^lr. 16. Samstag, 19. Jänner 1889. 108. Jahrgang. Mbacher Zeitung. —-—. _ ^?M«at»o»«prr»«: «tit Poftverlendunz: gnnzjährlg fi, i», halbjährig sl. ?,l»o. Im «lumptcll: ^ Die „«atboche» ><,ltun^' «^cheinl l«stllch mit »u«n»bm^ b« Sonn. nnd stülertasse Die »»«nlftrati,» ,«»Myi,>, fli, holbMri« sl. s,,oo, ffül b>>: Zustellung i:>« Hau« ganzjährig sl, l. — I«ltltl«»««lb>ir: Fü« L bcftndel Nch dongrcisplah 2, ble «evottlo» Bahnhofgasse »i. Sprechstunden der «ebaction täglich von l-'Ne ,1n!elate b!« >» ,« ^cilen 2s fr., «rohere pr^ .^r!I« >< 7r : !>ci intli'i'n lNleberliolnnnen pr, .»> N lr. ^ 10 l»i« 12 Uhr vormillag«. — Nnf'ans>^rl«!Urleschöflichen ^thedralcapitels in Marburg aller-U"°dlgst zu ernennen geruht. Gautsch m. p. H« Se. k. uud k. Apostolische Majestät haben mit "Master Entschließnng vom 7. Jänner d. I. dem ^'wlnrrtm Oberlehrer ' der Volksschule Umgebung H'luu Karl Schweigt das goldene Verdienstkreuz .gnädigst zu verleihen geruht.' Nichtamtlicher Weil Zur Lage in Frankreich. ^elw ' ""^ Paris kommenden Nachrichtfn legen chew ^ ^ ^"" ^m Zustande von Aufregung, in wcl-^s" >'ch die politische Welt dort befindet. Der Mi-zil ^rastdcnt selbst scheint von dieser Aufregung erfasst N^ " "ud das Gefühl k.nlm bemeistern zu können, der >s ^' ^^ ^ ^"k" buulangistisch^n Abgeordneten, der ^ "' ""km Blatte verleunidet hatte, im Vorsaale h„ "kftllticrtenkammer hart anfuhr, und sich so der Vta,,' ^lichk.it ausschte. dass der sehr l>id>nschaftlichc ^mst f,^^" ^" ^ie '^"^ "^^ lmb "'^ ^urch ^ie ^llllri? ". "^ Thätlichkeit verhindelt werden konnte, ^^^^fährt man von einem Zweikampfe zwischen Rochefort und seinem ehemaligen Gesinnungsgenossen, dem Communard Lissagaray, hervorgerufen durch einen sehr beleidigenden Angriff des letzteren. Nnr w nigc Wochen ist es her. dass einer der bekanntesten opportunistischen Journalisten einen Waffengang mit Deroulede hatte, der ihn im Namen drs Äonlangismus angriff, und mit einem radicalen Deputierten beinahe ebenfalls den Degen gekreuzt hätte. Der Radicale Ives Guyot hatte ein Duell mit Andricux zu bestehen, weil er di>sen als Voulanqisteu bezeichnet hatte, während Andrieux zwar als Revisionist, aber als Feind jeder persönlichen Dictatur angesehen werden w ll. Obwohl es im politischen Leben Frankreichs auch sonst an ähnlichen Zwischen fällen nicht fchlt, so sind sie doch schon seit vielen Jahren nicht so häufig gewesen wie jetzt. Die Gemüther sind aufgewühlt, die Gegensätze verschärft. Die neue Partei, die auf den Plan getreten, bringt überdies geflissentlich eine herausfordernde Heftigkeit mit, welche die gesteigerte Erbitterung noch vermehrt. Es gibt ja Parteien, welche dnrch Keckheit ersehen wollen, was ihnen an moralisch>r Berechtigung fehlt. Sie wollen dadurch die Macht der Ueberzeugung ankündigen, welche sie erfüllt und zugleich dnrch ihr entschlossenes Auftreten der Menge imponieren. Kaltblütige Beurtheiler misstrauen freilich dir Gesinnungstüchtigkeit und dem wahren Muthe von Leuten, die beide mit unverkennbarer Absichtlichkeit übertreiben und mit Klopffechtergeberdcn nnd lauter Stimme sich vordrängen. Aber solche Parteien haben rs ohnehin nicht auf die Kaltblütigen und Urtheilsfähigen, sondern anf die leicht zu verwirrende Masse abgesehen. Und so treiben denn auch die Boulcmglsten unentwrgt ihr Spiel, erscheinen nicht anders, als unter Lärm nnd Provokationen, werfen die ungeheuerlichst, n Anklagen nach allen Seiten, versprechen jedem, der sich schüchtern ihrer Obhut nnpfi hlt, ihren gnädigsten Schuh, mach-n vernünftige Berathung nach Kräften unmöglich und bringen dadurch die lecht erregbare Welt. in der siV sich bewegen, in eine Nervosität und Kampfstimmung, die sich in allgmieinen Streitigkeiten entladet. Ein Erfolg ist dies immerhin zu mnmn. Nicht von einem höheren Standpunkte aus. der verlangt, dass etwas geschaffen oder ein ncner Gedanke verbreitet werde, aber doch von dem niedrigeren, der sich damit begnügt, dass eine Anstrengung irgend welche Bewegung hervorrufe. Ob die Bewegung eine productive oder un-vroductwe, eiue bildende oder zerstörende ist, komm! dabei nicht in Betracht. Aber allerdings muss man auch gestehen, dass eine Bewegung nicht willkürlich hcrlmgezaubert werden kann. dass die Zeit günstig sein, dass es Elemente, die sie begünstigen, geben muss. Man hat oft genug untersucht, was dem Aoulangismus wohl die Kraft geben mag. und es herrscht über die Ursachen kaum noch ein Zweifel. Er ist eine Reaction, er ist die Reaction. Es ist gesündigt worden durch Uebertreibung guter und nützlicher Bestrebungen, durch den Missbrauch vernünftiger Einrichtungen, durch das Gewährenlassen radicaler Irrlehrer, die viele aufregten, niemanden be« friedigten, die meisten abstießen. Aber was immer man auch sag'N mag, ein solches Ende würde die parlamentarische Republik nicht verdienen; solche Leute wie Bou-laiiger und Anhang dürfen sich nicht zu ihrm Richtern auswerfen. Jeder hat das Recht, von Ebenbürtigen gerichtet zu werden und eine lärmende Schar verächtlich von sich abzuweisen, die unter dem Vorwande, ihn für seine Fehler zu strafen, ihre egoistischen oder scandal-süchtigm Triebe befriedigen will. Wenn freilich das Volk ihm zuruft, dass er sich das Urtheil aus solchem Munde gefallen lassen müsse, dann darf man folgern, dass er sich arg vergangen habe gegen das Gefühl des Volkes. Die bevorstehende Pariser Wahl wird zeigen, ob dies der Fall ist. ob wirklich die parlamentarische Republik im öffentlichen Anschcn so tief gesunken ist, dass die Mehrheit selbst einem Voulanger ihre Stimmen gibt, um gegen ihre Fortdauer zu protestieren. Inzwischen wächst die Auf» rcgung von Tag zu Tag und macht sich beim gering-st>n Anlasse Luft. Es muss schon eine wichtige An« gelegenhcit sein, der es gelingt, die Aufmerksamkeit der politisicrenden Kreise von der Wahlfrage abzulenken und auf sich zu ziehen. Die Abänderung der Fassung, wilche der Wehrausschuss der Kammer dem jetzt in Berathung befindlichen Entwürfe gegeben, hat diesen Elfolg erzielt. Die Kammer weigerte sich, den Paragraphen anzunehmen, der die Bestimmung enthielt, dass der U'berschuss an Rekruten durch Heimsendung der Betücksichtigungswrrtesten nach einjährigem Dienste abzustoßen sei und entschied sich für die Auswahl der zu Befreienden durch das Los. Man wollte nicht irgend welchen Lacalcommissionen die leicht zu missbrauchende Macht geben, eine Unzahl von jungen Leuten, die sich alljährlich auf mindestens vierziglausend belaufen wird. zu begünstigen. Man ließ sich diesmal nicht durch die angeblich demokratischen Grundsätze des Berichterstatters Feuilleton «Sie hat einen Sporn!» Aus dem Polnischen des M. G awa levi cz. i„ mittl ^'<>°^ ^ Erbarmen!, sprach ein Man» in dxs /s" Jahren, der. in der einen Hand die Lampe, ^lab "sw" ein die Venus von Milo vorstellendes ^alonz s. ^chk" haltend, 'nmittcn eines geräumigen b'sjmbkil- ' ö" einer Frau. die mit einer Art Ver« her dgz "."en Walzer am Piano spielte, welches bisbildete. """'6k Ameublcment dieses öden Raumes »Nan drnür,^'^ ^'^ Uanz ruhig darauf los. während test w27)'' Möbel zertrümmert!... Du könn-^raaei, ?.' "s zuwarten, bis alle Möbel zusammen-"'it der M?"'' ' - Hast du's denn gar so dringend zum Svi.l!« ./ ' ' Das ist gerade die richtige Zeit Uelen. während übersiedelt wird!. .. Anhebend '//' '^" bandchen rasch von der Claviatur Salons u'nl! - >!"" ^me" Schritten in die Ecke des Acheln'fen ° .., in s^ sich hinter einen imposanten T^ne ein?« "^" drückte, bedeckte sie. die erschrockene ^"en Kräm>7'"bes erkünstelnd, ihr Gesicht mit der ^pfe tru. , . ^ Schäferhutes, welchen sie am 'Oj' . c^^e auf dem Fußboden nieder. x" Verweis, '?" "'^r ein Verweis, schou wieder 3 S°l,„s '^/lpelte si. rasch, auf den in der Mitte s'^ bitte ^.^"bm Gemahl Seitenblicke werfend. '^ Ki,d S' ''be Melanie, spiele dich auf km, grö- t'^e aus ^ A du es bist., sagte er weiter. v!e,em Winkel heraus und wische mit dir selbst den Staub nicht aus. den die früheren Inwoh« uer zurückließen.» — «Weshalb schiltst du mich denn?!» — «Wer seht sich aber auch ans Piano, während die Dienstmänner die Möbel übertragen?» — «Ich thn's vor Freude.» — «Ja wieso denn?» — «Vor Frende, dass wir so eine schöne Wohnung haben werden, so einen hübschen Salon, zwei so kleine Bat kone mit Blumen ... Darf ich mich denn nicht frcueu?» — «Aber dazu wird sich noch genug Zeit finden.» — .Ich warte nicht gerne, du we<ßt es ja; ich sprang hier in allen Zimmern hernm, noch bevor du gekommen bist.» Der Mann zuckte die Achseln, seufzte mitleidig und sprach, die Lampe sammt der Statuette aufs Fenster stellend: «Imimr und überall hast du deinen Sporn!» ... «Was sagtest du>!» Auf ihn losspringend, warf sie ihre Händchen um seinen Hals. stampfte mit den Füßchen und rief. als wär's im gröhlen Zorn: «Wiederhol's noch einmal, gleich wiederhole es noch einmal, nnd ich erwürge dich, du Abscheulicher!» — «Aber Melanie, sei doch vernünftig!» Persuadierte sie der Mann. «Ich bin nicht vernünftig, ich will nicht vernünftig sein und ich werde nicht vernünftig sein, so du mich eine Verrückte heißest. Du wirst es bereuen . . . Warte nur!» Sie stellte sich auf die Fußspitzen, in der Absicht, mit ihren kleinen Zähnen seinen linksseitigen Schnurrbart zu erfassen; er wehrte sich, bog den Kopf seitwärts und trachtete sich aus ihrer Umarmung zu bc> freien. «Mtlanie!» Es half nichts, sie biss ihm ein Stück Schuurrbart ab und lachte über ihre Schelmerei wie ein kleines Kind. In der Thüre erschien jetzt ein sechsjähriges Mäd- chen mit rosigem Gesichtchen, großen blanen Augen, fahlblonden, gewellten Haaren, welche unterhalb des Florentiner Slrohhutes mit der rosafarbenen Cocarde auf den decolletierten kleinen Hals herabwalltcn; mit Mühe schleppte sie einen Fußschemel aus Atlas. Die Strumpf« lein sielen ihr herab und enthüllten volle, runde Wad-chen. Auf den kleinen, dicken Armen, auf Wange und Kinn sah man, wie bei den Engeln Murillo's, allerliebste Grübchen. Hinter ihr her trippelte ein fettes Knä'blein. lanm ein Jahr jünger als sie. Auf dem Köpfchen hatte der Kleine einen Lampenschirm mit vorne angebrachtem rothen Schmetterling, in der einen Hand hielt er einen Sonnenschirm, der ihn an Größe überragte, in der anderen die Puppe des Schwesterchens und unter dem Arme ein Pferdcheu. Derart beladen erinnerte er an den Herkules der Liliputaner. «Mama! Mama! Was Oretchen gefehen hat.» rief das Mädchen schon in der Thüre, mit großer Freude auf die Mutler zueilend. .Hänsch'N auch. Häuschen auch.» vervollständigte der Knabe, um sich vor Mama einer wichtigen Nenigkeit zu rühmen. Sie sahen nämlich einen großen Hund, welcher auf der Straße ein Wägelchen zog; Papa muss ihnen solch einen Hund und ein solches Wägelchen lanffn, denn das Fräulein Florentine verspiach beiden, wenn sie in dem Miet-wagen artig sitzen und sich nicht hinausneigen werden, solch einen Philaxl. Jeden Hund, groß oder klein, tauften sie auf den Namen Philaxl, ebenso wie auch jede Bonne Fräulein Florenline hieß. Nach einer Weile lachten sie sich auf dem nach der Straße zu gelegenen Balkon halb todt; Mama, auf dem Schemel sitzend, erzählte ihnen, sie hätte Papa« Laibacher Zeitung Nr. 16.__________________________________124 ___________ zg I^nn 1889. locken und folgte dem Rathe der Gemäßigte», für deren Antrag der Kriegsminister sich aussprach. Die Gemäßigten freuen sich des Sieges, müssen aber doch gestehen, dass sie ihn nur der Parteinahme des Kriegsministers verdanken. Sie besitzen für sich allein gegenwärtig wenig Macht in der Kammer; jene merkwürdige Neigung zum Radicalism»«, der eine Menge Schwankender unter den republikanischen Volksvertretern stets so leicht verfallen ist. hat sich seit dem Bestände des radicalen Ministeriums noch gekräftigt. Der Radicalism«» ist das führende Element. Und doch ist es unleugbar, dass weder die Mehrheit der republikanischen Capacität ihm gehört. Diese überlassen ihm die Führung, weil sie während des Kampfes gegen die nnter Boulanger geeinten Gegner nicht den Kampf innerhalb des eigenen Lagers heraufbeschwören wollen. So ist als Candidat der gesammten Partei ein so vorgeschrittener Radicaler wie der Vorsitzende des General« rathes der Seine aufgestellt worden, und von den Führern der Gemäßigten in der Kammer wie im Senate strömen Geldsummen zu, um seine Wahl zu unterstützen. Sogar Jules Simon, den einst wegen seines gemäßigten, vermittelnden Gesinnungen die Anhänger Gambetta's als einen Verräther an der Republik bezeichnet und in Acht und Bann erklärt hatten, selbst dieser, jeden Radicalism«« energisch verabscheuende Mann hat sich für Unterstützung der Candidatur Jacques' ausgesprochen. Mag sein, dass er es nur gethan hat. weil er im Hinblicke auf die jedenfalls nahen, großen Veränderungen im französischen Staatsleben sich als verlässlichen Republikaner empfohlen haben will; jedenfalls beweist es, wie er die Stim» mung in der republikanischen Partei beurtheilt. Nur eine kleine Gruppe steht abseits und verlangt Stimmenthaltung. Die große Mehrheit findet sich mit der Thatsache ab, diesmal unter radicaler Flagge zu kämpfen, um Boulanger und die mit ihm vereinigten Monarchisten zu besiegen. Jedoch nicht freudig gehen sie zur Wahl; sie wissen, dass ein Sieg nur wenig, viel aber eine Niederlage bedeuten würde; sie wissen, dass die Zustände in jedem Falle unhaltbare sind, dass irgend ein eingreifender Umschwung unausbleiblich ist. Sie wissen, dass irgend etwas in der Luft liegt, wie man zu sagen pflegt; man merkt die Schwüle, man fühlt die Er« regung. Welches der Ausgang fein mag, ist jedem ein Geheimnis. Uns bleibt nur zu wünschen, dass die Li^ sung eine solche sei, welche dem Frieden eine möglichst sichere Grundlage verleiht, indem sie die praktischen Bedürfnisse des französischen Volkes hinlänglich befriedigt und eine Dauer versprechende Regierung schafft, die von Abenteuerlust frei ist. Politische Uebersicht. (Aus dem czechischen Parteilager.) Angesichts der zu Ende gehenden sechsjährigen Legis. laturperiode des böhmischen Landtags und der für die nächsten Monate bevorstehenden Landtags - Neuwahlen betont die «Politik» die Nothwendigkeit, dass sich die altczechische Partei für den Wahllampf schon jetzt organisiere. Es sei wohl selbstverständlich, dass es der Wahlcampagne vorbehalten bleibe, die Vertheidigung der Principien, von welchen sich die Majorität der czechischen Reichsrath«« und Landtags«Abgeordneten bisher leiten ließ und auch in Zukunft leiten lassen werde, mit voller Verve zu führen. Dies werde auch sowohl im Wahlaufrufe als auch in einzelnen Candidatenreden mit gehörigem Nachdrucke geschehen. Bis dahin dürfe mau aber nicht die Hände in den Schoß legen, und dies umsoweniger, als die Iungczechen bereits an der Arbeit seien, um die Stimmung der Wähler in ihrem Sinne zu präparieren. (Kärnten.) In einer Wählerversammlung in Klagenfurt wurde vorgestern eine Resolution gegen den Wahlreformantrag angenommen und die Einmischung fremder Abgeordneter in lärntnische Verhältnisse «mit Entrüstung» zurückgewiesen. (Aus dem Acker bau Ministerium.) Der czechische Reichsrathsabgeordnete für die Landgemeinden Czaslan, Forstrath Karl Schindler, welcher schon seit längerer Zeit im Ackerbauministerium beschäftigt wird, ist zum Referenten für die Verwaltung der Staatsforste in diesem Ministerium ernannt worden. (Statthalter Ritter von Löbl.) Dem «Hlas Näroda» wird aus Vrünn geschrieben, der neue Statthalter Ritter von Löbl habe trotz der kurzen Zeit seiner Amtswirksamkeit den ihm vorausgegangenen Ruf eines strengen, gerechten und unparteiischen Beamten gerechtfertigt. Das czechische Blatt rühmt auch die Vertrautheit des Statthalters mit allen Zweigen der Verwaltung und führt als Beweis seiner Unparteilich« keit eine Reihe von Fällen an, in welchen derselbe ge> rechtfertigten Beschwerden im kurzem Wege Folge gab. (Landschaftliche Lagerhäuser in Ga. lizien.) Wie dem «CM. mitgetheilt wird, hat der Beschluss des galizischen Landtages vom 16. October v. I., betreffend die Errichtung von Lagerhäusern für Getreide und Spiritus in Lemberg und Krakau. die kaiserliche Sanction erhalten. Diesem Beschlusse zufolge übernimmt das Land die Haftung in Hinsicht auf die Waren so« wohl den Parteien wie auch der Staatsverwaltung und dem Staatsschatze gegenüber. (Die Kroaten und das Wehrgeseh.) Die kroatischen Abgeordneten sind fast vollzählig in Budapest eingetroffen, um an der Wehrgesehdebatte und an der Abstimmung theilzumhmen. Sie sollen die Absicht haben, ein Amendement einzubringen, dass die Prüfung aus Gegenständen, die in ungarischer Sprache erlaubt wird, auch in kroatischer Sprache abgelegt werden könne. (Zur Affaire Geffcken,) Die Veröffentli-chung der Anklageschrift gegen Geffcken bringt Ent» hüllungen von größter Wichtigkeit. Geffcken stand im intimen Verkehr mit Roggenbach, dem er auch eine Denkschrift übersendete, betitelt: «Ausblicke auf die Regierungszeit Kaiser Wilhelms II... worin die heftig, sten Klagen gegen Bismarck enthalten sind. Die An< klagefchrift sucht nachzuweisen, dass Geffcken sich der Tragweite der Veröffentlichung des Tagebuches bewuset war. Zu seinem Sohne sagte er, das Tagebuch werde großen Scandal machen. Seine Frau hatte ihn vor der Veröffentlichung gewarnt. Seine Absicht war die reinste, er habe nicht überlegt, welchen Sturm er entfesseln würde. Die bedeutungsvollste Stelle der Au° klageschrift ist jene, wonach Geffcken der Verfasser der Proclamation des Kaisers Friedrich «An mein Volk» und des vielbesprochenen Regierunaserlasses des Kaisers Friedrich an Bismarck ist. Geffcken selbst legte in der Untersuchungshaft dieses Geständnis ab. um zu zeigen, dass er stets von den besten Absichten geleitet war. (Russland.) In Beantwortung der Neujahr«-wünsche der Stadt Moskau richtete der Zar an den General-Gouverneur Dolgorukov ein Rescript, welche» unter Bezugnahme auf den 17. October Folgendes besagt: Gott hat gewollt, dass im Entsetzen über den Untergang, der uns gedroht, und in der Freude über die Errettung sich vor uns und der ganzen Welt bit' jenigen Gefühle unbegrenzter Liebe uud Ergebenheit des Volkes offenbarten, welche die Kraft Russlands bilden, indem sie den Kaiser und das Volk begeistern zur Arbeit und zu Thaten von Herr und Knecht. In das neue Jahr mit dem erneuerten Glauben an das Walten der göttlichen Vorsehung über uns und dem geliebten Vat^rlaudr tretend, flehe ich zu Gott, er MM unsere Geschicke und Handlungen lenken zu seinem Ruhme und zum Wohle Rusklands. (Nickelgeld in Frankreich.) Der französische Finanzminister befürwortete vor dem Kammer-Ausschusse die versuchsweise Prägung von Nickelgeld im Betrage von 2 bis 4 Millionen in Vier-Sous-Stücken unter Einziehung der umlaufenden silbernen Münzen. (Aus England.) Unter den Vorlagen, welche das englische Parlament bei seinem Wiederzusammen-tritte am 21. Februar erwarten, befindet sich auch ewe, welche die Wehrhaftigkeit des Landes betrifft. Sir Michael HicksVeach, der Präsident des Handelsamleö, erklärte in einer dieseltage an seine Wähler in Elifton gehaltenen Ansprache, die wichtigste Aufgabe der na'a> sten Session werde die sein, hinlängliche Fürsorge f»r die nationale Vertheidigung zu treffen. Man darf aus die Vorlage begierig sein. (Der schwedische Reichstag) wurde vor« gestern eröffnet. Die Thronrede drückt die Freude übel den Besuch des deutschen Kaisers aus. Unter den Vorlagen befindet sich das Gesetz über Maßregeln betreffe der Arbeiterversicherung. Tagesneuigleiten. Ihre Majestät die Kaiserin hat dem unter de>" höchsten Protectorate Sr. k. und k. Hoheit des duM" lauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Rudolf stehende" Wiener Wohlthätigkeitsvereine für Hausarme 100 ?' zu spenden geruht. — (Erzherzog Johann inFiume.)^ die «Vilancia» in Fiume meldet, gedenkt Erzherzog 3° hann, einen mehrwöchentlichen oder sogar mehrmo^ lichen Aufenthalt in dieser Stadt zu nehmen. Der ^ herzog hat zu diesem Behufe das erste Stockwerk '^ Hause des Barons Zmaic gemietet. Während t»M Zeit gedenkt der Erzherzog, mit seiner Yacht «Bassin» ^ Küsten und zugleich auch einige Inseln Dalmatiens u" des Quarnero zu besuchen. . — (Wettflug zwischen Bienen u"° Tauben.) Ein eigenthümlicher Wettflug fand bereu im vorigen Herbste statt; oa derselbe nur im locale Kreise bekannt geworden, jedoch von wirklichem Inte"'' für weitere Kreise, zumal für alle sich mit dem Fl"" problem befassenden Techniker ist, veröffentlichen wir t»e hierüber zugehenden Bericht: Ein bekannter lgiene^ züchter in Hamm, Besitzer zahlreicher Bienenstöcke, °si rierte einem benachbarten Nrieftaubeubesitzer eine 28e^ chen den Schnurrbart abgebissen, Papa aber habe gedroht, sich geärgert und loßreißen wollen, gerade so. o! . .. Mamachen aber schnapp! und fort war der Schnurrbart. Mittlerweile hörte man aber in den Zimmern, Möbel herumschieben, mit niedergestellten Koffern poltern, das Geräusch am Boden herumwetzender Stiefel, Dienstmännerstimmen und den Sopran des Fräuleins Florentine, welche mit der Energie einer Amazone diese ganze Expedition dirigierte. Auf solche Weise übersiedelten die Herrschaften Henrici aus einer Wohnung Vk ^ kM«. Em MettrMiH Mnn 'MhyM. ^ /ve/S nie/na/s recht, was zu Mittag gekocht wird. Diese Ueberraschung wird ihr waMaM durch Frauen Umenüne Meil. welche die eigentliche Frau des Hauses, die Wirtin und der Schutzgeist der gangen W/rt/cha// ,/?. , Madawe henM. a.^ der seidenen Chaiselongue in einem allerliebsten Spihenschlasrock und in gold-aestickten Morgenschuhen ruhend, die neuesten Romane Daudets oder Gips in der Hand, wiederholt es fast 5ügUch-. »Ich weiß nich^, was, ich ohm Fräulein Fw» rentine beginnen würde!» . . . Wahr ist es; wer würde sonst für alle sorgen, an alle denken, sa. Mft an Madame Henrici?... Von den Schuhtnöpfen GretchenS und Hänschens an« gefangen, bis auf's Ballkleid ihrer Mama ruht alles auf den Schultern von Fräulein Florentine. Aber wenn sie nicht da wäre! . . . dann fehlte jemand zur Beaufsichtigung des Mittagmahles, uud wie erst zu jener der Uebersiedlung! Glücklicherweise bekam Herr Henrici mit seiner Frau, der Mitgift und Aussteuer auch noch Fräulein Florentini als Beigabe, die in sich alle wirtschaftlichen Tugenden und Eigenschaften vereinigte, welche der Madame Henrici, einer ungemein lustigen und schalt-haften Blondine, mangelten, die in ihrem siebzehnten Lebensjahre direct vom Pensionat an einen nicht alten, aber auch nicht mehr /""3?", im Christusalter stehenden! «5N> ^nM»>S5Zf ^5-5» ^l^ /H»W, ^S?2^ <55> H«?l^/ ! Herr Hennc, :V, w>eH Mt, ^„ ^ geschickter Techniker und in semem Ressort sehr gesucht. Madame He/ll-ici aber Hat für technische Dinge aar /ei/l Her-/ »weilen sie,- sie liebt chren Mann, H^> >^ V^MM>I. Th wH Vn )o doh iM ^ 5^5 ^ ^"^ ^ /5. . . H5k5ma lm<) S5^ ---^ mcht dle Rede, aber du könntest mir so von Z/?/// W ""' Ao.lquet. dann geb ich dir mein Wort darauf, ^ j wn ö zu^mmen ^en werden. nun alio? . - - "^. j Theuerer, erlaube mir's. sonst thue ich's auch ohn^ l l/aubn/s /,5/> öan/l w,ls, 5/, M"en/. F,, / Madame hmrici MA hch dann. ih«n H mM durch ^iche Scherze zu reizen. Sich gewW' »ach ahnlichen Gesprächen ärgerlich und aes"'^ Hauptes entfernend, sagte siei «Nein, du liebst ^ nvcht. ^daH du mir ^ch eine Bagavlle verweh ^ c. ^D'e fra"iösischen g^^ si„d <>s, welche 'y ^ oft das Köpfchen verdrehen; sie liest deren z« "^ doch was soll sie machen, wenn ste nichl we'Y. ' „ m,t der Zeit anzufangen? Schläft sie ja schon b'« 9'" , _____________________________________125____________________________________________19. Jänner 1«89. bass zwölf seiner Bienen die gleiche Anzahl Brieftauben "N emem schien Tage bei einem Wettstuge zwischen vanm und Rhynern (etwa cine Stunde Entfernung) plagen würden. Die Wette wurde angenommen. Zwölf „s!!a ""^ ^^"^ ^^^ Bienen (vier Drohnen und W Arbeitsbienen) wurden nach Rhynern gebracht, und nachdem man die Bienen zuvor mit Honig gut gefüttert «nd zur Kenntlichmachung mit Mehl eingestäubt hatte, wurden Bienen und Tauben gleichzeitig in Freiheit ge-M Da beide Thiergattungen die Eigenschaft besitzen, "' lhren Heimstilgen stets den geraden, also kürzesten "eg zu nehmen, waren die Chancen zwischen den Wellende» vollständig die gleichen. Das Resultat war fol' Mdes: Eine weiße, beziehungsweise bestäubte Drohne NL>e vier Secunden vor der ersten Taube in ihrer Helmut an; die anderen drei Drohnen und die zweite ^aube lamen miteinander, und dann folgten die acht ^rbeüjjbienen mit einem kleinen Vorsprung gegenüber °en restlercndl'n zehn Tauben. Der Bienenzüchter hatte "Utym seine Wette glänzend gewonnen, ti ^ (Hausdurchsuchung in einer Redac-vn,) Man meldet uns aus Agram: Großes Aussehen 3t? ^ ""' ^' ^' ^ "folgte Hausdurchsuchung in der faction des vom Grafen Draskovic gegründeten '«gramer Tagblatt». Den Grund der behördlichen Maß-^"e lieferte folgender Vorfall. Infolge eines zwischen lw Äiitarbeiter Mazgon des genannten Blattes und ^Mn Chefredacteur Franl entstandenen Conflictes forte der Mitarbeiter vom Chefredacteur eine Abfertigung, longenfalls er drohte, diesen wegen Nichtablieferung ^entllcher Sammelgelder gerichtlich anzuzeigen. Der Chef« oacteur zeigte den Mitarbeiter sofort wegen Erpressung - worauf die Staatsanwaltschaft gegen beide Erhebun-^ .""leitete. Der Chefredacteur gab zu, dass ein zu> bnn ^ nothleidenden Zagorianer gesammelter Netrag n mehr als 100 fl. irrthümlich nicht abgeführt wurde, ord » ^ ^"" ^^" Betrag sogleich. Der Staatsanwalt loms herauf eine Hausdurchsuchung im Redactions-^e an. . ^ (^er König von Holland.) Aus Amster-bersi l^^^ ^"" ""^" ^l" Vorgestrigen: Der König llllt s< °^"^ ^" "" Delirium. Die Aerzte erklären, die die O' ^ ^' unvermeidlich. Der Ministerrath beschloss ^lnsetzung einer Regentschaft der Königin Emma. Anläsl^ (Zum Eisenbahnunglück bei Meja.) benier, - ^ ^^" Eisenbahnunglückes bei Meja inter-3lu,n ^'^ Fillmaner Polizei. Die Leichen wurden nach hM ^ ^bracht, ohne dass hievon die kroatische Bezirks-^iwl ^ ^usak verständigt worden wäre. Dieselbe hat solder. >?^e" "" ^^^ Vorgehen Protest erhoben und ^erun,- ^ussolgung der Leichen der auf ihrem Gebiete reicht schnell igle it der Eilzüge in Oester-^sam verschiedener Seite sind in der letzten Zeit sowohl "'Bungen "ber die Schnelligleit der Eilzüge "Uch p, ?'^ '^licksicht auf die ganze Länge der Strecke als b'gleit»! , blicht auf das Maximum der Fahrgeschwin. lnanneg ^"^icht w°rden. In einem Artikel eines Fach. glotz ^. ^^ Deutschland, der nachzuweisen versucht, wie ^chnell^, .^p"N's im Fahrparke bei einer größeren »nun, ^ !! ^^ Eisenbahnzüge wäre, wurde das Maxi» reich ^ durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit in Oester» gMe K^^ Kilometern per Stunde angegeben. Die ^«,^,M "'"l"l ---"^°- folgende Züge österreichischer Bahnen: der Exftresszug von Wien nach Budapest durchfährt die Strecke von 278 Kilometern, eingerechnet die Zeitdifferenz, in 4 Stunden 38 Minuten, somit durchschnittlich mit einer Schnelligkeit von 60 Kilometern per Stunde. Der Expresszug Brünn-Wien fährt mit einer Geschwindigkeit von 5,8 Kilometern in der Stunde. Auf der Linie der t. k. österreichischen Staatseisenbahn Gesellschaft durchfährt der Expresszug Brunn - Bodenbach die Strecke von Brunn nach Bodenbach, welche 384 Kilometer beträgt, in N Stunden 42 Minuten, somit mit einer Ge» schwindigkeit von 57 Kilometern per Slunde. Der Expresszug auf der Linie Wien-Prag der k. k. österreichischen Staatsbahnen durchfährt die Strecke von 350 Kilometern in N Stunden 20 Minuten, somit mit einer Geschwindigkeit von 55, Kilometern per Stunde. Wenn man diese Leistungen vergleicht mit den besten auf den Bahnen in Deutschland und Frankreich, wird man finden, dass die Differenz eine sehr geringe ist und dass dieselbe durch die große Sicherheit und Bequemlichkeit, die auf unferen Bahnen herrscht, vollkommen ausgeglichen wird. — (Der Lieblings Hund des garen) ist bekanntlich bei der Eisenbahn Katastrophe in Vorki zu den Füßen seines Herrn erschlagen worden. Als Ersah hiefür hat der Sohn des englischen Botschafters Morier dem Kaiser Alexander III. einen schwarzen KamcattN' Hund von seltener Schönheit aus Sibirien mitgebracht. — (Ein Schachduell,) Von Seite der Wiener Schachgesellschast ist eine Herausforderung zu zwei gleich' zeitigen Correfpondenzvartien an die Berliner Schach' gesellschaft gerichtet und von letzterer angenommen worden. Demnächst wird die Aufmerksamkeit der gesummten Schachwelt durch den in Havana stattfindenden Wettlampf zwischen Steinitz und Cigorin in Anspruch genommen werden. Der Schachclub in Havana vergütet beiden Meistern die Reisekosten und zahlt für jede Partie dem Gewinner 100, dem Verlierer 50 Francs. Außerdem hat allerdings jeder der beiden noch einen Einfah von 600 Dollars zu leisten. — (6 ranä 0 IIg, rtron 8 o.) Ein englisches Consortium beabsichtigt, wie man aus Paris telegraphiert, den Mönchen des Klosters «lli-anä (1IiHrt,roli8o» für die Ueberlassung des Fabriks-Monopols des Liqueurs «Chartreuse» 80 Millionen zu zahlen. Der Papst hat einen besonderen Legaten an den Ordens-Gencral mit der Mittheilung gesandt, dass er den Abschluss des Geschäftes Wünsche. Die Mönche, ebenso die ganze Gegend sind gegen den Abfchlufs. — (Geburt im Ei sen ba h nwa gg on.) Die aus Spielfelden in Steiermark gebürtige, 20 Jahre alte Juliana Heidig ist vorgestern früh um 5 Uhr wäl> rend der Fahrt von Graz nach Wien in einem Coupi dritter Classe unweit Gloggnih eines gesunden Kindes genesen. Das Mädchen, dem eine Dame Beistand leistete, wurde bei seiner Ankunft in Wien von der Freiwilligen Ncltungsgesellschaft übrrnommmen und in die nieder-österreichische Landes-Gcbäranstalt gebracht. , — (Feuerfester und unverwüstlicher Anstrich.) Salz, Alaun, Wasserglas und wolframsaure Soda wird zu gleichen Theilen mit vier Theilen Kalt gemischt und mit Leinsamenöl angerieben. Ein dreimaliger Anstrich macht das Holz feuersicher, und wie ver, sichert wird, ist dieser Anstrich gegen Wind und Wetter bis 30 Jahre haltbar. — (Eine Tigerjägerin.) Aus Calcutta wird den «Times» berichtet: «Lady Eva Quin, die gegenwärtig in Oberindien jagt, hat daselbst fünf Tiger erlegt.» — Ob die verehelichte Lady auch mit dem Koch» löffel wird umgehen können? — (Malitiös.) «Warum grüßen Sie denn die Baronesse nicht?» — «O, wissen Sie denn nicht, was die böse Welt von ihr spricht?» — «Noch nicht, aber ich werde es ja sogleich von Ihnen hören.» Der Cyklon in Nordamerika. Der östliche Theil Nordameiila's wurde, wie bereits telegraphisch gemeldet, am vorigen Mittwoch von einer Reihe von Stürmen heimgesucht, die mit beispielloser Heftigkeit wütheten und ungeheuren Schaden anrichteten. Ein sittlicher Witierungö' Wechsel gieng dem Sturm voran. Seit Weihnachten herrschte über dem östlichen Theil Nordamcrila's mildes Wetter. Plötzlich lam Mittwoch eine «lalle Lliflwl'llr», welche sich von Westen her bewegte. Der Tempcraturstdrung folgte dann eine ungeheuer hef< tige atmosphärische Revolution. In Michigan und Wisconsin traten furchtbare Schneestürme auf, in der Umgebung von New« yoil brach ein Gewitter los, währenddessen die Blitze einen Gas» bchälter in Brooklyn explodieren machten. Während der schreck-lichen Verwirrung, welche die Zerstörung hervorrief, vernichtete der Sturm die Kasernen im Marinchof. Ani Niagara wurde die Hängebrücke, welche unterhalb des Falles den Strom treuzt, voll» ständig vernichtet. Zwar stehen noch die Pfeiler, und einige Haupt« lettcn sind erhallen, aber die Brücke selbst liegt in Trümmern im Flusse. In allen Theilen des Landes war der Eisenbahn» verlehr unterbrochen und der Telegraph zerstört. Den größten Schaden hat aber der Sturm in Pennsylva» nie« angerichtet. Hier wuchs er nicht bloß zu einem ungemein heftigen Cyllo^i an, sondern hatte den Charakter eines Tornado. Von West nach Ost durchtobtc er den Staat, wüthete mittags in Pittsburg und hatte in sechs Stunden das 200 englische Mei» lcn entfernte Reading erreicht, das ostwärts beinahe unter dem» selben Grabe liegt. Die Mittclstraße des Sturmes hatte eine Breite von 2(X1 Fuß. Was sich innerhalb dieses Rayons besand, konnte dem Sturme leinen Widerstand leisten. In Pittsburg wurde ein im Bau begriffenes Haus nicdergeriffen, und dabei wurden 15 Personen getödtet, 40 schwer verwundet. Aus seiner Bahn riss der Sturm Kirchen und Häuser ebenso nieder wie Bäume, und selbst llcine Weiler wurden gänzlich weggefegt. In Reading wurde eine Seidenfabril, in der 200 Menschen arbei-! leten, in einem Augenblicke wie ein Kartenhaus zusammengewor» sen; nur wenige Arbeiter entkamen. 80Todte sind bereits heraus» gebracht, der Rest ist wohl kaum mehr am Leben. Die Eisenbahn-remise in Reading wurde gänzlich zerstört, und aus den Ruinen erhoben sich Flammen, die das Werk der Zerstörung fortsetzten. Vier Menschen verloren dabei das Leben. I„ Tunburg, Harris-burg, Williamspurt und Wheeling hat der Sturm in ähnlicher Weise gcwirtschaftct, doch liegen, da der Telegraph zerstört ist, noch leine ausführlichen Berichte vor. In Sumburg wurde eine Mgelfabrit zerstört und dabei vier Personen getödtct, sieben verwundet. In Brooklyn schlug der Blitz in zwei Gasbehälter, die sofort explodierten und auch die Nachbarhäuser zerstörten. Der Schaden an der Niagarll'hänge-brücke beträgt 75.000 Dollars, Die Reading. Eisenbahn verlor ihre Waggons Anstreichwerkstätte, ein einstöckiges Gebäude von 130 Fuß Länge und 60 Fuß Breite, das förmlich in der Mitte auseinandergerissen wurde. Die Ziegel flogen wie Spielballen umher, und die Waggons stürzten wie Kartenblätter übereinander. Da jeder Waggon einen mit Gas gefüllten Cylinder enthielt, gab es unzählige Explosionen, und was der Sturm unbeschädigt gelassen hatte, zerstörte das Feuer, dem auch vier Menschenleben zum Opfer fielen. Der Schaden der Gesellschaft beläuft sich aus 75,000 Dollars. In Reading ist, wie gemeldet, eine Scioenfabril eingestürzt. Auch sie wurde in der Mitte auseinandergerissen, und die beiden Flügel stürzten zusammen, als wären sie Papier. 200 Knaben und Mädchen arbeiteten darin und wurden von den Trümmern begraben. In Pittsburg wurde ein achtstöckigrs Haus von dem Sturme zusammengeworfen. 14 Todte und 3b Schweroerwundele sind aus den Trümmern hervorgezogen worden, doch befürchtet man, dass noch viel mehr Menschen verschüttet und rettungslos begraben sind. Ein Schiff »Nellie» mit einer Anzahl von Marine- Vlitta ^ _____________......"W"......» ^" Km^^ Toilette vor dem Diner, spielt dann mit ^tMl3"'m'"b"" s'e diesen zu Gefallen allerhand Tepft^''?e Verkleidungen wählt und sich auf dem Mt S ' '^" gleich einem achtjährigen Kinde herum« Wcken ,, cV°"" ^ Gretchen. sich rittlings auf ihren ^lMen l!^^ ""d vrrgeht fast vor Lachen, wenn zieht.^ '""e Schwester an den Fühchen auf die Erde ^"cert^ni^"^ ""^e sie im Salon. Theater oder ^'ber. a^'."'! "kennen. Sie ist beweglich wie Queck-^hiirnck«., b'g "" "" Kind und' lustig wie ein ? ^ ^V?' 'Pechen Sie mit dem Io^.. ( ^s mNb^'s. Man kennt sie von diescr Seite., 3" be^'""F schwärmt lie davon, irgend welchen! , ^NwM> 3^- ^n 'h"m Manne h^ ^e!r,m ,">^"'t^5 ""> <^""^/... M ,/? ^ ^U zersir^ ^"'Mhalten. sie ist eben eine ^ dop^uh «us der Zunge- auf der Funge itt «l. Sie?//" ""'"s M Herzen Platz hätte. ^."'"l, nack^ /' verlieren m.d grau zu werden. " s'ch a^d r S^s. ^"^"' ^ Leb«, geschenkt. ' """ dcrar. .Me "" grauesHaar; da schrak X>"ch w" ' ^ 'W F"w erstarrten nnd es ihr slib^te im A/"^m m dle Hand. weinte nnd' ^"Twn.n ^.^' "°" 5"" Wannen hcrab- ""rn. «Ach, wie ich weine, wie ich wei,,e.'» fprach sir, sich ihrer srlbst erbarmend, .habe ich denn km,e Ursache dazu? ... in einem halben Jahre kann ich vielleicht ganz grau sein.» Hierauf kam ihr die Idee. dichs eiste Silberhaar Gott zu weihen; sie umwaud damit ein Sttäichchen Lilien und steckte es hinter ein Vlld. vor welchem Tag nnd Nacht in ihrem Schlafqemach ein silbernes Lamp-chen brennt. Von dieser Zeit an fühlt sie sich be« ruhigter. All das fchilderte sie sehr umständlich in einem an ihre Mutter gerichteten Briefe, mit dmm« ^o. ak ware ^ dve^ Vmne MeXav^, X>n V^ ^ve^e Molna nn'd ^.inmen^ ihren Klaps bekam. In Gegenwart Papas wird sie! Wammen nnd tM die VKene ^« vQN. d« V.<^^^«^v>.v ^cun^chrrndm Nonne. ^ Fcv/ttn/'t' i/^/^mmess sie e55li?5 ^sttS^cke. sse/ v^lsäUt m Nachdrulen. ^eu^t. stützt den Kops m dies Hand und M anch eme Slunde lang Ue5stnmg ,n ihrem Boudoir,- Mmeist /allt'// /Hr t>a/,n i„ /o/ch^o/ Dahinbrüten die Aeuglein zu. es stellt sich Schlummer exn. 'dann e^chevnen xm T^anme ch« Nvnd«. Händchen und Gretchen. Oretchen wandert nach dem Pensionat. Hänschen in die Schule. Oretchmtz llnne Händchen schleppen eine grohmächtige Th.k> mit der Aufschrift: «Musik-, Hänschen aber beugt sich unter der Last seines mit Bächern vollqepackten Tornisters, seine Finger sind von Tmte ve^chmntzi, di? lhuzchm hmgegen vom Schleifen auf dem Ei/e zems/t',,. «Was ich mit diesem Buben für Sorgen habe!» spricht sie im Schlafe und droht ihm, ihn zu züchtigen, dabei unwillkürlich mit der Hand in der Luft umher« fahreud; auch malt sich in dem schlafenden Antlitz der Ausdruck groher Strenge, sie bewegt die Lippen, run. zelt die Stirne, stampft mit den Fühchen. ganz wie in der Wirklichkeit. «Warte nur. Hänschen!... Ich werd dir's geben, auf's Eis zu geh'u!» Gewöhnlich weckt sie alsdann der Kuss ihres Gemahls; die Augen öffnend, erblickt sie über sich dessen ruhig lächelndes Gesicht. Mlt üem Ausdrucke nmnbersamer Rühruna. im Auge. ^V >vv«ik ^oV«., ^«H< ^ Conc.. Aielsberg. - Strohcim. weisender. Wien. - Weih. Kfm,. Gablonz. ^- Neöastl, Ingenieur, 'M' «^ A^"^ ?udapest. - MleluZ. Kfm., Allenmarlt. „ Hotel SUdbahnhof. Dolenc. Kfm., Marbura. - SchisfermiM. Director. Krainburg, Gasthof Kaiser von Oesterreich. Franle. l. t, Professor, Kra^ Hotel Bairischer Hof. Gnjczda, Idria, Verillirwlr. Nor^sst^^ch^/'" ^"' ssabrilsleiter, 7' 3< Im Spitale: «» I?"unU."m.!°" »'""°"d h,.d»ii«„„, Lchuh«»«" Den 1 7. Iänner. Thomas Hinef Sclmlmiacner 73 8" ^Ni^'s ^ "' ^" unbe^7ntcr Man"! bei 6l'5' >,t von Slttlch sterbend ms Spttal gebracht ___Meteorologische VeoullchtlMssen iu w'bach.^. g'A A? 2'" NO. schwach l.ewöllt ^ 9» Ab. 747-1 1-0 NO. schwach l'owüM l , 1>1° ^?!5"i"3 „faltend. Das Tagrsmilte, der Tempel 1 1 , um 3 1" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I.^aqlii. _^ Aulassllch des Hinscheidens unseres unveraesslichcn Gatten, beziehungsweise Vaters und Schwiegervaters, Herrn ^ " ! Earl Gottfried Pucher sind uns so viele zahlreiche Beweise liebevoller Thei>< nähme zugekommen, die auch in den vielen schiwe» Kranzspenden ihren Ausdruck fanden, dass wir uns verpflichtet fühlen, sowohl filr dieselben als auch für dle ehrenvolle, zahlreiche Betheiligung am Leichen« begangnlssc allen, namentlich anch den Beamten ui'd Bediensteten der ssirma Albert Samassa. unsern innigsten und tiefgefühlten Danl auszusprechen. Die truuermlen Hn«eküriqen. l Laib ach, den 18. Jänner 1889. W1" b.ew.at man die vcrschichcnen lanaandauerndc'H, Wms. ^« ^""'^''' "Ppctitmangel, unr.aelmWgcn S»K ^^Blutarmut :c. zc. zuverlässig auf lürzcs em Wege? ,,Al Verdauungsstörungen, Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbrennen etc. sowie die Katarrhe der Luftwege, Verschleimung, Husten, Heiserkeit sind diejen>gen Krankheiten, in welchen (3) °*^, -----¦------ "^SMiERB^^, nach den Ausspriiche» inodidnisclicr Autors mit besonderem Erfolge angewendet wird^^. 127 Course an der Wiener Dorse uom 18. Jänner 1889. M« ^ of^um Course <., Ol-IO Ware St°ats-U,,lc,)tn. Ci^ü?"" ^"t in Nctt» 82 35. «2 55 1W« ^' '"aa'slols. 25><> ss, l:<5. - 13« ., ««0ei'> ' W>ze 500 ft. >i4i«0 142-30 dMo L ... '^."ls «'"' si, «, W, 21» 5>0 214 - «llis»^ "'.'^«l ^><> fl, ö, W, 20«- 207- ""»° , 3m /,7 ^'" Marl , 115 75. 11«>.',0 ?laNzI°, ^7'^..^ - - '222.122-70 ^" Nnl»! (tmiss. i884 93- 935,0 ^N^^,./ ' - - '«120 101-40 bt° ^,Ä„l,12<>fl,ij,W,2, ,4480 ,45.:,0 d!°, N",°7'"bl>na!, »,I, 187.! 1,.: 5.0 1,7,0 ^ ^ .?,"">, ^ 1W st, Ü, W. I«, 75. 1,'i2 ^ü lh°ih«ea°n^ ^ ^" fl^ ^ W, 131-2Ü 131 75. Geld Ware Grundelttl.-Oblillationcn (flir ittu fl. "/„ mälirischr...... 109— —' — 5>"/>, Kra>!> il»d Xüslenlllnd . . IN« — —'-— 5>"/„ »il'brrM'rreichische , . . iu9'5><> 11U — 5,"/,, slrirlschl'...... 1N4 75, -- — b"/,, troatijchl' uild slavonische . 104 — 1«! — 5>"/., slcbrnbttrnische , , , . ,05—- 1l)5>'5>0 5,"/,, Tcmrser Vanal .... luf» — 105,5><> Ü"/„ unnarischs...... 1«»b - 105,5>« Andere öffrntl. Anlchen. Dona» N<'ss, Lus>> 5>"/„ 100 ft. . 121'- IL2 - bio, sliilrllir l«7« , , u>!>. I»?' Axlchri! dcr Slad! Gürz , . n«'— - -- Anlch!'!! d. Sladlssl'melndl' Wie« il>ü 2b 1Ns,'25> Pram,-An!, d. Sm, Wle» 148'2<> 142 U<> Börsrnban NiOl'hc» uorlos, 5»"/,, !N'5»n N5, Pfandbriefe (für ,»» fl.), Aubriicl, all,,, üst. 4»/,, G. . . 12« 122^75. d/,"/„, - - NX! 5>« 10,' dto, » 4"/„ . . . 9«'2<» »«'70 t>,<). Plum, Schuldvsischr. 3"/„ 10» 7Ü 1<>4'25. Orst. h»po!l,slr»I,>a!!l 10j. 5>a"/„ 1N1-— - Orst, miss, Vaul vcrl. 4>/,'V,> , 1»i'4<> 101»» detlo » 4«/„ . . 99»!!» 1<»»'— detto ünjähr, » 4"/„ . . 99 NO 100' Prioritiits-Oliligationen (fur !>>» si,), ssorbiiwüd«! Nordbali» E»>. I«»N IN!»-— 100 40 Galizischr ilar! Ludwig Bahn ltm, 1»«1 30!» f>. 2. 4>/,"/» . 1W'5»U I«! 7b Geld Wan- Orstcrr, Nordwestbahn . , , im;'7l> 107 ,'01'75> Siibliali» u 3"/,...... 14!»'50 144 — ' K 5,"/,,..... »21 — 122'— Ung.-galij, Bllyn..... 99 25, 99 75, Diverse Lose (prr Liiicf). VN'diilus!' 100 ft...... ,g»'ü0 ,^4.... Clan, Lu>r 40 fl...... 5,9,^ ,;<, _ 4"/,, Nona» Dampsjch, ,»0 si, . lzii'5><> ^^ '^5, ^aibachcr Pram, Anlcl), 20 fl. 94- ^ ",s, Oss»sr Uosl' 40 fl..... „1Ü0 Ii2 5»0 Palffl, Ll)sr 40 sl...... «l,,,^ ,,<,^.5, Nollil» Kniiz, öst. Grs. v,, 10 fl. ,,^,,> ,<> 4', Rudolph Los,,' 10 fl..... ^'^.5,, 28 — Salm ^osc 40 si...... ,;2 5»0 U3-- St.-Miwio Loss 40 si, , , , «s, ,. <;t!5»0 WaldstcinLosl' 20 si..... <,U5^ ^,,50 Windisch Orntz Lofc 20 sl, , , 57,5^ __ __ Orw, Lch. d, 3»/,, Präm, Vchnid vrrsch. b, Vvdl'ücn'dilanftnK . 17-. I«- ^ Vant<3lcticn spcr Stiicl), Anglo Olsl, Ua»I 200 fl, «0»/,, Banlve«!», Wiliirr 100 f>. . . i«7'50 lW'.- Udncr.'AIlst. «s>, 200 fl, S. 40"/,, 2l!9b0 270 5»!, Crbt. Anst, f. Hand. ». G. K'<0fi, 311-30 3I1'7« Crcbia»l, '.'Ills,, »n^. 200 fl. . 313-- 313-5,0 Dl'pMll'»l>a,,l, Mia.. 200 fl. . ,90-" 191- (tscomplc Gel.,«drüst, 5><>» ft, , b20 — 525- - Wro il. CassMv., Wirnrr 200fl. ------- -.-— Hilpothclenb., llst. 200 st. 2ü"/„lt e?- — s.N — Geld Ware Lanbrrlianl, i!st. 200 fl, G, , . 22N-5U 2L«'?5 Oestslr, üiissllr. Bans «00 fl. . «83 — 885' — Unwiibaül 200 fl...... 222-75 283-2!» Mrlelirsbanl, «Ug. 140 fl. . . 154 — I54l»0 Äcticn von Transport-llnlcnlehmmtgell. (per Stuck). Nlbrrchl Bah» 200 si. Silber . -— - - Älsuld ssinmaii, Vail» 200 fl. g. 19?.- 19« - Bull»!. Noi-dlillii» ,l>0 st. . . . 201-25» 201-?5< ^ Wcstlial,!! 200 fl. . . . 318 — 31« 5.0 ÄuschtirlMbcr ltis, 50» fl. CM. 870 - 880— dlo, (III. U) 200fl. . 31U — 318" Donau Dampfschifffahrl - Ves,, Ocstfir, 5.00 fl. !lVi. . . . 40«-— 40,"- DrmKEis. (A. Db.Z.) 200 fl, S. I92!»0 19» 5« D»f Vow-iib. Vis, U, 200 fl, S.---------------- stcrdiimuds Nurdb, ,000sl,>. V. ». 555^> 5« 50 Lirsinnrr Nraurrei ,00 fl, . . 105,-25 :<)«'— Ml»!!»» Msell.. üsterr. alpine 47 - 47-4"» Prasser Eise» Ind Oes, 200 si. 3oo — 302- — Ealgu larj, Steinlolilr» »0 fl, 199 — 20, — »Schlünlmühl', Papiers. 200 fl, —-— -- — 'Stetirermül,!',Papiers,11,V.^G. 1L«-5u 1248b Irisailer Kohlenw Oe!. 70 si, ,-------—-— Waf!l':!f,'G,,Oest,inW!f>i100fl, 3d» — »«» — Wa»noN'Lril)lli! 5 67 5s>9 20 francs Stücke..... ! » 53» 9-5.4.. Deittscke «richsbanlnoten , .5912^59-17^ PapirrMnbrl...... 128,7^, 129 Italienüch!' «anlnolen (100 L ) 4745. 4? 55