Laibacher Leitung. Nr. 10. Piänumerationsprci«: Im Comptoir ganzl. ss. li, b>ilb>. ss. 5>.ül). ssiir die.^üstcNunss in« Ha»« ha!bi.5<»lr. Mit dei Poft ,ianzj. fl. 15, hall'l.fi. ?.5(,. Samstag, 12. Iä»»er Inselti onsgcbühr bi« »0 Zeilen: imal 00 lr., lm. «olr., 3m. 1 si.; sonst Pr. ^^ilc lm. s> lr., Lm. «lr., 3m. lu lr. u. s. w. Inleitiousslempel jcbesm. 3U l». 18«7. Amtlicher Theil. Se. k. k. Apostolische Äiajcstät habcn mit der Allcr. höchsten Entschließung vmu 4. Immer l. I. dem auf sein Ansuchen in dcn bleibenden Ruhestand versetzten Hof- nnd Ministerialsccretär bei dein Htinistcrinm des kaiserlichen Hanfes nnd des Acnßcrn Karl Ritter von Ehabcrt in Anerkennung seiner langjährigen und eifrigen Dienste den Titcl und Rang eincs sections-rathcs allcrgnädigst verliehen. Gleichzeitig habcu Se. k. l. Majestät zwci bei dic^ scm Äliniftcriuln in Erledigung gckonuncnc Hof- nnd Minislerialsecrclärsslcllcn dcn bisherigen Hof- nnd Mi-nistcrialconcipistcu Ludwig Edlen v. Eollin nnd Johann Frciherrn VeSc, nc v. Püttli n g c n, so wie dein Hof-nnd Viinisterialconcipisten Wilhelm Weis dcn Titcl nnd Charakter eines Hof- nnd Miuistcrialsccrctärs und dem Hof- nnd Ministcrialcoueipistcn Rudolf Fürsten Liechtenstein dcn Titcl nnd Eharaktcr eines Lcga-tionsrathes allcrgnädigst zn verleihen geruht. Sc. k. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. December v. I. den anßcrordcntlichen Professor der Finanzgcsctzkuudc an der Universität zu Lciubcrg Dr. Iohaun Bayer zum ordentlichen Profcfsor der österreichischen Verwaltungs' und Finanzgcsctzknnde daselbst allcrgnädigst zn ernennen gernht. _______ Kundmachung. In Gemäßheit der §§ 19, 20 und 21 der Landtags - Wahlordnung für das Hcrzogthum Krain werden hiemit die allgelneinen Wahlen für den durch das Allerhöchste Patent vom 2. Jänner 1^6? anf dcn I I. Februar l. I. cinbcrnfcncn Vandtag des Hcrzogthnms Krain ans-geschrieben nnd zu deren Vornahme nachstehende Tage festgesetzt: I. Fnr die Wahlen der Abgeordneten der Landgemeinden in den durch die §tz 7 und 8 der Landtags-Wahlordmmg bestimmten Waylorten: der 28. Jänner. U. Fnr die Wahlen der Abgeordneten der Städte und Märkte in den dnrch die tztz !'. und 4 der Landtags-Wahloronnng bestimmten Wnhlor'ten, dann fiir die Wahlen der Abgeordneten dcr Handeln und Gcwcrbckalnmcr in Lmbach: °^ dcr 30. Jänner. III. Für die Wahlen der Abgeordneten des großen Grundbesitzes in Laibach: der 1. Februar. Die näheren Bestimmungen über die Stunde des Beginnes dcr Wahlhandlung und die dazu bestimmte Localttat werden die dcn Wählern zn erfolgenden Lcaiti-matwnstartcu cnthaltcn. Laibach nm 'l. Jänner 1807. Sr. k. k. Apostolischen Äiajcstät wirtlicher geheimer Rath und Statthalter: Eduard Freiherr v. Vach m. p. Kuudmaehnuft. Zum Behufe der Wahl dcr Abgeordneten für dcn dnrch das A. h. Patent vom 2. Jänner 1,^07 auf dcn I I. Fcbrilar l. I. einberufenen Landtag des Hcrzogthums Krain ans dcr Gruppe des Großgrundbesitzes wird in Gcmäfchcit des ^ 23 dcr Landtagswahlordnuug für das Hcrzogthum iirain die anf Grnndlagc des tz <) dieses Gesetzen verfaßte Wählerliste für dcn Wahl'körpcr dcs großen Grundbesitzes mit dcm Bcifügcn bekannt gcntacht, oaj; ^eclmnatioucn gcgcu dicscldc binnen 14 Tagen, vom Tage d,c,cr ^iundnlachuug gerechnet, beim k. k.' Bandes-prafldlnm ln ^nbach einzubringen sind Rcclamationen, welche nach dicscr Frist eingebracht werden, mutzten als verspätet zurückgewiesen werden. ^aibach, am 7.' Seiner k. k. Apostolischen Majestät wirklicher gchcimer Rath ni,d Statthalter in Krain- ' Eduard Freiherr von Bach m. p. M ii h s e r l i st e für dcn Wahlkörpcr dcs großen Grundbesitzes im Hcr-zogthnmc Krain. Apfaltreru. Otto Freiherr v. — Krcutz, Oberstem und Münlendorf. A pfaltrcrn, giudolf Freiherr v. — Freithurn, Grün-Hof und Krnpp. Attcms, Antonill Gräfin v., aeb. Frmn U. Erberg — ^nstthal. Attcms, Friedrich Graf v. — Gut Raan. Nucrspcr^, Anton AlcMdHz: Graf v. — Thnrn- anchard, '^trassoldo Gilt, GMlfcld. Areo, Bartholomäus, Probst ^ Rndolfswerth, (5a- pitclgilt. ' A ucrspcrg, Grafen Alcrander, Hermann und Alfons — Ancnthal und Nadclstcin. A uerspcrg, Karl Wilhelm Fürst v. — Ainöd, Gott- schec, Pölland, Roßcgg, Bornschloß, Sciscnocra. und Wei^clbllrg. Aucrspcrg, Gustau Graf v -^ Mokritz. A ncrspc r g, Josef Maria Graf v. — Aucrspcrg mit ineorporirtcn Güteri, Soncgg, Nadlischct. Barbo-Waren stein, Josef Emanncl Graf v. — Kroisenbach und Watzcnbcrg Baunigartcn, Johann —' Wildcncgg. Vcrg, Gustav Freiherr v., und ionise, geb. Freiin v. Mandel — Nasscnfnß mit den incorporirten Gütern Sagoritzhof, Thnrn uilter Nasscufllß. Blagay, Antonia Gräfin Urfini v. — Billichgratz. Blagay, Ludwig Graf Ursini v. — Weißcnstein. Borsch - Borschod, Friedrich Freiherr v. — Gallhof, Plcttcrjach. > Bohinz, Andreas, Pfarrer in Zirklach — Pfarrhof Zirtlach. Codelli-Fahncnfeld, Anton Freiherr v. — Thurn an dcr Vaibach, Wcßnitz. Corontni-Croubcrg, Karl Graf v. — Hopfenbach. Dcttcla, Johann — Wartenberg, ^olenz, Ludwig ^ Nußdorf. Do lenz, Anton — Präwald. Ehrcnrcich, Moriz v. — Pouowitsch mit dem incorpo- rirtcn Gnte Fischern. Fichtenan, Adolf Ritter v. — Strugg. Fichten au, Eugen Ritter v. — Preißct. Fichtcnau, Toussaint Ritter u. — Volautschc. Florian, Karl — Florianischc Spital und Pcganischc Rcalgilt. Fr id au, Franz Ritter u. — Gradatz, Sastava, Weinitz. Fu^, Dr. Autou — Obcrgörtschach. Galle, Victor — Frendeuthal. Gariboldi, Anton Ritter u. — Pcpcnsfcld. Garzar olli.Thurulack, Andreas Edler v. — Aolcrechofcn. G c r in, Franz Xav. — Wcinhof. Glovoenik, Franz (Erben) — Gutcnhof. Gozzani, Ferdinand Marqnis v. — Wolfsbnchcl. Grcßcl, Maria — Treffen. Grimschitz, Joh. Ncp. Freiherr v., uud Ehristinc Frciin v., geb. v. Eanual — Griinschitz. Gntmauusthal-Bcilvcnlttti, Vndwig Ritter v. — Savcustein, Wcixcl- und ^charfcnstcin. Hart, Wcnzcl (frühere Besitzer Portmann und Weiß) — Obcrcrtcustcin. Hartig, Friedrich Graf v. — Neustem, Untcrcrkeu- stein. Hangwitz, Eugen Graf v. — D.-R.-O.-Eomnienda. .^cß, Antonia, in Mottling. Hoinatsch, Anton — Tschcrncmblhof. Höffcrn, Iohauua v. — Egg ob Podpctsch. H ohcuwart - Gcrla ch >t c i n , Hiarl Graf v. — Rannach. Icrmann, Victor - ViMM. Iombart, Julius — 5Uingcnfcls nnd Swur. Juvanz, Franz — Grnudclhof. Koslcr, Johauu - Ortencgg. Koslcr, Pcter Dr., Io,cf und Iohauu,'und Mana Ovresa — ^copoldsruhe, Glcinitz. Koß, Anton, Domprobst — Eapitclgiltcn St. Bar- tclmä uud Scharfcubcrg, dailu inehrere iucorporirte Pfarrcu. , . Kottulinski, Anton Graf u. — Malthcscr.Ordcns- Eoinnicnda St. Peter. K nralt, Thercsc — Thnrn w Scmic. V anger u. Podgora, Franz — Poganitz, Brei' tcnan. Langer v. Podgora, ^da, gcb. v. Fichtcnau — Lucgg. Lanthicri, Karl Graf v. — Wipftach, Slapp. ^azzarini, Baronin (Erben) — Jablanitz. ^azzarini, Heinrich Freiherr v. — Flödnigg. Lichtcnbcrg, Joh. Ncp. Graf v. - Hallcrstein. ttichtcnbcrg, Leopold Freiherr v. (Erben) ^- Habbach. Lichtenbcrg, Scifricd Graf u., und Anna, aeborne Gräfin Ancrsperg — Lichtcnbcrg, Praprcöe. Lippiza — Hofgcstüt. Mach, Johann — Großslattcncgg. Nl ahortschitsch , Franz, und M oscr, Iohaun — Abrainsbcrg'schc Gilt. Malli, Ignaz — Podwein. Marghcri, Albin Graf v., nnd Joscfinc Gräfin, geborene Gräfin Eorrcth — Wördl. Marghcri, Albin Graf v., nnd Sylvinc Frciin von Apfaltrcrn, geborene Gräfin v. Marghcri — Altcnbnrg. M a r ch h a'r d, Josef, nnd Karl Hirsch, in Wien - Zobels bcrg. M a ycr, Josef — Lcntcnbnrg. Montan-Acrar in Idria. Müh leisen, Johann Ncp. — Gcrlachstcin. Müller zu Eichholz, Josef v. ~ Arch, Unter- radclstein. Nugcut, Arthur Graf — 5tostcl. Pelikan, Wilhelm — Rothcnbüchel. Pirkovitsch, Franz — Untcrkolovrat. Pirn at, Maximilian — Tufstcin. P orzia, Alfons Scrafin Fürst — Prcm, Scnosctsch. Prost ran egg — k. k. Hofgestüt. Rastern, Nikomco Freiherr v. - Schcrcnbüchcl. Rcchbach, Barbara Frciin v., gcboreuc Gräfin T h n r n- Vals a f sina — Krcutzbcr'g, Lukowitz. Rcya-Eastclcttu, v., uud Fran Isabella v. — Moosthal. Rnard, Victor — Insclwerth Probstci Vcldes. Rüdes ch, Franz — Klcinlack, Dragomel. Rndcsch, Joseph — Rcifniz. Saviuscheg, Dr. Josef — Mottling. Savinschcg, Karl — Gayran. Schaffer, Eduard — Wcinbüchel. Scnnig, Joscf (Erbcu) — Kiufcl, Pousch, Mourische, Strobelhof, und Wittich Naldgilt. Sladovitsch, Ferdinand — Tschernembl. Smola, Anton -— Standen. Stare, Michael — Mannsbnrg. Strahl, Ednard v. - Altenlack. Sulkowsky, Josef Fürst v. —Neumarktl. Syre, August — Rnpcrtshof. Tcrbuch owi c' schc Erbcn, Instinc v. — Klcinlack Tcrpinz, FideliS — Kaltcnbrnnn. Tauffrcr'fchc Erben, Moritz Freiherr v. — Weirelbach. T h n rn - V alsassina, Grafen Hyazinth nnd Gnstav -— Radmannsdorf nnd Wallcnbnrg. Trcnz, Ferdinand Adolf — Draschkowitz. Urbanciö, Ednard - Höflcin, Stcrmoll. Urbancii, Johann Nep. — Thnrn nntcr Ncnberg. Valmagini, Julius v. — Reitcubnrg. Vcstcncl, Moritz Ritter v., und Anna geb. Sauen« stein — Neudcgg, Schueckcubüchel. Vollmann, Anna — Rcnhof. V onk, Vincenz, Pfarrer — St. Rnprccht Pfarrgilt. Wassitsch, Raimund — Grailach. Widm er, Barthololuäus, Fürstbischof — Görtschach, Laibach Pfalz. Wilchcr, Friedrich — Steinberg. Windischgrätz, Hugo Fürst — Wagcnspcrg. W indis ch g ratz, Verland Fürst — Haasbcrg, Loitsch, Lncgg, Slatcncgg. Wolkcnspcrg, Franz Frcihcrr v. — Scllo. W n r z b a ch - Tanuc n b crg, Dr. Earl v. — Ebcns' ! fcld, Schwarzcnbach nnd Geschieß. W u r z b a ch - T a u ucnbcrg, Dr. Inlius v. — Lauds- preis. Zois-Edel stein, Anton Freiherr v. — Egg ob Kraiubnrg. Zoi s - Edclstc in, Anton, Michael, Alfous, Sigunlnd, Freiherren; Scrafiuc ("räfin v. Wclsershciuw, Gabriele Gräfin Icnnison, Niathilde Gräfin Ancrspcrg — Iaucrburg. Nichtaultlicher Theil. Einladung nnd Bitte zur Theilnahme an dor Wahlthatlglu'lts-Effrctell-ilottcril. Am 2 0. Inli 1867 erfolgt die Zichnng der unter dcm Protectorate dcs Lai bachcr Frauen ver« eins veranstalteten Effcctc n - L ottcric, deren Reinertrag zur Unterstützung dcr in dem letzten Felo.zugc invalid gewordenen Krieger der Krainischen Truppen- 60 körpcr, sowie der Witwen und Waisen der Gefallenen bestimmt ist. I» gnädigster Anerkennung dicscö wohlthätigen und patriotischen Werkes haben Sc. Majestät der Kaiser Franz Joseph, Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth, dann mehrere durchlauchtigste Herren Erzherzoge und Frauen Erzherzogiuncu dieser Lotterie wcrthvolle Gc-winnst-Effcclen, sowie Ihre Majestät die Kaiserin Carolina Augusta einen ansehnlichen Geldbetrag zuzuwenden geruht. Damit dicsc Wohlthätigkcitslottcric einen möglichst großen Ertrag abwerfe, ist einerseits die reichliche Betheiligung des Pnl'lieums an dem Kaufe von Moosen, andererseits die möglichst zahlreiche Erzieluug von un» entgeltlichen G c w i n n si cf f c c t cn nöthig. In beiden Begehungen erlaubt sich die gefertigte Vorsteherin des Francnvcrcius die Güte und den Wohl-thätigkeitseifer der Bevölkcrnng in Anspruch zu nehmen. Dcr Preis ei>,es Looses mit 5)0 kr. ist auch den mind«r Bemittelten zugänglich, bei dcr Abnahme von 5> Moosen wird ein Prämicnloos unentgeltlich verabfolgt, das ebenso auf alle Treffer mitspielt und ein schönes Bild, Oesterreichs Heldenkampf vorstellend, sicher gc-winnt. Die Zahl der Treffer ist auf 1000 berechnet und es wird hiebei nach dem Beispiele ähnlicher Wohlthätig-leitslottcrieu ans die Beischaffung des groß e r c n Theils durch unentgeltliche Spenden von Wertheffeetcn gerechnet, die daher dem Unternehmen freundlichst zngc-wendet werden wollen. Den Hanpt vc r sch le i ß dcr Loose in Laibach l,at Herr Handelsmann Audr<'' Domcnig am Hauptplatz übernommen. Außerdem werden solche Lose verkauft bei Herrn Kariugcr (Galanteriehändlcr am Hauptplntz), Herrn Viditz (Schuittwaarenhäudler in der Epitalsgassc), Herrn Eduard Hohn (Buchbinder amaltcn^iarkl), Herrn Pctricic (Galaiüeriewaarcnhändlcr am Hanptplatz), Herrn Krispcr (Galantericwaarenhändler am Hauptplatz), Herru Wutschcr (Nürnbergerwaarenhandlung ain Viarienplatz), Frau Felicia Morre (Lottoeollcclantin), Herrn Mitnsch, (Rcgcnschirmfabricant am Hanptplatz). Herren Gioutiui und Vercher (Bnchhändler am Hanptplatz), Herrn Krehan. (Lottocollectant in der Schustergassc), Herrn Strzclba, (Seifensieder in der Svitalsgasse), Herrn Stückt (Mode-waarcnhandlnng am Bnrgplatz nnd in der Theatcrgasse), so N'ic auch in anderen Handlungen, dann im Ge-s ch ä f < s b n r e a n des Francnsvereins i m V a n d h a n s e. Gewinnslcffcctcn wollen in das Gcschäftsbnreau des Fraucnvcrcius (in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr) übcrscudet werden, wo auch die bereits eingesendeten Gegenstände besichtiget werden können. Laibach, am 1l. Jänner M57. Dic Vorsteherin des Frauelwerciilö: Sofie Freiin v. Vach. 3. Verzeichnis? von Gl-minnst Ejstctrn für dl> W^HUHl'Uigkeitü'Effl'c-lrulültttil' ?n Gunstrn dry lmnuischrn IlUlalidru- Foildl'S. Von Ihrer Erccllcnz der Frau Baronin Sofie von Vach: Eine silberplattirtc Stehuhr in neuester Fneon, eine silbcrplattirtc Vampc init Krystallglas. Von ihrer Fräulein Tochter Wilhelm ine: Eine Zuckerdose mit Schnitzwerk und Bild am Deckel, eine Reisckasfecmühle, ein süberplattirtcs Salzfaß mit grünem Krystallglasc. Von Sr. Erccllcuz Herrn Freiherrn von B a ch : Ein scchslänfigcr neuer Revolver. Vom Herrn Lanbesmedicinalrath Ritter von An-drioli: Ein großes porecllanencs Schreibzeug in Noc-coco lnit Figuren. Vom Herrn Baron Eduard Gussich: Ein por-ccllancnes Schreibzeug mit eincin Aufsatz, ein Iagdstück darstellend, eine Kaffeemaschine nach ncncr Erfindung. Aaibach, 12. Jänner. An politischen Nachrichten liegt wenig von Beden-tuug vor, mau müßte denn das von Berliner Blättern veröffentlichte Rundschreiben Bismarck's als eine solche hinnehmen, welches er an die politischen Agenten Preußens über die politische Lage erlassen hat. In demselben heißt es: Preußen stehe mit allen Staaten im guten Einvernehmen, sei jedoch nach keiner Seile ge-bnnden. Es sei allgemeine Beruhigung zn hoffen und der Friede erscheine gesichert; für Allianzen im engeren Sinne liege kein Bedürfniß vor. Gegen Oesterreich werde jede Rücksicht beobachtet, die irgend mit dcu In« teresscn Nurddentschlands verträglich sei. Das Verhältniß ;n Dänemark und Holland wird ungeachtet der uord-schleswig'schen uud lurembnrg'scheu Frage als freundlich bezeichnet. Preußen tonne daher ohne äußere Sorge sich dcr bedeutsamen Arbeit für die Neubildung Deutschlands überlassen. Wichtiger scheint uns eine authentische Erklärung zn sein, welche dcr „Allg. Ztg." über die viclerwähntc Rute der Pforte au Griechenland zngeht. Diese Note, jagt das erwähnte Blatt, ezistirt nicht, wohl aber ist ein Eircnlar der Pforte an die drei Schutz-mächte Griechenlands vorhanden. Dieses Eircnlar, am 20. December aus Eonstantinopcl abgegangen, bemüht sich, die Fortdauer der gegenwärtigen Beziehungen zn Griechenland als durchaus unhaltbar darzustellen, nnd fordert die Schutzmächtc auf. zur Klärung und Besscrnng derselben ein energisches Wort in Athen zu sprechen. Es sei Thatsache, daß der Aufstand ans Kreta längst würde gedämpft sein, wenn ihm nicht dnrch fremden Zuzug fortgesetzt ucne Nahrung zugeführt wordeil wäre; es sei Thatsache, daß in Thessalien bewaffnete Einfälle griechischer Banden stattfänden; cs sei endlich notorisch, daß man sich in Athen für das nächste Frühjahr znm Kriege vorbereite. Diesen Thatsachen gegenüber wende die Pforte sich znnächst an die Intervention der Tchutz-müchlc. Sollte aber eine solche Iutcrveulion sich in Athen als fruchtlos erweisen, so würde sie (die Pforte) auf ernstliche Mittel zur ausgiebige,, Vcrtheidiguug ihrer bedrohten Interessen bedacht sein müsse. Nach cinem Kabeltelcgrammc hat das Repräsentantenhaus dic Anklage des Präsidenten Johnson bcschlosscn. Dic ..Abdpst" bringt hierüber folgendes zur Oricntirung dcr Lcscr: Die Anklage kann sich nnr anf die in dem t> 7 des crstcu Artikels dcr Eou-stitutiou cuthaltcnen Vorschriften gründen. Danach ist der Präsident verpflichtet, jede Bill, die im Hanse dcr Repräsentantin und im Senate durchgegangen ist, spätestens binnen zehn Tagen, nachdem sie ihm vorgelegt worden, zn vollziehen. ' Insofern er sie nicht billigt, soll er sie mit seinen <5inwendn»gen demjenigen Hause zurückschicken, wo sie ihren Ursprung erhalten, nnd dasselbe soll dicsc Einwcndnngen prüfen und die Bill noch einmal in Erwägung nchmen. Wenn nach dieser zweiten Ucberlcgnug zwei Drittthcilc dieses Hauses für die Oill stimmen, so soll sie zugleich mit dcu Einwendungen au das andere Haus geschickt wcrdcn, wclchcs dieselbe gleichfalls noch einmal in Erwägnng nehmen soll; wird sic auch hier von zwei Dritttheilcn gebilligt, so soll sie trotz des vom Präsidenten eingelegten Veto's Gesetzeskraft erhalten. In dieser Beziehung die Eonstitntion betreffs verschiedener Bills, welche die politischen Rechte der in die Rebellion verwickelt gcwescncu Südstaatcn so wie die den Negern cinzuräumcudcn Befugnisse betreffen, verletzt zu haben, wird nnn bekanntlich dem Präsidenten l Johnson zum Vorwnrs gemacht. Für einen solchen > Fall hat das Haus der Repräsentanten allein das Recht dcr Anklage, während dcr Senat allein das Recht hat, die Anklage zn nntersnehen nnd dcu Urtheilssprnch zn fällcu. „Wcnn dcr Senat", so sagt die Eonstitution wörtlich, „zu diesem Endzwecke eine Sitzung hält, soll ^ cr darüber vercidct werden. Wenn ein Präsident der Vereinigten Staaten verhört wird, so soll dcr Ober-richtcr präsidircn, nnd niemand soll vcrurthcilt wcrdcn können, wcuu nicht zwei Dritttheilc dcr anwesenden ^Mitglieder für das Urtheil gestimmt haben. Ein Urtheilssprnch in, Falle einer solchen Anklage soll sich nicht ! weiter erstrecken könne», als anf Entfcrnnng vom Dienste ' nnd Absprechnng des Rechts, irgendein Amt, welches Ehrc, ! Zntranen oder Vortheile gewährt, in den Vereinigten ^Staaten erhalten nnd führen zn dürfen. Aber dcr überführte Theil soll demnngcachtct noch der gerichtlichen Anklage, dein Eriminalpruecsse, der Vcrurthcilung lind dcr Bestrafung uach dein Gesetz uuterworfcu sein/' Endlich bestimmt lllich noch der § 3 des zweiten Artikels dcr Eonstitution, daß der Präsident, Vicepräsidcnt und alle Eivilbenmtc dcr Vereinigten Staaten wegen grober Verbrechen ihres Amtes entsetzt wcrdcn können, nnd cs würde die Anklage speciell dahin zu richteu sciu, daß der Präsident in diesem Falle den von ihm geleisteten Eid anf strenge Befolgnng der Eonstitution, wie derselbe in H 1 des zweiten Artikels vorgeschrieben ist, verletzt habc. — Von Intcrcssc ist, in Verbindung mit der nnnmehr nahe rückenden Eventualität einer Aullage gcgcu den Präsidenten, auch die weitere Frage, wer das Amt dcö Präsideutcu für deu Fall einer Amtscnlsctznug Johnsons wcrdc zn Ende zn führeu habeu, da im Augenblick kein Vice-Präsident der Vereinigten Staaten eristirt, weil ja Johnson selber in scincr Eigenschaft als Viccpräsidcnt nach dcr am 15. April 1.W5> crfolgten Ermordung des Präsidenten in scin gcgenwärtigcs Amt als Präsident eingetreten ist. Das Amt des Vizepräsidenten vcrwaltct mittlerweile dcr i»ro tumpor^ gewählte Scnatspräsidcnt, znr Zeit Lafayette S. Foster ans Eonnecticut; uutcr normalen Verhältnissen ist dcr ordentliche Viccpräsidcnt dcr Union zugleich Scuatspräsiocut. Nuu tritt aber, falls die Abfetznng Johnsons erfolgt, nicht Foster an seine stelle, sondern die Eonstitution schreibt vor, daß, wcnn dcr Vicepräsidcut von dem Amte dcs Präsidenten entfernt wird, dcr Eougrcß dnrch cin Gcsctz zn erklären hat, welcher Beamte dic Stelle dcs Präfidcntcn vcrtrctcn foll. Dcr vom Eongressc dazu Ausersehcne soll dann das Amt des Präsidenten verwalten, bis ein neuer Prä sident gewählt ist. Die Amtsdancr Lincolns lind also auch seiues cventncllcn Vertreters währt bis znm -Iten März 1809. Oesterreich. Wie», 10. Jänner. Dic „Wr. Ztg." schreibt: Das „Fremdcnblatt" null von cinem Gerüchte über aller» höchst beabsichtigte gänzliche Auflösung dcr l. k. Garde wissen. Wir sind ermächtigt, zu erwidern, daß eine Standcsvcrminderuug dcr kaiserlichen Garden bcrcitS stattgefunden hat, das Gerücht von einer gänzlichen Anf-lösnng derselben aber jeder Begründung cnlbchrc. .sl'llil'li'lml. Laibnch, 12. Jänner. (Mikunslcwdmss!' ^ Elwaa Ülicr Pl'oiiinzlrilil -- Noch tilimal ,W>!dstltt>,'" -- Kcnmln'ilUtlim - Eülhullimgrü anö dem Thlatcr- Counts -- Haslilo-Ailösichttli.) Der Feuilletonist plaudert, dcun das ist sein Beruf, und so kaun cr cs auch dcm gcncigten Leser nicht verschweigen, daß er diese Woche mit einigen Mißverständnissen zn kämpfen hatte, zwar nicht welthistorischen, aber dafür recht kleinstädtischen, provinzicllcn, von denen die glücklicheren Eollegen in dcr Residenz nichts ahnen. Da war erstens cin begabtes jüngcrcs Milglicd unscrer Bühnc, das sich gekränkt glaubte, wcil es einmal nnglücklichcr-weisc nicht gut mcmorirt und dcr Feuilletonist in seiner bcstcn Seimstagslaunc dafür cinen Ansdrnck gewählt hatte, der in dcr Salousprachc nicht vorkommt, vielleicht cinc Reminiscenz aus den nur zn oft gesehenen „Flöt" ten Burschen." Dcr Feuilletonist hatte sich cbcn im Stillen gcfrcnt alls die Novität, das tirfpoctischc Product eincs dcr letzten österreichischen Romantiker, nnd sah sich ungern in dcm fciucn Gcnusse gestört. Wenn ein so hervorragender Genius, wie dcr Halms, die wclt-bcdcntcndrn Bretter bcschrcitct, da ist jedes Wort von unschätzbarem Werth. Das Ohr folgt mit Sftannnng jcdcr sinnigen Wcnduug, dcr Geist schlürft mit Wonne die Sphärcnllängc dcr ewigen Schönheit, die ihm aus dcr Dichtung entgegcuklingen. Soll dcr Genuß nnvcr-kiunmcrt, so muß auch die Darstellung fließend und zu-sammengrcifcnd sein. Ich weiß zwar, wie Manche über Provinzkritik denken, sie stellen vielleicht cinen Trngschlnß auf, ähnlich dcm des Kalifen Omar, der die Alerandrinischc Biblio-thcl verbrennen ließ, nnd sagen: entweder sind die Lci-stnngen dcr Schauspieler gut, daun bedarf cs keiner Kritik, oder sie sind schlecht, lind dauu kann keine Kritik daran ctwaS bessern. Daranf ließe sich erwidern: dcr Schauspieler, dcr in der Ocffentlichkeit wirkt, braucht so gut wie dcr Schriftsteller die öffentliche Ancrkennnng, die Würdigung seiuer Leistungen. Da zudem Selbst-kcnntniß immer daS schwierigste ist, so schadet cs wohl nicht, wenn z. A. einen, dnrch Erfolge verwöhnten, vielleicht anch von gntcn Freunden irre geleiteten Liebling des Pnblicnms bisweilen von dcr Kritik cin Spiegel vor. gchaltcn wird, dcr nicht schmeichelt. Das nicht zn den Habitus gehörige Pnblieum, dem das Theater cin seltener und darum noch geschätzterer Genuß ist, will über die Leistnugcu unterrichtet scin, dic ihm vergnügte Abende in Anssicht stellen, cö will Stücke nnd Darsteller kennen lernen, ohne durch den blos äußerlichen Erfolg cincr wohlmeinenden freundschaftlichen Elaqnc beirrt zll^ werden. Anch ans Provinzbühuen sind schon große Schauspieler hcrvorgcgaugcu, und anch in der Provinz gibt cs cin fein fühlendes, gebildetes Publicnm, das vor jenem dcr Residenz vielleicht noch den frischen nicht durch Ueber-reiz abgestumpften Sinn fürs Gute, Schöne uud Wahre voraus hat. Freilich ist dcr Standpunkt dcö Kritikers ctwaS verschieden von dcm dcs Habitus oder dcs Thcatcrdirec-tors. Dcr Kritiker formulirt scin Urtheil schwarz auf wciß, dcr Habitus erfreut sich dcö PrivilcginmS, seine Meinung, da sie von der Schwarzkunst Gntenbcrgs nicht festgebannt ist, jeden Augenblick nach dein Winde dcr wandelbaren öffentlichen Meinung wechseln zu können. Letzterer hat zndcm vielleicht noch mehr Sympathien nnd Antipathien, da cr zn viel hinter den Eonlisscn verkehrt. Die Berechtigung der Kritik kann uicht angefochten werden, so lange es cinc Prcssc gibt, dcrcu Aufgabe eS ist, das sociale Lcbcu in sciucn kleinsten Zügen trcll wicderzuspicgcln. Doch ich will dcu Leser mit dicscm uothgcdrnngencn Plnidoycr für mein jourualistischcs Recht uicht crmiidcn, um so mehr, da dic vorgestrige Reprise von „Nildfener" mir mit Vcfricdignng zn constatiren erlaubt, daß dieselbe dem großen Dichterwerk dnrch gutes, in einander greifendes Spiel sämmtlicher Darsteller gerecht wurde. DaS Pnblicum folgte der Darstcllnng mit sichtlichem Interesse nnd spendete den einzelnen Darstellern, besonders Frl. Hcllmcsbergcr (Rcmy, Frl. Nagel (Margot), Fr. Leo (Gräfin Dommartin), sowie Herrn Müller (Marcel dc Pric), welche dnrch wiederholten Hcrvorrnf ausgezeichnet wurden, verdienten Beifall. Iu"dcr K»P sccuc sprach das feurige Spiel dcö Hrn. Müller uicht weniger an, als die stumm verschämte Sprache oes Herzens, die Rena's sanfte Blicke, sein tödtlichcs 6r-schrcckcn und scin lindisch - frohes Aufjubeln redeten. Frl. Hcllmesbcrgcr darf dicsc Nollc uubcdingt zu ihrcn bestell Leistungen rechnen, lind wir wünschen ihr bald wieder darin zu bcgcgncn, da wir glanben, daß das Publicum cinc Wiederholung dieses, an poetisch^ Schönheiten und naiver Grazie so reichen Gedichtes m" Vergnügen sehen würde. Leider rücken dic mageren Tage dcr Saison "><, die Tage, wo Geigenstrichc größeren Reiz ausüben, ^ 61 — 10. Jänner. Die ,.Wr. Abdpst." schreibt: Hier eingelangten Nachrichten anS Rom znfolgc darf die Toncllo'schc Mission in inchrcren wesentlichen Puuktcn, insbesondere was die Frage der Wiedereinsetzn»«, der Gischüfc anbelangt, als geglückt angesehen werden. Lcmberss.' Die „De'b." schreibt: In Galizicn scheint die W a h l b e w e g n n g einstweilen nnr noch in den Anregungen der ^onrnal'e vertreten zu sein. Es ist darllin hohe Zeit. das; einerseits das Centralcomitü in Weinberg seine Thätigkeit beginne, nnd andererseits sich in den einzelnen Bezirken die localen Wahleommit^s organisi--rcn. Laut einer Mittheilung der „Mzeta Narodowa" wird der ncnc, am I I. Febrnar zusammentretende Landtag dnrch blos fünf Tage hindnrch Sitzungen halten. Seine einzige Thätigkeit soll darin bestehen, seine Meinung über das kaiserliche Einbernfnngsschreiben abzugeben nnd die Art uud Weise festzusetzen, nach welcher die > Dclegirten gewählt werden sollen. „Es nntcrliegt feinem Zweifel" - bemerkt die „Gaz. Nar." — daß der Land-tag die Wahl ans dem Plenum billigen wird, und nicht ^ aus den Eurieu nnd Gruppen, denn nnr so kann die ^ Delegation der Ausdruck der Majorität dcS Landtags sein nnd aus den gebildetsten und angesehensten Männern bestehen. Doch müsztc zur Zeit die Majorität 38 Abgeordnete nach Wien aus ihrer Mitte entsenden. Rechnet mnn nun den Marschall und die sechs Landcsans-schüsse, so wie einige der Abgeordneten, die im Herren« Hanse ihren Sitz haben nnd demnach in das Unterhaus nicht gewählt werden tönneu ab, so zeigt sich, daß ans den fünfzig und etlichen Wahlen, die mit Sicherheit in« tclligerttc Manner ergeben, eben alle ohne Ansnhmc be-reit sein müssen, einen mchrmonatlichen, vielleicht noch längeren Aufenthalt in Wien zn nehmen. Die „Gaz. Nar." macht daranf aufmerksam, diesen Umstand bei der Zusammenstellung der Eandidatenlistc ja nicht zn übersehen, damit nnr solche Personen gewählt werden, die sich verpflichten, ununterbrochen den Vcrhandluugeu des Rcichsratheö beizuwohnen. Im Jahre 18'U habe nämlich fast die Hälfte der für den Neichsrath bestimm-ten Abgeordneten die Wahl nicht argenommcn, nnd viele, die die Wahl angenommen hatten, verließen alsbald ihren Posten, und so sei es geschehen; daß in den Sitzungen des Rcichsrathcs oft nur 0, 7 oder 10 Polen, nie jc> doch alle anwesend waren nnd sie daher bei den Abstimmungen nicht mit dem Vollgcwichtc ihrer Stimmen-zahl auftreten konnten. Ausland. Ueber dic Stimmung im Königreich Hannover schreibt ein Correspondent der „Mg. Ztg./' indem er die prcußenfrcnudliche Schönfärberei ciiics andern Eor-rrspondentcn berichtigt: Offenbar hat eine starke Enl> tänschnug der maßgebenden Kreise Prcnßcns hiusichtiich der Stimmnng der' hannoverischen Bevölkerung stattgefunden; cs ließe sich beinahe behaupte», daß nicht znr Annexion geschritten worden wäre, hätte man in Berlin die Stimmung oder besser Vcrstimmnng der Hannovc» raner so gekannt, wie dies hcntc der Fall ist. Eine ugitation gegen Prcnßcn hat nicht stattgcfnndeu, sie war auch unnöthig. Die Petition an den König von Preußen gegcn die Annexion unterschrieb jeder — bis sie verboten und weggenommen wurde. Als daranf die An-nmon vollzogen war, erschien Plötzlich (aber ganz gc-hmn) der Protest dagegen, gerichtet „an die Großmächte Europa's." Dieser Protest sollte nur von den Gemeindevorstehern Namens der Gemeinden unterschrieben' wer» den, unter Hinznfüguug der Scelcnzahl der betreffenden Gemeinde. Hier im Lüncburgischcu ist dieser Protest von den meisten Vorstehern unterschrieben, nnd daher ist auch die Angabc von den 500.000 Unterschriften nicht nnrichtig; es ist dies eben die Seclcnzahl der Gcmcin< den, deren Vorsteher unterschriebe» haben. Bei der Verbreitung dieser „Proteste" ward Gewicht daranf gelegt: cs sei eine persönliche, ja eine Hcrzcnsa»gclegc»heit des Königs Georg, der die Unterschriften seiner Vorsteher in der Vcrbannnug zu haben wünsche — darauf hin unterschrieben die braven Landlcntc sofort! Die Königin Marie crfnhr sowohl in Hcrrcuhanscu als auch später anf der Maricnbnrg fast täglich die rührendsten Beweise der Treue dcö Voltes. Doch nur dcu lctzteu derselben will ich hier anführen. Auf der Marieuburg erschienen kurz vor Weihnachten zehn bäuerliche Grund« besitzcr als Deputation des hannoverischen Wendlands. Sie überreichten der Königin ein kostbares Album mit dem photographischcn Ansichten der 72 Ortschaften des Wendlands, uud slcllteu Ihrer Majestät ihr Hab uud Gut zur Verfügung. Solches wird dnrch künstliche Ag> tationen nicht hervorgebracht. Die Abneigung gcgcu Preußen ist im Hannoverischen schon alt; mindestens datirt dieselbe schon scit der Occupation von 1805, welche bekanntlich dnrch die Schlacht bei Jena 1806 ein schnelles Ende nahm. Es ist diese kurze Dauer der preußischen Herrschaft auch noch im Gedächtniß des Volkes, und zum Theil daher kommt cs, daß man baldige Vertreibung der Preußen dnrch Russen, Engländer oder Franzosen hofft, zum Theil aber auch, weil das Gerechtigkeitsgefühl des gemeinen Mannes den Gedanken nicht ertragen kaun: ein solches Unrecht (wie die Annexion) könne laugc andauern. Dcr wcstphälische Musketier, nnd noch mehr der ^andwehrmann, ist überall als deutscher Bruder herzlich a»fgcno»lmcn, hat anch dem prcnßischcn Namen Ehre geinacht. Aber das, was wir „prcnßisch" nennen, kommt von Berlin uud widert uns hänsig an; das zeigt sich oft schon im Unterschied zwischen Ofsicicr nnd Soldaten. Der Goiwcrnenr von Voigls-Rhcetz ist Persönlich sehr geachtet; ja seiner Zn« gänglichkcit und seines lcntscligen Benehmens wegen gc-wisscrmasscn beliebt. Allein ftausdnrchsnchnngen bei solchen Männern, wie dem von allen Parteien verehr ten Schatzrath v. Alten in Linden vornehmen, heißt , Oel ins Fcncr gießen, und dcr Kaufmann Sonntag zu ^Hannover hat feit seiner Wcgführnng nach Minden« einen solchen Andrang von Kanflnstigcn in seinem Geschäfte zu bestehen, daß sein finanzielles Glück feit jenem Tage gemacht ist. Dagegen werden alle die, welche preußischer Sympathie verdächtig, cmfs Acnßcrste mit Hohn uud Verachtung überschüttet, nnd die Magistrats-reisen^nach Berlin sind in dcr That wohl in den meisten Fällen „Angstrciscn." Die dnrch die Reaction von 1^55 in Mißcrcdit gekommenen Ritterschaften stehe» seit ihrer Opposition gegen Prenßcn geachteter da, als jemals, und sogar mancher stets kirchlich oppositionell Gesinnte betont nunmehr das Luthcrthum dcr hannoverischen Landeskirche, ans Abnciguug gegen die preußische Union. Doch gcnng! Diese Dinge würden Folianten ausfüllcu, wollte man sie alle herzählen. — Die bekannte Eingabe dcr .'^ Schlcswig'Hol-stcincr an das preußische Abgeordnetenhaus, in Anlaß des Berichtes dcr Drcizchncr-Eommission über dcn Gesetz-cntwnrf, betreffend die Vereinigung dcr Hcrzogthümcr Schleswig nnd Holstein mit dcr preußischen Monarchie, war, mit ciuem Begleitschrcibcu versehen, von mehreren Herren dem Herzog Friedrich von Angnstcn« bürg übcrsandt wordcu. Dcuselben ist nachstehendes Antwortschreiben zngcganzen: MMWßW Verr Director, ein Journalist kann einmal nich s ^ schwebn -daß Herr Zöllner jahrelaug das Publ- rl^t 5t"" ^!"?" Brüuu durch seiu lauuiges Spi l st^ m/' ^ er in gewissen Rollen unübertrefflich Vc'tc? ' i' wi'^d "' ^'"!"' '" """"""' einen so braven ^scheinen zn fthc„""'"" ""f scincm alten Schlachtfelde Enthüllungen ^an^cin? "'^ ^"'g mit dcn indiscrete» unserer heiligen Theatervel/.m!". ''Ucressantcn Sitzungen das mit strengem kritischen Ä ^, ^ " terc o m i t >> s, gcnüssc wacht lind die diplomatist.^'"'. ""^ ^'"st-Publicum und Director zwischen Abgesehen von G on nod's, scho,. ^ . Erscheiucu in München mit solchem E tln.^^"/^^' genommenem „stanst," der am uH^I^ unserer Bühne aufgeführt wird. worauf"'^^^ tnc Aufmerksamkeit dcr außer Laibach wohnenden Tl^t ? freunde lenken wollen, dessen Ausstattuug - qläu c ^' Decorntioucu nnd Eostümc, Mitwirkung des nan-^ Personals - alles Bisherige wcit übcrtrcffcn soll und wclck, daher eine kleine Erhöhung dcr Eintrittspreise znr thcil^ Welsen Entschädigung für die gebrachten Opfer genügend rechtfertigen dürfte, sind wir in der Lage, noch ein „liebliches Geheimniß" zn verrathen, das vielleicht bei man' chcm unserer Leser alte heitere Erinnerungen heraufbeschwören wird. Herr Zöllner will die Ncdontcn -balle, die Pudelbälle uuscrcr guten alten vormärzli-chcn Zeit, wieder auferstehen lassen, freilich in nencm Gewände, so wie der Saal, dcr das tolle Treiben dcr alten lnstigcn Zeit sah, anch ein neues Gewand angezogen hat, nnd statt im gelben Schimmer von Wachskerzen, in hellen Oasflamincn glänzt. Vielleicht erwacht in dcn alten Ränmen auch wieder dcr alte Hnmor unserer Väter, die so viel von dem witzigen Treiben von Pierrots, DoctorenundSchäfcriucnzucrzälcn wissen. Es soll vier solcher Bälle geben, vornnsgcsctzt natürlich, daß die geehrte philharmonische Gesellschaft, Kci deren Produktionen Herr Zöllner so freundlich seine Gesangskräftc mitwirken" läßt, nichts dagegen hat uud dcn lnstigcn Pierrot in ihre dcr stillen Harmonie geweihten Räume eindringen läßt, woran wir übrigens dnrchans nicht zweifeln. In dem Mittelpunkte unseres geselligen Lebens, dem Easino, wird die Tan;lust bald ihren gewohnten Zauber cutwickclu, die Aufmerksamkeit nnscrcr Damenwelt beschäftigt sich gewiß nicht weniger mit dcn Toiletten, die da glänzen sollen, mit dcr großen Frage, ob Erinolinc, ob Zwickelklcid^ als die Herrenwelt mit dcn verlockenden Tränmcn von Hcrzcuscrobernngen nnd Angen, die sicherer treffen, als Zünduadcl». Uud unser nächstes Wochenbnllctin wird wohl von diesem Schlachtfcldc datirt sein. „Geehrte Herren! Empfangen Sie meinen aufrich» tigen Dank siir das Schreiben, >it welchem Sie mir Ihre Eingabe an das preußische Abgeordnetenhaus übeisandt baden, und für den in dieser Eingabe niedergelegten mann« haften Ausdruck der Ueberzeugung des Landes. Was auch der Erfolg dcr von Ihnen angerufenen Gründe des Rechts, der Moral und der Politik scin möge — wir Schleswig» Holstriner sind nicht dazu gemacht, unsere Ueberzeugungen wie einen Handschuh umzukehren, und wir haben dazu um so weniger Ursache, als wir das Vewußsein haben können, in der Verfolgung des Rechts der Herzoglhümer nie die Pflichten gegen Deutschland außer Augen gelassen zu haben. U„d auch in Zukunft werden wir, dessen bin ich überzeugt, immcr bereit sein, einem in Macht und Freiheit geeinigten Deutschland jedes Ovfer besonderer Wünsche zu bringen. Wcr aber dieses Opfer von unS verlangt, wild es nur im Ztamcn Deutschlands in Anspruch nehmen können, wird in Deutschland neben der Macht auch der Freiheit eine gesicherte Stätte gewähren müssen, muh wenigstens im Stande und gewillt sein, diejenigen Grenzen im Norden Deutschlands zu schützen, welche zur Zeit der Bundesverfassung ihm gesichert wurde». Die Vereinigung, uicht die Unterdrückung deutscher Ae» völterungen. die Fortbildung, nicht die Vernichtung ihrer Rechte, nicht der Bruch, sonderu die Erfüllung deS ihnen Verhei« ßeneu werd«,',! allein im Stande sein, Deutschland mächtig und glücklich zu machen. Dies« Wahrheit mag in Zeit groher Umwälzungen verdunkelt werden ldnnen, sie wirb sich aber wieder Geltung verschaffen, und wenn dieselbe zur Anerkennung kommt, wird auch der Zeitpunkt gekommen smi, wo das, was wir erstreben, in welcher Form es auch sci, sich verwirklichen wird. Gen, habe ich Ihrem Schreibe!« entnommen, daß mir im Herzen meines Volles slrls eine Stätte bleiben wird. Vertrauen Sie darauf, daß auch in Zu» lunft, wie in der Vergangenheil das Wohl der Herzogthümer und Deutschlands das Zicl meines Strebeub sein wird. Cmpfan» geu Sie, geehrte Herren, die Versicherung meiner Hoch« achlung. womit ich bin ihr ergebener Friedlich. Aaden, 12. December 186L." Vtiinchen, tt. Jänner. Dieselbe Post vom Isten Iäuucr, welche ans Rom die von dem genannten Tage datirtc Urkunde über die großartige Schcnkuug Sr. Majestät des Königs Ludwig l. an den Küustlcr-Untcrstnz< znügsvcrcin dahicr im Betrage von 10.000 fl. übcr-bracht hat, meldet auch, daß Sc. Majestät fortwährend des crwüuschtcn Wohlbcfiudcns sich erfreut uud bereits eine ganze Reihe dcr dort lebenden denischen Künstler mit Einladungen zn sich beehrt hat. Das Wetter war im ganzen günstig: wenn anch die Nächte kalt, so waren doch die Nachmittage meist sehr schön und zn Spaziergäugcn sehr einladend. Die Stadt war fort-während vollkommen rnhig, dcr Fremdcnznflnß im Zunehmen. Mg. Ztg.) Nom, 5. Jänner. Bekanntlich konnten die vom Papste ernannten Bischöfe in dcr Nomagna, dcn Marken, Umbricn nnd dcr Lombardei von ihren Diöcesen bisher nicht Besitz nehmen, weil die italienische Ncgie« rung dic von der österreichischen vor dcr Schlacht bei Magenta ernannten Prälaten in dcr Lombardci nicht an« erkennen wollte nnd betreffs dcr übrigen verlangte, daß die Bullen dem k. Ez-eqnatnr unterzogen werden nnd die ncnen Bischöfe den (5id in die Hand'-des Königs ab» legen sollten. Jetzt sind diese Schwierigkeiten beseitigt. Bezüglich dcr erledigten Sitze ist jedoch die Frage ver-wickeltcr, da dcr Papst das Präscntalionsrccht des Königs in Toscana, Parma, Modcna, dem Königreich Neapel uud den päpstlichen Provinzen nicht anerkennen uud die Ernennung selber vornehmen will. Nun hat aber die italienische Regicrnng anch dies zugestanden nnd es bleibt blos noch dic Angelegenheit dcr Vcrmindernng dcr Diöccscn übrig, welche dic italienische Regierung vornehmen, der Papst aber in dcr von dieser beabsichtigten Ausdehnung nicht zngcben will. Jetzt soll man sich dahin verständigt haben, diese Frage vorlänsig nncrlcdigt ;n lassen und ein provisorisches Ucbcrciutommcu in dem Sinne zn treffen, daß der Papst von dcn 82 in Italien erledigten Diöccsen 30—35 beseht, die nbrigen aber benachbarten Vischöfcu zur Verwaltung übergeben werden. — Excesse gegen dic Judcn sind dieser Tagc in Novigo vorgefallen. Dcn Anlaß gab cinc Ohrfeige, welche ein Israelit, Namens Bianchi, einem Offieicr der Nationalgardc gab. Provocirt sah sich Bianchi dadurch, baß jüdische Nationnlgardisten von dcr Lcichcnwachc des Bischofs entfernt worden waren. Das Haus des Biauchi wurde augczündct, bei mehreren anderen Iudcnhäuscrn dasselbe versucht. Madrid. Die „Indcp. bclgc" theilt jetzt den Wortlaut dcr Adresse mit, welche dic hundcrtundein' nndzwanzig spanischen Dcputirten an die Königin richteten und dnrch welche sie gegcn die inconsti» tntioucllcn Handlungen des Ministeriums Narvacz pro^ testircn wollten. Die Urheber dieser Adresse wurden zum größten Thcilc verhaftet, verbannt u. s. w. Die Adresse sclbst ist, wcun anch schr entschieden, doch mit großer Mäßignng abgefaßt. Mit ehrerbietigen, Frcimnth setzt sie dcr Königin auseinander, daß das Ministerium durch scinc letzten Handlungen in flagranter Weise die Con-stitution vcrlctztc, dcrcn Beobachtung cs beschworen hatte. Dnrch königliches Dccrct und ohne die constitutionellc Mitwirkung dcr Kammer wurden die Gesetze über dcn öffentlichen Unterricht, die municipalen Corporations uud die Provinzial-Depiilationcn verändert. Endlich hat das Ministerium, nm sein Werk zn krönen, und indem 62 es untcrlicß, die Cortcö in dem von der Vcrfafsnng fest« gesetzten Termine zu bcrnfcn, die ihm von dcn Cortes cingeränmlcu Unsnahuls-Vollmaäiten willkürlich verläu-gert. In Folge dcsscu crklärcn die Unterzeichner der Adresse alle Maßnahmen, welche das Ministcrinm, sich ans diese Ausnahms^Vollmachten stützend, ergreifen würde, für null und nichtig. . . . Die Antwort, die den Dcpu-tirtcn ans diese Adresse ertheilt wurde, ist bekannt nnd sie gehört l'crcitö der Geschichte an. ... — Ans einer der „Patric" voit Viadrid zugehenden Mittheilung geht hcrvor, daß sämmtliche EpDcputirtc, gegen welche von der Regierung Maßregeln ergriffen wnrdcn, in verschiedenen Städten Spaniens internirt sind, mit Anä-nahule der Herren ^a Hoz nnd Hcrrcra, die nach dcn cauarischen Inseln, Salavcrias, der nach dcn Balcaren und i)lio>? Nosas, der nach der Insel Porto-Nico gesandt worden ist. Warschau, .'!. Jänner. Ans den Berichten der russischen Blätter üdcr die kriegsgerichtlichen Verhandln!!» gcn gegen die Anstifter und Theiluehmcr des Polen-anfstaudes in Sibirien theilt die „Ostsce-Ztg." noch folgende <>iuzeluheilcn niit: ^iachdem die Voruntersuchung fast acht Wochen gedauert hatte, begannen in Irlntst die mündlichen kriegsgerichtlichen Verhandlungen 'am l^. ^loveuiber und endeten am 1'^. ^iovcmbcr. Sic waren öffentlich, und täglich wohnte ihnen ein überaus zahlreiche Publienm bei, das gcgcu die Angeklagten Partei nahm und oft auf geräuschvolle Weise seine Antipathien gegen dieselben luudgab. Die Zahl dcr Augctlagtcu betrug 69<», lauter deportirtc nnd zu Chaussro arbeiten vcrwcudctt Pole», welche sich an dein polnischen Ausstände vun 180Z betheiligt hatten. Die 7 NädelS-snhrer nwhnlen den Verhandlungen in Fesseln bci. Dcr Gerichtshof bestand aus dein General Sofiano nnd sechs Stabsofficieren. Als öffentlicher Ankläger fungirte der Staatsprocurator Miliutin. Er snchtc in einer mehr-stüudigen Nede nachzuweisen, daß uutcr deu Angeklagten cine Verabredung zn einem schon inchrerc Monate vorbereiteten bewaffneten Anfrnhr bestanden habe, daß sie zn diesem Zwecke eine geheime Natioualrcgierung gebildet nnd beabsichtigt hätten, die rnssischc Regierung zn stürzen nnd sich der Herrschaft Sibiriens zn bemächtigen. Dic AngcNagten vertheidigten sich größteutheils selbst. Sic be» slriltcu dic Verabredung zu einem bewaffneten Aufruhr und die Absicht, Sibirien von Rußland loszureißen, uud stellten ihr Unternehmen als einen Fluchlvcrsuch dar, zn dem sie dnrch schlechte Behandlung, kärgliche Nahrung und Sehnsucht uach der Heimat getrieben worden seien. Daß sie sich in den Besitz von Waffen gesetzt und von denselben gegen das russische Militär (Gebrauch gemacht hätten, wärc lediglich znm Zwecke der Selbstvertbcidignng geschehen. Der Haupträdclsführer Arcinovic; schloß seine Vcrlheidigungsrcde mit dcu an die iicichtcr gerichteten Worten - „Ihr habt die Macht; ich verlange »licht (5ucr Mitleid; ich nieiß, was mich erwartet; ich will nnr, daß Ihr uns auf ehrenhafte Weife behandelt und nicht verfahrt, wie Eure Vandcslcnte i» unserer Heimat vcr> fahren sind uud noch verfahren. Weiter verlange ich nichts!" Die Zahl der vernommenen Zengen bctrng über UXX), Der lricsgcrichllichc Urthcilsfpruch, deffcu Inhalt bereits ^uitgctheilt ist, wnrde am 21. Deceinbcr pnblizirt nud an den Obcrslcommandircndcn znr Bestätigung eingesandt. Mcrico. Wie der „Messager Americaiu" meldet, läßt dcr 5iaiser Äiazimilian Orizava befestigen. In der Nacht vom ^l. December drang jedoch ein Corps von 5M) ^ibcralen nnter dem Befehle des Generals Modrig liez in die Stadt Orizaba selbst ein nnd hätte sich, sagt man, sthr leicht Maximilians bemächtigen können. Taosclbe bestätigt dcr ..iäonrricr des Etats Unis," nach welchem übrigens Maximilian am l». De. cember in der Hauptstadt Me^o wieder eingetroffen wäre. — Die „Patrie" erfährt dnrch Privatbriese von Vera Cruz vom 8. December, daß der imperialistische (General Mcnocz von nencm die Corps Garcia's, Bravo's und ^cdcsma's in den Ebenen von Cnatro geschlagen hat. Dcr Sicg des Mendcz war so vollständig als mög« lich. Diese drei Chess hatten sich gcgcn ihn vereinigt. C'incr derselben, ^edcsma, ist gelobtet worden. Die Ina-riste» verloren bci dieser Gelegenheit 10W Ncann. — Dic Indianer beginnen sich gegen dic Dissidenten zu erheben. Man schreibt dem „Monitenr" ans Nio de Ja« uciro, 5>. December: Marschall Caxias war am 14ten November in Corricntes angekommen, halte sich am 17. nach Cnruzn nud dann nach Tuyuti begeben, nnd von dort ans cincu Tagesbefehl an die Armee erlassen. Er scheint ausschließlich mit Conecntriruug dcr Truppen und mit Heranziehung von Verstärkungen beschäftigt zn sein. Vor einem Monat wird schwerlich eine Offensiv-bcwcgnng vcrsnchl werden. General Porto Alcgrc und Admiral Tamandarö begcbcn sich deshalb beide auf cincn Äionat in Urlaub. Vctztcrcr geht uach Nio, cr^ slcrcr bleibt au dcr Spitze des zweiten Armcccorps. — In dcr argentinischen Republik sind Unruhen ansgc» krochen, welche die Behörden in der Hauptstadt der Provinz Mcndoza veranlaßt haben, in Buenos Ayrcs um Trnppcuverstärknng nachzusuchen. — Zwischen Montevideo nnd Bnenos Ayrcs ist jetzt cinc clcctrischc Drath. vcrbindnng hergestellt, nnd mau arbeitet fleißig daran, um die Telegraphcnliuic von Rio!dc Janeiro nach dcr südlichen Provinz Rio Grande zu vollenden. Hagesncuigkeitm. — (In militärischen Kreisen) spricht mm» mit lebhafter Befriedigung von den Grundsätzen des neuen Ge« sehes über die Beförderung im Heere, dessen Publication täglich erwartet wird. Es soll dableibe das System dcr Officiers-Asviranten einfuhren, welches die Ablegung der vorschriftsmäßigen Prüfung vorausseht. Das Auancemoil ^ sinbet nach der Tour statt, j^de vierte Stelle soll dcr Ver-leihung außer der Tour nach dem Vorschlage cincr eigen« ! znsammeugese^ten Commission vorbehalten sein. Nach diesen! bluchstücliixiilN Andeutungen bezieden sich weilere BestiM'! mnngen ans die Stabsosficier-ö Plüsungc» , die Dienstzeit in einer Charge l,is zu einem neue» Avancement :c. — (Staalsnote n.) Die Vorhcreituugeil zur Her» ^ stlllung der Etaatsnoten zu 50 (Äulden sind beendet , die ^ Au)gabe der neuen Noten wi>d jedoch fchwerlich eher al< i» dcr zweiten Hälsic des Feoruarö, wo fin gröberer Abtrag serlig vorhaude" s»in wild, degonoen werden. — (Ein tapferes Jäger lein.) In Oros» h az a (Ungarn) wagle,, sich am Neuzahrstage zwli ordentliche al>^g,wc>chsene Wiilse di^ i» den Ott. Der srcbzehnjühlige Sohn deö doUig^n Wliloh>ll>'l>, Paul Fehe» halte sie von ^ F^rne bemerkt und sich »cchl^ilig ri»e Flinte geholt, mit welcher er durch znxi wohlg,zirlle Schüssr den b.ioen Veslicn rechtzeitig den Garaus macht,. ^ — (Eine Fül < cd < rdande.) Wie man der „Piebb. ^ Zlq." aus Nagy-^örö-t meldet, wurde doit in der Nacht! vom 5. d. «ine ^aljchmünzerdandc entdeckt, welche Falsifikate! von Staat^noll» und mehreie Mlinzjorlen sabucirte. Man, fand unter reu V'wcisen ihrer vcrbrecheriseden Thätigtlit! eine Kupserpl^ttc zum Druct der ü st. Slaalenoten, 2 Zwei-guldenstäcle, eine» Zwa»z»ger au>! Zinn und 1 Stück Zehn-Krenzer-Z^cioemünze. Unter den Verbrechern ist einer, der wegen Fälschung bereild zu l0jühlig,m Kerter ueiurtheilt war und erst vor kurzem riese Slrase überstanden halte. Bis auf einige Mitschuldige, die nicht im Orte wohnen, sollen alle übrigen bereits verhaftet sein. — (Verfchnei t.) Aus Clubenbach. 0. d,, wird der ^ „Prager Ztg." gesckiicben: Unsere Gegend ist diese« Jahr! ucm Echxeewetler sehr reichlich bedacht, wie sich dies schon seit langer Zeit nicht gllioffen. I^de Cumnuiniccuion ist! fast volllommen aogesperrt. (5in^ll,e lleine benachbarte Töiser, wie z. V. Geiengel und Ober-Sleindelhtrg sind so, verschneit, daß von den Holzhauerhäuscru nichts zu sehen ist,, und würde man »icht förmliche Landen von Schnee wahr« nehmen, anö welche» hie und da Menschen dm'chlri.chen, tonnte man sagen, dab die gauze Gegend au6ge>!urlx>n ist. In Madcr liegt der Schnee Ilasterhuch. Frau Ankert, Witwe, »ach »em rühmlichst dctannl^n Nesonanzdodeu «Fabricaüteu ^ Franz Aicnert, unl.rh.'.ll l>üglich mehr als 50 Lcule. um! nach Äusierg.filb die hali^hchoi Schnee^naden durchznschauseln,! was eine tägliche Auolage von 15 biü 20 fl. ausmacht. In ^ unserem Gebirge, wo ohnehin nur .ttarlofselu schl.cht ge. ^ dtihen, ist eine'sllrmlichc Hungcr^noth zu befürchten, da uon^ den beuachhaitcn WochlNMÜrlten wegen Adspelrung der > Communication Gelreire und andere Leb^^milt.l »icht z». j gefühlt ireiben lönuen. — (Die Sonnenslustcr "isse dei Jahres 18 0 7.) Dic erste dcr veidlu Sonm'nfinslcrnisse des Iah. 18L7 fällt aus d,n 0. März und ist eine ringsocmigs. Dk» Finstsrnis; hat de^halh ei„ giiil-eres Interessr, w.il sie die ^ Ichli lingfdrmigc ist, die O,ste:reich im Lause di.seH Jahr» ! hnnds erblickt. Uehcrhanpl ist diese Finstecnisz sür ganz' Mill.l^uropa eine so hed.utcnde, daß ihr, was die Gluke ^ dcrslll'en betrifft, in diefem Jahrhunderte nur noch die beiden Finflermffe com 32. December 1K70 m,d 1<1. Augusts ls8? als sdendüitig an die Seile a/stelll werden können.^ Wal Wien b.tnsst. wird das.ll'sl d!e Finsternis; im Ganzen 2 Stunden l>l Mmnlen dau.rn. Die zwrite Eu»ne»si,>slrr< nist am 29. August 1367 isl »ine totale-, indch wetdei, vou leichler zugänglichen Orten nur Monleuideo und Vuenos' Ayres die Sonne und zwar o>n ch 2'/; Minulen total ver» sinslclt sehen. — (Preußen nach dem Kriege.) Wir ent> nehmen dem letzten Hefte des preußisch"' stalisnscheu Bureau ^ folgende Dalen : Der preußische Staat hat jetzt einen Umfang ! von 0304 Quadralmeilen mit 23,590.030 Einwohnern.' Von diesen sind der Confession nach 15,413.20? evan« gelifch. 7,803.34 0 lalholisch. 314.797 Iudeu, der Nest uerlhlilt sich auf verschiedene Coufcssionc». Der Nationalität »ach sind die Deutschen überwiegend 20,791.100, von anderen Stämmen bilden nur die Polen einen namhaften Comply 2,35l.0O0. Der Nest von 443.030 vertheilt sich auf verschiedene Nationen. — (Aetenntnisse einer schonen Seele.) Ein deutsches Prorinzblatt eröffnet seine erste Nummer im Jahre 1807 mit den Versen: Hab' ich vorig' Jahr gelogen, Lüg' ick dieses Jahr aufs neu'. Mauches ward mir aufgebunden, Waö mir reine Wahrheit fchien, Vis ich endlich selbst gesunden, Daß ich oft betrogen bin. Wenigstens leidet daö Blatt nicht am Mangel an Selbst-erlenntniß und Ausrichligteit. Wären diese üigeuschaftc» in der Journalistik verbreiteter, so hätte noch manchcö andere Blatt seine Neujahrs - Nummer mit jeucn Versen schmücken müssen. — (R o n g e.) Das „Franks. Journal" meldet: Am !vougcu Sonntage crhiclt Ich. Nongc durch das Polizeiamt von Saarbrücken die Nachricht, daß die Amnesie auf ihn leine Anwendung finde und daß er die über ihn verhängte Gefängnißstrafe wegen der Nede über die vävsllicde Curv-llika anzutreten uud die GericWlosten zu tragen habe. — ^(Livingstone's Expedition.) Nachrichten aus Zanzibar bringen über Dr. Livingstone's Spedition un-erfreuliche ssunde. Vier oder süns dcr indischen Eingeborenen, die ihn begleiteten, sind abgemagert von Fieber aus dem Innern zurückgekehrt und berichten, dah in Matala, einer bevölkerten Stadt. zwei Tagrnsen vom See Nyassa, die lZfvcdiliou zusammenbrach, da sämmtliche ans Indien mitgenommene Züglbiere gefallen waren. — (Bekränzter Leitartikel.) Aus Athen, -29. December, wiro gemeldet, ein von Kreta angekommen«') ^ englifches Kanonenboot habe die Nachricht mitgebracht, dc,s, ^ in der Nacht vom 25. zum 26. December die Numm.r ^ der „Timeö," welche dcn Leitartikel über Kreta enthielt, oonl ^ Volle öffentlich oclrünzl worden sei. Locales. — (Auszeichnungen.) Unter dc» Auszeichnungen für patriotische Verdienste von Leitern, Beamten u»d Bediensteten der Südhahn, welche die „Wr. Ztg." verösflilt-licht, betreffen in Laibach statiomrte Herren noch nachstehend»': Das goldene V ei die n st k reu z erhielt dcr Stationsch, f Gustav Habit: das silberne V e r d ie » st l r c u z r» i t der Krone der Vellehrsllevc Nooert Hohn: deu Til>l eines laiserIichen Nathes dcr Zugshesoldermigc-l inspeelor Johann Langer. — Umen'r heuügen Nummer liegt eine Beilage d,'s Heirn Albert Trinker l.ei über Erzeugnisse der Schmidtsä",! Waldwollwaarensabril zu Remda in Thüringe». — (Verein der Aerzte in Krain.) Am näch> sten Samstag, d. i. 19. d. M,, findet im Vcreinilocale eine wissenschaftliche Versammlung des Vereins der Aerzte in Krain zn Loibach statt. Prograinm: ^. Innere Verein-?-augsl,genheile», II. Wissenschaftliche Vorträge: 1. Regiment-?« arzt Dr. Bock üoer die letzte Cuoleraevidemle im Militär' spitale; 2. Director v. Stöckl: eint« genchtlichtn Fall, be< tirsfend das Verbrechen des Naubmordes, des gemeineu Mordes und der Nothzucht: 3. Kmdrrsritalsdireclor Dr. K o-vac: Muhe>lu»a.,n aus der Kii^osrheilkunde. — (B e » s f i c e.) Hrutc wild zum Vo>theile dcs Schauspielers Herrn D o b r i li dab hier schon länger nicht ge« s»hene Vaudeville „Marie die Tochter des Negiments" gc< geben. — (Concert.) Das gestrige Fondsconeert der philharmonischen Gcscllschaft war des übeiaus schlechte» Wetleis wrgcn — e4 stob in Sliüurcn von oben — nicht so stark dcsucht, wie dies d>1 de» Conc.rten dieses NercinZ sonst der Fall zu sein scheint. Die Ausführung des Programm-', Musik zu „Egmonl" von Beethoven und „Scenen aus der Flithjossage" von Acr vor allem dcn lic-v tallntcn Hat'Hnmajum vom 1.^. Fcliruar 1856, welä)cr dcn (5hnsten° die gesetzliche Gleichdcrcchtignng nnt dcü Moslems verbürgen sollte, in ihrem vollen Umsangc znr Ansführnug zu briugcu. Nußlaud soll sogar dic Erklärung abgegeben haben, daß cö jede Verändernng dcs Tcrritorialbcstandcs dcr Pforte hintangehalten wissen wollc. Ans Constantinopel sind, wie das genannte Blatt vernimmt, im Verlaufe dcs <.). d. M. Depesche" l ciugctroffcu, welche die Ocucigthcit dcr Pforte, allen l billige,, Aufordcrungcn und Rathschlägen zn Knusten ihrcr christlichen Unterthanen iltcchnnng zn tragcn, an^ z sprcchcn uud dcr Ucbcrzeuguug Ausdruck gcbcu, das; die Vertragsmächtc von I^^li von dcn bcstcn Intentionen sür die Aufrechterhaltung dcs Friedens erfüllt seien. Ferner habe dcr ncuc Gcsaudtc Frautreichs bci der Pforte Herr v. Aourr« von feiner Negicrnng dcn Anft trag erhalten, dcu Wcg übcr Athen zn nehmen nnd dcm ncncn Vlinistcrium des Königs Gcorg in cindrinss^ licher Weise zu Gemüth zu führen, welche Verantwortlichkeit Griechenland dnrch seine vertragswidrige Halliu'l! in Vczng auf den krctcnsischcn Aufstaud der Tint" gcgcuübcr auf sich lade, und sich dieses Auftrages "' energischer Weise entledigt. Die „National-Zcitnng" hört, Herr von SavizM wcrdc in dcn nächsten Tagcn znm Präsidcuten des Vun dcsrathcs ernannt wcrdcn. . Die „?c. A. Z." bringt cincn Artilcl, in wclcyc" ^sic für ciuc ftartc militärifche Organ ifatio 63 des norddeutschen Bnndes plaidirt nnd die in > Vorschlag gcbrachtc Quutc uon 225 Thalcr pcr Kopf durch dic militärisch >,' n Ät a si u n h ni c u der audcrcu Viächlc. uutcr dicfcn mich Oesterreichs, daö mit ciucr Berstärlmig sciner Arince dcschäftigt sei (?), zu rcchtscrtigcn sucht. _________^__________ Telegramme. Prass, 10. Immer. Die Ankunft dc^ Erzherzogs Albrecht ist sigimlisirt, er wird die Festungen und Schlachtfelder licsnchcn. Pra„, 10. Jänner. Daö Urtheil im Processe der 40 H ostomitzcr (5 recdcntcn »uuroc hentc verkündigt und Z zu sicbcujährigcr, 2 zu sechsjähriger ii zu zweijähriger schwerer Kcrtcrstrafe; die übrigen theils zu kürzerer Haft ucrnrthcilt, theils freigesprochen. Pest, 10. Jänner. In der zahlreich bcsuchteu (!iou-fcrcnz dct< Dcat-Clnbs wnrde Dcatö Adreßentwnrf verlesen, welcher zwei Pctita enthält, nnd zwar: Die Oitle um Herstellung der Berfassuug uud iu Folge ciucs Ucl'ereiutouimeuö mit der Viuten die Bitte nm Aufhebung der Heerc^ergänzungömüßregel. Hierauf wurde eiu Brief Ghyczy's des Inhaltes verlesen, es möge beantragt werden, daß der Präsident der Deputirtmtafcl iu allcu Wahlbezirke,,, deren Vertreter mittlerweile Aemter auge^ nomlneu haben, Neuwahlen anordne. Deak stellte hingegen den Autrag, der auch angenommen wnroc, daß ein solcher Antrag, falls er eingebracht würde, zurückzuweisen sei, deu» aus den Gesetzen gehe nicht hervor, daß daö Mandat erlösche, wenn ein Dcputirter Beamter ist; wohl möge abeeincr Nc^! l en angenommen werden, der zufolge es den Dcputirtcn, die zugleich Beamte find, zur Ehrensache gemacht würde, ihr Mandat niederzulegen. 'Pest, 10. Jänner. Wie cö heißt, wird in dem von Dcäk verfaßten Adrcßcntwnrfc nicht die Aufhebung des Hecrcsergäuzuugspatcntcö vcrlaugt, foudcrn cö wird darin daö absolute System überhaupt nicht anerkannt. Ungarn sei vou deu Fortschritten im europäischen Hce-reswescn nie zurückgeblieben, nur seicu die betreffenden Abänderungen stets im constitutionellcn Wege eingeführt worden. Schließlich wird darauf hingewiesen, daß die Zwecke dcr pragmatischen Sanction nicht anders cr^ reicht werden töuucu, als wcun die wahre Verfassungs-mäßigkeit diesseits nud jenseits der ^eilha ins ^cben tritt. Die Sitzung der Dcputirtcutafcl wnrde, da die erforderliche Anzahl von Deputirten nicht anwesend war, bei dcr Eröffnung auch gleich aufgchobcu uud auf übermorgen vertagt. Berlin, 10. Jänner. Dic „Nordd. Mg, Ztg." schreibt: Die angebliche Eircnlardcpefche an die Vertreter Preußens im Auolaude, woriu die Alliauzfragc berührt sein soll, existirt nicht. Ihr Inhalt ist erdichtet. (5oburg, 10. Iäuucr. Die „Eoburgcr Zcituug" demcutirt die officiösc Zcituugsuachricht, daß die Thüriu-N'schen Fürsten zu (^mstt'u des Großhcrzogs von Wei-mar abzudanteu beabsichtigen. Frankfurt, 10. Jänner. Das „Fraukfurtcr Iour-nnl ijt von der Anklage, dnrch Aufnahme der von dem Abgeordneten Äuranda im niedcrösterreichischcn Randlage gehaltcncil Ncde den Grafen Bismarck beleidigt zu haben, freigesprochen worden, Floren;. l0. Jänner. Die „Natioue" berichtigt du- Nachricht bezüglich einer die Kirchen guter betreffenden F in anz opera t i o u mit einein bclgi« scheu Haufe dahin, daß Finanzministcr Scialoja sich Wirkliä) mit eiucnl allgemeinen Finanzprojecte beschäftige, welches zum Theile auch eiue größere Fiuauz-operation mit dcii ^tircheiigüteru umfaßt; dieses Project wird dem Parlamente vorgelegt werden. Scialoja wird nächsten Moutag sein fiuaucielles Expos»; veröffcnt-lichcu. Vukurest, 1<^. Jänner. Nach mehreren vernn-glücktcu Versuche», ciu neues Miilisterium zu bilden, hat sich das Ministerium John GlM auf dringendes Ersuchen bereit erklärt, vorlänfig im Amte zn verbleiben. ! Eonstantinopel, 9. Jänner. (Direct.) Fünf! Infantericbataillone sind nach Epirns abgerückt, fünf nuocre siud marschbereit. Die christliche Nevölternng voil Epirus verweigert dcu eingefallenen hellenischen Banden die Vcrabsolgnng von Kcbeusmitteln. Der In-snrgeutcuchef Zimbrakaki anf Eandicn soll sich mit einer Abtheilung von Freiwilligen nach Griechenland eingeschifft haben. Älew-Aork, '.». Jänner. (Kabcltelegramm.) Das Iustizcomit^ ist mit Untersuchung der Grüude für die Anklage des Präsidenten beschäftigt. Tcl?„raphischc Wechseln,>rse vom 1>. Jänner. 5pcrc. MelaNique« 5)9.20. — 5p^rc Melalli>iueö mit Mai- und ^oueliider-Ziusen l^^.W. _ .-^^^ ^^louai Auleyen(>9.ü<'...Banl' actieu 732. — Creditaclien 15'.».'jt) — 1«örc»le sichert und die nach dem Tode des Familienvaters Hintcrbliekcncn oft einer fönst uuvermeidlichcn trustlufen Lagc entrissen werden, indem ihnen auf diese Art die Möglichkeit wild, cm G.welbe zu degriinden uder im Falle einer Heirat auügc,latlet werden zu tonnen u. s. w. Hculzutagc gibt es viclc solche Versichernng^anstalteu -^ Mir Eilgland allein zghll deren nahe an hundert und dicißig — uud doch dürfte cs dei uns zu Lande noch jo manchen geben, dcr leine oder wenigstens leine genügende Kenntniß davon Hal. Allein wie sollte man variioer staunen, wenn man bedentt, daß ja nicht einmal die Feucruersicherungs-ansialten gehüiig beachtct werden. Da und dort brennt ein Dorf ab, und es sind unter den unglücllick Gewordenen leider nur wenige versichert! (5ü stirbt der Vater und hinterlaßt Witwe und Waisen in (5lend und Noth: wie wohlthätig hatte er für die Scinigen gesorgt, wenn er bei Lebzeilen auf die Lebensversicherung gespart halte! sticht nur Leule dcr unleren Classen, sondern auch Vornehme und Reiche, Familien des höchsten Ranges, ja !°gar .Kaiser und Könige si„d Mitglieder solcher Gcflllschaf-ten, deren Wcith im pratlischrn England am meisten anerkannt wird. Dort gibt cö unter anderen eine derartige Ges.llschaft, die sich wegen ihres sparsamen und redlichen Geschästsgcbahrens, so wie wegen ihrer festen pecmncnen Grundlage mit Recht des grüßicn Vertrauens erfreut. Dies >st die Lebenvuersicherungsgesel!, bafl Gros ham. ^ü> lebte in London vom Jahre 1519 bis 1ü7'.) ein berülimler Handelsmann T h 0 m av Gr c s I; a m , dcr Gründer dcr Londoner Vürsc. Dieser Mann erfreute sich wegen seiner hohen geistigen Aegabung, wegen unermüdlicher Thä-tlglcit und großer Rcdlicht.il eines weit verbreiteten Namens. Als im Jahre 1700 — dessen sind also schon 100 Jahre — in England die erste Lebcnc-versichernngsgescllschast ins Liben lrat, uannle sie sich nach seinem Namen, um dadurch anzudeuten, dast sie auch nach seinem Veispicle zu handeln gesonnen sri. Diesc Institution erlangte cincn hohen Grad von Ausbildung und die glücklichsten Erfolge. Sie kam 1N48 anch nach Franlrcich und spater nach Oesterreich, wo sie den Hauptsil; für die ganze Monarchic iu Wien und iu allen Provinzen, somit auch in Kvai», eigene Vcttrcter hat. Obwohl dic mchrereu, „Grcsham" genannten Lebcnsversichc-lungsgcsrllschasten selbständig sind, so ftülzen sic sich doch gc> wissermas.en anf die Londoner Gesellschaft dieses Namens, als aus ihre. Mutler. Unter dcn Tirecloren des österreichischen „Gresham" ist auch unser hochverehrter Landsmann, der Hos- und Gerichtöaduocal Hcrr Dr. D 0 lcnce, und dcr Hauptinspcctol Herr Voslvvic, welcher in Folge viel' facher, hochgeachteter Auffoldcrungcn dieser Tage in Geschafls-sachcn auch nach Lait'ach tommen wird, bereist alle Provi,i> zen der Monarchie, 2orge tragend, daß die Kenntniß von dieser Gesellschaft in allen Städten durch thätige Repräsentanten möglichst verbreitet und betreffs der Statuten jede gewünschte Aufklärung ertheilt wird. Die Lebenvversicheruilg ist einc heilige Pflicht für jeden, dessen Tod rinc Gattin, Kinder oder Ellcrn in einc hilflose Lage vcrschcn würde! Verstorbene. Den 5. Jänner. Maria Stermolc, TaglöhncröwitN'e, alt 70 Jahre, im Ciuilspital, an Morlius Vria,htii. — Antonia Illesch, TischlcrSlochter, alt 20 Ialm, in der St. Petcrsvorsladt Nr. 13, au drr Tubercnlose. — Maria Stcpic, TaalöhncrSweib, alt 5ü Iahrr, »n Cwilspilal, an drr Wassersucht. — Dem Gregor Icuc, Hall)I)i!I)lcr am Moorgrimdc Nr. 1^, sein Kind Agnes, alt 10 Monale, ain Lungenödem. Dcn 7. Iä n n c r. Maria Potisel, Taglöhnerswitwe, alt 70 Jahre, in dcr Kralaiworstadt Nr. 35, am Schlagflussc. — Maria Icriila. all ?? Jahre, a» dcr Enlkräftnng. Den tt. Iänncr, Dcm Malhiai« Stelle, Gärtucr, sein Kind Johann, alt 10 Tage, in drr Stadt Nr. 19, an dcr Mund-sperrc. — Maria Puschaul, Iiistitntoarinc, alt 70 Jahre, iu der St. Petersuorstadt Nr. 1-14, an Altersschwäche. — NndreaS Karlin, Knccht, alt ^4 Jahre, im Cimlspital, an der Lungen-ludl'rcnlüse. Hrane^ea Kuman, Instilntipl,al,t. Resch, Handels»!, Uon Möltling. — Kren, von Goüschee. - !t'>uniii, l, l, Hanptm., von Trieft — u, Wrrtheim-stein, Ingeiuenr. von S>. Peter, — Zaroiui, Kaufm., von Padua, >laiscr vo» vestei'rcicl,. Herr" Tait'el. Molirc». Dic Herreu: ^Iceuuaucr und Kühler, Stabsfeldwebel, von Verona. — Samct, Agent, oou Prag. .^, Am 10. Jänner. Tl.ldt- N^ie». Die Herren: C,nroa. Oderförster, von Zoll. — Vermal, uon W. Feistriz. - Hirschman, Octreidehdlr., von Orus^kanißa, ^ Schrcv, uon Stein. — Dr. Stralia, nnd Var-theline, itanfln,, von Gotischer, (?lcpl,ant. Dic Herren: Mnhoritsch, k. k. Hanfttm., von Venedig — u. Borman, t, l. Ouerl., von Karlstadt. — Cowazhizh, s^rc,s;händ!cr, von Trieft, — Mann, Hanoclöm., von Nnchod. — Neier, Klildues., von Ponovic. — Stenowitz, Nealitätcnbesitzer, Von Trifail, Wandiner, Handlnng^ageitt, uon Wien. Baierischcv Hof. Dic Herren: Oarbotn, ans Italien, — Gedcnitt', t. t, Overl., uon Verona. — Mnsji, Getreidchändler, von Zirlniz, — Sleilo, Ochscnhändler, von Wippach Äsl'lire». Die Herren: Äerelnrt niio Ho!)», Feuerwerker — Aüderlel ixid Sleinprinz, l. l. Oberlientenanls, von Verona. Theater. Hcntc Samstag den > 2. Jänner: Zum Vorlheile de^ Schanspielerc« W. D o li r i tz. Marie, die Tocliter deH Ncssimcnts. Vandcvillc in 2 Acten von Fr. Vlum. Mnsit von Douizrtti, Ander, Milller. Morgen Sonnlag den 1'l, Iänncr: Der böse Geist ^llmpacivaa.ablmd>lö. Posse, in 5 l~ 4.,, windstill Ncdel ^ ,1. ^ „ N. ! 3ii1.-^ i l- 'iu ! windstill Regen ! ^'' !<)., Ad. I 319.71 l-j. 5.« , windstill Regen j -' Düsterer Tag. Regen anhallend. Wollcnzng anö SSW. Tic Aergl,- in Ncixl gehüllt, c>»ch in der (51,'ene adivechselnd dich» ler '.»iedel eintrclend. Tiefer Baromelerstand. Verantwortlicher Ntdacteur: Ignaz v. K l e i u m a t, r. Brscnbclicht. Ut'p'n"' ^'^"'"^ Ziu^rageude Slaat.'.fonoij fest nnd lheilweise >"N 1 p^'l. Iheunr. ^'osc vernachlässig, ebenso Indnstriepapierc, wclche sich dcr Mehrzahl uach billiger ItMlcn. Hevlsen und Valuten um '„ p(..., „, ^ Geld Waare ^ 3s.^.' i" ''^'- '»r W0 fl. 54./, ' 5.2 _ Mit Verlos, v. I. 1839 . . . 139.50 I4n^ „ „ „ 1854 . . . 75.25 ?.<5,n „ „ „ 18<;0zu500fl. 84.— 84.10 „ „ „ I860 „ 100,, 93. 93 25 « .. ,. 1864 „100,, 75.-- 75.10 Como-Nentensch, ;n 42 I.. ^izli-. 1«.— 18.25 >'». dcr Aronländtr lsür itttt sl.) Gr.-Entl.-Oblig Niederiisterreich . . zu 5'/. 84.- 84.50 vlieröNerreich . . . „ 5, ^ ß^) g^ _ Geld Waare Salzburg..... 5°/ ^..— ^6.— ^,l»'""l......5 „" 86.50 87.- ^N-en . . . . z„ s. .. i.i.__ 83.- Elchen ...... 5 87.— 68.— Steierinarl . . . „ 5^ " 8'».50 ^<'>" Ungarn....., 5 " 70.— 70.50 Temescr-Banat . . "5" <;?!50 68.— Kroatien und Elavuuien „ 5 „ 72.50 ^3/>0 Gali;ien .... ,5 <;6.25 66.75, Siebenbürgen . . . ", 5 ", 65.— 65.50 Bnloviiia ... " 5> 64.50 64.75! Ung, in. d. V.-C, 1867 „ 5 „ 66.75 67.25 l Trni.Ä, m. d.V.-O. ^867 „ 5 „ 66.— 66.50 , Acticu (pr. Stllch. Natioiialbanl...... 7N3.— 735.— K. Ferd.^Nordb. zn 1000fl. C. M, 1580.—1585.— Kredtt-Anftalt ^n 200 st, ö. W, 15^.10 I58.'<0 ^ >> Eöcoiu.-Gcs. zu500st. ö.W. »'19.- 620.— ^'^.^"2Wfl^M, °.500Fr. 2>»7.l0 207.30 Nm,- El.s. Bah» z» 200 st. i?M. 133.50 134.- ^ud-nurdd Vcr,.B 200 „ .. 12".5<0 12l.-< ^lld.^t-. l.-lien, n.z,..,.E. 200fl. 20.'l. - 203.50 , ^al.Ka,rl^ud..A. z.20l'st, Auhni. Westbahil zn 200 fl. . 157.25 157.50' Oest.Dun..Dampfich,'Gcs. ^ß; 477. - 478.- ^ Oesterreich. Lloyd in Triest.^ ^» 176.— 178.— ^ Wlcn.Tampf»,,-Actg,500fl.o,W. 485.— 4i'0.— Poster ^Neudrucke ' . . . . 340.- 350.— Anglo - Austria - Vant zu 2W fl. 87.— 87.50 Lembcrger l^ernowitzer Actien . 184.— 185.— Pfandbriefe (für, 100 fl.) National- j 10jährigc v. I. bant auf ^ 1857 zn . 5"/, 105.— —.— ^. M. j verloSbarc 5., 97.25 97.50, Naliunalb.mifü.N vrrlo(«b.5„ 92.90 93.10 U»g. Bod.^red.-Anst. zn 5'/, ,. «7.— 8?.f>0 Allg. äst, Vodcn-Credit-'.'üistalt vcrloebar zu 5"/, in Silber 103.— 104.- iivse (ur. Stück.) Cred..A. f. H n. (Ä.;. 100fl. ö,W. 127.- 127.25 ! Don.-Dlnpfsch,-G.z.100fl.CM 85.50 —.— Stadtgcin. Ofen „ 40 „ ö. W, 23.— 24.— Werhazy ^ „ 40 „ CM. »5.— 90.—! Salm „ 40 „ „ . 31.50 32.- Pallffy „ 40 „ „ . 2.l.50 24.50 Geld Waare Clan, zn40fl. CM. 26.,0 27.50 Sl. Oenoiö „ 40 „ „ . 25.75 26.— Windijchgrätz „ 20 „ „ . 17.— 18.— Waldslein „ 20 „ „ . 21.— 22.— Kegleuich „ 10 „ „ . 13.— 14.— Niidolf-Stiftung 10 „ „ . 12.— 12.50 Wechsel. (3 Monate,) Aussölnirg für 100 fl füdd. W. 111.-^ 1N.20 Frantfurta.M,100 sl. delta Iil.20 111.40 Hamburg, für 100 Mart Aanto 98,70 99.— London siir 10 Pf. Sterling . 131,80 132.25 Paris, für 100 Frantö . . . 52.45 52.55 Gours der Geldsorte» Gcld Waare K. Milnz-Ducalen 6 sl, 25 kr. 6 fl. 26 tr Napoleoni