(^llMlchesMlatM), Kamstag den 7. Muni 1834. ? o m Traumen. ^Vlit rosigen Wangen, Mit liebendem Blick — Umfing mich daS Leben, Verkündend mein Glück. Da zogen viel Träume So lieblich herbei, Und mahlten mir Bilder Von Liebe und Treu'. Da mußl' ich in's Leben, Zu üben die Kraft, Mtin Herz doch blieb heimwärts In liebender Haft. Ach! da zogen Träume, Die schönsten fürwahr, Und mahlten mir Bilder Vyn Hymncns Altar. Doch als ich dann kehrte Im Glauben an Treu' — Da zogen die Träume Z«m Abschied herbei, Und mahlten mir Bilder Von heillosem Scherz., Von treuloser Liebe Und ewigen, Schmerz. Man; Nnvreas Zchega. Unter den um Wissenschaft od,r Kunst wohlv,»« dienten Krämern, die im Verlaufe des achtzehnten ^ahrlmndcnes lebten, gebührt dem ausgezeichneten Gemmenschneider Franz Andreas Schega, ein ehrenvoller Platz. lZr war am 16. December 47lj ;uNeu-siadll >n Kram geboren. Leider ,/ uns von seinem , Leben und Wirken fürKunst sehr wenig bekannt. Wahr« scheml.ch mag er in der benachbarten Handelsstadt Ve« ned.g die Anfangsgründe seiner Kunst erlernt haben, «nd spater auf Reisen geigen seyn. bis er sich « München bleibend «ieder.,eß. Hier wirkte ,r ür d". Kunst m seinem Fache bis an das Ende seines Leben« fort. D.e allgemeine Achtung, i« sicher er als M.nsch «nd Kunstler stand, bewog den Ritter Iobann Ca7l v. L,ppert ihm in der Frauenkirche zuMünchen f° gende Grabschrifl setzen zu lassen: ^ ^"' I>«nci5ci ^.6re.. 8.L<^e. ^o.pol^ni c.rnioli em,n^t.55nni 8c>min2rum c^I^urig ' auoä ip3L 8il)j vt»!- <>!.,<,,..., - ^ ^ i^^ <-n'g«ln>55im2 2ltl5 opera in aninliz lidminuin reliym't, P«5Ul't ,lo»nn68 c^olus I.!pp,rt, Nczues Voius. ^2wz (N« XVI. Dl>cl'nil)l-i5 ,711. 0dl,t Pli6ie nc)l!58 Vel-embi-i3 1787. 5«mper lwnos, nom^n^ue tuum lguliezque ni»» nebunt. Jean Lauvent. — 90 — ^W Abenteuer in Surinam. *) ' Capitan Stedman, der unter den holländischen Truppen g^cn die aufrührisch^n Neger in Surinam diente, machte cinst Jagd auf e!„? in den sumpfigen Niederungen sich aufhaltende Niescnschlange. ^ Da die Schilderung seines Abenteuers sehr anziehend ist, so lvollen wir sie dem Capitän selbst erzählen lassen. «Ich hatce mich,« erzählt Stedman, »aufder Schaluppe Caron nach Varbacöba eingeschifft. Wir befanden uns auf halbein Wege, und ich lag, vom Fieber ergriffen, in meiner Hängmatt?, als die Wache mir meldete, sie sehe im Gebüsch am Ufer etwas Schwarzes, und auf ihr Anrufen sei keine Antwort erfolgt, doch scheine es ein Mensch zu seyn.« »Ich ließ, so krank ich war, bahnte den Weg durch das Gebüsch, vnd ein Soldat von der Marine folgte mit drei geladenen Gewehren. Kaum hatten wir fünfzig Schritte durch Wasser, Schlamm und Gestrüpp zurückgelegt, als der Neger mich plötzlich anhielt mit den Worten: Dort ist die Schlange! Wirklich lag das Thier da un-«r dem Laub und so bedeckt, daß ich Müh? hatte, feinen Kopf zu unterscheiden, der kaum zg Schritte von mir entfernt war. Es bewegte di> gespaltene Zunge hin und ber, und aus seinen leuchtenden Augen schienen Feuerfunken zu sprühen. Ich legte jetzt meinen Arm auf einen Ast, um sicher zu zielen und drückte ab, aber ') Surinam ist «ine hollöndifche Volonie in SüdaiMlic«. ich fehlte den Kopf und die Kugel g'ng in den Leib. Das Tl>ier, als es sich verwundet fühlte, bewegte den ganzen Körper mit erstaunlicher Kraft, und knickte die Gesträuche, von denen es umgeben war, wie schwache Halme zusammen. Heftig schlug es jetzt den Schweif in eine Lache, und bedeckte uns hei diefer Gelegenheit mit eincr Sündfluth von Schlamm. Von augenblick' lichem Schreck ergriffen, eilten wir nach unserem Bvote. David, welcher keine Angst blicken ließ, bat mich abermal, den Kampf gegen die Schlange fortsetzen zu dür-l fen, und schwur hoch und theuer, sie werde in wenig Minuten ruhig seyn, und habe weder Lust noch Vermögen uns zu verfolgen. Um sein Wort zu bekräftigen, ging er vor mir her, bis ich in die gehörige Schußweite kam. D,e Schlange hatte inzwischen ihre Lage etwas verändert, aber den Kopf ruhig, wie vorher, unter Blättern, abgefallenen Baumrinden, und altem Moose versteckt. Mein Schuß war auch dießmal ohne die gehoff« te Wirkung, er streifte bloß die Haut des Thieres, welches uns plötzlich eine Wolke vom Staub und Koth zuschickte, dergleichen ich nur bei wüthenden Orkanen ge« sehen. Wir eilten wieHer hastig nach dem Baote, und ich hatte nicht die mindeste Lust ^nehr, einen neuen Versuch zu wagen. Der Neq/r bat mich jedoch dringend um die Erlaubniß, all.', zurückkehren und das Thier lödten zu dürfen. Dieß bewog mich mein Heil zum DNttcnmale zu versuchen. Als wir der Schlange wieder nake genug waren, feuerten wir alle drei unsere Gewehre zugleich auf sie ab, und eine der Kugeln ging in den Kopf. David, höchlich erfreut über diesen Erfolg, lief eilig nach dem Schiff, und höhlte ein Schissseil, um unsere Beute damit an das Voot zu ziehen. Dieß war jedoch eine schwierige Aufgabe, denn die Schlange, obgleich tö'dtlich verwundet, fuhr fort sich zu krummen und zu winden, so daß es äußerst gefährlich war, ihr nahe zu kommen. Der Neger machte eine Sch!^ ge, und es gelang ihm nach wiederholten Versuchen, sie der Schlange mi4 kühner Gewandtheit um den Hals zu werfen. Wir zogen sie nun an's Ufer und befestigten das Seil am Hintertheile des Bootes. Sie lebte noch immer und schwamm wie ein Aal. Ich habe sie später gemessen, und ob sie gleich 22 Fuß lang war, so versicherten die Neger doch einstimmig, sie sei erst halb gewachsen," «Hierauf singen wir an, ibr die Haut abzuziehen, um ihr Fett oder Oehl zu gewinnen. In dieser Absicht ergriff David das Ende des S^ils,-kletterte einen Baum hinauf, warf das Seil zwischen zwei Aeste hindurch, und zwei andere Neger zogen nun das'Thier in die Höhe, wo ,s hängen blieb. Darauf nahm er ein scharfes, spitziges Messer zwischen die Zähne, und umklammerte das Ungeheuer, welches sich noch immer l>i>t und bcr drehte. Er fina bie Querztion damit an. das — 9i — er d!e Hallt um den Hals aufschnitt, und dies^be all« ge! niählig von oben bis unten abzog. Obgleich ich die eir Gewißheit hatte, daß das furchtbare Thier in seinem, B Zustande nicht mebr schaden könne, so konnle ich es de doch nicht ohne Grauen ansehen, wie ein nackter ko Schwarzcr von Blut bespritzt, die klebrige Haut des al lioch lcdenden Wühlers umklammert hielt. Wir er. F hielten übrigens vier Gallonen klares Fett, obgleich u noch mehr verloren ging.« L »Die Neger machten sich jetzt daran, die Schlan- n ir aber leben im 5lsten Jahre dieses GotteS. Das ist ein runder Ueberschlqg! Aus dem Baumwollensamen, der bisher immer weggeworfen wurde, gewinnen gegenwärtig die Nord-amerikaner ein dem Leinöle gleich kommendes Oel. In mehreren Gegenden Nordamerika's sind dafür schon L)elmüh ' angelegt worden. Man berechnet den ge-sammten Ertrag alles Vaumwollensamens, wenn er benützt würde, auf eine Million Gallonen oder 3 Millionen Pfund Oel. Die Wallsischfänger sind in Ve-sorgniß, diese Production möchte die Preise des Fischthranes herabdrücken. Die Dorfzeitung meldet aus Thüringen: Von einem Manne, welcher kein Arzt ist, wirb bl< m W^ mar bei Gotha gemachte Beobachtung mitgetheilt, daß eine junge Frau die natürlichen Blattern bekam i« derselben Zeit, als ihre Kuh die den Kühen eigenthümlichen Blattern hatte. Von dieser Kuh haltt sie Milch getrunken. Sonach könnte die Milch einer pockenkranken Kuh die Menschenblattern bringe« und die Lymphe aus der Pustel am Kuheuter das Schutzmittel gegen jene abgeben, wie denn sicherlich Beides geschieht, nur daß es noch Niemand bemerkt zU haben scheint, daß die Milch der pockenkranken Küht im menschlichen Körper dieselbe Krankheit erzeug deren Verbannungsmittel Dr. Ienner am Kuheuttl entdeckte. Die neue Entdeckung steht der Ienntr'scht>' an Wichtigkeit nicht nach; denn sie führt auf den Uü' sprung der Menschendlattern hin und erklärt dtnAus' bruch dieser Seuche bei Indiuiduen, die mit Bla^ terkranken in keine Berührung gekommen sind. It>t gilt's aufzupassen und den Fingerzeig zu benutzen. Miscellen. In Andre's ökonomischen Neuigkeiten Nr. 5? von diesem Jahr, liest man folgendes kurios? Mittel > »Ein von Natur ungeschwänzter Haushahn vertreibt alle Ratten von Haus und Hof. — Dies Mittel g^ mir ein guter Freund, und obgleich ich darüber lächle und sehr ungläubig war, probirte ich dasselbe dennoch, da ich sehr von Ratten geplagt war. Und sieh«! ^ half wirklich. Seit ein ungeschwänzter Haushahn a^ dem Hofe htrumstolzirt, sind alle Ratten verschwu"' d«n.c< Die Pariser »Gazette medicale" berichtet, daj der Doctor Graves in Dublin eine Dame zu beha«* deln habe, die, ohne daß irgendein Anzeichen von lll^ ter Zerbrechlichkeit der'Knochen vorhanden wär,, si^ eine Ribbe der linken Seite durch einen starken Ans^ von Husten gebrochen habe. M a Ori ch t. Da mit dem Scbluße dleses Mon'ates die Pranumeration auf die Laibacher Z^ tung für das erste Semester zu Ende gehet; so werden sämmtliche ?. I'. Herren Prän^ mercmten, welche mit ihrem Pranumerations-Betrage noch im Rückstände sind, ersucht/ s^ ben ehefiens berichtigen zu wollen, weil man sich sonst genöthiget sehen würde, kein E.tt^ plar ohne Anticipation abliefern zu können. Gleichzeitig werden.auch alle diejenigen löbl. Bezirks- und Herrschaftsgerichte/ we^ che sich mit ihren Emschattungs, Betragen gleichfalls noch im Rückstände befinden, höfilcp ersucht, selben ehestens berichtigen zu wollen. Laibach am 6. Juni iLZä» Vevacteur: ^r. Lad. Keinrich. Verleger: ßlünaz Al. Vdler v. Rleinmalll'