Meß Aochlöblichm Mands Lrain/ Untz WaubtMtadt Naybach/ 3n Dem heiligen Wut - Neigen Mhristi Kürßlrch vorgetragen / Als dessen heiliger Leichnahm nach feyerlichen Umgang in deni löblichen GOtteö - Hauß deren WW. EE. ??- krWLiicLnern beygeleget worden. Won ?. IO8KM0 auß der Geseelschast M8U, Heß LoHe^j gewöhnlichen Feyertag- Predigern. Lapbach/ beyAdam Fxlderich ReWardN Lää. BÜchdmckeU 3317LI Uhro Uxeellentz/ Dem Hoch»und Wohlgebohrnen Grafen und HERRN/ HERRN ««SNKK »NNBB« Deß Heil. Röm. Reichs Grafen von Auer¬ sperg/ Freyherrn auf Schön-und Stenberg / Herrn der Herrschaft Kreutz / und Oberstain/ Liechtenlvaldt/ Reichenstain/Samabor/Landpreiß/KoLIinÄ, und Thurnamhardt: Rbrist - Urb - Wand - Warschalln und Erb-Lamerern in Lram/und derWindischen March/ Wer weyland Möm. Wayserl. und Wönigl. Lachol. Majest- rc. -c. WürcklicheyM^ncn Und LANDS-VERWALTERN inLrain. M Z MM Uhro Mcellenß Hoch « Gebohrner Reichst Graf und Herr / Herr. AAOlte auch dero freygebig - Vätterkiche Hand auf gnädigsten Empfang deß neuen theueren Schutze Manns nicht schon gewärtig seyn/ so wären doch um zählich andere Antrieb / Solchen denselben zu überrei¬ chen; ungemein seynd die Gutthaten so von Euer Excel- lentz hoch-adelichen Ur-Ahnen zum Ausirahm gegen¬ wärtig-löblicher Landschaft erwisen worden rauch un¬ sterblich ; weilten Sie in disen Nachfolger nichts/ dann eine Verewigung viler Großthaten versprechen: dahero dann muste der grosse Blut-Zeig/und Beschützer for- derist von jenen Händen aufgenohmen werden/ welche mit unermüdeten Fleiß/ und Machbarkeit beseelet / jederzeit zum Fromm / und Wohl-Stand unteres geliebten Vat¬ ter-Lands außgestrecket feynd z und zwar niehmahlen ge¬ waltiger / weder da solche in dem Gebett empor gehoben / umb Schutz / und neue himmlische Beschützer deß gemei- A 2 nm «en Weesens beschäftiget. Selbst dem Nothlendenden muß die Scham - Rotte aufsteigen / welcher öfters in ei¬ genen Anligen bey dem Bitt - Geschrei) erstumet: da doch/ auch für anderer Wohlergehen / Ihro Ezcellentz eyfrige Bitt-Seuftzer öffentlich erschollen/ und an dem Himels- Thron gelangen: wardmch dann all'andächtige Insas¬ sen unserer Haubt -Stadt nachdrücklich zu erlehrnen ha¬ ben / wie weit sich ihr Vertrauen auf einen Göttlichen Schutz-Mann erstrecken müsse; Millen Siebeysoschön- und beständigen Beyspiel nit Meisten können / die ge¬ suchte Hilfwerde mächtig/und gewiß seyn/da auch Je¬ ner gen Himmel umb Hilf ruffek/ der auß angebohrner Milde/ und Gutthätigkeit selbst anderen zu Helffen ge¬ wöhnet/ so gar von jenen seine Vätterliche Schutz-Hän¬ de nit abziehet/welche durch eigenes Vermessen solche hät¬ te versperren können. Disen Händen dann wird die kurtze Ehren-Rede deß neu - beygelegten Blut-Zeigens überreichet: und muß solcher von jenen nach Würde angenohmen seyn/ weillen auch selbe von jenen Helden - Blut abstammen / welches bey gegebener Gelegenheit eben so tapfer mit denen Fein¬ den KhristL/ alß deren tentschen Kaysern/ wurde gefoch¬ ten haben. Vo Volrrerunt im'mici extencisre m §Lnbu: tune roüitit 8imou^UANLvit ^ro Aents iuA, Zc^oiürt xrL^äium- Die Feind wolten an das Heiligthum Hand anlegen/ da wiederstunde ihnen 8imon, streittete für sein Volck/und jegte in die Stadt eine Besatzunghinein i- 14. v.Zi.Zr.^zz. Iemahlen kan bk Liebe und schuldige Pflicht getreuer Lands-Kinder besser bewisenwer- den/ als da dise den allmächtigen GOtt iu- ständig bitten/ umbihrliebes Vatter-Land unter sicheren Schutz zu nehmen/ und wider alle unglückseelige Zufäll zu bewahren» Das Land wider allen feindlichenAnfall mit starcken Vestungen und Mann¬ schaft besetzen/ die Gerichts - und Raths - Stellen mit treu¬ en Rächen/ und klugm Staats - Leuchen versehen / durch Wohlgeordnete Gefäll-und Einkünften das Camer-Weesen in besten Stand setzen/ Burger und Unterlassen durch nütz¬ liche Gesätz beherrschen/ hiemit alles in guter Ruhe und Ordnung erhalten/ftynd lauter bLwehrte/vortreffliche/und nothwendige/ jedoch nur menschliche Mit!/eine Landschaft in ihren Glück und Wohlstand zu erhalten. Darumen dan haben treue LandS-Kinber umb denGöttlichenSchutz und Beystand zu Men/ ohne welchen nichtsin Nuhe/ Glück/ A z und und Mohrstand verharren mag. Darfichin sonderheit re- d*"/ so wissen wir / daß Cram jene Landschaft seye/ welche sHon von ihren ersten 6r>//>zo her durch bereit 1200. Jah¬ ren unter einen Hertzogen - Hut geruhet: wir wissen diß' seye jenes Land / welches so viel fächige Gemächer zu allerhand treffen Wissenschaften/ zu Staats-und Kriegs-Aemteren erzüchet/ und ernähret: es seye jenes Land / auß deme ver¬ schieden - hauffige Erd - Früchten gcsamblet/ ja striche Sil¬ ber - Flüß können gegraben werden. Anbey aber wißen wir/ je berühmt - ftuchtbahr-und herrlicher dise Landschaft/ de¬ sto eufriger hätten wir auch GOtt umb dessen Schutz und Bewahrung zu bitten: Wann doch diser annoch darumen zu bitten als welcher auß sonderbahrer Vorsicht - und Barmhertzigkeit nicht minder unfern/dann vormahlen dem gelobten Land wieder alle feindliche Anfäll / und Vcrwüe- rungen einen theueren Schutz - Mann bescheret hak. Was Lr«o« der Mrc/>^/sche Held seinen A^e/r'ten wäre / das wird nunmehro der tapfere Blut- Zeig NnM al¬ len Insassen geqenwerthiger Haubt- Stadt seyn; Jener / nemlich der streittbare^o«,wäre von GOtt gesendet/ den prächtigen 7en/>/, daß darinen behaltene Heilrgthum/ und GesätzGOttes zuverfechten / Er wäre gesendet/ von seinen liebenVolck/undVatter-Land alle feindlicheSchwärmerey- en abzuhalten/ die Stadt und unhaltbare Platz durch Mau¬ er und Besatzung zu verstärken: unser Christlicher Held/ und unüberwindliche Blut- Zeig ist uns eben von GOtt gegeben / ä OLO- ^«--,umb unser liebes Vatter-Land eint- weder zu beglücken/oder bey seinen Glücks - Stand zu erhal¬ ten : Mithin was die Göttliche Feder von dem tapferen 5r'no» geschriben/ daß kan/ und muß von unseren neuen heili¬ gen Lands - Genossen D-oc/s/o gesprochen werden: vo/r-e»--/«/ rUrc? essee-s/isi-e äe p--- Zr-Äv/r Bkydt haben sich de- denen Feinden widersetzet/ beyde für ihren Volck und yek- ligthumb gestritten; einer mit dem Schwer!) / der andere ohne Waffen/ einer durch grosse Heidenthaten/ der andere durch heldenmüthiges Leyden/ einer durch Vergiessung deß Frembden/ der andere durch Entschöpfung deß eigenen Bluts. Beyde haben sich vor denen Feinden fchvöckbahr ge¬ macht/ K/>o/r/i/ LUon zwar/ weissen Er die Platz mit Besatzung verstärcket/ aber / weissen Er seine unsterbliche Verdiensten und Helden - Thatten/als ein star¬ kes Kriegs - Heer / in unser Vatter-Land eingeleget/ dar- mit/ wofern es vonnöthen/ auch dem grossen Welt - Beherr¬ scher in die Hand zu fahlen / und seinen Zorn abzuwenden. Alda hat man nun den Vortrag meiner mir aufgetragenen Ehren - Rede: und damit ich gut verstanden werde/ so wi¬ derholle solchen nocheinmah!/ und sage.' Unser beglücktes Vatter - Land hat in einen gewaltigen Verfechter i und mächtigen Beschützer erlanget/ weillen Er für das hei¬ lige Gesatz/ und Gott sechsten gekämpfet: der erste Theil. Unser Vatter - Land hat an Deo^/s einen auch gewissen Verfechter und Beschützer erlanget/ weillen Er für dises Lands - Insassen/ als seinen liebsten Mit-Burgeren gekäms pfet/ und gestritten hat: der änderte Theil. Mithin wo der Schutz eines Lands mächtig / und zugleich gewiß / was kan zu dessen Glück mehr erwünschlich seyn ? dahin rede W "und bitte zugleich umb die gewöhnliche Gedulk. Bekümere mich anheut wenig ob deme/ daß uns von dem kargen Alterthum die übrige Tugenden unseres grossen Schutzs Heiligen nicht Überschüßen worden/ wor¬ aus etwann abzumessen/wie mächtig sich diser dardurch vor GOtt gemacht: solches zu erkennen begnüge mich gäntzlich mit seinen glorreichen Marter-Kampf; massen nach Äuß- spruch deß grossen Maylander ^m^o/A diser Kampf allein jenes in sich enthaltet / was vor denen Göttlichen Augen groß/ KeS,'- n. groß/Md ruhmwürdig/ folglich auch mächtig ist/seine gut - rhätigkeit gegen uns zu erzwingen, «e/cE«^ sror'reNr ce/e^EÄj', sagt ^vr^/rs^ Es braucht ket- ^'mn Lebens - Wandei deren heiligen Mut - Zeigen zu wißen; ihr gewaltiger Todt rft genug unseren Wohlstand zu unter¬ stützen. Und hat vor GOtt keine Sach einen grösseren Nachdruck/ weder die Stimme eines unschuldig vergossenen Bluts: je zahlreicher/ und grösser die geschlagene Wunden/ desto hastig-und mächtiger ist auch deren Geschrcy bcy dem Göttlichen Thron, Es kunts noch zu Zeiten die Re¬ de jenen Wunden nicht gesperret werden/ die ein gottloser LH- dem ^e/, ftinm Bruder/ versetzet hat. ^en^r>, niemahlen vergessen köns ' nen: und ist die Liebe und Guthätigkeit ^z-r^x/ö- gegen Lisensohochgestigen/ daßauch^die^F^, seine Königli¬ che Gemahlin/in keinen anderen Kleyd vor ihme erscheinen därffte/ weder in jenen/ welches vormahlen an¬ getragen / und darmit maniche Wunden für seinen König außgestanden hatte. Bey Ansehung dises Kleydes wurde allezeit das Hertz versiesset / solle es auch vorhin durch billichen Zorn verbitteret gewesen seyn. Und der gütigste HTrr solle seinen wider uns gefasten Zorn nicht fahlen lassen/ da wir ihme jenes punte Purpur- Kleyd / verstehe den für sein Gesatz / und Heiligthum ver- wundten Leichnam deß so tapferen Helden Ow^zr vorschu- tzen/ und zeigen werden? jener allein kan annoch an deme zweifltragen/ der nicht gelesen/ was vorZeiten dasVolck durch seinen Heer - Führer erhalten. Das Schwerdt der Rach wäre schon wider dises gezucket/ GOtt wolle darein schlagen / und alle ihrer Abgötterey wegen ver¬ tilgen : ^0.7/?--legte sich doch in das Mitl/ und begehrte von GOtt entweder den Volck zuverschonen/ oder selbst durch den Todt hingerissen zu werden, ^z ^Uze e// /-E zr.v.;r., /^«Auch wurde die Stadterst dazumahldurch feind- Schwerdt verwüstet / als dero Inwahner die kost- ^^^/bahre Gebein eines H. von sich gelassen : mit deren Übergab verlohren sie auch ihre veste Stadt. Wo hingegen die ^e/oc-ener von einen Morgen-Lan- ^/./.?.dischen Kayser niemahlen kunten beredet werden/ ihmeden Leichnam ihres H.§/«so--r> Lr/r'^ zu lifferen/ mit disen Vers ^o-^-nünfftigenVorwand: wetllenihre Stadt mit keiner halt- ^'bahren Mauer umbringet/ so müste nothwendig solches Heiligthum ihnen anstartaller Mauer/und Waffen dienen. Btllich dann sollest auch du/ rverthes Laybach! dem gü¬ tigsten GOtt ein beständiges Danck - Opfer abpflichten/der dirnunmehro ein so theueres Heiligthum/ mit disen Heilig¬ thum aber eine sichere/ unüberwindliche Vormauer wider al¬ le stchtbahr- und unstchrbahre Feinden gebauet hat. Glau¬ be sicher/ jenen hochwürdigen Mund/ so dir disen theuerm Schatz auß Rom erbetten/ habe nicht nur sein eigener Eyfer/ und Andacht/ sondern der Göttliche Geist selber eröffnet / und beredt gemacht. Ja rch halte gantzlich darvor / -er heilige Blut-Zeig habe dir zu Lieb/ und sicheren Schutz jenes ge- than than / was Vorwahlen ?7on'E, ver glorreiche Bekenner Christi bewisen/als die Polnisch-Königliche Abgesandte bey dem allgemeinen Kirchen - Vatter umb einen heiligen Leib / und sicheren Schutz - Mann angehalten. Diser Vat¬ ter fragte in der geheiligten Matter - Krufftenall'die heilige Leichnahm/welcher doch auß Ihnen in das Königreich Poh¬ len abreysen/und dessen einen mächtigen Beschützer abgeben wolte? sihel da streckte alsobald^/o//E- seinen Armb nach Pohlen / zugleich aber zu dessen gewisser Hilffleistung auß/ und wolte eines frembden Landes ein vor GOttmächtigev Burger werden/ der zuRom/ als wäre Er ein Frembdling/ umb keine Gnad ersuchet wurde. Hat nun unser neue Mit - Burger nicht sei¬ nen Armb/so hat Er doch vor GOtkes - Thron seine «stimm erhobrn/und erhalten/ in jenen Land Wohnung zu nehmen/ Dessen fromme Insassen gleich einen würdig waren/ von diser geheiligten Archen seines Leichnams geseegnet zu werden. Ein schon uraltes Verlangen dere Heiligen istdifts/ ihre Gebein an jene Orthen iisseren zu lassen/ alwo das Ver¬ trauen und Zuversicht deren Menschen ihrer mächtigen Für- bitt das gleiche Gewicht halten könten. der Egyptier hate vor seinen Hintritt so gar selbst die Karten beschworen/ i z. v. seine heilige Gebein auß dem abgöttischen Land in das Gott- i s- gläubige zu übertr gen. Und zeigetsich mir zu mei¬ nen Vorhaben beyderen Überbringung etwas seltsam-und sonderbahres. Es käme mit dem außerwehlten Volck endlichen zu dem erwünschten Außzug auß Egypten. Da sähe man un¬ zählige Last-Thier mit golden- und silbernen Geschiren/zahl- reiche (E// mit kostbahren Klsyder-und Tapezereyen/vi! tausend Last-Wagen mit Geld und Kleinodien beladen r kein beydes Geschlechts wäre zu finden/ dessen Schul¬ tern nicht auch von Sgyptischen Raub gedrucket wmden/die B z Stein Stritt und Häuser allein schemtett nut in jenen Land noch übergediiben zu seyn. Auch ^/o^der Fürst und Heer-Führer wäre beschaff tiget/ das Seinige zu tragen/ sonder zweiffel das Kostbah- reste/ so bey dem gantzen Kriegs - Heer zu finden wäre? was jenes? vernehmet anjetzo die Göttliche Feder: 7^///, schrei¬ bet Sie / Aie heilige Gebein deß wmen^/07/r sein Schatz/und gantzer Reichthum: kein Gold - Klotz auß OMr könte also behutsam überschiffctt weder dift theuere Gebein von Ihme überführet werden. WarZu nun dises? geliebte! darumen/antwortet 7^ der Abbt 7 LH^r-/z> /ö/