Nr. 84. Mittwoch am 12. April 1863. Dtt „kaibach« Zeitung" erscheint, mit NuSnahmc der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig ii fl., halb-Mrlg 5 fl. 50 tr., mit Arcuzband im Comptoir ganzj. 12 st., halbj. 6 si. Fill die Zustellung in'S Hau« sind hatbj. b0 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganz!.., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl., halbt.. 7 st. 50 lr. Änsertlonsgcbllhr silr cine (?llr!!,c>lid,Spallcnzeik oder den Nanm derselben, ist fllr Imalige liiinschlll« tung S lr., fitr 2malige«lr., fltr «malige !0lr. u.s.w. Zu diesen Gebllhren ist noch der Insertions, Stempel per 50 lr. fllr eine jedesmalige Einschnlttlng hinzu zu rechnen. Inserat, bis 10 Zeilen lostm 1 fl. 90 lr. Mr 3 Wal, I fl. 40 lr. ft!r « Mal imd »0 lr. für l Mal lmit Inbegriff des Insertion«ftempel«). ^aibacher Zeitung. Der bisher am t. l. Hofe beglaubigte königlich hau. »wvcr'schc außerordentliche Gesandte lind bcvollinäch« tigtc Minister Freiherr u. Stockhanscn hat die Ehre achnbt, Sr. l. l. Apostolischen Majestät nm 21. März d. I. scinc Abbcrnfnngsschreibcn zn übcrreichcu. Dcr neuernanntc königlich haunoucr'schc aiißcr-ordentliche Gesandte lind bevollmächtigte Minister am l. k. Hoflagcr Generalmajor von dcni Kncscbcck hat die Ehre gehabt, Sr. l. k. Apostolischen Majestät am tt. April d. I. scinc Acglaubiguugsschrcibcu zu überreichen. Dcr bisher am f. k. Hofe beglaubigte anßcror. deutliche Botschafter Sr. Majestät dcs Snllans Fürst Eallimaki hat die Ehre gchabt, Sr. l. l. Apo-stolischcn Majestät nm «'>. April d. I. seine Abbcru-fungsschrcibcn zn überreichen. Dcr ucncrnanntc Ministerrresidenl Ihrer Hoheiten der Herzoge von Braunschweig nnd voll Naßan Frei-hen- von Thicncn-Ad l crflycht hat die Ehre gehabt, Sr. k. l. Apostolischen Majestät am l>. April d. I. seine Beglaubigungsschreiben z,l überreichen. Richlnlnllichl'l Cyril. Das Volum Oesterreichs un> Preußens in >cr Dunllcslllgssthung vom «. April. Dic Erklärungen, mit welchen die Vcrlrclcr dcr einzelnen Staaten ihre Stimmenabgabe über dcn mittclstaatlichcn Antrag begleitete», sind sehr inlcrcs. sant. Die bcdentcndsten liegen bereits vor. Bci der Umfrage sprach dcr österreichische Gc> sandte, dessen Regicrnng zlvar dem Antrage ihre Zustimmung ertheilt, aber nicht mit dessen Motiven cin-ve> standen ist, die Ansicht des laisei lichen Kabincts dahin an»?, daß „in dem seitherigen Verlaufe nnd der aegenwärtigen Lage dieser Angelegenheit für die hohe Bundesversammlung wohl Veranlassung liege, sich dem Antrage gemäß an die beiden Höfe von Ocstcr-reich nnd Preußen zu wenden." Dcr Gesandte für Preußen begründete seiu definitives Volum folgendermaßen: „Mit Annahme des dmch scinc Motive erläuterten Antrages würde die Majorität dcr Bundesversammlung mit früheren Beschlüssen, namentlich mit denen vom 7. nnd 21. Juli, so wie vom 1. Sept. nud 3. Nov. v. I in Wider» spluch treten, indem sie, ohne die Erstattung dcr früher verlangten Ausschußbcrichte abzuwarten, ihrer Stellung zu dcr in dcr letzteren zn erörternden Rechts-frage präjndizirlc. Die königliche Rcgicrnna würde sich aber an cincm solchen Präjndiz bcthciligcn, wollte sic zum Anssprnch einer Erwartung mitwirken, welche sic ftlbst für eine unberechtigte hallen muß, weil dic vermeintlichen Rechte des Erbprinzen von Anglisten-bürg nicht blos; nicht nachgewiesen siud, sondern nach Ansicht dcr königlichen Regicrnng auch zum größeren Theile nicht nachweisbar scin werden. Auch hat bis-her zwischen dcu einzelne» Bundesregierungen ein Austausch ihrcr Rcchtsanschauungcn und derjenigen Begründung, welche ciuc jede dcrsclbcn speziell für ihre Auffassung zu gcbcu vermag, nicht ciumal statt-gefunden. Eiuc solche crstc und uucrläßlichc Gruud« lagc der Verständigung lmirdc durch Bericht dcs Au«?, fchnsscs vorzubcrciteu sein, und in dicscr llcbcrzcugung hat dic königliche Regierung für Vcrwcifnng auch des vorl.egcndcn Antrages an dcn holslcin'schcn Ausschuß voint. ^lc hält auch jetzt noch dicscö ihr Votum c"lfrecht, lehnt dcn Antrag selbst aber ab. Da dic '. l'otiuc dcs vorliegenden Antrages auf die in dcr Londoner Konferenz gemachten Vorschläge dcr löuig. lichen Regierung Bezug nehmen, so glaubt dcr Ge-sandte in dicscr Beziehung noch Folgendes bcmcrleu zu müssen. Die königliche Regierung konnte die Ein. sctznng dcs Erbprinzen von Augnstcnbnrg auf der Londoner Konferenz als eine den damaligen Umstän-den entsprechende Lösung der kriegerischen Komplila« twucn, als cin Millcl zur friedlichen Verständigung der europäischen Mächtc vorschlagen, ohne damit ihrer-icils cmcn zweifellosen nnd anSschlicßlichcn Rechts-an,prnch des Erbprinzen auf Succession anzuerkennen, ."lcjcr Vorschlag aber hat mit seiner definitiven Ab-lchuuug auf dcr Konferenz jcdc weitere Bcdcntung mn ,o mehr verloren, als seitdem die rechtliche und lnll,,chc Frage dcr Dinge cine wesentlich andere gc< worden i,l. Dic königliche Regierung konnte den - u ' ag damals stellen, ohne anderen als dcn eigenen Ansprüchen dcs brandcuburg'scheu Dauses nud denen des Noulgs Ehristian, mit'wclchcm sich Preußen bo lanntlich un Kriege befand, zu nahe zu trctcu Scit> dem aber i,t in dcr Person dcr lönigl. Hoheit dcs MMjcrzogs von Oldcnbnrg cin ncncr Prätendent ausgetreten, dessen Ansprüche cin volles Recht ans die Prüjnng seiner BnudeSgcnosscn habcn. Seitdem ist fcrncr, nach Fortsetzung des Krieges gegen Däne. marl, dcr Friede geschlossen, welcher die Rechte dcs ivmi.ns (5iii'islicm m,f Picußcn uud Oesterreich über-tl-i>!i D,c lö.u'nlichc R^ielünn wiirdc daher I,cntc »icht n.chl m dcr V«„e scin, den Porschlaa z, wi holen welchen ste damals, nm dc» Frieden Enropa c« herzustellen, >m Interesse dcs einzigen bis dahin össcnlllch anfgctrclcncn Prätendenten machen zn können glaubte. Sie beabsichtigte damit nnr, in Betreff dcr Hcrzossthümcr dic für dcn allgemeinen Frieden gefährliche Situation zu einem Abschlüsse zn bringen, analog denjenigen europäischen Abkommen, welche zn andern Zeiten in Aclrcff Bclgicns nnd Griechenlands bc< wirkt worden sind. Keinesfalls abcr hat cin Rcchts^ titcl, welcher vorher nicht bestand, durch dcn bloße» Vcrs»ch einer politischen Verständigung geschaffen werden können." Nachdem dcr Autrag durch dic Abstiunmmg zum Beschluß crhobcn war, erllärtc der Gesandte für Oesterreich, daß er sich in dcn Stand gesetzt sehe uuler Bezugnahme auf feine Abstimmungen in der lctzlcn nud der hcntigen Sitzung, über das Verhalt, niß des laiserl. Hofcs zn dem socbcn gefaßten Bc-schlug aueznsp7echen, was folgt: „Die von Oester. re,ch uud Preußen ans dcr Londoner Konferenz ge. mach en Vor.ch age md der Bundesversammlung . taunt, cbcuso daß ,c bc.den Mächte im Artile lli dcs zu Wlcu abgcschlo„enen Friedcnsvcrlragcs sich ausdrücklich von Dancmarl die Anerkeunnng jedweder Vcrfngnng ausbcdnngcn haben, wclchc sie übcr dic von dcm Köuig Ehristian IX. ihncn abgetretenen Rechte treffen würden Demgemäß hat Oesterreich a sbald nach Ratisl aNon dcs FriedcnsvcrtragS in Berlin beantragt, dice Rechte den, Erbvri.nen vm Augustenbnrg weiter zu cedircu, elchc E siou d Uebertragung des Besitzes anf di cn Fü m n Folge gehabt haben würde, uubesclH der ch ' auiprnche, welche andcl-e deutsche Souveräne im Wege cs Austraga Verfahrens geltend nmchen könnten. Anf d cfcn Vorschlag ,st zcdoch die lönigl. prcnf;ischc Rc g.erung eine weitcrc Prüsnng dcr Rech^ »Mh,g ha tcnd, mch c,ngcgangcn. Auch culc noch 'st dcr kaiserliche Pos vollkommen bcrcit falls Prcii^ >;en scincrscits dic Hand dazu bictct, cine rasche Erle-dignng dcr schwebenden Frage im angedeuteten Sinne herbeizuführen nnd unter dicscr Voraussetzung — ab-gesehen von dcm Ersatzc dcr Kriegs- uud sonstigeu ^stcn - auf icdcu fpcz.ellcu Vortheil zu verzichten. Oesterreich legt dcn entschiedensten Wcrth darauf dcn Abschiuß dcr schlcSwig'holstcin'schcn Augclcgcnhcit'ohnc Störung des zwischen ihm nnd Prcnßcn bestehenden Einverständnisses, welchem die errnngcnen Erfolyc z>l danken sind, möglich zn machen, und indem es daher nicht aufhört, bei dcm tönigl. preußischen Hofe die Nothwendigkeit einer baldigen Gnlschcidnng der Souveränctätsfrage hervorzuheben, kann cS für jetzt nnr erklären, daß cs die Vcnntzung seines Bcst'tzlilcls nicht anfgcbcl, werde, bis eine dcn eigenen Ueberzen« gnngcn und dcn Interessen dcs deutschen Bnndeö cnt. prcchcnde Lösung erzielt scin wird." Dcr Grsandte für Preußen erklärte: „Vorerst darf dcr Gesandte nickt unterlassen, gegenüber von einzelnen bci der Abstimmung srlbst erfolgten Erklärungen seiner allerhöchsten Regierung dic ihr etwa nöthig erscheinenden Verwahrungen und Gegenerklärungen vorzubehalten. Insbesondere mnß er schon jetzt dic in der königlich sächsischen Abstimmung cnt-haltenc Unlcrstützuug, als spreche das königlich prcu. ßischc Kabinct, indem cö eine gleichmäßige Prüfung aller Erbansprüchc fordert, dcr BundcbvcrsammUmg damit cin Recht auf cndgiltige ünlscheidnng über dieselbe zu, ausdrücklich zurückzuweisen. Dagegen lam, dcr Gesandte, mit Bezugnahme auf die soeben nach dcr Abstimmung abgegebene Erllärmla. dcr kaiserlich österreichischen Rcgicrnng, schon jetzt Dasjenige, waS in jener Erklärung nbcr dcn thatsächlichen Verlauf dcr Verhandlung zwischen dcn Kabinctcn von Prcnßen und Oesterreich mitgetheilt worden ist, auch seinerseits nnr bestätigen und Namens seiner allerhöchsten Re« aicrnng zugleich deren Bereitwilligkeit aussprcchcn, die tn'öhcrigc!, ^crhcmdlnnacn zn weiterer Vcisläildignng foilzusetzc,,. Daß die löniglichc Rcaicrlma. auf der in diesen Verhandlungen vertretenen Ansicht von der » Uncrläßlichlcit der Prnfnng dcr Rechtsfrage beharren wird, hat dcr Gesandte dabei ansdrücklich zu cl klären und gleichzeitig fiir die preußischen Ansprüche eine gleiche Beachtung, wie für alle übrigen zu verlangen. Auch darin stimmt die königliche Rcgiernng mit der von dcr kaiserlichen Regierung abgegebenen Erklärnng übcrein, daß sie ihre Rechte an dem gemeinsamen Besitze zu wahren und die Benutzung ihrcS Besitz-litclö nicht nnfzngrbcn entschlossen ist, bis eine ihren eigenen Ucbcrzcngnngcn nnd dcn Interessen dcs deut-schcn Bundes entsprechende Lösung erzielt sein wird. Nntcr diesen Umständen nnd mit Rücksicht anf die in dcr hentigcn Sitznng kundgegebene diesseitige NcchtS-auffassung glaubt der Gcsandte schon jctzt die Gewißheit anssprcchen zu lunncn, daß eine Erfüllung dcr dnrch Annahme dcs AnlragcS auSgcfpochencn Erwar« lnng nicht in Ausficht slchl." Oesterreich. In ^»ohenelbe (Böhmcn) fand am 2. d. M., wie mau dcr „Reich. Ztg." schreibt, das fcltcnc Schau-spiel dcr Abstimmung einer ganzen Gcmciudc Statt. Dic gcsammtc Gemeinde versammelte sich, nm Vc-schluß übcr dcn Antrag zu fassen, die Ausscheidung aus dem czechischcn Amtsbezirke Starlcnbach in den deutschen „Hohcnclber" nachzusuchen. Annahme dcS Antrages mit Stimmcneinhclliglcit war das Resultat dcr crfolgtcu Abstimmung und die Gemcindcrcpräscn-tanz hat bereits Schritte gethan, den allgcn-.cinen Wunsch ciner baldigen Ncalistrung enl^egcnznführen. Die Gemeinde Hullcndorf ist WillcuS, nächstens da«-fclbc zu thuu. Uuslant». Paris. Die französische Akademie halte neulich zwei ihrer Mitglieder zn wählen. Es wnrdcn der Publizist Pr«uost - Paradol und dcr Dramendichter Eamillc Douccl gewählt. IulcS Ianin, der Theater-lritilcr, welcher bci jeder Wahl landidirt, fiel abermals durch. Aber cr ist dicßmal das Opfer politischer Rücksichten. Die Wahl dcs der Regierung an- :«6 genehmen Doucet sollte einigermaßen die Demonstration abschwächen, die in der Crwählung Pr«vost-Pa-radol's lag. Wie dtr Telegraph bereits angezeigt, haben dic Mächte, welche den Pariser Vertrag unterzeichneten, beschlossen, gegen die vom Fürsten Cusa eigenmächtig verfügte Aufhebung der Kapitulationen einzuschreiten. Demgemäß haben die iu Bukarest beglaubigten Kou« suln sich am 31. März w corpora zum Fürsten Cusa begeben, um demselben eine identische Note ihrer Re-gicrnngcn vorzulesen, welche besagt, daß die Verträge, welche zwischen den Mächten und der hohen Pforte bestehen, auch auf die Douausürstcnthüiner in vollem Maße ihre Anwendung finden. — Fürst Cusa empfing die Vertreter der Mächte, umgeben von seinen Ministern. Der Doyen des KonsularkorpS, der österrei« chischc Ngcnt Baron Edcr, las die Note vor, wor-auf Fürst Cusa erwiderte: „Erlauben Sie, daß ich meiucrsclrs Ihnen durch meinen Minister einen Artikel der Konvention von Paris vorlesen lasse." Herr Balanesco las daranf einen Artilel der Konvention vor, in welchem eS heißt, daß die zwischen der Pforte und den Mächten abgeschlossenen Kapitulationen „ur insoweit bindende Kraft für die Fnrstcuthümer haben sollen, als dieselben mit der diesen Ländern garan-tirlcn Autonomie nicht im Widerspruch stehen. Fürst Cusa fügte nun hinzn, daß er vorläufig eine Auffassung dieses ArtilelS seitens der Mächte erwarte. Bis dahin werde er trachten, daß die Fremden iu den Fürstenlhümeru wie bisher auf gerechte uud billige Weise behandelt würden, aber nicht auf Gruud der ihnen iu dcu Kapitnlatioucu eingeräumten Freiheiten, sondern nach dein Völkerrechte, nach welchem die Fremden iu audercu europäischen Staaten behandelt werden. — Die Autwort ist ziemlich gespreizt uud dürfte wohl weitere Schritte der Mächte zur Folge habeu. Fürst Cusa hat sich allen Repliken vorläufig dadurch entzogen, daß er auf mehrere Wocheu nach der Moldau abgereist ist. Vukarcst, '>. April. Ein fürstliches Dekret sanklionirt das vom StaatSrathc ausgearbeitete Reglement für die periodische Cinbcrnfung der Armee. reserve». Fürst Couza wird Kammer und Senat auf den 14. Mai d. I. wieder einberufen nud u. A. einen lmßcrordentlicheu Kredit vou 15)0.000 Dukaten zu sciuer Neise verlangen. Vissabon, 9. April. Das Ministerium hat seine Dcmissiou gegeben, welche vom König augcuom-men wurde. Vlew'Aork, 25. März. Richmond ist jetzt vom Norden, Süden und Osten vollständig zcrnirt, und wenn nicht ganz unvorhergesehene Ereignisse dazwischen trctcu, so wird sich die Hauptstadt des Südens binnen längstens zchn Tagen in der Gcwalt Sherman's befinden. Dieser General zieht von ^ynch« bürg über Raleigh in Gewaltmärschen heran und wird die Stadt von Westen angreifen, in welcher Richtung Richmond noch ftci ist. Aus der Botschaft, die er am 13. an den Kongreß der Konföderation gerichtet hat, geht hervor, daß Icffcrson Davis nicht bloß die Hauptstadt bereits für verloren anficht, soudern daß er überhaupt die Lage des Südens für eine ganz verzweifelte hält. In de? That sind dessen Hilfsquellen erschöpft und in der Armee nehmen Insubordination und Demoralisation in furchtbarer Weise überhaud. Jetzt kau» mau getrost sagen: die Katastrophe ist nahe, der 5trieg wird sehr bald zu Ende sein. Lokal- und ProvinM-Nachrichlen. «aibach, 12. April. Die Erweiterung der Schutzleuten auf der Schieß« statte ist vollendet; gestern hat die lommissioncllc Bc< sichtigung stattgefunden, uud sind dieselben für gcnü» gend bcfuudcu worden. — Am 29. April findct die nenuzchnte öffcnt-liche Verlosung der tramischen Gruud«C'utlastuugs-Obligationen Statt. — Die „Tr. Ztg." schreibt in ihrem Artikel über den Zolltarif »Eutwurf: Bei Austern wird es Herrn Slenc angenehm sein, zu crfahrcu, und ihn für die Tarifrcform günstiger stimmen, daß er künftig statt der bisherigen fl. 2,03 nur fl. 1.5)0 Zoll zu cut» richten haben wirl'. Damit wird hoffentlich eine Haupt-anklage dieses Agitators gegen den Bestand der Freihafen gefallen sein. — Da das l k. StaatSministcrium auf der uumittelbarcu Ingercnz der Regierungsorgauc bei dem Abschlüsse eines ncucn Vertrages mit der Kongregation der barmherzigen Schwestern in Betreff der Straf, und DcteutionSanstall zu Lanlowitz besteht, da dicsc Angelegenheit zu einem Abschlüsse gebracht werde» muß uud nicht mehr länger aufgeschoben werden kann, so erklärte sich der steierische LaudceauSschuß nulcr Wahruug dcs Rechtes der Laudcsucrtrclung zum selbst« ständigen Abschlüsse dcS Vertrages erbötig, au der von der l. l. Slalthallcrei vorgeschlagenen gemein« schaftlichcn Verhandlung uud Abschließuug des iu Rede slchcudcu Vertrages als Compaciöceul Thcil zu nehmen. Wiener Nachrichten. Tftien. l i. April. Se. k. l. Apostolische Majestät haben geruht, dem steicrm. Verein zur Förderung der Kunstindlist, ic eiucu Jahresbeitrag von 400 fl. 0. W. auf 3 Jahre zu widmcu. — In dcr Nohnnug des Redakteurs der illu« slrirten Wochenschrift „Weckanf", wurden Papiere mit Beschlag bclcgt. Es sind dieß Kopien cincr Korro spoudcuz zwischen dem ehemaligen Hof« und StaalS« kanzlcr Fürsten von Mtlernich und dem gewesenen nugarischeii Hoflanzlcr Rcuiczly, von dene» bereits ein Thcil in der gcuamitcn Wochenschrift crschiencll war. — Die Nordbahu ist ziuischcn Luudenburg sen, alanzluS, aber gediehn, wie der Filz. Dieser wackere Bürger weiß die Zeiten noch zu rühmen, wo der Hut wirklich den Manu machte, wc> es ein Er^ cigniß war, wenn zucist der Cylinder auf dem Kopf erschien, wenn das Znnfl'Efaincn bestanden war nnd sich der Kreis jener ehrenwerthen Hüte vcriuchrte, wcl. chcr aus ebensoviel chrenwcrthcn Köpfen bestand. Wird nicht diese Sorte von Hüten uud Köpfen scl« tcncr in diesem Jahrhundert cincr fchwindclhaflcn Be» rocglichlcit, die allen alten Formen den Krieg erklärt und leinen Unterfchicd dcr Stände mchr gcltcn läßt, als den allein das Geld macht? Unabsehbar ist das Heer der kleinen umischlichcn Schwächen, aber die Quelle dcr meisteu ist Eitelkeit. Nnn, dort sehen wir cincn Hnt, dcr so wenig mit der Eitelkeit zn schaffen hat, als mit der Bürste. ES ist cincr von den Hüten, die uicmals ucrtanscht werden; cr ist modern, abcr cr erinnert an das sscll eines räudigen HundeS nnd scin Rand ist geknickt. Der Eigcnlhü-mcr dcösclben verbraucht vielleicht mehr Hüte als jener Stutzer, gewiß mehr als jcucr solide, sparsame Bürger, abcr er hat nicht Zeit, sich mit seinen Hüleu abzugeben. In Gedanken versunken, stößt cr an alle Ecken und larambolirt mit dcn Zweigen, aber scin Standpnnkt blcibl immcr, daß dcr Werth eines Men« scheu nicht uach seinem Hnte bemessen werden soll, ein übler Standpuult, dcn dic Wclt, dic scinc Schriften bewuudcrt, niemals theilen wird. (Schluß folgt.) — Unter dc» Kriegsgefangenen, welche die öfter« reichischcn Freiwilligen in dcm bcrcits bcslandcncn Gefechte in Mexiko machten, befindet sich anch eine 23jährigc Indianerin, welche, schon seit sicbcn Jahren in der mexikanischen Armee dienend, durch persönliche Tapferkeit znm Rang cincS Majors sich cmporge-schwungcn halle. Ihr Gatte, ebenfalls Offizier, ist im Felde geblieben, nnd dic Gefangene hat dcn Wunsch anSgcsprochcn, nnter den österreichischen Freiwilligen dienen zu dürfen. Neueste Nachrichten und CelMlllmne. Prass, 10. April, 7 Uhr 15 Mimilcn Abends. Der Wasscrstand ist uubcdculcnd höher. Landlclc-gramme berichten, die Moldau uud Nebenflüsse scicu gefallen, die Elbe gestiegen; in Telscheu 245, Par. dnbitz 135, Leilmeritz 186 Zoll. Berlin, 10. April. (Vtrlnd.) Em Protest Oesterreichs gcgcn die Aeußernng des Kriegsministers von Roon bei Einbringnng dcr Marincvmlagen im Abgeordnetenhaus, daß Prenßen im Besitze dcS Kieler Hafens sei und ihn auch zu behalten gedenke, oder nnr eine Anfrage wegen dieser Acnßernng ist hier nicht erfolgt. (Die ,.N. Fr. Pr." hatte eine ziemlich ausführliche Analyse dcr angeblichen österreichischen Depesche gebracht.) Auch r>on einer russischen Depesche dcs Inhaltes, daß Rnßland nnr dcr Konslitnirung Schleswig-Holsteins als cincs souveränen sclbslslän-digen Slaalcs zustimmen werde, ist hier nichts bekannt. Köln, 10. April. (Pr.) Ein Telegramm dcr „Kölnischen Zeitnng" «»S New.^orl meldet daS Bor-rücken der Franzosen iu Mezilu von Duraugo gegen Chihuahua, welches sich jedoch als so start befestigt erwies, daß die Franzosen sich wieder zurückzogen. stizza, 1(>. Upril. ^)t. Fr. Pr.) Die Vorbe-reitungcn zur Abreise der Czarin uud des Thronfol-gers siud ststirt. Auch von dcr Abreise dcs Barou Bndberg nach Paris verlautet uichlS; er befiudct sich nnanSgesctzt iu dcr Umgcbuna deS leidendeu Thron-folgers. Paris, 10. April. (N. Fr. Pr.) Baron Bnd-bcrg wird hcntc Abends ans Nizza hier eintreffen. Die Kaifcrin von Rußlaud verläßt Nizza am 25. d. Die Regierung wird in dcr Kammer die Erllä-ruug abgcbcu lasse», sie werde Mexiko so viel als möglich unterstützen. Der Abschluß cincr großen mexikanischen Anleihe steht nahe bevor. «Paris, 10. April. (N. Fr. Pr.) Nach Berichten auS Rom hat dic dortiae Mmiizipalilät ihre El'tlns. snug cin^creicht. (^ii,c Anzahl Offiziere soll den, Msgr. Mcrodc, welcher ihnen ihrer Slcllnug „icht entsprechende Dienste znacinnthel, den (^chorsain ver» weigert habe». Dic Anwesenheit dcs ErzbischofS von Soissons und dcS Bischofs von Nancl) in Rom steht mit dcr Mission Pcrsignh's in Zusainmcnhang. PariS, 10. April. (Pr.) Die „Madrider Evoca" dcmentirt, daß dcr spanische Gcsandlc in Chili, Na. mcns Tavino, anläßlich dcr in Callao vorgclommc' ucu uiünhigcu Borfälle, scinc Pässe zu fordern an. gcwicscu sei; derselbe habe bloß Auftrag zu unter. Handel» l'clomiucu. Hcutc heißt cs plötzlich, daß Kaiser Napoleon nicht »ach Algier, hingegen Prinz Napoleon nach dein Oriente reisen werde. Paris, 10. April. Die m Angers erscheinende „Union" ist wcgcn Vcrbrcitnng falscher, zum Hasse gegcu die Regierung anfrcizcndcr Nachrichten auf zwei Monate suspcndirt wordcu, Madrid, <>. April. (W. Z.) Unter dein Vor-wände, dem in seinem Amte ersetzten Rektor der Universität eine Serenade zu briugcn, halten sich gestern mehrere Studenten uud auch Neugierige zu-sammcngclottct. Beleidigende Rufe wurdeu auSae-stoßen nnd Versuche znr Störung der öffentlichen Ruhe gemacht. Um Mitternacht halle allcS ein Ende Die Rnhe ist hcntc wieder gänzlich hergestellt. Sechs-zehn Pcrsoncn, darunter einige Studenten, wurdeu verhaftet. Kattowitz, 10. April. (N. Fv. Pr.) Soeben einattroffcnc polnische Reisende erzählen, eine polnische Bürgcr-Dcpntation habe sich uach Petersburg bcgcbcu, um den Kaiser zu bitlcu, wegcu dcr dort hcrrschcudcu Krankheit clnstwcilcn seine Residenz in Warschau zu nehmen. Peteröbura, 10. April. ^N. Fr. Pr) Dcr General.Gouvcrncur Mnrawicsf ist wegen mehrfacher Untcrschlcifc, deren cr sich schnldig gcmacht hat, un. vcrmnthct hichcr bcrnfcn worden. Dcrfclbc wird, sicherem Vernehmen nach, seines bisherigen Postens in Polcn entsetzt, nnd man bezeichnet bereits als dessen Nachfolger cincn schr achtnugswerthen Geucral New-Aovk, 30. März, (Abends.) Am 25. d. M. fand bei Petersburg cin fchwcrcs Gefecht Statt. General Lcc griff an, war Ml st siegreich, wurde abcr später zurückgeschlagen. Großer Verlust auf bei-dcn Scitcn. — Gcncral Sherman hat sich mit Sho. field vereinigt und Golosborough besetzt, wo sich die Armcc uoch aufhäll. ES werdcu wiederholt Friedcnsgerüchtc verbreitet. Markt- und Vlschüstsbcrichtc. Oesterreichischer Handel nach Mexiko. Den Berichten dcS Herrn Ludwig Haase an die Handels- nnd Gclucrbrkammer in Wien über die Ver« kchrSverhältnisse in Vlexilo entnehmen wir zucrft über die Geld- nnd GewichlSverhüllnissc: „1 Peso oder Piaster gilt jetzt nnr 5 Francs und 5 Centimes, und wird getheilt in 8 Realen oder 1s)0 Eenlinar!; 1s)0 Pfuud Wiener Gewicht siud gleich 121'/. Pfund mexikanisch, nnd 100 Wiener Ellen machen l»3 VaroS. Wenn ich auch uie au die in Wien ausgesprengten Gerüchte über einen außerordentlich starten Absatz enro-Pinscher Waaren nnd die zn erzielenden hohen Prcisc glanbte, so fand ich doch Absatz nnd Preise weit nnler meiner Erwartung. Daß hier AlleS sehr theuer, ist wahr; die hohen Prcisc werden aber herbeigeführt durch die enormen GcfchliftSanslagen, die thcnere Fracht und die hohen Zölle. Dazu kommt noch, baß viele Waarcu, die Rechnung geben könnten, gänzlich verboten sind. An einen günstigen Handelsvertrag oder eine systematische Negnlirnng der Zölle ist unter dcn gegenwärtigen Verhältnissen nicht zu denken. Für die österreichische Eisenindustrie ist hier kein Markt zn hoffen. Für feine Tücher, ordinäre werden im Lande gearbeitet, ist ein mäßiger Absatz zn hoffen, wofür ich die nöthigen Einleitungen getroffen habe. ES gehen nur duullc Farben; von Brünner Wollstoffen zu Her-rcnlleidcrn ist anch Einiges zu verlaufen. In Mün-nerhütcu ist nichts zn machcu. Da von Männern auf der Straße nur schr scltcu Handschuhe getragen werden, so ist anch der Vcrbranch nicht bcdculeud. WaS die von mir hierher gebrachten Muster von Al-pacca- nnd Packfong-Eßbestecken betrifft, so wird bei einiger PreiSermäßignng und in anderen Formen etwas zu erreiche» seiu, aber nur in ordinären Qualitäten, die feinen sind zu thcner. Gewöhnliches Fenster- und Hohlglas wird im Lande gnt nnd so billig erzeugt, daß dic Eiufuhr fremder Fabrikate überflüssig ist. Spiegel und Gläser, Nahmen werden hier gemacht, kommen anS Frankreich und Belgien, seine Waare liefert nnr die Fabrik St. Gobnin, Zoll 10'/, Peso per Zentner - ctwaS wird in ordinären Qualitäten auch für Oesterreich zu machcu sciu, vielleicht auch in feinem farbigen HohlglaS, aber nicht bcdentend. Hiesige Häuser haben Versuche mit österreichischer Leinwand gemacht, sie entspreche» nicht; man findet die CreaS sehr ant, al'er viel zi, theuer. Den Hanplbcdarf an Halbleinen mit Baumwolle gemischt, Uefert England etwas auch Schlesien; von Tischzeuaen ist sehr weuin Bedarf. ^» fertigen Kleider» nnd Wäsche ist liier n.chts zn beziehen, Zoll 105 Perzent vom Werthe Fertige. anbcr genähte Hemden lauft mau hier nm I V. bis 6 PcfoS pcr Stück. Pinuiuos sind sehr be->ebt und der Absatz so groß, daß, obgleich die drci h'eilgen ^lmken vollauf beschäftigt sind, noch viele ans Nordamerika nnd Europa bezogen werden D°S größte Kontingent stellt Hamburg, weil die dortigen Fabr.len d>c thcncre Landfracht ersparen nud daher billiger verkaufen können. I» Zündwaaren ist „ichls zn machen. Von Wcincn findet man vorzüglich die ordinären rothen französischen Sorten, die uutcr dem Namen „Mcdoc" in Vcra.Crnz ohne Holl nicht viel thcnercr, wenn viel ankommt, anch noch billiger ver-kanft werden, als sie in Frankreich losten. Die Ein> fnhr von Mchl nnd Zucker ist gänzlich untersagt. Dcr hiesige Imvorthandcl ist größlcnlheils in den Händen dentscher, meistens von Hamburger Häusern, die mit sehr bcdcntendcn Fonds arbeiten. Die Miethe der Lokalitäten, die Gehalte der Commis, welche nbcr nur dann auf gute Austeilungen rechnen dürfen, wenn sie außer der spanischen auch der französischen und englischen Sprache mächtig siud, sowie alle anderen GcschäflSanslagcn sind enorm. Wenn hicr cin öster-rcichischcs Depot errichtet werden sollte, so müßte es mit einem baaren Kapital dotirt sein, daS dcn Werth dcr Waare bedeutend überstiege." Vteustadtl, 10. April. (Wochenmarkt. Pleise.) Weizen pr. Mctzcn st. 4.-; Korn fl. 2.60; Gerste si. 2.H; Hafer st. 1.50; Halbfrucht fl. 3.— ; Heiden fl. 2.40; Hirse fi. —.—; Knknrutz fl. 3.—; Erdäpfel fl. 1.80; Linsen fl. 4.80; Erbsen fl. 4.16; Fisolen fl. 4.20; Rinds-schmalz pr. Pfund kr. 40; Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr. —; detto geräuchert kr. :!5; Butter kr. 45; Eicr pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß kr. 10-Niudflcisch pr. Pfund kr. 21; Kalbfleisch kr. 24-Schweinefleisch kr. —; Schöpsenfleisch kr. —; Huhn' del pr. Stück kr. 30; Tanbcn kr. —; hcu pr Htr fl. 2.-, Stroh fl. 1.-- Hol; hartes, pr. Klafter fl. 1-..20, dctto weiches fl. -.-; Ncm, rother vr Eimer fl. 5.-, dcllo wcißcr fi 4 - ^ ' ^ Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st FedorVamberg in Laibüch. 5«» Telegraphische Effekten- und Wechsel Kurse an der l. k. öffentlichen Börse in Wien. Dcn 1!. Aplil. 5°/« Metallenes 71.5)5 18(!0-sr ylnllih, 93 ä^ .^'/. '.'lc,l.<»,75 Vanl^ktic» . 734. - i'l'ndcü, . . 10!» 50 ssrtditastim . 18^30 K. f. Dufal.« 517 Fremden-An.;cige »DIN 1<». April. Ttadt Wien. Di, Her!,!!: A^nirr. Ivcibril.lilt, und N'n'.iz, s. l. Ol'cllillltsiiant, vl'ü Wi,il. -^ Ho»i>i, Kills' »«.im,, vo» Tiff.s. - H^'iuncier, ssal'i'lss'Dii'cstc'!', v^'» P^iiovit^. — «Tdr^n'ilsch, Älubtr und Il,'üfs, Haild,l>?!ent,. Vl.'» Ootlscht,. F>l. lllnch, Gtwtlls'Dillstolö'Iochtt»-, voll Ial!«'»l'»>^, Elephant. Die Hcrvin: Nat,»b.ich, Kaufmcmn, vi'« P^ris. — Fr»»,,». Fabl-,fa»t!, vl?n Wie» — M,di^ HandclSmaim, vl?» Vlittsch». — Ä.ith, Privets, Vl'» Trilst. Mohren. Die H,r,r»: Vll,^"»fsld. Merlanlil Capital», von Lirei^'l'!. -^ Iallt», Ar.iuir. vl,'» .ssrainbiir.i. (713 -1) 3^."84i" Kullttorsbcstclllmg. Das hochlöliliche f. l. 3m,d,sgmchl iil i?^l'l'ach l'lit ül'sr die Gertraud Vc> nedizliizl) oon Piraschi^l» wegen sonsla< tirte» Irrsinnes die Kuratel zn ve>l)äu' gen l'cfilndcn. Was mit dem Vcisa^e z»r alige« meinen Kcnnlnist gebracht wird. i»aß der» selben Iosrf Cocuktl uon ^>iraschi;h zum Kurator l'lstcUt wurde .ss, k. Pczirss'iml Nadiuann^dotf. als Gericht, am 28. Februar 1805, (Vi7—I) "" Nr^ 1 l 31. Edikt zur Eiubcrufung ocr Verlas» se n sch a s < s. G I a l> l» ig e r. Von dcm k. t. Veziils.lmte Ratsch.ich. al^ Gericht, werden Diei.cn!gcu. wclchs alO Gläubiger »n, dic Vlllassensch.ifl ^e^ am 8. Juni 1864 obnc Testament vcr> stordeneu Kaspar Gabromn, Rcalilalen besit^er ill Natschach. cilic Foldernng zu slcllln haben, anfglforders, l'ci diesem Ge> richte zur Annillonng unt» Dastlinun^ ibrer Xüsurüche den 29. April 1865. frill) Nln 9 Uhr. zn erschsineu. oder l>iö kalnü il'r Oesnch schriftlich zu überrli» chs". widrigen^ eeiistll'cll a» die Vcr-I^sssüsch^ft, lvcnn sie dliich VczablmiH ocr aü.isiütlDl-tc!' For0sli!i!^sll cisch^pfl lvmrc. km» wli Nechlöimchfolgsrn. allr lilidckaiinlen Älifcnlhallcs, hiemit erl». mrt: G»Z babe Fran; Schillich von Vor« markt. N'idcr dieselben die Klage auf Eigelltlmmöaüelkcmmnq rncksichtüch i>,i Rcalilät Rklf.'Nr. 439 u.'lf Nlic» Ge!^"cll! Zal'Innq^lNistra^ t»tw. 13. Jänner 1804. Z.' 187. säm^i. gcr 1470 ft. öst. W. <'. >. <:. in oi,.' ei^. klitiue Fcildietlln^ der gs^ilcr'schen. im Grnndbnchc dcr uormal ^cn Hnlschafl Veldcö .>u!^ Ulb.-Nr. 899'/,„ uolkom. menden, gcrichllich anf 4330 ft. bewcrthr» ten Ilealiläl fammt An« llnc» Zligebör, dann der a/gller'schen. gerichtlich anf 1557 fl. 50 lr. gcschäßi»'n Fährnisse be< williget, und zn deren Vornähme die Tagsaßnngen auf de» 5. Mai. 0. Juni und 0. Inli 1805. jedesmal Vormittags um 9 Uhr. in Il der Gn'ichlSkanzlcimil drill Anhange brslimml wolden. daß t-ie flilzubil'lln^e Rl^liiä! nnr dci der lit)lcn Frübirlung alich untcr dem Schaßnngswerlbc an den Meisl!'!^ lcnden hinlangsgl'l't'ü wclds. Das Schäpüng^protosoll. der Gru»d, buchs^strakt und die ^l^talionsbldin.^nss! kölluen bci diesrin Gcrich!»' in dr» gcwo'l'». lichen Aml^stlinren eiiigcslbl-n wrrdc». K l Bezirksamt Nodmalilisc-mf. als Gericht, am 21. März 1805. (714-1) Nr. 1027. Erckutive Feilbictung. Mit Vezug auf das dleßgerichtlichc Edilt ddo. 11. u. M. Z. 1I0<>, wild i» oer Ek,kntionssach5dcs Herrn Anlon Mo< schekuon PIani.'a. gegen Iodann sstlschr uon Gora Nr. 35 i'^n. 105 ^. 50 ^. c. 3. c. lund gemacht, dali anch dic zweite anf den 7. l. M. angeordnet gs> wcscnc Nealfeilbictnng finchüos geblic-ben sei, daher ;nr drilten auf dln 0. Mal d. I. Vormittags 10 Uhr, in lm:<» der Nea. lltät zn Gora mit dem vorigen Anban^ lind mit dem Veisaye geschritten, und d bann Poioker voil Ccrina. gcgcn i9l.Ul)las '<,iil/!lil von Ol'crpiroschi;h >l,>cgl'n. axö dcln Vergleiche roin 25, Öklober 1801. Z. 2534, schuldigst 02 fi 30^ kr ö. W. >'.. .". c:. die erclntinc öffcnlliche Vcrstli. gllling der. dem ^'fhtlrii g^hörigs». im Grundbüchc Thnrnanibart 5U>> Ncklf.» Vir. 94^2 vorsonulicndcll ^ Hnl'e im gslichilicherboblucn Schä^il!!g^».>l»n< lichen Amlsstllndcn cingrsshtN wl-rdcn. .ss k. Vl^ittclaml ^a»l,'lr»n', al>5 (^'. licht, am 4 Februar 1805. (721—1) Nr. 829. Erekutive Fcilbietmlg. Von dem l. s. Vezirköamte Landstral^. als Gericht, wird biemit belann! genincht' Es sei über das Ansuche» des Michael Kodriz uon Mnnlcndolf, gegen Iohaiin Knhar von Stt'ianökwerh wegen, aliö l'tm Z'ihlnngöaliflrage vom l7.FebrNl!r 18i>2. Z. 500, schuldiger 115 ft. 50l>. öi'I. W. <-. ,". l^. in die lr.lutive öffeiüliche Versteigerung der. dem ^eplern gebölige,i, im Grilnl'l'lichs Tl'ilrnaml'.irl >< Nr. '.>, 97 und !>'.) v.'vk^nlml'lwrl, Nca-lüäl ill, gerichtlich crl)>.^'l„l'» Sch^t)»»^^. wrrlhe uon 1210 ft. öst. W. gewilliget, ,üid zur Vorlial'me dcn>'!l>lli die FeÜbie» !li!ig)05. jcdce!,l!al Vormillags nni 9 Uhr. dier« >i»!ls mit dem Anhangs best>mmt woldel', b.iß ri, feilzubielcnde Realität nnr be> der leyt»'!' Fsilbicluilg anch nnler dein >^chäl)nngsn'sr!l'e a» r>e>' Meistbietenden hiülangegeben lreidc,! nu'irde. Das SchäyiMlM'rott'l'o!!, dcr Grnnd, bilchsertrafi lliid l'ie ^iziialionsbl-dingmssc fö'nnen bei diesem Gerichte in dell glll.'ö'l'U> liche» Aml^slnnden cinqcssbc» werden. ss. k. Vezirsöam! ^andslrast, als Gericht, a»' 13. März 1805, (725—1) Gdikt. In Folge gerichtlicher Vc-willigung ddto. '^!j, März,«<»5, Z. 5>i bis 12 Uhr Vormittags und I bis <; Uhr Nachmittags in der Franziskanergasse Nr. l> im 1. Stocke im Wege der öffentlichen Versteigerung gegen gleich baare Bezahlung an den Meistbietenden hintangegeben werden. Laibach am 10. April 1865. Dcr k. k. Notar und GcrichtS-Kommissär: KQ^Grosie"M^ l Gmiiiii-Becküuüft. Ziehung 24. Mai. In dcn stllttsmdcndcn 0 Gewinn" Zichlingcnkollnncn »«.«^VOPrcisc uon si. Htt«d.tt«tt, »tttt.<> V«l> <>«N>, » ^ Otttt «H «Vtt« «tt.Ns>« :c. :c. zlir Vcrlhcilunli-Fnr oliigc Vcrlosling lostcn dic vmn Htaatc aufgestellten ^osc st- l' da« '/,, fl. 3 das '/„ 1'/, das '/. in üstcrr. Aalilnolcn. Die Gewinne nlld Zunlistcn werden sofort nnch dc>, Bcrtosilllsicn dcn Intcrcssciltcn ^ngcschickt. Aufträge wcrdeu nntcr Znsichc' ning dcr streügstcn i6crschwicgcilllluft ertheilt " ^^ dcr Hausherr. (708-2) Ich rrlnlilic inir drm g^chrtcn Pllblikum, nnzuzeig,,'», dasz ich dic Kleider Neinisslmgs - Anstalt ! uoil nirilisr Schwcstsr (?cz»i ^ttcllttnscliess nl'sr!!o»!!!il>». Da ich durch Uiüss^r ^('il i„ dichr Aüstcilt thülig g'N'csl'» und mir dic M»!,ip»!al!c'!! ssri'lUdlill» nnql-rlqiu'l haln', hoft> ich dcil Äüfordrniiig^n in jcdür Richluiiss ,;u riusft^ch^l u»d dillr uiu ss^icigtni Zlispruch. (<;?(i-ii) ßvcliijii'kaiü'rplatz Nr. <<<:, ^. Stocl, im S ch l c ch l n r r'schs,, Häuft. ---------------------------- . Dcr Gefertigte bcchrt sich dic höfliche Anzeige zn machen, daß ihm auf ' scin Ansnchen der Bcrk^nf uon ! ! von dcr hohcn Achordc bewilliget wnrde. ! Olcichzcitig, nm dcn häufigen Wünschen dcr 1'. 'I'. Damcn zn cntsprc- ! chcn, crhaltc ich biö längstens Freitag cine Auswahl uon ! ?lebst dicscm crlnlibc u,ir zn dc'ncrkcn, daß zuin Plil^cn uud Ncuforilicu > bcstilnintc Florcntincr-Hiilc, selbst dic billigsten Sorten, dci mir nicht zcr« l schnitten werden, wic dicß so hällsig zum Schadcn dcr I'. 1'. Knndcn gc» > schicht, nnd cö wird für jcdcn Hnt garantirt. — ^)cnr biö Samstag tönncu l Hntc znin Putzen nbcrnommcn werden, und werden läugstcu»? in 14 Tagen « geliefert. — Dcr Pvciö für cincu geputzten nnd ncn geformten Hut ist 85 kr. s ü. W. Putzen allein 50 lr. ö. W. ' Achtung^uoll l (720) > . ^< llinKl. > vcrklNlft.^llalc Hotel „zum wilden Mann", Salou-Ur. 3. im 2. KUick^ Hiczu ein halber Bogen Amts- und IntclligenMtt.