KrsGMrd VasnigJS- Weggraß Mannlm. Polygonum, Sanguinalis. Cap. inj. . »Egkridk oder Weggraß / Griechisch ‘Polygonum, zu Latein Sanguinalis 'KerKa,istzweyerleyGeschlecht/mann-(in vnnd weiblin. Wcggraß Mannlinhat wey-cbe zarte astlm/ mit vielen Gley chen vmbgeben/ welche vber die Erde kriechen/wie Graß. Seine Blatter find den Rautenblattern ehnlich/auß-genommm daß sie weycher vnd langer sind / vnd tzat vnder einem jeden Blattlin fernen Samen wachsen /daher das Weggra ß Mannlm bey den Griechen seinen. Namen vberkommcn hak. Seine Blumen sind werß oder braünroht. Der Safft auß dem Weggraß geprest/ge-truncken / hateine krafft zu knien / dick zu ma-chen/vrrnd zusammen zu ziehen. Ist derhalben gut wider das Blutspeyen Bauchfluß / wider den Gebrechen/ darinnen die Gallvnden vnd o< den außbricht vnnd wider die Harnwrnde. Er trcrbt den Harn mercklich/vnd ist gut mit Wern getrunckcn wider der gifftigen Thier Bifsz. Vertreibt d e vnderla ssendc Feber/ ein stund vor derselben ankommen gerruncken. Japfflm darinnen genetztvnd vnderschobcn/ stopffen den vb-rigen Fluß der Frawen. Wirdt wider das Eys terflreflen ut dre Dhren getropfft: Hcylt mit Wern vnnd Honig gesotten die Geschwer deß Gemachts.DieBlatker zerflossen vnd wie ein Pflaster vbergelegt/ sindt gut wrder die Entzündungen deß Magens/ daSBlutspeyen/dieGe-schwer die werter kriechen / die Rose oder Roth-( Runnellm/ Griechisch vnnd zu Lakem ^Symphyton petrxüm > tvachji in 'steincchtemerdtrich/mit kleinen schmalen astlm/dem Dosten oder Wolgemut ehn-lich/gewinnt am obersten rhcyl der Stengel vnndastlinKöpfflm wieder köstlichefrembde Thimian, ist voller ast/ricchcnd/hat einen süssen Geschmack/ dardurch sieden speychelfdi-dert. Seine Wurtzeln ist lang / blevchrohkf * <#r Fingers dick.Brunmllen in Hvnigtvasser ge- §^;njäe^ sotten vnnd die Brüh getruncken / säubert die Lunge vnd Brust. Stillet m t wasser gclrun-cken/daeBlukspeyen/vnd heylet dieGebrechen der Niem.Ist in wein gesöttegut w der die re-teruhr/ vnd den roten vbrigen fluß der welber/ heylet mit einem sauwren Honig Syrup ge-truncken/den Krampffvnd Brüch.Brunnel-ten gekawet Ilascht dm Durst sanfftigekderr rauhen Schlundk deß Halß. H efftek die frischen wunden zusammen/ vnd Halte die brach/ wie einPflaster vbergelegk.Fleisch mir Brun-nellen gesotten/ wachst widerumb zusammen. WalWUktz/ Symphyton. Cap. rU Walwurtz Weiblitt. mu Biföttl- klmg. Holoftium. Rrafftvüd Vermöge«. Blatter krauk. Beschret 6ung. Rraffe bnnO Vermöge«. Beschrei- bung. Araffevnd Vermöge«. »Alwurß/Bemwell/ Gnechifch Sym-•phyton,eoo ettrche« Pedon^u Latem Solidago gcnennt/gewmlit einen Stengel zweyerElenbogen hoch/oder offtmals höher Iderfelbige ist dick eckccht/ leicht/hol/ wie der Haftnköl/ vmb welchen nit weit von einander/ rauhe Ihange / schmale/langechke Blatter wachsen / dem Burretsch oder Dchsenzungcn ehnlich/ dar;u auch sindt die Stengel an den Ecken mit Mißgewachsenen Linren verhaken/ daraußgelbeBlumen wachsen. Sein Same ist demWullkraut Samen gleich seine Blatter vnd Stengel rauhe vnd scharpff/ vnd wann man jemandt damit anrühret so erregen sie ein Jucken. Seine Wurtzcln sindt auswendig fchwartz/innwendigweiß/vndjr Safft ist zahe schleimig. Der Wurßeln gebraucht man sich in dm Arßneyen Idann dieselbigen gestostcn vnnd gc-truncken/sindk gutwider dasBlutspeycn vnd dieBrüch.Hefftm die ftischeWundcn zusam-men. Sre machen auch das Fleisch damrtgc-sotken aneinander vnnd zusammen wachsen. Beinwell mrt Crcutzwurtz wie ein Pflasterv-bergelegt/heylk die hitzige Geschwülsten / vnnd sonderlich an dem Hindern. Holoftium. (£ap> JCI/. Ae Gewächs/ Griechisch vnnd zu La-t kein Holoftmm genennt ist ein klein -kräutlm/drcy oder vier Finger breyt/ lang / mit seinen Ainckcn vnnd Blattern/dem Kraenfuß oder dem Graß ehnlich / am Geschmack herbe vnnd zusammen ziehcndt seine Wurtzeln sindt schmal wie Haar/weiß / vier Finger breyk/lang / wachst an erdigen Bergen. Die Wurtzcl in Wein getrunckcn ist gut wider die Brüche/hak auch die Kraffk/wann sie mit dem Fleisch gesotten wirdt daß sie das Fleisch zusammen hcfft/vnd aneinander wachsen macht. Stcebe. Aap. jllli. ^ As kraut/ Griechisch vnnd zu Latein Stabe genent/tstmenniglich bekannt. Seine Blatter vnd sein Same haben eine krafft/ damit sie zusammen ziehen. Der-halbcn ist die Brüh/da dieses kraut inn gesotten hat/gut mit einem Clisticr gebraucht/ wider die rote Ruhr/ vnd eingetropfst wider die eytercnde Dhrcn. DieBlatter wiePflastervbergclegt/ vertreiben die blutige Streichmasen der Au-gen/vnd halten die Blutfiüß zu rück. Blak- Blarerkmut/ Clymenum. Kap. xiiy. LakerKl auk / Gnechisch vnnd zu Latem Clymenum genennt / geivümk einen viel-eckechten Stengel wie die Bonen: Seine Blatter sindr demWegmh chnlich/ vnnd 6u"a-Haram obersten theyl dcß Stengels Hülsen in sich gebogen / wie die Füß deß vielfüs-figen Fisches/ Griechisch Polypus genennt. Sasallerbesie Blater Krank wachst an den Bergen. Auß dem ganßen Kraut wirdk ein Safft geprest/vnd wider das Blutspeien dm Bauch- 5Ä2 fluß lwelcher bey den Griechen Coeliacus genennt wirdk vnd vbrigcn rohterl Fluß der Fra- vwn wen germncken Idenn er kületvnd zeucht zusammen stopfet den Blutfuß der Nasen. Sie Blatter oder Hülsen gestosscn vnd vbergelegk Iheylen die frische Wunden. Geyßbart / WaldLllgM. Periclymenon. Kap. xp. -x Eunlinge/ Waldlilgen/ oder Specklilgen/ Beschtti- Griechisch vttdzu Latein Periclymenon, bung. (j) ist ein einfacher Stand / welcher in einer ge-wtjsen weytte mit Blattern vmbgeb'cn wirdk/ vnddieselbigesindtweiß/den EphewBlattern ehnlich hak neben den Blattern Aweiglin auß-wachsen / daraußf ein Same herfür kompt/ in der Gestalt deß Ephew Samens. Seine Blumen sindtden Bonen Blumen gleich/ weiß/ein wenig rundt /vnnd wachsen Vermassen/als wehren sie auffdie Blatter gesetzt. Sein Same wirdt.hark vnd ist nik gut ab zu brechen: Seine Wurtzcln dick vnd rundt wachst in den ackern/ an denAaunen/ vnd windet sich vmb die nächste stauden vnd Baume herumb. ~ Sein Sam nach dem er zeitig worden ist/ abgebrochen vnnd im Schatten gedörrt/ eines quintlins schwer mit Wein viertzig Lag nach einander getruncken mindert das Miltz / vnnd vertreibt die müde/treibt aber den Harn / 'also das er am sechsten Lag blutig wirdk. Auch ist er gut wider den kurßen schwehren Athem vnd wen man nik ohn allein sitzenkvnd'auffrechk ath-men kann/vnd wider das Ktupen/vnd macht ein schnell Geburt. DieBlakker haben eben diesel-bige Lugmdt vnnd Krafft/ welche sieben vnnd drcyssig Lag nach einander gekrunckm/dre Männer vnfruchtbar machen. Mit öl angestrr-chm/die Kalte der Feberverkreiben. WegdlM/ Tribulus terreftris. Tribulus aquaticus. Cap. fv/. As Kraut IGriechisch vnd zu Latein T tibulus genent / sindkzweycrley Geschlecht. ^ Das ein wachstauffdcm Lande / vnd wirdk zu Lausche Wegdorn oder Wegdistel genennet/ vnd seine Blatter haben ein Gestalt wie die Blatter deß Burtzcl Krauts/ ausgenommen Isprcytcn sich jedoch mit dünnen schmalen Rnhtlinvberder Erden auß/ mit harten/ scharpffen Dörnern/ vnd wachstauff den wüsten HoffMten/da alte gebrochene Maurstcin geschüttet sindt/ vnd auch neben den siiestenden Wassern. Das ander Geschlecht lwachst in den Wassern Ivnd wirdkzu Leursch Wassemüsse ge- V nennet. Wegdistel. WaldkM-^le. Wasscmüß. nmnet/ftine Blatter stehen allein vber dem ser/vnterwelchen er seine dorn vnnd dtsteln ver-birgtrHak breyte blatter/ mit langen stilen oder fchwantzlin/seine stengel sindt am öbcrn theil di-rker/denn am vndern/vnd bewachst mit etlichem Haar/in gestalt einer aher sie bringen ein harte frucht/demWegdornsamen nit vnehnlich. Sic haben beyde ein krafft vnd eygenschafft/ damit sic külen vnd zusammenziehen.Sind der-halben gut wie ein Pflaster vbergelegt/ wideratte hitzigegeschwulst. Hcplen mit Honig vermischt die faule Mundgeschwcr/ welche die Griechen Aphthas nenen/das schwerende Janfleisch vnd mandeln.Auß diesen krautern wirdk ein ge- prest/zu den Artzneyen der Augen dienlich vnnd bequem. Ir sam frisch gekruncken/oderder safft darauß geprcst list gut wider den Stein. Ein quintlin deß Wegdorno getruncken/ oder wie ein Pflaster vbergelegt / wirdk sonderlich wider derNatern Biflzgerühmt. Derselbigeistauch gut mit Wein getruncken/wider das tödliche giffk. Die brüh/ da diese krauter inn gesotten haben/in diu,-g kraut lwelches den Skulgang stopfft/ in Wein/oder da ein Feber zu geaen/ mir Was-sn-gerruncken. Ist auch gut vbcrgelegt/ wider ^ die hitzige Geschwulst/so neben dem Gemache entstehen / vnnd wirdt in den Kornfrüchkm gefunden. lagopus alter* feliopianato. IBS. Y Medion, hung. ii. Dt Mcgt«. Btlctzrsi, hing. Medion, Epimediott, Medion j Viola mariona. Cap. ]ri)r. As krauk/GriechlschMedio n,w acb ß i^^iantunckcin SchattcchttnDrtten m C^^Stemechkem Erdtrich- Seine Blätter sin dt dm Violwurtz Blattcm ehnlich/rnnd gewinnt einen Stengel dreycrElenbogen hoch/ däraujf grosse Purpurfarbe vnd runde Blumen erwachsen: Sein Same lst klein dem sa-men deß wilden Gartm Saffrane gleich:Sei-ncWurtzeln wirdt Spannen lang/ eines Stacken dick Iam Geschmack herb/ vnd zusammen Ziehende. DieWurycln zuemcm reinmPul-ncr gestossen / vnnd mit Honig gesotten/ etliche Lag davon geleckt / siopfft der Werber r-ber-masjigi.Blum.Abcr seinSamin wein getrutt-cken/ hrlfft der verstopfftm Blumen fort. Epimedion. §ap. Y/. ^T^^AsKraut/EpimedionGriechrschge-yj/uja zu Latein B-sHrch iGramen, kreuchtvber der Erden / mit bu»D schmalen astlin / voller Gleychen/welche sich selber einwurtzeln lvnd machen süsse Wuchcln/mitGleychenvmbgcbrn.Dasgraß hat spitze/Harke vnnd brepter Blatter wie die kleine Riet RHSrlin/ vnd wird von dem Viche vnd Kühen abgeetzk: D ie Wurtzeln zerstossen / 'vnd wie ein Pfla- Kraffi sier vbergelcgt / hefften die wunvm zusammen. Die Brüh da die Graß Wuryeln inn gesotten haben/getruncken/rst gut wider dasGrimmen/ vnd die Gebrechen/davon der Harn verstopfft/ verhindert/vnd schwchrltch gefange wirdt/vnd zerbricht dm Blasen Stein in stück. Ritt« Pedacii Diofcoridis 95tlC6/ RicttührGraß. Wundtkmuk. bung. Rietrühr Graß/ C älamagroftis. Gramen Arundinaceum. Eap. mu S ist noch ein RietrührGraß / Grie-JV.chtfch Calamagroftis, $u Latem Gra-O^fmen Arundinaceum, viel glösterdan das vorlge/vnd alles Viehe/so von diesemRiet-rühr Graß jßt/pflegt davon zu sterben/vnd sonderlich von dem/das in Babüone neben den wegen wächst. Das Graß auffdem Berg pamaild wach-fflib/ Gramen Parnafli gemtimtchdt Vtd inehr astiln/Oann die vorige / ferne Blatter fmbt den Ephew Blattern chnlich feine Blume« weiß vnd riechendt/ftin Same kicin/jedoch nichtvn-düchtrg/vnd hat funffober sechs wer ffe/wcychc/ starcke/süsteWurtzeln/ fingerebick. Gern safft mit gleich soviel Honig vnd Wein / vnd halb so viel Myrrhen lPfeffers vnnd Weyrauchs ein dritt Therl gesotten / geben ein köstliche Augen Aryney/ welche in einer küpffercn Püchsclr behalten werden soll. Dre Bmh/'da dw Wurtzcln inn gesotten findt / haben diesetbige tugendtvnd krafft wie das kraut.Der Game treibt den Harn hcfftlgcr I stopfst den Gtulgang/ das Brechen vnd vbcrgcben. Das Graß/ welches in Cilicia wächst Idas die Innwohner Tinnam nennen/ entzündet vnnd brennet die Kühe wann fie das ojft frisch wepden. WmWckMttt/Sidentis. Aap.Mlfi Liedtkraut oder Wundtkraut / Grie-fichisch vnnd ZU Latein Sideritis,von etlichen Heracüa genmnt/hat Blätter wie der Andorn/welche jedoch länger findt/etlicher Massen den E'ychen vnnd Galbey blättern ehn-lich/jedoch kleiner vnd rauher. Seme Stengel wachsen viereckecht/Spannen hoch/offt höher/ eines lieblichenGeschmacks/etwas herb vnd zu-famen Zlehendt/daran nach etlicherWerterun- deknöpfflm/einemSpinnwirdelgleich/wiean dem Andorn wachsen / vnnd in denselbigen ein schwartzer Sam/ wächst in steinechtem Erdt-rich. DieBlätterzerstossen / vnd wie ein Pflaster vbergclegt/hcfften dieWunden zu/vnnd heplen dieselbige ohn einige Entzündung oderHrtz. Das ander Wundtkraut / Altera $i- deritis. Cap. rmij. G ist noch ein ander Wundtkraut (Al-g^,teraSideriris)mit schmale ästlin zweyer . ‘'-z Elenbogen hoch/ seine Blätter stehen an langen Von allerlei) Artzncykräutem. SasanderWundtk^ul. Groß garten kmue. F langen stilen oder schwanßütt/ den Fahren blättern chnlm/zu beyden Seütcn voll/ am obersten theüzerkerfft Ivnd hat auß den öbersten flügcln oder Achseln/Hölen / das ander lange schmale astlm an wachsen Idie am obersten rhetl rauhe k öpfflm gewmnen/m der gestalt einer kugel darinn ein Sam wächst Idem Samen deß Mail-goltö chnlich/ außgenommen das er runder vnd härter ist.Dieser Sam/ vnnddieBlättcr sindk tiuch sonderlichgutzu den Wunden. DasdritteWuttdLkmut/ Tertia, Sideritis.Miilst Tliche sagen es ftp noch ein ander kraut/ Vefchrek-Jlv Sideritis genent/ welches der Orareuas Heracleam nemitt/ vnd wächst an den Wänden Ivnnd in den Weinbergen/ mit vielen Blättern / auß denWurtzeln/ demCoriandcr chnlich/ vmb seine Stengel her / die sindt spannen hoch/ zart/glat / roht vnnd weiß hat kleine Purpurfarbe Blumen / am Geschmack bttker vnnd zähe. Dieses Kraut hatauch ein krafft/ dasesdie Rraff» vnnd verblutunge der frischen Wunden stillet/damit vbergelegk vnd die selbige zuhefftet vnd heplt. Groß garbenkraut/ Achilica. Cap. Mv. Roß gerben kraut/Schafftrippe/Grie-kchtsch Achillea,vonet^/chen Achillea bung. Sideritis gcnannt/bekompt Stengel einer Spannen hoch Ioder länger in der Gestalt der spillen Imit kleinen blättern vmbgebcn/ welche auffden ftitten mit vielen schnittlin zerkerfft sindt lden Coriander Blättern chnlich etwa» rot an der farb vnd zähe Ieines starcken geruchs/ aber dochnit vnlieblich Iam obersten theyl deß Stengels wachsen rundeKrönlin wie Schat-hütlin/mit weiften Blumen auffGoldtgel gc-neygt/ vnd wächst in fcystem Erdtrich. Die Blätter gestoften/vnnd vber diefrifthe wunden gelegt Ihefftcn vnd heylcn dieftlbige zu/ Vn'mosw vnd befreihen die von der Hitze vnd entzündung/ siopffen das Blut lvnnd sonderlich den vbrigcn Blutfluß der Frawen/mitWollen zum Aäpff-lin formiert Ivnd von vnden applicicrt/oder den Weibern dieBrüh Ida solche Blatter in gesotten sindt/zu einem badtgcmacht.SolchcBrüh ist auch gut getruncken/ wider die rohte ruhr. Bronp Bromheer. xO> Bwmöeee/ Batus, Rubus Cap. Mv. Rombeer / GriechischBaruz, zu Lakem Rubus, tft gememllch jederman wölbe-karmt/ hak eme Krafft zu trückncn / vnnd zusammen zu ziehen / vnd schwartzetvas Haar. Die Brüh Idarinnen Brombeer astlin gesoitm sind! Igctruncken / stopffct den Stulgang / vnd den vbrigen Fluß der Beermukter. Ist auch wider die Gifftige Bissz der Schlangen die man / Prefteres Griechisch nennet faß bequem. Befestiget dieJan/vnd dao zansieisch.Die Brom-bccr Blatter gekawet Ihcylcn die Gebrechen dcß Mundkö. Wehren dcnGeschweren/die weittcr kriechen / hcylcn drcflicisende Hauptgeschwcre/ vnnd die au ßfallcnden Augen glcichfa lo in der Gestalt eines Pflasters vbcrgelcgt I die Ge-fchwehre/die harte gcschwulst/vndWartzcndeß Jpmdmt/ Condilomata Griechisch genennt/ vnnd die Güldenadcrn/ Hemorrhoidas. Die Blatter zerstoßen Ivnnd vbcrgelcgt / sindt den Magen süchtigen gut / wie gleichfals wider den Schmeryen / beiffen vnnd nagendest Magens Munds. Man last die Stengel vnnd Blatter stoffen/ einen Safft darauß preffen vnd den an der Sonnen dick werden/welcher ein sonderliche Artzney ist/wider alle Gebrechen davon jetzt gesagt worden ist. Der Safft auß dcn zeitigen Brombcrbeeren gcprcst / istfastbequemc zu den Arßneyen deß Mundks. Die Brombe, beeren / wenn ste Halb zeitig worden sindt geffcn / stopf-fen den Stulgang. Deffclbigcn gleichen thun auch seine Blumen Imit Wein getruncken. jpittbtbccr/ Batus Idceus,Rubus Ida;us. Cap. Mvj. Je Hindtbeeren lwerden auff Griechisch/ Batus IdLus,zu Latein Rubus Idxus genennt/ dieweil deren sonderlich viel auff dem Berge Ida wachsen. Die Hindk-beeren sindt viel zarter denn die Brombeer/vnnd haben viel weniger lvnd kleinereDörne wiewol sie auch ohne D orncr gcsirnden werden. Sic haben eben dieselbige Lugcndt/ Krasse vnd Wirckung/ wie die Brombeere / vnnd darneben sindt die Blumen der Hindtbeeren klein geflossen Imit Honig vermischt gut vbcrgelcgt wider die hitzige Geschwulst der Augen. Vnnd vertreiben zu gleich die Rose oder Rohklauff. DieHindtbcer blumensind den Magcnsüchti-gcn mit Wasser getruncken/ sehr bequem. Wmde/ Von allerlei) ArtzneiMukern Wmde. felatinc Diofcoridis. Helxine ciflampelos. Cap. Mvy. JeWmde vkiAaunglocken/Gnechisch Befthrel» | Helxmeanu einem ^unammCiflam- 6u”ä-ypelos gcnennt / hat Blatter wie der E-r phew/welche jedoch etwas kleiner/ gewinnt zarte fchmale aftlin/ damit sie atlcs was sie anrührt/ vmbfangt vnd faßk. Die Winde wachst an den Aaunen lzwischen den Reben/ vnnd in dem Felde zwischen dem Korn. Der Saffk auß den sram v»d Blattern gepreßt/ vnnd getruncken I treibet den BcrmSgrn. Skulgang. Elatine. As kraut Griechisch vnnd zu Latein E- Beschrrl-Uatine gcnennt / hat Blatter den Win-6ut,a--den oder Aaunglocken ehnlich sindt jedoch kleiner lrunder vnnd harcchter/ gewinnt funff oder sechs schmale astlin/ auß einer Wur-tzcl wachsend Ieiner Spannen hoch / voller blatter/welche amgesckmack herb sindt/ vnd zusammen ziehen. Wachst in den ackern zwischen dem Korn/vnd in gcbawkemErdkrich. S ine Blatter zerstossen / mu Gersteumcel/ Bw/Rb#» Elatine altera. Vrrmögrq. § Odermeng. Btschrrz- Araffidnd WrrMkM. G 4 Ä?auhkom. neben der Wurtzclnwachsend mit jreben oder acht ahrn wachst in den ackern vnnd auffDen new gemachten Dächern. Das Laub KomistgukmitherbemWein gctrur.cken wider die Bauchflüß so man @mchtsch Diarheeam nent auchstopffcteö den vbrigen Biutflu ß der Becrmutkcr/vnd den vbki flüssigen Harn.Etliche sagen auch / es Hab die besondere Epgenschafft vnd natur/ das es in braun rohteWoll gebunden vnd angchenckt alle Verblutungen gewaltig stille. Radix Idaea. JCffl As Kraut / Griechisch vnnd zu Latein ' Radix IdLL,gcncnnk/haLBlaktcr dem 1 Rufco ehnlrch vnd neben den selbigen kleine Räblin/darau ß seine Blumen wachsen. Seine Wurtzeln haben ein hesstig zusammen ziehende krafft vnnd sindt dcrhalbcn wider alle Gebrechen/die deß zusammen Ziehens von Nöhten haben bequem. Sindt dcrhalbcn gut gctmncken/ wider die Bauchflüß / vnnd vbrige flüffederWeiber/ stopffen das Blut allenthalben/wo es außfleust. RosmwurH. RosMWM'tz/ Radix Rhodia. Cap. flij. Dsenwurß lGriechisch vnnd zu Latein Radix Rhodiagetictit/wdchst m Macedonia / dem Cofto chnlich/ist jedoch leichter denn der Coftus, vnd vncben / wmn sie gestoffcn wirdt/ so gibt sic einen Geruch/wie die Rosen. Istfastgukwiderdic schmerßen deß Haupte/ wenn sie befeuchtet/mit ein wenig Rosen öl vermischt/ vnnd vber das vorder Haupt vnd den Schlaffgeleget wirdt. Katzenwadel/ Hippuris, Equi- femm. Cap. rliij. Chaffthew lKatzenwadel Griechisch iHippuris, ZU Latein Equüfetum ge-_ _ mtintlwachst m nassem feuchten Erdk- rich/vnd an den Graben/ hat hole Stengel/mik Gleychen in ein ander gcfüllck / ein wenig rohk-lecht/hart/ rauh Ivnnd vmb die Stengel viel schmaler Blatter Iwic die Bintzen. Der Katzen wadei wachst in die höhe Neben den Stammen derBaumevnndstaudcnauffsteigendr / daran es hengt vmbgewickelt mit viel schwartzcn blöt-rern/wic die Pfcrdts Schwantz. Seme Wurzln sindt Holtzcchk vnnd hart. Dieses Von allerlep Artzueykräirkem. 76$ Katzenwadek. Kaßenwadek. Dieses kraut hak em zufammmziehmdekrafft / derohalben fein Safft das Blut / so auß der Nasen simst/gewaltr'g st^pfs ustiller auch mit Wein getruncken/die rote Ruhr/vnd treibt den Harn.D te Blätter gestojftn vnd vbergelegt hefften und heylen die frische Wunden zu. Die Wurtzel iampt den; Kraut/sirrdt gut wlder den Husten vnd kurtzen Athem/bep welchem man nurauffgericbt athmcn kan/vnnd heylet zu gleich auch die Bruch. Man sagt auch/daß die Bi4tt von etlichen C^^Scorpion vnnd Traganon genennt/ wächst am mctsten bey dem Meer / vnnd ist em ftaudechk kräuklm/ vber die Erden gespreyket/cl-ner Spannen hoch / oder ein wenig hchcr/ohne blätter/mit viel kleinen rohtcn körnlm/wie trauten körner vmb die Stengel hangcndt/ in der grösse Von allerlei) Artzneykrautem. 271 gi össc dcß Weytzen/ am oberstem cheyl spitz / am Geschmack herb vnnd zusammen zie- hendk. Der traublechken körnerzehen Mit Wem getruncken/heylenvnd stopffen denBauchfluß, Gm-coifchCcEliacus genennt / vnnd die vbrigc Flüsse derBeermukter. Etliche stossen die Vermogm Körner/ machen Küchlin oder Zeltlin darauß/ vnnd lassen dieselbige zum ^ohtfall bewah- ^ölttßM/ Oxyfcliaenos > luncus. Cap. Mij. Gemeine Bintzen. Gemeine spitzigeBinßen. Je Wintzen Griechisch Oxyfchcenos^u La kein luncus gcnmnt stttdtzweyerley B-schtti. Geschlecht/als die glatte vnd spitze/die sprtzcsindtwrderumbzwchertey Geschlecht. buö8-C^c)Da6 ein ist vnfruchtbar/ das ander bringt einen schrvaryen runden Samen/vnnd feineHalincn sindt dicker vnnd Fleischechter: Das dritte Geschlecht derVintzen / rstFlei-fchigcrvnttd rauher denn die vorige/ Griechisch Olofchcenos gcnennk/bringkam obersten theyl fernes Halmcns / einen Samen/ dem Samen dervorigen spitzen Bintzen chnjrch. 'Bcyderley Geschlecht Samen gebraten / darnach mit gewassertem Wein gctruncken/ 2Ärn)})W,),‘ _ \ -it: Leberkraur. Leberkraut/ Lichen. ,¥ Cap. M. F5L Eber Kraur/ Griechisch vnndM Latein Jj zu LakeinGa1ra,ist ein zart staudecht kraut/ bringt glatte Stmgcl / zerkerffre Blätter dok-tergele vnnd vberauß schöne glantzcnde runde Blumen in der Gestalt eines Augs / daher dieses kraut auch Buph thälmos, das ist/Küh auge genennt wordm ist Iwächst tichm den stätien. Sie Stmgel der Schmalßblumen ißt man statt anderer kochkrauter. Sie Blumen mit öl vnd Wachs wolvermischt/ vertreiben die Gc-schwer oder Apostemen / welche die Griechen Stratomata nennm. Dieses krauts Blumen/ etliche Eag nach einander / in dem Außgang deßWaffcrBaöks gerruneken vertreiben Geclsuchk/ vnnd wider bringen die verlohrne natürliche Farbe- Agera- Beschrtj, dung. prasst vnd Vermöge«. Brschni- bung. Schmaltzblumm. Ageraton. Kap. lv AöKraut/Griechischvnndzu Latein IAgeraten, ist ein staudecht krautlitt -^-einfach vnnd einer Spannen hoch. DemWolgemuk am meisten ehnlich/bekompt krönlin wie die Schatthüttlin darauffglan-tzendc Goldtgeele Blumen wachsen in Der gestalt wie Gulden Buckeln kleiner denn Die Rhernblumcn. Dieses kraut hat bey den Griechen den Namm Ageraton vberkommcn / dieweil seine Blumen ein lange Jen schön vnd vnuaändert werden behalten/ vnndbcy ihrer Gestalt bleiben. Die Brüh / da dieses kraut inn gesotten ist/ hat eine hitzige erwärmende krafft. Der Dam-pffe deß angezünden krauts treibt den harn/vnd erweycht die Hartigkeit der Beermutter. Eisenkraut/ Periftereon, Verbenaca. Cap. lvs. Jtsv' j Klein Ageratum. Isen Kraut/Eisenhart/Griechisch Pe-^_^fterion, zu Latein Verbenaca, wachst feuchtem nassem Erdtrich. Den Namen Perifterion hat csbey den Griechen daher bekommen/diaveil die Dauben gern bey Ageratum Mt Weiffen Blumen. diesem Von allerley Artzntykräukem. 27$ Ägaratum Septentrionalium &: Anglicum. EWkm'ttK. ErftnkmükWMm ^6", diesem haut vjnbgehen/wacbst emet- Rdkmoren iGriechisch vnnd zu Latein »^.Aftvagalusastvin klein/kurtz / staudecht O^krautlm/mtt seinen Blattern vnd astlin den Kichererbsen ehnlich/ hat kleine Purpurfarbe Blumen.Seine Wurtzeln sindt rundt/groß wie Rettich/welche viel schwache / feste / außgc-wachsene / harte Wurtzeln wie Hörner in einander geflochten haben/am Geschmackzusammen ziehend/wachst an windigen örtern/ da viel fchne ist/vnd dcrhalben sonderlich viel in Mcm-phide/m der Landtschafft Arcadia. DieWurtzeln mitWcin getruncken/ stopf-fcn den stulgang / tretbett den Ham/ diesclbigen getrücknet/zu reinem Puluer gemacht/ vnd davon emgestrewt/heylen die alten Geschwer/vnd stopsscn dasBlut/sic sindt aber jrer Hurtigkeit halben fast schwchrlich zu puluerrsiern. Mertzblumen/ Hyacinthus. Cap. lrr. Ertzblumen IGriechisch vnd zu Latein Hyacinthus,haben Blatter den Feld-zwibein ehnlich / glatte Stengel einer Spannen Von allerley ArtzneiMuttm. 277 Bfaw Mchmhlumm. Blaw Mettzmblumcn. Spannen hoch/schmälekdann der kleinste Finger an dekHandt/gmßgrün darauff wachsen höger-echt Aopffen Ivoller purpltrfarber Blumen / ihre Wurtzeln sindtrundt wieAwi-beln/welche wie man glaubk/MttWein in der gestalt eines Pflasters vbergelegt/ das herauß Rraffi vnd wachsen der Haar bey der Scham verwehrk.Dieselbige gctruncken/stopffen den Stulgang/ VermSgru. treiben den Harn/vnd heylen der gifftigen Spinnen Bissz^ Der Mertzblumen Sam ist etwas herb/zeucht mehr zusammen Ivnnd wirdt in den Artznepen die wider das GW bereytet sindk/gebraucht/vnd wider die Geelsuchk mit Wein getruncken.. jxtoppCPVOfctt/ Meconrhceas, Papauer erraticum. Cap. lx. JeFeldkmon/Kornrosen/Griechisch Mecon rhoeas) zu Latein Papauer errari Bcschrri. . vs^cin culn,wachsm zwischen den Linsen/auffden ackern zwischen dem Korn vnnd Ger-6u1'3-(^^Ästen/sein Blumen fallen schnell ab/daher der Fcldtmon den Namen Rhceas bcy den Griechenvberkommenhat. SeineBlatterslNdtdemweissenSenffoderWolgemuth/der Wegwark oder dem Thymo ehnlich/zerkersft/jcdoch langer scharffvnnd rauh anzuka stcn. Seine Stengel harecht/rauh/Elcnbogens hoch. Seine Blumen den wilden Küchenschellen blumen ehnlich/braunroth/vnterweilen weiß. DerFeldkmon gewinnt einen langlechken kopff/kleiner dann die Küchenschellen/sein Same ist roth/ die lange Wurtzel werß/in der dicke deß kleinsten Fingcrs/vnd bitter am Geschmack. Fünffoder sechs Fcldtmon köpjf/m zwötffLoth Weins gesotten/ biß das dritte oder halbe „ Theilverschwunden / vnnd die Brüh trincken/ widerbringt den verlohnten Schlaff. Der vam^»" Kapperrosen Same fünffzchcn Quintlin schwehr/mikHonigwaffergetruncken/enveychen den Stulgang sanfftiglich/vnd wirdt auch mit den Honigstaden vnd Leckkuchen vermischt: Dic Blattcr mit den knöpfflin zerstossen/vnd wie ein Pstaster vbergelegt heylen vnd vertreiben die hitzige Geschwulst:Wann man das Haupt vnd die Schlaff mrt der Brüh besprenget oder bahek/da die Blatter vnd Knöpfflin inn gesotkcrt haben /so bringen den Schlaff. Ltschrrß- lung. Araffi bub DttMögM' Klapperroftn. i' Mgfame. Meconhemeros,Pa-pauer {ätiuum. Cap. lxj. Er Magsame/Mon wirdk auffGrie-chisch Mecon hemeros, zu Latein Papauer iäciuuln gmennk. Auß dem zamen Monsamen beekt manBrodt/welches sich die Gesunden gebrauchen/auch gebrauchet man sich desselbigen mir Honig an statt deß Leindotters / Sefamo. Dieser Mon wirdt bey den Griechen Thylacice genennct/ vnnd hak lange Knöpfftin ivnnd einen weissen Samen/ Griechisch Pithite genennek etliche nennen es auch Rhoeas, dieweil ein Safft darauß fleußt. Ferrner ist noch ein ander Mongeschlechc rvilder dann diezwey vorige/ krafftiger zu den Arßneyen / vnnd viel länger mit einem langen Köpjflin. Alle magfamenGeschlechthaben eine krafft/ damit sie erkülenrDerwegen man zu Beförderung deß Schlaffs das Haupt mit der Brüh/ da monblatter mit ihren Köpffen inn gesotten sindt/zu bähen / oder dieselbigeauchzumncken pflegt. Die Monköpfflin zerflossen / vnnd mit Gerstenmaltz vermischt / wie ein Pflaster vber-gelegt/ sindk gut wider die hitzige Geschwulst/ wider die Rose oder den Rothlauff. Die Mag-samen Köpfflin werden auch grün geflossen/ zu kleinen Küchlin gemacht/getrücknek/vnnd zum Gebrauch hingelegt/wann man jhrerbedarss/ vder man läßt sie allein vor sich in Wasser sieden Ibiß der halbe Theilverschwindek darnach widerumb mit einander Honig/ biß es zur Lattwergen wirdt / welche den Schmertzen legt/ vnnd wider den Husten vnd die Flüsse / so in den Halß/Luffrröhren/ Lungen vnnd Brust fallen/ vnnd wider die Bauch Gebrechen/ die man zu Latem Coeliacas afFcdiones nennet ein groß Vermögen hat. Diese Lattwerge wirdt aber viel kräfftiger/wann man den Safft Hypod-ftidis vnnd Acaciam darzu thut. Der schwar-tze Monsamen geflossen ist gut mit Wein ge-kruncken/ wider den Bauchfluß vnnd vbrigen Blum derFrauweN-Derselbige geflossen vnd mit Wasser vber die Stirn vnnd Schlaffe gelegt/ ist gut wider das vbrige Wachen ? Der Monsaffk welchen man zu Latein Opion nennet/ pfleget mehr zu külen / zu trücknen vnnd dick zu machen / desselben ein wenig / als nemb-lich in der Grösse einer Emen eingenommen bringt bnngt den Schlaff/vnd legt den Schmerßcn damit/ vertawet/zeytiget/ vnd ist gut wider den husten vndBauchdebrecheü/viezu IdtetnCoeliaca: affediones gmennt werden. DeM-ben aber mehr eingcnymmen/bringt schaden/dann er macht einen vnüberwindtlichen schlaff/ biß ZUM Todt/welchcn die Griechm Lethargum nennen. Er ist auch gut wider das Haupt Wehthumb/mit Rosenöl angestrichen.Mit Mandelöl/Saffran vnnd Myrrhen ist er gut eingetropfft/wivcr die Schmerlen der Dhrcm Mit gebraten Eyerdottern vnnd Saffran vbergelcgk/ wider.die Hitzevnnd Entzündungen der Augen. Mit Essig wider die Rose oder dm ^othlauffvnnd Wunden. Wik Frawen Milch vnnd Sassran/ wider das Podagra/ assstatk eines Mpsslins in den Hindern gesteckt / bringt er auch den Schlaff. Der beste Wagsamen Safft/ oder Opium, ist fest vnnd schwehr/ bringt mit seinem Geruch den Sclstaff/istam Geschmack bitter/leichtlich imWasserzusthmeltzen/glatt/weiß / nichtrauh Noch runtzlccht/vnndwirdt durch ein Seyhekuch gefichen /riichthartwie das Wachß/zer-fleust in der Sonnen/gibt am Liecht angezündct/ kein schwartze Flamm nicht brennet / welcher/ nach dem er anßgelöschet worden ist / die Krafft serilee Geruchs bchelt. Der Mon-fafft oder OpiumwrrdtMfälschk/ wannman Olaucium oderGuMMi /, oder wilden tictz Snfft / damit vernuftht.' Abkr dcrMit dem Glaucio gefälscht worden ist/ bekomptin Wasser zerlassen Iein Saffrangelbe Farb. Der mit dem Safft deß wilden Lattichs gefal-fchct rst/hak einen geringen Gemch/vnnd ist rauh anzusehen vund zu tasten. Der mir Gummi gefalscbtc/lst vnkrafftig vnd glantzendt.Es srndt auch etliche so vnwlssendtwnlch thörecht thun/daß siedasOpinm mit Schmaltz vcrfalschen.Das Opium wrrdzu den'Artzneyen der Augen/in einem yewen jrrdenen Hafen gebrcnnct/so lange/ biß er weychcr vnnd röhter anzu-sehenist. Erafifträtuisbezeuget/es'habeberT)iagoras den Gebrauch deßMonstlfftsoder Opii,m den Schmertzen derDhren/ vn^d in derr Gebrechen der Augen verworffen / dieweil er das Gesicht verfinstere Ivnnd das Haupt züm Schlaff ziehe. Der Artzt Andreas setzt auch hierzu / daß die jenrge blmdt werden Idie ihre Augen mit dem Opio bestreichm wann es nichtgefälschkk ist/ Monfiderrtus hak allem zugelassen den Gebrauch dieses Saffts/ vor die Na sm zu halten vnd daranzu riechen /damit den Schlaffzu machen ob er wol da ssel-bige anders zu gebrauchen verbeuk.Da ß aber dieses alles falsch sey beweyst die Erfahrung/ dann dieWrrlkung bewehren dieKrafft diesesSaffts: DcrhalbM wird» es nicht vergeblich ftyn zu befchrerbcn/auffwaferley Weiß dieser Safft gesamter vnnd gewunnen wer den soll: u» Etliche flössen die Monköpffmrnd Blatter I pressen sie durch ein Kalter vnnd Preß/ reibcns darnach im Mörftl/vnd machen Aeltlin oder Küchlin darauf vnd das also außgeprest wor-den ist/wrrdt hdeeonurngenennt/ vnndrstvretvnkrafftiaer/ dann der Safft/welchen cnan Opionnatnf. Derselbige aber wirdt auffdiese Weisegemacht/ wann der Dawe ab ist/so muß man die Monköpfflin mit einem Messerftin gemächlich vnnd nicht tieff/ Crcutzwerse wie ein Stern in die Quer vnd Lange verwunden/ vnd die Dropffen die darauf stressen mit den Frngern in ein Gefcbirr/das oben weit ist / herab scharrcn/vnnd baldt darnach widerumb kommen/dann er fleußt state/vnd wachst zusammen. Da Mbige thut man auch deß ändern Lags. Darneben muß man den gesamletcn Safft im Mörftl stossen/ vnnd Küchlin dar# außmachen/vnndinderBewahrungbchalten.WannmanaberdieWonköpffauffschneit/ so muß man hindersicb ZU rück davon gehen/ damit man dre Schnitten vnnd den Safft/der daran hengr/mit den Kleydcm nicht etwa« herab rcysse. Mecon cerätitis, Papauer cornutum. Cap.chxij. Elb MagfaM oder gelb Mon/Griechisch Mecon cerantis / zu Latein Papauer B.schrU. cornururn, hat weisse harechte Blatter/demWullkrautehnlich/ zu ringe vmbher bung 'i^-zerkerfft/wie dieBlatter deß wilden Mons: Se»ne Stengel sindt denftlbigen auch glcich/scineBlumen bleych/ bringt lange Schötlin/ wie Ferrugreck/oder Bockshorn/wie Hörnlm gebogen. Daher es bey den Griechen vnnd Lateinischen seinen Namen bekommen hat.In den Hörnlin tregk er einen kleinen schwartze» Samen/dem Monsamcn ehnlich vnd hat schwartze dicke Wurtzeln/ vber der Erden einher hangendt/ wachst in Lckrdern bcp dcm Weer/vnd in rauhem Erdtrich. Aa Die Nrafft fce#b PermöM- Brschtt- kunZ. Lirafst r«L l?«tmdgw Brschrrz- Krmg. Rrafft »*» Drr«S-rL Brschrri« tung. Hypecooev Gel- Magsam. Die Wurtzel in Wasser gesotten / biß auff dm halben theil/vnd die Brüh getruncken/ heyle die Gebrechen der Leber/ vnnd sänfftigee die schmertzen der Hüfft. Dieselbige Brüh iss auch gut getruncken/ denen die einm dicken / rauhen/ fandigm Harn haben. Seines famens fünffze-hen quinklin mit Meth oder Honigwasser ge-mmcken/treibt dmSmlgang sünfftiglich fort/ feine blckter vnd blumen mit öl vermischt vnd v-dergclegt/lösen die Rufm vrid Krussen derGc-fchwer/vnd vertreibmdic Gefchwer derAugcn/ dem Viehe angessrichen. Es sindt etliche der Meynung man machedm Saffk Glaudum auß dem gelben Mon/ vnnd werden durch die Gleichhettbekrogen/MchedieBlattermuein-der haben. Medon Aphrodes, Spumeum Papa-uer. Cap. Ich/. Äs fraiit/GnVchifchMccon Aphro-Mes, zu Latein Spumcum papauer, > von etlichen Heracleamchat Stcngcl einer Spannen hoch/mit kleinenBlattern/dcm Seyssenkrautehnlich / zwischen denselbigm einen weissen Samen. Dieses gantze frdutlm iss auch weiß vnd schaumich/seire Wurtzeln weiß/ vnd wachsm vber der Erdm einhcr. Sein Same wirdt im Sommer gesamltt wann er gany vollnwachsen vnd tmcken wordm iss vnnd an-fängt abzufallen. Dieses Samens fünffzehen Duintlin Mtth oderHonigwasser getrunckm/treibt vnd purgiert vbersich/ durch ein Erbrechen vnd V-bergebcn I vnnd sonderlich rss solche Erbrechen gut/wider die Fallendtsuchk. Hypecoon. Kap. Äs Kraut / Griechisch vnnd zu Latein ) Hypecoon, von etliche Hypopheon )gcncnnt wachst in dm ackern zwischen dem Korn vnd Weytzcn / mit kleinen schmalen asslin Imit Blattern dm Weinrautm Blattern ehnlich/ vnnd hat cbm dieselbigeLugmdt vnd Krafft/wie der Monsafft. Bilsenkraut/ Hyofcyamus, Herba Apollinaris. Cap.lxv. i Eisenkraut / Griechisch Hyofcyamus, szu Latein Herba Apollinaris, iss ein 'ssaudecht Kraut/vnd bringt dickeStm-gel/mit breptm/langm/sch wartzen / zerkerfften/ hangen Gelb Bilsenkraut» harigcn B lättern. Seine blumm kommen auß den Seiten deß Stengels/nach einander ordcn-lich herfür/ nach welchem wann sie vergehen so bleiben Hülsenknöpfflin/in der gestalt der Gra--nakapffelBlüet/welche Griechisch Lirini ge--itenntwerdeti/mit kleinen dccklin vermacht/ vnd verdeckt/voller samen/demMonsamen ehnlich. DeßBilsenkrauts sindk dreyerley geschlechk. vnnd Das eine bringt Purpurfarbe Blumen einen m' schwachen Samen lBlätter den Walschen Winden (Smilacis) Blafttrn ehnlich/vnnd harte stechende Hülsenköpfflin.Das ander Ge--schlecht hat dottergelbe Blumen/ zartere Blätter vnnd Hülsen / dann das vorige/ einen gelben Samen/ dem Samen deß Krauts Lriüni oder Iroiiis ehnlich. Diese zwei) Geschlecht machen hirnschelligvnndvnsinnig/ vnnd führen in einen treffen Schlaff/ werden derhalbcn verworf-fen/vnd nicht gebrauchk.Das dritte Geschlecht ist in den Arßncyen zu gebrauchen vn schadklich/ zark/fcyst/wollecht/mitwersten Blumen vnnd Samen/wachst in Ländern bcp dem Meer/vnd auff dcn alten / zerfallenen vnnd zerbrochenen Mawa^einen. Wann man dresee Geschlecht nicht haben mag / so gebrauchet man an statt desselben Idas mit dem gelben Samen. Das Schwache aber Iwelches das allcrböjcst ist/soll Aa iijauß auß allem Gebrauch vcrworffm werden» Man stößt den frischen Zarten Samcn/Blatter vnd Stengel deßVilsenkraUtö/vnd preßt den Safft darau ß/welcher in der Sonnen gedörrt wirdt: Dieses Saffts gebraucht man sich nur ein Iar/ sintemal er leichtlich fault vnnd verdirbt. Man stößt auch dm getrückneeen Samen besprengt den mit heyssem Wasser/vnnd preßt damach einen Safft darauß: Der Safft ist krafftiger dann die außfliessende Lropf-fen/vn sänffkigek dm Schmertzm mehr.Man stößt auch die frrsche grüne blatter vermischt fommer Weytzmmeel darunder/vnd ma cht Küchkin darauß / die man bewahrlichhinlegk/so lang man ihrer bedarff.Man vermischt den ersten Safft/zusampt dem andem / der auß dem trucknen Samen gepreßt wirdt/vnter die Artzneyen/ vie berepk werden/ die Empsindtlichkeit rrrafftvnd k>eß Schmertzene zu benemm. Ist auch gut wider die scharpffe hitzige Flüsse Schmei ßen V«m0gw. der Dhrm/vnnd Gebrechen der Beermutker. Sanffkiget Meel oder Gcrstcnmaltz vermischt vnnd vbergclegt/dm Schmertzen deß Podagrame/die hitzige Geschwulst der Augen/ vnnd anderer Glieder mehr. Der Same ist zu denselbigen Gebrechen dienlich vnnd gut. Wie gleichfalls auch gut getrunckm wider den Husten wider die Flüsse/ sovomKopffin die vndere Glieder herab fallen/wider die Augen Flüsse/ vnnd dersclbigm Schmertzm/ wider die vbrige Flüsse der Beermutter/vnnd alle andere Blutflüffe / darzu gibt man einen halben Scrupel deß Bilsensamms/mit Monfamen in Honigwasser zu trinckm. Er ist auch gut geftossen/mit Wein vermischt/vnnd wie ein Pflaster vbcrgclegk / wider das Podagra / windige Geschwulst deß Gemachts/vnd wider die geschwolleneBrüst nach der Geburt. Wirdt auch nützlich vnker die Pflaster / die gemacht werdm den Schmertzm zu legen / vermischt. Die Blatter mir Gerstmmaltz zu Küchlin gemacht / mögen auch nützlich vermischt werden vnrer alle Artzneym/so bereyk werden den Schmertzen vnd Wehthumb zu stillen. Sindt auchguk allein vorsich wieein Pflaster vbergclegt. Die frische Blätter wie ein Pflaster vbergelegt lsindt krafftig allerley Schmertzm zu benemen. Der Blatter drep oder vier mit Wein gerruncken/heylen die kalte Fiber/ die man Epialas Griechisch nmnek. Die Blatter wie andereKochkrautergesotten/ vnnd davon für,ffzehen Duiittlm gessen/machm ein mit-telmässigeHirnschelligkeit.Dasselbige thun sie auch (wie man sagt) einem Clystier ein- Flöhkraut. gegosscn/wann in demDarme / dm man Grie-' chisch Colon nennet ein Geschwerist. Die Wurtzeln in Essig gesotten vnnd dm Munde i damit gewaschen/ sanfftigm die Schmertzm derAan. Flöhkraut/Pfyilion, Herba Pulicaris. Cap. ffvj. y döhkraut / Griechisch Plyllion, zu La-mn/Herba pulicaris, hat Blatter dem )kraut/das man Kraenfuß nennt ehnlich/ vhn daß sie langer sindt/harecht/ rauhe mitäst-lin einer Spannen hoch. Das gantze Kraut/ wann es erstmals herfür kompt/ hat ein Gestalt wie das Hew Iseine Zippen fangen am mitten deß stcngels an/ vnd gewinnen am öbersten theil desselbigen zwcy oder drey in einander gewicklete köpfflin/darinnen ein schwacher hamr Same/ den Flöhen ehnlich / daher es seinen Namm v-berkommm hak/wachst in den äckern/vnd invn-gebawremErdtrich. Das Flöhkraut hat ein Krafft vnd Eygm-fchafft/ damit es erküler vnd weycht. Vertreibt mit Rosmöl/Essig oderWaffcr vermischt/ vnd wie einPflastcrvbergelegt/diegichtvnd fchmcr-tzm der Glcych/Heylek die Geschwer hinder den L>hrmi Beschs tusg. vmch DkrmSgt». 458. r- ; v| Dhrm/Griechlsch ?LroäicL8 genennt j die Geschwulst vnd Gcschwcr / dle man Patios Latem nennc/vnd andere Geschwulst/zusampk dem Hauptwehe/ vnnd verrückten Gliedern? DaMbige Kraut mit Essig vermischt / zum Pflaster gemacht vnnd vöcrgclcgt / heyit die Darmc/Brüche derKinder / vnd dieaußfallmde grosseMbci. Man muß deßKrauts bey fünffzehen Qumklin stoffen/in einem ächtmaß Wasser weychen/ vnd wann das Wa sser drck worden ist/die Drt damit bestreichen/dann es kühlet hafftig» Das Flöhkraut in heyß ssedenk Wasser geworffen/benimpt die Hitze/ ist auch gut wider die Rost vnd den Rothlauj? Man sagt/wann diß Kraut frisch vnnd grün in ein Hauß gebracht wirdk so verhindere es/daß fd<= ne Flöh darinnen wachsen.Da ffelbige gestossen / vnnd Schmaltz vermischt / säubert die Hhren. Nachtschatt/ Stfychnös cepceos, Solanum hortenle, Cap. Ixvy. > Achtschatk/Griechifch Strychnos cd- Beschur» , poeos > zu Latein Solanum horcenfc, bmig. ^ ^,‘ist ein staudecht Krauk/zu essen bequem/ Uit fast groß/mit viel Flügeln öder Achselhölm» Seine Blatter sindk schwach/ grösser vnd brey-rer dann die Basslien Blatter. Sein same oder Frucht ist rundt / vnnd dieweil es noch vnzeikig ist/grün bekompt in der Ieytigung ein schwär-tze oder braune Färb. Nachtschatt ist vnschäd-lich in der Speiß vnnd hat eine krafft damit sie trafst vad erkült.Darumb sindt shre Blatter/ mit rein ge- Dcrmögm. stoffenem Gerstenmeel gm/wie ein Pflaster vbergclegt/wider die Rose oder Rothlauff/ vnd wider die Geschwer die weitter kriechen. Die Blatter zerstossen vnnd allein vor sich vberge-legt/heylen die Geschwer vnnd Fisteln der grosi sen Augeckcn die man Griechisch Egylopas nennt. Sie sindt auch gut auff dieselbige weise vbergelegt/ wider die Schmertzen deß Haupts/ vnnd Entzündungen deß Magens. Die Blatter zerstossen/mit Saltz vermischt / vnd vberge-legt/vertreiben die Geschwer hinder dcnDhrcn/ Parodicas.Sdn (afft Mit Cerufla oderBley-weiß/Rosenöl vnd Silberglett vermischt / vertreibt die Rose oder Rohtlauss/ vnnd die Geschwer die weitter kriechen/ heplt mit Brodk vermischt ldie Geschwer vnnd Fisteln der Augen/Egylopas, mit Rosenölvermischt/damit riaftd nennen.Der Nachtschatt Safft ist auch gut/an statt deß Wassers vnnd Eyerklar/itt dcn Artzneyen der Augen gebraucht ldie bcreyt werden anzustreichen wider die scharpffe hitzige Flüß der Augen. Wirdt wider die Schmertzen derDhreneingetropfft/ vnndwidcrdie vnmassige Monatliche Blum/mit Woll in die Scham gethan. Der Nachtschatten Safft mit rohtem Hünnermist wol vermischt/ vnnd mit leinen Fäselin emgesteckt/heyletdreGe- schwcroderFisteln dergroffmAugecken/Egylopas. Btschrek« bung. Deschrü« tung. 7 raffttetib VtlMözei». Juden Krrschm. Schlaffbccrlin, Wdcn Kirschen /Strychnos halicaca- boSjVeiicaria. Cap.l^vÜf. ^^VdenKlrfchen/Bobnellm/Gttechtsch Strychnos Halicacabos , zu LatNN eficaria,|at Blatter dcmNachtschat-tmlda vor von gesagt ist/chnlich / ohn daß sie brcyter sindt. Seme Stengel wann sie jhre vollkommene Gröjse erreycht/ so legen sie sich an die Erde. Bringen jhre Frucht in runden Hülsm/dcn Blaßlin ehnlich/dieselbigc ist roch/ glatt vndrundt/ den Eraubcn körnern gleich/ vnnd werden von den Kräntzmachern zu den Krantzen gebraucht. Diß kraut hat eben die-selbige Tugendt vnnd Krafft/ vnnd wirdtauch auffdieselbigeWeisegcbraucht/wieder^achk-schatt/ außgcnommcn ldaß er in der Spaß nie genützt wirdt Ivnnd seine Frucht ist krafftig den Harn zu treiben / vnnd rautet getruncken die Geelsucht auß. Auß beyden krautern wirdt ein Safft geprest/rm Schatten gctrücknet / vnd zu allen jetzt angezeigten Gebrechen auffgehaben vnd verwahret. ^ChtoffbCCdül / Strychnos hypnoti-cos,Solanum lbmniferum.Eap.sitV. ^^EHlaffbecrlinoderSchlaffkraut/Grie- J^^chtsch Strychnos hypnoticos, von ck-liehen auch Halicacabon, ZU Latein Solanum fomnifemm,ist CM staudecht kraut mit viel festen Izähen astlin die nit lcichtlich zu-brechen sindt/ vnnd dieselbige sindt voll feyster Blatter/denD.uittenblattem ehnlich/hat grosse rohtc Blumen Igelbe Frucht in Hülsen langen grössen Wurtzeln bekleydet/ mit roth-lechten Rinden/wachst in stenrechtemErdtrich/ mt weit vom Meer. Die Rinde der Wurtzeln eines Quintlins schwehr mit Wein getruncken / ist krafftig dm Schläffzu bringen Isanffker dann der Mon-siifft/Opiu m Grlechlsch gment. Seine ftucht trabt den H rn hefftig. Man gibt seiner körner zwölffwiderd.e Wassersucht / wann mander-selbigen aber mehr- einnimpk/ so machen sie ein Vnsinnigkeit/vnnd eine Bewegung deß Ge-müthe/darzu hilfft viel Meth oderHonigwas-ser getruncken. Seinen Safft vermischt man vnder die Jeltlin vnnd andere Artzireyen/die dm Schmertzmvnnd Wehthumb zu legen bereyk werden. Der Wein darinnen dieses kraut gesotten ist / im Munde gehalten / sanfftiget dm Schmertzen der Aan.Der Safft auß den tzeln geprest/mitHonigvermrscht/ist gut angestrichen wider das tunckel Gesiebt vnd finstere Arrgen. Dollkraut. V' ©PdffAUt/ Strychnon manicon, Solanum furiofum. Cap. lxx. As Doll Kraut /.Griechisch Strich- Brschrrv Jnon manicon -vonetlichenkerüon jMnä* ^»nnöThnon geNMNt/zuLatem Solanum furiofum genennt hat Blatter/den Missen SenffBläkkern ehnlich / ohn daß sie grösser sindt/bey naheder Gestalt dcßwälschcn Bären-klawes gewinnt lange Stengel / zehen oder Zwölff auß einerWurtzel einer Klaffker lang/ am obersten theyl köpfflin kragen/ in der Gestalt derDlmen außgenommen daßsierauhervnd harigcr sindt wie die Prlleln Ahorns / jedoch grösser vndbreyter. Eetregt schwache blumen/ wenn diesclbrge abfallen/so gewinnt es ein runde schwache traube/mit zehen oder Iwölffweychen körnern/denEphew beerlin ehnlich/wie die trau-ben körner. Seine Wuchcln sindt weiß/dick/ hol/ Elenbogenehoch.DiescsKrautwachstan den Bergen die von dem Winde durchblasen werden / wachst auch in den steinigen vfern. Die Wuchel eines halben quinrlins fchMhr mit Wein gcrruncken/ macht das einem genüg-liehe und liebliche jedoch eytele fankafeycn vnnd . Bssdtnuß fürkommenin den Gedancken vnnd Gemüt» Derselbigcn Wucheln zweyquintlin schwehr Wein getrumken macht eine bc-wegung deß Gemüts / vnnd ein Vnsinnigkeit drey Tagelang/ vier quintlin eingenommen/tödten den Menschen wider das Gisst vnnd Schaden den er zugcfügk/ ist gut viel Honigwasser gctruncken / vnnd dasselbige wrderumb von sich gebrochen. Dorycnion. Kap. W. As Kraut Griechisch vnnd zu Larein Dorychnion genennt / ist ein Staudt dem ^-^^g Delbaume Ider neuwlich herfür kompt/ ehnlich/ wächst in Steinechtem Erdt- una‘ O^dricH/ntt weit vom Meer. Seine Blätter sindt an dcrFarbden Delblätter gleich/ jedoch kleinervnd schmäler/ vbcrauß rauh/ vnd scharpssanzugrcrffcn/ mitweissen Blumen/ vnnd hat um obersten Thcil deß Stengels /fepstc/ rundeHülsen oder Schotten/ wie die Ci-ftrerbs Ivnd indenselbigen fünssodcr sechs kleine/ runde/ harte/ glatte vnd vielfärbige Säm-(in Iin der grösse der klemm Eruen. Seine Wucheln sindt Fingers dtcf Elenbogcns lang. Dieses ist auch ein Schlasskraut/denn wenn man sein viel trinckt odercinnirnpk/so bringt es den todt. Etliche sindt der meynung / es sey sein Same zu der Zauberei)/ die man zu der Liehe braucht/ bequem. ÄlMUtt/ Mandragora. Circara. 1)0/1/» ILraun/Griechisch vnd zu Latein Mandagora, von etlichen A ncimalum, vnd wide- Rrafft vnd derumbvon etlichen Circ$agenennt / vnd dasselbigevon wegen der Heyen vnd Jau- • ^ ^ aä a a maä AJk A • Ae zA Ä- A JC 4 a 4 A a* , + f a A A. ^ _ 'flT. ^ A» Ä 28$ PedaciiDiofcoridis Vmtes Buch/ Wolftswurß^ Aconitum P onticumT eme idessen sich die Jaget gebrauchen: Die andere beyde werden von den Aerßten genößk. e^kschtti. Daödritteynderdiesendreyen/Aconitumxoncicumgmannk/wachst vielin Ikaliaauff bnnq dkfi a- den Iustinischen Bergen/vnd ist krajfkiger dann das vorige/vnd seine Blatter sindt den blat-coniri Pon- tern veß Ahorns ehnlich/jedoch Mit mehrSchnitlin zerkerfft/vnd viel grösser vnd fchwartzer/ ucl- hat Stengel wie der Farm l vnd diejelbige sindt glatt/Elenbogens lang/ offk langer bringt seinen Samen in langen Schottn/Hak Wurzelnden Füßlin der Meersqutlen/ die man C irros zu Latein nennek/ehnlich.Derselbigen gebraucht man zumWolsssfang/dann wann man dieWurtzeln in rohe Fletsch steekt/vnd die Wolffdas Fleisch mitdenWurtzeln fressen/ pflegen sie dauon zu sterben. Schirltttg/ Conion, Cicuta. Kap.lM. Chirling/Griechisch Conion,z« Latein CicutL>bringt einen grossen Stengel/mik bung. 'x^Gleychen / wre der Fenchel / am obersten theil der Stengel voller ast. Seine Blatter sindtdem Kraut chnlich/das zu LateinPeruIagenennetwirdt/ jedoch etwas schma# ler/em§ö fchwehren Geruchs.Auffdem obersten theil der Stengel vnd astlin hat es krönlin oder Schatthütiin/mikweissen Blumenbesetzt/sein SamerstdemAnißehnlich/ aberweis-ser/vnd hat hole Wurtzeln/welche nicht fa st lang. Der Schil ling wirdk auch gerechnet zu dem tödtlichen Gisst vnnd ist von wegen seiner Kalt tödtlich.Wrder den eingenommenen Schirling hilfftein guter starckerWemgctrun-cken.Man preßt einen Safft auß dem gestossenen öbern Theil deß Schrrlings/ehe sein Sa* me tr ucken wirdt/denselbigcn setzt man in die Sonn lest jhn daselbst dickvnnd hart werden/ vnd macht darnach küglindarauß. Dieser Safft ist in der Artzney fast gebräuchlich/dann er wirde bcquemlich mit den Artzneyen/die bercyt werden den Schmertzcn zu sansstigen vnnd zu legen/ vcrmischt.Auch vertreibet er die Rose oder Rothlauff/ vnnd heplet die Geschwer die jmmcr weiter kricchcri/vbcrgelegt.Das kraut mit seinen Zippen gestossen / vnd wie ein Pflaster vbcr das Gemacht gelegt/verhmdcrt vnd vertreibt die vnkeuschen träume/ das Gemache aber Schlrlmg. aber wird davon vnkrafftig vnd schwach. Das Kraut auch wie ein Pflaster vber die Brust der Kindtbetterinnen gelegt dampfst vnd trücknek die Milch.Den Magden vbergelegt/ lest ihnen dieBrüst mt wachsen. Den jungen Knaben vbergelegt macht das ihre Gemacht kein Nahrung empfinden vnndvntüchtig werden. Der aller krafftigste Wüterich wachßt m Creta MeAra/in Atttca /Cllieia vnd in der Insel Chio. Elbenbaume/ Smikx, Taxus. Cap. lxxvj. Ibenbaum/ Griechisch 5milLx,zu La- ^eschra« rein T axu sgencnt /ist ein Baum in der6un9' OÖmdfTc bcr Dannen seine Blatter haben auch ein Gestalt wiedieDannen Blatter/ wachst inItalia/Langendocken vnndSaphoy. Dre Vögel oder Hüner/ welche die Körner essen/ der Etbenbaume inItalia wachsende/werden davon schwach / vnd welche Menschen davon essen lgewinnen denBauchfluß/wclchen man Diarhceam nennt. Die in Langendocken vnnd Saphoycn wachsen haben solche krafft Idaß er alle die/so etwan darunder schlaffen loder in seinen schatten sitzen der masin beschädiget/daß sie offtmalo davon sterben. So viel habe ich wollen von dem Eibenbaume schreiben / damit man wisse die Fahrligkeitzu meiden. HUNdtsköl/ Apocynon, Braffica canina. Cap.sichij. -Vndököl/ Griechisch Apocynon oder kCynocrambe, zu Latein Braffica ca- hung. > nina genannt/ ist ein Staud mit langen Reblin/vnd dieselbige sindt zähe wie ein Band/ vnnd la sscn sich nit leichtlich zu brechen er hak Blatter den EpHew Blattern ehnlich/ohn daß sie weycher sindt / vnnd an dem obersten Thcil scharpffer lsie haben einen schwehren Geruch/ vnnd sindt etwas zähe lvoll geeles Saftes: Er bringt schotten wie dieBonea Fingers lang/ in der Gestalt wie Hülsen darinn ein harter kleiner schwacher Samewächst.SeineBlätter mit Schmaltz zu Brodk gemacht vnnd zu essen gegeben/tödten dieHundc/Wolff/,Füchs vnnd Panther Thier / als welchen die Lenden vnd Hüfft also baldt davon n^-lamcn. Bb Olan- Eibenbaume. Achs Beschs. bung. Eyg««,schaM Hundököl. . C^idUNtV Nerion, Rhododendron. Cap.lxMj. Lander/ Griechisch Nenon, von etlichen Rhododaphne ynbRhödodcn- dron,beydes bey den Griechen vnnd Lateinischen genennt/ist ein Staudt gemeiniglich einem jeden wolbekandt./ seine Blatter sindt den Mandelblättern ehnlich/ jedoch länger vnd räu-her anzugreiffen: Er bringt Blumen wie Rosen/ Frucht den Mandeln ehnlich/vnnd wie ein Horn/wann sic sich auffthUt voller Wollen in der Gestalt wie die wollige Distciblumcn. Sei-rreWurtzel ist spitzig / scharpff/lang/ holtzccht/ am Geschmack gcsaltzen / wächst in den Ländern Hey dem Meer/ vnnd neben den sliestenden Wassern. SeineBlumen vnnd Blätter sindtden Mauleseln Hunden Eseln / vnnd viel ändern vierfüffigen Lhieren ein tödtlich Giffk. Len Menschen aber ein Artzney wider der Schlangen Bistz/mit Wein getruncken/vnnd viel mehr wann man Weinrauken darzu thut. Las kleine vnd schwacheVreh/ als Schaffvnnd Geysten/ sterben auch davon / auch wann sie nur Wasser / krmcken/da die Blatter mn geweycht sindt. Qlander. Llandermüweissen Blumen. G SchwaM- Schwämme/ Myces, Fungi, Kap. ltM. Je Schwamme Psifferlmg Grie-Beschiecht. chtsch Myces oder Mykitea^u Latem 1 0^)F ungi genannt / sindt zweyerley G e-- fchlccht/ das eme ist zu essen bequeme / das ander aber cm tödtllch Gisste Die Schwamm wachsen auß vrelcrley Vrsachen gifftlg denn welche neben verrosten Mgeln oder Eisen / oder neben faulem Luch oder neben Schlangen hole oder löchern oder sonderlich vnder Baumen/die schadlicheFrucht tragen/wachsen/ sind alle sampt gifftig haben aufs sich ein zähe feuchte/die etwas Gestalt wie der Rotz / vnnd wenn man sie abbricht vnd liegen lest / so verfaulen sie baldt. Die andcreaber so nicht also gethan/ sindt süß vnd bequem zu essen / vnnd wenn man deren zu viel isset so sindt sie auch schadtlich/ denn sie werden schwehrlich imMagen verdau-wet/ würgen vnd erstecken den Men sehen oder bringen die Kranckheik / Griechisch Cholera morbus gcnennt darvon die Galt mikgewalk vndersichvnd vbersich durchbricht. Darwider hilfft Mer gekruncken oder Lauge mu Essig der gesaltzen ist/oder dreBrüh/darinn Saturey oderWolgemukgesotten hat/oder Hünnermist mit Essig gekrunckm oder mit viel Honig vermischt vnnd eingenommen. Die Schwamm ernchren dm Leib / werden aber kaum zerlassen / denn sie gehen offt gantz/ vnnd wre man sie geffenhat/ mrkdemStulgang hindurch. Herbstblumen/ Spmublumett/ Colchiqon, Bulbus Agrellis. Eap. lM. Pinnblumen / Nachtblumen / Herbstblumen Griechisch Colchicon, zuLakein^^ V^XBulbus Agreftis, sindt weißlechte Blumen / den Saffran Blattern ehntich / vnnd wachsen tm außgang deß Herbsts / nach den Blumen gewinnen sie Blatter wie die Blatter der Wurtzeln ldie man Griechisch vnd zu Latein eygentlichLulbos nennt/ außge-nommendaß sie feyster sindt: Sie haben Stengel einer Spannen hoch/mit rohtem Samen Irohtlechte Wurtzeln Idie bekleidet sindt mit braunroht / etwas schwartzfärbigen Rinden Iwenn man die Rinde abthuk lso sindt dreWurtzeln weiß zart süß voller Safft ihre Wurtzel hat in der mitte an einer Seitten von vndm auff ein Kerffoder Ritz dardurch die Blumewächst vnd außbricht. DerHerbstblumen wachsen viel in Messenia vnd Colchis. DieWurtzeln gessen/ tödten wie die gifftige Schwämm/ mit würgen vnd erstecken. DiefesRrafft bub Kr. ut habm wir auch allein darumb beschrieben damit niemandk dasselbige / oder seute:0trm6a(»-Wurtzeln vnwiffentlich an statt der Bulbenwurtzeln effe denn etliche durch ihre süssigkeit darzu werden gereitzt. Wider dieses Gtfft braucht man bequemlich die Artzney/die droben wrder die glfftige Scbwämm beschriebm worden sind! /Kühmilch ist auch gut darwider gekrunckm/ also daß man keiner ändern Arßney bedarff/wo Kühmilch vorhanden ist. Bb if Mey- VtschtH kun§. Prrrnögi». Dtschrch hing. -dz Meyblümlm. MeyblÜAÜtt/ Ephemeron, Iris (yl-ueftris. Cap. lM. ^Eyblümlm/Griechisch Ephemeron, lzuLattmItis fylueftris, vttnd Ephe- rrnerurn genannt/haben Blatter vnnS Stengel den Lllren Blättern vnnd Stengeln ehnüch/ ohn daß sie dünner sindk/ mit weissen/ blttern Blumen. Sein Same ist weych / die Wurtzel lang/riechend vnd zusammen ziehend/ eines Fingers dick/wachst in den Walden vnder den Eychbaumen/an geschlachtcn Drtcn. Die Wurtzel sänfftiget vnnd legt den Schmertzcn der Jan lwann man dieselbige mit der Brüh/ darinnen die Wurtzeln gesotten haben/wäscht. Die Blätter in Wein gesotten / vnnd wie ein Pflaster vbergclegt/ vertreiben die Geschwulst ' vnnd Apostemen ldie noch keinen Epter haben. t>ttb / Hekine, Vrceo-- lyis. Cap.lxxxij. > Ag vnd Nacht lS. Peters kraut/Grie-.chisch?ke1xine,vnd von (flichmPerdi-' cion,zt| Latein Vrceolaris vnd Elelxi- ne genant/wächst bep den zäunen/ mawern vnd Wänden/ Lagvnd Nachr. Vogelskraur. wänden Ivnnd hat hange Bkatttl demBmgel kraut ehnltch/ rohtlechte siengcl einem rauhen samen/vmb die Stengel her/ welcher wenn er trucken wirdk lan den kleydern bekleben bleibt. Seine blatter haben ein krafft / damit sie kü- VermSgen. Im vnnd zusammen ziehen / finde derhalben gut wie ein Pflaster vbergelegt/wider die Rose/ oder den Rothlaujf/wider den Brand/die harte war-tzen deß hmbmt/Condylomata Griechisch ge-nennt/widerdieApostemen/Blutschwern/hitzi-ge vnnd andere Geschwulsten.Sein Safft mit C erufla oder Blcyweiß vermischt/angestrichen vnnd damit geschmiert/vertreibt die Rose oder den Rothlausf/vnd heylt die Geschwcr/die weit-tervmbfichfreflcn. MitGeyßbocks Vnschlee oder mit Hartrigelsalb (Vnguento Cyprino) vermischt vnnd vbergelegt/ sänfftigek er den Schmerßen deß Podagramo. Dieses Saffts ein Becherlm voll bey dritthalbem Loth ist gut getruncken wider den alten langwehrenden Hu-sten.Widerdie hitzige geschwulstdeßGchlunds vnd Mandeln/ beydcs jnnwendig den Halß damit gegurgelt/vnd außwendig bestrichen: Der-ftlbige Safft mit Rosenöl vermischt wirdk wider die Schmertzen derDhren emge ropffc. Dogelskraut/ Alfmc. Kap.lrxxlff Hünnerdarm. Bb nj Hünner- Beschreib bung. Wasserlmfcn. Arafft boflb Vttmög«». Btschnv lung. Grosse Haußwuch. Brschrch ku:>S k . ünerdarm / VogeleKrauk Griechisch ^vnd ZU Latein Alfme, von etlichen An-1 thyllion,ynbMyos ota (das ist maußF öhrlin)genennt/diewcil seine Blatter ein Ge--stält haben Iwie die Mau ßöhrlin / wächst gern mdcnWaldcn vnnd schattechtcn Drtten/vnd hak auch daher bcy den Griechen vnnd Lateinischen dm Namen Alme bekommen / cs ist dem Kraut Tag vnnd Nacht fastehnlich / außgc-nommen daß es nidrigcr wachst/vnd seine blat-«er langerssindk/vnnd nicht rauhe noch Hang. Wenn es geflossen wirdt/ so gibt es einen Geruch von sich / wie Cucumern. Dieses Kraut hat ein krafft damit es erkält vnnd zusammen zmcht ist derhalben gut mit Gerstengrieß oder Maltz vbergelegk wider die rnßündungen vnd hitzige Geschwulst der Augen. Sein Saffk wirdt wider die Schmertzm derDhrcn eingctropsstrVnd wideralleGebre-chen / wie das Kraut Lag vnnd Nacht/gerühmt. Wü^erünsm/ Lens paluftris, Cap. lMiy.! Je Wasserlinsen/ Meerlinsen/zu La- ltein Lens Laluknsj werden in stillstechenden Wassern gefunden sindtein Gemäß dm Linsen ehnlich haben ein Krasse/ damit sie erkühlen Isindt derhalben gut wie ein Pflaster Iallein vor sich oder mit Gerstmmaltz vermischt vnd vbergclegt/wider alle entzündun-gcn vnd hitzige Geschwülsten / wider die Rose oder den Rohtlauss/ vnnd wider das Podagra selbst 1 hcylen vnnd hesstm auch der Kinder Brüche. Grosse Hauß wurtz / Aizoon megos, Sempemiuum magnum. Cap. lxrxv. Je GroßHaußwurtz wird auss Grie-ichifch Aizoon megos, zu Latein )Sempemiuum , feu Sedum magnum genannt lvnd daffelbigedaher / dieweil seine Blätter allwegm grün sindt. Die grosse Haußwurtz bringtStengelElenbogms hoch/ vnd höher/eines Daumen dick/fevst/fast grün/ vnnd zerkersst lwie das Zaun Wolsssmilch Kraut ( Cnaraci^ titymalli modo seine Blauer sindt feyst Ifleischecht / Daumens kang Iwelche am obersten Theil ein Gestalt haben einer Aungm. DieBlätkeramvndem The» KlemHaußwurtz. / ^ Mawer-pftOk. Eheil bicgm sichvbcrrück ldie am öbcm Thtt'1 aber rtinbt / Kuglecht Ian einander/ in der Gestalt eines Auge. Die grosse Haußwurtz wachst an den Bergen Ivnnd in ftrdenen gcbachnen fcherffcn / etliche psiantzen sie auch auffdenLa-chern. D re Hau ßwurh hat-em Krafft {damit sie er- »Mfft »nb kühlet vnd zusammen zeucht/derhalben denn sei- Verms-r». neBlatter allein vor sich oderGcrstenmaltz oder Meel Iwider die rose / den Rohtlauff/ wider die Geschwerdie weiter kriechen oder vmb sich fressen /wrder die Entzündungen vnnd hitzige Geschwülsten der Augen / wldcr den Brandt vnnd Podagram/wie ein Pflaster werden gebraucht. Sein Safft mit Rosen dl vermischt ist gut angestrichen lwider den Schmertzen deß Haupts» Sein Safft wirdt wider diegifftige Blsszdek Spiüen/ die man Griechisch Phalangias nent/ wider den Bauchfluß ( Diarhceam) vnd wider die rohre ruhr zu trincken verordnet. Dcrselbige Safft mit Wein getruncken vertreibt die runde Bauchwürm. Ein Wollzapfflin darin« genetzt vnd appliciert/ stopfft die vbrige Flüß der Krawcn. Ist auch gut angestrichen wider die hitzige Geschwulst der Augen / so vonvbrigem Blut entspringen/ vnd das Gesicht betrüben Kleyn Haußwurtz/ Aizoönmicroil, S emperuiuum paruum. Cap.lMvf. Beschtch bring. ,LeiN jHaußwurtz Aizoon micron zu Latein Semperuiuum paruum > ^wachst an den wanden / auff den Felsen vndMauren/vnd auffden schatkechten grabern. Die kleineHaußwurtz gewinnt viel schmale sten-gel Iauß einer Wurßeln Ivoller runder / fcyster/ spitziger Blatter. Auch wachst in der rnitteem stmgcl Spannen hoch/ ein schadthüktledarauff/ Mit schmalen kleinen bleychen Blümlin. Die Blatter der kleinen Haußwurtz haben em eben dicsclbigc Tugendt vnd Krafft / welche von Vwn%«i. der grossen Haußwurtz gerühmct sindk> Mauwcrpfeffer/ Andrachne aglüj Illecebra. Cap. lMvy. ^Auwerpfeffer / das dritte Geschlecht der 1 Haußwurtz/ Griechisch Andrachne a- 6Ui,3-^>va_> vnd zu Kaß macht/nicht anders dann Fenchfel. Das Wakdtstro starcke Stengel vnnd Blatter dem Klebkraut ehntich Ibringt am obersten theii deß Stengels/ viel kleiner gelber Creußkaut. Walstro» gelber Blümlrn dick vnd dräuschlecht/zujiunm wachsend/lieblich vnd wolricchend. Die QMmntm wie ein Pflaster vbergelegt/ Rrassr n,j> heylen den Brandt/ vnnd stopften das Bitif, Pc«»vg-«. Das Walstro vermischt man mit der Rosenstck--bcn/setzt es indie Sonne/biß esweißwirdt/vnnd gebraucht es darnach wrder die Müdigkeit. Seine Würßeln machen ein Begierd zur Vn-keuschheit. DasWalstrowachstbepden Moß-lachem KretttzkMttt/ Engeron, Scneciö. Cap. xcft. AsCreutzkraut / Griechisch Erigcroh) BcfthM-!ZU Latein Senecio > hat eirl Stenglnr bung. ^Elenbogenshoch / etwas rothlecht/ mit viel kleinen Blatlin einander anrührend / zer-kerfft/wie die weifte Scnff B'atter/ mit gelben Blümlin Iwelche baldt darnach wann sie sich auftthun/darvon fliegen vnd verschwmden wie die andere hange Blumen. Dieses Creu^krant aber hak bey den Griechen vnnd Lateinischen den Namen daher vberkommen / dieweil im LeNtzen feineBlumen grawwerden wie Menschen haar/ seine Wurtzeln sin dt vntüchtig/vm>d nichts nütz. Seine Blatter sampk den Wmtzeln külen der-- prasst *>«6 halben beyde allein vor sich / oder mit ein wenig DrrmSgr». süftem Wein wie ein Pflaster vbergelegt / heylen die hitzige Geschwulst deß Gemachts vnnd dcß Hindern. Mit rein geflossenem Weyrauch vermischt/ heylen sienitallein alle schlechte wunden/ sonder auch die wunden der Nerucn oder Genn-adern. Dasselbigc thun auch die weifte harige Blumen deß Creutzkrauts allein vor sich oder nur Essig lwie ein Pflaster vbergclcgt. Aber die frische Blumen getruncken/ würgen vnnd ersticken den Menschen. Das gantze kraut Müden Stengeln in süssem Wein gesotten/ vnd die brüh davon getruncken / heylt die schmertzen deß Ma/ gens/die von der gelben Gall entstanden sinDE Krottendill/ Thalictron. §ap. xciss. i Rottendill Griechisch vnnd zu Latein Thalietron, hak Blatter den Coriairder ^Blattern ehnlirh außgcnommcndaß sie fcystcr sindt. Seine Stengel sindt in der grösse der Rautenstengel darauft seine Blatter wachsen Iwelche zerflossen vnnd wie ein Pflaster vber-gelegt/die alte Geschwcr heylen. Wachst gemeiniglich/vnnd zum mehrern theil in flachen Feldern. La tk--: 5oö PedaciiDiofcoridis 95ttC^/ Krottmdtll. Meernioß. Meagraß. Befchui, Vraffli banb ivrrmögc» Erschlecht. f S 4-T5v MeeMwß/ Bryonthalaflion, Mufcus marinus. Cap.MY. Ecrmoß IGriechisch Bryon thalaffu on, zu Latein Mufcus marinus,wachst auffden Stemm vnd auffden Schalen der Meer Fisch vnnd Moschcln nit weit vom Meer lvnnd ist ein schmal Krautlin wie Haare/ ohne Stengel. Dieses Meermoß hat ein krafft damit es zusammen zeucht list derhalben gut wider die Hitz vnd hitzige Geschwulst vnd wider das Podagra/ welches dcß külens vnnd zusammen Ziehens be-darff. $?CCVgV(tß/ Phycon thalaflion. Fucus marinus. Cap. xcv. Eß Meergraß/auff Griechisch PBy-con rBalaüion, zu Latein Fucus marinus, vNNd Alga Maris gcncnnt stndt vielerlei) Geschlecht / denn das eine ist breyt/das ander langechk vnd braunroht/ das dritte weiß/in der Insel Erna wachsend! vherauß blumlechk/ welches nit verfault. Alle Camkrauk. Alle Geschlecht deß Meergraß haben em Ärafft M BSlliME - vnd gut lm der Gestalt etiles Pflasters vberge-legt wider das Podagra I wider alle Huz vnnd hitzige Geschwulst. Matt mu ß sie aber gebrauchen/dieweil sie noch frisch vnndfeucht sindt/ ehe sie trucken werden.Nicänder hak das braun-roht wider die Schlangen verordnet. Etliche meinen es haben die Weiber ein brauch sich damit anzustreichen vnnd zufarben/sindt aber in diesem vnrecht dran/sintemal da ffelbige wur--tzel sindt vnnd mit demselben Namen genennß tverden. Patamios ftratiotes#. Damkraut/ Potamogcton/Hcr- baFontalis. Cap. xcvsi Amkraut/ Griechisch Potämögetori, Beschru, zu Latein Herba Fontälis vnnd Pata- bung. ö^mogeton genattnt hak rauhe/harige Blätter Iwie der Mangölt formiert/ ein wenig -- . empor attß dem Wasser wachsendt^ Das Samkraut hat ein kraffk / damit es er- »rafft vn«d kület viid zusammen zeucht. Istguk wider das DermSgr». Jucken Iwider die Geschwer/ die weiter vmb-fich freflen Ivnd wiMdie alte Geschwer. Dieses Kraut hat bey den Griechen vnnd Lateinischen seinen Namen vberkommen/ daher/dieweil es in Moßlachen vnd in Wassern wachst* 7 jPötamiosftratiotes^StratiotesÄqua" ticusj Millefoliürii Aquaticum. Cap. xevij. As Kraut iGriechisch Potamios Bcschrrl. mratiotesi zu Latein fträtiötes A-tuua. >quaticus derhalben also genennt / die-weil es iM Wasser wachst Idarauff schwimmet /vnnd ohne WUrtzel lebt* Es ist ein Kraue der HaUßwUrtz ehnlich / hat jedoch grössere Blatter/ welche ein Krafft haben damit sie kü-len. Die Blattergetruncken stopffeN das blut/ dasaußden Niernfleust. Diefelbigezerstossett Mit Essig vermischt / zuM Pflaster gemacht vndvbergclegtwehren dnnv verhindern daß die Wunden Nit hitzig werden Inoch geschwellen / vnnd vertreiben die Geschwülste ZU sampt dem Lohtlauff. §c Tau- ogen. Lausenthlak Stratiotes chiliophyl lös, Stratiotes millefolia» Cap. xcvtye Ausmkblak/Garb I ^chaffgarb Griechisch Stratiotes chiliophyllos^u mdecht Kräuchn leiner Spannen lang/ >ger 1 vnnd hak Blatter den Vogclfedern »/jedoch kürtzer Imit vielen Schnitlin zer->cM wilden Kümmel ehnlich vnd sonder-t der Küche vnd Kauheit feiner Blätter/ :ine Krön vnnd Schathütlin ist dicker be-d völliger / vnd brmgt am öbersten Lheil Zwciglin/ mit krönlin / wie die Schathüt-ie der Dill / mit kleinen weissen Blumen/ l in rauhen äckern /vnnd sonderlich neben legen. Dieses kraüt wirdk wider die alte ische Geschwer lvnnd wider die Blutflüß stelnfasi gerühmt. Phlomos, Verba-fcam. Cap./ectz. Vtschktt ömig. kein Stratiotes millefolium : ein WüllkrautMänniiw Eß Kerßenkrautö IWullkraukS / Königekech Griechisch Phlomos, zu Lakeitt o Im sindt/hariger vund weisser / seine Stengel finde ein wenigrauh/ härig/ Elenbogens hoch/' Wnklkraltt WObln,. . tzel/herbamGeschmack/vnndFingersdick/wachstin flachen Feldern. DasMännlinaber welches von wegm seiner weisscn Blätter Griechisch Leucophyllori genennetwirdt/ hak ernerl schmalm Seengel/langere vnd schmalere Blatter: Das fchwartze Wullkraut ist dem weisscn in allem ehnlich/hat jedoch breyeere vnd schwärzere Blätter. Fet mer wächst noch ein ander Geschlecht / das man wilde Wullkraut nennee/mik langen Wiltt wull hoinccheenIrütlin/vnndmitBlättemdenSalbeyBlätkcrttehnlich/vnnd hat an den Ru-ttau* rm astrin/wiederAndom/gelbeBlumen/gläntzendt wieGoldt. Es firidkauch zwepcrlch ge-schlecht Wullkraut / harig Inidrich I mit runden Blattern. Hierbcncbcn ist noch Vas dritte Wullkraut/ welches Lychnitis bep den Griechm/ vnnd von etlichenThi-ialhsgenennek vnd beqüem/an statt derWiechen oderDacht in den Ampeln zu brennen. Die Wurtzetn der zwey vorigen ziehm zu sammen/ findt dcrhalben gut wider den Bauch- m fluß/ Diarhcea Griechisch gmenttt/jinder grösseeinesWurffels/davonmitWeinge- trm0dtll‘ trumken.DieBrüh/ da fie inn gesotten haben/ist gut getrunckm wider die Brüche/ den Krampff/vnnd wider diezerstossene Schäden/vnnd den älten langwehrenden Husten. Die-ftlbige Brüh sanfftigct den Schmcrtzen der Jan I wann man vieselbige damit bähet. Das zeucht es dieKleyderschaben oder Motten an fich.Die Blätter in Wassergesotten/findtguk wider die Geschwulst/ vnnd die hitzige Geschwulst derAugen/ wie ein Pflaster vbergelcgt: Mit H onig oder Wein vermischt vnd vbergelegt/iverden fie wider die Geschwer / darein der Ce Lropjf ®eR|w|. inag. Nnfli. V«lchrrS- Nraflik biintz VcrmSzrn I 1 iEthiopis. Ä ' /■u ix | ^/y X\vx |, '/ I A 'J i/ •Q^tX.i/ff/f/ZA, ^tVvWun/i-./s i /vj||l|!!||l,'^,"<^,. 7^U WSmM tmnl Qpam^tn, KleurrKlettm» Tropffgeschlagen Hat / gerühnret: Heylen mit Esslg dreWunvm/vnd derScorpionen Stich. DitBlätter deß wilden Wullkfauts finde gut wider den Brandt / wie ein Pflaster vbergelcgr. Man sagt / daß die gttrücknete Feygen nitverwesen noch faulm lwenn man sie in Blatter deß WullkrautöWeiblms verwicklet. «^thiopis. Kap. k. Äs Kraut / Griechisch vnnd zu Latein ivEthiopis genennk/ hat Blätter dem 'Wull Kraut ehnlich dreselbige finde vberauß rauch Iharig Iweißgraw vnnd fest neben denWurtzelnrund vmbherwachsendk.Sei-ne Stengel viereckecht / dick/ rauh/demMellis-ftn kraut oder dm kleinen KlcttenSrmgeln ehn-(ich/mit viel Flügeln oderAchsclnhökcn/vnd hat Samen in der gröffe der Eruen / alle Jeit zwcy mit einander in einer Hülsen: Es gewinnt viel Wurycln auß einem anfang/vnd diefelbige sin) lang/ dick/am GeschmackZahe vnnd schleimig. DieseWurtzeln wenn sietrucken worden sindl/ so werden sie schwartz vnnd hark / in der Gestalt wreHörner. DiesesKrauto wachst sonderlich' viel auff den Bergen Ida in Lrorda vnnd in Mostenia. DieBrüh/darinn diese Wurtzeln gesotten haben Iist gut gekrunckm wider die S chmertzen vnnv Wehthumb der Hüfst wider die Seiten vnd Brust Geschwer / Griechisch Pleuntidcs genennt lvnd wider das Eyter vnd Blutfpcicn/ vnnd Rauheit deß Schlundts / vnnd der Lujft Röhr Iwirdk gleichfals auch mit Honig vermischt/zu einer Latwergen gemacht / vnnd gebraucht. Kleine Kletten/ Ardtion. Cap. cj. Je kleine Kletten Griechisch vnnd zu > Latein Ar&ion, von etlichen Arttü-)ron genennt/ haben Blatter dem wull-kraut ehnlich Iohn daß sie rauher / Hanger / vnd runder sindk. Seine Stengel srndt lang vnnd weych/ sein Same dem kümmel ehnlich / klein/ vnd hak zarte IWerste / süsteWurtzelm Die Wurtzeln vnnd Same in Wein gesotten Ivnd die Brüh davon im Munde gehalten/ sanfftiget die Schmerßen der Jan. Auch ist es gut wider dm brand/ wider die erftortte ferscheni vnnd andere erftorne schäden/ wenn Man sternit derselbigm Brüh bahet/cbcn solcheWurtzel nur Mein gekrunckm stillet die schmertzen der Hüfft/ vnd macht der Hamwinde ein Endt. Grosse K>“. osseKLttttn» PctafiteSi förojfe fäktUW/P)'ofopis> Perfonata, Lappatoaior. Eaj-. dp Je grosse Kletten / Griechisch Amon, I VOM elüchen Piofopis vnö Profopion «itg. -zu LatetN pevfonatavnnd Lappa maior genenrrt/ haben Blätter den Kürbrß blättern chnltch/außgenommcn daß sie grösser / Harker/ fchwärßer/ rauher lvnnd Hanger sinve. Sem Stengel ist weißlecht 1 wiewol sie offk ohne Stengel gefunden werden / vnnd haben grosss wurtzeln/jnnwendig weiß/ außwendig schwärt Derjelbigen eines Quintlinö schwchr ge-kruncken mit Pineen kernen list denen gut/ die Blut speyen vnd Eyteraußwerssen.Lie Wur-tzeln zerstoffen/ vnnd wie ein Pflaster v berge-legt/ sanfftigen die Schmertzen der Glepchc/ wann die Glieder verrückt joder die Beyne et- was zerbrochen stnd.DieBlätter aussdicstibigt Weife vberlcgt/heylcn die alte Gefchwen Pestilmtzwurtz/ Petafices» Cap. cii/. Petafites ohneBlttMM» \iV'84' Cc H Pistissrrg- ISeschres, buug. Rrafst bnn6 Vttmögen. Btschrei» buug- Arafft-ttd Vermögen Besihrch düng. AraffibvS Vermogur« Epipa£tis. ^?%€> . /h ^ Laukenkropff. ^Estrlmßwuch/Grrechrfch vnd;u Lakem iPetafites genennt ist emcs Stils höher , ^)dann Elenbogens hoch /Daumens dick/ dam uffhengt cm groß brcyt Blak / wie ein brey-«er Huk. Dieses Kraut zerstoffen/vnd wie einPflaster vbergelegt/istgut wider die böse Geschwrr welche man Griechisch Cacoethe nennet / vnnd wider die faule Geschwer/ die jmmer I auch was noch gesundk ist / weg fressen/welche Die Griechen Phagedems nennen» Epipadhis, Helleborine. Cap. ciiss. As kraut Griechisch vnnd zu Latem E-pipadtis, vnd von Etlichen Hellebo-CÜ^rine genennet ist ein klein staudtechk Krautlin/mit schmalen kleinen Blattern/wcl-^ che wider das Gisst vnnd Gebrechen der mitnut} werden getrunckem Taubcnkropfs/ Capnos, Fumaria. Cap. cv. >■%,? Aubenkropffoder Erdrauch/Griechisch ^ -xCapnos, zu Latein Fumaria, ist ein staudtechk Krautlin fastzart dem Co-rianderehnlich/seine Blatter sind weiß/aschcn-farb/ seine Blumen aber purpurfarb. Der Taubenkropffsafft macht ein scharpff Gcsicht/vnd gibt zum weynen vrsach davon es feinen Namen bcy den Griechen vberkommen hak. Derselbige Sasst mit Gumlni vermischt/ vnd angestrichen lwehret/ daßdieaußgcrupsste Haar der Augbraen nicht widerumb wachsen. Das Kraut gessen oder gctruncken/ treibt viel Harn/vnd diegelbe Gall mit durch den Harn. Slbm- Von alierlcp Artzncykmutcrn. Sihengezerk» Gibmgezeit/ Lotos hcmeros, Lotus vrbana. cvj. As Kraut SibengeM oder wolrie-^^ichendeKlee/ Griechisch Lotos he- )meros,zu Latein Lotus vrbana vnd Ltiua,wachst in den Gärten. Der Safft auß diesem Kraut gcprest/ mit Honig vermischt vnnd angestrichen/vertreibt die Geschwer der Augen/ die man Griechisch Agemata, Nephelia vnnd Leu comata nennt lvnnd alles was das Gesicht versin-- Sreinklee. § Lotus agria, Lotus fylueftris. Cap. an;. Tcinklee vnd Güldenklee /Griechisch BeschM« kLotus agria, zu Latein Lotus fylue- ^,n'g. Kris,vnnd T rifoiium minus genennt/ wächst viel in Libia lvnnd bringet einen Stengel zweyer Elenbogen hoch vnd höher mit siben Flügeln oda- Achselhölcn / hat Blatter den Wisenklee Blattern ehnlich/sein Same ist dem Samen deß Fenugrecks gleich jedoch kleiner/am Geschmack wie das Gewürß. Der Steinklee wärmet vnd zeucht sänffti- Kraft glich zusammen. Mit H cn ig vermischt vnnd Mrmögea. ungestrichen/sauberterdas Gesicht/ vnndvcr-^rrcibt die Sprütlen/Masen vndandere ma eklen deß Angesichts/ ist auch gut allem vor sich klein gcstosien getrunckcn/oder mitPapveinsa-men in süssem Wein/ wider den SehmmM Der Blasen eingenommen. Cc 4 Cytifuc D-schret- tuag. As Gewachs/Gkiechtsch vnd zu Larem Cytifus,ift ein ftaudkechk krauk/ganß weiß/ IwiederStaudt/dadicKrausselbeerauffwachsen/gewinnt äste eines Elenbogens »hoch / vnndoffk höher/mit Blättern darauff/ wie die Blätter deß Fenugrecksoder Wiftnklee/sindt jedoch etwas klem.r/vnd mitten auff dem Rucken höher verhaben. Diesel- Strafft vnttd VtrmSgcr» len. trunckcn/treiben den Harn.Etliche sähen vnd pflanßen dieses kraut neben den Immen oder Binenhäußlin/dieselbige dahin zu bringen vnd zu behalten. Lotus Agyptia. Kap. ffr. As kraut Griechisch vndzu fam'tt/Lotus vLgyptia genettttt/ wächst in Sen flacheu Feldern/die vnder dem Wasser stehen/vnd hat einen Stengel den Aegvpkischen Bo- ^eschrej. IlMtg. fagt)sichauffkhun/ wann die Sonneauffgeht/vnd widerumb zu schliessen wann die Son-- nevndergehet/vnd alsdann verbirgt es auch seinen kopffvnderdas Wasser / vnd widerumb/ wann die Sonn auffgehct/so thuk es denselbigen vber das Wasser hervor. ' Dtbrauch. Dieser Egyptlscher Lotus hat einen Kopff/ wie die allergröste Magsamen köpffe vnnd darinn seinen Samen/in der grösse deß Hirsen/welchen die Egyptier trücknen vnd darnach Brodkdaraußmachen. ErhakeineWurtzel/einemQuittenehnlich/wclcherohevnndge-kocht gessen wirdt/vnd wann sie gesotten ist/einem Eyerdotter gleich schmäckk. Taustnt Von allerle») Artzncy kräukern. 5o? Lauftmhlatt 1) Kelbcrk^ttt» ^aiifet1t6faf/Mytiophyllon,Miiie-fölium. Cap. (}. »Ausmtblak/Griechisch Myriophyllo n, Bischrch. . -u Latein Millefolium, ist ein einfacher 6tt*ä-'zarter Stengel/ mit einer Wurtzcln/vmb den Stmgel hat ee vberauß viel glatte Blatter/ den Fenchel Blättern chttlich; Daher es ftlnm Namen vberkomMen hat. Sein Stmgel »st etwas roht/viel vnd mancherley Gestalt/als wehre er mit fteiß poliert vnnd öereyt. Es wächst iit Moßlachcn. . Das Laüfenr-läk/ftifch oder gedört/ mit Esftgvermrscht/vndwieeinPflasterVöergclegk/Vttmögm-wehrek daß die wunden nithitzigwerdett/rrochge-fchwellen Ivnd ist denjenigen softwan gefallen oder gestürtzkstndk/ mitSaltzivaffer gekruncker»/ sehrhequerm ( ^clScrfcm/ WilderKcxsscl/ Myr- rhis. Cap. qj, O^ZIlver Kerffel/Griechisch vnd zu Latein 2S»r4«3-Al iLi lVlyrrhls genennt/ ist mit feinem Sttn- b»«g . gel vnd Blättern/ dem Schirling gantz fhnlich Ihat eine lange /weyche/zarke/runde/rie-chende Wurßel / welche auch lieblich vnd süß zu essen ist. D ieselbrge Wurstel ist gut MitWcin getrun- v«b eken lwider die gisstige Bissz der Spinnen ytrm®ät»' Phalangiz ©necbtfch genenntt/ reiniget auch die Frawen nach der Geburt / vnnd treibt die Mouzett der Frawen: In Honig gesotten ist sie gut wider d»e Gchwindtfucht eingenommen! Mar» sagt auch / daß dtkse Wurtzclzwey oder prevmahl deß Tags mit Wein getruncken/die-setbige/diesic trincken/in den Jetten der Pestitentz davon bef» e»he vnd gesandt bewahre Mysh Brschrch bm»g. »«W Rrasst v«d Drrmög«». GemeineOchfenzung. Dtschrch «ttg. kedrcüvIolcoriäüBittkesBuch/ Myagron. . . . . Myagrpn, Melampyron. tfij. .As Gewächß Gnechifch Myagron, jonb Melampyron, ju Latem Myagru 'genennt/ist cm staudrecht kraut/ vnnd wachst ziveyer Elenbogen hoch/ bekompt blätter den blättern der Ferbcrröth ehnllch vnd dieselbt-gesindtblerchfarblg/ fern Same rstdemKenu-grcek Samen gleich feyft voller Del / welchen man stöst/vber Fewer dörrek/darnachRütlin Do# mit bestreicht/vnnd sich derselbigen an statt einer Ampeln oder Liechks gebraucht.Die Feystigkeit odchQel dieftö Samms angestrichcn macht dieHaut glat vttd fanffk. Onagra, Oenothcra. Kap.M. As kraut Griechisch vnd zu Latein O-inagra vnd Oenothcra gmeimt/ist cm )grojs( Staudt/ also daß es offtmals ZU einem Baum wirdr/ feine Blatter sindt den Mandelbaum blättern ehnlich/ sedoch grösser/ wie die Lilien Blätter/ bringt grosscBlumen/ den Rofm ehnlich vnndhak weisse lange Wur-tzeln/weichewann sie trucken worden sindt/eincn Geruch von sich gcbm wie Wein. Dieses kraut wächst an den Bergen. Das Wasser darinnen dieses kraurs Wurzeln geweycht ist wordm zu trinrken gegeben/ zämet die wilden Lhier.DieWurtzej zerstossen/ vnd wie einPflaster vbergelegt/sänfftigct die bö-senvnheylbarm Geschwer. GemeineOchsmzung/ Cirflon. Cap. cxin/. 3*gemeine Dchsenznng/Griechisch l vnd zu Latein Cirfion genennt gewint deinen schmalen/ zarten dreyeckechten Stmgel/beyzweyer Elenbogm hoch / hat von vnden kleineBlättlin/ in der Gestalt der Rosenblätter/ seine Ecken sindt nach etlicher Weite/ fcharpff/ stechendt/dieSpchen oder Dörnlin weych/ seine Blätter ein wenig rauh / harecht/ den Borretsch Blättern ehnlich/ /'edoch etwas länger vnd weiß/ zu rings vmbher an den Enden stechmdt/ das öberste Therl deß Stengels ist rundt/rauh/daraujf purperfarbe köpsslrn wach-» fen/welche sich damach zerlassen/wie Woll/vnd verschwmdm. Andreas der berühmte Slmp.'t^ eist hat von diesem kraut geschrieben / daß seine Wurtzcln dm Schmertzen der Krampffad rn fänfftigen/wann man sieauffbindtt/da derWd ehumbist. Stem« ! Ifopyrbä, EtmEMltt-/ After Ätticüs , tä* guinalis herba. Cap» Cp» ( EemkMt/Gnechisch After Arrlcü8, -WM. LatttNInguinalis herba gmmnt/"»»S hateme holtzcchten Stengel / vnnd am bbvr|ien Ehetl deß Stengels brrnget es Purpurfarbe vnnd dottergelbe Blumen / zu nngs »mbher zercheilt/wiedie Chamillen köpffc / ftr-t e Blatter aber sindtlanglecht/ rauh / harecht/ vnd wachsen vmb den Stengel der gestalt er-nes Sterns. , Das StetUkraiik ist gut wie ein Pflaster v- #0( M bergelegt/wider diev nnatürliche hitzedeß Ma-Vamö-O. gens / wider die hitzige Geschwulst der Augen/ der Gemacht/vnd den Außgang deß Hindern. Von den purpurfarben Blumen sagt man/ sie ^seyen mit Wasser gchruUcken / gut wlder die Halß Geschwer / die Man zü Latein Anginas nennek/vnttd wider die faüende Sucht der jungen Kmder.Das frische Skertzkrauk wirdt wie ein Pflaster wider die hitzige Geschwulst vnnd Beulen lso sich neben dem Gemacht erheben/ gebraucht. Dürr Stkrnkräut mit der linckett Handt deßBresthafften / dtr gerne geholffen hette/abgcbrochen/ vndauffgebUnden/' sänffti-gek die Schttiertzen der hitzigen Beulen vnnd Geschwulst/sobcy dem Gemachterwachfen» IföpyrÖb, PhafiöIuSo Cap» cxvj. ,-^rX As kraüt/Gtiechisch vnd Latein Ifö-(^^Sipyron, vnnd von etlichen Phaliolus ‘ O^gcnennk/dicweilfeine Blätter welche den Aniß Blättern ehnlich flndk l am Obersten Lheil gedrehte JinÄken haben /wie die welsche Erbsen / welche Man Griechisch Phafibios uennet/ auffdem öbersten Theil deß Stengels hekompt es kleine zarte köpffliN /wesche voller 'Samenfrndt/der am Geschmack dem schwar-tzenwolrikchendenEoriaNder Samen chnlich Ist. Dieser Same ist gut getrUncken MitHö- IM tmd Wigwassch / wider die Gebrechen der Brüst / vnnd wider den Husten : Auch ist er den Leber-Mchtigen/Unnd denen/die Blut speyen / Mbe-guem» Btschrti» buttg. SRhifftbwtf Dtrmögc». Befthrri« bung Rkäff«vüd DttMögi» BlawMchVwlcn. Cacalia. BlawMertzMolm/ loh, Viola purpurea. Cap. lvy. IeBlawe Mertz Vwlm Griechisch Ion,JU Xafem Viola purpureagcttmt/ habm Blätter den Ephew^ Blättern nit vnehälich Isindt jedoch kleiner dünner vnd schwärtzer. Mitten auß den Wurtzeln entspringen kleine schmale Stiel Purpurfarben Blümlein leines fast lieblichen Geruchs. Die Bla«) MertzViolen wachsen in tuncklm een Ivnd in rauhem Erdtrich. Vnd haben ein Krafft/damit sieerkülcn.Die Blatter alleinvorjrch/ oder mit Gcrstenmalß / wie ein Pflaster vbergclcgt / sindt gut wider die vnNatürliche Hitze deß Magens / wider die hitzige Geschwulst derAugen/vnd wider den Au ßgang deß Hindern: Man sägt auch darneben/daß das Purpurfarbe in den Blumen mit Wasser gut getrunckcn/ die bösen Halß Geschwer/ zu Latein Angmas genennt/ sehr fein ZU heylen pflegt /wie glcichfals auch der Kinder hinfallett Seuche Cacalia. §ap. tMÜsi As Kraut / Griechisch vnnd zu Latem Cälcälia genent hat grosse weissc Matter/ vnnd mitten zwischen den Bläff eru einen starcken weissen Stengel mit weissen Mumm/ den hagchchen Blumen/oder den Blumen deßDelbauMs ehnlich Ivnd wachstan dcnBcr-gm. Seiner Wurtzeln gebraucht man in der Ar-tzcneyen.Denn Man weychet diefelMge inWein/ wie das Gummi auß dem Bocks dorn Traga-canthägfit«utef/vnnd gibt sie zu lecken oder zu essen I allein vor sich Iwider den Husten vnd die fcharpffe/ ratthe Lufftröhre zu sanfftigett vnnd -u heylen. Die körner oder Beerlin die daran wachsen/nachdem abfall derBluMen klein zerflossen vnnd mit öl vnd ein wenig Wachs durch einander zerschmcltzt/wol vermischt/vnnd ange-flrichcn Ivertreiben die runßlen deß Angesichts/ vnd machen die Haut deß Angesichts schön/giat pndgespannen. Buni- Von allerlei) Artzneykräutem. BuniöÄ. Gundckcb' Bunion. Kap. Hip. As Kraut Griechisch vnnd Latem jBumon gehetmt / gewinnt einen langen6u#a--Lviereckechten Stengel/Fingers dick/mit klemm «film /voller kleiner Blatter vnd Blüm-Im. Seine Blatter neben deN Wurtzeln finde den EppichBlatterN ehnlich/f edoch viel dünner/ wie die Coriander Blatter. SeiNe BlüMeN den Dillblümen gleich 1 vnnd bekömpe ttnen wölrie-chendch Gamm/kleiner daNn der BilftNsame/^ _ k welcher eineKrafft hat/ damit er erwärmet. Er V«rms«! treibt den Harn vnd das Bürdilin/ Nach der Ge-hurt/vnd ist dem Miln / Nieren vndBlascn fast dimlich vnd bequem. Man gebrauchtsich dieses Samens frisch vnd truckeN/mit Meth oderHo-m'gwafser / wie gleichfalls auch best Saffts aust den Stengeln / Blattern vnd Wuryeln ge-s xrrst. Pfeudo Bunion. Kap.tkk» As Kraut Griechisch vnnd zu Latein Pfeudo Bumori gencnnek/ wachst in fowg. Crcta / einer Spannen hoch / bckompk man zu Latein Napos nennet dieselbige finde fcharpff. Seiner astlin vier mit Wasser gekruncken/ Xw/rt»«» fmdk gut wider das Grimmen vnd Harnwinde/ vnnd sanfftigcn den SchMertzcN der Seiten. Dieses Kraut Pfeudo Bunion,mit Saltz vnnd Wasser warnt vbergelegk/ vertreibet die Geschwulst vnnd Beulen/ so gemeiniglich an dem Halst vNdcr der Achsel vNd bcy dem Gemacht erwachsen/welche Man ZÜ Latein Strumas nennt. Gundelrcb/Erdt Ephew/ Chamz- ciffos* Hedera terreftris. Cap. ra terreftris, hat Blatter dem Ephew chntich iwelche iedoch langer vnd dünner sindt. Bekombt auß kinerWurtzel fünssoder sechs ästlein/voller Blakter/vber der Erden außgebreitek/ feine Blumen sindt den weisseN Violen ehnlich/ iedoch kleiner vnnd weisser / fast bitter am Geschmack/ vnd hak eine schmale/weisse/vndüchkige Wurßel/ wächst in gebautem Erbrich. Dd Seine AmK Md »rafft to*b Vttmögr». Defthr«» hmg., »rafft bub VtrmSgt» Chamelcuce. ^ S0^-BottetschmitbttyrenBMkm, Seine blatter eines halbmqumtlms fchwe^x Mil sibm Lot Wasser/vngefchrlich vrerylg oder fünfftzig Tag nach einander getrunckcn/finde gut wrder die Wehkhumb der Hüjft / vnd reuten auff diefelbige weiß sechs oder fiben Lag nach einander getmncken/dte Geelfucht auß. Chameleuce. Kap.cpft/. As Kraut auffGriechifch vnnd zu Laitein Chameleuce genennt/ klein zer--stoffen vnnd mit Wasser getrunek n/ fänMgen den Schmertzen der Lenden/ Chameleuce ist ein grün Kraut / allenthalben Mit gebogenen astlin vnd Blattern / feine Btumm sindt wie die Rosen formiert. C^OHCtfcf)/ Bugloffum, Lingua bubula. Cap. exxiij. i Drrctsch/Gnechisch Bugloffum,tat tem Lingua bubula, wächst m den 'chen Feldern/vnd in sandigem Erdtrich/ wird t lm H ewmonak abgebrochen vnnd einge-famlek. Man sagt/daß die Borretsch mit drey steng-tin/sampt seinem samen vnd wurtzeln gestoffeni vnd gesotten/biß das dritte Lheil verschwunden Borretsch so/mmergrün ist. ist/ge- Von allerlep Artznepkräutem. Domtsc^ Mit schmal« AÄ«m. Stachltchtgtib ÄSonnsch, ist/ gekrunckm/dasvndcrsassmdkdkeytagrge Fiber. Dervime Stengel aber daeviettagige vertreibc.Gleich wie der Wein/da Borretsch inn gesoktm ist/die Apoftemata. Der Borretsch hakBlatker auffder Erden gcspreytet dem Wultkraut ehnlich/außge- B dcß Seiffcnkrauts ehnlich / attßgcnommcn daß sie kleiner sindt/ csmgt viel Sa-O^A men/ welcher durchlöchert ist lseine Wurtzel ist kurtzvnnd schmal/vder der Erden Leontopodion, Klein Leontopodium, Lconto- Hauckblat. Leoncopodion. A-P.tzlkvf. As kram Griechisch Leöntopodion> vnnv Camos grncnnt wächst zweyer Bcfihrch »Finger hoch/bringt schmale rauhe bläk- ^ eer/drever oder vier Finger lang welche nebett den Wurtzeln räuher/ Hanger vnnd weißleche fmbt/ am öbersten Eheil der Stengel bringt es durchlöcherte Köpjflin feine Blumm finde fchwartz/fein Same vonwegm derharigmlwol-len/da es inn gewickltt ist wirbt kaum erfunden/ es hat ein kleine Wurtzel I welche anhengt/ die Zauberchm der Liebe vertteibr. Hauckblat/ttippo§1ollum.§ap.cm)if. ‘ Auckblat/Iäpfflinkram / Griechisch vnd jzu Latein Hippogloflum,tstan Stäud- a‘ 1 lin vnd hat Blätter der gestalt der Blatter deß dünnm Rufd, mit fcharpffen domechtm Aipffen Ivnnd etwas am öberstm außgehen auß dm Blattern wie ZÜnglin. Em Krantz auß dm Iipffm dieses kraute ge- ££25 macht vnd auffgesetzk/ sanfftigtt dm ISchmer-tzm deß Haupts/seineWurtzeln vnd Safft wer-dm mitAuHvnderdieerweychmdePflasterver-emschr. Hrank» Orant mir gelbm Blumen. Dd Orant/ Orant/ Antinhinon. Kap. cxrviis. Btschr,u vnd zu Katern Antirrhinon, vnnd von etlichen Anarrhinon gehn-»-. -^^nennt/ ist ein kmut der Gauchheyl mit fernen Stengeln vnnd Blättern ehnlich/hat ^»OpurpmfächeBlumen/ dm gelben Violen ehnlich / welche jedoch kleiner sindt/wirdt derhaiben wildt Gauchheil genenntrSein Same hat ein Gestalt wie Kalbernasen. Dieses kraut wirdt von etlichen wider die Jaubcrey angebunden/machr mit Lilienöl vermischt/ vnnd vnd sich damit attgestrichen/dm Menschen holdtselig vnd schön. Gatanahce. Kap. cxxixj S sind! zwey Geschlecht deß kraurs Griechisch Catanance gmennk / das ein hat lange Blatter / dem kraut Kramfuß ehnlich/schmale Wurtzlen/ wie Bintzen/ be-^8>kompt sechs oder siben köpjflin / darinnm einen Samm den Emen ehnlich/ welcher wann er trucken wirdt/sich zusammen zeucht/vnd nach der Erden beugt in der Gestalt eines todken ÄZeyhen klaiven. Das ander hak die gröste eines kleinen Apffelbäumlins/ ein kleilie Wurßel/in der gröstc einer DliuentSeine Blätter haben ein Färb vnd Gestalt/wie die Del-bäume Blättcr/sindt weich/nach der Erden geneygt/vnd gebogen mit Schnitlin zerkerfft: Sein Same wächst an den Stengeln/ist klein/mit viel Löchern durchboret / vnd hat eine ge-Arass, vk!»d ftalt/wie die Cicer Erbß. Dieser kräuter beyde gebrauchen sich die Theffalische ÄZerbcr/zu vamsw. verZaubereyder Lieb. Tripolion. Kap- M. Äs kraut Griechisch Tripolion ge-nmnt / wächst bey dem Meer an dm V* C^^/fern /da das Meerwaster vbcr vnnd ab-fleußt/dann es wächst nicht imWaffer/auch nie auffdem Lrucknen/Hat dicke Blatter/ den blättern deß Weyds (Glafto) chnlich/außgenom-men daß sie breyter sindt. Seme Stengel wer-den etwas Spannen hoch/am obersten zcrthcilk. Man sagt daßdieBlumendeß Tripolü,alle Lag dreymaljhre Färb verwandeln. Dann am Morgen seyen sie weiß/amMittag purpurfarb/ deß Abends kcstenbraun. Seine Wurtzeln sindt weiß / rlechendt/am Geschmack scharpffvnnd warmendk. Derselbigen zweyer Quinklin schwehr ge-truncken/ treibt das Wasser vnnd Harn durch den Stulgang auß.Auch vermischt man sie vn-der die Artzrrepen / die wrder Gisst einzunemen sindt. Frawmhaar/ Adianton. Cap. Rawenhaar I Steinrauk/ Griechisch yiW vnnd zuLatcin Adianton, von etlichen öEs)auchPdly crichon genennt/bringt f lerne Blatter/den Eoriander Blattern ehnlich vnd an dm Enden mit Schnitlin zerkerfft. Die Stiele/da die Blätter außwachsen Isindt glälMndk/schwartz / fast schmal / Spannen lang/ seine Wurtzeln siudt pndüchtig.Es brmgt weder Stengel/Blumen noch Samen. Die tung. Arafstvnd Dcrmögr«. 95tf4rd# Amwmhaar. Olö^cr Steinbrech» Die Brüh/ ba Adianton oder Frawenhaak Rrassi vn» tnn gesotten hat/ist gut gerruncken wider schweh-kmAthcm Iwider das Kelchen/ wider die Gccl-fucht/Mlltzsucht / wider die Gebrechen/davon der Harn schwehrlich vnnd peinlich gefangen wirbt/ zerbricht den Stein / stopfst den Stul-gang/vnnd ist gut wider der Schlangen vild anderer gifftigen ThierBiffz.Steinrauten lstgut getrunckm mit Wein Iwider deß Magens fiüs-fe/befördert der Weiber Blum/vnd das Bürdk-lin/welches man auch die ander Geburt nennet/ sie wehret dem Blutbrechen vnndSpeyen.Das kraut Adianron ist auch gut rohe/vngekocht ge-stossen/ wie ein Pflaster vbergelegt/ wtder der Schlangen vnnd gifstiger Thier Bistz. Erfüllet die Drt/da das Haar außgefallen ist von den Gebrechen Alopecia Griechisch gcncnnet/ vertreibt dieBmlen/GeschwulstvndGcschwer so am öbersten der Beine/bcy dem Gemachk/vn-der den Achseln/ vnd am Halß wachsen/die man zu Latein Stmmas nennt/heylt mit Laugen die feuchte fliestendeHauptgeschwer/vndvertreibt die schuppcchten kieym deß Haupts: Mit Ladano vnd dem Myrko oderLilienfalb vermischt/ oder mitHyffop vnnd Wein befestiget es das Haar. Adiahton in Laugen vnnd Wein gesok-ecn/vnd das Haupt mit der Brüh gerieben vnnd gewaschen / ist auch gUk wider dieselbigc Gebrechen deß Haupts. Adianton den Wachteln vnnd Hanen in ihre Speise zu essen gegeben/ macht sie streitbar/muhtig vnnd bchcrtzt. Es wachst in schattechten Drten neben den Moß-lacheiH/an den nassen feuchten Mawren/vnd Heden Brunnen. Rohter Steinbrech/ Trichoma« nes, Herba Capillaris. Cap. cMlj. Er rohte Steinbrech oder Widderrodk Beschm, Griechisch vnd zu Latein Trichoma- bung. «^ ncSjtJNtlb Herba Capillaris getrennt/ wach st an denselbigen Drtm/da auch dasFrau-wmhaar Adianton gefunden wirdk/ vnd ist den Aarn ehnlich/jedoch viel kleiner/hat dünne blakt-lm/den Linsen blättern chnlich / zu beyden Seiten nach einander in derDrdnung/ eines gegen dem ändern/an fchmalen/glantzenden/ schwach* braunfarbigenRütlinverscht.Dei rohteSkein- TtraMvnd drech hat eben dieselbige Tugmdt Krasst vnnd Dermögt«. Wirckung Idie das Frawenhaar Adianton zu haben pflegt. Dd >H Bat. fcimg. Araffi v«ch Dttmögr» BrschrÄ» taug. 32o Pcdicü Diofcoridis «3lffff£ Buch/ VLktlcrßläus. Dettlerßttus/ Spitzklettm/ Xan* thium. Cap.«Miy. As kraut Bettlerßläus oder Spitzkltt-Ueti/ Gnechifch XLnrKium, zu Latem WicljXanthium wtb Lappagotcmtf/ vnv wachst m ftystem Erdtnch vnd bey Som-merszeüm m den außgetrücknetcn Moßlachen/ gewinnt einen eckechten feystm Stengel E lenbogens hoch/mit viel Flügeln oder Achfelhölen/ seine Blatter sindt den Blättern der Melken ehnlich/zerkerfft/vnnd haben einm Geruch/ wie der Kresse sein Frucht ist rundt / in der gröffc ei-,.er grossen Dliuen/stechmd voller Spitzen in der gestalt der Frucht deß Platani, vnd bleibt an den Kleydern bekleben. Die Frucht dieses krauts abgebrochen ehe sie gantz truckeu worden ist/ gestossen/vnnd in einem jrrden Hafm bewahret darnach seiner bey sibenzehen oder achtzehen Loch vngefehrlichmit lawem Wasser vermischt / wann jemanvtsich deß gebrauchen wil/vbergelcgt/macht gelb haar. Mansollaberdas Haupt zuvor mit Mer dar-zu bcreyten. Etliche stossen diesen Egilopas nennet vnnd schafft die Har-rigkrirenab. Sein Safftwirdt mit Meel ver-mischk/gekrückncr/vnndwiderdieselbigeGkbrc-chm zu gebrauchrn bewahret. Bromus. Kap. MlV. As Gewächs welches Griechisch 6 ro-mus,zu Latein Auena genennet ist ein ^^yfraut/ dem tauben Habern/ vEgilopi ehnlich/ hat eine krafft/darmitee krücknet/vnnd wirde Von allerlei) Artzneykrautem. 321 Bromus. Bromus fterilis altera. I Glaux»x X 1 ivit-dkMl't seinen Wucheln in Waffee gesotten/ biß das dritte Theil verschwunden ist/ darnach seihet man die Brüh durch / thuk so viel Honig darzu/ als der Brüh ist / vnnd laßt sie widerumb mit einander sieden/biß es eineSicke bekompt/wie ein dünner Honig. Solche Arßney ist gut wider die stinckende Gefcbwer der Nasen / welche man Griechisch vnt)t)m Lmsm Blattern ehn-lich lan welchen das öberthcilgrün ist das vn-dertheil aber weiß. Es wachsen allwegen fttuff oder sechs astlin auß einer Wnrtzci / einer span-Jim lang/welche sich vber derErden außbrcitens seine Blumen sindt purpurfarb / den weissen Violenehnlich/jedoch klcmer. KiesesKraue Rrasst vn«b V«tMög«« bu«g. Rrafftvnv D-rmögr» Klein Bibenell. wachst gemeiniglich neben dem Meek.Es wird auß diesem Kraut mit Gerstenmeel/Saltz vnd öl gekocht ein Gemäß oder Brüh gemacht/ welche geffen oder getrunckm den Ammen die versiehene Milch widerbringt. Klein Bibmeü/ Polygalon. Cap. exxrvij. Gewächs aufs Griechisch vnd zu WU/lattin Polygalon gcnennet / ist ein O&okräutlin Spannm hoch/ vnd har blät-ter den Linsenblatkernehnlich/herbvnd zusam-menziehendt Iam Geschmack. Diß kraut ge«-wuncken/macht auchviel Milch. Harnkraut. Ivkschrtl« düng. Rrafftvnd Drnuögcn. Hamkraue/ ofyris. Cap. eMviij. (ZTS,As Harn kraut/wilder Flachs / Grie-'Qr&j chlschvndzu Latein Ofyris gencnnek/ O^tst ein schwary staudtecht krautlin/mit fchmalm zähen astlin/die nicht lerchrlich zu zerbrechen sindr / daran Blatter wachsen/den Lein oder Flachs Blattern ehnlich welche im Anfang schwartz stndt/ darnach aber eine rothlechte Farb bekommen. Die Brüh/darinnen das Harnkraut gesotten hat / getmncken/ vertreibt die Geelsucht. Scharpffe 0(^aipffe Wmde/ Smilax trachca, Smilax afpera. Cap. YM. Je scharpffeWmde/Gn'echisch Smi- Befchrch llax trachea^u LattM^milax afpera >genennt/hat Blatter den Specküttett Blattern ehnlich/vnd viel schmale RäbeniwU che stechendk/scharpffsindkwie die Brombecr--ftauden/oder der kaliurus,sich vmb dieBaum hmauff windm / von vnden biß zum öberstm kriechm/vnd Traublin tragen / welche wann sie zeitig sindk/roth werden Ivnd einen sanffkm heissenden Geschmack haben. Die scharpffe Winde hat ein dicke/haneWurtzel/vNd wächst Hey den Moßlachm/ in rauhem Erdkrich seine Blatter vnd Fruchtvorvnndnachgetrun-lcken/sindk ein gUte Artzney wider das Grssk. Welchen jungen Neuwlich gebomen Kitt- Kmsstvnd dem man hiervon/klein zerstossen zu trinckeN DamSg««. gibt/ denm thut/wie man sagt/ damach kein Gisst jrrgmdtSchadcn.Man vermischt auch hiervon vnder die Artzneyen/ die wider das grsse emzunkmensindk. GlatteWinde» Glätte Ämke/ Smilax liäj Smilax laeuis. q Latte Winde/ Griechisch Smilaxlia, BeschrU. »zu Latein Smilax lamis genennt/ hak bung-Blatterden Ephew Blättern ehnlich/ welche jedoch etwas weicher/ glätter vnnd dünner sindk. Die Räben der glattm Winden haben keine Stacheln noch Dörner: Sie windet sich vmb die Bäume/wie die vorige/bringt eine Kruchtden Feigbonen ehnlich / schwartz vnnd klein / vnd am öbersten stehen vielrundeBlu-Men.Auß dieser Winden macht man inSom-Merszeiten besondere Hütten vnd Gezelt wider die Hiß. Seine Blätter fallen in dem Herbst ab. Man sagt/ daßder glatten Windm Sam/ mit dem Samen deß KraUks/ Griechisch Do-rycnion genennt Ieines jeden ein halb quintlm getruncken lviel vnnd mancherley Lräume im Schlaffemge. Wilder Japffenkraur. Btschrii. tung. Wüdcr Myrtlls / Myrfinc Agria, Rufcus. Cap.cxlj. Er wilde Myrtus oder Brufche/ l Griechisch Myrline agria, das ist/ «^SylueftrisMyrtus, von etlichen O-xymyrfme,ülUtb Myrracantha, zu Latein Rufcus gmmnt/ hat Blatter/ den Blattern deß Myrti ehnkich / welche jedoch etwas brey-ter/am öbersten Theil scharpff/ stechendt vnd wie eines Spieß Eisen formieret sindk. Der wilde Äryrkus bringt seine Frucht mitten an den Blattern hangend / welche in jhrcr Zeitigung roht werden / vnd haben innwcndig einen harten Kern/wie Bein. Der Brusche hak viel dstlm auß einer Wurtzelwachsmdt / welche zähe sindt wie einBandt/ nicht leichtlich zu zer-Hrechen/voller Blatter.Seine Wuryel hak ein Gestalt wie die Wurtzel deß Grases/Herb / vnd ein wenig bitter am Geschmack. SeineBlattervnnd Frucht mit Wein ge-truncken/treibcn die Monzeik der Frawen/ brechen den Stein/ vertreiben die Geclsucht vnnd Garnwinde : Heylen vnnd sanfftigen den SchmerHm deß Haupts / vnnd der Brust. Es wachst in rauhem Erdtrich / vnnd auffden hohen/gehen Felsen.Die Brüh/darinnen seine Wurtzeln gesotten haben / mit Wein getrun-cken/hat eben dieselbige Kraffk vnd Wirckung. Seine frische Iweiche Stengel werden an statt der Spargen in der Speise gmossen sie sindt ein wenig bitker/vnd treiben den Ham. / Daphne Alexandrina, Laurus Alexandrina. Cap. M. As Aapffenkraue Griechisch Da. iphne Alexandrina, zu Latein Lau-)rus Alexandrina genennt/ hat bkdt-eer den Brusch oder wilden Myrten ehnlich/ welche ZapffenKmuk. Zielandr. welche doch etwas grösser / weicher vnnd weisser ftnbf. Es bringt seinen Samen zwischen den Blattern Idieselbige ist roht/ in der grösse der Ci-eer Erbsen / hat astlin einer spannen lang offt langer Iwelche sich vber der Erden außbreytey. Seine Wurtzel ist auch der Wurtzcln deß wilden Myrti ehnlich Ijedoch auch grösser weicher vnnd riechendt. /Das Japffen Kraut wirdt auff den Bergen gefunden^ süffcmWein getruneken/macht ein schnelle Ge-kurt iist gut wider die Hamwmde / Mnd mibk der Weiber Blum. IielüNdt/ Daphnoides. Cap. cxliij. ^Ielandt / Griechisch vnd zu Latein vapk- BMA 5noides gcnennt / ist ein staudechk Kraut u"3‘ I Elenbogcns hoch/ mit viel zähen astlin/wel-che von mitten auffzu wenden sindt / vnnd gebogen werden mögen/wie ein Bandt votter Blat-midenLauwerbaum Blattern ehnlich / welche daß sie schmaler vnnd weicher nit leichtlich zu brechen ivnd wenn man sie schmeckt oder kawet/ den Mundk vnd Halß brennen. Seine Blumen sindt weiß lseine Frucht schwach/ wenn sie zeitig worden ist / seine Wuchel vntüchtig/ wachst ge-meinlich auffden Bergen. DieBlatker deß Zielandts frisch oder gedörrt Aafft vjw • -- - — / keiten durch den Stulgang auß wie gleichfals auch dic Monzeik derFrawen/ vnnd erregen ein Erbrechen/ wenn Man sie in dem Mundt kawer/ sauberen sie daeHaupt/sie machen niescn/fünss-zehen seiner Beerlin gekruncken/treibcn vnd pur-ttn durch den Stulgang. Ee Cham* 526 Pedarii Diofcoridis VmttK BuE/ ChamseDapne. Btschrti- kmg. Nrafft vmrd Vermögt^ WeißMßtvu^. Cham^ Daphne, Laureola» Cap. cxlrrij. AsKmukGriechrsch Cham$ Daph-ine genmnct/ zu Latein auch Chams jDaphne, vnd von etlichen Laureola, gewinnet Rütlin Elenbogens lang / vnd dieftl--bigcn sind! einfach / starck schmal/ glat. Seine Blatter dmLaurbcer Blattern ehnlich /jedoch viel glatter vnd grüner: Es bringt einen rohten rundm Samen / an den Blattern wachsende. Die Blatter zerstossen / vnd wie ein Pflaster vbergelegr Isanffkigen den Schmertzen deß Daupte/ vnnd lindern die Hitze deß Magens/ findkauch gut mit Wein gerruncken/widerdas Grimmen. Deraußgepreste SafftmitWeirr gekrunckenitreibkdenHarn/vnd dieMonzeit der Krawen : Deffelbigen gleichen thue er auch wenn man ein Woll Iapfflin darinnen netzet/ vnnd von vnden applicierk. WeiffeMeßwurtz/ Helleboms albus, Veretrumalbum. Cap. cxlv. Weiß Tiießwurß mit Braunrohten Blumen. WM 'X'tjfc)?leßwttl'tz / Griechisch Helleboms leucos, ju IdffHl Veratrum album X)XT\ lau3u,r / hatBlätter dcn>Eegrich / oder dem wilden Mangolk ehnlich / ohn daßbuilj-\3^-' sie kürtzer / schwartzer/ vnnd etwas rohtlecbt sindt. Sein Stengel ist hol/ spannen hoch Ivnnd wenn er trucken wirdt /so lösen sich ferne Rmdcn/damtter ombged/ngewescn iftl auff.Dicweisse Nießwurtz hat fast viel kleine schMaleMlnMn/vnndivacsHli alle außer-nan kleinen langechten Knöpjfim/wie die Awrbcln W arncln. Dre wer f)V Nießwurß wach st anffden hohen Bergen Ivnnd in rauhem Er durch / ferne WuryclN soll man un Sommer in der Jeu der Erndke samblen. Die beste vndcr den weiften Nießwurycin sindt weiß / leicht-lich zu zerbrechen Ivnd zu Pulueri sicrn Idarzu auch voll cin wenig stt iff v»d gefpannen spitz noch scharpff/ wie dic Bintzen lwelches wenn es zerbrochen wrrdt/PulUer von sich gibt/ vnd ein dünn/schmal/ innwendrg Marek hot/vnd soll auch am Geschmack/ wenn cs gckau-wet wirbt Init fast sehr brennen InochdcnSpeychelzu hefftig fördern oder herauß ziehen/ denn welche also ist/ pflegt gemeinlrch zu würgen. Die allerbeste Nießwurtz wächst in Ky-renen/ denn die in Galatia vnd Cappadocia istwersser puluerccht kräfftigcr vnd starcker zu würgen. Dieweisse Nießwurtz treibt verscheiden vnnd mancherlcp böse Feuchtigkeiten vber sich/durch einenVnwillcn vndErbrcchen. Die wcrsseNießwurtz wirdt vnderdie Artzncycn der Augen vermischt welche bcreyt wer-den Izu vertreiben alles / was die Augen vnnd das Gesicht verfinstert. Die Nrcßwurtzzum c"" Iäpjflin gemacht vnd applicicrt / zeucht vnd treibt die Monzert der Frawcn / tödetabcr auch die Frucht. Die Meßwurtz macht niesen/ tödtet/mit Honig vnnd Gc- stenmaltz verrmscht/ die Mause Iverzehrt das Fleisch Iwenn sic damit gesotten wirdt. Wenn man die Nrcßwurtz cinncmcn will lso gibt man diesclbige nüchtern / mit Sesamo oder der durchgeschlage- nen Brüh Ida geschkhlte Gersten inn gesotten ist/ oder mit gekochter Gricßbrüh/odcr Lm sen-brüh/ oder mit Mcth odcrHonigwafter/ odersonst etwair einem Gemäß oder Süplin. Man. vermischt die Nicßwurtz auch vnder das Brodtj vnd leßt sie darmit backen. Wie man aber die Leiber deren / die sich der^kicßwurtz gebrauchen wöllen/bercyten soll/auch wie man die Nießwurtz vorhin zu bercpten vNd zu machen/ vnd in welchem gewicht die einzugebcn sey/ha-bcn jhrcr viel weitlaufftig Iinsonderheit vnd mit flciß beschrieben / vnnd sonderlich Philoni-des Siculus Ennenfis, mit welchem wir cs auch halten. Dann den Weg vnnd weise die Gebrechen vnndKranckherten Isampt derselbigen Cur vnd Hcylung allhie zu beschreiben würde viel zu lang werden ldieweil wir rns fürgenommcn haben / die Artzncycn allein zu beschreiben. Etlichegebcn die weifte Nießwurtz mlt Brcylin oder mit gekochter Spcltzcn Grieß Ioder gebieten zuvor ein wenig zu essen lvnnd baldt darnach geben sie dieweisseMeß-wurtz/vnd sonderlich denen/da vor man sich förchten muß/daß sie würgen oder die schwach an dem Leibe sindt/denn also/vnd in der Gestalt eingenommen/ ist das purgieren davon ohne Gefahr Idenn die vorhin etwas gessen haben ldenen kompt das Medicammt nit allem uw „och auffden blossen Leib: Ein Japfflrn außdcrwcisscn Nicßwurtzgemacht/vnd mit Essig in den Hindern geschoben Ima cht vnnd erregt auch ein Erbrechen. Khristwurtz/ Helleboms niger. Veratrum nigrum. Cap. c/lvj. ChwartzeNießwurß oderChristwurtz / Griechisch Helleboms niger, zu Latein Veratrum nigrum,wird ben dcnGricchcn auch Melampodion genent/vnd dassel- hung. C>^vlge darumb / dieweil einer mit Namen Helampus, ein Geißhirt / zum ersten damit du dolle lvn sinnige Tochter Pr Lti purgictt/vndalsogeheyltvndgesundtgemachthat.Die Cbristwurtz bat grüne Blatter Iden Blattern deß Platani, welchen etliche Ahorn vermey-ncn zu sein/ chnlich/ welchejedoch kleiner/ mchrzerkerfft / schwartzcr/ ein wenig rauh vnnd scharpff anzugrerffen sindt/ wiedie Blatter der Mepstcrwurtz. Seine Stengel sindtauch rauh vnd scharpff/ seine Blumen weiß Iauff Purpurfarb geneigt traublechtan einander hängende. Sein Same/wclchcrin der InsclAnticyra8esamoideLgcncnnctwudt/istdcm Samcn/deß wilden Saffrans chnlrch/vnd wirdt von den Innwohnern gebraucht/ zurpur-gier/ seine Wurtzeln sindt schwartz/schmal/ zasselecht/ auß einem Knöpfflm wachsendt/ Ee Christwurtz. Aeafft Vermögen. Beschrtt- bung wie dir Würtzcln auß denn Awibeln / ist auch in der Artzncy im brauch. Sie Christwurtz wachset aufs den kleinen Bergen in rauhem Erdtrich. Die allerbeste wirbt auß solchen ort# ten gegraben/wie auß der Inscl Anticyra/denn in derselbigcn wachst die beste Christwurtz auß derselben soll man erwehlen/die dick vn voll ist ein gering Marek hat/ vnd am Geschmack scharpff vnd hitzig ist. Dergleichen zu wachsen auff dem Berge Helicone Parnasso vnd in Aetolia pflegt. Die schwartze Nießwurtz oder Christwur-tze hat eine Krafft/ damit sie purgiert / denn sie reiniget den Bauch vnd treibt die Gall vnnd diephlegmatische Feuchtigkeiten / allein vor sich öder mit Scammoniavltb mit einem halben oder gantzen Quintlin Saltz vber sich durch ein Erbrechen auß. Die Christwurtz wirdk auch gekocht mit Linsen vnd mit anderen Brühlin die zu purgieren eingenommen werden. Die Christwurtz istgut wide. die fallende sucht Melancholep Vnsimugkeit/ wider die Wehkhrtmb vnd Schmertzen der Gleichen vnnd die Lame. Die Christwurtzzrrm Aäpfflin gemacht / vnndvndergesteck't/Zc. 1 die Monzcit der Frawen/vnd tövtet d> e 'rux j Sie säubert die Fisteln wenn man s c dar steckt/ vnnd am dritten Tage widerumbherauß zeucht. Man schiebt sic auch rn die £>{ , i wider dao schwehrlich Gehör/zeucht sie aber nach zwcyw oder drepen Dagen widemi -w. n dannen Hera uß/Sie heylct dic Rauvevnnd Grindt Weyrauch/Wache/Bechevnnö Ceder öl vermischt Ivnd zur Salben gemacht Christwurtz allein mit Essig vermischt vnnd wie ein Pflaster vbergclegt/ vertreibtdie Aittermal / Flechten vnd Räude: DerEssrg/da-riiin Christwurtz gesotten hat/ fanfftiget den Schmertzen der Aan wenn man den Munde damit wascht. Die Christwurtz tairdt auch mit den auffctzenden Artzncyen vermischt/mit Gerstenmecl vndWeinZUmPflaster gemacht/vndvbergclegt/wider dieWassersuchkge-rumhf. Man pflanßt die Christwurtz neben den Wurtzeln der Weinreben damit gewinne der Weih lder auß solchen Reben wirdt gemacht / ein purgierende Krafft: Also werden auch die Hauser mit Christwurtz besprengt / dicsclbigen damüzu reinigen. Darumb die sie au ß-graben wollen lstehen vnd bitten den Äpolimem vnd vEfcuiapium, vnd meiden den Adler/ sintemal der Adler nik ohne Gefahrligkeit darzu fleugt/ dieweil eo/wenn er die außgrabung der Christwurtz anschauwet/ ein anzeigungist/ daß er sterben welcher das Kraut auß- grcbt: Man muß sie auch schnell außgraben denn sie beschwehrt das Haupt mit jhrcm Dampff/ darumbdemselbigen vorzukommen sollen diejenige so die Christwurtz außgraben wollen/ zuvor Knoblauch essen / vnd Wein trinckcn / den also können sic dicselbige sicher vnd ohne Schaden graben. Man nimpt auß der schwartzen Meßwurtz/wie auß derweissen/ das innerliche Marck. Scfamoidcsmägnuiti. kjtlvlsi As grossc Sefamoides Kraut Iwirdk auff Griechisch vnnd zu Latein Sefamoi-\ des magnum, vnnd in der ^)nscl Anticyra auch Helleboms gcnennet dieweil - Eman ee mit der weissen Meßwurtz vermischt wenn man dieselbige cinnemrn/ vnnd sich damit purgieren .will. Das grosse 8 elämoides Kraue ist der Rauten oder dem Crerrtz Kraut Sefamoides paruum. Wilde Cucumek kraut ehnlrch thak lange Blatter / Misse Blumen/ ein schmale vnvüchtigeWurzel: Sein Same ist bitter am Geschmack / sonsten dem Leindotter Satncn/Sefamo ehnlich derselbige hat ein Krasst/ daniir er purgiert/ darin er treibt Rrafft vnd die phlegmatische Feüchtigkelten zusampt der ':öttm03tl)' Gall/durch ein Erbrechen vnd Vnwillen oben auß Iwann man sein geflossen so orel nimpt/ als man zwischen dreyen Fingern fassen kan / mit fünffzehenGcrstenkörncr schwehr wcisserNicß-wurtz/vnd gibt sie mit Meth vnd Honigwasser zu trincken. Klein Sesamoideskraut/ Sefamoides paruum. Cap. cxlviij. I Lein Sesamoideskraut/ Griechisch vnd Beschrci-zu Latein Sefamoides paruum ge-hmntlhak Stengelin einer Spannen lang/seine Blatter sindt den Blattern deß Kra-enju ß ehnlich/jedoch kleiner/rauher vnd hariger/ vnd gewinnet am öberstenTheU der StengeltN Blumen Köpfflin Iwelche beynahe purpurfarb srndt/in dem Mittel aber werßlechk. Sein Same ist dem Leindotter Samen / Sefamo,chn< lich/roht vnd bitter lvnd hak eine schmale W«r-Hel. Der Same dieses Sefamoideskrauts/bey Rrafftvnd anderhalb Loch / oderein wenig mehr/mit Meth ^krmSgrn. oder Honigwasser getrunckm/ purgiert vnnd treibt die Gall vnd phlegmarrschc Feuchtigkeiten auß.Dersclbige mit Wasser vermischt vnd wie ein Pssasser vbergelegk/ vertreibt die Beulen vnd Geschwulst. Das klerne Sesamoideskraut wachstin rauhem Erdkrich. WtldeKukUMer/ Sicagrios,Cucu-misfyluefter. Cap. M. As Gewächs der wilden Cucumer/ Griechisch Sicys agrios,z«XattmCu- Pt,n3' CV^cumis fylueftns ,yimb anguinis Cu-^ cumis genennt/wirdk allein von den zamen Cu-eumem an der Frucht vnderscheiden/ welche viel kleiner ist/ dann die zame Cucümern/vnnd den langlechkenEychlen nit vnehnlich/hat aber blak-ter vnnd Rabiin wie die zame Cucumer/seine Wurßel ist groß vnd weiß vnnd wachst in sandigem Erdkrich/vnd auffden alten zerbrochenen Mawrsteinen Ivnndalles was daran ist/ist fast ^ Um. Der Safft auß seinen Blattern geprest / ist b”"6 guteingetropfft/ wider die Schmcrtzen der DH-Mi. Seme Wurtzel mit Gcrstengrieß oder Ee iiMaltz Maltzver mischt / vnd wie ein Pflaster vbergclegt /vertreibt alle alte B eulen vndGeschwuff. SiefelbigenWurtzer mikLerbenthm vermischt vnSvbergelegk / brechen Vic Gejcbwulstmf die Man zu Latem Panos nennet / auff. DieWurtzeln Essrg gcfotken/vnd darnach wie ein Pflaster vbcrgelegt Ivertreiben das Podagra. Die Brüh / darinnen die wilde Cucumer Wurtzeln gesotten haben Iist gut zu einem Clrstier gebraucht / wider die Wehthumb vnnd Schmerßen der Hüfft/wenn man die Brüh/ da diese Wurtzeln inn gesotten sindt/im Munde helt/ so sanfftigcksie dm Schmerlen der Zan. Die wilde CucumerWurtzcln gedörrt vnd klein zerflossen Ivertreiben die Aiktermal lFlechten vnnd Räude. Säuberen das Angesicht/ vertreiben desselbigen Flechten / vnd bringen die schwartze Wundtzcichen zu vatür-lichcn Farb. Der Safft auß den Wurtzeln geprcst / fünffzehcn Gcrstcrkörner schwcbr vnd dergleichen die Rinden der Wurtzeln bey vierthalb Quintlin genommen purgier« vnd treiben die Flegmatische Feuchtigkeiten vnd Gall durch den Stulgang auß vnd sonderlich in der Wassersucht: Denn sie purgier« ohn einigen Schaden deß Magens / aber wider die Wassersucht nimpkman ein halb Pfundt der Wurtzeln vermischt dieselbige vnder drey Pfundr Liebischen Wein Ivnd gibt alle Lage drep Becherlin/ so lange die Geschwulst nidcx geschlagen ist ldavon zu trincken. Von der Beratung deß Saffts der wilden Kümmern/ Llarerlum genannt. Cap. cl. ll: [Vß der Frucht der wilden Cucumeren wirdt ein Artzney / die man Griechisch vnnd Latein Elaterium nennet Iauffdicse weise gemacht: Man nimpk die zeitige wilde Cucumeren (die zeitigen aber soll man darbey erkennen daß sie wenn man sie anrührctk auffbreche«/ vnd der Same vnd Safft heraußspringen) lest sie ein Nachtvbcrakso stehm / cken zertheylen / mit beyden Händen gefast / vnd die Schneiden vber sich gehalten/den saffe durch das Sich ist das Geschirr Imit allem dem / so dick vnd fleischecht an dem Sieb hengt t in ein Geschirr durchpressen/damit es desto leichtlrcher hindurch darnach was noch darvon in dem Sieb ist zusammen Igeust frisch Wasser darüber presset cs widerumb durch/würfftwas nach dieserAußpressunge vberbleibt hinweg wenn es nun geschehen ist/jo geust man den au ßgepresten Safft mein bequem Becken/ mischt den wol durcheinander/ deckt das Becken/da der Safft jnnen ist/mit einem leinen Lüchtin zu / vnd stellet es an die Sonnen: Darnach wenn sich dee Safft gesenckt hat / geust man das Wasser mit sampk dem Schaume/dervberher schwiM!Nek/ab/wenn man das Wasser nun fleissig abgegossen. So soll man nemen den Safft der sich vnden gesenckt hat/nach dem er trucken vnnd härter worden ist/denselben in einem Morset stossen Küchlin oderAeltlin darauß machen/vnnd dieselbigezum gebrauch bewahren. Etliche / damit sic den Safft leichtlich vnnd schnell tru-cken machen/legen sie gesiebte Aeschen auff die Erden/ machen Nutten ein Grübltn darein/ Safft darein Iwenn er nun trucken worden ist/la ssen sic jhn stossen / zu Jeltlin formier« vnd wievorgemeldk verfahren. Etlichenemett an Statt deß süssen Wassers Meerwasser besprengen vnd waschen die wilde Cucumern damtf: Etliche gebrauchen sich eines Honigwas-scre/zuder letzkcn Waschuttg.DasallerbestcElaceriumistleicht/ glat/am Geschmackfast bitter/wenn es befeuchtet wirdt / fein weiß / vtuid leichtlich anzuzünden / wenn man cs au eüt Liecht helt. Welches aber grün ist trauhe / trüb anzusehen voller Eruen vnnd Aeschen/ fchwehr Iwirdt für vntüchtig gehalten : Es sindt etliche /die mischen Krafftmeel vnder diesen Safft/ damit er weiß vnnd glat darvon werde. Der wilden CuculncrcnSaffk / welchen man auch Elaterium nennet Iistvonzweyen Jahren biß in die zehen Jahren gut / damit zu purgieremEine vollkommene l)oli5 deß Elaterij ist ein halber Scrupel. Diegeringeste das vicrdte Lheil eines Scrupels. Den Kindern gibt man zwcycr Gerstenkörner fchwehr/ wenn m j Salbnnssc / Griechisch Balanos ; >^^^myrepfice,5u ^atem/Glans vnguen-C3^o taria gmennt/ sind fruchte eines baums dem Lamanftkm ehnlich der grösse einer Hafelnuß.Die jnnerlicheKerne dieser Msse ge-stosien Iwie die bitter Mandelkerne / geben ein Feuchtigkeit vnd feysien Safft dessen man sich gebraucht zu den köstlichen Salben an stakt deß öle. Sie Salbennüsse wachsen in Ethiopia Egypten/Arabia lvnd in einer Statt deß Jüdischen Landke/ Pecragmmnt Diebestevnder diesenMssen sindk die frische / volle vnnd weisse/ vnd davon die Rinde leichtlich abzunemen ist. Ser Salbnüsse leines Quintlins schwehr mitwasser/ darunder ein wenig Essig vermischt ist gckrunckcn/ mindert die Miln Salbnüsse mit Eruenmeel vnnd Sonigwasser vermischt/ sindk gut wider das Podagra/vertreiben/ wie ein Pflaster vbergelegt/in Essig gesolken/den grinde vnd Räude. Mit Mtcr dre Irttermal vnnd die schwache Wundkzeichen r Mit Brunne vermischt vnd angestrichen ldie Sprüteln/ die klei- ne Blatkerlin Idie Knöpfflin (die MaN zu Latem Yaros nennt) vndandere Mackeln/ vnnd Ge--brechen deß Angesichts lerregen ein Erbrechen/ treiben mit Meth oderHonigwassergetrUntken/ den Stulgang. Sindk dem Magen schadklich^. Sie Rinden her Salbnüsse haben ein grössere zusammen ziehende Krafft/was vberblcibt/nach dem außgepresten öl der Salbnüsse/ wirdk vnder dieArtzneyen vndSalben/die wider dasIuckeni Rüude/vnd Gnndt bereyt sindk/vermischk. JeitlosM? Narcissus» Cap. clvj. ^j Eitlosen/ Griechisch vnd zu Latein Nardf- BesOD A^lus vnd bey etlichen vnder den Griechen Bi- tm3‘ (Drium genennek/ wie die Lilien / hat Blatter dem Lauch ehnlich / welche jedoch viel dünner / kleiner vnnd schmaler sindk. Sein Sten-! gel hol lohne Blatter/ mehr dann Spannen ! hoch I mit einer weisscn Blumen welche werrdig Saffran Farb ist. Es sindk auch etliche mit Purpurfarben Blumen. SeineWur-. Hel ist inwendig weiß/rundt/ zwiblecht/ fein same fchwartz / lang / wie in einem Blaßlin verschloss sin? 356 reäLcUOioLonäij Viertes Buch/ ZM-sm. ~ ' ZrttloM I { fen. Dek allerbeste Narciflus wachst auff den hohen Bergen / vnd hak einen lieblichen Geruch. Die andere flndt wie die Lauch formiert / vnd haben einen Geruch wie das Graß. Rmfftv»d Seine Wurtzel geffen oder getmncken /mäHen einen Vnwillen vnd erbrechen. Diesel- Vermögt«, bige gestoßen Ivnd mit ein wenig HoW vermifcht heylen den Brandt. Die Wurtzeln wie ein Pflaster vbergelegk Iheylenvnd hPen die durchgefchnittene Neruen oder.Sennadem zusammen. Dieselbige zerstosscn / mit Honig vermischt ist gut wie ein Pflaster vbergelegk/ widerdie verrückung der Knoden / vnden bcy den Küsten/vnnd wider die alte langwehrente Wehthumb vnnd Gchmertzen der Gleichen. DieWurtzeln Mit Nestelnsamen vnnd Essig vermischt lverkreibendie Jittermal / die Massen vnd andere Gebrechen der Haut vnnd deß Angesichts. DieWurtzclnmit EruenmeelvnndHonigvcrmischt sauberen die faule Ge-schwer /vnd brechen die Äpostemen Idie nik lcichklich zeitiget! / vnnd Ziehen auff: Mit Meel Beschrti« bung. auß dem Leibe herauß. Weberkraut/ Hippophaes. Anp. clvls. »EberkraukGriechtschvndzu Latein Hippophaes genennct/ damit die Weber das Staude / mitvielen Iwepgen allenthalben fest gedrungen blatterechr. Seine Blatter sindt den Delbaum Blättern ehnlich / jedoch langer vnd weicher l vnd zwischen den Blattern hat es weisse / harke/eckechteDörncr / in einer gewissen weite von einander. Seine Blumen wachsen traublechtan einander hangendk den Ephew Beerlin ehnlich /sindt aber klein vnnd weich / weiß zum Theil rohtlecht / es hat ein dicke weiche Wuryel / vollweisses Saffts Iwie Milch / vnd ist bitter am Geschmack. Auß den Wurtzeln dieses Krauts samlek man eineu Saffr / wie auß den Wurtzeln deß Kraute Tapfi$, welcher allem vor sich / oder Rmfftvnd Der Safft/ welcher lauter ist Iallein vor sichgetrncknet vnd bewahrt/treibt die Flegmati- Vermögt«, schc Fkuchtigkerten Idie Gall vnd das Wasser durch den StUlgang/emkö halben Serupels fchwehr/ WwHt': deß aber / welcher mit dem Eruenmeel vermtfchk worden tfi / Den Scrupel mit Mcth oder Honigwasser. Dicftr Staud fampt femm Wuchcln / wrrdr auch gcteücknetl zu reinem PulUer gestosscn / vnd davon eingegebrn mit einem Becher Meth oder Honig-wafscr. Es wirdk auch ein Safft auß feinen ^blättern vnd Wurtzetn / wieaüß der Thä|)E4 geprcst l deffelbigen gibt Man zü purgietn eines Quimlm fchwchrein» 'Hippoph^ftum. Agj). /^^AsKrauk IGriechisch vnd zu fettem Hippoph aeftum, tdfrbt von etlichen Hippö->i^j|phaes genennet / wachst in eben densclbigen Drktm / da der Staudt Hippophacs, “"a" {3^ö vnnd rst auch ein Geschlecht der Feldtdistel i ein nidrigkraut / kraucht auff der Erden/ohne Stengel vnd Blumen/ mit kleinen Blättern / vnd hat dörNechtc köpflin. Seine Wurtzellsi dick/weich. MaN prcftdenSaffkauß seinen Würtzeln vnd Blattern vnnd kopflm/vnnd macht den sclbigen trucken. Dieses Saffrs ein halb DttiNklitt schwehr I mit Mcth oder Honigwajser getmncken ltreibt die phicMatischc Feuchtigkeiten vnddas Wa sser durch den Skulgang au ß. Solche purgakion ift den jcnigen sonderlich gut/ die einen kurtzeü A.thcm haben ivnnd nicht athemen mögen denn auffgericht vertreibt die fallende Sucht? vnd heylt die Gebrechen der^eruen oder Scnnadcrn. WunderbtlUM/ Croton, Ricinus. Eap. clix. ck^^'Vnderbaum Griechisch 'Cid oder BeschÄ» rtvjhX Croton, zu Latein Ricinus gmennt/6unä' vK^^wclchen Namen er bey den Griechen vnnd Lateinischen daher vberkömmen hat? dieweil sein SaMe den Zecken ehnlich ist die man Griechisch Cfotbh/tmb ZU Latein Rici-hum nennt / wachst in der gröste emes klemm Feigenbaums / vnnd hat Blatter den Blattern deß Pktani ehnlich / welche jedoch grösser/ glatter vnd fchwartzer sindk. Safte Aest vndstamm findt hol/wie b-36 Rietrohr.Sein SaMe wächst in rauhen scharpffen trauben / welche so ihnen die eusserste Rinden abgezogen ist ein Gestalt hat Iwie die JeckemAuß dem SaMen prest man ein öl welches man zu Latein Ritininum 01s-üitnnmNf* Dieses öls gebraucht man sich nik in der speise/ sonder allein zu den Pflastern vnd in den Am- VermS-«,. pellt zu brennen. Dieses Samens dreissig kör-ner gereinigt / geflossen vnd eingctruncken I treiben die phlegmatische Feuchtigkeiten die Gall? vnnd das Wasser vnder sich durch den Stul-gattg auß vnd erregen zu gleich auch ein erbrechen vnd Vttwillett. Solche purgakion aber ist fast vnlieblich / vnd dem Magen vberauß vber-lastig vnd beschwehrlich. Derselbige Sarn klein zerstoffenvnd wie ein Pflaster vbergelegt/vertreibt die kleine knöpffle deß Angesicht (die matt zu Latein varos nenk) zu samptdesselbigen Massen vnd SprütelN. Darzu auch seineBlat-terzcrstossen/mit Gerstenmalß vermischt/ vnd wie ein Pflastervbergelegt /vertreibt die hißi^ ge Geschwulst der Augett 1 eben dieselbige Blatter allem vor sich oder Mit Essig vermischt? vnd wieein Pflaster vbergelegt/ sindt gut wider die hitzige Gesihwulst derFrawen Brüst? nach der Geburt/vnnd rcukm die Ztose oder RohMUffauß Geschlecht WolfföMilchWeiblitt> WoUs» mil* Mäimlins. Beschrri« biing. Nrass« tob VrmSgm TithymaloSjHer-baLa£taria. Cap. ((jr. Et'Wolffemllch/ Griechisch Titlay-Imalos) zu Latein Tithymalus vnnd • Herba Ladana genant / iststcbcner§ ley Geschlecht. Damnder nennet man das erste Geschlecht Wolffömitch Mannlin/wirde auff Griechisch Characias, zu Latein Vallaris. Das ist/ zuteutschIaun Woiffsmüch genent loder von wegen seiner Zippen die es am obersten Thcil seiner Stengel wie die bin-tzen kregt/ bey den Griechen Cometes, oder von wegen der Gestalt seiner Blatter/ welche dm Mandelbaum Blattern chnlich sindk Amygdaloidos. Das ander Geschlecht/ nent man Wolffsmilch Weiblin/ Griechisch Mir-tites vnd MirfinkeSjOder Cary tes.Das dritte IMeerwolffömrlch / Griechisch Paralius vnnd T ithymalida,zu Latein Laduca Marina. Das vierdt / Sonnenwenden Wolffsmilch/ Griechisch Heliofcopius, zu Latein Solifequus. Dasfünffte/ Cypreffen Wolffsmilch / Griechisch Cypariftias. Das sechste/ grosse Wolffsmilch / Griechisch Dendroi-des.Das sicbendk / breyk geblätterte Wolffö-milch/Griechisch P1atypbillo§,zu Latein Latifolius. Die Wolffsmilch Mannlin Griechisch Characias,z« Latein Vallaris gcnennk / ge-wint rohe Stengel / höher denn ein Elenbogen lang IdieselbigesindtvollweissesSaffts/wel-cher fast scharpff ist: Seine Blatter so vmb die astlin wachsendt/ finde denn ötbaum Blättern chnlich Ijedoch langer vnnd schmaler/seine Wurtzeln dick / holtzcchk / hat am öbersten Lheil der Stengel Zippen wie die Bin W darunder wachsen holen wie kleine Becklin/ in welchem sein Same behalten wirdk. Dieses Geschlecht wachst in rauhemErdtrich/vnd auffden hohen Bergen. Sein weisser Saffkhak ein Kraffe/ damit er die phlegmatische Feuchtigkeiten zu sampr der Galt durch den Stulgang vnderfich treibt/ vnnd purgiert / wenn man dieselbige eines Scrupels schwehr mit Wasser / darinnen ein »venig Essig vermischet trinckk. Aerselbige Saffe Wolffsmilch Wechlm. MckWolffsmilch» Safft mit Mech pber Honigwasser gctrun-cken Ierregt ein Vnwillen vnd erbrechen. Dre-ser wersserSafft wirbt rmHerbst in der Jen der Weinlcsung gesamlet.Man nimpt das Krank anGebündtlm/verwundet seine astlin lest die-selbige auffschneiden Ivnd damit der Safft desto lerchtlreher aüßfliessen möge / vnderjlchm ein bequemGeschir: vndGefaß biegen. Etliche vermischen Eruenmeel zu diesem Safft / vnd machen Küchlmdarauß indergröffederEr-uen. Etliche nemen truckne Feigen / vnd lassen in ein jede drey oder vier Tropffcn dieses nnfch-weissen Saffts fallen ldarmit trucken werden/ vnnd zum Gebrauch bewahren. Dieser toafft wirdt auch allein vor sich in einem Mörsel geneben Ikleine Küchlmdarauß gemacht/vnnd bewahrt. Aber wenn man diesen weissen Safft außziehen will / so soll der /welcher denselbigen samlen/mit demWinde/nicht gegen den Wind stehen/die Augen mit den Händen nicht anrhü-ren ivnd ehe er zu samlen anfängt den Leib mit Schmalir oder öl Imit ein wenig Wein darunder vermischt/schmiren/vnd sonderlich dasAn-gesicht/ dm Haff vnd die Schame.Der weisse Safft macht auch den Halß vnnd Schlunde rauh vnd scharpff/ derhalben wenn man Pilu-len davon einschlineken will / so soll man diese!-bigevörhin MiteinwenigWachß ödergesotten Honig anstreichen / vnnd also einzuschlincken geben / zwo oder drey Fepgen sindt auch genug eingenommen ldamit zu purgieren. Dieser weisse Safft lwenn er noch frisch ist/mit Del vermischt Ämd an der Sonnen angestrichen/ zeucht die Haar auß/ vnd dieselbige die darnach widerumb außwachsen / werden davon gelb vnd schmal. Aber zum letzten vertreibt er sie all. Dieser Safft in die holcIän gethan sänfffi-get den Schmertzm der Jän. Man muß aber darnach die Jän mitWachß zuklerben damit der Safft nicht herau ß falle / vnnd die Junge/ den Schlundt vnd Haff beschädige. Dieser Safft angestrichen/vertreibk atterleyWartzen/ die Augekräen oder Leichdorn / die harte Knö-pfflin vnnd Warßen deß Hindern Condylomata Griechisch genennt/ vnnd die Flechten. Ist auch gut wider die Starfel der Augen wider die Carfunckel Geschwer die Faule Ge-fchwer die immer tieffer vnnd weiter vmb sich fressen (Phagedwnäs) den kalten Brannde ( Gangnmas) vnd die Fisteln. Sein Same wirdt im Herbst abgebrochen in der Sonnen getrücknet Idarnach sänfftiglich gestossen / sauber gemacht vnnd bewahret. Seine Bläk- §f rj m Sonnen Wenden Wolffsmilch. srnm* MilchwtiM ; Cppttjsen Wolffsmilch» MAttWolss« mil* <3oF von etlichen auch Mecon,jK Latein Laftuca Marina gmmtlt / wachst bey dem Meer Ivnd hak füriss oder sechs lohtlechte astlin'/ Spannen hoch / zu gleich auß einer wurtzeln wachsen/mit kleinen/schma-ien/ianglechten Blattern/den Lein oder Flachs Blattern ehnlich Inacheinander in der-Ordk-nung gesetzt Ivnnd hat am obersten Lheil der Stengel runde knöpfflin vnnd darinn seinen Samen in der grösse der Eruen / welcher man-cherley an der Farbe ist seine Blumen sindt weiß. Dieses gantze Kraut sampk seinen Wurtzeln ist voll Milchweiffes Sassts / hak ein gleichmaffige Krasst vnnd Gebrauch wie die'vorige / vnnd wirdk auch also bewahret vnd behalten. Sonnen wenden Wolsssmilch/ Griechisch Hcliofcopius genennk das ist zu Latein Solifequuschat Blatter dem Burtzel Kraut ehnlich Iaußgenommen/daß sie dünner vnnd runder kunder sindk/vnd gcwmrrk vier oder fünffAweiglin/Spannm hoch zu gleich auß der Wur-Zelwachsend/dieselbigeIweigrin sindt schmal/rochlecht/ vnd voll weisses Saffts vrmd haben Krörilm wie der Drll/mic Köpfflin darauff/darinnen fein Same wie in runden Hülß-lin verschlossen wirdt.Dicseo Kraut hak seinen Namen daher vberkommen dieweil sich seine Ai. _ . , . , ^ Ä............................. vnd neben den Statten vnd Flecken.Man sammlet hieraus einen Saffk vnnd Samen wie nuß den ändern Geschlechren der Wolffemilchr Änno hak mit denselbigen auch einerley Krafft vnd Wirckung//cdoch etwas geringer. Cypressen Wolsssm-lch/Gricchrsch vnnd zu Latein Cypanffus genennt/ gewinnt einen Lyprtss,^ rothlcchten Stengel/Spannen lang oder langer / auß welchen Blatter wachsenden Ficht- WoM, dannen Blattern chttlich/außgenoMmen daß sie weicher vnd schmäler sind. Diß Geschlechtm^* der Wolffsmilch ist den anfangendett Fichtdannen gantzehnlich / daher esseinen Namen vberkommen hat/ist aüchvollweiffes Saffts/wie Milch / mit den vorigen auch einerley Kraffk vndWirckung. Groß Wolffsmilch. Breyt geblatterre Wolffsmilch« Das grosseWolffsmLlchkrauk/Griechisch l'ir^MÄluMenäroiäe;, zu Latein b^er-Grosss ba ladario. arborefccns gcncnnt/irächstauffden Felsen / vnnd hak am oberstenTheilviel blatterechteZippen Ivoll weisses Saffts/ seine astlinsindtroht/ vmbwelche Blatter/deß Myrti Blattern chnlich/herauß wachsen. Sein Same ist dem Samen deß ersten Ge-ftsssechts der Zaun Wolffsmilch/Griechisch <^baracia5 genennt/gleich/hak mitden ändern vnd verwahret. Breyk gd'latfeileWolffsmilch/GrtVchssch Tithymalus3PlatyphyIIos,ztriam'n Her- Bttytgtt ba ladaria lavifoliagaimnt/tst demWullkraut ehnlrch.SeineWuryeltt/ Safftvnd blat- Woiffa. ter purgirenvnd treiben dasWasserdurch den Stulgangauß.DiesesKraukgestossen vnd M«ch. ins Wasser geworffen/tödkek die Fisch. Welches dann die vorbeschriebenc Geschlecht der Wolffsmilch auch vermögen. Ff 3 Pityufa* Beschrch buyg. ZStfätth bung. 542 Pedacii diofcoridis SiCtCC^ 35UC^ / Pityufa. Picyufa. I. Pityufa. Kap. kmur Griechisch vnd zu Latem Pityufa genent/ wirdtauch vndet das geschlechk der Wolffemilch krauter gerechnet / denn es ist allcin in der Gestalt etwas von der Cypressen Wolffemilch Kraut vnderscheiden bckompt einen Stengel Elenbogens lang/vnd langer/mit vielen Gleychcn zertheilt/ welcher mtt spitzigen dünnen Blatlm vmbge-den wirdt/den Fichtdannen Blattern ehnlich. Es hat kleine Blürnlin welche bey nahe Pur--purfarb sindt> Sem Same ist breyk / dem Linsensamen ehnttch sein Wurtzeldick/weiß/ voll weiffes Saffts. Dieses kraut wirdk auch an ctlichmDrtten wie ein groiftr Staus erfunden. Seme Wurtzel/ Same/Safft vnd Blatter Ipurgieren vnnd treiben durch den Srulgang r DerWurtzelzwey-QuintlinmitHonigwassergetrunckm : Dcß Samens einDumtlin/ vnd deß Safftsein halbQüintlin/welchen man vnder Meelvermischt vnnd rundePilulen darauß formiert/dieman einzuschlincken gibk.DieBlatter aber gemeldtetQurntlin drey. Sprmgwurtz/ Gplrtkmnt/ Lathyris: Cap. etxij. Plitkraut vnd Springkörner/Griechisch vnd zu Latein Lathyris,wirbt auch von cts d^richen Tithymalus, das ist Izu Zeutsch Wolffsmilch kraut genennt denn es wirdk auch vnder die Jal der Wolffsmilchkräuter gerechnet. Das Splitkraut bringt einen lcdrgcnStengel/Fingers dick/Elcnbogens hoch/auß welchem am öberstenZheil viel Aweig-lin/wic auß Flügel oder Achsel holen herauß wachsen. Die Blatter welcheauß den Stengeln wachsen/sindt langiecht/denMandelbaum Blattern chnlich/jedoch breptcrvnd glatter/ welche a ber auß den obersten Iweiglin wachsen sindt kleiner/ vnnd haben ein Gestalt wie die Witter derDsterlucey/oder die langechte blattcr deß Ephew.Iu aller oberst auffden Iweiglin regt es seinen Sa men lwelchen« öreyfachen/runden Hülsenden Capcrn ehnlich behalten virdt/also daß ein jedes Körnlin von den ander« müden durchlauffenden Hülsm Schalen geschey- Springwurß/Splttkrauk. Runde Wolffsmüch. gefcheyden ist. Diefelbigen Kömer sindtrundt/ größer denn die Emen/ vnd wenn jhnen die rin-^ den oder Schalen abgezogen werden/ so fmbt sie weiß Ivnnd am Geschmack süß. Seine Wur^ Heln sindk schmal vnnd vndüchlig. Das gantze Kraut ist voll weißes Saffts wie die Wolffs-milch Krauter. Der Springkörner sieben oder Bmfft t>ntib acht eingeschlungen Ioder mit Feigen oder Dar- Vmni^vj. ' Cammonei/ Griechisch vnndzu Latein Scammonia genennk / bringt auß eintk VMM kLÜuchel viel fcyste Aest Idreyer Elen hoch / welche auch etwas dick sindt / ein wenig bm& rauh/Hang/ seine Matter sindt auch rauh Iharig den Blattern der Jaunglocken oder Ephew Blattern chnlich / jedoch weicher lvnnd dreyeckecht. Seine Blumen weiß/ rundt /hole / wiedieNahkörblin dievnden stutz schmal sindt / oben weiter/ eines schwrhren Geruchs. Seine Wurtzel ist lang Idick wie ein Arm weiß eines schwehren Geruchs/ vnnd voller Safft. Sein Safft wirdt auffdiese weise gesamler/man schneidet den Kopffder Soebtöiti Wurtzeln oben ab / holet sie mit einem Meffer- rundt auß in der Gestalt eines Gewelbs /b<^ fo stetist der Safft in das außgehölte zusammen Iwelcher darnach außgeschöpfft vnnd in einander Geschirr empfangen wirdt. Etliche machen Gruben wie ein Gewelb m die Erden/ schneiden die Wurtzeln auff /legen walschcr Nußbaum Blätter darunder darauff sieden Safft empfangen / vnnd samlen denftlbigen wenn ertrucken worden steifst,g ein. Ser allerbeste Seammonei loder Safft (denn diesen Safft nennet man auch mit dem Namen seines Krauts) ist leicht Idünn Ischwammig / klar/ gläntzendt/an der Farb demDchsm-leim ehnlich/ wie der ist/ welchen man auß Mysia / der Landtschafft AsiT bringt. Man muß auch nit allein darauff ein auffsehen haben/daß die Seammoney/wenn man sie mir der Jungen anrühret vnnd befeuchtet Iweiß wirdt idenn das Geschieht auch bey den ändern / so dem weißen Safft der Wolffsmilch krautern gefalschct ist / sonder viel mehr auff die Jeichen die jetzt vermeldet sindt / auch daß sie tut brenncndt auffder Jungen sch / welches ein Jeichen ist/daß der Wolffsmilch krauter Safft darunder vermmrfcht sch. Die Syrische vnnd Indianische Gcammonei istdie aller vntüchtigste / Om« sie ist fchwehr/fest/mit Eruenmeel vnd Wolffsmilch gefälscht. , v-cmsg-n. gctrun-' gckmnckcri Ipurgier en vnd treiben die phlegmatische Feuchtigkeitvnd Gallen durch den stul--gang auß.Denn Stulgang aber Zu trerben ist es genug ern Scrupel davon mit Sesam Samen oder sonst einem ändern Samlin eingenommen. Krafftiger Zu purgieren gibt man ein halb Qumtlin dieses Saffts/ mit einem Scrupel Chrrsiwurtz vnd einem Quinilin Aloe. Man macht auch treibende vnd purgiermdtSaltz auß AwanßigQuintlm S cammonei vn-der neun oder Zehen Loht Saltz vermischt / vnd dieses Saffts gibt man wenig oder viel nach den krafften eines jeden lder es einnemen soll. Die gröste Dofis anderhalb Quinklin/die mittelste cinDuintlin/die geringste ein halb Duinklin.Der Wurßel ein oder Zwey Quintlin mit dem/ das vor angeZeygk ist lgetruncken ltreibt vnd purgiert auch. Etliche trincken die Brüh/ darinnen dieWurtzeln gesotten haben. DieselbigeWurtzel in Essig gesotten Zerstossen vnd mit Gerstenmeel vermischt / ist gut wie ein Pflaster vbergelegt/ wrder die Schmertzen vnnd Wehthumb der Hüfft. Ein WollZäpfflin in S cammonei safft genetzt vnd vndergcschoben tödtek die Frucht. Mit Donig oderol vermischt vnd angestrichen vertreibt es die Beulen/ge-fchwulstvndgeschwer/die man Zu Latein Panos nent. Dieselbige auch mitefliggesotten vnd angestrichcn/vertreibt die Raude.Ist auch gut mir Rosenöl vnd Eflig vermischt/dasHaupk Damit befeuchtet vnd besprengt/wider die alte desselbigen langwürige Schmertzen. Chamelaca ^ Oleaftellum* ^Cap. clpvij. Beschttk. v ' " . x ^EtlandL(wie etliche vermeinen)Griechisch Chamelea^u -latdtl 01eago,vtlt> Olea-ftellum genenk /ist ein Gestünde voller üst-lm/ Spannen hoch/seineBlütter sindk denDel-büum Blattern ehnlich/ jedoch dünner / bitter/ bciffendt vnnd brennendt auffder Zungen verwunden den Halß vndSchlundt.Seine Blatter purgieren vnnd treiben die phlegmatische Feuchtigkeiten vnd Gallen durch den stulgang auß. DarZu nimpt man ein Lheil dieser Blat-ter/Zwey Eheil Wermut/vnd macht mitMerh oder Honigwafler Piiulen darauß/vnd gibt sie zu schlincken ein.Diese pilulen schmeltzen nik Magen/ denn als viel man deren eingenommen hat so viel gehen auch durch den Stulgang widerumb hinweg.DieftBlatterZerstosseumik Honig vemrrscht vnnd vbergelegt/ sauberen die faule Geschwer/vnd die ein Crust haben/wie die Gebranden Schüdem IeflcrhM/ Thymeka. Cap. clxvry. Er Kellerhalß staude/ Griechisch vnd d M Latein Thym.elcea genennt/ ist der O^v^davoN der Kcllerhalß Coccum oder Granum gnicliurn,welcher sein Same ist/ gefamlet wirdk.DieSyrier nennen^xolinurn, etliche auch Linon, dieweil dieser Staude von Artdem Zamen Flachs oder Lein cbn lichtst. Der Kellerhatß Staude bringt tnd schmale / hübsche Rühtlin dreper Schu Hoch. Seine Blätter sindr dem jetzt Beschriebenen Kraut Chamelzea, welches auch etliche Zu Deutsch Zeilandtnennen/ ehnlich/ jedoch schmaler vnd feyster/ vnnd wenn man sie kauwet/so sindk sie Schleimig wie Gummi Ivnnd hatweiffeBlumen. Sein Sameistrundtwie dicKör-ner des? Myrti Iwelcher im anfang grün ist / vnnd darnach ein rohte Farb bekompr/die Rinde oder Schale ist hark / damit der samevmbgeben ist /vnd außwendig schwartz/inwendig weiß. Dresek Nrafft v«»d VermSgr«. Beschrri. bmg. KeÜerhalß. Drescr Same oder Frücht treibt vrrd purgiert E,' voller Aweygen Imit schmalen asilln vnd kleinen Blattern / vollweycherleichter blu-men Ihat ein schmale Wurtzcln den Magolk Wurtzeln ehnlich/eines scharpffcnivaffts gantz voll. Sein Same hat ein Gestalt wie das Epi-thymum, vtttidwachsttttdm Landernbeydem Meer gelegen/vnd sonderlich viel in Libia vnd an ändern orkken mehr. Sein samcn in dem gewicht Vmnög«, wie bey dem Epithymo gemeldk / mir Essig vnd Saltz eingenommen lpurgiert vnnd treibt durch den Stulgang auß die schwartze Gall/ verwundet aber doch die Aarm. Steinbrech/ Empetron. Cap. clxxv. ' Leinbrech IGriechisch vnnd Zu Latein 2^" kEmpetron, vnnd von etlichen bey den Griechen Phacoides gencnnt / dieweil es den Linsen ehnlich ist lwachst an den Bergen vnnd neben dem Meer Ivnd istgesalßen am Geschmack : Aber je weiter es vom Meer auffdem Lande wachst / je bitterer es zu fein pflegt. Mit c«. Brüh oder Honigwasser getrunckcn purgiertes die Gall ldie phlematische Feuchtigkeiten zu sampt dem Wasser. Waldtrcbm/ Ampelos agria, vitis Sylueftris. Cap. clzyvj. ^3Aldi oderWildercben/Griechisch Am-V Cpelos agria, zu Latein Vltis Sylueftris genemu/ gewinnen lange Aweige vnnd Rebschösse Iwie die Weinreben / vnnd dieselbige sindtholtzecht /rauhe/ scharpss/ mitauffgertsse-nen rißigcn Rinden. Seine Blatter flndt den Nachtschatten Blattern chnlich / jedoch langer vnnd breyker. Seine Blumen wie Mosechtig Daar gestalt. Sein Frucht den kleinen Lrau-ben ehnlich / welche lwenn sie zeitig wirdt ein roh^ te Farb bckompt ldie Körner haben ein runde ge-statt. _ _ u W Seine Wuryeln in Wasser gesotten vnd mit zwcy Becherlin Wein ider mit Mcerwasscr vn-dermischct ist/ gctruncken/treibt vnd purgiert das Wasser/vnndwirdt derowegcn gcnomen wider die Wassersucht gerühmk.Seine körner säubern das Angesicht/ vnd vertreiben alle mackeln. Seine newc erstaußgcwachscneIwciglin werden mit Saltz eingemacht Ivnd also zu der Speise behalten vnd bewahret. G g i, Wcisse Beschrei- bung- Arafftvnd Vermöge«. WkEeStickwurtz/ Bryonia, Vitis alba. Cap. clyvlj. y^x3e Weisse Stickwmß oder weiffe >^^DHundtökmbs Griechisch Bryonia, zu Latem Vitis alba genenl / hak Zweige /Rebschöffe/Blatter vnd Jincken den Weinreben ehnlich welche jedoch rauhe vnd hariger slndk. Hundtekürbs hclt sich an die nächsten Stauden welche sie mit ihren Aincken vmb-fangt/ bringt ein traublechte rohkc Frucht k damit man das Haar auß den Fellen oder Häuten zeucht. Die frische newe zarten Aweigiin der Stickwurtz gekocht vnd gestcn/ treiben den ham vnd Stulgang. Seine Blätter Frucht vnd Wurtzeln sindk scharpffam Geschmack/ vnd derhalben gut wider die Geschwer die weiter vnder vnd vmb sichher das Gesundrc Fleisch verzehren vnd fäulen die man Griechisch Pfaa-gedxnas nent/ wider den kalken Brandt ( Gangrenas ) vnnd wider die faule Geschwer der evchienbein mit Saltz vermischt vnd wie ei» Pflaster vbergelegk. Seine Wurtzeln saubemr den Leib vertreiben die Runtzlen/ vnd machm die Haut glat.Dreftlbige Wurtzeln mikEruen-meel/Fenugreck / vnd mit Cleistier Erden oder Kreiden vermischt vnd angestrichen/vertreiben die Sprütcln Mackeln / Massen vnd die kleine Knöpfflin deß Angesichts / die man varos nennet lvnd sauberen die schwache Wundkzeichen. Wider dmselbkgen Gebrechen sindtdre Wurtzeln auch gut iwenn man sie in öl kocht / biß sie weich werden. Sic vertreiben die Blut-mässige zcychemvnd wehren der Geschwulst der Finger / Griechisch P cerygia genennt/auch den Geschwern der Frnger die man zu Latein Rodunias nennet. Die Wurtzeln mit Wein vermischt/vnd wie ein Pflaster vbergclegt / vertreiben die hitzige Geschwulst / brechend« Apostemm auff/ vnd ziehen die gebrochene Beyne herauf/ werden auch vnder die Artzneym/ Salben oder Pflaster/die das Fleisch verzehren / vermischt vnd wider die fallende Suche gebraucht / wenn man derselben eines Quintlin schwehr alle Lag durch das gantze Jahr den Bresthafften zu krincken gibt. Sindt cingegcben den jenigen die vom Schlag gcrührck worden sindt/vnd den Schwindel haben Isehr bequem. Man krinckt dieser Wurtzeln nütz- lich zweyer O-uintlin schwehr wider derNader B issz. Sie tödten die Frucht in Mutter LeL/ vnd bewegen etwan auch dieVernunfft. DieseWurtzeln zum Aapfflin gemacht/vnd in die Schameder Frawen gelegt/zeucht die Geburt vnd dasBürtlin/welches man auch die ander Geburt nennet/ herauf. Dicselbige gctruncken treiben den Harn. Drese Wurtzeln zerstossm mit Honig vermischt vnd Latwergen darauf gemacht / sindt gut cingenomcn wider den kur-tzen Athem/ wider das Keichen lwider den Husten/Wehthumb vnd Schmertzen der Bruch/»nt» den Krampff/ mindern/ eines halben L^uintlin schwehr mit Essig vermischt/ dreiffig Lag nach einander gctruncken tdievbcrgrossc miltz/ sindt gut wider die geschwollene miltz Imitfeigm vermischt vnd wie ein Pflaster vbergclegk.Diese wurtzel säuberen vn reinigen die Becrmutter Iwenn sich die Frawen in die Brüh setzen/da die Wurtzeln tim gesotten sindt/ die schwängern sollen sich darfür Hütten/ denn sie machen auch ein Mißgeburt. Im Lentzm prest man einen Saffk auß den Wurtzeln Iwelcher mit Mcth oder Honigwaffer getrunckcn/ die WaldtfamMännlin. die phlegmatische Feuchtigkeiten durch den 1 Stulgang treibk.Sem Same ist gut angcstri--chen Iauch wie ein Pflaster vbergelegt wider die Räude vnnd Grmdk / vnnd mehret mit der Brüh/da Weytzen Mn gesotten ist getmncken die Milch. SchwarHe Stickwurtz/ Bryonia nigra, Vitis nigra. Cap. kl^viif. Je schwarße Skickwurß/oder schwär qstf^r* meHundtökürbö/ ©rnchischAmpe- bung. ilosmelazna, vndvon etlichen Liyo-nia nigra, zu Latein Vitis nigra genennk/hak Blatter den Ephew Blattern ehnlich / außge-nommen das sie grösser sindt den Blättern der Winden fast gleich. Seine Stengel sindt auch den Stengeln derWinden fast ehnlich / gewinnen auch Zincken Idamit sie sich an die nächste Baum halten vnd auffziehen. Seine Frucht wächst traublecht zusammm welche grün ist/ vnnd in der zeikigung ein schwarße Farb be-kompt. Seine Wurßeln finde außwendig fchwartz ljnnwendig wie der Buchaum ge-färbee. Seine funge frische Zweiglin/wenn sie new Z'-sst v»» lich herfür kommen / kocht man auch vnd ge- 3 lichm Erden lso sampt vnd sonders zu dm Artzneyen trerden^ebrauchk. Vorrede. N den vier vorigen Büchern / mein aller gelieökester Qlrett haben wir beschrieben das wolriechende Gcwürtz allerley Salben Baume / der Baumefrücht /Gummi vnd fasst / so tropffen weiß darauß Dessen. Desselben gleichen von dem Kornfrriehren / vnnd allen Kochkrautern. Darzu auch von allen Wurycln/ Krautcrn/vnd jhreM Saffkvnd Samen. In diesem Buch aber / welches in der Drdnung das fünsst ist wöllen wir beschreiben von allerley Wein / vnd den Artznex eri/ welche auß der Erden her entspringen vnd Hey den Griechen Metallica hassen / vnd von den Weinreben vn fern Anfang machen. Wcmrebe/ Ampelos Oenoplioros> Vitis vinifera. Eap. s. Je Weinreb / wirbt auff Griechisch I Ampelos Oenophoros , vNdZU^a-»kein Vatis vinifera genennet.DieBlak- ÄMfP w rer vnd Amckcn der Weinreben zerstossen vnd VnmöM-wie ein Pflaster vbergelegk / sanffugen die Weh-thumb deß Haupts. Dieselbige mit Gersten Maly vermischt lvnd ober den Otagen gelegt/ vertreiben desselbigcn hitzige Geschwulst vnd Entzündungen Iwider welche Gebrechen matt denn auch die Blatter allein auff;u legen pflegt/ dieweil sie eine krafft haben Idamit sie zusammen ziehen vnnd erkühlen. Der Saffkaußden Weinreben Blättern geprest vnd gecruncken/ ist gut wider die rohke Ruhr vnd Blutspeien/ wie gleichfals auch den Magensüchtigen welche nicht bey sich behalten/ was sie Essen / vertreibt den Schwangeren Frauwen den Vnwillen vnd die böse Lust vtmd Begirde die sie zu viel vnnatürlichen Dingen haben zu Essen / eben solche krafft haben auch die Weinreb Jincken/ wenn man sie'zerstöst/inWasserweicht/vnd darnach das Wasser trinckt. Der Safft der Weinreben lwelcher an den stammen zufainen wachst/ vnd daran verharret / wie ein Gummi mit Wem gekrun- getruncken Itreibt den Stein: Derselbige Safft angestrrchcn heilet die Flechren/den Grind vnd Räude: Man muß aber die beschädigte Lrt zuvor wol mit Mer reiben. Derselbige Safft mit öl vermischt Iist ein gute Artzney damit man das Haar mißfallen macht 1/ die stätte/da das Haar Iwelches man auß habm wil auffist / offt darmik geschmirct. Dassel-hjge thut auch der wässerige Safft / welcher auß den angezünden Weinreben Awciglin her-außschwitzt. Vertreibt auch die kleine Wartzen die man Griechisch Mirmetias nennet. DieAescheaußden verbrannten Weinreben Ivnd Trestern mit Essig vermischt / vndwie ein Pflaster vbergelegt Iheylet die harte Blatcrn deß Hindern / Condylomata Griechisch gencnnt/vnd die Wartzen oder Aüffwachsungen deß Fleisches so auffdem gemacht beyde derFrawen vnd Männer / auch auffdcmHrndern erwachsen welchebey den Griechen Thymium/ dienet glcichfals auch Wider die verrückte Glieder / vnd Nater Bisse / vnd heylet mit Essig IRosenöl vnd Rauten vermischt vnd wie Pflaster vbergelegt / die hitzige Geschwulst deß Miltzens. Wilde vngepstantzte Rebm/ Ampelos agria, Labmfca. Cap. ij. Je wilde vngepflanßtc Weinreben / Griechisch Ampelos agria, zu Latein La-brufca genennk lfmdl zweycrley Geschlecht. Die Trauben deß einen Geschlechts C&Qwerden nicht zeitig Idenn es bringt allein Blumen/welche man Griechisch Oenanthe nennt. Das ander Geschlecht bringt Frucht mit kleinen Beerlin / ist schwartz / herb/ vnd zusammen ziehendt.Seine Blätter IZweigen vnd Zincken da sie sich mit halten haben eme Krafft den Zamen Weinreben gleich. Trauben / Staphyle, Vua. Cap. iij. Je Trauben Iwerden auffGriechisch Staphyle, zu Lam'n Vuagenennk: Allc fri-sehe Trauben Ibewegen den Bauch / vnd blähen den Magen auff/welche aber ab-r <^^T>gebrochen Ilang gehangen haben Ivnd durch solche Trücknung die vberflüssige Feuchtigkeit haben hingelegt vnd vcrlohrn Isindt vnschädklichcr / vnd dem Magen nütz vnd bequeme / denn sie machen den krancken ein Begirde zu essen. Welche man in Trestern vnd Häfen bewahret Isindt dem Munde vnd Magen lieblich stopffen den Stulgang / sindt der Blasen schädtlich Ivnd beschwehrcndas Haupt. WelcheaberBlutaußwerffcn vnd Speien Ikönnen dieselbige mit nutz gebrauchen. Die in Most behalten werden / sindt diesen ehnlich. Die in gesottenem oder süssen Wein eingemacht worden sindk/beschädigen den Magen vielmehr/welche aber vorm dcrSonnengetrücknet worden srndt/vnd darnach in Regen-wasscr eingemacht/ sindt mt also sehr weinecht.Derhalben dm durstigen vnd hitzigen gut/wie gleichfals auch wider die langwehrendc Fiber. Die steinlin welche in den Trauben körnern gefunden werden Izerstossen Imit Saltz vermischt / vnd wie ein Pfla stcr vbergelegt/heylen Die harte/ steiffe/geschwollene Frawen Brüst / vnd vertreiben die hitzige Geschwulst. Die Brüh Ida Trauben körner Steinlin mit gesotten haben wirdt mit einem Clystierlin wider die rohte Ruhr Iden Bauchfiuß Ivnd den vbrigen Fluß der Beernrutter gebraucht. Wie gleichfals auch von den Weibern zu einem Bad oderBahung wider eben dieselbige Gebrechen. Dieser Trauben körner Steinlin sindt Vermög ihrer zusammen ziehenden krafft Idem Magen sehr nütz vnd bequem lvertreiben vber dcm Fewergedörrt / vnnd an Statt deß Gerstcnmaltzes wie ein pfla stcr vbergelegt / die rohte Ruhr / stopffen den Bauch-fluß Ivnnd heylen die entschlossene Mägen die nichts behalten mögen. Die weisse geirückneke Trauben Idas ist / die weisse Rosinen oder Mcerträublin ziehen mehr zusammen Idenn die schwartze. Dieselbige Steinlin werden wider den Husten / die Gebrechen deß Halses / Schlundks Nieren vnnd Harn Blasen genossen / wie gleichfals auch allein vor fleh / vnnd mit ihren Steinlin wider die rohte Ruhr oder zu eben mäffigem Ende mit Hirsen / Gerstenmeel / vnnd Eyern vermischt / vnd mit Honig gekocht. Die Rosin oder Mcerträublin mit Pfeffer wol gekäuwet purgieren das Haupt/ VondmWetiirkbku. 361 dam sis ziehen die Phlegmatischen Feuchtigkeiten von denftlbigen herab. Dieselbige mit BoneuMeel oder mit rein gcstoffcnem Kümmel wie ein Pftafter vbergelegt heylen die hitzige Geschwulst der Gemacht. Rosinen ohn jhr Steinlin mit Rauken vermischt/vnnd wie ein Pflastervhcrgetegt/hcylendieNachtblattern/^x>yniÄiäL5,dleCarfunckelblattern/dieGe<- fchwer/dre man zu Latein Panos ncnntt/diefaule geschwer der Gleych/vnd den kalten brand/ 6an§rLna8,Mcertraublin mit dem Gafft Panacis vermischt sindt gut vbergekegkWider daePodagra/ vnnd ziehm wie ein Pflaster vbergclegt/ die bewegliche Mgel derFingerm kurtzerzeirherauß. WildcvngepflantzteReberchlüet/ Oenanthe. Cap. iiij. Je wildevngepflantzteWeinreben blüek/ wirbt Griechisch vnnd zu Latein Oenan- cke genennct/vnnd soll gesamltt werden Iwann sie ihre Vollkommenheit errepcht/ vnnd in einem jrrden Gefaß/dao nicht gebicht ist/verwahren. Wann man die wilde Weinrebenblüet samlcn will / so legt man ein leinen Tuch darunder vnnd empfängt sie dar-auff/vnnd laßt sieauchdarauffin dem Schatten erucken werden. Die allerbeste wächst in Syria/Cilicia vnd Phocnice/vnnd hat eineKraffr/damit sie zusammen zeucht/istderhalbm dem Magengutgetmncken/kreibtdenHarn/stopffetden Skulgang vnnddasBlutspeyen vM vnd Brechen/ist auch nütz vnd gut wider die sawre rcuptzcnde Mägen vnd den VnwEm o-der Vnlusten deß Magens / wann man sie trucken / wie ein Pflaster vber den Magen legt. Dieselbige wilde Rebenblüct frisch / grün oder gcdörret/ mit Essig vnnd Rosenöl vermischt/ ssiüek dieSchmertzen deß Haupko/dasselbige damrt befeuchtet/wehret vnd verhindert/wie ein Pflastervbergelegt/daß die ftische blutigeWunden/vnnd die anfangende Fisteln derAugm/ welche man Griechisch ^Zvlopas nennet/nicht hitzig wcrden.Dieselbige gestossm/mit Ho-nig/Saffran/Myrrhcn vnd Rosenöl vermischk/sindk gut wider die Mundtgeschwer vnnd die Geschwer der Gemacht/die immer wcittcr vmb sich fressen. Stillen zu einem Aäpfflin formiert vnnd in die Scham gethan/den vbrigen Blutflu ß der Beermutter/wider die Flüsse derAugen/vnd Hitze deß Magens/werden sic mit klein gcstossenemGerstenmaltz vnd Wein wie ein Pflastervbcrlegt.Diewilde Rebenblüet wirdk in emem jrrdenen Scherben oder heysi fen glüenden Kolen gebrennt/vnd die Asche davon vnter die Artzneyen der Augen vermischt/ vndmitHonigzu den Geschwern der Finger / Paronychia Griechisch genennt / wider das Fleisch/sovbcr den Nageln der Finger wächst/ welche Gebrechen die Griechen Ptcrigion nennen / vnd das blutige schwerende Aanflersch/Pflastcrs^eiß gebraucht. /0mm\Ervnzeytige Saffk/Griechisch vnnd zu Latein Omphacmm genennek/ wirdtauß v^^^ bcn herbenvnzeytigen Trauben iso zu Latein vux Ammex vnnd Thafiae CS*%)n(twerden/gcprest/ vnnd dassetbige im Sommer vor den Hunds Tagen/in ein Becken oder Kessel auß rohtem Kupffcr gemacht/gegossen/mit einem leynen Tuch zugedeckt/an die Sonne gesetzt/ vnnd biß er ein Dicke bckompt/ daselbst gelassen/ in solcher Icit/ was dickdarvon zusammen wächst ivnnd an demKesselbchcngt/vndcr den ändern der noch feucht vnd weych ist/vermrschen/vnd deß Nachts auch vndcr cinTach getragen/sintemal der der Tauw / welcher deß Nachts fallet/daß er nicht dick wirdk leichtlich verhindert.Dcr beste follfewerroth scyn/leichtlich zu zerreiben/hcfftig zusammen ziehendt / vnd die Junge beyssen: EtlichesiedendiesenGafft/solangbißerdrekwirdt. DieservnzcytigeTraubmsafftmit Honig oder süssem Wein vermischt / ist gutwrder die Hitze / vnnd hitzige Geschwulst der Mandeln / deß Schlunde/vnnd deß Iapfflms/wider die faule Mundtgeschwer/die man Griechisch Aphthas nennet / wider das wepche feuchte Janflcisch / vnnd die epterendeDh-ren. Heplt mit Essig vermischt die Frsteln/ die alte faule vnnd vmbsich fressende Geschwer/ stillet in einem Clysticr gebraucht die rohke Ruhr/vnnd den vbrigen Fluß derBeermukker/ macht klare Augen/vnnd enr scharpffGcsicht.Heylt die scharpffe rauhe Augbraen/vnnd die VttZeytigerTmubmsafft/ Omphatium. Cap. v. m fchW fchwmnde Aügen ecken list gut getruncken I wider das frrsche Vlutsperen / vnd so ekwan em AVer zersprungen: Man muß aber dieses Safftö wenig nemen /vnndmüviel Wasser zer-taffen/ dieweil er nemlich sehr scharpff/ist vnd gewaltig brennt. Don allem Wem / vnd zum ersten von der Eygenschafft/ vnd emö/dtejhi Cap. vj. Er Wein/ auffGriechisch Oinori, zu Latem vinum genennk beschädiget / wakin > er alt vnd sirn ist lgetruncken/ dic Neruen vnd Sennadern/ vnnd die andere Instru--menten der Empstndligheik/vnnd Sinne. Derhalbcn sollen die / welche an einem innerliche Gliedt schwach vnnd bresthaffcig smdt / solchen alten firnen Wein meiden. Die gesunde abermögen dessclbigcn wenig trincken/ sonder schaden / wenn sie wasscr darunder vermischen. Der frische neuwe Wein blähet den Leib auff/ ist schwehrlich zu verdauwcn/ mdcht schwehre vngestumme Traume Ivnnd treibt den Harn. Weicher aber eines mittel massigen alters ist / zwischen den alten firnen vnd newen / der hat solcher exces Fehl vnd Gebrechen keinm : Vnnd wirdt derowegen von den Gesunden billig vor allen ändern er-wchlck. Eygmschafft vnd Vnderscheidt deß Wcms /von wegm seiner Farben. Cap.vy. Er weisse / subtiele / dünne Wein / ist dem Magen gut / leichtlichzudawen vnnd 1 wirdt schnell vnd geschwindk in allen Gliedern zcrthcilt: Der dunckelrohte Wein ist ) dick Ivnnd schwehrlich zu verdawen: Wenn er aber vcrdawer wirdt so vermehret er das Fleisch vnnd den Leib Ivnd macht truncken. Der gcieWem / welchcr.em mittdmassi-ge Farbe hak / zwischen dem weiffen vnnd dunckclrohten hak auch mittclmässige K rafft der bcydm. Ser weisse aber ist der best Ibeydes den gesunden vnd bresthafftigen zu trincken. Eygmschafft vnd Vnderscheidt dest Wcms / von wegm seines Geschmacks. Cap.viij. Er süsse Wein ist einer dicken Substantz durchwandert den Leib schwehrticher vnd transpiriert auch ttitieichtlich/blahetdenMagcn/bewegtdenBauchvttdDar- > me lwie der Most: Macht aber weniger trunckcn/ist denNreren vnd Bla sen der aller bequemste : Ein harter Wein treibt den Harn mehr / machtaber einen Wehthumb deß Haupts lvnnd bringt die Trunckenheit: Em herber zusammen ziehender Wein i st der aller bequemstcrDteSpeisevndNahrungindieGliederaußzutheilen/stopsfetdenStulgang/ wehret auch den ändern Flüssen/vnnd treibt den Harn etwas weniger: Gleich wic auch dtk newe zarte Wein die Sennadern oder Neruen nicht sehr beschädiget. Eygmschafft vnd Vnderscheidt deßWeins / von wegm ferner Bereptung vnd Vermischung.Cap. i? Er Wein / welcher mit Meerwasser zu berencet worden ist beschädiget vnnd tri* i derstchet dem Magen/bringt dm Durst ist dm Sennadern vnnd Neruen schäd-er. Der Wein/ welcher bei) den Griechen Melampfithium genennet wirdt Iisi sonderlich gut getruncken / wider die Mciampfi. Flüsse /so in den Bauch fallen. Der weisse erweycht den Bauch mehr/ denn die andere. Derthmm-Wcin welcher mit Gyps oder Piarer eingemacht vnd bereytct wirdt/ Gypfatum oder Gyp- GypfatUm. Peum viuum, iss den Sennadern oder Nerum schädtlich/beschwehrk das Haupt / entzündet vnd widerstehet der Blasen/ istaber wider das Gisst bequemer/ vnd nutzer denn sonst keiner. Die Wein/ welche mit Bech oder Hartz eingemacht vnd bereytet werden/ vina Picata Picatum, oder Refmaca zu Latein genennt/ haben ein Krafft / damit sie erwärmen/ däwen vnd kochen. Denenaber Idie Blut außwerssen vnnd speien/sindtsie schädtlich. DieWein/welche die Griechen ^.paracky ta nennen/darunter gesottenerWein vermischt worden ist/erfüllen das Haupt Ibringen ein gehlinge Lrunckenheit ltranspiriern schwehrlich/ vnnd beschädigen den Magen. EygmschafftvndVnderscheydt deß Weins/von wegen der Stätte seinerWachsung. Cap.y. Er fürnembstevnd beste Wein / vnder denen / die in Italia wachsen / ist der/ welcher von den Innwohneren daselbst Valemum genennet wirdt. Dieser Wein/wenn er vmumva. Cy^Qatt worden ist/ so ist er fast leichtlich zu verdäwen/erwcckk vnd widerbringk den lcrnum-stopfst den Stulgang Iist dem Magen gut vnd nützlich der Blasen aber/ vnnd denen die ein bH oder tunckel Gesicht haben/schädtlich/vnd tut bequem stäts zutrindken.DerWem/wel-chen die Latini vinum Albanum nennen I ist dicker denn der Valernurn, eines süssen Ge- aisanum. fchmacks/ blähet den Magen / erwepcht den Stulgang / hllfft der dawung nit fast / beschädiget die Sennadern oder Neruen etwas weniger. Dieser Wein/wenn er alt wirdt/so gewinnet er einen harten Geschmack. Der Wein Cecubum zu Latein genennt/ ist süß / vnd dickerCecubum: denn der Albanum, macht dem Leib Lin schölle liebliche Färb / verhindert die däwung. Der Wein vinum S urrentinum, ist fast hart vnd herb/ wlrdt derhalben ZU den Flüssen deß Ma- Vinum 5ar. gens vnd derDärmegerühmt. Dieweil er aber dünner ist/ so beschädiget er das Haupt desto «mmum. weniger. Dieser Wem bekompt in seinem alter einen süssem Geschmack/vnnd wirdt dem Magen nütz vnd gut. Die Wein/ Adrianum vnd Mamertiaum genent/ in Sicilia wach- Mam ftndt/sindt eben dick an ihrer Gestalt oder Gubstantz / sieziehenein wenigzusammen / vnnd num. Adria, werden baldt alt / vnnd sindt von wegen jhrer dünn / denn Sennadern oder Neruen wenigernum-fthädlich.Der Wein welcher zu Latein Parcetypianum genermt/vnd auch auß den Hadria- Par*typia. nsschm Weingärten gebracht wirdt Iist eines guten Geruchs / fubthil / dünne num" derhalben Idiesem viel trincken ldenn sie bleiben lang davon truncken/vnd fallen in einm treffen Schlaff. Der Wein Iwelcher in Istria wächst (vinum Iftricum zu Latein genennt) ist iftricum. dem Parstypiano chnlich Ier treibt aber dm Harn hefftiger. Welcher in der Insel Chio wächst/vnd dermthalben vinum Gbium genennet wirdt / ist sänfftervnnd zarter /denn der chlum‘ vor angezeygrm keiner Ivnndzu trincken bequem/ gibt ein völlige Nahrung vnnd macht weniger trunckm/ wehret den Flüssen/vnnd ist gut vnnd nütz zu dm Artzneyen der Augen. Vinum Lefbium welcher in Lcßbo wächst Iwirdt leichtlich in die Glieder zertheylt vnnd ver- vinum wandelt.Er ist leichter dmn der Gbium, vnnd dem Bauch bequem.Der Wein/ welcher bey bi um. • der Statt Epheso wächst Ivnd von wegen eines kleinen Stätlins/nit weit von dannen ligent/ vinum Phygelite genennet wirdt/hat eben dieftlbige Tugendt vndKrafft/welche der hiesige phygdue. vorgeschriebene Wein. Der Wein Iwelcher in Asia wächst / auss dem Berge Cinolo/ den die Griechen Mefogite nennen/ macht einen Schmertzcn deß Haupts / vnnd be- Mefogicc-schädiget die Sennadem oderNeruen. DieWein/ welchemanzu Latein Vinum Coum VjßGCoHm Hh vnd vnd Clazomenium nennet idrewerl sie viel mehr Wasser vndermtscht haben vtkderktft baldt/ vnnd ma chen windige auffblähungen sie bewegen den Bauch / vnd beschädigen die Sennadern oder Ncruen. Krasse vnnd Würckung deß Weinst _t Cap. xj. jgwf X(er Wein Iwelcher rein / lauter / vnnd vnuermischk vnd nach seiner arr vnd namr 8/1 man hart vnnd herbe lhat ein Kraffrzu erwärmen trü bt ktchthch »n alle Glieberzers ^l^theilt) vnd verwandlet/ist dem magen gut / macht eine Begirdk zum essen / erheltvnd vermehret die Krafft/ starckt den Leib / bringt den Schlaff/ vnnd macht eine schöne Farbe. Den Wein mit Bescheydenheit gekruncken ist gut wider den eingenommenen Schtm Img / donaitbcr / Pharicum 3 Ixiain,Monsafft/ iOilber/Goldt/ Taxum, Wolffswurß/ vnnd wider die gifftige Schwamme Iwirbt auch wiber aller Schlangen Brffz / vnnd aller gifftigen £ hier Stich vnd Biffz/bie mit kalte tdbtm ober den Magen zu würgen vnnd bre- chen treiben/gerühmt. Er vertreibt auch die alte langwehrente Auffblähungen deß Leibs/ diespannungen/ beissen vnnd nagen/ deß zwergfeis/ hüfft den verlambten Magen/ vud ist gut wider die Flüsse / so in den Bauche vnnd in dieDstrme herab fallen / vnnbbensenigcnso vom vbrigm Schweiß schwach werden Ivnnd welchen sich der Leib von vielem Schweiß verzehret / sehr bequem Iinsonderheit die weisse / firne / wolriechende Wein. Die firne süsse Wein sindtden Nieren vnnd der Blasenfastbequem vngewaschcne SchaffsWoll also wie sie von den Schaffen kommen ist / in solchem Wein genetzt ist gut vber die Wunden vnnd hitzige Geschwulst gelegt. Mit solchem Wein werden die faule böse / Flüssige Ge-schwer/ vnd die weiter vmb sich fressen gebahet vnd gewa schen. Die wein / welche kein Mcer-wasservndermischt haben / vnndetwan hark herb vnd weiß sindt / sollen die Gesunden gebrauchen Isolche seindk die / welche in Italia wachsen/als sonderlich der Valernum, Surcn-tinum, Cecubum, Signinum, vnd andere dergleichen mehr/ so auch in Campania wachsen / vnd der Wein Par$typianum genennt welcher von Hadria bracht wirdt vnnd der Essig/ Meersaltz ein Pfund / Honig zwey Pfund / Wasser zwo Maß / vermtschts alles woll durch einander/vnnd lästes sieden/ wenneszehm mahl aussgesoktenhak / nimpt man es vom Feuwer vnd last es kalt werden Igeustes darnach bequeme Fässer zubehalten. Man sagt/ daß dieser sauwer Methgetruncken die dicken feuchtigkeiten auß dmLeibver-trcibt / vnd sey derhalben gut wider dre Wehthumb der Husst wider die fallende Gucht/vnd wrder die Gliedtsucht. Henletgleichfals der NaterBissz/welchc Griechisch 8eps genennt wirdt / ist den jenigen Idie Monsasst/ Opium vnnd Meconium bey dm Griechen genennt/ vnd das Gisst Ixia eingenommen haben/sehr bequem r Vnnd heylet gargarissert die Halß-gcschwer/ so man zu Latein Anginas nennet Izu. Sauwer Saltzbrüh/ Oxalmc, MuriaAcida. Cap. Mf. Je Sauwer Salßbrnh/ wirdt auffGriechisch Oxalmc, zu Latein Muria Acida, ) vnnd auch Oxalrne genennt. Die Sauwre Saltzbmh tst gut Wider die faule Ge-öschwer vnd die weiter vmb sich freffrn wider derHund / Schlangen / vnnd anderer gifftigen Thier Bissz / wenn man die Schädrn damitbähet. Sie stopsstdasBluk/soauß den Wunden flcust /vnd sonderlich wenn man den Blasen Stein geschnitten hat vnnd von stunden an die warme fauwereSaltzbruhin dieWundrngeust. Siewchretdcmaußgang deß deß H indern. Dlesclbrge wirbt wider die verwundete schwärende Darm ih der rohtenRuhk zu ememElysiler gemachk/nach welchem matt also baldt Milch eingiessen muß. Die sawek Galnbrüh getruncken oder gargarisiett/ tödtet dre Egkcn/so halß bestecken.Sie vertreibt die schuppechte Kleyen vnddicfiicffende Geschwerdeß Haupte Je fauwer Salßbrüh / wie hernach folgt bereyk/ nennen die Griechen vnnd Lakeini-fchm Thymoxalme, welcher sich die alte gebraucht haben davon drei) oder vier Becherlin mit warmem Wasser darundcr verrnlscht/deil jcnigen die eines Schwachen Magens sindt / wider die Gliedtsucht vnnd dre windige auffblahungen deß Leibs ein zu-geben gepflegt 1 denn fit zeucht die dieke schwache ftuchtigkeitm herauß: Vnd wirdt auffdie- seweisebereyt: Mannimptdeß Watschen Dueincls / Griechisch vnd zu Leitern Thymus gcnenttk / fünffzehen quintlin / Saltzauchfünffzehcn quintlin/ WeynraUtenPoley/Ger-flenmaltz/ jedes ein wenig / thuts alles zusammen in ein bequem Gefäß/ geust ein maß Wasser Ivnd drey Becher Essig darüber / bindet das Faßlin mrt einem Lernen Lüchlin zu / vnnd lest es an der Lufft stehen vnd weychen^ Er Meerzwibel Essig IGriechisch scülicidoh oxos, zu Latein Acetuin Scilliti- BtkchttmK. eum genannt Iwirdt auffdiese weise gemacht: Man nimpt Meerzwibel lest diesel-bige sauberen/zu stücken schneiden/die stück an Leinene Faden nach etlicher weit von einander/also das sie fleh nie anrühren /auffhengcn/vnd viertzig Tag lang im schatten truck-nen/thut damach einPfund solcher gctrücknctenMecr zwibel in vier maß eines gutcnWein-cffigs Istopfst das Geschirr fest zu Ivnnd stellet cs sieben Tag lang zu weychen an die Sonn/ zeucht darnach die Meerzwibel auß dem Essig herauß prest vnd wirfst sie hinweg: Lautert den E ssig ab lgeust den in ein ander Geschirr / vnd setzt jhn zur bcwahrung hin. Etliche khun zu der bereytung deß Meerzwibel Essigs / der Meerzwibel ein Pfund in ander halb maß Essig Etliche sauberen die Meerzwrbetn allein/ vnd thun sie vngetrücknet tn Essig/ welcher sie eben so viel nemen als deß Essigs lvnd lassen dreftlbigc sechs Monat weychen. Solcher Meerzwibel Essig zertheilt die zahe schleimige feuchtigkeiten noch Mehr. Der ^ssr v-v Meerzwibel Esstg ist gut wider das faule feuchtcIanfleisch/dmtt er zeucht dassclbigc zußiM- m am' men Ivttnd macht es fest / befestiget auch die beweglichen Jan / wehret den faulen Mundtge-fchwern die weiter fressen / vnd vertreibt den Gcstanck deß Mundts wenn man den Munde damitwafcht. Dieser Meerzwibel Essig getruncken härtet den Halß vnnd SchlUndt/ vnd macht den schwellig / macht ein starcke helle Stimm/ vnnd wirdt den iNagensüchtigen / welche die Speise nit ieichtlich kochen noch dawen/zu trincken verordnet/ ist den melancholischm pnNdvnsinnigen gut/ wie gleichfals auch dem Schwindel vnnd Fallendsucht / wider das auffsteigen der Beermutter lwider dieWchthumb vnd schmcrtzcn der Häffk / vnd wider das groß geschwollene miltz. Starckt vnd erquickt die Schwachen macht einen gesunden Leib/ ein gute Farb lvnd ein scharpssGesicht.Verbessert/in dieDhren gegossen/das schwchre gehör. Vnnd ist in summa wider viel Gebrechen bequeme / man sol aber seiner nit brauchen/ sonder dessclbigen massig gehen / wenn innerliche Geschwer/ Hauptwchthumb vnnd ein Schwachheit der Neruen oder Sennadem vorhanden sindt. Den meerzwibel Essigg'.bk man alle Tag nüchtern/im anfang ein wenig / darnach gemächlich mehr/biß aufsfünss-zehen quintlin. Etliche lassen dessen bey acht Loht/ oder mehr zu gebrauchen zu. MeerzwibelWeitt/ Vinum Scillinum. §ap. kkvsi /-"tL Er meerzwibel Wein/Vinurn Scillite, wirdt aussdiese weise gemacht / MaN NiMpk Btttytu»-. zerschnittene vnnd in der Sonnen getrückncte Meerzwibel«/wie vor gesagt/'stöst O^L)vnnd sipt sie durch ein enge Sip/bindct derftlbigen einPfund in ein LcinenTüchlin/ Thymoxalme. §ap. Meerzwibel Scilliticonoxos, Acetum Scilliticum. Eap. /e/w. hengk hcugt sie in sechs oder sieben Maß ftlsches Mosts vnd lest sie drey Monat darmn weychcn/ darnach zeuch! man den Wein ab/geust jn in emanderFaß/macht dasselbig fest zu/vnd legt es hm zu behalten. Diesen Wein zu bereyten mag man sich auch der fuschen Meerzwibeln gebrauchen lman ninrpt derselbigen ein zwrfach gewicht / schneidet sie in runde fcheiblin wie die Rüben Ithut sie in Most/wie vor Ivnd lest ee also viertzig Lag an der Sonnen stehen. Man lest solchen Wein fast alt werden Iehe man ihn gebraucht. Dieser Meerzwibel Wein wirdk auch auffernander weise gemacht. Man nimpk gesäuberte vnd in kleine stücklin zerschnittene Mcerzwrbeln drey pfund/würfft sie in vier vnd zwantzig maß newes Moste vnd lest sie sechs Monat ln einem wolzugestopfftcn Faß wcychen nachmals zeucht man den Wein darvon/ seihet den durch/ vnd ftycr ihn zu bewahrung hin. Dieser Meerzwibel Wein tst gut wider die Vnucrdawligheit lvnd wider die Gebrechen deß Magens davon die Spaß verderbt vnd Korrumpiert wiryk. Dergleichen ist er auch den ienigen/ welche die Speiß widerumb von sich brechen / oder viel dicke Phlegmatische feuchtigkeiten im Magen vnd Bauch versamlek haben lden Miltzsüchtigen/ vnd die geneygt sindr auffdie Wassersucht/ sehr bequem/ reutet die Wassersucht lGeelsuchk/ die gebrechen davon der Harn schwehrlich gefangen wirdt/das Grimmen / windige aussblahungen deß Leibs / Lame/ Kalte vnd Biebcn der vnderlassen Feber Ivnd den Krampffvnd Schwindel felbsten auß. Er treibet die Monzeit der Frawen beschädiget die Sennadern nit/ vnd wenn er alt wirdk / so ist er am besten/ man sol ferner aber nie gebrauchen/ wenn Feber vorhanden sindr oder wenn man inwendig ein Gcschwer empfind. GesaltzmWein/ MerwafferWem. §ap. xxvifi B-ttykWg. /""X Je gefallene Wein mit Meerwa sser zugemacht / werden auffvielerley weise bereyt. Denn es sindt etliche Iwelche von stunde an/ so balde die Trauben abgebrochen sind. Ö^Mcaroasscr darunder vermischen etliche brechen die Trauben ab vnnd lassen sie vor in der Sonnen truckcn werden ldarnach wenn sie getreuen worden, sindt / thun sic Mecr-wasser darzu. Die andere aber nemen getrücknete Trauben füllen sie in Fässer giessen Meerwasser darüber vnnd lassen sie darinnen weychen darnach so tretten sie dieselbe Trauben vnnd pressen sie auß.Drescr leiste Wem wrrdt süß/ welche aber härter vnd herber am Geschmack Ialso bereyt werden lmag man in den Febern zula sscn wenn sonst kein andere dar-;u bessere Wein vorhanden sindt. Sie rrerben den Stulgang. Denen die Eyter außhusten vnnd werffm Isindt sie gut/vnd welchen der Stulgang verhärtet ist. Welcher aber aüß den Trauben die Ammcze zu Latein genennt sindt gemacht wirdt beschwchrt das Haupt / beschädigt den Magen lvnd blähet den Leib. Allhiekan auch mitnutz gedachtwerden der vielfältigen bereytungen dergemachten wein/ vn daffcibigc nit dcrhalben/daß man jrer viel gebraucht/ oder dasjhr gebrauch vonnöten sey/ sonder darnu wir nit angesehen werden/als wollen wir etwas unbeschrieben hmdcrla sscn. Es sindt aber etliche vndcr den gentachten Weinen welche leichtlich vnd ohn grossearbeyt tet werden / deren man sich auch täglich gebraucht als dieauß den Duitten/Biercn/auß der fnschat Frucht gemacht / welche man Sant Iohans Brodt zu Teutsch nennt / vnnd auch auß der Frucht deß Myrti. QuittmWeM/ Vinum Cydonite. §üp. MUlsi Bcreymng. EkDuitten Wein IGriechisch vnd zu Latein vinum Cydonite genent M elites oder äpffclwan/ hat bey den Griechen auch den Namen/ dieweil er auß äpffcln wird gemacht / vnnd verhelf sich also. Man nimpt Quitten zeucht vnnd fegt die kcrnlin harauß/ schneidet sie zu stücken/ wie Rüben/ thut derselbigen zwölffPfund in vier vnd zwantzig maß newen Most/lest sie dreyssig Tag darinn ligcn vn weychen/zcucht darnach den wein ab Ivnd setzt den zu bewahrung hin.Es ist noch einander weise den Quitkenwein zu bereyten. Man stdst die Quitten vnd prcst einen Saffk darauß/nimpt dieses Saffts fünffMaß/ thuk ein halb Maß Honig darzu / vnd setzt diezu der bewahrung hin. Arafft vn«d . , Dieser Wein hat ein krafft / damit er zusammen zeucht / ist derhalben dem Magen vnnd gm. ro^tc ftchy/Leber sucht/ Gebrechen der Niem von welcher wegen der Harn schwer- lich gefangen wirdk / sehr bequem. Quit- DttittenHoNig/ Cydonomeli, Mei Cydonite» Cap. wi?. Er EpffclHonig oder-Äuikken Hoyig/Griechisch Medomeli oder Cydonome- Btttymng. hi, julatdnMalo mei, vnnd Cydonite mei gcnmnt/zu bereytM / MMPt man Quitten/fegt die Kern darauß/vnd Hut sie in so viel Honig/ als genug ist / die dpffd damit zu bedecken.Dieser Honig wirdt nach einem Iar mildt vnd sanfft/demTranckgleich/ welcher bey den Griechen v6nomeli,zu Latein Mulfum gencnNt / vnd ist gut wider alle Fehl Vamög«. vnd Gcbrechen/darwrder der Quitten Wein wirdt gerühmt. Gewährter Otuttcn Honig/ Hydromalum. Cap. M. /£2\Cf gewässerte Quitten Honig/ Grichisch vnnd zu Latein Hy dromalum genennk/ Verey««-. wirdt bereyt/wann man einen the»l Qu itken Homg vnd zivey theil gesotten Wa sser durch einander wol vermiscln/vnd also in den Hundstagen in die Sonne setzt/wann ""«d dre Sonn am heyssesten ist«Sieftr Tranck hat auch ein Krafft wie der vorige» »ms«. Vnzeytiger Honig Wem / Omphacomeli. Cap. M. Er vnzeytige Honig Wein / Griechisch vnnd zu Latein Omphacomeli genennk/ Birtyiung. wirdt auff die werft bereyt. Man schneydt die herbe Trauben/ ehe sie zeytig worden )sindt/ setzt sie drey Tag an die Sonn / preßks darnach auß. Dieses Safftsnimpt man drey theil/vnd einen theil wolgeleutertem H onig/vermischt sie wol durcheinandcr/geust sieinbequemeFasscrvnndsetzetstevnderdieSonn. Solcher Wein hat ein Krasst/damit er vrinv wider trücknet vnd kült/ist derhaben Veit Magen süchtigen vnd denen/welche den Bauchstuß haben / öerCceliacus bey den Griechengmennkwirdt/ bequem» DiesesTranckvbraucht Man erst/wann er eines Iars alt worden ist. BiermWcm/ Vinum Apütc. ' Cap. My. ° 1 macht auß den Bieren einen Wein wie auß den Quitten/Griechisch vnnd zu Dtttytwß. ! I Latein Apütes gcnennt / nimpkaber solche Bieren/ so nicht fast zeytig sindt darzU. _ Äuffdieselbige Weise macht man auch einen Wein auß der frischen Frucht/ welche man )U Teutsch SanckJohanns Brodt nennet / Griechisch Ceratia, zu Latein Siliquia. Dergleichen auch auß den Mispeln vnd Sporbieren.SolcheWein alle sindt fast herb vnd Rrafftv»» ziehen zufammm/sindtderhalben dem Magen auch nütz vnd bequem/ vnd wehren den jnnep vermögr», lichen Flüssen. WildervttgepflantzterNebmhlüetWM/ Vinum Oenan-. thinum. Cap. Mir/. Er wilden vngepflanßten Ncbenblütt Wein/Griechisch vnd zu Latein Oetianthi- B vngepstantzten Rebenblüek/läßt siezu förderst trücknen/ wirffr sie in vier vnnd zwcn-tzig Maß frischen Most/laßtsiedreyssig Tag darinn stehen/ seihet darnachden Wein durch ein Scihkuch/vnd setzt den bcwahrlich hin. Dieser Wein ist gut wider die Schwachheit deß »««a Magens/wider die Vnlust zurSpeise/wlder die rohle Ruhr/vnd wider den Bauchfluß/bey D»mög««. den Griechen Coeliacus genennt» v .f Granat- *X; GmnatäpMWein/ Rhoites oinos, Vinum ex malis p unicis» Cap. Müj. Btreytuag. ^ Er GranatapffclWein I Gricchrsch Rhoites, zu Lakein Vinum ex malis puni- cis gencnnt/ wttdtaujfdlcse werft bereyt: Man nrmpt dre jerttge Granakapffel ohn 0*^2)bie hatte holHechie Stcmlin / preft den Saffkauß jhrcn kcnren / vnnd lest den biß der Arqffi vnnd dritte theil verzehret ist/sieden Isetzet damach den zur bewahrung hin. Solcher Granakapffel Vermögt-, Wein ist gut wider dre innerliche Flü ß/ vnd wider die Feber/ so mit einem Bauchfluß anftw gm. Ist dem Mager, gut/ stopffet dm istulgang/ vnd treibt den Harn. Rosen Wem/ Rhodites oinos, Vinum Rofaccum. Cap. Mv. Dtktytimg. En Rosen Wein Griechisch Rhodites, zu Latein Vinum Rofaccum gmmnt/ beredten: Nrmpt man ein Pfund gctrücknctc Rosen / bindet sie gestossen in ein Lernen Tüchlin Ivnd hengk sicdrey Monat lang in drcy maß neuwen Most/zeucht darnach den Wem ab / vnd setzet den gelautert zur bewahmng hin. »»ff. vnd Dieser Rosen Wein ist denen nütz) die kein Feber haben wider die Gebrechen deß Ma< Vermögt», gmö / davon der Magen nicht kocht oder dawek auch wider die Wehthumb deß Magens/ nachdem essen getrunckcn: Sillck dendurchlauffdeß Bauchs / zu sampt der rohren ruhr. Darneben so macht man auch auß dem Safft der Rosen vnderHonig vermischt den Rosen Honig Iwelchen die Griechen Rhodomeli nennen / die Latini aber Mel Rofaccum ge-nennet. Er verbessert die Rauhe vnd Scharpffe deß Schlundts / vnd gantzen Halses. MyttwWeM/ VinumMyrtite. Kap. MV). D«eyt«»g. öfm 1 welchen die Griechen Myrtites nennen: Nrmpt man die fthwartze fast ^zeitige kömer oder Frucht deß Myrti, lest dieftlbige flössen / mit einer Keltern oder Prrft O ftn außpressen / vnd thut den außgepresten Safft in bequeme Fässer zu behalten. Etliche sieden den Safft / so lang das dritte inngesotten ist.Etliche lassen die Frucht deß Myrti vorhin in der Sonnen trucken Inemen derselbigm einen Sester/lassen sie stossen/vnd giessen auß dn maß Wasser Ivnnd also viel sirnene Weins darzu pressen darnach alles auß / vnd setzen Arafftvnnd den Wem zu behalten hin. Dieser Wein zeucht fast sehr zusammen ist dem Magen nutz/ Vtrmögm. vnnd dem Flüssigen Bauch vnnd Magen sonderlich gut: Wiegleichfals auch getruncken/ ' * wider die innerliche Gefthwem Iden durchlauff/ vnd Flüssen der Beermutter / vnnd mach/ endtlich das Haar fchwartz. Vinum Myrfinite. Kap. Mvlj. Bereytung. oVr Bcrcyttmg deß Weins Griechisch Myrfmi res genennt: Nimpt man die astlin deß ^fchwartzcn Myrti sampt seiner Frucht vnd blättern zehm Pfund / stöstvnd wirfft sic in (3 acht maß frisches Mosts llest sie/ biß das dritte oder halbe theil verschwindet / mit einander sieden Iseihet darnach den Wein durch vnd setzet dm zu bewahrung hin. Arafft vnd DieserWein vertreibt die KleicchkenSchüppen deß Haupts /heylct die fliessende Haupt- Vermöge». gefthwer/die Blatem / das Schwärende faule Aanfleifth die Gefthwer deß Halß vnnd Schlunds/ist gutwiderdieEytermdeDhrm er wehret dem vbermässigm vnnatürlichen Schweiß. VinumLentifcinum. EtTerrebinthinum. Kap. MVly. Btreytung. Er Wern auß dem Lenti fco, zu Latein Vinum Lentifcinumgenmnt/ wirdtwie >^^g der nächst hievor beschriebene / welchm die Griechen Myrbnites nennen / gemacht/ <^Swie gleichfals auch der Vinum Terebinthinum, dmn man nimpt darzu beydcs der astlin mitjhrer Frucht. Bey, Beyderlcy Wem habcn cm glcrche Krafft / sie ziehen zusammen sindt dem Magen nütz vndbequcm/stopffmdettsiußdcßMagens/dcrDcirmc/derBlasm/vndalleBlutflüß.Die ftuchte flüssige Geschwcr werden nützlich damit gcbahet/dmn sie heylen davon zu/auch wehre» sie dm Flüssen dcrBcermutter vnd dcß Hrndem / wmn man sich darein setzt. DattelWcitt/ Phoeni&ites Oinos, ‘ Vinum Palmeum. Cap. Mix. Er Dattel Wern lGriechisch Phceni6tes,z« Latein Vinum Palmeum genmnf/ Brrryw-g. J wirdt auffdu se werft bereyt: Marr nimpt der zeitigen Datteln/ welche die Griechen ott etlichen Sycite genennt Iwirdt in der Insel Cypro gemacht/wie derDattel Wein/ aber der Vntcr-O^äschdbtist zwischen ihrer Bcreykung/ dieweil erliche zu der Bereptung deß Feigen Wcms lan statt deß schlechten Wassers / so viel Wasscrnemen/ da frischeaußgepreste trauten oder Lrester in gcweycht haben. Au solchem Wein zu machen nimpt man Feigen / welche Chelidonia: vnd Phccnicia: bey dm Griechen genennt werden / vnd sonderlich die da fchwary sidbt: Wevcht dreftibtgen/wicvorgesagt ist inDattelWein ein zeucht nachze-hen Lagen den Wein ab Ivnd gcust zum ander« vnd zum dritkenmahl sovielWasser/ da *■ außgepreste Lrauben oder Lrester in gcweycht haben / vnd lest es mitemander auch solang sichen / vnd zapffet darnach den Wein ab: Desselben gleichen geust may auch zum vierdten vnd zum funfftm mahl so viel Wasser/ da außgepreste Lraubm in geweychkhaben darüber/ aber solches Iwenn man es abzapfft Iso ist es sauwer vnnd wirdt an statt deß Essige gebraucht. SolcherWem ist dünn lblähet den Leib / widersteht dem Magen / macht ein vn- -lusten zumessen. Ist aber dem Bauchgut / treibt den Harn vnd die MonzeitderFrawen/ gebahrtvrel milch / jedoch böß Geblüt/vnd macht aussetzig wie der tranck welchen man bey zchm Pfund Saltz/ etliche aber zwantzig maß Saltzbrüh darzu/ solcher verdirbt nit leicht-lich 1 vnd wirdt darfürgehalten als fty er dem Bauch bequem vnd gut. Etliche belegen zum ersten mahl den Boden deß Fasses mit Waifthen Quendel vnd Frnckel / darnach Feigen vbcrher lvnd widerumb darauff Walfthen Quendel vnd Fenchel vnd thun das so lang biß das Faß gcfülletwirdt. Auffdieftlbigeweift wirdt auch ein Wein bereytauß den Egypti-fchen Feigen Iwelche die Griechen Svcomora nennen: Aber darauß wirdt ein ftharpffer Essig ldenn sein Safft/ wmn eraußgefloffm ist/ hat nikdie Krasst/ das er Süß bleiben mag. 3< Hartz S^iXli^cin/ Rhitinites Oinos, Vinum Refmatum. Cap. xlj» Amyttmg. Er Harßwcm I Griechlsch Rhitinites-, Zu Larein Vinum Refinatümgenmntt/ wirdr bey vielen Völckem gemacht / aber das allermeiste m Galatia / vnnd das ge-schzcht derhalbcn/dieweil der wein daselbst sauwer wirdt / sintemal die Trauben von wegen der Kälte der Landtschafft nit zeitig werden/ es fty denn daß man Hartz darunder vermische: Man nimpk dcß Hartz mit sampt der Rinden seinesBaums/achtzehen Lohr scbwchr/ vnd vermischt sie vndcr vier vnd zwantzig maßweins: Etliche/ lasten ihn nach dem solcher wein vergehrciist /feihen/vnd scheiden das Hartz davon ab. Etliche lasten das Hartz darinnen bleiben. Solche wein werden in ihrem alter süß / aber sie alle machen einen wchthumb Arafft vnnd Haupts vnd den Schwindel: Helffen aber doch der Dauwurg/vnd treiben den Harn, «m gr«. Evein also mit Hartz zuberepk/sindt gut wider den Husten / Fluß vnnd Cakar wrder dm ^aiichsiuß/Cccliacus genmnt/wider dierohke Ruhr wastersucht/vnd dievbrrgeKlüß der Beermuttcr / vnnd wirdt m die tieffe Geschwer gethan vndcr diesem Geschlecht haben die schwartze wein ein grössere Krafft zusammen zu ziehen denn die weisse. PmemkemWcÜr/ Vinum Strobilitc. Cap. chst. Griechisch vnd zu Latein Strohiütes gmmnk / wirdk bereyt / wen» All T man ftisch Pmeenkern stöst/ vnd in ncuwcm Most weycht. Dieser wein hat eben die «l I^Krafft lwelche der Hartzwein / davon jetzt drobm gemeldet worden ist wenn man fl aber Die Pmeenkern m dem Most seudt so wirdt ein wein darauß/ welcher getruncken den Schwmdtsüchtigen vberalle Masenwol bekompt. KederWein/ WechholterWem/ LorbeerWem/ Cupresscnwein. Cap. xliij. Btrrytu»-. IeCcderwein/Wechholterwkin/ Cupresscnwein/Lorbeerwein vnd Dannenwem/ werden alle auffeinerley weise gemacht. Man nimpt dieser Baume frische astlm/ (^^Äwann sic frucht bringm Izerspaltet vnnd legt sie vndm die Sonne / oder in eine Stuben oder bey das Feuwer lbiß sie ichwitzen/thuk darnachderfelben ein Pfunde vnder dritthalb Maß Mosts/laßt es also zween Monat stehen/zeucht darnach dm Wein in andere Fässer ab/ vnnd stellet ihn ehe man ihn hinsetzt / in die Sonne. Die Faß / da man solche eingemachte Wein inn behalten wil/ sollen gefüllek werden/ dann wann sie nicht voll finde/werden sie baldt sawer. ^ram v»md Diese eingemachte Wern sindt dm gesunden Menschen nicht gut haben alle dictatur/ Dttmöga,. daß sie erwärmen/treiben den Harn Ivnnd ziehen ein wenig zusammen/ der Lorbeerwcin aber wärmet häfftiger. Auß der Frucht deß grossen Cederbaums wirdt auch ein wein bereyk itiss diese weise: Man nimpk der Frucht ein halb Pfundt/ stößt sie wol vermischt sie vnder dritt-halb maß neuwes Mosts/ setzt es alles viertzig Lag lang an die Sonne/vnnd zeucht darnach dm Wem in andere Fässer lauter ab. WechhosterbeekWeM/ V inum iuniperinum» Cap. jrlmj. prasstvv- ErWechholkerbeerwein/Griechisch Arcettthidites, zu Latein Vinümluhipc- a^ac». rinum genennt/wirdt bereyt wie der wein auß der Fruchtdeß grossen Cederbaums/ 06^0 vnd hat auch mit denftlbigen ein gleiche krafft. §edetbech Wem / Cedrites Oinos. Cap. xlv. Er Cedet-bechWem/Gmchisch Cedrites genermtt/wrrd auffdiesc weise gemacht. Btttytuna. Man nimpt Cederbech wascht dm mit süssem Wasser / geustdamach emen jeden oder Faßlm mit einem Becherlin voll solches Cederbecho / vnd füllet darnach dieselbige Faßlin mit Most. Solcher Wein hat ein Krafft zu erwärmen/ dünn vnnd Flüssig Trasse v»d zu machen / ist gut wider den alten langwehrigen Husten wenn kein Feber da ist/ noch mit,ytrm6st"* laufft/wider dre Wehthumb der Brust vnnd Seiten / wider das Grimmen/ dicGcschwer best Bauchs vnd der Darme. Wirbt den jemgen / so Eyter außwerffen den Wassersüchtigen / vnnd denen Frauwen / denen die Beermutter vbcrfich steigt verordnet vertreibt die Bauchwürme vnd die Kalte vnd Bicben / so mit den vndcrlassenden Febern ankommen/ hei-letgletcbfalö oergtfftigcn Lhrer Blssz Itödtdte Schlangen/ vnd vertreibt dcnSchmertzm der Ohren Iin dieselbige getropfft. GeblchtTeM / PifTite, VinumPicatum. Cap. xlvj. ErGebichke Wem IGriechisch Piifite, zu Latein Vinum Picatum genennt- Bmytmg. wlrdtaußweychemBechvnd Mostgemacht / aussdiese weise: Manmußzumer-C^^stmmahl das Bech mit Meer oder gesaltzcn Wasser so osst vnd lang waschen/ biß das Wasser rcyn abfleust Idarnach dasselbige Bech mit süssem Wasser auch waschen/ vnnd vnderzwentzig maß Most solcheeBechs drey odervierLochwolvermrschen/wcnnnun dieser Wein vergehret hat vnd still stehet/ must man ihn abzichen/vnd in ändern Fässern bewahren. DerGcbichte Wein erwärmet/ hilfst der dawung / reiniget vnd saubere. Ist gut wider »m/ft»#*» den Schmerßm der Brust / dcß Bauchs/der Leber best Mtll? vnnd der Beermutter wenn Damsg«». solche schmerßen ohne Feber sind. Dienet gleichfals wider die alte langwehrigen Fiüß/wider die treffen Geschwer vnd den Husten. Hilffk der langsamen schwehrlichen dawung/vertreibk die windige aujfbiahungen best Leibs vnd das Kepchen/ vnd heplk die verrückte Glrder/inson-der heit mit ungewaschener Schaffs Woll vbergelegt. Wermut Wem/ Abfinthite. Cap. xlvij. » Er Wermut Wein IGriechisch vnnd zu Latem Abfinthite genennt / wirdtauffBrnytm,-. Cyitu Mm*Der Wermut Wem ist dem Magen nütz vnd bequem/treibt dm Ham/ befördert die lang* Dermög«,. same Dawung/wrrd zu der Lebersucht vnd Gebrechen der Nierm/vnd wider das beschwehr-liehe harnen gerühmt. Er vertreibt den Vnlust deß Magens vnnd ist den Magensüchtigen gut.Wie gleichfalls auch denen/welchen das Zwerchfell rin lange Zeit lang gespannet gerne* runde Bauchwürm/ vnnd treibt die Monzeit der Frawm. Der Wermut Wein ist gut wider das Gifft Ixia,Griechisch genmnt/wann man sein viel trinckt / vnnd widerumb vbersich außbricht. HyffopWeltt/ VinumHyflbpitc. Kap. plviis. z»tltMng. tz^^Merdem Hyssopwein/Griechisch vnd zu Latein HyiTopitc gmmnet/ist der der aller-Asbeste/welcher auß demHystop/so in Cilicia wachst/ bereytet wirdt/vnnd dasielbige auff solche weise. Man nimpk ein Pfunde Hyssop Blatter/ stößt vnnd bindt sie in ein dünn leinen Tüchlin/vnd hencket sie in vier vn d zwmtzig ma ß frisches Moste damit aber der Hys* fop zu boden sincke/hengk man Skeinlin daran/ welche es vndersich truckcn. Darnach nach viertzig Lagen zeucht man den Wein ab/seihet den durch / vnnd geust jhn in andere bequeme »raMl dmd Kaffer zu behalten. Dieser Hyffopwein lst gut wider die Gebrechen der Brust/der Seikm/ wttmsstn. pn Lungm/wider den alten langwehrenden Husten/vnd wider das Keichen/treibt den Harn vnd die Monzeit der Frawen.Ist gut wider das Grimmm/vnnd macht der kalte vnnd biebm dernachlassmdm Fiber ein erwündschtes Endt. KhamanPerWem/ Vinum Chamcedryicc. Cap. xlix. Leny««-. Er ChamänbfrWem/GriechischCham^dryitcs gmmne/wirdk gemacht wie der xs^nHvffop Wein. Er erwärmet Izertheilt vnd vertreibt ist derha'bcn gut wider dm Vttmöa«?* ^^ÄKraMpff/ wider die Geelsucht / vnnd diewindigeAuffblahungen derBeermutter. Hilft der schwehrm vnnd langsamen Dawung/ vnnd wirdt wider die anfangende Waffel* suchtgerühmt.Der Chamanderwann er alt wirdt/fo ist er besser dann frisch. Vinum Sccechaditc. Cap. Ek ^kechas Wem / Griechisch Stoechadites grnennk/wirdt auch also bereyk/vnd I pflegt man ein Pfundt Skcchaskraut in fünffzehen maß Most zu weychm. Der > «Otechas Wein löset was dick ist auf/vertreibt die windige Aufblähungm sänf-'vimim t!^ct öcn Schmertzm der Seiten vnd der Sennadern oder Ncruen.Vertreibt die kälte/vnnd istgukeingenommenmitBertram/ vnnd mit dem Gummi 82§apeno> wider die Fallende Sucht. Außbcm Steches kraut wirdt auch ein Essig gemacht wider den jetzt vorbencnnten Gebrechen/wann man das kraut in Essig weycht/ vnnd hat mit dem Wein in allem einerlei Vermögen vnd Kraft. Vetonim Wein/ Vinum Ceflritcf. Kap. f. Dereytmtz. che die Grichen Ccftren Spfycotrophon nennm/auf diese weise gemacht: Man o^Dnimpt dieses krautösampt seinen ästlin wann es voller zeytiges Samens ist/ein Pfundk/wirft das in fünf maß Wein / laßt das kraut in demselbigenWein siben Monat weychm/zeucht darnach den Wein erstmals ab/vnd geust dm in ein ander bequem Gefäß. Kraut. Aber Von allerlei) Kräuter Wein. ?77 Aber das ist in Summa zu wissen / daß alle gemachte Wem die Krafftgewinnerr / deren sott der Wein verbottcn seyn/allen denen/die da Frher haben. Mau ruachl auß der Betoruen einen Essig wider dieselbige Gebrechen gm. Vinum Tragorigamce. §ap. lh. ErWcin Griechisch l'rLAoribLnicesgeuennt/zu bereykcn/nimptmandcß krauts B-reytu-g. Tragonganum genennt vierquintlin/bindek es ln ein leinen Tüchltn / vnnd hengk O^-ÄVas m anderthalb maß frisches Mosis/ wann das kraut drey Monat darinnen ge-weychk hat/zeucht man den Wein ab/ vnnd geusi den in ein ander Faß.DieferWeinisiguk Btr,ytung. wider das Grimmen/wider den Krampssvnd Brüch/vnd wider den Schmertzen vnd Weh-- Bkttytuo^ thumb der Seiten/vertreibt die windige Auffblah ringen so in dem Leib vmbher lauffcn vnd wrrdt den jenigen/ so schwehrlich dawen/zu brauchen befohlen. Steckrüben Wem / Vinum Bunite. Cap. (it/. ................. — _______ . . . _ Beriytung. | Man nimpt gtiu’p.Clututlm Steckrüben Isidßf sie klein/vermischet sie mit einer hal- _ "^ben maß Mosi/vnd thut alles wie vor gesagt. Der Steckrüben Wein isi den Ma-gensüchtigen gut/vnd denen die von wegen viel rcptcns vnd fechkens bemüdct siudt. DlttamWeM/ Vinum Diäramnite. Cap. liii/. Er Dictam Wein / Griechisch Didamnites genennet wirdt au ß dem Kraut Di-- Bem-lung. )etamauffdte weise bereut. Man nimpk dieses krautövier Quintiin/ legtdassclluge - Din ein maß frisches Mosiszu weychen.Solcher Wein isigutvnd bequemwlderden bnnb Vnwrllen dcß Magens/treibt die Monzeit da Frauwen vnnd hilft dem Bürtlin nach der Vclmög--,. Geburt herauß. Andom Wem/ VinumPraßte. §ap lv. En Andorn Wein/Griechisch Prafites gcnennt/zu machen / nimpk man der votln-j wachscnen Blatter dcß Andorne acht Pfundt vngefchrlich/siößt/vnd wirft sie dar--—- - ^>nach in viervnd zwcntzig maß Mosi/ vnnd thut alles/wie in der Bereytung der ändern Wem.Der Andorn Wein rsigutwiderdie Gebrechen derBrusi/ vnd alle andere Ge- Rrafft vnd brechen/darwider der Andorn sclbsien wirdk gerühmt. v drithalb maß most / vnd lest sie zwen Monat also darinnen stehen. Dieser Wein ist vnnd den Leber süchtigen vndMagensüchtigen gnt/vertreibt die windige auffblahungen deß Leibs/ vnd vertreibt die Gebrechen Idavon der Harn schwehrlich gefangen wirdt. Von viclerlep Kräuter Wein. Feldt Morm Wem / V iiium Daucite. Cap. siiiij. Cr Feldt Moren Wein IGriechisch Dautites gcnennt / wirdt auffdiese weise ge-macht: Man nimpt der Feldt Moren Wurtzeln sechs quintlin fchwehr / stöst vnnd thut sie in vier vnd zwantzig maß most / zeucht den Wein ab/ vnd geust den in andere Geschirr/ wievorgesagt. DieserWeinistgutwiderdie SchmertzmvnndWehthumbderRrafftv«-Bnrst / deß Jwerchfels vnd derBeermutter: Treibt den Harn vnd Monzeit der Frawen/ Dermög». erreget ein Rauptzen Ivnd wirdt wider den Husten/ Brüche vndKrampffgerühmk. SälbenWeM/ Elelifphacite. Kap. lrv. Inen Saibey Wein / Griechisch Elelifphatites genmnt zu machm/nimptman Btttytuug. »E^.zwey LohtSalbey Iwirfftsie in vier vnnd zwantzig maß Most / vndthutalles/wie O^lvorgesagt. Solcher Wein ist gukwider den Schmertzm derMern/ Blasen vnnd ^ram vad Seyten Ivnd wider das Blutspeien IHusten / Bruche wider den Krampff/ vnnd befördert Dwmögm. der Weiber verstopffte Blum. Vinum Panacice. l^v). Brra-turig. Er Wem auf; dem Äraitt Panace,(i5vu'cf)$|cf) Panacites genennt / wll dt auffdie- sc weise gemacht.Man mmpt zwey Loch Panacis, laßt es in dritthalb maß Most/ Rrafft v-md O^ch-der gebühr nach einweychen lvnd zeucht darnach den Wein ab/ wie droben gemeldk. Dermögk» D ieftr Wein ist gut wider die Brüche/den Krampff/ vnnd die zerstoffene Schaden/mindert diegrostegcschwollcrre Milß/ befördert die langsame Dawung/vertreibt das Grimmen/ vnnd die Wchthumb vnd Schmertzen der Hüfst treibt die Monzcit der Frawen / zusampk der Frucht/vnd wirdtwider dieWassersucht/vnd gichtiger ThrerÄrchz gerühmt. Groß Galgant Wem/Lackentzm Wem / §ap. lxvy. ^vVr Bcreymng deß grossm Galgant vnd Lackerißen Weins muß man eins jeden ne-A/ men ftchtzehen Loth/dachelbige in fünffzchen maß Wein thun/ vnnd drcy Monat darinn (Iweychen lachen/vnd darnach abzichen/vnd in andere bequeme Geschirr oder Facher gies-sen.Siese Wein sindr der Brust vnd den Seiten gut/treiben zugleich auch den Ham. Eppich Wein/ Vinum Seiinite. §ap. chvllj. Btreyttmg. §Vß dem Eppich wirdt auch ein Wein gemacht auchdiese weise: Man nimpk deß fti- 0^1 sehen zeyrigen Eppichsamene Igestochen vnnd in ein leinen Lüchlin gebunden '^i^achßehen Loth/vnd senckek das in vier vnd zwcntzig maß neuwes Moste. Dieser Wem trofft»!* macht ein Begierde"vnd Lustzu essen/vnd ist den Magcnsüchtigen gut / vertreibt dieGebre-Wermögc». chen/davon der Harn peinlich vnd schwchrltch gefangen wirdt/vnnd macht einen leichten A-them.Auß dem Fenchel/Dillen vnnd Petersilren wirdt auch ein Wein auffeben diese Weise gemachr/vnd wider jctztgcmeldte Gebrechen gebraucht. SaltzblummWein. Kap. lrix. [Vß den SalHblrnnen wirdt auch ein Wein gemacht/welcher viel krafftiger ist zu pur-gieren/dann der Wein/ den man auß dem Meerwasser zu temperieren pflegt. Dieser Wein aber beschädigt den Halß vnnd Schlundt/zu sampt der Blasen Nieren vnnd Magen.Ist derhalben weder den Gesunden noch Krancken gut zu brauchen. KeÜerHalß Wem / Vinum Thymeiaite. Cap. lxr. v^) Ellerhalß Wettt/GrüchtscHThymelaites genennt/wirdt auchdiese weise gemacht, jrv Man nimpt seiner Iweiglin sampt den Blattern vnnd/ Samen drcyssig Quint-E^lin/thut sie in achthalb maß Mosts/laßt sie biß das dritte theil verschwunden sanssti-glich darrnncttsredcn/scrhct darnach den Wern durch ein £uch /vnnd setzet den zur Bewah-r Vtrinögcn. rung hm.DtescrWem trerbkvnd purgiert das Wacher/vnd Mindert dre Miltz. Aeflandt WeM/ Vinum Chamelaite. Kap. he. Btrty-ung. En Aeilandt Wein/ Griechisch Chamelakes genennt/zu machen I nimpt man der Blatter dieses Stauds/wann er blüet/gcstossen vnd gcsibk/ zehen QuiNtlin schwehr O^cytrirffr sie in dritthaibe maß frisches Moste laßt sie zwecn Monat darinn wepchen/ zeucht darnach den Wein ab/ seihet den durch/vnnd gcußt jhn in ein ander bequem Ge-Rrafftvnd sihirrvndFaß.DieserWeinistgutwiderdieWassersucht/!stdenLebersüchtigen/vnddmen DkrmSgm. die fast sehr bemüdck sindt/fa st bequem. Wie gleichfalls auch den Frawen so nicht vollkom-menlich nach der Geburt werden gercpniget. Auß Auß dem frnutChamepicis Gnechtsch genennet/ wrrdk auffdiese weift auch ein Wem öerepk twider ebmmäffige Gebrechm gebraucht/vnnd kreibr zu gleich auch dm Harn» Alraun Weitt/ Vinum Mandragorice. Cap. lxxij. Cn AlraUn Wein/Griechisch MLndra§orire§ genennk/zu bereyrm/ nimpk man jBmtjttmg. die Rmden der Alraun Wurtzeln/stücklecht zerschniktm/vnd an einen durchgezoge-O^Tnen Faden gehengr/ein halb Pjundt / ftnckt sie in vier vnnd zwmtz'g Maß neuwes Mosts/laßt sie drey Monat darinnen weychen/ vnd geust darnach den Wem ab. Em mäffiger Lrunck dieses Weins/ist neun Loch mit noch so viel süssem Wein vermischt/deffel-bigcn achtzehen Loch vnderdritthalb maß anders Wems vermischt/ vnnd davon getrunken/ Ära®( enn6 bringt wie man sagt den Schlaff. Dessen ein Becher voll mit einem Msscl Weine gekrun- Verms-r» cken/ isiern zimticher vnndmittclwasskger gebrauch dieses Alraun Wcine/bmimpt die E m-psindtligkeit der Schmertzen/Macht die Flüsse dick/daran gerochen oder getruncken vnd hak mit einem Clysiier gebraucht eben dieftlbigc krafft. SchwartzMeßwurtzWeitt/ Vinum Hclleboritc. Cap; Iftiij. dem schwartzen Nießwurtz Wein/ober Christwurtz Wein/Griechischide!1e8oricer £ A^ ienennt/ Nimpt man zwöiffQuintlin Chrisiwurtz / stösset vnnd bindet sie in ein leinen (jLüchlin/sencket sie in dritthalbe maß Mosis/mit Meerwafferzu bereytek/ läßt sie biß der Wein verzehret ist Idarinnen weychen / ftchet darnach den Wem durch vnd behetl den zum Gebrauch. Dieses Weins gibt man ein Becherlin IvNnd da vngefehrlich zehen Quimlin ein gehen/ mitBadtwaffer/ durch den Stulgang zu treiben vnndpurgieren/denen/diesich nachdem Nachtessen gebrochen haben/zu trincken.Auffein andere weift denftlbigenWein zu machen/ £ nimpt man Christwurtz zwentzig Quintlin/Chamelshew vier vnd zwentzig Loch/ Syrischer Spicanardi sechs vnd zwentzig Loth/stößk vnnd siebet diese stück durch/ bindet sie in ein leinett Lüchlin/sencket sie in ftchsthalbe maß Weins / welcher in der Insel Cho gavachsen ist läßt sie vicrtzig Lag darinnen weychen / seihet darnach den Wein durch / vnnd gcht denftlbigen zu einen» Lranck siben vnd zwentzig Loch.Dder man nimpk vier vnnd zwentzig maß Mostö/ Z. Meerwasftrs / auß der Treffe fünff Maß l Christwurtz «sechs Pfundt / vermischt sie durch einander / laßt die Christwurtz Wurtzel viertzig Lag darinnen weychen/ftrhet darnach den Weilt durch/vnnd bchelr den zum Gebrauch. Ddcr nimpt Christwurtz zwölffQuintint/ 4* NiterschaumevierDiumtlin/senck kdieftstückinfünffmaß Most / läßt sic fünffachen Lag darinnen weychm lzeucht darnach ocn Wein ab lvnnd fttzctjhn durchgcsichcn zur Bewah- rung hin /erstmals nach sechs Monat zu gebrauchen, Dieftr Wein gekrunckm/bruigetden schwängern Frawen ein Mißgebutt. Dder man Rkafft virv nimpt Lrauben/die auffHürden vndcr der Sonnen getrücknet sindt / vnnd wirfft sie in vier vnnd zwentzig maß MoKs/thut fünffLoch Gypß varzu/ läßt sich dasselbige zween Tag ft- 5* tzen/mmpt darnach Christwurtz / Chamelshew > Calamus/ emes jeden dreyssgD-umrlin/ Wechholterbeerzwey Pfundk/acht Lokh Myrrhen/Saffran jedes eüi Loth / bindet die stück zusammen in cm leinen Tüchlin Iftncket sie in den Most / zu dm ändern Stücken / läßt sie viertzigLagdarmnenweychen/zeuchtdarnachdenWeinab/ vNnd seihet dm durch / vnnd gibt davon ein Nössel oder zwey zu mncken. Dieser Wein purgieret vnnd reyniget die Fraü-wen nach der Geburt vnnd Mißgeburt / treibt die Frucht auß Mutter Leib/ vnnd wirdt wider das auffsteigm der Beermutter fast gerühmt; ©«mime» Scammonien Wcitt/ Vinum Scammonite. Cap. lxxmj. z'—'X Er Scammonim Wem/Griechisch Scammonites genennk wüdk auffdieft wei-sebcrcyk. Man nrmpt der Scammonien Wurßeln/ form Sommer zur zeit der O^öErndkgegrabcn/fünffqumtlm/laßtdtcsclblgestossen/mcm lernen Tüchlm zusam-men bmden / vnd m dntthalbe ma ß Mosts versencken / vnd vrechrg Tage m dem Wern wey-chen.Dreser Wern treibet derr Stulgang/vnd führt die Gall vnd Phlegmaktsche Fcuchtrg-kerkenauß. Von allerley Ertz oder Metall /das rft/ von allerlep Artz- neyen/so auß der Erden werden genommm/vnd zum ersten von dem Calmey oder Cadmia.Cap.lxx». «TMcfcs bit Er Calmey wirdt Grrechlsch vnd zu Latein Cadm ia genennek/der beste vnder allem *deß gelben Copcroilh oderVickriiöMlsyoscheß rohtenBergschwcfclb8c>reos, Dtp schwachenBcrgschwcfdsMelantheri«,der LazurCeruleijOeß Borras,Chryfocol-tX,deßVictriloder Coperoflx, Atramenti futoriiwnnt)deß Berggrüns / Diphrigis gefunden wirdt. Es sindt auch etliche^die da sagen/ es werde der Calmey in den Steingruben gefunden/welche die Gleichheit der Steine / wie auch der Stein ist / welcher bey der Statt Cumas gefunden wirdt/bckreugt/er hat aber feilt krafft/vnd werden auch dardurch erkannt/ da ß diese Stein viel leichter sindt/dann der Calmey/ vnnd tvann man sie Munde kauwet/ geben sie keinen ftembden Geschmack/zu geschweigen/daß diese Steine im küwen den Aanen tviderstchcri. Der Calmey aber jnach dem er weychk / widerstchtt dm Janen nicht sondern mag wol gekawet werden. Man kan sie auch noch auffein andere weiß probieren vnndvn-derscheyden: Dann der Calmey iwann er zum reinen Puluer gemacht worden/ mit Effig befeuchtet / vnnd in der Sonnen geerücknet wirdk / so helk er fast widerumb zusammen wel< ches der Stein nicht chut. Auch wer den sie probrerek vnnd erkannt / dieweil der Stem ZM stoffen / vnnd auffs Fewcr gelegt/zerspringt vnnd einen Rauch von sich gibt wie das Feuwer selbst/der Calmey aber bleibt strtl/vnd gibt einen gelben kupfferfärbigen Rost vnnd Flammen wie cm vielfarbiger Gürtel: Darbeneben der Stein wenn er im Fewer ver brent worden Dtii? widerumb kalt wirdt / so verwandelt er feine Farbe/ vnd wirdt viel leichter. Der Calmey ' aber- verwandelt sich mergents an / es were denn fach / daf ,nan jhn etliche Tage nach ernan-> der im Feuwer brennet: Cö wrrdt auch Calmey gemacht m dcn Dcfen / da man das Srlbcr fchmeltzt. Derftlbige aberistweisser vnnd leichter/vnnd nicht also kräfftig/als deraußdcm Kupffer gemacht wirdk. Der Calmey wirdt gebrent / denn man legt Koten vberher/ zündet dreftibige an / vnd lest sie brennen biß der Calmey glüendt durchleuchtig wirdk vnd sich wirfft Iwie die Eiftn schlacken ldarnach so lascht man jhn in Wam Amnamta zu Latem ge-timnt/ ab. Diesen Calmey der also in Wein gelascht ist / gebraucht man in dm Psiastern/ dcß man sich aber in den Aryneyen oder Salben Iwelche wider die Räude vnnd Grrndt be-» reytwerdm/gcbrauchmwrl/laschtmaninEffig.EtricheauderezerstosscndmCalmep/wenn er also gebrent worden ist lvnnd befeuchten dm mit Wein thun darnach in einen rohen vn-gchacknm Hafen Ivnd lassen jhn widerumb brennen/ biß er die Gestalt eines Pimsensteins bekompt: Darnach stoffen sic denselbigm widerumb befeuchten jhn mit Wein/vnd lassen jhn zum dritten mahl brmnm/ bißerallerzuAeschm wirdt/vnnd nichts hartes in sich hak. Dieses Calmey gebraucht man sich an statt deß Spodü t Es wirdt auch gewaschen auff diese weise: Man sie st ihn meinem Mvi sei zu rcyncmPuiuer/vnndgcustofft frisch wasser darüber Ibiß das wasser lauter abstcu st jmacht darnach Icltiin darauß / vnnd setzt dieselbigr Kurbcwahrunghni. Kalmeyblum/ Pompholyjc, Spodium Cinemla. Cap. lxxvj. ^^>Asmchblumc/Griechisch vnd zu LatemP om pholyk gmmttk/ist allein an der Gestalt/ 1% von dem grawcn Augsteine lwelchen die Griechischen Spodion nennen / vndcrschey-den/sic sindt aber doch emes Geschlechts / vnnd Herkommens. Denn das Spodium oder der grauwe Augstein Iist fchwartzlecht Ivnnd gemcinlich schwehr / voller Haare vnd Kaffe iwie cm Außftechßel / welches man von dem Estuich der Werckstatte / da man das Kupffer tim schmclyt/auffnimpt/vnd auß den schmeiß Offen abscharrek.Dic Calmeyblum aber (Pompholyx) ist feyst vnd weiß/ vnd so leicht/paß sic in dcrLufft von dem wmdk gleichsam erheben vnd ssrcgcnd wirdt gemachk.Dicscr Calmcybkumen sindt zweyerley Keschlechk: Das ein hak ein Farbe wiedieLufft/ vnd isteinwmrg feyst: Das ander Geschlecht ist sehr weisse/vndvberaußieicht.DicweiffeCalmcyblumwirdtgcmacht/wcnndieKupfferschläger dieselbige besser machen wöllm/im kupffer schmeltzM /klein gericbenCalmey/hauffechrig da-rinn strewen / denn daher geschieht es Idaß die Flamme Aeschm die davon vbersich flic- un" gen lzu Calmeyblumen werden. Die Calmeyblum wirdt auch nit allein auß dem schmcltzendcn Kupffer gemacht Isonder auch auß dem Calmey mit fleiß zu der Bercy-tung desselbigen angezündet/ vnnd mit Blaßbälgen darinnen geblaffen / vnnd wirdt auff diesswesse gemacht: Man macht in einem Hause mit Birne vnnd Dach verdeckt / ei# tien Dfen / welcher am vndern Thcil mit einem zimlichen Loch/ vnnd gkcichfalk auchoben gegm der Bünemik einem Rauchloch eröffnet ist. Es soll auch die Wandt deß Hauses/ Ta'M'En darinnender Dfcn stehet Ineben dem Ofen Ivnnd der Dfen vnden an einer seiten mit ei- nem kleinen bequemen Löchlin/das Rohr deß Blaßbalchs darinn zu stecken eröffnet sein. ^ea-Das Hauß aber selbst ein zimliche Thür haben / dardurch der Werckmeistcr -equemlrch auß vnd ein gehen möge.Mben demHausc/da der Dfen inn ist/wird erfordert ein ander klein häußlin/darindie balge oder Blaßbaleh stehen/mit sampt dem der da blasen soll/ darnach sol man Kolen in denDfen werffen/vnd dieselbige anzündcn/vnnd wenn solches alles geschehen/ so sol der Werckmeister klein zerstoffcnen Calmey oben in strewen I wie glcichfals sein Dinier »nvrn vnden zugleich kola, darzu werffen / biß der emgeworffene Calmey vnnd den man darem ge°-denckt;u werfferrj orrzehret ist/.>ann also wirfft sich was zart / subtil vnnd leicht in dem ange-zündten Calmey istauß/fieugt vbcrsrch an den öberstcn Theil deß Hauses vnd blecht an den AZanden/Bünen vnd Lach behaugcn/vnd wirdk von dannen gesamler. In dem Anfang be-kompl ce ein gestalt wie die Wasser Pocklcn/darnach wann es grösscrwirdt/vnd sich mehret/ wrrdt es ekwan den Woll Plöcklin ehnlich/was aber schwchrer in dem angezündten Calmey ist/ftllr/so baldtcs sichaußwirfft/ widerumb hmderstchauffden Rucken deß Dfens/vnnd fpreytet sich vber das Esterich deß Hauses auß/ vnd dieses wirdt schnöder geachtet dann das teichte/diewerl cs auffoie Erden fallet/vnnd wann es auffgenommcn wirdt/ viel Erden vnnd Kaat in sich bchekt. Cs sindt auch etliche die vermeynen dergrauweAugstem/welchen die Griechen Spodium nenncrt/werde auch auffdrcsetbige weift gemacht. Die allerbeste Cal-mcy B lume wirdt in Cypern gemacht/welche wann sie mit Essig befeuchtet wirdt/ gibt sie einen Dunst vnnd Akhcm von sich / wie das Kupffer/ ctwan an der Farb wie Bleeh/cines vn-tieblichen Gefthmacks/wie Kaat. Vnnd wann sie lauter vttgefalschtauffglüende Koten gelegt wirdt/gewnlnt sie cm Farbe/wie die Lufft.Auß diese« jeyt vorbenenntmJerchcn soll man <111 auffmercken habcn/dann sie wirdt von etlichen mitDchftn Leim/ ober mir Schaffs Lungen/oder Meer Lungen/oder mit gebrandten vnzeytigen Feygen/oderandern dergleichen stricken verfälscht/ welcher Betrüg leichtlrch zu erkennen ist/ dann der zeychcn/da vor von gesagt i'st/wirdt kcins hierinnen erfunden. Die Calmey Blume wirdtauff diese weift gewaschen. Man soll ncmen ein rein leinen Luch/ welches etwan dünn sein muß/vnd drc Calmey Blum (rucken ober mit Wasser besprengt vnd befeuchtet/darein binden/ alsdann in em Becken /da Regenwasscr innen ist/ ftn ckcn/das Säcklin oben mit einer Handt fassen vnd hin vnd wider in dem Wasser schütteln / dann also sieust alles was schleimig vnnd nun darinnen ist/durch/ was aber vndüchtig vnd hart ist/ bleibt darum. Darnach laßt man die durchgesiossene Calmey blumen stehm/darmit/was sandig darinnen ist/ sich auffdcn Bodem ftye/wann das geschehen ist/so seihet man das Wasser sampt derAschcn oder Calmey blumen durch gen ft widerumb frisch Wasser darüber her / treibt vnnd mischt alles woldurch einander/geustesab/ vnd seihet sic durch/vnd hclt mit solchem frischen vbergiessen abscrhen vnd abgiessen so lang an/brß sichnichts sandiges mehr an dem Bodem setzt. Zum letzten seihet man das Wasser durch ein Seihtuch lauterab/vnd wirfft es hin die Asche aber- vnd Calmey blumen last man (rucken werden/vnd scy t sic zur Bewahrung hin. Etliche andere nemeri trucknc Calmey blu-mcn/giessenWasserdarzu/treiben vndmischcn das mitdm Händen durch einander/ biß es dieDieke eines Honigs vberkommen hat/ darnach so legen sie das vber ein Luch/welches fanfftiglich vber einen Hafen oderssonstein bequem Gefäß/ darinnen man die Calmey blumen empfangen wii gespannet ist/giessen viel Wassers darüber/vnd rühren sie wol/ damit sie desto lerchtlicherdurchstieffe/ darnach was auffdem durchgefloffenen Schaumig vberher schwimrnet/schöpffen sie ab/thun das in einen newen Hafen von Erden gemacht/ vnnd fttzen den zurBcnxihrung hin. Was sich aber auffden Grundt gesetzt hat/lassen sie gemächlich durch ein Srb in ein ander Faßlin lauffen/vnd was sandiges an dem Bodem rst/bleiben lassen es widerumb stehen/sich ftnckcn vud fttzen/ftrhen es auch widerumb/ giessen es in ein ander Kaßlin/vnd das thun sie so lang/biß die Flamme/Aschen oder Calmey blume lauter vnd ohne Sandt erfunden wirdt. Die andere werffm gantze Calmey blumen / wie sie in sich selber ist/ in das Wasser/der Meynung/cs sincke der Sandt vnd Gteinlm/die darinnen sindt/ vermög ihrer fthwchrc/zu bodem/vnd die Haar/Kaffe/ vnnd was sonst dergleichen vnrein vnnd leicht , darinnm ist/werde vberher in der Höhe fthwimmen/aiso / daß sie darnach die Calmey blume/ welche zwischen beyden ist/absondercn/vnd in einen steinern Mörftl werffen vnd waschen sie wie den Calmey. Man wascht die Calmey blumen auch mitWein/der inChio gewachsen ist/ vnd mit Mcerwasser vermrscht/auffdieftlbige rveise/wie vorhin gesagt vnd also gewinnt sie ’ ein krafft/damit sie mehr zusammen zeucht/dann wann siemitWasser gewaschen worden ist.Die Calmey blumen haben eine krafft/damit sie zusammen zeucht/kület/ci-füllet/ säubert'/ Drrmög:.,. stopfft vnnd ein wenig trücknet/ wirdt au ch vnder die Stücke gerechnet/ welche die Gcschwer miteiner Hautsanfftiglichvberzichm.Wann man dieCalmeyblumen brennen wil/ so soll man sic sicissrg stossen/mit Wasser befeuchten/Mchlin darauf formieren dieftlbige in einer newen jrrdenm Scherben/vber einew linden Kolfcwer sanffkiglich brennm / vnd dieKüchlrn vmb- vmbwmden/biß sietrucken vnd roch werden.Dae ist auch zu wissen/daß man das Spodium auch auß Goldt/Silber vnd Blep zurichten vnd bereyten kan.Abernach dem welchesman in Cypern auß demKupffermacht/wirdtdasauß demBleyam meysten gelobt. Anzeygunge etlicher Gtück/derm man sich an statt der Kalmey- blumen/vnnddeß Spodügebrauchenkan. Cap. Iflcvij* -Ach dem sichs offt begibt / daß man kein Calmeyblumen/oderdas man Griechisch .Spoäion nennt/haben kan/beduncktmichs von nöhtenseyn/etliche andere Stück e.-) xL^anzuzeigm/ die derselbigen Lugendk vnd Krafft haben/welche man an statt deßSpo-dü gebrauchen mag/vnd bey den Griechen Antifpoda genennk sind vnd man dieselbige zu bereyten pflege.Derhalben nimpt man die Blätter/ Blumen/ vnnd vnzeytige Frucht deß Myrti,kgtsie in einen rohen vngebackenen jrrden Hafen / bedeckt denselbigen mit einem Deckel voller Löcher/seyk sie in einen Töpffer Dftn/biß der Hafen gebacken ist / nimpt darnach dreaschedarauß/ thuksie wlderumb in einen vngebackenen Hafen/ vnnd setzet den in einen LöpffcrDfen/bißergebackenist.Wann das geschehen rst/ sozeucht man die äschc darauß/ läßt dieselbige waschen/vnd zum Gebrauch bewahren. Desselbigen gleichm thuk man auch den Zweigen der wilden Delbäume/wann man sie haben mag. Wo aber nicht nimpt man an statt derselbigen / die Iweiglin derzammQelbäume/ mit jhren Blumen / oder nimpe Quitten/schneidetsieauff/vndthut die Steinlin darauß/ oder Galläpffel/ oder zerrissene lemene Lüchlin/oder vnzeytige Maulbeerm/ wann sie noch weiß sindt/vnnd vorhin in der Sonnmgedöm/oder man nimpt den Lennfcum oder Terebinthum, oder die Blumen der wildm vngepsiantzten Räben/oder die zarte Blätter deß Brombeerstaudo / oder die Zippen deß Buchbaums/ oder den falschen wildm Galganr mit seinen Blumen. Ekli-cheandere nemcn die Iweiglin vnd Blätter der Feigen Bäume/lassen sie zuvor in der Sonnen ttücknm/vnd auffietzkerzehlteweisc bereyten. Etliche nemen Dchsenlcim/ etliche vnge-tvaschenerauhe Woll/vnd befeuchten die mitBech oder Honig/vnnd bereyten sie wie sitzt- gcmeldt.Dieser Stück alle gebraucht man sich an statt deß Spodü. GebrandtKupsser/ vEsvftum. Cap. sixviij. O EbrandtKupffcr/Griechisch Chalcos Cecaumenos, zu Latein vftum ge- 6?^nennt/wirdt gelobt/wann es roth ist/vnd in dem es gerieben wirdt/an der Farb ein Ge-statt hat lwie das Lrachcnbluk. Das fchwartze aber ist mehrgebrannk/dann es soll. Es wirdt gemacht auß den KupfferNeglen veralten zerbrochenen vnd zerfallmen Schiff/ auffdiesi weift: Man nimpt dic Kupffer Mgel/legk dreftlbige in einen jrrden/rohen/vnge-backnen Hafen/vnderlegt sie mit Schwefel vnd Saltz eines so viel als deß ändern/ also/ daß Rupffirzu man erstlich vndm in dm Hafen Schwefel vnd Saltz strewe / darnach ein Lage der Kupffer Negel/alsdann wrderumb Schwefel vnd Saltz/ vnd abermals Kupffer Negel / je eins vmbs ander. Zum Letzten macht man dm Hafen mit Haffner Erden fest zu/vnnd fetzet dm in eieren Dfcn/bißderHafenvollkömlichgebackenist. Etliche streuwmanstatkdeßSchwefels vnnd Saltzes Alaun darunder. Etliche lassen sie ohne Schwefel vnnd Saltz viel Lage allem in dem Hafen brennen. Etliche thun allein Schwefel darzu diß aber wirdt fthwartz vom Ruß Idarumb reiben sie den Rußab. DieanderebestreichendieKupfferNegelmit Federwerß/Schwefel vnnd Essig durch einander vermischt / vnnd lassens sie in einem rohm/ vngebackenm jrrden Hafm brennen. Andere besprengen sie mit Essig/ vnnd brmnm sie in eincm Küpffern Hafm/ vnnd thun daffelbige auch zum ändern vnd dritten mahl / vnnd fetzen daniacb das zu behalten hin. Dasallerbeste gebrandte Kupfferwirdk in Memphide/einer Statt vEgypti gebrmnet/das nächste nach diesem im Cypro. Das gebrandte Kupffer hateine krafft / darmit es zusammen zmcht/ trücknet/ dünn Akaffr b#& macht/an sich zeucht/die Geschmr säubert vnnd zuhcylet: Ale Gebrechen der Augen Kk treibt/ treibt Idasaußgcwacbftn fleisch verzehrek/vnnd den bösm Geschwcren / die weitter vmb sich ftcjscii/wehret/ce treibt auch vbcrflch / durch das Erbrechen Meth getruncken/ oder mit Honig geleckt/oder mit einem Kaderlin im Halß angcsirichen. Tkkravd« .Das gebrandt Kupffer wirdk gewaschen wie der Calmey/also daß man in einem Tag Rnpffer za. vier mal frlschesWa jser drüber giesse/vnwiderumb ablauffen lasse/biß nichts vnreines mehr w-tchtn. abfleust.Die Kupfferschlackenauffdieselbige weise gewaschen/haben eben solche Lugendt/ sedoch nicht also krafftig. KupfferBlum/ Flosxris. §ap.lxxix. ^ Je Kupffer Blume/Griechisch Anthos chalcu^u Latein Flos zris genennr / ha-etliche der alten Kupffemagel Abschnitzle geheyssen. Die allerbeste ist lerchtiich <^Tzu zerreiben/wirdt in dem reiben rohtlecht/ vnnd ist an kleinen Körnlin wie der H irß / fchwehr/ein wenig glüntzendk/zusammen ziehend / vnnd hat kerne Feilspane von dem Kupffer abgefeilet ldamit sie offt gefalschet wirdk / in sich. Aber das ist leichilich zu erfahren/dann die Ferlspane/wann man sie zwischen den Zanen beysser/ so spreytcn sie sich auß. Diese Kupffer-wohttdie Blume wirdk gemacht/wann das geschmeltzke Kupffer auß dem Schmeltz oder Brennofen durch den Canal in die Gruben / da es zu Kuchen wirdt / herauß fleust/ zu welcher zeit die »ms. ' Werckleut das Kupffer zu reinigen vnd zu külen/em kalt Wasser darüber giessen / dann dar* aufferfölgt/daß durch diehastigeVerhartung vnnd zusammen Wachsung dcß Kupffcrs/ die vorbenannte Kupfferblume herauß springt/als wann sie außgcworffen were. VttmZtn. DieseKupffer Blume zeucht zusammen verzehret das außwachsende Fleisch/vertreibt alles/wasdaßGeflchtverflnsterk/pflcgtaberhefftig zu beissen zwcyer ftrupel schwchr ern-gegeben / purgiert vnnd treibt sie die dicke Feuchtigkeitm auß/ verzehrt das außwachsende Fleisch in der Nasen/vnd Hindern/vnd wehret den Blattern.DieftlbtgeKupffcrVlum aber auß weissem Kupffer gemacht/zu reinem Puluer gcstossm/lnrt einem Röhrlin eingcblasm/ ist gut wider die alte langwehrende beschwerlich ketten der Dhrcn vnd deß Geh ors. Mit Honig vermischt vnnd angcstrichen hilfft sic dm Mandeln vnnd Zäpfflin aller Geschwülsten ab. Kupfserschlag/ Squama ^ris. §ap. lm. Er Kupfferschlag wirdt Griechisch Lcptis chalcu,zii Latein aber S quam a aeris, gmenntrVnter diesem wirdt der beste in Cypro von dm Kupffernügcln auß Cypri-O^Tschen kupffer gemacht/in den Kupfferschmitten vnd Werckstatten daselbst dick abgeschlagen/welcher Griechisch Helitis>öas ist/zu Latein Clauaris geheissm wirdt welcher aberauß gemeinem schnöden oder weissem kupffer gemacht wirdt/ist vndüchkig/ vnnd demnach als dünn vnnd vnkrafftig zu verwerffen vnnd hergegen der dicke vnnd rohte zu erwch-len/vnnd insonderheit/wann er mit Essig besprengt eingrüne Farb wie der Spangrün be-kompt. Vttmögts" Solcher Kupfferschlag hat eine krafft/ damit er zusammm zeucht / hinder sich tmcket vnnd verzehret. Er wehret den Geschwcrn die weiter vmb sich fressen welche die Griechen Nomas nennen lvnnd heylet die Geschwer zu. Kupfferschlag mit Meth oder Honigwa si scrgetruncken ltreibt das Wasser auß. Etliche stossen den zu reinem Puluer/machen besondere Icltlm darauf;/ vnnd geben die zu schlucken ein. Darneben wirdk er auch vnder die Artzneycn /welche wider die G cbrechen der Augen bereytet sindt / vermischt. Dann er truck-ncr die Flüsse der Augm/ vnnd verzehret was rauh vnnd scharpffrst an den Augenbraen vnnd Wangen. Der Kupfferschlag wirdt auffdiese Weise gewaschen r Mannimptein schügz«wa- halbPfundtKupfferschlag/ der trucken vnnd sauberist/ wirfft denineinmsteinern Mdr-lchin- fel Igeust rein lauter Wasser darüber lvnnd rührt das fleissig mit den Händen biß sich der Kupfferschlag hinunder gesenckct hat/herumb/ geust darnach das er sie Wasser ab/vnnd thut darzu ein halbe Maß Regenwassers / laßt den Kupfferschlag mit außgcstrecktcr Handt lals wolte man jhn hart fassen wol reiben darnach wann er anfühet schleimige Feuchtigkeit von sich zu geben/ geust man fein all gemach Meerwaffer darzu twju /Bif; ciuff cttt ober (^tibert ^die-laki- \Sru\nisruginem vcrmicularem nmnm / smdt zwcyerley Geschlecht. Daseme w:rv O&Oaufider- Erden gegraben ldas ander durch besondere kurist gemacht dre gemachte Bcrkytrmg. trirpt auff diese weise bercyt: Man nimpt achtzehen Loht scharpffen weiffen Ers.g/geuft ?>en rn emen Mörsel lauß ZyprischenKupffergemacht/ stöstvndreibt dm Eisig mit einer,»P^ sirll oder Sköjser/auß dcmseibigen Kupffer gemacht er fcystvnd schleimig wirbt / dann- tim herumb / thut darnach deß runden Alauns ein quintlin/vnd klaren durchsichtigen Ga-v » litzensteine / oder Meersalye Idas vberauß weiß vnnd hart ist oder wo solches nicht vorhan- den ist/an statt desselben Niter auch so vicldarzu vnnd lests vnder der Sonnen/in den Huttdßtagen/ wenn csamallerhitzigsten ist biß es grün wirdt/ wie Spangrün/ vmwci-ite feyste schleimige Substantz vberkommet/ stossen/vnd seytes / wenn es ein Gestalt gewinnet wie die Würmlin / welche dic Griechm Rhodiacos nennen zu behalten Hrn. Dieser Spangrün oder Kupfferrost/ wrrdt vberauß krafftig vnnd einer fast guten Farbe / wenn man zwq) Lhei! eines alten Harns/vnnd ein Lheil Effig in einen Ächrftl / auß Cyprischcn Kupffer gemacht / zusammen geust/ vnnd thut alles wie droben gesagt: Etliche verrmschen Gummi vnder das/ wasnachgelassenwirdtvon dem Spangrün/ oder Kupfferrost soab-gescharret vnd gckrayck wird/machen Küchlin oder andere formen darauß / vnd bicrens also zu v erkauffen ftil. Dieser Spangrün / als der vntüchtig i st soll verworffen werden. Es ist noch ein ander Geschlecht deß Kupfferrosts/ dessen sich die G oidrschmide gebrauchen /damit sie das Goldtsolureren Ivnnd wirdt gemacht wenn man in ein Mörftl auß Cyprrsehem Kupffer gemacht/ Kindcrbruntz mit einem Pistill oderStösser auß demsilbr-gen Kupffer/stöst vnd reibt. DnMösr». Drese je-uge angezeigte Spangrün oder Kufferroste alle/vergleichm sich an ihren frdff-ten dem gebrandten Kupffer Iohn daß sie stärcker vnd kräfftigersindt / aber das soi man mtj> ' frn Idaß der gegrabene Spangrün loder kupfferrohke welchen die Griechen Scolcciam nennen / derallerbeste ist / darnach der abgescharte vnnd gekratzte zum letzsten der gemachte/ welcher aber doch am meisten belsscr Ivnnd mehr zusammen zeucht. Der Goldtfehmrdt kupffcrroht vergleicht sich dem abgeschabten Spangrün. Alle kupfferröhte oder Vpan-grüne ziehen zusammen Imachen dünn erwärmen/vertreiben die Narben vnnd Wundt-zeichen der Augen/ treiben die Trähnen /wehren den Geschweren dieweitervmb sich fressen/ welche die Griechen Nomas ne? nen /bewahren die Wunden / daß sie nrt hitzig werden/ noch geschwellm/heylm/mikWachß vnnd L>ei vermischt/ dre Geschwerezu/sauberen dre Agster oder Kram Augen Ivnnd die faule Geschwer mit dem Gum m A mmoniaco vermischt/verzehren sie die Hartigkeitvnd Schwielen der Frsteln/darein gesteckt/sindtauch gut wtderden Gebrechen deß Mundts lvnnd das außwachsende Janfleisch mit Honig vermischt vnd angestrichen / machen die dicke Augbrawen vnd Wangen dünn / man muß aber dieselbige/ wenn man sie damit angestrichen hat/mit einem Schwamm/rn warmem Wasser genetztt/bahen: Aller kupfferroht oder Spangrün mit kupffer vnd Niter in 'I'herehilr-Atipffmoht thin zerlassen / vertreiben die Räuden vnd GrindtrSo jemand!einigcrlcy kupffcrroht bren-iasrmm. nm wolt/ so soll das auffdiefe weise geschehen: Er soll kupfferroht klein zerbrechen vnd zer-fiossen Iin einer jrrdenen gebackenen Schüssel auffheysse Kolen fetzen vnnd stats vmbwcn-den Ibiß er seine Farbeverwandele / in derselbigrn der Aeschm ehnlich / darnach wenn er kalt worden ist / so setzt man dm zu behalten hin. Etliche brennm den wie vor gesagt/ in einem rohen vngebackenen Hafen/ erbekomptaber/ wmn er gebrank worden ist/nicht allwegdre-selbigeFarb. ^ifettrosi/ ferrugo. lmilj» /^^.Er Eiscnrissk/Gritchssch los fidiru, zu iafein Fcrrugo gmennek/harein kraffk da-er zusatnen zeucht/derhalbeneinAapfflindaraußgcmacht/vndgebraucht/wie Om-D man sonst mit den Frawrn Aäpfflm thut / stopfft den vbrigen Fluß der Beer mutter/ gerrun- Kekmnkken aber verhrnderk er daß die Frawen ntt empfangen. Der Eisenrost in Essig zerlas-ftnvndwol vermischt list gut angestrichen wider die Rose oder Rohttüuff/ heylt dteBla-rern Ivnd dieFinger Geschwer IParonychia Griechischgenennek/ vertreibtdasaußtvach-scnde Flnsch / so vber die Finger Nagel wachst: Macht die rauhe scharpffe Aügbrawen vnd Gnechm Lonäy lomara nmncn/ stillet den Schmertzm deß Podagrams vnd macht Das Haar widerumb wachsen / da es außgefalle»r ist Iindem Gebrechen bey den Griechen ^.lo-peciagenennk. ItemWasscrodcrWein Idarinnen einglüendt heyßEisengelöschet worden ist lgetrunckcn Iist rvider den Bauchfluß lwider dierohke ruhr / Mil# jucht / vnnd wider den Gebrechen Idavon die beyderley Galln vnden vnd oben außbrechen welches auffGne--ehisch Cholera morbus genennet wird! Iauch sindtfle denen gut/ vnnd werden wider die Blödigkeit deß Magens sehr gerühmt. Ersm schlacken / Recrcmen mm ferri. Cap. Iwriij. Je Eisen schlacken / Griechisch Scoria fidm, zu Latein Recrementum ferri ge-- «raff» t»» ) nennt lhaben eben dieseibige Tugendt vnd Krafft / welche der Elsen rost/ jedoch nie Dmn»-«,. > so st rck / mit sauwrem Honig Syrup / Oxmelle, getrunckm widerstehen src der Wvtffswurtz IauffLatemtsch A comtum gencnnt. Bleywaschung/ Loturaplumbi. §ap. txxpv. IcBleywafchung lzu Latein Loturaplumbi, wirdk au ss diese weise verfärtiget r Man geustWasscrmemenBleyen Mörser / lestdieselbrgemitcinemPistrlloder ^»ÄStöfferbtßcö schwartz wirdt/vnndem wenig dick/ wie Schleyme oderweycher 2 otdannen stossm / sechet darnach alles durch ein leinen Tüchltn/ vndgeustWasserdar-t her / damit alles was sich auffgelöset hat / desto leichtlicher durchgesiehen werde. Das-^ ig" chur man auch zum ändern mahl / biß man dessen gmug Hab/wenn sich nun alles ge-f ,td )at'fogeustmandasersteWasserdarvon/ thueftlschWasserdarzu/vndwäschetes w: 4dem Calmeytst vermeldet/ biß das nimmer schwach ist / macht darnach Küchlin dar-!,;vuwtb fttzttsie Hm lda sie bewahretsindk: Etliche feilen Bley das reyn ist/ werffen f • fe- staub Iwelcher darvon fcltlin einen steineren Mörser lassens mit einem stemm Pistill oder Stösserwol flössen/ oder thun gemächlich Wasser darzu/ vnd reiben es jUnffk-irch mltden Hanbm biß es schwachwirdt/ herumb. Darnach wenn sichallesgesenckthat/ greffmsie das Wasser davon lvnnd machen Küchlin darauß denn wenn es hefftiggeflossrn ist,/ so wirdt es dem Bleywciß ehnlich. Die andere thun Zwitter Plumbaginem zudem feilstaub deß Bleyß lvnd sagen vor gewiß/daß solche Bleywaschung die allerbeste sey. Vnd ^ateincKrafft zukülen/zusammen ziehen/stopffcn/zuwepchcn dietieffehole Geschwer zu erfüllen IdenAugm Flüssen vnnd dem außwachsenden Flessch derGeschwer zuwehren. B<"‘ Stopffet darneben auch das Blut/ vnd ist gut widcrdie Gcfthweren deß Hindern/ wider die harteWachen IDcssclbigenLrts lCondylomata Griechisch gcnennet/wider die Gül-tzcnadern / vnd wider die Gefchwere Jdie ntt leichtlich zu heylen sind/vnd hak in allen die krasse vnd Würckunge deß Spodij / oder Calmey Blumen / außgcnommen/ daß sie kleine Rinden vber die GefthMre zeucht: Schlecht Bley ist gut angerieben wider der Meertrachen rnd Meer Scorpion Stich vnd Bisse. GebrandtBley/ Plumbum vftum. Kap. twvs. AsBley wirdt auch auss diese weise gebrandt: Man nimpt dünne Bley Blatten/ legt sie in einen newcn jrrdenen Hafen/ strewet Schwcftl darüber/ vber den Schwe-widerumb Bley Blatten Istrewet abermals Schwefel darüber / vnd widerumb Bley Blatten Ivnd thut das so lang Ibiß der Hafen voll worden ist/ zündet darnach ein Feu-wer darunder an lvnnd lest das Bley brennen Jwenn es aber brennet / fo iühret man das mit Kk ist einer einer dfmm Ruhten / biß es alles vollkommcnltch zu aschen worden / vnd nichksvoM Bsey vngebrandt vbci bUcben ist. Damach mmpt man das hinauf? / vnd siopfft die Naßlöcher zu/ damit daß der Dunst vnnd Rauch deß Bteyes das Haupt nicht verletze. Das Blep wrrdk auch auff diese werfeHebremiet: Man lest das Bley feilen / khut den ferlstaub mit fampt dem Schwefel lin einen jrdenen Hafen lfetzt den aüffs Fcwer/vnd lest jhn Brennen: Andere legen dünne Bleyblatten in einen rohen vngebackcnen Hafen / auffdiefelbige weife / wie vor gesagt /vnnd fetzen den Hafen in einen -Öfen oder auffcinKolfeuwer decken denfclbigen mit einem Deckel zu/welchen sie darauffmit Hafner Erden bekleyben/ lasten nur ein klein Lufft-löchlin dannn / vnnd lasten das Mey also brennen: Etliche strewm Bleyweiß oder Gersten darüber / an statt deß Schwefels: Etliche ncmen allein Blepblatken fetzen sie ober ein starck Feuwer / vnd rühren das Btcy / brß es zu afchen wirdt / stats herumb. Aber auffdiefe weife Bley zu Brennen / ist fchwehr Idenn wenn cs langer aust folcheweife geBrennet wirdt gewinnet es cine FarBe Iwre die Silber Glct/ vns aber gefeit die erste iveife / das Bley zu Bren-bsüb nen am besten. DasgeBrentcBleywirdt gewaschen / wie der Calmey / vnd zu behalten hin-3”‘ gestelt ihat die Lugm dt vnd Krafft / welche dieBlcywa schling / oder das gewaschen Äley selbst / aber viel krafftiger. Bleyfchlackm/ Recrementum plumbi. §ap. Je Bleyschlacken/ werden Griechisch Scoria Molibdu, zu Latein Recremen-plumbi gencnnt. Die allerbeste sindt fest / nitleichtirch zu zerbrechen/haben C%Dvmc Gestalt wie das Bleyweiß/ darinnen kcürBleyvBerblreöen ist/ findegcneygk Nraffttmd auffdottergel vnd glantzende/ wie Glaß: Sie haben eben diefelbige Lugeudt vnnd Krafft / Vttmögm. wie das gebrandteEtey / außgenommen daß sie mehr zujammen ziehen. Man wascht die Bleyschlacken in Steinern Mörser mit Wasser geust darnach das v öberste Wasser / welches geelworden ist oben ab in ein ander Geschirr / wascht die schlacken widerumb lvnnd geust das Wasser widerumb ab vnd thut solches so offk vnnd viel/ Biß die Bleistchlacken aller verschwunden sindt: Darnach lest rnans alles still stehen/ biß sichs aller ftnckt vnd fetzt/ geustzum letzten das Wasser ab / vnd lest auß dem / was sich vndcngcfcnckt hat vnd dick ist / besondere Küchlin formiem. Bleysteitt/ Molybdoidcs, Lapis Plumbarius. @ Cap. lxxrviif. . ' Er ^öleystein wirdt derhalbeu Griechisch Molybdoidcs, zu Latein Lapis Plumbarius genennt ldieweil er demBleyehnlich ist / mit seinen f rafften vergleicht er sich Den Bleyschlacken Ivnd wirdt auch auff dieselbige weiß gewaschen. Spießglaß / Sdbium. §ap. lxxxix. » As Spießglas wirdt Griechisch vnd zu Latein StimmivndStibi , oder Stibium - genennt. Das allerbeste istglantzenk vnd gibt einen glantz von sich / wie die Feuwer Fliegen / fo deß Nachts leuchten / vnd wenn es gebrochen wirdt fast rindechtig ist/ hat kein Erde vndVnsauberkcit in sich/vnd ist leichtlich zu brechemSeme tugendt vndk rafft lst zusammcn zu ziehen / die Schweiß vnd Lufftlöcher zu stopffeil / zu külen / dem außwach-senderi Fleisch zu wehren/die Geschwere zu heylen vnd dievnsaubere Augen Geschwcr zu-reynigen istopfst auch das Blut / so auß den Hautlein/die das Hirn bedecken / herauß fleust: »räff# vnnd ^nfummai es hat alle Tugemen vnd Krafft / welche von dem gebrendten B icy crzehlk vnd «moyn. gerühmt worden silidt / vnd insonderheit wenn es mit frischem Schmaltz vermischt ist/vnd angestrichen wirdt/ so wehret es/daß auffdemBrandt kein Blatern auffahrm: Mit wachs vnd em wenig Bleyweyß vermischt / heyltes die Rufechte Ge schwer. Spießgiaß Das Speißglaß wirdt aussdieft weiß gebrandt. Man Bcwmdct vnd schlegt das Spieß-■febroMwi. glaß / wie die Pa stet in einen Teig IBedeckt denselbigen mit heisscn Kolm / biß der Leig zu Kolm wirdt/ thut darnach das Spießglas darauß/ vnnd lcscht es mit Frawen Milch / drt einen einm Bubm gezielet hat /oder mit fürnem Wem ab/ man legt das Spießglaö auch auffko-len/vnd lest es l»egen/blß es glüendt wird/ auffdenftlbigen legenrDenn wenn es länger brendt/ sowirdtBleydarauß. Das Spießglas wirdk gewaschen wie Calmey/ vnnddasKupffer/ etliche waschen das wie die Bleyfchlackcn. Iwitter/ Molybdcna, Plumbagö. (£upf ErallerbesteIwikter/ foauff Gnechisch Molybdena, vndzu Latein Plumbagö genennt iist gelb vnd hat ein Gestalt/wie die Silberglet/ ein wenig glanyendt/ O^Twenn man jhn stdst/ so wirdt er Feuwer roht/ vnd bekompt in öl gesotten ein Farb/ wie die Leber: Welcher aber dem Blcp oder der Lufft an der Farb ehnlich ist wirdk für böse vnd vntüchtiggehalten r Der Zwitterwirdt auß dem Silber vnd Goldt/ es wirdk auch etlicher gegraben/bey den statten Sebastiam vnnd Corycum. Der gegrabme Zwitter wirdk gelobt/wenn er kern Schlacken gestalt noch steinlin in sich hat/vnd glanzende gelb gefärbt ist. Der Zwitter hat ein Lugendt vnd Krafft/dcr Silberglet oder Bleyfchlackcn ehnlich. Er wirdk auch qcbrandk vnnd gewaschen wie dicselbige / aber bequemer vermischt zu werden vn-derdicPftaster / tvelche die Gnechen L iparas nennen vnnd vnder die / Mlche ber cykek werden sonder einigenSchmeryen vnd beisscn zu hcylcn/erfüllet dietieffenGeschwere mit fleisch/ vnd heylet dre Gcschwere zu / zu den Pflastern aber vnd Salben die bereyt werden zusammen -uhefften/vnd zu abstergieren/tst er vntüchtig vnd bequeme. Stlberschlacken/ Scoria argenti. Aap. xcs. Je Silber schlacken / Griechisch Scoria Argym, oÖttHeleyfmä, oder Encaü-^8/ ma> zu Latem Argcnti recremencum genennt / haben die Lugcndk vnd Kraffk / deßZwitters/ Molybdena, werden derhalben vnder die schwartze Pflaster vermischt/ welche die Griechm Phxas nennen / wie gleichfals auch vnder die welche man zu derhcylung dcrGeschwer zu gebrauchen pflget/denn sie ziehen zusammen/von jnnen herauß. Süöergket/ Lithargyros, Spuma argenti» Cap. xcij. ^ Silberglet /wirdtauffGricchlsch Lithargyfos, zu Latein Spümaargeriti ge-nennt Ideren wu dt etliche auß Sand gemacht / welche die Griechen Molybditin (^»Tnennen. Der Sandt wirbt m einen Dfcn gelegt / vnnd daselbst biß er gantz glüendt wirdtgebrendt: Ja man macht sieauchauß Silber oderBley. DieallerbcsteSilbergltt/ wirdtin der Landtschafft Attica gemacht Idie nächste nach derfelbigen in Hispania/ die dritte in Dicearchra/Campania/Sicilia/denn in denen lande, « macht matt die Silberglet viel auß angezünden Blcyblatten. D»e gelb ist vnnd glinendk wirdt Griechisch Ebrylirix, das ist Goldgket genennt Ivnd ist die aüerbeste. Drein Sicilia gemacht wirdt / ist weiß / vnd bey den Griechen Argyritis, das ist/ Silberglet Iauß Silber gemacht / oder Galabritis genennt. * » Diervilberglet hat ein Krafft Idamit sie zusammen Zeucht erweycht/die tteffe hole Ge--schwere erfüllet/dem außwachsenden Fleisch wehret/die gcschwere zu herlt/erkület vnd stopft. DieStlbcrgletwirdkauffdiescweifegebrandt/man zerbricht sie zu stücken / indcrgrösse wieWaischcNüß/leget solche stück auf Kolen/ blaset nur einem Blaßbalg darein biß die Glek glüendt wirdt / nimpt sie darnach vom Fcwer fegekallesvnsaubere davon ab vnd setzt Silkeg!« sic hin da sie behalten wirdt: Etliche löschen die glüende Silberglet mit Efigoder Wem/ vnd la fen sic zum ändern vnd zum drittenmaht brennen / vnd wenn sie also gebrem wor den ist/ legen sie dieselbige indieBewahrungehin. Die Silberglet wirdt gewaschen Iwre der Calmey / vnd weiß gemacht / wie hernach fol-- Wwst jtt. get: Ä?an nimpt die Silberglet/bey den Griechen Argyrites genennt / oder da solche nicht ^ vorhanden Iein andere J zertheilt sie in kleine stücklin / wie die Bonen/ einen Sechstcrvoll/ lcgtdieGletin einenneuwen jrrdcnen Hafen lgeust Wafer darüber thur sovielweifes Weytzen / als der Glttist / darzu / nimpt ein Handkvoll Gersten bindet sie mein leinen K k inj Eäch» Lüchlrn / an djc Dhren deß Hafens / lest alles hrß die Gerste auffbricht vnd zerspringt I mit emarrver sieden/ gcust damach alles / in einen Kessel / oder sonst in einander Geschirr/das ooen weit ist/ fchcydcrdenWeytzen vonderGlet / wirfftdensclbigen hinweg/geust Wasser vber dtt'G lct Iwascht vnd reibt sie heftig mit den Händen ab/ geust darnach das Wasser davon llest sie trucken werden / wirft sie in ernen Mörftistcin außThebaischm Marmorgemacht/ geust warm Wasser darüber her / vnd lest sie biß sich die Glet aller zerlast/wol stossm/ wenn das geschehen ist lgeust man daoWaffer ab vnd ftihets durch vnnd stöst die Gletwi-pcrumb den gantzcn Tag/gcust auf dm Abenk warm Wasser darüber/vnd lest es mir cinan-dcralso die gantze)^acht stehen/geust auf den Morgen das Wasserab / seihet es durch geust darnach widcrumb warm Wasser darzu / seihets ab/vnnd thut solches alle Tagdrey-mahl/sieben Tag lang nacheinander/ thut darnach zu einem jedem Pfund Glet/fünf quintlrrr außgegrabm Saky/ weiches man an etlichen Drttcn Galitzensternnennet/geust «arm Wasser darüber lvnd lest es täglich dreymahl stossm/ geust das Wasser ab. Darnach «mn die Glet weiß wordm ist lso geust man widerumb Wasser darüber/ biß der gesaltzme Geschmack aller abgcwaschen ist/ zuletzt legt man die Glet in die Sonnen / wmn sie am hcystm ist Ilest sie darinnen liegen Ivnd trucken werden/biß kein Feuchtigkeit mehr gespürck wird! Ivnd setzt als denn sie bewahrlichen hin. Wo aber nicht/ so nimpt man ein Pfund Sil--crglet Istöst sie fleissig Ivermischt dreymahl so viel außgegrabm Saltzc Galitzenstein darzu / wirft sie in einen neuwen jrrdenen Hafen /geust so viel Wassere darzu daß es vbcr her stehet/: hürct vnnd vermischt es alle Lage lMorgens vnd Abcntö wol durch einander/ geüfi mehr Wasser darzu / lest das vorige Wasser auchdarmnm bleiben / geusset nichts davon ab/ vnd rhut das drepffig Tage nach einander. Denn wenn es nicht alle Tage also vmbgerührtt nnrdt/ so verhärtet es wie ein Schci bciDarnach geust man das Saltzwa sser sanf tiglich ab/ stöst die Siibcrglet in einen Mörsel anßThebaischem Marmor gemacht / wirft sie in einen Hafen/ geust Wasserdaniber her/ rhürct sieflcissig mit den Händen vmb / geustdas Wasser ofkab /thut frischWasserandiestalt/ biß kein gesaltzmerGefchmackvorhandcn/ ist/als denn nimpt mandicSilberglet/ diewerß wordm ist/macht besondere Küchlin darauf' lvnd legt sie in eine Bleyen Püren zu bewahren. Etliche andere zertheilen die Silbm-giet zu stücklin in der grösse wie Bonm Ilegen die in einen Scwbauch hinein / la ssm denselbi-gm in Wa sscr sieden Ibiß der Scwbauch weych wirdt vnd vcrscüdk damach so nemm sic vieGlcthcrauß lthun soviel Saltzalsderselbrgm ist/ darzu / lassen sie mit einander stossm vnd waschen iwie vor gesagt: Andere nemen ein Pfund Saltz vnd so viel Silbcrglek / giessen Wasscrvberhcr/ laffens in der Sonnen stossm giessen jntmer frisch Wasser hinzu / vnd das vorige davon/ biß d»e Glet werß worden ist.Ein andere weife/die Süberglet weiß zu machen: Man nimpt Süberglet so viel man wil/wicklet sicin wcisse Woll / leget sic damit in einen ncwen jrrdenen Hafen Igeust Wasser darüber/thut ein Handuoll frische wol geseüberte Bönen darzu Ilestsie mit einander sieden / nimpt wenn die Bonm nun auf brechen vnnd die Wolle nie schwary wirdt Idie Süberglet hcrauß wicklet sie in frische Woll / macht sie widerumb sieden / vnd geust einen Becher wasser so viel Bonm darzu/ vnd thut alles wie droben gesagt worden ist r Dasselbige thut man auch zum drittenmahl: In summa / so oft sich dre Woll nimmer färbt: Jum lctzsten legt man die Glet in einen Mörsel/vnnd thut zu jedem dersctbigen Glet achtzig quintlin Attisch gewicht / em Pfund deß außgegrabenen Saltzes/ stöst siewol durcheinander /lest darnach solches ein wenig still stehen / vnd wirft darzu deß aller weissesten Nittcrs sechs vnnd viertz g quintlin / stöstallcs widerumb biß die Gletwerß worden ist/ geust darnach alles auß Iin einen Hafen der oben weit ist/ vnnd viel wasser darzu/ vnd lest cs eine weil stehm / wenn cs sich gefenckt vnd gefetzt hat / so seihet man das wasser ab/ geust frisch wasser darzu/ rhürt es mit denHändm vmb/lcst es darnach widerumb still stehen/ damit es sich setze vnnd sencke lseihet das wasser ab / thut dasselbige eins vmbs ander / biß das wasser sauber vnd süß absieust/vnd man keinen gesaltzenen Geschmack darrü cntpfindt: Zum lctzsten thut man alles in ein ncwe jrden Geschirr / lest alle Feuchtigkeit gemach abserhen/ fetzt sie in den Hundtstagen/ wenn die Sonn am heistm ist /vnder die Sonn zu trücknen/ vnd gebraucht sich deren lwmn sie truckm ist / warzu man ihrer bedarf. Solche gewaschene Siiberglct/ dient sonderlich zu den Augwasseni/ vnd die vnfletlge wundzeichen oder Narben zu verrretbm /ist auch gut wider die runtzlechtt zerrissene narbcchte Angesichter/vnd die voller Macklen vnd stecken sindk» Dlcy- Bleyweiß/ Pfimmythion, CerülTa. Kap. ichwerß / Grrcchlsch Ptimmythion > zu Latem OruÜL genennt wüdk auffdiese BKtyttniL ^^weise gemacht: Man gcust den aller schärpffesten Essig in ein Gefäß oder jrrden o^Gefchlrr/ das oben weit ist/ legt darnach ein Mat auß Rietrohr geflochten darüber/ vnndeinBkeyenblattendarauff/ vnddamitderEssignichtverrieche stopfftinan das Gefäß mit Decken steissrg zu / biß die Bleye sich gänylich zerlest zu Boden fett / vnnd versinckt/ ftther/wenn das geschehen lwas dünn vberher schwimmet fleisstg ab thutwao dick ist vnnd sich nider geschlagen vnnd gesenckt hak lin ein ander Geschirr vnnd setzt es zu krücknen att die Sonn llest cs darnach mit einer Handmüle / oder anders wo mit klein reiben vnd durch * sechen/was aber zu grob ist lvnnd nicht durch gesiebt werden mag widerumb mit der Hand-müke reiben vnnd klein machen / abermahls scrhen/ vnnd da ffelbige drey oder viermahl also nacheinander verrichten. Das Bleyweiß / welches erstmahls durch gesibk wirdt / ist das beste ivnd in den Artzneyen der Augen zu gebrauchen Idarnach das/ welches zum ändern mahl/ vnd auch also das dritk / ein jedes nach dem ändern in seiner Drdnung. Etliche hmcken Hdtt Herne stecken mitten in das Fa ß/vnd legen Bley darauff/ also daß das Bley den Essig nit berühre lor dnen darnach ein deckel darüber her/ kleyben denftlbigen fest darausszu/lassen es etliche Lage also stehen/thun darnach den Deckel ausszu beschauwen ist denn daß das Bley alles zerlassen Iso thun sie alles wie droben angezeigt.Wcnn aberjemandtö wolte das Bleyweiß zu Kuchen oder stücken machen Ider sol es vorhin mit scharpffen Essig befeuchten darnach abtheilen / vnnd in der Sonnen trücknen / man sol aber das Bleyweiß im Sommer hereyren Idenn also wirdt es weiß vnnd fraffhg: Wicwol man es auch im Winter machen kann Iwenn man das Geschirr auff Stuben Defen oder auff brenn Defen setzt/denn die Wärme Iwelche darauß gehet / thut eben das / was die Sonne im Sommer zu thun pssegtr Das allerbeste Bleywcisse wirdt in Rhodiß Izu Corintho oder in Lacedemone gemacht/ das nächst nach dem besten zu Puteolis. Das Bleywcisse zu brennen/ nimpt man ein neuw gebacken jrrden Geschirr oder Schüs- Bleywüß scl/ thut kleingcriebmBleyweißdarein/ setzt das Geschirr mit dem Bleyweiß aussglüende Kolen/wendet cs/biß es aschcnfarb worden ist/ stats herumb nimpt darnach das Bleyweisse darauß/vnd lest es zum Gebrauch bewahren/oder man wirsst klein gerieben Bleyweiß in einen ncuwenjrrden Hafen oderSchüssel/ setzt sie aussglüendthcisseKolen/ rührt vnndver-Mischtdas mit einer Ruhten von dem Kraut Fcmla gemacht biß cs ein Farbe gewinnet/ dem Rohten Arsenick ehnlich/wol hcrumb/nimptö darnach von dannen herauß/vnnd behelk es zum Gebrauch: Das Bleyweiß also bereyt lwirdt von etlichen Sandix genennt: Das Bleyweißwirdtgewaschen wieder Calmey. Das Bleyweiß hat ein Knifft zu erküten Izu stopssen zu wcychen zu erfüllen vnd dünn vnntz zu machen Idarneben das außwachsendt Fleisch sänfftiglich hindersich zu trucken /hcytt auch die Beschwere zu f vnnd wirdt vnder die sänsstigende Salben vnnd Pflaster vermischt Iwelche die Griechen Liparas nennen. Das Bleyweisse eingenommen / ist ein tödt-lich Gisst. Bonist/ Ghryföcöliä. Kap. ktliss. gyj Drriß iwirdt Griechisch vnnd zu Leitern Chiryfocolia genennt Der allerbeste Q^auß Armenia / welcher grün ist/ dem Lauchgrüne fast ehnlich / t>er nächst nach dem 0^0 besten auß Macedonia / der letztste auß Cypro / der beste in einem jedem Geschlecht/ lauter vnnd klar Iwelcher aber Erden oder Steinlitt in sich hat wirdt gemeinlich ver-worssen. Der Borriß wirdt aussdiese weifegewäschen: Man niMptgestossenBorriß /thut dett Borrchzu. in einen Mörser/geust Wasser darüber / reibt jhn hesskig an die Seiten veß Mörsers / mltaußgcstrccktcr Handt herumb/ seihet/ wenn er sich gesetzt hat vnnd zu Boden gesenckt ist/ dasWasserab/ geust frisch Wasser darüber / reibet jhn widemmb vnnd thut das eins vmbsander / folangbißder Borriß lauter vndreynwirdt. j Wer aber den Bomß brennen wtl/der neme desselbigm so viel/ als jhn genug bedänckt/laß drnftldrgcn stoffen/vrw rn emer jrrden gebackenen Schüssel auffheysse glücnde Kolm setzen/ vnd thu alles/ wie vor angezmgt worden ist. Ha Borriß säubert die Geschwer/wehret dem außwachscndm Fleisch/macht rein/zeuchk zusammm/envarmet vnd verzehret fein allgemach/mit einem geringen beissen darneben erregt er auch ern Erbrechen vnd Vnwrllen/vnd wirdt vnder das ködtliche Gisst gezehlk. Armenier Stein / Lapis Armenius. §ap. rcv. Er Armenier Stein/ zu Latein Lapis Armenius genennt / wirdt gelobt/wann er glatt Ihimmclbiauw Iallenthalben gleich gefarbet glantzendt/ ohne Steinlin/vnnd G^^lctchtltch zu zerreiben ist.Der Armenier Stern hat mit dem Borriß einerlcy jedoch etwas grösser Vermögens/vnnd wirdt als ein Artzney / damit man das Haar in dm Aug-bracn wachsen macht/ gebraucht. Lasur Stem/ Cyanos, Lapis Coeruleus. Cap. xcvj. Er Lasur Stein/Griechisch Cyanos,ZU Latein Lapis Coeruleus genennt wachst Cypro/in den Kupffergruben/abcrder mehrertherl bey dem Meer/im Sandt/vnd O^Lwirdt gefunden in den ticssen Holen vnd außgehölken Löchern deß Meers / welcher auch der allerbeste ist/vnter denen man die dickste zu erwchlen pflegt. Der La für Stein wirdt gebrcnnet wie der Römische Victril/vnnd gewa schen wie die Calmey. Der Lasur Stern hat eine Krasst vnd Eygcnschassr/damit er hindersich truckt oder zu rück treibt ein wenig bersset vnd vcrzchret/Wmde verursacht/vnd die Gcschwer mit einer Rinden vbcrzeucht. Indianischblaw/ indicum. Kap.xcvi/. As Indianisch Blaw/ wirdt Griechisch vnd zu Latein Indicum genennt/vnd wird k^N deffclbigen zweyerlcy Geschlecht gefunden / das eine wachst von sich selbst/wie ern E^K Schaum/aussdem Indianischcn Rietrohr. Das ander wirdt in den Farbhaufcrn tercyt/ vnd ist als ein Blum der Purpurfarb/die es schwämmet wie ein Schaum in den Kesseln/wann man die Purpurfarb zubereyttk/welche die Färber abschaumen vnd trucken werden lasscn.Das beste hak ein gestatt/wie der Lasur Stein/glatt vnd gelindk. DasIndianisch Dlaw wrrdt vnder die Artzneyen gerechnet/ welche sanfftrgüch zusammen Ziehen/die hitzige vnd andere Geschwülsten auffbrechen/saubem/vnd den Geschwcrm wehrm. Ochergelb/ Ochra. §ap. xcvii/. As Hchergclb I Griechisch vnnd zu Latein Ochra genennt/wirdt gelobt/wann es \^c)\leicht ist/allcnthalbm dottergelb/ohne Steinlin/leichtlich zu zerreibcn/vnnd deß Ge-schlechts/so in Attica gewonnen wirdt. Das Ldchergelb wirdt gcbrandt vnnd gewaschen wie Calmcy.Vnd hat eine krasst zusammen zuziehen/ausszubeyffm/oder zu nagen/die Apostemen vnnd Geschwulst zu zertheilen ldas außwachscndeKleisch hindersich zutrücken/ mitWachß vnd ein wenig Hel durch einander zerschmeltzet vnd vermischt/die tiesse hole Ge-schwer mit Fleisch zu erfüllen Ivnd die harte Knöpff vnnd Bmlm der Gleychm zu mindern/ vnd zu eröffnen. Trachenblut/ Cinnabaris. §ap.pcrx. ( . : . - -/T^xAs Trachenblut wirdt Griechisch vnd zu Latein Cinnabaris gmmnt. Etliche 5al-ten den Cinnabarim oder Lrachmblut / vnd das Minium für ein ein Ding/sindt c^Dabervnrechtdran: dann das Minium wirdt in Hispania gemacht/auß einem son-dkrlrchcn S mimn Silber vnd Sandt vermischt/ sonst mögen sie mt lerchtlrch vnderschep- dr» den werden/vnd das Minium,mann es in Brennöfen gebrandt mirdt/bekompr es eine blüen- , de/rochjchcrnende vnnd glanyende Farb/in den Ertzgruben gibr es einen ködtlichen vnd vom genden Dampffvnd Sun st von sich.Dcrhalben die arbeits Leur / welche in dm Gruben ar-heüen/jhreAngesichter mit Blasen vberziehen/darmü sie die giffkige Luffk vnnd Dampjf/ der davon außgehet/mit dem Athem nicht in sich ziehen vnd doch nicht menigar Dar durch sehen mögm. Dieses gebrauchen sich die Maler Izu dem köstlichen Malwerck der Wände. DaöTrachenblutaberwirdkaußÄfricagebracht/vndistvberaußthewer/vnndmirdtdem- ^ nach dermaffen wenig herauß brachk/daß es den Matern kaum genug ist die Linien vielfär-big zu machen.Der Cinnabaris hat eine feste/tieffe/vnvermischte Farb derhalbm sindt viel die da glauben/daß er Trachenbluk sey. Der Cinnabaris hat eine frafft dem Blutstein Hematiti ehnlich/ zu denArßneyen der Rrasstvnd Augen bequem/jedoch mitgrösscrm Nachtruck/dann derselbrge/dann er zeucht mehr zusam- Vermöge», men/vnd stopftet das Blut/Heyler den Brandt vnd dieBlattmn/m»t Del vndWachß durcheinander zerschmeltzet/vermischk vnd angestrichen. Hydrargyron, Argentum viuum, Cap. c. Quecksilber Griechisch Hydrargyron,ZU Latein Argentum viuum genennt/ BereytUUL wirdk auß dem Minio,welcheö etliche fälschlich Cinnabarim nennen/gemacht die weise zu bereyten ist diese: In ein gebackne jrrdene Schüssel setzt man ein hol eisem Geschirr/wirftt Mimum darein / bedeckt darnach die jrrdene Schüssel mir einem Becher/ macht sie mit Leimen zu Izündet ein Kolfeuwer darunder an wann der Ruß / welcher davon oben an dem Becher beklebet/abgcscharret/vnnd kalt worden ist / so ist das D.uecksilber fettig vnnd bercyt. Das -Quecksilber wirdk auch an den Gewalben der Silbergruben henckendt/ Tropften weiß zusammen gewachsen gefunden. Etliche sagen es werde das Quecksilber al-km vor sich/in sonderlichen Gruben gefunden.DasQuccksilbcr wirdt inGläsern/Bleyern/ Arnnen oder Silberrr Büchsen verwahrt vnnd behalten dann es verzehret sonst alle andere Materim/ vnnd macht sic zerssiessen. Quecksilber gttrunckm ist ein tödtlich Giftt dann es wr«ist die Därme mit seiner S chwehre: das Remedium aber vnd Artzney dafür ist Milch vbei flüssiggetruncken/vnd baldt darnach widerumb außgebrochen/oder die Brüh/darinnen Eppich gesotten hat/oder Wem mitWermut/ mit Scharlach Samen Dosten oder Hps-sop. Das kiein gefeilte Goldt aber wirdt wider dieses Giftt tysonderheik gerühmt. 0Ü10pi/ Miltos Sinopice, Sinöpis Rubrica. Cap. ej. /(3^ Inopi Griechisch Miltos Sinopice,zu Latein Sinopis Rubrica genmnk/wirdk am J^^lmeinstm gelobe/wann es schwehr/fest/leberfarb/ohne Steinlin/vnd jhme selbst allent-halben gleich ist/vnd wann cs befeuchtet wirdt/ fast sehr zersieust. Das Sinopi wirdt in Cappadocia auß etlichen Holen gegraben/gesäubert/in die Statt Sinop genennt geführt vnd verkaufft/daher es seinen Namen vberkommen hat. Das Sinopi hak eine kraftr damit es krückner/stopftt vnd zusammen zeucht/ wirdk derhalben vnder die Mündkpflaster/vnnd die küchlin/welche bereyt wttoen zu trückncn vnd zusammen zu ziehen/ vermischt. Stopffk auch den Stulgang/ miteinem Ep eingctruncken loder mit einem Clpstierapplicierk/vnnd ist den Lebersüchtigen eingenommen/sonderlich bequem. Miltos tedonice, Kubricafabrilis. Anp.tft. ErRdffclstein Griechisch Milros te meldt. RömischerDittril/ Chalcitis. §ap. cv. Er Römische Victril/Griechifch vnd zu Latein Chalcitis genennt/ wirdt gelobt/ I wann er ein Gestalt deß Kupffers Hat / leichtlich zu zerbrechen / nicht steinecht / nicht >alt/vndmit glänzenden langenNerum durchwachsen ist. Der Römische Victnl «raffe vnd hat eine krafft/damit er säubert/erwärmet/die Geschwcr Rinden vberzeucht. Er säubert Virmögr». vnnd reiniget Iwas in dm Augen vnnd Augenecken beklebt/wirdt vndcr die Aryneyen /welche sänfftiglich verzehren vudaußbleibm/gmchnet. Istkräfftig vnnd gut widci'den Rothlauff oder oder Rose / wehret den Geschwcrn l die werter kriechen / stopjft das Blut / fo auß der Nasen vnd Beermutter sieuft/ mik dcm-»% Er röhre Bergschwefel / wird! Griechisch vMzü Latem Sorygmmtif. Etliche haben falfchhch geglaubt/es ftp der fchwartze Ecrgfchwcfcl / Melanteriä, der roh* <^TtcBergfchrvcfel ('Sory) da doch der rohre Bcrgschweftl/ ein sonderlich Geschlechc »st/jedoch den ändern rnchr gann vNehnlich. Der Sory aber gibt einen schwehrlichen stincken-dcn Geruch von sich Iwenn man daran reucht derhalbcn er den einen Vnwillen erregt. Er wird m Egpptovnd in etlichen ändern Landern/als in Libya/Hifpania vnd Cypro gefunden/ Der allerbeste ist der rohte Bergschwefel / welcher sich schwartzer anlast wenn er zerrieben wirbt/ sich in viel durch gehende Löcherauffthut/etwan ftvst ist/vnd auch zusammen zeucht/ vnnd wenn man ihn cinnimpt Ioder daran reucht/ so empfindet man einen Gestanckdarvon/ also/daß er den Magen verstört/vnd zu einem Erbrechen vnd Vnwillen treibt/ welcher aber/ wenn er zerrieben wirdt/nichk fun ckelt/wic der gelbe Viekril/der ist eines ändern GcschMacks/ vnnd für vntüchtig zu achten. Der rohte Bergschwefcl hat eben dieselbig Tugendt vnnö Krafft/wic die jetzt vorgeschriebcne stücklVnd wirdk auch wie dieselbigc gcbrenNt.Er legt den Schmertzen der Jan Iwenn man etwas darvon in die hole Jan steckt. Macht die bewegliche Jan fcst/vnd sanfftiget in Wein vermischt/ mit einem Clystierlin eingegosscn/ die wchthumb der Hüfft/schafft mit Wasser vermischt vnd angestrichen die kleine harten knöpfflin oder bla-terndeß Angesichts/welche zu Latein Varigenennet werden/ ab vnnd wirbt vndcr du Ar* tzeney / welche das Haar zu schwachen bereytet sindk/ vermischt. Diese vor angezeigte stück vnnd die andere first a üc lsindt vngebrandt krafftigcr/ denn wann sie gebrennet worden sindt/ außgenommen das Saltz/Wcinstein/derNiter/Kalrk/vndetlicheanderc dergleichen/welche a!so rohe vnd vngebrandt/linder vnd vnkrafftigcr sindt/gcbrandk aber ein grössere Krasst »Nb S ar Ae bekommen. Bcrggrütt/ Tiphryges. Kap. cix. Es Berggrüuö/ Griechisch vnd zu Latein Diphryges genennk/ sind dreyerley Ge* schlecht. Das eine findet man alleirr in Cypro / vnnd wirdt wie andere Ertz/auß dev Erden gegraben. Denn cs wirdt auß etlichen Gruben vnd Holen daselbst/ wie wey* cherKat vnd schlcycheaußgeworssen/ nach dem zum ersten zu trücknen an dieSonnegelegt/ folgents wenn es in der Sonnen wol trucken worden ist mit Reissig vmblegt vnnd zwischen dcnselbigcn/Daher ce seinen tarnen Diphrygis, das ist/ zweymahlgebrennt/ bey den Griechen vberkommeN hat/ den zum ci'sten wirdt cs der Sonnen gctrücknct darnach auch von dem Feuwergebrennt^Das ander ist/wie Hefen dcß Kupffers/denn wenn man in dcrBcrey* tung Iwenn das Kupffer verschmelßet heraußfleust kalt Wasser darüber geust wie droben in der beschreibung der Kupsserblumm vermcldek/so findctman dieses Geschlechtam bodcm henckcniWenn man das Kupffer auffnimpt/ee hat einen Geschmack wie daeKupffer selbst/ vnd zeucht auch wie dassclbigezusammen. Das dritte wirdtauffdieseweisegemacht: Man nimpt den Stein/auffGrüchisch vnd zu Latein Pyriccs gcnennk/legct den in KupffcrDfcn/ vnd lestjhn erliche Tage nach einander brennen/wie man mitKalckzu thun pfiegt/ biß er eine Farbe gewonnen hak/dem Röhtelstein ehnlich/ zeucht den darnach herauß/ legkjhn bewahrli* chen hin. Etliche sagen/cs werde allein auß dem Kupffer Ertz/ oder Steinen/da das Kupffer außgemacht wirdt/bcrept vnd gebrennt / wenn man die vor auff den Dfendennm trücknen vnd brennen lest/darnach in dieBrcnnöfen Gruben lcgt/vnd widcrumb brennk.Alß dann be* glbt sichs/daß/wenn man die Steine herauß genommen hat/nit weniger geftinden wirdt da es sich zu rings vmbher an den Wanden der Gruben angehen ckt hat. Das beste hat einen ge* fthmack wie das Kupffer selbst/ vnd der Kupfferruß zeucht zusammen/ vnd pflegt Hefftigzu* trücknen / welches das gebrandt Dcher gelbe nit thut. Das etliche brenncn/vnnd an statt deß Diphrygis verkauffen. REt $me» Das Berggrün oder Diphryges hat eine Krafft/ damit er zusammen zeucht/ säubert/ trücknet Idas außwachftnde Fleisch hindersich trückt vnd verzehrt/ vnd den böftn vnanigen Geschwern Iwelche die Griechen Cacoethe nennen / vnnd die weiter vmb sich fressen/ zu ihrer Juheylungverhilfft. Vndcr Derbethm oderWachs vermischt/ vertreibt es die Apo* stemm. Auri* 9tmpigmew/ Arfenicon, Auripigmentum» Cap. cjr. Aß Auripigment / Griechisch Arfenicon, 1U Latein Auripigmentum genennk/ Imti bttn denselbigen Gruben gefunden / darinnen rohke Arfenicum, welcher Gne^ > chisch 8 LnäarLcKL genennet wir dt. Das allerbeste Auripigmentum lsi nndechti vnnd Goldtgelb/ hat sonst nichts in sich vermrscht/ vnnd seine Rinden wie Schuppen auff einander gelegt: Solch Auripigment wirdt gefunden in Hellesponto bey der Statt Mysia. Deß Auripigment sindt zweyerleyGeschlecht.Dann eines ist das/da wir jetzt von gesagt ha-ben/das ander ist wie die Eychlen zusammen gewachsen bleych gefärbt / wie Verrohte Ar ft-uick/schörnlechk/ vnnd wirdk auß Ponto vnnd Cappadocia gebracht / vnnd ist auch an der Krafft das ander. Das Auripigment wirdk auffdiefe weife gebrandk: Man legt Auripigment in ein neuwe »uripymm jrrdene gebackene Schüssel oder Scherb Isetzet sie auff klüende Kolen/ vnd wendet das Auri-iu pigmenk staks vmb/ biß es glüendk wirdk / vnd seine Farb verwandelt hat / darnach wenn es kalt worden ist lstöst man es zu reynem Puluer lvnd setzt es hin da es bewahret ist. Das Auripigment hak ein Krafft / damit es verzehrt vnd außetzek zusammen zeucht / Rrafftvvd Geschwer vnd Rinden macht/ wie der brandt/mit einer Hitze vnd hefftigem berffen truckt das D.rmögm. außwachstnde Fleisch Ivnd was sonst heraußwachst / zu ruck vnd vertreibt die Haar» RohterArsMlck/ Sandaracha. §ap. cy. Er Roht Arsenick Iwirdk Griechisch vnnd zu Latein Sandaracha genennet: Der > beste RohtArsemck ist Feuwer roht / lauter/ vnnd sonstnichfe in sich $st (etchtli--chcrzu zerreiben/ wiedas Lrachenblut/ Linnahans> gefärbt/ hak einen Geruch wie der Schwefel. , Der Roht Arsenick wirbt gebrandk wie das Auripigment/ vnd hat auch dieselbige krafft/ Ar. macht mit Hartz vermrscht ldas außgefallene Haar widerumb wachsen / in dem Gebrechen „"ö iu 6rm' welche die Griechen Alopeciam nennen / vertreibt / mit Bech vermischt vnnd auffgelegt/ toi vnndder Nasen / heplet mit Rosen öl vermischt IdreBlakern vnnd die hatte Wartzen deß Hindern I so die Griechen Condylomata nennen: Wirdk mit Meth oder Honigwasser/ wider das Epterau ßspeien gebraucht. Der Dampffe vnd Rauch deß angezündken Rohtcu Arsenicks/mik Hartz vermischt / durch ein Rohr in denMundk entpfangen ist gut wider den alten langwehrenten Husten / derselbige mir Honig vermischt vnd eingeleckk / macht ein helle klare Stimm: Vnnd wirdk mit Hartz von den Dampffigm/ die eines kurtzen Athcm sindt/mit nutz geschluckt. AlMlN/ Stypteria, Alumell. §ap. JCCt/. Er Alaun lwirdk auff Griechisch Stypteria, vnd zu Latein Alumen genennet/ > alle seine Geschlecht werden bey nahe in einer Gruben in Egypten gefunden: Denn )der schnitten Alaun / oder das Federweiß Izu Latein Alumen feiihle genent/ ist ein Blume deß schornlechtcn Alauns. Er wachst auch an etlichen ändern Drkten als m Ma- Aderwtch. cedonia / in den Inseln IMelo/ Lipara Ivnd Sardinia: Item bey der Statt Hierapoli der Landtschafft PhrigiL/in Libya IArmenia Ivnnd in viel ändern Drtteu / wie der Röhtel Stein. Deß Alauns sindt vielerley Geschlecht/ in der Artzney aberwerdcn der schnikAlau-ne/oder das Federwersse / der runde Alaun vnnd der flüssige oder weyche Alaun/am meisten gebraucht. Der schnitt Alaun ist der allerbeste / vndinsonderheit welcher frssch ist: Der aller weisseste zeucht hefftig zusammen Iist eines schwchren Geruchs ohne Steinlin/nik fchornlecht/ oder wicSpan auffeinander gelegt sonder wie grawe Haar / diesich sonderlich eines nach dem ändern aufflöfen vnnd theylen: Solches ist der welchen die Griechen Ll L Tri- Trichitis, das ist / zu Latein Capillare nennen vnd in Egypten gewachsen ist an den selbigen Drten vnnd Gruben wirdt auch ein Stern gefunden / welcher dem schnitAlaun oder dem Federweisse ehnlich ist / welchen man durch den Geschmack davon vnderscheiden vnd erkennen kann Idenn er zeucht nicht also zustnnmen wre der schnit Alaun: In dem Geschlecht dcß runden Alauns ist der jenige zu verwcrffen welcher mit Menschenhänden rundt gemacht worden ist Ivnnd wirdt an seiner Gestalt erkennt / welcher aber von sich selber naiürlicherweißrundtvnndblaßlechk ist/ vnd ein wenig zu dem weiften geneygt/ hefftigzu-fammen zeucht / darneben ein wenig bleych ist/ ctwan einFeystigkeithat/ ohne Sandkoder Steinlin / leichtlich zu zerreiben Ivnnd in Egypten oder in der Insel Mdo gewachsen ist/ wirdt für gut gehalten vnd vor ändern crwehlk. Der flüssige oder weyche Alaun / wirdt gelobe wenn er klar/durchsichtig / Milchfarb Iglat/eben/ allenthalben voller Safft/ vnd ohne steinlin ist / mir etlicher warme begabt Izusammen zeucht vnnd säubert. Sievertreibenalles/wasdieAugenvnddasGesichivertunckeit verzehren das vberige Fleisch / so auffden Augbrawen vnd sonst an ändern Drtten deß Leibs erwachst. Der schnit Alaun ist krafftiger Idenn der runde. AE t>»d Alle Alaun Gcschtechrwerden gebrandt wie der Römische Vickril / Chalcitis, sie weh-tov8ili ’ ren den faulen vmbsich fressenden Geschwern / stopffm das Blut / halten das feuchte Jan-sieifch zusammen / befestigen Iin Essig oder Honig zerlassen die bewegliche Aan /sindk gut mit Honig vermischt / wider die Mund! Geschwer Griechisch AplwX genennk. Vertreiben die Blattern / vnnd heylen die flüssige Dhren mit dem Safft deß Wegdritö/ welches kraulte Latini Seminalem, t>te Grüchm Polygonon nmnen. Die Räude aber/ vnd Grinde mit Köl Safft loder Honig gesotten: In Wasser zerlassen / sindk sie gut wider dasIucken/wider die rauhe fcharpffe Nagel / verzehren das Fleisch so vber der Finger Nagel wach st/welchen Gebrechen die Griechen Pcerygion nennen vnnd heylen die erfrorne Ferschen/ streyten wider die Geschwer/welche die Griechen Phagedenica nennen/ angestri-chcn /mit Essighefen vnnd Gall aschcn vermischt / wider die Geschwer die weiter kriechen vnnd fressen Ivermischt mrt noch so viel Salß. Vertreiben mit Eruen meel vnd Bech vermischt/Schuppen dcß Haupts r Lödken in Wasser zerlassen vnnd angestrichen / Ne Nisse vnd Läufe/ vnnd heylen den Brandt / sindt auch gut damit angestrichcn den Gestanck der Achseln vnd der Schamezu vertreibemDer Alaun/auß derInsel Mdo insondcrheit/machk die Frawen vnfruchtbar / vnd treibt die Frucht auß Mutter Leib. Sic flndk auch gut wider die Gebrechen oder Geschwcre dcß Janflcisches welche die Griechen Epulidas nennen/ bekommendem Jäpfflin / Schlunh.« vnd Mandeln sonderlich wol reuten Honig vermischt / angestrichen/dieGeschwere deß Mündts / derDhren vnd der Schäme auß. Schwefel/ Thion, Sulphur. §ap. CJCÜJ. Er Schwefel lwirdt Griechisch Thion, zu Latein Sulphur gmmnt Derallcr-Schwefel ist der Iwelcher auff dem Feuwer mk gewest vngeschmelßct vnnd C^ch/vngcstossen ist / von den Griechen Apyron vnd Latinis Sulphur vinum genennt/ vnnd welcher in diesem Geschlecht gläntzcndt vnnd fünckelt / wie die Feuwer fliegen / so deß Nachts leuchten Iklar / durchsichtig ist Iohne steinlitt: In dem Geschlecht deß Schwefels/ welcher auffdem Feuwer geschmeltzct vnnd gegossen worden ist / wirdt der grüne vnnd aller-feyste am meistm gelobt: Deß Schwefels wächst viel in den Inseln Mdo vnd Lepara. Nrafft vn«d Der vorbmentc Schwefel hak die Art / daß er erwärmet / zertheilt vertreibt / schnell ver-Vrrmöge». däwek vnnd zeitiget. Schwefel ist gut in einem weychen Eye gckruncken oder der Rauch deßangezünden Schwefels/ indenMundkenkpfangen denen die Husten/ denDampffi-gen oder Keychenden / die eines kurtzen Arhems sindt / vnnd denen/die Eyker außwerffen. Der Dampff vnnd Rauch deß angezünden Gchwefels zeucht auch die Frucht herauß. Schwefel mit Lerebinthin vermischt / vertreibt die Räude / Grindt / Flechteri/vm:d dis rauhe/ fcharpffe Finger Nägel / dieselbige Schwefel mit Essig vermischt vnnd ange-siricben Iheylt die Räude Ivnnd vertreibt die Jitkermahl / mit Hartz vermischt / heylt er derScorpionen Stich : Mit Essig / dic Such der Meertrachm vnnd Meerscorpion/ vnnd mit Mer das Jucken deß gantzen Leibs / denftlbigen damit gerieben. Dcß Schwefels ein Duintlm klein gerieben vnnd vber die Srime gestreuwet oder mit einem weychenEyemgmommen/vettmbt die Geelsucht.DerSchweffelistauchgutwidek den Schnupffen Ivnnd wider die Flüsse/ so vom Haupt auffdie Brust herab fallen. Det Schwefel zu reinem Puluer gemacht /vnnd vbcr den Leib gcstreuwet/wehret dem Schweiß/ Schwefel mitNiter in Wasser zerlassen / ist gut «ngestrichen wider das Podagra. Der Sampffoder Rauch deß angezündten Schwefels / durch ein Rhor in dieDhren gefangen/ verbcssert das schwehrlreh Gehör/derftlbigeDampff ist auch gut wider die Schlaffsucht/ dann er weckt vird mundert/die in solchen vnnbcrwindtlichen Schlaffgefallen sindt/wider-umb auff. Der Schwefel stopfft das Blut/an welchem Drt es herauß fleust. Mt Myr^ rhen in Wem zerla sscn vnd angestrichen/heylt er die zerstossene Dhrm. Pymfenstem/ Ciflins, Pumex. Cap. exiitz. ErPymsenstern/Griechisch Cyflins, zu Latem Pumex genennek/ wirdtgelobet wann er leicht/schwammig/ spaltig/ohne Sandt und Skernlin leichtlich zu zerrei- l^^Dpenvndweiß lst.DerPy»rrsenstcin wrrdtaussdicseweiscgcbrandt: Mannimptdes-pMstnsta» sen so viel man wil/vberschüt j hn mit glüendm Koten zeugt ihn /wann er glüendt worden ist/ iul,uniK*> auß den Feuwer herauß/ löschtchn mit wolriechmdmr fimenWein ab/ legt ihn darnach wi- derumbvnterheysseKolen/laßtihn daselbst brenncn/vndwiezuvorlöschcn.AumleHtenwaK er zum dritten mal gebrandt worden ist / inmpt man den a uß dem Feuwer laßt/hn dann von sich selber kaltwerdcn/vnd seyt ihn darnach bewahrlichm hm. *. Der Pymsmstein hak cmc krajft/damit er zusanrmcn zeucht/ dasAanfleisch säubert/rep- RE nigt vnd vertreibt was dre Augen vnd das Gesicht verdunckelt / erwärmet zu gleich auch da- Dinnög«. mit.Cwfülletdie tieffe Gescbwermit Flersch/vnd hcytt drcsclbigezu/trucktdas außwachscn- deFletfchhindersich. DerPymsenstern zu reinem Puluer gcstossen/ist einArßnep/damit man dieAänsaubert.DerPymscnstcrnmachtBiatt('rn/vndvberzeuchkilemik Rinden/wie das Fcwerver/treibt das Haar/vnd wann man/sagt Theophrastus/ Pymsmstein in ein FaA gehrendes Weins wirfft/ so stillet ftch der Wein von stunden an. Sastz/ Hals, Sal. §ap. cxv. ^^AsSalßwirdt Griechisch Plalz,zu Latein Salgenennt/vnterallen denselbigen Ge- schlechten wirdt das gegrabene für das krafftigstogchalten / vnd sonderlich wann es ^^^weiß/klar/durchleuchtig/fcst/glat/eincrebenen zusammen wachsung/ ohne Stein- kin/vmidinsonderheitdeßGesthlechtsist/welches dreGriechm Ammoniacum, das ist/zu Xatetn Harenariumnmnm/nxmtt es leichtlich zerspalten wirdt/vnd sich an rechten spaltm in die Lange aufflösct. Vndcrdem Meer Sal» sollauffgenommenvnnd erwehlet werden/ welches weiß/fcst/eben vnd glat ist.Das beste Meer Sal» wirdt irr Cypern gemachk/vnnd in Salamine/welebe ein Statt Cypri rst.Item in der Statt Megaris/in Silicia vnnd Lybia: AbervnderallmGcschlcchten dieses jetzt vorbenmntcn Meer Saltzes / wirdt das allerbeste auß den Moßlachen/so bey dem Meer ligen gemacht/vnd wiverumb das allerkrafftigste w der denfttbigcn in Phrygia / welches die Griechen Tapeon, Tnceon oder Ganteum nennen. Alle Geschlecht deß Saltzes haben gemeiniglich vielfältige Kraffk/ Gebrauch vnd »wm »«- barkeiten: Dann das Saltz zeuchrzüsammen/ säubert/ reyniget i zertheilk/ verzchret/truckt hinder sich/macht dünn/vnd brennet Blattern vnd Rinden darauff: Aber der Vnderscheydk zwischen den Geschlechten deß Saltzes ist/daß das eint mehr/das ander weniger/solcheWir-ckungen vollbringen.Das Saltz wehret auch der Faulung/ vnd wirdt nützlich vnder die Ar--tzneycn ok/er Salben/die bercyt werden den Grmdt zu vertreiben vermischt. Es truckt hin-dcrsich/ wasan den Augmvnnatürlich herauß wachst/ verzehrekdie Starfell der Augen/ vertrcibkallesandereaußwachsendeFlessch/wirdtnützlichvnderdieClystiervermischt. In Del zertassen/vnd angestrichen/wlder Yie Müdigkeit gerühmt.Vertreibt die Geschwulst der Wassersüchtigcn.Saltz in ein leinen Sacklin gefüllt warmgemacht vnnd dieDrt damit gebühet/sanfftiget die Wehthumb vnd Schmertzcn. Saltz in Del vnnd Essrgzerlassen/ver-, Ll iss treibt treibt das Jucken / bey einem Feuwer angestnchen / biß sich ein Schweiß erzeigt. Eö heyket die Flechten/Räude/vnnd den Grindt: Sattz mit Honig / Essig vnd öl vermischt / ist gut ÄNgestrichen wrder die Halßgeschwer so man zu Latein Anginas nennt /Saltz mit Honig gebraten/verbessert die hitzige Geschwulst deßAapfflins vnnd der Mandeln/Saltz mit Gerstenmaltz vermischt vndgebrcndt / ist gut wider die Mundtgcschwer/ welche die Griechen Aph tas nennen / wider das feuchte stressende Janfleisch/vnd wider die faule G eschwer/ so man Griechrsch Phagedenas nennt / vnnd wirdt mit Leinsamen Wider der Scorpionm Stich gerühmt / wie gieichfals mit Dost / Honig vnd Hyssop/ wider der Schlangen vnnd ??akern Biss;/vnd wider der gehörnten Schlangen Bissz / welche die Griechen Cerafbn nennen/mit Bech/ Cederbech oder Honig. Saltz mit Honig vnnd Effrg vermischt/hevlt dcß grfftigcn Wurme Biss; / welcher Griechisch 5co1openära genennct wirdt/Saltz mit Kälber Vnschlik vermischt/ist gutwider derWespenvnnd Hornusscn Stich wider die Hauptgeschwer / welche die Griechen kückracia nennen/wider die Wartzen so diesclbige Thymos nennen/vnd wider die Beulen /Geschwulst vnd Apostemcn/ Ivelche man zu Latein Panos nennt. Saltz Mit Meertraublrn oder schwanen Schmaltz/ oder mit Honigver-r mischt / zertheilt vnnd vertreibt die Blutschwercn / Hilfst mit Dosten vnnd Sawcrkeig vermischt vnd vbergelegt den Geschwülsten der Gemächtvnd Hoden sehr baldt zu ihrer Jen-tigung: Saltz reyn geflossen Iin ein leinen Düchlm gebunden/vnd darnach in Essig gescnckt vnd befeuchtet/ heyltderCrocrodillBissz darauffgelegtvnd mit Binden darüber gebunden : Saltz mit Honig / heylt der gisstigen ThierBrssz/vnndvertrelbtdieBlutmascndeß Angesichts. Mit sauwrem Honig iOyrup (Oximelle) ist Saltz gut getrunckcn wrder dm Monsafft (Opium) vnd wider die gifftige Schwamme Mccl vnd Honig vermischt vndaussgclegt/ wider die verrückte Glieder / wehretmttöivcrMlschtvnndaujfgclegt/ das auffdem Brandt fern Blaternauffahrcn : Wirdt in E ssig zerlassen vnd vbergelegt/wrder das Podagram / vnnd wider den Schmcrtzen der Dhren gerühmt: Saltz mit Essig oder Hyssop vbergelegt / wehret den Geschwercn die weiter kriechen ivelche die Grieche« Her-petas nennen Ivnd schasst die Rose oder Rohtlaussab. zu Stirn» Das Saltz wirdt auss diese weise gebrent : Man legt Saltz in ein srrden Geschirr / stopsst m9‘ dasselbig fast zu / damit das Saltz nicht außspringt setzt es darnach ausshepsse Kolen biß das Saltz glüendt wirdt. Etliche nemen gegraben Saltz / bewinden das in einen Teig wie man den Pastetenthut/ legt esdarnach auffheiffe Kolen/ vnndlestes darauffbleiben/brß die Rinde gantz verbrandt ist. Das gemein Saltz wirdt auff diese weise gckrandt: Man wäscht das gemein Saltz einmahl mit Wasser llest es darnach trucken werden/ legt es darnach in ein jrrdm geba ckcn Geschirr Ideckt dasselbige zu / macht ein Feuwer darunder rührt vnnd mischt es biß das Saltz «immer springt lwol herumb. (Assltzjchaum/ Halos ächne, Spuma felis. §ap. ErSaltzschaume / Griechisch Halos achne, zu Latein Spuma Salis, oder Ma-V^^Jris Lanugo genennt / ist wie ein Wolf deß schaumenden Meers/ wirdt aussden stets O^nen gefunden: vnd hat ebm dieselbigeKrafft / welche das Saltz auch hat. Halme, Muria. Cap. exvij. As Saltzwasser lGriechisch Halme, zu Larein Muria genennt hat auch dieselbis ge krasst vnd Würckunge lwie das Saltz / vnd wascht insonderheit ab wirdt wrder die rohte ruhr/vnd die Geschwere der Darme so werter kriechen / vnd dre alte lang-mehrendc Schmertzcn/vnd Wehthumb derHüsst zu einem Clpstiergebraucht/ vnnd a« patt deß Meerwa ffcrs zu einerBahung gemacht. SaltzblttM / Halos Aiithosj f los Salis. §ap. lMly. Je SaltzblUm IGriechisch Halos Athos, zu Latein Flos Salis genennt flcust hin abaussdernMö/ welcher cm groß fiieffendk Wasser Egppri ist/ schwimmet auch auss aijffeilrchck Sttnvnd stchendcn Wa ssern.Die Süchblume soll äüjfgmömmm vnd erweh--tettverdcn/welche Saffranfarb ist Icrrico vnlieblrchen Geruchs/ wie die Saltzbrüh/vowdm gefaltzeneu Fischen/ vnd offc viel stmckender/ scharpffer/vnd beissenderam Geschmack/feyst vnd Ischleimrg. Die mit Röhtclstein gefälscht iflioder voller steinlin ist wirdt als vngerccht DCitvortfcn. Die laurere vngefälschte SaltzbUm tvirdk allein in öl zerlasteu. Die aber mit ets was gefälscht ist/zerlest sie auch in Wasser / damrk die gemachte Farbe abgewaschen wirdt. .. Dre Stützblum ist gut widepdie böse vnartigen Gchchwr/mdche die Grstchm Cacoe-rtie, vttnd wider die faule fressende Gescbwer / welche eben dtchdbigc Phagedenas nennen / heylt die Geschwer der Gemacht / die jmmcr weiter kriechen vnd fresse«/ vnd die Eytcrenden ä>hren.VkrtrctbkdicLunckclheit der Augen/ vnd deß Gesichts/ dieNarben vnd Wunde-Zeichen der Augen/ wirdt in die Pflaster vnnd Salben vermischt/ denen ein Farbe zu geben/ als sonderlich in die Rosen Salbe: SaltzbluM mik Wässer oder Wein eingenommen ver-rrerbt den Schweiß lbewegt den Bauch IvnNd beschädigt den Magen: Sie wirdt auch ui der die Artznyen das Angesicht zu säubern / vnd die Mackcl desselbigcn zu vertreiben bey den Griechen Schmegmata genennt/ vnd das Haar werß zu machen/ sindr bereyt.In furnma MerSaltz/ SpumaNicri. Aap. As Meer Saltz / Griechisch vnd zu Latein Nittum genennt / wirdt gelobt wenn es ! leicht/Rosenfarbe oder weiß ist Ivnnd sich mit vielen löchern auffchut / eben wie -Tetwas Vas SchwamMcchtig ist / dergleichen auß Bunis gebracht wirdt. Das Ni-ter Sattz/ har cm Krafft/ damit cs herauß zeucht / was sich tieffhiNcm verfamlcthat. Wer Schaum? Spuina Nim. Kapc cm Ol Niter Schaum / wirdt aussGricchifch A.xht05 Nitru; zu Latein Hxürna W tri gcnennt.Der allerbeste Merschaüm/ vnd der am meisten gelobt wirdt ist der älter lcichtest/rmdecht/leichtlich zu zerreibeN/bey Nahe purpurfarb/schaumich/ scharpjf vnd beissendt am Geschmack Idergleichen auß der Statt Philadelphia welche ein Statt pten. Erwachstauchin Magnesia/einer Statt der Lanvtschafft Carice. Der Niter vnnd Niterschaumc haben mit dem Saltz einerley Krafft vnnd werden auch wie dieselbige gebrandt r Darneben der Niker/ sänjftiget den Schma tzen deß GriMipens/ viiutz warn er zu reynem Puluer gemacht l mit Pfeffer Kümmel in Meth/oder gesottenem Wein ':ücrm5ä“t' -erlassen vnndgetruncken / odermit etwas das ein Krafft hat / diewindige Auffblahungm deß Leibszu vertreiben Ials WeinraUten oder Dill/ eingenommen wirdt: Ist auch gut wider d-e vnderlassenden Feber / ein wang zuvor angcstrichen/ ehe Denn solche Feber ankoM--men lwirdt auch in die Pflaster vermischt / welche bereyt werden etwas herauß zu ziehen Izu zerthevlen Izu vertreiben ldünn zu machen vnnd die Räude vnnd Grmdt ab -u waschen : Nlter mit warmen Wasser oder Wein eingckropfft hcvlek dieEytkrende Dhren lvnd dcrselbigen windige Auffblühungen / Sauffen vnnd Klingen. Mit Essig eingetropfft / säubert vnnd feget er den vnraht auß den Dhren Niter mit Esel oder Schwer-nenSchmaltz vermischt/heylet der Hunde Bissz. Mit Eerherhin vermischt vnd vbcrgelegk/ eröffnet er die Blutschweren/ ist auch gut mit Feigen vermischt vnd wie ein Pflaster vber-gelegt/ wider die Wassersucht/ macht ernscharpffGesicht wenn man ihn mit Honig vermischt/vnnd die Augen damit bestreiche Der Nitermit Wasser/da einwenigEssrg init vermischt ist / wirdt wider die gifftige Schwamme getruncken: Mit Essig wider die Knol-ster Brssz. Mit Laser saffk widcrdas eingenommene Stier oder Farrenblut: Der Niter ist VVV* <- VHIVIVil/e vvtl UUVIi» Essen oder trin cken sonderlich wol Igleich wie mit Wachst vnnd Del durch einander zcr-schmcltzet/vermischt vnnd vbergelegt/ wider die verruekt^Giieder den Krampff vnnd Halß starrigkeit Idavon das Haupt hrndersich gezogen wirdt / im abnemen derftlbigen 4t riss Gebrtz Gebrechen/wannjemandrdieAungverlahmet pflegt man Mer in dasBrodtZu backen/ vnd den Brcfthafften zu essen zu geben. Etliche legen den Mer vnnd den Merfchaum mein new jrrden Geschirr/vnd setzen sie auffheysseKolen zu brennen/biß sie glüendr werden. Wemhesen/ Tryx, kLx vini. Cap. M. O IeWeinhefen werden auffGriechisch Tryx, vnnd zu Latem F genennek: Man soll dieWeinhkfen/auß dem alten flrnen Italianischen Wein vor den ändern allen 0®%(iufnemen vnd erwchlm/wo man aber solche nit haben mag/ auß einem/der demsel-bigen am mwftm chnlich ist. Die Hefen auß dem Efflg sindt viel krafftiger schärpffervnnd m^f-9 bkyssender. D ie Weinhcfen werden gebrandt wie der verhärte Meerschaum welchen die Griechen vnnd Latini Halcyonhim nennen / sollen aber vorhin fleissiggetrücknetwerden. Etliche legen die Wcinhefcn in new gebackene srrdene Geschirr / vnnd setzen sie auffem groß Fewerzrr brennm/biß die Hefen aller glücndt worden rst. Etliche bedecken die Wemhefen Gehörne odcrStücke mit glüendeu kolen/vnd thtm dassclbige rote jetzt gesagt.Das ist ein zeichen/daß die Weinhcfen genug vnd vollkömmlich gebrandt sey/ wann sie in Mundt genommen /die Aungc beißt/ vnd bev nahe brennet. Die Essigheftn werden auch auffdicse weise gebrandt. DieWeinhefen haben auch ein Eygm schafft vnnd Krafft / damit sie hcfftig brennert /abwaschen/die Geschwcrzu heylm/zusammcn ziehen vnd trücknen. Man soll fleh aber dcr fti-schen Hefen gebrauchen/dann sic verlieren jhre krasst sehr baldf: Müssn derhalben in fletssig vnd fest zu gestopssrcn Fässern bewahr et werden. Die gcbrandtcn Weinhcfen werden gewa-fchcn/wiedie CalmeyBlume/?oMj>ÜOlyx GriechkschZcncnnt.Vngcbrand:e Hefen allem vor flch/oder mit Myrten vermlscht/wchren den Gcschwul sten dieftlbigc wie ein Pflaster v--bergelegt/wchren den Flüssen/so in den Magen vnd Bauch fallen / stopsscn den vbrigen fluß der Bcermutter/auffdieselbige werfe vber den Bauch/vnder den Nabcl/vnd ober dieGchüM gelegt. Va rrerben die Betilm vnnd Geschwulst/ die man zu Latein Panos nennt/ che dann dieftlbigc geschwcren/vbergelegt. Wemhefen mir Essrg vermischt/sind gut angestrichen/ wider die sterffe Iharte Frawcn Brüste / die jre selbst Mrlch nir behalten mögen. Die gcbrennte Wemhefen mit Hartz vermischt/vertreiben die rauhe / scharpsse Finger Mgel / machen mit dem Del welches man zu Latem Oleum Lentifeinum nennt/ vermischt eine gantzeMcht angestrichen/gelbe Haar.Gebra idte vnnd gewaschcneWcinhefen werden nützlich vnder drc Artzneyen der Augen v-?rmischt/wic die Calmcy Blumen oder der grauwcAugstcin Griechisch Spodion genennt: Dann sie vertreiben die Narben Wundzeiche« vnd Lunckelheitj der Äugen. Vngesösc^tek / Asbeftos, Calx viua. Cap. fflij. 7ta?rkjuma, /^^ErvngelöschteKalck/ Griechisch Afbeftos, zu Latein Calx viua genennt/wirdt «hm- weise gemacht: Man niMpt die Schalen derMeermuscheln/welche Grie- C5&Vchisch Ceryces >!« Latein LucciuLgenenntwerden / legt sie zusammen macht ein Ferner darüber her/oder wirsst sie in einen heyssen Brennofen vnnd laßt sie die gantzc Nacht also darinnen blcrben/wann fle deß ändern Tags weiß worden flnd/fo zeucht man sie herauß/ oder laßt sie biß sie aller werß worden flndt brennen/darnach wann fle mit kaltem Wasser gelöscht wordm/wrrsst man sie in einen jrrderren newen Hafen/stopfft den Hafen mit Tüchern fast zu/vnnd läßt sie eine gantzeNacht also still stehcn / zeucht sie deß Morgens heran ß/vnnd wannflegantzzu Kalckwordenflndt/fttztman denftlbigenbcwahrlichcn hm. Eswirdtauch Kalckgemacht auß den gebrandlen Steiniin/ foam Vfer deß Meers ligm. Wie gleichfalls auch auß dem schnöden vnnd gemeinen Marmorstein / welcher besser ist dann der ander. Drafft btinb Aller Kalck in gemein hak ein fewriae / beifleudc vnnd brennende krafft/ damit er B'attem Vermöge» vnd Beschwer macht/vnd dieselbige mit Rinden vberzeucht.Kalckmu etlichen ändern Stücken Von allerlei) Sternen. 4oS cken vermischt/als da finde das ölvnrid Schmakß/bekompt eine Krafft/damit es Miget/vcr-darvet lweyche/ zertheilt / verzehrt / vrmd dieGefchwere heylt. Ser frische Kalkk/vud der mit Wafsernie begossen ist Iist kräSiger/ denn der ander. Gyps/ Gypfum. Mlls. Ek Gyps IGriechisch vnd zu Latein Gypfum genettnt/hak eine krafft / damit er zu- Rrafft bff«d I fammen zeucht vnd hefftet/ die Lufft vnd Schweißlöcher deß Leibs zumacht. Das 1 Blut siopffcr/vnd dem Schweiß wehret.Ser Gyps aber geu uncken pflegt mit einem würgen zu tödten. Rebezwelfg /Tcphra Clematine, Cinis Sarmen- torum vitium. Cap. cxmij. Je Rcbenzweyg afche / Griechisch Tephra Clematine, zu Latein Cinis Sar- Rmfftbnd ] mentorum vitium genennk/ hak eine brennende Krafft: Rebenzwepg asche mit ^"Mägcn. "ÄSchmaltz oder öl vermischt / isi gut angeflrichen/ wider die zerstoffene/ darzu auch wider die verkumpffte Neruen oder Sennadern lvndwider dre zerbrochene Gleyche. Mit Niker vnd Effig vermischt / vnd vbergelegt ihmdertruckt vnd wehret sie der außwachsunge deß Fleisches Iam Hodensack: Sieselbige asche mit Effig wie ein Pflaster vbergeiegt /hcplt der Schlangen vnnd Hunde Bissz. Rebenzwepg asche wirdt auch vnder die Artznepen/die -ereyt werden Blattern vnd Gcschwer am Leib zu brennen vnd dieselbigen mit einer Rinden zu vberziehen vermischt: Auß derselbrgen aschen wirdt auch ein Lauge gemacht/welche mit Effig I Sals vnd Honig den jenigen die hoch herab gefallen vndgestürtztsindt/ vnd wider Die gifftige Schwamme sehr wol bekommet. Verhakter Meerschaum/ Alcy onium. §ap erw. Eß verharren Meerschaums/Griechisch vnd zu Latein Alcyonium genennt/sindk Geschlecht. 'oi)fünfferlcy Geschlecht. Das eine ist dick lherbe am Geschmack emer sehwammech-)tenGestalt/eines stinckenden Geruchs/ schwehr/ vnd hat einen Geruch/ wie die Fi-sche/deffelbigen wirdt viel am Meervftr gefunden. Das ander ist einem Fell/so auffden äugen wachst/ oder einem Schwamm ehnlrch/ voller Löcher/ ieicht/vnd hak bevnahe einen Geruch/wie das Meergraß Iwelches man zu Latein Fucum'Marinum nennk.Sas dritte Geschlecht hat eine Gestalt/ wie kleine Würmlin/ mehr auffPurpurfarb gcneygc welches alit cheMclifiumnennen. Das viertelst der vngewaschenen abgeschnittenen ischaffsWoll chnlich/voller löcher/vnd leicht.Das fünffte hat ein Gestalt wiePfifferlinge oderSchwam/ ist ohne Geruch/ rauh vnnd scharpffeanzugreiffen vndinwendig dem Pymsenstern etlicher Masen ehnlich/außwendigglak/am Geschmack scharpff / bciffendt / dessen in Propon- sel/nennen es mit jhres Landts Namen Halos Achncmdastst/ Meer oderSallffchaum. Die zwey ersten geschleeht werden gebraucht vnd vermischt/vnder die schönmachende Ar-Henepen der Frawen Iwelche bey den Griechen Smegmata heyffen/welche bereyt werden die Angesichts Ivnnd alle andere Vnrein igkeit deß gantzen Leibs zu vertreiben. Das dritte Geschlecht ist bequem vnd gut wider die gebrechen davon der Harn schwehrlich gefangen wirdt/ wider den Blasen Stein/wider die Gebrechen der Mern/deß Mrltzes/dieWafferfucht/wird gebrandt/ mit Wein vermischt/vnnd wie ein Pflaster wider den Gebrechen/davon dasHaar außfelt/bey denGriechen Alopecla genenk/gebraucht/ denn es erfült die blosse stattwiderum mit Haar. Das letztist ein gut Artzeney die Jan weiß damitzu machen auch wirdt es mit vertreiben / vermischt/den verhärten Meerschäume / Alcyomum zubr-ennen / legt mau in einen rohen lvngebackcnen hafen/deckt vnd kleybt denhafen fest zu /vnd setzt cs also in emeti Haffner Dfen Ibist der gebacken ist Izeucht darnach das Alcyomum darmiß / vrmd lests zum gebrauch hewahren.Ser verhartt Meerschaum wirdt gewaschen wie der Calmey. Ädarce. Adarce. Agp. cM). Btschrer- Cappadocia wächst em Artzney /welchedie Griechen vnd Lakini Adarcen nennen/ 6uBS* AMvndistwieein verharkvnd zusammen gewachsen Saltzwasser/ komptinden feuchtem oAmoßlachen / Drtten vnd Gründen / die daselbst sindt/herfür/vnd dasselbige in der tru» cknen Zeit / wenn die moßlachen außtrucknen da ee an dem Rierrohr vnd dem Kraut bekle» benblecht/vnnd ist an der Farbe deßAsij Steins Blumen / welche man zu Latein Floren peme Afixnmnet/ ehnlich / ist an aller Gestalt / wie der verhärte Meerschaum Griechiscl Alcyonium, der etwan nochwepchvnndhol vnndwie einmoßlachiger Alcyonium an zusehen. Drese Artzney Adarce ist bequem vnd gut / die Räude die Masen Sprüteln Flechte! vnd andere dergleichen Maekeln vnd flecken deß Angesichts vnnd der Haut zu vertreiben ZtMfft bmsb In summa / sie hareine scharpffe beiffende Kraflk / zcuchkwas darinnen ist hinauß/vndist DrrmSge». aucf) gut wider die Schmertzen vnd Wehthumb der Hüfft. Meerschwämme/ Spongi, Spongiae Marina?. Cap. ^^^Ie Meerschwämme / Griechisch Spongi, zu Latein Spongix genennr / werden !auß ihrem Geschlecht vnderscheiden. Denn etliche nennen die eine Männer/all )nemlich die dickere mit engen schmalen Löchern / vnd die härteste vnder denen aus Brrechisch Trag08 .Die andere aber/welche den vorbcnenten eine widerwerkige Gestalt ha ben/nennen sie Weiber. Die Meerschwämme werden gebrandt wie der verhärte Mec. schäum IAlcionium. Dieneuwe Schwamm die mit keinem Feyst befeuchtet sindt / wer -den nüHlich zu den Wunden gebraucht / vnd tru cken die Geschwulst hindersich/ hesftm die frische Wunden zusammen / mitWasieratteme / oder mit Wasser I da em wemg Eflrg in vermischt worden ist/ vn helffcn mit gesottene Honig den cckccbken geschwercn zu ihrer schliesi sung. Die alte Schwämme sindt vnnütz vnnd vnkräfftig. Die truckne Schwamm mit einem leinen Faden vmbbunden lwie ein Meysel darein gesteckt / weitern vnd eröffnen die tieffe Geschwer idie treffe vnnd eckechte Löcher fressen vnd stopffen das Blut. Die Aesche der ge-branden Schwamme mit Essig vermischk/ stillet das Tricffen der Augen/zu sampt den gebrechen Xerophthalmia gmmnt Iist auch gut / wenn man etwas abwischen / dickmachen vnnd zusammen ziehen muß.Die Aesche der gebrandten Schwämme wird zu den Artzncy-en der Augen nüHer Iivcnn sie gewaschen worden ist: Aller Schwamme Aeschen mit Beche gebrandt/ stopfft das Blut. Diefrische neuweallerweychste Schwarnme werden auch auff diese werse weiß gemacht: In dem Sommer/zur Jeik wenn es am aller wärmbsten ist / befeuchtet man die Schwämme Ivnnd besprengt sie mit Saltzblumcn / so aufföcn Steinen beydcm Meer bleyben hangen Iwelchedie Griechen Halos Achnen nennen / vnnd legt sie vmbgewandtvnder die (sonne Ialso daß das Hole daran vbersich gewandt werd / vnnd da sie abgesihnitken worden sindt lvndersich / vn d wenn man sie auch mit Meerwasser befeuchte rnlk dersclbigen Saltzblumcn besprengt Ivnd deß Nachts vnder den Monschein legt / wenn die Nachte Heyter vnd warm sindt lwerden sie am aller weisesten. Sorall/ Corallium. (Jap. mvisi. '# CDrall lGriechisch vnnd zu Lattin Corallium, wirdk auch von etlichen bey den Grie chenLirhodendron, das ist / zu Latcm Arbor Lapidea, zu Deutsch ein steinern Baum genennt. Dmn man glaubt / das der Corall ein Mcerstaude oder Baum sey/ vnd wenn er auß der tieffe deß Meers gezogen wirdt/ sobaldkerin die Lufftkompt/verhärte. Der Coralln werden vberauß viel gefunden/ an einem BergeSiciliT/ neben der Statt Sy-racuste / mit Namen Pachmus. Die allerbeste Coralln sindt roht mit ihrer Farb dem An-thenconond wolgefärbten Sandici ehnlich / leichtlich zu zerbrechen / allenthalben gantz/ eben/am Geruch dem Meergraß !Alga zu Latein genennet/gleich/voller ast vnd Jacken wie ein CoiaL cm staude Idem Cimmermdm chr,lich:Mclchet' aber hart wtrdt / wie ein stern rauh vnd scharpft? gewachsen / voller Löcher vnd Hölen/sindt vn-tüchtig / vndMverwerffen werven. wehren demaußwachsenden Fletsche waschen die Narben der Augen ab / erfüllen die tieffc Ge-schwer vnd Wundkzeichen mit Flei sch / vnd sind dasBlutzu stopffen/vndwtder die Gebrechen/ davon der Harn schwehrlich gefangen wirdt/ sehr bequem. Mindern vnd verzehren mitWas-sergetrunckcn/dre Mllß.Das dieGricchcn An^ chipates nennen/ wirdkauch vor Corall gehalten lwirdt allcinean der Gestalt darvonvnder-fcheiden Idenn er ist schwach / hat ein Gestalt wie ein Baume / voller ast vnd Iwackcn/vnnd Hai dicselbige Krafft/welche die jetzt vorgeschr ie-bene Corall auchaiich Habem Die Coralln haben ein Krafft/ damit siezim- AM. licher Masten erkülen vnnd zusammen ziehen/ vermöge». Phrygius Lapis. §ap. Mix. k Er Steine/ Griechisch Lithos Phry-M gios, zu Latein Lapis Phrygius ge-Tnennt/Welchco sich in Phrygia öle Fär- ber gebrauchen damit zu färben daher er seinen Namen vberkommen hat wachst in Cappadocia. Der allerbeste istbleichfürbig/ zimlicher Masten schwehr nit allenthalben eben/ zusammen gewachsen Imit meisten Urnen Iwie der Calmey durchzogen. Dieser Stein Di-stEum wirdt auff solche weise gebrandk. Man befeuchtet den mit gutem Wein vbertegk ihn mit 6rtm1^-glücndcn Kolen / vnnd blaset state mit einem Blaßbalck darein er seine Farb verwandelt vnd roht wirdt / zeucht darnach auß dem Feuwer herauß lascht den mit dem selbigen Wein/ vberlegt ihn darnach widerumb mitglüenden Kölen brennet vnd lascht jhn wie zuvor / vnnd khuidaszumdrittenmahl. Man muß aber stcistig acht haben das er nit zerspringe/ in kleine ^stücklm zerbreche lvnd also im Rauch vnd Rost verschwinde Dieser Steine gebrandt over vngebrandt lhat eine Krastk / damit er zusammen zeucht/ t»»d vnd sauberr/die Geschwere mit Rinden vberzeucht / heylet mitWache vnd öl durch eman-der zerschmectzt / den Brandt / vnd wirdt gewaschen wre der Calmep. mEr Stein IGriechisch Lithos Alios, zu Latein Lapis Alias, wirdt gelobt / wenn er sich an der Farben dem Pimsenstein vergleicht / leicht/ schwammecht/voller Lö-cher/leichtlich zu zerreiben lvnd jnnwendig mit gelben Nerucn durchzogen ist. Die y» Blume dieses Steins Afij Lapidis Flos, zu Latein genennt / ist wie ein gelb verhaftet saltz-Wasser / aufwendig auffdiesem Steme hangend: / dünn zusammen gewachsen / an etlichen weiß / an dem ändern dem Pimfen Steinehnlich / austdottergelb geneigt beydesdieser Stein vnnd seine Blumen haben eine Krafft/ damit siezusammen ziehen/ein wenig beissen/ vnnd verzehren / vertreiben mit weichemBech/ oder mit Terbethm vermischt die Beulen vnd Geschwulst so man zu Latein Panos nennt: Man acht cs aberdarfür / daß dicBlunie kräfftiger scy/denn wann siegetruncken worden ist/heylt sie die alteGeschwere/vnd die/wckche sonst nit leichtlich zu heylm/verzehret das außwachsende fleisch/ vnd truckt da sselbige hindcr-sich.Mit Honig vermischt/ säubert die fatlle vnfläkige Geschwer/wclcbe ein gestalt haben den Wer Stem/ Lapis Afms, Cap. cxch. Honig geleckt/wider die Schwindtsucht.Auß diesem Stein macht man Geschirr/wie H'uß-kübel / darinnen die Podagr «mische jhre Fuß nützlich waschen. Auß den selbigen Steinen macht man auch ein klein gerieben Puluer/wie Mecl welches das vbrige Fleisch verzehrt/ dann die dickm fleiscbechten corxora macht es dünn wann man das an statt deß Niters in den Bädern «nstreichk. Aieser Stein vnnd seine Blume werden wie der Calmey gewaschen. KupfferStem/ Pyrites. §ap. cms. ^Vpffer Stein oderKupffer Erß/Griechifthvnnd zu Latein Pyrites genennk ist ein r Stein daraus; man das Kupffer schmelßt. Der beste ist dem Kupffer am meinsten «^Oehnlich/vnd gibt/ wann man darauffschlcgt/ leichtlichFewer Füncklin von sich. DitsmSttin Der Kupffer Stein wirdt auffdiesc weise gebrandt; Man befeuchtet diesen Stein mit zu brrnw. Honig Ivnnd legt ihn auffein sanfft Kolfewer/ vnnd hell mit bla sen biß er rohk wirdt jmmcr an. Erlichebefcuchtcn denmiivictHonig/legenjhnauffcingrossesKolfewer/ziehenjhn/ wann er anfangk roht zu werden/ auß demFewerhcrauß/blasendieAschenab/befeuchten jh» widerumb mtf Honig lvnnd lassen jhn abermals brennen biß er allenthalben jnnwmdig vnnd außwendig gttrücknek worden ist / vnnd leichtlich zerrieben wirdt/dann es begibt sich offt/ daßdaseusserste Thcil allein gebrennekwirdt/ das jnnwendig aber vngcbrandt bleibt/ dann der also/wie fttzt gcsagt/gctrücknet vnd gebrandt worden ist / wirdt in die Bewahrung gelegt/wann es von nöhtey ist/ das man den Stein gewaschen haben muß/ macht man es wie mit dem Calmey. Arssst vnnd DerKupfferSteinPyrites, gebrandt vnnd vngcbrandt / hak eine krafft/damit er war-Dttmög««. mek/zusammm zeucht/alles was die Augen vnd das Gesichtvertunckelt / vertreibt die Har-tigkeiten/verdawet/zcyriget vnd zertheilek.Wehrek mir Hary vermischt / dem außgewachse-nen Fleisch/mit etwan einer Warme vnnd Jusammenzrehung. Diesen Stein/ der aksoge-brandt worden ist Inennen etliche bey den Griechen Diphrygcs, das ist/zum ändern mal ge-brennek. BlUt Stem/ Hcematices. tMY. Blut Stein wirdt Griechisch vnnd zu Latein Hxmatites gennenk. Deraller-beste ist lachklrch zu zerreiben/Blutroht oder schwary/ von sich^etber hart vnd eben/ mit keiner Vnreinigkeit vermischt/ vnnd mit keinen Linien oder Neruen durchzogen. Rrafft vnd Vrrmögru. dünn macht. Vertreibt mit Honig vermischt / die Rauheit vnnd Narben der Augen stillet mit Frawen Milch vcrmischt/derselbigen trieffcn/ hcylt dieBrüchevnndBlutmascn dcrsel-ben/istgut mitWein getruncken Iwider die Gebrechen / davon der Harn schwehrlichgefangen wirdt.Bekompt mit Granatapffel Safftgckruncken/denen/die Blut spepcn/ vndwidcr den vbrigen Fluß derBeermutter sonderlich wol: Man macht auß demBlut Stein bequeme Aryneyen/widerden Gebrechen derAugen zu gebrauchen auchWeysteinlin/ damit solche Aryneycn zu reiben. DitsinSiri» Er wirdt gebrennet wie der Stein / welcher droben Lapis Phrygius zu Latein genenner a« "y worden ist / /edoch mit Wein nicht befeuchtet. Als dann aber ist er genug gcbrennek/wann er ein wenig leichter wirdt/vnd Blaßlin auffvirfft/wie die Wasser Blaßlin. Es sindk etliche/ welche den Blut Stein mit einem ändern Stein/den die Griechen Schiftonnmnm/miff diescWeiscverfälschcn: Sie nemen den dickeren / runden, schomechten Lheildeß Steins t Schifti, als da ist / welches man die Wurykl nennet / werffcndasinein/rrden gcbackcnGe- schirr lvber schütten es mit heysser äschen lziehen vnlängft darnach den Stein widerumb her-auß/ reiben den auffemem Malcrstein/ zu versuchen/ob er ein Karbe wie der Blutstein vber-kommcn Hab Iwenn das also geschehen/ so setzm sie denselbigen bewarlichen hin/ wo aber nit/ so vberschütten sie denStkin LcKi ltum widerumb mitfrischerwarmerAeschen/vnd schau-wen denselbigen fleistlg an Idenn wennn er ein wenig zu lang in der heyssen Äefthen bleibt/ so verwandelt er seine Farbe / und zcrfclt vnd zcrsieust baldk hernach gar: Der gefälschte bluk-stein wirdt erstmahl erkannt an seinen schnitlichcn Neruen oder Faden / denn wenn er gebrochen wä bi Ilöset er sich in starcke Faden vndNcruen auß. Dervngefalschrc Blütstem aber Nit / darneben wirdt er auch an seiner Farbe erkennt / denn der gefälschte hak eine blücnde Farbe. Der vngefalschke aber ein braune vnd tieffere Farb wie das Trachcnblut / welches die Gr echen Cinnabarinnmnm. Der Bluistein wrrdtvnder der Synop gefunden /auch auß dem Magnetstcme gemacht / wenn man denselbigen hefftig brennt / in Egypten wachst er von sich selbst Ivnd wirdt außgegraben mit ändern Metallischen Ertz. Schiftus. Kap. cm«/. Er Steine / auffGriechischvnd zu Latein Schiftus genennr wachstin Hispania/ ^£>3 welcher gelb ist / auffSajfran Farbe geneigt lcichtlich zu zerKibcn sich von wegen seiner eigenen Art auffiöftt Ian langen durchgehenden Faden oder Neruen wie ein Kamme auff einander gelegt/vnnd zusammen gewachsen dem Sandk Saltz/ welches die Gr»echen Ammoniacumnmnm/cHnU'ch ist/ wirdt am meisten gelobt. Dieser Stein Schiftus hak mir dem Blut Steine einerley Krasft/ jedoch zu allen Dingen vnuermöglictzer. Mit Frawen Mäch oermlschk/ erfüllet er Oie tiefft Geschwer mit Fleisch: Dieser Stein ist vberauß krasstig wider die Brüche lwider alles so auß seiner gcbürlichen Statt gefallen ist/ wider dre dicke Augbrawen vnd Traublin der Augen. GagatStcisi/ Gagates. Kap. cmiiij. Er Gagat Stein lGriechisch vnd zu Latein Gagates genennt wirdt gelobtt/vnd soll vor den andem auffgmommen vnd erwehlet werden welcher schnell angezündei wirdt Ieine Flamme/vnnd im brennen einen Geruch von sich gibt/wie das Iüdi-fcheBcch/ Afphakhumgmmnet Isonsten ist er gemeiniglich schwartz/ wüst/ rindrecht/ vrmd fast leicht/vnnd hak eine Krafft Idamit er erweicht / zertheylk vnnd vertreibt. Der Dampffc vnd Gerüche dcß angezünden Gagat Steins/Macht kundt vnnd offenbar/welche mit der fallenden Sucht beladen sindt: Ererwecktvnd erquickt dieFrawcn/fovon wegen deß Auffsteigcns der Bea muttcr in Dhnmacht gefallen sindt. Der Geruch deß ange-'un'-'m Gagat Steins vertreibt die Schlangen wirdt bequemlich vnder die Arßney/ welche wider die Müdigkeit vnd das Podagram bereyttt sindt vermischt. Dieser Stein wachst in Lycra Ida das Wasser ins Meersieust/bey der Statt Plagiopolis. Da das -Ort deß Landts/ vnnd das Wasser bcyde Gagas werden genennt / in welches außgang oder Mundk solcher Stein gefunden wirdt. Von ander« Steinen mehr/vnd zum ersten von dem Lapide Thraciö. Kap. Wxv» z^2enßündet es sich/gibt cinm Flammen/wirdt aber tm Fewer nicht verbrennet noch verzehret/ sondern nur schöner darvon. SapphirStem/ Sapphims. Kap. cplv. y0~\^ErSapphir Stein wirdt Griechisch vnnd zu Latein Sapphirusgmmnti Man Rrafftr«» qlaubt/daß der Sapphir Stein gut getruncken fey wider dtr Scorpronen Stich/ wider die innerliche Geschwer.Er wehret vnd trücknet alles / was in den Augen vnnatürllchcs herauß wächst/hinder sich/ wehret den Lraubtin vnnd Blattern der Augen, vnd Hessiet die zerbrochene Hautlm dcrselbigen zusarNmeN. Memphites. Kap. CXlty* Er Stein/Griechisch vnd zu Latein Memphites geNennt/wirdt in Egppko bch dcr ^lthrn. dg) ^tatt Memphls/beyvnsern zerten Kayrgenennk/gefunden / in der grösse der Kiß- 9‘ steme/fepst vnd vtelfarbig.Man sagt/daß Vieser Stem zu reinem Puluer ntafftm vnd dem Gliedt/ das man scbneyden oder brennen will / angestrlchen die Empfindtligkeit ohne einige Gefahr bencme also/ daß es den Schmerlen tut empfinde. Mon Stein/ Seiinites, Lapis Lunaris. Cap. exlvij. Er Mon SteiniGriechlsch Seiinites, zu Latein Lapis Lunaris genennk/ wirdt ’uj auch von etlichen bey den Gnechen Aphrofelenes,i)a6 ist/zu Latein Lunx fpuma v-^y gmmm/ dicwcrl er deß Nachts gefunden wirdt/ein gestalt harwie der Mon/dann er nimvt zu vnnd ab Iwie dcrselbige. Der Mon Stein wächstin Arabia vnd ist weiß/ Aar, durcblcuMia/ieicht.LicserStelnzu Puluer gemacht/istgut getruncken,wider diefallmde Sucht Die Frawen tragen diesen Stein/als ein Artzney wider das Gifft/Iauberey vnd andere Gebrechen bey sich. Man glaubt/ daß dieser Stein an die Baume gehengt/dieselbige fruchcharmäch. Mm Iasptö Jaspis Stein/ . lafpis. Kap. cxlvni. ErIasprö Skem/wirdt Griechisch vnd zu Latem lafpis genenm/lstvonGeschlecht ^manchertey/als der ein an der Farb dem Schmaragdo chnllch vnd grün der ander -ÄwEtß oder Cristall/an der Farbe wie die weiffe Feuchtigkeiten in dem Mensche» (Pituica) Ein anderer der Lufft nit vnchnlich vnd wirdtderhalben bcy den Griechen Aeri-rousa gencnnk. Widerumb ein anderer als were er mit Rauch geschwartet / vnd derhalben Capnias Griechisch genennt/ vber das findet sich noch ein anderer / Aüirus genennt / mitten nach der quere mit tveijsen glantzendm Linren durchzogen. Ein anderer ist dem Terbe-chm an der Farbe gleich / welche die Griechen Terebinthizon nennen. Ein anderer an der Karbe wie das Edel gestern OIlaläis.Alle Geschlecht der Jaspis Stein hengk man an/als ein Argeney wider Gtjft / Aauberey/ vnnd andere dergleichen Gebrechen- Auch sagt man/ daß die Jaspis Stein einer Schwangeren Frauwcn an das dick vnd öberstc der Schenekel gebunden vnd angehcngt / ein schnelle Geburt verursache. Adler Stem/ vEtitcs. Kap. cxljx. r_ _ Er Adler Stein lGriechisch vnd zu Latein vEtites genmnt gibt ein gekeudt vnnd klrng'.et ials Hab er noch einen Stein in sich. Dtkmvgm^ &&&Der Adler Stein behelt den SchwangrenFrawen dieFrucht/ wenn die Beer- ' mutterfcuchtvndschlttpffench ist / vndnit woibchalrenmag / wenn mari jynmdcnsclbigen an den lin cken Arm bindet vnnd anhenckt wenn sie aber anfangen zr» gebahrm/ so soll man shnrn den Stein vom Arm entbinden/vnd ans oberste der Schenckct henckcn / denn also pflegen sie ohncSchmertzen zu gebahren.Der Adler Stein verraht vniid macht die Diebe offendar/ denn wenn man den Alder Stein inBrodt versteckt/ vnnd dcmDicb zu essen gibt/so küuwet er das Brodt Ikann es aber nit emschlucken / weiches er denn gesotten auch vermag/ denn was damikgesotken worden ist / kannkein Diebeinschiucken. Der Adler Vtem zu rei-nemPuluer gestossen Ivnnd mit Hartrigelsalb / oder Mostsalb/oder sonst mit einer/dir zu wännen berept worden sind/veiwischt/ist sonderlich bequem deneu/welchc die Fallendtfucht haben. Nater ^tern/ Ophitcs. Kap.cl. Grschkccht. Er Iraker Stern lGriechisch vnd zu Latein Ohpites ge nennt I sindtvielerley/derm etlicher sindt schwehr vnd schwach. Die andere Acschcnfarb/ sprencklcchi mit stüpf-lm vnderscheidcn. Die dritte Hat etliche durchlauffende weisse Linien. »rM vnnd Alle Nater Stein sindt gut angehenckt wider der Schlangen Biss; vnnd Wehthumb ttnh&mdeß Haupts. Der dritte aber Iwelcher mit den iverffen Linien durchzogen / ist insonderheit gut wider die Schlaffsucht / vnd Schmcchen dcß Haupts. MecrschwämmStemlm/ Kap. ch. Steinlin / welche in den Meerschwämm gefunden werden zu reinem Puluer gemacht lvnd mit Wein getruncken / brechen den Blasenstein m stück. OC® Stemleim/ Lithocolk. Kap. cltf. Er SttinteiM Griechisch Lithocolk gmmnt/tvtrdtauß Marmor Stein / odep VQ^^atiß dem Stein Iwelchm die Latmi Lapidem Parium nennen Leim auß »v der Frawcn lmacht zwcper Quinilin schwehr vier Lag nach der Reinigung getruncken/ daß die Frawen nicht empfangen.Sansstiget mit Honig vermischt vnd vbergelegk die hitzige Geschwulst derFrauwen Brüste/ vnnd wehret den Geschwem die weitker kriechen vnnd fressen. * 6 Smyris. tÜlss. Er Stein Griechisch vnd zu Latein Smyris, da die Wappen Skeinschneyder das Gestein mit säubern vnnd abfegen Iwirdt nützlich vermischt vnder die Artzneym die ^bereyt werden auffzubey ssen/zu verzehren vndzubrennen. Auch ist er gut wider das MeeruferSandt/ Ammossgialitis, Arena Litcoralis. Cap. clv. t^X^EeruferSandt / Griechisch Ammos segialicis, zu Latein Arena Littoralisge-01 |j 1 nennet / trücknetvnnd saugt das Wasser dcß Leibe/ wann man die Wassersüchtigen s^KIbiß an den Halß darein begrabt/wann die Sonn am heystcn ist.Man warmer diesen Meerufer Sandt/vnd braucht sich desselbigen zu den trucknen Bahungen/an statt dch Hirsen oder Saltzes. Wetzstein/ CosNaxia. Kap. clvf. As man abwetzt Iwann man Eisen auffeinem Wetzstein ( welchen man zu Latein/ ^vnd das Gcsichtvertunckelt.In Wasser zerlassen vnd vbergelegt/sünfftiget die hitzi-Se Geschwulst derFrawcn Brüst vnd der Gemacht. Don der Erden M gcmem/ Terra. Kap. clvuf. ^ Erde wirdt Gncchisch Ge, zu Latein Terra genennt. Alle Erde welche in der Artznei) zu gebrauchett/auffgenommen worden ist/hat fürnemlich vnd in getnein ein O^; krafft/damit sie külct/die Schweiß vnd Lufftlöcher deß Leibs stopfft vnnd zumacht/ an der gestalt aber werden sie von einander vndcrschcyden/also/ daß etwa« eine mit etlichen Stücken vermischt/zu ändern Gebrechen ntti? wirdt. EretrischeErde/ Terra Eretria, Kap. clir. Er Erden Griechisch Erecrias Ge , zu Latein Eretria Terra, sindt zweyerlcy Ge- Ttschltcht schlecht/an der Farb vnderschcyden/ dann das ein Geschlecht ist vberauß weiß/das ander aschenfarb. Sie beste ist die/ welche äschenfarb vnnd fast sehrwerch ist/ vnnd Mm iss wann wann sievbek Kupffergezogen wirdt / davon ein Violfarb Lmi auff dem Kupffer kcstehm Erd« hlclbt. Dlese Erde wirdt wie das Blcywerß/oder auffdrefe wcift gewaschen: Man siösi dieser Erven so viel man teil msonderhett/ darnach auch m Wasser einen ganßcn Tag/ wann das geschehen ist/laßt man sie still stehen/ sich sencken vNd niderschlagen/gcust alsdann das Waft alles ab / vnnd rührtt die Erde m der Sonnen vmb/ biß man küchlin darauß formieren kan/ vnd legt diefelktge/wann sic trucken worden sindt/da sie wol behalten werden/hin. &uft sErtt*Wann siche begeben würde/daß man diese Erde gebrandthaben müste/ so sollesauff diese i« WM«, weise geschehm: Man nimpt dieser Erden LcrecriX ccrrL, macht sie zu kleinäi Stücklin/ wie Cisererbsm/wirfft sie in einen jrrden gelöcherten Hafen deckt den Hafen fleiffig zu/ seye den auffglüende fcwrigc Kolen/blast mir Blaßbalgen jmmer zu/biß die asche sich zu äschm verwandelt/ oder anfängt ein Karb zu gewinnen / wie die Lufft/ nimpt sic darnach heräuß/vnd setzt sic in die Bewahrung hin. brasst v««d D/ese Erde hat eine krasst damit sie zusammen zeucht/ sänfftiglich kület / weychk/ die tiefst Dttmsg»«. |ok Geschwer mit Fleisch erfüllt lvnnd die frische blutige Geschwerzusammen heffm vnnd heplt. SamierErdc/ Terra Sam ja. Aap. fst. Erde/welche die Gnechen Samiäm nennen/wirdt gelobt/ vnd soll vor der ändern erwchlek/wetche weiß vnd leicht ist/vnd wann sie aussder Aungen gehalten wirdt/da j! daran behängen bleibt/wieLeim/vnd weych/voller saffe/vnd leichrlich zu 'zerreiben tst/ dergleichen etliche bep den Griechen Collyeion nennen. Dann dieser Erden sindt zweycrle-Geschlechk/das eine/welches wir jetzt beschrieben haben das ander/ welches die Griechen A-ftcr nmnm/vnd ist rindechk vnd fest/wie ein Wetzstein. Diese Erde wirdt gewaschen vnd gc-brandt wie die Eretriachat auch dieselbige krafft/stopsst darneben dasBlut/vnd ist denFrau-wett gUk mit wilder granatäpffcl blüet zu trincken geben/wider den vbngen Fluß der bcermut-eerrGänsstigek mit Rosenöl vnnd Wasser vermischt / vbergelegt / die hitzige Geschwulstder FrawenBrüst/vnd der Gemächk/vnd wehret dem Schweiß. DieseErde/ Samiagmmttt/ »stauch gut wider der giffkigm Thier Bissz/vnd sonst wider alles ander- tödtliche Gisst. SamrerStNN/ Lapis Samius. Kap. ely. Lithos Samios, zu Latein Lapis Samius heyßt.Dicftö Steins gebrau-chtit sich die Goidtschmidt/das Goldt damit zu poliern glatt vnd gläntzendczu ma* cheii.Vnder diesen Steinen wirdt gelobt/welcher weiß/hart/fest vnd gantz ist. ZtwO vnnd Er Hai eine krasst damit er zusammen zeucht/vnd kület. Ist den Magmsüchtigen gut ge-Vttmögr«. wuncken Ibeschädiget aber die Empfindtligkeit nit wenig. Mit Milch vermischt / ist er gut wider die Geschwer vnd Flüß der Augm. Dieser Stem den geberenden Frawen angebunden/macht ein schnelle Geburt / behelt den Frawen die zum erstenmal empfangen haben/di^ Kruchk/vnd bewahret dieselbige vor vnzeitigem gebaren. KhttscheLrdt/ Terra Chia. Kap.tW Je Erde Griechisch vnnd zu Latein Lhia gettmnt/wirdk gelobr/wann sie weiß ist/ > weiß.Sie Wirdt aber allein durch die gestalt oder form ihrer BcrcytUnge von dcnset-bigen vnterfcheyden/hat dieselbige krasst/wclche die Samier Erde hak: Streckt die HaUt dcß Angesichts/vertreibt die RuNtzlen/vnd Macht es glantzendt / macht dem Angesicht vnnd dem gantzen Leib ein schönefarb. Der Chiischen Erden gebraucht man sich in den Bädern abzu-wischeil an statt veß )?nerö. Selmu- Sklmufier Stein/ Terra Selinufia. Kap. tW. Grlmusker Erde/Grrechrsch vnd zu Lakein Selihufia genennt I hat auch vr'tsel-brge Kraffk vnd Wirckung/welche die Chüsche Erde/ vnd wirdt am mein sten gelobt die am metnsten gläntzet/weiß/ vnd leicht zu zerreiben ist / vnd sich / wann sie Mit MW ger Fcuchtigkert besprenget vnd befeuchtet wirdt/schnell zerläßt. §imoüer§rde/ Terra Gimolia. Kap. clriiisi Er Cimvlier Erden / Griechisch vNNd zu Latein Cimolia genennt / sindk Zweyerley SED GeschlcchkrHas eine istweiß/vnd das anderauffpurpurfarb geneygt.Die aller bei O^äste Cimolier Erde ist die/welche ein angewachfene Keystigkeit hat/vnd wann man sie anrühret/kalt erfunden wirdt. Beyde Geschlecht dieser Erden in Effig zerlassen vertreiben die 0eschwer hinder denDhren/dic man Griechisch Parotidas nennet / zusampt den Beu-len/Geschwulsten vnd Geschwern/so man zu Latein Pano5 heyst / vnnd aüdern dergleichen Geschwülsten vnd Apostemen Mehr^ Dieselbige Erde also von stundenan vber dm Brandt gelegt/verhindert vnd läßt keine Blattern daran aufffahren.Wehret der Härkigkeit der Ge-»Nächr/vnd reutet die Geschwülsten vnd Apostemen dcß gantzm Leibs auß. Vnd wirdt wider den Rohtlausssehr gerühmtrIn summa beydcrlcv Geschlecht mögm zu vielen Gebrechen in der Artzney gebraucht werdm/wann sieauffrecht/laUter vnd vngefälscht sindk. TeiraPnigitis. Kap. tlM Je Erde/ Griechisch vnd zu Latein Pnigiris genennt/ ist an der Farbe der Erem'L-WOi schön Erven chnlich/jcdoch an grösscrn schollen/ kület die Hände wann man sie dä-mü bcmhret/vnd ist also letmecht/daß/ waün man sie an die Junge helt/ daran bekle-lbm vnd hangen bleibt. Diese Erde vermag alles lwas von der Cimolier Erdm ist gesagt/je- doch mit etwas geringem Kräjsten/für die Emriischen zu verkauffm. Ofenschsilett/ Öfciifc^CtBdli/ TeftarPomace^» Cap. clxvsi t> JeDfcnschalenoder^ftnschcrbenhcffttggebreNdt / vbcrzichm dieGefchwer mit xis^pmmei' Haut: Sindt dcrhalbm gut mit Effig vermischt angestrichen wider das wider VieBlatern/so ani Leib außbrechcn.Vnd werde« zugleich wider daß Podagra gerühmt.Vcrtreiben die Geschwulst vnnd Geschwer/dieman zu Latein Strumas nmnt/mit einem Cxrotchae ist iWachß vnd Del dUrch einander zerschttjelHet vermischt« Die rohre verbrandte Dfenerde har eben dieselbige Kraffk. MelierErde/ TerraMeiia. Kap.clxvff. Je Erde Griechisch vnd zu Latein Teri-ä Melii gcnmnt/ist öch farb der ascheP färben Eritriischen Erden ehntich/ raühvNtid scharpffänzugreiffcn/vnnd watin sie O^/zWifchm den Fingern gerieben wirdt/sokrachr siewie der PyMsenstein. Diese Erde hat ein kraffk wie der Alraun / aber viel geringer/ welches an dem G# fchrttatk örripfindk.Sie trücktttt die Ilmge sänfftiglich auß/ säubert den Leib/vNnd macht eitt schöne Farb/vnd zu gleich auch das Haar schmäler vnd dünn.Wüschckab vnnd vertreibt die Räude vnnd Irttermal. Ist den MalerN nütz/ damit zu Machen/ daß sich die Farben länger halten.Wirdkinviegrün?Pflaster/wetchedieGriechen GhlörasnemieN/verMischt. LNart chll auß dieser vnd aller anderer Erden erwchlm vnd auffnemen / die frisch vnnd weich Nicht stemecht/ leichtlich zu zerreiben ist/vnd wann sie befeuchtet wirdt/sich leichtlich zerlaßt. Terra Ampelitis, Pharmacicis. (l]rt)it|V zr*2^ Je Erde Griechisch Ampelitis,vnb von etlichen Pharmacitis gencnnk wachst in Statt dcß Landtö SyriL. Dieschwartze Erde wirdkammernsten gelobt vnder diesem Geschlccht/ wann sieden langen Kichtdannen kolen ehnlich vnd fchniiecht rst/vnd sich aufflöstt wie die Spanlin/gleich/allcnthalbm glantzendt/vnd wann sie klclNgerleden/reichtlichmölzcrschmiltzt.Weicheaberweißvndaschenfarbist/vnndwannsie befcuchttt wirdt/sich nitzerlaßt noch zcrschmiltzt/ist vndüchtigvnd zu verwerffen. Diese Erde hat ein krafft/damit sic erkülct/ zertheiltvnd vertreibt vnndwirbt nützlich gebraucht in den Artzneycn/die bereyt werden die Augen vnd Augbraen zu zieren vnnv schön zu machen vnnd dasHaar zu farben.Ist bequemvnd nütz die Raben damit anzustreichen/ehc dann sie Augen bekommen/dann ce tödket die Würm so an den Raben erwachsen. Maler Ruß/ Asbole, Fuligo pidoria. Kap. clxix. LT^QAler Ruß/ Griechisch Aibolc, zu Latein Fuligo pidoriagenennt / wü dt auß den ö)l) 1 Wercf staftm vnd Hausern/da man Glaß macht/genommm / dann er vbcrtrifft die ^^Jandere alle.Dieser Rüß hat eine krafft/damit er verzehret, außbcyst vnnd zusammen zeucht ivnnd heylt mit Wachß vnnd Rosenöl durcheinander zerschmeltzt vnnd vermischt die Dnlch. Schreröer Tchwärtz/ Melan, Atramentum fcriptorium. Cap. clxx. Chreiber Schwach Griechisch Melan, zu Latein Atramentum fcriptorium ge-^/^ncnnk/wirdt auß dem ges.,mieten Kindannen Ruß gemacht. Dieses Ruß thut man OM sechs Loth zu einem jeden Pfundt Gummi. Das Schrciberschwartz wirdt aus: dem Ruß vom Hartz gesamlet/vnnd auß dem Maker Ruß / davon wir nächst hiebevor gcschric-ben/bcrcyk.Man nimpk deß Maler Ruß oder deß vom Hartz gcsamlet ein Pfundt/ Gummi anderhalbPfuttdt/Dchenleim/Victril/jcdeödrcy Loth/vndmachtözu einer Mixtur. Das Schrciberschwartz wirdt bequemlich vnder die Artzneycn/die bereyt werden außzubeyffen vnnd ZU verzehren/vermischt/vnd ist gut Wider den Brandt/ dick Wasservcrmischk vnnd vbci gelegt. Es soll abernit auffg.-bundm werden/die Geschwer seyen dann zugcheylt wann das geschehen ist/so fällt er von sich selber ab. Beschluß. Hremithastu mein allergelrebsterAree/nachdermaßdiesesBuchs/vndderVberflüssig-keit der Artzneym/vnd seiner Hülff/fast alles/was wir vns vorgenommen haben/ davon zu-fchreibcn. Ende dcß fünffken Buchs. PEDA- PEDACII DIOSCORIDIS ANAZARB^EI Sechstes Buch/ lfft/VNV scmen nachfolgenden Zeichen/ wre man sich vnbeschädlgt yavor könne behürcn vnd bewahren / vnnd so jcmandt davon beschädigt trot^ dm rst/erretten. Item von der wütenden Hundc Brssz/dcrsclblgen Zerchen vnnd Cttkv Von dm folgenden Aelchen der glfftlgcn Thrcr Strch vnd Brssz/ vnnd Medieselbigezuheylm. Vorrede. kan/vnd der Arynencn die vns darwlder zu gebrauchen. L>amtt mir aber viel -üjor; zu ma# chen/vnd die lange Rede vermeyden / wollen mir solches hiemit anfangen. Nach dem solche Beschreibung in zwey Lhcilgethcilt rnirdk/ als nemlich das ein welches sich für Zusehen vnd zu hüttn/vnkcrwczftn/damit imAnfang kein Giffenit verborgen vnnd vnwissentlich eingenommen werde/oder wann es heimlich vnnd vnverschens eingegeben worden ist / daß es vn-kräfftigsey/vnd nit schaden brmg.Sas ander/ welches die Cur beschreibt deren die allbereyt davon beschüdigk. Zum ersten aber wöllm wir beschreiben die weise sich zu Wen vnd vor zusehen/welches der Men etliche vermeint haben/vberauß schwehrlich zu seyn/derhalben diejenige/ so einem M vordem Gifft zu vergeben begchren/jre sachcn also heimlich vnd listig wissen anzustellen/ daß sie auch dm aller erfahrnesten vnd fürsichkigsten bttriegeti können.Dann die Gisst/welche bitter sind/ verhütt», vermischen sie mit süssen dingen. Die stinckende mit wolriechenden Stücke« oder vnder die ßenigeArtzneyen/diemsondechcttdenBresthassteu vndKranckcnzu helssm eingegcben werden/als da ist der Wermut/das kraut TrLAoriALnum-Saturep/Hyssop/Thymian / Do-sien/Stabwurtz/Violwurtz/Bibergeyl/oder so etwas den purgiercndenArtznepen gemeß ist. Dder vermischen die in Getranek/als in die starcke Wern/in die Brühen/so man jsset / in süsse Wein/ Meth/ Mo st/vnd dergleichen/auch etwan in Säfft/Linsm oderGerstm/oder sonst in ander Gemüß/die man zu essen pfleguDerhalben soll mau m solcherVermuhtung/wann man sich vor Gisst förchket/alle kunstreiche zubereyteSpcise fliehen vnd meiden/ dergleichen auch alle hefftkgc Geschmack/als süsser/gesaltzenervnd sawrer Sachen/vnd wann man durstig ist/soll man nit vberflüssig trincken/oder in grossem Hungerbegierlich essen vnnd allwe-gen auffdie Geschmack derselbigm fleissig mercken/dann wann der lust vnd begicrd gesättigt ist/so werden die andere frembde geschmack nit lcrchtlich im magen vmbfangm noch vcrtawk. DieKranckevndBresthasstcbcwahretmanlerchtlichdaßsiediegetranckmeidm/ welche die böse Vcrglffter vnder einem schern anbietm/also daß die Bresthassten nit so viel von solchem beschädigt mögen werden. Vnd das ist dre Weise sich vvrzusehcn/ damit niemands vn-uerschensvondenVergissternbetrogm/zurVerderbungkomme. Es ist aber noch ein andere viel bequemere Weise: Als nemlich/daß die/welche sich förchkm vnd ein Vermuhtung haben/daß jncn mit Gisst nachgcstellet werdt/attwegcn vor effm/was dem Gisst zu wider ist/ N den vorigen Büchern/rnem aller liebster Aree/ haben wir beschrieben die köstliche wolriechmde Gcivürtz die köstlicheDel vnd Salben/ die Bäume vnd jhre Früchte/die Sassc/ Gummi vnd Hartz/ so darauß entspringen. Dergleichen auch dicKornfr üchtc vnnd Kochkräuter. Item die Kräuter/so allein in der Artzncy bräuchlrch /jhre Wurtzcln vnd Sässt / auch vnd da ffclbige dämpffe vnd vnkraffttg mache: Als da sindt Feygm mit wälfchen Nüssen gef-ftn/Citttnatäpffclvnd Steckmbm Samm/ eins quintlins schwchr mit Wein getrunckm/ oder die besigeltt Erde in der Insel Lemno geworben auch so viel in Wein eingenommen/o-dcr Weinrautcn Blatter/ein Kem einer welschm Nuß/zwo Feigen vnnd ein wenig Saly/ nüchtern gessen/macht daß diescibige /die solches essen/von keinerlcyGijft beschädiget mögen werden. Die zusammen gesetzte vnnd vermischte Artzneyen/ welche insonderheit Wider dar Gisst einzunemen bereyt werden mit Wein getrunckm / haben eben dieselbige Krasstvnnd Wir ckung/als da ist der Mithridar / vnnd die Artzney die auß dem ErdtCrocodil/Scinco, vnd die au ß vieler Vögel Dlut bcreytct mirDt//Anridotus ex fanginibus zu Latein genent. Dann cf licht corpora haben solche Temperatur vnd Eygenschasst daß sie damit offt dem Gisst widerstandt thun / darzu auch etliche ordenliche Schickungen der Speise vnnd Ge-eränck/ oderVbersiüffigkeitdeßWeins / dann sicdämpffen vnnd vbeiwMgcn daseingc--nommenc Gisst/benemen demselbigen seine vnnd machen daß es nicht in Leib gezogen wirbt/ dieweil die Adem vnnd Gänge mit solcher vor eingenommenen Speise gcfüllct sindt. oh?* ma» Nach dem sicbs aber osst begibt/da ß auffdem Wege vnd in ftembden Landen/solchcvnnd dergleichen Zufell vnnd Fahrligkert manchen Menschen vbcrfallm/ohne einige heimliche SZt Nachstellungen/bedunckt michs nötig scyn/davon auch etwas zu schreiben: Derhalben soll hüil«. man zum ersten die Küchen vnder dem freyen Himmel vnnd Lusst vnbedcckt auffschlagen/ vnd an solchen Orten die Speise vnd Lranck bcreyten oder da solches bequemlich nicht geschehen mag/in zugcmachtm Hausern zunchten. Aber als dann die Geweib/ Bünen vnnd Camin solcher Hauserfielssigbeschauwenvnndabfegen/ dann cs begibt sich osst/daß daran kleine gifftrgc Lhurlin behängen / welche aber doch grossen Schaden thun mögen/als da sindt die Spinnen/die man Griechisch Phalangias nennt / Eydechsen/ vnnd andere dergleichen Wurme mchr.Darzu muß man die Weinfässer fleissig beschawen/dann solche gifftige Würmwerdm vom Geruch dcß Weins darzu gezogen / lassen ihr Gisst/wann sic davon trincken/osstvndvicl darein/wann sienemlichdreinfallen/vnnddarinnersaussen/vnnd sindt also ein Vrsa ch deß Lodtö / deren die davon trinckm. Hiemrt fey genug gesagt von dem/wie sich ein Mensch vorfchm soll/damit ervom Gisst nicht beschädiget werde/ da kein heimliche Menschliche Nachstellungen sindt. rüu mm /i Wann aberjemandt Gisst von sich selber eingenommen het oder/hm von ändern durch t.m »ohd vMid den Honig so m Honte bep Der Statt Heraclea wachst Iin ihrem Leib tragen. Auch würgen die gifftige Schwamm nicht allein/ sondern es haben auch das Stirnbiut/ die gcrunnenc Milch/die Wolffswury/dcr Gyps vnd Blepweiß solche Natur vnd Art.In summa / es ist fast schwehrlich ein Zeichen in lmm oder ^LlamLndrawic Fiechten vnd Danncnrauppen/?inox eru c<^, die Mcfchafcn/Lepus Narinus, die Krotten/dic stumme Moßlachen Frösch/vnnd die Cg-lttteingeschluckk. Die gifftige Samen sindt der Bilsensame / Eonandcr / Wüterichsame/schwartzer Rö-MischerCoriander/^iFe1lL,vnddaöSämlin?57llon. Die gifftige Süfft/der Monsafft/Opium,derSafft Cärpafi, Opocarpafonchcr saffk Thapfi^,btt Sufft^rtt>iWmCufumvr/Eläteriumji?et Almun ffffn Die gifftige Wurüeln sindt/dic Wurtzcl deß OLameleonischie Wolffswurtz/dteWur-tzel dcß Krauts l'LapliL,die Nießwurtz l bitWurßel lxiT, schwartzer Dannenschwamm/ Herbstblumen Wurtzeln/welche bey den Griechen Colehium gcnennt wirdt/dicwerl sie viel M Colcho wächst« Dlegifftigc Baumstaüden vnd KräUtkr sindt / ber citaunt auff Griechisch Sehmilax, ZU Latem d"axus gctikilttt/daöDvllkraUt/ Solanum manicum, das Kraut Doricnium# vcr DttHanenfuß /so in der Insel Sardinia wächst. Der rechte CS^ott/Papauer Cornicula^ tum, Pharicum T oxicütn.Dt'c wilde Raük/ vnddte gifftige Schwamm» Die gMge stück so von den Lhiern genommen werden / stnbtfnfch S tierbluk/ geruN- EMvön nen Milch. Der Honig lso in Ponw / bey der Statt Heraclea genommen wirdk. de» Die Mekallischegiffkigestück smdk. Der Gypß dasBleywelß.DerKalkk.DasAuri-- ^, , pigment.Beyde Geschlecht deß Arsenicke/ Silberglek/ Warne Bley vnd das man Duetk- ‘ * silber nennet. Jum letzten / vnder den Lrancken / so man täglich im brauch hak/sindk Gijft Wck nach den heyffen Badmt/vnd nach hefftiger Vbung deß Leibs gctruncken/als da ist der wem vberflüffig getruncken lder süsse Wein ldergleichen auch kalt Wasser» Von dm deichen der eingenommenen grünen Käftrlitt oder Lanckariäum / vnd wie der Mensch von dmselbigen zu erretten» Cap. i» Enm grüne Kaferlin eingegeben worden sindk die vberkommen dieallerschwerlic^ ste Zufall vnd Zeichen/denn sie empfinden bey nahe alles vom Munde biß in die bla-zerbissen vnd verwundet / vnnd im Munde einen Geschmack wie Bech oderCe-derbech / das Herögespan an der rechten Seitten wirdk i hnen entzündet/harnen fast schwehr-lieh Ivnnd offtmals Blut zu gleich /geben durch den Stulgang schabsel der Därme/ wie in Verrohten Ruhrvon sich/bekommm ein Würgen vnd Vnwillen /fallen in Dhnmachtvnnd Schwindel Idarvon sie zu der Erden stürtzen. Zum letzten kommen sie von Sinnm vnnd Vernunfft. Derhalbm / che dann solche Zufall vberhandk nemen/soll Man ihnen öl / oder sonst etwas c« imd hey. auß den vorbenennten stücken zu trincken geben / vnd sie darnach zwingen daß sie sich erbre- lu"äl chcn vnd vbergeben. Darnach wenn sie durch das vbergeben viel deß eingenommenen giffks au ßgeworffen haben / ein dicke Reißbrüh / oder Weitzen Grießbrüh oder gefchehlte Gers ftenbrüh/ oder die Brüh/ da Hascnpapeln/ oder Lein same/ oder Fcnugreck / oderIbischwurs tzeln inn gesotten sindt/mit einem Clistierappliciert. Darnebm Niker mit Meth oderWass ser zu trincken geben Idamit was noch davon im Magm vnd Darmen behängen blieben ist/ sich abwasche / nidersincke lvnnd außgeworffen werde. Will es aber mit diesem nicht genug sein Iso soll man ^iter mit Meth oder Honig/mit einem Clistier Röhrhn eingiessen/vnd also purgieren.Darnach Wein/oder süssen Wein/darinnen Pineenkemlin/odergeschMer Cus eumcrn Same za stoffen Ioder Milch loderMcth / oder Ganßschmaltz in süssem Wein -er-stossen/zu trincken geben. Folgentö vber die entzündete Gueder ein Psiaster aüß Gersten-meel in Honigwaffer/ vermischt vnd gekocht Ivberlegen.Im Anfang aber sindk solche Pflaster schadtlich Idieweil ein warme vnd Hitze darzu schlegt dardurch denn das emgegeben giffk behalten wirdk lvnd in den fürnembsten Gliedern bekleben bleibt. Nach etlicher Zeit aber sind sie hülsslich Idmn sie sansstigen die Hitz vnd Entzündung / vnd sonst alle SchMertzen. Darneben ist es auch gut mitetwan einem erwarmendm öl den Leib schmieren/ vnnd darnach irr einem warmm Wasser sich baden vnd waschen Idamit auch durch die Schweißlöcher vnnd die Haut / was noch solches Gissts im Leib besteck / heraußgezogen vnd abgeschaffet werde», In summa Man muß allerley Gestalt devAußtreibung versuchen damit sich solche Gebre-1 chm it« zu sehr einstecken Ivnd langwirige Kranckheiten darauß werden / sie sollen auch Hü-ncr fleisch / Junge Gcyßlin lLämmer/ Suckferckel vnd sonderlich dre feystc vnnd zarte mit Leinsamen gekocht essen Idenn sie treiben den Stulgang / vnnd die schrapffe vnnd das beissm deß Grffts. Süssen Wein soll man viel trincken/die Weyrauchs Rindevnd Samier Erde/ welche bey den Griechen After genennt wirdk Isindt auch gut wenn eines jeden vier Duint-lin mit süssem Wein getrunckm werden / dergleichen Poley zerflossen vnnd mit Wasser ge-truncken. Item die Violwurtzsalb oder Rosensalb/mit der Brüh/da Weinrauten inn gesotten worden ist. Die frische zarte astlin der Wernreben zerstoffm vnd mit süstem wein gerrun-rken. Die vermischte Artzneyen die insonderheit wider das Gisst bereyk werden einzunemen/ Antidota Griechisch genennt Isindt die atterkrafftigsten/ vterDuinllin schwehr davon mit Honigwaffergetruncken. Nn Dm vrid drrftlbrgcn Artzney vnd Hülff. Cap. y. Je Rauppen so auffden Fohren oder Frchtdannen wachsen / eingenommen oder ge-Inuncfm Ibringen von siundt an einen grossen Schmerycn vnndWehthumbrm 1 Munde/Rachen/Magen/Bauch/vnndallen Darmen dann dteDarme thun anders nit/als wercn sie allcrdmgo auffgcbiffcn vnd zerrissen. Die Zunge wirdt hefftig entzündet/der gantze Leib hitzig vnd brennmt/vnd gewinnen emen Vnwtllen vnd Walgen. Diesen soll matt hclffen gleich wre denen / die grüne Kaferlin Cantharides gctrunckcn haben. Sonderlich abernimt man an statt deß einfachen Baumöle vnnd Violwurtz öl/das öl/welches auß den Duitten bereytct wirdt/vnd bcy den Griechen Melinum genennet ist. Von den Jeichm der eingenommenen Knolster/vnnd dcrscl- bigenCur. Cap. iij. ; ElcbeKnolster/Luprelbe5,gessen oder getruncken haben/bekomm einengcschmack ‘ tm Munde/ dem stmckenden Ntter ehnlich / vnd einen hesstigen schmertzcn deß Ma-_ . 'gens vnd Bauche/ der Bauch vnnd Magen gcschwcllen/vnnd blähen sich vberauß sehr auff/wrein Dev Wassersucht/ der gantze Lcch wrrdt aufwendig gespannctvnnd gezogen/ vnd dcrHartt verstopffk.Dlcscn hclffen auch dieArtzneycn vnd rernedia, sohiebcvor widcr vnd mit Clystrem beschehen ist/erzehict sindL/truckne Feigen siadt gut geffen / vnd die Brüh/ da solche inn gesotten haben / mit Wem getruncken. Darnach wann sich die Gefahr schier wendet/ wirdt ihnen durch den jnnertichm Gebrauch / der Dhcbaifthcn Datteln / oder wann siediesetbigenzcrstossen mit Meth oderHomgwasser/odcr Milchtrincken. Wie gleichfals auch durch den Genicß/allerley Geschlecht derBieren vnd Frawenmilch gcholffen. Von dm Jeichen dereingmommmel» Olmm/vnnd derscl- bigenCur. Cap. iiij. ' Djemandt einen Dlmen oder Salamander eingenommen hat/ dem wirdt die Zung cerhitzigt vnnd entzündet. Die Vernunfft vnd Sprach leiden Schadcn.Ee folget ein faule Tregheit / ein Bib^n vnd Läme.Etliche Glieder am Leib werden zu rings vmb-» her stleichmasig/ bleyfarbig/vnb offt wann das Grfft langer bey ihnen bleibt / faulen vnd fallen sie ab. Diesen soll man auch alles thun/was für die jenige/die der grünen Keferlin Cantharides eingenommen haben/verordnet. Die sonderliche remedia aber vnnd Artzncyensindt diese/ Darß von Fleht oder Fichtdannen/vnd das Gummi Galbanum,mit Domg vermischt vnd geschluckt.Die Brüh da das krautlin Je langer je lleber / Griechisch Chamepitys, zu La-reiri ^iu§a,inn gesotten ist/ mitzerstosscl,en Pincenkcrncn getruncken: Item Nessclblatter mit Lilien vnd öl gekocht. Die Eycr der Schildtkrotten/beyde so im Meer leben/vnd auffdcr Erden / gesotten / dergleichen auch düBrüh / da Frösch inn gesottensindt/ sampt den WurtzelndcßKrautßLryn§ii,derManttStrew/getruncken. Don dmIelchenvnd Artzneyen deßeingenommmm Krauts oder Wurtzel der Herbstblumen. Cap. v. Kraut vnnd Wurtzetnder Herbstblumen/ Griechisch Ephemerem, vnnb vJgiColchicon, zu Latein Bulbus a^rettis genennet / im Leib haben / empfinden ein Jucken vnnd Beissen vbcr den gantzen Leib nicht anders als weren sie mit Nesseln oder Mecrzwibeln gebrennt / die Darm werden ihnen auffgcbissen der Magen brennet jnen mit einer grossen hcffkigcn schwel heit.'Aber darnach wann das Giffk vberbandi mmpt/ vnnd die Kranckhctt hefftig wirdt/gehcr das Blut mit dcmAbschabftl derDürme durch >-geben/ i. Aber ehrdas < . ... _ ... ...... .. _y........„........ oder Eycheln loder Granatäpffel Minden mn gesotten sindt / zu trmcken geben oder die reben Iwetglin loder der Brombeern loder den Saffk deß Myrti oder das Marck deß fri siossen / in Wasser geweicht/ vnnd daffelbigegetmncken ist auch fast hülfflich. Desselben gleichen auch die Mittelste Kestenrinden / rohe vngekocht / mit etwan einem der vorbenenten Saffrevermischt/ gleiches Vermögens ist auch die Efelsmilch oder Kühmilch gerruncken/ oder rm Munde gehalten / also/ daß wenn solche Milch vorhanden ist / man keiner ändern Artznep bedarf. Von Den Jerchm vnd Artzmey deß emgmommmm D orv cmi. Cap. vj. As Gift Doryenion, welches etliche Dollkraut nennen/ getmncken / macht einen Geschmack im Munde wie Milch /ein stats kluxen/ die Junge Keucht-ein vielfältige auf werfen deß gcblüks lvnd einen rotzigen feuchten Stulgang der roh- tmruhr. Derhalbcn ehe denn solcher Zeichen eins zufelt/jwirdt jhnen durch ein Echrechen/ vbcrsich geben IClystier / vnnd ändern allen was das eingenommen Gift äußtrewen kann/ vnnd sonderlich durch das Honigwasser lGeyß oder Eselsmilch / süssen Wein / lawege-macht/vnd mit Eniß gttrunckcn/ sehr wol gedient wiegleichfals auch die bittere Mandeln/ Hüncrbrüstlin/ alleGeschlechtederMeermoscheln/ rohe odergebraten/ die Krappen vnnd Meerkrcbs lvnd die Brüh Idarinnen dieselbige gesotten sindt /getruncken- Don den Jeichenvnd hüfflichenMitteln der etngenommmen Wolffswurtz. Cap. vis. Je Wolfswurtz ist von stunden an im trmcken etwas süß / mit einer zusammen »Ziehung auf der Jungen Ibringt / wenn solche Leute wollen aufstehen/oftmals ei- > nen Schwindel / treibt die Lrehen Ibefchwehrk die Brust/ vnd erregt ein Hertzschla-gcnmitvielm durchlaufenden Winden. Derhalben soll man das Giftmiteinem Erbrechen vberfich bewegen / vnnd mit ern-m Cllsticr durch den Stulgang außtreibcn / vnd denn die darzu gehörige Getrancke/ die Brüh daDosten / Rauken/ Andorn oder Wermut inu gcsottm ist Imit Wermut Wein Ioder da Haußlauch oder Icilandk odcr Ie länger se lieber Griechisch Chamepyns genennct / inn gesotten ist. Der Balsam Saft ist auch gut eines Duintlms schwehr mit Honig oder Milch loder mit Bybei geil vnd Rauten / eines so viel als deßandern I mitWein.Das Kimme einerIungen Geyssen oder Hasen oder Reebock/ mit Effig/siemdie Eisenfchlacken:Deßglerchen Wein da glüendt Goldt Eisen oder Silber inn gelöschedist/getruncken/ttemLaugen mitWein oder Hünerbrüh/ vnd einer feisten Rind-fieischbrüh/mitWeingttruncken:Man sagkauch/daß daskrautlinbey den Griechm Cha-mepitis zu Latein Aiuga bey VNS/ wie etliche vermeinen Je langer je lieber genannt insonderheit gut sey lwider die giftige Wolfswurtz Aconirum genannt. Don den Jeichm vnd vollkommener Kur deß emgenommenm Honigs / fb Mel Heracleum zu Latein gcnennetwirdk. Cap. viis. Er Honig soin Ponko bey StaktHeraclea entspringk/vnd gefunden wirdt/ da auch I die Wolfswurtz Aconitum pflegt zu wachsen gessen oder getruncken / bringt al- > le Jufalle wie die Wolfswurtz selbst/ vnd erfordert demnach auch derselbigen Cur / in sonderhett aber vnnd vor allem wirdt jhnen mit dem stetigen Gebrauch / eines Clarets mit WeinrautenBlatkernvermischt/geholfen. Ntt ij Zeichen JelchmvtchKurdeßeittgenommmm Korianders. Cap. y. Er Con'ander lest sich von wegen seines Geruchs nicht verbergen/macht gerruncken jein rauhe heyfferc Stimme / vnd eineVnsinnigkeit/der Lrunckenheit ehnlich/denn -Ldie solche eingenommen haben/ Schwatzen vnnütze schändliche Ding / vnnd wird der Geruch deß Conanders vber ihren gantzen Leib gespührk. Diese/nach dem sie mit Viol--wurtz öl gerauchet ldas G ifft vbersich außgebrochen haben/ wie vor gesagt hilfst Wein für sich allein/vnd mit Wermut getruncken/dergleichen auch öl vnd nit weniger Eycr/in sich zerbrochen/ zerflossen vndmit Saltzwa sser getruncken/auch Saltzwaffer allein vor sich geerun-ckm/vnd gesaltzmHüner oder Ganß Brüh/vnd denn zum letzten süsser Wein mit Laugen gerruneken. Don denIeichenvnd §urdeß eingenommmm Krauts Pfilli. Cap. x. As Kraut Pfillion getruneken Ibringt dem gantzen Leib einen Frost vnd ein Trage ^Faulkeit / mit einer Lame lvnd Betrübnuß / also daß sie schier verzweifeln. Wrder U>tß eingenommen Kraut Ihelffen alle Artzneyen/so wider den Coriattder sindt ge-rühmi^ Jeichendeß eingenommenen Wüterichs/vnd dejselbigen Cur. Cap. xj. Er Schirling oder Wüterich gerruncken macht einen Schwindel / vnnd verdun-I ckelt die Augen vnd das Gesicht / also / daß man nit allein ntchk gesehen kann/erregt ^darneben auch ein Kluxen/ bewegt dieVmtunfft/ macht die eufferste Glieder erfrie-rm ldaraufferfolgt ein Krampfs/ die Lufftröhrm verstopffcn sich vnnd würgen also. Der-halbcn in dem Anfang / wie droben in dem ändern auch gethan ist / soll man den Wüterich durch ein Erbrechm widerumbvon sich geben .'Darnach den Stulgang befördern/damit das jenige was in die Darme gefallen ist Iauch außgeworffcn werde/nach solchem einen köstlichen Wein zu irincken verordnen / welcher das allermeiste wider dm Schirling oder Wüterich hülfft/dmselbigm nach etü'cher Zeit vnnd weile zu trincken geben / vnnd darzwischen Esels oder Kühmilch getrunckm Ioder Wermut mit Pfeffer vnnd Wein oder Blbcrgcyi/ Weinrauten / Mintze/ mit Wein / oder Amomum, Cardamomum, oder deß Styracis zwcy Loht / oder Pfeffer mit Nesseln Samen vnnd Wein oder Laur Blatter der Laser Safft mit öl vnd süssem Wein. Wiegleichfals der süsse wein allein vor sich viel gerruncken/' ist zu solchem Gifft sehr gut. Don denIeichm vnd Alchräutung deß eingenommenenBaums Taxi. Cap.xij. ErBaum / Griechisch Smilax, vnd von etlichen Thymian) zu Latein Taxu; ge-nennt/ erkaltet den gantzen Leib Iwürget vnd bringt einen schnellen todt wider solches Gifft ist alles das jenige gut/was wider den schirling/nachst hicbevor ist erzehlt. Don dm Icichm vnd Vertilgung deß eingenommenen Saffts deß Krauts Carpaü. Cap. pij. Er Saffk deß Krauts Carpa/i getrunckm würgetgleichfals auch/ vnd bn'ngr ei-jtim treffen vnuberwindtlichen Schlaff. Man hilffk jhnen/ die dieses Krauts Safft i)getruncken haben/eben Wieden jenigen die Schirling oder Wüterich eingenommen haben. Don Don den Jeichen vnd Kur deß emgenvMMNm gifftigen Hanmfuß. Cap. jrmj. Ae Kraut/ zu Latem Sardonia herba gencrinet/lsi em Geschlecht pcß Hanenfuß. »DaffeibigeKrautgeffmodergetruncken bemmptdreVernüfft, vnnd macht w > smmg ibringt dm Krampfs/ also / daß die Leffym gezogen werden vnd der Munde eine Gestalt bckompt/ aleobder Mensch lache/ von welchem Gebrechen ein Sprichwort vnd erbärmlich gespött bey dem gemeinen Mann erwachsen lst von solchem lachen/vnd wird zu Latein Sardonlu5rilu5genennk/ nach dem würgen/ erbrechen vnnd vbergeben ist sonderlich der Mcth/honigwaffervnd milch gut getruilckcn.Auch soll man den Leib solchen Artzneycn oder Salben / die da erwärmen /schmicrn vnd befeuchten darnach den Menschen der solches Gisst eingenommen hat / in ein wann Wasser setzen / da ölvnder vermischt ist/ xrber darnach wenn er darinnen ist Ifol man jhn wol rechen vnnd schmiern/vnnd m summa/ man sol/hm eben solche Cm vnd Heylunge khun / die dem Kramapfsgebührt. DondcnIeichmvndKur dcsscmgcnommwenBllscn- kraurs. Cap. xv. .Ilftnkrautgessm oder getruncken macht cineVitjinnigkeit derTrunckenheit chn-|(lch. Sie werden aber lerchtlich curiert vnnd gehcylt/ die solch Kraut in sich bckom-'mm habm/ wenn man ihnen viel Mcth oder Honigwasser vnd Milch/vnd sonderlich Esels Milch Ioder in Mangel derselbigenGepß Milch oder Küh Milch/oder die Brüh/ dg truckene Feigen inn gesotten haben / zu trincken gibt wrdcr dasselbige sind! auch Pineen kerne/oder der Cucumeren Same gut lmit süssem Wein getruncken / vndgesaltzmer Wein/ Mit frischem schwanen Schmaltz vnd süssem Wein. Item Nesselfame oder Niter mit Wasser getruncken / sindt darzu bequem: Wie gkrichfa lö d-e Wegweiß / Kresse / Ratkich / Jwi-beln/ Knoblauch/ ein jedes mitWcin getruncken / vlid darauff/wenn sie voll Wems ssndt/ geruhet / damit ssedasselbige mit Schlaffen desto baß verdauwen. Don dm Zeichen dess eingenommenen Alrauns/ vlid der- selbigen Cur. Cap. xvj. ß »Enn jemandtö Alraun getruncken oder gessen hat so folget von stunden an ein ^tieffer Schlaff/ einVnkrafftvnndvberwiNdtltcherSchlaff^echarAu; genent/ _ 'welcher nit leichtlich zu vertreiben ist / wider solche zufalle / che denn sie ankommen/ ist das Erbrechen vnd vbergeben gut / vnd von stunden an darnach Mah oder Honigwasscr gttmncken/nachdem/ McrvndWennuk mit süssem Wein. Das Haupt sol man mit Ro-ftn öl vnd Essig befeuchten / den Menschen auffwecken vnd ermundern den Leib bewegen/ vnnd zu riechen vor die Nasen gehalten. Das kraut Eupatorium vnd Pfeffer Scnff/ Bi-tergeyl/vnd Rauten m Essig zcrstosten / das weiche Bech/ vnnd das man von einem brm-nmdm Liecht ab nimpt Ifittöt auch gut / wenn er damit nit erweckt werden kann so soll man ihn zum Nüssen bewegen / vnnd soll andere gemeine Artzneyen vnnd Hülff darwider gebrauchen. Don den Zeichen deß emgcnommencti Magsamm Saffts/ vnd seiner Cur. Cap. xvij. [Vffden eingenommenm Magsamen fasst / welchen die Griechen Meconium nennen Ifolgt ein tieffervnuberwindtlicher Schlaff/ mit einer Erkaltung/ vnd hefft'gm Jucken / also / daß es sich / wenn solches vberhandk nimpt / dermaftn erhebt/daß es dm Menschm erweckt: Der gantze Leib allenthalben gibt den Geruch deß Monsaffts von sich / wider solch eingmommen Gisst helffenscharpffe Clystier/nach dem Erbrechen vnnd vbergeben Iso man mit öl zu wegen hat gebracht / applieiert / vnnd der sawer Honig Syrup/ Nu iss Grie- Griechisch Oxvinel gmemit Imit Sa ltz getrunckm / oder Honig mit warmem Roftn öi. Darzu ein guter iartterer Wein in vberfluß mit Wermut vrid Cimmcdrinten getrun cken/ oder warmer Essig allein vor sich/Ntter mit Wasser vnnd Dosten/ mit Laugen oder süssem Wein / so man zu Latein Partum nennt/ vnd der wilden Rauten Samen mit Pfeffer/ wein sntD Panace, auch Pfeffer mit Blbergeyl vnnd saurem Honigsyrup oder Mit der Brüh/ darinnen Saturey oderDsst gesotten h^rt / mitWein. Man mußauch die jenige/so Men* safft eingnommcn haben/ mit starckricchenden siücken ermundern/vnd darnach deßIuckens halben in warmemWaffer baden vnd bähen / nach dem badm feysteBrüh/mtt Wern oder fnssem Wem Iso man zu Latem Partum nennt/lassen gebrauchen r Aas Marek auß den Bepnenmic öl getruncken Iwirdtgleichfatshierwlder sehr gerühmt. Äon den Jetchen dcß eingmommmm rohten Magsamens / vndsemerCur. Cap. xviff Er rohte Magsame / zu Latein Papauer Cornutum, geffen oder getruncken J t bringt eben diesclbigen zufülle fwelche der Monsafft / Griechisch Meconium vnd /Opium genennt / zu erregen pfiegt/vnd wirdt auch auffdicselbigc weise Curiert. Äon denAetchmvnd Kurdeß eingenommenen GlfftsP^arici. Cap. yx. Ae Gifft Griechisch vnd zu Latein Pharicmn genennt seinem GcfchMaK l dem wilden Nardo ehnlich / vndwennmandassclblgeeintrmckt/ somachtes ein La-)me /mitsampt demKrampffe / vnnd Thorheit oder Vnsinnigkcit: Man solche LeUt/nach dem man sie wol purgiert hat/ vbersich zrr einem erbrcchcn/vnd gleichfalö auch vndersich mit Cltsiicrn bcwegm / ihnen Wermut Wein mit Cimmetrinden Myirhen oder Welschem Nardo / welchen etliche bey den Griechen Sennen nennen / oder zwey Muttit* Im Spicanardi Ivnd einen Scrupcl Myrrhen mit süssem Wein so man zu Latein Partum nennet IoderViolwurtz mit Saffran vnd Wein zu trinckcn versetzen / die Haarabscbercn / vnnd das Haupt mit einem Pflaster auß Gerstcnmecl/ Essig vnnd klein gestoffener Wem* tauten vberlegen. Äon Jeichm vndMtteln deßemgmommmen Giffts Toxici. Cap. flf. füttsagt ldaß das Gifft ^ oxicum derhalben also genennet sey / dieweil die Barban chre Spiesse/Eisen vnnd Pfeile damrt vcrgifftcn welche sie Toxenmata nenneni I Hre das Gifft Toxicum getruncken haben werden mit einerhitzrgcn Geschwulst der < si/en vnd Zungen beschädigt/vnnd mit emer Vnsinnigkcit/die nit zu zwingen ist / vnnd viel Fantasien «nacht/ alsovberfallen/ daßman sieschwchrlich darvon erretten kann/ dero-wegen derm solche Leute selten darvon genesen. Derhalben muß man sic binden / vnd wenn es die Noht erfordert/ mit gewaltzwingen/ daßsie süssen Wem/ zu Latein Partum genennt/ mit Rosenöl trinckcn / vnnd densclbigcll wider brechen vnd vbergeben: Desselbigen gleichen auch Rübsamc mit Wein lassen trincken lvnnd widerumb außbrechen. Insonderheit aber/ thun dieWurtzeln deßFünffingerKrauts vnnd Bocksblut oder Geyssenblutgetruncken/ die Rinden der Eychbäume Ider Buchbaume / dcß Baums Ilicis zerflossen/vnndmit Milch getruncken/ wider solches Gifft grosse Hülff/wie gieichfats auch der Amomum vnd der Balsam Same mit Wein getruncken. Welcheauß der Gefahrligkeit solches Gifft entgehen ldie werden Nicht ldenn nach langer Zeit gesundt/ vnnd stfhm auch nit auß dem Beth/ vnd wenn sie nach langer Zeit auffstchen Iso bleiben sie starrig so lang sie Leben. Äon den Jeichen vnd Artzneyen deß emgmommenen Gljfts Ixiae.- Cap. As Gifft Ixia, welches von etlichen bey den Griechen auch Vlophonos aenennet etwasam Geschmack vnnd Geruch der Basilicn ehnlich: Macht eine O^heffttgc entzündung der Zungen/vnnd eine Vnsinnigkeit/ stopffet allm vber flust (* fchwmdung iaber es gehn nichts aufcWenn man dm mchrern Thal deß GDs/mit einem Erbrcchm vberstch / vnd mit Purgiem durch den Stulgang hinab weist vnnd außgetrieben hak Igibt man ihnen Wasser Ida Wermut inn gcweycht hat mit viel Wein oder mit einem sauwrm Honig Syrupzu trincken. Der wilde Rauten SaMe/ oder die Wurtzel Veß kraurs Silphiumauff Griechisch geriennt Isindtauch behülfflich. Dergleichen auch die Brüh/da dasKraut IrLAoriganmn jnnen gcsottten hak / mit erwan einem der vorbenentm Stücke/ oder mit Milch oder Tcrbkthin loder Mit der «spicanardi / oder Bibcrgeyl / oder mit dem 4afer Safft / ein iedcs eines halben Scrupels schwehr: Darzu auch die Welsche Nüß mit Wein/Hartz/ Bibcrgeyl vnd Weinrauten zerstossen ein icdes e nesD-uintlin schwchr/oder der Safft deß Acilandts oder deß Krauts Thapils, oöerWmnut/ mttHomgwasscroder Methvnd Esslgwarm gctrunckcn^ Voll dm Icichm vnd Vertilgung deß emgmommmm Bleyweiß. Cap^ Äs Dleyweiß kann nik verborgm bleiben/von wegen feiner Färb / denn so baldt matt l das einnimpt Iso macht es den Rachen das Aanficisch/ die Junge vnd Jane mcifh ^Bewegtdm Hustm vnd das Kluxen Imacht die Junge trucken/ die eusserstm Glieder erkaltm vnd erfrieren / vnd daß der Lerb Faul Tregc vnd vnbcweglich wirdt. Diedieses Bleywaßgessm oder gttrunckm haben Igibt man Meth oder Honigwasser/ oder warme Milch Ioder dieBrüh darinnen truckne Feigen oder Hasen Pappeln inn gesottm habm o-der Leindotter Samezerstossew/ mitWein oder Laugen / auß Aeschen dieauß Weinreben Iweigen gebrennet worden sindt/geMachk zutriltcken/ Maioran Salbe/oder Violwurtz salbe/oder Persick Kerne/mit derB rüh daGcr stcn inn geso«en ist/zu trincken/oder läßt sie dau-bm Eyer mit Weyrauch loder mit Gersten Brüh oder Psiaumm oder mit dem Gummi/ soauß demVlmm Baum fleust/ oder das nasse oder Feuchtigkeit so in dem Bläß linder Vlmenbäum behalten wirdt/ mit Lawm Wasser also gebrauchen daß man nach einem je* dem rrunck sich Breche vnnd Vbergebe. Der Safft deß Krauts IhapÜL oder der Scam-moniL,ist auch bequeme mit Meth oder Honigwasser getruncken. Schwämme. Cap. xxiij. ^Nder dm Schwämmen sindt ttliche / die beschädigen von wegen ihrer giffcigm All .vnd Geschlecht/die andere nur/wenn Man jhrcrvielistet^ Alle SchwäMMe würgen eben/ als zöge man einem dm Halß mit Stricken zusamMen.Diesm hülffk man auff die gemeine weise.Dmn man gibt ihnen öl zu krincken/vnd zwingt sic/daß sie sich Erbrechen/ wenn sienemlich solche glfftigeSchwammegessm haben / oder gibt ihnen Laugen auß Re-dmAeschm/oderaußwlldenBierbäumenAeschegemacht/Mik Saly mit Wasser da ein wenig Essig inn vermischt ist/ vnnd mit Mer zu trin ckm. Die wildm Bieren oder Blätter deß wildm Bierbaums/mit den Schwämmen gesotten nemen die würgende Krafft von ih* nen hinweg. Dieselbige wilde Bieren sindt darwider gut zu essen. Wie glnchfaks auch die Hünercyermit Wasser Ida ein wenig Weinessig in vermischt ist vnnd ein Duintlm Dster-tueey. ItemWennur in Wein gckrunckm/vnd Honig gcssm/ oder mitWasser gctrunckenr Melisse mit Mer / die Wurtzel vnnd Same deß Kra uts Panaeis mit Wem / dergleichen gebrandte Weinhefen mitWasser lvndVictrii mit Essig I jtem Rätich oderSenff/ oder Kreß gcnossm / werden allesampt wider solches Gifftgerühmt. Cur. Cap. jcriiij. Er Gypß hat nach dem er Zum Stein wirdt / die Art zu würgen: Derhalben soll ' man denen Idie Gypß eingenommen haben / mir soichm ArtzNeym wie droben wider die gifftige Schwämme vermeldet ist / begegnen / vnNd darzu an Statt im tzeß deß Äs/die Bräh/da Haftn Pappeln mn gefottm sind gebrauchen.Dmn sielstfeyst/maM derhalbc» den Halß gange vnd glat Idarmttdas Erbrechen vnd vbergebcn desto lerchtltcher erfolge / vnnd verhindert Idaßdasjnmvendrge nicht auffgcbisten noch zerriesten wirdk / welches der Gvps twenn er zum ötcme wirdk/zu thun pflegt. Darneben ist das Del mit Meth oder Honigwafler auch bequem ldarwldcr getrunckcn oder die Brüh da Feigen inn gesot-tm haben / vnnd Lauge auß Feigenbäumen Aeschcn oder auß der Aeschm der Weinreben Awelge/mit viel Wem getruncken : Darzu auch Dosten oder Thymian mit Laugen oder Esslggetrunckcn: Man muß auch denen die rn solcher Gefahrligkett stehen / süssen Wein/ so man zu Latein PalTum nennet / vnd dre Brüh I da Pappeln tmt gesotten sindt/ mit einem Clistierknappliciern. Don den Zeichen vnd g'uv deß eingenvmmmen fnfchm Sticrbluts. Cap. xxv. As frische Gtierbluk / welcher ncuwlich abgestochen ist getruncken / macht einen kurycn schwehrlichm Athem/ würget/verstopfft den Hals vnd Schlundt/bringt C^^oettun hcfftigcn Krampss/ macht die Junge fa st roht. Deffelbigen gleichm auch die Jan / zwischen welchen kleine klümplm geruntten oder gclifcrt Blut bleiben hangen. ^ dresem grfftigen schaden soll man das Brechert vnd vbergebcn meiden. Dmn mitdem Brechen fchret das gcrunnen Blutvbersich/ vndverstopfft denHals viel mehr: Derhalben muß man ihnen solche Artzencyen geben Idie das gelrefferte Blut zerthctlert/vnnd den Stul-gang treiben. Die vnzeitrge Feigen voller Milchsafft sindt gut mit Wasser/da ein wcmg Essg vermischet ist/ getmncken: Wie gleichfals der 5iitcr allein vor sich getruncken. Atter Kimme mrt Esslg vnnd Laser Wurtzeln oder Laser Safft eingenommen / werden hierzu gc-rümht zu sampk dem Kölsamen / die Laugen so miß der Aschen deß Feigcnhcly gemacht wir dt. Dre Blätter deß Krauts Conyza m Pfeffer / den Brombecr Safft mit Essig getrunekcn/ neben welchem allem man ihnen auch den Stulgang treiberr vnd befördern soll/ welche von solchem Gifftgenesen / behalten gemeinlich einen flüssigen Stulgang/welcher vber die Mascn vbel stinckt. Man soll ihnen auch zum leystcn ein Pflaster auß Gerstmmeel/ vnd MethoderHontgwassergemacht/vberdm Magenlegen. Don dell Ierchm derangmonnnenen befangenen Milch/ vnd wie dreselbige zu vertreiben. Cap.pxvi. 5 Elche befangene Milch getruncken oder eingenommen haben / fallen in ein schnelle ^Würgung/dieweil die Milch kuglccht zusammen wachst. Diesen grbt man an statt . /derArtzeneyen/sowiderdasGlffteinzunemen bereytet werden/Kimmelmit Essig vermrscht zu trinckm/vnnd zwingt sie offt darvon zu trinckcn oder gebraucht die truckne Blätter derKaycnmüntze Ioder derselbigen Safft/ oder dle Wrir/rel deß krautö Laferpkij, oder den Laser Safft mit Waffer/da ein wenig Essig inn vermischt worden ist: Dergleichen auch den Thymian mit Wem getruncken/ vnnd Laugemit Mer Aeschen: Mut sott Mim nichts gesalhens geben ]denn davon wachst die Milch noch viel mchrzusamincn wirdt hark vnd zu Käß. Sie sollen sich auch nicht Brechen / oder vbergebcn / den» durch das erbrechen fehrk die geronnene oder befangene Milch in die enge deß Halses vnnd bleibt darinn stecken/ biß sie endtlich erwürgt. Don den Zeichen der eingmommeneir Silberglet / vnd wie dem Menschen davon zu helffen. Cap. pxvij. Ilberglek gekrunckenbeschwchrtmikMerlastden Magen/ dcnBauch vnd Darme/ Erregt cm hcfftlg Grimmen/vnnd verwundet offrmals auch die Därme / mit ihrer ^ ^ schwchre ]stopfft den Ham / blähet dm Leib auff/ macht den Leib vngestalt/vnd ver-unacht ein böse Farb gleich dem Bley: Diesen nach dem sie sich gebrochen vnndvbergcben haben Igibt man den wilden Samen deß Scharlachs achtÖuintltn Myrrhen/ Wermut/ Hyssop/ Hyssop / Eppich Samen oder Pfeffer / oder HattrlegelLlumen mit Wem / oder gttmcknc-ttn wtlden Eaubcn Mst lmit Spicanarvi vnd Wein zu fvintfm. Don dmZetchenvnd §mdeß ctngenommmen Quecksilbers. Cap. xxviij. Vecksilber getruncken / beschädiget eben wie dic Silberglet vnd erfordert demnach auch derselbigen Hülffvnd Cur/insonderheit aber ist es gut viel Milch trineken vnd dieselbige widerumb von sich Brechen. O DondmIelchmvnP Vertilgung deßeingmoPmenenKalcks. Cap. m. )Alck / Rohter Arfenick vnnd Auripigment getruncken / verwundm vnnd beigen die Darme vnd den Bauch Imit einem hcfftigen grosscn Schmertzen auff. Solchem zu ^wehren/ soll man solcheArtzneyen zu trincken verordnen/ die das beigen deß Giffts miltern Ivnnd darnebm den Stulgang erweychcn vnd Flüssig machen als da ist der Safft deß Ibisch Krauts vnd Pappeln/ denn dieser beyder Krauter Safft ist glat: Item die brüh/ da Lcinsame/ oder der Same deß Krauts Tragi, oder Reiß imt gesotten hat/zu welchem Ende denn auch die Milch mit Meth oderHontgwager/ vnd feyste Brüh / die eme gute Nahrung oder Küterung geben /in grösser Mange getruncken wirdt. Don dmAeichendeßeingenommenenMecchasen / vnd wie derselbige auß dem Leib zu bringen. Cap. M. »Elche einen Mcerha fen getruncken haben denen wirdt der Geschmack stinckendt/ !den faulen Fischen ehnlich/gerahten folgents in ein Bauchwch/vnd Verstopffung 'deß Harns/ oder geben einen Purpurfarben Harn von sich / hassen vnd haben einen Vnwillen vbcr alle Fische Ibekommen einen schwehren stinckenden Schweiß vnd Brechen eyttl Galle / offt mit Blut vermischt: Solchen Leuten gibt man Eselsmilch oder stats süssen Wein / so man zu Latein Paflum nennet / zu trincken/ oder die Brüh darinnen Pappeln Wurtzeln vnnd Blattergesottm habm Ioder die Wurtzeln deß Sewbrodts zerstossen/ mit Wein oder der schwachen Meßwuchcln/ oder ein Quinttzn Scamonicn Safft mit Meth vder Honigwasser / vnnd mit den Steinlin der Granatäpffel. Deß Ceder Bechs zerstossen / mitWetnvnnd Ganßblut / dieweil esnoch frisch vnnd warm ist: Abernach dem ihnen alle Fisch widerstehen lvnd sic dieselbigen hassm Ivnd einen Vnwillen darüber haben so essen sie dennoch Krebs/ so in frischen fliessenden Wassern gefangen werden / welche man ihnen stdst/ vnd mit Wein zu trincken gibt / davon sie denn anfangen zu dawen/damit ihnen auch geholf-fm wirdt. Wenn sie aber einen Lust vnnd Begirdt Fisch zu essen gewinnen ist es ein gewiß Zeichen ihrer Gesuttdtheit vnd Genescns. Don den Zeichen der eingenommenen Krotten / vnd Stummen Moßlache Frösche / vnd wie der Mensch von denftlbigen zu-errettm. Cap. Je Krotten oder die stummeMoßlachenFrösche/eingenommen/blahen dm Leib mit ) solcher Blcychheit /daß er dem Buxbaum mit seiner Farbm ehnlich wirdt / machen > einen buchen Ischwehrlichen vnnd stinckenden Athem vnnd Mundt / offtmalö auch ein Kluxen Ivnnd ein Vnwillen der Flüsse deß natürlichm Samms. Diesewerdm geheylet vnd gesundt/wenn ihnen nach dem Erbrechen vnd vbergeben viel gutes lauteres Weins zu trincken gibt Ivnd derWucheln deß Rietrohs zweyer Ouintlin schwehr oder soviel wilder Galgant Wucheln einnemm lest. Darneben soll man sie zwingen die in solcher Geführlig-leitsindt/ daß sie sich hefftig vben mit spacreren vnd lauffen von wegen der Faulheit vnnd Trägheit / so auß solchemÄbel erwächst. Zci, DondmIeichmder eingenommenenSugegel/vndwie diesch - bige wrdcmmb herau ß zu bnngen. Cap. Mi* Ie Sugegcl mit demWasser emgeschluckt / bleibm etwan m dem Magen bchan-i zcn/ vnd geben cm Gestalt dcß saugms von sich / welches denn ein gewiffes Ieichen >kst/ daß ein solcher emgeschluckt worden scy/dieselbige auß dem Magen Mundk herauß zu bringen Igibt man dem Menschen Salßwaffer / vnnd den Laser Safft / oder die Blätter dcß Laser kraute Ioder deß Mangolts mit Essig oder Schneküglin mit Wasser da ein wenig Essig in vermischt worden ist/zy trincke« / Viekril in Essig zerlassen gargansirek. Wenn die Sugcgcl im Halse behängen lso soll man Fcigbonenmeel daraussstreuwen/vnnd kaltWasserim MundtbeGrltcn/ so evlcn sie von ihnen dem Wasser nach. Werjse Nießwurtz vnd andere dergleichen stück / deren man sich die Gcsundthcit zu erlangen / gebraucht. Cap. Mt). ^An muß auch fleissig acht haben / vorsichtiglich vnnd weißlich vmbgehen [chm aryncycn vnd stücken/ deren man sich Die Gcsundthm zu rckten/vnd dieKranck, Heiken zu vertreiben/gebraucht/ welche aber doch nichtweniger denn dieandere Gisst gesäyrlich sindt vnnd schaden thun / als da sindt die weisse Meßwury / der (Safft deß Krauts Thapfiac.jHer safft der wilden Cucumern/LIarenum, vnd der schwarye Dannen schwam. Denn soche stück würgen auch Ioder werben den Stulgang viel zu heffrig / vnd ohne Maß: Das würgen von ihnen gemacht/ soll man heylenauffdicselbige weise / wie droben von den gifftigen Schwammen gesagt worden lst rDen vnmasslgkn vnnd hcfftigen Stulgang vcr-treibet/vnd stillet man mir solchen Artzneyen Idie den Stulgang stopffcn: Man soll auch die ienige Sachen nicht verachten/die ein ansehcn haben/als beschädigen sie ein wertig aberdoch vnderweilen dem Leben gefährlich sindt / als da sindt die wüden Rauten/der schwartze Römische Coriander (vnd frische Wollige Blumm. DeßDistel Geschlechts / wctches die Griechen CaLbos nennen: Senn wider solche eingenommen stück / ist das Erbrechen vnnd vber-geben allein genug. Aclchcti/ dcß zu mrechtcr Ieit emgenommm Wassers vnd Weins/vnd desselbigen Cur vnd Mitteln. Cap. Mist. I Alt Wasser vberflüffg / oder ein starckerWein vielgekruncken/oderder süsseWcin/ somanzuLaternkassum nennet / vnd sonderlich nach dem Bade / odcrnach vielem )lauffen / vnnd nachhefftiger vbung / würgen /vnnd bringm emen hefftigen schmerzen vnnd Wehthumb. Wtder welche man ein Ader schlagen / vnnd den Lerb purgiern soll. Hicmik genug wettcr zu schreiben von den Zeichen der gifftigen stücken/ vnd wie man sich vor Giffthütten/vnd die davon beschädigt sindt / heylm vnd cunrern solle/wir waren auch der meinunge vnd Wtllcns / hernach auch die Nohtwendigevermischke Arstncyen so wider das Gifftcinzunemcn bcreyt werden/^nciäoca Griechisch gcnennet/ zubesehreibm/als datst der Michridat insonderheit lvnd die auß dem Blut vielerley Vögel / außdcmErdtCroco-dill l8 cin§c>,gemacht wtrdt / jedoch dieweil solche in ändern Büchern sseisstg vnnd nach der länge beschrieben sindt Iwöllen wir dieselbige stitschwcygmk vbergchen. Dondm gifftigen Thiem / vnd derselbigen gifftigen Stich vnd Brssz Isampt den wüktenden Hunden in gemein. Cap. m>. öllen dem nach die tödtliche Gifft der Thier so mit beissen vnd stechen vergifftige,/ damitdie gantzeweisevnd Maß/der Artzncyen/ der HeylungvnnoHülffe/allcrt- baben haltm vollnbracht vnnd vollkommen werde/zu crkleren vor dre Handk nemen. Dann dieser Lhe»l ist denen/die sich der Artzneym gebrauchen wöllen/vnd darinn oben nicht weniger nötig/ dann sonst der ändern keins / nach dem der Mensch auß vielen Gefahrligkeiten/ Weh-thumbvnd Schmertzen/vnd vielm ändern Gebrechen mehr durch solche Vnderricht vnnd Vnderwcifung/als hirinnen gclehret wirdt/erlöst/welche Lehrvnd Vndemchr/in zwcy theil/ zum eussersten vnd Mitesten wirdk gethetlt / wie wir auch im Anfang haben vermeldet/dann die Lehre vnd Rede/welche von dem Giffk redetvnnd Handelt/ so von beisscn vnnd stechen/der gifftigmThikrbefchadigt/wirdtbeydenGriechenl'Keriacuxgenennt: Welche aber handeln von dem tödlichm gifft/wird/dieweil sie den Artzneyen Griechisch Pharmacis widerstehet/bey den Griechen Alexipharmacus genennt: Welche Rede vnd Lehre nach dem sie jetzt nächst genugsam gehandelt vnd beschrieben worden/wöllen wir jetzundt hernach alle Aufall/ insonderheit/ so sich in den ändern Lheiln/zu zutragen pflegen/dcfiniern vnd erzchlen. Zum ersten soll ein Artzt/vnd der sich dieser kunstvndersteht/allc dmg bey der Handk vnd bereyt ha-bcn/von wegen fthnellervnd dringcnderNoth/so den Menschen offkmalovberfallet/ Dann fast sehr wenig sindt der gifftigen Artzncyen/vnnd der glfftigcn Lhier Stich vnnd Biffz / die langsam beschadigen/vnd erst nach langerzert rn Gefahrligkcit stürtzen/also daß man mit der Curation/einen Verzug haben m öcht/sondern der mchrcrthcil tödtct von stundan/ vnnd ohn allen Verzug/vnd welche ihnen vorgcnommen haben/ ändern Menschen mit Gifft nachzü-siellen/die richten das Gifft dcrma ssen zu/ vnd machen es also schadtlich / daß man wenig zeit haben mag/solches zu vcrtreiben/vnd dem beschädigten zu helffen nicht weniger/welche von wegen ihrer Miffethat/odcr eines grossen Vnglücks vnd Wtderwertigkeit/ selber Gifft ein-zunemcn in willens/sich damit zutödten/wann sie darübercrgriffcn werden / oder sic der that gerewet/vnd werdm zu leben begierlich/dencn rst es nötig/daß ihnen schnell vnd ohne Verzug werde geholffen.Ia cs begibt sich auch/daß die Kernde ihre Pfeile vnd Spießeisen mit Gifft bestreichm/oderdlcBaumevnd Wasservergifften/damikihren Feinden ein gcwiffeGefähr- ligkcit/vnd vnvermeldtlichen Schaden zu zufügen. Vnd obwol etliche vnder solchem Gifft/ ihrgifftigcArt/Schadcn vnd Gefahrligkeii mt von stundtan beweisen so ist inen doch/waü i|nm mtt bequemen Artzneyen nicht also baldt gcwchret wirdt/vnnd sie den Leib haben durch-zogen/nachmalönitmchrzuwiderstehen.Derhalbcn muß man auch hierinn eineGcschick-ligkeit vnd mercklichm Flerß gebrauchen/damit wie man in ändern Bresten vnd Kranckhei-ten den Menschen mit dieser kunst der Ärtzney behülfflich ist/a lso auch in diesem kern Mangel erscheine. Muß es demnach dafür halten / daß die öffentlichsteVrsach aller Anfall/so dern G'.fft folgen/ein tödtlichc krafft sey/jnnwcndig zu befchadtgcn/zu verfaulen/ vnnd zu verderben mächtig/verwegen wider solche Vrsach muß als das fÄ nembstc Iiel/alleHülffvnnd Artzneyen richten /vn d vielertey mittel zur Handt nemen / che dann das Gifft sich einwertz be-gibt/biß seine tödtlichc krafft auß dem Leib gcworffen werde. Etwan muß man es durch den selbigen Drt/da es eingangen ist/widerumb hcrauß ziehen etwan durch ein ander Drk/oder es an einem -Ort deß Leibs behalten/ehe es die Glieder dcß Lebens beschädigt vnnd sonderlich da der fümcmbsten Glieder eins ist. Wann es aber im Leib fürgenommen ist soll man ihm seinekrafftmtteingenommcnenLränckentemperiem/mischen vndbenemen. DasGifft/ welches eingenommen odergetruncken worden ist wirdt mit stetem Brechen vnnd Vergeben außgeworffm.Das aber von dm gifftigen Thrern cingcstochcn oder gebissen wirdt / soll mit schräpffen/köpffsetzen/saugen/einer tiefftn Auffschnerdung/ vnd mit einer Aufflösung/ zu rings vmbher/von innen herauß gezogen werden/ vnd offt mit einer Auffschneidung eines euss/rlichen Gliedts. Das Gifftaberwirdt in einem Gliedt behalten/wann manfcharpffe Artzneyen daraufflegt/oder darein geußt/dann solchepflegcn dem Giffkzu wehrm vnd das-selbige abzuwaschm. Das Gifft wirdt gedämpfft vnnd gelöscht/ wann man guten lautem Wem trinckt / oder vngcwässerten süssen Wein / den man zu Latein PafTum nennet / oder fcharpffe Speisen ißt/welche dem Gifft widerstehen/zum letzten so hilffr es auch/ wan t man den Smlgang trerbt/den Schweiß befördert/ vnnd sonst andere gemeine Hülffthuk davon wir hernach insonderheit beschreiben wollen. Man muß aber auch nicht allein die tödliche lrafft vnnd gestalt deß Gifftö Isondem auch seine grössc/vnnd die Zeit als besonder All vnnd Zweck betrachtm/dann davon nemen die Artzneyen vnd rcmedia viclfälkigenVnderscheidk/ vm wegen dergrösse.Sintemal etwan ein Gifft oder gifftig Lhier so mit stechen vnd bcis- fmver- fm vcrglfftetivon stundan dm Mmschm in Gefährlichkeit seines Lebens führt ein anders tieffere/ein anders cusserltche Verfäulüngen macht ein anders einen hefftigen Schmertzm vnd Wehthumb/ oder einen sanffteren erregt.Etliche haben sich dermassen / daß sie kaum einer Hülsinoch Artzney weichen wollen.Etliche beschwehren vn beschädigen mehr/etliche we--niger:Derhalben muß man solchen gissten vnd giffugen Stichen vnd Bissen so den Menschen m Gefährligkeit vnd in ein schnelles verderben fähren/mü kräfft ger/ siarcker vnd stäti-ger HÜlffvnd Artzneyen widersiehen/wider solche aber die weniger beschädigen / mit geringer Hülffvrind Artzney ftreyrmvnndfechtm: Dann das wcre ein vngefchickkDing/ wann mandswiderdiegefährlichsie/vndschnellverderbendeGissk/sanfftevndlindcArtzneywotte gebrauchen / vnnd den Menschen damit in verderbliche Gefährligkeit bringen: Wider die minder vnd weniger beschädigende aber die hefftige Artzneyen vnnd Hülffzur Handt nemcn vnd damit ohne Vrsach den Menschen martern/vnnd ihm vergeblich den Leib beschwehren. Was die Zeit lernet ist vorhanden/dann etliche Gisst bringen von stundan schnelle Schmer-tzen/Gcfährligkeit vnd verderben Etliche fahren langsam zu/vnnd verziehen sich etwan län-ger/etwan kürtzer/daß man derhalben wider die schnell verderbende Gisst/viel Artzneyen vnd Hülffzu gleich gebrauchen muß/wider diejenige aber/so langsam sindt gehören auch langsame Artzneyen. Solches haben wir / als ein Form oder Gestalt dieser Kunst kürßlich Vorbringen vnd erklären wöllen:Schreiten fort zu einem jeden insonderhetk/vnd wie dcmselbigen zu begegnen. Von dm Jeichen/darauß man emm mtifcitbett Hundt/vnd den Menschen/ so davon gebissen worden ist/kan erkennen. Cap.Mvj. Irhaben deremhalben zunt allerersten von der wütenden Hunde Bissen wollen be- C schreiben/dieweil ein Hundt/ein zam/ heimisch Thier vnd dem Menschen gesellig ist/vnpd»cweil er osst wüket/vnd darüber stirbt/vnd dieweil man sich schwehrlrch davor hüten kan/vnd den Mmschm ein vnvcrmeidliche Gefahr vnd verderben davon entstehet/ es sey dann/daß man mit vielen Artzneyen vnd Hülffdarwider streyte. Die Hund wüten osst in grösser hesstiger Hitze / vnderweilen auch in grösser langwchrender kalt. Em wütender Hundt hat ein abschawcn an der Speisevnd Tranck/ wirsst vicl Schaum vnd Rotz auß der Nasen vnd Mundt/hat ein scheuß licher vnd trawriger Gesicht dann zuvor/fället aller hin vnd wider/bellen an/beißt/bcMViehvnd Menschen/ auch beydebekannte vnd vnbckannte/ bringt auch von stundan nichts gefährliche/dann allein den Schmertzen der Wunden darnach so kompt der Gebreche/welcher von wegen der Furcht deß Wassers / die solche Gebissene gewinnen/bey den Griechen Hydrophobiagenennetwirdt. Der Gebrecheaber vbcrfal-let mit einer Jertehnung der Neruen oder Srnnadern vnd Krampss/ vnd mit einer Röte deß gantzenLeibs/insonderheik aber deß Gcsichts/mit einem Schweiß/sampr einer Vnkrafftvir Schwachheit/sie vergessen ihrer selbst vnd sonst aller Bekannttn.Etliche meiden vnd sirehen den Lag vnd Liecht:Etliche werden stets mit grosscn Schmertzen gemartert. Etliche bellen wie dieHunde/vnd beissen alle/so jhnen begegnen vnd machen sie mit solchem beissen/dessel-bigen Gebrechen theilhasstig. Derhalben die sonst weit in diesen Gebrechen kommen sindt/ daß sie gewütet haben vnd vnsinnig gewesen lderin haben wir nicht einen geschen /der davon gesunde worden wer / vnnd allein in dm Historien gelesen daß etwan einer oder zwecn erlößt worden/ sintemal Eudemus bezeugt/daß einer darnach gesundk gelebt hab/vnd etliche sagen/ daß der Lhcmison gebissen worden/gewütet Hab vnd vnsinnig gewesen / vnd dannocb wider-vmb gesundt worden sey. Vnd ferrner/co habe einer/so seinem Freunde/ der nun das Wasser gefürchret/getrewlich vnd fleiffig gcdicnet vnd beygewohnet denfelbigen Gebrechen auch v-berkommen/aber zu letzt nach vielem Schmertzen gesundt worden. Dieses ist ein vberauß fchwehrer vnd gefährlicher Gebrech/aber zuvor vnd ehe man das Wüten empfunden hat/ haben wir deren viel bey dem Leben gesundt erhakten/vnnd wissen auch daß jhrcr viel von ändern erhalte« worden sindt. VondcrArtzneyvndHalffwidcrderwütcndmHlmdt BUz. Cap. Mvlj. S smdk zweyerlev Weiß vnd Weg/dreiemge/so von den wütenden Hunden gebissen/ cnrieren.Die eine ist gemein/vnd wirbt wider alle grfftige Sich vnd Bissz/von den O^gifftigen Thiem geschehen/ gebraucht. Die ander ist cygen / vnd wirdt insonderheit allein gebraucht/wider der wütenden Hundt Biss; / vnd thut etlichen die mattste vnnd gtöste Hülff.Etlichen ändern aber durchauß keine vnnd sonderlich wann sie den Äistz vor langer Zeit empfangen.Was zu dieser Weiß gehörig ist / wollen wir zum ersten außlegcn / darnach auch die gemeine weise/der wütenden Hund bistz zu heylen vnd zu arßneyen beschreiben:Der-halben soll man ncmen abgehawenStickwurnrelsig/daMbtgeanzünden/stieffeNdeWasser-krcbö darauffzu aschen brennen/die asche stciffig stoffen vnd bewahrenrDeffelbigen gleiche» auch Gcntian wurtzel zu reinem Puluer machen vnd durchsibcn/vnd zum gebrauch bcwah-ren.Wann nun jemand von einem wütenden Hundt gebiffen worden ist so soll man nemen guten lautern Wein/zehen Loth vngefehrlich:zwcy Quintlin asche der ffieffendcn Wasserkrebs/ein Duintlin der rein zerstoffenen Gmtian Wurtzel :D rese Stück vndereinander vermischen/ in der Gestalt eines dünnen Gerstengcmüß / vnnd vier Lag nach einander trm-cken/im Anfang wann der Biss; allererst geschehen ist / soll dieser Lranckwie jetzt gesagt ist/ eingenommen werden. Wann aberzween oder drey Lag nach dem Biffz verlauffen muß man/ehe die Cur oder Heylung angefangen wn dt/den Bresthafsten solcher Artzneyen drey-mal so viel eingeben Ials wir im Anfang beschrieben. S olche Artzney ist die allerbeste vnnd krafftigste wider der wütenden Hundt Biffz / also daß sie offt manchem zur Gesundtheit allein genug gewesen ist.Derhalben mag man der selbigen sich wol vcrtrawcn. Aber damit wir auch mit ändern Artzneyen / wider solche vnuermeidtliche Gefahrlikeit versehen seyen/ ist nichts das vne verhindert/die Bcleydung der Artzneyen erleiden dann durch Faulheit in solche Gefahrligkeitkommen.DiegroffeWundm/sovon den wütendenHunden gebissen worden sindt/sindt nicht also sehr zu fürchten/ wie die kleine/die nie grösser sindt/dann die man einem Laßeisen auffhawet.Dann auß den grossen Wunden fleußt das Blut überflüssig vnd hauffig/vndkandcß Giffts einen Lhcilherauß ziehen/ welches in denkleinen Wunden nik geschieht.Man soll auch das auffgelöste Fleisch in den grossen Wunden hinweg nemen / die Lcff/zen der Wunden nu t einer Flithen oder Laßeisen auffhawen/vnnd das Fleisch mit einem Hacklin oder Aanglin fassen vnd abschneiden.Item in beydcn Wunden/das Fleisch so vmb-her ist/mit La ßetsen tieffausshawen/damit das Blut vberflüssig herauß fliesse/ vnd dem gisse wehre/daß es sich nicht weiter vnd tieffer hinein thu.Schrapffköpss mit einer grossen Flammen auffdieWundengesetzt/heiffen krafftiglich daß dieKrasst deß Gissts heraußgezogen wndt. Von derBrennung derglfftlgen Blffz. Cap. Mvirj. /O^ZIderdiegiffügeStichvndBiffz/istderBrandt das allerkrasstigste Mittel bies \\\ Cwdl nemblich Vas Fcwer nit allein das Gisst gewaltig zwingt / vnd von seinem HM->s-^cin kriechen abhelt / sondern auch derAuheylung deß £>mi welches gebrannt worden ist/verhüt vnd die Geschwer lang erhelt. Man muß auch von der zeit an fleissig acht ha-ben/damit wann die Rinden der Geschwer abfallen/ die Lcsstzcn derselbigen nicht zusammen wachsen/vnnd die Geschwer zu heylen. Aber wann cs geschehen kan / so soll man solche Beschwer auch vber die bestimpte Zeit offen halten/eben so wol die faule als die hitzig sindt vnnd geschwellen/welchesman durch die Saltzbrüh/dagefaltzen Fisch eingesaltzen gewest / darinn gegossen/ vnnd wilden Knoblauch zerstoffen/ dergleichen Iwibeln vnnd aller Lasersafft/alö nemblich der Cyrenische / Medier vnnd Parther zu wegen bringen.Wie gleichfalls auch die gekawte Weyßenkörner/oder gantz vngekauwet darein gelegt/dann diese/wann sie die Feuchtigkeit/so in solchen Geschwern ist/an sich gezogen haben/so fahren sie aussvnd werden groß/ machmalsdanndicGeschwerweiter.Etlichevermcinen/ esbekommder Weytz von einem Do nüchtern nüchtern Menschen gekäwet/von dem Fasten/em Krafft / dem GW zu widerstehen/ solches aber ist vngewiß/wann aber sonst anders nichts vorhanden ist/ soll man denselbigen bequemen rechten Gebrauch nicht venverffen noch verachten/wann sichs aberzutragen würde/wie es dann offt geschicht/daß die Gefchwer vor der rechten Jeit/ale nemlich vor viertzig Tagen/ zuwaehsen vnd heylen/so Muß man dieselbige mit den Händen wider auffmachen/das fletsch zu rings vmbher auffhauwen/schneiden Ivnnd wann ce n ötrg will seyn / widerumb brennen/ wann aber die vorbestimpte zeit nun vorüber ist/Mag man sie als dann lassen Zuwachsen vnv heylen/drn Drt mit einem Pflaster / so auß dem csaltz gemacht / vberlegen / vnnd folgendtS «ach erlich wenig Tagen /die Arßncyen Idie man von wegen deß Senffo/Griechisch Sina-pifmum nennt/gebrauchen. Ordenricheweisezulebm/LttderMtcndmHundcBG. Cap. Mix. Lfo/wie jetzt gesagt ist/ sollen die Arßneyen gechan seyn / so wider die Geschwerodek 8/1 Wunden Ivon den wütenden Hunden gebissen werden gebraucht. Man muß aber "^i^auch ein ordenliche weise zu leben vorNemen/ welche dem Gisst widerstandt thu/welche demftlöigen seine krasst dampffvnd lösche/vnd darzu auch verhindere vnd wehre/daß solches Gisst nicht werter m Lerb steige/daNn was sonst von denen sachen / die ein solchen Gebrauch haben/eingenommen wirdt/widersetzt sich der verderbten Krafft deß Gisste/damit es den leib «ichk durchziehe.Diese beyde Wirckungen vnd Tugend hat ein guter/ lauterer/vnuermisch-terWein/getruneken/vnd auch der süsseWein/welchen die I^Ltinipalluinnennen/zusanrpk der Milch/dann welche diese StückzurHeylung einnemen/die haben / damit sie dem Gisst könnenwiderstehen/vnddemselbigen sein Scharpss vnd Beissen stumpss machen vnndlö-fchen./Dcsselben gleichen thun auch die Awibeln oder Lauch/ vnd Knoblauch gesseri/dann sie »Verden im Magen nit baldk noch lcichklich verwandelt/ dcrhalben dann jhre Krafft viel Lag lang im Magen bleibt/vnd werden in dieser Aeit von der verderbenden Krafft deß Giffto nrt vberwunden/noch verwandelt/sondern sich dermassen verhalten daß sie solche gisskige krasse vberwinden können.Dergleichen soll man sich auch der zusammen vermischten Artzneyen/ die insonderheit wider das Gisst einzUnemen bereytct sindt/gebrauchen/ als da ist der Ti-riack/die Lompolica Luparoria genmnt/der Mikhridak / vnnd alle andere compoürLo^cs vnd Mixturen/da vielerley Gewürtz inn vermischt worden ist sintemal alles Gewürtz bey-des/wegen seiner SubstaNtz vnnd Krassten schwehrlich wirdt verwandelt / pflegm dcrhalben im Leib zu vberwinden. /Dic^rdenliche weise zu leben verhelt sich also wiejetzk gesagt. Das muß man auch wissen/daß die forcht deß Wassers auffkcitt sichere gewisse zeit anhebt/ sondern fallt gemerniglich/wann solches in Verachtung gestellt wirdt zu verziehen biß auss den viertzigsten Tag ein. Etlichen kompt sie auch nach sechs Monaten. Es hat sich auch zu-gerragen/daß einer erst nach einem Iar das Wasser zu förchten angefangen hat/wie wir solches selbst erfahren.Man sagt/daß etlichen nach sibenIaren die forcht deß Wassers ankommen sey.Diß ist die weise im anfangzu heylen vnd artzneyen/ die von den wütenden Hunden gebiflcn sind/dann wann die Artzneyen vnd Hülss/welche wir angezergt/im anfang vnd ersten Tags vnderla ssen werden Iso wirdt das Kleisch vergeblich zu rings vmbher aussgehawen/vn die Wunden gebrandt/dann wann solches gisst den Leib einmal durchzogen hat / kan man es damit nit widerumb herauß bringen/also daß solcher Hülsskein gelegenheit noch Nutzbarkeit gespüret/sondern dem Leib damit vergeblich Wehthumb angethan vnnd verursachet wirdt. Dcrhalben muß man ein andere weise/solche zu curiren fürnemen: Als nemlich zum ersten dz purgiern/dan solche purgierende Artzneyen werden mir grossem nutz gebraucht/ sisscemaldie-selbige den leib bewegen/vnd die gestalt vnd wesen deß leibö verwandeln.S olches purgu crr ge-schicht bequemlich mit der cvmposition oder vermischten artzney/so bey denGriechen von wegen der Coloquinten vnd Nutzbarkeit biiera Colocynthidos genennt wir d.Die gescheidene Milch/welche Griechisch Schifton|dst/ist auch fast sehr dienlich/ dann sic hat ein Krafft/ damit sie purgiert/vn darzu auch das gisst zamet vn dampssk- Man sol auch täglich ftharpf-fe Speisen brauchen/ vnd guten/lautern/vnvermischken Wein trinckcn/damit das Gisst ge-dampsst. Auch soll man den Schwerst vor vnnd nach Essens treiben / vnnd der Mittel/ welche welche dieGriechenv roxLcisino; vnd Sinapifmos nennen/eittLt' nachdek ändern nicht vergessen. DrePurgatwn aber jsodurch dieNteßwurtz verrrchk / vnnd bey den Grichen Helle-borifmus gencnnet wndt lift die allerkräfftigste / vnd thüt ein kresflieche hülff» Solchen Är-r tzneyen sol man ftey vnnd vngeschcuwet verkrauwen l vnnd das ntt allem ein oder zwey mal/ sondern offk/vor deni viertzigften Lag Ivnd auch nach der Icü/denn sie hat solche kraffk vnnd macht/daß auch ctliche/so nur die Forcht deßWaffers an sich vermerckt/diefelbige von stünden an eingenommen haben/ vnnd davon gefündtworden sindt. Die aber nün albereyt damit begriffen finde/ denen kann nichts mehr helffen. Also haben wir zuM ersten kürtzlich beschrieben die cürakion/ hülff/ vimd heylüng der wütenden Hund Vissz.Folgtt die befchreibüttg der Stichs vndBiss; ordenlich nach einander. Darnach ein gemein CuratioN vndHülffwidet alles Gifft bequem. Zum dritten die Artzney vnd Hülff wider eines jeden gifftigen Lbiers • — ^ ^ ^ Sf » i-* * . w'*'- - U « f > . - • v ' . - , Cä . Artznep vnd Hülffzu hcylen findk. £-44*% J Gncchisch Phalangiam nennt Cap.ch Enendievonden Spinnen/sobeyden Griechen Phaiimgiae gcnmrittivchöeii/gebr'ss' sen worden findt Iwirdtdas Drt veß Bissz rohk / als wcrc von einem spitzigen, Ding cher Massen FeuchtWenner aber von widerwärtigen auffblahenten Dingen erkaltetwor^ dcn psiegt ein Versamlung der Feuchtigkeiten zu entstehen. Sie vbcrkommen einNohc staks zu harnen/ derStulgang geht schwchrlich/vnd mit sonder Mühe vnd Arbcyk von jnen/ fallen in einen kalten Schweiß vber den gantzen Leib. Die Augen krieffen / vnnd das Gesicht wirdkvcrdunckelt Von dm Jüchen deß Biffz deß gifftigen Wurms / so die Griechen Scoio- pendramvnt) Ophiodtenennmum. Cap.ch. > Enn dergifstige Wurm Scolopendra, welcher auch OptrioÄenc beyden Grie- Hefen/wirdt röht Ivnd begint von stunden an so baldt der Biffz geschehen/zu schwer« welches Gescbwer darnach viel Mühe vnd Arbeyt macht / dieweil cs bey nahe mit keiner Artze^ Ney zu heylktt ist/darzu empfindet man ein Jucken vber den gantzen Leib. Jeichm der Scorpion Biffz vnd Stich. Kap. xlifi ^ Enn jemandt von einem Scorpion gestochen oder gebissen worden ist fo wirdt 7Lrt/da solcherBissz geschehen/von stunden an enttzündet/hark rohe/sehr steiffvnv 'gespannen/mit saMpk einem Schmcrtzen vNd Wchthumb denn ctwan erhitzigt er/ err anß/ vnnd empfinden ein Zittern vnd Bieben. Die eusserliche stück vnd Glieder deß Leibs erkalten /bey dem GeMacht fahren Beulen vnnd Geschwulst auff: Sie fartzen viel/das Haar nchtsichzuBerg/derLeibwirdt heßlich bleich/ vnnd entsteht ein Schmertzch derHautal-' tenthalben/als wehren sie Mit Nadeln zerstochene Jetchen deß Stichs von einem Mersisch geschehen / so man zu Latein Paftinacam Marinam nennt. Cap. xliij. ein Müdigkeit öder Lässigkeit / ein Schwachheit / Vnkrafft vnd Abgang der Vcnmnfft vndSinne.Nach solchem verliehren sie die Sprach/bekommmein tunckelGesicht,Derork deß Leibs/welcher gestochen ist / vnd alles was nächst vammb her ist/wirdk schwartz vnnd vn- L>rt mit den Fingern truekt Ifleust ein dicker schwartzer stinekender Eyrer darauf Icichen der Iißmäuse BiffZ. §ap. xlinsi > achst vmb solchen biss; herümb erhebt sich ein hißigc Geschwulst wie gleichfalö auch Einsts 'wenn! tzrn der Därme/ein peinlich schwehrlich Harnen/vnd ein kalter Schwerß allenthalben vber den ganßen Leib. JeichmderNaterBG» Kap. xlv. I Enn semandk von einer Narer gebissen worden ist/dem geschwilt der Leib/ wird Hess* ftig trtiefen / vberkomptein weißlechteFarb/ auß derWunden steust Eytcr/ zum er-'sten ein wenig feyst ldarnach blutig. Es brechen Blaßlin vnnd Blattern auff/dem Brandt ehnlich. Auß derWunden wirdkein fressendt geschwer/ welches jmmer weiter vmb--sich her kreucht vnnd frist/vnd nik allein in das eusserliche deß Leibs/ sondern auch ktesshinein. Das Zanfleisch wirdk blutig Ivnd entsteht ein Entzündung bey der Leber. Es folgt auch ein Grimmen deß Bauchs. Sie brechen die Ga ll vbersich auß fallen in einen tiesscn Schlass/ Jeichen der Schlangen Biffz / welche bey den Griechen Scytale, vnnt) Amphisbaena genennt Wirdk. Cap. )tlvj. /f^\Iefelbige vnd gleiche zufall/wie jetzt vermeldet/begeben sich auch wenn jemandk von scn Schlangen gebissen worden ist lwelche die Griechen Scytale vnd Amphisbaz-O&ö nam nmnm.Vnd erfordern demnach mit fampk dem bissz auch gleichförmigeCur. Derhalben hat solcher gisskiger Biss; insonderheit kein Beschreibung bedörfft. Jeichen der EychwürmBiffz / Griechisch Dryini genennt. Cap. -tlvij. Enen die von einemEychwurm/so bey denGriechenvryinos genennet wirdk/gebif-) ftn sindt/ brechen Blaßlin oder Blattern auss mit grossem/ schwchren S chmertzen -övnd Wehthumb Ivnd sonderlich da der wässerige Epter heraußfleust.Es folgt auch das Grimmen vnd bcissen deß Bauchs vnd Därme. Jeichen der Schlangen BD / Griechisch Hemorrhoos genennt. Cap. xlviij. Ievon der Schlangen Hemotrhod Gebissen / erleiden an dem Drt deß Schadens einen hefftigenSchmcrtzen vnd Wchthumb/welches stätten Schmertzene we- vberflüssrg herauß Ivnnd wo jrgents ein Wunvzeichen am gantzm Leib ist/da fleust Blut herauß. Der Stulgang wirdt auch blutig gemacht / vnnd an Statt deß hams tropfft auch nur geronnen Blut. Aa sie Husten Blütauß der Lungen vbergeben vnd brechen Blutvon oben auß/ vnd kommen auch also vmb/ sintemal man jhnen ausskeinerley weyse hclssen kann. Jeichen der SchlangenBiffz / Grechisch Dypfas genennt. x Cap. flir. Je von der Schlangen Iso man Griechisch Dypfas nennet / gebissen worden sindt/ 1 t brennen von stund an/ nach dem solcher Bissz geschehen ist / mit einer vulkidtticheu Hitze/ Hrße vnd vbetkommen solchen Durst/daß sie nicht zu sättigen sindk vnb ohne vndcrlaß mit solchenDurstgemarkerrwerdenI dann wann sie gleichwolmit vollemMundt vberstüjsig rrincken/von siundan komptihnen dieserDurst widerumb/ bleiben derhalben mit aller jhrer Gestalt vnnd Wesen den jenigen ehnlich Idie vor nichts getruncken haben. Daher dann diese Schlange/von wegen deß stetigen Durste/ Hey den Griechen auch Prefter vnd Caufon g^ nennet wirdt. iros, zu Latein Nattix genennk. Cap. l. Er Bissz von den Wasserschlangen gebiffen/wirdt wett/vnd zu einem grossm/triy-t cm lschwartzfärbigen Geschwer / darauß dann viel schwartzes stinckendee Eym 1 sieust/nit anders dann auß den faulenGefchwern/ so jmmer weiter krrechen/vnd was gefundk ist/verfaulen. Jeichm der SchlangenBiffz/GriechischLencKros genennt. Cap. I/. Jeser Schlangen Bissz / welche der Nakern Bissz ehnlich ist / folget ein faule Ge--) schwerung/das Fleisch geschwilk eben wie in der Wassersucht vnd felt darnach hin-^weg.Die gebissene fallen in einen tieffen vnüberwindtlichen Schlaff/vnd wie E raß-llratus bezeuget/so pflegt jnen die Leber/der Hunger Darm / vnd Blaß Darm zu verderben vnd faulen Idaun wann man sie auffschneidet/so werden solche Glieder verfault befunden. genennt. Cap. hj. > denen wirdt der Ort/da der Bissz gcschehen/hart/blähet sich auff/ vnd bekompt blat--tern vndBlaßlin.Auß derWunden fleußtctwanein schwacher / etwan ein rotlech-Ler Eyter. Darzu geschwellen sie vber den gantzen Leib/wie die groffeaussgeblasene Adern/ biß sie i ■ • ' ;; . z-x r r l r: v . .. ,, ^ a f* DIS genennt. Cap. luj. Je Bissz der Schlangen bey den Griechen Alpis genennek/ macht nur ein kleitt lWündtlin/alöwere es mit einer Nadel gestochen / ohne Geschwulst/es tropfft weinig Blut darauß/ aber daffelbige ist schwach/das Gesicht vnd die Augen werden» ihnen schnell vertunckelk: Sie bekommen mancherley Wehthumb vber den gantzen Leib/ Derhalben hat derNicander sehr schön gesprochen/ es stirbt ein Mensch ohneWehthumb oder die Stirn/wirdt stets vom KrampssgezogenrDie Wangen vnd Backen biben vnd zittern/die Augen gehen wie iMAnfang deß Schlaffs/ohneEmpflndtligkeit zu/ darzwischen Zeucht. Zeichen der SchlangenBiffz/Gricchisch Lasiliscus genennt. Cap. liiij. N demBuch/welches den Littel vnd Namen hat/von den Achneyen vndHülffen deß Gtjfte/fchmbtEraliftratus von dieser Schlangen / die bey den Griechen Baiihfcus Do iij Wunde Wunde gelb/ wie das Goldt. So viel von den Zeichen/ die auffvicler gifftiM Thiem stich vndBissz erfolgen. Schreyten nun mchrvnd beschreiben zum ersten/solchergifftigen Skich vnd Bissz /gemeine Artzneyen vnd Cur. Gememe Artzney vnd Hülff wider der gifftigen Thier / vnd Schlangen gifftige Stich vnd Bisse. Cap. lv» PIder alle gifftige Stich vnnd Bissz der Schlangen / vnd anderer gifftigen Thier/ wirdt das saugen / so mit dem Mundt geschieht gerühmt/der aber doch solches thun solle / muß nicht nüchtern sein Isondern vorhin etwas gessen haken vnd den Mund offtmrt Wein waschen vnnd schwencken Idarnach wenn er also versehen ist/soll er ein wenig Del in dem Mundt haben ldas Werck angehen / vnnd die Gestochene oder Gebissene Wunde saugen. Es ist auch gut die verwundete Drk mit einem warmen Schwamme bähen/ damit das Gisst von innen herauß gezogen wirdkrDas Fleisch zu rings vmbher auff-lössen/odcr ein Gtiedk abschneiden / istkrasstiger vnnd hülsstmehr denn das schropssm. Denn davon beschehenzwo merckliche Hülffe wider solches Gisst: Die ein ist/das solches Gisst von dem Drt hinweg genommm wirdt: Die ander das ein Therl deß Gissts/mik demBlut lfovberflüssig daranß fleußt / herauß kompr. Wenn der Drt deß Leibs welcher verwundet ist/ntt ab noch vmbher zerschnitten werden mag/ so soll man Schrapffköpffe dar-ausssetzen / mit einer grossen Flammen. Von dem brennen oder Brandt / haben wir droben angezeigt / da wir die Arßney vnnd Remedia wider der wütenden Hund Bissz beschrieben/ wenn aber das verwundteGliedt der eussersten eins ist/vnd abgeschnitten werden mag/sol das von stunden an geschehen Ivnd sonderlich in der SchlangenSkich vnnd Biffz /als da sindt/ die man Griechisch ÄYpides mti> Cerasses nmfiet / aber bequemere Artzneyen vnd Hülffe flndt/ die man darüber legt / vnnd werden Griechisch ^xicKenaaca genennk.Dcrhalben soll man Wemrcben Aesche/ oder die Aesche auß Feigenbäumen Holtz gcbrandk / mit Laugen oder scharpssem wolgesaltzenm La ck Ida die Fisch um behalten werden vermischen vnd dar-aufflegen: Man nimpt auch Lauch IAwibcln vnd Knoblauch/ solches alles flössen/ vnd wie ein Pflaster vberlegen Ioder man brennet diefttbige stück / strewt vnd reibt sie in die Wunden/ oder schneidet juttge Hüner auss lvnnd legt dieselbigc/ die weile sie noch am Meisten warm sindt/ aussdie verwundete Drt. Etliche gebrauchen diese /unge Hünlin der Meinung/ als haben sie ein angeborne Art / Na^ur lvnnd Eygenschasst / damit sie dem Gisst widerstehen/aber die Vrsach/ warumb sie nützlich wider das Gisst vnnd gifftige Bissz gebraucht werden/ist leichtlich zu errahtenrDenn dieHüner sindt emer warmen Natur/ dcrhaiben wenn sie böß schadthassk Gisst einschlucken / können sie dasselbige verdäwcn vnd vberwinden / vnd verzehren auch allerlei) der härtesten Samen/deßgleichen werden auch osst bey ihnen Sand vnd kleineSteinlin/ so sich einschlucken/zerlassen vnd weich gemacht.Denn von der warmb-dedeßaussgelegkeniungenHünlinö Iwirdt demAthem deß Leibsgeholsscn /daßeralsovon dem verwunden Drk an / ein Gewalt empfängt herfür kompr vnd das Gisst mit sich hin-auß zeucht. Es ist vns auch bewust / was in Egypten in der Zeit der Erndk/ wenn die Egy^ ptterdas Korn abmähen/zu geschehen pflegt/denn zur selbigenIcit förchten sich dieSchlan-gm vnd gifftigen Thier am meisten/ von wegen der eu sserlichen Hitze/ vnd dieweil sie im Korn vnnd Gruben der äcker / als denn auch am meisten verborgen ligen denn Egypkiern bringe viel böse verderbliche Schlangen Ivnnd gifftige Thier die mit stechen vnd heissen den Menschen beschädigen.Derhalben nemen sie mir sich einHafen voller bech / vnd ein leinene binden darbcy/ vnd wenn siche begibt/ da ß die giffkigeThier vndSchlangen jemandk am Schmckek odersonstanders'wohinbeissenoder stechen/ fo nemen die dagegenwerkig sindt / dieleincne Bande von stunden an zur Handk/ werffen sie in den Hafen / da das Bech innist / befeuchten dieftlbige mir dem Bech Ivnd binden sie einmal oder zwey vmb dm Arm oderSchenckek ein wenig vber die Wunden Ivndjhrer zwey von den gegenwertigen ziehen dicBindefast zu schneiden den Drk Ida die Binde vmbwunden ist/ auss tropssen Bech darinn vnd wenn sie bedunckt es sey in solchem genug geschehen / so lösen sie die Band auss/ vnd füllen die Wunden mit Zwibeln vnd anderen vorbenanken stückeir zu. Sarnehen ist das weich Bech warm/ mit Wikttiri zettNenck Saltz vermischt vnnd vbcrgelegt/ dicallerbcste Arßney/ tvfmi es offkver-neuwettwirdt. DasCedcrbechlsiauchgutvullddle Gcpßbonenrn Wclttgesotten. Item manpflcgtauchdieSchadcnmttwarmem Essrg/odermitBruntz da Katzen Müntzinn gesotten ist/ oder mit Meerwasser oderSaltzwasser da dichelhige Müntz in gesotten hat/ zu bähen toder die kräfftige erwärmende Pfla stcr j dü das Gisst erfordern vbcrwinden vnd vtrtrcibcn / als da sind / die inan auß dem Saltz odcrMer/Senff/vndauß dem Samen deß fruchtbaren Roßmarin Iwelcher bey den Griechen Cachris genennk wirdt / davon wir Her--nach schreiben wöllen/zu gebrauche pflegt IErafiftrat9 hat die jenige auß billichen vn recht-rnässigenVrsachen gestrafft vnnd gescholten / welche;u diesem Gebrauch vnbekandre Ar-- vnd Blut lvnnd anderedergleichen Ding mehr: Denn solche werden angesehen als haben fieetivas nützlich davon beschrieben/ abernachdemsie allein solcheDingvorgebeN/treiben zsiejhrgespök mit dem Menschen. Derhalben sollman solche Ding nik vorgeben die man mit / denn mit königlicher Gewalrzu wegen bringen kann vnnd die auch nicht auß langer Warnemung solche erfahrung geben mögen/die genugsam ist/sich darauffzu vertrauwen vnd glauben zu gebm: Wir aber wöllen allein solcher Sach gedencken die allen gcmeinlich Lhiern gebissen gewesen Iprobiert sindt tSolche sindt die Wegweise vnd Heyde/ das Kraut Aftragalos Griechisch genennt/ von etlichen zu teutschErdtmo'ren / mit Essig getruncken/ dientwider aller Schlangen Bisse. Dergleichen auch das Jüdische Bech / dre grüne Mß bchPlatani) welcher von etlichen zu teutsch Ahorn genennet wirdt / in gewässertem Wein gesotten. DieBrüh Ida das kraut Paliurus inn gesotten hat / die Wurtzel'dcr Dsterlucey Vnnd Manßtrcw/ Lorbeer« gekocht vnd gesten/ viel Pfeffer gegessen/Wemrauten /Dill/ Seuwbrodt/vnnd sonderlich die Blätter deß Lauchs mit Brodkgessen / oder Knoblauch oder Zwibeln Ivnd fast jcharpffgesaltzen Saltzwaffer. Die Brüh da Dost tun gesotten ist/ mit Wein getruncken Idarzu auch der Saffi deß Fenchels/ Polcy Kackenmüntze vnnd deß Lauchs mir Honig eingenommen. Vnd diese Sachen werden auß dem Erdt Gewächse genommen. Man pflegtauch erlicheSachen von den Lhiekn nützlich wider die gifftige bissz zu gebrauchen. Als Hünerhirn gessen/ Hasen Kimm mit Wein getruncken dergleichen BibergeilvicrLoht'.Mansagtauch/daßdleHödlindcrMeerschildtkrokkengcssenbehülff-lich sepen. Vnder diesen Artzneyen wirdt auch die Wiesel gezakt /sie wirdt am Meinsten gk- vnd altwirdt. Davonistgenug/ wennmanzwcy D-umjlm mit Wem trrnckt. Hiemitge-nugvon den einfachen stücke/ so wider die aifftige bissz werde gebrauchtste vermischte artze--ttepett denen man das zcugnuß gibt tdaß sie mcrcklichcvn wunderharliche hülffdarwider lep-sten/sind Magsamen Saffi / Opium, Myrrhcn/jedesein halb scrupel/Pfefferzweypuink-!in/ mit Honig vermischt / vnd zu einer Latwergen gemacht / davon man auffeinmal/ als «roß / wie Egyptische Bonen / mit Wein zu krtncken:Derglctchen nimpt Man der wilden Rautensamen / schwartzcn Römischen Coriander / Ethiopischcn Kümmel / Dsterlucey/ Galbanum, eines so viel alß deß ändern / lest alles stoffen / mit Wassern Senffsafft vermischen/vnnd Küchlin eines Quintlin schwehr daraußformieren vnndgibk / dieser KüchliN eines mit Wein zu trincken. Soviel von dcrArtzney vnd Cur der gifftigen Stich vnd Bissz in gemein / folgen die sonderbare Arßneyen Iso einem jeden Stich vnnd Bissz insonderheit bchülfflich sindt Stichs vnd Bissz. Cap. Ivj. Zeichen der gifftigen Thier Stich vnnd Bisse / haben wir nichts von den * <\Wespat Binen oder Immen sonderlich beschrieben / dieweil solche stich allen Mens sehen offenbar sindt/vnd darneben auch nichts sonderliches haben deß man etwan war zu nemen her / derselbigen Artzneyen aber zu gedencken / wirdt nik vergeblich sirm Do m ArtzenyvndHülffwiderder Bmenvnd Wespen Stich. Cap. /.^^<3 Ider der Wespen vndImen Stich jindk die Pappeln gut/ wie ein Pflaster vbcrge-^legtchesselbigen gleichen Gerstenmeel mit Effrg vermischt/Feigenmilch indiewun« den oder stich getröpffk. Vnnd dann zum letzten das Saltzwaffer oder Mrcrwaffek die Stich damit gebahett Artzney vnd Hülffwider der Spinnen Bissz/so man Griechisch Phalangiam nennet. Cap. lvifl. Ber solcher Spinnen Eiflzfol man legen asche außFcigenholß gebrannt/klein ge-(trieben Saltz mit Wein vermischt Ioder klein zerflossene Wurtzeln der wilden Gra-<^^natapsselbäum/der Dsterlucey/mit Gerstenmeel vnd Essig vermischkrDie Wunden oder Geschwer mit Meerwasser behen vnd waschen / oder mit der Brüh da Melissenkrauk inn gesotten hak: Dergleichen sindt auch die Blatter deffelbigen krauts gut zerflossen vnnd wie ein Pflaster vbcrgelegt/die Gebissene sollen stets baden: Auch soll man ihnen zu trincken geben/Stabwurtzsamcn/Aniß/Dsterlucey/wüdeKichern/EthiopischcnKümmel/zerstoffc-ne Cederkörner/ tue OvmbebchPlatani, den Samen deß wolriechendcn Kleee / ein jedes be-fonder/zweyer -Quintlin schwehr mit einem halben achtmaß Wan gekruncken. Auch gibt man ihnen zu trincken die Brüh/da die Frucht deß Tamariscken daß kraut Chamepytis, welches etliche zu Eeutsch Je lenger je lreber nmnen/ vnnd grüne frische Cipressen Msse inn gesotten haben/mit Wein vermischt.Von dem außgeprestcn Saffk / der fliessenden Wasser Krebs/mit Milch vnd Eppichsamen gekruncken/ sagen etlichees pflegevon stundan/von aller Gefahrligkeit zu erlösen. Artzney vnd Hülff wider deß gifftigen Wurms Biffz / Griechisch Scolopendragtttamf. Cap.lt,r. Ber der Scolopender Bissz/pflegt man klein gerieben Saltz mit Cssig vermischt/ o-. der zerflossene Weinrauten zu legen:DenDrt/da dieWundeist/ mit Saltzwasserzu 'bähen/vndDsterluecymitWein oder Dluendel/oderKatzenmüntz/oderwilden Rau ten/zu trincken. Artzney vnd Hülffwider der Scorpionen Stich vnd Bissz. Cap. tz. »>Eigenmilch in die von den Scorpionen gestochenen Wunden getreipfft/ ist ein be-• wehrte vnd heylsamc Artzney.Dcrselbrge Scorpion der gebissen Hat/ zerstossm vnnd !§>vbcr das verwundte Drk gelegt/wirdt gleichfals sehr gerühmt / von wegen einer heimlichen/verborgenen Awitrachk der Natur / welchebey den Griechen ^.nriparlaiagenennek wirdt.Darzu ist ein Scorpion auch hülfflich zerstossen/mik Saltz/Leinsamen vnnd Ibisch-wurtzclvermischk/vndvbergelegk.DervngegosscneSchwefel/sobeykeinemFewcrgcwescn/ «ttt Lerpenthin vermischt Iwirdt wie ein Pflaster vbergelegk. Das Gummi Galbanum außgebreyt/m der gestalt eines Pflasters vbergelegk/Katzenmüntzen zerflossen Gerstenmeel mit Wein vermsschk/vnd mit der Brüh / da dtß kraut inn gesotten hat/ gleichfals vbergelegk. Der Same deß wolricchenden Klees zerflossen vnd in die Wunde gestrewek. Diese jetzt an-gczeigke Artzneym/betrcffen allein den bresthassten vnd verwundten Drt: Man muß flch a-ter beneben denselbigen/ auch der nachgeschriebenen Tranck gebrauchen/welchewiderder Scorpion Stich fast krafftig sindt/als da sindt die Dsterlucey vnnd insonderheit die Rinde ihrer Wurßel zwcycrQuintlin schwehr mit Wein getrunckert / Gcntian zu reinem Puluer zerstossen/vnd Polcy gcsotten/vnd ein wenig Laurbecr zerflossen vnd gekruncken. Item Ka-tzenmünn mitWasscr/darunderein wenig Essigvcrmischk worden ist/darinnen sieauchvorhin fast sehr sieden soll. Wilde Galgantwurtzel.ist auch gut mit Wein getruncken vnnd Wein- Weinmuttn / Feigen/ Milch / Lasersafft oder in Mangel desselbigen / Haarstrang Gafft-Der Same deß wotnechenden Klee vnnd Basilien Samen sindt auch gut getruncken. Au diesen allen soll man (Mto baden/ den Schweiß außzurreiben / vnd einen mit Wasser w? mischten Weintrmckcn. der Mecrtrachm/ vnd deß Meersisches / zu Latein Paitmaca Marina gmrnnt Cap. ly. Elche von der Meer Paftinacagcßochm worden / können alle ArßNchen vnnö Mittcln/diewir hernach wider der NaterBisse beschreiben wöllen/mit nutz gebraut chet werden. Ee sindt hiebencbm vnder den meerthicrn /die stich der meersrorpion vft Salbey/oder Schwefel mit Essig zerstossen/vNn d getruncken hüfflich ist / wenn mane auch auffsthneider / vnnd vber dieWunde legt lso sindt sie eine Artzney der Wunden die sic selbek haben gestochen oder gebissen. nssz oer Mmauie/zuraremM.u8 Araneus genennet. Cap. Inj. »IderderAißmause Bisse istdas Gummi Galbanum ein Artzney wenn esallcitt /vor sich/ oder in Essig zerlassen/ darüber gelegt wirdt. Gerstenmeel Essig vnnd 'Honig vermischtwirdtwieeinPflaster gebraucht. Die Iißmauß/sodenBisszge-than hat Iselbst auffgeschnitten Ivnd vber den Biss; gelegt. Die Granatclpffel Skeinlui Zer- Wehr. Dergleichen Lauch vnnd Knoblauche Zerstosscn vnnd vbergelegt: Item man pflegt auch dieWunden mit warmemWasserzu bähen aber diese jetzt angezeigte Artzneym treffen allein den Vcrwundten vnnd Brcsthafftigcn Drk. Vnder den getrancken helffendie Vrüh Ida Stabwurtz inn gesotten ist/mit Wein getruncken/Quenvell GalbnuiU, Wein-tautm / wersscr Scnff/ allein Wem vermischt / vnndzerlajsen. Die Zarte Cipreflen Nüsse mit Essig getruncken: Seuwbrodk mit dein sauwrem Honig Syrup. Bertram vnd Eber-wurtzmitWeiNi Man sinder auch etliche /diemjhren Schrissren bezeugen/daß die Iiß-mausezerstossen Iwider ihr selbst Bisse gut getruncken werden: Solches haben wir bcy ändern beschrieben funden Ivor gut angesehen Idesselbigen hwallein mit Worten Zugedencken. Viperas nennet. Cap. lyij chicselbige als mit einem Pflaster statig damit bcdcckt. Dergleichen auch die Lam Blatter / Stabwurtz Ivnnd das Gummi Galbanum, wie ein Pflaster vbcrgclegt. Darzu auch der grüne frische Döst / wol Zerstoffen/ vnnd junge Hünlm auffgeschnitten/ vnnd von stund alfowarmdarühergelegt/ ErUenmeel mit Wein vermischt. Die Rinde deß Rättigs so lang zerflossen /biß sic all zu Puluerwerd/vnd Meerzwibeln gebraten Chamil-len Blumen zu Puluer gemacht lGerstenmeel mit dem sauwren Dranck / so auß Essigvnd Honig bereytct wicdt/ zu Latein Acetum mullüm,Griechisch Oxymel genennt/ zum pfla- macht bähen. Diß sindt die Ärtzneyen /so außwendig vber die Wunden verordtnet werden/ einzunemen aber ist der BrombeerstaudegutmitWeingetruncken wider der Naker Bis-se. Darzu bezeugen etliche/daß die rohteDchsenzungen mit den dünnen Blättern/ auch dar-tviver behülfflich sey.DerHasenKimme/emes halbenQuintlm schwehr/wirdt mitWein ge-truncken. Der Safft auß dem LaUch geprest/ein halb ächtmaß oderNössel mit lauterem vn-vermischtem Wein getruncken. Der Safftauß den Melissen Bläkten vnd die wilde Raut. Knoblauch essen/wiegleichfals auch Zwibeln/ ftifchen Lauch / vnd fcharpffgefaltzene/emg lultzks L- fültzte Fische. Vttttb dieses sindk die einfachen Stück wider derNater Bissz zu gebrauchen. Es wirdt auch gelobt diese nachfolgende Mixtur: Man nimpt darzu Myrrhm Pfeffer / Bibergeil/die Blumen vnd Samen deß Burtzclkrauts achthalb Quintlin/stöst alles zu reinem Puiucr/vnd gidks dcmVcrwunden mit gutemMauasier/oder sonst einem ändern köst-lieben Wein zu trincken.Der LrLsiKrLcux erzehltin dem Buch/welches er geschrieben hat/ von den Arßneyen lviel andere Stück mehr ldie wider der Katern B iffz gut zu gebrauchen sindt/vttder welchen am nreinsten gelobt werden Hünnerhirn mit Wein getruncken der zäme Köisamcn zerstosscn/vnd fünffzehcn Quintlin fchwehr mitWein getruncken oder einen Finger in weich Bech gesteckt/den Fmger mit Wein abgewaschen vnnd darnach den Wem zu sampt dem abgcwaschcnen bcch getruncken.So viel von den Artzlreyel, / die wider der Katern Biffz zu gebrauchen srndk. Artzney vnd Hülff'wider der Schlangen BiffZ/so den 0rte- che» Amphylbenagenrnnetmtvbt. Cap.lxiüf. Ey dieser Gelegenheit Hai vne für gut angesehm auch der Schlangen / so bcy den Griechen Amphyfbena genennt wlrdk/zu gcdencken/ sintemal solche Patienten mit Serien/so von den Katern gcbisscn/durchauß eincrley Hülffvnd Artzney erfordern. chenDryinos genennt. Cap.lxv. Stersucey mitWein getruncken/wirdt wider die Bissz dieses gifftigenEychwurms ( Dryini) gerühmt: Wie gleichfals auch diewolruchende Klee. Die Wurtzeldeß kraütö Afphödeli^u La MN Haftulse re§iX,dergleichen eingenommen vnd aller- wundtmDrt gelegt/sanfftigen den Schmertzen 2lrtzney vnd Hülffwider die Bijsz der Schlangen/Griechisch Dipfaswnd Hxmorrhous genennt. Cap. ffvj. IeBissz der Schlangen Hzmorrhoi vnd Dipfadis, sindt von vielen auß den Al-) cen als vnheilbar ivnd denen nit zuhelffen ist verlassen worden derhalben haben sie > auch nichts,das darwidt. insonderheit nützlich vnd hülfflich were/beschrieben. Dieweil man denn der sonderlichen Arßneyen mangelt muß man die gemeine darwider gebrau-chcn:Derhalben von stundan den Drk /-da derBissz ist/ schrepffen/auffhawen vnd brennen/ vnd wann es geschehen mag/vnd das verletzte vnd verwundte Gliedk eines auß den eusscrsten rst/dasselbige abhawen/vnd darnach fast beissendc scharpffe Pflaster darüber legen/ davon hie-bevor offt Meldung gcschehen.Wir haben auch erfahrn/daß die scharpffe Speise/am mein-sten nach gesaltzenen Fischen geffen/ solchen Leuten sehr wol bekommen. Der lauter vnver- Artzneyen vnnd Hülffsoll man stets eine nach der ändern in kurtzer zeit gebrauchen ehe dann dieser Gcbrech/ vnd die Jufälle/so solchem Gebrechen folgen/ außbrechen/ dannwann das einmal geschehen rst/ so sindt alle Mittel vmb sonst. Dieselbige Artzneyen sindt auch gut wider der Schlangen H$morrhoiBt sse/dm'bmet>en auch alle gemeine mittel/als das schrepft fen/brennen/scharpffebeissendeSpeisen.LauterervngemischterWeingetruncken/vndattes waswirwiderdieBissederSchlangenvipladixgesetzthaben/vberdasalles/ ist das Reb-lauö auch gut gesottcn/zerstossen/vnd mit Honig vermischt. Artzney vnd Hülffwider der Wafferschlättgen BG/zu Lateitt b>lacrix,Griechisch Hydros genennt. Cap. lxvij. Er D osten zerflossen/ vnnd in Wasser geweicht/ wirdt wider der Wasser schlangen ist auch bequem 5er- O^gleichendieWurtzelnderDsterlueey/ oder die Rinden der EyehenWurtzcln klcm zerflossen/ oder Wem/darinnen Hsterlmep oder Andom gesotten rst/getruncken: Dder em fnsche Ho-nigroßmttEsstggessem Conchros genennkt. Cap, l,rvly. | Brssz/fo bei) den Griechen Conchros gmennct wirdk: Wie gleichfals auch Sam-)rey/die wilde Raut vnd Quendel/mit zwey)Quintlin der Wurtzeln deß Krauks ^.5-fphodelus Griechifch/zu Latein Haftula regia gmennt/ vnnd mit drey Bcchetlin Weins/ oder oer^>sterlueey Wurtzel/dergleichen auch der Cardamomum vnd Genkian^ Artzney vnd Hülffwider der Schlangen Bissz/Griechisch Ceraftesgmmnt Cap. lM |bt> schnelle Äbhawung deß Gliedts am meinsten.Derhalben soll man das verwunde Gliedt von stundan/ vnnd ohn allen Verzug von den ändern abhauwen/wann cs müglich ist/vnd geschehen kan Ioder in dem verwundkeu ort vnd darumb herumb das nächste §rennen/danndieser Schlangen Giffkistdeß Bafiiifci seinemgantzgleich. Achncy vttd Hülffwider der Schlangen BG/Gnechrsch Afpis genennt. Cap. l^. »Ider die Biss; der Schlangen/so bey den Griechen Afpis Heist muß man alleÄr-'--------------------- ' ' iCai.......... ~ i>llVm9 Hülffgebrauchen/Wie im nächst vorigen Capitel Wider der S chlangen 5fc5^Ceraft$ Bissz angezeigt worden ist/dann dieser beyder Schlangen Giffk mache das Blut in den Adern vnnd Pulßadem gestehen/ dergleichen dann auch das GW dex Schlangen Bafiiifci zu khun pflegt. Griechisch gmennt Cap. lry. Ider die Bissz der Schlangm/bey den Griechen Bafilifcus genennek/wirdr die Bi- 'vnd schreibk/vnd der Monsaffk (Opium) Vnnd ein solche Gelegenheit har es miß den Ärtzneyen vnd Mitteln wider der gifftigm Lhier Stich vnd Biffjr Ende deß Sechsten Buchs. PEDA- PEDACII DIOSCORIDIS ANAZARBjEI SlbendesVuch/ hiem/ Vtinv was von dcnsclbtgkn in den Artznepen zn gebranchcn / als dem Homg/Wachs/Schmaltz/Vnschltt/Mist/Blut/ vnd was dergleichen Stück mehr sindk. Vorrede. Aß der alte 0m6mtDiofcorides nur sechs vnderschiedliche Büchcrhmderlaffcn/ist allen Gelehrten bekannt. Drewel! er aber die Beschreibung der Thler/vnd aller dcrselbigen Stück/ so zu den Aryneycn werden gebraucht/m das ander oder zweyteBuch emgeschloffen vnndaber in e-ben demsclbrgen Buch auch von a llertey Kochkrautcrn scharpUchmacken-ten vnd ändern dergleichen Krautern handelt / gleich wie in dem Erben von den Baumen/vnd was auffvnd auß denselbigen wachst:In dem dritten vnd vierten/ von denen Krautern/so allein in dcrArtzney gebräuchlich: In dem fnnfftcn/ von derNatUrvnnd Eygenschafft deß Wcins/allcrlcyKrauierwcin / vielvnnd mancherlcy Erß Edelgcsieinen/ Erden/rc.Vnd dann n dem sechsten/von allem vnd jedem GrfftrAls hatvns für gut angefc-hen/folcheLrdnungzu cndcrn/vnd dieLraetation der Thier auß allen solchen Gewächsen vnd Materien herauß zu ncmcn/vnd in ein besonderBuchzufassen/ damitein jedes an seinem Drt werde gehandelt / vnnd keins von dem ändern zertrennt. Auff welches letzte Buch dann die Kunst zu drstrllieren folgen wirdk. Meerigcl/ Erhinbs thalaflios, Erinaceus Marinus. Cap. j. Er Meerrgel/Griechisch Ecliinos Thalaflios, zu Latein Erinaceus Marinus 0-dcr E chinus gcncnnt Iist dem Magen vnnd Bauch gut vnd nütz / treibt den L)arn. Seine Schalen rohevnd gebraten/werden nützlich mit den Artzncyen/welche bereyk tverden/den Grindt vnd Räudigkeitzu säubern vnd zu vertrerben/vermifchk. Die äscheder gebrannten Schalen/reinigt die faule vnsaubere Geschwer/vnnd hinderkruckk vnnd verzehrt dasgeyl auffwachsend Fleisch. Jgel/ Echinus, Erinaceus cerreft ns. Cap. ij. Er Igd/WtrbtaujfGrifchischEchinus Cherfeus, zu Latein Erinaceusterrc-ftris genennt.Die Igelshaut verbrennt / vnd mit welchem Bcch vcrmrschk/lst guk vnd bequem anzustreichen/wider das außfallcnde Haar/welchesdie Griechen peciam nenncn.Igelßfleisch gedörrk/vnd mit einem sawren Honigsyrup/ Oxymcl genent/ getruncken / ist gut wider der Nieren Gebrechen / wider die Wassersucht/ Anafarca Griechisch genennt/wider den Krampffvnd Aussatz. Auch denjenigen sehr bequem / welche eines vnfcrtigen Leibs vnd gestalt flndt/zurWassersuchk geneygt/LacheÄi gcnennt:Es trücknet das Eingewepde/vnd alle Flüß.Die Leber eines Igels in der Sonnen gedörrt/ wirdk nützlich zu den fürbeschribenen Gebrechen bewert vnd gebraucht. Hippo Hippocampus. Agp. ii), äß*S ist ein klein Meetthierlin/welcheö Man Griechisch vnd juHldnHippocampum *L^.nennet.DieAesch von dresemMeerthierlin gebrenk/mit weichemBech oder schmaltz/ c-^'obfr Maiöran Salben vermischt vnndangestrichen ist gut wider die Gebrechen/ darvon das Haar außfellt Iwelche man Griechisch Alopecias nennt. PurpurMuscheltl Pmpiiyrx, Purpurs. Kap. Ui), Je Purpur Muscheln/werden auffGriechisch Porphyrx^u LakeinPurpurL ge/ Inmnt. Die Aesche der gebrenten Purpur Muscheln trucknet / säubert die Jan/vermehret vnd truckt das Geyl aUßwachsende Fleisch zurück reiniget die Geschwer/ vnnd hcylet dieselbige zu: D ieselbigc Lugende vnnd Krafft haben auch die lange gebrenme Muscheln (Buccuia* genennt) Sie brennen vnnd hitzigen aber etwas mcbr. Die Buccinee den Artzncyen Idarmit man die Jan reibt vnnd säubert (Dentifricia) Auch werden sie nützlich vbergelegk/vber die gebrcnnte Schäden/die nicht verbunden noch von den Arßneyen emblöst werden sollen Idenn nach dem die Wunden zu heylen so wirdt es wie ein Schal ver-härr i vnnd fellet darnach selber ab. Es wirdt auch Kalck auß diesen Muscheln gebrenne / wie hernachbevder,BeschreibungdeßKalcks gemeldet wirdt. Das mittelste der Purpur Muscheln Ivnnd deren die Buctina* genennt werden heyst Cionia, vmb welches sich die Scha-lenbiegen/ das denn gleichermaßgebrennkwirdt/vnnd gewinnt ein grössere Krafftzu brennen/denn die Purpur Muscheln vnd Buctina:, dieweil es ein zusammen ziehende krafft hat. Muscheln / Miaces > Mituli. Kap. V. Je beste Muscheln vnder denen / welche Griechisch Miaces, Lateinisch Mituii g? 1 nennt werden / bringt man auß Ponto / wenn sie gebrennt sindt / haben sie eben die-' 1 selbige Krafft vnd Wirckung lwie die Muscheln BuctinL genennt/ vnd sonderlich wennsiewerden gewaschen /wie das Bley/so sindt sie bequem zu den Artzncyen der Augen/ mit Honig vermischt ldenn sie mindern die dicke der Augbrawen vnnd Flechten so fur deu Augen wachsen Ivertreiben alles Iwas das Gesicht verfinstert ihr Fleisch vbergclegt/ ist gut wider der Hunde Dissz. Tellinx. Kap. Vj. > Je Muscheln / welche die Griechen vnnd Latiner Mellinas nennen frisch gessen/ I sindt dem Bauch gut vnd erweichen, den Srulgang vnnd sonderlich die Brüh / da > sie inn gesotten hat: Dieselbigc Muscheln gesaltzen/darnach gebrcnnt/vnd fast klein gerieben / vnd mit Cedei bech vermischt vnd vbergclegt / lassen die aufgezogenen HaarwidM umb wachsen. Chama^hiamia?. Kap. Je Brüh / da Muscheln inn gesotten sindt / welche man Griechisch vnnd ZU Latein tBBamas vnnd Hiarulas nennet/oder andere (vnd sonderlich wcnnsiein ein wenig Mttschelttschalen/ Önix, Vnguis odoratus. Cap. viisi y Muschelnschalen / welche Griechisch Onix, zu Latein Vnguis odoratus ge-nennt werden / sindt den Schalen chnlich / damit die Purpur Muscheln vmbgeben sindt/werden in den Moßlachen Indiz, da der wvlriechende Nardus wachst/ gefun- P p den/ den/ vnd sittdt eines lieblichen Geruchs Idieweil sich die Muscheln daselbst deß Nardi ernch-rau Diese Schalen werden im Sommer gesamlet/ wenn die Moßlachen außgedorrct sindu Die allerbeste werden vom rohren Meer zu vns gebracht vnd sinor weiß vnd feyst. Die Babylonische sindr schwarß Ivnnd kleiner: Sie werden beyde gelobt ihres lieblichen vnnd guten Geruchs halben/wenn sie angezünder werden. Sie haben aber doch ein wenig einen Geruch/ wiedirBibergeyl. Der Geruch vonden angezünden Muschel Schalen/ Onix, erweckt die Frawen Iso vom Auffsteigcn der Beermutter in Dhnmachk gefallen sindt / vnnd die welche von der hinfallenden Kranckheir werden gestürtzt. Wenn sie gcrruncken werden / so bewegen ficden Bauch. DieAesche derverbrenten Schalen/hat die Krafft vnd Tugendk welche die Aesehe / von den Purpurmuscheln Ivnd Buccinorum Schalm / gebrennk. / Cochlea: Terreftres. Cap. ip Je Schnecken / Griechisch zu Latein Cochlea Terreftres genennr/sindr ^^^vem magen nüß vnd gut/verwesen aber nit leichklich. Die allerbeste wachsen inSar-C^Tdinia / Lybia / Astypaleia / Sicilia lChio / vnd auch die in den Alpen Liguria; gefunden werden Ivnd von wegen ihres Häußlins da sie bedeckt sindt Ppmatia; genennr werden. Die Meerschnecken sindt dem Magen bequem vnd gehen leichklich durch der; stul-gang. Die in stressenden Wassern gefunden werden haben einen Gestanck vnd sindtgiffkig. Die aber in den Hecken an den Stauden vnd Dörnen behängen (welche etliche auffGrie-chisch 5oftios nennen) bewegen den Magen vnd Bauch vntrd reißen zu einemVnwrllm vnd erbrechen an. Die aschealler geschlechtderverbrenten Schneckenhaußlrn oder schalen/ gewinnt ein Krafft / damit sie erwärmet vnd brennt. Sie heylt die Räude vertreibt die Zrtcr-mal/ Sprükeln oder Massen deß Angesichts lvnd säubert die Aan. Die Schnecken sampt shren Haußlin oder Schalen verbrennt vnd klein gerieben mit Honig vbergclegk / sindt gut wider die Wundtzachen der Augen/ Mißfarb vnd Mackein deß Angesichts Starfel vnnd stnstere der Augen. Die rohke Schnecken mit ihren Häußlin oder Schalen klein zerstosscn vndvbergelegt/ vertreiben die Geschwulst daWassersüchtigen/ denn siezichac die Feuchtig-f eit au sich Isollen nit abgenommen werden / so lang sie das Wa sser nit alles außfaugen.Sie fanfftigen die Hitze deß Podagrams/ ziehen alle Splitter oder Dorn/ so etwan im Leib stecken/ heranß lvbergelegt / vnnd befördern klein geflossen vnd auffgelegt / der Weiber Zeit. Der Schnecken Fleisch mit Weyrauch vnnd Myrrhen vbergelegt / heylt vnd hofftet alle Wunden Ivnd sonderlich die Wunden der Sennadern vnd Neruen zu. Die Schnecken zerflossen vnd mitEssig vcrmischt/stopffen da? Blut auß der Nasen fliessendt.Dcr lebendigen Schnecken Leib außgezogen lvnnd sonderlich deren die in Africa gefunden werden/ vnd eingenommen Ifanfftigen den Wchthumb vnd Schmertzen deß Magens. Die gantze S chnecken mit ihren Schalen geflossen Imir Wein vnnd Myrrhen ein wenig davon getruncken fanfftigen die Schmertzen deß Grimmens vnnd Darmgicht/deßPlastdarms/vnnd Wehthumb der Blasen. Die Erdt Schnecken Irichten die vnbequeme Haar der Augbrawen / mit einer Nadeln darein gestochen Ivnnd mit dem Schleim/ der an der Nadel bekleben bleibt die Haar berührt vnd bestreicht / widerumb auff. Carcinos, Cancerflüuiatilis. Alp. y. /^x IeAescheaußden verbrennten Krebsen die in den stressenden Wassern gefangen/ auff Griechisch Carcinos potamios, zu Latein Cancer ftuuialiris genennk wer-dm/vier Duinklin schwehr/ mit zwey kleinen geflossenen EntianWurtzeln/mit wein drey Tag nach einander getruncken/hilfft krafftiglich wider der wütenden HundeBissz: Diestlbige Aesche mit gesottenem Honig vermischt / sanfftigek vnnd heylt die Ritzen vnnd Schrunden der Füß/vnd deß Hindern/auch die erfrorne Fersen vnd den Krebs. Die frische Wasser Krebs/rohe vnd vngefokten/gestossen vnd mikEftlsmilch gerrun cken.Sindk gut wider der Schlangen Bissz/vnd der Siptnncn/Phalangia Griechisch gcnennt vnd Stich der Scorpion:gesotten aber/mit derBrüh gessen/sindt sie gut wider die Schwindksuchk(PBrfti-65Griechisch genent) vnd auch den senigen fast bequem die von einemMecrhasen getruncken haben.DieKrebögestosscnvndmitBasilienvermischt /tödten die Scorpion/so man damit berührt. Die Meerkrebs haben auch diestlbige krafft / jedoch in allem ein geringer vermögen. Scorpion BonallerleyTtzM. 447 Stskpiv/ Scorpio Tcttettns. Aqj; K den ldarzu man sie denn auch zu braten vnd zu essen pflegt. bZÄr Scorpion/ Scorpio Marinus. Kap. ich Je Gall der Meer Scorpion Iist gut wider die Gebrechen vnd Skarfel der Augen/ rautet dcrsclbigcn Narben vnnd Wündtzeichen auß vnd wirdt auch wider das ster vnd tunckel Gesicht gerühmt. McerDrache/ Draco Matinüs. Kap. xiy. Er Draco Marintis oder Meer Drache auffgefchnikten vnnd vbergelegt /heplk d»e Sttch Idie er mit seinen Grädtn gestochen hak. Scolopendra Marinus. Kap. ^Aö man mit dem öl Idarinnen die Meer Fisch Scolopendra. Griechisch / zu Iw kein Scolopendra wtnD Centipes gcnennt gesotten hat / bestreicht/da fallen die haar alle auß. Wenn man diesctbige selbst amührt/ so macht er ein jucken deßLeibS» Narce, Torpedo. Kap. JCD. Er Fisch Griechisch Narce, zu Latein T orpedo genennt ist gut vbergelegt wider dm langwehrmim Wehthumb deß Haupts vnnd hülffk denftlbigen aller grösser» Schmertzen ab. Vnd wirdt auch wider den Außgang deß Hindern auffgelegt. Nater/ Echidne, Vipera. Kap. xvsi IcNater/ wirdt auff Griechisch Echidne, zu Latein Vipera genmnt. Narem | Fleisch gekocht vnd gcssm / macht ein scharpssGesicht vnd ist gut wider die Gebre-^-chen der Neruen oder Sennadcrn Iverhindert vnd wehret den harten Geschwülsten vnd Geschwer Idie amHalß vnd vnder der Achseln erwachsen / auff Griechisch Cceradcs, vnnd zu Latein Stmmas heyssen Iwann man dic Viperas^tw Nakern kochen will / zeucht man die Haut zuvor ab Ithuk das Haupt vnd Schwantz hinweg / dieweil daran kein Fleisch ist. Denn es ist erdicht ldaß einer ändern Vrsach halben das Haupt vnnd Schwanz einer gewissen längeabgehauwen werden muß/schneidet darnach das anderLheildeß Leibs/ nach dem das Inngcwcldt außgenommen vnnd hingeworffcn worden ist/in Stück/vnnd lcsto mit öl IWein Iein wenig Saltz / vnnd Dillen sieden. Etliche sprechen daß die welche Natcrn Fleisch essen Ivoller Laus werden lwelches aber falsch vnd erdicht ist. Andere sagen/ daß werdarvonesse ein lang Alter erlang Izu eben solchem Lndtvnd Gebrauch wirdt auch ein Saltz auß dcm Nater Fleisch bcreytet/ ist aber nie also krafftig/ wie das Fleisch: Als nimpi ein lebmdigeNatcr (oder Viperam) wirfft sie in einen neuwen jrrdenen Haffen/tbuk klein gericbm Saltz Ivnd gestossen truckene Feigen / ein jedes bey viertzig Loht schwehr/vnd zwantzig Loht Honig hin zu Ikleibt den Deckel deß Hassens Leimen oder Töpsser Er- den wol zu/ stellet jhnineinmDfen/ biß das Fleisch zu Kolcn wirdt gebrenk/ damit eseinen lieblichm vnnd anmühtigcn Geschmack bekomm thut man auch etwan Spicam, oder die BlätterdeßNardi, oder dieIndtalusehe Blatter (Malabathron) hinzu. Schlangenbaltk / Sencdusanguium. Kap. xvij. roSN Er Schlangmbalck / zu Latein Senedusangumm, in Wein gesotken/vndeittge->^N tropfft/vertreibt den Wehchumb der Dhren/ sanfftigek/den Mundt damit gewa- ' schm iden Schmertzen der Jan/ vnd wirdrvon etlichen vnder die Arßneyen derAu-gen vermischt. ' Pp Mer- Meerhaß/ Lepus Marinus. Kap. Er Mcerhafe ist dem Fisch ehnlich/der L olligo zu Larern trtrbf genennk / warm der» ^ selbige noch klein ist/welcher allein gestvsscn / oder mit einem Fisch zu Lamn vnica Ivlarinagenennk/vbetlegt/dasHaarvertreibk. ErdtHase/ Lepus terreftris. Kap. rm ÄS Hirn eines Erdthafen gebraten/vnd gegcssen/machk deßBiben vndJiktern/wel-^ I chesvon Schwachheit vnd Gebrechen dcß Leibs ankommcn ein Ende. DieKrnöer ,)machcn leichtlich Jän/wann man ihnen das Aanfleifch mit Hafenhirn bestreicht d-der ihnen dieftlbige zu essen gibt. Der Hafenkopff zu ofchm gebrannt vnnd mit Beren-fchmaltz oder Efftg bestrichen/erfüllt die blosse statte da das Haar auftgefallen ist/in den Gebrechen/welche man Griechisch Alopecias nennet.Hasenlippc oderMagen/dreyLagnach der Reinigung der Monzert / gctrumfttt / macht du Frauwen unfruchtbar / als man jagt: stopfft auch den Bauchfluß/vnd den vbrigen Fluß der Becrmutter ist gut wider die hmfd* lende Kranckhcit/dient mit Essig getrunckcn wider alles Gisst / vnnd sonderlich wider dte ge-runnene Milch vnd Natern Bissz. Hasenblut warm angestrichcn/vertrcibt die Gebrechen deß Angesichtß/vnd rautet alle Jittermal/ Sprütlen vnd Mascn auß. Paftinäca Marina. Kap. XX* ^e Kötte oder Grade / welcher in dem Schwang deß Fisches zu LafdnPaftinaca Marina gcnennet/ wider die Schuppen gebogen gefunden wirdt/ sansstrget den ^)Schmertzen der Aan/dann er zerbricht vnd wirfft dicfcibigc außr Mersptttne/ Sepia. Kap. m. Je schwarge Feuchtigkeit oder Blut einer Meerspinnen/ welche man Griechisch ! vnd zu Latein Sepiam nennet / gesotten/ ist schwehrlich zu verdauwcn/ci weichet den )Stulgang.Auß seinen Schalen werden AugenwaffervndArgncycn bircyk/ welche bequecksindt anzustretchen/dierauheAugbraen zu stinsstigen. Die Meerspinnen in ihren Schalen gebrennt/biß das hart vnd krustig in ihnen ist/sich aussiöst vnd darnach zu Pukuer gestossm/vettreiben die Zittermal vnd klciechte Schuppen deß Haupts/ säubern die Zan vnd andere Mackeln vnnd Flecken deßAngestchks.Drß Puiucr wirdtauch zu den Argncvcn der Augen vermischt/darzu cs zuvor gewaschen werden soll. Es ist auch gut wider die Starfell der Augen deß Viehes/in dieAugen geblasen/vertreibt die Hciutlin/ so wie ein Finger Mgcl auffdcn Augen wachsen/mit klein geribcn Saltz Damit gelegt. Barben/ Mullus pifeis* Kap. S ist ausser astem zweissel/ daßdic Barben stetsgessen/ die Schai-pffe dcß Gesichts vertun ckelmDie Barben rohe aussgcschnittenvnd vbergelegk / hcylcn die Biss; vnnd Stich dcß Meertrachen/Scorpwn vnd Spinnen^ WasscrroD/ Hippopotamus, Equus Flüuiatilis. Cap. jgrtst. Je Hödlin der^asterrössz/Griechisch Hippopotamus, zti Latein Equus Pluui* i atilis, gedörrt vnd klein gestosscn/wcrdcn nützlich getrunckcn wider der Schlangen >BiA Biber/ CalW, Fiber. Kap. rxillf. Er Biber Griechisch vnd zu Latein Caftorgst ein Thier/ welches im Wasser vnnd M auffder Erden lcbt/aber doch zu inehrerm theil im Wasser/ darum er sich der Fische "^vndKrebsernehrek. Der ' Der Bibergeyl »st gut wider der Schlangen Gifft/errcget ein niesten vnnd wirdt sonsten )u vielen Dingen gebraucht/dann ertreibk zwcycr Quintlln schwchr/mit Poley getrunckcn/ die Monzeit der Frawen ldie Geburt vnnd das Bürdtlin oder ander Geburt/wirdk wider die b wider Vegierdkzu fchlaffen.Daran gerochen vnd derDampffdavon empfangen hat eben dicfel-bigcKrafftvndWirckung.DerBtbergevleingenommen I oder fich außwendig damit ge- brechen der Nerucn vnd Sennadern.In Sumrna er hat ein erwärmende Krafft. Die Bi-bergeyl »virdt für die beste gehalten/da zwep H ödlin einem anfang züsarnen gchcngt stndt (sintemal nik geschehen mag/daß zwey Blaßlin in einer Haut bcysa»nmen gefunden werden) snnwcndrg mit einer zähen Feuchtigkeit/eines schwchrcn vnd stmckcndcn Geruchs scharpff . vnnd berstend a»n Geschmack Ileichtlich zu zerreiben /vnnd seinem natürlichen Häütlin vmbgebenvnddurchzogcn.Danncssindtetliche/dicdicBibergeyl verfalschm in dem sie r»emblich Gummi oder^.lNlnottiacuni mitBlut befcuchtcn/ darunder dieBibergeylvermischen/es also in die Blaßlin thun/vnd lastens trückncn. Es ist nicht war daß man sagt/es hindersich/sintemal er sie/dic»veil sie » hin fast hmhangen/wie in einer Saw / nicht kan errei- ehen.ManschneidetabcrdieHaukauff/vndmmptsiealfohinweg/fimptder Feuchtigkeit/ welche demHonig chnlich/in den Hautlm behalten wirdt/darnach so laßt man sie trückncn/ vnd gibt davon zu irinckm. Wtscl/ Galc, Muftela. §ap. M. EmWisel Griechisch Gale,zu Latein Muftela, das Haar erstmals abgebrennt/ hreDarmevnnd das Eingewcydtaußgenommen darnach gesalßen / im Schatten -gedört llasten alt werden/vnnd davon zweycr Duintlin schwehr mit Wein gckrun-eken Ihilfft krafftiglich wider alles Gisst/ vnd sonderlich wider das Gtjft der Wolffswurß/ Griechrfch T oxicum genennt:Der Mage deß Wisels/mit Coriandergefüllet/vnnd verate tek/wirdtnützlich wider der vergifftenThierBissz/vnd hinfallende Kranckheit getruncken. Ein Wisel in einem jrrden Hafen gcbrcnnt/vnd die asche mit Essig vbergclegk vnd angcstri-chen/ist w-der das Aipperlin oder Podagra bequem vnd gut. Jum letzten/so wirdt Vas Blut deßWifelsauch vbcrdieharteGcschivulstvndGeschw^/wctchemanzuLatein Strumas nennt/so amHalß vndvnder den Achseln erwachsen/gest» ichcn/vnd wtdcrdie fallcndeSuchk gerühmt. ^rofef)/ Batrachi, Rana*. kkvsi ^e Frösch in öl gesotten mit ein »venig Saltz/vnd gcsscn vnd die Brüh da sie mit ge-H sottcn sindt/getruncken/vertretbcn aller Schlangen Gisst/ werden wider die veral-'Lten StarrigkcitdergrossenNeruen/zu LateinTendines genennt/gebraucht. Die äsche der verbrennten Frösch cingcstrcwt lstopsst das Blut: Die asche mit Bech vermischt vnd angestrichen/ macht das Haar wachsen/ vnnd erfüllt die blosse Stakt da dasHaar auf;* gefallen ist/in dem Gebrechen/welchen man Alopenam Griechisch nennt: Das Blut der grünenLaubftösch/eingetröpfft/dadasHaarderAugbracn außgezogcnist/ laßt es der wachftn.Die Frösch in E ffig Lid wa sser gesotten/vnd die Jan mit der Brüh gcwa schen/ hilfft denselbigen jhrcr Schmertzen ab. Silurus pifeis, §ap. JCjtinsi Er Fisch Silurus frisch gegessen / gibt ein gute Nahrung/ vnnd ist dem Bauch be-quem/ gesatzlcn aber gibt er ein geringe Narung:die Lufftröhr säubert er/ vrid macht ein Helle SttMM:Das Fleisch dieses Fisches Silur ivbergelcgt/zcuchkdieAngelvnd Dörner oder Splitterauß dem Leib herauß.Sattzbrüh/da dieser Fisch inn gcsalßei» gewesen Pp »i ist/ Fluß eujserltch an sich. Er wirdt auch wider die Schmertzen der HW in einem Clystier ge--raucht. Smarides pifciculi. §üp. WA ! zehrt dao geyl außwachsende Fleisch in den Wunden vnd Geschwern / vnd stillet die ^Gcschwer/die weiter vmb sich fresten/vcrtrcchtauch die Egster/ KräenAugcn/ zu-sampt den Wartzen/welche Griechisch Thymi werden genennk. Das Fleisch dieses Fisches Bissz. Menides, Mens pifces» W. /r^IS^Mfche auß den verbrantm Häuptern der Filch Griechisch Mcnides genennk/ klein gestossen/vnd eingestrewct/heylt die harre Schrunden deß Hindern: Die saltz-brüh/Oarumgeneunt/von diesen Fischen heylet die faule Mundtgeschwer/ den selbigen damit gewaschen. KreMng/ Gobius pifeis. §ap. M #75>In frischerKreßling/zu Latein Gobius, m ein Sewbauch geneet/vnnö in sechö Maß Wasser / biß nur eine vberbleibt/gesotten/die Prühdurchgestehen vnnd in der Luffk G^-kaltlasscnwcrden/vndgetrunckcn/treibtdenStulgang ohne Beschwernus wider der Hund vnd Schlangen Biss; ist er gut vnd hülfflich vbergclegt. Ömotarichos, Sallamentum. JOTVf. As Fleisch der gesalzenen Fisch/welche Thunni vnd Omotarichi genmntwerden/ ! gessen/hilfft denen/die von den)?atern(welche man Griechisch Tresseres nennt) gewissen stndt. Abcr dazu müssen sie offk viel Weins trinckcn/vnnd darnach stch zuM Würgen vnnd Erbrechen zwingen r Auch ist es gut den jcnigen/ so scharpffe vnnd beisscnde Speisen gesscn haben/vnd w,rdtnützlich wider der Hunde Bkffz vbergelcgr. Saltzbrüh/ Gamm. Kap. Mist Jeder Lac oder Saltzbrüh/Gnechischvnd zu Latein Gamm genennk / auß gcsaltze-nen Fischen vnd Fieisch/gebähet/thut den Geschwercn / sö vmb sich fressen / wider- rohecRuhr/vNd dasHüfftwehegebraucht/damitstedieGeschwerderDärmern der rohim Rühr stille vnd heyle / in dem Hüfftweh aber/da kem geschwer ist/einen Schmertzen vnd beschwer errege. FpifchkIifchbkÜh/ Pifcium recentium ius. Kap. Wist /c3\Id ^E^rvnNd darzu wirvt sonderlich ein Brüh bcrcyt auß den Fischen / welche Phycidos, 8 corpione5,Iuhdes vnd PercL,das ist/Berstg genenNt werden/vnnd auß ändern frischen Fischen/die in stcinechten wassern wachsen/ sich daselbst ernehren vnd gefangen wer-den/vnddickeinvbelnGeruchhabcn/schlechtlichmttWasscr/DklvndDillgetochtwerdcn. Wandtiällß/ Cimices. Kap. Wüst Jeden Wandklauß oder Wantzen/ in hole Bonen verschlossen / stndk gut wider das quartanFibcr/chevaNNesankompt/cingeschluckt. DieselbigcauchohneBonen/al-eC7 lein vor sich cingenomen/werden wider der fchlemgm bissz(älpides gcumt) geuthmf. Sie Von allerlei) Thiem. 4SI Sie mverkcn vnd mmmbmt die Frawcn/so von dem auffsteigen bei* BttMlükter in Dhn«-machtfallen wlderumb/daran gerochen Iin Wem oder Essig getruncken / vertreiben sie die Sugegel Iso im Halß oder Schlündt behencken: Die Wantzen gestössen/ vnnd in die Ham röhr gelegt/ wenden die Gebrechen/davon der Harn schwerlich vnd peinlich gefangen wird» Esel/ Öni, Millepeda;. Aäss. MVe In Esel oder kleine vielfüssigeWürmliN/ diein den lassen vnd feuchkenL>riken/ mnlsich zusammen ziehen wie ein Kugel/ Gricchrsch Öni, zu Latein AfelU genent/ Mit Wein getruncken / sindk gut wider den fchwchrlrchen Harn Mißfard vnd Geelsuctzt/ Man pflegt auch die Halßgeschwer (welche man Angmas nennt) diesem Würmlein klein geflossen / vnnd Mit Honig vermischt / zubeslreichen. Die Esel in einer Granatapffej schalen mit Rosenöl vermischt Ivnd warm gemacht / legen den Schmertzen Ver Dhren das Äe darein getropfft. Grillen/ Silpha*> Blata» rrrvfl As innerlicheTheil derGrillen öder Heymchen Griechisch Silphx, zu Lateifl Blata genenNt / die gemeiniglich in den Backhäusern gefunden werden / geflossen / oder in öl gcsotkenvnd eingetröpfft / sanfftrgcn den Schmertzen der Dhren. Meerlunge/ Pulmo Marinus, Kap. Mvif. |75>3nefli'scHc vnnd zerflossene Meerlunge vbergelegt/heylt das Aipperlin oderPoda^ vnd dieerfrorne Füß vnd Aerschen. Von etlicher Thier Lungm/ Kap» mviij» Je Lungen von Schweinen/Lammern vnnd Baren vdergelegt I wehren daß die I Schaden der Füß lwelche von den Schuhen gerieben sindt / nit hitzig werden. Em > Fuchs Lunge gedörrt vnnd getruncken ifl gut wider den Dampffvnd das Keichen/ Füchs Schmaly geschmeißt/ vnd in dreDhren getropffk / flrllet derftlbigen Schmertzen» Hirtzen gemächt/ Genitale cerui» Kap» mix» von derNater Schlangen gebissen sindk. VtigulaAfini. Kapc kl» Je Eselshüb zu äschen verbrennt/vnnd darvon etliche Lag lang vier Äuiriklin schwehr getruncken Iifl gut vor die fa llende Sucht. Dieselbige Aesche wol mit öl -L/verr seln / vnd heylk die erfrorne Ferschen. Die Aeseh auß Geißklawett gebrenr IMit Essig vermischt vnd beflrichen erfüllet die hlose Placken mit Haar Iwelche in der Sucht Alopecia gmemu außgefallen sindk» Lichenes equorum» Kap. xlfl An sagt/daß die Lichenes equorum , das ifl die harke schwülen so der; Pfci‘0 den an den Schenckeln / nächst an den Kltien / vltd vber dem Hüb erwachsen geflossen Ivnd mit Essiggetmncken / die fallende Kranckheit heylenvnd vemeiben» P p inj Von Iben ■€(te brdt/wirDt^jnm nützlich angcstrichen die am Tagcwol wann dre Sonne aber vndergehet/wentger/vnd deß Nachts gar nrehts fchen/ welcher Gcbt'eche bey den Gncchen N idalopiä gmeitnet wirdt/vnd ein Nachtbllndtheit beyvns hcifsen mag. Es istauch darn^-bcn Zu diesem Fehl dienlich/die eröffncke Augen ober dem Rauch vnd Dunst/welcher auffge-het/wann die Geyßleber gebraten wirdt/halten vnd dämpften lassen. Die Geyßlcber gebraten vnnd gcssen/ isi auch Zu denselbigen Gcbrechm nüß. Wann ein Mensch/so mit der hinfallenden Seuch beladen/von einer Geyßleber/ vnd sonderlich von eines Gcp ßbocks isset/so kompt ihn die Schwachheit also baldt widerumb an. Ein ftlsch gedörte Leber eines wilden Schweins geflossen / vnnd mit Wcin getruncken/ heylt der Schlangen vnd gifttigen Dhicr BissZ. Man glaubt/daß die Leber eines wutenden Hunds der gebissen hat/gebraten vnd von denen die gebissen sindt genossen/dieselbigevor der Forcht deß Wassers bewahre. Widerden-ftlbigen Gebrechen vnd Gefahrligkeit gebraucht man sich auch deß vördern Zans / welcher der Hundszan genennct wirdk/demselbigen Hundt der gebissen hat/ au ßgebrochcn / in ein Leder lin gcbunden/vnd an den Arm gehengk. Ein gcsalßene alte Leber einerDauchertten vier Öuintlm schwehr mit Honigwafftrgetruncken/trerbt die ander Geburt. Mt§eder/ Corium vecus. Aess). xlttss Je äschevon altem Ledergebrannt vnnd angestrichm / heylt den Brandt / den Arß-wolff/vnd die Schaden der Füß/die von den Schuhen gerieben worden sindt. Hünner/ Gallinx. Kap. rllttss . IeHünner Zerspalten,'vndalsowarmauffgclegk/heylen der Schlangen BissZ/man muß aber offt andere frische darüber legen. Das Hirn der Hünner wirdt nützlich m ^Dwein Zu trincken gegeben/wider der Schlangen bissZ/vnd stillet das bluk so auß dem haütlin deß Hirns fieust.Äas hautlin wird dem abgeschnittenenHorn chnlich/welches auch abgez ogen/vnd hingeworffen wifot/wann man den Magen kochen wil/ innerlich in der Hanen Magen hangendt/erstmals getrücknet/darnach gcstossen wirdt denen nützlich mit wein Zu trincken gegeben/die eines schwachen blöden Magens sindt: Die Brüh / da ein alter Han um gesotten ist/treibt den Srulgang/vnnd wirdt auftdiese weise gekocht: Den Han mache man sauber/schneidt jhn auft/ Zeucht dieDarm vnd das Eingewcydt herauß / vnrid wirfttes hinweg/thut Saltz an dcsselbigcn statt darein/nehet jhn wider zu/laßt /hn in acht MaßWaf-fers/brß aüffein Maß oder ein wenig mehr einsieden/setzt dicBrüh an die Luftt / kalt Zu wer-dcn/vndglbt sie Zu trincken. Etliche fallen Mcerköl/Bingelkraut/wilden Garten Saffran/ vnd Engelsüß darein.Dlese Brüh treibt die rohtc dicke Feuchtigkeiten Zusampt der schwär« ßen Galt dlirch den Stulgang auß. Ist auch gukgetruncken wider die langwchrende Fiber/ Keichen/Gliedksucht/ GeschwulstvndAuffblähungen deß Magens. EpClV Natura ouomm, Kttp. ptV. In Ey/das mittelmassig nicht Zu weich auch nik zu hark gesotten ist gibt mehr Nah« ^-^.rung vnd Fütterung/dann ein gantz weiches/das man eintrincken mag aber das hark O^jgesotten ist / fütcr tauch mehr/dann eins/das mittelmassiggesotten ist. Ein Eyerdot-ter gebraten mit Rosenöl vnd Saftran vermischt/sanfttiget den Wchthumb der Augen/mit Steinklee oder meliloto ist es dienlich wider dieHitz/vnd harteBlatcrn dcß HindermEyer mit dem Samlin rhus Zu Latein genennt/oder mit Galläpffel in der Pfannen geba cken/vnd gessen Istopften den Stulgang. Dassclbige vermögen auch die Eyer gebacken allein eingenommen. Eyerklar rohe/hat die Art daß es erfüllt/stopfte die Schweiß vnd kleine iuff'tlecb* lm/fanfftiget die Hitze der2lugcn eingetropffr/bewahrt die gcömtte Dtt fÜrBkattern/dm-selbigen also baldt damit besirichen. Das Angesicht mit Eyerklar bestrichen/ wirdtvon der Sonnen n it vcrbrandk. Mir Weyraticb ober das vorder Haupt gelegt wehret den Flüssen/ pnnd wendet dieftlbige ab / Eyerklar mit Rosen öl/ Honig vnd Wein vermischt/woldarinn Keucht gemacht vnnd vbergelegk / sänsstiget die Hitz der Augen» Eyerklar wirdk wider dm Schlangen Biss; / die Hemorrhois gcnennt/ rohe getrüncken / vnnd gleichfals Wider die vnd die Flüsse/so herab vomHaupt in diebrustvnd sonst anders wohin fallen ein wenig lawe» Heyrnichm / Ckadze. §ap. xlG ^^Ie Heymichm Cicaäs gebraten vnö gessen l fanffkigeN vnd legen den Schmerßett 'der Blasern Heuschrecken/ Locuitx. xlvG - ^der Heuschrecken ist in keinem Brauch. Es ist noch einander Geschlecht der Heuschrecken / rodchesÄllracos oder Onos Griechisch genennet mrbtlohne Flügel/mit langen Beynen. Heuschrecken dieses Geschlechts gedörrt Ivnnd mit Wein getrunckm / sindt fast gut wider der Scorpionett Stich. Dieser ejstki die Innwohner der Statt Leptis in Aphrica sondcrlich.viel. Beynbrecher/ Oflifragus. Kap. rlvty. ^ Er Mage oder Bauch deß Vogels (welcher zu Latein Ofllfragus, das ist/Beyn^ brecher gcnennt wirdk) stücklecht im Lranck eingenommen treibt den Stein durch dm Harn/ wie man davon sagt. Lerche/ Gorydalos, Alauda. Kap. rlix. IeLerch/Gnechisch Corydalos, zu Latein Alauda vnd Galerita, ist ein kleines vögclin/ariffdemkopffcin spitz Krönlrn tragcndtw-ein Pfaw/ gcbraten.vndgeffm legt den Schmertzen deß Grimmens vnd Darmgichr. Schwalben/ Himnämes. Kap. t uAu sinder in den Bauchen der iungen erstgebomen Schwalben/ wachfenkett ^Mon auffgeschüitten /klcme Sttinlin /davon zween aüßgmommm/einen der k anrühren iin einer jungen MH oder HirschhaUt an dm x'irme oder Halß gebunden / ist dm je-vigen die die hinfallende Sucht rhürct sthr bequem / denn sie werden offk darvon gaNtz erlöst. Die Schwalben gessen wiedie Schnepffen/ machen ein scharpff Gesicht. DieAescheder alrm vnnd jungen Imeinem jrdcncn Hafen verbrenten Schwamm/mit Honig vermischt vnd angcstrichm /bringt den Augen ein Klarheit. Die Halß Geschwck / welche man A ngi-näs nennt lwerden auch nützlich mit der Aeschen geschmiret. Sie ist auch gut wider dic M-' yündungendeßIapfflins/Schlundtö vnd Mandeln.Schwalbenvndjhrejungcn gedörrt/ Elephantbcyn/ Ebuf. Kap. lj. 7er Puluer enWurtzeli damit es zusammen zeucht. rr Äe Keilspäne oder Puluer deß Helffanbksbeyns vbergelegk heylen die Finger Ge- Säwkot 4S4 Pedacü Dtetcöriäis EiMMs Büch l Säwkot/ Talus Suillus. ly. ge- stoffen/vüdgctrunckm/ vertretbtdtewmvlgeAuffblahungcn dcß Plaftvarmö/ Colon gencnnt jvnd wirbt wider das langwehrentt Grimmen sehr gerühmt. HirtzhoM/ Cornu Ccrui. Kap. ltt) zu äsche verbrentvnd gewaschen Izweyerquintlin schwehr einem Gum- vnd wider den Wehchumb der Blasen/ stillet getrunckcn die vbrigeFlüß der Beermutter/ ist mit einer Brüh oder Feuchtigkeit/solchem zuGcbrechcn beqeum.Hirtzhorn wirdt auffdiese wciß ge-brent. Man schneidet das Horn zu stücken lthitt cs in einen vngebackenen Hafen/ macht den Deckel mit Leimen zu / setzet jhn in einen Dfen/ vnnd lest es daselbst biß es weiß wirdt/brennen/ dastelbige gewaschen Iwie Calmey Stein hcylt der Augen Beschwer / vnd Flüsse/sau-bett die Jän/ damit gerieben Ider Geruch deß angezündtcn Hirtzhorns verteibt die Schlangen. Len Mundt mit Essig Ida Hirtzhorn inn gesottm ist / gewaschen / ist gut wider den Wehthumb Isosich begibt / wmn die Backcnzan wachsen. Raupen/ Campe,Eruca:. Kap. liti/. Ie Raupen/ErucX, welche in den Kochkrautern wachsen mit öl vermischt vnnd angestrichen / bewahren die Menschen sicher / vnnd vnbesehadigct von der giffkigcn Thier Stich vnd Bisse. Spanmsche Mucken oder Käfcrlin/ Cantharides. Cap. lv. Je grüne Käferlin oder Spannische Mucken Cantharides Griechisch genennt/ i welche im wachsenden Korn gefunden werden thut man zu behalten in cin vnge->bcchtem jrrdm Gefäß Iverbindet dasselbige mit einem dünnen leinen Tuch/ stürtzk das Gefäß vmb lhengt es vber erÄen scharpffen Essig / biß sie von dem bmtst deß Essigs sterben/zeucht sie damach durch einen Fadem lvnnd setzet sie hm in die bewahrung. Die allcr-krafftigste sindtvielfarbig/ mit gelben strichlin/nach der quere an den Flügeln/ lang / drck/ vnndfeystwie die Heymichen: Die aber nur ein Farb haben sindt vntüchtlg vnnd ohti einige Krafft. Knolster/ Bupeftres. Kap. lv/ Esselbigen gleichen werden auch die Knolster / Buprcftes Griechisch genennt/beiwahrt / welche auch ein Geschlecht der Cantharidum, das ist/der grünen Käferlin -sindt Ivnd die Fichten Raupen oder Würme/L rucaz Pinorum, welche in ein Sleb vber heisse Aeschen gehcnckt / gemächlich gedörrt / vnd darnach hingcstellet werden. Sic habmein gemeine Krafft ldamit sie fast erwärmen / also daß sie brennen /auffctzm vnd verwunden idarumb vermischt man sie in die Artzneyen / welche wider den Gnndt / Räude/ böse Flechtm/vnnd den Krebs bcrcyt werden Ivnd diesclbige hcylcn. Sie treiben die Monzeik der Frawen/in die erweichenden Mutter Aapfflin vermischt. Etliche sagcn/ daß die grüne Käfcrlin fCanthandes genennt / in bm antidotis vermischt gut seyi, Wider die Wassersucht / dieweil sie den Harn treiben : Etliche haben geschrieben hindcrlasscn daß ihre Flügel vndFüßden jenigen / bieder grünen Käferlin oder Cantharides eingenommen haben / sehr wol bekommen. Olmen/ Von allcrlcp Thtmi. 4-S6 iXtimi / Salamandra. Kap. fei). Je 5 alamand ra oDcr Älmcti / ifl ein Geschlecht der Eydechfttt/faul vnd bm vnder DieÄrtzneyen/ welche auffzueßen/ vnd zum Grmdr vnd Raud (wie die Canthari-cie8)gel-lchtet sindt/vermtschk/vnnd auch wiedreftlbige bewahrt. In ölzerschmeltzek / zeucht sie Haar heraus). DreLlm / wenn jhr die Darme außgeworffen werden die Füß vnnd das Haupt abgeschnitten ist/ wirdkauch zu demselbigen gebrauch in Honig bewahrt. SpÜM / Arachne , Araneus. Kap. lvttj. Ichplun/welcheetlichebey den Griechen Holcon,dt'eant>em Lycon(da$ist/Wölff' nennen) gestoffcn/vnd auffein lang schmal leinen Lüchlin bestrichen/vnnd ober das O^TvorderHaupt oder schlaffgelegt/heylet das dreytagig Flbcr.SeineSpmnweb gelegt / stopfft das Blut vnd beschützet die Wunden oder geschwere / die nit treffsind /vor der Entzündung. Es ist noch ein Geschlecht der Spinnen/welches ein weiffe / dünne vnnd feyste Spinnweb macht ivnnd in einLederlin gebunden / andenArmgchenckt/dieviertagigcFiber vertreibt/ wie etliche sagen/vnd in Rosenölgesotten vnd eingetropfft/den wehthumb derohren vertreibt. Eydechse/ Saura, Lacertä. Kap. ttr. alles was in dem Leibe stecken blieben herauß/vertreibkallerley Wartzen vnd die CXäben Augen. Der Eydechscn Leberin dieZan geschoben benimptihnen den Schmer* gen. Ein Eydeche zerschnitten Ivnd vbergelegt/ sanfftiget den Schmertzen / welcher auß deß Scorpions Stich entsprungen ist. Seps. Kap. tx. Eps die Schlang/ wirdkvon etlichen Lacerta Calcidica,da$ ist ein Kopfferrechk Eyt ecl. ö genannt/von wegen der strichlin dem Kupffer ehnlich/ welche sie ober den ru* cken her gehen hat. Diese Schlange in wein gekruncken/heplk ihren selbst eigenen bissz. ErdtKrocodill/ Scincus. Kap. lx/. Er Scincus, von etlichen Erdk Crocodill genenk/wachst in Egypten/oder in India/ jeder bey dem Rohten Meer Iwiewol auch etlichem Lydia Mauritania: gefunden -werden. Der ErdtCrocodill/Scincuschatsein eigen Geschlecht/vndwirdk mit kreß vnnd Saltz bebalten/ von welchem gesagt wirdk daß sein Fleisch nächst den Nieren eines Qumrlin schwehr getruncken/ die Kraffk habe ein Lust vnd Begierde zur Vnkeuschheit zu* erregen lwelche Begirde widerumb gedämpfft vnd gelöscht wirdt / mit der Brüh da Linsen mn gesotten sindt lmit ein wenig Honig oder mit Lattich Samen / oder mitWaffergetrun* cken. Man vermischt sie auch mdieArtznepen !welche wider giffk vnnd andere innerliche feh* leeinzunemcn sindi. Regenwürme/ Lumbrici. Kap.lxisi . _ Je Erdt oder Regenwürme Igestossen vnd vbergelegt / heylen vnd heffken die durch* I geschnittene Nemen oder Sennadern zusammen / vertreiben diedreykügige Fiber/ 'Heylenin GanßSchmaltzgesotten vndeingetrofft die Gebrechen der -Ohren/ stil* len in öl gesotten Ivnnd in das Ohr getropfft / welches den Aanen entgegen ist die Schmertzen der Jan vnnd befördern. Gedörrt gestossen vnnd mit süssem Wein getruncken den Harn. Itßmäuß/ Müs araneus. §ap. W. IeSpllitiniauß oderAlßmauß/ Mus Araneus, zerschnitten vnd auffgelegk/hcy-\ ltt dreglfftigL Eissz ldie sie sechsten hatvermsachü s Mäuse / Mus, Kap. Lmij. ^75^ S ist öffentlich vnd versucht Idaß die Mäuse/ welchem den Häusern vmblauffm/ •IV zerschnitten / nützlich vber der Scorpion Stich werden gelegt vnd den Kindern den ^ÄGeyffer deß Mundks krückncn/ wenn sie nemltch werden gehraten vnd den Kindem zu essen vorgelegt. Milch/ Lac, Kap.lxvj. fik Milch gibt gemeiniglich ein gute Gefundte Nahrung. Sie läutert den Leib O/l weicht den Bauch Ibeschwehrek aber den Magen vnnd Därme / mit windigem ^^gebläse/ dieimLentzengegcbm wirdk/ istwässeriger/ denn die im Sommer/vnnd die auß grüner Weyde wird lerweicht den Bauch mehr/denn die auß dürrem Futter kompt.Die allerbeste Milch ist weiß / Gleychdick/ vnd wenn sie auffdenNagel eines Fingeregetropffk wirbt lso bleibt der Lropffe stehen Ivnd fleust nit herab: Geyssenmilch ist dem Magen vnnd Bauch vnschädtlicher/ dieweil sich die Geyssen mehrer Lheils von zusammen ziehender Weydt vnd Krautern ernehren/ als nemlich von Eychenlaub/ Schlehendorne/LenriLco, -Qelbaumelaub / Thcrebmtho vnd andere dergleichen /darvon die Milch dem Magen bequeme wirdt. Die Schaffsmilch ist süß/dick vnnd feyst dcrhalben dem Magen nik so fast nüße/dieKühmilch/ Eselsmilch/ Pferdtsmilch/ sindt dem Bauch bequemer/pflegen aber den ftlbigen zu bewegen. Alle Milch an denen Drkten da sich das Viehe von der Scammonia , Nießwurtzkraut IBingelkraut/ Waltrebcn/ vnd dergleichen ernehrk zerstört auch den Bauch vnnd Magen/ wie in den Iustinischen Bergen als von vns droben beschrieben ist. x Denn wenn die Geyssen allda die frischenewe außgewachsene Nießwurß Blätter antreffen vnd geniessen lfangen sie sich also baldk an zu erbrechen vnd ihre Milch gckruncken/ zerstört den Magen vnnd macht einen Vnwillen vnd erbrechen. Alle gesottene Mleh stopfft dm Bauch ivnd sonderlich wenn inesieden glüendk Meersteinlin darinn offt gelöschek sindt davon sich das dünne in der Milch verzchrk. Die Milch Heylek die innerliche Geschwere/ vnnd sonderlich deß Schlundts der Lungen / Gedärme/Nieren vnd Blasen. Frische Milch mit Honig lein wenig Wasser vnnd SalHgekruncken heyltdie Grindige Juckende Haut die außbrechende Blarern Idie böse verstörten Feuchtigkeiten deß Leibs / welche die Griechen Cacochymian nennen. Die Milch die einmal auffgesokten ist blähet den Leib nitauff. Milchdarinncn giüende Meersteinlin gelöscht sindt/ vnd biß auffdieHelffkgesotten/heylk geschwerende Bauchflüß: Alle Milch hak in sich/das man dünne Milch oder Molcken ttm-nck (zu Latein Serum) welchevon der Milch gescheiden vnd getruncken / kräfftig ist zu purgieren / vnd dcnStulgang zu treiben Ivnd wirdk nützlich gegeben/ denen/die man fein gelindt/ nit sträng noch starck purgieren wil/als da sindt die Melancholische /vnd die mü der fallenden Sucht Imit Grindt vnd! Räude/mit Außsaltze vnd mit Blakern vber den ganßen Leib auß-brechen beladen sindt. Außaller Milch wirdk bueyk ein gerunnenoder gcscheidene Milch/ davon das dünne abgesondert ist 1 welche die Griechen chifton nennen / Larini S ciMe,vnd wirdt auffdiese weise gemacht: Man lest die Milch in einem newen jrrden Hafen sieden eines Feigenbaums Stacklin frisch abgehaUwen rühren vnd wenn sie zwey oder dreymahi auffgesokten hak / so geust man zu jederm ächtMaß Milch drithalb oder drcy Loht sauwer Honig Syrup (Oximel Griechisch genennt) hin zu/ so scheidet sich die molcken oder dünne milchvon Verdicken ab. Aber damit die milch im sieden nit vbersiede/ sol man die Bort oder Ranffk deß Hafens / müeinem Scbwamm in kaltem Wasser genetzk/städigs külen/vnnd eitlen Silberen Becher mit kaltem Wasser gefüllt / in die milch versencken. Diese dünne milch oder molcken Igibt man zu trrncken bey neun oder zehen vnßen auffeinmal vnnd thuk dassel- bige bigefünffmal nicht fang nach einander vnd sich je zwischen einem rnd demandcrnmal wol ergangen Ispacicrt vnnd bewegt. Frrsche Milch getrunckcn / ist auch gut vnnd kräfttig wider das tödtliche Giffk Iwelches mikaujfctzen vnnd brennen die Menschen verderbt als da sindk die grüne kaferlin ( Cantharides) die 4ü)(meit/ Salamandra > du fnoistcr / Bupreftcs, die feuchte Raupen / das Bilsenkraut IDoncnion oder Wolfsowurtze / Aconitum vnnd Ephemeron, darwider die kühmrlch sonderlich wirdt gerühmt. Die Gcschwerc deß Mundes Ider Mandeln vnd Schlundes werden nützlich vnö beqüemlich mit Milch gewaschen/ damit gargariciert. DenMundk mit Escismilch gewaschen / befestiget die Jan vnnd Jan-fkerseh. Die schwerende Baüchflüß/vnd den Gebrechen Tinefmös gcnennt /darinnen einer offt muß vergeblich zum Stulgehen lheylt vnd stopfst die frische Milch: küh odcr Geyssen-inilch/ wenn sie gesotten ist/ vndglüendeMcersteine offt darinnen gelöscht sindt: Milch allein oder mit einer dicken durchgeschlagenen Gerstenbrüh/ oder mit gekochter dürchgesichc-ner Gricßbrüh vermischt / vnd mit einem Clystierlin appliciert sanfftiget vnd heylt die Ge-schwer vnd Auffetzungcn derD arme.Sie wirdt auch bch ucmlich in dieGefthwerende Beer-muttcr gegostcn. Frawenmilch ist die aller süste/gibk bifallermeiste Nahrung. Frawenmilch auß den Brü- sten gezogen / istgutwiderdieSchwindtsücht (Phthifis Griechisch gcnennt) wirdt auch nützlich getrunckcn wider einen eingenoinmenen Seehasen mu kleinem geriebenem Weyrauch vermischt Iist siegut eingetropM wider die rohre Blutgeschlagene Augen mit Mon-safft (Opio)vnndCercatovermischt Ivnnd vbcrgclegk/ sanfftlgck sieden Podagrischeu Schmertzen. Alle Milch ist schabtlich lvnnd derhalben zu vermeiden den Miltzsüchtigen/ Lebcrftichtigen/ desselben gleichen auch den jenigen/ die den Schwindel/fallende Sucht/Gebrechliche vnd schwäche Neruen oder Scnnadern / Feber vnnd Haupt Wehthumb haben/ ohn das man in der ^uigation zu weilen / wie droben angezeygt/dünne Milch oder Mol-cken zu trincken gibt: Die Milch von einem Hundt / so zum erstenmal junge hatangestri-chen/vertreibt die Haar: Ist getrunckcn gut Lider das tödtliche Gisst vnnd treibt die todtt Frucht auß Mütter Leib: Käß/ Cafcus, Kap. lxpj. a-rvRifcher vngefaltzcner Küß gessen/ gibt viel Nahrung/ ist dem Magen gut/ vnd leicht-JV^lich zu dawen/ vermehret den Leib Ivnd erweicht den Bauch / vnnd hilfst dem Stul-OL>gangfein sünsstiglich hinweg. EinKäßistetwan besser denn der ander nach der Art vnd Eygcnschafft der Milch ldarauß er wirdt gemacht. Gesottener Käß vnnd außgeprest/ darnach gebrattcn/ stopfft dcn Stulgang. Frischer Käß vbcrgelegt ist gut wider die Ln-tzündung der Augen / vnd roht oder blawe geschlagene streichmassen. Ein frischer gcsaltzencr Käß gibt geringe Nahrung Imindert den Leib /ist dem Magen zu wider beschwchrtden Bauch vnnd Därme. Der alte Käß stopsst den Stulgang.Die Molcke oder dünne Milch/ welche auß dem Käß Herauf? wopsst / ist bcqüem/ öie Hunde damit zu fütteren. Das Grie-chifch Hippace gcnennt wirdt/ist ein küß auß Pferdtßmilch gemacht/hat cinrn starcken Geruch ifuterf fast sehr /vnnd ist damit dem kaß auß kühmilch chnlich. Es sindt etliche die das Pftrdt Rrntzcl oder Feuchtfel coagulum equinum, Hippacem Griechisch nennen. Don der Butter vnnd Ruß auß Butter gemacht/ De Butyro 8c eius fufigne. Cap. lxvij. Je beste Butter/ wirdt auß der feysten Milch gemacht / als da ist die Schasssmilch. Es wirdt auch Butter auß Geyssennulch gemacht / vnnd das geschicht wenn man O^Kdie Milch in bequemen Fässern stöst vnd klopsst/ biß sich das feyst von der ändern Milch abfcheydct. Die Butter hat die Natur dcß öls / vnnd eine erweichende krasst. Derhalben erweicht sie auch den Bauch lvnnd treibt den Stulgang viel eingmommen oder ge-truncken.Dic Butter/ wenn kein öl vorhanden ist/ ist auch gut wider das Gisst: Butter mit Honig vermischt / vnd das Janfleisch damit bestrichen hilfft der Jänmachung der jungen Qq kinder/ Kinder i vnd ist gut wider das jucken deß Jansieifchcs vnd wider die Mundt Gcfchwerc dex Kinder. Der £tit> mtt Butter außwendrg geschmiert Habt fcpsi vnd sch ön vnd wehr et dctt weissen Blattern Iso auffder Hattt außbrechen. Sie ist auch gut wider die hitzigevnnd Harts Geschwulst derBeermutter / die aber varzu gebraucht wrrdt so! nit stmckendt garstig/ noch alt sem/ sonderfrisch.DicBecrmutker wirdtauch nützlich in einem Clystier wiverdie rohteNuhr/vNdschwerungendeßgrosscnPlastdarms/Lolongencnt/bcquemlrchgchraucht/ mit dcn Ärtzneyen Idie Eyter machen vnnd zeitigen/ vermischt/ ist sonderlich nütz / wenn die Ncruen oder Sennadern / die Hautltn deß Hirns / vnd der Blasen Halß verwundet stndt. Senn sie säubert vnnd reiniget Ierfüllet/ macht das Fletsch wachsen. Auch wrrdt sie nütztrch vdergclegt vber der Schlangen Buss;/ Afpis genennck. Man gebraucht sich auch der Fri-schm Butter in der speiß / an Statt de ß öls / vnd in der schleckspetß an Statt deß schmalyes. Einen Ruß auß der Butter zu samten lthur man Butter in ein ncwe Ampel / zündet sie an/bedeckt darnach die brennende Ampel mteinem jrrdeNcn Deckel der die Gestalt eines Erechters habe / vber sich spitz / vnnd vnden Löcher wie ein Dfen/ lest sie als denn brennen: Vnd wenn die erste Butter verbrent ist/so thuf man andere darzu vnnd daffelbigc so lang biß so viel gcfamlet ist/ als man will: Zum letzten scherzet man den anhangenden Ruß ab/vnd bchelt denfelbigen zum Gebrauch. Man gebraucht sich dieses Russcs in den Artzneycn der. Aügcn Idenn er hat em Krafft ldamit er trücknct vnd zusammen zeucht: Stillet die Flüß der Augen Ivnd hcylet die Wunden vnd Geschwere schnell zu. Artzuel) MD dek Voüen / Medicina Lanarunii Cap. siviij. Je allerbeste vngcwa scheue Wolle / ist die weiche/den Schaffen vom Halß/vnnv 'iSyj jon dem dicken der obere Beyne jnnwendig abgeschoren: Solche Wolle mit Effig/ öl/oder Wem befeuchtet/ist gut im Anfänge vber die frische Wunden vnd Schaden gelegt/die zerstoßen sindt / da dieHautvnd Fel abgerissen ist / vber die schwartze vnnd blawe Stretchmasscn vnnd gebrochene Beyne. Denn die Wolle behelt die Feuchtigkeiten sehr fein beysammen Ivnd von wegen ihrer Feystigkcit Idie sie hat von dem Schwersse vnd Vnreinig-kett deß Viehes (welche Griechisch Aefypus genennt wrrdt) erweicht sie/ vnd ist gut in Essig vnd Rosenöl vbergelegt/ wider den Schmertzen vnd Wehthumb deß Haupts/ Magens/vnv sonstallerandcrerGliedtmasscn^MattpsiegtauchdieWollenzubrennm.'DenndieAcsche darvon hat ein brennende Krafft/ damit sie Krusten oder Ruffcn macht dem gehe außwach--sendcn Fleisch wehret sie lvnd hcylet die Geschwere ganß zu. Darzu wrrdt die Wolle erstmal gcremiget/gcflockt oder gckaMmcffvnd in einem rohen vngebackcnenHafen (wie andereDm-ge auch )gebrent.Alsowirdk auch zuAeschegebrent/ das an den Purpur MeerMuschcln wie Werck/ oder Flocken gefunden wirdt. Etliche nemen die vngcwa scheue Wölf/ vnnd mit dem Fevst vnd Dreck geflockt vnd gekamMct / vnnd besprengen dieselbige Mit Honig vnnd brennen die wie die vorige. Es sindk darneben etliche andere die in einem weiten jrzdenen Hafen einen enfernen Rost Imit schmalen Rühtlin setzen darüber Kyenholtz Spanlin legen vber die Spanlin gestockte vnnd gekaMte Woll / mit öl ein wenig befeuchtet / aber doch Nit so viel/ daß das öl ab tropffen Möge/legen darnach widerumb Kyenholtz Spanlin / vnnd widerumb wolle wie vor/ zünden endtlich die Spanlin an/ vnd lassen sie sampk der Woll sanfftiglich ZU «Ischen brennen.Die asche nimpt man auff/vnd bewahret sie zum gebrauch/als ob siche begehen hette Idas auß dem Kyenholtz IBech odcr eymche Feystigkett geflossen wehre/samlek man dieselbige auch Ivnd thur sie zu behalten. Die Aesche dergebrenten Woll / wirdt zu einer Artznen der Augen Iin einem irrdenen Becher gewaschen. Denn man gcust Wasser darüber/ vnd rühret sie mit den Händen wol vmb.Darnach wenn die Aesche nider gesuncken vnd sich gefetzethat / sogcustman das vorige Wasser ab vnd thut widerumb frisch Wasser darzu/ vnd rührt sie abermal wol mit den Händen herumb vnnd thur solches so offk/ biß die Aesche auffder Zungen geleckt/ sänfftiglich zusammen zeucht / vnd nicht Mehr beist. * Gesam- Gksamlet ftyst/auß der vngewäsch mm Schaffwollm/ Oefypus. Cap. lytA (c&\ ^gesamlcte fepß vndAaat/dtrvtigewaschenm ScöaMwollcn (von den GriecW ' Oefypus genennt)wlrdt auffdtese werft bcreyt. 07tmb weiche abgeschorcne Woll/ dicftibigewolmtt warmem heyffenWasser/vnnd preß alleVnflätrgkertdarauß / darnach wirssden außgcprestenDreck vndVnssatrgkeiL in einen werten Keffel/vnd geüß hoh von oben ■pp. , ... . „ _ w....tj> üe Itreib es mir einem Stecken biß sich ein dicker Vnmncr Schaume samlct vnd zusammen wachst / starck herumb.Darnach so besprenge den Schaum Mit Ä7eerwasser vnd wenn sich bequemen jrrden Hafen/geuß darnach widerumb frisch Wasser in den Kessel / rühre es wie vor lbesprenge den Schaume widerumb mit Mcerwasser famie die Fepstigkeit/die darüber dieFeystigkeit allhin genommen ist. Darnach so nimb dregcsamleteFcystigkcit (welche die Griechen Oefypum nennen) vnnd treibe sie in den Händen herumb/ Mach sic weich vnd von aller Vnsaubcrkcit rein / laß das vorige Wasser ablausscn/gcuß frisch Wasser darÄcr/rhük vnd wasch es mit dm Händen Ibiß der Oefypus auffder Jungen geleckt/sanfftiglich zusammen zeucht/ nichts beist /glantzendt / vnnd weiß worden ist. Jum letzten wenn der Oefypus also bereykekist/soll man jhn hinfttzen vnd in einen jrrden Hasen bewahren. DieseBercykung DchOefypi, foll in dem heyssen Sonnen Schein geschehen. Eö sindk auch etliche / die dm Oefypum durch einen Durchschlach seihen Ivnd gissen kalt Wasser darüber/reiben ihn Mit den Händen herumb / vnnd waschen den eben auff diese weift wie die Weiber das Wachs/ vnd derftibige Oefypus wirdt fast weiß. Etliche lassen den Dreck vnd feyst auß der gewasche-um Woll geprcst/sanfftiglich in einem Kestel sieden/ waschen die gesamletevberschwimmcn-deFeystigkeit mit Wafftr/wie vorgesagk lvttttd fetzen es in einer breyten jrrden Schüssel/ da warrn wasserjnncn ist lmit einem leinen Düchlin verdeckt an die Sonnen/ biß dcr Öefy-pus em weisse Farb vnnd rechte dicke bekompt Ietliche giessen nach Zween Dagen das vorige Wasser ab/vnd frssch Wasser darüber« Der beste Oelypus ist der / welcher gesamletwirdtaußderWoll / welche mit der Wur-tzcldeß Seiffenkrauts nitbereytwürden ist Initrauhe anmgreifferlist vnnd der abgefthor-nen vngewafthenen Woll 1 mit seinem Geruch ehnlich ist wenn er mit Wa sser in einem Scherbe gerieben wirdt / ein weisse Farb bekompt vnnd nichts hares noch zusammen ge-wach.ftns M sich hat / wie der ist/welcher mit Wachs oder Vn schiit ge falschk iss Der Oefypus hat ein erwärmende vnnd erweichende Kl afft erfüllet die Geftbwer der Krafft v»d GebürtGlieder Imit Steinklee vnnd pu^m Mscyltt/zu jampt auß denHirßbeynen mtt Gewürtz wolnechendk zu machen Cap. Ippb ^7-^As Kalbet/ Stier vttd HirtzmVnschlü/ zufampkdem Marckaußden Hichbey-&ufMtt mitGewürtz wolriechendt zu machen / zeucht man die Hautlm von dem Vn^ c^D schlü/das man wolriechendt machen wil / herab lest es/ wie vor gesagt / waschen geustwolriechenden Wein lda kein Meerwaffer vnder vermischt worden ist darüber lcsts mit einander sieden lftßt es darnach vom Feuwer hinweg lcsts die gantzc Nacht also siehen/nimpk auff den Morgen deffelbigen Weins / geust jhn darüber lest es fchmeltzen/ seihet es nachmals durch / thuf zu sechs Pfunden solches Vnschlits sechs Quintlin oder wenn man es krafftiger machen wil lviertzig Quintlin deß Camelshew oder Arabische Binnen darunder Ivnuolnwachsene Dattel Blumen / Rinden / Casiam wolriechendenCal-MUS 'Ijedes einQuintlin darzu/ mischt Cimmetrinden Cardamömlin vttd wolricchendcn Nar dum,eines jeden zwey Loht darein/rein gestosten/geust wolricchenden guten Wein vbcr das Vnschlitvnd Gewürye / deckt den Hafen zu / setzt denselbigcn vber ein sanfft Kolfewcr/ vnd wenn sie mit einander alle dreymal auffgesotken haben so nimpt man den Hafen vom Kewerhinweg/ lestdencm gantze Nacht also stehen/ geust deß Morgens denWein davon ab Ivnnd frischen Wein deffelbigen Geschlechts darzu/ lest es widerumb dreymal auffsieden/ vnd stehen lwievor / niMpt den folgenten Morgen das Vnschlit/lest es auß dem Hafen her-auß wachsen / vnnd was von Vnreinigkeit deß Vnschlits vnden am Boden henrkt feget man sauber ab/schmcltzt das Vnschlik widerumb / seihttes durch vnnd setzet es hin zum Gebrauch. Vnschlit das vorhin gefchmeltzk ist Iwirdk auffdiefe weift wolriechendt gemacht. Man soll aber das vorbenente Vnschlik oder Schmaltz dick machen / darmit sie die Kraffk deß wol-riechenden Gewürtzes desto besser vnd leichtlicher empfangen möge vnnd das thur man auff diese weift: Man nimpt Vnschlik oder Schnraltz von welchem Thier man will lest dassel--hige mit dem Wein sieden lvnd vermischt klein gestossene Zwciglin vom Myrto/Quendel/ Camelshew vnd Afpaktum dartmder. Etliche lassen sich benügen an einem von diesen stu# ckcn.Nach dem diese Stück samptlich dreymalauffgesotken haben/so thut man sievom Feu--wer lseihet das Schmaltz sänffkiglich durch ein leinen Tüchlin / vnnd macht dem Gcwürtze einen guten Geruch/wie vor gesagt.Es ist noch ein andere weift das Vnschlik oder Schmaltz zuvor dicke zu machen. Man nimpt frisch Schmaltz von welchem man wil von allem blue gereiniget/vnd das alles habe/wie zuvor offk gesagt/lest dasselbige stossen/thuk es in einen neu--wen jrrden Hafen Ivnd geust soviel weiffen / firnen / wolricchenden Wein / daß er acht Finger breyt darüber stehe Idarzu (lests auffeinem sanffkcn Kolfewer biß das Schmaltz seinen Geruch verlohren habe Ivnnd den Geruch deß Weine mehr habe denn seinen selbst eigenen / sieden/setzt darnach den Hafen vom Fewer Ilest das Schmaltz kalt werden / nimpt deffelbi-genSchmaltzeszwey Pfundt Ithut es in einen ändern Hafen/geust ein Maß deß Weins dazuvor von gesagt ist/vnnd vier Pfundk gestossene Frucht deßBaums Lochias, darau ß die Pfeiffen gemacht werden / darüber / vnd lest es gemächlich sieden vnnd rührte stürs her-UMb/wenn es denn seinen Geruch/ale nemlich den Geruch deß Schmaltze/ verlohrn hat / so seihet man ee durch ein Tuch Ivnnd lest es stehen biß es kalt wirdk vnnd gcliebert. Darnach nimpt man ein Pfundt klein geflossen Afpalachi, Maioran Blumen vier Pfundt/ lests mit einander in firnem Wein weichen / dieNachtvber stehen/damiksieden Wein in sich ziehen, ^kimpt deß Morgens diese Stück also geweicht vnd das Schmaltz thut sie in einen newen jrrden Hafen Ider neun Maß ungefährlich helt geust noch anderhalb Maß Wein darüber/ lests miteinandersicden/ biß das Schmaltz die Kraffk vnndden Geruch der dickmachendm Krauter vberkompt / nimpt endtlichdas Schmaltz vomFewer seihet es durch ein Tuch/ fchmeltzct es widernmb Ivnnd fetzt es zum Gebrauch hin wenn man solches Schmaltz noch wolriechender machen will Iso nimpt man acht -Ouintlin feyste Myrrhen firnen Wein geweicht lvnd mischet es darunder. Hüller HünervO GäNssschmaltz mit Gewürtze wolriccheudtZtt machen. Cap. l^vy. Ä6 Hüner vnnd Ganßschmalß wirdk auch auff diese weise wolnechinb gemachte )tzct vnnd bereyk lmischtDattelblüet Rinden / welche die Griechen Elaten nennen / Aipalathum, Balsam holtz Ivnd wolt iechenvcn Calmuö alles klein gegossen / vnnd eines jeden IwölffQuintlin darunder lwirfst sie saMptlich in einen newcn jriden Hafen gcUst einen Becher firnes Leßbischen Weins darüber setzt den Hafen vber ein Kolfewer/ lest alles dreymal auffsieden/nimpk darnach den Hafen vom Feuwer/ lestjhnTagvnndNachtalfo stehen Ibiß alles Iwas darinnen ist / erkaltet / schmdtzt es dcß ändern Tags widerumb / seihet vermischt vnd angestrichen/ heylt er das außfallende Haar in dem Gebrechen Alopeciagmmt/mmb stillet mit schmaltz vermischt vnd vbergelegt / das Podagra. Dieser Gepstemmst in Essig oder Wein gesotten vnd vbergelegt list gut wider der Schlangen Bissz wider die Geschwere die weiter kriechen vnd vmbsich fressen Iwider das wilde Fewer/ vnd Gcschwcr hmdcr den Dhren/ Parotides. Welche mit dem hefftigcn Hüfftwchthumb beladen siiidt/werden nützlich mit Gepßbonen auff dieseweisegebrennt: Man nimpt Woll in öl naß gemacht vnd befeuchtet/lcgtdicselbi-ge in die Höle deß Daumens/da e^vnd die gantze Handt an dem Arm gcfügct siiidt/ zwischen den zweyen Neruen vnd Sennadern/ nimpt darnach Gcyßbonen zündet eine nach der ändern an / vnd legt sic darauff/ biß ein Dunst durch den Arm zu der Hüfft gefüret/empfundm Arabische wirdk lvnnd den Schmertzen sanfftiget vnnd stillet. Dieser wirdt der Arabische Brandt Branvt. gxncnnt. Schaffsmist. „ Schaffsmist in Essig vermischt Iheylt die Nachtblattern/Augenkraen oder Leichdorn? Wartzen Ivnnd die Geschwulst oder Wartzen die man Thymos nennt. Mit ein wenig Wachß vnnd Rosenöl vermischt vnnd vbergelegt heylet er alles / was vom Feuwcr ge-brandtist. ™ r . W-lder Sawmistgedörrt / gestoss'n vnnd in Wasser oder Wein getruncken stopfftdas Raa! Außwerffen vnd Blutspeien Ivnd sanfftiget die alte tangwehrente Schmertzen der Seiten. Ist gut getruncken wider den Krampff/ vnd wider die Brüche hüfft ein wenig Wachß vnd Rosenöl vermischt / den veruckten Gliedern. Esclr ndPferdtsmist / rohe oder gebrandt / mit Essig vermischt / stopfftdasBluk.Dek EeÜsnu? Esel vnd Pferde / die vnder den Hirten Graß weyden/gedorrte Mist in Weüi zerlassen vnnd 11 getruncken / heylt der Scorpionen Stich. Taubenmist wärmet vnnd brcunct hcfftiger wirdt derhalben vnder die erweichende pfla-Taukwmist. ßfi-/ die außGerstenmeel/ Wasser vnd öl bercyt werden vermischt: In Essig vermischt/vertreibt er die Geschwulst / die man Strumas nennet löscht mit Leinsamen Meel vnnd öl mischt /dic Carfunckcl / vnd hcyltauch diegebrandten Schaden. tzL-ttrmist- Der Hünernnst hat eben dicselbigc Tugendt vnd Wirckung jedoch ein etwas geringers ' Vermögen : Er ist aber insonderheit gut getruncken mit Essig oder Wein/wider dicgifftige ßPlotzdarms. Matt glaubt / daß der Storckomrst gut gekruncken sey mdck die hmfallende Sucht. S die Vorhaut nit abgeschnitten ist wie den Juden/wenn man die Vorhaut dreyssig Tag lang nach dem Badt M dem Honig erweicht. Er reiniget. das Gesicht / vnnd schasst alles jwas das Gesicht verfinstert/ ab. Heplt die Gebrechen dcß Schlundte/ der Mandeln/zu fampt den Geschwcrn / wenn man jhn gurgelt vnd den Mund damitwascht. Ertreibtden Harn/ vnnd ist gutwider der Schlangen Bissz vnd Husten. Wirdt wider das eingenommene Opium, das ist / gedort Monsaffk / mit Rosen öl getrun-rken. Vnd wider die giffkige Schwamme / vnd wütender Hunde Bissz geschluckt. Der rohe Honig macht ein Aussblahung dcß Bauchs / vnd erregt einen Hüsten soll derhalbcn vor gesotten vnnd rein geschäumt werden. Der allerbeste Honig ist der/ welcher im Leritzen gesamlet wirdt Idarnach der im Sommer. Winter Honig aber nach dem er dicker wirdt ist nicht gut. In der Insel Sardinia sanchn die Immen enren bitteren H onig von Wermut. Dieser Honig säubert das Angefichr von allcn2)racketn vnd Flechten so man dasselbige damit bestreicht. Es wirdt auch in Heraclea einer Statt Ponti / bky etlichen Zeiten / durch eigene Krafftetlicher Blumen ein Honig gemacht / welcheralle die / so darvon essen mit einem überflüssigen Schweiß vnsnmrg macht. Darzu helffcn aber Rauten vnd gesaltzen fisch gessm loder Honigwasser loder Meth gctruncken / also / da ß man drestlbige wider einncmc/ so offt fie aufigebrochen werdm. Dieser Honig ist scharpssvnd raß vnndwcnn man daran reucht/machrer niesen. Mit Costo vermischt vnd angestrichcn/ vertreibt er die Sprütcln vnd Maffen deßAngesichts/vnd heplt die Streichmasen. Es ist noch ein Geschlecht deß Honigs/ welches hartist / Saccharon genmnt / vnnZ) in India vnnd Arabia in den Riedtrohren wach sendt wie Saltz zu sammen gewachsen/gefunden wirdt Iist auch zwischen den Janen leichtlich zu zerbrechen wie Saltz/ es ist dem Bauch beqmm/vnd dem Magen nutz/m wasser zcrlaffen/geschmcltzt vnd gerruncken/den Bresthass-tm Niem vnd Blasen sehr bequem/ vnd Rautet damit bestrichen/alles auß/was das Gesicht verfinstert. Wachs/ Cera. §ap. lmvij, z^As besteWache istrohtlechkoder gelb / zimlich feist / eines k'eblichen Geruchs/kau-ter Ivnnd am Geruch dem Honig etlicher Massen gleich. Auß den Landtschasske« wirdt gelobt das in Ponto vnnd m Creta fallt. Darnach das wcißlechte vnnd feyste. Wachst toüF AasWachs aber wirdt auffdieft weife weiß gemacht: Man mmpt hicrzuWachs/das ausss weiß es iri atteri newen jrrden Hafen / gcust Meerwasser darüber so viel es genug sey/ vermischt ein wenig Nrrer darunder / lest es also mit einander sieden/man setzt / wenn das Wachs zwey oder drey-mal hicmit auffgefotten hat / den Hafen vom Fewer biß es kalt worden ist hinweg/nimpk darnach das Wachs herauß Ifegt/ so etwas vnfaubers daran beklebt dasselbigeab thut die-fes Wachs widcrumb in einen newen Hafen lgatst frisch Wasser darüber vnd lest es fiebat wie zuvor / wenn das Wachs aber/ wie vor angezeigt/ zwey oder dreymal auffgesotten hat/ so setzt man den Hafen vom Fewer Inimpt darnach einen newen Hafen rhut kalt Wasser darein / scnckt dm Boden diefts Hafens in den ändern Hafen da das Wachs tun gefoltert hat / also daß man das Wachs nur ein wenig mit dem Boden berührt/damit ein dünn wachs daran bekleben bleibe / vnd schnell kalt werde / zeucht darnach den Boden darauß / vnd nimpt das aste anhangende Scheiblin Wachs haab/ fenckek darnach den Hafen mit kaltem Wasser gefülletwrderumb darein Ivnd thut alles wie vor gesagt / biß Man alles Wachs also herauf gezogen Hab/hcngt diese Scheiblin Wachs deß Tags an die Sonne vnd besprengt sie mit Wa sser/deß Nachts aber in den Monschein / hengt sie also an einen Faden/ daß keiNs das ander berühre / biß das Wachs weiß wirbt: Wer aber das Wachs weisserhaben will / dee thu alles wie angezcygt/vnd laß das Wachs öffter sieden. Essindt etliche die nemen an statt deß Meerwassers starck gesaltzen Wasser/ thunwievorgefagt/vnd lassen es zwey oder dreymal sieden. Darnach zeucht man das Wachs auß dem Hafen/mit einem dünnen runden Flaschlein/ daran ein Handthabe ist/herauß Ivnd legt die Scheiblin auffgrüne Wasen fein gemächlich biß sie weiß werden an die Sonn/vnnd solches im Lentzen/ wenn die Sonn noch nicht am her ssesten scheinet / vnd das Wachs lvon wegen deß Tawes nik schmeltzt. Allee Wachs hat ein Krafft ldamit es erwärmet / erweicht/ vnd massig erfüllt vnd wirdt nützlich in warmer Brüh wider die rohte Ruhr getrun cken. Jehat Körnlin Wachs wie Hirsen Körner eingenommen/ lassen die Milch bcy den Ammen nicht gerinnen oder zuKaß werden. Nder demVorstoß/Gnechisch vnd zu Latein Propolis genank.'Sol man den gelten Cj) \er wclen/der eines lieblichen Geruchs ist/dem Styraci ehnlich/ fast sehr trucken/jedoch c^yz weych/vnd der sich lang lest ziehen/wie Mastix. Da Vorstoß hat ein Krafft Idamit er hcfftig erwärmet/ vnd die spitzen vnd alles / was int Leib steckt/herauß zeuchk.DcrDampffeoder Rauch dHangezündten Vorstosistgutwidek den alten langwchrenden Husten Ivnd heylet die Flechten / von aussen vbergelegt. DerVor-stos wirdt bcy den eingangen vnd Löchern der Bienen oderImmen Haußlin gefun-dm lvnnd ist mit seiner Artvnnd Eygen schafft / auch müder Gestalt vndansehen Idem Wachs fast ehnlich. Vorstoß/ Propolis, gap. lMiisi Ende deß siebenden vnd letzten Buchs. ■ - v . ■ V: - ... ■ t : ... . ;' . ; .. / ':})> ■ ■. • "i'iv V .. ' • -7. ..-"-.r-»ivf.v ‘ ■'$-. ■ r'. liv . v.i- • , ■ ■ . .. ■ • ’:i.. . - "■' • > . .y r : 1 ; ' -7- ■ $ ■ § • t - . ; ' I ■ f , .1 f ■■ ! ' '' ' , fh'. U\\>sih ' " "> . " . ..: ' ; .. .4 : , . ■. : ' ■ '' ■ v . e z i ■ ■ - • - v ' .. - ' • • - ( ' , ■ • HIERONYMI BRAVNSCHWEIG, emes chirurgi oderWundartzteS von Straßburg. In welcher mcht allcmviel vnterschiedliche Art vnd Weisen ZU dkstilltern/ sondern auch die darzu gehörige Gefäß / vnd welcher geftallt/vnd wie lang man ein jedes destillierte Wasser könne behalten/ werden verzeichnet vnd beschrieben/ Vor vielen Jahren / von Ihme vcttfAuto re selbst in Truck verfärtiget Ivnd in zwcy sonderbare Bücher vnterschieden. Nun aber Widerumb auffs nciv vbersehcn / mit schönen Figuren in Kupffcr geziert/von allen Errans Mklcdigtt/vnd mit bcsscrm Tciitsch begabt. s- \ V 4' /. , ■ . • ■ - V V r ■ ' : ■ ' v 0' ■ 5 I - r • • ' f.: ) j 4.. ■ 7 5 | S- ?- 'F/-Sr - ! ,..d E i : ; - % ' : Ä-7-- j ;; " > = : *$i 4 vU; { v ' • ' .V, • . i r.; 7". M . 7. fv;;:--'?: L v. • '' »' *; f . •A-:V ^ - ; /v. „• v • \ / ." “ 'V? ' '/ ' ' , ' - z' y> > ■:--• :.: , ' •:■ C.- ' :- ^ . • -• • • • ' ’ /• , • - %-e ,v - ’ . > 1 / ‘ ,2v- ,^4V •u /• V - ■■ ' Hieronymi BMUttschWtyg? C>: res von Srraßbmg ErstesBuch/ Von der Kunst zu DeftMem. Vorrede. ^xStmtt diesem vnserm Kräuterbuch an DolkommeN- c^Ä hcit nichts mangele / vnd der Leser alles / so zu solchem Zntcnt gchos ng / gleich als rn eincnr Bündelin bcysammcn finde / haben wir deß hocher--' sahrncnvnd Weytbcrühmbten Wundtartztes Hieronymi Braunschweyg Destillierkunst zur Hanoe genommen / daffelbige zwar in sein zwey Bücher vndcrschiedw gelassen / iedoch an allen Oktten verbessert / die alte verlegene vnd nun mehr vnliebliche Teutsthe Wöttter/deren es allenthalben voll gewe--sen / hinweg gethan / vnd so viel müglrch Mit besserer Iichrligkeit vbersehen: Fleiß nichtvbellassm gefallen. Was Dcslülicrcn s»p. Das j. Kap. Dm ersten wird als nohtwcndig erfordert/daß man wisse/was Destilllcren sey/ stntcwl dae itt einer jeden Kunst das fürnembste Stück rst/ ;s daß man dastelb ge > echt vnd eygenkltch könne beschreiben/vnnd darauß er--N kmnen / daß ftvn Wei ck vollkommm sey. Ist dem nach destillieren anders * nichts/als das f eie von dem grobe / vnd das grobe voü dem subtrelen zu 1»»^» fthetden. Das verderblich vnr . ö! eh / das makerralifche vnmatenallscb / vnnd daß lcrblt--chegeistlrch Zu Machen lvn': is r uierliche leiblich zu behalten / damit der Geist das leibliche durch seine Militer desto Ee- ch end geschwinder mit feiner Kräfft vnd Eugendt die darein ist verstnckk lkönne du chdnuacn /vnd seine heilsame Wirckung in dem Menschlichen Leib verrichten. Denn diMrer n ja anders nichts ist als die elementalische Dmg den Him-lischen gleich machen; Denn gl, wie durch dieBewegung der natürlichen jedes natürliches Wesen regieret werden muß / ohn deß Himmels Cökper oder ganhe Substanz Ialso wicht auch deß Menschen Leib durch einen erfahrnen Medicum> ohn das Corpus oder grobe Substantz der- Artzney/ vnd allein durch die Wasser dievon dem groben als dem Cörpergcschciden sindt lbewegt/vnd also die Krafft vnnd Seele einem jeden außgezo-gm 1 vnd für baß an das Ende verschickt Ida re mehr Nutz vnd Frommen schaffen kann / wie in künfftigrm weitlaufftiger vermeldet werden soll. Rr Ly WM Wammb vndaustwas Vrsachmdie Kunst zudestüliem erfunden worden sey. Cap. y. IeKunstzu destilliern istvmb mancherley nuß vnd nohiurfft/vnd zu Lieb demMeu- sehen / denselbigen bey seiner Gesundtheit zu erhalten ^ vnnd die Kranckcn von ihrer O&vkranckheit zu erquicken erdacht/vn damit das vnliebliche lieblich/das vnbehältlich be-hältlich Idas grobe von seiner Faule vnd verderbung gelautert werden mög.Denn wenn man Kräuter/Wurtzelln vnd andere dergleichen Sachen stöst vnd den Safft darauf truckt / so wirdk es vnlieblich ldarzu auch nicht behaltlich / sintemal durch sein grobe vnd vngelautertk Substantz baldk darnach ein Faule vndVerderbligkeit zu folgen psiegt. Zum ändern dimcn die destillierte Wasser auch dre Syrup/ Latwcrchen / Confect/rc. damit zu vermischm/ vnd dieselbige in liebliche Tranck zu verwandeln vnd sonderlich für die jenige die mehr Lust haben zu den Tranckm oderWajsern/als zu dem Esten oder ändern Artzneyen so etwan zu schlucken sindt. Vor allen ändern aber sindt sie den gemeinen Leuten / als die die Artzneyen nit können bezahlen odcrdersclbigen keine haben/sehr bequem.Dcl-maniglichcn wciß/daßjrer viel etwan in kleinen Statlin/Dörfsern vnd Schlössern in kranckheiten gerahten / vnd weder den Artzt/ noch auch ein oder die ander Artzney haben können vnd doch durch die gebrmke Wasser werden auffenthalren lbiß sie einen kleäicum oder andere Artzneyen erlangen/ja esgibks auch die tägliche Erfahrung ldaß sie durch solche destillierte Wasser offtermals auch etwan gar genesen. Welches denn die fümemste Vrsach gewesen die mich zu Ver-' fartigungdiesesVuchs bewegt. Jum dritten wenn die Artzneyen tn ihrer Substantz/ alsin der Form einer Latwerchen / Confect / Puluers vnnd wie es geschehen mag / vnnd jetzt allenthalben im Brauch ist / werden gegeben / ist a llc Jen Sorgvnnd Gefahr darbey/ daher dcim AuicennasmifchemHippocrate im Anfang deß vicrdten Lanonis recht vnd wol spricht/ es Hab ein jede Artzney Iin ihrer selbst eygcnen Substantz genommen / die Natur vnd Art/daß sie den Leib schwäche vnnd ein geschwindt Alter verursache: Welche Wort denn von den la-Menten oder treibenken Artzneyen zu verstehen sindt dieweil ein jede laricreme Medicin gleichsam eines Giffts theilhafftig ist Ivmb welches willen sie für schädtlich gehalten werden mag/ als die/wie gesagt/ den Leib schwächt/vnnd dem Menschen das Leben vcrkürtzet. Den wiewol die alte weise durch jhrePhilofophci solche gisstige krafft durch besondere cor-reÄionex ab zu wenden sich hefftig bemühet / in dem sie ncmbiich je zu dreyQumtlm Tur-bith ein Quintlm Ingber/oder zu drey Quintlin Aloe ein Qurntlin Mast x hinzu thun/die Scammoneam in einem Bütten Ir ssen sieden vnnd also das Diagritium daraus beichten/ den Lerchenschwamm gleichfals mit Ingber / vnd die Rhabarbaram mit der Spica Indica vermischen Iso bekompt doch der Gebrauch solcher Sachen der Sorg vnd Gefahr nicht aller Dings ab/dieweil wir nemlich nicht gewiß sindt ob der Apotecker an allen vnnd jeden Drttcn in dieser kunst seyen genugsam vnderricht/vnd ob sie auch die auserlesenste Stück,wie (6 der Medicus begehrt Idarzu genommen/vnd denn zum dritten ob die Mixturn / so da werden prLlcribierr vnnd verordnet Inicht etwan vber jhr gebühreme Aeit gestanden/ allzu alt worden/vnd jhr krafft verlohrn/wie solches leydcr offtzü geschehenpflcgt/zu geschweigendaß auch die einfachevnd vnuermischte purgierentc Sachen so weit werden verführt / nicht alle Aeit vnd selten frisch zu vns heraus kommen Ivnd damit wir dessen ein Exempel geben /seist ausser allem Zweiffel/daß dieHchden oder Sarracener die Rhabarbaram zu sampt dem Paradeißholß offtmals zuvor in Wasser sieden / odereinbeyßm dieselbige nachmals wider-umb lassen außtrücknen vnnd dörr werden / vnd folgents für gut vnd frisch vcrkauffen welches allein von den erfahrnen vnd wolgcübten Apokeckern wird erkannt.Vber das/ ob die Ar* tzeneyen schon vermischet sindt/von welcherVermischung Ariftoteles sagt/ sic sey ein Ver-eynigung mannigfaltiger Dingen / soweyßman doch nicht / ob sie ein genügsame Aeit in solcher jhrer Mixtur gestanden/ denn gleich wie die vermischte Stück durch das vbermästige Alter der Vermischung jhre krassiverliehren Ialso können sic dieWürckung/ die man von jhnen hofft Ivor der rechtenZeit auch nicht erlangen vnd haben / dessen wir in dem Oximelle Lcdlicicovndvon etlichen Opiaten, als der Aurea Alexandrina, Theriacvnnd Mithri-dakein genügsames Exempel haben Iwelche sechs oder Awölff Monat erfordern/ehr man fit für gutvnd alt genug verfouffvn barff Isintemal sie vor solcher Jert einen Schlaff vrmd Vncmpsindtlrchkctt erregen / welche Natur vnnd Eygenschafft denn viel andere Artzneyen ouch haben / vnd da siclblgc darumb/ dieweij ihre Rcchtfartigung wegen kürtze der Jen noch Itichk gegenwerttg ist / gleich wie eben solche jhre Rcchtfartkgung/ pcrfcäion vnd Vollkom-tncnheik durch den vbcrsiuß der Jahr verdürbt ynnd in ein böse Qualitet verwandelt wirdt/ derowegen denn etliche ein lange / etliche aber ein kurtze Icit erfordern / ein jede nach Gelegen^ heit ihrer bösen Qualitet, Eygenschafft vnnd Wirckung wie solches die Dö&ores in ihren Schriefften bezeugen. Jedoch ob wot die Artzncyen durch solche Vermischung vnd Codur etlicher Masten werden verbessert Iso bleibt doch zwcyffelhafftig/ob sic in dem Leib deß Menschen durch ihre Substanz vnnd materialischen Theil dem Magen Leber oder Gedärm nicht etwan anhangen/ dieselbige Stück verletzen/ betragen oder doch zum wenigsten schwachen vnnd allerleySchmertzen erregen. Wrder solchen zweyffel vnd Vorsorg haben die alte wrderumb ein Corredion vnnd Verbesserung in den laxiercnten Sachen erdacht welchen bie jfyigeMedici auch gemeiniglich folgen Iin dem sie nemlich iedcs mal vnnd so offt solche purgantia werden gebraucht leinen grossen Trun ck Gerstenwa sser mir zwey Loht Jucker/ t oder gleich so viel Jucker mit einer vngesaltzenen vnnd vngeschmattztm Erbeßbrüh einzunc-men befehle/ der meinung/die vberrest der anhangenden artzney / so etwan im magen/leber oder Därmen verblieben / damit ab zu waschen vnd zu abstcrgiern. Vngeacht aber solches flerfes/ doch zu besorgen/ es haben die anhangende vberrest gemelder^leäicin, ehe denn solche Abwaschung darzu kompt 1 ihre Boßheit schon geübt. Derowegen dem Menschen auch solcher Sorge ab zuhclsscn/ ist noch ern anderer Weg erfunden/daß nemlich vmb solcher Forcht willen dreArtzncy meiner Embeyßung vnd nicht in ihrer selbst eygenen Substantz gegeben wirdt: Als daß man nemc Rhabarbaraem Ou intim / oder Aloe ober Turbith, wie es die Gelegenheit erfordert Ilaß dasselbige Iwöiss Stundt in einem Endiuienwasser einbcy-stcn/darnach allein solches Wasser mit Jucker oder einem bequemen Syrup vermischen/ vndnachBequemligkeitgebrauchen. JawiewoldieserWegbcsscrvndsichererlst/alskei-ncrauß den vorigen / so ist dcnnochihrer Substantz halben so darinn vermrscht blecht/der Sorgenrchk ohn Ivnd derowegen solche Fürsichtigkeit den Menschlichen Leib für Schaden zu bewahren noch nicht genug ldem nach so binden etliche die Artzney in em weiß vnnd sauber leinen Eüchlm Ioder in ein Sacklm von weisscn Jendell / vnd henckens in solche vorgcnante Feuchtigkeit oder Wein Imit dem Vertrösten / cs scy solche Einbevßung weniger verdächtig Schaden zu bringen. Gesetzt aber Ies sey solches ein sicherer Weg so werden jedoch etliche Lhril der Substantz mit solchen Feuchtigkeiten vermischt/welches darauf augenscheinlich wirdt erkennt: Dieweil em solche Feuchtigkeit die Fach der angebeysten fast scheinbarlich bekompt 1 vnnd also auch etwas von derfelbigm Substantz sintemal die Farb ja ein leibliche Qualitet ist / denn die Feuchtigkeit Iin weicher die Rhabarbara eingebeyst wirdt / bckompt zum ersten ein Sassran gelbe / folgendks ein schwartzcre vnnd endklich / wenn es langer vber-cinander steht / ein dunckei gelbe Farb. Item die Aloe gibt der Feuchtigkeit / darein sie cinge-beyßet wirdt (auch ein besondere Farb / vnd also auch em jede Artzney nach jhrer Gestalt/ darauf denn glaublich Idaß die Substantz deß Cörpers mit sampt der Krasst in die Feuchtigkeit gelange/darumb denn dir edcle Substantz deß Menschen vor jhrer Schwächung fast rncht genugsam versichert werden kan:Derowegen ob wol die Mediän von jhrer Vcrgrffti-gung gereimget ldarzu frisch vnd außerlesen vnd von einem erfahrnen Apotcckcr zu gerich-tcttst/vndaberjhrcrechteIeitderLoduroder Embeyßung in vor ermeiden Massen nicht hak erreicht (sintemal zwischen der Codion vnd Embeyßung ein kleiner vnd geringer vnder-fcherdt ist / welcher allein in dem beruhet / daß in der Codion mehr von der Substantz m die Artzncygelangk) bleiben doch deß ^.uicennLWort/daßnemlich dreArtzncy schwach vnnd ein geschwindes Alterverursache/bewertvnnd war/ denn wicwol sie auch gereimget / Cor-rigiert vnd durch die Embeyßung gemildert wirdt so siehetö doch vnserVcrnunfft / vnnd Hörens auf dem täglichen vnd vielfältigen klagen der Krancken / diepurgicrente Artzney gebrauchen/ daß sie sich offt geschwächt befinden/vnd allerlei) böse Jufall / alsVnwillen Erbrechen IVffstossen IAbnemen IGrimmen IAbschabm der Darm vnnd anders dergleichen trleyden. Vnd ist dem nach / wie gesagt ider Lehr Hippocratis vnd Auicenns keines wegs zu wider sprechen/sintemal genugsam erwiesen/daß die vorgen erzehlteVorsorgen alle sampt Rr nicht nicht genugsam ftyen ldie Gefahr vnd Forcht zu benemen vmb welcher willen die alten Do ärores, alö Hippocrates» Meiiie, Arnoldus de Villa noua vnd viel aNVere Mehr allcrley weg erfunden Idie grobe vnd jrrdische Substantz durch die Handtwürcknng der dcftillation rn dem Alembic vnnd ändern dergleichen Gefasen von dem subrielen zu vndescheydtn m welcher Kunst sie doch / Weiklaufftigkeit zu vermeiden vnnd jhre Schüler desto weniger zu eonfundiern Isehr viel stilschweigenk haben vbergangen. Äon den Mättgerley weysen vttd wegen zu destilliem. Cap. ist. ^^Ach dem wir nun vernommen / warumb das Destilliern erdacht vnnd erfunden fey/ öl ^werdemnik kurtzen Worten angezeigk die aller gemeinste wcysen vnnd Weg / solche cZxL/ Geschafft zu verrichten Ivnnddamik der Gkoßgünstige Leser solchen vnderrichk desto hestcr könne fa ssen/ haben wir das gantze Geschafft der destillaliön in Zwen Wege vnderschic--den: Ale erstlich daffelbige ohne Fewer vttd kosten zu verrichten welchesdenn widerumb auff fünfferley weiß geschieht: Zum ändern mit Vnkosten vnd durch Hülffdeß Fewers vnd das-selbige auch auff fünfferley weyß vnd weg. Die erste weyß ohne Kosten vnd Fewcr zu destilliern geschicht durch einen dreyeckcchten Filtz Ivnndwirdt die deftülatio per filtmm genannt.In verändern wirdk ein Glaß gefüllt/ auffein ander Glaß gestürtzt wol vermacht lan die Sonn gestellt oder gehrnckt / vnnd wirdk das Geschafft derenthalben deftülatio per folem genennk. In der dritten / die da heyst deftülatio per ?atiem) fülletManein Glaßmit denen Sachen/ so man zu destillieren begehrt / stopfft da ffelbige wol zu vberzeugt es allenthalben mit einem Tayg Ivttdschiebts mitsampk dem ändern Layg / so zu Brot werden soll/in einen Backofen hinein. In dem vierdken/ alö dcr deftillation per fimum equinum, füllet Man ein Glaß dm dritten theil voll/ stopfft daffelbige oben wol zu/ vnd vergrabt es etliche Lag in einm Pferdts-mist hinein. Gleich wie in der Fünfften in einen Ameyßhauffen auch gefallet/verstopffr vnnd etliche Lag darinngelasscn Iwelche operano dann von dannen her deftülatio per formicas gc* chiennerwirdt. Der erste Modus oder Weg mit Hülff deß Fewers zu destillieren ist daß Man ein Glaß «ach rechter Maß gefüllt Ivber einem Feuwer in ein Wasser fetze / vnnddasteibige mit einem Helm bedecke/vnnd wirdt die deftülatio per Balneum Mari^» oder in duplici vale getrennt. In dem ändern Ials der deftillation per ventrem equinum, thuk Man Roßmist in das gcmeldte Wasser Idarein das Glaß gesetzet wirdt / hinein. In dem dritten Immlt'ch der deftülationper cineres, setzt Man das Glaß in ein Capcll/ darein gelautert Aefchm gcleget ist. In dem vierdken/als der cieftillation per arenarn genannt / thuk man Sank in die Ca-pell / vnd fetzt den Kolben drein. Vnd dann in dem Fünfften vnd letzten/als die allein/ vnd also bloß bey dem Fewer geschicht/ vndderowegen deftülatio per i§nem gencnnekwirdk / setzt man das Glaß alfofrey / vnnd bloß auffememDrifuß vber das Fewer/ daß zwischen demsclbigen vnd dem Glaß keinander Gefaßtst. Vnnd also hak der großgünstige Leser die zehen vnderfchiedtliche modos vnd wege zu destillieren : Andere/als deren noch viel könten erzehlt werden/ mag derjenige/ so an diesen nicht vergnüget /von den Alchimisten erlchrnen Idenn wir allhie allein die gemeinste versprochen. Äon dmInstrumenten vnd Gefäsen /welchezum Geschafft dee deftillation alö nohkwendig werden erfordert. Cap. iiij. ^yviAch Drdtentlicher Erzehlung vnnd Beschreibung dervndcrschiedtlichen Wege zu ui ^destillieren Ifolgen mit kurtzen Worten jedoch eygendtlicherÄormahlung/ dieIn-strumenta vnd Gefäß / welche gleichfalö zu diesem Wcrckgantz nöhtig vnder allen die dieweiseobneFewervnndKosten Ialsnemlichdurch das Filtmmt>cjfaJtcut/ "lU) . Filti:uri4 man haben dreycckcchre Filtz oder Blacken/darneb en Leim/Stein gekannt vndvngcbrannt/ den Brunnensiemen gleich: Ferner rundeeyserne Rösi / einesquerFmgersdick/vnnd emer runden ^iereckechten Form lwie gegenwärtige Figur bezeugt. Jum ändern muß man haben besondere Capcln von weisser Erden / auß deren matt den Goldtschmidcn vnnd Münßmeistertt Schmcltzdigel zu machen pflegt / etliche verglasurt/ etliche aber / als die gemeine/ nicht/ dmhalb viertel einer Elen weit vnnv fo tieff als lang oder hoch sie sindt/ jedoch etliche grösser/ etliche kleiner nach Gcles genheit der -Hefen deren Form also $0 schaffen ist. Zum dritten werden erfordert Küpffer-^ ne Kessel oder Capeln/ in der weite drithalb viertel einer Elen ivnd inder Deffegleich also / mit einer Küpffcrncn Röhr einer halben Elen lang Iwelche Röhr zween quer Finger oben am Ende stehen soll / darinnen indem Balneo Maria; oder 111 Öf »ff ventre equino zu destillrem als ich hernach zeigenwill; Ferner must du haben Bleyernc Ring/ in dcrmiiteeingesenckt/mitvier durchlöcherten Hhrtt groß vnnd klein / leicht vnnd schwehr/ die mitelmassige von zehen Pfunden die kleine von acht Pfunden/ die grosse von Iwölffen oder dreyzehen wie diese Figur klahrlith demonstrierk/deßgleichen höf-tzerne Bretter als weit die Capeln oder der Hfen ist damit man das Glaß durch das Loch in der Mitte könne hinein verftn-cken. Darnach mancherley Hefen wie in dem Balrieo IVlariXwirdt gezeigt damit das Glaß nicht vber sich steige sondern durch die Schwehre deß daran Hangendes Bleyes so daran gebunden vnnd gchefftetist/ werde verhindert vnd vnderwertz gehalten^ Zum fünffttn gchött twzu ein Helm von weiffer Erden gcbrannk jnn vnd auß-wendig verglasurt/oder vonKupffer/Bley oder Amn gemacht / vnnd nach Gelegenheit der gegenwärtigen Figur formiert. Auch etliche mit zwcycn Falßm / vnnd gleich so viel Röhren also daß die oberst Faltz ein Röhr in die vnder Röhr gehen Hab / vnnd die Helm fast viel Wasser geben. Glcicherweiß sindtvon nöhken wolver-glasurte Pfannen auß weisserErdm be-reydt loder auß Bley oder Kupffer gemacht Ije nach deinem Vermögen oder Bcgeren. Bencbcn solchen Pfannm auch besondere Glaser /cucurbirx, vnnd von den Deutschen Kolben genannt / vnd auß Venedlschen Scherbett Glaß gemacht auss daß sie das Feuwer können erleydcn/ deren Form vnnd Gestalt verhelt sich also. Vberdas muß du verfthen fein mit solchen Glasern lderen man zwey auss einander stürtzen kann / in der Sonnen zu destillieren Iwie in folgendem neuntm Capikel dieses ersten Buchs berichtet wirdt / die Form solcher Gläser istalso gethan. Also ALso auch mit krummcnGlaftm/fornm wie ein Storcksschnabel formier/tvnd Retortz genennt: Wie gleichfals auch milden ändern Glasern mitzwen gebogenen Armen oder Handkhaben pellican genennt. Wie beyderley Gläser müssen ge--than vnnd formiert se.n gibt diese gegenwertige Figur bericht. ^Tem mitblmdenHekmen vonKlaß/wie ^ein kolb/in ein ander Glaß gefiürtzt/ohne OtdhKN/alembicum cXculw genant vnd denn mit denen Glasern/ so vnden vnd oben weit Ivnd in der mitten eng dessen Manien Circulatorium, dannnm zu purificicrn vnd digeriem Ials ich hernach zeigen will: sie sindk aber beyde also formiert. MEniger nicht muß man haben gläser-neHelm mit langen Röhrn/Alembick ©twAlembicum genent dardurchzu de-sirlliern Iwie hernach offenbaret werden soll. Sich '-7^- , Sich gebührt auch zu haben besondere Vorfttzlin von Glaß/Violen genannt/ mit langen Hälsen vnd engm Mundklächün/ das Wasser lso durch den Schnabel deß Halms herauß läufst in sich zu empfangen/ vnd solche Vorsetzlin sindt also gethan. Endtlich sindt auch von nvhten die ey-fernc Klufftm IBlaßbalg mit langen Röhrn Ifornen wol beschlagen vnndKol, köpffvon Gla ß/ wie hernach in dem siebenden Capitel dieses ersten Buchs vermeldet wirdk. Item steinereKrügauß Sieburger erden gemacht/oder von Cölle hergebracht/ darinn die Wasser zu behalten auffdaß sie desto weniger brechen: Folgendes weyche vnnd Harke / groffe vnd kleine Kohlen / nach nohturfft dieses Wercks wie es sich denn erheischt. Don dm Steinmvnd Leimen odcvLuto, dessen man sich zum destillieren gebraucht. Cap. v. s-St nun mehr Zeit/ zu der Handkwirckung dieses Wercks zu schreiten solches nach Gebühr zu verrichten/ must du dich mit Formen vnnd Instrumenten von Holtzoder _ »Cifm versehen ldie Stein zu den Defen darinnen zu formieren wie auß dieser nach-folgendm Figur zu sehen / damach den Gmndt vnd das Erdkrich darzu zubereyten / solche Stein darauß zu machen Ifolgendkö wie man dieselbige trücknen vnd behalten solle. Zum dritten von dem Leimen die Defen vnd Gefäß darauß zu machen zu bestreichen vnd zu ver-ßutiem lauffdaß solche Wer ck zu einem erwünschten Endegelangen. Solcher Leimwirdkauff vielvndmancherleyweysebereyk nach dem es ein jede destilla/ tion erfordert. Zum ersten muß man haben ein Formvon Eisen / oden von Nußbaumen oder Bierbau-menboltz/oder einer ändern Makery Iso nicht leichtlich zerspaltet / gemacht/ein viertel einer Elendick. Zum ändern gehört auch darzu gut gemein Erdtnch/ so weder zu feyst noch zu mager/ sonder schön außerlesen vnd von allerVnsauberkeit gereinigek seyn/dasselbige lest man mifWast fer wol vermischen vnd vnder einander treuen / biß sie einem geberten Wachs gleich vnd ehn-lich wirdt/stöst die Form nachmals in ein Wasser / legt sie darnach in einen Sank vnd auff ein Bretk/schlegt das angemacht Erdenklotz darein/ streicht alles was von solchem Erdtnch nicht in die Form hinein kann /mit einer genetzten Handt fein gleich ab/hebt die Form bey bey-den Dhrn von dem Brett auff/ stumpfst sie etwas hark auff/so felt die hinein geknickte Erde nach der Form formiert herauß/der Formen Figur aber verhelf sich also. Aa« solcher Massen magstü machen Skem / M Mr wenig rundt oder vierecket dieselbi-'ge Darnach andenLufft öder Schatten/ oderMn indem Hauß stellen/ da weder Regen achten Theil das Erdkrichs )so werden sie im Fewer dem EyseN in der Harre gleich. Wenn du aber einen Ziegler haben kanst/ so bring jhM die Formen A>tid laß dir der dereyten Idie Liefen also zu machen ldaß sie Mergent rcyscn öder von dem Feuwer zerspringen lvnd nicht allein die Fewer £>cfm isondern auch die Gefäß von Eysen/Kupffer Glaß oder Erden damit zubestreichen vnd zü lukiern. Zum ersten wirdk darZu erfordert / ein zäher außerlesener faNbercr Leymen / den Cache-lern mol bekannt / densclbigeN müstu auff ein glatte Ebne außschütteN befeuchten vnnd mit einer eysernen Ruthen anderhalb Elen lang / wöl schlagen Kühhaar aüch geschlagen/ vnd mit einem Gertlcin zwo EIN lang lbiß sich ein Haar von dem ändern gescheyden Hab/ vnd kein Klotz öder Klumpen mchr darinnen sey/gcschwungen/darunter vermischen/oder dä du kein solche Haar haben kanst / Flock oder Tuchscherer Woll darfür erwehlen oder das lange Stro vnd Haar auß dem Pftrdtmist herauß klauben den Mist oder vorgcmcldte deß Mists darzu gebrauchen lsintemal der Mist von Natur leichtlich brennt/vnd solches ist zu den destillier -Hefen lder aller beste Leymen / willk du ihn aber zum verstreichen noch star-cker haben / vnd dasselbige sonderlich inwendig/da das Ferner ligt/ so mische für das Wasser einen Theil Rindtsblut/vnd ein wenig vngelöschten Kalck/ dcr rcyn pulucrisierk sey / vnder dm Leymen. -Oder (welches noch besser) mm je zu zwo Maß Wasser ein Handt voll Saltz / so darffstu dich/daß der Leymen von der Hitz deß Fewers zerreyß/desto weniger besorgen. Wiltu nun ein Capell/ Pfann öder Kachel veMiern-damit sic dieHitz deß Fewers desto besser könne außstehnvnderleyden/ so Misch alle Zeit Saltzwasser vnker den Leymen/ vüd la ß die Capell zwey oder drcy mal wol damit bestreichen/vnd dieselbige allwege von ihr selbst wiederumb trucken werden / so kann ihnen kein Fewer leichtlich schaden. Vnd also mägstu ein jedes Glaß verlUtiern. Begcrstu nu einen LeyMen zu machen daß dir kein Glaß/ das damit bestrichen wirbt lbeydeM Fewer zerspring/ so thu denselbigen «t einen Zuber oder Gelten / gicßWein mit Roßkaat vnd Flachs EglM in gestallt eines dickest Breyes vermischt / darüber/ vnd laß das Glaß ringeherumb damit bestreichen. Oder wiltu / daßkeincrley Stein bcy dem Fcwer zerspalten/ so Mach den Leymen Mit gebrannten Nessellwasser an Ilaß die Stein damit bestreichen/vnd an dem Schatten vost /hnen sclbsten wiederumb truckneN. Item das kein Luch / Mit welchem du zwey Glaser auffeinander gestürtzk / verluti-erenwilt/ beydeM Fcwer verbrennt / so stoß das Luch in ein Saltzwaffer laß es von ihm selbst wiederumb trucknen lnachmals Mit Eyerklar befeuchten wiederumb krucknen vnd wenn du etwas damit verluticren wilt 1 Mit einem dünnen Leymen bestreichen. ^tem tin Lutierung/ soeincm ein Glaß beydeM Ferner Zerspalt/ zubereyken/nimm tobt Meng/Halb so viel pulverisierten vngclöschkenKalck/vnd ein wenig Staubmeel au ß der Mübl/misch mit Eyerklar wol vnder einander Inetz ein leinen Lüchlin darinn/h»lts ein wenigzum Fewer/ biß es lawwirdt/vnd lcgsatso vbcrden Ritz öder Spalt/vnd hüte dich/ daß es nicht kalt auffdas Glaß komme/da anderst das Glaß heiß ist / sintemal es von der Kalkalsobaldkzerspringk. Auffsolche weiß macht manri auch nach der Lehr deß Bonaucntur$ das LummSapi- Lutum $afi. cntix iein jedes Glaß damit zu verlUtiern Iauffdaß es das Fewer desto besser könneerleydest^cn * Als man nrmpt darzu wol gereinigten Leymen zwey Lheil: Roßkaat/ so auch außer-lesen / wie obm gemeldt/ einen Lheil / vnd damit der Leymen desto stärcker.werd/vnd nicht Ss «stffreiß auffreyß ödtt Schrütldm bekomm / ihm man auch em wenig Iregelmce! vüd Dlmdcrn von Eyfen klein zerrieben 1 oder vngelöschten Katck oder PulUensierten Gi)pö hin ;u / vtid macht es alles mit SatHwaffer vnd Eyer klar zu einem Teyg. Änd dieses sind also die vndcr-fchiedtlicheLeymcn zum lutiern fast nöhtig/ wer da will/ kann bey denAlthimistm derftlbrgett noch mehr erlehmm. Don dm gemeinsten O efen zum deMeru gebräuchliche Cap> vsi urwelchen ich allein die gemein sten mit kurtzen vnd wenig Worktcn zu beschrepben O^Sgeden cke ldie andere sindt bey den Alchimisten zu finden. Eosindt äber sotcher gemeinen Deftn zwcyerley Geschlecht. Die erste werden setzk gemeinlich gebraucht / vnd Aosenhüt oder Helm gmennt. Die andere sindt die destillier Defen/ deren Form vnd Gestalt nichtein Isondern viel vnd mancherley zu sein pflegt. Hiebey ist nohtwendig zu befrachten / der Drt/ da mann die Defen zum destilliem hin stellet/ vnd auffrichten willauffdas grösser Schade vermiden werde/ sintemal cm jeder schuldig ist Idas Ende seines Wercks zu bedencken. Die Brennöfen / den Hafnern gemeiniglich wol bekannt/ werden von gebrantem Erdkrichgemacht/allenthalben verglasurt/ vndalfoformiert/ daß man sievoneinem ork zum ändern tragen vnd bewegen kann Iwie in dieser Figur zu sehen. ^Eßgleichen werden auchOeftnmttBeym/ drchen/ oder vierKolben gemacht/ welche ^Kolbm man mit einem eintzigenZeuwer kan erwärmen/ vndinkinemjeden ein besonder Wasser ^ÖaflTer defiillM/ sindaberm'cht von einemDrtzumändern zu tragen müglich: Dero wesen man denn die Stätt/da man sie auff zurichten begehret/ deß da fleijsigcr betrachten Muß/ ob ncmlich auffeiner oder der ändern Seiten / hinden öder fornen/ vndcn oder oben einiger Schadt darauß entstehen könn. Wie gleichöfirlo / ob er/ der Dftn Iauff einer Hölßernen Bünen oder einem Eßerich stehen soll/wie dick der Estcrichsey / vnd wenn die Affelbigc Glaß lest man mit dcn Blumen von den Roscn/Vtoln/Wegwart/ Korm osen Lindenblüet Pftimmmblüer/ Wullkrautblumen öder wo von man will/ hiß vber die helfft füllen / macht ein Creutz von Höltztin oder von einem Schindel Deller so voller Löcher also daß cs auch mit einem Höltzernen Crcutzlin versperret sey/obendarauff/ Mrtztesalsoauffcinan-der Glaß/ daß es mit seinem Mundkloch in das ander Glaß hinein gelange / lest sie an dem 4>rt da sie also in einander gerichtet sind damit kein Dampffherauß komme wolverlutieren Ivnd setzt oder henckt sie beydealßs daß das jenige mit den Blumen oben fey in einem Hafenscherff an die Sonn / wenn vnd än welchem Drt sic am aller heistcn scheinet/ fokropffetdie Feuchtigkeiten auß den Blumen lnach deinem begeren indasvnderste Glaß hinab. Don derDeMatwn / so im Backofen geschicht / vnd deftillatio per panem gMMNet Wll'd. Cap. x. dem dritten modo, als nemlich in der destillation / so in einem Backofen geschieht / DE vmbschlagt man ein Glaß wie ein Gukroffformieret / mit Rosen/Amcyßeyrn/Korn-OtzArosen/ Wegwartblumen/Lilgen Ioder was Man wil/gefüllet / vnd oben mit einem Höl-tzernen Aapffen wol ver stopffek / rings herumb mit einem Layg von Meel vnd Wasser gemacht lvnd zumBrodt berept/schiebt es also mit dem ändern Tayg in denDfen hinein/lests/ biß alles Brodk gebacken / darinnen stehen Inimpk es folgendts von dannen heran ß / löst den Laygnach dem es von sich selbst erkaltet fein gemächlich damit das Glaß nicht zerbreche/ davon ab Imacht das ® laß miss/ seihet die Feuchtigkeit in ein ander gläsern Gefäß / vnd wi-derholck alles wie zuvor / vnd wenn es dich auch also noch nicht lauter genug bedünckt / so laß es widerumb durch Das Filtrum destillieren. Vnd diese zu sampt der nachst vorigen sind zwen fast bequeme weg allerley Augen Wasser außdenBlumen zu destillieren lals in welchem ihnen jhr Geschmack/ vndKrasst Durch die Sublimation ober Aussstcigung nicht genommen wirdk. Von der Destillation / so in einem Roßmistgeschicht / vnd deftillatio per fimum equinum wirdk. Cap. ss. Er vierdke modus zu destillieren / geschieht in einem Roßmist vnd nimpk man zu derselbigen ein Glaß Iwie ein Kürbes formieret / vnd Dero wegen auff Lateinisch cucumer, beyvns Teutschen aber ein Kolb gettcnnt / vnd bedeckt dcnselbigenmit einem blinden Helm: oder erwehlek an dessen Skat ein anders so in der mitte eng / vnden vnd oben weit/vnd von den Lattinifchen Circulatorium genennet ist / deß gleichm in dieser Figur zu sehen. ^Vller vm dritten Lheril Blumen/ stopfst das Glaß miketttem Japffen von Hoitz woizu/bestmchtö einem Lcpmcn/ wie in dem Capitel von dem Luto ist vm meldt/ stellet das Glaß also verwahret in einen warmen Roßmist/ in einem verschloft sen Kasten oder Stall / macht die Ehür hark zu lest das Glaß vier Wochen oder langer darinnen stehen / den Mist in solcher Zeit sc zu vierzehen Lagen einmal rcno-uiern vnd verneuwern nimpt es hernach ivon dannen herauß zeugt den Japffen # 1 machlich hinweg / seihet die Feuchtigkeiten ^ . mein ander Glaß / von den Gelahrten der Pelikan gcnennk/vnnddessen FigUrallhie verzeichnet ist / Wik deren ncmlrch zwcy vnder--fchiedtlich/ vnd secinß in das ander gerichtet/ ab. SW solches erngrabenm den Roßmist/ wirdt zum ändern oder drittenmal / biß man fein in dem pellkan oder ändern dergleichen genug hat/ wiederholet/streicht die-selbige als denn mit dem Luto sieissigzu/ vnd lests vierzchen Lag in dem Roßmist stehen / so steigen die Makcrepen in der mitten deß Kolbens in die höhe/ lauffen in den Darmen widerumb herab / oder auß einem in das ander vnnd geben also schöne Feuchtigkeit einer weit grösseren Wurckung/ von sich. Vnd also werden auch andere köstliche Wasser/ als das Aumm p ö tabi le, Aquavite, vnd dergleichen in dem peUkan mnsici-ert lvnd durch das AuffvNd Absteigen lin alle weg verbessert. VonderDeMation/ fontcmcm Ämeysshauffeu gcfthicht/ VNd deftillatio per formicas genentikt Wirdt. Cap. xi/. _^N dem fünfften modo zu destillierN/ als der in einem Ameyßhauffen geschichk/ „ H man einen Gutroffmit Blumen gantz vnd vergrabt denstlbigcn vrer- 60 zehen Lag oder etwas langer Idarnach man sihct / da ß es Wasser geben hak / wie oben gemcldtwol verstopfft/ in einen Ameyßhauffen hinein/nimpt es nach solcher Zeit von dannen herauß/ seihctdas laUtcroben ineinander Glaßab/ vndhenckt esandie Sonn/ oder fetzkö in einen pellkan in den Roßmist zu rectisiciern/ wie oben gerneldt/ so wirdt ee lauter vnd schön. Ebener Massen pflegt man auch Wein in ein Glaß zu thtm/ dasselbige wie vor gesagt/ wöl zu verstopffen/ vnd vier Wochen in einen Ameißhauffen zu vergraben so wird es so schön vnnd lauter / als were es in einem Alembic destilliert / vnnd bekompt einen guten Geschmack vnd lieblichen Geruch. Vnd auffsolche weiß wird auch der Mcyenkaw destillieret vnd bcreyL QÖOtt Der Deftillation tlt Dcttl Balneo Marias, deftillatiö per Balneum Marix, oder in duplici vafe genannt. Das fiij. Capittk. Er sechste Modus gefchichk in dem Balneo Marias oder in duplici vafe, denn mann ftyt die gläserne cucurbitam m einen Kessel oder küpfferne Capelln mit einer küpffcrnen Röhr / wie vorgemelt/ dämit der Dfm/in dem das Wasser vber sich steigt/nicht naß werde/ in ein warm WaM/füllet dieselbige cucurbitam biß in die mitte mit einem Saft't/Kraurern/Blumen oder Früchten/was man will/klein gehackt/ stellt sie also gefüllt auff einen bleyerncn RrNg/wie in dem vierdtcn Capitel dieses ersten Buchs ist vcrmclk lmacht oben vmb das Glaß cm Gurt oder Bendel dreyer Finger breit nähet vier breite pater nofter Ringlin daran: Nnd wann das Glaß auffdem bleyernen Ring steht/ (als der da auch vier durchlöcherte Dhren Ivnnd an einem jeden dersclbigen ein besonder Schnur angeknüpsst haben soll/wie in dieser Figur Zusehen) vnd in das Wasser gefttzet ist/ so bleibt es unbeweglich stehen / daß sonsten mit Nichten geschehe / so setzt Man den.A-leMbic wöl verlükirt/ wie in dem fünfften Capitel ist vermeldet/darauff/vnd mache ein solch Feuwer in den -Ofen daß das Wasser nicht sied oder heyser werd/ als daß maNN einHaNd darinnen leiden kann:Bey welchem Geschäfft mann denn alle zeit ein ander warm Wasser bey handen haben muß / damit Mann den Kessel wider fülle/ wan sich das in dem Kessel verzehrt. Denn wo der geringste Tropffe eines kalten Wassers aüffdas Glaß koNtpt/ springt es also bald cntzwcy. Wenn aber das Glaß nimmer kropfft Iso ists ein vngezweiffelt Zeichen jdaß die Matery außgebrennee scy derowegen lest mann das Glaß alßdann vberNacht stehen/ vnd von sich selbst erkatken:Dcnn wo es also hcyß hcrauß gezogen wird / pflegt es von der gahen Kühlung oder von dem kalten iüfftl zu zerbrechen Iderowegen mann denn in solchem herauß ziehen destogrössern Fleiß gebrauchen muß. Fermer must du zü solchem destillier« auch haben ein rundt Brektlin / so in der mitten mit einem runden Loch versehen / vnd also von einander geschnitten sey/daß mann das Glaß durch solches Loch möge hinein setzen / vnd das Wasser die Hitz desto tätiger könne behalten. Ja mann macht auch offtMals einen solchen Dfcn/ da sechs oder acht Gläser neben einander können stehen/ dergleichen der Bischoff von Trier einen gehabt hat mit einer langen Röhr: Denn vnten in dem Röhr ligt das Feuwer/desseti Hitz durch eine Büne vber sich steiget : Dben aber auffder Bün ist ein Bütte von Holtz gemacht vMb die Röhr vber der Bütten ein Deckel Ivnd in dcmselbigett viel runde Löcher: Auff oder in einem jeden Loch steht ein Glaß,dessen inliegende Makcn-en von dem Dampffdeß Wassers also bald dcstilliern. Aber solche Defen sind nicht gur für den gemeinen Manu darumb ich seine Beschreibung auch desto kürßer Hab gefast. AllcWasser aber/so in dem Baineo werden destilliert behalten den Geschmack jhres Krauts/auß welchem sie destilliert sind/ vnd werden derowegen auchvor allen ändern fastge-lobek: Vnd solches alßdcnn noch viel mehr / wenn mann die Kräuter oder Blumen in ein Glaß thut/ wie in dem eylfften Capitel ist vermelt / fünffoder sechs Wochen in einem Roßt» mist putriflcierk/vnd alßdenn eins Mit dem andem in dem Balneo destilliert. Don Von derKunst zu dcsteliem. Von der Destillation in einem Pferdts Bauch / deftiilatio per ventrem equinum genannt Cap. priij, rTZbem siebenten modo oder werfe / nemltch indem Pferdts Bauch zu dest-llicm I lest 1 man das Giaß in vor erzehltm Massen voll machcn/fttzts/wie obm gelehm/m basBal-' neum hinein/thut Pferdkömist/ bey welchem weder Stro noch Hew sey/vubdamlk es in der dicke einem dünn gekochten Kraut ehnlich werbt in das Wasser hinein/ vnd geust die-weil bas Wasser sehr baldt darinnen wirbt verzehret / osst vnd viel mal warm Wasser hinzu/ vnbbiefts ist eines halben Grades hitziger Idenn das in dem Balneo Mariae, derowegen mau denn auch härtere Sachen darinnen destillieren kann den in dem Balneo Mariae, Don derDestillatiottin derAeschm/ äeüiHario per cineres genannt. Cap. xv. der Aeschen zu destillieren/ als welches der achte modus ist/ (Hut rein gerevrerteAe-\sehen in ein Capel lstrcwet dieselbige dreyer Finger hoch füllet das Glaß wo mit man ^will/dm dritten Lheil vol / vnd setzt es / so weit die Mattrym darinnen reichen / in ine Aefche hinein. Es muß aber die Capel/ in welche die Aesche gcstrewtt wirbt / nicht K üpffn u/ sondem jrrden sem/sintemal die Küpfferne von dem Feuwer verschmeltzen/ darnach setzt m..n den Alembic aussdas Glaß/kleibt jhn mit dem Buw,wie in dem fünfften Caprtel ist verme')/ fleissig zu/vnd macht ein solchFewer darüber/bey welchem/all dieweil man zwey an der schlag Vhr oder Glocken zehlen kann/ein eintziger Tropff vnd nicht mehr herauß gelang denn wo rs mehr oder geschwinder tropfft lso ist das Fewer zu groß derowegen man denn das W:nd( oder Lusstloch vnden vnd auch einen Theil der obersten Löcher vcrstopffen muß/denn fo valde solches geschichr / tropsst es nicht allein langsamer/sondern bekompt auch keinen so starcken oder brennmtzeten Geschmack/vnd wenn es nicht mehr tropfft/so laß dasGiaß allwegen vber Nacht/vnd ehe du es herauß thu est/also stehen/damit es nicht zerbrech/die Gläser aber werden auch biß auffden drittenLherl verlutieret/wie in dem fünssten Capitel ist erwehnet/daß sie desto weniger zerbrechen. DonderneuntmweisezudestMerm/lvelche indem Saut ge--- schicht Ivnd derenthalben deftiilatio per arenam genennet wirbt. Cap. xvj. Ernmntemodux zu destillieren/als welcher in oderdurch den Sank geschieht/ver-| helt sich aller maffen/wievon der Aeschen geschrieben ist/ ohn allein/daß man dieglä-)scr baß vnd mehr verlutieren / wie glcichsfals aüch bessere Glaser / als nemlich Venetische/die von Venetischen Glaßscherben werden qemacht/vnd denn für dieAefche ge--reyterten Saat erwehlen / vnd dieCapel/ so hoch es dieNoht erfordert damit erfüllen muß/ das Feiver aber/ wirdk grösser nicht gemacht/ alßdaß je ein Tropss herauß fall/ alldieweil man eins Izwey oder drey an der Glockenerzehlen kann wenn anders solcher /Destillation jhrgebühr geschehen sol / denn es ist ohnzwen derhöchste Grabt der destillicrung von Hry/ darumb ie grösser vnd hitziger das Fewer ist Ije gemächlicher man destillieren sol damit die Gläser nicht zerbrechen/vnd die Wasser keinen stinckenden vnd brennmtzeten Geschmack bekomm. Auch sol man die kräuter in dem Sank oder Aeschen nimmer so dürr auß brennen/als man in dem Balneo MariX vnd dem venrre ecjuino zu thun pflegt: Dmn in diesm beyden deftillationen, als dem Balneo vnd ventre equino kann man sie nimmermehr so dürr außbrcnnen/ daßsie stincken oder brmtzcn / aber m der Aeschm vnd allermeist in dem Sane geschicht es sehr baldt Ivnd bekommen gemeiniglich einen stinckendm Geschmack / darvor man sich wisse zu hüttm / damit man dieWasser desto länger könne behalten. Von der desullatton/ sl) ohne Mittel/ vnd also bloß bey dem Fewer geschieht. Cap. xvij. Je zehenre destillatio geschicht ohne Mittel/ vnd also bloß bey dem Feuwer/ sintemal zwischen demselbigen vnd dem Kolben nichts anders zu'finden ist / vnd auff solche weise pflegt man das Aquam fortem oder Scheidtwaffer / vnd andere dergleichen Et starcke starcke Wasser desiilliern / bey welcher Destillation man denn ein E ysm einem Dryfuß ehnlich/mitken in dem Dfen/ vnd an allen Enden in die Wende dcsselbigcn onzu mauren/das Glaßauß Venerischen Scherben zu machen von oben biß zum Ende hmabwcrß zwccn quer Finger dick zu verkleiden Ifolgenie den dritten Lheil oder nach dem man will / zu füllen/ auffden Dftn / der auch mit einem Leimen muß verstrichen sein hinauffzu setzen / den Ofen gleichöfatszuvcrlutieren Ieinen Alembic auffdas Glaß zu ordnen einen recipiemen vor-zu setzen Ivnd alles fleissig zuverkleiben pflegt / schien dem Fewcr erstlich auff drey oder vier Stundt je langer je mehr zu Ilest die Lufft: oder Wmbtidchcr am Anfang vcrscbliessen vnd -erselbigen Fewer auff dem Rost vnd gegen den Kohln / denn wicwol etliche die Löcher vndcr den Rost machen Iso ist es doch meines Erachtens also viel bequemer als auffwetche weise man das Fewer besser mindern vnd mehren kann/ sintemal mitdemScheydkwasser vnd ändern dergleichen Sachen nicht zu schimpffen. Derowegen denn alle Jeir ein grösser Fleiß erfordert wirdk/daß man nemlich das Glaß allwege von jhm selbst lasse erkalten / ehe es her-auß genommen wirdk /wiewolder mehrer Lheil Glaser in welchem Scbevdtwasser vnd dergleichen destillieret wirdt Izerbrechen / dieweil der Helm ehe die Spiritus oder Geister heran ß kommen/ von der Hitz so rohk werden Ials jergendt ein Rubin sein kann, Äon dm gemeinen brettttöfflin / der Rofenhut oder Rosenhelm genennk lvnd wie man in demselbigen destilliert. Cap. xviij. 3* Destillatio in den gemeinen 'L^pn 4>fm / als da man viel Wasser C^Tbcgehrk wirdt etwa« mit Holtz/ Kohlen Segspanen oder Lohklößen verricht/vnker welchen das Holtz amaüervn-bequcmsten ist / als von welchem die Wasser sehr gern brennmtzen es werde denn Sank vier quer Finger hoch vnder die Pfannoder Kacheln gestrewek dieftlbige Geschirr von Erden vnd verglasert oder auß Kupffer gemacht rings hem mb mit Sank vmblegk vnndalso verkleibet/ daß man sie mit den Händen nit leichtlich auß dem Ofen heben könn nach welcherVor-bereytungman denn das Kraut loder was zu destillieren ist/ in das Gefäß hinein legt / daft felbige mildem Helm bedeckt Ieinen langen Riemen vor, keinen Luch / mü einem dünnen Leimm genetzt/vnd die Fugen deß Helms damit verstopfft / endtkich dcß Vorfttzlins nicht vergist/vnd damit der Geschmack vngeruchdeß wasscrs nichtverfchwinde/dasselbige versetz-linmitdem Halß deß Helms / als welcher in es/das Vorfttzlin hinein gelangen muß wol verkleibt. Wenn solches alles geschehen / so macht man das Fewer groß oder klein / je nach dem es dieNoht erheischt lbricht Iwann es nimmer trepffk / die vcrkleibte Fugen vnd Gefast auff/vnd legt andere Krauter hinein / wer aber viel Wasser außwenigKrautzuhabm begehret/der lege die Krauter nicht vber drey quer Finger dick.-Dre Blumen nicht stchs vnd die Früchtehöhernichkalszwenauffemander ldenn wo sie zu dick darinnen liegen/da wirdt die Feuchtigkeit der zu vnderst liegenten Krautern durch dieHitzedeß Fewers verzehret / ehe sie durch die oberste Krauter sublimiern/vnd in den Helm gelangen kann wer demnach köstliche Krauter, als Maioran lRoßmarin lLauendelblumen / vnd dergleichen / deren man kein grosst Mange haben kann, zudcstilliercn begehret, der lasse sich der Mübe nicht verwiesen/wenig auffeinmalemzulegen lsintemal das wenige seinen Nutzen nicht em/sondern zweyfaltig von sich gibt. Eslstauchzumercken, daß alle Wasser/fö in Glasern destillieret sindt/fürdiebestewck-den gehalten/ nach denseibrgen die in verglastrten jrrdencnkolbenvnd hclmen.Imn dritten die in den nrrrirrrvTuxnw^ in dm Pfannen von Bley vnd Imneren Helmen / vnd denn die in blcyemen Helmen vnnd Pfannen zu gleich. Wie ich deft zu Straßburg selbst gesehen/daß man vnden bleyerne Pfan-um gebraucht/jedoch bey einem kleinen Fewcrlin von holß / welche pfannen einer Handt hoch mgereykme cischenvndin keinen Sam werden gesetzt/ damit sie nicht köntenzerschmeltzen. Sie küpffemeHelm/ale welche man zu solchem destillieren auch gebraucht/werden inwendig verzinnet/ nach welcher denn der Güte nach die erene folgen. Wtcwol diese beyde letzte/ als die vonkupffervndErtz vmbzweyerley Vrsachen wellen zu fchewen sindt/ dieweil sie nemblich gemeiniglich rohtfarb waffer geben/als were es gebrochener oder abgefallener wein/vnd dem-felbigen wasser ferner auch einen brenentzelm oder ändern bösen geschmack anhencken/vnd zumandemdieweildaskupffer/mehrdenalleanderemetall allwegeeines gisstthechafftigist. MevndauffwelchewelsemanemiedesGewächsmsonderhettd^ stillieren könn. Cap. xix. • x ’ > Ach Erklärung vnd weitlaufftiger Beschreibung der vnderschiedtlichen wege zudeZ . stilliern/zu sampk derselbigen Gefäß vnd kolbcn/wil sich in alle wege gcbürm daß wir va xi,'auch einen Bericht geben/welcher weg vnd modus sich zu einem jeden kraut ^oder ge-wachs in fonderheit am besten schicke/damit sein krassk vndTugendr desto besser werde herauß gebracht/vnd in das davon destillierte Wasser verwendet/so ferr es nemlich sein vnd geschehen ^ . kann/sintemal nicht alles in vnferm vermögm stehek.Derowegen welche Blumen oderBlüek $0 keinergrossen Mange wachsen/vnd etwan nicht wol zubekommen/ die soll man in einemA-lembic von Glaß/vnd in dem Blanco Mari^vnd sonsten in nichts anders destilliern/dieselbi- , ge auch als denn einfamlen/wenn sie ihre volkomene gröffc zwar erreicht/jedoch noch nicht abrufallen begercn/oder ein bleiche Farb bekomm/darauß man abnemen kann/daß sich ihre ver-derbungnahek / sie werden aber fein lückerin den kolben gelegt, vnd wieindemdreyzchenden Capitel bey dem Lalnoo IvlariL vnd gleichfalö in dem vicrzehenden bey dem ventre equino istvermeldt/sanffkaußdestillieret/vnddaswaffer folgents nachdemes in den recipienten istgefamlet/an dcrSonnen/wie in dem folgmden ein vnd zwantzigstenCap.Meldunggesche-hensol Ireckificierk. Wer aber das wasser solcher blumen noch besser vnd krasstiger haben wil/ der thu die blumen in Das mxl exion m Jahres fnst zu verwandeln/ da denn ihr G D durch dre Kalt oder Hitze gemildert vnd gemindert wirdt. Allen vmbschweyff aber zu vermeiden / wil ich mit kurtzen Weilten erzehlen wie lang alle Wasser in gemein vnnd ein jedes insonderheit were/vnd nützlich zu gebrauchen sey/ vnd dieweil von solcher ihrer güte sehr schwchrlichgeurthcilet werden kann/ist desto mehrvon uöhten/daß man sie mit besondern Icdelin bchenck/vnd eines jeden Alter in dicselbige schreib. Es kann aber ein jedes Wasser ein gantzes Jahr gut bleiben/vnd mit nutzen gebraucht werden lwenn man cs nur recht vnd nach Gebühr Hai gcbrcnnt / vnd wol verwahret: Wo es aber nicht recht vnd wol wirdt gehalten / kann cs solche Jeit nicht erreichen sondern verlrehree seineKrafftevnd vcrdürbt. Also pflegen auch die Wasser von etlichen Thiern gebrannt/ kaum ein Jahr zu wcren Isondern gemeiniglich vor der Acit zu verderben. AlleWasser von Blumen destillieret Ials die von Bappelnblüet Borretschblumen/ blaw Litgen IBoncnblüet IblawVioln IHolderblüek Ibischblüek / Meyblumen /Hchsen-- zungenblumen / weiß Lilien / rc. weren von einem Jahr biß zum ändern wenn man sre nem--lich recht helk loder auch biß zum Ende dcß ändern Jahrs / wenn man sie in demselbigcn ändern Jahr durch ein Fikrum destillieret lvnd folgendtö in der Sonnenrectiflciert/ sindk aber vbcr solche Jeu dcß zweptcn Jahrs nicht zugcbrauchen. DasWasseradervonrohten Rosen wirdt Iwenn es recht bewahret / vnd alle Jahr reeti--flciert/biß zum Ende dcß dritten Jahrs behalten jedoch pflegt es im dritten Jahr mehr zu confortiern oder zu starekcn Idenn zu erkalten vnd zu stopssen sintemal jhme die kalte vnd Krafft zu stopssen durch die Jeik gemildert wirdt. Das weift Roftnwaffer abcr wcret langer nicht / denn zweyJahr/ wenn cs nach Gebühr verwahret vnnd rcctificicret ist. Also auch das Wasser von wilden Rosen / behalt seine Krafft zu kühlen zwei) Jahr gantz vnnd vngefthwachk welche Kraffte doch im dritten Jahr fast abncmcn / vnd rn eine Starckung werden verwandelt: Ist derowegen vber das dritteIahr nicht zu behalten Ivnd jedoch jedes Jahr zu rectifieicrn. Gleicher Gestalt bchelt auch das von Seeblumcn seine kühlung biß in das vierte Jahr : Wirdt aber ldieweil man es wegen seiner grossen Kalte vnnd Kraffte die Em-pfindtligkcit zu benemen lden halben Theil für Gifft zu hatten pflegt / das erste Jahr nur ausserhalb deß Leibs gebraucht / das ander Jahr mag man es zur Kühlung emne-inen Iin dem dritten aber wirdt jhm die Krafft zu erknlen temperiert derowegen man es am Ende solches dritten Jahrs außfthütten Ivnnd nicht mehr gebrauchen soll es jedoch alle Jahr / so lang es für gut gehalten wirdt wie hie bevor offt vermeldet rectificiern. Eben solches wirdt auch von den wassern der rohtcn kornblumen vnd magsamenblüet gesagt. Alle Wasser von den hitzigen Krautern lals nemlich Ehamillenblumen/ Dauftntgüldcn--blumen ITaubnesselblüet/Dillcnblüet / gclbVioln / Genftrichblumen / Lauendclblumen/ Roßmarinblumen IMaioranblüet ISalbey IS. Johanskraut blumen rc. bleiben / wenn sie anders gchaltcn/vnd alle Jahr einmal rectiflcicrck sindt erreichen das Ende dcß zweptm Jahrs lalsBeinholtzblüct/ Küttcnblüet/ Lindenblüet/ Pfersichblüet l LJueckenblumcn/ Scblehenblüet/ Wcißlilgenblüet/ vnd dergleichen. Zum dritten die Wasser auß dem Laub oder Blattern der Baume destillieret/ als das von Bernhöltzcn Laub/Birckcnlaub/Buchenlaub/Eychenlaub/ Epphcwlaub/ Efthenlaub/ ^ Hartriegellaub / Reblaub ISpindelbaumlaub ISeucnbaumtaub Damarrfthenlaub / re. wcren biß auffden Anfang dcß dritten Jahrs/wo fcrr sie anders recht gebrannt / reekisieiert/ jhren Gefasen wol verstopfft/vnd an einer bequemen Statte verwahret sindk. DieWasservonKrüchtendestillieret/alsdievonWacholterbeeren/Brombecren/Bonen/ Bonenhülftn/brentWegrichsamen/Erdtbcertt/Erbsen/Pflaumen/kürbsen/fthwartzeodek rohtcn kuschen IMeerlinsen IMaulbeern / Melonen/ Nüßleiffen/ Pflffcrlingen/Saurach oder ferners Schlehen Iwilden vnd zamcn apffeln / wilden Pyrn/ rc. wcren langcrmcht / als von einem Jahrzumandern Ijedoch auch dasselbigcnicht alleIeit / sondern als denn allein/ wenn sie nach Gebühr werden destilliert/reetificim vnd wie vor erwehnct bewahrt. Lk ‘ Die Die Wasser von denen froufmt Iso nicht zu kalt / noch zu feucht vnd glcichfalö auch nü fast hitzig oder dürr sindt Ials ncmlich die von Boncnsiengcln/ Borretsch/Brunellen/Brun-krcß / Bocksbart IBucken / Cappeekraut / Creutzwurtzetn / Taubcnkropff/ Denmarck/ Egclkraut / Endiucn IEpss/ Frcyfam IFünffingcrkraut Gottes gcnadt /Garb/ Gundele rcben IGünstcl IGauchklee IIngrün / Gartenklee / kölkraut / körbel Lattich / Leber kraut/ Meyntawe/Nachtschatten / Petcrsilgen/ Pasienenkraut / Pfaffenkram Stengel/Rein- farn ISawerampffer / Schluttenkraut / (gchaffthcrot’ / Steinbrech Scabioscn Schcl-Kraut ISank Peterskraut lWeggraß lWegweiß / re. wehren von einem Jahr biß zum Endcveß ändern lwenn man sie in aller Gebühr / wie offt erzehlk bewahret. DieWasser der fast kalten krauter Ialß deß Alrauns I Bilsenkrauts Burtzelkrauts / Haußwurtz / Meerlinsen / Magsamcnskrauts Maurpfeffer / Wundtscberling/ re. bleiben von dem ersten biß zum Ende deß dritten Jahrs gm / wenn sie in allen Dingen wie offt erzehlt ist/ werden gehalten.Ausserhalb deß Leibs aber zu gebrauchen bleiben sic in ihrer Wir-ckung zu erkalten zwey gantze Jahr starck genug: Pflegen aber in dem ersten Jahr die Em-pflndtligkcit zu benemen Iim ändern Jahr fast zu erkühlen / vnd in dem dritten wirdt solche ihre Erkaltung nicht wenig temperier/sindt dcrowegm in dem ersten vnd ändern Jahr ncrhalbdeß Leibs lkeineswegs zu gebrauchen gleich wie denn auch vnderjhnen nimmermehr vnd zu keiner Jcik für sich selbst Iallein von aussen vbergelegk. Die Wasser von den Krautern leiner hitzigen vndtrucknen Substanß / alsvondemAn-dom lAlant IAgley lAron lBachmüntz IBiberncl Basilien Cardobencdictcn / Chamü- len lLaub nesseln iDrllen lEysen Kraut / Eykernesseln / Ehrcnprerß/ Gamandcrlin/Gen-fcrtch IHaselwurtz IHirtzzung iHopffen JHeydt Lauendcl/ Maioran Melissen / Muntz dder Balsam INept IDdermeng / Lrecht / Dsterlucey / Polet) Duendel / Rauten Roß-marin / Scnffkraut / Salben / Steinklee^/ Sank Iohannskraur Sinau Sanmckel-kram / Wintergrün / Pfop vnd dergleichen / bleiben gut vnd bequem zu gebrauchen / biß in das Ende deß dritten Jahrs ljedoch au ff offt crzehlte weife damit verfahrn. Der Wasser von den Wurtzcln einer groben feuchten vnd schlcimichken Substantz als denWurtzeln von Borretsch / Braunwurtz / Fenchel Hundtskärbs Petersilgen/Patze-ney /Duecken / Rettich / Rüben IWallwurtz Weißlilgen Wcißwurtz re. kann man sieh langernicht/als von dem crstenIahr brß zumandem gebrauchen in offt gedachter bewahret. Der ändern aber Ivon den Wurtzcln einer hitzigen vnd truckcnen Natur als vor. Alant Angelica/Bibernel lblawe Lilgen lDenmarck/ gelbe Lilien / Nesseln / Spargen / Sank Christophelwurtz /re. Von eincmIahrbißzum Ende deß ändern auch wie vor gesagt /bewahret. DieWasser von den Lhiern ials von Atzeln Andrechenblut / Amevßcyrn Bock.f h\fl Dachscnbluk lEselsblut IEydottern / Eyerweiß / Fröschen / Hüncrn Hüncrmagcn/Kap-pcn Ikühkaat Ikühmilchraum Ikakbsblut / Mucken Menschenblut Mcnschcnkaat Lch- scnblut/ Schweinsbluk/ Störcken ISchnecken Schwalben / Tröster/ von Bienen vnd was dergleichen mehr ist/lassen sich nur ein Jahr in der Lrdnung wie vor crkleret / behalten vnd zu nutzen gebrauchen / das eintzige Honigwasscr außgenommen/ als welches seine krafft biß in das fünffk vnd sechste Jahr behelt/wenn man es nemlich alleIahr in derSonncn lestrectiflciern. Alles das jenige aber Iso biß her nach der lange ist erzehlet worden/ mit kurtzen Worten zufassen/vnd gleichsam zu widcrholen lso wehren vnd bleiben alle Wasser von Blumen/ frau-fern lWurtzcln / Früchten vnd Lhiern einer kalten vnd feuchten Natur / oder einer groben/ dicken Ischleimichtcn vnd feisten Substantz Ivon einem Jahr biß zu dem ändern gut welche aber in der kalte den vierdten Gradt erreichen Ibehalten jhrc krafft etwas langer wie in diesem Capitcl zum sechsten mal widerholet ist/deßgleichen alle Blumen einer feisten/ schleimichken/ feuchten vnd dicken Substantz/ bleiben bcy ihren krafften/wie jetzt gesagt. AlleBkueteinerdünnen/ subtielen/dürren oder hitzigen Natur werenöißzudem Ende deß ändern Jahrs. Welche krauter einer hitzigen Natur sindt sich auffein bittere neigen/ vnd dürre/dünne/ fubtieleStengel vndBlattcr haben/ vnd glcichfals die dürre Blumen wercn von einem Jahr biß zu Anfang deß dritten. Alle VonderKuttstzu dcsnllicm. ;oI en Substanz/behalten ihre Krafft von dem ersten Jahr biß fast zu dem Endcdeß arideren. Alle Wassernuß hitzigen Idürren vnd subtrelen dünnen Wurtzeln destillieret erstreckest ihre Krüffte biß in den Anfang deß dritten Jahrs. Aller Kalken vnd feuchten Thier Wasser leiner schleimigen vnd groben Substantz/miS einer sauere vnd süsse vermengt lbleiben ein eintziges Jahr frisch vnd gut. c Alle Wasser von hitzigen Früchten einer kleinen vnd dünnen Substantz / die sich zu einer pürre vnd bittere neygek / verharren biß zu dem Ende deß ändern Jahre in jhrer güke. Vnd auß diesem biß her gegebenem Bericht / kann ein jeder leichtlich abnemen vnd erkenn hm iwie lang ein jedes Geschlecht tvere vnd zu behaltm sey. . Welche Blumen / Krauter lWurtzeln ISamen oder Früchte aber in Wein werden mp gebeyst inachmals in demselbigen destillieret/ vnd folgents rectificierek verstopsst / vnd an einem bequemen -Ort bewahret lwerm drey oder mehr mal so lang / als von den vorigen ist vermelde. , Wenn du nun die Wasser also behalten lvnd auß jetzt eingenommenem Bericht erlehrner ha st/wie lang ein jedes beyseinm Krassten könne bleiben vnd weren sott du nicht warten/ b»ß eins oder das anderverdürbt lsondern thu dasselbige / welches du von newem bereytm wric/in einen Kolben Iwürff den dritten Theil seines Krauts / Blumen l Wurtzeln oder Früchte / frisch gesamlet vnd zuvor gestossen/ hinzu beyße es drey oder vier Stundtin einem Balneo Maria: mit einem blinden Helm ohne Rohr wol bedeckt oder m dem Gefäß das Circulatorium genannt Ideren heyde Figurn allhie zugegen sindt. Als erstlich der Geschmack/ durch welchen die destillierte Wasser von Rosen/ Balsam Melissen /Mayblumen/ Chamillenblumen IZ)sop/ Lauendel I Roßmarin / Maioran/ Fenchel/Poley/ rc.woferr sie in dem Balneoi oder bey einem gar sanfftemKohlfewerlin destillieret sindt/vnd folgents wol verstopsst gewesen werden probiert vnd erkennt / denn wenn du dcrselbigcn Geschmack zu samptdem Geruch mcrcklich gemindert geschwächt oder gantz vno gar verlohrn befindest / so wiß/ daß solche Wasser nichts mehr tügen wenn aber die Wasser keinen Geschmack mehr haben lsogieffe sie (als welches die ander prob ist / von der Höhe herab Idenn wenn sie wie ein Faden oder ein Wein so dawepch worden herab fallen/ so ist es ein gewisses zeugnuß jhrer Verderbung derentwegen sie billig hinweg zu schütten sindt. Jum dritten lest man einen Lropffen solcher Wasser auss den Nagel eines Daumens fallen/simemal dicverdorbeneWaffernichtbaldtvnd leichtlich von demselbigen herabzu-siiesen pflegen.Aum vierdken wenn vnden auffdeß Glases Boden besondercWolcken erscheinen / die sich wie Flocken auß vnd von einander spreiten / so sey seiner Cormption vnd Verderbung gewiß Iwiegleichfals auch Izum fünsstenvnd letzten / wenn es das Wasser eist trübe rohte Farb vnd bösen vnartigen Geschmack bekompt oder nicht verstopsst ist/ oder keinen Jedel / als ein Aeugnus seines Alters / an dem Glaß angebunden hm. £)Der in einem Pferdksmist drey oder vier Tage ein / laß nach solcher Am de-stilliern Ivnd an der Sonnen rectrficiern/ so wem es seine völlige Aeit widerumb / jedoch kann vnd sol man solche destlllatiost Die Wasser aber zu erkennen / ob sie nemlich verdorben/ vnd derowegen hinweg -u schufen seyen Iist fast schwehr man wisse denn die AeU ldarinnen sie destillieret sindt. Jedoch werden der Zeichen durch welche man jhre Güte abnemen vnd probieren kann Ifürnemlich fünsserley erzehlk. vber das zweyte mal keines Wegs wwer-holen. ■ v ; 1 - . . >>> r.- Ui'r . , '■l;-v'v -i-.3 * ; üt/t-y’: 'r ■ ■ ' :.x : • . ■ .. , .. . .u». -ry; u.v . y-. - - t * U ! r ■ « - - ^ -i • ■ --- - - K- . . .... . **.1> t- \ ■ * • 4 ■ . r ; f ' --•> ' f- • : x , .. . ... • . . : >. , ■ • ' .. .r: ■;< . . ■ W/r-T,- r - x; :'.m »•_ .....V - :. . X ^ i^ . ' 'XX/' - DE DESTILLATIS AQVIS,' Das Von allcrley dcsnllimcn Wassern/ Mcht alletn der Gewächs/ Krauter/VluMrn/ Smnm vrrd Wurtzeltt z Sondern auch der wel vnd mancherlep Thter/ mt>derselblgm Stücke/ Wie nemltch vnd worauß ein jedes zu bereiten/ vnnd zu deß Menschen Leib nützlich vnd heylsamzu gebrauchen/ Erstlich Von HIERONYMOBmunschweig/einemerfahmett Wundrartzte von Straßburg Beschrieben vnd in Truck verfertiget: Ä1M mehr aber Auffsnewvbersehen/an allen Drten verbessert/ vnv vcrstündtlrcher an Tag gebracht. So4 Hieronymi BmUttschwcyg/ tes von Sttaßburg Anders Buch/ Von viel vnd mancherlei- destillierten Wassern / dersclbigm Kraffc / Wirckungen vnd heylsa- gttlnderOrdnung daszweyte/ von allen destilltettw Wassem / vnddcrsel-btgenheylsamm Gebrauch/ Vermögen vnd Kräfften / vnd damit der gemei-neMann / als welchen zu gut (dieweil solche das Vermögen nicht habm/ die Artzte zu ersuchen / oder andere Artzneyenzu bezahlen) ich solcheWerck geschrieben vnd publicteren lassm / sich desto bester darein können richtm/vnd eines oder deß andem Beschreibung desto eher finden / hat mich fürgut angesehen / die aller gemeinste vnd einfältige Ordnung zu halten / die Waster nach dem Alphabet zu setzen / vnd je auß einem iedm Buchstaben / deren denn drey vndZwantzig finde/ ein besonder Kapittelzu machen / die Gelährte haben solches nicht von nöhten / werden mir derowegen solche Einfalt desto wenigerzum Argen auffnemenvnd vbel deuten. Vdorn Waster zwen oder drey Tag Morgensvnd Abmtsge- truncken ljcdee mal auffzwey oder drey Loht vertreibt dm Husten. Ist den Engbrüstigm sonderlich bequem. Wie gleichsfals auch dm Schwangeren Zrawm Iauff zweyLohigetmncken Ikrafftigct die Frawm / vnd starckt die Gebmt. Andorn Wasser acht oder zehen Tag Morgens vnd Abents/je- des mal auffzwey Loht gerruncken Ivnd das Haupt damit bestrichen bringt gute Sinn vnd «Vernunffr. Andorn Wasser lawlecht gemacht / vnd in die Dhren gechan oder ein leinen Tuch darinn genetzt / vnd darüber gelegt/ vnd das offtwiderholet legt die Wehkagen der Ohren. Andorn Wasser Morgens vnd Abenks jedes mal ausszwey oder drey Loht / ekwan manchen Tag getruncken Ivertreibt das Blutspeien. Andorn Wasser Morgens vnd Abens Ijedes mal auffzwey oder drey Loht gerruncken wirbt wider die böse Fantaseien sehr gerühmt. Andorn Wasser heylet die frische Wunden / Morgens vnd Abents lawlecht bannt gewaschen Iwider gckrücknet Ivnd ein grün Wundt Pflaster darüber gelegt. Heylet mm Gebrauch. Vorrede. Sr^Ach dcm wir das erste Buch von der Kunst zu desttl- «g^yiicmt / durch Hulff vnd Beystandt dcß Mmckchtigm vollendet / fett Das I. Cap. Don Hm Andom Waffcr. gleich* Von allerlei) destillierten Tastern. 505 gscichsfals die offne Grschwer lso man sie Morgens vnd Abcntö damit wascht vnv leinene trnrtken vnd feuchten speisen hütet/vnd solches crwan maNchenEag in der ordnung braucht» Andorn Wasser gctrunekcn Morgens vnd Abents / jedes mal auffzwey oder drey Loht/ sick-ckt den Magen zu sampk der Brusi lLungen vnnd Leber Nieren Mützen mmd Blasen. Von Ampffcr Waster. (Mpffer Wasser offt vnd viel gekruncken vnd den täglichen Lranck damit gemischt/, ist glrt für den Durst in den hitzigen kranckheiten vnd Fiebern. Ampffcr Wa sser ge^ truneken sechs oder acht Dag / Morgens / Mittags / vnd zu Nacht jedes mal auff drey oder vier Loht / ist gut vor das gelbe oder Geelsucht vertreibt die Hitz von der Leber / wie vor gemeldk gekruncken Ivnd mit einem vierfachen leinen Tuch oder Hanffen Wer cd darinn genetzt/ein wenig außgctruckt / auff die gcgrre der Leber gelegt / vnd wann estru-cken wird!/widerumb-genetzt vrrd darüber gelegt vnd das zum Tag Zwey oder drcymalwi-verholet. ArnpffchWasser täglich drey oder vier mal gekruncken/ jedes mal auffzwey Loht/ bringt Lu st zu essen. Ampffcr Wasser löschet S. Anthonij Plag/ cm vierfach leinen Tuctz oder Werck darnrnen gerretzc 1 vnd vbergelegk Ivnd das täglich drey oder viermal etwan zrven oder drey Tage nach einander widerholet. AmpffcrWasser drey overviermal getrüncken /jedesmal auffdreyLoht / istgukwidek Grfft das von Hitze kornpt. Ampffcr Wasser ist gut zu allen hitzigen Dingen / denn es küler vnd löfchetallcs I was heiß rst/jnnwcndrg oder außwendig an deß Menschen Leib gebraucht /vnd deß Morgens INachts vnd zu Mittag jedes mal auffzwey Loht gekruncken/ vndaußwendigvbergelcgt.AmpffcrWasserlöschet dieHitz deß Haupts/ vnd vertreibt das Haupt Weh von Hitze Igekruncken lvnnd das Haupt damit bestrichen vnd von jhm selber lassen trucken werden. Ampffcr Wasser ist gut wider den Rohtlauff/ ein Tuch darinne» genetzt / vbergelegk/täglich zwey oder vreyMalwiderholek. AmpfferWasser vertreibt die Iik-termähler Iein leinen Tuch oder Werck darinnen genetzt / vnd darüber gelegt Morgens vnd Abents Ioder die Jittermahl damit gewaschen. Ampffer Wasser in die Augen gckhan z« jedem Tag einmal / ein Stunde vor Nacht erläutert das Gesicht/löschet dieHitz/ vndver-treibt die Röte von Hitz der Augen. Ampffer Wasser law in dieDhren gctropfft / vertreibe derftlbigen Geschwer lvnd macht sie hören. Ampffcr Wasser / jedes mal auffvier Loht ge-truncken / ist first gut für die Pestilentz. Ampffer Wasser Morgens vnd Abents Ijedes mal auff zwey oder drey Lohtgeeruncken/ istgUtdaeinMmschMaßleidigist in dem Magen/von vberrger Hitz deß Magens / denn es streifst ab die Schleimigkeit deß Magens vnnd bringt einen Lust zur Speise/ vnd das-sekbige Vermög seines ein vnd zusammen Ziehens durch welches es auch den Magen zü stärcken/ zu bekräfftigen/ vnd das Hertz vnd Gemüt zu erfrcwen pflegt. Von dem wilden Äffoltermistel Waster. As Wasser fol gebrannt werden auß den weissen Kvrnlin die auff dem Mistet j wachsen. - J Affoleermistel Wasser Morgens / Mtttags vnd zu Nacht je auffein Loht getrun-rken Iist fastgut / dann es stärckt die Lung/die clwan blöde oder vol Feuchtigkeit ist. Affolter-Mistel Wasser in vor gcmelder Massen gekruncken ist gut für den Husten der von der Lur^ gen her entspringt. VonAttich KrautWasser. Asbeste TheilvndAeit seiner Trennung ist das Kraut vnd Blätter gehackt vnd ge-trennt/wann esanfahet-u blichen. Attrch Wasser offrgetruncken vier oder fünff »Lohkauffeinmal/ macht zu Stul gehen. Attich Wasserist gutfür die Gicht/so man die Glieder damit reibt Ioder damit bestreicht / wo es die Noht erheischt. Attich Wa sser LNorgms vnnd Abmts Ijedes mal drcy oder vier Loht gctruncken vnnd gleichsfals auch darüber gelegt / ist gut für die Geschwulst außwendig an dem Leib / sonderlich aber für dieWassersucht. Attich Wasser etwan offk getruncken/ jedes mal auffzwey oder drey Loht/ ist gut für das tägliche Fiber. Attich Wasser gctruncken Morgens vnnd Abents/jedes maldreyodervierLoht/dienekwiderdieWehtagender Seitien wie gleichsfals vbergelegr/ wenn ein Mensch das stechmoder ander Wehtagen in den Seitken/von geblütoderFeuch-kigkeitm empfindt. Attich Wasser Abmts vnd Morgens getruncken jedes mal auffdrey Lohr / öffnet die Vcrstopffung der Leber. Vo»r Alant KramWaffer. As gemeinste ThcilvndIeit seiner Brennung ist die Wurtzel vnd Krautmir l der gehackt/ vnd im Ende deß Mepm gebrannt. Abcrviel bcfferist das Wasser allein mit feiner Wurtzel. Deß Wassers von Alant KrautvndWurtzcln Morgens vndAbents / jedes mal auffein Eyerfchal vol Ifünff oder sechs Lag getruncken / vertreibt dasgrüen. AlankKraukvnd WurtzelnWasser getruncken/ Morgens vnd Abmts in vor-gemeldter Massen Ivnnd seinen Lranck damit gemischt heylct die Brüch in dem Leib. AlantKraut vnd Wurtzel Wasser getruncken in vorgemclder Massen das Haupt damit bestrichen / von jhm selber lassen truckcn werden / vnd etwan offt widcrholek / stärcke das Haupt. AlantKraut vnd Wurtzel Wa sser etwa« manchen Lag getruncken/Morgcns vndAbents/ jedes malauffzwey oderdrcyLoht/ starcktvndkräfftigctdenMagen. Alant KrautvndWurtzel Wasser getruncken Morgens / Mittags/vnd zu Nacht j etwan manchen Lag Ivnd die Glieder damit gerieben vnd gestrichen/ starckt alle Glieder. Alant Kraut vnd WurtzelWaffer getruncken/Morgens nüchtern vnd Abmts so man schlaffen gehen vnd nimmer cssrn noch trincken wil Ijedes mal auffzwcp Loht ist fast gut für den Stein in dm Lenden vndin derBlastn. Alant Kraut vndWurtzcl Wasser in vorgemcldtcr Massen getruncken reiniget die Ntmt vnd die Blase. Alant Wurtzel vnd Kraut Wasscr/offt getrun cken/ jedes mal auffvicr Loht / macht wol harnen. Von Alant Wurtzel Wasser. ^X'l Lant Wurtzel Wa sserdas allein von der Wurtzeln gebrannt ist/ also das man die wur-q/I tzd stöst Ivnd Wasser darvon brennt/ sonderlich per alembicum, werc fast guk.Alant Wurtzel Wasser getrun cken Morgens vn Abmts / jedes mal auffzwcv Loht vnd den Wem damit gemischt lmacht die engbrüstigen weit / vnd weichet die Brust. Alant Wu rßel Wasser getruncken Morgens vnd Qlknt$/jedes mal auff drm Loht etwan manchen Tag lherlet diejnnwendige Bruch/ rupturas genannt. Alant Wurtzel wasseralle mal zwcy oderdrcyLoht getmncken lvnd Locher darinnen genetzt vnd darüber gelegt / vertreibt die Geschwulst der Mutter vnd Darme. Alant Wurtzel Wasser Werck oder Lücherdarinnen genetzt/ vnd warmlechtvbcrdieGesehwulstder Geburtsgeylegclegt/vnddeßLags dreymat /Morgens/ Mittags / vnd Nachte widerholet hilfft derselbigen wider hinweg. Alant Wurtzel Wasser ist fast gut getruncken Morgens vnd Abenks für dm Stein / jedes mal drey oder vier Loht. Alant Wurtzel Wasser Abmts cm autenLrunckgetrunckm/fides mal auff Zwcy oder drey Loht Ibringt den Frawen jhre monatliche Blum. AlantWlur-tzel Wasser getmncken lMorgens vndAbents jedes malauffdrey Lobt ist gut gut für Das Grün in dm Lenden / vnd befördert den Harn. AiantWurtzclWasscrgetruncken / zwey o-der drey mal / jedes mal auff vier Loht / treibt die todte Kinder auß Mutter Lab. Alant, i ur-tzel Wasser zwep oder dreymal ljedes maiauff vier Loht gett uncken weichet den Bauch. Alant Alant Wurßel Wasser ctwan manchmal jedes auffdrey Loht getrucken ist dem Maßdarm fthrbcquem. Alant WurtzelWassersttlletdcnHustcn / jedes mal auffdrey Loht/ offtvnd viclgetrunckcn. Don Agrimom'en oderOdermeng Wasser. As beste Lheil vnd Zeit feiner Brennung ist im endt deß Glenßen.Agrimonien oder >Ddermeng Wasser Morgens vndAbents jedesmal auffdrey Loht lawlechkge--Htruncken/ ist gut für den Husten Ikrücknek vnd reiniget das Miltz. Agrimonictt Wasser die Glieder damit gerieben / ist gut für die Geschwulst der Wassersucht. Ägrimo--nien Wasser Morgens / Mittag vnd Abenrs/ jedes mal auffein Eyerschal volgetrunckcn/ ist gut für die gelb vnd Gcelfucht. Agrimonien Waster ein gut Aeik alle Tag gerrunckm/ vnd seinen Lranck damit gemischt / reiniget dae bose Geblüt. Agrimonien Wasser Abenks vndMorgcns/jedes mal auffdrey Loht getruncken/ ist gut wider das böß vcrstopffk geblük im Leib Ies fty von fallen / stoffen oder schlagen / oder wo es sonsten sein mag. Agrimonienwas<- gm lvnd in ändern Gliedern lden jungen Kindern ein Loht einem mittelmassigen Menschen zwey Loht/ vnd einem gestandenen Menschen drey oder vier Loht nüchtern davon zu-krincken verordnet. Agrimonien Wasser ist gut für die Würm in den wunden vnd andere wüste wurmichte S chaden idieselbige lawlecht damit gewaschen an jedem Tag zweymak. Agrimonien wa ffer ist gut für das vierkagiche Fiber deß Morgens vnd Abcnts jedes mat auffvier Loht getruncken Ivnd reutet dieselbige aller Dings auß. Agrimonien wasser damit lawgcgurgelt/ vnd auch Morgms vndAbents vnd Mittags getruncken/wem weh in der! Kecken ist idrey oder vier Tag widerholct Ihilfft sehr wol. Don Agleycn Wasser. beste kheilvnd Zeit seiner Brennung ist /so dasKrautvnd Stengel mit einander !gchacktwerdm. Ägley wassergetruncken einmal zwey oder drey / jedesmal auff > drey oder vier Loht list fast gut für vergisst. Agteyen wasser getruncken Morgens vndAbents Ijedes mal auffzwey Loht list gut für die gelb deß Magens vnd deß Magen Mundts. Agleyen wasser ist gutgetruncken deß Morgens Mittags vnd auch zu Nacht/ jedes mal auffzwey Loht Iwider die Geschwer vnd Apostcmen in dem Leib. Agleyen wasser ist gut getrun (fett wie oben stehet Iwider die vbermassige Gall deß Magens. Agleyen Wasser etwan manich mal getruncken Izu einem jeden mal auff vier oder fünssLoht ist gut / da ein Men sch nicht zu Stul gehen kann. Agley wasser ist gut getruncken / jedes mal auffdrey Lohkanjcdem Tagctwan zwey oder drey mal/für das Grimmen im Leib. AgleyenWasser ist gar gut getruncken lvnd sonderlich für die Kranckheit deß Hertzen oder da ein Mensch ohnmächtig ist / vnd sich verstechet hat loder schwach ist/ vnd nicht weißwasimgebrist/der trinck dieses Wasser Morgens IMittags Ivnd zu Nacht / jedes mal auffzwey oder drey Loht ivnd mische den Wein damit / so kompt erwiderumb zu seinen krafften. Don Andmien Wasser. Ab beste Theil vnd Zeit seinerBrennung sindt die Blatter gestrafft von den Stem '&VJgeln/gehackt/ vnd im ende deß meyen gebrank.Andiuen wasserist gut getruncken auff &&Qzwey Loht Morgens vnd Abenks jedes mal/denen so eng vmb die Brust ist. Andiuien wasser manich mal getruncken Ijedes mal auffzwey Loht / starckt die Schwangere Frawen. Andiuien wasser also getruncken Imacht gute Sinn. Andiuien wasser getruncken Morgens vndAbents / jedes mal auff zwey oder drey Loht / so ein Mensch die Pestilentz hat / jehvier oder fünffLoht getruncken lwirdt sehr gerühmt. Andiuen wasser getruncken Morgens vnd abenks jedes mal wol auffdrey Loht/ist gut für die Gelbsucht.Andiuien Wasser zu alle mal ein guten Lrunck getruncken/bey vier oderfünffLohk/ ist gut für den Durst/ da einem ein vnord- Vv ff enlichcr mkcher Durst als in der Pestilentz/ oder fcharpffen her sscn Fibern ankompk.Andiuien wa ffer löschet auch die grosse Httz im Leib von der Leber ein Pflaster gemacht von Haussen werck/ daß einer Vpannm breyt sey / in Andiuien wasscr genetzt / ein wenig außgetruckt/vnd das asso feucht auffdikWeichederrechten Seittcn gelegt/ löschet alle hitz der Leber/ es sey in Fibern oderandern hitzigen Kranckheiten / also daß das Pflaster offt wrdcr genetzt vnd darauss gelegtwerdk. Andmienwaffer offt gerruncken/ jedesmal aussdrey Loht ist fast gut wider das stechen / vnd insonderheit wider das stechen an dem Hertzen / wenn es von vbrigem gcblüt oder von einer- heissm Feuchtigkeit Ioder von einem Fall Herkommen vnd entstanden ist. Don Aron Waffen ^x ^c. beste Dheil vnd Jeit ferner Trennung sindk Wurßel vnd Kraut vnder einander gehacktvnd gebrannt im mdedeß Menen. Aron Wafferist fastgrtt Morgcnsvnd 'Abems jedesmal aussdrey Loht getrunckm den gebrochenen Menschen. Aron Wasser rst gm zu den wüstm vnreinen Wunden / so man sie Morgens vnd Abents damit wascht. Aron WasserdeßMorgensdreyStunden vordem EssenauffdrcyLohtgctrun-Äen/zer fchneidk vnd zertheiktalle Harke vnd fchleimigeMakery/die einem in dem magen lrgcn. Do» Alrarrn Waffen ^ As beste Lheilvnd Zeitseiner Brennung ist/ daß du stoffest Kraut vnd Wurßeln/ M. vnd in dem ende deß Meyen lassest brennen. chen/macht den Veenschen schlasscn.ÄlraunWasscrdas haupt/siirn vndSci k.-ffdamn bestrichen Morgens vnd Abents zwen oder drcy Dag / ist gm für das Haupt Weh/ das von Httze kompk.Alr aun Wasser löschet alle Hitz/wann sic der Mensch am Leib hat / Tücherda-t mim genetzt / vnd darüber gelegt zum Tagzwcy oder dreymal vnd zwcn oder drcy Tag wi-derholkt/ löschet die Hitz. Alraun Wasser Tücher darinnen genetzt zwey oder dreyfach/vnd cm wer,-gaußgctruckt/vnd vber den Wehtagen gelegt/ hilfftdcm Menschen derselbigenab/ mdemesnemllchdie Vnempfinvtligkeitdcr Glieder benimpt. Darumbauß seiner Eygm-schafft ein jedes Wehe zu stillen pflegt. Don Angelica Waffer. beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung ist dieWurßel an dem ende dcß zweytm Jahrs im Herbst gehackt lgestosscn vnd groffem Fleiß dcstillicrek.Angelica was- l-^D ser ist das aller edelste Wasser ldaß man haben mag für die Pestilentz/ alle Morgen nüchtern aussein Loht getrunckm: vnd wenn einen diePestilentzankompt / scnemcdcß Wassers zwey Loht ITheriac ein LAuimlrn / der Wurtzcln gepüluert ein halb Dumtlin/Essig ein halb Loht/ misch es wolvnder einander Igib im das zu rrincken che er schiasst/vnd lasse jhm an dem Ldri ida er die Pestilentz hat / ern gute lasse / gib jhm folgenks diesen Tranck zu trincken/ laß in wol darauss schwitzen. Angelica Wasser am Morgen vnd Abenr jedes mal ausszwey Loht gerruncken / ist auß der Massen gut zu der Brust es sey von Enge oder Schleime / vnö macht die Brust weit. Angelica WasscrinvorgemelterMasengekruttckenzwölss odervicr-zehen Tag ist fast gut für ein bösen vndawigcn Mägen. Angelica Wasseralle Morgen nüchtern zwey Lohtgctruncken Istarckt den gantzen Leib vnd ist auch gut für Gisst. Don Abis Wasser. Asbeste theilvnd^Zeit seinerBrennugist Kraut Blumen / Wurßetvnd Stengel i mitaller seiner Substantz gehackkvnd geflossen vnd wenn es Blumen trügt gebrannt. Abis Wasser zu jedem tag dreymal / jedes mal aussvier Loht getruncken ist gut denen die geflossen oder gefallen oder geworffen jtnd/ daß jhn das Blut gerinnen will oder gerunncn ist. Abis Wasser alle Morgen vnd Abents jedes mal aussdrey Loht getruncken/ist fast gut für die Ge- Von tiücv(ct) bcftiüicttcn Wü^em. 509 Gcschwer indem Leib. Abis Wasser ist gut für das stechen im leib vnd Seiten zum Tag vnd Nacht viermal gmuneken / jedes mal auss vier Loht» AbrsWasscrzum Tagzwcy oder drcymal jedes malauffdreyLoht getruncken/ist gut für die gefchwer vmb das hcry/vmb dieLe-ter/vndvmb dieBrust.AbisWasser alle Morgenauffzwey Loht nüchtern gctruncken be-wahretdcn Menschen für der Pestrlentz. Vott Atzeln Waffen As beste Thcilvnd DeitjhrerVrennung ist / dieweil sie jung sind vnd jetzt anfangen MM zu siiegen/gcwürgt/gcropsst / mitall ihrer Substantz gehackt vnd in reinen Glasern Oö-Hgedcsttllieren AßeM Wasser stillet vnd löscht dcß Antonrj Brunst vnd Hitz/ Tücher darinnen genetzt/ zudem Tag zweymal darüber gelegt vnd jedes mal von jhm selber lassen truckcn werden lzwen oder drey Tag nach einander biß es die Brunst gelöscht. Atzeln wa sser von den jungen ist vbcr dre Masen gut für Flechte vnd fell/vnd andere Gebrechen der Augen/ denAbentcmstundkvorNachtin die Auge gcthan /1 st von einem alten Artzte zu Straßburg an viel Menschen probiert Ivnd sonderlich zu der röhte der Augen so man es offt darein thuk. Von Alttrechen blut Waffen As beste Theil vnd Jett ist das Blut von dem Mannlm deß wilden Antuogels im k» S^^tzfc« Herbstmonat m einem Glaß vnd in dem Balneo gebrannt. Antrechen Bluk Wasser dreyssig oder viertzig Tag alle morgen vnd Abent jedes malauff zwey loht getrunckcn / ist gut für dm Stein. Wie gleichsitte auch wider das Grüen in den Lenden vnd in derBlasen izehenoder zwölffLag in vorgcmelter Massen getrunckcn/denn es htlfft solchen Drtten dcß Lerbs alles Vnrahts ab. Das IL & Von Augentrost Waffen /^^^ebcsteStückvndIettsemerdcstillierungsinddieBlatter/StettgelvndBiumen/ Mit a llcr seiner Substantz in der Jett wenn cs Btümlin tragt gebrant das Kraut ist C^*£ ctner Spannen hoch vnd nicht höher. Es war auch ein Königin in Engelant/ die brannk allem das Wasser auß den Blümlin lvnd thet wunderbarliche Ding darmit zu den Augen/als mir derselbigcn Königin 2lrtzt selbst erzchlet hak. Augentrost Wasser in die Augen gethan vnd darumb gestrichen macht ein hell Gesicht/ vnd hrlfft den Augen aller Schmertzen ab Istarcket vnd behelt das Gesicht vor allen vor erlit-s tmcn Kranckheiten Inemlich in den alten vnd phlematifchen Complcxionen, em Stundk vor Nacht darein gcthan/vnd darauffgcstrichen/vndjedes mal auffdrey Loht getruncken. Von Borretsch Waffen Drretsch Kraut Wasseristfast gutva.ein mensch von einer Spinnen oder Bremen Ozji gestochen ist /ein zwey oder drifach leinen Tuch darein genetzt vnd darüber gelegt/es stillet den Schmertzen vnd Wehtagen sehr geschwrndk. Borretsch Kraut Wasser Morgens vnd abents / jedes mal zwey oder drey Loht getruncken vertreibt das Grimmen in dem Bauch. Borretsch Kraut Wassermorgens vnd abents jedes mal beyzwey oder drey Loht etwa« manchen Lag gekruncken/vertreibt die Schadtliche Geschwulst deßBauchs. Borretsch Kraut Wasser morgens / mittags Ivnd zu Nacht / jedes mal auffzwey oder drey loht getruncken list fast gut fürdierohteRuhr. Borretsch Kraut wa sser morgens vnd abents jedes mal ausszwey loht gctruncken/etwan manchen Tag ist gut den menschen die beschwehr-lichathemen oder Keichen. Borretsch KrautWasseristgut welchen die äugen dunckel sind/ ein Roht werten Tuch darin genetzt / ein wenig außgekruckt vber Nacht aussdie äugen gelegt vnd etwan widcrholet Imacht die äugen hell vnd klar. Borretsch KraUt Wasser vertreibt das Sausen der Ohren/ein leinen Tuch darinn genetzt lawlechtvber die Ohren vnd Halst gelegt vnd gebunden vnd etwan offt widerholet. Borretsch Kraut Wasser das mitaller seiner Substantz destillieret ist lmorgens vnd abents getrunckcn starckt vnd krafftiget das Hertz wunderbarlich. Borretsch Kraut Wasser also getruncken starckt das Hirn/gibt kraffr der gcdachtnuß/ vnd macht einen guten Verstandt. Borretsch Kraut Wasser also getruncken ist gutfürVnsinnigkett vnMelancholey.BorretschKrautWasser also getruncken/ist gut für die Hertz Fiber.Borrctsch Kraut Wasser also gctruncken erfrewer das Gemüt vnd das Hertz. Vv Boii Von Borretsch Blurnen Wasser. Ae bcsteTheil seiner Brennung ist / so das Kraut Blumm kragt/den vordren ©& I pffel daran die Blumm hangen/mit einander abgebrochen/gchackt/im Balneo Ma-)riE destilliert/es i st aber nicht also starck/aledae von dem Kraut jedoch edelcrvnd zarter Idarumb ee subtielen Leuten zu gehört. Borretsch Blumen waffcr gctrunckcn dreissig oder vicrtzig Tag/ alle Tag Morgens vnd Abents/ jedes mal auffzwey Loht / macht ein gut vndrein geblüt. Borretsch Blumen Wasser in solcher Massen drcp oder vier Wochenge-krunckcn Imacht das Hertz Frölich vnd frisch/erftewck das G emüt/vnd treibt alle Traurig-keitauß/darumbesderallcrhöchstmwassereinkSist/fürdiemelanchoicy.Borretsch blumm Wasserzwen oder drey Lag/alle TagMorgcns mittags vnnd zu Nacht/jedes mal vier oder sechs Loht getruncken / ist gut für das stechen vmb das Hertz Borretsch Blumen Wasser alle TagzweyLohtgetruncken/bchüt den Menschen vor der Maltzey oder Auffetzigkeik. Borretsch Blumen Wasser zu jeder Wochcnhrey oder viermal am Abentzwey Lohtgetrun-ckcn/ist gut für die Gichtbruch oder Baralalix. Burretsch Blumen Wasser ist gut für alle Flüß / dre von dem Haupt kommen gctrunckcn alle Abcnt auff drcy Loht. Borretsch Blu-menWa sser getruncken zumTag drey mal /jedesmal zwcy oder drey Loht/ist gut zu allen Fibern oder beissc Sucht. Borretsch Blumen Wasser alle Tag zehen oder zwölff Tag jeden Lag Morgens/mittag/ vnd zu Nacht zwey oder drey Loht getruncken ist gut für dre Gelb VcrerlLia genannt. Borretsch Blumen Wasser zwen oder drey Tag alle Tag drey mal drey oder vier loht getruncken / löschet die Hitz so von der Leber her entspringt. Borretsch Blumen Wasser ist denen die nicht Aderlässen sehr gut getruncken dann es reiniget den leib von allem bösen vcrfaultenGcblüt. Borretsch Blumen Wasser also getruncken öffnet die Adern vnd alle Glieder jnn vnd ausserhalb deß letbs. Don Bilsen Kraut Wasser. Je beste Theil vnd Jeit seiner Brcnnung sind das Kraut/Wurßel vnd Blumen ge-lhackt vnd mit einander gcstossen Ivnd vmb Sank Iohans deß tauffcrs Tag ge-»brannt. Bilsenkraut Wasser istgutallen denen die vnnatürliche Ruh vnd keinen Schlaffhaben Ijnn vnd aufwendig jhres leibe vnd Haupts etwan dick damit bestrichen/ vnd tücher darum genetzt / vnd auff das Haupt vnd vber die Schlaffe gelegt. Bilsen kraue Wasser vertreibt alle Wehtagcn dcß Haupts / das von H itz entspringt das Haupt damit geneben vnd genetzt wievorgemeltzt. Bilsenkraut Wasser macht wol schlaffen/dic Stirn vnnd Schlaffadern deß Abents damit bestrichen. Bilsen krautWasscrvertreibtalle Hitz/ Tücher drey oder vierfach darinn genetzt / vnd darüber gelegt. Bilsen kraut Wasser legt alle Schmertzcn der Glieder / Tücher darinn genetzt / vnd offt vnd vielvbcrgelegt. Bilsen kraut Wasser verbürgt die Gestalt der Aussetzigkeit deß Angesichts / vnd macht daffelbige lauter vnd klar / offtvnddick damit gewaschen. Bissen kraut Wasser ist gut widei die hitzige Gichtbruch Idie Glieder offtvnd Dick damit gerieben / es zeucht alle vnnatürliche Hitz herauf. Don Blam GilgcnWaffer. Je beste Aeit die blaweGilgen zu destillieren / ist das Ende deß Meyen wenn sie voll-g kommlich zeitig sindt / vnd jedoch noch nicht ab zu fallen begehren im Balneo Ma-*o)tix allein auf den Blumen Ivnd nicht au ß dem kraut destilliert.Blaw Gilgen Wasser Morgens vnd Abents getruncken/ jedesmal auffzwey Loht istgut für alle Fiber/ welch er lcy sie sindt. Blaw Gilgen Wasser zwen oder drey Wochen Morgens vnd Abents/ jedes mal auffdrey oder vier Loht getruncken Iistgut für die Wassersucht. Blaw Gilgen Waffcr sechs oder acht tagalle morgm vndAbcnts jedes mal auff drey Loht getruncken/ ist den Lcbersüchtrgen sehr bequem. Blaw Gilgen Wa sser deß morgens nüchtern/ auff drey Loht etwan manchen tag getruncken ldamit gerieben / vnd leinen tücher darinn genetzt / vnd außgctruckt / verchellet allcrley Geschwulst. Blaw Gilgen waffcr morgens/mittags vnd zu Zu Nacht ljedes mal auff drcy oder vier Loht law getruncken/ dreyodeevmT^agenachem-ander istrllct das Grimmen vnd Gicht im Bauch vnd Darmen. Bla«? Gilgen Wasser heylct alle Wunden / dieselbige damit gewaschen Morgens vndAbents / vnd cm Tüchlin darinn gencyt vnd vbergelegk. Blaw Grlgen Wasser heylet dcnKrebs/ auff vorcrmelke weiß gewaschen vnd vbergelegk. Blaw Gilgen Wasser heylet das noli me tangere, das ist ein vmb sich fressender Schade / damit gewaschen Morgens v id Abentö/ vnd Tücher da-rinn genetzt vnd vbergelegk. Blaw Gilgen Wasser Morgens vndAbents / jedes mal auff drey Lohtgetruncken / stillet die hitzige Flüß in den Gliedern / die da grindig sindt. Blaw Gilgen! Wasser heylet die grosse vmb sich fressende Schaden sonderlich an den Frawen Brüsten ialle Tag Morgens vnd Abents damit gewaschen vnd leinen Tüchlm darinn genetzt vnd vbergelegk. Don Blawen Gilgen WurtzelWasser. Je beste Aeik diese Wurtzeln zu destilliern ist der Mertz vmb Sank Gertrauken tag/ sklemgehackt vnddestilliert. Blaw Gilgen Wurtzcl WaffermorgensvndAbents )Tücher darinn genetzt vnnd vbergelegk / rcfoluierk vnd vcrtheilt alle Geschwulst. Blaw Gilgen Wurtzel Wasserist warm vnd trucken/ mit einer kemperierung/abstergiert/ zeitiget vnd weicht die Brust/morgens/mittags / vnd zu Nacht / jedes mal auff anderhalb Lohtgetruncken. Blaw Gilgen Wurtzel Wasser in vorgemclter Massen getrunckcn / reiniget die lungen. Blaw Gilgen Wurtzel Wasser getrunckcn zum Tag drey mal / dampffe vnd schafft alle grobe linmorez ab. Blaw Gilgen Wurtzel Wasser reiniget die vnflatige Geschwer/morgens vnd Abents damit gewaschen. Blaw Gilgen Wurtzel Wasser morgens Imittags /vnd zu Nacht/jedes mal auff zwcy loht gckruncken/ist fa st gut für das Grimmen deß Bauchs. Blaw Gilgen WurtzelWasser laxiert den Bauch/ je auff vier oder sechs lohtgetruncken. Blaw Gilgen Wurtzel wasserdeß Tags zwey mal getrunckcn/ jedesmal auffdrey lohk/istgut für diewassersucht / vnd treibt das gelbewasser auß.Blaw Gilgen wurtzel reasscr ist gutfür der gifftigen thier Bissz / die wunden morgens vnd Abents damit gewaschen vnd getrunckcn. Blaw Grlgen wurtzel wasscr also getrunckcn ist dem Miltzen sehr bequem. Blaw Gilgen wurtzel wasscr in vorgemclter Massen getrunckcn thut den Fibern Widerstande. BlawGilgenwurtzelwassergekrunckenzujedemtagdreymal/ jedesmal auff drey loht Ibewegt die Aeit der Frawen lMenftmumgmmnt. Blaw Gilgen wasscr getruncken wicvor steht/vnd vbcr dcmDampffdarvon gebehet / stillet die Schmertzender muttcr/vndreutetdieVerstopffungjhrer mundtlöcherauß. Blaw Gilgenwurtzelwasser verkrcibt/Schmcrtzen/im^etigine8dieFlcckcn vndvnreüu»gkeit der Haut/zum tag dreymal damit gewaschen. Blaw Grlgen wurtzcl wa sscr in die Augen gethan/ schafft die Flecken vnd Nagel der Augen ab. Blaw Gilgen wurtzel wasscr das Haupt damit gewaschen macht das Haar wachsen. Blaw Gilgen wurtzel wasser lang in dem mundk gehalten ist gutfür Aan wehe / hat die besondere eigcnschafft / daßesdie zerbrochene Bein/vnd andere vnnatür-liche Drng Ideß gleichen etwan im leib verborgen liegen herauß zeucht/ tücher darinn genetzt vnd darauffgclegk.Blaw Grlgen wurtzel wasser also darauffgelegk ist gut für die Schmertzender Seiten vnd Hüffk. Blaw Gilgenwurtzel wafferzumkagdrcymal jedes mal zwey lohtgetruncken / macht der Harnwinde / Stranguria genannt / ern erwünschtes Endk. Don dm blawen Gilgen blümlitt Wasser. As gelbe Aesscrlin Iso in den blawen Gilgen wachst / wirdt in dem Balneo Mariae, '1 sonderlich destillieret /vnd solches wasser etwan dick / vnd jedes malauff drey loht ge-> truncken Iwlderbringt die vcrtohrne Sprach vnd wirdt darzu sehr hoch gerühmt. Dv mj Don Von Brrcken Laub Waffcr. Je besteAcü seines laubßBmmungodcrdcsitllrcmngisimittm rm Mepen/dreallck ' jünsie vnd zartesten Blatter gehackt / gcstoffen vnd gebrannt. > Birckenlaub waffer ist gut getrunckm morgens vnd Abents jedes mal auff vier Loht/ für das Grüen in den Lenden/löschet alle hitzige Schaden der Ruhten dcß Gemächks/ Von Bircken Safft Waffer. En Bircken Safft zu vberkommen Ibohret man im Meyen ein Loch in einen Bir-I ckmbaum Ivnd stellet ein Glaß darunder so fleust ein waffer darauf; welches man > per alembicum destillieret. Bircken Safft waffer ist gut zu allen Wunden/dieses bige damit gewaschm/tücher darein genetzt / vnd vbergelegt morgens vnd Abents. Bü cken Safft waffer heylet vnd irücknet die offene Schaden an deß menschen Leib dieselbige damit gewaschen / vnd tücher darein genetzt vnd vbergelegt. VonBraumvurtz Waffer. As beste cheil vnd Acir seiner Destillierung ist die wurtzel rein gewaschen / vnd die J Blatter von denStengeln gestreifft/vnd am ende deß meyen vnder einander gebrank. _ i'&Bra mwurß waffer ist wider die Feygwartzen dieselbige finde auch sehr bewehrt/da--Mitgewaschen Imorgens vnd Abents jedes mal auff zwey loht getrunckcn. Braunwurtz waffer ist gut für ein grausam roht Angesicht als were einer auffetzig / dann es vertreibt den newm anfangenden Aussatz / vnd die Röhte vnder dem Angesicht damit gewaschen. Von Burtzelkraut Waffer. asbestetheilvnd Ze't zeit seiner Destillierung ist das Kraut/ Stengelvnd Blatter lmik einander gehackt/ vnd im außgangdeß Meyen destillieret. ) Burtzel waffer morgens vnd abents drey oder vier tag jedes mal zwey oder drcy loht getruncken/istgut für das Blut vnden vnd oben/ so einer Blut speiet / oder mik dcmBlük Stulgang / ci^üenreriagenannt Iisi bchaffk. Burtzkl waffer in vor gemeltcr massen stillet vnd stopfft den Stulgang Iin welcherley weg cs ist. Burtzcl wa ffer etwan offt/ jedes mal auff zwey oder drey loht geiruncken/vertreibt den heissen vnd trucknen Husten. Burtzcl waffer offt vnd dickgetruncken Ivnd die Schlaffe damit bestrichen / macht dm menschcn wol schlaffen. Burtzel waffer lindert die Hitz der leber/morgens/mittags vnd zu Nacht getrunckm vnd ein Hanffen werck darinn genetzt Ivnd aufwendig vber die leba gelegt. Burtzel waffer ist gut den jungen Kindern für die Hitz r^nd würm Ivnd vertreibt die brcyten würm ^icaricex genannt/ morgens vnd Abents Ijedes mal auffzwcy loht getrunckm. Burtzel waffer am morgens Imittags vnd Abents getrunckcn ljedes mal auffdrey loht löschet den Durst. Burtzel waffer Ijedesmal auffdrey oder vier loht gctruncken ist wider die Pestümtz ein bewehrt pra?-feruatmum. Darumb auch Burtzcln wa ffer auffzwcy Loht / zehen Ger stenkörner schwchr Psillien Samen vber Nacht darein gebeyßet/ ein klein BadtSchwammlm darein genetzt/ vnd zum Lag drey oder viermal auff die Jungen gestrichen/ denselbigcn jhre Schmcrtzen in den hitzigm Schwachheiten als Pcstilentz vnd Siebern sehr fein benimpt. Burtzel Wasser erkülct vnd temperiert das hitzige Geblüt/ das zu viel entzündet ist vnd alle vnnatürliche Hitz/ so man das krinckt Ivnnd seinen Lranck damit vermischt. Burtzel Wasser getrunckm etwan manich mal auffzwcy Loht / legt vnd vertreibt dae Keichen von hitzigen Gebrechen. Burtzel waffer getrunckcn leichtert den schmcrtzen der groffcn Dürm genannt/ yliacum oder yliaca.^urtzelWaffer Morgens vnd Abents getruncken/jedee malauffdrep oder vier loht/ vnddenWein damit vermischt/ mildert den Schmcrtzen der Blasen. Von dem Bibmellm Waffer. Aö beste Lheil vttd Jeit seiner destillierung ist die kleine mit der scharpffen Wurtzeln/ idas Kraut vnd Wurtzeln mit aller seiner Substantz vnder einander gehackt / gcstos-) sen Ivnd im ende deß Meyen gebrannt / vnd sonderlich das auffden dürren Statten oder Gebirgen wachst/denn wie die alte sprechen soistcin jedes kraut oder Wurtzel von dem dürren Erdtrich oder hohen Gebirgen der vbcrsiüssigen phlegmatische Feuchtigkeiten ohn/ vnd vnd pflegt demnach auch seine Krafftc nicht baldt;ü verl»chren f welches bann mit gatttzem Fleiß rn aller Krauter vnd Wirrtzeln Wassern zrl merckcn iss; Lohrfür denSkein.Btbinellcn Wasser getrunekeniwie vor geschrieben/ vertreibt das Gi üen in den Lenden oder Blasen / vnd reiniget die Nieren / in dem Rücken vnd Lenden. B ihm Um Wasserdas AngcsichtvndbcydeHändcdamikgewaschcn Morgens vnd Abents/vnd von im selber lassen trucken werden/ etwan manchen tag macht dicsclbige lauter vnd schün.Bibmcl-len Wasser alle Morgen vnd Abent getruncken/jedeö mal zwey Loht/iss fass gut für diePessi-lentz.Bibinellen Wasser von der edlen Bibinellen Wurtzel gebbank/vNd das je zu vierzehm Etagen einmal getruncken auff sechs oder acht Lohi/vnd ob böse Lüfft weren/desso dicker oder Wer/bewahrr vnd kompt dcrselbigen vor.Bibincllen Wurtzel Wasser morgens vnd Abenks getruncken/jedes malauffzwcy oder drey Loht iss denen Frawen sehr beguem denen die mutter all zu sehr erkaltet iss. Bibinellen Wassermit Bibergeil gesotten / vnndneun Tagalle tagzweyLoht getruncken vertreibt das Gichtder Menschen. Bibinellen Wasscrdreyoder vier tag/alle Morgen vnd Abent getruncken bringt den Aawen jhre Ielt. Bibinellen Wasser aujfvicr Loht nüchtern getruncken lkompt denselben tag allen vnnatürlichen Kranckhet--ten vor/dann es benimpt alleBescHwcHrungen von dem Hertzcn hinweg. Bibinellen Wasser getruncken Morgene vnd Abcnts etwan manchen tag hilfst dem Leib aller bösen Feuchtigkeiten ab/vnd treibt dieselbige durch den Harn hinweg. Bibinellen Wasser allem von der Wurtzeln getrun cken iss gu tfür G ifft. Dorr Beinhölhltt Laub Wasser. i geschossen schdßlm desselbigen Jahrs im Meyen gebraut. Beinhöltzm laub Wa sser iss gut für die Geschwuss der Rühten Gemacht/ warm gemacht/ leinene Tücher darein genetzt vnd darumb geschlagen / oder biß zur cndtli-chcr Herliung darein gesprttzt.Beinhö ltzin laub Wa sser heilet auch die Löcher in der Rühkett vnd die Fratte/die ort morgens vnd mittags vnd zu nacht damit gewafchen/heilet gleichsfals auch die Löcher vnd Geschwer der Weiblichen Scham dieselbige dfft vnd viel damit gewaschen. Beinhöltzm laub Wasser rssauch gut für die Geschwer in dem mundk/ offtvnddick damit gewaschen/vnd alle Verserungendeßmundts. Beinhöltzm laubwasser heilet die Fr-sseln/wenn dieselbige zuvor geködtek flndt/zum Tag zwey oder dreymai damrtgewaschen Don Beülhöltzln Blüet Wasser. IcbesseAeitjhrerDessillierung issimanfang deßBrachmonats. Vndinwarheik so iss dieses wa sser viel zarter in der wirckung denn das wa sser von dem laub. Beinhöltzm Blüet wasscviss gutgetruncken zu der lungen vnd dein hefftigen Kelchen / heilet allerlei) wunden vnd böse Schaden / dieselbige morgens vnd Abents damit gewaschen. Wie gleichsfals auch den Krebs damit gewaschen vnd tüchcr darern genetzt vnd vber-gelcgk Iein loht Alaun in einem lib. dieses wassers soluiert I heylet die wunden / böse Schaden vnd den krebs dcsso ehe/heilet ferner auch böse Blaktcrn/vnd was faulen will/vnd iss vonIun-ckcrherr Conrad Klotzen offt bewehrt / stillet die Verssrungen deß mundts vnd weiblichen Schaden/vndreutekallefauledeßAanfleischesauß/dieselbigeofftvndviel damitgewaschen. Don Brunkresscn Wasser. ^s^sgel vnd Blätter/uner Spannen lang abgebrochen / gehackt vnd im ende deß meyen C^Tgebrannk. Brunkreß kraut wa sser iss gut vnd bewehrt für das Grüen morgens vndÄbents jedes mal auffvier Loht getruncken. Brunkressen wassergetrunckenfünff oder sechs loht deß morgens nüchtern iss gutfürallewürmimlcib. Brunkresscn wasser morgens vnd Abents jedesmal auffvier loht getruncken/wirdtwider die lungen Suchtgerühmk. Brunkresscn wasserdas Haupt damit genetzt/behclk das Haardaß es nicht außfelk. Brunkreffen wasser morgens vnd Abents jedes mal auss zwey loht getruncken iss gut für dielebersüchkigen/ doch sol mal nicht zu viel auffeinmal trin cken / dann es bringt dem Magen schaden. Vor? Von Bachmüntz Wasser. Asbeste Lheil vnd Zeit seinerdestilliemng sindkdie oberste Stengel vnd Blatter vnder einander gehackt vnd in dem mittel dcß meycn gebrann k. Bachmüntz waffer getruncken morgens vnd Abents/jcdes mal drcy oder vier loht/ jst gutfür diegclbfuchl. Bachmüntz getruncken erwarmbt vnd bringt die böse kalten magcn widerumb zu recht.Bachmüntz wasser ist gut denen die da böß Jan haberi/ vnd dannen her einen stinckenden Athem bekommen Iden mundt offt damit gewaschen. Bachmüntz rvasser reiniget das Haupt von bösen Feuchtigkeiten Iin die Nasegcthan.Bachmüntz wasser rst gut denen die gebrochen sindt/ nach dem Bade wenn der Leib jnnen vnd aussen ist erweicht getruncken. Don Branntlattich Wasser. . Ranntlatkich Wasser ifigukfürden Brannt / leinen Tücher darinn genetzt/ vber-\gelegt morgens vnd Abents / heylck gar wol. Branntlattich Wasser heylet die jnner-'licheVerscrungendeß Leibs Ivon Hitz entstanden morgens vnd Abents / jedesmal auffvier löht getruncken. Vertreibt gleichsfals auch die Feygwartzen dieselbige damit gewaschen Ivnd in vor gcmelter Massen getruncken. Branntlattich Wasser sechs lohtgetrun-cken / befördert den Schweiß. Branntlattich Wasser von der Wurtzel gebrannt vnd sechs loht nach verrichter Aderlaß getruncken / ist fast gut für die Pcstilentz. Schafftalle Mascn vnd Flecken deß Leibs ab: dann es die Haut weiß macht offt vnd dick damit gewaschen / vnd von jhm selber lassen trucken werden. ÄonBonmblüetWasser. Je beste Zeit jhrer destillierung ist die Zeit/wenn die blüet volkomlich zeitig ist/vnd ehe \ sie anfangt schwartz oder faul zu werden / vnd werden in dem Balneo Manx dcstrl-klieret. Bonenblüek Wasser krücknetdie fliesende rinnende Augen am Abenk ein Stunde vor Nacht darein gethan. Bonenblüek Wasser vertreibt die Flecken in der Haut / damit gewaschen vnd bestrichen Ivnd macht die Haut fein lind. Bonenblüct Wasser sechs oder sieben loht getruncken / ist gut für Glfft so m dem Menschen verborgen ltgt. Bonenblüct Wasser in die Augen gethan / ist fast gut für die Fratc vnd rohte Augen Lider jnnwcndig drcy oder vier Tag darein gethan / am Abent ein Stunde vor Nacht. Bonenblüct Wa sscr ist bewehrt fündie Blattern in den Augen Idrey oder vier Tag ein Stundt vor Nacht darein gethan. BonenblüerWaffer zeucht allegeschoß / Spriessen vnd Dorn/ so in deß Menschen Lcrb in dem Fleisch stecken herauf? Iein Tuch darinn genetzt / vnd etwan manchen Tag morgens vnd Abents vbergelcgk. Bonenblüek Wasser ist auch gut auffdie böse Blattern gelegt morgens vndAbentö.Ein besonder gut vnd köstlich wasser hievon zu bercyten/bricht man die blüet frü oder spat in dem tag ab/vnd legt sie vberNachk in starcken Wein /vnd balle sie folgcnks ein wenigauß/lestsienachmals destillieren/ setzt das wasser in ein GlaßandicSonn. Dieses wasser Macht ein lauter Angesicht vnd ein schöne Farb/der sich damit bestreicht vndhelt morgens vnd Abmis jedes mal auff drey oder vier loht sechs oder acht tag an einander getruncken Idie vberflüssige monatliche Blum zu rück. Bonenblüct wasser löschet das wilde Fuewer/ ein leinen Tuch oder Werck darinn genetzt vnd morgents vnd Abents vbcr-gelegk. Don Bonm Wasser. Je beste Zeit jhrer Destillierung istdicweil sie grün sindt in ein Glaßgethan vnd in dem ventre equino de stillierek. S Bonenwasser die böse Bein damit gewaschen / vnd die puluerisiert fecesvott den Von allerlei) bcfutitcvtm Wassern. fi; den Bonen da das Wasser auß gebranl ist Iauffden Schaden gestrewek trückner vnd Heylek diefelbige zu. Ist gar ein gute Reinigung vnd Heilung ZU den Gefchwem der Schenckel, Äon Bonmhülsen Wasser. Je beste Zeit ihrer Brennung ist wenn die Sonn im Löwen/vnd der Mon im Widersteht/von dem ich groß wunderbarlich Wirckung gefthm Hab. Bonenhülftn -Wasser ist das aller besteWaffer für dasGrüenin den Lenden vnd Blasen / Morgens vnd Abents ljedes mal zwey oder Vrey Loht getruncken denn cs treibt daffelbige gantz wunderbarlich auß. Von BonmKramWasser. Je beste Stückvnd Zeit seiner Destillierung ist gut daß Kraurvnd Stengel gebrant lim ende deßMeyen. -LBonen Kraut Wasser getruncken Morgens vnd Abents / jedes mal zwey Loht/ dreyssig oder vierßig Lag nach einander lvertreibe den jungen Kindern den Stein. Bonen Kraut Wasser vier oder fünff Loht getruncken sechs oder acht Lag / ist gut] für aller-tey Gisst. Bonen Kraut Wasser getruncken alle Lag Morgens vnd Abents einen ganzen Monat/vnd jedes mal zwey oder drey Loht macht ein gut vnd rein Geblüt. BonenKrauk Wa ffer macht das Angesicht vnd gantze Hautgelindt / so man sie damit reibt vnd wascht. Von grossen Basilien Wasser. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung sind dieBlattervndStmgel/wennes ) jctzundt Blumen tragt / gebrannt / vnd das kraut ist in der lange eines Elenbogens. Groß Basilien Wasser ist gutMorgens vndAbents/für Duparaüs oder Gichtbruch der Gliedcr/diesctbige Morgens IAbents vnd zu mittag damit geneben. Von Krauß BasillmWasser. /^7^ As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist der Skengelvnd Blatter vnder ein-ander gehasst vnd im Balneo Marias im Brachmonat destillieret. Krauß Basilien 0*^0Wasser getruncken auffvier oder scchsLohk ist gut ob einWurm in einen Menschen geschloffen/oder in jhm gewachsen wer/es treibt denselbigen ohne Schaden herauß.Krauß Basilien Wasser ist ein prindpal Werck zu stürcken vnd das Hertz zu erfrewen / getruncken zum Lag einmal zwey Loht deß Wassers lseinen Lranck damit gemischt vnd Lücher darein gcnctzt/vnd law vber das Hertz gelegt. DonBlaw Meyblumm Wasser. As Kraut hat einen langen Stengel Iist mir aber nicht bekannt. Die beste Zeit fti-)^^)nerDestillierung ist im Meyen/wenn es Blumen trägt. Blawmeyblumen Wasseristgutfürdiclauffente Gesicht / dieDrk offt vnd tue? damit gerieben. Von Bocksblut Wasser. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist das Blut von dem vnuerfchnittenen ^^QBock entpfangen in den Hundts Lagen vnd gebrank. OCg) BocksblutWasseristfastein gut Wasser für den Stein morgens vnd Abents/ jedes mal auffzwcy Loht getruncken/vnd dienet gleichsfals auch wider dasGrüen in den Len-den vnd in der Blasen. Von Hieronymi BmmrschwW Von Buttenlaub Wasser. Je beste Aeitdeß Laubs Destillierung ist/wenn es im aller starckesten Geschmack ist/ gleich am ende deß Meyen abgestreiffk vnd gebrant. Buttenlaub Wasser/ist gut wider die Pestilentzgemmcken Tücher darein gesetzt vndvbergelegk. oder warmer ist / oder das Jahr küler oder hitziger / darumb maneinjedes Kraueclwan spätrer over früer nach dem dasIahr weiter/oder das Lande gelegen ist destillieren muß. Braun Bethonien Wa sser ist gut denen/die ein kaltWehthumb im Haupt empfinden /em vierfach leinen Luch darein genetzt/ ein wenig außgeiruckt / vnd also feucht vmb das Haupt gelegt/also viel vndofftwidcrholet/biß die Schmertzen vergehen. Bechonien Wasserge-truncken vier Loht / alle Lag/ macht das einen Menschen den Lag nicht dürstek.Bethonien WasscristgmgetrunckcnwrdcrdiehitzigcF;ber/ein altLeilachm in dem Wasser gcnetzkvnd vber die Brust gelegt/ wenn den Menschen die Hitzankomvt dann es kület alle hitzige viertägige Fiber. Bechonien Wasser zum Lag zweymal jedes mal drey Loht gekruncken/vertreibt die Geschwer deß Haupte. Braun Bcthonien Wasser macht klareAugen / ein stunde vor Nacht in die Augen hinein gethan. Bechonien Wasser ist ein Güldin Wasser zu Schaden die du gern heil haben wilk Idieselbige morgens vnd Abents damtt gewaschen I vnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Bechonien Wasser deß Abents rn die Augen gethan/ stillet dieThrencn vnd das tnessen vnd rinnen der Augen. Bechonien Wasser law in dieDh-ren getropffk / legt vnd vertreibt der sclbigen Schmertzen. Bechonien Wasser Morgens/ Mittags vnd zu Nacht getruncken ljedesmal auffdrey Loht ist denen sehr bequem/die mit noht vnd schwehrlich harnm IStranguria genannt denn es hilfst demselbigen fort. Bcthonien wasser also getruncken/ist gut für den Stein/vnd bricht denselben in der Blasen enkzwey. Bechonien Wasserin vor gemelkerMasengetrunckenbenimptdie Verstopfung der Leber. Bechonien Wasser Morgens /Mittags vnd Nachts/jedes mal vier Loht getruncken/ist gut für die Wassersucht. BcthMen Wasser heilet dicWunden aussen vnd jnnen/jung vnd alt/vndsieustzuderWundenauß/Morgens nüchtern vnd zu Nacht so manwil schlassm gehen/jedesmal vier oder fünssLohtgetruncken.Bcthonien Wasser drey oder vier Wochen/ alle Lag / Morgens vnd Abens ljedesmal drey oder vier Loht gctrunckcn verbessert die bleiche Farb Ivnd bringt ein gute schckie Rößlechte an deren Statt. Bechonien Wasser ge-truncken in solcher Masen/ist denen die vol Feuchtigkeit ssndt bequem vnd benimpt manche Schmertzen deß Magens Idann es starckt den Magen/vnd hilfst der digcstion. Bcthonien Wasser Morgens vnd Abents jedes mal vier Loht gctruncken vertreibt den Vnwillen vnd Erbrechen / vndVnreinigkeit in dem Mundt. Braun Bcthonien Wasser getruncken/ weichet vnd reiniget die Brust vnd Lunge. Bcthonien Wasser auch in vor gemeltermascu gctruncken Iistgutdcn Milßsüchtigen/dann es reiniget das Miltz. Bechonien Wa sser morgens vnd Abents/ jedes auffdrey Loht getruncken / wirdt wider das Dan Kirren fast gcrüh-met. Bechonien Wasser in solcher masen getruncken / weichet den alten Husten / vnd schafftdenftlbigen mit samptder Engigkeit ab. Bechonien Wasser alsogetruncken kompt den Geelsüchtigen zu hiiff. Bethonicn Wasser morgens vnd Abents gctruncken/jedes mal vier Loht/reiniget vnd befördert die monatliche Blum. Bechonien Wasser acht oder zehen Lag alle morgen nüchtern Ivnd zu Nacht so man schlaffen gehm wil jedes mal drey oder vier Lohtgetruncken imacht einen guten dauwigm Magen. Bcthonien Wasser zwen oder drey Lag alle morgen nüchtern zu mittag vnd zu Nacht/ jedes mal vier oder fünff Loht getruncken Iist gut denen die da schadtliche Ärtzncy gebraucht haben vnd hilfst den selbigen Von Bechonien Waffer. durch Von allerley destMcmz-Waffem. : fi? dukchem Erbrcchm hemuß. Bekhonien Wasser vrerHig Tagalle morgen vndAbenk /jedes mal ausf orey Lohkgetruncken I ift faß gut wider die schwchreKrärick. Bethmuen wajser m ebener masen gebraucht Iwie bey den schäotlrchen Artzncyen ist vcrmeidk / wwersieher dem @ijft/viiv irewkcs auß. Bethomm Wasser kompt VerGisfügen Thier Bisfz zühüljf/ ein Tuch barem genetzt/alle Tag Zweymal/ Morgens vnndAbentsgetrunckcn/ jedesmal drcy Lohr/vnd Tücher darein genetzt vndvbergelegk. Das Wasser Morgens nüchtern ge--truncken aussvier Loht / erweicht den Bauch. Bethonien Wasser getruncren morgens vnd Abenks vertreibt die Schmertzender Hüsst / Nieren vnd Blasen / jedes mal aussdrcp Loht. Das Wasser morgens vnd Abents gctruncken / jedes mal aufs drey Loht ist gut für Blut vnd Eyter speyen Ivon der Bmft vnd Lungen. Das Wasser heilet die Wunden im Haupt/ vrrd zeucht die zerbrochenen Bein in den Wunden herauß/ Tücher darein gcrretzt vnd vberge-legt. Das Wasser hrlfft auch für das Jan Weh / rn dem Mundt gehalten / siärckt bte Ner-uen Ivnd stiller den Schmertzen deß Podagrams/vnd Gesucht der Füß/offt damu gerieben/ vnd Tücher darein genetzt Ivnd vbergelegt. Das Berhonien Wasser zeucht das Glssr der wütenden Hunde Bissz / zumTagzweymal au ff drey oder vier Loht gerruneken/vnd Tüncher darein genetzt vnd darüber gelegt / herauß. Von Buchelssaub Wasser. As beste Theil vnd Jeik seiner Destillierung ssndt die Blatter von den Acsten ge-streisst vnd im Ende deß Meycn gebrannt. Buchenlaub Wasser ist gut für die Filtzlau se das Haar abgeschoren vnd die Drt damit gewaschen vnd gerieben Ivnd von jhm selber lassen trucken werden sterben vnd fallen ab. Von Bocksbart Wasser. Je beste Stücke vnd Jeik seiner Destillierung sind das KraUk vnd Stengel ohn seine Wurtzel gehackt vnd gebrannt/wenn es Blumen tragt/das ist/ im Brachmonat. Bocksbart Wasser Morgens vnd Mittags jedes mal aussvier Loht ge-trun ckcn lstillet das stechen in den Seiten Iist osst bewehrt. Von Brombeer Wasser. As beste Theil vnd Jeik die Brombeer zu destillieren ist wenn sie vollkomlich zeitig ssndt/ jedoch nicht weich ldaß man sie abbrech vnd wasche das Wasser davon ab-seihe vnd brenne. Brombeer Wasser 'getruncken Morgens vnd Abenks ist gut den jungen Kindern fürden Stein / jedesmal auffzweyLoht. Brombeer Wasser getruncken / istauchgukfür das Grüen in den Lenden oder Blasen. Das Wasser richtet das Blak vnd Japsslin wi--derumb auss/denHalß damit gegurgelt.Das Wasser ist gut für Geschwer vnd andere Ver-scrungen im Halß / Sqmnanna genamlk / so man sich zum Tag vier oder fünssmal damit gurgelt. Von blaw Kornblumen Wasser. Je beste Jeik seiner Destillierung ist das Ende deß Brachmonaks. Blaw Kornblumen Wasser ist gut den Augen dre roht sindk vnd fast schweren/ sol man damit waschen lsie werden schön. Blaw Kornblumen Wasser zerbricht die Febll der Augen/vnd macht sie lauter vnd die rohte blutigen Augen gcsundk am Abent ein Skundk vor Nacht darein gcthan. Das Wasser ist gut zu den Fisteln/damit zum fi8 Hieronymi BmUttschwcyg zum Tag Zweymal gewaschen lvnd ein Lüchlrn darein geneßk vnd darüber gelegt. Das Wasser heilet den Krebs/damik zum Lag zwcymal gewaschen vnd tücher darein vnd vbergelege. , Von Blaw Violen Wasser. Je beste Zeit feiner Destillierung istder Merß, die blawe Violen Blumen allein gedestrllrerk vnd nicht das Kraut / peralembicum, das Kraut aber wirdt im 'Meyen per alembicum gebrant / ob du wilt jedoch besonder. ^ Vlolen Wasser ist gut für das Podagra / darein genetzt vnnd vmbdre Fuß geschlagen / vnd wann sietrucken werden/wider genetzt vnd darüber aeloat, bist d,e Sehmern vergehen. Blaw ViolenWasser Morgens/ Mtttago vnd zu Nacht/jedes mal auffprey Loht gekruncten/ macht lind im Lerb/ vnd erweicht den Bauch. Das was-serm solchermasen getruncken kuler das Hertz. DasWasserbenimptden Schmertzender Uugen^ndMekden Fluß der Augen von Hitze/darein gechan vnd darumb gestrichen. BlawVwlen Wasser kM die Leber/ Morgens/Mittags vnd zu Nacht/ jedes malzwey oder dreyLoht getruncken/ tucher darein genetzt vnd darüber gelegk/cs legt jbren S cbmcmot Blatr Violen Wasser ttt vorgemelter Masen getrunckcn/rennget die Mutter/ ond zerbrrchk derfelbrgen Geschwer. Blaw Violen Wasser ist gut denVnsinnigen/vnddiejhreSinn verlohren haben/ von bem vbrigem Gestanckvnd Geruch/getruncken/vnd das Haupt damit beftnchen/vnd von lassen krucken werden/vn das zwey monat I vnd alle kaa zweimal gechan.BlawV,°ImW^»HM-di-Gchmndm,mAffttm,aII-,agzwcyma,dam»«- darübergclegi. BlawVwlenWasseeMemens vnd 2tbenLs / /edes mal vrer Loht getruncken I vertrelbk den hassen vnd dürren Hu sten. Blaw Vtolm Wasser mmpk die Feigwartzen/ dn leinen Lüchlin darein genetzt vnd auss die War-tzen gelegt Isehr baldt hinweg. Blaw Violen Wasser Morgens vnd Abcuto qttruncken, «des mal Zwcy Loht / hilfst dem Milß/vnd legt denftlbigen Scbmerßen. Blaw Violen Wasser m solcher Masmgewunckert / löscht den Durst / vnd ist den hitzigen Magen sehr bequem. BlawViolenWasservertretbkdas^inaenv,w^...s.„.„^^.^.,?s '_ vnb 'E damit bestnchen/vndvonj^ Blaw Vwlen Wasser morgens/ mittag vnd zu Nacht getruncken jedes mal auffvier Lobt/ »st gut für das Hertz stechen Idann es kület vnd krafftiget den Leib. Blaw Niolel, Wa ita-bnngtdas verlohren Gesicht/indie Augen gethan. Blaw Violen Wasser Morgens/ Mittags vnd zu Nacht getruncken / /edes mal auss drcy Loht / istfastqukzuden Miaen^i- *‘v Is” a” w?bösen Hitz. Das Wasser Morgens nüchtern getrunckenvier Loht/ todketdreWurmiMLelb. Blaw Violen Wasser ist gut welchem das Zanfieisch oder der Gaumen schwüret /dreDrt damit gewaschen vnd lang im Mundt bebakten / es vertreibt alle SchmertzenderJanvnddeßJanfleiches. Blaw Violen Wasserhaletdie Schwindtvnd Lungen sucht/zum Lag dreymal jedes mal auff drey Lobt getruncken. Blaw Violen wrp ^^et^^rb^ukungen der Wunden / Lücher darein genetzt vnd darüber gc^g^. ^aw Vrolen Wasser Morgens vnnd Abenks getruncken jedes mal auff zwcy Lobt / ist Ä k^lcben / die den fallenden Siech Lagen haben / sonderlich dm Kindern Blaw Vrolen Wasser temperiert die grosse Entzündungen vnnd Hitz / vor ab die inn-wendigen Glieder im ZU he-ß vnnd dürr sindt getruncken wie vor stehet/vnndvonaussen ^ I Wasser Morgens vnnd Abcnts / jedes mal auffvier Loht geminckcn / befördert den fchwchren Athem. Blaw Violen Wasser in vorqe-mcltcr Masen getrunckcn I starckt den Baucb vnd das Eingcweidt. Das Wasser also ge-truncken/remiget dreNieren. Das Wasser Morgens / mittags vndzu Nacht / jedesmal auffvier Loht getruncken/stillekalle grosse hitz vnd bekompt den jungen Leuten sonderlich wok Schmkftzen deß Mrlßcns. Brett Wcgnch wasscr sitlltt das Blut der Wunden/ein Buitmt* wo!t darein genetzt Ivnd m die Wunden gelegt. Brat Wegrtch waffer wtrdtwrder d!cBi)T‘ derVnstnntgcn Hundgcrühmet / damit gewaschen vnd Tüchlm darein genetzt / vnd ,: vber gelegt morgcnsvnd Abcnts. Brat Wegrich wasscr acht oder zehen Tag morga vnd vndÄbentö/ jedesmal zwey oder drey Loht getrunckcn / ist gut wider die hitzigen Gehr, cb n der Blasen vnd Lenden. Breit Wegrich wajser vier Loht deß morgens nüchtern getrunckcn/ tödtct vnd trabt die Spul Würm auß. Breit Wegrich waffer ist gut/ wer mit einem Fiber behafftek ist / getrunckcn am morgen nüchtern ehe in das kalt ankompt I vier loht,/ es reutet alle febres auß/bcsonder so man es drey morgen/jeden morgen nüchtern trinckt. Breit Weg-rich waster zwcy Loht mit Bolarmen vnd bereit Blutstein jedes ein -Huintlin vermischt/ vndgetruncken morgens/mittags vnd zu Nacht/stilt den vbermassigen Fluß derFrawen/ Menftmum gcnannk.Breit Wegrich wa stcr getrun cken/kompt der Mutter zu htlff.Bra^ wegrich waffer zwey oder dreymal/iedcs mal vier oder fünffloht getrückcn/treibt auch feen n~ di n am, das ist/ die Haut damit das Kindt geboren wirbt herauf?. Breit Wegrech wa sser ist gutfürvnnatürliche Hiß / alß den Rohtlauffvnd andere flicssende Hitz/wodieauchwcre/ oder sonst Haffe Geschwere IDie setzt ee mder Iein Tüchlm darein genetzt / vnd offtmals vber-gelegt. Breit Wegrich waffer wirdt wider die Pestilentz getrunckcn ein Tüchlin darein genetzt/vber die Leber gelegt auff die rechten Seitten vnddaffclbigc offt wida holet. Breit Wegrich wa ffer ist gut daß kein Geschwer oder Geschwulst oder Apostcmen/oder die wundr-suchk zu der Wunden schlage lein zwey oder dreyfach Tuch darein genetzt /vnnd vber das Pstaster auffdie Wundcn gelegt / drey oder vier g uer Finger weiter danndas Pffaster reicht/ vnd das jeden Tag zwey oder dreymal Izwen oder drey Tag. Breit Wegrich waffer wehret dmvmb sich freffcn in einem jeden Schaden 1 dieselbige damit gewaschen / vnd morgens vnd Abents damit vbergelegt.BreikWegrich waffer heilet den Wolffin den dicken der Bein/ vnd stillet dessclbigen nagen vnd vmb sich fressen damit gewaschen vnd tücher darein genetzt vndvbergelegt.AlödasprichtGuido/LandtfrancttS/Auicenna/Galenuö/Henericus/Amol-dus de Villa noua, WilhelmusPlacentinue/rc.Wie glcichfalö wenn man baulauftiorum, nucis cuprefli, piidiee, xyla balfami, carpo balfami, aluminis faccarini, jedes ein loht/ mumix ein halb Loht/vnd am letzten ein quintlin Campher in einem pfun dt deß Waffer o sieden lest. Breit wegrich waffer neiget sich zu etliche Truckenheit / vnd ist in jhm ein afcstmffm-dcKrafft/darumb es fast gut ist zu allm vmb sich freffenden Schaden/ vnd erfüllet die Fisteln vnd andere vmb sich fressende Geschwer mit Fleisch/dieweil es nemlichabstergiertvndtrü-ckner/morgens vnd Abmts damit gewaschen. Breit Wegrich waffer heilet auch die Fisteln deß Hindern damit gavaschen/wiegleichfals auch alle geschwer vnd Blatterlin deßMunds/ offt in dem Mundt gehalten ljedesmal ein gute lange Zeit. Das Wasser getruncken morgens vnd Abents ljedes mal drey oder vier Loht vnd durch ein Spritzen oder Cirstrer vnden tn Dm Uib gespritzt / oder Clistierk drey oder vier mal I heiler die verfetten Darm.Brerk Weg-rich waffenstgut für den Fluß derGülden Adern/ein Baumwol darein genetzt/vnddeßtags zwey oder dreymal darüber gelegt. Breit Wegrich waffer alle tag zweymal darüber gelegt/ heilet die bösen Blattern Izu sampt den Geschweren/ morgens vnd Abents damit gewaschen/ vnd tücher darein genetzt vnd vbcrgelegk. Don Breit Wegrich Samen. Dlchen Samen pflegt man in seiner Zeitigung mit sampk seinem Stengel zu brcn- V^MN. Oy' Breit Wegrich Samen waffer stillet Ms Blut der Wunden vnd Nasen je auff vier oder sechs Loht getruncken Itüchlin darein genetzt vnd auff die Wunden gelegt/vnd Baumwollen Zapfflin in dem waffer genetzt vnnd in die Dase gestossm/ auch tücher darein genetzt lvnd vber die Stirn gelegt. Xx Doti Von breyt Wegnchblüct Wasser. ' Dlche Blüet wird als dann gebrannt/ wann ein kleine Blüet/ wie die Weinblüet dar-tan bänger lStengel vnd Blüet mit einander. Breit Wegrichblüet Wasser ist gut den Augen/sic scyen gesundt oder siech. Breyt Wegrichblüer waffer/ Morgendo vnnd Abende jedes mal auff vier Loch getrunken ist gut für die Geschwür vnd alles Gisst. Von BenedictenKraut Waffer. As beste Lheil vnd Zeit feiner Brennung ist die Wurßel vnd Kraut gewaschen / vn-I der einander gehaekt/vnd im Ende deß Meryen destilliert. BenedictenKraut vnd Wurtzel Wasser getruncken Morgens vnnd Abends/ jedes mal drey oder vier Loht / vier oder fünffTag/ hilffk dem Leib aller bösen schleimigen feuchtigkeiten abe lbefördert die Lawung Iwird zu den kalten Magen fast gerühmt/ vnd wider den hitzigen Schleim der Leber gebraucht. BenedictenKraut Wurtzelwasser lHeylek die Wunden morgens vnd abends getrun-cken/jedes mal drey oder vier Loht/vnd die Wunden damit gewaschen. BendickenKraut vnd Wurtzelwa sser heylet die Apostemen/ein Tüchlin darin genetzt vnd darüber geleger. BendictenKraut vnd Wurtzelwasser heylet die Fisteln morgende vnd abends gerrun-tken jedes mal dreyLoht/damik gewaschen/ vnd Zuchlm darinn genetzt vnd darüber gelegt. BendictenKraut vnd Wurtzelwasser vertreibt die Muttermal/ dieselbige ein lange zeit morgends vnd abends damit gewaschen. Von Bestenaw Wasser. /^A^AsbesteLheilvnd Zeit der Bestenaw Destillierung ist die Wurtzel/vnd nicht das SjfS) Krauk/gehackek/vnd in dem Ende deß Mertzen gebrannt. ^^0 Bestenaw Wasser getruncken lmorgends vndAbends / jedes mal auffdrey Loht/ vnd die Glieder damit bestrichen/ ist gut für alle erlahmte Glieder. Bestenaw Wasser alle Pacht so man wil schlassen gehen sechs Loht getruncken/ ttytzk zum Beyschlaffan/ vnd vermehrt gleichsfalls auch den Samen. Von Bappeltt Wasser. /^^As beste Lheil vnd Zeit jhrer Brennung ist die Wurtzel/vnd Stengel/wann sieje-^V)tzund Keßlin vnd Blumen tregt/ gewaschen/ vnndvnder einander gehacktvndge-^^brannk. Bappeln Wasser ist einer kalten vnd feuchten Natur/doch mehr kalt dann Feucht. Pflegt dero wegen alle harte vnd hitzige Geschwülsten zuerweichen/ dann es feuchter gar wol/ morgens nüchtern vnd zu nacht jedes mal lvffdrey oder vier Loht getruncken. Bappeln Waffer bringt den Schlaffan die schlaffe gestrichen. Bappeln Waffer ist gut für die hitzige FiebervndzuderDörrung/die Beindamikge-waschen. Bappeln Wasser zu Lag vnd nacht vier mal jedesmal vffvierLohk getruncken/ ist gut für das Scyten stechen, pleuritis genant. Bappeln Wasser getruncken morgens vnd abens reynigek die Wunden. Bappeln Waffer vertreibt die Geschwülsten der Dhren wo siesindr/ law darinn gekhatt vnd vber gelegt. Bappeln Wasser vertreibt auch andereGeschwulsten/die kalt von Natur sind/damit be-vnd ein wenig getruncken vnd sonderlich die an den Armen vnd Bappeln Wasser legt den Schmerlen deß Affterdarms Tenefmo genannt / dg einen siats bedunckct / er müsse zu Stul gehen / vnd doch nichts verrichtet/getruncken/ vnd Lüchcr darein genetzt/vrid auffdcn Bauch gelegt. Bappcln Wasser sechs oder acht Loht gttrunchÄ/erweicht vnd lindert den Leib/daß einer desto baß zu Sttil gehen mag. BappeinWasscrheiletdregifftige Lhier Bissz/damit gewaschen/vnd Lücher darein genetzt/zum Tag dreymalvbcrgelegt. Bappeln Wasser getruncken zum Tag drcyma!/jedes nialauff drey Loht/stillet den Schmertzcn der Mutter. Bappeln Wasser vertreibt auch das Kratzen die Haut damit gewaschen vnd LA-cher darein gcnetzk/zumTag zweymal vbergelcgt. Bappeln Wasser heilet die jnnwnedige Apostemen ZumTagzweymal/ jedesmal aussdrep Loht getruncken/ vnd bricht dieftlbige auff. Bappeln Wasser in vorgemelter Masen getruncken / stillet die rohte Ruhr. BappelWasser getruncken Morgens vnd Abcnts jedes mal drey Lohr vertreibe den Stein. Bappeln Wasser also gebraucht Ibenimpt den Schmcrtzen der Blasen. Bappeln Wasser vertreibt die Flecken deß Leibs/offt damikgcwaschcn/vnd von jhm selber lassen trucken werden. Bappeln Wasser widerstehet dem Gisst der Pestilentz alle Morgen nüchtern/jedes malauff drey Loht in der Zeit / so die Pestilentz regieret / getruncken ist ein gut prxferua-tiuum den Menschen vor der Kranckheit der Pestilentz zu behüten» Bappeln Wasser füllet die hole Wunden widerumb mir Fleisch/darmik lawlechk gewaschen/zum Tag zweymal Morgens vnd Abents vnd Tüchlin darein genetzt vnd dar-vber gelegt. - Bappeln Wa sser Morgens vild Abents jedes mal aussdrey Loht getruncken vnd bricht die jnnwcndige Apostemen. Bappeln Wasser vertreibt die Serofulcn an allen Drtten deß Leibs Tücher darcitt genetzt/ vnd etwan offtmals vbergelegk- Von Bappelnblüet Wajser. As beste Lheil ist die Blüet von den kleinenBappeln/ in derZeit so sie volkomlich zei- tig sind gebrank. z Bappelnblüet Wasser Morgens / mitkagsfvnndAbenrs/jedesmalaussvier Lohr getruncken Iist gut für das Grimmen in dem Bauch dieweil es ncmlich erwärmet vnd lindert. Von Braunellen Wasser. As beste Theil vnd Jett feiner Destillierung ist das Kraut / Stengel mit fampt den Blumen im ende deß Mcyen gehackt vnd gebrank. Braunellen Wasser morgens /mittags vnd zu Nacht / jedes malauffvier Loht getruncken/ist gut für das stechen in den Seiten. Braunellen Wassergetruncken in vorge-meltermafen / heilet die Gefchwer im Leib. Braunellen Wasser ww gesagt getruncken / löschet alle böse vnnatürliche Hitz.Braunellen Wasser ist gut zu den Wunden / zum tag Zweymal damit gewa sehen lmorgens vnd Abents lvnd Tücher darein genetzt/vnd daraussgclegk. Braunellen Wasser heilet dieVerserungen deß Mundts vndHalß damit gewaschen vnd gegürgelt/dann es benimpt alle kranckheit in dem mund/sonderlich aber diefaule brennung dem mUnd vnd ha lß/die bkatterlin in dem mund.Braunellen wa ster ist gut wider die Fiber/ so einem vmb die brust vnd Hertz ligen /vnd reiniget vnd hilsst der brust aller gebrechen ab. Brau-ncllen wasser ist gutfür alle flechte an demLeib/die von vnnatürlicher Hitze komcn/offtvn viel damit bestrichen vnd gewaschen lvnd von im lassen selber trucken werden. Braunellen wasser zum Lag zweymal getruncken/ jedes mal zwey loht ist gut für Ohnmachtigkeit deß Hm/m» Xx iiij Brau- Brauncllm Wasser m vorgcmelter maftn getrunckcn vertreibt alle Geschwülsten deß Leibe/ damitgewaschmvnd Tücher darein genetztvnd vbergekegt. Brauncllcn Wasser gckrun--rkcn zum Tag dreymal/jedes mal fünff Loht/ist guk für das vngcscguet/ vnd für das frcisam ' altervndjunger Leute. Braunellen Wasser getrunckcn alle Morgen nüchtern mder Aeit der Pestrlentz/ wann sie regiert / bchütk vnnd beschirmet den Menschen vor der Pcstilentz daß sie jhn mehr ankompt / vnd ist auch gut wenn dieselbige allbercyt am Leib gespürck wirdk. Vraunellen Wasser ausszwcyLoht / vnd zehen Gerstenkörner schwehr Psilren Samen vber Nacht darein gebeyßet / vnd darnach ein klein Bad Schwammlin darein genetzt vnd auff die Jungen gestrichen Izum Lag drcy oder vier mal / bckompk denen Jungen/ so von Hißschwartz worden/sonderlich wol. Braunellen Wasser getrunckcn alle mal auffvier Loht Ireiniget die Brust / vnd waß jhr gebrist. Braunellcn Wasser gctrunckcn zum Tag drey mal/jedes mal auffdrey Loht/vertreibt die Harnwinde. Braunellcn Wasser ist gut/ welchem in den Schlossen hinden Wehe ist / ein leinen Tuch in dem Wa sser gcnetzk/vnd zum Tag zwey oder dreymal / biß er genest/darüber gelegt. Braunellcn Wasser gctrunckcn zwey oder dreymal Ijedes mal drey oder vier Löht ist gut für die all tägige vnd drey tägige Fiber. Braunellcn Wasser ist den Frawen sonderlich bequem tvelchen jnnwcndig die Mutter faulet oder schwüret/oder vol Eyterist/dietrinckc deß Wassers jedes Lagszwey oder dm-mal/jedesmalauffdreyLohk/sowirdksiegesundk vndkomptdeßEytcrßab / sonderlichen fo man es an dem Morgen nüchtern trinckt ein guten Trunck. Don Bingelkraut Wasser. As beste ThcilvndIeit seiner Brennung ist das Kraut vnd Wurßcl mit aller feiner virui Substantz Iim anfang deß Brachmonats gcbrank. Bingelkraut Wasier ctwan offk in die Nase gezogen ist fast gut das Haupt damit zu purgieren/für die Flüß so sich zu den Augen Nasen vnd Dhren bcgcbm / davon die Augen INase vnd Dhren trieffcn. Bingelkraut Wasser am morgen nüchtern getrunckcn/ auff sechs Loht / treibt die vberige Hitz vnd grobe Feuchtigkeiten coleram groflam vnnd flegmamiß. Bingelkraut Wasser heilet den offnen Brannt von dem Fewer l muTücher morgens vnd Abents darüber gelegt. Bingelkraut Wassr Wein vermischt vnd tüchcr darein genetzt Iheilet alle alte offne Schaden morgens vnd Abcnts darauffgelegk. Das III. Kap. Von Khamillm Wassti'. Ae beste theil vnd Jeit der Destiltterung ist das du nemcst Kraut vnd Blumen mit ' einander gehackt vnd im Brachmonat gebraut. Chamillen wasser am morgen nüchtern gctruncken vnd am Abcnt so man schlaffen gehen wil/jedes mal zwey oder drey Loht/ legt den Schmertzen deß Bauchs. Chamillen Wafferinaller vorgemelien maftn gctruncken / sechs oder acht tag ist gut für dasDarm-gicht vnd Grimmen. Chamillen Wasser starckt das Hirn vndkrafftiget das Haupt/die -Ort zu sampt dcn Schlaffen offt damit bestrichen vnd von jhm lassen selber trucken werden. Chamillm Wasseristgut dem kalten Haupt / da sselbige damit gerieben/es erwärmet das Haupt gar natürlich Iist Menschlicher Complexion sehr bequem/vnd milterk zum tag auffzwey Loht gctruncken den Schmertzen deß Haupts. Chamillen Wasser zwölff oder vierzehm tag alle tag auff zwey mal / jedes mal auffdrey Loht getrunckcn ist mufft«-die Geelsucht Iyctencia genant. Chamillen Wasserist gutzu aller Müdigkeit der Glieder/ dieselbige damit gerieben zum tag zwey oder dreymal/vnd von jm lassen selber trucken werden. Cha- ist gut für dic Geelsucht. Creutzwurtz Wasser ist gut welchem die Lcbcr cnßändet ist von vynäkürlicher Hitze / Tücher oder Hdnffm Werck darein genetztvnd darüber gelegt /vnd Morgens vnd Abcntsjedes mal auffvicr Loht gctruncken. Creutzwurtz Wasser Morgens vnd Abents jedes mal zwey oder drey Loht gctruncken starckt das Hertz vnd den Leib. Crcutz- m dem Leib. Von klein brmnenden Nessel Wasser. I vnd in mitte deß Brachmonakö gebrant. 1 Klein brennend Nessel Wasser ist gut für die Feygwartzen/Morgens vnd Abents damit gelvafchen Ihat sie aber ein Mmfch jnwendig im Leib/so trincke er deß Wassers Morgens vnd Abents Ijedes mal auff zwey Loht Iist warmer Natur vnd bewehrt. Klein bren-nendtNesselWasservmb Sant Iohans BaptistL Tag gebrannt/vnd vierzehen Lag an die Sonn gesielt Itreibt alle kalte ab Idie Hände Füß vnd an gantzen Leib damit gerieben so darffesi du kein Sorg haben/ daß du am selben End erfrüresi/ alle dieweil du es nicht mit an-derm Wa sser ab waschesi. Von Käppis Kraut Wasser. Ie besie Theil vnd Zeik seiner Desiillierung sind die Blatter von den Dorsen abge^ l brochen/ vnd jhm außgehen deß Brachmonats gebrank. _ j Cappiskraut Wasser gctruncken Morgens vnd Abents / jedes malvier Loht / ist gut für den Stein/ als welchen es zerschmettzt vnd verzehret. Cappiskraut Wasser in vorge-meltcr maftn morgens vnd Abents gerruncken/isigut für das Grüen in den Lenden. Cappiskraut Wasser in vorgemclter Masen getruncken reiniget die Niem in den Lenden. Cappiskraut Wasser ist gut für alles Gesüchf ITücher darein genetzt vnd darüber gelegt/ vnd wann sietrucken wordcnsind Iso werden sie dann widerumb genetzt vnd darüber gelegt biß dem Menschen die Schmeltzen vergehen. Das IIII. Kap. . Von Tauscnt Güldmkrack Wasser. 2ls besie Theil vnd Zeit seinerDesiillicrung ist der Stengel/ Blatter vnd Blumen )vnder einander gehackt / vnd im Ende deß Brachmonats gebrant. J Lauftnt Güldenkraut Wasser Morgens vnd Abents getruncken mal drev oder vier Loht / ist gut denen / die einen bösen vndawigen Magen haben / als welchen es erwarmbt/vnd alles böse darinnen verzehret. Lausenk Güldenkraut Wasser einem Kindt zwey Loht ieinem alten Menschen vier Loht Morgens nüchtern zu trincken geben die Würm in dem Leib. Lau senk Güldenkraut Wasser gctruncken am Morgennüchtmt vnd am Abent / jedes mal auffvier Loht / wird wider die Feber fa st gerühmet. Tauscnk Gül- Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Tausent Güldenkraut Wasser vertreibt dic Zeichen vnd Masen der alten Wunden/ offt damit gewaschen. Tausent Güldenkraut Wasser einmal oder drey auss vier oder sechs Loht getruncken treibt die todte Kinderauß Mutter Leib. Tausent Güldenkraut Wasser ist gut da einem Bein in dem Leib zerbrochen ist law getruncken Morgens vnd Abents Ijedes mal auss vier Loht cs heilet dieselbige wider an einander. Tau scm Güldcnkraut Wasser ist gut dem bösen ausssiosscnden Magen nüchtern Lust zu effcn.TausentGüldcnkraut wasser ist warm vnd truckcn mit einer üipri cjrcr.össenet dieVcrstopssungvnd macht die grobe tiumvres subtil vnnd dünn führet dieselbige auß. Wird Wird derowegm wider das Hüfst Wehe vnd Podagra zu einem Ctisiicr gebraucht vnnd ^ü^ret die grobe coknfchc pWcgmaftfcbe humorcs, Morgens vnd ÄbentS jedes uial auff dreyLohrgetrunckcn/auß. pausentGüldenkrautWager getruncken zum Tagzwcynral/ jedes mal zwey oder drey <£oi>t Iverbessert die Hartigkeit dcy Mrltzens vnd der Gebern. Tau^ semGüldenkraut Wasser getruncken Morgens vndAbcnts jedes mal auffdrey Lohr/ist gurfür das Larmgicht. Lausenk Güldenkraut Wasser getruncken zum Tag zwey oder dreymal ljedes mal zwey oder drey Loht / vertreibt das Grimmen im Bauch. Bon TaubenkropffWaffcr. Asbeste Lheil vnd Zeit feiner Destillierung ist im Ende deß Meyen das Kraut vnd Stengel mit aller ftüter Substantz vnder einander gehackt vnd gebrannt. Laubenkropff Wasser drey oder vier Lag Morgens vnd Abents jedes mal drey oder vrerLoht getruncken / ist gut ober die Galt. LaubcnkropffWasscrvieroderfünff Wochen alle Morgen vnd Aöenr getruncken / jedes mal auff vier Loht/ist gut für die Vn--gestalt deß Angesichts / aiß wer einer aussetzig/ dann es macht das Angesicht bleich vnd leib--fark Laubenkropff Wass r in vorgemelker mafen genutzt ist gut denen Leuten / die sich Fürchten vor dem Aussatz Idann ferne Lugendt vnd Krafft ist/ daß es reiniget. Laubenkropff Wasser ist auch gut für alle Gekretz vnd Räudigkeit an dem Leib dorret vnd heilet die-felbige/ ein wenig Lhcriac mit einem guten Lrunck deß Wassers genommen vnd geschwitzt/ es trerbt alle böse giffeige Feuchtigkeiten: auß / so erbadci so! er sich auch nicht giessen noch waschen / er Hab dann zuvor wol geschwitzt / dann es vertreibt allen Grind vnd Räude am Leib / damit gerieben vnd gewaschen. Taubcnkropff Wasser Morgens vnd Abmrs jedes mal drey oder vier Loht getruncken / ist gut für Gefchwer außwendig vnd jnwendig deß Leibs. LaubenkropffWasscralle Morgen nüchtern gttmncken vier Lohr sonderlichen fo cs per alembicum destMeret ist/ bewahret den Vier,schm für der Pestilentz. Laubenkropff Wasser getruncken acht Loht /deß Morgens nüchtern vmb Vhr/ vier macht zu Skufgchen. Laubcnkropff Wasser heilet die Verferungen dcß Mundks / damit offt gewaschen Morgens vnd Abents. Laubenkropff Wasser ist gut für den Fluß in dem Angesicht damit gewaschen jeden Tag zweymal. Laubcnkropff Wasser ist gut fürallerley Geschwülsten/ damit Morgens vnd Abenrs gerieben. Laubenkropffwa sser zumLag zwcymal gerrun cken/ jedes malauff vier Loht Izertheilet das erstorbene vnd gerunnen Blut / vnd heilet die Geschwülsten soetwanausseinen stoß / fall oder schlagen erfolget ist. LaubenkropffWasser Zum Lag zwcymal / jedes mal auffdrey Loht getruncken reiniget den Frawen jhren Siech-tagen I wenn sie cs m dem das Mer fh-uum noch wehret gebrauchen.Lauben kropff Wasser macht schön alle die sich offt vndvicl damit waschen/vnd vor, jhm selber lassen trucknen. LaubenkropffWasser neiget sich zu einer kleinen warmbde vnd ftipncicec, starckk derowc-gcn den Magen izum Lag zweymal getruncken / jedes mal zwey oder drey loht vnd pflegt von Natur zu reinigen. Laubenkropff Wasscralsogctruncken/ bcivegt den Harn / vnd ist gutalsogetruncken Iwider den Grindkvnd Kratzigkeit/ dann es laxieret / purgieret coieram zu jampt dem bösen Geblüt / vnd hilfft demselbigcn alles verbrennten ab. Von Dmnmarck oder Baldrian Wasser. Asbeste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist die Wurtzel / Kraut vnd Stengel mir aller seiner Substantz gehackt / vnd im Ende deß Meyen gebrank. Dennmarck Wurtzel vnd Kraut Wasser getruncken Morgens vnd Abents jedes mal vier lohi/vnd Lücher darein genetzt vnd darüber gelegt heilet alle Geschwer vnd mit Schmertzen behaffte Geschwülsten. DcnnmarckWasser zivischenden zweyen Frawen Lagen gebraut Iist fast gut den jungen Kindern für die Würm in dem Bauch jeh ein löffcl voll deß Morgens nüchtern getruncken. Dennmarck Wasser zum Lag zweymal jedes mal vrer loht getruncken / vnd Lücher darein genetzt / vnd auff die Feygwartzen gelegt/schafft dicselbigeab.DenmarckWasscr ist gut/so em Mensch nach dem Badt cm Lüchlin darinnen netzt vnd vber die äugen legt/macht die äugen klar vnd liecht von derHitz vndRauch deß bade. Denn- DenttmarckWasser ist auch gut für die Feigblattern die da fliesten das matt Tücher darin-ne' netzt lvnd daraufflegt lso gcligen die Ftüß vnd Den nider/ ist von einem Priester das ich selber gesehen Hab/ offt vnd melprobiret.Denmarck master morgens vnd mittags getruncken/ sedes mal vier oder sechs Loht 1 hilfst einem dem ein Bein zerbrochen ist. Dennmarek Wasser also genützk/wirdt wider die Rupturas oder Brüche gerühmet.Dennmarck Wasser vier lohe nüchtern getruncken Iche man auß dem Hauß gehet / ist gut für die böse Dünst vnd Geruch der Pestl lenßen. Dennmarck Wasser fünffover sechs Loht getruncken / ist gut wider alles Gisst. Dennmarek Wasser getruncken morgens vnd Abents jedes mal aussprey Loht/ vnd die Glieder damit gerieben Idie fast erkält sind / hilfft den selbigen widerumb zurecht. Denn- zu derWundcn auß. Dennmarck Wasser drey oder vier Loht nüchtern getruncken / heiler vndtreibkalle Geschwere vnnd Apostemen auß dem Leib. Dennmarck Wasser getruncken Morgens vnd abents/jedes mal drey Loht/vertreibt das Lenden wehe.Dcnmarck waffer ist gut wenn sich Eheleuten nicht können vertragen / die trincken beyde darvon auß eine m TZapff/fle werden eins. Denmarck Wasser in trüben Wein gegossen macht denselbigen lauter vnnd schön. Dennmarck Wasser mit Wein gemischt vnd getruncken vertreibt viel Wehtage der Augen / denn es ist ein Principal Stück zu den Augen so man es auch in die Augen thuk. Dennmarckwassergetruncken zum Tag zweymal / jedes mal vier Loht/ vertreibt vndbeför--dert den Schweiß.Dcrmmarck wasser ist gut für die Wehtagcn der Glieder / von kalten/die-selbigeMorgens vnd Abrufs damit gerieben/vnd jedes mal von jhm selber lasten trucken werden. Dennmarck master ist gut für die Feigwartzen/ so man ein Tüchlin darein netzt vnd dar-auff legt. Dennmarck wasser deß morgensausszwey Loht getruncken/ehe Man auß dem Haufe gehet Iist gut für die bösen Lufft der Pestilentz. Von Dennmarck oder Baldrian Wnrhel Wassm beste Jeit der Wurtzeln Destillierung ist Zwischen den Zweyen Frawen Tagen. Dcnnmarckwurtzel wasser getruncken vier Loht / ist gut für alles Gisst. Denn-C^x) marckwurtzel Wasser ist gut für die Bissz der bösen gifftigen Thieren / das Hertz-grüblin oder Magen Mundt damit bestrichen. Dennmarck Wurtzel wasser vertreibt das alltagigc Fiber/jedes mal auff sechs Loht/gleich jhm anfattg deß Raroxyüni getruncken. Dennmarck Wurtzel wasser ist gut für die Wehtagen der Seiten damit gerieben/ Tücher darein genetzt vnd vbcrgelegk» Von Dillen Waft.k As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut im Ende deß Meyen | gebraut. Dillenwasser getruncken / die Schluss vnd Nase damit bestrichen macht den Menschenrühwigschlaffen. Dillen Wasser getruncken morgens vnd Abents jedesmal aussvier loht / gibt den Frawen viel milch. Dillenwasser drey Tag von einem krancken menschen getruncken Ijeden Tag zweymal Izwey oder drey loht/ hilfst dem Magen aller böse win-de ab / vnd gibt zum Reuptzen Vrsach. Dillenwasser lang in dem Mundt gchalten ist gut für die böse Feuchtigkeiten der Jan. Dillenwasser vertreibt den Krampss/ morgens vnnd Abentsjcdesmalausszweylohtgctruncken/vnddieGlicderdamitgerieben. Dillenwasser sti llet das Vnwillcn vnd Erbrechen / alle Tag zweymal vnd jedes mal ausszwey loht davon getruncken. Dillenwasser morgens vnd Abents jedes mal auff drey loht hilfft dem verschlossenen Harn herauß. Dillenwasser ist jauch gut wider deß Bauchs Vngemach vnd macht wykdawen igetruncken in vorgemclter masen. Dillenwasser getruncken hindert den Stulgang. Dillenwasser ist gut wider alle Geschwere vnd Geschwülsten/sic seihen wo sie wöllen/ Tücher darein genetzt vnd vbergelegt. Dillenwasser mit Essig gebeyst gebraut vnd nüchtern getruncken Izum Lag zweymal morgens vndÄbenks / jedes mal ausszwey loht Ilöschet vnd stillet alle vnzüchtige Begirdcn. Dillenwa sser ist auch gut wider deß bauchs Vngemach j vnd macht wol dawen / getruncken morgens vnd Abents gebraucht, DE VonDachsmblut Wasser. Er D«chs oder Iltis ist em vier füssig Lhier / einem Fuchs nicht fast vngleich/je-jdoch grösser/den Sattlern wolbckannt von wegen der Pfeilköcher dressedarvon »machen. Vnd die beste Jeit seiner Destillierung ist», den Hundts Tagen. Dachftnbluk Wasser getruncken vier oder füny Loht ist gut für die Pestitentz /wie gleichsfals auch Tücher darein genetzt Ivnnd vbcr die Träfe gelegt. Don Msselblüet Wasser. Je beste Zeit seiner Destillierung ist im Mitteln des Brachmonats. Taub Neffelnblüet Wasser ist gut vnd gewiß für den fliegenden Wurm/ 'AMorgens vnd Abents damit gewaschen vnd gerieben vnd leinene Lüchlin darein genetzt/ein wenig außgetruckt/vnd darüber gelegt. LaubNessclnblüetWasser ist ein gar heilsanr Wasser zu allen Verserungen IMorgens vnnd Abents damit gewaschen man nennet sie auch Griechisch Nesseln / es ist aber falsch. Dann die kleine brennende Nesseln Iheissek man bey den Lateinischen VrticaGrxca, von den ich zuvor in dem Buchstaben C. geschrieben Hab. Taub Nessclnblüet Wasser Morgens vnnd Abents / jedes mal auss zwey oder drey Loht getruncken list fast gut für die weise Flüß der Frawen Menftmum album genannt. Don Diptam Wasser. As beste Theil der Destillierung von der Weiffen Diptam ist seine Wurtzcl-gchackt i vnd zwischen den zweyen Frawen Tagen destillieret. Diptam Wasser getruncken Morgens vnd Abents/jcdes mal auss drey Loht/ ist gut für die Pestilentz. DipkamWasser Morgens nüchtern Mittags vnd zu Nacht/ jedes mal auss drey Loht getruncken Iist gut für den Stein. Don Dudistel Wasser / Lateinisch Scanola genannt. As beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung sindk die Blatter vnd Stengel w ider einander gehackt Ivnd im Ende dcß Mcycn gebraut. ) Dudistel Wasser D gut widerallc febres warm vnd kalt / etwan manchen Taggetruncken/jeden Tagauffd. ey oder vier Loht.Dudistel wasseralso getruncken/starcke die Leber Ivnd hilssk den Miltzsüchtigen. Dudistel Wasser vertreibt die alltagige/ drcytagige vnd viertägige febres, alle Tag zwey oder dreymal getruncken jedesmal auss drey Loht/ seinen Tranck damit gemischt Ivnd außwendig mik einem leinen Tuch auffgclegt. Dudi-stelWasseralsogttmncken/benimptdie Hiß deß Geblüts. Dudistel WasserallcTagzwey oderdreymal getruncken ljedes mal auss drey Loht vnd seinen Tranck damit gemischt / ist gut für das viertägige Fiber. DudistelWasser getruncken zum Tag zwey oderdreymal/ jedesmal auss drey Loht / vnd feinen Tranck damit gemischt / benimpt dieHitzc des Geblüts. Das v. Kap. Don Erdtbeer Wasser. Je beste Stücke vnd Zeit jhrer Brennung sind die Beer/ wenn sie voMomlrch zeitig/ ^Z iedoch nicht weicb sind ldie von den hohen Walden helk man für die besten. ErdtbeerWasser getruncken Morgens vnd Abents / vertreibt den bösen vn-reinen Schweiß im Leib. Erdtbeer Wasser getruncken Morgens vnd Abents vnd seinen Tranck damitgemlschet I löschet die böse Hitz zu sampt dem Durst. Erdtbeer Wasser ge-krunckm Morgens vnd Abents Ijedes mal vier Loht / ist gut für den Aussatz/ dann es reiniget das däeBluk/ mit Wem gekruncken / oder sonst mit Brok genoffm.Erdtbeet Wasser ist gut ge-trunckcn Morgens vnnd Abent/ jedes mal drey Lohk / denen die ein vnrhne Räude haben / oder mit Aysen oder Blattern behafftet sind. Erdtbeer Wasser ist gut für die Verserungen vndFauledeßMundts oderKeelenI denHalßdamitgegurgelt. Erdtbeer Wasscristguk für denstmekenden Athem/denMundt offr damit gewaschen/heilet dieGeschwere der Keeken/ zumLag drey oder vier mal damit gegurgclk. Erdtbeer Wasser getruncken morgens vnd Abents/jedes mal drey Loht l vnd seinen Lranck damit vermischt ist gut zu der Leber vnd für die Geelsuchk. Erdtbeer wasser wiejetztgemerdkgckruncken/machtweiLvmbdieBrüst/hilffk derselbigen alles Vnrahts ab.Erdtbeer Wasser ist gut zu dem Haupt offt damit bestrichen. Erdtbeer Wasser getruncken Morgens/ Mittags vnd zu Nacht / jedes mal auffzwey Loht/ krafftiget vnd stärckt das Hertz.Erdtbeer wasscngetruncken Morgens vnd Abents/jedes mal vier Loht/reiniget der frawen kranckhcit.Erdtbeer wasser ist gut wider das abnemen morgens vnd Abents/jedes mal zwey Loht getruncken. Erdtbeer wasser ist gut dem einBein zerbrochen ist/morgens nüchtern/jedes mal auffvier Loht getruncken / alle böse Bein sol man mit Erdt-Heer Wasser morgens vnd Abents waschen Ivnnd keinen Tücher darein netzen vnd darüber, legen / es heilet dieselbige sehr fein.Erdtbeer Wasser ist gut zu den Wunden / diefelbigc damit gcwaschcn/vnd ob einer etwan wundt wer/dem fol man es zu trincken geben.ErdtbccrWassek ist gut/da einMensch ein vnrein vnd mitB lattern behaffket Angesicht hett/damit gewaschen/ es vergehet, prodacum eft per generofurn dominum, D ominum lacobum Comitem deLicchtenberg. ErdtbeerWasserzu machen mit Feweroder ohne Fcwer/ nimb Erdtbeer / menge Saltz darunder / vnd brenn es in einem Rosenhut/ wie Rosen Wasser. Das Wasser erläutert vnd kület die Äugen Idu magst es wol also machen Inimb ein Glaß / thu das vol Erdtbeer/machS wolzu lvnd vergrabe acht Tag in einen AmeißhaUffen so werden fit zu Wasser/odernimb das Glaß mit den Erdtbeeren vnd thu Saltz darunder vnd setze es in einen feuchten Keller/ biß es zu Wasser wird Ivnd so man das in ein schön Becken thut so wirdk es zu eimen schönen GrünenAugenWasser/ZehenoderzwölssTagindemKeller., Erdtbeerwasscr mitwein gemischtvndgetruncken/odersonstgenossen etwan manchen tag/ reiniget das Geblüt.Erdtbeer Wasser getruncken morgens vnd Abents / jedes mal auffzwey Loht Ivnd seinen Tranck damit vermischt / ist gut für die Raudevnd Grindt. Erdtbeerwasscr gckrun ckcn Morgens vnd Abents ijedes mal auff drey loht / istgut für den Sttm. Von Erdtbeerkraut Wasser. Je beste Zeit scinerDestillierung ist mitten im Meyen. Erdtbeerkraut Wasser getruncken Morgeu) vndAbentö jedes malauffvier loht/ist gut für die Geelsucht.Erdtbeerkraut We ffer in vorgemelter Musen gckrun-cken/machtweikvmb diSBrust / vnd reiniget die Ltrngen.Erdtbcerkraut Wasser istgutwer rohte Augen hat/alle Morgen vnd Abent darein gethan. Erdtbeerkraut Wasser Morgens nüchtern vnd zu nacht so man schlaffen gehen wil getruncken/wirt wider den aussatz gerühmt. Von Eychmlaub Wasser. Je beste Zeit vnd Stücke der Destillierung deß Eychbaumö ist jhm Meyen/die jungen Blatter/ so sich etwas zu einer röhte neigen /dicdanider wachsen an jungen O^THWMann/vcrstopfft fastwol. Das wasser von jungem eychenlaub/istgar gut zu der vnrM^WRgetruncken/vn ein küch-lin darein genetzt vnd vbergelegk Ies gehet in dem ErkühleMÜen Wern mittlen vor vnd ist auch gm für Faulung der lebcr. Eychmlaub wasser getruncken iWrgens vnd Abents / jedes malvier loht list gut dm lungensüchtigen/vnd für alle Faulung der lungen. Eychmlaub wasser in genannter mascn gcttunckcn Iist gut für das stechen in der Seiten. Ny rj Eychen- Eychenlaub Wasser wird zu den mit Löchern vnd Geschwcrn bchaffretenGemächk Ruhten vberdie maftn sehr gcrühmet/vnd pflegt diesclbigc fein zu erkühlen/Morgens vnd Abents damit gewaschen/ vnd Tücher darein genetzt/ vndvbergelcgt. Eychenlaub Wasser m vor-genanter Mascn gebraucht vnd vbergelegk / heilet alle alte Schaden an den Beinen vnnd da ffelbige durch seine besondere Krafft zu trücknen. Eychenlaub Wasser zum Tag zweymal jedesmal auffsechs Lohtgetruncken Iist gut ob ein Frawihre Blum zu viel hak / es helt die--felbige zurück. Eychenlaub Wasser geiruncken auffeinmal sechs oder acht Loht Morgens/ Mittags vnd zu Nacht lstiller die Verblutungen der Wunden. Eychenlaub Wasser morgens IMittags vnd zu Nacht getrunckcn Ijedes mal drey oder vier Lohr wird wider das blue harnen gerühmek. Eychenlaub Wasser ist gut fürdieHitz vnd Röhte derBein/ vonden fchwartzenBlattern ITücher oder Hanffen Werck darein genetzt vnd zum Tag zwey oder dreymal Ibiß es gelöscht! vbergelegk. Eychenlaub Wafferist auch gut für den riesenden stein in den Lenden vnd für das Grüen IMorgens nüchtern vnd Abenks so man schlaffen gehen/ vnd nicht mehr darauffeffen noch trinckcn will jedes mal vier Loht getrunckcn denn in dem Harn so nach diesem trinckcn gefangen wird- findet man gleichsam einen Sank mit welchem der Stein von dem Menschen weicht. Eychenlaub Wasser zum Tag dreymal / jedesmal auffzwep Lohtgetrunckcn lHeilerden verfetten Darm nach dem Stulgang. Don Engelsüß Wasser. IebesteAeitvnd Sückeseiner Destillierung ist die Wurtzclohn das Kraukvon dm I Eychbaumcn/gehackt vnd zwischen den zwcyen Frawcn Tagen gebraut. 1 Engelsüß Wasser getrunckcn Morgens vnd Abenks / jcdcsmalvicr Loht/ist fast gut für den Husten. Engelsüß Wasser in vorgcmcltcr Masen getrunckcn/ istgut für die dorechte Smn IMelancholey vnd allerley Fankascyen vnd benimpt die Traurigkeit hinweg. Engelsüß Wasser getruncken zum Tag zwey oder drey mal jedes mal drey oder vier Loht/macht weitvmb die Brust Ivnd macht lindk im Leib. Engelsüß Wasser getrunckcn alle Tag Iam Abcnt so man schlaffen gehen will / vier Loht istgut für schwchre Traum. Engelsüß Wasser Morgens lMittags Ivnd zu Nacht jedes mal zwey Loht getrunckcn ist gut für böse Färb/ wann es reiniget das Geblüt. Don EtiMlm Schwämmen Wasser. Je beste Schwamm zu destillieren find die weise/jeh weisser jeh besser / in der Zeit jhrer volkommcnen Acitigung gesamter / vnnd cm wenig lassen welck werden / C^r .an dem Lufft vnd nicht an der Sonnen/als denn klein gehackt / vnd per alembicum in dem Balneo Mana; destilliertt I das Wasser das darvon kömpt vermag wol daß die Spiritus verricchen Ibiß du cs gebrauchen wilk. Engerling Schwamme Wasser istgut für die kalte Gesucht/ alß daß man das Glied bey einem Fewer oder Dfen erwärme/vnd mit dem Wasserrcibc/vndsolchesofftnachein-ander lMorgens vnd Abenks biß du genesest Iwiderholek. Don Eschlauch Wasser. • ^ ^^As beste TheilMWDrner Destillierung find die Wurßcln / im Deepen gebrank. EschlaMhWMristguk/ wenn ein Mensch gerunnen Blut in jhm hat/so »netzkeremTucl^KWwndiegcesauffdcnSchadcn/sowirdteeaisobaldkvcrhcilck. Eschlauch Wasser ist DWDhißig Wasser wie von Awibcln / dann cs hat ein scharpffe Feuchtigkeit bey jhm/da-umb ist sich dar vor zu Hütten / daß es einem nicht in die Augen koin. Esch- Eschlauch Wa sscr gcti uncken Morgens vnd Ahcnts jedes mal zivey Lohk / ist Dt für das Gnminentm Bauch. Eschlauch Wajscr in vorgcmelker Masen gckrüneken/ sonderlich nüchtern ltödtee vnd vertreibt die Würm. Eschlauch Wasser getruncken vier oder fünff Tag Ialle Tagzweymal Morgens vnd Abents/ jedes ma l zwey Loht rsi gut für das Grücn in den Lenden INieren vnd Blassn.EschlauchWafferMorgens vnd Abents/jedes mal auff Zwey Loht getruncken Iverzehret vnd hüfft dem Magen aller schadtlrchen Acuchtigketten ab. Von Ehrenpreiß Wasser- Je beste Zeit seiner Brennung ist im anfang deß Brachmonaks / gehackt vndW >^0» braut/ mit aller seiner Substantz/aber fast gut/nüß vnd viel besser were es/so es zuvor ein Nacht vnd ein Tag in Wein würde gebeist vnnd jhn dem Balneo Man$ oei stillierek. Ehrenpreiß wasser Morgens nüchtern getruncken auff zwei) Loht/vnd ein rundk Hölßerit Büchßlin gedrehet Imit vielen Löchlin durchlöchert / ein Badt Schwammlin in dem Wasser genctzk Iin das Büchßlin geehan Iin der Hanvt getragen/vnd offt daran gerochen ist ein gutprXftruatiu / Beschirmung vnnd Wahrung vor der Pestilentz in der Zeit wenn diesel-bige regieret Ivnd auch die Dandt / das Haupt/ E)chiaffvnd alle Ldrt deß Lerbs damit bestri-chen.Ehrenpreiß Wasser also in einem Büchßlin getragen vnd damtt bestrichen wie zuvor/ ist fast gut für allen bösen Geruch vnd Athcnr / als in der Kirchen vnd ändern enden/ vndfür die Schwangere Frawcn / die nicht einen jeden Athem können erleiden : denn es gibt einen guten Geruch/das jhn kein böser Gestanck lcichtlich schadet/ vnd daß das Kindt nicht aus-jchig oder sonst mit anderen grossen Kranckheiten von bösem Gestanck beladen wirdk. Ehrenpreiß Wasser ist auch gut für die Pestilens denn es befördert den Schweiß / wenn sic ein Mensch angcstoffen hat/daß man jhm zum ersten ernAder eröffne/wie siche gebürk/vnd dann dieses Wassers drey Loht imit anderhalb Quintlin deß puluerisierken Krauts zu trincken gebe/ vnd darauff lasse schwitzen. Ehrenpreiß Wasser ist miß der Masen gut zu heilen die frische Wunden/sie sepen gehauwcn oder gestochen also daß man jhm das gibt zu trincken/ zum tag zwcymal/jedes mal auffvier loht/so schwitzet es zu der wunden gleich als ein Baumöl herauß/die Wunden Morgens vnd Abents damit gewaschen I vnd leinen Tüchlin dar- eingenetztvnd darüber gelegk.EhrenpreißWasterheilekauch alle böse Schaden/anwelchem Drt deß Leibs sic sindt / vorgenanter Masen gewaschens'vnd mit Tüchlin darüber gelegt. EinVickril darauß man Dirnen macht/in einem Pfund, dieses Wassers soluierr/heilet vnd vertreibt alle Andermal Ivnd alle böse Raube vnd Schcblgkeit so auß bösen Feuchtigkeiten her entspringen Ivnd jeh alter das Wasser wirdt jch besser cs ist. Ehrenpreiß Wasser ist gut wenn ein Mensch oder Viehe von einer Spinnen were gestochen/mnLücher darüber gelegt/ darein getropfft / gerieben vnnd damit gewaschen dann es ist gut für aller gifftigen Thier Bissz/vnd verhüttet derselbigen Geschwulst. EhrenprcißWasscr getruncken vnd gegurgelk Msrgene vnd Abents ljedes mal auffzwey Loht das zeitlich wrderholct/ vertreibt die Geschwulst/ ein Loht Alaun in einen Pfundt dieses Wassers resoluiert ein wenig warm gemacht / vertreibt alle Schaben in Tüchern vnd in Filtzcn / die darein oder darmit werden genetzt. Ehrenpreiß Wasser Morgens vnd Abents getruncken jedes mal auffzwey Loht / ist gut denen/die viel böß Geblüt odervberflüsslg Gebiütin dem Leib haben dieweil es dassel-bige reiniget vnd verzehret. Ehrenpreiß Wasserin vorgemelter Masen getruncken /istgut für die fliegende Hitz ldieweil es nemlich die Schweißlöcher zu eröffnen pflegt. Ehrenpreiß Wasser getruncken Morgens vnd Abents / jedes mal auff drey oder vier Loht/reiniget das Geblüt dermalen / daß cs auch zu dem Aussatz ftlbsten wirdt gerübmet / Morgens in vorge-mckter masen nüchtern getruncken/nach welchem kein artzte imMblüt erkennen kann / ob cs jemals böß gewesen. Ehrenpreiß Wasser deß Morgens nüMrngckruncken/jedes mal auff vier Loht lvier oder sechs Wochen macht dm Mm scheu magenWvem Fleisch / starckt dero-wegcn den Magen / vnd hilfft dcmselbigcn seiner vbrigen Feuchtigkeit ab davon das Fleisch zu wachsen pflegt. 3)Y nj Ehren- \: ' Ehrenpreiß Wasser gekrunckm Morgens vnd Aberus jedes ma l auffzwey Loht ist gut den Menschen Idcme im Haupt fast schwindelt. Ehrcnpreiß Wasser ut vorgemeltcr masen ge-truncken/starckt die Gedachtnuß vnd das Haupt mehr denn jrgcnt ein ander Wasser / von aussm damit bestrichen/ vnd von jhm kaffen selber trucken werden dann es starckt das Haupt vnd Htm I leichtert die Jungen / vnd lautert das Geblüt / dann wenn das Geblüt gerciniget vnd die Zungen gesund ist / so sind der mchrer Theil Glieder gesund. Darumb wer ein gut Gedachtnuß zu haben begehret Ider neme dieses Wassers in vorgemelter Masen zu sich. Ehrenpreiß Wasser Morgens nüchtern getruncken auff drcyLoht einem Duintlin deß Puluers auß der mittel Rinden deßStamms vndGewachs/Ie langcrIe lieber/von den lateinischen aber Lmarassulci; genannt/ vermischt / macht weikvmbdieBrrrst/befördert das außwerffen vnd Koder/ vnd thut solches alles durch Krafft seiner eigenen )?atur. Eh-tenpreißWafferWorgensvnd Abents getruncken / heylet fast die Lungen/ form Menschen faulet Ivnd in die Kcete steigt. Ehrenpreiß Wasser Morgens vnd Abents getruncken / jedes mal auffzwey Loht Iist gut wer Lungcnsüchtig ist/ vnd dem die Lungen auffstösset dann fie stöffetdem Menschen gern das Hertz ab Ivon bösen Blästen vnd welcher Mensch zum Zorn genüget ist Iwie die bösen Weiber/der sol das Wasser in vorgemelter Ma sen zweymal trincken Ijedes mal mit einem halben Quintlin deß pulucrisicrten Krauts vermischt/dann cs kompt offt vnd dick auß der Natur/ daß ein Mensch fast vnd mehr genüget ist zu zürnen vnd zu Blästen/ dann das ander. Sintemal alle Boßheit vondcmMiltze her entspringt/ oder daszunächstbeyder Lungenist. Dieweil sich die Lungen von Boßheitdeß Mützes blähet/ derowegen wie man einem siedentenHafen mit ünemLöffel vol kalten waffer weren kann/daß er nicht vberlauffk. Also mag man auch den Blästen der Lungen weren mit dem Puluer/ von dem Kraut Ehrenpreiß gedörret/jeh ein Quintlin mit zwey loht Ehrenpreiß Wasser ge-truncken Idaß sie sich wider nider setzt lvnd die Boßheit vergehet / dann cs kompt von keinem Glied also viel Schmertzen/als von der lungen/die sich blähet wenn alle Glieder still ligen vnd ruwen Ivnd dem Menschen nachgeben Idennoch so blähet sich die lungcn / vnd ist nimmerruhig Ider Mensch schlaffoder wach / so arbeit sie alle Zeit in Blästung vnd in Vnrei-mgkeiten Ials feysten vnd fartzen. Diese Winde kommen alle vom Vrsprung der lungen/ darumb wer die lungen vnd Zungen zämen kann der ist fürwar ein weiser Mann. Ehren# preiß Wasser zwey loht mit dem Ehrenpreiß KraurPuluer anderhalb Quintlin getruncken/ allcmorgenvndAbenk Ivertreibt die Geelfuchtin dem menschen. Ehrenpreiß Wasser vnd fein Puluer also güruncken / macht sanfft harnen. Ehrenpreiß Wasser mit dem Puluer also vermengt vnd getruncken Iistgut den feysten Frawen/ die gern mager weren/da ß sic Kinder cmpfahm mögen / dann esmai^tsie zudcrempfangnuß der Kinder geschickt/vnd gleich wie das Fewer Goldk läutert / atf Aautm dieses Wasser die Frawen zu empfaben- Man list auch von dem löwm/ wenn er von einem kleinen Würmlin/so kleiner ist dann ein Scorpion/vnd dem löwen etwa« feine jungen zu todtcnpflegk/ werde gestochen vnd vergiffter/ so lege er dieses Kraut gekawet auffdie Geschwulst vnd werde deß Gisste also baldk loß vnd ge-fundr. Man list auch von dem Bären lwann er zu fcyst werde / so esse er dieses Krauts / wann er es haben kann / vnnd werde mager / behertztvndmuhtig / dannen Heroman nachmals probieret hat/daß das wasser getruncken in dem Menschen eben solches zu verrichten pfleg. Deßglüchen so derBar grosse Ochsen siehct/so will er alle Zeit den feysten habcn/vnd ist verzagt Iso baldr er aber dieses Kraut isser/wo er das find / so bekompt er einm Mubk/ vnd greisst feinen Fündk vnerschröckenlichan. Fernerlistmanauchvondem Bären Iwann er siech sey / so esse er Amüssen/ vnd wcrd ge-sundt/jaberdarnachesseer jhralsoviel ldaß er sie nicht verdäwen mög /daßjbmvon grösser Hitz ossk geschwindk vnd ohnmächtig werde / esse derowegen das Kraur Ebrenpreiß/bekomm darausseinenStulgang/ vnd werde Gesundt. v Manlistauch / daßZie grosse grawe Wasser Schlangen mitdem Aalen rögen / vnd wann der Aale empfangen Hab/ sowerde er von der giffkigcn Natur der Schlangen also kalt/daßerdasWasseriuchtlangleydenmag / gehe derohalbenosst aussdem Wasser her/ suche vnd esse dieses KrauksW baldt müssen die jungen auß jhm weichen vnd sterben ehe sie geboren werden.Ist es aber daß sie das Kraut nicht finden/so brinacn jhn die jungen ehe sie geboren werden vmb. Das hat man von einem Hirten erfahren/der in zwantzigIahrcn viel Krauter Kräure»' vnd Naturen etlicher Lhier erkennen lernen. Ehrenpreiß Wasser vier Loht auff einmalgetruncken / macht schwitzen / so ein Mensch deß Schweiß notturfftig iss. Das Kraut Ehrenpreiß gebrant/in vorgemelker masen mit dem Wein mag man zehen Jahr behalten/wiewol ein anderer der Jahr nicht nur zehen/sonder zwantzigvnd dreyssiggedenckt/ das Puluer von dem kraut wirdk also gemacht: Das Kraut wirdt in dem anfang deß Brach-monats gesamlet/an den Lufftgehenckt/gedörret/ vnd zu Puluer gemacht. Von Anis Wasser. As besse Lheil vnd Jeik seiner Brennung sind die öbersse doldcn oder Gipfflin/wenn \ erjetzundtaußgeblüet hat / vnd der Same sich zu der Zeitigung neiget daß man die >Kron abbreche/hacke vnddcssilliere. Anis Wasser getruncken Morgens / Abenks vnd Mittags jedes mal auffzwey oder drey Loht benimpt die schwehren reubtzen auß dem Magen/ hilfst demselbigen zu seiner natürlichen warme. Anis Wasser getruncken zum Lag dreymal jedes mal drey oder vier Loht/ iss gut für die Winde in dem Leib. DonEpffWasser. As besse Lheilvnd Zeit seiner Dessillierungiss Wurtzelvnd Kram Mit aller seiner | Subssantz gehackt lvnd im Ende deß Meyen gcbrant. ) Epff Wasser iss gut für allcrley Hitz Tücher darein genetzt vnd vbergelegk. EpfsWa sser Idas Haupt vnd die Schlaff offk damit bestrichen/vnd von jhm selber lassen trucken werden lmacht schlaffen vnd ruhen. Epff Wasser Morgens Mittags vnd zn Nacht Ierwan acht oder zehen Lag Ijedes mal auffdrey Loht getruncken/ macht hamen/vnd vertreibt das Grüen in den Lenden vnd in der Blasen. Epff Wasser iss gut zu den Wunden/ Morgms vnd Abents damit gewaschen vnd ein Leinen Luch darein genetzt vnd dar-vbergelegk. Von Ephew Wasser. As besse Lheil vnd Zeit der Destillierung der Ehpew Blatter sind dic'an Eychbam lmen wachsen/ mit den Beeren vndBlattern/mitten im April gebrannt. ) Epbew Wasser iss gut für Haupt Weh/ off vnd dick damit bestrichen/ vnd von jhm selber lassen trucken werden Ivertreibt sechs oder acht Lag / alle Lag nüchtern/vnnd fo man schlaffen gehen Ijedesmal auff zwey oder drey Loht getruncken / dieGeelsucht/ vertreibt morgens vnd Abents Ijedes mal auff drey Loht/etwan manchen Lag getruncken/ den Stein in der Blasen vnd Lenden auß lbefördert zu gleich auchdcnHarn. EhpewWasser Morgensvnd Abents getruncken / jedes mal auff zwey Loht/ vndvnderandereLranckge-mifcht/reiniget die Darm vnd die Blase I iss aber den Frawen nicht gut dann es verjAhree den Samen Ivnd thut den Frawen Schaden Idarumb sollen sich die mikKmdern gehen/ vor dem Wasser Hütten / in den Leib zu trincken/oder sonsten zu gebrauchen. DonEselsblut Wasser. As Eselsblut mag vnd kann man zu jeder Zeit destillieren/wenn man fein bedarff. I Eftlsbluk Wasser dreyssig oder viertzig Lag / alle Lag an dem Morgen nüch-> tertts aff drey Loht getruncken / iss gut für den Stein. Efelsblut Wasser zehen oder zwölff Lag alle Morgen vnd Abent Ijedes mal auffzwey Lobtgetruncken / issgmfürdas Grüen in den Lenden. Yy im Von fz6 Hieronymi Brallttschweyg Von Egel Krallt Wasser. VVII ' -V* I - Egclkraut Wasser i|f gut für genuinen Blut so Mensch geflossen gefallen oder geschlagen rfl Izum Lag zwepma l/ jedes mal drey Loht getrunckcn. E-gelkrautWasseralsogenützt/ iflgutfürdterohieRuhr.EgelkraukWasserhelletdjeWun^ den Idlcsclbrge damit gewaschen. Von Amcisscn vnd auch ihrer Eyer Wasser. Ie befle Zeit die Ameissen zu deflillieren rfl wenn sie Eyer haben zu welcher Jeik \man den einen Hafen vergrabe/ das kein grund darein falle/mit laub von den bäumen ^verdecken Iso tragen sie jhrc Eyer in die Hole deß Hafens hinein vnd wenn dich be-dunckt / du habfl deren genug / so thu sie in einen Sack/alß woltest du Meel beuteln / so werden sie gedaubk vnd geüber / alß weren sie todt / derowegcn thu sie als denn in einen Kolben vnd taffe sie per alembicum deflillieren. Ameissen vnd ihrer Eyer Wasser in die Augen gethan so duwilt schlaffen gehen/ drey Lropffen Ivertreibt die Fehl vnd Flecken in den Augen. Es werden die Ameissen auch also zum dicker« mal gefangen/ man stöfl einen Stecken in die Haussen der grossen Ameissen hinein/kehret dieselbige/wenn sie den Stecken hinauffkriechcn wider ab in ein Geschirr vnd lest sie wie vor flehet/destilliercn/es vertreibt alle fehl vnd Flecken der äugen darein gethan. Von Ameissen Eyer Wasser. ^ Je beste weiß die Eyer zu samlen ist daß man nimpk einen breiten Hölßernen Napff oder Schüsseln/ gcstelt in drey oder vier Ameiß haussen/nach deinem gefallen gesetzt/ »in der Jett wenn man jhrer Eyer haben kann / mit Laub bedeckt / so tragen siejhre Eyer in die Schüsseln hinein lals denn nimpk man das Laub hinweg / vnd legt es neben die Schüsseln Iso kriechen vnd entweichen die Ameissen von der Schüsseln oderNapffen/dem Laub oder dunckelnzu tob sie aber nicht daunenweichen wollen oder die Eyer mit jhn tragen / so schlag mit einem kleinen Rühtlin auff die Schüsseln oder Napff j von stunden an werden sie flüchtig/vnd lassen die Eyer ligcn/ die man denn per alembicum m Balneo' darinn gelassen/ macht die tauben Dhren wider hören/vnd ist auch gut für das Sausen/ also genützt. y Von Eyerweiß Wasser. Je beste JettjhrerDestillierung ist das du Hüner Eyer harr lassest braten den Dok-sier hinweg thucst / vnd das Weiß wiejhm dreyzehenden Caprteldcß ersten Buchs »beydemBalneo ^ariL ist vermeldt/destilliercst/dasWasscr nimmer Heister machst/ alß daß man einen Finger darinnen könne leiden in dem destillieren werde der Helm oder das Glaß wol verstopffr / sonst bekompt das Wasser einen bösen Geruch oder Gcstanck. Db es aber stinckendr wird von fchuldt seiner langen Destillierung so muß man es in einem frischen Glase noch einmal destillieren/ in einem gemeinen Helm wie man Rosenwasser brennet. EyerweißWasser etwanmanchen Abenk in die Augen gethan ist gut denen die da Fehl vber die Augen haben Ivnd die an den Augen lang kranck gewesen- Eyerweiß Wasser mache (inschön lauter Angesicht / damit gewaschen. Eyerweiß Wasser macht gleichsfals weisse her lassen trucken werden. Von Eycrdotter Wasser. Äs beste Lheil senker Destillierung sindt Hüner Eyer harr gebraten vnd nicht gesotten Iden Dotter auß dem weissen herauf genommen vnd gebraut in einem jrrdencn > Helm gantz mitnichts verstopfft / auff daß der vbelc Geruch vcrmidten bliebe /vnd gleichsfals auch nichtzufast auß gcbrank tdavon etwan einDle erfolget / davor man sich denn denn sonderlich Hütten soll Idenn als ich selbst nächst verschienen Jahr ein/ nach der lehre M e-fus vnd Auicenn$ zu destillieren begeret / ward es so vbel sttncken daß man es solches gros-ftn Gestancks halben zu nichts gebrauchen könnt wie mol ferne vircutcs vnd Krafft gantz krckfftig waren. EyerDotter Wasser vertreibt die Flechten vnd Masen deß Angesichts / dasselbige nach dem Badt damit gewaschen / vnd von jhm selbst lassen trucken werden. Von Entzian Wasser. /^^Iebeste Stück vnd Zeit seiner Distillierung istdie Wurstel mit famptdem Kram ^Vmgehatft 1 vnd im Ende deß Mcym gebrant noch besser allein die Wurstel klein ge- hackt/vnd im Ende der Hundts Tagen gebrant. EntzianWafferetwan manchen Lag Morgens nüchtern jedes mal auff drey Loht gctruncken/erlangertdem Menschen sein Lebcn/vnd hat die/als vcrbenaontib bibi-nel, resoluierk vnd verzehret Wie das Eysenkraut vnd Bibencll / alle schleymige Materyen in dem Magen. Entzian Wasser getruncken Morgens vnd Abents/jedes mal auff drey odervier Loht in der Zeit lwenn dieFrauwen jhreBlum haben sollen hilffkeederselbigen fort. Entzian Wasser getruncken zwey oder dreymal jedes mal auffvier Loht/ vertreibt das böftGiffk/ so außder verstopfften monatlichen Blumen her entspringt. Entzian Wasser istgukgetruncken Morgens / Mittags vndAbcnts / jedesmal zwey oder drey Loht/da ein Mensch vnlüstigistzuessen/ vnd einen wüsten kalten vndvnreinen Magen hak/sonderlich so man deß Wassers auffzwey Loht imit einem halben Quimlin wolschmackenden Calmus der subtilgcpüluert ist/ vnd ein Quinklin Jucker vermischt/ das drey odervierMorgen nüch-r rern trinckt/ vnd jedes mal auff drey oder vier Stundt daraufffast/ so bckomptjhm die Be#> girdezu essen widerumb. Von Eschcrnbaum Blätter Wasser. Je beste Zeit dieses Laubs Destillierung ist mitten in dem Meyen / genommen die Dolden lmit Essig gestoffen/fünffoder sechs Lag vndcr einander geöeyst / vnd denn O^Ggebrant vnd destillieret. Efchernbaum Blätter Wasservertreibt die vnreine Masen vnd Flechten/ Morphea, genennr / Tücher darein genetzt / vnd auffgclegk Morger 'vnd Abenks drey oder vier Wochen conkinuirt Idarnach man es nottürfftig ist. Efchernbaum Blatter Wasser hciletdie Iikkermal Morgens vnd Abents / etwa» dick damit gestrichen vnd gewaschen. Efchernbaum Blätter Wasser heilet die böseBein/ Morgens vnd Abents damit gewaschen Ivnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt sehr geschwindk.Eschernbaum Blätter Wasser Tücher darein genetzt / vnd auff die Blattern gelegt / die außgangen sind / heilet vnd nimpt dicsclbige alle sampt hinweg» Von Eysenkraut Wasscr. ^ Asbeste Lheil vnd Zeit seiner Brennung ist das Männlm mikaller seiner Sub-stantz gehackt ivnd vmb Sank Johannis deß Lauffers Abent gebrant. O^c) Eysenkraut Wasser ist das beste Wasser für Schmertzen vnd Schüsse deß Haupts lofft r imu bestrichen vnd ein Lüchiin darein genetzt vnd vber die Schüsse gelegt. Etliche sagen, man soll Tücher darinnen netzen vnd vber die Stirn binden / so offt es kru-cken wird drey odervier Lag Idaß kein besser Wasser darzu scy / als eben dieses. Eysenkraut Wasser getruncken Morgens vnd Abents Ijedes malauff drey Loht / sechs oderacht Tag/ vertreibt die Geelsucht lycteritia genannt. Eysenkraut Wasscr ist gut füralleneblechte vnd fchwerendcn Augen / stärckt das blöde Gesicht/vnd bruigt den Schein vnd glantz widerumb/ alle Tag einmal oder Zwey damn gethan Ivnd dammb gestrichen vnd gekmncken. Eysen-krautWasser ist gut gen uncken für Gisst Iob ein Mensch dasselbige gessen oder gckruncken hat Iso geneset er an Statt eines Mithridakö gebraucht/ jedes mal aufffünffoder sechs Loht,. EysenkrautWasserheiletdieFeygwartzen ldamit gewaschen Morgens vnd Abents / bißsse vergehen. Eysenkraüt Wasser wird Morgens vnd Abcms jedesmal Vreyoder vier Loht/ wider die drittevnd viertägige Fiber gekruncken. Eysenkraüt Wasser in solcher masenge-rruncken /ist gut zu der engen Brust/vnd wer schwehrlich Kcichk. Eysenkraüt Wasser ge-mmcken Morgens vnd Abents / jedes mal auss drey Loht / vnd seinen Wein damit gemischt/ heilet die Geschwer der Lungen/vnd starckk mit Tücher außwendig auss die Seiten gelegt/ die Lungen. EysenkrautWasser in vorgemelter masen getruncken macht der Schwindt-jUcht oder Lungensucht ein end. Eysenkraüt Wa sser getruncken Morgens vnd Abents / vnd auffgelegt wie vor stehet / starcket die Lebern. Eysenkraüt Wasser getruncken / machtdem Menschen ein guteFarb/der sich damit bestreicht/ vnd von jhm selber lest rrucken werden. Ey-senkrautWafferMorgenö vnd Abems jedes mal auss vier Loht getruncken/stillet die schmerzen dcß Magens / vnd den Magen außwendig damit bestrichen. Eysenkraüt Wasser in dem Mundt gehalten Istillet die Schmeryen der Jan.EysenkrautWasser Morgens vndAbents getruncken Ijedes mal vier Loht Ivertreibt das Lenden vnd Blasen Wehe. EysenkramWa si fer also getruncken/ eröffnet die Verstopffung der Leber vnd Milyene. EysenkramWasser einem Kindt alle Morgen nüchtern zwey Loht ifünffoder sechs Tag nach einandchtzegeben ist gut für die Würm im Leib. Eysenkraüt Wasser getruncken Morgens vnd Abcnks/jedes mal auffvier Loht lhilfft dem Eingeweidt vnd Magen aller Verstopffung ab. Eysenkraüt waffer getruncken in vorgemelter masen/reiniget auch die nieren von dem grücn/vnd zertheiler den Stein in der Blasen. Eysenkraüt wa sser heilet die Fisteln/dicselbigen morgens vnd abents i damit gewaschen Ivnd ein Tüchlin darein genetzt vnd darüber gelegt. Eysenkraüt Wasser getruncken Morgens vnd Abents ljedes mal auss drey Loht / hellet die Geschwer derBrust. Eysenkraüt Waffer in vorgemelter Masen getruncken vertreibt alle Blattern im Leib. Ey-fenkraut Wasser getruncken zu dem Tag drey oder vier Loht machtdem Blutharnen ein Endt. Eysenkraüt Wasser das Haupt osstvnd m'cl damit bestrichen vnd von jhm selber lassen trucken werden Iauch ein Tüchlin darein genetzt vnd auffdas Haupt gelegt/ wird wider alle langwehrenke Kranckheitm gerühmet Ida man nicht weiß wo von es ist. Eysenkraüt Wasser getruncken Morgens vnd Abents / jedes mal auss drey oder vier Loht ist gutfür gc-schwerjnnen vnd aussen. Eysenkraüt Wasser getrunckenzum Tagzweyöderdreyma!/jedes mal auffzwey oder drey Loht Inimpt die Bcgirdt zur Vnkeuschheit hinweg. Eysenkraüt Wasser getruncken Morgens / mittags vnnd Abents jedes mal auss zwey oder drey Loht/ eröffnet die Verstopffung der Leb,-'. Eysenkraüt Wasser getruncken morgens vndAbents ßedes mal auss drey odervierLoht'/ stiller das Grimmen im Bauch. EysenkrautWasser heilet die Verserungm vnd Löcher in der Weiblichen Scham damit gewaschen morgens vnd Abents Ivnnd ein Tüchlin darein genetzt vnd darüber gelegt. Eysenkraüt Wasser getruncken morgens vnd Abents Ijedes mal auffdrey Loht / ist gu k für den Stein. Das vi. §ap. Don Fmchelkram Wasser. Er Fenchel selbst wird im Ende deß Meyen die Wurtzel aber am Ende der Hundts vs^enTägm destillieret. 0^> Fenchel Waffer macht die dunckelc Augen heiter vnd klar vnd hilfft denselbigen aller Gebrechm ab Ies sey von Hitz oder kält/das Wasser in die Augen getr^fft vnd an die SchlassAdern gestrichen I zeucht die Hitz vnnd kalten auß den Augen herauß.Fenchel wasserin die Augen gtthan/ schärpsst das Gesicht vnd macht derselbigen Geschwercn / Flüß vnd Röhte ein Endt/ acht oder zehen Tag alle Abenk ein Stundkvor Nacht in die Augen gethan. Fenchel Wasser nüchtern getruncken jeh auss drey Loht / reiniget das Hertz. Fenchel Waffer getrunckenjehauss zwey Loht Ivnd das Haupt damit bestrichen vnd von jhm selber lassen trucken werden/ starcktdas Hirn. Fenchel Wasser getruncken morgens vnnd Abents/ Abcnkö ljedes mal zwei) oderdrey Loht/macht wert vmb die Brust. Fenchel Wasser also genäßt / macht dem Menschen ein gute tottmm. Fenchel Wasser morgens vnd Abenis getruncken / jedes mal drcy oder vier Loht lsechs oder achr Tag nacheinander/ remrgct dtt Lungen vnd heilet dersclbigcn Gcschwcr.Fenchel wa ffcr also genützt /reiniget den Magen vnd löscht de ffelbigcn Hitz.Fenchel Wasser also gctruncken/ist gut zu der Leber/ drewel es dieftlbige reiniget. Fenchel wasser Morgens vndAbcnts getruttcken/jedes mal zwey oder drey Loht/acht oder zehen tag/ist gut für das Grüen in der Blasen/ vnd denen die m der blasen siech fmtvFw chelWasser etwan manchen Lag getruncken jedes mal auffzwcy Loht vnd vnder den Eranck gemischt Ibenimpt vnd vertreibt die Vnkeuschheu. Fenchel Wasser getruncken vnd damit bestrichen Imacht ein gute Farb Ilauteix Backen vnd ein schön Gesteht. Fenchel Wasser getruncken ekwanmanich mal Ijedes mal zwey oder drey Loht / ist gut für vergisst. Fenchel Wasser in dieDhrcn getropfft / tödtet die Würm so darinnen stndt. Fenchel Waffermanich mal getruncken / stillet das Bauch Wehe Fenchel Wasser mit Wcin gemischt vnd getruncken / jedes mal auff zwey oder drey Loht vertreibt die Wassersucht. Fenchel Wasser heilet die Apostcmcn der heimlichen Drt / Tücher darein genetzt vnd vhcrgelegt. Fenchel Wasser acht oder zehen Lag getruncken Morgens vnd Abents/jedes mal auffdrey oder vier Licht/vertreibt die Geelsucht/ ydenm genannt / vnd benimpt den Schmertzen der Seikten. Fenchel Waffcr sechs oderachtTag/allcTagMorgensvndAbentö /jedesmal Zwey Loht getruncken löffnet die Verstopffung dcß Mtltzes. Fenchel Waffcr ein Luch darein genetzt lvnd auff die Leber gelegt lHM denfelbigen jhrer Hitz vnd Entzündung ab. Fcn-chelWassergetrunckcn jedes mal auff zwey Loht / befördert den Harn/ reiniget die Blase/ vnd wird wider atte gebrestcn der Nrern gcrühmet. Fenchel Wasser auff vergiffte Schlangen Bissz gelegt/ Morgens vnd Abents damit gewaschen heilet dieselbige zu / vnd ver treibt dasGlfft hinweg. Fenchel Wasser ist gut zu allen Kranckheiten/ getruncken / vnnd das Haupt damit bestrichen lvnd von jhm selber lassen trucken werden. Fenchel Wasser drey oder vier Lag getruncken/Morgens nüchtern vnd Äbents / treibt den Frawen jhre Jeit.Fenchel Wasser zehen oder zwölff Lag getruncken Morgens vnd Abents/jedes mal auffdrey Loht 1 widerbringt den Saugammen die verlohrne Milch. FenchelWaffer getruncken zwm oder drey Lag Morgens vndAbcnts Ijedesmal drcy oder vier Loht vnd den Wein damit gemischt Ivertreibt das Vnwillen oder Auffstossen/ da steh der Mensch jmmer erbrechen wil. Fenchel Wasser wird in die Augen gethan / dreda Skarblindt wollen werden/vnd darzuct-wan manich Zeit getruncken. Fenchel Wasser getruncken Morgens vnd Abems / jedes mal auffdrey Loht/ macht die groben Materien indem Leibsubtil. Fenchel Wasseralsoge-truncken / vermehret den Samen.FcnchelWaffcralsog-nützt/ lstgutfürdie Schlaffsucht/ Lethargus gmemnf. Von Flüpcildel Wasser. Asbeste Lheilvnd Acrt seiner Destillierung ist das Kraut vnd Wurtzcl vnder ein- ander gehackt/vnd tm Ende deß Meyen gcbrank. O^) Filipendel Wasser Morgens vnd Abents / jedes mal auffdrey Loht getrun- cken 1 ist fast gut für die Pestilentz. FllrpendelWasservierodcrftchsLohtgetruncken/istgut so em Mensch etwas vergrffts gessen oder getruncken hak. Von Frclffamkmut Wasser. ^^IebestcZeikvnd Stücke seinerDestillierung/ist dasgepflantzke Kraukvnd Stcn-Iwern es jetzund Blumen tragt 1 mit einander gcbrank. O^-e) Freiffamkraut Wasser ist gut den jungen Kindern wann ste dievnnatürli- che Hiß vberlaufft / vnd Kranckt / denen gibt man es zu trinckcn / jedes mal anderhalb Loht/ vnd mischt jhren täglichen Lranck damit. Freiffamkraut Waffer Morgens vndAbcnts getruncken/jedes malauff zwey oder drcyLoht ist denen so dampfflg stndt vmb tue Brust vnd vmb das Hertz sonderlich bequem. Freiffamkraut Wasser getruncken Morgens vnd Abents etwan manchcn Lag/jedes mal zwey Loht/rst gut denen Leuten/jung oder alt / die Ge- f4° Hieronymi BmiMschiveyg Geschwett odetGeschwulst vmb das Dcrtz oder vmb dieBrust Haben-Frei ssamkraut wa stcr in vorgenanttrmaftn getmncken Iheilet die Geschwer der Lungen. FreissamkrautWasser stillet alle böse Hitz / Morgens / Mittags vnd zu Nacht gctrunckcn/ vndaußwendig mit Tüchern darein genetzt vnd darüber gelegt. Von Füttfflttgcrkmtlt Wasser. Je beste Stück vnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut Stengel vrid Äurtzel mit aller seiner Substantz gehackt Iim Ende deß Meyen gebrank. Fünffingerkraut Wasser getruncken Morgens vnd Abents / zwölff oder fechzehen Tag Ijedes mal aufs drey Loht list gut für den Stein vnd das Gmen in den Leu* dm Ivnd Hilffk den Niem alles Vnrahts ab. Fünffingerkraut Wasser die Stirn damit bestrichen lvnd ein vierfach Tuch darein genetzt / vnd vbergelegt sti llet das bluten in der Nasen. Fünffingerkraut Wasser vertreibt das Jittern der Glieder vnd der Handk alle mal damit bestrichen Ivnd von jhm selber lassen trucken werden. Es ist fast gut vnd an einem Goldk-fchmidk zu Straßburg Adam Teufel genannt / probieret. Fünffingerkraut Wasser heilet alt vnd newe Wunden IMorgens vnd Abents damit gewaschen/vnd Tücher darein genetzt/ vnd vbergelegt- Fünffingerkraut Wasser getruncken / vnd Tücher darein genetzt vnd ober Apostemen vnd Geschwer gelegt / schafft dieselbige samptlich ab. FünffingerkrautWas* serlaxieretaußder masen wol ivnd zwinget alle Artzney daßsie soluierenmuß getruncken vnd von aussen applicierek. Fünffingerkraut Wasser löschet allerley Hitz vnd allen Anfall daß es vergehet vnd heilet Ileinene Tücher darein genetzt Morgens vnd Abents vber-gelegk. Von Frösch Waffen As beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung ist auffSanct Johannis Tag deß Tauffers Igefangen auff den Aeckem vnd gebrank wie von dem Eyerweiß ist ver-meldt lvnd ob das Wa ffer nicht lauter genug wird von dem ersten Brant/ muß man es darnach per alembicum distillieren. Frösch Wasser ist das beste Wasser für das Gesücht es fey am Leib / wo es immer wöll/ den Drk damit gerieben Ivnd von jhm selber lassen trucken werden vnd leinene Tücher darein genetzt ivnd vbergelegt. V$i Fröschrogen Waffer. Röschrogen/von den Lateinischen Sperma Ranamm^von den Teutschen Fröschrogen / oder geschmelß genant / wird mehrerTheils in etlichen still stehenden Wassern/ wie ein Galrey/mit viel schwartzen Augen dem anfang deß Mertzen gefunden/ darumb es in derfelbigen Jeit mit einem Seybecken gefangen werden soll vnd einen Tag lassen trucken werden Idaß das Wasser oder sein vberflüffige Feuchtigkeit sich davon scheide/ vnd denn gebrank oder gedistillierek. Fröschrogen Wasser ist ein gut Wasscr zu allen hitzigen Schaden ein Tüchlin oder Hanffen Werck darein genetzt lvnd zum Tag dreyma lvbergelegk» Don Feigwartzenkram Waffer. Ae beste Theil vnd Jeit seiner Brennung sind Blatter vnd Wurtzel mit aller seiner Substantz lmitten im Meyen gebrank. K:. Feigwartzenkraul Wasser ist ein Principal für die FeigwartzersMorgens vnd Abents/jedes mal auff vier Loht getruncken / Tücher darein genetzt vnndzumTagzwey oder dreymal vbergelegt. Das vii. Von Gottesgnad Waffm monat destillieret. ) ‘ Großgunfel Wasser heilet alle Gefthwer getruncken vnd von aussen appli- rieret. Wiegleichsfalsauch alle Verftrungen ander Weiblichen Scham/ dieftlbigeofft vnd viel damit gcwa schm. Dcki GamanderWasser. As beste Lheilvnd Zeit seiner Destillierung ist im Mitteln deß Meyen mit aller sei-lnerSubstantzgehacktvndgcbrank. Gamander Wasser auffvier Lohtgetruncken treibt die tobte Geburtauß Mutter Leib. Gamander Wasser offtvnd dickgetruncken jedes malvicr Lohr/hilfft denen Idie in dem Leib gebrochen sind. Gamander Wasser etwan manchen Lag alle Morgen vnd Abem Ijedes mal auffdrey Loht getruncken reiniget vnd macht gut Geblüt vnd er-frewet das Hertz. Gamander Wasser getruncken Morgens / Mittags vnd zu Nacht/jedes mal auffzwey Loht / erfrischet die Leber Ihilfft derftlbigen ihrer vnnatürlichen Hitze ab/ rvann es mit denBlumen gebrant ist. Gamander Wasser etwan manchen LagMorgens/ Mittags vnd Abents gctruncken / jedes mal zwey oder drey Loht vertreibt die Fantaftpen. Gamander heilet die Verftrungen im Mundt / zürn Lag drepma l damit gewaschen. Von Genserich Wasser. y v,> Je beste Stuck vnd Zeit seiner Destillierung ist Wurtzel vnd Kraut zwischen den lzweyen Frawen Lagen gehackt vnd gebrant. > Genserich Wasser in die Augen gethan stillet derftlbigen Flüßvnd Schuß/ vertreibt die vnnatürliche Röhte/ vnd nimpt alle Nebel Verfinsterung/ Felljvnd Flecken die einem Menschen in einem Iar gewachsen sind hinweg. Genserich Wasser ißgut für die Blat- Blattern der Augen / ctnxm manich mal darein gcchan. Genferich Wasterheiler alle Wunden izum Tagzwcymai damit gewaschen. Genferich Wasser also gebraucht vnd Tücher darein aenenr vnd darüber gelegt/ heilet den Wolff.Genfmch Wasser vertreibt die Schmer-tzeudcß Anckgratho lden selbigen offt vnd viel damü gerieben. Genferich Wasser getruncken sechs oder acht Tag/ Morgens vnd Abents an einander alle Tag/ jedes mal auff zwcysder drey Loht / stiller den weissen Fluß der Frawen. Bon Genferichblumen Wasser. Je beste Zeit seiner Destillierung ist / wenn die Blumen volkommenlich zeitig sinö/ per alembicum destillieret. Genferichblumen Wassergetruncken Morgens nüchtern auffdrey oder vier Lohr izwölssodcr scchzehen Tag / starcket den Menschen in allen seinen Gliedern. Gense-richblumeN Wasser in die Nase gezogen oder gegossen vnd getruncken / ist gut den Menscher« ldie den Schnupffcn haben vom Haupt Ies führet die Flüsse zu der Nasen auß. Gen-serichblumcn Wasser «st fast gut den Augen Iein Stundt vor Nacht darein gekhan. Gense-richblumen Wasser ist das allerbeste Mittel / für den Schwindel indem Haupt vnd Hixn/ rnorgens vnd abcnts/jcdes mal Zwey lohr getruncken/vnd das Haupt etwan manche tag damit bestrichen. Genferichblumen Wasser ist gut für alle faule Hirn vnd Augen tricssen/vnnd starcket alle Glieder lMorgens vnd Abents ljedes mal zwey Loht getruncken vnd die Glieder damit gerieben / vnd von jfrtn selber la ssen trucken werden. Genferichblumen Wasser ist ein edel Wasser Ida ein Mensch einen feuchten Schaven hat denn es hilfst den Feuchtigkeiten durch die Schwcißlochlinhmauß/ ein Tüchlin darein genetzt / vndzumTagzwcymak darübergelegt lvnd heilet solche Schaven nach Abschaffung gemelter Feuchtigkeiten zu* Von Grtrtdelrebm Wasser. Ab beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut vnd Stengel gehackk/vttß im Anfang deß Brachmonaks gcbrant. C%^c) Gundelreben Wasser getruncken Morgens vnd Abents jedes mal zwey Loht/ etwan manchen Lag / ist gut für alle Herßfibcr. Gundelreben Wasser sechs oder acht Tag alle Tag Morgens nüchtern/ vnd Abents so man schlaffen gehen wil jedes mal vier Loht getruncken Ivertreibt die Gcelfucht / Ydentie genannt Gundelreben Wasser in vorge-melkcr mascn l«st gut einem bösen Magen. Gundelreb! n Wasser in einem Bad auffviee Loht getruncken Ischafft alle phlegma / in der Blasen / Magen/Lebcrs/ oder Lungenab. Gundelreben Wasscrauffzwey oder drey Loht getruncken vertreibt alles Glffk der Pesti-lcntz. Gundelreben Wasser fünffoder sechs Tag alle Tag zwey oder drey Loht getruncken/ wird zu den Haupt Gefchweren gerühmek. Gundelreben Wasser morgens / mittags vnnd Abenrs getruncken/jedesmal auff vier Loht lvnnd etwan drey oder vier Tag widerholet/ macht wo! harnen. Gundelreben Wasser fünff oder sechs Tag Morgens / mittags vnd zu Nacht/jedes mal zwey Loht getruncken/eröffnet die Verstopffung deß miltz vnd Lcbcr. Gundelreben waffergckrunckenzwcn oder drey Tag/ morgensvnd AbcNts jedes mal auffdrey loht / bringt den Frawenjhre Icik. Gundelreben wasser getruncken/vnd die Glieder damit gerieben/reutet das Paraliß oder GichtbruchaUß. Gundelreben wasser morgens / Mittags vnd zu Nacht Ijedes mal auffvier loht getruncken/ ist fast gut den Frawen die fchwehre Glieder oder einen grossm Leib haben Idie Glieder zum Tag viermal damit gerieben^ Von Gelb Violen Wasser. /Qx As beste Theil vnd Jeik die gelben Neglinblümlin oder gelbe Violen zu destillieren/ sind die Dolden oder Gipffcl / wenn sie eine volkoinmene Acitigung erlangt gar nahe am ende deß meyen destilliret.Gelbuio'en wassergetrunckc morgens vnd abents/ jed.»mal auffzwey loht Iwider bringt die verlohrne Sinn/starcket vnd krafftiget das Hanpk. ZS ij GE Gelb Violen wasscr getnmcken / morgens vnd Abmts/ jedes mal auffdrey Loht stankt vnd krafftiget die Leber vnd Nieren. Gelb Violen waffer drey oder vier Wochengctrunckcn/ morgens/mittags vnd zu Nacht/jedes mal auffdrey Loht / macht die Frawen fruchtbar. Gelb Violen wasser sechs oderacht Lag alfogetruncken reiniget die Frawen nach der Geburt. Gelb Violen waffer zwölff oder vierzehcn Tag alle morgen vnd Abenk gelruncken/ jedes mal auffdrey Loht / ist gut denen die zu sehr Vnkeuschheit getrieben haben/die starckt esvndkrafftigetsie/ dann cs erftcwct die Seel im Lab. Gelb Violen waffer invorgemelter mafcn getruncken/vertreibt alle kalte Gebrechen deß Hertzcn / vnd erwärmet daffelbige wi-dcrumb. GelbViolenwafferinvorgemcltermascngetrunckcn / scharpffctdieSmnvnnd Vernunffk. Gelb Violen waffer getruncken morgens vnd Abents / jedes maldrevloht/ zwölffoder vierzehen Tag / erfrewek das Gemüt. Gelb Violen waffer in vorgcmclter ma-fen getruncken/ lautert vnd krafftigek das verdorben Geblüt/warmer das Marek in den Bei-nen/vndtreibt diekalte Flüsseauß. Gelb Violen waffer vertreibt die Paraliß/vnd sonderlich die Lame der Aungen/ da der mcnsch die Sprach verliehrer/oder da der Schlag eine Sei-tengerührer / das waffer drey odervierWochen getruncken /morgens vndAbcnks/jedes mal zweyLohk/ seinen Tranck damit gemischt / vnddie Glieder damit gerieben. GelbViolcn wafferistguk dem dieHandk zittern Idieselbige morgens vnd Abents damit gerieben von jhn^selber lassen trucken werden/ vnd jedes mal auff zwey loht getruncken nimpr das zittern derHandt vnd Glieder sehr fein hinweg. Gelb Violen waffer morgens vnd Abents/jedes mal auffzwey loht getruncken lküler das Hertz ein wen ig / vnd daffelbige durch seine Kraffti-gung vnd Skarckung lvnd ob es zu viel kalten wolk / so temperier es / vnd ob es zu viel Hitz hekte/widerumb/darumb es das Hertz erfrewek. Gelb Violen waffer erfrewek das Geblüt/ invorgemelter mafen getruncken. Gelb Violen waffer ist gut für alle Flecken vnder den Augen/sie ftyen von Hitz oder Kalk/vnd macht ein weiß vndklar Angesicht. GelbViolcn waffer ein leinen Tuch darein genetzt Ivnd vmb das Haupt gebunden / legt alle wchtagen deß Haupts/ vnd die Sch#/ vnd widerbringt dcn verlohnten Schlaff. Don Schaffgarben Wasser. IebesteStückvttd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut vnd Stengel mit cinan-ldcrgehackt / vndjhm Ende deß meyen gebrank. c ® Garbenkraut waffer Morgens nüchtern vier Loht getruncken / vnd das Hertz vnd Grublm/dadeßMagenmundkö Statt/damit bestrichen ist fast gut da ein Mensch ein kalten Magerchak Iso wird jhm derMagen widerumb erwärmet. Garben Wasscr drey oder vrerLagamMorgennüchrern/einem Kindt zweyLohk einem nittclmessiqcn fünffoder Lohtzu krincken gegeben / vertreibt die Spul Würm im Bauch / LumhnciVnlmnf GarbenWasser getruncken zwo oder drey Wochen Morgens vndAbents / jedesmalauff MeyLchk/vnddcnTranckdaMikgemischt/istgukdaeinMenschvottvbrtgemBlutenseY- neFarbverlohrenhat. Garben Wasser heilet alle frische Wunden / Morgens vnd Abems damtt gewaschen. Garben Waffer Morgens vnd Abents jedesmal auff zwey oder drey Lohkgetrunckm Ireiniget das Geblüt. 3 v 9 Don Güldmklee Wasser. gebrank ^^v^d^" seiner Destillierung sind die Blatter / im Ende deß Meyen (u ^üldenkleeWasser getruncken Morgens vnd Abents jedesmal zwey oder GruenmdmLenden / reiniget die Nieren/vnd bcförd^ den Harn, ^truncken ^ Morgens vnd Abents jedes mal zwey oder drey Lohe Don Von Gelb Gilgen Wasser. Je beste M solche Blumen destillmen ist wenn sie am volkömlichsten Zeitig sind/ jedoch dem abfallen nicht nahe/vnd deren Geschlecht ist viel / als indem zweyteii Capitel dieses Buchs geschrieben stehet / von den BlaweN Gilgen. Gelb Gilgen Wasser getruncken Morgens vnd Abents jedes mal auffdrey Loht/ etwa« manchen Lag Istillet vnd hinderhelt der Weiber vbermaffige BluM. Von Gartenkreß Wasser. Asbeste Eheil vnd Zeit seiner Destillierung ist im Ende deß Meyen/Kraut vtmb Stengel mrk eMander gcbrank. Gartenkreß Wasser heilet alle Aan Gcschwer dieselbige offt vnd viel damit gewaschen vnd gerieben.Gartenkreß lst gut Wasser getruncken morgens vnd abmts für die Geschwulst/ vnd dieselbige damit gerieben.Gartenkreß Wasser dcßMorgens nüchtern auff vier Loht getruncken / vertreibt dre Würm im Leib- Gartenkreß Wasser ist gut für die Pur-pcln oder Vrschlechten / mit Honig vermischt ein vierfach weich Luch darein genetzt / vnd darauff gelegt / so das trucken wirdk widerumb genetzt / vnd darauffgelegt/ so zeucht cs die rohte Flecken herauß/wo du cs an dem Leibe hast / vnd auff der Seiten/da die Flecken sind/ ein Ader eröffnet list es aber an beyden Seiten deß Leibs so laß im auffbeydcn. Ist cs dir an dem Bein / so laß auff den Knoden/vnd trinck Morgens vnd Abents dieses Wassers/ gcbrant Erdtbeer Wasser vermischt / hükt dich vor aller hitziger Speiß/vnd sonderlich vor Linsen vnd vor Schweinen Fleisch Ivnd Leberwürsten, Das viii. Kap. Von Hamkraut Waffeo. der gehackt / vnd im Ende deß Meyen gebrank. Hamkraut Wasser ist das allerbeste/ wem die Augen rohr sind / Morgens' vnd Abents darein gethan Ies ist offt bewehr k. Harnkraut Wasser einem Wassersüchtigen Menschen auffsechs oder acht Loht gegeben Ivnnd danff die mittel Rinde von Attich wur- tzel/einer Haselnüssen groß gegesten/krecht deß Harne/fü/4ff oder sechs Maß vonjhm / de-10 wegen man denn damit anhalren soll Ibiß er genest. Von dem Wasser der mittelsten Rinden von Holderstengeln. c /^^.Ieses Wasser zu bereyten / nimpk man die mittelste grüne vnd zarte Schel von den frischen Holder Stecken Ivnd lest sie im anfang deß Meyen in einem Lalneode-Mieren. Dieses Wasser besonder gebrank vnd getruncken zum Lag zwey oder dreyMal / jedes mal auffdrey Loht Iist gut für die Wassersucht vnd hilfft nüchtern auff sechs Loht ge-truncken Idem Stulgang fein sanfft vnd ohne Befchwehrung fort. Hon Hvlderblätter Wasser. As bcK Lheil vnd Zeit seiner Destillierung/ sind die fördern Güpffel / Dolden vnd' Blatter mit einander gehackt / vnd mitten im Meyen gebraut. Holderblattcr Wasser ist fast gut zu hitzigen vnd faulenden Beinen vnd Brüchen/offt vnd dick damit gewaschen lvnd vonjhm selber lassen trucken werden. Dieses Ge-wLchs istcincr Widerwärtigen Natur Ihitzig vnd feucht pflegt derowcgen zu rcfolmercn / vnd die Schmertzen zu mitigieren. §Z iij Voss Von Holderblüet Wasser. Je beste Therl vnd Jett seiner Destillierung ist die Blüek von den Drappen wenn s sie am aller vo lkömlichsten zeitig ist / abgcstreifft vnd gcbrank. _ j Holdcrblüet Wasser Morgens vnd Abenks getruncken jedes malauff drey Lohr/ krweichtdicBrust.HolderblüekWafferin vorgemeltermaftn getruncken Morgens vnd Abcnts damit gerieben/hilfft bcydes dem mcnschen vnd Vieh von aller Geschwulst.Hol-derbtüet Wasser in welcher Jett man das in die Augen thur / löscht vnd resoluiert derselbigen H tß. Holdcrblüet Wa sser Morgens vnd Abenks/jedcs mal vier Loht getruncken/ist gut für die Wassersucht. Holderblüet Wa sser hitziget vnd trücknet ist derowegcn gut zu alten Schaden diekaltsind / dieselbrge damit gewaschen. Holderblüet Wasser getruncken wehret dem Auffaß. Holdcrblüet Wasser ist gut für das Jittern der Handt Morgens vnd Abcnts damit bestrichen/vnd von jhm selber lassenkrucken werden. Holderblüet Wasser achtoderzehen Lag Ialle Lag Morgens vnd Abcnts / jedes mal drey Loht gerruncken/starckt den Ma-gen.Holderblüet wasser ist gut denen/so vnder dem angcsichtaußgefahren sind/morgensvnd Abcnts damit gewaschen Ivnd von jhm selber lassen trucken werden. Holderblüet Wasser legt das Haupt Wehe Iein Luch darein genetzt / auff den Nacken gelegt/ vnd angcstrichen. Holderblüet Waffe?Morgens vnd Abents/ jedes mal auffzwey oder drey Lohk/etwan manchen Laggeiruncken ieröffnet die Verstopffung der Leber / Miltz vnd Nieren. Holderblüet Wasser in vorgemeltermaftn getruncken Ivertreibt das dreytagige Fiber vnd reiniget alle Flüß Idie von der Mclancholey entstehen. Holderblüet Wasser vier oder sechs Loht getruncken/ purgieret vnden auß/ ohn alle pein Ivnd erleichtert den Leib. Holderblüet Wasser morgens vnd Abents/jedes mal zwey Loht getruncken vnd am Abent in die Augen gethan zer-theilet derselbigen Fehl. VonHundtsZttngen KrautWasser. zf*NkAs beste Lheil vnd Jett seiner Destillierung ist das Kraut/Blatter Stcngel/Blu- } men vnd Wurtzel Imit aller seiner Substantz gehackt vnd im Endc deß Brachmo-,)natsgebrank. Hundtszungen Wasser heilet alle Feigwarßcn / wo sie sind / hat sie der Mensch jnn-wendig Iso soll er das Wasser Morgens trincken jedes mal auff drey Loht / biß sic vergehen/ legt sie mit leinen Lüchlin idareiü genetzt lvndvbergclegt. Hundtszungen Wasser ist gut zuallenWunden/ Morgens vnd Abents damit gewaschen. Hundkezungcn Wasserver-heffert alle alte Schaden Idieftlbige damit gcwa schen/ vnd leinme Lüchlin darinnen genetzt/ vndvbergklegk. Voö Hanffkmut Wasser. , k Asbeste Lheil vnd Jeit seiner Destillierung sind dieDoldcn dieweil er jung vnd j grün ist Igehackt vnd gcdrank. > Hanffkmut Wasser ist auß der masen gut für das Haupt Wehe/ das von Hitzekompt Idas Haupt / Schiaffvnd Stirn darmik bestrichen/ vnd ctwan manich malwiderholet. Hanffkraut Wasser löschet vnd vertreibet alle Hitz wo sie ist / Tücher darinnen genetzt vndvbergclegt/ vnd das im Winker zu dem Lagzweymal im Sommer vber täglich dreymalgethan. ^ v Von Hirtzzungcn Wasser. As beste Lheil vnd Jett seiner Destillierung sind die Blatter Meyen gebrank. Hirtzzungcn Wasser Morgens vnd Abcnts getruncken jedes mal auffzwey oder drey Loht / istLUk für Verstopffung deß Hertzen denn es starcket das Hertz. Hirtz- Hlrßzungen Wasser getruncken Morgens vnd Abents / jedes mal zwey Lohk/ ist vber dre mafen gut zu dem Mtltz. Es wird auch das Miltz biß weilen sehr hart/ als darfür sol cs vier-tzlg Lag getruncken werden/ wie vor stehet/ cs hilfst gewißlich/ vnd ist auch gut für deß Maßes Verstopffung. Hirtzzungen Wasser Morgens vnd Abents getruncker, jedes mal brey Loht / ist auch gut für Verstopffung der Lebern. Hirtzzungen Wasser also getruncken/ macht deßerklucksens ein End. HirtzzungenWafferMorgcnsvndAbmksgctruncken jedes mal auff vier Loht/ vertreibt die viertägige Fiber. Hirtzzungen Wasser Morgens vnd Abents getruncken ljedes malauffdrey Loht/zerbricht den Stein in den Lenden vnd Bla scn/ ist offt versucht vnd bcwehret.Hirtzzungcn Wa sser stillet die Hitz aller Glieder Lücher darem genetzt/vnd deßLagszwey oderdreymal darüber gelegt vnd getruncken. Hirtzzungen Wasser ist auch gar gut zu der hitzigen Lebern mit Rosenwasser vermischt Haussen Wcrck darem genetzt vnd vbergelegt / vnd das zum Lag zwcy oder dreymal widerholek/biß siegelö-schekwird. HirtzzungenWasserheiletdenKrebs / damjt gewaschen / vnd leinene Lüchlm darinnen genetzt vnd vbergelegt. Hirtzzungen Wasser Morgens vnd Abents jedes mal auffvier Loht getruncken Iist gut für die Geschwulst. Hirtzzungen Wasser ist auch gut/ da einem Menschen das blat oder das Aapffirn in der keelcn wachst/ oder da einem die keel wund oder rauch ist / vnd Wehe thut Ics gehet jhme von stunden an ab / so man es offt vnd dick im Halsegurgelt. Hirtzzungen Wasser offt vnd viel getruncken jedesmal drey Loht/ist gut für allerley Mclancholey vnd Forchtsame Lraum die offt von Boßheit dcß Miltzes kommen. Hirtzzungen Wasser ist gut für Schwehrmütig r vnd Lraurigkeit/dieauch von dem Miltz vnd Melancholey entspringt/so man deß Wassers Morgens vnd Abents jedesmal drey Loht trinckt/mit wildem Siebenbaum Wasser vermischet das Kraut von den Lateinischen T amarilcus, vvdvon den Leutschen Burtschen Bert sehen ooerBartz-genank/ denn sie sindt bcyde zu allen den Gebresten deß Miltzes Principal. Hirtzzungen Wa sser Morgens vnd deß Nachts getruncken/jedes mal drey Loht / vertreibt das gerunnenBlrrt von dem Her-tzcn Idas etwa« von fallen oder stossen ist verstopffk / vnnd den gantzeir Monat in dem Meyen alle Nacht drey Loht getruncken/ reiniget das böß von dem guken/erhelt das gesundke in dem Leib lverzehret aber vnd treibt das böse auß. Hirtzzungen Wasser getruncken zum Lag drey oder vier mal/jedes auff drey Loht/ist gut Mdcr das tröpffeln des harns.Hirtz-zungenWaffervertreibtdie schwehre grausame vnd forchtsameLrtwim/d/eofftvonBoßs heit dcß Miltzes kommen/ offtvnd dick getruncken /jedes mal auffdrey Loht. Hirtzzungen Wasser getruncken Morgens vnd Abents ijedesmal auff drey Loht ist gut für die Geel-fucht/vckeriria genant. x Don Honig Wasser. Er Honig wird in Arabischer Sprach Hel, mil> in Lateinischer Zungen Melge-nannk. Ist nicht ein Isondern mancherley Geschlecht als Honig von den Hürnis-o^T seln/Bremen vnd Immcn.Der beste Honig ist von den Immen der fein weiß ist/ wrrd weit von dem Meer vnd ändern Statten gezielet / vnd wann man jhn destillieren wil/ wird er vndcr reinem weissen gewaschenen Sandt/der wider gedörret ist wie ern Brey vermischt/damit er nicht auffsteig vnnd trüb Isondern lauter werd vnd zünden von erstem mildt Fcwerlin darunder an. HonigWasserdasHauptofft damit gewaschen vnd gerieben machtfastlangevnd schöne Haar / vnd ist offt probieret. Honig Wasser in dieAugen gethan/ ist fast gut.Honig Wasser vertreibt auch die Fehl in den Augen / darein gethan. Honig wasser reiniget dre wü-stcvnreinewundenvndalteSchaden Idamit gewaschen / alle Lag einmaloder zwey. Honig wasser mach, auch das Janflcisch darinnen wachsen offt damit gewa schen / ein Lüch-lin darein genetzt vnd vbergelegt. Honig wasser heilet allen Brandt / Lücher darein genetzt/ vnd darüber gelegt. Atthie aber wil ich dir noch ein andere lehr geben Honig zu destillieren. Nimb Honig als viel du wilt lthu den in einen gläsernen Kolben setz wol verstopfst vicrzehen Lag oder •äiiyw /ncmen Roßmist Idoch daß der Mist alle Wochen einmal crncwcrt werde dann stell den Kolben in ein Ätschen in ein Windt Hessin / vnd laß Oß per alembicum destillieren/ vnd l ZZ inj wann wann das kropffen will Iso ziehe das Fewer ein Thcil darauß vnd laß es fanfft angehen das erst Wasser ist lauter / das thu hinweg / vnd cmpfahe vnd behalt das gelbe. Vnd wann ein Mensch die Peftilentz ankompt/so nimb dieses Wassers zwey loht/Oloepatic, rohte Mpr--rhcn / Orientalischen Saffran Ijedes zwantzig Gerstenkörner schwchr vnd einBlat reut Goldt von einem Goldtschlagcr / reib es durch einandcr/thu es in das Wasser/ vnd gibs dem Menschen zu trincken Idas ist gut für die Pestilentz / vnd für viel andere Gebresten mchr^ Don Haußwurtz Wasser. As beste Theilvnd Jeit seiner Destillierung ist allein das Kraut gehackt vnd im ^Ende deß Meyen gebrank. > Haußwurtz Wasser löschet alle Hitz an allen Enden vnd Gliedern deß gan-tzen Leibs Idenn es kület sehr/ ein Tuch darein genetzt vnd vbergelegt vnd ist in solchem gleich dem Mauerpfeffer Ijedoch viel kalter an jhm selber darumb ihrer keines gut in den Leib zune-inertst Iohnanderezuvermischung. Haußwurtz Wasser ist gut den hitzigen Lebern ein Hanffen Werck darein genetzt vnd vbergelegt / vnd etwan mit Roscnwaffer vermischt/als ein Pssaster. Haußwurtz Wasser in vorgemelter maftn vbergelegt ist gut für die Hitz der Pestilentz/die Glieder damit gerieben. Haußwurtz Wasser mit Baumölgesotten/in die -Ohren gethan lmacht dieftlbige hören. Haußwurtz Wasser ist gut für Gesucht / sonderlichen den Männern lzwey oder dreyfach leinen Tücher darein gcnetzt/em wenig außgetruckt vnd vbergelegt. HaußwurtzWasserist etlichen Menschen gut denjhre Augen Morgens früvon Eyker zusammen backen Idaß sic dieftlbige nicht wo! können auffthun mit demwaft ser benetzt. Haußwurtz Wasser vertreibt alle hitzige Geschwülsten ein Tüchlin darein genetzt lnicht gdntz außgetruckt Ivnd Morgens vnd Abents darauffgelegt. Haußwurtz wasserlöschet den Brank/vnd allen Vngemach von Hrtz darüber gelegt / vnd ob sich ein gehe Hitz erhüb/ vnd ein Geschwulst /zeugt es dieftlbige herauß ein Tuch darein gcnetzt/vnd dar-vbergclegt.Haußwurtz Wasser ist fast kalt vnd ein wenig trucken/widcr stchet dem nach allen Gebrechen vnd sonderlich dem Rohtlauffvnd hetssen Apostcmen/die vmb sich fressen/vnd von einem Endt zum ändern wandern / mit Werck oder Tücher darüber gelegt. Haußwurtz Wasser legt den Gchmertzen deß heissen Podagrams darüber gelegt. Hau ßwurtz Wasser Heilerden Brant deß Fewers / mit Rosenöl vermischt vnd darüber gelegt. Haußwurtz Wasser stillet die Gchmertzen deß Haupts Ivon Hitz so man das Haupt damit bestreicht/ vnd von jhm selber lassettruckcn werden. Haußwurtz Wasser Tücher darein genetzt / vnd offtauff das Haupt gelegt oder gebunden /^ist gut wider die Hirnwütigkcit/ Phrenifis genant. VonHartngelkmut Wasser. As beste Theil vnd Deik seiner Destillierung ist das jüngste Laub Anfang deß ! Meyen gebraut. ) Hartriegel Wasser ist »kr auß der maftn gut für dieVer ftrungen deß Mundes/ am Morgen/Mittag vnd zu Nacht damit gewaschen. Hartrigellaub Wasser ist gut zu heilet sehr Ivnd ist off probieret. Von Himmelschlüssel Wasser. Asbeste Theil vnd Aeit seiner Destillierung sind die Blatter vnd Blumen mit al-(er seiner Gubstantz gehackt / vnd im Anfang deß glentzcn gebrank, v OH) ein Tuch darein genetzt / vnd vmb das Haupt gebunden/ vnd stillet desselbigen Gchüß.Him-melfthlüssel Wasser gttrunckenzum Tag zweymal/jedes mal auffzwey Loht/ist gut/vnd erwärmet den kalten Magen vnd Leber. Himmelschlüssel Wasser m vorgemelter maftn ge-truncken ibekompt den Schwangeren Frawcn sonderlich wol. HimmelfthlüssclÄ?>-ssch Morgens vnd Abents Ijedes mal auff zwey Loht getruncken / reiniget die Frawen in ihrer Krall ck- Vonallerley drsMerten Wassern. 549 Kranckheit. HlMmc!schlüssetWafferhellctauchallergrfftlgenMlct'Bissz damit gewaschen Morgens vnd Adcnts lvnd leinen Tüchlm darein genetzt vndvbergelegk. Himmel-fchlüjscl Wasser in vorgemelter masen genützt heilet der wütenden Hunde Bissz. Himmelschlüssel Wasser drey Tag/jeden Tag zwep Loht getruncken heiler die Haupt Geschwer. Htminelschlüssel Wasser vertreibt die Masen vnd Flecken deß Angesichts / damit offk gewaschen Ivnd macht ein lautere glatt Haut. Himmelschlüssel Wasser getruncken Morgens vnd Abenks / jedes mal auff drey oder vier Loht hilfft dem Blasenstein herauß. Himmelschlüssel Wasser getruncken zum Tag dreymat jedes mal Zwey oder drey Loht acht oder zehen Tag alle Tag / rft gut für das Grüen in den Lenden. Von Haftlnüß Wasser. Je beste Jeit jhrer Destillierung ist lalldieweil sie Marck vnd weiche Schalen ha-r | den 1 vmb Johannis deß Tauffers Tag gestosscn gequetscht vnd gebraut-Ha setnüß Wa sser die Handt vnd Arm damit bestrichen Morgens vnd Abents/ vnd von jhm selber lassen trucken werden Ihilfft denselbigcn alles zittern ab/ vnd ist offt bewehrt. Dorr Hasclwurtz Wasser. ÄS beste Theil vnd Jeik seiner Destillierung ist Wurtzel vnd Kraut mit aller seiner ^^^»Substantz mit einander gehackt lvnd zwischen den zweyen Frauwcn Tagen ge-^»-Dbrannk. Ha selwurtz Wa sser löschet alle Hitz an allen Gliedkma scn des Leibs Tücher darein genetzt lvnd vbergelegt. Haselwurtz Wasser ist sonderlich gut zu der hitzigen Leber Hanffen Wcrck darein genetzt vnd vbergelegt. Hasclwurtz Wasser ein Tüchlin darein genetzt wird Morgens/ Mittags vnd zu Nacht mikgrossem nutz vbcr den Rohklauff gelegt. Haselwurtz Wasser treibtdasKiudk /csseytodkodcr lebendig/auß Mutter Leib vnd obein Fraw mit einem Kindt gieng lvnd dieses Wasser jeh trincken wolk / so stürbt nicht allein das Kindt/sonder sie sclbstvon Stunden an auch. Haselwurtz Wasser morgens vnd Abents getruncken/ jedes mal auffdrey Loht Ireutet die Fiber auß. Hafelwürtz Wasser fördert den Frawcn jhre Zeit 1 in vorgemelter masen getruncken. Ha selwurtz Wasser morgens mittags vnd Nachts getruncken / jedes mal auff vier Loht/macht wol harnen. Hasclwurtz Wasser drey odervier Wochen morgens Md zu Nacht Ijedes mal vier Loht getruncken wird wider die Wassersucht gcrühmek. Von Hünermagen Wasser. Iesee Wasser zu bereyren Istreifst man das jnnwendige Hauklin auß den Hnner-! Magen ab Ivnd lests per alembicum M dem Balneo Marias destillieren. Dieses 'ÄWasser vertreibt die vnn atürliche Röhte der Augen Morgens vnd Abents / biß diesclbige vergehet Idarein gethan/ vnd darauffgelegk. Von Hannen oder Hüner Wasser. , V diesem Wasser m'mpk man ein gut schwach Hannen /von zweyen oder dreyen Jahren/ ) lest diesclbige Würgen Ivnd vngcbrüht beropffen / thut alle Feistigkeit davon / hawet sie !zu kleinen Snicklin/lest solche Stück erstlich auff eincmHelm/ vnd folgentsdas Wasser in einem W-.ß per Balneum Marias destillieren. Hannen Wasser gib einem Menschen zu trincken / der sich selbst versie chk hak vnd zu mal verzehret lvnd schwach oder ohnmächtig ist ldem gibt es auß der masen grosseKrafft vnd stercket jhn also / daß sich alle Achte darüber verwundern. Von ( # Von Hirtzhom Wasser. Je beste Zeit seiner Bremmrig ist / wenn ein mittelmässiger Hieß sein Gewicht ab-(^M geworffcn/vnd an dessen Statt ein andere einer halben Elen lang bekommen hat/ dem diesclbige noch weich vnd lindt sind gleich einem harten Fletsch oder Kr ospel/ gehackt vndgebrant. Hirchorn Wasser getruncken ;um Lag zwey oder drey Loht / stillet den Frawcn ihre vbermassige Icit / als ich selber gesehen Hab. Von Hopffen Wasser. As beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung sind die fordere @ipfflm vnd Iincken/ j von den Lateinischen Cim$ Lupuli genannt/ wenn er jetzundt anfangt zu wachsen/ -auff zwo Spannen lang abgebrochen gehackt vnnd im Ende deß Apnllen gebrannt. Hopffen Wasser getruncken Morgens vnd Abenks jedes mal auff drey Loht / vnd seinen Tranck damit gemischt I drey oder vier Wochen/reiniget das vnreine Melancholische Geblüt/davon der Mensch schebig / grindig kreßig oder räudig/vnnd etwan auch Aussetzig wirbt ivnd was von wüstem vnreinem Geblüt kommen mag / denn es verbessert die -Boßheit deß Müyes idavon alle Vnreinigkeit her entspringt. Hopffen Wasser morgens vndAbentsindie Dhrengethan Ireiniget vnd verzehret/ treibt allen Eyter vndGeschwer derftlbigenauß. Von ^)ccsic(f'raut Wasser / Refta bouis. As Wasser von den Blümlin deß Krauts Hewhechel / wird in der Aeit/ wenn es Blumen tragt / gcbrant. Hechelkraut Blumen Wasser istauß der mascngut / für die rohtemasen Flecken vnd Blatterlin vnder dem Angesicht ljeden Tag zweymal damitgewaschen. Vnd mit du einem Man sein Natur wider bringen Ider sie vcrlohrcn hat so gibjhm jeh einen Löffel voll zu trincken Iso kompt sie jhme widerumb. Von Heidnisch Wundtkraut Wasser. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung sind die Blatter von den Stengeln ab-l gestreifft / vnd die Wurtzel vnder einander gehackt / vnd im Ende deß Mepen oder >zwischm dm zweyen Frawen Tagen gcbrant. Heidnisch Wundtkraut Wasser ist gut zu den Wunden morgens vnd Abenks damit gewaschen ivnd cm leinen Tüchlin darein genetzt vnd vbergclegt vnd getruncken.Hcidmsch Wundtkrautwasser heiletgleichefals die alten Schaden / damit gewaschen vnd wider ge-trücknet / morgens vnd Abcnts Ivnd auch zum Tag zweymal jedes mal vier Lohtgetrun-cken/so heilet cs desta ehe.Heidnisch Wundtkraut wasser heilet alle Verserungen deß munds/ zum Tag zwey oder dreymal damit gewaschen. Heidnisch Wundtkraut Wasser ist das edelste wasser zu den Wunden/ wann das Kraut in Wein gcbcyßet wird/ getruncken vnd Tücher darein genetzt/vnd darüber gelegt. Heidnisch Wundtkraut wasser wird zu den Verserungen der Gemacht Ruhten oder andere Frawen Scham/ als were cs geschunden oder Frat ge-rühmct lmorgens vnd Abents damit gewaschen / vnd leinen Tücher darein vrnctzt/ vnd vbcr-gelegk/zum Tag zweymal jhm Winter Ivnd jhn dem Sommer dreymal ^/edcs mal auff zwei) Loht getruncken Ioder es vnder seinen Tranck vermischet es heilet fast Wd setzt niver die Geschwulst / vnd daß man es ktwan manchm Tag widerholek i vnd deß Ghedts gebür-licherweyse schonet. Von Himbecr Wasser. Asbeste Theil vnd Zeit seiner Destrlliemng sind die Bm/so sie Zeitig fmb I in kmet ' volkommmett Jeittgung gebrant. ) Himbecr Wasser Morgens vnd Abentö gekmncken/ jedes mal auffvier LoM bricht vnd remiget den rciftnden Stein. Himbeer Wasser getruncken zu Morgens/ÄbmÄ vnd Mittag ijedes mal auffvicr Loht befördert den Harm Das i x. Kap. Don Judenkirschen Wasser. As beste Zhcst vnd Zeit feiner Destillierung sind die Beer andertt HerbstmoM > gebrant / wenn sie volkommenlich zeitig sind. 'S Iudenknfchcn Wasser am Morgen Mittag vnd Abenk I jedes mal von den Alken drcy oder vier Loht/von den jungen Kindern aber ein Lohr/ istder besten Wasser eines für den Stein Iso man haben mag. Judenkirschen Wasser also vör geschrieben / getrunken/ dienet für das Grüen in den Lenden vnd in der Bla sen dann es hat ein wunderbarliche krasse vnd Eygenschafft lin Bewegung vnd Reinigung der Nieren vnd Blasen. Judenkirschen Wasser ist fast gut da ein Mensch nicht harnen kann zum Lag zwepmal getruncken / dann es bcwcgctwnd fördert den Harn. Judenkirschen Wasser alsogetruncken/ reiniget vndhei^ let die Geschwerder Ntmt vnd Blasen. Judenkirschen Wasser Morgens / Mittags vnd zu Nacht Ijedes mal aussdrep Loht getruncken/ist fast gut denen die da Blut Hamen.Man mag auch zu Zeiten im Brachmonat WasscraußdemKrautbrennm es ist aber nicht also starckvndgut in Außtreibungvnd Reinigung/als die Beer. Judenkirschm Kraut wasi fcr Morgens vnd Abenks getruncken Ijedes mal auff drey Loht ist gut wider das Gesucht» Äon Fop Wasser. (C. w__ gestraft lvnd in der Zeit wenn es blawe Blumen kragt/das ist Augufto oder Am l^^Dgustmonat/ destillieret. ^ Jsop Wasser ist gut getruncken Morgens vnd AbUks jedes maldrep Loht/ wider den schwchrcn keichmdcn heiseren Athem ldennesbenimptdie Heiserkeit der Stimm / vnV macht dicsclbigehcll. Jsop Wasser Morgens vnd Abents getruncken / jedes mal auss vier der Mangel von Da* Lungen oder sonsten her. Jsop Wasser istguk getruncken in vorgemelter masen/fürallegebresten der Lungen Ivon schleimiger vnd phlegmatischer matery/dann eshi-Higct vnd trücknet sie/ sonderlichen für Geschwer der Lungen vnd andere Gebrechen. Iso# bcffelbigen ab Ineun Lag wie vor erwehnt / getruncken. Jsop Wasser deß Morgens nüchtern getruncken/fünffodcr sechs Loht Iist gut für die Spül Würm im Leib. Jsop Wasser getruncken alle Morgen Ivnd zu Nacht/ jedes mal auss zwey Loht/ crössnet die Adern I die ctwan in dem Leib verseret sind. Isop Wa sscr gctrUn cken wie vor / treibt den bösen gisstigeri Schweiß auß dem Lcrb. Jsop Wasser macht ein schön Angesicht getruncken vnd damie gewaschen. Jfov Wasser in vorgemelter mascn getruncken heilet die jnnwendigen Aposte-tnat. Isop Wr f sck ist gut wem seine Zän weh thun der söl das Wasser lang m dem Munde halten lvnd h*c Zän damit bcreiben Idenn es hilft sehr wol.Jsop Wasser drey oder vier Wo* eben ialle Lbg morgens vnd Abents ljedes mal auss drey oder vier Loht getruncken ist gut für die Was sersucht Ivon kalten Materien. Jsop Wasser getruncken in vorgemelter masen ffrdesto cher zu verkawen. Jsop Wasser vertreibt das Sausen vnd klingen in den -Öhren I ( darein darein gttropfft.Isop Waffer ist gut getruncken Morgens vnd Abents jedes mal drey loht/ demdas Miltz schwüret / stillet das Rauptzen vnd stechen in der Settten. IfopWasser getruncken Iwievorgemeldt Ireutet die Geessucht auß. Ifop Wasser helt Aitc Leut fein ge-sundt. Isop Wasser morgens vnd Abents getruncken fünffodcr sechs Lag alle Lag/ jedes mal auffdrey oder vier Loht Istillet die vbermaffige monatliche Blum. Isop Wasser in vorgemelter masen getruncken Istarckt das Hertz Magen vnd Miltz. Isop Wasser ge-trunckerr morgens vndAbents/jedes mal auffdrey Loht/ macht weit vmb die Brust. Isop Wasser morgens / mittags vnd zu Nacht / jedes mal zwey oder drey loht getruncken eröffnet die Äer stopffung der Leber. Von ZbischWurhel Wasser. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist seine Wurßel gestossen/viid Wischen i dm zweyen Frawen Lagen gebrani/wie wol auch etliche sein KraUk brennen ctli-»Äche a klein die Wurtzel Ietliche das Kraut vnd Wurtzel zu gleich. Ibtschwurtzel Wasser ist gut für die Geschwulst / Tücher darein genctzt/vnd vbergclegk. Ibischwurtzcl Wasser wird morgens vnd Abents jedes mal auff vicr lohr wider die vnna-türlicheHttz IdasFreisamoderRohtlauffgenannt/getruncken. Ibifchwurtzc!Wasser siil-lerdasBlut m den wunden lein Luch oder Baumwoll darein genetzk/vnd in die wunden gelegt/vnd getruncken. Ibischwurßel Wassermorgens vnd Abents getruncken / jedesmal auffvierlohk ist gut für den Stein/vnd dasGrüen in den Lenden. Ibtschwurtzel Wasser vcttrerbtdieLauß/daSHauptdamit gewaschen so fallen sic ab. Ibischwurtzcl Wasser heilet alle frische wunden Imorgens vnd Abents damit gewaschen. Ibischwurtzcl Wasser be-nimpt die Geschwulst der wunden lein Luch darein genetzt vnd auff die wunden gelegt. I-bischwurtzel Wasser ich zwey oder drey loht mit gleich so viel wein vermischt / getruncken/ siillet die Blutruhr IDyfTenteria genannt. Ibischwurtzcl Wa sser treibt die ander Geburt/ LeLmiämL genannt/morgens vndAbents Ijedes mal auff sechs oder acht Loht getruncken/ auß dem Leib. Ibischwurtzelwasser mit wein vermischt/ auffdrey oder vier loht getruncken/ machtdeßBlukharnensein Endk. Ibischwurtzcl wasserin vorgemelter masengetruncken » einiget die Blasen. Ibischwurtzcl wasser getruncken morgens vnd Abents jedes mal auff zwey Lohkverbesserk alle kalte Magen. Ibischwurtzcl wasser getruncken zum Lag zwey o-der dreymal / jedes mal auff zwey Loht Iverbessert den schwehren Akhcm / vnd ist bewehret. Ibischwurtzelwasser macht alle ffrrte Apostcmcn weich vnd bringt einVerenderUngder warmen Ding. Ibischwurtzel wasser fördert der Frawen Jcir / deß Lags zweymal jedes mal auffzwey oder drey loht getruncken. Das Ibifchwiirtzel Wasser ist kalt vnd Feucht / machtdero wegen weich in demBauch / deß Lags dreymal jedes mal auffdrey oder vier iohtgerruncken. Gott Zngrün Wasser. As beste Lheil vnd Zeit feiner Destillierung ist / das von jhm selber wachset/ imcn-che deß Meyen gebrant. Ingrün wasser getruncken morgens vnd Abents/ jedes mal drey Loht ist den Frawen Idie ein erkalte Mutter haben Isehr bequem. Ingrün wa sser getruncken jeden Lag zweymal/ jedes mal auffzwey loht / bekompt den kalten Magen sonderlich wol ein Luch darein genetzt / vnnd -fft darüber gelegt lso erlangt der Magen seine natürliche warmbde wtoerumb. ^ % R Don allcrleydestilliettmWafserm Ta§ X; §ap. Äs beste Lheii vüd Zeit ferner DeMimmg sind die ab dem Seeilgek gestreifte Blatter gehackt/ vnd mitten im Meyen gebrank. fchen. Karkendistcll Wasser vertreibt den Rohtlauff/ cin zwep oder dreyfach Luch darem genetzt/etwas außgctruckk vnd vbergclegt. Kartendistcll Wasser ist gut wer das Gesuche hak/den Menschen offt damit gerieben / vnd von ihm selber lassen trucken werden. Kartch-drstell Wasser ist fast kalt / neiget sich zu einer trucknen Stipticitet, treibt zu rück / vnd -st vero wegen zu heissen Apostcmcn vnd Rohtlaufffthr bequem nemlich in dem Anfang Tücher darein genetzt / vnd darüber gelegt. Kartendistcll Wasser ist gut für die Hitz vnd Brun vber gelegt. Kartmdistell Wasser heilet vnd fügt zusammen die frische Wunden / vn.' «hu. r die Verblutung. Karkendistell Wasser ist gut für Schmertzen der L)hren darein aethan. Kartmdistellwasser getruncken/ich ausszwey Loht/ist gut für die Geschwcr dcrDärm vnS stillet also getruncken der Weiber vbermassige Blum vnd alle Verblutungen/ sic haben ihren Vrsprung woher sie wollen. KartendistellWasserauffdaevorderLheildeßHauprö Mit Tücher oderWerck darein genetzt Ivnd auffgelegt / behüttet daß die Hirnwütigkeik oder phrenitis nichtbeftstM wirdt. KartendistellWasser in die Dhren geeropfft / trücknet vnd verzehret das vberig^Ochmaltz in den Dhren. Kartmdistell Wasser reiniget vttnd hettck ein jede Wunde die anfahct zu eptern ldiefelbige damit gewaschen. Je beste Zeit Idas Wasser (so erwan indem Karkmdistel stehen bleibt zu samlen ist ^Nder Meye/wcnn man das haben mag/in ein Glaß gcchan/ viertzig Tag an die Son-ne gesetzt/vnddarnach per tilcrum destilliert, l Dieses Wasser ist besser für die Verferungm deß Mundks dann das auß dm Blattern gebrannt lmorgens vnd Abmrs damit gewaschen. Dieses wasser vertreibt die Wartzen/ so man sie damit bestreicht / zu sampt dm Reytlicfm an dm Händen an den Küssen/aussden Füssen vnd Zahm / diesclbigc mit einer Nadel zuvor ein wenig erhabm vnd gebrenk Hirtz-hor n zu Pulucr gcstoffen ldarein gcstrewek Ivnd mit dem wasser jeh widerumb auß gewaschen. Dreseo wasserist ein sonderlicheKunstzudem Angesicht daffelbige sauber vnd schön zu machen/vnd Herlek alleGebrcsten vnder denAugen/damit bestrichen morgens vnd Abems/ vmb welcher Vrfachcn willen es die Iungfrawen sonderlich gern haben. Dieses wasser ist gut für die gelbe Flecken die ein Mensch von Siechtagen vnder dem Angesicht bekompt so man sich damit wäscht / jeh vber drey Tag in die Badtstuben gehet es aber wascht vnd damit bestreicht. X/ Äon Kälbcrkcm Wasser. Kraut von dm Lateinischen Palacum, vnd von omTeutschen Kälberkern ge- >h§ b Elenbogen hoch. - Aaa Käl- l) Kalberkern Wasser ist gut Iso die Natur bey einem Menschen verdorben vnd vertruckner ist / dcß Wassers jedem tag zwey oder drey mal/jedes mal auffdrey oder vier loht getruncken/ fthlag/daß er raudigwerd/somnckerdasWafferwievor/ so geschieht es nicht. Kalbcrkem Wasser in vorgemelter Massen getruncken brmgt der Frawen Ieit. Kälberkern Wasser ist auch gut/ der Frawen die cinKind kragt/vnd ein anderKind sauget so drinckesie dasWasscr zum Tag drey oder vier Loht/so fchadt es dem tragenden Kind nicht/vnd thut den saugentcn nicht wehe. Kalberkern Wasser zum Tag drey oder vier Loht getruncken machet der Fra-wen einftölich Gemüt. Don Körbel Kraut Wasser. As besteiheil vndIcitseincrDcstillicrung istKraut / StengckvndWurtzcl mit aller \seiner Substantz gehackt lvnd mitten im Meyen gebrank. _ j Körbel kraut Wasser morgens vnd abents jedes mal auffvier Loht getruncken ist den gckrschknen/vnd die vbcl gefallen sind/das in das bluk nicht germnet/sehr bequem/ vnd ob Wasser sechs oder siben Loht auffein mal getruncken befördert dm Stulgang.Körbc! Wasser getruncken morgens vnd abents jedesmal auffdrey loht/machi einen guten Magen-Kör-belWasser mvor gcmclter Massen getruncken/ stcrcktvnd bckrafftiget das Hcry. Körbel nasser getruncken morgens vnd abenks/jedes mal auffvier loht wird zu denFiebern gcrühmct. Körbel w ffer ist dem Haupt gut/vnd sta, ckt die Smn/ das Haupt damit bcstrichen/vnd von jhm selber lassen trucken werden. Körbel wasser getruncken/ zu morgen/ mittag vnd Abcnt jedes mal auffdrey loht vertreibt das grosse stechet« vndSicchtagen in denSeyten-Körbel Wasser getruncken in vor gemelter masen/ jedes mal auffzwcy oder drey loht bckompt der Lungen vnd ihren Siechtagen sonderlich wol. DoyKnobloch Wasser. Ae beste Theil vnd Aeit seiner /Destillierung ist die Wurßel gestossen /Dnnd in den Hundts Tagen gebrant. cy^Q Knoblauch wasser ist gut denen der Halß geschwollen ist/ jedes mal auffzwey loht getruncken / vnd ein Tuch darin genetzt vnd daruinb geschlagm/ vnd ctwan offt widerholet biß er genest.Knoblauch Wasser lstgut für das gmcn/auffvier oder fün ff loht getruncken / cs bcforder tauch den Harn.Knoblauch wasser gctrunckm morges vn abenks/jedes mal auffdrey lohi/ist gut für den husten/vnd wer da schwehren achcm hak. Knoblauch wasser getruncken in vorgemelter Massen lhilfft dem verschlossenen Stulgangherauß. Knoblauch wasser deß morgens nüchtern zu trinckm einem kind zwey loht/vnd einem alten mcnsch vierLohk gegebm/ zerthcilet vnd vertreibt d«e Spulwürm im Leib. Knoblauch wasser getruncken morgms mittags vnd zu nacht jedes malauff drey loht ist guk für dic Harnwinde. Knoblauch wasser getruncken morgens vnd abents/jedes mal auffdrey oder vier lohk/etwan manchen Tag/ist gut für dm totem. VonKlee Wasser. As beste theil vnd Zeit seiner /Destillierung sind die blatter vnd Blumen mitten im Sjrp;/ Meyen gebrank. 0^0 Klee wasser getruncken/morgens vnd abenks/jedes mal auffvier loht/ist gut für cm bösen Magen. Klee wasser getruncken in vorgemelter Massen/verbej^r tden stincken-ten Athcm. Klee Blumen Wasser die man sieisch Blummen nennt / gctrunchm zum Tag Zwey oder drey mal/jedes mal auffzwcy oder drey loht/stillet derFrawen weifen uß. 1 Von Don aüerleydeMettmWassem. zV;; Don Külterr Wajser. Je beste Zeit der Kütten Destillierung ist wenn sie volkommentlich zeitig sind/che daß sie anfahen weich zu werden / jch herber ich bcsftr/gehackt geftosieu vlid gcbrank. Kütten Wasser vier loht mit drcy loht rohecm/ rohen eines stopffenden Weins vermischt/morgens / mittags vnd Abcnts getrunekcn / istauß dermasen gut ond heilsam zu einem bösen vnd blöden Magen Idann es starckt vnd krasstiget / vNd verhüttet Vnwillen/ Auffftoffen vnd Erbrechen Ivnd bchelt die Speiß in dem Magen / vier oder fünffloht mit rohtem Wem Ider da roh loder herb I .oder drep loht darunder gemischt / vnd das getruncken morgens/mittags vnd zu Nacht / jedesmal also viel / vnd auch sonst seinen Wem darmik gemischt lstrllet den Fluß deß Bauchs / es sey Lienteria, oder gemein Ruhr oder Dyffen-tena Blutruht' / odt'rDyarrhxä Weißruhr. Don Küttenblüet Wasser. Je beste Zeit ihrer Destillierung ist / wenn sie volkommentlich zeitig ist gebraut. Küttenblüer Wasser getruncken morgens vnd Abenks jedes mal auff zwey <^^Llohk / mindert den Frawen ihre Blum die sie zu viel haben. Kütkenblüet Wasser in vorgcmcltcr masen getruncken Ikrasstiget vnd starckt das Hertz. Küttenblüer Wasser getruncken morgens/mittags vnd zu Nacht / jedesmal auss dreyloht ist gut für Vas Erbrechen vridVnwillen. Don Kürbs Wasser. As beste Lheil vnd Zeit ihrer Destillierung ist die volkommcve zeitige Frucht / allein ^^-gehackt/ mit Kernen vnd allen Dingen gebrank. Kürbs Wasser drcyssig/ viertzig oder mehr Tag/alle Tag zweymalgetrun-ckcn Ijedes mal auffdrcy loht/ ist gut für den Stein. Kürbs wasser zehen oder zwölffTag in vorgemclter masen gekmncken lmacht auch harnen vnnd reiniget die Blaß vnd Nieren. Kürbs Wasser Tücher darmnen genetzt / vnd aussderKinder Haupt gelegt erkület die hitzigen Blattern vnd Apostemcn daselbst. Kürbs Wasser Tücher darinnen genetzt / vnd auss das hitzige Podagram gelegt lstillet dassclbigesehrbaldk. Kürbs Wasser mit Rosenöl gemengt/vnd die Lenden vnd den Rückmeiscl damit geschmiret ist fast gut wider die Hitz der Frbcr. KürböWasscralleingenütztvndgetrunckctt/iedesmalauffzweyloht stilletgleich-fals die Hitz der Fiber. Kürbs Wasser zum Tag zwey oder dreymal getruncken auffzwey oder drey loht ist gut für den Durst. Kürbs Wasser drcy loht mit einem halben lohc Zucker vermischk/vnd zumLag zweymal getruncken/istgut für dcnHusten von Hitz.Kürbs Wasser sechs loht mit einem loht Zuckervermischk / vnd am morgen nüchtern getruncken/ befördert den Stulgang. Don Katzenwadeloder Schaffchew Wasser. Ae beste Theil vnnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut mitten im O?eyen ge-brannt. Katzenwadel wasser istgut für die rohkc Ruhr ein keinen Tuch darein genetzt / vnd in den Asstcrn gestossen oder gelegk.Katzenwadel wasser wann gemacht in einem Laß-kcchlin Iein leinen Tuch darein genetzt lvnd vmb die Geschwulst der Gcburts Gcyln geschlagen Iso w.'nt er es erlcyden kann Ivnd biß zur Besserung widerholet / hilfft dcrseibigcn sehr fein hün eg.Katzcnwaocl wasser ist insonderheit gut denen die Blut sseicn/morgens vnd Abcnts jedes mal auffzwey loht getruncken. Katzenwadel wasser heilet die frische wunden/damit ewaschrn morgens vnd Abents /dann es istkalt im ersten Grat/vnd trucken im and^n/ m ü einer hesstigen 8 tixticitet, darumb es denn die ftischen wunden vnd offnelöcher f" Aaa heilet. ( KaßenwadelWasser gemmcken morgms vnd Abcnts jedes malauffdrey Loht/ ha-Letdieverftrke odervlcerierteDärm. Katzmmadel Wajscr in vorgemclter maftn gctrün-ckcn Istillet den Frawen jhre Aeik. Katzenwadel Wasser in vorgemclter maftn getrnncken / lieilcr dievlcerierke / das ist / die verftrte Elaftn.Kaycmvadci Wa fftr also getrunekcn/ starekt den verftrten Magen vnd Leber I Tücher oder Werck darein genetzt vnd außwendig dar-vber gelegt. Katzenwadel Wasser Tücher darein genetzt/ vndauff die Geschwulst der was-sersuchk von aussen auffgelegk tmorgens vnd Abents reutet dicftlbige auß. Katzenwadel Wasser morgens Imittags vnd zu Nacht getruneken jedes mal auff vier loht vnd Tücher oder Werck darinnen genctzet / vnd gleich einem Pfiaster vber den Rohtlaüffgelcgt / hilfft dem Menschen desslbigen ab. Katzenwadel Wa fftr Tücher oder Werck darein genetzt / ein wenig außgetruckt Ivndauffdie Stirn vnd Wurtzcln der Nasen gelegt vnd auch in die Nase gcstoffcn Istillet vnd stopfft das bluten der Nasen. Katzenwadel Wasser gemmcken morgens vnd Abents/jcdes malauffdreyloht/ iftgut für dieHarnwinde. Katzenwadel Wasser ist gut zu dem Fluß der Nasen Iso man ctz in die Nase zeucht. Katzenwadel Wasser getrun-cken morgens Imittags vnd zu Abem / jedes mal auffdrey loht / ist gut für den Stein. Von Kühkaat Wasser. ^ As beste Lheil vnd Aeit feiner Destillierung ist im mitten deß Meyen von Kühen/ die auffden Wiesen oder Matten gangen sind da viel Blumen stehen/ den kaat ge-samlet/ vnd ein wenig gedörrt an der Sonnen oder sonst daß man jhn handeln mag/ vnd das Wasser davon gebrennk/ soesgcbrant ist rcueht: Dero wegen man Mandeln oder Pfersichkcrn darein wirfft Ivnd das darin ligen lest so gieret dasböß herauf;/oder man lest es zum andem mal per alembicum destillieren. Kuhtreck Wasser ist gut für den Rohtlauff damit bestrichen vnd ein Tuch darein genetzt/vnd darüber gelegt Ies ist fast gut. Kuhtreck Wasser morgens / mittags vnd Abcnrs getruncken/jedes mal auffdrey loht list fast gut für das Grimmen in dem Bauch/vnd ist bewehrt. Kühtreck Wasser heilet allerlei) Gefthwer Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. KühkreckWasser vertreibkalle böse Blattern leinen Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt i im Winter zum Tag zweymal Ivnd jhm Sommer drepmal. Kühtreck wa sscr ist gut für Geschwulst der Wunden / Tücher darein genetzt vnd darüber gehegt morgens vnd Abems. Kühtreck waffer ist gut für Nacht vnd Tag Schuß leinene Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Kühtreck wasser stillet den Braut damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt / vnd darüber gelegt zum Tagzweymal/ so genest der Mensch. Kühtreck waffer istgut so ein Mensch in dieBadtstub gehet so mm? miß dem Badt ist kommen / vnd wol frucken wirdk Iso sol man sich mit dem Kühtreck Wasser mit einem reinen Tüchlin oder einem Badt Schwamm vnder die Augen damit waschen/ vnd wenn man Schlaffen geht/ es aber thun vnd morgens ftü Idas macht gar ein wisse fthöneHaut doch also daß man sich vorder Sonnen hütte.Kühtreck Wasser ist gut für böse löcher an den Beinen morgens vnd Löcher vnd offne Schaden. DasWasservon eines brünstigen Dchftnkaatgebrant/ ist gut vnd gewiß für diePestilentzgctruncken auffvierloht / vnd damit bestrichen das ist war/ vnd vfft versucht vnd bewehrt. Äon Kühmilchraum Wasser. Äs beste Theil vnd Aeit feiner Destillierung ist von dem Milchraum^die \ gen gemolcken ist / mitten indem Meyen vonKühen die an BergenWen wenn -Hman es haben mag/ darnach auff trucknen Wiesen oder Matten/da vss'l Blumen stehen. Kühmilchraum Wasser morgens Imittags vnd zu Nacht / jedes mal auf) vftr r getruncken list gut vnd bewehrt für das Grimmen in dem Bauch. Von Don Kalbsbütt Wasser. beste Theil vnd Jett seiner Destillierung ist vasBluk von einem fthivärßc^ kalb I jeh schwartzcr jeh besser Imitten im Meyen gebrannt / wo ferr matt das haben ^^Dmag. Kalbsbtuk Wasser ist gut für das schwinden der Glieder /diesdbigen Morgens vnd Abents damit gerieben Iwarmbk vnd starckt die Glieder / so müder Gichtbruch beh rsskL frnd lviel vnd warm darein gerieben IMorgens vnd Abenkö/auch Tücher varein gencht vnd also warm darumb geschlagen. Kalbsblui Wasser starckt die Glieder vnd das Geadcr / vnd wider bringt die müden Glieder/ alle Lag einmal oder zwcy damit gerieben vnd von Ihm fei her lassen trucken werden. Äon Kalbsblut vnd Kalbölungen Wasser. x> _ I Albeblut vnd Kalbelungen Wasser von einem schwache« Kalb vndcr einander .ae> hackt Ivnd per alembicurti fecundum artem gedestilliert / ist gut für schwinden der ^Glieder / damit morgens vnd Abenks gerieben vnd jedes von Ihm selber lassen ttuckeN werden. Istaber der Leib geschwunden Iso werde cs auch getruncken / vnd vndcr den tag' liehen Lranckgemischt/vnd damit gerieben Iist offkbewehrt. Dort Kalbsleber Wasser. K * * m ^ - Sit kt ^ Ä 4t £ # t*} V W. , , l ben mag. 06^) Kalbsleber Wasser ist gut wem ein Gliedk schwindet / offt vnd dick damit firrchen Ivnd wol darein gerieben. Don KrcbsWaffer. " * 1 ^kock vol ist Igestossen vnd gebrank. macht das Fleisch widemmb wachsen. Krebs Wasser leben Lag zweymalgenützt / jedes mal auffzwep Loht Iwirbt zu die Gichtbruch also fast gerühMet. Krebs Wasser heilet den Branm von Wasser oder von Fewer Iein Luch darein genetzt vnd jeden Lag zweymaß auffgelegt/ biß der Mensch genest, Do» Klapperrosen WaM Ae beste Lheil vnd Zeit seinerSestillierung sind die Blatter/im anfang deß Brach-moNats gebraNt. O^) Klapperrosen wasser ist gut für alle jnnwendige Siechtagen / die von Hitz her enr-- rosen Wasser ist sonderlich gut zu der Leber Iwann sie vol vnnatürlicher Hitze ist / in vor--gemelter masen gekruncken/vnd mit einem Luch oder Werckaußwendig aüffdie Leber gelegt. Klapperrosen Wasser ist auch gut getruncken Morgens mittags vnd zu Nacht /jedes mal auff drey loht Ifür das wilde Freifam. Klapperrosen Wasser ist auch sonderlich bequem/für SanctAnthonij Plag/morgens vnd AbeNtö jedes malauffdrey loht gc-trunckcn/vnd-einen Lranck damit gemischt/vnd Werck oder leinen Luch darein genetzt/ vnd daraussgclgk. Klapperrosen Wa sser ist gut den Frawen die Ihre kranckheii zu viel haben/jeh aü fvrer loht getruncken lvnd ein Tuch darein genetzt vnd zwischen dieBrüst gelegt. Klai perrosenWafferein Tuch darein genetzt vnd zwischen die Brust/ vndaussdie Leber gcle / / stillet das bluten der Nasen. Klapperrosen Wasser heilet alle faule Verscm'n-rrni... v NN Munbt vnd an den Lcffßcn / offt damit gewaschen. Aaa Klap- Ktappmoftn Wasser ist gut / so einem Menschen die Zungen schwach wird von sicchta-gen/sieben oder acht-Quittenkem ineinlohtdcß Wassers gechan / oder ohne kern auff die Aungen gestrichen lvnnd dann ein Böglin von einem Rebholß oder Pfersichbaum Doltz gemacht/ die Zungen damit geschabt. Klapperrosen Wasser ist gut für allerley Flecken der Aussetzigkert / darmit bestrichen vnd darüber gelegt. Klapperrosen Wasser vertreibt den siechtagen /der da Heist das rohtc Fleisch l leinene Lüchlin darein genetzt vndvbergelegk. Klapperrosen waffer heilet alle Verscrungen der Weiblichen Scham morgens vn £> abenrs damit gewaschen / vnd ein Tüchlin darein genetzt vndvbergelegk. Klappcrrosen Wasser ist auch gut für die Geschwulst der Gemachtruhten Tücher oder Werck darein genetzt/ vnd zum Tag zwei) oder drcymal vbergclegk. Klapperrosen Wasser ist gut für die Ver scrungen der Gemachtruhten / vnd da einer löcher darinn hak / damit offt gewaschen vnd Tücher darein genetzt lvnd vbergelcgt. Klappcrrosen Wasser ist gut für alle unnatürliche Hitz als sonderlich den Rohtlauff/ ein Lüchlin darein genetzt vnd darauff gelegt / wenn es von Hitz entstanden ist. Klapperrosen Waffervertreibt das Haupt weh von Hitz/die Stirn / schlaff vnd Nacken damit bestrichen. Klapperrosen Waffer benimpk die Schmertzen der Augen/ Lüchlin darein genetzt vnd an die Augen gehalten es zeucht die Hitz hcrauß. Klapperrosen Wasser ist gut gekrun ckm Ieinem kranckett ohnmächtigen Hertzen. Vorr Kölkraut Waffer. Asbeste Theil vnnd Zeit seiner Destillierung sindt die Blatter Anfang deß ^^NBrachmonake gcbrank. Kölkraut Waffer getrüncken morgens vnd Abents jedes mal auffdrey loht/ stillet der Frawcn vbermassige Blum. Kölkraut Wasser also gekrunckm hilfft dem Menschen die mit Noht vnd Beschwcmüß harnen. Kölkraut Wasser ist den Frawen die mit kin-dern gehen fast schadklich / denn wenn sie das trinckcv so sterben dic kindtlin darvon vnnd kommen zu baldr/vnö mit lebensgefahr der mutter auffdiewclt/wiewol mir dieses nit gebüree zu schreiben/als ein jeder frömer wol betrachten mag/so erfordert doch die nohturfft solchm Schadenfürzukommen/derdavon entspringenmöcht/ vnd bin ich der gantzlichen Hoffnung es werde jederman fromm fein / vnd solches in still behalten. Kölkraut waffer ist fast gut Ivnd hilfft gar wol zu der Geburt Iso die rechte Zeit kompt/daß die Fraw genesen sol ein Tuch darinnen genetzt lvnd daran gerochen Iso genest sie noch als baldtals sonst/ istwar vnd bewehrt. Kölkraut wa ffer stopfst den Stulgang morgens mittags vnd zu Nacht gctrun-ckcn Ijedes malauffdrey loht. Von Kappen Waffer. beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung ist / daß du nemest einen schwachen kap-pen von vier oder fünffIahren / diesclbige würgest vngeprühet ropffcst / dania ch m Stück zerlegest / alle ferste vnd Schmaltz oder Fettigkeit darvon hinweg thucst / vnd dasInngcweidkvon aller seincrVnrcinigkeitwaschest / vndKopff/ Halß/Fctich Magen/ Fuß/ vnd dm ganßen Wb zu kleinen Stückm zerhackest vnd endtlich per alembicum oder in einem Helm / wieander wa sser destillierest / aber fast nütz vnd gut ist / daß man das waffer wider in ein Glaß thu / vnd per alembicum destilliere. Kappen wasser getrüncken zu mittag vnd zu Nacht jedes mal auffdrey loht / vnd feinen Wein damit gemischt/ istgut/ da ein Mensch'sich vcrsiecht hatan dem Leib / alsodas er davon in ein abnemm geraht ldann es krafftiget / starckt vnnd hilfft dem Menschen wi-derumbzuFleisch Ivnd erstewer die Geister. Kappen wasser getrüncken zum Tagzwcy-mal/jedes mal drey loht/bringt Lust zu estm / starckt die Natur vnd den Lei- / vertreibt alle Seuchen von dem Hechen/vndhilfft dem Menschen widerumb zu seinem Lei^-i sonderlich so man Goldk in dae Glaß thuk Ivnd das waffer davon destillieret. Kappen wasse''das Angesicht damit gewaschen / morgens vnd Äbentö vnnd von jhm selber lassen truc ch wer den/ macht dasselbige lautervnd schön. Das Das x i. Kap. Von Lattich Wasser. Asbeste Theil vnnd Zeitist der Krause }darnach der Schlecht/ allein das Kraue 1 mitten im Meyen gebrank. Lattich Wasser gctruncken morgens/ mittags vnnd zu Nacht /edes auffzwey loht /ist der lcbern sehr bequem Idann es kület vnd krafftiget sie natürlich. Lattich morgens vnd Abents. Lattich Wasser offt gctruncken jedes mal auff zwey loht/stillet die rohre Ruhr Ivnd andere Bauchflüsse mehr. Lattich Wasser ist auch gut für das schwindeln in dem Haupt von Hitz / das Haupt offt damit bestrichen vnd von ihm selber lassen trucken werden. Lattich Wasser weret der Paralifi, daß sie den Menschen nicht ankommen mag / die Glieder damit gestrichen vnd gerieben Idenn es kompt dem Tropffen oder Schlag bevor. Lattich Wasser gctruncken Ivertreibt das Zittern der Glieder / Morgens vnnd Abents jedes mal auff zwep Loht gctruncken. Lattich Wasser widerbringk den verlohrnen Schlaff/in vorgemelter masen gctruncken / vnd die Schlaff vnd Pulßadern an der Hände damit bestrichen. Lattich Wasser wird denen / die von Sinnen kommen sindk zu trincken verordnet/in der maß wievor erwchnet/vnd das Hauptdamit bestrichen. Lattich Wasser vermehret den folgenden die Milch/getruncken/vnd ihren Lranck damit vermischet .Lattich Wasser morgens vnd Abents gctruncken Ijedesmal auff dreylohc'/ istgUtfürdenHusten/ sonderlich für dm hoffen vnd dürren. Lattich Wasser gctruncken vnd gegurgelk sanfftigee die Kcel vnd räumet die Brust. Lattich Wasser getruncken morgens vnd Abents / jedes mak auffdrcp loht räumet den Weg der Lungen. Lattich Wasser getruncken zum Lag zwey oder dreymal/jedes mal auffdrey Loht/ löschet den Durst vnd temperiert die Hiß der Leber. Lattich Wasser also getruncken temperiert die Hiß deß Magens Nieren vnd Blasen / wie vor-geschrieben stehet. Lattich Wasser jeh auff sechs loht gctruncken vnd vber den Bauch gelegt llaxieret denselben. ■ x « v Von Liebstückel Wasser. Asbeste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung sind die Blaktervnd Stengelvnder ) einander gehackt/vnd mitten im Meyen gebraut.^ Liebstückcl Wasser ist gut ldem das Haupt weh thut oder geschwollen ist Lu-eher darein genetzt vnd darübergelegt. Liebstückel Wa sser vertreibt das stechen in derSeiten/ vnd vmb die Brust/morgcns vnnd Abcnts/ jedes mal auff zwey oder drey loht getruncken. LiebstückelWasserdasAngesicht damit gewaschen macht es weiß / lauter / schön / vnd von allcrröhtcvndschwarHcrcin.LiebstückclWasseristgukgetrunckenden Männern morgens/ mittags vnd zu Nacht/so man schlaffen gehen wil / jedes mal auff vier loht / für den Stein vnd das Gmen in den lenden vndBlascn. Liebstückcl Wasser in vorgemelter masen getrun-ckcn lmacht der Heiserkeit ein Endt. LiebstückelWasser gctruncken vnd den Halß damikge-gurgclt iheilet dcsselbigen Geschwcr. Liebstückel Wasser ist gut da einer Blattern an dm Beinen hat/vnd die Bein rohtfarb vnd hitzig sind / ein Luch darein genetzt vnd darumb geschlagen / so löscht cs vnd hilfst. Liebstückel Wasser heilet auch den Krebs an dem Mundt/ offt damit gewaschen/vnnd jedes mal Puluer darein geworffen von den Rinden derwur-tzeln deß Saurache oder Erbsil oder Versieh/ Liebstückel Wasser heilet alle Verserungen vnd wchtagen/.n der Fraivcn heimlichen Endt / damit gewaschen zum Lag zwey oder drey-mal / Lüch ji darein genetzt vnd vbergelegt. 'J . - , Aaa Von VonLmdmblütt Wasser. Asbeste Lheil vnd Zeit ftmer Destillicr ung ist im Brachmönak/ allein die Blück volkommenttich zeitig sind /von dm Linden mit dm breiten Blättern ge- bmnntt Lindenbküet Wasser ist gut getruncken morgens vnd Abenes jedes mal auffzwey loht/ die mit dem fallenden Siechtage beladen sindt. Lindenblüek Wasser ist gut / so ein Manu oder Fraw/Knab oder Kindt/ die Bemnutter oder das Darmgicht hat / denen sol maN das Wasser eingeben idaß sie nicht wissen was es fey auffdrey loht / so genesen sie also baldk.Lin-denblüek Wasser getruncken morgens vnd Abents jedes mal auff zwey loht ist gut für das zittern deß Hertzen. Lindenblüek Wasser ist das aller edelste Waster zu den Augen macht einen klaren Stern vnd fcharpff Gesicht / amAbent darein gechan. LindmblüetWasser morgens vnd Abents ljedes mal auff drey loht gekrunckert ist gut für den Stein. Lindert-hlütt Wasser vertreibt alle Flecken vnd Mascn in den Augen am Abent darein gethan. Litt-denblüet wasser heilet die von kalt verwundete füß vnd hand/tüchcr darein genetzt/vnd deß tags zwey oder dreymal darüber gelegt Ies zeucht den Frost herauß/vnd heilet die Verserltngm zu. Lindenblüek Wasser ist gut getruncken in vorgemelter Masen/dcn Frawen/ welchen die Mutter erkaltet ist Idie wärmbt es wideru mb. Lindenblüek Wasser vertreibt die rohte Flecken vn-der dem Angesicht/damit offt gewaschen. Lindmblüet Wasser ist auch gut) so eines von der Sonnen gebrannt ist ldamit bestrichen vnd darüber gelegt. Lindmblüet Wasser gctrun-cken morgens Imittags vnd zu Nacht Ijedes mal drey loht / widerbringt den Frawen diever-tohrne Milch. LindmblüekWasseristauchgutdm Menschen diesich verbrank haben/ in welchem weg das geschehen ist / einLuch darein genetzt vnd darüber gelegt / eszeuchtden Branneherauß vnd heilet zu. Lindenblüek Wasser getruncken morgensvnd Abents/jedes Mxtlauffzwey loht reutet dieGeelsucht auß. Lindmblüet Wasser in vorgemelter masen ge-trunckmistgutfür die Geschwulst. Lindmblüet Wasser getruncken zum Lag ztvevmal/ jedes mal auffzwey loht / vertreibt alleböse Feuchtigkeiten in dem Leib. LindenblüerWaffer ist gut so ein Mensch nicht reden mag / Siechtagms halben deß Wassers auffscin Hungen 1 genommen lso wird er reden. Lindenblüek Wasser getruncken morgens vndAbems jedes mal auff zwey loht / erwarmbdk dm kalten Magen. Von Lauch Wasser. As beste Lheil vnd Jett ist allein seine Wurtzcl im Brachmönak gcbrank J Lauch Wasser tst gut getruncken morgens vnd Abcntö / jedes malauffuvm ^(cht/öw fast kalt Mut von sich brilcht. Lauch wasser germncfr« morgnw ont) Msmalauffzweyloht/ bekomptdm vnfruchkbarm Frawen sonderltch wol/vnd macht lre ftuchtbar. Lauch Wasser stillet auch das bluten der Nasen / ein Baumwol darein genetzt / »nö in die Nasen gethan. Lauch Wasser ist auch gut getruncken in vorgemelter mascn fixt dm halten ^dauchlmbfm daö^mdm tvAffcr hcikt bic tviwbcu fcfobalht/bic' sifbige morgens vndAbcnts damit gewaschen. Lauch Wasser ist gm denen Frawm / welchen i^^Eirgkettverserekoder zerbrochen ist lnach der Geburt / die heilet sich wol mit diesem Waster / morgens vnd Abents damit gewaschen. VonLimmbliimm odcrWaldtmcPer Wasser. Lienmblumen Wasser getruncken morgkns vnd Abents/ acht ö^erZehen T1.1 law I im mal drey odervier loht / ist fast gut für das Hertzgespann l vnd alleh^nzkE hrustLiMmblumen wasser morgens vndabmtsgekrunckm/jedeemalauffdreysshk/drev^ vierwochen lang/wird wider die Wassersucht gerühmet. LiMEmmwass? www nüchtern/MdAbettts so man schlaffen gehen jedesm^uffLl^K" ( oder Vonallerley desttlliettcn Waffem oder vmzehen Tag Iist gut denen die sehr keichm macht mtm langen Athem / vnd niumpt die Brust. Liencnblumm Wasser gemmcken rn vdrgcmclttt ina scn zerbricht den Stein in den lenden Ivnd reiniget die Nicrn. Limenblumen Wasser getrunckcn morgens / mittags vno zü Nacht ljedes mal auffzwcy loht / macht der Vnkeuschheit ein Endk. itmmblmnd Wasser vertreibt dierohtc Blattcrlrn vnder den Augen / damit gewaschen zum Tagzwey oder drcymal. Lienenblumcn Wasser morgens vnd Abcnks getrunckcn jedes mal auffzwey oder drey loht / ist denen sehr bequem die sich für dem Aussatz besorgen. Lienenblumcn Wasser macht cm klar Angesicht Idamit morgens vnd Abcnts gewaschen vnd von jhm selber lassen truckcn werden. Liencnblumcn wasscr morgens vttd Abmts jedes mal auffdrey loht gc-tmncken Iist gut den der Schlag getroffen hat die Glieder damtt gerieben, -iicnchblumm Wasserhilsskden crlamten Iverdorten vnndgeschwinden den Gliedern / damit gerieben vnnd gewaschen Ialle Tag einmal oder zwei) vnd von jhm selber lassen trucken werden. Lienenblumen Wasser herict diealteWunden damit gewaschen morgens vnd Abents /vnd gctruncken. Lienenblumcn Wasser heilet glcichfals auch alte Schaden an den alten bösen Schinbeinen Idieselbige damit gewaschen. Lienenblumen Wasser ist gm für Geschwulst an allen Enden Idarnit bestrichen morgens vnd Abmts jedes mal auffdrep loht gctruncken^. Lienenblumen Wasscr drey oder vier Wochen getruNcken morgens vnd Äbcnts / jedes mal auffzwcy loht / vnd seinen Tranck damit gemischt reiniget das Geblüt. Lienenblumcn Wasser heilet allen Brant/er scy von Kewcr oder von Wasser/damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt / vnd darüber gelegt zum Tagzwey oder drcymal. Lieumblumm Wasser heilet den Krebs Idamit gcwa schm morgens vnd Abents vnd leinen Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Lienenblumen Wassertödkek die Fisteln vnd heilet damit gewaschen mor- gens vnd Abents/ vnd Tücher darein genetzt vnd vbcrgclcgt. Lienenblumen Wasser vertreibt die Mutter oder Ammal/ damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt vnd vbe, gelegt. Lienenblumen Wasser vertreibt dieJikriesen vnd trucknen Grindt vnd Flecken damit gewaschen Ivnd Tücher darein genetzt vnd vbcrgelcgt. Lienenblumen Wasser vertreibt die Flecken vnd mascn dcß Angesichts Imorgens vnd Abents damit gewaschen. Lrener,blumcn Wasser heilet den Krebsan dem Mundt/ offt vnd dick daMik gewaschen vnd Tücher darein genetzt vnd vbergclegt. Lienenblumen Wasser heilet alle Wundert damit gewaschen vrid mit Tüchern vbergclegt. Lienenblumen Wasser reiniget vnd heilet das Janfleisch offt damit gewasehen. Lienenblumen Wa sser erläutert die Augen ein Stunde vor Nacht darein gcthan. Lienenblumen Wasser heilet die Verscrungcn dcß Janflcisches/sondcrlich wenn man cs mit emwrnig Alaun vermischt/vnd die Augen morgens vnd Abents damit waschet. Du solt auch mcrcken in allen eusscrlichen offnen Schaden /daß man daoKrautmie den Blumen möge brennen Iso wird es desta starcker/dann die Blumen sindt zarter als das Kraut idarumb wirdt dasselb Wasser allein gehrmicht iv; dem Leib / vnnd das ander von aussen. Voss Lcberkmllt Wasser. Je beste Stück vnd Aeit seiner Destillierung sind die Blatter schön erlesen vnd im ^^^AEndedeß MeyeNvndAnfangdeßBrachmonatsgebrant.: z Leberkraut Wasser gctruncken morgens / mittags vndzu Nacht/ jedes mal auffdrcy oder vier loht Ivertreibt alle hitzige Fiber. Leberkraut Wassr jy solcher Massen zwölffoder vicrzchcn Tag gebraucht / ist gut fm die (wisse Geelsucht f ^^effriL genannk. Leörrkraut Wa sser morgens lmittags vnd zu Nacht / jedes mal auff drey oder vier loht getrunckcn Iistfastgurzu der leber diewerl es nemlich dieselbige starcktvnd krafftigct/.die^er-stopffung eröffnet lvnd ihre vnnatürliche Hip berrimpt/ Tücher odcrWerck darein genetzt vnd auswendig auffgelcgk. Leberkraut Wasscr ist gut wann einem Mann wegm vbcrmass ssgA Vnkei sshheik die Lcber verdirbt vnd verdorret / morgens vnd Abents jedes mal auff drcy oder vi /löht getruncken Isechs oder acht Tag an einander. Von Lallwdel Wasser. >—■*< Ae beste Thnlvnd Aett ferner DeMrerung tst Kraut vnd Blumen vndet einander gehackt Ivnd im Brachmonat gebrant. " Lauendel Wasser ist gut für das schwindeln in dem Haupt das Haupt damit bestrichen / vnd von ihm selber lassen trucken werden vnd getrunckcn alle Nachlaufs zwey loht lvierzehen oder scchzehen Tag. Lauendel Wasser in aller mast n gebraucht I wie jetzt gesagt / i st gut für den Krampfs. LauendelWasser auch also gebraucht ist gut für das kalt Gesucht. LauendelWasser vertreibt den bösen sicchtagen/ vnd die Parahfi, vnd wundert die schlaffentc Glieder widerumb auff/ drey oder vier Wochen alle Tag/zwcy oder drey-mal Ijedes mal auffzwey loht getrunckcn/ vnd die Glieder recht wolalle Tag damit gerieben/ vnd von jhm selber lassen trucken werden. Lauendel Wasser gleich also getrunckcn vnd gebraucht/ stillet das zittern der Glieder vnd der Handt. LauendelWasser ist auch gut /wem feine Zungen schwehr ist / vnd erste nicht erheben mag jeh zwcy oder drey loht getrunckcn. Lauendcl Wasser verbessert die lame der Glieder diesclbige statiges damit gerieben/bestrichen vnd gewaschen/ vnd von jhm selber lassen trucken werden / sol dann etwas die Glieder wider bringen/ fogeschichks durch dieses Wasser am besten. Lauendel Wasser ist auch gut für Jan weh vnd Jan Geschwer/offt in dem Mundt gehalten biß er genest. Lauendcl Wasser ist gut so einer mit der Paraliil behafftek ist. Dieses wassers jeh auff drey loht getrunckcn/ fo komptdie Sprach widerumb. Lauendel Wasser heilet die Verserungen deß Mundts / offt vnd dick damit gewa sehen / biß er genest. Lauendel Wasser auff ein Nüsschalcn vol vn-der denTayg vermischt/macht daß das Brot nicht fchiMlig wird.LauendclWasser ist das bc-sievnderallen/das Haupt weh vonkälten zu stillen/ offt damit bestrichen vnd von jhm selber lassen trucken werden/wie von dem Eysenkraut Wa sser geschrieben stehet daNn ich selbst von einem fast berühmbten Wundtartzte zu Würtzburg / Hans Pfar genannt / gesehen/ welcher wann er deß Weins ein genüge getrunckcn / deß morgens im Haupt mit weh be-fchwehrekwar/ stund er deß morgen? auff/ vnd bestrich den Wirbel deßHaupte mit diesem Wasser / so käme seines Schmertzens also baldt loß. Das x i i. §ap. Äün Mutterkmut oder Melissen Wasser. ^7^^ Asbeste Lheil vnd Zeit feiner Destillierung ist allein das Kraut gehackt vnd im Ende deß Meyen gebrank. Melissen Wasser in trüben Wein oder, auffgangenen Wein gethan nach gröffe deß Faß Ihilfst dcmselbigen widerumb zu recht. Mutterkrauk zerschnitten / ein wenig gestossen/guten wein darüber gegossen lvnd vber Nacht lassen stehen / in einem reinen Geschirr wol verdeckt/ vnd darnach gcdestilliert/dieses wassers ein Löffel voll nüchtern getnm-cken Imacht dem Menschen schnelle Sinn/ vnd ein Verstäntnuß vnd Vernunfft alles daß zu gedeucken vnd jhnGedächtnuß zu behalten was einem Menschen müglich ist. Melissen wasser ist gut denisein Magen von Frost oder von Vülle befchwehrk ist / deß wassers nüchtern auffdrey lohtgetruncken'/ es macht jhn Gesundt. Melissen wasscr nüchteru auff drey lohtgetruncken 'Imacht die von Jorn oder sonsten traurig vnd bcschwchret sindt / widerumb frölich / es bringt auch gute Sinn vnd beständige Farb. Melissen wasser lest den Menschen nicht graw werden Izum Tag zwey oder dreymal gckruncken jedes mal auff zwcy loht vnd das Haar damit genetzt / vnd von jhm selber lassen trucken werden. Melissen w \sser vertreibe die?arLliü,oder da einem sein gliederzitkern/csscyHaupt/HändtoderFüß/ der ü>.mc alle tag deß wassers ein loht Ivnd trinck das mit sechs loht wein /er genest die Glieder am | damit gerieben/vnd von jhm selber kaffen trucken werden. Melisscn wasseristfastguk/r gnn einem sein Zungen vonSiechkagen gehalten wird/daß ernicht reden kann/vnd doch nichtöt^NÄL c ist /derneßc ein blaw wüllen Tüchlm m dem Wasser / vnd streiche das osst vnd viel auffsem Aungen ier genest / vnd bekompt feine Rede widerumb. Melissen kra ut Wa sser zwey loht mit einemQuintliti Theriac getruncken Ivertreibt dieschwehre kranek. Mclrssenkraut Wasser verbessert dm bösen Achem vnnd stinckmde Ain / er wasche seinen Mundt vnnd die Zaneofft damit/ergcnest.MclissenkrautWasser ist gut/so ein Mensch in seinem Magen o-der Lungen Bresthasscig/ oder von grosscm Srechtagen geschwollen ist der nütze deß Wassers osst/seh auffzwcy Loht mit wem)er wird lustig zu essen vnd genest. Melissenkraut wa sscr ZUmTagzweymalgetruncken/jcdesmalauffzweyLoht/vnd darüber gelegt/vertreihLalle ge-schwulst / vnd ist auch gut für viel andere «Vicchtagen in den Darmen. Mekisscnkraut Wasseristgutfür die Räude vnd Säuren vnd andere Geschwer am Lerb / damit geriebcu vndgewaschen Iköhilffekderselbigen heraus / Tücher darein genetzt vnd vbergelegt. Me# lissenkraut Wasser vertreibt die Vnsinnigkeit vnd Daubheit des Haupts morgens vnd zu Nacht jedes malauffzwey loht getruncken Ivnd das Haupt damit bestrichen vnd von ihm selber lassen trucken werden. Melissenkraut Wasser ist gut den Frawen die gern Krndcn betten Imachkdieselbige zur Empfängnuß düchtig vnd hilfst ihnen aller bösen kalten materym ab Isechs oder acht Wochen alle Tag am morgen au ff zwey loht getruncken. Mclissenkraut Wasser/vertreibt die Flecken oder Jittermal / oder Röhteim Angesicht / damit bestrichen/ öderem wenig Speichel darundcr gemischt/vnd damit gerieben vnd zum Lag zwey oder dreymal widerbolet lso vergehet sie Ivnd gewinnet ein gute Farb. Melissenkraut Wasser vertreibt allen bösen Geruch vnd Vberflüssigkeüdeß Leibs/ vnd Haupts l den Lcibdamitge-waschen vnd gerieben. Melissenkraut Wasser crhelt das Fleisch vnd andere dergleichen Sachen / damit besprengt von den Fliegen vnd ändern dergleichen Geschmeiß vnuerscrct. Me-lissenkraut Wasser heilet die Geschwer im Mundt/zum Tag zweymal jedes malauff;wey lohr getrun cken / vnd etwan offt im Mundt gehakten. Melissenkraut Wasser vei treibt die Wassersucht lvon kalte vnd von feuchter Geschwulst/ zum Tag zweymal auff drey loht getruncken. Melissenkraut Wasser stillet das Grimmen vnd Schmertzen der Bla sen vnd gantzen Leibs/in vorgemelier mafen getrunckc. Melissenkraut wa sser reiniget alle böje feuch-tigkeiten in dem Leib Ivnd vertreibt alle Apostemcn/nüchtern auffdrcy loht sechs oder acht tage getruncken. Mutterkraut Wasser in vorgemelter masen getruncken reiniget vnd verzehret alles unrein Geblüt Idrey oder vier Wochm an einander gebraucht. Melissenkraut Wasser vertreibt alle Geschwulst oder Beulen zu samptdem Seiften wehe / deß morgens nüchtern getruncken auffdrey loht / vnd Tücher darein genetzt vnd darauff gelegt. Melissot-kraur wasser bilfft einem mcnschen deß eingenommen Spinnen Giffts/ oder böser matcry vnd Vnremigkeit ab/deß wassere alsobaldtauff vierloht getruncken. Melissenkraut wasser reiniget vnd bewahret alle Wunden vnd Schäden/ damit gewaschen zum Tag zwey oder dreymal/vnd ein Tüchlin darein genetzt vnd darauffgeleL/ vor faulem Fleisch. Melisten-kraut wasser dienet sonderlich den kalten vnd Feuchten magcn vnd hilfst der Tauwung / ge-truncken zum Tag Zweymal Ijedes mal auff drey loht. Melissenki aut wasser macht frö-lich die Seel / vnd starckt das Hertz vnd Hirn vnd mmbk alle Sorgfeltigkcit vnd Forcht/ die da von verbrannter Melancholey vnd Phlegma her entsteht / morgens vnd Abenes jedes mal auff drey loht getruncken Ivnd feinen Lranck damit gemischt. Melissenkraut wasser istgurfürdcnBissz deß wütenden Hrmdw Idamit gewaschen vnd Tücher darein genetzt/ vnd darüber gelegt. Melissenkraut Wasser heilet die Stiche der Scorpion / darüber gelegt morgens vnd Abents Imit Tüchern die darein genetzt sindt. Melissenkraut wasser stillet die Schmertzen der Jan Iofft im Mundt gehalten. Melissenkraut wasser benimpt die böse Dampff/ so ein Mensch böse Schwämme gessen hat wann sintemal die Schwämme nimmermehr so wol bereitet werden Idaß sie dem Menschen zur Speißegenossen nicht schaden/darwider wird dieses Wasser zwey oder dreymal jedes mal auff vier loht getruncken. Melissenkraut wasser also getruncken Iist gut wider das stechen der Därm.Vnd zerlassenen ScrophuLW darüber gelegt. Melissenkraut wasser getruncken zum Tagzwey odcrdrey-mal Ijedes1 jal auff zwey loht / vnd seinen Tranck damit gemischt ist gut wem sein Hertz siech ist vor j'älf/es erwärmet dasselbige widerumb. Melissenkraut wasser getruncken zum Tagzwey^oer dreymal Ijedes mal auff drey loht / ist gut für den Rieten oder Fiber. Melss-ss.n j ^/ Oaffer in vorgemelter mafen gctruncken/macht der viertägigen Fiber ein Lndt. 1 OOa** Von Mcyblumen Wasser. beste Lheil vnd Zeit ferner Destillierung sind allein die Blümlin mitten im Meyen gebraut. (3^ Meyblumen Wasser gekruncken fünff oder fechslohk treibt alles eingenom- mene Gisst herauß. Mepblumcn Wasser ist gut wen ein toptmi oder gissüger Wurin verunreiniget hat/Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Meibürmen waffer heilet gleich-fals der Bremen/ Wessm oder Spinnen Stich/ein Tuch darein genetzt vnd morgens vnd Abents darüber gelegt. Meyblumen Wasserhilssk auch den Frawcn die rnKindksnöhtcn sind Ivier oder fünssloht getrunckcn.Meyblumen Wasser wird auch zu allen vnrcrnen siech-tagen/vnd sonderlichen zu den Augen gerühmet/macht diesclbige hell nimpt alle Fell/am Abentdareingcchan Ihinweg. Meyblumen Waffer gekruncken morgens vnd Abents / jedes mal ausszwey loht/vnd das Haupt damit bestrichen krasstiget das Hirn vnd starckt die Sinn. Meyblumen Wasser gekruncken in vorgemelter maftn stcirckt vnd krasstiget das Hertz. MeyblumenWasservertreibtdie fchwchreKranck/ dreyffigoderviertzigTag/ alle Tag morgens vnd Abents Ijedes mal auss vier loht gekruncken. Meyblumen Wa sser morgens nüchtern gctruncken auffvier loht/rst den jenigen sehr bequem/die sich vor dem Aussatz oder Maltzcy besorgen. Meyblumen Wasser drey oder vier Tag / alle Tag morgens/ mittags vnd zu Nacht ljedes mal auss drey oder vier loht getrun ckcn/ stiller der Weyber vber-meffigBlum. Meyblumen Wasser widerbringk die verlohrne Sprach / die Zungen et-tvan osst damit bcstrichen.Meyblumen Wasser ist gut/jvelche Fraw ihre milch velohren hat/ die trinck das waffer sechs oder achtTag/alle tag drey oder vier Loht/ fo kompt jhr milch wide-rumb. Meyblumen Wasser vertreibt das zittern der Handk biß hinder den Elenbogen damit gerieben/vnd von jhm selber lassen trucken werden / vndalle Tag drey loht gekruncken/ drey odervier wochen an einander.Meyblumen waffer ist auch gut/ dem sein Haupt oder andere Glieder zittern/ die Handt/ wann er schlaffen gehen will mit schlechtem waffer sauber gewaschen/folgents mit Meyblume waffer wol benetzt vir vngetrücknet gelassen/dcß gleichen thu auch am morgen / vnd ist es daß das Haupt auch zittert so bestreiche die Schlaff damit morgens vndAbents lso gehet es jhm ohne Zweifel hinweg / der es anders beyZeittenthuk. Meyblumen Wasser getruncken zum Lag zwey oder drey mal jedes mal auffdrey odervier Loht/ ist gut für die Harnwinde. Meyblumen Wasser getruncken morgens mittags vnd Abents / jedes mal auffzwey oder drey Loht vertreibt das stechen vmb das Hertz. Meyblumen Waffer getruncken zum Tag zwey oder drcymal/jedcs mal auffzwey oder dreyLoht/ lindert die Hitz der Lcber.Meyblumcn Wasser ist gut welchem Mann an feinem Gemacht weh ist Ics sey geschwollen oder ztcm faulen gcneygt der netze ein Tuch darein vnd schlag es darumb. Meyblumen Wasser getruncken zum Lag zweymal jedes mal auffzwey Lobt/ MetderWeibervbermassgeBlum.Meyblumenwasserist gut/da ein MenschalsoM/ Daß er seine Sprach verlohren hak von dem Fall / der trincke deß wassere zum Tag zwey oder dreymal ljedes mal zwey oder drey Lohr / so kompt jhm die Sprach wrderumb. Meyblumen waffer vertreibt den Rofftlauff/ ein Lüchlin darein genetzt vnd zum Tag zwey oder dreymal darüber gelegt. Don Melonen Wasser. >73^ As beste Theil vnd Zeit feiner Destillierung ist allein die Frucht in jhrer volkom-Zeitigung gehackt / vnd vmb den Herbst gebrank. <3^ Melonenblumen waffer getruncken alle morgen / etwan drey oder vier Wochen /jedes mal auff drey odervier Loht list gut für den Stein. Melonerchlumen waffer morgens/ mittags vnd Abents Ijedesmal auffvier Loht getruncken / befördN-t den Harn. Wclonenblumm waffer in solcher masen getruncken / säubert vnd mmget die ^iern." Meycn gebrannt. O&sd Maucrpftffci- Wa sser kütet vnd starckt alle hitzige Apostemetl vnd Geschwett sic seyen jnnwendig oder außwendig deß Leibs wird aber nicht getruncken sonderLücher darein genetzt/vnd zum Eag drcymal darüber gelegt. Mauerpfeffer Wasser tobtet dm Wurm an den Fmgem / oder wo er sonsten ist / ein Luch darein genetzt vnd Zum Lag drey oderviermal darüber gelegt/ce tobtet den Wurm/ vnd legt den Schmertzen von Stmv* den an. Mauerpfeffer Wasser ist ein repercufliuum, vnd treibt alle hitzige Ding / mit Werck darüber gelegt zu rück. vnd vonjhm selber lasten trucken werden. Matoran wajjer ist gutden KranckenWlie^ dcrn/damit gerieben vnd bestrichen morgens vnd Abents jedes mal auff drep wochen/vnd von jhm selber lassen trucken werden. Maioran wasser stillet die von Kalt entstandene Schmertzen der Augen/am Abent ein Stundt vor Nacht darein gethan vnd darauffge-strichen lacht oder zehen Lag/alle Lag einmal. Maioran wasser morgens mittags vnd zu Nacht ljedes mal auffdrcy Loht getruncken treibt den Harn. Maioran wasser in gemeltcr Massen getruncken/ drey oder vier wochen vertreibt den reisenden Stein. Maioran wa sser zum Lag ZweyMal getruncken Ijedes mal auffdrey Loht / ist gut für das Paralifi, vnd die Glieder damit gerieben / vndvon jhm selber lassen truckenwerdm. Maioran Wasser bringt die verlohrne Sprach widerumb Iofft getruncken jedes mal auffzwey Loht in dem Ätundt gehalten. Maioran wasser bringt ein gut Gedachtnuß morgens vnnd Abents Ijedes mal auffzwey oder drey Loht getruncken/vnd das Haupt damit bestrichen. Maioran wa sser in vorgcmclter ma ssen getruncken vnd genützt starckt das Hirn vnd gantze Haupt. Maioran wasser getruncken morgens vnd Abeists / jedes mal auffzwey oder drey Loht Ikrafftigct lstarckt vnd erwarmbt die kalte Mutter. Maioran wasser in vorgemel-tcr massm'genützt Ibringt den Frawen jhre Aeit / vnd hilfft jhnen ihres weissen Flusses ab. Maioran wasser getruncken morgens vnnd Abents / jedes mal auff zwey oder drey Loht / schleust allebose Materien in demLeib Ivnd macht weit vmbdie Brust vnd starckt auch das Hertz. Maioran wasser stillet die Flüsse in dem Haupt vnd Schnupffen der Na- sen /zum Lag jeh ein wenig in die Nase gezogen. Maioran wasser getruncken morgens Von Maioran Waffen Asbeste Lheil vnd Aeit seiner Destillierung sind die Blatter von dem Stamm oder Stauden abgestreifft / vnd im Ende best Mepen gebrannt. Maioran Wasser ist fast gut zudem Haupt/ das von kälte beschwehrt ist/ VonMüntzenWaffer. ihach>/ vnd mit ten im ^Asbeste Lheil vnd Jeit seiner Destillierung ist das Kraut mit dem Stengel ge-yHtfpl vnd mitten im Mcyen gebrannt. ^ n Muttlien Wasser ist warm vnd kruckcn zum dissoluieren vnd verzehren geneygt/ siarckt den Magen durch serricn guten Geruch morgens vnd Abente getruneken jedes mal auffdrey Loht/vnd macht wol dawen. Münnen Wasser getruneken rn vorgemelterMassen/ bebelt die Speise lit dem Magen/denselbracn von aussen ein wenig damit gcschmiret vnd von jhm selber lassen trucken werden. Müntzcn Wasser benimvtdieVcrftopssungder Leber vnd Miltzene/ vnd der wegen deß Harns lals oben geschrieben stehet getruncken. Mnn-HenWasser stärcktdcn Magen vnd macht ein Lust zu essen zum Tag zwcy oderdreymal jedes mal aussdrey Loht getruncken ldann cs widerstehet dem Kotzen vnd Erbrechen. Müritz cn Wasser gctrrrn cken vnd den Mundt offt damit gewaschen ist gut wider den Gcstanck deß Mundfs Ivon Fäule deß Janficisches. Müntzcn Wasserwird wider die ohnrnachtcn fchr gmthmet Idenn man nrmpt em Gcrstenbrok netzet das in solchem Wasser vnd Essig odcrWein/helt es einem vor die Naßlöcher/ so hilfst der Geruch dem Menschen «vider-umb zurecht. Müntzcn Wasser remiget die Mutter / täglich drepmal getruncken jedes Mal auff zwcy oder drey Loht Ivnd ein Tuch Daran genetzt vnd auff gelegt. Müntzen Wasser täglich hreymai ljedes mal auff drey Loht getruncken vnnd ein Tuch darein genetzt vnnd auff der Frawcn Brüst gelegt zerlest die gerunnene Milch in denBrüsten. Müntzen Wasser hilfft dem Menschenalles Giffts vnnd ändern dergleichen Kranckhci-tat ab. Müntzcn Wasser getruncken morgens vnd Abents / jedes mal auff zwey oder drey Loht Iist gut für die Spulwurm in dem Leib. Müntzen Wasser getruncken morgens/ mittags vnd 2lbents /jedes mal auffdrey loht/ heilet du Brüch jungen vnd alten Personen. Münnen Wasser gctmnckm morgens/ mittags vnd Abents/ jedes mal drey Loht/ mit sechs Loht guten wcissen Wein vermischt starcki vnd kräfftigct den kalten Magen/ vnd erwärmbtjhn widcmmb. von dem weißgrawcn gehackt Ivnd im Anfang deß Brachmonats gebrank. Magsamenkraut Wasser vertreibt die rohte Flecken vndcr dem Angesicht/ zum Tag zwey oder dreymal damit gewaschen macht die Hände weiß offt damit gewaschen / vnd von jhm selber lassen trucken werden/befördert an dicsshlaff vnd Pulß gestrichen/ vnd auffvier Loht getrunckert/ so man schlaffen gehen will/den tochlaff/vnd gibt gute Ruhe. Sanfftiget den Schmertzen deß Haupts / so von Hitzen kompt / zum Tag zweymal damit bestrichen/vndvonjhm selber lassm trucknen /löschctallc Hiß ein Tüchlin darein genetzt / vnd darüber gelegt zum Tag dreymal / ist gUt da ein Mensch von der Sonnen verbrant ist/ ein Tuch darein genetzt/vnd darüber gelegt zu Tag vnd Nacht dreymal / vnd zeucht den Brantherauß. Je Meerlinsen zu destillieren Ipflegt man erstlich dieselbige sauber zu waschen/vnd auch ein wenig zu trücknen / vnd dann im Brachmonat destillieren. MeerlmscnWasser morgens / mittags vndzn Abent getruncken / jedesmal auffzwey Loht / stillet alle jnnwendige Hitz vnd Entzündung I vnd da die Hitze ausserhalb/ Hanffenwerck oder Tücher darein genetzt Ivnd jeden Lag drey oder viermal darauff gelegt. vv Don Magsamenkraut Wasser. Ae beste Theil vnd Aeit jhrer/Destillierung ist das Kraut von dem weisscn darnach Don Meerlinsen Wasser. Von Meyentaw Wasser. En Mchentaw zu samlcn Ifpm'fct man mitten im Mcyen an einem Hellen liechkeN 'l^^^morgen/che die Sonn auffgehetf vndwmn der Monimzuncmen vnd demvoKeü O^L/Schein fastnah ist / vnd es dteNachkzuvor nicht hat geregnet/cm schön weiß LeB lachcn auß/zcucht/schleifft daffclbige Lcilach vber ein reine Wiesen oder Matten da viel cdcs le Blumen stehen / vnd jeh werter dre Matt von wasserechten Enden / vnd den Bergen näher liegt/jeh besser esist/darnach truck das Luch auß in ein Glaß / vnd dassclbtgc soofftvnd viel,' biß du sein ein genügen hast/ dann seihe es durch ein Luch / chu es in em Glaß vnd laß es per alembicum in dem Balneo Maria: destillieren / setze cs folgent drepssig Tagc an diö Sonnen. Meyentaw Wa sser ist gut lweNn ein Mensch ein vnrcin HaUpk oder Flecken oder Räude auffdemselbigen hak/diewäscheman morgens vnd Äbentödamit/ vnd laß es von jhm selber truckcn werden Iso vertreibt es sic sehr fein.Meyentaw Wasser vertreibt auch die Guttam. Rofaceamsso von grösser hitz oder hitzigem gebiük vnd von der Lcbern/vnd dercnHitz her cnt-springt/vnd vnder dicAugen steigt/daß man davon rohte Flecken gewinnet als wer manAuf-setzig/Gutta Rofaceagmannt Imorgens vnd Abcntö darmit gewaschen / vnd von jhm selber lassen truckcn werden. Meyentaw Waffervertrcibt die Runtzeln vnder dem Angeficht/ vnd macht das Angesicht schön Iein gute lange Zeit morgens vnnd Abents damit gcwas sehen. Von Modelger oder Geiffenkraut Wasser / zu Latein Saponaria genannt. Asbeste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut vndWurtzelmiteinaM der gehackt lvnd im Anfang deß Brachmonats gebrant. Modelger Wasser auff sechs Loht gekruncken ist gut für die Pestilmtz» Modelger Wasser getrunckcn morgens vndAbenks / jedes mal auff vier Loht hellet alle Apcstemcn vnd Geschwer Ivnd vertreibt die Engigkeit der Brust. Von Menschenblut Wasser. Asbeste Lheil vnd Jeik ferner Destillierung ist bas Blut von einem zwantzig Jarö-x^A^ gen Mann Ieiner warmen vnd Blutreichen feuchten 5?atur frölichen Gemüts O^fauber / rein vnd aller Kranckhcikcn ohn /dcrda wegen vberflusses deß Geblüts gelassen ivnd dasselbige mitten im Mcyen oder vmb den Mcyen gebrant. Menschenblut Wasserist gut so einem Menschen ein Gliedt schwindet daß man es fast reibe / zum Lagdrcy oder viermal / sokomptjhmedasGliedtwider/ vnd behalt die 56-ce;, da das Wasser auß gedcstlllieret ist/ das ist das / Pulu'cr von dem Blut. Menschenblut Wasser wird wider die Schwindt vndLungensuchk vnnd Abnemen deß Leibs / morgens vnd Abents Ijedes mal auffzwey Loht getrunckcn. Men schenblut Wasser auff das Haupt gestrichen (macht das Haar wachsen Iist wundcrbarlicher Wirckung an vielen proöiret vnd von Aohanne in dem Buch 6e quinta eflentia constrmiret. Menschmbluk Wasser ist gut für dre Fisteln Idaß man sic damit wasche / vnd etwas davon darein kommen laß / es heilet dieselbige zu. Von Mnschmkaat Wasser. Er Menschettkaat wird in einem Alembic also gebrant daß durch auß kein Wasser hinzu kompt Inach dem diesclbige zuvor etwas truckcn worden in solchem brennen O^ädcr Geruch mit allem Fleiß vermiden/ vnd zUM andernMal in einem newcn gläsernen Kolben m dein Balneo destilliert werde. Menschcnkaat Wasserist cdeker dann Golk zu mancherlei) Siechtagen/sonderlichen zudemDrant / wo sich der Mensch verbrennet hat/morgens vnd Abents damit bestrichen. Me^chenkaatWasserwehret den Flüssen der Augen /darein gethan / bricht auch das Fehl in de^Augen/wird zu mancherley Gebresten deß Leibs gerühmet / vnd von etlichen •Aqua vri'fe genannt. Menschcnkaat Wasser macht das Haar wachsen alle Lag zwey '^. .'chämal die kalc Stätt damit gerieben Ibiß auffdreyssig Lag. f ^ Bbb y Mett f68 Hieronymi BrMMschwtyg Menschenkaat Wasser heilet alle Geschwer an den Beinen vnd die Kranckheit malum mortuum genannt/ sind wüste vnreine Masen vnd Löcher die vmb sich fressen/ alö jetzt die böse Blattern/die Bein damit gewaschen/vnd nach der Waschung Menschenblut gcdört/ vnd puluerisiert darauff gestrewek. Menschenkaat Wasser zu versuchen ob es recht ge--brank ftp Istoß ein glüendt Eysen darein (so wirdt es zu Skahel vnd wenn solches geschieht/ fo ist cs nicht recht. Menschenkaat Wasser an die Schlaff gestrichen wendet forchtsame Lraum. Menschenkaat Wasser macht die rohte Angesichter weiß. 5kimbMenschcnkaat/ setz den selbigen in einem Geschirr an die Sonne/ daßWürm darinnen wachsen vnd wann die Würm groß werden llese sie außdcm Kaak hcrauß/vnd laß sie in einem klein gläsern kölb-litt per alembicum destillieren/ wasch das Angesicht vor hin mit Wasser / vnd bestreich es mit diesem destillierten Wasser Ies macht ein lautere Haut vnd ein schön Angesicht vnd fast liebliche Farb Ivnd ist offt versucht. Menschenblut Wasser vnd Menschenkaat Wasser thu sie beyde zusammen gleich vicl vber tnefecesvon deß Menschenblut vnd destillier das zum ändern mal. Das wasser vertreibt die Paralifi, vnd wider bringt die verlohrne Sprach / ein wenig auffdie Jungen gethan Ivnd an den Schlaff gestrichen auch wann du einen glü-endenKolen in das Wasser legest/ vnd dem Glaß ein Lufftloch lest /als weitals ein Halm/ vnd dieweil das Wasser in dem Glaßist Ialso lang glüet der Kol/vnd wannduBaumwot in das Wasser stösest/ vnd sie wider krucknen lest vnd das dreymalgethan darnach halt sie gegen der (spornten / biß sie erwärmet Ifo brennet die Baumwol vnd zündet sich von der Sonnen an / vnd wann du diese drey obgefchriebene Wasser destillieren wilt so Hütte dich vor dem Gestanck vnd Rauch / sintemal es großen Schaden bringt. Vo» Mannstrew Wasser. Asbeste Theil vnd Jeit seiner Destillierung ist allein die Wurßel klein gehackt/vnd | im Ende deß Meyen/vnd nicht spater gebrannt. Mannstrew Wasser getruncken morgens vndAbmt/jedes mal auffzwey oder drey loht/ist gut wider die Harnwinde/ S tranguria genant/ist gleichsfals dem weg derGeba-rung sehr beqeum/vnd macht deß Samens viel. VonMaurrammWasser. As beste Theil vnd Jeit seiner Destillierung ist das gantze Kraut mit aller feiner j Substantz/mitten im Meyen oder zwischen den zweyen Frawcn Tagen destilliert. ) Maurrauten Wasser stillet die Entzündung der Leber dann es löschet vnd kületsie/ morgens vnd Abents getruncken/ jedes mal auff drey Loht begegnet dcrselbigen Faule/ vnd hilfft denen/ welche sich im Beyschlaffvbereylet/vnd dannenher o verdorbene Lehern bekommen Iwiderumb zu recht Iwie ob erzehlet gebraucht. Don Moßblmnen oder DotterblumenWasser. Asbeste Theil vnnd Jeit feiner Destillierung sindt die zeitige Blumen alleinge-I brannt. Moßblumen Wasser ist gut den dürren Augen Geschwern am Abent ein Stundk vor Nacht darein gethan/ vnd darumb gestrichen acht oder zehen Tag / alle Tag einmal Ivnd wird sonsten auch zu allerley Kranckheiten der Augen gerühmek., ' Don \k As beste LhcÜ vnd Zeit feiner Destillierung ist die Wurßel vnd Kmukvnder ein* ^Alandcr gehackt/ vnd in dem Brachmonat gebraNk/ aber das Kraut fol gebrank fein im O^ÄMeyen f ond die Wurßel zwischen den zweyet» Frawen Tagen. Aber Kram vnd Wurzel wird vnder einander gehackt lvnd im Ende deß Brachmonats gebrank. Mengelwurßel Wasser ist gut für die Räudigkeit zwo oder drey Wochen/ alle Tag Zwey oder dreymalgctrunckcn Ijedes mal aüffzwey oder drey Loht/ vnd von aussen zum Lag Zweyma! damit gewaschen lvnd von jhm selber lassen rrucken werden. Mengelwurtzel Wasser heilet auch dieAittricsen/alle Tag damit bestrichen/ vnd von jhm selber lassen trucken werden :sonderlichen so man Skeinsaltz oder gemein (^altz vnnd ein wenig Essig damit vermischt.! Asbeste Theil vnd Jeit seiner Destillierung sind die Blätter vnd Stengel mit aller seiner Substantz gehackt/ vndimEndedeß Meyengebrattt. Maußöhrlm Wasser getruncken morgens mittags vnd zu Nacht / jedes mal auffzwey oder drey Loht/ istgut für das abncmen. Dieses Wasser drey oder vierTag/ alle Tag drey oder viermal/jedes mal auff drey Loht law gctruncken/wehret der Beermutker/ vnd wird wider das Darmgichkgerühmct. Dieses Wasser morgensvnd Abentsgetrun^ cken Ijedes mal auffdrey Loht Ivertreibt den Schwindel deß Haupts / damit bestrichen / vnd von jhm selber lassen trucken werden. Maußöhrlm Wasser morgens mittags vnnd zti Nacht / jedes mal auff drey Loht getruncken Iist gut denen dre Blut speyen / schafft alle Flecken vnder den Augen ab Izum Lag zwey oder dreymal damit gewaschen vnd von jhm selber lassen trucken werden / vnd nicht getruncken. Maußöhrlm Wasser zum Tag drey oder viermal law gctruneken/jedes mal auff vier Loht/istguk denenFrawen welchen die Mutter vbersich steigt/sich gern erbrechen/vnd dasGriMmen haben vmb denNabel, Maußöhrlm Wasser deß morgens nüchtern getruncken vier Loht / zwen oder drey Lag tödtet die Spulwurm in dem Lerb. Maußöhrlin Wasser getruncken morgensvnd Abents/jedee malauff drey Loht/zwo oder drey Wochen Ivertreibt alle Geschwulst / ist auch gut für das Gesucht/ ein leinen Luch daran genetzt Ivnd vber das Gesucht vnd Drk deß Schmcrtzens gelegt/ biß es trucken wird lvnd so offt es trucken wird widerholet / das legt die Schüß vnd wehe/ vnd ist auch gut für die böseHitz/ darüber gelegt. Dieses Wgsser getruncken zumLagzwey--mal/jedes mal auff drey Loht iist gut für diebösehitzige dürre Gebrechen in dem Leib/dieweil es nemlich dcnselbigen lindert vndweichk. Aö von den Mücken oder Fliegen destillierke Wa sser bekoMpt ein blawe Farb. l-ZF-M Mucken Wasser vertreibt alle Fell vnd Flecken der Augen Abentem vor Nacht in die Augen gethan drey oder vier Wochen alle Abenk wider-holet. Mücken Wasser macht auß der Massen schöne vnd lange Haar /das Haar alle Tag zwey oder dreymal damit genetzt Idrey oder vier Wochen lang. Das Wasser brenn also: jprcyk ein Tuch vber ein Kachel ileg die Mücken in ein Sacklin auffdas Tuch setz ein Becken mit Kohlen auffdas Sacklin / so laufft das Wasserdurch das Sacklin/vnd' durch das Tu eh in die Kachel hinab Idenn wenn es destillieret wird in einem Helm / vnd vber sich sublimiert lso bekompt der Helm einen stinckenden Geruch daß man jhn zu nichts mehr brau'Kn kann: Die Kachel aber darffman nicht mehr hoch achten/sonder wirfft sie nach mrvmr dcstillatron hinweg. Von gememm Mücken Wasser.

„ Nachtschatten Wasser vertreibt auch dm Rohtlauff/ in vorgemelter Massen gebraucht. Nachtschatten Wasser kület vnd löschet die böse Hitz/ vnd treibtauch alleHitzauß vnd inwendig deß Leibe/in vorgemelter masettgetruncken /vnd Tücher oder Hanffen Werck darem genest /jeden Tag vnd Nacht drey oder vier mal darüber gelegt. Nachtschatten Wasser ist gut für das Dhren wehe/darein getropfft/zum tagzwey oder drey Mal/vnd Tücher darein genetzt/ vnd darüber gclegt.Nachtschattcn wasser kület sonderlich heisseApostcmen vnd Ge-schwer iTücher darein genetzt vnnd vbcrgeiegk. Nachtschatten wasser stillet die hitzige Schmertzen der Brust lTücher darein genetzt vnd law vber die Brust gelegt. Nachtschatten wasser stillet das Wehe/Tücher darein genetzt / vnd morgens/mittags vnd abcntsvbcr-gelegt. Nachtschatten wasser vertreibt das Halßwehe morgens vnd abents gegürgelt vnd tücher darein gcnetzk/vnd darüber gelegt/biß du geneset.Nachtschakken beniMpt die hitzigeOe-schwulsten deß morges/mittags vn abents getruncken/jedes Mal auffdrey lot/vn tücher darein gcnetzt/vn darauffgclegk.Nachtschatten wasser kület vn löscht die leber/außwmdig'mit tücher oder hanffmwerck Imorgens/ mittags vnd zu Nacht darüber gelegt.Nachtschatten wasser ist gut gebrochenen Leuten/ Tücher darein genetzt / vnd jeden tag zwey oder dreyMal vbergelegk^ Nachtschatten Wasseristgutden Menschen/die bey Nacht erschrocken sind / denen schadet der schrecken nicht/zumTagdrcymal/jedes malauffzwey lohtgetruncken/vnd ok jhm etwas außwendig auffgcfarm ist Itücher oder werck darein genetzt vnd daraUffgelegt/biß er geneset. Nachtschatten Wasser ist auch gut für den Stein morgens vnd Abents getrunckm zwölff Tag lang Ijedes mal auff drey Loht. Nachtschatten Wasser befördert den Schweiß deß Wassers drey Loht mit gleich so viel Wermut Wasser getruncken. Nachtschatten Wasser ist gut so einer Frawcn die Brüst geschwollen sind Tücher genetzt vnd warm darüber gelegt Ivnd das zum Tag drey oder viermal widcrholek. Nachtschatten Wasser treibt alle hitzige Makeryen oder Ftüß/die zu den Geschweren vnd Apostemen hin zu flieffen/ zu rück/Tücher darein genetzt/ vnd zumTag'zweymal vbergclegk. Es hak auch ein verborgeneKrafft bey jhm/als dtcPhilofophi davon schreiben / daß es rcpercussicrk hinder sich treibt resolutem vnd Sampffweiß durch die Schweißlöchlin herauß zeucht. Bon gemein grün Nüst Wasser. As beste Theil vnd Aeit seiner Destillierung ist vmb Sanek Johannis Lag deß ^^oZTausscrs / alsogrün gestossen vnd gebrank. Nuß Wasser einem verwUndten Menschen zu trincken gegeben /zum Tag zwey oder dreymal / ist gut dem die Wunden entzündet ist/wie gleichöfals auch ein Luch darein genetzkvnd daraussgelegk. Nuß Wasser zum Lag zwey oder dreymal getruncken jedes mal ausszwey oder drey Loht Iist gut für alle Hitz / vnd tücher darein genetzt vnd vbcrgc-legk iheilet gleichsfals auch die schwartze Blattern oder Pestilentzische Kohln leinen tüchli» oder Werck darein genetzt / vnd vbcrgelegt zuM tag zwey oder dreymal. Nuß Wasser jedes mal auffvier oder fünff Loht getruncken / ist gut für die Pestilentz. Nüß Wasser ein euch darein genetzt vnd auffdie schwartze oder P>estilentzische Kohln gelegt / sie seyen am Leibe wo sie wöllen Istillet die davon entstandenen Schmertzen vnnd heilet den Schaden zu. Don Mßlauff Wasser. r^E* schwartzer die NüßlaUffcn sind ljeh lieber man sie zu dem destillieren gebraucht vnö lest sie im Anfang deß Herbstmonats destillieren. O^kNüßlMwasscr erilem menschen ein trunck geben Mit einem drittheil essigvermischk / wenn jhn di«A)ltzankompt / vnd so er gelassen hat vnd vnder vier vnd zwantzig Stunden ist/ wird für die pestilentz für ein gewisse ArtzNey gerühmck. NüßtauffWasseristgUtfürdas S-iufcii r- '.'a Dondern in den Dhrcn /vnd der nicht hört/ die Dhren zuvor Mit einem kleinen ^hrlöftt.ngeremiget/vnddasWasser allemal darein gechan. NüßlauffWasseristauch gut j'74 Hieronymi BmtMschweyg gutgegmgelk für Gcschwerm der Keelen'/ Squinantia genannt Du magst sie auchivo! brennen wenn sie zettrg sind / daß sich die grüne Rinden von der Schalen absondern lest. Von Nußlaub Wasser. ^^VßblatterWa sser von den Lateinischen Foüa nn cis genannt. Das sind die Blätter o|l von den gemeinen Nüssen/die man nennet Welsch oder Baumnüß. Die beste Aeik seinerBrennung list im Ende deß Mcyen. Das Laubvonden fordern Resten deß Nußbaums abgestrcifft/ gehackt vnd gebrannt. Nußlaub wasser ist ein pnncipal Stückzu trücknendiealten offnen Schaden vnd Löcher/ sie seyen wo sie wollen/ vberzichek dieselbigen mit einer frischen Haut/ dieweil es mit macht siipticieret/den Schaden morgens vnd Rbents damit gewaschen /vnd ein Tüchlin darein ge>-netztvndvbergelegk. Von Nesselwurtzel Wasser. rein gewaschen lgehackt/ vnd gebrannt. O&o Nesselwurtzel Wasser morgens vnd Abenks gekruncken jedes mal zwcy oder drey Loht Iist gut für das alte kalte Grtmmm im Leib / reutet den alten Husten auß/ vnd bricht dieApostemen der Lungen auff. Nesselwurtzel Wasser die wüsten vnreincn Wunden damit gewaschen Ihilsst denselbigen aller Vnreinigkeit vnd vbelem Gestanck ab. Nest felwurtzcl Wasser morgens vnnd Abents getruneken/ jedes mal auffdrey Loht/ vnd die Glieder damit bestricken/benimpt den Tropffen derParalifi oder Gichtbruch. Nesselwurtzel Wasser herlekdiegifftigeGebresten deß Krebs zum Dag zwcymal damit gewaschen/vnd Dücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Nesselwurtzel Wasser heilet auch die Fistelln/ offe damn gewajchen/ vnd ein Duch darein genetzt vndvbergelcgt. Nesselwurtzel Wasser ist gut dem Podagra mit den Apostemen IDächer darein genetzt / vnd morgens vnd Abents apviieiert Nesselwurtzel Wasser heilet vnd vertreibt das vnnatürliche Fleisch in der Nasen morgens vnd Abents damit gewaschen. Nesselwurtzel Wasser stillet das Blut der Nasen ITücher darein genetzt Ivnd vber die Stirn gefegt. Nesselwurtzel Wasser morgens vnd Abents gekruncken Ijedes mal auffdrey Lohr / ist der Mutter sehr bequem. Nesselwur-tzelWasser morgens nüchtern gekruncken vier Loht / bewegt den Bauch. Nesselwurtzel Wasser morgens vnd Abents gekruncken / jedes mal auffzwey oder drey Loht / heilet dic Lun-gen/vnd kompt der Brust zu hülff.Nesselwurtzel Wasser lest die todteKmdcr nicht lang in mutter leib/sintemal jm die nartüliche wärmbde au ßgedörret wirk/morgens vnd abenks/jedco mal auffzwey oder drey Lohtgctruncken.Nesselwurtzcl Wasser vertreibt dcnSchmertzen deß Magen/ morgens vnd Abents ljedesmal auff ein Loht gekruncken. Ncssewurtzel Wasser Morgens vnnd Abents Ijedes mal auffdrey Loht gekruncken fördert den Frauwen jhre Zeit. Von Mffelsamen Wasser. Je beste Zeit seiner Destillierung ist im Augustmonat Nesselfamen Wasser macht die Hände weiß / morgens vnd Abents offt da-Lmitgewaschen Ivnd von jhm selber lassen trucken werden. ÄöN 1 von den Stengeln lvnd vmb Sanct Margareten Lag gebrank. Nesseln Wasser morgens/mittags vnd zu Nacht gctruncken jedes malauff drcy^oht/ vertreibt das Grimmen der Darm. Nesseln Wasser in vorgemelter Massen gc-trunckcn / ist gut für D«s Grrmmm m dem Bauch / vnd hilfft der aüffsteigcnden Beermuk-kerwtdcrumb zu recht. Nesseln Wasser morgens nüchtern vnd AbentS getruncken jedes mal auffdrey Loht/vertreibt den Stein vnd Sicchtagen der Nieren / die von kalt entspringt. Nesseln Wasserdcß morgens nüchtern auff zwey Loht getruncken tödtet vnd vertreibt die Wurm im Leib. Nesseln Wasser morgens / mittags vnd zu Nacht getruncken jedes mal auffdrey Loht Iist gut für den Kalten Huste». Nesseln Wasser in vorgemelter Massen ge-truncken Ihilfft dem schwehren Athcm vnd -Ohnmacht von Kalk. Nesseln Wasser in vorgemelter Massen getruncken I ist gut Idem die Lungen erkaltet ist / vnd vertreibt alle Auffbia-hungen dcß Leibs. Nesseln Wasser ist gut zu wüsten vnreinen Wunden vnd Gcschwcr/ damit morgens vnnd Abcnts gewaschen fvnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Nesseln Wasser ist auch fast gut wo ein Geschwer ist Vas da fast rinnet oder ftcust/damit gewaschen morgens vnd Abcnts lvnd ein Luch darein genetzt etwas wider außgctruckt vnd darüber gelegt. Nesseln Wasser heilet die HundtsBiffz damit gewaschen vnd Lüchcr darein genetzt/ vnd jhn vorgemelter Massen dar über gelegt. Nesseln Wasser von den rohken Nesseln/istfast heilsam/woein Menschversem damit gewaschen in vorgemelter Massen/ heilet dicsclbige auß der Massen wol. Das xii ii. Cap. Von Osterlucey Wasser. fc^KX beste Stück vnd Zeit seiner Destillierung sind die Blatter Kraut vnd Wurtzeln \ mu den Stengeln vnder einander gehackt vnd im Ende deß Meyens gebrank. > Osterlucey Wasser herlet die verwundete Gemachtruhten / morgens vnd Abcnts damit gewaschen. Osterlucey Wasser vertreibt den Dampff vnd Podagram die Glieder offt damit gerieben / vnd selber lasten trücken werden. Osterlucey Wasser trücknet die böse Bcin Idamit gewaschen vnd ein Lüchlin darein genetzt / vnd darüber gclegt.Osterluccy Wasser stillet den Schmcrtzen im Bauch Imorgens vnd Abents jedes mal auffzwcy Loht getruncken. Osterlucey Wasser »nvorgemelter Massen getruncken istgut für den fallenden Siechtagen. Osterlucey Wasser in vorgemelter mafen getruncken vnd ein Luch darein genetzt vnd auffdie Scitten gelegt/vertreibt das stechen dcrSeitcn. Osterlucey wasscr getruncken morgens vnd Abents Ijedes mal auff drey Loht bennnpt alle Geschwulst vnd vn-natürüchegrösse deß Leibs von der Mutter. OsterluceyWasscrhcilekaltcfliessendeWun-den imorgens vnd Abcnts damit gewaschen Ivnd ein Lüchlin darein genetzt vnd darüber gelegt. Osterlucey WasserhilfftdemhcraußtrrngcndenMastdarmwldcrumb zu rcchk/ein Badtschwamm darein genetzt vnd warm darauffgelegt. Osterlucey Wasscr heilet die Fisteln damit gewaschen ILüchcr darein genetzt vnnd darauffgelegt. ^Osterlucey Wasser morgens vnd Abc;,tö Ijedes mal c iff drey Löffel volgctrunckcn / hilfft dem Haupt ferner Flüsse ab. Osterlucey wasscr in folcher Form genützt vnd getruncken Wen Dampffigcn sehr bequem. Osterlucey wasscr drey oder vier Lag alle morgen vnd Abenr / jedes mal auff zwey oder drey Loht getruncken Ireiniget die Frawkn nach der Geburt. 'Osterlucey wasscr morgensvndAbento getruncken/jedes mal auff drey Loht / thüt den Miltzsüchkrgengrossc hülff. Ost.-luceywaffer zehen oder zwölff Lag in vorgemelter majstn getruncken vertreibt das FOer. Osterlucey wasscr heiletdie Lvchlittvnd kleine Blatterlin / Fratte vnnd Vechcrung.b, ander weiblichen Scham / off damit gewaschen vnd Lüchcr darern genetzt t äbarüb-' gelcgk. Von Hieronymi BMttttschiVcyg Von Orecht oder Edel Salbey Wasser. gestreD Ivnd wenn sic jetzundt blüen gebrannt. O^) Drechtsalbey Wasser ist hitziger Natur vnd dero wegen morgens vnd Abenks/ jedes mal aüffvierLohk gctruncken/vnd den wein damit gemischt/ist für alle die ein kalte Leber haben sehr bequem. Ldrechtfalbey Wasser offtgetruncken vier Loht ist gut für die Paralifi, die Glieder damit gerieben lvnd von ihm selber lassen krucken werden. Drcchtstübeywastcr vertreibt den Krampfs/morgens vnd Abents gctrun cken jedes mal drcy oder vier Loht / vnd die Glieder damit gerieben. -OrechtfalbeyWasser in vorgemclter Massen genützt/vertreibt alle kalte Gefüchk vnd Gicht. Drechtfalbey Wasser benimpt das schlaffen der Glieder/ vfft damit gerieben Imorgens vnd Abents getruncken / jedes mal auffdrey Loht. Drcchk-falbey Wasser viertzig Lag Ialle Lag morgens vnd Abcnts jedes mal dtey oder vier Lohr getrunekeN Ihilssk jungen Leuten deß fallenden Siechtagen ab. Drechtfalbey Wasser moi-gcns vnd Abenks ljedes mal auffdrey Lohr gctrun cken / vertreibt das schwindeln im Haupt/ AgÄk Chsenzungen Wasser gekruncken morgens vnd Abenks jedes mal auffdrey oder SJj vier Loht Iist gut für den Schnupffen deß Haupte. Ochsenzungen Wasser in vor-gemelter Massen getrunckcn Istarckt das Hirn / das mit verbrannter Melancholischer Feuchtigkeit bcschwchret ist/ dieVnsinnigen vnd Lhoren die man binden muß / vnd für die Vnsinnigkeit/ inania genannt Idann es strafft die Melancholey ab / morgens vnd Abents/ jedes mal auffdrey Loht gekruncken / vnd seinen Lranck damit gemischt/als ich selber gesehen Hab / im Jahr nach der Geburt Christi. M. e c c c. lxj. Jahr zu Koblcntz einen Schulmersteralsofast studieren Ivnd sein Haupt gekruncken daß er von sinnenkam/ daß man jhn bindm must/ da gab ihm ein vngelehrker empiricus das Wasser zu trincken/ vnd das Kraut gehackt zu essen / das Kraut gestossen vnd legt jhme das Pflaster wcißauff das Haupt/vnnd hilfft jhme innerhalb drey Wochen mikstatkcr Brauchung aller Dings widerumb zu recht / daß er darnach viel mehr studiert dann vor nie. Ochsenzungen Wasser ist gut für den Frawen Siechtagen/M enftmum genannt / zu Lag zwcy oder drey-irfbl Ijedes mal auffdrcy oder vier Loht gekruncken. Ochsenzungen Wasser gekruncken morgens/ mittags vnd Abents / jedes malauffdrcyLohk / vnd den Wein damit gewischt/ gibt ein gut Gcdachtnuß vnd Verstände / dann cs bringt sie mit Gewalt. Ochsenzungen Wasser in vorgemelter Massen gctruncken Istarckt das Hertz gewaltig / dann es macht das Hertz frölich / vnd rst auch gut für das Hcrtzklopffcn/vnd zittern weh vnd Ohnmechtigkeit deß Hertzcn. Man spricht Iwann in einer Wirdkschafft die Gcselschafft damit besprenget mirdt/ so werden sie alle frölich. Mir hat auch gesagt in der Warheik Hans Henrich der Königin Artztc von Engelandk/ daß der Königin SchwestcrLochter von sechzchcn Jahren/ deß Herßogen vonIorck/in grösser Schwachheit vnd Ohnmechtigkeitgelegen/daß alle jbre dodtores an ihr verzagten/ vnd das leben abgckundet.Also daß crdarzu beruffen worden/das leben zu langern/Hab erin kurtzer Stundk ein sicheln Krebs jnnwendig balieren lassen / die allerbeste lautersten Bcerlin darein zu reiben Idas angezogen Grfft zu meiden ob cs in einem Küpffennoder eren Stein gepuluerk wird / von solchen Bcerlin wirdgcnommen auffan-derhalb O.uintlm ldeß aller feinsten vnd reinsten gestylten Goldt darunder vermischt von von dem Puluer ein drikthcil eines Quimlin/vnder zwey Lohr der grosscn Ochsenzungen Wasser vermischt vnd gebraucht ldarauff sie dmnjnnerthhalb einer Stunde' / die Augen »ntt einem grosscn seufftzen auffgehobenvmbsich gesehen dievorrnzwevenL gm nie kein Wort gesprochen / noch eintzigeo Echtzm gethan hak dann der Pulß war dah, i / vnd fein andere Hoffnung denn das hin ziehen zu gegen. Ein Skundt hernach warbt br adermäs so viel gegeben / vnd jhm Endk der ändern Stunden gefragt wo sie were also pi.oas ge' Von OchftnZttllgm Wasser. schach biß sie geneset. Ich ward beruffen zu einem jungen Löchkerlin eines Bürgers zu Straßburg von achtIahren Idas jetzt nimmer reden/vnd an dem hinziehen war/ich hieß jhm geben einer halben Boncn groß deß Pulucrs gemacht von einem halben Loht Jucker/ einemQuintlin feine Beerlin lftchzehen Blatter fein Golt/mikzwey Lohtdcß großen Dch-ftnzungen Wassers vermischt Ivnd das jeh vber zwo Stunden am Anfang wrderhohlet/ vnd darnach vber vier stunden lbiß es geneset. Widerumb wardk ich beruffen von vnseren ren Igantz hin gezalt zum Lodt ldem man in keinerlei) wcifeArtzney einbringen kont derhal-ben wenn cs gestorben were/ mir kein verweist hette geschehen können» Ich ordinieret jhm die ob genannte Artzney in aller Massen ldas Kindt hatte in dreym wochen vnd langer nie kein anderSpeise braucht/dann allein selten ein wenigMilch/vnd wol drey oder vierWochen ohn reden lließ jhm derowegen solches zu allen Zeiten selbst machen auffdaß sie sahen was man jhm gebe/also genesetdas Kindtfcinvnd schon. Dchsenzungen Wasser zw ölffoder vier-zehen Eag / alle Tag morgens / mittags vnd Abents / jedes mal auff vier Loht getruncken/ ist gut für die Geelsuchk. Ochsenzungen Wasser in vorgemelter Massen getruncken treibe die böse Feuchtigkeiten von der Lungen. -Ochsenzungen Wasser ist gut für das Wehe vnd Stechen in den Seitten lgetruncken Ivnd vnder seinen Tranck gemischt. Ochsenzungen Wasser morgens vnd Abents getruncken / jedes mal auff drey Loht / reutet die Hertz Fieber auß. Ochsenzungen Wasser starckt alle Glieder/nüchtern auff vier Loht getruncken mit dem besten Wein den man haben mag. Ochsenzungen Wasser in vorgemelter Massen ge-kruncken Ivnd den Mundt der vbel reucht von Vnflat deß Gemcnß oder der Zungen damit gewaschen. Ochsenzungen Wasser getruncken zum Lag zweymal jedes mal auff drey Loht/ist zu aller Gestalt deß Grinds Ivnd Auffetzigkeitsehr bequem dann es reiniget das Geblüt. Von wilden OepffelWajser. Je beste Zeit jhrer Destillierung ist im Ende deß ändern Herbstmonaks gequetscht l vnd gebrannt? j Oepffeln der wilden Wasser ist das edelst Wasser daß man haben kann/für das Grimmen im Leib / vnd ist von einem genannt Stahel / vnd Herr Niclaus / deß Königs von Srcilien vnd Hertzogcn zu Lotringen Capellan bewehrt / morgens nüchtern zu mittag vnd zu 5)achk / jedes mal auff drey Loht gtruncken. Oepffeln derwilden Wasser dienoch nicht Zeitig sind lvmb Sanct Johannis deß Lauffers Abenk gebrannt reiniget die mit Blattern behafftete Angesichter/dieselbige damit bestrichen vnd von jhm selber lassen tru-cken werden. WildkOepffel wassermorgens mittags vnd zu Nacht getruncken jedes mal auffvier Loht lstillet die rohte Ruhr lvnd dasselbige von wegen seiner ftipticitet. Ocpft fei« derwilden wasser getruncken zum Tag vreymal / jedes mal drey oder vier Loht drey oder vier wochen lang / zerbricht den Stein. Oepffeln der wilden wasser in vorgemelter Massen getruncken/ istgutfürdasGrüen Ireiniget die Blasen vnd Nieren. Vondem Wasser der faulen vndzamenOepsset. fEh fauler die Oepffel sind/ jeh lieber man sie zu solchem Endk destillieret. lFaulzamOepffetwasser/ istgutfürden kalten Brannt / der vmb sich fitst vnd stück-!echt hinweg felt Ioder wie er ist lmit dem wasser gewaschen vnd ein Luch darein genetzt Ivnd darübergelegt morgens vnd Abents / biß er geneset. Faul zam Oepffel wa sser vertreibt die schwartzeBlatkern vnd denAntrax in derPestilentz/tücher oder werck darein genetzt/ Löchlin darein gestochen vnd darauff gelegt/es löschet oder füktj vnd wehret dcmvmbsich fressen/ stillet das wehe vnd gestanck/vnd reiniget es darzu/ zum tag drey oder vier mal gethan. Dumögst .uchwolwafferbrennenvonzamen Oepffeln die nicht faul sondern volkommcn-lich zeitig/ ond jedoch noch nicht weich sind lnoch ab zufallen begehren/das wasser starckt vnd I vnd kület den Leib vnd das Hertz gantz natürlich. 7 Cee Vost Von Oepffclblüet Wasser. Je beste Blüet ist von den geimpffrm/m der Zeit wenn die Kn öpffvon der Blüek jchk J anfahcn zu gehen vnd sich an einander theilen Tücher vnder den Baum gespE -Tmit kleinen Gertlin daran geschlagm vnd dann in dem Balneo Maria: destillieret. Hepffelblüet Wasser istgut für die vnnatürliche Röhte vnd Vngestalt dcß Angesichte/ morgens vnd Abcnts damit gewaschen vnd von jhm selber lassen trucken werden/ dav drey oder vier Wochen gechan/ biß die Vngestalt vergehet. Don Ochsenblut Wasser. Ae beste Theilvnnd Zeit deß Dchsenbluts ist von einem fchwarßen Dchsen im ^Ende deß Meyen gebrannt Ider auff guter Weide Matten oder Wiesen gangen > ist / da viel schöne Blumen wachsen. -Ochsenblut Wasser ist gut für Gesücht vnd Wehthumb der Glieder es fey von Hitz oder von Kalt/darauffgcstrichcn lvnd fanfft hinein gerieben / morgens mittags vnnd zu Nacht / neun Tage nach einander / vnd so baldt das Wasser dem Menschenweh thut / (bist es ein gewiß Zeichen/ daß es dem Menschen begerek zu helffen/ vnd ist offt vnd viel probirek. Ochsenblut Wasser das Podagram damit gewachsen vnd darauff gelegt stillet derselbigm Schmertzen. Das xv. Kap. Don Pfifferling Wasser. As beste Theil von Pfifferling zu destillieren sind die an sauberen vnd reinen Ort-ten wachsen lnach jhrer votkommenen Zeitigung gebrannt. — — Pfifferling Wasser ist gut für das Gesücht morgens vnd Abenks damit geschmiret lvnd von jhm selber lassen trucken werden. Pfifferling Wasser im Meyen gebrant/ ist das beste Wasser für die rohre Blatterlin vnd Pfützen vnder dem Angesicht/ damitbestrichen/vndvonjhmfelberlassentruckenwerden. Pfifferling Wasser ist kal-terNatur biß an den dritten Gradk / vnd derowegm nicht wol zukrincken/vertreibtaber außwendigvbergelcgtalleHitz Iwo sie an dem Menschen ist. Pfifferling Wasser istgut/ für das Podagra vnd Gesücht der Füß lTüchlin darein genetzt vnd darüber gelegt vnnd wndt ferner auch zu allen Gliedern gerühmek. Pfifferling Wasser reutet den Rohtlauff auß ITücher darein genetzt Ivnd zum Lag zwey oder dreymal darüber gelegt. DoupeterfilgenWasser. .Asbeste Theil vnd Zeit feiner Destillierung sinddieWurtzek vnd Kraue mikaller /seiner Substantz vnder einander gehackt / vnd im Anfang deß ersten Herbstmonak > gebrannt. PekersilgenWasserdreyssigoderviertzigTaggekrunckenmorgensvndAbmkö/jedes mal auffdrey oder vier Loht istgutfürden reisenden Stein. Petersilgen Wasser zwo oder dreywochen alsogetruncken Ivertreibt das Grüen vnd reiniget dieBlaftn vnd Nierm. Pe-tcrsilgen wasscr drey oder vier mal getruncken deß Tags jedes mal drey oder vier Loht macht wol harnen. Petersilgen wasser in solcher Massen getruncken reimgetdie Leber vnd macht wol essen vnd tauwen. Petersilgen wasser vertreibt alle Haar wo-man es hin streicht// mit grösser Verwunderung. Petersilgen wasser getruncken morgens vsd Abents / jedes mal auff vier Loht / wird zu den Hamwinden gerühmek. , . r D0t)' V Von allerlcy befttütertctt Wafferm Von pfaffenröhrlm Waffer / Dens Leonis» Haffcnkraut Röht lin Wasser.Das Kraut so von de« LatemrschenDenx leonis ödek [Roftrum porcinum genannt wird. Vnd von dcn deutschen Pfaffenkraut / oder ^Mertzenblumen / darumb das feine Blumen im Mertzen wachsen. Von diesem Kraut werden allein die Röhrlin gebrannt/vnd darneben weder Wurtzel / Blumen/Kraut noch Stengel / vnd da sselbige mitten im Meyen. Das ander mag man auch wol brennncn/ jedoch nicht vnder dieses mischen Idenn es hat seinen besonder« Nutz. Pfaffenröhrlin Waffer ist auß der Massen gut zu den schwartzen Blattern LüchlM darein genentzt / vnd darüber gelegt / vnd auch damit gewaschen / vnd getruncken zum Lag zweymai Ijedes mal auffzwey Loht. Pfaffenröhrlin Waffer reiniget vnd heilet alle vnfal-tige Schaden an den Beinen Idamit gewaschen vnd Zuchlin dareMgenetzt. Pfaffcnröhr-lin Wasser in die Augen gethan Iist denselbigen sehr bequem. Pfaffenröhrlin Waffer ist gut alle morgen nüchtern getruncken I auff vier Loht Mannen vnd Krawen für die Mutter vnd Grimmen im Leib. Pfaffenröhrlin waffer helt die Flüß von den Gliedern vnd Gleichen ab/ zum Eag zwey oder dreymai getruncken jedes mal auff drey Loht vnd Tücher darein genetzt / vnd daraUffgclegk. Pfaffenröhrlin Waffer alfogenützk/ vertreibt das stes chenindenSeitten. Von pfaffmkmut Blumen Wasser / Caput Monachi. Je beste Aeit jhrer Destillierung ist im Anfang deß Meyen allein die Blumen ge-jbrannk. Pfaffenkraut Blumen Wasserist das beste Wasser zu dm Augen / soman das darein thuk. PfaffenkrautBlumen Wasser macht ein rein vnd lauter Angesicht vnd dick damit gewaschen/ vnd von jhm selber lassen trucken werdm. Pfaffenkraut Blumen waffer löschet alle böse Hitz / morgens / mittags vnd Abents / jedes mal auffdrey Loht getruncken. Don Pfersichlaub Wasser» Asbeste Lheil vnd Jett deß Pfersichlaubs ist das Laub im zunemen deß Mons/ wenn er feinen vollen Schein nun fa st erreicht/abgestreifft vnd Meyen gebrannt. Pfersichlaub waffer morgens nüchtem auff drey oder vier Loht getruncken istgutfürdasGrüen. Pfersichlaub waffer zum Lag dreymal getruncken/jedes mal zwey oder drey Loht Ibefördert den Harn vnd reiniget die Blasen. Pfersichlaub waffer ist gut nüchtern getruncken jungen Kindern auff zwey Loht / für die Spulwurm Bauch. Pfersichlaub waffer dreyffig odcrviertzig Tag alle Tag morgens vnd Abents / jedesmal vier oder fünffLoht getruncken / vertreibt den reisenden Stein. Pfersichlaub wafferindie Dhrcn gethan Itödtek die würm in den Dhren. Pfersichlaub waffer ist fast gut für das Hauptwehe/das Haupt offt damit bestrichen vnd von jhm selber lassen trucken werden. Von pferstchblüttWaffer. Je beste Jett jhrer Destillierung ist wann sich die Blüekauffthut/ soll gesamlek vnd gebrannt werden I wiebey der Aepffelblüek vermeldet ist. zwey oder drey Loht getruncken deß morgens/vnd darauffgefastet. Von pfrimincnblüct Wasser» Je beste Jett jhrer Destillierung ist Iwmn sie jhre volkommene Jettigung erlangt/ IW jedoch noch nicht ab zufallen begehren / vnd gesamlek wie ichvonderäpffelblüek Pfrimmenblüet Wasser morgens vnd Abents jedes mal auffdrey Loht getruncken/ vrchnlqo'-erviertzigLag/istgukfürden Skein.PfrimenblüttWasserzwölffodcrvierzehm Cer Tag f8o Hieronymi Bmlmschweyg Lag Ialle Lag dreymal Ijedes mal auffdrey oder vier Loht getruncken ist gut für die Gcel-fuchk. Pftimmenblüt Wasser ist auch gut zu dem Haupt / damit bestrichen vnd von jhm selber lassen krucken werden. Pftimmenblüet Wasser vertreibt die Müdigkeit in den Gliedern/damit gerieben/ vnd von jhm selber lassen trucken werden. PfrimmmblüetWasser zum Lag drcymalgetruncken / jedes malauffsechs Loht befördert dey Harn. Pfrimmen-blüet Wasser getruncken zum Lag zweymal/jedes mal auff zwey Loht/reiniget die Nieren vnd Blasen. Vorr Phohenkraut Wasser. As beste Theil vnd Aeik seiner Destillierung ist Kraut Stengel vnd Wurßcl mii J a llcr seiner Substany Iein jedes Kraut für sich selb st vnd sonderlichen im Ende deß ^Brachmonaks gebrannt. Phohenkraut Wasser das erst mit den Flecken ist gut für die Feigwartzen ein Luch darein genetzt / vnd zum Lag zweymal darauff gelegt wie gleichfals auch das Wasser von dcmandcrn ohneFlecken /damrkgewaschenzumLagzweymal/ vnd leinen Tüchlin darein genetzt vnd darüber gelegt Idieweil es nemltch hitzig vnd beissent ist. Dorr Paftemenkraut Wasser. Asbeste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung sind die Blatter vnd Wurtzelmitein-| ander gehackt Ivnd im Ende deß Meyen gebrannt. Pastemen Wasser zum Lag drey oder vier mal getruncken jedes mal auff vier Loht / wirdt zu den Brust Geschweren sonderlich gcrühmct / vnd macht weit vmb die Brust. Von Poley Wasser. Je beste Zeit seiner Destillierung ist das gantze Kraut gesamlet vnd gehackt /wenn vS^)j es jetzundt Blumen kragt/gedestillierek. Cy~c) Polch Wasser morgens vnd Abenks jedes mal auffzwcy Loht getruncken/ ist gut den Frawen welchen die Mutter erkaltet ist / dann es hitziger sie. Polcy Wasser getruncken zwm oder drey Lag zweymal/ jedes mal drey Loht bringt den Frawen jhre Blum welche ein Zeit lang zu rück geblieben ist. Es ist aber zu mercken daß den Frawen jhre Zeit nimmermehr kann geförder t vnd^ebracht werden (dann in der Zeit da sie es selber haben sotten idarumb dann alle Wasser in diesem gantzen Buch in der Zeit da man meinet daß ein Fraw haben sol Ioder es sich erzeigt/ darzu gebrauchen sind. Das Wasser getruncken zum Lag zweymal ljedes mal auffdrey Loht lstillet das Blut vnden vnd oben alß da ein Mensch Blutspeyck oder harnet Ivnd die Blutruhr hat Dyflenteria genannt. Das Wasser in die Augen gethan/ist gurzu kalten flüssigen Augen vnd allen wehtagen dcr Augen/vber-gelegt. Das Wasser macht gleichsfals lautere Augen vnd bettimpf derftlbigen Hitz vnd Schmertzen / vnd starckt das Gesicht Idarein Abente ein Stundt vor Nacht / deß morgens dreyLohtnüchtcrngetruncken Idarumb gestrichen vnd Löcher darein genetzt vndvberge-legt. Deß Wassers auff sechs Loht getruncken / ist gut den Fratven die durch die Hebammen werden versaumpt/wenn die nachGeburt nicht gantz von jhr kommen ist/als gantz als sie soll. Das wasser morgens vnd Abents getruncken vier Loht heilet die jungen oder newe Brüch/ Rupturae genannt. Poley wasser getruncken vieloder wenig schadet den Frawen die mitKindern gehen/ dann es tödtetdas Kindt / daß es zu vnzeiten geboren wird. Diß Hab ich geschrieben den frommen Frawen/Schaden zu Vorkommen bin der Hoffnung es werde jederman recht thun. Poley wasser morgens nüchtern vndzuNacht so man schlaffen gehen wil Ijedes mal zwey oder drey Loht getruncken/ macht die dicke Schleim igkeit in der Brust dünn. Poley wasser ist gut/welchem gern Vnwillet/ vnd sich erbrechen will in vor-gcmcltcr Massen getruncken Ivnd Lücher darein genetzt ein wenig außgetruckt /vnö vbcr . deff r l den Magen gelegt. Das Wasser in vorgcmelker Massen gekrunckm vmmöt die schwarHe coleram,b(t$ rst/dttMclancholey vn-Lraungkeü/ da man nie weiß wo von es »st.Das Wasser morgens I mittagvnd zu Nacht Ijedes mal drey oder vier Lohr gemincken vertreibt das Grimmen im Leib vnd Bauch. Das Wasser in solcher Massen geiruncken vertreibt auch das Gisst» Das Wasser ist gut wenn ein Schlang oder Natcr einen gebissen hat der soll dessen alle Tag vier oder sechs Loht trincken Idie Wunde damit waschen vnd darüber legen/ vnd solches alle Tag zweymal widerholen. Poley Wasser morgens vnd Abents jedes mal drey Lohr gctruncken Iheilet die Miltzsüchkigen. Poley Wasser morgms nüchtern mittags vnd zu Nacht 1 jedes mal auff vier Loht gctruneken ist gut für die Harnwinde. Das Wasser benimpt das jucken Idie Haut zum Tag dreymal damit gewaschen. Das Wasser ist gut den gebährenden Krawen Iauff drey Loht zu trincken gegeben / so genesen sie desto che. Das Wasser ist gut für den kalten Kluß vnd Feuchtigkeit im Haupt vnd S chnupffen/ morgens vnd Abente gerruncken / jedes mal auff drey Loht vnd das Haupt zum Tag zweymal damit gewaschen. Das Wasser in solcher Massen genützt benimpt die alte Kranckheik deß Haupts. Poley Wasser ist gut für die kälte Fmchiigkeik in dm Dhren /jdarein gekhan/das hilfftfastwol. DasWaffer stillet das Gesücht vnd Podagram in dm Füssen /dieDrtdeß Schmertzms offt damit gerieben Ivnd darüber gelegt. Poley Wasser ein Tuch darein genetzt / vnd auffdie Nase gelegt / stillet das bluten der Nasen. Poley Wasser ist gut für das Gesücht ldas in dm Gleichm ist lein weich Tüchlin darein genetzt vnd das Tüch vmb das Gleich gebundm / vnd vmb die Geschwulst vnd so es trucken worden wider gmetzt / es zeucht die Geschulst herauß/vnd legt das Wehe vnd Schüß ohne Schaden. Poley Wasser macht ein schön Angesicht Idaffelbige offt damit gewaschen- Aas Wasser vertreibt die Rüffeln deß Angesichts / dieselbige damit gmeben. Das xvi. §ap. Von Quendel Wasser. Asbeste Theilvnd Zeit feiner Destillierung ist Kraut Stengel vnd Wurtzelmit aller feiner Substantz gehackt Ivnd im Ende deß Brachmonats gebrannt. Quendel waster ist warmvnd trucken stärckt vnd kräfftiger das Haupt vnd Him / zum Tag zwey oder dreymal Ijedes mal auff drey Loht getruncken / vnd das Haupt damit bestrichm. Qumdel waffer Tücher darein gmetzt vnd auffdie Thier Bissz gelegt/ morgms vnd Abents damit gewaschen/ heilet dieselbige sehr fein zu. Quendel wasser nwr-gms vnd Abents gerruncken / jedes mal suffzwey Loht vnd seinen Tranck damit gemischt/ reitztdieBegird zu essm/ dannes starcktvndkrafftiget den Magen. Qumdelwasseralso genützt Ivertreibt das Brodeln in dem Bauch. Qumdelwaffer zum Tag zwey oder dreymal getrunckm Ijedes mal auffzwey Loht Ivnd feinen Tranck damit gemischt erweicht dm harten Magm. Quendel wasser in vorgemeltcr Massen getrunckm hilfft denm die mit nohtvndBeschwährnnßHamm. Quendel waster ist gut für das tägliche Fiber wann man es mit Wermut Wasser vermischt lvnd ist ein Artzney für die arme Leut.Quendel Wasser ist gut für die kalte Siechtagen vnd andere böse Feuchtigkeiten im Haupt / vnd verzehret den Fluß deß Haupts IReuma genannt 1 morgens / mittags vnd Abents getrunckm / jedes mal auffdrey Loht lvnd das Haupt damit gericbcn.Duendcl wasser in vorgemelter Massen genützt Istärckt das Gesicht. Quendel wasser ist das beste wasser / wenn sich ein Mensch klempt oder ein Gliedt zerknirschet lTücher darein genetzt vnd zum Tag zwey oder dreymal vbergelegt. Quendel wasser drey oder vier Wochen alle Tag zwey oder dreymal jedes mal auff drey Lohtgetruncken Iist gut zu der kalten Leber vnd eröffnet derfelbigen vnd deß Miltzes Derstopffung. Quendel wasser drey oder vier wochen alle Lag zwey oder dreymal / jedes mal auffzwey Loht getrunckm Iheilet das Gedärm/ jnnwendig nach dem eyteri-'SfUlgdlig/ Lienteria gmomtf. Ccc iij Quendel Oucndel Wa sser drey oder vier Wochen alle Tag zwcy oder dreymal getrun cken/jedes mal auffzwey oder drey Loht / bessert das Gehör. Quendel Wasser ftarckt die Olevum/ osst vnd dick damit gerrcbcn. Quendel Wasser getruncken jeden Tag zwey oder dreymal/ auffvier Lohr l»st denen dle Tröpfflecht harnen sehr bequem. Quendel Wasser getruncken morgens vnd Abents ljedes mal auff drey Loht vnd jhn die Nase gezogen / öffnet die Nase/ fosse verstopffettst. Quendel Wasser ist gut genützt vnd getruncken morgens vnd Abents/ jedes malauffdrcy Loht Ivnd das Haupt offt damit bestrichen/vnd ein leinen Tüchlin darein genetzt Ivnd vmb das Haupt gebunden. Quendel Wasser getruncken auff zwey oder drey Loht Ivnd ein Tüchlm darein genetzt lvnd für die Nase gehalten / wirdt sonderlich zu dem Schwinden gerühmek. Quendel Wasser getruncken zum Tag dreymal jedes mal auff zwey Loht Ilegt vnd vertreibt das Vnwillen. Quendel Wa sscr getruncken jeden Tag zwey-mal Ijedes malauffzwcy oder drey Loht / starckt das Miltz. Quendel Wasser getruncken morgens vn d Abents ljedes mal auffdrcy oder vier Lohi/ist gut für das Grimmen vnd Rers-sen in dem Bauch vnd Le»b. QuendelWassergctrunckcnmorgensvndAbcnts jedesmal auffdrcy Loht lstarckt die Leber.Quendel Wasser getruncken jeden Tag zwey oder dreymal/ jedes mal drey oder vier Loht Itreibt den Stein mit einem würgen auß. Quendel Wasser getruncken zu dem Tag dreymal ijedes mal auff vier Loht bewegt den Harn. Von Quelckenwnrtzel Wasser. As beste Ther'l vnd Jeitvon diesem Gewachs/ist die Wurßel gequelfchet vnd in dem lHerbst wenn sie Blumen tregtgebrant/ das Kraut ist nicht gut. Quelckenwurtzel Wasser zum Tag zwey oder dreymal damit gewaschen vertreibt die Filtzlause Ivnd bringt dicselbige vmb so ferrdas Haar vor ab geschoren ist. QuclckenwurtzetWasseristauchgutfürdieFeigwartzcn/ alle Tag damit gewaschen/ vnd ein Tuch darein genetzt vnd vbergelegk. Quelckenwurtzel Wasser vertreibt die blawe Mat vnnd Flecken vndcr den Augen Ivnnd vnder der Haut wo sie sind / offt vnd viel damit gewaschen. VonQuelckenblulnenWasser. /^^^IebesteAeit der Destillierung dieser Blumen ist im Herbst /denn zu anderer Zeit wirdr sie nicht gefunden Iwenn sie volkömlich zeitig jedoch dem abfallen noch nicht nahe ist. „ Quelckenblumen Wafferist das aller edclsteWasserzu den Löchern der Gemachtruhten Imorgens vnd Abents damit gewaschen. Quelckenblumen Wasser heilet die Feigwartzen/morgens vnd Abents damit gewaschen Ivnd Tüchlin darein genetzt vnd vbergelegk. DaS xvii. §ap. Don gcsamlctm Rebcn Wasser. As Reben Wasser wird von den aller edelsten Reben im Anfang dcßAprilen/wenn j man die Rebensthncidk lmein Glaß gcfamlet/ peralembicum destillieret / vnd ^darnach viertzig Tag an die Sonnen gefetzt vnd rectificieret. Reben Wasser ist gut für alle Räude Idamit gebadet so sein viel ist/oder damit gewaschen zum Tag zwey oder dreymal / vnd von jhm selber lassen rruckenwerden. RebenWas« sergetrunckenvnd seinen Wein damit gemischt gibt gute Sinn vnd macht starck. Reben wassermacht ein lautervndklarAngesicht/offtvnddickdamit gewaschen/ vnd von jhm selber lassen trucken werden. Reben waffer ist gutfür die Blattern deß Angesichts/ damch^, waschen lvnd von jhm selber lassen truckm werden vnd das drey oder vier Wochen ^c Tag c gethan/. gcthan / biß sie vergehen. Reben Wasser offt vnd dick das Angesicht damit gewaschen I vnd von ihm selber lassen trucken werden / schafft alle Flecken in dem Angesicht ab. Rebenwasser dte Tröpsstin/ die man darvon samlct/ so man sie an das Fewer legt / vertreibt alle Kraen--augen/Wartzen/ vnd Pozas, das sind Augen / offt vnd viel damit gerieben oder bestrichen / vndLüchltn oderBaumwoll darein genetzt I vnd darauff gelegt. Reben wasservertreibt alle Flechten Idamit gerieben vnd gewaschen lzum Tag zwcy oder drcymal vnd jedes mal von jhm selber lassen trucken werden. Reben wasser wird wider den Rohtlauff gerühmct ein Tuch oder werck darein genetzt / vnd jeden Lag zwey oder dreymal vbergelegt., ; Von Reblaub Waster. As beste Theil vnd Jeit seiner Destillierung sind die Blätter von den Fränckischen | oder edlen weisscn Reben / die in der höhe an einem guten Sonnenschein wachsen/ )im Ende dcß Meyen gebrannt. Reblaub wasser indieDhren gethan /vertrucknct derselbigen vbermaffige Feuchte/ vnd lautert das Gesicht. Reblaub wasser vnd von Pampelen gebraut / zum Tag zwey oder dreymal gctruncken/jedes mal auff zwcy oder drey Loht macht dcß Blutspepens ern Endk. Reblaub wasser vnd von den Pampeln gebrannt gctruncken zum Lag zwey oder dreymal / jedes mal auff zwcy oder drey Loht heilet die Geschwer der Darme. Reblaub wasser vnd von den Pampeln gebrannt/vnd gctruncken / zum Tag vnd in der Nacht zwey oder dreymal / jedes mal drey oder vier Loht lstillet den heiffcn Fluß dcß Bauchs. Reblaub vnd der Pampeln wasser getruncken / zum Tag dreymal jedes mal auff drey Loht treibe den Stein mit einem würgen auß. Reblaub wasser zum Tag zwey oder dreymal jedes mal auffzwey Loht getruncken / ist gut den Schwangeren Frawen / vcrtreibkalle vnnatur-liche Gelüst ldaß solche Gelüst den Kindern oder Frawen keinen Schaden erregen. Von Rmdtsgallen Wasser. Je beste Gall zu destillieren Iist von einem schwarßen Dchsen oder schwartzen Rind/ wenn man es haben mag Iper alembicum in dem Hewmonak oder in den Hundts Tagen destillieret. Rindtsgallen wasser vertreibt die Fehl vnd Flecken in den Augen ein Skundk vor Nacht darein gethan. Rindtsgallen wasser heilet den Vngenant oder Wurm an dem Finger Iein Luchlindarein genetzt vnd vbergelegt vnd gebunden/ solches zwey oder dreymal auff einander widerholek/wann es trucken worden ist widerujnb genetzt vnd darauffgelegt/es tödtet den Wurm in kurtzer Zeit. Von Ringelblumen Wasser. Asbeste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung sind die oberste Dolden mit den Blu-Jmcn/in der Jeik jhrer volkommenen Jeikigung mit einander gehackt / vnd in dem «Tbalneo I^lariL destillieret. Ringelbnmen wasser istgut zu allen Gebresten der Augen welchcrtey daß sey/von Hitz oder Kalt / so macht es dieselbige lauter vnd klar / cin Stundk vor Nacht in die Augen gcthan/vnddarumbgestrichen Ivnd solches sechs oder acht Tag widerholek. Ringelblumen wasser ist auch gut zu allen Siechkagen deß Haupts damit bestrichen vnd gctruncken morgens vnd Abcnts / zum Tagzwey oder dreymal/jedes malausszwey oder drey Loht. Von gemein Rettich Wasser. As beste Theil vnnd Aeit seiner Destillierung ist die Wurtzcl im Anfang best Hcrbstmonats klein gehackt vnd gebrannk/wiewol ich auch feines Krauts Wassers bic vnden gedenckcn will. Ccc inj Rettich Rettich Wasser dreyffig oder vierzig Lag / alle Lag morgens vnd Abmrs germn-Sen Ijedes mal drey oder vier Lohr list gutfiv den Stein. RemchWasser vier ober fünf Lag getmncken / morgens vnd Abenrs / jedes mal fünf oder sechs Loht getruncken/ver^ treibt alles Gift/ ob es der Mensch geffen oder gemmcken hak /so treibt es dasselbige von dem Menschmauß. RettichWafferin solchermassengetmncken/befördert den Harn / vnnd feget die Blasen vnd Nieren Ivnd die Stäkt darinn der Stein gelegen. Rettich Wa sser rstguk/denn es heilet der Wespen oder Spinnen Stich/damit gewaschen / vnd Lüchlin darein genetzt vnd vbergelegt. Rettich Wasser heilet die Gefchwer oft vnd dick in dem Mundk gehalten. Rettich Wasser morgens nüchtern vnd Abents getruncken jedes mal auf vier Lohr / drey oder vier Wochen Iist gut für die Wassersucht/ vnd treibt das Wasser dmch dm Ham hinweg/ foftn sichern Mmfch hättet vor viel trincken dann ich minderer ermckt jch mehr er harnet / vnnddesta ehegeneset. Rettich Wasser zwo oder drey Wo-chm/alle morgen vnd Abenr/ jedesmal auf zwey oder drey Loht getmnckm/I istgutfürdie Geelfuchr/ von dm Lateinischen Y dencia genant.Rektich Wasser drey oder vier Lag / alle morgennüchtern Idrey oder vier Loht getruncken tödtet die Spulwürm in dem Bauch. Rettich Wasser zum Lag zwey oder dreymal jedes mal drey oder vier« Loht getruncken/ macht den Magen wol däwen. Rettich Wasser kület die heisse Geschwulst dieweil es nemlich resoluieret vnd verzehret Iein leinen Luch darein genetzt / vnd Laub darüber gelegt. Rettich Wasser reiniget den Magen von aller schleimigen Feuchtigkeit / vnd was den Ma-Km sonsten an der Dawung hindem kann Imorgens vnd Abents getruncken/fünf oder sechs Lagzweymal/jedes mal auf drey oder vier Loht. Rettich Wasser getruncken, schwächet den Magen/vnd macht schwelckem vnd vnlüstig zu essen pflegt aber andere böse speisen in dem Magm zu verzehren. Rettich Wasser getruncken deß morgens nüchtern / auffdrey odervierLoht/istgutdmm Ifodaböse schädtliche Schwämmegeffen habm/sehr bequem in dem es nemlich verzehret vnd verdäwek. Rettich Wasser getruncken jeden Lag zwey-mal /jedes mal zwey oder drey Loht Imacht die grobe vnd schleimige Feuchtigkeiten in der Lungen subtil vnd dünn. Rettich Wasser getruncken zum Tagdreymal jedes mal auf drey Loht/hilft dem Miltzen seiner Geschwülsten ab. Rettich Wasser zerlest die Feuchtigkeit die in dem Hornförmigm Häurlin der Augm beruhet davon die Menschen starbline werden. Rettich Wasser bmimpk die Klecken deß Angesichte , oft vnnd dick damit gewaschen Ivnd von jhm selber lassm ttuckm werden. Rettich Wasser vertreibt auch die gelbeFleckendeßAngesichts / vnd dieGeelsucht einesjeden Gliedes oft damit bestrichen vnd von jhm selber lassen truckm werden. Rettich Wasser oft gegurgelt in dem Halst verzehret / vnd resoluieret das Geschwer im Halß Squinantia genannt. Rettich Wasser getruncken jeden Lag zweymal / jedes mal auf drey Loht / läutert die Stimm. Rettich Wassergetruneken /eden Tag zweymal / jedes mal atiff drey die Brust / vnd macht die grobe vnd schleimige Feuchtigkeiten in derselbigcn vnd in der Lungen subtielvnd dünn. Rtttich Wasser ist warmer vnd tru ckener Natur / macht demnach subtiel, eröfnet vnd streifet ab Ivnd ist dero wegmwider die Impetigines oder Flechten sehr bequem/alle morgen vndAbenk damit gewaschen / vnd von jhm selber lassen truckm werden. Rettich Wasser widerstehet den tödtlichen vnd giftigen Artzneyrn / zum Lag drey oder viermal/ ßedee mal drey odervier Loht/ vier oder fünf Lag an einander / alle Lag getruncken.Retkich Wasser heilet die Stich der Scorpion/vnd bringt den Scorpion vmb /damit gewaschen morgmsvndAbenkö/vnd Lücher darein gmetzt vnd jedes mal daraufgelegt. Rettich Wasser deß Lags zweymal ljedes mal auf zwey oder drey Loht getruncken / reutet die viertägige Fiber auß. RettichWasser getrunckmzudem Lagzweymal/jedesmalzweyodcr dreyLoht/vermehretdieBegirdvndLustzumBeyschlaf.RettichWasser getruncken zum Lagzweymal/jedesmalauf dreyLohtbefördmderFrawen Zeit. Rettich Wassermor, gens vnd Abcms/ jedes mal auffdrey Loht getruncken vertreibt den msrndm Stein. Von Retttchlaub Wajser. Je beste Zeit seiner Destillierung ist im Anfang deß Brachmonaks. I Rettichlaub Wasser ist gut für die Reytliesen an den Händen vnd Füssen/ -wo sie stndt lmit ein wenig Saltz vermischt / vnd die Glieder darinn gebadet/zwen oder drey Tag / alle Lag zwo Stunden Ieine vor mittag / vnd ein darnach siebrechen vnd heilen zu. Rcttichlaub Wa sser getruncken morgens vnd Abenks jedes mal auffzwep oder drey Loht / ist gut für das Grüen m den Lenden vnd Blasen. Von Rosmarin Wajser. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung sind die Blatter Dolden mit den Blu-l men von dem Stamm iin der Zeit wenn es Blumen tragt abgestreifft vnd ge-)brannt/vnd das mag gesthehen zwepmal im Iahr eines im Meyen / das ander im Anfang deß Herbstmonats. Aber das beste im Geschmack vnd allen Dingen ist Meyen. sam vnd bequem/denn cs dinet zu allen kalten Kranckheiten rechtfertiget vnd stürcktdie Geister/vnd die angcborne warme mit seinem guten Geruch darinnen die Seele sich erfte-wekvnd erlustigct / durch seineKipcicirer, durch welche dieSubstantzder Glieder sichver-samler Imorgens vnd Abents getruncken/ jedes mal aussanderthalb oder zwey Loht mit also viel Wein vermischt. Rosmarin Wasser in vorgemelker Massen getruncken / stürckt vnd krafftiget das Hirn vnd alle Adern vnd innerliche Glieder/zum sampt demAngesicht/vnd ganßen Leib damit gcwaschert lvnd die euffcrliche Glieder damit gerieben starckt vnd erneu-wert den Leib lvnd macht den Menschen jung geschaffen. Rosmarin Wasser morgens vnd Abents getruncken/jedes mal auffzwep oder drey Loht / vnddas Haupt damitvon aussen bestrichen Ivnd von jhm selber lassen trucken werden / erwarmbt das Haupt / starckt vnd krafftigetdre Sinn / vnd gibt ein gut Gedachtnuß vnd Verstandmuß / dieweil es nemlich die Phlegma vnd Melancholey verzehret. Rosmarin Wasser ist gut wer zu viel schwitzet/ vnd davon ohnmcchtig vnd schwach wirbt/der laß sem Haupt vnd Brust damit waschen/ morgens Imittags vnd zu Nacht / so wirbt er von dem faulen Schweiß vnd Schwachheiten erlöst/ vnd kompt widerumbzu seinen krafften. Rosmarin Wasser wider bringt den ver-lohrnen Appetit lacht oder zehen Lag morgens nüchtern / vnd zu Nacht so man schlaffen gehen wil ijedes mal auffzwep oder drey Loht getruncken/ vnh den Mundt damit gewaschen. Rosmarin Wasser mehret vnd warmer auch das Marck in den Beinen drey oder vier Wochen/ alle Lag darein gerieben Ivnd von jhm selber lassen trucken werden welchem seine Schinbein oder Kniescheiben oder Bein Ivon dem Lropffoder Geschwer geschwollen sind/ dernetzeein weiß leinen Lüchlin in demWasser vnd lege cs vber die Geschwulst vndVer-ftrung ivnd thu das zwo oder drey Wochen Iso werden sie gesunde. Rosmarin Wasser zwo oder drey Wochen Ialle Tag zwey oder dreymal jedes mal auffdrey Loht getruncken erquickt alle Lufftadern oder Arcerfas, vnd hilfft den Geistern der Verstopffung zu einer Eröftüung. Roßmarin Wasser alle Morgen nüchtern getruncken auffzwep Loht ist gut für die Pestilcntz.Rosmarin Wasser zwm oder drey Monat jeh vber den ändern Tag ein Loht oder zwey getruncken /reiniget das Geblüt. Rosmarin Wasservieroder fünffwoche« in vorgemclter Massen getruncken / verbessert den schwehren Ahtem vnd schafft den Husten vnd Keichcn ab. Rosmarin Wasser am morgen auffvier Loht gttruncken macht den Mm* sehen hcrtzhafftig / dann es starckt die Substantz deß Hertzen vnd hilfft demselbigen aller Schmertzen ab. Rosmarin wasser morgens vnd Abents getruncken jedes mal auffzwep Loht Iist gut wer das abnemcn hat lso wird er wider gesundt. Roßmarin wasser in vorge- melter Massen getruncken IscharpffetdieZungen vnd machtwolreden vnd mag Niemand« auß sprechen/sintemal seine Lugenden samptlich zu erzehlen/fast vnmüglich ist. t«) Rosma- Rosmarin Wasser das Angesicht damit gewaschen morgens vnd Abentö Macht dasselbige lautervnd klar. Roßmaru« wasser das Haupt damit gewaschen vnd von jhm selber lassen kruckenwerden Ibehelt / starckt vnd vermehret die Haar. Rosmarin Wasser getruncken vnd damit gewaschen Ibehüt den Menschen vor den Antracen, das sind die vmb sich fressen^ dcBlattem in der Pestilentz. Rosmarin wasser heilet die böse Fisteln morgens vnd Abents damitgewaschenRosmarinWasserheltdasgeschwindeAlterzurück/stattiglichgebraucht/ vnder seinen Tranck ein wmig gemischt Ivnnd von aussen damit gerieben. Rosmarin Wasser den Mundt offt damit gewaschen Irechtfertiget die Jan vnd Jansieisch/heilet der-selbigen Krebs vnd Fisteln. Rosmarin Wasser rcchtfartigek auch die böseWundey vnd Gcschwerdurch seine Lrncknung Imorgens vnd Abents damit gewaschen. Roßmarin Wasser getruncken morgens vnd Abents ljedes mal auff drcy Loht vertreibt das Vnwillen vnd Flüsse deß Bauchs. Rosmarin wasser vertreibt die Gichtbruch vnd das Jittern der Glieder/ vnd starckt die Neruen Iin oorgemelter Massen getruncken vnd die Glieder damit gerieben vnd bestrichen / vnd von jhm selber la ssen tru cken werden /alle morgen vnd Abent wi-derholek. Rosmarin Wasser vier Lohtgetruncken/ treibt auß alles Gisstwreder Theriac. Rosmarin Wasser zum Lag zwey oder drcymal / jedes malauff ein Loht oder zweygckrun-ckm / rechtfartiget die Mutter / vnd ist auch gut zu der Empfangnuß der Frawen ein Badk auß feiner Kochung gemacht. Dieses Badt ist auch ein Badt deß Lebens vnd Auffenthal-tungdeßalters/vnderneuwerkden Menschmalöder Adler seine jungen dann es hat etliche heimliche Tugenden Iwenn man ein Ampel oder Glaß mit Rosmarin Blumen füllet/vnd tzas halbe Theil einen Monat oder mehr/biß die Blumen zu Wa sser werden in einen Sand vergrabt/vnd dasselbige Wasser viertzig Tagean die Sonne setzt so wird es lauter vnd an Krafft dem Balsam gleich Iin dem es das Hertz Hirn vnd gantzcn Leib gewaltig starckt. Vndistauch gut wider die Schwachheiten der Adern reutet alle Maßen vnd Flecken der Haut vnd Angesichtes auß. Beheltden Mmfchm jung / vnd leidet die Versuchung deß Balsams Inimpt alle Flechen/ Mackcl vnd Treher der Augen gewaltig hinweg an dem abent einTröpfflin oder zwey in dasAngesicht gethan.Es rechfertiger auch die vnentpfindli-chevnd schlaffende Glieder Imorgens vnd Abents damit/vnd jedes mal auffzwey Loht ge-krunckm. Es heilet auch die verfaltzene Phlegma Fisteln vnnd den Krebs / den man anders nicht heilen kann Idasselbige thut auch das Aqua virL,das ist gebrannter Wein vber Rosmarin Blumen gebeyßet vnd gebrannt / aber besser gedestillieret.RosmarinWa sser täglich zwey oder dreymal Ijedes malauffzwey Loht getruncken seinen Lranck damit gemischt Ivnd ein Seiden tüchlin darein gmetzt lvnd aufwendig auffdas Hertz gelegt / ist gut/ welchem das Hertz von Kalte kranck vnd geschwächet ist. i Don Reinfam Wasser. besie theil vnd Jeik seiner Destillierung sind die Blatter vom Kraut abgestreifft/ '^^l vnd dieBlumen darmii in der Ieit wenn es Blumen tragt/nemlich in den Hunds O^TLagen/gehackkvndgebrannn Reinfam Wasser löschet alle Hitz/ ein tüchlin da?ein genetzt zum tag zwey oder dreymal darüber gelegt. Reinfarn Wasser dreyffig oder viertzig tag alle tag morgens vnd Abmtö ljedes malauff zwey oder drey Loht getruncken /ist fast gutfür den Stein. Reinfarn wasser ist auch gut wer den Stein hat / vnd darvor nicht Hamen kann der vermisch das wasser mit ein wenig wein Ivnnd neme deß morgens vnd Abmts jedes mal auff vier Loht zu trincken. Reinfam wasser ist fastgur fürdieWürmim Bauch deß morgens nüchtern ge-truncken Iauff zwey oder drey Lohr I-wen oder drey rag nach einander. Don Römischmköl Wasser. Äs beste theil vnd Jeit seiner Destillierung sind die Blätter von den Dorsen Me- J I VifiX firlrt /Voft4«GL&f' > Römischköl Wasser ist gut vnb heilsam zu frischen Wunden morgens vnd Abentö damit gewaschen Ivnd Tücher darein genetzt vnd vbergelegt. Römischköl Wasser heilet auch den Krebs Jzum Tag zwey oder dreymal damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt vnd vbergelegt. RömischkölWasser wirdauchzu alten Schaden«! vorgemklker Massen gebraucht / gewaschen vnd Tücher darein genetzt/ vnd vbergelegt. DonRotcmkölWaffer. As beste Theil vnd Zeitseiner Destillierung sind die Blatter von dcnDorsenge^ ) brochen Igehackt vnd im Ende deß Mcyen gebrannt. ) Rotköl Wasser deß morgens nüchtern getruncken sechs oder acht Loht/er^ weichet den Leib. Rotköl Wasser morgms vnd Abenrs getruncken jedes mal auff drey Lohk/vertreibtdenSchwindelimHaupt/ zwenoderdrey Monat gebraucht. Rotköl Wasser auff zwey oder drey Loht getruncken Imacht der Paralifi oder Gichtbruch ein End. Rok-köl Wa sscr ist gut für den Kramp ff / die Glieder offt vnd dick damit bestrichen vnd von jhm selber lassen trucken werden. Rotköl Wasser vertreibt das zittern der Glieder / diefelbige vffkdamitgerieben/vnd von jhm selber lassen trucken werden /es starckt die Adernvndalle Glieder. RotkölWasserist auch gut auffalle hitzige Drt vnd Apostemen/darüber gelegt. Rotköl Wasser heilet dieWunden jnn vnd ausserhalb deß Leibs/morgens vnd Abeurs / jedes malaufffünffoder sechs Loht getruncken lvnd von aussen damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt vnd täglich zweymal darüber gelegt. Von Rauten Paffer. ^ Je beste Stück vnd Zeit der Wcinrauten Destillierung sind die Blatter von dm I Stengeln gestreiffk lvnd mitten im Meyen gebrannt. Rauten Wasser morgens vnd Abents getruncken jedes mal auff zwey oder drey Loht Iacht oder zehen Tag Iverbessert die böse Leber. Rauten Wasser deß Morgens früh vier oder fünffLohkgetruncken/machkdervnmassigen Vnkeuschheitein Endk.Rauten Wasser zum Lag zweymal/ jedes mal auffdrcy Loht getruncken / bekompt dem bösen Miltz/ Leber vnd Magen sonderlich wol. Rauken wa sser zum Tag dreymal gebraucht oder getruncken/jedes mal auffvier Loht Ivnd seinen Tranckdamit gemischt / stillet das erbrechen vnd Auffstossung deß Magens. Rauten Wasser in vorgemelter Massen getruncken vnd genützt lkompr der Lungen zü hülff. Rauten waffer in vorgemelter getruncken erweicht vnd vertreibt alle Geschwulst in der Brust vnd vnder den Rippen. Rauken wasser zum Tag zwey oder dreymal tjedes mal auffzwey oder drey Loht getruncken zertheilet vnd vertreibe die wind im Leib. Rauken wasser heilet das Gesucht daß von Hitzen kompr morgens vnd Abents damit gerieben / vnd Tücher darein genetzt vnd vbergelegt. Rauten wasser getruncken zum Tag zwey oder dreymal/jedes mal auffdreyLoht/komptdemIringeweidtzu hülff. Rauten wasseristgut den bösen Augen/ dann es vertreibt derselbigen Kehl vnd Klecken/ vnd klaret vnd macht ein lauter vnd hell Angesicht / in die Augen gechan vnd darumb gestrichen/ vnd^s alle Tag auffzwey Loht getruncken I sein Gesicht wird also scharpff vnd guk daß er die ofenten am Hellen tage so wol als in der Nacht sehen kann. Rauken wasser in die Augen gerhan ltrücknet vnd macht sie von aller Schleimigkeit rein- Rauten wasser zum tag zwcymal getruncken / jedes mal zwey oder drey Loht ist gut für den Schwindel im Haupt. Rauten wasser dreyssig oder viertzig tag Ialle tag morgens vnd Abents jedes mal auff drey Loht getruncken / wird zu der Wassersucht sonderlich gerühmer. Rauten wasser ist gut für den Krampff/damit gerieben rnorgensvnd Abents vnd von jhm selber lassen trucken Werder. Rauten wasserbenimpt die Geschwulst deß Haupts rücher darein genetzt vnd vmb das H.KMgebunden I zum tag zwey oder dreymal. Rauten wasser täglich zwey oderdreymal gctrunck/n ljedes mal auffzwey Loht lvnd die Glieder damit gerieben vertreibt die Paralifi. Rauten wasser zum Tag zwey oder dreymal Ijedesmal zwey oder drey Loht getruncken vertreibt die Mude. Rauken Wasser verbessert die vnnatürliche Kalke die Gliederdamit gerieben Irnd Tücher darein genetzt vnd vbergelegt. Rauten Wasser heilet das vbcrige Flersch in der Nasen lmorgens vnd Abenks damit gewaschen / vnd Mcisseln darein genetzt / vndindicNasegestossm. Rauken Wasser vertreibt das Zittern der Glieder/ zum Lag zweymal damit gerieben/vnd vonjhmftlber lassen truckcn werden. Rauken Wasscralle morgen früh zwey oder drey Loht getruncken ist gut für die Pestilentz. Rauten Wasser bricht die Apostemen deß Haupts / in die Nase gezogen. Rauten Wasser zwen oder drey morgen/jedes mal zwey oder drey Loht nüchtern getruncken / kodtet vnd vertreibt die Spulwurm im Bauch. Rauken Wasser zwey Loht getruncken bekompt den gebärenden Weibern sonderlich wol Idenn es hülfft der Geburt herauß ist demnach den schwangeren schadk-lich / ehe dieAcit kompt / daß sie gebaren sollen. Rauten Wasser vier oder fünff Tag/ alle Tag morgens auffvier Loht getruncken / befördert der Weiber Zeit. Rauken Wa ffer drey oder vier Tag Ialle Tag zwey oder dreymal jedas mal zwey oder drey Loht getruncken ist gut für den Husten. Rauten Wasser stillet den ^chmcrtzen der Gleich / der Finger leinene Tüchlin darein genetzt vnd darübergelegt / in sonderheit so jemandt den Wurm daran hak. Rauten Wasser vier Loht deß morgens nüchtern getruncken ist gut für das Brodeln im Bauch. Rauten Wasser in vorgemelter Massen getruncken stillet allerley durch-lausse deß Bauchs. Rauten Wasser zehen oder zwölss Tag / alle Tag morgens vnnd Abents/jedes mal drey oder vierLohk getruncken reutet die Fiber auß. Rauten Wasser ausssechsLohtzueinemmalgetruncken/ zwen oder drey Lag / alle Lag am morgen nüchtern/ist gut für vergisst. Rauten Wasser starckt die Neruen vnd Adern osst damit gerieben / sechs oder acht Tag. Rauten Wasser verbessert diefauleIan zum Tagzweymal damit gewaschen. Rauken Wasser den Schmertzen der Adern osst damit gerieben vnd lernen Tüchlin darein genetzt / zum Tag zweymal vbergelegt / macht desselbigen ein Ende. RautenWafferheilet dieBissz der Dorechtcn oder Vnsinnigen Hunde / morgens vnd Abents/jedes mal auss drey Loht getruncken vnd Tücher darein genetzt / darüber gelegt vnd damit gewaschen. Rauten Wasser ist auch gut für allerlcy gifftiger Thier Bissz / alle Lag zweymal daraussgelegt / derowegen man es auch an Statt deß Lheriacks gebrauchen kann/ welcher Mensch Rauten Wasser in seinem Hause hat dem mag der Teussel tuchk wol schaden. Rauten Wasser dreiffig oder viertzig Lag alle Tag vier Loht getruncken list gut für die fallende Siechtagen. Rauten wasscr vertreibt alle Kranckheiten oder wehtagen der Glieder /Tücher darein genetzt vnd mor gens vnd Abents etwan mancher, Lag darüber gelegt. Rauken wasser getruncken morgens vnd Abents jedes mal auffzwe-vder drey Loht / bringt den Frawcn jhre Zeit. Don Regenwürm Wasser. IeRegmwüem /foju dem destillieren am besten l werden auff den Kirchhöfe« vnd vaypjj ändern dergleichen feisten Hrkten gcfunden/vnd also gefangen. Man lest rohte Zwi-^^»Hbeln vber Nacht in wasser ligen Ivnd das wasser auss das gemeldte Erdknch auß-gieffen Iso kriechen sie herauß. Als denn legt man sie in ein Moß von Baumen oder in frische Erde / damit sie sich in dem osst vnd viel widerholken durch kriechen desta besser reinigen /nach welcher Reinigung sie als denn werden destitterck. Regenwürm wasser warm gemacht / vnd also warm Baumwol in die wunden gechan i stillet das Glicdtwasser Izum Lag zweymal widerholek. Regenwürm wasser Tüchlin darein genetzt Ivnd morgens vnd Abents in die wunden gelegt / heilet die verhau-wene Adern in den Wunden widemmb zusammen. Regenwurm wasser in vorgemelker Massen genützt / macht das Fleisch in den wunden wachsen. Regenwürm wasser mit ein wenig Campher vermischt Ivnd am Abent ein Smndk vor Nacht in die Augen gekban h-lsst jjiffft dcnsclbtgen aller Schckertzen ab. Regenwurm Wasser zum Tagdreymal jedes Mal auffzwey Lohtgetmnckcn / lstgut / wer durch stochen oder durch das Gedärm an etlichen Drrtcn verwundet ist / es heyler von fttmden an. Regenwurm Wasser m solcher map scn getruncken Ivertreibt auch das gerunnen vnnd gequetscht Geblüt oder da eme n nach Empfangenem Stich das Blut m dem Leib hrnrmwcry laujft / dem hrlfft es vnd verzehret vnd treibt das Blut von jhm. Regenwurm Wasser also genützt / ist auch gut dem oft Bon zerbrochen ist Ies holet dicsclbrge fern wrderumb zusammen. Don Rittersporn Waffen Asbeste Lheilvnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraue / Stengelvnd Blumen einander gehackt Ivnd im Anfang veß Brachmonats gebrannt. Rittersporn Wasser zum Lag zwey oder drcymal getruncken jedesmal drev oder vier Loht/vnd seinen Lranck damit gemischt löschet vnd vertreibt alle vnnatür-licheHitz. Rittersporn Wasser in vorgemeltcr Massen genützt den Husten. Ritter--sporn Wasser am morgen nüchtern getruncken / auff vier Loht ist gut für dre Pestilenz Rittersporn Wasser zum Lag zwer> oder drepmal getruncken / jedes mal «uff vier Loht treibt alles Gisst auf? de n Leib les sey Geschwer oder Geschwulst. Rittersporn Wasser hilsst den Augen aller vnnatürlichen Röhte ab / vnd heilet der-selbigen Geschwer/e»n Tuch darinnen genetzt vnnd auss die Augen gelegt es zeucht alle Röhte parauß/vnd macht die Augen hell vnd klar. Rittersporn Wasser istgur für allen Zwang in dem Leib so ein Mensch nicht zu Stulgehcn kann/am morgen nüchtern auff sechs oder acht Loht getruncken. Rittersporn Wasser getruncken alle morgen /mittag vnd zu Nacht/ jedes mal aussdrey Loht/ ist gut für das Darmgicht. Rittersporn Wasser in vorgemelter massengetruncken/ istgukwerdreSposenichk behalttn mag. Rittersporn Wasser zwcn oder drey Lag morgens vnd Abents / jedes mal miss fünss oder sechs Loht getruncken Ibefördert den vo stopsstm Harn. Rnterspreu Wasser dreyssig oder viertzig Lag / alle morgen nüchtern vnd Abents getruncken jedes mal drey oder vier Loht Itrabt den Stein auß dem Leib. Rittersporn Wasser getruncken zum Lag drey mal jedesmal auss drey Loht/ fünffoder sechs Lag an einander / ist gut für das Grüen in den Lenden oder in den Nieren vnd Blasen. 0 Rittersporn Wasser ist fast gut / da ein Mensch ein vnnatürlrche Ditz ankommen ist/ daß er davon schwach vnd ohnmächtig wird Ider neme deß Wassers zwey Loht roht Rosen-waffer vnd Ochsenzungen wasser Iiedes ein Loht Wegweißwasscr an halb Loht vnder einander vermischt Iam morgen vnd Abenk Ijedesmal so viel on so kompt er der Hitz vnnd Schwachheit ab.. Don Rattenkrallt Waffer. Zizania genannt. Je beste Zeit vnd Lhttl ist Idas gantze Kraut mit aller seiner Substanß in Ende deß 1 Meyen gebrannt. Rattcnkraut Wasser die Glieder morgens vnd Abents damit gerieben/ hilsst den selbigen ihres Schwindens ab. Rattenkraut Wasser vertreibt den Nagel ,n den Augen/wie sorglich er auchsey/am Abent ernStundt vorNachk drey oder vicrWochen lang darein gethan. Rattcnkraut Wasser ist bewchrekzu den Fisteln/damit morgens vndAbcnts ai'4--Lchcn Ivnd Tücher darein genetzt Ivnd darüber gelegt. Ddd Dm Je beste Rosen zu krafftigen vnd zu stdrcFm sind die rohte vnd Aamen die beste !vnd lrcbllchstc an dem Geschmack / die welffe gefültt. Die beste zu külen die Hctdro->sen vnd die am wenigsten külen Idie Butten oder Wichhag Rosen werden auch von etlichen Lateinischen Rofavini genannt dieweil sie am Geschmack ein scharpffedcß Weins haben. Das beste Lhcil vnd Aeit ihrerBrcnnung ist/ wenn sievolkomlich zeitig sind/vnd jetzt anfahcnaußzuschlahcn Idie Blätter abgebrochen vnd gebrannt. Rofenwaster vertrerbt alle unnatürliche Hitz morgens vnd Abents getruncken I jedes mal aujfzwcy Loht / vnd Tücher darein gmctzt vnd außwendig darauffgelegt wo sie in dem Leib ist. Roscnwasser stillet das Wilde vnnd SanctAnthonij Kcwcr / vnd vertreibt die Hitz/die zu fast vber handt genommen IHänjfenwerck darein genetzt vnd darauffgelegt. Rofenwaster krasttlgct das Haupt IHandt vnd Iüß damit bestrichen/ vnd nit das Haupt/ so kület es Ivnd löschet sehr fern vnd ohne Schaden. Rofenwaster morgens vnd Abents jedesmal auffzwey Loht getruncken / stillet die vbermastige monatliche Blum vonHitz. Rofenwaster ist gut kranckcn Leuten die da ohnmcchtig sindt vonvnnatürlichcr Hitz/von aussen angcstrichcn Izwep oder dreymal im Tag. Rosenwasser morgens mittags vnd zu Nacht getruncken ljedes mal auffzwey Loht vnd den Mundt damit gewaschen/ vertreibt den Gcstanck oeß Mündts. Rosenwasser ist sonderlichen gut / zu den rohren vnnd schwe-renden Augen/an dem Äbent darein gethan/ein Stundt vor Nacht etwa« manchen Tag widerholek. Rosenwasserauffacht Loht getruncken das frisch ist/ am morgen nüchtern laxieret den Bauch Ider von Hitze ist verhärtet vnnd verstopfft. Rosenwasscr eines mittel-massigm alters^ stillet auch den Fluß deß Bauchs der von Hitz zu viel fleust morgens mittags vnd zu Nacht getruncken / jedes mal auff zwey Loht vnd leinen Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Rosenwasser stärckt vnd kület die hitzige Leber Tücher oder Hänf-fmwcrck darcrn genetzt vnd vbergelegt/ zum Tag zwey oder dreymal. Rosmwasser morgens/mittags vnd Abents/ jedesmal auffzwey Loht getruncken starckk vnd verbessert die Hitz deß Magens. Rosmwasser an die Schläss Pülß vnd in die Nasen Löcher gestrichen/ leget die Schüß in dem Haupt/vnd macht em gute Ruhe zu schlaffen. Rosmwasser reiniget die stinckcnde Wundm Imorgens vnd Abents damit gewaschen. Rosmwasser hat die Art daß es krafftiget/zeucht zusammen /labet vnd stillet die innerliche vnd eusserliche Hitz/ die von der Lolera kompt Imorgens / mittags vnd zu Nacht jedes mal auff zwey Loht gc-lrunckm Ivnd Tücher darein genetzt / vnd law außwendig darauff gelegt. Rosenwasscr in dem Mundt gehalten ibmimpt dm Schmertzen der Aan von Hiß. Rosenwasser gctrun-rkm morgens vndÄbmts/jedes mal auffzwey oder drey loht/stillet auch die weisse ruhr/Lien-rera genannt. Rofenwaster ist gut / wem da schwindelt vnd ohnmächtig wird deß Wassers eingegossen Ivnd die Stirn damit bestrichen. Rosenwasser an die Stirn Schlaffadem / vnd an den Pulß der Händt vnd Füß / vnnd in die Naßlöchergestrichen stärckt das Hirn vnd gantze Haupt lvnd löschet alle vberige Hitz. Rosenwasscr also genetzt/ macht ein frölich Gemüt. Roscnwasser ist gut welcher Mensch die röht hat das ist das Frc»ssam/ jeh auffzwey Loht Imit ein Quintlingeschabt Helffenbein vermischt vnnd nüchternge-rmncken. Don rohten Rosen Wasser. A ^ Dht Rosenwasscr stärckt vnd kület das Hirn / Hei'ß / Magen vnd die principalifchen Glieder/ vnd befchirmpt sie ldaß sie nicht zerlassen oder dtssoluierk werden vnd ob sie Otz^von ihrer Krafft weren entbunden / so bringt es sie mit seiner wolriechendm Kraffe Nnlrrxricirecwidcruinzurecht.RohtRosmwasser getruncken in vorgemelkermassm/stärckt Die Geister vnd die angeborne warmbde/vnd befchirmpt vor der Fäule.Roht Rosenwa ssmqe- Ruhr/ Ruhr Ivon den brcsten der behaltenden Krafft. Roht Roscnwasier also gckruncken ist gut wider geschwinden oderDhnmachttgkett/wrderKotzenivndwrdergcschwrndendenSchweiß^ wenndaßem Mensch zu viel schwitzet Idaß ihm davon geschwinder. Roht Rosmwaffer die Aan vn) Beülcr damit gewaschen Ivnd gerieben morgerio vnd Abento / starrkt sie / vnd macht dem Mundkeinen guten Geruch. Roht Rosenwaffer den Mundt damit gewaschen / macht das Janfleisch starck vnd fest/vnd dem Mundtein güte Farb. RohtRö-ftnwaster/mit ein wenig Wein vermischt lvnd in ein Aug gethan/reiniget / rrücknet vnnd siarckt daß Aug / nemlich som solchem Wein vnd Wasser/ jedes auffem Loht/ ein Quinte lin bereytNichroaloepacicvnndJuckerCandic, jedes zwanßig Gerstenkerner schwehrt wirdt resoluiert/deß gleichen thuk auch Rosenwasscr allem mit werssem Jucker ein Quint-(tit Iauffzwcy Loht rosenwaffer Isonderlichen mit Jucker Caridit streifst ab /vnd reiniget die Substanß deß Augö Imit seiner ftipcicitet, also starckc cd das Gesicht. Roht Rosen-Wasser ist fast gut lvnd besser zu allen Kranheiten / von Qhnmachtigkeit vnd Schwachheit/ als ich vor gcschriehen Hab Ivon den Heidrosen. Aber wo Man Hitz Löschung mit der Krassrigungbedarff/ so braucht mandas Heidroscn Wasser. Rohe Rosenwaffer ist gut welchem Menschen die Augen von Hitz vcrserct sind / in die Augen hinein gethan / vnd ist es Sach daß einem Mensch^. Blut auß dem Haupt in die Augen kompt / daß jhm die Augenlider davon geschwollen / vnc dabey roht sindt / der netze ein Tuch darein vnd legs ausskie Augen. Roht Rosenwaffer starckt auch das Haupt / nüchtern getrunckcn auffjdrey Loht. Roht Rosenwasser ist kalt vnd trucken hclt alle humores oder Feuchtigkeiten von den Augen ab/vnd macht ein hell Gesicht IeinSmndtvor Nacht darein gethan /vndvmb die Augen gestrichen. Roht Rosenwaffer mit Wein gemischt / vnd jedes mal auff sechs Lobt getrunckcn lbenimpt das Schwindeln vnd starckt die Leber wenn sic von Hitz vnd Härte verstopfet ist. Roht Rosenwaffer morgene/mittags vnd zu Nacht gecruncken jedes mal auffdrey Loht I stillet die weiffe vndrohteruhr. Roht Rosenwasserein Tuch oder Werck darein genetzt/vnd vber die Wunden oder Nasen gelegt stillet das Blut der Wunden vnd Nasen. Roht Rosenwaffer getrunckcn in vorgcmelter Massen vertreibt den Husten so von hitzigen Feuchtigkeiten her entspringt. Roht Rosenwaffer istgutfür Hitzder Geschwerei die heiffcrNatur sind/dann estreibtzu rück / Tuch oder Werck darein genetzt vnd darüber gelegt / zum Tag zwey oder dreymal vnd heilet aller handt Verserungen die von Hitz kommen. Roht Rosenwasser mit Wein gemischt vnd getrunckcn jedes mal auf vier Loht Istarckt den Magen. Roht Rosenwaffer in vorgemelker Massen angestrichen istarcktvnd kräftiget das Hertz- Von Weiffem Rosenwaffer- Weiß Rosenwasser zum Tag zwey oder dreymal / jedes mal auf zwey Loht »gerruncken/ stärckk vnd kräftiget Ivnd gut für Ohnmächtigkeit deß Hcrtzen. Weiß Rosenwaffer stärckt die Glieder vnd das Geäder / damit gerieben. Weiß rofenwaj-ser ist gut/welcher Mann oder Fraw in Schwachheit kompt an die Stirn/ Schlaf Aug-lider / auf den Nacken / vnd an die flacheHändt gestrichen bringt gute Kraft vnd stillet das wütcnt Geblüt. Weiß rosenwaffer ist fast gut wider den vnrüh'igcn Schlaf / mit dem Wasser an den vorgenannten Enden bestrichen / oder die Schlafadern allein damit bestrichen. \gcb man es zu rrmcken/ mittags vnd zu Nacht/jcdes mal auffzwey Loht etwa« man# ' chm Lag Ivnd was Slcchtagm der Mensch von Kalke hak oder ankompt / vnd da# von schwach wird Idem sol man das in vorgcmeltcr Massen anstreichen vnd zu trincken geben lso krafftigct cs ihn widerumb. Buttcnroscn Wasser achtzehen oder zwantzig Lag alle Lag einmal in die Dhrm gethan Iwider bringt das verlohrne Gehör. Von Roftnknöpff Wasser. IebcsteIeitdie Rosenknöpffe zu destillieren / istalsbaldk die Rosen auffgehen/die kBlatter abgebrochen vnd gcdcsttllieret. )Rosenknöpss Wasscr zum Lag vnd zu der Nacht vier mal gerruncken / jedes mal auffdrey Loht / stopssek den Stulgang gar wol / vnd ohne Schaden/ sonderlich die rohte Ruhr/ so von Httz kompt/ vnd endtlichen den weiffen Fluß Lienteria genannt. Von pcomm Rosm Wasser. As beste L heil vnd Actt seiner Destillierung sinddie Rosen injhrer volkommenen I Jettigung von dcmStamm abgebrochen/vnd zwcymal soschwehr scmcrWurtzel > darzu vermischt Igestoffen lvnd in der Jeit wenn die Blumen volkömlich zeitig i st/ gebrannt. Rosen Wasser von den Peonien Iist gut so ein Mensch der Lropff geschlagen hat/ vnd nicht reden kann Idaß man jhm das Wasser zu trincken gebe jedes mal auffzwcy Loht. Peonien Rossen Wasser / ist gut den jungen Kindern für den Stein morgms vnd Abems / jedesmalaussdreyLohtgetruncken. Wasser von Peonien Rosen getrunckm/ zum Lag zweymal/jedes mal auffzwey Loht / ist gut für das wehe in den Lenden. Wasser von Peo-nicn Rosen dreyffig oder viertzig Tag getrunckm Lag morgms vnd AbenkS jedes mal auffzwey oder drey Loht / vertreibt die schwehr e Kranck. Von Rüben Wasser. Ae beste Lheil vnd Am s-iner Destillierung von dm gemeinen Rüben ist die Wur# ltzel oder Rüben gehackt / vnd im Endedcß Brachmonats gebrannt. j Rüben Wasser ist gut zu erftorneo Gliedern / damit gewaschen vnd gerieben lvnd ein Luch darein genetzt vnd vbergcschlagen zum Lag zwey oder dreymal. Rübm Wasser ist gut für den Brannt Ies fey von Wasser von Fewcr von Eysen oder wo von es ist idamit gewaschen Iso wirdt ein Ruff darauff die soll man nicht abbrechen sondern mit dem Wasser waschen/ biß es heilet. Don Rot Sawerkirfthen Wasser. Je beste Aeik jhrer Destillierung ist / wmn sie volkommenlich zeitig sind abgebro- fchen Iehe sie der Zerstörung nahe kommen/ auffein Luch gespreit/vnd ein Lag oder )zwm daselbst gelassen Iauff daß sich dieWasscrige phlegmatische Feuchtigkeit etwas verliehr vnd verzehret wird / darnach gedestillierct vnd gcbrank. Rotkirschen Wasser zum Lag zwey oder dreymal jedes mal auffvier Loht gc-run-ckcn befördert die monatliche Blum. Rotkirschen Wa ffer in vorgemelker Massen getrun-ckm/strllet die rohte Ruhr vnd andere Durchlauffe deß Bauchs. Rotkirschen Wasser alle Lag morgens vnd Abents jedes malauffzwey oder drey Loht getrunckm ist gut für der Leber vnd deß Magens Ivnd krafftigct vnd starckt das Hertz. Von Das XVIII. Cap. Äon Schwartzcnküschcn Waffen Je aM schwächste Kirschen/so man haben mag weiten gebmnttk/wie oben von den rohren Kirschen ist vermeldet» Schwartzkirschen Wasser getruncken drey oder vier Wochen alle Lag -weymal / jedes mal auffdrey Loht / vnd sich gehüekek vor viel trincken wird zu der Wassersucht gerühmck. Schwartzkirschen Wasser getruncken zum Tag zweymal jedes mal auss drey Loht / ist gut für den Slag vnd Lähmung der Glieder/daniit gewaschen vnd geneben/ vnd von jhm selber lassen truckcn werden / vnd die darauffgeneiget sind sollen es alle morgen nüchtern auss zwey Loht trincken. Schwartzkirschen Wasser in oblgemelter Massen ge-kruncken Iist gut für die Geschwulst. Schwartzkirschen wasser morgens nüchtern / vnd Abenw so man schlaffen gehen will jedes mal auffdrey loht geiruncken/stopffet dm vbermass sigenStulgang. Äon -üngen Störcken Waffcre Je junge Störck werden / ehe sie auß dem Nest kommen klein zerschnitten vnd gehackt/ jedoch zuvor gewürget vnd geropffr / vnd nach dem alles Fett davon hinweg ö^vgethan Igebrannt. Störcken Wasser ist gut wo das Gesucht ist daran gestrichen. Wiewol es offt bewehret ist ldoch ist mein rahr daß man es zum Lag zwey oderdreymal thu ein Luch darinnen netze viid darüber lege. Don Schweinsblut Wasser. | Barg also frisch gebrannt Iwenn es empfangen wirdt. Schweinsblut Wasser ist fast gut den Menfchm für diePestilentz/auff funffLohtgetrunckem <> As beste Lheil vnd Jeit seiner Destillierung sind Blatter vnd Blumen gestreifft | von den Stengeln lvnd im Ende deß Brachmonaks gebrarmk. J Sanct Iohannskraut Wasser ist gut der Wurtzel vnnd Samen oder Wasser von Peonien vermischt Ialle Lag zwen oder drey Monat / morgens vnd Abents/ jedes mal zwey oder drey Loht getruncken iWider die schwchre Kranck. GaNtt Johanne- kraurWasser allein I alle morgen vnd Abent auffzwey Loht getruncken ist gut für den Schlag. Sanct Iohannskraut Wasser ist gut für zittern vnd Btbcn der Glieder / damit gerieben /vnd von jhm selber lassen trucken werden zum Lag zweymal. Sanct Iohannskraut Wasser mit rohtem Wein gemischt Ivnd zweymal zum Lag getruncken / jedes mat vnd auff deuBauch gelegt Izum Lag vnd Nacht auff vier mal. Sanct Iohannskraut Wasser heilet alle Wunden jnnwendig vnd außweNdig/gestochen öder gehauwen/morgens vndAbcnts ljedesmal auff vier Loht getruncken vnd die Wunden außwendig damit gewaschen/vnd ein tüchlin darein genetztvnd vbergelegk. Ddd iy Doff a - |^)V> Temgeschüß ist (inGewächs gleich einer gestandenen Galreyen oder Sulßen I ligt auffeinem eychmem Holtz das abgehauwen ist/vnd faulen wil. Dcß gleichen ander Holtz mehr auffden vrrlegenm alten Acckern da Wacholter stehen einer grünen Karb lschweben ctwan auff dem Erdtrich / gleich einer Galrey. Die beste ist die an oderauffvem Holtz gefundm wird / im Ende deß Mepen oder imBrachmonat gebrannt. Stemgeschütz Waffer ein Kederlin in demselbigen genetzt vnd damit bestrichen heilet die frtsche Wunden Ivnd alte Schaden vnd Gebresten vnd was da offen stehet in Bein-fchretigen oder Gleichen Wunden Imorgens vnd Abenks vnd Lüchlin darinnen genetzt / ist die beste vnd bewerreste Kun st die man darzu stnden kann. Von StendelwurtzelMnnkm Waffer. As beste Thcil von dem Gewächs ist die Wurtzel im Ende deß Meyen gebrannt. Stmdelwurtzel Waffer von dem Männlin gctrunckm/ morgmsvnd Abents jedes mal auffdrey Loht Ibringt groffe Hitz macht darumb den Lust zu der Vnkcu-fcheit von 2?atur groß lvnd vermehret zu gleich auch den Samm. Stendelwurtzcl Was- ser von dem Männlin getruncken imorgens vnd Abents jedes mal auff drey Loht / vertreibt die Geelsucht vnd befördert den Harn. Don Gtendelwurtzel Weiblm Waffer. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist in aller maffm wie von dem Männlin ward vcrmeldk. Stmdelwurtzel Wasservon dem Weiblm I ist gut für alle Geschwulstjnn-wendig vnd außwendig/ alle morgm nüchtern getruncken jedes mal auff vier Loht vnd leinene Tücher darein gmetzt vnd vbergelegt. Stmdelwurtzel WaffervondemWeiblin/ morgens vnd Abcnts ljedes mal auff drey oder vier Loht gctrunckm stärckt die Natur / vnd bringt Begird zum Beyschlaff/ vnd vermehret den SamM. Stmdelwurtzel Waffervon dem Weiblm Imorgens vnd Abenks / jedes mal auffdrey Loht gctrunckm starckt vnd kräff-rigekden Menschen. StendelwurtzelWaffervondemWciblin / vertreibt alte vnd frische Wunden/jnnwendig vnd außwendig lmorgens vnd Abmts jedes mal auffdrey Lohtgc-truncken Ivnd Tücher darein genetzt Ivnd darübergelegk. Tuch darein genetzt lvnd vmb das Haupt gebunden. Es mögens Fürstm vnd Herrn gebrauchen/ vnd weise verständige Leut ldie viel zu drucken haben denn cs gehet in Erhaltung dessen allen ändern Wa ffern vor. Don SanctKhristoffelskrautWaffer / Os munda. Ae beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist im Ende deß Mepen gehackt vnd gebrannt. Sancr ChristoffelökrautWasser heilet.den Krebs vnd Fisteln damit gewaschen vnd ein Tüchlin darein gmetzt vnd vbergelegt.Sanct ChristoffelökrautWasser vertreibt die Muttermal/damit gewaschen zum Tag zwey oder dreymal vnd von jhm selber lassen tru-ckm werdm. Sanet Christoffelskraut Wasser heilet auch die Brüch I auffneun mor jedes malauffzwey Loht getruncken. Don Äott Seeblumm Wasser. .As beste Lheilvnd Aeü ftmerDesiilltcrung von den Seeblumen sind die weissen/ ^ wenn sie ihre volkommene Zeitigung erlanget / vnd noch nicht schwach oder faul ^werden/gebrannt: dann das Kraut taug nichts. Seeblumen Wasser löschet alle Hitz gewaltig an deß Menschen Leib morgens vnd Abents / jedes mal auff drey Loht getruncken vnd Tücher darein gencht vnd außwendig daranffgelegt. Seeblumen Wasser ist sonderlich gut dem hitzigen Haupt das zu külen/ vsst damrt bestrichen Ivnd von ihm selber lassen trucken werden. Sceblumen Wasserer-kület vnd erfrischt das hitzige Hertz / vnder andere Trancke vermischt vnd getruncken vnd Tücher darein genetzt/ vnd au sscrhalb law vber das Hertz gelegt.Seeblumen Wa sser in vor-gemelter Massen gebraucht Ireutet die Schwindtsucht auß. Seeblumen Wasser zehen oder zwölffLag lalle Lag morgens vnd Abents / jedes mal ausszwey Loht getruncken vertreibt die Geelsucht.Sceblumenwasser kület die Leber werck oder leinen tücher darein genetzt vndvbergelegk/zümLagzweyoderdrcymal. Seeblumcn Wassergermncken -umLag dreymal ljedes mal zwey oder drey Loht ivertreibt dm hitzigen vnd dürrm Husten. Secblu-men Wasser getruncken morgens vnd Abents/jedes mal auffdrey Loht/ heilet die enge Brust vnd die Gcschwer in der Seitten/darbey ein stechen zu gegen. SeeblumenWa ss r getruncken morgens vnd Abenis Ijedes mal auffzwey Loht heilet die Gcschwer in den Darmen. Sec-blumen Wasser erweicht den Bauch von Hitz vnd ist gut für dm alten flüssigen Bauch / so man das offt trinckt Ijedes mal auffzwey Loht. Seeblumen Wasser von den weissen be-nimpt alle Masen vnd Flecken der Haut Idie von Hitz entstanden offt damit gerieben vnd gewaschen Ivnd von jhm selber lassen trucken werden. Seeblumen Wasser wird wider alle vnd sonderlich die Pestilentz lje auff zwey Loht getruncken / auch seinen Lranck damit gemischt vnd also getruncken.Sceblumen Wasser getruncken morgms vnd Abems jedes mal zwey oder drey Loht/ vnd seinen Lranck damit gemischt löschet den Durst. Sceblumen Wasser ist gut für dicweisse Flechtm/jedoch besser für die rohte/die von Hitz komen/morgens vnd Abents damit gewaschen /vnd jedes mal von jhm selber lassen trucken werden. Seeblumen Wasser verze^et den Samen Ischwächt die Glieder der Gcbärung / vnd bmimpk die grosseBegird zur Änkeuscheit Imorgens vnd Abents / jedes mal auffdrey Lohtgerruncken. Sceblumen Wasser getruncken zum Lag zwey oder dreymal/jedes mal zwey oder drey Lohr/ ist gut für die Apostemen deß Mitzcs. Von Steinbrech Wasser. As beste Theil vnd Zeit feinerDestillierung von dem kleinen grünen Kraut ist im > Anfang deß Brachmonats. Aber das grosse mit dem Samen inderErden / soll 1 mitten im Meyen gebrannt werden Imit aller seiner Substantz. Steinbrech Wasser dreyssig oder viertzig Lag/ alle Lag morgens vnd Abents/ jedes me:' ^rey Lobt getruncken/istguk für den Stein. Steinbrech Wasserzwo oder drey Wochen in vorgemelter Massen getruncken Iist gut für das Grüen in den Lenden vnd Blasen. Skernblrch Wasser zwen oder drey tag/alle tag morgens vndAbents jedes mal auff vier Loht g. ..uncken/befördert den Harn/vnd reiniget die Blasen vnd Nieren. Don Scabiosen Wasser. Asbeste zurDestillierungist das mit den kleinen Blattern wie Aesserlin I gehackt / j vnd mit aller seiner Substantz im Ende deß Meyen gebrannt ) Scabiosen Wasser ist gut zu allen Gebrechen wlder welche das Rittersporn Wösscr wird gerühmet / vnd sonderlich zu den Augen am Abent ein Smndt vor Nacht in oieAuaen gethan. Scabiosen Waster täglich dreymal jedes mal drey Lohr getruncken vertreibt das stechen in dm Seilten. Scabiosen wasser in solcher Massen getruncken acht oder Ddd iiij zehen zehen Lag / heilet die Geschwer im Leib. Scabroftn Wasser alle morgen nüchtern gckrun^ cken auffdrey Loht/ ist gut für die Pestilenß. Scabiosen Wasser getruncken alle Tag zwcy-mal/jedes mal auffvier oder fünff Loht/ist gut wider alles Gisst. Scabiosen Wasser hei-ltt die Löcher der Gtmächtruhten ldas Wasser darein gespritzt / vNd damit gewaschen morgens vnd Abenks / so heilet es ohne zweifele Scabiosen Wässer zehen oder zwölffEag alle Lag zweymal/ jedesmal auffvier Loht getruncken reutet den Husten auß. Scabro-fcn Wasser in vorgemelter Massm getmncken ist gut für alle Vnreinigkeit in dem Leib. Scabiosen Wafferwird auch für den Grindt böß Geblüt/vnd daß sich ckwan Geschwer in dem Leib wollen erheben lzum Lag zweymat jedes mal auss drey Loht ehe dann das Ge-schwer entstanden Igetruncken. Scabiosen Wasser in vorgemelter Massen getruncken herlct alle Wunden jnnen vnd aussen Ivnd laufft zu der Wunden auß vnd Tücher darein genetzt Ivnd außwendig darauffgelegk. Scabiosen Wasser heilet auch alle Apostemen inwendig oder außwendigdeß Leibs/wie gleichfals auch alle Räude neun morgen nüchtern/ jedes malaussvier Loht getruncken Iso wird es außschlahen. Scabiosen Wasser in solcher Massen getruncken Ireiniget die Brust / behalt die Lungen vnd terf reckt die Geschwer in den Scitten. Scabiosen Wasser vertreibt die Feigblattern ein Tüchlin darein genetzt vnd darüber gelegt ivnd getruncken. Scabiosen Wasser vertreibt alle Flechten morgens vnd Abenks damit gewaschen Ivnd von jhm selber lassen krucken werden vnd jedes mal auffzwcy Loht gekruncken/dann es ist warm vndmicken im ändern Grad / vnd pflegt demnach zu-trücknen vnd zu verzehren. Scabiosen Wasser getruncken alle Lag morgens vnd Abenks/ jedes mal auffdrey Loht / wird wider den Aussatz fast gerühmet. Scabiosen Wasser ist fast gut für die Pestilentz Blattern lAntraces genannt ein Tüchlin darein genetzt vnd vberge-legt les zeucht das Gifft herauß. x Don Salbei) Wajfm As beste Lheil vnd Jett feiner Destillierung ist das Kraut wenn es Blumen kragt Vnd diß ist von der grossen Salbey/ mit den breiten Blattern zu ver- O^Dstehem Salbey Wasser ist gut wer ein böse Leber hat / vnd dem sie beginnt zu faulen dreyssig oder viertzig Lag lalle Lag zweymal getruncken jedes mal auff zwey oder drey Loht. Salbey Wasser sechs oder acht Lag in vorgemelter Massen getruncken vertreibt den Husten. Salbey Wasser zwey oder dreymal zumLag jedes mal auff vier Loht getruncken treibt die todteKinder auß Mutter Leib Salbey Wasser widerbringk die verlohrne Sprach/ in der Paraliil derIungen loder wenn die Glieder krumm oder erlamt sind / getruncken zum Lag zwey oder dreymal / jedes Mal auffzwey Loht drey oder vier Wochen vnd die Glieder offt vnd dick damit gerieben. Salbey Wasser zum Tag zweymal getruncken jedes mal drey Loht Ivertreibt die Schmertzen der Seikten. Salbey Waster benimpt das Jittern der Hundt Idamit zum Lag zwey oder dreymal gerieben vnd von jhm selber lassen trucken werden/ Salbey Wasser mit der Blüet gebrannt / ist sonderlich gut zu allen Gliedern deren der Mensch kein Gewalt hak/ morgens vndAbents / jedes malauffzwey Loht getruncken/ vnd die Glieder damit gerieben vnd gewafchen/sie werden wider Gcrad. Salbey Wasser heilet die Wunden Imorgens vnd Abenks damit gcwa sehen vnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt / vnd auch morgens vnd Abents getruncken jedes mal auff zwey oder drey Loht. SalbeyWassereröffnetdieVerstopffungender Adern/ zum Tag zwey oder dreymal damit gerieben. Salbey Wasser an dem morgen nüchtern / vier oder sechs Tag alle Lag auffdrey Loht / befördert der Wecker Jeik. Salbey Wasser heilet alle gifftige Bissz vnd Stich Imorgens vnd Abents damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt/ es zeucht das Gifft herauß. Salbey Wasser stillet das Blut in den Wunden die da fast bluten IPhohenfist oder Möse Idas an den Bäumen wächst von den Lateinischen V inea genannt/oder ein Baumpol darein genetzt vnd darüber gelegt vndwol verbunden. Salbey Wasser sechs oder acht Tag Ialle Tag morgensvnd Abents jedes mal zwey oder vier Loht getruncken/ bricht vnd öffne" diejnnwendige Apostemen. Salbey Salbey Wasser m vorgemelter maffm getruncken starckt das Him vnd die Adem -eß Hirns/ vnd trtrbtju den Hauptflüffenfast gerühmet. Salbey Wasser zwanßig oder tim sehr bequem / so der Sachen im Beyschlaff zu viel gethan I vnd dannen her em verdorbene Lebern bekommen ldenen hilfst es widerumb zu recht. Salbey Wa ffer zehen oder zwölss Tag Iin vorgemelter müssen getruncken/ starckt den Magen. Salbey Wasser iss gut wider das Jucken der Geburks Geyln / offt damit gewaschen vnd von jhm selber lassen trucken werden. Salbey Wasser zwantzig oder dreyffig Tag / zum Lag zweymal jedes mal auffzwey Loht getruncken / vertreibt das Hirn wüttcn auch das Haupt ossk damit geriebrn. Salbey Wasser die rohten odergrawe Haar damit gerieben vnd genßt macht dieftlbige Schwarß. Salbey Wasser iss gut in allen Kranckheiten der kalten Glieder als in der Paralifi > zittern IKrampff/schwehren Kranck vnd der gleichen morgens vnd Abenis/ jedes mal auffdrey Loht getruncken lseinen Wein ein wenig damit gemischt vnd die Glieder damit gerieben Ivnd von jhm selber lassen trucken werden. Salbey Wasser iss auch gut in der Faulung oder Weichung deß Janflcisches/ vnd für die Schmertzen vnd Bewegung oder Wancklung der Zan ldasselbigezum Tag offt vnd lang im Munde gehalten. Salbey Wassergetruncken zum Tag zwey oder drcymal jedesmal auff zwey Loht / iss gut zu den Gebrechen deß Magens / vnd Gebärmutter sehr bequem / dieweil solches äderiche Glieder fmdt/man mag es auch außwendig mit Werckaufflegen vnd ein leinen Tuch darein netzen vnd vberlegen lwie ein feucht Pflasser. Salbey wasser getruncken »norgms vnd Abenks/ jedes mal auff drey Loht / iss fass gut zu den Kranckheiten deß Hirnsvnd seiner Nerüen/ wie gleichsfals auch zu verfallenden Sucht IParalill, vnd zittern der Glieder getruncken/wie vor ssehek / offt vnd dick damit gerieben Ivnd von jhm selber lassen trucken werden. Salbey Wasser iss warmer vnd truckner Natur Ivnd hat demnach die Krafft/ daß es an sich zeucht vnd dissoluiert oder zercheilet lstarckt dero wegen den Magen der da mit bösen Feuchtigkeiten erfüllet/vnd erweckt den Lust zu essen / das Wasser mit ein wenig Essig vnd ein wenig Quendel deß Krauts lzu einer Salsen gemacht vnd mit der Speise genossen. Salbey Wasser die Glieder damit gerieben morgens vnd Abents starckt vnd krafftiget die Glider» Don Samckel Wasser. As beste Theil vnd Zeit der Destillierung deß Sanickcls / iss Kraut vnd Wurtzel l mit aller seiner Substantz gehackt / vnd mitten in dem Meyen gebrannt. ^ —e> Samckel Wasser getruncken morgens vndAbcnts / jedes mal auff vier loht/ heilekalleWunden von jnnen herauß. Saiftckel Wasser iss gut für alle Geschwulst deß Menschen vnd dem Viehe ITücher darein genetzt vnd vbergelegt/ zum Tag zwey oder drey-mal. Samckel Wasser heilet alle Wunden vnd offne Schaden vnd Brüche an VeM Menschen ldamit gewaschen lvnd Tücher darein genetzt vnd darauff gelegt» Don Smnaw Waflef/Alclumilla. As beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung iss Wurtzel vnd Kraut mit aller seiner Substantz gehackt/vnd im Ende deß Meyen oder zwischen den zweyen Frawen Tagen gebrannt. odcrwosie sonsten ist 1 zum Tag zwey oder dreymal damit gewaschen / vnd Tücher darein genetztvndvbcrgclegt. Sinnaw Wafferein Lüchlin darein genetzt welche Fraw weiche Brüst hat Ivnd in die Badtstub gehet / vnd widerumb Herauß gehet vnd trucken wird das naß Luch darauff gelegt / macht dieftlbige fein hartvndstarck jedoch ist cs keiner Frawen zu erlauben Iohn allein wo ein zu besorgen. Sinnaw Wasser getruncken morgens vnd 1 jedes mal auffvier Loht Iwird wider die Rupturas oder Brüche sehr gerühmet. _ _ Itcn /wenn sie jhrevolkommerie Zettigun^ erlangt vnd nicht fast fchwehr sind ge-O^Thackt vnd gebrannt. Scharpffoder spitz Kletten Wasser getrunckcn ein gute lange Jen / zum Tag zwey-mal Ijedes mal auffdrey Loht /ist fastgur für den reisenden Stein in den Lenden Nieren vnd Blasen. DonSchoßMrtz Wasser. ^ streifft / vnd im Anfang deß Brachmonats gebrannt. _ j Schoßwnrtz Wasser morgens mittags vnd zu Nacht getrunckcn jedes mal auffzwey oder drey Loht / etwan manchen Tag / ist gut für das Kcichen. Schoßwurtz wasserin obgemelttr Massen getruncken lreiniget die Brust. Schoßwurtz Wasser zum Tag dreymal/jedes mal auffdrey Loht getrunckcn vertreibt den Husten. Schoßwurtz Wasser in obgemelter masseN getrunckcn / zwo oder drey Wochen wird zu dem Lendenwehe gerüh-met.Schoßwurtzwasseristzuden Gebrechen der weiblichen Scham sonderlich bequem/reiniget vnd säubert ihre Gefleht / damit gewaschen. Schoßwurtz Wasser zum Tag drey o-der vrer mal ljedes mal auffvier Loht getrunckcn befördert den Harn. Schoßwurtz map fcr vertreibt die Geschulst Iofft damit gerieben vnd von jhm selber lassen tru ckcn werden. Schoßwurtz Wasser deß morgens nüchtern getruncken auffdrey Loht hilfst dem Menschen alles Giffts ab. Schoßwurtz Wasser ist gut für das Kalt versieh damit reibt/ehe cs jhn ankompt. Schoßwurtz Wasser deß morgens nüchtern getruncken auffvier Loht/viel Tag/rndwiderholet/tödtekvnd vertreibt die Würm in dem Bauch. Schoßwurtzwas-fa rst gut da einen ein Spinn gestochen hat/denStich damit gewaschm/vnveinTuch darein genetzt Ivnd vbergelcgk zum Tag zweymal / biß er geneset. Schoßwurtz Wasser deß morgens nüchtern getruncken auffzweyLoht /wirdk bey jungenKmdern zu dem Hertzgefpann gebraucht. Schoßwurtz Wasser morgens vnd Abcnts getruncken jedes mal a uff vier Loht / vertreibt das Grimmen in dem Bauch. Schoßwurtz Wasser in vorgemeltcr massenge-öraucht/istgutfürdieBeermuktcr. Schoßmuh?Wasser vertreibt das Hauptwehe/zum Tag auffdrey Loht getrunckcn lvnd das Haupt damit bestrichen. Schoßwurtz Wasser zum Tag zwey oder dreymal Ijedes mal auffdrey Lohtgetruncken stiller der Weiber vber-massigeBüim. Schoßwurtz Wasser alle Tag nüchtern getruncken auffzwcy Loht / lest denftlbigen Tag kein vnnatürlich e Kranckheit einfallen. Schoßwurtz Wasser in vorgemel-kcr Massen getruncken Iöffnet die Mutter. Schoßwürtz Wa sser in obgemelter Massen ge-kruncken/heilet die Apostemen. Schoßwurtz Wasser dreissig oderviertzig Tag/ am morgen nüchtern getruncken Ivnd zu Nacht / jedes mal auffdrey Loht vertreibt den Stein. Schoßwurtz wasserzwen oder drey tag in vorgemeltcr Massen getruncken/vcrtreibt den kalten seich. Schoßwurtz wasscr getruncken zwen oder drey tag/morgene vnd abents/jedes mal auff zwey Loht / stillet das Lröpffeln deß Harns Idie Harnwinde genannt. Schoßwurtz map fer morgens vnd Abents / jedes mal auff vier Loht getruncken ist Venen die den kalten Seich haben / oder kröpfflecht harnen/ sehr bequem. Dm Erdt Schnecken Wasser. fC; Ae beste Theil vnd Aeit der Destillierung derrohten Erdt Schnecken sind die auff den wa fechten wegen gefunden werden/wenn cs regnet/ indem ändern Herbstmonak/ oder im Ende deß Meyen gebrannt. Schneckenwasscrist grttfür Kram Mgen /vieselbige zuvor beschnitten/vnd dann dieses wa sser etwan offt vnd viel darein gcthan. Schncckmwa sser vertreibt die wartzcn an den Händen/damit offt gewaschen. Schneckenwasser ein Eysen darinngehärk wird ei... Stahl an der Härte gleich. Von Don MerleydcMiertenWajseM. f9p Dort Spitzig Wegrichwaffer. Substanz gehackt/ vnd mitten im Meyen gebrannt. gen/damikgewaschen/vnvetNTüchlmmdemWaffergenetzk vnd darauff gelegt zum tag Zwey oder dreymal. Spttzig Wegrichwaffer am morgen nüchtern getruncken auffvier Loht/ vertreibt die Spulwürm auß dem Leib. Spitzig Wegrichwaffer wird wider die viertägige Fiber gerühmet/vier Loht/ zwo Stunden ehe es einen ankompt / also daß der Magen nüchtern sey Igetruncken. Spitzig Wegrichwaffer sechs oder acht Lag getruncken / tre»bk die Secundinam, das ist Idie ander Geburt IoderHaUtlinda das Kindt gelegen ist / von der Frawen auß. Spitzig Wegrichwaffer jeden Lagzweymal getruncken an dem Morgen vnd zu Nacht / jedes mal auffdrey Loht Iist gut für vergisst böse Hitz / vnd vttreine Würm vnd Lhier Biffz lLücher darein genetzt Ivnd von aussen täglich zweymal vbergelegt. Spitzig Wegrichwaffer ist gut zu allen Wunden Iso man sie damit wäscht vnd Lüchlin darein netzt/vnd deß Lage zwey»nal lnemlich morgens vnd Abenks darüber gelegt / dann es heilet vnd reiniget auch die alte Schäden. Es heilet auch die frische Wunden fast wol vnd behende lFäseln von altem leinen Luch darein genetzt vnd mitten in die Wunden gelegt sie die Ende oder Lesstzen nicht anrühren /vnd ein Pflaster oderkein Pflaster darauss gelegt/ es heiler gewaltig zu Ivnd von vielen probirek. Spitzig Wegrichwaffer ist auch gut für die Geschwulst ILücher darein genetzt vnd darauff gelegt. Spitzig Wegrichwaffer getruncken morgens vnd Abcnts /jedes mal zwey oder drey Lohk reiniget die Blasen vnd Nieren. SpitzigWegrichwasser heilet alle gisstige ThierBiffz dieselbige morgens vnd Abems damit gewa (chm Ivnd Lücher darein genetzt vnd darauffgelegk. Don schwach Nießwurtz Wasser. As beste Lheil vnd Zeit der Destillierung der Wurtzeln von schwacher Nießwurtz ! ist allein die Würtzel ohn.das Kraut klein gehackt/ vnd im Ende deß Augustmonats ^gebrannt. Schwartz Nießwurtz Wasser ein Quintlin vnder drey Loht Wein vermengt/vnnd gttrunckenammorgrnfrüh/sodieGlockvier schlägt vnd darauff biß neune gefast purgw retdieMelancholi, vnd befördert dm Stulgang. (6 Don schwach Meßwnchkraut Wasser. Asbeste Lheilvnd Zeitseiner Destillierung/istdae Kraut allein gehackt/ vnd mit- ten im Meyen gebrannt. Dieses Wasser hat ein Widerwärtige Natur gegen der Wurtzeln Wasser/ das Wasser getruncken Istopsset den Stulgang/ gleich wie seiner wurtzeln waffer denselbigen befördert ivnd ist zu viel Kran ckheiten gut/den Leib in Gesundtheit zu behalten/ alle Lag deß morgens nüchtern getrunckrn Iauff ein halb oder gantz Loht dann ich Hab gesehen einen Mann Niclauß Holant grnannt Izu Straßburg von hundert vnd dreyssig Jahren / der lseß das Kraut ohn allen Zusatz puluerisieren Ivnnd legt von dem Puluer einer Haselnüß groß außwmdig auffdie Handt llecket darvon herab vnd blieb alle Zeit biß auff die Zeit seines natürlichen todts Gesundk. Don Schelwuch Wasser. As beste Lheil vnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut vnd Wurtzel mit aller fei-lKr Substantz gehackt/vnd im Ende deß Meyen gebrannt. Schelwurtz Wafferist wunderbarlicher Wirckung zu allen Gebrechender Augen/ Augen / sonderlichen für Fehl vnd Flecken m den Augen dann es reiniget vnd trücknek von aller bösen Feuchtigkeiten Isonderlichen so man das Wasser auß den Blunrm destiüK* rct Ivnd in die Augen thut Imacht ein gut scharpffGcstchk hüfft demselbigen Feh! ohn allen Schmertzen ab. Gchelwurtz Wasser ist gut zu allen rohten Augtn vnd rohkcn Äugenii--dern/morgensvndAbentsdareingethan. SchelwurtzWasser zehen oderzwölffTag alle Tag zweymal/ssdes mal auffdrey oder vier Loht getruncken/vertreibt die Geclsuchr. ecrmutter. Schclwurtz Wasser in vorgemelter Massen getruncken ist gut da em Mensch wundt worden ist / vnd du besorgest das Glicdtwasser entgehe so wasch jhm die Wunde damit/vnd dasselbigedrey oder viermal. Schelwurtz wasser hctlctbtcAncraces oder Pestilentzblatcrn Iein Luch darein genetzt vnd zum Lag drey oder viermal darüber gelegt. Schclwurtz wasser stillet den Schmertzen der Jan / lang m dem Mundt gehalten. Schclwurtz Wasser vertreibt die Flecken deß Angesichts offt vnd dick damit gewaschen. Schclwurtz wasser zehen oderzwölssLag / alle Lag zwcymal jedes mal auffdrey oder vier Loht getrunckcn / milkert die Flber lVchelwurtz wasser trücknet vnd heilet den Krebs vnd Fisteln ,'dieftlbige damitgewaschen lvnd ein Lüchlin darem genetzt / vnd zum Tag zwey oder drey mal darübergelegk. Schclwurtz wasser ist gut für die Räude dievon Kalte kompt zum Lag zwey mal getrunckcn / jedes mal auffzwey Loht vnd die Räude außwendig damit gewaschen lbiß er geneset. Gchelwurtz wasser eröffnet die Vcrstopffungen der Lebern vnd Miltzene Ideß Tags zwey oder drey mal getrunckcn / jedes mal auff zwey Loht. Schel-wurtz wassergetruttcken am morgen nüchtern zwey Loht / vertreibt die vbermassrge Gall. Von vnzeitrgm Schlehen Wasser. Je beste Jeik jhrer Destillierung ist im Ende deß Septembris/geguetschek vnd gebrannt. Schlehenwaffer die noch nicht zeitig sind ist gut getrunckcn zumLag drcy-mal/ jedes mal auffdrey odervier Loht/für dierohkc ruhr/vnd andere hitzigeDurchbrüche deß Bauchs/ Vnzeitig Schlehenwasser macht die weiche Werberbrüst fern hark ein Tuch darein genetzt Ivnd offr darüber gelegt. Von Schlehenblütt Wasser. Je beste Jeit jhrer Destillierung ist wie bey dem Aepffelblüet vnd Pfersichblüet wasser wardt vermeldet. Schlehenblüetwassergetrunckcn am morgen nüchtern auff drey Loht ist gut für Apostemen / ehe sic sich erheben. Schlehenblütt wasser morgens nüchtern getrunckcn auffdrey Loht Iist gut für vberig Geblüt. Von Saurachwasser. As beste Lheil vnd Zeit seiner sind Destillierung die Beer oder Frucht in jhrer vol-l kommenen Jeittgung / als nemlich im WeinMonat gebrannt. 1 Saurachwasser zum Lag dreymal jedes mal drey Loht getrunckcn istgut für Schwclckern / Auffstossen Ivnd Vnwillen vmb das Hertz. Saurachwasser in vorgemeltcr Massen getruncken/ bringt Lust vnd Begirdzu essen. Saurachwasser löschet alle böse Hitz in dem menschen/vnd sonderlich in der Lcber/gekruncken/vnd tücher oderwerckdarein genetzt/ vndaußwendigauffdiewcichederrechten Seiten gelegt. Saurachwasser zumLagzwey oder drey mal Ijedes mal auffdrey Loht getruncken/löfthet den Durst. Man mag auch den Saurach also machen Jdaß man jhn nicht brennen darff. Lhu die Frucht in ein Faßlin die Stiel abgebrochen^ gieß darüber je zu einer Handtvol ein s^fundt wasser. Saurach-' wasser stillet die vbermasstge monatlich- Blum deß wassers auffanderhalb Loht c aer zwcy Loht/ Loht Imit dem dritten theil eines Qumtims vermischt vnd zum Tag einmal oder zwcy jedes mal also viel getruncken / damit es das Geblüt nicht zu gehlingen still / als welches Schaden bringt. Don Spicanardi Waffen Picanardiwaster istfast ein köstlichWasser zu allen kalten Gebrechen deß Leibs fnn-wendig oder außwendig / csscyim Haupt oder Hirn cm Tuch indem Wa st er ge-netzt ivnd für die Nase gehalten lauch stillet es den Fluß der Nasen Reuma genant Spreanardiwaster ist gut für die Dhnmacht / da ein Mensch ohne Sprach ligk auff ein Loht oder zwey getruncken lvnd die Pulßadcrn damit bestrichen. Splcanardrwa sser in vor-gemelter masten getruncken Iist wider deß Hcrßen Kranckheit sehr bequeM. SpuaNärdi-jvasterauchalsogetrunckcn/verseretdieKalkeim Magen. Spicanardlwaster ist gut für das kalte Darmgicht/am morgen nüchtern auff drcy Loht getruncken vnd ist zu viel Gebrechen gut. Aber man findet diescs Wasser selten / aber zu Mumpelier in allen Apokeckm sein genug / vnd wird demnach etwan von der Spica romana gemacht deß gleichen wir dt auch gemacht von 5 ccxclraäe arabica oder von Lorbeer Blatter» Don Seuenbaum Waffctv gestrafft Ivnd in dem Weinmonat gebrannt. Seuenbaum Wasser ist gUt Iwelchem das Haupt gern schwindelt damit bestrichen/ vnd ein Tuch darein genetzt / vnd vbcr die Stirn gelegt. Seuenbaum Wasser ein Tuch darem genetzt ivnd vber ein Finger gelegt zwey oder dreymal tödtct die Würm. Seuenbaum Wasser die gelbe Flecken damit bestrichen die einem von Siechtagen kommen find/vnd sich vnder dm Augen erheben Inimpt diesclbige hinweg / damit gewaschen / vnd vber drcy Tag in die Badtstub gegangen Iabermal gewaschcn/vnd cs daran gestrichen doch fol man nicht mehr dann die Flecken damit waschen sie vergehen also baldt. Seuenbaum Wasser auffzwey Loht getruncken lbringt den Frawen jhre Jeit vnd thut den Frawen die mit Kindern gehen Schaden. Seuenbaum Wasser in solcher Massen getruncken dert den Lust zum Beyschlaffauff. Don Senffkmut Waffen Asbeste Theil vnd Jeit deß gememen Senffkraut Destillierung ist das Kraut in der Jeit wenn es Blumen tragt Ials im Anfang deß Brachmvnats gebrannt. Senffkraut Wasser vertreibt die Jan Geschwer die Jan oder Janfieisch offt vnd dick damit gerieben. Senffkraut Wasser ist gut welchem die Glieder schwinden/ offt damit gerieben lbringt diesclbige widerumb vnd macht das Janfieisch wider wachsen. Senffblatter Wasser wärmet das Marckin den Beinen, offt vnd dick damit gerieben vnd von jhm selber la ssen trucken werden. Senffkraut Blatter Wasser vertreibt das kalt Gesucht Idre Glieder damit gerieben / vnd von jhm selber lassen trucken werden- Don Sallct Peterskrailt Waffer / Sideritis Heraclea. As beste Theil vnd Jeit seiner Destillierung find Blatter vnd Stengel vnder einan-der gcha ckt / vnd im Ende deß Meyen gebrannt. Sanct Peterskraut Wasser acht oder zehen Tag alle Tag zweymalgckrun-ckcn / jedes mal auffdrey Loht/öffnet die Verstopffungen der Leber vnd deß Mlltzens.Sanek PcterskrautWaffcristgut für alle Geschwulstcn/die mit Wchtagen kotMn/Tücher darein 'gencht vnd zum Tag zwey oder dreymal darüber gelegt. Eee Satter SanttPekerskraut Wasser zum Lagdreymal jedes mal auffdrey Loht gckrun-cken/reiniget die Nieren vnd Blasen^ Sanct Petcrskraut Wasser ist gut zu der Mutter/ vnd stillet versclbigen Schmertzen Idrey oder vier Lag invorgemelter Massen getruncken. Sanct Peterekraut Wasser drey oder vierTag zum Tag drey mal jedes mal auffdrey Loht getruncken Ibringtauch den Frawen jhre Jeit. Sanct Peterekraut Wasser sechs oder acht Tag lalle Tag morgens vnd Abens ljedes mal auffdrey Loht getruncken / legt das weh vnd Grimmen in dem Bauch. Sanct Petcrskraut Wasser getruncken morgens vnd Abents ljedes mal auff drey oder vier Loht / ist gut für Wehkagen der Beermuttrr. Von Spargenwasser. Je beste Theil vnd Aeit seiner Destillierung ist die Wurßel Stengel vnnd Kraue l vnder einander gehackt Ivnd in dem Meyen oder in dem Herbst wenn es dic rohte -Beeren tragt wleKrrschen Idestillieret. Spargarwa sscr ist hitzig vnd trucken Ibefördert / morgens vnd Abents getruncken / jedesmalauffvier Loht / den Harn der maftn daß derftlbige auch darnach Zeucht. Spar-genwasscr invorgemelter Massen getruncken / verzehret vnd vertreibt das Grücn in den Lenden vnd in der Blasen. Spargenwasser getruncken zum Lag drey oder vier mal / jedes maldrey Loht/ist gut für das Darmgichk. Spargenwasser in vorgemelter Massen getruncken/ öffnet dieVerstopffung der Leber vnd deß Miitzcs/dcn Stein aber vertreiben jöl man das Wasser morgens nicht vermischen Isonst aber mag man es mit Wein wol misciern. Spargenwasser ist gut für die Harnwinde / zum Tag zwey oder drey mal / jedes maldrey Loht getruncken. Spargenwasser jeden Tag drey mal/ morgens vnd zu Nacht/ so man schlaffen gehen wil/jedes mal drey oder vier Lohtgetruncken vertreibt das Grimmen in dem Bauch. Spargenwasser zum Tag drey oder vier mal jedes mal auff zwey oder drey Loht getruncken/stillet den Schmertzen der Lenden vnd Nieren / die von Winden vnd Phlegma Iher entspringen. Spargenwasser getruncken zum Tag zwey mal morgens vnd Abents / jedes mal drey oder vier Loht etwan manchen Tag reiniget die Blasen vnd Nieren.SpargenwasscrzumTagzwey mal/jedes ma'..mffdreyLohkgetrunckcn/macht demHüfftwch ein erwünschtes Endk. Spargenwasser getruncken jeden Tag drey mal/ jedes mal auffzwey oder drey Loht 1 wirdt wider die Geelsuchk gerühmet. Voll Spindelbaum Wasser. Asbeste Theil vnd Aeit seiner Destillierung sind! die Blatter vnd Frucht vnder ^einander gebrannt lwenn die Früchte zeitig vnd rohr srndk. Spindelbaum Wasser ist hitzig vnd truckner Natur heilet getruncken morgens vnd Abents ljedes mal auff drey Loht Idie Aissen vnd (Beschwere in der Blasen. Spin-delbaumWasserin vorgemelter Massen gttruncken reiniget die Nieren die da hitzige Ge-fchwcr haben. Spindesbaum Wasser getruncken invorgemelter Massen / ist gut für Geschwulst / dann es treibt die Geschwulst durch den Harn auß in einem Wasserbadt gebadet Ivnd drcsclbige Zeit düs Wasser getruncken. Don Springkraut Wasser. As beste Theil vnd Zeit seiner Brennung findt Stengel vnd Blätter im Anfang | seiner volkommenenwachsung gebrannt. Springkraut Wasser reiniget / zerlest vnd purgieret die Gall / vnd diewas-serige Phlegma oder vberssüssige wässerige Feuchtigkeit vnd heilet alle Flechten / etwan drck damit gewaschen. SpringkrautWasscr dreyLohtailffeinmalgetrutzUen/erregkein Erbrechen vnd Vnlust. Springkraut Wasser heilet die Feuchte RauW vnd Geschwer auffdem Haupt/offr damit gewaschen. Springkraut Wasser njmpt allc vnsaubere Müler hinweg. Vnd ist gut für die Würm/ deß morgens nüchtern gecktmckm auff anderthalb Loht.Springkraut samen gestosscn/vicr tag in essig gebcyßek/vnd dann gebrank/ vnd die Gli- > dermorgens vnd Abents damit gerieben wirdt zu der Lamigkeit der Glieder fastgerühmek. Das M / indet l Jert wenn es blumen tragt mit einander gehackt vnd im Ende deß Brachmonats > gebrannt. / ' Losteywaffer morgens vnd Abenks getruncken jedes mal auffdrey Loht ist gut für das Keichen vnd enge der Brust. Tostenwasser zum tag drey oder vier mal im Halß gcgur-gelt vertreibt vnd nrderfeHk das Blakim Halß. Tdstenwasser trücknek den geschwollenen Gaumen vnd Rachen/das Wafferofftvndvielim Mundt gehalten. Tostenwafferoffk indemMundk gehalten Ivertreibt vnd heilet die Jane Gefchwer.Tostenwasser morgens/ mittags vnd zu Nacht/jedes mal auffdrey Loht / hilfft dem gantzen Leib jnnwendig dre Ges sundtheik zu behalten. Äon Tormentillwaffer. Je beste Theil vnd Jeik seiner Destillierung sind das Kraut vnd Wurßek mit aller Iscmcr Substantz gehackt Igequetschet vnd zwischen den zweyen Karven Lagen »gebrannt. , . > Lormcntillwaffer ist gut wider alle vergiffk / deß morgens nüchtern auff drey Loht getruncken. Lormenkillwasser also getruncken list gut für diePestUenß / vnd ein besonder xr^ftruatiu/daWc einen nicht ankomen mag/vnd ob sie einenAbenschen ankommen wcre/so tvrrde im gelassen an demfelbigen Glred l wie recht ist vnd nach dem lassen Tormenkillwas-fer aüffvier Loht / mit einem Du intim Theriae vnd anderhalb Loht Essig vermischt gegeben/nidcrgelegt IHandt vnd Füß mit Essig / Räuden Wermut / vndSaly gerieben/ wol darauffgcschwiyt/vnd an dem ändern Lag aber also getham Lormenkillwasser morgens vnd Abentö/jedes mal auffdrey Loht getruncken ist gUt für aller handt Geschwer an Menschen vnd ^‘ch. Lormenkillwasser getruncken morgens vnd Abcnts / jedes mal auff drey oder vier Li -, kopfft den Skulgang Ibesonderlich die rohte Ruhr. Lormentrüwas-fcr heilet alle .aen Ialle Lag zweymal damit gewaschen alle morgen deß Wassers zwey Loht getruncken / vnddaffelbigealsolanggethan / biß die Wunden geherlet/ du soltsie weder schmieren noch pflastern. Lormenkillwasser istgutzu allen Siechtagen der Augen/alle Äbcnt darein gethan/ein Stundk vor Nacht er geneset in zehen tagen / denn es Macht vor allen ändern ein lauter vnd klär Gesicht. Lormentlllw^ffer erfrischt den Leib von man-cher handt Srechtagen Idann esstarckt das Hirn / Hertz Magen/Leber/ Miitz/onddie gantze Brust / morgens vnd Abenks getruncken / jedes mal auff zwey Loht / vnd den Wein damit gemischt. Lormenkillwasser heilet die Fisteln offt vnd dick damit gewaschen. Lor-mmtillwa sser heilet auch den Krebs / offtvnd dtck danflk gewaschen vnd Lücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Lormenkillwasser ist gut getruncken morgens vnd Abenks jedes Mal auff vier Loht / für alle febres, besonder die tägliche / vnd dreytagllche/ vnd viertägltche/ das Wasser law getruncken in vorgenantem gewicht. Lormenkillwasser erlediget den Menschen von allen Gebresten /als da ein Mensch verlassen wirdt von allen Menschen/ vnd man jhm an dem lensten zu HÜtffkommen will Imorgens vnd Abenks jedes mal auff vier Loht getruncken. Lormenkillwasser getrunckm morgens vnd Abenks jedes mal auff zwey Loht/ starckt die Brust. Don Äschelkraut Wasser. lMlt Anfang deß Brachmonats destillieret. I C ee ij Lefchel- Tcschclkrauk Wässer morgens vnd Abents jedes mal auff vier Loht gckmncken / ist auß der Massen gutwidn-alleBlUtflüß dcß Bauchs / es fey von der Dyfl'enteria genannt/ oder dem weissm Stulgang Lienteria, vnd macht zu gleich auch deß Bluiharns ein Endt. LeschelkrautwasseristgmzuallenWuttden/damttgcwaschcnmorgcnSvndAbenLö. fchclkraut wasscr stillet das Nasenbluten Iein Baumwollen Japfflin gemacht in demwaft fer geneßk/in die Na scn gesto ssen / vnd ein Tüchlm darern genetzt vnd auff die @tirn gelegt I vnd auffsechs oder acht Loht gctruncken. Teschelkraut wasser geirunckcn auffsechs Loht/ vnd ein Tuch oder Werck darein genetzt Ivnd aussdie ÄZunden gelegt stillet das bluten der Wunden. Teschelkraut wasser zum tag zwey oder drey mal zwcy oder drey Loht gctruncken lstillet der Weiber vbermassrge Blum. Teschelkraut wasser getruncken -umtag drey mal / jedesmal auff drey loht/ fünffoder sechs Wochen / ist gut für den Slem. Von Flachsdotter Wasser. As beste Theilvnd Acü seiner Destillierung ist wenn die Fadem Knöpff oder Sa- men tragen / dann das Kraur hat nicht Blatter wie ander Kraut/ dieselbige gcha ekt gebrannt. Flachsdotter Wasscr oder Ftachsscyden Wasser ist gutzu allen Sicchtagcn der Leber ! morgens vnd Abents / jedes mal auffdrey Loht getruncken. Flachsdotker wasser in vor-gcmcltermassengctrunckcn/reiniget vnd starcktdre Lungen. Flachsdotter wasser gctruncken Morgens iMittags vnnd zu Nacht Ijedes mal auff vier Loht treibt die übermässige humores vnd Feuchtigkeiten auß dem Leib. Flachsdotter wasser getruncken morgens/mittags vnd zu Nacht Ijedes mal auffvier Loht reutet die Gcclsucht auß. Flachs-dottcr wasscr getruncken in vorgemelter Massen / treibt den Harnstein gewaltig auß. Flachs-dotter wasscr m vorgemcltermassen gctruncken ist gut für das Grimmen in dem Bauch. FlachödotterwasscrrndlcAugcngethan/machtdieseibigc hell vnd klar. Flacbsdotterwas-ser getruncken morgens / mittags vnd Abents Ijedes mal auffdrcy Loht/ iss gut für die Bccr-mutter die crkaltctrst. Flachsdotter wasscr ist gut getruncken in vorgemelter Massen dm Frawen/tie jhre Zeit oder Kranckheit nit zu rechter zeit haben vnd vmb den Nabel geschwollen sindk. Flachsdottcrwasscrmorgms Imikags vnd zu Abcnk jedes mal auffdrey oder vier Loht gctruncken list gut da ein Mensch den Stcinhat/ vnd vor dci-ch bigcn nicht wol harnen mag/es hilfftkem Harn vhn allen Schmcrtzen heranß. Flachsdotker wasserist fasteingutWasser/dacm Mensch schcbig Iräudig grindig oder krätzig ist / oder ein böß vnrein wüst Geblüt hat lalswcrees zu derAussetzigkett geneigt / der jo! das wasscr trincken morgens/ mittags vnd zu Nacht Ijedes malauffdrey Loht /vnd seinen täglichen Tranrk damit vermischen Ietwa« mancheWochen/ so wird das Geblüt rein vnnd sauber. Flachsdok-terwasscr getrunckm zum Tagzweymal / jedesmal auffzwen oder drey Loht / starcktden Magen. Flachsdotter wasser das im Fla che oder Nestln wachst/ morgens / mittags vnd zu Abcnt ljedes mal auffdrey oder vier Loht getruncken starckt den Magen. Flachsdoi-tcr wasser gctruncken zum Tag dreymal Ijedes mal auffvier loht bewegt den Harn.Flachsdotter wasser remiget d-cAdern von aller Vbcrflüssigkcit dann seine Eygenschafftist / daß cs die alte Vbcrflüssgkert von den Adern treibt/ vnd reiniget die subtielcn vnd grossen Adern/ sintemal cs abstreifft / öffnet vnd rein macht. Flachsdotter wasser ist gut für die Bbres verjüngen Kindern/die noch saugen lso man jhnen ein wenig zu trincken gibt auff ein halb loht/vnd ein wenig vndcrjhren Brey vermischt dieweil es nemlich die eoleram odergall-, massigen Vnraht euamiret vnd vertreibt. Flachsdotter wasscr schafft alleRaude/ Kretz vnd Flechten ab / vnd verbessert das vMin vnd zum Aussatz geneygke Geblüt/ morgens/ mittags vnd Abents ijedes mal auffdrey loht getruncken vnd seinen Tranck damit vermischt/ ctwan manche Wochen. Vott Je beste Aeik die Lröstcr Ida Honig vnd Wachs von gemacht ist zu destillierend st der Weinmonat. Binentröstcr Wasser macht Haar wachsen wo eines keine Haar hak alle Tag einmal daran gcftrrchen. Von Tamaristm Wasser. Äs beste Lheilvnd Zeit feiner Destillierung ist die Rinde von dem Hottz gcfchabcn/ vnd das Laub darvon gestre»fft Ivnd vnder einander gehackt vnd im mitten deß C^V Meyen gebrannt. Tamarifcenwaffer morgens Imittags vnd zu Nacht getruncken jedes mal auffdrey Loht Iist fast gut für das Grüen in den Lenden vnd in der Blasen. Tamarsseenwaffer invor-gcmeltcr Massen getruncken Ibenimpt die Harllgkeit vnd Ve> stopffungerl deß Miltzens/vnd gchet tn Außreutung deffelbigen Gebrechen allen ändern Mitteln vor. Dieweil es nemlich das Miln vnd alles Geblüt gewaltig reiniget. Tamarischenwasser vertreibt alle schwehre grausame Gedancken lTraum IFantaseyen vnd Melancholey. Lamariscenwasser ge-rruncken morgens vnd Äbents ijedes mal auffvier Loht ist gut für die Lame/vnd alle inwendige Gebresten / alte die Dörre oder abnemen der Lungen/ vnd Verstopssungen der Leber vnd Miltzens. Tamarisccnwasser getruncken zum Tagzweymal jedes mal auffzwcy oder drey Loht Istarcket vnd krafftiget die Miln. Das xx. Kap. Don Wcrmüt Wasser. Je beste Theil vnd Aeit vnsers Wermuts zu destillieren sind die Blatter oder Dolden oder Gipssel von den Stengeln gestrafft vnd im Ende deß Meyen gebrannt. Wermutwasser hat wunderbarliche Eygenschafften : Derowegen denn sein gleichöfals auch von den Hauptleutcn zur Eroberung deß Siegs. Wermutwasser ist gut getruncken morgens vnd Abents/jedes mal auffdrey Loht denen die ein bösen kalten Magen haben Ivnd eni Tüchlni darein genetzt vnd darüber gelegt starckt den Magen sehr/erwar-inet den Ivnd macht die Speise verdawen vnd behalten. Wermutwasser in vorgcmelter inassen getruncken/vnd das Haupt damit bestrichen/ starcktdasHirn vnd reutet das kalte Hauplwchc auß Idie Schlaff damit bestrichen. Wermutwasser ein Stundk vor Nacht in die Augen gethan/die sinster sind/macht diefelbigeheiter/ starckt vnd verkläret das Gesicht. Wermurwasser einem Kindt deß morgens nüchtern zwey Loht einem alten Menschen vier Loht gegeben ivertreibt die Sputwürm in dem Magen vnd Leibe Wermutwasser morgens vnd Abents getruncken / jedes mal auffdrey Loht widerbringt den verlohrnen Aperic, vnd stillet das Auffstoffen vnd Erbrechen. Wermukwa sser also getruncken öffnet die Bei -stopffungcn der Lebern vnd Miltzens / welche von Kalte kommen. Wermutwa ffer drey oder vier Wochen/ alle Tag morgens vnd Abents jedes mal zwey loht gebraucht / reiniget das Geblüt. Wermutwafferfünffoderacht lohtdcß morgens nüchterngetruncken/e,weichet den Bauch. Der Wermut hat ein widcrwertige Natur da rumb wann cm Men sch verstopfst ist / so bringt cs den Stülgang Igehet er aber zu viel zu Stul so helt er den Stulgang zu rück. Werniutwasscr fünff oder sechs loht getruncken befördert die monatliche Blum. Eee iij Wer- Wermutwa sftr zum Tag zwcymal Ijedes mal auff drcp Loht getmncken / ist gut für das Darmgichtvnd Grimmen tm Bauch. Wcrmutwaffer also getmnckrn/macht auch harnen Ivnd verzehret vnd trerbt die böse Feuchtigkeiten auß dem Lab. Wcrmutwaffer ist ein gewisse Kunst für die Fiißlause / dieDrt in einem Schweißbadt damit bestrichen/denn wenn man schwitzt so sterben sie. Wermutwastcr ein Tuch darein genetzt vnnd auffden Bauch vnd vber die Darm gelegt Iwird zu den Brüchen fast gerühmek. Wermutwaffer sechs oderachk Loht getrunckcn lvertreibt alles Gisst. Wermutwaffer ist auch gut für dm Schwamm/so den Menschen vmb den Hindern vnd den Frawen an jhrer Scham zu wachsen pflegt lein Tuchlm darem genetzt vnd darüber gelegt. Wermutwaffer heilet die frische Wunden/ damit gewaschen morgens vnd Abents vnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Wermutwa sser also genützt/ tobtet die Maden oder Würm in den alten Schäden/ vndwüsten Löchern. WermukwasservnderDinken gemischt/behütdasBappirvor Mäusen vnd Wärmen Idamrt geschrieben.Wermutwaffcr getruncken morgens vnd Abents jedes mal auffvier Loht Iist gut wider das viertägige Fiber quartana genannt. Wermutwasser getruncken morgens vnd Abents/jedes malaussdrey Loht/heilet diejnnwendigeApo- stemen. Wermutwa sser ist gut wrder tue raube täglich getruncken morgens vnd Abmts/ jedes malausszwey Loht Ivnd seinen Tranck damrt gemischt. Wermutwaffer getrun-cken/rstgut für die Kranckheiten/dievonbösenTranckcnvndrauhenSpetftn her entspringt. Wermutwa sser getruncken morgens vnd Abents / jedes mal auss zwey Loht bringt ein gute Farb. Wermutwaffer macht ein gute Sprach / dann cs zertheilet die Feuchtigkeiten von der zungen/vn macht bequemlich redkn.Wkrmutwaffer ist gut getruncken morgens/mittags vnd zu Nacht ljedes mal auffdrey Loht/für Faulung die verborgen ist an heimlichen Enden/ dassclbige verzehret vn zerstöret es /vnd starckt durch fcmeStipticitet daffelbige Endt.Wer-mutwaffer zum tag dreymal/jedes mal ausszwey lohtgetruncken/starckt den Magen mit rei-nigung vnd Abwaschung / vnd seiner Stipticitct. Wermutwaffer also gebraucht wird wider dre dreytägigeFiber vnd die fchwehre kranckgerühmet.Wcrmutwasscr also gebraucht/ ist gut wider die Drüsen vnd Pestilentz. Wcrmutwaffer vier oder fünffLohtauss einmal getruncken lwiderstehet dem Grsst/ Opio hyofciamo, das ist Magsat Milch gedörrt oder Bülsensak Ider sie geffcn oder getruncken hat. Wermutwaffer einDampss darvon gemacht/ istgutzu dem Gehör. Wermutwaffer den Mundk damit gewaschen kompt den Fisteln vnd Flüssen vor lvnd lest nichts böß darinn erwachsen. Wcrmutwaffer bcnimpk die Geschwulst vnd Sebmertzen der Glieder wann man einWäschung darvon macht/ vnd verzehret die ?aralill in den Gliedern. Wermutwaffer ist auch gut für Geschwulst der Zungen Vuu1a> das ist / das Blat/ ein Gurgelwasser darvon gemacht. Wermuk-waffer getruncken zum Tag zwey oder dreymal jedes mal auff drey Loht / istfastgutzuder kalten Leber. Don Walwrrrtz Wasser. As beste Theil vnd Jett seiner Destillierung ist allein die Wurtzel gewaschen / geschabt lvnd mitten tm Meyen gebrannt. Walwurtz waffer istgutzu frischen Wunden/ Fäseln darein gmetzk vnd darem gelegt Iheilet auß der Massen sehr. Walwurtz waffer ist gut für Schmnden an den Lcsstzcn deß Mundtö / ossk vnd dick damit gewaschen. Walwurtz waffer allein getruncken/ ist keinem Men schm gm/ dann es ist zu starck Iin der Heylung/ er sey dann wundk. Aber den gebrochenen Menschen sol man ee geben Ivnd vnderWein gemischt jedes mal ausszwey oder drcyLoht. Walwurtz waffer vertreibt dieheiffe Gicht die Glieder ofst damit gerieben / vnd leinene Tücher darein genetzt vnd vbergelegt vnd das zum Tag dreymal morgens Imittags vnd zu Nacht widerholek. Walwurtz waffer in vorgemelter Massen gebraucht/löschet das wilde Fewer. Walwurtz wafferlegkauchalle Geschwulst/ wosieder Mensch hat ITücher darein genetzt / vnndzum Tag zwey oder dreymal darüber gelegt. Walwurtz wasser im Meym gebrannt / vnd Baumwol darein genetzt vnnd auss frische , Wun- Wunden gelegt / stillet das Blut/ vnddeß Wassers zum Tag zwey oder dreymalvnderan--dcrm Tranck getruncken ljedes mal auffzwey Loht. Walwurtz Wasser morgens mittags vnd zu Nacht/jedes mal auffdrey Loht getruncken j hilfftauß der Massen wol/ da einem ein Bein zerbrochen / vnd wider geschienet ist lzu heilen. Walwurtz Wasser in vorgemelter ma-sen getruncken Iist ein Principal Stück wider die Bruch. Doll Witzen oder Weidmlaub Wasser. As beste Theil vnd Aeit seiner Destillierung ist das Laub von den weissen Wilgen/ j die man Felber nennt lgestreifft mitten im Meyenvonden Schossen die erst das )Iahrsmdaußgcschlage»i / destillieret. Wilgenlaub wasser ist gut getruncken morgens vnd Abenks / jedes malauffvier loht/ fürdenStein. Wilgenlaub wasser osstvnddickgctruncken jedesmalauffzwey oderdr^ey Loht/ist gut für das Grüen / treibt dasselbigc mit dem Harn gewalttgauß. Wilgenlaub wasser die Augen Damit bcstrichcn/bemmpt die röhtc der Augenlider/vnd macht sie gar schön. Roht Wilgenlaub wasser ist gut für das wilde Fcwcr Tücher darein genetzt. Wilgen-taub wasser von dem Mannlm getruncken lnüchtern auss zwey oder drey Loht / ist gut für die Würm in dem Leib vnd Bauch. Wilgenlaub wa sser von Mannlin vnd Werblin als etliche sprechen die §üß damit gewaschen Iverstopfft den Bauch. Aber das wasservondcn rohten Weiden/das ist/das Mannlin vnd Werblin diebeyde getruncken zum Tag zwey oder dreymal / jedes mal auffdrcy Loht lerweicht / macht lindt vnd befördert den Stulgang. Wilgenlaub wasser gebrannt von den Schößlm/dre erst einesIars alt ssndt/vnd getruncken zumTagdreymal ljedes mal auss drey Loht / ist gut für den reifenden Stein. Wilgcn-laub wasser getruncken zum Tag dreymal / jedes mal auss vier Loht macht wol harnen. Wilgenlaub wasser- von dem Mannlin vnd Werblin / das ssndt die rohtevnd weisseWerden/ find sirst gut in der Heilung der Fisteln Ivnder ein wenig wein vermischt / vnd die Fisteln damit gewaschen., Wilgenlaub wasser getruncken auss drey oder vier Loht / treibet allst / vnd verzehret alle böse Feuchtigkeiten in deß Menschen Leib. Wilgenlaub wasser bmimpk die rohtcAugen/offtdareingethan. Wilgenlaub wasscrtrelbtdietodkeGeburt/auffvierodek fünfflohkgetruncken lauß/das sind die von den rohten Weiden als nemlich das Münn-lin. Von Wilgenblütt Wasser. Je beste Aeit ihrer Destillierung ist Iwie bey der Äepffclblüet vnd von Pfersichblüek j wardt vermeldet. Wilgenblüct wa sser ist gut für das Gesücht / Tücher darein genetzt vnd dar-vber gelegt I zum Tag zwey oder dreymal / als morgens / mittags vnd zu Nacht/zwen oder drey Tag / biß sich die Schmertzen ergeben. Wilgenblüct wasser heilet den Grindt auss dem Haupt ldas Haupt offt vnd dick damit gewaschen / vnd von jhm selber lassen truckm werden / vnd biß es gantz vnd gar heil wird lwiderholet. Wilgenblüct wasser macht das Haar schön/das Haupt offt vnd dick damit gewaschen vndgezwagm vnd ein Skrcl oder Bürst darein genetzt / vnd zum Tag zwey oder dreymal Hamit gebürst oder gestielt/ vnd von jhm selber wider lassen trucken werden. Don Wuntscherlmg Wasser / Ckm. As beste Theil vnd Zeit seiner Destillierung ist das Kraut von den Stengeln/mitten imMeyen gebrannt Ies gewinnet auch einen holen Stengel auss vierdthalb 1 Llenbogen hoch Iauß dem Stengel Hab ich offt Schreibfcdern gemacht / tcxtur damit zu schreiben. Wuntscherlingwasser ist der kältesten Wasser eins daß man haben mag/vnd dero- Eee nijj wegen y?egen für das Mische Fewer sehr bequem / ein leinen Lnchlm dareingenchk / vndauffden Gebresten gclegk.Wuntscherlmgwaffer ist gut welcher IuNgfraw jhre Brüst zu groß wollen werden Idieselbige damit bestrichen Ivnd ein leinen Lüchlrn darein genetzt / vttd law vber-gelegt lso werden sie nicht also groß als sonst.Wuntschcrlingwasser ist für die Bruch der Kmder / Tücher darein genetzt? vnddarüber gelegtmorgens vnd Abents. Wuntscherling-wastcr istgurfürdiehitzigeWasscrsuchk ITücher darein genetzt vnd morgens vnd Abents/ im Winter zweymal/ vnd im Sommer dreymalvbergelegk. Wuntscherlingwasterist gut sÄr den hitzigen Tropffoder Schlag lden stillet es wundcrbarlich / drey oder vierfache Tücher darinnen genetzt/vnd vber dieselbige Glieder geschlagen vndhütedich/ daßduWnnt-scherlingwaster nicht einnemest / dann es ist von demOeschlecht der kalten Gifft. Wunt-schcrlingwaffer istgut/ da ein Mensch ein Mucken eingeschluckt hak / deß morgens nüchtern auffcin Loht law getruncken les treibt dieselbige auß. Don Wundenkraut Wasser / Volubiüs» As beste Theil vnd Jeit seiner Destillierung ist das Kraut mit den weissen Glocken jfofich auff den Jaunen hinauffwindet / mitten im Meycn gebrannnt. - Wundenkraut Wasser da die weissc Glocken an hangen ist gut getruncken morgens vnd Abenrs ljedes mal auff drey oder vier Loht / wirdt zu den Harnwinden ge-rühmek. Don Weißglocken oder Windenbülmm Wasser. Je beste Jeit jhrer Scstillierung ist / wenn sie jhre volkemmene Jeitigung erlangt/ Allein gebrannt. Windenblumen oder Weißglocken wasser für mancherley Gebresten vnd Kranckheiten in dem Leib / damit bestrichen / vnd Tücher darein genetzt vnd von aNssen darüber gelegt / es sey ein Wunden oder andere Gebresten in dem Leib / es war ein Artz-tiNzuFrieburgdie kund kein andere Kunst dann diese vnd ernchret viel Menschen darmik. Es ist fast gut für die Harnwinde Iso man es morgens vnd Abents jedes mal auffzwey oder drey Loht krinckk. Don Wegweiß Wasser. Je beste Jeit seiner Brem.ung ist das Kraut vnd Wurßel vnder einander gehackt/ WUJ ond mitten im Meyen gebrannt. Wegweißwasser zwen oder drey morgen / mittag vnnd Abenr getruncken jedes malauffzwey Loht / vnd seinen Tranck damit gemischt vertreibt die Hitz in dem Magen. Wegweißwasser in vorgemeltcr Massen getruncken vnd Tücher darein genetzt/vnd vberdas Hertz gelegt / starckt vnd krafftigct dasselbige zu famptdem Magen. Wegweiß-waffer stillet die Hitz der Lebern IHanffcnwerck darein genetzt / vnd zum tag drey mal vberge-legt. Wegweißwaffer jch auffzwey oder drey Loht getruncken ist gut für die Pestilentz/ vnd kompt derselbigen vor. Wegweißwasser ist gut für die schwartze Blattern getrUncken wie ich gelehret Hab von der Pestilentz !seinen Tranck damit gemischt / vnd ein Hanffen Luch oder Werck darein genetzt / vnd vberdie schwartze Blattern gelegt / vnd zum Tag vnd nacht vier mal widerholet Ijeh vber sechs Stunden ein Mal. Wegweißwasser löschet auch das hellifche Fewer iin Massen genützt / als von den Blatkern nach der Meister Meinung ist ver-meldct. Wegwerßwasser -st gut denen die Lungen m dieKeel wachst oder gewachsen ist offe vnddrckgetruncken /jedesmalauffdreyLoht. Wegweißwasser getruncken morgens/ mittags vnd zu )?acht/jedesmal auffzwey oder drey Loht starckt das Hertz vnd den gantzen Menschen. Wegweißwassergttrunckenmorgens mtttags vndZtrNacht/jedesinalauff vier Loht/stillet dierohte Auhr. . ' Weg- Wegwcißwasscr gckruncken morgens / mittags vndzu Nacht jedes malaujfdrey -loht löffnet die Versiopffung der Leber. Wcgwelßwasser ist gut für das Schwinden der Glieder / damit gerieben morgens vnd Abenrs vnd jedes mal von ihm selber lassen trucken werden Iekwan drey oder vier wochen loder länger. Wegweißwasser ist kalt vnd trucken / vndwidergifftige Lhrrr Bisszgetruncken / vndvbergelegt zum Lag -weyMal / morgens vnd Abents sehr bequem. Wegweißwasser benimpt die Verstopffung deß Milßens/ morgens lmittags vnd Abcntö Ijedes mal auff drey Lohkgetruncken. Don Wegwcrßblumen Wasser. Je beste Zeit jhrer Destillierung ist so baldk sie auffgangen sind. ÄZegweißblumcn waffer ein Stundt vor Nacht in die Augen gethan hei-derselbigen Geschwer Wegweißblumen wasser also in die Augen gethan macht diescibige heiter vnd klar / ist offt vnd dick bewehrt. Wegwerßblumen wasser in die Augen gethan Ivertreibt derselbigen Flecken vnd Fehl. Wegweißblumcn wasser ist gut für den Nagel vnd andere Gebrechen der Augen Iam Abent cin Stundt vor Nacht darein gethan / darumb gestrichen vnd etwa« manrch mal widerholck. Wegweißblumen wasser vertreibt auch die Hiy der Leber Iofft vnd viet getruncken jedes mal auffzwey Loht vnd Lücher darein genetzt vnd darübergelegt. Don Wüllkram Wasser. Je beste Lheil vnd Z eit seiner Destillierung sind die B lütter vnd B sumen/ von dem Stengel deß Mannlins gcstreifft/ vnd wenn sie volkommenlich zeitig sind gebrannt. Wüllkraut wasser ist das aller edelste wasser für alle Geschwulst/ außwendig vndjnnwendig Imorgens vnd Abents getruncken jedesmal auff drey oder vier Loht / vnd ctnzweifiich leinen tuch darein genent rr-ddarübergekegt/so die geschwulst außwendig ist/bist er geneset. Wüllkrautwasser ist gut lso .ncs rnder dem Angesicht wird / als wer eines Aus-fttzig/vnd doch nicht Maltzigist lein weich leinen Lüchtin darein genetzt/ vnd darüber gelegt lvnd wenn cs trucken wird Iwider ametzk / so wird das Angesicht schön. Wüllkraut wasser ist gut getruncken morgens vnd Abents jedesmal auff drey Lohr / dem die Lungen indieKeelgestigcn ist oder wachst. Wüllkraut wasser getruncken Morgens vndAbents/ jedes mal auffdrey Loht / für das hasse Gicht / vnd gehet in solchem allen ändern M-tteln vor.Wüllkraut wasser ist ein bewehr wasserst für den Brannt da sich ein Mensch gcbrennt hat Ials baldt das geschichr/ cm zweifach Tuch damit genetzk/vnd darauffgefchlagen/ wann es trucken wil werden Iwiderumb genetzt lvnd so offt wrderholet biß es gar heil wirdt. Wüll-.kraut wasser ist gutfür em beiffcnde Räude sie sey grün oder dürr / Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt morgens / mittags vnd zu Nacht / es zeucht die Brunst ohne Schaden her-auß. Wüllkraut wasser ist gut wenn der Rohtlauff darzu geschlagen ist ein weich leinen Luch darein genetzt lein wenig außgetruckt vnd auff den Schaden gelegt / vnd wann es trucken wirdt / widerumb genetzt Ies zeucht die Brunst ohn allen Schaden vnd hindersich schlagen herauf). Wüllkraut wasscrist auch gut wer ein lange Zeikrinnende Augen gehabt 1 ein Tropffen oder drey in die Augen gethan zwooder drey wochen / es wirdt gewißlich besser. WüllkrautwasserheiletauchalleGcbresten/dievonFlüssenkommen welcherlei sie sind lzum Lag drcymal Ijedes mal auffdrey Loht getruncken vnd außwendig damit ge-schmim vnd gerieben. Wüllkraut wasser ist auß der Massen gut für das Grimmen/zum Lag vnd Nacht dreymal Ijedes mal auffdrey Loht getruncken. Von ) t Don Wcggraß Wasser. ferner Substanßgchackt/vnd mitten im Meyen gebrannt. . Weggraßwasser Morgens / mikagö vnd M Nacht getrUttcken/ fedee mal auff vier Loht lstopfft den vberflüffigett Stulgang. Weggraßwasser löschet das wilde Fewer/ Lüchtt oder Werck darein genetztvnd vbergclegt. Weggraßwasser ist auch gut wenn sich Das Kalt an dem Leib mit Hitz erhebt Igetruncken vnd von aussm damit bestrichen. Weg-graßwaffer ist auch gut für allen Schmertzen der Wunden zu welchem der Rohtlauffoder dasvngesegnete ldas ist/die Wundsucht hinzu schlegi öder sonst ein Hitz zu den Wunden kompt / ein Tüchlin darein genetzt Ivnd die Wunden damitgcwaschcn vnddarübergelegt / es heilet dikselbige vongrundt auß lvnd ist fast gut. Weggraßwasser heilet auch Server-fchkeDhren /das wasser law darein gekßan. Weggraßwasscr reiniget dieNiermvondem Grüen ibewegt den Harn Iöffnet die Verstopffung derfelbigen Glieder vnd treibt die Ma-tery zu dem weg deß Harns/sintemal insonberhettvie Wurtzel Diuretica ist / vnd dcro wegen vnder viel andere wafferder Kranckheit wird vermischt. Weggraßwasser Morgens nüchkern von einem jungen Kindt zwey Lohk Ieinem mitteimasslgen Menschen drey Loht/ vnd einem gestandenm vier Loht getruncken/ ist fast gut für die Wurm im Leib. Weggraß-wasseristgutzu allemsirulen Janfleisch Idamit gewaschen. Weggraßwasscr ist gut für dreschwartze Blattern / ein Tuch oder Werck darein genetzt/vnd darüber gelegt/zum Tag zwep oder drey mal/ jedes mal auffzwey oder drey Loht getruncken. Weggraßwasscr ist ein Principal Stück/alle Hitz zu löschen/ ein Tuch oder Werck darein genetzt vnd zum Lag jwep oder drey mal darüber gelegt / vndalso offrwtderumbgmetzk. As beste Theil vnd Zeit feiner Destillierung ist allein die Wurtzel gehackt/vnd im Ende deß Meyen gebrannt. 0*^2) Wctßwurtz wasser vertheilkt das geronnen Blut zwischen Fell vnd Fleisch/ so auffdie Schlüge ist erfolget / ein Tuch darein genetzt vnd darüber gelegt vnd auch ge-trunckm.Weißwurtz Wasser ist auch gut für das Grüen in den Lenden/morgens vndAbents/ fedesmatauffdrey loht gctruncke/vn vnder dentüglichentranckgemischk.Wkißwurtz Wasser macht ein schön Angesicht ldamit gewaschen vnd von ihm selber lassen krucken werden/vnd hilfftdemselbigenallerVnreinigkeit /Flecken vttd Masen ab sonderlich auch dem gantzen Leib Iin vorgemelker Massen damü gewaschen letwan drey oder vier Wochen alle Lag zum meinsten auffzwcy mall Weißwurtz wasser vertreibt die Riselln vnder dem Angesicht/ offk vnddickdamirgewaschen Ivnd von jhm selberlassen truckenwcrden. Weißwurtzwasser vielvnddickdamildicAmmalbestrichenvndgewafchen vnd jedes mal von jhm selber lassen truckm werden Ireutet dieselbige auß.Weißwurtz wassergetruncken zum Tag drey oder vier Mal Ijedes mal auffzwey Loht /iß gut wider die jnnwendige Apostemen vnd Geschwer. Loht Iist gilt für das Stechen vmb das Hertz Ivon bösem vn reinem Geblüt. Wild Sat-- beywasser ist gut wer da gefallen oder wundk ist / daß er in sich blutet / vnd das theilek es von einander lvnd treibt es von dem Menschen auß es fep von stoffen gefallen oder geschlagen/ wie vor stehet getruncken. Don Weißwurtz WaM Äon Wild Salbeywasscr. Wtb WildSalbeywäffer jede Wochen drey oder viermal jedes mal auffzwey oder drey Lohtgetruncken / vertreibt die ?arLliü r vnd macht den Menschen vor derselbigen fermerem Vberfall sicher. Bon Wintergrün Wasser. Je beste Lheilvnd Zeit der Wintergrün Destillierung sindtKrauk Stengclvnd Wurtzel von dem Mannlin Ials Bierbaumen Wintergrün mitten im Meyen gebrannt. Wintergrün Wasser ist gut zu allen frischen Wunden / morgens mittags vndzü Nacht getruncken / jedes mal auff zwep Loht / vnd jedes maldieWundendamitgewaschen/ vnd Tüchlin darein genetzt vnd vbcrgclegk. Wintergrün Wasser ist auch gut zu den alten Schaden/ damit in vorgcmelter Massen gewaschen es heiletwol. Bon Weiß Erbeyß Wasser. Je beste Aeit ihrer Destillierung ist ldaß du auffbrechest die Schifen oder Schott tm Idieweil sic noch grün sind / von den gemeinen Schifen gequetscht vnd gebrannt. Weiß Erbeyssenwasser ist gewiß/vnd offt bewehret wider die Feigwartzen/ morgens vnd Abenrs ljedes mal auff vier Loht getruncken. Bon WildtBierenwaster. ybeste Zeit jhrer Destillierung ist im Anfang deß Brachmonaks/ehe sie weich werden Igequetscht oder gestossen Ivnd gebrannt. Wild Biercnwaffer getrunckm morgens vnd Abenrs / jedes mal auff vier oder sechs Loht lstopffk den Stulgang/ welcher handt er ist / ist gewiß vnd offt bewehrt. Wild Bierenwasser ist gut / so ein Fraw oder Jungfraw weiche Brüst hak vnd zu besorgen ist daß der IungfrawendieBrüstzu groß werdm/solman Lücherin dem Wasser netzen auffdie Brüste legen/vnd das zum Eag zwcy oder drey Mal nemlich morgens vndzri Nacht widerholer lso bleiben sie desta kleiner/ vnd werden hark. Don Wildem Schadachwasser / Gallia-ychum Silueftre. Er wilde Scharla ch lbeneben welchem auch ein Jamer gefunden wird/als der beste/ den man brennen sol mitten im Meyen / vnd nicht dm wilden. Scharlachwasscr starckt das Haupt / damit bestrichen. Scharlachwasser stiller den Schmertzen deß Bauchs / Magens vnd der Seiten getruncken vnd aufwendig mit Tücher darein genetzt / vnnd darübergelegk. Scharlachwasser stilletdas Weh der Mutter gewaltig ivnnd bereit sie zu entpfahen getruncken zum Lag zweymal jedes mal auff drey Loht. Scharlachwasscr starckt auch die Mutter wann auch die Glieder geletzt sin Df von kalten Vrsacheu Iso starckt es sie Ivnd ist wunderbarlicher Würckung so man es zum Lag zwcy oder dreymal / jedes mal auff drey Loht trinckt / vnd von aussen vberlegt. Bon Wolffsmilchkraut Wasser. As beste Theil vnd Zeit zlidiescr Kranckheit/ da das Wasser zu gebraucht vnd ver- sucht tst Iist die grosse Wolffsmilch die von den Lateinschen L iula maior genannt/ O^TiKraut/Stcngcl vnd Wurtzel Imir aller seiner Substantz im Anfang deß Lentzen gegraben vnd gebrannt. Wolffsmilchkraut Wasser vertreibt die Kracnaugen diefelbige zuvor beschnitten/ vnd folgcnts mit diesem Wasser drey oder vier mal zum Lag gewaschen / vnd ein Lüchlin darein genetzt vnd darauffgebunden Iaber man sol dieses Wasser allein nicht trincken / noch in die Augen kommen lassen. Von Von weiß Gilgcnwasscr. % . . /^^As beste vnd gemeine Lheil vnd Zeit der Destillierung ist wenn sie volkommenlich zeitig sind / allein die wersse Blätter von der Blumen gebrochen vrid lm Ende deß O&v Brachmonatö gebrannt. Weiß Grlgenwasscr tst gut für die Wchkagen der Augen am Abeni ein Skundt vor Nacht in die AUgen gcthan Ivnd darumb gestrichen nach dem Badt zeucht die rohte Hitz darauß/daßsie lauter werden Ivnd nicht gcschwcren. Weiß GllgcnwasterzumTagzwey-rüal dre Händk vnd Angesicht damit gewaschen/macht es klar / weiß/lauter vnd schön.Weiß Gtlgcnwasser gctruncken morgens vnd Abents / jedes mal auff zwey Loht ist gut für Dhn-Machtigkeitvnd Schwachheit deß Menschen. Weiß Gllgenwasser in vorgemelter Massen getruncken Istillet die Hiß vmb das Hertz. Weiß Gilgenwasser in vorgemelter Massen ge-- truncken/vcrtreibkdieHitzdcrLebcrn.WeißGilgcnwasseristauchgutdenen/dieböfeFcuch-tigkeiten haben/vnd eng vmb die Brust sind lvnd wann ein Mensch gcspannet wer vmb die Brustvndvmb das Hertz Iacht oder zehen Tag morgens vnd Abents jedes mal auff drey oder vier Loht getruncken/hilfft auß der ma ssen wol. WeZß Grlgenwasscr sechs over acht Tag talle Tag zwepmal / jedes mal auffzwey oder drey Loht getruncken/ ist gut den Frawcn denen die Mutter weh thut Ies komm her/wo von es wöll/ ohn von den Blumen. Weiß Gilgenwasserinvorgcmcltcrmasscngctrunckcn heilet die Geschwer der Lungen. We:ß Gilgenwasser zwen oder drey Tag/morgens mittags vnd zu Nacht jedes mal auffzwey oder drey Loht getruncken Iwider bringt die verlohrne Sprach. Weiß Gilgcnwasscrdrcrffig oderviertzig Tag / alle morgen vnd Abent / /edes mal auff drcn oder vier Loht getruncken/ vnd sich sonst vor anderm vielen trincken gehütketale sehrmankann ist gut für die Wa sser-sucht. Werß Grlgenwasscr ist auß der Massen gut denen Frawcn / drc Kindts m Arbeit gehen / daß sie dcsta che gebären / dann cs thut auff die Schloß vnd fördert vnd treibt die Gebürt / doch sänffrigltch ohne Schaden auß/ vnd einer zarten krancken blöden Frawcn gehört auff drithalb oder drey Loht Ieiner mittelmassigen auffvierthalb oder vier Loht vnnd einer ssarckcn aufffünffthalb oder fünffLoht zu trincken. Weiß Gilgcnwasscr fönff oder sechs Tag Imorgens vnd Abents Ijedes mal auffdrey Loht getruncken vnd das Haupt damit be-sirlchen /ist gut dem Menschen der ein starckcn Fluß in dem Haupt hak. Weiß Grlgeuwaf-serjcden Tag zwey mal Ijedes mal auff dren Loht gett uneken heilet vnd vertreibt alle Ge-fchwervnd Vnreinigkcit deß Leibs. Weiß Grlgenwasser ein lange Jett alle Tagzwcy mal gctruncken/jedes mal auff zwey Loht Iist gut für Flüsse der Au ffeyrgkcit / vnd den Leib von aussen offt vnd dick damit gewaschen Iee macht den selb/gen fast rein. Weiß Gilgcnwasscr ein Vierden Theil von einer Maß in ein Fuder Weingethan der trüb oder ran ist macht denselbigen schön / lauter vnd klar. Weiß Gilgcnwasscr vertreibt die Rüscln vnd'erdem Angesicht ldamit gewaschen zum Tag zwey oder drey mal vnnd jedes mal von jhm selber lassen trucken werden/ das drey oder vier Wochen gcthan. Weiß Gilgenwasser zum Tag Zwey mal'/ jedesmal auffzwey Loht getnmcken drepssig oder viertzig Tag/ist gewiß vnd gut für den Stein/vnd darzu bewehrt Iwicwot ich fundenhab/ daß man mehr nicht dann ein Nüsschalcn voll zu einem mal trincken sol/das ist aber viel zu wenig/darumb rum deß Wassers jedes mal auffzwey Loht. Weiß Gilgcnwasscr ein Tüchliff darein genetzt vnd den Fra-wen an das heimlich Endt gelegt Ialle Tag zwey mal vnd jedes mal auffzwey loht getruncken Imacht die harte Mutter weich. Weiß Gilgenwasser ist gut weicher Frawcn die Mutter schwirrt Ida ß ihr der Eiter zu der Scham herauß gehet/ die misch vnder weiß Gilgenwasser ein wenig Roscnwasscr/vndtrinck das deß morgens nüchtern / auff drey oder vier Loht so vertreibt es alle Vnreinigkcit von jhr Idie jnnwendig in der Mutter ist. Weiß Gilgcn- wasser mit Roftnwasscr vermischt vnd getruncken / vertreibt den Weibern die Schmertzen vmb den Nabel.Werß Gilgcnwasscr zwen oder drey Tag getruncken/ morgens vnd Abents/ jedes mal auffvicr Loht/treibt die tcdte Geburt von der Mutter auß. Weiß Giigenwas- servertrcibtdie Flecken deß Angesichtö / offt vnd dick damit gewaschen vnd von jhm selber lassen ttuckmwet-dcn. WeißGilgenwasser ist warm truckcnvnd gekemperierek siretssc dcrowegen ab Ivnd macht rem idammb ist es gut wider die im petigines oder Flechten mit Honig vermischet lvnd morgens vnd Abents damit bestrichen. Weiß Gilgenwasser heilet den Brann k deß Fernere lmorgens vnd Abentö damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Weiß Gilgenwaffer heilctaller giffkiger Thier Bissz morgens vnd Abenks damit gewaschen / vnd Tücher darein genetzt vnd jedes mal darauffgelegk. Weiß Gilgenwassenß gutwennein Fraw zuviel vnkcusch ist / dersol man das Wasser zu trim cken geben ljch auff zwcy Loht lso vergehet es ihr. Weiß Gilgenwasser gettuncken jeden tag zweymal Ijedes mal auff drey Loht Ibringt den Weibern jhre Blum. Weiß Gilgenwaffer ist gut welche Fraw jhre Jett zu viel hat ldie vermisch darundcr Rosenwasser / netz ein leinen Tüchlin darein )vnd schieb es an ihr heimlich Statt/so kompt dieKranckheit zu rechter Jett. Weiß Gilgenwa sser das Angesicht offt damit gewaschen erstrecket die Haut mit einer temperierten Röhte Ivnd vertreibt die Runtzeln deß Angesichts. Weiß Gilgenwurtzel Wasser. Erß Gilgenwurtzcl Wasser ist gut wann ein Wundthitzig ist oder vngeschlachk/da-gewaschm I vnd ein Tüchlin darein genetzt vnd darauff gelegt morgens vnd x&=>*Abmf6 Idas kület vnd heilet sie schön vnd ist edeler dann Goidt. Weiß Gilgenwurtzel vertreibt die Runtzeln deß Angesichts lofft damit gewaschen vnd von ihm selber lassen trucken werden. Weiß Gilgenwurtzel Wasser Heiletalle Blatterlin deß Nfcmdts / offt damit gewaschen. Weiß Gilgenwurtzel Wasser mit Honig vermischt/vnd den Mundt damit gewaschen lheilet derselbigcn Verscrungen. Weiß GilgenivUrtzel Wasser heilet das faule Janflessch offt vnd dick damit gewaschen vnd in dem Mtindt gehalten. Weiß Gil-gcnwürtzcl Wasser vertreibt die Raude vnd jucken / offt damit gewaschen vnd von ihm selber lassen trucken werden.Weiß GilgenwurtzclWasser heilet den Bissz der Schlangen/getrun-ckm morgens vnd Abentö Ijedes mal auffzwcy Loht/ vnd Tücher darein genetzt vnd darüber gelegt. Weiß Gilgenwurtzel Wasser erkläret vnd lautert die Augen ein Stundt vor Nacht in dicselbigc hinein gethan. Don weiß Gilgen mit ihren Wurtzeln Wasser Blatter von den weisscn Gilgen zu sampt derselbigen Wurtzeln werden in gleichem Gewicht gleich viel vnder einander gehackt/vnd in der Jett wenn dasKraut Blumen oder Gilgen tragt/gebrannt. c Weiß Gilgen vnd weiß Gilgenwurtzel Wasser/reiniget das Morpheisch Angesicht/ morgens vnd Abenw damit gewaschen Ivnd von ihm selber lassen trucken werden. Weiß Gilgen vndjhrerWurtzelwasser/heiletdenBrannt/damttgewaschenjedenTagzweymal/ vnd jedes mal ein leinen Tüchlin darein genetzt vnd biß es heil wird / darauffgelegt. Weiß Gilgen vnd jhrerWurtzelwasser kommet den Gichtbrüchtigen Gliedern zu hülff damit gerieben vnd von jhm selber lassen trucken werden. Weiß Gilgen vnd ihrer Wurtzclwaffer/ heilet die ftische Wunden / damit gewaschen vnd Tücher darein genetzt / vnd darauff gelegt/ zun: Lag zwcy mal. Weiß Gilgen vnd ihrer Wurtzelwasser /heilet die Bissz der Schlangen ldamit gcwa sehen vnd ein leinen Tuch darein genetzt vnd darüber gelegt. Weiß Gilgen vnd jhrer Wmtzelwa sser lstillet das bluten der Wunden / ein Baumwoldarein genetzt/ vnd dre Baumwol vber die Wunden gelegt. Weiß Gilgen vnd ihrer Wurtzelwasser reiniget vnd säubert der Frawen heimliche Endt offt vnd dick damit gewaschen. Weiß Gilgen vrid jhrer Wurtzelwasser Itmcknet vnd heilet die Wunden vnd wehret dem vberflüssigen Eytcr izum Lag zweymal damit gewaschen Ivnd ein leinen Tuch darinnen genetzt vnd dar* vber gelegt. 5 ff V-tt Äon WldcrtodtKraut Waffer/ Capillus veneris. Aö beste Theü vnd Jett seiner Destillierung ist die gantze Substarch mitten im Meyen gebrannt. Widertodt Kraut Wasser naher sich der Temperierung / vnd einer kk'incn trückne/macht subtiel vnd drssoluieret/ vnd vertreibt die Räudigkeit deß Haupts die einem die Haar außfrist / vnd die Beulen deß Haupts / vnd in der Behaltung deß Haars alle tag zwei) oder drey mal ljedes mal auff zwey oder drey Loht getrunckcn. Widertodt Kraut Wasser reiniget die Brust vnd Lungen/ von allen groben schleimigen Feuchtigkeiten/also gctrun-cken. Widertodt Kraut Wasser dreyssig oder viertzig Tag alle Lag zweymal getrunckcn/ ftdesmalauffdreyLoht/brichtdenSkein» Widertodt Kraut Wasser jeden Tag zweymal Ijedes mal auffzwey Loht getrunckcn / ist gut für die Geelsucht vnd Mrltzenwche hilfst dem Magen vnd Därmen alles Colerischcn Vberflussee ab macht der Harnwindt ein end/ vnd zerkheiler düScrophulas oder Kröpff/zum Tag zweymal darüber gelegt» ÄonWachholterbeer Wasser» /^^IebesteAcitderWachholter Destillierung ist im Anfang deß Herbstmonate / die sj^jj Becr dic da schwache Farb vnd wol zeitig sindt gequetscht vnd gebrannt. OG& Wachholterbeer Wasser getrunckcn morgens mittags vnd zu Nacht jedes mal auffzwey loht Iist gut für das Grüen in den Lenden vnd in der Blasen/ reiniget die nieren vn blasen/vn befördert auch den harn.Wachholterbeer wasser ist gut zu alle der kranck-heiten Glider von Kälte Idamit gerieben morgens/ mittags vnd zu nacht /vnd jedes mal von jhme selber lassen trucken werden. Wachholterbeer Wasser macht subtiel / öffnet vnd reiniget die vnsaubere Geschwer / damit gewaschen. Wachholterbeer Wasser bewegt den Harn / vnd bringt die monatliche Blum Ijeden Tag zwey mal getrunckcn jedes mal auff drey Loht. Wachholterbeer Wasser treibt die todke vnd Lebendige Geburt auß Mutter Leib/ auffzwey Loht getruncken / darumb sollen es die Frawen die mit Kindern gehen/nicht krin-cken / es vertreibt alles Gifft lalso getruncken Ivnd heilet die Biffz der gifftigen Thier. As beste Theil vnd M semcr Destillierung ist Kraut / Stengel vnd Wuchel/ Substantz der in den Wälden wächst / vnd nicht gepflantzct ist gehackt/ (^Tvnd im Ende deß Meyen gebrannt. Waldkmcister Wasser ein gute lange Icik getrunckcn morgens vnd Abenrs jedes mal auffdrey Loht/ ist gut der Leber die verdorben ist / oder verderben wil vonvberiger Vn-keufthheit. Waldtmcister Wasser ist auch gut in vorgcmeltcr Massen getruncken / da einem Menschen die Leber faulet oder faulen wil Idem Hüffe es widcrumb man mag auch das Wasser brauchen an Statt deß Leber Krauts Wasser so man das nicht haben kann' Asbeste Theilvnd Zeit der Destillierung deß wilden Saffröns sind die Blätter von dem Stammen gebrochen lvnd im Anfang deß Meyen gebrannt. Wild Saffronwasser ist ein edel Wasser das Samt Anthomj / oder das wild oder hellisch Fewer / in Lateinischer Zungen lAnis perlicux genannt / zu löschen leinen Lüchlin darein genetzt drey oder vierfach / vnd darüber gelegt/ jeden Tag drey oder vier md. Äon Waltmeister Wasser. Äon wildem Saffronwasser. Das Das xxi. Lap. Don Je länger JelieberWaffer. Je beste TheL! vnd Aett seiner Destillicrung sind die Schoß / Ende deß Brache monatoabgeschnttten / die öber grawe Rmden abgeschabt/ die ander darnach/von den Latemtschen Corticum medium, Amara dulcis, von den Deutschen dre mittet Rmdk von Büttersüß oder Je langer Je licber/auch abgeschabt darumbwcnn man die Rrnde kocht /so wirdk /hr dannenhero auch der Name Je langer se süsser Bittersüß / oder Jelängerje lieber. Je langer je lieber wird im Ende deß Äteyen gebrannt. IelangerjelieberWaffergetruncken morgens vnd Abents/ iedcsmalauffdreyloht/ ist auß der Massen gut für den Stein. Je langer je lieber Wasser in vorgemelter Massen ge-truncken Iist gut für den dürren rrucknen Husten macht weit vmb die Brust/ vnd starckt vnd öjfiiet die Lungen. Je langer je lieber Wasser jeden Tag zwey oder drey mal getruncken ist fast gut für das Keichen / so von Hitze kompt. Das xxii. Kap. Don gemeinen Iwrbeln Waffer. IebesteAeitder gemeinen Awibeln Destillierung/ist der Herbstmonat/dieWur-! tzel gehackt vnd gebrannt. 1 Awibelnwasscr getruncken vieroder^fünffmal je auffzwcyLoht/hilfft der von einem Thier oder von Gewürms Biffz feine Sprach vcrlohren hat.Iwibelnwasser zu der Nasen ein gezogen oder darein gegossen Ivertreibt dem Haupt das schweren. Awibein- wasser ist gut die Aan alle Morgen damit gewaschen vnd gerieben dem thun sie nimmer mehr wehe. Iwibelnwasser macht das Haar wachsen / das kalreHaupt damit alle Tag gerieben (6wird widerumb mit Haar gezierek. Iwibelnwasser morgens nüchtern auffzwey ober drey Loht getruncken Iverkrecht die Spulwurm in dem Leib. Don Jeitlosmkraut Wasser. As beste Theil vnd Jett seiner Destillierung ist Kraut vnd Wurtzel mit aller feinek I Substantz gehackt / vnd mitten imMeycn gebrannt. ) Jeitlosenkraut Wasser ist gut getruncken mittags vnd Zu Nacht / jedes Mal auffdreyodervierLoht/wannderMenschvniüstigistzuEssen. Jeitlosenkraut Wasser ist ist gut getruncken morgens vnd Abcnts / jedes mal auff vier Loht/ da einem die Rippe oder 'Bein zerbrochen sind. Jeitlosenkraut Wa sser heilet die Wunden gar wol morgens vnd Abenks / jedes malaussdrey Loht getruncken lvnd damit.gewaschen. Jeitloscnkraut Wasser jedesmal sechs Loht getruncken / erweichtden Bauch. IcitlosenkrautWasservertreibtdiS Lamigkeit der Glieder Idamit gewaschen vnd gerieben morgens vnd Abents. Jeitlosenkraut Wassergetrunckcn jeden Tag zweymal Ijedes mal auff drey Loht heilet das vcrserte Gedärm. Don wildt Iyttvanwurtzel Wasser. Je beste Theil vnd Jeik seiner Destillierung sind die Wurtzeln gehackt vnd im | Ende deß Äkeyen gebrannt. J Iytwanwurtzel Wasser ist gut / die Füßdamikgericben/fürdasIipperlin oder Podag-a. Iytwanwurtzel Wasser oder Hundtskürbs Wasser verbessert vnd reiniget die böse Magen / deßmorgens nüchtern auff drey Lc ht gerruncken. Iytwanwurtzel Wasser Fff ij am am morgcn nüchmn wann die Glocken vier schlagt aussachk Loht getruNckerr vnd biß vmb die neune gefastet Ibefördert den Stulgang. Zytwanwurtzel Wasser löschet das heilige oder wilde Fcwcr / Ignis perßcus genannt ldrey oder vierfach leinen Tücher darein genetzt/vnd darüber gelegt ivnd wann sie trucken werden/ widerumb genetzt vnd darüber gelegt / biß es ge-löschet ist. Aytwanwurtzel Wasserverkreibtdie Massen vnd rohte Klecken in dem Angesicht/ so man es offk damit waschet. Aytwanwurtzel Wasser reutet alle Rüseln vnder den Augen vndallenthalbenauß/ offt damit gewaschen vnd von ihm selber lassen trucken werden. Zeit-wanwurtzel Wasser ist gut zu den rohren auffzügigen Angesichtern damit gewaschen vnd vonjhm selber lassen trucken werden. Aytwanwurtzel Wasser germncken ein mal odervier/ jedesmalauff vier Loht/macht woltawen / vnd benimpt die Phlegma in der Keelen/ die Keelen von aussen damit gerieben. Aytwanwurtzel Wasser vertreibt das lauffende Gesicht lGeschwulst vnd Gicht Tücher darein genetzek Ivnd vbergelegk. Ende dlfts andem vnd letzten Buchs. SIMPLICI OR.VM, ITEM ET COMPOSITORVM, Q_V O R V N- D A M IN HOC OPERE ME-dico contentorum. A. Brotdnum. \GG iLs^maranthut lutea & purpurea. Arifarnm. Abfinthwm. 164 173* Ariflolochia. IfZ Abfintktum mari- Amygdala. 80 Arthemifia. 221 r6; zAmianthus. 411 Afarum. 6 Acacalis. 54 Ammi. syz Afelepias. 210 Acanthaniva. if8 Amylum. 93 Afeyron. 240 Acanthium. 160 zsfmmos. 412 fifinivngula. 45r Acanthus. i£o Amomum. 10 Aßus lapis. 407 Acetum. 3^7 Ammomacum. ** 207 Ajphalatos. 45 Acetum Scilliticum. 369 Ampeloprafon. 115 Ajphalathus. 14 Acetum mulfum. ;68 Ampehtis terra. k 4-6 Afplenum. 2)2 Achillea. 26z Amurca. 66 Aßragalus 276 Acidamurcina. ;68 Anagallis. H3 Aßaragi 108 Aconitum. 287 Anagyris. 240 Athera. 90 Acorum. ; sAtnchufa. *59 Atramentum librarium. 416 A dar ce. 406 Andrachne. *95 Atramentumfutonnm. Z96 Admnthum. ;i8 asAndrofaccs. 33* AtraÜilis. 210 Adeps. 460 Androfamon. *43 Atriplex. Ivs *AdgilopS. 135* 310 Anemone. 142 Auena. 9° \AErugo vermicularis. tsAirugo raßlis. ;88 Anethum. 18? Auenaßerilis. 320 387 Amfum. 188 Auricula muris. 147 tAEfipus. 45? Anthdlts. *53 Auripigmentum. 399 tAEthiopis. 304 Antirhrinum* 0 318 ty£ntis. 411 Aparine. 209 *Bacharis. 176 tAEsvßum. 358 Aphaca. 124 Balfamum. 1? tAErisßos. 38^ dAptafirum. *1? Barbulahirci. 121 zAErisfcjUdmx. z;6 Apium paluftre. *93 Batus. 264 Agaricum. 149 Apium hortenfi. *93 Beta. IO? A gerat um. 274 Apium ruflicum. '93 Bdellium. Agalochum. 15 Apiumfaxatile. Aptos. *94 Betonica. 246 ^Abiuga. 244 349 Bitumen. 45 zAiabafintes. 410 Apollinaris herba. 280 Blata. 451 Alauda. 4f? Aqua. $66 Blitum. 104 Alcea. 2Z9 Aqua marina. 3^7 Botrys. 222 Alcibiadion. z59 Aquamulfa. $66 Bouis oculus. 235 zAlemium. 405 Arabicus lapis. 410 Brajßcafatiua. 105 tAllium. \z6 Arabius. **? Brajßca canina. 18 y. 357 Aloe. 1^3 Araneus. 455 Britannica. 247 <*Adipon. 351 Aron. \$6 Bromus. 320 Ahfma. 241 Arbutus. 79 Bryon. -5 tAhJfum. 209 Ardion. 304 Buccinum. 158 Alßne. 293 Argemone. *43 Buglojfum. 314 Alt hic 0 a *59 Argentifpuma. 3?1 Bulbus agreßis. a9r tAdumen. 399 Argenti recrementum. 39* Bulbus vomitorius. 13 * Ambroßa. 221 Argentum viuum. 395 Fffi BhI" Bulbus eflmentm^ r)7 Cyclaminus. *33 Daucum. r?7 198 Buccmum, 1^8 Cicuta. 288 Pelphinon. Bunion. 31) Cydonia. 74 Dittamum. 171 Buprefies. 454 ijydonomeli. 370 Dtphryges. 398 Buphthalmum* *35 (ymices leftuarij. 450 *Doricn%on. 28 y Butyrum. 457 Cyminum. 189 Draco marinus. '447 Butyri fuligo. 457 Cyminon agrio n. 1^0 Dracunculus maior Qr minor. Qimoha terra. 4lZ 135- Co Cinamomum. 9 Dryopterus. 355 Aeolia. 3u Cinnabens. 34- „ Dulcis radix. 153 (alx vina. 404 Qnocrambt. 357 E. (ahmos. 5* Qphi. 16 Caltd. *73 Cyperus. 3 Tf Benus Ebulus. Calamvts. 12, Cyperus odoratus. 3 59 Cancamum. Ciroffu 85 347 Can cerflu u tat ilis. 446 Ctrc&a. 2,24. 28; Ebur. 455 Cannabis. ifp. 2.4Ö Cirfion. JIO Echinus. 444 'Cantharides. 454 Cytifus. 308. Echion filueflre , Dome lucum. Capparis. 140 Qitromala, . 76 z6o. Cardamomumo 4 Claucion. 208 Elatme. 2 £5 Carduus, 106 Clematis. 294 Elatenum, 35 Carum. 188 Clymenum. 253 Elenium, 18 Cafeus. 557 Qimoha terra. E lenio n zAEgyptium. 18 8 Qlinopodium. 211 Eleomeh. 21 Cafianea. 67 Cnicusfiluefirisc 355 Empetron. 351 Caucalis. lie> Coagulum. 459 Enula campana. 18 Catanance. jt8 Coccus haphicdo 269 Snula cAsgyptiaed. '9 Cedrus. 47 Cochlea. 446 Ephemeren. 292 Centaurium magnum* Ü4 Colchicum. 291 Ep ime dium. 456 Centaurium minus. 155 Cohmbades. Epipailis. Cepa. 115 Colocynthis. 349 Epithymon. 350 Cepea. 241 Colus rufitea. 2.10 Equijetum. 268 Cera. 468 Cochlea terrefires* '444 Ecjuusfluuialis. ■448 Cerafum. 469 Conyza. 22; Ereb/nthos. 95 Cerafus. > 7? Corallium. 40^ Ence. 54 Cerui ocellus. 169 Coriandrum. 192 Formaceus marinus. 444 Ceruifia. 393 Coris. 244 Erinaceus terreflris. 444 Chalcitis. Z69 Corium vetus. 451 Ennus. 26'r Chatne daphne. zr.6 Cormcispes. 1x2 Erugo rafilis. 37« (hamehiatuU. 4.4 r Cornus. 78. Sringium. 162 jfham&cijfus. Zi) Cornu cerui. 454 Snfifceptrum. U ^hamedioSo „212 Cos. 413 Eruca. iio. 454 Chamelea. 346 Coßus. 11 Euphorbium. 205 Chameleuce. 3[4 Categonon. 22? Eupatonum, 166 (hamsleon albus 23? Crateogonon, 227 Eruum. 98 Chameleon niger. 253 Crimnon. ,89 Chamepitis* M4 Croco dihum. > Z7 F. ^hamefice. 544 Crocus. Chelidonium. '45 Crocomagma. 18 TßAba. Faba AEgypt 95 Chehdoninm minus,, Cucurbita. 114 96 Chamedaphne. zrL Cucurbitdßlueftris. 34- Ferrugo. 388 fhamelea. 2; 6 Cucumer. ii(5 Eerula. 201 Chamemalum, 23? CucumerßlueßriSo 3*9 Fex vini. 404 f hia terra. 414 Cuminumfilueflre. 188 Fejl. 4^5 Chihody nomis c 2fO Cuminum fatiuum. 1^0 Fiber. 44« Chondnlla. 114 Cunila. 168. 16 y Ficus. «5 Chrifitntemonc 273 CupreJfuSo 44 Hydrargiron, 364 305 Fontalis herba. 301 Hypecoon.280 20 3 Fraxinus. Am. 4 V Recremini 449 389 Ranunculus: 14# Rapum. 199 Rapmculus. 100 Raphanus. rot 'Reßnd ah&. 43 Rhamnus. 54- Rhaponticum. 159 Rhodia radix: 2(58 Rhus. 68 RUinus. 337 Rh odo den drum» lyo Rofai 60 Rofei paßilli. 61 Pofaceum. H Rofmannum coronarium. 200 Rotundus luncus odoratus. IZ Rumex. IOZ Rubiafatiua. *37 Tpubricafabrilis* 395 Itybus. 264 Rubuscanis. 56 Rubusldeus* 264 Rufcus. 3*4 Rata. *79‘ L.- OAbind. 47 ^, Sagäpenum» ZOf Sal 401 Salfamentum. 450 Salamandrä. 455 Salix. 64 Saluia. 17z Sambucus. 347 Samius lapis: 414 Samia terra. 414 Samfuchum. 176 Sandarachd. 399 Sanguinalis^ 240 Sanguis. 467 Sarmentorum vitium cinis. 405 Sarcocolla. 108 Sapphirus. 4" Satyrium trifolium. 22? Satureia. 175 Scammonia. 345 ScandiX. iiS Schcenos. 12 Schinides. ibid. Scilla. 138 Scillinum acetum. ?7o Scillinum vinum.** • 370 Schiflus lapis. ^ , 409 Scolopendra. 447 Scolopendrion. 13? Scordium. 28? Scoria argenti. 391 Scorpiodes. 358 Scorpio marinus. 447 Scorpio terreflris. 447 Securidaca. 2?0 Sedum magnum: 294 Selenufia terrd. 4I5 Semperuiuum. 295 Senecio. 299 Sehettus anguium. 447 Sepia feps. 448. 455 Serpillum. 176 Sertula (yimpana: 177 Sefamd. M Sefamoides. 328 Sefalum varium generum. i8f Sideritis. z6z Syhbon. W Siligo. 90 Siliqua dulces: 75 Silurus. 449 Symphiton. 251 Sinapi. 117 Sinapis. 394 Silphia. 45i SilUeflris ruti. kfp. 180 Silurus. 449 Stfier. ioz Sißmbrium: 110 Sifon. 187 Sium. 100 Smarides. 450 Smilax aßerd. 3*3 Smilax hortenfis* 3*3 Smilax leuis. 3*3 Smiris. 4r5 Smirmum. 195 Solanum hcrtenfe. '283 Solanumfuriofum 285 Solanumfomniferumi L84 Solis oculus* 234 Sonchris. uz Sorba. 78 Sori. 39^ Sparganiuml 258 Spartium. ??? Spina Arabica. 258 Spodium einer uti* ?8? Spondilum. zoo Spongia. 406 Spuma argenti. 59t Spumafdhs. 402 Spuma nitri. 403 Spumeum papauer* 2,80 Squamd aris* $68 Stachis. 216 Stupis agrid. 3?1 Stoebe. 252 Sternutamentarid: i?r Stachas. 167 Stibium'. 390 Styrax. ?6 Stratiotes. Zor 41 ... Strobilus. Suillus talus. 454 Sulphur. 4od i: , N ' tf ’ Alusfuillus: A Tamanxl 454 5? Taxus, 289 Telephium. Ut Telhna: 445 Teri- Terebwthm- Terminalis. Terra. Terra lemnia. Terra eretna. Tefiaceus. Teßa fornace a. TejUculm Serapiits. Teticrion. Theacim lapis. Thal-affomeli. Thahetron. Thapßa. Thjites. Thymbra. Thyme Ua. ihymoxalme. ihymum. Jbalajfomeli. J halaß? i. Thalaß i maim» Thalitron. jhndax. jhus. Thuris cortex. jhaffilago. jhurisfiihgo. Thuris manna. Thypha. jhtphriges. Jithimali. Tomentum. Torpedo. Tragacantha. Tragos. Tragoriganum. Tragus. Tragus cerealis. Tragium. 42 Veßcaria. 284 240 Vini natura. 3^ ,417 Vinum acerbum. 365 395 Vinum melitite. 36; 413 Vini varia generd% 370, ■&feqq- 413 purpurea. 312 4'5 Viola matronalis. 226 228 Viold Maior ana. 25 £ 212 Vipera. 447 409 Vtjcum. 208 367 Vitex. 6Z 299 Vitis alba. 3J2 331 Vitis nigra. 353 411 Vitis vinifera. 359 ibi. Vitisßlueßris. 351 346 Vlmus. 51 369 Vmbihcus Veneris. ly6 175 Vnguentorum compoßu io. 24 Z67 Vnguis odoratus. 445 128 Vngula aßm. 451 ibid. Vrceolans. 292 299 Vrina. 467 117 Vrtica. 292 37 Vua. 560 39 210 35> 39 2Z4 398 338 "3 447 l6l 90 270 ibid. ibtd. Trtbulmterrefiris & aquaticus. *53 Tnchomanes. 31 Trifolium odoratum. 218 Trifolium. ibi. T nganum Heracleoticum. 169 111 87 *12.219 122 220 Tnpohon. Triffago. Triticum. Trixago palußrü. Tubera. Tußilagö. X. XAnthium. Xiphion. ZEafimplex. Em gib er. Zythum. Zopßa. > 318 zf7 89 131 89 * "X 7 Ar ia genera vinorum ßfo-V Ls tfl.vfqueadfii. Veyatrum album. $16 Ver atrum nigrum. 3 27 'Verbafcum. 302 Verbenaca. 274 1 Vnguenta. A 7^ Nguentum rofaceum V 7-?. Elatinum. Melinum. Oenanthmum. Telinum. •« Sambfuchin}tm. O ciminum. Abrotaninum. Aaiethinunm. Lilinum. Narciffinum. Crocinum. Cyprinum & Liguj 3° Irinum. Mufieum. Amaracinum. 4? 279 397 226 i5 88 25>0~5\3 214 405 71 261 .451 202 254 294 206 263 316 Vf 414 3*3 218 9° 197 56 141 90 239. 240 56 243 17 262 43 322 448 255 81 112 6 317 295 5r 137 129 - t6i 345 ' 291 404 45? Hundts. Hundtskram. 134 Knoster. 454 Meyblumlein. 292 Hmdtberrn. Knobloch. 126 Meistenvurtz. 200 Hirsin. Knoblochskraut. 219 Melken. ioj* HirWMg. 217.233 Kol. IOf Melier Erd. 4 5 Hiri?brrlnst. IiZ Kraenfilß. 112 Melissenkrartt. 215 Hir^e Gcmächc. 4fi Krafftmel. 91 Mengwirri?. 102 Hrsop- 167 Kraußdijfel. 162 MeerBiirtzelkraue. 344 Hochlcrichttir. * 23? Krebs. 446 MeerluNgen. 451 Hohefarm. 3f2 Kressen. Meerelß. i^5 Holder. 347 Kreuselbeer. 54 Meerfenchel. 111 Homgapffel. 7s Krottendill. 299 Meergewächs. 55 Homgöl. 21 Kuhdill. 23s Meergraß. 300 Honig. 468 Kurbiß allerley. ri4.lls Meermoß. 300 Horagfrem. 410 Kuchenschell. 142 Meerhaß. 448 . Hüner. 4s2 Kupfferschlag. 386 MeerIgel. 444 ^Hundsköl. 28? Kupsserblum. 386 Meerdrach. 447 Himd6z»ng. 3i; Kuxfferffein. 408 MoerScorpion. 447 Kupffer so gebrannt. 38s Meerspinn. 448 3 ; L.' Mertzbürmen. Merizviolen. 276 312 ^Aspis. -^Jelängerjelieber. 4x2 ^sAnger Pfeffer. Meerlilien. 226 244 130 Meerschallm. 405 Je langer je lieberWeibleitt.ibld. ^Lasurffekn. 394 Meerschwamme. 40 Igel. 444 Lamch. 117 Meerschwammstein. 412 Iblsch. 238 Leberkraut. 272 Meerwasser. 3§7 Indisclieblatter. 7 Leder das alt ist. 4si MeerVfersandt. 431 Iitdischblaw. 3-4 Lemnische Erd. 39s Merzwibel groß vnd klein. 138.139 Ingwer. I31 Leim. 208 Meerfenchel. in Ingrün. 24? Leindotter. 92 Mespelbaum. 77 Isop- 147 Lerch. 453 Metlßörlein. 147 Indischer Stein. 2--.4H Lewentap. 2X1 Metterkrailt. 234 Judenkirschen. 284 Lerrrentranck. 36s Milch. 45^ Leuschen. 2s8 Milchstein. 410 K. Leußkraut. 331 Mirrhen. 35 Lxebssöckel. 183 Milzkraut. 232 K^lek. ^^Klapperrosen. 404 Lidweich. 2fQ Mist, 466 277 Lüien. 214 Monstein. 411 Katzentrerrblin. 148.270 Linde Hundszunge. 260 Moßkolben. 224 Klein Kaizenwedel. 248 Linsen. 97 MttNtz. 173 Katzenwedel. 268 L'PP. 459 Muckenkralit. 22 f Kelbcrkern. 30- Lorbeem. 48 Mundcholtz. 57 Kellershalß. 346 Lorberbaum. ibid. Muscheln allerley. 445 Kelberkrarrt. 1x8 Wk. Muscheln schalen. 445 Käß. ss7 Kaffe». 8>7 N. Kelischbaum. ^MAgnetenftein. ^^Magsayren. 410 Ebelkraut. *^Nachtschad. Kinderpap. 50 278 296 Kirschen. 73 Maior. 104 283 KirschboME . KlapMrMn' ibid. Maiorarr. 176 Äater. 447 277 Mahlerruß. 4i<> DLaterstein. 412 Klebkrarrt. 205» Mandelbaum. 80 DLegelblumlein. 213 Klein Pasilien. 178 Mandelkern. 80 Negelkraut. 272 Kleine Bibenell. 320 Mongole. 107 Nespel. 77 Klein Hairßwtirtz. 91 Mannßtrew. 162 Nespelbaum. 77 Klein Klttten. 304 Marek. 4^4 Ressel. 297. Klein Sesamoides. 329 Mastix. 41 Riderfaren. 352 KleinSonnenwirbel oder kraut. Maulbeer. 82 Ritersaltz. 403 3f8 Mawerpfeffer. 265 Riterschaum. 403 Kletten. 32s Maliß. 4^5 Rießkraut. 13z Klingelmoren. 102 Meth. 366 O. Knabenkraut. 228 Medischkrout. 123 ^Chergeel. 494 Ochsen, Ochscnzrmg. Odermemg. Ochftnschalen. Öcl allerlei) Oliiren. Oram. Olander. Olm. Osterlrrcey. Ochoirna. ;io 4's 151. &f H3 2510 4ff IfZ 147 P. Axapelit. , 184 Paradeyststoltz. if Peomcir. z;f Pestilentzblttmen. zps Petersilien. - ' 174 Pfaffenbint. 1)6 Pfeffer. > ijo Pfcffcrkümmel. 187 Pfenmgskrqllt. 207 Pfer'fig. ?f Pflanmenbarlm. 77. Pickbarrm. 241 Pimperm'lsstein. 8i Ptmfcnstcm. 401 Pimcnkem. 41 Polet). 170 PoplNbanm. fo Prnnelken. 2fr Purpiirmuscheln. 81. 44; Q. §->Vecksilber. 37 f Qirendel 176 Welsch Oiiendel. i7f Quitten. 74 Quitterchomg. 370 Qnitkensionig gewessert. 170 Qirrktenöl. r6 R. 228 Raptinnca. ifo Rapuntz. 100 Ranp. 4f4 Regenwurm. 4ff ReinWttmat. 273 Reiß. 9l Riechender Andorn. 216 Rettich. 101 Rictrosirgraß. Rittersporn. Rocken. RchtrischVictril. 39^ Rötelsiein. '395 Rosicwollen. .Rohr. Rosen. 60 Roscnwirr6. 268 Rosmariitzweyerley. 199, 200 RohterArsenick. 399 RohkerBergschwefel. 398 Roht Dannen. . 40 RohtOchsenzung. 259 RohtRohr. fi Rohter Steinbrech. 224. 319 Rüben. 99 Runde Wolsfsmilch. 443 Ruhrkraut. 223 Ruß. ' 44- 41^ S. @A6mallcrley. 24. & ftqq-Saffran. ' 17 401 402 ibid. ibid. i?1 4f° 301 414 4x4 73 242 411 I7f 368 368 4f4 133 447 3f3«j Saltz. Saltzschaum. Saltzwasser. Salkblnm. ^ Salbnuß. • Salbcy. Saltzbruh. Samkrant. SamicrErdt.' Samiersiein. SanctIohannesbrodt. Sanct Iohanneskratit. Saphrrste.n. Satnrey. Sauer Meth. Sauer Salcchrüh. Seukaat. Scubrodt. Scorpion. Scorpionkrailt. Schafsthcu. 268 Scharlach. 229! Scharlachbeer. 269 SchirliNg. 288 Schlaffbecrlin. 284 Schlangenblack. '447 Schmal,?. 460 Schmaltzbliim. 273 Schnecken. 446 Schreiber Schwartz. Schwalb. 453 Schwalbenwurz 210 Schwalbenkraut. 145 Schwamm. 40 4 Schwammen. 291 Schwach Andorn. 2,f Schwarher wolriechender Com aitder. 203 Schwarhe Stickwurh. 3f) SchwacherBergschwebel. 397 Schwebe!. ‘-400 schwertcl. zf7 Seeblimien gelb vnd weiß. 231 Seiffenkraut. 133 Selinirsierstein. 4^5 Scnff. 127 ■ Seps. 4f4 Sesel allerlei). i8f Seiienbaum. 47 Sibengczeit. 218. 307 Silberglet.! 39 r 7 Sliberschlacken. 39r sigmarswurh. 239 sinopi. 395 spangrün. 387 spaitnischgrun. 387 spannischmllckeir. 454 spargen. 108 chxlß 89 spicanardi allerley. 4- tfßw spießkraut. 131 spießgiaß. ' 399 spinn. 455 sporbireir. 78 splitkraut. 34* springwurh. 342 siabwurh. 146 sialkrant. 161 siechdortt. 55 sieekrüben. iS siciitklee. , 41 jkeinlcim. stcndelwnrh. 229 flenikraut. 3a sieinbrech. 351 steinsam. 236 siinckendbaum. 240 siechaskrant. 147 storcksschnabel. 223 sirobeldorn. 154 sußholh. 153 T. c^-agvnd Nacht. 292 ^ Tamariscen. - 53 Taubenkropjf. 306' Taubkorix. 267 Tauber Haber. TaubÄesicl. Tgiisenkgülden. Tausentblat. Terbenthin. EklicherThier Marck. Trauben. Traubenkraiit. Trachenbüit. V. ^Iolwiwh. Viaril. Vlmcrbailm. Ggg 320' 289 ' , ff 301., 309 42 464 360 222 394 394 5' Vw VngclöschttrKalck. 404 Vnschlit vnnd allcrlcy Thier Schmaltzzir bereiten. 4^0. rc. VnzeitigerTrarrbensafft. z^r «Vogelökrairt. 29) Vogelsnefter. 167 ^Logclswicken. 124 ^Vorstoß. 469 W. Wachs. Waldtdiftes. Waldtlilien. Waldtmangolt» Waldtreben. Waldtfaren. Walstro. Walwrrr,?. Wandtlerrss. Wandtlerißkrattk. Wasser. WasserBasilien. Wasser Eppig. Wasserlinsen, sssemüßlein. serpfeffer. Dr Wegerich, ^asserrost. Weberkart. Weberkraut. Wegdistel. Wegdrit. Wegerich. Wegweiß. Wachholcer-Weydr. 4^8 zz6 v Zs? rz>3 2fr 4P 2f8 Z66 26r 110 2s) 1)2 241 448 If7 Z)6 2s) 248 IOA II) 416 ^4. 147 Weiderich Weinbeer? Weinranten. Weinreben. Weintrallb. Weyranch. Wein allerley Art / Nanrr vnd Wircknng. Weinhefen. Weiten. Weiß Eberwurtz. Weißdorn. Weiß Stickwurtz. WeisserSenff. Weiß Hirtzwuktz. WeißNießwmtz. Weißwurtz. Welsch Bemklaw. Welsch Bonen. Welscher Tlardns. Welscher Ginst. Welsch NG. Welsch Qnendel. Welsch Steinklee. Walstro. Wermut. Wetzstein. Wilde Bastlien. Wildt Bingelkraut. Wilder Oelbaum. WilderFenchel. Wilder Galgant. Wilder Hanff. Wilder Kümmel. WilderKöl. Wildt Kressen. WildtLucumer. 240 Wildt Larrg. 12 379 WildeMorett. Il8 *97 Wilder Myrms» )24 Zs9 Wilde Müntz. 17) )6o Wildt Pasteney. is4 )6 Wildt Ochsenzrmg. 2)0, 260 vnd Wilde Raut. 180 I*! Wildt Sassmn. 210 404 Wilder garten Saffrait. Zs? 87 Wildt/ vngepstantzt Reben. )<5b Is6 WildtPeterstlg. 2f0 163 Windt. 2 Wlmden deß Haupts. Balsamholtz 14. Myrrhen 35- Wandt-leußkraut Z59. Schalg oder Wüllkraut 303. Weiß Stickwurß 35i* Schrctzel oder Nachtmännlin. Petonien Z36. Schwere Kränck zu vertreiben. Cardamömlin 4. Balsam 14. camum 16.JS^aphtha 43.Schwartze PopeM 51. Feigenbaum 83. Wegrtch 109. Senff 1Z7. Dannenschwamm 149» Krauß Distel 16z. Wemrauten 179. Masilier Sescl 185. Roßmarin 199* Meisterwurtz zo1* Haarstrang zoz. Lafirpitmm 203. num 20$.ux1/monia.cum Boolriechendek Klee zE. Muckenkraut zz5.Betonicnr46. Ggg rj Fünffrn- Fünffingerkraur ^66, PxpMterß/umeum 280. Sternkraut zu- Mcrßvroln 312.. Christ-rvmtz. 328. Hyppophafium Wetßstiek-«vurtz 354. Schwartz Stickwurtz 253» sau-wer Mcth 368. Meerzwibel Essig 369. Siechaswein 376, Gagatstern 409. Monstern 411. Adlerstein 412» Eselshüb 451» Schwalben 453. Krampff im Haupt. Acanthion 160.Kraußdistel Laferpi-tium 293' Sa.ga.pemm 205.StendklwUrtz 225» Coris 244.'Dirterfchaum 403. Frösch 449» Schwindel ZU vertrerbm. Balsam 14. Haarstrang 202.. Weiß-stickwurtz 352. Meerzwibe! Essig 36§>.mecr-zwibelwein 369. Gebrechen deß Hirns. Saffransalb 29. Keuschöaum 63. Himwüten. Meisterwurß 201. Haarstrang 202. ChristwurtzM. Meerzwibel Essig 369. Himheutlins Blmzu stopffen. Spießglaß 390. Stärckung deß Hirns. Saffransalb 29. Bier 89. Stärckung derSinn vnd Derstandt. Rettich ioi» Derlohrne Sprach vnd stimm wider zubringen. Köl 105. Knoblauch 126. Bocksdorn l6r. Laßrptmm 203.rohker Arsenitk 399. rutpifcis 449. Schlaffsucht. 'Naphtha 43.Keuschbaum 63. Senff »27. Ouenkel 176. Meisterwurtz 2or. Haarstrang 202. Nakcrstein 412. Bibergeil 449. Den verlohrnen schlaff ander zu- bringen. Violwurß l. Amomum Saffransalb 29. Maioransalb 32. Myrrhen 35. Keuschbaum 63. Mandelbaum 8o.^Lattich 117. Aloe 163.Benedictcnkraut 178. Klapperrosen 277. Magsame 278. Schlaffbeer-lin 284. Alraun 286. Alraun Wein 381. Beschwer/Schuppen/ Raudig-keit vnd Lcuß deß Haupts. Baumölauß wilden Dliuen 20, Mandelöl ZU Oleum Myrteum Rosenöl 24. Fenugrecksalbe 26. Liliensalbe 28. Weyrauch 37. Cederbaum 47. Eschbaum 50. Vlmenbaum 51* Tamariscken 53. Werden 64. Wilderölbaum 65. wilde Feigen 85. Fenugreck 94. Pappeln 104. Mangolt 107. Burtzelkraut 107. Knoblauch iz6.Bulbus eßulentui 137. Epheu 144. Glutinum 208.Lilien 214. FrawenhaarzrZ. Leußkraut 331. Meerwasser 367. Sauer-salybrüh. 368. VimmMyrfinite rohter Arsenrck 399. Alaun 400. Augen Wehe. Saffransalbe 29.Basilien 120. Heidnische Goltwurtz 137. Wermut 164.. Wem-rauten 179. Bilsenkraut 282. Eyer 452. Ein hell vnd klar Angesicht zumachen. Grösser Galgank 2. Cimmekrindett9. Balsam 14. Cancanum Baumöl. 19. Honigöl 21. Mandelöl Myrrhen 35. Weyrauch 37- Cederbaum 47-weiße Popeln 50. Lycmm 61. Weiden 64. EtiopischerDelbaumsafft. 66. Kirschbaum 73- Köl 105. Basilien Awibel *25. Senff 127. Pfeffer 131. Ingwer 131. Scubrodk 233. Naterwurtz 235. Kuchenschein 242. Gauchheil 24J. Hthonnar47. Tausentgülden 255. Wermut 264. welsch Quendel 275- Weinrauten 279. raclea 182.Rosmarin 299. Andorn 226. Schlaffbeerlein 284. Taubenkropff 306. Vnzeitiger Traubensaffk 362. meerzwibel Essig 369- Niterschaum 403. Thyites 410.Nater 447. Entzündung der Augen. Indianische Blatter7-Weyraucheruß 39. Cypressenbaum 46. Ahorn 48. Granatapffel 71. Leindotter 92-Linsen 97-BurtzclkrautrO7. Wegerich 109. Wegweiß 123. Kürbis 124. kuchenschellen 242. Stabwurtz 266. maio-ran 276. welscher Steinklee 277. Benedi-etenkraut 278. Eppich 293. meerlilien 226. Hindbeer 264. Eiatme magsame 278. Bilsenkraut 282. Alraun 286. Vogelskraut 293. groß Haußwurtz 295 Wü'l-kraut 303. Sternkraut 322. mertzvioln. 322. Wunderbaum 357- Holder 347. milch# stein 4w. Augen- AugenStar/Flcckm/Blatem vnd Nebel. Myrrhen 35. Naphtha derölbaum 65. Ethiopischer Delbaumsaffk 66.Thebarsche Datteln 70. Kraffkmecl 93-Bonen 95.Iwtbelar5. Scwbrvt 133. Güß-holtz 153. SchwartzConander 105. iium 203. Sagapemm Gamandcrrrr. Chamrlle ^zz.Wolffsmllch 339. Nlderfergenbaum 344. Kupfferblume 586. Ppnisenstem 401. Saltz 401. Saiß-blum 403. Schnecken 446. Mccrscorplon 447. Altgmtneffm vndFlüß. Saffran 17. Gebranthartz 43. Bechruß 44.Ahorn 49. Ebenus jpbLycium Bonen 95. Pfebennö.Basllrenrro. Rosmarin 199. Sarcocolla 20S. WasserbaMen 2.6r. z69. Andorn 226. Hanffz4o. wafferBasilicu z6i.magsamez78. Bt!scnkrautz8 z.Nachtschatt 283. Lag vnd Nacht 292. Vogcls-kraut 293. wilde Cucumer 329. Cederbech-wein 375. Kupffcrblum 386. Saltz 420. Schlangenblack 447- Esel 452. Grillen ibid. Fuchöschmaltz ibid. Ohren Sanffenzu stillen. Mandelöl 22. oleum Bal wurtz Salb 32. Ccderbaum 47. Lorberbaum 48. Fe^enbaum83.Bintzlauch224. Awibelzz?. Scnff227. Effig367. Nner-schäum 40^. Taubsilcht. Mandelöl zz. Iwibel 225. Senffz27. Heidnische Goltwurtz 237. Ouenkel 276. Christwurtz 328. meerwasser mccr-zwibel Essig 369. Kupfferblum^86. schwe-fd4oo. Ohren Geschwer. Feigenbaum 8j. Bonen 95. Hederich 129. Baumleim 105. Flökraut 28 z.Nachk-schatt 287. Nessel ^97- Laubnessel^98. A-laun 400. Eyterstüffe derOhren. Loröl 23. Saffransalbe 29. myrrhcn35-Hartz / bey Lerbenthin weich Beck 43. Ly einmal. wtldcrDelbaUM^s. tw 72. Awibe! 2-5. Heidnische G-twurtz Ggg K) 237 IZ7- Epheu 144-Wekmuk 1^4 ■ Meister- wurtz ioi. wegkrit 148- flöhkrauk rZr.vnzeitlger TraubcnSafft Myrftnitesjz. Alaun 400» Saltzblum 403. Nmrschaum4o3. Geschwülsten hmder den Ohren. Myrrhen 3 5 - weichbech 43 • Feigenbaum 83. Flachs 94- mmge(mury/o3. Wegerich 509. Hederich/2.9. Ibifchkraut 2.39. Hirtio- lier Erde 425- OhrenWürm. Cedeibaum 47- Capern 140. Flöhkrauk 2.8z. Essig 3 6"7. Mterschauch4O^. Derstopffung derMfenvnd an-- der Gebrechen. Maioransalb 3z. Cyprcsscnbaum 46-Granakäpffcl7^- waldtdistel 157- Mscn bluten zu stillen. Weyrauch 37. Bintzkauch 12.4. Wein-tauten 179.Pfefferkümmet 189. stabe^.-sterlucey 152. Pimsenstein 401. verhartcr Meerschaum 405. Arabischcrstcin 410. Smyrk 413.Purpurmuschcln 445. Schnecken 446. Hirtzhorn454. Wenn einem dieJahne von sauren Speisen stumpffwerden. Burtzelkrautto^. Dem gefallenen /geschwollenen vnd Geschworncn Japfflin wider-vmb zu hclffcn. Gallapffel 68. Wolgemuth 168. Laferpitium 103- Nessel 297. Essig 367- Kupffcr-blum386. Saltz 401. Schwalben 453. Rauhe Dürre vnd Vcrhindcr- ' nuß der Zungen. Viol- Violwmß Salbe 31. Mynhen 35. rax/f.Feigenbaum 8 z. Weytzcn8^° Gelten 88. Krasttmeelc-z. Smffizy. süß- Ä?ÜNtz 173. vellen 2.51. Fünffingerkram z66. 304. Caciha 312. Rosenwem 372; Ntter-schäum 40^. Eycr45r. Beschwer der Jungem MunötgeschwervndSchmertzcm Wilder Galgant 3. Aßalatm weich Bcch4i. Cederbaum 47. tligdjy*Mundtholtz 57. 62.Wilder Delbaum 65. Gallapffel 68. Granatapffel 71. Pftaumenbaum79 Wegerich 109. Bocksdorn 161. Wol- gemuht 168. gelb Vivln rz6.Ragwu rß zz8. ChaMillen 233, Englifchkraut 247. Weg-dr siel 234. Brvmbeer 2.64. Fünffingerkraut r66. C'yftnkraut276. Lcußkraut33l. wilder Rebenblüct 361. vnzeitiger Lraubenfaffk 361. Mcerzwiöcl (£ftiQ369 tciyt. Spangrün 388. rohterArftnick395>. Alaun 400. Saltz4o^ Von dm Gebrechen der Brust. Suggeclauß dcm Halß zu bringen. ^Eigenbaum 83. Keigwaryenkraut 146^ O Laferpimm 203. vnzkMger Traubenfaffk 36rWandtlcuß45O. Halß Wehe. Feigenbaum 83. Trauben 360. Essig 367. Beschwer / Geschwülsten / vrrd Entzündungen deß Mundto / Halses vnd Gurgel. Vivlwurtzr. Violwurtz Salb 31. Myrrhen ^.Bdellmsj, weich bech 4 3.Cederbaum 47. Lyciittn öi.Maulbeerbaum 82. Feigen- baums. vnzeitige Feigen 85. Gersten 88. ^)m't93. Rettich 101.Wegerich 109. Bintz-iauch 124. Iwibclniz^. N2i6. wokrttchm-derKlcc2l8. wilde Hchsenzung260. Nessel 297 AEthiopis 304. Pf pßa333- Weiß Stickwurtz 352. Cederbech-wein 375- Hissopwein 376. Stechaswein 376. GewürtzteweiN378. Schwindt vndLungcllsucht zu vertreiben. Pmeenkern 41. Hartz bey Tcrbinthin 42. Lorbeerblätter 48. Feigenbaum 83. Eruen 98. Wegerich 109. Bintzlauch 124. Dannenschwamm 149. welsche Bernklaw 160. Andorn 216. bctonien246. Fünffingerkraut L66.Kelberkern3o9. 9-Mecrzwibel Essig 369. Meer-zwibel wein369. Quittenwein 370. rosen-wein 37z. Dattelwein 373. Wermutwein 376. Steckrübenwein 377* Indianischer-blkatter wein 378. wilder Spicanardiwein 379* Alabaster 4x0. Schnecken446. Blähung deß Magens vlid Gedärms. Beerwurst 3. edleSpieanardt'5. Costus XI. Bdellium 39.BafilikN xzo. cum 150.Kraußdistel 162. wermut 164. polet) 170. weinrauten 179. Liebstöckel 184. Entß 188. Dill 189. pfefferkümmel 189. wilderkümmel 190. groß Habichkraut 19z. Nessel Z97. Thymoxalme Biber449» Auffstojftn deß Magens vnd Gedärms. Welscher Nardi 5. wachholter 46. Tragorigamm 169.Eppich 193. 194-Angelic 196.Haarstrang zoz. Eckeln vnd Dnwillen deß Magens. Chamcleheu wurßel iz. Linsen 97. Feigbonen 99. MkNgelwUrtz 103. gamm. 169.poley 170. rebenblüetzöo. Meth 366. Wermutwein 376. Dickamwein 377'. Auffstossen der Speise. Danncnschwamm 149. Betonten Z46. Weinrebe 359. Den Soht oder Magm beißen zu vertreiben. __ Beerwurst z. pinecnkern 41. Myrtm 71. Genßdistcl nz. Groß Habichkraut 10z.’ Knoblauchkraut ^9. petonien zz6.Brom-bcerz64. Vbriche Vbenche Feuchtigkeit deß Magens. Paradyßholß *6. Weyrauch 37- D-mt-fcn 74« Pfersich 75. mandelbaum 80. Burßelkrauk 107. Vogelowicken 12.4. knoblauch l2.6. Mecrzwlbcl 129. Dannen-schwamm 149. Harthew 234. meer-wibel wem 369. Vimim lentifcinu Kluxm oder Schlucken. BachMÜNß Ho. Rhapontkum 130. D- fterlucey 15z. Müntz 173- Dill 189. Wilder Kümmel 190. PfcnningkrauL 209. Miltzkraut 232. Geißbart 253. Biber 449^ Erbrechen Zu stillen. Edle Spicanardi 5. Violwurtz Sälb 31. welsche Nüß 81. Krafftmeel 93. Bonen 95- welsche Boncn 98. Rettich io/. Bachmüntz no. Frawcndistcl 158. Müntz 473. Thapßa 3331 Mccrzwibkl Wcin/H'i Gal! befördern. Violwurtz i. Lilien salb 28. Duitkett 74. Bastlien 120. Eauscntgülden 155 Wermut 163. Tra.goriga.num g^olcy 170. Müntz 173. Nepeta ^cgclkraut 21z. Mettcrkraut 234. Wegmt 248. Niclen 250. Alraun 286. Daubenkropff 306. Christwurtz 328. Sefamoibeyderley 328. 329. Thapfia 333.Wunderbaum. 337- Verhärtungen deß Magens. MeerzwibelWcin 369. roscnwein 372. Entzündung des? Magens. Paradyßholtz 16. rosenöl 24. Feigenbaum 83. Leindotter 92. Burtzelkraut 107. Genßdistel 113. Wegweiß 113. @«ß| 0^155. großHabichkraut 192. Eppich 193. Weg-trit 248.Nachtschatk 283. Nabelkraut 296. Sternkraut 311. mertzvioln Weinrebe 359; wilder rcbcnblüet^i. Grimmen vertreiben. Violwurtz 1. Großer Galgant 2. Beer-wurtz 3.Cardam6mlin 4-Balsam Sam 14 • Paradpßholtz 16. Baumöl 19. Wachholter 46. mcergcwacho 55. Weiden 64. Feigenbaum 83. Weitzen 87- Hirsen 91. Erlich 98. Bachmüntz 110. Pfeffer 131. Dan-nen schwamm i49.großCentaur 154. krauß-dlstc! z6"z. Nepeta 174.„Clucntd 176. maio- ra n 176. Weinrautcn 170. Panax 182.mastlier Scftl 185. Dill. 189. pfeffer- kümmel 189. wilder Kümmel 190. 191. Petrojelinon. 104.Vogelsnester 198. rosmarin 199. Femla Haarstrang 202. Schwalbenkraut 210. melisten 205. langion herba 217. muckenkrauL 225. Eha-müien 233, Wasserwegench 241. Ich langer ich lieber 245. Pfeudo ola 32k. Ägrcst 365. meerzwibel Wein 369. Merschaum4o3. Den StUlgang zu befördern. Afphalatm 14.Baumöli9 Oleum ninum 22.Kcllcrsha!ß Dele 22. rosenöl 25. Violwurtz 31. Styrax 36. Kirschbaum 73. S. Iohannebrodt 73. pferstch 75- Citri-natapssel. 76. Maulbeerbaum 82. Feigenbaum 83. Haber 90. mcngclwurtz 103. Papeln 104. meltcnros.'Köl 105. meerköl 106. mangolt 107. Wcgweise 113. Bastlietti2o. Scissenkraut. 133. Geubrodt 133. Heidnische Goltwurtz 137; meerzwibcln 139* Dannen schwam /49. Aloe 163. Hlsop/67. Haarstrang 202. Amm Ich länger jeh lieber 245. Iiclandt^25. Erdtfei-gen^49- mech^66. Ein Erbrechen zu erregen. Lilichsalb 28. Lorbeerbaum 45. rci-tithsamen /0/. pfebcn //6. Heidnische Golt-würtz 137-Brechwurtzel /j8. Capern /40. Wolgemuht /68. Stlnckenbaum24O.Ite-((3!tdj25. Nicßwurtz 327.Sylibum ^4-Salb-llttß ^5.rIcitloscn 336Wolffsmilch meth 360. Viekril/69. Schnecken 446. Würm tödtcn vnd vertreiben. Cardamömlin 4. Costus //. Baumöl 29. Wunderbaumöl 2/. myrrhen/5. Ceder-baum 47- Homgapffel75. pstaumenbaum 79- Welsche Nüß 8/. Maulbeerbaum 82. Feigbonch99. Köl /05. Burtzelkraut/07. Knoblauch 126. Gartenkreß /28. weiß E-berwurtz/56. meerelsc/65.Hisop/67.müntz 173- Nepeta 174.welsch Duendel 175. wein- rautcn 179. Coriandcr/9/. schwach CoriaN-dcr2o^.rohtDchschZUng26o.grosseHauß-wnrtz.295.Waldtfam354. klein Sonnen-h\\ut357- Wermutwein Vufnl^96.- HeraUß weichen deß Mbelszu ^ verbessern- Fiöhkraut 282. Darm Darm Beschwer tmb andere Gebrechen. Chamclehcu iz. Baumöl 19. Rosenöl 14.Vtolwurtz Salb 31. Rosen 60. ÄNandelbaum 80. Wehtzen 87. Gerden 88. Flachö 94. «papejfi. 104. Bursselkraut 107. Mcerzwrbelnl39. Chamrllenzzz.Ka-Henwabe! r68. Flöhkrauk z8z. Agrejst 365. Sauwer Sattzbrüh 368. Ccdcrbcchwein 376 Saltzwasser 40z. Schnecken 446. Seukaak 454. Allerley Banchflüjse zu stillen. Edle Sprcanardl 4. Baumöl 19. Mastyöl 2.4. Myrrhen 35. Weyrauchs-ruß 39. Forchken oder rohte Dannen 40. Mtifiichtium 47.. Naphth E’iprcf|en- baum 46. Mac er ,u. Tamarrfeken 5z. siechdorn 55. Hagedorn 56' Hanbuttcn poaßii 5$. Laudammj>. Rosill 60. Acacia 62.Weyden 64. Eychbaum 64. wilder Dcibaum. 65. erngesalyene Qlmen 65. gelb Aepffel 68. Rh Dattclbaum . 69. Datrelöbaum Blüek Rmdcn7o. Gra-natapffel 71. Myrtwji.Kuschbaum 73. Sanct Iohannsbrodk 73. Dutttcn 74. Epirotrfcheapffel 75. Pfeift eh 75. Biren 76. Mespeln 77. Zürgelbaum 77. Cor-nellbaum 78. Sporbiren 78. Maulbeerbaum 8z. Wrlde Feigen 85. Gersien 88. Bynen 95. Egyptische Bonen 96. Linsen 97- Mcugenvmtz 103. Mangolt 107. Wegerich /09. ;• r. cnfti ß 112. Chondnlla gelöwücken. 7Z4. Rhapontkum ijp; Fratven-disiel 758. welsche Bernklaw 160. kleinBa-stlren 178. Wemrauten 179. Enrß 188. Dill 189. Eppich 193. Angelicr96. Md-sicrwurtz ZOI. Ferulä 20 Wirbeldosi zti. Hirtzzung Z77. Secblumen 237. Petonien Z36. Ibischkrauk Z39. Weg-trrt Z48. Ingrün I49. Blaterkraut Z53. Waltmangolt Z55. Wandtleußkraut Z99. Fünffingerkraut z66. Täubkorn z67.groß Haußwurß Z95. Wüllkraut 303. Frawen-haar 318. Draubcn 362. Morochtm 410. Wider die rohte Ruhr. paradyßholtz 16. Myrrhen 35. Ma-sirxbaum 47. Naphtha Cyprcffenbaum 46. Macer st.Cißis 38. 6z. Eychbaum 67. Gallöpffcl 68. Dattelbaum 69. Granatapffel 71. Outt-ten74. Zürgelbaum. 77. Cornelbaum78. wilde Fergen 85. Speltzengrieß. 91. Fenu- greck 94. Bonen 95. Egyptische Bonen 96. Mengelwurtz 103. Burßelkraut 107. Spargen io8.Wegrich7O9. Wajsercpprch 770. Capern 140. Ephcu 144. Dannenschwamm 749. Rhapontic mklifen- kraut z75.Hirtzzung zKnoblauchekraut r79.ruhrkrautzz3. Seeblumen Z37. Ibisch-kraut Z39. Hochleuchte Z39. wasserwcge-ftch 247. Ingrün 249 Lidtweich 250. Brunellen 257. Stoche 2S2.waldt mangolt 255. Ddermenig 266. Fünffingerkraut z66. Katzcnwadel z68.Bintzen 277. groß hauß. wurH. 295. Weinrebe 359. Trauben 360. Vnzerkigcr Trauben saffk 367. Affeer Jwaug. Fcnugrcck Salbe 26. Fenugreck 94. Emen 98. Afftem hemuß weichen zu heilen. Masiichaum 47. Myrtm 7/. Duit-ten 74. Seubrodt 233. Gauchheil 243. Torpedo 447. Den Afftem hemuß zu ziehen. Gauchheil mit den rohtcn Blumen 244. Essig 367. Sauwcrsaltzbrüh 368. Gebrechen vrwGeschwulstclr dest " Hindern. Wunderbaumol 22 Fenugreck Salbe ^6.fnaroran Salb 32. wcyrauch 37. Forchen oder rohte Dannen 40. weichbech 43. rosen 60. Myrtas7/. BoiiCII 95. Linsen 97. Papeln 204. Gcnßdisicl 213. Gelb Vroln 226. Iblschkraut 377. Kupsferblum386. Fistcllt / Schrunden vrid Entzündungen deß Hindern. Strigmata balnearum WUNderbaUMöl- 2t. oleum Myrteum.23.maioranSalb 32. Forchen oder rohte Dannen 40. weichbech 43. Lycium 61.Kcuschbaum 63. Delhafen 66. Granakäpffel yi.Myrtasyi. papkln 704. Gmßdtsid 773. weberkarten wetschcr Steinklee 277. Dill 289. rosma-rin 799". Laferpiuum 203. schwartzer Andorn 275. Gelb Violn 226. Ibischkraut 239. walwurtz 252. Brombeer 264. Fünffrn-gerkraut 266. Crcutzkraut 299. Sternkraut 377. mcrtz Violn 372. Wolffsmilch 339. weinrebe 359. Blcywaschung 389. rohtcrArsenuf 399. Eyer 452. Schmertzen der gülden Adem. Rhos 68.Zwibel 225. Bronrbecr 264. Blepwaschuiig 389. Vber DbennMge Mß der Gülden- adern. Weyrauch z 6. Rhm Damlbaum 69. Burtzelkraut 107. ^Aloe/H. Rosmann 169. Stiebe2$2. Fünffmgerkraut 2.66. ^65. Bilsenkraut 2.82.. Lausenkblat. joz» Esslgz67. VinurnLentißmum Alaun 420. Schwefel 400. Arabischerfirm 410. Den Fluß der Güldenadern zu befördern. Violwurß Salben Zr. Maioransalb zr. Aivibel 12.?. Gebrechen der Meren/ Hamblasen vnd Geburtsglieder. Vnremlgkett/Derstopstung vnd Schmertzen derMeren. l^Ardamömlm4- edle Sprcanardi 4. welscher Nardue 5. Amomum /o. Cammelö-heuiL. Calmus/r. Mandelöl 2.1. Lorötrz Dakkelsbaum Blüet Rinden 70. Mandelbaum 80. feigenbaum 83 Burtzelkraut 107. Spargen 108. Gauchheil /4/ Dannm-fchwamm 149. Rhaponticum Süßholtz 153. Bocksdorn i6uCrekischer Sesel l86. Petrofelinon i<)4.Angelic 196. Fenchel Haarstrang 2.02. Hrrtzzung 233. Petonien 236. Ich langer ich lieber 245. Betomen 246. Brunellen 25/. roht Dchsenzung 259. Stratiotes aquaticus301.TraubM 360. Vinum melitite 3 es.Wermutwein 376. India- nischer Blatter Wein 378. Entzündung der Nieren. . BeerwuM. Caflia pineenkern 4^Har-trigel $7. Nieren Geschwer. Wegerichsamen 240. Nieren Flüß. Pineenkern 41. Stein vnd Grieß zu vertreiben. Wilder Galgant z. Cardamömlin4. Mandelöl 2/. Bdellium 37.Lorbeerbaum 48. Skrchdorn 55. Kirschbaum T^Pstaumen-baum79. Mandelbaum 80. Mengelwurtz roz.Waffereppichrrs. Bachmüntz /10. setf-fcnkraut /33. Heuhechel 16/. Wilder Kümmel 290. wilder Fenchel 197- Beyfuß 22.1. Miltzkruut 232.Chamillen 233, mererkraur 2^4 Steinsame 236. Wegdistel/54. Graß 261. Bockskrauk 270. Nabelkraut 296. Frawenhaar328. wilder myrtus^ 24. wern-rebe359.Jüdischer Stein 411. Geschwer / Vnreintgkeit/Ver- stopffung vnd Schmcrtzen der 1 Harn Blasen. Welscher Nardus 5. Mandelöl 21. Pt-ncenkern 41. Dattelbaum Blüek rinden 70. Pappeln io4.Burtzclkraut /oy.Wegcrtch-samen //o. Cucumer 1/6. Brechwurßel 15 8. Rhaponticum 150. BoeködoM 161. mn 194.Angelic 196. Fenchel /96. Haar- ftrang 202. (Sechlumen 23/. Chamillen 2^3. Petonien 136. Phalaris Betonten 246. Steinklee/07. Lrauben?6s. Räudigkeit der Harnblasen. Süßholtz 153. Panax pich- baum 241. Derserungen vnd Schmertzen der Harnblasen. Beerwurtz?. Dakkelbaum 69. 71.Feigenbaum 83. Kayenwadel 268 Moro-chus4io.Hirtzhorn454. Verstopffung deßHarns zu vertreiben. Grösser Galgant 2. Beerwurß.^. wilder Gaigank 3. edle Spicanardi5.Haselwurtz6. Baldrian 7- Cajßa 8.Costus Camclsheu 12 Calmus i2. Balsam 14. Saffrdtt 17. A-lantwurtzeli8. Maioransalb/ 2. Korchten oder rohte Dannen 4s. pineenkern 41. mastixbaum Safft 41. Wachholtcr 46. Stechdorn 55. mundtholg57- Ethiopischee Delbaum Safft 66. Eychbaum 67. Gra-natapffel 71- Myrtus7/. S- Iohannsbrodk 73-Quitten 74. mandclbaum8o. Gersten 88.Jisererbcs95. Emen 98. Feigboncn99. Klingelmoren lorWassereppich Brunkressen r/r. Cucumer/16. Pfchenu6. weissee Senffu9. bintzlauch 124. Wildlauch 125. Awibel 125.Knoblauchi264'feffcrr3t. Serf-fenkraut /3^. Narerwurtz 135. Heidnische Goldwurß 137- Frawendistel 158. welsche bernklaw 160Heuhechel 161. Kraußdistel 16 2. WttNtUt 164. Trag Salbet) 172. Nepeta 174.Welsch Quentel 175. Weinrauten 179 Liebstöckelr48.Mlde pastc-neyr84.Enißi88. Gartenkümmeli88. Eppich /93. Petersilien 194-grösser Eppich /95. Fenchel/96. Vogelsnester//8. rosmarin 199- stbwar- Ccriander L03. r.?;. Gdbanum 206.Knoblauchökraut 209» Ehamlllcn 233. Steinsame 236. Wandt--lmßkraut 259. GraßM Kasenwadclr68. Bnrtzen 271. Ageriiton Judenkirschen 284» Aabelkraut 296. Laubenkropff 306. 'Buniosu. Laureola32^. Bbermäffiges Hamm. Quittenöl 26. Laubkorn 267. Harnen nicht halten können. Weinrauten 179. HarnwindevndHamtropffen Grösser Galgant 2. Cardamömlin 4. Kalmus i2. Balsam Same 14» 14-Maioransalb 32. Cypressenbaum 46. Cedcrbaum47. weisse Popeln 50. Mandel-haum8o. Eruen 98. Spargen roZ.Bach-münß 110* Meer Fenchel ur. Basslirn 120. Dannenschwamm l46.sveißEberwurß 156. Stabwurtz 166*Ma töran 176. Panax Hera- eleaiS2.wilde Pastaney 184. Masilier Se-sel 185. Cretischer Sesel r86. ftembder Petersilken 187. Wilder Kümmel 190* 19grösser Eppich 19 3. wilder Fenchel 197. Polycnemon 211, Wirbeldost 2l>. Chaman-der 2zz* wolriechenderKlee 218. Knoblauchs Kraut 219. rohr Steichbrech r24*Mucken-kraut225* Hrrtzzung 233. Ibifchkraut 239. Pickbaum 241. Onobrychü Wegtrit 248. Geißbart 253. Wandtleuß-krauk2Z9* Bockskraut 270* reinblum 273* kein Klektenzo4* pfiudo Frawen- Haar3r8. wilder Myrrus 3 24. I>>pffen kraut z 25. Heuschrecken 45z. DieBrunst vndScharpffc deß Harns zu stillcn/vnd den sttnckendm Harn zu befördern. Strobeldorn 259. Btuthamen. Seuenbaum 47. kapern 140. zum 207. Reinblum 273. Blasen Stein den suttgen Kitt^ dem zu vertreiben. Pewnie«2z6. Brüche. Grösser Galgank2*Calmuörr. tum Met opium 33,Cimmetrinden Salbe 33. Bdellium 37.Cypressenbaum 46.Cederbaum 47. Meer Gewächs 54. Granakapffel 71. HeidNksche Goldwurtz 173* />>• Capern 140. Dannenschwamm r49. groß Centaur 154. Weißdorn Stab-wurtz 166,.Wolgemuth /68. Quentel 176. Benedicrenkraut 178. Rosmarin 199. Laferpitium Galbanum 206, Polycnemon Wirbeldost 2H* Knobtauchskraut 2/9. Milykraut 232. Ibischkraut239. -Hochleuchten 239. Betonten 246. Brunellen 25?. Waiwurtz 232* Holofiium 2S2.wandtleußkraut 259. Fünf- fingcrkraut 266* Katzenwadcl 268 .reinblum 273. Klöhkraut282. wasserlinsen294 wüll-kraut393*weiß Stickwurtz 352. Feltmorrn wein 379- Salbenwein 379, Schißmnop. Entzündungen m Geschwulst der Geburkögeyln vnd Gemachtö. Cametsheuwurtzel 12* Fenugrccksalbe26. keufchbaum 63. Myrtus Heidnische Golt- würtz 137. weinrauten 179. wilderkümmel 19°- Hasenfüeßlein 2/5. Creutzkraut 299. Stkrnkraut3u.weinrebc 359-Lrauben 360. wilder reben Blüet 361Alaun 400. Saltz 4Or.rkbenzwkigAcsche 405. Samier Erdk 414* Zucken deß Gemächts. Harß bey Lerhenthin 42 (Salben 17-’. Entzündung vnd Schmertzen deßGemachts. Maioransalb 27. Cimmetrindensalb33. Myrrhen 35. Myrtus FenUgrcck 94- Flachs 94. Hederrch 129. Heidnische Gold-wur3137. welscher Steinklee /76. pfefferkümmel 189. Lilien 2/4. Beyfuß 22t, Ha-scnfüeßlein 255* Bilsenkraut 282* Crcuy-kraut 299. Sternkraut ^l/ Weinrebe 359. Saly 401. Samier Erdt4i4- Geschwrr vnd beulen deß Ge- machts. AfphaUtus./4. Oleum Quit- tmöl 26. weich Bech 43. Dclhafen 66. granakapffel 71. Aloe 163. Coriandcr iyi- Haarstrang 222. wegtrit 248. Pfiudo Krawenhaur3l8. CimolierErd4i5.. Die begirdt deß beyschlaffs zu vermehren- Costus v.,Saffran /8. Flachs 49. rüden 99. weisser Senffn9.Bintzkauch 124» Gartenkreß /28.Naterwurß/35. lentus 137.Müntz 173,wildeipastaney /84. Eniß /88- knabmwurtz 228 • Skendelwurtz 222 .rchar (ach 2 2 9. schwcrtel 257.^^(497* walstro 298. Vn- MmMge Begirdt deßBeyschlaffs zu stillen- Burßelkraut 107, Lattich 117. Endiuien 118. Knabenwurß 228. DenSamm zuvermehren. Conanderr-r. Dm Samen verstören. Keuschbaum 6z. Wemrauten Dill 289. Geißbart 253. Samen Fulß zu stillem Violwmßr. Von Schwachhetten vnd Gebrechen der Weiber vnd Kinder- Gebrechm / Geschwülsten / vnd Verhärtungen der Weiblichen Scham- CJJpa s.Cameleheu Wurßel u.Colmue 12. Mandelöl 2/ Ol 23. nugrcck Salbe 2s.Lilicnsalb 28. Cimme-trinden Salb zz. Myrrhen 35. Laudamm 59. Dclhafen 66. Granatäpjfek 71. 71. ^mugrecf 94. Hederich 129. Heidnische GdldwurH i37- Aloe 163.Welscher Skein-r kleei77. Weinrauten 179. Pfefferküminel 189- Lilien 214. 'Beyfuß22r. Ibischkraut 239. Alraun 286. Creuykraut 299. Sternkraut zu. Weinreben 359. Trauben ^60. A-laun4oc>. Saltz^oi. CrmolierErdt4l5. Gebärmutter Gebrechen / Dnrei-- nigkcit vnd Schmeryen. Amomum jo.Costuö Calmuö Bal- sam Same 14. Mastixöl ^4. Rosenöl 24. Stabwurtz Salb 28. num29.Hartrigelsalbzs. Mostsalb zr. Ma^ ioransalbzr. Bdellium37. Rosm . keusch- baum63- Flachs94. BinylaUch ponticum 150.groß Centaur. /54. Dllli89-Animi 191. Circen 224..Muckenkraut 225. Petonicn 236. Waffcrwegerich 241. Ich len-ger jeh lieber 245, Betonirn 246. Ingrün 249. Eisenkraut 274. Bilsenkraut 282. Niderfeigcnbaum 344- Weiß Stickwury Gebärmutter derEmpfängmiß ' fähig machen- Maiorausalb 27. Durt9Z. Wilde Pa-staney 184. Wider das Auffstosteu der Bär- mu tutdardurch die Werber in ohnmachtfallen. Maioransalb 27. N4/. Wachhol- rer 46. Wegerich 109. Senff 127. Dannenschwamm 194-Weinrauten racleaiSa. maMscher Sesel 185. meister-wurtz 201. Haarstrang 20 2. 20s. WolriechenderKlee 2/8. Storckcnschnabet 2 13.Petonien 236. Betonten ^45-meerzwi-bel Essigs. Cedcrbech Wein 375. Cha-mander Wein Z76. Schwartz Nießwurtz WdttjSi. Gagatstein 409. omx446- Auffblähung /Verhärtung vnd Wassersucht der Gebärmutter- Violwury /. Beerwuryz. wilder Gal-gank L. edle Spicanardr 5. Balsam Same r4-Dillenöl 28. Vnguentum Z/. Weyrauchs Rinden 39. weich Bech 43. damms9.Fenugrcck94. Papeln /04. Wegerich W9. Danncnschwamm 149. Poley 170. Weinrauten 179. Lilien ^14. Hiryzung 2jz. mctterkraut 234. Brombeer 234. Chryjocom 2/4. Bilsenkraut 28 2. Holder 347. lentifcinum 272. Entzündung der Gebärmutter. Edle Spicanardr 4.Wunderbaumöl 22. FlachS94. Gcnßdrsteinz. welscher Steinklee 177-gelb Violen 226. metkerkraut ^34. Ibtjchkraok^9. Creuykraut 299. Samier Erdt4i4. Mutter Gcschwer / vnd Wunden. L).uikttnöl26. Papeln 104. Burßclkrau't /07. Schwalbenkraut 210. Beermutter Verstopssung. Balsam Same 24. mai0ransalbe27. Stabwurysalb/Z. Lilien-sti lb 28 .Vnguentum Nartijp Sassran- salb29 Vrolwurysalb^l. Myrrhen 35. 36.Bdelhum37. Feigenbaum 83. Fenugreck 94. Bintzlauch /24. Haarstrang 202. Ibischkraut 239. Nabelkraut 296. Nessel 297. Hol Der 3 47. Geburt zu befördern. Violwurtz i.Cimmetrirrden 9. Aßhala- tus74. Kcnugrecklalbe 26. Viotwurysalbe 37. rnyrrhen 38. Bdelhum 37Forchkcn oder rohtcDannen 40. Seuenbaum 47. Cedtr-bautN47- Feigboncn 99. Knoblauch 126. Hhb ij. Pfeffer Pfeffer/zi. Smbröök /33. NakerwurHlZ5. Epheu 144. Entian /5/. Lsteriuccy groß Centaur 154. Tausentgüldcn 155 - Po-(ei)i7o. Drctam /71» Salbei) /72.. welsch Quendel 175. Vcncdtctcnkraut 178. wilde Pastaney/84. Masillscher Sesell8^. Vo-gelöncstcr ip8« Haarstrang 206. AmmonucuV(K2o6. Wtrbeldost 2.11. Cha-mandcr 112,. Andorn zriechender Andorn uS.Äeyfußrri. Muckenkraut 2.2.5 Gelb-vrsln rrSWüdochfcnzung rzo.ChaMtllen rzz. Ferbcrroht 237. Stmckcndbaum 2.4° ♦ Getßbartr5Z.rohEchsen;ungr59.Alraun L86.Iapffenkrauizr5.Welßsttckwurtz352. Schwefel 400. )asplöstktN422.. Adlerstcm rbrd. Samrerstem 414. Btbcrgeü449. Todte Geburt vnd Nachgeburten auß zutrciben. «Dalfam 14. Maioransalbe 27. Skab-wurtzsalbe 29. Forchten oderrohke Dannen 40. Ladammsp-Pfeffer 151. Hundtokraut >34. Dsterlucep ^r.Poley i7o.Dtctam 171. welsch Öuendel 175. Angelle 196. Galbanum 2Andorn 216. ne- chender Andorn 216. Eselchübrrs. Beyfuß 2x1.roht Steinbrech 2,4. Gclbvioln226. Ferberröht 237. Frauenhaar 3 /8. werß Sttckwurtz 352. Drckam Wem 577« Bibergeil 449. Remigung der Weiber nach der Geburt. Hundtokraut 134. Dsterlueeyis 2 .wilder Fenchel 197. Andorn 216. Petonien 236. ^bifchfraut 239. Kelberkernc-ZO9. Jeilandt-weinz8o. schwartz )?ießwurtzwein 381. Das vnzeitige gebären zu verhütten Samrerstem 414- Wtder dir Verstopffung der weiblichen Blum. Violwurtz 2. Beerwurtz^. wilder Gak-gaut 3. Haselwurtz 6. Baldrian 7. Cimmetrrnden 9. Costus n- Camelsheu 12. CalMUS ir. Balsam 14. Ä- lantwuryel 18. Maioransalbe 27. Stab-wury salb 28. Maioransaib 32.' Myrrhen ^.Styrax36- Naphtha 4$.CederbaUM 47. Lamariscken53. Hagedorn 56. Mundholtz 57. Hyppoäßü ss. Keuschbaum 63. wilder Delbauni 65. Ethiopischer Detbaumsaffk 66. Daikclbaum 69. Mandelbaum 80; Feigenbaum 87- Feygbonen 99. pietttch Mmgelwurtz /03. Waffercppich 110. Mccr-fCNChd ui Chondrilla BiNtzlauch 124^ wildtläuchi25.Ajvrbel2 25.Knoblauchi2§-Gartenkreß 128. Serffcnkraut 133. Scil-brM 133. Heidnische Goldwury 137. Ca-pmti4o. Kuchenschehen 142. Epheu 144. Dannevschwamm 149. Dsterlucey 152. groß Centaur 154. Lauscntgülden 155. Kraußdistel /62. Wermut /64. Skabwurtz /66.Wolgemuhti68. Tragorigamm /ch.po-ley /70 Salbey 17 z.Nepeta . welsch guen- deli75- Duendel 176 Maioran i7^-Wrm-rauten 179. Panax Hera Liebstöckel 184. wilde pastaney 184. Masilier Scsel 185. Crctischcr Scsel 185. srembder Petersilien 187. Entf i88.v4wz»i /-/.petcrsilieiii94' Petrofilinum 704-groffer Eppich 195. Angelle /96. Fenchel /96. wilder Fenchel Vogclsnester 298. Rosmarin 299. schwartz Coriander 203. Lafirpitium 20). Galbanum 206.‘Wirbeltest 211 • Cha- manderLilien 224. Mcliffenkraut 2/6. rrechmder Andorn 216wolnechender Klee 228. Beyfuß 22/. Muckenkraut 2^5. gelb Violn 226- Chamillcn 233. Ferberröht ^37. Stmckcndbaum 240. Coris 24 4. Medwn 23$. Bochskraut ^70. Reinblum 273. Alraun «?86. Nessel 297;Frauwenhaar728. wilder Myrtus 324. Fapffenkraut 325. Aielandk 3^5. Laureolaßzd.Nießwurtz 3^7- Trauben 360. Vbermäffige Blum der Weiberc Mastrxbanm 42. mastixbaum Safft 42. Lycium <81. Acacia 62.Gallapffel 68. datteiö- baumblüet rinde 70. granatapffcl 72. 71. Zürgelbaum 77. we! sehe Nnß. 82. men-gelwurtz/QZ. Köl2o5. Egyptischerdorn 158. klein Basslien 278. pfefferkümmel 289-See-blumen232. Wcgkrit 248. Brunellen Blaterkraut 253. Waidmangolt 255. Me-dion2j(f. groß Garbenkraut ^63. Brombeer 264. Tattbkorn 267. Ka- tzentraublin 270. Bmtzen 27/. Leberkraut 272. magsame278.Nachkschat283.Alraun 286. groß Haufwirrtz 295. tausentblatZO2. Trauben 360. wilder rcbenblüet 362. vnzeiti-ger TraubcnSafft36/. VinumLentifitnum 372. Hartzwem 374-Salbenwcm 379.wein-hefen 404. SamicrErdt424. Wriffm Fluß derWciber Zw stlllen. Rhm48. Dsteluccy /52. tnecrfilieti226. ÄufruchtbarkeitvermsacheNs Cederbaum 47- Hagedorn 56. Weiden 64. Köl205 Sparg'cn'208. Pfeffer 232. Seü'- Seubi-odttzz. Epbeu 144. Müntz 17z.Rrt- tenspoMrZO. MiltzkrautrZL. Epmedionitf. Schwertel Z57. weiß Stickwurtz^r. wa!d-farn Werblln 354 groß Sonnenkräut 357-fchwartz Meßwurtzwem 381. Heraußweichung der Gebärmutter. Masty'baUM4l. Acacia 62. Gallapffcl 68. Mynm X).utct(n 74. po- kp 170. Oleffel 297. Effrg367. Beschwer der Gebärmutter. Amomum 10.408. schwartzc.Sttckwurtz 35?» ÄMzwibelwem 369* Kmmpff _ Violwurß ugwsser Galgant 1.' Cosius n.Camelsheu WurtzelrL. Balfambottz 14. Älankwurtzel 18. Vnguentum tii-anwein 377 Alaun 402. Krebs 446. meer-lungen45i. Schrunden derHändt vnd Messe. Weich bech 43. Weiden 64. meerzwibel >39. Krebs 446. Schmcrtzm der Füssczu Mm. Weyrauch 37. Acacia 62. beN99- Thapßasis. Schwüllen an den Füssen zm vertreiben. Weiden 64. Feigenbaum 83. WeyHett 87.Iwibeli25. Kramaugett oder Leychdorn vnd Agsteraugcn zu vertreiben Weiden 64. VZeyßcn 87. Dill 189- schwartz €or lande r 22 ^.LaferpititiM 203. WolstöMilch ^39. Smarides4S0+ Dmblauffen der Finger. Engelfüß^55. VonWlmden/Gefchwe- ren / vnd ändern Gebrechen der Haut. AllerleyWundenzuheilem MVrrhcn 35. Weyrauch37. Forchtcno-dcr rohre Dannen 40. Cypressenbanm 46.Vlmenbaum 51. Keuschbaum 63. Der-Häfen 66.Dattelbaum 69. Granatapffcl 71. Egyptischer Feigenbaum 83. Boncn 95. wilder Köl 106.Burtzclkraut 127. Nater- wurtzl35-weidt 148. Entianisi.süßhoktz 153. groß Centaur 154. Tausenkgülden r^. 163. Dictam 171. Angelic 196. Glutinum 208. Polycnemon. Lilien 214. Me!iisenkraut2is.?ö/r/.^ 2/9.Knoblauchskraut 219. Hirtzzung 23?. Spießkraut 238. Ibischkraut24i. Wcgkrik 248. Weißwurtz 249- Brunellen25i. Walwurtz 252. Blakcr-kraul252. linde Hundszung 262. Graß 261. Wundtkraut 262 263. groß Garbenkrauk 263. Fünffingerkraut 266. Katzcnwadei 268. Scharlachbecr 269. Creutzkrautr99. Millefolium aquaticum Wüllkraut Z23. Lausentblat^29. Spangrün 388. iMer-schwämme 426. Pfeil Pfcilmd anders auß dem Leib herauß zu ziehen. Balsamholtz 14. Rohr^r. Hagedorn 56. wilde Feigen 85. Bulbweflule/37. gauch heil 143. Hsterlucey/sr.D Haar- brang^OL. Euphorbium Scharchlach üp- Schwertel Wandtleußkraut^. Bockskraut r^o. Aeitlosen 44-k.iverß Skickwurtz 35z. Schnecken 446. Silurmpifcis 44.1)+ Vngestalt der Masen zu vertreiben. Wunderbaumöl zu Lilien salb 28. »»w 57- Bonen 95. Feigboncn99. Rettich 101. Knoblauch rz6. Scnff x-27. Wasser-Pfeffer Nießkraut 13z. J?«/^ 137. Rhuponiicum 150. Htfop/67. Nepeta //./.Maroran i7<5.Wcmrautai 179. wilder Kümmel i^o.Ammi igi. schwartz Co-rtandcr 203. Lafirpitium wilde Cucu-r mci'3 2-9- Thapßa 333.Sa!bnüß^34- Jeiklo- sen 3^6. Waldtreben 351. weisse Stickwurtz 35z. Meerwaffer 367-Saltz 401. Schwache vnd Blawe gefehlt gcneStrimcnzu vertreiben. Welschenüß8z. Bürt stillen. Weyrauchs. Mastixbaum 41- Cypreft senbaum 46. wilder Delbaum 65. Gall-dpffd 68.wilde -Perfla arbor F6.bur- tzelkraut 107. wegcrich 109. Bintzlauch /z4. m\U 14%. Aloe 163. Salbey 17z. Müntz 174 Cunradt z43.Ä^ 232groß Garben kraut ^63. Fünffingerkraut z66. Laubkorn Z67. Radix id£a2ös. Lcberkraut Z7L. Erdtmorcn z76.Waistroz98.Lausentblat 30z. Effig 367. Bleywaschungz89. Alaun 4oo.schw fel 400 Gips 40/. Meerschwamme 406. Bein Brüche. Mastixbaumsafft 41. Wachholter 46. ^ölmcnbaum 51. Myrtus7/. tus 13 j .Dannenschwamm 149. Dsterlucey ^z.wclfcheBernklawziSo.grostKletkeniOs. Welche von der Höhe gefallen. Wilde Feigen 85. Entian 151. Benedi--;ftm kraut 178. Lausentblak 309. Reben Zweigaschc 425. Gerunnen Blut zu verstellen. Naphtha4/. wilde Feigen 85. welscher Quendel 185 Maioran 176. wilder Kümmel 190. Ammiigi. Reinblum z 73. Essig 367. Aussatz. Cederbaum 47. Nepet Igel 444. Geschwervnd Schwärm Amomumio.Rosenöl Z4. Fenugrecksalbe z6. Saffransalbe maioranfalb 3z.Cim-mekrindensalbe33. Weyrauch 37. Forchten oder rohte Dannen 40. Mastixbaumsafft 41. weichbech 43 .weichbech 44-Würmmeel 5z. wilder Delbaum 65. Lhebaische Datteln 70. Myrtus 71.Feigenbaum 83. wilde Feigen 85. Weytzen 87-Bonen 95. Linsen 97. Mengelwurtz ^03.Papeln 104. mangolk 107. Kürbis 1x4. Cucumerum. Bintzlauch 1Z4. Iwibelxz^. Gartenkreßiz8. Geubordk 143 • C'pheu X44. Heuhechetx6z. müntz 173. Welsch Quendel 175. Panax Rosmarin X99. Baumleim zo8. Lilien Z14. muckenkraut^. ragwurtzzz8.Ibischkraut Z39. Schwertel zyy*Fünfflngerkraut z66. Schmaltzblum Z73- Lag vnd )?acht Z9Z. Mauerpfeffer Z95. NesselZ97. Lausentblak 70zCalmey38z.Kupfferschlag386.Wem-Hefen424- Alte vnd offne Schäden. Oleum Myrteum 23.rosenöl 24. 38. Caperni49. Lausentgüldenxx^. Panax racleaiS2.rosmarin 199. Haarstrang Z02. Baumleimzo8. Chamanderzxz Lilienzx4. Knoblauchskraut 219. roht Qchsenzung 259. Erdtmorenz76. Krottendill 299. sam-fmit 301. Lausentblak 30z. groß Kletten 305. CalmeyM. Vmbstchfreffende Beschwer. Quitkenöl z6. maioran salb 3z. Forchten oder rohte Dannen 40. mastixbaum Saffe 4x. weich Bech 43. Cypressenbaum 46.Se-uenbaum 47. Wurmmeel 52. Krauselbccr 54. Ciftis38. 61 62. wilder Qetbaum 65. Eingesaltzene Dli-t«m 65. Dattelsbaum Blüctrinden 70. Granakapffel 71- Myrtu mandelbaum 80. naulbeerbaum 82. Durk 93. Flachs 94. Hhh im Lin- «Ein fett 97- Emm 98. Rettich 101. Köl^os. Wcgcrlch 109. '^aterwurß /35. 136.Heidnische Goldwurtz >37- Gauchheil /43- Schwalbenkraut 146. Weidki48. En-tian 15/. schwartz Beerwurtz 157. Marum 177.Weinrauten /79. 1$$. wilde Pastancy /84. Coriander /9/. Mei-sierwurtz roi. Andorn ri6. Ragwurtz rr8. Je langer jeh lieber 2.45. Englischkraut 2.47. Wcgtrit 248. Brombeer 264. Fünffinger-kram 266. Erfenkraut 274. Nachkschatt 283. Schrrling 288. Lag vnd Nacht 292. groß Haußwurtz 295. Laubnessel 298. samkraut 301. PcstilentzwurH 305. Wolffe-milch 339. welsse Stickwurtz 352. vnzeiti-gerLraubensafftzS/. faucvSaltzbrüh368. Kupffcrfchlag386. Spangrün 388. Berggrün 396. Saltzblum4o^. Faule/KrebßmWge Geschwer. ^Viotwurß i. Balsam 14» Rosenöl 24. Saffransalbe 29. Violwurtzsalbe^r. C9?a-roransa!bc32. Cimmetrindensalbe 33. wey-rauch 37. Weyraucheruß 39. weich Bech 43. Eingesaltzene Dliuen 65. Epchbaum 67. Mandclbaum 80. Wtlde Feigen 83* Durt93. Eruen 98.Feigbonen 99.Köl 103» Wegerich 109. Nakerwurtz 135. Heidnische Goldwurtzr37. Küchenschellen^. Epheü 244. Dsterlucey 152. Satbey 172. Haarstrang 202. Baumleim 208. Chamander 2lr. schwacher Andorn 213. Andorn 216. Ddermcng %6 Holder 347. Lrauben vn-zeitiger Lrauben fasst 36/. Spangrün 388. Beschwer vnd Würm an dm- Fingern. Weyrauch 37. Wilder -Qelbaütü 65. Rhw fö&xmat&yftdyi., Myrtus 71 Aloei63. Andorn 2i<5. Fünffingerkraut Nagelkraut 27^. werß Stickwuch952. wttde rü-benblüet 361. Elephantenbein 403. Böse Farb deß Angesichts zu- 'verbessern-CaffuS.Saffran /7. Mastichl 24. Bl-mmbaum 31. Mandclbaum 80. Feigenbaum 83. wilde Feigen 85. Eruen 98. Feig-bonen. 99. Köl 103. Pfeben n6. Senff 127. Seubrodk /33. Bulbmeßukntm Aan-ncnschwamm 148. Hisop /67. 203.Lilien 2/4. Schmaltzblum 237. ^2. Waldtreben 357. ChyscheErdt 4!4- Vuremigkett der Haut. Forchten oder rohte Dannen 40. Scuen-baum 47. Feigcnbam 83. Feigbonen 99. Brunnkrcßru. Pfeben Seubrodti^. flu/bu* eftulenm 137.Hanenfüeß /42. Lmpyron^io.wcisse Stickwuch 332. Adarce 4^. Igel 444- Hatte Beschwer. Bonen95. Linsen 97. Wenn man sich etwan verbrennt. Oleum Myrteum 23.ViolwUchsalb3/.Ma- ioransalb 32. Wegerich 109. Heidnische Goltwuch 137. Capern 140. Epheu 144. Lilien 2l4.Mcerlilien 226.SanctIohann6-kraut 242 .Harthcw 24/. Cunradt 243. Dchsenzung259. Wüllkraur3Q3. klein ktet-ten3v4. Acitlosen336. Holder347; Blatterlt zu vertreiben. Oleum Myrteum 23.Rosenöl 24. wilder Delbaum 63. Myrtus71. Mandclbaum 80. Weytzcn 87. Lmsen 97. Feigbonen 99; Mangolt /07. Wegerich /09. Knoblauch 126. Seubrodt^z. Wernrauten 179. Baumleim 208. groß Sonnenkraut 337. Kupfferblumz86.Lrachenblut393. Alaun 400. Dfenscherben 413. Samarides^o. Flecken von Maulbeern/ vnd Jittermal zu vertreiben» Seuenbaum 47. M71. Bonen 95. Eruen 98. Feigbonen 99. Mangolt /07. chondniu 114. Jwibelr23. Knoblauch 127» Pfeffer 131. Nakerwurn /33. Heidnische Goldwuch /37. Capcrn Z4o, Katzentttublm 74$ Entian.^/.schwartz Bccrwurtz /57. ^(epeta Wcmrautcn »^9 rvfmann >99. Lürm ^/4. Sccblumcn LZ7. Ferberkohk^z 7. Ibtschkraut 739. werß-tvurtz 2.49. stabe 2^2.rohr Dchscnzungm r55>. Chttstwurtz 3^5. wüde Cucumer 329. AetkloftN376. Waldreben757. Scbefti4oo. Wasserblasctt' OleumMyrteum 23. Myrtus7/. Die Herwe schönzart vtw weiß zu machen. Mehmpirvnsio. Melier Erde 4^. GrindigeHmdezu heilen. Schwarß CorianVer 203. Chriftwmß 328. Scammom34S.weiß StickwUttz 352. Wartzmztl vertreibelt. Meyrauch37. Feigenbaum A Feigen 83. Mcerzwibeln 139- Hanenfüeß 142. Weberkarten i$ j-welsch Quendel /75. Wemrauken /79. Wrrbeldofi r/l. Wolfftv milch 339. Nidcr Feigenbaum 744. groß Sonncnkraut 357- klcm Sonnknkrauk-57. Saltz4o7. Feigwartzen. Heuhechel l6l. Aloe 163. rosmarin /99, Schwache hitzige Blattern. Llücn salbe 28. Cimmetrmden 73. weich Bech 47. Linsen 97. Köl 205. Leberkraut 272. Nabelkraut 296. Grindt oder Räudigkeitzu- verrreiben. Cardamömlin 4- Baumöl auß wilden Dliucn2O.Honigölri.Wunderbaumök2i. Oleum Myrteum 23. Ole Hary bcy Lcrbenthin 4Z- Wachholter 46. Eschbaumso. Vlmenbaum 51. wilder Del-baum 65. Ethiopischer Delbaumsafft Dattclebaum Blüek Rinden 70. Feigenbaum 83. Wcyyen 87- .Gersten 88. Spel-tzcngricß 9/. Hurt 93. Feigboncn 99. Mcn-gelwurtzro^Köl 105. (genff/27- Garten-kreß irs. Sciffcnkraut 133. wilder Kreß 14^ Hanenfüeß i^z. ^Argemone 143. Feigwar-tzenkrqutl46. schwary Eberwurß U7. A^oe 163. Wolgcmuth 108. schwary Coriandcr 203 Hilden 2,50. Rohr Dchsenzung 259. Fünffingerkraut 166.Christwury 528. Leußkraut 377. Starhmom weiß Stick- wury 352. ÄZcrnrebc 359. Spangrün 388. Alaün 400. Schwefel 400. Sa ly 401. ttrschaum4Q3. Melier Erde 4x5. KaltcnBrandt. Eimmetrindensalb 33. Rhu-sös. welsche Nuß 81. wilde Feigen 85. Hurt 93. Linsen 97- Eruen 98. Feigboncn99. Rettich 101. Köl 10y. BulbuseßüientU2J3j\ 'Wcwt 148. Läferpnmm 203.Nestel 297. Taubnestel 247. Trauben 360. Cssig 367. Die Flecken/Runtzeln onb Linsen dcß Angesichts zu vertreiben- Violwurtz i. Costusrx. Saffran Mandelöl 2i. Mastiröl 24. Fenugrecksalbe 26. Lilien salb 28. Myrrhen 35.Lorbcerbaum 48. Kirschbaum 73- Feigenbaum 83. wey-ycn 87- Flachs 94. Eruen 98. Fergbonen 99. Rettich toi.Köl 105. Brunnkreß uu Bintzlauchx24. Iwibet /25. Knoblauch 126. Bulbuseftulenms 13j. Ephcu 144. schwary Eberwurß 157. Polcy 17b. Pfennrngkraut. 209. Steinklee 307. Salb-nüß.735.weissc Stickwurtz352. Erdthase448. Pfützen im Angesicht zu vertreiben. Scuenbaum 47- wilde Feigen 85. moniacum'zöj. Zucken deßgantzen Leibs zu- vcrtreibcn. Wunderbaumöl 27. Gersten 88. Eruen 98.Feigboncn99. Mengclwurtz 103.Wol-gemuth 169. Poley 170. Samkraut 30z. Lcußkraut^zl. Essig 367. Schwefel 400. Alaun 400. Saly 407. Hfcnschcrbcn 415. Schnecken 446. Milch 456. Myrrhen 35* weirauch 37- weich Bech4Z. wildcrölbaUm 65. Ethiopischer Helbaum-safft 66. Cornelbaüm 7/. Pflaumen 97,. Mandelbaum Fo. Feigenbaum -tz. Weißen ^7. Hurt93. Mengelwürtzxo3. Knoblauch 126. Scnss 127. Garrenkreß cumiso. schwaryc Eberwurß 156. weinrautcn 179LaferphtumZ03. Leberkraut272. Christ-wury gr^. wilde Cucumer 329. tuctnrcbf759: Schwefel 400. Saly 401. VcrserungderMgcl. Weirauch 37. weichbech 4?.Cyprestenbaum 46. Lycium 61 Aracia 62. wilder ölbaUM 65. Myrtus7/. Feigenbaum -tz. spelßeNgrieß 92 sia chs 04- m egelwurß 105. 13 7. Hfh 5 Hanen- S)ant\\fa($i42. Feigwatßmkmttk /46. j Fünffingerkraut 266. Eisenkraut 276. Borretsch 314. groß Sonnenkraut/57. Dlcrtäglge Fiber. Wegerich /10. Wcbcrkarten /37- wolrie-chender Klee 218. S. Iohannokraut 242. Fünfflngerkraut2.6z. Con'ander 191. Eselebüb 2x0. Le-Mram 17z.Fiöhkraut ^8r?Wafferlm- fm ^94.GroßHaußwurtz^95.Nabclkraut z9^- Meermoß 300 Meergraß^oo. Harte Geschwulst. Bonen 95. Awtbcl 12.5. Wasterpfeffer 131. Ammomacum 207. Küdill ZJ5. Fünft'lN-8erkrau^66.Alraunz86. Taubnessel L98. Tauberhaber jzo . Kupsserstetn 408; Krebst. Weyrauchs Ruß 39. Hederich ^9. Na-ketwurtzrzzt. Nessel r9--.Taubüessel^98: Aarfunckcl. Cypressenbaum 46. Hartrigel 57. mt(-drrDclbaum sy. Eingefaltzene Dlruen 65. welsche Nuß8z. Eruen 98. Fcigbonen 99. Köl-225. Wegerich /09. Gartenkreß 128. Heuhechcl 161. Panhx Heracl Corian- bcripi Laßrpitium 203. Traubcn^6o. Brandt zu stillen. oleum Myrteum 23. Fenugrccksalbcr6. Weyrauch 37. Forchkenodcrrohte Dannen 40. Ahorn 45- Hartrigel 57c Eingesal- ßcnc Dliuen 6s. Maulbeerbaum 8z. Leindotter 92. Papeln zo 4. Mangolt 107. Bur-ßclkraut 107. Wegerich 109. Epheu /44* wclsche'Bernrlawl6O. Moß- kolbenzz4.Ibiscs>krauk239.Tagvnd Nacht 29z. groß Haußwurß 295. Walstro HuNdtezung3l5- Spießglaßz9o Trachen-blut 395. Alaun 400. Saltz^or. gius 2ey. Cimolikr Erdk 415. Purpur Muscheln 445. Von allerlei) Gifft. Allcrlch Gifst zu ^Alsam 14* Baumöl /9. Quittenöl z6. Lydum //-Kasten 67.Citrinatapffel76. welsche Nüß 81. Maulbeerbaum 8L wilde Feigen 85. Rüben 99. Steckrüben 121. Rettich 10/4. Papeln X04. Hederich IZ9. Seu-brodt 13/. Dannen schwamm 149. Dsterlu-ccy/sz. Kraußdistel 16z. wermut /64. stab-wurß 166. Nepeta 174. Wemrauten E-tl iß 18 8. Eppich 193 La numzoö. Ehamanderz/z. Andorn 216. Ee-tonien 2.40". Wcgdistcl 234. Fünssinger-kraut z66. Scharpffe Winde 324. terra Lemnia 396. Wiftl 449. Wider allerlei) gifftigen Thier Such* Cardamömlin 4. Balsam 14 Älankwur^ ßeli8. Egypkischc Alankwurtzell9. Crmme-krindcnsalb 33. Heid 54. Keuschbaum 63. EychbauM67. Feigenbaum 8z. wilde Feigen 85. Bastlien izo. Bintzlauch izy. wildt-lauch 1Z5. Knoblauch iz6. Wolgemuch /68. Wilder Dost 169. Heracka 182.Liebstöckel184. wilde Pastaney 184. Eniß 188. Pfeffcrkümmel /89. wilder Kümmel 190. Ammi gapenum 205.Schwalbcnkraut 210. Wir-beldost2u.groß Bathengel 2IZ. 22J. Ibischkraut Z39. Groß Haußwurtz 295. Arawenyaar3l8. Wider dasWürgen nach der Nie- sungglfftigcr Schwämme. Violwurtzsalbzi. Biren76. Rettich ioz. Wermut 164. Melissen 215. Victril 396. SalH4or.Nikerschaum 403. Rebenzweig Qltfcbt 405. Gifftiger Schlangen BGzu- heilen- Violwurg 1. grösser Galgank 2. welscher Nardus 5. Cimmckrinden 9. weich Bcch 43 .Naphtha4/.Wachholter 46. Ahorn 49» Stechdorn 55. Pimpernüßlein 80. Egyptischer Feigenbaum 83. Burtzel-krauriO7. Gartenkreß 128. Pfeffer 131. scu-brodliz^. Heidnische Goldwurtz 137. Dannenschwamm 149. Enkian 15z. Dsterlucey i5z.Frawendisteli58. Kraußvistcl stab-wurtz z66. wilder Dost 169. Poley 170. Dictam 171* Nepeta 174. Panax Chjroneum 183.Liebstöckel I84. wilde PastaNepz84. Pfeffcrkümmel 189. wilder Kümmel 190. Angelic 196. Fenchel 196. wilder Fenchel 197. Rosmarin 199. Löwenkap in. Lilien z i4Andorn zr6.Frawenhaar3z8. Wütiger oder rasender Hundt Biss; zu heilen. Lycium 61.Feigenbaum 83- wilde Feigen 85. Eruen 98. Knoblauch 126. Panax 18 i. Läßrpitium 203.pfenningkraut Z09. SchwartzerAndorn 213. Krebs 446. Hundt Bistz zu heilem Mandetbaum 80. Welschenüß 8r. Weißen 87-Wegerüh 109. Cucumeri 16. Awi-bel 125. Bulbus eßukntw 137.tmnti 173. Fenchel 196. Ibischkraut 239. Nessel 294. Hundkszung3i5- Hoider347'- sauerSaltz- brütz brüh 567. Mcrschau m 403 • rcben Iweich üfche405. muscheln 44 5- Saltzbrüh 450. Scorpion zu vertreiben vnd derselben Stich. Wilder Oalgank 3, Amomum/s.Eimme-krindm Salb 33. Lorbeerbaum 48. Myrtus 71.Feigenbaum 83. mengelwurtzioz. Gcnß-disteln3. Wegweiß uz. heidnische goldwurtz 137- DickattN/U- maioran 176. 2 oj. wilder Fcldtsaffran 210 Negelkrautr^. Seorpionkraut^58. Seorpion 446. Spinnen Stich zu heilen. Cimmetrinden Salb 33.Maulbeerbaum 82. wilde Feigen 85. papeln 104. Knoblaucher^. Epheu 14^.Wermut 16^. Skabwurß 166.Vogelencster /98. schwach Coriander ro z. Kleb kraut 209. Salß 40/. Wespen vndZmmen fach zu- heilen. Lorbeerbaum 48. papeln 124. Bachmüntz no.)bischkraut2z^>. Biffz der Meerschwein zu heilen. Ibischkraut239. Trunckenheitzn verhütten. Saffrani7. Mytmyi.mandelbaum 80. Köleo5.wermute64. Haarzufärbetl. Böse Haar außfallen zu verhütten/ vnd zu heilen. Baumölauß wilden Hliuen ^..myrrhen ^.Bcchöl 44. Rohr52. tus ji. welsch )?nß 81. Köl io ^.maligolt /07. Senjf 127. Gartenkreß 128. Seubrodtnz. L)anenfücß 142. Aloe 263 Secblumcn 213. Hundtezung 315. Frawen- Haarii8. Thapfia333. Barth vnd Haar machen wachsen. Welsch nüß8i. Hasclnüß8r. Bonen 95. rettich 101. Jwrbcl /25, Knoblauch 126. Heidnische Goldwurtz 137- Haar schwach zu färben. Aacia62. Eychbaum67. Gallapffel 68. RhmH.DattclebaumBlüetrindcn tus 71. Haselnuß 81. Maulbeerbaum 82. Epheu 244. Salbcy 17^. myrtenweinz72. Haar gelb zu färben. Cnpressenbaum 46.Hartngel 57. Lyhum fr.Jnrgeibaurn 77- wüllkraut 303. Bett- lereleuß322. gebrannte wemhefen 404-Vlizcitige Grawe der Haar zu verhütten. Baumöl auß wilden Dliuen 20. Vbermessige seifte dcßLetbszu-vertreiben. Cancamum 16. Derheiten daß dieHaar an allen -Ortten deß Leibs nicht wachsen. Bonen 95. Allerlei) andere Kunst. Merten auß den Kleydern zu- irciben. Indianische Blatter 7. Citrinakapffel 76, wermue 164. rcinblum273. Wider Janbercy. Kreuselbecr 54. Meerzwibeln 139. pfeii-NiNgkraUt 209. Eisenkraut 276. 3/j. Leontopodion 317. HraM 3/8. IaspIS-skem4l2. Fleisch baldt zu kochen. Feigenbaum 83. Trnncken machen. Scubrodtl33- Daß das Fcisch in dem Hafen zu- sammcn wachse. Groß Ecntaur 145. Brunellen ^r.Wal- WUch 252. Holoßium 232. Mucken vertreiben vnd Flöh tobten. Muckcnkraut225- Wcadisielr54. Flöh-kraut282. Männlichelt Samenzu entpfangert. Flöhkraut 227. Knabenwurtz 229. Bingelkraut 3 56. Die Gefte fröhlich machen. Eisenkraut. 276. Wilde Thier zahm machen. Onothera 310. Einen holtselig vnd schön machen. Orant3i8. Gcwüchkcrwein 378. GehreltdenWein stillen. Pimsenstcin 401. Enten Dieb Kündbar zu machen. Adlerstcin 412. ENDE. ■ ».« 'fix?3 VF i) . 1:1 V 'X * U t . hfea^.X- . uktr^ .-)•»'# ’ih *, .-xS ^-7^ • Ci 03!'-- ,-/" ' J