Ln Laibach ' (1702 gegründet; J89J ausgejcidintl durch äie mit dem flllerh. Vchlspruche gejierte gold. flled.; J9Q2 durch die lild ^chubert-INed. des wiener Männer* gefangatrtinrs, J908 durch die grofte SachMed. der Uliener Singoradtmie) über Ihr 213. und 214. ^ereinsjayr 1914/15 UNd 1915/16. 3m Ruftragt der Direttion >ufnmmtiigt|toill vorn Virektionsniitgliedc fjermann (Merl von tiagenfelö. Jjs ir erlauben ung die schon in früheren Jahren gekeilte Litte um freundliche Neberlaffung von Kchrikten oder fonttigen Gegenständen, die für die Geschichte der Philharmonischen Gesellschaft von Belang find, zu wiederholen. Solche Schritten und Gegenstände (Naritäten) werden in unferer Sammlung von «LrinnerungSgegenltänden aller Art sorgfältig aufbewahrt. Auch wird auf jedem der Gefellfchaft gewidmeten Stücke der Karne des Spenders dankbarst verzeichnet. Die Direktion der Philharmonifchen Gefellfchaft. ericht der Philharmonischen Gesellschaft in Laibach (1702 gegründet; 1891 ausgezeichnet durch die mit dem Allerhöchsten Wahlspruche gezierte goldene Medaille; 1902 durch die silberne Schubert-Wedsille des Wiener Männergesangvereines; 1908 durch die große Vach-Medaille der Wiener Singakademie) über ihr 213. und 214. Vereinsjahr 1914/15 und 1915/16. Im Mustrage der Direktion }u|'ammenge|iellf vom Direktionsmitgliede Hermann Nickerl v. Kayviifclb. ilTailmdi 1917. Verlag btv philharmonischen GrsrIIschasl. — Druck von Iß. v. Blcinmaijr & $tt>. »ant6trg. Inhaltsangabe. Seite I. Geleitwort................................................................... 3 II. Tätigkeit und Ereignisse in den Vereinsjahren 1914/15 und 1915/16 ................................................................. 5 III. Spender »ttd Förderer......................................................26 IV. Deutscher Singverein........................................................27 V. Musikschule..................................................................33 VI. Koiizertwesen...............................................................46 VII. Rechnungsabschlüsse nnd Bermiigensausweise für die Vereinsjahre 1914/15 nnd 1915/16 . . 59 VIII. Mitgliederverzeichnis für das Vereinsjahr 1915/16 (Direktion, Ehrenmitglieder und beitragende Mitglieder).................................71 Geleitwort. Anläßlich der durchgreifenden Umgestaltung der Philharnionischen Gesellschaft int Jahre 1802 führte die damalige Direktion die alljährliche Herausgabe von Berichten ein. Diese Berichte sollen, wie es in der Einleitung zum „Ersten Jahresberichte" 1862/1863 erläutert wird, „den Zweck, den Mitgliedern die vollständige Einsicht in die Gebarung und Verwaltung zu ermöglichen, in ausgedehnterem Maße erreichen, indem die Direktion nicht bloß Rechenschaft über die Gelder und Mitgliederzahl ablegt, sondern den Mitgliedern auch das ganze Leben des Vereines während eines Jahres vorführt." Diese „Jahresberichte" sollen gewissermaßen eine fortlaufende Gesellschaftschronik bilden. Infolge verschiedener äußerer Umstände hat die Reihe dieser Jahresberichte nach dem Vereinsjahre 1909/10 eine Unterbrechung erfahren. Mit dem vorliegenden Berichte wird die frühere durch Jahrzehnte ununterbrochen gepflogene Übung einer breiteren Darstellung der Ereignisse in brr Gesellschaft wieder ausgenommen, in der Erwägung, daß diese Berichte nicht nur für die Zeitgenossen geschrieben Werden. Diesen mag allerdings manches zu geringfügig oder überflüssig erscheinen. Die nachkommenden Geschlechter urteilen jedoch anders. Wir Wissen cs aus persönlicher Erfahrung, wie schätzenswerte Anregungen gerade die ausführlicheren Schilderungen von Vorgängen vergangener Zeiten im Vereine bieten, wie bedauerlich anderseits die Lücken in der Geschichte der Gesellschaft empfunden werden, zumal zwischen dieser und der Geschichte von Land, Stadt und Volk stets die mannigfaltigsten Beziehungen herrschen. Die beiden letztverflossenen Vereinsjahre waren Kriegsjahre, Jahre ungeahnten Erlebens und Ertragens im Zeichen eines Weltkrieges sondergleichen. Wie so oft im Laufe der Jahrhunderte, gerät die altehrwürdige Gesellschaft in schwere Kriegsbedrängnis. Die Direktion wird zur Rumpfdirektion, nicht weniger als fünf Mitglieder (darunter der Gesellschafts- und Musikdirektor) werden Zur Kriegsdienstleistung einberufen, der Lehrkörper sowie die treue Schar der mitwirkenden Mitglieder weisen arge Lücken auf, der Konzertbetrieb wird ganz, der Unterrichtsbetrieb teilweise obdachlos, die Gewinnung auswärtiger Kunstkräfte stößt auf unzählige Schwierigkeiten u. dgl. m. Hiezu kommen die Erschwernisse des täglichen Lebens, die Aufregungen, die der Kriegszustand naturgemäß im Gefolge hat, alle diese Umstände stellen an die „Zurückgebliebenen" in der Direktion und im Lehrkörper in Ansehung der Leitungsaufgabe sich stets steigernde Anforderungen. Daß es trotz aller Widrigkeiten gelungen ist, das altehrwürdige Schiff unserer Gesellschaft bisher ohne Störung durch alle Gefahren der Zeit hindurch zu steuern, insbesondere aber die Aufgaben sowohl auf dein Gebiete der ausübenden Betätigung, wie auch auf jenem des Unterrichtes restlos zu erfüllen, ist der einvernehmlichen, Dom Geiste der Liebe zur Philharmonischen Sache getragenen gemeinsamen Arbeit der Mitglieder der Direktion und des Lehrkörpers, in erster Linie jedoch der unermüdlichen aufopfernden Tätigkeit des stellvertretenden Leiters des Konzert- und Unterrichtswesens, des Konzertmeisters der Gesellschaft, des Herrn Professors Hans G er st n er, zu verdanken. Es sei diesem nunmehr nahezu 45 Jahre in vorbildlicher Treue und Pflichterfüllung im Dienste der Philharmonischen Gesellschaft tätigen Manne hiesür auch an dieser Stelle wärmstens gedankt. Auch allen edlen Förderern und Spendern, insbesondere dem k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht, der k. k. Landesregierung, der Krainischen Sparkasse und der Stadtgemeinde Laibach wird der verbindlichste Dank mit der Bitte ausgesprochen, den Bestrebungen der Gesellschaft ihre wohlwollende Unterstützung und Förderung auch fernerhin angedeihen lassen zu wollen. Zum Schlüsse sei es noch gestattet, darauf hinzuweisen, das; angesichts der herrschenden Verhältnisse von der Einberufung der satzungsgemäßen Hauptversammlungen behufs Erstattung der Tätigkeitsberichte, Neuwahlen der Direktion u. dgl. abgesehen werden mußte. Die Direktion sieht sich vielmehr gezwungen, die ihr anvertrauten Geschäfte der Gesellschaft gewissermaßen im stillschweigenden Aufträge der Mitgliedschaft bis zum Eintritte friedlicher Verhältnisse fortzuführen. Entsprechend dein vorliegenden Berichte wird die Direktion auch über die künftige Tätigkeit Rechenschaft erstatten. Laibach, im Oktober 1916. Die Direktion. II. Tätigkeit und EreigniNe in den Vereinsjahren 1014/15 und 1015/16. (Vom 1. Oktober 1914 bis Ende September 1916.) 1914/15. D i r e k t i o n s s i tz u n g. Die Direktion beabsichtigte den Mitgliedern durch Heranziehung eines hervorragenden Wiener Orchesters erstklassige symphonische Vorträge darzubieten. Diese Absicht scheiterte an den geradezu ungeheuerlichen Kosten. Dagegen gelingt es den Bemühungen des Konzertleiters G e r st ncr, aus Schülern der Gesellschaftsschule und Musikfreunden ein Streichorchester zusammenzustellen. Fräulein Hilde Mahr wird als Lehrerin für den Gesangsunterricht gewonnen. Direktionssitzung. Der Gesellschaftsdirektor gedenkt mit wannen Worten des kürzlich verschiedenen Ehrenmitgliedes Professors Richard H c u b erge r. Trauerkundgebung der Direktionsmitglieder. Weiland Professor Richard Heuberger war der Philharmonischen Gesellschaft ein warmer, aufrichtiger Freund, der bei zahlreichen Anlässen eine freundschaftliche Gesinnung für die Gesellschaft betätigte, u. a. auch durch persönliche Leitung mancher seiner schönen Werke im Nahmen der Gesellschaftskonzerte. Er war stets bereit, in verschiedenen Vereinsangelegenheiten Rat und Tat zur Verfügung zu stellen. Die Gesellschaft gab ihrer besonderen Wertschätzung uud Würdi-gung seiner Verdienste durch die in der Hauptversammlung am ‘27. November 1904 einstimmig beschlossene Ernennung zum Ehrenmitgliede Ausdruck. Diese Ehrung gestaltete die Beziehungen des Verstorbenen zur Gesellschaft noch inniger. Der Verstorbene war von gewinnender Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit und wer das Glück hatte, ihm persönlich näher zu kommen, dem wird die bezaubernde künstlerische Persönlichkeit des teuren Toten unvergeßlich bleiben. Ehre seinem Andenken! 13. Dft. 1914. 28. Okt. 1914. 6 4. Nov. 1914. 8. Nov. 1914 Direktionssitzung. Erstes Gesellschaftskonzert unter Leitung des Kon-zertmeisters Professors Hans Gerst»er und solistischer Mitivirkung der Gesellschaftslehrer Rudolf Paulus und Julius V a r g a. Meses erste Konzert nach Beginn des Krieges erfreute sich eines ausgezeichneten Besuches und eines außerordentlichen künstlerischen Erfolges. Dr. Ottmar Hegemann berichtet in der „Laibacher Zeitung" über das Konzert und führt u. a. aus: „Mars regiert die Stunde!, das gilt ja auch für die Philharmonische Gesellschaft, die ihren Musikdirektor Weis-Ostborn mit ins Feld ziehen lassen mußte und die dennoch nicht die Schlußfolgerung zuließ: Inter arma silent musae (Im Waffenlärm verstummen die Musen), vielmehr auch in den Disharmonien des Weltkrieges, ihrer hundertjährigen Überlieferung getreu, Harmonien der Kunst erklingen laßt. Wie in den Tagen der Rokoko- und der Biedermeierzeit, Ivo sich das Orchester der Philharmonischen Gesellschaft rein aus Dilettanten znsamniensetzte und auswärtige Künstler wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse nur ganz ausnahmsweise herangezogen werden konnten, erschien bei diesem ersten Kriegskonzert das Gesellschaftsorchester ohne den stärkenden Rückhalt der trefflichen hiesigen Regimentskapelle, gebildet ausschließlich aus Mitgliedern und Zöglingen der Gesellschaft als reiner Streicherchor. Als Vertreter des int Felde stehenden Musikdirektors stand Herr Konzertmeister Professor Hans G c r st n e r am Dirigentenpult' — also ein gegen sonst gänzlich verändertes Bild. Trotzdem wußte der Dirigent mit seinen Musikern sehr anerkennenswerte künstlerische Leistungen zn bieten, die sich nicht bloß im Krieg, sondern auch im Frieden hören lassen könnten. Den Beginn machten Josef Haydns Variationen über die österreichische Volkshymne, die stehend angehört wurde. Die weihevollen Klänge, die gerade jetzt im Donner ungeheurer Schlachten aufs neue ihre unvergängliche Kraft bewiesen, verfehlten auch hier im Konzertsaale ihre alte, erhebende Wirkung nicht. Unmittelbar daran schloß sich W. A. Mozarts ,Eine kleine Nachtmusik für Streichorchester'. Das entzückende Werk, in dem die ganze Anmut des Rokoko Pulsiert, wurde unter der trefflichen Leitung Hans Gerstners wirkungsvoll und klangschön zur Ausführung gebracht. Wir stehen nicht an auszusprech.m, das; sich die Darbietung der künstlerischen Vollendung näherte, was gewiß nur durch emsige Vorbereitung möglich war." — Weiters: „So hat denn die Philharmonische Gesellschaft auch in dieser Zeit des wilden Kriegssturmes ihre Fahne trotz aller Schwierigkeiten nicht gestrichen. Gar mancher, der noch den letzten Konzerten regelmäßig tauschte, wie der auf den Blättern der Weltgeschichte bereits verewigte Held von Przemysl, G d. I. von Kusmanck, lauscht in der Ferne dem ehernen Orchester der Geschütze, der Philharmonischen Gesellschaft aber ist es 7 zu danken, das;, während sonst das Kunstleben Laibachs jetzt fast ganz schweigt, in ihr das Dichterwort sich verwirklichen kann: ,Jn des Herzens heilig stille Räume mußt du fliehen aus des Lebens Drang, Freiheit herrscht nur in dem Reich der Träume und das Schöne blüht nur im Gesang'." E r st c s K o n z e r t zu E h reu der V e r >v u u d e t e n. Ein ungewohnter Anblick: der Saal bis auf das letzte Plätzchen besetzt von Offizieren und Soldaten aller Nationen und Waffengattungen, die den künstlerischen Darbietungen mit offensichtlich regem Anteile lauschten. I. von Ohm-Januschowsky erwähnt in seinem Berichte über das Konzert: „Es war nicht nur ein schöner, sondern auch eilt glücklicher Gedanke, unseren braven verwundeten Kriegern eine edle Anregung in Gestalt einer gediegenen musikalischen Vortragsordnung zu vermitteln. Die Musik ist ja eine Sprache, die jeder versteht, und die Zuhörer, die seit drei Monaten nur Kanonendonner als düstere Schlachtmusik gehört, umfingen nun die sanften, einschmeichelnden Melodien des Friedens und der Freude. Die zahlreichen Verwundeten, die den Taal füllten, gehörten fast allen Nationen derJKonarchie an. Als aber die weihevollen, ergreifenden Tone der Volkshymne erklangen, da fühlten alle, das, sie ein einziges, zusammengehöriges Volk sind, einig in der Liebe zum Kaiser und Vaterland, die sie in heldenmütigen Kämpfen mit ihrem Herzblut besiegelt haben." Die Vortragsordnung fand bei den dankbaren Zuhörern stürmischen Beifall. Direktionssi tz u n g , in welcher die Vorträge des Festkonzertes festgestellt und der Voranschlag 1914/15 beraten wird. Der Gesellschaftsdirektor regt die Veranstaltung einer Weihnachtsfeier zu Ehren der Verwundeten an. Es wird auch die Widmung von je 25 Kronen für jedes Spital zum Zwecke der Beteilung an jene Verwundeten beschlossen, die nicht imstande sind, an der Weihnachtsfeier teilzunehmen. Vaterländische F e st a u s f ü h r u n g zur Feier des 66. Negierungsjahres Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph T. Wer nur flüchtig in der Geschichte der Philharmonischen Gesellschaft blättert, begegnet immer und immer wieder Kundgebungen rührender Liebe und treuer Gesinnung für Kaiser und Vaterland. Ob es sich nun um einen festlichen, ob es sich um einen schmerzlichen Anlast handelt-', immer war es der Philharmonischen Gesellschaft ein Herzensbedürfnis, ihre Anteilnahme, sei es in festlicher Weise, sei es durch Trauerkundgebuilg zum Ausdrucke zu bringen. Diese Überlieferung vergangener Jahrhunderte wird heilig gehalten und treu gepflegt. So nahm di.' Direktion den Eintritt des 66. Regierungsjahres unseres geliebten Monarchen um so freudiger zum Anlasse einer patriotischen 15. Rov. 15)14. 18. 9iot>. 1914. 'Dez. 1914. Feier, als dadurch neuerlich die Möglichkeit geschaffen wurde, im Sinne des an Allerhöchster Stelle wiederholt geäußerten Wunsches zu Gunsten der Kriegssürsvrge zu wirken. I. v. Ohm-Jauuschowsky erstattete über den Verlauf und Erfolg dieser Veranstaltung in der „Laibacher Zeitung" nachstehenden Bericht: „In würdiger und erhebender Art feierte die Philharmonische Gesellschaft, getreu ihren schönsten Überlieferungen, vorgestern das W-.NegieLUngsja.hr Seiner Majestät des Kaisers durch eine Festaufführung, deren Reinerträgnis der Kriegsfürsorge -Weihnachten im Felde' gewidmet war. Sie entsprach damit auch deu Anregungen des erhabenen Monarchen, der stets nur in Werken der Barmherzigkeit und Nächstenliebe die höchste Befriedigung gesucht und gefunden hat. Schon der äußere Rahmen des festlich geschmückten Saales, auf dessen Musikbühne die Büste des Kaisers prangte, versetzte die zahlreichen Besucher im Festgewande in feierliche Stimmung. Der Abend wurde durch die prächtige Jubelouvertüre von C. M. Weber eingeleitet, die das Streichorchester unter der kunsterfahrenen Leitung des Konzertmeisters Herrn Hans Gerstner schwungvoll vortrug. Ihr schloß sich die jedem Österreicher teure Volkshymne an, die von dem über 100 Mitglieder zählenden gemischten Chore gesungen wurde. Das Publikum hatte sich bei den weihevollen Klängen erhoben und begrüßte das Kaiserlied mit jubelndem Beifall nnd stürmischen Hochrufen auf den Herrscher. Die folgende deutsche Hymne, ,Heil dir im Siegerkranz', fand ebenfalls begeisterten Anklang. Tiefen Eindruck übte das Gedicht .Vaterunser 1914’, das von einem in Laibach zur Pflege weilenden verwundeten Krieger wirkungsvoll gesprochen wurde. Sinnig schloß sich dein Vortrage I. S- Bachs gewaltiger Choral »Ein feste Burg ist unser Gott' an, den Musik* lehrer Herr jßjj 11 \ sowie deu schneidigen Männerchor von Weber ,Schwertlied' und zum Schlüsse die zeitgemäßen kräftigen Männerchöre ,Heute scheid' ich' von Jsenmann und ,Sankt Michael' von Lasite mit Umsicht und Temperament leitete. Herrn Gerstners jugendlicher Schüler Rich. Lorant, dessen schöne Begabung uns schon bei Zöglingskonzerten der Gesellschaft erfreute, erwies seine bemerkenswerten Fortschritte in dem eindrucksvollen Vor trage des Konzertes in A-moll mit Streichorchesterbegleitung von S. I. Bach. Die Zuhörer ehrten den Vortragenden durch rauschenden Beifall. Der Feier folgte ein Festabend der deutschen Vereine im geschmack voll verzierten großen Saale des Kasino, den die Büste unseres Kaisers und das Bild Kaiser Wilhelms schmückten. Der Saal war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt und Vertreter aller deutschen Vereine waren anwesend. Sowohl die zündenden Vorträge des Laibacher Salonorchesters unter der bewährten Leitung des Herrn Josef K l a u e r als auch die u Mäi.nerchöre unter der trefflichen Leitung des Herrn Hüttl, die dein Patriotischen Anlasse Rechnung trugen, fanden empfängliche Stimmung. Eingeleitet nutrdc der Festabend durch eine schwungvolle, zu Herzen dringende Huldigungsansprache des Oberbezirksarztes Herrn Dr. Alfred M a I) r auf unseren erlauchten Kaiser, die begeisterten Widerhall weckte und an die sich in würdiger Weise die von der ganzen Versammlung gesungene Volkshymne anschloß. Herr Dr. H e g c m a n n gedachte in marinen Worten der Bundestreue des deutschen Brudervolkes und schloß seine Rede mit einem ,Hurra' auf den deutschen Kaiser, in das die Versammelten jubelnd einstimmten. Die von der Kapelle vorgetragene deutsche Hymne wurde von allen Anwesenden stehend mitgesungen. An Seine Majestät den Kaiser wurde namens der versammelten deutschen Vereine ein Huldigungstelegramm abgesandt. Dichterische Vorträge der Herren S ch ö n e m n n n und P a in -in c r d. I. fanden warmen Beifall." Die Festaufführung ergab den namhaften Betrag von 1521 Iv 50 h, der mit dem Teilbeträge von 1000 Kronen der Kriegsfürsorge „Weihnachten im Felde" zugeführt wurde. D i re k t i o n s s i tz u ng, in welcher u. a. dem Direktionsmit- 2. Tcz, gliede Herrn Wettach für die geschmackvolle Ausschmückung der Räume 1914-für die Fcstaufführung der besondere Dank ausgesprochen wird. Zweites Gesellschaftskonzert, in welchem, der all- 15. Tez. jährlichen Gepflogenheit entsprechend, zur Feier des Geburtstages L. van 1914-Beethovens, Werke dieses unsterblichen Ehrenmitgliedes der Gesellschaft unter Mitwirkung der Frau Lili C l a u s - N e u r o t H aus Wien im Einzelgesange zum Vortrage kamen. D i r e k t i o n s s i jj u it g. vj. Tez. Dankschreiben des Herrn Landespräsidenten für die Veranstaltung 1914-der Kaiserfeier und für die dabei erzielte Spende (1000 Kronen). Das Dankschreiben kam auch in der „Laibacher Zeitung" zur Veröffentlichung. Weitere Spenden: 200 Kronen an das Stationskommando und 30 Kronen an das Spital in der deutschen Volksschule in Schi schka als Weihnachtsgaben für Verwundete. Der von Herrn Zahlmeister Randhartingcr vorgelegte Jahresvoranschlag für 1914/15 wirb beraten und genehmigt, ferner die Zeichnung des Kriegsauleihebetrages von 1000 Kronen aus dem Pensionsfonds beschlossen. Ableben der Frau Josefuie G n e s d a , Mutter der Gattin unseres 25. Dez. Herrn Konzertmeisters, der Frau Johanna G e r st n e r. 1ronzertpubli-kums bewies. Selbst Mitglied der Gesellschaft, Hai sich der Künstler durch sein Erscheinen in dieser Zeit als treuer Freund des altehrwürdigen Vereines erwiesen. Der Abend erreichte noch einen zweiten Höhepunkt durch das erstmalige Auftreten einer jugendlichen heimischen Künstlerin, Fräulein Mandl Gats ch. Eine Schülerin des heimischen Tondichters Josef Zöhrer, offenbarte sie in vier frei vorgetragenen, technisch schweren Kompositionen alle Vorzüge der gediegenen Schule, welcher die jugendliche Pianistin entstammt. Zum allseitigen Gelingen des so erhebend verlaufenen Abendes trug schließlich auch das Orchester der Gesellschaft wesentlich bei, das, der Not des Krieges gehorchend, als reiner Streicherchor nur aus den eigenen Kräften bestand. Unter der unermüdlichen, treuen Vorbereitung d.-s Dirigenten, Herrn Konzertmeisters Professors Hans Gerstner, erhob sich die Darbietung dieses Orchesters zu beachtenswerter künstlerischer Höhe. An erster Stelle brachte es zum Gedächtnis des am 11 28. Oktober 1914 in Wien verstorbenen Ehrenmitgliedes Professor Richard Heuberger dessen , Nachtmusik', op. 7 in B-dur, zur Ausführung. Wir sahen den Wiener Meister, der unter den Tondichtern der jüngeren Zeit einen der vordersten Plätze einnahm, hier vor einigen Wintern noch am Dirigentenpulte. Seine nun zum erstenmale dargebotene ,Nachtmusik' ist eines der frühesten Werke des verewigten Meisters, ein anspruchsloses, aber sehr gefälliges, poetisch empfundenes Werk von wienerischer Heiterkeit, das dank der ungemein gewissenhaften Vorbereitung Professor Gerstners zu vollendetem Vortrag kam." Direktionssitzung, in welcher u. a. die Wiedereinführung 3. Febr. der gedruckten Jahresberichte in der in früheren Jahren üblichen Form liMo-beschlossen wird. Jahres h a u p t v e r s a m m l u n g der Mitglieder der Phil- Febr. harmonischen Gesellschaft. 191°- Die „Laibacher Zeitung" vom 19-Februar 1915 brachte hierüber nachstehenden Bericht: „Wie bereits gemeldet, schilderte in der Jahreshauptversammlung der Gesellschastsdirektor der Philharmonischen Gesellschaft, Herr Dr. Viktor P e s s i a ck, ihre Tätigkeit im Vereinsjahre 1913/14, dem 212. der Gesellschaft. Er machte auf den neuen Abschnitt des gesellschaftlichen Lebens unter der künstlerischen Leitung des Musikdirektors Herrn von Weis-Ostboru aufmerksam. Seinen weiteren Ausführungen ist folgendes zu entnehmen: Anscheinend im tiefsten Frieden, bereitete die Gesellschaft neben ihren statutarischen Veranstaltungen drei bedeutungsvolle Friedenswerke vor: die vaterländische Festfeier zur Erinnerung an die Befreiung Krains von der Franzosenherrschaft vor hundert Jahren, die in glücklicher Weise gelungene Schöpfung des gesellschaftlichen Chores als Singverein der Philharmonischen Gesellschaft und die für das Jahr 191.'» im großen Stile geplante Jahrhundertfeier ihrer Musikschule. Die Gesellschaft feierte dankbaren Herzens die Hundertjahrwende jener denkwürdigen Tage durch die festliche Aufführung von Haydns Jahreszeiten im Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumstheater an zwei Abenden sowie durch eine Serenade vor dem Palais Sr. Exzellenz des Herrn Landespräsidenten Baron Schwarz. Der zum Schlüsse ausgebrochene lE'ieg zwang uns leider, die Pläne für unsere Schulfeier aus günstigere Zeiten zu verlegen. Neben den beiden weiteren außerordentlichen Veranstaltungen, dem Konzerte des Pianisten Paul Wittgenstein, welches uns dieser liebenswürdige Künstler zu freundlichem Danke bot, sowie dem Singvereinskonzerte, mit dem sich dieser Zweigverein in der vielversprechendsten Weise selbständig einführte, beging die Gesellschaft im Nahmen ihrer regelmäßigen Veranstaltungen, bestehend aus vier Gesellschaftskonzerten, vier Kainmermusikabenden und zwei Schüleraufführungen noch eine Mozart- und eine Beethoven-Feier, sowie die Erinnerung an Verdis Todestag. Außerdem wurden in den 2* 12 Gesellschaftskonzerten folgende Werke zur Aufführung gebracht: fünf Sinfonien von Brahms, Beethoven, Bruckner, Mozart und Mahler; sechs Ouvertüren von Beethoven, Dvorak, Mozart, Schöllings und Weber (2); vier Iiistruineittalkonzerte von Beethoven (Violine), Mozart, Grieg und Liszt (Klavier), zwölf größere und kleinere Jn-strumentalwerke von Liszt (Orchester), Mozart (Violine), Chopin und Schumann (:;, Klavier), Wagner-Wilhelmy, Knhlan und I. Gofsec (Violine), I. Zöhrer, Reger und Brahms Mavier), ferner zwölf gemischte Frauen- und Männerchöre von Weber, Hegar (2), Schubert, Löwe, Plüddemann, Jensen 00, Kienzl, Beethoven und Haydn, endlich drei Lieder für eine Singstimme von Wagner. Darunter ivaren sechs Erstaufführungen in unseren Konzerten. Solisten erfreuten durch ihre Mitwirkung. Die Direktion spricht Herrn Musikdirektor von Weis-Oft-born ihre Anerkennung für seine vorzüglichen Leistungen aus, desgleichen allen übrigen Mitwirkenden an Gesellschaftskonzerten, insbesondere den Mitgliedern des Singvereines und des Streicherchores. Mit dem Ausdrucke der» Anerkennung gedenkt die Direktion auch der unermüdlichen und erfolgreichen künstlerischen Tätigkeit des Herrn Konzertmeisters Gerstner als Leiters der Kammermusikabende, die sich ivie immer durch Geschmack in der Ausführung und Mannigfaltigkeit in der Vortragsfolge auszeichneten, ein Lob, in welches auch die übrigen Teilnehmer der Kammermusikvereinigung einbezogen sind. Unter der Mitwirkung von Solisten gelangten neben dem Septett von Beethoven und einem Trio von Tschaikowski) drei Quintette von I. Zöhrer, Brahms und Dvorak, drei Quartette von Verdi, Mozart und Schubert, ferner fünf kleinere Klavierwerke von Brahms, Chopin, Bach-Saint Sacns, Sauer und Wagner-Brassin, endlich sechs Lieder für eine Sing-stimme von Schubert (3), Brahms, Wolf und Marx zur Aufführung. Wie das Konzertwese» stellte auch die Musikschule infolge der erfreulichen Zunahme der Schülerzahl — 208 gegen 175 im Vorjahre -größere Anforderungen an die Lehrer.'Hand in Hand damit ging eine größere Inanspruchnahme der Schnlgeldermäßigungen, die 42 Schülern ganz, 44 zum Teile zugestanden wurden, indessen 122 Schüler das volle Unterrichtsgeld entrichteten. Der große Zuspruch von Schülern aus Schischka ließ die Errichtung einer Filialschule daselbst als zweckmäßig erscheinen, die in den Räumen der Deutschen Schulvereinsschule unter der Leitung des Herrn Robert Hüttl eingerichtet wurde. Ein besonderes Augenmerk wurde dem mit Recht überall sorgfältig gepflegte» Chorgesang gewidmet, der i:i() Schülern in vier Abteilungen erteilt wurde. Neben den beide» Schüleraufführungen wurden zur Erreichung eines vollen Einblickes in die Lehrtätigkeit Schlußprüfungen vor dem Lehrkörper und der Direktion eingeführt, welchen sich sämtliche Schüler mit sichtbarer Freude unterzogen. Die größere Belastung einerseits sowie die zunehmende Teuerung anderseits bewogen die Direktion zu einer $ l/W 13 /h angemessenen Lehrergehaltsregulierung, die der Lehrerschaft im all-gemeinen ein ausköimnliches Dasein verbürgt. Das ist auch der aufrichtigste Wunsch der Direktion, pinnt sie sich bei allen Veranstal-tungen der Schule von der Tüchtigkeit und Pflichttreue des Lehrkörpers Überzeugung verschaffte, wofür diesen noch insbesondere die Anerkennung der Direktion ausgesprochen sei. Das Andenken der verstorbenen Mitglieder wird durch Erheben geehrt. Fühlbar gestaltete sich die Einbnße an Subventionen, die der Gesellschaft von seiten des Landes und der Stadtgemeinde vorenthalten wurden. Dagegen ließen es sich der Staat, dieser durch das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht, sowie auch die k. k. Landesregierung in Laibach in der wohlwollendsten Weise und die großmütige Krainische Sparkasse wie immer angelegen sein, das in aller Welt anerkannte Wirken der Gesellschaft in namhafter Weise zu fördern. Desgleichen erfreute sie sich der wärmsten Anerkennung Sr. Exzellenz des Herrn Landespräsidenten Theodor Schwarz Freiherrn von Karsten, durch dessen großherzige Spende von 1000 Kronen der Orgelbaufonds begründet wurde, und fand an der deutschen Presse, namentlich in Laibach und Graz, durch die treffliche Feder des Kunstberichterstatters Herrn Julius von Ohm-Januschowsky die tatkräftigste Unterstützung. Die Direktion erfüllt eine angenehme Pflicht, indem sie diesen Faktoren ihren verbindlichsten Dank zum Ausdrucke bringt. Der Gesellschaftsdirektor schloß mit tiefempfundene» patriotischen Worten seinen Bericht, der mit dem Herzenswünsche endete: ,Gott schütze und segne die verbündeten Waffen Österreichs und Deutschlands! Mögen sie einen vollen, ruhmreichen Sieg erringen zum Heile der beiden Schwesterreiche! Mit Österreich steht und fällt die Philharmonische Gesellschaft, mit Österreichs Größe wird auch ihre Blüte erstarken ' Die Versammlung stimmte der Ansprache mit begeistertem Beifalle zu. Aus dem weiteren Verlaufe der Versammlung ist noch zu erwähnen, daß dem Gesellschaftsdirektor Herrn Dr. P e s s i a ck, dem Kassier Herrn Emil Randhartinger und den Direktionsmitgliedern sowie der Lehrerschaft der Dank ausgesprochen wurde. Der Gesellschastsdirektor Herr Dr. Viktor Pessiack wurde mit Zuruf wieder gewählt, die übrigen Direktionsmitglieder und die Herren Rechnungsprüfer wurden wiedergewählt." Viertes Gesellschaftskonzert. 21 Feb r Dieses Konzert gewann besonderes Interesse durch die Mitwirkung 1916. des Fräuleins Hilde Mahr, der Tochter des Direktionsmitgliedes Herrn Dr. Alfred Mahr. 14 24. Febr. 1915. 28. Febr. 1915. 6. März 1915. Die junge Künstlerin trat zum erstenmale als Konzertsängerin vor die Zuhörerschaft ihrer Vaterstadt und mußte für den stürmischen Beifall, den ihre künstlerisch vollendeten Vorträge erzielten, mit mehrfachen Zugaben danken. An diesem Abende führte sich auch der Musikdirektor der Gesellschaft Herr Rudolf von W e i s - O st b o r n als Liederkomponist in vorteilhaftester Weise ein. — Die beiden zum Vortrage gebrachten Lieder „Der Herbst" und „Frühlingsnahen" fanden bei der Zuhörerschaft allseitige Anerkennung und Beifall. —• Hervorzuheben wäre auch der in pietätvoller Erinnerung an das Hinscheiden des hervorragenden Opernkomponisten und Sinfonikers Karl Gold nt a rcf (gestorben 2. Jänner 1915) von den Herren Konzertmeister G er stn er und Pianisten Julius Varga mit gewohnter Meisterschaft gebrachte Vortrag der Suite für Klavier und Violine in E-dur, op. 11. Direktionssitznng mit Ämterverteilung. An Stelle des ausgetretenen Alfons Eisenberg übernimmt Herr Dr. Winter die Stelle des zweiten Sekretärs. Beratung des fünften Mitgliederkonzertes. Über Bitte der Frau Lina Kreuter-Galle wird zu dem von deutschen Spendern in Laibach aufgestellten Verwundetentrain eine Unterstützung im Betrage von 250 Kronen bewilligt. S y n, p honiefonzert der vereinigten Musikkapellen der k. u. k. Infanterieregimenter Nr. 17 und Nr. 07 zu Gunsten des „Raten Kreuzes" im großen Saale der Tonhalle, welcher von der Gesellschaft im Hinblicke auf den Zweck unentgeltlich beigestellt wird. In die Leitung des Konzertes teilten sich die Herren Militärkapellmeister Franz Zitta und Anton Wolf, die sich als hervorragende Dirigenten erwiesen. Die Orchestervorträge fanden bei den zahlreich erschienenen Besuchern eine alänzende Aufnahme. Das Konzert warf ein Reinerträgnis von 500 Kronen ab. Klavierabend Julius Varga unter dem Ehrenschutze Ihrer Exzellenz der Frau Baronin Karla Schivarz von Karsten zu Gunsten des „Roten Kreuzes". Mitwirkend die vereinigten Kapellen der k. it. k. Jnfanterieregi-menter Nr. 17 und 97. Unser strebsamer Pianist erbrachte in diesem Konzerte neuerlich Beweise seiner hervorragenden Veranlagung. Seinen glänzenden künstlerischen Leistungen wurde von der zahlreich erschienenen vornehmen Zuhörerschaft stürmischer Beifall gespendet. Die Veranstaltung dieses durch die Mitwirkung der vereinigten Militärkapellen abwechslttngs-reichen Konzertes muß nicht nur als künstlerische Tat hoch eingeschätzt, sondern auch als selbstlose Betätigung patriotischer und Menschenfreund-liehet Gesinnung voll anerkannt werden. 15 Erstes Schülerkonzert (Mittel- und Unterstufe) int 13. März kleinen (Saale der Tonhalle. 1915- Uraufführung der Messe „Dona nobis pacem“ („Herr, gib uns 19. März den Frieden") von Rudolf von Weis-Ostborn unter persönlicher Mit- 1915-Wirkung des Komponisten (Orgel) in der hiesigen Franziskanerkirche. Die „Laibacher Zeitung" bringt in dem Blatte vom 18. März 1915 eine eingehende Besprechung dieses Prachtvollen, in modernem, doch durchaus kirchlichem Stile gehaltenen Werkes. Die Gesellschaft betrauert den Tod ihres langjährigen Mitgliedes 26. März Hofrates i. R. Herrn Guido S ch n e d i tz, der für die Gesellschaft stets 1S)15-reges Interesse bekundete und als Direktor des Kasinovereines das freundschaftliche Verhältnis der beiden Vereine in günstigster Weise forderte. Fünftes Gesellschaftskonzert unter Mitwirkung des28. März gemischten Chores des deutschen Singvereines (Sangwart Robert 1915-H ü t t 0 und unter stilistischer Mitwirkung des jugendlichen Violinkünstlers Adolf B u s ch aus Wien, der mit seinem genialen Spiele die Herzen der Zuhörer im Sturme eroberte. Als Gedächtnisfeier zu Ehren des am 12. Dezember 1914 verstorbenen namhaften Tondichters Giovanni S g a m b a t t i gelangt dessen „Tedeum laudanius" für Streicherchor und Harmonium zur Aufführung. Zur groften Freude seiner zahlreichen Freunde und Verehrer erscheint nach längerem Fernbleiben von der Konzertbühne Altmeister Zöhrer am Harmonium. Konzert Willy B u r m ester zu Gunsten eines Zigarren-15. April und Zigarettenfonds für unsere Soldaten im Felde unter Mitwirkung 191 des Pianisten Karl F rü h li ng mit dem gewohnten ungeheuren Erfolge. Direktionssitzung. 17. April Dankschreiben des Herrn Landespräsidenten und des General- mö-Inspektor«tes für die Spende zur Labetrainsammlung. Konzertangelegenheiten. D i r e k t i o n s s i tz u n g. 18. Mai Lehrer RHüttl seit I.Mai 1915 zur Kriegsdienstleistung ein- 1915-gerückt. 23 ™ . Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn. D i r e k t i o n s s i tz u n g. iü. Juni Bericht über Schwierigkeiten des Schulbetriebes ». a. Einbringung ii)i5. des Schulgeldes. Es wird der Schulschlus; ohne Abschlußprüfungen mit 3. Juli beschlossen. , ^ Direktionssitz uir g. Zweites S ch ü l et f o n z e r t in i t S ch u l s ch l it ß und 3 I„,j Zeugnisverteilung. iaiö. 16 5. Juli 1915. 2. Cft. 1915. 10. Nov. 1915. Die öffentliche Schüleraufführung umfaßte Darbietungen der Oberstufe und der höheren Ausbildung und ließ, ivie der Berichterstatter der „Laibacher Zeitung" ausdrücklich feststellte, an den Vorträgen wie alljährlich die außerordentlich erfolgreiche Tätigkeit der Musikschule der Gesellschaft erkennen. Auch wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, unter welch schwierigen Verhältnissen die Musikschule ihre Aufgabe erfüllte. Es müsse dies als Verdienst des unermüdlich und aufopfernd wirkenden Leiters sowie des Lehrkörpers anerkannt werden. Räumung der Tonhalle zu M i l i t ä r s p i t a l z w e ck e n infolge Requisition der Militärbehörden. Diesem Zwecke dienten fast sämtliche Räume der Tonhalle bis zu der am 15. September 1915 erfolgten Unterbringung einiger Ämter der Triefter Poftdirektion. Diese nahm den Hauptsaal samt allen Nebenräumen ebener Erde in Anspruch. Die Konzerte konnten daher nicht mehr im eigenen Heime stattfinden und wurden von nun an in dem von der Kasinodirektion in entgegen-kommendster Weise zur Verfügung gestellten großen Saale des Kasinos veranstaltet. Auch der Schulbetrieb mußte teilweise in Räume außerhalb der Tonhalle verlegt werden- Trotzdem wurde das neue Schuljahr am 21. September 1915 e r -öffnet und es begann ein neuer Zeitabschnitt gesellschaftlicher und pädagogischer Tätigkeit unter zum Teile noch schwierigeren Verhältnissen. 1915/16. A b l e b e n der Frau C ä c i l i e M a h r, geb. Eberhart, Gattin des Handelsschule-Inhabers und Direktors Artur M a h r. Die Verstorbene war durch eine Reihe von Jahren eifriges ausübendes Mitglied der Gesellschaft und trug durch ihre hervorragenden künstlerischen Einzelleistungen als Sängerin wesentlich zum glänzenden Gelingen zahlreicher musikalischer Veranstaltungen großen Stiles, darunter Opernaufführungen, bei. Die Gesellschaft wird der Verblichenen, die sich um die Gesellschaft so vielfach verdient gemacht hat, stets ei» dankbares Gedenken bewahren! D i r e k t i o n s s i tz u n g. Der langjährige Presseberichterstatter Julius Ritter O h m - I a n u s ch o >v s k >) zeigt mit einem Abschiedsschreiben seine Übersiedlung nach Wien an und legt die Kunstberichterstattung zurück. Herr von Ohrn-Januschowsky war durch 25 Jahre als Kunstbericht-erstattet- und Pressevertreter in einer die Interessen der Gesellschaft außerordentlich fördernden Weise tätig. An dieser Stelle sei Herr von Januschowsky neuerlich wärmster Anerkennung und Dankbarkeit versichert. 17 Die Gesellschaftsdirektion brachte ihr tiefes Bedauern in einem Antwortschreiben zum Ausdrucke, das u. a. nachstehende Ausführung enthält: „Für unsere Gesellschaft bedeutet Ihr Entschluß einen unersetzlichen Verlust, denn Ihre Berichterstattung über unser künstlerisches Wirken erfüllt uns nicht nur mit warm empfundener Genugtuung für alle die Mühen, die wir anwendeten, sondern sie war uns auch ein Ansporn zu neuer ersprießlicher Arbeit. Auch als aufrichtig beratender Freund standen Sie uns stets treu zur Leite. Durch volle 25 Jahre waren Sie mit hohem künstlerischem Verständnisse und mit unermüdlicher Arbeit bestrebt, uns als treuer Freund zur Seite zu stehen. In der Geschichte der Gesellschaft wird Ihr Name einen Ehrenplatz einnehmen." Er st es Gesellschaftskonzert, welches den zahlreich er- 24. Ncv. schienenen Zuhörern dadurch besondere Anregung bot, daß ein neues I915-Kammermusikwerk unseres Altmeisters Josef Z ö hr er — ein Sextett für Streichinstrumente in D-moll, op. 39 — zur Aufführung gelangte. Dieses im Jahre 1913 geschaffene schöne Werk — schreibt der Berichterstatter in der „Laibacher Zeitung" — ist in edle elegische Stimmung getaucht. Die alte klassische Kunstform ist festgehalten; in Gefolgschaft von Jahannes B r a h m s wandelt die schöne Arbeit dennoch eigene Wege in unerschöpflichem Reichtum klangvoller Melodien, die in Erfindungsfülle hervorquellen nnd auch dem weniger Musikalischen ins Ohr fallen. Die Arbeit dürfte dem Besten, was auf diesem Gebiete geschaffen wurde, einzureihen sein und bildet ein Ruhmesblatt im Schaffen dieses einheimischen Komponisten. Besonders das Scherzo und das Allegro animato fanden neben dem reizvoll die Melodie durch die einzelnen Stimmen fortführenden Andante ungeteilten Beifall. Der hiesigen Uraufführung konnte der Schöpfer des Werkes, das in seiner Wiedergabe volle drei Viertelstunden in Anspruch nimmt, leider nicht beiwohnen, um die reichen künstlerischen Ehren persönlich in Empfang zu nehmen, die seiner gehaltvollen Tondichtung in vollem Maße gebühren. VI n der erfolgreichen Wiedergabe waren ausschließlich unsere Kammermusiker beteiligt. Die Vokalmusik kam durch Liedervorträge des Herrn Adolf F u ch s aus G r a z zu Worte, der durch seine schönen Stimmittel außerordentliche Erfolge erzielte. So wurde am Beginne des zweiten Kriegswinters die Tätigkeit der Gesellschaft trotz der steigenden Schwierigkeiten erfolgreich aufgenommen. Mitte» im wilden Kriegssturm dieser Tage erblühte auch jetzt die zarte Blume göttlicher Kunst, wie in einem stillen Eilande in dem bald vor einem Vierteljahrtausend gepflanzten Garten der Philharmonischen Gesellschaft. 3 18 25.9?ou. Direktionssitzung unter Teilnahme des Künstlerpaares 1915- Herr und Frau D e i ni e l. Beratung und Beschlußfassung über die Veranstaltung eines „Alt-Wiener-Abends 1848" als außerordentliches Gesellschaftskonzert unter den« Ehrenschutze des Herrn Landespräsidenten Baron S ch >v a r z und Gemahlin zu Gunsten des „Roten Kreuzes" sämtlicher Vierbundsstaaten am 1. Dezember 1915. I. Dez. Die Veranstaltung fand als Festabend zur Feier der 67. Wieder-,y15- kehr des Regierungsantrittes des Kaisers statt und stand unter der künstlerischen Leitung der Herren Hugo Deimcl, Hans G e r st n e r und Heinrich W e t t a ch. In dem von Herrn W e t t a ch geschaffenen, künstlerisch stimmungsvollen Raume, welcher uns W i e n zur Zeit des Regierungsantrittes Kaiser Franz Joseph >. vortäuschte, — es stellte das vornehme und doch gemütlich trauliche Heim eines alten Wiener Bürgerhauses vor ■ kamen Vorträge zur Darbietung, die die Wiener Dichtung und Musik jener Tage wieder aufleben ließen. Ein Trauingesicht, vom trefflichen Darsteller H. D e i >» e I packend erzählt, leitete über die 66 Jahre hinweg in die Schlachtenzeit des Weltkrieges heran. Unter dem tiefen Eindrücke dieses Gemäldes erhob sich der Herr Laudespräsident Baron Schwarz und sprach Worte warmeiupfun-dener Huldigung für Seine Majestät den Kaiser, die von den zahlreich erschienenen Besuchern mit begeisterten Hoch- und Heilrufen ausgenommen wurden- Der namhafte Betrag von 1000 Kronen wurde als Reinerträgnis dein „Roten Kreuze" zugeführt. 15. Tez. Z w eites Gcsellschaftskonzert, in dem das Gesell-1915. schaftsorchester trotz der zahlreichen Behinderungen infolge der Kriegsverhältnisse, unter Leitung unseres arbeitsfreudigen und nimmermüden Konzertmeisters Professor Hans G e r st n e r zwei wirkungsvolle Stücke zum Vorträge brachte. Der Dirigent hatte die schwierige Ausgabe, die aus den verschiedensten Elementen bestehende Streicherschar zur Einheit zusammenzufügen und aus diesem einen präzis und klangrein ipie-lenden Tonkörper zu bilden, der eine volle, saftige Harmonie zu bieten vermochte, glücklich gelöst. Frau Rora W i t t l i n L e n d r y brachte wirkungsvolle Gesangsvorträge. 18. Tez. Die Gesellschaft beklagt das Ableben eines treuen Mitgliedes, des 1915. f. u. k. Kämmerers Leo Grafe n W n e r S p e r g, eines der hervorragendsten Vertreter des krainischen Adels. 21. Tez. Die Herren Ernst Freiherr von Weif; e » b a ch (Klavier), Hugo >9>5. <){ Sing e r (Geige) und Karl T s ch e ch (Kniegeige) veranstalten als 19 „Krainisches Trio" im kleinen Saale der Tonhalle einen „Kammer-muftfn&enb", dessen Reinertrag wohltätigen Zwecken zugewendet wurde. Die Vorträge umfaßten Klaviertrios von Beethoven und Mozart und von Burmester für Klavier und Geige bearbeitete Stücke älterer Meister. Tie Veranstaltung bot das Bild eines vertraulichen Äanmierinusik-abendes einer kleinen, aber verständnisvollen Kunstgemeinde und hatte vollen Erfolg. Die Gesellschaft erleidet durch den Tod des Herrn Josef T o r n i f 7. Jänner einen schweren Verlust. 191G- Mehrere Jahrzehnte hindurch tätiges Mitglied des Männerchores, trug Dornik, der über eine schöne männliche Erscheinung verfügte, durch seine Mitwirkung auch zum glänzenden äußeren Verlaufe zahlreicher festlicher Veranstaltungen wesentlich bei. Insbesondere als „Fahnenjunker" erregte der Verstorbene bei festlichen Umzügen allenthalben geradezu Aufsehen, wie anderseits sein kerniges, biederes, echt deutsches Wesen ihm zahlreiche Freunde erwarb. Ter Verblichene bekundete seine 'Anhänglichkeit an die Gesellschaft durch eine letztwillige Zuwendung. Drittes Gesellschastskonzert. Zwei reizende jugend-26.Jmm. liehe Künstlerinnen erzielten glänzende Erfolge, die in nicht endenwollen-den Hervorrufen ihren Ausdruck fanden. Die Wiener Geigerin Nora D u c s b e r g feierte mit dem Vortrage des Goldmarkschen Violinkonzertes und mehrerer kleinerer Stücke einen ehrlich verdienten Triumph, während unsere einheimische Künstlerin -Fräulein Hilde M a h r durch ihre seelenvollen und packenden Liedervorträge stürmischen Beifall sich erwarb- Beide Künstlerinnen mußten mit zahlreichen Zugaben danken. Das Gesellschaftsorchester betätigte sich unter G e r st u e r s Leitung mit gewohntem Erfolge. K l a v i e r a b e n d unseres strebsamen Pianisten Julius V a r g n y. Febr. zu Gunsten der kiriegssürsorge, in dem der junge talentvolle Künstler läio. neuerlich Proben seiner restlosen technischen Meisterschaft ablegte und in seiner musikalischen Entwicklung große Fortschritte auswies. Bort r n g s a b e n d der Musikzöglinge (Unter- und Mittelstufe). Vier t e sGcsellschastsk o n z c r t, gleichzeitig die 1 5 0 st e 17. März ■U a »1 in e r 1» 11 sikau f f ü h r 11 n g der Gesellschaft, unter Mitwir- 1916. l'ung des Fräuleins Edith Bock, deren pianistische Leistungen im Mittelpunkte des Abendes standen. ’ Aller Überlieferung gemäß war dieser Abend den Manen des größten Ehrenmitgliedes der Gesellschaft, Ludwig van Beethoven, geweiht. 3* •20 Die Vortragsordnung wies daher ausschließlich Werke dieses Meisters auf, darunter die „32 Variationen über ein Origlnalthema für Klaviersolo in C-moll". Über den Vortrag dieses Werkes sagt der Musikkritiker in der „Laibacher Zeitung" u.a.: „In den ,32 Variationen über ein Originalthema für Klaviersolo in C-moll' hatte die ausgezeichnete Pianistin Gelegenheit, ihr reifes Können in einer bedeutenderen Aufgabe zu betätigen. In klarer und deutlicher Phrasierung, in klangvollem Anschlag, der zu Größe und Wucht trotz vielleicht nicht hoher physischer Kraft und geringer Finger-spannlveite aufstieg, zeigte sich eine Meisterin, die in dieser klassischen Musik die eigenste Domäne findet. Das Publikum überschüttete die Pianistin mit Beifall. Hervorgegangen aus der Schule unserer Lehrer Z ö h r e r und G e r st n e r ist Fräulein Edith B o cf im künstlerischen Sinuc sozusagen ein Kind der Philharmonischen Gesellschaft. Die Darbietungen der jugendlichen Künstlerin, die ihre Ausbildung bei Wiener Meistern vollendete, bekunden alle Merkmale jener tiefgründigen streng klassischen Auffassung, die im Geiste langjähriger Überlieferung den Veranstaltungen der Gesellschaft das Gepräge geben. Die großen Erfolge der Künstlerin sind natürlich geeignet, auch die Gesellschaft mit Stolz und Befriedigung zu erfüllen." 12. April F ü uftes G e s e l l s ch a s t s k o n z e r t unter Mitwirkung der 19U>. Frau Grete K r o n d l (Klavier) und des Fräuleins Ada B e r n d o r -f e r (Gesang), das, wie der Kuustberichterstatter ausführte, „einen erfolgreichen, in Anbetracht der Verhältnisse glänzenden Abschluß einer unter den erschwerendsten Umständen fortgeführten Konzerttätigkeit bedeutete, die auch in den Tagen des alles erschütternden Weltkrieges — würdig alter Überlieferungen — die Pflege der edelsten Kunst ermöglichte. Der Beweis wurde auch durch die Philharmonische Gesellschaft erbracht, daß wir trotz der ungeheuersten kriegerischen Anstrengung, die jemals einem Staate zugemutet wurde, deu Schatz ehrwürdig-vornehmer Kultur, der uns anvertraut ist, mitten im Kriegstrubel in treuer Arbeit verwalten und erhalten. Ein Hauptverdienst an dieser Leistung gebührt dem interimistischen künstlerischen Leiter der Gesellschaft, Herrn Konzertmeister Professor Hans G e r st n e r. Trotz aufreibender Berufstätigkeit hat er es ermöglicht, — nur Eingeweihte wissen, unter welchen Mühen— fünf Konzerte auch während des nun abgeschlossenen zweiten Kriegswinters herauszubringen, die als Kriegskost allen Anforderungen genügten. Es war nur der Ausdruck wohlverdienter Anerkennung, daß dem wackeren Manne int letzten Konzert ein Lorbeerkranz mit Bändern in österreichischen mtd deutschen Farben als Würdigung emsiger, tüchtiger Arbeit gewidmet wurde." 21 Die Ehrung unseres hochgeschätzten Herrn Konzertmeisters G e r st - 11 e r war gewiß eine wohlverdiente und kann dessen aufopfernde Tätigkeit nicht genug gewürdigt werden. Direktionssitzung. Herr Konzertmeister G e r st n e r stellt in längerer Rede unter Hinweis aus seine bald 45jährige Dienstzeit seinen Rücktritt im Herbste in Aussicht. Der Vorsitzende Herr Dr. M a h r drückt vor allem Herrn Gerstner den Dank und die Anerkennung der Direktion für die erfolgreiche Tätigkeit in der abgelaufenen Konzertzeit aus. Auf die geäußerten Rücktritts-absichten eingehend, richtet Dr. Mahr in warmer und eindringlicher Weise die Bitte an Herrn Gerstner, im Falle unveränderter Fortdauer der herrschenden Verhältnisse dein Verein seine Dienste zu erhalten, zumal ein Ersatz für ihn nicht gefunden werden könnte. Zudem sei es unter den gegebenen Verhältnissen gar nicht möglich, einer so verdienstvollen Kraft aus einem solchen Anlasse die übrigens schon aus Anlaß des 150. Kammermusikabendes gebührenden Ehren zu erweisen. Herr Gerstner erklärte sich hierauf bereit, in Anbetracht der schwierigen Lage der Gesellschaft von dem beabsichtigten Rücktritte vorläufig noch Umgang zu nehmen. A u s; e r ordentliche s K o n z e r t zu Gunsten des „Roten Kreuzes" s„Rote-Kreuz-Woche"), in welchem sich der „Deutsche Singverein" in erfolgreicher Weise unter Leitung des Sangwartes Herrn Viktor R a n t h betätigte. Die Choraufführungen kamen trotz der bedeutenden durch den Krieg gerissenen Lücken zu schönster Wirkung. Auch dieser Abend brachte ein Jubiläum: Sangwart Herr Viktor Mi a n I h hatte — nach genau Mjähriger Tätigkeit in der ehemaligen Sängerrunde des Deutsche» Turnvereines — zum erstenmale Gelegenheit, in einmütigem Zusammenwirken im Rahmen eines Konzertes der Philharmonischen Gesellschaft die deutsche Sängerschar zu leiten. Dem um die Sangespflege in hiesigen deutschen Kreisen so wohlverdienten tüchtigen Musikfreunde gereichte dies zur Befriedigung und tief empfundener Genugtuung. Neben den Gesangsdarbietungen kam auch die Instrumentalmusik zu Worte, die unter anderen in Fräulein Grete P r i -b o s ch i tz , einer talentvollen Schülerin der Gesellschaft, eine vielversprechende künstlerische Vermittlerin fand. Die überraschende Nachricht vom plötzlichen Ableben Max Rege r s, eines der hervorragendsten und fruchtbarsten deutschen Tondichter der neuzeitlichen Richtung, versetzt die ganze musikalische Welt in Trauer. In den Veranstaltungen der Gesellschaft kamen Werke des großen Tondichters aus dem Gebiete der Kammermusik wie auf jenem der Gesänge wiederholt zum Vortrage und entzückten nicht nur durch Tiefe und Schönheit der musikalischen Erfindung, sondern auch durch kunstvolle Arbeit. 26. April l'.IHi. 5. Mai 15)16. 11. Mai 11)16. 22 3. Juni 1916. 6. Juni 1916. 6. Juni 1916. 7. Jnni 1916. Direktionssitzung, in welcher das Direktionsmitglied von N ickerl mit der Zusammenstellung und Fortsetzung der Jahresberichte der Gesellschaft beauftragt wird. Gleichzeitig wird beschlossen, die Geschäfte der Gesellschaft im stillschweigenden Aufträge der Mitglieder weiterzuführen und die Tätigkeitsberichte für beide Jahre 1914/15 und 1915/16 zusammen erscheinen zu lassen, da die Kriegsverhältnisse die Abhaltung einer satzungsgemäßen Hauptversammlung unmöglich machen. Eine Abordnung der Gesellschaft macht bei Sr. Erzellenz dem Herrn Landespräsidenten a. D. Theodor S ch w a r z Freiherr von Karsten, der anläßlich seines Rücktrittes durch Verleihung des Großkreuzes des Franz-Joseph-Ordens ausgezeichnet wurde, die Aufwartung, um Sr. Erzellenz zu dieser hohen Auszeichnung im Namen der Gesellschaft die Glückwünsche auszudrücken und gleichzeitig den Dank der Gesellschaft für die Unterstützung und Förderung auszusprechen, die Se- Erzellenz der Philharmonischen Gesellschaft bei jeder Gelegenheit und in allen ihren Bestrebungen angedeihen ließ. Se. Exzellenz empfing die Abordnung in seinem mit auserlesenem Kunstgeschmacke errichteten neuen Heime mit gewohnter herzgewinnender Liebenswürdigkeit und versprach auch fernerhin ein treuer Anhänger der Gesellschaft bleiben zu wollen. Darnach sprach die Abordnung beim neu ernannten Landespräsidenten Herrn Heinrich Grafen Alte in s vor, um die Belange der Gesellschaft dem Wohlwollen des Herrn Landespräsidenten zu empfehlen. Der Herr Landespräsident erwiderte die Ansprache des Herrn Dr. Mahr als Führer der Abordnung in der zuvorkommendsten Weise und erwähnte, das; ihm die Gesellschaft und ihre in hohem Ansehen stehende Wirksamkeit wohlbekannt sei. Nach längeren mit den einzelnen Herren in liebenswürdigster Weise geführten Gesprächen entließ der Herr Landespräsident in freundlichster Weise die Abordnung mit der Versicherung, dem Gedeihen der Gesellschaft seine besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge zuwenden zu wollen. Dem Fräulein Hilde M a h r werden aus Anlaß ihrer Kriegs-traiumg mit Herrn k. it. k- Oberleutnant Oskar Nell durch die Herren von Nickerl und Gerstner die herzlichsten Glückwünsche und ein bescheidenes Ehrengeschenk namens der Gesellschaft überbracht. D i r e k t i o n s s i tz u n g. Die Vereinbarung mit der T v i e st e r P o st d i r e k t i o n , betreffend die Benützung der ebenerdigen Räume der Tonhalle, wird genehmigt. Dr.Mahr übermittelt den Dank des Altmeisters Zöhrer für die Zuerkennung eines Kriegsteuerungsbeitrages. Herr Josef Schmalz spendet Noten für den Schulgebrauch. 23 Der Schulschluß wird in Übereinstimmung mit den Mittelschulen auf den 28. Juni festgesetzt. Zuerkennung eines Teuerungsbeitrages an die Lehrerschaft. Kriegstrauung des Fräuleins Hilde M a h r. Ableben des langjährigen Mitgliedes Anton P r i b o s ch i tz , der 14. Juni als Sänger zu den fleißigsten und eifrigsten Mitwirkenden gehörte. 1916- Liederabend des Deutschen Singvereines. i. Juli Entsprechend den Liedertafeln der früheren Jahre veranstalteten 1 ' die deutschen Sänger nunmehr unter der Flagge des neugegründeten Deutschen Singvereines der Philharmonischen Gesellschaft im Garten des Kasinos ein Sommerfest, das, von herrlichem Wetter begünstigt, unter der Mitwirkung einer Militärmusikkapelle einen glänzenden Verlauf nahm. Es versammelte sich eine festliche Teilnehmerschaft, in der neben vielen anderen Spitzen der Gesellschaft Herr Landespräsident Graf A t t e ni s mit seiner Familie zu sehen war. Unter Leitung des Herrn Viktor R a n t h brachte der Männerchor und unter Leitung des Herrn Anton Furt h nt oser der ge- mischte Chor Lieder zum Vortrage, die dem großen weltgeschichtlichen Geschehen der Gegenwart Ausdruck gaben. Die Begleitung am Klavier zu einzelnen Chören brachte in vorzüglicher Weise Fräulein Berta C a n t o n i- Das Fest warf ein ansehnliches Erträgnis ab, das dem Witwen-uud Waisenfonds des dritten Korps gewidmet wurde. Die Gesellschaft wird von einem schweren, ja geradezu unersetzlichen l. August Verluste betroffen. Ihr langjähriger erster Kassier Emil N a n d h a r -tinger verschied infolge eines wenige Tage vorher erlittenen Schlaganfalles. Ein stiller, in sich gekehrter bescheidener Mann, vereinigte der Verblichene seltene Charakter- und Herzenseigenschaften, die ihm die Liebe nnd uneingeschränkte Hochschätzung aller erwarben, die Gelegenheit hatten, in nähere Berührung mit ihm zu kommen. Cmpsanden schon die engeren und weiteren Freundeskreise das unerwartete Plötzliche Ableben Nandhartingers als erschütterndes Ereignis, so halte die Philharmonische Gesellschaft ganz besonderen Grund, diesen schmerzlichen Verlust auf das tiefste zu beklagen. In stiller, nach außen nicht hervortretender Tätigkeit hat Randhartinger sich um die Gesellschaft unauslöschliche Verdienste erworben. Mit seltener nie versagender Pflichttreue und rastlosem Fleiße hat der Verblichene das ihm anvertraute Ehrenamt seit dem Jahre 1895 in mustergültiger Weise verwaltet. 1. August 1916. 527. Aug. 1916. 4. Sept. 1916. Die an und für sich ziemlich umfangreiche Geldgebarung der Gesellschaft wurde mit der Schaffung des Pensionsfonds, der Einführung der Versicherungen der Angestellten und anderen Neuerungen immer verwickelter und schwieriger. Seine reichen fachmännischen Kenntnisse und Erfahrungen in den Dienst der Gesellschaft stellend, richtete er vor allem die Buchhaltung nach streng fachmännischen Grundsätzen ein. In nimmermüder selbstloser Arbeit schuf er eine übersichtliche, musterhaft geordnete Geldgebarung, die um so höher eingeschätzt werden muß, als die sich mehrenden Geldangelegenheiten der Gesellschaft stets steigernde Anforderungen an die Umsicht und den Fleiß des Verstorbenen stellten. Wer so wie der Schreiber dieses Berichtes Gelegenheit hatte, in die rastlose, fruchtbare Tätigkeit Nandhartingers für die Gesellschaft durch mehr als ein Jahrzehnt Einblick zu gewinnen, kann dem von unbegrenzter Begeisterung und Liebe für die Gesellschaft erfüllt gewesenen Manne den Ausdruck höchster Bewunderung und Anerkennung nicht versagen und mit goldenen Lettern mögen in der Geschichte der Gesellschaft dessen Verdienste festgehalten werden. — Ehre seinem Andenken in alle Zeiten! Emil Randhartinger hatte ein Alter von 65 Jahren erreicht. In Cilli geboren, kam er in jungen Jahren nach Laibach, wo er in mehreren kaufmännischen Betrieben tätig war. Im Jahre 1876 trat er bei der Firma I. C. M a y e r in Laibach ein, die ihn als tüchtigen, überaus gewissenhaften Mitarbeiter schätzte- Wenige Monate vor seinem Tode trat er aus dem Bankgeschäfte in das Großhandlungshaus I. C. M a y e r über und nahm die Stelle eines Prokuristen an. Randhartinger war auch in anderen Vereinen tätig und eine Anzahl deutscher Vereine verloren an ihm ein treues Mitglied. Ein seltsames Walten des Schicksals wollte es, daß an demselben Tage Herr Emmerich Mäher, Seniorchef des oben genannten Großhandlungshauses, in Graz mit dem Tode abging. Der Verblichene, der infolge seiner hervorragenden persönlichen Eigenschaften in den weitesten Kreisen in höchstem Ansehen stand, war durch viele Jahre ununterbrochen treues Mitglied der Gesellschaft. Kriegserklär u n g Rumäniens an Österreich-Ungarn. Der Pianist der Gesellschaft Julius Varga erhält als Angehöriger des rumänischen Staates die behördliche Weisung, Laibach zu verlassen. Infolgedessen wird in der am 5. September 1916 ab-gehaltenen Sitzung die Enthebung Vargas von der Stelle eines Lehrers der Gesellschaft beschlossen. In dieser Sitzung berichtet Herr Konzertmeister G e r st n e r über die Vermehrung der Kammermufifliteratur des gesellschaftlichen Archives durch Ankauf zahlreicher Werke aus dem Privatbesitze des Herrn Zöhrer. 25 Der Vorsitzende macht Mitteilung, daß Herr Emmerich Mayer aus Anlaß des Ablebens seines Vaters der Gesellschaft in hochherziger Weise 1000 Kronen gespendet hat. — Die Direktion drückt in einem Schreiben den Dank für diese großmütige Spende aus, die dein Baufonds zugewiesen wird. Zur Fortführung der buchhalterischen Geschäfte wird Bankbeamter Herr Hermann Kuß gewonnen. D i r e k t i o n s s i tz u n g. Eröffnung d es neuen Schuljahres unter erhöhten 21.Sept. Schwierigkeiten. 1916- 4 III. Spender und Förderer. 1. K. k. Ministerium für Kultus und Unterricht staatliche Subventionen von 1750 Kronen für 1914/15 und von 3000 Kronen für 1915/10. 2. Krainische Sparkasse Subventionen für die Musikschule im Betrage von je 5000 Kronen und für den Kammermusikfonds im Betrage von je 500 Kronen für 1914/15 und 1915/16. 3. Stadtgemeinde Laibach Subvention von 500 Kronen für 1915/16. 4. Herr Emmerich Mayer, k. it. k. Oberleutnant und Großkaufmann, spendet aus Anlaß des Ablebens seines Vaters den Betrag von 1000 Kronen. 5. Herr Josef Schmalz überläßt der Gesellschaft eine namhafte Menge von 9iotemnaterial für Schulzwecke. 6. Herr Julius Elbert, Großkaufmann, überläßt der Gesellschaft Beleuchtungskörper. 7. Herr Josef Dornik letztwillige Zuwendung von 50 Kronen. Allen geehrten Spendern und Förderern sei an dieser Stelle neuerlich der verbindlichste Tank ausgesprochen. IV. Der deutfche Singverein (Zweigverein der Philharmoniichen Selelllckakt). Im Herbste 1913 fanden sich die Vertreter der deutschen Sängerschaft in Laibach, Mitglieder des ehemaligen Männerchores der Philharmonischen Gesellschaft, der Sängerrunde des Laibacher Deutschen Turnvereines, die eben in das 30. Jahr ihres Bestandes eintrat, und des deutschen Männergesangsvereines „Vorwärts" in Schischka, der kurz zuvor sein 20jähriges Bestandesfest gefeiert hatte, zusammen und berieten über die Schaffung eines Verbandes der d e u t s ch e n G e s a n g -v e r e i n e in Laibach. Auf Grund dieser und anderer weiterer Vorberatungen wurde auf den 27. Dezember eine Sängerversammlung der drei Vereinigungen einberufen, die im Balkonsaale des Kasinovereines unter dem Vorsitze des Gesellschaftsdirektors Dr. Viktor P e s s i a ck, k. k. Finanzprokurators, tagte. Die Versammlung einigte sich nach eingehender Beratung auf einen von einem vorbereitenden Ausschüsse (Dr. Pessiack, Weis-Ostborn, Viktor Ranth, Dr. Binder) geschaffenen Satzungsentwurf, wonach die drei Vereine, beziv. deren Mitglieder, unbeschadet ihrer Selbständigkeit, sich zu einem Verbände zusammen-schließen, der als „Sing verein der Philharmonischen G e s e l l s ch a f t" in Laibach ins Leben treten sollte. Dies geschah bei der gründenden Versammlung im Jänner 1914. Die Ausgabe dieses Ziveigvereines der Philharmonischen Gesellschaft, der einen Männerchor und einen Frauenchor umfaßt, ist satzungsgemäß dahin festgelegt worden, das; er bei Musikaufführungen der Philharmonischen Gesellschaft mitwirken und mindestens zweimal dem Deutschen Turnvereine bei dessen Gesellschafts- oder Familienabenden zur Verfügung stehen solle; außerdem bleibt es ihm unbenommen, auch in selbständigen Aufführungen vor die Öffentlichkeit zu treten. Die Weitere Entwicklung sollte der nächsten Zukunft Vorbehalten bleiben, in der sich erweisen Werde, wie weit die Satzungen im allgemeinen und besonderen Ergänzungen oder Verbesserungen erfahren müßten, um den Zielen und Zwecken des Verbandes gerecht zu werden. Dieselbe Versammlung nahm auch die Wahlen in den Vereinsvorstand vor, an dessen Spitze Schulrat Professor Dr. I. I. B i n d e r als 4* £8 Obmann, Musikdirektor Rudolf von Weis-Ostborn als Ehor-meister berufen wurden. In die übrigen Ämter des Vorstandes wurden als Vertreter des Männerchores gewählt die Herren: E. Lang, D r e l s e, Dr. V. E c ch e r, Dr. S. von S ch o e p P I und Josef K laue r. Als Zahlmeister stellte sich Herr H. L n n g c r und nach ihm Herr F. G o r i t s ch n i g g zur Verfügung. In der Versammlung der Sängerinnen wurden als Vertreterinnen des Frauenchors gewählt die Frauen: S. Ranth, Wutscher, Flora Eccher, Fanny Petz. t. Ver- Das erste Vereinsjahr*, das nach obiger Darstellung gewisser- laia/M nm6en schon im Herst 1913 seinen Anfang genommen hatte, eröffnete 1 ‘ der Singverein mit der Vorbereitung und Aufführung eines eigenen Konzertes, das am 9. März 1914 stattfand und in seiner Vortragsfolge echt völkisches Gepräge trug, was mit reichem Beifalle begrüßt wurde-Noch glänzender war der Erfolg, den der Verein erntete, als er bei dem großen Festkonzerte mitwirkte, das am 14. Mai 1914 zur Erinnerung an die 100jährige Befreiung Krams von der Franzosenherrschaft im deutschen Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläuinstheater aufgeführt ivurde. Der Männerchor endlich brachte am 25. Juni 1914 ein Kaiserhuldigungsständchen vor dem Landespräsidenten Baron Schwarz, wenige Tage vor der Untat in Sarajevo, die den Weltkrieg eingeleitet hat. 2.58er» Das zweite Vereinsjahr stand schon im Zeichen des ausgebrochenen ein-jahr Krieges, der nach und nach einen großen Teil der Sänger zum Waffen- 1914/15. j)|eu|(e riof, darunter auch den Chormeister von Weis-Ostborn selbst. Trotzdem konnte der Verein, und zwar unter der Leitung des Chor-meister-Stellvertreters Robert Hüttl, bei der Feier des lili.Regierungs-jahres Seiner Majestät des Kaisers am 1. Dezember 1914 mitwirken. Allein mit Beginn des Jahres 19Iß lichtete sich die Schar der Sänger immer mehr und als nun auch der Chormeister-Stellvertreter zu den Waffen berufen wurde, war der Verein bis in den Herbst zur Untätigkeit verurteilt. Die Zahl der Sänger sank von 90 auf 67 und zuletzt auf 53 herab. Ihrer 47 standen im Felde, zwei von ihnen waren schon den Heldentod gestorben, Otto Tutta aus dem galizischen, Mar B er d n i k auf dein serbischen Kriegsschauplätze. (Ehret ihr Andenken!) 91 Der auch die Zahl der Sängerinnen verringerte sich, da viele derselben im Dienste der Kriegsfürsorge (Labedienft und Verwundetenpflege) aufgingen, so daß von 80 Sängerinnen nur 54 blieben. Der Gesamtstand der Mitglieder war also von 170 auf 107 herabgesunkeu. - Der Krieg hat aber auch dem Vereinsvorstande 5 Mitglieder und die beiden Zahlmeistervertreter entzogen, so daß zuletzt nur der Obmann Dr. Binder und der Schriftführer Dr. Eccher die Geschäfte führten- A'ichlsdcfti> weniger bemühten sie sich nicht ohne Erfolg, die Schar der Mitglieder * Sayungsgeittäß beginnt das Vereinsjahr jeweils im Oktober und dauert bis Ende September. 29 zusammenzuhalten, die entstandenen Lücken durch Gewinnung neuer Mitglieder zu füllen, wobei sie an der Obfrau des Frauenchores Frau S. N a n t h die erfolgreichste Unterstützung fanden. Das dritte Vereinsjahr stand noch immer im Zeichen des Krieges. Da beschloß die Jahreshauptversammlung bei Beginn dieses Jahres im Geiste der großen Zeit, den Namen des Vereines durch Einfügung des Volksbekenntnisses zu ergänzen, unbeschadet seiner Zugehörigkeit zur Philharmonischen Gesellschaft als deren Zweigverein, so das; er sein drittes Vereinsjahr als „D e u t s ch e r S i n g v e r e i n" der Philharmonischen Gesellschaft eröffnete. Die Vereinsleitung, die, wie schon erwähnt, auf zwei Mitglieder herabgesunken war, nahm aber auch die Tätigkeit mit ungebeugter Zuversicht auf, gewann den Bundeschormeister des Südmärkischen Sängerbundes, dem ja alle Mitglieder des Singvereines angehören, Herrn Viktor R a n t h , dafür, daß er die auf ihn als Chormeister fallende Wahl der Sängerversammlung wenigstens auf Kriegsdauer annahm. In seinem Amte sollte ihn Herr Anton Furth-m oser, der augenblicklich als Beamter der Südbahn hier weilt, unterstützen. Der Genannte nahm die Wahl an und so konnte der Singverein seine Tätigkeit wieder aufnehmen; er wirkte am 31. Dezember 1915 bei der Jahrwendfeier und am 7. Mürz 1916 am Fastnachtabend des Laibacher Deutschen Turnvereines und endlich beim außerordentlichen Gesellschaftskonzerte der Philharmonischen Gesellschaft am 5. Mai 191 ß erfolgreich mit und konnte am l.Juli 1916 auch noch eine Sommerliedertafel zu Gunsten der Witwenfürsorge für das dritte Korps veranstalten. Die Zahl der Sänger und Sängerinnen hatte sich mittlerweile zwar wieder verringert, allein wir gewannen aus den durch den Krieg nach Laibach verschlagenen Mitgliedern küstenländischer Gesangvereine sechs wackere Sänger und vier treffliche Sängerinnen, so das; sich der Gesamtchor auf der Höhe von 101 Mitgliedern erhielt. Leider wurde dem Venne in Herrn Josef G r a tz I ein treues Mitglied durch den Tod entrissen, drei wackere Sänger ließen ihr Leben auf dem Felde der Ehre: M a y e r h o f e r, O. M a h r, Franz Heiß, alle drei gegen den treulosen welschen Nachbar, ein vierter, Franz Z ehret, starb in russischer Gefangenschaft. (Ihr aller Andenken in Ehren!) Die Leitung blieb in den Händen der bisherigen Vorstandsmitglieder, nur wurden, wie erwähnt, in der außerordentl. Hauptversammlung am 13. Mai 1916 die Herren Viktor Ranth und Ant. Furt h m o sc r endgültig als Ersatzmänner für die zwei im Felde stehenden Chormeister i» den Vorstand gewählt. Beide haben sich durch die Hingabe, mit der sie sich uneigennützig ihrer nicht leichten Aufgabe unterzogen, den Anspruch auf den besonderen Dank des Vereines und der Philharmonischen Gesellschaft erworben. Bei den Proben und Aufführungen haben Frau Sabine R a n t h , Fräulein Grete P r i b o s ch i tz und Fräulein Berta 3 5ser» ein« jafir 1915/16. 30 Cantoni sich durch die Übernahme der Klavierbegleitung verdient gemacht. Daß der Verein entwicklungs- und leistungsfähig erhalten werden kann, hat seine, wenn auch bescheidene Tätigkeit während der zwei Kriegsjahre erwiesen. Der gegenwärtige Stand der Sängerschar, soweit sie zu Leistungen herangezogen werden kann, ist infolge des Krieges ein sehr bescheidener; besser bestellt ist es mit dem Frauenchor, wenn der Krieg auch da, wie schon angedeutet, seine Wirkung fühlbar macht. Auf alle Fälle muß festgestellt werden, daß der Verein gerade in der Kriegszeit seine Feuerprobe bestanden hat, und, wenn wir auch noch länger auf die Friedensbotschaft harren sollten, auch weiterhin bestehen wird; freilich bedarf es da nicht nur der eifrigen Mitwirkung aller, denen der Himmel die Gabe des Gesanges verliehen, sondern auch anderseits einer freundlich wohlwollenden B e u r t e i l u n g seiner Leistungen, denn dies erhebt die Herzen und begeistert zu freudigem Schaffen in dieser ernsten großen Zeit und bereitet das Feld für die Zeit des Friedens. i.' a i b a cf), 1. Oktober 1 !*) ii. Dr. 3. 3. Binder dzt. Obmann. Ausübende Mitglieder des deuffchen Singvereines im 3ahre 1015/16. (Die mit * Bezeichnten sind Angehörige auswärtiger Vereine.) i. fißännercbor. Ahlfeld Walter. Peeak Oskar. Dr. Binder Josef Julius. Petfche Alois. Boote Adolf. Podrafek Hugo. * Bracizewsky Eugen vou. Pohle Ernst. * Bresdaschek Roma». Rabitfch Theo. * Brodbek. Ranth Viktor. Burian Gottfried. Räuber Willy. Danspet Karl. Roeger Josef. Deniel Karl. Samaffa Hans. * Deutschmanu Haus. Sattler Haus. Ebner Panl. Schätzer Hugo. Dr. Eccher Valentin. Schmalz Josef. * Furthmoser Autou. Skorjanetz Karl. Gebauer Karl. Smole Hans. * Grusl Alfred. Stadler Alfred. Hauffeu Josef. Stadler Franz. Hehß Haus. Steiner Balthasar. Herrisch Oskar. Stuzzi Walter. Jäger Otto. Tekauz Karl. Klauer Josef. Uhl Reinhold. Kühle Josef. Wenig Richard. Kottnig Rupert. * Wieser Franz. Krombholz Herniann. Wollautschuig. Laurencic Alfred. [47] 2. fraueticbor. * Frau Brodbek Martha. Fra» Bunan Anna. Cantoni Bertha. Cidrich Ella. Ezechak Gusti. Czerweiiy Margarete. Ebner Frida. Frau Eccher Flora. Gerftuer Maria. Gillich Vita. Goldstein Erna. Heyß Rosalia. Heyß Walpnrga. Jarz Amia. Jesche Thea. Klauer Jakobina. Königsberger Louise. Königsberger Maria. Kos Paula. Lach Louise. Lach Tilly. Muck Elisabeth. Petricic Mizzi. Frau Petz Fanny. Frau Piutar Louise. Poltnig Lea. Praxmarer Hilde. Priboschitz Gretl. Frau Puschnig Anna. Rabitsch Elsa. Rabitsch Gertrude. Rabitsch Josefine. Frau Ranth Sabine. Rüger Elsc. Fran Roger Paula. Rüget- Paula. Rnda Auguste. Schneider Adele. Frau Schneider Anna. Schweiger Rosa. Sedey Mizzi. Skorjanetz Gretl. * Staffel Anna. Stöger-Kobelka Marie. Stöger-Kobelka Rosa. Tschada Erna. Tschech Mary. Unger Grete. Unterkreuter Leopoldine. Frau Verhovc Anna. Wamprechtsauier Grete. Wettach Gitta. Wisuowitsch Rost. [53] V. Die mufikfchule. fl. Das Schuljahr 1914/15. I. Allgemeiner Bericht. Das Schuljahr 1914/15, im Zeichen des Weltkrieges, war großenteils ein recht schwieriges; der Unterrichtsbetrieb erlitt zwar keine Unterbrechung, war jedoch mannigfachen, unvermeidlichen Störungen ausgesetzt. Schon im Sommer 1914 wurden drei Lehrkräfte: die Herren Musikdirektor Rudolf von Weis-Oftborn, Robert Hüttl und Rudolf Paulus zur militärischen Dienstleistung einberufen. Über Ersuchen der Gesellschaftsdirektion übernahm Konzertmeister Professor Gerstner die Leitung der Schule. Nachdem die Schüleraufnahme in der Zeit vom 17. bis 26. September vorgenommen tittb der Beginn des Unterrichtes auf den 2l. September angesetzt wurde, mußte Sorge getragen werden, neben den bereits bewährten Hilfskräften Fräulein Edith B o ck (Klavier) und Fräulein Mitzi Schmiding e r (Violine und Klavier) noch weitere geeignete Lehrkräfte zu gewinnen. Diese fanden sich in Fräulein Maria Gerstner, staatlich geprüfte Klavier- und Musiklehrerin, und Fräulein Hilde Mahr, in Berlin ausgebildete Gesangskünstlerin. Erstere übernahm gleich am Anfänge des Schuljahres eine beträchtliche Anzahl von Klavierschülern und am 16. Oktober konnte durch den Eintritt des letztgenannten Fräuleins in den Lehrkörper auch der Gesangsunterricht wieder ausgenommen werden- Nachdem sich der Musiklehrer Herr Rudolf Paulus bei einer Marschübung in Tirol ein langwieriges Fußleiden zugezogen hatte und deshalb auch für längere Zeit beurlaubt werden mußte, konnte mit dem l. Oktober auch der Unterricht im Violoncellspiel beginnen und übernahm ferner Herr P a ulus auch die Unterweisung der Schüler und Schülerinnen in drei gesonderten Abteilungen in der allgemeinen Musiklehre. * Verfaßt und znsaiiimengesteilt vom Herrn Konzertmeister Professor Hans Gerstner. 34 Im Monate November kam auch Herr Robert H ü t t l auf Urlaub und konnte seinen Verpflichtungen als Lehrer des Violinspiels nach-kommen. Jedoch nur bis Ende April hielten die geordneten und recht günstigen Zustände in der Musikschule an; anfangs Mai wurde Herr H ü t t l neuerdings nach Graz zur Dienstleistung bei der Musik des 27. Infanterieregimentes einberufen; es gelang jedoch, durch die zufällige Anwesenheit des ehemaligen Leiters des Leobener Musikvereines, Herrn K.P.Seifert, eine tüchtige Lehrkraft als Ersatz für Herrn Hüttl zu bestellen. Trotzdem die Schüler im Verlaufe des Schuljahres öfters den Lehrer wechseln mußten — bei einzelnen Schülern int Violin-spiel ereignete es sich notwendigerweise sogar viermal — und häufigen Verschiebungen in der Unterrichtszeit an den öffentlichen Lehranstalten unterworfen waren, was selbstverständlich jedesmal eine Neueinteilung der Schüler an unserer Anstalt und eine unliebsame Störung des Unter-richtsbekriebes nach sich zog, jo konnte dennoch am 13. März 1915 der übliche erste Schülervortragsabend mit den auf der Unter- und Mittet-stufe stehenden Schülern abgehalten werden und am Schlüsse des Schuljahres (3. Juli) die öffentliche Aufführung von auf der Oberstufe und in der Ausbildungsklasse befindlichen Schülern und Schülerinnen stattfinden. Außerdem nahmen in der Konzertzeit regelmäßig 28 bis 30 ehemalige und gegenwärtige Schüler und Schülerinnen der Streicherschulen (Violine L, Violine 11, Viola und Violoncell) an den Orchesterproben teil und wirkten bei den Konzertaufführungen der Gesellschaft sehr verdienstlich mit; ein Schüler, Herr Richard Lorant (Schule Professor Hans Gerstner), genoß sogar die Auszeichnung, in der vaterländischen Festaufführung anläßlich der am I. Dezember 1914 veranstalteten Feier des <><>. Regierungsjahres Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph 1. als Solist, durch den Vortrag des A-nioll-Konzertes für Violine und Streichorchester von I. Seb. Bach mit großem Erfolge aufzutreten. Zufolge Direktionsbeschlusses wurde das Schuljahr 1914/15 am 3. Juli mit der Zeugnisverteilung an die Schüler und Schülerinnen geschlossen, denn bereits am 5. Juli mußten sämtliche Räumlichkeiten der Tonhalle als Reservespital an das Rote Kreuz abgetreten werden. 2. Olukötper. 1. Herr Rudolf W e i s - O st b o r n, Musikdirektor der Philharmonischen Gesellschaft, kriegsdienstlich beurlaubt. 2. Herr Hans Gerstner, Professor und Konzertmeister der Philharmonischen Gesellschaft, Leiter der philharmonischen Konzerte, der Kammermnsikabende und der Musikschule, Mitglied der f. f. 35 Prüfungskommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen, emerit. Lehrer für Musik an der k. k. Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanftalt und Lehrer für Violine an der deutschen Lehrerinnenbildungsanstalt des Laibacher Schulkuratoriums, Besitzer des Goldenen Verdienstkreuzes und des Goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, lehrte Violine, Viola, Kammermusik und Orchesterspiel. :i. Herr Rudolf Paulus, Musiklehrer der Philharmonischen Gesellschaft, Lehrer für Gesang am k. k. Gymnasium mit deutscher Unterrichtssprache, lehrte Violoncell, Kontrabaß, Klavier und allgemeine Musiklehre. 4. Herr Robert Hü Ul, Musiklehrer der Philharmonischen Gesellschaft, Sangwart des Mannergesangvereines „Vorwärts" in Schischka-Schönau bei Laibach, lehrte Violine und leitete die chorischen Aufführungen-fi. Julius V a r g a , Musiklehrer und Pianist der Philharmonischen Gesellschaft, lehrte Klavier. (!. Fräulein Mitzi S ch midi n g e r lehrte Violine und Klavier. 7. Fräulein Edith B o ck lehrte Klavier. ,S. Fräulein Maria G e r st n e r lehrte Klavier. 9. Fräulein Hilde Muhr lehrte Sologesang. 10. Herr K. P. Seisert lehrte Violine und Klavier. 3. Kanzleihilfskraft. Fräulein Vita ® i 11 i ch. 4. Gcfellfchaftsdiencr. Alois Riedl. 5. Sdiulftatiftik. a) Besuchsziffern der Musikschule im Jahre 1914/15. Schüler: 82; Schülerinnen: 91; Gesamtzahl: 173. Einteilung der Schüler nnd Schülerinnen nach Jahrgängen. Von 173 Schülern besuchten die Anstalt: im I. II. III. IV. V. VI. VII. VIII. IX. X. XI. XII. Jahrgange 60 52 25 9 10 7 4 4 — 1 — 1 Schüler. 5* 36 b) Besuchsziffern der einzelne» Fächer. Fach Schüler- Schülerinnen Zusammen Hauptfach Nebenfach Hauptfach Nebenfach Chorqesaug — — — — — Allgemeine Mnsiklehre — 55 — 52 107 Sologesang 1 — 5 — 6 Klavier 26 — 74 — 100 Violine 46 - 13 - 59 Biola — 3 — — 3 Bioloncell 7 — 1 1 9 Kontrabaß — 1 — — 1 Orchester, nnd.... — 24 — 6 30 Kammermusikspiel . . 1 5 — 2 8 c) Übersicht der Schulgeldzahlungspflicht. Von 173 Schülern zahlten das volle Schulgeld . . . 105 Schüler; Ermäßigung des Schulgeldes genossen..........................36 „ Ganz befreit waren...........................................32 „ ä) Übersicht der von den Lehrern erteilten Unterrichtsstunden (pro Woche berechnet): Herr Konzertmeister Professor Hans Gerstner: Bioline und Viola. ... 18 Kammermusik................... Ensembleübnng, Orchesterspiel Sprechstunde.................. Herr Rndolf P a n l u s: Bioloncell und Kontrabaß . Klavier....................... Kammermusik................... Musiklehre in drei Abteilungen Herr Robert Hüttl: Bioline (6 Monate) . . . Herr Julius Barga: Klavier........................22 bis 24 St. 0 1 1 „ 7 „ 11 „ 1 „ 3 „ 22 24 37 Fräulein Mitzi Schmiding er: Violine 6 bis 16 St. Klavier 2' 4 „ Fräulein Edith Bock: Klavier 4 ", 5 „ Fräulein Maria Gerstner: Klavier 14 „ 16 „ Fräulein Hilde Mahr: Sologesang (9 Monate) . . 3 „ 4 „ Herr K. P. Seifert: Violine und Klavier (2 Mott.) 8 „ 10 „ 6. Verzeichnis der an den Enfemble- und Orchesterübungen sowie bei den Aufführungen beteiligt gewesenen Schüler und Schülerinnen. I. Violine: Lorant Richard, Gerstner Hans, Hrowath Hermann, Pecak -Oskar, Pregel Wolfgang, Högler Ha»s, Schönemann ^iudol-fi»c, Mayer Mitzi, Gräfin Barbo ©teilet. II. Violine: Gruska Georg, Kreft Wilhelm, Willitzer Alois, Schrautzer Karl, Fiala Jaroslav, Högler Fritz, Venedig Heinrich, Schöne-mann Elisabeth, Kobelka-Stöger Rosa. Viola: Krisch Karl, Palouz Stanislaus. Violoneell: Mahr Odo, Krisch Franz, Elbert Wilhelm, Schneider Walter, Högler Otto. 7. Kainmermufikübungen. Lorant Richard, Gerstner Hans, Krisch Karl, Krisch Franz, Palonz Stanislaus, Kenda Grete, Kobelka-Stöger Marie, Gräfin Barbo Stella. 8. Candesangehörigkeit der Schüler. Kraut......................................................119 Schüler Kärnten .'................................................. 3 Steiermark.............................................. Küstenland.................... . . . .... Triest.................................................. Niederösterreich............................................1 Oberösterreich.......................................... Tirol................................................... Salzburg................................................ Böhmen...................,.............................. Mähren.................................................. Galizien................................................ Bukowina................................................ Ungarn.................................................. Bosnien................................................. Kroatien................................................ Rußland................................................. Zusammen . . 173 Schüler. y. Schulzugehörigkeit der Schüler. Männlich Name der Anstalt Weiblich 26 Gymnasium 6 36 Realschule 1 — Lehrerinnenbildnngsanstalt 13 — Bürgerschule 11 20 Volksschule 35 — Handelskurs 6 1 Akademiker — 4 keine Anstalt 14 87 Summe der Schüler- 80 10. Muttersprache und Glaubensbekenntnis. Deutsch 170; slowenisch 2; italienisch 1. Römisch-katholisch 154; evangelisch 10; israelitisch 9. Der Lehrstoff sowie die verwendeten Lehrmittel wurden mit geringen Abweichungen nach den Darlegungen des vorjährigen Schuljahres benützt. 11. Sdiiileraufführungen. €r(tcr Uortragsabend der lllujikzöglinge am 13. filärz 1915 (Unter- und mittel(tufe). Vortragsordnung. 1. Uso Seifert: Rondino für Klavier; Franz Emil. (Schule des Rudolf Paulus.) 2. CH. de Beriot: Thema mit Variationen für Violine mit Klavierbegleitung *; Georg Gruska. (Schule des Konzertmeisters Professors Haus Gerstner.) 3. Hugo Reinhold: Lied für Klavier; Viktoria Vetter. (Schule des Julius Varga.) 4. Adolf Huber: Allegro und Andante für Violine mit Klavierbegleitung *; Wilhelm Kreft. (Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner.) 5. Emil Söchting: Drei Bagatellen für Klavier; Louise Kobelka. (Schule des Rudolf Paulus.) 6. Georg Goltermann: Romanze für Violoneell mit Klavierbegleitung*; Otto Ahlfeld. (Schule des Rudolf Paulus.) 7. Julius Klengel: Trio für Klavier, Bioliue und Violoucell, erster Satz; Emuiy von Luschan (Schule des Julius Varga), Heinrich Venedig (Schule des Konzertmeisters Professors Haus Gerstner), Walter Schneider (Schule des Rudolf Paulus). 8. Ludwig Schytte: Ballfzeue für Klavier; Alda Belar. (Schule des Julius Varga.) 9. Fried. Seitz: Erster und zweiter Satz ans dem Kouzertino für Bioline mit Klavierbegleitung*; Alois Willitzer. (Schule des Konzertmeisters Professors Haus Gerstuer.) 1 o. a) Paul Kretschmer: Audaute cantabile, b) Jos. Haydn: Allegro, beides für Streichquartett; Oskar Peeak, Haus Ho gier, Stanislaus Palouz (alle drei Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner), Otto Högler (Schule des Rudolf Paulus). * Klavierbegleitung: Marie Kobelka. (Schule des Julius Varga.) Zweite öffentliche Aufführung am 3. Juli 1915 (Obertfufe und Ausbildung). Vorträge. 1. Hans Sitt: Erster und zweiter Satz aus dem Violinkonzert, op. 65 in D-moll. Solo: Hermann Hrolvath (Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner). Klavierbegleitung: Marie Kobelka-Stöger. 2. Fxiedr. Chopin: Rondo für Klaviersolo, op. 1 in C-moll; Marie Kobelka-Stöger. (Schule des Julius Barga.) 3. Franz Schubert: a) Des Müllers Blumen, b) Auf dem Wasser zu singen; Lieder, gesungen von Olga Bnchta. (Schule des Fräuleins Hilde Mahr.) 4. Lnd. van Beethoven: Andante und Presto aus dem Streichquartett, op. 18 in D-dur; Karl Krisch (I. Violine), Richard Lorant (II. Violine) (beide Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner), Konzertmeister Professor Hans Gerstner (Viola) und Rudolf Paulus (Violoucell). Zusammenspiel: Konzertmeister Professor Haus Gerstuer. 5. F. Mendelssohn °Bartholdy: Capriccio für Klavier und Streichquartett, op. 22 in H-moll; Grete Kenda (Klavier) (Schule des Julius Varga), Richard Lorant (I. Violine), Hans Gerstner d. I. (II. Violine), Karl Krisch (Viola) und Rudolf Paulus (Violoucell). Zusammenspiel: Konzertmeister Professor Haus Gerstuer. 40 B. Das Schuljahr 1915/16. I. allgemeiner Bericht. Wie schon im Schlußworte des vorjährigen Tätigkeitsberichtes unseres Schulinstitutes erwähnt, nahm das gewaltige Ringen, nachdem uns auch noch das bis jetzt engverbundene Königreich Italien mit beispiellosem Treubruch eine Kriegserklärung zugehen lies;, beinahe an allen Grenzen unserer Monarchie einen noch nie dagewesenen Unifang an. Die Inanspruchnahme aller verfügbaren Räumlichkeiten der Stadt erfuhr eine notwendige Steigerung und so mußte auch die Tonhalle in ein Reservespital umgewandelt werden. Der Wiedereröffnung der Musikschule stellten sich daher schier unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen und nur der Bereitwilligkeit einiger Lehrkräfte, den Unterricht in ihrer Privatwohnung erteilen zu wollen und dein Entgegenkommen der Kasinodirektion, die uns in ihrem Vereinshause ein Zimmer für Unterrichtszwecke zur Verfügung stellte, war es zu verdanken, das; die gewohnte Tätigkeit der Musikschule nicht unterbunden und nach der am 15., 16-und 17. September erfolgten Einschreibung der Schüler am 20. September der Unterricht in allen Fächern wieder aufgenommen werden konnte. Die zahlreiche Anmeldung zur Teilnahme am Musikunterrichte machte es ferner notwendig, ein Zimmer der Wohnung des mittlerweile zur militärischen Dienstleistung einberufenen Pereinsdieners für den Klavierunterricht in Anspruch zu nehmen. Alle Hindernisse schienen nun beseitigt, als Miite Oktober das uns vom Kasinoverein überlassene Zimmer von feiten des k. u. k. Etappenkommandos zum Zwecke der Passierscheinansgabe abgenommen wurde. Gleichzeitig erwiesen sich die Räume in der Tonhalle dem nahenden Winter entgegen für ein Verwimdetenspital nicht ganz geeignet und es wurden über Verfügung des k. u. f. Stationskommandos statt des Spitals die Ämter der bis jetzt in der Realschule uuiergebrachten k. k. Postdirektion von Triest in die Tonhalle verlegt. Diese Verschiebung brachte uns zwar den Nachteil, für die Veranstaltung der Gesellschaftskonzerte des Saales verlustig zu werden, anderseits aber gewannen wir in der Tonhalle die im oberen Stockwerke verfügbaren Zimmer und den kleinen Probesaal für Schulzwecke. Der Unterricht konnte nun ungestört fortgesetzt und der erste Schülervortragsabend von auf der Unter- und Mittelstufe stehenden Schülern am 4. März 1916 abgehalten werden-Einen jähen Abschluß fand die Gesangsschule durch die anfangs Juni erfolgte Vermählung des Fräuleins Hilde M a h r mit Herrn Ingenieur 41 Oskar Nell in Wien. Aus diesem Anlasse sei des verehrten Mit-gliedes unseres Lehrkörpers auch an dieser Stelle mit den aufrichtigsten Glückwünschen auf ihrem neuen Lebenswege gedacht und ihr der Dank für ihre sehr ersprießliche Wirksamkeit in der Schule und im Konzertsaale ausgesprochen. Der Schluß der Gesangsschule und der Umstand, daß im Frühjahre .1916 die auf der Ober- und Ausbildungsstufe stehenden Schüler der Violin- und Celloklassen den Einjährig-Freiwilligendienst antreten und daher den Besuch der Musikschule entstellen mußten und die weitere Erwägung, daß zahlreiche Schüler und Schülerinnen im Verlauf der Konzertsaison durch ihre orchestrale Mitwirkung bei den Gesellschaftskonzerten ohnehin Proben beachtuugswerter Leistungsfähigkeit abzulegen Gelegenheit hatten, überdies auch kein geeigneter Saal zur Verfügung stand, bewog die Direktion, von der Veranstaltung des üblichen öffentlichen Vortragsabendes am Schlüsse des Schuljahres ab-zusehen und das Unterrichtsjahr ebenso wie an allen anderen Anstalten am 28. Juni zu beschließen. Die Zeugnisverteilung wurde am genannten Tage vorgenommen und der Beginn des nächsten Schuljahres unter voraussichtlich günstigeren Verhältnissen auf Mitte September an-gesetzt. 2. Lehrkörper (mit Rusnahme des Herrn Karl P. Seifert) und Kanzleihilfskraft wie im Schuljahre 1914/15 (siehe S. 34). 3. Gefellfchaftsdiener. Alois Riedl, kriegsdienstlich beurlaubt. Ernst Pohl, Aushilfsdiener. 4. Schulftatiftik. a) Besuchszissern im Schuljahre 1915/16. Schüler: 82; Schülerinnen 94; Gesamtzahl: 176. Einteilung der Schüler und Schülerinnen nach Jahrgängen. Äon 176 Schülern besuchten die Anstalt: im I. II. III. IV. V. VI. VII. VIII. IX. X. XI. Jahrgauge 65 35 37 17 6 6 2 4 3 — 1 Schüler. 42 b) Besuchsziffern der einzelnen Unterrichtsfächer. Fach Schüler Schülerin ne it Zusammen Hauptfach Nebenfach Hauptfach Nebenfach Allgemeine Mnsiklehre — 47 — 44 91 Sologesang — — 4 1 5 Klavier 24 1 74 — 99 Violine 50 — 14 — 64 Viola — 1 — — 1 Violoucell 4 1 1 1 7 Kontrabaß — — — — — Orchester — 15 — 4 19 Kammermusik . . . . — 7 — 4 11 c) Übersicht der SchulgeldzahlungsPflicht. Bon 176 Schülern zahlten das volle Schulgeld . . .113 Schüler; Ermäßigung des Schulgeldes genossen.......................32 „ Ganz befreit waren........................................31 „ d) Überficht der von de» Lehrpersonen erteilten Unter* richtsstn udeu: Herr Konzertmeister Professor Haus Gerstiier: Violine und Viola. ... 20 bis 22 St Zufanimeufpiel und Kammermusik ....................................................... l „ Orchesterspiel........................... l „ Sprechstunde............................. 1 „ Herr Rudolf Paulus: Klavier............................15 „ 18 „ Bioloiieell.........................3 „ 5 „ Allgemeine Musiklehre tit drei Abteilungen.......................... 3 „ Herr Julius Varga: Klavier............................22 „ 24 „ 43 Fräulein Mitzi Schmidinger: Violine und Klavier . . . 14 bis 24 St. Fränlein Edith Bock: Klavier............................ 2 „ Fränlein Maria Gerstner: Klavier......................15 „ 25 „ Fräuleiu Hilde Mahr: Sologesang....................4 „ 5 „ 5. Verzeichnis der bei den Ensemble- und Orchefterübungen sowie bei den Konzertaufführungen beteiligt gewesenen Schüler und Schülerinnen. Gräfin Barbo Stella, Bogataj Ferdinand, Elbert Wilhelnr, Fiala Jaroslav, Gerstner Hans, Gruska Georg, Högler Haus, Hrowath Hermann, Jaksche Wolfgang, König Robert, Kreft Wilhelm, Mayer Mitzi, Pecak Oskar, Schrantzer Emil, Venedig Heinrich, Pregcl Wolfgang, Willitzer Alois. 6. Kammermufikübungen. Gräfin Barbo Stella, Drennig Gertrnde, Elbert Wilhelm, Gerstner Hans, von Gornp Nora, Högler Hans, Hrowath Hermann, Kenda Grete, Kobelka-Stöger Maria, Mayer Jenny, Mayer Mitzi, Willitzer Alois. 7. Candesangehörigkeit der Schüler. Krain . . Kärnten . . Steiermark Küstenland Niederösterreich Oberösterreich Tirol . . . Salzburg . . Böhmen . . Mähren . . Galizien . . Bukowina. . Ungarn . . Bosnien . . Kroatien . . Dalmatien Istrien. . . Deutsches Reich 118 Schüler 2 9 8 11 1 4 v 1 „ 5 1 „ 3 „ 2 „ 4 „ 1 2 t 0 1 I i Zusanimen . . 176 Schüler. 44 8. Schulzugehörigkeit der Schüler. Männlich Name der Anstalt Weiblich 35 Gymnasium 5 28 Realschule 1 1 Lehrer- und Lehreriiiiienbildungsanstalt 18 i Bürgerschule 12 11 Volksschule 29 2 Handelsschule 3 | — Gewerbeschule 4 2 keine Anstalt 25 70 Siintmc der Schnler 07 9. Muttersprache und Glaubensbekenntnis. Deutsch 166; slowenisch 4; italienisch 3; kroatisch 3. Römisch-katholisch 165; evangelisch 7; israelitisch 4. Der Lehrstoff sowie die notwendigen Lehrmittel wurden mit kleinen Abweichungen nach den Darlegungen des Schuljahres 1913/14 benützt. 10. Schüleraufführung. Uortragsabend der musikzöglinge am Samstag den 4. IHärz 1016 (Unter- und inittclftufe). Vortragsordnung. 1. L. Krön: Idylle und Barcarole fi'ir Violine mit Klavierbegleitung*; Erich Halbensteiner. (Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner.) 2. C. Beyer: Zwei Allegretto für Klavier; Emmerich Tfchada. (Schule des Fräuleius Maria Gerstner.) 3. H. Sitt: Allegro und Gavotte für Violine und Klavier; Reinhard Wutscher und Paul Friedl. (Schule des Fräuleins Mitzi Schmidinger.) 4. L. van Beethoven: Sonatine für Klavier; Elfriede Berfin. (Schule des Fräuleins Maria Gerstner.) 5. 9t. Börner: Andante grazioso und Allegretto scherzando für Violine mit Klavierbegleitung*; Ivo Groß. (Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner.) 6. E. (Stieg: Valse caprice für Klavier, vierhändig; Magdalene Pregel und Alda Belar. (Schule des Julius Varga.) 7. a) Mazas: Allegro, b) Benot: Moderato, für zwei Violinen in doppelter Besetzung; Reinhard Wntscher, Kurt Galle, Julius und Karl Schmidt. (Musikschule des Fräuleins Mitzi Schmidinger.) 8. Jos. Haydn: Erster Satz ans der C-dnr-Sonate für Klavier; Katharine Koschar. (Schnle des Rudolf Paulus.) 9. Mozart-Jansa: Fantasie über Motive ans der Oper „Die Zanberflöte" für Violine mit Klavierbegleitung "; I. Fiala. (Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstuer.) 10. Ed. Schütt: Canzonetta für Klavier; Pia Sturm. (Schule des Julius Barga.) 11. A. Börner: Festmarsch für Violinenchor mit Klavierbegleitung *. (Schule des Konzertmeisters Professors Hans Gerstner.) * Klavierbegleitung: Marie Kobelka-Stöger. (Schnle des Julius Varga.) VI. Das Konzerfweien in den fahren 1014/15 und 1015/16. fl. Konzerteinrichtung. 1. Dirigent der Gesellschaft u. Chor m eiste r* des Deutschen Singvereines: Herr Rudolf von W e i s - O st born, Musikdirektor, Ehrenchormeister des Knittelfelder Sängervereines, Ehrenmitglied des Philharmonischen Vereines in Knittelfeld, Ehrenmitglied des Wiener Leopoldstädter Männergesangvereines. 2. St onzert in e i st e r: Professor Hans G e r st n e r, Leiter der Kaminermusikabende, Mitglied der k. k. Prüfungskornmission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen, ernerit. Lehrer für Musik an der k. k. Lehrerbildungsanstalt und Lehrer für Violine an der deutschen Lehrerinnenbildungsanstalt des Laibacher Schulkuratoriuins, Besitzer des Goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone und des Goldenen Verdienstkreuzes, — wurde mit der Vertretung des zur Kriegsdienstleistung eingerückten Musikdirektors und der Leitung der Konzerte sonne der Musikschule betraut. 3. C h o r m e i st e r st e l l v e r t r e t e r: Herr Robert H ü t t l.** 4. F r a it e n ch 0 r des Deuts ch e n Sing v e r e i it e s. 5. M ü ii ii c r ch o r des Deutschen Singve r c i n e s. G. O r ch e st e r, bestehend aus den Lehrern, Schülern und ausübenden Mitgliedern der Philharmonischen Gesellschaft, ferner ans fallweise eingeladenen Musikern der k. u. k. Militärkapelle. 7. Heimische und fremde Solisten sowie andere M i t w i r k e n d e. 8. K anzleikraf t: Fräulein Vita Willi ch. 9. Gesellschaftskassier: Herr Roland K u ß. 10. Gesellschaftsdi e n e r: VlloiS Riedl, derzeit im Felde. 11. G e s e l l s ch a f ts h a us: Tonhalle, Laibach, Kongreßplatz Nr. 9. Die Philharmonische Gesellschaft veranstaltet alljährlich fünf statutarische Mitgliederkonzerte mit freiem Eintritt für die Gesellschasis-niitglieder, ferner ein außerordentliches Gesellschaftskonzert, vier Kammermusikabende und zwei Schülervortragsabende gegen zahlbaren Eintritt. " Derzeit im ^cibe. Während der Kriegsdienstleistung Der treten durch Herrn Viktor Rcinth. ** Während der Äriegsdienstleistnng vertreten durch Herrn Ant. ^nrth-»i o s c r. 47 Außerdem finden in der Tonhalle durch Vermittlung der Konzertagentur, Kunst- und Musikalienhandlung Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg jährlich mehrere Konzerte auswärtiger Kunstkräfte statt. Der Jahresbeitrag der Mitglieder der Philharmonischen Gesellschaft beträgt für einzelne Personen 15 Kronen, für Familien (bis zu drei Personen) 30 Kronen, jedes weitere Familienmitglied zahlt 2 Kronen. Für Angehörige der k. it. f. Armee und der k. k. Landwehr sowie für alle außerhalb Laibachs domizilierende Mitglieder sind die Jahresbeiträge auf die Hälfte ermäßigt. B. Veranstaltungen im 3ahre 1914/15. 1. lllitgliederhonzerte. €r(tes ßefellscbaftskonzert am 8. Hovember 1014. Leitung: Konzertmeister Professor Hans Gerst»er. — Solisten: Rudolf Paulus, Violoncell; Julius Varga, Klavier. Vorträge. 1. Jos. Haydn: Variatiouen über die österr. Volkshymue, für Streichorchester. 2. W. 91. Mozart: Eine kleine Nachtmusik, Werk 525 in G-dur, für Streichorch, 3. Robert Schumann: Carnaval, op. 9, für Klavier. Piauist Julius Varga. 4. Robert Bolkniann: Serenade Nr. 3 in D-inoll, op. 69, für Streichorchester mit obligatem Violoncell. Solo: Rudolf Paulus. Zweites 0efell(cbaltskotizert am 15. Dezember 1914. (147. Kammermufikaufführung.) Gesang: Frau Lili Cl a n s - N e u r o t h, Konzertsängerin ans Wien. — Streichquartett: Konzertmeister Professor Hans Ger st» er, I. Violine; Robert Hüttl, II. Violine; Heinrich Wett ach, Viola; Rudolf Paulus, Violoncell. — Klavier: Julius Varga. — Kontrabaß: Max Mottl. Vorträge. 1. Ludwig timt Beethoven (geboren 16. Dezember 1770): Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncell, op. 74 in Es-dur. 2. Ludwig van Beethoven: -») Die Trommel gerührt, b) Freudvoll und leidvoll, c) Der Wachtelschlag. Fra» Lili Claus-Neuroth. Pause. 3. a) Franz Liszt: Hohe Liebe; i>) Rich. Stöhr: Die Schwalben; o) Kamillo Horn: Ich bin geliebt. Frau Lili Claus-Neu rot h. 4. Franz Schubert: Forelleuquintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncell und Kontrabaß, op. 114 in A°dur. 48 Drilles ße(ell(chaftskonzerl am 24. jäitner 1915. Leitung: Konzertmeister Professor Hans Ger st ne r. — Klavier: Fräulein Mandl Gatsch. — Bioloncell: Paul Gr n mm er, Professor an der f. k. Akademie mtb erster Solocellist des Konzertvereines in Wien. — Klavierbegleitung : Pianist Julius Varga. Verträge. 1. Zum Gedächtnis des Ehrenmitgliedes Professors Richard Henberger (gestorben 28. Oktober 1914) dessen „Nachtmusik", op. 7 in B-dnr, für Streichorchester. Erste Ausführung in Laibach. 2. I. Brandts-Bnys: „Tancred", Konzertstück für Bioloncell nnd Klavierbegleitung. Erste Aufführung in Laibach. Solo: Professor Paul Grümiuer. Begleitung: Julius Barga. 3. a) Franz Liszt: Waldesrauschen; b) Alfred Grünfeld: Romanze, op. 42; c) Hugo Reinhold: Impromptu, op. 28. Klaviersolo: Fräulein Maridl Gats ch. 4. I. S. Bach: Snite für Bioloncellsolo in G-dur. Erste Ausführung in Laibach. Professor Paul G r ü m in e r. 5. Eduard (Stieg: Zwei elegische Melodien (nach Gedichten von A. O. Binse) für Streichorchester; op. 34: a) Herzwunde», 1>) Letzter Frühling. liiertes ßefellfcbaflskonzert am 21. Jebruar 1915. (148. Kammermufikaufführung.) Gesang: Fräulein Hilde Mahr. — I. Bioliue: Konzertmeister Professor Hans Gerstn er. — II. Violine: Robert H n tt l. — Viola: Heinrich Wett ach. — Bioloncell: Rudolf Paulus. — Klavier: Julius Varga. Vorträge. 1. Karl Goldmark (gestorben 2. Immer 1915): Suite für Violine und Klavier; op. 11 in E-dnr. 2. Franz Schubert: a) Lachen und Weinen (Rückert), 1>) An die Musik (Schober), c) Liebhaber in allen Gestalten (Goethe). Fräulein Hilde Mahr. Pause. 3. Hugo Wolf: a) Gebet (Mörike), b) In dem Schatten meiner Locken (aus dem spanischen Liederbuch). Rudolf von Weis-Ostboni: c) Herbst (Kalbeck), d) Frühliugsuahcu (Gras). Fräulein Hilde Mahr. 4. Christian Sinding: Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola nnd Violon-cell in E°moll. 49 Jiinflcs ße(ell(cbaftskonzert am 2$. März 1915. Orchesterleitung: Konzertmeister Professor Hans Gerstner. — Chorleitnng: Sangwart Robert Hnttl. — Solist: Violinvirtuose und erster Konzertmeister des Konzertvereines in Wien Adolf Busch. — Klavierbegleitung: Pianist Julius Varga. — Der gemischte Chor des deutschen Singvereines. Vorträge. 1. * Giovanni Sgambati (gestorben 12. Dezember 1914): Te Denm laudamus, op. 28, für Streichorchester nnd Harmonium. 2. Joh. S. Bach: Konzert für Violinfolo nnd Streichorchester in E°dur. Solo: Adolf B ii f ch. 3. Joh. S. Bach: Sonate für Violine allein in G-moll. Adolf B n s ch. 4. a) * Roderich von Mojsifovics: op. 3 : Spätsommer; b) op. 3 : Der Seligen Furcht; zwei Skizze» für Franeuchor und Streichorchester, c) Joh. Brahms: In stiller Nacht, altdeutsches Volkslied für gemischten Chor. 5. a) * Pugnaui-Kreisler: Präludium und Allegro; b) Ludwig Spohr: Adagio ans dem elften Konzert; c) Brahms-Joachim: Vier ungarische Tänze für Violinfolo mit Klavierbegleitung. Adolf Busch nnd Julius Varga. 2. Sonstige Veranstaltungen. Uatcrländifcbe Sestauffiibrtmg zur Stier des 66. Regicrtmgsjahres Seiner Majestät des Kaisers Sranz Joseph I. am 1. Dezember 1914. Leitung: Konzertmeister Professor Hans Ger ft »er und Sangwart: Musik-lehret- Robert Hüttl. — Violinfolo: Richard Lorant. — Sprecher: Eduard Böhm, Schriftleiter aus Dnx. — Der gemischte Chor des Singvereiues. Vorträge. 1. Karl Maria v. Weber: Jubelouvertüre für Orchester; anschließend: 2. a) Josef Haydn: Österreichische Volkshyinne; b) H. Carey: Deutsche Hymne „Heil dir im Siegerkranz". Gemischter Chor und Orchester. 3. M. Jelusich: Vaterunser 1914 (aus der „Muskete"), gesprochen von Eduard Böh m. 4. a) Choral: Ein feste Bnrg ist unser Gott (Luther), für gemischten Chor, b) Karl Maria v. Weber: Schwertlied (Körner), für Männerchor. 5. Joh. S. Bach: Konzert für Äioliue mit Streichorchesterbegleitnng in A-moll; Kadenz von I. Hellinesberger seit. Solo: Richard Lorant. 6. a) C. Jsenmann: Heute scheid' ich (Fr. Müller); b) Marl Lafite: St. Michel (O. Kernstock). * Erstausführungen in Laibach. 50 5estabend der deutschen Uercine in Eaibacb im groszen Saale des Kasino. Beginn um halb 10 Uhr abends. Vortragsordnung. 1. I. Straf: Hoch Habsburg, Marsch. ) u .f , ~ , ,r 2. SfefcSelo: Ouvertüre Romantik. j in,6ad,cr ton(D"ovd,v,,lt'' 3. a) Josef Haydn: Österreichische Volkshymne; b) H. Carey: Deutsche Hymne „Heil dir im Siegerkranz". Gemischter Chor und Salonorchester. 4. Wagner-Hamm: Erinnerung an Tauuhänser. 5. Rudolf Schönemann: Vaterländisches Gedicht. 6. Theyke: Alte Kameraden, Marsch. 7. a) I. Kinkel: Ritters Abschied; b) E. S. Eugelsberg: Deutsches Freiheits- lied. Männerchöre. 8. Karl Hieß: Patriotisches Liederpotponrri. Salonorchester. Erstes Konzert zu Ehren der kriegsverwundeten fierren Offiziere und Mannschaften der Garnison am 15. November 1914. Leitung: Konzertmeister Professor Hans G e r st n e r. — Solisten: Julius Varga, Klavier; Rudolf Paulus, Violoucell. Vorträge. 1. Jos. Haydn: Variationen über die österreichische Volkshymue, für Streichorchester. 2. W. A. Mozart: Eine kleine Machtntusif, Werk 525 in G-dnr, für Streichorchester. 3. F. Chopin: a) Ballade C°moll, für Klavier. Pianist: Julius Varga. b) R. Wagner, Transkription über den „Feuerzauber". 4. R. Volkmann: Serenade Nr. 3 in D-moll, op. 69, für Streichorchester mit obligatem Violoneell. Solo: Rudolf Paulus. Zweites Konzert zu Ehren der kriegsverwundeten Herren Offiziere und Mannschaften der Garnison am 3. Jänner 1915. Gesang: Fräulein Bertha Schweige r. — Klavier: Julius Varga. — I. Violine: Konzertmeister Professor Haus Gerstncr.— II. Violine: Robert Hüttl. — Viola: Heinrich Wettach. — Violoucell: Rudolf Paulus. — Kontrabaß: Max M ottl. Vorträge. 1. a) Mozart: Menuetto aus dem D-dur-Divertime»to; b) Haydu: Serenade; für Streichquartett. 2. W. Kienzl: Arie aus der Oper „Der Kuhreigen": „Er kriegt ein rotes Kamisol". Fräulein Bertha Schweiger. 51 3. a) Goltermann: Andante; b) Gabriel Biarie: Gavotte; für Cello mit Klavier. 4. a) I. Brahms: Wiegenlied, b) LiebeStreu; c) R. Strauß: „Ich trage meine Minne vor Wonne stumm". Fränlein Bertha Schweiger. 5. Auf vielseitiges Berlaugeu Franz Schubert: Forellenquintett für Violine, Viola, Violoncell nnd Kontrabaß, op. 114. Z. Gattkonzerte. Sympboniekonzert der vereinigten Musikkapellen der k. u. k. Infanterie» regimenler Dr. 17 und 97 am Sonntag den 28. Jebruar 1915 zu Gunsten des „Roten Kreuzes". Programm. 1. K. M. v. Weber: Ouvertüre zur Oper „Oberon". 2. Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 in Es-dnr (Eroica). 3. Edvard Grieg: Erste Orchestersuite zu „Peer Ghut". 4. Anton Dvorak: „Dramatische Ouvertüre". Unter dem hohen Protektorate Ihrer Exzellenz der Frau Baronin Carla vou Schwarz zu Gunsten des „Roten Kreuzes" Klavierabend Julius Uarga am Samstag den 6. Hlärz 1915. Mitwirkend die vereinigten Kapellen der k. n. k. Jufanterieregimenter Nr. 17 11. 97. Vortragsordnung. 1. Beethoven: Egmont-Ouvertüre für großes Orchester. 2. Beethoven: Sonate C°moll, op. 111. 3. Chopin: Scherzo H°moll, op. 20; Ballade G-moll, op. 23, Nr. 1. 4. Schubert: Zwölf deutsche Täuze. 5. Schumann: Carnaval, op. 9. 6. Liszt: Ungarische Fantasie für Klavier mit Begleitung des Orchesters. Einziges Konzert des Geheimen ßofrates Profeffors ÜJilly Burmejter am Donnerstag den 15. jRpril 1915 zu Guusteu eines Zigarren- und Zigaretteufonds für unsere Soldaten im Felde unter freundlicher Mitwirkung des Klaviervirtuosen Karl Frühling, Wien Programm. 1. Schubert: Sonate D-dur. Willy Burmester uud Karl Frühling. 2. Mendelssohn: Konzert E°moll. Willy Bnrmestcr. 5 Minuten Pause. 52 3. a) Mozart: (1756 — 1791) Menuett; b) Beethoven: (1770—1827) Coutre-Tanz; c) Hummel: (1778—1837) Alter Tanz; d) Dussel: (1761 —1799) Deutscher Tanz; e) Gossec: (1733 —1824) Tambouriii; f) Brahms-Joachim: Ungarischer Tanz. Zum erstenmal; freie Bearbeitung von Willy Sö lt nii e ft er. 4. Pagauini-Burmester: Hexentanz. Willy Bur me st er. C. Veranftalfungen im 3ahre 1915/16. 1. ITtitgliederkonzerte. Erstes ßesellfcbaftskonzert am IHillwocb den 24. Dovember 1015 (149. Kammermufikauffiihrung) zu Gunsten der Kriegsfürsorge. Streichinstrumente: Konzertmeister Professor Hans Gerstner, Karl P. Seifert, Heinrich Wett ach, Rudolf Paulus, Autou Ja kl und Josef Proschka. — Klavier: Julius Varga. — Gesang: Adolf Fnchs, Opern-und Konzertsänger ans Graz. Vorträge. 1. Josef Zöhrer: Sextett für Streichinstrumente, op. 39 in D-moll. Uraufführung. 2. Carl Loewe: Tom der Reimer; Hugo Wolf: Verborgenheit, Weylas Gesang. Adolf Fuchs; Klavierbegleitung: Julius Varga. Pause. 3. Richard Strauß: Heimliche Aufforderung, Cäeilie. Adolf Fuchs; Klavierbegleitung: Julius Varga. 4. Robert Schumann: Quintett für Klavier und Streichinstrumente, op. 44 in Es-dur. Zweites ßefellfcbaftskonzert am Mittwoch den 15. Dezember 1915 zu Gunsten der Kriegsfürsorge. Leitung: Konzertmeister Professor Hans Gerstner. — Gesang: Fra» Nora Wittlin-Lendry, Konzertsängerin aus Wien. — Klavierbegleitung: Pianist Julius Varga. 53 Vorträge. 1. Robert Volkmann: Serenade (Nr. II, F°dur) für Streichorchester, Werk 63 2. a) Johannes Brahms: Von ewiger Liebe (Josef Wentzig, nach dem Wendischen); b) Franz Liszt: Die Loreley (Heinrich Heine); c) Richard Singer: Die Bekehrte (W. Goethe). Pause. 3. Karl Goldmark: Arie der Königin ans der Oper „Die Königin von Saba" (Mosenthal). 4. Heinrich Zöllner: Sommersahrt, Stimmungsbilder für Streichorchester, Werk 15. Fran Nora Wittlin-Lendry; Klavierbegleitung Jnlins V a r g a. Drittes Gefellscbaftskonzert am Mittwoch den 26. Jänner 1916 zu Gunsten der Kriegsfürsorge unter gefälliger Mitwirkung des Fräuleins Nora Dnesberg, Biolinvirtnosin ans Wien, nnd des Fränleins Hilde Mahr, Konzertsängerin von hier. Leitung: Konzertmeister Professor Hans Gerstner. — Klavierbegleitung: Pianist Julius Varga. Vorträge. 1. Robert Fuchs: Serenade für Streichorchester, op. 9 in D-dnr. 2. Karl Goldmark: Konzert für die Violine mit Klavierbegleitung, op. 28 in A°moll. Fräulein Nora Duesberg nnd Julius Varga. 3. a) Robert Schumann: Widmung, b) Erstes Grün; c) Gustav Mahler: Ui'licht; (1) Wilhelm Kieuzl: Mai. Lieder, gesungen von Fräulein Hilde M a h r. 4. a) Tartini-Corelli: Thema nnd Variationen; b) Fritz Kreisler: Caprice viennois; c) Jenö Hnbay: Carmen-Fantasie. Fräulein Nora Duesberg. Uiertes Gefellscbaftskonzert am Sreitag den 17. ITlärz 1016 (150. Kammermulikaufführung) zu Gunsten der Kriegsfürsorge unter gefälliger Mitwirkung des Fräuleins Edith Bock, Klavier. I. Violine: Konzertmeister Professor Hans Gerstner. — II. Violine: Anton Ja kl. — Bratsche: Heinrich Wettach nnd Karl P. Seifert. — Violoucell: Rndolf Paulus. Vortragsordnung. Ludwig vau Beethoven: 1. Trio für Klavier, Violine und Violoneell in G°dnr. 2. 32 Variationen über ein Originalthema für Klavierfolo in C°moll. Fräulein Edith Bock. 3. Quintett für zwei Violinen, zwei Bratschen und Violoneell in C-dur. 54 fünftes 0e(ell(chaflskonzert am lllittwocb den 12. flpril 1916 zu Gunsten der Kriegsfürsorge unter gefälliger Mitwirkung der Fran Grete Krondl, Klavier, und des Fräuleins ?lda Berndorfer ans Agram, Gesang. Musikalische Leitung: Konzertmeister Professor Hans Ger st n e r. — Klavierbegleitung : Pianist Julius Varga. Vortragsordnung. 1. G. F. Händel: Concerto grosso in G-moll; koinp. 1737 für Streichorchester, zwei obligate Violinen (Karl P. Seifert und Anton Ja kl) und obligates Bioloncell (Rudolf Paulus). 2. 38. A. Mozart: Zephir-Arie aus der Oper „Jdomeneo". Fräulein Ada Berndorfer. 3. a) Ed. Grieg: Ballade, op. 24 in G-moll; b) Schnniauu-Liszt: Widmung; c) Schubert: Allegretto in As-dnr. Klaviersolovorträge vou Frau Grete Krön dl. 4. a) Franz Schubert: Der Wegweiser; b) Johannes Brahms: Sonntag; c) Der Gang zum Liebchen. Fräulein Ada Berndorfer. 5. a) Jean Sibelius: Romanze, op. 42 in C-dur; b) Anton Rojie: Tonstück in G-dnr (Handschrift); für Streichorchester. Bufierordentliches ßefellfchaflskonzert am Freitag den 5. Mai 191b zu Gunsten des „Roten Kreuzes" und der Jugendfürsorge unter künstlerischer Mitwirkung von Fräulein Grete Priboschitz und Julius Varga, des gemischten Chores des deutschen Singvcrcines (Klavierbegleitung: H. Wettach). Leitung: Konzertmeister Prof. Hans Gerstner und Sangwart Viktor Ranth Vortragsfolge. 1. Max Cnlbins: Dem Baterlande (E. M. Arndt). Gemischter Chor mit Klavierbegleitung. 2. Franz Liszt: Rakoczy-Marsch für zwei Klaviere. Fräulein Grete Priboschitz »nd Julius Varga. 3. a) Franz Schubert: Nachtgesang im Walde (I. G. Seidl). Männerchor mit Waldhörnerbegleitnng. b) ffllaj: Olbersleben: Friihlingsfeier (W. Burckhardt). Franenchor mit Klavierbegleitung und Geigensolv (Konzertmeister Professor Hans Gerstner). Auf Verlangen: 4. a) Jan Sibelius: Romanze, op. 42 in C-dnr; b) Anton Rojie: Tonstück in G-dur (Handschrift); für Streichorchester. 5. Franz Schubert: Deutsche Tänze (L. Steiner), für gemischten Chor mit Klavierbegleitung eingerichtet von Karl Flitner. 2. Sonstige Veranstaltungen. Zur Feier des Regierungsantrittes unseres Kaisers unter bem Ehrenschutze Ihrer Exzellenzen des Herrn Landespräsidenten Freiherrn von Schwarz und Gemahlin fllt-UJiener Kunftabend 1848 am I. Dezember 1915 zu Gunsten des österreichisch.ungarischen, deutschen, bulgarischen „Roten Kreuzes" und des ottomanischen „Roten Halbmondes". Gäste: Ehepaar Deimel („Alt-Wien in Dichtung nnd Sieb"). — Heini ische Sttii ft (er: Konzertsängerin Fräulein Hilde Mahr, Konzertmeister Professor Hans Ger ft »er, Karl P. Seifert, Heinrich Wettach, Rudolf Paulns uud Julius Varga. Künstlerische Leitung: Hngo Deiin e l, Hans G erst» er mib Heinrich Wettach. — Begleitung der Lieder: Julius Varga. Vortragsfolge. Erster Teil. Dichtung nnd Musik. (Professor Deimel und Pianist Varga.) Schubert: H-moll-Mennett; Halm: Am Brunnen; Lettner: Der Freiherr nnd der Schreiner; Grillparzer: Feldmarschall Radetzky; Als ich noch ein Knabe war. Lied. (Konzertsängerin Frau Elisabeth Deimel.) Haydn: Schäferlied; Franz Lachner: Das Lied von der Liebsten (Heine); Gottfried Preyer: Der erste Knß (Redwitz); Mozart: Das Veilchen (Goethe). Zweiter Teil. Mufif. (Flügelsolo Julius Varga.) Schubert: a) Rosamiiiide, Bcillettmnsik; b) ans Deutsche Tänze. Dichtung. (Hngo Deimel.) Ada Christen: Der einsame Spatz. Lied. (Gesänge zur Laute: Fräulein Hilde Mahr.) Altdeutsches Tanzlied: Volkslied: Liebesqnal; Mozart: Wiegenlied; Volkslied: Soldatenbrant. Dritter Teil. Musik. (Streichquartett Gerstuer, Seifert, Wettach, Paulus.) u) Hat,du: Largo; b) Mozart: Menuett. Lied. (Frau Elisabeth Deimel.) Johann Schenk (Handschrift): Das Rosenband (Klopstock); Schubert: Heidenröslein (Goethe); Drechsler: Brüderlein feilt (Raimund^; Jos. Kreipl: 's Mailüsterl (Klesheim); Volkslied: Wann i Don Weau wegga geh’. Dichtung. (Hugo Deimel.) Anastasius Grün: Venetianer Trias; Grillparzer : Ständchen; Banernseld: Wiener Dialekt; Castelli: Gebet einer Fra»; Raimund: Auf die Advokaten. Schlußrede Professor Deimds. — Kaiscrhuldiguug. — Volkshymne. 56 Liederabend der Philharmoni(chen Gesellschaft und des deutfcben Singvereines am Samstag den I. ]uli 1916 im Garten des Kasino unter gefälliger Mitwirkung einer f. u. f. Militärmnsikkapelle mit bem Rein-erträguiffe für den Witwen- und Warenfonds des III. Korps. Vorträge. 1. Männerchöre, a) Franz Mair: Gruß au Deutsch-Österreich (Franz Mair), mit Klavierbegleitung, b) Thomas Koschat: D'Hauikehr, mit Baritou-einzelgesang. c) I. Dürruer: Sturmbeschwöruug (I. Falk). 2. Gemischter Chor. Max von Weinzierl: Maienwonne (I. Gersdorff, F. Stolle, H. Kofel, E. Osterwald und O. Hausmann), sechs Frühlingsbilder in Tanzform mit Klavierbegleitung. 3. Mäuuerchöre. a) Die Donauwacht (Karl Frank, in der Umdichtnug von I. I. Binder), mit Klavierbegleitung, b) Ednard Kremser: Soldatenlied (B. Schier), mit Instrumentalbegleitung. In den Pausen Glückshafeu der deutschen Fronen und Mädchen. 3. Gaftkonzcrtc. Konzert des Uiolinvirtuofen, ßebeimen fiofrates Profe((ors UJilly Burme(ter am 22. Oktober 1015 im großen Saale des Kasino zu Gunsten eines Zigarettenfonds für unsere Truppen im Felde unter freundlicher Mitwirkung des Klaviervirtuosen Willy Klasen, Professor am Wiener Konservatorium. Vortragsordnung. 1. Grieg: Sonate C-inoll, für Violine und Klavier. Willy Bunuester und Willy Klase». 2. Beethoven: Konzert D-dur mit einer Klavierbegleitung von Karl Reinecke. Willy Bunuester und Willy Klase». 3. a) Bach: Gavotte, H°moll; b) Schumann: Nachtstück; c) Paderewski: Präludium. Willy Klasen. 4. a) Schumann: (1810—1856) Abendlied; b) Hummel (1778—1837) Walzer; c) Schubert: (1808—1878) Moment musical; d) Fielb: (1782 bis 1837) Walzer; e) Haydn: (1732 —1809) Caprieietto; k) Dittersdorf: (1739 —1799) Alter Marsch. Freie Bearbeitung von Willy Burin e st er. g) Sarasate: Zigeunerweisen. Willy Burmester. 57 Klavierabend des Pianisten Julius üarga am Mittwoch den 9. Februar 1016, Ein Teil des Reinertrages fällt der Kriegsfürsorge zu. Vortragsordnung. 1. 2. ti. Beethoven: Sonate, op. 26 in As-dur. 2. F. Chopin: a) Bercense, op. 57; b) Nocturne; c) Mazurka; d) Grande valse; e) Etudes. 3. a) F. Chopin: Sonate, B-iiioll, op. 35; b) Schnbert-Tanssig: Militärmarsch. 4. a) Grünfeld: Transkription über Themen ans der Stranßschen Operette „Aschenbrödel"; b) Wagner-Brassin: Fenerzanber; c) Wagner-Liszt: Isoldens Liebestod. D. ITlitwirkende im 3cihre 1014/15. 1. Ausübende Mitglieder der Gesellschaft, Lehrer und Schüler der Gesellschaftsschule und fremde Musiker. a) G e i g e: Frau Louise Dr. Hegemann; Fräulein Maria Gerstner; Fräulein Maria Haussen: Fräulein Mitzi Schmidinger; Fräulein Maria von Tornago; ferner die Herren: A. Cerny, R. Hüttl, A. Jakl, Dr. Jauker, I. Klauer, N. Maurer, H. von Nickerl, H. Pammer, K. Pogakar, P. Nanth, W. Rosner, G. Baron Schwarz, R. Uhl, A.Ulbrich, E.Zeschko. 1>) Brats ch e: Die Herren: A. Arko, F. Hopf, Karl Krisch, L. Proska, H. Wettach. c) Kniegeige: Die Herren: V. Kutscherä, H. Martin, R. Paulus, K- Tschech. • 1) K o utraba s;: Die Herren: M. Mottl und A. Salmic-. Außerdem wirkten fallweise Mitglieder der in Laibach vorübergehend befindlichen Militärkapellen mit. Gesamtzahl der jeweilig Mitwirkenden 42. 2. Solisten und Gäste: Frau Lilli Claus-Neuroth, Konzertsän-gerin, Wien; Herr Paul Grümmer, Violoncellkünstler, Professor an der k. k. Akademie für Musik, erster Solocellist des Konzertvereines in Wien; Herr Adolf Busch, Geigenkünstler, erster Konzertmeister des Konzertvereines in Wien; Herr Eduard Böhni, Sprecher, Schriftführer aus Dux; Fräulein Berta Schweiger, Konzertsängerin aus Innsbruck; Fräulein Hilde Mahr, Gesangskünstlerin in Laibach; Fräulein Mandl 58 Gatsch, Klavierkünstlerin in Laibach; ferner die Herren: Herr Heinrich Wettach, akademischer Maler, Jvses Zöhrer, emerit. Musikdirektor, Hans Gerstner, Konzertmeister, Robert Hüttl, Sanglvart, Julius Varga, Klavierkünstler; endlich Herr Richard Lorant, Schüler der Gesellschaftsgeigenschule, sämtliche in Laibach. E. ITlifwirkende im 3cihre 1915/16. 1. Ausübende Mitglieder der Gesellschaft, Lehrer und Schüler der Gesellschaftsschule und fremde Musiker. a) Geig e: Frau Louise Dr. Hegemann; Fräulein Maria Gerstner; Fräulein Maria Haussen; Fräulein Mitzi Schmidinger; Fräulein Maria von Tornago; ferner die Herren: A. Depaul, Dr. O. Dvorschak, Dr. A. Gan-dusio, A. Jakl, Dr. Kleinzeller, I. Möchl, H. von Nickerl, K. Pogm'ar, V. Ranth, M. Rozmtc, B. Schinner, K. Seifert, H. Wlaffak, R. Uhl. b) Bratsche: Die Herren: I. Hohenberger, H. Wettach, I. Proschka, A. Klein. c) K niegei g e: Die Herren: W. Kutschern, H. Martin, R. Paulus, K. Tschech. d) K o ntraba ß: Die Herren: M-Mottl, A. Salm io. Außerdem wirkten salliveise Mitglieder der in Laibach anlvesenden l. u. k. Militärkapellen und 15 Schüler der Musikschule, zusammen 45 bis 50 Ausübende mit. 2. Solisten und Gäste: Frau Elisabeth Dcimel, Gesang, Berlin; Frau Grete Krondl, Klavier, Wien; Frau Wittlin-Lendrh Nora, Gesang, Wien; Fräulein Ada Berndorser, Gesang, Agram; Fräulein Edith Bock, Klavier, Laibach; Fräulein Nora Duesberg, Geige, Wien; Fräulein Hilde Mahr, Gesang, Laibach; Fräulein Grete Priboschitz, Klavier, Laibach; Herr Hugo Deimel, Sprecher, Berlin; Herr Adolf Fuchs, Gesang, Graz; Herr H. Gerstner, Geige, Laibach; ferner die Herren: A. Jakl, Geige, R. Paulus, Kniegeige, K. Seifert, Geige, H. Wettach, Bratsche und Klavier, I. Varga, Klavier, sämtliche in Laibach; endlich der gemischte Chor des Deutschen Singvereines unter Leitung der Herren V. Ranth und A. Furthmoser in Laibach. VII. RechnungscibFchlüHe und VermögensncichweHe (Bilanzen) für die Vereinsjahre 19R/15 und 1915/16. 60 Einnahmen (Gcminn) Erfolgausweis för das An Mitgliederbeiträge........................... » Mitgliedereinschreibgebühren.................. » Schulgelder................................... » Schülereinschreibgebühren..................... » Garderobeerträgnis............................ > Konzertsaalerträgnis.......................... » Dr. Kajetan Dittl-Stistung.................... » Interessen.................................... » Mietzins...................................... » Subventionen.................................. » Konto pro divers!: Mehrbetrag der Staatssubvention 1914 » Saldo als Vermögensabnahme . . . . Laibach, am 30. September 1915. Für den Gesellschastsdirektvr: Dr. Alfred Mahr m. p. 5358 68 — 6908 50 320 —. 435 70 100 — 781 32 1570 02 3200 — 5000 — 250 1736 82 25728 36 61 Vereinsjahr 1914/15. (Verluste) Ausgaben K h Für Beleuchtung 386 44 » Beheizung 690 60 Buchdrucker- und Buchbinderkosteu. . . 575 81 » Gehalte 13158 59 » Mobiliarreparaturen 8 50 Jnstrumentenreparaturen 98 10 » Orchesterauslagen 1479 — » Remunerationen und Überstunden . . . 2431 25 » Verwaltungskosten 1809 24 » Steuern und Gebühren 2049 66 » Effektenkonto (Kursverlust) 60 — » Hauserhaltung 459 02 » Stimstlerhoitorare 602 — Hypothekarzinsen 450 — » Konto pro diversi: Assekuranz ... IC 70-72 Mitqliederbeiträge 1013/14 160 — Bezirkskrankenkassa . . . » 52 44 Vereinsabzeichen (Abschreibung) . . . . . . > 25 — Widmungen der Gesellschaft . . . » ioo- 408 16 . Abschreibungen bei Instrumenten . . . K 320 - » Musikalien . . . » 354-79 » Mobiliar 387 20 1061 99 25728 36 | Der Gesellschaftskassier: E. iHaitbljartiitger m. p. Geprüft und richtig befunden: Josef Hauffcn in. p. Adolf Kordin m. p. 62 L ^ k K d An Kassa 114 96 Für Baufonds 2206 70 » Krainische Sparkasse 34088 65 » Hypothekenschuld 10000 — » Effekten der Gesellschaft 5605 — - Jnstrumentensonds 1826 16 » Effekten des Musikfonds 3 l 10 90 » Kammermusikfonds 3026 48 » Instrumente 6080 — » Musik-(Schul-) fonds 3123 15 » Mobiliar 3485 — » Kammermusikkonto 250 — ^ ^ ^ 8lE ^ pr° divers.: » Postsparkassenamt, Wien 1464 72 9 Kreditoren............ 34,1 oo » Verkehrsbank Filiale Laibach 619 84 » Gesellschaftskonto: - Konto pro diversi: Stand am 30 Sept. 1914 L 121239-83 11 Debitoren. 2207 98 Ver,nogensabnahme. . . . . 1736 82 Stand am 30. September 1915 119503 01 143407 > 05 143407 05 Laibach, am 30. September 1915. Für den Gesellschaftsdirektor: Geprüft und richtig befunden: Der Gefellschaftskassier: Dr. Alfred Mahr m. p. Josef Hauffen m. x, Adolf Kordin m. p. E. Randhartinger w. p. Vermögensausweis (Bilanz) Aktiva vom 30. September 1915. Passiva 63 Kaifaverkehr im Vereinsjahre 1914/15 (einschließlich durchlaufender Posten). Einnahme»........................................K 48.133'öß Ausgaben ...................................... » 48.018 60 Barrest . K 114-96 Auf Grund des Erträgnisses der Festaufsührung vom 1. Dezember 1914 und der von Nichtmitglieder» geleisteten Eintrittsgebiihreu zu den Gesellschastskonzerten im Vereinsjahre 1914/15 sowie der erfolgten Überzahlungen wurden abgeliefert: K 1000- — an das f. k. Landespräsidium für «Weihnachten im Felde». K 200' — an das f. n. f. Stationskommaudo für «Weihnachten in den Spitälern». K L0-— an die deutsche Schule in Schischka zu gleichem Zwecke. K 250-- an das k. k. Landespräsidinm für den -Labewagen». K 100- an die «Südmark» für Kriegsfürsorge. K 200• — a» das k. k. Landespräsidinm für den «Fonds znr Unterstützung heimischer __________________ Krieger». K 1780- 64 Gewinn» und Soll am 30. Sep- K h j An Beleuchtung * Beheizung » Buchdruckerkosten » Verwaltuugskosten » Hypothekarzinsen » Gehalte » Orchesterauslagen » Remunerationen und Überstunden » Steuern und Gebühren » Künstlerhonorare 248 686 198 3353 450 10835 1325 3482 1993 500 46 51 25 55 23 39 » Konto pro divcrsi: Assekuranz K 70-72 Mitgliederbeiträge 1914/15 » 10 — Bezirkskrankenkasse » 52 44 Widmungen der Gesellschaft » 100' — Baupläne des Architekten Keller »2000 — 2233 16 » Kurs- und Verlosungsverlust bei den Effekten des Gesellschaftsfonds 584 38 » Abschreibungen: Instrumente X 290 — Musikalien » 347 21 Mobiliar » 175 — 812 21 » Gewinn als Verniögenszunahme 3223 87 29926 01 Laibach, am 30. September 1916. Der Gesellschastsdireklor: Dr. Alfred Mahr m. p. Verlustkonto tembcr 1916. Haben K h Per Mitgliederbeiträge 5328 » Mitqliedereinschreibqebnbren 32 ! » Schulgelder 7986 — » Schülereinschreibgebiihren 338 — » Hauserhaltung 318 44 » Garderobe (i 18 y Iustrumentercparalur 18 60 » Subventionen 1U000 - Ir. .Vnjctait 'Sittliche Stiftung 781 32 » Mietzins 3200 » Interessen 1440 06 * Konto für außerordentliche Veranstaltungen 427 41 . Konto pro divcrsi: Spende des verstorbenen Herrn Josef Tornik 50 29926 01 Ter Gesellschaftskassier: Julius (filiert m. p. Geprüft und richtig befunden: Josef Haussen m. p. Adolf Kordi» m. p 66 K zK « K ^ An Kassa 524 23 Per Mnsikschulfonds 2976 29 » Krainische Sparkasse in Laibach 41209 49 » Kammermusikfonds 3164 20 » Effekten des Gesellschaftsfonds 5110 50 » Jnstrumentensonds 1909 20, » Effekten des Mnsikschulsonds 2963 50 » Baufonds 3307 II » Instrumente 5490 — » Hypothekarschuld 10000 — Mobiliar 3310 — » Kammermusikkonto 500 — : SSL.:::::::::::::: -L - - -- --- » k k. österr. Postsparkassenamt, Wien .... 133 29 0 Kreditoren. 83Z2 — » k k. priv. allgemeine Verkehrsbai,k, Filiale . , , » Gesellschaftsfonds: Löbach i>1.8 c>2 20. §ept. 1915 X 119503 » Konto pro diversi: Vermögenszunahme.... -> 3223 87 7 Debitoren. 2516 15 Stand am 30. September 1916 122726 ^ 88 152905 68 152905 ^ 68 Laibach, am 30. September 1916. Für den Gesellschaftsdirektor: Geprüft und richtig befunden: Der Gesellschaftskassier: Dr Alfred Mnhr m. p. Josef Haussen m. p. Adolf Kordin m. p. Julius Elbert m. p. Bilanz flhtiua oom 30. September 1916. Passiua 1~UU8U/ Recfinungscibrdilufj des Penfionsfonds Soll Getoinn- und Verlustkonto am 30. September 1916. Haben 67 L K ic K > ! Pensionen 2400 — Interessen 3892 22 ^ Allgemeine Pensionsanstalt in Triest 780 — Leopoldine Gregorizh-Stistung 1408 28^ Kursverlust bei den Effekten 2376 25 Verlust 620 48! Konto pro diversi: Teuerungszulage und Steuerzahlung. . , 364 73 ^ 5920 ^ 98 5920 ! 98^ Aktiva öilanr vom Z0. September 1916. Passiva " ir ^ ir >> ! Kassa 179 37 Leopoldine Gregorizh-Stistung. . K 18246 09 Effekten 24232 50 Pensionssonds: Krainische Sparkasse in Laibach 75840 33 Stand am 30. 9.1915 X 82864 29 K. k. priv. allgemeine Verkehrsbank Filiale Laibach 237 70 Vermögensabnahme. » 620 48 Stand am 30. September 1616 » 82243 81 Reines Vermögen 100489 90 j 100489 I 90 100489 90! Laibach, am 30 September 1916. Für den Gesellschaftsdirektor: Geprüft und richtig befunden: Der Gesellschastskassier: Dr. Alfred Mahr in. x. Josef Haufsen in. p Adolf Kordin in Julius Elbcrt in p. 68 ir K iv >, Krainische Sparkassei Bücheleinlage: Stand des Fonds am 30. Sept 1915 X 3026 48 Stand am 30. September 1915 X 3026 48 Zunahme » 137 72 zu Zinsen » 137 72 Stand am 30. September 1916 3164 20 Stand am 30. September 1916 3164 20 3164 20 3164 20 Laibach, am 30. September 1916. Für den Gesellschaftsdirektor: Geprüft und richtig befunden: Ter Gesellschastskassier: Dr. Alfred Mahr in p. Josef Hanffc» m. p. Adolf Kordin m. p Julius Elbert w. p. VsrmögLN5licickiwLi8 6es l864 Johann Leopold, Sekretär des Männergesangvereincs in Klagenfurt, t 25. Juli 1886. 74 Jahc brr Ernennung: 1865 Julius Heller, Musikdirektor des Schillervereines in Triest, j 27. Juni 1901. 1868 Mavt von Ritter, Fabriksbesitzer iit Görz nnb Vorstand der Liedertafel. 187-1 Dr. Autou Scho epp l, Ritter von Sonnivaiden, Hofrat, Gesellschafts-direktor, t 8. November 1888. 1876 Anastasius ('iriin (Graf Anton von Auersperg), t 1876. 1877 Tr. Viktor Leitmaier, f 8. November 1903. 1878 Anton Nebueb, eiuerit. Binfikdirektor der Philharmonischen Gesellschaft, t 16. Juni 1896. 1878 Tr. Friedrich Kceslmcher, Gesellschaftsdirektor, Regierungsrat, f 6 Aug. 1901. 188") Dr. Johannes Brahms, Komponist, f 3. April 1897. 1885 l)>. jur. Eduard Wlassak, k. k. Regierungsrat bei der Gcneralintendanz in Wien, Sitter mehrerer hoher Orden, t 3. Juni 1904. 1889 Josef Lulkinann, Präsident der Krainischen Spartnsse, t 20. März 1906. 1889 Dr. jur. Josef Suppan, Amtsdirektor der Krainischen Sparkasse, t 12. Juli 1902. 1891 Sc. Exzellenz Josef Freiherr von Bezeculi, Generalintendant der f. f. Hoftheater in Wien, f 17. Juni 1904. 1891 Josef Hcllincsberger seu., Hofkapellmeister, f 24. Oktober 1893. 1891 Wilhelm Jahn, k. k. Hofoperndirektor, f 21. April 1900. 1891 Phil, ct jur. Dr. Eduard Hanslick, Musikschriftstcller, Hofrat, 7 8. August 1904. 1904 Richard Heuberger, Ritter des Franz-Joseph-Ordens, Professor an der t. k. Akademie für Musik und darstellende Sumst, Ehormeister des Wiener Männergesangvereines, f 28. Oktober 1914. 1908 Rudolf Weiuwuri», Kompouist, k. k. llniversitätsmusikdirekior, Ehren-chormeister des akademischen Gesangvereines, Professor an der k. k. Staats-Lehreriu»enbildu»gs Herr Drelse August, Fabriksbesitzer................................................3 Frau Trciiuig Patiliue, k. und k. Artillcricoberverwalters Gattin..................2 Herr Elmer Paul, Beamter der Kraiuischeu Sparkasse.................................3 Frau Elker M., Handelsfrau.........................................................3 Herr Dr. Eger Ferdinand, Rechtsantvalt und Landtagsabgeorducler . ... 2 „ Elbrrt Julius, Handelsmann, kaiserl. Rat......................................1 „ Elsner Adolf, k. k. Landesgerichtspräsident...................................3 „ Elsttcr Ignaz, k. k. Inspektor und Vizedirektor der österr. Tabakregie . 1 „ Eisenberg Alfons, k. k. Professor ............................................2 „ Fclber Josef, Ingenieur.......................................................> „ Stichs Rudolf, k. k. Miliiärverpflegsverivalter...............................1 „ Gallc Anton, k. k. Notar......................................................3 „ Galle Franz, Herrschaftsbesiher in Fren dental und Landtagsabgeordneter 4 „ Galle Karl, k. k. Finanzrat bei der Finanzprokuratur..........................2 „ Gatsch Friedrich, k. k. Obergeometer..........................................3 Fräulein tiuit Gnuser Maria, Private...............................................> Frau Guesda Josefine, Hotelbesitzerin..............................................3 Herr Wölbstein Josef Philipp, Optiker..............................................' Fran tiun Gotup Lia, Private.......................................................ß Herr Gütz Bertra-m, k. k. Rechnungsrat.........................................2 „ Grabner Viktor, k. k. Fiuauzrat...........................................3 Frau Gutmann Brigitta, Private.....................................................I „ Gruska Miua, Geschäftsinhabersgattin..........................................> „ Günzler Julie, Hausbesitzerin.................................................1 Herr Gutmannsthal-Bcnveimti Nikolaus, Ritter von, Legattonssekretär i. Di. imb Herrschaftsbesitzer in Weixelstein...................................I „ Hamann C. I., Handelsmann...............................................3 „ Handel Karl, k. und k. Hauptmann..........................................2 „ Hniiimrrschmidt Ernst, Hausbesitzer.......................................3 „ Hiutffett Jesef, k. k. Oberlandesgerichtsrat sEhrenmitglied der Ges.) 1 „ Hnlbcnsteincr Hermann, Beamter der Krainischen Sparkasse . . . . 1 Fräulein Haußenbichl Emilie, Private...............................................1 Herr Dr. Hegemann Ottmar, evangelischer Pfarrer....................................2 „ Hladik Moritz, Forstmeister i. R..............................................3 „ HoUeglin von Hollegau Karl, k. und k. Oberst i. 91............................3 „ Hudvvernig Josef, Handelsmann.................................................1 Institut Huth-Hans, MädÄM-Lehr- und Erziehungsanstalt..............................3 Frau Jamsek Klotilde, Advokatensgattin in Litton...................................1 „ Juuowicz 9!osa, k. k. Regierungsrats Etottin..................................1 Frätilein Karner-Eckert Karoline, Private..........................................1 Fran Kästner Toni, Handelsfrau . .................................................3 „ Kastrcuz Anna, k. k. Richters Witwe...........................................1 76 Mit Personen Herr Knudeln Franz, Architekt und Baumeister .....................................3 „ fioiiba Heinrich, Handelsmann.................................................2 Fra-u Kirdisch Polyxena, Hausbesitzerin.........................................1 Herr ftittug Heinrich, k. f. Oberfinanzrat.........................................1 „ Klauer Jakob, Handelsmann.....................................................1 „ Klein Julius, Glascrmeister...................................................1 „ Klimpel Karl, Direktor der Verkehrsbank, Filiale Laibach......................1 Frau Klimcnt Melitta, k. k. Hofrats und Finanzdirektors Gattin .... 1 Herr ,