Nr. 281. ____ Samstag. 5. Dezember 1908. 127. Jahrgang. Mlmcher Mum Prgnnmtrailunyplelö : M tarfrei das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, dem Hofsekrctär Emil M o -r i c tarfrei den Titel und Charakter eines Sektionsrates, dem Oberrechnungsrate Gustav Türk und dem Hilfsämterdirektor Eduard Schöpfer taxfrei den Titel und Charakter eines Regicrungsratcs, den Rechnungsräten Wolfgang R e i ch l e und Dr. Ottokar Moritz ky das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens und dem Türhüter Franz Flöttl das Silberne Vcrdicnstkreuz mit der Krone aller-gnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Mazestai haben mit Allerhöchster Entschließung vom ^l). November d. I. den mit Titel und Charakter eines Scktions-chefs bekleideten Hofrat Dr. Ludwig von Thal-l <'» c z y zum Sektionschcf allcrgnädigst zu ernennen geruht. Der Leiter des Finanzministeriums hat die Finanzkommissäre Karl Bihlmeier und Doktor Anton Janeiii^ zu Finanzsetretärcn für den Vereich der Finanzdircttion in Laibach ernannt. Nichtamtlicher Teil. England und die internationale Lage. Aus London wird gemeldet: Die Spannung in der auswärtigen Politik, welche aus der Entwicklung der Valkanfragen entstanden ist, wird hier allgemein als ein schwerer Druck empfunden. Vielleicht ist man sich im Auslande nicht genügend darüber klar, daß hier auf der ganzen Linie das aufrichtigste Verlangen besteht, jede Friedensstörung vermieden zu sehen - ein Verlangen, das auch an der höchsten Stelle in England und in den leitenden Regierungskreiscn ebenso gehegt wird, weil es sich stark bei der englischen Industrie und Finanz geltend macht. Man lebl hier in einem Zustande wirtschaftlicher und geschäftlicher Depression, wie er seit Dezennien nicht geherrscht hat. Eine kriegerische Verwicklung, sei es welche immer, selbst wenn sie streng lokalisiert bliebe, würde einen neuen höchst empfindlichen Druck hinzufügen: ein Krieg zwischen zwei Großmächten würde direkt zu einer wirtschaftlichen Kalamität führen. Es handelt sich hier gar nicht in erster Linie um politische Momente, sondern um rein wirtschaftliche, die gebieterisch fordern, daß alle Kräfte angespannt werden, um einen Frie- densbruch zu verhindern. Man hegt aber nicht bloß Sorge, fast ließe sich sagen Furcht vor jedem Kriege, man ist sich hier auch der tatsächlich vorhandenen Gefahr durchaus bewußt und gibt sich Rechenschaft, daß die Dinge nicht mehr lange so weiter treiben treiben dürfen. Je länger die Spannung anhält, um so mehr Zeit und Gelegenheit wird der Einwirkung der Einflüsse gegeben, welche abseits und unabhängig von den Regierungen weitergehende Zwecke verfolgen, um so mehr erstarkt, um einen dieser Faktoren anzuführen, der Panslavismus. Es gibt nach hiesiger Auffassung nur einen Weg, der vorhandenen Spannung ein Ende zu bereiten: eine baldige Verständigung zwischen Wien und Peters» bürg über die Vorbedingungen der Konferenz. Sollte es nicht möglich sein, hier schon in nächster Zeit Fortschritte herbeizuführen, könnte es überhaupt zu fpät werden, der friedensstörerischen Flut einen Damm zu sehen. Es würde hier gewünscht, daß auch von türkischer Seite etwas mehr Aktivität zur Sicherung des Friedenswelkes bemerkbar würde. Dahin gehört nicht nur die Sistierung des die Spannung nur steigernden, eigentlich einem moralischen Kriegsakte gleichzustellenden, Boykotts, sondern auch eine klarere Betonung, was denn eigentlich für Wünsche gehegt werden. Die Aufstellung allgemeiner Prinzipien für eine Konferenz ist wohl an sich aucki eine Förderung: eine dauernde, absolute Ungewißheit über die Wünsche des einen Teiles macht aber zweifellos ein Eingehen von der anderen Seite überaus schwierig. politische Ueberlicht. Laiback, 4. Dezemliber. Bei der am 2. d. M. erfolgten Huldigung der kaiserlichen Familie, die sämtliche Mitglieder des Kaiserhauses vor dem Monarchen versammelte, hielt Erzherzog Franz Ferdinand eine Ansprache an Seine Majestät den Kaiser, worin er im Namen der Versammelten die heißesten und innigsten Glück' Feuilleton. Ans dem täglichen Leben des Monarchen. Militärische Pünktlichkeit, puritanische Einfachheit und unermüdliche Arbeitsleistung, das sind die Faktoren, von denen das Leben Seiner Majestät bestimmt wird. Er steht im Sommer und Winter Punkt 4 llhr morgens auf. Um diese Stunde müssen bereits die sämtlichen übrigen Wohnräume gesäubert, gelüftet, geheizt, hergerichtet sein, so daß das Bedienungspersonal (Leiblammerdiener, Leib-jägcr, Kammerhausdiener) schon eine Stunde früher in Arbeit treten müssen. Nach dem Vadc Pflegt sich der Herrscher, wenn ihm seine vielen Agenden sonst nicht mehr Zeit dazu lassen, schon am Morgen zu rasieren. Und zwar erledigt er diesen Teil der Toilette selbst. Zumeist rasiert sich Seine Majestät jedoch erst vor dem Diner. Punkt 5, Uhr früh wird auf einer Tablette das Frühstück serviert, und zwar iln Arbeitszimmer auf dem Schreibtisch. Es b> steht aus Tee mit Rum oder Obers, einer Semmel, zwei Eiern und etwas Schinken oder aus Kaffee, etwas kalten: Fleisch, Kipfcln, Vuttcr, Honig und eventuell auch einem oder zwei Eiern. Nach dem Frühstück geht Seine Majestät an die Arbeit und um li Uhr morgens werden bereits die Chess der Kabinetts- und der Militärkanzlei empfangen. Das währt bis gegen « oder halb 9 Uhr. Dann ruht der Monarch, raucht etwa eine Zigarre, und um 9 Uhr morgens beginnen die Empfänge. Wöchentlich zweimal, an Montagen und Donnerstagen, finden allgemeine Audienzen statt; an den anderen Tagen empfängt der Monarch die vortragenden Minister-Präsidenten oder andere Minister, den Korpslom-mandanien oder andere hohe Hofbeamte, Militärs und kirchliche Würdenträger. Im Laufe des Vormittages erhält er auch den täglichen Besuch des Leibarztes Dr. v. Kcrzl. Das Dejeuner wird Punkt halb 1 Uhr serviert. Das Menn des Dejeuners und des Diners wird durch ein Organ des Hofwirtschaftsamtcs in der Früh dein Monarchen vorgelegt, und zwar werden auf der Speiscnkarte immer mehrere Gerichte verzeichnet, von welchen Seine Majestät diejenigen streicht, die er nicht wünscht. Das Dejeuner besteht nur aus einer Suppe und aus einer Fleischspeise. Eine gute, kräftige Suppe und ein frisch gebratenes Stück Fleisch sind dem Herrscher die liebsten Speisen. Häufig stehen auf der Speisenkarte: Kalbsschnitzel, Kalbskoteletten und Lungenbratengulyas. das sind Speisen, die der Monarch beim Dejeuner besonders bevorzugt. Auch zu dieser, wie überhaupt zu allen Mahlzeiten, die der Monarch aNein einnimmt, wird auf dem Schreibtisch aufgetragen. Ein Leibsammerdiener und ein Leibjäger servieren, wobei nie ein Wort gesprochen wird. Zwischen 1 und A Uhr nachmittags geht der Monarch womöglich spazieren, wobei er eine Zigarre raucht. Der Herrscher ist noch immer ein Passionierter Raucher. Allerdings darf er nicht mehr seine geliebte Virginier rauchen, wohl aber leichte Havanna, die in seinem Arbeitszimmer immer zum Gebrauch bereit stehen. Schon vor fünfzehn Jahren hat Seine Majestät bas Virginierrauchen über Alnaten der Ärzte gänzlich aufgegeben, doch werden in einer bestimmten Zi-garrcnfabrik noch immer die sogenannten Kaiser- virginier erzeugt, welche nur mehr die Erzherzoge beziehen. Seit Jahren zieht der Monarch allen anderen Zigarren die Media Regalia lUpmann), das Stück s>8 Heller, und eine gewöhnliche Operas, zu 12 Heller das Stück, vor. Seine Majestät hat bekanntlich nie Geld bei sich, wohl aber — eine Zigarrentasche und einen Zündhölzchenbchältcr. Der Monarch ist ein großer Blumenfreund. Auf seinen Spaziergängen bleibt er vor einzelnen Blumen-gruppcn oder Sträuchen wiederholt stehen, pflückt sich wohl auch eine Vlüte. Auf seinem Schreibtische steht jederzeit ein ganz kleines Blumenarrangement. Zwei, drei besonders hübsche Blüten, nicht mehr. Aber auf diese Miniaturdekoration, auf dieses Stückchen Natur will der Monarch nicht verzichten. Nach der Heimkehr erteilt Seine Majestät neuerdings Audienzen, auch solche von intimerem Charakter. Zwischen .') und ü Uhr - die Stunde bestimmt der Monarch — findet das Diner statt, welches der Herrscher, wie alle Mahlzeiten, zumeist allein, einnimmt. Das Diner ist bereits reichhaltiger und besteht aus fünf oder sechs Gängen. *Bei der Hauptmahlzeit nimmt Seine Majestät auch Getränke zu sich. Und zwar zunächst jedesmal ein Glas Spatenbräu, dann ein Gläschen Tischwein - dem „Kavalierswein" der Hofküche —, nach der Tuppe ein Gläschen Sherry oder Madeira, zum Braten je nach Auswahl ein Gläschen Tokayer, Rheinwein, Mosel, bei jeder Mahlzeit aber ein halbes Gläschen französischen Champagner, worin er eine Bislotte eintunkt. Ein Täßchen sehr lichten Kaffee nach etwas Gefrorenem und eine feine, leichte Havanna beschließen die Mahlzeit. Laibacher Zeitung Nr. 281 2620 5. Dezember 1908. wünsche zum Regicrungsjubiläum darbrachte, die Gefühle innigster Liebe und treugchorsamster Ergebenheit erneuerte und für alle die zahllosen Beweise der Huld und Gnade, die der Kaiser jederzeit in freudigen oder trüben Stunden jedem Fa-milicnmitgliede in so reichem Maße geschenkt hat, ihm den tiefstgefühlten Danl zu Füßen legte. Seine Majestät der Kaiser dankte auf das herzlichste für die ausgesprochenen Glückwünsche, indem er die Versicherung treuer Anhänglichkeit gerne und niit väterlichem Herzen willkommen hieß, und fuhr dann fort: „Die Begrüßung und Huldigung durch alle Angehörigen unseres Hauses ist für Mich eine ganz besondere Freude. Sie ist eine glanzende Kundgebung der Li^be, die Mich hoch beglückt und für die Ich Euch allen und jedem insbesondere meine Tank-barkeit zum Ausdruck bringe. Durch die engen Bande der Verwandtschaft mit allen innig verbunden und als Chef des Hauses, war es Mir stets eine Freude und angenehme Pflicht, Euch Meine väterliche Fürsorge angedeihcn zu lassen, sowie Ich auch von Euch nur Beweise der Ergebenheit und liebevollen Anhänglichkeit erfahren habe. Ich bitte Euch, auch ferner Meiner unwandelbaren herzlichsten Liebe versichert zu sein." Die Grazer „Tagespost" meldet aus Wien unter dem .^. d. M>: Der Tiidjlavcntlub hielt heute mit dem Elovcnischen Verband eine gemeinsame Beratung über die dem Vudgetprovisorium gegenüber einzunehmende Haltung ab. Alle Redner gaben ihrer Überzeugung dahin Ausdruck, das; die Süd-slavcn eine scharfe oppositionelle Stellung zu beziehen hätten, und zwar deshalb, weil die Äußerungen der Negierung deutlich erkennen lassen, daß man auf die Südslavcn in diesem Reiche überhaupt nicht zähle. Es wurde dann die italienische Univer-sitätsfragc erörtert und eine Resolution genehmigt, die sich gegen die Errichtung einer italienischen Rechtsfakultät in Trieft und für die Schaffung einer slovenisch-kroatischen Universität in Laibach aussprach. Aus Belgrad, ^. Dezember, wird gemeldet: Heute vormittags hat die Ekupütina eine geheime Sitzung abgehalten, in welcher die Abgesandten des Ausschusses für nationale Verteidigung über die Ergebnisse ihrer Missionen referierten. Einem Gerüchte zufolge soll sich der Minister des Äußern, Milovanovi^, dem Korrespondenten der „Novojc Vrcmja" gegenüber geäußert haben, daß er auf seiner europäischen Reise die Überzeugung gewonnen habe, daß die Großmächte die Annexion Bosniens anerkennen werden. Serbien, welches für einen Krieg ganz unvorbereitet sei, bleibe nichts übrig, als sich mit den eventuellen Kompensationen zufrieden zu geben. Dieser Ansicht Pflichtete auch der Führer der Iungradikalen Ljuba Stojanovi^ bei. Die- ses Gerücht rief bei den Altradilalcn, welche für eine Autonomie Bosniens eintreten, große Mißstimmung gegen den Minister Milovanovu' hervor. Man ist gespannt, ob die „Novoje Vremja" die angeblichen Erklärungen Milovanovi?' und Sto-janovil'' veröffentlichen werde. - Tagcsllclligtciten. — lDopPclselbstmord zweier Freundinnen.) In ihrer Wohnung in Genf ist diesertage die bekannte Schrift, stellerin Ilse Frapan tot aufgefunden wurden, und we> niqe Schritte entfernt lag die Leiche ihrer Freundin Linda Mandelbanm. Man dachte zuerst an ein Ver» brechen, später ging jedoch aus einem zurückgelassenen Brief die Wahrheit hervor. Ilse Frapan war schon län-gere Zeit schwer leidend, sie hielt sich für unheilbar lrank und entschloß sich zu freiwilligen: Tode. Da ihr znm Selbstmord der Mut fehlte, beauftragte sie ihre Freundin Mandelbanm, sie im Schlafe zu erschießen. Seit zwei Tagen war der Bruder der Frapan in Genf anwesend, weil er im Hinblick anf den bedenklichen Zustand der Schwester das Schlimmste befürchtete. Um halb A Nhr früh begab sich Linda Mandelbaum zu dem in einer anderen Wohnung einquartierten Bruder der ?frapan und meldete ihm, daß seine Schwester im Ster» ben liege. Linda Mandelbaum kehrte sofort in die Woh» nung der Frapan zurück, nachdem Herr Frapan die Zusicherung gegeben hatte, daß er unverzüglich nach. folgen werde. Als er erschien, fand er das Zimmer von innen verschlossen. Beim öffnen bot sich ihm ein furcht, barer Anblick, Ilse ^rapan lag mit einem Schusse in der Schläfe tot im Bette, »nährend Fräulein Mandel» bäum durch einen Nevolverschnß entseelt am Boden lag. Auf dem Nachttisch befand sich ein Brief der Frapcm, worin sie den Sachverhalt erllärte. — sDie Chrysantheme« in Europa und in Japan.) Ein Mitarbeiter des „Gauluis" fällt ein fehr rich, tiaes Urteil über die Veränderung, welche mit den Chrysanthemen vorgegangen ist, seitdem sie sich in Europa eingebürgert haben. Diese Vlumen haben sich, so schreibt er, europäisiert, wie die Japaner, aus deren Lande sie stammen, es auch getan haben. Die Japaner tragen hente schwarze Röcke und steife Hüte, sie sind selbst völlig unähnlich geworden. Die Chrysanthemen sind teine Vlumen mehr, sie find unförmige riesenhafte Parvenugeschöpfe geworden, die uninteressant sind, weil sie unnatürlich sind. — lDie Lebensdauer der modernen (Hemälde.j Aus London wird berichtet: In einem fesselnden Vortrage im Bedford College untersuchte George Thomson auf Grund physikalischer und chemischer Versuche die moder» nen Malmittel nnd gab dabei lehrreiche Ausschlüsse über manche Mängel des modernen Farbenmaterials/ die so manches ,^'nnstwerl der Gegenwart zu schneller Farben. Veränderung oder ^arbenzersetmna. verurteilen. Bei dem heute gebräuchlichen Scharlachrot und dem moder» nen Bitumen geht die rasche Farbenzersetnmg auf rein chemische Ursachen zurück. Die gefährlichsten Farben für die Unsterblichkeit unserer modernen Maler sind jedoch jene Farbengrnppen, in denen Farbstoffe wie Vleiweift, Chromgelb oder Verdigris entHallen sind und die so» wohl für Licht als auch für rein atmosphärische Ein» slüsse, wie z. N. die Luft in größeren Städten sehr empfindlich sind. Sehr wichtig für die Erhaltung der ursprünglichen ^arbenharmonie neuerer Bilder ist das Fernhalten der Fenchligleit; Eiperimente haben gelehrt, daß Bilder, die sorgsam trocken gehalten werden, ihre Farbeneigentnmlichleilen nicht verändern. Wenn es also gelänge, ein Firnis, oder Teckmittel zu finden, das die Wirlungen der Feuchtigkeit fernhält, so würden die Werke dem schädigenden Einflusse»des Schwefel. Wasserstoffes entgehen. Dem Professor Laurie ist es nach längeren Versuchen gelungen, derartige Vinde» mitte! herzustellen. — Oin Unssliiltlilhcr.j In den „Tit-Vits" findet sich folgendes lustige Geschichtchen'. Diesertage sand man im Hydepart einen Mann, der sich an einem Bauine aufgehängt halle. In seinem linken Stiesel stak folgender Brief: „Meine traurigen ^amilienverhältnisse treiben mich in den Tod. Ich bin nämlich »nil einer Witwe verheiratet, die eine erwachsene Tochter hat. Mein Vater besuchte uns oft, verliebte sich in die Toch-ler nnd heiratete sie. Mein Vater wurde also mein Schwiegersohn und meine Stieftochter wurde meine Mutter, weil fie die Frau meines Vaters war. Da be» kam meine Frau einen Sohn. Er wurde der Schwager meines Vaters und mein Onkel, denn er war ja der Bruder meiner Stiefmutter. Die ^rau meines Vaters, das heißt meine Stieftochter, betam anch einen Sohn, der natürlich »nein Bruder wurde und zugleich mein Enkel, da er ja der Sohn meiner Tochter war und meine Frau wurde meine Großmutter, denn sie war ja die Muller meiner Mutter. Ich wurde gleichzeitig der Mann meiner Fran und ihr Enkel. Und da der Mann meiner Großmutter uatürlich mein Großvater ist — so bin ich also mein eigener Großvater. Und wenn ich daran dente, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich aufzuhängen." — lDer .qcfopptc Tierarzt.) Die „Dentsche Wochen» zeitung für Belgien und die Niederlande" erzählt fol-gendes Geschichlchen: Ein Brüsseler Tierarzt wird an den Fernsprecher gerufen und es entspinnt sich sol> gendes Gespräch: „Hier N. N." — „Ach, mein Herr, meinem Pferd muß etwas fehlen; es tann den einen Vorderfuß nicht niedersehen. Woran tann das wohl liegen?" — „Sie werden es doch wohl begreiflich sin. den, mein Herr, daß ich, ohne das Pferd untersucht zu haben, nicht darüber urteilen kann! Soll ich tommen, um es zu untersuchen?" — „Bitte, es würde mich sehr freuen!" — „Ihre Adresse, bitte?" — „Place Noyal!" — „Schön. Welche Nummer?" — „Keine! Ich habe keine Nummer!" — „Das ist ja sonderbar! Mit wem habe ich denn die Ehre?" — „Ich bin .... Gottfried von Bouillon!" — Die Telephoniftin konnte nicht be> greifen, weshalb der eine Teilnehmer fo fürchterlich fluchte und abläutete. Sie hatte zu wenig von dem Gespräch mitangehört, um zu begreifen, daß — das bekannte Reiterstandbild damit gemeint war! Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (30. Fortsetzung.) Unoerjahre zurückversetzen könne, wo Abbitte oder Nute gleichbedeutend gewesen seien. Sie müsse also darauf verzichten, sich das Wohlwollen und die Geneigtheit der Familie Mcrtens um diesen Preis zurückzugewinnen. Der Herr Oberst habe, wie es scheine, schon Stellung zu der Frage genommen, was den Bruder ihres Gatten ohne Zweifel schmerzlich berühren werde. „Ich bitte Sie, hcrzlicbc Frau von Wechting", sagte die Oberstin rafch, „lassen Sie die Männer bei dieser Sache ganz aus dem Spiel. Wir Frauen können ja wohl allein fertig werden. Es ist wirklich besser fo, — ohne daß eine lange Geschichte danach kommt." „Derselben Ansicht bin ich auch, gnädige Frau", warf die Baronesse ein, Lauras Hand nehmend. „Der Herr Major wird sich ja wohl endlich beruhigen müssen!" rief Frau von Wechting mit zuk-kenden Lippen. „Es wird ihm nichts anderes übrig bleiben. Nicht einen Augenblick tut mir's leid, daß ich mich ausgesprochen habe." Die Oberstin verschwieg, daß ihr Gatte durch die Äußerung der Frau von Wechting sich nicht min- der als Mertens bloßgestellt und beleidigt erachtete und nur auf die formelle Beleidigung der Angelegenheit wartete, um Herrn von Nechting dienstlich seine Meinung über Wahrung des Dienstgeheimnisses Familicnmitglicdcrn gegenüber aufs crnstlichste zu sagen. Frau von Eolden sagte daher, sich verabschiedend, nur noch zur Baronesse, daß sie bestimmt hoffe, beide Damen am kommenden Nachmittag bei sich zu sehen. Frau von Wechting dachte indessen gar nicht daran, im Soldcnschen Hause zu erscheinen. Sie geriet bei dem bloßen Gedanken daran so außer sich, daß ihr Gatte, obwohl das Vernünftige dieses Vorschlages nicht völlig verkennend, dieses Thema endgültig von der Tagesordnung absetzte und das Ausbleiben seiner Frau durch Unwohlsein entschuldigte. Am folgenden Tage erschien der Oberstleutnant beim Hauptmann von Wechting und erklärte ihm im Auftrage des Majors Mertens, daß, da Frau von Ncchting sich weigere, seiner beleidigten Gattin irgend welche Genugtuung zu geben, er nunmehr Herrn von Wcchting für die Äußerungen seiner Gemahlin verantwortlich machen müsse und ihm eine Forderung auf Pistolen zustellen lasse. Inzwischen hatte der Oberst, dein der Major von dem beabsichtigten Schritt Meldung erstattet, Herrn von Wcchting dienstlich zu sich befohlen, und versuchte, ihm mit Nuhe die Folgen dieser bedauerlichen Angelegenheit für feine eigene Perfon und Stellung klar zu machen. „Die Äußerungen der lebhaften Phantasie Ihrer Frau Gemahlin sind um so bedauerlicher, als in denselben naturgemäß nur das Echo Ihrer eigenen Verdächtigungen nachklingt. Und wenn ich aus dem mangelnden Verständnis Ihrer Frau Gemahlin für das Vorgebrachte viel nachfehe, es bleibt doch Ihrerseits ein durch nichts begründeter Mangel an Vertrauen gegen Ihre Vorgesetzten bestehen und da- neben ein Vorurteil gegen deren Gerechtigkeit und Kameradschaft. Was die Forderung des Majors Mertens betrifft, so dürst' dieselbe nachdrücklicher als alle anderen Gründe Ihre Frau Gemahlin über Ihr ferneres Verhalten aufklären — ein Wunsch, dein ich mich nicht dringend genug anschließen kann. Bis morgen Mittag erwarte ich Ihre Meldung darüber. Ich danke Ihnen!" Als Frau von Wcchting durch die Baronesse von dein bevorstehenden Duell schonend Kenntnis erhielt, sank sie zuerst in Ohnmacht, wobei sie alle Heiligen des Himmels zu Zeugen der Bosheit ihrer Feindin anrief und daneben ihren eigenen guten Willen kundtat, ihr lieber noch einmal den ärgsten Tort zuzufügen, statt ihr moralisch die Hand zu küssen. Vergeblich erbot sich die Baronesse bei dieser historischen Zusammenkunft gern allein das Wort zu führen, während ihre Cousine nur zu nicken und ihre behandschuhte Neckte auszustrecken brauche. „Nimmer küsse ich dieser Gans den Pantoffel! Nimmer! Nimmer lasse ich mir von diesem Psann-tuchcngcsicht Pardon zulächeln! Und dieser abscheuliche Oberst! Wenn doch Richard die Verlobung auflöste! Ich will Eva nicht mehr in meinen: Hause sehen — hörst du, Lena? Ach, hättest du doch deinen Koleman nicht, du wärest die passendste Braut für Richard!" Die Baronesse war leicht errötet, was dem eigentümlich alabasternen Schmelz ihres Gesichtes einen besonderen Reiz verlieh. „Was tann denn Eva für alle diese häßlichen Dinge?" sagte sie ruhig. „Und Koleman bringst du nun auch noch hinein!" „Lena!" rief Frau von Wechting außer sich, der Baronesse um den Hals fallend, „schaffe dieses scheußliche Duell aus der Welt! Ich liebe Eginhard zu sehr —". (Fortsetzung folgt.) üaibacher Zeitung Nr. 281.___________________________________2621 _____________ 5 Dezember 190tt. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. Das 60jährigc Ressierunsssjubiläum Seiner Majestät ' des Kaisers. Am Kaiser Franz I 0 s e s - G ym n a s i n m in Krai » b 11 r g fand die Kaiserseier am 2. d. M. um halb 9 Uhr stall. Der A»,stallsreligio»slehrer, Herr Dr. Franz Perne, hielt in der Hanslapelle einen Tanlgottesdieilst ab, wobei die solenne Messe von Haydi, zum Vortrage gelangle. Sodann versammel-ten sich die Schiller mit dem Lehrkörper und den zahl-reich erschienenen Ehrengästen, unter denen sich Bezirks-hanptmann Alsons Pirc, Bürgermeister Karl l> a v -nil, Psarrdechant Anton K 0 bIar , Landlagsabgeord-neter Cyrill Pirc, (Großindustrieller Vinlo Maj-di<^ u. a. befanden, in der sinnig mit Reisig, Efeu. girlanden und Bildern geschinücklen Turilhalle. Der Gymnasialdirettor, Herr Iguaz Fajdiga, begrüßte mit aufrichtiger Freude die Gäste, wandte sich mit herz. lichsten Worten an die Ingend, wies aus die markan-teste Eigenschaft des jubilierenden Monarchen, nämlich auf dessen Pslichtlreue, hin und lud die Anwesenden ,',u einein dreimaligen Slava-Ruse ein, in welchen die ganze Versammlung enthusiastisch einstimmte. Der ge» mischte Studentenchor sang hierauf begeistert unter der Leitung deö Herrn Professors Joan M a st e n das dreislrophige Lied „Gott schütze Habsburgs Thron!" von Blümel. — Den Festprolog, der in markanten Um-risse» die kulturellen Errungenschaften des slowenischen Voltes während der Legierung Franz Josefs 1. schil-derl, trug mit großem Erfolg der Oltavaner Paul Millau<'i<' vor. Der Festprolog hat den hiesigen Ottavaner Franz Albrecht zun, Autor. — Sodann folgte dir Deklamation der Lieder'. S. Gregors' „/i, n> min italienischer Übersetzung von Leonzo Fügli-staller, der Tertianer Method Pirc); einige Slro. phcn der Nationalhymne in griechischer Übersetzung Tertianer Ferdinand Ian^aj- Schillers „Graf Rn-dolf von Habsburg" lQnarlaner L u i b u e r). — Das Studenlenorchester produzierte sich fehr anerlennens» wert unter Leitung des Oklavaners Stanto Sajo-v i c und unter Mitwirkung einiger anderer Herren in G. Michiels „Rosalia" ispanischer Walzer) sowie in L. Kuyks: „^li«<> xp^v.v nno»". — Die Festrede hielt Herr Professur Frauz Komatar, der die kulturelle und soziale Entwicklung des sluvenischen Volles im Laufe der letzten sechs Dezennien einer detaillierten Er. örternng unterzog. — Die erhebende Feier fand mit den. Absingen der Nationalhymne ihren würdigen Ab» fchluß. ' ^ ' —ss. Die Z weiteftädti s ch e s I 0 v enis ch e K n a . benv 0 l tsschu le in L a i b a ch beging das 60jäh» rige Jubiläum Seiner Majestät des Kaisers um 8 Uhr früh durch eiuen feierlichen Gottesdienst in der St. Ialobstirche. — Nach der Messe versammeitel, sich die Schüler mit ihren Lehrern in dem festlich ge-schmückten Turnsaale. Hier hielt zuerst der Leiter V Iegli5 cine diesem Tage angemessene Festrede, worm er die Vedenlung des hohen festes erklärte und die Jugend zu patriotischer Gesinnung aneiserle. Nach einem dreimaligen Clava>Nufe sangen die Schüler der 5. Klasse unter P. Gurjups Leitung ,,^v«> ri.il>, MUM". — Null kamen Deklamationen i.,^ Nlld^ur^im do tronoln V1«^«> mlni!in<', 0l^»i^u ud 6l)Iotnioi", „^v«t,ri^v nil^l^", „Xulivnill 5o1«1«! n^li^in»?. «c^ur^u I<>lnn'N .I<»5>7u I." und „^n" o<^»i- — 5,'vio!") zur Vorfüh-rung. - Hierauf pries der Katechet I. Smrelar den'erhabenen Monarchen als ein Vurbild der Fröni-migleit, Barmherzigkeit und Liebe nnd forderte die Schuljugend ans, sich stets nach diesem hohen Vorbilde zu richien. Den Schluß bildete die Volkshymne, von alle» Anwesenden gesnngen. « An der städtischen z w e > l l a s s, g e » Volksschule am Kar0Iinengr u n de lvurde das 60jährige Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers mit Genehmigung des l. k. Stadtschul-rates schon an, !. Dezember gefeiert. Die Cchnljngend versammelte sich im festlich geschmückten Schulzimmer, wo der Schulleiter eil, kurzes Lebeusbild unseres Kai» fers entwarf. Er hob besonders die schweren Schicksals-schlage hervor, die der Monarch erlitten, pries dessen Verdienste um die gesamte Nevöllernng Österreichs, die ihn, die heutige Volksschule zu verdanken hat, und for-derte schließlich die Schnljngend zu Kindesliebe gegen-über unseren, Lnndesvater auf. Sodann erfolgten se>. tens der Schüler Deklamationen, unter denen ms-besondere das Gedicht „Uvo.lüll" von A. Medved er-Wähnt werden soll. In den Pausen erschollen aus fri» scheu Jugendkehlen Lieder, die für diefes Fest Bedeu-tUttg hatten, z. B. „5iv,'. 5,vi «'.^r N!l5", „DonKiv^, mo^ ^v5— An der hiesigen slovenischen achtklassigen Mädchen, schule im Waisenhause der Freii » von Lichten thu ru wurde die Kaiserseier in schlichter, dabei aber würdiger Weise begangen. Nach einer Fest» rede wurden verschiedene Lieder znm Vortrage gebracht und ein einaktiges Theaterstück s„Ii(»l>r<>tl.iivo»t nil^^il <^«:l^'ü") aufgeführt, worau sich eine Huldigung aller Vertreter der österreichischen Kronländer in National» tracht anschloß. Sohin gelangte ein farbenprächtiges lebendes Bild zur Aufstellung, und den Beschluß des schönen Festes bildete die Absingung der Kaiserhymne. D i e K naben . und die M ä d ch e n v 0 l l s > schule i n K raiuburg veranstalteten ihre Baiser, feier am 2. d. M um 3 Uhr nachmittags im Tolol. faale, wobei das Singspiel „klnvn c(^l»i-M ^,-üin-u .lo/^sn 1." von E. Adami^ aufgeführt wurde. An der Veranstaltung nahmen die Vultsschüler und Schüler, innen mit ihren Lehrern sowie zahlreiche Ehrengäste teil. Die Festrede wurde vom Herrn Direktor Johann Pezdic" gehalten. —^- Aus Krai n b u r g wird nns geschrieben: Das Kaiserjubiläumssest wurde hier auf das feierlichste be. gauge». Aus diesem Anlasse legte die allehrwürdige Stadt reichen Flaggenschmnck an. Am Vorabende er-glühte der Gipfel des Margarelhenberges in einem Lichtmeere von Fackeln uud es donnerte» von demselben mächtige Pöllerschüsse ins Tal. An, 2. Dezember nm 8 Uhr'vormittags zelebrierte .Herr Psarrdechant Anton Kublar im imposanten Stadldome uuler reicher Assi-steuz eiu Hochamt mit Tedenm. Dazu hatten sich nebst einem zahlreichen Pnblilnm folgende Ehrengäste em-gefunden: Alfons Pirc, k. l. Nezirlshanptmann, mi! den Beamten seines Ressorts, die Beamten des k. l. Bezirksgerichtes, des k. k. HanPtsteneramteS; Karl ^ a v-nil, Bürgermeister der Stadt Krainburg, niit mehre-ren Gelne'indeausschußmitgliedern; der Landtagsabge-ordnete Cyrill Pirc- der Großindustrielle Viuku Majdi« sowie Vertreter anderer Behörden. Nach dem Gottesdienste erschienen bei der l. t. Bezirkshaupt, mannschast Vertreter der Pfarrgeistlichleit, der Stadt-gemeinde, des Gymnasiums sowie der Volksschulen, des freiwilligen Feuerwehrvereines, des Veteranenvereines usw., um ihre Ergebenheil zum Ausdrucke zu bringen. Aus Nadmauusdurf wird uus gefchrieben: Das 60jährige Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers wurde auch hier eutsprechend gefeiert. Den Allerhöchsten Intentionen Seiner Majestät entfpre. chend, wurde statt einer allgemeinen Stadtbeleuchlung aln Vorabende des Festes eine Sammluug sür arme Schulliuder eingeleitet, die ein namhaftes Erträgnis ab. warf. Am 2. Dezember fand ein feierliches Hochamt mit Tedeum uud Absingnng der Vullshymnc statt, an dem sich Herr Nezirlshauplmanu Edler von Detela mit der vollzählig erschienene» Staatsbeamlenschast, die Gemeindeverlretuug, die freiwillige Feuerwehr ufw. be. teiligten. Darauf erschienen beim Herrn Nezirtshaupl. mauue die Beamten der k. l. Nezirlshanptmannschasl, der l. k. Forst- uud Domänenverwallung nnd des l. k. Steueramtes, ferner Ehrendomherr und Pfarr. dechant Herr Johann Novak mil einer Abordnung der Dekanntsgeistlichleit, Landlagsabgeordneler nnd Niirgermeister Herr Dr. Janko ViIfan mit mehrere», Vertretern des Gemeindeausschusses und l. l. Notar Herr Alfred R udes ch mit der Bitte, ihre allernnler. länigsten Glückwünsche sür Seine s. u. l. Apostolinln- Majestät uud die Versicherung unwandelbarer Treue und Ergebenheit au die Stufen des Allerhöchsten Thro-nes gelangen zu lassen. Aus Stein wird uns berichtet: Die Feier des 60 jährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät wurde in Stein schon am 1. Dezember nachmittags durch Pöllerschüsse von der Kleinseste herab angelündigt. Bei Eintritt der Dämmerung wurde in allen Kirchen durch eine halbe Stunde festlich geläutet, während gleich, zeitig mit der Illuminieruug der Gebäude begonnen wurde. Bald erstrahlte die Stadt und die Umgebung in einein prächtigen Lichtermeere. Es gab kein Haus, welches nicht festlich belenchtet gewesen wäre. Den Schluß der Feier am Vorabende bildete eine Retraite der städtischen Musikkapelle, in deren Verlaufe vor der Amtswohnung die Vollshymne mit anderen Musit. stückeu vorgetragen wurde. Der eigentliche Jubiläums, tag wurde gleichfalls mit Pöllerfchüssen von der Klem-feste aus begrüßt. Um 9 Uhr vormittags wurde vom Herrn Dechanten Johann Labren richt: In besonders festlicher und erhebender Weise beging auch die Bewohnerschaft Adelsbergs den Jubel-lag Seiner Majestät. Schon am Abende des 1. Dezem» ber prangte der Martt im Fahnenschmucke: die frei. willige Feuerwehr veranstaltete einen Zapfenstreich, und eiue festlich gestimmte Menge durchwogte den prächtig illuminierten Ort. Vor dem Amtsgebäude wurde die Vollshymne zum Vortrage gebracht. Den eigentlichen Festtag leitete eine von der Musikkapelle veranstaltete Reveille ein nnd Pöllerschüsse verkündeten dessen An-bruch. Um 9 Uhr vormittags fand ein vom Herrn Pfarrdechanten unter Afsisleuz zelebrierter Fest. und Dankgottesdienst statt, zu dem sich der Herr Amtsleiter mit allen Beamten der Bezirkshauptmannschaft und des SteneramleS, die Beamten des Bezirksgerichtes uud der sonstigen landesfürstlichen Ämter, die Genieindevertre-tnng, der Ortsschulrat, Vertreter sonstiger Körperschaf, ten, die freiwillige Feuerwehr, die Gendarmerie, die gesamte Volks- und Nürgerschuljugend mit ihren Direk» toren und Lehrern sowie zahlreiche Andächtige aus alle» Bevöllernngslreise» eingefuudrn hatten. Nachdem das Tedeum verklungen war, stimmte der Kirchenchor die vo» alle» Anwesenden stehend angehörte Vollshymne an. Nach dem Gottesdienste erschienen im Bureau des Herrn Amtsleiters der Bürgermeister Herr Gregor Pill mit alle» Gemeinderäten, der Obmann des Orts» schulrates nnd der Sanitätsdistriktsvertretung Herr Franz Arlo mit den Mitgliedern dieser beiden Kür» perschasten, der Vertreter der Marltvermögensverwal» tung Herr Theodor Del leva und eine Abordnung der freiwilligen Feuerwehr unter Führung des Haupt, mannes und Distrittsiuspeltors Herr» Match. P e t r i 6 mit der Bitte, den Ausdruck der tiefsten Ergebenheit und unerschütterlichen Treue zu dem erhabenen Monarchen und zum glorreichen Kaiserhause an Allerhöchster Stelle zu vermitteln. — Die Leitungen der Vulls» nnd Nür» gerschnle veranstalteten ihren Schillern im Saale des Hotels „National" eine ebenso schlichte als innige Jubelseier. Vor der im üppigeu Grün nnter einem Fahnenbaldachin prangenden Kaiserbüste versammelten sich Lehrer und Schiller und eine Schar geladener Gäste. Der Streicherchor der Bürgerschule erelutierte die Vollshymne, Schüler und Schülerinnen aber vlie» sen in zn Gemüte gehende», Dellamationen unseren all« geliebtei, Monarchen. Herr Bürgerschuldireltor Nri» n a r erörterte in längerer Rede die Bedeutung des Jubiläums lind wnhte all jene Töne anzuschlagen, dir geeignet Ware», die Kinderherze» zu begeister». An der Hand von Slioptilonbildern erläuterte Herr Direktor Brincir einzelne Momente aus den, Lebeu des Kaisers. Nachdem die gesnmte Schuljugend mit Erinnerungsbil» dein und die ärmere». Kinder »nil Kleidungsstücken be-teilt worden, wurde iu Beendigung der patriotischen, der Lehrerschaft zur Ehre gereichenden Feier, von allen A». wesenden die Vollshymne gesungen. Um den Inten» tionen Seiner Majestät gerecht zu werden, wurde zu. gunsten des Inbilänmswerles „Das Kind" eine Samm-lüng veranstaltet, durch die dem wohltätigen Zwecke eine ansehnliche Summe zugeführt wird. — Auch in allen Amts-, Psarr' nnd Schulorten des Bezirkes wurde das 60^ährige Regierungsjubiläum Seiner Majeüäl iu ähn. !il!,c, Wrise wie in Adel^berg sieseiert. Laibacher Zeitung Nr. 281. 2622 ö. Dezember 1 ^^ Aus Luitsch wird uns gemeldet' Am Nachniit-tage des 1. Dezembers wurden alle öffentlichen Ge-bände und alle Privalhäuser reichlich beflaggt. Von 6 Uhr bis 7 Uhr abends war der ganze Ort bis anf die letzte bescheidenste Vauernhütte festlich beleuchtet und ill den Fenstern einzelner Hänser gelangten Bilder und Büsten des Kaisers, mit Blumen, Tannen» und Fichtenzwcigen geschmückt, zur Aufstellung. Während der Beleuchtung verkündete das Geläute sämtlicher Glocken der Pfarrkirche dem sich auf der Reichsstraße immer zahlreicher ansammelnden, freudig gestimmten Publikum den kommenden Festtag und in den sonst stillen Ort Oberloitsch kam noch ein besonders reges Leben dadurch, das; sich vom Schulhause ans ein von der Lehrerschaft wirkungsvoll arrangierter Festzug der mit Lampions versehenen Schuljugend bewegte. Vor dem Amtsgebäude der l. k. Bezirkshauptmannschast gruppierte sich die lange Reihe der Schulkinder zu einem Kreis und nun erscholl aus den vielen Kinder-kehlen vorerst ein Lied und hierauf die Voltshymne, wovon alle Zuhörer mächtig ergriffen wurden. Vom Amtsgebäudc der k. k. Bezirlshauptmaunschaft bewegte sich der Schnlkinderfestzng weiter an das Ende des Ortes Oberloitsch gegen Unlerloilsch zu und kehrte suhin wieder znm Schnlhanse zurück. — Am 2. Dezember fand um 8 Uhr morgens ill der hiesigen Pfarrkirche ein vom Herrn Pfarrer Josef Lavri 5 zelebriertes, fcicr. liches Hochamt statt, das mit dem Absingen des Tedeum und der Volkshymne abgeschlossen wnrde. An tncser kirchlichen Feier nahmen teil: die gesamte Staats-beamtcnschaft nnd alle Slaatsbediensleten, Vertreter der Gemeinde, die Lehrerschaft mit der Schuljugend und überdies eine große Anzahl von Andächtigen aus allen Bevölkerungstreisen. Nach dem Festgottesdienste erschle-nen beim Herrn Vezirkshauptmann Hnldignngsdevnta. tioneu der Beamten der k. k. Bczirkshauptmannschaft, des k. t. Bezirksgerichtes und des k. t. Steneramtes sowie der Gemeindevertretung von Oberloitsch, welche alle, die Gemeindevertretung von Oberluitsch nnter Überreichung einer Ergcbenheitstundgebung, die Bitte vorbrachten,' die alleruntcrtänigstcn Glückwünsche nebst der Versicherung unwandelbarer Treue und Ergeben-heit an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen 5u la sen. Hierauf erfolgte in dem mit Blumen festlich geschmückten Bureau des Herrn Nezirkshmiptmannes die feierliche Überreichung der eingelangteil Jubiläums-kreuze für Zivilstaatsbedienstete. — Seitens der Schule in Ünterloitsch wurde eine Jubiläumsfeier am 1. De-zember um 6 Uhr abends im festlich geschmückten Saale des Hotels Kramer in Unterloitsch, seitens der Schule in Oberloitsch aber eine Jubiläumsfeier am 2. Dczem-ber vormittags im überaus reichlich dekorierten Schul-Hanse in Obcrloitsch veranstaltet. Beide Jubiläums-felcrlichkeiten wurden durch Festreden der Schulleiter eingeleitet: darauf folgten Deklamationen und Sing-spiele nnd zum Schlüsse wurde die Vollshymne gc> sungen. An beiden Echulfeierlichkeiteu beteiligte stch eui sehr zahlreiches Publikum. Aus Rudolfswert wird uns gefchriebcn: Auch die zumeist aus Staatsbeamten und Professoren be-stehende Mittwoch-Stammtischgescllschaft im Hotel Koklu- hatte am 2. Dezember ihre würdige Km,er-Jubiläumsfeier. Ein Mitglied hatte an einem der letz. ten Gcsellfchaftsabendc angeregt, daß der zufällig auf den Jour-fixe fallende Jubeltag in entsprechender Wei,e begangen werden solle, was bei allen Anwesenden,^-fort allgemeine Znstimmung fand. D,e Gäste des Stammtisches waren denn am genannten Tage in nn-gewöhnlich großer Zahl erschienen. Der Grundton des Abends war zwar auch diesmal gleich den früheren Abenden das Gemütsvolle, allein er hatte doch sein ganz besonderes, glanzvolles Gepräge erhalten durch den reizvollen Damcnflur, der ihn verschönte. Der vom Herrn Regieruugssekretär Dr. Pilshofer ausge-brachte Kaiserloast wnrde von den Festteilnehmern nnt jubelnden Zurufen anfgenommen. Und noch geranme Zeit nachher blieb die Gesellschaft in gehobener Stim-mnng und wahrhaft mustergültiger Harmonie beisam-men. Aus Gurtfeld wird uns berichtet! Anläßlich de" 60jährigen Allerhöchsten Negierungsjubiläums wurde am 2'. d. M. in der hiesigen Pfarrkirche em feierlicher Gottesdienst abgehalten, an welchem sich die gesamte Beamtenschaft, die Lehrerfchaft mit der Schul-lugend, die Gemeindevertretung, die Gendarmerie, die Finanzwache, das uniformierte Vürgcrtorps nnd die freiwillige Feuerwehr beteiligten. Nach dem Gottes-dienste erschienen beim Herrn Landesregicrungsralc Tekav 5 iö der Herr Bürgermeister und Burgcr,chul. direktor Dr. Thomas R o m i h sowie der Herr Koni-mandant des uniformierten Vürgertorps in Gnrkseld mit der Bitte, aus Anlaß des Jubelfestes die untertänig-sten Glückwünsche der von ihnen vertretenen Kvrper-schaften und Anstalten mit der Versicherung unwandel-barer Treue ,',ur Allerhöchsten Kenntnis zn bringen. - (Fremde Orden und Ehrenzeichens Seine Maje» stät der Kaiser hat dem Rittmeister Rudolf Bregen-z e r des La»desge»oarmerielomma»dos Nr. 12 in Lai-bach die Bewilligung znr Annahme und zum Tragen des Ritterkreuzes mit der Krone des großherzoglicy mecklenburg-schwerinschen Greisen-Ordens nud dem Postenführer Tilular-Wachlineister Josef Dovga» des Landcsgendarmerietommandos Nr. 12 in Laibach die gleiche Bewilligung für die großhcrzoglich mecklen-burg-schwerinsche Silberne Medaille erteilt. — (In her gestrigen Sitzung des Abgeordneten» Hauses) wurde die Dringlichteilsdebatte über das Vud-gelprovisorinm fortgesetzt. Es sprachen die Abgeordneten Schilingcr, Bielohlawct, R o m a n e znk, Malik und Wolf. Ein näherer Bericht ist uns nicht zugekommeil. — Die nächste Sitzung wurde für heute 10 Uhr vormittags einberufen. — (Von der Gendarmerie.) Mit Velubungszeugnis nnd Remuneration wurden beteilt: Postenführer Titnlar-Wachtmcister Anton Kova^i^ in Anerten-nullg mehrjähriger, besonders ersprießlicher Tätigkeit im öffentlichen Sicherheitsdienste und Wachtmeister Johann Stodlar in Anerkennung mehrjähriger, be» sonders ersprießlicher Tätigkeit als Instrultionsuntcr-offizier, beide des Landesgendarmerietommandos Nr. 12 in Laibach. * (Gewerbliches.) Die k. k. Landesregierung für Krain hat dein Herrn Franz Pils in Adelsberg über dessen Ansnchen die Konzession znr gewerbsmäßigen In» stallalion für elektrische Velenchtnng nnd elektrischen Motorenbetrieb mit dem Standorte in Adelsberg, Haus-Nr. 297, erteilt. ' —,-. — (Tchwurqerichtsoerhandlungcn.) Am Donners-tag hatten sich der 24jährigc Knecht Michael Zupane aus Voglje und der 27jührige Keufchlcr Anton Selne aus Zirklach wegen Verbrechens des Raub. nnd Meuchelmordes sowie des Raubes lind Tiebstahles zn verantworten. Den Vorsitz führte Herr Hufrat Pajk, die Anklage vertrat Herr Staalsanwallssnbstitnt Dr. Krem/.ar, als Verteidiger fungierten die Herren Advokaten Dr. Pape 5 und Dr. H u d n i t. Der Tat-bestand ist folgender: Am 23. September d. I. war der Besitzer und Holzhändlcr Josef Murnil aus Adergas in Laibach. Abends fuhr er auf einem mit Klee und Stroh beladencn Wagen nach Hause. Seine Pferde waren an den Fahrweg bereits so gewöhnt, daß sie, wenn er anch hie und da alls dem Wagen schlummerte, selbst den Weg nach Hause fanden. Die beiden Ange-klagten hatten in Erfahrnng gebracht, wann Mnrnit nach Hause zurücklehren werde, und wnßten anch, daß er eine größere Barschaft bei sich führte. Sie lanerlen ihm zwischen den Ortschaften Zirtlach und Dvurje aus nnd versetzten ihm, als er schlafend herangefahren kam, mit bereitgehaltenen Latten mehrere Hiebe über den Kopf, um sich seines Geldes zu bemächtigen. Dnrch die Hiebe scheuten aber die Pferde, gingeil dnrch nnd wur-den frühnwrgens mit der blutüberströmten Leiche des Murnit im heimischen Hofe gefundeil. Die beiden Räuber halteil inzwischen weitereil Opfern ansgelauert. Gegen 8 Uhr morgens schlngen sie die Brüder Michael nnd Josef kipie aus Zirklach zu Boden nnd bcranbten sie ihrer Barschaft im Netrage von 240 k. — Beide Angeklagten wurden zum Tode durch den Strang ver-nrteilt. — Der bei dem k. k. Postamte in Unter.ki,^ka als Postbote bedicnstet gewesene, 25jährige verehelichte Karl Kircelj, hat bekanntlich im Monaie Juli l. I. mehrere Geldsendungen nnterschlagen und hieraus bei Kanäle im Küstcnlande einen Selbstmordversuch began-gen. Der gegen ihn durchgeführten Verhandlung prä-sidierte Herr Oberlandesgerichlsrat Polee, die An-klage vertrat Herr Ctaalsanwaltssubstitut Dr. Paj-n i 5, die Verteidignng führte Herr Advokat Dr. Fur-l a n. 5,'rcclj wnrde auf Grund des Geschworenenver. diktes freigesprochen. —<>— * (Fabriksbrand in Kraiuburg.) Gestern gegen 10 Uhr abends signalisierte der Feuerwächter anf dem Schloßberge ein Feuer. Als die Feuermannschast im Depot erschien, erfuhr sie, daß der Brand in der Pollack-scheu Lederfabrik in Krainbnrg ansgebrochen sei. Eine Abteilung mit der Dampfspritze snhr anf der Staats-bahn dahin ab. — Wie uns von einem Augenzeugen mitgeteilt wird, siel dem Feuer das Fabriksgebände mit diversen Maschinen und Ledervorräten zum Opfer, wäh-rend die Magazine, dank dem werttätigen Eingreifen der Ortsfeuerwehr sowie anderen auf dem Vrandplatze erschienenen Fcnerwehren, nnverschrt blieben. Während des Brandes explodierte ein Faß Spiritus, richtete aber weiter keinen Schaden an. Der Brand soll durch Überheizung in der Trockenkammer zum Ausbruche gc-kommen sein. — (Auf der Neichsstraftenbrücke über die Neu-marttlcr Fcistrih bei Birtcndorf) fanden in den Tagen vom 16. bis 20. v. M. Belastungsproben statt, die ein äußerst günstiges Resultat erzielten, so daß die Brücke dem öffentlichen Verkehr übergeben werden tonnte. Um die Festigkeit und Tragfähigkeit der Brücke festzustellen, wurde sie in ihrer ganzen Länge so hoch mit Schutter überschüttet, daß anf jeden Ouadratmeter eine Belastllllg von 460 Kilogramm kam. Anßerdcm ließ man über die Brücke zwei Tampsstraßenwalzer Passie-ren, deren erster em Gewicht von l2, der zweite ein Gewicht von 16 Tonnen auswies. Trotz der gewaltigen Belastung ward an den beiden Seitenbrücten cht im Gebirge" des i» der neueste»,Zeit z» bedeule»dem Namen gelangten Wiener Landschaftsmalers Eduard <>l asparides. — Die Repro-duktionen bieten auch Werle aus dem Gebiete der Bild' hauertnilst, so namentlich eine prächtige photographische Wiedergabe des imposante» Pariser Toleildcnlmales vu» Albert Bartholome „^Vux msii-<>", ei» Monumental-werl des P^re-Lachaise. — Auf einzelne Reprodullio-»e» dürfte» wir gelege»tlich »oci) znrücklomme». - (Vom städtischen Violausplatzc.) Der städtische Eislanfplatz u»ter Tivoli wurde gestern erösf»e<. '"' (Sanitäres.) Wie man uns mitteilt, si»d in der Ortschaft Poddraga, politischer Bezirk Adelsberg, vor kurzem 4 Männer »nd 8 Ki'lder an Ruhr erkrankt. Wieder genesen sind bisher 3 Männer und 3 Kinder-ei» Man» und ein Kind sind gestorben und 4 Kinder ver> bliebeil »och i» ärztlicher Behandlung. Behufs Hint, mihaltiiiig der Weiterverbreitung der Krankheit wurde» e»lsprechende sanitälspolizeiliche Vorkehrimge» gelros-se». ->-. - (Zur Vollsbewcguug in Krain.) Im politische» Bezirle L a i b a ch Umgebung <59.828 Ei»>vuh»er) fa»de» im dritten Quartale des Jahres 1908 78 Trauungen statt. Die Zahl der Geborene» belief sich auf 582, die der Verstorbenen auf 372, darunter 198 Kinder im Alter von der Gebnrt bis zu 5 Jahre». Ei» Aller von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 55, von über 70 Jahren 40 Personen. An Tuberkulose starben 78, an Lunge»e»lzü»dli»g 10, an Kenchhnsten 5, a» Tiphtheritis 3, an Scharlach 4, a» Masern 1, an Typhus 2, durch zufällige tödliche Beschädigimg 9, durch Selbstmord 2 Personen- alle übrige» a» soilstige» ver-schiedenen Krantheilen. Ein Mord oder Totschlag er-eignele sich nicht. —,-. " (Feiertage in Sicht.) Als gestern abends ei» Banerilbnrsche ei» Schafs Honig durch die Pre^ren« gasse trug, fiel ihm dieses beim Hauptposlclmle aufs Trolloir, wobei fich der Boden des Gefäßes loslöste, so daß der Honig aus der Straße lag. Der Bursche rief einen Dienstmann herbei n»d wollte ihm eine 5c!!slelte zugelaufen. Laibacher Zeitung Nr. 281. 2623 5). Dezember 1W6. " lNauchfanqseuer.j Gesteru entstand im großen Nauchfaliqc der Pcrlesscheu Bierbrauerei in der Pre» «erengasse cin ^ener, das aber, ohne einen Schaden anzurichten, sehr bald qelüscht wnrde. ^ >n Pafteurfchcn Institute der schrecklichen Kraulheil erleben. — lVochenviehmartt in Laibach.j Aus den Wochen-viehmarlt in ^aibach am 2. d. M. wurden 215 Pferde, .^88 Ochsen, U)1 .^ilhe nnd 22 .Mlber aufqetrieben. Auf dem Rindermarkte notierten die Preise bei Maslochsen 62 bis 66 X, bei halbfetten Ochsen 58 bis 60 X und bei Einstellochsen 52 bis 56 X für den Meterzentner Lebendgewicht. — lTabalrauchcn in Österreich.) Die Generaldirel-tion der Tabatreqie in Wien publizierte diesertaqe eine statistische Zusamme»stell»ua. über die iu der Zeit vom 1. Jänner bis (5nde September l. I. verlausten Tabal-mengen. In den bezeichneten neun Monaten wurden nachstehende Menqe» abqesetzt: 25.03? .^iloqramul Schnupftabak, 508.952 Kiloqramm ^iauchtabal, 417,261.464 Stück Ziaarreu und nicht weniger als 1.446,065.356 Stück Ziqaretten. Auch der Spezialitäten. Handel weist ansehnliche Rubriken aus. Von inländi-scheu Spezialilätensorten entfallen 60 Kiloaramm aus Schnupf- und 1!)l.13l» .^iloqrainm aus Rauchtabak, die Spezialitätenziaarren erreichen 1,372.801 Stück, die Ziqaretten die Menqe von 71,599.390 Stück. Dies er-qibr. eine Einnahme von 86,783.452 X 11 u sür qe-wohnliche Tabalsorten, von 2,262.241 X 16 i, für in-ländistiie nnd von 1,588.380 X 63 l, für ausländische Tabalspezialitäten. Im Vergleiche mit den Ergebnissen in der gleichen Periode des Vorjahres ist ein Mehr-lonsnm um 5,911.065 l< 12 !, zu verzeichnen.________ Theater, Kunst und Literatur. *" lDcutschc Nühnc.j Niemand wird sich dem «roß-artigen entziehen, das den Menschen in der „Walküre" förmlich zu Boden zwingt, uud der Zuhörer fühlt es, daß mit den Schöpsuugen des großeu Bayrenther Mei> sters eine starke Dosis Idealismus und ssunstreligion in uus hineingeloinlnen ist. Es bedeutet daher die Aus-führung der „Walküre" ein hervorragendes lünstleri-sches Ereignis, das auch vo>u kunstsinnigen Pnblilnm voll glwiirdigt wurde. Uneingeschränkte Anerkennung gebührt Herrn Direktor W o ls, der lein Opfer scheute, um das große Werl würdig vorzuführen, warmer Dank und Anerlennung gebührt dem strebsamen, begabten und unermüdlich eifrigen Kapellmeister Herrn Prem-M üIler , dem Orchester, das seine Riesenausgabe mit aller Hingabe bewältigte, den Künstler», vor allem dem ausgezeichnete», Gaste Herrn Theo Werner aus Graz, die das große künstlerische Gelingen ermöglichten. Das Publikum ehrte die Künstler durch begeisterten, wiederholten Beifall nach jedem Aufzuge. — Ein uähe-rer Bericht folgt. .1. — jTinfonisches Äonzert.> Wie bereits gemeldet, veranstaltet die Slovenische Philharmonie morgen abends im großeil Saale des Hotels „Union" uuter ^eiluug des Herrn Konzertmeisters Ta l i ch ihr erstes sinfonisches Konzert. Hoffentlich wird das slovenische musilliebende Publikum die Bedeuluug der siufouischen Konzerte zu würdigen wissen uud seiu Interesse dafür durch rege Veteiliguug betätigeu. Wenn nicht von ein. seitiger Pflege der Musik gesprochen werden soll, so muß neben der Veransialtnng von Volallonzerten Be» dacht aus Orchestralmusil genoinmen werden; diese sollte sogar den Schwerpunkt aller musilalischeu Vor-sühruugen bilden. — s?lucl der deutschen Theatcrlanzlei.j Die lom-mende Woche briugt ein hochinteressantes Repertoire! Sonntag nachmittags halb 3 Uhr gelangt als die 37. Vorstellung sungerader Tag) die Operette „1001 Nacht" bei ermäßigten Preisen zur Ausführung. Abends 7 Uhr wird als die 36. Vorstellung lgerader Tagj die Oper „Walküre" wiederholt werden. Herr Theo Wer-ner, Heldenbanitou der vereinigten Grazer städtische» Bühnen, gastiert darin als Wotan. Am Montag findet ein nur einmaliges Gastspiel des Berliner I b s e n> Ensembles mit Maria Rehoff statt. Znr Anf-führuug gelaugt „Baumeister Solneß". Mittwoch und Donnerstag absolviert der berühmte Tenorist Adols Wallnöfer ein zweimaliges Gastspiel, indem er iu deu Opern „Troubadour" und „Lohengrin" die Titel-Partien siugeu wird. Am Samstag siudet die Premu're der Operette „Der Mauu mit den drei grauen" von ss. Lchar statt. — Die Logeubesii)er werdeu gebeteu, bei deu Vorstellungen am Sonntag die geänderte Vor-stellungsuummer sowie den Anfang nachmittags halb 3 Uhr, abends 7 Uhr zu beachten. — i>lammermnsilvereinia.nnq der Philharmoni» schen Gesellschaft.j Man schreiot nus: Wir wären be-müßigt, schon oft Gesagtes zu wiederholen, wollteil wir neuerlich dem Kuust- und Musilveiständnis des Pnbli-lums Lobeshymnen singen. Anderseils ist es nicht jeder-mauus Sache, die verborgeneu, intilnen Kundgebungen der edlen Toukuust klar zu erkennen; noch fehlt die Wünschelrute, die den !l!aien den Weg weist, um iu die geheimnisvollen Tiefen der Partitur einzudringen, es gibt noch immer einen starken Bruchteil, dem der äugen-blicklich anregende Genuß über den tiefen, bleibenden, das Innere aufwühleuden gehl. Die Zahl der Auhän- ger der intimste» aller Künste, der K a m m e r m usik, ist aber immerhin groß genng, nm ihren Bestand zu sichern, nnd daher werden uus auch heuer die lieb. gewordene» Kammermusilabende unter Leitung des Konzertmeisters Herrn Hans G e r st n e r ersreueu. Der erste Kammermusilabend findet am 8. Dezember, abeuds 7 Uhr, statt. Es wirken mit! die Herren Ko». zcrlmeister Hans G e r st n e r, Alfred I a g s ch i h, Heinrich Wetlach uud Rudolf Paulus; Klavier Herr Eduard Bernstein aus Klageusnrt. Erstauf» sührimgeu: Griegs Älavier-Violinsonate c»l». 45 in E-Moll; Brahms'Klavierlrio in C-Moll op. 101. ^er-ncr gelangt das Streichquartett in A-Dur aus <>i». 18 von Beethoven zur Ausführung. — Über die Leistungen von Herrn B e r » st e i il liege» glänzende Kritiken vor. So lesen wir in der „Klageufurler Zeiluug" über die Ausführung des Griegschen Klavierkonzertes im Musit» vereine u. a..- Die Sicherheit, Eleganz seines virtnos gcläusigeu Spieles ulußle dem Kenner imponieren; der edle Nortrag, das tiefe, verständnisvolle Nachempfinden den Zuhörer ergreifen und mitreiße». Das „Kär»l»er Tagblatl" schreibt hierüber! „Der jugendliche Künstler entwickelte am Aösendorser ei»e stanneilswerte Technik, aus der fich eiue kräftige, »oirknngovolle Tongebung, gute Auffassung, feine Nuaueieruilg, korrekte Rhythmi-sicrnilg lmd seltene Präzision und Ausdruckssähigleil hervorhob." - Ebenso günstig lautet das Urteil über die Mitwirkuug des Künstlers bei Kauuuermusitausfüh-rungen. i»! der ZoniüircHe. Sonntag den <». Dezember lheiligei .'l!ll,'ili»o) »m 10 Uhr Pont'isilalaml: Vierte Messe von Morift Brosig, Graduale lnvcni Di,vi«! von Dr. ^ranz Witt, Offer» torin»! V<>i-i5n« men von Ulto Kurilmüller. Zn der KtndtpfarrUirci>e Kt. JaUob. Sonntag, den "!l von I. G. Zangl, Graduale luv,',,! Ouvnl voll Antoil ^oer-ster, Osferloriilm X^>i-it,!>« in»u von I. B. Tresch. Telegramme des t. l. Telegraphen ^orrcjpondenz-Vureaus. Der Dnnk des Kaisers. Wicn , '». Dezember. Teine Majestät der K a i -srr hat folgendes Handschreiben erlassen: Uieber Freiherr von Bienerth! Die Gnade des Himmels hat Mir bcschiedcn, im vereine mii Meinen Vollern nach <><> Jahren die Wiederkehr deo Tages zu feiern, an dem Ich den Thron Meiner Ahnen bestiegen. Zur unabsehbaren Neihe von Beweisen der Nebe und Treue in der langen ^olge der Jahre gesellten sich nun dir zahllosen j,lnndgebungen herzinniger Anhänglichkeit, die Mir bei diesem seltenen Anlasse zuteil geworden. Ich habe daraus wieder llar erlanut, wie unzerreißbar die Bande sind, die gemeinsames Glück und gemein» fames Leid um Hurst und Volt geschlungen. Die Weihe des Augenblickes wird durch die Wahrnehmung erhöht, mit welch regem Wetteifer Werte der Menschenliebe geschaffen wurde», die in fortwirkender Tcgcnssüllc noch späten Geschlechtern den Edelsinn der Ttiftcr künden werden. Die reinste Freude aber Hal es Mir bereitet, daß, Meinen Wünschen folgend, in so hohem Maße des hilfsbedürftigsten aller menschlichen Geschöpfe, des Kindes, gedacht wurde. Wenn durch die hochherzigen Gaben die Sorge und das Leid gelindert, wenn die Träne mancher Mutter gestillt wird, so erblicke Ich darin die löstlichstr frucht dieses denkwürdigen Jahres. Diese Wahrnehmung sowie der unerschütterliche dyna» stische Gedanlc, der seine über alle Unterschiebe und Gegen sähe hinweg einigende Kraft bewährt, bietet Mir die Gewißheit, daß die so sinnigen glänzenden Hul» dignngen nicht mit einem Tage verblassen, sondern im Gedächtnisse fortleben werden als Wahrzeichen der un-getrübten Harmonie zwischen Meinem Hause und Mci» ncn Völkern. Ergriffen von der erneuten Bekundung der altbewährten treuen Hingebung an Meine Person, spreche Ich allen, die zu dieser Feier in Wort nnd Tat zusammengewirkt, vom Herzen Meinen kaiserlichen Danl nus und beauftrage 2ic, dies öffentlich kund» zutun. Wien, 1. Dezember 1908. Franz Joseph m. p. Wien, 4. Dezember. Gegenüber den verbreiteten Meldungen, wonach Eattaro gestern beschossen wurden ist, kanu das l. l. auf Grund von im Kriegsministerium eingezogenen Insor-mationen konstatieren, daß dortselbst über einen stilchen Vorfall keinerlei Meldung vorliegt und daß daher an-zunehmen ist, daß sich dieser Vorfall anch nicht ereigne! hat. Budapest, 4. Dezember. Das „Neue Pester Iour-nal" führt in einem Artikel über die Möglichleit euro-päischer Verwickluugen folgendes aus: Halls Nußland sich in die Valtanwirreu militärisch einmischt uud die Monarchie mit Krieg bedrohen würde, so würde Deutsch-land das Zarellreich aufmerksam macheu müssen, daß es die Monarchie gegen den Angriff Nußlauds im Sinne des Bündnisvertrages verteidigen muffe. In diesem Halle müßte auch Frankreich sich entscheiden, ob es Nußland beistehen wolle oder nicht. Im ersten Halle werde» die 13 Milliarden russische Auleihe» stark ge-sährdet werde». Die Weigerung Hranlreichs, Nußland beizusteheu, würde die Nepublil gefährden. Hrankreich hat das größte Interesse daran, den Krieg zu ver» meiden. Ein Krieg ist nur möglich, wen» Hrcnllreich e> wolle. Wenn die Hranzosen den Büildnisverlrag vom Jahre 1879 ansmerksnm lese», werden sie ihm entneh-men, daß Kaiser Hranz Josef für Hranlreich mehr getan hat als der Zar oder der König von England zu tun vermochten. Der Artikel schließt: Hranlrcich müsse au der Altion mitwirleu, um Österreich.Ungarn zu veranlassen, daß es bedingungslos vor der Konfe» reuz erscheine. Halls aber der letzte Schreckschuß ver» hallt und salls auch Osterreich.Ungar» ^ich nicht ein-schüchtern läßt und wenn die Monarchie Serbien »nd Montenegro zur Verantwort»»g zieht, so müsse Hranl-reich die Entscheidung treffen, vom Kriege abzumahnen, defsen Opfer an Blut und Geld es vornehmlich zu tra-gen hätte. Konstantinopel, 4. Dezember. Da sich infolge des Voylotts gegell österreichische Waren die Halle meh» reu, daß auch der Import von Waren in der Pro-viuz leidet, beginnt die hiesige Diplomatie Vie Vewe» gung ernstlicher als bisher zn betrachte». Verantwortlicher Nedalteur: Anton F u n t e l. M»! - WM - l>M Bei der Behandlung der Blutarmut und der Chlorose wird das Hclllfttcnlsienmerk auf die Vermehrung der roten Blutkörperchen nnd auf die Steigernnci. des Hämoglobin' gehaltes gerichtet. Die Erreichung dieses Zieles bringt auch dir allsiemeiue Besserung, Kräftignug, Schwinden der lästigen Schwäche» und Schmerzeuzustände usw. mtt sich. Bei dieser Behcmdlunci, spielen ebe» die Eisenpräpnrate die Hauptrolle. Das !<>^«»,»»„»»„ln ist. wie von erstklassigen Ärzten bestätigt wird. ei» hervorragendes, bisher durch teiu einziges anderes Eisenpräparat auch nur anuähernd erreichtes, blutbildeudes und kräftigendes Mittel, welches wegen seiner stets vcrlählicheu Wirluug, feines guten Geschmackes einc wertvolle Bereicherung des Arznei» schcches geworden ist. Professor Dr. I. A. äußert sich: .Ich wende I<>»'^<»,«»>,^»««>, infolge seiner angenehmen Zusam» mensetzunll. niit Vorliebe uud sehr gutem Erfolge zu Zwecken der Blutbildung uud Kräftigung in den hiezu geeigneten Fälleu i» meiuer Spital' und Privatpraxis au. Es hat einen an «gezeichneten Gefchmack und ist frei uou Neben^ und Ncichwnlnna.en.» Prris eiuer Hlasche X 3 50. Man achte beim Eiulauf aus deu Name» I'orrolUll.Q^n.n!» und auf die Schuh' marke "Mädchelilopf. >i»d weise andere ähnliche Er» zeugnisse zurück. — Erhältlich in allen Apotheken, doch »nl'ediiigt i» deu Apotheken: „Zur Mariahils", Nessel-straße 1, «Zum Engel», Wiener Straße, und «Zum goldcneu Hirschen», Marienplcch. En gros: «Schwanen« Apotheke», Wien I., Scholtenriuc; 14. l3«s)5) Verstorbene. Am 3, Dezember. Anton Kajn, Zimmerer, 63 I., Nadchlysttaße I I, ('areincim». - Mariannc, Rojina, Greißlerin, »4 I., Nadehllistraße II. Marasmus, Hm Aivilspitale: Am I. Dezember. Maria Bulgar. Brfihersgattin, 53 Iahrc. Tuberkulose. - Iosefu Pirc, Vesitzersgattin, 30 I,, Meteorologische Beobachtungen in itaibach. Seeköhe N)«'2 m Mittl. Luftdruck 736-l) mm. 3 - ^ 5 ^ . ^ u. si. , V ij 12 TO schwach! hesstr ! ^ U. Ab.! 742 ü 00 NO, schwach halb bew. , 5 > ^ U. ss. ! 742 3 < tt 0, windstill , bewöltt j 'Ü^tt Das TagrSmittel der gestrigen Temperatur -15°, Nor» male -0 1°. Seismische Berichte und Beobachtungen der kaibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der s. l. Stants-Obeirralschnle.) .'nae: Viördl. Breite 46°03'; Ostl, Länge von Greeilwich 14° 3l'- Neben berichte:" Am 2!^. November negen 18 Uhr 3N Min eine Erschütterung in S. Aenerin a (Catania); am 30 November a.rc,en 3 Uhr 4ii Min. mittelstarke Bebenauszeich. nung in Catania. Die Boden un ruhe ist im Lause dcg gestrigen Taael uud heute früh uuveiändcrt gebliebm. » Di? ^füllül,«!)'» blzilwn sich nu» M«!f>,»iopilju„ M!l!sl„nc!i! l,,« Mitttruachl 0 Ul»> bi« i!4 Ubr gszütill, ' Žatbacfrer geitung 9tr. 281.________________________________________2624___________ 5.®cumber 1908. Empfchlcnswcrtc Weihnachtsgeschenke für die praktische Hausfrau und die elegante Damenwelt. Tic lxlicbu'ston Wcihilachtösscschcntc find Gcgenstäildc. dic prattischcn Wert habcn, dic aber auch Gelegenheit bic-tcn, dcn persönlichen (^escbmnct ^ur ^eltun« zn lirinnen, in erster Linie alles, waö dazu bestimmt ist, unser Heiin behaglich und gefällig zu gestalten. Um nun unseren Mon-nentinnen die Auswahl praktischer, gediegener Weihnachtsgeschenke leichl und angenehm zu gestalten, sendet das weltbekannte Teppichl,aus-Mul,elt>aus S. Echcin, t. u. t. Hof-und KamiuerlieferalU, Wien, l., Bauernmarkt l^, heuer jeder der geehrlcu Lescrillnen auf Verlangen lÄdres;« angäbe auf ,N0rrespondenz!arte genügt! ein soeben erschienenes Weihnachtsalbum, welches die Auswahl unter vielen tansenden sehr nützlichen und praktischen Weihnachtsgeschenken ermöglicht. Will jemand die für Weihnachten bestimmteil Gegenstände nicht nur rechtzeitig, sundern auch mit Sorgfalt ausgewählt, eventuell angefertigt erhalten, dann ist es schon die allerhöchste Zeit. Jeder verlange daher noch heute das Album! Selbstverständlich können in einem Preisalbum auf beschränktem Raume nicht sämtliche Ausführungen zur Abbildung gelangen. Um nun dcn P. T. Leserinnen außerhalb Wieiis, die uicht Gelegenheit haben, ihre Auswahl im Teppich- und Möbelhaus S. Schein versönlich vorzunehmen, die Auswahl aus dein ganzen großen Lager zu ermöglichen, sendet die Firma S. Schein unseren geehrten Leserinnen bei näherer Aligabe der bevorzugten Farbe, Stilart nnd der gewünschten Preislage mit Beziehung auf die Abbildungen lFiguruummerl:» ihres Weihnachts-albums, zur angenehmen Auswahl Abbildungen in Äunst-farbendrucf von ihren neuartigen staubfreien und wasch» baren Tylo-, Mourzouk ikotosfaser-i, Axmiuster-, Aragon-, imitierten und wirtlich handgetnüpften S»N)rnatepfti-cheni Originalprobeu s Qualitätsmuster! von.^akos-, Linoleum-, Wachstuch-, Velour-, Brüsseler-, Tapestry-, Holländer-, .^idderminsler- und allen anderen Slrapazteppich-stoffcn; Teppichschichern, Vodenbelagfilzcn; Musterkollektionen von jeder Ari voll Tetorationsstoffen, Cretonnes, Mohair-, Seiden-, Leinen- lind Wolt-Plüschemoqueilen, Sels-lin- und Kotzeiilambrequinstoffen, Ripsen, Tuchen und allen Bourctt-, Gobelin-, halb- lind ganzseidenen Möbelstoffen sowie auch Proben von Posamenteriebesatz. Um das Nichtige und Zweckentsprechendste senden zu können, ist es notwendig, bei abgepaßten Waren stets die Größe, bei Meterwaren die gewünschte Breite anzugeben, da bei ungenauen Angaben erst weitere Informationen von seiteil der Firma eingeholt werden müssen, wodurch sich die Zusendung der Muster verzögert. Alle diese Musterzusendungen erfolgen bei Berufung auf diese Anzeige von der Firma S. Schein prompt und portofrei gegen Frankoretournicrung. Vou allen vorrätigen Artikeln, von welchen weder Muster noch Abbildungen gesendet werden können, werden kostenlos Photographien angefertigt und innerhalb ^4 Stunden versendet. Photogra-phische Abbildungen sind insbesondere voll allen vorrätigen Speise-, Herren-, Schlafzimmern und Salons sowie von allen einzelnen Holz- und Polstermöbcln. Paravcnls, modernen Sih- lind Meiilmöbelspezialitäten vorrätig, welche im Wcihnachtstatalog nicht mehr aufgenommen werden tonnten. Bei genauer Angabe der gewünschten Stilart, Holzart und Preislage werden Skizzen von in Arbeit befindlichen, Entwürfe von nach speziellen Angaben des Kunden anzufertigenden Innendekorationen und Möbeln sowie verläßliche Kosteilvoraiischläge für komplette Einrichtungen jeden Umfanges auf Grund der Pläne und ganz genauer Informationen kostenlos ausgearbeitet. Bei Angabe voll Referenzen werden den P. T. Abonnentinncn auch Auswahl-sendungeu von orientalischen Teppichen, feinen konfektionierten Vorhängen, Tischdecken, ,Mavicrdeclen, Bunnes-Fcmmes. Briscs-Bifcs, Spitzendoppelbcttdecken, tnnstgeweb-ten Gobelins lPanneaur), Plaids, Reise-, Wagen- und Schlittendecten zugesendet, wobei lediglich die Transportspesen hin und retour zu vergüten sind. Vom Lager entnommene, abgepaßte, »licht auf Bestellung ertra angefertigte Waren werden voll der Firma S. Schein, ohne daß dies ausdrücklich beim Eiutaufe etwa bedungen werden müßte, stets anstandslos umgetauscht. Ein sehr beliebtes Weihnachtsgeschenk ist ein schönes Fell als Tivan-, Bett-, Schreibtisch- oder Klaviervorlagc. ^ S. Schein verkauft Eisbärfclle mit .Nopf, sehr gut imitiert, ! schon von K ^5-— aufwärts, echte Luchse mit echtem Rachen ^ k K 2L —, echt chinesische Ziegcnfclle. gefüttert, ü K 0-50 und echte Angorafelle von X^ 0-50 aufwärts. Beliebte Weihnachtsgeschente sind ferner für Namen schöne Dckorations-polster; für Herren werden echte Mosarabie- oder Da-maskusmöbel. persische Teppiche. Rauchtischchcn oder be-queme aparte Lederschmübel meistens gewäM, ! Nciscu in (Gesellschaft sind längst als das geeignetste Mittel ertannl, Länder nnd Leute im kreise lustiger Herreu und Tamen unter Führung von erfahrenen, spra-chcntundigen und intelligenten Rciscmarschalls sorgenlos kennen zu lernen. Die Cookschen Gesellschaftsreisen, deren Programm für 19l)!1 socbeu erschienen ist, erfreuen sich vou Jahr zu Jahr steigender Beliebtheit. Tas Zustandekommen der anl 27. Iäuncr 1UW nach Äghptcn. dem Nil und Palästina abgehenden erstell Orienfahrt ist bereits gesichert und tonnen nur noch wenige Teilnehmer aufgenommen werden. Programme werden über Verlangen gratis und franko versandt vomWeltreiseburean Tyos. Cool k Ton, Wien, l,, Ttephanöplatz ^. , 4817 u, Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungsund Verdauungs-Organe wird die Bor^ und Llthiuni~hältige Heilquelle mit ausgezeichnetem Erfolg angewendet. Harntreibende Wirkung. Eisenfrei. Leicht verdaulich. Angenehmer Geschmack. Absolut rein. Constante Zusammensetzung. Medlcinal-Wasser und dietätisches Getränk ersten Randes. Besonders jenen Personen empfohlen, welche zufolge sitzender Lebensweise an Harnsaurer Diathese 'md Hämorrhoiden, *owi« gestörtem Stoffwechsel ------- leiden. Aarztliche Gutachten, Zeugnisse über Heilerfolge und sonstiga Brunnenschriften stehen gratis und franco zu Dienste. Hauptniederlagen in Laibach: Michael Rastner und Peter Lassnik. Landesthcater in Laibach. ! AN. Vorstellung. Gerader Tac,. Morgen Sonntag den s. Dezember: Hie Walküre. Erster Tag aus der Trilogie: Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Anfang um 7 Uhr. Ende nach 11 Uhr. j Von der ! der saibacher Zeitung i ===== Dom 2. Dezember 1908 ===== sind, solange der Vorrat reicht, noch trxcmplare zu haben in der Buchhandlung lg. o. Klcinmayr & Sed. Bamberg und in der fldminiftration der saibacher Zeitung. Preis i K. ? Die große Frage ? was schenke ich meinen Lieben zu Weihnachten, beschäftigt geqeiiwartig wieder Tausende in nnserln liebm Paterlanke; da möchten wir mm unscre Leser aufmerksam machen auf die Sellerschen Spielwerke welche sich, wie nicht gerade ein Oea.enstand, als sinniges Fest« sseschenk eignen. Cs wird durch dieselben die Musik in die ganze Welt getragen; sowohl in Privathäuscrn als m Hotels und Restaurationen :c. erfreuen sie Hcrz und Sum und den Fernweilenden bringen sie Grüße aus der Heimat. — Die ^ sorgfältigst zusammengestellten Repertoirs enthalten die belieb' ! testcn Arien aus Opern und Operetten, vermischt mit dcn ! neuesten Tänzen, Liedern usw. ^- Die Fabrik wurde auf uicwi Ausstellungen mit de„ ersten Preisen ausgezeichnet und selbst gekrönte Häupter zählen zn ihren Kunden. Nachdem ,n den letzten Iahim wiederholt bedeutende Preisermäßigungen stattfanden, wird auf Weihnachten bei ^ den größer« Werken nochrin Vztra»Nabatt eingeräumt, so > daß sich mm Jedermann in dcn Äesih eines echt Hcllerschen , Werkes sehrn kann. ,^050» ^-ii Man wende sich direlt an I. H. Heller, Vern, da die Fabrik keine Niederlagen hat. Reparaturen, auch solche von andern Werten, werden aufs beste besorgt, ältere Werke an Zahlung angenummen. Äi,f Wunsch wcrdm Teilzahlungen bewilligt nnd illustrierte Preislisten franko zugesandt. Hinweis. Unserer hentigen Nummer lGesamtauflage) liegt ein Pro» spckt über das musikalische Prachtwort ' ,Hclng unö Klang" bei, wovon kürzlich der IV, Vand erschienen ist. Sämtliche vier Vänbe dieser Sammlung svwie der Er» qänz'nigsband «Operettcustraüß» sind stcts vorrätig in t>er Mufillnicntiatldlnng U v. VleiWalll H M Vanlbeljz. iiaibach, ssllllglc^lllil. ! si,c,L>,u> l'i« -,„' vo,- i!,s0ü ^üss«n i'islno» ?.u !l»»^«n ",»! klnlallung zur OillW Wel»!W welcde vienztag. aen 8. vexemvel Ä. 3.. um u Uftl vorm. im «leinen 5aale ael Tonhalle 5tsttlinaet. Hagesorclnung. 1. Vericht der Direktion über das abgelaufene Verrinsjahr. 2. Vorlage dcö Pcnsiuilsnurmales für die Gefellschaftslchrer. ^z, Ernennung von Ehrenmitgliedern. 4. Vorlage der Vereinsrechnnng pro l9l)?/IWtt. .'?. Bericht der Rechnnngsprüfer. 6. Vorlage des Voranschlages für das Vcreinsjahr lW8/1,!!0U. 7. Wahl des Gescllschaftsdirettors, der Direktioililmitglieder, je eines Abgeordneten aus der Gruppe der Tanger, bczw, der Musiker. «. Mahl der Rechnungsprüfer. 9. Allfällige, nach H 2>« der Satzungen anzumeldende Anträge der Mitglieder. Laib ach, am ,'!0. November U>0«. 4778) 32 Die vilektion. Welhnaohten 1908. Die Eltern Laben ea nun nicht mehr nötig sich den Kopf mit der Auswahl zu zerbrechen, was soll ich meinen Lieblingen zum Christkinde schenken, sie bekommen in den modernen Weihnacht«-Sortimenten und Zusammenstellungen schon alles gewählt und bestens sortiert in das Haus geliefert. Das renommierte Exporthaus II. Au or bringt auch heuer wieder fflr die Leser unseres Blattes die so beliebten Prämien-Zusammenstellungen für Knaben und Mädchen, und die Pracht-(JhristbaumBchmuck-Sortimente zum Versand; was die Firma da zu dem billigen Preise leistet, ist unglaublich. Auch die im Vorjahre mit so großem Beifall aufgenommenen Krigel-ChristlKuimgeläute und Christbaum-Wunderkerzen und die berühmte Wiener Christhuiiin-Hackerci werden in diesem Jahre wieder versendet. Im übrigen verweisen wir auf die heutige Annonce der Firma Exporthaus 11. Au er, Wien, 1., WipplingerstraÜe 15. (47U4 a)