MacherWMuna. Nr,8^ Ilanumtiati»n»pr«i»: Im «omptoli ganzj. >l-^ ' halbj. fi. » üu, Mr >l« Huftellung ln» Hau« yaivj, .^ ll. Mi! t>« Post ,anzj, ft, ll>, halbj, 7 »0- Samstag, 13. April. Ins«lt,onegtbill: Für »line 3nstl°tt bi» ,u < Fellen ,5 li.. größere per Zeile ß kr,; bei öfteren Wirbcrholungc» Pcr Zeile 3 lr. 1N79. l)ohcu Oster-Feiertage wegen erscheint die ^___^Iste Vlmnmer Dinstag den 15. April. Amtlicher Theil. ^ besetz vom 9. März R879, ^>.^,?«"'i^"'lle Bestimmungen des UandeogeseheS von, aufsich?""^"N en ^'"l Verhandlungen führt der Schuladministrator hat A??^^^ "'ud vom Aezirksschulrathe ernannt und fühn.,"'^'"ch auf den Ersatz der mit seiner Aints-der S^.s"'"U"dcncn baren Auslagen aus den Mitteln ^Mlgcmemdc. führun^' >^ AN der Geschäftsbehandlung und Amts-Land^^b den Ortsschulräthen durch eine uom send/Mumhe ans Gruno dieses Gesetzes zu erlas. ^nstlucuon vorgczeichnet. Velirf^/' ^^ Stellvertreter des Vorsitzenden de« funa p3^^"U)cs hat derjenige politische Beamte zu bebö?. / ^^^" den Vorsteher der politischen Bezirks- ^ Wist zu vertreten berufen ist. I^tut s/s^' ^" Städten, welche ein eigenes Gemeinde-lchulran'^"'' ""rd die Schulaufsicht von einenl Stadt-DrtZ. . >Ueführl, welcher den Wirkungstreis des und Bezntsschulrathes in sich vereinigt. Ate» s s "^ Zusammensetzung des Stadtschulrathes '" Agende Vorschriften: Feuilleton. ^leea oier auf dunklen Wegen. lituman von Ed, Wagner. (Fortsetzung.) sie Mylady ist schr reich, und sie hat kein Kind; ^chwesj^"^ Herzogs Tochter und eines Herzogs ^lurd s-""d würde eine gute Partie selbst für ^ülde M)?' W"re ihr Kind am Leben geblieben, l"ögen s ^"d heute ohne Ansehen nnd ohne Ver-^°" Nimüs Dagegen wäre das Kind jetzt Marquise de" K.M ^,"u. Ja ja," fügte er hinzu, nachdenklich ^ bli/', ^"legend, „wenn Constanze noch lebte! Aber Ulte N'^""k 'm Mittelländischen Meer, wie ich äza 2^' ^^l)rd uud ich, waren zu jener Zeit in Uroßez ^ kleine Marquise Tod inachte danials bereit Mien. Der lleine Leichnain wurde nach ^stellt ^s ^" gefunden. Aber wie wurde noch fest- >.Ai. ^^ ber Leichnam des Kindes war?" "laleiV" ^"u Goldhaar und an anderen Merk-1'!"ke'nm,^ "^ 3eli«. „Die Kleider waren fast "ber eg °": das Gesicht war gänzlich unkenntlich. M da0 beträgt, ist jm Vtadtschulrathe durch einen Geistlichen zn vertreten. 3.) Die Leserversammlung des Stadtschulbezirtes wählt aus ihrer Mitte zwei Mitglieder in den Stadt' schulrath. 4.) Die Gemeindevertretung wählt aus ihrer Mitte oder ans den anderen zur Gemciudevertrctung Wählbaren zwei Mitglieder in den Stadlschulrath. Der Vei lnst der Wählbarkeit in die Gemeindevertretung zieht den Austritt aus dein Stadtschnlrathe nach sich. 5.) Wird der Schuliuspetlor des Sladtschulvezirkes nicht ohuehin dem Stadtschulrathe entnommen, tritt er Kraft seiner Ernennuug als ordentliches Mitglied in denselben ein. ß 16. Alle nach den ^ l9 und 21 des Gesetzes vom 2b. Februar 1870 (L. G. Bl. Nr. 11) uud nach H 15 dieses Gesetzes stattfindenden Ernennungen und Wahlen gelten auf sechs Jahre und sind dem Landes-chef anzuzeigen. § 17. Dem Bezirksschulrathe kommt in Bezug auf alle öffentlichen Voltsschulen und die in dieses Gebiet gehörigen Privatanstalten und Spezialschulen, dann über die Kmdcrbewahi anstalten des Bezirkes jener Wirkungskreis zn. welcher nach den früheren Vorschriften den politischen Bezirksbehörden und den Schul-distriktsanssehern zustand. Insbesondere kommt denselben z»: 1.) die Vertretung der Interessen des Schulbezirkes nach außen, die ge'nane Evidenzhaltung des Standes des Schulwesens im Bezirke, die Sorge für die gesetzliche Oidnung im Schulwesen und die möglichste Verbesserung desselben überhaupt und in jeder Schule insbrsunderl'; 2.) die Sorge für die Verlantbarnng der in Volks-schulangelcglnhciten erlasseilm Gesetze und Anurdnnngen der höhereu Schulbehördcn, sowie für den Vollzug derselben; 3.) die Aiwldnnng und Leitung der Erhebungen und Verhandlungen über die Regulierung und Erweiterung der bestehenden sowie über die Errichtung neuer Schulen uud über die Herstellung der Schullotaliläten; die Oberaufsicht über die Schulbauten; 4.) die Ucbcrwachung der Ortsschulräthe mbctreff der Beistellnng der vorgeschriebenen Lehrmittel und sonstiger Unterrichtserforoernisse der Volksschulen, nöthigenfalls die Anschaffung auf Kosten der Schul-gemeinde; 5.) die Entscheidung in erster Instanz über Aus-und Einschulungen; 6.) die Ausübung des Tutelrechtes des Staates über die Lokülschulfonde und Schulstiftungcn, insofern? dazu nicht besondere Organe bestimmt sind oder diese Wirksamkeit einer höheren Behörde vorbehalten ist; 7.) die Anwendung der Zwangs- und Dislüplinar-mittel in den gesetzlich bestimmten Fällen; 8.) die Prüfung und Genehmigung der jährlichen Präliminarien über die sachlichen Schulersordernisse sowie der jährlichen Rechnungen der Ortsschulräthe über die eingenommenen und verausgabten Gelder; 9.) die jährliche Feststellung der Schulbezirtspräli' minarien und die Prüfung der vom Vorsitzenden zu fühlenden Iahresrcchnung über die Schulbezirts-auslagcu; 10.) der Schutz der Schulen und der Lehrer in allen ökonomischen und polizeilichen Angelegenheiten; 11.) die provisorische Besetzung der an den Schulen erledigten Dienststellen nnd die Mitwirkung bei dei definitiven Besetzung derselben, beziehuugsweife bei der Vorrückung der Lehrer m höhere Gehalte; 12.) die Beaufsichtigung des Lchtprrsonales, die Untersuchung vorkommender Anzeigen nnd Beschwerden gegen dasselbe, sowie wahrgenommener Gebrechen der Schulen, deren Behebung nnd Abstellung, insoweit die eigenen Befugnisse zureichen, die Einleitung und Füh-rnng der Dissiplinarnnlelsuchungen gegen das Lehr-pcssonalc und die Antragstellung hierüber an den Landesschulrath; 13.) die Beförderung der Fortbildung des Lehrer« personales, Veranstaltung der Bezirlslehrerkonferenzcn und Anfficht über die Schul- und Lchrerbibliotheten; 14.) die Ausstellung der Verwcndungbzeugnisse an Lehrpersonen; 15.) die Anordnungen zur Eonstituierung der Orts» schulläthe und die Förderung nnd Ueberwachung der Wirksamkeit derselben; 10.) die Veranlassung der außerordentlichen Inspec-tionen der Schulen; 17.) die nach Anhörung des Ortsschulrathes vorzunehmende Festsetzung des den Ortsverhältnissen angemessenen Zeitpunktes für die gesetzlichen Ferien bei den Volksschulen; 18.) die Erstattung von Auskünften, Gutachten. Anträgen nnd pe»iodischcn Schulberichten an die höheren Schulbehöldcn. 8 18. Auf Giund des erlediaten Präliminares gibt der Bezirksschulrath die zur Äcdeckimg des Abganges erforderlichen Kostenbeträge den betreffendln Gemeindcvo» ständen in den auf dieselben entfallenden 71« Tangenten mit dem Auftrage bekannt, für die recht« i zeitige Bedeckung und Anbringung derselben Vorsorge zu treffen und dieselbe in vierteljährigen Anticipatraten an den Ortsschulrath abzuführen. § 19. Die in den §ß 17, Z. 8 und 9, und 18 dieses Gesetzes, sowie die im 8 23, Alinea 3. des Gesetze« vom 29. April 1873 (L. G. Bl. Nr. 21) bezeich, ueten Geschäfte bezüglich der öffentlichen Volksschulen in der Landeshauptstadt Laibach gehören noch fortan in den Wirkungskreis der Gemeindevertretung dieser Landeshauptstadt und werden gleich anderen Gemeinde-Angelegenheiten durch dieselbe und ihre Executivorgane besorgt. § 20. Der Landesschulrath besteht: 1.) aus dem Landeschef oder dem von ihm bestimmten Stellvertreter als Vorsitzenden; 2.) aus zwei Abgeordneten des Landesausschusses; 3.) aus einem Referenten für die administrativen und ökonomischen Schulangelegenheiten; 4.) aus den Landesschulinspektoren; 5.) aus zwei katholischen Geistlichen; 6.) aus zwei Mitgliedern des Lehrstandes; 7.) aus einem Abgeordneten der Gemeindevertretung von Laibach. § 21, Die im § 20 dieses Gesetzes unter ZI. 3, 4, 5 und 6 erwähnten Mitglieder des Landesschul-rathes werden vom Kaiser auf Antrag des Ministers für Cultus und Unterricht ernannt- der Minister für Cultus und Unterricht hat vor Erstattung seines Antrages bezüglich der beiden katholischen Geistlichen das fürstbischöfliche Ordinariat anzuhören und sich in Bezug auf die Ernennung des administrativen Referenten mit dem Minister des Innern ins Einvernehmen zu sehen. Die Functionsdauer der im s 21 unter ZZ. 5, 6 und 7 erwähnten Mitglieder des Landesschunathes beträgt sechs Jahre; die Functionsdauer der beiden Abgeordneten des Landesausschusses richtet sich nach der Dauer des Mandates des Landesausschusses. Die Mitglieder des Lehrstandes erhalten eine Functionsgebühr aus Staatsmitteln. (F,rtsetzunz f,l,t.) Nm 9. April 1879 wurde in der l. l, Hof. und «ta«t«' bruckerei in Wien das XX. Stück des Neichsgesetzblatte«, vor« läufig bl»« in der deutschen Ausgabe, ausgegeben und ver» fendet. Dasselbe enthält unter Nr. 4s das Gesetz vom 22, März 1379, betreffend die Rück» zahlung des auf Vrund des Gesetzes vom 16, Juli 1671 (R. G. Vl. Nr. 71) den in Tachau durch Ueberschwem-mung Beschädigten aus Staatsmitteln gewährten Dar« lehens - «r. 50 das Gesetz vom 30. März 1879, betreffend die Theilung von Gebäuden nach materiellen Antheilen. (Giltig für das Gebiet, in welchem das allgemeine Grimdbuchsgesetz vom 25. Juli 1871 (R, G. Vl. Nr.95) in Wirlsamlcit steht); Nr. 51 die Verordnung des Finanzministeriums vom 2. April l87s, betreffend die Bewilligung zur Ausfuhr von Vier gegen Steuerrückvergütung; Rlr. 52 die Verordnung der Ministerien des Innern, der Finanzen und des Handels vom 8. April 1873, betreffend die Einschränkung der mit der Verordnung vom Iten Februar 1879 (R. H. Vl. Nr. 15) gegenüber Rußland anläßlich der Pcstgefahr verfügten Wareneinfuhr» und »Durchfuhrverbote. («Wr. Ztg." Nr. 82 vom 9. April 1870.) Nichtamtlicher Theil. Herr Simon Robiö, Pfarradministrator in St. Ulrichsberg, hat dem k. k. Landesschulrathe eine aus 107 Species bestehende Sammlung von Schnecken „Bringe mir dein Bankbuch," sagte Felice. „Ich zweifle nicht an deinen Worten, mir scheint es nur sonderbar, daß du Mylords Diener geblieben bist, wenn du schon lange so reich warst." „Ich bin Mylord ebenso zugethan, wie du My-lady," erwiderte Renard eifrig. „Aber wenn Mylord heiratet, werde ich meine Entlassung nehmen, und du mußt mit mir kommen." Ein heftiger Windstoß verwehte Felice's Antwort, welche ihres Geliebten Ann nahm und mit ihm in den Parl ging, wo sie Schutz vor dem Wind fanden. Sie waren schon längst verschwunden, als Aleza noch regungslos in ihrem Versteck stand. „Habe ich endlich eine Spur von meines Onkels Mörder gefunden?" fragte sie sich endlich selbst. „Es war etwas Falsches in Nenaros Stimme, als er von dem Onkel seine», Mutter sprach. Es wurden die kost« baren Juwelen meines Onkels gestohlen und nicht wiedergefunden. Der wirkliche Mörder hat sie gestohlen. Renard haßte den Marquis. Er trägt heute noch die Narbe jener Wunde, welche er erhielt, als ihn der Ermordete in der Wuth die Treppe hinunterwarf. Kann er der Mörder sein? Und ist Renards Ver« mögen die Frucht des Verkaufs jener vermißten Iu» welen? Es war eine Fügung des Schickfals, die mich hierhergehen ließ. Ich muß diese Spur weiter verfolgen; ich will dieses unselige Geheimnis erforschen, nnd soll ich alles daran setzen müssen. — ich will den Rainen meines Vater« von aller Schuld befreien, und der Himmel wird mir helfen, die Schuldigen zu ent« larven." (Fortsetzung folgt.) , zur Betheilung einer hierländigen Lehranstalt zur Verfügung gestellt. Für diese werthvolle Spende, welche dem t. t. Obergymnasium inRudolf 3 werth zugewendet wurde, wird dem genannten Herrn Pfarradministrator der Dank und die Anerkennung des t. t. Landesschulrathes aus« gesprochen. Die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte. Veranlaßt durch die im österreichischen Abgeordnetenhause vor kurzem eröffnete Budgetdebatte widmet das bekannte Wiener Finanzblatt „Tresor" den Leitartikel seiner letzten Nummer vom 9. d. M. der wichtigen Frage über die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte und unterzieht das Expose Sr. Excellenz des Herrn Finanzministers Freihcrrn von Pretit einer eingehenden Kritik. Das Blatt hebt unter anderm hervor, daß „gerade derjenige Theil des Budgets, der dessen punctum »aliens bildet, das Armeebudget, am allerwenigsten unter dem Ein» flusse des Finanzministers steht, bei uns nicht, auch in Deutschland nicht, und vielleicht überhaupt nirgends. Heute werden wol fast überall die Aufstellungen des Kriegsministers als ein kategorisches Postulat angesehen, das nicht zurückgewiesen werden darf, Dank der politischen Constellation in Europa im achten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts. In allen Zweigen der Staatsverwaltung geht jeder Staat seine eigenen Wege; die Einnahmen wie die Ausgaben werden hinauf- oder herabgesetzt, je nachdem es das Budget des einzelnen Staates verlangt, aber das Budget für das Heer — in diesem Puukle herrscht eine Solidarität der Interessen, die durch die Solidarität der Furcht eines vor dem anderen, einer Coalitionsgruppe vor der anderen Coalitiousgruppe, der Furcht vor einem allgemeinen Zusammenstoße infolge unberechenbarer Eventualitäten erzeugt wird, eine Solidarität, welcher sich lein einzelner Staat entziehen zu können vermeint." Die politischen Verhältnisse des Continents, führt das Blatt aus, böten keiue Gewähr für die Zukunft, und Oesterreich-Ungarn müsse schon wegen seiner geographischen Lage auf alle Fälle vorbereitet sein. „Wenn man nicht sich damit begnügt, nur immer blos die nächsten Monate vor Augen zu haben, die allerdings den tiefsten Frieden zu verbürgen scheinen, wenn man seinen Blick weiter in die Ferne richtet, nnd wenn man nicht blos die Ereignisse, die sich auf der öffentlichen Bühne abspielen, auf sein Urlheil bestimmend einwirken läßt, sondern jene tausend großen und kleinen unsichtbaren Vorgänge, die sich hinter den Coulissen der Zeitgeschichte zutragen, bedenkt, aus welchen die künftigen Geschehnisse sich vorbereiten: dann wird man die Frage betreffs einer ausgiebigen Reduction der militärischen Ausgaben ein wenig behutsamer erörtern, wird man die Auffassung des öster« reichischen Finanzministers über dirse wichtigste Seite unseres Staatshaushaltes nicht so knrzweg abweisen können. Der Kern der Ausführungen des Finanzministevs ist darin enthalten, daß der Weg des Schuldenmachens verlassen, und daß da< finanzielle Gleichgewicht hergestellt werden muß, und zwar zum geringen Theile nur durch Einschränkung in den militärischen Aus» gaben, zum weitaus größereu Theile jedoch durch Erhöhung der Einnahmen. Dieses Programm ist von mehreren Seiten, hie und da vielleicht auch eum iru st, liwäll), leidenschaftlich bekämpft worden. Aber wir möchteil doch nur Eines fragen i Wie stellt man sich denn die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte vor ? Unser dermaliges.Deficit wird ziemlich allgemein mit 20 bis 25 Millionen Gulden angenommen. Wie foll nun dieses Deficit gedeckt werden? Daß man an dem Militärbudget 5 Millionen leicht erfparen könnte, glauben wir ohneweiters annehmen zu dürfen, und fo viel hat wahrfcheinlich auch der Finanzminister angenommen, als er den Weg andeutete, auf welchem die „Armeeverwaltung zu dauernden und nachhaltigen Ersparungen im Ordinarium des Kriegsbudgets zu kommen gedenkt"; eine Ersparuug von zehn Millionen Gulden dagegen halten 'wir für vielleicht undurchführbar, undurchführbar wenigstens im Sinne der Kriegsuerwal-tung. Es bleiben demnach noch 15—20 Millionen zu liedecken, und wenn nicht an der Zivilverwaltung gespart werden soll — so müssen diese fehlenden Millionen durch Mehreinnahmen ersetzt werden, und nur durch Mehreinnahmen. Die Hauptsache ist und bleibt die Erhöhung der Einnahmen durch die Steuerreform, und zwar Reform der direkten und Ergänzung der indirekten Steuern. In der Reform der direkten Steuern spielt die Personal» Einkommensteuer die Hauptrolle. Die Steuereingänge sollen ein Plus von vielleicht 15 Millionen Gulden, vielleicht noch mehr liefern. Ob dies möglich ist, zumal wenn, wie die bisherigen Steuerreformgesetze dahin abzielten, zugleich Nachlässe eintreten sollen, das ist eine Frage, die nicht mit Einem Worte sich abthun läßt, die zum Theil durch Berechnung, zum größern Theile aber direkt durch die Erfahrung zu beantworten ist. Ob nun ein Plus von 10 oder 15 Millionen Gulden aus der Steuerreform resultieren wird, darüber kann man verschiedener Meinung sein; daß aber der ziffermähige Erfolg zwifchen diesen G«nze" O bewegen muß, darüber ist man doch schon lang" "^ mehr in» Widerstreite. Der Artikel kommt nun"" einmal darauf zurück, daß ein Finanzministei au> " Kriegsbudget keinen Einfluß nehme. Entweder accomodiert sich den Anschauungen desjenigen ^ derjenigen, welche die militärische Verwaltung m Händen haben, oder er accommodiert sich "MU <. In letzterem Falle scheidet er nach der constlUltioi " Theorie von seinem Amte. Freiherr v. Pret's. w"^ zu selbstbewußt ist, als daß man annehmen dnl l. wäre im stände, eine ihm nicht congculalc '"UH"»^, mit derjenigen Verve zu vertreten, mit welcher n acht Tagen sein Finanzprogramm darlegte, hat ^ auch seiner eigeuen Ueberzeugung Ausdruck M als er eine einschneidende Reduction des Miegsv! "U für unmöglich darstellte. Damit ist man m ">^ Kreisen nicht einverstanden und lehnt sich M" > solches Finanzprogramm auf. Es mag zu moW' ,^ sein, es mag gemildert werden; aber kann l""a ss Ernste glauben, daß irgend ein anderer Fwanznm / in Oesterreich an diesem Programme eine we>e" ^ Aenderung vornehmen könnte? Vielleicht nierow Verhältnisse dazu führen, daß aus dem nenei gcordneteuhause ein parlamentarisches ^lnisterU bildet wird, daß in dein neuen Kabmet nn -" , das Finanzportefeuille übernimmt, der Freiherr» > Pretis an Eifer es gleich thut, an Talent avc weit überflügelt; daß aber diefer neue Fi"""zwH im stände wäre, den Widerstand gegen eine a^Mr Reduction des Kriegsbudgets zn überwinden, '^„ in den selbst einem Ministerium überlegenen ^s^ch-sich stets geltend macht, einen vielleicht nicht nü" ^ tigten Widerstand, der so lange fortdauern wn^>,>' nicht die politische Situation in Europa "ne .^ des Friedens auf eine größere Epoche hinaus v ^, — daran zn glauben, werden wir jedoch ^1 ^ vermöge», wenn der Beweis dnrch die TlM^lWt bracht fein wird, früher nicht. Das erwogen werden, wenn man das im öslenel 1 ^ Abgeordnltenhause vorgelegte FinanzprognNlN' ^ Freiherrn von Pretis ohne Voreingenommen^' urtheilen will." Die provisorische Agrar.Verfasjung in 8^' uud der Herzegowina. ^ Die „Bosnische Korrespondenz" verösfenM^^ Wortlaut dcr Verordnung vom 24. Scfer ^^,^Me welche bis auf weiteres provisorisch die "">» lbct> des Verhältuisses zwischen Bcgs uud Knieten^ Die Artikel 1 bis 6 bestimmen im Wesen M ^,d Die in den einzelnen Saudschliks von M'siu" ^, der Herzegowina zwischen den Gnlndherren » ^ Pächtern von altersher bestehenden agrarisch^' ^" Hältnisse „bleiben im allgemeinen wie bisher al 1,^ ^ In den Tandschats von Serajewo und ^'^Z (del in den meisten Orten das Sistem des ^^ ^iertc^ Tretschina), in wenigen das der Hälfte, des ^, und Fünftels; ill den Sandschals von ^"'^ei" Bihac und Zwornit besteht durchgehends das ^ des Drittels, im Sandschat Novibazar heM^ ^ch nahmllos das Viertelsistem, in der Herzegowina ^„ gilt im allgemeinen das Drittelsistem, au elMgc' ^, ader auch das Viertel- und FünftelsistelN. ^ ^e» Sanoschats von Serajewo und Travnit sou . t>c>" Orten, wo bisher die Hälfte des Obstcttrag^ ^ Grundherrn gebührte, diesem in Zulnnst ^jtc Drittel znkommeu, während die anderen 5'", .D ist den Pächtern verbleiben. Im Sandschak «1" A,M von dem Gemüse jeder Art, wovon bisher c ^M dem Grundherrn gehörte, in Zukunft blos ">' ^ü an letzlern zu entrichten. Im Sandschat »on ^Mtci ist auch von der Hellernte durchwegs "los e' „M an die Grundherren abzusühreu. Für o" VA» M besteht folgende besondere Bestimmung: A"^,M? dem Drittelsistem, wo nach der bisherigen ^ ^M heit vom Obst und Gemüse die eine Hälfte or' ^ ,st Herren und die andere den Pächtern gcbnynl, ^ Zukunft, je nachdem der Bezirk mehr Oli>t " ^e" Gemüse produciert, voll der einen oder " ^„1!^' Galtung ein Drittel den Grundhcrren A^ril ^ während die anderen zwei Drittel ocn . ^ ^^„i" , verbleiben haben. Es wird daher, wenn " hM A zirke diese Bestimmung bei dem einen P' ^e ^ Anwendung kommt, rücksichtlich des ande"» herige Gepflogenheit beibehalten. ftelzkg^il Als allgemein für Bosnien nnd dle .^ " <.s geltender Gruudsatz wird allsgesprochen, ^M^ Grnndhcrren ans das strengste untersagt ip, M . zu kleinen oder großen Dlcnstleistuugen Artel-. "t,, zu verwenden, Nnr auf den Gütern dcs " M ' Fünftclsistems bleiben voll den zugunsten ^s ^, Herren festgestellten Stipulations wo,wa ' ^ hst" jchieoene Dienstleistungen der Pächter An^ ^>ipft>H, jene aufrecht, kraft welcher die PaH" Hrc ^e» werden, die Antheile der Grundherren " ^f yl., nllugen oder auf die Märkte zu bringen '" ^M Feldern, Gärten und Weingärten enngc u ^ zu verrichten. Grundsatz ?, ^l Ferner wird als allgememcr f"', scl>''^,ttl daß die Errichtung neuer nnd die A"S^ """ l schadhaften Äehaufungen der Pächter, ! 711 solle'Nau^'-. ^" ^en Grundherren ausgehen von den Pächtern er- ichlang"«.' i^^'^!!^U''' ber letzteren sind müssen, erseht werden und in- ^Par°t»3n ber Zwischenzeit die Nothwendigkeit von we^uren ergibt, von den Pächtern ausgebessert Zur Situation in Franlreich. lag stM^.^'^ ^?l in Frankreich am letzten Sonn-Hi V"udel.m Wahlen lst ein der republikanischen Nchkreii .^""sUges zu nennen. In den meisten "ufgetret,. 3^ ^"' ^" ^s"'" Gegner der Republik dr°na ein ^.'!-"')"". "'^'3"» Orte (Saint Nazaire) How/' ^ 9"""'s dnrch, und im Faubourg Saint hat ZI 3' "'stotratischestcil Stadttheile von Paris, ""laut ^!!^"^t Aussicht durchzudringen. Wie für dir m sl? b,e Republikaner in diesem Äezirke ^tisou de^ ^ ^ "'"" ""leu Kaudidateu iu der Dibüts" 5.,.l3?" ^" Lemoiuue vom „Iourual des sich die «. '^ "' I" "lle übrigen Wahlsiege theilen '"'er e)l, wenn er nicht ge-Rrd ..n«',^ ^" nächsten uierzehil Tagen amnestiert h'gte'n ZV.wäre; indeß yilt die Wahl des gemä. ^sichert ^"'"^ ^avertuZon in der Ballotage für "An ^" ?^ "'"ere Lage in Frankreich wird der Mgelli'eins lc "^ ^"'^' »'.April, geschrieben: „Das die Ireil!,i< ^'" i"^' Organisation der Petitionen fiir gelanaei, ,^ Unterrichtes wird ohne Zweifel dahin gen. ^ ' älemlich große GeldsulNluen zusauullenzubrin« ^sekentw" t"'^ twl imposante Agitation gegen die >Wore/',?^ des Herrn Ferry zil'unterhalten. Se-einer U„"',. deputierte habeu bereits Petitionen von bat, P' f'M von Bischöfen eingereicht, und Herr La-tltion de> ^""' !"r die llliiederpyrenäen, hat eine Pe-^Uied^ ^^"^^" """ Toulouse übergeben. Die Ü^e» m, Rechten werden die Osterferien be-"den' w i^'" allen Departements Untercomitcs zu ^lche', '"^He '»it dem Ccntralcomiti in Paris, in Ml,,. ^"' ^hesnelong den Vorsitz führt, in Ver-Uliion'-F,)."tcn haben. Die Deputierten von der d'esez w^wllcaiuc ^ben gesucht, die Ausbreitung M der ^/"'^"""^ ill der Provinz zu hindern. Mthen *°" Versammlung dieser Gruppe hat mau !.?'U'n a^ ll'I ^ "'" Iuterpellatiou an das Mini-l."bregN ^.?"den solle, um zu frageu, welche "lon "n^, ^sselbe zu nehmen gedächte, um die Agi-"ch hat ,.,„ gesetzlichen Grenzen zu halten. Schlieh-Z>ut>lica "' beschlossen, daß daS Vureau der Union ^ppe . ^'" Ministerium die Meiuuug dieser feilen s? ^" Gefährlichkeit dieser Agitation nut-"''fanaz',./' Eilige radicale Deputierte bestanden ^ sie '?" ^Nothwendigkeit einer Interpellation, > "islerz ^3"' "ach auf Ersuchen des Uuterrichts-» >oir^ l ^ Interpellation ist aber nur verschoben "erden«" ""'" Wiederbeginne der Session nöthig >l,S„f7" ^«ch der Erzbischof von Albi hat mit ften H^Mnen eine Protestadresse gegen die Ferry-^llten d/. 'I? "" die Kammern uud au deu Präsi^ ^us dem italienischen Parlamente. ^, 6. h Vienische Abgeordnetenkammer verhandelte b "wliei, ?' ^ eine Nachlragssubucntion von zehn i^bal,, <-'' wodurch die Vollcudung der Gott-^>usch/, gesichert werden soll. uud über einen ^'»st^. .Zuschuß von drei Millionen Lire für die durch denMontc-Ceneri. M. D. ,""en Theil der Gotthardbahn bilden »?^orli/ ^"'schc Regierung machte der Kammer d .^Z"u^e.näßheit einer im August v. I. ba>"üb M""ä und Deutschland abgeschlossenen Con-Iü?5 für > <^ ""lere Subveutionierung der Gotthard-^. Hon 15?' Italien, die Schweiz uud Deuljch-!r 'Us z. ?" ^r B^inn dcsÄaues 87 Millionen ^e. ^gchch,.^ ^^^^ <^^ Abgeordnete Lngli l)»,,Iutlb,irü! "/^ ^r neuen Subvention die Vollenduug bKliä/^ahu auch wirklich gesichert sei, sowol l,I,'en. ^"^ Gutthard-Tuiincls als der Anschluß-^?" N. "' lM Zweifel daran. Der Aauteu-lFAiss/ flotte und der Ministerpräsident gaben »c> ? dar ^ / .^ll Stand des Unternehmens nnd U l"Ugrn ," es nothwendig sei. die Vorlagen zu h^iu'<>. " "'Hl die Vollenduug des großen V"Ugen i>^ ^stellt werden solle. In den Unter-r.Flgllng^,' " ">e Nachtragscollvclltion seien bessere ^eo "^lchlie^^^ erlangen gewesen, was jedoch ^d^ ^üü«^ «'. ""b 'uan später und auf anderen, W "e 'H,,^"?)eile erreichen könne. Der Abge^ Me ?'; er? ^ '"'^ der Nachtragsconvention nicht !lch>>« Ml d-,. u"^' es seien in derselben mehr die l^^f^uier^^^^^buhll-Gesellschaft als die der c>m ^llZ lW °e,i Lallder berücksichtigt worden, und ' tiiuf ^ ''H Italien einen größeren Einfluß '"«eu Betrieb der Bahn wahren sollen. als es in der Convention geschehen sei. Der Ministerpräsident wiederholte, was in den beiden Conventionen zu erlangen gewesen sei und was nicht, ferner betonte er, daß man dieselben nicht ausschließlich vom finanziellen Standpunkte aus betrachten dürfe, daß keinem Iutereffe Italiens präjudiciert, eine Abänderung nicht ausgeschlossen sei. Die Vorlage wurde hieraus angenommen, und die Kammer vertagte sich bis zum 23. April._______________ ___________________ Oassesnemgkeilen. — (Die österreichischen Sparkassen im Jahre 1877.) Das neueste Hest der „Statistischen Monatsschrift" enthält unter diesem Titel eine instruc-tiv gearbeitete Abhandlung von H. Ehrenberger. Der Einlagenstand der 310 Sparkassen betrug Ende 1877 624.892,135 fl., um 14.884.188 si, oder 2 44 Pcrzent mehr gegen Ende 187U; allerdings betrugen die kapitalisierten Zinsen im Jahre 1877 allein 28.558,738 si. Vom Activstande sämmtlicher Spartassen entfielen Ende 1877 auf Hypothekardarlehen 424D5)tt Mill., auf Wechsel 52-864 Mill., auf Vorschüsse auf Wcrthpapiere 92 042 Mill., auf Realitäten 9953 Mill., auf zeitliche Anlage bei Krcditmstituten, Gemeinden :c. 36 354 Mill., auf Kasscoarschuft l.4'439 Mill., auf sonstige Activen 12 846 Mill., zusammen 665 582 Mill. Der Reservefonds sämmtlicher Sparlassen betrug Ende 1877 36027 Mill., die sonstigen Passiven außer den Einlagen 9 663 Millionen. — (Aus Szeged in.) Wie dem „Lloyd" aus Szegcdin mitgetheilt wird, hat Negierungskomiilissär Georg LukacK vor seiner Abreise die Daten aus der Zeit seiner Amtsführung gefummelt. Am meisten werden das Publikum die Daten über die unglaublichen Quan» titätcn der eingesendeten Lcbensmittcl interessieren; so rasche und umfangreiche Hilfeleistung ist in der Geschichte unerhört. Die nachstehenden Zahlen sind bemerkens» werthe Beweise für die menschenfreundlichen Gefühle unserer Zeit. Zu Schiff und mittelst Bahn langten bisher ein: 458.097 Kilogr. Brod. 5)0.855 Kiwgr. Speck. 17,734 Kilogr. diverses Fleisch. 40.783 Kilogr. Mehl, 68,583 Kilogr. Gemüse, ! 15,904 Kilogr. Kar. toffeln. 4263 Kilogr. Kraut, 2491 Kilogr. Tarhonya, 720 Kilogr. Reis, 724 Kilogr. Hirse. 50 Kilogr, Gries. 1726 Kilogr. Salz. 87r Kasse ober durch Sammlung oder ourch eine öffentliche Unterhaltung (Kneipe «.) Diese Sammlungeu werdeu in diesem uuo im folgenden Jahre veranstaltet und fürs erste an die Kreisvertretung in Wien abgeführt. Die gefpendete Summe bildet deu Grundstock der Pensionslassc. Die Verwaltung regelt der Kreisturutag. Beitretende Vereins-Turnlehrer zahl n einen Beitrag Die Höhe der Pensionen richtet sich nach den Unterstützungsbedürftigen, uud werde» die« srlbeu aus den laufenden Beiträgen und den Zinsen des Grundkapitals bestritten. — Iu einem an alle Vrude» vereine Deutsch.Oesterreichs gerichteten Aufrufe ersucht der Laibacher Turnverein um möglichst beschleunigte Beschlußfassung über diesen Antrag, damit die Kreis-Vertretung im Falle der Annahme desselben schon am Vorabende des Kaiserfestes in der Lage wäre. die Grün-duug der Pensionslasse offiziell zu constatieren. — (Aufgefundene Leiche.) Der Leichnam des vor einigen Wochen im Laibachflusse verunglückten hiesigen 35jähvigen Kaufmannes Herrn Albert P. wurde vorgestern aufglfunden und gestern um 7 Uhr abends auf dem hiesigen Friedhofe zur Ruhe bestattet. — (Der Verein der Aerzte in Krain) hielt am 22. u. M. eine Sitzung ab, welche von 17 Mit-glieoeru besucht war. Nach Verlesung und Genehmigung des lctzteu Sitzungsprotokolls theilte Obmann Dr. Schiffer mit. daß der krainische Spartasseverein der Löschner-Stiftung iu hochherziger Weise 100 si. gespendet habe. worauf die Anwesenden durch Aufstehen von den Sitzen ihren Dank votierten. Schriftführer Dr. Valenta brachte hierauf die Antwort des Laibacher Gemeiuderathes aus die Vereinspctition betreffs Beseitigung einiger greller fanitärcr Uebelstände zur Kenntnis, welche in folgenden zwei Nefolutionrn gipfelt: u) Die Petition des Vereins der Aerzte wird unter dankender Anerkennung des von-seitc des genannten Vereins an den Tag gelegten Inter-esses für das öffentliche Wühl und der hierüber gegebenen Rathschläge zur Kenntnis genommen; d) der Bürger, meister wird ersucht, die ExaMekommission dringlichst zu vcraulassen. ihr Elaborat sofort zur Kenntnis. Be-rathung uud Beschlußfassung durch den Gemeinderath diesem vorzulegen, Hierauf wurde zur Tagesordnung geschritten. 1.) Entsprechend einer Zuschrift des Herrn Bürgermeister» Laschan. zwei Delegierte in dc„ städtischen GcsundheitSrath zu wählen wurden dir H""N Dr. Eisl und Dr. Valenta hiezu designiert, 2.) Dr/ees-bacher referierte über die Fragen des Geschäftsausschusses des österreichische» Aerztevereinsvcrbm.des. betreffend d.e Gründung von rein ärztliche» Spar- und Vorschuß-Vereinen in Krain. und wnrde dessen Antrag: Die Grüuduug von rein ärztliche» Spar- und Vorschuß-vereinen erscheint in Krain in Ruckftcht aus die lklne 712 Unzahl von Nerzten, auf die meist prekäre, llrsparungen j nur in seltenen Fällen zulassende Stellung derselben aus dem Grunde umlüthig, da für den Fall von Ersparungen die Spartasse, für den Fall des Vorschuhbedarfes die Vorschußlasse des Beamtenverein» die nöthigen Hilfsmittel an die Hand geben", ^ einhellig angenommen. 3.) Dr. Eiöl referierte über eine weitere Anfrage des obigen Geschäftsausschusses bezüglich der Gründung uon Vereinen für öffentliche Gesundheitspflege in Krain, und beantragte, nachdem er die Frage allfeitig gründlich beleuchtet hatte, zwei Resolutionen, deren erste: „Geleitet von dem Grundsahe, daß die Nestrebungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege und jeder Fortschritt in derselben nicht nur dem Einzelnen, sondern ganzen Gemeinden und Ländern, überhaupt allen zivilisierten Völkern zugute kommen, spricht der ärztliche Verein für Krain seine prinzipielle Uebereinstimmung mit der Bildung von Gesundheitsvereinen aus, und erklärt die Nildung eines solchen Vereines für Krain jedenfalls als wünschenswert!),"— einhellig angenommen wurde. Die zweite Resolution, die Art und Weise der Durchführung der ersten betreffend, wurde nach längerer Debatte, an welcher sich die Doktoren Bleiweis, Fux, Kappler, Keesbacher und Valenta hcrvorrragend betheiligten, mit einigen Aenderungen im nachstehende» Wort» laute angenommen: «Mit Rücksicht auf die hiesigen eigenthümlichen lokalen Verhältnisse hat die Gründung eines lebensfähigen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege wenig realisierbare Aussicht, der Verein wird jedoch trotzdem einen diesbezüglichen Versuch machen und das Resultat seinerzeit dem Geschäftsausschusse mittheilen." — Hierauf wurde wegen vorgerückter Zeit die Sitzung gefchlossen, und wurden die angemeldeten wissenschaftlichen Vorträge der Herren Dr. Kowatsch und Dr. Valenta auf die nächste Sitzung übertragen. — (Laibacher Volslüche.) Die von der Leitung der Laibacher Volksküche zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten für den 24. d. M. in Aussicht genommene unentgeltliche Bewirthung einer größeren Anzahl von Stadtarmen ist nunmehr, Dank der Untcr-stühung mehrerer Wohlthäter, gesichert. Unter anderen haben zu diesem patriotischen Zwecke die Herren: Ncch-nungsrath Alois Regul zwei Eimer Wein und Landes-produltenhändler Herr Mattersdorfer 50 Kilogramm Hülsenfrüchte gespendet. — l^Gemeindewahl in Aßling.) Bei der am 2'j. v. M. in der Gemeinde Aßling stattgehabten Wahl eines Gemeindevorstehers wurde der bisherige erste Gemeinderath, Handelsmann Anton Treun in Sava, zum Gemeindevorsteher und an dessen Stelle das Ausschußmitglied Hausbesitzer Franz Plahuta von Aßling zum Gemeinderathe gewählt. — (Garnisonswechsel.) Vorgestern ist das zur Garnison in Trieft bestimmte Infanterieregiment König der Belgier Nr. 27 aus Cattaro in Trieft ein< getroffen. Am Abend desselben Tages schiffte sich da» Infanterieregiment Freiherr v. Alemann Nr. 43 nach Dalmazien ein. — Der für Trieft an Stelle des Herrn GM. Ritter v. Schauer neu ernannte Brigadier Oberst Friedrich v. Villecz ist diesertage daselbst eingetroffen. — (Dramatische Vielseitigkeit.) Die seit ihrem kürzlichen Gastspiele auf der Laibacher Bühne hier in bester Erinnerung stehende vortreffliche Wiener Operettensängerin Frl. Hermiue Meyerhoff hat dieser» tage am Laudestheater in Innsbruck, wohin sie ihre Gastspieltour geführt hatte, eine originelle Probe ihrer dramatlfchen Vielseitigkeit abgelegt, indem sie daselbst auf Anregung des anwefenden Hofschauspielers Mitter« wurzer die bekanntlich seriös «dramatische Rolle der „Quinault" im Nrachuogel'schen Trauerspiele „Narciß" durchführte. Frl. Meyerhoff blieb nach Absolvierung eines fchr erfolgreichen Gastspieles noch einige Zeit in Innsbruck und ließ sich bewegen, diese ihrem eigentlichen Wirkungskreise so ferne liegende Rolle zu übernehmen. Wie es scheint, wollte sie damit den Beweis liefern, baß eine gute Ofterettensängerin, ähnlich der Frau Geistinger, im Nothfalle auch im Drama ihren Platz mlt Ehren müsse ausfüllen können. Neueste Pütt. (Original«Telegramm der „Laib.Zeitung.") Petersburg, N.April. Die „Agence Russe" mel-det: Die Kabinette verhandeln über die Vo> schlage der Türkei, welche eine Verlängerung und Erweiterung der Vollmachten der internationalen Kommission auf ein weiteres Jahr anbieten, wogegen die Türkei auf das BeschungSrecht vorläufig verzichtet. Wien, 10. April. Der Dichter Carl Beck ist heute gestorben. Prag, 10. April. Se. l. und k. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolf hat an^ läßlich der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten 1000 fl. für verdiente Arme des Königreiches Böhmen gespendet. — Der Seuchencordon in der Umgebung von Prag wurde gestern aufgelassen. Trieft, 10. April. (N. fr. Pr.) Die „Adria" bespricht heute die Triester Korrespondenzen der Wiener Blätter über den Stadtrath und nennt deren Urtheile übereilt und übertriebe». Sie protestiert gegen die Behauptung, daß offizielle Iubelhymnen über die Wahlen angestimmt werden, sowie gegen die Unterstellung, daß einzelne Korrespondenzen offiziöser Natur seien. Endlich veröffentlicht sic einen Protest des Klubs der Rechten im Stadtrathe gegen die die Municiftal-angelegenheiten Triests behandelnden Korrespondenzen Wiener Blätter, weil sie geeignet seien, Unzufriedenheit und Zwietracht unter den städtischen Repräsentanten zu erregen. K r akau, 10. April. (N. fr. Pr.) Nach einem Kiewer Bericht des „Czas" wurde auf den Gouverneur Czartkoff während einer Spazierfahrt in der Hauptstraße ein Mordversuch verübt. Der in einer Droschke flüchtende Mentaler schoß auf die ihu verfolgenden Gendarmen, die jedoch dabei keinen großen Eifer bekundeten. Der Attentäter wäre auch entkommen, wenu er nicht von einem zufällig passierenden Bauer einen Kopfhieb erhalten hätte, wodurch er das Bewußtsein verlor und arretiert wurde. General Ezart-loff erhielt wiederholte Warnungen vom Rcuolutions-comitc, weshalb er auch seine Demission eingereicht haben soll. Pest. 10. April. Da« „Amtsblatt" publiciert eine Zuschrift des Bischofs von Siebenbürgen, Michael Fogaraffy, an den Cultus- und Unterrichtiminister, laut welcher der Bischof zum Andenken an die Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten den Betrag von 30,000 fl. zur Hebung des Volksmtterlichtes widmet. Das „Amtsblatt" weist an Spenden für die Ueberschwemmten Szegedins und des Theißthales 900,236 fl. in Barem. 102,910 fl, in Valnten; der „Pester Lloyd" 150,785 ft. und der „Pesti Naplo" 52,745 fl. aus. Pest. 10. April. Sämmtliche Minister, welche gegenwärtig von Pest abwesend sind, finden sich movgen abends in der Hauptstadt ein. In den nächsten Tagen werden wichtige Sitzungen des Ministerrathes abgehalten, in welchen die Regierung inbetreff der Vor-lagen schlüssig werden wird, welche den Gegenstand eines demnächst in Wien abzuhaltenden gemeinsamen Ministerrathes bilden sollen. Bekanntlich handelt es sich um die Vorlagen, betreffend die Administration Bosniens und der Herzegowina, welche beiden Parlamenten unterbreitet werden sullen. Serajewo, 10. April. (Frdbl.) Der Herzog von Württemberg ist soeben nach der Herzegowina abgereist; von Metkovii aus begibt sich derselbe nach Wien und lehrt iu einigen Wochen wieder Hieher zurück. London, 10. April. (N. fr. Pr.) Die Action Englands bezüglich EgyptenZ wird in folgendem be< stehen: Der Khedive wird zuerst in bestimmter Weise aufgefordert werden, beide europäische Minister wnd einzusetzen. Für den Fall, als er sich weigert, '" die Vermittlung des Sultans in Anspruch ge'M" werden. Die englische Regierung zweifelt mcht ^ ' daß der Sultan diese Vermittlung gewähre» w" ' Waddington soll das Vorgehen Englands billigen. London, 10. April. Wie der ..Standard ^ fährt, werden Frankreich und England M"'"Ä^f freundliche, aber energische Mahnung an den Ky richten, seinen Fehlgriff wieder gutzumachen; ano falls würde die Pforte ernstlich augegangen N)^ die Sache in dringlichste Erwägung zu ziehen um Absetzuug des Khedive zu veranlassen. ,_ ,< ^ Ti'rnovo, 9. April. (N. fr. Pr.) Die WM Nationalversammlung, welche die FürstennM << nehmen soll. wird allsogleich erfolgen. Die F"it" " ' selbst wird am 27. April stattfinden. Die Dep"''^,, Wahlen werden durch das allgemeine Stimlnrcai ^ folgen, und soll von je 10,000 Einwohnern 1« ^ Deputierter auf drei Jahre gewählt werden,,, Notablenversammlung vertagte ihre Sitzungen w z nächsten Mittwoch. 'Angekommene Fremde Am 11. April, YOU, Hotel Stadt Wien. Gogg. Restaurateur, und IeH..F. — Dr. Max Ritter v. Luschan. Hof- und Gerichts«" und Löwcnsohn, Kfm., Wien, - Schweinfurt. Noii^ ^M Hotel Elefant. Niedt, Lieutenant, und Mcndez, K!>"' — Nuppe, Buchhalter, Linz, ,^ M Hotel Europa. Iondis. l. t. Kadett-Offizierstcllvertrel".^^, Mohre». Eus. Tulmein. - Florjaniic. Oberkellner. A" — Pschandler. Feldwebel. Kram. — Morandim. "l Kaiser von Oesterreich. Ruschal, Mörgcl, Verstorbene. Im Ziuilspitale vom 20. bis iucl. 31. März 1879. ,^ Am 20.: Michael Markovs Inwohner. «8 I. ^F! lunq; Ursula Podboröet. Taglöhueröwcib, 31I,. VarM"" W Alois Äizj< Schneider. Ä.I. chrou, Lungculuberliilo^MM' 21,: Mathias Rozman, Inwohner, W I.. Entlräftu"^ ^ Plcstenak. Taglühner. 44 I,. Atheintyphus. — Am "^ M Pelan. Schneider. 19 I., Lun^nlnlierlnlosc; Alois ^'""^ löhners-Kind.'.)M»n.. Darmtatarrl). - Am 23.: 3"^^ Schneider, 50 I.. .Nrebsdyskrasic Am ^'-' ^3"M Lcbol, Kaischlcrswrid, 40 I,. Bauchwassersucht. -- ^>"^'^t, ^ zel Hubert, Mnsiler. «0 I,, linlsseit, pleuritisches ^!^,-Am -!0.: Ursula Z-urlan, Iuwohucrin. 5« I , ch"'" ^, tuberkulöse. Am 31.: Anna Funde, Inwohnerin, ^ Tuberkulose.______________________________^.— Lottoziehung vom !). April: Prag: 35 5N 25 36 ^^---^ Meteorologische Beobachtungen in ^>^< T ,-^ R«5 l'Z . :^ 5z ö "T Y2": sä! - «s 5ß ' "« Pt «« » ?l B "^Ü.Mg. 726^ >44! wiudstill M>el A 11 2 ., N 72716 4-5-4 O. mäßig Neg" "" 9 „ Ab. 726^70 I -4- 4 2 NO. mäszia. ^egcN Oi", Murgens Nebel, dann Regen; unfreundlich, ^tel ^ Das Tagesmittel der Wärme -j- 4 7", um 4 >> Normale.________________________________-^TTll' Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Va"^-^ Eingesendet. „,iF Mit Beginn des Frühjahrs kommen auch >"^" ,„n '^ beiden, welche über den Winter geschlummert h""' iin>" ,,.! schein. Insbesondere Leber.Anschoppung, quälen^ ^, l"„ Beschwerden. Nerstopfnna., Kein Medikament "g' g,P>'^' zu Frühjahrsluren, als Wastls VlutreinlsslU'»^„g ^ und Thee. Ersteres bequem uud sicher lu der^ A" anlaß! keine Äerussstörung, während bei lcht" ^ Ruhe empfohlen ist. ^ M.'"^ Echt zu beziehen durch die Apotheke des P- " tocz, > (hauptdcpot) in Klaa.cnfurt; - in Laibach: v, ^Hail!>'>^ Adclsberg: U. Leba»; - Krainbura: K- ^.^ "!> Krapina: F. Meniga; — Loitsch: A. Scalla, . T. Mittclbach. ^«M-<^^^ ^^H'son^^^i^xi- Wien, 10. April, (1 Uhr.) Die Speculation war ganz unthätig; lleine Realisierungen vermochten daher einen Druck zu üben; doch zeigte sich die Grtt ^^ O»/l s!.ll^ci. !U/l. Marktes immerhin noch günstig. Papierrente........65 - 6505 Gilberrente........65 40 6550 voldrente.........7730 7740 Lose, 1854........114 50 11475 » I860........11825 11850 . 1860 (zu 100 fl.) . . . 127 25 127 75 , 1864........152 - 152 50 Ung. PrämieN'Anl.....9750 37 75 Kredit-L. . ^........164 50 165 — «udolft.L.........17-... 17 50 Prämienanl. der Stadt Wien 109 70 10s» »0 DouaU'Regulierungs'Lose . . 106 75 10725 Domänen' Pfandbriefe . . . 143 °><) 144- . Oesterr. Schatzscheine 1881 rück« zahlbar . ... . . . . i00_ 10050 Oesterr. Schahscheme 1882 rück. zahlbar . ...... 100-- 100 i,0 Ungarische Guldrente . 88^0 88 60 Unaarische Eisenbahn«An!e,he 105 25 105 75 Ungarische Eisenbahn-Anleihe. Cumulatiustücke.....- 105 - 105-25 Uuaarische Schatzanw. vom I. I«?4 , ......l2015 120-25 «nlehen der Stadtgemeinde Wien in B. V......98 75 99 25 Grnrdentlaftungs vbligatisuen. Böhmen.........102— 103 — Niederästerreich......10450 105 — Galizien.........8825 8875 Siebenbürgen.......7825 7850 Temeser Nana,......7925 7975 Ungarn .........»3-40 84 «ctlen vsn Vanlen. Held lllarc Anglo-österr. Bank..... 103 75 l04 Kreditanstalt ....... 2447b 245' Depositenbank....... 160 161- Kreditanstalt, nngar..... 227— 227 25 Oesterreichisch' ungarische Bant 8l0 - 8l2 Umoubauk ........73 80 74 ÄerkehrSbank....... 10750 107'75 Wiener Bankverein..... 116 50 116'75 «ctien van lraubvsrt Unterneh' mnngen. «eld Wal« Nlfäld'Vahn .......12325 123-7.°, Donau.DllMpsschiff.Oesellschllft 572 - 574 -Elisabeth.Westbllhn.....174 75 175 25 «eld wa« Ferdinands»Nordbahn . . 2175-2180 — Franz.Ioseph.Vahn .... 137 - 13750 Gallzische Karl-Ludwig. Äahn 232 75 233 Kaschau-Oderberger Nahn . . 106- 106 25 üemberg.Ezernowiher Nahn . 127 50 128 50 Lloyd . Gesellschaft.....662- 664 - Oesterr. Nordwestbahn . . . 12025 12075 Rudolfs.Bahn.......129 50 130 - Staatsbahn........25675 25? Südbahn.........67 50 67 75 Theiß.Nahn........19550 19« - Ungar.galiz, Verbindungsbahn 90— 91— Ungarische Noidostbahu . . . 120 - 12050 Wiener Tramway-Gefellsch. . 133 50 l84— Pfandbriefe. Mg.ijst.Bodenkrediwnst.(i,Gd.) I14'2ü 114 75 ^ ., .. li.Ä.'V.) 98 75 99 - Oesterrcichisch. ungarische Baill 100 30 100 40 Un«. Äodentredit-Inst, (B.°A.) 9850 99 Prlorltsts-Dbllnallsnen. Msabeth.N. 1. Em.....9425 94 75 Ferd.Nordb. in Silber . . . 10350 104 — Franz-Ioseph.Äahn ... 9030 9050 Wal. Karl.Ludwig-N, 1, E>" '9!^ ^' Oesterr. Nordwcst.Vahn - - g?^ ^3^, Siebenbürger Nahn - - ' i62'^ l^^, Staatsbahn 1. Em. . > - ' ilö^ F' Südbahn i 3°/. . . - ' ' i0i'4" 5'/. ...- - Auf deutsche Pläye . - > ' ' 1l?3 ll«^ Loudon, kurze Ächt - - ' H?4" i^ London, lan«e Sicht . - ' ^S^ Paris.......- Veldssrte- ^,,^ ^ Dukaten . . . 5 fl. b4 9 ., Napoleuusd or . 9 .. ^ " 65 , Deutsche Reichs- ^ . ,H ^ Noten . . , . b< « ^ I"" Silberaulden . . 10" " Kredit 244 90 bis 245'^- l Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 65- bis «505. Siluerrente «5 40 bis 6550. Voldrente 7725 bis 77 35. «4-. Lbndon N7-30 bis 117 50. Napoleons «34 bis »34^,. Silber 10» — bis 10s -.