>gygiMfa^Tg-ig Jahresbericht der k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach für das Schuljahr 1899/1900. Veröffentlicht, durch die Direction. 1 Laibach 1900. Verlag der k. k. Stants-Oberrealschule. Buchdruckorci von lg. v. Kloinmayr & Fcd. Hamborg. ^■"A ^ ? t ? ? ? ' ? ^ k f 4-4 'i' *f ^ ^k ^ t *5* X* T *5* *K v ^ *5' t ^ ^ ^ ^ ^ t t Verzeichnis der in den Jahresberichten der k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach von 1852/53 bis 1899/1900 erschienenen Abhandlungen: 1852/53. Errichtung der k. 1c. Unterrealschule in Laibach. Andeutungen zur Vaterlandskunde von Krain. Vom prov. Direktor Michael Peternel. 1853/54. Georg Freiherr von Vega. Biographische Skizzo. Vom prov. Director Michael Peternel. 1854/55. Geographische Skizze des Herzogthums Krain. Vom prov. Director Michael Peternel. 1855/5(5. Geographische Skizze des Herzogthums Krain. (Fortsetzung.) Vom prov. Director Michael Peternel. 1856/57. Die Vegetationsverhältnisse Laibachs und der nächsten Uingobung. Vom wirkl. Lehrer Wilhelm Knkula. 1857/58. Schule und Leben, insbesondere Realschule und gewerbliches Leben. Vom prov. Director Michael Peternel. 1858/59. Schule und Leben. (Fortsetzung.) Vom prov. Director Mich ad Peternel. 1859/GO. Der Milchsaft der Pflanze in seiner Bedeutung für den Haushalt der Menschen. Vom wirkl. Lehrer Wilhelm Knkula. 1860/Gl. Glasoslovje slovenskega jezika. Vom Religionslehrer Anton Lesar. 18G1/G2. Imena, znamnja in lastnosti kemiških pervin. Vom wirkl. Lehrer Michael Peternel. 18G2/63. Slovenska slovnica v pregledih. Vom Religionslehrer Anton Lfaar, 1863/64. 1Ribniška dolina. Vom Religionslehrer Anton Lenar. Die Landeshauptleute von Krain bis gegen Ende des 15. Jalir-hundertes. Vom supp], Lehrer Georg Kozina. 1864/65. Paul Puzels Idiographia. sive rerum memorabilium monasterii Sitticensisdescriptio. Bespr.vomprov.Oberroalsehullehrer6'cwy/ Kozina. 1865/66. Construction der Krümmungslinien auf gewöhnlich vorkommenden Flächen. Vom suppl. Lehrer Josef Opi. 1866/67. Übelstände der Localitäten der k. k. Oberrealschule in Laibach. Vom wirkl. Lehrer Josef Opi. 1867/68. Über die Saftbewegung in den Pflanzen. Nach neueren physiolo- gischen Arbeiten dargestellt vom wirkl. Lehrer Franz Wastler. 1868/69. Reihenfolge der Landesvicedome in Krain im Mittclalter. Vom Professor Georg Kozina. 1869/70. Zur Wertigkeit des Fluors. Vom Professor Hugo Ritter v. Perger. 1870/71. I. Studien aus der Physik. Vom Professor Josef Finger. II. Directe Deduction der Begriffe der algebraischen und arithmetischen Grundoperationen aus dem Größen- und Zahlenbegriffe. Vom Professor Josef Finger. III. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom Prof. Hugo R. v. Perger. 1871/72. *1. Studien aus der Physik. (Fortsetzung.) Vom Professor Josef Finger. II. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom Prof. Hugo R. v. Perger. 1872/73. I. Directe Deduction der Begriffe der algebraischen und arithme- tischen Grundoperationen aus dem Größon- und Zahlonbegriffe. (Fortsetzung.) Vom Professor Josef Finger. II. Über den geographischen Unterricht an unseren Mittelschulen. Vom Realschullehrcr Dr. Alexander Georg Hupan. III. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom l’rof. Hugo R. /’. Perger. 1 Mit (lern Erlasse dos k. k. ■Sta.'itsminist.ermms vom 14. Octolwr 1863, 11.01:», zu uiner sechsclassigen Oberrealsclmlo erweitert. 2 Mit dem Erlasse des k. k. Ministeriums t\ C. u. IT. vom 31. Mai 1871, /*. 2431, zu einer siebenclassigen Oberrealsclnile erweitert. _ TT . , „ 0 * 0 b Fortsetzung a. Umschlag Seite 3. Jahresbericht der k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach für das Schuljahr 1899/1900. Veröffentlicht durch die Direetion. # Laibach 1900. Verlag der k. k. Staats-Oberf'ealsch ule. IJuehdruckerei von lg. v. Kleininayr & Fcd. Bamberg. . I 11 1 1 F\ 1 t. Seite Die ersten Dienstjahre Hans Katzianers. Vom suppl. Lehrer Franz Komatar 5 Örtliche Erschütterungen nach Beobachtungen an der Laibacher Erdbebenwarte. Von Albin Belar................................................................13 Schulnachrichten: I. Personalstand des Lehrkörpers und Lehrfächervertlieilung.............................27 II. Lehrverfassung......................................................................29 III. Lehrbücher..........................................................................31 IV. Haus- und Schulaufgaben..............................................................33 V. Unterstützung der Schüler............................................................35 VI. Vonnehrung der Lehrmittel-Sammlungen.................................................39 VII. Statistik der Schüler.................................................................47 VIII. Maturitätsprüfung....................................................................50 IX. Chronik..............................................................................52 X. Die körperliche Ausbildung der Jugend ...............................................53 XI. Gewerbliche Fortbildungsschule.......................................................50 Verzeichnis der Schüler..............................................................59 XII. Kundmachung für das Schuljahr 1900/1901 04 Die ersten Dienstjahre Hans Katzianers. Von Franz Koniatar. In den nachstehenden Zeilen wollen wir die kriegerischen Lehrlingsjahre eines Landsmannes schildern, in dessen Schicksal ein gewisser tragischer Zug nicht zu verkennen ist, der sich oft als ein fähiger Feldherr in den Kämpfen Ferdinands I. gegen die Ungarn und gegen die Türken bewährt und wiederholt Beweise von Umsicht und Tapferkeit gegeben hat, zuletzt aber durch widrige Verhältnisse und verzweifelte Kopflosigkeit auf eine Bahn gedrängt wurde, die ihm nicht allein ein gewaltsames schimpfliches Ende brachte, sondern seinem Namen die mit dem früheren Wirken so wenig vereinbarliche Schmach des Verrathes anheftete. Katzianer ist nicht das einzige Beispiel eines in untergeordneter Stellung sehr Verdienstliches leistenden Generals, dessen geistige Kraft aber der kräftigen und zielbewussten selbständigen Leitung eines Heeres nicht gewachsen ist. In den Sitten jener Zeit und im Mangel an moralischem Halt lag dann die Ursache, dass er ein zum großen Theil unverschuldetes Missgeschick nicht mit Ergebung trug, sondern siel» um den Preis seiner Ehre zu retten suchte. Katzianer1 stammte aus einer krainischen Familie, die ihre Besitzungen umVigaun in Oberkrain besaß. Mit der steirischen Familie der Katzensteiner waren die Katzianer nicht verwandt, obwohl Schönleben,2 der zwar viele Archive durchforscht hatte, aber nicht immer lesen konnte, und nach ihm Witting3 das behaupteten. Aus dem jetzigen Bestände der Urkunden kann man keine genealogische Verwandtschaft dieser beiden Familien feststellen. Eine Vergleichung der Siegel1 der Katzensteiner und Katzianer, die an den Urkunden ' Grundlegende Arbeit über Katzianer ist von Voigt: «Hans Freiherr von Katzianer im Türkenkrieg» in Räumers bist. Taschenbuch 1844, S. 1 bis 247; auf ihm beruhen alle späteren Angaben in verschiedenen Geschichtsbüchern, wie bei Parapat: «Turški boji v XV. in XVI. veku» im «Letopis Matice Slovenske 1871», S. 1 bis 159, und bei Kutar: «Slovenske dežele in ustanovitev vojaške krajine za Ferdinanda I.» im «Spomenik o šeststoletnici začetka Habsburško vlade na Slovenskem», S. 197 bis 240. 1 «Genealogica fragmenta», Manuscript im krainischen Landesarchiv. 3 Jahrbuch «Adler», 1894, Beiträge zur Genealogie des krain. Adels, Artikel Kazianer. * Die meisten Katzensteiner führten folgendes Siegel: ein Stufenhelm, oben mit einer rechts auf den Hinterfüßen springenden weißen Katze mit nach aufwärts aufgeschlagenem Schwänze im rothen Felde. Die Katzianer führten das gleiche Wappen, nur mit einer kleinen Veränderung: eine auf den Hinterfüßen einwärts springende schwarze Katze mit durch die I5eino zum Bauche emporgeschlagenem Schwänze im gelben (goldenen) Felde, auf dem Stufen-helm eine wachsende Katze (1451 April 24). Diese Form dos Siegels verwendeten alle Katzianer bei der Iiesiegolung bis zum Jahre 1532; in diesem Jahre, am 13. April, verlieh der im k. u. k. Wiener Staatsarchive (Rep. III und XXIV) hängen, ergibt zwar einen Grundtypus, der beiden Geschlechtern gemeinsam ist, doch liier kommt eine heraldische Regel ztir Anwendung, dass aus der Ähnlichkeit der Siegel noch auf keine genealogische Verwandtschaft zu schließen sei. Es ist höchst wahrscheinlich, dass die Katzianer nach dem Aussterben der Katzensteiner — dieses erfolgte in den vierziger Jahren des 15. Jahrhunderts — ihr Wappen annahmen, denn das erste Siegel jener findet man im Jahre 1451. Vielleicht waren die Katzianer Burghauptleute der Katzensteiner, solange noch diese im Wohlstände lebten und noch nicht ihren ganzen Besitz den Cillier Grafen verpfändet hatten, aus diesem Umstande könnte man auch die obige Annahme rechtfertigen. Zu bemerken wäre auch noch die Thatsache, dass später Hans Katzianer, der Feldherr Ferdinands I., gerade die Besitzungen der ausgestorbenen Katzensteiner (Schönstein, Katzenstein und Bischofsdorf) als erbliches Eigenthum vom Könige bekam. Außerdem war der Stammname der Katzensteiner Diepolt, und es gibt keinen Grund, warum sie diesen Namen auf einmal hätten fallen lassen, wenn ihre zweite Linie wirklich Katzianer gewesen wären, denn bei diesen lindet man die Kamen Georg und Johann als am meisten gebräuchlich. Der erste Katzianer, der uns in den Urkunden begegnet, ist Matthias, er besaß einige Grundstücke vom Kaiser Friedrich III. zu Lehen, davon verkaufte er den halben Hof zu Press und vier Wassereimer Most Bergrecht am Persserberg dem Thomas Praittenbiser.6 Bald darauf erscheinen die Katzianer König Ferdinand Hans Katzianer zum Danko flir die Besiegung Zäpolyas das Wappen der Grafschaft Zips (Holieneck I., S. 485). Dieses Wappen ist uns' erhalten im Familienbuch Siegmunds von Herherstoin in einer Handschrift der vaticanisehen Bibliothek Nr. 1090, Fol. 231, Abtli. Regina. Oben roclits und unten links finden wir die früher beschriebene Art der Darstellung der Katze (Katzianer), obon links und unten rechts ist ein einwärts springender goldener Wolf mit aufgescblagenom Schwänze auf blauem Grunde (Zips) abgobildet. Dieses Wappen wurde Hans Katzianer auch im Freiherrn-Diplom vom 20. Decomber 1535 bestätigt. (Kärntisches Landesarchiv, A 3969), nachdem er schon im Jahre 1529 von Ferdinand für sein tapferes Verhalten während der Belagerung Wiens zum Kittor geschlagen worden war. s K. u. k. Wiener Staatsarchiv, Iiep. XXLV (1451 April 24). Zur Erleichterung des Verständnisses gebe ich hier eine genealogische Tabelle: Johann (nach Schönleben) (Magdalena Sternberg) Matthias Georg 1. Balthasar I. Andreasi. (^pbemU Rain) [Johann HaunspergJ Petronolla (Sch.) Leonhard Georg II. Andreas II. (Job. Grimbschitz) (1. Ursula Herberstein) (’üTfxtöph (2. Barbara Lueg) Andreas III. Hans Franz Georg III. Margarethe Barbara (1. Sarah Strein) (Job. Leysser) (2. Elisabeth Stonnol) Wolfgang Balthasar II. Johann Scolastica (Ulrich Eytzing) in Krain ansässig, sie erhielten nämlich vom Kaiser Friedrich III. im Jahre 1476 für die Verdienste, die sieh die Brüder Matthias und Georg in dem Kriege gegen die Ungarn 1446 erwarben, pflegweise und auf Rechnung das Schloss Wallen-berg, oberhalb der Stadt Radmannsdorf, sammt dem Landgericht, dann das Amt zu Ober- und Nieder-Radmannsdorf mit allem Zugehör und die gewöhnliche Burghut.6 Im darauffolgenden Jahre gab Kaiser Friedrich Georg Katzianer pflegweise das Schloss Kaisersberg mit dem Zugehör, dem Landgericht und der gewöhnlichen Burghut, wie sie vormals der Ritter Bernhard Krabatstorffcr besessen hatte.7 Auch der Sohn Georgs Leonhard bekam vom Kaiser das Schloss Wallenberg8 und im Jahre 1483 das Schloss Flödnig9 in Pflege. Der Bruder Leonhards Georg hatte ehemals Pettauer Lehen inne, die er (1492 Mai 22) dem steirischen Landesverweser Andreas Spangsteiner verkaufte.10 Wegen Altersschwäche übergab er (1514 Juli 16) alle seine Güter und Lehen seinem Solme Christoph als dem ältesten Sohne und Lehensträger der Erben seines schon verstorbenen Bruders Leonhards.11 Matthias Katzianer hatte zwei Söhne: Balthasar und Andreas. Der erste erscheint in den Sittieher Urkunden 1484 als Wohlthäter dieses Klosters,13 sein Bruder Andreas trug bei dem Leichenbegängnisse des Kaisers Friedrich III. zu Wien am 7. December 1493 das Panier der windischen Mark.18 Georg 1. war vermählt mit Euphemia oder Magdalena Rainerin, Tochter des Nicolaus von Rain,11 Witwe des Johann von Iiaunsperg, Erbin des Schlosses Vigaun in Krain, welches die Familie umbaute und Katzenstein nannte. Sein Sohn Leonhard hatte mit seiner ersten Gemahlin Ursula, Tochter des Leonhard von Herberstein,16 folgende Kinder: Andreas, der in der Schlacht bei Ravenna 1512 fiel, dann Hans, den berühmten Feldherrn Ferdinands I., Franz, Bischof zu Laibach (f 1544),1C Georg und Margarethe; mit der zweiten Gemahlin Barbara, Burggräfin von Lueg zu Lienz, wiedervermählt mit Georg Rezer,17 gewann er Barbara, Gemahlin des Johann Leysser, 1518. Hans Katzianer wurde um das Jahr 1490 geboren, vermählte sich in erster Ehe mit Sarah Strein,18 in zweiter aber mit Elisabeth, Tochter des Andreas Stermoller und 6 Staatsarchiv, liep. XXIV. Rovors Georg Katzianers vom 22. Miliz 1476. 7 Ebonda. Rovers Goorg Katzianers vom 9. April 1477. s Ebenda. Rovers Leonhard Katzianers vom 20. .Jilnnor 1478. B Ebenda, liovors Leonhard Katzianers vom 6. September 1483. 10 Ebenda. 11 Ebenda. 12 «Adler» 1. c. S. 119. 13 Fugger, Ehronspiogol des Hauses Österreich. V. Huch, Fol. 1077. 11 Hoheneck I., S. 365. 15 Zahn, Das Familienbuch Sig. v. Herberstein im Arch. f. öst. G., 39. Bd., S. 315 und 330; Hoheneck I., S. 365. ,r’ Valvasor II., S. 663; Hopf, Gonealog. Atlas I., S. 380. 17 Wisgrill, Schauplatz des landsäss. niederüstorr. Adels IV., S. 252. ,H Wisgrill V., S. 58. Witwe des Thomas von Gradnek.19 Aus seiner ersten Ehe stammten drei Söhne: Wolfgang, Balthasar (1540) und Johann, aus der zweiten Ehe eine Tochter Seolastica, Gemahlin des Ulrich Freiherrn von Eytzing zu Schratten-thal und Kaya,20 wiedervermählte von Saurau.31 Die Thätigkeit Katzianers im Türken kriege und im Baueinaufstamle. Katzianer begann seine kriegerische Laufbahn in den venetianischen Kriegen unter Maximilian I. Er selbst äußert sich in einem Schreiben an den Erzherzog Ferdinand folgendermaßen: «d weil e. ku. mt. sunder zweifl genadigs wissen tregt, dass ich noch bey kayser Maximilian hochloblicher gedechtnuss in kriegsleufen des Vencdigisehen kriegs gedient, hat) in solhem krieg gefangen und mich swerlich über mein vermugen auslosen muessen, auch etlieh mal mein pluct darin vergossen.» Für dieses ausgezeichnete Betragen versprach ihm Maximilian durch Siegmund von Dietrichstein und Leonhard Räuber ein Gut zu schenken, doch der Tod des Kaisers vereitelte seine Absicht.22 In den nächsten Jahren sehen wir Katzianer in den kroatischen und krainischen Festungen sich aufhalten, wie es denn überhaupt bei den Söhnen des krainischen Adels Sitte war, längere Zeit in den Grenzschlössern zu dienen, um hier die Kriegsschule durchzumachen und sich die Kunst des Guerillakrieges anzueignen. Gelegenheit sich hervorzuthun, war hier Katzianer gerade nicht viel gegeben, da um jene Zeit keine bedeutenderen Türken-einfälle stattfanden. Im Jahre 1522 — in diesem Jahre trat Katzianer in die Dienste Ferdinands23 — unternahmen die Türken einen Einfall nach Krain. Sie drangen bis Poik, überfielen am Palmsonntage die Kirche in Slavina und ermordeten den am Altäre die Messe lesenden Priester und eine Menge von Gläubigen. Dann zogen sie über Adelsberg, Zirknitz, Reifnitz, Gottsehee " Zahn, Familienbuch, S. 330. 20 Ebenda. 21 Wisgrill II., S. 386. 22 K. u. k. Hofkammerarchiv (Arcli. il. gemein, k. u. k. Finanzministeriums), I. O. II. A. Litt. A 1. Fase. 18358, Nr. 9. Das Schreiben ist undatiert, doch aus den inneren Merkmalen kann man ersehen, dass es Mitte December 1520 geschrieben wurde. 23 Dies erhellt sowohl aus dom obigen Schreiben: «so liab ich mich nun ein zeit lang bis in das vierd jar e. ku. mt. wider den ungelaubigen understanden zu dienen schwerlich und in großer gefarlikhait», als auch aus einem anderen Schreiben Katzianers an den König Ferdinand (ddto. 1528 April 3), worin er sagt, dass er schon sechs Jahre dem Hause Österreich dient. (Staatsarchiv, Ilungarica.) Die Gemahlin Katzianers Elisabeth und ihre Tochter Scolastica sagen zwar in der Bittschrift (ddto. Laibach 1638 Jilnner 6) an den König um die Begnadigung des unglücklichen Heerführers, dass dorselbe seit dem Jahre 1524 seinem Herrn treu diente, doch wird wahrscheinlich diese Angabe bei der Erregung ihrer Gemilther nicht richtig sein. (Krainisches Landesarchiv, Fase. II., 281.) und Kroatien nach Hause.24 Die Kundschaften des Grafen Niclas Salm verkündeten für das nächste Jahr (1523) die Verwüstungen der türkischen Raubhorden ;2ß der Erzherzog Ferdinand befahl daraufhin am 5. Februar 1523, ein allgemeines Aufgebot auszuheben, bald nachher, am 15. März, verordnete er die Einhebung einer allgemeinen Türkensteuer.20 Doch die Türken kümmerten sich nicht viel uin alle diese Kriegsrüstungen, denn auch in diesem Jahre verwüsteten sie das arme Land Krain. Besonders die Bewohner um Möttling herum hatten viel zu leiden.37 Der Landcomthur des deutschen Ordens schildert uns in anschaulichen Worten die beklagenswerte Lage der Landbevölkerung.28 Im Jahre 1524 brachen die Türken ins Land, trieben einige Tage ihr Unwesen dahier und verschwanden schnell, als den Krainern die Steirer zu Hilfe kamen.39 Das Jahr 1525 sah wiederum die Türken in Krain. Am hl. Georgentage fielen sie ins Land, raubten in der Umgebung von Möttling, nahmen dabei den Sohn eines angesehenen krainischen Landmannes, Hans Semenič, gefangen und führten ihn in die Gefangenschaft nach Bosnien. Für seine Loslassung verlangten sie ein großes Lösegeld, der Vater konnte es aber nicht zusammenbringen, daher bewilligte die Landschaft, dass von einem rhein. Gulden ein Kreuzer zur Rettung des Genannten gereicht wird.80 Auch im folgenden Jahre (1526) plünderten die Türken am hl. Michaelstage in mehreren Herrschaften, die an der Grenze liegen, besonders die Herrschaft Kostel wurde hart hergenominen, und viele Leute wurden in die Gefangenschaft geführt.81 Katzianer wird sich wahrscheinlich auch bei diesen Türkeneinfällcn her-vorgethan haben, denn man findet ihn schon im Jahre 1523 als Hauptmann und im Jahre 1524 als Verwalter der obersten Feldhauptmannschaft wider die Türken. Es war das ein ehrenvolles Amt, das bald nach dem Innsbrucker Libell von 15 1 8 82 geschaffen wurde. Durch dieses Libell, welches der erste Ausdruck der gesammtstaatlichen Idee ist und durch welches zum erstenmale die bisher nur neben-, ja nicht selten gegeneinander thätigen Kräfte der einzelnen Provinzen zusammengefasst wurden, wurde der Plan gemacht, nach welchem die so oft zersplitterte Macht der einzelnen österreichischen 11 Valvasor IX., S. 52; XI., S. 54; XV., S. 421. as Notizenblatt der kaiserlichen Akademie, 5. Jahrgang (1855), S. 201 bis 202. Ilwof, Einfäille der Osmanen, Mittheilungen des historischen Vereines für Steiermark XI., S. 222; Archiv für Kärnten III., S. 28. 17 Valvasor XI., S. 593; XV., S. 421. Mittheilungen des historischen Vereines für ICrain 1863, S. 36. '' Warnungspatont Josofs von Lamberg, ddto. Laibach 1524 März 22, krainisches Landesarchiv, Fase. II., 281. 30 Patent Lambergs an die Bewohner, ddto. Laibach 1525 März 7, krainisches Landesarchiv, Fase. II., 122. 31 Landtagsverlmndhing, ddto. Laibach 1526 September 4 und Soptember 19, krainisches Landesarchiv, Fase. II., 213. 32 Zeibig, Der Ausschusslandtag der gesammten österreichischen Erblande zu Innsbruck 1518, Arcli. f. öst. G., XIII. Lande mindestens zur Abwehr eines feindlichen Angriffes zu einem Ganzen zusammengefasst und eine Art Schutzbedürfnis zwischen denselben geschaffen wurde. Doch wurden die im Innsbrucker Libell für den Fall eines Angriffes getroffenen Verordnungen in Krain weiter ausgebildet und modifieiert. Der Erzherzog Ferdinand, der der oberste Kriegsherr war, ernannte zu seinem Stellvertreter über die innerösterreichischen Truppen einen «oberisten veld-hawbtman wider die Türkhen», dieser war in seinen Entschlüssen und Handlungen bezüglich des ihm anvertrauten Heeres an niemanden gebunden als an den Kriegsherrn, dessen Rechte er im Felde vollkommen ausübto. Diese Stellung nahm bis zum Jahre 1530 Nielas Jurišič ein, in den Jahren 1525 und 1526 wurde er während seiner Abwesenheit durch Katzianer88 vertreten. Zugleich befehligte Katzianer die landesfürstliehen Reiter in Unterkrain, die vom Erzherzog an der Grenze gegen die Überfälle der Türken besoldet wurden. Doch die Söldner, die unter dem Commando Katzianers standen, waren eine große Plage für das Land, denn man hatte es nicht mit einem Heere von Soldaten zu thun, die im Bewusstsein, eine staatsbürgerliche Pflicht zu erfüllen, Kriegsdienste leisteten, sondern mit durch den Zufall zusammengewürfelten Haufen, die nur um des Erwerbes willen dienten und keine höheren Begriffe damit verbanden als Sold und Beute. Auf dem Landtage wurden manchmal bittere Klagen vernehmbar,114 man konnte sich gegen die Plünderungen und Ausschreitungen dieser disciplinlosen Truppen nur durch ihre Entlassung schützen. Die Reformation, die dem Lande Krain sehr viel Nutzen gebracht hatte, verursachte unter der Bauernschaft eine aufrührerische Bewegung; es brach ein Bauernaufstand aus, der aber durch das energische Eingreifen des Landeshauptmannes Josef von Lamberg und der übrigen Adeligen bald unterdrückt wurde.36 Als im Lande die Ruhe wieder hergestellt war, zogen die Krainer Adeligen dem steirischen Landeshauptmann Siegmund von Dietrichstein gegen die aufständischen Bauern in Obersteiermark und Kärnten zu Hilfe. Erzherzog Ferdinand ließ nämlich den krainischen Landtag auf den 7. Juni einberufen und bestimmte als seine Commissäre den krainischen Landesverweser Josef von Lamberg und seinen Rath Trojan von Auersperg.811 Dio Commissäre schilderten mit beredten Worten die schnelle Verbreitung des Bauernaufstandes in den ober- und niederösterreichischen Ländern und schlossen mit der Bitte, eine Hilfstruppe den bedrängten Ländern zu schicken. Die Stände willfahrten bereitwilligst dieser Proposition der Regierung und schickten die schon 33 Warnungsimtonte Lamberga, ddto. Laibach 1525 April 14, bis 1520 November 7, k rainisches Landesarchiv, Fase. II., 122. 34 Dimitz, Geschichte Krains II., S. 108. * Ebenda II., S. 109 ff. 3,1 Instruction für die Commissilre, ddto. Wion 1525 Mai 18, und Credenzschreiben für sie, ddto. Mai 19, krainischos Landesarchiv, Fase. II., 213. von dem am 20. Februar 1525 abgehaltenen Landtage87 bewilligten 80 schwere und 100 leichte Reiter unter dem Befehle Katzianers den Kärntnern und Steirern zu Hilfe. Am 17. Juni versammelte sieh diese Reiterabtheilung in Krainburg und zog von da vereint nach Kärnten.88 Doch die revolutionäre Bewegung der Bauern nahm immer größere Dimensionen an , daher versammelten sich am 1. August die Stände der drei Lande in Wolfsberg. Hier wurde beschlossen, dass Steiermark 300 Pferde und 300 Fußknechte, Kärnten 500 Fußknechte und Krain 100 schwere und 200 leichte Reiter stellen soll. Die Kriegsleute von Kärnten und Krain sollen Niclas Sahn zuziehen, die 500 Fußknechte aber an der kärntnerischen Grenze zur Abwehr der aufrührerischen Bauern verwendet werden. Die Besetzung von Strechau, Gallenstein und Murau wurde angeordnet und Katzianer angewiesen, Salm zu Hilfe zu eilen,88 da er sich zu lange Zeit bei Friesach aufgehalten hatte.40 Der Aufstand in Steiermark wurde durch die Strenge des Grafen Niclas Salm, des Anführers der landschaftlichen und landesfürstlichen Truppen, bald im Keime erstickt. Doch die Aufwiegler stachelten die Bauern zu neuem Aufstande, und im März des nächsten Jahres erhoben sich wirklich die Bauern im Pinzgau, verleiteten die Bewohner der Umgebung, besonders des Pongaues, zum Anschluss und belagerten Radstadt. Der niederösterreichische Hofrath beantragte dem Erzherzog Ferdinand (16. Mai), die in Graz versammelten Stände auffordern zu lassen, schnell Kriegsvolk zur Rettung von Radstadt abzusenden. Katzianer zog sogleich nach Erhalt des Befehles in Eilmärschen mit seinen Reitern heran, während zu einem anderen krai-nischen Edelmanne, Franz von Thanhausen, überdies 200 treu gebliebene Lun-gauer41 stießen. Mit Hilfe dieser vereinigten Kriegstruppen gelang es Nielas Salm, Ende Juni Radstadt zu entsetzen und die Scharen der Bauern zu zerstreuen. Katzianer kehrte nach Unterdrückung des Bauernaufstandes nach Krain, wo er wiederum einen Hauptmannsposten übernahm.451 Kaum war der Bauernaufstand vorüber, als schon die Türken ungestümer als je über die Grenze vordrangen. Ende März 1526 erhielt man sichere Nachrichten, dass Suleiman einen Feldzug gegen Ungarn unternehmen werde. Sowohl König Ludwig als auch Erzherzog Ferdinand ordneten Werbungen an, auch Hans Katzianer und Caspar Scheyrer erhielten den Auftrag, 500 Pierde in Kroatien zu stellen.43 Doch noch bevor alle Hilfstruppen eintrafen, erfolgte die Niederlage bei Mohacs. 37 Landtagsantwort dem Erzherzoge, ddto. Laibach 1525 Februar 20, krainisches Landes-archiv, Fase. II., 207. M Landtagsantwort, ddto. Laibach 1525 Juni 7, krainisches Landesarchiv, Fase. II, 213. 35 Hofkammerarchiv, Fase. 18.480. * «Rechnungslegung dos Herrn Stephan Grasvvoyn, Feldliauptmanns in Steir», in der steiermärkischen landschaftlichen Registratur, Mittheilungen des historischen Vereines fiir Steiermark 1868, S. 44. 11 Hofkammerarchiv, Fase. 18.481. 15 Ebenda. Hoffinanzact 12. April 1520. Er bezog monatlich 60 fl. 13 Ebenda. Hoffinanzact 27. März 1526. Katzianer hatte während dieser Zeit wegen schlechter finanzieller Verhältnisse wenig Besoldung ausbezahlt bekommen, zuletzt bezog er für ein Pferd 5 Gulden und für seine Person 50 Gulden monatlich; auf die Tafel verbrauchte er viel, da sich fortwährend kroatische Adelige bei ihm einfanden. Auch verschiedene Reisen nahmen seinen Sack sehr in Anspruch, überdies hatte er 400 Pferde auf eigene Kosten angeworben, ohne vom Erzherzog eine Entschädigung dafür zu bekommen. Er beklagte sieh darüber beim Erzherzog nicht so sehr wegen des Schadens, «sunder mer der lewt auch meiner freund red». Was seine sonstigen Vermögensverhältnisse betrifft, so besaß er schon früh die Ämter Schönstein, Katzenstein und Bischofsdorf in der Grafschaft Cilli. Wegen der gethanen «getreuen und redlichen dinst» verschrieb ihm Ferdinand am 10. December 1526 um 2425 Gulden das Schloss und Amt Altenburg, und erlaubte, dasselbe von Thomas Gradneeker abzulösen, welcher jenes vom Kaiser Maximilian für ein Darlehen von 2225 Gulden, das er dem Kaiser vorstreckte, erhalten hatte.44 Katzianer hatte ursprünglich die obengenannten Ämter auf Rechnung, er bat nun, ihm dieselben «in ainen zimblichen und leidlichen bestand verordnen zu lassen, damit ich mich sambt weih und khind in meinem alter oder krankheiten wiste zu erneren».45 Ferdinand willfahrte seiner Bitte und gab ihm (1526 December 17) die früher genannten Ämter in Bestand, wofür er jährlich 300 Gulden dem Vicedomamt in Cilli zu entrichten hatte.40 Eine wichtige Rolle fiel Katzianer bei der Wahl Ferdinands zum kroatischen Könige zu.47 Er wurde vom Kaiser Ferdinand als Commissär nach Cetin geschickt, denn er war während der langen Garnisonszeit an der Grenze mit den dortigen Verhältnissen gut bekannt, nahm eine angesehene Stellung ein, verkehrte mit allen kroatischen Edelleuten und sprach auch geläufig ihre Sprache, darum nennt ihn Jovius irrtümlicherweise einen Kroaten (genere Croatus),48 ebenso auch Kirchmair in seinen Denkwürdigkeiten.18 Nach der glänzenden Cetiner Versammlung, in welcher am Neujahrstage 1527 Ferdinand einstimmig zum König des ganzen Kroatien gewählt wurde, verblieb Katzianer noch bis Ende Februar 1527 an der Grenze, dann zog er mit den krainischen Kriegstruppen Ferdinand zu Hilfe gegen Zäpolya, weil in Ungarn die Doppelwahl kriegerische Unternehmungen zur Folge hatte. Jetzt begann für Katzianer eine neue Epoche, in welcher er bewies, dass er verstand, das Schwert ruhmreich und mit Ehren zu führen und dem Vaterland und Herrscherhaus ausgezeichnete Dienste zu leisten und auch größere Truppen zum Siege zu führen. “ Kärntisches Landosarchiv, A I960; Hofkammerarchiv, Österreichisches Gedenk-buch., 1526, Fol. 131; Rever« Katzianors vom gleichen Tage im Staatsarchiv, Rep. XXIV. 44 Hofkammerarchiv, I. Ö‘H. A. Litt. A 1, Fase. 18.358, Nr. 9. 46 Hofkammerarchiv, Österreichisches Gedenkbuch 1526, Fol. 133; Revers Katzianors vom 18. December 1526 im Staatsarchiv, Rep. XXIV. 47 Meine Abhandlung: «Die Theilnahme Hans Katzianors bei der Wahl Ferdinands I. von Österreich zum Könige von Kroatien» in den Mitteilungen des Musealvereines für Krain 1899, V. und VI. lieft. 48 Paul. Jovii, Ilistoria sui temporis, Lütticher Ausgabe 1554, lih. XXXVI, Fol. 190 K. 49 Fontes rerum Austr. I./1S. 495. Örtliche Erschütterungen nach Beobachtungen an der Laibacher Erdbebenwarte. Von All»in Beliir. Die exaeten Bebenbeobachtungen, die an der Laibacher Erdbebenwarte seit Mitte September 1897 gepflogen werden, haben die nicht uninteressante That-sache zutage gefördert, dass seit der Osterkatastrophe 1895 die Bebcn-erscheinungen sowohl der Intensität als auch der Häufigkeit nach im raschen Abnehmen begriffen sind. Um einen näheren Einblick in die seismische Thätigkeit unseres heimatlichen Bodens zu gewinnen, wird allerdings eine Beobachtungsreihe von einigen Deeennien nothwendig sein, doch schon die bisherigen instrumenteilen Beobachtungen, verglichen mit den persönlichen Wahrnehmungen der vie.len Erdbebenbeobachter1 bieten eine Reihe wissenswerter Beiträge zur heimischen Bebenkunde. Die Laibacher Erdbebenwarte stellte sich zur Aufgabe, Studien über die örtlichen Bebenerscheinungen mit Hilfe der Instrumente zu pflegen und machte dabei schon in der kurzen Zeit die recht erfreuliche und überraschende Wahrnehmung, dass ein ganz kleiner Bruchtheil der seismischen Erscheinungen dem heimatlichen S c h ii t te r geh i e te angehört. Um das Verhältnis in Zahlen auszudrücken, entfallen etwa von 40 bis 50 größeren seismischen Beobachtungen, die in einem Jahre gemacht wurden, im Maximum sieben auf das heimische Gebiet. An der Laibacher Erdbebenwarte wurden bisher alle stärkeren Beben, die sieh in letzterer Zeit in den Nachbarländern ereigneten, von den Instrumenten verzeichnet; doch wurden ebenso Beben, die an der Adria, sei es nun in Dalmatien oder Italien, ihren Ursprung hatten, von den Instrumenten wiedergegeben. In einigen Fällen sind die Ausläufer solcher fernen Beben auch von den Bewohnern der Stadt Laibach verspürt worden. Doch die Empfindlichkeit unserer Instrumente reichte noch weiter, da jährlich eine Reihe 1 Diu persönlichen Wahrnehmungen sind dem allgemeinen Bericht und der Chronik der in Österreich erfolgten Erdbeben, welche von der Erdbebencommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften für die Jahre 1897, 1898 1899, veröffentlicht wurde, entnommen worden. Das Gebiet Kinin behandelt Prof. F. Seidl, welcher, wie bekannt, von der Erdbebencommission als Referent fiir Krain und Görz-Gradišča bestellt ist. von Beben von demselben verzeichnet wurde, die in Griechenland, Kleinasien, ja sogar in Mexico und Japan verheerend aufgotreten sind, so dass man sagen kann, dass kaum irgendwo auf der Erdenrunde größere Erdbebenkatastrophen stattfinden, ohne dass dieselben nicht von unseren Instrumenten wiedergegeben würden. Die bisherigen Erfahrungen, welche gelegentlich seismischer Bewegungen gemacht wurden, sowie vergleichende Studien der Bebenbilder, die von den Instrumenten erhalten worden sind, machen es möglich, auf den ersten Blick die oberflächliche Entfernung des jeweiligen Bebenherdes nach dem Bebenbilde annähernd abzuschätzen; man ist daher jederzeit in der Lage, bei vorgefallenen Beben sagen zu können, gleicligiltig ob nun die Bodenbewegungen von Menschen hierorts verspürt worden sind oder nicht, der Herd sei unmittelbar unter der Scholle — in der Nähe — in der Nachbarschaft — oder in weiter Entfernung von uns. Ganz besonders beruhigend für uns Laibacher muss nun die That-sache sein, dass die Erdscholle, auf welcher die Stadt Laibach selbst steht, für den größten Theil der bisher instrumentell aufgenommenen Erschütterungen, die von uns als örtliche (locale) bezeichnet wurden, nicht der Ausgangspunkt gewesen ist. Allerdings war der Herd oder, besser gesagt, die stärkst erschütterte Zone bei den meisten örtlichen Beben, wie ja schon in den kurzen Berichten hingewiesen worden ist, die von der Warte unmittelbar nach der Erschütterung in den Tagesblättern veröffentlicht wurden, höchstens 5 bis 10 km von Laibach weit entfernt. Wir werden daher eine feinere Scheidung der örtlichen Bebenerscheinungen treffen müssen und ein Beben als «unmittelbar örtlich» bezeichnen, wenn uns nicht von einem Orte der Umgebung die Nachricht zukommt, dass dort das Beben stärker verspürt worden wäre; die Bezeichnung der sogenannten «örtlichen Beben» soll weiterhin beibehalten werden für Erschütterungen, die von unserer Nachbarschaft ausgegangen sind, etwa innerhalb 5 bis 10 km im Umkreise. In vielen Fällen wird es jedoch schwer fallen, die verschiedenen sub-jectiven menschlichen Wahrnehmungen, die gelegentlich der Beben an mehreren Punkten der Schütterzone gemacht werden, nach der Stärke genau zu ordnen; auch spätere nach den Beben gemachte Aufnahmen an Ort und Stelle lassen oft nur schwer eine zuverlässige Classification der Stärke zu, in welcher das Beben dort aufgetreten ist. Ganz anders verhält es sich bei instrumenteilen Messungen der Bodenbewegungen. Ausgehend von der Tliat-sache, dass jedes Bebenbild von einer leichten kurzen oder längeren Zittorbewegung, die wir Vorphase1 (Preliminary tremor) nannten, cingeleitet wird und dass erfahrungsgemäß die Dauer der Vorphase abhängig ist von der 1 Lai Lacher Erdbebenstudien, 189!), vom Verfasser. Entfernung des Erdbebenherdes, können wir annehmen, dass über dem Bebenherde selbst die Bebenerscheinung auf dem Instrumente wahrscheinlich unvermittelt auftreten wird mit der Hauptbewegung an erster Stelle, ohne dass eine Zitterbewegung die Bebenzeichnung einleitct. Diese Annahme erscheint um so berechtigter, als in der That nach den bisherigen experimentellen Erfahrungen, die auch gelegentlich örtlicher Erschütterungen hier gemacht, die Vorphase desto kürzer ist, je näher die Orte der stärksten Erschütterung an Laibach gelegen, und die Vorphase kaum constatierbar ist bei Beben, wo die Erschütterung in Laibach selbst und sonst an keinem Nachbarorte wahrgenommen worden ist. Bei den instrumenteilen Aufzeichnungen wird daher ein Beben als «unmittelbar örtlich» bezeichnet, wenn der Hauptbewegung oder dem Hauptausschlage keine deutliche Zitterbewegung vorausgeht; sobald jedoch dem Hauptausschlag etwa 1 bis 3 Secunden lang andauernde kürzere Bewegungen vorausgehen, wollen wir die Erschütterung eine «örtliche» nennen, da immerhin die nächste Nachbarschaft Laibachs der Ausgangspunkt derselben sein muss. Je nach der Tiefe des Herdes und der Natur des Bebens wird der Umkreis auf der Erdoberfläche auch verschieden groß sein, innerhalb dessen etwa aufgestellte Instrumente eine seismische Bewegung als «unmittelbar örtliche» wiedergeben würden. Von diesen Gesichtspunkten geleitet, lassen wir nun die örtlichen Beben aus dem Schüttergebiete Laibachs und Umgebung folgen. Die einzelnen Bebenaufzeichnungen erscheinen hier in chronologischer Reihenfolge angeführt und bilden eine Vervollständigung der in den Jahre,n 1898 und 1899 bereits in der «Laibacher Zeitung» in knapper, allgemein wissenswerter Form von der Warte veröffentlichten wichtigsten Ergebnisse der jeweiligen instrumenteilen Aufzeichnungen. Abänderungen und Richtigstellungen dieser ursprünglichen Berichte wurden nur dort vorgenommen, wo nachträgliche genaue Messungen der Diagramme mit Hilfe starker Vergrößerungen solche nothwendig machten. Die Fehlergrenze der Zeitangaben bei dieser Beobachtungsreihe beträgt im Maximum +10 Secunden. Beobachtungen im Jahre 1897. 12. November, 19 *' 56m 50s. Nach den Aufzeichnungen auf dem Kleinwellenmesser ergibt sich die Stoßrichtung von NW.-SO. Der Maximal-ausschlag auf beiden Componenten beträgt 4'6 mm. 0W.-Componente: Drei kurze Vorschläge bilden die Vorphase; Dauer der Bewegung zwei Minuten, darauf folgt eine Periode der stärkeren Ausschläge, etwa 25 Secunden andauernd, bei regelmäßiger Abnahme. Vom Anfänge bis zum Ende ist eine leichte drehende Bewegung des Pendels an den regelmäßigen curvenartigen Ablenkungen zu erkennen, woraus geschlossen werden kann, dass die Pendelmasse durch die Erschütterung in eine drehende Bewegung versetzt wurde. Ebenso deutlich tritt diese drehende Bewegung an der SN.-Componente auf, doch sind hier keine Vorschläge zu bemerken, sondern tritt der Hauptaussehlag unvermittelt an erster Stelle auf. Nach der Vorphase, die an der OW.-Coinponente kaum eine Secunde dauert, dürfte der Herd dieser Erschütterung in NO.-Richtung, etwa 5 km weit von Laibach, zu suchen sein.1 Die resultierende Bewegung beträgt 6'6 mm. 20 November, 2h 35m 40s. Stoßrichtung nach dem Kleinwellenmesser NO.-SW. An der OW.-Componente: Hauptaussehlag von 3 mm au erster Stelle, darauf zwei kurze Zitterbewegungen, dann etwa eine eine halbe Minute dauernde, abnehmende langsame Oscillation. An der SN.-Compo-nente zwei, kaum eine Secunde währende, sehr kurze Vorschläge, darauf der Hauptaussehlag mit 2 mm, an welchem zwei Zitterbewogungen rasch aufeinander folgen. In 20 Secunden erlischt die Bewegung vollständig. Der Herd desselben dürfte kaum 5 km vom Punkte der Beobachtung, in der Richtung NO. am Laibacher Felde, zu suchen sein.2 Die resultierende Bewegung beträgt 3 • 6 mm. 20. November, 19 h 5 m 55“. Richtung NO.-SW. Auf beiden Compo-nenten besteht die Zitterbewegung aus vier deutlich voneinander zu unterscheidenden Bewegungsphasen; OW.-Componente mit einem Hauptausschlage von 2 mm in der zweiten Bewegungsphase, desgleichen SN.-Componente mit einem Hauptausschlage von 2 mm in der dritten Bewegungsphase. Die Bewegung dauert insbesondere an der SN.-Componente über eine Minute. Nach den instrumenteilen Aufzeichnungen scheint der Ursprungsort bei dieser seismischen Bewegung über 5 km von Laibach entfernt zu sein.3 Die resultierende Bewegung beträgt 3 • 5 mm. 22. November, 23h 2m 40s tritt am Kleinwellenmesser auf beiden Compo-nenten eine kurze Bewegung von unmittelbar örtlichem Charakter auf; weder an der OW.- noch an der SN.-Componente gehen dem Hauptaussehlag irgend welche Bewegungen voraus. OW.-Componente Hauptaussehlag 2 mm, 1 In der That liegen Berichte in (len Mittheilungen der Erdbebencommi ssion der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien: V. E. v. Mojsisovics, Allgemeiner Bericht und Chronik der im Jahre 1897 innerhalb des Beobachtungsgebietes erfolgten Erdbeben, Seite 160, vor, dass um dieselbe Zeit, in St. Veit bei Laibach eine mit wenig Ausnahmen allgemein empfundene Erschütterung wahrgenommen wurde. Die Chronik bringt Meldungen, und zwar aus Laibach, St. Veit, Cerauöe, Ježica und Aich, obwohl es nicht anzunehmen ist, dass in den vielen zwischen Cern uče und Aich liegenden Orten sowie Domžale und Tersein die Erscheinung nicht etwa wahrgenommen worden wäre. 2 Die Berichte der Chronik (Seite lfil) über diese Erschütterung dürften ebenfalls unvollständig sein; leichte Bewegungen verzeichnen um diese Zeit nur Vižmarjo und Tersein. s Nach der Chronik (Seite 101) ist dieses Beben in mehreren Orten der nächsten Umgebung von Laibach verspürt worden, der wmteiitfomtoste Ort ist Tersein. SN.-Componente 1 mm, Richtung NYV.-SO., Dauer 5 Secunden. Die Bewegung wurde von einigen wenigen Bewohnern in Laibach 1 verspürt. Resultierende 2'2 mm. 10. December, 18h 15m 10s, erscheint am Kleinwellenmesser eine starke örtliche Erschütterung, die in Laibach allgemein wahrgenommen wurde. Die Bewegung beginnt an der OW.-Componente mit einem kurzen Vorschläge, darauf folgt unmittelbar der Hauptausschlag mit 23 '2 mm, die Spur des Hauptausschlages ist wiederholt unterbrochen, wie dies bei örtlichen Erschütterungen infolge der rüttelnden Bewegung der Schreibunterlage stets der Fall ist. Darauf tritt das Pendel in Schwingungen, welchen in der Dauer von 30 Secunden fortwährende Zitterbewegungen übergeordnet sind. Nach dieser Zeit setzt eine neue Bewegung ein, welche nach 20 Secunden vollends erlischt. An der SN.-Componente beginnt die Bewegung gleichzeitig mit zwei kurzen Vorschlägen, worauf unmittelbar der Hauptausschlag mit 22 mm erfolgt; auch auf der SN.-Componente tritt eine Eigenbewegung auf, die über eine Minute lang verfolgt werden kann. Richtung NW.-SO. Resultierende Bewegung als Maximalaussehlag 32 • 5 nun.3 Vom 22. December 1897 bis Iß. Jänner 1898 war der Kleinwellenmesser infolge Adaptierungsarbeiten im Instrumentenzimmer außer Dienst gestellt. Ein provisorisch aufgestelltes Instrument gab am 23. December gegen 18h 18m eine deutliche seismische Störung von örtlichem Charakter, die infolge der Unvollständigkeit der Zeichnung nicht näher bestimmt werden konnte. Beobachtungen im Jahre 1898. 5. Februar. Genaue Analyse der Bebenbilder am 5. Februar 1898 vom Kleinwellenzeichner und Wellen Zeichner siehe «Laib. Erdbebenstudien», 1899, Seite 8, 9 und 10. — Hier möge ausdrücklich bemerkt werden, dass auch bei diesem Bebenbilde kurze Vorschläge in der Dauer von 1 bis 2 Secunden sowohl auf der ÖW.- als auf der SN.-Componente bemerkbar sind. Richtung NO.-SW. Resultierende Bewegung nach der instrumenteilen Aufzeichnung an-genähert 100 mm.3 20. Februar, 8h 45m 14s schwache örtliche Bewegung am Klcinwellen-messer mit einer kurzen Vorphase an der OYV.-Componente.4 1 Nach Berichten der Chronik (Seite 162 und 163) wurde die Erschütterung außer in Laibach auch in St. Veit oh Laibach beobachtet. • Dieses Beben ist in Wodit/. am stärksten, und zwar als Stoß wahrgenommen worden. (Siehe Chronik, Seite 165.) 3 Das Hoben vom 5. Februar wurde am stärksten neuerlich in Wodit/, verspürt. * Die Chronik bringt keine Meldung einer seismischen Ilewegung um diese Stunde, weder von Laibach selbst, noch von der Umgebung. O.-li. 2 Ani 24. März um I5h 18m und 20h 13m schwache Erschütterung von unmittelbar örtlichem Charakter am Kleinwellenmesser. Die letztere Bewegung wurde nach Mittheilungen an die Warte auch von einigen wenigen Bewohnern der Stadt verspürt.1 Am 15. und 16. April sind der Erdbebenwarte eine Reihe von leichten örtlichen Erschütterungen gemeldet worden; an den Instrumenten konnten um die angegebene Zeit keinerlei seismische Bewegungen entdeckt werden. 17. April, 23*1 49'“ 31“, sehr starke örtliche Erschütterung. Diese seit dem Bestände der Erdbebenwarte stärkste Erderschütterung wurde ausführlich in den «Laibacher Erdbebenstudien», 1899, auf Seite 10 ff. behandelt. Richtung NO.-SW. Resultierende Maximalbewegung nach dem Wellenzeichner angenähert 160 mm. Vom 30. August bis 4. September war der Klein Wellenzeichner infolge Aufstellung neuer Instrumente außer Dienst gestellt. 7. September, 1 h 45m 40s schwache Erschütterung, die von einigen Personen gespürt wurde. Das der Erschütterrng vorausgehende starke unterirdische Getöse weckte den Verfasser aus dem Schlafe, worauf sofort bei den Instrumenten nachgesehen wurde. Der Kleinwellenmesser hat den Haupt-ausschlag an erster Stelle gezeichnet, und zwar OW.-Componente 3' 4 mm, SN.-Componente 4 mm. Die Gesammtbewegung dauerte bei 30 Secunden. Leichtere Ablenkungen lassen sieh noch durch weitere 30 Secunden verfolgen. Resultierende angenähert 5 mm. Richtung des ersten Impulses von NW.-SO. Der Stoßmesser (Apparat zur Messung der verticalen Componente), der an diesem Tage das erstemal in Thätigkeit gesetzt wurde, gab eine sehr deutliche Aufzeichnung dieser seismischen Bewegung. Den Ilauptausschlag mit 4 mm leiteten vier kurze Ausschläge von l'/a nun ein. Etwa 20 Secunden hindurch waren die Ausschläge nahezu gleich stark, durch weitere 40 Secunden nahm die Bewegung nahezu regelmäßig ab.2 Am 13. October um 1 h 9m verzeiehnete der Kleinwollenmesser ein schwaches Beben. Der Ilauptausschlag von 1 • 5 mm folgt auf der OW.-Componente nach einer 7 bis 8 Secunden dauernden Vorphase. Kurze Zitterbewegungen, langsam ab- und zunehmend, sind durch weitere 27 Secunden zu verfolgen, an welche sich eine Minute lang andauernde langsame Bewegungen anschließen Ein ähnliches Bild mit einem Hauptausschlage von 1 • 5 mm zeigt auch die SN.-Componente. An der verticalen Componente geht dem Hauptausschlage von 1' 3 mm eine Ablenkung der Schreibnadcl in der Dauer von 5 Secunden voraus. Nach weiteren 12 Secunden tritt eine schwächere zu- und abnehmende Bewegungsphase auf, die nach 18 Secundcn vollkommen 1 Chronik wie vorher, darüber ohne Bericht. 2 Nach persönlichen Wahrnehmungen der Erdbebenbeohachter wurde dieses Hohen (Chronik, Seite 105 ff.) in Woditz, Aich und Egg sehr stark verspürt. eilisclit. Resultierende Bewegung 3'5 mm. Richtung des ersten Impulses NO.-SW.1 Am 2. December wurde ein schwaches Beben im Hügellande östlich vom Laibacher Becken wahrgenommen (nach der Chronik). An den Instrumenten wurden diese Erschütterungen nach genauer Prüfung der Diagramme nicht bemerkt. Am 3. December 13 h 38m traten schwache Zitterbewegungen auf, die nicht aufhörten und auf eine beständige Unruhe des Bodens hindeuteten. Gegen 17h35m wurde von allen Instrumenten eine örtliche Bodenbewegung verzeichnet. Die Richtung war vorherrschend NNO. nach SSW. Die stärkeren Ausschläge sind auf der NS.-Componente aufgetreten, mit 5 mm als Maximum, Dauer 2 Secunden. Gleich darauf tritt eine Bewegung von 20 Secunden Dauer auf, mit 2-5 mm Ausschlagweite, und nach einer Pause von 7 Secunden eine dritte von 1 mm Weite und in der Dauer von 8 Secunden. OW.-Componente zeigt sechs deutlich unterscheidbare Gruppen von Ausschlägen, welche langsam und regelmäßig ab- und zunehmen, in Intervallen von 3 bis 4 Secunden; Maximalausschlag 2 • 7 mm, Dauer der ganzen Bewegung 1 Minute 20 Secunden ; vertieale Componente 2 • 3 mm, Dauer 8 Secunden. Diese Erschütterung wurde von vielen Personen in Laibach vermerkt, nicht so sehr wogen ihrer Stärke als wegen des starken Rollens, welches dieselbe begleitete. Resultierende Bewegung 9 mm. Kurze Vorphasen sind an allen Componenten bemerkbar.2 1 Von allen iirtlichen Erschütterungen scheint in diesem Falle der Bebenherd am weitesten von Laibach entfernt gewesen zu sein, was aus (1er verhältnismäßig’ lang andauernden Vorphase geschlossen werden kann. Nach persönlichen Wahrnehmungen der Beobachter nach der Chronik entnimmt man, dass die Orte Tersein, Jauchen und Aich das Beben allgemein wahrgenommen haben; doch auch noch in Stein wurde dasselbe schwach verspürt, in Laibach dagegen von Personen gar nicht, woraus hervorgeht, dass der Bebenherd näher an Stein als in Laibach liegen muss. Von den Beobachtern gibt die zutreffendste persönliche Wahrnehmung Oberlehrer Janežič in Aich, welcher nach einem Seitenruck eine dreimalige Hin- und Her-bewegung verspürt hat. Ganz entsprechend dieser menschlichen Beobachtung ist die instrumentelle in Laibach, da auch das Bebenbild deutlich drei verschiedene Bewegungsphasen aufweist. 2 In dom kurzen Berichte, der seinerzeit über dieses Boben an die Tagesblätter heraus-gegeben wurde, ist ausdrücklich bemerkt worden, dass diese Erdbewegung einen sehr nahen Erdbebenherd haben muss. Die Erdbebenbeobachter melden (Chronik, Seite 116 bis 117) aus »Sulloch einen starken Stoß, Rudnik, St. Veit, Černuče, Egg eine allgemein walirgenommene Erschütterung, vorherrschend Getöse. In Woditz wurde das Getöse von den meisten,— in Laibach und in Aich, von vielen Personen verspürt. Bezeichnend ist die Meldung aus Moräutsch, wo eine sehr leichte Erschütterung, aber ein um so stärk eres Getöse wahrgenommen wurde. Beachtenswert ist, dass sich dioso Bodenbewegung dom Menschen mehr als Getöse denn als Erschütterung bemerkbar machte. Nach den instrumentellen Aufzeichnungen dauerte die wirkliche Bodenbewegung über eine Minute, wobei sechs deutlich voneinander unterscheidbare, immer schwächer werdende Gruppen von Bewegungen aufgetreten sind. Es scheint somit, dass davon nur die erste, mit dem stärksten Ausschlage, für den Menschen als Erschütterung fühlbar war, alle anderen nachfolgenden schwächeren Zitterbewegungen nur noch als Getöse dem Menschen wahrnehmbar gewesen sind. Beobachtungen im Jahre 1899. Am 18. Jänner zeigten gegen 21h 48 m abends alle Instrumente der Erdbebenwarte eine ziemlich starke örtliche Bodenerschütterung an. Der Haupt-ausschlag an der SN.-Componente 29'8 mm, an der OW.- 22 5 und Vertical-Componente 22 mm. Resultierende Bewegung angenähert 40 mm; eine ziemlich starke Vorphase in der Dauer von 4 bis 5 Secunden ist an allen Diagrammen deutlich unterscheidbar. Dauer der Gesammtbewegung nach instrumentellen Messungen 25 Secunden. Richtung von NW.-SO.1 Am 16. Februar, 3h 27m, zeigten alle Instrumente eine Erderschütterung an. OW.-Componente 21*8 mm, SN.-Componente 34 mm. Resultierende derHaupt-. ausschläge 39 mm, Vertiealcomponente 9 mm. Vorphase mit ziemlich starkem Ausschlage tritt in der Dauer von 2 bis 3 Secunden an allen Componcnten auf. Dauer der Bewegung 48 Secunden, wobei auf die Hauptbewegung 7 Secunden entfallen; in kurzen Intervallen wiederholen sich darauf drei etwa um die Hälfte schwächere kurze Bewegungen und nach einem Intervall von 13 Secunden tritt neuerdings eine ebenso starke kurze Bewegung wie die vorhergehende auf. Als bemerkenswert bei der letzten Erschütterung ist die drehende Bewegung hervorzuheben, welche sich am Bebenbilde deutlich zu erkennen gibt in lang gezogenen Schlangenlinien, und die erst nach der achten Minute langsam erlischt. Durch die drehende Bewegung wurden insbesondere die schweren Gewichte der Verticalpendel in eine Bewegung um ihre eigene Achsc gebracht, die infolge der Trägheit der Pendelmasse solange angedauert hat. Richtung des Hauptimpulses von NW.-SO.2 1 In dem seinerzeit von der Warte veröffentlichten Zeitungsberichte wurde bereits hervorgehoben, dass der Herd dieses Bebens nicht unmittelbar unter der »Stadt Laibach zu suchen ist, sondern dass die instrumentellen Beobachtungen auf einen 5 bis 10 km von Laibach entfernten Ursprungsort Hinweisen. In der That ist dieses Beben nach den Mittheilungen der Chronik in don Orten Woditz, Preska etc. stärker wie in Laibach und stoßartig empfunden worden. Ein Beobachter in Laibach hat die einleitende leichte Bewegung (Vorphase) gespürt, worauf ein kräftiger Seitenruck (Hauptausschlag) folgte. 2 Dieses Beben war nach der Chronik am stärksten in Woditz, wo deutlich zwei starke Stöße verspürt wurden. Die Beobachtungen des dortigen Pfarrers S. Žužek sind insofern bemerkenswert, als derselbe don größten Theil der seismischen Erscheinung, wie sie in Laibach von den Instrumenten wiedergegeben wurde, ganz zutreffend empfunden und analysiert hat. Es wird selten jemals Vorkommen, dass bei persönlichen Beobachtungon die Dauer der einzelnen Erschütterungen und die Zwischenpausen mit so langer Zeitdauer veranschlagt wird, wie sie in der That den instrumentellen Beobachtungen angenähert entspricht. Des Vergleiches halber mit unseren Beobachtungen lassen wir diesen Theil der interessanten Wahrnehmungen des Beobachters Pfarrer Žužek hier wörtlich nach der Chronik folgen: eSchon vorher wach, unterschied ich deutlich zwei Stöße in einem übrigens nicht ganz ruhigen Intervall von etwa 58 . Doch war der zweite Stoß, wie die Bewegung, die er verursachte, stärker. Er kam nicht, wio meistens, von unten, sondern von der Seite, anscheinend in der Richtung N.-S., beurtheilt nach dem Schwingen der Hängelampe im obenerdigen Zimmer. Der erste Stoß dauerte etwa 7 s, der zweite sicherlich 15 H. Vor dem Heben ein ungewöhnlich starkes Dröhnen, während desselben abnehmend, hörte es früher auf als das Beben. Gesammtdauer 27 s .» ln Bischoflack wurde ein verticaler Stoß und in Flödnig zwei Seitenstöße beobachtet. Am 15. April um 16h26m 118 verzeichneto der Kleinwellenmesser eine leichte unmittelbar örtliche Erschütterung, welche mit einer kurzen Vorphase beginnt, die in Form leichter Zitterbewegungen auftritt. Dauer der Bewegung an den Instrumenten 50 Secunden. Die OW.-Componente zeigt einen Ausschlag von 2' 5 mm, die SN.-Componente von 1 ■ 5 mm. Die Verticalcomponente zeigt nur eine einzige schwache Ablenkung. Die resultierende Bewegung 3 mm, Richtung NW.-SO. Das starke Getöse, welches die Erderschütterung begleitete, wurde von einzelnen Personen vernommen, insbesondere im Gebäude der krainischen Sparcasse.1 Am 26. Juni um 5h 40m 20s verzeichneten nur die empfindlicheren Instrumente eine schwache örtliche Erschütterung. Richtung NW. -SO. OW.-Componente Hauptaussclilag 2-5 mm mit 2 bis 3 Secunden lang andauernden kurzen Vorschlägen. Die SN.-Componente verzeichnete den Hauptaussclilag an erster Stelle mit 2 mm; die resultierende Bewegung 4-l mm; Vertical-componentc 3 mm. Dauer der Bewegung 30 Secunden. Diese Erdbewegung ist nicht unvermittelt gekommen, da kurze Zitterbewegungen am Kleinwellcn-messer von dem vorhergehenden Abend bis gegen den Morgen zu, ohne eine andere äußere Ursache, fortwährend aufgetreten sind. Erdbebenherd in der nächsten Nähe der Stadt Laibach; das Beben wurde von mehreren Personen verspürt, welche angaben, ein eigenthümliches Sausen vernommen zu haben.2 Am 18. September um 6h16m23s verzeichneten alle Instrumente ein starkes örtliches Beben: Vorphase 1 bis 2 Secunden. OW.-Componente 100 mm, SN.-Componente fast ebensoviel; Resultierende angenähert 141 mm, Vertieal-componente 24 mm. Das Bebenbild am Kleinwellenmesser ist unvollständig, da die Schreibfläche nicht ausreichte, um die starken Ausschläge in ihrer Gänze wiederzugeben. Am Wellenmesser (nur zehnfache Vergrößerung) ver-zeiehnete die SN.-Componente einen Ausschlag von 9 mm, die OW.-Componente 10'3 mm. An der SN.-Componente treten zwei deutliche Bewegungsphasen (Stöße) auf, wovon die erstere, die stärkere, langsam abnehmend 10 Secunden, die zweite, etwas schwächere, 11 Secunden andauert; aut der dritten treten drei Bewegungsphasen auf: die erste 4 Secunden, die zweite 12 Secunden deutlich ab- und zunehmend, die dritte 9 Secunden. Die wirkliche Bodenbewegung lässt sich durch 30 Secunden hindurch verfolgen, nach dieser Zeit treten die Eigenschwingungen der Pendel auf. Bemerkenswert ist die Unruhe, welche am Kleinwellenmesser etwa 30 Minuten vor dem erfolgten 1 An diesem Tago sind bereits um 14 •' loiclito Zitterbewegungen am Kleinwellenmesser aufgetreten, ln der Chronik berichtet über dieses lieben ein einziger Beobachter aus Laibach. 2 Da diesem Beben schon tagsvorher eigentümliche Zitterbewegungen mit kurzen Unterbrechungen vorangegangen sind, so wurde in das Tagebuch der Warte nocli vor dom Eintreffen dieses Bebens folgende Notiz eingetragen: «Am Kleinwellenmesser dauern kurze A nasch läge an, ähnlich den Vorboten localer Störungen.» Nach der Chronik dürfte diese Erschütterung noch am stärksten in Woditz verspürt worden sein. Der Beobachter classificiert sie als mittelstarken Stoß. Erdstoß aufgetreten ist. Diese Unruhe lässt auf ein fortwährendes leichtes Zittern des Bodens schließen, da nach der Art der Aufzeichnungen andere künstliche Störungen der Bodenruhe um diese Zeit ausgeschlossen waren. Außerdem traten in Zwischenräumen von etwa 20 Secunden starke Ausschläge auf, wie solche durch Kanonenschüsse hervorgerufen werden. Richtung der Bewegung auf allen Instrumenten vorherrschend von NW. gegen SO. Dieses örtliche Beben, welchem eine deutliche Vorphase vorausgeht, hat in allen seinen Erscheinungen viel Ähnlichkeit mit dem Beben vom 17ten April 1898; auch der Stärke nach sind die beiden verglichenen Beben wenig verschieden; während am 17. April 1898 der Hauptausschlag stärker war als beim letzteren, erscheinen demgegenüber die nachfolgenden Bewegungen beim Bilde vom 10. September stärker und länger andauernd. Eine halbe Stunde vor dem Beben beginnt eine merkliche Luftdruckzunahme.1 Am 30. September um 19h 3m verzeichnete der Kleinwellenmesser sowie, der Stoßmesser eine schwache örtliche Erschütterung, die nur von sehr wenigen Personen in Laibach verspürt wurde. OW.-Cornponente eingeleitet durch eine 3 Secunden lang andauernde Vorphase, Hauptausschlag auf der OW.-Componente 3 mm, SN.-Componente ebenfalls 3 mm. Resultierende angenähert 4• 3 mm, Verticalcomponente 3 mm. An der OW.-Componente, an welcher die Bewegung nahezu eine Minute dauerte, treten nach der Hauptbewegung noch drei langsam abnehmende Zitterbewegungen auf. Richtung NO.-SW.2 Bemerkungen zu Tafel I.3 Von allen bisher an der Erdbebenwarte in Laibach aufgezeichneten örtlichen Erschütterungen in den Jahren 1897, 1898 und 1899, welche oben angeführt erscheinen, können kaum vier derselben als unmittelbar örtlich bezeichnet werden. Es sind dies die Erschütterungen am 22. November 1897, 1 Nach den Chronikbericliton erscheint von diesem Erdbeben Woditz, Preska, Zeyer am stärksten erschüttert worden zu sein. In Woditz machte sich das lieben als ein starkor Stoß von unten bemerkbar, begleitet von ungewöhnlich heftigen Bewegungen mit zwei kurzen Unterbrechungen. Gesammtdauer mit dieser einschließlich 10 bis 15 Secunden. Zwei Stöße wurden auch in Bischoflack, St. Martin, Trata und Flödnig wahrgenommen. Drei wellenförmige Schwingungen verzeichnet Mannsburg, Commcnda vier einander folgende wellenförmige Schwankungen. Zwei Stöße wurden auch von Menschen in Laibach verspürt. 2 In dem seinerzeit von der Warto horausgegebenen Zeitungsberichte wurde mit Rücksicht auf die Vorphase die Vermuthung ausgesprochen, dass letztere Bodenbewegung an einigen Punkten in der nahen Umgebung von Laibach deutlicher verspürt worden sein dürfte. Nach den Berichten der Chronik ist in der That in Jauchen, Rudnik, Veliki Ločnik das Beben allgemein deutlich wahrgenommen worden. 3 Die Tafeln wurden vom Herrn cand. jur. Ernst Stöckl ausgeführt, so wie auch mit seiner Beihilfe die zeitraubende Nachprüfung der Registrierbändor aus früheren Jahren unternommen wurde. Für die freundliche Mitwirkung sei an dieser Stelle Herrn Stöckl der beste Dank ausgesprochen. 24. März 1898, 3. December 1898 und ara 15. April 1899. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass auch beim letzten, oben angeführten Beben an der verticalen Componente eine kurze Ablenkung vor dem Hauptausschlage ganz deutlich zu entnehmen ist. Ausgenommen die vier eben angeführten «unmittelbar örtlichen» Beben wären alle übrigen als «örtlich» zu bezeichnen, da bei ihnen eine kürzere oder längere Vorphase auf Erschütterungen in benachbarten Gebieten hinweist. Thatsächlieh liegen auch eine lleihe menschlicher Beobachtungen aus der Umgebung von Laibach vor, welche obige Annahme bekräftigen. Um ein anschauliches Bild von den bisher an der Warte beobachteten örtlichen Erschütterungen zu geben, wurden in der Tafel 1 die Maximalausschläge, und zwar nach der resultierenden Hauptbewegung, welche die instrumentelle Aufzeichnung ergeben hat, in etwas verkleinertem Maßstabe in Form verticaler Linien eingetragen. Über den resultierenden Hauptbewegungen sind Tag und Stunde der Erschütterung eingeschrieben. Bemerkungen zu Tafel II. Die Tafel II stellt graphisch zur Vergleichung einander gegenüber das Ergebnis der instrumentellen und das der menschlichen Beobachtungen von Erdbeben, die in Laibach wahrgenommen worden sind. Die menschlichen Beobachtungen sind der Chronik der Erdbebencommission in Wien entnommen. Auf der linken Seite der Tafel sind alle örtlichen Erschütterungen, die an der Warte in Laibach seit September 1897 bis Juni 1900 beobachtet wurden, durch senkrechte Linien erkenntlich gemacht. Um dieselben mit den menschlichen Beobachtungen besser vergleichen zu können, wurden die einzelnen Beben nach der Forel’schen Intensitätsscala classificiert. Die Intensitätsstufenleiter von 1 bis 10 ist an der Senkrechten und die Zeit des Eintreffens eines Bebens an der Wagrechten abzulesen. Die unten stehenden römischen Ziffern bezeichnen die Monate. Auf der rechten Seite der Tafel sind bei gleicher Anordnung die Erschütterungen, die in Laibach von den Erdbebenbeobaehtern in dieser Zeit gemacht wurden, zur Anschauung gebracht. Die punktierten Linien bezeichnen jedoch jene persönlichen Bebenbeobachtungen, welche in der Chronik mit der Bemerkung als unsichere Beobachtung1 angeführt erscheinen. Die Linien, welche einzelne Felder, die sonst leer sind, durchqueren, bet reifen Zeitabschnitte, wo auf der einen oder der anderen Seite die einschlägigen Beobachtungen fehlen. 1 Bemerkenswert ist, dass in der Chronik die «unsicheren Beobachtungen* erst im Februar 1898 ihren Anfang nehmen; in diesem Monate hat nämlich die Laibacher Warte begonnen «auch örtliche Erschütterungen in den Tagesblättern zu veröffentlichen. Der wohl-thuende Einfluss dieser Veröffentlichungen macht sich von dem Zeitpunkte an insoferne bemerkbar, als viele menschlichen Erdhuhenheohachtungen in Laibach vom Beobachter selbst als unsicher bezeichnet werden. Ein Blick auf die Tafel II zeigt, wie leicht die menschlichen Beoachtungen über Beben infolge von Selbsttäuschungen, Irrthiimern ausgesetzt sind, denen die exacte instrumentelle Beobachtung allein das nöthige beruhigende Gegengewicht zu halten imstande ist. Bemerkungen zu Tafel III.1 Um eine Übersicht über die Richtung der verschiedenen örtlichen Erschütterungen zu gewinnen, soweit dieselbe nach den instrumentellen Aufzeichnungen entzifferbar war, wurde eine graphische Darstellung in der Tafel III beigegeben. Die Linien bezeichnen für die jeweiligen Beben die Stoßrichtung des ersten Impulses, wie dies im Texte besonders hervorgehoben wurde; wo die Bestimmung des ersten Impulses nicht möglich war, sei es, dass derselbe undeutlich oder, wie bei unmittelbar örtlichen Erschütterungen, gar nicht vorhanden war, so wurde die Richtung nach dem Ilauptausschlagc bestimmt. Zu bemerken ist, dass die Bewegungsrichtung des ersten Impulses häufig verschieden ist von jener der Hauptbewegung. Alle Stoßlinien münden in L (Laibach), dem Orte der Beobachtung; außerdem ist die Stärke durch XXX kenntlich gemacht. Die bisherigen instrumentellen Beobachtungen an der Erdbebenwarte haben gezeigt, dass der Bestimmung der Bewegungsrichtung mancherlei Mängel anhaften, insbesondere bei örtlichen Erschütterungen. Bei örtlichen Erschütterungen ist nämlich die Periode der Bewegungen eine so rasche, dass die einzelnen Linien der Diagramme zum großen Theile überdeckt sind. Durch die enorme Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung der Schreibnadeln erscheint innerhalb der wirklichen Bodenbewegung die Rußschichte vollkommen weggefegt, zu dem kommt noch die heftige auf- und abgehende Bewegung der Schreibunterlage, wodurch, wie schon bemerkt wurde, unterbrochene Linienbilder entstehen. Bei den exacten Bestimmungen der Bewcgungsrichtung ist ferner auch der Umstand in Erwägung zu ziehen, dass die Apparate auf einer Hauptmauer des Gebäudes aufmontiert sind und somit insbesondere die Bewegungen dieser Hauptmauer getreulich wiedergeben. Da jedoch die Längsrichtung dieser Hauptmauer von der N - S.-Richtung nur um einige Grade abweicht, ist immerhin anzunehmen, dass jene Bodcnbewegungen, welche von O.-W. oder umgekehrt erfolgen, viel besser wiedergegeben werden als jene in der Richtung N.-S., da die Mauer viel leichter nach der Breite als nach der Quere in Schwingungen goräth. Wir müssen daher auf die örtlichen Erschütterungen trotz der Zerlegung der Stoßrichtung in zwei Theilbewegungen immerhin mit einer Verzerrung in der Wiedergabe der Bewegungsimpulse 1 Richtigstellung: Hei den Datumangabon ist an einer Kichtungslinie auf der N.-W-Seite statt 10./X. 1897 das Datum 10./XII. 1897 zu lesen. Rücksicht nehmen, ein Übelstand, der vollends aufgehoben sein wird, wenn eigene Instrumente unabhängig vom Mauerwerke des Gebäudes im Keller-raum in Thätigkeit gesetzt werden, was noch im Laufe dieses Jahres geschehen soll. Schließlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass bei örtlichen Erschütterungen von mehreren Punkten der nächsten Umgebung zugleich Boden-bewegungen eintreffen, in welchen Fällen die Pendelmassen der Instrumente in langanhaltende drehende Bewegung gerathen. Es wäre daher ein Fehler, den Bebenherd punktförmig anzunehmen, was in der Wirklichkeit auch niemals der Fall sein wird. Schlusswort. Die bisherigen exaeten Forschungen über die Erdbebenerscheinungen auf heimatlichem Boden lassen folgende Thatsachen erkennen: 1.) Bebenhäufigkeit und Bebenstärke nehmen an Ort und Stelle rasch ub; 2.) «unmittelbar örtliche» Erschütterungen gehören zu den Seltenheiten und erfolgen im Jahre höchstens ein- bis zweimal; 3.) örtliche Erschütterungen vom Nachbarboden versetzten die Erdscholle von Laibach kaum zwei- bis dreimal so in Bewegung, dass dieselbe den Menschen stärker fühlbar wird; 4.) stärkere örtliche Erschütterungen stellen sich nicht unvermittelt ein, denn in den meisten Fällen sind stundenlang vorher Zitterbewegungen auf den empfindlichsten Instrumenten constatierbar; 5.) häufig werden örtliche Beben durch Erdbebenkatastrophen auf anderen Welttlieilen ausgelöst, wo nachweislich (laut instruinenteller Aufzeichnung) die Ausläufer derselben unseren Boden durchziehen und unsere Instrumente stundenlang in Bewegung erhalten. ,st i-r Sh n\ o O •O ■ o. *>4 . A. BeJar. Laibacher Beben. Ta» II. Örtlich Beben klassificiert nach der Irtnsitaetsscala von Forel. beobachtet an der Warte in Laibach -J2E mitget heilt in der Chronik der Erdbeben-Commision von einzelnen Beobachtern. (Die nach den instruinentelleri und persönlichen Beobachtungen ^feinstimmenden Beben sind mit gleichen Buchstaben bezeichnet.) Sl. ^^U/fKiirca - =x . ■CC. iii jKtu JSt -Zki -jr?“ J. mm '-T 5 wAC - / *»9*> 'i&9$ —t cÜmXC - QvJpy&w. i 4«,*). —rcf—g V(|. •c&ptAynJUk - 4<$oo I ?i "1 . Schulnachrichten. I. Personalstand des Lehrkörpers und Lehrfächervertheilung. a) Veränderungen während des Schuljahres 1899/1900. Seine k. u. k. Apostolische Majestät liaben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. August 1899 dem Professor Franz Kreminger aus Anlass der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand taxfrei den Titel eines Schul-rathes allergnädigst zu verleihen geruht. Weiters hat das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht mit dem Erlasse vom 22. August 1899, Z. 22.674, den genannten Professor und mit dem Erlasse vom 20. August 1899, Z. 23.323, den Professor Heinrich Pirker mit Ende August 1899 in den bleibenden Ruhestand zu versetzen gefunden. — Das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 11. September 189!), Z. 23.323, den der k. k. Staatsrealschule in Laibach zur Dienstleistung zugewiesenen Professor am k. k. Staats-Untergymnasium in Gottschee Alois Tavčar an die k. k. Staatsrealschule in Laibach versetzt. — Der Supplent an der Staatsrealschule im V. Wiener Gemeindebezirke Karl Werner wurde zufolge Erlasses des Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 29. August 1899, Z. 24.226, zum wirklichen Lehrer ernannt. —- Die Lehramtscandidaten Franz Komatar und Thomas Krassnig wurden zu suppliereuden Lehrern bestellt. (Erlass desk.k. Landesschulrathes vom l.October 1899, Z.2820, und vom Ö.October 1899, Z. 2824.) — Der supplierende Lehrer Leopold Pettauer kam in gleicher Stellung an das Staats-Obergymnasium in Marburg. — Das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 4. December 1899, Z. 28.356, genehmigt, dass der Weltpriestcr und Präfect am fürstbischöflichen Knabenseminare Collegium Aloysianum Michael Opeka als Hilfslehrer bestellt werde. — Dem k. k. Gymnasial-Professor Dr. Oskar Gratzy, Edler von Wardengg, wurden vier wöchentliche historische Stunden zugewiesen. (Erlass des k. k. Landesschulrathes vom 23. November 1899, Z. 3503.) b) Personalstand am Schlüsse des Schuljahres 1899/1900. Director. 1.) Dr. Rudolf Junowiez, Schulrath, Mitglied des k. k. Landesschulrathes, Beirath für das gewerbliche Unterrichtswesen in Krain, lehrte Naturgeschichte in I. b., 1. c., V., wöch. 6 St., und Stenographie als Froigegenstand, wöcli. 3 St. Professoren und Lehrer. 2.) Albin Belar, k. k. Prof., k. k. Lieutenant in der Evidenz des 23. L.-I.-R. Zara, Gustos der cliem. Lehrmittelsammlung, Leiter der Erdbebenwarte, Referent der Erdbeben-Commission der kais. Akademie der Wissenschaften (für Dalmatien), beeideter Gerichtscliemiker, Classenvorstand der IV. b., lehrte Chemie in IV., V., VI. und analytische Chemie als Freigegenstand in V., VI., VII., wöch. 15 St. 3.) Dr. Josef Julius Binder, k. k. Prof. (VIIJ. Rgcl.), Custos der Lehrerbibliothek, Classenvorstand der VI., lehrte deutsche Sprache in V., VI., VII., Geographie und Geschichte in V., VI., VII., wöch. 19 St. 4.) Johann Franke, kaiserlicher Ilath, k. k. Prof. (VIII. Ilgcl.), Custos der Lehrmittel für das Freihandzeichnen, Conservator der Kunst- und historischen Denkmäler im Herzogtliume Krain, lehrte Freihandzeichnen in II. b., III. a., III. b., IV. a., V., VI., VII., wöch. 24 St. 5.) Johann Gnjezda, k. k. Prof. (VIII. Ilgcl.), f. 1). Consistorialrath, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, Vertreter der Unterrichtsverwaltung im Schulausschusse der k. k. Fachschule für Holzindustrie, lehrte kath. Religion in I.b., I.e., H.a., II. b., III. a., III. b., IV. a., IV. b., V., sowio die Exhorten, wöch. 20 St. 6.) Franz Keller, k. k. Prof. (VIII. Rgcl.), Custos der Programmsammlung, Classenvorstand der V., lehrte Mathematik in I. c., IV. a., IV. b., V., Geometrie in I. c. und darst. Geometrie in V., VI., wöcli. 21 St. 7.) Anton Laharner, k. k. Prof. (VIII. Rgcl.), Prüfungseommissär bei der Prüfungscommission für Bewerber zum Einjährig-Freiwilligendienste mit slovonischer Prüfungsspracho, beeideter Dolmetsch für die ital. und franz. Sprache beim k. k. Landesgerichte, Custos der Schülerbibliothek, lehrte franz. Sprache in V., VI., VII. und ital. Sprache in V., VI., VII., wöch. 18 St. 8.) Franz Levec, k. k. Prof. (VIII. Rgcl.), k. k. Bczirksschulinspector für die slovenischen und utraquistischen Volksschulen in dem Schulbezirke Laibach (Stadt), Mitglied der k. k. Prüfungscommission für allg. Volks- und Bürgerschulen, Ilegierungs-commissär für die Inspection der gewerblichen Fortbildungsschulen in Krain, Vertreter der Untorrichtsverwaltung im Curatorium der höheren städtischen Kaiser Franz Joseph-Miidchenschulc in Laibach, Custos der geographischen und geschichtlichen Lehrmittelsammlung, lehrte bei herabgeminderter Lehrverpflichtung slov. Sprache in V. bis VII., wöch. 9 St. 9.) August Nčmeček, k. k. Prof. (VIII. Rgcl.), Classenvorstand der III. b., lehrte franz. Sprache in III. a., III. b., IV. a., IV. b., wöch. 18 St. 10.) Karl Pirc, k. k. Prof. (VIII. Ilgcl.), Classenvorstand der VII., lehrto Mathematik in I.b., III.a., III.b., VI., VII., Geometrie in I.b., wöch. 19 St. 11.) Clemens Proft, k. k. Prof. (VIII. Ilgcl.), k. k. Bczirksschulinspector für die deutschen Volksschulen in Laibach, Weißenfels, Domžale, Görtschaeh und Josefsthal sowie für die Bürgerschule in Gurkfeld, Custos der Lehrmittelsammlung für Physik, Classenvorstand der III.a., lehrte Physik in III.a., III.b., IVa., IV. b., VI., VII., wöch. 18 St. 12.) Alois Tavčar, k.k. Prof. (VIII. Rgcl.), Classenvorstand der I.b., lehrto slov. Sprache in I. b., II. b., III. b., IV. b., deutsche Spracho in I. b. und Schönschreiben in I.b., wöch. 17 St. 13.) Josef Wentzel, k. k. Prof. (Phil. Doctor der Universität Straßburg), Custos der naturliistorischen Lehrmittelsammlung, Classenvorstand der II. a., lehrte Naturgeschichte in I.a., H.a., II.b., VI., VII., Mathematik in La., H.a., Gcometrio in I.a., wöch. 18 St. 14.) Karl Werner, k. k. wirkl. Lehrer, lehrte Freihandzeichnen in I.a., Lb., I.e., H.a., IV. b., Schönschreiben in I.a., I.e., H.a., II. b., wöch. 24 Št. 15.) Emil Ziakowski, k. k. Prof. (VII. Rgcl.), Besitzer des goldenen Vordienstkreuzes mit der Krone, Custos der Lehrmittel für das goom. Zeichnen, Prüfungs-commissär für angehende Locomotivführer, Dampfmaschinen- und Dampfkesselwärter, Erprobungs- und Revisionscommissär für stationäre Dampfkessel, lehrte Geometrie und geom. Zeichnen in H.a., II. b., III.a., III.b., IV.a , IV.b., darst. Geometrie in VII. und Mathematik in II. b., wöch. 19 St. 16.) Franz Brunet, k. k. Turnlehrer, Classenvorstand der I.e., lehrte slov. und deutsche Sprache in der I. c., unterrichtete das Turnen in allen Classen, wöch. 32 St., und leitete die Jugendspiele. Supplenten. 17.) Franz Komatar, Mitglied des k. k. Institutes für österr. Geschichtsforschung in Wien, Classenvorstand der II. b., lehrte Geographie und Geschichte in I.b., II. b., III. b., IV. b., deutsche Sprache in II. b., wöch. 19 St. 18.) Thomas Krassnig, k. u. k. Lieutenant i. d. E. beim 42. Inf.-Rgt., Classen- vorstand der IV. a., lehrte deutsche Sprache in III. a., III. b., IV. a., IV. 1)., Geographie und Geschichte in II. a., wöch. 20 St. 19.) Heinrich Svoboda, Classenvorstand der I.a., lehrte deutsche Sprache in I.a., H.a., Geographie und Geschichte in I.a., I.e., III.a., wöch. 18 St. Hilfslehrer. 20.) Dr. Oskar Gratzy, Edler von Wardengg, k. k. Gymn.-Prof. (VIII. Rgcl.), lehrte Geographie und Geschichte in IV. a., wöch. 4 St. 21.) Michael Opeka (Phil, und Theol. Doctor der Gregorianischen Universität in Rom), lehrte katli. Religion in I.a., VI. und VII., wöch. 5 St. Assistent. 22.) Johann Josef Klein, Assistent beim Zeichenunterrichte. Nebenlehrer. 23.) Anton Foerster, Domchor-Dirigent, lehrte Gesang als Freifach, wöch. 5 St. 24.) Cölestin Mis, Fachlehrer an der k. k. Fachschule für Holzbearbeitung, lehrte Modellieren, wöch. 2 St. * Dienerschaft. Johann Sknbfe, Schuldioner und Mundant; Josef Simončič, Schuldiener und Laborant; Anton Bitenz, Hausmeister. II. Lehrverfassung. a) Obligate Lehrgegenstände. Der mit Ministerial-Verordnung vom 23. April 1898, Z. 10.331 (M.V.Bl.Nr. 14) kundgemaebte Normallehrplan wurde in diesem Schuljahre mit geringen, vom Ministerium für Cultus und Unterricht noch für dieses Schuljahr genehmigten Abänderungen eingeführt. Das Slovenische ist auch fernerhin in dem bisherigen Stundenausmaße zu lehren. Die Untcrrichtsgegenstände Geographie und Geschichte sind in der II., III. und IV. Classe jeder für sich zu classiticiercn. Der Lehrplan für die französische Sprache wurde mit dem Erlasse des k. k. Landesschulrathes vom 24. Februar 1899, Z. 504, für dio k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach, den hiesigen Verhältnissen angepasst, abweichend von dem mit der Verordnung vom 23. April 1898, Z. 10.331, veröffentlichten Normal- Lehrpläne, dahin geändert, dass mit dem Unterricht in der französischen Sprache erst in der dritten Classe begonnen werde. Der ausführliche Lehrplan wurde in dom Jahresberichte für das Schuljahr 1898/99 veröffentlicht. b) Freie Gegenstände. 1.) Slovenische Sprache für Nicht-Slovenen. Um Schülern, für welche das Slovenische kein obligater Gegenstand ist, Gelegenheit zu bieten, sich die Kenntnis der slovonischen Sprache anzueignen, hat das k. k. Min. f. C. u. U. mit dem Erlasse vom 19. September 1880, Z. 13.377, die Errichtung eines slovenischcn Freicurses, bestehend aus 3 Jahrgängen mit je 3 Unterrichtsstunden wöchentlich angeordnet und den Lehrplan genehmigt. 2.) Gesang. Dieser Unterricht wurde in 5 Stunden wöch. ertheilt; hievon entfielen 2 Stunden auf den I. Curs, je 1 Stunde auf den II. Curs A (Knabenchor), B (Männerchor), A und B zusammen (gemischter Chor). 3.) Stenographie. I. Abtheilung: Wortbildungs- und Wortkürzungslehre, mit Lesen und Schreibübungen verbunden, wöch. 2 St.; II. Abtheilung: Satzkürzungs-lehre, wöch. 1 St. 4.) Analytische Chemie. Infolge der Verordnung dos k. k. Min. f. C. u. U. vom 19. Juli 1894, Z. 1352, werden zu diesem Unterrichte Schüler der drei letzten Classen der Oberrealschule zugelassen. 5.) Modellieren. Dieser Unterricht wurde in 2 Stunden wöch. an Schüler der drei Oberclassen ertheilt. Stundenübersicht nach dcu genehmigten Lehrplänen für die k. k. Staats-Oberrcalscliule in Laibach. Wöchentliche Stundenzahl in der B Lehrgegenstände 1. a. 1.1) I c. 111.» lll.li ! Hl.». III.k. IV. a. IV. b. |v. 1VI- VII. 4 | ( 1 a S H 0 s Religion 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 1 23 Deutsche Sprache . . . 4 4 4 4 4 4 4 4 4 3 3 4 4(> Slov. Sprache (obligat) — 4 4 — 4 — 2 2 :•! 3 :} 25 Französische Sprache . — — — — — ö 5 4 4 3 3 3 27 Italienische Sprache . . 3 3 3 9 Geographie 3 3 3 2 2 2 2 2 2 — — — 21 Geschichte — — — 2 2 2 2 2 2 3 3 3 21 : Mathematik ; Darstellende Geometrie 3 3 3 3 3 3 3 3 3 5 3 4 3 5 2 41 8 l Naturgeschichte .... 2 2 2 2 2 — — — — 2 2 8 17 Physik — — — — — 3 :■( 2 2 — 4 4 18 Chemie Geometrie und geometri — — — — — — — 3 3 3 2 — 11 1 sches Zeichnen . . . 1 1 1 2 2 2 2 3 3 — — — 17 Freihandzeichnen . . . 4 1 4 1 4 1 4 1 2 4 1 4 4 4 4 3 2 3 44 5 1 Tomen 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 24 Zusammen . . 22 2li 2(> 24 28 29 31 31 33 3i) 3ö | 357 III. Lehrbücher, welche mit Genehmigung des k. k. Landesschulratlies vom 1(5. Mai 1900, Z. 1177, im Schuljahre 1900/1901 beim Unterrichte benützt werden. Der Gebrauch anderer als der unten angegebenen Auflagen ist durchaus nicht gestattet. In der I. Classe: Großer Katechismus. — Veliki Katekizem. — Wi/lomitzer, Deutsche Grammatik. Nur 7. und 8. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. I. Theil. Nur 4. Aufl. — Sk et, Janežičeva slov. slovnica. Nur 7. Aufl. — Sket, Slov. čitanka za I. raz r. I. del. Nur 2 Aufl. — Richter, Geographie. 3. Aufl. — Stie/er, Schulatlas (Ausgabe für öst.-ung. Monarchie). 72. Aufl. — Močnik, Arithmetik für Unterrealschulen. 1. Heft. Nur 22. Aufl. ■—• Manger, Geom. Formenlehre. 4. Aufl. — Pokorny, Thierreich. 25. AuH. — Pokorny, Pflanzenreich. Nur 20. und 19. Aufl. In der II. Classe: Zetter, Liturgik. 3. Aufl. — Lesar, Liturgika. 4. Aufl. — Willomitzer, Deutsche Grammatik. 7. und 8. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. II. Theil. Nur 4. Aufl. — Sket, Janežičeva slov. slovnica. Nur 7. Aufl. — Sket, Slov. čitanka za II. razr. II. del. —- Richter, Geographie. 3. Aufl. — Gindely, Alterthum. Nur 10. Aufl. — Stie/er, Schulatlas. 72. Aufl. — Putzger, Historischer Schulatlas. 21. Aufl. — Močnik, Arithmetik für Unterrealschulen. II. Heft. Nur 2f. Aufl. — Menger, Grundlehre der Geometrie. G. Aufl. —Pokorny, Thierreicli. Nur 23. und 24. Aufl. — Pokorny, Pflanzenreich. Nur 20. und 19. Aull. In der III. Classe: Fischer, Geschichte der göttlichen Offenbarung des alten Bundes. 7. und 8. Aufl. — Willomitzer, Deutsche Grammatik. 7. und 8. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. III. Theil. Nur 2. Aufl. — Sket, Janežičeva slov. slovnica. 7. Aufl. — Sket, Slov. čitanka za III. razr. — Weitzenböek, Lehrbuch der französischen Sprache. I. Theil. 2. Aufl. — Richter, Geographie. 2. Aufl. — Gindely, Mittelalter. Nur 11. Aufl. — Stieler, Schulatlas. 72. Aufl. — Putzger, Historischer Schulatlas. 21. Aufl. — Močnik, Arithmetik für Unterrealschulen. III. Heft. Nur 19. Aufl. — Menger, Grundlehre der Geometrie. G. Aufl. — IVallentin, Grundzüge der Naturlehre für die unteren Classen der Realschulen. 2. Aufl. In der IV. Classe: Fischer, Geschichte der göttlichen Offenbarung des neuen Bundes. 8. Aufl. — Willomitzer, Deutsche Grammatik. 6. und 7. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. IV. Theil. Nur 2. Aufl. —- Sket, Janežičeva slov. slovnica. 7. Aufl. — Sket, Slov. čitanka za IV. razr. — Weitzenböek, Lehrbuch der franz. Sprache, II. Theil; Übungsbuch, 3. Aufl., und Sprachlehre, 3. Aufl. — Richter, Geographie. 2. und 1. Aufl. — Mayer, Vaterlandskunde. 5. und 4. Aufl. — Gindely, Neuzeit. Nur 10. Aufl. — Stieler, Schulatlas. — Putzger, Historischer Schulatlas. — Gajdeczka, Arithmetik und Algebra für die oberen Classen der Mittelschulen. 4. und 3. Aufl. — Gajdeczka, Übungsbuch der Arithmetik und Algebra für die oberen Classen der Mittelschulen. 3. und 2. Aufl. — Menger, Grundlehre der Geometrie. 6. Aufl. — IVallentin, Grundzüge der Naturlehre wie in der III. CI. — Hemmelmayr und Brunner, Lehrbuch der Chemie und Mineralogie. In der V. Classe: Fischer, Kirchengeschichte. 7. Aufl. — Jauker und Noč, Deutsches Lesebuch für die oberen Classen der Realschulen. I. Theil. 3. Aufl. — Sket, Janežičeva slov. slovnica. 7. Aufl. — Sket, Berilo za V. in VI. razr. 2. Aufl. — Novakovič, Kosove. — Weitzenböek, Lehrbuch der franz. Sprache. II. Theil. — Marchel, Italienische Grammatik. I.Theil. Nur 2. Aufl. — Richter, Geographie. 2.und 1. Aufl. Atayer, Lehrbuch der allgemeinen Geschichte für die oberen Classen der Realschulen. 1. Theil. Altcrthum. 2. und 1. Aull. ■— Stic/er, Schulatlas. — Putzger, Historischer Schulatlas. — Gajdeczka, Lehr- und Übungsbuch der Arithmetik wio in der IV. CI. — Hočevar, Lehrbuch der Geometrie für die oberen Classen der Realschulen. — Hočevar, Geora. Übungsaufgaben für die oberen Classen der Realschulen. — Streiß/er, Darstellende Geometrie. Nur 3. Aufl. — Heller, Aufgabensammlung aus darstell. Geometrie. I. Theil. — Wretschko, Vorschule der Botanik. Nur G. Aufl. — Hemmel-mayr, Lehrbuch der anorgan. Chemie. In der VI. Classe: Wappler, Katli. Religionslehre für höhere Lehranstalten. 8. Aufl. — Jauker und Noe, Deutsches Lesebuch. II. Theil. 5. Aufl. — Jauker und Noe, Mittelhochdeutsches Lesebuch für Oberrealschulen. 3. Aufl. — Lessing, Miss Sarah Sampson. — Shakespeare, Julius Caesar (Schulausgabe). — Sket, Janežičeva slov. slovnica. 7. Aufl. — Sket, Berilo za V. in VI. razr. — Sket, Slov. čitanka za VII. in VIII. razr. — Beehtel, Franz. Sprach- und Lesebuch. Mittelstufe. — Marchel, Italienische Grammatik. II. Theil. Nur 2. Aufl. — Richter, Geographie. 2. und 1. Aufl. — Gindely, Geschichte für die oberen Classen der Mittelschulen. II. Band. Das Mittelalter. Nur 8. Aufl. — Stieler, Schulatlas. — Putzger, Historischer Schulatlas. — Gajdeczka, Lehr- und Übungsbuch der Arithmetik wie in der IV. CI. — Hočevar, Geometrie und Übungsaufgaben wie in der V. CI. — Streiß/er, Darstellende Geometrie. Nur 3. Aufl. Heller, Aufgabensammlung. II. Theil. Wohffich, Zoologie. Nur 8. Aufl. Wallentin, Lehrbuch der Physik für Ober-classen. Ausgabe für Realschulen. 9. Aufl. — JJemmelmayr, Lehrbuch der organ. Chemie. Nur 5. und ö. Aufl. In der VII. Classe: Wappter, Religionslehre wie in der VI. CI. — Jauker und Noe, Deutsches liesebuch. II. Theil. 5. Aufl. Goethe, Hermann und Dorothea. — Lessing, Laokoon. ■— Schiller, Braut von Messina. — Goethe, Iphigenie auf Tauris. — Goethe, Clavigo (Schulausgabe). — Sket, Slov. čitanka za VII. in VIII. razr. — Bechtel, Franz. Sprach- und Übungsbuch. Oberstufe. — Marchel, Italienische Grammatik. II. Theil. — Marchel, Letture italiane. —• Richter, Geographie. 2. Aufl. — Hannak, Österr. Vaterlandskunde für die oberen Classen. Nur 12. und 11. Aufl. — Gindely, Geschichte für die Obcrclassen der Mittelschulen. III. Band. Die Neuzeit. Nur 9. Aufl. — Stieler, Schulatlas. — Putzger, Historischer Schulatlas. — Gajdeczka, Lehr- und Übungsbuch wie in der IV. CI. — Hočevar, Geometrie und Übungsaufgaben wio in der V. CI. — Streiß/er, Darstollendo Geometrie. Nur 3. Aufl. — Udler, Aufgabensammlung. III. Theil. — Hochstetter und Bisching, Mineralogie und Geologie. Nur 13. und 11. Aufl. — Wallentin, Physik wie in der VI. CI. Für nicht obligate Lehrfächer : Lendovšek, Sloven. Elementarbuch für deutsche Mittelschulen und Lehrer-Bildungsanstalten. (Für den T. und II. Curs.) Lendoz’sek-Stritof Slovonisches Lesebuch für Deutsche an Mittelschulen und Lehrer-Bildungsanstalten, hiezu ein slov .-deutsches Wörterbuch. (Für den III. Curs.) Scheller, Lehr- und Lesebuch der Gabelsborger’schen Stenographie. 7. Aufl. IV. Haus- und Schulaufgaben zur schriftlichen Bearbeitung gegeben im Verlaufe des Schuljahres 1899/1900. In deutscher Sprache. V. ClllNNP. 1.) Schrift und Bild. 2.) Die Pflanze im Bilderschmuck der Sprache. 3.) Eine Legende. 4.) Das Lebendige in der Pflanze. 5.) Ilektors Abschied von Andromache. (Nacli Homer ö, 369 ff.) - 0.) Die althellenische Jugend. 7.) Am Laibacher Hafen. 8.) Das Holz. — 9.) Auf einem Bauplatze. (Schilderung.) 10.) Der Schussbarthel. (Charakteristik.) 11.) Eine Novelle. (Im Scliiff-bruch von Trinius.) 12.) Das Sinngedicht. (An einem Beispiele erläutert.) VI. ClUNHP. 1.) Die europäische Gesellschaft im V. Jahrhundert n. Chr. — 2.) Der Lautwandel vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen. (Ein Zwiegespräch.) 3.) Papst Paschalis 11. über die Investitur. (Eine Rede.) — 4.) Die fünf Sinne. (Eine gemeinverständliche Auseinandersetzung.) - 5.) Über den Zeitvertreib. (Eine Epistel.) — Kleidungsstücke 282 22 4 » Eincassieren der Mitgliederbeitrilge 9 I — 5 Kleine Auslageu 5 I 98 6 Cassarest t; | 70 Summe . . . 878 48 VemiisveniiögtMi. tel-L ose vom 1860er Anlehen 200 K, und zwar: 1.) Serien-Nr. 656, Gow.-Nr. 15, Abth.-Zahl 11, 2-) 1972, 7, IV, 3.) » 2420, » 12, V, 4.) » 4356, 5, IV, 5.) » 12108, > 13, v, 6.) » 15436, » 4, V, 7.) S 17944, » 14, I, 8.) A 17944, 14, 111, 9.) P 18288, » 8, V, 10.) » 18452, 11, III; 2 Staatsschuldverschreibungen, und zwar: 1.) Nr. 81409 vom l.Mai 1892 über 400 K mit Mai-und November-Coup., 2.) » 17062 vom 1. August 1892 über 800 K mit Februar-und August-Coup., Sparcassebuch Nr. 207.705 der krain. Sparcassa über 20 K; im ganzen 3200 K Nennwert in Obligationen und 25‘48 K bar. Sowohl die Obligationen als auch das Sparcassebuch sind vinculiert. Verzeichnis der 1’. T. Mitglieder des Huterstützungs Vereines. (Die mit * bezeiclineten Mitglieder sind gründende.) Herr Acceto Jakob, Maurermeister. * Camillo Graf von Aichelburg, k. u. k. Rittmeister a. 0. Der löbl. Aushilfscasseverein. Herr Baumgartner Johann, Fabriksbesitzer. Frau Bernard Sophie, Geschäftsinhaberin. Herr Bilina Ferdinand, Bürger und Handelsmann. > Dr. Binder J. J., k. k. Oberrealschulprofessor. » Brunet Franz, k. k. Turnlehrer. *Se. Excellenz Freiher Konrad Eybesfeld, Minister a. D. Herr Eger Franz, Bürger. .> Fischer Otto, Buchhändler. ■> Franke Johann, kais. Rath, Oberrealschulprofessor. * Frau Gnesda-Prossinagg Josetine. Herr Gnjezda Johann, k. k. Oberrealschulprofessor, Consistorialrath, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone. • Göbel Rudolf. » Goeken Julius, Schuhfabrikant in Neumarktl. » Hamann C. J., Kaufmann. * > Ludwig Graf Hoyos, Rittmeister. Isatitsch Franz, k. k. Oberlandesgerichts-Hilfsämterdirector. Janesch Johann, Fabriksbesitzer. * * Jelovšek Gabriel, Kaufmann in Oberlaibach. » Dr. Junowicz Rudolf, k. k. Oberrealschuldirector. * > Kanz Julius, Fabrikant in Laibach. * » Kantz Victor, Hausbesitzer in Gleinitz. Kappus v. l’ichelstein Adolf, Realitätenbesitzer in Steinbüchel. Kästner Michael, Handelsmann. Herr J)r. Keesbacher Friedrich, k. k. Landes-Regierungsrath und Landes-Sanitäls-Referent i. II., Ritter des Franz-Josef-Ordens. » Keller Franz, k. k. Oberrealschulprofessor. Klein Johann Josef, Assistent an der k. k. Überrealschule. Firma lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. Herr Kovač Bartholomäus, Grundbesitzer in Pakei. Frau Krenner Emilie, Private. Herr Laharner Anton, k. k. Oberrealschulprofessor. » Leskovic Karl, Privatier. » Levee Franz, k. k. Oberrealschulprofessor. Frau Luckmann Adele. Herr Luckmann Josef, Handelsmann, Sparcässe-Präsidont. » Luckmann Karl, Director d. krain. Industrie-Ges., Ritt. d. Franz-Josef-Ordens. » Luckmann Theodor, Realitätenbesitzer. > Mahr Arthur, Lehrer an der Handels-Lehranstalt, Besitzer des goldenen Ver- dienstkreuzes mit der Krone. » Malitsch Alexander, Privatier. * > Mally Karl B., Fabrikant in Neumarktl. v Maurer Heinrich, Handelsmann. »■ Mikusch Lorenz, Handelsmann. » Modic Johann, Kaufmann in Neudorf. » Mühleisen Arthur, Handelsmann. » Naglas Victor, Möbelfabrikant. ■> Nagy Stefan, Kaufmann. » Orožen Franz, k. k. Professor an der Lehrer-Bildungsanstalt. » Dr. Papež Franz, Advocat.. » Petech Karl, Dampfmühlenbesitzor und Weinhändler in Giinino. » Pirc Gustav, Director der Landwirtschafts-Gesellschaft. » Pirc Karl, k. k. Oberrealschulprofessor. » Pirker Heinrich, k. k. Oberrealschulprofessor. » Pleiweis Josef, Fabriksbesitzer. » Pollak Ludwig, Lederfabrikant in Neumarktl. » Prandi de Umhort Jakob, Großgrundbesitzer in Gassegliano. » l’roft Clemens, k. k. Oberrealschulprofessor. » Reitmeyer Karl, Oberingenieur der Südhahn-Gesellschaft. * » Rieger Simon, Bergwerksdirector in St. Anna. » Rutar Simon, k. k. Gymnasialprofessor. Frau Sajovic Seraphine, Private. Herr Samassa Albert, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, k. u. k. Hof-Glockengießer. » Dr. Schaffer Adolf, Privatier, Landtagsabgeordneter, Mitglied des krain. Landesausschusses, Mitglied des k. k. Landesschulrathes. » Schuster Anton, Kaufmann. » Simonetti Ferdinand, Hausbesitzer und Juwelier. » Skaberne August, Kaufmann. * Die Iöbl. krainische Sparcasse. Dio löbl. priv. Spinnfabriks-Gesellschaft. *Se. Exc. Or. v. Stremayr, zweiter Präsident des Obersten Gerichts- 11. Oassationshofes. Herr Szantner Franz, Schnhwarenfahrikant. > Tavčar Alois, k. k. Oberrealschulprofessor. Firma Tönnies Gustav. ‘‘Herr Treo Wilhelm, Baumeister und Architekt. Herr Treun Matthäus, Privatier. * > Valenčič Ivan, Gutsbesitzer, Dornegg. » Itegierungsrath Dr. Valenta Alois, Edler v. Marehthurn, k. k. Professor und Director der Landes-Wohlthfttigkeitsanstalten i. R. * Velkaverh Johann, k. u. k. Oberlieutenant i. R. und Hausbesitzer. i> Vesel Josef, Lehrer an der k. k. gewerblichen Fachschule in Laibach. > Vovk Franz, Privatier. » Dr. Waldherr Josef, Institutsvorstelior. * Wentzel Josef, k. k. Oberrealschulprofessor. Witschl Franz, Landes-Oberingenieur. Witt Jakob, Inhaber eines Herren-Mode-Geschäftes. » Zeschko Albert, Handelsmann. » Zeschko Valentin, Privatier. Ziakowski Emil, k. k. Oberrealschulprofessor. Der hohe krainische Landtag hat in seiner am 4. Mai 1900 abgehaltenen Sitzung zur Unterstützung dürftiger Realschüler eine Subvention von 80 K und der löbl. Verein der krain. Spareasse in der am 5. April 1900 abgehaltenen Generalversammlung zu gleichem Zwecke den Betrag von 400 K bewilligt. Der Vereinsausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern: Dr. Rudolf Junowicz, k. k. Oberrealschuldirector, Obmann; August Neineček, k. k. Oberrealschulprofessor, Obmann-Stellvertreter; Emil Ziakowski, k. k. Oberrealschulprofessor, Vereinscassier; Franz Levee, k. k. Oberrealschulprofessor, Vereinssecretär; Dr. Josef Waldherr, Director- und Inhaber der Privat-Lein-- und Erziehungsanstalt; Johann (inje/,da, k. k. Oberrealschulprofessor; Anton Laharner, k. k. Oberrealschulprofessor. Der Verein spricht im Namen der unterstützten Schüler allen Wohlthätern den verbindlichsten Dank aus und erlaubt sich, den Verein allen edlen Jugendfreunden bestens zu empfehlen. VI. Vermehrung der Lehrmittelsammlungen. 1. Bibliothek. a) Lehrerbibliothek. Nene Anschaffungen: Die Österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. (Forts.) Verordnungsblatt für den Dienstbereich des Ministeriums für ('nltus und Unterricht, 1900. — Zeitschrift für das Realschulwesen, 1899. Österreichische, Mittelschule, 1899. Iatoraturblatt für germanische und romanische Philologie, 1899. Archiv für slavischo Philologie, 1899. Mittheilungen des Musealvercines für Krain und Izvcstja muzejskega društva za Kranjsko, 1899. /’etermann, Geographische Mittheilungen, 1899. Petermann, Ergftnzungshefte. (Forts.) Westermann, Illustrierte Monatshefte. Ljubljanski Zvon, 1899. — Zacher, Zeitschrift für deutsche Philologie, 1899. Argo, Zeitschrift für krain. Landeskunde, 1900. Österreichisch-ungarische Revue, 1900. Mittheilungen der Gesellschaft für deutsche Erziehung und Schulgescliichte, 1900. Österreichische Blätter für Stenographie, 1899. — Letopis sl. mat., 1899. A'ječ/tik, fr II. Bd. Dopsch, Die Kärntner- und Krainerfrage. Wien 1899. Budde, Physikalische Aufgaben. Braunschweig 1899. — Rosenberger, Geschichte der Physik. Braunschweig 1887, 1890. —■ Pannier, Hans Sachs’ dramatische Werke. II. Bd. Leipzig. — Günther, Geophysik. II. ISd. - Miller, Mappae mundi. Ravensburg 1888. — Jagit, Fünf Beiträge zur slav. Syntax. Wien 1899. — Rdnt Dumie, Les jeunes. 4. Aufl. Paris 1896. Brünettere, Essais sur la litterature. 3. Aufl. Paris 1890. Rod, XIX. sieclo. Paris 1899. — Taine, La Fontaine. 4. Aufl. Paris 1898. Lanson, Litterature francaise. 5. Aufl. Paris 1898. — Bougeault, Litterature franraise. 3. Aufl. Paris 1896. Huber, Geschichte Österreichs. I. V. Gotha 1885—1896. —- Violle, Lehrbuch der Physik. Berlin 1892—1897. — Roscoe-Schorlemer, Lehrbuch der Chemie. 11. Aufl. Braunschweig 1898. Jahrbuch der Erfindungen. 35. Jahrg. — Miller, Weltkarte des Castorins. Ravensburg 1886 -1888. Kimmich, Die Zeichenkunst. Leipzig 1900. — Grosse, Der Äther und die Fernkräfte. Leipzig 1898. Ratzel, Völkerkunde. 3 Bde. Leipzig 1888. Mayer, Geschichte Österreichs. 2. Aufl., 1. Bd. Wien 1900. — Nagl-Zeidler, Deutsch-österr. Literaturgeschichte. Wien 1899. -— Grefe, Alt-Österreich. 3. Jahrg. 1.—6. — Grefe, Alt-Krain. Liefg. 1 -3. — Knackfuß, Künstlermonographien. 38. -43. Heft. — Rutar, Slov. zemlja,III. del, Beneška Slovenija. Ljubljana 1899. — Pintar, Zbornik L — Spemann, Goldenes Buch der Musik. Berlin 1900. — Oncken, Allgemeine Geschichte in Einzeldarstellungen. III. 3. 1., III. 3. 2., III. 7. 1. —• Brenner, Spaziergänge durch das Himmelszelt. Leipzig 1888. Geschenke: Vom kraittischen Landesausschusse: Die Verhandlungen des krainischen Landtages. 40. Band, 1899. Vom Herrn Prof. Franz Kreminger: Smiles, Die Pflicht, Leipzig. 1882. — Smiles, Die Sparsamkeit. Leipzig 1876. Smiles, Hilf dir selbst. Coblenz 1877. - Rinne, Dispositionslehre. Stuttgart 1888. Kleinschmidt, Deutsche Stiliibungen. Leipzig 1866. — Aus deutschen Lesebüchern. Gera und Leipzig 1887. I.—III. Bd. Zeynek, Anleitung zum Gebrauche des Lesebuches. Troppau 1880. - Kehr, Anweisung zur Behandlung deutscher Lese- stücke. 8. Aufl. —- Brilnnow, Lehrbuch der sphärischen Astronomie. Berlin 1851. — Salmon, Elemente der analytischen Geometrie des Raumes. Leipzig 1863. Schröter, Theorie der Oberflächen zweiter Ordnung. Leipzig 1880. — Salmon, Analytische Geometrie der Kegelschnitte. Leipzig 1863. — Spitzer, Tabellen für die Zinseszins- und llentenrechnung. Wien 1875. — Diihring, Neue Grundmittel und Erfindungen zur Analysis. Leipzig 1884. — Medicus, Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse. Tübingen 1894. — Roscoe-Schorletner, Lehrbuch der Chemie. 2 Bde. Braunschweig 1879. — Magnus, Aufgaben und Lehrsätze aus der analytischen Geometrie des Raumes. Berlin 1837. - Salmon, Vorlesungen über Algebra der linearen Transformationen. Leipzig 1863. Schulz und Straßnicki, Auffindung der reellen Wurzeln. Wien 1842. —- Becker, Baukunde des Ingenieurs. (Mit Atlas.) Stuttgart 1857. — Hecker, Brückenbau. (Mit Atlas.) Stuttgart 1858. - Spitzer, Auflösung transcendenter Gleichungen. Wien 1852. — Sulek, Deutsch-kroatisches Wörterbuch. Fogarasi, Deutsch-ungarisches und ungarisch-deutsches Wörterbuch. Pest 1852. — Fischhof, Österreich und die Bürgschaften seines Bestandes. Wien 1869. Zoppritz, Kartenentwurfslehre. Leipzig 1884. Haart, Die üccupation Bosniens und der Herzegowina. Wien 1878. — Vrhovec, Ljubljanski meščan je. Ljubljana 1886. Lenz, Reise vom öbandelande bis zur Mündung des Schebollusses. Wien 1878. Sila, Trst in okolica. Trst 1882. — Srbadja, Jahrg. 1875. — Arnolds, Englische Grammatik. Jena 1838. Schottky, Englische Schulgrammatik. Breslau 1851. Pelleter, Englisches Lesebuch. Wien 1878. Shakespeare, King Henry IV., lirst and seeond part. Leipzig 1843; King Richard III. 1843; Merry wifesof Windsor. 1841. Scherer, Die Zukunft der Blinden. Wien 1884. Uientsch, Über Erziehung und Unterricht der Minden. Berlin 1851. — Divič, Die sieben Rochnungsoperationen. Wien 1891. — jWindel, Disposition zu den deutschen Aufsätzen. Leipzig 1884. Durch Tausch: Die Progranimsammlung wurde um 282 Jahresberichte vermehrt. Gegenwärtiger Stand der Lehrerbibliothek: 2850 liiinde, tili Hefte, 3 Blätter. b) Schülerbibliothek. Neue Anschaff ungen: IVichner, Alraunwurzeln. Ä'. May, Am Jenseits. 28. Bd. — Knauth, Sieben Bücher deutscher Dichtung. — Fr. Hoffmanu, Eroberung von Mexiko; Mutter Erde. —- lioecker, Fitzpetrik der Trapper. — IVörishöffer, Das Naturforscherschiff; Das neue Universum, Bd. 13; Der deutsche Jugendfreund. — Wolter. Frankreich. I. und II. Theil. (Mit Wörterbuch.) Wa/Ientin, Maturitätsfragen aus der Mathematik und Auflösungen zu den obigen Fragen. - Storni, Es waren zwei Königskinder (stenogr.). — John Riew (stenogr.); Botjer Hasch (stenogr.). -Putlitz, Vergissmeinnicht (stenogr.). -- Correspondenzblatt des Gabelsberger’schen Schülervereines. — Zander, Commersbueh für Jünger Gabelsbergers (stenogr.). Gaudeamus. II. Jahrg. Dr. Wershoven, La vie de College. — Hengesbach, Maitres conteurs. Ferry, Contes choisis. Kron, Theätre moderne. - I.egouve, Souvenir de jeunesse. — Goncourt, Marie Antoinette. — Despois, l.e Theatre frani;ais. Saussure, Le Monblanc. Fr. Coppie, Oeuvres. — Danica, Koledar 1900. Pa zrna n, Život blažene djevice M. — Zorič, Kuža; Uputa v ratarstvo. Aškerc, Nove poezijo. ■— Glaser, Zgodovina slovenskega slovstva, IV. del. — Knezova knjižnica, VI. zv. — Valjavec, Matija Kračmanov, Poezije. — Aškerc, Izmajlov, Iled sv. Jurija, Tujka. — Hribar, Popevčice. II. zv. Geschenke: Vom k k. Schulbiicherverlag in Wien: III. Serie. Bilderbogen für Schule und Haus. (Deutsch und Slovenisch). Vom Herrn Prof. Kreminger: Dr. /s. Proschko, Strahlenfeste aus der Geschichte Österreichs. Gegenwärtiger Stand der Schülerbibliothek: 2534 Bände und 477 Ilefte. Von den Schülern der Anstalt wurden im Laufe des ganzen Schuljahres 4067 Bücher entliehen. 2. Die geographisch-historische Lehrmittelsammlung. Die geographisch-historische Lehrmittelsammlung hat im Jahre 1899/1900 durch Ankauf folgenden Zuwachs an Lehrmitteln und Lelirbehelfen erhalten : Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines. Jahrg. 1899. Mittheilungen des Deutschen und Österreichischen Alpen Vereines. Jahrg. 1899. Mittheilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien. Jahrg. 1899. • Planinski vestnik. Jahrg. 1899. Becker, Zeitschrift für Schulgeographie. Jahrg. 1899. Penck, Friedrich Simony. Hickmann, Geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn 1900. - Abhandlungen der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien. I. Bd. 1899. Hickmann, Universal-Taschenatlas. H. Kiepert, Politische Schul Wandkarte von Europa. — Rheinhardt, Athenae. — Koch-ßonal, Plan von Laibach 1900. Gegenwärtiger Stand der Sammlung: 133 Wandkarten, 12 Reliefkarten, 17 Atlanten, 5 Pläne, 89 historische, ll>8 geographische Bilder, 3 Globen, 2 Tellurion, 153 Werke, 4 Hefte. Die im Jahre 1892 angelegte Münzensammlung hat im Laufe des Schuljahres 1899/1900 durch Geschenke folgenden Zuwachs erhalten: Vom Herrn k. k. Prof. Fm/7 Ziakowski: 1 Silberthaler Kaiser Ferdinand III. Gegenwärtiger Stand: 343 Stück. 3. Die naturgeschichtliche Lehrmittelsammlung erhielt im Schuljahre 1899/1900 durch Ankauf folgenden Zuwachs: einen weißen Storch (Ciconia alba L.), vier Kästen mit Insecten, ein Schnabelthier (Ornithorhynchus paradoxus Blumenb.) und acht Symmetriemodelle für den krystallo-grapliischen Unterricht. Durch Schenkung: Vom Herrn Alfons Grafen Auersperg: eine Saatgans (Anser segetum Bechst.); vom Herrn Oberförster Heinrich Scholhnayer in Mašun: einen Kolkraben (Corvus corax T,.); vom Herrn k. k. Postofficial Josef Flere in Laibach: einen Polarseetauchor (Colymbus arcticus L.); von den Schillern der VI. ('lasse: einen jungen Fuchs ; vom Schüler der 1. a. Classe Victor Grafen Lichtenberg: einen Purpurreiher (Ardea purpurea L.) und eine große Rohrdommel (Botaurus stellaris Boie); der I. b. Classe Eugen bischer: eine Elster (Pica caudata Ray.); der II. a. Classe Werner Mahr: eine gemeine Fingerschnecke (Pteroceras lambis Lara.); der III. b. Classe Leo Jelovšek: eine Laclimöve (Larus ridibundus L.). Mineralien, Gesteine und Versteinerungen schenkten die Schüler : Ernst Majcen (II. b.), Leopold Kitter v. Rainhof er (III. b.), Vladimir Kappus v. Piche/stein (III. b.) und Anton Maier (III. b.). Die Cabinetsbibliothek erhielt durch Ankauf: Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien, Jahrg. 1899. .Jahrbuch und Verhandlungen der k. k. geologischen Reichsanstalt in Wien, Jahrg. 1899. < )sterreichisehe botanische Zeitschrift, Jahrg. 1899. Dr. I,. Rabenhorst, Kryptogamenflora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Aull. (Fortsetzung). Gegenwärtiger Stand der Sammlung: Zoologie: Wirbelthiere 358, wirbellose Tliiere 1704 4, Skelette und Skelettheile, anatomische Präparate und Modelle 127. Botanik: Herbarium Plemelianum (12 Fascikel); Thueinen, Mycotheca univer-salis (23 Centurion); Kerner, Flora cxs. Austro-IIungarica (20 Centurion); Kryptogamen ((i Fascikel); Samen-, Früchte und Droguensammlung 226; sonstige botanische Gegenstände 116. Mineralogie und Geologie: Naturstücke 1122; Edolsteinnaohaliinungen 31; Krystallformen 138. Abbildungen und Karten 327; Geräthe 23; technologische Gegenstände 50; Bücher 969; Hefte und Blätter 610. 4. Die physikalische Lehrmittelsammlung erhielt folgenden Zuwachs: Durch Ankauf wurden folgende Stücke erworben: 12 Metallwürfel zur Firläuterung des speeitischen Gewichtes der Körper; e.iu Apparat für den Foucaultschen Pendelversuch nach Weinhold; eine Normalstimmgabel; ein Kehlkopfmodell; ein Ohnnodell; ein Stück Magneteisenstein; ein Apparat nach Vanderfiiet, um den Sitz der Elektricität im Ruhezustände zu zeigen; ein Satz lichtdurchlassender Objecte; ein Modell des Auges. Durch Schenkung: Von den Schülern der VII. Classe: ein Apparat, zur Projection horizontalliegender Gegenstände; vom Schüler der III. a. CI. Johann Detter: mehrere Batteriegläser und Kohlen. Die Cabinetsbibliothek wurde vermehrt durch Ankauf der Werke: Peske, Zeitschrift für den physikalischen und chemischen Unterricht; Pfaundler, Lehrbuch der Physik II., 2. Abth. Durch Schenkung: Vom Herrn Schulrathe Franz Kreminger: F/eeming-Jcnkin, Elektricität und Magnetismus; F. Domke, Nautische, astronomische und Iogarithmische Tafeln; Littrow, Vorlesungen über Astronomie; Schaub, Leitfaden für den Unterricht in der nautischen Astronomie. Die physikalische Sammlung zählt gegenwärtig 440 Nummern mit 807 Stücken, 99 Bücher, 7 Hefte. 5. Chemische Lehrmittelsammlung. Angeschafft wurden folgende Apparate und Geräthe: Kine 1‘räcisionswage mit Hornschalon, vernickelt, und Gewichtsatz. Ein vollständiger Acothylengas-apparat für vier Flammen. Ein Exioator nach llampel, 13 cm hoch. — Eine Gebläselampe, französisches Modell. Außerdem noch die für den Unterricht nothwendigon Chemikalien und Glaswaren. Die Handbibliothek wurde vermehrt durch: Fischer-Wagner, Jahresbericht der chemischen Technologie, Jahrg. 1899. Musprath, Technische Chemie. (Forts.) Fresenius, Zeitschrift für analytische Chemie. Meyer, Journal für praktische Chemie. — Ahrens, Sammlung chemisch-technischer Vorträge. Bendixen, Die Mikroorganismen im Molkereibetriebe. Fiucek, Bakteriologische Untersuchungen in Sarajevo. Dr. Weichselbaum, Der gegenwärtige Stand der Bakteriologie. Kronfeld, Bakterien im Haushalte. Dr. Kny, Die Bedeutung der Pilze im Haushalte der Natur. Thiimen, Bakterien im Haushalte des Menschen. Hofta, Weitere Beiträge zur Kenntnis der Fäulnis-Bakterien. Cleves-Symmens, Untersuchungen über die aus der Luft sich absetzenden Keime. Eberbach, Verhalten der Bakterien im Boden Dorpats. Gegenwärtiger Stand der Sammlungen: Größere Apparate 158; Bücher 221; Blätter und Hefte (i7. f 6. Lehrmittelsammlung für das Freihandzeichnen. Zugewachsen durch Ankauf: Andel, Polychrome Flachornamente, II. Bd. Heft 13 bis 18. Gegenwärtiger Stand: 10 Vorlagewerke. Modelle: I. Serio: A. 12 Stück; B. aj 29 Stück; b) 28 Stück. II. Serie: 13 Stück. III. Serie: A. 7 Stück; B. 7 Stück. IV. Serie: a) 7 Stück; b) 12 Stück; c) 7 Stück; d) 18 Stück; e) 15 Stück. V. Serie: A. 10 Stück; B. 3 Stück; C. 13 Stück; D. 3 Stück. 7. Die Erdbebenwarte. F.rweiterung und Ausbau der Warte. Schon bei der Gründung der Erdbebenwarte an der k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach (im Jahre 1897), welche durch die Muniticenz der Krainisclien Sparcasse ermöglicht und durch die heimischen Firmen Tönnies und Samassa in der ausgiebigsten Weise unterstützt wurde, hatte die Leitung derselben auf eine dem heutigen Stande der Wissenschaft entsprechende Erweiterung der Warte Rücksicht genommen und hiefür eiue große Räumlichkeit im Koller und eine elicn .solche im thurmartigon Aufbauc des Realschulgebäudes von der Direction der Krainischen Sparcasse angesprochen. Die genannten Räumlichkeiten wurden, da sie unbenutzt gestanden sind, ohneweiters der Erdbebenwarte für weitere Aufstellung von Instrumenten überlassen. Desgleichen führte die mehrjährige Erfahrung mit den bisherigen Instrumenten zur Erkenntnis, dass die Er-gänzungsanlagen im Kellerraume ein dringendes Bedürfnis sind, da die bisherigen Apparate nicht vollständig ausreichen, um die verschiedenartigen seismischen Bewegungen, welche ihren Ursprung auf dem Laibacher Felde oder weiter im Umkreise haben, genau aufzunehmen. Die neuen Instrumente, welchen ohne Nachtheil, da sie auf festem Grunde fundiert werden, eine doppelte Vergrößerung wird gegeben werden können, sollen insbesondere die leichten Zitterbewegungen, welche starken örtlichen Erschütterungen stundenlang vorausgehen, aufschließen helfen, um die vorbereitenden Bewegungen eines örtlichen Bebens genau feststellen zu können, was bei der jetzigen Anlage nicht leicht möglich ist. Durch die Ergänzung des Instrumentals der Erdbebenwarte wird don bisherigen Instrumenten die Aufgabe Zufällen, gröbere Erschütterungen in ihrer Gänze wiederzugeben, indes durch die Instrumente im Keller anderseits auch die unbedeutendsten Bodenbewegungen festgehalten werden sollen, die bisher einer genaueren Beobachtung nahezu ganz entgangen sind. Durch die Neuanlage im Keller sollen weiters auch die Übelstände behoben werden, die sich bisher einer genauen Bestimmung der Weltrichtung, in welcher seismische Bewegungen erfolgt sind, ergeben haben, da die Instrumente unabhängig von dem Mauerwerke des Gebäudes aufgestellt werden sollen. An einen weiteren Ausbau und an eine Vervollständigung der Erdbebenwarte konnte jedoch erst gedacht werden, nachdem die Arbeiten an der jetzigen Warte vollendet waren, was erst im Vorjahre geschehen ist. In den Monaten .luni und Juli des Vorjahres wurde bereits die Thätigkeit der Warte in die Kellerräumlichkeiten verlegt. Zuerst wurden zwei größere und ein kleineres Steinpostament im Kellerraume in den natürlichen Schottergrund 1 l/2 Meter tief auf Beton-Sockel aufgesetzt; sodann wurde im selben Raume auf einer Hauptmauer des Gebäudes ein ♦ Stoßmesser» nach Vicentini, ausgeführt von der Firma Samassa und dem Mechaniker Weber, zur Ausprüfung aufgestellt. Das Instrument functionierte durch 14 Tage tadellos, nur hatte sieh hiebei herausgestellt, dass sich der Kellerraum infolge großer Feuchtigkeit nicht eher zur dauernden Aufstellung von Instrumenten eignet, bis nicht gründliche Umänderungen behufs Trockenlegung des Raumes vorangegangen sind. Die Kosten für die Aufstellung der Steinpostamente, als Träger für neue Instrumente, hatte in großmüthiger Weise die Krainische Sparcasse getragen. Die weiteren baulichen Veränderungen im Kellerraume, die im Laufe der letzten Sommerferien hätten zu Ende geführt werden sollen, mussten jedoch unterbleiben, da der Erdbebenwarte keine weiteren Geldmittel zur Verfügung gestanden sind und die Direction der Krainischen Sparcasse eine weitere materielle Unterstützung der Warte im .Juli 18i)D abgelehnt hatte. Im laufenden Jahre stellte die Leitung der Erdbebenwarte neuerlich ein Ansuchen an die löbliche Sparcasse - Direction mit dem Hinweise, dass die Warte augenblicklich von keiner Seite eine größere Geldunterstützung erwarten darf und kann. Dem Ansuchen wurde eine Denkschrift angeschlossen, worin die Bedeutung der Erdbebenwarte sowohl vom wissenschaftlichen als auch vom technisch-praktischen Standpunkt entsprechend hervorgehoben wurde. Im Monate April I. J. hatte die Krainische Sparcasse im Sinne des Ansuchens der Leitung der Erdbebenwarte; Folge gegeben, und nun kann an die Verwirklichung der vieljährigen Pläne geschritten werden, und die dringend nothwendige Erweiterung dieses neuartigen wissenschaftlichen Instituts erscheint somit durch einen neuerlichen Gnadenact der Krainischen Spareasse, bekannt als Gründerin der Warte, gesichert. Gegenwärtig wird nun an der Herrichtung und Trockenlegung des Kellerraumes gearbeitet, und in kurzer Zeit dürften im Keller zwei größere Instrumente aufgestellt werden, welche eine noch größere Empfindlichkeit aufweisen werden wie die bisherigen. Zugleich sind die Ilerstellungsarbeiten im thurmartigen Aufbaue des Realschulgebäudes in Angriff genommen worden, wo diejenigen meteorologischen Instrumente und Apparate zur Aufstellung gelangen sollen, die als Ililfs- und Controlapparate die seismischen Beobachtungen ergänzen und erweitern sollen. Hiebei kommen in erster Linie beständig registrierende Wind- und Luftdruckmesser in Betracht, die im thurmartigen Aufbaue den entsprechendsten Platz linden werden. Die geplanten Erweiterungsarbeiten an der Warte dürften im Laufe eines Jahres beendet werden, dann wird die Erdbebenwarte dem heutigen Stande der Wissenschaft entsprechend als vollständig bezeichnet und an die Seite aller ähnlichen Institute gestellt werden können. Chronik. Seit 5. April 1. ,T. besteht an der Erdbebenwarte in Laibach eine vollständige Telegraphenstation zum Zwecke directer telegraphischer Zeitsignalgebung von der Triester Sternwarte aus. Das hohe k. k. Handelsministerium hatte in Ansehung der Wichtigkeit der exacten seismischen Forschung den unentgeltlichen telegraphischen Verkehr mit der Triester Sternwarte gestattet. Die Krainische Sparcasse bewilligte großmüthig die zur Einrichtung der Telegraphenstation noth-wendigen Geldmittel. Am 25. Mai 1. J. wurde der Erdbebenwarte die hohe Auszeichnung zutheil, dass sie neuerlich ein Mitglied des kaiserlichen Hauses, Seine kaiserliche Hoheit Erzherzog Rainer, Curator der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, in Begleitung Seiner Excellenz des Herrn Landespräsidenten Victor Freiherr v. Hein besuchte und sich eingehenden Bericht über die wissenschaftliche Thätigkeit der Warte von ihrem Leiter erstatten ließ. Am 5. Juni 1. J. wurde die Erdbebenwarte in das Staats-Telephon-Netz von Laibach einbezogen. Die Warte wird nahezu täglich von einheimischen und auswärtigen Gästen, darunter auch Fachgelehrten, besucht; der Leiter der Warte gibt hiebei bereitwilligst die nothwendigen Aufklärungen. Wissenschaftliche Thätigkeit. Kurze allgemeine wissenswerte Beobachtungen Uber Erdbeben wurden wie in den Vorjahren in der Laibacher Zeitung und in der wissenschaftlichen Beilage der Münchener Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. Seit dem Jahre 1900 werden allmonatliche Berichte über die seismischen Beobachtungen von der Warte herausgegeben und an verwandte Institute des ln-und Auslandes versendet. Alle seismischen Beobachtungen werden auch im Bolletino der seismologischen Gesellschaft in Rom veröffentlicht. Die seismischen Beobachtungen des Jahres 189!), soweit sie mit den lieben von Dalmatien im Zusammenhange stehen, wurden in den Mittheilungen der Erdbeben-Commission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften vom Leiter der Warte besprochen. Die Leitung der Erdbebenwarte hatte wiederholt über Anfragen, in das Gebiet der seismischen Forschung schlagend, Auskunft ertheilt und ausführlichen Bericht über Errichtung der Warten, Wahl der Instrumente, Organisation des Beobachtungsdienstes über Ansuchen der Erdbeben-Commission der königlichen ungarischen geologischen Gesellschaft erstattet. Die auf der Erdbebenwarte durch örtliche wie durch die Wirkung auswärtiger Erdbeben auf den Erdbebenmessern aufgezeichneten Linienbilder werden nach wie vor in photographischer Nachbildung auf einer Tafel, die man an einer verkehrs-belebten Stelle der Stadt, Congressplatz, Tonhalle, angebracht bat, ausgestellt. Beben- und Wetterberichte erhält dio Erdbebenwarte unentgeltlich von der meteorologischen Centrale in Rom sowie vom k. u. k. hydrographischen Amte in I’ola; den telegraphischen Wetterbericht der meteorologischen Centrale in Wien spendet der Warte die Section Krain des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines, wofür ihr der verbindlichste Dank ausgesprochen sei. In den vergangenen Sommerferien versahen in Abwesenheit des Leiters den Beobachtungsdienst die Herren : Franz Hurtig Lehrer, und stud. techn. Alois Cacak. Auch im Laufe des Schuljahres wurde der Leiter vielfach von den Herrn cand. jur. Ernst Stöckl und Hauptmann i. R. v. Schrey unterstützt; in der Herrichtung der liegistrierstreifen machte sich der Schüler der VI. Classe Lenarčič verdient. Allen sehr geehrten Förderern und Gönnern und insbesondere den obgenannten Herren Mitarbeitern der Laibacher Erdbebenwarte, die in uneigennützigster Weise ihre Kräfte in den Dienst der Wissenschaft gestellt, sei an dieser Stelle der gebiirende Dank ausgesprochen. VII. Statistik der Schüler. Cln 1 S i rt 1. Zahl. I.a. 1. b I.e. II. a 11. h Ul.». III.Ii. I V.a. IV. b V. VI. VII. 53 1 N Zu Ende 1898/99 . . . Zu Anfang 1899/1900 . . Während des Schuljahres eingetreten HS) 50 1 54 42 42 44* 36 43 43 29' ■ 48 1 31 : 36 33' 1 32 2 28 25 27 ‘ 48 1 242 23 14s 26 1 366'» 451 i 6 I m gan zen al so au fgenom 111 en I darunter: Neu aufgenominen, u. zwar: Auf Grund einer Auf- 51 42 42 36 43 49 36 34 25 49 23 27 457 nahmspriifting 4!) 36 41 — 2 3 3 1 -■ — — — 135 Aufgestiegen .... — — — 2 — 3 — 1 3 1 1 11 Repetenten Freiwillige Repetenten . Wieder aufgenommen, u. z.: — 1 — 1 — — — 1 2 1 Aufgestiegen .... — 34 38 42 33 29 25 42 20 25. 288 Repetenten Während des Schuljahres 2 (5 1 •) 1 2 4 2 20 ausgetreten 6 (i 10 1 1 I 3 1 4 1 2 36 Schillerzahl Ende IS!)9/ /900 Darunter: 45 36 32 35 42 48 36 31 24 45 22 25 421 Öffentliche Schüler . Privatisten 45 36 - 32 — 35 42 48 36 29 2 24 45 21 1 25 — 418 3 Summe 2. Geburtsort. Laibach und unmittelbare 45 36 32 35 42 48 36 31 24 4 5 22 25 421 Umgebung Krain mit. Ausschluss von 2H 11 11 15 15 27 10 12« 12 12 6 5 159* Laibach 7 21 14 7 20 4 24 2 10 17 8 8 142 Steiermark 8 3 5 3 4 5 1 8 — 5 — 3 40 Küstenland 1 — 1 2 2 3 — 3' 1 4 1 2 20' Kärnten l — — 3 — 1 — 3 — 2 2 2 14 Dalmatien — — — — — 1 — — 1 — 1 3 Niederösterreich .... 1 — — — — 3 — 2 — — 2' — 8' Oberösterreich — — — 1 — 1 — — _ — — 2 Tirol 1 — — 1 — 1 — — 1 — 1 5 Vorarlberg 1 1 2 Böhmen 2 — — — — — — 1 — 1 — 1 5 Mähren 1 1 Galizien — — _ 1 — — _ — — — l Kroatien — 1 l 1 1 — — 1 t 2 — — 8 Ungarn 1 — — 1 — — 1 1 — — 1 — 5 Herzegowina — — — — — 1 — — — — 1 — 2 Ägypten — — 1 1 Summe 45 36 32 35 42 48 36 29' 24 45 21' 25 418' * Die rechts beigesetzten kleineren /iIlern bezeichnen die Privatisten. Classe c 7 2 — — 78 15 » li 4 2 5 11 12 10 7 8 6 — _ 71 11! — 2 1 5 5 5 9 7 5 17 4 .— 60 17 18 » 19 » 20 21 » — — — — — 1 — 7 I 4 2 ft 2' 1 0' 4 4 1 14 6 1 1 3 3 10 1' 3 3 7 5 2 41 21' 18 7* 4 22 -- _ — — — — 4 4 2:i » 1 -- 1 2 ■Summe 6. Nach dem. Wohnorte der Eltern. 45 36 32 35 42 48 36 29- 24 45 21 > 25 418' Orteangehiirige .... :sö 18 12 25 20 37 14 20' 1 1 23 11 13 239' Auswärtige 10 18 20 10 22 11 22 9' 13 22 10' 12 1792 •Summe 7. Classification. a) '/.u h’iiilc iles Schuljahres 1SIW/1900 I. Fortgangsclasse mit 46 36 32 35 42 48 36 29* 24 45 21' 25 4I8:' Vorzug 4 3 3 4 2 2 2 3 3 2 1 2 31 I. Fortgangsclasse . . . Zu einer Wiederholungs- 32 20 16 2*; HO 24 23 10 9 16 9' 22 237' prüfung zugelassen . 6 7 6 4 6 12 5 5 5 11 7 1 75 11. Fortgangsclasse . . 2 3 5 1 4 5 3 9 5 7 2 46 111. Fortgangsclasse . Zu einer Nachtragspriifung 1 3 2 -**“ 5 3 2 1 9 2 28 krankheitshalb, zugelassen 0* 1 1* Summe 45 31! 32 35 42 48 36 29 ‘ 24 45 21' 25 418' Cla p a> s b) Nachtrag zum Schuljahre E ei i 1898/9!). I. a. l.b. I.e. 11. a. 11. b. 111. a. 111. b. IV.a. IV.b. V. VI. VII. cn ! 3 1 N 1 I Wiederholungs - Prüfungen waren l>owilli 211 14» 299’ 11. » .... 2 12 — 5 1 5 F 2 3 1‘ — 88’ m. » .... 1 4 — — 1 Ungeprüft blieben — — — — 1 — 1 Summe 39 54 441 43 29' 31 333 28 27‘ 24a 14* 36610 ; 8. Geldleist, d. Schüler. I Das Schulgeld zu zahlen waren verpflichtet: im ersten Semester . . 22 19 19 11 8 14 15 15 3 13 9 11 159 im zweiten Semester . . 19 11 6 12 10 23 19 20 12 27 13 12 184 Zur Hälfte befreit, waren: im ersten Semester — — — — — — 1 — — 2 — — 3 im zweiten Semester . — — — — — 1 — — 2 — — 3 Ganz befreit waren: im ersten Semester . . 2’, C, D, K die Neigungswinkel zweier in den Endpunkt D sich anschließenden Seitenflächen zur Grundfläche und der Abstand der beiden Grundflächen gegeben ist. — 3.) Zwei windschiefe Gerade ab und cc sind gogeben; durch einen Punkt d der Geraden ab ist eine Ebene zu legen, welche mit ab den Winkel « bildet und zu ce parallel ist. Die mündliche Prüfung fand unter dom Vorsitze des Herrn k. k. Landes-schulinspectors Josef Suman vom 25. bis zum 28. Juni statt. Verzeichnis jener Abiturienten, welche bei der im Sommertermine 1900 abgehaltenen Maturitätsprüfung für reif erklärt worden sind. Zahl Name Geburtsort Geburtstag Studien- dauer Gewählter Beruf 1. Dolenc Augustin Haidenschaft, Küstenland 9. Dec. 1878 9 Jahre Technik i 2. Fels Theodor Dornbirn, Vorarlb. 16. Juli 1881 7 Jahre Unbestimmt ! 3. Fritsch Ernest Loko, Steiermark 24. Mai 1883 7 Jahre Unbestimmt 1 4- Germ Arthur Kairo, Ägypten 15. Dec. 1882 7 J ahre Technik 5. Hopfgartner Emil Ladija, Krain 20. April 1883 7 Jahre Technik G. Jeran Franz Laibach 5. üctol). 1881 7 Jahre Unbestimmt 7. Juran Oskar Villach, Kärnten 25. Oetob. 1880 9 Jahre Unbestimmt 8. Luckmann Johann Laibach 20. .länn. 1882 8 Jahre Bergakademie 9. Miotto Umberto Spalato 5. Sept. 1882 7 Jahre Handels- akademie 10. Nissl Josef Schiitters, Tirol 11. Sept. 1879 8 Jahre Hochschule für, Bodencultur 1 1. Petrič Johann Gurkfeld, Krain 21. Juli 1881 8 Jahre Marine- commissariat 'S Name N 1 Geburtsort j Geburtstag 1 Studien- [ Gewühlter datier | Beruf 12. Prandi de Ulmhort Gino Triest 12. Sept. 1881 8 Jahre Kriegsmarine 13. I’uppis Emil Oberloitsch, Krain 30. Aug. 1878 7 Jahre Technik 14. 15. Ilieder Franz Althofen, Kärnten 19. Nov. 1878 9 Jahre Unbestimmt Smole Alois Kronau, Krain 20. Juni 1878 7 Jahre Unbestimmt 16. Thomann Alois Laibach 6. Mai 1881 7 Jahre Unbestimmt 17. * Walland Josef Marburg, Steierm. 1. März 1879 7 Jahre Unbestimmt !18. * Witt llcinhold Laibach 23. Juni 1883 7 Jahre Technik IX. Chronik. Am 15. Juli v. J. fand die Sehüleraufnahme in die erste Classe statt; sie wurde am 16. und 17. September fortgesetzt und gleichzeitig auch für die übrigen Classen der Anstalt vorgenommen. Das Schuljahr wurde am 18. September mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet; hierauf begann der ordnungsmäßige Schulunterricht. Zur Feier des Allerhöchsten Namensfestes Sr Majestät des Kaisers wohnten die Schüler der Anstalt in Begleitung des Lehrkörpers am 4. Octobor einem Festgottesdienst in der St. Florianskirche bei, desgleichen betheiligte sich der Lehrkörper an diesem Tage und auch am 18. August an dem in der Domkirche cele-brierten Hochamte. Am 19. November wurde aus Anlass des Namensfestes weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth für die Schuljugend in Begleitung des gesammten Lehrkörpers eine Gedächtnismesse veranstaltet. An dem Trauergottesdienste für weiland Sc. Majestät den Kaiser mul König Ferdinand I. am 28. Juni war der Lehrkörper vertreten. Der k. k. Landesschulrath hat mit dem Erlasse vom 23. November 189!), Z. 3503, die Eröffnung der dritten Parallelabtheilung zur ersten Glasse genehmigt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat die Professoren Emil Ziakowski in die VII. und kaiserlichen Rath Johann Kranke, Anton Laharner, /■'raus Keller, Johann Gnjezda, Karl Pirc und Alois Tavčar in die VIII. liangselasso befördert. Der k. k. Landesschulrath hat dem Professor Kranz Keller die dritte f^uin-quennalzulage zuerkannt. Professor Kranz Levee wurde vom k. k. Landesschulrathe zum Vertreter der Unterrichtsverwaltung im Curatorium der höheren städtischen Mädchenschule für die dreijährige Functionsperiode ernannt. * -Mit, Auszeichnung. Der k. k. Landesschulrath hat den Realschullehrer Albin Belar definitiv im Lehramte bestätigt und ihm den Titel «Professor» verliehen. Keine fürstbischöfliche Gnaden Dr. Anton Jeglič hat dem katholischen Religionsunterrichte durch mehrere Stunden beizuwohnen geruht. Der k. k. Landesschulinspector Herr Josef Suman und der Fachinspector für den Zeichenunterricht Herr Hermann Lukas haben während des Schuljahres die Lehranstalt einer eingehenden Inspection unterzogen. Der k. k. Landesschulinspector in Ruhe, infulierter Propst, Dr. Anton Jarz ist am I I. Februar gestorben. Die Realschüler und der Lehrkörper begleiteteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Schüler der ersten (Hasse Leo Perko ist am 4. Februar gestorben. Die Schüler der Anstalt und der Lehrkörper haben sich an dem Leichenbegängnisse betheiligt. Er ruhe sanft in Frieden! An Sonn- und Feiertagen hatten die Schüler katholischer Confession gemeinschaftlichen Gottesdienst in der St. Floriauskirche, empfiengen im Laufe des Schuljahres dreimal die heil. Saeramente der Buße und des Altars und betheiligten sich an dem feierlichen Umzug am Frohnleichnamsfeste. Gegen Ende des Schuljahres empfiengen mehrere von ihrem Religionsprofessor vorbereitete Schüler der untersten ('lasse die erste heil. Communion. An die Schüler evangelischer Confession ertheilto den Religionsunterricht der evangelische Pfarrer Herr //ans Jaquemar. Das I. Semester wurde am 10. Februar beendet, das II. am 14. Februar begonnen. Das Schuljahr wurde am 14. Juli mit einem Dankgottesdienste geschlossen. X. Die körperliche Ausbildung der Jugend. ln der am 7. December 1899 abgehaltenen Conferenz, die gemäß hohem Ministerial-Erlasse vom 15. September 1890, Z. 19.097, über die Maßnahmen zur Förderung der körperlichen Ausbildung der Schüler berieth, wurde beschlossen, das bis jetzt beobachtete und erprobte Verfahren boizubehalten. Fürs Baden, beziehungsweise Schwimmen im Freien, herrschen verhältnismäßig günstige Verhältnisse, indem im städtischen Rade Kolesia die Schüler bei der Lösung von Radekarten die Begünstigung einer weitgehenden Preisermäßigung genießen, im Rado der Militärschwimmschule aber die Preise der Karton ohnehin sehr niedrig gesetzt sind; außerdem bieten die Räche Kleingraben und Gradašca den Schülern gefahrlose freie Radegelegenheit. Wie schon seit mehreren Jahren, so gewährte auch heuer die Resitzerin des Rades «zum Elefanten», Frau Gnesila, in hochherziger Weise Freibadekarten für arme Realschüler, wodurch auch der ärmste im Winter des Rades nicht zu entbehren brauchte; für diesen Act der Wohlthätigkeit sei ihr hier dor wärmste Dank ausgesprochen. luslauf konnte infolge des abnorm milden Winters gar nicht betrieben werden. Der Vorrath der auszuleihenden Schlittschuhe wurde durch Ankauf um 4 Paare vermehrt. Die Jugendspiele wurden im Schulhofe nach der bisherigen Weise durch-geführt. Die Theilnahme war eine rege, die Schüler betheiligten sich daran nicht nur in der für die allgemeinen Spielo festgesetzten Zeit, sondern benützten auch sonst die freie Zeit zum Retriebe von Boccia-, Croquet- und Lawn - Tennis - Spiel, indem sie sich zu kleinen Spielgesellschaften von 4 bis % Schwimmer '» °/o Eisläufer >'■ % Radfahrer *» % I. a. 45 17 37-8 22 48-9 10 27-8 24 66-7 1. b. 36 17 28-3 15 41-7 14 38-9 25 69-4 1. c. 32 16 50'0 4 12-5 4 12-5 22 68-8 ! H.a. 35 20 57 • 1 19 54 • 3 17 48-6 22 62-9 11. b. 42 29 69 0 22 52 4 16 38' 1 34 80 • 5 III. a. 48 34 70-8 39 81-2 28 58-3 33 68-8 III. h. 36 25 69-4 26 72-2 26 72' 2 19 52 • 8 IV. a. 2!) 26 89-7 27 92-8 23 79-3 20 69 0 IV. b. 24 22 91-7 18 75-0 18 75-0 10 50 0 V. 45 41 911 33 73 • 3 40 88-9 29 64-4 VI. 21 r.) 90-4 17 80-9 14 66-7 16 76 2 'VII. 25 23 92 0 19 76-0 20 80 0 10 40 0 12 418 289 69' 1 261 62 4 230 55 264 63-1 II. Allgemeine Jugendspiele. Datum Spielzeit Classe Anwesondo Spiele 1899 27. Sept. 3—5 I. a., b., c. 59 Katze und Maus; Schwarzer Mann; Goldene Brücke ; 1 lexentanz. 11. Oct. 2 4 II. a., b., III. a., b. 60 Die Jagd; Diebschiagon; Schleuderball; Prellball; 1 Boccia; Stelzen. 18. Oct. 2—4 IV., V., VI. 53 Barlauf; Schleuderball; Fußball; Boccia; Pfoil-schießon; Stolzen. 25. Oct. 2—4 I. a.,b.,c., 11. a., 1). 85 Die Jagd; Schwarzer Mann; Goldene Brücke; Stoh-ball; Holland und Seeland; Kužki; Schleuder- j ball; Sauball; Stelzen. ; 8. Nov. 2—4 III. a., h., IV.) V., VI. 58 Diebscblagen; Bärenschiagon; Scbleuderball; Fußball; Croquet; Boccia. Datum Spiolzeit Classe Anwosondo Spiele 1900 18. April 2-4 I. a., 1)., c. (iO Katze und Maus; Hasenjagd; Goldene Brücke; Wurfball; Stehball. 25. April 5-7 IV. a., 1)., V., VI. 54 Sclilagball; Fußball; Schleuderball; Croquet; Boccia; Stelzen. 5. Mai 5—7 II. a., b., III. a., 1). 70 Biirenscblagen ; Kužki; Hexentanz; Sauball; Schleuderball; Boccia. | ü. Mai 5—7 La., II.a., III. a. 59 Fuchs aus dem Loch; Schneidezeck; Diebschiagon; Stehball mit Grübchen; Schleuderball; Sauball; Boccia. 19. Mai 5—7 I. 1)., C., 11. b., III. b. 64 Bärensclilagen; Diebschlagen; Jakob, wo bist du ? Hexentanz; Schleuderball; Kužki; Stelzen. 26. Mai 5—7 IV.,V.,VI. 54 Schlagball; Prellball; Schleuderball; Croquet; Boccia; Stolzen. 6. Juni 5-7 i., ii., m. a. 57 j Schwarzor Mann; Letztes Paar vorbei; Ball- j haschen; Topfschlagen; Sauball; Schleuderball. 9. Juni 5—7 I. 1)., C., II. b., Ill.b. 61 Bärenschlagen; Fuchs aus dem Loch; Hexentanz; Zielreißen; Fußball; Reife; Stelzon; Prellball. i 20. Juni 5-7 IV.,V.,VI. 53 Barlaufen ; Schlagball; Schleuderball; Fußball; [ Stelzen. 4. Juli 5—7 1. a., 1)., c. 11. a., 1). 68 i Bärensclilagen; Fuchs aus dom Loch ; Stehball; j Schleuderball; Boccia; Stelzen; Reife. III. Spielgesellschaften. Spiel Gesellschaft Zeit Lawn-Tennis I., 11. Jeden Montag von 5—7 » Samstag » 3—5 III., IV. Jeden Dienstag und Freitag von 5—7 Boccia I. Jeden Dienstag und Freitag von 5—7 11. Jeden Mittwoch von 3—5 Croquet I. Jeden Montag von 5—7 » Samstag » 3—5 11. Jeden Donnerstag von 5—7 XI. Gewerbliche Fortbildungsschule. Diese Lehranstalt wurde im Jahre 185(i als gewerbliche Sonntagsschule errichtet; im Jahre 1872 wurde sie reorganisiert und der Unterricht auf alle Abende der Wochentage ausgedehnt. Mit den Verordnungen des hohen k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 24. Februar 1883, Z. 3674, vom 14. September 1881, Z. 12.564, und dem Erlasse vom 2. October 1891, Z. 1)174, erhielt sie ihre gegenwärtige Einrichtung. Sic besteht aus drei Classen. In der I. Classe werden die Schüler in allen Gegenständen gemeinschaftlich unterrichtet. In der 11. und III. Classe ist der Unterricht in der deutschen Sprache und im Rechnen gemeinschaftlich, beim Zeichenunterrichte jedoch sondern sich die Schüler nach ihren Geworben. Physik, Chemie und Modellieren werden als freio Gegenstände für Schüler der II. und III. Classe gelehrt. Wegen der größeren Schülerzahl wurde die I. und II. Classe in zwei l’arallelcurse gotheilt. Der Unterricht wurde an den Abenden der Wochentage von halb 8 bis 9 Uhr durch sechs Monate und an Sonntagen von 8 bis 12 Uhr vormittags durch zehn Monate ertheilt. Der Lehrkörper bestand aus folgenden Mitgliedern: 1.) Kealschuldirector Dr. Rudolf Junowicz, Schulleiter. 2.) Professor Emil /Aakowski, Vorstand der Abtheilung für mechanisch-technische Gewerbe, lehrte Projeetionslehre in der II. 1!. und M., Maschinenlehre in der III. M. und Maschinenzeichnen in der III. M. Classe, wöch. 7 St. 3.) Professor Clemens Proft, lehrte Physik als Freigegenstand in der II. und III. Classe, wöch. 1 St. 4.) Professor kaiserl. Rath Johann Franke, Vorstand der Abtheilung für Kunst- und Kleingewerbe, lehrte elom. Freihandzeichnen in der 1. a., Zeichnen für Kunst- und Kleingewerbe in der II. Z. und 111. Z. Classe, wöch. 5 St. 5.) Professor Franz Orožen, Vorstand der II. b. Classe, lehrte Geschäftsaufsätze in der I. b., II. b. und III. Classe, wöch. 4 St. 6.) Professor /'ranz Keller, Vorstand der Bauabtheilung, lehrte Bauzeichnen und Baulehre in der III. B. Classe, wöch. 4 St. 7.) Professor Johann Macher, lehrte Rechnen in der I. c. und Buchführung in der III. Classe, wöch. 3 St. 8.) Professor Wenzel Srp, Vorstand der I. a. Classe, lehrte geom. Zeichnen in der I. a. Classe, wöch. 3 St. 9.) Realschullehrer Karl Werner, lehrte Freihandzeichnen in der I. b. Classo, wöch. 2 St. 10.) Fachlehrer Cölestin M/s, lehrte Modellieren als Freigegenstand, wöch. 2 St. 11.) Turnlehrer /‘ranz Brune!, lehrte gewerbl. Rechnen in der I. b. und II. b. Classe, wöch. 4 St. 12.) Lehrer Leopold Armii, lehrte Geschäftsaufsätze in der 1. c. Classe, wöch. 2 St. 13.) Lehrer Franz Bezlaj, Vorstand der I. b. Classe, lehrte geom. Zeichnen in der I. b. Classo, wöch. 3 St. 14.) Lehrer August K/ec, lehrte gewerbl. Rechnen in der La. Classe, wöch. 2 St. 15.) Lehrer Jakob Furlan, lehrte Geschäftsaufsätze in der I. a. Classe, wöch. 2 St. 16.) Lehrer Johann KruJec, Vorstand der I. c. Classe, lehrte elein. Freihand-und geom. Zeichnen in der I. c. Classe, wöch. 5 St. 17.) Lehrer Johann Likar, Vorstand der II. a. Glasse, lehrte Geschäfts-aufsiitze und Rechnen in der IT. a. (/lasse, wöeh. 3 St. 18.) Assistent Emanuel Hayne assistierte während des Zeichenunterrichtes heim Professor kaiserl. Hatli Johann Franko. Im Schuljahre 1899/1900 wurden 301 Schüler, das ist 2 Gehilfen und 29!) Lehrlinge, aufgenommen und nach ihren Vorkenntnissen und Gewerben vertheilt, und zwar: I. a. Gl. 48, I. I>. Gl. 03, I. c. Gl. 43, II. a. Gl. 46, II. h. Gl. 18; von diesen besuchten: Abtheilung für Kunst- und Kleingewerbe 46, Abtheilung für mechanisch-technische Gewerbe 16, Abtheilung für Baugewerbe 32; 111. ('lasse, Abtheilung für Kunst- und Kleingewerbe 22, Abtheilung für mechanisch-technische Gewerbe 18, Abtheilung für Haugewerbe 13. Von siimmtliehen eingeschriebenen Schülern waren ihrer Muttersprache nach 272 Slovenen, 21 Deutsche, 2 Italiener, 3 öeclien und 3 Kroaten, dem Glaubensbekenntnisse nach 301 Katholiken. Dem Gewerbe nach waren unter den siimmtliehen eingeschriebenen Schülern: ISauschlosser 8(5, Bautischler 17, Maurer 1, Spengler 8, Hafner 5, Mechaniker 15, Büchsenmacher 7, Fassbinder 2, Gießer 5, Kupferschmiede 1, Maschinenschlosser 17, Metalldreher 11, Schmiede 6, Uhrmacher 10, Kunstschlosser 5, Modelltischler I, Messerschmied 1, Wagner 1, Bildhauer 2, Huchbinder 10, Buchdrucker 11, Goldarbeiter 3, Möbeltischler 8, Tapezierer 5, Sesselmacher 1, Anstreicher 7, Vergolder 1, Schirmmacher 1, Bürstenbinder 1, Blicker 1, Zuckerbäcker 2, Fleischhauer 1, Kürschner 3, Gürtler 3, Riemer 3, Schneider 18, Schuhmacher 7, Friseur 1, Gärtner 3, Strohhutfabrication 1. Der Schulausschuss setzte sich aus folgenden Herren zusammen: Herr Ivan Hribar, Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach, als Vorsitzender. >' Sylvester Domicelj, k. k. Landesregiorungscommissär, Vertreter der Unterrichtsverwaltung. » Julius Springer, k. k. Fachschullehrer, Vertreter der Unterrichtsverwaltung. » /ohann Murnik, kaiserl. Ratli und Landesausschussmitglied, Vertreter des Landesausschusses, Stellvertreter des Vorsitzenden. > Dr. Rudolf Junowicz, k. k. Rcalschuldirector, Vertreter der Handels- und Gewerbekammer, Gassier. Anton Klein, Buchdruckereibesitzer. Gemeinderath, Vertreter der Stadtgemeinde. » Johann Šubic, k. k. Director der gewerblichen Fachschule für Holzindustrie, Gemeinderatb, Vertreter der Stadtgemeinde. > Jakob Kunc, Schneider, Vertreter der Gewerbetreibenden. Zur Bestreitung des Kostenaufwandes erhielt die Schule im Jahre 1899 folgende Subventionen: Staatssubvention ................................................. 4600 K Subvention der Stadtgemeinde Laibach...............................1150 » Subvention aus dem krainischen Landesfonde......................... 800 » Subvention der Handels- und Gewerbekammer in Laibach . 400 * Beitrag aus der Kaiser-Franz-Josef-Stiftung für die gewerblichen Fortbildungsschulen Krains.................................. 560 » Die Stadtgemeinde Laibach stellte die Beheizung und Beleuchtung der Seluil-localitäten bei. Von diesen Beiträgen wurden die Remunerationen für Unterriehtsertheilung und Leitung, für Kanzlei-Erfordernisse, Lehrmittel u. s. w. bestritten und für arme Schüler Lehrbücher, Schreib- und Zciehenroquisiten gekauft. Die gewerbliche Fortbildungsschule ist mit einer reichhaltigen Lehrmittelsammlung versehen. Auch die Lehrmittel der Oberrealschule stehen für den Unterricht in den einzelnen Lehrgegenständen zur Verfügung. Die Lehrmittelsammlung erhielt in diesem Schuljahre folgenden Zuwachs: Durch Ankauf: (Jentralblatt für das gewerbliche Unterrichtswesen in Österreich. Jahrgang 1899. — Supplementblatt dazu. Jahrgang 1899. — Godrun, Modern stilisierte Iilumen und Ornamente. — Fiedler, Dor Tapezierer als Deco-rateur. — Gipsmodelle, und zwar Nr. 54, 583, 584, 590, 592, 805, 866, 914, 932, 936, 1066, 1071, 1207, 1212, 1213, 1219, 1226, 1227, 1228, 1229, 1240, 1241 (k. k. österr. Museum für Kunst und Industrie in Wien). Mayer, Vorschule für das Maschinenzeichnen. Gabriely, Grundzüge des Hochbaues. 12. Auflago. Verzeichnis der Schüler am Schlüsse des Schuljahres 1899/1900. (Die Namen der \ orzugsschü I. a. 1. Arinbruster Karl, Großlasehit/,. 2. Henibo Gaetano, Rovigno. 3. llolaffio Eugen, Unter-Šiška. 4. Cimolini ltudolf, Laibacli. 5. (!erne Josef, Laibach. (!. Diewok Josef, Großlupp. 7. Itrassal Heinrich, Laibacb. 8. Egker Hugo, Laibacli. 9. Fröhlich Wilhelm, Oberlaibach. 10. Kürst Armand, Fiume. 11. Gollob Franz, Oberlaibach. 12. Grassi Peter, Laibach. 13. Guček Martin, Graz. 14. Hail Alois, Marburg. 15. Haupt liitter v. Hohentrenk Karl, Laibach. 16. Hohn Anton, Laibach. 17. Kaudela Franz, Gablonz, Böhmen. 18. Ohm-Januschowsky v. YVissehrad Julius. 19. Kleinlercher Hubert, Domschale. 20. Köszler Heinrich, Marburg a. Dr. 21. Kotnik Rudolf, Marburg a. Dr. 22. Lenček Rudolf, Laibach. 23. Lichtenberg Victor, Graf, 8t. Marein. I. b. 1. Ahčin Franz, Kadmannsdorf. 2. ISäbler Victor, Oberlaibach. 3. Benigar Heinrich, lllyr.-Feistritz. 4. Brilej Julius, Oberlaibach. 5. Brovet Rupert, Grad, Krain. H. CeSnovar Franz, Laibach. 7. Debevec Franz, Pokojifiče, Krain. 8. Dekleva Karl, Britof, Krain. 9. Dolinar Alois, Šujica, Krain. 10. Domicelj Cyrill, Zagorje, Krain. 11. Drovenik Theodor, Laibach. 12. Kakin Romeo, Laibach. 13. Flere Emil, Laibach. 14. Gosar Franz, Altlack. 15. Grosmar Alois, Agram. 16. Hartmann Theodor, Dornegg. 17. Jager Felix, Laibach. 18. Janežič Michael, Domžale. Icr sind mit halbfetter Schrift gedruckt.) Classe. 24. Luhn Kudolf, Bösenwinkel, Steiermark. 25. Mattesicb Victor, Littai. 26. Mikuscli Victor, Laibach. 27. Mlnafik Simon, Dobržan, Böhmen. 28. Pulko Adolf, Laibach. 29. Putz Friedrich, Wien. 30. Ra venegg Franz, Smereg bei Weichselburg. 31. lteder Franz, Laibach. 32. Rtfssmann Erich, Laibach. 33. Šiškar Alexander, Laibach. 34. Schnell Hermann, Graz. 35. Schollinay er Franz, Schneeberg. 36. Schulz Eduard, Laibach. 37. Schulz Ferdinand, Laibach. 38. Siegel Robert, Laibach. 39. Stich Koman, Lienz. 40. Stocklinger Paul, Laibach. 41. Tasotti Karl, Tarvis. 42. Treo Homan, Laibach. 43. Vetter Felix, Laibach. 44. Weiß Josef, Bruck a. d. Mur. 45. Zemljič Juhami, Marburg a. Dr. Classe. 19. Justin Karl, La&iče, Krain. 20. Kavčič Vladimir, Razdrto. 21. Kavšek Alois, St. Georgen, Steiermark. 22. Kavšek Karl, St. Leonhard, Steiermark. 23. Klinar Franz, St. Veit bei Zirknitz. 24. Kotnik Josef, Mirke bei Oberlaibach. 25. Kovačič Allons, Laibach. 26. Kovačič Anton, Smerje. 27. Kralj Rudolf, Laibach. 28. Kraiuer Johann, Trifail. 29. Krasovic Franz, Laibach. 30. Kristan Karl, Laibach. 31. Lavrenčič Alois, Adelsberg. 32. Lavrič Augustin, Udmat. 33. Legat Johann, Lees. 34. Lichtenberg Graf, Karl, Razdrto. 35. Luöin Alois, Hrib, Krain. 36. Martinčič Friedrich, Laibach. 1. Meditsch Karl, Pirano. 2. Mulaček Josef, Laibach. 3 Okorn Karl, Gtoßlupp. 4. Pajer Heinrich, Lusttlial. 5. Peliani Emil, Topusko, Kroatien. 6. Pikt*l Matthias, Adelsberg. 7. Pirkovič Julius, Unter-Šiška. 8. Podkrajšek Rudolf, Marburg'. 9. Poljanšek Jakob, Selo hoi Sairach. 10. Premrl Franz, St. Veit bei Wippach. 11. Pustosleiiisek Franz, Luče, Steiermark. 12 Kumpel August, Laibach. 13. Rus Wilhelm, Breze, Krain. 14. Schiller Oskar, Semič, Krain. , 15. Schwarz Ernst, Laibach. 16. Simončič Gustav, Lichtenwald. II. a 1. Benedikt Hanno, Laibach. 2. Bolaffio Karl, Görz. 3. Brauner Otto, Lemberg. 4. Detter Franz, Laibach. 5. Dralka Josef, Linz. 6. Englisch Oskar, Villach. 7. Franz Karl, Merchendorf, Steiermark. 8. Gjurišic Peter, Kuma, Slavonien. 9. Hirschegger Josef, Vevče, Krain. 10. Juran Leopold, Laibach. 11. Klauer Emil, Laibach. 12. Kleinmayr Felix, Edler v., Stein. 13. Klemenc Alfons, Unter-Šiška. 14. Kmetetz Raimund, Graz. 15. Lahonik Friedrich, Pfarrdorf, Kärnten. 16. Lugek Albert, Laibach. 17. Mahr Werner, Laibach. 18. Mally Alfons, Neumarktl. II. b 1. Adamič Alois, Stein. 2. Armič Eugen, Laibach. 3. Bokšič Michael, Laibach. 4. Brinšek Stanislaus, Dornegir. 5 čuk Victor, Stein. 6. Firm Ignaz, Toplice bei Sagor. 7. Giowacki Engen, Vrdnik, Slavonien. 8. Hladnik Adolf, Brod bei Loitsch. 9. Hladnik Josef, Brod bei Loitsch. 10. Jager Anton, Maunitz. 11. Jož Josef, Strmca, Krain. 12. Koren Karl, Rakek. 13 Lavrenčič Stanislaus, Adelsberg. 14. Majcen Ernst, Nassenfuß. 15. Mislej Heinrich, Adelsberg. 16. Mullej Gustav, Unterloitsch. 17. Nemec Felix, Nabresina. 18. Perdan Franz, Laibach. 19. Pirc Cyrill, Laibach. 20. Pirnat Johann, IJnter-Šiška. 21. Počivalnik .Josef, Laibach. 17. Skala Hugo, Graz. 18. Skrbinšek Emil, Marburg. 19. Smole Leo, Laibach. 20 Stergar Stanislaus, St. Ruprecht. 21. Šircel Felix, Nassenfuß. 22. Škerl Josef, Laibach. 23. Urbančič Josef, Laibach. 24. Valenčič Josef, Dornegg. 25. Verdnik Franz, Stein. 26. Vesel Franz, Laibach. 27. Vesel Josef, Laibach. 28. Vilar Johann, Aich. 29. Vovk Josef, Laibach. 30. Winter Franz, Neumarktl. 31. Zupančič Anton, Laibach. 32. Žnidaršič Stanislaus, Kal. . Classe. 19. Miklauc Pani, Laibach. 20. Mikusch Otto, Laibach. 21. Nagy Ernst, Laibach. 22. Paulin Karl, Fiume. 23. Pečnik Wilhelm, Stein. 24. Perles Johann, Laibach. 25. Petech Franz, Gimino. 26. Reich Victor, Laibach. 27. Rieger Wilhelm, St. Anna, Krain. 28. Schönherr Friedrich, Knittelfeld. 29. Schwingshacki Emil, Laibach. 30. Stich Oskar, Lienz. 31. Štrukelj Franz, Laibach. 32. Tujetsch Eugen, Idria. 33. Uhl Rcinhold, Laibach. 34. Vospernig .Jakob, Kerschdorf. 35. Wölfling Otto, Grad, Krain. . Classe. 22. Počkar Victor, Laibach. 23. Podbregar Franz, Laibach. 24 Potokar Adolf, Laibach. 25. Poženel Albert, Unec, Krain. 26. Preželj Karl, Graz 27. Kohrmann Josef, Laibach. 28. Rohrmann Vladimir, Laibach. 29. Rojic Ernst, Adelsberg. 30. Kain hofon Leopold, Kitter v., Roichenht 31. Sellin kouz Rudolf, Bischof lack. 32. Schwinger Friedrich, Cilli. 33. Šiška Josef, Laibach. 34. Sterlekar Milan, Laibach. 35. Toman Anton, Laibach. 36 Tratnik Leopold, Laibach. 37. Trost Franz, Vodice, Krain. 38. Uršič Josef, Triest. 39. Vadnov Josef, Steinbrück. 40. Verbič Johann, Adelsborg. 41. Vičič Johann, Sava bei Littai. 42. Zupančič Franz, Rakovnik. 1. Achtschin Victor, Laibach. 2. Ahlfeld Walther, Breitenau, Niederösterr. 3 Bernard Maximilian, Laibach. 4. Binder Karl, Laibach. 5. Blaschon Adolf, Ober-Planin«'i. 6. Butscher Egon, Laibach. 7. Detter «Johann, Laibach. 8. Ebner Paul, Laibach. 9. Fabiani Friedrich, Lichtenwald 10. Fligl Victor, Laibach. 11. Franzot Anton, Laibach. 12. Göbel .Jo.sef, Trebitsch, Mähren. 13. Harbich Adolf, Laibach. 14. llerzmansky Franz, Želeče, Krain. 15. Inglitsch Johann, Steyr, Niederösterreich. 16 Janowsky Johann, Laibach. 17. Jenko Franz, Laibach. 18. Kantz Richard, Laibach. 19. Keller Erwin, Laibach. 20. lvisie Nikolaus, Ombla, Dalmatien. 21. Kunstei Siegfried, Knittelfeld, Steiermark. 22. Kurnik Ludwig, Marburg. 23. Lotrič Jakob, Laibach. 24. Lukane Michael Edler von Savenburg, Trebinje, Hercegovina. III. b. 1. Aceto Valentin, Koseze bei Laibach. 2. Adamič Franz, Laibach. 3 Benedik Franz, Stražišče. 4. Breskvar Alexander, Laibach. 5. Bricelj Josef, Oberlaibach. 6. Burnik Raphael, ldria. 7. Gladnigg Franz, Sagor. 8. de Gleria Anton, Dolenja vas bei Loitsch. 9. Govekar Gottfried, Brunndorf. 10. Gruden Mirko, Oberlaibach. 11. Hauptmann Josef, Laibach. 12. Jelovšek Leo, Oberlaibach. 13. Jenčič Paul, Mannsburg. 14. Kappus von Pichelstein Vladimir, Stein- büchel. 15. Kraigher Cyrill, Adelsberg. 10. Kranjec Ferdinand, Illyr.-Feistritz. 17. Lešnik Peter, Tüchern, Steiermark. IV. a. 1. Biber Paul, Pirano. 2. Dekleva Eduard, Adelsberg. 3. Ermacora Franz, Laibach. 4. Flooli Adolf, Laibach. 5. Baron Grutschreiber Gustav, Teržič bei Franz. 6. Heking Johann, Laibach. 7. Klauer Friedrich, Laibach. 8. Kolenc Albert, Kann. 9. Koll Anton, Graz. 25. Lukas Franz, Laibach. 2(5. Mattessich Rudolf, Lussinpiccolo. 27. Mihokovic Oskar, Pola. 28. Mirt Johann, Laibach. 29. Palme Josef, Lustthal. 30. Pišlar Franz, Laibach. 31. Popp Franz, Laibach. 32. Pulciani von Glücksberg Otto, Laibach. H3. Reitmeyer Ernst, Laibach. 34. Schott Bruno, Reifnitz. 35. Schumi Alfred, Laibach. 36. Schuster Emil, Laibach. 37. Seydel Friedrich, Lienz. 38. Sima Hermann, Laibach. 39. Škerlj Ernst, Laibach. 40. Taschwer Engelbert, Laibach. 41. Tenschert Adolf, Stein, Niederösterreich. 42. Tollowitz Romeo, Laibach. 43. Tutta Otto, Marburg a./Dr. 44. Vessel Wilhelm, Laibach. 45. Vidrich Maximilian, Mödling, Nieder- österreich. 46. Vio Arthur, Cormons, Küstenland. 47. Werner Karl, Graz. 48. Wulz Franz, Villach, Kllrnten. Classe. 18. Maier Anton, Laibach. 19. Mulley Milan, Unterloitsch. 20. Müller Victor, Zagorje. 21. Novak Franz, Stephansdorf bei Laibach. 22. Nosan Milan, Wippach. 23. Perme Friedrich, Zalog. 24. Prijatelj Franz, Tržišče, Krain. 25. Roglič Johann, Großlaschitz. 26. Sirnik Franz, ISsseg. 27. Skaberne August, Laibach. 28. Slave Johann, Wurzen. 29. Smole Alois, Loitsch. 30. Szillich Otto, Dolenja vas bei Loitsch. 31. Thaler Anton, Laibach. 32. de Toni Anton, Zirknitz. 33. Udermann Andreas, Laibach. 34. Zakrajšek Albin, Laibach. 35. Zarnik Josef, Krtina, Krain. Classe. 10. Kremier Konrad, Laibach. 11. Kunwald Hermann, Pola. 12. Lang Franz, Villach. 13. Lichtenegger Emil, Laibach. 14. Lugek Rudolf, Laibach. 15. Lunder Karl, Laibach. 16. Marsano v. Wilhelm, Oedenburg. 17. Negovetič Alexander, Agram. 18. Paulin Johann, Klosterneuburg. 19. Petritsch Agathon, Laibach. 20. Raitharek Wilhelm, Neumarkt,1. 21. Riedlinger Johann, Böhm. Leipa. 22. Rocco Josef, Triest. 23. Roth Raimund, Klagenfurt. 24. Schwab Othmar, Laibach. 25. Szaiitncr Ferdinand, Laibach. 26. Soclier Friedrich, Bregenz. 27. Tratnik Robert, Wien. 28. Urbani Adolf, St. Paul, Kärnten. 29. Valentin Emil, Laibach. Priratisten: 1. Fajdiga August, Laibach. 2. Prandi de Umhart Oskar, Triest IV. b. Classe. 1. Ambrosch Franz, Triest. 13. 2. Betteto Julius, Laibach. 14. 3. Bidlo Johann, Laibach. 15. 4. Diehl Karl, Godovič. 16. 5. Drovenik Johann, Laibach. 17. 6. Franke Ernst, Adelsberg. 18. 7. Franke Vladimir, Laibach. 19. 8. Franzi Heinrich, Dolsko bei Lustthal. 20. 9. Groschel Andreas, Laibach. 21. 10. Gustinčič Karl, Košana. 22. 11. Hočevar Ignaz, Stein, Krain. 23. 12. Keber Hermann, Laibach. 24. V. Classe. Lenče Karl, Daljna vas. Lončarit' Anton, Selce, Kroatien. Oberstar Kranz, Jurjovit/. bei Reifnitz. Ogorelc Vlailimir, Skofelca. Pavlin Josef, St. Rupert. Predovič Johann, Laibacli. Stronar Josef, Adelsberg. Šetina Blasius, Ober-Siška. Šiška Johann, Laibacli. Šušteršič Adolf, Laibach. Večaj Alois, Laibacli. Verbič Gabriel, Franzdorf. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12- Ape Adolf, Kronau. 23. Benedikt Walther Franz Josef, Laibacli. 24. Besek Franz, Laibacli. 25. Bevc Edmund, Wocbeiner-Feistritz. 26. Bojec Anton, Niederdorf. 27. Bonač Ludwig, Begunje. 28. Boncclj Josef, Eisnern. 29. Brandt Beno, Bischoflack. 30. Brelicb Peter, Kirchheim, Küstenland. 31. Brinšek Bogumil, Dornegg. $2. Celestina Felix, Ojstro b. Hrastnik. 33. Cesar Julius, Peščenica, Kroatien. 34. Dolenc Karl, Slap. 35. Dojini v. Delupis Nikolaus, Lissa. 36. Fišer Vladimir, Luttenberg. 37. Gherbaz Emil, Laibach. 38. Grahor Johann, Agram. 39. Herzmansky Eduard, Želeče, Krain. 40. Hočevar Johann, Cerkovska vas. 41. Kagnus Adolf, Laibach. 42. Kaučič Rudolf, Laibacli. 43. Kaudela Ernst, Gablonz, Bölimon. 44. Koller Josef, Tarvis. Kremenäek Josef, Laze. Kuntara Adolf, Laibacli. Kurent. Milan, Liehtenwald. Linliart. Friedrich, Laibacli. Luseliiitzky Friedrich, Canfanaro. Mikuscli Adolf, Laibach. Potooli Roman, Gimino. Pollak Karl, Neumarktl. Sajovic Eugen, Laibach. Savorgnan Franz, Pola. Sedlak Franz, Altenmarkt. Sieberer Oskar, Laibach. Sorgo Arnold, Innsbruck. Stöcklinger Ernst, Laibach. Tonschert Walther, St. Leonhart. Treo Emil, Littai. Valenta Vladimir, Gurkfeld. Velkavrh Johann, Laibach. Wagaja Miroslav, Jesenice. Wenig Martin, St. Voit a. d. Glan. Widmayer Hugo, Laibach. VI. Classe. Brabetz Otto, Stolac, Hercegovina. Cerne Johann, Laibacli. Dornik Victor, Neumarktl, Krain. Geinsperger Franz, St. Margareten Wolfsberg. Goeken Oskar, Währing bei Wien. Götzl Adolf, Laibach. Jager Ludwig, Maunitz, Krain. Jeras Ernst, Laibach. Kadiunig Emil, Gottschee. Kos Karl, Pontafel, Kärnten. Lang Josef, Wien. Leuureie Kiniliaii, Oberlaibach. 13. Mulaček Franz, Laibach. 14. Pavšič Franz, Laibach. 15. Perovüek Josef, Rudolfswert, bei 16. Plehan Victor, Laibach. 17. Riboli Josef, Fiume. 18. Stix Theodor, Krnica, Küstenland. 19. Turek Adolf, Laas, Krain. 20. Walland Eugen, Krainburg. 21. Zupančič Bartholomäus, Kamene, Krain. Vrivat ist: 1. Ker/,an Hugo, Wien. 1. Dolenc Augustin, Heidenschaft. 2. Fels Theodor, Dornbirn, Vorarlberg. 3. Fritsch Ernst, Loke, Steiermark. 4. Germ Arthur, Kairo, Ägypten. 5. Hopfgartner Krnil, Ladja, Krain. 6. Jenčič Franz, Mannsburg, Krain. 7. Jeran Franz, Laibach. 8. Juran Oskar, Villach. 9. Luckinann Johann, Laibach. 10. Miotto Humbert, Spalato. 11. Nißl Josef, Schütter», Tirol. 12. Papež Franz, Laibach. 13. PerSl Franz, Chrudim, Biihmen. 14. Petrič Johann, Gurkfeld. 15. Petrovčnik Johann, Unter-KaSel, Krain. 1(>. Prandi de Ulmhort Gino, Triest. 17. Puppis Emil, Loitsch. 18. Rieder Franz, Althofen, Kärnten. 19. Köthel Victor, Gottschee. 20. Sitar Franz, Mekine, Krain. 21. Smolo Alois, Kronau, Krain. 22. Tejkal .Johann, Šavna Peč, Steiermark. 23. Tlioman Alois, Laibach. 24. Walland Josef, Marburg, Steiermark. 25. Witt Reinhold, Laibach. \ XII. Kundmachung für das Schuljahr 1900/1901. Die Aufnahmsprüfungen in die erste Classe werden am 16. Juli und um 17. September abgelialten werden. In jedem dieser Termine wird über die Aufnahme endgiltig entschieden. In die erste Classe eintretende Schüler haben mittelst eines Tauf- oder Geburtsscheines nachzuweisen, dass sie das zehnte Lebensjahr entweder schon vollendet haben oder noch in dem Kalenderjahre, in welches der Beginn des Schuljahres fällt, vollenden werden. Zugleich wird von ihnen bei der Aufnahme ein Frequentationszeugnis der Volksschule, welcher sie im letztverflossenen Schuljahre angehört haben, gefordert werden, welches die ausdrückliche Bezeichnung, dass es zum Zwecke des Eintrittes in die Mittelschule ausgestellt wurde, ferner die Noten aus den Sitten, der Keligionslelire, der (deutschen) Unterrichtssprache und dem Rechnen zu enthalten hat. Bei dieser AufnahmsJ>riifung werden folgende Anforderungen gestellt: Jenes Maß von Wissen in der Keligionslelire, welches in den vier Jahrescursen der Volksschule erworben werden kann; Fertigkeit im Lesen und Schreiben der (deutschen) Unterrichtssprache; Kenntnis der Elemente der Formenlehre der (deutschen) Unterrichtssprache ; Fertigkeit im Analysieren einfach bekleideter Sätze; Übung in den vier Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen. Eine Wiederholung der Aufnahmsprüfung, sei es an ein und derselben oder au einer anderen Lehranstalt, ist unzulässig. Zur Aufnahme der Schüler, welche sich für eine höhere Classe melden, und zur Vornahme der Nachtrags- und Wiederholungsprüfungen ist die Zeit vom 17. bis zum 18. September bestimmt. Von anderen Mittelschulen kommende Schüler müssen das Studienzeugnis vom letzten Semester mit der Entlassungsclausei sowie auch etwaige Schulgeld-befreiungs- oder Stipendien-Decrete vorweisen. Schüler, welche in eine der nächst höheren Classen dieser Anstalt aufgenommen werden sollen, haben entweder ein entsprechendes Zeugnis über die Zurücklegung der vorangehenden Classe an einer öffentlichen Realschule der im lleichsrathe vertretenen Länder und Königreiche beizubringen oder sicli unter den gesetzlichen Bedingungen einer Aufnahmsprüfung zu unterziehen. Jeder neu eintretende Schüler entrichtet eine Aufnahmstaxe von 4 K 20 h und einen Beitrag von 2 K für die Schülerbibliothek nebst I K zur Deckung der mit dem schulmäßigen Betriebe der Jugendspiele verbundenen Auslagen; den Beitrag von 3 K entrichten auch alle der Lehranstalt bereits angehörenden Schüler. Da das Slovenische zufolge des Ministerial-Erlasses vom 3. Mai 1880, Z. 10.754, für jene Schüler ein obligater Lehrgegenstami ist, welche beim Eintritt in die Realschule von ihren Eltern als Slovencu erklärt werden, so ergibt sich für letztere die Nothwondigkeit, ihre Kinder persönlich zur Aufnahme vorzuführen und im Verhinderungsfall ihre diesbezügliche bestimmte Erklärung der Direction schriftlich zukommeu zu lassen. Im Sinne des Erlasses des k. k. Landesscliulrathes für Krain vom 12. Mai 1884, Z. (»01, können auch Schüler nichtsloveniselier Muttersprache zum obligaten slovenischen Unterrichte zugelassen werden, wenn sie die diesbezügliche Erklärung ihrer Eltern vorweisen und die erforderlichen Sprachkenntnisse besitzen, welche durch eine Aufnahnisprtifung erprobt werden. Für solche Schüler bleibt dann das Slovenische durch alle folgenden Studienjahre an dieser Lehranstalt ein obligater Lehrgcgenstand. Das Schuljahr 1900/1901 wird am 18. September mit dem hl. Geistamt in der St. Florianskirche eröffnet werden. Der regelmäßige Unterricht beginnt am 19. September. Laibach im Juli 1900. Die Direction. . ' % 1873/74. I. Über Inhaltsberechnung der Fässer. Vom suppl. Lehrer Joh. Berbuc. II. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom suppl. Lehrer Balthasar Knapitsch. 1874/75. Der Apfelbaum (Pyrus malus L.) und seine Feinde. Vom Prof. W. Vo,ss. 1875/7 (». Das Rechnen mit unvollständigen Decimalbrüchen. Vom suppl. Lehrer Josef Gruber. 187G/7 7. Die Verunreinigung des Laibacher Flusswassers bei seinem Durchlaufe durch die Stadt. Vom wirkl. Lehror Balthasar Knapitsch. 1877/78. Die Sprache in Trubers «Matthäus'. Vom Professor Franz Levee. 1878/711. Etude sur le roman franfais du 17e et du 18° sivele. Vom Pro- fessor Emanuel lütter v. Stäuber. 1879/80. Die Bergwerke im römischen Staatshaushalte. Vom Prof. Dr. Josef Julius Binder. 1880/81. Die Bergwerke im römischen Staatshaushalte. (Fortsetzung.) Vom Professor Dr. Josef Julius Binder. 1881/82. Bestimmung der Krümmungslinien einiger Oberflächen. Vom Professor Clemens Proft. 1882/83. I. Les romanciers de l’Empire et de la Restauration. (Premier partio.) Vom Professor Emanuel Bitter v. Stäuber. II. Kranjske šole in Habsburžani, njihovi pospeševatelji. Vom suppl. Lehrer Johann Verhovec. 1883/84. Versuch einer Geschichte der Botanik in Krain (1754 bis 1883). Vom Professor Wilhelm Voss. 1881 /85. Versuch einer Geschichte der Botanik in Krain (1754 bis 1883). (Fortsetzung.) Vom Professor Wilhelm Voss. 1885/81). Streifzüge auf dem Gebiete der Niebelungenforschung. Vom Pro- fessor Dr. Josef Julius Binder. L88H/87. Stapleton. Neznanega prelagatelja evangelija preložena po Sta- pletonu v XVII. veku. Vom Professor Anton Raič. 1887/88. Stapleton. (Fortsetzung.) Vom Professor Anton Raic. 1808/89. Florenbilder aus den Umgebungen Laibachs. Vom Prof. Willi. Voss. 1889/90. Die Einwirkung des Wassers auf Blei im allgemeinen und ins- besondere die des Wassers der städtischen Wasserleitung in Laibach. Vom Professor Balthasar Knapitsch. 1890/91. Die Einfällc der Türken in Krain und Istrien. Vom Prof. F. Levee. 1891/92. Die Gewässer in Krain und ihre nutzbare Fauna. (Erläuterung zur Fischereikarte von Krain.) Vom Professor Johann Franke. 1892/93. Untersuchung des Säuerlings bei Steinbüchel in Krain. Vom Pro- fessor Balthasar Knapitsch. 1893/94. Schillers Wallenstein als tragischer Charakter. Vom suppl. Lehrer Dr. Franz Riedl. 1894/95. Laurion. Die attischen Bergwerke im Alterthum. Vom Professor Dr. Josef Julius Binder. (Mit einem Kärtchen und vier Tafeln.) 1895/96. Diu Warnunge. (Die Entstehungszeit des mhd. Memento mori.) Vom suppl. Lehrer Anton Wallner. 189(1/97. Das periodische Gesetz und das natürliche System der Elemente. Von Albin Belar. 1897/98. Zur Geschichte der Erdbebenbeobachtung und Einrichtung der Erdbebenwarte in Laibach. Von Albin Belar. 1898/99. I. Ein Beitrag zur krainischen Landesgeschichte. Von Heinrich Svoboda. II. Laibacher Erdbebenstudien. Von Albin Belar. 1899/1900.1. Die ersten Dienstjahre Hans Katzianers. Vom suppl. Lehrer Franz Komatar. II. Örtliche Erschütterungen nach Beobachtungen an der Laibacher Erdbebenwarte. Von Albin Belar. --,AL> m..7.■. v