U^LVMI IN 0RIVLL2IWMI VonderHeuptfrag ^»Mererieo /rt kiöeL iervancfA; ' Ob auch einem Ketzer trew vnd glaub zulMmsey. Line cWreckWe/bluc- düMeZesuiterPredlgt/so kettus Lcharg» ein vomehmer Iesuitcr Münch den 9. ^rno r 6 OI. in der S kadr Wilde bey dem abzuge des Polnischen Knegövolckö in Liefflandt/gehaltm hat. Auch Zst mtt hinan getßan eine Jesuitische Epi« stel/welche ^^E,citt Jesuit vnd BLschoffzu Segkaw/ selbst an einen seiner guten Freunde gen Augßpurgk hak ab- gehen lassen r Lessen einhalt ist/ Bon der jemmerlkhen Verfolgung / so in Stiermarck/Kemdten/vndKrainflnn Zahl im Herbst von den Jesuiten angerichtek worden: Mit einer Vorrede , vnd kurtzcm Bedenckcn MhcrtzigMAHnstm bitte in den Truck gegeben. Gedruckt im Jahre nach dcr heiistmm Mark/Sck^ cÜLlril iu, 0. cir. Chnsro. B ich wol / LßnMchcr lieber Lc- ser/biß daher keine Knndschafft / Gott be¬ hüte mich semer/mit einctn Icsuücr Münch mn Polen gehabt habe/ dennoch als mir von ffn nehmen Leuten/ meinen guten ffmmden vnd Bundgenoffmam glauben/ diese seine predigt vnd Kriegstrummel wider das E uan- gelische Blut zukommcnifi/habe ich ihm dennoch den gar günstigen willen vnd gefallen thun/ vnd dieselbe ans Helle Liecht geben wollcn.Denn weil er dieselbe soweit von vns abgelegen in der Wilde/dahin vnser wenig komen/vird jn hören können/gethan hat/vnd dennoch gut were/dz diese predigt von vielen/ia allen EuangelischenAhristen möcht gehört sein worden/ Also hab ich vermeinet / man könne denselben mangel etlicher massen erstatten/wenn man die¬ selbe predigt durch den Truck publieiren liesse. Ichgleub auch ia nicht/das mir der Herr oder sonsten ie- mand solches vbel außlegen werde/denn sonsten tiit vngc-« A N breuch» Vot'rM. Pmtchlrch/das woleinGclarter dein andern diesen willen thm/vnd offtcrein ander ohn vorwlstcn des ar¬ beit ans Liecht geben pstegt/wmn nur nicht einer des an¬ dern arbeit stielt/vnd vntcr seinem oder frembden Namm lest außgehcn. Das hat sich aber ja der nicht bey mir zu besorgen/ denn da behüt mich Gott für/ das ich mir diese seine gemachte arbeit anmasten / Bund mir diese Predigt zuschreiben solle. Denn wie solle ich da¬ zu kommen/das ich die Heerpaucken so schön wie er ins Feld schlagen/ vnd (wie du folgcnds lesen wirst) einen sol¬ chen zutrcglichen Rath / das Lutherische Ketzerblnt so leicht znuertilgcn/ wie er/ hcttc sollen er¬ finden könnend Da hören ander vnnd zwar Muter Köpffe zu/die können allein solche anschlcg machen / wel¬ che sie vnter den viereckichten ZesuiterHütlein crschwi- tzcn. Dnd gesetzt/das ich oder ein ander schon des^/o^ Namen bey dieser Predigt hette verschweigen oder veren- Dern wollen / so weiß ich gewiß/ mein lieber Leser / so bald du nur die Predigt gehöret oder vberlauffen hettest/du würdest haben alsbald einen solchen schmackdaruonbe- kommm/das du vnuerholen hettcst hcrfür brechen müs¬ sen vnd sagm/dieser Bicsem riecht gani; vnd gar nach ei¬ ner Zesumschen ^losterkatzcn/ oder vielmehr nach Teuf- felstreck. Darnmb habe ich schlecht vnnd recht/wie die Predigt gefallen /vnnd auß dem Munde des Predigers von frommen Meisten inn polnischer Sprach auffge- zeichnet ist/nichtS verhehlen/sondern dem Zlr son- Vorrede. derbahm Ehren/(so elwan Ehre bey der predigt möcht zu erholen sein/)diese!be wie sie auß Polnischer Sprach hat wägen können gegeben werden / jedem an derselben §o- pcy vnnd Abschrifft durch den Truck zusammen lassen wollen. Werl aber die Jesuiten/ Krem bedüncken nach/ geschwinde Köpffe sein / vnnd derowegcn hoch daher fah¬ ren/das sic nicht so leicht von dem gemeinen Mann ver¬ standen werden könncn/habc ich vmb der einfältigen wil¬ len ein kurh deutliches bcdencken dabeyzu sehen hoch no¬ tig geachtet/Wcht das ich alle boßheitvnd Kunst der Je¬ suiten ergrüblm köndte (denn sie seind Tausentkünstler/ vnd haben vom Tauscntkünstler gelernet) sondern das ich andern möchte weiter der fache mchzudencken vrsachc ge¬ ben. Denn cs ist leider zuuermuthcn/das dergleichen an- schlege rn dem Köcher noch mehr müssen fürhanden sein/ Gott behüte vns für Vngewitter.Dcnn wenn solche Frö¬ sche alsoquarsscn/pstegt gern Vngcwitter darnach cntste- hen.Gott bekehre die armen jrrigenSeclenDiese Frösche aber wotte er m den Pfuel werffen dahin sie gehören/dar¬ in« ihnen entlich das Maul mit Pech dergestalt verklei¬ stert werdc/das ihr quaxffen ein ende gewinne. ll!un wol¬ len wir das Jesuitische gryllen selbst anhörem Hve Claris. 1LX1"V8. 2. 8aMU hm/oder nicht? Er mag nicht ziehen/ darumb MER da§ einem Könige grosse gcfahr darauff stehet. Wie dann das Erempel dessclbigen Königs David an den Tag gibet/welches wir lesens. Samuel. 21. Denn da finden wir / das nach dem der König David wider die Philister gestritten hette/cin Mann zMob / welcher war der Kinder Rapha eincr/ein grosser starcker Mann/ den König David bald erschlagen hette/ wann nicht ^r-- ^/jhmeznhülffe gekommen / vnnd den Philister erleget hette. WMrch DreIesuittt-Pt'edigr Wodurch daun die Kinder Israel einen rgse. Alst blichen die Fürsten der Moabiter beh Bileam. Gott aber thete Bileam dicseAntwort/ er solle nicht mit ihnen gehen/ solle auch nicht dasVolck verfluchen / denn cs were gesegnet. Darauff stehet Bileam des morgens frühe auff/vnd spricht zu dem Fürsten Balack / gehet hin in cwer i?andV denn der HERN Wils nicht gestatten/ das ich nut euch ziehe. Welches nach dem es dem Moabi¬ ter Könige Balack wieder angebracht wird / schicket er nachmalen andere vnd herrlichere Fürsten zu Bileam mit grossen Gcschenckcn/vnd bittet/ das er doch kommen vnd seiner brtte ein genügen rhun wolle. Erhclt entlich so viel/ das Bileam sich mit den Abgesandten auff den weg ma¬ chet/doch mit dem beschlich von Gott/ das er nichtes an¬ ders fürnehmen vnd reden solte/als was Hme Gott ein- gcbm vnd haben wolle. Hierauff zeucht der König Balack dem Bileam mit frewdcn cntkegen/biß an die Grentzen/wartet allda seiner ankunfftmit grossem verlangen / gar vmb keiner ander vrsachcn willen/denn das er mochte von chme / als einer Geistlichen Personen/dcn Gegen empfangen. Wie solches weiter zucrsehen ist im r^. Kapittel des ge¬ dachten vicrdtcn Buches Moysis. Wn wollen wir zu den fürnemstcn pumtcn des Se^ gens selbst schreiten. Zm r^. §apittel sagt Bileam: Wie ftttt feind deine Hütten Jacob/vnnd deine - B Mßnung Die Icsm'lerPttdigk wchnunge Israel /tvrc sich dre Bache auß» kmten/vnd wle Ledern/ete. Mhiehabtjhr dm ersten thcil des Segens /O edle Katholische Ritterschafft auß polen/chr seyd wie die anß gebreitete Bäche/jhr seyd wie die Kedern am Wasser/ ihr blühet vnd grünet für erst in der Liebe kegen dem Katholi¬ schen Römischen Glauben/ihr blühet an grosser menge/ in Mannheit vnd Ritterlichen Thatm/ete. Welcher tionisteuchin Mannheit vnnd Rtttcrmcfflgkeit wolzn-- ucrgleichen/odcr möchte euch vbertreffen r Es haben Q du vornehme Rittcrfchafft deine Mannheit ei fahren/ diebAoscobiter/ es habens erfahren die Tentschen / die Türcken vnd Tattern/ja die Moldawcr habens noch im vergangenem Jahre erfahren. Es wird auch dieser cwer Feind/wider welchen jhrjetzundauffzichct/cwer blühende Mannheit nicht weniger erfahren müssen/zrehet demnach tmMmen desH ER R7i/vnd vertilget dmTyrammr mit dem Segen des Priesters. Den andernxheil des Segens/ senget Bileam an aS Das ist/von der Abgöttereye/da er spricht: f/r m /acoö, m 7/- ae/. Das ist/laut dein Texte im drey vnd zwantzigsten Kapit- tel desselbigen Buchs: ES ist kein Zauberer in Zacob/vnd kein Wahrsager in Israel. O hie tritt mich eine fürchte gn/vnd mm Hertz erschreckGWas ich vorhin mit gross. ich k^erri 8ciiäkAK» sm frewden von ewer blühenden Mannheit geredet / das kan ich nunmehr für grossem Hertzeleidkaumeaußspre- chm/wcnn ich an dasWörtlem Abgötterey/ge-- vencke. Ja dasHertze wird mir schwer. Denn cs ist vn- tervnstrm Kriegsheer grosse Abgöttcrey zuuernehinen/ vud ich besorge gar schr/das wegen der schrecklichen Ab- götkercy vnser Kriegsvolck (welches GOtt verhüte) zn vnglück gerathen möchte. Was ist dann das für ein /-/o- /c/o/E dadurch verstehe Ketzer / Ketzer sage ich seynd tu vnferm Lager auß Litto/sa auch auß Polen. Ach es ist Zucrbarmen/ich fürchte abermahlen gar sehre/es werde vnser Ritterschafft/wegen der Ketzer so vnter ihnen sein/ wider den ^cind kein Glück hüben. Aber ich wtl euch einen Rath geben/ja einen zutrcglichen Rath/warumb , mein Hertz sich wider erquicke: Nemlich vnter vnserm Krtgesvolckc seynd viele Ketzer/vnsere Feinde scyn auch KelM/Laß einen Trüffel wider den andern streiten / laß sie sich zusanunm jchlagen/als woltcn sie sich gleich fres¬ sen / vnnd wann sie sich nun gantz abgcmattethalcn/ so trcttet ihr zu vnnd würget den Rest. Also ziehet nn Namen Gottes/vnnd gmffetdie Ketzer Männlich an: Mrchtct euch nicht ihrer/ denn Gottes Gebot vermag im 5- Buche Moysis am ro. Kapittel: no?/ co^e/?^/» -ro/r't5 /ro/^t5 eoi cke/55 s/?. e. DicIcsuittkpttdigk Lrc. Das ist: Ihr ziehet heute auß wieder ewre Kinde/ ewre Hertz erschrecke nicht / fürchtet euch nicht / weichet mcht/vnd fürchtet sie nicht. Und wenn sie der HERR wird in ewre Hende geben/sollet ihr alles was Mnnlich (dassind dre^etzeomit des Schwerts scharffe schlagen/ ohne WeibMnder/vnd Vieh/vnnd alles was inn der Stadt ist/vnd allen Raub solt du vntcr dich außthcilen. Der dritte Ä)eil des Segens / o I-rcoZ' <5° //^5/ eK /_ reu Augen auff die vnmenschliche / vncrhörte Tyramrcy meines K indes / reichet mircwre Hende / vnnd errettet mich von diesem schrecklichen Tyrannen. Erhebet ewre Sebel/wieder diegcwalt des Feindes/ vnnd rechnet vn- chüldig Blut. Ihr edle Polen seyd meine zuflucht / mein chutz/vnd meineerrettung. Ihr seyd meine liebe Vetter vnd Freundc/schet doch anffdie grcwliche Tyrannei) des Kindes/wie er so viel Cat" olrsche Kirchen / da die aller- ' Bitz heiligsten DieIcfuikerPttdjgr heiligsten Opffer vnscrs Erlösers darinn gchandtieret iwurden/hat er der Kind vmmehret / inn dc«n er Pferde/ Hunde/Schweine/ vnnd andere dergleichen Thtere zu schmach der Katholischen Religion in die Kirchen gefiel-, let hat/die andechtige Mester vnnd Katholische Münche vnd Ordensbrüder ermordct/crdrcncket/vnd durch aller-» ley martcr Hingerichtet/Städte/Schlösser/Döl ffcr vcr- wüstet/den gcmeinenMann ermordet/auch allerlcy vber- muthvnd schände mit Kamen vnnd Itrngfrawcn ohne vnterscheid/also das cs nicht wo! znsagen/ gcübet/ vnd in summa im gantzcn Lande solche meutere«) getrieben / das Falles verwüstet/ vnd alle Schlösser vnd Dörffcr mit vn- schüldigcmBlut ewers Kindes des herrlichen Ltefflandes besprenget ist. Demnach erbarmet euch vbcr den elenden zustand dieses Landes / errettet vnnd vertreibet diesen er¬ schrecklichen zustand dieses Landes/ ctt. Diß ist das Wcheklagen vnnd jemmcrliches geschrey ewres Kindes des Liefflandes / welches wann ihr es hö- ret/wie es mügltcb/ das ihr euch nicht darüber erbarmen sottet k Wieseltet ihr das vnglück lnchtbeklagetr ? Wie solltihr es auß solcher gefahr nicht erretten ? O das muß ein steincrn/vnnd nicht ein Väterlich Hertze fern/ welches sich durch eine dergleichen erbärmliche klage nicht soltc zu crrettung seines Kindes bewegen lassen Darumb bitte ich ziehet vmb Gottes willen / vnnd lasset ewcr liebes Kindt/ das Lieffland «ncht lengcr in solcher gefahr steckcn/wcil es ewre liebe Vorfahren mit vergieffung ihres Ritterlichen geblüts kecri Sckargse. geblüksgezeuget haben. Dagegen aber fürchtet euch mi/ vor des Feindes fortelhafftige Geschütz / nicht lasset euch abschrecken diestarcken gemawmcn/wolbesatzte Schlös¬ ser/denn weil ihr ein gerechte fache habet/so muß diß alles wider in eweregewalt komen/nur männlich/ behertzt vnd gctrewlich/wcil die fache angefangen ist/ hinan gesetzt- Mehre darauff im Namm des HERrn/ Gott der All¬ mächtige wolle euch mit seinem Segen / schütz vnd schirm beywohnen/gmffct cwren Feind behertzt an/seinvntrew- lich geblüt schonet nicht zuuergiessen / denn er ewer Blut vnschüidigzuucrgiesscnauch nit verschonet hat/schlahtt alle forcht weit von euch/vud haltet viel von diesem Se¬ gen. Nicht ich Heile euch diesen Segen alleine auß: nicht ich: Wer gesegnet euch denn ? Fürs erst / so wünschet euch glück vnd heil zu diesem vorstehenden Krieg/ derAllerhei- ligste Vater der Bapst: Denn hie ist sein Gesandter/ wel¬ cher mit diesem Segen zu ihrer KönMaieffvom allerlei- ligsten Vater dem Bapst anhero gekommen ist. Es geleg¬ nen ellch allcBischöffc der gantzen Krone Polen / Inson¬ derheit segnet euch seine gnade der Wldowsche Bischoff durch mich: Ich weiß gewiß er wird mich nit darumb schel ten/sondern wird mir vielmehr danckm Es gesegnm euch alle pr^laten/<7ü/rs/r/c/ vn all Ordensbrüder/vnd m siun- ma so gesegnet eltch die gantzc Geistligkeit der Krone Po¬ len. IMetzt versigelc ich vnwirdiger Priester ihrer aller wegen diesen Segen /etc. Habt also gehöret den einhalt dieses ftgens/welcher von Gott dem Priester befohlen ist ftmemVoUmirzutheilm. W Die IesuilerPr-edigt Ist es denn hieran genug? Nein/denn es stehet ge¬ schrieben: k/> ,/rcr/^/x^ Wollen demnach weiter schrciten/vnd dm eyfcrigcn ^eind der Krone Polen verfluchen. Ium ersten so ist der Ehrvergessene/ wider welchen jhr / O vornehme Polnische Ritterschafft ziehet/ em Ketzer / ein Mensch der Gott verachtet/ja der dre Katholische Kirche gar verfol¬ get. Solche seine Ketzerei) ist genugsam am Tage / nicht allein wegen seines verkehrten Glaubens / sondern es be¬ zeugen es auch seine Tyrannische Händel: Mht fürchtet euch demnach/denn er Hat emen falschen Glaubcn/vnd ist ein Ketzcr/daruiub seyd behertzt/vud rottet das vnehrlich Geblüt auß. Ium andern / der Ehrvergessene ist em Ty- ran /ein Mensch da kein erbarmen bey ist/sondem der viel ui ehr an fromnter Katholischer Nut Dlutvergissen ein groß gefallen treget/bey-hm ist kein vnterscheid derper- sonen/kein Grand wird von jhme geehret / der aller M- termcffigstc/ so in seine gcwalt kommet / wird jcmmerlich ermordet/dieGottfürchtigm Priester vnnd Ordmsleut werden auss mancherlei) weise gemartert vnd entlich hin- gerichtet/cr verschonet auch der vnschüldtgen Kinder nit/ bekommet er jhr einen vom Adel gefangen/der kan urit Geldc nicht gelösct werden: Zn sunnna seine Tyrannei) ist nurauff Morden vnnd Todtschlagen gerichtct/also d.as auch der allcrfrömbste Priester mit bitte nichts bey jhme erhalteii kan/ etc. Ium dritten / so ist der Ehrvergessene > " ' ciq ketrr Lckakßse. ein vngerechtcr/dentr ist das recht einem König sein königreich zunehmen Ist cs recht wider seinen Herrn/ dazu einen Gcsalbetcn Gottes die Hcnde auffzuhcbett mit gcwalt/em gantz Königreich cinzunehmcn / zubesrtzen/zu- hchürten ss ist dasselbeern Griechisch Wort/kurtz in Mander gezogcn/auß der alten arthdes Ketzer / so sich c?-/^--das Ob dm Mcm glaub zu hastm. ist/Rcine nenneten/ als die für andern wollen heilig vnd rcingkeukiK sein. Vnd ob wol dieser Nam ein special wort ist/so wird cs doch jetzo» dem gemeinen gebrauch nach auff Leutsch von denen gercdet/so jrri- gc vnd falsche Lehre führen/ welche man jhncn auß heiliger Schrifft Gottlichs Worts bezcugct/vnd öffentlich vberwiesen hak. Die Pa¬ pisten aber/weilsie weniger denn nichts von der heiligen Schrifft hakten/ sondern drcseib ihres gefallens auffvnnd ab setzen (wie wir in vnserm Lutherischen NcwJahr auß jhren eigenen Schrifftenkundk gethan haben) so halten sie schlechter ding vnnd stracks vnerhörter fa¬ chen für Ketzer alle die/so nicht mit jhnen Papistisch sein. Welches denn ein jeder wol behalten soll) auffdas er jhre sprach indieser Fraz verstehe. Wann nun verwegen gefragt wird/ Ob man solle einem Ketzer glauben halten/vnd die Jesuiten drauffantworten/ das nit -u halten sey: So ist das jhr meinung/einem jeden/ der von jnen für einen Ketzer außgeruffen vnnd verdamnret wird/ er sey geistliche oder weltlichs/hohes oder niedrieges Standes / sey nicht glauben zu Hal- ten/Ls sey der glaub entweder mit Eydcn oder ohn Eyd/ mitBricf- fcn vnd Siegcln/odcr ohnBrieffvnnd Siegel/ verbürget oder nicht verbürgck/Jn summa man dürffc den glauben gar auß nicht halten- "Vic weit nun dasselbe außsehe / vnnd was daher entstehen kant wird ein jeglicher bcy jhm selbst vemünfftiglich ermesscn/vnvwollm wrr hernach etwas dauon sagen- Esistaber diese Meinung der Widersacher nicht new / sondcM schon bey den Kerken des frommen vnd seligen Marterers Johannis Huß auffdic bahn bracht/vnd/» ^x/»gezogen/wiedu hierron lesen kaust bcym^/t/c/E //ö Denn nach dem Johan Huß irri¬ ger Meinung bcfchüldigek/vnd auffs zu Lostnitz gefordert ward/ist er vom Herrn Srgmund/ Römischen Kcyser vnnd zu Vn- gern Kömg/mit einem krefftrgengeleit dahin gesand worden. Es hat auch jhr Keyferliche Majestät Eric vornehme Herrn auß Böhmen "" ihn geschickt/mitVertröstung / das er vber drß geleit noch em son- SerlichsdesgantzenRömischen Reichs wegen geben wolte / rvieauch E itz geschehe Dedmckett mrffdie Irag gMchn: Denn so lauten vneer andern die Work: WelchenlIöhem Huß) wir auch in vnftm vnd des heiligen Römischen Reichs Schutz vnd schirm auffgenommen haben/wsllen wir euch allen vnnd ewev " jeglichem auß ganzem gemüke befohlen haben / begchrm/das jr jhn/ " so er zu euch kompt/beheglich wollet annchmen mmd gunfi erzeigen/ " vnd insonderheit in allem das zu schleuniger fürderung vnd sicherhciL " seiner Reift dienstlich fein wird/guken willen bezeugen/ zu Ehren vnd Reuerentz vnftr Königlichen Majestct. Gegeben zu Spira Anno " 1414. am 18. Dieser GclcitsbrieffwirS auch den Geistlichen dese7s«^ gebürlich insmuiret vnd angenom- men/aber im geringsten nicht gehalten- Denn als Hussen beysiand vermerckte/das man trewioß mir jhm vmbgienge / einzoge vnnd woi plagte/ haben siejn brafftdes sichern Römischen Geleits au ff Bür¬ gen Hendenloß bitten wollen: Es ksi jhnen aber durch den Patriar¬ chen von Antiochia im Namen der verordneten des ^-/7^'geant¬ wortet : Wenn sie auch rauftnk Bürgen setzten/ so mäste vnd Vürffle man doch einen solchen Menschen auff Bürgen Henden nicht loß lasten: Auch dem Könige ^//^««-7- vbcrredct / das einem Ketzer weder Geleit noch Glaube zu halten sey: Haben auch einen allgemei¬ nen Schluß gemachk/Man solle den Ketzern keinen Glauben Haleem Sind drauff auch forkgefahren/vnd jn wider des gsntzen Römischen Reichsgelerte vcrbrandk. Das heisset nun/ das einem Ketzer mcht fty Klaube zu halten- Das ist/wie du auß diesem lebendigem Exempcj siehcst/wenn schon der Römischer Keyftr selbst verschrei- hungen/gcleit/Priuilegien hoch vnnd thewr gegeben hak / soll er doch Das einem Ketzer zu halten nicht schuldig sein- Noch ein E/empel:Der Mann Gottes Lukhcrus war Anno ri. Minderer zahl/gen Wormisch/doch auffern sicheres Geleit des Rö¬ mischen Keyftrs <7-,?-//^. gefordert. Wae soltc er t Hunt gcdmekt es / das jhm der mchrerkherl gcrahtm hab / er solle nicht da¬ hin ziehen/sondern sich erinnern/ wie cs vor zeikcn dem Hußwere gc- ^üi gm/dcm man das geleit tlichk gehalten Helke- Wre denn die ge- fahr Obdm KetzemglaOzu haktM. fahr darauff gestanden / vnnd nach dem Lutherus zur ReuveariE nicht har mügen gebracht werdm/viclsich erinnert habendes zuCost- nitzcinmalgcmachten Schluffes/man dürfft den Ketzern oder soi« Kctzcrcyen verdacht weren/ keinen glauben haken/vnd demKeyser ge- rahkcn/er soltc das geleit mt haken. Aberauffdas rnal zu Wormbs möchte jhnen diese Rege! nicht angchen. Noch mehr Excmpel köndten wir erzehlen/ als von der Bartho- lomcischen Hochzeit zu Pariß in Franckreich/Itcm von vielfältigen VerraHmcpen/so vvn den Jesuiten offr-er wider die Könige auß Kranckrcich vorgenommen stnd.Item/vonvielfcltigcwConspiratio- ncn wider die König,n auß Engelland/ als dicselb war durch EnAnno L4- Vnd durch Anno 86. Vnd durch der Königin Anno 9z. Item / die so wider Graff Moritz in Nicdcrland Anno 98. vnd sonsten vnzchlich mal viel/durch der Jesuiten anstifftcn «»gerichtet worden sind/ welche denn alle ein- rrachtiglichschlieffm/Ketzernvnd Ketzerischen Königen / ChurM ßen vnd Herrn/ solle man keinen glauben halten noch beweisen. Vnd eben das ist L-E oder was S charga m dieser folgenden seiner Predigt handelt vnd fchlcust/vnd Wil das man auch dm Euangelischm/vndallen den so nicht Babstisch sein/in Po¬ ten/ Littaw/Licssiand/etc. glauben halten sov/ sondern hmderlistiglich vnd mik gcwalt wie man kan vnd mag / dempffcn vnnd außrokkcn. Das nun solche Meinung wider Gokt/alle natürliche vnrr geschriebene Rechk/widcr alle zücht/ Erbarkeit /auch wider den fried vnd guten Verstandder Lander/Skädtvnd Nachbar tauffc: wollen wir nur kürtzlichvnd Punctsweisemik zwölff Argumenten vnnV gründen berühren / vnnd die weirleufftigr? außführung wilsGokk auffandere zeit sparen. Sagen Verwegen das versprochener glaub vnnd trew jcderman/ vnd auch den Ketzern (sie sein Ketzer oder werden von deßwcgechin« verdacht gezogen) ttdlich/auffrichrig/ gewißvnd pnumust't zu hal^ LVer-em Bedrucken auffdic Frag /. Verbeut Gott rm achten Gebot - Du sott kein falsch gezeua, wß reden w'derdcmen sechsten. Glauben aberzusageu vnnd mr hal- em/das rst em falsch gczeugrrrß. Würdest du sagen / das dre Neuer nrcht vnscr sechsten wcrcn/ so bist du gar vnnd gantz m der Dbarrset^ schm nrcinung/wckche es dafür hicltcn/das die Samariter/ foebcner massen mrtvem Jüdischen Volek vneinswaren im Glauben /niebe ,hre sechsten wercn/daw.ver doch Christus dasglerchniß fürct/ Luc io. Caprttel. Wo nun dic^amariker sechsten sind/so sind auch die Ketzer vnangeschcn chr Ketzcrey/ dennoch unsere sechsten. //. Glauben zusagcn vnd nicht halten/ rst eine art der Verra'h- terey. Es hatabcrGokk die Verrahterey ernstlich verbokten So ist es auch eme art lügen /Ikem/ein vnbestendigkert/Item/ es werden S chmcichelivort/vnd was dergleichen boßheikmebr »nit vnterleusft/ welches alles Gott ernstlich verbottenhak/mit diesen vnv dcrglcicbcn Sprüchen- Matth. 5. Ewer rede sey sa sa/nein nein. Psalm Z4-L)ü- te deine Zunge für bösem /vnd deine Lippen bas sie nicht falsch reden/ oder trregcn. Lcuit. 19. Ihr sollt nicht fälschlich bandlen einer mit dem andern. Sprach r.7. Der Narr rst wandctbarer wie ^r Mond. Vnd Cap. 4. Sey nicht wre dre/so sich mit hohen Worten erbieten/ vnv thun doch gar nichts dazu. Sap. i. Ein Maul das da leugr / rös¬ tet die Seele. Proverb. ir. Lügenhafftigc Lippen sind ein grcwelfür Gott-Vnd für allen andern Sprüchen trifft Sprach diese Jesuiti¬ sche Bemegerrm 19: Es rst mancher fcharffsinniger vnnd doch ern Schalck/vnd kau die fachen drehenwieers haben wil/ derselbe schalck kanden Kopffhengen vnd ernst sehen/vnnd rst Doch eytel betrug Er schlcgt die Augen nieder/vnd horchet mit Schalcksohren/vnd wo du nicht acht auffjn hast/ so wird er dich vbererlcn. Vnd ob er zu schwach isi/dir schaden zuihun/ so wird er dich doch / wenn er seine zerr sichet/ berücken. Man sihckö einem wol an/vnnd ein Vcrnünfftiger mercke den geberden/venn seine Kteydung/lachen vnd gang 7//. So ists wider das Liecht vnnd Recht der Natur. Denn MS jhr wollt das euch dieLeuke thun sollen/thük shrjhnauch. Nun wil Ob dm Ketzern glaubzir hakten.' rvil ja ein jeder/ das jmein Ketzer zu gesagten glauben halten soll/vnd thcte crs nicht/so würde er schelten vnd lästern/ darumb wilich wider- umb folgcn/das wirjhnen das gleichsfals zuthun schütdig sind. ////. Den Ketzern glauben zusagen vnd nicht halten / ist wider dic cinfcltigkcit dcs Hertzens. Denn die das thun/haben zwcycrley Zungen vnd zweyerley Hertz: Mit der einen Zungen vnd Hertz ver¬ sprechen sic dcnGlauben zu halten/mit der andern sprechen sie bey sich selbst/sic wollen den Glauben nicht hglten.Was sagt aber Gott dazu- -VA'/. Das ist so vrel gcredt: Wehe denen die ein zwcyroppcltcs Hertz haben / vnnd die Lippen haben wie ernes Himlischen/vndhaben doch Hmdeder Vbelthatcr/wehe denen Snndem/die jhren wandel auffzweyfachen Wegen führen. f". So ists wider alle redligkcit / vnd würde dieses sein ein Fall¬ strick den sechsten zubcruckcn/vnnd würdet eben diß sein der Juda- Kuß : Denn gleich wie Judas Chnstum küssete/das er jhn verrichte/ vnd in die Dcndc derBlutgierigen brechte.: Also würden die zusagen vnd gclübnüssen auch nichts anders sein / als ein Kuß Jud-e / dadurch fülschirch dic/so man für vnrecht im Glauben hielten/betreten vnd zu fall gebracht werden./»/«?-ek worüber schreiben Wil/ pflegt sein/ das man anfcnglrch von dem ^cs/o^- etwas löbliches vorher sage. Da-) solteichzwar jetzt auch thun/Aber ich weiß nichts rühmliches von diesen Jesuiten zu sa- LÄE^^D(Li gLz;. ohn das er ein Jesmter ist. Da hast du nun lieber Leser al! genug an/denn /// Vnd weist du nicht was diese für Leute sein/so bthair mit kmtz wie jene Vcrßtem am andern ort lauten : /e^/o ^Ä/Ä/se.'OE Tcutsch wolkc ichs drr wol machen / Aber die Bosheit ist zu groß/ tch karis so kmtz nicht geben/ doch kanntans noch kürtzer mit eintzlcn .KatcmkschenVerßjcinhcgmffrn; / , ' kronrs Ovisi L trrgo r liaclstro : canis illsc: leHursm vnus verdculusrie cgpir. Lorn rsir ein Schaff/em wolffdahmden Em Hund Vttd mördr wirst anjhm finden. Auß diesem Geschlechte vnnd Orden iß auch Bsn alle fernen löblichen Thaten / hab ich Meine in Schriffken/so ein Schwede mit Nahmen von jhme beschrieben hak / gefun- Km: Dan er m dem Reichstage zu Marsaw Anno 9z. insonderheit dicftK Äuffdie predigt Scharg^ dicsei'i Rath seinem Könige/ in beyscin eines füntthmm vmbstandcF grosser Herrn/gegeben hat: DerKönig st-lte die Keßer (die Luthm- schcn)auß dem Reich Schweden abthun vnd außkrlgen / sokte er auch das ganße Königreich verlieren.Darüber sage ich/wo nrt ein Prophet wird/so bleibet er doch ein Baalspfasse-Vnd was :si mehr nötrz/das ich vir hie des Person vrel bcschrcibe/höre nur die folgende Predigt/ so wirst tu genug haben: Denn cs heisset doch wie /mer sagte: v/ re vnd wie der Reimgeherr- Man kennee den wolffam gariZe/ Die Glocke am klänge/ Den Lrancistancr am Strange/ Den Bawrcn an der Gabel/ Den Jesuiten am Gchnabel/etc, Aber wir müssen den fachen ncher kommcti. Von Inhalt der Schargen Predigt. «MM Aukandicse predigt weder zu cmcm Atticul UWE des Glaubens/ noch zum Gesetz / noch Zum Gebet - noch WMM zu einigem Stücke veß Catechismi bringen. Ins Gesc- ße hört sic nicht/dcnn sie ist wider das Gesetze/vnd brends von Mord vnd Blutdürstigkeü wider das Evangelium. So gehört sie auch nicht zum Euangelio / denn dassclbelehrek vns also .'Selig sind die Friedfertigen/oder wie in seiner Sprachen ste- het/die Fricdmachers/denn sie werden Gottes Kinder heissen. Nun ist ja Scharga kern Friedmacher/sondern ein Friedstörer / der fernen guten König noch in dieser Predigt / wider dasvuschuldige Bkutdcr Christen bewegen vnd erregen wil. Zum Gebet höret sic nicht/dmn ob wol sonsten segnen emart Gebets ist / forst doch ein Jesuitischer Segen für kein Gebet zu halten / Mil kein Jesuitcr recht beten kan. Vnd weil ein Christlrchs Gebet nicht ein Fluch ist/ Rom. io. Wre sollen sie anruffen / an den sie nicht gleuben? Derowegcn schliessen wir / das diese SchargantenPredigr ern FcLdgcschrey vnnd Heer^ ttumnrc^ - Bcdemkm erummelsey / dadurch dcrIesuit vnnd beschleust/man ^solre no:h dürfte den Ketzern nicht glauben halten/ wie wir weiter hö- ren werden/wenn wir ein Stück nach dem andern kürtzlich fürncmen werden. Erstlich/ Von dcrMg/ Ob cm König mit in den Krieg ziehen soll. Hie spricht der Jesuit / bald ja/ bald nein / wie ein Wctterhan/ der sich nach jeglichem Winde drehet. Er soll / sagt cr/nicht ziehen/ denn das Liecht möchte erlöschen. Er soll ziehen / denn er macht den, gantzenHeer ein Hertz. so soll er ziehen/vud nicht ziehen.Wann Denn ein König ziehen soll / vnnd zugleich zu haust bleiben/ Lieber wie soll er das machen k Kann auch einer zugleich im Felde sein / vnnd zu¬ gleich im Gemach sein: Zugleich reiten vnd zugleich daheim am Lt- jehe sitzen: Zugleich im Schlossc/vnd zugleich rm Gezcite sein e Das ist eme newe Kriegökunst/welche der gantzen Welt biß daher verbor¬ gen gewesen: Da würde mit dem Scharga mästen ^wenn er also spricht: I^emoanrellac Vi6ir,nscpotell/ier,rcmpors uno chlomoiäem ciuvIZurlocis, ut limuläk» Doch weil dic Iesuikenalles verthcdigen Könnm/vnd man jne» gleuben muß/was sie auch sagen/so müssen wir glcuben/das einer zu¬ gleich in den Krieg ziehen/vnd zugleich daheim bleiben kan. Derowe- gen mein lieber Leser/kanstu zugleich auch wol nach dem heiligen gra¬ be ziehen/vnd kaust glcichwol daheime blerben/das besser ist. Aber das ist gar unnötig zu fragen - Ob ein König in den Krieg ziehen mag/ sondern daist billige nach zufragen/ObauchdieIesuiten/welch- sonsten so grosse lust zu kriegen haben/sollcn mit ziehend Ich meine ja/ Denn wo diese heilige L(Ute mit jhren vtcreckigten Hütlein vnd Kap¬ pen kommen/da rsts gut gcwcst/odcr es soll noch gut werden: Schar¬ ga wird sagen/dic Icsuitm sollen in den Krieg ziehen'/ vnd sollen auch nickt hin zichen/drnn das Lrecht der Iesuikcr möchte vns austgehen: Wattich so würden wir im finstern fitzen / denn sie find das Liech t der . / Wclt/ Mrffdk' predigt Schargs. Welt/nichk wie die Aposteln / sondern siesind viclmchrFackelnAG Pechkranßc der Welt / welche ein Königreich nach dem andern anzünden/vnd in Brand stecken. Darumbmagman sie wol in den Krieg schicken / denn diese Liecbter gehen vns bald nicht auß/ hab ich lcydcr sorge: Denn es sind Fewrkugckn/ die können auch vn- tcrrn Wasser brennen : Dochkanmanwol Fcwr mik Fem lcschen/ wie die Natürkünder wissen. Iiehr demnach aller Durchleuchtigster völlig / Irchek O führneme Rttterfchafft auß Polen / Aber also/ das jr den Segen von der Geisiligkett mitnehmet. CH Hette gemeiner / Scharga würde sagen / Ziehe du alle» AW DurchieuchkigsterKönig / Ziehet O ihr vornehme Ritter- oA schafft/ Doch also/ das jhr die Geistlichen / als vns Jesuiten/ für allen dingen mitnemer/denn das were ein schöner Jug/wann man die zehen rausent Jesuiten/ welche auß Franckrcich mit schänden ver¬ trieben wurden/vndin Polen angelanget haben / wennman/sage ich/ dieselben etwan in rohken Münchekappcnmit weissen Creußen/mie langen Fahnen in Der Proces- liesse vorher zichen/vnd folgere darauff mit Dem Kriegsvolcknach/vas würde ein Zug heissen / Denn da Herrs man schon bereit/damit man die Graben füllen köndte.Aber Schar- ga wil nrchk mit/er sprichk/erscy zu alt/seinen Segmwil erwol zie¬ hen lassen. Nun ists aber ein wunder ding: Wann die Jesuiten wis¬ sen / das jhr Segen so kreffrigrst/ der da kan andern Leuten heissen/ Dieselbe schlißen vnnd glückselig machen: Solle dann nicht vielnichr der Segen jhnen selbst zu hülsse kommend Denn er würde ja noch stcrckerftm/bey einem / auß dessenMunde ergehet /alsbcydcm an¬ dern/welchem er etwan nur aussden Rock fellt- Insonderheit / wann die Jesuiten noch würden ein Ko^von geweihetem Wasscr/Saltz vnd Balsam zu sich nchmen/di mi so wcssc es vnmüglich / Vas sic ertie Cartaunc treffen solte können. Wcsian / so ziehe nun mit O du allcr- heeligftcr vnd des Je sinter Ordens / zrehet O jhrlreber;Chorschüler/jhr >hr pud Bedrucken Ek Ek vnnd wie ihr sc m j." l ich heisset / Zicheß meine lieben Esauitkn/Lajollten/Suiten/Iebusitkn. Md ist zwar das M euch geben Wil/ nicht cm gerilp ges/dagcgen wir/ob ihr vns zwar vnreryaltvnd Notturfft(das euch Gott bezahle) reichet / wenig von euch zugewarten haben. Orda/hörda/werklopffetda/werklopffetdaaniEs ist eiir Jesuiterverhandcn.Licber was wilcr^ Er bettelt. Was S Hak er noch nicht gnug t Was genug 5 der Bettelsack der Jesuiten wirdfo bald nichtgestillet nochgcfüllck. Er wil etliche Dö> ffcr haben/er wrl die Pfarrkirch zu Dantzig / er wil die Krrch zu Tom haben/vnd sonsten an andern orten niehr/dawil er eine Schu¬ te vnnd (ich meinecin Schloß/ daraUß man die Seadt bc- zivingcnmag) bawen: Denn Vas beweiset ein Papist im Namen vnd von wegen der ganften zu Paris/ in seiner >° Das alle verrähterlschc/Spandische/Mordliche Anschlege nirgend audcrs/als eben in den Kirchen vnnd e7s//e^ der Jesuiten sein gehalten worden. Darumb sag rch/klopffctailo dieser Iesuiter in der Predigt an / cr wolte noch gern ein vnnd GraffenGütcr heraus klopffen. Aber warlrch dieser Jesurrcr Segen rvere allzu thewr bczahlk/dafür möchte keiner einen Handel mrt Per- ten vnd Edelgcsteinen treibcn/denn da ist nit ein solch grosser Proficr bey/ale beym Handel des Icsuiter Segens / wer den zu kauff har/ kan bald reich werden / das werft Scharga gar wol /darumb wil er auch den Segen nicht vmbsonst geben/ sondern er von der Erstattung vnd beiohnung/derwcgm wollen wir nun den thewrbaren Segen des Schargen anhören. Es ist dem Geistlichen Stande gesagt / welchen du segnest/der ist gesegnet / vnnd welchen du verflu¬ chest/der ist verfluchet; ' Auff die predigt Schargce. Er Geistlicher Stand Heist hie so vrU/alS cinIefuttör. Atk sprich! Scharga »cs sey dem Icsurter staudc gesagt/welchetH ouscgncst/dcrlstgcsegnkt/vndwelchcnduverfluchest/ der ist verfluctzct.Ll bcran welchem orte tsis dem Icsttttcr Ordengcsagts Wer !MS gesagt eVndwannehr ? Antwort: Llesest du nicht im 4. Buch Moysts diese Wort rm rr. Caperrelf Antwort: Iawoi/ich lese ste Mda: Aber da stehet also: Baiack der Gottloser König / hab also Brleäm zuentbreten lassen: Denn rch weiß/ das / welchen du seg¬ nest» Oer ist gesegnet/vnd weichen du vcrfluchest/dcr ist verfluchet- D- wüste/ sagt Balack: Erbefahl cs shme nicht / denn er war zu wenig dazu doch sey esalso: Der König Balack hab cs Bileam befohlen/ vnd hab cs zugleich denIcsurtcn mit befohlen/so wird folgcn/Vas die¬ ser Befehl von dem alten Moabiter König hcrrühre. N M mein lieber hast du kein besser Besch¬ lich denn diescs/so soltu wrssen/das derscev lang todt sey/ vnnd Verwe¬ gen sernBefehl nicht mehr gelte. Denn Vas weist vusawol/ wenn cm Bapsigesiorbcntst/vndcmanderdaraufffolget / alsbald cnvert der- selbe des verstorbenen saß vnd Ordnung. Dann /Vs-r^ Wieviel mehr wird Venn des alten Moabitischcn Königs Gesetz Nicht mehr heut zu tage gelten müssen / vndzwar vnter Christen ^u> dem da Balack lcbckc / wo waren do Die Jesuiten i war doch noch nicht jung worden/ viel weniger war er lahm vnnd ein Kröpel/ das er den Orden gestifftethctte/es sey dann dasewer Orden nicht in dem svndcrnMoab gelegen were. Wann ein Edo- mittschodcrLsaulttsch König weregewesen/ sowürde ichs gleubcn/ denn schabt daher den Namen. Also stehet auch hlcmtt dem Schar-- zubewcist n dieser gründ/ob den Jesuiten gesagt sey/ ^8cm jhr scg> ZVS» nct der ist gesegnet vnd wem shr verfluchet / der ist ve rfluchet. Denn das wildiegantze Weltnlinmermchrgleubcn / vnnd were nicht gut- wenn die Iesuiter solche macht hctten/ Venn fle würden auch ober den Bapstsfitt/vnVshngcivist mttden Cardinalcn verfluchen / auff Vas sic allern Bapst vnd Cardinai(wte vnd werdest Möchten. Daraussfolgek.nl!nder^-!k".'tgen: Ers Dem Bedeirckm Demzufolge/wilicheuch djßmahldm Segen des Bileams eines Gottlosen Priesters mitcheilen. Einen bessern Segen hat Scharga ttt dergantzen Bibel fin- den könncn/der sich auffseine Person so wol mmere/alo den »UIO Segen Bileams/des Gottlosen Priesters. Denn milden Gottseligen Priestcrn/vnd jhren Segen/wolte Scharga vnuerwor- ren bleiben/au ff das er folgen möchte dm Wegen Bileams r. Pek-L. Darumb schließ nun also: Dieser Segen ist Bileams eines Gott¬ losen Priesters Segen. Dieser Segen ist darumb ist /'ö-ez-r/- ^^^ein Bileam / oder ein Gottloser Priester. Aber hie wirst du jagen: Ein Gottloser Priester kan auch wol wegen seines Ampts einen guten Segen mittheilen. Ieses solkc 5^?-^ nicht vmbkausenk Gülden embe- ren/das nicht ein Gottloser Priestereinen Segen mitthei- len köndte / denn also Heike er mit stinen Ouartierbrüdcrn vndOrdensgenoffcngantzvnd gar müssen daheim blerbcn/ vud nim¬ mer auffdcn Platz kommen/ denn er wer ß sichs wol bewust / das er in Bileams Orden gehöre r Darumb bedingt er diß zu uor auß von den Gottlosen Priestern. Weil aber die vnd geschicht/solk sivs/-r?-/s ge- nommcn/vndverzeichnet werden/zu dem end/wann man hcr- nacherin derChtistenheitklagenwkrd/vonvnheiligevHeiligkett/vnd heiliger vnhciligkcit der Bapste/ Cardinal/ Bischöffe/ Äbten / Pi^e- laten/München/Nonnen vnd Jesuiten (wie mein A nno 96. zuFranckfurt am Meyen außgangcn/mehr dann auß achtzig j,er eignen Schribenten thut) man entlieh mit dieser fertig fein müge : Ein Gottloser Priester kan auch woleincn Segen mit- theilen. Auffdißmal wollen wir diß ding nichrauß dem gründe weit- lcufftiger wider die Donatisten treiben vnd außführen / dann dsuon istzu anderzeitgksagt/Itzt haben wir gnug / das Scharga einGotk- koser Priester sey. Wik Auff die predigt Schargn Wie daselbst gcschriebmstchct im 4. Buche Moysis vomüttfaugdesr2. Kaprttcls. IE erzehlet Scharga die Historia von Bileam/davon kam man die Bibel selbst lesen. Aumehrererklerung/wiltchnur zcrgen/ wie fein sich doch diese Bileams Historie auff des 5^/-^ "predigt reime vnd nicht rcinre. Erstlich wie Bileam ein Gottloser "priester'war/also ist ein Gottloser Iesuiter/wie zuuor gesagt ist. Darnach wie Bileam auffdem Esel ritte zu diesem Segen/also reitet auffdem Babilonischm Lhier/ vnd sitzt mit auffmit der Babilonrschen Huren. Z-um dritten/wieBileam durch eine ansehnliche Legation gebe¬ ten ward/das er solle den Gesegneten fluchen / Also kömpt^^F vngcbekcn/den Gesegneten zufluchen. Aumvicrdten/wic dem Bileam grosse Verehrung für den Se¬ genangetragen worden/also hört Scharga vnd seine Gesellen gern/ das man sic mit Verehrung begäbe rIa er fordertö auch selbst. Aum fünfften/wie Bileam das Volek Gottes segnet/ so fluchet! Scharga dem Volek Gottes. Aum sechsten /Wie Bileam spricht/ Wenn mir Balack sein Haust voll Silbers vndGolt gebe/so köndke ich doch nicht vbergehcn das Wort des HERrn- So spricht dagegewScharga/Nein/ wann manfhm wird das Haußvoll Golt vnnd Silber geben / so wiler sa¬ gen/was man gerne hören wil/vnd wil das Work des HERrn vber- gcbem Aum siebenden/Wie Bileamerwarker die erscheinung Gottes/ vnnd denselben fragt / so wartet Scharga nicht auff die erscheinung Gottes/sondendesBapsts/vnd feiner Götzem Aumachken / Wie der Zorn Gottes ergrimmet vber Bileam/ das er hin fluchenzog / vmidHm der Engel begegnete / Also ist keim Kweyffel/vas Gottes Aorn vberSchargen rci se ergrimmen/vndvonr EngelGvttes wird gehindert werden/ das aber der Esel des Schare E iij- gem Bederrckm M nicht reden kan/ geschieht das ftin Herr selbst das Work fsh.ret- Suhe liebet- Leser/so fein schicket sich der Segen Bileams niit dem Jesuitischen Schgrgank Segen. Es kkeilet aber der Scbarga der, Segen Brkam in seiner Predigt abe in vrey Thtil/ wie folgen soll: Der Erste Theil ist dreser : Wefem find deimHüttcri Jacob/vnnd dcme woh-- nttngcWacl/ wrejichdä Bäche auDmtmvnd wie Kedern an Vern Wajscr- Ist legt Schacga also au st/ das die Polen grünen / Erstlich >n der L«cbc kegcn den Catholischcn Römischen Glauben/ bLA Darnach anrnenge des Voicks/Aum dritten an Mattheit/ das dieser Nation keine zu vergleichen sey- Was die Manhcit der Rittcrschafft aust Polen berrrfft / lassen wir derselben gern ihren gc- bürlichenRuhm vnd Lob/Haben auch dieselb nicht zu vriheilen / dann das stehet keinem zu/ sondern einem Kr iegesobersten. Dar- Um,b stehet hieSchargam keiner Theologischen Person/sondern er allhrc zwo Personen aust dest als zum ersten zum andern des c^rZ-üE. ^a/s weist von grossen strci- chen zu sagen/vnnd kangroffc Rtcn,c schneiden aust kleinem Leder: Ss^s dcr kan den Braten ricchen/vnd fkin zu Munde reden- Das mag Scharga vcrantworten/ob sich solches aufföer Camel zuthun gebühre? Heisset taö/wrc Petrus sagt/wer da redet/der rede als Got¬ tes Wort/!. Pek. 4. Vnd wo bleibet das / davon Paulus Galat. 1. Predige rch denn jettt Menschen oder Gott zu dunste? Odergedenck ich Mcnschen gcftllig zusein? Wenn ich den Menschen noch geftl- z,ch were/sowere ich Christus Knecht nicht.WegMktdiesen sanfftm P cevi gern / Esa. zo. Davon Ezcch- rz. Wehe euch die jr Küssen ma¬ chet den Leuten vnterdre Arme / vnd Pfüie zu den Häuptern /cheyde ^Uilgen vnnd Alten / die Seelen zu sahen/ vnnd das alles vmb einer Harrd voll Gersten vnd brsscn Bi otts willen- Ich meine wann das Lm Luthersschcr Prediger thun sötte/wiewürde das so rbel gethan s'M, Auffdie Predigt SchargX. ftin. Aber was hilffts/die Herrn Jesuiten können nicht fcylen/gleich¬ wie zunZeiten Icremkcbiepropheten/dauonIcrem, !8. Die pric- ster können nicht srren im Gesetze/vnd dre ^Bechen können nicht feilen inicrahten/vnd die Propheten können nicht vnrecht lehren. Eins rst aber insonderheit zu rnerckenan dem theil dieseS'S egens- Scharga kühinct die Polen / das sie so gewaltig grünen an der Catholischcn Römischen Lehr: Vnd demnach strafft er sie kurtz hernach gar hark der Abgökterey/vnd wie ersaußscgt/drrKctzcrcy/ welche vnter jhnm sey, Darumb wil ja fökgen/vas die Catholische Römische Lehre muß Abgöttcrey MdKctzcrcysctn/oderernrußsiemit vnrecht gelobt ha¬ ben/das sie an der Catholischcn Römischen Lehre so gewaltig grü¬ nen. Das wissen wir Gott lob wol/ das viel fromme Evangelische Christen sind in polen/welchc dem Euangelio von hertzcn zugcthan/ vnd dem Iesmtlschctt wesen/auch viel dere/ so der Bapstischen Lehre beypsiichten/von Hertzcn feind seind/wre es die des ^<7° gcdruckt/gcnugsamandenTagglbt. DannverGroß Cantzler in Polen selbst gesagt hak: Iesmecn möchte man ja in Klö¬ stern lcydcn/ aber das sie sich auß den Klöstern vnnd Kirchen / indie Regiments Handel mit vermengen wölken/ das soltc man ihnen kei¬ nes wcgesgestatten/wie denn gcmelter des Eracouischen Bi¬ schoffs/ Item / /deines Eracouischen Bürgers vnnd Rahtshermvndanderen mchrglaubwirdigegezeugnussen anzeucht. Vnnd ist wol zubchakten/das er schreibet vnter andern: /Z «s/-«,? ? Darumb hab ich droben recht gesagt/vas cs Fcwrbellc/ pechkranßc vnnd Fackeln fein/ dardurch entlichdie Königreich vnnd Fürstenthümb angezündet wcrdm/vnd wo nicht m der zettgewehretwürde/vntergchkn müchtcn. Darumb ist dieses mit bessern» rühm an dem Re»ch pslcn zu loben/ Er stlich/ das cs biß daher in die Spanische niemaln hat willigen wollen. Aum Andern / darnach das cs vbcr der Augfipurgsschm CoufessondcnLandfrikd cchrlk. Aum dritten/das cs dicIksuitischm Friede Bcdmckm Zricdsisrernrcht lessck z» sehr mit m die Politischen Rathfchlüge ko, Men. Solange alsdas Reich Polen Hierob halten wird / werden sie grünen wie dre Ccdem an dm Wasserbachcn / Insonderheit / wo sie Jesuiten außiagen /»vre Franck» eich gethan hat. /«/>. v//«/s«s^^s«^^a's^«//)s,. In Summa/er vergift/das eiss grosser vntcrschcrd sey zwischen dm Vngleubigm vnd Ketzern / welk chc alle außgangen sind auß der Kirchen Gottes/vb sie wol nicht von der Kirchen gewesen sind/wie Johannes lehret. Vnd weil Sckarga gcrnwolredre Abgötkcrey von seinem Römischen Haussen bringen/ so müssen die Bilder oder /«'s/« Keßer heissen. Darauß wil nun die¬ ses folgen/Alle die Ketzer werden von dm Papisten vcrbrandt. /-/s/F vnd das scind Ketzer / wie vns Scharga kehret / Darumb werden die /-Z-/« vnd von den Papisten vcrbrandt. Aber nach der Erklerung des heiligen Geistes heisset L/««/«--^ vnnd Bilder. Danrmb wil folgen / das die Papisten die Bilder verbreniim. Item. Die Spanische vertilget alle Ketzer / darumb vcr-ch tilget sic alle /«'s/« oder alle Bilder. Ach behüte Gott/ scind nrrn die Papisten Bildstürmckgewordm i Also auch cs lehret ja die Rö»ni- schc Kirche/dao man die §E/«sEnöeten soll mit dem Gottesdrcnft gleichwie die Heiligen selbst. Hie spricht Scharga/das die Kctzev §/E/«s^« fern: Darumb wird man die Ketzer anderen müssen / wie die Heiligen selbst. Hilss lieber Gokk/wie komm sie dann dazu/das sie Die Ketzer verbrennen § Vnnd damit wir dißj schöne Lrammatssch Pünetlcin von/^s/c- vnd schliessen / wenn Scharga sagt/ das die Feinde auß Schweden Ketzer sein / so werden cs nicht die le¬ bendige Leute sein/ sondern /«'s/« vnd Bilder vnd Götzen. Des hastumeinChrifillcherLcser ein schön Muster/wiefern Peter Scharga vnd seine Gesellen djc Sprüche der H. Schlüsse außlegcn können: Als du in diesem Lchempcl klar für A rrgcn sitzest r Das wenn Bileam sagt r //s« /«'s/«« /««ls«s «r««/«So folks so viel Hesssen/Es ist kein Ketzer gefunden im HauseJacoh/vech kein Ketzer in Israel; Senn durch Eb verstchs .' Ketze?/ AuMePrchigEKakgL. . Keßer/ Keßer sag ich (Herr Peter Scharga)solt k'u durchs Work verstehen. Wann dü se Leute werden zu hohen Ani- culn Christliches Glaubens kommen/ ohn zwcyffel werden sie es mir der Schnfft niche bester mächen. Weil aber Ketzer feind onkcr der Ritterschaffk akch Polen vnnd Litkaw/Lieber wie soll man sie doch vertiigen t Da horch nun gar fleissig auff. r Ich wi! euch einen Rath gcbm/ja einen zutrcglichen Rath: Warüber mein Hertz sich wider erquicket: ^cmdlich vnter vnserm Kricgsvolck sind viel Ke- tzer/Vnser Feinde sind auch Ketzer / laß einen Teuf¬ st! wider den andern streiken /laß sie sich zusammen , schlagen/ als wölken sie sich gleich fressen / Bund wenn sie sich abgemartct haben/so trettct ss zu/vnd - erwürget den rest. < ' - Em lieber Christ/Lch bitte dich vmh Gskkes wr'llen/du feyeft 6) F L werd» wollest/vnd ich bezeuge euch auch hicmik jhrredliche "^^J auffrichtige Bidcrmanner/dir jhr noch vnter dem Glauben desBapstumbe scyd/wae hattet jhr doch von diesem vcrrahterischen Anschlag dieses JesuitM i Köndtc auch der Leuffclauß der Hellen vnucrschampker sein/wie dieser Jesuit i Auß dm vrsachen/das er sich nicht mehr fchewek vnredllche Rath vnnd änschlege im Hcrtzen bey sich zuhaben vnnd zubehaltcn / sondern darff sie auch ohne einige schew frey öffentlich für einem Könige vnd seiner Königlichen Mayr Diener vnd jedermenniglich predigen vnd außfthreyen / vmrd wun¬ dert mich/das nicht viel redlicher Leute / ob sie schott nicht unser Reli¬ gion zugechm sind/ dißwekreLtzerischLügcnmgulsoltcn haben ange- spcyhet. Ja wundern sötte michs / wenns nicht geschehen txere. Denn bidenck bey dir sctbsi. Es ist so mancher ehrlicher Mann in Polen/ in Churland vnd ^emigakMja in gantz Littaw/ vnd Lieffkand / denen trawn sls waren VytertWesidch zusiand von wegen des Schwe- ' ' Fsi . dischm Bcdenckm dischen vnd Lieffländischm Kriegs Zu hertzen gehet/ welche auch jrem Eydc vnd pflichten nach zu tag vnd Nacht bcy jrem Herrn auffzuse- Hen gemeiner sein/Lerb vndLcben/GutvndBlus. Dicselb aber / weil sie einen andern Glauben haben / darüber sic Freyheit von Königli¬ cher Maycstakvnd allen ReichsRahken erlanget haben / sollen vnan- gesehen jhrer Privilegien vnnd freyheit / nach dem anschlag des leidi¬ gen Jesuitischen Schargenalso verrahten werden / das sie vornan sollen geschickt werdcn/zu streiken vnd zu kempffm/Vund wann sie dann in bester Mannligkeit vnd Arbeit sein/ fürs Vaterland vnd jre F)bricgkeit zu streiten / so sollen fhre eigene Freunde / von denen sie schuß vnd beystand erwarten/vonhinten zufallen/vnd sollen sie nicht anders als jhre abgesagte Feinde angreiffcn/vnd vom leben zum tode bringen. Das/daß sag ich/ist der Möglicher Rach des Hoffpredr- gers auß Polen Scharg-r. Were cs auch wunder gewesen / wann die Erde solch einen Vcrrähter/der ehrlichen Leuten mit tust nach Leib vnd Leben stehet/ auch andere ehrlich- Leutczu Verrähkcrey treiben/ vnnd mit seinen predigkmtockm wir/ den Mund auffgechan hette/ vnd diesen Clamantcn mit Leib vnnd Seel zur Hellen verschlungen. Ist das Jesuitische Heyligkcrt/so werß ich nicht / was inn der Welt mehr wird Büberey vnd Verrähtcrey heissen / Vnnd wie Heere doch Scharga Heller können zu sturm schlagen / oder zu Auffruhr anbla- scnim Reich Polen/alsebenn itdiesen Worten iDenn wann das die Euangclischcn hören/ das man also mtkjhnen handeln wil / was werden sie gedenken i Insonderheit dre in Licffland vnnd zu Riga/ vmb derer willen man ja au ßgczogenr st/dieselbe zuschützen- Solte Scharga semRatb(wie ick nimMergleubenwil)vollnzogen werden/ wie kündten sie sich brystandes getrosten tAbcr des tröst ich mich/das nicht alsbald die Stände in Polen eines solchen Löttcrbubens / blut¬ dürstigen Rarh vnd Anschlag folgen werden. Das ist allein hie das fürnembste / das durch Gottes sonderbare verhengnussen geschehen ist/dae dieser Iesuiker sein Hertz so gar ftey vndvmrcrholcn har auß- schütten dürffen: Auff das die Welt nunmehr mit der zeit lerne er¬ kennen/was dLeseHldenslerrttim schitdt führen/Damit sienicht mehr Auffdie predigt SchargL. mehr Königreich in das eusserfte verderb (wie in Frankreich gesche- hen)setzen mögen. Insonderheit behüte GOtt das Römische Reich für cmm solchen Clamanten / der nicht müge in Vngcrn wider dm Lürcken dergleichen Rathschlag angcbcn/odcr cs würde gewiß dieser Rath die Jesuitische Platten mit trcffen/wie es gehen pflegt: Wie auch Vic Temschenim Sprich¬ wort führm: Vcrrähterey schlcgk seinen eigen Herrn. Gott wird sie zwcyffewohnanch finden/gkeich wrecr den Johanniter Orden auff einen Lag gestrafft vnnd vertilget hak/welches jhncn öffentlich ein Münch zu Ingolstadt auffdcrCantzelgewicket vnnd gcprediget hak. Dennesistgarcinvnmcnschlicher dürft der Jesuiten nach dcmvn- schüldigm Blute der Evangelischen/ wie du hie hörest / da der Jesuit sagt: Das sich ober diesem seinem blutdürstigen A nschlag sein Hertz wider erquicke- Wrl so viel sagen/das sein Hertz im Leibe für frcwdcn würde springm/wenn er sehen möchte/das sein Rach einen fortgang gewinnen möchte.In summa/das ist des Jesuiten/wie auch der Kin¬ der Edom oder Esau Rcrm: Psalm iZ7° Rein abe / rein abe biß auff jhren Boden. Bey welcher Jesuitischen Blutsucht / wir zu gleicher erklerunK noch etlicher mehrExcmpeln gedcnckcn wollen: Ern Iesuitermit Namen -ka^eines Gottseligen EuangelffchenwoluordientenPre- digers Sohn/ficlvon der erkandten warheitabe / vnd kam gen Rom ins Iesuiter c7-^/««,, dcrstlb hak einen solchen durst nach Euange- lischcn BlUke bekontmen^das er gewünschct hat/er Mächte sich in str¬ neš leiblichen Vaters Blute im Kübel baden Vnd das du sehen mö- gcsi/dassieairederarkstin/sowvllenwirnochetlichcrandern Excm- pcln auff dißnral niitgcdcnckcn. Anno sthtug cm Jesuit zu Augspurg/gleich auffdem Reichstage diese blutdürstige Vcrß an: rLtisne LermLni« lslv- msnere, Lulcrpe conüliumleHolLkvico mems, Vtere iureruv lervorgi l^utlreri koalo, fuuibus, iAnsvecL- SG Mit» Bedmckm MÜdtt Leutschland glückselig sein/ Go ttlmd meinen Rach gar wo! em: Du R^jer sslt brauch» deines Rechten/ Vnd alle Lutheraner schlachten/ / Mit Gchwekdk/micRadc/Fewr/Masiervnd Stricken/ G- wirst du dich m die fache recht schicken. Das sie solche jhrc Tyrauneymit allerley list vnd blutdürstigen anschiegcn vnd vcrrahkerey nachsetzcn / das ist so hell am Lage / das es jdregantzc Welt bezeugen l'au: Vnd wir wollens den Jesuiten vber Den Kopff beweisen / mit ihren eignen Leuten/so dem Bapstrschen Glauben verwandt sein:Tretet auffjr Esavtten/künt sree leugnen. Ium ersten Halder Rath von Venedig wieder euch geunheilt vnd gesprochen: Ihr sollt/,wo ihr Münche sein wollet / Münch blei- ben/vnd lasten die Regiments Hendel zufrieden. Hat nicht EE von wegen der Vnrocrsicet zu Padua widir cuch eine gehalten t Anno 94. " Ium andern/ Har nicht das Parlament zu Parieß wider euch cm Vrther! gesprochen Anno 94. den 2,9. Item Anno 97. den Li- Augusti.Ikem Anno 9Z. den i8. Augusti. Itcm wrdcrewren Leckst« des weiland Iesuitcrs zu Pariß Anno 9z-. den 7. Ianuaris. Ium dritten / die Vatermörders / welche zu vnkerschicdlichen mahlen denKönigen von Franckreich nach der Gurgcl/vnd nach Leib vnd Leben gestanden sind / Lieber seins nicht ewre Diseipelvnndcwre Jucht gewescn i Als Johan Gucreth. Iicm Johannes vnd Petrus Scharrel. Irem/OE/^ //^^vnnd die andern Meuchelmör- der/dic nut ihnen vnter einer Decken gelegen sind. Ium vierdten/sein nicht wider euch so vret ehrliche hochgelahrte Zeutt(dic doch ewres Klaubens verwandten sein) auffgestanden vnd s,gehalken/Aiö Arrno 94. Item*Le,- Vnd Anno 97' Item sind vor¬ handen viel Aranhösische dtmzrt man euch Jesuiten das Vakchin Aranckreich zum Lande außgesungen. Item die Epistel Auffdr'e Predigt SchargL- TÄ^^/an den außLothringcn Cardinalen in ser- neinLeset shr HerrnIesüikcn / vnnd schempk euch/ wo noch schäm in euch isi. Zum fünfften/Rahkek was feind das'für Leute / derer L7/^«-s«e man zu Pariß har abgebr ochen 7 vnd an weiches stat man wrderumb gesetzt har eine Seule / mit einer Abschrifftinn Spani- schcr/Weifther/Fmntzöstschcr vnd Lateinischer Sprache / von redli¬ chen Stücken derIesuiken/soauffden heutigen Lag noch stehet/ vnd wird zeugen wider die Jesuiten/ so lang die Welt stehet. Zusn sechsten / hat nicht Johannes 7'^^/r^ein 6>r-e/s« bey «nfang seiner zu Pari ß hart wider disIesuiker geschlichen/ vnd sie unter andern also außgemahlet: Oscslok eil ilirs vuleus^ rseerrim« vsnrris Lkoluvics, uncKq.mLnue, LepsIilN« tempe» Orsk-ims. Go betreibt er diele Vögelt Ium siebenden/wer kans leugnen/das /. 77«-,«^ ein König¬ licher Rath vnnd Verwalter des Parlaments zu Pariß ein scharff- sinniges vnd warhafftcs wider die Jesuiten geschrieben hat/ wie das zu lesen ist im 7e/«s^/s /- »e-r/-« aus; befehl des Königes auß Spanien gedruckt iss. Hi lft Nebers Ihchu/thun das die Jesuiten wider jhre Rclrgtpno verwandten / was wollen sie wider vns ^uanZclischc thun § Gij rz- Sagt Bedenckeli rz. Sagt war/das sie den König inn Franckreich Lls^ö, vnd gescholten haben / Got-t vnd die heilige s-^chriffk gelcstert/wenn sie die wort Dauids .- Erret¬ te mich HERR vomKoth/ vom Borbonischen Gelchrccht(wcil auff Frantzösisch /^E,Kokh Heist) nach ihrer verkehrten falschen außtcgung gedeutet Haben-So spielen sie mit Gottes Work vnd der Bibel. 24. Sagt war/das die Jesuiten ein Buch haben -ahm sie verzeichnen / alles/ was sic inn der hcrmlichen Okrenbcicht hören/im welcher sie heimlich forschen vnd verhören/aust/dcn Kna- ben/Knechten/Magdcn/was zu haust sre Herren heimlich sagen vnd thun/So feind sie verspeher vnd Kundfchasster der Lander durch jre L>hrenbeicht. 25. Sagt war/ das zu Lugdun ein Jesuit ein Meß habe ange¬ fangen zuhaiten/vndvmer dem Volck einen Edelman gesehen/der ein weisses Feldzeichen der Kron Franckreich getragen/habe er stracks vom Altar zur Kirchen hinauß gelauffen/Auffruhrmnder Stadt c anzurichtcn. 26. Sagt war/das sie fein die ärgste Leute / mit blutigen Hen- den/die Allerschadhaffrigsten vnnd Vbermuhtigstcn / grawsam gci- tzig/welchcn Glaub/Ehr/Gottesfurcht/alle ehrliche vnndvnehrliche Stück schendllch zu kauffen sein 27° Sagt war/das ft mehr Schelmen vnd Böstwicht in Franck- reich sein/ft mehr sie es den Icsuitem zu dancken haben. 2L. Sagewar/das dieIcsuikermikFcwr vnd Schwerdt jhrer Castilier in new Indien mehr dann zwanßigmal zehen hundert rau- sent vnschüldige Seclen/weggemetzigct habcn/die sic in jhrer Histori selber Schafflein nennen«. 29° Sagt war/das sie die Insel klein Spandien also verheeret tzaben/das sie alle Manspersonen auffein Haussen versa mlet / vnnd die ins Bergwerck Goltz« suchen geschickt. Die Weibsbilder aber sttch gteichfals am andern orte zum Ackerbawgetrieben / das also in¬ nerhalb- Attffdie predigt Schargse. mrhslb zwölffIahrcn/weil keim Kinder gezeuget/ die Inselvott/Hs- ren alten Einwohnern verwüstet worden. , ;o. Sagt war/öas ob stc fürgebcn grosse Mirakel vnnd Wuu-' derzeichen/das darob doch nicht zu harr zuuer wundem sey/diewerl sie dieses nicht mit predigen/sondern vielmehr durch die blutdürstigen Spandrcrgckhan haben/die da zu anderswo auff den öf¬ fentlichen Marckien Torturheuscr auffgcrichtet / da sie auffeinmal tairsent zugleich haben gefolgert /gesiockct/gcbläcket/ mit glücnden Eiscrrvnv Haarscrien geplagt/ das wann sie entkommet! / sich selbst/ ihre Weiber vnd kleine Kinder neben sich erhcngt haben.Ia sie haben allda nach den Leuten gejagt vnnd gehetzt nicht anders / als man hie zu Land Hirsch vnd Beeren fanget vnd schlegk. Item auch / wenn sie in dern Krieg diese arnre Leute außführen/gar keine prouiank geben/ das sie auch der erschlagenen Feinde Aaß fressen müssen. Da haben die heiligen Jesuiten gut wunder zuchun/vnd Christen zumachen. Al¬ so köndteMahomer/vnd der Tcuffel selbst wol die Leute auff einen Glauben bringen/welchen er nur weite. Hie sicht manauß / was M ein Geist die Iesutten trerbk/dic mitten hie vnkm sein/ vnd solches al¬ tes mir kobmvnS bewi lligcn/damit man also die Cachoiische Religi¬ on vnd Spanisch gebiet fortsetze. zrr Sagt war / das sie den König von Spanien einen Herren nennen/der da ist/der da gewesen ist/der da sein wird: Welche wort sein genommen auß der Offenbarung Johan, l. Capittcl/da sie Jo¬ hannes allein vsm Allmcchkigcn außssagek- Sein die Iesuiker dero- wegenauch hicmik grewlicheGoktesiesterer/diedafchendlichder H° Schriffk mißbrauchen/vnd Gottes Ehre/die erkeinem andern geben wil/ dem Menschen zueigncn/ welches Götzendienern Zügehörek. za.. Sagt war / das siealso dem Spandier Fuchsschwanßen/ damit sie durch ihn zu Herrn vmid Eardinalen gemacht werden/ wie 7s/err« vnd die Jesuiten. zz. Sagt war/das die hohe Schuel wie auch der höch¬ ste Rach zu Pariß Hren Orden verworffen/ vnndnichts billigen ha- Hmwsllen Anno 15 5 5- Vnd im Dccm von dieser societct bezeuget/ Guj. dao» Be-mckm Has flt gereichte zu verschmälcrungevnd vcrwimrngaller ander» ak- een Orden/ vnnd alle Ordnungen vnd gehoi sam in Ge-stlichcm Re¬ giment auffhübe/vnd viel Hadcrö/zancks/zwykracht/Nud/^eLfs« , vnd allerley Zerschneidung anrichtete/vnd das diese socictrt mehr Zum verderden/gls zuerbawungder Christlichen Kirche gere>cheke. Wis dann auch zu Rom ein Cardinal gewesen / der dreser sängst ausgebrütetensocietet hart bcy dem Bapst wtderstan- , den / sintemal rm L-ere^«e-«/7 vnnd verhütet rst «licht mehr Religionen oder Orden zustrfftm/ noch zuzulaffcn. Da wrr hören/das shrc socrettt auch den allgemeinen zuwider ge- firffkek ist. Wann sie dcrwegcn auff die Eoncrlien eben so wenig geben/ was klagen sie dann vrel vbervns Lutheraner k zg.. Sagt war/das die Gxamsche (welches der Je¬ suiten höchstes Gut ist) ein vnmcnschliche Bai barischevnd blutrün¬ stige Werckstatsey aller wütherey/ vnd ern Spectakcl schreckhaffter pnd zitternder Tragödien/derer gleichen Menschen gcdachtnuß ms erfunden hab. Jese Artickci lieber Leser / neben vnzchlich viel andern / hak der benandte Aduocat rnn seinerober dw Jesutter/ vnd ihren mördächen Mitbruder außgeführct /dcrauchm- ssndcrhcit am Lo.Blat der besten Form des Rechten prötssiicret/vnd sich auff den chrirchen vmbsiand bcrufft/kas erCakholrscher Religion verwandt sey / vnnd er d< sto minder des Glaubens halben in verdacht (das ersolches auß haßkheteWndte gezogen werden /sonderlich weil er dreskt-auß krafft vnd von wegen vergangen hohen Schuck zu Parrß/auch der ^^E(wclche rm anfang des Guangelis vnd noch Luthero stets zuwider gewesen) hat reden müsten/vnnd hic- W't derselben Supplieation wider alle Iesuner vbergcdcn. Vnd Las sey genug ariß Da hastdu nun ChristirchcrLeser das rechte Conkerfehk vnnd Aeuffclvlarfe eines Iesu-lifchen Münch cs: Las behalt Lern lcbtag/ so wrrst du dich nimmer was gutes zu ihnen versehen können. Vnd HSö thrm sil Nicht aüxm denm /sonichk des Paptstischcn Glaubens sct» Auffdke predigt SchargE. fein /sondern auch wol den shrigen/insonderheit/ wo sie mit dem aKeV- geringesien Argwohn beleget werden. Dennauff das mr wider auff des Scharg^ Rathschlag kommen/ Solle das nicht leicht geschehen können/wo Evangelische vnnd Papisiischc vntcr einander wohnen/ das viele Papisten zugleich mitvnterkie Fahnen geratzten köndten/ welche man also vorab schiffeke/vnd vnker dem hauffcn/ als weren sie auch Euangetisch/Nttt erschlagen würden. Aber was ist einem Jesui¬ ten wbcrschon erliche hundert vnschütdigeSeelen auff sein Gewissen nehmen sollt Wer ssl? Sa fagen//'^^-/ Bapsi wasmachsiuiJesvirerwz khuMiSchlreßlich aber/danffk wir diesen Jesuiten Schargen mrt seinem nunmehs abfcrtrgen mögen /wollen wir jhme hie em Meklern in die Nasen rei- bcn/gcnommen auß den Liefflandjschen /'rwz/e^ welche zu bcyden feiten von Königen vnd Vnkerthancn scderzcit mtt reinen Eydm be¬ schworen sind: Der punct/so dre Religion angehet/ lautet also: /Ä-z-r.eZ»z/-szzz«z^ ^sz«z>rzz»zLs. /«zz, /'^z«^,/z ,)>F> z>rv7«/z6«v vz-//L^>Lz /«Ls. vLZ«zz-«/z^, Orz/z«zž ize/ »/L«z zz'/z^zszrzz. ^r<°/>/o^zz« z'zZzz«z«.^-z««z/«z« //«- (7sz-//zs«-'z». z«/«z- /s//LLs^, ^z z«/^- Fr^«^«z-szM-rz-«e^>«>/ ^,c7z>z,«z -vez- >» Z-« «r «Z/z/«/.^-7rz/«r-z L§-z-. Zr--z«.- Z-VMZE sm«z^ v^-> e-ez«-k «s^//z/«/zž Lz«s»z^ »S/Nzve /^/zz^/Nzzz. «e ^«zes/zz»- Z7« ZÄ^r« /t/'-- ^-zL e.r stercken/ denn was der Bapstthut/das ist all gnug/cr kans allein. /s/--/ fÄ-ö />S/--F. Bnd jhm ist gesagt / V//-/ /s° Wie seine Gottcslcstcrlichc Canomstcn schwermm. Eins hat Scharga vergeffen/nembüch das er nicht außjren alten Bäpftischen Agenden genommen hat etliche schöne we- rejhnendamikgxdienek/wobas Buch verlohrenist/ichköndts ihnen keyhen. Als e-r/4 Item / Item / Aentt daswürde krasse vndfasst haben. Zchvnwirdigcr Priester versiegele aller ihrer Segen. > Laß mir das cinm vnwirdigen Priester sein / der kan versiegeln desBapsts Segen/des Bapstschen Legaten / aller Bischöffe / aller Canonier/aller Hrdensleute/wann ein Siegel nicht am Bricffe ist/ soist dcr gantzcBriefsvnkeefftig. Also/wann Scharga diesen Se¬ gen nicht versiegelt hette/soherrc weder Bap st noch fern Legat / noch alle Brfthösse was gegolten. Höret da/ höret da/ jr Bsschösse in Po- fen/Schargaist ewcr Siegelring/wmn jhr den Mann verlieret / ss Pird man weder Bapst noch leinen Legaten noch euch gleuben. Zst es dann hieran gnug? Nein sagt Scharga/Er hat brß daher gesegnet oder gebetet (wie rer meiner nach seiner art)daran sprecht er fey es noch nir gnng.Wz ist rroch vbrieg e Er muß auch finchm. Lieber isto dann daran genüge nein/er muß auch tiegen.Derowcgen thur cx zum beschluß dieser Pre¬ digt zweyerley : Erstlich das er den gewaltigen Kriegsfürstcn zum allerschandlosesten außmachek/vnd sagt von seiner grewlichenTyran- ney- EswunderkmichdasScharga so heilig seyworben/dermehr mehr lust hat anB!utuergiessen/da jhm doch zuuordas Hertze hüpf- fete/da er gedachte/wie man morden vnd schlagen solle/ was Hertzog Karl gethan oder nicht gethan har/das dürssen wir nicht fechten/ das Auff die predigt Scharg-e. ist aber gewiß / wenn wir wollen gewisse zeitkung haken'/ wie es iE Kriege in Lieffland vnd Schweden sey daher gegangen / so soll mane von Heter Scharga nicht erkunden/ denn ertantzek bey der Warhcis her/wie der Metziger beym Kalbe. Fromme Christenwissen wol/ wi^ es gehet im Kriege: Dcrselb frist bald diesen bald jenen: Vnd in Pe- stiientzvndKriegszeiiunghatman jmmer ncwer zeitung/vnnd vie) hinckende Bothen. Das ander welches Scharga allhie am ende die¬ ser Predigt rhut/ ist das er grcwlich flucht auff vnnd sein Krtegsvolck: Aber die Leutschen haben ein Sprichwort: vnnd pfle¬ gen sagen: Der Alnch har einen guten stnn/wo er zum Maul außge- het/fthret er zur Nasen widcrumb ein/sodarffer nicht weit wandern. Vnd der weiss Mann in seinen Sprüchen am 2.6. Capittel / spricht also: Wie ein Vogel dahin fehm/vnd eine Schwalbe flcugek/Alss ein vnuerdienker Fluch trifft nicht. Dem Roß ein Geissel / vnnd dem Eselein Aaum/ vnnvdem Narren eine Ruthen auff den Rücken^ Vnd der Apostel Paulus spricht / Rom. rr. Segnet die so euch ver- fluchen/segntt vnd fluchet nicht. VndIob sagt im 54. seines Bu¬ ches: Hast du Verstand so höre Sas /merckc auff die Stimme mei¬ ner Rede. Solle erner darumbdas Recht zwingen/ das ers hasset/ Vnd das Du stoltz bist / Soltcstu darumb den Gerechten verdam¬ men/ Solecinerzur Obriegkeit sagen / Du loser Mann/vnnd zum Fürsten/Ihr Gottkoseni Vnnd Paulus spricht aöermahl/Acwr.- rz. auß dem andern BuchMoysis am rL. Es stehet geschmbenI Dem Obersten deines VolEs solt du nit fluchen. Wirlrftn/das/dcr'' den Krieg wider geführet hat / soll einer scrnev Kriegsleute vnkerm Haussen gewesen sein/der hat auch hcfftig auff den geflucht/ denselben hak des Kriegsoberster ge¬ schlagen vnd versprochen. HöistuIstacl/rch hab dich nit darumb her b?schciden/dz du wider^/^-«^««» fluchen solt/ sondern du solt wider fn streitcn-Abcr es Heist hie / wie ^«e///^f/sagt: HÄLl Denn das er vtztcr ander c/a-'s/««- für einen Ke¬ tzer schilk/das lst jhme vielmehr eine Ehre / dieweil Scharga (nemb- lich der verketzerter Jesuit) jn dero gestalt schilt / vnd solt einer nie dis ganW Bedenckm auffdie predigt Scharg-r. «ganßeWelt nehmen dafür/ das Scharga sagen solte/er lereke recht: Denn das würde müssen Jesuitisch sein. Als wenn vnter dem Tür- -ckencinTürckischL/^e/ vns Christen verflucht/ober wenn die Iü- dendic Christen vnd JhesumChristum schelten vnd verdamm en/das gilt darum!) nicht/denn redigk lassen hinan rhun/auff das der ChristlicherLefer sehen müge/wae der einer in einem Lande rahtct/ das thut der ander rm andern/denn sie blasen alle auß einemTyrannischen Horn/sie sein in welchem winckel der Welt sie jmmer wollen/ so gedencken sie böses in jhrem Hcrtzen/taglich Krieg zuerregen. Sie scherffen ihre Aunge wie Schlangen/Ottern gisst ist vntcr jhren Lippensspsak, i4O.Auff das wir doch einmal durch diese jhre vietfeltig gepfiogenc Bößhcik klüger werden/vnd vns für diß Teüsselsgeschnreiß warnen lassen mü- gen. Denn in denselben Landen Steyrmarck/ Kerndten vnnd Krain sind auch hiebeuor viel schöner Kirchen der Euangelischen Lchr zuge- than gewesen/welche.doch jetzo durch die Ichritische Tyranney jäm¬ merlich zerstöret sind' Gott erhalte sein wort bey vns/ vnnd stcwr des Bapsis vnd Türcken inord/die Ihcsum Christum seinen Son/ siürtzcn wollen von seinem thrön/ctc. 3 Koxch Lopey der Epistel. Edtkk Herr / N- N- insonders WMF L-«-/«-- ^v. D«. geliebter Herr vnnd ^ÄWl F^unv: Als ich an den Herrn dm Lag vor der H. Jung- s. frawenMarien gebürt geschrieben/ ///^. vnd darin vermelk/wie gantz Sreyr was die Religion betreten chuk / durch des Ällmcchtigen gnad resor-- O L / rniret sey/ habcir wirden solgenden tag daselbst in der Karndker Afar- e?^- kirchedie angefangen: Die mrrzlrgcoroncke Comm.ffari- en waren / Herr Johannes Graff von Ortenburg / Oberhauptman in Karndtcn / Aingct/ derselben ArouintzDi^sM/»^s. tioFe^ Fürst!: Durch!: Rath / vnnd Johan Christoff von Prangk / Heuptman vbcr vnser e?Eüü. Ist also Karndten von vns reformieret / aller massen eben wie zuuor Steyr / nembtich zu forderst sein allenthalben die Ketzerische Kir chen/mik den Kirchhöfen der Sec- tischen "predigcrha ufern/ zum theil durch Kriegs Instrumenten / zum «heil durch Büchsenpuluer cinge- rissen / die Prcdicanvten allenthal¬ ben auß dem Lande verjaget/ jhre vermeinte Eheweiber vnnd Concu- binen von jhrer beywohnunge ab- gekrieben/ pnnd/hnm hey straffe dc« «'/-e «sF^-e «rs-/sF-7sr ^/7- //>« 7««r Mffüre des jesuitischen Bifthoffs. der acht indlc Land wider zukom- men/verbotten- Alle Carholffche Kirchen/so hkebeuor in der Ketzer gcwalt gewesen/ sind wider eirrge- nonren/vn mit LatholischenPrie siern versehen- AlleStadte/alle Flecke / alle Dörffcr mit sieiß re¬ formier / die mutwilligen Ketzer außallmFürstbDurchltProuin- cicn/^z-z^z.Iast in allen vnd besonders den vornehmen orten/ hab ich ein vermanung zum volek biß vmb z. oder 4. VU auff den abendgerhan. DzAbendmalvn- ter beyder gestalt ist an allen or¬ ten/so wol Mündlich/als durch öffentlichen Patent (ivcil mir dre Apostolische gewaltvom dem Bischoffzu gegeben)von mir abgeftkaffr. Ne den dem so sind offene Patenten dene-^>^/^^«Lszu Gemünd/ Areisach/Gürtzen/Lawentm/vnd Aquik/vnd etliche Prälaten zuge- siellet/in welchen heilsame mittel enthalten/ durch welche die refor- mation bcstendig erhalten / vnnd denen so zur Kirchen wieder ge¬ bracht/ alle gelegenheit wider ab¬ zufallen benommen. Viel rausent Ketzerische Bü¬ cher sind öffentlich an vnterschied sichen Orken vcrbrandt/ viel tau- senk z-«^z»^«Z z« ^zzZz^s?-«/» z^/?«zz^, ^/««z ci-rzZ-s/z- z?--/>s/szzž 0/zrzrz-z -'Z- ?zzZ<-Zzv> s?»zzz^MSZZ^ />^^?»ö^zZ-k. vrzzz-zs/z/^ «Z?'z« /szz/ vzr-^s/?s/zfÄ L»-ZV««Zzo ^>e/?t,/zro /<- «>/>«/!'ZVZ/Z Z-<7»ZZ^) /Z Z«i7 /zZz>z-e ^--Zz'/zZz'/ /kz'z^z- z/z-zz'szr^ L?z«z«Zz.z^z ^z)Ä^»/s, e>«z^z-zz/7. Z, r« /v/" <°.v 777 s/r--«7^«L c7/ /E) //-I? s«r«F a'i? »s- «s/ <7s«v«r//Kr-'A' /» /s/'«/«-» ^>?-s <^/r. //i'. i/Ä«- -is- // /sr« Mssmc des jesuitischen Bischoffs. Ken / weil ichs dafür achte / das hiedurch des Herren Schmerlen von wegen schendiicher verlich- rungederVcsiunge Canischa/et- was möchte gerindert werden Ei¬ lend gegeben zu Grätz den rr.^o° mmb. Anno 16 20. Ewer Gnaden Arewherßiger Freund vnd Knecht Bischoff zu Segkaw. Ich bitte das diß Schreiben ew- em Brüdern vnd dem Vater N- vnd s-So?-/ Nniüge com- municirt werden. ///, z^ss. ^V, S" 56»O, MZM Vß dieser ZcsuLtischmagnmBekmdtnuß/ sie- MUMM hestu lieber Leser/wieman irr den Ländernhaußgehalten/ v!i!id mit was phanselschem proceß man dieselbe Oe/v^«-^//^(derKirch?n sag ich) verrichtet habe. Wann Gott der HERR seine ^/-rm^/s^/gehalten har/scht- ckete er predigcrauß / die mästen mir lehren vnd vntcrweisung des Volcks reformieren/Ats da Noach die erste Weit reformieren solle/ da Loch ein sein solke in den fünff Städten. Item / wenn Gott Propheten sandte wider Danvnnd Bethel/wenn Ionas zu Ninine reformieren mäste: Also auch im newenTestament/da Gott durch Iohannem den Lcuffer/Christum vnd seine Apostel/ vnd ent- IlchdnrchLutherumreformierterckc.InallcndirsenReformationm sehen wirgar ein andern proceß als die Jesuiten in der Steyrmarck gehalten haben. Wenn Gott ihres Raths gepflogen hette / so wür¬ den sie gesagt haben: Nicht so/ nicht so Herr mustu reformieren/son¬ dern vnser heiligster Vater der Bapst soll dir etliche tausent Reuter zugeben/die sollen/nicht mitBüchern/sondcrnmit Harnischen/ nicht mir Federn vnd Tmdken/sondern mit Spiessen Md Blutvergiessen/ nicht mit predigen/sondern mit brennen/ hawen / schlagen / stechen/ die bekchrungder Leute zu dir verrichten. Was wölken die armen Fi- fcherknechte/wclche weder Laschen noch Flaschen haben/außrichten S Was würde aber der HErr Christus jhnen antworten t Eben das was er zu pikalo sagkr/dz würde er diesen pilatischbrüdernauch antworten: Mein Reich ist nicht von dieser Welt / were mein Reich von dieser Wclt/so würden meine Dimer drumb kempffen. So hö¬ re ich wol /das eben auß dieser akt Jesuitischer Reformation recht zu schliessen scy.Erstlich das die Jesuiten nicht Christi Reich/son¬ dern fr vnd des Teuffels Reich befodem. Denn es ist kein mittel zwi¬ schen des Teuffels vnd Christi Reich. Darnach das die Jesuiten mchtz Bcdmcken mrffdr'e jesuitische MiMe nichtChristi Dimer sein / denn sienochüicht verstehn die krafft des Reichs Chnstr/vnd kempffen da sie nicht kempffcn sollen. Die Apostel welche reformieret haben. Lieber was warens für Apostcl/die diese Icsuttische in der Sttyrmarck hielten: i. Sie kamen ehe siegcsand würden/ düuon Ierem. rz. Denn sie mißbrauchten der des jungen Herrndem sie/wie man sagt/einenEydabgcdrungen vnd abgeschwatzt habenj al¬ so haußhalten zu jassen. r. So war hie nicht ein Apostel/sondern Graffen / Hauptleuk/ Kriegsobersten/nicht anders wie man mit demHErrn Christo Lr-- im Garten hielte. Wesie dieselben reformieret haben. Lieber wie grerffen diese Apostel den anfang der an. Anfänglich fiengen sie es an den gebcwden an/dennsic funden die Kirchenhauscr die Ketzerisch waren. Was hör ich/ ein unerhört Ving/ das auch das Gcbew Ketzerisch werden kan k Das müssen starčke vnd krefftigc Predigten der Euangclischcn Lehrer biß dahero gewesen scin/derer wort nicht alleine an den Wenden sind kle¬ ben blieben/sondern auch biß ins Hertz der Ziegelsteine/Kalchvnnd Sand hinein gangen. D jhrGottlosen Icsuiter/ warumb verderbt vnd verjagtjhr dann dieselben Prediger/ weiche auch Steine / Holtz vnd Kaich bekehren können-Ihr Herrn Iesuiter haltet mit für war scin/dao z>E//E seinem Bruder Escl/vnd den Vögeln / dm Tho¬ len auffdcm Klrchdach hat Predigen können / wie /'/-E//?« zulesenrst: Was ist aber das/kegen diß/wann einer nut Predigen auch die Kirchen gcbew Ketzerisch vnd vngleubig soll machen können. Denn darumb habt jhr auch die gcbew billich wie Ketzer ge¬ strafft. Arm ersten habt jhr Puluer drein gelegk/angezündek vnnd in die Lufft gesprcngct. Arm andcrn/was nicht hat fallen wollen / das hak man »mtZewrhackktt/Bkylcn vnd Barten/mnd andern dergleichen Kriegs Bedettckeu auff die Jesuitische Miffiue. Kriegs Instrumenten herunter gerissen. Da habt ihrs / jhrGokks- hauser/jhr bösen Bubcn/wollt jhr Ketzerisch werden i Wollt ft noch nicht auff Jesuitisch beten lernen i Wollt ihr nicht lernen Walfahrk lauffcn S Wollt ihr nicht ewren Hut abziehen / vnnd für die Jesuiten die Knie beugen Mas waren die 7^//^ Ach/ach mein lieber Apostel Paule/w.e werden dich die Jesui¬ ten Reformieren. Lieber warumb s Vrsach du hast nicht rech?gere- formieret zu Athen. Ackor. 17. Wie so S Denn du fandest allda einen Altar/mii der Abschrifft/^«ses O^dem vnbckandtenGolt / da hast du nrcht in acht gehabe / das cs ein Ketzerisch oder Abgöttisch Altar gewesen sey/ darumb soltcstti mit Fewr vnd AMen denselben examinieret vnnd refor¬ mieret haben. Ach lerne doch erstlichen von den Jesuiten / wie man recht formieren soll- Diese sind die Meister von hohen Sinnen / vnd ich weiß wann die Apostel noch lebten/ sie würden sic selbst rcformi- ren/in massen sie denn teglrch die Apostolische Schriffte deformirm pnd reformiren/denn es taug beydes nicht. Wie sie die Prediger verjagt haben. Gib nun ferner achk/wie sie die Luangelische Prediger reformi- ktt habens Mit einem wort/Man hat sie auß dem Lande gejagt: Warlich/warlich/so hat man bald mit ihnen können fertig werden: Vnd ist vnnötig gewcscn/lang mit ihnen herumb zu disputircn / son¬ dern man soll sic erstlich wcgjagen / damachverbicken widerzu kom¬ men bey Leibs straff: Endlich soll man sagen / Ach die Predicantm sind zu fäch/wollen vnd können nrchtc?-^«/«/» halten/ dürffen nicht auffdenPlatz kommen-IhrHeuchler/hettetjhr lust zum dauon jhr so viel schreyet vnd schreibek/so were es domahln vnd in ver¬ gleichen fallen recht zeit gewesen. Wie sieden Predigern jhr Weiber genommen- Noch cm stück der rcformakion hat man an den Predigern be¬ wiesen. Denn jhrc Concubinen(wiederIcsuitcr rcdet)das waren ihre chclichc vcrtrawte Weiber/die hat man jhnen von der sciten gerissen/ K vnd Bedctttkm auff die Jesuitische Miffiue. vnd von ihnen gejagt. Huy da Tcuffel/laß dich gany sihen/was wiie du nur die Klamm zeigen/du hast dich lang gnug wie cm Engel des Licchks in den Jesuiten sehen lassen/lieber laß dich jetzt wie ein Lcuf- fcl schcn/wic du bist. Denn das ist die rechte Teuffels lehre /1. Tim- durch die so in glcißnerey Lügmreder sind / vnd Brandtmal m ih¬ rem Gewissen habcu/vnd verbieten ehelich zu werden / wie du hie hö- rest-das sie ehelich zu werden heissen eine Concubienhalten:Somuß ja wenn ihr Gottlosen Vnflater(mik gunst zu melden) Concubrencn haktctffolgen/das ihr auch im Ehestand lebet. Aber jhr Sawseyds nicht wcrth/das man euch wreAdam vnd allen Patriarchen vnd et- lichen A postcln/vnd vnzehlrch viel Bkschöffen/ irc ond Ehcge- maln ordentlich zufüre. Dennjrscyd in Sodomitrschcn Sünden al¬ so ersoffen/das jr dieselben dem Ehestand schrifftirch(durch einen cw- rrs GlaubcnsgcnossenMrfft fürziehm-Vnd hört her jr H. keuschen Jesmter/ich wrl euch einen Reim leise ins Off' sagen/der Heist also; Vnd erinnert ihrs euch nicht / wre es auch einmal MN BaytM gieng/da jhr ein Weinfaß cwrem zubrachnt/ inwendig aber saß mit gunst eine grosse Concubin drern. Gottgrbts das dem Faß der Boden außfclk/Ach ach/da verschüttet der liebe Wein/ das ist/es fellt die Concubin inn Treck. Wasserley gestalt aber jhr vnd andere geistlose Geistlichen mit Concubmen vmbgcßek/das wil ich allhieauß öffentlichen gedruckten Acten der Brschöffe so zu Cammm gewesen sind/ vnd sich zum höch¬ sten ober die Concubmen ihrer Ordcnslcuke vnd Pfaffen/beschweret Haben. Die Wort in ihren lauten also: Es ist vns eine schwere klage für Ohren bracht/ von den fürneh- men von Adel / vnnd andern ehrlichen Lcukcn / von der Hurerey der Geistlichen/das etliche derselben Werber halten sollen / mik welchem Dohne alle furcht Gottes stets vmbgchen- Die mit ihnen an einem Tische sitzen/als weren ste ordentlich ver kramet / die sich auch beyder- seikß zubleiben verbinden / auffdas was der Teuffel gefügt har / der Mensche BedmckE Miss die Dsuitrsch e MissiM I Mensche nicht scheiden köndte. Zeugen auch mit einander lebendige Kinder / die auff Erden herumb iauffcn / das auch / wenn sie solche schände getrieben/so wok das Weib wie auch die Kinder zu jhren Hausern/dazu sie eigne Schlüssel haben/auß vnnd cingehen ohne schew/vnd öffentlich nachgeben vnd gestatten/für jedcrmans Augen mit grossem ergernuß der Gemeine. Z-u dcmc verzehren sie die Kir- chengükcr mit denselben Hurenbelgen / die auch stattlich kleiden vnnd au ßbusen mit Lundischen Tuch vnd köstlichen vnterröckm/mit silbek Gürteln/zum ergernuß aller ehrlichen Weiber/etc. Siche Das waren lebendige Heiligen auff Erden- Vnd obwo4 dieser Bischoffmik allen seinen Vorfahren solches abzuschaffen biß- weilen bey io. Marek Vilber/bißweilen bcy entsetzung desAmptS Verbotken hekke- Dennoch hat cs nicht geholffen/vnnd habens selbst nicht gehalten: Sondern wenn sie des Iahrscinen Güldcngegcbcn haben/sö haben sie so viel Huren mit gunst halten mögen wie siege- wolk. Wie außdrücklich hicuon Anno isLy. bezeuget. Wirköntenauch hiervon den sechs tausentKinderköpffen/soBapst «7es^Ein einem K'oster Teich gefunden hat/wo! sagen, Item/Ich köndte mehr Historien auß den» anzichen: Aber es istauffdißmal mein fürnehmen nicht. Gott aber /denjhr im Hi¬ mel damit beleidigt habk/das jr Vaker/Mutter vnd Kinder von ein¬ ander mit ewer gerissen habt/derhar das geschrey inr Himmel gehöret/vnd die Thranenauffgesaml'etinn seinen Sack/ die werden euch zu Hclschenfcwrwerden auffemen Kopffan jenem Lag. Wie sie die Zuhörer reformieret. Ferner wie sic die Prediger angegriffen haben/ so habens sie auch nit besser mit den Zuhörern gemacht: Denn man die / so nicht stracks Angesichts haben schweren wollen m jhre Religion / hat von alle jren Gütern zum Land außgcfagk.Ach Gott vom Himel sihcdarcin/vnd laß dich deß rrbarme/w; muß da für ein heulen/für ein Cctcr geschrey für ein weinen entstanden sciniwunder were cs nit gewesen/d; die ber¬ ge dauon zerspalten weren- Da sind Bruder von Schwestern/schwc- Bedctickm au ff die Jesuitische Mffüre. stet vonBrüdern/Elkern/von Kindern/ Kinder von Eltern gerissen etliche haben sich bereden lasscn/etliche nit. Da were cs warlrch leich¬ ter gewcsen/man hetke sic für der jrigcn Augen auffstückcn gchawcn. Denn die/so sich haben bereden lassen/ habet« alßbaid zwcy auß fünft fcn ziehen müsscn/vnd also zu allen Heiligen vnd Gott (da man doch Gott allein schweren soll)cmenEyd leisten/ das sic der vorerkandtcn warheit des Euangelis nicht wollen in alle cwigkcit beypfirchtcn-So geschwind find sie in einem AugenblickPapistisch geworden/ vnd ha¬ ben noch nicht eins gründ gewusi der Papistischcn Lehr. Das ist/M- Sie gleubcn was die Jesuiten gleuben/vnd dieIesuitM was sie gleuben. Beydcrseit sind sie vngleubrg. Wik der Jesuit gepredigt hat. Er sagt sclbst/er hab fast an allen orten gepredigt. Darauß fos- gtk/dascran etlichen orten nichkgcprcdiget hak. Darumbhatcr sis an etlichen orten ohn wort bekehret. Wie sollen sie aber glcubcn von dem sie nichkes gehört haben ? Rom- iv. Aber an stat der Predigt ha¬ ben sie ihnen mit Puluer/Büchsen/Schwerster vnd Stangen / zur Predigt gcleutek/gesungcn vnd geklungen. Das sind newe Meßner vnd Chorschüler. Doch har der Herr Bischoff bist inn die sinckeude Nachtdrey oder vier Stunden gepredigek. Lieber wovon Eytcl le- fiern/ fluchen/schclten/auff Luihcrumvnnd protestircnde Fürsten- Was sollen wir daran lernen/Erstlich/ das dcrIcsuitlsche Bischoff ein Lästerer scy. r- Ein Lügner, z- Ein Mörder. 4- Der des Tcuffcls Lehr führet. 5. Dereinabgesagter Feind ist des heiligen Euangelif. Vnd so haben wirgnug auß der vcrstcndlichen Predige gelemct. Zur Predigt gehöret auch / das dieser Jesuit ein Sacra- mcntschender worden ist/vnd das Abendmal des HErrn/welchs doch von Christo in beyderlcy gestalt zu verhandle» verordnet ist/bestickt vnd ern Kclchdieb wird an dem heiligen Sacramcnt. Dassclb aber auß der Macht die jhm nicht GOtt/ sondern dcr^Ä»-/«« per hinekende Goll vnd Postrenktt von Rvm gegeben tzak* Bedettckm aüss die jesuitische MMk. Wie sie die Bücher verwandt haben. Diese viel kausenk Bücher /dre nicht alleinvicl kausenk Güldm gekostet haben/sondern darinnen der Schatz vnser Seligkeit begrrf- fen/vnnd welches der heilige Geist selbst hak auffzeichnen lasten/als das alte vnd newe Testamcnk/Vie lieben Prophcten/Apostel/ Euan- gclistcn/dre haben die Julianische Mord vndFcldtcuffcle verbrandk. Denn derLeuffet fürchtet sich nirgend mehr für / als für die heilige Schrifft vnd Bücher/ darumb zubcweiftn / das sie abgesagte Feind der heiligen Schrifft sind/haben sie dieselbe verbrandk. Wir haben aber gewissczeiktung von denen diemit dabey gestanden sein / das der Hencker/der sie verbrent hat/grosse vnsagliche mühe damit soll ge¬ habt haben/che dicBücher haben verbrennen wollcn/das sie sich auch indendntttnTaggewehrcthabcn/vndhakernoch sonderbare eiser¬ ne Stangen darzu machen lassen müsscn/das sie doch entlieh möchten durchs Fewrverzehret wcrden.Welchs Gott zwciffcls ohn zum Zei¬ chen hak also ergehn lassen/anzudemen was Esai-e 4Q stehet. DsE/ME//« Gottes Wort /Luthcri Lehr / vergehet nun vnd nimmermehr. Vnddas der Jesuiten Hellisch Fewr / nim¬ mermehr verloschen werde- Memtlich mit gcwalt der ^ov.^riegsleutdie reformation geendet ist. Wie sie mit Kriegsgewalt die Reformation angefangen haken/ Kkso haben sie dieselbe auch mit Kriegsgewalt geendet. Darauß nun rin jderschlicßlich abncmen kan/was das für cm gezwungen Eyd ge¬ wesen sey/welchen siegclcrstet haben. Aum andern/was dicselb/ so im Land geblieben sind für einen Glaubt n/vnnd gemartertes Gewissen haben müssm/darüber sieauch noch keinen Tro st haben könncn.Aum driktcn/mit was Trcwe sie wol ihre Jesuitische Lehrer meinen müs¬ sen. Ess rühmet wol der Icsmt/alß das sich viel gcfrewtk haben/ von Kiij ' fhrek Bedenck en auffdie Jesuitische Missiue. fter dreser verkehrung- Das kan warlich kein Mensch glcuben/wann man einen mit solcher vngestümb bekehren oder verkehren soll/ das es Hhm köndtc lieb vnd angenehm sein. Doch die Jesuiten haben wol ehe mchrgcsagt/das nicht war ist. Vnscr zeirung lautet weit anders. Gott wolle die armen (seelen trösten / vnd sie widerumb mit seinem Euangelio erfrewcn. Mehr von dieser Epistel zu sagen ist vnnötig/ Vannes hat dieselbe mit reichen Gaben / weitlcufftigcr D- Daurd ^s/^zu Wittcmbergans Liecht bracht: Dabcy lassen wir es billich gewenden. Wir sollen vns an diesem Jesuitischen Brieffe spiegeln/ vnd ge¬ wisse drauß schliesset!/ dassiemitgantz Tcurschland gernvnnd von hertzen gern also vmbspringcn wolten/vnnd das sie alles dassclb/sie kommen wohin sie wollen/suchen/darnach richten vnd rrachrcn/Tag vnd Nacht/vnd eben dahin sehen/wenn sie sagen/man soll den Ketzern kein glauben halten- Gott aber ein Vater aller Gnaden vnd Barmherhig- keik/wolle jhncn stewrcnvndwehren/vnd diese Hewschrecken durch Vm Geist seines Mundes versenden vnd verwerffcn in den ttkffen Abgrund darauß sie gekommen sein/ AMEN. Formul Formul des Jesiuttscßen Cpds /welchen sie den Abtrünnigen in der Steyr haben schweren las« sm/wic wir droben gedacht haben. Ass §H armer elender Sünder N bekenne euch ^4 Ehrwirdiger Herr Priester an stat Gottes / vnnd der lieben Iungfrawen Maria/vnnd allen lieben Heilr'gen/dasichsolangvnd soviel Jahr (als etwa sein möchten) der verführischen / verdamlichen Gottlosen SectischenLehrbeygcwonet/vnd in solchem schrecklichen Zrrthumb gesteckt bin/Auch in ihrenr grewlichen Sacra-» ment nichts anders empfangen / als ein schlechtes Be- ckenbrot/vnd auß dein Kelch nichts anders als schlechten ten Wein auß einem Faß. Solchem grewlichen Irrthum vnd verdamlicher Lehr entsage ich / vnnd verspreche der¬ selben nimmermehr beyzuwohnm / So war als Mir Gott helffe/vnd alle liebe , Heiligen.