./»K 31. »843 Sinngedicht. «^er höchsten Liebe Vild, die Henne sieh, die brütet, Wie mit der Flügel Schild, sie ihre Vrut behütet, Sie hat der Küchlein viel, dsch jedes ist gezählt. Und ruhig ist sie nicht, wenn ihr nur ein,s fehlt. Versammeln lütter sich wird sie den ganzen Haufen, Wie weit auch sich von ihr die Einzelnen verlaufen. Wie angelegen läßt sie Nch es seyn, zu locken. Kannst du, verlauf'ue Vrut, dagegen Dch vcrstrcken? llnd lockt dich nicht herbei der Mutterliebe Schrei, So schrickt dich von dort mit den, Gekreisch der Weih. Kriech unter', und du bist vor dem Gekreisch geborgen, llnd für dein Futter laß der Mutter Liebe sorgen. Rückert. Vaterländisches. . Erinnerungen an die Kriegsereignisse des Jahres 1813 in Illyrien. IV. Gefechte bei St. Marein und ZVeichselburg am i». und »6. September iL»3. Nachdem der Vicekönig mit dem größten Theil seiner Armee am 14. September über den Loibcl durch das Savethal bei Laibach angekommen war, »ü'ckte derselbe am 12. Früh mit beiläufig 6000 Mann in Mehreren Abtheilungen gegen den bei St. Marein mit 6 Compagnien des Gradiskancr Glänz' regiments aufgestellten Obersten Millutinovich vor. Während der Feind gegen dessen linken Flügel de-filirte, und dadurch vermuthlich die Achtsamkeil des Obersten Millutinovich zu täuschen suchte, griff cr die auf den Höhen des rechten Flügels aufgestellten , ein > und eine halbe Compagnie Gradiskaner deS Hauptmanns Nikschich mit zwei Bataillons an. Dieser Hauptmann ließ den Feind mit eincm Theil feiner wenigen Truppen umgehen, währcnd er denselben in der Fronte mit dem Bajonnct attakirte, und ihn über die Höhe lhmab warf, wobei er 70 Gefangene machte. — Zu gleicher Zeit griff der Feind den linken Flügel bei Wcißkirchen mit größtem Nachdruck und Ueberlegcnheit an. Obschon durch eine Colonne von zwei Bataillons Garden in der Front und in der Flanke angegriffen, leistete doch dcr Hauptmann Martini mit drei Compagnien Gravis-kancr dort den kräftigsten Widerstand. Er ließ den Feind durch den braven Feldwebel Elger mit eincm Dctaschement von 40 Mann in der Flanke angreifen, wodurch jene beiden Bataillons zerstreut, und mit bedeutendem Verluste in die Flucht gejagt wurden. Die Entschlossenheit, mit welcher die Gradis-kancr dem Feinde bei der Vertheidiguug der Stellung auf allen Puncten begegneten, machte eS dem Obersten Millutinovich möglich, dieselbe gegen dic große Überlegenheit des FcindeS zu behaupten.__ Der Feind hatte an Todten und Verwundeten gegen 500 Mann, an Gcfangcnefl 2 Officiere und 95 Mann verloren. — Dcr dießseitige Verlust bc« stand in 47 Todten und, Blcssirten, und 28 Gefan» gencn. An demselben Tage griff dcr Feind auch die bei Salloch unter dem Major Neinbach aufgestellten drei Compagnien Brooder und einen Zug Hussaren mit einer außerordentlichen Uebermacht an. Dieses Detaschement vertheidigte seine Position mit der ausgezeichnetesten Tapferkeit, und wies des Feindes An-griffe mit dessen sehr bedeutendem Verluste zurück. Die tapfern Broodcr verloren 11 Todte, 21 Bles-jirte und 28 Gefangene. Die Macht, welche dcr Feind an diesem Tage ins Gefecht brachte, bestand aus dcr Division der italienischen Garde von 7 Bataillons und 2 Escadrons, und aus K Bataillons Lmieninfanterie. Diese große Ueberlegcnhcit des FcindcS bcwog den General Nebrovich, welcher diesen Tag mit einer kleinen Reserve in Weichselburg stand, zu dem Entschlüsse, fcinc Vortruppen gegen die von Ncustadtl her cr-wartctcn UntcrsiützungsN zurückzuführen, und dann 86 Mit diesen vereint den Feind wieder anzugreifen/ welches auch, nachdem die Truppen sich am 13. September in der Stellung auf dem Bärenberge ge« sannnclt hatten, am 16. ausgeführt wurde. Das CorpS des Generalen Rebrovich bestand jetzt aus 1 Bataillon Broader, 1 Bataillon Gradis» kaNer, 1 Bataillon Sr. Georger, 1 Bataillon Erz» herzog Franz Carl Infanterie und 2 Escadrons Nadetzkp Hussaren. Dte erste Colonne unter dem Obersten Millu» tinovich, aus dem Gradiscaner Bataillon bestehend, marschirre in die rechte, die zweite, der Major Neinbach mit 3 Compagnien Brooder, in die linke Flanke des Feindes. DieHauptcolonue drang auf derSn'ssie nach Weichselburg vor. -^- Der .Angriff geschah von iglleK'Deit^n zugleich. — Ein Bajonnrtangriff deS Obersten Millutinovich auf 4 feindliche Bataillons, ,die 2 Kanonen.hei sich hatten, und sich durch vier .Stunden lang vertheidigt.hatten, verbunden mit dem gleichzeitigen Vorrücken der übrigen Eolonnen entschied, und der Feind ward in die Flucht gejagt. .Ein Flügel Radetzky,Hussarenv unter dem Rittmeister Orckf Este.chazy, lwurk-e ihn^ zu verfolgen .nach» ,^cschickt. Dieser zersprengte zwischen Großwpp und St. Morein ei« feindliches Velitenbatalllon, vom General Lecchi selbst angeführt, und nahm den größten Theil desselben, sammt 2 Kanonen und den feindlichen Artillerleobristen Element gefangen. Der Feind setzte sich noch einmal in die Stellung von St. Marein fest, vor welcher aber sehr bald der Oberste Millutinovich mit 3 Compagnien theils vom St. Georger, theils vom Brooder Regiment , mU, der Oberst Graf Starhemberg mit 1 Escadron Hussarcn eintrafen, den Feind mit größter .Entschlossenheit .angriffen, ihn bis nach Geweihten Brunn warfen, und sich also noch an demselben Abend der am 12- inne gehabten Stellung von St. Ma-rcin wieder bemächtigten. Die vorthcilhafren Resultats dieser Unternehmung bestanden, nebst der Wiedereroberung der Stellung von St. Marein, in 900 feindlichen Oe-fana/lrcn, worunter 1 Oberst, 9 Obcrofficiere, in 1 achcpfündigen Kanone, 1 Haubitze, einer großen Menge von Gewehren, einer Fahne und 2 Scand» aicen. — Der feindliche Verlust an. Todten und Blessirten war sehr beträchtlich..--- Der Verlust d«r k. k. österreichischen Truppen bestand in 16 Todten, 27 Gefangenen, worunter 2 verwundete Officiere, dann in 66 Blessirten vom Feldwebel abwärts. Der H.'rr Feldmarschall-Lieutenant Nadivojevich rühmte in seinem Beichte voin 24. September die Thä-cigkeit und Klugheit det Disposicioncn des Genera-- len Nebrovich, die besonnene Entschlossenheit dcS Obersten Mlllutinovich, so wie das kluge und tapfere Benehmen des Obersten Stahl, des Majors Reinbach, der Hauptleute Martini, Nikschich, Gyur. gievich, Sessich, Obr«chevich und Fleischer, des Oberlieurenants Hergovich, des Fähnrichs Augustl-nooich, des Cadeten Smaljanovich, des Feldwebels Elger von den Gränzern, __ des Obersten Grafen Starhemberg, Rittmeisters Grafen Esterhazy, der OberlieutenantS Stürmer und Stand, des Wachr» Meisters Iuhasz, des Corporals Miksitz, und der Gemeinen Johann Hussar, und Johann Kiß von Radetzky Hussareu, —< des Hauptmanns Noditzky vom Generalquarticrmeisterstabe, nebst ciner bedeutenden Anzahl Unterofficiers und Gemeinen aller Truppen, die an dem Gefechte Antheil genommen hatten, und welch Letzteren Seine Excellenz der commandircnde General cn Chef Geldbelohnungen austheilen ließ. __ DerCadet Smaljanovich, Wachtmeister Iuhasz und Feldwebel Elger erhielten die goldene, — der Corpora! Mlksitz, die Gemeinen Hussar und Kiß die silberne Ehremmdallle. Das Vil d. Als Aeneas Silvius Piccolomini Gouverneur zu Rom war, befand sich daselbst ein achtbarer Mann, der theils wegen vorgerückten Alters, theilS wegen schwankender Gesundheit mit seiner Kunst sich selbst und seine gleichfalls schon bejahrte Gattinn Nicht mehr zu ernähren vermochte, und sich demnach genöthigt sah, oie wenigen Einrichtungsstücke, die cr hatte, zur Bestreitung seines häuslichen Aufwandes ,na,ch und nach zu verkaufen. > Gleichwie sich nun unter diesen auch ein Ge-mäldc von Raphacl vorfand, was noch von dem Nachlasse seiner Vorältcrn herrührte, und dessen Werth, der überdieß von Rauch und Staub herab» gestimmt war, er nicht zu beurtheilen wußte, so wandte er sich, um solches zu Geld zu machen, an einen Maler, der mehr Gewandtheit im Handel, als in Führung seineS eigenen Pinsels besaß. Dieser hatte kaum das Bild ersehen, als er auch gleich dessen Preis und Raphacls Meisterhand erkannte; da es ihm aber darum zu thun war, die Unerfahrenheit und dnngende Noth deS Alten zu be< nützen, so schilderte er solches als ein unbedeutendes werthloses Machwerk, und bot ihm dafür einige Soldi, aber selbst diese gleichsam nur als e,in,Almo? sen an, vorgebend, daß er es mehr aus Mitleid alS seines Werthes wegen kaufe, während er sich im Stillen über das Gclmgcn seines UitternchmenS 87 üeute, und des armen Mannes Unwissenheit verhöhnend, sich sammt der reichen Beute davon stahl. Nach einigen Tagen ereignete es sich, das; ein alter Freund des Hauses auf Besuch kam, und als er das Gemälde vermißte, fragte er, was damit geschehen sey. Auf die Versicherung, daß man es verkauft habe, verlangte er den Namen deS Käufers Uno den Preis zu wissen. Edler Unwille erfüllte ihn, als er erfuhr, wel-chcr schändliche Mißbrauch von der Unerfahrcnheir scmcs ehrlichen Freundes gemacht wurde, und indem er ihn versicherte, daß das Gemälde als ein vollendetes Kunststückt von großem Werthe sey, erbot er sich zugleich, ,hn als Ankläger des Malers zum Gouverneur zu begleiten, waS auch geschah.— Der weise Prälat, nachdem er die Aliklage des Alten mit Aufmerksamkeit vernommen hatte, ließ sich beiläufig das Maß des Bildes geben, und was es vorstelle erklären, worauf dann Beide entlassen wurden. Glücklicherweise befanden sich in des Prälaten Gallevie zwei dem bezeichneten an Größe ganz glei-che Gemälde,; er ließ nun »us einem die Leinwand herausnehmen, und sodann den Maler zu sich rufen. »Könnet ihr mir,« sagte der Prälat, »zufälli» gerweise für diesen leeren Rahmen ein entsprechendes Bild ausfindig machen, welches ganz zum andern paßte?« »Ich besitze eben cines, und zwar ein ausgezeichnetes Gemälde von Raphacls Hand, welches für diesen Nahmen wie hineingemessen zu seyn scheint,« er« wiedcrte der 2)lalcr. , »Wohlan,, ich wünschte eS zu sehen;" .der Maler entfernte sich, und kam sogleich mit dem Bilde zurück.' '''i^^n^^^ Es stellte dieß eine heilige Familie vor, und war meisterlich entworfen. Die Farben, vyn Nauch und Staub gereinigt, spielten nun ein lebhaftes Fcucr; man wurde dessen genaueste Umrisse, das natürliche Auftragen des Fleisches, die gelungene Wahl des Anzuges, die .vortreffliche Stellung der Körper, die Wahrheit des Ausdruckes, kurz Alles, was Naphael's Meisterwerke charaktcrisirt, gewahr. ^- Nachdem man das Gemälde für den Nahmen sanz anpassend gefunden,, und noch eine Weile des-scn Schönheit bewundert hatte, fragte der Präkar UM dessen Preis. „Ich kann,« sagte der Malcr, »dafür jeden Augenblick 200 Zcchmen haben, denn gestern bot wir solche ein Freund für einen Engländer an, der dafür im höchsten Grade eingenommen ist, ich aber ""langte dagegen 250, überzeugt, daß es diese auch wc:ih ist. — Sollte es jedoch Euer Ercellenz belie- ben, davon für> Ihre eigene Sammlung Gebrauch zu machen, so lasse ich es beim ersten Ausspruche bewenden." Der Prälat, der sich in diesem Augenblicke des Blutgeldes erinnerte, welches der Schlingel dem guten Alten dafür bezahlt hatte, schien über dessen Unverschämtheit anfänglich sehr ungehalten zu seyn, wußte sich jedoch zu mäßigen, und erwiederte gelassen, daß er zwar den hohen Werth des Bildes keineswegs in Abrede stellen wolle, übrigens aber nicht begreife, wie er ein so -großmüthiges Anbot habe zurückweisen können. Der Maler versicherte hoch und theuer, daß seine Angabe wahr sey, und machte sich sogar anheischig, auf Verlangen Sr. Excellenz eben diesen Freund vorzustellen, damit er sein Anerbieten wiederholen könne. „Die 200 Zechinen sind Euch also gewiß," versetzte der Prälat. »Ja, Euer Excellenz, und ich hoffe, wie gesagt, noch mehr zu erlangen." »Nun habe ich genug. Man öffne jene Thüre.« Ein Kammerdiener öffnete sie und der bis nun verborgen gehaltene Alte trat herein. ^ Man kann sich die Verlegenheit dcs Malers, welche diese unerwartete Erscheinung in ihm hervorbrachte, leicht vorstellen.— Der Prälat ließ ihn eine Weile in der bezeichneten Lage, und sprach alsdann mit ernster Miene: »So mißbrauchst du Noth und Unwissenheit eines Unglücklichen? Als du diese'n Verrath an ihm begingst, hat sich dein Inneres nicht dagegen empört? Hat das Bewußtseyn, diesem schwankenden Greise uNd semcr armen Gattinn auf so unerlaubte Art daS Brot entzogen zu hüben, dir keinen Vorwurf gemacht? Unmensch, du kennst die Straft, welche du für den verübten Raub verdientest. Zu große Güte ist es ganz gewiß, es bei deinem eigenen Ausspruche bewenden zu lassen, doch der Himmel schütze dich vor einem neuen Verbrechen, sonst wirst du einst für das Eine und das Andere zugleich büßen. Du wirst also die 200 Zechinen, welche dir deiner Versicherung nach gewiß sind, sogleich diesem armen Manne geben; ein zweiter Betrug, der mir von dir zu Ohren kömmt, soll dich härter treffen.« Betäubt und erschrocken verließ der Maler das Zimmer; erfreut und unter Segenswünschen ver Dankbarkeit trennte sich der Greis von seinem Wohlthäter; dieser hingegen empfand die Seligkeit, einem Betrogenen das Scinige verschafft, dcn Bc-tricger aber sich in seinem eigenen Netze gefangen und im üblen Wciterschrcit en gehcmmr zu haben. 88 Feuilleton. ( BeherzigenswertheS über den Jung» gesellen st and.) Der Iunggcsellenstand ist angenehm, so lange man noch ein junger Geselle «st. Das Alter der kräftigen Jugend, der munter umherspringenden Fantasie, der wenigen Bedürfnisse (oder der zu vielen) , der unsteten Sehnsucht und gigantischen Hoffnungen, und des Strebens und Suchens, verschmäht jede Fessel. Im häuslichen Schlafrocke würde er verphilisteriren/ in enggezogenen Schranken müßte seine wsithinreichende Kraft vertrocknen. Entbehrungen, Plackereien, Wechsel von Temperatur (oft Wechsel von sehr drückender Temperatur), Umherschweifen, Mangel des eigenen Herdes wirken heilsam auf dieses Alter, welches, wie das Sprichwort sagt, sich die Hörner und üp< pigen Auswüchse ein wenig abstoßen muß. Die Männer wachsen nicht hinter dem Ofen, sondern auf hoher See, auf lärmvollem Markte und in olympischen Nennbahnen. So hat allcS seine Zeit, alles wechselt mit dieser. Dem jungen Gesellen steht der Junggesellen. Rock. Der ernstere Mann soll ihn nicht mehr tragen. Das Blut fließt dann minder rasch, die Freude begegnet Einem nicht mehr an jeder Straßen-Ecke, und man verträgt des köstlichen Weines weniger; nicht jedes holde Mädchen erscheint einem mehr als Laura, und man steht oft kalt vor einer Gruppe der Niabe; man ist noch nicht ganz kalt, aber abgekühlt, man sieht dem abfahren-den Postwagen mit mehr Gelassenheit zu als sonst; man kauft sich eme Taschenuhr und legt sich ein Wämmschen von Flanell bei, man bewirbt sich um eine feste Lebensstellung, und findet das Wort __ sparen __ nicht mehr lächerlich. Diese Zeit der Abkühlung kommt nach Umständen, bei dem Einen früher, bci dem Andern später, aber wenn sie da ist, so suche man sich — eine Frau/ so baue man den friedlichen Pcnaten einen Altar. Im zwanzigsten Jahre möge man immerhin — und dieß ist das Beste >— in jedes schöne Augenpaar, in jeden rosigen Mund verliebt seyn, im dreißigsten aber ist am besten, wenn man zu Einer mit gemäßigter Zärtlichkeit sagen kann -. »Ich verehre Sie und nur Sie allein.« Wir merken es oft am wenigsten an uns selbst, daß wir älter werden, mehr aber an dem, was mit uns altert oder vor unS vorgeht. Der Ucbergang von eincm Decennium in das andere geschieht nicht über eine Brücke, vor welcher wir plötzlich stehen. Es fallen uns heute nicht die blonden Locken aus, um morgen weißen — (oder gar keinen) Platz zu machen, sondern das ganze Leben, von dem Kinderspiele an bis zum Grabgesang , ist ein steter liebergang. Wir sterben langsam, und die vorletzte Mi« nute des Frühlingslebcns weiß noch nichts von der folgenden. Nur durch das, was uns umgibt, sehen wir, was wir verlieren. Die Grabsteine unserer Geliebten sind Mcilenzeiger unsers Lebens. Wenn der Lehrer das Mädchen, das er einst buchstabircn lehrte, am Traualtar stehen sieht, so mag er vielleicht manche vernarbte Wunde wieder schmerzen fühlen. Der Körper altert mit der Zeit mehr, als der Ge , st, und darum wird man in den Werkstätten und bei strenger Galeercnarbeit des Berufs früher alt, als auf Reisen und auf dem Musenbeige. Die Gedanken spotten oft über die Jahre, und ein feuriges Gemüth erkaltet nicht, sobald der erste Herbstwind weht. E«n betrunkener Eckensteher kam zu einem Freunde und sagte: »Höre du, ick will mir scheiden lassen." Warum denn? »Ja, meine Frau trinkt zu vielle Schnaps." Zu viel Schnaps? fragte verwundert der Andere, und darüber beklagst du dich, der du täglich betrunken bist? „Eben darum! erwiederte der Eckensteher; »Eener muß doch in de Familie sind, der nüchtern is." Landes - Museum. Festsetzung der, in Folge Aufrufs vom 2P. Februar 1842, für dasselbe eingegangenen Beiträge. Vom k. k. Bezirks-Commissariate Aucrsperg 15 fi. „ Herrn Joseph Seunig 5l:n., Handelsmann .......10 >? , 5 Joseph Seu nig jun., Inha. der des Gutes Strobelhof . . 10 » ^ „ Anton Debel lak, Dsctor der Rechte, k. k. Gubcrnialrath und Kammerprocurator.....5 » o k. k. Bezirkscommissariate Idria . . . 3 « „ Herrn Leopold Freiherrn v. Lichten« berg,k. k. Kämmerer ... 15» V der Frau Iosepha Sorre . . . 10 ,? „ Herrn AloisHoffmann, Victualien- Händler und Tabaktrasicanten . . 2 .. ^ » Luca s Burg er, infulirtemDonii probste.........5 » » » Carl v. Coppini, k. k. Land« rath und kram. stand. Verodncten 8 » » der hochw. Geistlichkeit des Decanats Obergörjach.......12 ., 2 Herrn Friedrich Heimann, Han- delsmannn...... . 10 ?, »" » Jacob Praprotnik, k. k. ''''^' Domherr und kram stand. Ver» ordneten........ 6 „ » ^ N, clas Necher, Handelsmann 10 ,, Wofür im Nam?n des Vereins den edlen Gebern und Vaterlandsfreundcn auf das wärmste gedankt wird Vom Vereins-Ausschüsse des kramischen Landes-Museums. Laibach am 22. Mai 1842. Richard Graf v. Blagay, k. k Kämmerer und Vereins-Vorstand. Verleger: Ignaz Alois «Gdler v. Kleiumayr.