4 ^n^m^^ l»^^>H^^^ ^« F^H. Dinstag am 4. December FO^». Dic „Laibacher Zcittmg" erschmit wöchentlich 3 Mal: Dinstag. DonuerNag und Samstag, und kostet sammt dem „Illyrischm Blattc" im (^nN'toir qan,jäl,rici 9 ff halbiäliria iff «in f für die Zustellung ins Haus sind jährlich 40 lr. mcl>r zu mtrichtm. Durch dic f. f. Post unt.r (i^v.-rt mit gedruckter Adresse portofrei ganzjährig 12'ft halb ähria 6 ft »l' M " I,iftrtirns^sl'üs?r für einc Svaltmzcils oder den Raum derselben, für einmalige Einschaltung :t kr., für eine ;wein»alige 4 kr., für cinr dnimaligf 5 fr. 3. M. Inftratc t>is 12 ^ - lcu 1 fi. fur !l Mal. ^' Aemtlicher Theil H^cr Magistrat und der Gemcindcralh der k. k. Provinzial - Hauptstadt Laibach haben in der Rathsitzung ain 29. v. M. Seine Fürstlichen Gnaden Herrn Anton Alois Wolf, Fürstbischof von Laibach, k. k. wirklichen geheimen Rath ?c. ?c., in, gerechter Würdigung Hochdesscn verdienstvoller Leitung des hierortigen Armenwesens durch eine Reihe von 25 Jahren, einstimmig zum Ehrenbürger der Hauptstadt ernannt. Laibach am 29. November 1849. Die österreichisch - deutsche Holl-Oillistunss (Schluß.) Um aber Krisen, wie die uns bevorstehende, mit sicherem und erhöhtem Vortheile auszubeuten, muß man ihnen gefaßt entgegentreten, und den gunstia.cn Moment der Priorität nicht versäumen, dessen sich sonst unsere Nachbarn zu unserem Nachtheile bemächtigen. Hiezu sind nun Vorarbeiten man. mgfacher Xrt, und das Zusammenwir-ken aller Va.. terlandssreunde, sie zu liefern, nothwendig. Die unerläßlichen Factoren zum Gedeihen industrieller Unternehmungen, außer denjenigen, die in einer zusagenden Gesetzqebung liegen , sind -. ») Wodlfeilheit der Lebensmittcl, nach denen sich der Lohn der Arbeiter regelt; l») zureichendes, möglichst wohlfeiles Feuerungs-Materiale; e) wohlfeile ununterbrochene Triebkraft; <1) die nöthigen Capitalien und ein niederer Zinsfuß. «uctlons.-Vermet)rung bloß nur die Laibacher Morastsiäche entgegen geht. Der gesegnete Boden unseres Bandes lohnt die Hand, die ihn bebaut, häufig mit zweifacher Ernte. Mit Bedauern aber stellen sich oft nahe an dem fleißig bebauten, auck ausgedehnte Strecken unculti-virtrn Landes dem Auge des Vaterlandsfreundrs dar, die, weil der Alp der Servitut oder des gemeinschaftlichen Eigenthums auf ihnen liegt, als Huthwride benützl, räum dem Viehe magere Nahrung gewähren und dabei den kostbaren Dünger der Cultur entziehen, während sie cultivirt Menschen und Vieh reiche Nahrung bieten tonnten. D:e Lösung der Servitutsfrage wird diese Strecken frei machen, und ihre Vertheilung zur Cultur führen. Von den 173'^ Quaor. Meilen, die das von 475.000 Men. schen bewohnte Herzogthum Krain ausmachen, sind nach Abrechnung von 77.134 Jochen keiner Cul. tur fähigen Fläche , l,654.866 Joche pro-ductiv. Von den 267.894 Jochen-reiner Weiden und den 100.219 Jochen Weiden mit Holz und Gc-strüpp, welch' bedeutendes Procent könnte davon i den Wiesen, die 276.098 Joche zählen, dem Ackerlande, das 232.075 Joche einnimmt, oder der Waldcultur zugewendet werden, welche 693.717 Joche, also mcyr als ^ des Landes beträgt? Aber auch andere Zweige der Bodcncultur, namentlich die Obstzucht, sind in unserem Lande noch viel zu wenig ausgebeutet und einer großen Zukunft fähig, da ihr das Clima, besonders in Untertrain, so günstig ist. acl l») Neben dem Holzrcichthum vieler Gegenden steht es hinsichtlich der Waldcultur zwar in unserem Lande nicht besser, als in andern Provinzen, allein die ehemöglichstc Lösung der Ser. vitutsfragc, nach dieser aber ernstlicher Wille und strenge Handhabung, strenger Forstpolizei-Vorschrif-ten hinsichtlich der rationellen Gebarung und ergiebigen Nachpsianzung werden sicher zur Gewinnung eines nachhaltigen Waldstandes führen. Doch wir besitzen auch das große Torflager am hiesigen Moorgrunoe. Das Laibacher Moor hat cine Ausdehnung von 4 Quadr. Meilen. Die successive Umwandlung dieser enlsumpf-ten Flache in produclives Land liefert beim Schneiden der nöthigen Wasscrabzugsgräbcn gleichsam von selbst Fl'uerungsmateriale ins Unendliche. Die Aufdeckung von Kohlenlagern hat erst seit.Kurzem begonnen und die Untersuchung des Lan-des in dieser Beziehung, wozu nun Anstalten im Werke sind, dürfte gewiß auch lohnende Resultate liefern. l»ll c) Wer im Ausl( ?, oder auch nur in mehreren unserer industriellen oder agronomischen Provinzen gereiset, der weiß es, wie dort jede Quelle, jedes ellenbreite Bächlein zur Bewässerung der Wiesen, wie jeder Bach, jedes Flüßchcn, wo sich nur ein Fall von ein Paar Kuß gewinnen läßt, zu Mühlen, zu Fabriken u. s. w. benützt wird. Unser Land ist reich an Bächen und Flüssen, von denen die meisten nie frieren, und die an 100 Stellen mächtige Triebkraft für industrielle Unternehmungen bieten würden. Wir erwähnen hier m^ des mächtigen Falles, den die Save, einc Stunve außer Laidach bei Zwischcnwässern, hart an der Commercialstraße nach Kärnten, unter der Brücke, welche durch die Flödniger Bezirksstraße die tarnt-nische mit der Wiener Commcrcialstraße verbindet, mitten unter Waldreichthum bildet. Eine lange, breite Uferstrecke scheint die Natur gerade an dieser Stelle beigefügt zu haben, um eine Reihe von Werken zu erbauen, die ein,.' bedeutende, nie versiegende Triebkraft fänden. Die Zayer bis Lack, die Kanter ober Hösiem, die Feistriz ober Stein, die Media im Bezirke Ponovitsch — Alles im ^ai-bachcr Kreise, - von Holz umgeben, in der Nähe guter Straßen, — im Adelsberger Kreise die Lai.-bach, Unz, Poik, Wippach , Hummel , — im Neu-stadtler Kreise die Gurt u. s. w., könnten an vie-len Stellen Wohlstand, nicht nur Wasser durch das Land ergießen. Dem solche Stellen vor Augen liegen, der benutzt sie nicht, hat vielleicht keinen Begriff ihres hohen Werthes, und der sie benutzen möchte, kennt sie nicht! Mit einem Blicke um sich, sind Viele in der Lage derlei Wasserstellen zu gewahren, die mehr Golo erzeugen könnten, als die Bäche liali-forniens. »l« November d I. (Schluß.) Ein weiterer Gegenstand der Verhandlungen war dic Errichtuna, von praktischen Ackerbau-schuler« auf vorzüglichen Privatwirthschaften im Kronlande Krain nach den Bestimmungen des ersten österr. landwirthschaftlichrn Congresses in Wicn. Das Ausschußmitglied, Herr Ferdinand Schmidt trug im Auszuge die dießfälligen an den Ausschuß eingelangten Berichte und Gutachten der Herren Bezirkscorrespondenten und cmiger andern Herren Gesellschaftsmitglieder vor, welcke in ihren Relationen mit warmen Interesse das pi'o und <'Mlli-g erörtert haben, — brachte sodann diejenigen Besitzer , welche sich auf Aufforderung des Ausschusses zur Errichtung von Ackerbauschulen bereit erklärt haben, der Versammlung zur Kenntniß, und legte schlüßlich die Fragepuncte der Versammlung vor, über welche dieselbe Betreffs der Errichtung von Ackerbauschulen heute zu entscheiden hatte. Die Verhandlung darüber wurde, wie es auch zu wünschen war, mit mehrseitiger lebhafter Theilnahme geführt. Die Beschlüsse waren: Es sollen vier Ackcr-bauschulen mit je zwei Zöglingen errichtet werden, und weil der Gutsbesitzer von Hoflein und Stermol Herr Alois Urbanlschitsch, nochmals um die Errichtung einer Ackerbauschule auf seiner Muster-wirthschaft zu ersuchen ist, bleibt die Auswahl unter den Beantragten sodann dem Ausschusse überlassen. Die Lchrz.'it dauere drci Jahre; die Zöglinge werden mit den nöthigen Büchern von Seite der Landwirtbschaft.- Gesel lschaft versorgt. Der Besitzer der Ackerbauschulr erhalte auö dem zu die sem Zwecke (auZ den abgeschafften Pferdcprä-mien - Geldern) gebildeten Fonde für jeden Zögling jährlich 50 fi. für Kost und Wohnung; jeder Zögling, welcher die erforderlichen Eigenschaften zur Aufnahme in eine solche Schule besitzt, erhalte für die Kleidung 30 fi. an die Hand. Für dic fleißig-sten und ausgezeichnetsten derselben sollen nach zu-rückgelegtem Lehrcurse noch besondere G e ldp r ami en bestimmt werden, und bei dem hohen Ministerium des Ackerbaues ist dringcndst das Ansuchen zu stellen, daß die ausgezeichnet sich verwendenden Zog-linge an den Ackerbauschulen, gleich den vorzüglich Studierenden anderer Schulen, die zeitliche Militärbefreiung genießen. — Die Ausführung aller dieser Beschlüsse wurde dem Ausschüsse übertragen, welcher bei der unbezweiselten hohen Nützlichkeit solcher Schulen zur Förderung der vaterländischen Landescultur auf die kräftigste Unterstützung von Seite der Herren Gesellschaftsmitglieder baut. Das Ausschußmitglied, Herr Dr. Struppi, referirte sodann über den Stand der Hufbe schlag-Lehranstalt, verbunden mit einem Thierspitale und mit Vorlesungen aus den übrigen theoretischen und prac tischen Fächern der Thierheilkunde. In diesem Vortrage wurde dcr Ver. sammlung bekannt gegeben, daß d, s hohe Ministe-rium des Ackerbaues die Verwendung der eingeaan-genen S ti erprämi en - Geldec in solange dieser Anstalt bewilliget hat, bis das Bau- und Einrich, tungscapital abgezahlt seyn wird; dann — die Ver» fügung des hohen Ministeriums für Handel und Gewerbe, daß vom i. Juli 1851 im Kronlande, Krain Niemand gestattet werden dürfe, ein Schmidgewerbe in Betrieb zu setzen, der sich nicht mit den Zeugnissen über den mit Erfolg zu-rückgelegt n einhalbjährigen Lehrcurs an der Anstalt zu Laibach, oder mit jenen ciner sonstigen zur Aus» stellung solcher Zeugnisse autorisirten öffentlichen Lehranstalt auszuweisen vermag; und endlich — daß die Anstalt in Laibach von Seite des hohen Ministeriums für den Unterricht als eine öffentliche Lehranstalt, die Medicine-Doctoren und Ma-gister der Thierheilkunde, Bl ciweis und Struppi, als Lehrer, und ersterer zugleich als Director der Anstalt vom hohen Ministerium autorisirt wurden. Mit Dank wurde auch der jährlichen Unter^ stützung, die der Magistrat der Hauptstadt Laibach der Anstalt zugesichert hat, erwähnt. — Die Anstalt welche die 4te ist in der österr. Monarchie, und die lstc durch eine Landwirthschast-Gesellschaft errichtet, wird mit 7. Jänner 1850 eröffnet werden, für wel^ che zum vractischen Unterricht im Hufbeschlag ein geprüfter tüchtiger Lehrschmid angcstellt wurde. Dcr Curs für bloße N eschlag schmivc ist halb» jährig, für die übiigc Thicrheilkunde ganzjährig, und eö wird Dr. Bleiwcis dic vorzüglichsten theoretischen, Dr. Struppi die prac tischen tierärztlichen Gegenstände — in der Landessprache vortragen; der Lchrschmid ist zugleich als Assistent im Kranfcnstalle zur Verwendung. — Zur Hebung ver M aul d cc rbaum - und Seidenzucht in Krain wurde beschlossen: nach Maßgabe des Vorrathcs von Maulbcerbäumcn an dem gesellschaftlichen Versuchshofc auf dcr Polana an unvermögliche ^andwirthe aus dem Bauernstande alljährlich unentgeltlich Mnllbeerbäume zu vertheilen. Für das Jahr 1850 sind 10.000 Stück zu solcher unentgeltlichen Vertheilung bereit. Dem Hubenbcsitzcr Joseph Dckleva aus Klcinmayerhof, im Bczitt'e Adelsbcrg, und dem Häusler Georg Stare aus I',xl.j«I<, . in dcr Wo-chein, wurde die silberne Obstbaumzüchter - Medaille zuerkannt. Auf den Antrag des Gesellschaftsmitgliedes Hrn. Anton Galle, wurde vor der Versammlung be-schlösse,: : dem h. Ministerium des Handels und der öffentlichen Bauten im Namen der krainischcn Landwirthschaft- Gesellschaft eine Begründung vorzulegen, worin dic Vortheile bezüglich der vollkommenen Trockenlegung des Laibachei Moorgrundes, wenn die Laidach-Triester Eisenbahn, über denselben ge» führt wird, hervorgehoben werden. Daraus folgte die Wahl neuer Mitglieder. Dcr Herr Gesellschaftspräsident schloß mit einer entsprechenden Rede die heutige Versammlung, welche die Basis legte zu der neuen Organisirung der Gesellschaft und zu so vielen für die vaterländische Landcscultur hochwichtigen Einrichtungen. 783 Lai bach, am 3. December. Auf der ^Ferdinands Nordbahn, derBrünncr, Prager-und Vtocke.-rauer-Eiscnbahn, den ungarischen Eisenbahnen, und auf der südlichen Bahnstrecke bis Gloggnitz haben so starke Schneeverwehungen Statt gesunden, daß die Unterbrechung dcr Fahrten bei einigen 2 — » Tage nothwendig erfolgte; auch ans Norddeutsch-land erhalten wir Berichte. daß sehr viel Schnee gefallen ist; d,,s unregelmäßige Eintreffen der Posten ware somit aufgeklärt; lächerlich ist es wohl zu nennei,, daß hier gleich allerhand Befürchtungen von politischen Bewegungen wegen der Unregelmäßigkeit im Postenlauf ausgedrückt wurden. Wir können nicht unterlassen dieser ^chwarzseherei, für welche wir es kalten, zu bemerken, daß jetzt sich kein haltbarer Grund dafür finden läßt. Auch in Unterkrain ist, Privatnachrichten zu Folge, ein Schnecgefallen, dcr schon an einigen Stellen das Schlittenfahren zuläßt; Laibach und dessen Um. gebung sind noch davon fast gänzlich verschont geblieben. l)>-. X.) Laibach, am «.Dec. Von welchem Kronlande immer, sagt die »Allg. Zg." wir in den Zeitungen Berichte lesen, gibt es teines, das neuester Zeit nicht von Diebs - und Raudcsbandcn beunruhigt würde; an vielen Orten, namentlich in Galizien, liegt solchen Verbrechen Rache zu Grunde. — Wir glauben der Ehre unseres Landes d,e Erklärung schuldig zu seyn, dasi jener so allgemeine Ausspruck auf daö Kronland Krain durchaus keine Anwendung findet, denn uns ist aud nicht ein einziger Fall bekannt, der das Bestehen einer ,>Diebs - oder Raubbande« nur im Entferntesten «ihnen ließe. Die in allen Beziehungen wahrhaft musterhafte Haltung der Brvölkciung diesrs Kronlandes verdient gewiß eine vorzugsweise Anerkennung. Die „Allg. Ztg.« thut daher sehr übel daran , daß sie nach den traui-igen Erfahrungen in einigen Kronlandern, als Galizien, Ungarn, Sie-bendürgen u. dgl. über alle voreilig den Stab bricht. — Dadurch wollen wir jedoch nicht gesagt haben, daß wir die von der „Allg. Z." ausgesprochene Ansickt wegen Errichtung der Gcnsd'armcric nicht theilen würden, deren wohlthuender Einflusi qewiß nicht zu verkennen seyn wird. Truppen - Durchmärsche dui cl> Laibach vom 28. November bis 3. December l849. Am 28. November Unterjäger Smolniker, vom 9. Feldjäger-Bataillon, mit 39 Transrncn, von Cilli nach Görz. Am 29. Feldwebel Rricdel, von Hohenlode, mit 56 Transencn, von Görz nach Gratz. —- Feldwebel Pott, von Heß Ins., mit 70 Mann Ergänzung von Mazzuch^Ui Inf. , von Wien nach Italien. Am N0. Herr Oberl. Matthci, von Haugwitz Inst., mit i9t» Invaliden und Transenen, von Görz nach Gratz. Ani I, December. Herr Lieutenant Ehitry, von Deutschmeister Inft. , mit l2H Invaliden und Nc^ convalesccnten, von Görz nach Gratz. Am 3. Herr Hauplmann Verbanetz, von Erzh. Franz Ferdinand d'Este Inf. , mit 62 9 Mann Ergänzung, von Gral) nach Italien. Die Ncchmüigö-Kanzlei des Ins. Regiments WimpfflN, bestehend aus 1 Hauplmann Rechnlings-führer, ^ Fouriers und 7 Mann, von Gratz nach Venedig. -- Corporal Pettcln, von Hohenlohe Inf., mit 46 Transenen, von Gratz nach Görz. Am l. d, ist unter Commando des Hrn. Lieut. Mctzner, ein ^.0« Mann starker Ergänzungstrans-port des vaterländischen Regiments, Prinz Hohenlohe von hier nach Ancona zum Regiment abgegangen und am 10. d. M. rücken die 4 Compagnien des Reserve-Bataillons vom vaterländischen Regi-mente aus Ungarn hier ein, und erhalten ihre Bestimmung 2 Kompagnien nach NcustadN und 2 Compagnien nach Adclsbcrg. W i c l, /^ Wien, 29. Nobember. General Maycrbo-fer v. Grünbühl ist zum provisorischen Landcschef, und Eduard Griez dc Ronf« , k. k. Gubernialrath und Kreishauplmann zu Cattaro in Dalmalien zum k. k. bevollmächtigten Ministerialcommissär für die Woiwodschaft Serbien und das Temescher Banat ernannt worden. ^ Wien, l. December. Die neuesten Meldungen in Betreff des ungewöhnlich anhaltenden Echneefallcs lauten i Die Stationen Gänserndorf, Angern, Dü'rnkrut, Hohenau, Mährisch Neudorf und Göding sind ganz verweht. Zwischen Brüssau und Zwittau ist in lctztverfiossener Nacht die Vcrwc-bung an mehreren Stellen eingetreten. Für den Verkehr der Posten wird auf anderem Wege vorgesorgt werden. Heute sind weder auf der Nrucker noch auf der Gloggnitzer Nahn die Trains abgegangen. /^ Wien, l. Dec. Wir erwähnten vor Kurzem, daß dcr bevollmächtigte k. k. Commissar, Freiherr v. Geringer wcgen mehrfach aus dem Lande vorgekommener Eigentumsverletzungen eine populäre , auf die Fassungskraft des Landvolks berechnete »Belehrung« verfassen und vertheilen zu lassen beschlossen habe. Diese Schrift ist uns bereits zu-gekomn^n und wir entnehmen derselben folgende Stellen '. »Cs sind und bleiben für immer aufgc-lwben : Dcr Hauszins (lull zx'l»/>); die von im Ur-barium verzeichneten Gründen geleistete Zug- und Handrobote; alle Ablösungen für die lange Fuhr, das Spinnen, oder das Neuntel von auf früheren Urbarialgründen erzeugtem H.nif oder Flachs; ^die Treibjagd; der mit der vormals Urbarial-Hoizungs-und Rohrschneidenützung verbunden gewesene Dienst; endlich das Neuntel von Urbarialgründen, ob dieses nun früher in n:»linu oder in barem Gelde gegeben wurde. Alle anderen in dem voran stehenden Verzeich-niß nicht mit inbegriffenen, welch' Namen immer führenden Leistungen, die nicht aus Urbarial-, sondern privatrechtlichen Beziehungen hervorgegangen, und welche durch die obigen gesetzlichen Verfügungen nicht abgeschafft worden sind, haben so, wie sie früher üblich waren, auch fernerhin zu bestehen und sind genau zu erfüllen." — „Darum Achtung dcr Heiligkeit des Eigentumsrechtes ! Nicht darin besteht die Freiheit, daß man Andere ihres Eigenthums berauben könne, wohl aber darin, daß Je-dermann, nach Maßgabe feiner physischen uno moralischen Kräfte, im Wege redlicher Arb.it das eigene Loos bessern könne, und die Frucht von Mühe und Flciß unter dem allgemeinen Schutze der Regierung geborgen sey. — " Wien, 29. Nov. Der allerhöchste Hof ist gestern von dem Lustschlossc Schönbrunn in die k. k. Hofburg übergesiedelt. Oesterreichisch50 Küstenland. Ul. Trieft, 2. December. Heute wohnte ich einer wahrhast rührenden Feierlichkeit bei. Es fand nämlich auf dcm Theaterplatze vor der Fronte der Tricstcr Bamrnmiiiz und im Bciscyn des größeren Theiles der Bürgerwehr, so wie des Mililärstabes, durch Se. Erc. den Herren Statthalter Wimpffen die Decorirung des hochwürdigen Herrn Ghcrbez, Curattn in Barcole nächst T-iest, ferner eines Feldwebels und eines Gemeinen der Territorialmiliz Statt, welche sich zur Zctt der vorjährigen Blo-kade durch einen besonderen Muth bei der Avweb-rung einer nächtlichen Landung feindlicher Barken vor allen hervorgethan haben. Zur Anerkennung ih rer vorzüglichrn Leistungen wurden selbe heute mir der goldenen Medaille geschmückt; dem geistliche» Heirn ist sog„r die mittlere allerhöchst zuerkannt worden. Diese Gelegenheit wurde auch ausersehen, um den patriotischen Handels.Schiffscapitäne Go-riui mit der ihm von ^r. Majestät verliehenen goldenen Medaille driller Classe öffentlich zu schmus l'en. Dieser Mann hatte sich im Vorjahre zu Corfu, tiotz den schwersten Drohungen von Seite seiner treubrüchigen Camrraden, fortan geweigert, die italienische Flagge auf seinem Fahrzeuge aufzuhissen, nnd schützte mit Gefahr des eigenen Lebens des österreichischen Vaterlandes weißrothes Panier. Sämmtliche Dccorirte begaben sich hernach unter Vivat-Nufen des VolkcS in des Slatthaltrrs-Pa-lais, der wo sie zur Tafel Sr. Erccllcnz geladen wie ren. — Während ich dieser Festlichkeit Erwähnung mache, kann ich anderseits die Verwunderung ni i>t unterdrücke!,, daß einem Manne, welchem in Absicht aus die Vertreibung der feindlichen Schaluppen zu Barcole, da er solche am ersten bemerkt und unerschrocken beschossen, das meiste Verdienst zuerkannt und auch, gleich dem Curaten, die goldene Medaille zweiter blasse verliehen worden ist, nicht die wohlverdiente Theilnahme an dieser öffentlichen Belohnung gegönnt wurde. Ich meine den Finanz-wach-Unterauffcher, Johann Hribar, einen Jüngling, der, vermöge seines musterhaften Charakters , wie auch seiner besonders cmvfehlenden Lebensart wegen, in dcr That eines besseren Loses würdig wäre. Nicht von mir allein, sondern von mehreren Anwesenden ist unter den Beglückten dcr Aufseher unangenehm ver-mistt worden.' Mag dieß aus Vergessenheit oder absichtlich geschehen seyn, ein Fehler war es, und dieser müßte gut gemacht werden, wenn wir in dem Grundsätze übrigens einverstanden sind, daß der Finanzwach-Aufscher' auch ein Staatsbürger sey, dessen außerordentliche Verdienste, wie die cims Andern, öffentlich belohnt werden sollen. Am letztvcifiossciicn Montage wurde von dem Hafen-Wach tschiffe „Guerriera" eine Barke mit zwei C.'deten und cilf Matrosen während einem der furchtbarsten Nora.-Stürme an das Kriegsfahrzeug „Velocc" , das eben absegelte, gesendet, um De-peschen nachzutragen. In den Sturmwogen ver- schwand plötzlich auf dem Heimwege der Kahn, und kam nicht mehr zu Gesichte. Schon glaubte man die Mannschaft und das Fahrzeug verloren, als heute aus Istrien Berichte einlangten, daß sich die Mannschaft, von der Linie ihrer Sendung un-aufhaltjam hinweggeschleudert und mit dem Sturme ringend, endlich doch in größter Lebensgefahr bis zur istrianischen Küste hinarbeitete und dort rettete. — Wenn ich mir diese und andere Scenen so recht vor Augen stelle, so kann ich wohl geradehin zugestehen, daß es nicht leicht einen kaltblütigern mulhigern und ausdauernderen Matrosen gibt, als es eben der Bewohner Istriens und Dalmatirns ist An diesem hat Oesterreich eine See-Mannschaft,' um welche dasselbe jeder andere Staat beneiden muß. Dle Regierung hat demnach sehr wohl gethan, die Rctlutirung5b?zirke für ihre Kriegsmarine, nut Hintansetzung der bisherigen italicni-scyen, einzig und allein auf die Küste der Grafschaft Görz, Istriens und des Königreichs Dalma-tien zu beschranken. Auch thut Dahlrup sehr wohl daran, bei der österreichischen Marine das deutsche Eommsndo einzuführen, wie er es beschlossen. Ueber-dieß höre ich so eben, daß selbst zene österr. Kriegs-fahrzeuge, welche bisher italienische Namen führten, soiche mit Anderen vertauschen sollen, so z.B. wild die Guerriera den Namen »Juno", die Veloce jenen der „Diana" zc. erhalten. Es muß alles ent. f^rnt werden, was selbst bei der gemeinsten Classe den Wahn erhalten könnte, die österr. Marine sey eine italienische. Ich bedaure nur, daß die Umgangssprache mit der fast durchgehends slavischen Mannschaft fortan noch die italienische, und sogar im venetianischen Dialecte geblieben ist. Die Mannschaft sollte entweder in der deutschen, und soweit dieß nicht angeht, in ihrer Muttersprache, der slavischen, behandelt werden. Freilich ist es dann nothwendig , daß der deutsche Marine-Officier außer der italienischen, die er ohnehin sehr gern studirt, auch die slavische Mundart lerne; allein dieß muß er thun, wenn er so recht das Herz des Dalmatic ners gewinnen will. C r o a! i e n. Agram, 2«. Nov. Die Unterrichts-Section des hohen Banalrathes hat beschlossen, an die Agramcr Studien- und Schulen-Dberdirection die Verordnung zu erlassen, daß in Zukunft an allen Gymnasien Eroa-tiens und Slavoniens durch die betteffenden Classen-Lehrer — in allen sechs Gymnasial - Classen — die Grammatik unserer Nationalspracke wöchentlich durch zwei Stunden gelehrt, aus diesem Gegenstande die gewöhnlichen Semestral-Prüfungen abgehalten, und i>: dtn Schul - Catalogen und Classificationcn dafür eine besondere Rubrik eingeführt werden muß. In den hiesigen Gymnasial- und academischc», Schulen werden die Gegenstände in unserer Natio-nalsprachc vorgetragen, nebstbei aber auch für die Ausbildung der Jugend in der lateinischen Sprache dic Soigc getragen. A gram. Wie sehr Se. Majestät unser helden-müthige Monarch, jedes Verdienst anzuerkennen und zu belohnen geneigt ist, sehen wir abermal daraus daß AUerhöch derselbe der Frau Witwe dcs helden-müthigcn Vertheidigers der Festung Temesvar, F. Z. M. Baron Rukavina, statt dernormalmäßigcn Pension von jährlichen 800 fl., eine Pension von 2000 fi. jährlich zu bewilligen geruht hat. U n g a r n. (w)Vom rechten Donau-Ufer, 27. Nov. Im Augenblicke, als ich diese Zeilen niederschreibe,' ist es nicht meln möglich, auf das linke Donau'-Ufer zu gelangen, ohne daß man der Gefahr des Verunglückens ausgesetzt wäre; denn die Prcßdur-ger Schiffbrücke wird abgetragen, und die Donau geht so stark mit Eis, daß ein luftiges Schiffiein Gefahr liefe, zerschellt zu werden Wie das kommt, weiß der liebe Himmel, aber auch nur der, da unsere Weltpropheten Alles vorhersagen, nur keine richtige Witterung. So trösteten wir uns denn auch daß der Winter seinen Groll erst gegen Weihnacht ten entwickeln werde, und staunten nicht wenig, als nach ein Paar misanthropischen Novrmbertagen plötzlich ein so eminentes Ianuarwetter eintrat. Seit gestern hat sich diehseits, und wie ich höre und theilweise sehe, auch jenseits ein Orkan breit gemacht, der uns ganze Massen von Schnee herbeiführt, die mitunter bis über das erste Stockwerk unserer Landhütten reichen; dabei herrscht eine keineswegs obligate Kälte, die das Holz arimmia theuer macht und Handel und Wandel lahmt Die Dampfschifffahrt ist plötzlich eingestellt worden und die bedeutenden Frachten, die von Pcsth nack Wien und umgekehrt noch vor Thorschluß, d vor d!m ""den sollen, müssen jetzt per Achse lm Schneckengange spedirt werden. Die 7 84 Dampfschifffahrt - Gesellschaft wird auf diese Weise im Laufe des verhängnisvollen Jahres durch die verschiedenartigsten Elemente in ihren Interessen ver-kürzt; auch die Eisendahnfahrten nach Wien und Tirnau sind theilweise unterbrochen. Am nachteiligsten wirkt der plötzliche Witterungswechsel auf die benachbarten Wochenmärkte und eben dadurch auf die pecuniären Verhaltnisse unseres Landvolkes, das in seiner Communication gehindert ist; denn gute, zweckmäßige Straßen sind bei uns noch ein j>m>n «^lllßsium. Für unsere Wintersaat ist übrigens der Schnee eine Wohlthat, und wir geben uns der Hoffnung hin, daß ein strenger, früher Winter in der Regel auch ein kurzer ist. — Mit den Winttrlciden kommen nun auch die andern gewöhnlichen Uebel, als da sind: Diedstä'hle, Raubansä'lle :c. Unserc Gegend ist zwar, dem Himmel sey Dank! nicht so sehr mit Gelichter aller Art gesegnet, wie weiter unten; doch kommen auch kleinere Erperimentc der Meister Langfingers vor, und vorzüglich das benachbarte Preß bürg kann viel davon erzählen trotz Belagerungszustand und Gensd'armerien, die sich weit mehr um politische als materielle Frevel zu kümmern scheint — eine Wahrnehmung, die sehr betrübend ist. Um so mehr Beifall hat das vom Armee-Dbercommandanten erlassene »Standrecht," vollzogen durch Civilbehörden gegen Raub, Diebstahl, Mord und Brandstiftung, hervorgerufen, eine Maßregel, die zu den dringendsten gehörte, und wohl den ganzen Winter aufrecht erhalten werden wird. — Durch die heute pudlicirten Urtheile dcö Arader Kriegsgerichtes über lö Insurgenten-Officiere hat jetzt das Publikum die Gewßheit erlangt, daß kein Todesurtheil mchr vollzogen wird - doch gibt es noch viele unter uns, die selbst Strafen von 10 und 18 Jahren Festung in Eisen viel zu hart finden. Die „Pesther Zeitung" vom 27. v. M. enthält 14 kriegsrechtliche Urtheile vom k. k. außerordentlichen Kriegsgerichte in der Festung Arad, nach welchen 12 Individuen, mcist früher Officiere der österreichischen Armee, zum Tode verurtheilt, jedoch die zuerkannte Todesstrafe auf lüjährigcn Festungsarrest in Eisen im Wege der Gnade gemildert ist, dann 2 Individuen, wovon das eine zu Aiähr., das zweite zu jährigem Festimgsarrest verurtheilt worden sind. Preßburg. W r vernehmen, daß ein Theil der magyarischen Emigration sich nach New-Pork, der andere nach Teras wenden wird. Schiffe sind schon bestellt; eben so spricht man, seyen schon Län-derrinkäufe oor sick gegangen. — Klapka hält sich gegenwärtig nach längeren erzwungenen Irrfahrtcn^'n oer Schwe,z, in der Nähe von Eolorhurn auf. -Dcn Officicrrn des aufgelösten Freischaaren-Bataillons wurde gestattet, ihre Seiten, und Schießgewehre beizubehalten. Vroßhcru'gthum Tascana Florenz, 22. Nov. Die heutige officielle Zeitung bringt endlich das so oft besprochene Amnestie-Decret für alle des Hochverrathes und anderer politischer Vergeden Angeklagten. Ausgeschlossen sind die Glieder der provisorischen Regierung; ferner der sogenannte Chef cer erecutiven Gewalt (Guerazzi), die Glieder des Ministeriums Montanelli, der Polizei-Präfeet von Florenz zur Zeit der provisorischen Regierung, und endlich die idres Vergehens bereits überführten politischen Verbrei'er. Die Amnestie umfaßt auch rie schuldigen Militärpersonen, doch haben dieselben eden so wie die Beamten, welche der provisorischen Regierung Dienste geleistet, fein Reckt, weiter in Staatsdiensten behalten zu werden. Schließlich wurde bekannt gemacht, daß alle jene, welche irgend eine Entschädigung von den Am-nestirten geltend zu machen baben, ihre Klage im Wcqe Rechtens bei den bürgerlichen Gerichtshöfen einzubringen ermächtigt sind. Römische Staaten Rom 24. Nov. Bei einer neulich abgehaltenen Audienz der Cardinäle erschien ein gewesener Ossicier der römischen Nationalgarde mit der Bitte um seine Wiederanst, llung oder Verwendung im Dienste oder um einc Unterstützung von 100 Scudi. Nachdem die Cardinäle auf' seine verzweistungsvollen Vorstellungen nicht einzugehen befanden, erklärte er sich denn das Leben nehmen zu müssen, und ehe die herbeigerufenen Diener es verhindern konnten, stieß er sich ein gezogenes Messer in die Brust, und stürzte schwcrgetroffcn zusammen. Er ist hierauf den Händen der Gerechtigkeit übergeben worden. Schweif. Basel, 23. Nov. Herr Professor Wackernagel, schreibt dic „F. O. P. Z.," hat nun doch den an ihn ergangenen Ruf nach Wien abgelehnt, und dcr hiesigen Universitatsoehöroc angezeigt, daß er hier bleiben werde. Seine von hier gebürtige Braut, sagt man, könne sich nicht entschließen, ihre Aeltern und Verwandten zu verlassen. F r a n k r e i ch. Paris, 23. Nov. Heute sprechen wieder zwei Blätter ganz ernstlich von einem beabsichtigten Staatsstreiche. Die »Libert«" will wissen, daß die Vorstädte von geheimen Agenten bearbeitet werden, die unter den Arbeitern die Ueberzeugung zu verbreiten suchen, daß mit vergegenwärtigen Constitution der Gewalten niemals reelle Verbesserungen zu erreichen seyen, und daß sie besser thun, sich in die Arme der ersten besten Monarchie zu werfen. Dasselbe Blatt behauptet sogar, der General Chan-garnier sey vollständig gewonnen, und bereit, schon früher übernommene Verpflichtungen zu erfüllen. Die »Repudlique" warnt an der Spitze ihrer heutigen Nummer das Volk vor Äufstands-Versuchen, da Jeder, der es in dte Straße rufe, nur ein geheimer Aufreizer — ein 3i>en!, l'l'ovol^töur' — seyn könne. Dem „Corsair" zu Folge hatte man für dcn 30. November einc neue Botschaft des Präsidenten der Republik zu erwarten. -- Nach dem Wochen-Berichte der Bank hat chr Metallvorratl) um eine halbe Million, und die laufende Rechnung des Schatzes um .>^4 Mill, zugenommen, während fich der Betrag ihrer Discontirungen um 4'l« Mill, und ihr Notenumlauf ebenfalls um 4'l„ Mill, vermindert hat. — Der Er-Präsident der venetianischen Republik, Manin, weilt gegenwärtig hier, lebt aber ganz zurückgezogen, und beschäftigt sich mit Ausarbeitung seiner Geschichte von Venedig. Man behauptet , Garibaldi habe von L. Napoleon die Erlaubniß erhalten, in einer Stadt von Südfrankrcich zu wohnen, Großbritannien und Irland. London, 22. November. Man schreibt der ,/Times:" »Herr Carl Heinzen, einer der glänzenden Gestirne der deutschen democratisch-socialen Partei, drr gegenwärtig mit Gustav Struve und anderen Meinungsgenossen hier als Flüchtling lebt, hat in der hiesigen deutschen Zeitung ein Pamphlet veröffentlicht, welches er „Lehrrn der Revolution« nennt. Aus diesem kostbaren Büchlein, schreibt dcr englische Berichterstatter, habe ich einige Stellen übersetzt, um Idrc Leser mit den Absichten dieser sehr liberalen Partei bekannt zu machen: Es ist möglich, daß die große revolutionäre Heilung, welcher Europa jetzt entgegengeht, einige Millionen Menschenleben kosten werde. Kann jedoch das Leben einiger Millionen Schurken in Erwägung gezogen werden. wenn es sich um das Glück von zweihundert Millionen handelt? Nein! Eö muß endlich die Zeit kommen, wo das Volk diese selbst-verrätherische Gewissenhaft,gkeit abschütteln, und mit dem Vernichtnngsschwcrte in jeden Winkel, der einen seiner Todfeinde schützt, dringen wird, um über Leichenhausen das Rachefest zu feiern. In der Nummer vom li,. November erklärt Herr Heinzen, daß in allen Ländern Europa's Dictatoren eingesetzt werden müssen, deren Hauptaufgabe die Alisrottlmg aller Reactionäre - d. h. aller jener Unglückli ^ en , die anderer Ansicht sind, als Herr Heinzen — seyn soll. Dieser Dictator muß mit allen revolutionären und republikanischen Regierungen einer, Offensiv- nnd Defensiv-Vertrag abschließen, um die noch übrigen monarchischen Staaten zu unterjochen oder zu revolutioniren. Die Allian; soll sich bis zur Auslieferung und Verfolgung der gcflüchteten Reactiunärc erstrecken, denn für diese darf es krin Asyl geben. Das Rccht, es fordern zu können, muß für sie sogar gänzlich auf' gehoben werden und darf ferner nur als Parteisache angewendet werden (d. h. wenn wir verfolgt werden, so bleibt das Asylrecbt heilig; ist es aber um-gekehrt, so kennen wir dieses Recht nicht an ) Nur im Grabe soll ihnen Ruhe gegönnt werden. Da serner bekannt ist, daß die Revolutionäre, besonders die Fürsten, in fremden Ländern Geld und Gut besitzen, so müssen diese beiden letzteren erforderlichen Falls sogar mit Gewalt zurückverlangt werden, um zum Besten des Staates verwendet zu werden. „Diese Auszüge sind," sch^ibt der Bericht, erstatter der „Times,- in L""don gedruckt, und dürften Ihre Leser über die Absichten der social- democratischen Partei aufklären. Ich weiß zwar nicht, welche Macht das Gesetz dem Secrctär für die inneren Angelegenheiten in solchen Fällen über Fremde einräumt; aber ich wäre der Ansicht, daß der Verfasser solcher Doctrinen den Befehl erhalte, in 24 Stunden London zu verlassen. Jedenfalls ist es gut, daß das englische Publikum sich erinnere, welche Grundsätze von einem Gliede der deutschen Emigration verbreitet werden, für den Fall, daß man es auffordern sollte, für die deutschen Flüchtlinge zu subscribiren. (Lloyd.) Neueste s — In der Nacht vom 30. November auf den 1. Dec. fand man in Wicn (am Hundsthurme) ein 40jäl)riges Frauenzimmer erfroren. -"Die Bahnstrecke zwischen Prag und Brunn ist bereits wieder fahrbar. Die Strecke zwischen Mährisch-Ostrau und Biseng wurde neuerdings verweht. Von Wie!-, gegen Lundenburg arbeiten zwei Locomotive mit Schnecschaufelungsmaschinen. Doch ist die Zeit, bis zu welcher die ganze Bahn fahrbar seyn wird, noch nicht festzustellen. — Am 28. Morgens erschien der Kaiser unversehens an der Taborlinie, und fand eine lange Reihe mit Victualien veladener Wagen, auf die Beamten harrend, welche sich noch nicht eingefun.-den hatten. Sc. Majestät sollen darüber sehr ent.' rüstet gewesen seyn; ähnliche Fälle dürften schwer, lich wieder vorkommen. — Bei der Grundentlastungscommission in Kärnten wurde zum Vertreter des Aerars, der Kla-gcnfurter Camcralrath Anton Heiorich vom Ministerium bestimmt. — Auf der DonaustreckezwischenWien und Stein sind über 200 Ruderfahrzeuge eingefroren, welche zum Theile mit für die Residenz" bestimmten Lebensrnitteln und Holz befrachtet waren. — Das Netz der Gcnsd'armerie wird der Kai-serstaat mit 13 Regimentern überziehen. Die Vertheilung derselben wird in folgender Weise vor sich gehen: Auf Ungarn entfallen vier, auf Galizien, mit Einschluß Schlesiens, zwei, aus Böhmen, Mähren, Oesterreich, Striermark, Tirol, Istrien und D^lmatien je eins, Kärnten und das lombardisch-veneriamsche Königreich zwei Regimenter. Jedes Regiment wird nebst den entsprechenden StabSofficieren aus 12 Hauptleuten, 12 Ober- und eben so vielen Unterlieutenants bestehen. — Im Verbrennhausc am Glacis wurden wie> der 5,334.000 Gnlden abgenützter Banknoten verbrannt. -- F. M L. Graf Schlick ist vm, Prag abgereist, um seine neue Würde als Militärgouver.-neur von Mähren und Schlesien anzutreten. — Der eiste Bogen der ^echischen Terminolo, gie, wie nicht minder der übrigen slavischen Sprachen, hat bereits in Prag den Druck verlassen. Die Vorrede hierzu hat Herr Schafarjk verfaßt. — Das in Böhmen unter dem Commando Sr. k. k. Hol), des Erzh. Albrecht stehende dritte Armeecorps hat für dcrl eventuellen Fall eines Marsches Bereitschaftsbefedl erkalten. (Sldfr.) — In Neapel, so wie auf Sicilien, dauern die Arrestationcn fort. In Messina sind Bärte und Schnurdärte bei Arreststrafc verboten. — Den neuesten Nachrichten zu Folge ist in Prag die Kälte bis auf ll"^. gestiegen; die Mol» dau ist ganz zugefroren. -Die Kettenbrücke in Pesth hat am ersten Tage ihrer Eröffnung von 12 Uhr Nachts bis 6 Uhr Abends — also in 18 Stunden - - all fl. C. M. eingetragen. — Bei der am l. December vor sich gegangenen Verloosung der fürstl. Windischgräh'schen Anleihe von zwei Millionen Gnlden C. M. wurden die nachstehenden Schuldverschreibungen mit Haupt-gewinnsten verloost: Nr. 42705 mit 20.000 fl., Nr. 20324 mit 2000 fl., Nr. 84141 Ml't 1000 fi., Nr. 4^756 NÜt 500 fl. , Nr. 5)2675 Mit l00 fl., Nr. 90842, Nr. 62898, Nr. 4783! , Nr. 41550, Nr. 34734, Nr. 22913, Nr, 15.i79 und Nr. 4294 ledc mit 100 ft. .- Für die stadthauptmannscbaftlichen Beamten wird nächstens einc neue Dienst-Instruction in vier Hauptstücken (tägliche gewöhnliche Amtsvel> richtungen, nächtlicher Dienst, außerordentliche Dienst, befehle und Amtsvenichtungen an Sonn- und Feie» tagen) erscheinen. — Die Gattin des ungar. Er-Ministers Bat-thyany ist mit Familie und zahlreicher Dienerschaft in der Schweiz angekommen. Verantwortlicher Herausgeber und Verleger: Ign. A l. v. Kleinmayr. Meteorologische Beobachtungen zn Laibach im December I8A9. ^' Vwbaä'tmig. a»s0" rcducirt. nach Ncanm. ^""' des Himmels. in 24 Stundcn. ^"'^"""' 28 ^ 2 Uhr Nach. 27" !>'" ^.lU " —2' O dlo / lU UHr A>.'cnds 27" 10'" i1.0l"" —2' NO Mondschcin l tl Uhr M. 28" 0'" «,<>7"" —2,5' NO Ncbcl 29 ' 2 Uhr Nach. 2H" 0"' 0,4^"" —0,5' O Sonnmschein l 10Uhr Ab/ 28" 0" 1.44'- —2" O hcllcr Mondschein 5 6 Uhr M. 2»" 0'" 0,65"- —3' NO ncbclig 3tt ) 2 Uhr Nach. 28" 0'" 4.«,»"" —2" >^O gnvöltig ^ 10 Uhr Ab. 27" «'" l,20 " —l" O heiter 27 Zoll 0 Linien 8.7)8 Pimttc war die uuitlcrc Varoiucil-rhöhe im November 1849. Das Rcgcnwasstr d.trug 3 Zoll^__________________^^^»^»_^^^^»^..^^_ Telegraphischer ^ours - Bericht der Staatäpapiere vom I. December 1849. Mittlpr. in CM. Etaatsschuldvcrschreibnngen zu 5 M. sin CM.) 94 1/8 detto ., 4 1/« ., >, v'l >l/» Witn Stadt-Vanco^bl. zu 2 1/Ä M. (in l.M.) 50 dctto „ 2 „ ., 40 Acrarial Obligationen dcr Siäud? von ^ Oesterreich unter und ob dcr zn ^ p^t. l Enns. von Böhmen, Mäh- ß „ 2 1/2 „ V ren, Schlesien, Steiermarf, ^ „ 2 <>4 „ l Kärntcn, Krain, Görz und „ 2 „ l 40 blSWien. OberkaMlneraintes „ 1 A/4 „ ^ Bank-Acticn, pr. Stück 1189 in 6. M. Wechsel-Cours vom I. Dcccmbcr 1849. Amsterdam, für 100 Thaler Current, Nlhl. 152 G. 2 Monat. Augsburg, für 100 Gulden Hur., Guld. 110 1/Ä Ufo. Franffurt a. M., für 12« si. fudv. Ver- tinö-Währ. im 24 !/2 st. Fuß, Guld. 110 3 Monat. Genua für 300 neue Picmout. Lire, Guld. 126 Vf. 2 Monat, bamburq für 100 Thaler Vanw. Rlhl. 1 «2 2 Monat. Livorno' für 300 Toscanifche i!ire. Guld. 10/1'4 ß!. 2 Monat, london, für 1 Pfmid Stcrlmg, Gulden» ^.7 «gf. 3 Monat. Mailand für 300 Otsterr. Lire, Guld. 8!» 1/2 G. 2Mouat. Marseille, für 300 Fraulen, Guld. 130 !/2 G. 2Monat. Paris, fur 300 Fraufcu. Guld. ^ ^!i/4 ^^ouat. Getreid-Durchschnitto- Preise .»1 l!ail,'ach ^m l. Q,lb!ruchl . — ,, — » — Kor,» ... 2 » 54 >, — __ (^clste ...—.— « — — Hiise ... 2 .. ^7^ » ^^ — ^eil^ill ... ^t » 2^'<2 « — — H.i'e, . . 1 ,> 4>> ,) K. A. Hotto.nehungen. In Glay am I. December I849: 62. 38 12, !?. 3l. Die nächste ^lchuilg wird am l5>. December Ittl9 l>, Gra^ g.'yalii'n w^rd»,n. In Wi.ll am 1. December 1s49: 45 «2. tt0. 83. tt. Dlc uä^,!ie ^^«ilOi^ lriro am 15. December 1»-l!) >>' !Üilcll g.yaiceu irclort». Fremden-A».mge der hier Angetomme«»'« u»,d Abgereisten. Alu ^7. Novcm l>rr l 6iU. , Hr. Hady H>.s>n>, H.nldelsiilinn, von Tl.est nach Wi^>.— Hr, ^iruoer, Handelsmann, von Wien nach ^iulne. — Hr, Uartl, Hanoclön»., von Wien nach Tn.st. — Hr. (^^N Gudlanz ^chuselka, Privat, mn Gcinahlin, von Wie». Am 29. Hr. A.izini, mir Oattm; — Hr. Joseph Baldo, — u>w Hr. Carl Pelz, HandelsltUte; alle 3 von Wien nach Erlest. — Hr. Rugelus Gra.-sell, Haüdelv'n.lnn, von Verona nach Wien, —Hr. l Iacetz, Adrocat, von Wlcn nach ziumr. Äm .'W. ^)l. Hubert ^ örr, — und Hr. Joseph (5erini, Hanoelsleute; belde von Wien nach Tncst. — Hr. Sigmuno Weiß, Handelsmann, — und Hr. iUincenz Banern,ein0, Pnvat, von Tncst nach ! Wien. — ^n'. Pttcr Silvestri, Handlungs. Agent, ! von itterona nach Wicn. ! Am l. Dec. Hr. Dr. Carl Richter, Privat, ! von Wien nach Trieft. — Frau Sophie Haftnöhrl, k. t. Kriegs.-CommisjarsGattl», mi. Familie, von Wicn nach Mailand. — Hr. Franz iUogcl, Privat, von Grutz nach Trieft. Am 2. Hr. Nudolph Fulsater, Bezirks. Com. missär, von Trieft nach Gratz — Hr. Aga (ianse.-vich, Handelsinann, von Tliest nach Wien. — Hr. Eduard Edler v. Gnctz, k. t. Gubernial-Natd, von Zara nach Wien. Am 3. Hr Ritter v KaIchberg, k. k. Minifte-lial.'Rath, von Wien, — Hr. Leo Arnold», Han.-delsmaiin, — und Fräulein Nofa Mazo>n, Private; beide von Trieft nach Wicu. Fiwßchtttco Ver;c'lchniß der zur (Hründunss eines krainischcn Pro« Viuzial-Ittvalldellsondes cinftcstangeucn srei- willigcu Vüitrage. Uebrrtracj des 14. Verzeichnisses mit 220 si. in Obligat, und bar . 8801 fi. 27'^tr. Neuer Empfang: Der löbl. bürgerl. Schlitzetwerein in Laidach lüyrt ad cas Neiüertragü'ß der Adendun-terhaltung am 25 Noorm- l?er I. I. mit.....l10 >> — » Herr Kranstnek Hei, riä', Director dcr k. k. prio. Zlickerraffinerie und Hauptmann del Ratio, lialgarde in Laioach ... ^^ » — » (2. Laib. Ztg. Nr. 145.) Hnr Slippantschitsch, Ioh. Nep,, HlNdelsmann..... 1 fi. 30 kr. „ Kattaucr Joseph, Hausbesitzer ....... 5 » — >> Summe 220 st. m Odl. und bar 8970fi.57'^kr. B« Magistrat bringt seinen Aufrnf v. 5. September l I., Z. 60I7. mit der neuerlichen Emla-rung in Erinnerung zurück, es wollen sick dlcjcmgen, welche l'ishcr an der Bildu„g dichs so menschen-lrenndlichen als wohlthatigen Institutes keinen A . lhlil nahmen, sich daran betheiligen, damit der ^ond jene Kratt erlange, die ihm zu erreichen moglicl) ware, li„d sonach in die Lage same, an mehieren Unglücklichen seine wohlthätigen Wirkungen äußern zu können. Magistrat der k. k. Prov. Hauptstadt Laibach am 2. December 1849. z. 223-l, (1) Zur Nachricht. Zu einem sehr empfedlens-wcrchcli, ganz neu eingerichlcten Gastdausc, welches an einem der vortheilhaftesten Gtatwnsplahe ocr k. f. Staalseisenbahn zwischen Lcnbach und Cllli gelegen ist, wird mi ;u dessen Betrieb tauglicher Aastwn'tl) gesucht. Näheres hierüber erfährt man bei der lobl. Redactton diefts Blattes. Z. 2225. (1) Haus-Verkauf. Ein in der Stadt Idria. in der Gasse am Damm 5uk Consc. Nr. 3U7 stchendes und im besten Oauzustande dlfindliches Haus mit einem hübschen Gemüsegal'tl'n, bestehend zu ebener Elbe aus 2 Zimmern, Vorsüale, Küche und 3 Kellern; im ersten Stock.» aus 3 Zimmern, einem Stüverl, iSpelsbchäitiiiffe, Küche und Holzlege, und im zweiten Stocke auS dem Vorsaale, l Z,n,mer, Küche, 3 Kammern und Holzlege, dann unter dem Dache mit einem bequem»» Waschlwden ver« schen, >st täglich aus freier Hand zu verkaufen. Der Verkaufspreis, so w»e die sonstigen Verkaufsbedingnijse können bei dem Bevollmächtigten Gregor Suetitz, oder bei dem gegen, wärtigcn Hüuöcigenchümer )lnton Suetitz, Rauchfangkehrer-Melstcr in Franz, erfragt werden. Franz den 30. Noo 1849. Anton Suetitz, Rauchfangkchl'cr - Meister. ?Z. 22l»8, (2) Neue Staatsbramtens-Nltifarm- Erfordrrniste. Der Gefertigte bat Prets' tanffe Ul d Muster aller, für die neuen Umformn: der Herren ! ^ taarebeamten erforderlichen l Sorten, als: Uniform-Hüte und Kappen, Degen sammt Goldkuppeln, Goldborten, Distinctions-^Mosetten, Hut - und Kappen-^Rosen, dann Knopfe in bester Qualität und hockst prciswürdtg auö Wlcn en oncurrenten wird kundgegeben, daß die Steiner - Draubrücke an der E'Naße liegt, welche über Bleiburg nach Utttersteicrmark, und in die untern Gegenden des Landes Kälnten führt, daß nebst der Brücken» mauth auch die Wohn - und Wirthschäftsgebäuoe, sammt einem Gatten-Terrain in Pacht alisg^lasst'n werden, daß daö Gasthaus und die Fleischhauern, verbunden mit Fuhrwerk, eine ergiebige Erwerbsquelle bildet, daß die Erhaltung der Brücke den Herren Verpächttrn obliegt, ^,nd daß zur Betreibung der Landwirthschaft schr nahe gelegene, zum Gute Stem gehörige Aeckcr und Wiesen um billige Pachtzinse überkommen werden können. Dlc Licitationsbedingnisse liegen im Amtshause zu Sonnegg und in der fürstlich Rosenberg'- schen Directions-Kanzlei in Klagenfurt, im Hause Nr. 2l6 auf dem neuen Platze, im ersten Stocke, und auch bei Herrn Or, Wurzdach in Laibach zur Einsicht bereit Z. 2215. (l) Nr. 4426, Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Nadmannsdorf wirb hiemit bekannt gemacht: Es haben Agnes Schober! und Hr. Franz Me> klitsch, als Vormünder der Johann Schoberl'schen Kinder, gegen llucas Mar-tissetti, Gertraud Poschunk'o, geb. Markistetti, und Ursula Markiffetti die Klage aus Nechtferrigung der Pränotatioil des SchuidschejlUS voin 5. März >825, pr. 570 fi. M. M., aus cie auf Xiamen des Donii' »ik Markiss^tti vergcwährtcn, und im Grundbuche der Herrschaft Feldes .»«l^ Urb..Nr. 846 vorkommen.-den Ueberlandsgründe hiergerichts eingebracht, und es sey zur mündlichen Verhandlung dieser 3iechtssache die Tagsatzung auf den 8. Februar l85l), vormittag 9 Uhr vor dicsnn Gerichte mit dem Anhange des z. 29 der a. G. O. bestimmt worden. Nachdem der Aufenthalt der Geklagten dem Gerichte unbekannt ist, so ist zu ihrer Vertretung und auf ihre Gefahr und Kosten der Hr. Hof. und Ge-richts Advocat Hr. Zwayer in Laibach a!s Kurator bestellt worden, mit welchem die anhängig gewordene Rechtssache verhandelt und entschieden werden wird. Dieses wird 0en Geklagten hiemit mit dem Be merken in Erinnerung gebracht, daß sie entweder selbst erscheinen, oder ihre Behelfe dem aufgestellten Kurator mittheilen oder d,em Gerichte eine,i andern Vertreter namhaft machen können, und überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einzuschreiten wissen werden, widrigms sie sich o>e hieraus entstehenden nachtheili-gen Folgen selbst zuzuschreiben haben werden. K..«. Bezirksgericht Radmannödon, l2. Nov. l859. Z. 2224. («) Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Neifniz wcrden die Gläubiger dcs verstorbenen Anton Klun, gewest.-nen Besitzers der Halbhube Nr. 19 in WettelSdors, wegen Anmeldung uno Darthuung ihrer Forderungen, zu der au> den 2l. December l, I., früh um 9 Uhr vor diesem Gerichte angeordneten Tagsatzung, mit der Wirkung des §. 8l4 b. G. B., einberuicn. Ficifniz am 28. November l849. ä. 2235. (l) Nr. 7l50. Edict. ^on dem k. k. Bezirksgerichte der Umgebung L.ubachb wird hlcmit derannt ycmacht: Es scy üder die von dem Hrn. Mathias Mminta heute anhei überreichte bedingte Erbsertlarung Nr 7l50. zur (^r. forschung dcs Pi.ssiv.-Schuldcnstandes nach seinem zn Außelgmitz um ^8. ^iovcmber d. I. uli jittu^tiilo verstorbenen Katers und ziiealita'le-ibesitzerS, Mathias Mar,i>ta vul^o Greifchek, die Tagsatzuna auf den l4. December' d. I , sruh um 9 Uyr angeordnet worden. Wozu nun seine sämmtlichen Verlaßansprechrr und Gläubiger mit oen in ^.ländin habenden rechts--blhelfen bci dem Anhange des §. 814 b. G, B. zu erscheinen tingcladen wcrocn. K. K. Bezirksgericht der Umgebung Laidachs am 27. November «849. Z' 2^26 (!) Vil. 28^4- E d l c I. Von d»>m k. k, ^ezlltsgc.ichie Leistntz wir^ be. kannt alM,chl : EZ >ey üdec Aniuchen 0«K .pr». Bl«S Ton>,^i von ijtlfln^, »< d!e lreu.ive ^nldlcilnlg dt!, >n» (»luudl'uche dei !i)icariat!>,,ü!^ P.'g^'je »>ll» U,d. Ni. 5 vlnt^mmt>,!.en, dcm .!pc!ln ^rl)a»l> ^ervalii! .zel o>a,et', «ul) (^ons, ^)is. i8 ln Te.pcanc Ii.^rndei^ qench lich au! 350 fl geschah,en H.!l!b,c.Uila: pe^il li.:>t, llild y>k)U t u Tag,l aui den 3l. De eni-oer «849, ^<). Kännel u.d ^U Kedluar IU5l), jedsb mal sl!,!N 9 U,,r mic oq auch unltl dem Lchätzungälverlhe l)ll»la>,^eg»,be:! wüldl. Ber ^!Uüdi uäserira^t, das Sä'ätzung^p.o 0 .oll und dle ^,ciia,il)nk!.edil^iNlsjr tonnen läßlich l^e!» >,m s cingeilhnl welden K. K. Bezilktgeiich! ^cisttitz <>m !7.Oci. lk49. Z. 223^',. (l) Nl l^«4. Edict. Von d,m Be^ilts^eiichie dev t. k. S:a>übl).ll-sä'afl ilandsuajj lvül? tu^ld gema,r>! : Es ,ey ürer Arsucden dev Marcub-E!>'ll i ä a oon Gulenl.of in Ne cle,u!>oc ^,>sie!ge>ulig rer, dcin Martin <5ch!Nl!lfck gehö,i^en, im Z)li,fe Kesischloü liegtnde», gec,ch,lich au! U0 si. ^. ^i. ..eschäl^en, im ^'ruüd^uchc des Gulc^ Lcchof «ul, Reci,. i>li. 2 .l'rlcmmenlcn H.ildhube, we^en .eli 23 fl. (ä. U< 0. ». c. gewilligt!, ui-,d es seyen zul '^»lüal'.nis oetsell-en I Tagsahurigen, nämlich: auf re, 22. Oecemlel 1849, auf,den 22, Jänner Utid au, dei, 22. Februar l85l), jedesmal Vormitlagö il) UI)r in loco Kerschborf mil dem Beisätze angeordnet worden, daß obbcnannle Rlalilat >!ur bei der 3 Tagsatzung unier dem Echä^ungc'werlhe dinlalizjlge^en »ve»den wird. Das Sch,i^li!!gsp>ulo^o^', der ^rundduchser--iract und die ^lcis^ionsdedii.gnisse töi'nes! läglich hicr» amis eingesel)',: wecden. Bezircsgerichi der r. k. Elaalkhe.rschaft Landslraß am 20. November »8<. .^uli lH49, Z. 22^5, aus den 3<). August u d <^. Scplcmd<>i an» geoioneie:, cr>cu,ive,, ^.il^ie'ungel, der oen, Herrn Joseph Novar, vul^o IVlni^'g, gcholiac», un <^»und-buche der D. 3i. O. (Zoinincnda Lubach «>il> Urr». Nr. l il vo'.kon,n,i",den, zu Potpeisch t-ei Ode.laibach gelegene,, auf ^<»58 si. 55 t., gerch llck geschätzten Driireldube und oes auf 636 fl. 45 kr. bcwelthcttil Mulxlai-!' aufgehoben, die au'' bei, ^9. Olt^be, l. ^. angeoioncie cl.e Feiloieiun^ als die Itc dlstima»!, ^ur Lwtüahmc der zweiten die Taqsa«,l,!,g ^m den 29. ^iovember I. I. und ^ie 3 e auf oe^ 7. ^än-er l". ?., L'0.mittag um 9 Uhr, im Do-fe 'Potpeisch mil dcm Beisaß ansseordnct, d^ß weder die Rea» lnäc noch die ^ahrnlsse bel den beicen ersten Feil« bietunqen unler dem Schatzungswer.hr hintangege» ben werden. Der Grundbuchser'ract, das Sch,stzu>igZprot0' coll und die ^icitalionsbedinginssc liegen hier zur Einsichi bereit. K. K. Bezi^sgeücht Obettaidach am 29. August l819. Nr. 6 996. Nacktem auch zur ^trn ^eildietung fei:, Hal!l)ach ain ^9. No> ueniber «8l9, ^. 223l. l, N,. '2609. E d i c >. Lion dem k. k. ^e,,iikö^c>>chic zu Obrrlaibach wird hitlnil bekannt ge^n-ich!: (5s scy iü der ^leclitlonssache d.r Gcrllaud Nachel, dulch Hc^rn lii'. O'.'jiazh, wider Ioüph Hvele von Pn gtlichilichei, ^. <: 8 0., cie rrccu we ^ti^xliinq dtl !"« 'Hre.uien ge-)0 i^c», zu P,cs,er un-cr Hauö >^r. 20 Uno 2t <,tltgcl!l!, Uid dcil: G,u >db:>ch« dcr Hell-ich.,l?. '<>. »2 nud 18 ein» oe.ttib.c., ge>ich>l.ch aus 17öl si. I«) tl. ^llchal>:cn '/»2 Hud', lu" dcr am 7 fj. 40 kr. bewerihnen j^.yltnsse bt.villigcl llw.dc,-,, u,.o w^den die ^eil< bie!lin,.jsle!»'.i.'.e aus ccn 25 ^^ii-bt, den A;. 'Nor>. und den^7. Ds. I. ^., i^ttm,i T'0 miila^ 9 Uhr im Or', te Äc.Uital nri d m e ^ac ril ffc, r,, dc^ e stcn und zn-eiicn drii,en ..l e> auch u,.t.'! del„,clbe!l l)ini^ngrgtde,l >ce,dt^. D»5 ^chäi^ni>p ow,oU, oe> '.^lundbuchs'er' lract, l-no die L!>i,'ali>,'Nb( cd'n^isse, nach w.!ä?clr» je^ dei Llcilam das V^dium in.t 8,1 fl. zu e legrn haven wild, können wägend te,, Ami5>tul>oeil hirlgelicb'ö cni^eiehc!! werde^. .si. K. ^^i't^geiicht Obe.Iaibach am -N. Au» gust »8^9. N >. 5 9 5 4. ^iachd'M auch nn 2 «n ? ei ielllü^ kein Kaufilistir ger ersä'ie >e>> ist, so wl d am ^7. Oe emdel l. I. zur d'.itien i^'lt'ictung pe>ch,i len w.lde'-. K. .it. ^ezittsgetichi'Olc,l«kach am 26. No» member ,849. ^. 2l75. (^) Nr. 3837. Edict. Vom Btzufsa,e>zch e Ech.ieebcl-a, wird licrmit blkanol gemach': ^ß si l von Hllejliil, ^eqrn Ic,m Pooliil von Hiu«e, in die er^xli^e F^lrieiuna, de^ dem ^ktz» less, qfl)ö,ig?n< >>n Hrr sch.i't'Nadlilcht^e, OlU»rbuche «ül, U b.'^l'. ^'"22»' ^ c f. ')t . 4,^7 vvltoinmel'dcn, ^eüch !icb au> s>8() ,!. ^eschay:en Nl'aliial. u>'d seines ,.u' 2! 6 s». grscha»; en Mol llari', wcg.» schlUdigcn ^55 st 4"l kr, 0. ». <>. ftewllliqei, U>id zu dnen '^!>»!'arme dlei ssell.'leiun^sitlmins, >">! den 8. Jänner, 6. ^e'.'iuil u. ^50, jedesmal slüh 9 Ulu in Loco Hluäce m>l dem a„q.' tli.'lalioni'bediügnisse kö-.nen ^a^lich yieranus eioqeseden wnden. Beznts^tlicht Schneeberg am 30. Oct. l643.