Ar. 102. Sonntag, den 21. December 1871). IV. Jahrgang. Pränumerations-Bedingungen. A»r «illi: Mit Post- «»n°ll>» ... — m Versendung z ' ■ 1M vi«n«iiahri» . . I.fi» «•IMibng ... . . . s.fu «a»ii«»ng. . . i»on»!dtfia . . . «>«» Einzelne Nuinmer» 7 kr. » Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Inserate werden angenommen >» der tsp«»iti«» Kr „aillier jjcitani". Hkr-re»«,s!« Str. I (9uitidruifetei »»» Z«d»»> *«tul<*>. Bulnitl« idata 3n|craft tllr tu „tiflm ^Uttsg" on: W. W»Ht in v»!-«. uns «Um Sliittf» » ' «». K. 1RHU«. Zciling« - »i>«nl»r i» x, ida-i>. Die dritte Keratljung des § 2 der Weörvortage. Cilli, de» A). December. Immer enger wurden die Kreise, welche die Berathung der Wehrgesetzvorlage z?g. Bis zum heutigen Tage war da» Schicksal der Berathungen klar vorhergesagt worden. Beide Häuser haben über den § 2 auch in der zweiten Be< ralhung ihre» ersten Beschluß bestätig», Allerdings haben sich im Abgeordnelenhause bereit» einige Stimmen aus versoßungStreuen Kreisen für den durch da» Herrenhaus restituirten tz 2 gesunden, aber da« Gros der Partei blieb bei seinen ersten Votum. Die ForlsckrittSpanei gab wieder «in glänzende» Beispiel unmuthigen Zusammengehen». Sofort nach der letzten Plenar-Versammlung des Abgeordnetenhauses trat sie zu einer Sitzung zu» sammen, an der alle 57 Mitglieder theilnahmen. Einstimmig wuroe hievet beschlossen an den bisherige» Beschlüssen festhalten und für den Antrag Toma«zczuk aus nur dreijährige Bewilli-gung des Wehrgesetze« zu stimm-n. Wir sehen wieder daß die Ueberzeugung»-treue unserer fortschrittlichen Abgeordneten sich durch keine Einflüsse alteriren läßt. Richt die Gunst der Regierung, sondern da» Wohl und Weh der Wahler lenken die Beschlüsse dieser Abgeordneten und im Bewußtsein da« Vertrauen der Wühler zu genießen, verzichten sie gerne aus die Geneigtheit und da» Wohlwollen des Cabinet». Erfüllt van dem Gedanken als Männer für gegebenes Wort konsequent eingestanden zu sein, können sie getrosten Muthe« den Ereignisse» der Zukunft, wie drohend sich dieselben auch gestalten mögen entgegensehen. haben sie doch ihr Manneswort bleibend bekräftig«. Wir wollen nicht fragen wie sich die Abgeordneten. die slir die Vorlage stimmten ihren Wählern gegenüber zu rechtfertigen in der sage sein werten und ob letzteren die neuersings für 19 Jahre in Aussicht gestellten erschöpfenden Steuern ein Aequioalent für die ephemeren Concessionen der Regierung bieten können. Heute entscheidet sich da» Schicksal de» § 2 der Vorlage. Sollte wider alles Erwarten noch ein Theil der V rfassungspartei bei der dritten Abstimmung für den § 2 stimmen und dadurch die Zweidnttel-Majorität demselben zufühien, dann haben die betreffenden Abgeordneten das kleinliche Verdienst gehabt, die Völker unserer Monarchie für eine in Vorhinein eigentlich ausgegebene Sache wochenlang in Athem gehalten zu haben; dann erscheinen oll die inhaltsschweren Reden al« eitle Worttourniere, die nicht nur zwecklos verschwendet, sondern auch theilweije der eigenen Ueberzeugung entbehrten. Und der Spruch: „P&triunt rnontes, nasci-tur ridiculus raus* würde durch sie eine neue Illu-slration erhallen haben. Politische Rundschau. Cilli. 20. December. In der Abeodsitzung der Delegation des ReichsratheS vom 1!). o. wurte die Vorlage der gemeinsamen Ausgaben für Januar und Fe-bruar 1880 ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Gegenüber dem Staatsaoranschlage der Re-gi-rung, welche da« Deficit für 1880 mit 12'7 Millionen berechnet, wird von der,R. fr. Presse" das wirkliche t eficit des nächsten Jahre» mit 35, Millionen angesetzt. Zu bemerken ist, daß bei dieiem für unsere Finanzlage keineswegs erfreu« lichen Ealcul noch gar keine Rücksicht da'auf ge-nommen wurde, daß infolge deS Nothstandes ein Steuerausfall in sicherer Aussicht steht und daß | auch die erste Quote sür den sast unausscdiebdar gewordenen Bau der Arlbergbahn. eine Erhöhung des Deficit« mit sich bringen wird. Behuf» De» ckung demselben dürfte aller Wahrscheinlichkeit noch zu einer Goldrenlenemission gegriffen werden. Die slooenischen ReichSratho-Abgcordncten au» Krain haben vom Ministerium die Auflösung de» Krainer Landtages und nach vollzogenen Neuwahlen die Ernennung des Dr. Bleiweis zum Landeshauptmann verlangt. Außerdem verlangen dieselben die Entfernung des verfassungstreuen LantcS-BolkSschul-Jnspeclor» Pirker von seinem Posten und die Ersetzung desselben durch einen Nationalen. Der deutsche Bundesralh hat den Entwurf betreffs die Verlängerung der EtatS> und Ltgis'aturpcrioscn angenommen. Im Reichstage wird der Entwurf i» jedem Falle auf sehr erheb-liche Schwierigkeiten stoßen. Die Fortschrittspartei, die Socialdemokraten, die Elsaß-Soihringcr und ein« ansehnliche Zahl von Nationalliberalen sind dagegen. Wie die Dinge jetzt stehen, scheint auch das Centrum dem Vorschlag nicht geneigt zu sein; die bayerischen Abgeordneten ollerFractionen stimmen dagegen. U. ter solchen Umständen könnte der Ent-wuef leicht eine, wenn auch nicht große Majorität gegen sich finden. E» kommt Alle« darauf an, ob und inwieweit der Ausgleich mit der römischen Curie zu Stande kommt; wie eS heißt soll sich Feuilleton. Iu spät! Ein Geselljchaftsbild. Roman von W. Höffee. 127. Fonietzung.) Die rothen Lippen zuckten höhnisch und da« Auge flammte. — Moral, dachte Agnes, zahme Moral, Er-Mahnungen zur Geduld und kinolichen Demuth, während er noch Berlin reist, getrieben von der Sehnsucht, diese Evj wiederzusehen I Ha, ha, ha, die Lehre könnt« verschwendet sein! Und an diesem Abend öffnete sich zum ersten Male wieder die Küchenthüre dem unermüdlichen Klopfer, welcher nun schon beharrlich seit einer Woche ausgesperrt worden war. Lorenz Berning schlüpfte in den unwirth» liche» Raum, mit der gleichen sorglosen Miene, die er immer zur Schau trug. Seine Erfahrung sagte ihm, daß die« Müd» chen nicht durch Seufzer oder poetische Ergüsse zu gewinnen sei, sondern daß ihr Troy gebeugt werden müsse, um dem Stärkeren da« Feld zu räumen. — Einen Augenblick! lächelte er. Ich habe heute viel zu trogen. Seit Sie mir Ihr holde» Antlitz einzogen, wählte ich klüglich für Ihre Perlenzähnchen nur solche Opsergaben, welche selbst bei verzögerter Capitulation noch den ur« spiünglichen Werth beibehalten. Hier ist zum Beispiel eine Traube, und hier ein Stück Marzipan und Apfelsinen. Er fdiüllete aus allen Taschen den wohl» schmeckenden Inhalt auf den Küchentisch und setzte sich dann in einiger Entfernung von demselben auf einen Wassereimer den er zu diesem Zwecke umstülpte. — Jetzt lassen Sie mich beobachten, ob meine Abgesandten die richtige Sprachweise ver-stehen, lächelte er. Agnes kehrte ihm immer noch stumm den Rücken. Auf ihrem hast«? klopfenden Herzen lag das Medaillon mit Ernst's Portrait, und seltsam . . . diese Slelle schien wie Feuer zu brennen. Aber warum hatte er sie nicht gehört, warum war er noch Berlin gereist, Eva entgegen? Und wenn er sie wiederfand, iva» würde dann ge-schehen ? Sie sah die Verhaßte in seinen Armen, von ihm mit Liebkosungen überhäuft, mit Schmeichel» worten bewillkommnet ... sie sah die Freude in dem männlich schönen Antlitz des Geliebten, und die rasendste Eifersucht durchtoble Ihr Innere». — Wie geht eS den zwei Drachen, welche meine Prinzessin in Allerieiravh verwandelt haben? fragte Vorenz Berning. Ich hoffe, daß Sie es nicht versäumen, die Holden mit dem Katzen- psötchen zu streicheln, so oft sich die Gelegenheit darbietet? Was gab es zum Weihnacht, wenn man fragen dorf? Ein Gebetbuch und einige Extroarbeiten, nicht wahr? Agnes erschrak fast. Erst jetzt siel ihr ein, daß keine der Tanten am heiligen Abend ihrer gedacht. Sie hatte auch nicht die kleinste Gabe erholten. Lvrenz Berning fuhr auf. — Thränen, Agnes? Und da» hätte ich verschuldet! Nein, nein, sehen Sie mich an, ver-trauen Sie mir Alle»! Weiß Gott, ich, will er-fahren, wa« Sie in diesem Augenblick dachten! Sie streckte die Hand aus. — «chälen Sie mir eine Apfelsine, ich wurde soeben bei dem Anblick derselben ganz weh« mgthig, wie Sie sahen. Er drehte sich ab, gehorsam die bezeichnete Frucht ergreifend. — Alle Teufel, dachte er. da« war stark. Ich bin vom Ziele weiter entfernt, al« ich glaubte. Trotzdem aber zeigte das lachende Gesicht keinerlei Veränderung. Der junge Bonvivant zer-legte geschickt die Fruch: und schwatzte außerdem so viel Komisches, daß sehr bald die Unterhaltung wieder im besten Zuge war. Und nach dieiem Abend fand er regelmäßig die Küchenthüre offen. blick über die bei (ftrüttbung der Landesbürger, schule vorhandenen Motive hält und die Vor-theile der Landesbürgerschule für den bürgerlichen Beruf nachweist. Die Section stellt daher den Antrag: .In Erwägung, daß die gegenwärtige Organisation der LaadeSbürgerschule der Stadt und der Umgebung in der Wesenheit entspricht, am» schon au» dem Umstände hervorgehe, daß in der letzten Zeit de» nun nahezu zehnjährigen Bestände« dieser Anstalt die BesuchSzahl von 70 auf 140 Schüler gestiegen sei; in Erwägung, daß durch die Umwandlung der hierortigen Lande«-schule in eine neue nach dem RcichS^olkschulaesetze organisirte Bürgerschule da» Interesse der Land-bevölkerung der Umgebung in soferne geschädigt würde, al» vermöge de« auf coocemrischem Unterricht da sirenden Lehrplane» dieser Anstalten, der zu seiner erfolgreichen Durchführung einer einheit-lich vorbereiteten UnttrrichtSweise in den voran-gehenden fünf Schuljahren bedingt, wa« von den ein-, zwei« und dreiclassigen slovenischen Volk»-schulen der Umgebung nicht erwartet werden kann, daher der weitau» größte Theil, der sich vom Lande zur Ausnahme meldenden Schüler zurück-gewiesen werden müjjU; in Erwägung der bisher erzielten UnterrichlSerfolge der hiesigen Lande»« bürgerschule, die auch von den staatlichen Aufsicht»« Organen ihre Aneikcvnung gefunden haben.finde sich der Gemein de-Rath der Stadt Cilli nicht veranlaßt, zur Auf-lösung de« mit der Lande«ver-tretuug am 12. September 1870 g e« schlossenen Vertrage« bezüglich der Errichtungund Erhaltung der hierortigen L a n d e « b ü r g e r s ch u l e einzuwilligen resp, der Umwand« lung dieser Anstalt in eine nach dem Reich«volk«schulgesetze organi« sirte Bürgerschule zuzustimmen, sondern spricht vielmehr die Erwartung au», der dochlöbliche Lande»-Au»schuß werde, wenn gün-stigere Zeitverhältnisse e« irgendwie gestatten, namentlich wenn durch die Auflösung mehrerer äußerst schwach besuchter Bürgerschulen bedeutende Landeömittel für Unterricht«zwecke an fruchtbarer Stelle rerfüabar werden, in nicht allzuferner Zeit beim hohen Landtage mit seinem ganzen Einflüsse dahin wirken, daß die von der hiesigen Stadt-gemeinde mit so bedeutend, n Opfern geschaffene und durch ihre Besuchzahl und Leistungen exiltenz-berechtigte Sande»bürgerschule durch Anschluß und Erweiterung einer in Fachkurse getheilten IV. Classe jene Vervollständigung erreiche, welche diese Anstalt bedarf, um al» LandeSmiitelschule jene Gestaltung zu erlangen die ihrer Einfügung in den Rahmen der übrigen Landesmittelschalen kein weitere« Hinderniß mehr entgegen stellen kann." G.R. B o b i s u t beantragt hiebei: S» 1 möge der Stadtgemeinde eine gewisse Einfluß- nähme auf die Bürgerschule in der Weise ringe-räumt werden, daß bei Besetzung von Lehrstellen der Gemeinde wenigsten« da« Repläsentation«recht gewährt würde, und daß man der Gemeinde, wie die« bei Volk«fchulen üblich die jeweiligen Ja» speltionsberich» in Vorlage brinqe. Der Secli»n«derichl wird vom Bürgermeister Dr. Neckermann wärmten« befürwortet und dabei vor Allem geltend gemacht, daß. wie gegen» wärtig die politischen Wogen treiben, für ben Fall eine klerikal feudale Regierung an» Ruder käme, die Anstalt in einem Sinne beeinflußt werde, der weder den d«i Gründung der Anstalt gehabten Voraussetzungen noch den gegenwärtigen fortschrittlichen Anschauungen der Bevölkerung entspreche. Der Antrag der Section wird einstimmig angenorimen. desgleichen der Zwatzantrig de« G. R. V o b i f u t. Ebenso wird der Antrag Professor MarekS da« Elaborat in seinem ganzen Um-fange dem Lande« Au»fchusse vorzulegen ange-nommen. Nun reserirt der Obmann der Finanzsection G.R. S tiger über den Bericht de» G R. Rüp sch ( wegen der vom Stadt'örster Kummer für die Holz-schlägerung im Siadtwalde angesucht?» ratenweise» Vorschüsse, und wird der Antrag der Section, dem Siadtsörster die Vorschüsse in der Gesammt-Höhe von 600 fl. zu den bestimmten Terminen zu de-willigen, angenommen. In Angelegenheit der FriedhofS-Commifsion berichtet Dr. Proßinagg. Er führt auS. daß die verspätete Fertigstellung de« neuen FriedhofeS hauptsächlich darin zu suchen sei, daß die erfor-derlichen Eipitilien erst in letzter Zeit flüssig ge» macht werden konnten. Erst nachdem dies geschehen feien die Arbeiten mit Energie aufgenommen worden und wa» zu schaffen möglich gewesen auch geschafft worden. Der Friedhif könnte zur Roth gegenwärtig eröffnet werben, die Leichen könnten jedoch vorläufig nur bis zum Lindenwirth geführt werden, und müßten dort, da die diesbezügliche Zukahrtstrasse nach dem Friedhofe erst hergestellt werde, von Trägern übernommen werden Die Sec:ion beantragt daher die Anfrage der BezirkShaup.'mannichaft wegen Eröffnung de» neuen und Schließung de» allen Friedhofes jum Heil. Geist, dahin zu beantworten, daß die provisorische Eröffnung de» Friedhofe» bere.t« mit 1. Januar stattfinden könne, definitiv jedoch werde der Fried» Hof am 1. Februar eröffnet, bi« zu welcher Zeit sowohl die Strosse, wie auch die innere Einrich-tung de» Leichenhauie« vollständig fertig sein werden. Bezüglich Ueberfiillung oe» Heil. Geist Friedhofe« sei zu bemerken, daß nach Angabe des Stadt-physiku» dortselbst hinter der Kirche sich noch diverse Begräbnißplätze befänden. Der Antrag der Section wird angenommen. 3s Fortsetzung im Einlageblatt. ~9G diese Fragt bi« zum Januar entscheiden, wa« in-deß abzuwarten sein wird. Der italienische Ministerrath hat am Sonn-tag da» Project der Abhaltung einer Weitaus« stellung, die 1882 in Rom stattfinden soll, ange-nommen. Da» Au«stellung«gebäude wird auf den Prati del Castello errichtet werden und 300,000 O». »Meter Raum umfassen. Dasselbe wird auch einen Saal für 30,00.) Personen enthalten. Au» Scutari wird gemeldet, daß Moukhtor Pascha in Folge Befehle» der Pforte da« Gvu« feiner Truppen von Jpek nach Prizrend zurück-zog, dort zwei, in Djokova drei Tabor« al» Be-satzung zurücklassend. Die Situation in Afghanistan verschlimmert sich für die Engländer zusehend«. Man braucht nicht Pessimist zu sein, um die Furcht zu hegen, daß fich für die Armee de« General« Robert» die SchreckenSlage von 1841 und 1842 wiederholen könnten. Fast um dieselbe Zeit wie vor 38 Jahren haben sich die Afghanen erhoben, und wie damals ist Kabul der Mittelpunkt des Ausstände«. E« läßt sich nicht mehr bezweifeln, daß da«, wa» sich jetzt in Afghanistan ereignet, keinen spontanen Cha» racter trägt, sondern da« Werk eine« wohl vorbe» reiteten Aufruhr« ist, von dessen Organisation die englischen Behörden in ihrer Sicherheit nicht« ge-ahnt haben. Der Sieg, den General Robert« am Sonnabend erfochten haben wollte, scheint von keiner Bedeutung gewesen zu sein, denn nach einem Telegramm dieses Oberbefehlshaber« dauern die ktmpfe ununterbrochen fort; der Feind ist noch immer mit starken Streltkräfteu im Vormarsch begriffen. Gemeinderaths Sitzung vom IS. Der. Der Vorsitzende Bürgermeister Dr. N e ck e r-mann theilt mit, daß sich diesmal unter den Einläufen nur vier Gesuche um Sistirung der Exe» cut on wegen rückständiger Steuern befinden, welche er am Schluße der Sitzung zur Spracht dringen wolle. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildet der Bericht der Section II über die Zu-schrift de» Lande«-Au«schusses, in welcher die Stadtgemeinde aufgefordert wird sich darüber zu äußern, ob und welche Anstünde von Seite der Gemeinde gegen die Umstallung der LandeSbürgcr« schule in eine Bürgerschule nach dem Reichsschul-gesetze und gegen die Aufhebung de« Uebercio-kommen« vom 16. September 1870 zwischen der Gemeinde und dem LandeS-Audschusse erhoben würden. Der Obmann der Section Professor Marek verliest da« diesbezügliche Elavorat. welche« den Gegenstand in eingehendster erschöpfendster Weise behandelt, die Unteischiede zwischen einer Lande«-Bürgerschule und einer analogen StaatSansialt in klarster Weise vorlegt, einen geschichtlichen Rück* Ernst schr'.eb auS Berlin, daß leider seine schlimmsten Befürchtungen eingetroffen. Frau Leßner sei eine durchaus berüchtigte Persönlichkeit, deren jetzigen Aufenthalt Niemand kenne. — Ich habe sie denuncirt, fügte er hinzu, und wa« mir selbst unmöglich "war, da« muß ein Steckbrief zu Wege dringen. Deiinoch aber will ich nicht gleich die eigenen Na.forschungen aus-geben, sondern mich erst bei den Bekannten und Nachbar» der unseligen Frau de« Weiteren er-kundigen ... Du wirst mich daher vielleicht erst nach acht Tagen wiedersehen. Ich muß mir sagen dürsen, taß meinerseits für die arme liebe Eva alle« Erdenkliche geschehen ist, oder ich konnte mich selbst nicht mehr achten. In tiner Woche also, mein liebes Herz, und da« Erste, wa» ich zu Hause vornehme ist dann auch der Brief an Deinen Vormund. Du begreifst, daß mir in so schwerer Zeit für Nebensachen keine Ruhe bleibt. Agnes las auch die« Schreiben mit dem Gefühl der Erbitte»ung und Enttäuschung. — Für Nebensachen! murmelte sie. Neben-fachen! Er könnte wahrhaftig nicht deutlicher fpi echc?! Und dann schlug sie beide Hände vor das Gesicht, um in verzweiflungSvolle» Weinen au«« zubrechen. Jetzt war aller kleinliche Verdruß, aller Aerger über Aeußerlichkeiten, längst vergessen; sie empfand nur noch die quälendste Eifersucht, die ruheloseste Sehnsucht nach dem Anblick der Nähe de« Geliebten. Oft, wenn o.'t» im Hause Jemand über den Flur ging, horchte sie unwillkürlich in selbst« quälerischer Verzweiflung diesen Schritten, welche nicht die feinen waren. Wo konnte er jetzt weilen ? Dachte er wirklich noch ihrer dit er verrathen und vergessen, wie sie so sicher annahm? Sie verstand ihn nicht, auch nicht in seinen Worten. Ihre Leidenschaftlichkeit, ihr heiße«, über-strömende« Empfinden, fand in der klaren be« wußten Ruhe feine« Wesen» keine» Widerhall, ihre Excentricität, welche selbst die Grenzen des Er-laubien übersprang, erregte sogar nicht selten seinen entschiedenen Widerspruch, und dennoch liebte sie ihn über Alles, zitterte sie wie im Fieber, so oft ein Brief von ihm in ihre Hände gelangte. Und dann war es Eva's Name, den sie zu-erst erblickte, dann schrieb er, daß nicht«, nicht« zu ermitteln sei. und daß eine Hoffnungslosigkeit, die er nie zuvor gekannt, sich seiner Seele be« mächtig! habe. Eva ist verloren! la« sie. O, der Gedankt könnte lödten! Die Reinste, die Edelste ihresGe» schlechtes, die sanfte, großherzige Eva einen solche« Schicksal zum Opfer! Jedesmal faßte sie den Entschluß, ihm sein Wort zurückzugeben. Sie wollte nicht die zweite fein, die Minoergeliebte ... fit ertrug eS nicht, erst nach der Verhaßten genannt zu werden. Aber wenn dann ihr Blick die geschriebenen Zeilen überflog, wenn es so schwarz auf weiß, wie ejn unabänderlicher SchickialSspruch in herben nn-freundlichen Worten vor ihren Augen dalag, daß sie ihn niemals wiedersehen wolle, daß er ihr nichts mehr gelte, gar nicht« . . . dann fühlte sie sich von heißer, fürchterlicher Seelenangst ergriffen. dann vernichteten die bebenden Finger den kaum vollendeten Brief. — Mama, schluchzte leise, al« spreche fit mit dtr Todten, da« unglückliche, im Innersten er-schütterte Mädchen, Mama, warum hast Du mich verlassen? Sie sah empor zu dem Bilde der theueren Verlorenen. Roch ding an dem Rahmen desselben der verwelkte Kranz von jenen Blumen, die ihr Lorenz Berning am ersten Abend ihrer beider« fettigen Bekanntschaft im Laden geschenkt. Die Blätter knisterten und rauschten im leisesten Zug« wind, der durch die schlechtverwahrten Fenster-lüden hineindraag in den kalten verödeten Raum. Beilage zur Nr. 102 der„Cillier Zeituug." Weiter« berichtet Dr. Proßinagg, daß G-R. Stepischnegg zur Errichtung der neuen Zu-fahriftrasse, da die derzeit bestehende für daSEin-lenken der Wage» zu gefährlich sei. von MaxOtt ein Grundstück um den Prei« von 300 fl. angekauft und letzterem eine Darangabe geleistet habe. Referent erklärt jedoch im Namen deS abwesenden G.R. Stepischnegg. daß dieser für den Fall die Gemeinde mit dem Ankaufe nicht eino«rstandrn wäre, den Platz selbst bezahlen wolle, und später« hin schon eine diesbejüg iche Vereinbarung treffen werde. Dr. Profsinagg stellt den Antrag der Gr meinde-Au«fchuß wolle diesen Ankauf genehmigen und den Kaufvertrag abschließen. G.R. Bodifut bemekt. daß die Friedhofs-Angel?g?nh?it in der Bevölkerung bereit» döse« Blut mache, er schau sich daher nicht den Antrag zu stellen: „Der Gemeinderath spricht da« Be» dauern au«, daß solche Ankäufe ohne seine specielle Bewilligung geschehen und daß in Zukunft bei eventuellen Ankäufen, der Gemeinderath vorerst zu befragen sei." Der Section«anirag sowie der An-trag de« G.R Bobism werden angenommen. Dr. Proßtnagg ersucht nach der AbstiM' mung die abgegebene Erklärung, daß G.R. Ste-pischnegg eventuell da« Grundstuck selbst bezahlen wolle, in da« Protokoll aufzunehmen. Die Zuschrift de» PreSbyterium« der evan« gelifchen Gemeinde in der FriedhofS-Angelegenheit wird vorläufig dahin beantwortet, daß die Schlie-ßung de« evangelischen Friedhofe« au« sanitären und au« Gründen der Stadterweiterung geboten erscheine. Hierauf referirt Dr. H i g e r « p e r g e r al« Obmann der Section I. Er beantragt über da« Gesuch de« Joses Westermayer, um Lö>chang einer Satzpost, welches bei dem Umstände al« die Post bereit« gezahlt worden ist, gegenstandslos wurde, zur Tagesordnung überzugehen. Dem Gesuche de« Anton Herzmann kni Anstellung bei der Gemein'? könn, nicht Folge ge-geben werden, weil keine Stelle vakant sei. Dir Sparkasse al« Inhaberin der Gas-anstatt sei »on jenen Gem?ind»»Umlag?o, von welcheu die früher bestandene Gasanstalt kontract-lich befreit war, ebenfalls zu befreien. Eine auf dem Haufe der Anna Baumbach seit 1842 intabuliite GulstehungSerklärunz für Josef Peer fei ebenfalls zu löschen, da auS keinem vorhandenen Schriftstücke hervorginge, daß Peer feinen Verpflichtungen damals nicht nachgekommen sci. Sämmtliche Anträge werden angenommen. Eine Anzeige über AdaptirungS-Arbeiten in dem zur Nachlasscnschast nach Frl. Iosefine Geiger gehörigen Hause, so wie ter Guberniaiact bezü^-ich Uet-erlassung der teutschen Kirche an die Ge« Sie dachte an den Abend, der diese Blüthen im frischen glänzend«» Farbenschmuck gesehen, . . . an die Worte, welche damals gesprochen worden, an die erste heimlich« Stunde ihie« LiebeSglücke«. — Vorbei, vorbei! schluchzte da« geängstigt?, bebende Herz. Alle« war nur ein Traum, eine Bision. Die Blumen sind Staub und da.' Glück ist gestorben .. . Sie öffnete da« Medaillon und versenkt? die Blicke voll Sehnsucht in da« ernste, männlich schöne Antlitz ihre» Geliebten. Konnten diese Augen trügen? Warm sie falsch und treulos, die großen seelenvollen Augen, d?r?n Ausdruck selbst va» klein? Bild so voll und herzgewinnend zurückgab? Agnes schüttelte den Kopf. — Rein, nein, er hatte sie nicht betiogen! E» war Eva, die er liebte, ohne eS selbst zu wissen! Da« hatte sie gleich erkannt, gleich im Ansang ihrer Beziehungen zu ihm deutlich ge-sehen. Ernst täuschte nicht sie, sondern sich selbst. Wieder empörte sich der verwundete Stolz. — Ich will nicht die zweite fein, will nicht heimlich weinen um einen Mann, dessen Herz ich niat gleich einer Gottheit ganz allein zu beherrschen vermag. Nein, nein! Ernst soll glauben, daß er mir gleichgiltig sei, ich will ihm den Sieg, welchen er errungen, sorgfältig ver« meinde, werden zur Kenntniß genommen und den diesbezüglichen übrigen Acten angereiht. Die zu Beginn der Sitzung erwähnten 4 Fristgesuch?. werden über Antrag der Finanz-section in vertraulicher Besprechung verhandelt. Hiemit ist die Tagesordnung erschöpft, die öffent-liche Sitzung wird geschloffen und e« folgt ein? v?rtraulich? Besprechung. Kleine Chronik. Cilli. 20. D««i»ber. (Evangelische Gemeinde.) Frestag den 26. d. als dem zweiten WeidnachtSfeiertage, 10 Uhr Vormittags, wird Herr Pfarrer Schack in d?r hiesigen evangelischen Kirche ?in?n Gott?«-di?nst abhalten. Wie un« mitgetheilt wird, erleidet die Gemeinde einen schweren Verlust, durch den Abgang de« Pfarrer« Schack. der ?in?a Ruf an di? r?foimirt? Kirche nach Wien erhielt. Unter 19 Kandidaten, welche sich um diese Stelle bewarben. wurde der G?»annt? mit großer Majorität g?wäh>t. So f?hr auch di? hiesig? Gemeinde Herrn Pfarrer Schack zu diesem Posten beglückwünscht, ebenso sehr be« trauert st? da« Scheiden dies?« so hochge?hrt?n und allg?mein beliebten Seeltihirten. (Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli.) Die «titthalterei hat nunmehr de» von dem hiesigen Sparkasse-AuSschussc berathenen neuen Sparkasse-Entwürfen die Genehmigung ertheilt. Wie wir den elben entnehmen, war der Ausschuß bemüht, den fortschrittlichen Z«i«v?rhältniss?n möz-lichst Rechnung zu tragen, damit da« für die Stadtgemeinde so hochwichtige Institut wie bisher pro«perire uud in jeder Richtung den größt?» gleichen Unternehmungen znr Seite gestellt werben könne. — Ein wesentlicher Fortschritt ist vor Allem die Ausgabe neuer Ei„logedüchel. Jeder Einleger wird schon mehrfach die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die di«her ausgegebenen Einlagebüchel nicht jene Vortheil? boten, di? j?»?r Interessent mit Recht anzusprechen hat. Die« gilt nämlich dem Umstand«, daß bei den bi»d?rigtu Bücheln ?in Abschluß nicht möglich war und dah?r der Einl?ger auch niemals di? Ueberzeugung haben konnte, welchen Betrag sein Sparkassebuch reprä-jentirt. Durch die neuen Sparkassebüchela ist aber den Besitzern derselbe» die Gelegenheit geboten, nach Ablauf eine« jeden halben Jahre» die Büchel duich die Anstalt abschließen, resp, die aufgelau-fenen Zinsen zuschreiben lassen zu können. Dadurch hat der Eigenthümer eines Sparkassebüchel die beste Ueberzeugung, in welcher Weise sich die Ein-lagen vermehren und welchen Werth da« Büchel nach jedem halbjährigen Abschlüsse hat. Um aber den Besitzern von alten Sparkassebücheln die Gel?g?nh?it zu bieten von di?s?r bereits eingeführten Neuerung Gebrauch machen zu können, hat die Sparkaffe-Direction die Verfügung getroffen, daß bergen. Wenigsten« soll er nicht den Triumph haben, mich weinen zu sehen! Sie gewaun ?» über sich, seinen letzte« Brief unbeantwortet zu lassen. Mochte er erfahren, daß e« sie verletzte, ihn immer wieder von ibrer Nebenbuhlerin sprechen zu hören. Ernst schrieb nochmals, fragte, ob sie krank sei, und bat bringend um Antwort, aber Agnes legte auch diesen Brief bei Seite, ohne ihn zu beachten. ES stand ja wieder der verhaßte Name auf jeder Seite. Am Abend diese« Tage« erschien ?orenz Berning etwas später als gewöhnlich. — Ich habe «inen Plan, sagte er, ?in? Idee, eine Bitte, die mir nicht abgeschlagen werden darf. Die erste Nuß ist heute g» knackt, und Ällerleirauh soll dos silberne Kleid anlegen. Agne« zuckle di? Achseln. — Wie heißt der Vorschlag in gewöhnlicher Sp-ache? frag'e sie. — Eil c Maskerade! Sie sah lebhaft en.por. — Die ich mitmachen sollte? Unmöglich! — Sehr möglich im Gegentheil, obwohl di? Tant?n schw?r'ich von d?r Parthi? fein w?rd?n. Ich hatt? mir für die bct.-ea lieben« vürdigen Damen ein mythologische« Costüm — al« Parzen auf Verlangen und gegen Vergütung der üblichen 10 Kreuzer ein neue» Sparkasse-Einlagebuch au«-gefolgt werde. Die Sparkaffe-Direction hat ferner auch die neuen Statuten iu Druck legen lassen, um sie noch deren Erscheinen auf Wunsch ausgeben zu können. (Sylvester-Feier.) Wie wir eben au« verläßlicher Quell? erfahren, soll di? heurig« Syl-veslerfeier unter dem harmonischen Zusammenwirken dreier Vereine, näm.ich de« Easin»-V«reia?«, lx« Männ?rgesang«-V?r?!n?« und d?« Musik-Vereine« stattfinden, und verspricht somit dieser Abend eine lebhafte B?th?iligung; der Gesang«verein gibt ein? Liedertafel, der Easino-Lerein eine Tombola uud der Musik-Berein wirkt schon bei der Liedertafel mit. wird aber außerdem nach Mitternacht heiter« Weisen für den Tanz ertön«« lassen. (Die Generalversammlung de» Casinovereine«) fand am 13. d.. 8 Uhr Abend», statt. Der Direktor de» Verein?« L.G.R. Pefariö erstattete den Rechenschaftsbericht, nach welchem sich für da» Vereinsjahr 1879 ein Deficit ergibt, welche« in Anbetracht der zu besiegenden Schwierigkeiten, sich al« ein kaum neonen«werthe« darstellt. Diese Schwierigkcit«gründe seien vor-züglich in der laufen Earneval«zeit de« Jahre« 1379 und hauptsächlich aber auch darin zu suchen, daß bei dem Umstände al« keine Stadtmusikkapell« vorhanden war, entfernt« Musikkapellen acquirtrt werden mußten; auch hab« man eine stabile Gar-nison entbehrt, wogegen sei die Gewinnung neuer Mitglieder, insbesondere der jüngeren Bevöikeiung, w gen der bisher statutenmäßig vorgeschrieben«» Leistung des Stammbetrage« schwierig gewesen, weshalb auch für di« Generalversammlung «in« diesbezügliche Statutenänderung angesetzt worden wäre. Endlich bild« auch der relativ sehr hohe Miethzin» einen Hauptgrund, daß die Einnahmen zur Bestreitung der ohnehin mit zwingender Spar-samkeit bemessenen Ausgaben nicht auSreilen konnten. D«n zweiten Gegenstand der Tagesordnung bildete die schon theilweise angedeutete Aeußerung der Statuten rücksichtlich der KZ 3, 4. 16 und 17. E» wurde nämlich beschlossen, daß für die Folg« Jedermann, der nicht al» ständige» Mitglied dem Vereine bestreikn wolle, auch al» nicht ständige» Mitglied Aufnahm« finden könne, doch sei da« nicht ständige Mitglied gebunden 6 Monate bei dem Vereine zu verbleiben; nur ein Domicil-Wechsel wache davon eine Ausnahme. Werde aber der Austritt erst nah dem Verlaufe des sechsten Monate« angemeldet, so trete obige Verpflichtung für weitere 5 Monate ein. Der monatliche Beitrag für nicht ständige Mitglieder ohne Rückficht der Familienoerhältnisse beträgt 1 fl. Ueber die Auf» nähme der Mitglieder entscheidet die Direktion durch Ballotage. Ständige Mitglied», welche ohne Veränderung ihre« Wohnsitze« Eilli au« dem Vereine auStreun, hakn beim Wiedereintritte, wenn sie ständige Mitglieder »?rd?n wollen, deu — freilich im Geist« fchou di« in all« Einzel-heiten hinein zurecht gelegt, aber doch dürfte dir Sache ihre Schwierigkeiten haben. Wir g?h?n lieber allein, denke ich. — Ah! Und auf welchem W«ge, wenn ich fragen darf? — Durch mein Zimmer, versetzte er ganz ernsthaft. E« ist All « vorbereitet und Sie dürf«n auf keinen Fall nein sagen. Ich bringe Ihnen noch heute da« Eostüm der Fivra, welche« ich für Sie bereit» ausgesucht hab«. Silberne« Gewand, überall mit Rosenguirlanden umschlungen, eine Krone von diesen Blumen auf dem Kopfe und Körbchen am Arme. Sie werden von allen Damen die schönste sein. Agnes hörte kaum, wo« er sprach. Eine Maskerade . . . tanzen ... sich schmücken, und die Tanten hintergehen, während diese glaubten, durch ihren Machtspruch bi? un-willkommene Nicht« zur Sklavin gestempelt zu haben . . . Es klang wie verlockend«? Sirenengesang zu ihrem Herzen. Niemand in ganz Hamburg kannte fie, Niemand konnt« da» Geheimniß verrathen . . . Sie wandte sich ad, unfähig, ihre Gesicht«-zöge zu beherrschen. Wa? wülde Ernst zu diesem Gedanken sagen? Konnte er jemals denselben verzechrn? Stammbetrag pr. 5 fl. abermals zu entrichteu. Nachdem btcfe Aenderungen noch einer äußerst lebhaften Dedaue angenommen worden waren, sprach Dr. Neckermann unter IrMjaftcr Zustimmung der Versammlung der bisherigen Direktion den Dank der Berkin.'mitalik^er aus. Der Direclor de« Vereines dankte mit der Versicherung, daß jed.« DirectionSmitgllkd gleich eifrig bestredt ge-wesen sei, nach besten &iäjuu .zur Erfüllung de» Vereine zwecke« beizutragen. — Bei der zum Schlüsse vorgenoimue.>eii Wahl wurden die bis-hcrigen Direetionsmitglieder theil« mit Stimmen-einhelligkeit, theils mit eminenter Majorität wiedergcwühlt. Wie wir vernehmen, haben die Gewäh ten die Wiederwahl angenommen, mit Ausnahme eines einjigen Mitgliedes, welche« durch den der Reihe nach zunächst Gewählten erseht werden ®tr\ Sauerbrunn, den 19. Dezember. (Schadenfeuer.) Heute Morgeu« brach in dem ehe-mal« O g r i s e g'jchen großen Hause Feuer aus, welches rapid um sich griff und auch höchstwahr-scheinlich da« ganze Gebäude eingeäschert hätte, wenn nicht di« sehr »rackere freiwilligeRo-h i t s ch e r - F c u t \ ro t h x, die auf die «ste Nachricht vom Brande in größter Geschwindigkeit eintraf, thaikräftigst und umsichtigst eingegriffen hätte, demzufolge Viele« gerettet werden konnte. (Erfroren.) Der Grundbesitzer B. Ur-fchitz von Sauerbrunn, welcher aus dem Heim-wege in mehreren Gasthäusern Branntwein getrunken hatte, wurde in der Nähe seine» Wohn-Hauses erfroren aufgefunden. Aus dem Gerichtssaale. Die SchwurgerichtSperioden de« hiesigen Kreis-gerichte« sii d vom OderlandeSgerichte für dos Jahr 1880 bereit« festgefteUt worden. Dieselben beginnen: am 26. Januar, SO. März, 31. Mai, 26. Juli, 20. September und 22. November. Landwirtschaft, Handel, Industrie. (Jahr- und Nichinarkt in Tüffer.) Der am 22. d. für Tüffer bestimmte Jahr« und Viehmarkt wird in Fo'ge E laffeS der k. f. Bezirk«-hauptmaunschafl abgehalten. (SDirnct Frucht- und Mrblbörs« vom ZV. Dec.j sOrig-Telg. > Mau notirt« per 100 Kilo gicram: SB« i| en Banaler von st. 15.10—15.20. Theiß von st. 14.40—15.50, Theih ichweeen von st. 1S.1V— 14,30, Slovatischer von st. 14.10—lt.SO.dto. fchw. von st. 12.00—14.10 Marchs.lder von st. lZ.80—14.S0,Wala-chischer von st. 1S.7S—.11, llj«uui pro Frühjahr von st 14.52-14.57. R »ggen Zlyirer- und P«sterboden von fl. 10.30—10.65, Slovatischer von st. 10.60—10.90 Anderer ungarischer von fl.10.20—.10.50,Oesterreichischer von st. 10.S0—10.SV Gerste Slovakischevon fl. 10 30— 11.40, Oberungarische von fl. S.--U.CO, Oester-ichischer Jähe Bläffe bedeckte da« schöne unruhige Antlitz. So sollte sie, während er jeden Pul«schlag seine« Herzen« einer Anderen widmete, ihn um Erlaubriß bitten, wo sich'« doch nur um ein Ber-gnügen handelte, da« vernünftige selbstständige Menschen täglich genießen! Sie lächelte spöttisch, und der moq:antc, herze, lallende Zug um die Mundwinkel trat in dem magerer gewordenen Gesicht aus da» schärfste hervor. — Du räthst mir, die Fessel zu küssen, Ernst, Du willst, daß ich eine Gefangene bleibe und freust Dich der Sclaverei, in welcher ich lebe ... o Du Thor! Indeß mich Deine Ge-danken so wohlverwahrt glauben, so von Argu»-blicken bewacht, will ich tanze» und Triumpse erringe», ich will einmal wieder leben, leben in vollen Zügen . . . Der Versucher hinter ihr sah den Eindruck seiner Worte und combinirte darnach mit kecke» Selbstvertrauen. — Jetzt hab' ich sie, dachte er. Da« Silber-kleid und die Rvsenguirlanden wäre» Wurfgeschosse, deren jede« ganze Armeen von moralischen Scrupcla zu Boden streckte. Na, kie alte Tröd-lerin in der Fuhlenwiett wird ja ein Einsehen haben und mir die Paar Fähnchen borgen . . . dieselben, worin sich vorigen Winter da« blonde ftäthchui so allerliebst ausnahm. Ach, dos ent- von fl. 9.—.—10.70, Fultergerste von fl. —.- MaiS Banaler oder Theib von fl. —.--.—, Jnter' nationaler von fl. 7.60—7.70, Cinquantin von fl. 7.90 —8.10, auf Lieferung pro Frühjahr von fl. — —. Hafer ungarischer Mercantil von st. 7.50 7.65, dto. gereutert von sl. 7.75—8.10, Böhmischer oder Mährischer von fl. .--, Usance pro Frühjahr von fl. 7.77.—7.80 Reps Rübser Juli-August von st. 11.75—12.50, Kohl August-Seplemder von fl. 12.50 —13.50. Hülsrnsrüchr«: Haidetorn von st. 7.60—8.— Linsen von fl. 20.—.80.— Erbsen von fl. 12.—18.— Bohnen von st. 12.5014.—. RübSöl: Raffinirl prompt von st. 30.25—30.50. Pro Jänner. April von st —----.50. Pro September, December von fl. 31.75—31.25. SpirituS:Roher prompt von st. 37.— —37.26. Jänner, April von fl. —.--Mai, August von fl. —.-Weizenmehl per 100 Kilogramm: Nummer» 0 von fl. 25.--26.— BunteS. (Ein weiblicher Räuberhaupt, mann.) Die Umgeoungen der Stadt Eatanzaro in Süd.Italien werden gegenwärtig von einer Räuberbande gebrandschatzt, deren Befehle Haber in ein junge« Weib von 25 Jahren, Maria Erocci, ist. Alle, welche sie gesehen haben, rühmen ihre außerordentliche Schönheit. Ihre schwarzen Augen sollen unwiderstehlich und iyre Physiognomie von verführerischem Reize fein. Sie harte einen Van-diten geheirathet, den sie mit Leidenschaft liebte, und dieser wurde in einem Zusammenstoß mit den Earabinieren gelödlel. Sie hob den Carabiner de« Gefallenen aus und gelobte an feiner Leiche. Rache zu nehmen. Sie hat ihr Won gehalten. Sie ist Überall zu finden, verbrennt die Pachthöfe, raubt da« Vieh, erhebt gezwungene Contributionen, und e« ist bi« jetzt nicht möglich gewesen, ihrer hab-haft zu werden. Ihre Bande ist zahlreich, kämpf-gierig und wird von den Landleuten stet« in ge-nauer Kenntniß von Mein erhalten, da diese der Schrecken zu ihren Kundschaftern macht. Orig.-Te!egra»lmö.„CiUierZtitung." Wien, den 20. December. Der 8 2 de« Wehrgesetze» wurde mit vier Stimmen über die Zweidrittel-Mojorität ange-nommen. Vierundvierzig Liberale fiele» ad. Da« einzige Krouland Steiermark hatte keinen Ueberläufer. Ausweis über die geleisteten milden Beiträge zur Errichtung eines Ehristbaume« für arme Schulkinder der Stadt Eilli. Die Frauen: Blümel, 1 fl ; Cypl, Stoffe und Kleidungsstücke; Duller Lfl.i v. schrey. 2 fl. Fanninaer, Kleider und Kerzen; Kupferschinid 3 fl.; Gorischek, 50 kr..; zückende Käthcheu I Wie liebte ich e«. wie betete ich e« an, und wüthete, al« mir'« ein Reicherer wegfischte! Heute noch verließe ich diese mo-erne Galathea ohne Blut und Leben, wenn mich da» blonde Weib wieder lieben wollte, wie damals! — Aber wahrhaftig, fetzte er. erschreckend, feinem Gcdankcnmonolog hinzu, wahrhiftlg, ich könnte doch kaum »och heute Abend die Sachen herbeischaffen ... da» war leichtfinnig versprochen. Wollen die Zeit geschickt vertrödeln. Er sah unverwandt zu ihr hinüber. Da» schöne blosse Gesicht de» Mädchens war, halb ad-gewandt, dem Feuer zugekehrt und die Hände be« wegten gedaakenlo« da» Schüreisen. Da drehte sie langsam den Kopf. — Und wann soll diese Maskerade statt-finden, Herr Berning, und wo? — Uebermorgen, Prinzessin, und zwar bei Sagebiel. Ich habe für uns Beide die Karten schon gelöst und die Eostüme bestellt. Für mich die Maske eine« arkadischen Schäfer«. Agnes drehte sich mehr und mehr herum. — Sie spielen also die Flöte. Hcrr Berning? (Fortsetzung folgt.) I v. Pürier 2 st.; Flora Rakusch 1 st.; Sanderly. 3 fl.; Langer. 2 fL, Kleidungsstücke: Zunder 1 st., Kleidungsstücke ; ». Klein 2 fl.; Frl. Liga v. Lenk. KleidunqS-stücke: Drexel. Kleidungsitück«; Christ. Siibeneg, 1 fl.; Frl. Elvira Smerczek. Wäsche; Frl. Mathilde Rädeniczek, Kleidungsstücke; Frl. Leoni« Roben. Kleidungsstück«; Hariinann. .«NeidunaSitücke! Dirmbirn, 3 fl.: (Jaroline Wskaun 5 fL: M Koscher, 2 fl.; Jeretin 2 st.; Janio, 2 fl.; Kobär, 1 fl.; Kraini. 3 fl.; Markt. 1 fl.; Pallos, 2 fl.; A. Ko-evar. 2 st.; vernee, 2 st.; Svoboda, 5 st.; Skolaut, 3 fl.; Tisch 5 fl ; Pajk, 1 fl. und Kleidungsstücke ; Trampler. 2 st.; I. 2uza 2 st.; Deschmann I fl.; Prambeeaer. 50 kr. - Föhn, 1 st : Lang. 1 fl.; Greischl. 1 fl: Schellander. 1 st.: Spoh», 1 fl.; Frl. Julie «adukoschek, 50 kr.; Martini, 50 kr; Marie 35erl, 1 fl.; Angerle. 2fl Ureag 2 st ; Familie Haa«. 5 fl ; Rakusch. 2 fl Koscher, 1 ft.; Kapus, Kleidungsstücke; Fabiani, 1 st; Plautz, 55 kr.; Sträub. 1 fl.; Fanni Siina, 1 st. ; Jose sine Sima, 2 st.; Planer, 50 fr. Hecht, Kleidungsstücke: Praiak, Kleidungsstücke: Marie Higersperqer 2 fl.: yummer, Kleidungsstücke; Stuchep 1 fl ; Frt Ri nner, 1 st.: Elise Lahniq. Kleidungsstücke: Lutz 5 st.; Mache». 2 fl und Wäsche ; Zednit, t fl.; Rüpschl 60kr.; Radakovitz 2 fl ; Regula, 1 st.; Schmidl, Stosse und Kleidungsstücke; Slepischnega. 2 fl; Puichinjak. Stoffe und Kleidungsstück«: Schurd, 2 fl : Frl. Reitter 50 kr.; Aoruvi, l fl: Fr. Sapuschek. 50 kr.; JeUenz I fl.: Huth. 2 fl. und Klndungsstück,: Küster, 1 fl.; Bobisut. 3 fl.: v. G«qenmob. 2 fl.: Ann» Higerszxrger. 2 fl.: Pogatschnig. 1 fl.; Pfeifer, 1 fl ; Pesärit, l fl , Kiel-hauler, 1 fl.; Säger, 1 st.; Wambrechtsamer, 1 st.; Wilner 50 kr: Metz, Kleidungsstücke: v. Grünwald. 1 st.: Sträub, 1 fl.: Frl. HauSbaum, 2 fl.; Novak 60 kr.; Petric«k. 1 fl. Eailer Ist.: Weftermcür, I fl - Bahr, 2 fl.; F Costa 1 fL; Brobinagg. 2 fl. und Wüsche; Therese Herzman». Sohlen; Jan«sch, Kleidungsstücke; Mina Stiger, Stoffe und Kleidungsstücke; Traun, Stoffe und Kt iduiigsslücke; T«aen, 2 fl ; Sabukoscheg, Bäckereien ; Chiba, Schuhe: Ungenannt, Kleidungsstücke: di Centa. 3 fl.: Feri«n, 2fl ; v Garidoldi. 2 fL: Schneditz, 2 fl. Sajooitz, 2 ft.; Witthalm. 1 st.; Elile Baüentschag. 1 fl ! Reitter, 2 fl.; Sahner, 1 fl.: v. Rodensels, 1 fl.; Tsund 1 st. und ÄlfifuagSstücke; Negri 1 fl.: Smelal, 1 fl.: W Fehleisen, 1 fl.; V. Fehleisen, 2 fl.: Kraichan; 1 st. - Gräfin Seinsheim, 3 st-: Schmidt. 1 st.; Walland, 1 fL: Fitz. I fl; Erd«s, 1 fL und Kleidungsstücke; Adele vchurdi, l st : v. Schildenfeld, l st.', Zanqger, 3 fl. und Kleidungsstücke: Wogg, 3 fl. - Louise Herz-mann, 2 st. und Kleidungsstücke: Neckermann. 3 st. und Kleidungsstücke; Weiner, 2 fl. und Kleidungsstücke; Jo-seflne NoUi 2 fl. Die Herren ^ Trexel, Schreib- und Schulreauistten; Mireck 1 fL: Walland und Pelle, 50 kr.; Dr. Ko^evar, 2 fl.; Fritz Matbes. 5 fl.; Wilcher, 1 fl.; Ivan Kruschitz, 1 fl.: «injenj Kruschitz, 1 fl.; Fr. Wrelichto l fl.; Dr. Ruch. Kleidungsstück«. v. Garjarolli 1 fl.; Wols. Jilj schuh«Jos«f PalloS. 50 (r ; R«gul, Schuh«; SStife, «lkidungöstack«; v Reisingen 5 ff. .• Hofratb Hcinricker. 1 st ; Ant. Wretschlo. Abt « fl.: Johann Rakusch, Schul-rcquisrten: Eichhälter 1 st. Sumn.a der Geldbeträge »18 fl. «5 kr. Kourse der Wiener Aörse vom 2v. Dtjember 1879. Goldrente...........81.20 Einheitliche Staatsschuld in Noten . . 68.95» , „in Silber . 70.15 1860er Staa'.S AnleheuSlose .... 130.75 Bankacticn...........836.— Ereditactien........... 289.— London............116.80 Napoleond'or.......... 9.31'/, k. k. Münzducaten........ 5.54 100 Reichsmark.........57.75 WillielniH *96 römisches, altbewährtes, echte« NO. Mi-, Brei-, Frost-, l'MiJvr#«/- Heil- and Fluss-Pflaster. Dieses Pflaster wurde von Sr röm -kaiserl. Masestät privilegrrt. Di« Snist und Wirkung di- sei Pflasters ist besonder» günstig b.'i liefen, zerrissenen Sieb- und Stichwunden, bösirtigt» beschwuren a.ier Art, auch alte», veriodisch ausdrechendeu Geschwüre» an de» Füßen, hartnäckig«» Driiseugelchwuren, d«i den schmer;b«ften ?urn»kel«, beim Fioaerwarm, wunden u»d e»tz»»delt» «rüsten, Bra»»wu»de«, Hühner»»geil. Qnetschnnqe». erfr«re»e» Gliedern, Gichtstuffe» und ähnliche» Leide». Sin« Schachtel tostet 4U kr. ö. W Wenig« alS twei Schachten werden nicht versendet und kosten sammt Stempel und Bervackung 1 fl. ö. W Diese»Pflaster ist echt zu bekommen nur allein in txr Apotheke zu Neunkirchen bei Wien des Frran; Wilhelm. Auch zu haben in (S11U, Baumdaeb'sck« Avothrk«, „ b«i 3of. «»pfersrymid, Apothrkrr. Schöne Wohnung I Warnung:. Hochparterre. bentehend ans 4 Zimmern, Küche, Speist, Holllage, Keller- und Bodenanteil, ist sogleich unter günstigen Bedingungen zu vermiethen. Wienerstrasse Nr. 9. Näheres beim HauseigenthOmer._563 4 30 Fuhren Dünger billig ru verkaufen im G*»thof zur „gold. Krön«" in Cilli._5S4 Hrainer Glatlhonl^ in vorzüglicher Qualität bei 3>*ffa,tiö «5c 2? lieber. .-,«5 mehrere Schlitten und Wägen, ein- und zweispännig b«i 506 Karl Plilil _8 a ttlerm elater In Ctlll._ Kin Billard neuer Construction. wird am 24. December 1879, Vormittag, im Gasthoft zur „Stadt Graz" in Cilli licitando veritt<»ert._5tl*2 Im Hanse Nr. 1 ist zu verkaufen -in l'iiifprnitHiiiiri' in Forin einer spanischen Wand mit Thür und Fenster um den Preis von 6 fl. 527 Gefertigter emptieblt sich zum Einkauf. ^ vi-n roher Hauchwaare, u. z. von 54! W Füchsen, Ottern, Stein- u. Edelinar- A G. dern, lltisen, Dachsen etc. M H und bezahlt solche zu den höchsten Preisen. H Piamant - chljrgekänge in ^>old- und Silber-Zialsung (kleine moderne Facon) von 20 fl. bis 60 fl. und höher bei F. Pacchiaffo Cilli, ßaaiildatz 113 Juwelen-, Gold- u. Silberwarenlager. Complett eingerichtete Oassetten für U Personen, echt 13-löth. geprobtes Silber von fl. 75-— aufwärts. Einkauf und Eintausch von Juwelen und alten Gold- und Silber-Gegenxtinden zu den höchsten Preisen. "Reparaturen werden billigst und schnellstens verfertigt, 234 Auftrüge nach Answärts werden prompt _effectuirt. Trüllumerations Einladung auf die Osüterr.-Onj. lllmtrirte Jaii-Zeitui OfMcielles Organ des Jagd- und Fiscbcrei-Scbutz-V er eines för den Innkreis, Hirn. /„ lfe«rrf#nMr fs. Mit I. Jänner 1880 beginnt der dritte mit prachtvollen Illustrationen ausgestattete Jahrgang dieser Zeitschrift. Dieselbe erscheint iiinal des Monats und kostet vierteljährig 0. W. fl. 1.59 sammt Post-Zusendung. Der Jahrgang 1879 kann solange der Vorrath reicht nachbezogen werden. MO g Die Expedition _Wien, I., Hegelgasse 19. Huste-Nicht & Co. in BreSlau, Honig-SrSnter-ct un» Zu haben in Cilli i. d. f!ch«ld* *" ia w 3. Kupfer. Zbres „HutttRicht" (Honig I I . i °us meine» chronische» örOB--?„?tff* imf. ,f|r «»nstigt Wirkung fl 9«t, 10 bitte ich abermals um Zusendung ;c. San*(St. b. R C =U -S> . u . r,.r MikliS, lknappschastsarzt . Jeder Huste» kann höchst qrfäferlitt) werden, Aus #u,t™ Wnnen bn «ruchlwkt», «tfcl= ^ Asthma :i. entstehen. Öuflenber botr deßhalb ganz sorglos sein. Dankschrewcn ^""^ennungen besitzen wir auch ein Sr. Durchlaucht de« deutschen Reichs-Kanzler* Itirsten von Bismarclc. Ersuche hiemit auf meinen Namen weder Geld noch Gtldeswerth zu geben . da ich auf keinen Fall Zahlerin bin. Babrttr Hianchi. 552 Hausbesitzerin. Eine schöne Wohnung 553 bestehend aus 4 Zimmer, Küche. Speise. Holzlage, ist mit 1. März 1880 bei der grünen Wiese zu vermiethen. Viiiccira Filier, Handschuh-Fabrikant u. Bandagist kklml.Amdrkekt. MM Ftbrlk meteorologischer luslrnmeote unter wlmuckiftl Leitung des Professor Klinkcrfuc*. Illustrirte Preislisten u. Anerkennungen von Autoritäten zu Diensten. Brust- »nd i'intflcnfislnfljtitcii welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mit-telft des nach ärztlicher Borschrist bereiteten in Oesterreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich, England, Spanien. Rumänien, Holland und Portugal geschütz'en Wilhelm* Schneebergs Kränter-Allop von ssran; Wilhelm, Apotheker in Neiinkirchni, am sichersten beseitigt. Dieser Last hat sich aus eine auherordentlich günstige Weise gegen Hals- und Brust ß merzen, Grippe, Heiserkeil, pusten und -chnupse» währt. Viele Abnehmer bestätigen, nur diesem vaft hätten sie angenehmen Schlaf zu verdanken, Boriüglich bemerkensiverth ist dieser Saft al» Präservativ bei Nebel« und rauher Witterung. Zu Folge seines äußerst angenehmen Kteschmacke» ist er Äinder» nützlich, ein Bedürfniß ader lungen-kranken Menschen. Sängern und Rednern gegen um-florte Stimmen oder gar Heiserkeit ein nothwendiges Mittel, ME- Diejenigen P. T. Käufer, welche den seit dem Jahre 1855 von mir erzeugten vorzüglichen Echneebcrgö fl.äute Mo? echt zu erhalten wünschen, belieben stets ausdrücklich Wilhelm'» Schneebergs Kränter-Allop ;u verlangen. Anweisung wird jeder Alasche beigegebe«. Line versiegelte Lriginalflasche kostet 1 fl. 25 kr. und ist stets im srijchen Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen (Ried.-Lesterr.j Die Verpackung wird mit SO kr, berechnet. Der echte Wilhelm's SchneebergS «räuier-AIlop ist auch nur zu bekommen bei meinen Herren Ab nehmern in EiUi Banmbach'sche Apotheke, „ bei Ios. Kknpfersmmid, Apotheker. Tas P. T. Publikum wolle stets speciell W i l-Helm» Schneedergs Lkräntkr-Allop verlangen, da dieser nur von mir echt erzeugt wird, und da die unter der Bezeichnung Julius Vittner's -ibneedergs Uräuter-Allop vorlommrndrn Fabrikate unwürdige Richdil-düngen sind, v«r denen ich desonder» warne. » LOCAL-VERÄNDERUNG. Hiemit beehre mich höflichst anznzeigen, dass ich mein in der Hahnhotgasse gewesenes Detnil - Manufactur - Gresclilii't in mein eigenes Haus P0Stg8>SS6 36 wieder zurück verlegt und mich mit den courantesten Artikeln bestens sortirt habe, womit ich mich meinen verehrten Kunden zum zahlreichen Basuch bestens empfohlen halte. 561 2 Hochachtungsvoll Josef X3C-a.mjm.or. s :l £r€|iiickun^e An die kals. and kftnlgl. Hof-Malzextraot-Braaerei nnd MalxprAparaten - Fabrik von Johann Hoff In Wien, Graben, Br&nneratraaae Hr. 8. Heu-Buckow, 1878. Meine ausserordentliche Magenschwiche liess mich meine Zuflucht zu dem ärztlich empfohlenen Johann Hoff neben Malzeztract-Genuulheitsbier nehmen; ich habe auch die erfreulichsten Resultate aus diesen- Genusse erzielt, denn jetzt, ist mein Magen vollkommen gekräftigt und mein KOrper im Üanzen so gnstärkt, dass ich keinerlei Unbehagen mehr vcrspQrc. v. Heydebreok. Berlin, 1878. Ihr Malzextract ist das einzige Bier, das mich stärkt und erquickt und dessen Genuss der Arxt mir empfiehlt. Ihr - Malz-Chocolade nährt und kräftigt mich: ohne diese Fabricate wire ich meinen Leiden längst erlegen. Tletz, Hof'ath. Luisenstrasse 51. Die ernten, echten, heilbringenden, schleimlösenden Johann Hoff scheu Brust Mal« Bonbons sind in blauem Papier. In C illi zu huben I»« 1 J. Hu|>forMclimid. » P. T. Wir beehren uns hiemit höflichst anzuzeigen, dass wir unser > ii r mit heutigem Tage in das Haus des Herrn Faiiinger Haiiptplatss i*. 107 verlegt haben, und mit 1. Jänner 1880 ein gleiches Geschält im alten Wogg'schen Hause PoHtgasse >i . :t4 etahliren werden. Bei dieser Gelegenheit erlauben wir uns auf die untenstehend angeführten Hauptartikel aufmerksam zu machen, die wir in beideii Geschäften in bester Qualität führen werden. Indem wir für das uns durch 8 Jahre geschenkte Vertrauen bestens danken, bitten wir, uns dasselbe auch in unserem neuen Unternehmen gütigst zu bewahren und zeichnen Cilli, den 14. December 1879. Hochachtungsvoll Walland & Felle. I» Wir empfehlen vorzüglich: Zucker liaflinad, Kaffee Mocca, Gold-Java, Nelgeri, Cuba, Ceylon. St. Domingo und fein gebrannten. Tafel-Keis, Ulmer Gerste, Gries, Erbsen uud Stocker&uer Linien, Wiener Mehlspeisen. Kaisiirnndeln und Maciaroni. feinste Weizen- und Reis-Stirke, feinstes Aixer-, Tafel-, Speiseöl und echt amenk. Petroleum, beste Kern- und M Toilettseife, Milli- und Astralkerzen, reines Speisefett, Alpen-Kindschmalz etc. etc. Ferner zu herannahenden Feiertagen: Frische Rosinen, Ziweben, Weinbeeren, Mandeln, Pignoli, Pistacien, Datteln, Sultan-, Kranz- und Fasslfeigen, Citronat und Arancini, Malaga Trauben, Krachmandeln, istrianisehe Nüsse, Mohn und diverse Gewürze etc. etc. In Delicatessen: Bozner Früchte in Cognac. Kirschwasser und Mustarda, Candirte Früchte in elegantem Carton, französische und Triestor Chocolade, Mixed-Pikles und frauzös. Trüffeln. In Dosen: französ. Sardinen, Thunfisch. Krön- uud amerik. Hummern, uiarinirte Ostsee-Fetthäringe, Emmeotkaler-, Parmesan-, Gorgonzola- und Schwarzenberger Käse, Mortadella-, Mailänder, Veroneser und ungar. Salami, französ., engl. und Kremser Senf, Curie, Powder, alle Gattungen feinster Thee's, echter Jamaica-Kum, und echten Cognac, Malaga. Cipro, Madeira, Kuster-Ausbrucb. feine steir. Bouteillen-Weine und Kleinoschegg Champagner, alle Sorten Liqueure von Pokorny in Agram, sowie echten Weinessig etc. etc. Schliesslich für wällischen Salat: Caviar, marin. Aalfisch, Küssen. Kräuter-Anchovis, Schottinen. TatelsarJellen, Oliven. Pfefferoni uud Zuaimer Essiggurken etc. etc. Frisch angekommen: Mailänder Strachino, Kieler Sprotten und Lachshäringe. 450 1 Kundmachung. HCk Die gefertigte Direction beehrt sich den P. T. Vereinstheilnelimern der M'ff/iMt'lfH't11fji'it Wismut-tl- f et'Mii lH't'tlii**tall In fm'rnx höflichst bekannt zu geben, dass die Einzahlung der Vereinsbeiträge pro 1880 #4«jt M. •löiliier iSSO beginnt und jederzeit, sowohl an der Direktious-Cassa im eigenen Hause der Anstalt, Sackstrasse Nr. 18/20 in Graz, als auch bei den Districts-Commissariaten geschehen kann. Diejenigen P. T. Vereinstheilneher, welche rücksichtlich Ihrer Gebiluile im Jubre 1N7N bei der Anstalt versichert waren und liocll weiterhin llilM'lbNt verulcliert (»IfllM'il. participiren an dem Gebahrungs-Ueberschusse des bezeichneten Jahres mit Zehn l*rocent der Vorschreibung derselben, daher um diesen Betrag die Uuiirziihlunj; auf die BeitriifNM'huIdiKkeit pr« serluyer zu ieiMten Mein wird. (nriiz. im Monate December 1879. ection der wechselseitigen Brandschaden-Versichernngs-Anstalt >43 ? NiiekdrurV w