ty6 ge$ent>!Xec$t/ Ad argument um, ftipra, pro contraria opinione addu&um, Refpondetur, quod axioma illud(cui cottceflimi maius, ei& 1 minusconceflum videri )non Temper pro-1 cedat, maxime,cum in minori diuerlačč | aliaratiofubfir,quam inmaiori. Dynusiil capitulo licet d. R. I.in 6. RebufFus quaelt- 14 . nuni. <5. ifl _ 4- I Dessen Griindtliche Erklär^ ßnd Außführang/ auch der Newrettt- vnvNewprüch halber/vollkomenlich hicrinnrubefindm» t)iernie Widerumb in Truck gegeben/ vnd an vtten Ldrren gemehrt. Durch Zehann' Wernd!e l^rolensem) I beeder Rechten Dockor/ OLl'.u:Liun -! MppruM/ BeyHüronymoPaur/HofbnechkruEuc Li. r> c. xi. vi. Bem Dmchle»chüzistm Fürsten vndtzerm/ Henn KeMnandLarl LrOerysW zu Österreich/ HcchogeinBnrgund/Sttyr/Käinee/ Crainvnd Würkemberg/Graftnzu Hab- spurg/Tyrol vnd Görtz/LandrgrafeN mClsaß/rc. Meinem gwdr'grsten Fürsten vndHerm.' DurchleuchttgrstcrCrtzherW/ Ewr Fürstl: Durchs: meine vnderthcni^ist threw gehorsa,niste Dienst jeder¬ zeit annor». Gnedigister Lnndsfürst vnd tterr/rc.' 5DWM Emriach wcltkündig / wie MMÄH dasHcchlobtlchlftc Haust Oestcrrerch/ auff dasvn- hcwcgliche Fundament/ 2t 2. das ( das iß) arrff Gott selbsten gläckli ch gegrünkct/nnt beständiger hcroyschcn Beförderung der Göttlichen Ehr / Schutz vnd Schirm derShristlichen Kirchen / Handhabung vnscrer aller- hcilrglsten Religion/vnd wahrenSa- tholischen allain seligmachcndeGlau- bens/mehr als durch ainich anders Menschliches Mittel zu ainem so ver- n'undcrlrchcn Auffncnren/vnd hohen Gtpffel aller Glory gestigcn: vnd ne¬ ben andern vnzahlbaren Potentaten/ vnüberwmdtlichcn Königen / vnnd Durchlcuchtlgisten ErtzhcrtzogeU/al- beratt drcyzchenRömischc Kaiser her- für gebracht/auch bayde Welten mit Sonnen also gethailt/daß wassclbi- ge in iprcnr Lauff bescheinct/von discs Durchlcuchtigistcn Geschlechts glor- lvürdrglstcn Mmcn / sigreichcn Fah- yeir/rnaistcnthaklsvbcrzogen/besctzt/ vnd angefüllt worden/Hab ich meines «rsch» erachtens oben hienoanlaitttiig gnüg gehabt / dises rnern gcringfüeglgcs Werckvom AhendRecht / E.Ertzsr. Dht. alsnreincm gnädigsten Lands¬ fürsten vndycrrn/so Viler Gottklcbcn- dcr Fürsten Nachkomme / gleich am ihrem ersten Antritt glückscltgstcrRe- glerung/zugchorsambstenEhren/vtt- derthenigist zu dediciern. Allwer'en eben auch das Aehend- Recht derTugenr GöttlicherRcliglö/ sollicher gestalt anhengig/daß dieNa- tursclbstcn/eheatniges Gesatz hieuon kn der Welt erschallen / der Menschen hertzcn dahin getriben/Gottvnd strne Drener/mit freywilltger darraichung der Ichendcn/ von den Früchten der Erden Mrerehrcm Wiesellichcsmit dem Edlen Excnrpl Abrahams/ als Vattern aller Gläubigen / auch semcs Eniekels deß H.Zacobs dar zuthuen/ in dern der Erstere / Melchtsedcch de n König za Salem vnd P. festem Got¬ tes Scß Allerhöchste den Ichendcn sti- ncsGuts vngchalffen ctugchälrvigct/ um Ocnest. 14. vnd Lp. Lck^cI).L2p.^ zu l.scn: Oer ander aber/ ncinblzch der H.Zocob/ nach der wundcrbarlichcrr Erscheinung Gottes / so ihme auff der ersten Raiß/vom Haust aust / bc- schehcn /auß gleichem antrch stch mir Gott durch am Gclübd verbunden / Vorigem dem/so er ihme zucschickm wmde/dcn Jehenden zuvberraichen. Ja was noch mehr ist/auß drrbkndm Haydcnfchasst selbst/so in den Finster- vasten deß Vngimrbcns gesteckt/ist cs vilfcltig znbefcheinm/wasinafstn das valürltche Liecht die Leut dahin gcwi- siu/ZttHremvermarntenGottödicnst den Jehenhen zu ftcwrcn. Wie von den Arrabrcrn vnd Echicpiern tm ir.Bmch 14. vnd -o. cap. tärclr. in I-ucel!. p!»d ?rol)1ew- c. 1-8; I.imu8 an manche» Orthenvö» dcu/ Röruern / auch vil andere bewehrre Smbentcn bezeugen. Nach dem aber Gott / semGesatz darchMoysen gegebe/ftrn dcß Jehevs halber/argentliche Gebote vnd Ord¬ nungen gemacht worden /daruon m Büchern Moyst vtMige anregung geschieht; Darzuc sich dann dieZudcn also eyferrg bcqncmbt / daß Phiko inn seinem Bucch von der Pnester Ehr/ bezeugt/ sie ftycn dem Göttlichen Be- uclch hierum wir last vnnd fremden nachgtfolgt/als wann sie den Ichend nit ttMm außgebey/sonder selbst ein- nemmerr. Gieichwol zn Jetten auch Mangtl hierin» erschtnen / daß sich Gott bcp der» Propheten Malachit > am z. eap. dessen bcklagt/vnd bekennt/ Er habe deß Abgangs nü anderst em- pfundc/alswarc seinHertz verwunde: Erbittet sich auch / wo sie den Jehcndö in strne Schemen bringen / vnd die Nahrung tnn fern Hauß verschaffen wurden / wel?e Er ihnen die Schuß- gättcr im Himel öffnen, sie mit reichen Gegen vbrrgieffen / auch den schädli¬ chen Landfraß vnd Verderber abstel, ien vnd vertreiben. Dre Khristlrche Zeiten betreffend/ ist nach auffgang der Sonnen dcß H. Euangeln / discs auch in der Natur/ vn in altem Besatz gcgründtc Jehcnd- Recht/noch vil mehrzuWürden kom¬ men / nach besser in schwang gebracht worden. Höre man ^.uZuMnum hie, uonredettinder4Sttom.aufdett 50. jS-S »st r Vnser« Vorfahren waren seelig rii reich/ ,r«rl sie jhre Zehendtn gaben/vnddem Aaiser den Ltedürenden §inß. Jetzt ist die Ändachr verschwü- den/7< Deßwegen sein die alten Kirchen Satzungen so starck darauff gangen/ dsrrttt Bott nichts hicrinn entzogen r»urr«/ wurde. Massen dasAonciliüzaRM vnder dem EapstDamaso gcbotten/ wer sich dlscs Rechts entbinden wolte solle in Bann gethan werdenErn gar altes Exempel von dlscm Jehendrccht ist in den Indianischen Iarsschrifftcn zu lesen/wre ncmblich von den Portu- gcscrn zu Melmpore rn India ä.Tho- rnX Grab- vnd darbey ein alte schnfft in Stain gehawcn gefunden worden/ so ein Oecrct vom König 8aZLmo ge- wcst/deß Inhalts: Daß von allmWah- ren / so in selbige Stakt kommen / der Achend fleissig solle gelrfert werden. Wollen Wir weiter gehn / so befindet sich im Le! en S. Stephans Vngarischen Königs/ daß sclbiger/nach dcmer seineRcbcttcn gedempt/dcm H. Martino/so cinge- borncr Vngar war/ seinen ThaN/vnd der Kirchen den Ichenden zugcschafft. W eGott discAndacht gefallen mag man auß der Raach so er von dm Vber Vömrcttcm cingeholet/leichtlich ab- ncmmcn. Zu der Oenneinärckr^chm gromek ftnött srch/daß vmbdasIar )oss. König Kanums seine Vndcr- thaneii zu fleistigerAchendsrarchuirg angcstrengt/aber auß Verräthcrcy ar- nes Ehrldsen Manns kkconis vo« den scinigen erschlagen worden: war- auffalßbaloalnsollichcVnfmchtbar- k re der Erden / vnnd Landhunger er- folgt / daß vnzahlbar rrl gestorben/da dock die betmchbarren Länder den Doll auss/ohn ailcmabgang/gehabt. Im Königreich Poln als sich vmb das Zar ) c-rr. sclhrgtSDokck deß Jehenden hal¬ ber beschwürt / auch dtjer vermaiurcu Bürde halber/ gar den Glauben aufs- geben wolre/har König Boleßlaus die Aussrührermit Kriegsmacht vberzo- hcn dieRädelführer am Lebögestraft/ den Rest mlt gwalt zum gchorsaur ac- zogen. Im MlschlMtzt S.LellL- v»S NUS BiÄof zu Padua von ^hsrra ^apinaüo/den er zuocr Ichenvrcr- chungangehaittn deßwegen erschlage zvorden. Leuchtet aber alßbald mir Wunderzaichcn /OeZ mmegcn er vom Eugcnio 4. der zahl der .^eMcn/zue- gcsölit worden. Oer Esdrschtagcr aber ist in höchste Ärmutt gcrachm/ von ie- dcrinan vcrlaffen/vn rm Xcrcker ellcn- digklich vmbs Leben komcrr. Von ftius G sch!rchr/hat nie kainer in E).Bct!rni Kirchen ainichrn Fucß sitzen körnen/ situ auch alle in kurtzcrzctt ab: rmd auß gestorben: disir Exempclist ein anzal. Vrsirch GöttUchw Zorns vnd Raach gibt der alte Lehrer 0ri§ene?> irr der)). Nomil. ober dcß-S.Kap. ^um. spre¬ chend/ Es ist ein gottlose Sach/ocffen/ der sich für Gottes Diener außglbt/ rmd watß daß seine Kirchen Verwalter dcmAltar vnd Gortsdicnst abwarten/ dcmselhigen von der Erdt Früchten/die gcdM gebär nit raichet/ die Gott durch seiner Sonnen Schein/vnd gelegne Regen hcrfür bringt. Solle auch wegen nähncrnExempelS S.Seuerinus/so im Land ob der Ens vmb dz Zar 4^^, mit grosser Heyligkeit geleuchtet / den Lauriaccnscr Burgern ( so eben heut die Ennser genenntwcrden)alswGe- trait brändtig wordcn/vnd verdorben/ also zugesprochen haben. Hekiet Jr den Achendenvolgen kaffen / wäret ihr ntt allain deß ewigen Lohns rhailhaffng / sonder auch mit Aeitlichem Segen bereichert worden. Welches (zu spott hayloscr Christen) die Juden selbs erkennt / vnd in ainem Sprichwort gesagt: Wer reich will lebcn/mueß den Ichend geben. Welches alles E. Fr.Dht. glor- kvürdigiste Vorfahren wol zu hcryen gefaßt/auchdeßwegen bey der allge- mainen gebottnen Andacht nit vcrbkt- Heu / sonder zu mehrer forrpflantzung Gött- Göttlicher^ hr/ darauff sie alle ihre ge- -ancken gesetzt/ beyjren Königreichen/ Landen vnd Lcuthcn vnzahlbarc an¬ schliche Stifftungen mit außgieffung Königlicher Schätz vnd vnaußsprech- licher Frcygebigkeit/allenthalben ge- ' than vnd auffgcrichtet: wie dann/aller anderer zugcschweigen/dic ron E.Fr. Dt.y.VeUtern Ertzhertzog I.eopo16o mütfteltgister gcdächtnus/vor äugen stehende herrliche ^lonumenra seiner angebornen Österreichischen Andacht allain zuerzchlcn/ gar zu lang wäre/ vnd mehr alsainsokurhes andencken erfordern. Deßwcgcn ich getröstet Hoffnung gelebe/dise mein Arbeit/wic sie jmer be¬ schaffen/jedoch zu befürdernus Gött¬ licher Erkanntnus / vnnd Khristlicher Andacht angesehen/ werde E. Fr.Dt. zu gnädtgifien gefallen gcraichen.Weil es ohne das (/etzt insonderheit) allen gcrrcrrti» gtthrcwttt Tyrelis^en Dndcrchaneu MgrnwUl/ E. F-Dyt. ihren ersten ELnga/g -a die Regierung / nm an- dächttgeui Gcb/tt/ von Hcrhen hcrfüc brechender Glückwünschu" gen vun) Anrucifnngen Göttlicher Hi; ff/ zut'^ cilttttrn en zu NlGcrn/.-uch süMlv-y s allerhöchsten Mryestättzu erp cröen/- sre wolle E. Fr.Dr. nr Thr e ndAcrde deß H. Rö-ntsciien Rtt-chs/la Myen Welt/zu mehrerem auffnemmcn dcß hochMichtsteu Haust Ostcrrcrchs/vn- serm licbeu Battarandr zu crhofftcln vrrd lang degeerem Trost / vnd sicherer Jilesiucht: Wierrr eu ond Waisen zu notlursstrgcr crqmckung/ 8 l» i ?Ki^cix^i.L^(HenDamd bcgcrthat) das ist: den rechten Fürstlichen Geist vnd Segen/ sambt allen hierzuc geyö- rigen gaben vnd gnaden/ von Himmel herab senden/ vnd Ewr F.Dr. Fürst¬ liches Hcrtz/spcrln leinen hchjdenhat/ n-H «ach seinem GottWer- Wlgeftllm kMeu vrid 6iriZicrn/rc. E.Fr. Dßk. Nach zu ErtzfürstlichenGnad vndyu!- den vaderthcmgist ondgehorsamistbe- uelchend» Geben in Ewr Fr.Dhe. Rcsioentz Statt Anßprugg / am )r. ^ag Monats Junij/ Anno - 04s- EwrFr.Dhk. Vnderthenr'gLst gehorsanil'sicr IohannWemdleD. An Den sonstigen Leser- Onstiger lieber Leser. Als ich Aimo e6ry. AH noch Cancer zu Brixcn gewest/hab ich auf Cinrathen etlicher Thlimbherrnen/Prela- ten/vnd Pfarrhermen/ain reukschesTraetatl (vom Aehcndrechc)zusamcn getragen/vnd cs zu Jnglstatk Truckcn lassen. Weilen aber selbige Cxemplaria durch den Schwedischen Kricg/schicr alle zu gründe Kangen/vnd man vnlangst die Ansucchung an mich rerhan/es von neuem Trucken zulassen / hab ich sol¬ chem begern beyfall geben/das werck widcrumb für Händen genommcn/an vnderschidlichen Orten diß vouscuimn gemehrt vnnd also hiemit widcrumb in Truck geben. Gelebc dcrowegen der Hoffnung/ der sonstige Leser werde ein gefallen daran haben. MenEecht/ Das Erste Buech. Von Beschreibung / Vr, sprung/Herkommcn /Gebott/vnd Erweisung deß AehendRechks. Was dasZehendRecht sepe. S ist bey den Scribenken vnnd Gelehrten der Brauch / daß/ so sie von ainerSach/oderMaterr handle» / sie anuor / vnd rman- sang das zemg ( daruon sie her¬ nach handlen vnd craQ-ern/was es sep / äeü- inern vnd beschreiben/ dieweil durch 6e6nier- vnd beschrcrbung einer Sache / man volgents dieselb recht vnd gründtkch erkennet/vnd alles B waS L AehentRecht/ was in einer fürnemen Materi/nach vnd nach gehandlet vnd tr^Qrert wirdet/leichtlicher ver- stehet / entgegen aber/begibk es sich offt/daß man wegen vnwissenheit dekselbm/aintwedep ein Sach gar nicht/oder gar schwer-vnd küm¬ merlich/verstehn kan. Hüc QccroneVK- ciorum llb. x>rimo ^riKot. libro i. Zoller. Qsleno z.inrcrio.cAp. i. So ich mir dann fürgenommen/ sowol den AehentHerrmn/als auch den ZehentLeuthen / zu guetem Vnder- richt/von demIehenkrecht / vnd dessen vnder- schrdllchen Strittigkeiten vnnd äiKbrenrcn (deren die Welk gleichsamb voll ist ) nie weni¬ ger von den Newreilt r vnd Newprüchen/we- gen derer die Partheyen grosse weitläuffige Proceß/offt anstelle»/ hierin gantz vollkomne/ vnd gründliche Erklär- vnnd Außführrmg zu ebnen / doch alles gar kurtz/vnnd eingezogm. Kerowegen hab nicht weniger auch ich/dise mein - an die Hand genmnne Materi deß Ie- hentRechts/von dessen veknirion, oder Be- fchrcrörmg/anfahen wöllen. Vnd obe zwar dz AehemRecht/von dm Gelehrten/auff man- cherleyweiß/vnd vnderschidlich/cteknicrt vnd hesthrrben wirdek; vuinisveüni-- rio» Vas erste Buech/i. Cap. z tD, in iure periculolÄ. I-. omnis. vdi Oes ciuz. A äe ke§llli8 lur. Jedoch dessen vner-/ achk/mrr volgende OelimNo, vor anoern/ges Mg. Oecima, leu iu§ Decimanäi, eü ius Tpirimale, LccleliX Lurlioritarecon- llicurum, c^uo Oecimam parrem om» nium 5ruu8iiominii)ll8, ^ercij)iunL. AnffTenrsch brigkeier LccleiiL äutborirzre conlkicutuw) zaigen NN/ daß iin newen Destamenk/der Jehend ( so vil die Hebende Zahl anbetriffr)von ven Geis^- trchen Äechten/auffgefetzk/geordnek/vnnd be¬ folgen worden sepe. Wie solches hernach am 6. Capuel besser vnd weickmfflger anßgeführk wird et. . Das Work ( Die Geistlichen: Lleri ci) sargst an/weme / verinög Geistlicher Rechten rc§uku-!ter der Zehcnd Mstehek vnd gebürt/ ^eniblich de»r Geistlichen Dfarrherm/Seel- ssrgern/vnd Hren Mikgelioffeneü/danonHer- L7 nach Das trste Buech/l.Capitk. 5 ^ach an dem 5. Capitel / 2. Buechs / mehrere Äußführ - vnd Anzargung znhesinden. Die Work (Zu ihrer Austenckaleung vnd Belohnung ihrer Geistlichen Arbeit Vnnd Diensten: InsuKentätionem, öt ob minitterium 8f)iril u^luin ) zaigen zwei)pr- fachen an/wegen derer man den Pfarrherrn/ Geelsorgern/vnnd ihren Mikgenossenen/ den Aehend geben solle : 7?emblich wegen der Mühe vnd Arbeit/so sy für die Layen in man-- cherley weiß vnnd weeg / anwenden mücssen. Dem / damit sie Pfarcherrn/Seelsorger/vnd Hre Mikgenossenen/gnüegsamb vnd gebären- der massen/ ernöhrt vnnd erhalten weröe/wel- ches vnden an dem 6.Caprtcl2.Bnechö/miL grösscrm Anzug außgeführt vnd erkläre wor¬ den. Vbi äe LiiNin quoque proprer ^UMciecimn (lciiicet, in reco- xnirioncm öckrokelHonemsupremi ciom'- Oij.guoct l)LV8 in omnibus rebushLbetg Aäciuximu^. Die leisten Work ( Von allen Mensche: 2H omnibus bomioibu8) zaigenan/daß ro-- xulzricer von dem gehend rarchen / niemanök hefreyk oder ledig/sonder jederman daxzue ver- bunvm bunden feye. Wie solches hernach am 2. Ta- pitel z. Buechs / mit etlichen sonderbaren Schlußreden vollkomuer massen erzehlt wor¬ den. II. Docwres/vnd andere Hochgeler- ^^?ten/pflegen den Aehend/in drepfachen ^^^VnderschD/abMharlem Vu vi^er« ek apuct kctrum LebuE rr-^Q. äe clecim. ^useK. 8 num. 2 z . 6c>xae1ium lanlemum Lpilcop. Lancisuent. i» Lonr- cvrli.iklLuäZe!. caj). 84. kol. 622. öcl-eonk» T.eKinm8ociet3rislL8v HesIsZ. iuült. Liur. Iil>. 2. cap. Z9- club. z.num. 12.. rsillchen / setzen sie die Persönlichen Ae-- Henden/leu per5on3le8l)ccjm38 : Welche/ durch die Gesätz Geistlicher Rechten/auffdie^ durch Gewerb/Kunst/Krieg/ vnd dergleichen rechtsamer massen eroberteGewin/gesetztwor-« den. Davon hernach am i.Cap.r. Brrechs/ in erster Schlußred auch Meldung beschichek/ Wd -eynehmS angedmlel wirdk / daß solche per? Das erste Buech z. Capitl. 7 persönkiche Aehenden/inLeutschlandntt me« MGewonheitsepen. Aum andern/ setzen sie die Aehend/ so man krrLc1iL^8 Oecnn25 nennet / als da seynd die Zehend von den Früchten vnd Gewächs der Erden/als ab den Aeckem/Wisen/oder Mak-- ken/Weingakten/ Garten / Baumen/rc. dar-- Uo» hernach am r . Capitel/r.Buechs/die an-- der Gchlußred zuuernemmm. Dmkens/^tzen sie die Aehend / so OecimL genennet werden. Als da seyndk die Aehend von dem Vich / Mm Wachs/Woll/ ^önig/Btttyr/^el/rk. Dauon hernach am 1 .Capitel/r.Buechs/die dritte Schlußred zu-- Uernemmen. OccimL LuremliL mlxcL, aci prsscil2le8 äecim38referri ^olluntDiom.äe 8oco cie juKit. öc iur. Iib. 9. cMLÜ. 4. Lrtic.4. e^kv'k- III. Wann/vnd durch weme cs gc>- bottcn vnnd befolchcn wordcn / denIehend zugeben. Eytemalen dise Frag ( durch aveme«s nukfkormnen den Zchendzugeben) gar F 's AehendRechk/ gar Zenera!, vnnd weitlaussig/ vnd Mit amer ainyigen Antwort/nit kan rc sol u ert/vnd vw antwortet werden. Als will ich solche Frag/ mehrers Berichts halber/vnd damit manauss de»r ersten vrsprung/vnd dessen rechten waren gründ gelangen müge/m den 5.ncchsthernach volgenderr Papillen erklärcn/vnd in denselben/ von Vrsprrmg / Herkommen/ vnd anfang deß Aehends/vndwie es auß dem alten Testament »n das newe Testament gebracht vnnd tran8- serierr/vnd was in bayden / alten vnd newen Gesanen/gcboten vnd geordnet worden/vmb-- siändliche Erklär - vnd Air^fucrung thun. evkvi? iv. Ob die Menschen vom Gesatz der Natur gelehrnet wordcu/vnd von derselben noch angetriben werden / den Priestcrn/den Zehend zugeben. Dml disen ersten Pmicten (obc nemb- lich/die Menschen vomGesan derNa- tur gelernet wcrden/daß sie denGeist- hcheit / nenchlich den Pfarrern/ Seelsorgern/ Das erste Buech/4. Capik l. bnd jhrenHelffern/denAehendratchen sollen) anbemfft/fahlt es nit / daß ernem jeden Men¬ schen (welcher mit dem Liecht der Vernunffs begabt rst) dieVcrnunfft ernglbt / daß Gott den Hsrrn/ so ein Gchöpffer vnd Erschaffer aller wesentlicher Dingen ist / ein jcdwederev Mensch / von seiner aignen SBstantz/vereh- ren soll/Irem Paß den Dienern Gottes/das ist/denPfarrern/Seelsorgern/vnd chren We- gerhanen Priestern / welche vber aller Gläu¬ biger Geeken/Sorg haben/vnd dem allmäch¬ tigen GOTT/als ainigemHaylarrd derWclt/ zu nutz / wolfahrt/vnd gedeyung drß allgemai- nen Volcks/ja gantzerEhrrstenhen/das heilige Hpffer deß Altars fürtragen / f.rr das Volek bittm/vnd chrethalberan vil ander Wceg/im- mcrdar starck be-nühcr sein müffen/gmigsamc-. vnd ihrem Staudt gemeffne Änderhalk- vnd- Belohnung mit zuchaiken sepe. Ist fürwar kem Volek so arob/so wild / vnd sochart / wel¬ ches anß seiner Vernunfft vnd eingebung der Natur/nit erkennet / daß cs recht vnnd brilich feve / die jenigen Geistlicherr/wclchc Gott den Allnrächtigen/mit dem allcrheiligisterr Dpffcr deß Alrars/vnd aiibernistc/für dasHayL.' , ari'.eä. 10 AehendNechk/ ames ganßen Landks/Skatt/oderGemainde/ vnd für alle Ersprießlichkeit/geistÜche vn leib¬ liche Iuenemmrmg/auch Hayl der Menschen bitten vnd anrüssen/mik gnuegsanrsr Narung zu vnderhaleem Dann gleich wie solcheGeist-r liche Personen / für ein gantze Gemain / sich mit geistlichen Arbaiken / staks bemühen / also lehrnek die Vernunfft / daß auch entgegen ein gantze Gemain / sich für die Priester in zeitli- chen Arbaiken bemühen-vMd denselben auß solchen ihren zeitliche«« Arbaiken / gebärende Belohn - vnnd nothwsndige Vndechaltung/ fchöpffen/verordnen/vnnd raichen solle. Lo- uarruuiN vari^r. relolur. iib.j. cöi?. 17-vu.r vers. Lonseguivur. Gestaltsamb solches eb-, «ermassen an den Kaisern/Kötügen/Fürsten/ Soldaten / vnnd dergleichen Personen/abzu-» «emmen/wclche/ weiisie dem gemainen Nutz vorstehn / vnd für Landt vnnd ^emh bemühet sein «nässen/ebendeßhalber/von denfelben/zu gebärender Belohnung vnd Ergspung/Iar- liehe vnnd Monatliche Sold/GtemVZinß/ Aoll/Dribut / vnnd dergleichen/einnemmem v. Urcnnas inr. r- ^-87- rnt. l. vcrüc. Licut öckis. NP Das erste Buech/ 4.Capitk. r ? DrseAnlaitung der Tkamr vnv Vernunfft ( Nemblich sich gegen Gott/danckbarlich zner- ZaigenHat zum allererfien/Gotk derAllniäch- tig/selbs/ gleich zu Erschaffung Adams vnnd EuL/jhnen ersterschaffnenMenschen/vor al¬ len dingen/als das allernotwendigiste Haupte fkuck/gezaigt vnd zuuerstehn gehen. Dann/als Er Gott der Allmächtig/jhnenzwayen erster-» fchaffnen Menschen/alle vnd jede Frücht deß ganßen Paradeiß/geschenckt/ vnd sie zu Her-i ren/ vber alle Gewächs deß gantzen jrrdischen Paradeiß gefeyt/hat Er/als Erschaffer vnnd Schöpffer / jhmeselbs auch/em benannten Baum / gteichsamb zu einem Aehend/vnnd zn feiner Erkanntnus/imParaderß Vorbehalten/ vnd bey höchster Gtraff/verbotten vnd befol-- hen/daß sie zwap erste Menschen/bey habende allen andern Früchten deß Paradeiß/ solchen Baumvnberürter stehn lassen/vnndnit anta-- fien sollen. Dardurch Er der Allmächtig G O TT/geschwmd anfangs/den ersten Men¬ schen zuuerstehn geben vnd ansinnen wollen/ wie gefällig vnd annemblich es jhme / auch an jme seibs btllich vnd recht seye/sich gegen Gott (oder seinen Srenem/das »st/denPriestern/s» L2 JehMdAechk/ hie arrff Erden/ semAmpk vertretten ) d.rnF-- barlich/vnnd mrk einem gewrsen Iaichen der schrrldigenErkartNknrrs/emzustellen.VZelchem drsenr / hernach dre zrvcen erjicn Brüder Abel vnnd Cam/beuorab der Abel/ ariß antrib der Vernunffk/sieissg nacbkomen/darrir sieGOtk dem HERRN/ als dem Gchöpffcr aller Ges schöpff/vnd Erschaffer aller Frücht/vnnö als dem Priester aller Priester/ein Wall von ih¬ rem Vlch vnnd Früchken/anffgeopffert/ wie zu lesen Genesis 4. Gleichermassen es auch ein Zeitlang darnach / der alte Patriarch vno fromme Vatter Abraham / vollbracht / dann er/wie man lisce Genesis 14. dem Allmächti¬ gen GÄTT zu Ehren/ dein Dbnsten Pne- ster/denzehmden rhail seiner Früchk/gegeben vnd geopfferk. Wre >nt wemger/der froinme ParrmrehIacob/GOtt den: Hsnn auch ver- lobt/ciir tharl feiner Fmcht/vnitd eben den Ze- hcnden kharl/zugeben/ wre zu sehen Genes. 28. 'Ja / wa> sieh noch mehr zuuerwundern / die 'Hayden/vnV dre Vuglaublaen selbstcn / seynd durch das Lrecht der Vernunfft / so weit kom- men/daß sie erkennt / vnd für billich geachtet/ -sich gegen hemMgen/dmch- vndsuß dessen -- Erschaff- Das erste Bnech/ g-Capül. iz Erschaffung / alle Frücht der Erden / herfüv Thiessen / vnnd alle Gewächs/ herfürgebrache werden/mrt amem Thail (gleichsambals eine Dpffer) von solchen Frücht- vnnd Gewäch- fen/danckbarlich zu erzaigen. Vnd dieweil sie die Hayden verwarnten/vnnd darfür hielten/ daß jhreAbgökker/warhaffte/vnd rechte Göt-> terwaren/also hak einLand dise/cm anders et- wan andere Abgötter / für ihre Schutzherren vnnd Erschaffer dero Frücht vnnd Gewächs der Erdm/gehalren/vnd dieselben mrt sonder¬ baren Gaben verehrt. Plinius schrerbt/lib. 2. copg 4. Daß die Ärabes/jhrem Äbgott/Ga- bis genannt / Jeheno voui Pfeffer/ nach der Maß / vnnd mt nach denr Gewichk/gegeden. Andere Völcker / haben den: grossen Abgott Ioui/andere dem Abgott Hercull/Iehmd ge- opffert. kiurJrcllnsin problem. I^omc.!/. Dann es bey den Hayden / gar ein gemaine Sach wäre / daß sie Men Abgöttern den Ze¬ chend verlobetcn vnd opffetten/ sonderlich von ihrem erobertem Raub/a iso bezeuge der Hew- deins / daß Cyrus/der König in Persia/nach deme er nn Krieg ferm Femdk vberwunden/ den zehenden Dhail/ seines - druck Krieg ep , , langten ^4 AehendRechk/ langten Raubs /ernennkem Abgott Ioui/mrfff geopfferk. Wie dann nicht weniger der Zeit auch die Zenger/wie ich vernoMen/gleichsamb jederwei! einen Thail ihres Raubs/ so sie dem Dürcken/oder andern dergleichen Feinden/ab- jagen/jhrem Btschof vnd Geistlichen mitkhai- len. Ja was noch mehr/sagt man(welches ich glcichwol meines thails/nichk gesehen/aber es von gar vilen Personen gehört) daß dieGtor- chen/wann sie Junge haben/daszehendeIun- ge/ auß dem Nöst hinauß werffen / vnnd also gleichsamb darmit Gokt dem Erschaffer den Aehendbezalen. Wann dann/wie erst gehörr/sich so gar die Hayden vnd Vnglaubigen / gegen ihren fal¬ schen Göttern/so ehrerbiekig/eingestelt/vnd so erkanntlich erzaigr / vmb wieuil mehr solle sol¬ ches bey den Christen (bey welchen das Lieche der Vernunfft/ grösser vnd vollkomner/dann bey den Hayven)gebraucht vnd geübet werdk/ nemblich dem rechken/wahren/vnd vollmäch¬ tigen GO TT/alsErschaffer aller wesentlicher Dingen / vnnd den ienigen/die hie auff Erden GOTtes Ambe vertrekken / das ist/ den Prie- siern/D einer vanckbarlichen Erfanmnus/ain . Tha^ Das erste Buech/4.Capttk. rL ^baikvon allem Gewächs vnd Fruchtender Erden/aufivpssern/ vnd zu geben. Meinem krachten nach/vermainich nik/daß einMensch in der Welt /mik amer dermassen so verfinster¬ ten Vernunffl/begabt / mit dero er/nit erken¬ nen vnd bey sich selbs vrthlen kan / Dbeman den Dienern Gottes / zu ihrem Aussenchalt/ was schuldig seyr / oder nik Äusser allem Zweifel/wirdt ein jeder/auß seiner habenden Vernunfft/fassen vnnd abnemmen/ daßman den Pfarrern vnnd Seelsorgern / vnnd ihren Angerhanen (vmb wegen ihrer manigfalfigen Muhe vnd Arban/so sie zu - vnd gegen Gott/ fürdie Layen vnd derftlben Hayl vollbringen) zu ihrer Belohn - vnd gemesser nokhwendiger Vnderhaltung /ein Hall der Gewächs vnnd Früchten der Erden raichen solle. Louarru- uiäs ä.lib.a -c. 17. n. z.ver5. Lcotorum lli8 ia- Äl8. Jedoch aber vnd wie dem allem / ist solches mk zuuerstehn/vnd dahin zu deuten / als wann das Gesatz der Namr/vnd die Vernunffk/den Menschen beuelchen vnnd ausstragen thätte/ Den Priestern/als Dienern Gottes / eben den Zehenden Thail / von den Fxüchren/vnd Ge¬ wächs tzS AehendAechk/ wachs der Erden/zn raichen. Dann dem Ge^ saß der Natur / Icu ärÄomiO! nLturB, be- schätze ein genügen ( aber den Gesäßen Geist- sicherRechten beschähc kein gcnügen)obe man schon den Priestern/nit den Zehenden / sonder Ken eylfften/zwölfften/oder cm and'n wenigem Hail von Gewächs-vn Früchken/mitthaüete/ wann mn die Pucher vnd Kirchendiener/mit solchem wenigerm Lhait/oder in ander weeg/ jhre gnuegstrme- vnnd dem geistlichen Stand geineffne Nähr - vmrd Belohnung haben. Louar. 6. cg 7. n.2. vcrs krLtcrea äecunLS» Koore7 tomo i.Iihg.c^p.y.n^. Wrder das aber/möchte nun einer für- wcrstcn/vnd sprechen. Soner/wie geinelt/die Vernunfft/ nik dm Hetzenden Dtzail/sonder em jeden andern zu er- . Haltung der Priester/ gnucgsamen Ttzarl / er¬ fordert vnnd annimbt/auß was Vrsach dann/ der Patriarch Abraham / eben den zehenden Dtzail / vnnd nit/ein wenigern/oder mctzrern Dhatl seiner Frücht / dein Priester Melchise- dech geraicht tzabe/wie zrt sehen Genest 14. Disem volgt zu Antwort. Daß solehcs/auß sonderbarer Eingebung Gottes/ Das erste Buech/4. Capül. 17 Lottes/vnd wie O. HiornLs ä Qo loco be- ZMzk/cx8pii.lcu propkecico, beschehen. Dh- Ne zweist zu einer Vorbedeutung deß hernach- gefolgten- von Gott dem HErrn / dem Pro¬ pheten Moysi/vnnd gantzenl Israelitischen Volck/gegebnen Gesay vnd Gebots/m krasse dessen ste/dieIsraeliter/den Kmdern Leui/daS ist/den Priestern/den zehenden Thail/ von al¬ lem ^-aamen deß Landts / item Früchten der Erden/vnd anderm(wie in negst hernach vol- gendem Capirel zuuernemmen) geben haben müessen. e^.kv^ v. Was Gott der Allmächtig im alten Testament/ seinem Israeli- tischen Volck / deß Jehends halber gebotten. / vnd anuor allda erklärt vnd äuß- geführt wird/was GOttder Allmach- klg/lin alrc T'estament/ftmem Israeli- rischen Volck / deß Jehends hälber/gebotken/ ist zu wissen/daß nach erschaffung der Welt ( da man nach dem Gesas der Natur gelebt/ - E VNtzk rS AehendI!echk/ vnßk auffdie Ze« Moysis/da das Israelitisch Volck von Gott dem Hsrrn die Besatz em¬ pfangen) der Aehend noch nitgebokten vnnd befolhen ware/dann ob man zwar selbigerJei- ken / die erstgebornen Söhn zu Priester auff- name/ so wäre doch solchen Priestern/arnichek gewiser Thaü vnnd gewises Einkommen / zu ihrer Belohn-vndVnderhaltung/nit bestimbk vnnd verordnet/ sonder ein jeder gabejhnen Priestern souil/als vil es jhme für gut ansahe/ vnnd als weit amen die Vernunfft darzue an- trib vnd crmahnete. Also raichete der fromb Pamarch Abraham/ dem Priester Melchise- dech/öen zehenden Thail semerFrücht/mt da- pumb / als wann es )hme Gott der DErr ge- botten/ sonder allam auß guetem frcyen Wil¬ ken vnd antrib der Vermmsst: vnnd eben den zehenden Thait auß sonderbarem Geist vnnd eingebung Gottes. Genesis 14. Gleicher¬ massen auch hernach / der gottselig Patriarch Jacob/ auß emblasung deß H. Geists/vnd be-e wegung der Namr / GDtt dem HErrn den Aehend ausszuopssern freywillrg verlobt. Ge¬ nesis 28. Aararrß ahzunemmen/wie weit die jenigen Lehrer Aas erste Buech/5 .Capük. rs Mehrer/von der Scheiben schiessen vnd falen/ welche fürgebett / daß schon vor dem Mosay-- schen Gesatz/znr Zeit Abrahams vndIacobs/ der Aehend gebotken wäre. Daß aber deme Ealso/es auß demlanter vnnd klar erscheint/ dieweil der Patriarch Jacob / den Aehend M Kcben verlobt / ftytemalen aber die vora vnnd Gelübd/ vber jene Sachen (zuwelchen ainev svnstennik verbunden ) beschehenmüessen. Al-r so ist varauß zusehen/vnd sonnenklar abzunem--» mm/daß der Patriarch Iaeob/den Aehend zu raichen nit schuldig gewest/dann so er hicrzue rerobkigiert gewest Ware / er den Aehend zu kaichen/nlk verlobt haben wurde. O.i Komas Ä. c^. 8 7. arr.l. vers. Zcme tempus vetcris 1c» Ns.Cornel.IanscNins iü Lokoürä.in Luan- xcl. ca^. 84. veik. 8igui8 veilctprokar^ LarÄin. keilarM. coNtrou. Aener. c. 2L- lib. tomo 1. vers. Lc <^uoä non lit mora» le. Auffdaß nun vnder dem IüdischenVolck/ endtlich ainmal mit den Prrestern vnnd Die-« nern GDttes/em rechte Drdnnng angestelt/ vnnd denselben ein gewise Iärliche Belohne vnnd Vnderhakung / vnnd gewises Cin- Lr kommen/ ,s AchendRecht/ kommen/ benent vnd verordnet wurde/hat der Allmächtig GDTT/Wr Zett deß Propheten Moysis/auß dem Jüdischen Volck/ so in 12. Gschlechter ab - vnnd anßgechailt ware/jhme mn Geschlecht / anß den 12. Geschlechten/ nemblich das Gschlecht Lem'/zu seineniDrenst erküeßt vnd erwöhlt/also/vnd der gestalt / daß die andern 1I. Geschlechter / der Arbaik obli-- gen / allerley Getratt vnnd Früchten der Er- den/pflantzen/Vich auffz eben / vnnd dauon dm gehenden Thail / dem Geschlecht Lem/ (welches sonsten niemand anderm/dann Gott dem Hsrm/inl Tempel außwarkete / denisel- ben/daö Dpffer fürbrachtc/vnd also allein im Dienst Gottes / benrühet wäre ( mitthailen müeßten. v. 1 hornas äs g.87. artg.Verls äe- kernttnariocertL. eJrämalislolemsIik.S. c. 2 o. Dann/weil das Geschlecht Lem/ainig vnd allam/dem DlcnstGoktcö vorstunde/vnd GT>tt den L)Errn / ftrr das Hapl deß gantzen Jüdischen Volcks/ mit Gebett / Schlacht- vnd Brandt Opifer/ vnnd anderm/verehrete/ also hat Gott der HErr dem Geschlecht Lem/ heremgegen allen Jeheno in Istael/für ft-lche Aienst/zum Erbgrrt gegeben/vnd den andern Das erste Buech/5.Capitl. 2r H'Geschlechten/ernstüch/starck/vnd bey au- gttroheter Straff alleo Unglücks / bcfolhm vnd gedomn / solchen Aehend von allem vnnd jedem Saamen/vu von Früchten derBäum/ Item von Rindern/ Schaafen / Gäissen/rc>. vnd was vnder deß Hirten Rueten gehet/item von allem Getraldt/Wcin/Del/ff. oen Kin¬ dern Lem zu raichen/wie solches anvnderschrd-- lrchen Drhten der H. Schrrfft zubefinoen. Als ersten Lemt. 27. Caprt. da GDTT der HERR also spricht. "Alle Sehenden im Land / beydevon " von Gaarnen / vnnd von Früchten " der Baum/sein deß HErrn/vndscl- " len dem Herrn heilig sein. Iteni weiter an disem Capikel. " Alle Ichcnden/ von Rindern vnd " SchaafenvndGalffcn/rc. vnd was "vndcr deß Hirten Ructcn gehet/ "welches das Ahcnd kombt/ das «oemHErrngchelliget. Dann AehendRecht/ Dann !OU8 äeLjmarnMa l^uicur rextus, in c. I. ^xr. clc clLLin^ OloEu, öc OvÄ.0^8 l" LccIeN,A8. ip.^uo 1 z. c>. 1 öc Lornel. Iän5eniu8 g. loc.c^p. 84 Der erste vndfär- nembste Jehend / ware jenerV w .lchcn als ob- MMll / die aylff Geschlechter deß Jüdischen VE. 24 AehendRechk/ Volcks/dem zwölfften Gschlechk/das ist/dem Geschlecht Lem als jhren Priestern/Iärlrch taichen>nüeßten.I-cuit.crip. vir. Der ander Achent ware/welchen die vndern vnnd nidern Priestern inr Geschlecht Leni / Leu inferior rniniürorurn Zrsclus, vonjhremIehend dem hohen Priester gaben / also von ihrem einge¬ nommen Aehend/widerum dauon Jehend rai- cheten/so genannt ware/dasHebopffer.di um. c p. 18. Der dritte Aehend ware/welchen ein jeder im Jüdischen Volck in seme Schcwrcn absönderke/vnd solchen wann er zu Jerusalem in Tempel gienge / vnder deß Tempels Vor- schopff aste / vnnd die Priester darzue ladete. Deuter, cap. 12.^514. DervierdkeIchend ware/welchen das Israelitische Volek nit alle Jar/sondern jederzeit deß dritten Jarš/ zu er- halmng der Armen einsamblete vnnd auffbe- hielke. cap. 14. Wann dann wie erst gehört der Allmäch¬ tig GOtt im alten Testament dem Geschlecht Leui/das ist den Prestern/von allem Saamc/ Früchten/Getraidt/ Wein Dcl/Vrch/rf. den zehenden Tharl geschaffen vndverordnet/also rntjpringt hierach ein Frag; Das erste Buech/ 5» Capitt. 25 Wg« Bchch von Gott dem HSrm eben der Aehende Thml seye ver¬ ordnet wordcn: Hierauff pflegen die heiligen Lehrer vnd Gchrifftgelehrten mancherlei) Vrsachen deß- halber anzudeuten. Der H. DHomas vö Ag. 6. g. 8/. nrr.i.veriic. In c^uo conuonsebant. sagt / daß Gott der HERR im alten Testa-, mem/eben den zehenden Thail /vnnd nie den ailfften/zwölfften oder andern ThaÜ/zu eirrcr Figur vnnd Vorbedeutung gebotten habe. Dann weil die zehendeIat ein vollkomne Zal/ vnd andere hernach votgende/als 11. irIz. rg.. 15. vnd dergleichen/nik vollkomne sonder gedoppelte - vnd anß zweyen Zahlen zusamen gefügte Zahlen seynd/daß derowegen das Is¬ raelitisch Äolck/ durch darraichung deßIe- henden Thails bekennen solle / daß in ihnen kein Vollkomenheit ftye/sonder daß die rechte peofcQjon vnnd Vollkommenheit in Christs demHCrrn zuzewarten. 6re§. clc Vslenr. tomo z. cj-ch I. DerH.Äugustinu' in gt!O(ler denselben auifge-- fetzt ynd befolhm habe. O. I jwmas ä. q. 8 7. ^rr. i, poKprincip. Lourir. var. relol. li'b. i. c3^>. 17 n. vers. krEtercä clecirn38 KeilArmi - Km cl. controu: AcnLx.üli. i romo r c^p. 2;vckK?i-ob3tvr. 6reZ:cte valent, romo z clisp: 6. c^. ^punLto I. I.elnu8ciciuK: öciurk lib. r c, Z§. club: i n. 6. vcri/?robtirur vrl-^ wo. Dann ob zwar Christus / wie bep den: E- uangelrsten Matth.vnd Luce am io. Eap. zu sehen/gemelt / Daß die jemgcn/so das Erian- gelium verkündk-gen / von dem Euangekw sich ernöhren sollen: Item / Daß ein Arbaitcr- seines Lohns würdig sepe / rk. Go können doch solche Wort vnnd Spruch./ aigentkch/ xroprie, vnnd prLci8e, nicht dahin gezogen vnnd verstanden werden / als wann drsep vnnd anderer Christi Wort halber / dm Pmstcm eben der Jehend gebäre vnnd zne- siehe/Sonder es wird gllein dmch solche - vntz andere 28 AehendRechk/ andere dergleichen/sich in den Gesäßen deß newen Defianients befindenden Spruch vnd Wörter/souilangesonen vnnd geordnet/daß man den Dienern Gottes / das ist / den Prie-- stern/welche für die LayenArbeiten/Wachen/ Bttten/Singen/vnd sich in ander weeg jhrct halber hoch vnnd fiats bemühen / billiche Be¬ lohn- vnnd notwendige - auch chrem Stande genresse Vnderhaltung nnktharlen solle. Wie solches hernach am 6. Capül/2. Bue'chs / der lengenach erwlsen vnd dargethan wirdk. Also jrren vnd fahlen die jenige Doctores vnd Mehrer gar weit / die fürgeben/ daß Chri--r sins der ü)srr selbs/im newen Destament/den Aehend anffgeftßt vnd befolhen habe. Dann so deme also wäre/ möchte in ganßer Chrifien-- heit/an kemem Drr / der Zehend von jemandk anderem verjahrt/vnd durch langwirige pok- LcMon ersessen/oder durch Gewonherkauff-- gehebt vnd gemindert werden / Sintemal den Göttlichen Rechten Zuwider/ kein Gewonheik oder preeicription, cingeführt werden mag. c ün, exc. c!e conkuct.Vbl Oä. Dieweilen aber wissentlich vnd hell am Dag / daß an vi-- '' Ken Drehen der Chrifienheit / der Irepssigfte thail Das erste Buech/s.CaM. 29 Eail/an stakt deß Zehendcn Dhails/vnnd etli- cher Drken gar kam Zehend geraicht wirdet/ ^Ugrer tomo lila. 1. c. )O. n. 4. in 6ne. Also ist hierauß abzunemen vnd auzenschem- lieh zusehen/daß der Zehende Thari im newen Testament nit innkrafft Göttlicher- sonder Geistlicher Rechten(daruon hernach in negst- volgendem Capitcl durch vnd durch gehandlek wird) den Priestern gebür vnd zustehe. Ira D. 1kom28 cl. g. 87.art. I.Cou3rruui28 ä. lib. r. c. 17. n. 2 .Vers, krnterea ciecim38. Dom. cio 8oto.äeiuik.öciut.Iib.9.g.^.3rt.^.ke!l3rml- NU8 tl.e.i^.Vcrs. Dolraeur. ()ui omncgsu- llu8probanr,sub leAeLuangeiica, clecima partem, seu guotam äccimL, non iure äi- nino,5ecl LccleliaKico öcLanonico, LIeri> i ci8cleberi.^clliu8 ä.lo.n. ^.öc6. Vnd ehe zwar an etlichen Drthcn / in all- gemainen Gesatzen der Geistlichen Rechk(alS in cs^itulo l uL nobl8. öc cap.llaroclnano; kXt. cie äecirn.) voydemBapst g.!t'X3närc» I l l. vnnd Innocenrio HI. vermeldt wirdt; ()u6(1 OecimL ab ipso Domino mllirulL. link: ll,k, guoclDecim-L 6iuina conKikuiio- ne clebcantur. Aas ist; Aas der Zehend , "von' zo AehmdRechk/ von Gott dem HER m sclbs eingesetzt r vnnd vermög Göttlichen Gebotts / schuldig seye. Wie dem allem aber / ist solches nit Zener.üj- rcr, oder dahin zuuerstehn/ als wann vermög deß newen Testaments / den Priestern der Jehend gebär: vnd Suestehe/Gondern solche VNNd andere dergleichen Wort ( deren etwan mehren den Geistlichen Rechten zubefinden) MÜesten recheArue, secunelum guict- in cö- cl-cco, vnnd in ainem sonderm Verstandt ge-- nonrinen vnd außgclegt werden; Nemblich/ daß der Aehend von Gott dem HErrn selbS eingesetzt/ vnnd vermög Göttlichen Geborrs/ schuldigseye) zuuerstehn solches von denGötk-- liehen Gebotten deß alten Testaments/vnnd nicht deß newen Testaments. Ira Louarruu. <1. c. 17 n. 2. vers. Lt prserct Ka8 rstiones. enrciinAli8kclI.ir.ä,Ui). i cap-r; versic. Lt ^uoclnoniltinor.rIeTclHu8 ä. c. zyciub^r N.7LorneIiu8l3nsenw8 ä. csp. sol. §2r verllc. ^ci2NtlioritLte8 aurem. Inp^ri sen¬ su, (scilicet respeL)u Veteri8 Ie§i8,) inrelii- KcnäL sunt, öc ille vcrb» Lürisli, apuä O^ I.ucam cap. 22. VTvobi8,c)ui äecimatiL rurr, m,öec. lrsec oxvrcuit i^ccre» öc illa non vnrlt- Das erste Buech/ 6. Cap. z r Zittere. ItL lanlcni us, 6c alij d. Io. Outic- ter e^non. c^uccü. lib. 2. cap. 2.!. num. 2 z. ^4-8toph. lbaAUnde? 8ociLt. lelu, de 6Iiri- KiLir. oLc. prLceptvL- Ul). i.cap. i.num, 4-^6. Ddcr aber/somögen angeregte-anß den Geistlichen Rechten gezogne Wort / zwar auch verstanden werden auff die Göttlichen Gesay deß newen Testaments/aber doch sot-- ches allem zuuerstehn von der Substanz deß Aehends/vnd .nicht von der ^uora, oder gehenden Iahl: das ist/damit icl>s deutlicher vnnd außtrucklicher fürbringe / von dem jeni- gen Aehend / welcher den Priestern zu ihrer Nahrung/vnd vnempörlichcr Äirderhaltung gehört, Ira lanlenius d. cap. 84. verstic. Decimsrum crZo solutlo. tdlio 62r. litt. . ^-^cll3rrninu8 d. c^p. r2.vcrs. ^dcrrZu- V mcntum. Dann auff solchem fall (da nemb- lich die Priester / ausserhalb ihres Pfarrlichcn Achcnts/mr gemestne Vnderhaltung haben/ vnnd sonst mit genuegsamer Nahrung/nicht versehen / es scye dann/daß jhtren ihr Pfar:- licher - vnnd zu ihrem norhwendigen Aufsem - halt z L AehendRechk/ halt gehöriger vnnd verordneter Aehend / ge^ rarcht werde) zustehet/vnd gebürt der Aehend den Priestern/nikallain in krafft Göttlicher Rechten deß Alten / sondern auch in Krafft Göttlicher Rechten/deß Newen Testaments« HocnÄMguc rnoclo ciecimX conliclerLtE, iLilicer c^uritenusaä Llcricorumluüenta- rioncmcieKinatL 5unt, lune iurib cliuiniöc narursÜs, nouj, guäm veteris leKa- incnei. Angelus in lua 8umma in verb. ve- cim2n. 2.Louar. c!.c. I7.n.6.öc8. per i;. i.Lcllarminus ci.lo. öcciub. i.Ianleniur tl.lo. 6icens,guoci clecim2rum lolutio iu¬ ris äiuini Lu^ngelici eti^m lit, guo sä lu- KentJtioncm necellüriLM ininillr-is Lccle' liL; guo aöi üucern cietcrniinLtarnclecimcL p2rti8gu3Ntit2tem, iuris ciiuini i^lolaici lit> g^uoci consuetuciine ^iorum , öc iuKa Le- cleliL conKitueione renouatum elb. vn. Wie sich die Christen anfangs Der H. AhrWchen Kirchen gcgctt Den Priestern deß Aehends halber verhalten. -Obe Das erste Vuech/7.CaM zz Be zwar im Newen Testamem vns Gesay deß H. Euangely/von Christo dem HL'rm/mchts außtmcklrchs/deK Achendskalber (meinvorigem Caprtel an- gehört worden) geordnet vnd äi5xomert/fon- dem allain / laut angezogner - vnnd anderer Spruch deß Newen Testaments / gebottm vnd befolhen worden/den Priestern (als Die¬ nern Gottes) gemeffne Belohnung / vnd ges nuegsame Vnverhalttmg mittzuthailen / So solle man doch mehr gedencken/als wann am fangs der H. Christlichen KirchenLeu in pri- mniuL Lccleüa» vnyt auff die Zeit/ da durch die Concilia vnd geistlichen Oeörcra im newe Testament / der Jehend gebotten worden / die Priester deßhalber mangel gelitten / dann ball» /nach deme ChristilS der HCrr gehn Himmel gefahren / habe»i die H. Apostel vnnd Jünger Chrrsti/als erste Priester/von den Layen ( wie in der Apostel Geschichten Cap. 4.5. vnd 6. zubefinden ) Gelt/ vnnd derglerchen/damirsie sich vnd andere ernöhren möchten / genomen. (^rännüi8 LeH.,rm. ä. Iib. ttp- 2 j-verf. /^6 rüuä i o. Welche dise danekbarketk < vnd erkanntnus gegen den Prrestern/alS Die- D nem z4 AehendRechr/ rern Gottes / bey de» ersten Christen / vitem Iakren gewehrt/ ur deme sie nemblich in gue- rein Brauch gehabt / ihre Gerüche (wel^ che samentlich/ biß zur zeit deß heiligen Augu- «ini/in communi,vnnd ingemain miteinan¬ der gelebt) mit genuegsamer Vnderhaltung ruuersehen. Ia/was noch mehr/ die Andacht vnnd Goktsforcht der ersten Christen/namme dermassen nach vnd nach zue/ daß es auch bey deme/wievorstehet/nichtverblrbe/sondernsich je lenger je mehr vnd weiter erstreckt vnnd ge¬ mehrt hatk. Dann/ob zwar selbiger Zeiten/ da/wie obuermelt ainigcs Concilmm / noch geistliches Gejätz/deß Zehends halber/nit ver¬ banden/die Lapen den Priestem den Aehend zu gebcn/mchk schuldig / sondern allam cmß deni Gesander Natur/Gottes/vnd der Ver- nunfft/chnen genuegsanle Nahrung mit zu- thailen/verpfiicht warcn/jedoch/allen anzaig- vnd vermuemngen nach / ist ganylich zuglau- tzMauch thaüszu probrern/daß schon selbiger Zenen Vie Christen (so anfangs der Christen- bett gar epferig vnnp Gottselig waren) den Pnesrern/anß auetem freyen Mülen/darzue sie airuges Gehört oder Gesatz/nit MEe/den 1 Das erste Buech/ z Achend/nach dem Exempel deß alten Testas lttents raicheten. lrs On.Ianlenius in Lon- corct. jnLu.-KZe!,cap. gg.vers. lr^uccum »onütfacile. öc tr»Q.c.?9.äub.l äe äcciin. num. 6. Welchem/neben andern verhandenen Dsmmemen/ein guett Jeugnus Kibk das Matisconense Concilmm (welches vnder deni Bapst Pclagro H. Der angesangerr zuregiem Anno 57^9. gehalten worden ist. Viäe ttenricum 8po^ä^n. jN^nna^Lccl. Carä. Cse5ar. Uär. 8 8. II!. 6 50,) DanNtNN solchem ^Ltilconekiil Lonurieule crip-iz. Deren Concilia etliche mehr / dann vor Tausent / etliche vor 8oo. 720. 600. vnnd hemach gefolgten Jahren/gehalten worden. Dessen gmte ausführliche Anzaigung -ube- bnden bey I^cnrico 8j)onääuo in rrae). in kcclef. Orclar. karon. Ulldadie Jak eiires jeder Concilij erzehlt werden. Deren auch gueke Zeugkmrs gibt der hochwürdigist Eardinal I^ob. Ke1t2rminus cl. c. 25. lid. I. V er5.8u^creK, vt iur» LcelettaKica proke - kLMU8.. Vber das / seynd anch noch etliche andere Concilia/als Loncilium ^Acer.mense/ sovn-^ der dem Bapst Innocentio 11 l. gehalten^ worden/ darum;ulesen/das 5z. 54.55. vnnd 56. Eapitel. I.em das Lonciiium Vien- nenle, sg gehaltmworden vnder dem Bapst Olcmcme V. irÄLeilärwinus ä. lo° In welchen allen Visen Concilien / den Aehend getrewlich zuraichen / vnnd niemande damon abznh alten / ssarck hefolhen worden. Wie 4« AehentRecht/ We solliches m den allgemeinen Gefäßen Geistlicher Rechten wettlauffiger / vnnd mir rnehrerm Innhalk zubefinden. Dann weil die Christen / das Gebott veß alten Testaments vnnd Mosayfchen Gesatz/wegen darraichunA -eß Aehends/soml die c^uocam vn Aal betrifft (liquidem kLc prLccpta czuo aä c^uoc.mr ^ccimL, partim iucliciLlia, psrnm coerc- rnonlalja kuerinc)auß voriger Krafft nicht - mehr verbinden möchtt/vnd die Christen ohne Gebote / auß freyem willen (wie anfangs der Heiligen Christlichen Kirchen/vnd in primi ei- uä Lcclcüa, geschehen zu sein / obgehörter »nassen thails angezaigt worden)denPriestern «ls Dienern Gottes/ noch Zehend / noch an- Leitwerts geimegsame - vnd ihrem Stand ge- »nesseVnderhaltung/Mtthaileken/danneithero lhabmnothwendiger weiß/durch die Statt¬ halter Christr/in der Christlichen Kirchen/zu gewiservndgemesserVnkerhakung derPrie- s ^ler/newe gerstliche Gesatz vnd (7anoneb, ge¬ macht vnd äuffgericht/vndin krafft derselben y -er Jehend ernstlich gebotten vnnd befolhen werden mtiessen/gestaljame dann sieStatthal- M Christi/vermög ihres - von Christo dem Herrn Das erste Buech/9. Caput. HEr:n selbS empfangenen GewaltS/dergleL« chen Gesas (nemblich den Zehend-»geben) aufffttzen vnd anordnen haben mögen/vnd e» also hernach auch auffgesetzk vnnd angeordnet haben. 8uarc^ rvmo j. lib. l.cap. 10. n. Vers, llinc obicer. ix. Was vrfach/tm MwenTesia- mcnt öwch dle geistttchen Recht ebm der Aehende Thaik/denPriestem-uraü» rhen/gebotten worden. Hm! die Frag anbekreffen thlrek/ auß waS Vrsachen man den Pfarcherrnk vnnd Heel,orgern den Jehend geben «soll / Ist bewußt / daß man laider nach Christi Geburt Anno i z 20. Keser gefunden/ so kra- 'ticeM genannt w wen / welche fürgeben vnnd gelehrm haben/man solle nur ihnen/ vnnd dm geistlichen/ Pfarrkerrnen /vnnd Seelsorgern/ keinen Zehend geben. Welcher dchr falschen Lehr vnd mamung rrachgefolgtist/oer Ketzer WtcleffuS genannt/ der hr ZehendAecht/ der offenllrch außgeben vnd gesagt Hat / Die- weil dre Zeheno nur Allmuestn feyen / daß derowegen vnnd m ansehung dessen / Mar¬ der jenigen PriesterschaO / die mit Sün¬ den behaffk / nicht verbunden oder schuldig feye / ainichen Aehend zu raichen. Welche dise Lehr vnnd Mamung/alö ein falsche Ke¬ tzerische Lehr / durch das aügemaine Con- cilurm zu Constantz / ist verdambt vnnd ver- morssen worden. Wie darinn zu Mn 8el^ VIII. Oresor. eie VäleutiLtomo z^äisp. 6. j.punüo r. Dergleichen Jehmdsftindk / seyndkamh Anno Christo 1568. inn Sibenbürgen gewest / wellrche gleichermassen außgebsn vnnd vermeldt haben / mansche nicht schul¬ dig den Jehend zugebem Also wollen wir solche vnd andere derglei- ' chm falsche Ketzerische Mainungen / so vor- - ? lengst von der heiligen Lhristlrchen Catholi- i! schen Kirchen verdambt vnd verworffen wor- den beyseits fetzen / vnnd die vorige Frag wie vbsteher allda widerholen/ W-rumben nemb- lrch im Newen Testaruent / die Statthalter Christi Das erste Buech/9» Capitl. 4z Christi/durch erstermeldke ihre Gesatzvnnd Eanones geordnet vnnd befolhen / den Prie¬ stern zu ;hrer VnderhalL- vnd Belohnung/ ' eben den JehendenTbarl zuraichen / da doch dre Priester sich vilcr Drthen/mit einem we¬ igern Thail / erhalten vnd ernöhren nroch- kenx Hierauff vnnd zu Verantwortung dessen/ Pflegen die Gelehrten vnnd Doctores man- cherley Vrsachen / deren die fürnembsten vol-' gende sein/anzuzaigen. ökrstkch nun / sprechen'sie Lehrer/ das sol¬ ches eben zu ainer nachfolg deß alten Patriar¬ chen Abrahams beschehen sey / welcher ans; sonderbarer Eingebung Gottes/ dem obristm Priester Melchisedech/auch eben den Zehen¬ ten Thail gerecht hat.Genesis. Irem auch deß alten Vatters Jacob / so auch den zehen- ! den Thail verlobt. Genesis 28. - Fürs ander/daß solches geschehen sepezn nnem Exempel vnd Nachfolg deß alten Te- fiaments/in welchem GDtt der HERR den Kindern ^eussdas ist den Priestern/auch eben den 44 ZehendAechk/ den gehenden DM geordnet vnd geschaffte Leuit. 27. Daß derowegen es nit weniger als- »in )7ewen Testament den Christen wol arv stehn vnnd gezimmen wollen / gegen dem All¬ mächtigen GOtt (als dcm Schöpffer vnnV Erschaffer aller Sachen ) sich mit dargebung deß Jehends / was'danckbarlich einzustellen/ vnd Vardurch die von Gott/empfahendeGna- dcn was in erkanmnus zuziehen. Luarer ro- INO i.lib.c.i i.n.^.vers.I^tioneäeclmari Drittens/diewer'l die Christen anfangs dek Chnstenheit mr brauch hetten/ den Priestern auß girekem freyen Wlllen/den zehendcn thast Zugeben.Wic oben im T'.Capitel aüß dem Ian« Lonio, vnd Lcilio eingeführk worden. - Viertens / dieweü im Newen Destament^ die Bischöff/Pfarrcr vnd Seelsorger vber die Armen Leuch, Wittiben vnd Waisen/getrewe Vatter sein sollen; veciML enim rrilmra eZenrium 5unt_-, kau!.Lomitolusrekponk. moral, lik. I.q 70. N.4. Dannenhero sie Geistlichen/deß Zehenden-vnd nit eines weni¬ gem thails / hoch vonnökten haben. ^2oriu5 !ib.7.cLi). z^.iu tchc. Aünjft Das erste Buech/A.Eapitk. q.z Fünfftens / dieweil im newen Testament/ der Priesterlich Standt/aller Ehren würdig/ Uo ist jhnen Geistlichen zu erhalmng ihres Standts/ein genuegsames vnd solchem ihrem Stande gemessesEinkommend/vnd^on- lequencl3m/mt ein weniger Thail/ dann der Aehende/zuezuaignen gewest. Dann man al-» lenchalbensihet/daß die Priester an denen or- then/wo sie noch vnd mangel leiden / von dem Bolck gemainklrch verachtet/vnnd deßhalber der gebür nach/nik rc5xcäiert/noch in Ehren gehalten werden. Sechstens/ dieweil die Priester vnd Geist¬ lichen grosse verüchtung/vnd schwäre Ambkev ob jnen haben / derohalben sie grosser Belohn- vnd Ergeyung/vnd also deß zehenden ThailS wie vor stehet/wol würdig. Amnsibenden/ dieweil jhnen Geistlichen grosse Kunst/Geschrcklichkeit vnd Erfahrung vller Sachen/hoch vonnötten/wegm derer sie Zu erlangung derselben grosse Vnkosten auss- vnd anwenden müessen/ eS ihnen auch nit wo! anstehn oder gezimerr will/ sich mit der Hand- arbeik/oder andern Handthierungen zu ernöhs ren/ oder was darnm zuzewinnen. Lou: i 4« AehmdRechk/ Hb. l. c. 17. num. z. circa bliem. Derenk^ halber haben jhnen die gelMchen CoNctlia/ billich kainen weniger» Th all/ dann den Zei¬ henden Thail/ zuegeaigner vnd aM i 017. Ium achten / dreweü im alten Testament/ die 'Priester auß dem bluetigen Schlachkopft fer/vll vnd grosse Nutz gehabt/Im irewenTc^ siamenk aber / dergleichen bluenge Schlacht opffer gantz aussgehebk / Also hak jhnen Pric-» ßern billich darffrr im newen Testament der zehende Thaü/vnnd nie ein weniger THall/ verordnet werden sollen. Inmassen es dann auch beschehen/wie obstehet. l^as 0Ä0 ratioues öc causa:; > promter Huas in nouo ll/eKamenro, Lcclessa guo- ram OecimL, seu clccirna öc uonrniuorem zartem iulbtucric, clciumpstLr cvileči ex Ou.I^cilio ä. trac). ctub. 2. n.y.äc io. Vbs! Ääbuc alias tres rationcs recensek. Vber anuorstehende acht Vrsachen / kan auch dise Vrsach da angczaigk werden / daß, nemblich die Gesag der Geistlichen Rechten/ vermuetlich auch deßhalber/denzehenden-vnd nit ern weniger« Thail / den Geistlichen wer^ den verordnet haben/ airff daß nemblich/ so die Pfamn Das erste Bnech/ 9. Cap. 47 Pfarren vnd Gottshäuser / mit einem grossen vund siattkchem L'inkommend versehen / alß-> bann denfelben/desto gelehrtere vnd taugliche¬ re Seelsorger vnd Gftllpriester mögen fürge-- setzt werden Dann man sihek/ daß an vilen Ärren/da die Pfarren einklains vnd schlechts Einkommend haben/diePfarren offt vbel ver¬ waltet werden/ Seytemalen sich auss solchen Pfarren / gemainklich jene Priester befinden- welche sonsten anderer Drten mt vnderkom- nien/oder Dienst haben mögen. Deßhalben kan ein Statt oder Gemain / leichttich einen wesentlichen / exemplarischen/vnnd gelernten Pfarrer vnd Seelsorger vberkommen / wann sie jhr Pfarr / mit einen: gneten Iärlichen Emkernmend bessern vnd begaben/ oder es anderwerts/mehrm vnnd erhöhen "v lassen/ End« des; ersten Tncchs. Zchend« MmvLecht/ DasandcrBuech. Von den Aehcndbaren Ga- chen: Ztcm von Gebräuchen / Mß- träuchen/vnd Betrug etlicher JehendLemh? Auch von der Jett / Gestalt/ vnd Vrsach de^ Ichends/vnnd Benennung der ordenlt- chen JehendHerren/rc'. e^?vr i. Von was Sachen man tn ! Krafft Getftttchcr Rechten / Jehend geben soll. / Jeweil am 8. Capitel i.Buechö ver^ meldt vnd angezaigr worden / daß inr newen Testament nach dem Exempel deß Das erste Vrrech/ 1. Capkl. 49 deß alten Testaments/ durch die Loncilra vnv geistlichen Gesay derIehend auffgesetzk vnnd verordnet worden/ Als null es sich nun hier- auffgebüren/ordenlich zu erklären/ von was Sachen/der Zehend /vermög der Geistliche Rechten/geraicht werden solle. Derowege will ich solches allda/mtk etlichen Schlußrede/ vnd darunter eingemengken FragstuckeN/an- -aigen vnd außführen/vnnd jede Schlußred »nie vnfthlbaren Gesäßen geistlicher Rechten/ darthun vnd erweisen. Erste Sedlu ssred: Ein jeder Christ/ist vermög allgemainer geistlichen Rechten/von allem seinem - durch Gewerb/Kunst/ Krieg/ vnd dergleichen rechrsamer masten vberkom- menem Gewinn / dem jenigen Pfarrer vnnd Seelsorger/ in dessen Pfarr er die H. Sacras wem empfahek/ die H. Meß vnd WortGot-- ks anhörek / den Achend zuraichen schuldig. Ir» texrus in c. LcciestäS . c^ULll, 1. c. 6e- ciML csp. in Kicris tÜaNonil'Ug. c. Lei Pol^olicT c. nouuM eXt. 6e gecim.c. r^uicunczue. i s. nuM. NZmkcsUit. ext« ele?Lroed. §5 Vdi^l)dL8, seLly.O.lliomLL in r-r-qULK. 87« art. 2. E E- 5c> AehendRechk/ Es sey dann hierinn was anders in amer oder andern Pfarr / durch vertrag oder gewonhetk auffgebrachkwordk.L,eM.tr3Lt.c.Z9.cjub.z. Vnnd solche Jehenden / so von allem Ge- winn/erstgehörker massen geraichk werden sol- len / werden personlrche Jehend leu pcrsona- Ics ciecimrc genennt/ vnnd derselben ist anuok am 2. Eapttel/i. Buechs/ auch Meldung be- fchehen. Dieweil aber solche persönliche Ze¬ henden / allenthalben im Deutschland abköm- men/vnd nicht mehr im brauch sein/als will ich solcher persönlichen gehenden auch geschwer^ gen/vnd derselben fermere anregung allda mt thuen. Main kan ich vnangederrter nit lassen/ was vrsach nemblich / die Geistlichen Recht/ ermeltepersonlrcheIehenden auffgebracht vnd gebottey/da doch Gott der HErr selbs / »mal¬ ten Testament dem Iüdrfchen Velck/ solche nicht befolhen Dicrauffist die Antwort/dast Gott der HLrr im alcmTestament/auß amek sonderbaren Vrsach/die personlrche Zehenden nicht gebotten habe / dieweil neiublrch die aplss Geschlecht des; Jüdischen Voleks/welche den» zwölften Geschlecht / das ist dein Geschlecht Lem/ als jhren Priestern den Zehmd raichen müß-> Vaö ander Buech/ 1.Capkk. 5 k tEeßten/gervise lingende Güter/Vlch/vnd d- Elchen hetten/daruon sie demGeschlechtLeuß ihren Priestern/den Aehend (M genuegsa- Mer ihrer Vnderhalmng ) geben kundten/^m mwe Testament aber/weil nie;edermanligen- de Güter/Vich vnd dergleichen hat/dauon je- derIehend raichen möchte/sond' bey denStat- ten/ der mehrer thail der Menschen / sich mit Kunst/Gewerb/Handthierung/vnd Vergleich? Gewinn auffhalk vnd ernöhret / derenchalbek ist durch die Concilia vnnd geistlichen Gesatz/ solcher persönliche Zchend auffgebrachk vn be- solhen worden / auffdaß hierdurch desto mehr Personen/zu raichung deßIehendö verbünde» wurden. Ica, scädreurm 0. 1 komAS ä.c;.87' 2rt.2.vcr5. ^äprimü.L.cst'iU8ä.c.Z9.6ub.z n. iz. Dann so die Juden im alten Testament im Aehend raichen so eyftrig vnd trew waren/ daß sie auch die geringsten Sachen/als die Kraußmüntz / Anis vnd Kümel vergehenden/ wie bey Matth.rr.zusehcn.Also solte billichee massenbey den Christen (deren Gerechtigkeit vollkomner/dan derIuden sein solle/Matk.5.) em grösserer Eyftr/mehrerc Trew vnd danck- barkeit/gegen den Pfarrern vndSeelsokgem/ im Zehend raichen erscheinen. A»e AehmdRechk/ Dr« andev Gchlußred k Von allen Früchten der Erden / solle man laue gerstlrchek Rechten den Zehend raichen. I?extU8 jn cap.nuncjos.iliis verb. Ltäe krnQn äecimas perlo1uere,Lcc!e6L" Liica äiürit^rtzv8 prreäio- xum truLtibusj äecimL persoluanmr. cxk. eoä. 6c cexrus in cap. non eü in pokottsto. exr. eoä. tit. Vbi ?onnfex (^LleÜiNus III. N^anäanVtäeO^iLUsbonis äeciML tri- Iruanrur. 8imi1iter prLcipitur in cap. rua Dc>bi8. Vki äicitur; vr äeLv^c-r^ omnino prouentibu8 äecimL reääätur. exr. äe äe- cim. Lt in c. quLärage^ma äc Lonsecrar. äWnQ. 5. inkne. illls verb: lubcmur ctiL vmnipotentl Oeo bonorum NO- l^roruin äecimasreääerc. karirerin c.c^ui- cunq;i6. q./, Larauß volgk/daß man in krafft allgemai- ner Geisillcher Rechten / den Jehend zugeben fchuldigvomWaiyen/Roggen/Geksten/Ha- ber/Rerß/ Hirß / Arbesen / Lmsen/Bonen/rc'. ker rexmm m ä. c. cx p^rte Lanonicorum. öe Das erste Buech/z.Capttk. 5 z bc ä. c. nuncio8. 6c d. c. non eK in ^otcl^Lte. exe, de decim. öc d c. c^uicunqz öc c. omncs decimX,6. c;.7. Item vom Hew / vnd Gromak. c. perue- vü exr. de decim. Item von allemQbs / als Apflen/ P'lren Bussen/ Köstmen/rc-. d.c qwcunque. d.c. vmnes decimL. öc d. c. nuncio8. Item von dem Wem. d, c. non ell in x>0- teKAte. öc <1. c. Huieuncjue, Item yyn dem L)el. d.c.quicunque L d c. nuycios, vnd von dem Safran, kebuk» fu^cs. 8. N- ;o. IttM V0M L)oltz. per texrum in e. ex tranünEä. cxt.,äe decim. LebuKus Z. nrim. r6., Item von allen anderen vergleiche Frücht/ Gewächs/vnd Nutzungen/ deren die Rechts-- gelehrten vrl.erzdhlen. I^icciu8LoIIeLt.2 Zsr- ^^rs. decim«. lt.cbudus H. 8.M Z.4, ^-6-7. 8 Dritte ^chlnßred r- Vermög Geistlicher ^rechten/ ist ern jeder schuldig zugehen den Je- hend von seinem Vich / Als von den Rinkern Halben / Schaafen/ Gaiffen/ LämberMn- fey/rk'» 54 AhmdRechk/ sen/rk. vnd allem andern / vnder deß Hirk^i Rueten gehet : was das Aehende kombk. per texcuminc. quicunque Scc.omnes dcci' in«: r6. q. 7. L L c. von est in poteÜLkE.exk. dccim. dauon hernach votzt am s.Cap^ Atem von der Wolt. tcxtus in c. perucwl ext. dc dccim. Atem von den Amben / vnnd ihrer Frncht/ Wachs vnd Hönig. d.c. nuncios. i men angesäet/ oder aufs ainem Guet in einem Iahr/mehr dqnn ein Frucht gepflantzt wirbt. ^lzb28 ct.c. ex parte. KebuKu8 ä.c^. 8. n.?°. m fine, c. ex mu!ris>lici, Scc^s>.cüin in tus. exc. äe äecim. 8uäreL ä.c. Z4.N.Z. ;6 AehentRecht/ Die ander Krag. Wann auffainem Ackcr/etliche Gar- ben/oder Schober vberrg bleiben / vnd die ze- hende Garb oder Schober ntt erraichcn / j)be dec Zehendmann schuldig/aussMein andern Acker Laraujfzn zöhlen/cnd die zehende Garb oder Schober zu erfüllen. Ntwort: Sintemalen zu mehrmalen/ 2^1 lauter vnd klar vermeldt vnd dargechan worden/daß man Alle Frücht vndSa-- »nen der Erden/ laut Geistlicher Rechten völ- kigklich verzehenden solle / als kan sich hierinn niemand auß der Schlingen ziehen / vnnd deß Zehends vyn den vhrigen Garben otzexSchö- bern/sich befreyt vnd exempr machen. Dam- nenhero ist ein jeder verpflicht / schuldig vnnd verbunden / feine Garben oder Schöber/von mnem Acker zu dem andern / zusamen zurech- nen/vnd den Jehend dauon zugeben/mcht an- derst/als wann glcichsamb all sein Getrau auf einem Acker stunde/oder schon im Stadel vnd Schewrn versamblet wäre. Dieweil die vbe- rigen Garben/ oder Schober/ Item auch die Meinhöx/es seyen gleich z. 4.5.6. oder mehr ödes Das erste Buech i. Capitl. 57 vder weniger eben sowol Frücht der Erden/ vnnd vnder dem Gesatz deß Aehendraichens/ eingeschlossen vnnd begriffen seynd. per ä. e. tULnykis. Vbiäicitur;w Saa- Men der Crderr: Item von aller ley Vrch/vnd vwr andern Sachen ( wie armor m der 2. vnd z.Gchtußred begriffen) den Aehend rarai- chen besolhen. Jedoch mcht desto weniger ^an ornem oder andern ^>rr durch em rechrmessige prrrscriprion, Gewonheit / oder Bäpstlrches Primlegmnr/dasGegenhpit thails erngeführt/ vnd daß >nan von diser oder jener Fmcht/alS etwan vom Dbö oder Kraut/oder Lmsen/oder Bönen/oder Crbftn/oder Reiß / oder Haber/ oder Abexsaak/oder Iwibel/ oder Holtz / oder Hanff/oder Vich/oder Hönig/ oder Wachs/ oder Wöll / oder andern dergleichen Furcht; vnd Sachen/ainer/oder mehr / keinen Achend Zuraichen schuldig / auffgebracht vnnd rnrro- nuciert werden möge. Davon weitläuffi- ger arn 7. Capnel/ z»Buechs gehandiek wovB den. kcxru« iu c. in aliquidur. §. rllre vero» cxc. äe äLLnu. Vbi llaberur, guoä illse < äcciML Lo AehendRechk/ ^ecimre neceli?,rio soluencire lmr, ^ureäe- benrur exlege cliuina, vellocr Lonsuemäi- ne akrobata: Setexcus ümüisineap.ciile- üi. illis verb. Oe cimbus (ionlueuerum cic« cimaspercipere. ext, eoci.lLte (louLr.v^r, relol.lik. 17 n. ?.öc 8, Gleicher gestalt es dan anch/in derLands-- ordtumg der Fürstlichen Grafschafft Tyrol 5»Bnechs 22. Ttttl begrrffen/vny alsoangeo zaigt worden: da also stehet; " Daß alle/groß vnd klainIehenden " an allen Orten im gantzen Land ge- "geben werden / wie die an einem je- "den Orth / von alter heh vor dem "Landtag dcß rf. Jahrs/ gegeben " worden seynd / threwlich vnd vnge- fihrlich/rc. Jedoch sollen die Aehendlerrkh im Tyrol/mt gedencken/vnnd diftnÄttickel/auß angeregter Tyrolischen Lands Drdnung dahin verstehn/ daß/ob schon vor dem Landtag deß 25. Jarš/ bißhero etwan im Dyrol/in ainer oder andern Pfärr/der Ichend/rnrr Betrug vnd Vatthml Das erste Buech/ i.Capül. «r Keraicht worden sein möchte/ es dennoch bey solcher betriteglicher aigennutziger vnnd vor- thailiger Zehendsraichung hinfüro also ver¬ öleiben solle. Dann vorstehender Attickel/ist Kantz anderst - vnd also zuuerstehn / daß nemb- lich die jenigengroß vnd klain Aehenden/wel- chevo^denr Landtag deß 25. Jarš/ chrewlrch pnd wie es dem alten rcchtmessigem herko,n- men nach / sich mit einer oder andern Frucht vnnd Zehendbaren Sache / gebürt / geraiche worden/ noch weiter also threwlich vnd recht- messig geraiche werden sollen. Dannenbero/ so an einem L>rth/von vrlen Jahren hero/ der Aehend immerdar mik vortharl/ vnnd hindere gang/vnd nit/wie es sich vermög der Hechten gebürt/geraicht worden / kan solchen betriieg- liehen vnd listigen Jehendleuchen/obangczog- ner rr. Artickel/im wenigisten kam behelff okk fürschub geben/sondern dergleichen vorthailige vnd argennutzige Personen/seynd verpfiichtek oen Zehend ohne Berrug/vnnd gefärlichkcit/ vnnd nach gewonheit der anderen gethrcwcn Zehendlemh ju lifern/Gokt geb wie lang dar- worden ^*"6 angestanden / vnnd geübt ' Dieweil Sr IchendRechk/ Dr'eweik die Sündvnnd Lasier/vmöfouÄ Krosser sein / vinb sornl lenzer amer darmik be¬ lasst ist / wie der Bapst Gregorms der l X„ dH Namens meidet / m cup. ttn. exe. 6e conttict. inguicns, guoci peccatL tsnto ttnt K-raniora, guanco äiucius mfeliccm LnirnL chctincnc alliMkam. ieleogne ttiutt, c^uott racione cArct.extirpari necettc» rette ?on- näce vamaiö inc. (Norcpiscopi, ttittinL <68. ielem traäimr in contra morcg. <. ma!Lconsuemäo c.kruKra eMinü. 8. Drittens. Möchte etwan von Fernande gefragt werden/ ob vernrüg Geistlicher Recheen/man den kiaincn Zchcnd/von noch andern Früchten vnd Sacheir/die anuor in specie vnd mit namen Mk angezaigt worden / zu geben schuldig? Ierauffvolge zu Antwort / weil matt vermög Geistlicher Rechten/von allett Früchten den Jehend zu geben schuld big / daß man derowegen von allen andern Früchten/die hierum mn specie ntt benennt svorden sein / den klamm Zchend zu S^en schuld»- Das ander Buech/i.Capltk. Ichllldig seye. c. ex muitiplici. c. cum in tua. ^Xt.cie ciecim. karinac.p.a-tomo l. ctcciil 474. num. r.LtcpN. kagunäer 8oc.!c5u, äc 'Olrrifl. o6rc. praecepto j.Nb. i. cap.H.. n. j. Darauß volgt / daß man den Geistlichen Rechten nach auch vomStro/den Jehend ge¬ ben soll/ well Vas Gtro auch vnder die Frücht gezöhlet wird. 'i/elic 8pecularorc tic. cte 6e- oim. kaZunäer ä.cap.4.n.2. inczuien^uoc!. palca, üt acceflorium principalis, öeprop¬ rer lloc inrer kruAus numcrccur. Ferrer/ so ist auch der Jehend zu geben von der Waid/die man pflege als ein Graß «und Benutzung abzumähen / oder mit der Sicht abzuschneiven. I'excminc. comnlum.exe. äe eieciin. kaZunä. ä.c.4. n. 5. Item von den Benutzungen der Milen vü Bischereyen, tex. in c. pcrucuir ext. cie cleci. Item von den Bstanvzinsen von den Häu- L.P.iflorali8. baAUnäc^ii.I<).n.F. ^eschleusse es also mit dem / daß nemblich Geistlichen Rechten/man von allen Fruchten der Erden den Jehend raichcn toll, t^riu. z ^omo 1. ciccill'474- nuni. r.kaAunäc^ 6. cap. 4. uumcr. 1. Es wäre dann §4 AhendRechk/ dannSach/daß es an einem oder andern ott/ m thailsGachenein sonderbaren Brauch hetz¬ te /so miteßke gleichwol der alten allgemainen Gewonheik nachgelehk werden. k3rin.cl.I0. clecif 448. N.Z. Loarcrä.ccp. 54. num. wie hieuon im z . Buech/ S>. Capittl / mehrere Meldung zubeftnden. Daß man aber alle Früchk der Erden vnd dergleichen/verzehenden nmeß / erfolgt es da¬ her / well Gott ein Erschaffer ist aller Früchk vnd Gewächs der Eröen/vnd man also zu er- kanntnus dessen/ den Dienern Gottes/daß ist den Seeksorgern/von allen Früchten vnd Ge-- wächs derErden/ja billich denAehend zugeb?. 6. io.c.4.n.p iuc^uies > cum Dem iir autllor omnium fruÄuurn, c^uvcl ratio DsturLlis cliÄct, illum elle recoZnolcenelü ZUckok^m iilorum, per oblztionem cieci-' rubrum äc omnibus fructibus cerrL äcc. Hiehero reim^sich wol die vierdre Wann Bas ander Buech/ r. Cap. SL Dann Zcmandt ein Getraidt / oder wandere Zehendbare Furcht (dauon der Ze- bmd noch Nit bejahlk) sclbs verderbt/oder da sonst«» re durch Vngch^ndhenn/den Schaden abtragen/ im faaß er Zehendmann mit außsteckung deß Aehends/ vder m ander weeg verzttgig gewest Vnd em Kehcndmann wird für verzügig vnd saumbse- 66 AehendRechk/ lig gehalten/wann er den Jehend zu mW zeit nit volgen lasstt.ttoKieNs cle äecim.q. l Im faal aber ein Jehendmann/den Aehend ZU rechter zeit vnd weil dargeben / vnnd aber der Aehendherr den Aehend nit annemmen / vnnd also der Aehendmann seiner seyts alles thuet/ was er wegen guermachung deß Aehends/ ZU rhuen schuldig. In disem faal / he«e der Ae-- hendmann nichts zu entgelten / ob schon ber-^ nach die Aehcndbare Frucht zu gründ gangen- kaZunäex ä. lo.cap. 6 n. 9. vbi jnquir,6 cle- cünX mora ruüici percunr, yuoä Noc in caiu, ciecimEruKico pereant, cum per jllü Keterit, ör ille in mora uon ioluencti,fucrlt> ac proinäeaäreKitutjonem illarü rencs' Nir. 8i vero per illum ruKicunr non Ketir, <^012 vcl acinionuit illos, acl ^uos lpe^abgt lmiülmocli ciecimas coHiZere, vr ess aue- iierem, vcl posuir äjjiAenciam in jjz con- , jeruanäis ac ruenäis, ^uam äUiZem ri^muspareriimnljaz, tuncpereuntLcclL- j)L,ZcL§ricojanün rcnerur.8v!ueÜer verb. cleci'mA. n. i Z. quintum. ^Hbnermajsen sepnd schuldig den Aehend zu Scbmjene Personen / welche am Zehendbare Aas ander Buech/i.CaM s? Attlchk enrfrembden / auch die jenigen/welche 'n gar grosser anzal/auffden Ackern ore Korn Her hinweg tragen, kagunäer ä. Io. cap. 6. n. 6. L^Iuetter verb. ctecinise n. 2. arg. c. pEorsjjz exc. äe äcoim. vers. dMcunz ^Nere, Scc. Von dem Vichzrhend / vnd rv-s demeanhengig. Ieweil inn disem Capitkel gehandlek wirdt/von was für Sachen man den Jehettd zu geben schuldig / also null eS sich allda geztmmen/ auchaußstchmng zuchun von dcmVichzehend. Souil nun den Vichzchend anbetrifft / pflegen die Gelehrten den Vichzehend abzu- thailen in drey Vnderschid. Vnd zwar erst-- iich zu setzen den Zehend von der Iugenk / als von Kälbern / Kitzen / Lamblen / Hünlen/ vnd dergleichen. Zum andern von der Milch vnnd Kaß. Dann drittens / von der Woll. kaZunäer ä.Ub. cap. z.num.,»r.Z. F L Jedoch es AHmdRechr/ Jedoch sagen sie / daß der Vichzchend vB der Iuget/nü geschwind z» geben/ sonder daß man milesse anuor die jungen Kälber / Kitz/ Lämblen/vnd dergleichen/so lang zu Hauß be- halken/biß sie könden der Muetter Milch ml- fachen / vnnd also ohne derselben/anderwerts ausserzogen werden. kaZunäe? ä. I«. cap. 5- 0.14.8ylu. verb. äccilna. n. 14. LeMus ro- wo i Ub. 2 . in Ooacorä. in LuanZel^. cap. 84. V eri*. Li^cL vero. Werou. cl'e Leua!!o8 cl. io. n, 18. Es ist gleichwol er O. I lromas vird etliche andere Lehrer der mainung / daß auch dem nrgen Seelsorger / in dessen Pfarr das VrtH vber Nacht ligen thuet / etwas vom Vichze- hend erfolgen soll / glerchwol daß dem jemgen Pfarrer vnnd Curako / in dessen PfarrMe Waldungen/Almen/ oder Bergwisen sein/ der grösser vnd mehrer thail deßBichzeherids zustehn soll. Da aber dißfals an ainem ort/ wegen deß Vichzehends / ain sonderbarer Brauch wäre/Heere es bey der alten amhelli^ gen Gewonheir zuuerblerben. ^r§um.c.ia sjjguibus §. vlt. y»commillum c. äileQi exl- 3rex d. to. kaAunder ct. Icr. n. 6. ke- duKus de decirn. H. K. n. r 1. ^NAelns verb. decima. i>. 4. z. Es wäre dann da- selbs ein sonderbarer allgenramer Brauch / so müßte demselben nachgclebk werden, kdimci- p. r. 27. cap. 9- n. 18 8.kAZunäe2 ä.lo. csn. 5. n. 6. ^NAeiu8 veri), ciecima. n. 4. Vndim falt/wegen aines Kmgs/odcrai- ner Sucht vnd Kranckhert halber / ein Vich auß amer Pfarr: in ein andere Pfarrgekriben vnd d^t eingeftelk wurde / so bette der Jebend von der Iugrnk/ dem Pfamr daselbö Mer-, vlclben. 1 ttolokinu8 in8^nc. lib. 2. capr 2 5. rn ttnc. Also ist der Jebend von den Kaftn/zu geben dein-Pfaprer / in dessen Pfarr die Käß gemacht werden. LebuE ek äeci. 6. n. 2 7. e^.k. u. /r AehmdRechr/ e^?vr n. Von etlichen sonderbaren Be¬ trug / vnd Atgmnatzlichkeitcn etlicher ZehendLeuch. Dm'l die Betrug/List/vnd Aigennuy- lichkeitm ( die von etlichen Zehend- lemhen wider Gott / vnd alle Billich- kett verübtwerden) anbetrifft / were zwar hie¬ von der lenge nach zu reden/diewerl aber mein Vorhaben nitist/grosse vn lange außführung hierinn zu thuen / so will ich derowegen allda/ vllain etliche böse Zehends Betmg vnd Vor-- rhail/anzaigen. Erster Betrug erscheine -ey den jenigen Aehenöleuthen/welche / so sie allain am Stuck nnd ärgestherauß mmnre / vnnd darnnt deß Tejke- IchendRechk/ Tcstiereks teksten Willen/also volhiehe/sondek er mueß dieMlttelmassigkeit darrnn brauchen» texrusm l.leZato Zeueraliker. vclOä.tz.cic: IcZac, l. So dann nun solche Testaments leZLts M dem bösestem / nicht bezalt werden mögen/vnrb wieml mehr solle diß m bezahlung deß Jehends ( welchen wir als ein Schuld ge-- gen den Dienern Gottes abrichten ) rm statt noch platz haben ? Dann es warlich ein grosse Vnwürdigkeit dem allerhöchsten GDtt/oder feinen Dienern (das ist den Priestern) das je- mgraichen/ welches jemand anderer/wann mans jhme schuldig ware/nik annemen chatt» c ün. cliKinÄ. chy.urüue. vbi ciicitur;<^uocl incliZnum lit, icl äareOeo, c^uocl clectiZna^ tur üomo. Fürs ander/ist bey raichung deß Vichze-- hends zumercken/ daß der Aehendmann/nik alßbald mit einem jungen Lamb / Kitz / Kalb/ re. so kümmerlich dreymal vmb sein Muetter geblert/ zu seinem Zehendherrn lauffen/vnnd darmit den Ichend abzahlen/sonder anuor sol¬ ches junges Vlch/ein zeitlang dahaim bep der Muettermilch behalten/ vnd dann erst es dem Zehendherrn liftrcn solle, Sieweil dergleichen junges Sas ander Buech/ z .Capük. 7- ümges Vich/da es so frühe von der Muetker- Wich genommen vnd enkwchnk wird/gemain- klichpflegt abzunemmen / vnd zuzeiten gar zu laid zu gehn. Derowegen sollen die Aehend-- leuch/derglerchen junges Vich/solang -ey sich behalten/ biß es zünblicher massen erstarckt/ vnnd zu messen iss ^lAUmcnc. l.. seruu^ 6 8.illl8 verbis: ^äätioex illorum imbc- ciUltsee pt;rc3t. E . csp. 4. n. 7. Vbi inc^uir, ücuti in äecimi8» a- Ij^ui8 non tcnctur lolucre meliors,it2 ne<^; 6ererior3 äcbcat, ieci boN2 üäe 3gere prour rc8 5eke oKerunc. 8^Iu. verb. clecima. n.i/.§. z.I^eEu8 cl.Io.csp. ZA.club».;.n.^6. iv. Wie/vnd wan man die Frücht Ichmd geben soll. Änn yian dise Frag nimm geißigen vnd aigennunigen Ichendmann füv o haltet/vnd fragt/w»e vnd zu welcher Sslk man die Aüchtzchend lifern soll / wird er ohne langem bedacht svrechen/niemalen: So man aber die Gesay geistlicher Rechten / hier¬ über anfragen thuex / werden sie ihren gründ- G tichen 8r AehendRechk/ lichen vnnd vrmerruchken Imihak anzaigen/ «no sprechen/daß man/alßbalo die Frücht ge- > jfamblet/ den Jehend dauon geben solle, per Texrü in cap.cum llommes, exc. clc äecim. Vbi?ontifex^.jex2Ncler I I I. Karuit, c^uoä ^eciML Katim fruQlbus colleAjz perl'ol- rlenciallt. ^bbasincap peruemc cxr.eoci. Dannenhero so volgk hierauß / daß der Ae-- hmd von dem Gekraidt alßbalo / vnnd ehe es abgmoschen/nmeßgerarchc werden, ita^b- ba8inä. cap.peruenit, ciicem; c^u66üec^ ML fl'umeMi solucnÜL 6m, ameguäbru- wcnrum sepgrekurapAje^: 8j<^uiciempa- lea in fruÄu ctiam 6t,per6.2äco E üe ac- e^uir. rerum äominio sec^p. mulli, 2 c^u. Lumma^nZel. verl). eieciin. n. 4. Vnnd der / welcher den Aehend nicht alß- hald entrichtet/thuet -ich deß vnbillichen Aufs-' Zugs halber versandten / allorewerl der-enig/ welcher ftm Schnlo langsarner / als sich gc^ dürr/abstattek / oiß fernes vbenden Verzugs halber / glerchsanrb weniger bezahlen Huer. H.c'buEi8. ex.partc. U.ckukH g loc. guTllionc z. num. 2 z. 60» uarruu. rl. 03^. nnm. 8. vcrlic. oi)3U0 ^x tn8. ^2^. de rctr^.Iib. k. §- §!ol^ ° nulncco z^. Ocncealc liclnielcni clb, is, cuius inccrclb, poNit pro luo intcr- Gr eüc 8^ JehentRecht/ eüe MKere2Qui,qui Zeritur. 6utierer ä- loc. n. 49. ^lovllus 8icciu8 coIIeA. n z 6. ?äpponlu8 üecill lib. j- timi. 12. aüertoö. Es wäre dann fach / daß an amem Drth/ver- nwg eines daselbs wol hergebrachten brauchs/ man die Frücht emfexen möge / obwolen dek Sehend noch nicht, dauonabgerichr worden/ wann man nur den Sehend der gebär nach auf dem Feld dauon stehn last. dmierer ä. loc. num. 50. 1u5cu8 tomo 2. conclust 74. n. z. Jedoch wann eines solchen Brauchs halber/ etwann Betrug/Vorthl/vnd Aigennutzigkei- ten geübt wurden/hette ein solcher vnuernünf- tiger Brauch mt bestandt noch krafft. e^rä. 1 u5cu8 ä. Io. n. z. vers. l^cKrinAc. Item/da schon an amem L)rk/kam derglei- chen Brauch verhanden wäre / vnnd aber dek Sehenvmann oenSehendherrn zu besichtigung vnnd auffhebung seines Sehends / anmahneu liesse / vnd er Sehendherr es dannoch verschie¬ ben thätte/wäre alßdann er Sehendmann/wei- ter mcht schuldig / seine Frücht ferrer aufs deut freyen Felo zu lassen/ sonder er möchte das sei- nig ernführen/vnd den Sehend glerchwol stehn lassen. 1. 19.1'esü. z.ci.F» n- 00. Kann Das ander Buech/ 4. Cap. 8 5 Dann obwolen ein Zehendherr wegen deß ze- hends/einen Milben den Früchten hak / vnnd also Kinder ruggs seiner / die Frücht mt wegk ZU führen / so hat doch diß nicht statt/wann eö jme Jehendhermware zu wissen gemacht wor¬ den / vnd doch derselb/seinen Zehend nit erhe¬ ben lassen wolte / dann auffdrsem fall/der Ze- hendman dz seinig wegk führen lassen möchte. kü11uciu8 tonro 2. trsÄ. 2 7.P. 2 .c. l rn. 2^7^. Allda möcht jemandk fragen r Ob derIchmd müsse begcrt werden. Dml dise Frag antüffk/ findet man m den allgemainen Geistlichen Rechten/ weil ein Zehendmann alßbald den x e- hend zugeben schuldig/ wieobstehet/daß er Ze- Hendmann nit erst warten soll/biß der Zehend- ^herr/den Zehend von jhme ab- vnd einfordert/ sonder er Zehendman ist verbunden/den schut- olgen gehend alßbald von sich zugeben/so bald » er seme Frücht gesambket. I^ebuüu^ 6. c^uLtk. 2. art. 7.8.9. huare^tomo 1. lü'. i. 7° num.2. Lt liPLopimocKcomräLLläum 5oUc> F6 AehendRechr/ kolio; 70. Esware dann an ainem Drk ein Gebrauch/krafft dessen kamer schuldrg denZe- hend zugeben/ biß so krng der Jehendherr der:-- selben anuor begehrt vrrnd fordert / so hette es auch darbcy zubewenden. c.g?. 6. z..numcxs2.Z.in6ll. vers. Vcrlet kemLoysueruclo, vt ciccimce non soluam rur, amcguanv perEur : ex 1). t liorrra, ^Mvn. 8/Iu.öc 2li)8.6ntiere2 6.inon. jib,2.c^p.2 l.n.45. Imfallaberdrßfalsan ainem Dcth kam allgemainer Brauch ver- Händen were/so müßte ein Aehendalßhsldge-- raichk werden / ob er schon mt gefordert wor- r den. Drewer! rar Gwrssen ainer schuldig rsi/ das jenige vonsichzugebcn/was jhme mezue-- skendrz iss. 8o^erc.ij>. z 7 immer-. I. kiüiu" ciusromo r. rr^6k. 27. p. 2.c7p. V2. riu. 2 50. vnd vit Dheologr der Mainrmg / daß jemand^ sein Schuid bezahlen soll/ so bald sie verfallen/ vnangeschen es nie begert wordm. I>. I IN38 gusess. 87. 'rr. z. aci 2. Derowegen ist der Zehend zn liferen/ sobald^gelegenlrch seinkan.6Ioss-l m ä. c. cum üomines. Vnv' der jenige Aehendmann/ so durch seinen z»g/ oem Zjcheildherm am Schaden vsE- DaS traidt mir Gewalt hinwegk kommen wurde/ ehe er den Aehcnd dauon raichen möchte / so bette in disein fal/er Jehcndman es mk zu enks gelten/ cum non lueric in mora soluLnci». Ars. Q arZcntum L. locaü. Weiter möche man allda fragens Wer die Achcnd abholen soll. den gar alten Geistlichen Rechten/ m OccrenriOrarjani, bcssnden sich etliche Rechtsftöllen vnd Text/lauc ».deren dre Zehendteu'h auff ihrem Vncosten/ .die Zehend der .Preh-n für die Thür füh-» lkM sollen/itL itäbccur nr eax- Hueki sunt» 88 AekendRechk/ Lmcap.reucitimini. vbi 6!ossa iS.quceü. r. in cap. ex parre. 2. ext. css 6ecim. ^L^manlib.^rraQ. 6.c. 5- Dargegenist aber zuwissen / daß mandiß faals eines jeden Drts gebrauch vndgewon- heu/ansehen soll/ vnnd wie es in ainer vnd an¬ dern Pfarr / in dergleichen Fahlen/von alters gebräuchig gewest vnd obseruierk worden/slch volgenks ein jeder Gehend mann darnach zu¬ richten/da anderst selbige Gebrauch vnd Ge- wonhetten/rechtmessig/vnd nit Deckmäntel eines Betrugs sein. Deremhalber/da von alters Hero/an einem Lire der brauch/daß man daselbs die gehend/ aujfdemFelö nit stehn last/sonder dem^ehend Derren/den Aehend in Sacken liferek / seyndk solche Gewonhetten auch kraffn z/ im fahl an¬ derst durch dergleichen Sackzehend nicht Be¬ trug vnd Vorchl mit einlauffen. lca Lrauecr^ vol. 1 conül.r i pertotum. ssiccni8pa§.4 LoHeÄ2N.997. vcrs. »inceK. Li^uiäem in solmione äeeimsrum, passim attenäen- Ü3M esse coniuetuäincm , Canones wo- nesnt,vti patet excap. in ali^uibus, § cav. äüe^r, ca. aä ftolicss Das ander Buech/4» Capnk. 89 ext. c!e clecim. cloäe, vt omniä, ^ouarruniasincliÄoLap. i/n. n. 8 da;in cap. perueni t, cxera öe elcciinis. Item/da an ainemDrt der Brauch / daß die Jehendlierren / durch ihre bestelle -leuch die Zehend abholen lassen / ist ein solcher Brauch auchkrässng. I^eAinaläusp.r lecl. zub. 19 c) 5 n. 99 in 6n. Outiere/ 6. ceip. 21 N.4Z 'vers. 8ecuu66. Gleicherweiß / da an ainem ^hrk/ein gewi- fer Brauch/zuwaö zeit man die gehend lifcm solte/wie vbstehet / bette es auch darbep zube- MNden.^onetL c.6 4.; n.^. Allda entspringt abermalen ein andere Frag; Ob der bebend vor anderen blttsm , vnd Ablagen abzurichl en. Ierzue saaendie aeistlicben Recht/daß man die Traivk- Wein- vnnd andere « " gehenden raichen solle/ ehe vnnd amwr ' die?inß/Stewren/Vngelt/Vnkosien/Lohn/ vnd dergleichen/oauonabgericht vnnd bezahlt werdett/ AS AchendOeechk/ tverden/pcr textum in c. cum non lit in ho- mine, c. csim non eK in xotesiatc, c^x.cüm jrcnnine8, c. j^Üonüis, vbi extr3 ct^ 6ecimis. Bessins ci- rr.iÄat. ciub. z. nunr.rö vcrlrc. 8ecnn6o cicbent. I^icciux p. 6.Lol- 1er ;8. num.2.verüc.8ccuncks. ^loiretL 6. c^. z. n. 2 5. I^okiussus<4 y. N.2O. » Wann aber die freundtlrche Erinnerung/ «Uch nicht beissen wrll/kan man chne Ichend- Manndarzüeanhaiten / mit Verrohung dch geistlichen Banns r vnnd mt allain den ver^ sallnen / sonder auch den - ms kunsstig verfal¬ lenden gehend zuzebem cap. peruemr exr.äe ciecim. ^)nd wanndas auiHnit verfäncklich sein will /kan auch die weltliche V>brigkcit/vrnb die Genchüche Handbretung angeruefftwer^ den. N.coulkus ci. Io. c^usclk. i numero k 8. ^a/wann vncracht der beschehnen dreymaki- gen Ermahnung deß Geistlichen Banns / durch jhm Jehendmann/ der Aehend deinnsch nit will geraichr werden/ Go kan hernach dis geistliche Dbrigkeit jhne Zehendmann in den geistlichen Bann ihnen. <.!. c. ^crucmt. No- z.c^ULlk. 5.NNM..69. Da-- ^üon hernach am i.Capitel/ leisten Buechs/ ailji dein H. Eoncrlw zu T'riendt/ein ruehrerS ^UUernemmen. LuareT cav. 48. i com, r j NUM. z. . Es kan auch ein Weltliche Dbngkeit M sich selbs/vnnd von Arubts wegen/wioerder> gleichm 92 JehendRecht/ gleichen JehendsAuffhalter / gerichtlich ver^ fahren/ feytemalcn solche Jehendleuth offene liehe äelingueukcn vnnd Mißhandle? sein- ^Loneta c3p.8 g. 6N.76. Gleicher gestalt/ wann die hohe geistliche Dbrigkeit/Visitato/ res tm Blstthllmb außschickt / vnd sie Visite toresin wehrender Verrichtung jhrer Visite tion vernemmen/daß man an etlichen Drhteti deß BrstchunM / den Pfarrherren /Seelsor/ geren/vnnd zuegethanen/ den gebürlichen Je/ hend nit raichet/können alßdann die Visüato/ res/die Jehendleukh auch zur gebür vnd schuld digkeit anhalten/ vnd un fahl an ainem Drhk/ ein Jehend strittig wäre/sie zu dessen Außtrag für das hohe Geistliche Gericht beschaiden- doneča ä. cap. g. 6. n. 77.79. e^?vr v. Welchen Getstltchm man lnw krafft dcr Rcchem / den Ahcnv geben joll. Enrnach der gehend aigentlicb vnnd reZulärner den jemgen Geistliche" / " ivelche Das ander Buech 5» Capük. 9; welche den Layen/die Sacrament mitthai- ten/ Item für die Layen bitten/ singen/fasten/ wachen / vnnd dergleichen Gottselige Merck wehr vollbringen / verordnet vnd zuegeaignee worden/Also da ein Lay sich eines solchen Ze- hends/ohnefueg anmasset/er ein geistlichen Diebstal vnd Gotksraub begehet / vnd sich in die Gefahr der ewigen Verdambnus begibt, texrus in cap. decimÄS, 6. c^uElliono /. Dannenhero/ ist inn den Gesäßen geistlicher Rechten / bey Straff deß geistlichen Banns/ den Weltlichen ( daß sie sich deß vnbefuegten Zehents enthalten/ vnnd nit anmassen sollen) gebotten worden, textus incap. Lctllrec. ca- pitulv prvliibemus, cap. c^ULMuis, c. kn. cxträ 6e äccimi8, capitulo causam, vdiOoAoreg, cxtxa clc prsescript. Dieweil aber in allen Bisthumben/jederzeik MPfarrer/Seelsorger/vnd andere Geistliche (wohnm/welche dergleichen Dienst vnd werck/ zu der Layen Seelen Nutz vnd Hayl vollbring ' 8^/vnnd also gezweifelt vnnd gestritten hetke » mögen werden/ wem/vnd welchem Geistliche/ . an ainem- vnd andermDrt / der Sehend zue- stendig seye/ deremhalber zuvorkommung deß Zancks/ 94 AchendRechk/ Aancks/vnnd Verhütung allerhand Strlktlg- kenen/tst durch die gerstüehen Constnutiones/ Gesatz/vnnd allgemarne geisittche Recht/er¬ klärt vnd außgeführt worden/ daß alle Jehen- den/m amer Pfarr erfolgen sollen/jemgenr Pfarrherrn vnnd Seelsorger/m dessen Pfarr dre zehendbaren Güter lrgen / oder hernach entstehn. LLp.conmriMm^opir.^uomanr cum contrnZ3t> extra cie ciccnn: czp: Kn: ext: cie karvcü: ät karockirm: cap: aä eiecmr38,ciercKit. lpoiiat> in6. Vtiikabc^ rur, c^uoci perceptio ciecimarum acj ?zro- rNiales LceteiiaspercineLt. 8u3kc2 tomo l ltd. i. c. 2! n. 4. karinac: p. 1 .tomo i. cicciü A7l u:4 vbi Ait,c;u6ääccimLäes>c3Ntur LcclcÜE karoclurüi mtra cuius knes colU- §unmr. Es seye dann dr'ßfals/in aineroderandem Pfarr was anders aussgebracht worden/amt- weder durch em rechtmcsslge prEscription» ! (laut dero em Seelsorger mn ames anderen Pfarcherrns Pfarr / Jehend auffheben kan ) oder durch em Gewonhert vnd alt Hergebrach- eenBrauch. iuxtÄ c.cum üntliommcs-ca^: Ää^poüoiic«, ext: äe äccim:Louar:ä-c. Das ander Buech/4.CaM. 95 "NO öeäueitur. Oder durch o'rephetts Brieff von der BäpMchen ^^lkgkeit. lu^eea c.nupcr, cxtiacic äecim: c. li ma8. Oder durch ordenlicher massen auff- A^rrchte Vertrag vnd Vergleichungen, iuxcz ^p:ex multjjrlici, vbl LanoniKa:, extra äc v^eim. Derowegen/wann ein Seelsorger von dei¬ nen - mn seiner Pfarr ligenden Aehendbaren Bätern/den Jehend fordert / hat er hieran ein -Mches begern/vnnd ist solche sein Ansprach/ weiter zu ermessen nie schuldig / in bedenckung diß sein Begern in den allgcnrainen geistlichen Rechten begriffen / fundiert vnnd gegründet/ daß nemblich einem jeden Seelsorger in seiner Pfarr / die Aehend gebären vnnd zuegchören. l^ccius p. cvUc^än. 11 z 6. 6. collee^. 2468. Igieron. 6e Oeeuallo; in rra<2. äc co- quTÜ. 55. »um. 22. ? ^^nu8 6ratianu8 Das ander Buech/ 5. CaM. »van also aigentlich nicht wissen kan/ ob sie in« nerhalb diser oder /euer Pfarrligen/auffdisem fahl kan der gehend zwischen selbigen Pfar¬ rern gekhailt werden. donela ä. q. 2. n. I l. Drittens / wann in ainem Bisthumb die Pfarren nit vnderschaidt/vnd nicht abgethailk ftm/vnd also ein gantzes Bisthumb/gleichsam ain Pfarr ist / bey so beschaffenheik der fachen/ gehört der Zehend darinn/allain dem Bischof alloorkzue/vnd sonsten Regulariter niemande anderm. textusinc. ornncs 2 6. 7. ci- 7. n. 9. Sonera 6. lo.n. io. Viertenö/wann in ainer Pfarr/ainem Bi- schofder gehend von alters hero/sonderbarzu gehörete/möchte der Pfarrer daselbs/alßdann den Vorzug auch nit haben, kebullub ä.y.? n. i o. Ololla in c. cluäum. Fünfftens / so hat am jeder Bischof auch den Vorzug/ in Ina Lanonica Portion^. ä. Io. n. ii. Es ist aber inn wenig lsthumben im T'cutschlandt mehr gebräu- cmg/daß die Bischöffdergleichen LanonicL pornonenx empfahen. t^echstens/wann in einer Pfarr kam Seel- jorgep mehr verbanden / der sich deß Aehends H alldork x>8 AchendRecht/ alldokt vnderfangen möchte, soneta iam 6. cl.lo.n. iö.I!,j der Entwehrung / wie obstehet/beklagen/ cum?arocku8 m sna pa- rockia c^no üecim-,8 öc aks iura?aro- ckialiL, jmentivnein funäatgm kakcar^- OloM in c. acl ciecim28 Ke rcKrk. lpol. in 6. Beschließlrch/vnd obwolen anuor angc- zaigk worden / daß regulanter die Aeh^^ Das ander Buech/5. Capitk. rvr mner erfolgen sollen dem ordinari Seelsorger daselbö. So ist aber hrebey zuwissen/nn fahl em ThumbLapttl/ an emem Der/ein Pfarr vnnd Seeisorg kette / so milchte alßdann der Zehend in derselben Pfarr/ebnermassen dem ThumbLapitl daselbö eruolgen. karinac. m 6ecis: poükum: p. i. clccis: 652. m gleiche maimmg hette es/da ein.Teuk-- scheö Hauß oder Commenthur (oder jemande ander) ein Pfarr hette / dann der Pfarrliche Aehend darinn / müßte derCommenthur oder einen; jeden/ so die Seelsorg vnd die pfarrliche Dblagen daselbs verrichtet eruolgen. c. cum contiuALnr, cxt. äe ciecim. ksrin^c. p. 1. clecjs. 677. n. 2. Dieweü den geistlichen Rechten nach/den Pfarrlichen Verrichmn- gen/der Pfarrliche Jehend anhengig. ä.c. cü- Millum. crip.iguouium, extra äe äecim. c. cxr. de ^äroclr.Lkäroclrian. ci^?v"r vi. Auß was Vrsach / man dm Pfarrern vnd Seelsorgern / den gehend geben solle. Sinke- ror AchendRechk/ L Intemalenimnechstanuorstchmdem Capitel erklärt worden/daßaigsntkich vnnd regulartter in kraffr GcPlichek' Rechten/die Ichend ainem jeden Pfarrer mN feiner Pfarr zugchören / als Willes sich gebä¬ ren /in difem darauff volgendem Capüel an- Arrzaigen/auß was Vrfach eben dm Pfarrern »nd Seelsorgern der Zchend zuegeaigner vnd Verordnet worden. Autwort. Vmö welcher Vrsachen halber GDtt der DERR im alten Testa»nent/dcm Geschlecht Leui/das ist / den Prrestern/dm Zchend zu ge¬ hen anbefolhen/Deremhalberrst ebnermassen im newen Testament / durch die Geistlichen Recht der Zchend eingesetzt / vnnd solcher den Pfarrern vnd Seelsorgern deputiert vnd ver¬ ordnet worden. Dieweil aber zwischen den Priestern deß Alten - vnnd den Priestern detz NewenTestaments/ein so grosser Vnderschrd ist/als grosser Vnderschid rst zwischen eurem gemalten/vnd einem rechten lebendrgen Men¬ schen/ deßwegen soll alles / so in disem Capriel Hernach votzender massen angedmltt- Das ander Buech/ 6. Capitk. ivz dakdurchdargetbanwndet / wie billich vnnd kecht es auffgesetzk vnnd gebotten worden/den Priestern den Aehend zu geben/aigentlichauff Vie Priester deß newen Testamcnts/verstan- den werden. Dann wert das Prirsterthumb deß alten Testaments /durch das ^ccräonü vnnd Prresterthunlb deß newen Testaments/ gäntzlich auffgehebt vnd wegk genomen wor- den/derentwegen es sich nit mehr gezimbt/all- davonden Priestern vnd ihrem Ambk deß al¬ ten Testaments (welche Gott den Allmächti- Aen mu blnetigem Schlacht Dpffer verebrk haben) zu handle» / oder dcremhalber Ab¬ führung zu thtm/ sond vrl mehr von den Prie¬ stern deß newen Testaments (inn welchem/ durch sie Dienet Gottes / daß allerköstlichtste vnd höchste Dpifer vollbracht- das ist / vnsers HErrn Issu Chnsti wahrer Leib vnd Bluet/ ^uffgeopffert wrrdet) was kürzlich allda zu Mhlen. Deßhalber darm der GottseUg vnd geistreiche Lehrer Tbonias de Kemprs / mn k^em güldenen Büchlvott der Nachfolgunz ^HNsti übro 4. czpit. i i. gantz recht als» fxychkr r o rc>4 JehendRecht/ " O c^uam Mazurn, Sc Ironorab>ile " elb oEcium 8acerdotum , c^uib)us " darum eü , Dominum ^laieKaris " Verdis lacris con5ecrare, ke- " nedicere,mani^us tenere, orej)ro- ^rio lumerc, Le cXteri8 minUrare. Auff Teutsch also lautend: O wie gross vnnd würdig / rsi das Ambt der Prwft. r / welchen vcrlchen ist/daß sie den YErrcn der Maycstat/ mit den Y. Worten in das hochwür¬ dig Stramme bringen / mit ihren Lefftzen segnen / nne ihren Händctt handlen/mlt ihrem Mund gcnlcffcn/ vnd andern mttthaücn mögen. Soml NM die Vrsachen / demichasber durch die Gesatz geMcher Rechten / der Ae^ hend gebotten/vn solchen den Pfarrem/Seel^ sor.tern/vnd ihren Mit genossen Märchen be- folhen woroen/ankrrfft/ sich himnn sonded^ zivaA fachen besinden. Das ander Buech 6. Capitl. 105 Die erste Vrsach ist dieErkanntituS/der Erhychsten Herrlichkeit G-rdTteS dcß All- mächtigen. DieanderVrsnchist die Vnderhalt-vnd Belohnung der Pfarrer/Seelsorger / vrrdjh- kerMitgenossen. TvnsdieersteVrsach anttifft/newbüch die ErkanntnuS der allerhöchsten Herrlichkeit Gottes deßAllmachtigen/ist jedem Menschen bewußt / daß Gott der Allmächtig durch Er¬ schaffung aller Geschöpfs/ vmrd wesentlicher Dingen/die Herrlichkeit vbcrallc Gcschöpff »berkommet / also/daß ob zwar Gott der All- mächtig/den Menschen vber etliche Gcschopff zu einem Herrn verordnet vnnd geseyt / so ist doch nichts destowemger/bey Gott dem Her¬ ren die Herrlichkeit/in einer vil vollmächtigem vnnd vollkonmern Gestalt/Form/vrrd Maß/ dann bey den Menschen verbllben/auchin alle Ewigkeit verbleiben wirdt. Vrsach/wcrl jenes o'uuuum vnd jene Herrlichkett/so dicÄien- ,chen vber etliche Geschöpffcmpfangenhabc/ allarn m erlichen sonderbaren Sachen vnd ge- wrsen Hingen/zu Nm vnnd Gebrauch der Menschen dienet z die Herrlichkeit aber/vnnd daS Iv6 AehendAecht/ das öominium so Gstkals em Schöpsiei vber alle Geschöpfs hak/sich nit gleich zu Ge- brauch etlicher-wenig Sachen / sonder allek vnnd jeder Dmg/die >nan erdcncken oder er¬ sinnen möchte / erstreckt, kulcbre Imäow violina äc luKwia L iur. Iib. p clilputAtio^ ne i 8. Dannenhero / weil Gott der Allmächtig wie vermeld/ ein vollmächngister / vollkomni- frer vndoberister HErr ist allerGeschöpff vnd wesentlicher Gachen/vnd cmThail derselbe denr Menschen auß gnediger Güte vnd mild- reicher Gnad geschenckk vnd rnitgethailt/alß> sott brlllcher masten allen Menschen jhr Herl? anffgehn / sich solcher grossen Gnaden vnnd Guetthaten ennneren/vmrd sich derenthalbck gegen GDTT / möglichrster Danckbarkeit nach emstctten / darnnt zu bezeugen / vnB an zuzaigen / daß sie alles vnnd jedes ( so sü mn haben / poMckieren/vnnd geniesim ) vB dem Allmächtigen GDTT/als dein Schöpf fer vnnd obrrstem HERREN/ vberkomrireN vnd erlangt haben. Dieweil aber solche Er- kanntnus gegen GD>TT/zmn aller außtr--"-- lichtsten besthrhek/ wann der Mnsch ein rh^ Das ander Buech/6.CapÜk. r o? seiner - von Gott dem HErm empfangner Güter/GOTT dem HERREN wioerumb gibt vnnd auffopffert. Hierauff haben die Geistlichen Recht/nach dem Exempel deßal- ten Testaments (in welchem GOtt der-llt- mächtig/jhme -»einem Aaichen seiner aller¬ höchsten Herrligkeit/wie auch-u Aufsenthal- tung der Priester/ als seiner Diener / den ge¬ hend Vorbehalten ) nicht vnbillich im newen Testament widerumb auffgesetzt / vnnd ge- botten / den Pfarcherrn vnnd Seelsorgern/ jedem in seiner Pfarr / von allen -ehendbaren Sachen/den Zehend -u raichen / vnd darmit/ (daß alles von GOrr dem Allmächtigen herkomme )-u bekennen / darvurch alsdann «in solcher Mensch gegen G OTT / als den Gchöpffer aller Geschöpfs sich mit dem Ze- hend/als einer erkanntlichen Gegenvcrehrmig »nd -u erhalrung der Pnester/was danckbar- uchemstellenchiiet. Icxrus elcZansiuc.rua . no >b. ext.cle clecim.Vhiclicitur^uöelcic- cim^ Qeu8iri5^numvnluci5all8 äomimj -iMl reäcli pr^Zperit, Sc rexrus in c. cum . non 5n in lroinine, cxr. eoci. Vbi Inuoceu- üus III, kontEx mt ; <^uoä in 5iMum vuiucr- 1Q8 AehendRecht/ vniucrkolis äoinuuj, guaü guoäam titula siiecralischi Dominus äccimas reseruaue^ rjt.OorcliuAliskellarminuscl. trLLk.cap.2g» verllc. b-lcgue oblkar. Inguien8,guoä iK' lraec recoAnitio deprolcilio lupremi ciomi" nij siuis mecliatusöe rcmotus lir, propter gucm per mimilros Del, Deo 6ecima lo^ uarur. iäem rra6icI.eÜlU8 ä. craLkar. äub. l- num.vlt. Also sehen wir inn einem gleichen fahl/daß eö nembüchern ebenniassrge beschaff fenheit habe mit den C'rbpawrechten / vnnd Grundgütern seu looms Lmphpteuticis: dann wert der Gmndtherr seinem BawmaN auß gnetem freyen willen ^ains oder mehrG^ ter zu Erbpawrecht hinlajset/vnnd alle NnK vnd Niessnng/öardurch von sich gibt / deßw^ gen nmeß der B rwnransich järlich'niic eincrN Ainß/gegen jhne seinenGrundherrn erzaigen/ vnnd darmit zu erkennen geben / daß er jene^ Gnet (dessen er Bawman in nutz vnd gewöhn ist/vnd wegen dessen er sich mit darraichen deß - jarlichen Zmß ercanntlich einstellet) vonjh^ Grundherrn empfangen habe. l,. 2. vbi Da- D. iur. Lmph/t. c.potu1t,vvi Lanonr^» ' cxc. äc loc. öc conä. Are Das ander Buech/ 6. Cap. ros Dte ander ^Irsach / derentwegen den Pfarrern vnd Seelsorgern/ vnnd ihren Mit- Mossnen / der A hend verordnet / vnd niert worden/ ist / wie anfangs diß Capitcls vermelde worden/die Vnderhalt-vnd Beloh¬ nung der Priester. Wann ein vernünfftigerMcnsch/sein Hertz eröffnen vnd bey sich recht vnd vmbstandlich erwögen will / was der Pfarrer/ Seelsorger/ vnd ihrer zugethanen/Ambt vnd Verrichtung seye/wird er befinden / daß in der Warheit/sie Pfarrer vnd Seelsorger vilfälnge Mühe vnd Ärbark / für die Layen auff sich nemmcn r dann sie nit allain/nnt Betten/Smgen/vnnd Predigen / sonder auch mit Wachen/Kasten/ vnnd darraichung der H. Sacramem / Item mit Begrabung der Todten/haimsuechung der Krancken / vnnd in vil ander Weeg/bey Tag vnd Nacht gegenIedcrman Messen ge- vnd bemühet sein. Wer wolt also nit erkennen / vnd für billich erachten / daßman den Pfarrberren/Seelsor-- gern/vnd ihren Mitgenosscn/wegen ihrer - so mamchsaltigen Mübe vnd Arbart/em würdi¬ ge vnrrd gemessm Belohnung geben sottet Ist us AehMdRecht/ Ist jhme dann nicht also/daß der/welchen! ein Mühe auffgclegk wirdt/ Hernach von de>N Lohn auch nicht solte außgefthlossen werden- 'lcxmsin cop. cüm5e0un6üm. ext.cic^rL- cliAnit. Vbi ciicitur, guoci, c^Ui acl onus cliAltur, non clebeat rchejk ä merce-^ rio. 5use in ,. §- liis its^ue. iz. cx KisJntem. l2. ^uLKio. i..Louarruuias var. reso!, üb. r.L2p.;7. nUM. 2. vcrs. (ic>N- Kc^nitnr-.. Das heilige Concilium zuLriendk/hak solches auch hoch ßehertzigek/dännenhero (wie fess. 24.cap. 1 z.verKc. In karockialib. öec- Zusehen) den Bischönen anbefolhen vnd aufs-- Ketragen/daß souer in ihren Brsthumben etli-> che Pfarren/nük einem so schlechten vnnd ge^ kingemEmkominen versehen/wegen dessen die Pfarrer ihrem An-bt schuldiger massen / nichi außwarten mögen/ alßdann/vnd bey so gestalt ten Sachen / die Bischof die Sachen also an-- stellen / vnd ainrwedcr den Pfarren die Gefoli , etlicher anderer Leneflcic-n einuerleiben/ vnd nnk der Pfarr verainigen - oder mit zueaigung der Achenden vnnd pnmicien / oder anß dar-> , gcbung vnnd Anlag der PfarMder Das ander Buech/ s.Capitl. r - r: vder durch ander weeg/ wie es ihnen den Vi-> schönen zum bösten / vnnd gelegenlichisten ge- duncken wlrd/ein solches Emkommend/so zn der Pfarr vnd Pfarrkirchen Noch gnuegsamb Mchöpffen vnnd richten sollen. läcm OoncüiuM^rtäcnr.üatuirlnlrocontius Hl ^onrikexinc. exrirpanäL. ext. - lrgen Wort Gottes/waiden vnnd speisen /1^ vor allein Einfall vnnd Anlauffder Höllisch^ Wolffvnd Beeren bewahren / vnnd Das ander Buech/ 6.Capük. r i z: Abems haiinb in den sickern Schaafstall/vnd zur Ruke (das ist/indem Todt/in das himme- lrsche Äatterlandt deß ewigen Paradeiß)füh- ren vnnd lanen s Müessen sie dann nicht am grossen Lag deßHsrren/dasist am Jüngste», Gericht / dem Allmächtigen Gott als dem al- lerstrengsten/vnd gerechnsten Richter/vmb je¬ des Schäfiein / so durch jhr Vnachtsambkeit/ Vnfieiß/^achläffigkeit/oder klainen gehabte Sorg/von den Höllischen Wölffen weck ge¬ nommen / vnnd in den verdamblichen Rachen verschluckt worden/rechenschaffk geben i Wa- rumbendann/spriche ich wwerumb/woltcndle Layen/gegen ihren Pfarrherrenvnd Seelsor- gern/als Dienern Gottes/wegenjrer so groj- sen Mühe / Arbait vnnd Sorg / so sie für die Layen haben / mit gebärender Belohn - vnnd Ergötzung/mt entgegen gehn i Ia/wann son¬ sten nichts wäre/soll diß alles vbemeffen/daK sie die Layen/vongebornen Haydc/ durch den hemgen Tauff/zi; Christen nrachen/waö noch mehr/ebensie die Layen/vnnd fürnemblich die geWgen Zehend Feind/von solche»' ihren gei¬ zigen- vntid andern vnzaklbaren Lastern vnd "Küiiden (wo anderst amer das Glück hat) in I der H4 AekendRecht/ der Beicht absokuiern/ vnd auß ainem gewest! verschnbnen Höllischen Prandk / zu mnc»r Krnd Gottes machen. Wo ist ein Kaiser/Kö- nig/ oder anderer weltlicher Potenkat/welcher nm semen järlrch empfahende Geföllen/Rent^ oder Skewren/ainichem Menschen/ mit aller seiner Macht/dise Gnad thun kundte t Wck ist auch hingegen/welcher dise so grosse/vorr den Priestern empfahende Gnad / will ge-> schweigen mit ainem schlimmen Aehend/bez^ lm kundte f Arnen Menschen ans; der Höller» gefahr/vnd auß dem Rachen deß Muffels z" rekten/vnd in Himmel zuuersetzen/ist ein and^ »er Verdienst/als jhnen die geizigen vnnd cM gcnnuyigen Jehendleuth fürbrlden. Wer wolc also so wild / so grob/vnd so verstockt sein/vn^ solchc-derPfarrer vn Seelsorger so hohe- vnd Nlühesaiue dienst/ mt in rechte obacht ziehet suh deren stäts ermnern/vnnd fnrhöchstbillirh crkcnnetl/dicstlbigcn mit gemester Änderbar vnnd schuldtger danckbarlicher Belohnung-^ begaben t Gezimbt es sich dann nit/daß den Arbaiccrn ihren gebärenden Lohn vnnd Solo gebe Ja frcylich gczimbt vnd gebürt kssieh/ vnd nit allarn alle weltliche Gcs^ Bas ander Bucch/ 6. Capitl. n f ^echL erfordern solches/sonder Christus der Herr ftlbs bezeugt das / wie zu sehen bcy dem Evangelisten Lucas am ro.Cap. da er spricht/ daß ei» Arbatrer seines Lohns würdig sepe Welches der H. Apostel Paulus an vr¬ ten Hrtben seiner Epistlen/beuorabami.zu i>en Connth.9. wcrtlauffrger außführtt vnntz ^nzeucht / da er also meldet; " niilicar suis üi^endii8 vnc^ua? " 'guis xlLucL-c vinearn, Le de sruÄrr eiu8 non edir? c^uis ^ascir ^reZem, Le de!Ee eru8 non edir ? AuffTerlsch alsolaucend: <- Welcher kriegt auff semen mgmn " Soldt ivclcherpfiantztmMllWclN- " garten vmrd iffet nicht von sclnep " Frucht r oder wellicher waldct cm " Hcrdt/vud lffct Nicht von derMilcy " der Herde i Als wok der beittg Apostel Paulus sagen/ dieweil andere Lemb nichtvmbsonst/oder ohne H 2 Beloh- ji6 AchendRccht/ Belohnung atbaiten/auß was Vrsachen daß sollen die Diener Gottes/das ist/oie Priester/ ohne gnuegsamer Besoldung vnd gebürlichet Ergötzlichkeit dienen/vndder Layen halber/^ hoch vnd starck bemühet seyn e Kann spricht erG. Pmrluö: « Der da Psiueget/sollauffhoffnung "pfluegen/vnndder da tröschct/soll «löschenin Hoffnung / daß er der " Frücht thailhafftig werde. So wir " euch nun (sagt weiter G. Panlus) " das Geistlich gesäet haben/ istödaN " ein groß Ding/ob wir euch Fletsch^ ^Mesabmahen k wisset ihr nit/daß " dreso im Tempel arbarten die effcN " von denen Dingen / die im Tempel " seynd / vnd die so dein Altar dienen/ "die haben ihren Thail von dem M " tar t Also hat der HErr besslhcll/ " daß/ die das Evangelium vcrküii- " drgen/soücn auch von dem Errang^ Lio ßeh nöhren. Das ander Buech/S.Lapitl. n? Auß welchen- drsen deß H. Apostels Pauli/ vud anderen vorangezognen Wortenaup Göttlicher Schrifftvnd Geistlichen Rechten abzrmemmen/ wie doch vnd schwarlichsich dre ienigenKirchenVerweser/Mchpröbst/Lehen Herren seu k.wroni, Kastenvögt vnd derglei¬ chen Verwalter/ vnnd Commissarrj vber die Gottshätlser (hinder dero Bewahr-vnd Be¬ haltnus / die Kirchen - vnd Pfarrs Vrbaria/ Item die Gült - Aehend- Jinß- Strfft- vnnd dergleichen Brieff Ligen) versündigen/welche den Pfarrherren / Seelsorgern / oder andern Geistlichen/ihre gebürliche vnnd järliche Ge- föll/Renk/Ainf;/Iehend/oder Gülten/ offter- kermals haimblicherweiß hinderhalken / die Haupt- Gült- Irnß- Aehend- vnnd Stifft- ^brieff vertuschen / oder die Einkommenden völlig vnnd gaul;/nit raichen / oder die gueten vnd richtigenJinß/gegen unrichtigen oder vrr- ch^Uen Zinsen/außwexlen/ oder jhrc/oder ihrer ,/I^^udten zehendbare / odcrzinßbaxc Gri- ,"h^^ulich/oder tdmks/ auf; den Vrbancu vndAchenbRegtstern(dauonsie den Pfarrern vnnd Seelsorgem zn vernräntlun z Des Be- uugs/lrewe Abschrifften geben) auMgen/ vnr» H8 Aehetld^recht/ vnd solche Güter dann/müler Aeik/als Ain^ vnd Aehend ftey/vcrkauffen/vnd der gestalt ur ainem Hähern Werth / hindurch brmgen- Welche dise- vnnd andere zu schmolerung dä ^farrlichenCinkommend/angeseheireBetM/ gantz Vnchristtiche vnnd Gottsrauberisths Lhaken sein/vnd von dem Bapst Inuocencia 111. starck verfluechc worden / wie zusehen cax>.. extüpÄnäw. exe.äe prLbcnci.6e ch^nil' Dannenhero soll es niemand! wunder nenlc^-' »vohero es etwan vnnd nraistenthails komrne^ möchte/daß an vrten Drtenim Deutschland Ltlrche Personen deß Aehends von jhren rern befreyt zusein/fürgeöen/ da sie doch aii^ ches rechtsames briefflichcs DoeumenkuM ker Aehends Freyheit hakber/nit anffzuwci^ habm/sondern cs sich auß den alten BrieW/ ^Zrbarien/Stiffkungen/odcr andernS chrE ken außtruckitch ein ano's befindet/-zu gefthw^^ gen/daß ein jeder. Seelsorger irr feiner Pf^ D»e Ichendregulariker einzufordern / wann'-' schon weiter deßhalber kamBrieffarrßzulegln har/wie obstehet am 5. Cap. 2. Bftcchs., ., Für das ander/ auch hieraus? emsprE^ zvie rveit sich die jenigen Personen ver^-cm^ Das ander Buech/6.EaM r - s vnd jhr Gewissen beschwüren/welche ihre er- wan manrer Pfarr habende KehendsGerech- tlgketten / weicer/ dann ihre Jehendbrieff vcr- «rogen/außstrecken / ja offt so wert vnnd brai! ^ten6rern/daß sie in krafft jrer Aehendbrieff ( vneracht dieselbigen sich allain auff ein gewi¬ nn Tharl der Jehenden verstehn) auch offt die gehenden ab den Newrelit: vnd Newbrüchen tvi d er Me Recht / einlangen / dauon Meldung beschicht am4. Buech/4. vnd 5.Capitl/Ddee da sie etwa» an etlichen gewisen Drthen den grossen Aehend / oder ein khail desselben einzu-- fordern haben / sie sich mit der Thar auch deß klainsn/oder andern mehrer» vnbefuegten Ie- herrds/anrrrasserr / vnd also durch solche- vnnd dergleichen vngezimbte Eingriff/den Pfarr- Herren vnd Seessorgern/chrc jarlicheEinkoln- me,w schmalerii vnd mindern. Fürs dritte/habc sich in abgehoben Decken Gchrrsst/vnd geistlicher Rechten nit wenig «t spiegle^ me jenigen / welche auff dem Fahl nm emPfarrer sein Lebcnlang/oder so lang ex Pfarrer ist/d-nAeliend ftbenckt vnd nach, bet? ofcermals solcher sich also mißbrauche dz sie auf absterbe vü abtrüt oißPfarrerö dc newc Pfarrev rro ZehendRechk/ Pfarrer den Zehend gantz widersprechen vnd verwaigern / mit dem vngründklrchen Für^ rvandt/ jhre Güter seyen von alters hero dck Zehends befreyet/geftaltsanrb dann der vorige Pfarrer jemalen kam Achcnddauon eingenö-' men. Mik welchem disem fatschen Fürwandt/ sich mancher Pfarrer / sonderlich der sich n>Ü den fürnemmen ^euthen/mche gern femdtselnl machek/vberreden- vnnd von dem Jehend ab^ schröcken lasset. Dardurch dann/dem pfarre liehen Emkommend/offt ntt geringer Abdruck heschihet vnd angethan wirdt. Für das Vierte/sollen besser hindersich dencken die jenigen / welche / wann sie ekw§" ein Stuck Erdtrich mir haben/so vcß Jehend rechtsamer massen befrepk / sie sich dessen mck^ tenügen lassen / sonder am- zwap- oder mch* andere / nechst daran ligende Stuck/darpe Laussen/ solche zusamen brechen/vnd zu ainc>^ Skuck/ohne allem Vndcrschid/anbawen/vN^ dann dardurch manchen Pfarrer / sonderlich jenen/welcher der zehendbarenGüter kein senschafft hat / nach vnd nach/vmb vrl Aehend pemegen. Zar das Fünfftt / thuen sich hoch vergehn DasanderBuech/S.Cap. irr ^^jenWn'Aebte / Prälaten / Pfarrer/ Seel- svrger/welche selbs (vneracht es jnendre gcrst- liche Recht starck verbieten / vnd alles was sie hierwtder hanvlen / für kraffrlos vnnd nichtig Eennen.kcr cop. inoncmu5.cconr. 2. cxr. clc resi. sieclel. Alien. 6c c. Anrsiitiolw. in extrauaZ. Lom- wun. lit. eo6.) von ihren Gottshausern / Elösiemvnd Pfarren/die Jehend/vnd andere Gälten ohne vorwisten vnd verwilligung jres Z)errn -Ordinarij / oder anderer ihrer hohen geistlichen -Obrigkeit verkauffen/oder rn ander weeg illicice verwenden. Darans; jren Mch^ komnen an den, jährlichen Emkonrnren / cm mercklicher Abgang alle Iar (biß dieSachcn widermnbzu recht gebracht werden) entstehet. Für das letste/auch anß obangepgnenGe- erfolgt / wie weit d'arwider handlen jene ^humbher:n/Pra:laten/Doctorcs/vndattdc- wan.r sic jh^ Pst^n silbs ntt besiyen / oder vejmenkonden/jdren Vicorij?, Verwaltern/ vnd Verwesern/jährlich ein geringcs/schlech- res/vnd jrcmStand vndAmbt/mt gemessnes Ein- irr AehendRechk/ Einkommen erfolgen laßen / da doch sie von solchen jhrenPfarren alleIar ein großes Eu^ kominend haben/welchesbep dem Allmächtige Gott schwärktch zutrerantworten. Wie vbel i «mndcßhal-er solche Pfarren verwaltet wer- den/desten hat sich schon vor goo. Iar-en/allek höchsternannter Vapst Innoccntins Ill.hoch beklagt/ Vti viäcrc eKi»6. cxtirp.m6.LcXt. clcpreebenck. Viele 6ouar. var. rckol. lib. l- cap. 12. num.;. circa lin.Dom. cie 8oto öe tust. 6cinr. lil). y. g. z. art. i. Derowegen die Doctores vnd Lehrer / dir » ohne Vrsach schliessen vnd melden/ daß waB die Pfarrer vnd Seelsorger/ für sichvnnd M Zuegechane Priester/ nicht gnuegsame vndg^ nresse Äussenchalmng Haden/ dre Pfarrkinder/ in krasse Natürlicher vnd GöttlicherRechten/ sclnüdig vnnd verpflicht/anch darzue gczwN!^ gen vnd gctnben wctdcri mögen/ jhre Pfarre* vnd Seelsorger mrt sorril Dpssergelt / zuuc^ sehen/anss daß sie vnd jhre MitgenossnenM glichen Mangel oder Noch / nicht zu lciderr- Itä O.'khomLS in.r. 2.guwK.86. artictilo r ^k>b.i8 in cap. caula. exc.cie V.8. Hcin^e^' ric. Dr. äe karocü. 6c?arocüran. eouachlr. Das ander Bnech/ s.Capikl. r 2z i. c. ^7. num. z. in princ. 5acit Inic toXtus in c. cümiccuuäunr cxr. äe pr^bcn. öccii^n. vbiäicwur: Lum lecunäüm ^pottolum, cchii slcari leruit, viuere clever 6e alcari, Lc^ui 36 0NU8 eli^irur, res>cl!i non Beizer 2 mercecle: ?arer ä limih- vd clerici viuere cleb-eanr <äes>akrimo- nio IL 8 V (ü tt «. I 8 I, cuiu8 o!) - " lec;uio äepuranrur. V:ä<- Outi.rc/ ci.W. ?.c^p. ri.n. 1 z§. ^cdoeh sprechen die Lehrer/wann an enicin -Had die Pfarckmdcr den Zehend vnd anders fielffia dargcben/ setbiger Zehend aber nicht ih>nc Psarrern/sonder andern Personen nrae> hörig wäre / wegen dessen er Pfarrer naht ge- ungsameVnderhalnnrg hctte/ sonder deschai- her d^och vnd Mangel leiden Nichte / allff all« suchen, fahl swen die Pfarrkmdcr nicht ver. bunden / chreni Pfarrherren weitere Gcfoli zu raschen / sonder man mües^e andere Mite! fnr-vnnd an dce hand nenunen / vnnd der ^oth der Pfarr dardurch hclffcn / sonderlich aber 124 AehentRccht/ aber wurden alßdann schuldig sein etwas dar- zucstewren die jcnigen / so den Aehend alldort einnemmen/wrc sie Lehrer es ausdrücklich mel¬ den. 8uare?ä. romo i.lib. i.c-ij). 5. nuna. 7« öc8. Dieweil in disem Capitcl/sonderlich zu an- fang dessen / von vnderschidlichen der Pfarrer vndSeelsorger Vcrrichkungen/was Meldung heschehen/alsohab ich gleich allda/vorbeschluß diß Capitis / was mehrers außführen wollen/ Was'vermög der Geistlichen OonL- tutionen/jeder Pfarrer vnd Seelsorger zmrerrichten schuldig. Erstens nun ist ein jeder Pfarrer vn Seel¬ sorger verbunden / daß er in seiner Pfarrbc«) seinen Pfarrkrndern/als seinen Schäften leo¬ ne vnd bey ihnen scpc. Fürs ander/ ist jeder Pfarrer vnd Seelsor¬ ger schuldig/für sein Pfarrmenig das P. Sa¬ cra menr deß Altars auffzuopssern/odcr so ofsi es die Noch erfordert / mt weniger wann er ausserhalb der erstermelren Drdinari Gokts^ dienst/sonderbare Gottsdienst/als für die Ab- ' Das ander Vuech 6. Capük. 125 gestorbnen / oder wann Hochzeiten sein/oder sonsten zuhalten verbunden/er dieselbigen auch selbs verrichte/ oder durch jemand andern ver¬ richten lasse. Driktens/daß er seinem Volckdie H. Sa- cramenk mitthaile/vnd die tragen vnnd faulen Schäften darzue vermahne / sonderlich in Zei¬ ten deß Lebens Gefahr. Vierrens/daß er selbs/oderjemandt an sei¬ ner siar/alle Son- vnd Feyrtäg/seinemPfarr Volck das heilige Wort Gottes fürbalte/ da¬ runder auch die KinderLehr begriffen. ^ünsskens / daß er seinem Volek ein guets Ej'enipel gebe. Sechstens/ daß er jhme die Armcn/wol be- folhen sein lasse. Zum sibenden/daß er seine krancke Schaf- len haimsueche/ vnd dieAbgestorbnm/Christ- lichn: Ordnung nach begrabe. Zum achten / daß er aussainmal/nit mebr ^Mren/dannainehab. vaE??Enten/-daß er die offenlichen Laster ^affe/ oder drestlbigcn sturer hohen GchrlrchenHbrigkcrkanzaige. AUM Zehenden/ daß erdenVifchosslrchcn -'^6 Aehend^cchk/ Gesäß- vnnd Ärdnungen / gehorsamb taiste/ vnnd die Geistlichen (.'onkuunonc^ fleissig i>rlte. lea l). Sacrament deßhalber nik verwaigerN möge. In gleichein/wann sonsten etliche / oder vn Psarrkinder/ in der Posteß vnnd Innhabung waren/kanren Aehcnd zugcben / vnd mann nie geschwind satten Bericht Haben möchte/ob stk Pfankinder des; Zehcnds wol mit fueg vnnd recht/ledtg vnd los; scyen oder nicht / bey so be¬ schaffnen zweiflhafften Sachen/ möchte crn . 8uarer ro> ^2. illis vei K. Das ander Buech/6. Capitk. r 2-> dre sich deßZebends angeregterVrsachcn hal- ber/verwaigem/die H. Sacramenc deßwegm nit aufflialten/sonder erPfarrermileßte anuor dise strittige ZehendsSach / Gerichtlich auß- tragen. Auffdem dritten Fahl aber/wann nemblich die Pfarrkinder ihrem Pfarrer /vnd Seelsor- ger/dre pfarrliche Achend gantz ohneFueg/ ohne rechtmässigem Tittel / vnnd allmn ausi Trutz/vnd widersinnigem zmchkem Gemüt/ auffhiclten/alßdann vnd bey so gestalten Sa¬ chen (wann nemblich solcher Pfarrkinder vn- fueg/ vnd vnbilliche Aehends voreilthalrung/ offenlrch am Tag wäre) möchte gleichwol cm Pfarrer vndSeelsorger selbigen serncnPfarr- kindern/die jme also wider Rccht/wider Flieg/ vä wider die offenbare Blilichkett den Aeherrd auffhalten / die müthailung der P. Sacra- mcm verwaigcrn / ja alieh letstkch dergleichetr öffentlich vnrechtmässrgcn Zehcndö Auffhal- rcrn / in ihrer BKichrDn>Äbsollition nrt erfol¬ gen lassen. ä.p.2. ltl), z « Mo i. Itb.si U V 128 ZehendRecht/ Huanäo elb publicum öc inäubitabile cteliLkum. Das H. LonttlrmyM Tnendt/ gebeut/ daß man solche Personen soll in geistli¬ chen Bann khuen/vnd vor beschehnerGnueg- thueung/siedeß Banns nicht entledigen / wie hernach volgk am leisten Buech/1. Capitel. VII. Ob man den bösen vnd vntm gcntsamen pfanern vnd Seelsor¬ gern / den Kehend zu geben schuldig oder nit e Je Boßheit vnd Begierde deß aigne )tUl; etlicherMenschen/ist dermaßen o so hoch vnd weit auffgestigen/daran^ allcrhandt Änrath vnder den Menschen er¬ wachsen. Dann etliche jhr Hertz vnd Gemüe/ nach vnd nach von der Äanckbarkeit vnd fanntnus der schuldigen Threw / abwenden' Etliche aber/je lcnger je mehr / souil ihnen nuk niöglrch / sich ans: dem Band vnd DblrgatMN der Gesatz/bcuorab der Geistlichen/zu'zieheN/ sich starck bearbarten/vnd aujf dashrerinnm Das ander Buech/z-Capül. rrA ekwan jhr verdeckter Gertz vnd anders gespürt vnnd vermerckk / oder ihnen ichtwas zu aineni vngehorsamb gerechnet werde / pflegen sie ih¬ ren Gchalck mit wunder seltzamen - vnnd den» äusserlichen schein nack/was glantzmden Be¬ schönungen / zubedecken/vnnd zuuermäntlen. Welches/damit ich anderer wercken geschwei- 8e/gnuegsamb auß dem abzunemmen vnd zu- erkennen/dieweü etliche - den Göttlichen vnnd Geistlichen Gesatzenwiderspennige Christen/ gefunden werden/die mit ihrem thails groben/ thails harrnäckigen/thails widersinigemVer- standt/so weit herfür brechen/daß sie dörffenr sagen vnd fürgeben / man seye den bösen vnnd vnfrommen Pfarrern vnd Seelsorgern/aini- chen Zehendznraichennit schuldig/alldieweit ^er Jehend den Priestern / nicht anderer ge¬ stalt / dann als ein Allmuesen mitgekhailt wer- de/alfo den vnfrommen vnnd bösen Pnestem/ ^"^raicht werden solle. che dise Lehr ein falsche / vnd von der» t k puffern vnnd jlirem anhang erdichte Lehr tst/vnd mit vilen in D.Götckchcr schriffe vnnd geistlichen Rechten begnsfnen Funda- nienten vnd Rechrsgrimdt (deren ich geliebter K kürtze iz o AehendRechk/ k-lrtze halber / allarn volgende allda anziehekl vndbeybringenwill) widerlegt vnnd hrrrdei? trlben werden mag. Erstlich/weil der Aehend nit nur-mSeel^ sorgcrn allain/sonder vrlmehr dem Allmächtig gen Gott selbö/auffgeopffert wirdk zu aüiek Erkanntnus vnnd Dancksagung für die wächsder Erden. Kebuikus äeäecim.^.7- Fi. l 5. in 6ne. Aumandem/dieweil man in AnßlegunZ der Gesatz vnd Rechten / ^b intemione les s LZuka ünLlj, öc mente ciichonenrium: dH tst: von der Mainung/Ende/vnd Aweck deft Gesatzgebers/ ein kräffttge- vnnd schließlich Aiißlegung deß Gesay vnnd Gebotts / pE zunemmen. I.. cum pater. §. üulcillimis. U' cle leZ. 2. k..cum mulier. kk. lol. uetta vttl. 2. conkil. 245 n. 2. k,r§6 kaN vermassen allda / auß der Marnung vnnd renrion (derenthalber die geistlichen Rech den Priestern den A ehend zr geben/auffgesth vnnd verordnet) vnjer Marnung allda aiM dargethanvnd erwifen- vnd der Gegentharle wideriges Kürgeben / widertrrben werden» Nun so ist wissentlich / daß derAehendve DaSanderBnech/s.Cap. rze Pfarrern vnd Seelsorgem/vero vrsachen hal¬ ber (weri sie M Diener Gotkes/fät die Laym Essen bcy Tag vnd Nach arbaitcn/betten/ lvachen/vnd mit predrgen/singen/darraichuNA der heiligen Sacramenten/vnndmvrl ander- lveeg / immerdar hoch gespannt vnd bemühek fern) durch die Gesäß geiälrcher Rechten (wir im vorigen CaMl stehet) verordnet vnnd 6e- puriert worden. Also imwenigisten Nicht karr gesagt / zugeschweigen dargechan vnderwiseitz werden/daß den Pfarrern (vmb wegen daß sie in andern sren Wercken fromb/Gottselig vnd kugentsambsein) der Sehend gcraichtvnv ges geben werden Me. Ä. coÄtron. ZeN. Mwo t.I'ib. ^.caf>.2 5. v^is. Oein^ncrertio. I.cNIu8 änIo erac). äs iul>. öeiur.c. z^.änb. i.it.'r. Arm dritttn/bezcugen dise vnfer MainUnA etliche Gesatz in den geistlichen Rechten/miS nußtmcklichen Worttn/als in cav. rnanobis cxr üe Da der Bapst InnocentluS t>t- lauter sage; daß wegen fürwendüng der Boschert der Priesterfchafft / der Sehende nremandt anderem / damr dcme er von Rechtswegen gebürt/mitgetbailt werden solle. Ä2 1t» rzr DehendRechk/ Ira äckpoütü. inäick. c. MLnob.iM verbiß krLcexm vero ne^uiciX (^lericoruitz necgueunc ckecima8,nili cx man- ckato cimmo ckebenwr, pro luo arbi" trio ero^are, Scc. Dessen die Vrsach; dieweil als obuermelk/ der Aehend den Priestem ( vmb wegen daß sich der Layen halber / so vilfalnger massen itz geistlichen fachen bemühen/ vnd für dieselbe gen m gastlichen Wercken arbatten müssen) vnnd nit/ vmb wegen daß sie in anderen Hrest Wercken/ gantz fromme vnd in allern/tugen^ hasste Leuth sein/ ex ruMia vnd von Gerecht tigkeit wegen erfolgen mneß. Larätn. cl. c. 2 vcr5. Lecunäo vbr plurc8 rorioN^ pro trocnoKrAvchnloneoclciucir^. > Also volgt schließlich / auß Visen dreyen erst gehörten Fundamenten / daß angeregter ! genthaücr fürgebcn/garitz ohne grund/vnd eiü falsche Ketzerische Lehr sepe. Zugeschmeigen/ wann denncn- was vnfronmien Priestern/W gebürkichcr Aehend geschlossen werden vmb tausent aber tausenrntal mehr/den weltlichen Personen/ welche ärgerlich/^ . . Das ander Buech 7» Capitl. iz; cherisch/aigennutzig/Goktloß/verruechk/vncr- träzltch/vud mit dem Gew- vnnd politischen, Teuffej besessen sein / ihre Rennt/Ainß/Gül- ten/vnd dergleichen jhre jarliche Einkommen-» den/gantz vnd gar Lrrettiert vnd auffgehalten werden solten.Sintemalen die Priesier/Pfar- ker vnd Geelsorger/ob sie schon als Menschen bißweilen auch in Sünden siecken/wie dem al- doch/für die Gemain jhr schuldiges Ambe Go« dem HErrn fürkragen/ dise Weltliche aber/weder ihnen an der Seelen/weder ande-» ren amLeib/oder ander Seelen nutz / sondev hingegen schädliche/ vnerträgliche/vnmensch- liche/vnd den gemainen Mann außsaugende-« vnnd gleichsamb vngehcwre Raubthier sein. Gleich aber/wie weder solchen weltlichen bös sen vnnd lasterhaffren Menschen/jhre Renne/ Ainß/Gitlken/Geföll/vnd dergleichen/auß di-- ser Vrsach nrögen ausfgehalten vnd gespörrk werden / Uso ebnermassen/vnd vmb gar vit mehr denen--was vtttugentsamcn Pfarrern vnd Seelsorgern/ ,br schuldiger Zchend/mchk ran entzogen oder cierimcrt werden. Dann man ainem Gläubiger / Gott geb er scye gantz ^orn/oder in etwo böß/ da^i seinig beZalen soll. Alsa- 4Z4 ZcheORechr/ Also auch den Pfarrern vnd Seelsorgern /jhk schuldiger Zeherrd gchftrt werden solle / Gott geb wie sie in andern ihren Werck'en tebeN' 1tLLeIIarn)-mu8g. c. '5- Jedoch aber / so-sollen nicht desto weniger/ die jenigen Seelsorger besser in ihr Gewisses gehen/welche/vneracht sie inaimnr-oöer mehr dörffern vrl Aehend ( dcrenthaiber sie/an ai^ mm Gonkag / in dsscnr DorG / awmnem a>^ dernSon- vnnd Fepttag / m ainein anders Aorff/ain Gsellpriester zrr. Haltung deßGotts- dienst stellensollen) anff heben vndeinnemcn/ fiKdannoch/jhmn daszeitllch Guet offtalff in das Hertz sitzen lassen / daß sie znmehrm^ len / mit fieißkain Gesellpriester altffnenntte^ oder die Gesellpriester / also traetixren / daß s^ lang bey jhnen znuerblerben nit vrsach haben/ also je seltner sie Gesellpriester haben / j<> liebel es ihnen ist/ Gott geb es werden die'ordrna^ oder Graordmari Gottsdrenst / fär die G^ Main ( welche Jü lich ihren gMi lichen . hend/vnd.andere Schuloigfeü ffeissig ra«h^) gehalten ooer nicht. So sie Pfarrer aliam^ demGndMsspmnen/ auffdaßihnen drnch^^ gan^dex Gesellpriester vnnd ^oope^.co-^ Das ander Vuech/?. Capitk. 7 z 5 d esto weniger Vncosten aufflauffe / dardmch sie aber ihnen bey dem Allmächtigen GDtt/ ein schwere Verantwortung auffladen/weil ihnen vnuerborgen / das Jener/so nichts ver- dient/auch nie soll belohnt werden: cum be- Neücmm detur propter oEcium. textus in c-kn de relcripr. in 6. VbienimnuUaope- t»bore5g; nulli, ibi null« mercedes» öc ichi nuIlA militia, ibi nullum Kipendium elle <1t:ber_, r N3M telke O. 6re§orio, ille Idium » c^ur LcciellLsiicis in1crui(_> , c1eiI^Ki,cA remunerarione §3uder^, cie- bet^>. c. consuluit. äi^inÄione.) 79. Lt_, c;ui in labore öc leruitio ett, Me line mer- cede , jwLmio, öc recom^en^arione cvn- di§na, Ksre non deber, c. ckaritatem. r 2. ^ULl^. 2. vbj»dicituri ^u6d.iul>umltt, vt illj con5e^uantur Ki^endium, c^ui pro tem« pore luum commodare repe- riuntur oble^uium. 1)6 DchendRechk/ vm. Oke M reicher Pfarrer / den Aehend / bcaorab von den armen Sehend Leuchen nm fueg / eül- fordern möge. Iewerl em jeder von seinen Zehent baren fachen / schuldig ist den Sehend zu geben. Also seynd ebnermassen dst ; Armen verbunden den Sehend zugeben / vnnd das zwar auß Visen Vrsachen. Erstlich/wc^ . der Sehend ein Schuld/ vnnd also ein Armck , eben sowol/als ain Reicher/solche Schuld veß Zehends/abzurichkenhat. Ium andern/we» der Sehend als ein frembdes Guek durch fü^ wand der Armuet/mrt guetem gewissen nichk kan vorenthalten werden. Drittens/weil ma'l den Sehend/nitallain den Pfarrern zujhr^ Vnderhakt: vnd Bclohnnng/sondern auch ainer Erkannrnus gegen Gott/(oaß nemblich Gott einSchövsser aller Gewächs vn Frücht Der Erden seyc) zubezalen. Derowegcn ei" Armer/ eben sowol / als ein Reicher Sehens man zu solcher Erkanntnus vnd Bekannt"" Das ander Buech/8.Capi'tl. rz? ^erbnnden/vnd also wegen dessen/den Jehcnd s» geben schuldig, r.2.q.87, art. 4.k2Zunäc-2 6.^p. z.n. I. Lonacmaä-sp. vlt. c^. v.i.^k-opo5. z. Darauß volgt/daß die Lehr vnd Maüiung der jenigen/wclliche fürgeben / daß man den Pfarrern vnd Seelsorgern/ welche ohne das/ Mit genuegsanren jarlichenr En'.kornmeud ver--> sehen/amigen Aehend/bcuorab so der gehend, mann arm vnndbettlhafft ist/zu geben nicht- schuldig/gantz zu Haussen fakt. Wie weit aber solches färgcben den Rechten zu wider vnnd entgegen/ es keichtkichaußdeme abgeuommen vnd erkannt werden mag / Dieweil nemblich ainiger Schuldner/ob schon sein Gläubiger oder Credikor / eines grossen ßatlichcn / oder anfthenlichenVennögensist/ deßhalbcr vi'.d auß diser Vrsach/ftmer Schuld irir los; wird/ dann sonsten / da das statt vnd wrrekung hette/ furwar wenig Fürsten / wenig Potentaten/ wenrg grosse ^)erren/vird andere vermögliche P"^^n/zu erlang - vnd Habhaffr werdung juccr S chulden gelangen wurderi. Kcdustu; «h?.», ig. Vnnd weil dann der Aehend/als «tne- »ort den Geistlichen Rechtenvnd rcche- ttiue rz8 AehendRccht/ ckiuc von Gotts selbe/ vberschaftne Schuld/ den Pfarrern vnd Seelsorgern/als CredttorN zuestehetvnd gebürt / atsokönden die Schuld ner (dasist/die - chendieurh ) um dem Für- rvand /jhre Pfarrer vnd Seelsorger/als Cre- duores / seycn ihrer Schulo / das isi/deß Att hcnds/mtbedürffttg/ sich dcß Aehenss rmwe^ mgtsren nitenschuldigen. Ita v. I kom.^uock l. 6. art. inc.cn liomines. cxr. cle clccun. ('onar vax. refo-i. ich. i.e. 17. n 4. r crk 8ecuncln princi^aisscr. Dessen die vr- siich/dieMtlm beralung derSchulden/nit die c^ualitet vnnd Person des; Gläubigers / oder dcß Schuldners/ sonder die Schuldigkeit vud Gerechtigkeit der Schuld anzusehen/vnd zll^ bedenckcn. O.'kl>oma8 ci.c^uoäjid. 6.6ou>rr 6. u. 4. ss Io. ssebussiirä.Io. c^usc^' 4.». 14.kiIIiuc.ci. ko.c. 8 n. 168'. . Item/daß etliche fmwerffenvnd sprech^/ dasi den Geisiltchen/deßhalber grosse Einkorn nreitden gemacht worden/darnit sie den arnieü darfftrgen Lemhen/;u hilffvnd tröst kommet tcxtu^ in ca^. auruin. cap-Alorici 12. g^'' k > so, so ein Aehendmann amt / mangkhast^ vttndvnuermöglrch/Er reicher Pfa^^-,^. Das ander Bucch/ 8.Capitl. i zs» §khendherr / von den armen Jehendlemheti/ wlt recht kamen Zehend fordern möge; solches 5ubüden M ivenWsten mt fnessen/ noch be¬ stehen kan. Dann man zwar zuciasset/das die Geistlichen/ nach ihrer msalichkeir/denarnren -leucht» / Nähr- vnd Vnderhallung nntthai> len sollen / jedoch vernamt man/daß anr Pric - sterein Darmhcrmgkeit eben discr oder jeiicr/ also amer gewrsen - vnnd nicht arncr anderen Person erzaigen möge. Derowegen / so am Pfarrer reich vnd veo Möglich ist / vnd arnie Aehendlciirb hat / ist er eigentlich vnd prnci8c, nicht vorbmrden / das: er eben seinen armen Aehcndlemen ein Barm. herMgkeit erweist/ vnnd denselben detAßehend nachlasse/dann er Pfarrer ohne Sund / vor) solchen annen vnnd nrangelhafften Zchcnd-- lcuthen/ den Aeheud neinmcn/ vnd mit demsel¬ ben/ andere arme Personen / vnnd nit eben die armen Zehendlench erhalten vnnd crnöhren wag O.1 Hom. ci/ss 87-2-4- in 17.NUM. 4. lkcssim ö-tr.i'I.c. 59. boll rm. ö.lo.^ub. 2.Essevdannsach/daß crn armer Aeheitdmannin der cnfferisten Not pnd Arnim sich hcfunde / vnd anderer gestalt Hans 140 JehentRecht/ ( dann allainder Jehendherr / lasse jhme Ie-° hendmann/den Jehend ) sein Leben zu erhal¬ ten / jhme vnmöglich wäre / In solchem fahl alßdann/kundte der Jehendherr/von jhme Ar-- men/vnd in der eusscrsten Noth steckenden Je- hendmann nichts fordern / oder nemmem I^cbukkus quL. ^.n. 14. vers. VeI si sortL->- Nichtzwar/vmb wegen daß er sein Jehend- hendmann/vnd arm ist/ Indern dieweil er sei¬ ner Armrek halber / in Gefahr seines Lebens stehet. 6IoNr in cap. e^uicun^ue. 6. c^uLK. 7.c. llcut. 61K. 47 csp. pasee. äiKinLt. 8s. cap. ü c^uis proprer, exr. cie 5urt. fgcir I,. 2 cum in coäcm, in 6n. Vlri Del. ck! »ct s.cA- Kkoä.xile Dann in der Noch / so laB dieselbige wehrct/alle Ding/zu erhalmng Le^ vnd Lebens gemain seynd. Oap. yuoä non cK. exr.cle KeZ.Iur.I). I'komas in 2.2. H.Z2.2rricuIo ^Ho^üusKicciuL p. 6.colleLtäN.2Z9i. Das ander Buech/A.Capirk. rgr IX. Wie der gehend / vermög der alten Geistlichen Rechten / durch die Seelsorger/solteab-vnd außgekhailk werden. V zwar wie obgehört / alle vnnd jede Zehenden/in ainer Pfarr/ regulariter dem Pfarrer alldork / mit Recht zue- siehenvnd gebären / jedoch aber so sollen ver¬ mög der allen geistlichen Rechten/die Pfarrer vnnd Seelsorgen / solche ihre Jehend/ in vier gleiche Thail außthailen vnd äiilribuieren, ker texüt in cäp. Vtüter^nce. c. ^uaruor. c. äe reäitibu8.c2p.coZnouimu8. c.mos eK. )2.c^u. 2. Louär. in cap. oEcij. numero cxr. äe teüam: Viäe ä. rraÄ. äe wK. L iur. Iib. 2. c. 4. äub. 6. n. 49. Den ersten Thail deß Aehendö / sollen die Mner vnnd Seelsorger / für sich vnnd jhre >'ue,ter/vnd zu dero auffenthaltung behalten. Den andern Thail vnder die armen Leuth/ Mgram/vnd dergleichen Personen/ausichai- ten. chv,... rg.r AehendDchk/ Den dritten Thcni zu rcircicr- vnd besser uug der bawfölllgenGebäw ihrer Kirchen au- wenden, kebuf. q. 2.n. 4- Beydisen JeiteU aber/da schier allenthalben die Pfarrkirchen/ zu trhalmng dcro Gebaw aigne IärlicheGe-' soll habcn/p siegen die Pfarrer vnnd Seelsor- gcr angeregten vrerdtcn iL Hail deß Jehends/ weniger ortet» mehr hierzue/zu conrriduMU' Ja was noch mehr / so rft an vilen Drehen dek Brauch / dafi/ob schon die Pfarren / zu crhal> trmg dcro Gcdäw/kamc aigneGcföll vir Ein-' foiücnden haben/ drc Pfarrer vnd Seelsorger rnehrgedachkerr ain vierdten Tharl ihres Je- hends/dannoch darzue nitraichcn/sonder amtweder/auß andern der Kirchen Geföll/b^ Kirchen Gcbaw vnderhalket / oder aber avn ein garrne Gemain oaer Bürgerschaft / e^ gewise Anlag vnd coiuribution peßhalberie^ get. Derowegeir inueß man ittdiscn- vnd a>^ Pern dergleichen Fahlen/udes ^drths lbbli^ vnd wolheracbrachce Bcbrauch anschen/ derlich/wcrl nr derrallzemainen Rechten/weE rvücu r- vnd aufferbawung debnidergefa Gottshäuscr/ allcrlcyGesayvnd RechE^ le>» z»; stnoeri / welche von dem Aoctok Das ander Buech/s.Capitk. r^z Oikutini; schön erklärr/vnd mit vnderschrd außgelegk werden. Soner aber der günstige Leser zuwissen be- gktt/daß wann etwan e,n Pfarrhoffzum Ab¬ fall kombt/oder gantz zu Haussen fallet/ wer«, krafft Geistlicher Rechten / solchen wideruni- ben zubessern/oder ausszubawen schuldig/der wag hiervon lesen den ernenntenDockor ksu- lum äc Lirarini^, olim in ^caclcm.krihurA. (^anonum kroketi' in kuotraLl. cic jür. ka- krön. s. »rr. 6. p. Principal. Daselbs er dise Frag also entschaidetr Daß wann ein Pfarrhoffzu Abfall komen vnd Bawföllig worden /oder ganhzuharrffen gefallen / solchen alßdann widemnib ausszu- bgwen vnnd zu bessern schuldig sey der jemg/ welcher derselbigen Pfarr Entkommend ein- Minbk. Danmnhero/watln der Pfarrer oder Seelsorger alle Jehend/alles Dpssergelt/vnd E andere Geföll»seiner Pfar: einrünrbt/er den psanhoff zubessern / vnnd widcrtltrck auffzn- ^'S^rbunven seye: souer aber der Pakro-- Nl,s oder Lehenherr l'ou or, alle Achen- oen rc. m derPfarr emninrbt/alßda,m der P.Z- ronoc er Lehenherr/denPfarrhof zribesscrn vn t44 DehendRechk/ Sollet aber am THail deß Zehends der Patt on/ vnd am thail der Pfarrer oder See!-- sor;er crnnnübt / so seyen sie bapde / neniblich der Pfarrer vnd Lchcnherr pro raro, zu arrssi- crbaw-odcr besserimg deß Pfarrhofs/verbun^ den. Den vierten Dhail deß Aehends/sollen dir Pfarrer vnd Seelsorger ihrem Bischof vnnd Drdmarw lrfern. Lup. äeguarta. excr^. cle pi rrsoript. c^p. conc^uercnce. ext. eie vKc. jn6.orctin. Im Telttfchlandt haben sich die Bischt schier samentlrch (weilsieohne das grosse El!^ kommenden / auch vil derselben stattliche anst^ henliche Leherr/vnd Fürstliche Regalia vonA Kaps May. vnnd dein H. Römischen Reim sraben/vnd deschalber Fürsten vnd Glider Römrschen Reichs fern ) drses jhres vierdk^ Dhails der pfarürchen Zehenden begeben , verzlhen. Der Brschof zrk Eonstantz ab^/ pflegt wol noch etlicher Drthen seines thnnrbs / wie man Mich berichtet hat / vierten Dharl vorr den Pfarrlrchen Iehe>'^^ cinziklangen. Souil aber das Bistthumb Brsie>r^ ^ Das ander Duech/ yAapitk. r4t E/ haben sich die Bischof zu Bchen/vor lengst dises vierdten Thails der Pfarrlichen Sehenden in etlichen Orten verzihen / dieweit sie Bischoff zu Brixen ebenfals Rerchsfürsten sim/vnd Statt / Gericht/Herrschafften/vnnd anders / von dem H. Römischen Reich zu Le- henerkennen/vnd dauon alleIar/jhre Gefölll vnd Einkommenden empfahen. Vnnd nach »M der alten Regalien/oder Fürstlichen Le- henbrieff/ seynd dieBrschöff zu Brrxen/schon Mr 400. Iaren/ Fürsten deß heiligen Römi¬ schen Reichs gewesen / Inmaffen ich als ge¬ wester Cantzler zu Brixen solche alte Lateini¬ sche Lehenbrieff/ so im Fürst!: Brixncrifchenr Kredit zubefinden/selbö vnder Händen gehabt vnd gelesen hab. Im heiligen Concilio zu Triendt/ist wegen Erbawung der Pfarrkirchen / volgendeö Ge- satz gemacht worden/wiezu lesen LcMvne r;- Oe Reform, cäp. 7. vbi itä üatumm ctt. " ^arock^lt-8 vero Lcc1esiä8,eüämkr " iuriz ?3rronatu8 sint, ita collapsias reüci 8c inffaurari procurcnr ex fru- " üibu8Lc^roueMi!)N8auibu8cunq; 1, Lä ',4-6 JehmMechr/ acl cL^emLcclelias (j^iomo(!ocu6^ " <^ue ^>errinenril)U8: c^ui 6 non kuc^ " rim lusscienre8, omne8?mrono^ " L^alios-^ui sru<Äu8 ali^uo8 ex^ <2i8 Lcc!e6)8 s>rouenieme8 ^erci" " ^mnr, amin illorum c^eseÄum roc!iiLno5 omnibu8 remeäi)8 " ^ortum8 26^r2?c!i(Ä2coF3Nt, cun^ueappellätione, exemprion^ Lc comraöiÄione remora Lcc. 2uffTe«tsch l^uree es also r Die Pfarrkirchen abcr/ob sie sch^ aincn Patron vnd Lchenherrn hobe>v wann sic also zerfallen sein / so len llche ( PteBtschof)wtdermndcrbaN> en vnd bessern lassen / auß allen v^ -eden / in amicheriey n ersi/ d n^ Pfauk'rchncn znestendigen vrro Crnkomalenpen vno d-, Naö dritte Buech/k.Capttr. d ^Wcken so sollen die Patroni vnnd andere / form Einkommend derselben Pfarrkirchen geniejscn/oder um Er- wanglung deren / die Pfarrkinder ^archbequmrme Mittel zum Bcyrrag gezwungen werden/hmdange^tzt aller appellation, Freyheit/ vnv Widerred/rc. L tj §etzmd< 14-6 AchM^echt/ McnvLcchk/ Das dritte Buech. Von anzatzung der Athens lcttth / vnnd deß Tittls der wel-lreh^ Zehendherrn: Item von Abstaktnng der ar^ ständigen Jehenden r Iransfei^emngen Aehends Frepherten/vnd von erlichen and^ nützlichen Fragendann von prLlcri- priouen vnd Gewonheiten deß Aehendö. .. l. Wie ond durch was TtttlM ^eycnd üüAv.rdM dre Welt- liehen kommens Ben arn 4. Capitel/ andern cXiv/ ist der lenge mch erklärt vnd Das dritte Buech/ 1.Capük. 14Y dek worden/wie nernblich alle vnd jede Aehen- denHrer rechten Wesenheit vnd Aigenschaffd "ach/regularlternüt Recht zuestehn vnnd ge¬ bären dem jenigen Pfarrer vnd Seelsorger/m dessen Pfar: die Zebendbarerr Sachen/als cker/Matten/ Weingärten/Wälder/Bäum vnd dergleichen ligen oder entstehn. Also nun »Weisels ohne vil deren sein/welche sich vber besagtes 4. Capitel/andern Bucchs/hoch vcr- wimdern/ vndbey jbncn sekbs gedenEen/vnnd sprechenSo die Aehend allain den Geistli¬ chen/ als Pfarrern/ Seelsorgern / vnnd jhreri Mitgenvssen gebären vnd erfolgen sollen/wo- hero kombt es dann / vnd auß was Vrsach be- schihet es/daß allenthalben in derChristenheit/ mit wissen jhrer Bäpstlichen Heyligkcit/vnnS der Bischoffen vnd Prälaten / sourl weltliche Fürsten/Grafen/Freyherrn/Edclleuth/vnnd andere / hohen vnd nidern StandsPersonetr/ sicher Porten Den Jehend auUwben t Auffdlß ist die Antwort : Contillo Lakeranensi/fo nach UnsEeburkAnno 1 i/cl.vnderdemBapst Alejandro III. ^uRom / in Lateran gehalten ' wsrdm Igs Aehmd^Xechk/ wordm/die Bischoff vnd Prälaten /den jen^ ^en Layen/ weiche ihnen vnnd ihren Kirchen/ Gottshäuftrn vnnd Clöstern / gneten Schu^ p-rd Schirm Hiekten/Hiiff erzmgtm/oder so>^ ftm dienstbar gegen ihnen waren/pfiegken die gehend zu geben: Also daß die Layen/stM zhnen zu Lehen vcrtthene Aebenden wok klemmen vnnd gemessen möchten: Entgegn sber sie als Lehenleuth/ den Bischöffen vnsk Prekaten gethrew vnnd gewärtig sein/ vnt^ entt ihren Ärmsten iederzeit densekkigen hE -icherscheiney/vnd beyspringen sotten. Also ij» Hierauß erfolget/daß solche Achenden/nach^' »rach/von ainer Weltlichen Person/auff^ anderfommen: Deren thaiiszwarwideru"^ bm / durch die Weltlichen den Kirchen vbe^ bergeben vnd geschencket rvorden: thails ab^ poch biß anff dise Aeit bey dervLayen ( wie es -er Augmschein allenthalben in der Christi heik mn sich bringet) verbilden. » Aach deine aber die Stachalter Christi Wraballerhöchst besagterAlexander r nommen vnnd gesehen / daß durch solche- "^ den Bischofvnd škrlaten gepflogtre verlep-/ xnd tzinlaffunZ der Zehendm/ dre Das dritte Buech/ r. Cap. ^5r viler Hrten auß der GMchen Händen kom- men/dardtlrch den Seelsorgern/ihre Jarltche GeföU vnd Cmkomenoen/mercküch geschmä¬ lt^ vnö gerinzert/auch beynebens von denLe- henleuchen vnd Possessorn solcher Zehenden/ wenig oder gar käme. Lehendienst / wider alle Pflicht vnnd Threw / den Lehenherrn erzaigt wurden: Als habensie Statthalter Christi svlcherVndanckbarkeit vnd solchem Vnwesen Nicht ferrer nachsehen / sonder demselben hey Men vorbawen / vnnd mit haylsamen Gesatz vnd Gebokten/der gebür vnnd notturfft nach/ begegnenwöllen. Derentwegen allerhöchst- ernannter Bapst Alexander m. in angereg- temConcilio oder 8^noäo I^ueEcnü, ernst-- lich allen Bischöffen vnnd Prälaten ver- boten/vnd interäicicrt, daß sie fnrterhin/den BZeltlichen ainichen Aeheno -u Lehen / ferrcr nn mehr geben/noch hüüaffm sollen, llcxruii cxprLlHinc.ip. c^naniuis capprokibcmA. äe äecim. L cap 2. ß, k nä. cvci. in äpvkolic..,ext.äc kir. qnL kune L erLlLt. c!ouÄrruu. ä. Iib. I. c. Vers. Ollm sünc. Md« s5r AhentRechk/ Allda aber wo! zumerckcn/daß ob jwar/w^ Kehörk/die BischöffvndPkLlaten/den Layss einigen Aehendzu Lehen/wegen obernennte^ Anno H79. gehalmen ConM / weiter^ Hinlassen könen : Jedoch die Weltlichen/^. jenigen Aehmd/ so vor erstberÜrtem6onc>Hs l vderL^noäo I^ütcr^nenll, durch die Bischöl 1 vnd Prälaten / den Layen gehörter massen^ Lehen hmgelassen worden / wol wie guett^! Kueg vnd sicherem Gwrssen/innhaben/po iie ci.ern/vnd geniessen mögen, lexcus in 6-^ capitulo 2. §. ürnc. cie cicc-im. in 6. Lou^' , jam 6iLio cap. n. 5. vcr5.0Iim5anc. Anß disem entspringen allda drey schö^^ vnd scbr nützliche fragen. Die erste Frag ist r Wiemansder Im wissen könne kiser oder jener Jehend / dessen ein Lay in Posseß vnd Besitzung ist / vor öder nuch den» Eomtlio Larcrancnsi/an dteW§lt- lichen kommen? Nkwork: Wann die Weltlichen nm Zehend an amem / oder rnehr Das dritte Buech i. Capül. 15; »Üewger Posseffion/ Nutz/ vnd Gewöhr/von vnerdencklicher Aeit/vnd also von mehr Iarm dann sich Menschens gedcncken erstrecket/ in- haben vnd besitzen/entstehet vnnd erfolgt / auß solcher vnfürdenckltcherPosseffwn/em so star- cke Vermuetlmg / das; dardurch genuegsame Kewers; - vnd Beschemung deß Tittls ernge- führtvnd fürgebrachk/vnd also ex conlequeti sansamb dargethan vnnd probiert wirdt / daß solcher Zehend vor dem Concrlio ^ateranensi/ andre Weltlichen kommen. XrZ. c. i .§.v!t.eie pra:icr. in 6. Aakius in cplt.keu^.4. p- n.24. (Dollar. ei. c.; 7. n. ^.verli 8cci il cluditcrur^ rnultos aileZat. krLnc.OuLrenu^incL- meiit. feuä. cap. n. 7. In curia Romana recepmm eü, !aicc> nä l'uffraFari immcmorialem c>uaü polleüio- nem äecimanäi, nilierialn kama priuriLgij vel recoAnirio ab Lcclelra, vc! aliuä L<;u^ pollem concurrat. karinac. äecis. tomo r, p-r. cleci^2O7.n. I. LanistUS cap. IZ.N.9. lv. Vel communis oxiniainilitet.glollL rnc. caukäm, nuL vcrb. äetinere. vbi La- noniÜL. Oouar.ci.Io.n. 5. Vers. 8eä li cle- detur. ^ebEm^uL.)0.n. r4.öce).k.n. 64. «vnd r54 JehendRccht/ Vnd also sagt gar recht der Viosentiuskil- 1iucciu8toms 2.. traQ. 2 7-P. 2.c. 9. nu.20- daß obwolen am solche Jehendsgerechtigkeit/ so vrl Weltliche innen haben / anderst nit/ als durch am larrgwingen Brauch/vnd allgemai^ neu Wohn erwrsen werde / jedoch die Beweis strng hiermit gnuegsarnb sey. Vers Uns äec L V.OM3N. I. cleciL. 24.1.6c 24.2. ^ik, c^uoä lruci polUnr kabereäscunns expriuilegio» vei ex immeMorjäIij)oÜLlHonc, cum fsniL privilegij, öec. Dasi aber die weltlichen Personen / jhr hends Innhabung müessen darchuen vrrd bc-- weisen/ arntwcderdurch ein Bäpstlrches mlegüun/oder durch ein Achendlehen/ (so demLonciiic>I.2ter2Mnii, cis 17^' erlangt worden ) oder durch am vnfürdenckl^ ehe Possessron / oder durch am andere glerc^ grltige Manier vnnd >cc^u' poliemisM, volg^ solches dahero/ weil der Aehend seiner vnndanhabender Aigenschchfi nach / nur Pfarrem vnd Geelsorgem/ wie obftehet/zu^ ständig/vnnd sich also dessen kam Lay vn" Weltlicher regulanter anmassen kan / darm/daß er dessen am rechrmeffigerr Das dritte Bmch/i .Capük. 155 »der vnfürdenckliche Possessrön / oder andern ' Slctchinäfflgen Fueg anzargen möge. Mc. cumopoüokica, n. 12. cxt. äc li-15, <^UL 6umä?rLl. Da aber ern Weltlicher ainen Unrechtmäs¬ sigen Ttttl hette (als daetwan am Prutat/ Probst/oder Prior / Commendat»r/oder der- gleichen/ohne vorwissen ihrer hohengeisilichen -Obrigkeit / am Achendsger'echttgkcit ainem Weltlichen chatte verkauften) m discm Fahl ivurde ein solcher mchcswertiger vnnd verbot- ncr Dittl / jhme Kauffer kam krasse oder wir- King Ztrebrmgen noch besten sich ain Imrha- ber mit Fueg bedienet: rnögerr/ sonder er mäste von amer solchen vnrechtmässigen Jehends- imchabnng abtrotten/ob es schon vitlmndert/ ja vil tausent Iar angesiandcn wäre. Darm am so böser - vor äugen ligender/vnnd verbot- klcr Dttl / welchen die Recht nicht znelassen/ ^acht ain so böses Gewissen/daß bey so offen- «ch- am rag ligender Beschafferrheit / deschal- der nie kain prTkcriprion lauffen kan. Vila- xuc cio r' bemus. exc.ctc äccim. Lcüusin cpit. icN"- 4>P. n. 2^.kaclrin. lib. 7.c.72.sagen/dahe^ Bischof vnd Pr-elak/solches zuthun nit h«be/ auß Vrsach/weil nach dem Concrlio^^ teranensi/ die Gerstlrchen den Weltlichen Aehend mehr zu Lehen hinlassen oörffen: -^o sie auch den jemgen Iehenö / so vor dem cilio Lateranensi den Layen zu Lehen / verlihen worden/vnd henrach wioemnrb gefallen/den Layen zu Lehen/fermer nicht h" lassen können. ?cr texr. -n 6. c.. Aise/der ernennten ÄechtögelehrtM Das dritte Buech/r.Capitk. 15- Mng wird von vilen andem Rechtsgelehrten lwpuZniert/vnd widerlegt r D,e sameNtlich schliessen/daß ein Bischof oder Prälat den je- nigen Aehend (welcher durch sie Bischöffvnd Pr-laren/vor dem Concrlio Lateranensi/den Weltlichen ainmal zu Lehen verlihen/ vnnd dach solchem Loncilio / dem Bisihumb / oder Closter/wrderumb haim gefallen) wol hernach weiter/auch ainem andern Layen zuLehen ver¬ tagen möge / LrZuln. cap. 2. vbi Ololla, öc OsncrniiiL, exr. äe keucj.Lousrruuias librcr i.Q. i/.numcr. vcrs. krreter llLL L Muä. Ll2ru8§.5euä.^. i z.n. 2. 8on?becc. in Lommcnc. 5eucl. 8. p.n. n. Au beweist- vnd veriücierung desien/sie sonderlich das an- Ziehen vnnd sprechen: Dieweil nemblich ein lassung derselben / ainmat seyndt veränderlich worden / Dannenhero sie je vnd allezeit/ noch veränderlich blerben/vnnd solche jhr verändere lieh empfangene gestalt / in allweg behalten/ Also hernach/ so offt sie obuermelter massen Haimfallen/widcrumb jemand anderem zu Le«> henverlyhen werden mögen: Seytemalen sol-» ches kam newe Jehends Belehnung / sondern allain/ainvollfahr- beharr-vnd wettere con- rinuimmg der altenvnnd ersten gütigen hendö Belehnung seye/ vnd angedcutes Con^ nlium Lakeranense allain von den jenigen henden / so von Newen nicht sollen zu Lehen verlrhen werden/vnd nicht von den gehendem die schon ainmal vor dem Conülio zu LcheN kräfftig verlihen worden sein/zuuerstehn/vn^ dise Mainung/ meinem geringen Verstan^ nach/ ich für die bessere Mainung halte/wiA auch solche/mcines wissens in den Brschostm^ Jurijs, im Temschlandk also observiert- Igänc scnrenti3m etiam Leceprat 8uarc^ romo i.lib. s. csp. r6.num. 9. vers. * «minus kamen. .L» Das dritte Buech/ r. Capitk. r 5^ deß vormmlkem Conciltj Lateranensis) em .Drschofamem Weltlichen (der vmbsein K»r-> chen woluerdicnet)auff sein Lebenlang/oder . tluff erliche gewtfe Iar / wol noch der Zeit ge--- ^vift Jehenöö Nutzungen / mitthaüen möge. OlollL in c2pit.qu2MM8.exrrau2§., < lgolbiens ^.bbas L complures alij ibicieM» « c^uos,öe alias »IlcZarLouar. ä. cg7.num.)' l ^ers. krcerer kwc. 1 Aum andern / sein etliche andere Rechtsge-- < kehrte/ainer ganfi wrderigen Mainung/ so der < voriger) erstenMainung/gantz entgegc lauffi/ r solche sprechen/ daß ein Lay/jenigen- vor del» r Concilw Lateranensi/denWeltlrchenzu Lehe» < hingelassnen Achend/ wol ainem andern zu Assterlchen hi-rlassen/oder sonsten/verrve^ ! den möge, ita kranc. Ouarenus in äiÄo 60' menr. feuä.cap. 5. n. 7. vbi ^loIinLum^ legat. Dessen er vuarenus zu Vrsache»^ führk/dieweüIrBäpsil: Heylig: (in ve>E die/vor dein Concilw Lateranensi hingclam^ Aehcnden/guek geharssen vnd nit rocraclieM" hierdurch stillschweigender weiß auch darn^ ! die gewonlrch: Affterbelehung vnd derglerehv , zuegclassen habe/ non obttance itla cass-?^ bl^bemus. öic^uicicmexnatura ^ue feuäi.subnifcuäauo, ü äcbrto Das dritte Buech/i.Capük. rsr Kak, cvnceüa 6t, per cextum in §. benekciS 'ring cje keuä. ciefunÄ. comem. 6c inrcr tlom. L LgNLt. va5a^ In v6bus feuä. (^uiz vcru8 öL Aenuinu8 sen6i8 6c > cspiculi. (?rolnbemu8) anxie a Voc)oribu8 kam1'6eo1v§i8, guam lurisconlulci8 inuc- kiZacur. Louarruuias ä. cap. i/.num. 5. Vers, lercio contiZit. ciu28 explicationcs eiusäem L-ipiculi aftert. Luius öc vnam aä- ^ucit s.eÜ'iU8cl. trar^ Lehen chrAsfrer Lehen hinlassen. Deßglerch^ bezeugt auch gedachter Doctor Ouarcnus/ daßrm Königreich Franckreich der Brauch seye/nembllch daß man die IchendLehk ande^ Werks hm verwendte/ wohin inan wö'le / ge^ staltsame man dann allenthalben es auch D iTeutschlandk sihet / daß die Weltlichen/auch geringen Standtspersonen/welche an amc»? o oer anderem Drth / ain Jehends Gerecht^ keir haben/diftlb ihr Jehends GerechrigM werne sie wöllen/verkauffen / vnnd wohin wollen verwenden. Welches vermuetlrch hero erfolgk/weil an gar wenig Drten bcwuß' wclcheIchendsGerechtlgkeitenherrürigstycü von jenen Jehendcn/die vor dem Concilw terancnst / von den Bischöfen oder P>r-vtatc^ zu Leheii verkhen worden sein. Jedoch kan ich allda nicht verhalten / der edel gestreng vnd hochgelehrt Herr Mhvou Xosemhalin1ü^lMvj)üLcuci.^ch^ Das dritte Buech/r.Capitk. rszf '.7 in kne, von dergleichen Aeheftd ( so dre Weltlichen innen haben vnnS> Po6iei»ern) melden thuet. Nemblich/dieweü bewußr spricht er / zu was Goktseligein Ende/ dieZeherrd auffkonumn/derowegen er mit der¬ gleichen Jehend nit gern sein Gewissen bela¬ den wolte / mrdvaß dannenhero solche Welt- ^che Zehends Innhaber/ amen guettn ThaÜ desselben/zu der Ehr Gottes/ Atem zu vnder- Haltung der Kirchen Diener/vnd der Armen/ rmßcharlen/vnnv also;hr Gwiffen dartMtriNtz Ser machen sollen. e^ ? vr n. Welche Personen den Ichcnd geben sollen. N den nechsten vorstehenden Capitlen/ ist zu genüegen auß geführt vnd erzehlt worden/wte/wann/weme vnd warunck rnanden Jehend geben solle. An disem Lapi- tel aber vmd Märt/ wer den Jehend zu geben schuldig, darüber hernach volgende Schluß- teden Mernenunem M L äLrste r§4 AehendRecht/ Erste Schluss red - Em jeder Lay / auch Kaiser/.Miig/Fürst/vnnd alle andere- hohen vnnd nidern Stands Layenpersonen (es sep dann/daß amer durch em rechtsames Prülls gmm/krXicrpnon, oder gewonheit excmpl) sein verbunden / von allen Aehendbaren Sa- chen/den Aehend zugeben. chcxeu8 in cap." c^. l. cs^. nuncio8c. ex te c. cum lromine8, exe. 6e ciecim. l^ebulk <1. loc.q. 11.2/.öcc;. 8.n.27. Vrsachdessen ift/weü em jeder Mensch/er sey hohes oder ni- dem Standts/schuldig / von seinem Aigen- thumb/demAllnmchtigen Gokk/als Erschas- fer aller Sachen / den Jehend auffzuopssern/ pnd also sich gegen Gott dardurch erkanntllE einzustellen/das es von GOtk herkomme. l-ukn^ci. n. 26. / Welche Sachen aber Aehendbar sein/^ oben am 1. Eaprt. 2. Buechs / die anzarg^ heschehen. Ander Schlussred: M allamdreOA sien/ sondern auch pje Iuorn/ sem m krass geistlicher Rechten/verpflrchtet/ von jhre'^ gciloenGäternrc. den Aehend zuraichcn/^ sich der Ichendharen Güetex -u entsch^^ Das dritte Buech i. Capitk. r 65 in cg^>. de terris, vl)i ^l)b>a9. ext. de c^cim. debudus q n. n. Dergleichen Beschaffenheit hat es auch mit den Ketzern/ Türcken/Hayden/vnd dergleichen Personen/ bie ebenfals von ihren ligenden- öder andern ^hendbaren Sachen / den Zchend zugeben schuldig. dekudus d. g. 5. n. l i.6ca 2. Drirre Gchlußrcd: Dieweil der Aehend aizemlich von den Früchtm geraicht vnnd ge¬ geben werden soll/dannenhero ist cinjederBe- siandtömann vnnd Innhaber ( so die Srücbt/ der Zehendbaren Güter genvssen)den Zehen- dauonzugeben verbunden. vecimre ennn, fruÜnum perceptionenr dguuntur per cz^. diieüi ruanobis. in aliign^l). ^Xt. dedecim. Lc^egula iuri^cd, erit. d. n^8 ci. Ivc.guLli: 8. n. 29.^bl>«8 in cE «x cransmiläia ext. 6e äecim. Vbr-in tane äi" cir, guoä in clecima!i,non ütnonäersn^ <^u3lit38 jX)lleiNsri8, c^uia ptM-No eK oi^' etsts, 5cilicer mala Lt6cLLcle5^^ «uocunczuc polleiLxre l^cite recipir mam prEälalem. iäem traäum slij, in cl. c. exfranimilH-. , Dessen die Vrsach: Snrtt»nalen m heN vnnd auffwachsung der Frücht der noch die Mühe vnd Ärbait dessen/ der da noch die Kunft dessm/derpfianitt/oder pe^ sonder die krasse vno Allmacht GottesM^ vnd auß desse.r Erschaffung / alles vnnd Gewächs herfür kommet/ anzuschen/vn>r^^ rnvegen. t ext.m cap. cum non kn ü' minc,exc:äe ciecim. Noneta cie äec^' 4.UUM.Z-.40. Das dritte Vuech/ 2. Cap. 16? Also ob schon von ainem/ain Guttmit vn-- kechtenl Ttttl/vnd bösem Gewissen poLürerk vnd genossen wirdt/so hak es doch deßAehcndS halber kam bedencken/sonder der Zehend »meß Bonden Früchten deffelbigen Gurts/ebner- ^rassen/als von andern G^etern(dle nemblich Eure gnetem Gewissen besessen weroen ) abges stattet vnd geraichk werden, Bronns üb. 7. c. ) . v crÜL. Oeclnro ecrcio d^ritur. Dieweil die Frücht/mk ans der Mühe vnd Arbait dest bö)-glaubigen Innhabers / sondep anß Erschaffung deftatterhöchstsnGottes(vev den Jehend / neben airdern Vrsachen / jhiner auch zu amer Crkanntnus seiner allgemainen Her:lrchkeit/vorbchalten)herfür wachsen: wis ebnermassen der heilige Apostel Paulus be» Zeuge/ da er spricht: ^chhab gepsiantzct/ Apollo hat bcgojstlt/ al er Gott das Gewächs geben.. So :ft nun wcdcr bcv da pflgntzt / „och der da begmßt/. etwas / sonder der es wachsell nracht» korani-- rsr AehendRechk/ Loromäi; loco liic in 6ne, lruiu8 quartL eonclusionis notancium, guocl personales LlecimeexglicitcLccpnlnisnon solu-inrur. Vi6e kanormit. in cl. c^p. ex trun8millH. in verk. ličite. ?orro personalcs üecimas in 6crm^niä non cimpliu8 in vsue/le, supr^ , csp. i.li!>.2.6!. zehenden die Frücht von jreir aignen Güetern/ so sie aintwederErbs-kauffs-vü schanckswelsl/ vder andern Tittls/vberkomnien/vird von d^ nen man schon anuor pflegte den Aehend geben/ehe sie an sie Layenpriester konnrrc^ rexeusin c-ip:si gnisl^nicub 16.<^u. s.Sccas' irouumAcnu8,in 6ne, vbi L.nroniÜL. c^e- «leüeciin: I).1'hom28in 2.:.czuLK.87-A^' culo 4. ^ioncr^c^: p c p: s.n.z.öc ö.Loucl'- 6. Iikl i.c^p: i7.nu. 8 vers ?rimnn' ln»^ ^derbl chcht^ ' wollen/ . bailgek» conlszt. festen die iVrsach: hend nit den Personen / sonder den Fl Gott geb / sie kommen aujf wen» sie Das dritte Buech/2.Capitk. anhangek. ?er ä. cap: 6-IcQi öc 6. cap: tUL Nvbl«, öc ci. cap: in »liquibus, exc.äe äecim. ^-exnla enim juri8cK,qu6äc,NXui8rc8 cum oncrc luo emnieoc. c-^.cum non sn.c^p: ex iitteri8, cxc. 6e 6ecim. I>. alicnario 67.E 6e Lonrralr. eni^t. silier. 6cdcuäll. 6. Io. <^: 5. nu in. z Vnd solche Aehend müessen sie Geistliche von angeregten ihren Güetcrnrai- chen/dem jemgcn Seelsorger/rn dessen Pfarr selbige zehendbare Gaeter ligen. sloneča c. L. c^. i. n. z. Scc>. silliuc. cl. c2^). 8 nnz^.. Es ftyndt gleichwol etliche Gelehrte der Malimng/daß von ihrenGuetern nit schuldig seyen / ainen gehend zitgeben / jene geistliche Personen/welche nr selbiger Pfarr/darinnjhre vberkomne Güter ltgen/die pfanttchen Drensi verrichten helssen/ im 8vlu. öc^ngel. öcglij. Jedoch aber / so wird solche Mainung nit an^ genomcn/sonder man laßt es dißfals bep vor¬ stehender fünfften Schlußrcd verbleiben. r.cap: 17.NU. 22. vcrl'. 8cci inäe mH,! prodori potcK quantum ei6 äe- cnnax ex lecul.iribu8 bonis, öcc. eouarruu. o.num. 8. vers. ?rimum hinc conü.n. 6i- ccu8: OcricosLeLlcllarum lhcctores ol>no- / xio. XT'a AehendRceht/ rioz esse äceimarum lolurioni, ex patrimonialihu?, c^uL link vel ui projirra, vel matična karockiiaconlkiruraö^c. k-koc kamen a!ic;ut ümitank incteciM^ Ex poilessmnikus vct re6cijtil>us LcclcÜÄ" ' KieW. 8uarer cl. c. 17- n. 2 z. v. Inrelte<5ta. ». ! 6. ckc 2. kiltiue. cj: ty. »-. 17 8. LaZunct- Llb: 2 cap:2 n. l.2.z. Secvßee Gcbkussred : Die Bischoff feynd vonfenen ircnGüetern leu bonis me^ Ke Lp-seopatis, die slezu ihrer vnd der jhrigetz Vndechalkung hawm lassen / kamen Aehe»^ Mgeöenschuldig. Oaräin. i uicu8 verb.äe* cima, coirctirk 6 5. mim. 6. 8uare2 ä. i s.ver5 Uta ergo. Inc^mcns, cie prLttijsk^ eletlasticis, il ^ua iorcasse in Kchenciiuw kuKenrationem pro^riam LpjlcopO-app^" eenwr, öceima; nonciederi. Mmeta c- <^:i n: 2;. 24.^errexk. in c. ^eKi 16. c;- i- Jedoch verstehn die Gekehrten solches kam auffdem Fahl/wann sie Blschöff/se^ Gileter ftlbs besitzen vnd bawen kassen/vnd >" arrssandere verwenden^ Sonera iam> a.c. p. ^s.num. 2 5. verk. vectara. d'onL ralia menÜL L^llLo^aiiLÜl, Das dritte Buech/ii Capitl. -7? "kerAntur; c^uoä rnnc äecimLtuduciantur. ^nlLUZ> (j LSNLlu^' 65. NU. 6. V l)i quoct äecimL nc>n äebeanrur ex prLclijs, c)UL L^ilcoxi co-Iunt pro se> öc triis Lon- Uennkus.^ yibendeSchtußred: Die DrdensLem vnd Religiös»./sein ebnermaffcn schuldig vnd verobkgicrt / von ihren Güerern den Jehend -n geben/dein jenigsn / m deffefl Pfarr selbige Gitetcr Ngen» lexruä in c2s>: commillum- vbi ^b>b>^8, exr. lle.eiccim. I^etliuL ä. loe. . s. 2 4-^lonerne^i): 5.^:!.. u.I.Igier. (le Lcn^bjos ci.Io:c;u: n: 56. br«)ttiens.Sc 3j>>j in cl'.cAp: nouum Kenus. Es hette dann auch solcher ihrer an sich ge¬ brachter Gneter am ElosterdchAchends hal¬ ber/sonderbare-Freyheiten. ä. q: 1 n: )8 verli Xiü^eec.ür iure,2vrpnmlcAio 5u, k^r lioc inuniti lim. 6. c. connüuniöcc.lin. § cLrerü cle c!ee:in 6.k.ei)uE n.21. Jedoch seynd alle Drdenskcm nie schuldig sehend zu nach angebawt werden / oder doch auffjhrerrr Vnkoßen. icu rextus erprell'usinc.Lcl Luäi- «nriaMi vbi Dolores ext: öe äecjm. Jedoch so erst ernennte Drdensleuth jhr^ Strick vnd Gteter jemand andermBcstanvs- weiß hiniasien/müjsen sie Bestandtsleuth von solchen - beftanSsweiß mnhabendcn Stuck- vnnd Giierem den Aehend daruon raichen/ vnnd sei»; deß Aehendö nicht befreyt/ sie hetterl dann noch sondere Freyheiken deßhalberl jicer, vbr Öci.cxtra cie äecrmrg. Dejsendit Drsach/diewerl die Freyheüen/ so dem drittel -u benem - vnnd schmalerung seiner habend^ Recht vnnd Gerechtigkeiten/ jemandk erch^ werden / eines engen vnnd eingezognen Reck? tenö sein / vnd auff andere Personen/deneN^ Mt gemaint/nichk zu ziehen. I cxru; in cE porro kanc. exc:6e Privileg: Aiet^* dann von den Bäpsten obnermelte Cisierß^ fes/Hospitälarij/rc. deßAchends/wie vorst^ befreyt worden / dardurch den Pfarrherren vnd Seelsorgern ( denen in kraffc Getjnick^ Rechten regulariter das Zehend Recht vnnd aüain jucsiehek) an ihrer Das -ritke Dtttch/2. Capitk. Gerechtigkeit ein Abbruch vnnd Mndemng Geschehen / Also soll vnnd mueß solche - der besagten Hrdensteuk Zchends Freiheit nicht Eu weit/vnnd auff andere Personen gezogen werden. Fürs ander / müssen sie Cistertzienser Mä- ^ich vnnd Hospitalarß /auch andere Ordens- leuth/verzehenden jmejhre Giteter/welchesie ^ach den General ConMrm Lateranense ( so ^apsi Innocentius Anno 1215. gehalten/ kett? losnne ^.ncirca Sc slijs) vbetboMMett vnnd an sich gebracht/ oder siirterhin noch vberkomnien möchten / Gott geb sie bawen solche - nach dem 121 5. Hahr / vber- komue Giteter selbsan/oder mcht. ^cxrux n, C2P. nuj)er vbi Sc alij, extra. äe» cimir L in csp. 2. §.Cseterüm ijäcm kesj- 8ioli, e den mlleßte. lextns in c?p.8u§geüuM- cle äecimis. Noneta cap. Das dritte Vuech/ r.Capük. Z.N.6I. I^ebukkus c;. I4.N. ^5. 6utierre^ ä. cav. 2 r. nur», r z 5. In was Fakten aber möge gesagt werden/ daß dergleichen Zehends Freyheiken (so von dem Römischen Smel erlangt worden) eines Pfarr vnnd dero Seelsorger / gar zu grossem Abbruch vnnd Schaden geraichen / stehet dre krkanmnus dessen bey der Bapstl. Heyl: oder deine sie bieErkanntnus dessen anbefehlen vnS aufftragen. /ebbas in ä. Lu^ALÜvna-. Sonera cax. 5. c^u^. i. n. iz. vcr5. (^uLnäcr surcm. Von dergleichem Fahl/ beschihek auch her¬ nach nreldung am 4. Lap. brß brüten Buechä« c^i>v? IN. , Ob die Kirchen - vnd Wldcn- Güctcr dem ?chcnd vndcr- ivorsfen/odernit SMgmdie gen/ob die Krrche't-vnd V-wen ter/ es seyen Aecker/Wtstn/ > euEM Weingarten vnd dergleichen/ eben sow°l als andere Gnter/ZehendgebenftUcn/oder AehendRechk/ Bey welcher drser Frag/ die RcchksgeW ken/mteinhclllgsein. Dann deren etliche / solches vernainen/ tiche aber solches bestatttgen/ -edoch aber ist besser vnd in Rechten mchr gegründt/die vnö Maurung der jenigen Rechtsgelehrten/ die da schliessen vnno sagen / daß wann solche den Kirchen angehörige Giieter/ehe sie an dst Kirchen gekaufft/getauscht/oder darzue schenckt/verschassen/oder sonsten durch anders dergleichen Ättl / derselben zu khail worde^ schon Aehendbar waren / sie in solchem E von dem Jehendraichen) vnangeschen obm schon hernach an die Kirchen kommen) nit freyr / oder excmpt, sonder glcichfals Aehend vnderworffen sepem KrKum^' äiä. capimlo connnitlum illis verbiß,' <)u? priu^ quam lolebanr pcrlo^'^' exe. äe clecicnis L in crg). nuper ülis Vr ciecimas j)ermluLnc^cc!eii)8,cjvm rarione urenclioru, aureä lolueban^^^' ext.eoäe. Innoe.Sc nt.äe Ku^r. in num^cnus. exc. eie ciccim. noriillin^ ^Ecle uael.club.^.n.2 2 .öcr z.Lonara^ c»x-i7.n.s. Das dritte Buech/z . Cap. Ä?itden Widen Güetern har es em gletcht Aalt / dann so cm Acker/ Wljen/Peunten/ Wcingarken/vnd dergleichen Güecer / ehe sie > 21t, ^uo6 lr prEäia, ance^uani aci k.cclcÜL8 cranieAut-, r knerm» r8s AehendRechk/ kuerint oneri cjecimarum lubieÄL, r^eci" M38 prTK^rc tenesntur, cjusmm8 poKmo* «lum kceleliL oÜ'iAn^tÄ, velinöotem acl^ keriptL sim. per <ä. c.commi/sum öc 6. c.nu- per. (^ULlibec enim rc8, vti j^m cii«IuM, cum iuo oncresci c^uemuig polscllorerm» tr -ulit. vn liaderur m c. ex literis. cxc. äs p gn.L. 2.1.. 6n. e. line cens. vcl relic^. km.tz Luciu8lk'. cleäon. ^när. Omi. lib. l- vbkeru. 2 i.n. iz. Ltomnerci onu8, sequi^ 'tur rem, huocumcjue vsciit. Orauetta voi- r. conl^ 217. n. F. per Llem. i. cie Lens! Lo^ N2rruui^8 lid. pe. ^7.n. §.vers.8ecun6o. Dieweil nit können newe Kirchen aujfe^ hawt werden/dardurch den andern alten rhen vnnd Gottöh^msern / ihre Aehends rechtigkeiten benommen werden mögen. rerromo i. ub. ^.c. i/.n. 29. vers.kji ver^ 2ur8orc8. Es wäre dann fach / daß nach erbawUN§ einer newen Kirch/derseiben/von,hren an W vl erkornmen Gätern / der Aehend nachgela^ scn worden wäre / von oenr / der es Nachlaß" hatkörrnni. tteouiru^ 5 u 20. In glachcni / oa an ainem Drch/eiä Das dritte Vuech/z.Capitk. 18 r wol verbrachter Gebrauch ware/von den Kir¬ chen- vnd Widen Güetern kamen Jehend zu- geben/hetteeö bey einem solchem brauch eben- fals Muerbleiben. Z.e§rna!clu8 p. 2. bb. 1 9. le^. z. cj. NU. 8 8. Qutierrer Lanon. c^uLli. 2.c. 2 k. n. ^4. Zum Beschluß allda/kan ich nit verhalten/ wie daß vermög der geistlichen Recht/einer je¬ den KirchenM anfangs ihrer Srbawung / solle ttn Mannßmad/odcr Mannemad / leer nvi n su^/das ist/ein so groß stuck Erdtrich/als vil in ainem lag / mit zween Dchsenange- bawt werden kan. in Lpnom. fcuci. part. 6. num. 49. Marner Gtewr vnnd Hey- rathguek / gegeben vnnd zuegeaignet werden/ welches Mannmad von allenZehenden/vnnS weltlichen Auflagen frey/ vnnd vnbekummerr fein soll. 1cxcu8 exprcllm inc^p. 1 bi ^b- öc aljj I)o 1. caj?. 18- nn- ^erb. L?r aukein circa islam. 6mierre2 Z>!v r.cap. 2 e n. 26. Gewaltsame dannaucd Ihr Bavstl: Heyk: ainem Layerr auch em hcuos Gerechttgkelt mikthailen kan. A MLlaruM äc äeeiru: muu. r. Das dritte Btiech/4»Capitl. 18z Dann weit der Zehend / im newen Testa- ment/durch die geisilrclM Recht / von dm Bapsten als Statthaltern Christi / eingesetzt vnd gebottenworden.Also kan ein jeder Bapft auß ainer erheblichen Vrfach / solch Gebote ^nd Gesatz wiöerumb abthuen vnd auffheben/ auß dem Fundament / daß der jemgsowas binden kan/es auch widemmbett auflösen mö¬ ge. 8ociet. i LLv cl.ljb. r.c^.^. ttumero i. I^ell'iu^cap. zg. clud. Z. Louar- ruuiäs cl. cü^). 7, numero 9. Itent/weit der Aehend durch Gewonheik/ vnderschidltcher Drehen kan abkommen/ vmb wimit mehr kan em Römischer Bapst/ ver-- nitttlst seiner habender Vollmacht / icmande deß Jehends gantz befteyen / oder ainsm am Jehends Gerechtigkeit mitthailen. ka^unäex lo. Ilnm. 5. iu6ne. Wedannauch eittse- der Bapst/g^valt vnnd macht hak/jenes Zh- hcndRecht/ so ainer Pfarr zuegehörig/ainer andern Pfarrzue;uai.MN. Gestaitsanie der- glctcherurnchbeschehen/ beyauffrlchtung vrser hohen Schuelen vnnd Academien / alldork die Bäpst Zu vnderhalmng der Profcssormn ,84 AehendDchr/ M Aehends Gerechtigkeiten ( die damor deli Pfarren zueständig waren) den einuerleibt vnd gegeben.Dann die Römisches Bapst/vber die geistliche Güter vnd geistlicht Iura vnnd Gerechtsame voUomnes ciircenk.mcii c>rnne8 6ecim28,öcpri' riÜeZiLconccäerepoÜicLä nonsoluenä^ Allda mochte gefragt werden. Ob ainscn?chf,id§ Bcfreyung dem Römifthen Stuck/ sich auch aujf Aehend der Newre-lk vnnd )^ew- präch erstreckens Ierauss wirdt geantwortet / wann ) Freyheicsbriejf sich solche Wort bcst'^- den/die ja/dem^l mhüt nach/arrch atm Mend der Newre'it vnnd Mwprüch^ ziehen ^oder daß sonsten den Innhalt vnnd^ rntentivn darlnnMerrirckt oder;n vast^D Zvgen wmde / daß üt solchem fahl/vM^ Das dritte Buech/4 C rprtl. 185 ^trhandnen Befreyungs Wortcn/ein solcher §rephcitsBrreff/slch auch auffdrc Achend der Newreiitvnd Newprüch erstrecke. ttu killiu- cws ä. c^p: 9. n. 192. lii^uiens, c^uoä priuilc§ium criLM comprc^enäac diouuiiL <^U3näo verba läliA 5um,vt non^oOintrc- llrinFi Ab8^;unpro^rl2intcrs>reratjoii Uc clerici siuc l^ichniii ^uanclointellceLL mxnieorum proprietärem conrinerenrm- (Xi-m6o vero s.'.Iuä proprreta- tc vcrborum pottinr rettririAj 2cl prLcliL_ ^riu8 cult2, öc uö exccutäi acl r>ouäli2, <^uocl tune uliuä l'encicocium lir. Im fahl aber am Aehends Freyhcit/mrr mner Person wäre gegeben worden / dcr ge- fialt/daß die Aeheuds Frcyheit / nur der Pcr-- son/vnd mt den Jcheubaren Gütern anhcngrg ware/in disein fahl rundte sich ain solcherFrcy- heüs Bneff/ anffdicBcstandtslcuth dcß de- s"yeen Jehendmanns/nit erstrecken, k^guu- <>c^ ci. c.^p. üd.r. n. 1. in tine. ^cil von den JebmdsFrepbeiten/hernach am 4. Bucch/4. Capitel/mehrcre Meldung zu befinden/also bat der gonsttge Leser daselbs/ das vbenge zu ersehen. Jedoch k 86 ZehendRechk/ Jedoch ist bey allen Zehmosfreyheiren / st> jemand! von dein Romsicherr Smel erlangt tzat/ zu wissen / daß nenrblrchen vergleichen Aehenosfreyhenen / allarn stan haben / wa>M anr selbigem Drt die Pfarrer vno Seelsorger gnuegsame "Dnserhalmng haben / vnerachk dise/oder jene Person/am Jehendsbefreyung/ vderAehenosGerechtigkeit daselbs vberkomht/ vnd also auß abgang dergletchen Jehends/ sie Pfarrer vnd Seelsorger dannoch kamNoth/ oder Mangl lepden dörssen. Dann sonsten/ Pa die Pfarrcr/Sceksorger vnd Kirchenörcner , nrüsten )?oth vnnd Mangel leiden / wann M jhrer Pfarr/ain- oder ander Person deßA^ hends befreyt / oder am Jehend Gexcchti.Feit parinnen jhine Pfarrer entnommen/vnnd selb ainem andcrm gegeben wurde / so hetttN in dergleichen Fahl / solche Zehends Kreyhe^ ten / obwolen sie zu Rom erlangt wurden / bat« 6urierre2 Io: numeio rr). kaZuN" «le? cl: czp:Ijb: 2 num: 2. Hreuon ist auch Meldung beschehen am Buech/ 6. Capitcl/ z. Buech 8. Capikcl / coneln.5: - Andere Potentate/ König/Fürsten Das dritte Buech/4. Capr'tk. 187» dergleichen hoben weltlichen Standes Perso» nen/könen dergleichen AehendsBeftepungen/ in krafft ihrer weltlichen Pochheiten / kamen Menschen geben/ dieweil jhre weltliche Hoch- heiten/srch mrff die Aehend vnd dcro Befrey- Üng/Mk erbrechen« textU8 in c. rua eli, eie: äe- rim. vbi babemr, c^uoä Imperialis conces- k>o aemincm ä lolurione äccimacum exi- Mere^c>slir_>. In glcichem/kan ein Kaiftr/König/Fürst/ vnnd dergleichen Potentaten / anrer Krrchen jhre Jehends Gerechtigkeiten nrt benemnren/ vnnd dieselben jeinandt anderem zneargnen. Vnnd so diß nut der That also beschihet / kan ein solcher Aehends Innhaber / amen solchen Aehend/rntt guetenr Gwissen nicht geniessen/ »roch in krafft aines sollichen mch-swemgen Drttls/dergkrchcn Zehend verjären vnd pi L- kcribiern. text: inc.chitium.exr.eiocjecim: Dieweil dergleichen IchendsInnhabere/köi'r- glatrbrge Innkabereseyndt/vnnd dchhalber vmch prsckcription / nichts an sich bringen können / c. posscssor. b.. l. in 6. kekussuL <;nLstione 1 j^oc Umirat, quanäo ML- ' >Äkiclez r^kitL^EoctUuä ex^näuit. Item r88 AchendAcchk/ Item kan ein Bischof/Pr^lat/Prior/ vnd derglerchcn Vorflcher/arnlchenMenschen elit ewige JehendsFreyheit nit nanharlen. Wert durch dre geglichen Rcchr/allarnden Seelsor^ gern rnchrcn Pfarren die gehend zuegeaignek worden/Also defchalber ein Brschof/Pz-Llat rc die Aeheiws Gerechtigkerten eiirer Pfarr nie entziehen/vnd diefllb ainern anderm zueaigncN kam ikc-bussugei.^. ^s.u. Z2. sloneta e^vLit. 2.NUM.4O. Meichwol kanem Bischof/oder Prälat seinem Aehendmann/den jeurgenAehend/soek jhine Bischorren oder Pra laten in sein Vrbak schuldig / durch ein Tausch oder Kauff / odek durch am andern Contract / aufs ewig vbe^ geben/oder Nachlassen. lexrus inc.^uiaci^ ct>,exr. privil- Jedochmueßam solche ewiger Nachlaß/auß ehehaffrer Vrsach/vn^ nüc dcriolevviret vnd Irerlrchkeit beschehen/ die vonnökten rsi zu gebrauchen / als osst enl Bischof/von scmem Bischöflichen Einkon^ ruen/oder von seinen Bischöflichen Oüetcrw was verwenden will, slonera 6. Io. q. 44. k'cjt Iruc tot. l it. cle rrbus kicclcT^o Qvl.Keäoan. coci. rit, 24. Das dritte Buech/ g-Capitk. r 89 ^nd wann em Bischof/ einen Jehendman ^sso von allen semen Güetern deß Aehends er¬ fassen (doch verstehe/ da solches mit ordnung/ vnd auß Vrsach fargangen ) erstreckt sich em solcher Jehends Nachlaß/nicht allain auff die jenigen Gäetcr/so erZehendmann zur Zeit deß rmpfangnen Nachlaß gehabt / sondern auch auff die Güeter /so er§ehendmann darnach überkommen hat/perd.c.c;uia circa. Es Ware dann deß ein sondere Bedinguus besehe- ^en/vi<äcde priori Ldonccamc. 5.c). 7.1m. rz 6.8uare? cl. lih. 1. cap. 9. num. 7. So mag auch em Pfarnr/oder Prälat/ so lang er lebt ( aber nit lenger) ainem Welllichr einen Aehend verleihen/odcr Nachlassen / ohne vorwissen der hohen Dbrlgkerl. ?.l.avman c. 6-n. §.6ouar.ä.c.i7. n. Lanillu^cap.i z vum.i 1. Die an-er Frag ist aUda/ Ob dieIchcndS ^reyherten von ai¬ nem Innhaber/auff den andern " konliucn. Amü diß Capüel desto besser verstan- den werde / will ichö in nachvolame cm Aehenddvechk/ Exempel erklären/nenrblich gesetzk/esstyakütt des; Jehenos also befreyt/daß et von fernes Güetern / kamen Aehend zu raichen schuldig/ sonder dessen garrtz enthebt / Alft» ist nun die srag/wann diser Beftcyter feine Güler eitles anoem / amtweoers Bestandtsweiß hinlasset/ oder dieselben gantz vndgar verwendet/obdek Bestandktnann/oder anderer newer Inhabci diser Güeter/deß Ichendraichens auch pmM grert vnd befrepk feye/oder nicht k Hierauffvolgt zu Antwort. Daß aintweder die Güeter für sich selbs deß Aehendraichensbefreyl: oder aber allaiü ain Person primlegrert/ daß sie kamen Aehe^ geben darff. . So man den ersten Fahl setzt / nemblM die Güeter des; Aehends befreyt sein / ist^E arm solchen Fahl em jeder Irmhaber derE Güeter / also auch ain Bstandkmann/deß? henraichens / qmt/frey/ledig vnnd loß/dü^' . solche Aehenos Frcyheik / nik den PeG'^ sonder den Güekern anhengigist / vnd^ wegen auff em jeden Innhaber derselbe'^ /r.bba8ni ca^>. ex paite tua, uum. DaZ dritte Buech/4.CaM clicens; ü priuilcZium lit conceü- ^imrerree, c^uoä quiuis possessor ab oners ciecimJrum c'xcmptusüt. ^ioncta cap. 4. 2. in princ, verüc: nota triplex. ssiccius Part. 6. coUeÄ. 2 z 9 r verüc. ü esset. ^Zo Mr aber den andern Fahl setzen/das ist; so allain Vie Person / seiner Güeter halber dcß Aehends befreyt ist / vnd seine Giietcr hernach verwendet / als ainnveder dieselben Bstands-- weiß hrnlasser / oder verkaufft/vertauscht/odev sonsten vcrwcndck/vnnd von s,ch gibt / ist alß- dann der ^Ästnnosmann / vnd jeder ^nnhaber diser Güeter / deß Jehendraichenönik befreyt/ noch enthebk/sonder von solchen erssauffken / 0-- der Bstandtsweiß-oder anders Tittls mnha^ benden Giictern / er denr ordentlichen Jehend-, herm/den gehend dauon zu llfernschuloig/sin-! remalen in solcher Beschaffenheit/es ein solche Freyheit ist/Dieall.n.r den Personen- so befreyt ^em ihrer Güeter haiber/vno lüt den Güetern ^nhmrgk. kor tcxturn in c.ip. cx parte rna, inim. 4. ext. cic üccirn. cnp.Iicet. ext:eo(i: OIossr^Llcmcn: l. cxt:ciceenÜ suare?. ä. lrh. 7 (- 9. n. 1 s. verü kcrsonals ^memerit.kaZunch ä.Io.cap.4.Iib. 2.n. 192 Achent^vecht/ Em andere Mainung he«e es/da die ter selbs befreyk weren / wie obstchet. Z.icc1u; ci. cnlleü. 2 z 92.. in 6n^. Dritte Zrag/ Wie/VN- wann die persönlichen Je- hcnds Frephciken zu Vnkräfften kommen. Ieweil zrr nechst anuor/ von denen oÄ tzendsfreyheiten (ore allain den Person nen anhangen ) gehandlek wsrdeu / doch alles gar kürzlich/also rennbt es sich/c'^ da für- vnnd auff die Bann zubringen / auu was weiß solche Zehendsfreyheiten / zu krafften komnren. HieraufftvolgkzuAnkwort/daß solche 0^ henosfreyheiten auff manchcrlep weiß zu krafften konnnen. , Deren erster Fall / erklärt vnd außgeM ist-/in eine-n sonoerm Capitel inn gerstlub^ , Rechten / nemblrch in c--p. kuMlkuw O.>noniÜV. rxt. äe ciecim. Aldort aijv ' " tu ert vnnd geordnet/daß wann ein (voer -eruandk anderer) oeß Ichends Das dritte Buech/4»Capi'tk. ^reyt worden/daß derftlbvon allen seinen Gü- kern/ainichen gehend zugeben nü schuldig/vnd er Befreytcr / bey habender solcher seiner Fe- bendsFreybeit/allenthalben vil Zehendbare Güter an sich bringt/auff am solchemFahl die ZehendsFreyheik/Mt mehr für kräfftig gehal¬ ten- sonder»; auffgchebt / vnd darauß geschrtt- ten/oder die Sachdmch den Aehcndhcrrn vnd ^efrcyttn/vcrglichenvnnd accordicrt werden solle / auß diser Vrsach/dieweil ein newer sich erregter Fahl/der anfangs der erlangtenFrey- ! heit/nicht gewest/verursachen thuer / daß man von ainer - auch lang obstruierter Befreyung abweichen mueß. ^mon erauetta vol. 2. cons. 264.N. äiccli8> c^uoä ex causa äs nouo su^cruenicnri > rcccäatur a priuilc- 8>o, licer ciiut>nu8 obleruato. Dessen auch anuor am 2. Capitl/in der 8. Cchlußred niel- düng geschehen. Derowegen wert der newe Fahl ( das ist die vile vnnd menge der Guetce deft Befreien) anfangs seiner erlangten Ze- tzends befteyunz/nit gewest/sonder er Befrey- ter erst darnach vü Güeter an sicl) gebracht/ welches diß für atnem newen Fahl zuhalten/ *»s danmnhero dises newen sich erregten FalS halber/ L94 JehendRecht/ halber / solche perfonkche Zehends Freyherktkl zuvukrafften konrnrerr/dannsonsten/so für vnd für solche personüchc Jehends Krcvheitcn/bcy jhrcu Krafft en vcrbübcn / dem JehendherB selbiger Drchen(da die von dem Befreiten aü sich gebrachte Güeter ligen)aur grosser »nerck-» kicher Abbruch/an seiner alldort habender jhendS Gerechtigkeit herauß erfolgen - vnnd letsilichLtwan gar vndergehn wurdc/seytema- len ein dergleichen bcfrey tcPcrj o n/ie tsllichalle zehendbare Güettr an sich bringen - vnd also vne gemelt / denr Aehendherrn hierdurch ff>ü Achendrecht gar außtügm »nöchtc. K bb-,8 »r capffu§§cünm.rum personurum, non -ra, in prln>!e> siM b.cclcsulüjcorUln, scu iVIonaücrMrvm» chun ü pi-lnilcAj.'. poln loZitnno tempore, äa luEciLNti Aäpra^-rchnoNcr'n aünttanmrl 19 s AchentRecht/ Drittens/wann em befreyter JehendmatM sich seines habenden Pnmlegij mißbraucht/ jhme seine habende Jehendsftevheit auch be¬ nommen iverden möchte. texm8 in c. rurrrm x-bi^bl)28 cxc. dc priwIcA. LrLuccca vol.i.consii.21. n. vcri. csuiL aurejuKa- Gesialtsame dann durchMißbrauchung/ainer sein Krepheit verwircken kan. 6. c. luuruiN" Vbl äjcicurz^uoä cfui äbucimrilbj pcri^5- Q poceKLte, priuilcZium amittere mercL« lur. I.. luäLos. äe Iu6e. Vierdkens/ kan Vertragsweiß sich amer auch seiner Zehends Befrepung entschlafen. «ULrcrä.lo. u. /. e^kvr V. Von den Zchcnds Vcr-- gleichmigen. ^»runder will ich etliche Schlußk^ erzehlen / von den jenigen Vertrags vnno Vergleichungen / so der halber pflegen für-ugehn. Das dritte Bucch/ g.Capük. Erste Gchlnßeed: WannzweenGcists «<^e/aineS JehendS- oder amer JehendS Ges kechtigkeie halber/gegencrnanöVercräg auffs richten / vermög derer / ainerinn deß andenZ Pfarr/ain/oder mehr Jehend auffzuhebenhaM ben soll/sein derglerchenVertrag wolkraffeiz/ im fahl sie mit vorwissen vnd consons der ho¬ hen geistlichen Dbrigkeit/beschehen. 1'exrur in cap.räccJp. veniem» extra äe tranüV. kloneta cap^^urck. 7. n. 119. Sc iro.Z.c- buÜ'us cs.i z.n. Eben auff solche weiß / kan auch durch am Vertrag gerichtet werden/lauk dessen ain Ie- hendman/am wenigem thail / als den Jehens de>r/raichen möge. ä. caj). 2.It.ebutH mur ä.g. z .n. 26. äloncta iaiuö.g. n.. 12 z. Da aber solche vnnd dergleichen andere Vereräg / deß Zehcnds halber / ohne ccm5e»r der ordenkichen hohen Dbrigkeü befchehen auffainssolchem ^ahl /hette am solcher Vers ' nag mcht lang Bestände oder Krafft / sonder nm so lang baldig vnd gültig / als lang »ervrge Pfarrer / bey -hren Pfarren verbliben; Eo da derain Pfarrer/oderSeelsorgep nach dtmVertragvon fetbrgcx Pfarr hmreeck koms YE AchcndÄecht/ tuen lhätte/so wäre der nerve vnd hcrnachsonp tuende Pfarrer ntt verbunden / selbigen Äcr^ gleich znhalren. ^oucca ci. c; - 7.n. r 26. ?ia- äccius iupraxi b^iscop. 5o!. 271. veri/ lccur öecouueucioue^ Deromegen/da ctwan ein Pfarrer oder Scelsarger/aimm Jehenö-uanN -eß Aehends halber/wasnachsihck/üder.schekr-- rkct/ vnnd er Geelsorgsr hernach von sclbigek Pfarr hinweEkonlbt/ so ist der ncwe Pfarrer «l'idann nicht schuldig/daöjenig also zuhalceN tvaö sein Vorforder gcthan hat/ohne co usous vndratistcaciou der.hoheugeistkchen P>bn^ kcit/diewcil dergleiche^Detträg (so die Pfar^ Per ohne guechaissen ihrer hohen- Geistliches DbrszkeiLcingehen) einen kürMgen Pfarre^ vudSeelsyxzer/niL verbindLn/vnd dergestalt/ der Korforder/seinem Nachkomiucn. ttich^ ke-renunen/oderentziehenkan. Iexcu8 in c.»^- (Etcro. cxgiäe t^eul'-cä. läebuKu^ a. 1 Z - P 2g. Or norca vyl. 5. onnU 496. n. g4> >syn obltak. k Aunäor<.i. lo.cop. r.hb.Z-^" -6. '/bi -ur, gnoä caios.cr nbaeäionLS tkgo r it .r c c i u p cri 0 rr 4 i n ic u - ci e m v ai 0 Lcä non vitra vica traustgemin, cü linl szP äon..!^, caincr succeüürcbui>z)r^u' ^Lu^uc.urt. - - - - Das dritte Buech/6.Capl'tk. r 9S Darauf erscheint/wie vnbebächtig vnd v,r- lverß sein die -cnigen Zehendleuth/ welche ver- tüaiiren / daß warm em Pfarrer ihnen crw : WattN einAehend-- ruann/ ein zehendbarcs G»ek hat / welches er- gern außtalischen-vnd ein andcrsGnet darfüx Antaujchen wolte ainer Kirchen oder Pfarr/.' «an eritsolcher^znsch zroax fnrgchn/aber doel> 2vs AehendRechk/ so nmeß anuor die hohe geistliche Hörigkeit/ ällor9li8. dcei.c.cruN" lionuncs. K.ebuku8 6. yuM.- §.rmmcrc>' in fmc. Dre dritte MaürurMst derfenigc Rcehl^ gelehrcen/dre lehren vnd sprechcn/daß allea»'^ Würdige Aeheud/nicht hey dem/tzerd»ö Das dritte Bttech/6. Capirl. ro; dauon die Achend anststehen / an jcho bcsinc/ innen hat/sonder bep dein jemgen/welcder ^ie Zeberrd anffgeschwöllt vnnd anstehen Has lasftn/vnd hernaeb das Gmt von sich geben/ ersuechr vnnd eingelangk werden sollen. viüc ^sigÜrni: öe Harr:ctnA: loc: iVionetam c. 6., rh A. n: 20. vbi Aessen die vr-r fach / seytemalen der Zehend durch öre Gehn; geistlicher Rechten/nicht anfföie Gilettr (nue. (tlichc färgeocn wollen) solider auffdre Frücht Dnd Gewächs der Erden geschlagen vnnd ge¬ ordnet worden / dannenhero so nrueß der jenig , (welcher selorgcr Iaren/von denett dcrM-end Nllßsichet/die Frinchr/Gewächü vnd Nülmng- en cingeftret) vnnd,ncht dex/an welchen! her¬ nach die Giietcr kommen / tzen aHssändrgci^ Aehend absiakten. Melche disc M-N'nnng (die ich lnernem ge- dingcn verstandt nach/wegen herimch volgen- Fnndamcnr vnnd 9rechtsgnmdcn/fnr die- ochere Vlauiung achte) sonderlich nut distn den dargcrhan vnd envisen wer- i -^nd zwar erstlich / bezeugen drftr dritten ^hllimngö gründ / dre Tc^ itlll Gersilichen, Rechten/ rog. AhendRechr/ Rechten/wie Zusehen in c. ex parte Lanonsi eorum, 6c in cap. cum in tua. cap. tua no- bi^.cap nuncios. exo cle elcim. In welche discn Gesäßen außtrucklich begriffen / daß der Achenö von den Früchten geraicht werden solle. Daraus? abzunemincn/daß der Aehend aigentlich den Früchten anhange. Ann: andcrn/wrrd vorstehende dritte Masi Kung crwiftn vnd probiert nüt jeneniInnhalt/ der sich in allgcmamm geistlichen Rechten be- ssndct/ncu'.birch in cap. kaüoraliL. cxr. äc äc- eimis. Alldork der Bapst Innocelitins i i »ncldet / daß die Frücht m> anderst dann >»ü dem Last vnnd Attsiag deß Aehends/nrög^ verwende werden; lloc cK, vcihi aiclexcu^ nilicumonere clecimarum. lüemü^ bcrur in cap.cum non lit in llominc, exc^ 6e clccirniz. 8uarcx 6. lisi. i.eap.z6.n.l--^ cap. ? 8.n. 9. verL idiilnlominus. Auß welchen disen deß Bapsts Innocenk^ Worten / augenscheinlich abzuncnurren/ der Nchend aigentlich auff den Früchten v.md vonjcn.etri (derdie zchendbaren Das dritte Bucch/6»Capikl. es? genossen ) abgestattck vnnd entrichtet werden Drittens / wird solches nicht weniger also dargethan/daß/wann amer ein Acker/oder em anders -ehendbares Gnet/nicht anbawer / der Innhaber selbigen angebawtcn Gurts (dar-- ^vn er käme Frucht vnnd Nutzungen gehabt) kamen Aehend rarchet/ auß welchem dann a- bermalen zuschlressen / daß der Aehend aigent- »ich mt von dem gründ vnd bodcn / sonder von den Früchten bezale werden müsse. ^r§. ä. c. ^>2Üora1l8, Lr <1. oap. cnrn non llt. Vierdtens / wird obuermeldte dritte Mah¬ nung bekrafftiget vnnd besrättigek / mit jenem Spruch / den wir lesen bey dem H. Thomas vonAgttin/inr. 2. enciat rrjtieum non äecimaruin, poüir.» e.cclc5ta ärcinaaz exi§cre, öc ab» cmptorc, «gUt L26 AehciidRecht/ hui lmdotrcm LecleffL^ebitrm; öeä vött" cinore, gni guantum eff clele,k.ccIcliaiN eieffrgttffnnr; v no ttimenioluenre, aliu^ noneenttur. . Auss deutsch also lankemr Ncmblich / daß amer von jenigen Sachen/' welche durch Stehlen oder Rauben weck ge¬ nommen werden (es wäre dann/daß er etwa» durch sein schuld oder vnfiechin den Schade» fiele / mrff arrr solchem Ja hl /die Kirchen lvoi kam Schaden leiden - noch dessen entgelte» möchte) ntt vcrbnitdcn/annchcn Achend zuge» ben/odE Ut erstatten : Sotrcr aber amer aas Wachen (ehe vnd annor er den Aehenddatw» geraichr) verkaufft / in solchem Fahl/die chenden Aehend/arntweder von demKauss^' oder Mrkauffer/abfordcm möge: von K'anffcr deswegen / dieweil er ein solches/^ Schuld des Aehends a uff sich tragendes tracht/gekaufft / vnd an sich bracht hat r HNLUl8LL8 cum lu tceung öe oncrc ere.nu i alicnLtio. ff. eie cotttruh. cm^>t. lh - ffn. L. üne ceiffn, vc! relig. Lr onus ce ' ^-. «uemui; ^offefforcm ffgnicur. Bas drM Buech/6. CäpM. csc impctts^vwon OraucttLvo!. l.conül: N.i.<,-«nül:n2.n. 2. Von den: Verkaufter darunrben/ scptema- len er soml an jhm gewesi/den Jehendherrn sera Nes Aehcnds beraübt/vnnd darumb betrogen/ vnnd hmdergangeii hat / nenrbkch wegen be- sihehner.Traidts Verwendung / ohne daruor ftcrarchten Aehcnd : Dieweil aber aincin sci- nevorchailige vnd betrügliche Thaten/rnt sol¬ len zu nun vnd woifahrr kornmcn / dcrowegen sv vcr-lerbe er betrugt,eher Zehendsvertufcher dem Jehendherrn / vmb seinen Jehend hindcr- ftelltg vnnd verobligiert / seines geüebcen Be¬ zugs halber/cum clolu?; ucmiui pmrocina- ri, öelucro eüe ucbc.ir. I.awcx60I».6/ uc äolo I.. itaciuc VuIIo. tk. ele kurt. c.>p. ?ccie8 §/ tin. exn eic rclcript: cup. cxlirccri^. in lin,- kXt: clc 6ol. öe conrum. Jedoch aber spricht weiter gedachter H. Thomas von Aamn: wann amer auß jhncn ^.veen/bashi / der Kaufter/oder Verkaufter/ die Abstatt,,,^ deß Hindersielligen Jehends latsic/alßdannfte beede dardluch ledig werden. '' ' c.v?v^ Lo8 JehendRechk/ VII. Wre/ vnnd wann dte Achend durch krXscriprion, mögen ersessen / oder gemindert / oder gar auffgeheb? werden. R.ste Gchlnffeed : Wann jemand« Gerftlicher oder Weltlicher/mit gneteni Glauben/rechtmässrgem Tiktl/vnd ohn vndcrbruch/ wider amen Pfarrer oder S,eeb» sorger/rc. 40. gantzcr Jahr / oder ohne Tittl/ von vtrfürdencklicher zeit hero/ leu ab moriali tempore, deß Achend einnemmcn^/ in Gewöhr/)?ntz vnnd Besitzung gewesen/^ hat er hierdurch am selbigen Drt/den Aehend gnuegsamb ersessen vnnd v.erjärk. cap. l-P prLlcrioc.in 6. b.eon. l8cüirr> 80c. IL8V 1 cleiulb. öc rur.lib. 2.c. Z9.num. ^9. 6ub-4- I^nä. Noli na rraekat. cic iuK.öc iur.äilss- rbcron. i^c LeuaHos. rract. cle coAMt. viamviol. q.^ s-n. 56. Der jemg/so auff gewisen Güekern^ Krossen Achend prcoseribiert hat / kA denselben Gitetem auch hernach den Das dritte Buech 7. Tapük. L-S Fetzend einfordern/ im sah! jemanok anderer desselbrgen klainen s ehendö dasclbs / nik itt pollessione, VNd Innhabung ist. rcxms in c. cum inruo. exr: äc ctccim.vbi voQorc^. Kcbyff: 14.11. rr.r4.2L.rL. Luticrercl. c.r^.n. 90. , In solcher zeit vnd gestalt wie obstetzet/kan ebnermassen am Jehendmann/durchxrXlcki- ption vnd verjärung sich cximiern vnnd be- freyr machen / daß er hinfüro feinem Zehend« Herrn nichts mehr zu raichen schuldig. Louarr I «1.c2ss.,7. num. 8.0.kriä° ^rnm äc iurs ccns. cap. L.n. 8i. ^oneta^c äecim. c.L. 5.N. loj.LonaclNLäisp.vk:^. L.punQ» z. pwpos: 2. n. 6. vbi sir» c^uoä pLrriculärer personL per legitimem proescriprionenr» immune; ücri pollinc 2 äccimi;, rempor« immemoriali, vel spacio 40. ünnorum in- rerucnienre rirulo sälrem probabilitcr pre* tumpcv. Dder aber / es kan sich atner in zeit vnnd massen/wie obstehet / durch vrLfcription be- freyt machcn/daß er seinem Zehendherm nicht den gehenden / sonder den aylffken / zwölfften/ vrexzehenden/te. vd' andemThml geben darff. L ^rxunr. rro AehStrdRechk/ Irenin, textnr in c. s!6 HpoKEcE cap.1'11 Llic)uidu5 tz. > ÜL verä <^c. iiileÄi.exr. 6 e äe^ cim. v.Momasin 2. 2.H. 8> stt.r.^bba5 in ct. c. in 2k-c)uibU8. 6nug-r: 6. lik), t-. ^gp. l N. 18. vcr5:iextoL!n. tO.^ets76ÄaUv,M^ riu8^nconinu8, vLr.re/oi:jib.;.rcIo1:77 9. OaräiLelkrm: ^.cvNtto.Kcncr. tomo l Iit>l.c3p.2 5. 6ub. i. ^er5:OvNtkArium PU^ lo.l^eon.l-eillus 6!oc. 6ub: ^.n.2 6. LomrLiLM cii Llioue cirujo» sc^uireie nec^ucant. c^uoc! responäetuc^. <)nc>6 in clecimis ciuplex ins beuc: Vr^v^l cjuoä e^ssnriruale öe^riM^" rum: ^Lrr.LVLi, temporsle lccunä^riu^' L: inscriu8: lüuc! sp-rirusIe-eK funüalU^ in rnulv spiriru. Ii, nempc in miniüerio^^ clell3l>icy: Akuius, I^.rici 5unc inc?p2^, öcüoc sensuinceliiAe cap. ci'us^m, c;uL ciepr^scripr: c. 2. ext:dc iuciic: jus 6cciniurum, sciücet ius rcmpor^' cunö^rm.öt in5eriu8> eKiiluci, c^uoci ratücKabüIo iurc spiruuaU, <^uoci4' rz -P3P 3UIM0U qns umllN3iu3.v ^mnn^nl) vsmei vucis^Zö wnoivj ni non -mupzp 8NI 833ls ponb rcsä. lop w SNYNH 8N^V Is "7 m 8NPP'^'3^ Mvs z,^l^ ^Nlä su 1X3 Nis -J 83pUoö.iU2l 8NU06 pos D3l^eis^I07s S^LMI^lch 83.» lMNZs-NIs von 8Ns)N3s issl INM 7z> ^LNUMPNsJUI *fJ3p SUMION ^Ns mb '8N^)N^ ouiuron or^ rpU3i6iJI3(j! nroiblsNIin MMne^r p.)s 'UkNs 80)r:6eom mnlLnI)'smniIJp ipiiSsäiJ^ö 3^ -VMIllöf SM iUr>p33N03 SlssI aAV3ZU2) NOiF 'seull2sp33li^lsciru^«D3i3oZ lipoouc»?»^ -Nsspu H 8NPZ^os>ncnl!> ^c»csnp Nl poni) *52m!)Ni L pi: "i' UF« OOI !>' r r svrjnols j d 'L nvk k'3'L 'qisro^vnz, -s^ch-o 'ipns^ rne^mokZvIOss ^luvilenop osnlu °myni-^ »psp 8N^>N^ SINN rlnci'WNH -U!^!p sj3 IsLN1I^i6/ IlNk ossi <^e pon!) -8Nlj -3lse rums^ ^3OL6'-3M.-HA Nl-NULM33P 8is «rnriLl6^ SI3NI 802lr^ ^8U3MP 6-1 n t-dp °vs'p 'Mvl NVA'L MNs S3DV<äe) l3ir -IPNeMI^SP 8i)OIl.)/ttl SI)Nl 8MNIj )Z '3^ >lU -rr»6l)l>sRac!"QiZJsinu6'sirpnol np>i'^no> ^uvlicnop xs uns24 >c-srrlsion!-isLX3LNL r r *är>Z ?^(L Lir AehcndAechr/ Dr qu'bu8 2ppAret,ejuo6.1ai'cr alkeriM juriš inkerioris,^uoci spiritusle noneK,aö Fes, c^uL äecim« nomine prMantur, 6^ siabiles öe capaces/iäco^; ram conecllione kontiiäcis, quam prLscriprione scquircre ^>otHnc ins percipicneü sruseruÄkum, excen6»k> mocio ÄÜ8 slius non repcxjztur in pollellion^' M^lcar. c!e prob. vol. 2.. csnelus? z46. ^toneks e. 4. c^. z.mrsr.64. verk. tinüca rnen. Osil!:«iepißnor.oblcru.v!<.n 4^ Lcribcnk enim» non vi6etUL lrsbere 3N>^ sc^uirenä- partem, leck tarum,.propl^ n-'neemlubieiIi. Innoeem. in cap.cki^'- exrröe reli§. ckom. Jedoch verstehet stE solches allunauff dein fahl'wannveßA^^^x von derselben newen Frucht / niemand a>r m der Poffeffion vnd Innhabrmg tus m rcrm N!8IN cap. cum IN MU. bu^äculij Lunon>iÜL ext'6c'6c.'cilN. ^^2.^ jLr-icEUL-cktlecpcäUvüum5orcüs^i'?^^, Das dritte Buech/8. Tapr'tk. 2 r 5 NU.! O7 vol:;. Ourierrer ck. csp. rg. n. 92. Derowegen / wann lemandt arrff mm n Guet das Sehendrecht / also wie gemeldt an sich gebracht/ vnnd es sich hernach erwan ;ue- kragt/daß auff selbigem Guet / ein newewnnd andere Frucht erzügletwurde/selbiger Sehend Herr alßda'Nn auch von solcher newen Frucht den Sehend einfordern möc^e / ttieron.de ^eu.tHv8, d. rraü. de čofnit. f>er viam viok kjuLlb:; 5. n. so. Darm die Juristen sagen/ gleich wie sich am Zehmdö Gerechtigkeit von amem Guet nicht sihaide/ob schon selbigesIe- hendrecht auffain anderm Innhaöer komme/ also / vnnd gleicher weG / verkehre sich ainsen Sehendrecht nit/ob schon auffselbigenSehend-, barem Guet / ein andere Frucht gepflantzek werde, kcxruzinc.comiüum, exträciede- kiieromäc eiiLl: loc. n. 5;. ^c>uAr:ci.c.Z7.n.).ver5Lecer§ltur.Vbi 3ir, pvlLllioin vna specie KuLivnm^UT procent 2^) vna radice ncmpe L iuredeci- ^dzjj.ls'fkuQuuln checieseZL ten^.it.Qut!sr-d.Iil).2.T.2 enimt'u^E titu!u8 vnuerk-.ljs-rune cDAcM ouüü ^oLcÜio, ^robr-- srs AehendRechr/ ^robato m psrte, releuar in totum, propttt rckeQum tituli vniucrlalis: Daaberjemand kam völlige Jehendsgerechtigkeit / sonder n»k «inen Zehend von gewiser Zehendsfrucht auff -»heben hette/ein solcher kundte sem Zehenv^ xollcMon auff andere Jehendöfrücht nit ere strecken. Also da amer nur deß Hepzehenvö/ in polleüione wäre / kundte derselb den »raidtzehend/oderWeinzehend mt einfordern: in gleichem da jemandsnur deß Getraidt^ hendö i n polleMonc wäre/kundte derselb vorn I)ey oder Wein den Zehend mt anft?rechen- karinac. in (lects:posllium. l.cieci54^ r». i. vbi sit, c;uoä polleMo illiu8,cui . r. §. ölocjnteröiQo ck.äeitjn. aQ. priu. Dieweil ainsenparücular Aehends Posses- slon/sich auffandere Frücht / deren am dritter »n der innhabung ist/nit erstrecken kan. Oraue: couiirzL.nu. 16. mguiens,quocjj)otteÜlc» vniuraüus.ve! invnare, non cxcenäarur sä aliuin aäum, aut aä aliam rcm, alio ex» iKentcmpoÜclUone.Kehuckus c^.14. n.i Vcr5: jrem pr^lcriptio non bäbcrjocum ni- 1i in ilio 3ÄU,HUO Huizfuit vtus. 6ucicrc2 Qänon: c^uLÜ: tib. 2. c.2 i.n 86. Item allda zuwissen / wann jemand in al¬ lem Gezirck/ den grossen Ichend einzunEen hette/entgegen aber die Zehendlent/rn solchem > Gezirck/nur solche Frücht (so vnder den klaln Zchcnd gerechnet werden ) in gar grosser An¬ zahl vnd Menge zügleten/dardurch der grosse Aehend / so anuor von dmselbcn Güctcrn hak köndeneingenomen werden/in ein mercklichen Abgang gerachen thätte / In solchem Fahl alpdann der Aehendherr deß grossen Jehends/ auch den klainZchend dauon ansprechen möch¬ te- Weil bey solcher beschaffenheit der klaiire Liebend in die aigenschasstvnd schttidigkm deß grossen 2iS AchendRechkk Aehends wetten thvet. Es wäre dann sach/dH der Aeherrdherr deß klamen Zehcnds/erwessen krrndke / daß obwolen der grosse Jehend durch erzüglung der Frücht deß klamm Aehends/ ftarck nach vnd nach abgenommen/er Achcird- , Herr deß flamen Zehends/mchts desto weniger Davon den klamen Aehend /vngehrndcrt deß grossen Aehendherms/ lederzeit eingenommen pake. Irakurinacius in 6eci6vn:j)vKdum: 6ccikion: ;v2.vl)i inguit, kl coloni omiKo kenn ne rririci, 6ealnrrum checicrum in c-K 6cm incej?erint kercrc in ma§na c^uanc> rare ta!e8 krnkku;» gui anrcä inrer 6cciiv^ nnnntas rcs>ut.rntun, c^uö6 rali ca kn 6ccK rna: !'ne nnruirL gua: mulrum crcuerinr-'' kuececianr in lverun clecimarrnn §ross-^ rurn. In knnui rea6irüaibux 6c ^nekcrss^ 2. fv principal, nennern2 r. Vbi air, ^nrkcri^rionc Ai'oliÄ8 är ininma.^ aeciw-^ 6ebcri: iioc tanren nsn proce6ere, 60 aj?paret, 6ecima8 ininman per ski-'^ kcclclram vel j) er Km am kuille pcr,ccj?ta^ Ändee Gchlnssred r' Dbwolen oben? der ersten Schlußrcd /diß /. EapitelsB^^ Das dritte Buech/F.Capttk. r 19 worden / daß wider die Geelsorger/obm Tut? ain Zedeno durch am vnfürdcnckliche posscs- lion möge ersessen werden /so wird aber am so lange -en nit erfordert / wann em Geistlicher vder Weltlicher / wider em Weltlichen amcir Aehend veyaren / prLscribicrn vnd ansich bringen will. Lr-iuct:con5:496. n.s.öecouü 874 n. Z. Kcbuffus eie äccioa. g. ; n. ioo Vl>i in 80c alleMtketinumincäp.cmchun- ^uL.ext. 6e-prLlcr. Laräin.co-nl. 146. (1u- Qi^n.cous. gz. 2 z. Iviinn. kr.mc. in tret^.prLscr^.7.e->rol^uin.cvn5.i42M.5. Vnd nach Maimmg etlicher Rechtsgelchrtc/ werden zu amer solchen prclcription erfordert zy. Jar. Lu16ti^con5.462.Iib.^ ix. Ob/vnd wie die IchcndsM rcchttgkcittn /vcirch Gebxtiach/vnttv Gewonheiten / mögen verändett vnnd verrückt werden. v Äuil die Gebrauch vnd Gewonheiten in Aehendsachen anbctrifft/vnd an-u^ zaigen / Was / Wann/vnnd die Gebrauch vnnd Gewonheiten in / ßchen/mögen verändern. Ist nicht wcn'^ Das dritte Vuech/zxTapttl. rrr Daßqn aim: vnd anderm Drk mögen sonder¬ bare Gebrauch vnnv Gewonheitendeßhalber eingeMrt werden. Jedoch sagen die Aechks- «eichrken/wann ein Zehendsfreyheit / durch ein Gewonheit wolle erwisen werden / so seye vonnöttenzu erweisen/daß ein gantze Gemain oder gantze Gtatt/oder gantzes Dorff / in 40. Jahren niemalen habe gepflegt amichen Ze¬ hendzugeben. konacinaciisp: v!t:c;. ^.pun- Ao i propo5: z. n. 6 öc 7. vbi in^nit, vr guir ^>erconsuctuäincm täatimunir L(iccimi8, rec^uiratur, vt communitas conlueucri^, von solucre äecimas spacio 40. annoruin; c^uamuis enim in abroganäix IcZibus Le- cleüaKici; nonnulli OoAorcs re^uiran^ tantum äecennium, kamen aäimroäucc» äam IcZicimam consuetuäinem contra ins k,ccIeliL, re^uiratur spacium 40. annorü D-HiomLsm r.2.c;. 89-rrrt. aä 5.0ouar. 17.N. 8.^20iM8cap. Z7- c;uL. 2,0.4^. Sonera cap. ;.n. io;. I^eZinalciusIch. 19. num.97. 6ke§or.äeValencia ^ncomenr. ^keol.romo ;.äisp.6.c;. z.pun^o 2.1nD. Welches auch bezeugt 8repllanu;kagun6er 80c. l ssv t ticvl. m c^uLÜ: äe LüriK: oKe. pra> 2rr 'AhendRechk/ prvcepko cnx>. -.m>o. Daßnemß^ Irch m 40,Iaren / könne m Aehendsachen/aui sonderbarer Gebrauch vnd Gewonhesi auff-- komnien. Jedoch sagt er / daß em solche wmchett / sich auft die Zehend von dm 7)ew-o reilk-vud Newprüchen ( welche hernach vai- felbscntsichn) ntt ersirecke. killiuc. ä. Io. »uint.ro 18 8« M weniger daß am solcher Gebrauch an «'nem Drch/auffarn anders -Orth mt könne gezogen werden / riic 6. Io. n.ra. Im vberigen aber/dle Wcltlichen/sich gleich wol durch am Gewonhe«t deß Aehends/ vnd frcp machen mögen/ wert em atlgeMan^ gewonhcit somt krafft vnd wirckung habe vilam Gcsay. Nlnr aber durch am Bäpsl^ ches Gesast/oder Frepheik/ amer deß Aehcnbö -efrcyt werden möge / lirZoauchdurchs"' Gewonheit. cl. loc. nuincro 2 4' <,'ou^rruui-i8ä.ioc. uuinoro 8. §. e^ver^' ^?oriu8tomo i. caji. zz.lib^?. r. ß.cxtris. Auff daß aber in lpccie bessererkcnnk^ Das drkm Bckch/s. Capltl. 22; de/ was die 1a>rgwLrrgcn Gebräuch vnnd Ge- wonheiten / rn Kehendsachcn wircken mögen. Ist allda zuw'ffcn / obwoten von aincm/oderr Mchv IchendleMen/immerdar der Jehend Mt vollkonlme,lilch /sonder bisweilen am we¬ niger Thail / oder zu zetten von diser oder ie- uer Frucht / gar kam Aehend gettsert wirdt/ daß man jedoch nicht geschwind wegen amer oder andern dergleichen partunlar Abends^ karchttng / es für ein allgemarnc Achends Ge- wonheit oder Alt Herkommen/ anziehen vnnd Halten möge / dieweü zu darthue - vnnd bev-: bringung amer rechtsamen allgcnrarncn Ke- hendsGewonheit /erwisen werden mr-cß / daß in selbiger Pfarr / all vnnd jede Zelxndieuch/ in die 40. Jahr lang/öen gehend gar nicht/ oder nur von etlichen gewisen Sorten der Frücht / vnnd weiter nrchts gerarchr Has -en. ' welcher nun thuek erweisen / daß Jeder-- ^^Utugkttch in seiner Pfarr / inn die Vier- A- ^>ahr lang / von amer - oder anderen frucht / gar kamen Zehcnd geraicht / 0- ver vniformller / vnnd Gleichförmig / - nie rr4 AehmdRecht/ nit der zehende/ sonder ein weniger Thail/vorl den Jehendlemhensamentlich daftlbs/iahrltch geliserk worden/dcrselb khuet hierdurch am alle genrainen Achmdsbrauch vnd gewonheitsattt sambprobiern. karinacrus tomo l. Parte 2. <1ccit: 441. n. 2. killmc. tomo 2. traÄ- 2 z-l>» 2.cap. z. ng Z2. in^uicns, ^uociconluccu- cline inciuci pol!it,vtnu!1a pars lructuUlN toluarur pro ciecima Lic. Dann es begibt sich offt / daß diftr/oder je/ ner Kehendsmann auffsein Lebenlang/oderr nur vor, ainer gewisen Frucht deß Aehenvs frey gelassen wirdk. Dder attch/sobeschrhet^ offt/daß etliche die Aehend Bcstandswerß^ nerhalb behalten/vnd geniessen/oderdenselb^ auff ein zciclang abkaufft haben. Man abcr auß solchen-etlicher partimlar Kehe^. teuth airbus vrrd Dhaken/ Gott geb auß Dttl oder Vrsach solches hergefiossen/ rechtmässige general Gewonheik vnnd aG mainen Kehendöbrauch erzwingen, k-ur-ns' . Derowegen/wann die Aehends vnderlaf-s sungen oder Zehendsüferungen/inainerPfars Nit gleichförmig waren / sond dargethan wur¬ de/ daß am Z.ehendmann mebr als der andev Aehmdmann/verzehend hette/so kundte durch solche Acms / die bey den Zehendleuchen mchc gleichförmig sein/kainallgemaine Gewonhcie erwisen werden, karin: p. i. romo i. äeciK 469, n. 2. Vbi air, ^UAnciv clLcim^rum 5o- luttoncs non lunr vnifoi mcs (prout rcc^ui- rirur)se(i c^uLetam ex illj8,mjnorcm, c^uL- 6ammarorcm5ummam, conrincanr,ncP vniuerfales, 5cä tantum ä non- nullig ünAuIaribus pcrsonis pro bonispar- ticulärikuz, c^uoci proprer lioc> non pollmd «jici kAöiT in viin conluetuäinis, iciern trA- 6irkarin3cm8in tomo2.p. 1.600160:474, iNHuicns, ^ULnäololukio äecimaruw, vz- rrS Aehend^echt/ xio mvclo cK, gnoei p»er lloe, NVN iN* «juccimrconkuetncio. Aust welcher drser Wurtzi / entspringt Vise* Schluß /nemblich daß die geiMchen Gesa^ vno Dccreca(vermög deren geordnet worden die Jehend vollkomenlich zugeben ) zuuerfteh'i seye von jener Vollkommenheit / die dxr rE ten Gewpnheik daselbs gemeß. Das rst / daß «mn den Aehend also (vollkommenlich ) rarchc soll / wie es vermög alten rechtmässigen her" kommens/vn nd gleichformiger.Iehends rvonheit alldork sich gebärt.'kirolosan.jn lsn- tLAM.iur.lib. 2. c^p. 26 num.4. Ingulcnr- «Wvä 'inra Loguentia Lc äecimis MtcZ^ ^sluenciis, intelliZencia klnt ctc iMcKric^ ksrin. ä.p. 2. t-omo s. clecik: 497- in« o 2. , Vnd weil mir dann bewnßt/daß sondcn'^ im Demschland / es der zehendbaren vn«^' Hchcndbarcn Frücht halber / vnderschib»^. Gewonherren Hat/Me dann offr nur bey ennmgen Stakt sich allerlep Aehendsgebra» -esinden/anch nnr vnuerborgen / daß in cher Pfar: m amcnr gewißen Gezirck/ka^ege »der Gromarzehmd/ oder KrautzchcrE Daö dritte BueH/9. Capiti. 22^ ^tbaicht zu w^rden/vnddocheben in derstlbetz Pfarr/zrvar inainem«ndern Gczirck/der Ke- hend von dcmHey/oderGromar/oder Kraut/ oder Vieh / Er dergleichen geraichk wirdt. Innmassen dann hin vnnd her/arz vnderschitz- liehen Ärken/alleriey vnd manichfälttgeGe- t>räuch /Mnd alte Gewonheiten imschwunA sein. Derowegen fo fundttn hieuon vil Ge¬ brauch vnnd Gewonheiten viler Archen / er- ;6hlt vnd aufs die Pan gebracht werdm/doetz ivic dem allem /-ich allain die fürnembsien A- hendsgebräuch allda erzölen will /zu welchen/ in gleichem Verstandk/auch andere Aehends- gebrauch mögen gezogen / vnnd also darna^ reguliert vnd verstanden werden/wie volgr. Erste Scblaßred r Jene Gewonheir/ lam dero man in arner ganyen ProumMini^ chen persönlichen Jehend nit raichee < gestalt- samb es dann in; gantzen Temschlandr de» stauch istfrässng. blolliens: öc alij incap. in 3lic;uibu8. exera cic äccim. Louak. var. rclol:1ib. i.c^. i^.numcro S.vcrs.l^uin- ^üüicvcrum- Qr Andy -r^S ZchentRechr/ Gchlussrtd: Jene Gewsnkck vmes gantzen Lanots/vermögbero dre Lape« ihren Pfarrern vnd Geelsorgem/noch Per¬ sönlichen - noch Traidt- noch Vich- noch Wern- noch Frücht-noch ainichen ander« Zcyend raichen / von etlichen anfthenliche« ^echtsgelehrten/für nit kräffng geachtet wird auß der Vrsach/ diewell durch solche Gewoil- Heit aineö ganyen Lands/ die jenige Erkannt^ nns / so die Weltlichen gegen jhren Pfarrer« vnd Seelsorgern/wegen jrer geisllichenNW vndArbaikin etwo ainer Sach/haben vnd -aigen sollen/gentzlich auffgehebk vtrdachS^ tilgt seye. Laib, in j). 5 p. princip, vers: tlmo iZimr num. z fol. z66 LouarruM^ V2r:rc5ol:lib: i.c. 17 n. 8 vcrs: Vnäcciv^ Streute. Qutierrc? ä.ltb. r.c. 2^. n. z 8. Wie dem allem aber / seyndt andere etE Gelehrte der Mainung / daß ain derglerch^ Gewonhcik wol verantwortlich feye/sonderW wann sie Pfarrer von chnenLayen anderes benvno Ehrungen empfahen/vti jtb. 7 c2^. Z7 vers:^tt2men.ln6mill"^. .Outicrc^ci.Iib. i c?>p. 14 num. 5 ?wlgt Auch alles mit dem Absatz / wie her««^' »n Das dritte Buech/ s.Eapük. rr- tn der letsten Schlußred / wann nemblrch die Pfarrer vno Seelsorger äusser deß Jehends/ sonsten gnuegsamö vnd jrem Stand gemessie Vnderhaltkmg haben/Sonera c. z gn-sr Ver5: <^ui nirno. 6urierre?6. Io. n. 29 Vnd im fahl selbiger Drthen (da nemblictz der allgemame Brauch vnnd altö Herkommen ist/kamen Jehend zugeben/vnndsie Geistliche vnd Seelsorger deßhalber niL)?ot oder Man¬ gel leiden sonder mit anderm gnuegsamen Einkommen fitrgesehen sein) der Zekend dan- noch begert werden wolte/ möchten sie Laven bey so gestalten Sachen / sich deß AeHend ge¬ bens / wvl verwaigern. Zorlus iLm ck. loc- veil: kx In8 crlam. v. Iliomas <;uoäiibee 2 art: 8. in^uien5, M2lekAcereLccIe6Ärum k.eQ-orc8, li äecltnas exiZÄNt ä ^mcisHü er prouincia, vbi non cliconkuetuäo äi, öec>. . I-doch wann attff erheblichen Vksachen MN solcher allgemainer Brauch ames Landes (darinnen man nemblrch kamen Jehend gibt) von dem Römischen Strrel auffgchebt/vnab- gechan w-rrde/mt'k der ansrdmm shiissürodm Wtteru vnö Seelsorgern den Aehenü zwgs- LZS AehendRechr/ bm/auffam solchem Fahl alßdann / kundtM sie Layensichdeß Kehendraichens weiter nicht tcschwären/sonder sie Weltliche wärm schilt- d^/ hernach den- Kthend trewlich zu geben, <äuri erreichcsp, 2i. numer« 2 v.bl alle- xat slorcutiriuunn r-. p.5uLsummL,.cAP- 6..8^!nsSrum in summa verb.OcciwL HULK. 4- A alios uutKore;. Louarru..K. uas>- Z7.NNN2. L2. iKemrraKit. Drtrce Fcblußrcd : Imer^rauchvnd' Gewonheit / laut, ders hergebracht worden/ -aß man in drser oder jener Pfarr/etwan -en Mandlen) Äujsen/Piren/ oder ApAn/ oder vom Del/oder Hönig/oder Wachs/od^ vom Hanff/ oder vorn-Hew / oder Gromau »der vym Kraut/oder voamerandernArnch^ vder von etlichen deren Früchten / die mrg^ melt/oder andern dergleichen Früchten / ad^ vom Vich / gar kamen Jehend/oder. von ain Frucht etwas/ vnd von der andern Fr»^ tüchts/ oder von jener etwas / vnnd von dil^ knchcs / oder von vifem Vich ektzas/vrid jenern V>chnjchrs/Wuerzehende^sihMig^ krafftig. ?mIuäLaKrens:vol. ä.üd. l.L3^.r^.ü. 8. vcrs.L«?^n Das dritte Buech/I.TaM. -zri «o6em iure..lo2nn:6uticrre2 ä.iil>.2. cAp>. ri.n um. 40 vnd em solcher Gebrauch kan m Zeik4a. Iaren emgefühtt werden.OuucrrcL ism ctiQ. soc. cum vbi xlurer slscZat. Vierde« Schirr streb : Jene Gewvnheit/ krafst dero man dem Jehendherrn m't den Aw henden/ sonder den aylfftcn/ oderzwölfften/ oder fänffzehenden / oder zwamtzrgisten/ oder dreyssizisien-rc. oder andern TharlzuraicherH hat/ist kräfftig. D. IKomas, cjuocslj^er r mr. 8. Oounrr: cs. cap., 7. num. 8: vcr5:8cx- ro jEUcr. Lcll2rminu5 6. cax. 2 ciUV. r. vcr5: (^omrariumputo, Zünfsce Schlußrsd; Db zwar vermög geistlicher Rechten / amem jeden Pfarrer vnd Seelsorger/die Jehend/fo^n ferner Pfarrfal- len regrrlartter zuestehn vnd gebären-/1 exrus in c. ccrmmlslum. c- c^uoniLM.^. LUincoir,» ^'^Aä^ext.^e clecim. c. vlc.cxt. äeLurock. öc?^roclri2li. c. actäecimAS.clcrclsitMisn. spoliJt. in 6. wie obqchörL'anr 5-Eaprtek/ «iidern Buechs / Dessen doch vneracht / kan am Gewonheit virnd Brauch anffkonr-- rzr AehendRechr/ inen / oder durch am prs-scription es dahiit gebracht werden / daß vermög derselben ain Pfarrer auch in ames andern Pfarrers Pfarr Zehend auffzuheben hat.^rZ^w.c.cum linr. Lxc, eie eieciw. ira Lou-w ä. c. i7, n.8.verü jlertjö äeciucitur.8c>?re?-ä. io..c. rr.u.i- Sechste Schlußred: Jener Brauch vil Gcwonhert/lam dcro die Kirchen - vnno Denzüter/deß Zchends priuilegierrvu exempc sein/ist fräfftig. (louar, ä.c, 17 v. 8ecunää liccc. N-. 8. Quuercr ä. c, 2 j. n, §4. Toners c.l.q. 4. n. 91. Erbende Schluß^: -Hk zwar die Lapk Priester/wie oben gehört am r. Capitek/Z' Buechs/von Hren Patrimomal Güttrn/d^' Zehend auch zuraichm schuldig / jedoch Durch am Gewonhnt vno x>rwicr^ption gebracht vnd ersesten weroen/verinögdero Layenpüester / von.chren Patrimomal/vn>'d andern, ihren aignen Gäekem/ kainenAehe^ zu raichen schuldig seyen. ir^ Olvssu ^uibus» cxcr. 6e ciecim, c. c^n. z. Quc.errer 6. c. 2'. n. 12.65 zr- rn c. causam, exc. cie pkwier. c. L? n. S- vcrl: ?rmium innc ccurü-n Das dritte Buech 9. Tapir!. 2;; Achte Schlußrcd: L)be zwar vermög geistlicher Rechren/ocr Gerraidk Zehendk/ehe das Getraidtaußgetroschen/also das Getraid M Garben oder (schobern / geraicht vnd geli- fert werden solte / wie oben am 2. Capitcl / z. Buechs / weitere Außführung hienvn beseh e- hen/ perreLtumnicapgreiueint. bas, ^cüij, cxt. äe äccim. Lichts desto we¬ niger aber / kan in diser oder jener Pfarr/am Gewonheit eingeführt werden / daß man den Achend nit in Garben/oder in Schobern/son¬ der außgetroschner/vnnd ohne Stro/ in Sä- cken zutifern schuldig. rniXbbas, öc aU- Ock. in cl. cop. peruenir. gmkckre öc k^te/rMron. Orauettavol. i conülio rr. n. Jedoch sprechen die Rechtsgekehrten/daß wann mir raichung deß Gackzehends / die Jehendlcmh vortharlig vnd belmglrch handketen/ a;n solche Gackzehends Gewonheit/durch die hoheQb-s rrgkeir auffgchebt vnd geändert werde möchte. c.8uMcüum, exr. cic äccnn. (/r3- uctec» ä.vol. r conl^2i n. z. Dieweil ein Gewonheit so der Vernunffe vnd Billigkeit z:r wrdcr/vnnd ein Vrsach zur Sikrd vjld Laster» ist / Mchermassen ntt ge¬ duldet/ 2Z4 AehendRechk/ duldet/sonder der notturfft nach airffgchebt vnd außgerelttet werden soll., c. cx p-arre, c?p- v!t. vb>i1)^uL eoncr.t racionem eK»cvrrup' ' tcla potius» öe prauns mv8, Piäm coD5uc- rucko tsicitur c;uv6rion L.He§ik. I.. l- 2 O. g-tiee üt wulucmöo. Gleiche Beschaffenheit hctte es anch mit den Frephcsi een: dann/da sich amer seines habenden Prsi tntegvj mHbrauchete/gesralksam es alßdann bo- schehe / wann dre Zehendleuth / in krafft jhret Frcyheik dewSackzehend zwarrakcheten/abe^ doch nut Betrug vnd Vorthl/auffarn solch^ , Fahl möchte er seines Primtegij auch b-rauvk VNd priuiertwerden: per c. tuarum. exc: "^ pniuiIcA. Vbr elieitur, cproch gm ükl perinilUt poteK^ee, j>rjui!e§iu!M eere mercacur. LraNetrz^cl. cvt^ri v>erl: aurem inll».. Neünre Gchlussred: Wann an ar'ne!^ Drth/ von alters her kommeu/vrmd der aW niaine Gebrauch aDort rst / den klaincu hend mt zuraicherr /haL es arrchdarbep zuu^ bleiben. NsM:rL cap-. >. suM. »uw- xbiaU^cteac. . Das dritte Vuech/9. Capnl. 255 yebende Sctüu5r^d: Wann es au ai- nein von akers herkommm/daß uiauvon «Mein Jauch Acker/oder anderen» Ichendba- rem Guet/ jarlich em Bcnanntö zugcbcn hat/ em solcher alter wol hergebrachter (i>ebraueh/ ist auch krafftig. Lalbun i.p.5. p.princih. 8e^cimo i^itur. ver5: ex guo »uscrt. kletsteSchlvßxed: Warm die Pfarrer/ Seelsorger vnnd ihre Heisser vnd Aütgenosf- ne/tmr amern- so geringen iärlichcr»» ^mkoni^ rnend versehen/daß sie sich andcrwercts nicht rvol erhalten mögen / cs seye dann / Säst ihnen ' die Pfarrlrche Aehend in jhxm Pfarren trew- lieh gcraicht werden/n» solchem Fahl / km» ain solcher- der» Geistlichen zr»r ihrer )»ahr - vnnd Vnscchalturrg rtsthwendiger Aehend / von memandt/wedcr durchprXscrjptiemerscffctl/ vder gennudert / noch durch Gewenhert odex E>cbra»»ch geschtiiaiert/Mgeschwergen gar auff gebebt worden,Oouar. 6.!. i. c.» 7.n. 6.öc 8. I^HarnMnn et. c.2 5.ctuk. 1. Dessert die Vr- / alldieweikder jenig Zchcnd/dessen die Pfarrer/Geclsosger/vnd ihre zuegethanen/zu )kcr vncmxMchex ^ahr,vnd Vorhaltung vorv r?6 ' AehendRechk/ vonnötken habcrr vnnd bedürftig fern / jhneN Geistlichen in krafft nakürirchcr vnnd Göttli¬ cher Rechte» / sowol dcß altcn/alö newen T'e- fta-nents (wie obgchörk am 6.Cap - Buechs) gebürt vnd zueständig/vnnd also weder durch praCcriprion, noch Gewonheit / ober andern 2ütkls / anderwerks hingewendt/noch gemin¬ dert/noch geschmälert / oder sonsten von dek ^farr gezogen werden mag: vnnd ist diß/allek Lehrer / so wol deret/die vberdie H. Göttliche Schrifft/alö auch derer/ die ober die geistlich Recht schreiben /ainhelkger Schluß vnd aü^- heilige Mainung. Louar. iam ä. num. Xngelus in V.clecima, num. 2 circa kn. Qorncüus lanscniu; in Loncoeä. in LuaNK' c.84 ver5-Occimarum ergaKrlutio.bol.6^ jiccpa Lcllarminm cl. Io. ^ioncm c. 5°^' 4. n. yO. Il.cAinaIäu8 ci. p. 2 Iib. 19 lcöl- g. 4 in kne, ver5: ?orro> gnoä.6uticrc7> ' c. 21 m ei verü c^uinimö öc n. 64. vcr5 ^rofe<0o>Dom. äe8otaIlb. 9g.z. arc. l Vinnen, iuxra communernCkeolossoru -51 u ri 5c o a (nit 0 rum o p i n i on c m > v nan rcrconcluctunt, ciceimas ellc ciiunü^ earenus, Huarenurr, Das dritte Buech/s.Capitk. rz?_ rum suKentarioncm neceÜariLsunt. Der^ rnthalber/ ob zwar die prnlcriptiones, Ver- r'äkungen/Gebräuchvnd Gewonheiten/ gros¬ ser anschenUcher krafft vnd wirckungcn seynd/ doch selbige krafft vnd wirckungen/sich wider die natürlichen vnnd Göttlichen Recht / nicht erßrecken. c. vir. exr. äc prLscr. non eü: clubium, c. äe leZibux tz. seäöe riaruralia, Inttn:äc rur. narur. Dann weil vermög na^ türlicher Göttlicher vnd Weltlicher Rechten aincm jeden Daglöhner/scinschuldtger Lohn -»geben / vnnd ihnen Pfarrerir/Scelsorgem/ vnnd Mitgenoffen der Jehend zu belohmmg jhrer Mühe vnnd Arbait / so sie in geistlichen Sachen für die Layen vollbringen / wie auch zu ihrer Nähr- vndVndcrhalmng/verordnet vnnd alligmerr worden / wie obgehört am 6. Capitel/r. Buechs. Dcrowegcn/so kan ain solcher zur Nähr- vnnd Vnderhaltung/ auch Belohnung verordneter Aehcnd/noch durch prLscr^prion/ noch durch Gewonheik/noch durch ain Freyhcitsbricff/ noch in andere weg nit enyogen/oder thatls/oder gani? benommen werden, c.tua, v.Las iplc pro suo cullu cvn- ceü-c. extra, üe elecnn.c.cü sccunäü, ext: äcxrLbeuü. ES zz8 Aehend^echk/ Esist bey den Gelehrten ein Frag: Ob die Migen/welchc gantz vnd gak kamen Jehend geben/auß Arsach / dieweil e- -ey ihnen nicht der Brauch/sündigen oder mchte Ierauffgibt der Hocherleuchte Cardis nal^-ohcecuskcll^rminuz ^.<^<)rrou. xcncr. romo r.cap. 2 c.ciud.z. ^nr Antwort; Daß anff drcyerlcy weiß/hie^ »nn könne gesündigck werden. Erstttch/wa^ solche Gewonheit / ainer Pfarr / v»md aw^ Gortshauß zu merckttchen vnd hoch beschwä^ liehen schaden vnd abbruch gerarchte / danni^ solchem Fahl / Gottgeb der Jehend werde gert/odcr nit/so seye man die Küchen vnPf^ gnuegsamer massen zuuersehen schuldig. Iumandern/wannein Gotkshauß den hend nut fueg abfordert / Gott geb dasselb s^, dessen hoch bcdürfftig / oder nicht / so se-e Volck verpsiichtet/ den Jehend zugeben /" eracht es schon annor kam Jehend raiche^', „ Drittens / ob zwar das Äolek am Drt ( da nit der brauch/daß man den ?^he) Das dritte Durch/-. Cap. az- We) MM raichungdeß Zchends/nicht sün- dlge/jrdochfo das Volck so Halssiärrig wäre/ daß es auffdemfahl/wann der Aehcnd vonjh- me mit fucg vndrecht begert wurde / dannoch dm Ichend mr raichete/auff am solchem fahl/ es auch em schwäre Günd sein wurde. läcm rraäicv.ltiomaxä. 87 2rr.pciiccN8, , ^uoä illiüm in Ü2tu ä^mnacionis^ui pro¬ prer odüin2liion volunr^tcm 5olucncii öecirnas, ctl2msi 2k ei« percretur. Auff Temsch also laukendk. Nemblich/daß die jenigen / welche auß Hals- siärrigkeit ihres Gemüts / nicht in, willen ben/ob es schon von ihnen (versiehe mit Fueg) begehrt wurdeden Zehend zugebm /Änsiandt derÄerdaurbnus siyen. 0ou2r. ä.c. 17 n: 12 id 6ne. Innrassensolches ersi anuor/im ncgst -urucksichender andern Schlußred/mit meh¬ rerem außgeführk worden, täcm rox>c- rkLalbus ä.l.P. p prin¬ cipi, cz. 7"-/. Ende deß drittel; Tmchs. Zehcnd. HchmEecht/ DasvierdttBrrech. Von den Fehenden/ab de« Newrekit: vnd Mwprüchen / vnirS , dem krL'lcription, Freyhett vnnd ! Beschaffenheit. c^?vr i. WasclnNcwrauk/odek. ^rewpmchfty. Vff das daß jemg/ so m denen Hew^ volgcnden Capülen/dm Newreut- ' Newprüch halber angezogen vnnd , flärk mrd/desto besser vndrgründlrcher pnnd verstanden werde / ist vonnötten/ kurstüche Außlegung znthuen / was ein »am vnd Newxruch sexe» M 1 DasvkttdttBuech/r»Capkl. 24» Am Newbruch/ist aigentlich jener Gmnd ' vnd Boden/so anuorainWisen/oder gemame ! Waid/oderwas dergleichen gewesen/ vü dar- ! Nach zum ersten mal auffgebrochen vnd anges bawe worden / jedoch mit dem Absatz wie Hers nachvolgt. Am Newrauk/ist nicht- ander- / dann so inan Gestellt» - vnd Reißwerck. Item Bäum/ oder alte Stöck/Sram/Wurtzetrvnd derglei¬ chen außgrabk/außbrennt/außrell?ek/vnd dann solches auffbricht/vnd anbawe r -Oder aber ! kurtz von den fachen geredt /Ist «in Newraut nichts anders / dann am Grund vnd Boden/ so zr»m ersten mal auffgebrochen ist r als da manrellm/oder ack Wisen auffbnchk. c. i L c. quill s>er noualc, cxr. ll. V. 8.1.. v!t. §..vkv. lf. lle rcrmin. mot. öc Illartman. lib. r. obli rv. n. 2. rik. 5;. Auß welchem disem abMnemmen / das so vor tausene / hundert/oder mehr/oder wenig« Iaren/ain Wisen ainmal mit dem Pfiueg be- rmk - vnd zu ainem Acker/ oder Weingarten- oder sonsten vmbgebrochen vnd gebawt-vnnd hernach widerumb ein lange oder kurtze Am/ vnangebawter gelassen/vnd darnach Mdcrmff A angebawr 24.2 JehLttdRechk/ angebawk worden/ ein solches Guekfär falst Newbruch zuhalten / dreweil em Newpructz anfancklich seinen Narnen bekombe / so aitt Grund Mri ersten mal nut dem Wueg berürt vnd angcbawt wird / Anniasten dann nik we-- Niger die Newreitt von der ersten außreitt- vi^ nnbawtmg/jhren Namen bekommen. Der jemg aber/ welcher am Guet für aitt Newpruch oder Newrauk ansprrcht / mueß solchsein Mzeben/zu recht genuegsamblich er> weisen /das ist: Er mueß darchuen vnd pro^ tiern/daß daffelbig Guek/fo er für ainenNe^ Et- oder Newpruch angibt / daruor nit stpe schon einnral^mgebawek wordm.^scur.^on z.conclnk: 11II.num. Allda ist auch zuwrsscn/wann jenerG^^ der außgereiüet worden/schon daruor/eht^ anßgereitter vno angebawt worden/ain zim^ kchezebendbare Frucht alle Iar ertragen h^ ain solcher Gründ/ mcht recht aigentltch ein Newraut zuhaltcn. c. per nou-r^'' ext. cle V. 8. l-l.rtman. ä. Io. n. 7. goneča 4 ^. z.n. 8u.ac2-c.^p. 21.N.9. Derowegen vnnd zu behauptung heuds von öen Newreitt - vnd NewprM Das vm-ke Buech/r. Cap. d istnLtgnüea/wann ainer allain erweisen chuet daß am Grwtd vnd BodeN/VaUon detIehenD begerk wird/ anjetzk zum ersten malangebawk/ vnd dardurch zuainem NewraUk- oder News pmch worven. Sondern cs mueß auch dar¬ neben offenbar vnnd bekannt sein / daß solchev Gmnd vnnd Boden ( welcher glcichwol jetzt ?um ersten malangebawk/vnd zu ainem New- tarn- oder Newpruch gemacht worden)anuov Niemande anderm / zchendbar gewest sepe« xiiliuc. ct. lo.e^p. , y. n. Darauß erfolge / da am Waid/ oder All- rmnt/oder Bergwisen / oder Waldung / oder was dergleichen / schon zchendbar gcwest/eke darinn der Grundt vnd Böden vmbgebrochen vnd aygebawtworden.Daß auffsolch em fahl- der Zchenv (so von solchem newangeöawtentz Gnek/vnd ncwvmbgebrochnem Grund vnnd Boden zu raichcn) dem vorigen Aehendherrn- (welcher anuor denAehcnd daselbs davon ein- genochen hat/cs seye gewest was da wöll) M verbleiben habe: dieweil durch dergleichen an-» baw-vnd veränderlmg deß gründ vnd Hodens/ Man d? vorigen Zehendherrn/ftinaltc-darauff Schabte Zehendsgerechtigkeit mk entzieht kan» R L 244 JeHemRechk/ karm. parke r.6eci5:r; romar.n. r.L)- Vbi sir, <^uocl a6 probanäum nouale, NoN kuürciar, ^uocl terra illa.antea inculta kue< rir, 5eä c^uoä etiamcxilla, niüil fuerirlolu- tüm, negue ctiam clebrtum, nomine äecü marum. Vnäc llpalcua, prata, 1/luse, nc- mora,rctliKantur aä culruram, nonmuta- kur carum cerrarum natura, acl cleci^ M28, cjUP IcmpLriUj pLrlöluenclL 5unt, cül anre cukuram foluebantur. kebustus 6^ ciccim. c;. 14. Louar. var. reiol: üb. r. cE 1?.n. jz. karin.äeciüpoüiivm. p.r.6cc^' kaßunäerä.c. r.Iib. z.n. i z.pcrc^' äuäum. ext. 6e Privileg. II. Ob man auch von den MM reüt - vndNcwprüch/sollIehcnv geben. Bwolen man gefunden Hat / etb^ c^e/ die vermaint haben/man seye vor«^ Mwreüt-vnnd NewprüchenM^ Dehend zu geben schuldig. Innmasser'^N erliche Protestierende / auff den Oieich^^ Das vierdtt Buech/r.Eapitk. 245 solches fürgeöen / wir zu sehen bey dem ttarc- man.lib. 2.ok5:lo.ric. ^;. Wiedemallem/ so hak es vermögGcistlicher Rechten sein rrch- eigs / dann außrruckUch darrnn gebotten wor- den/von den Hewreitt- vnd Newprüchen den Achend zu geben. c.^uoniLm. c.connttum. exr:äe äecim. Dann weil mannach laut der Rechten/von aller Frucht den Aehend zugeben/vnd auß den NewreUten vnd Newprüchen/eben sowol/als von andern Gnetem am Frücht berfürwach- set/derowegen müssen solche Frücht der New- rellt - vnnd Newprüch eben sowol/ als andere Frücht der Erden/verzehend werden.A1onctL cAp.4. c^uress. z.n. 52. ' Jedoch scynd die Drdensleut/ nie schuldig «U verzehendeir jene ihre Ncwreilt- vnd New- tzrüch/welche sie sclbs bawen müaigner Hand/ vdevauff jbremVncosten arbaiten vnd bawen lassen / welche dise Areyheit sie Droensleurh empfangen haben/von dem Bapft Alexandra .^ wie zu sehen in den allgemainen Geisi- UchenRechken in cLp. cx pa/tc.vcrs LXtcris. cle clecim. Gleichwol har solches allain statt/von jenen dex 24.6 AehetMechk/ derDrdmsleukh Gnetem/ welche, sie gehakt vor Amw 1215. Dann von jenen Achend/ Haren Gäetern/ so die Drdenslcm erst nach Kem Comr'üo Lateranens» (wclches-der Bapß Innocentms Anno 1215. gehalten/) an sich gebracht / mueß der Aehend bezalht MrdeN- Gottgeb/sie prvenskem bawerr solche Gäctek Kelbsoder. Mk. rexeus ju cl. c. n-upox. K, Le z^smn. cxt. cie cieciin. ist auch UN g Buech/^ Capitcl/7t.Schlirßred hreuon Meldung besetz^ Hen. Es wäre dann silch / daß em Drdem erst vach Aimo 1215. sondere newc Freyhei^' vom Mpstttchen Stuel vbcrkommen Innmassen dre löbliche Soeietct Iesir / BapstPaulo / Proi V. vnd Gregorio dergleichen ncwe Prüülegra erlangt, rette ^uncier chl». e.^p. 4. rr. 2.' Beschtteßkch P allda zu wisien/ daß gemainklich/nicht geschwind deß cchen J»" , von den ^kewrenten pflegt den Ichend hea / sonder erst elwan zum z. oder 5. odcc^ derm I w/v rnd das bcschchet wegen der rosten /so aujf oas)newreuLcn pflegt Zlt ccg^g I ti f'hs aber der Iehe,idherr, auch amc'ß^5 ßr die ^ncoflen coMtbmem wette/ fl''" Das vLerdteBnech/z . Caprtk. 247 er Zehendherr geschwind im ersten oder andm Iahr/den ^chcnv brgern. Derenchalber MeS Dttsalte/hcrkommen/anzufthen. Ul. Wemdre Achmd/ab dcnNcw-- retrt-vud )?ewprnch gcWcn- ^eSchlufrcd SomamerPfari ^cwrmt - oder Newprüch entstehn/ gehören vermög der Rechten / die Ze¬ ihenden ab den Mwreüt- vund Mwprüchen/ dem jemgcn Pfarrer vnd Seelsorger zue^vns der dessenPfarr solche Äewrent- vnnd Mw- prüchligen / Gott geb/wer sonsten in solcher Pfarr Ichend auffznhebenhak. rexein in rer- r-ltiui8 in c.^uoniam. vbi A alij. Sc r-n c.tUÄ cxc.äe eieciNL'. c. r. §,6n. eie «^ccün in 6. Vnd souü dH Bisthnmb Bchen anbetriU istwegen dergleichen Zchcndö- vnndandcrev Stnttigkerton/Anno 1605. -wischen weylend Ertzhertzogm Nrattrnrlran zuDsterrcrch / als gewestenLandsfürsten in Tyrol/ hochsekgistc« «WedeMns / an aimm r dann weylande 248 AhendRecht/ Ihr §r. Gn: Herrn/Herrn Christophen Arv -rem/gewesten Bischomn allda zu Bnxen/ tzochseliger gedächtnus/andern thaüs/am sone derbarer Vertrag vnnd Accordo auffgcncht ivorden/darinnen bey dem 8. Absatz / stchvol- genderArtickl befind. * WtlS MN Achten / die vecimar Noualium vnd Mwt ettt bcrnrt / weil Hisetbcn 6e Iure communi, öc magis approkdara Oockorum sentenria, deril Psarrer Oder duraro loci) allainig/ such an denen Orten / da sonsten -t- mandt anderem / antic^uaz 6e,ciw^^ suffzuheben gebüre/zugehö en sostllt es darbey bewenden / vnnd die Geist¬ lichen von der Welchen Obrigkeit der Bil'ichkcit nach gegen Mennig- klich geschützt vn gehandhabt wcrdc^ Es herte dann auch lemandt ander/ vmb die I^ouaÜL sonderbare gcnneg same Schem strzurveiscn/so solle DaövierdteVuech/r.Capikt. 249. Wen an seinen habenden Recht: vnd Gerechtigkertcn hierdurch mcht rudicierc sein. Ander FchlussrO; Wann Ncwreitt oder Newbrüch entstuenden/ zwischen zwcpen Pfarren/vnd nran aigentlich nicht wissen kirii- te/in wessen Pfarr selbige Newretlt oder) ecw- prüch ligcn / weil die Confinien der Pfarren/ nit lauter sonder strittig/auff am solchenl fahl/ kundre der Aehend von Visen Newreüt - vnnd Newpküchen/durch sie beede Pfarrer vnd Ctl- ratoS gechailt werden, k-cbutt'us 14. NUM.4. ! ' Dritte Schlußred : Soucr aber an ai- nem Ort Newreüt-vnd ^cwbrüch entstehen/ die vndcr kainer Pfarr / sonder ausserhalb der Pfarren ligen/vnd in kamerPfarr eingeschlos¬ sen. In dlsem fahl gebären vnd sein zuestän- dig die Zehend von solchen / in kainsen Pfar- rers Pfarr/ligenden )fewreljt-vnd)?ewbrüch j dem Bischof als Ordinario selbigen Orths/ ' welche gehenden dann / er Bischofainkweder seinen Camcrgüetern einuerleiben/oder aber dteftlblM aiirer Pfarr/ oder amem anderem Gotts- 250 AehendRechf/ Gottshauß zue mgnen mag. ccxru; in c.guo» niam.äcXbb^in ä.c.cum concMMt, exrr t!c älecim. d!:millU5 supracl.Io. verli guoä LI noualia. soneta ä. Io. n. 54. Vtrum Amernkoc incasuLpitco^ü^ra- le^ 6ecim28 alceri LcclciiX 6ne conscnlu LnlLa^irnIi, ^üiANJre poslitnee ne,6i /cu¬ lic in vtr^mguc parreni /X bdar in ck. c. guo- nic>m.6c concluciit ^Erm^liue' ^er k^.Uio- nem, c^uoä vickeamr Ks>ifcopi8 IiXe liceu- tiLconceÜa.iuxta teno/eni ci. c. guoni^w. Dringe, gui a Lpiloos>i in nonaccsuirenc/i^ ÜcclcÜL ^rLiuäicare ^er^ in 6.§. 6tt. Allda erhebt sich em schöm Frag. Ann auß arnem zchendbarcm Gu^ am anders GuetKrmachLwrrd/ wem^ hernach der Sehend von svlchcLncwe>r Kmchkzuestandrg. Hrcrauffvolgt zu Ankwork / daß woferr ricr m amer Pfarr/ auß seinem zehendbars»^ Guek/ats cttvan auß ainem Acker /ain gartcn/od' auß ainem Wcingarten/ain Aek oder auß ainerMatten od' Wscn/auiA^^ Das vierdke Buech/z. Capül. 2 5 r Evas dergleichen/oder sonsten anß ainemGme girr anders Guck machk/bawk/vnd zuenchcet/ «uff am solcbein fahl/der Pfarrer vnnd Seel¬ sorger selbnM Brths / solche also-Mgerichte rvnd veränderte Güter/aks Ncwreüt vn )^erv- präch/mt ansprechen möge/sonder der Zchend daruon mueß erfolgen dein jcnr'gen/welcher den Jehend daruor/bchchdanon eingenom- ruen hat / ehe die gstalt der Gäeter/also vcran- dcrtworden/ ^-xc* expreü'us in c. comitium, vbi O^noniKa:. cxt. äe äccim. Vdi Lil c c)noel mutLkio cjuMinrnu loci, HON ^ochcaiccrareobliA^rioncm loIurioni^äL- cimarum» 16cm tmäie <^oui>rruuiui> 6.iiix r. c. 17 n. i z.in princ^arcman.el.vblerm io.num.l!.(iuncrc7 ä. lib. 27 cs. 21 >-y.9^. Comirru. c^uLl). V7. mimcro s. Besten die Brsach/drewelt durch vcrandermig der Gestalt vnnd Forms / amcs zehendbaren Gnets/dein Aehendherm/sem-anff solchen veränderteln Guct / habende Achends Ge» rechrrgkeit/ mk kan benonirnen werden / Gott geb/was ,nan hernach in solchem - der gestalt halber/verandcttenr Guet / pfleget zustkn vnd Su pflaMn / dieweil amer zwar ach amem - ' ° zchechs L5r AehendRecht/ zchendbarem Guet/ain anders Guer machen vnd zucrichten mag / jedoch aber/der jenig/der anuor vorn selbigen Guer Den Aehend ernge- nonrmen / der nirnbt auch hernach den Aehend dauon «n/obwolen dasselb zchenbareGuetver- änderk worden. Lou:w. WM ci. !o. n. I z. 6i- ecn!>, non rc5crrc,gu^mui8 frucion, ?riuiler;ttim, odtt'dkk^ glerchen/auch auff dieZehend der Neiv- reut - vnno dcewprüch erssrech, DasvlekdkeBttech/4.CaM. 255 ^-S begibt sich offtermalen / daß etwa» amer durch l^ser-prion , ain andre durch am BLpsilichcs ?riuilcFium, o- der durch ain andem gneten Dttl / in amer Pfarr/am Jehends Gerechtigkeit vberkombt/ mwelcher Pfarr/hernach Newkertt-od' New- prüch OnMhtMrden / wegen dessen hernach die Pfarrer/Geelsorger /vnd andere Jehend- Herrn allöort ( wert ein jeder außfhnen die Je- hend von solchen Newreük- vnd NeiMüchm anspncht) mit sirittigkeiten vnd gwayungen/ so starck offk aneinander erwachsen / daß sie endtlich vor den hohen Obrigkeiten / durch Gerichtliche Senkentz emschrden vnnd hinge- legt werden Messen. Auff daß nran nun den wahren Bericht / hierum gehaben Mge / Obe/ vnd wann sich Zinsen krLlcrjptjon.Vnd kriuileAium,auch ' auffdie Jehend derNewrenr- vnd Newprüch erströcke/will ich solches in volgendenSchluß-'' reden erklären. Erste Scblnßred: Derjenig / welcher durch em rechtmässige krLlcri ption in ainep, Pfari/oder sonsten/an aincm Ort /amen Ie- hend ersessen / vnd pr.rlcribiest / hat alßdann (wa,m r§6 JehendRechk/ (wann m selbiger Pfar: Newreitt- oder7?ch^r ^rnch entstehn) m krafft desselben seines pr«- scrjbierten Zehends/ von solchen Newreilt- vnd NewprüchmainichenIehend nicht aufs- zuheben/sonder selbige Zehenden vnuerhinderk dem jenigen Pfarrer vndSeel sorger( in dessen Dfarr/ selbige Newreiks oder WWWpmchs - gehenden llgen erfolgtsollen, ica rexr^ in c. cü eontin§2k, vbl^bbasöc aiijDoQorcs, oxr: cle äccirn. 6ou2rru. variar. resolut, cap. r 7. nu. i;.cüccn5,(ju6ä talisprLicriptiolito- rliosa iclcoc^, non cxtencieneia. Dieweilai- ner durch ein prLscripkion vndverjärung/nit ein mehrers dann er besitzt / erlangen unnd an sich bringen kan. texmzin I.. i.ß.siqujz. Vbi Lartolu;. E äe itin. ac). priu. Dannenheks der jenig/so an ainem Drt cinIehend ersessen/ solch fein prL-sc-ription auff die Achend dercl^ allrwrt hernach entstandner Newreüt- odek -?ewprüch/im wenigisten nit ziehen kan. temalcn er derselbigcn Jehenden ab den rcür - vud 7?ewprüchen ( weil sie entZwiscbA seiner prcrlei'ipriou noch nit waren)in dcr^ sryung/gewöhr vnd pollelLon/nit sein n<^' Louurru. ei. c. i7. var.rcsol. n. j Z.ci^o^ Das vierdte Buech/4.Capitk. 25? quöc! pr^lcriptio lincpolreÜMne, non pro« ceclät, hure in nouälibus nus^usm conrin» xit, Sc icleo in eis prselcriprio ob5cruenä» non 6t. Larr. in ä. L. i. in^uienn, quoä cL- tum prselcriprum, c^uanrum potlcllun^. ^bb>38 in ä. 0. cum conringat. kebutkus !4.num. s.OmicrrcLä.tib.r.c.r;. N.8Z. cum leq. Jedoch sprechen die Rechtsgelehrten / waiß «iner in amem Dorff/ oder sonsten im amem gewisen Gezirck/ alle vnd jede Zehenden/odee das gantze Jehendrechr alldort ainigvnnd at- lain an sich gebracht hette / am so gestalte Ze« hendsgerechligkeit sich auch auff die Zehend der vrewreüt r vnd Brüchen alldort/erstrecke. 6utierre2 ä.c. r^°n. n^.öc n 5. Vnd also/wann amer auff amem Guer (so daruorniegantz angebawtworden)durch kr?- Icription das Zehendrecht an sich gebracht hekte/vnd mittler -eie / der vberige kharl dessel¬ ben Guets/auch zum erste mal angebawk wur-- de/auffarn solchem fall / sprechen die Rechts--- gelehrten/könne der jenig so das Zehendrecht/ auff dem am thail desselbrgenGuets/also vber-s kommen/auch hernach von dem vbrigen ange« S Hamm AehendHechk/ -awkmchail desselben Guets (obwoken esaift 2!ewrauk-oder )?ewpmch ist)den Aehcnd env fordem/ souer desselben ^ehends daraussvo>N Newraut- vnd)^wvmch/ mr-nand ander »n - xsüeilione vnd Innhabung P. kcdussur 14.N. 20 ^lonetrc->p. 4.L^uEÜ. z.n- 84. Latdus 6e jwLlcript. r.^>. z.p.prnc^ pal. n. 17. kolio F2. t^uricrrercl. csp. 2 l.li¬ ro i.Lrep^anusOrLnanus eiilee^r. koren;, romo z. csp.42^.n. i l.öc !2.textU8inc3p. <ünr in tua. cxt. 6e äecim. Vbi äicicur; <^uoä vrla, eaclem^; res» äiuerlo iure cen- lerinon (Lebest. Darauß erfolzr/wann ain Maychof/ oder fonsienam Guer/mtt gewrsen Consimen vnl^ ^ohLrentzen/oüer mit aineinZaun/od' Maul/ oder Haaz/oder sonsten beschlossen/vnnd au^ gemarckt/vnd es also nur am Guenst/vrii" erber gleichwoi solches Guet/rnk völlig ang^ bawt / sonder «n charl desselben Guees dar^ vngebawter gelassen worden / Welches S* malnktlch bey den Wemgüetern/oder Hofen (darmn allerley Holtz- Gestelld-^ RerßwerM oder Hornheck/oder jonstett Dasn'erdkeBirech/4.Capkk. S5§ vnd truckne Kerker/ oder Weidgang/sich be¬ enden) zu beschchcn pflegt / vnd da nun her-» Nach solcher vberiger thari oeß Grundts/auch darin» angebawr wirdt zu ainem Acker oder Wemgmr / so hak volgents den Aehend von solchem new angebawcen Thail / der jemge Zehendherr einzunemmen/der anuor mit fuez den Achen- von dem andem- lengst daruop angebawtem Tharl diß Guets/darmn einge- nommenhak. ä. c. cunr in tUL. kpelt-ilur «cruLlis» c^ula tr-tditur s6^rjn- c^pium s>rici8, iiuc ann^uum culrum. sr- xum.l.. i. 6c Lccjuir. polici^ VbiinZre- jäics cercam jarcem kun6i tociu8 pollellio- ncm sä^uirit, licec omnc8 Zlcbas terrse, no Ltt' NZ.lt. Jedoch hak solches wie verstehet Main star/ trm ainem Guerso gantzbepsamenist/vmid gani) zusamcn gchört/vnnd nur am Hof/odek sonsten nur am Guet - vnno aber anfäncklich im völlig angebawt worden ist/ Vnd nit/waü 'l'einandtam-nie angebawten grundt (so zu trechst an sein anders zehendbare Guet stosset) thätte an sich erkauffen/vnd volgents zusamett brechen/vnd zusamen bawen. Dann in diftni fahl / so ain solcher - anuor vnangebawtel Grund / alpoann zum ersten anzebawt/vnnd dem andern - darbey llgenden/vnnd vorlengst angebawten zehenobarem Grund/einuerleM vnd vermischt wurde / hctte von solchem new- angebawten stuck GrundtS ( alS ainem raut oder Newpruch ) da anuor memandt , verer/amAehend dauon auffgehcht/regrM' Das vketdre Buech/4.Capkk. 25r der Pfarrer daselbs/dm Jehend ausszcheben/ Gott geb / wer von dein andern Guer daruor den Jekend eingenommen. 6micrxcL ä. Io. n. 8c>. öe l or . Or^tisnus ä. !o. n. 17. Ander Schkusseedr DaanamemDre/ nieder Pfarrer/sorrder jemandt ander den ge¬ hend auMrheben hett / dieweil es also von al¬ ters her kommen/ am solcher alter Gebrauch möchte sich aussdre Zehmd der ^ewreüt-oder Newprächnn erstrecken. l^ebuKu8 «.4.14^46 LlonelL c. 4. ^uM. z . n. s.;. Suarer ä. Io.c, rr.n.p. Dritte Gchtussred r Der senig/ sv durch ein Bapsttiches Priuilegimn/oder dergleichen Ttttl/in ainer Pfarr am Zehmdrecht auffsich gebracht / mag in krafft desselben / hernach die Zehend ad den Newrettt - oder Newprüchen nir änsprechen/es seye dann/daß imBäpjUiche Primlegio/odev ZehendbrieffderInhatt auch aussdie )^ewreüt vnd Newprüch quadricrete. klUiuciu« ckc.^.nu. ,92. Dder darmnder Newrcitt vnd )?ewprrtch halber Meldung be- ^chehm. rextU8 in cr.tua § vlt. öc in c. cunr cominZst.ext. äc äecim.r mjeßium v^io5urir elebc2t üriÄ^lHme incollixi >vt?ic nö oom- prekenäätea.c^uL 2I128 venirenrin 6i5po- fltione f^uorabili. Dlcweil lnn zweisiigem fahl/nit vermuttetwird/daß dre BäpstlrHsyl; jenem ( deme sre an ainem Drt em Zehend er- thailt) auch alldort dre Jehend ab den New- »ellt- vvd Brüchen/qegeben-vnd also daselb^ dem Pfarrer allen Irhend/ benommen habe. Kebuffu8c!.q. 14. n. 29. Im fahl aber ein solcher Jehendbrüff / vnd dergleichen Prmilegrrrm/auffall vnd jede Je- henden / oder auff ein Jehendrechk eincs gan¬ zen Gezircks lauten thätte/alßdann wurde em solche Jehendöaerechtrgkett selbigen Gezircks/ sich auch auff die Jehend der Newreüt- vnnd Brüchen erstrecken / dieweil am dergleichen Aehendögerechtigkeit aines gantzen GezirM die gantze Jehends einlangmg / vnd also auch dre Jehenden ab den Newreiit- vnd Newbrü- chen/in sich begreifft vnnd einschleußtUra t>28 in ci. c. cüm in tU3. Qurierre? ti. c. 2 r- P.118. Das vrerdte Buech/4. Cap. 26z in; äeciV-inäi ia vnmerls 3liquo territo- rio, vek in siiqua Vi^3, c^uoä lunc eti3Ni 6ccimrLnou2i!UM , öc guXci'e nouo Lunr» inclucl-mtur. kebustu8qu?Ü. 14. numers Z i. vers. käWc huM(to° Lutierrcr ä. Io. LUM. I2>5. M weniger auch sprechen sie RechkSge- lehrten/wann die jenigen (so an amem ^)rry ain Kehend zu Lchen/rechtmässrg nMaben) kach vnd nach alldort / iy krafft fekbigenjhreK Kehend!ehens/auch d,e Kehend von denNew- reük-vnd Brüchen bona kcke, eingelangt hei* ten / auß der Vrsach / diewert nicht aklam sie/ sonder gleich -ederman darfürgehalren/vnnd der Marnung wäre/ daß dergleichen Zehmd- lehen/sich auch auff die Ichend der Newreük- vnd Newbrüch/verstehe/ auffam solchem saht auch fürterhin / der Kehend ab den Newreitt- vnd )!ewbrüchenemgefamblet werden möch- te/durchsie Kehendleuch alldort. ar§um. ä. c° cum coneinA»r. veri: k>8, c;ui slias s>ercix»jAn>t ^lecim28, rstionubilis c^utir o- iienämur, per guam app^rctnoualium ^ct «38 äecim >s percinere.- 6ukierrc2 ä. esp. ri.aum. i l-. verL Item, äc Uriio. Vierdre L§4 AehmdRecht/ Ptevdke^chlustred: Obwokcnerst dar- «or m der z. Schlupred erklärt worden / daß : arnsen Jehendbneff/ sich regularüer aussdie Sehend der )?ewrelü - vnnd Newprüchen nie erstrecke / so hak aber selbige dritte Gchlußred/ Nit statt alpdann / wann der Jehend gantz vnd gar von arner Pfarr kommen wäre/vnnd sol¬ cher Sehend atßdann/durch die Bäpstlr Heyl; der Pfarr widerumb einueriribt wurde. Dann am solche Sehends Einantwortung/ sich still- , schweigender weiß/auch auff die Sehend der ' Newreüt-- vnd Newprüch erstreckete/vndalso ! hernach der Pfarrer vnnd Seelsorger alldort/ auch fueg vnd gewalt hetke/die Jehendab den Newreilk- vnnd Newprüchen auffzuheben : «xtches wol zumerckenist. rexm8 exprellus rn c.exparre il: r.vbi ^.bl>s§ext. äd aiecim. Oouarr kl. Iik>. r.c. r^/.num. i z cireÄ meck^ Dessen neben andern auch dise ein Vrsach ist/ dieweil einem jeden Pfarrer vnd Seelsorger/ »'n krafft allgemainer Geistlicher Rechten / dis Kehend auch von den Newreiit - vnnd Nen^ prüchen (so in seiner Pfarr entstehen) gebären pnd zuegehören. Serowegen wann Ir Bäpstlr DaS vierdte Duech/4-Capitl. 2S5 Pfarr / den pfarrlichen Zehend einantworten/ »md widemmb zueaignen / so seye/fprechen die Gelehrren/darauß zu schtiesten / vnd die Ein¬ antwortung dahin zu deuten vnnd zuuerstehn/ daß IhrBapstkHeyl: der Pfarr widemmb/ fouil dardurch etngeankwortet/vnndzuegeaig- net habe / als vil den Pfarrern vnnd Geetsor- gem/in jhren Pfarren / dieGesatz der Geistli¬ chen Rechten zuegeaignet/ vnd verordnet ha- öen/Nemblich auch die Jehend von den New- »ellt-vnd Newbrüchen. in^uiäem c^uselibet re; facile recieat act üiam naturam. ^bhas in 6. c. ex parr.Louar. 6. Io. nu. 1 z. Vbl, Se 1iancc;.uoc;;3ile§atrationem, c^ula lcilicet kuiufmoäi prirrilexium St relditutio c^uo Aä ctecimas Intra ciu; paroclriam fagxloniÄLe, guo vfers el^ konri 6?x^ in ci. c. exps rte ru a . V i 6 c- ckekicer, gno6, gurmgo sliLW cvnoellurn eü wkxiu;, oi Zc mmu; concellinn viäearuQ LrZö cum^.k>d.gti 8. OoIumt>L( 6e c^uoibi, M ck. c^p'- ex ^Lrte.korikktLX !o D'ser Rechtsgekchrten Mainung abersauf am em- nicht gantz satten zrund/fuesset/sonder mit vilen Arguinenten (deren ich geliebter kür-- ye halber / allain zwo allda beybrmgen will> bestritten vnd vberwunden werden mag/vnnd zwar erstlich / kan vorstehende widerige Mui^ nung/mit dem angezognem o. ex p-irre kus^- vcrü k^rocciarum rubrum, abgelainkvnd^ ruck getnben werden. Sarmnen je nur Das vierdke Buech/4. Capüi. 267» dungbeschchet/ von ainem Pfarrer/vnd seine» Pfarrlichen Zehendcn/vndntt in Feuere von allen Geistlichen Personen. Danmnhero Lassclb Capitel (ex psrrc rus) aufs alle vnnd jede Geistliche Personen/nicht gezogen / son¬ der allain von den Pfarrern vnnd ihren pfarr- lichen Zehenden / vnnd also allain in solchem sonderm fahl/ vnd c^su speciäü, verstanden werden kan / laut der vorstehenden vierdten Schlußred. Fürs ander/ wird« die Gegenmainungmtt dem jemgen Spruch ( welchen Vie Rechtsge¬ lehrten auch sie Gegenchailer selbs / bey dem erstgemelten c^p. Lx p^ree r u 3. anziehen vnd einführen)widerlegt vnd abgelaint/daßnemb-- lich neben Mwern Vrsachen / auch deßhälber Mit Pfarrer vn Seelsorger (der von der Bap: Heyltg: den Zehend in ferner Pfarr widerum- bcn empfahet)den Zehend auch von den^ew- reüt- vnd ^ewprüchen/einlangcn,nöge / die¬ weil nemblich ein jede Sach letchtlrch wider- unlb zu ihrer alten art vnd aigenschafft konibt. Isoc eK: (^uoci quselibet rc8s3cilc recje3t snäm N3tur3M.-. I.. sr vnos §. c^uocl öc iu spccic L äe PLÜ. Wann dannjede Pfarr/ m L68 AehendRecht/ m frasst Geistlicher Rechten / die Art vnd Ass genschafft hak / daß reztrlartter in jeder Pfarr/ alle Aehenden / auch von den Mwreük- vnnd Newprüchen / dem Pfarrer vnnd Seelsorger alldork/zuestandig. Eerowegen so am Pfarr von solchem Zehendrecht kommen / oder dass selbig wucklich nie gehabt / vnd hernach/durch mittt derBäpstlrHeyk: zu solcher ihrer art vnd mgenfthafft widerumbkombt/das ist/für jrem- Pfarrer vnnd Seclsorger/den pfarrüchen Ae- herid widerunib vberkommet / solch vberkom- meneö Zehendrecht sich auch auffdieAehend- der Newrellt- vnd Vewprüchen erstrecke/auß der Vrsach / diewerl die Bapstl: Heyl r durch solche Zehends Einantwortung/die Sach aus den alten weeg gencht / vnd die Pfarr zu ihres alten Aigenschafft gebracht/ dzist r Mschwei^ genderweiß vnnd implicike, selbiger Pfarr/ vnd dero Pfarrer/ souil geben vnnd widerun^ eingeantworkee habe / als vil ainem Pfarrei vnd Seelsorger m seiner Pfarr/ die geistliches Recht zuegeaignek vnd verordnet r Nembllch die Jehend von allen zehendbaren fachen / ^ auch von den Ncwreilt- vnd Brüchen r nun nimb ich solches Argrunent/vnnd sp^7 , Dar vkrdee Buschs Tapstk. rs- Dirweil wie erst gemelt/ein jedePfarr vermög geiftllchrr Rechten / die arkvnnd aigenschaffe hat/daß darinnen alle Zehenden regulariter dem Pfarrer vnd Seelsorger dasclbS zuegehö-- ren/vnd kam Pfarr/vermög geistlicher Rech- ten/oie art vnd aigenschafft hat/daß dannn die Aehend/anderen Geistlichen (es seye dann/ daß sie dieselben durch andere Tittl/an sich dringen) -uestehen vnd gebüren/daß derowege trie könne gesagt werden / wann von dem Rö¬ mischen Smelem Geistlicher(so nitPfarrer oder Seelsorger dorr ist) m ainer Pfarr a»nen Sehend empfahek/daß durch solche Aehend- Empfahung / selbige Pfarr zu jhrer alten are vnd aigenschaffe komme/vnnd daß also selbige Sehend- Empfahunz / deßhalber sich auff die Zehend der Newreilt - vnd Newprüch/erstre- cke/sonderdaß offtermeltsscap. ex parce rua) allain von dm Pfanern vnd Seelsorgern vnd jhren pfarrlichen Zehenden ( die ihnen einge-- antworeet werden ) vnd nit in gencre, von al¬ len Geistlichen vnd ihren empfahendenZehew- den/zuuerstehn seye/verbleibt also obstehende vierdre Schlußred bep ihrem Innhalk / gany vnuerruckt. Dar vterdttBuech/4, Capikt. j-n Mrccommuni non exorditan« . ri,LpromtersüdicQZm m^tekiam (scilicek <^uo 2ci?2rockuM>L5ciu8?aroctn.üe8cie- ciinL8)congruo caiu^vlus est, in ö.c. ex puk" te. (Zmierrer ä. e. r r. n. i ro. cum leh. IZimffkt Schlussred r Wanninn akne» Pfarr/vom Römischen Smel/)emand rin sok chen Aehendbrieffan sich bringt / verniög des¬ sen er möge von den ^ewreük- vnd Brüchen/ die Aehenden eben also einnemmen /inniassm vnnd gestalt / er feine andere gehenden aldor« einnimbt / ein Polcher Zehendbneff sich nicht «rstreckt/auff -ene )?ewreük- vnnd Newdrüch / darob jemandt anderer/die Zehend schon ern-- nimbt. c. ttarpco, verl: -^tij poüjäeb^nc. äe etecim. in 6. Ein gleiche Mainung vnd Verstand 5ettt es/wann ainer vom Römischen Stuel befreyt wurde/daß er von allen seinen )?ewreüt- vnnd Newprüchen ainichen Aehend -u raichen nie fchuldig/dan sich solcheZchendsbefreyung/mrf die jenigen Newreüt- vn )^ewpMch(darab nrß derPfarrer/sond'n jemand anderer denAehend tätlich emlangt )auch nit erstrecken möchte/ sondern r/r JehentRecht/ sondern sin solche Aehends befreyung/sich al- -am verstünde auff die Newreitt - vnnd Nerv- prüch/ deren niemand ander schon m posse 5- iloncist. Couar. ^1. lib. l. c. )7.in i4.per tocum. textU8 eK cle trocexprcCu5in c. clu- ! 6um. ext. äe priuileg. vbr ^dbss. Sonera c.4. c;. z.n.69. ^cbuKu8c!.q. l4-num. z;. -Quticrrer 6. c. 2 r. n. r 2 9. verk: lisec tamcu. ! Nessln die Vrsach/dreweil in-werfligen Fäh- ! jen mt vermuetet wird / daß die Bäpstl: Heylr I durch dergleichen Freyheitsbrieff / ainem an- l -ern ( der nicht Pfarrer daselbst ist/vnnd dan- > noch den Jehend alldort hgt) an dessen Recht < »nd Gerechtigkeit/was benemmen vnd äero^ r xiem habe wöllen/es seye dann/daß Ir Bäp r r Heylig: solches mit klaren Worten andeuten/ * dergleichen aber nit bald fürgehet. irs^bbsk ' Aeheno solcher massen einnemnren/nach gestalt er andere seiner gehenden dasekbs emvfahet/ vnd einnimbk / so khuetsich ein solcher Aehend- brieffderMwreüt halber/allamauff)eneDrk vnd Cnd/vnnd jene Sorten der Frücht ver¬ stehn/ wo/vnd von denen er seine andere Ze¬ heno auffzuheben hat/ vnd weiter vnd auffein mehrers / wurde es sich nu erstrecken, tcxcu!» expreülus in ci. c^p. ilatuto. veri' > impetrL- torc8 träbeb.mr» Zec. kloneta äiQ. csp. 4. r;nM.nUm. 70. k.ebuffÜ8 qu. 14. N/Z4. Derenthalber so mueß der jemg deme auff dise weiß/vnnd in der gestalt wre vorsteher/em Ae- hend der Newreitt-vnd d?ewbrüch halber mit- geehailk wirdk / hernach wann er dergleichen Zehends ab den )?ewreüt- vnd Newprüchen/ chatlhafftig werden will/anuor beweisen vnnv> darthuen/wie/wasDrtö vnd Cnden/vnd von was Frächten/er seine andereZehendenalldotk rinnimbk vnd empfahec: dann sonsten wurde T jhme -74 AehendRecht/ ihme angeregter sein erlangter Aehendbrieff/ der Newreüt halber / wenig fürständig fern, ^lonec^ ci. c. 4. <;. z. n. 70. Kebuckus m, exk. cle cie- cim. (ruttcrrer ci. c. 2 r. n. i -0. wie solches mit mehrerem erkMt worden im z. Buech/r. Dttls8.Schlu>;red. Achte Fchlustred: Wann amem Clostek vderfi)nstrn amer geistllchc Person ein Zehend von Nner weltlichen Person gcschenckt wirdt/ sich ein solcher Schanckbneff anffdre Jehend deren sich begebender )iewrellt-vnd Newprü-' chen nit crstreckt/es wäre dann sach/ daß auch der Newreiit - vno Bruch halber / guet Sig^ vnd Brieff oder dergleichen vbekgeben wurde/ tr xeu5 exprc/I'us rn c. lbaruro §. 6n. cte cle^ cem. in 6. . . Nannte Schlustred; Wann ein DiMs Das vrerdke Buech/4-Capitk. oder Pr.rlat (doch verstehe/auß Vrsach vnns Wit gebärender -Ordnung ) seinen Aehend je-> wandt nachlasset vnnd nachschet/ ein solcher Nachlaß/sich auch auff vie Jehend der New- keilt- vnd Ncwpruch(doch;uuerstchen/va ftl- brgerAehend davon jhme Äijchoss oder Pr ä¬ laten sonsten zugehörig wäre) erstrecken thuek. rexm8 expressus in cüp quia circa, cxr. cic priuileZ. wieweit dergleichen Gnaden / so dem dritten zu schaden nicht kommen/nit eng/ sonder brau vnd weit verstanden, werden muß» sen. kebucku; <4 ^4- n. zr. c. 6ilc Pfarrern vnd Curaüs/offt mit gewalt ainZe- hendsgerechtigkeit abtrucken / oder wenigst durch jhr vnbefuegte Einred / vnnd vnbilüche Zehends anfechmng / die Zehends bezahlung gegen dem Seelsorger verhindern / vnd stöck-- end machen/derenAußtrag offt von manchem Pfarrer/sonderlich wan derGegenthaü mäch¬ tig ist/ oder er Seelsorger sich nit gern feind-- ' ftliz r8r JehendRechk/ seelig machen thutt / nit erlebt wirbt. Vierds tens/erscheint auch hierauß/wie widerrechtlich handle« jene Ichendteuch/ die etwa« von ai- nern weltlichen Fürsten/Grafm/oöer anderm grossen Herm/particnlar Jehends Gerechtig¬ keiten gewiser ^>rt vnd Enden / zu Lchentra- gen/ vnd doch in brasst solcher ihrer weltlichen AehendLehenbriess/auch an andern orten dem Seelsorger alldork rm Achend Abbruch Ms ztkfiegen/sich Mtmassen. Ain andere Marmmg Kette es / wann am Fürst oder am anderer Potentat wind Herr/ nit in brasst seiner weltlichen Hochheit / Herr- lichkeit/Vollmacht/oder Regakien(von denm hernach Meldung beschißet) sonder vermsg ap ms andernrechtmässigen Tttts/ainen Aeherr- sechs po^ckem thatte / oder solchen jemand; andermverlihen hette/ Dergleichen Arhends- gerechtigkeiten vrt Fürsten vnd andere Herrn innen haben/die gemainktichvon denBapsteN oder von öenBischomn/PrLlatm/oder Eom^ mendatorn/ oder andern geistlichen Drten zu Lehen herrüerm. Dau'on Meldung beschehm . am dritten Buech/ r. CaM/ vnnd vierdtM Ander Das vierdttBuech/5. Capttk. r8z Ander yMlnßred: Em Fürst/Poten- tat/oder Herr / kan inkrasst ferner habenden hohen vnd fürstlichen Regalien/deß ZehendS ab den Newreüt- vnd Newprüchen/sich nicht anmassen. ^rZum. ä. c. äuüum.öc ci. c.ma. Dieweil das Jehendrecht kern perrinenr der Regalien ist/fonder für sich selbs seiner rechten art vnd aigenschafft nach/ein geistliche - vnnd aigentlich nur den geistlichen Personen ver¬ ordnete Sach ist/wre oben am 5. vnnd 6. Ca¬ put andern Buechs / lange Außführung hier¬ über beschehen. Dannenhero sich ainicher Fürst / oder an¬ derer grosser Herr / in frasst seiner hohen oder nidern Regalien / deß Jehends ab den New- reut- vnd Newprüchen/oder sonsten/nicht an¬ massen kan/sonderlich weil auch dieRömischen Kaiser/den Fürsten/Grafen/rc. in ihren Re- galienbriessenjhre Statt/Vesten/Land/Lertt/ Vogkey/Man/Manschafften/Kraift/Wald/ Höltzer/Bnsch/Waid/Wasser/Wasserlauff/ Vischereyen/Gejaid/Wildbann/IoU/Glait/ Müny/Bergwerck/HochvnM^gericht/Ge-- richtszweng/rc. leihe vn hintassen/deßIehends aher/ m dm RegatmAreffm amiche and^r- 284 AehentRecht/ tung nit beschißet / innmassen dann auch bloß vnd allain durch mitthaüung dergleichen Re- galien/ainiche Achedsgerechrigkeit/ mt mitge- thailt werden möchte. Es wäre dann Sach/ daß mail dest Aehendsh.alber/ain andern rechL» mässigen Tittl hette / wre verstehet M end der Schlußred. Dritte Schlußred: Ein Fürst/oder ein anderer grosser Herr / chme in frasst seines Wüobanns/Forst- vnd Iagensgcrechtrgkeik/ die -eßendab den )?ewreiit-vnd)?ewprüchen befuegter »nassen nie zueaignen/oder einhcrmi- schen mag. Dieweil der Aehend kain perti¬ nent des; Wildbanns-oder dcrForst-vndIa- genögerechtigkeit ist/ sondern seiner anhaben¬ der aigenschasst nach / proprio nur den Seel¬ sorgern zneständig/c. ciunmu!8,exc 60 c>m. wie obstehet im r. Buech / vnd also dem Wildbann oder Forst- vnd Iagensgerechtigs feit nit anhengig/einuerlelbt/oder zuegethan. Wldcr drß aber möchtcmm ettvan ai- ncr fürwerffen vnd sagen. Beme wie vorgemclk/seye »vie da wolle / es befind sich aber entgegen/ daß durch machn"g vex Daö vierdke Bnech 5. Capük. 285 Ker Newreiit vnd Newprüch/beuorab imGe- höly/vnd m Waloern/dem Wild m mancher- 8ey weiß nit geringe schaden vnnd abbruch an^ gefügt weroen/dann nit allain es seiner Nähr- vn auffenthalmng zimblicher massen beraubt/ sondern auch von seinen alten Standen ver- triben/ vnnd also dardurch vnd in anderweeg/ der Wildbann geödet werde / Lrg6 blllicher massen ein Fürst oder anderer grosser Herr/ deme der Wildbann/ vnnd Forst gerechtigkeik daselbs zuestandig / die Jehend von den Ne»v- »eüten abfordern vnd einlangen möge r Deme gibt man zu Antwort: - Daß ob zwar durch machunz der Newreäk strndcrlich in Waldungen vnd selbiger Enden/ dem Wild aines tharls/vnd ^1i^u5 pulen vnderschioliche Jehends sirit- tigkeiten erleutert worden / also ge-- -imbk es sich / da zürn Beschluß diß vierdten Buechs anznzaigen vn außzuführen/vor waS für einer Ldbrigkeit/geisilicher oder weltlicher/ am vnnd andere Kehendssirutigkeit fürzr«-- klemmen vnd außzmragen. Diewerl aber al¬ lenthalben imTcmschland zwischen denLands Kürstnen vnnd Brschouen / als -Ordinarios/ sonderbare Vertrag deßhalber auffgericht/ vnnd verhanden sem / habe derowegen ich fük vnnotwendig erachtet/erst lang auß den geisi-» jichen Aechten dar zu chun vnnd zuerweisen/ tvann Das vierdre Buech/6. CaM 287 «arm vndinwasf.llen dergleichen Aehendss ßritttgkeiten für die Geistliche- vnnd in was Men sie auch für die weltlich Dbrigkeit ge¬ sogen werden mögen / septemalen gleich in al¬ len Bistmnben deßhalber sonderbare Vertrag zufindmftrn. Souil diß Bistthumb Bchen anbem'fft/ist -iftr- vnd anderer ciiKcrentzien vnd Stritig- kciten halber Anno r 6 v 5. zwischen weylend ErHeryogeMaxinnlian als gewesten Lands- fürsten in Tyrol/Hochlobseligister gedäckcnuö/ vnd Mylandt Ir Kürsttr Gnr Herrn/Herrn Christophen Andrem gewestenBi schonen all¬ da znBchen/hochseeligen angedenckens (wie obstehet am z. Lapitl diß 4, Buechs)ein son¬ derbarer Vertrag vnnd Accordo auffgerrchk rvorden/darinn bey dem 7. Absatz sich volgen- derImchalt befindet. So dann vnd fürs Srbend / ist in Irhrr; Stntttgkcittn/vnnd vcnrNLc- ! rmrg derscwclr / dlse Erklärung ge¬ macht / daß LLuia ^erüorii) für dem Gastlichem Gmchtszwang / im. meöiace r88 ZchendRecht/ mecü^re, vnd al aru gehörig feyk:d§F ^ollelloirum über/sowol vol' dem ivelts llchen (soml doch dißorts/drc Recht zuelasscn) als geistlschenrRrchter mö- ge venrilierr werden / vnd distr gestalt drt prXuen kion statt haben. Souil das Hertzogthumb Baym vnnd die harinn befindende Ertz - vnd Bisthumbenan« belangt / ist dergleichen Stnttigkciten - vnnd Span halber Anno 15 8 z. zwischen weylend HertzogenWühelm/als gewesten Landfürsten , in Bayrn / Hochmiloseeligisten angedcnckens/ vnd N. vnd A. die Ertz- vnd Bischoue dessel¬ ben Her^ogthumbs/ ebenfals ein Accordo vnd Vertrag aufgerichk worden/rn gegenwerk deß Hochwürdigisten in Gott Herrn / Herrn keli- c-nni als Bapstlichen diunci): In welchen^ Vertrag am 5. Eapitel dritten Absatz/sich der^ Aehends Serietigkeiten halber / volgende- Pnncken befindet. kic in cci^m causarum 6ec!malmtt» co^nmone Oräinari^ iu8 luum cc>n" ceäicur: LX camen in cerüs calikus L iurs Das vlerdtt Buech/ S.Capük. rFS iure pernMis 3cl üecularem c^uo^ue MLMrarumix>eAaur,j)ML in i)8 äe^ crmis, cjUX iam elseÄXsunt iuri8I.3i- ci; 3c vdi ve! vrer<^ue,ve1 reu8 ranrüm lsaicu8 cK: Irem in conrraÄilim äeci- Malibus tem^orLrij8, scilicet, vbi sru- e3Mr. Ende deß vierdttnBkechs- V Aehmd« 2§2 AehendRecht/ zchcnvUccht/ Das fünffte vnd'etste Vaech. Pon den Straffen ßnd PO glück der vnthrewcn -vnd von dem Glück vnd Gnaden der getrewen Jehendleuth. c^kvr i. Von den Straffen / Dngluck vnnd Schaden / welchen sich dw Dn- threwen vnd betrüglrchen Aehendleuch vnderwerssen. Ieweil auß H. Göttlicher SchrW ( wie Genes Cap. 4. zulesen ) klap o abzunemmcn/tn was für grosse G^ fahr vnd Vck0erhu,lg/slch ocr Gottlos Das fänffeeVuech/r. CaM. 25» r' Evinbwegen er Gott vem HErrnein böses/ vngerechtes vnnd vimolllon nrcnliches Dpf-» sir/vondenSrüchtendeß Felds geben vnnd auffgeopffert) gebracht/vnnd gestürmt hak/ dann Gott der HErr/ nicht allam solch fern Hpffer / nut Göttlichen Gnaden nicht ange-» sehen/zugeschweigen auff- vnd angenon men/ sonder noch darzue/)hme/mit scharpffen vnnd ernstlichen Worten getrohet vnd gesprochen; OSain/ rrarumb crgrtmmeftdtt/ " vnd warumb schlägtsich dein An- " glicht mdcr k lsts nie also e thuest du wol/so rrlrdest es vergolten nem- " men t thucstu aber vbel / alßl>ald so wird dein Sünd zugegen vnd vor " der ?HÜr ftlN. Also sollen bMcher mas¬ sen alle vNchrewe/aigennulnge.vndbttrügtiche Aehendleuch/ sich m diser Geschaht spieglen/ daran stossen/besscrn / vnd dann alle Gefähw lichkeiten (so sie inr Aehendrarchm/ zu grosser Gefahr vnd beschwärung ihrer Seelen pfleg¬ ten zu vben ) fahren lassen / vnd Gott den All¬ mächtigen vü seme dienerallhie auff der Welk (das ist die Priester) nach dem E'xempcl deß V r frvmvtt» 2.YL AchenklUechf/ frommen vnnd danckbaren Abels/ mik einem Meten/gerechten vollkomnen vnd vnuerfelsch^ ttm Doffer deß Jehends verehren / vnnd sich also vor aller vnd jedcr/Götlicher vnd ewiger/ auch zeitlicher geistlicher vnd weltlicherStrajf hüten vnd bewahren. Äannenhero vnd auffdaß die betküglicheir «mkhrewen vnnd aigennützigen Aehendleuth/ sich hierinn aimcher Vnwissenheit halber nik Zu entschuldigen / habe derowegen ich die - inn heiliger Göttlicher Schrifft vnd andern Ge-' Kanen/begriffne Straffen ( denen sich die vor-- Hailigen vnnd aigennützigen Jehendleuth vn^ Derwerffen) allenthalben zusammen gesuechk/ »nd herein gefttzk/wrevolgender massen zrmer-- nemmen. cLrstlichen nun / so befindet sich in heilig Ker Göttlicher Schrifft wider die Vbertrett^ Deji Gebotrs deß Jehends/vnnd anderer fay/im alten Testament /volgendes CapB' Leuit. 26. da Gott der Allmachng also spricht Ich will euch sm Himmel oben wt^ «c Eysm/vmwcwr Erden/wleAer^ ge.'cn: virvemMche vudArbar Das fänfftt Buech/r.CaM. 29z " soll verlohren siln : Ewr Land soll " sem Gewächs ntt geben / vnnd die " Bäumlrn Landtchre Frücht nicht bringen. Zum andern / trotzet Gott der Allmächtig/ wie bey dein Propheten Ma Lach, am z. Cap» zu lesen Das? die jemgen/so dm Aehend mehe schllioiger masset? geben / vermakdeyt sein sol¬ len / vnd daß er sie mttArmuet vmrd Hunges straffen wolle. Drittens / lesen wir in Gesäßen geistliches Rechten em denkwürdigen Spruch / >u clecimw 16. tzuoä cspimiuni äelum- prum est, ex v. ^uguüino> iermonc 2 i p» rie g emp. also lautendk? eK rnüillima Der conluekucht) vr 6 rn rili 6ecimam non ciecier^ rn 26 6ecrmam reuoceri8 Lec. DadZL Imp>io nMrr, cjuoä non vis 6äre 82- ceräoci Scc. Aujff Temfch also r " Diß iß di; MiMrchttstt Lewsiv 294 ' AchmdAechk/ Herr Gottes/wann du rhme dcnIe- tzmdmrgrbst/ du stloszuIetzcüd hergenomcn werdest. Du cs noch werdest ainem Gotkloskn Lands- " knecht geben / was du ntt wüst ar- " nempttestcr geben. viertens / seynd in angezognen geistlichen Rechcen volgende W Nt zuucrnemlnen/nen'.b^ ikch in cap. Omne8 äccimL. i6. c^uLÜ. 7- also lautem. " ()uiu moüo) mulri inuÄNunrul üecimu8 Ürre nolenre^, Karuimus, vrlecunüum Oominj prtcce^cum, " 2Ümone2ncur1emeI,lecunc!6,rc^ " tio: tjuod ii non cmenüauerinr, 2' N3ctiemLtt8 vrnculo v/cj; Leisari^^ " nem, emenüutioncm coN" " ^uäm,feü ' .. s' MÄNj Das f'mssee Busch/ r. Cap. 295 lvöllen / fetzen vnd ordnen rr rr/ daß sie nach deß pErrcn Geb0tt/ain< zway- vdcr dreynra! ermahnet ivcrdenr Wan sie sich alßsann ntt bessci n/ mit dem Band deß Banns/bißzurGcmrcz- thucung^nno gebürllch.r Bcsie- (Aer >638 ince^re perloluanr ; " vero 638 au: susirrakunr, autim^e- " diunc, excommunicentur, nec crimine, nili s>Ien3 rcÜituriono lc« cuca, ab> io I UN ntur. AuffTenrstvalso. Die heülgc DclM>Au»g gcbE Paß 2§S ZehendRechk/ daß die/welche es schuldlg/den Aehend! völlrgklich bezahlen: welche aber dcn Jehend hmderhaltcn / oder vcrhrn-! dcrn/sollen in Bann gcihan/vnd mt/ biß aufferfvlgte völllgc Wldergebung > von dlftm Laster absoluiertWerden. Äuß welchen drsen angekroheken Straffen deß geistttchcn Banns abz'lmcnmren / wie nut amer so schwären Todksünd / sich die jenigen verstricken / so den Aehend gar nit/oder doch vntrewlich raichen; Sintemalen der geistlich Bann/vermög gerstlicher Rcchken/allain wc-> gen grosser vnd schwärer Bbertrettnngen/ai^ nem angechen wird r Vti üubetnr in Lon- cilio ^ieläenü c. 56. A in Loncilio^ucr^ ven5i, c^UL OoncüiL 2ÜeA2Ntur in cup. ne^ rno. öe ckp. nulkus. n. c>. z. Fünffrens / lesen wrr bep dem Bapst Gr^ > gorio VII. volgendeWort/ welche einnerleil't fein m den geistlichen Rechten / m c. äccun^ r6.c;. 7. chlrli LccleiiX clecim28 rc66i6erwl, Lciäuc le sacrile^i) crimen cvmwirrere Das fünfftt Buech/i.Capitk. 297 rkternL ^amnationis ^ericuluM- tncurrerc. Auff Tevtschalsor WanndttdenIchend (sprichtder Bapst Gregortus ) der Kirchen nicht wider geben / sollen sie wissen / daß sic am Gottsraub oder Diebstal begehn/ vnd s. ch rn die Gefar der ewigen Äcr- dambnusbegeben/rc. Dann die Iemgen/so den Aehend arrffhal- ken / dcß Auffhalts halber/crnfreinbdes Guek Hermen/ c. Kcpc. ext. cie reüie. lpol. Nb.?.c. Z4.vers:Ieptiino. Anin sibenden / sagen die Rcchk/daß wann aincr denr Pfarrer vnd Geistlichen nir raichee den Jehenden/mit welchenr Zehend er Pfarrer Vit arme Leuth hettc speisen vnd ernöhren kön- nen/die hernach/auß mangel vnnd abgang der Nahrnng/sterben haben müessen/daß alßdann selbiger Zehends atrffhalkcr (vor dem strenge Richterstuel Gottes) als ain Mörder werde verutthaiktwerden/M ewigen Verdambtrus/ ^er rex. in c. eieeim. veis. Lt ^paupe- -es i 6.^.1. ZUM 298 AehendRechk/ Allmächten / sollen vermög der Rechten solche Aehends Ausschalter/in das geweichte Erdmch nicht begraben werden. rextuzui c. ^roltibemus. exr. cto ciecim. Amn neünten/soml die Straffen anbelangk so von den weltlichen Gesäßen aufs die vn- trewen vnrrd betruglichen Acheiidlcmh/geletzk vnd gelegt worden / haben gemamklich alle Land / auch viler Drcen im Reich die Glätt/ hierinn sondere Satz- vnd Drdnlmgen/krafft Sero/wider die jenigen (so init dem Aehend vortharliger weist vmbgehn / vnd vnthrewlich dämm handle» ) mit Straff ^roceäiert vnd verfahren wirdet. Danrit ich aber anderer Land vnd Stattrecht/geschweige/ich d;ß orts allain einführen will lenen Artickl / der sich be¬ findet in der LandsDrdnung der Fürstlichen Grafschafft Tprol 24. Trttls 5.Buechs/der also lautet. lcher mit den Eraidt- oder Wemzehcnd vnehr ewLch oder gefar- ltch vmbgehct / die Ichmd Garben oder Schober llanicr, dann die an- Peru macht / ooa- Ler Achend rnche/ Mit Das ffmffke Buech/i. Capttl. 299 Me er schuldig / ligen la^t / oder gibt/ cdcr dm IchendEmsamblcrn vnnd Auffhcbcrn / mit Worten oder Wer- ckmÄcrhlNdcrung oder mung thuet/ der solle darumbcn / nicht a'laui dem . Aehendh nn/ vmb dcnMen vorge- haltncn Zehcnden oder darinnen zue- KcfücgrcGcjÄproe vnnd Betrug gc- bürenden Abtrag vnnd Erstattung thnn/stndcrn auch noch darzuc/durch dre ordmliche Odrigkcrt semcr Vcr- brechung/vnnd aller Vmbstandt/ am LeibvnGut/mit ernst gestrafft werde. Ja was noch mehr ist / es Melden etliche Rechtsgelehrten / wann a»n Zcherldmann den Jehcnd nit geraichs/ sonder denselben nut vn- fueg vorenthalren/vnd es sich darnach begibt/ daß cr vmhrewer Aehendmann/dürchVnge- wtttcr / oder dergleichen Imstande / an seinen Gütern oder Früchten / am Schaden vnnd Mißrathung leidet / wegen dessen er seinen» Grmdt- oder Bcstandshcrrn den schulde ren Gmnd> zoo AehendRechk/ Grund-- oder Bstandtzmß danon nit raichm kan / daß alßdann jhme deß Zmß halben/ kam Nachlaß beschehen solle/ in bedcnckung/er jme solch VnglNck vnnd Schaden/selbs auff dem Hals verursacht hak / wegen daß er nemblich wrevorstehct/den Dienern Gottes/dasist/dm Pfarrern vnd Seelsorgern/den schuldigen Ae-> hcnd nit geraicht / dardurch GLdtt belardigek/ vnd also darnnt den Iorn Gottes(darauß daS Vngewitter vnnd Vnglück Ursprüngen ) er¬ weckt hab. ita Kebulkus c^. i ^.n. 22. Vbi a!- IcZat Oeminisn. §c?SkU8. in c. i. in line.äe ciccim. in 6. 6u>6. c^u^K. 266. Vi» uiusli!). r.opin. ;z. n. Wann dann / wie erst gehört / auß der öe-- trüglichen/ vntrewen/ vnnd vorthailigen Ae- hendsräichung/fouil Vbels erfolgt / dann ntt allaür die bekrüglrchen vnd aigennulngen Ie- Hmdleltth/grojsen Schaden vnd Abbruch jrek zeitlicher Wolfahrt Zubesorgen / sonder auch darrmk/laUk anfangs emgeführker Gesatz deß alten Testaments / Thewrung vnnd Armuet in das Land bringe/ wie nit weniger/ sich selbs inobuernrelke von Gott-vnnd der geistlich^ vnndmikjlchen Dbrigkeik angekrohete- sowol D'aS ssmffte Buech i. CaM. Mliche als ewige Giraffen stärken/also sog hrllich zu verhüet- vnnd vorkommung solcher Pein/Ptag/VngläckS vnd Schadens / jeder Zebendmann/seinenZchend getrewlich / vnnd ohne dessen Hinderhalt - oder Aigennuyung/ oder Betrug vnnd Vorthail/zugeben/bewege werden/vnd sich dardurch der jenigen Gnade», Nutz vnd Benedcyung / so dengethreweN vnd gerechten Jehendlemhen vo»r Gott dernAll- »nächtigen (wie in nechst hernachfolgmdcrn Capitelzuuernemmen ) versprochen vnd zuge- sagt sein/ thailhafftig zu>nachen/vnnd sich vor der ewigen Vermaledeyung bewahren / seyte- ternalen nit allain die jenigen/so de»r schuldigen gehend nit raichen/vnd vnbtilich vorenthalte/ sondern auch dre jenigen / sozuvoremhaltung deßschUldigenIehendS/Rath/Hilff/Fürschub vu Beystand thun/aintweder durch sich selbS/ vderjemandk andern samentlich GottSrauber/ geistliche Kirchendieb/ vnd in geistlichen Bast wie obstehet / ja auch dardurch von allen Ge- Hekt/Ablas/Verdienstder H.Meß/vnd ander Gottseliger Werck/ so in der Christlichen Ea- cholischc Kirchen beschehen/gany Mtßgeschlos- sen / vnnd im fahl sie vor jhrem Todt/die Er- stat- zor' IchendRechk/ siaktlmg vnd Abtrag deß vnbrllich vorenchM nen Jehenden/mt Hun/ oder durch jhre Erben es Hun lassen/ der ewigen Verdambuus Leib- argen sem. I mmasscn dann ein dergleichen Geschicht(jo ich bey etlichen Scribenten ge- lesen) erZehlt wirdk/von demCarolo Martella (so Anno 71 5. in Franckreich regiert hat) welcher/nach erhaltneinSig wider die Sara-» ccner (welche auß Hispania in Franckreich ge-> fallen/vnd daselbsvü Stätt/Kirchenvnd an- ders/vbel verwüstet vnnd verderbt haben) die Edclleuth vnd farnembsten deß Reichs / ihrer grossen gehabten Mühe/vnd in selbigenrKrieg außgestandner Leibsgefahr halber / belohnet wollen / aber auß mangel Gelts vnnd anderer Gäkcr/dasscib nrr recht ins Werck richten mö- gen/letstlrch/mik verwilligung der Bischouen/ jhnen Edetteuthen vnd Dbristen / die Aehend von den Kirchen geben/vnnd vnder sie außge- thailt/nrikdenr Versprech en/ja gethanenAid- schwiir/solche Jehendcn/vnd ain mehrcrs / dn jhme Gott das Leben verleihet / den Gotts- Hausern widerumb Zu ersiatten/vnnd guek Zu- machen. Welchem disem Versprechen er aber ntt trachkomnien / vno als er vber ein Zeitlang darnach Bas fänffke Buech/i.Capktk. darnach Todts verschiden/er deßhalberzu der ewigen Verdambnus geführt worden/gestalr-- fame solches in ainem Gesicht vnnd V iüon, der H. Bischoff Eucherius gesehen habe/vnd nach etlichen Jahren seye in seinem Grab/am grosse Schlang vnd von seinem Cörpel weder Bain/noch anders gefunden worden. Keb. o. So bezeugt auch Vüuiu8, daß Gott pflege die Lene zu straffen mit Hewschrörken / vnnd anderen Plagen/an denen Drten / wo man den Geiste sichen ihren Jehend anffhaltet. Ica V i- ums commun. opin. i^z. n. 17.öc clecis:4.Ub. r. u. 68. c^?vr zoA ZehendRechr/ n. Von den Gnaden/Mß/mnd § Betonung/ sodtegethrcwcnIchcny- Leuth versprochner massen von GDtt zuerwartem ÄTT der Allmächtig / der em Erfor^ scher aller Mren/ vnd em Erkenners aller verborgner Ding ist. luxca c. ! erubcicanr. z 2. c^. 2. c. nouis. ext. cie iuäic. c.Ocus. Scc. Deus. qui. 25. gumK. z. Hak von anbegin vnnd erschaffung der Welt wol gewust/ daß vrlder Menschen/wegen ihres zum Ängehorsamb genaigten vnnd inctinis werten willens/schwarlrch / auch Hails gat nicht/zu halt- vnnd Vollziehung ferner Göttli¬ chen Gesa? gebracht vnnd gemben werden wöchten/vannenhero/auffdaß seinen Gebots > Say- vi rd Drdnungen/vmb sourl niehr schliß diger Gehorsamb erzaigtvnd erwisen wurde/ har er mt allain den Gehorsamen die ewige Fremd vnnd Secllzkeit deß hrmlischen Para^ -eiß/sonder auch hie auffder Welt/ zeit - vnn/ DasfänffkeBuech/r.Capitk. Z04. leibliche Belohnung/Gnad/vnd Wolfahrten verharssen vnd versprochen. Welches auß vis len Drthen der H. Göttlichen Schrifft weits lauffig kunvte erklärt vnd beygebracht werde/ jedoch aber solches mein Vorhaben vnd - nssi - rmum nie ist / ohn allain kurtze Anreg - vnnd Erklärung zuthuen / was von Gott dem All-, mächtigen/denjenigen Aehendleuthen / so der, Zehmd schuldiger - vnd von Gott dem Herrn anbefolhner massen getrewlich/vnd mit dancks barem Heryenraichen/fttr grosse Gnaden/ Glück / sonderbare Woifahrren vnnd derglei¬ chen Belohnungen ( wie volgendermaffen Zu- »rernemmen) verhaissen worden. Erstlichc nun befindet sich in H. Göttlicher: Schrisft )ene Verhaifiung / so bey dem Pro¬ pheten Malach. am z. Cap. zulesen/ da Gote der HERR also spricht; « BrmgtakcAchendeninn meine " Schewren / daß in meinem Hauß " Speiß seye/vlrd versuecht mich da- «c mit spricht der Herr Sabaoch / ob " rch cuch mt deß Himmels Fenster F «uff zo^ AehendRechr/ " auffthun werde /vnd Euch aineti Segen außgieffe der vrle. Za ich " wlrdtvon ewrentMgcndenFres- " ser schelten/daß n euch dre Frücht « ewres Felds mt verderbe / vnd der Wetngartauffdem FetdeMl nit " vnftttchtbar werden / spricht der " Herr Sabaoth: Also werden euch « auch alle Völckrr selrg sprechcn/derr " chr solt ein lustigs Land ftm/spricht " der HErr Gabaoth/rc. Zum andem/ift ein herrlicher schöner spruch 'krouerb.c. z.alsolamentr spricht: " ^läiores noüri icleo cos>i)8 omnl^ " b>u8 abunc!al)2r,^ulL clccima8Oea öadanr, Lc LTlari cenlum re6äe^ « bam,kc. , Das fünffte Vuech/2.Capitk. z 2/ Auff Teutscbalso lnucene: Vnsire Voreltern haben darnmb in allen Olngcn grossen Vberstuß ge¬ habt / sintemalen sie Gott den Jeheud/ vnd dem Kayser ven Jinß gcgcbcn/rc. Letstens lesen wir in vor angeregtem cap. äecim L! 6. h. 1. weiter also; " (Gum enim clecimas clanclo , §L " rerrena Sc cXlettia pollis pr-emir « promereri, <^u-re pro auaririz, äu- " plici beneälÄione frauchari? < Arrff Tcurschalss lanrenrr Dtewerl du dann mtt darratchung dcßIehends/diezettltch vnd himlische Belohnnngen verdienen kanft/ war- umbcn beraubst du dreh selbs anßGeitz disir zweyfachenBencdeyunge Item ferrer zum Beschluß desselbigen Ca-- pitels äccunL r 6. i. also geruelt wirdek. Das fünffke Buech/r. Capitk. z 08 ()u^ier^o libi, aur^rXmium com- " p^r^re-auc ^ecc2torum,6e66ei3c " in6u1§enriäm ^romereri, redääc decimLM. AuffTcutsch also lautende. Derhalben/welchcr Hme sclbs/will M Belohnung erlangen / oder begcre -hme verzeyhung seiner Sünd/ Merdrenen/der gebe denIehend. Ende diß gantzenIchend- TractntS. KkgiM Register Der jcmgen Theologen / vnnd Rcchlsgclchrtt» / so mdiscinIc- hendbuech angezogen Werden. 6°^ i-/e Ol^o/r»?r. Leo?//» To/?/«r. ' ?-r«/L5k7o«^s//^. ^^/s. D/Äoesee^ K/VLtt«^ //t-r/,v?L7 L-r/re//«.e. /o-r«. /s« ^7^5» L/^, Do?» /^r«cz/c«z L'o^^ecc/«/« Z«/z«z (7/-!?-«/. Z'. (7.7^o/o/2z?zzF, /s/k/>^«z c_7K Z/že^o«^?»«z t7e»^r»cz/czzz N«E. (7-rr//. Ae«r^ Lszc^e-r. Lz.c. ?Zck/?cE, />z^?'. z^r/zz-z. ^»^.ZÄc^zz-re«/- Rzgist« Von Aller- m diftm AehendTractatl /begriffnes Capitlenvnd (>uLÜionen. Das erste Bucch. As das Zehendrecht sey. Cap. i. folio r. X)) ( Wie vilfach der Zehend sey. Cap.r. fol.6. Mann / vnd durch weme es geboren vnnd befolhen worden/den Aehend zu geben. Cap. ; M.7 Ob die Menschen vom Gesa»; der Namr gelehr- ner werden/den Zehcnd zu geben. Cap. 4. folio 8. Was .Gott der Allmächtig im alten Testament/ seinem IsraelitischenVolck/deß Achends halber ge¬ boten. Cap. 5.folio 17 Ob Christus der Herr/im newen Testament den Zehcnd qebotcn. Cap. 6 folio r6. Mio sich die Christen anfangs der H. Christliche Cacholischcn Kirchcn/gegcn Priestern dcß Zehcnds halber verhalten. Cap.7 folio z r Wann die Concilia vnd geistliche Recht den ge¬ hend auffgesetzr. Cap. 8 folio ; 7 Wae Vrfach im Newen Testament / durch die Geistlichen Recht eben der zehende Thail/dc..P^,-_ ^ern zu raichen geboren worden. Cap.9 folio 4» Ander Lmch. Register. Von wasSachen man in krafft geistlicher Rech¬ ten Zehend geben soll. Lap. i folio 48 Erste Frag. Ob man auch vom Abersaat / Kram / Rueben/ Hanff/Flachs/Zwibl vnnd dergleichen. Item von der dritten oder gar vierbten Frucht deß Jahrs ge¬ hend geben solle. folio 54 Ander Frag. Wann auff ainem Acker / etliche Garben oder Schober vbcrig bleibcn/vnd die Achcnde Garb oder Schober nir erraichen/ob derZchendmann schuldig auffainem anderm Acker darauffzuzöhlen/vnd die Zehende Garb oder Schober zuerfüllen, folio z 6 Dritte Frag. Ob vermög Geistlicher Rechten man auch von andern Klainen Früchten Zchend zugeben, folio 6r Vierdtc Frag. Wann ain Getraidk verdorben / ob der Zchend- nrann fchuldig/ain anders darfür zugebcn. folio 65 Von dem VichZehend. folio 67 Von etlichen fonderbaren Betrug vnnd Aigen- nutzigkeitcn etlicher Zehendlcukh. Cap. r folio 72 Ob man im Zehendraichen das böfest oder das Lest geben soll. Cap.; folio 76 W'> pub wann man die Früchtzchcnd geben soll« Cap. 4 folio 8r Ein Frag. Ob der Zchend muffe begerc werden, folio 8 5 Wer die Zchend abholen soll. folio ST' Register. Ob der gehend vor andern Zinsen vnd Oblagen abzunchtm. folio 89 Was znchun/wann am Zehend nir will gcraichr werden. folio 90 Welchen Geistlichen man in krasse der Rechten/ Len Zehend geben soll. Cap. 5. folio 9 r. Auß was Vrsoch man den Pfarrern vnd Seel- sorgern/den Zehend geben soll. Cap. 6 folio 107 Frag. Was vermög der Geistlichen Constiturioncn/je - der Seelsorger zuuerrichtm schuldig. folio 114 Ander Frag. Ob ain Sceksorger/dcm jenigcn Pfankind/so jh- Me die Zehend nit raichek / die H. Sacramene ver- waigernmoge. , folio 12 <5 Ob man den vneugencsamen Seelsorgern den Zehend zu geben schuldig. Cap. 7 fol. 12 8 Ob ain reicher Pfarrer/ den Zehend von den ar- menZehendlcukcn einfordernmöge.Cap.8 fol. 1 z6 Wie der Zebend vermög der alten Geistlichen Rcchken/durch die Seelsorger soll ab- vnnd anßge- rhailk werden. Cap. 9 folio DriteVucch. Wie/vnnd durch was Tiktl die Zehend auss dir Weltlichen kommen. Cap. 1 folio 148 Erste Frag. Wie mans der Zeit wissen könne / ob diser oder ftner Zehend / dessen ein Lai) in der Posseß ist / vor- Register. sder nach dem Comilio Lareranenst / an dkc Welt- lichdn kommen. folio i; r Ander Frag. Ob ain Bischof oder Prclak jenen Zehend / wel¬ cher vor dem Comilio Lätcranenst / den Weltlichen schon ainnral zn Lehen verlihen worden/vird dann/ nach dem Coneiiio Latcranensr / dem Bisthnmb olk Closter als Lehenherin haiin gcfallen/widcrmnb ai- ncck andern Layen zu Lehen hinlasten köne oder im? folio r 56 ' Dritte Frag: Ob ein Lay/ den jenigen - vor dem Comilio La- reranensi/herrürcnden Zehend/ aincm andern Lar/ znAffterlehen möge vcrleyhen- oder sonsten in an¬ der wceg verwenden. folio 15- Welche Personen denZehcnd geben sollen.Cap. r folio 16; Ob die Kirchen- vnnd Widumbsgüker dem Ze- hcird vnderworffen. Cap.; folio 177 Doir den ZehendsFreyheiten. Cap. 4 folio 18 r Die erste Frag. 'Ob ainfcn Zehcnds befrcrung vom Römischen Smel / sich auch anffdie Jehcnd der Newreüt-vnv ^cwprüch erstrockc. folio 184 Die ander Frag. Ob die Zehcnds Frcrheitm/ron aincm Innha- bcr auffdem andern kommen. folio 18- Dtitte Frag. Wie/ vnd wann die persönlichen Zchends Frei¬ heiten Register. Seiten z» Vnkräfft 'n kommen. folio r 9 r Von den Ichends Vergleichungen. Ca. 5. f. 19 6 Wer die ausständigen Zehend abzristattcn schul¬ dig. Cap. 6 folio r oc> Wie/vnd wann die Zehend durch Präscription/ wogen ersessen/odcr gemindert- oder gar auffgehcbc werden. Cap.7 folio roS Wann ausfainem Guct s darauffjemand durch Prascripkion das Aehendrechk erlangt hat) hernach ein andere Frucht gesaek oder gepflanzt wirdt/wcmc alsdann der Zehend davon zuestandig. Cap. 8. folio r r r Ob vnnd wie die Zehendsgerechtigkcitcn / durch Gebrauch vnd Gewonheiken/nrögen verändere vnd yerruckt werden. Cap. 9 folio r r cr Die Frag. Ob die jcnigen/ welche gantz vnd gar kainen Ze- hend geben / aus Vrsach / weil es bey jhncn nik dec Brauch/sündigcn/odernie? folio r;8 DasvierdteBmch- Was ein Newram oder Newxruch sen. Cap.» folio rg.c> Ob man auch von den Newramen vnnd Ner.,-- prüch soll Zehcnd geben. Cap. r folio rg.4. Weme die Zehend ab den Newreüt - vnd New- xruch gebüren- Cap.;. fol. rg.7 Die Frag' Wann 1 Register. Wann auß ainem zehendbarcm Gnt/ain anders Buck gemacht wird / weine hernach der Zchcnd da- nongebüre. folio r50 Ob/wann vnd wie sich am Prasiription/Priui- legnnn/oder dergleichen auch anss die Zchcnd / der Mcwreüt-vndNewprüch ersiröckt. Cap. 4 fol. r 54 Ob die Mrsicn/pnd andere grosse Herrn in krasse jhrcr Hochheit/oder Rcgalien/oder dcß Wildbans/ sich der Zchendcn ab den Ncwreüt- vnd Ncwprü- chcn anzumasscn haben oder nie. Cay. 5, fol. r 78 Vor was für ainer Obrigkeit die Zehendö strik- ligkeiren außzurragcn. Cap. 6. folio r86 Das füttffte vnd lctste Vuech. Von den Strassen/Vnglück vnd Schaden/wel- chcm sich die vnchrewen vnd betrüglichcn Zehend- leukh vnderwerssen. Cap. 1 folio ryo Von den Gnaden/Nily/ vnnd Belohnung/so die gecrewen Zchendleuk von Gott zuerwanen. Cap. r folio zoz