Vorrätig und zu beziehen durch alle Bachhandlungen. Woerl’s Städteführer. * Aachen. — französ. Aarau. A Ubach. Abbazia* Achensee. Agram. — kroat. Aibling. Alexanderabad. Altbreisach. Altona. Altona. Altötting. Alvaneu. Amberg. Ammersee. Amsterdam. Andernach. Annaberg. Antwerpen. Apolda. Arco. Arenberg. Arnstadt. Asch. Aschaffenburg. Aschersleben. Auerbach. Augsburg. Aussee. Anssig. Baden-Baden. Baden i. Sch. Baden weiter. Bamberg. Barmen. Basel. Bantzen. Bayreuth. Belgisohe Seebäder. Berka a. I. Berlin. Bern. Bernbnrg Bertrich. Benron. Beuthen; Ober-schlesien. Bibcrach. Biolitx. Bingen. Bin*. Blankenberghe. Blankenburg. Blasewitz. Bochum. Bocklet. Bologna. Bonn. Boppard. Bornholm. Bozen. Brandenburg. Braunsberg. Braunschweig. Bregenz. Bremen. Bremerhaven. Breslau. Brixen a. E. Bruchsal. Brückenau. Brügge. Brünn. Brüssel. Budapest. — Ungar. Budweis. Calw. Cannstatt. Carlsbad. — engl. Celle. Charlottenbrunn. Chemnitz. Chur. Coblenz. — engl. Coburg. Colmar. Como. — ital. Cortina. — ital. Crailsheim. Crefeld. Crimmitschau. Culm. Dangast. Danzig. Darmstadt. Davos. Deggendorf. Dessau. Detmold. Donaueachin- gen. — ©ngl. Donauwörth. Dortmund. Dresden. Duisburg. Düren. Dürkheim. Dnriach. Düsseldorf. — Umgeb. Eberbach. Eborswalde. Eger. Eichstätt. Einsiedeln. Eisenach. Elberfeld. Elgersburg. Eil wangen. Eimen. Emden. Ems. Erfurt. Erlangen. Essen a. R. Esslingen. Kupen. Feldkirch. Fium«. — italien. Florenz. F rankenhausen. Frankenland. Frankfurt a. M. — französ. Frankfurt a. 0. Fran&'ensbad. Freiberg. Freiburg i. Br. Freiburgi.Sch. Freising. Freud en3tadt. Friedrichroda. Friedrichahafen Fulda. Fürstenwalde. Fürth. Füssen. (»astein. Gelnhausen. Gelsenkirchen. Genf. Gengenbach. Gent. Georgenthal. Gera.. Gernsbach. Giessen. Gladbach (M.) Gleichen borg. Gleisweiler. Glefrvitz. Gmünd, Schw. Gmunden. Gnesen. Goerbersdorf. Görz. Goslar. Gotha. Gotthardbalm. Göttingen. Gran. — Ungar. Graz. Greifswald. Greiz. Grenzach. Grünberg N.-Sch. Guben. Haag Haarlem. Hagen. Hagenau. Halberstadt. Hall, Schwäb. HaHe. Hamburg. Hameln. Hamm. Ilanau. Hannover. Heidelberg. — französ. — engl. — Schloss. — französ. — engl. Heilbronn. Helmstedt. Heringsdorf. Herkulesbad. Hermannstadt. Preis eines jeden Heftes 50 Pfi Hildesheim. Hirschberg. Hof. Hohentwiel. Holländ. Seo-bäder. Höllenthalbahn. Homburg v. H; Iglau. Ilmenau. Innsbruck. Inselbad. Insterburg. In^eTlaken. Ischl. — franz. I serlohn. Isny. 1 vonioz. Jagstfeld. Jena. Jordanbad. Jugenheim. Kainzenbad. Kaiserslau- tern. Karlsruhe. Kassel. Kattowitz. Kaufbeuren. Kempten. Kiel. Kissingcn. — tranz. — engl. Klagenfurt. Klaushof. Kolberg, Köln. — engl. Königgrätz. Königsberg. Königshütte. Kdnigsschlöss. — französ. Königstein i.T Königswart. Königswinter, Konstanz. Kopenhagen. Köpenick. Kösen. Volks i MeDinghof. ~j£Zisä- TappeiiltJ' Lanctwelvr Ka.s. rasfabr. "Zicj-erudorl' * c/ * uäb ahnw erlt s t^ftt ( Villa Al wies Alle BechIr Vorbehalten Erklärung zum Plan von Marburg. Kirchen und Klöster. 1. Dom und Stadtpfarrkirche C 2. 2. Aloisiuskirche C 3. 3. Franziskanerkirche & Kloster D 2. 4. Lorettokapelle D 2. 5. Evangelische Kirche C 2. 6. Magdalena-Kirche D 3. 7. Kirche der Schulschwestem und Kloster C 2. Hotels. 8. Meran. g. Stadt Wien E 2. 10. Traube E 2. n. Mohr D 2. 12. Erzherzog Johann C 2. 13. Schwarzer Adler D 2. Fabriken. 14. Gasanstalt E 2. 15. Dampfmühle Franz E 2. 16. Dampfmühle Scherbaum D 2. 17. Brauerei Götz D 2. 18. Cichorienfabrik C 3. 19. K. k. priv. Südbahnwerkstätten A 3 und B 4. 20. Lederfabriken D 3. Oeffentliche Gebäude. 21. K. k. Drau-Kaserne C 3. 22. K. k. Franz-Josef-Kaseme A 5. 23. K. k. Freihauskaserne D 3. 24. K. k. Landwehrkaseme F 2. 25. K, k. Cavalleriekaseme C 4. 26. K. k. Bezirkshauptmannschaft E 2. 27. K. k. Finanzbezirksdirektion E 2. 28. K. k. Bezirksgericht D 2. 29. K. k. Post-& Telegrafenamt C 2,3. 30. K. k. Gymnasium C 2. 31. K. k. Lehrerbildungsanstalt C 3. 32. K. k. Oberrealschule D 2. ---- 33. K. k. Männerstrafanstalt D 4. 34. Rathhaus C 3. 35. Bischöfliches Palais C 2. 36. Domkapitel C 2. 37. FürstbischöflichesKnabenseminar D : 38. Fürstbischof!. Priesterhaus C 3. 39. Städtische Turnhalle D 2. 40. Gemeinde-Sparkasse C 2. 41. Theater- und Casinogebäude C 2. 42. Bürgerversorgungshaus C 2. 43. Südbahnhof E 2. 44. Kärntnerbahnhof B 4. 45. Knabenschule I. D 2. 46. do. II. C 2. 47. do. III. C 3. 48. Mädchen- und Bürgerschule C 2. 49. Mädchenschule Magdalena D 3. 50. Landschaftliche Obst- und Wein- bauschule C I. 51. Badeanstalt Karlin C 2. 52. Schwimmschule B 3. 53. Lagerhäuser F 2. 54. Tegetthoff’s Geburtshaus D 2. 55. MädchenschuleGrazervorstadtE2. 56. Badeanstalt Denzel D 2. 57. K. k. Militär-Spital D 2. 58. Zeughaus der Feuerwehr C 3. 59. Burg D 2. Monumente. I. Tegetthoff-Monument D 2. 11. Kaiser Josef II.-Monument D 1. III. Erzherzogjohann-Monument D1. IV. Pest-Gedenksäule C 3. Woerl’s Reisehandbücher. Führer durch Marburg a. d. Drau und Umgebung. Mit Plan der Stadt und Illustrationen. ’■-------___________ Herausgegeben von Leo \A^oerl in Würzburg. Nachdruck verboten. Adle Rechte von der Verlagsbuchhandlung Vorbehalten. 2^ Druck von Leo Woerl in Würzburg. Vorrede. Der grossen Menge der Reiselustigen bieten wir in der Herausgabe dieser kleinen, billigen Städteführer eine Sammlung, der sich wohl an Reichhaltigkeit und Wohlfeilheit keine andere an die Seite stellen kann. Nicht nur die Hauptstädte fast aller Länder, sondern auch Provinzialstädte und kleinste Städtchen sind in den Kreis derselben gezogen und mit peinlichster Genauigkeit, Berücksichtigung ihrer Eigentümlichkeiten, guten Karten und Plänen ausgearbeitet worden. Wenn wir auch für grössere Reisen unsere voluminöseren Reisebücher empfehlen müssen, so ist dem Publikum andererseits Gelegenheit gegeben, genaue Orientierung über manches kleinere, liebliche oder interessante Örtchen zu erlangen, das natürlich in grösseren Werken mit wenigen Worten abgefertigt werden musste. Unser Unternehmen hat im Laufe der Zeit so viel Anklang gefunden, dass wir von Jahr zu Jahr die Zahl unserer Führer vermehren müssen und wohl behaupten dürfen, einem wirklichen Bedürfnisse entsprochen zu haben. Bei der Bearbeitung des vorliegenden „F. d. M.“ wurde die vorhandene einschlägige Litteratur, soweit sie bekannt ge- worden, berücksichtigt und verdanken wir die,schätzenswertesten Mitteilungen dem Fremdenverkehrverein von Marburg und der Sektion Marburg des deutschen und österr. Alpenvereines. Indem wir auf das jedem Führer beigedruckte Verzeichnis unserer Reiselitteratur aufmerksam machen, bitten wir höflich, Fehler und Ungenauigkeiten in unseren Führern gütigst bei uns berichtigen zu wollen. Wii rzburg, 1893. Hendscliel’s Telegraph, grosse Ausgabe Mk. 2.—, kleine Ausgabe Mk. 1,— ist das älteste Coursbuch, erfreut sich als bewährtester und absolut sicherer Führer auf allen Gebieten des Reiseverkehrs in ganz Europa der grössten Verbreitung und wird vom Publikum überall mit Vorliebe benutzt. Wir empfehlen Jedem, der ein praktisches Coursbuch braucht für grössere oder kleinere Keisen IJendsc/iel's Telegraph. Einleitung. em aufmerksamen Reisenden, welchen das Dampfross durch das reizende, abwechslungsreiche, Murthal nach Süden fuhrt, wird es kaum entgehen', dass er bei der Station Spielfeld, wo sich der Murfluss in scharfer Krümmung nach Osten wendet, in eine Gegend gelangt, ganz verschiedenen Charakters von der des steiermärkischen Oberlandes. Die Bahn führt von Spielfeld, wo die Trace das Murthal verlässt, nach Süden durch eine ununterbrochene Kette von Hügeln, deren Kuppen, zumeist von Weingärten oder lichtem Laubwald gekrönt, ein anmutiges Bild gewähren. Es ist dies die unter dem Namen der Windisch-Büheln bekannte Hügelkette, welche sich von Nord-West nach Süd-Ost zwischen- dem Murflusse und dem Draustrome, dem bedeutendsten Gewässer des steiermärkischen Unterlandes, hinzieht. Durch einen Tunnel bei Station Egydi fährt der Zug in das Thal des Zirknitz-Baches, welches er jedoch bald wieder verlässt, um auf hohem Damm, der das Pössnitz-Thal durch-schneidet, und durch einen Tunnel durch den massig hohen Leitersberg, gleichsam das nördliche Eingangsthor Marburgs, parallel mit der Reichsstrasse in wenigen Minuten das Nordostende Marburgs und zugleich den Bahnhof zu erreichen. Nur wenige Schritte von diesem, jedoch in bedeutender Tiefe, bricht die hier schon mächtige Drau, aus dem Kärntnerlande von Westen kommend, ihre Wogen an eben derselben Hügelkette, welche im Norden der Mur die Richtung angewiesen hat. Die vorgeschobenste Erhebung dieser Kette, deren Wände fast senkrecht gegen die Drau abstiirzen und kaum 1* der schmalen Bezirksstrasse Baum gönnen, heisst der Schlapfen-berg, von dessen Höhe man den besten Ausblick auf Marburg und seine Umgebung geniesst. Im Süden der Drau, welche bis Pettau den Südabhang der Windisch - Büheln in der Richtung nach Süd-Ost begleitet, breitet sich fast unabsehbar das von zahlreichen Ortschaften bedeckte Pettauer-Feld bis Pragerhof aus, im Osten begrenzt durch die rebengeschmückten Hügel der Kolos, im Süden von den malerischen Contouren des Donati-Berges und des Wotsch, im Westen von dem bläulichdunkeln Rücken des Bacher-Gebirges eingerahmt. Diese weite Ebene, auf allen Seiten von natürlichen Wehren umgeben und von Heerstrassen nach Osten, Süden und Westen durchzogen, von des Landes grösstem Wasserlauf durchschnitten, durch die Windisch-Büheln und den sich daran schliessenden westlich ziehenden Rücken des Possruck vor dem rauhen Boreas geschützt und gegen den milden Süden zu geöffnet, scheint von der Natur geschaffen zu sein, von alters her ebensowohl zur Stätte friedlicher Ansiedelung, wie auch zur Walstatt für blutige Völkerkämpfe von entscheidender Bedeutung zu dienen. Und dennoch hat seltsamerweise die Geschichte bis in das späte Mittel-alter hinauf an dieser Stelle weder von dem einen, noch von dem anderen deutliche Spuren bewahrt. Wir wissen, dass das nahe gelegene Pettau einer befestigten Ansiedlung der Römer entstammt, und selbst in der unmittelbaren Nähe Marburgs haben sich kärgliche Reste römischer Bauten gefunden, welche schliessen lassen, dass dieses staatskluge Volk die natürlichen Vorzüge der Stätte des heutigen Marburgs für militärische und merkantile Zwecke nicht ungenutzt gelassen habe. Allein nichts deutet darauf hin, dass an dieser Stelle schon vor der Völkerwanderung eine geschlossene Ansiedlung bestanden habe, und weder Geschichte noch Sage erzählt von Kämpfen, die sich während derselben auf der weiten Ebene südlich von unserer Stadt abgespielt haben mögen. — Aber auch der Ursprung des heutigen Marburgs ist in das tiefste Dunkel gehüllt. Der im Nordosten der Stadt gelegene Pyramidenberg soll bereits im frühen Mittelalter eine Burg getragen haben (Obermahrburg), auf welcher die Markgrafen der unteren Mark Hof gehalten haben mögen. Sehr wahrscheinlich verdankte auch Marburg, sowie die meisten Städte des Mittelalters, seine Entstehung der Gefolgschaft eines Burgherrn und mag sich dank seiner glücklichen Lage verhältnismässig rasch zu dem blühenden Gemeinwesen entwickelt haben, als welches unsere Stadt bereits im Anfänge des 12. Jahrhunderts beurkundet ist. Der Prior der Karthause Seitz erscheint im Jahre 1175 vom Domstifte Graz als Pfarrer von Marburg eingesetzt. In der späteren Geschichte wird Marburg wiederholt genannt, ohne dass jedoch wesentliche historische Ereignisse mit dieser Erwähnung verknüpft gewesen sind. Hervorzuheben ist jedoch, dass Marburg schon damals eine vollkommen deutsche Stadt gewesen ist, welche sich durch die fortgesetzte Einwanderung von Deutschen rasch ausdehnte. Unter den Herzogen Albrecht III. und Leopold erhielt Marburg wichtige Privilegien. Im Jahre 1461 hielt Kaiser Friedrich IV. in Marburg einen. Landtag ab. Im Jahre 1480 erlitt unsere Stadt eine schwere Belagerung durch König Matthias von Ungarn, welche jedoch durch den Mut ihrer Bürger erfolgreich abgewehrt wurde. Auch die Türken wurden von den Marburgern wiederholt, insbesondere im Jahre 1529, auf ihrem Rückzuge nach der ersten Belagerung Wiens von den Mauern der Stadt abgewehrt. Im übrigen ist die städtische Chronik mit Berichten von überwiegend lokaler Bedeutung ausgefüllt. Die Herren von Obermahrburg werden wiederholt an hervorragender Stelle genannt, und auch im städtischen Weichbilde entwickelte sich schon frühzeitig ein reich begütertes Patriziertum. Zu Ende des 17. und im Anfänge des 18|, Jahrhunderts wurde Marburg durch die Pest (1680) und eine riesige Feuersbrunst (1700) heimgesucht und in seiner Entwickelung um vieles zurückgedrängt. Dagegen blieb es, wie ganz Steiermark, unberührt von den Kriegen, welche während des ganzen 18. Jahrhunderts Europa erschütterten. In die 2. Hälfte dieses Zeitraumes fällt die Errichtung verschiedener moderner Anstalten: 1758 eines Gymnasiums durch die Jesuiten, 1777 einer Normalhauptschule, 1799 eines allgemeinen Krankenhauses eic. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde Marburg wiederholt von Hohen und Allerhöchsten Herrschaften besucht; insbesondere hat sich Kaiser Franz wiederholt in unserer Stadt aufgehalten. In den Jahren 1805 und 1809 wurde Marburg vorübergehend von den Franzosen besetzt und musste das erste Mal 20 000 Fr., das zweite Mal 30 000 Fr. Kontribution entrichten. Im Jahre 1.817 erhielt Marburg eine Garnison, am 2. Juni 1846 wurde die Südbahn in Marburg eröffnet; 1852 wurde unter Beitragsleistung der Stadt das Kadetteninstitut erbaut, 1859 wurde Marburg zum Sitz des Fürstbischofs von Lavaut erhoben, 1862 wurde die Gemeindesparkasse gegründet, 1863 die Kärtnerbahn und die Maschinenwerkstätte der Süd- Marburg a. d. Drau. in bahn eröffnet, 1869 erhielt Marburg Gasbeleuchtung, 1870 wurde die k. k. Lehrerbildungsanstalt, die k. k. Oberrealschule, 1872 die Landes-Obst- und Weinbauschule eröffnet. Grosse Verdienste haben sich um die rasche Entwickelung der Stadt in den letsten drei Dezennien die Bürgermeister Tappeiner, Bancalari, Dr. Reiser, Dr. Duchatsch und Nagy erworben, deren Umsicht und Thatkraft im Vereine mit dem im Jahre 1864 gegründeten Theater- und Kasino - Verein und mit dem im Jahre 1877 gegründeten Stadtverschönerungsverein Marburg alle Vorteile und Reize einer modernen Stadt verdankt. Insbesondere hat letzterer Verein durch die Erhaltung des im Jahre 1872 vollendeten Stadtparkes, dessen Erweiterung im besten Zuge ist, und durch die Errichtung und Erhaltung anderer städtischen Anlagen und Alleen sich um die Annehmlichkeit des Aufenthaltes in Marburg grosse Verdienste erworben. Ist die Lage der Stadt Marburg schon durch die landschaftlichen Gegensätze, die in den lieblichen Rebgeländen im Norden und dem hohen Bachergebirge im Süden zu Tage treten, herrlich zu nennen, so ist auch die Umgebung geologisch nicht minder bedeutsam. Marburg selbst liegt auf einer an beiden Drauufern tief eingeschnittenen, 20 m mächtigen diluvialen Schotterterrasse in einer mittleren Meereshöhe von 274 m. Diese durch die Mannigfaltigkeit an krystallinischen, wie plastischen Sedimentgesteinen und plutonischen Gesteinen petrographisch äusserst interessanten Diluvialschotter reichen von Faal im W. über Marburg bis an die Drau bei Pettau im O. und die Dran im S. und bilden das durch die Windisch-Büheln von der Grazer Bucht abgetrennte Pettauer Feld. Das die Drau am rechten Ufer von Kärnten her begleitende Bachergebirge ist der südöstliche, hier plötzlich abbrechende Ausläufer der sich bei Köflach spaltenden Centralkette der Alpen, eine direkte Fortsetzung des Koralpenzuges. Mit dem Misslingthale beginnend, erstreckt sich der Bacher bei einer Breite von 5 km in einer Länge von 42 km, und bei einer Durchschnittshöhe von 1200 m erhebt er sich in der Velka Kappa zu einer Höhe von 1542 m. Der Charakter des Urgebirges tritt in den sanft geschwungenen Contouren dieses Gebirgszuges hervor; im Westen hebt sich deutlich ab die scharfe, zackige Gratlinie der den südlichen Kalkalpen angehörenden Hohen Petzen. Das imposante krystallinische Bachernmassiv zeigt seinem geologischen Aufbau nach ein über einem granitischen Kerne gelagertes hoch gehobenes und auf dem Sattel geborstenes Gewölbe krystallinischer Schiefergesteine. Bedeutende Granitkuppen sind die von der Stadt aus sichtbaren Höhen des Klappenberges (Klopni Vrh) und der grossen Koppe (Velka Kappa). Der Granit ist in diesem Gebiete mittelkörnig, verwittert leicht, und auf seinen Plateaus stauen sich auf den aus der Zersetzung resultierenden Thonlagen die im Volksmunde als Seen bezeichneten Hochmoore wie der Lorenzenersee, der Reifnigger See, der Forellenteich etc. Den Mantel des Granitkernes bilden metamorphische Schiefergesteine, deren einzelne Glieder wie Gneiss, granatreicher Glimmerschiefer, grünliche Talk- und dunkle Hornblendeschiefer und Phyllite coulissenartig eines nach dem anderen gegen das Drauthal vorspringen und in ihrer Fortsetzung auf den die Drau am linken Ufer begleitenden Possruckzug verweisen, der durch die Drau zwar vom Bacher massiv getrennt erscheint, nichtsdestoweniger aber mit diesem ein geologisches Ganzes bildet. Während das Bachergebirge zwischen Windenau und W. Feistriz mit dem Steilabfall gegen Osten seine Grenze findet, bildet im NW. der Stadt der Gamser Graben die geologische Grenze zwischen dem Possruckgebirge und den Windisch-Büheln. Das Fundament des Possruckzuges sind phyllitische Gesteine, durch Druck an Struktur und Ansehen sehr verschieden. Auf diesen krystallinischen Schiefergesteinen der Primaer-Formation erscheinen insulare Vorkommen von jüngeren Sedimenten, von denen die dyassischen roten Sandsteine und Schiefer und die Triaskalke bei Hl. Geist hervorzuheben und besuchenswert sind. Die im Norden unmittelbar an die Stadt herantretenden Gehänge des mit einem Kirchlein gekrönten „Deutschen Cal-varienberges, des Pyramiden- und des Schlapfenberges“ gehören geologisch den W in d is ch-Büh e ln an und sind Tertiärgebilde mio- und oligocänen Charakters. In der Tiefe lagern dunkle glimmerreiehe Thonschiefer, im Hangenden dieser folgen sandig mergelige Sedimente mit undeutlichen Pflanzenabdrücken und stellenweise kleinen Braunkohlenschmitzen, darüber bläulichweisse Mergelbänke, über denen wie im W. bei Täubling Leithakalke anstehen. Auf den genannten Höhen, noch deutlicher auf den Teufelsteinen bei Gams und auf St. Urbani schliesst die Formation mit groben, konglomeratartigen Sandsteinen ab. Von hohem geologischen Interesse ist das isolierte Hervorbrechen der Granitkuppe des „Windischen Calvarienberges“ am Nordfusse des Bachern bei Pickerndorf, sowie der oberflächlich grossenteiis verdeckte Granitaufbruch zwischen Pickern, Lembach und der Meranschen Hube. Diesem Vorkommen des Granits verdankt das durch seine vorzüglichen Weine bekannte Pickerngebirge seinen zum Weinbau so besonders geeigneten Boden, der aus der Verwitterung dieses Granites hervorgegangen ist. Die im Norden der Stadt vorgelagerten Windisch- Büheln schützen die Stadt gegen rauhe Nordstürme. Der hohe Gebirgszug des Possruck im NW. und im Westen die zwischen Lorenzen und Faal nach N. vorspringende thaleinengende Ge-birgsnase verhindern das Hereinbrechen der ungesunden dichten Frostnebel aus den Alpenthälern. Einen besonderen klimatischen Vorzug verleiht der Stadt und ihrer Umgebung die lange, sonnenklare, warme Herbstzeit, wodurch das Klima besonders mild und angenehm, den Respirationorganen wohlthuend wird. Längeren Beobachtungen zufolge bewegen sich die Jahresmittel zwischen -j- 9 und -J- 11° Celsius. Als Jahresniederschlagsminimum kann 440 mm, als Maximum 1000 mm gelten. Den bereits südlichen Charakter des Klimas verrät das üppige Gedeihen der allenthalben auf den sanften Südgehängen gepflanzten Rebe mit ihrem Gesellschafter, dem Pfirsirch; noch mehr kündet das schöne Laub der hier schon in ganzen Hainen auftretenden Edelkastanie an, dass man sich im Bereiche des Südens befindet. Bacher und Possruck sind reich bewaldet, und wenn auch der frühere Urwald, dessen Holzreichtum in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts zahlreiche Glashütten erstehen liess, der Axt zum Opfer gefallen ist, so sind die heutigen Buchen- und Nadelholzbestände dicht und alt genug, Hunderten von Brettsägen, die die zahlreichen Gebirgsschluchten und Thäler beleben, reichliches Material zur Verarbeitung zu liefern. Ob sich der Blick über die freundlichen Häuserreihen der Stadt hinweg nach den Höhen des Bachern zu dem aus Tannendunkel hervorlugenden Kirchlein von St. Wolfgang wendet, oder hoch entzückt an dem im Norden die Stadt umsänmenden Grün des ßebenlaubes labt, ob er an den von SO. grüssenden kroatischen Bergsäumen haftet oder westwärts gegen Kärnten, dem Bacherzuge folgend, sich träumend in das dunkelbewaldete Drauthal verliert: immer sind es anmutige, stimmungsvolle Landschaftsbilder von lebhaftem, für die Erinnerung unverwischbarem Kolorit. Aufenthalt. Gasthöfe: Stadt Meran, mit Garten; Stadt Wien, mit Garten; Traube ; sämtliche in der Tegetthoffstrasse; Erzherzog Johann, Burgasse; Mohr, Herrengasse; Schwarzer Adler, Burgplatz. Restaurationen: In den genannten Gasthöfen; ferner in der Stadt: Kasino, mit Garten, Domplatz; Gambrinus-Halle, mit Garten, Schillerstrasse; Alte Bierquelle, Postgasse; Rother Igel, Neue Bierquelle, beide Viktringhof-gasse; Spatzek, vorm. Kreuzberger, Kärntnerstrasse. In der Grazervorstadt: Götz, Bierhalle mit Garten , Südbalmhof, beide Tegetth offstrasse. Inder Kärntnervorstadt: Goldener Löwe. In der Magdalenavorstadt: Fuchs, bei der Draubriicke; Kreuzhof, mit Garten, Josefstrasse. Weinbaus: Schosteritsch, mit Garten, Mühlgasse; Delikatessenhandlung D. Menis, mit Wein- und Bierstube, Herrengasse. Kaffeehäuser: Furche, Erzherzog Johann, beide in der Herrengasse; Tegetthoff, Meran und Mercur, in der Tegetthoffstrasse; Kasino, Dom platz: Fetuar, Rathausplatz; Folger, Viktringhofgasse; Nordpol, Franz-Josef-Strasse. Bäder: Kartins Wannenbäder, Schmiderergasse; Schwimmschule in der Drau, Kärntnervorstadt und Badeanstalten in der Drau bei Stern, Lirzer und Stauder; Militär-Schwimmschule, Franz-Josef-Kaserne. Theater von Oktober bis Ostern. Musikkapelle der Südbahn-Werkstätte. Konzerte von den musikalischen Vereinen. Lesezimmer im Kasino I. Stock, auch für Fremde, welche durch Mitglieder des Vereines eingeführt worden sind. Eisenbahnen: Marburg liegt an der Hauptlinie Wien-Triest der k. k. priv. Südbahngesellschaft, ist Knotenpunkt für die Kärntner- und Tiroler-Südbahnlinie und die ungarische Linie über Pragerhof nach Budapest und Kroatien. Post und Telegraph im Hauptpostgebäude am Domplatz und am Südbahnhofe. Lohnfuhrwerke: Ein- und Zweispänner; ihre Standplätze sind: Hauptplatz, Burgplatz, Tegetthoffstrasse und Südbahnhof. (Taxe in jedem Wagen ersichtlich.) Preise der Fahrten vom und zum Südbahnhofe: Stadt, Grazervorstadt mit Meiling.........40 kr. Einsp., 60 kr. Zweisp. Kärntnervorstadt..............................60 „ „ 90 „ „ Magdalenavorstadt nördlich v. d. Kärntnerbahn 60 „ „ 90 „ „ Magdalenavorstadt südlich v. d. Kärntnerbahn 70 „ „ 1 11. Preise der Z eitfah rlen: Für eine Viertelstunde....................50 kr. Einsp., 40 kr. Zweisp. Für jede darauffolgende Viertelstunde ... 20 „ „ 50 „ „ Jede begonnene Viertelstunde ist für voll zu bezahlen. Nachts (9 Uhr abends bis 6 Uhr früh) ist die Hälfte mehr zu entrichten. Die Mautgebühren bezahlt der Fahrgast; im Wagen untergebrachtes Reisegepäck ist frei, für Gepäck aussen werden bezahlt bei Einspännern 10 kr., bei Zweispännern 20 kr. Tagesfahrten nach Übereinkommen. Behörden und Ämter. Die k. k. Bezirkshauptmannschaft, die k. k. Finanz-Bezirks-Direktion, das k. k. Hauptsteuer- und Zollamt, die beiden k. k. Bezirksgerichte linkes und rechtes Drauufer, das k. k. Post- und Telegraphenamt, der Stadtrat der autonomen Gemeinde, die Bezirksvertretung, der Bezirksschulrat, der Stadtschulrat; das Ordinariat der fürstbischöflichen Lavanter Diöcese, zwei Dekanate und drei Pfarren, das evangelische Pfarramt; die Kommanden der 3. Kavallerie-Brigade, des Ergänzungs-Bezirkes des 47. Infanterie-Regimentes Freiherr v. Beck, des 5. Dragoner-Regimentes Kaiser Nikolaus von Russland, des 21. Landwehr-Bataillons. Lehr- und Bildungsanstalten. Das k. k. Staats-Obergymnasium, die k. k. Slaats-Oberrealschule, die k. k. Lehrbildungsanstalt, die theologische Lehranstalt, die Landes-Obst- und Weinbauschule, die städtischen Knaben-und Mädchen-Bürgerschulen, 8 Volksschulen, die kaufmännische und die gewerbliche Fortbildungsschule, die Haushaltungs- und Fortbildungschule für Mädchen, zwei Kindergärten, die Musik- und Gesangsschule des philharmonischen Vereines, die Musik- und Gesangsschule des Direktors Korel. Vereine. Diese sind zahlreich. Für den Fremden sind von Interesse: Theater- und Kasino-Verein , Sektion des deutschen und österreichischen Alpenvereins, 4 Radfahrer-Klubs, Stadtverschönerungsverein, Männer-Gesangs-verein, Philharmonischer Verein, Turnverein, Scbützeiiverein, Zweigverein des allgemeinen deutschen Sprachvereins, Ortsgruppe des deutschen Schulvereins, Filiale der steierm. Landwirtschafts-Gesellschaft; Fremdenverkehrs-Verein. (Auskünfte werden bereitwilligst erteilt bei Theodor Kalten-brunner, Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung, Herrengasse Nr. 15 und bei Josef Kokosehinegg, Manufakturwarengeschäft, Tegetthoffstrasse. Geldinstitute: Gemeinde-Sparkasse, Domplatz; Marburger Eskomptebank, Hauptplatz; Pfandleihanstalt, Domplatz. Speditionsgeschäft: Franz Quandest, Mellingerstrasse, Franz Mally, Mellingerstrasse. Dienstmänner-Institute: „Express“ und „Union“. Wanderung durch Marburg. Marburg, die zweitgrösste Stadt Steiermarks, hat nach der Volkszählung von 1890 mit Einschluss der Garnison (1727 Mann) 19 898 Einwohner und 867 Häuser, und ist gegenwärtig in 10 Bezirke geteilt. Die innere Stadt, an welche sich östlich die Grazervorstadt mit Meiling und westlich die Kärn t n er vors t ad t schliesst, liegt am linken Ufer der Drau, die Magdalenavorstadt jedoch am rechten; den Verkehr zwischen der Stadt und letzterer Vorstadt vermittelt eine Holzbrücke auf Jochen, während ein eiserner Brückensteg die Kärntnervorstadt mit der Gemeinde Brunndorf und eine Seil-Überfuhr Meiling mit dem Dorfe Poberseh verbindet; ausser diesen überspannt den mächtigem Draustrom eine Eisenbahnbrücke. Das alte Mahrburg war einst von starken Mauern und tiefen Gräben umgeben, welche sich längs der heutigen Schillerstrasse und durch die Bad- und Schmiderergasse zur Drau zogen. Ausser dem altehrwürdigem Gemäuer der Burg bezeugen ein Turm neben der Gambrinus-Bierhalle und Türme auf der sogenannten Lende und in der Lederergasse die früheren Befestigungen; das einstige Vorhandensein der Veste Ober-malirburg auf dem Pyramidenberge aber bekundet nur noch ein tiefer Brunnen auf der Höhe des Berges. Das alte Stadtgebiet, dessen Thore 1827—1829 fielen, zeigt meist enge Gassen, an deren Häusern mannigfache Spuren des Mittelalters zu erkennen sind ; die ausserhalb der ehemaligen Bingmauern in jüngerer Zeit erstandenen Stadtteile haben gerade, breite Strassen. Handel und Verkehr, namentlich die Eröffnung der Kärntnerbahn, gaben in den letzten Jahrzehnten der Stadt eine grosse Ausdehnung. Das Stadtwappen, dessen schon 1288 in einer Urkunde Erwähnung gethan wird, stellt dar zwei Tiirme mit silbernem Stadtthore und eine darauf herabfliegende Taube. I. Grazervorstadt und Meiling. Der Reisende betritt Marburg bei seiner Ankunft am Süd' bahnhofe, dem Hauptknotenpunkt des Verkehrs im östlichen Stadtteile, der Grazervorstadt. Dem Bahnhofe gegenüber führt dieBahnhofstrasse nach dem Wiel an dpi atze mit schönen Neubauten. Die Hauptstrasse, welche die Vorstadt vom Nordost-Ende bis zur alten Bnrg am Sophienplatze durchzieht, ist die breite, mit Bäumen bepflanzte Tegetthoffstrasse, eine der Hauptverkehrsadern der Stadt, zugleich beliebter Spaziergang; die meisten der k. k. Ämter, wie die Bezirkshauptmannschaft mit dem Steueramte, die Einanzbezirks-Direktion, die beiden Bezirksgerichte, sind darin untergebracht; ebenso das k. k. Militärspital, einst Eigentum der Cisterzienser von Viktring, das seit 1814 der jetzigen Bestimmung dient; die früher danebenbefindliche St. Ülrichskirche aus dem 13. Jahrhundert wurde 1841 abgebrochen; ferner die grosse Götz’sche Bierbrauerei; am Westende der Strasse das Fraiiziskanerkloster mit Kirche; 1613 von Jakob Khisl Grafen zu Gottschee und Herrn der Bnrg Marburg als Kapuzinerkloster gegründet, welches 1784 jedoch aufgehoben, an den Minoritenorden überging, von dem es 1818 an Weltpriester, 1813 an die Liguorianer (Redemp- toristen), 1849 wieder an Weltpriester und 1864 an den Franziskanerorden kam; an Stelle der unansehnlichen Kirche ist ein neuer Bau im romanischen Stile im Erstehen. In der Badgasse die Dampfmühle der Firma Karl Scherbaum und Söhne. In der Nähe des Bahnhofes fuhrt von der Tegetthhoffstrasse links durch den Bahndamm die Mellingerstrasse nach Meiling, früher eine selbständige Gemeinde, jetzt mit der Stadt vereint. In der Dammgasse die 1869 errichtete Gasanstalt, in der Kriehuberstrasse die Franzsche Dampfmühle und die Lagerhäuser der Steiermark. Escomptebank, in der Mellingerstrasse die vier Kondukteurhäuser der k. k. priv. Südbahngesellschaft, die der Stadtgemeinde gehörige Landwehr-Kaserne, an welcher vorüber man durch die Landwehrgasse zur Seilüberfuhr an der Drau gelangt. Am Hügel oberhalb der letzten Häuser dieses Stadtteiles stand bis 1844 das Schloss Meiling, welches mit der nun gleichfalls abgebrochenen Katharinakirche dem Maltheserorden gehörte; die ehemalige Herrschaft ist jetzt noch ein grosser Wirtschaftshof. Nach alten Urkunden hat Meiling schon im Anfänge des 15. Jahrhunderts bestanden. II. Innere Stadt und Kärntnervorstadt. Links von der Burg, zwischen welcher und dem Pachner-schen Hanse das Ulrichs-Stadtthor stand, betritt man die alte Stadt. Die Burg, einst mit vier Türmen versehen und von Gräben umgeben, bietet mit ihren Bogengängen vom Sophienplatze aus ein schönes Bild. Der Hauptaufgang des stattlichen Gebäudes, in welchem 1782 Papst Pius VI. als Gast weilte, bildet ein Stiegenhaus im Rokoko-Stile; die weiten Räumlichkeiten werden jetzt zu Mietwohnungen verwendet, doch der grosse Saal mit schöner Stückarbeit und Fresken, Scenen aus den Türkenkriegen darstellend, ist erhalten. An der Westseite der Burg ist eine der Casa santa in Loretto uachgebildete Kapelle. Eigentümer der Burg ist Freiherr v. Twickl. An die Burg schliesst sich nördlich der nach einem der verdienstvollsten Bürgermeister der Stadt benannte Tappeiner -Platz mit freundlichen Anlagen, in deren Mitte sich das Monument des Vice-Admirals Wilhelm V, Tegetthoff erhebt. Den Granitsockel, welcher die Bronze-Büste des grossen Seehelden trägt, zieren zwei Frauengestalten, darstellend Lissa und Helgoland, zur Erinnerung an die dort erfochtenen Siege. Das Denkmal, welches die Vaterstadt ihrem berühmten Sohne errichtete, wurde 1883 in Anwesenheit des Kaisers Franz Josef I. enthüllt und ist ein Werk des Bildhauers Heinrich Fuss in Innsbruck. Die Westseite des Platzes nimmt das städtische Gebäude der k. k. Oberrealschule ein, in welchem auch die Knaben-Volks- und -Bürgerschule untergebracht ist. Er- Tegetthoff - Denkmal. baut wurde sie nach den Plänen des Architekten Wilhelm Bücher im Jahre 1873 und nebenan in der Kaiserstrase die Turnhalle im Jahre 1888. Die Brandisgasse führt nördlich zur Bürgerstrasse, in welcher sich die k. k. Lehrerbildungsanstalt, das 1892 erbaute Staatsgymnasium und das fürstbischöfliche Knabenseminar befinden, und in den Stadtpark. Marburg. 2 In dem schattigen Parke mit Teich, Springbrunnen, Musikpavillon steht das Monument Kaiser Josefs II.} und umgeben von dunklen Tannengruppen das Standbild des in Steiermark unvergesslichen Erzherzogs Johann, der oft in Marburg und auf seinem Weingute in Pickern weilte. Beide Denkmäler sind Geschenke eines Marburgers, des Herrn Dr. Othmar Reiser in Wien. Den Hintergrund des Stadtparkes bilden Rebengelände, zwischen welchen ein schattiges Thal zu den Teichen und den Anpflanzungen der Weinbauschule führt; Am Fusse des Pyramidenberges zieht sich die K o ko s ch i n egg -Allee zur Wiener Reichsstrasse hin. Vom Parke aus schöner Blick auf den ganzen Zug des Bachergebirges und auf die Petzen in Kärnten. An der Südseite der Burg ist der Burgplatz; am Anfänge der Vi k tri n g h ofgasse das Nasko’sche Haus mit dem Wappen der Grafen Breuner über dem Thore; es war von 1684 — 1708 Eigentum der Cisterzienser von Viktring, später der Grafen Breuner; zu Beginn unseres Jahrhunderts war hier das Theater. In der vom Platze westlich führenden Burg-gasse bezeichnet eine Gedenktafel das Haus Nr. 12 als die Geburtsstätte Wilhelms v. Tegetthoff, geb. 1827, gest. in Wien 1871. Von hier führt südlich die Herrengasse mit vielen schönen Verkaufsläden nach dem Hauptplatze; Gasse und Platz sind der Mittelpunkt des geschäftlichen Lebens der Stadt. Von der Herrengasse gelangt man durch die Schulgasse auf den Domplatz, auf welchem sich die gotische Dom-kirclie mit einem 1624 erbauten und bis zum Kreuze 56 m hohen Turme befindet, an dessen Fusse ein im Draubette gefundener Römerstein, einen Löwen darstellend, eingemauert ist. Die Kirche, dem hl. Johannes dem Täufer geweiht, stammt aus dem 15. Jahrhunderte; siebrannte 1601 ab; die Grabsteine an derselben rühren von dem erst 1783 geschlossenen Friedhofe her, welcher einst die Kirche umgab. Durch die Übertragung des Sitzes des Fürstbischofes von Lavant von St. Andrä in Kärnten nach Marburg erfolgte im Jahre 1858 die Erhebung der früheren Pfarrkirche zum Dome, welcher 1885 durch Baumeister Wolf in Graz einer gründlichen Renovierung unterzogen wurde. Vom Turme schöne Rundschau. An der Nordseite des Platzes dem Dome gegenüber ist die Residenz des Fürstbischofes von Lavant, an welche sich links das Gebäude des Domkapitels und rechts der Stadtpfarrhof reihen; dann das Kasino - Gebäude mit grossen Sälen, Restanration und Cafe; mit demselben in Verbindung das 1851 erbaute Theater. Die westl. Begrenzung bildet das Gebäude der Gemeinde ■ Sparkasse und der Mädchen-Vo 1 ks- und -Bürgerschule, erbaut 1885; vor dieser Gartenanlagen. Die Sparkasse verfügt über bequeme Amtsräume; im Sitzungssaale die Bilder der Bürger, welche sich um die 1862 gegründete Anstalt besondere Verdienste erworben haben. An der Südseite das 1893 erbaute Post- Gemeinde - Sparkasse und Mädchen-Volks- und Bürgerschule. und Telegraphen-Gebäude, im Osten das Knabenschulgebäude mit dem Denkmal des 1809 während der Besetzung der Stadt durch die Franzosen hier gefallenen Dragoners Wenzel Karlik. Vom Domplatze kommt man durch die Domgasse oder über den Rathausplatz auf den Hauptplatz, in dessen Mitte 1681 eine Mariensäule zur Erinnerung an die Pest errichtet worden ist. Hier befindet sich das Rathaus mit Turm und altem Balkon; 2* im Innern der Sitzungssaal mit schöner Stückarbeit und alten Gemälden; auf der Südseite des Platzes die Kirche des hl. Aloisius im italienischen Kuppelstil, erbaut 1769, von 1776 bis 1831 ärarisches Magazin, jetzt wieder Kirche; links davon das Priesterseminar, welches Gebäude von 1782—1857 Militär-Erziehungshaus gewesen ist; rechts davon das alte Gymnasium, 1758 errichtet. Von 1765—1776 waren diese Gebäude ein Jesuitenkloster. Auf dem Hauptplatze werden die Wochenmärkte abgehalten, welche besonders in den Wintermonaten sehr belebt sind, da von Marburg aus grosser Handel mit Fleisch, Speck und anderen Lebensmitteln betrieben wird. Vom Hauptplatze führt östlich die Freihausgasse zur I'veihauskaserne, einst Eigentum des Erasmus Grafen v. Tattenbach, auch bekannt durch die von demselben darin mit dem ungarischen Adel gegen Kaiser Leopold I. angestellte Verschwörung; sie ist seit 1820 ärarisches Eigentum. In der nahen A llerhe i ligengass e waren bis 1501 die Behausungen und die Synagoge der Juden; nach deren Ausweisung wurde ihre Kultusstätte in die katholische Allerheiligenkirche nmge-wandelt, diese 1785 aufgelassen und seitdem als Magazin und Werkstätte benützt. Vom Hauptplatze führt nach Westen die Kärntnerstrasse, von der man durch die Seitzerhofgasse auf den Kasern platz und zur sog. Draukaserne gelangt. Diese war von 1284 —1784 ein Minoritenkloster, seither ärarisches Gebäude; die noch gut erhaltene Kirche ist jetzt ein Magazin; der einstige Seitzerhof des Ilarthäuserklosters Seitz ist jetzt in Verbindung mit der Kaserne. An der Südseite dieser Gebäude ist die sogenannte Lende, der Landungsplatz für die Schiffe, welche Holz aus dem Drauthale und Kärnten bringen, und Ladeplatz für Obst nach Ungarn; daselbst am alten runden Befestigungsturme, vielleicht römischen Ursprungs, sind römische Denksteine eingemauert. Das in den Strom hineingebaute heutige Lend-Gasthaus stand in Verbindung mit den alten Befestigungen. Die Kärnterstras8e führt zu dem ehemaligen Kreisamtsgebäude, jetzt samt dem in der Schmiderergasse anschliessenden Palais Eigentum des Freiherrn Hermann Gödl-Lanoy. Ersteres Gebäude war von 1760—1782 Kloster der Cölestinerinnen, dann Kaserne, später Amtsgebäude und ist jetzt ein Wohnhaus; die nebenan befindliche Kirche wurde als Marktplatz mit dem Bathause. Fabriksgebäude benützt und in neuester Zeit von Baron Gödl zu einem schonen Saale umgebaut. An der Ecke des Kreisamtsgebäudes alte Wappen; daselbst stand das Frauenthor; der vorliegende Platz mit Parkanlagen ist Heidenschuss benannt, da die im Palais eingemauerten Kugeln noch von der Belagerung der Stadt durch die Türken Zeugenschaft geben. Die von der Kärntnerstrasse nördlich abzweigende Schmi-derergasse führt zum Kloster der Schulschwestern mit einer Mädchenschule und Kirche; zum neuen Bürgerversorgungshause, dem protestantischen Bethause in der Schillerstrasse, und zu dem 1783 angelegten Friedhöfe; durch die Klostergasse gelangt man auf den Exer-cierplatz und über denselben in den der Stadt gehörigen Volks gart eil, nach dessen früherem Besitzer auch Villa Langer benannt, mit schönen Baumgruppen; nördlich von diesem die 1872 eröffnete Landes-Obst- und Weinbau-sclnile mit sehenswerten Anlagen. Die Kärntnerstrasse bis zur Heugasse verfolgend, erreicht man durch diese den eisernen Briickensteg und über denselben Brunndorf, wo sich seit 1863 die Werkstätten der Südbahngesellschaft befinden. Vom Hauptplatze führt südwärts die Draugasse zur Draubrücke, an welcher das alte Wasserthor stand; die Länge der Brücke beträgt 135 m (die Breite des Flusses bei 0-Wasserstand 110 m); von derselben schöner Blick auf die Eisenbaknbrücke, welche auf zwei mächtigen Pfeilern und Brückenköpfen aus Quadern ruhend, in drei kühnen Bogen den breiten Strom übersetzt und 1866 vollendet wurde. III. Magdalenavorstadt. Von der Brücke zieht sich links die Triester Reichsstrasse nach Süden; an derselben auf der Anhöhe die Pfarrkirche St. Magdalena. Die ursprüngliche Kirche war sehr alt und brannte zu Anfang des 15. Jahrhunderts ab, wonach die Pfarrgemeinde zur Pfarre Lembach kam; erst Kaiser Josef II. erhob sie wieder zur selbständigen Pfarre. Neben der Kirche die Mädchenschule, an der Reichsstrasse das 1855 hierher verlegte Krankenhaus, welches, in den letzten Jahren den neuesten Anforderungen entsprechend vergrössert, Landesanstalt ist. Barmherzige Schwestern besorgen die Krankenpflege. An der Triesterstrasse nahe dem Schlosse Windenau der grosse Exercierplatz. Von der Reichsstrasse führt am rechten Drauufev die Poberscherstrasse zur k, k. Männer-Strafanstalt, welche 1890 nach dem Zellensysteme erbaut wurde; sie hat einen Belegraum für 600 Sträflinge. Rechts von der Brücke führen Strassen zum Kärntner Bahnhofe, zu den Südbahn Werkstätten und den Kasernen. An der Josef-Strasse zunächst das Knaben-scliulgebäude mit schönem Garten und Turnhalle, eröffnet 1891; weiter der Kreuzhof mit grossem Saale, Gasthausgarten und der Rennbahn der Marburger Radfahrervereine. Sehenswert sind die Werkstätten der Siidbalingesellscliaft, zu deren Besuch die Erlaubnis in der Kanzlei des Werkstätten-Chefs erteilt wird. Über 1000 Arbeiter sind meist mit Reparaturarbeiten an Lokomotiven und Eisenbahnwagen beschäftigt. An die Werkstätten reiht sich südwestlich die Arbeiterkolonie, bestehend aus Wohnhäusern mit freundlichen Gärtchen zu den einzelnen Wohnungen, deren an 400 vorhanden sind, aus der Volksschule mit reichen Sammlungen und Schulgarten, dem Kinderasyl und Kindergarten, der Konsumhalle u. s. w. Die Franz-Josef-Strasse führt zu dem am Bahndamm gelegenen k. k. Verpflegsamts - Gebäude und der angrenzenden KaTallerie-Kaserne, in welcher drei Eskadronen untergebracht werden können; sie ist Eigentum der Marburger Eskomptebank. Durch eine lange Pappelallee gelangt man zur Franz-Josef-Kaserne, einem grossen Bauwerke, welches 1856 als Kadetteninstitut errichtet, 1870 als solches wieder aufgehoben wurde. Seither dient es als Infanterie - Kaserne, welche samt den grossen Exercierplätzen und dem schattigen Parke mit Schwimmschule von einer Mauer umgeben ist. Nähere Umgebung von Marburg. Marburgs nächste Umgebung ist reich an Spaziergängen. Die Wege sind gut erhalten und die Anhöhen mit schöner Fernsicht leicht erreichbar. Am lohnendsten sind die Spaziergänge nach Norden und zwar vor allem auf den deutschen Calvarienberg (*/4 Std.). Eingang in die schattige Schlucht neben der Villa Badl. Fuss weg links durch den Wald und dann am Saume desselben. Oben öffnet sich dem Auge plötzlich die schönste Fernsicht. Im Westen erblickt man die Petzen in den Karawanken, das Bachergebirge mit dem Wolfgangturm am gegenüber liegenden Dranufer' und das weite, schon eingesäumte Pettauerfeld im Süden und Südosten. Aus der südlich den Horizont abschliessenden Hiigel-und Bergkette ragen der Wotsch bei Pöltschach und der dachförmige Donatiberg bei Rohitsch besonders hervor. Südöstlich im Hintergründe sieht man die Warasdinerberge und östlich im Vordergrund die Drau mit ihren grünen Auen nebst Wurm-berg, St. Peter und dem Schlapfenberge. Gern verweilt man hier ein halbes Stündchen, um unter sich die Anlagen der Weinbauschule, weiter die hervorragenden Gebäude der Stadt und jenseit der Dran die weit ausgedehnte meist bewaldete Ebene mit ihren vielen Ortschaften und Kirchen zu betrachten. Eine fast gleiche, nur nach Nordosten offenere Aussicht bietet der Pyramidenberg, auf welchem früher die Burg Obermahrburg stand. (Zum Besteigen des Berges ist die Erlaubnis beim Inšpektorat der Baron Twickel’schen Gründe im Burgmeierhof eiuzuholen.) Für einen kurzen Spaziergang aus der Stadt eignet sich am besten der Graben zu den „drei Teichen“ in der Fortsetzung der Stadtparkallee. Dieser Graben bildet auch den Ausgangspunkt zu zwei längeren, höchst lohnenden Ausflügen von 2—3 Std. Hinter dem dritten, jetzt trocken gelegten Teiche links durch die Obstgärten des Baron Lazarini gelangt man in 20 Minuten auf eine Anhöhe mit einem Kreuze. Hier ist der Scheideweg; man steigt entweder in den Wiener-Graben hinunter, der in einer Länge von a/4 Std. in einem weiten Bogen links zurück in das Drauthal führt, oder man betritt rechts den Wald, um auf dem rot bezeichneten Wege in 1/3 Std. das Gasthaus zum Wolfszettel mit prächtiger Aussicht zu erreichen. Bei guter Labung weidet man sich hier an dem Anblick der mit Häusern und Kirchen besäten Windisch -Büheln. Die Fernsicht reicht über Leibnitz und Wildon bis zn den Bergen Obersteiermarks, dem Gleichenberger-Kogel, Hochstraden und Oberradkersburg. Vom Wolfszettel zurück kann man drei verschiedene Richtungen einschlagen: durch den zum Gasthause gehörenden Obstgarten kommt man in eine Abzweigung des Wiener-Grabens und erreicht beim Gasthause Marinschek ansteigend die früher erwähnte Höhe mit dem Kreuze wieder (V.2 Std.). Ein zweiter ca. 1 Std. langer Weg führt durch den Potschgauer-Graben neben hübschen Landhäusern vorbei und ein dritter (iVa Std.) neben der Villa Ogriseg in das Langenthal und von da auf die Grazer Reichsstrasse. Wer vom Wolfszettel am schnellsten (3/4 Std.) nach Marburg zurück will, der schlage wieder den Weg durch den Wald ein. Am Saume desselben angelangt, sieht man einen Teil der Stadt und findet den nächsten Weg durch die Gründe der Weinbauschule zu den drei Teichen von selbst. Ein sehr lohnender Spaziergang von */4 Std. ist der auf der Grazer Strasse und dann rechts über die Eisenbahn zwischen den Villen Kodella und Scherbaum in die schattige Schlucht zur Brühl mit Gasthaus und Kegelbahn. Ein kleiner Anstieg weiter über das Gasthaus lohnt die Mühe durch ein hübsches Bild auf einen Teil der Stadt mit dem Bacher im Hintergründe. Nach Osten sind die Spaziergänge auf den Schlapfen-berg (1/2 Std.) und den Frauenberg bei St. Peter (1 Std.) besonders am Morgen zu empfehlen, weil sich hier die Stadt vormittags im günstigsten Lichte zeigt. Überhaupt ist die Ansicht Marburgs vom Schlapfenberge aus die schönste. Neben dem Mellinghof führt ein Graben zum Sok’schen Weingarten und durch diesen ein gepflasterter, stiegenförmiger Weg, Jakobsleiter genannt, auf die Höhe. Die Fernsicht vom Schlapfenberge ist der vom deutschen Calvarienberge vorzuziehen. Statt auf demselben Wege nach Marburg znrückzukehren, betritt man entweder einen Hohlweg, der wieder bei Mellinghof mündet oder man steigt fast der Jakobsleiter gegenüber in den sehr schattigen Freigraben hinunter und gelangt durch diesen in */2 Std. in das Drauthal zwischen St. Peter nnd Marburg. Der Rückweg führt von da an der schönen Villa Freudenegg vorbei am Fusse des nach Süden sehr steilen, durch häufige Abrutschungen durchfurchten Schlapfenberges hart an der Drau in die Vorstadt Meiling. Nach Süden ist der kürzeste Spaziergang */a Std. bei Meiling über die Überfuhr in das Dorf Pobersch. Am rechten sehr steilen Ufer der Drau geht man bei beständiger Aussicht auf die Stadt und die nördliche Hügelkette nebst Possruck bei der K. K. Strafanstalt vorüber und kann entweder über die Hauptbrücke oder weiter im Westen über den eisernen Steg in die Stadt zurückkehren. Grössere Ausflüge nach Süden sind 1) zu dem im italienischen Stil erbauten Schloss Winden au von der Hauptbrücke rechts durch die Magdalena-Vorstadt (3/4 Std.). Vor dem Schlosse, welches jetzt dem Fürstbischof von Lavant zur Sommerresidenz dient, ist ein fast quadratförmiger Park, von Wasser umgeben. In der Nähe wurden häufig Römersteine und Münzen aus der Zeit der Kaiser Valeriau und Constantin gefunden. In der Einfahrt befinden sich eingemauert fünf Grabsteine aus dem Mittelalter. Eine Allee von besonders schönen alten Linden, welche zur Blütezeit einen balsamischen Geruch in der ganzen Umgebung verbreiten, verbindet das Schloss mit der Triester Reichsstrasse. 2) In der Fortsetzung des Weges nach Süden gelangt man in 3/4 Std. über R o s s w e i n zu dem am östlichen Abhange des Bacher malerisch gelegenen Schlosse Hausambach er, jetzt Eigentum der Gräfin Nugent geh. Markgräfin Pallavicini. Der etwas höher als das Schloss gelegene Park ist jedem Naturfreunde und Botaniker zum Besuche zu empfehlen. Von der wunderbaren Aussicht anf das Pettauerfeld und dessen Umrahmung abgesehen, findet man hier hübsche Zierpflanzen und seltene Nadelhölzer, unter welchen sich ein besonders schönes Exemplar von Mammuthbaum (Wellingtonia) und zwei Libanon- Cedern auszeichnen. Sehenswert ist auch der terrassenförmig angelegte Gemüsegarten mit Treibhaus und Wasserleitung. Der Rückweg ist durch die über 1/4 Std. lange Allee zum Orte Kötsch mit gutem Gasthause des Herrn Pfeifer einzuschlagen. Vor Kötsch, links von der Allee, sieht man einige ganze oder zum Teil schon abgetragene Keltenhügel (Tumuli), in welchen Überreste von Aschenurnen und einige Werkzeuge der Kelten gefunden wurden. Wegen der grösseren Entfernung von Marburg ist es rathsam, sich im ebengenannten Gasthause zu stärken und mit dem Abendpostzug nach Marburg zurückzufahren. 3) Rechts vom Schlosse Windenau führt eine Obstbaumallee zum Dorfe Unter-Rothwein (J/4 Std.), von wo man entweder auf der Westseite der Franz-Josef-Kaserne nach Marburg zurückkehrt oder den Weg bis Ober-Rothwein (x/4 Std.) zum Gasthause Zur Linde fortsetzt. Diese Bezeichnung ist durch eine hundertjährige Linde gerechtfertigt, zwischen deren starken Asten Sitze für eine ganze Tischgesellschaft eingerichtet sind. Nach Westen am rechten Dranufer ist der beliebteste Ansflugsort der Marburger, Lembach, mit einem Hain von echten Kastanienbäumen. Von der Magdalenen-Vorstadt neben der Josefi-Kirche ist längs der Drau ein meist schattiger Weg bis zum Brunndorfer-Walde, durch welchen man auf verschiedenen Wegen bis zu einem tiefen Graben gelangt, der einen zwingt, den Wald zu verlassen nnd links die Richtung gegen Lembach einzuschlagen. Gasthäuser: Robitsch mit Sitzgarten und Jäger. Der kürzeste, allen Freunden des starken „Pickerer“ anzuratende Rückweg ist der auf der Bezirksstrasse zur Josefi-Kirche zurück. Der längere aber auch viel schönere Weg ist durch den Ort „Pickern“ zwischen den Besitzungen des Herrn Dr. Othmar Reiser, links vom Windischen Calva-rienberge. Von der Kante dieses kleinen abgesonderten Berges neben der erst im Jahre 1832 erbauten Kirche geniesst man die schönste Aussicht auf Marburg von Westen aus. Am linken Ufer der Drau, Lembach gegenüber, liegt am Fusse des Possruck der Ort Gams mit schöner Kirche nnd guten Gasthäusern. Weg durch die Kärntner-Vorstadt auf der Kärntner-Hauptstrasse in s/4 Std. Weiter im Gamser-Graben beim Felsenkeller führt ein steiler Weg links auf die Anhöhe zu den sogenannten Teufelsteinen. Man staunt, wie diese ungeheueren Felsblöcke aufa den Scheitel des Berges gekommen sind und sich hier wie zu einer zerfallenen Burg zusammengehäuft haben. Ein bequemerer, gegen Anmeldung beim Besitzer erlaubter Weg führt dazu durch den Garten des Herrn Halbärth. Hinter Gams auf der Hauptstrasse ist ein kleiner Hain, Husarensprung genannt, mit schönem Ausblick gegen die Drau westwärts und auf die Felberinsel. Wer den Weg nach Gams auf der Hauptstrasse gemacht hat, der kehre über Rossbach an der Mündung des Wiener-Grabens durch Gärten neben dem Ratzerhof und der Weinbauschule nach Marburg zurück. Weitere Umgebung von Marburg. Ausflüge ZU Wagen, auf Reichs- und Bezirksstrassen. (Zum Teil auch mit Eisenbahn.) A) In das Drautkal. 1) Über Gams, Gschaidterhof (Gasthaus), Tresternitz (Gasthaus Wiesthaler) nach Schloss Wildhaus des Herrn Jakob Badl in Wien, 1 Std. (Gasthaus Feldbacher). Fahrt meist an der Drau, schöner Ausblick auf das Bachergebirge. 2) Lembach, */, Std. (Gasthäuser Robitsch und „Jäger“), Feistritz (Rottners Gasthaus), Maria Rast, */a Std. (Gasthaus Jakopp), alter Ort, Wallfahrtskirche gegründet 905, jetziger Bau von 1387; von 1645—1758 war hier eine höhere Lehranstalt unter dem Namen Raster Gymnasium; in der Nähe die 1892 aufgelassene Glasfabrik der Herrschaft Faal von 1834 und eine Zündhölzchenfabrik; Holzriesen führen vom Rücken des Bacher bis an die Eisenbahn. Die genannten Orte sind Eisenbahnstationen. Von Lembach auch Fahrt in das Bergenthal mit Aufstieg zur Besitzung des Grafen Meran am Johannesberg mit schönen Weinanlagen des verstorbenen Erzherzogs Johann. In dieser Gegend wächst der vorzügliche Pickerer-Wein. B) Auf das Pettanerfeld. Kütsch, Vs Std. (Gasthaus Pfeifer), Bahnstation ; Schleinitz, '/4 Std. (Gasthaus Wregg), Schloss der Frau Panis mit schönem Parke und Tiergarten; nach Eranichsfeld, V4 Std. (Gasthaus Bothe), Bahnstation, Schloss, einst Eigentum der gleichnamigen Herren, dann des Erasmus Grafen v. Tatten-bach, nach dessen Hinrichtung es der Staat einzog, jetzt des Herrn Straff in Graz. Von Schleinitz nach Franheim, l/4 Std. (Gasthäuser Stampfl, Gerth), schön gelegener Ort mit Ruine des Schlosses Freyheimb; hier wächst ausgezeichneter Wein. C) In die Windisch-Bülieln. 1) Pössnitz, s/4 Std. (Gasthäuser: Flucher, Hötzl), Bahnstation. 2) Durch das Langenthal; vorbei an dem 1750 erbauten Schlosse Langenthal des Herrn Konsuls Oskar Sitzler in Wien; Ober-St. Kunigund (Gasthaus Fischer), nun entweder durch das Georgenthal nach St. Georgen, 11/2 Std., mit alter Kirche (Gasthäuser: Smonig, Ennsbrunner); oder durch das Platschthal vorbei an Schloss Frauenhof des Herrn von Friedrich auf die Höhe des Platsch (504 m), 2 Std., vom Kreuz schöne Rundsicht. Vom Platsch Fussweg nach Wit-scliein im Sulzthale, 1 Std., mit Kirche von 1620 und Schloss des Stiftes St. Lambrecht (Gasthaus Menhard), oder auch Abstieg nach St. Egydi, 3/4 Std. (Gasthaus), Bahnstation. 3) Durch das Pössnitztbal; über St. Margarethen, wo an der Kirche ein Römerstein, vorbei an Schickers Gasthause in Mutschen, 1V2 Std. nach Schloss Gutenhag, dessen Besitz im 14. Jahrhunderte im Geschlechte der Haager und seit 1409 der Grafen Herberstein war; seit Anfang dieses Jahrhunderts gehört es der Familie Pauer und enthält noch eine Galerie der Herbersteine und ein reiches Archiv mit alten Prozessen von Kindesmörderinnen. Nach St. Leonhard , 3/4 Std. (Gasthaus: Post), alter Markt mit schöner Kirche; in der Reformationszeit bildete sich hier die Sekte der „Springer“, welche glaubten, dass die Engel das hl. Grab von Jerusalem in die von ihnen hier erbaute Kirche zum hl. Grab übertragen würden; 1600 wurde die Sekte gesprengt und 1622 die Grabkirche zerstört. 4) Nach St. Barbara und Wurmberg. Von Marburg über Lendorf, mit Seilüberfuhr über die Drau, durch Ober- und Unter-Täubling und endlich auf die Höhe von St. Barbara, 2 Std. (Gasthaus), Kirche aus dem 16. Jahrhundert, von derselben weite Rundschau. Von hier gelangt man in */2 Std. auf dem Bergrücken gegen S. nach Schloss Wurmberg, welches ungefähr 100 m über der Drau gelegen ist; dasselbe stammt aus dem 11. Jahrhundert, war vormals Eigentum der Herren von Wurmbrand, dann derer von Pettau, der Grafen Attems, und gehört jetzt Herrn Leibenfrost in Wien; vom Schlosse eine herrliche Aussicht: nach N. über Mittelsteiermark bis an die Hochschwab-Gruppe, gegen S. über das Pettauerfeld nach Kroatien. Rückweg über St. Martin zur Drauüberfuhr in Ober-Täubling. Fusspartien, teilweise auch mit Benützung von Wagen oder der Eisenbahn. A) In das Possruck-Gebirge. 1) St. Urbani-Berg (595 m), lohnendster Ausflug in der Nähe, l3/4 Std. bequem, Markierung rot-weiss. Durch die Urbanigasse oder die Volksgartenstrasse, vorbei am Pulverturme zum Rossbachgraben, */2 Std., von hier rechts in 20 Min. zum Merlhof, in weiteren 10 Min. über den Wiesenweg auf die von Gams hierher führende Strasse und dieselbe bergan verfolgend zu einem Kreuze, nun links bergan in 3/4 Std. zum Gipfel. Das Kirchlein St. Drbani auf der freistehenden Kuppe stammt aus dem 16. Jahrhundert, verfiel zu Ende des vorigen und wurde von 1855—1860 wieder erbaut; daneben Weinschank. Die Rundschau ist weit ausgedehnt: zunächst zwischen der Mur und Drau die Windisch-Biiheln, nördlich davon das Leibnitzerfeid, im Süden das Pettauerfeld mit vielen Ortschaften, Kirchen und Schlössern; die Grenzen des Rundbildes sind von Westen an: die Koraipe, Gleinalpe, die Gebirge Obersteiermarks mit der Hochschwabgruppe, Ötscher, Wechsel, die Riegersburg, Gleichenberge, Stradnerkogeln, im Osten die ungarische Ebene, im Süden das Bachergebirge, der Donati, die Hügel der Kolos und die Gebirge Kroatiens. Abstiege: a) Nach Gams durch den Gamser - Graben am Felsenkeller vorbei, 1 Std., Markierung blau-weiss. b) Nach Tresternitz, am Bergrücken mit stets freundlicher Aussicht, Ö/a Std., Markierung gelb-weiss. c) Von St. Urbani östlich steil hinab durch die Weingärten, bei einer Kapelle im Thale über die von Gams durch Rossbach führende Strasse, nun den Bergrücken ansteigend fort am Kamme mit schöner Aussicht in das Langenthal zu Wolfzettels Gasthaus; dann südlich durch den Wald in der Gemeinde Kartschowin nach Marburg, 24/2 Std. 2) Hl. Geist, Wallfahrtskirche auf steilem Berggipfel (907 m), erbaut 1675, ist nebst der danebenbefindlichen Augustin-Kapelle von einer Ringmauer umgeben; im 16. Jahrhundert war hier eine Kapelle der Sekte der Springer, welche während der Gegenreformation im Jahre 1600 zerstört wurde. Bei der Kirche ein Gasthaus, auch zum Übernachten. Die Aussicht ist eine der lohnendsten im Possruckgebirge; von der Koraipe über die Gleinalpe, Schwabenkette, Wechsel, im Vordergründe ganz Mittelsteiermark mit freundlichen Orten, auch Graz; im S. das Bachergebirge, im W. die Sannthaler-Alpen und die Karawanken, im SO. die Berge Kroatiens. Nach Hl. Geist drei Wege: a) Über St. Urbani, 1SU Std., Hl. Kreuz, 3/4 Std., dann auf dem breiten Rücken, öfters bergauf und ab, vorbei an den Schmierenberger Teichen, in deren Nähe die stattliche Ruine Schmierenberg, nun durch schöne Waldungen zur Kuppe von Hl. Geist, 3 Std. (Markierung rot-weiss). b) Mit Wagen über Tresternitz nach Feistritz bei Zellnitz, 1 Std., oder mit Bahn nach Station Maria Rast und mittels Seilüberfuhr über die Drau nach Feistritz hei Zellnitz. Von dort zu Fuss durch den von hohen Bergen umschlossenen malerischen Rekagraben (auch Repitschgraben genannt) über Meister Müller, Woeher Müller, Popersch, l3/.jStd., links hinan durch Wald zum Jarz-Gchöft, 1/s Std., dann den Jarzkogel links umgehend in 3/4 Std. bequem nach Hl. Geist. Sehr angenehmer Aufstieg, c) Mit Eisenbahn zur Station St. Lorenzen an der Kärntner - Bahn mit der Seilüberfuhr auf das linke Drauufer und stromabwärts zum Sturm (Gasthaus), */2 Std. von der Überfuhr, und durch den Sturmgraben in 2 Std. nach Hl. Geist. Markierung rot-weiss. Abstieg auch nach Leutschach, l*/4 Std., schöner Markt mit guten Gasthäusern. Von dort mit Wagen, 2 Std., nach Marburg. 3) St. Pongratzen (900 m); Kirchlein auf dem Kamme des Radiberges mit Aussicht ähnlich der von Hl. Geist (Gasthaus). Von Marburg mit Bahn nach Station Reifnigg-Fresen, über die Drauüberfuhr nach dem Orte Fresen, 20 Minuten (Gasthaus Sonns); auf der Strasse nach Stimbach, 1/i Std., dann durch den Remschniggraben, anfangs steil, dann bequem am Bergrücken mit schöner Aussicht über Bastelwirth nach St. Ponkratins, 21/2 Std., Kirche und Gasthaus. Anstieg durch den Fresenbach-Graben, 2 Std., von welchem es zuletzt steil aufwärts geht, weniger angenehm, doch als Abstieg zu empfehlen. B) In das Bacher ■ Gebirge. 1) St. Wolfgang (1037 m). Die einsame Kirche am Bergrücken soll 1450 vom Grafen Friedrich v. Cilli erbaut worden sein, verfiel im Anfänge dieses Jahrhunderts und die Ruine wurde 1878 von Dr. Othmar Reiser in Wien in eine Kapelle und ein Jägerhaus umgebaut; vom Turme sehr lohnende Aussicht auf die Gebirge Obersteiermarks, das Possruckgebirge, die Windisch-Büheln, im W. auch der Dobratsch sichtbar; beim Jäger sehr guter Pickerer-Wein. Zwei Wege, meist durch schöne Laubwälder. a) Von Marburg in s/4 Std. zur Militärschiessstätte in Rothwein; nun (Markierung rot-weiss) anfangs Wiesenweg, dann durch Wald, zuerst etwas links halten, dann rechts auf den sanft ansteigenden Bergrücken, in 2 Std. St. Wolf- gang. — b) Von Marburg nach Pickerndorf, 1 Std., nun (Markierung rot-gelb) zum grossen Weingartenhause des Herrn Dr. Othmar Reiser, */s Std., bisher Fahrweg; dann auf gutem Wege auf den Bergrücken, nun rechts und nach 1 */2 Std. St. Wolfgang. 2) St, Heinrich (1249 m), Kirche auf dem Kamme des Bacher, soll von Kaiser Heinrich dem Heiligen oder Friedrich Grafen von Cilli erbaut wurden sein; in der Nähe die St. Heinrichskapelle. Aussicht nur nach Süden frei. Wege nach St. Heinrich: a) V o n St. W o 1 f g a n g, X1ji Std., Markierung roth-weiss. b) Von der Bahnstation Maria Rast durch den Graben längs dem Bache, welcher den Ort durchfliesst, dann sehr steil auf den Rücken eines vom Hauptkamme gegen N. ziehenden Seitenastes zu der 1760 gegründeten und 1890 aufgelassenen Glasfabrik Oberlembach, 2 Std., von dort rechts hinan in */2 Std. St. Heinrich. — 3) Lobliitz-Wasserfall5 (Markierung roth-weiss). Von der Station Maria Rast auf der Bezirksstrasse zum Glaser vulgo Pauly, nun links anfangs steil auf den Zmollnig-Berg, dann bequem zum Gasthause des Hieb (868 m), 2 Std., weiter zu den Felsen des Hirschensprung (1070 m), wo Rhododendron vorkommt, zur Wiese bei der „alten Glashütte“, 1 Std., nun links den Wald hinab an den Lobnitzbach und an dessen Ufer abwärts in 1/2 Std. an den Wasserfall, welcher den besten Anblick von seinem Fusse aus bietet. — Der Weg von Maria Rast im Thale längs dem Lobnitzbache bis zum Wasserfall ist stellenweise beschwerlich, daher nicht zu empfehlen. Mit dem Besuche des Wasserfalles lassen sich weitere Wege im Bachergebirge verbinden, wenn der Tourist nicht wieder nach Rast zurück will. Zunächst am Lobnitzbach zurück zur „alten Säge“, über den Steg und nun a) gegen O. (Markierung roth-weiss) meist auf dem Kamme des Bachern nach St. Heinrich, 2 Std., St. Wolfgang, l*/4 Std., nach Marburg 2 Std. — b) Am Südhange des Perscherkogels über St. Ursula (1006 m), St. Martin, an dessen Kirche in der Nähe gefundene Römersteine eingemauert sind, denn an der Südabdachung des Bacher führte eine Römerstrasse von Peto-vium(Pettau)in dasMissling-Thal; weiter nach Ober-Pulsgau oder W indisch feistritz, 4 Std., von wo zu den Bahnstationen Pragerhof 1 Std., Windischfeistritz 3ji Std. — c) Über den Grosskogel (1347 m), Hl. Dreikönig, alte Kirche aus rohen Steinen, erbaut vom Grafen Friedrich v. Cilli, (Aussicht vom Turme); dem Pfarrort Tainach, durch die Weingärten von Gieskübl und Oberfeistritz nach Windisch-Feistritz, 4'/j Std., zur Bahnstation 3/4 Std. — Für die Wege b und c auf dem breiten Rücken des Bacher ist ein Führer zu empfehlen. — 4) Über den Bacher, von Maria Bast nach Weitenstein 8 Std., von der Bahnstation Maria Rast (Tour 3) zum Hieb, 2 Std., nun westlich auf sehr angenehmem Wege zum Jägerhause des Grafen Zaheo am Klappenberge, (Klopni 1269 m), 11/t Std., Unterkunft, in der Nähe ein Aussichtsturm mit schöner Fernsicht, auch die Hohen Tauern. Von Station Faal gelangt man durch den Lambrechtgraben und vom Markte St. Lorenzen durch den Radibachgraben auf den Klappenberg. Bei der Wanderung über das Bacher-Plateau nach Weitenstein Führer vom Jägerhause bis über den Weitensteiner-Sattei zu empfehlen; der Weg führt über Am Steg, Am Sand, die Rogla (1481), wo Jagdhaus und Sommerstallungen, 2 Std., Weitensteiner-Sattel nach der im Jahre 1786 gegründeten, nun aufgelassenen Glashütte Rakovec, 3/4 Std., jetzt Eigentum des Grafen Thum; dann auf gutem Fahrwege im Hudina-Graben und mit Wegabkürzungen in l'/s Std. nach dem grossen Markte Weitenstein (478 m) (Gasthaus Koko-schinegg); schöne Umgebung, zwei stattliche Ruinen auf hohen Felszinnen; durch die vom Hudina-Bache durchbrauste wilde Schlucht bis Schloss F.inöd, über Sotzka, Neunkircken, Schloss Weichselstätten auf die Reichsstrasse, über Hohenegg nach Cilli, 2 Std. Fahrzeit. — 5) St. Lorenzen an der Kärntnerbahn. Mit Bahn nach Station Faal mit schönem Schlosse, zu welchem ausgedehnte Waldungen am Bacher gehören; im 13. Jahrhundert war diese Herrschaft Eigentum des Geschlechtes der Gefäller, später 4 Jahrhunderte des Benediktiner-Stiftes St. Paul im Lavantthale, welches auch das Schloss erbaute, hierauf des Staates, dann des Barons Rast, des Grafen Kettenburg und jetzt des Grafen Zabeo. Von Faal auf angenehmem Fahrwege über den bewaldeten Jodlberg, 3/4 Std-, nach Maria in der Wüste, grosse schöne Kirche im romanischen Stile auf einer vom Radibach umrauschten Halbinsel, wurde vom Stifte St. Paul 1672 erbaut. Von hier führt die Strasse vorbei an Gass-ners Gasthause und Kiefers Sensengewerkschaft in ‘/e Std. nach dem langgestreckten Markte St. Lorenzen (Gasthaus Rathey), Marburg. 3 dort Pfarrkirche von 1767; die 1833 gegründete Glasfabrik wurde in den letzten Jahren wieder aufgelassen. Von St. Lorenzen nächster Rückweg über Miria in der Wüste durch die schöne Schlucht des Radibaches nach Station St. Lorenzen 1 Std. (Gasthaus Witzmann). Empfehlenswert ist auch der Weg von St. Lorenzen nordwestlich in das Thal des Siebnitzbaches, dann in den Bolmwitza-Graben, über den Lehnberg (Boch), nun steil hinab durch Wald, vorüber am einsam gelegenen Schulhause in Lechen in den Wölka-Graben, 13/4 Std., und durch denselben nach Station Reifnigg-Fresen 3/4 Std. 6) Velka Kapa (1542 m). Von der Bahnstation Reif-nigg-Fresen (Gasthäuser: Grögl, Millemoth) durch den Welka-Graben, s/4 Std., über die gemauerte alte Brücke, dann bei der Wegegabelang rechts durch das freundliche Thal, */2 Std., in dessen linkem Seitengraben die 1799 gegründete Glasfabrik Josefsthal des Herrn v. Gasteiger sich befindet, — dann aufwärts in */j Std. nach dem hochgelegenen Dorfe Reifnigg, (Gasthäuser: Petre, Fuchshofer, Fuhr); auf der Strasse an das Ende des Ortes, dann links zum Wucherer-Bach, durch Wald zuletzt steil aufwärts zum Bauer Graty, 13/4 Std., und auf die Velka Kapa (1542 m) l1/, Std., 10 Minuten entfernt die Mala Kapa (1526 m.) Aussicht lohnend über einen grossen Theil Steiermarks, auf die Steineralpen, die Karawanken, die Hohen Tauern Kärntens, auch den Grossglockner. Abstieg nach der freundlichen Stadt Windischgratz, 2 Std., (Gasthäuser: Günther, Goll), mit Wagen zur Bahnstation Uuter-drauburg, 1 Std. (Gasthaus Henke). * Inhalts-Verzeichnis Seite Aufenthalt..................13 Bachergebirge...............10 Bäder . . 13 Behörden und Ämter ... 14 Bethaus protest..............20 Brückensteg..................22 Burg.........................16 Burgplatz....................18 Bürgerversorgungshaus . . 20 Dienstmänner................14 Domplatz....................18 Draubrücke..................22 Draukaserne .... .21 Einleitung....................5 Eisenbahnen.................13 Eisenbahnbrücke .... 22 Franz Josef-Kaserne ... 28 Eranziskanerkloster ... 15 Freihaus-Kaserne . . . . 21 Friedhof....................22 Gasthöfe....................13 Geldinstitute...............14 Gemeinde-Sparkasse ... 19 Geologisches................11 Geschichte...................6 Grazervorstadt und Meiling 15 Hauptplatz..................19 Höhe........................10 Innere Stadt................16 Kaffeehäuser................13 Kärntnervorstadt .... 16 Kasernplatz.................21 Kasino-Gebäude..............19 Kavallerie-Kaserne .... 23 Kirchen: Aloisius-Kirche d. hl. 21 Domkirche................18 Franziskanerkloster . . 15 Pfarrkirche St. Magdalena ....................22 Klima.......................12 Seite Kloster der Schulschwestern 22 Krankenhaus.................22 Lage........................10 Landes-, Obst- u. Weinbauschule ..................22 Lesezimmer.....................13 Lende.......................21 Lehr- u. Bildungsanstalten . 14 Knabenschulgebäude 19. 23 Knabenseminar . .17 K. K. Lehrerbildungsanstalt ..................17 Mädchenschule ... 22 Mädchen-, Volks- und Bürgerschule ... 19 Oberrealschule .... 17 Priesterseminar ... 21 Staatsgymnasium ... 17 Lohnfuhrwerke..................13 Magdalenenvorstadt ... 22 Männer-Strafanstalt ... 23 Marburg.....................14 Meiling.....................16 Monumente: Erzherzog Johann . . 18 Kaiser Josef II. ... 18 Wilh. v. Tegetthoff . . 17 Wenzel Karlik .... 19 Musik.......................13 Possruckgebirge.............11 Post und Telegraph ... 13 Post- u. Telegraph - Gebäude 19 Kestaurationen..............13 Rathaus .......................19 Stadtpark...................17 Tegetthoff v., Geburtsstätte . 18 Theater.................13. 19 Turnhalle...................17 Vereine........................14 Verpflegungsamts-Gebäude . 23 Volksgarten.................22 Werkstätten der Südbahngesellschaft ..............23 Wielandplatz...................15 Windisch-Büheln . . . 5. 11 Umgebung und weitere Ausflüge. Seite Barbara, St...............29 Bergenthal ................28 Brühl......................25 Calvarienberg.............28 Brauthal..................27 Brei Teiche................24 Egydi......................28 Feistritz .................28 Frauenberg.................25 Frauheim...................28 Freigrahen ................25 Freudenegg.................25 Gams ......................27 Georgen,^ St...............28 Gutenhag...................29 Hausambacher...............26 Hl. Geist ....... 80 Heinrich, St...............82 Kranichsfeld...............28 Kötsch................26. 28 Langenthal.................28 Lembach...............26. 28 Leonshard, St..............29 Lobnitz-Wasserfall .... 32 Seite Lorentzen, St...............38 Maria Bast..................28 Nähere Umgebung von Marburg ...................23 Peter, St. ...... 25 Pettauerfeld................28 Platsch.....................28 Pobersch....................25 Pongratzen, St..............31 Pössnitz ...................28 Pössnitzthal................29 Possruck-Gebirge .... 29 Schlapfenberg...............25 Unter-Bothwein..............26 Urbani Berg, St. .... 29 Yelka Kapa..................34 Weitenstein.................33 Wiener Graben...............24 Wildhaus....................27 Windenau....................25 Windisch-Büheln .... 28 Witschein...................28 Wolfszettel.................24 Wurmberg....................29 F.HIRSCHBERG &C? München ^Stuttgart. 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