^»K «5«. Snmstag nm 3H. December «848. An dlis wohlthätige Publikum dcr Prouinnal - Hauptstadt Llnlmch. HIic sä)on seit vielen Jahren hier bestehende fromme Eitte, bei dem Jahreswechsel durch eine milde, den Stadtarmen gewidmete Gabe sick von den sonst üblichen Gratulationen loszusagen, veranlaßt die Armeninstituts'Commission, denjenigen, die dieser frommen Bitte zum Besten der Stadtarmen gerne huldigen, hiemit kund zu geben, das; vom ,5. d. M. bis zum ,5. Jänner l^l!> dic Erlasikarten der Glückwünsche zum neuen Jahre l^!>, und wieder besondere (5rl>.ßkarten der Glückwünsche zu Geburts- und Namensfesten des Jahres l^4!>, in der Schnittwaren-Handlung des Herrn Joseph Aichholzer, am Hauptplatze Haus-Nr 237, gegen den bisher üblichen Erlag von 20 kr für die Person, erhoben werden können, daß für höhere Spenden auf Verlangen oesonders qulttirt werden wird, und daß die Namen aller Abnehmer dieser Erlaßkarten durch die »Laibachcr Zeitung« werden bekannt gemacht werden, daher mit dem Erläge der milden Gabe auch die Namen der Abnehmer deutlich geschrieben abgegeben werden mögen. Von der A'rmeninstituts-Commission Laibach am 9. December 1848. Hcr.u'gthum Kram. H^aibach, <>»n 29. December. In dem Amts. blatte der »Laibachcr Zeitung" vom 2l. December j848 erscheint die ämtliche Verlautbarung, in Folge welcher am 9. Jänner l8l9 im Wahldistricte Loitsch eine Abgeordnetenwahl zum constituirenden Reichs-tage Statt finden wird. Es dürfte nicht am unrechten Platze ftyn, wenn man die Aufmerksamkeit der Wähler dieses Wahl. districts dahin lenkt, das; sie ihr Mandat nur einem solchen Manne anvertrauen, wclcdrr, durch höhere Bildung ausgestattet, nicht allcin die Interessen sei> „es Wahlbezirkes — sondernder ganzen Provinz wür. dig zu vertreten im Stande ist. Die Kenntniß des Lesens u»d Schreibens ist dal)«r kti..,s»>.-as gc.'ügclid, um eine» Platz in der Dlplltiltlnkammer einzunehmen; der Dcputirte soll ein Nathgeber der Regierung und eine feste stütze des Reichstages selbst seyn, dann läßt sich ein für die Monarchie segenbriugendes Reichsgesctz erwarten. Krain kann bei der Wahl eines Deputirtcn zum constituirenden Reichstage gar nicht in Verlegenheit gerathen ; es zählt viele wissenschaftlich gebildete Männer, welche alle parlamentarischen und diplomatischen Eigenschaften, verbunden mit Klugheit und Charak-tersestigkeit, besitzen. Diese Männer sind aber manchem Wahldistricte fremd; es wäre daher wünschenswert!), daß man d,e Wähler auf derlei achtbare Männer frühzeitig genug aufmerksam macht. Nur durch eine sogeartet getroffene Wahl kann man voraussetzen, daß die Wahler nicht Ursache haben werden, an ihre Deputirtcn Mißtrauensvota zu »rlasscn; letztere sind in neuerer Zeit ganz an der Tagesordnung - und, da bis nun kein Gesetz besteht, welches den Wählern das Recht einräumt, dem Deputirten das Mandat abzunehmen, , Einzelregiciungen und in auswartigcrPolMk seit den, Malmöer Vertrag traurigen Andenkens anfocht — ich nahm doch keinen Anstand, mich den sür ihn Stimmenden beizugesellen. Im V.rlauf der wcitne» Scrutinien, nachdem die oben geballte Demonstration gemacht u»d eine Durchsetzung Schmerling's zum Präsidenten nicht zu hoffen, auch von ihm nichl gcwüüscht war, einigten wir uus mit allen Fraction ncn der linken Seite und mit dem linkm Centrum, dem ich angehöre, auf eine antipreußische Candida.-tur, und wenn die Gegenpartei im dritten Pol mit nur ein Paar Stimmen über uns sicgte, so hatte sie dafür eine Einschüchterung ganz unvorgrsehcncr Art er lebt, die sie nicht wenig stutzen machte. Wir waren mit dem Ergebniß dieser ersten Kräftcmesslmg ganz zufrieden, denn es war eine eben nur improvisirtc Anstrengung, die Hoffnung auf Siege erweckt, wenn wir erst geschlossene Phalanx gemacht haben werden. Ja wir erfochten in der Commissionswahl zur Bc gutachtung des v. Gager n'schcn Progranuns auch völ-ligc Oberhand, indem unserer Partei eilf '))>'ann, dagegen der anderen nur vier hincmgcwahlt wurden. So stehe» jstzt die Dinge; fast alle bisherigen Clubbs sind durch diese Ereignisse gesprengt odcr doch alte. rirt, und cine neue Phase der Politik steht in Aussicht Der Bericht jener erwähnte,, Exmission ist erst nach Neujahr zu erwarten. Gestern aber ging ein Courier des Reichsverwesers nach Olmütz mil der Anfrage ab, ob denn das hiesige Ministcrialvrogramm dort wohl unbedingt gut geheißen werde? Und heute reiset der Abgeordnete von Schmerling auf eigenen Antrieb ebendahin, um das Ministerium Stadion wo möglich zu der Ueberzeugung zu vermögen, daß v. Gagern jetzt viel weiter, als in der Debatte vom 25. Oct d. I. über die §z. 2 und 3 «vom Neicl),« und weiter als Stadion sclbst geht, indem letzte-rer das bestehende staatliche Bundcsverhältniß beider Staateugcbiete auch während der Dauer der Eonsti-tuiru»q Oesterreich's und Deutschland's fortgesetzt wissen will, wo hingegen v. Gagern einerseits das jetzt bestehende staatliche Zusammenhangen Deutsch' lands mit Oesterreich ebenfalls noch anerkennt, andererseits aber demunsseacktet auf die Dauer der Ver. sassiMMcbum; in Frankfurt und in Kremsicr die Osstnreicher vor die Thüre von Deutschland stellen will. um sie etwa seiuerZeit, wenn es beliebt wird, in das staatliche Verhältniß wieder rücktreten zu las. sen Wer aber begreift nicht, daß in der, wenn auch kurzen Zeit, wo ein bloßes völkerrechtliches Verkehren zwischen Oesterreich und Deutschland Statt fände, Oesterreich's Chancen tausendjährigen Gedächtnisses und Einflusses in Deutschland aus Null reducirt werden würden; daß meincs großen Vaterlandes Rück» kehr in eine sein Machtverhältniß ausdrückende Stel» lung innerhalb des Centrums von Europa unmöglich qemacht werden muß; daß Preuße», wenn ihm gelingt, die süd- und südwest deutschen Antipathien ,u beschwichtigen (denn da schlagt der bei Weitem über-wiegenden Bevölkerung noch das Herz fü>'5 alte Kai. serhaus), an die Spitze von Deutschland treten und dessen ganze Macht mit entschiedener Zurückdrangung Oesterreich's handhaben wird; daß — um es mit einem Worte zu sagen — mein stolzes, stets in erster ^inie voran gestandenes Oesterreich, um nicht im deulscbcn Schlepptau zu gehen, w.,s es nie wollen darf und kann, zu Nüi'doissm wird gedrängt wer-den, welche mich um die Freiheit bekümmert machen, während, wenn es seine starke Faust aus dem Ninge des deutschen Schildes nicht zurückzieht, um den Primat, ich meine den politischen, gleichviel, ob mit odcr ohnc Kaisermantcl, von Niemanden, und wäre er auch jeder Zoll ein Hohcnzollern, gebracht werden kann, ja wohl von gar Vielen dazu annoch tiotz aller ungünstigen Anzeichen des Augenblicks als gerade zu prädestinirt betrachtet wird! Was an uns Oester. reichern in Frankfurt liegt, wir beabsichtigen, wenn uns daheim nicht ganz der Boden unter den Füßen weggenommln wird, die Richtung der letztangedeu-tcten Ideen in so lange, als thunlich, zu verfolgen. Dabei kann Keiner just eben die Launen seiner Co< mittcnten, wie sie wechseln , berücksichtigen; was mich betrifft, so bin ich aber in dem Falle, durch ein neuestes, von gar Viele» Unterkrainern mir ausgesprochenes Vertrauensvotum in der Bah« der Grundsätze fortzuschreiten, die ich ftit meiner hiesigen Anwesenheit und besonders bei der Abstimmung der §§. 2 und 3 „vom Ncich" wandelte, und ich würde meine Wirksamkeit nur dann einstellen, wenn sämmtliche Landsleute es thun sollten, gemeinsam, und nur als« dann gewichtig. Laschan. 794 Stein, den 28. December !8l8, am Tage des Festes der allelhöchsten Thronbesteigung Sr. k. t. Majestät, Franz Joseph I. Am Vorabende schon gab die aus der Klein, Veste ausgepflanzte weiß-blau-rothe Fahne die Andeutung zu einer außerordentlichen Festlichkeit; denn bald darauf, 6 Uhr Abends, erfolgten von der Klein« Vcste mehrere Pöllerschü'fse und die allgemeine Be-leuchtung der Stadt, wobei die Musik-Eapelle der hiesigen Nationalgarde mit klingendem Spiele unter dem Jubel der Bewohner die Stadt durchzog. Um 6 Uhr früh gaben Pöllerschüsse das Zeichen zu der die abzuhaltende Feierlichkeit verkündenden Tagreveille. Um 9 Uhr erfolgte die Ausrückung der Nationalgarde, welche mit der Fahne unter dem Spiel ihrer Musik. Capellc und intonirenden Pöllerschüssen in fester Haltung vom Stadtplatze vor die Pfarrkir-che zog und alldort zum Abfeuern der üblichen Gc-wehrsalven sich aufstellte. Nicht nur die Herren Bezirksbeamten und die Gardevorstehung, sondern auch eine zahlreiche Bevölkerung wohnte mit wahrem patriotischem Sinne dem vom Stadtpsarrer und Dechant, Herrn Franz Voiska, abgehaltenen solennen Hochamte im in< brünstigen vereinten Gebete für unsern allgeliebten Monarchen bei, welches mit dem feierlichen Ted,um, wobei die in Parade stehende Musik. Capclle mit der abgefeuerten Salve die Volkshymne einstimmte, endete. Nach der Revue der Garde wurde auf den Haupt.-platz zurückmarschitt und daselbst nach einer passenden, von Seite des Garde--Commandanten, Herrn Anton Potoönik, an die Garden gehaltenen Anrede unter intonirenden Pöllerschüssen und Abspiellmg der Volkshymne ein oftmaliges, einstimmiges, enlhusia. stisches Lebehoch unserem vielgeliebten Monarchen, Franz Joseph I., dargebracht, worauf Nachmittag unter Pöllerdonner eine Platzmusik das Jubelfest be. schloß. Johann Debeuc, Garde. S t e i e r m a r k. Gratz, 23. Dec. Mit Beginn des neuen IahreS suNen hier nicht weniger als l 2 Zeitschriften erscheinen, darunter die in würdiger Sprache gehaltene „Gratzer Ztg.» von Schulheiin ui,d Fiibas; die »Volkszeilung", der „Volföfreund", der »Herold« von Drarler, die »Gratzer Vchnellpost« von Wodan; die »Sonntags.-blatter" von Scholl, Prediger der freien christlichen Gemeinde, und zwei neue Zeitschriften, der „Gratzer Correspondent" von Hausenbichlcr, und der »Kosmo> polit« von Rudolph Eperlich und Pipin Heristal, welche eine entschieden freisinnige.Richtung einschlagen werden. Der »Kosmopolit« hat sich in seinem Programme dahin ausgesprochen, daß er in Tendenz und Form jene Richtung einschlagen werde, welche ihm vorzüglich bei Frauen Theilnahme verschaffen soll, da er hiedurch jene Weihe der Vermittelung, der moralischen Strenge und des geistigen Muthes zu erbalten hofft, welche bei der jetzigen Lage der journalistischen Verhältnisse den Zeitschriften und ihrem Leserkreise so sehr nöthig geworden ist. Aus Gratz berichtet b,> dortige Zeitung vom 23. December: Heute sind die k'liten 2 hier befind, lichen Compagnien Liccaner Gränzer zur Disposition dcs FML. Weiden nach Steinamanger ab-gegangen. Sehr glaubwürdigen Nachrichten ztt Folge war der gestrige Tag, d. i. der 27. d., zum Angriffe von Seite unsircr Armee und zum Beginne der bei Naab den Rebellen zu liefernden Schlacht bestimmt. Heute soll die Festung Leopoldstadt bei Prcßburg bombardirt werden. Perczel hat sich mit seinem Corps keineswegs, wie die Sage ging, gegen Radkcrsburg, sondern über Sarva gegen Papa gewendet. Zuverlässige Nachrichten aus Pesth vom 21. d. theilen mit, daß dort allgemeine Entmuthigung Herr-sche, und daß Kossuth selbst an seiner Sache zu zweifeln beginne. Uebngens ist es gewiß, daß Kos-suth selbst von Seite der Rebellen nicht aus den Augen gelassen werde, und eine Flucht von seiner Seite daher schwer auszuführen seyn dürste. W i e n Das k. k. Kriegs»Ministerium hat die Errichtung der vierten Divisionen bei allen aus den mili-ta'risch - conscribirtcn Provinzen sich complcttirenden Iä-ger - Bataillons anbefohlen, und zur Aufbringung der erforderlichen Mannschaft vor der Hand die Werbung von Freiwilligen angeordnet. Da die Werbung bei den Jäger. Depots vorzu nehmen ist/ so wird die zur Errichtung der vierien Division bei dem 7. Jäger. Bataillon erforderliche Mannschaft bei dem zu Krems stationirtcn Depot dieses Bataillons angeworben werden. Die Bedingungen sind: 1. Erhalten die Eintretenden ein Handgeld von fünf Gulden E. M. nach abgelegtem verfassungsmäßigen Fahneneide bar auf die Hand gezahlt. 2. Die Dienstes-Verpflichtung erstreckt sich aus die Dauer dcs Krieges und es wird die aus diesem Anlasse zugebrachte Dienstzeit in eine allfällige küns. tige mililälpsiichtige Dienstzeit eingerechnet. 3. Für den Fall, als ein derlei Freiwilliger während derDienstleistuilg entweder im Dienste odcr durch den Dienst ohne sein Verschulden Real - Invalid werden sollte, so soll derselbe des Invaliden» Benesi-ciums theilhaftig werden. 4. Obgleich gelernte Jäger wegen ihrer früheren Beschäftigung und Lebensweise vorzugsweise zur An Werbung geeignet sind, so werden dennoch andere kriegsdiensttaugliche Leute, welche für diese Waffen, gattung Vorliebe zeigen, und für dicsell'c die solisti-gen Eigenschaften besitzen, von der Ammhme mckt ausgeschlossen, sondern gleichfalls und zwar mit Zl^ gcstehmlg derselben Bedingungen, angeworben werden, Wien, am l8. December 1848. Von der k. k. nied. österr. Lande6regi.slmg. In der „Wiener Ztg." v. 26. Dec. d. I. lescn wir: Als Pius IX. den päpstlichen Thron bestieg, ward daS Bedl'nfniß durchgreifender Reformen in der Verwaltung des Kirchenstaates allgemein gefühlt. In der richtigen Erkenntniß dieses Bedürfnisses betrat der neue Papst, unter dem lauten Beifall von ganzEu ropa, mit Entschiedenheit die Bahn des gesetzlichen Fortschrittes. Uitter dcn enthusiastischen Bewunderern Pius IX. thaten sich am meisten die Anhänger ei, ner Partei hervor, welche jeder geistlichen und weit lichen Authorität, als Tlägcrn der gejellscbastlichcii Ordnung, unversöhnlichen Haß geschworen, und seit Jahren die italienische Halbinsel zum Schauplatz ihrer verderblichen Thätigkeit erwählt hatten. Das Spiel dieser Menschen war leicht zu durchschauen. Mit raschem Blicke hatten sie erkannt, daß nichts ihre Plan» wirksamer zu fördern im Stande seyn würde, al5 wenn sie dieselben unter dem Deckmantel des gefcicr ten Namens Pius IX. sortspinncn kömtteu. Von nun an wurden daher alle Hebel des Umsturzes ii, Rom angesetzt, und so geschah es, daß diese Fric-densstadt in einen Tummelplatz entfesselter Leiden-schasten verwandelt und zum Mittelpuncte einer Vc wegung gemacht wurde, welche sehr bald die Geiste, in eine Richtung trieb, die der Papst verdammen mußte, und welche sie weit über das Ziel hinaus riß, welches er in seinem wohlwollenden Herzen sich vorgesteckt hatte. Die eine und mitheilbare italienisch, Republik, welche der Endplmct der Bestrebungen dcs transalpinischen Radicalismus ist, war aber umnög .'ich, so lange Oesterreich's Macht am Po und am Ticitw den Fluthen der Umwälzung einen starken Damm entg^cl'sltzte. Es ist daher ganz natürlich, daß die Vertreibung der Ocsterreicher das allgemeine Feldgescbrei der NadicalcN wurde, und baß sie, um diesen Zweck desto sicherer zu erreichen, um jeden Preis einen Conflict zwischen der kaiserlichen und dcr päpst, lichen Regierung herbeizuführen suchte», in dem rich tigen Gefühle, daß die außerordentliche Popularität Pius IX. ein mächtiges Gewicht in die Wagschal, zum Nachtheile deS Gegners werfen müßte. Wenn dieses Treiben und Hetzen dcr Umwälzungspartei, der bekanntlich kein Mittel zu schlecht ist, wo eS sich um Erreichung ihrer anrisocialen Zwecke handelt, nicht schon bei Gelegenheit des Streites von Ferrara einen Bruch zwischen den beiden Regierungen herbeiführte, so ist dieß wohl nur der hohcn Mäßigung und Lang, muth Oesterreich's zu verdanken, welches den Bedränge l'issen dcs heiligen Vaters, der sich mit schmerz von der Bewegimgspartei überflügelt sah, die gebührende Rechnung trug, indem es nie vergessen konnte und wollte, daß dcr Fürst des Kirchenstaates zugleich das Oberhaupt dcr Kirche ist, zu welcher die Majorität der Völker Oesterreich's sicb bekennt. Aber diese Mäßigung, we>t entfernt, anerkannt zu werden, stachelte die wühlerische Partei zu neuen Ausbrüchen ihrer rohen Wuth aus. Von dem Pallaste der kaiserlichen Botschaft in Rom wurde das österreichische Wappm herabgcrissen und beschimpft, und obgleich der heilige Vater selbst dcm kaiserlichen Botschafter sein ticfes Bedauern über diese unwürdige Verletzung des Vol. kcrrechtes ausdrückte, so war doch Seine Regierung, dem Uebermuthe der Parteien gegenüber, zu ohnmäch: tig, um die geschehene Ul,bild zu sühnen. Um die. selbe Zeit überschritten die päpstlichen Truppen gfge,, den ausdrücklichen und laut ausgesprochenen Wille,, ihres rechtmäßigen Herrn den Po, um in den Reihen dcr Feinde Oesterreich's zu kämpfen, und lieferten hierdurch den unwiderlegbarsten Beweis, daß die All' torität des Papstes in Seinem eigenen Lande zum Schatten heral'gesunken war. Als diese weltbekannten Thatsachen der österreich? schen Regierung die traurige Gewißheit verschafft hatten, daß der heilige Vater nicht mehr frei u»d nicht mehr im Stande sey, ihrem Repräsentanten den ih,n gcl'üh. rendcn völkenechtlichen Schlitz zu gewähien, blieb ihr keine andere Wahl, als den kaiserlichen Botschafter von Rom zurückzurufen. Heute hat sich die Lage der Dinge umgestaltet. Durch den schändlichen Undank Iexer, dlnen er ,mr Wl'hl-thaten spende» wollte. m,d die ilm vl'r Kurz,in noch bis in den Himmel erlwl'cn, auf das Aeußerstt ge, bracht, hat sich dcr heilige Vater ihren Gewallthaten durch die Flucht entziehen müssen. In Gaeta anqe, langt, hat er feierlich vor dem Angcsichte der Welt gegen die freventlichen Attentate des l6. Novembers piotestirt und alle daraus entsprungenen Acte sür null und nichtig erklärt. Diese Protestation ist dem kaiser, lichen Hose in officieler Weise mitgetheilt worden. Da aus diesem Documente klar erhellt, daß der heilige Vater den Händen Seiner Dränger entronnen und wieder im Besitze der zur Ausübung seines aposioli» scben Amles nothwendigen Freiheit ist; so wird Se, Majestät, der Kaiser, gern dem Dränge Seines Herzens folgend, die sür die religiösen Interessen Seiner Völker hochwichtigen diplomatischen Verbindungen mit dem Oberhaupte der Kirche wieder anknüpfen und ihm den Ausdruck d,r aufrichtigen Snmpatlx'en darbringen, welcher die Tugenden, das Unglück und die erhabene Etclllinq Pius IX. so würdig sind. Zu biejem Ende wird unverzüglich ein kaiserl. Ge> sandttr sich zu dem heiligen Vater nach Gaeta begeben. Ocsterrcichischcs Küstenland. Triest, den 25. December. Gestern kam nach anhaltenden, dreitägigen, wüthenden Bora -Stürmen der englische Dampfer »Ardent« aus Venedig herüber und brachte die betrübende Naclmcht, das andere Dampfboot, der »Nlitine," wäre bei PrUstnna, nörd, lich von Ehioggia, gescheitert. 14 Mann und 3 Offi« cierc haben das Leben verloren. In der Nacht kehrte der „Ardent" wieder nach Venedig zurück. Man be« hauptet, er habe einen ansehnlichen Flüchtling oder eine wicktiae Nachricht hergebracht. Kriegsschauplatz aus Ungarn. 4. Armee-Bulletin. Nach den so eben aus dem Haupt-Quartier Ungarisch - Altenburg eingetrossenen Nachrichten des Herr» Fcldmarschalls Fürsten Wi ndi schgrä'tz ist das erste und zweite Armee Corps zwischen Hochstraß und Naab schlagfertig ausgestellt, und die Avant' Garde bis über die Nabnitz vorgerückt, ohne aus ei. ncn Feind zu stoßen. Vor Lcopolostadt ist die Division des Feldmar. schall-Lieutenants Simunich, um Preßburg jene des Fcldmarschall-Lieutenants Kempen aufgestellt. Von Oedenburg ist das Corps des Obersten Horvath gegen Gün s vorgerückt, um einer seindli. 795 chcn Kolonne unter dein Rebellen Perczcl, d^c sich gedrängt von der untern Mill über Kö'incnd, ^teiil-ainanger und Papa mit den Insurgenten bei .Raab zu vereinigen suchte, ill die Flanke zu fallen Während deS Ü^erwcilens der Armee in ihrer letzten Stellung ist in jener ganzen Strecke, welche die Truppen aus beiden Ufern der Donau besetzten, d. h. im Preßburger, Wieselburger und Oedcnburger (iomitat, die Entwaffnung des Landvolks be>vilkl, die gesetzliche Ordnung hergestellt nnd die Einsetzung der königlichen .^egierungs Kommissäre geschahen Wi>>>, 24, December >8^8. Vom,Eivil- und Militär-Gouverneur Welden, Feldmarschall. Lieutenant. 5. Arm e e - Bu I l et i n. Das Hauptquartier Sr. Durcblalicht, des Herrn F. M, Fürsten Windischgrä tz, ist Dinstag den ß vmgcrückt. Die Vorposten stehen eine Halde Stunde vor illaab. Allenthalben n'.rdc» tie k. k. Truppen von den Bewohnern auf das srcundlick'le e>npsangrn, so daß selbe in roller Sicherheit in dieser rauhen Iah' reszeil ill den Ortschaften canloniren können, und außer den Vorposten und Bereitschaften keine Mannschaft über Nacht im Bivouak steht. Die Eolonne des Obersten Horvath, welche bisher Oldenburg besetzt hatte, rückt heute in Kapu-darein, wodurch übcrEsorna die Verbindung mit den, rechten Flügel der Hauptarmce erfolgt ist, Eben so ist ein anderes Slreisco>p5 unter dem Oberst - Lieutenant Grafen A lthann über Güns nach Steina manger in» Viarsch, wo es in Vrrbindung mit icneni Eorps kommen »vird, welches unter dem Feld' zeugmcistcr Graseil 9t u g e » t von der st.irischen Gränze her über Lövö naä) Körmcnd vo> rückt. Der Feind scheint sich vorzüglich ,nit Entleerung der lassen, Raub und Plü»derul,g zu beschäftigen. So hat ein Nebellen. Häuptling, Schrö tter genannt, ant, der Eomitats^asse inOedcnburg 53 000 fl. CM. weggeführt, dagegen ungarische Banknotcn als vermeintlichen Ersatz zlirückgelafjen. Nach Nachrichten aus Wcrschetz vom »7. d.M,. hat der serbische Woiwode, General Suplicac, die ungarische» Ii'sü'aclUcn auf's Hanpt geschlagen, nach-don oisftll'l'il schon früher einige errungenen Vortheile ausgeben mußten, indem von Tcmesoar her ei>it Eo-lonne unter dem Obersten Blomberg sie in ihrem ililicken angegriffen hat. In dcn Karpathen hat die rauhe Iahresznt die Verbindungen sehr erschwert. Ein Theil der bei titeln gestandenen Insurgenten, unter dem Gebellen-Häuptling Balogh, hatte sich etwas zuiückgezogen. »veil die Abtheilungen unter dem Feld marschall. Lieutenant Simunicl' das obere Waagthal bedrohten. Der Feldmarschall. Lieutenant selbst steht vor Leopold.-stadt, um diese kleine Festung zu beschießen. Alle Eisenbahn-Verbindungen von Wien b>s Tyrnau, ans der andern Seite bis Oldenburg, smd hergestellt und eröffnen die Verbindung eben fo seh,', alS sie die Nachschübe für die Armcc erleichtern. Wien, am 2«. December ,848. Vom Militär, und Eivil. Gouverneur Weiden m. n., Feldmarschall-Lieutenant Temesvar, a^l5. December. Die Festung Arad ist entsetzt, die Stadt Alt'Arad steht theilwcifc in Flammen, Neu-Aiad ist von den k. k. Trnvpen erstürmt und von den zahlreichen magyarischen Insurgenten Banden, welche in letzter Zeit die Festung crrc „irt hielten, gesäubert worden !! — Dcr »Oestcrr. Correspondent" vom 22. December meldet von dcr ungarischen Gränze, !l>. December: Der Ausgang des Krieges gegen Ungarn kann nicht zweifelhaft seyn; denn Alles, worauf die ungarische Insurrection zahlen kann, beschränkt sich auf ihre Kavallerie, die ihrer Anzahl und vielleicht jtht noch auch ihrem Geiste nack, so lange lie regelmäßig ihren ganzen Sold bekömmt, ein tüchtiges Material zum Kriegführen abgeben könnte; allein sie hat weder reguläre Infanterie, noch Artillerie genug, um sic!) wit Nachdruck vertheidigen zu können. Da.-gegen hat FlN'st W indisch g ratz nebst einer tüchtigen, im Feuer gehärteten Armce, mit erprobten Offi-cicren, eine vorzügliche und behütende Artillerie, die vielleicht mehr zu thun bekommen wird, als die übrigen Truppenkorper. Denn Ungarn ist gcnau das im G roste», waS Wien, und im geringern Maßstabe auch Lemberg im Kleinen waren. Die magyarische Insurrection scheint sich nach dem, was man gelegentlich zu hören bekömmt, auf einige größere Städte zu beschränken, in denen tcr wildeste Terrorismus ^edem ohne Uuterschicd die Waffe des Aufruhrs in die Hand drückt. Er muß fechten, er mag wollen ober nickt. Der Krieg in Ungarn wird daher großen Theils in der Beschießung und Einnahme der bedeutender,, Städte bestehen. Aus dem stachen Lande und in Otten, die vom Arennpuncte der Insurrection w.i-ter entfernt sind, scheinl >nan ohnehin geneigt zu seyn, die österreichischen Truppen ohne Schwenstteich einrücken zu lassen. Nach den Aussagen von Reisenden und nach Briefen, die auf Umwegen aus dem Innern des Landes an die Gränze gelangeil, herrscht hin und wieder offene Symp.tthic für die österreichische Armee. Heule sind l?5 Husaren zu den kaiserlichen Truppen übergegangen, nachdem sie mit Lebensgefahr die March passirt hatten. Sie erhielten Marschroute nach Wien, Wie man erzählt, ist zudem der M^n-g.l an barem Gelde, insbesondere an klingender Münze, in den magyarischen Ringen sehr empsmriich und bemerkbar. (5s ist zwar Alles beispiellos billig: ein Psllnd Schmalz z. B kostet zwei Kreuzer, ein Pfund Fleisch drei Kreuzer, aber es ist kein Geld vor Handen, um einen oder den andern Artikel zu kau fen. — Kossuth thut dem allgemeine» Gerede nach alles Mögliche, um seine Fraction beisammen zu halten. Er soll entschlossen seyn, nicht in Pesth, son-dern in Raab den Hauptschlag abzuwarten. Seinem Verhallen gibl ^r wieder eine andere Farbe, Er meint nämlich, dem Vernehmen nach, daß, nachdem Kö nig Ferdinand V. abgedankt habe, und dab Land keinen gekrönten König besitzt, er Ferdinand dem Fünften die Krone mit der Waffe in der Hand wieder erringen wolle. Ist dieß wahr, so ist's wohl seine letzte Ausflucht. Indeß Talent und Thätigkeit kann ihm nicht abgesprochen werden, und in strategischer Beziehung unterstützt ihn Bem, »der General auf Gastrollen." M ä h r e u. ^l c i ch s t a st s - Deri ch t e. Sitzung vom 2l. December. Präsident S t r o b a cl, eröffnet die Sitzung Aus der Ministerbank: St« dion, Kra u ß , Thine« s e l d. Das Protocol! der letzten Sitzung wird verksen und genehmigt. Ha gen au er s Antrag, rücksichllich der Opti-rung jener Mitglieder, welche zugleich den, Eonstitu-lions- und Finanzausschüsse angehören, für einen derselben , wird sogleich in Vollberathung genommen. Hein trägt auf Uebcrgang zur Tagesordnung an. Dicser Antrag wird angenommen. Die erste Lesung der Grundrechte sammt den Minoritätsvoten wird vollzogen von dem Abgeordneten Hein, dem Berichterstatter des Constitntionsaus. schuffls. Die Grundrechte wurden unter Stille des ganzen Hauses verlesen. Schuselka trägt darauf an, daß das hohe Haus den Wunsch aussprcchcn möge, daß der Eon slltlilionsauöschuß in dcr Art scine Arbeiten beschleu-nige, daß am l 5. März bereits die (^onstituiio» l'e-schworen werden könne. ^Großer Beifall.) Das ganze Haus erhebt sich für dicsen Antrag. An der Tagesordnung ist die zwcile Lesung des Berichtes des Fiuanzausschuff^s über das Ansucbrn des Finanzministeriums um Bewilligung eines !ge5ott'nung die dritte Lesung des Finanzantrages Uüd dle zweite Lesung der Giundrcchte gesitzt werden, indem die Or» nung der Privalve,Hältnisse dcr Abgeordneten eine solche Unterbrechung nothwendig m.nht. — Da zwischen dcr erstell und zweiten Lesuug der Grundrechte 8 Tage verlaufen müssen, und die zweite Lesung erst am 29. December Stattfinden könnte, so würde man inzwischen ohnehin nichts von Bedeutung vor zunehmen in der Lagc scyn. Stadion unterstützt diesen Antrag. Durch die Nichtvctt>igung würde nichts gewonnen. Das Mini. sterium sey bisher kaum in der Lage a/nxsen, seine Referenten kennen zu lernen; er ersuche daher das Haus, diesem Antrag beizustimmen. Der Antrag wird angenommen. Die nächste Sitzung ist am 3. Jänner. Die Si^ tzung wird lim '/. aus !) Uhr Abends aufgehoben. Königreich l'cidcr Sicilicn. Das .,Ki<,!-n!ll<;^<,ll«ti!u!i<>n:>!l? l>>I ttl^no <1«!l> «!n<; i,i<'il!.." gibt regelmäßigen Bericht über den Ausenthalt des Papstes in Gaeta. Am 5. December Abends waren Ihre Majestäten, der König und die Königin beider Eicilien, mit allen Prinzen und Prin zcssinnrn der königlichen Familie an Bord des Damps, bootes „Tancrcdi" von Neapel wieder in Gaeta an. gelangt, wo kurz zuvor auch dcr kaiserlich - russische Gesandte beim heiligen Stuhle, Gras v. Buten css, und der königlich - sardinische Gesandte, Marchcse Pa j reto, cingelrosscn war. Von Neapcl waren mit dein Dampsboot hier angekommen: Ihre Erccllenzcn, die Kardinäle Niario Patrizi, Mattei Altieri und Ostini, und aus dem Landwege: Ihre Ercel- lenken, die Kardinäle Caggiani Vizardelli lind (Zaffano Serra, Erzbischof von (5ap>la. Am 1. December hatte der Papst eine Deputation dts neapolitanischen Staatsraths, unter Anlüh-rung des Vice 2 Präsidenten, Ducca di Serra (5 a? priola empfangen, der eine kurze Anrede an den heiligen Vater hielt, die derselbe folgendermaßen er-wilderte: „(5s ist Uns sehr angenehm, einen Beweis rührender Ergebenheit des Staatsraths des Königreichs Neapel zu empfangen; jenes weiches, welcheS i,l Italien noch das Beispiel der Ordnung nud Gesetz,icbkeit gibt, zwei Dinge, die so zu sagen, ver-schwistert sind und stets Hand in Hand gehen. Ich bilte Gott, daß sie noch beide durch seinen Beistand, ohne dcn alle Hoffnungen eitel wären, inmitten des Ausbrausens aller Leidenschaften, erhalten werden. Wir ertheiln den Mitgliedern des Staatsrathes vom Glunde Unseres Herzens den Segen, um den sie Uns bitten. >1,',ögen sie auch fernerhin mit Freudigkeit und Mulh einem gutcn und frommen Könige beistchen, der sich so cliervoll sür das Beste seines Landcs zeigl. Wir genießen hier die Gastfreundschaft u»d man kommt allen Unsern Wünschen zuvor, während zü» gellose Leidenschaften, von den Bösgesim,ttn auige-regt und angeschürt, ganz Italien zeriülten, und sicb gar klin Ende eines so verbrecherischen Umsturzes absehen läßt. Freilich führen Viele das Wort Unab-hängigkeil im Munde; aber wenn es auch zehn Mil» lioncn wäre», melche dieß verlangen, und wenn wir sie hier >r^a.en könnten, so würden wir ohne Zweifel finden, daß nicht Zwei miteinander einig sind über die Mittel, tie zu diesem Ziel, sühren sollen; Italien erscheint uns gleich einem Kranken, der an einem starken Fieber leidet, der sich von einer Seite nach o.r andern wendet, um eine Linderung zu suchen, bie er nicht sinde» kann. Gott allein kann in seiner Duld da5 Milt.l sür so gros^s Unheil schenke»; nnd Wir steh.ii ihn in Demuth an. dasi er die Finster-, nisse, die jekt den Geist der Menschen um nachten, zerstreuen und sie alle in sein Licht sü!)>en möge. — Ihr beschä,tig.t euch gegenwärtig, wie W>r glauben, mit Vorbereitung neuer Gesetze, welche hof,t»t!lcl! diesem guten Volke zum Vortlicile gereichen werden. Aber das Königreich besitzt bereits gnte Gesetze Ul Ueberfiusj und es bedürfte nur, unter dem Beistände des Himmels, ihrer genauen Befolgung; die Zcit. umstände fordern hier kluge Modifications, keine großen legislativen Reformen." Deutschland Frankfurt. Ich ernenne den seilhll'iqen Präsidenten der verfassunggebenden Neichsocrsammlnng, H einri ch von G agern, zum Präsidenten dc5 Reicbsministerrathes und !1lcichsmi»ister der auöwärti-gen Angelegenhciten, unter glei i zciii^er interiinistisä^r Ücbeitragiiiig der Leitung des Neicbsmmisteriliins des Innern. Frankfmt a, M, den ,7. December 1843. Der Nlichövenvesir gez. Erzherzog Johann. Der Neichsminister des Krieges gez v. Peucker. Frankfurt, l8 Decen,bcr. Nachmittags 2 Uhr. Bei dem dritten Scrutinium der heutigen Pva. sidemcnwahl wurde Abg. E. Simsun aus Königsberg, mit 2.'i3 unter 4li l Stiminen zum ersten Ü>or-sitzende» der Reichs, Versammlung erwählt. Abgeordneter Kirchgeßner erhielt 223 Stimmen. F r n n k r e i ch. Die »Allgem. Zeitling" vom 23. December meldet: Wir erhielten schon heute Nachts l l Uhr durch Estassetlc von Karlsruhe die solgende telegraphisch.: Depesche aus Paris vom ^l. Dec. 7'/^ Uhr früh, ^Ludwig ^)l a pole on Buonaparte, dcr durch absolute Slimmenmehrhsit znm Präsidenten der Re-pllblik erwählt worden, wurde von d^r ^tationalver» sammlung in der gestrigen Sitzung verkündigt. Die (Zeremonie der Einsetzung ging in größter Ruhe, vor sich.« N i n ! «» «1 n » K l)io p. 1'. INitjrlimlol' i! nl,l l!l. l)!»ul' «l. ^. l><; /Xli«;lx!un!l;! !»:l!lun»' — :m> 7., l4, , 28. ^ünixü'Ulul l l, l''<'!>l'u:>l- >843 /V!»^nln!«> !lullu!!<>«^ll »nit 'l'un/. — . .liumm', 4. llnll l8 l<'<'I)!'»:lr- l84!) :»I><>l- llnü«; ini ^^lliNL^uVtts«!»« ^:»ll!« 5lul,t, lltlduil xv^in. Van l1«r l)Il'<^>i<>n >!>ü/^ »lil,v«r«ili«» in l^ül)»cl») llm 2!1. Dticunilx.'«' l84). Heute: »Ein Traum — kein Traum, oder: Dcr Schauspielerin letzte Rolle« (Benesic, des Herrn Johann Netz er,___________ Verleger: Ja«. Al. Klei n »» a y r. — Verantwortlicher Vtedactenr : Leopold Horl> csch. Fremden-Anzeige der hier Angekommene« «nd Abgereisten Am 24. December. Hl-. Michael v. Facchü.etti, Reichstags >Deputl'rte. von W>el, „ach Triej'l. — Hr. Ma>nii,ug Goldnlan, Ober Rabinel', — u. Hr, Poz^a 0rs,,tco Conte de Zagoile, Ordensritter; beide von T>ie>1 »ach ?lgram — Hr. Vincent Seunig, Handelsmann, „ach Gray. — Hr. Giooanl Casanova, Besitzer, von Trieft »ach Wien. Den 25. Hr. Andreas Ichzenthaler, Handlunas» Gesellschafter, von Cllli. — Hr. Johann Tschoa. Ne yoziant, nach Trieft. — Fläul, Cmilie Facchinetli, Private, von Gray nach Trieft. — H:. Theodor Solar«'-, Pfarl .Adnlüuftl ator, — il. Hr. S>n,on Ieft!tS, Pfarrer; beide von Agram nach 83>''0l.a, Den 2^, Hr. Carl Wilnmer, Primat, von Trieft nach Wien. — Hr. Aron Kcmo, Handelsmann; — Hr. Franz Vonailtl, k. k. Beamte, — l>. Hr. Carl Ritter v. Liebenberg, niederösterr. La»dst.nid; alle 3 von Wien nach Trieft. — Hr. Eduard Alchholzer, Hand-ll>ngS. Agent, nach Trieft. Verzeichnis) der hier Verstorbenen. Den 22. December IKHtt. Valentin Leoitschnig, Taglöhner, alt 6^ Jahre, in d,r Tyrnau-Vorstadt ^tr. !2, an der öungenlähmuna, — llrban Uren;, Taglöhner, in der Sladt Nr. ij?, am wiederholten Schla^sills?. Den 23. Dem Jacob Rutschige!-, Taalöhner, ftin Weil) Helena, alt 50 Jahre, in der St. Petei^-Vur. stadt Nr. 64, an der Gedarmschwmdsuchl. — Der N. N ihr Kind Alols, alt 5'/« 5^l)'e, >n der .Stadt Nr. 1D7, an der h,h,gen Gchn'nho'hlen ' Wassersucht, Den ^^». Der N. N. lhr .^l>,d Johann, alt l? Tage, i,< der Stadt Nr 55, an schwäche. — De«n Herrn Matthäus Naber»n der Grabischa Vorftadl ^tr. !^0, an Frauen. — Dem Joseph Zünmermanii, Taglöhner, jn der Stadt Nr. 3l, an Altersschwäche. — Joseph Smreker, 5ac,!ohller, alt 73 Jahre, in der Carlftädtel'Vorftadt Nr. 13. an der ^un^encnt^unduu^. Den !lk. Wenjel T»rcn,^, i,'albacher Findling, alt 3 Monate, i» der ^ylnau Vorstadt Nr. 5», an Fraisen Z. 23U4. Meinen geehrten Freunden, welche nuch um Zusendung von Heu ersuchen, mache ich hn'nut bekannt, daß ich ihren Wünschen für jetzt nicht entsprechen kann, weil dic Iadlanitz - Semo-ner- Straße so schlecht ist, das; 1" mtt schweren Fuhren nur mit Gefahr dcfahren werden tan.,, — Die Gründe, warum dle,e Straße so vernachlässiget wird, sind unbekannt. (5m,ge sa-qen: man glaube auf diese Art frclstnnlg dem Fortschritt zu huldigen, und den Bedurs.nssen der Zeit zuvor zukommen; Andere behaupten den Bestand von Verbindnngen mtt cmer — ^ust-schifffahrt-Gesellschaft, und darum sey man allen irdisthen Verbindungsmitteln so abhold (5Mich will man sogar wissen, daß man Münchhau,cn6 Patent auf Erzeugung von Luftsteinm an stch ge« bracht habe, und mit dem ersten Fabnkate dle-ser Art auf der genannten Straße die Brücken, welche theils schon lange cinge,turzt sind, hells aber eben jetzt verfallen, äußerst wlld ausbauen wolle. — Dieß sind übrigens nur Gerüchte, dle ich nicht verbürgen kann; sollten fte aber doch auf Wahrheit beruhen, so wünsche lch jedermann, besonders in den zwei letzten Unternehmungen, den besten Erfolg, well ich dann meine geehrten Freunde, die bis dahin gedulden müssen, zu befrieden im Stande seyn werden. Iablanitz am 2U. December 1848. Tcribani. Bei Iguaz Al. Kleiumayr in ttaibach ist zu haben; Kärcher, kleineö deutsch - lateinisches Schulwörterbuch, Zweite, bedeutend vermehrte Aus gäbe. Stuttgart 183«. Geb. 45, kr. — Lateinisch - deutsches Schulwörterbuch in etymologischer Ordnung. Dritte verbesserte Aufl. Stuttgart 1843. fl. 1- 3U kr. M a ch st c h e n d e wünschen zum neuen Jahre 1849 allen ihren hochverehrten Gönnern und Freunden Glück und Segen von Gott dem Geber alles Guten, und haben sich durch Lösung der Neujahrs - Billeten für die Armen von allem sonst üblichen Ucu.jahrswünsch cn losgesagt. Anmerkung. Die mir Stti-lichei, B^eichincel, b'w„de,cr Eis^ßka!t»>» .nich 00» den Olücku'lliüchen zu Gl'burts- und Vtamensfesten fill- daö Jahr >84tt los^es^^t. ( F l> l- t s l> y u „ q. ) Hell' Äadxel U>d^5. „ Gl^gol' Kl'.'schiy, Pfaner. ^ », Iol)^>n, Bapt. No^,'k, Semiiiarsdii-ectoi'. ^ „ Georg V0I4, Spilltllal. * „ 'Al,to>, Kosli'ü^ai, th..»I, Adju»ct. « Andreas Mcceiz, Vlccdliector. * „ Matthäus LlN,gl,S, sammt Frau. „ Sühiil, Oberstlieutenant. ^ ,> Ißl'az Edler v. Klemmayr und Tochter. * » Fedor Bainber^, slUlunt F:au. » Ioseol) Zuderlllall», Sparcasse--Ofsizial. * Frau Auna Schliedltz, geb. Iunc, GudernmlrathS' Wltwe. * Herr Kiei^cMer Rudolph Schl'edih. ^. Seb. Schi'umgg, ?lp»theker in Kraxibur^, sammt Familie. „ Bernhard Nath, Beziiköcomlmssäl'. Frau Theresia Rul. Glaüetlo ^carqinie Go^ani. Herr i^opold Dece,>ie. ^ Fr.nl Ilillaoe Piiilnh, Ha»dclsma.",S. Witw,. * Herr A^pelI>Niü„>5i-at» ?. Schel,che»»^,el, s. Frau. * » Luiorall) v. Scheuchei'stnel, ,ammt Fra». ^ „ Dr. Zhuber, sammt Famllle. * Fräul. Anna Fre»«» v Räude». Heir Anton Pal)0t!, Pfaiser iu Landstraß. * „ Alois Baron o. Apsallerer. ^ „ ?Uois Nauuekel'. „ AloiS Regul, k. k. Nechlilmgs-Offijial, sammt Gatt!». ^ „ ?1i>con 0 Leitner, k. t. Hauptmaun.-Auditor, s^mmt Frau. ^ » Joseph Norak, Camera!» und K>>eg?zahlmelster, sammt Familie. Frau Alclsia v. Flantei,. Herr Mathias Schmidt, Pf,,rrer in PInnua. „ L>>!ei!z i)llld!.'Is, Coeper^tor. » A»drea5 Broß, Beamte. „ Franz Smre, ^rau Vlciorla NoKmann. * /-)err Max v, Pr.me>ste>,>, sammt Frau. ^ » Jacob Vosou, Handlu»g^buchh'lter. ^ Htephau Kobau, Pfarrer »n Adleschil). * F.mnlle Sain^ssa. Herr Kauö und Familie. * „ Glibernl^lraih Brandstetcer, sammt Frau. Madam Mulle, Witw^. Fraul. Maile Schn'll^hoffen. Herr Franz Hnber, k, k. Ze,chnu»gSlel)ler, sammt Gemahlm. >, Victor Hnbcr, k. k. Concepts-Piactikant, * Johann Prslnkar, * Dir brauen U, s,!>!"e!>nll.'n ^'i Lail'ach, _________ Herr Cail l'. doppln!. Fraul. Ma'.ie o. Ko^pinl. ' Frau Mari,' Voa,ou. ^ Herr v. Tappeiibllrg, Oberstlielitenant. * » Johann Fü'ch.r Eoler c. W>>de»see, k. k. Haupt» mann ,n der Ariliee, mit Tochrer Joseph,,,e. * » Johann Ehmayr, k. t. Gefalle» . Oberamts. Mllga^mij.-Veril'aller. "^ „ landrail) Jento mit Familie. ^ » Fianz Galle,- HerrschafiSlichaber, sanuur Ge^ lnahli» und Familie. 5 » Katechet Saraiching, * ,) Ludwig v. Äzula, t. k. Landrath, s, Familie. , Joseph ElSnel', jubll. Regulator nnd Ci-peditor der k. k. illyr. P:oo. Staatsbuchh., s. Familie. * Fiau Maiie Grnüdner, sammt Tochter. Herr Johann Tauzher, Geschäftsführer. * ,, Matthäus Hlra'chooil), sammc Fan,,lie. ' „ Bezn^commissä! Riz;,, sailiml Frau. * F/äul. Amalic Schlvl^hoffeu. "° ,) Marie Schreyer in Kla^enfurl, * Herr Ioiep!) s)chrey^r, sainmt Fannlie. ^ ,> Paul H^iiinai!», r. k, Ma>or, s. Gemahlin. ^ ,> V.,Ie»r>!> ^tschlo, laniun G^ül^hll». * „ Fide!«? Terp»>^, s.nlln,t G,iluU)liN, * Frau Antcxne ?. Hch^ichensl.n-I. sammt Tochter, * Herr Payk, ^ezlltücomnlllsar,i> Krambu,g, sammt Gemahlin. * FrauI. ?l<»na Gollm^yr, Herr Director Costa, sammt Familie. Frau Älolsie Detela, ZeUcomlNissars - Witwe. * Herr Nicolans Karl. , Andrea? Giabner, k. k. Camera!» und Kriegs» zahlamls.- Casseofsi^ial. Frau 0, Gold. Herr Johann Naumcher u> Neudorf, sammt Familie. * K- K. pül'il, Zncterrasfincrie in Lalbach, Frau Mai »ane Fi elin o. Rechdach, sammt Familie. * Herr ll>'. D.b,ll«r, Kamme,procuralor, s. Familie. » Juseoh K^schaler, k, k. Guberixalrath und KrelS» haupcmauu in?ldelsb<>rg. Frau Fanny Koschakes. Herr Al»>5 Tlchik, k. l-. Glibernial - Collcivist. „ Johann duschn,, t. k. Hofrath. lnr^. „ Conrad Pleiweisi, sammt Frau, ,n Klainburg. „ Franz Xav, Souoan, sammt Fannlie. (Fortsetzung f » I 0 t.) Bei Joh. Viontini in Laibach ist zu haben: (Zu b. Das Zahnen der Kinder. 2. Aufl. 8 Nordh. 1845. 45 kr. Drouinet-Iaudun, l^l. Von der Abmagerung U.Abzehrung. 3. Aufl. Nicht er, FF. Die Impotenz (Unvermögen) und deren Heilung. 8. Nord- yausrn l«4!t. 45 kr. --------C. l>l. Der Schlaf und die Schlaflosigkeit. 8. Nordh. 1845. 30 kr. --------M. F. O.-. Unfehlbare Heilung des Kropfes und dicken Halses. 8. Nord hausen. 45 kr. Woolstone, F 0r. Die KalMpsigkeit und ihre Heilung. 9. Auflage. , 8. Nordhausen 184«. 30 kr.