¥ ¥. * ->i rH ^ir 'fc. ^ jjr jjC 2^. ^ ?jc -'JC ?ic ^ SC ?$C ->* ■V, * * -> > JI -M *i > ->• '>• ->: M -)• -* ->• ->• ■^t ->• ->: ->• ->: ->• * ->i •>: -): Jahresbericht cler k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach für das Schuljahr 1895/96. Veröffentlicht durch die Direction. Laibach 1896. Verl c\ el e r 1c. U. S t a n t s - C.) b or t* o n 1 s c h \ t 1 e. l’udidfuckerei von lg. v. Kleinmayr & Feu. Hamberg. I XB^S3EOE^SS^E33ESIJa~Sa3aaCgK^^EaBg33^S^g^ ^ -?• ^ t ^ V ^ 'K t- ^ i t $ *K^"‘T-^^ ^ 4- *r t- t- 'š' -T- -t- jp- -t- *- ^ 4-*\ Verzeichnis der in den Jahresberichten der k. k. Staats-Realschule in Laibach von 1852/53 bis 1895/96 erschienenen Abhandlungen: 1852/53. Errichtung der k. k. Unter realscliule in Laibach. Andeutungen zur Vaterlandskunde von Kniin. Vom prov. Director Michael Peternel. 1853/64. Georg Freiherr von Vega. Biographische Skizze. Vom prov. Director Michael Peternel. 1864/55. Geographische Skizze des Herzogthums Krain. Vom prov. Director Michael Peternel. 1855/5(5, Geographische Skizze des Herzogthums Krain. (Fortsetzung.) Vom prov. Director Michael Peternel. 1856/57. Die Vegetationsverhältnisse Laibachs und der nächsten Umgebung. Vom wirkl. Lehrer Wilhelm Kukula. 1857/58. Schule und Leben, insbesondere Realschule und gewerbliches Lehen. Vom prov. Director Michael 'Peternel. 1858/59. Schule und Leben. (Fortsetzung.) Vom prov. Dircctor Michael Peternel. 1859/60. Der Milchsaft der Pflanze in seiner Bedeutung für den Haushalt der Menschen. Vom wirkl. Lehrer Wilhelm Kukula. 1860/61. Glasoslovje slovenskega jezika. Vom Bellgiouslehrer Anton Usar, 1861/62. Imena, znanuija in lastnosti kemiških pervin. Vom wirkl. Lehrer Michael Peternel. 1862/63. Slovenska slovnica v pregledih. Vom lleligionslehror Anton Usar. 1863/64. 1 Ribniška dolina. Vom Religionslehrer Anton Lesar. Die Landeshauptleute von Krain bis gegen Ende des 15. Jahrhundortes. Vom suppl. Lehrer Georg Kozina. 1864/65. Paul Puzels Idiograpliia, sive rerum memorabilium monasterii Sitti- censis descriptio. Besprochen vom prov. Oberrealschullehrer Georg Kozina. 1865/66. Construction der Kriinimungslinion auf gewöhnlich vorkommenden Flächen. Vom suppl. Lehrer Josef Opi. 1866/67. Übelstände der Localitäten der k. k. Oberrealschule in Laibach. Vom wirkl. Lehrer Josef Opi. 1867/68. Über die Saftbewegung in den Pflanzen. Nach neueren physiologischen Arbeiten dargestellt vom wirkl. Lehrer Franz Wastler. 1868/69. Reihenfolge der Landesvicedonie in Krain im Mittelalter. Vom Pro- fessor Georg Kozina. 1869/70. Znr Wertigkeit des Fluors. Vom Professor Hugo Ritter v. Pergcr. 1870/71. 1. Studien aus der Physik. Vom Professor Josef Finger. II. Directe Dednction der Begriffe der algebraischen und arithmetischen Grundoperationen aus dem Grüßen- und Zahlenbegriffe. Vom Professor Josef Finger. III. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom Professor Hugo Ritter v. Perger. 1871/72. 2 I. Studien aus der Physik. (Fortsetzung.) Vom Professor Josef Finger. II. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom Professor Hugo Ritter v. Perger. 1 Mit dom Erlasse des li. k. k. Stnatsministoriums vom 14. October 1863, Z. 11.015, zu einor sechsclassigon Oberrealsohule erweitert. * Mit dem Erlasse des h. k. k. Ministeriums f. C. u. U. vom 81. Mai 1871, Z. 2431, zu einer siebonclnssipen Oberrealschule erweitert. Fortsetzung fl. Umschlag Seite 3. Jahresbericht der k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach für das Schuljahr 1895/96. Veröffentlicht durch die Direetion. Laibach 1896. Verlag der 1<. lc. Stau ts-Oberrea lsch ule. Buchdruckerei von lg. v. Kloinmayr & Fed. Bamberg. I O 1 1 fl 1 t. Die Entstehungszeit des mhd. Memento mori Diu Warnunge. Von Anton II alliier....................................................... Schulnachrichten: I. I’ersonalstand des Lehrkörpers und Lehrfiicherrertheilung ]1. Leiirrerfassung....................... III. Lehrbücher............................ IV. Haus- und Schulaufgaben................ V. Unterstützung der Schüler.............. VI. Vermehrung der Lehrmittel-Sammlungen Arll. Statistik der Schüler................ VIII. Maturitätsprüfung...................... IX. Chronik................................ X. Wichtigere Verfügungen der rorgesetzten XI. Die körperliche Ausbildung der Jugend XII. Gewerbliche Fortbildungsschule . . . XIII. Verzeichnis der Schüler................ XIV. Kundmachung für das Schuljahr 1896/97 Seile Behörden 42 44 4l:i- 302 b, überliefert. Die Handschrift ist ein lvleinfolio-band von 3 12 Seiten, zweispaltig geschrieben, und gehört nach Edw. Schröder, Deutsche Literaturzeitung, Yll. 882 f., den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts an. Ihren Inhalt verzeichnet Graff, Diutiska III., und Hoffmanu, Verzeichnis der altdeutschen Handschriften der k. k. Hofbibliothek zu Wien, S. 23--81. Der Codex enthielt ursprünglich 22 Quaternionen. Davon fehlt, wie Scherer, Zeitschr. f. d. österr. Gymn. 1!), 370, angibt, durch Ausschnitt der 12. und 13. Quaternio, die 2. Hälfte des I I. und die drei letzten Blätter des 22. Am Schlüsse sind fünf lose Blätter angebunden, die, wie Hugo Herzog im Anz. f. d. A. u. d. L., XV. 217, nachweist, einen Theil des 13. Quaternio darstellen. Die Angaben Scherers über das Fehlende stimmen mit der Seitenzählung nicht zusammen. Es müssen noch zwei weitere Blätter fehlen, wenn nicht Haupt mit seiner Angabe, Zeitschr. I. 537, recht hat, dass bei der Paginierung der Handschrift vier Zahlen übersprungen worden seien. Haupt verlegt diesen Zählfehler irrthümlich in das Gebiet der Warnung. Durch den Ausschnitt im 22. Quaternio gieng der Schluss der Warnung verloren. Hatte das Gedicht den Quaternio ausgefüllt (was nicht wahrscheinlich), so büßte es über (500 Verse ein, da jede Spalte 38 Zeilen enthält, wenn nicht Schreibversehen oder Fehler im Pergament die Zahl herabdrücken.1 Ilerausgegeben wurde die Warnung von M. Haupt in seiner Zeitschrift 1. 438 - 537. Zwischen den Versen 3490/91 dieser Ausgabe ist der Inhalt zweier Blätter der Handschrift übersprungen (S. 297a, Z. 7, bis S. 301a, Z. (5). Das Fehlende, 296 Verso, hat K. 1 torinski, Zeitschr. für deutsch. Alterth. u. deutsche Lit., XXXIII. 402 ff., veröffentlicht und bei dieser Gelegenheit auch auf die Umstellung der Blätter 281/82 und 279/80 in Haupts Ausgabe aufmerksam gemacht. Die Verse 2273 2424 gehören vor 2121. Die Ver- gleichung der Handschrift durch Itoriuski ergab außerdem eine Reihe von Irrthümorn in Haupts Abschrift, die ebenfalls a.a.O. richtiggestellt wurden. Im Anschlüsse daran hat E. Steinmeyer eine beträchtliche Anzahl von Text-verbesserungen veröffentlicht.3 1 S. 251a enthält der Initiale wegen 32 Verse, 250», 28S'>, 300“ enthalten je 30 Verse, 293a, 293*1 je 37 Verse, 2!)71> bloß 20 untl 298a 4(5 Verse. ! Oiis Ergebnis einer von mir vorgenommenen Collation der Handschrift soll im nächsten Baude der Zeitschr. f. d. A. erscheinen. Oie Heimat der Warnung ist Österreich, wohin schon die Handschrift weist. Dies bestätigt sowohl der Sprachgebrauch (siehe die von Borinski, Germania 35, 287, angeführten Wörter und Formen,1 denen noch der lleim lieht■: siht 1841 anzufügen wäre), als auch der Inhalt mit seinen Anklängen an die österreichische Zeitsatire, wobei die Erwähnung der Bauernaufstände, Vers 840 — 862 (vgl. Stricker, Day maere von den (jiiuhüenern, Germ, (i, 457 ff.; Seifried Ilelbling, II. 93 Anm. und VIII. 858 ff.), besonders hervorzuheben ist. Die Abfassungszeit des Gedichtes ist unbekannt. Haupt, Zeitschr. I. 438, setzt es ins 13. Jahrhundert und enthält sich jeder nähergehenden Ver-muthung, desgleichen Wackernagel in seiner Literaturgeschichte 353, während er es Zeitschr. (i, 261 -280, wohl aus Versehen, unter den Gedichten des 12. Jahrhunderts aufzählt, lleinzel, Zeitschr. f. d. ö. Gymn. 20, 584, setzt es «vielleicht noch in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts» (ähnlich See-maller: «vor 1250»), Scherer, Deutsche Studien I. WSI3. 64, 313, ins 4. Jahrzehent, Dr. W. Jansen, Die Warnung, Progr. 188!), und wohl auch Edw. Schröder, DLZ. VII. 882, ins 2., Gödeke, Grundr., rückt es an den Anfang des 13. Jahrhunderts, ebenso K. Borinski, Zur Warnung, Germ. 35, 286 302, der das Gedicht für interpoliert hält und einige Interpolationen in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts verlegt. Aus diesem Schwanken der Ansätze ist deutlich zu ersehen, dass der Inhalt des Gedichtes keinen sicheren Anhaltspunkt für die Abfassungszeit bietet. Es fehlt zwar nicht an Anspielungen auf Zeitereignisse, doch bleibt deren Deutung problematisch, solange nicht auf anderem Wege ein bestimmter Zeitraum erschlossen ist. Bei der Unzulänglichkeit sprachlicher und metrischer Untersuchungen für die nähere Fixierung eines Gedichtes aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts führt die Aufdeckung literarischer Quellen für die verwendeten Motive und deren Gestaltung am sichersten zum Ziele. Vorher aber ist die Stichhaltigkeit jener Ansicht zu prüfen, nach der die Warnung kein einheitlich echtes Werk ist, sondern vielfach Interpolationen aufweist. 1 Doch ist vorreisel, Warn. 1811, nicht zu m'.sW, Ilelbl. 2, 158, zu stellen. liorinski’s Versaugaben sind durch Schreib- und Druckfehler entstellt: statt 1795 lies 1970, st. 438 1. 483, st. 3012 1. 3013, st. 513 I. 315, st. 2875 I. 2975, st. 3351 I. 3551. Die Einheitlichkeit der Warnung. Nachtrag 7!) ff. (= Warn. 35G9) wird tlas biblische Gleichnis vom wachsamen Hausvater (Matth. 24, 42; Luc. 12, 30) erzählt, der sein Haus vor dem einhrechenden Diebe bewahrt. Der Dieb ist der Tod. «der toise wirt swd er lit sine, wamunge er hat, trau ey an unten schaden gut.» So schließt das Gleichnis ab. sine wamunge er hat bedeutet: er ist auf der Hut, aber auch: er ist vorbereitet. Dieser Doppelsinn kommt auch dem Titel des Gedichtes zu. Es soll ein Zuruf sein an alle in sorgloser Weltlust Dahinlebenden; an den Tod zu denken, es soll ihnen aber auch Rath und Lehre bieten zu einer würdigen Vorbereitung auf das Ende. Die Warnung ist nicht bloß ein «momente mori», sondern auch ein «memento vivere», und die eingeflochtenen Belehrungen für die verschiedenen menschlichen Verhältnisse dürfen daher nicht für Abschweifungen vom Hauptthema angesehen werden. Freilich wird es öfters deutlich, dass der Dichter seinen Stol! nicht vorher geordnet und planmäßig gegliedert hat, dass er, das Thema nur im allgemeinen vor Augen, mehr auf Eindringlichkeit des Vortrages als auf geschlossene Composition bedacht war. Von einer Datierung des Abschnittes 1669 1834 ausgehend, die sich mit der Abfassungszeit des Gedichtes, wie sie einiges Alterthümliche in der Sprache zu fordern scheint, nicht vereinbaren lässt, kam K. Borinski, Germania XXXV. 286 302, zur Annahme, dass beinahe die ganze erste Ilälfte der Warnung interpoliert sei. Er scheidet 1540 Verso aus, und zwar 1!)3 bis 1244 (Höllonschilderungen, Reden über >mr$e, min ne, ere, e), 1285- 1606 (bispel vom ydw/hns, Himmelsschilderung, Beden über christlichen Haushalt und über die kiusche), 166!) 1834 (Klage über die Verderbnis der Zeit). Für die Ausscheidung war im allgemeinen das unstete, unvermittelte Abspringen von einem Thema zum anderen maßgebend; für die Unechtheit der einzelnen Theile werden außerdem folgende Gründe vorgebracht. Die Rede über die kiusche, K 1521—1606, stehe in Beziehung zur Ausführung über die Ehe, E 1043 1161, habe aber völlig verschiedenen Charakter. Der Verfasser von E sei ein wohlmeinender Rathgeber für das Betragen in der Ehe und wohl ein Weltgeistlicher. Denn die Mahnung in E 10!) 1 ff. ir wett waenen da'} diu e also Ulite '$ergč mit nnsenfte si %e behalten» weise deutlich auf die kirchliche Inanspruchnahme des Ehesaeraments und die schroffe Einschärfung seiner bindenden Kraft in der Innocentinischen Zeit. Die Ausführungen der Warnung seien nur Variationen über den Schluss des ersten Capitols der zwölften Lateranisohen Synode vom Jahre 1215. <; Eine lindere Ansicht über die Ehe hübe der Verfasser von K. «Er thcilt jene seltsame und unerfreuliche Anschauung von der Ehe als einer verschärften Keuschheitsaskese gegenüber dem miiniehleben und Idöstennan (1574, 1556), die ja öfters in der früheren geistlichen Poesie begegnet.1 Nun ist es merkwürdig, dass kurz auf E eine Art Zusatz (E2 1175 1218) erfolgt, welcher nicht nur eine K analoge Einführung aufweist (K 1521 diu /ciusrhe ist ein vil hertey leben, E3 1175 ist ein vil enge? leben swer der e ir reht wil (/eben), sondern auch die asketische Beziehung zum Mönchsleben (K 155(1 er teuere sanfter ein klösterman) wörtlich wiederholt: E* 1178 er waere liltte ein Idöstennan. Bei diesem, seine naive Sorgfalt gerade unbewusst oft genug verrathenden Schreiber ist es sicherlich als Beweisgrund mitzunehmen, wenn gerade K und E2 im (iebrauch des (gegenüber dem sonst durchgehenden gen: sten) vereinzelten gdn:stdn Übereinkommen. Nur noch einmal lindet sich 2 ff. gezeigt. Die Credo- stelle aber wendet sich gegen unmäßigen l.iehesgenuss : ii'undc des Jleischis wottust rficj ist der sete vertust sirer si ubit y> unuuiy. undc si durch ijidc nit ucwil Idyu. 24*J4 ff. S. 584), sondern fordert nur mdye (1521), 1536) im Genüsse der Liebesfreuden, Enthaltsamkeit von allem, duf ane die nötdnrft st (vgl. auch spärliche 1543, munege yU 1550) und nennt ein solches Eheleben verdienstlicher, als die Askese eines Mönchs, der die Versuchung ja nicht kenne. Des Dichters Ansicht1 kommt in den Schlussversen des Abschnittes trot/ des schiefgehenden Gleichnisses (dt bi dem Jiwer unverbrant 1595 ff.) deutlich genug zum Ausdruck: habt mit der e wip oder mit /dusche den Up 1(J05 f.; e und kiusche werden hier einander geradezu entgegengesetzt. Das Citat aus E* 117« bezieht sich, wiedas früher aus E 101)1 ff. angeführte, auf die Ehe mit einer bösen Frau. Es steht in engstem Zusammenhange mit dem Vorhergehenden und wird überdies unwidersprechlich erklärt durch 1185 ff. ob er yorne muge widerstän unt mit ;/edultikeite gdn. Was endlich den Reim gdn:sldn betrifft, dem zuliebe die Ilöllendrohung 525 ff. für unecht erklärt wird -—' sie würde ja sonst durch das angezogene Bild die Echtheit von E3 stützen —, so ist zu bemerken, dass der «sorgfältige Schreiber» den Ileim ergtin: gestdn auch an einer unangezweifelt echten Stelle, 2373 f., bringt. Das bispel vom yubelhüs, Z 1285 1414, ist nach Borinski’s Meinung interpoliert, weil es abrupt einsetze und ebenso wieder abbreche, ohne eine Spur zu hinterlassen. An einer einzigen Stelle werde sonst noch darauf angespielt (2G7 im yibelt ouch da niht, wan da niemen wiirfel siht), die aber wohl auszuscheiden sei. «Wenn man bedenkt, wie die Spielwuth in der späteren österreichischen Zeitsatire in den Vordergrund tritt, so wird man die isolierte Stellung von Z in der Warnung stark betonen müssen, umsomehr, als das bispel ganz unverblümt auf den Ablass gewendet wird, eine Form der Buße, die der Anschauung des Warners fremd, ja geradezu entgegen ist.» Dagegen ist Folgendes einzuwenden: Das Stück ist nicht abrupt eingeführt, wie 1280 ff. zeigt, allerdings ein äußerlicher Übergang, den man aber bei unserem Dichter gewöhnlich trifft. Außer der von Borinski angeführten «einzigen» Anspielung auf das Spiel ist noch 2821 ir (der werlt) ist der spilaere aber gar unmaere2 und 2775 spil lüge meinswuor anzuziehen. Bedenken wegen der zeitlichen Fixierung dos 1 Sie mag etwa die Mitte halten zwischen den Ansichten der beiden folgenden I’redigtstellen. Zcitschr. I. 292: rfaj ir deiredere-) day ander über huget, undc doch ein ander niht enphlegent, irtiii geistlichen durch ivuochers willen. IJerthold I. 10(1, 2: Iuwer leben heiyt niht unkiusehe in der heiligen e, swenne ir iuwer yiht behaltet und iuwer nuiye. 2 Unfern von dieser Stolle begegnet die Wiederholung eines Vorsos ans X: 1301 unxamfte er mit im ringet, vgl. 2814 unxamfte miieyt ir ringen. Auf Z direct beziehen sich 1425 vil riche phantloesc er git und N. 41) mtlt ir iiirein herren gelten. — Piper, Geistl. Dichtung d. M. A., S. 12, fasst spilaere 2821 mit Unrecht als «piltnan, sowie umgekehrt J. Grimm, Mytli.4 Einleitung, die Parabel vom xpihnan, Warnung 2707 ff., zum Märchen vom Spielhansel stellt (Kind. u. llausm. I. 82), das übrigens nicht, wie Grimm angibt, aus dem Erzgebirge stammt, sondern, wie schon die Sprache zeigt, aus dem südlichen Böhmerwald. hispels können nur dami auftauchen, wenn inan, wie Borinski, das «echte* Gedieht gar mit den Anfängen des Minnesangs in Beziehung bringt (vgl. Germ. 35, 15). Dass das bispel nieht auf den Ablass gewendet wird, son- dern auf die Sündenvergebung in der Beichte, geht aus der betreffenden Stelle ziemlich klar hervor: 1353 daf wirt mit bilde erlöst, daf$ tuot des antlay$es tröst. Eher könnte man 3543 auf den Ablass beziehen, der übrigens den Anschauungen der Warnung durchaus nicht zuwiderläuft, da hier wie dort Ileue und Bekenntnis der Sünden gefordert werden. Vgl. die; Eneyclica Innocent. (Migue '21 li, 818): Plenum suorum peccaminorum, de quibus veraciter fuerint corde contriti et ore confessi, veniam indulgemus. Für die Ausscheidung der übrigen zwischen Einleitung und Z liegenden Stücke (inäye, minne, ere) weiß Borinski kaum einen Grund anzugeben. Denn dass die hier behandelten Stücke nicht später noch einmal in gleicher Ausführlichkeit vorgebracht werden, kann doch nicht der Grund für ihre Un-eehtheit sein. Die Erinnerung au die Märtyrer wird ausgeschieden, weil «bei dem Warner die Heiligen ganz zurücktreten (nur (i(i7 f. die heilegen die e% habe nt, geschriben)». Die angeführte Stelle ist freilich wieder «unecht», ebenso die nicht angeführte: 17(i7 die beilegen Itabent sich äf gezogen, von der knppel sint si geflogen ilf '}UO ir schephaere: hie wären si unmuere; aber zugegeben echt ist doch: 2824 die heiligen sint sin spot: da'} ist ein menschlich satanät. Wie die «stellenweise ganz abweichenden Bestandteile der Mahnung eines leraere» (1463 1520) in diesen Zusammenhang kommen, lehrt die vor- bildliche Stelle im Speculum des Ilonorius Augustod. (Migue 172, 8(54- 8(5(5.) Die Ausscheidung der Zeitklage, Kl. 1(5(5!)—1834, begründet Borinski folgendermaßen: 1.) Es kommt durch diesen Abschnitt ein Zwiespalt in den Stand des Dichters, denn 1820 ff. unsanfte miie'i wir Ihlen, swd wir nu ye herber gen sin lasse sich nicht vereinbaren mit i)20 ff. also tribet er day jär hin %e fremden nahtseiden, duy yiint wol mellen beiden! und der Parabel vom spilman 2707 - 27H0, die sich ausdrücklich gegen Spielleute und Fahrende wende. Darauf ist zu entgegnen, dass die angezogene Stelle (1820 ff.) jeder persönlichen Beziehung entbehrt, wenn man nicht eine hineinlesen will. Sie bezieht sich ganz allgemein auf den Verfall der einst so gepriesenen Gastfreundschaft, den man wohl beklagen konnte, ohne gerade Spielmann oder Fahrender zu sein. 2.) Die Tendenz kehre sich oft direct gegen das Thema der Warnung, welche die Welt als lockend und gefährlich schildere, nicht aber als reizlos und ungefährlich wie Kl. Borinski vergisst, dass die Warnung, wo es sich um die Schilderung menschlicher Verhältnisse handelt, wie in Kl., immer Grau in Grau malt. Vgl. 11551 1(5(58, 23(53 2370, 23!)3 240(5. Nur die Schönheit der Natur stellt sir lockend und in blühenden Farben dar, um dann ihre rasche Vergänglichkeit als desto wirksameres Gegenbild zu zeichnen. Sie will eben überall die Nichtigkeit weltlicher Freuden aufzeigen, und wenn sie dies auch an dem Beispiele einer freudlosen, wüsten Gegenwart thut, so verstößt sie damit gewiss nicht gegen ihr Thema. Die Ausdeutung des Inhaltes auf bestimmte Zeitereignisse übergehe ich hier, da ich sie später in anderem Zusammenhange zu besprechen habe. 3.) Die Versbetonung sowie die hier auftretende Längung kurzer Vocale weisen auf eine spätere Abfassungszeit, als die der übrigen Tlieile des Gedichtes. Zweimal zeige gerade hier der sonst so genaue; Reim Längungen kurzer Vocale: 11i7M hin: grin, 1807 klage: enwäge. Der Versbau weiche vollständig ab und gehe in den späterer Zeit üblichen Gleichtakt über: vgl. 1(581, 1704, 1705, 1713, 1739, 174(1, 1754, 1821. Diärese durch Fehlen der dritten Senkung: 1715, 1718, 1727, 1728, 1815. Außer den eben angeführten Längungen hat Borinski später noch eine nachzutragen N. 183 stat: rat. Es bleibt hinzuzufügen 2095 sin:gewin und 2185 gar: ivär. Dadurch wird die Beweiskraft der Längungen in Kl. sehr geschwächt. Obendrein aber sind sie» kaum stichhaltig. Nichts spricht dagegen, die Kürze enivage (die auch Steinmeyer, Zeitschr. 83, annimmt) einzusetzen. Die Länge grin, die I?oriuski wohl nach Lexer gegen Haupt einsetzt, ist an dieser Stelle sinnlos; vgl. über die Bedeutung Lexer 1. 108(>. grin ist dialectische Form (oder Nebenform V vgl. Kraus, DG. Tundalus 471 stimmen: grinm) von grim, die ich allerdings sonst nicht belegen kann, die aber durch Reime wie grimme rinne, Stricker, Daniel vom blühenden Thal 34b und grimmen:gewinnen, Kudr. !)21, 4 (Weinhold, Bair. Gr. § KU)) wohl sicher gestellt ist. Vgl. übrigens 1(177 bitterlichen grin mit 502 billergrimme und 5(10 grimme bitter. Der Versbau ist derselbe, wie in den übrigen Theilen des Gedichtes. Die von Borinski angezogenen Verse mit angeblich versetzter Betonung und mit fehlender dritter Senkung finden auf jeder Seite des Gedichtes ihre Entsprechung. Ich greife beispielsweise die der Kl. folgenden vierzig Verse heraus, von denen Borinski 1838, 1841, 1843, 1848, 1858, 1859, 18(il, 1870, 1872 ebenfalls mit versetzter Betonung lesen oder Fehlen der zweiten oder dritten Senkung annehmen muss. Borinski’s Annahme, dass Kl. interpoliert sei, wird also durch die äußere Form des Stückes ebenso wenig bestätigt, wie durch die beigobrachten inneren Gründe. Zum Überfluss sei noch eine Reihe von Reimen, Wörtern und Redewendungen angeführt, die für die Warnung charakteristisch sind und die sich auch in Kl. finden. Beliebte Reime: 1(173: ist: fr ist. Vgl. 523, 545, 8(13, 1005, 1389, 1559, 2001, 22(11, Ki,Sl, 1691, 1795: not: tot. Vgl. 71, 77, lol, 121, 125, 20!), 288, 45:5, 488, 501, 515, 558, 757, 1045, 1201, 1 <»45, 2105, 2197, 2208, 285!), 2371, 2705, 2749, 2«!)!), 8019, 8069, 8108, 3263, 8277, 3845, 8897. 1729, 1741, 1763: : lit. Vgl. 145, 1405, 1549, 1588, 2215, 2345, 3013, 8025, 3113, 8183, 3247, 3281, 3335, N. 85 (179, 407, 1687, 1643, 2229, 2355, 2451, 3057, 3349, N. 215. 1695, 1761, 1785: wol: sol. Vgl. 47, 229, 455, 595, 665, 717, 1109, 1121, 1407, 1545, 1843, 1893, 2153, 2171, 2515, 2619, 2639, 2693, 3031, 3143, 3233, 3299, 8461, 3481. 1713: sint:ldnt. Vgl. 157, 377, 449, (*05, 1195, 2199, 3053. Charakteristische Reime: 1675: le it (veri).): tre,it. Vgl. 1117, 1943, N. 57, 2369. 1689: kitulen: yesinilen. Vgl. N. 275, 1631, 2597. 1739: unreinileeit: leit. Vgl. 887, 1 117. 1749: genote: töte. Vgl. 641, 655. 1803: missewende: ende. Vgl. -17!), 20er des niht wesen, dtne wip muget ihr niht genesen führen wieder auf die Ehe hinüber, ln den Rathschlägen für Haushalt und Kindererziehung werden die äußeren Verhältnisse erörtert, 1475 1520, in den Mahnungen zur Enthaltsamkeit auch in der Ehe die inneren, 1521 1606. Diese Ausführungen über die indice im Geschlechtsgenusse leiten hinüber zur Einschärfung der mdye überhaupt, 325 — 674. In gutem Zusammenhänge wird dann <>75 1042 über Gottes Gebot Id day übe! mit tuo day guot, über die minne und im Rahmen dieses Themas über die ere gesprochen: duf besliuyct clliu diu geltot diu in gesagt sint von got, 1041 f. Damit sind die Lehren für die mannigfachsten Lebensverhältnisse abgeschlossen, und es beginnt mit Vers 1607 (nu verneint man unde wtp) ein neuer Haupttheil des Gedichtes, die Warnung vor der trügerischen Welt. Der Inhalt des Bruchstückes 121!) 1246 weist demselben einen Platz in jenem Theile des Gedichtes an, der den Satz ausführt, dass sich das Himmelreich nicht mit senften gewinnen lasse. Die Ankündigung einer Erzählung, die diesen Satz illustrieren soll, lässt es nicht zweifelhaft, wo das Fragment einzurücken sei. Es gehört unmittelbar vor die Parabel vom müßigen Spielmann, dem der Herr die Ilimmelsburg verschlossen hält (2707 ff.), und lehnt sich nach vorne an folgende Ausführungen: Der Lohn der Welt ist wertlos, und doch mühet ihr euch seinetwegen. Warum thut ihr es nicht um das ewige Leben, wo Freude ohne Ende ist? Ihr müsst doch selbst gestehen, dass man dieses höher zahlen sollte als «werltltche ere», und trotzdem wollt ihr den Tod, den euch die Welt gibt, theurer kaufen als das ewige Leben? Ich sehe, der Mensch ist dümmer als das Vieh, day nivit da1} leben für den tot mit gemach für ander not, 262!) 2706. Hier ist das Bruchstück einzufügen: Aber euch dünkt es ja so fröhlich und wonnereich, euer Sündenleben! Ihr schert euch um nichts und wollt ja eben «mit gemache» leben. Wer aber soll euch dafür, wie den Märtyrern, das Himmelreich geben?! Ihr wisst, wie theuer sie es erkauften: sie wurden gesotten und verbrannt, gekreuzigt, geblendet und erschlagen. Gedenkt ihr das veile himelrtche so umsonst hinzunehmen, ihr hoert ein ander maere sagen da michel riwe mich get mit grö% äugest an stet, nu verneint, diu gotes maere, tunt hin die sündaere! 121!) 1246. ich hdn iuch ivol vernomen, ir weit mit gemache körnen in da% himelrtche, einem spilman gelklie, 2707 2710. gotes maere wird die folgende Krzählung ihres biblischen Kernes wegen genannt. Der Schreiber fügte 2700 und 2707 ff. vielleicht wegen des Ausdruckes gemach, der 2700 und 2708 erscheint, zusammen, obwohl die verschiedene Bedeutung, in der das Wort an den zwei Stellen gebraucht wird, höchst befremdend wirkt und gegen die unmittelbare Aufeinanderfolge spricht. So leimte er auch den Abschnitt 1415 ff. wohl wegen des Ausdrucks phantloese in Vers 1426 an das Zabelgleichnis und sah in Vers 323 f., des wol der Up enhaere !) 1 l<>!)!), 17!)5 17!)8. Unbeständigkeit menschlichen (ilückes 2141 2154, 2345 2370, 2393 — 2404. Beschwerden des Alters 2317 2344, 2181 2208. Entstellung des menschlichen Leibes im Tode 127—136, 2121 2130. Sünderaufzählung 282 291, 2772 2777. Verfluchung 20!) 21(i, 2783 2790. Ilöllendrohung und Hölleu- schilderung 209— 276, 295 — 324, 1247—1252, 543 -578, 1193 1218, 3345 -3390. Schilderung der Himmelswonnen 1428- 14(>2, 2607 2690, 3409--3472. Schilderung der vergänglichen Sommerpracht 1291-—1932, 2291 2310, 2375- 2392, 2411 2424. Die welkende Pflanze 140 ff., 1933 ff. Wer sich der Welt ergehen hat, soll mit .Recht die Folgen tragen 1 (»<>1 1668, 11S27 1834. Der Welt Lolm und Gottes Lohn 2(i 19 2700, 2807 2924. Thiervergleich 455 -4.S2, 1257—1266. Eine gedrängte Inhaltsangabe, bei der besonders die Übergänge hervorgehoben werden sollen, mag den Gedankengang des Gedichtes deutlich machen. I. Memento mori. (1 — 5)24, 1247 1414.) Alles Schöne dieser Welt wird zu wertlosem Staube. Kotli wird von lvoth zur Pfütze-getragen, wenn ein Freund den ändern begräbt. Den Todten beweint ein Todter. Der erwerbfrohe Erbe stirbt, (die er es ahnt. Er hat den Freund vergessen und lässt sich’s mit dessen Habe wohl sein. Da ereilt iliu Gottes Zorn und keiner denkt mehr an ihn. 1 100. Niemand will den plötzlichen Tod fürchten, und doch entreißt er uns die Liebsten und macht uns den Anblick ihrer Leiche zum Grausen, und wären es seihst Weib und Kind. Weder Gesundheit noch Wohlhabenheit schützt vor jähem Tode. Darum bereitet euch beizeiten. Gebt Gott euer Gut, sonst ist euer Ringen nach Besitz verlorene Arbeit. Beim jüngsten Gerichte wird euch Gott verfluchen zu ewiger Ilöllenpein. Dann ist alle Reue zu spät, wenn ihr brennt und im Höllenbrodem ewig nimmer das Tageslicht erblicket. Dann vergeht euch all euer böses Gelüste, und die Freuden der Welt sind euch für immer versagt. Und ihr erduldet dies mit Recht. Statt zur Kirche giengot ihr zu Schmaus und Schlemmerei. All euer Trachten war die Sünde. Könnte der verstockte Sünder einen Tag in der Ilölle sein! Nehmt ein Feuer in die Hand, und ihr werdet etwas ahnen von der grässlichen llöllenglut, die Fleisch und Bein schmelzt. Daher bereue der Sünder, oder er fährt dahin, wo alle irdische Süße gar herbe wird. Web, dass ihr es nicht beherzigen wollt, was man euch täglich predigt! Das Vieh gehorcht ja, wenn man es anschreit, und ihr habt Vernunft und wollt sie nicht gebrauchen. Ihr ringt nach kurzem Wohlleben. Bald aber kommt der Tag, wo euch keine Speise mehr frommt, wo sie alle von euch gehen, die Genossen böser That und üppigen Lebens. 101—324, 1247 1284. Dem Brettspiel vergleiche ich’s, wenn einer auf den Rath der Leute sich zu Thaten hinreißen lässt, die ihn dann im Tode reuen. Dann mag ihm keiner mehr rathen, wenn der Teufel seine Schuld einfordert. Keiner von denen, die ihm zur Sünde riethen, hilft ihm, wenn es ans Zahlen geht. So ist’s mit dem bestellt, der auf fremden Rath ins Spielhaus geht. Nur am Gewinn wollen die ändern theilhaben, nicht am Verluste. Wenn er dann alles verspielt hat, muss ihn ein Gutgesinnter nuslösen gegen das Versprechen, nieht mehr zu spielen. l),is ist der 15eichtiger. Durch 15eichte und Sünden-erhiss erlangt der Mensch das verlorene Pfand, seine Reinheit, wieder. Wollt ihr fürder das Spiel lassen, hei dem die Seele aufs lirett gesetzt wird, so wird der Gläubiger zur Hölle geschickt. Denkt an die Scene zwischen Spieler und Gläubiger, wenn der Iieutel leer ist! Sie mahnt uns an den Kampf mit dem Teufel, wenn der Sünder auf dem Todtenhrette liegt. Wer daher das Entgelten fürchtet, der höre meinen Rath. Ich lehre ihn, wie er’s vermeiden und dem Teufel entgehen kann. 1285 1414. II. Lebenslehren. (104!! 1218, 1415 IGOG, 1425 1042.) 1.) v. Wollt ihr der Hölle entgehen, so haltet euch an die Ehe. Sie befreit euch von den Schrecken des Jenseits und muthet doch dem Leibe nicht viel zu. Vermögt ihr keusch zu leben, so verdient ihr euch Gottes Lob. Kann aber das nicht sein, so nehmt ein Weib, lieht sie wie euch selbst und bleibt ihr treu. Was sie euch zufügt, begegnet ihr verständig und straft sie mit Maß. Lässt sie ihr Wesen nicht, so fastet und betet, dass sie sich bekehre. Vergeltet ihr nicht Böses mit Bösem. Das müsst ihr Fremden gegenüber unterlassen, umsomehr der Ehefrau gegenüber. Ihr glaubt, dass eine solche Ehe leicht in die Brüche gehe und schwer zu ertragen sei V Der Mann muss eben verständig und gottergeben sein: dann wird sein Ehejoch leicht. Wer keine Unbill von seinem Weibe ertragen kann, dünkt mich nicht männlich gesinnt. Kühner ist der, der seinen Zorn bezwingt. Ich kann euch sagen, wie er sein Weib behandeln soll: Strenge und Milde soll er zur rechten Zeit anwenden. Wenn aber das nicht frommt, so muss er sein Kreuz tragen. Eine solche Ehe ist dann verdienstlich als Sündenbuße. Die Ehe ist schwer zu tragen, da hat es (-in Mönch besser. Drum prüfe sieh jeder, der heiraten will, ob er auch die nöthige Geduld besitze. Die Ehe ist eine schwere Bürde, aber so muss es sein. Wollt ihr unkeusch leben, werdet ihr zur Hölle verdammt. Daher lebt so, dass euch Gott am Tage des Gerichtes die ewige Seligkeit gebe. Wenn ihr überhaupt ohne Weib leben und euren Leib bezwingen könnt, wenn ihr Freund und Feind liebt und euer Herz zu Gott richtet, so zahlt er hohes Lösegeld für euch. In köstlichen Kleidern genießt ihr die Wonnen der Seligen: Gesang und Saitenspiel und den Anblick Gottes. Doch nicht umsonst wird das verliehen. Ihr müsst es verdienen mit einem Leben, wie ich es euch angegeben habe, besonders mit Keuschheit. Kann aber das nicht sein, so vermögt ihr ohne Eheweib nicht selig zu werden. Haltet sie, wie (Mich vorher gesagt wurde, hauet und schaffet Brot, o.-r. 2 erbarmt euch der Armen, Siochen und Fremden. Gebt eurem Seelsorger den Zehent, schlichtet Streit und rathet gut. Lasset eure Kinder in der Schrift unterrichten, auf dass sie Gott umsomehr lieben. Erzieht sie gut, dass sic einst als Ritter ehrenvoll bestehen können. Noch mehr: sorgt für gute Zucht unter eurem Gesinde, liebet und begabt die Kirche und schützt sie vor den Angriffen ihrer Widersacher. Seid auch mäßig im Essen. Die Enthaltsamkeit tliut gar hart, nach ihr sollen wir aber alle streben. Hat einer Haus und Weib, so soll er dennoch dem Leibe die Stillung jeder bösen Begierde, die über die Notlidurft geht, verwehren. Wer bei seinem Weibe ist und sie doch öfters meidet, dem wird zweifacher Lohn, denn sein Leben ist härter als das eines Mönchs. Zwei Wege zum Heile stehen euch offen: bleibt beim Feuer unverbrannt oder flieht es. Heiratet oder bleibt keusch. 1043 1218, 1415- lüO<>. 2.) maye. Mäßigung ist gut für Leibeskraft und Seelenheil. Nur mit der wdye könnt ihr der Hölle entgehen. Den Unmäßigen hat der Teufel besessen und erfüllt ihn mit böser Lust, wie einen weiten Bettsack. Gott ist er verhasst und der Welt. Denn Räuber und Mörder, Kirchenbrenner, falsche Richter und Betrüger wünscht man zur Hölle. Sie sind Kinder des Teufels. Mancher aber ist bei der Welt beliebt, Gott aber verhasst, und umgekehrt; und wieder andere stehen bei beiden in Gnaden oder Ungnaden. Der Gute ist von Gott geliebt und von der Welt geehrt. Er ist geläutertes Gold. Ein anderer sucht nur der Welt zu gefallen und vergisst auf Gott. Ein dritter ist beiden zuwider, boshaft, gehässig, falsch, unkeusch und hochmüthig, wie er ist. Ein Wolf taugte mehr, vor dem Hunde muss er sich schämen. Nach dem Tode aber kann er auch den Hund um sein Los beneiden, der ohne Strafe bleibt, während er selber Höllenqual zu leiden bat. Alle dio Mühe und Sorgfalt, die man von Geburt an auf ihn verwendet hat, ist verloren. Das macht die böse Welt. Wer im Wohlleben sitzt und die Buße stets verschiebt, der ist verloren. So mancher muss sich in der Hölle dessen entwöhnen, das er hier nicht entbehren will. Dort bereut er, hier that er es nie. Heiligen Zeiten und Orten versagte er die Ehrfurcht; in der Kirche schwatzte er. Auch der Anblick Sterbender erschreckte ihn nicht. Er pochte auf seine Leibeskraft und Gesundheit. Ein solcher Mann wird von der Welt geschätzt. Er hat doch nur von (iott alles. Juden und Heiden schreiben alles Gottes Allmacht zu. Wohin denkt jemand, der auf seine Kraft baut und tüchtig isst und trinkt! Er muss ja doch sterben. Dann hätte ihm Mäßigkeit mehr gefrommt. Denkt an ihn und manchen seiner Freunde, die in der Hölle büßen. Könnten sie von dort wieder zurückkommen, sie könnten all das Leid nicht erzählen. Doch dessen bedarf es nicht. Man braucht nur auf die Heiligen zu hören und auf Gott selbst, der uns sagt, wie wir zu leben haben. 3.) la da'i übel unt tuo day guot. Hört Gottes Wort: «Lass das Böse und thu’ das Gute.» Es genügt nicht, dass der Mensch das Böse unterlasse. Da spricht nun mancher: «Gott verliert mich nicht. Ich begnüge mich mit meiner Habe und meinem Weibe, nehme keinem etwas und hab’ auch noch niemanden erschlagen.» Der hält sich fast für einen Heiligen und hat doch nicht mehr gethan, als das Böse unterlassen. Das Gebot muss ganz erfüllt werden. Wer dem Nächsten im Unglück nicht beisteht mit Thoilnahme und Hilfe, der miss- achtet Gottes Forderung. Was böse ist, wisst ihr ja alle. Das Gute, das ihr zu tliun habt, liegt in folgenden Tugenden: Güte, Barmherzigkeit, Demutli, Geduld, Keuschheit, Treue und Wahrhaftigkeit. Der Inbegriff aller Tugenden aber ist die Liebe. <>75- 770. 4.) minne. Der Beweggrund aller eurer guten Werke muss die Liebe sein. Gäbet ihr die ganze Welt hin und littet ihr Flammenpein, ihr wäret verloren ohne die Liebe. Eine Feindschaft macht euch des Lohnes für alle Gutthaten verlustig. Wer selig werden will, der darf von Zorn und Rache nichts wissen. Diese Forderung dünkt euch groß, aber wehe dem, der weltliche Ehre über Gottes Lohn setzt! Mancher meint, er wäre weibisch gesinnt, wollte er kein Unrecht rächen; die Bauern würden ihn ausplündern und niemand würde ihn mehr achten. Aber wo kam denn das je vor, dass die Welt einen seiner Verträglichkeit wegen verachtet hätte? Die Bauern, die gewaltthätig über ihren Stand hinausstreben, die ächtet die Welt allerwärts, und Gottes Hand schlägt sie überdies, während ein Geduldiger, Hilfsbereiter von der Welt geliebt wird. Warum soll er denn übel leben zu seinem eigenen Schaden, nur dass man ihm Kühnheit nachrühme! Die Leute reden von Ehre und wissen davon so wenig wie vom Innern eines Steines. Wer in wilder Fehde erschlagen wird, der wird selten betrauert und ist für ewig verloren. Wollt ihr das Ehre nennen? Schande ist’s, die dem Lande schadet. Wenn einer nach dem Bachewerk nichts behält als Schutthaufen und blutige Hände, kommt er zu seinen Freunden betteln. Das geziemt wohl kühnen Helden! So könnt ihr um der nichtigen Ehre willen Habe, Ehre und Seelenheil einbüßen. Wäre es nicht besser, eines zu verlieren, als alle drei? Ich will euch mit einem Gleichnisse auf den rechten Weg bringen. Eines von zwei Übeln müsst ihr erdulden; wählt also das kleinere. Ein Manu soll geblendet werden. Der bietet dagegen seinen ganzen Besitz und dazu Fuß und Hand, da ihm ja alles unnütz ist, wenn er blind ist. Ebenso unnütz ist einem, der um seine Habe kam, die Ehre, während jenen, der geben kann und gibt, die Welt ehrt und Gott liebt. Nun meint ein Thörichter: «Wo hab’ ich denn das Gut, wenn man es mir nimmt?» Beim Vergeltungswerk kommt ihr erst recht um die Habe. Aber niemand wird euch auf die Länge Übles zufügen, der sich 2* über oiich nicht zu beklagen hat. Hat einer an euch etwas zu rächen, so gebt ihm Ersatz und kommt ihm freundlich entgegen. Das lässt ihn sein Vorhaben nicht ausfiihren. Scharfe Rede aber reizt zu Feindseligkeiten. Uni (iottes willen sollt ihr Freund und Feind lieben, so wird euch niemand gram. Das schließt alle (leimte (iottes ein. 771 1042. III. Die trügerische Welt. (1(107 2120, 2273 2424, 2121 2272, 2425 2540.) Alle, die in der Welt leben, müssen ihr widerstreben. Sie ist eine Verrätherin und betrügt euch bis zum Tode. Wenn ihr dann verloren seid, geht sie lächelnd davon und lässt euch in die Hölle tragen. Warum also soll man sie lieben? Ich rede zu verständigen Leuten, die gut und bös, Leben und Tod unterscheiden und dennoch dem Schlechteren Leib und Seele überantworten. Sie preisen die Freuden der Welt und vergessen all das Leid, das wir tragen müssen. Mann und Weih trennt der Tod, Kinder, Freunde und Gesippen führt er hinweg. Kaum gewonnenes Gut zerrinnt, und freudenreicher Sinn erlischt. Hoffnung zergeht und Freundeshilfe desgleichen. Manch hohes Geheiß wird zur Lüge und Freundschaft zum Betrug. Wer daher der trügerischen Welt mit ihren hinfälligen Freuden Gefolgschaft leistet, der nimmt verdientermaßen ein übles Ende. 1 (»07 1(168. Die Strafe zweier Welten ist denen beschieden, die jetzt zur Hölle fahren: sie haben hier und dort zu leiden. Denn so wertlos wie jetzt war das Leben noch nie. Jede Freude ist in kurzer Frist dahin. Keinen kümmert des ändern Noth. Die edlen Kitter und Frauen sind ausgestorben und mit ihnen alle Biederkeit: schamlos weigert man die Gabe. Die Fhre ist zu den Heiden gefahren. Ihnen gab Gott das gelobte Land. Den Christen kürzt Gott um ihrer Sünden willen das Loben um die Hälfte der /eit und züchtigt sie, dass sie in der Jugend schon ergrauen. Ihre Väter waren fromm und ehrenhaft und hatten ihr Haus in Ordnung. Jetzt verfallt der Hof, in dem (>inst das Jahr hindurch Festlärm erscholl. Wohin ist «alle Freude? IIberall nur Hass und Neid: die Welt muss ihrem Ende nahe sein. Mit den Vorfahren ist auch die alte Gastfreundschaft dahin. Unfreundliche Gesichter empfangen uns, wo wir zur Herberge kommen. Wem soll da diese trügerische Welt noch lieb sein? Wer ihr solange folgt, bis sie, seiner überdrüssig, ihn iu Jammer und Leid versenkt, den soll dann auch niemand beklagen, denn er hat sich selbst erschlagen. 166!)- 1834. So seht ihr doch ins Gesicht und merkt ihre Falschheit! Sommerfreude bietet sie in lichten Tagen mit Blumen und Waldesgrün. Darob vergesst ihr den Schöpfer. Das lohnt er euch am Tage des Gerichts. Hört, wie bald es vergeht, das euch jetzt freudiges Lachen entlockt! Über Nacht knickt der Beil die Blumen, der Winter entlaubt den Wald, die Vögel verstummen. Das duftende Kräutlein, das ihr eh’ aufs (iewaud gestockt, fault auf der Krde. Alles rückt es euch vor Augen, wie kurz die; Freude des Menschen währt. Seht euch nur die Sonne an! Das Herz tliaut uns auf bei ihrem warmen Scheine. Da zieht ein Wetter auf und vernichtet alle Erntehoffnung. Da seht ihr Gottes Rache. Ihr dürft heim Anblick der blühenden Natur des Schöpfers nicht vergessen, sonst seid ihr am Tage des Gerichts des Teufels Spott, weil ihr euch die Welt zu einem Gotte gemacht habt. Ihr seht doch die Vorboten des Gerichts: die Vergänglichkeit alles Irdischen, die Leiden des Alters, die Flüchtigkeit menschlichen Glückes. Freundschaft und Liebe vergeht, Güsse trübt die Brunnen, Iilumenpracht und Frauenschönc verwelken. Das ist die wandelbare Welt. Ihre Falschheit tritt täglich klar hervor. Der heute froh ist, muss morgen hinweg von Freuden und Ehren. Wer sein Leben hindurch lacht, der denke an das Ende, und das Weinen wird ihn angemessener dünken. Liebet Gott oder folgt der Welt: eines müsst ihr wählen. Der Lohn der Welt ist nichtig. Ihrer Freuden werdet ihr im Alter überdrüssig. Dann will die Welt von uns nichts mehr wissen, und Gottes Huld haben wir verloren. Und doch strebt der Mensch nicht nach dem, was der Seele notli-thut. Die Welt liegt ihm im Sinne. Der Bauch, die Weiber, das Gut, Blumen und Gras sind seine Götter. Am Tage des Gerichts werden sie des Teufels Spott, der euch an sie verrathen bat. Nun meint einer: «Ich brauche eben Sonnenschein, Gut und frohen Sinn. Ohne Weib kann ich auch nicht sein, und so liielt’s auch mein Vater. Das ist eben menschliches Leben. Soll ich darum zur Hölle fahren, ich kann’s nicht verhindern! Das kann er allerdings. Wer recht leben will, den will icli’s lehren: Nehmt ein Weib und bleibt ihr treu, seid mäßig in Speise und Trank, gebt Almosen. Prunkt nicht mit Kleidern, seid gleichgiltig gegen die Naturfreuden, gegen Armut und Ileicli-tlium. Umsonst gibt euch Gott das Himmelreich nicht. IV. Wie man um der Welt Lohn und um Gottes Lohn leben muss. (2541 — 2924.) Ihr müsst ja auch um die Gunst der Welt manches entbehren. Sio fordert Zucht und Denrath, Freigebigkeit, Beherrschung im Zorn, gefüges Reden, Mäßigkeit. Schlechte Weiber müsst ihr meiden und so manche Kümmernis geduldig tragen. Und dann betet allzeit zu Gott: dann ehrt euch die Welt. Nun, wenn es selbst der Welt recht ist, dass ihr fromm seid, warum solltet ihr’s dann nicht sein und nur ihr und ihrer nichtigen Ehre zu (jefallen leben? Warum müht ihr euch um ihren wertlosen Lohn und nicht um das ewige Leben? Wollt ihr den Tod, den euch die Welt gibt, theurer kaufen als dieses? Selbst das Vieh zieht (las Leben dem Tode vor und Behagen dem Ungemach! Aber ihr wollt ja eben behaglich leben. Wer soll euch aber dafür, wie den Märtyrern, das Himmelreich geben? Sie haben es theuer erkauft. Wollt ihr es so umsonst hinnehmen, ihr hört etwas erzählen, das Angst und Reue weckt. 2541 ‘270(1, 121!) I24(>. Ihr wollt mühelos ins Himmelreich kommen, wie jener Spielmann. Ein Herr hat einen Kampf auszufechten. Viele der Seinen fallen. Aber als er den Sieg errungen, kehrt er mit allen heim. Sie pflegen ilire Wunden und tliun sich gütlich. Das Burgthor ist versperrt: wer nicht mitgestritten hat, muss draußen bleiben. I)a kommt der unnütze Spielmann und fleht um Einlass: «Herr, icli bin ja aus deinem Gesinde. Die Welt hat mich vergessen, große Noth jagt mich, ich fürchte den grimmen Tod!» «Ich kenne dich nicht. Soll icli dich für dein Nichtsthun bewirten? Nur mit meinen Kampfgenossen theile ich mein Brot; einem Müßigen gönne ich mein Heimwesen nicht. Fahr zu deinen Genossen, den Teufeln! Dort erfährst du, welchen Lohn die Zagen erwerben.» Ihr Herren, ihr müsst fechten, wollt ihr nicht wie der Spielmann verworfen werden. 2707 2806. Wer kann das Himmelreich «mit senften» gewinnen? Auch der Welt zuliebe müsst ihr euch manches versagen. Trunksucht, Fraß, Spielsucht, IJn-keuschheit, Fluchen, Diebstahl, Untreue, Schwatzhaftigkeit, Lüge, Zorn, Geiz und Trägheit mag die Welt nicht leiden. Noth müsst ihr erdulden um ihr Lob. Und nun vergleicht ihren Lohn mit dem Lohne Gottes und erkauft euch den besseren. Wer der Welt ergeben bleibt, der ist verloren. 2807- -2924. V. Des Dichters Bekehrung. (2945 — 3154.) Ich will euch nicht belügen, noch euch zu Gefallen reden, wie einst, da ich. wie ihr, in weltlichem Treiben befangen war. Nehmt euch an meinem Geschick ein Beispiel. Ich lebte wild und gottvergessen. Da sah ich die Leute sterben. Ich sah ihre entstellten Leichen und hörte den Jammer um sie. Ich sah sie begraben. Der eh’ auf kostbarem Pfühle zu ruhen pflegte, den hüllte man jetzt in wertloses Zeug und legte ihn auf die nackte Erde. Als sie ihn begraben hatten, blieb keiner bei ihm, um die Maden zu vertreiben, wie groß auch früher das Gedränge um ihn war. Als ich den reichen Herren so jämmerlich liegen sah, da gedachte ich meiner Armut. Wenn man mit ihm so verfährt, muss es wohl nirgends anders ergehen. Alle müssen wir, missachtet, unter die Erde. Da gieng es mir nahe, wie elend das Leben endet. Ich fürchtete den Tod. 2!)25 3020. Da tröstete mich die Hoffnung auf langes Leben. Erst im Alter wollte ich Buße thun und lebte fröhlich wie vorher. Da kam ich auf meinen Fahrten zu meinem Freunde und wurde von seinen Holden empfangen. Mit dem hatte ich ('inst, gastfrei bewirtet, dahingeleht in Freude und Kurzweil. Ich dachte ihn noch so zu finden wie einst. Bald aber merkte ich, dass er sich verändert hatte: er war vor Alter hlöd geworden und erkannte mich nicht mehr. Wie ein Kind musste man ihn warten. Die Freunde wünschten seinen Tod herbei. Da fasste mich der Jammer, dass ein so edler Ritter des Himmelreiches verlustig gehen sollte. Früher hatte er die Buße ins Alter verschoben, jetzt vermochte er sie nicht zu leisten. Nun erkannte ich das Elend erst ganz. Den todten Freund senkt man eilends in die Erde, und der Sünder, dem das Alter den Verstand benimmt, der ist mit der Jugend verloren. Plötzlicher Tod fällt die Jugend in ihren Sünden, und im Alter ist’s vielleicht mit der Buße zu spät. Nun gab ich meiner Leichtfertigkeit den Abschied. Wenn ich auch in der Welt lebe, so will ich ihr doch nicht freiwillig dienen. Dasselbe rathe ich euch. Wer dem Leibe widersagen will, den lehre ich, wie er’s beginnen soll. 3021 --3154. VI. Die vier Dinge, die zur Reue führen. (8155 -3482.) Wer der Hölle entgehen will, muss mit vier Dingen sich eine Helferin schaffen, die alle Sünder rettet, die Reue. Wie ihr zu rechter Reue kommt, will ich euch zeigen. 1.) Erforschet sorgfältig euer (jewissen. Wer dann den Sündenhaufen ansieht, den es zusammenträgt, der wird sich entsetzen. Wundern werdet ihr euch, dass euch die Erde noch nie verschlang. Gott hat eben Geduld mit dem Sünder. Ekel wird euch erfassen vor früheren Freuden und Furcht vor dem Gericht. 3155--3222. 2.) Dann denkt daran, wo ihr gewesen seid. Das ist die gegenwärtige Zeit, die mit ihren Vergnügungen jede Ruße verscheucht. Bedenkt, wie unstet ihre Freude ist, und wie nahe der Tod. 3223 3318. 3.) Dann denkt an das jüngste Gericht mit seinen Schrecken und an die Qualen der Hölle. Dort ist euch alle irdische Kurzweil vergällt in den ewigen Flammen. Der Himmel steigt auf, die Hölle sinkt ewig hinab. Zwischen beiden gibt es keine Boten. 331!) 3404. 4.) Schließlich stellt euch die Wonnen des Himmels vor: den Anblick Gottes, die Erkenntnis aller göttlichen Geheimnisse. Alle Erdenlust ist dagegen nichtig. 3405 3482. VII. Schiebt die Reue nicht auf. (3483 — 3490, N. 1 N. 29(1.) Nun habt ihr alles gesehen, das zur Reue führt. Bereut, eh’ euch der Tod ergreift. Sonst müsst ihr in die Grube fallen, wie ein Blinder ohne Stal). 3483 N. 48. Zahlt dom Horni cur« Schuld. Wollt ihr damit Ilis zum (icricht« warten, so lässt er euch in den K«rk«r werfen, aus dem euch niemand erlöst. Zahlt daher beizeiten, denn niemand kann wissen, wenn der Gerichtstag kommt. N. 4!) —78. Ein Mann hat ein Haus zu bewachen. Er weiß nicht, wann der Dieb einbrechen wird. Deshalb ist er stets auf der Hut. Das haltet euch vor Augen, denn niemand weiß, wann (iottes Iiote kommen soll. N. 7!) ‘J2. Niemand ist so weise, dass er den Rath der Leute entbehren könnte. Wer nur dem eigenen Willen folgt, ohne sich um die Meinung der Leute zu kümmern, der kommt zu Schaden. Legt euren Eigenwillen ab und hört auf guten Rath. Es bringt euch tausendfachen Gewinn zurZeit der Notli. Dann füllet euren Sack! Ein armer Mann besitzt einen Metzen Korn. Kr äße es gerne, bezwingt sich aber und säet es. Kr gewinnt Brot in Fülle. Der Metzen ist euer Leben. Entsagt vergänglicher Freude und säet es für das Himmelreich. N. !>;•! 222. Ich fürchte nur, dass der Geist zu schwach ist, um eurem Leibe zu widerstehen. Kr ist oft in Angst, denn er sieht die ewigen Strafen voraus. Sucht ihnen zu entgehen oder die Hölle wird eure Gebieterin. Denn ihr habt euch auf die Sünde gesetzt, die mit euch der Hölle zueilt, wie auf Glatteis. Ich will euch ratlien, wie ihr der Hölle entgehen könnt. N. 2213 —2!)(>. VIII. Ruft Gottes Barmherzigkeit an um seines Erdenleidens willen. (34'Ji Mahnt unseren Herren aller seiner Güte: wie er um unsrer Sünden willen auf die Krde kam und litt. Mahnt ihn an den blutigen Schweiß in seiner Todesangst. Kr wird euch erhören. Gebunden stand er vor IM latus und litt geduldig den Rackenstreich des Knechtes. Mahnt ihn daran. Mahnt ihn an die Kntblößung seines Leibes: er wird sich erbarmen; an das Verbinden der Augen: er wird seinen Zorn fahren lassen; an die Dornengeißelung: er wird uns erhören. Kine Dornenkrone setzten sie ihm aufs Haupt, sein Kreuz musste er tragen: dieser Gang soll uns zum Heile gereichen, mahnt ihn dessen. Sie nagelten ihn ans Kreuz. Vor Schmerz sank seine Mutter in Ohnmacht. Zwei Schächer wurden zu ihm gehangen, dio beschimpften ihn. Da trieb den einen der heilige Geist zu seiner Bitte an Jesus. Kr ward erhört, weil er tiefe Reue empfand. Das lehrt die Sünder .... Beziehungen zur Dichtung des 13. Jahrhunderts. Die Warnung zeigt in (iedankengehalt und Darstellung zweifachen Ein-llnss: den der Predigt und der älteren geistlichen Dichtung einerseits, den der zeitgenössischen höfischen Poesie anderseits. Zur Bestimmung der Abfassungszeit kommen nur die Beziehungen zur poetischen Literatur des I H. Jahrhunderts in Betracht. Die innige Vertrautheit des Dichters mit der zeitgenössischen Literatur, welche schon Vers- und Reimbohaudlung verratheu, zeigt sich auch in der Wahl uiid Gestaltung einiger Motive. Breiten Raum nehmen in der Warnung die Naturschilderungen ein. Sie stehen ganz unter Einfluss des Minnesangs. Von ihm borgt die Beschreibung der vergänglichen sumerwümie (1884, 2517) ihre Mittel: die wünneclichen tage (2311), vgl. ßugge 108, (i; Ilartman 217, 14die liehten tage (1841, 2078), vgl. Fenis 83, 2!); Reinmar l!Hi, 24; Veldeke 65, 13; Walther 42, 17. bluomm unde grast (1!)() 1, 2075, 2107, 2245, 2435, 3353), vgl. Veldeke 67, 10; Reinmar 185, 2; Walther 39, l(i. — der bluomen schiu (1862, 248(1), vgl. Reinmar 188, 30. diu lilje mit diu roste (1021, 2295), vgl. Wilmanns Leben Walthers III. Anm. 403. — loup unde grau (1859, 2309), vgl. Walther 122, 28. diu iverlt in liehter varwe stfit (2292). — diu heide mit der griiene ualt (2109), vgl. Rugge 99, 29: ich such vil liehte varwe hau die heide und al den grüenen walt. Walther 122, 33: diu heide ruf., der griiene walt. der walt mit griienem louhe stat (1840), vgl. Rugge 108, 10: der griiene walt mit louhe st fit.— vogelsanc (1877, 272, 2077, 2243, 2383, 2481, 3360), vgl. Wilmanns Leben 111. 378. diu nahtegal (1881, 2021), vgl. Wilmanns Leben III. 383. saelic si diu nahtegal mit ir stieben Hanges schal! willekomen sol diu heide sin! (2021), vgl. (Jotfrid v. Nifen, MSH. 1. 42h: saelic si diu hehle, saelic si diu ouvoe! Im Mai ist der wer/de huchyit (1845), vgl. Walther 46, 22: des meien höhgefite. — Die lichten Tage werdent tunkel nach der (vgl. Wilmanns Leben III. 386), so der sumer sinen strit dem winder Ifit durch not (2385), vgl. Walther 39, 10: weif got er Ifit auch dem meien den strit («von einem Streit des Winters und Sommers spricht zuerst Walther , Wilmanns 111. 371). Die Winde bringen kalten rifen (1914, 2416), vgl. Wilmanns 111. 390. Die Heide mit den Blumen wird fahl (1922, 2305) unt da'} loup von froste riset (1916, 2300), vgl. Wilmanns III. 388). — die vögele Ifiyent ir gesanc (1927, 2301), vgl. Wilmanns 111. 392. si twinget sue unt anehanc mit ouch die kalte naht laue (1929), vgl. Wilmanns III. 387. Auch der Grundgedanke dieser Schilderungen in der Warnung begegnet im Minnesang; vgl. Walther 42, 11: nieman kan hie, fröide vinden, si }erge sam der liehten bluomen schtn, und 13, 21: Aller arebeite heten wir vergeben, dö uns der kur'}e sumer sin gesinde wesen bat. der brühte uns varnde bluomen tinde blat: dö traue uns der Icurye vogelsanc. wol im der ie mich staeten fröiden rane! Ganz mit »len Augen des Warners betrachtet Bruder Wcrnher die Sommerherrlichkeit. MSH. 11. 22!)a: Nu merket an dem sumer guot, wa'} er der werlte vröuden git, manic wur%e und oueh ir Icrüt, heide unde wall gelieret Mt, diu vogelin hoehent ir gesanc, der himel reinget sieh. Des sol der wereman geret sin, der elliu bilde schepfen kan, da'} reine totp, ir liebe'} kint, dar yuo den wol.gemuoten man: ythi, des liehten meien blie vil schoene er dunket mich! swie lange ir in der wirde stt, vil schiere kund ein rife mit getwange, der velwet bluomen, unt verkerel sich diu wunnecliche 'fit, unt scheident sich die vogel’ mit ir sänge: wibes schoene unt marines kraft sint in der wirde (niwan) driyie jdr, so leit diu erge an dich ir stric; des nim in diner müede war. Die Personification der blühenden Natur als Frau Welt (Warnung 1835: nu seht ihr under dougen unt merkt ir valsclie tougen. als der meie an get u. s. w.; vgl. Walther 101, !): do ich dich gesach reht under ougen) hat die Warnung ebenfalls vom Minnesang übernommen. Vgl. Walther 124, 37: diu Welt ist üyen schoene, wi'} griien unde rot, und innan swarmer varwe, vinster sam der tot. Es ist nur eine folgerechte Ausbildung des Walther’schen Ge- dankens, wenn in der Warnung die Freude an der Sommerherrlichkeit als gefährlich und sündhaft hingestellt wird. Motive des Minnesangs klingen auch in der Schilderung der Leiden des Alters1 wider. Warnung 2333: des schoenen wibes ansehen dem ist, ein wiyen so geschehen da} ir nu niemen nirnt war, und 2187: da'} wip iuch un-gerne siht, so touget (Handschrift muget) ir danne niht. Vgl. Keinmal', MFr. 186, 15: ouch geschiht ein wunder lihte an ir, da•} man si danne ungerne 1 Dies Motiv fohlt Heinrich von Melk. Es erscheint aber schon hei den Sporvögeln Ml(,r. 26, 20: mich miiet da} alter xere. Anzuziehen ist auch Iwcin (>5!!2 und Bruder Wernher, MSH. II. 228 0 : Ks teatre ob nienten laei/c tot und ouch der helle wi}e niht erneuere, wir mühten vürhten doch da} alter, 1I1ist ein tegelichiu not. — Sprüche und Kiithsel (Iber das Alter siehe bei Roethe, Keinmal' 31!! A. silit, und M Fr. LH(i, 10: so entoug ich ir vor alter nilit. Andere Stellen gemahnen an das Gedieht «Der alte und der junge», Altd. Bl. I. 29: 3. Str.: Mijnen nesten frunden ein versmähen Bin ich und sust niemandes fuge Die mich etwenne gerne sähen, Den teere ich yet'i yu Rome nähe genug. 4. Str.: 0 hole mich, almechtiger got; Ich bin niemandes doch nut% me. Vgl. Warnung 2199: diu jär in unnütze sint, sit ir sit man noch kint, nitoan der Hute müesal. si saehen gerne iuren val day iuch hin naeme der tot, und 3071: sit er gote noch der werlt yam, da'} im die friunde wären gram, stnes todes wunschtens alle tage. Bekanntschaft mit Hartman von Aue verräth die Gewittersehilderung in der Warnung, die unter dem Einflüsse der Gewitterschilderungen im Iwein steht. Iw. 638: do erlasch die sunne diu e schein diu wolken begunden in den selben stunden von vier enden üf gätn. Vgl. Warn. 1973: schiere diu sunne under get, ein küeler luft üf stet, diu wolken beginnent üf brehen. Iw. 994: do kom ein siusen unde ein d&i (vgl. Warnung 1976: grimme süsen [Handschrift siusen \ unde schehen). uni ein selch weter dar näch da'i im düht day im ye gäch mit dem gieren waere gewesen. Vgl. Warn. 1987: eines tages da'} geschiht da'$ man guotes weters giht, unt (kumt) eil boesey dar nach, da'i den Hüten wirt gäch ab der strdile under'} dach. Iw. 5783: e'$ kom ein regen unt ein wint. Vgl. Warn. 1980: so kumt. ein ungestüemer wint. Iw. 638: do erlasch die sunne diu e schein, und yergienc da'i vogelsanc, alss ein swar% weter twanc. Vgl. Warn. 2408: du'{ wölken iiiiut der sannen ir vil minuecUchau sch in, day si muo'i von rekte tunket sin. diu vogel ltn nieue singent, 1: nach dem lode ir niemen phlegen wil uni liabent doch der friunde vil. (»7: '% der helle si her ding ent, da si mit noeten ringent, da'i man in ir guot teile mit si von sere heile. Vgl. Bruder Wernher, MSI1. 11. 23Ub: tve, da'f diu sele niht nippe hat, des wirI diu liellc ml! nach tode ir nieman pflegen wil; sie (/dlien niht wan wie si dw$ guot geteilen, si heten teil ent, do si lebten, nidge und auch der vriunde eil: wd sint si nil, di si von sere heilen? in ist geschehen, als uns geschiht: wir sparn uitf uf den testen tue; so se'Mcn wir diu hohen pfant, diu nieman dort, erloesen mae. Redensarten, wie die hier vom Pfände, mögen das Gleichnis vom Zabel in der Warnung (12N5 ff.) veranlasst haben. Vgl. auch Walther 1(>, 1!): und swer deheine schult hie lut unverebnet, wie der stuf dort da er pfant noch bürgen hat!, und Itoethe zu Reinmar von Zweter 207: Gol git ie vrist, man vint in über selten, der die vrist mit dienste welle gelten, die (rot so lange hat geborget. er sehiubt e% uf von tage ^e tage mit teaent an einem tage erjage, daf er du hat so weninc vor besorget. (Vgl. die Einleitung des Zabelgleichnisses in der Warnung 1272: iwer iegl Jeher niht es gert wan (lay er von tage %e tage habe des er sich betrage.) ' Vgl. auch Reinmar von Zweter Nr. 229. Ähnliche Gedanken wie Warn. 38 100 und 2!l<;<> :!00 l begegnen auch in Rudolfs liarlaam 12(i, 7: live ander vrinili die tuf'u/e sint, sie schoiucent leiders niht hi in. trip, valer, muoter, bruoder, killt, sie kerent tlar an gar tr sin, durch tlie der man y’ aller yt wie er home ir ougen ahe. gol, sete mule lip hegit. sie volgent im biy y;» dem grabe. 117« hoerenl diu des inannes klage't als er dnnne irirt geleil, irie helfent si im an dem tage, an 11' nnninoy’ arbeit s6 im der tot ein ende git ? gtinl si schaffen hein ir dinc. eil jämmerlichen er gelil. sie kerent allen ir gerine sie sehent sintiliehe dar an 3. Ein für die Zeitbestimmung wichtiges Thema sind die Rathschläge für die Zähmung einer unbotmäßigen Ehefrau, die der romantischen Welt des Minnesangs gegenüber wohl nicht olmo polemische Absicht die prosaische Wirklichkeit betonen. Den Gipfelpunkt dieser literarischen Bewegung, zu der vielleicht Walther 73, 22 den Anstoß gegeben, bildet das parodistische Gedicht Vom übelen ivibe. In gleicher Gesinnung wie die Warnung behandelt dieses Thema Bruder Wernher; unter Empfehlung derberer Mittel Reinmar von Zweter (Nr. 1 <)">)• Mit der Warnung stimmt übrigens Reinmar überein in der Hochschätzung der Ehe, die er, wie auch die späteren Didaktiker Seifried Helbling und der Teichner (s. z. Seifr. Helbl. II. 942), über alle Orden stellt. Es ist ein Ton derselben Saite, wenn die Warnung (1563 — 1574) rechtes Eheleben verdienstlicher als ein Mönchsloben nennt. Ein anderes Motiv der Warnung, die Zeit klage, begegnet schon bei Heinrich von Melk.1 Auch bei Tomasin (2459—2520) und bei Walther2 erscheint sie. Mit Tomasin 2502 ff. und Walther 21, 25 kommt die Warnung überein in der Verbindung der Zeitklage mit der Androhung des Weltunterganges (Warnung 1808: diu werlt ist endehaft enwage dcv$ si schiere wil 'sergen, sine mag niht langer so gesten). Reinmar von Zweter greift, wie die Warnung, das lebende Geschlecht seiner Untreue und seines wüsten Lebens wegen an. Roetlie Nr. 175, 3: hie vor was triuwe unt ere, vröude bi ‘füllte uni alles guotes vil Der werlte leben daf ist nü worden swaere, e's richet valsch unt lugelichiu maere, die Hut sint worden ungetriuwe, e'f verraet der vater nü sin kint:8 diu meiste rnenege ist eren blint. nü kius also, day e'$ dich nicht geriuwe! 1 Erinn. 378: von sollten mhnaeren wirt (/ixe werlt niuwe Itiider ungetriuwe. diu ehlaget von rechte die vordem guote chnechte die ir so gar sint benomen. 388: wA schinet der altlierren wistitom den niemen ereellen machte under allem ir gedächte? alle die hi dt neu eiten lebent, deheines anders listes si phlegent, ican wie si anenander betrugen, bespülen mit beliegen. ver-boeset ist diu nitre jugent. ere, yiht unt tugent, die nigent sam ttmb ein rat. 2 Walther 13, 5: Owe tva5 eren sich ellendel Huschen landen! 21, 10: so we dir Welt, wie übel düstest! 21,25: nA wachet! uns get yto der tac. 23,32: hie vor dt) was diu weit so sehoene. 38, 10: wir klagen alle da5 die alten sterbent untle erstorben sint. 42,31: teil ab iemen wesen frö. 124, 14 ff.: diu weit ist allenthalben ungendden vol. 3 Roethe vergleicht Walther 21, 34; Freid. 46, 5; Strauch •/.. Marner XIV. 108; Krimi. 274; Frauenlob 23, 11; Suchenwirt 30, 205; Lb. 142, 74; Keller, Erz. 68, 27; 631, 26; Vor drVfic jtitren stuont ey bay dan nn ye disen getiten: des bin ich an vröuden lnv doch lache ich mit den jungen, da5 si mich underwilen gerne an sehen. Die alden pflagen gnoter site, da'i si mit ganzen triuwen waren edle ein ander mite: mit siebter ordenunge so lebten si: des miie^e in wol gescheiten! Nrt lebe wir mit hay$e unt ouch mit ntde. Vgl. Warn. 1(>72: der erde leben wart noch nie so boese als ey im ist. elliu freude in kurier frist ist gärlichen hin geleit, guot gemüete niemen treit niwan bitterlichen grin. iegltcher yiuht daf guot hin unt enruochet wie ey jenem erget, der trüric habelös bestet. MSS. XXV. 378, und führt diese «typischen Züge des Zustandes tiefster sittlicher Verkommenheit», auf Matth. 10, 2! und Marc. 13, 12 zurück. - Dieser wie ein anderer typischer Zug der /ei tk hi ge (Walther 13, 5: owe traf eren sich ellendet Huschen landen/; Tomasin 2407: [triuive und irdrheit/ si ist von Engelaut vertriben, y Herlingen ist si nilit hüben; Warn. 1710: [diu ere] hat gerilmet daj laut; Jörg Schilher, Hätzlerin I. Nr. 28, 102: St/ sprach: ich l>in frau> Kr genant, lind bin geflogen lisj dein laitt/t, das nymant achtet mein) findet sich auch schon bei Hesiod ”l'-pYa /at %^pat 170 : vüv fEvoj iaxt mSjjpiov • ouS^ tzot' ^1x70 jtauuovTat zau.ä"(ov zal ot^üo?, ouSs ~t vüxnop cp9'čipi|jičvoi- 8k IIeoI Sioaouat jj.epiij.va? • oOSk Traiijp TcaiSEuotv ojjtoito; oüSs*t xtxiSzz, oüSk Seivo; I;£ivo8<5z; x'o jcapcS; jixp, aMa 3k yripä'T/.ov':a; äTtarJaouat To/.rja; * u-Euiiovcat o’apa tou; ‘^ocXEnot; ßa^ovTE EJtEaai, 90: so im diu sele gät, so hat er niht guotes mere, wan swa'5 er durch gotes ere mit willen hät gegeben e, daf hät er unde niht me. Anderseits begegnet wieder Übereinstimmung im Ausdrucke (angemerkt sei einstweilen auch der Vers Kl. 148: im ist sin stuol da benomen; vgl. Warnung 2219: im ist der stuol da benomen) bei gegnerischer Ansicht. Kl. 247: si enfröwent bluomen noch daf gras, day e der werlde fröude was, und liehte tage unde laue, weder sumer noch vogelsanc. Vgl. Warnung 1841, 1857, 1901 f., 2078, 2107 f., 2243, 2314. 1 Die gleiche Grundstimmung hat Ulrichs Frauenbuch, das auch in einzelnen Zügen der Sittenschilderung mit des Strickers Klage übereinstimmt. Vgl. Seemüllor, Stud. z. kl. Lucidarius. o.-n. ü Denselben Apparat wie liier, wo das Schwinden höfischer Freude beklagt wird, verwendet übrigens der Stricker anderwärts zur Verhöhnung der Minnesänger (v. d. Hagens Germania VIII. 300, 232): So waere day vil gefüegc, day man für in trüege edel bluomen, loup unt (/ras, da'i ie der hofschaere vroude was, unt einen vogel der wol sunge unt einen brtmnen der wol sprunge under einer schonen linden. Auch die Warnung verspottet die Naturverherrlichung der Minnesänger in dom parodistischen Liedchen Wol dir, fr owe sunne! (201!)) und 2243: einer anbetet da% vogelsanc unt die liehten tage lanc, dar yuo bluomen unde gras, da‘5 ie des vihes spise was: diu rinder vrey^ent sinen got, er ist der toerschen ohsen spot. Die Derbheit des Ausdrucks gemahnt stark an den Stricker, der z. H. dem Minnesänger rätli (v. d. Hagens Germania VIII., Die minnesinger, 280): er sol niht neisen (?) riten in islichen chuestal, ein sou unt ein nahtegal die singent ungelichen sanc. Auch in den Angriffen gegen die Frauenverehrung kommen der Stricker und die Warnung überein. Stricker (v. d. Hagens Germania VIII. 301, l(i): sus werdent sie der manne got die in herceliebe jehent unt gotes minne über sehent. Vgl. Warn. 2233: day sint sin goettinne, den dient er umbe minne. Beide verwenden in Bezug auf die Minne denselben gnomischen Ausdruck. Stricker (a. a. ()., 301, 1): swä grö'fey fiwer brinnet, vil dikke er ineil gewinnet, der im ye nähen loufen wil. Vgl. Warnung 1575: swer dicke bi dem fiure stät n. s. w., und I58(i: so belibent si unverbrant unt sint auch One mäsen gar. Charakteristisch ist auch die Zusammenstellung: Stricker 2i)3, 29: leccher unt verschamptiu wip die machent mangen guoten lip, da% er got wirt gar wilde, si gebeut vil boese bilde. Vgl. Warnung 258(i: der lecker (Handschrift diu lüge) ist al der werlde leit. boesiu wip solt ir tniden. Warnung 2935: nu nemt bi mir bilde, ich was worden wilde. (Dasselbe Verspaar übrigens auch Gregorius 1345, 3793.) Die Eingangsverse der Zeitklage in der Warnung (1669: yweier werlde toiye ist in bischert, swu'i Hute nu ye helle vert.: in ist, dort we unde ouch Ine) gemahnen an Stricker, Frauenminne 17: Dit'i ist ein wwaltiger tot, hie jdmer unt dort immer not. Die Klage um die Vorfahren (Warnung 1682 ff., 1755 ff., 1795 ff.) findet auch beim Stricker Ausdruck: Frauenehre (Zeitschr. 7, 478 ff.) 4: ich sprach «da sint die werden tot die manege tugent behielten unt, großer vröude wielteu, unt haut die vröude mit in hin.» In Strickers Gedicht Die ritter (v. d. Hagens Germania VIII.) wird zwischen Gott und dein pflichtvergessenen Ritter ein Zwiegespräch geführt, ähnlich dem in der Warnung (2743 ff.) zwischen Gott und dem unnützen Spielmann. Es schließt gleichfalls mit der Verfluchung (58 nu var oucli immer mit in hin) und wird vom Dichter durch eine Wendung, ähnlich der in der Warnung, mit dem Folgenden verbunden: 59 so geschiht in als dem geschach, an dein der herre sinen win rach, der rache mohten si tvol enbern u. s. w. (vgl. Warnung 2791 ff.). Schließlich sei die Erwähnung der Bauernaufstände in der Warnung (840 ff.) angemerkt unter Hinweis auf Strickers Maere von den göuhüenern (Germ. VI. 457 ff.). Entstehungszeit der Warnung. Sprache und Verstechnik in der Warnung böten kein Hindernis, das Gedicht, das obendrein durch eine gewisse Vorliebe für archaistische Formen und Formeln zuweilen ein alterthümliches Gepräge erhält, an den Anfang des 13. Jahrhunderts zu stellen. Die literarischen Einflüsse aber, welche die Warnung zeigt, drücken sie in eine spätere Zeit herab. Es wurde oben Bekanntschaft mit Hartman von Aue nachgewiesen, die Abhängigkeit vom Minnesang gezeigt; es wurden Motive betont, die einer Zeit angehören, in der sich der Minnesang bereits überlebt hatte. Wichtig vor allem sind die Beziehungen, in denen die Warnung zum Stricker steht. Die Erwähnung der Bauernaufstände hat wohl dieselben Ereignisse zur Grundlage, die das rnaere von den göuhüenern ver-anlassten. Das führt in die Mitte des vierten Jahrzehnts (s. Seemüller, Deutsche Literatur-Ztg. 188G, Sp. 1528). Ungefähr die gleiche Entstehungszeit hat die Klage des Strickers; Seemüller a. a. 0. setzt sie nach 1233 an. Dies Gedicht benutzt — worauf schon Wackernagel, LG. 355, Anm. 21, aufmerksam machte — den Waltherspruch 102, 15, indem es (113 ff.) das Bild von den drei Stühlen übernimmt: . — Am 15. Juni dieses Jahres fiel Herzog Friedrich II. in der Schlacht an der Leitha. Sollte dieses ganz Österreich aufregende Ereignis in der Warnung keine Erwähnung gefunden haben? Die Verse 1741 ff.: (got) kürzet in ir %it, day der mensche e tot Mt ö er halbem day gelebe day im got gesalbter jdre gebe zielen wohl auf einen bestimmten und sollte die Anspielung verständlich sein — allgemein bekannten Fall. Klar ist die Beziehung auf l’s. 8!), 10: dies annorum nostrorum in ipsis Septuaginta anni. Sollte hier nicht der letzte Babenberger gemeint sein, der kaum 35jährig starb?1 Der trostlose Anblick des verödeten Wiener Hofes, der freilich schon seit Leopold nicht mehr «der ivünnecliche hof» von einstens war, nun aber nach Friedrichs Tode schon gar keine Freude mehr bot, ruft im Dichter das Bild längstvergangener Herrlichkeit wach: ir vordem ere phlägen e da$ 1 Friedrich ist wohl 1211 geboron; die Angaben schwanken zwischen 120!)—1213. Als Grund dieses vorzeitigen Todes gibt die Warnung an: iran xi wellent sich niht m/tyn 7 ff.). Nun verfällt alles, diu müre mieset unt die steine sint geriren (1772 f.). Fast mit denselben Worten (wä nü ritt er unde fromven? — seht wie jamerlich ich ste. min dach ist fül, so rtsent mine wende) beklagt bei Walther ‘24, 33 der hof ye Wiene seinen Verfall.1 Im Zusammenhange, wie sie in der Warnung erscheinen, besagen diese Anspielungen etwa Folgendes: Hartherzigkeit und Habgier herrscht jetzt dort, wo Leopold vor 24 Jahren so übergroße Freigebigkeit bewiesen. So manche der Festtheilnehmer von 1222 sind todt, ihre Burgen ließ Leopolds Sohn brechen. Ja, die edlen Ritter und Frauen sind ausgestorben und mit ihnen echter Rittersinn. Die Söhne der Kreuzfahrer lassen das heilige Grab in die Hände der Heiden fallen! Dafür trifft sie Gottes Strafe: Friedrich, der Wüstling, fiel jüngst in der Schlacht, kaum 35 Jahre alt. Langes Leben haben sie eben verwirkt. Welch ein Vorbild aller Rittertugenden war sein Vater! Welch glänzenden Namen hatte der Hof zu Wien! Und nun? — «min dach, ist f&l, so rtsent mine wende!» könnte man ihn mit Walther klagen lassen. Ja, viel der Ehren ist versunken, seit Leopold starb und Er ge die Herrschaft der Milte über-nahm. Wo ist die alte höfische Freude, das alte ruhmwürdige Leben, die alte Gastfreiheit?! K. Borinski hat (Germania 35, 288) die hervorstechenden Hinweise auf bestimmte Zeitereignisse anders gedeutet und ist infolge dessen zu einer anderen, späteren Datierung des Abschnittes gelangt. Er denkt an die 1 Sollte der Spruch nicht nach Leopolds Tode anzusetzen sein? Dass er sich nicht auf die Trauer nach Friedrichs des Katholischen Tode 1198 beziehen kann, hat Monzel, Leb. Waith., S. 2(>4, nachgewiesen. Ihn aber als humoristisches Klagelied über das langweilige Leben zu Wien in den Jahren 1217 —1219 («Kr klagt nur über die Entbehrung eines lustigen Lebens», Rieger, S. 28) aufzufassen, geht denn doch nicht an. So sieht kein Walther’scher Scherz aus. MitWehmuth vielmehr zieht der Dichter den Vergleich zwischen einst und jetzt: «min mnle diu was ivilent tjr(>■<,: <16 lebte niender min yenöy, tcan kilnec Artüses hof: so we mir armen!» Der Artushof ist doch nicht der Inbegriff eines lustigen Hofes, sondern eines ohrenreichen. Dass übrigens das Treiben an einem lustigen Ilofe Walther nicht sonderlich zusagte, zeigt das zweifelhafte Lob, das er 20, 4 dem Thüringer Hofe spendet. Walthers Vergleich drückt aus, dass der Wiener llof sein früheres Ansehen eingobüllt liabo. Das aber konnte man von ihm, solange Leopold lebto, zu keiner Zeit sagen. Auch dio weiteren Züge stimmen nur für dio Zoit dos wüsten Hoflobons unter Friedrich. Einst glanzend und freigebig, jetzt verfallend und verarmend, von keinem geliebt, der wie Walther nur höfischer Froudo hold war, hatte der llof weder schappel noch gebende noch frouiven feinem tanye. Ungarneinfälle der Jahre 1250 —1254, bezieht 2703 f.: über j<1r was dä hoch-fit, du der ho/ nu jnemerlkhm lit auf die Heirat der Babenbergerin Margaretha mit Przemysl Ottokar im Jahre 1252, die Verse 1082 ff.: diu erre triwe diu ist tot an den die barmic wären vor vier unt fweinfic jaren auf das Todesjahr Leopolds VI. (1230), die Anspielung 1741 ff.: (got) kürzet in ir fit da'} der mensche e tot lit u. s. vv. auf den Tod König Konrads IV. (1254), die Kreuzzugsklage 1715 ff. auf Ludwigs IX. Heimkehr von seinem Zuge nach Ägypten. Nun deutet aber nicht eine Stelle auf Kriegsnöthen; denn die Zerstörung einiger Burgen, die 1685 ff. erwähnt wird, geschah aus Habsucht und Unbarmherzigkeit (1678 ff.) und bezieht sich nicht auf die Ungarnnoth, sondern auf Friedrichs Vorgehen gegen aufständische Adelige.1 Die Beziehung auf die Heirat Margarethens, ein Ereignis, das bei den meisten Österreichern durchaus nicht populär war, gewinnt Borinski nur, weil er über jär missversteht und hochfit prägnant für brutlouft fasst;2 die Deutung der Zeitbestimmung «vor vier unt fweinfic jaren» auf das Todesjahr Leopolds widerspricht dem Wortlaute der Stelle, die keineswegs angibt: «diu erre triwe diu ist tot an denen, die vor 24 Jahren starben»; der vorzeitige Tod König Konrads kann unmöglich so begründet werden, wie es die Stolle der Warnung tliut, und Ägypten, das doch nicht das heilige Land ist, brauchte Gott den Heiden nicht erst zu geben, weil sie es immer besessen hatten. Soweit sich eine Zeitbestimmung aus dem Inhalte des Abschnittes 1669—1834 gewinnen lässt, ist er in der zweiten Hälfte des Jahres 1246 abgefasst, und dies Jahr wird bei der oben nachgewiesenen Einheitlichkeit der Warnung auch als Entstehungszeit des ganzen Gedichtes anzusetzen sein. 1 Es kann die Kucnringer Fehde gemeint sein: «Friedrich erstürmte und zerstörte die Burgen und ummauerten Ortschaften der Anführer. Er ließ die mit bewaffneter Hand Gefangongenommenen liinriehten.» Lambacher, Jahrb. MUSS. IX. 558 (Ficker, S. 18), oder die Ereignisse des Jahres 1236: «Städte und Ministeriale erhoben sich gegen ihn, doch er schlug den Widerstand zu Boden und vertrieb seine Gegner aus der Heimat.» Ann. Colon, max. MG. XVII. 845 (Ficker, S. 58). 2 Vgl. Predigtbruchst. Germ. 1. 447 b, 32: lu chnmet vil manic hohyt vber iar (manches Fest das Jahr hindurch), die ir vil gern uh vh vil pillic bigienget mit Paulen, mit opher, mit almusen. — Den Vers: dä der hof nu jaeinerlichen lit (1704) bezieht Borinski auf den Ungarn-einfall 1252/53: «Der Ort des lieilagers, das am meisten gegen die Ungarngrenze vorgeschobene Hainburg, war der ersten Wuth der Zerstörung ausgesetzt.» — «Ausgesetzt», sagt B. vorsichtig, denn die Ungarn griffen die festen Plätze nicht an (s. Lorenz, Gosch. Deutschlands im 13. u. 14. Jahrb. 1. 108 ft'.). Dass übrigens die Stelle nicht einen durch Feinde zerstörten Hof schildert, sondern einen durch Misswirtschaft verfallenen, zeigt deutlich genug der Hinweis auf die Vorfahren: ir hu# luten ui wo! (17(il). O.K. Sch ul nach richten. I. Personalstand des Lehrkörpers und Lehrfäeher- vertheilung. a) Veränderungen während des Schuljahres 1895/96. Der Lehramtscandidat Anton Wallner wurde zum supplierenden Loh rer liest i-llt (Erlass des li. k. k. Landesschulrathos vom 20. August 1895, Z. 1841). I)r. Franz Riedl, supplicrender Lehrer, wurde mit Schluss des Schuljahres 1891/95 in gleicher Eigenschaft an das k. k. Staats-Oborgymnasium in Laibach versetzt. b) Beurlaubungen. Professor Josef Borghi wurde aus Gesundheitsrücksichten bis zum Schlüsse des Schuljahres 1895/96 beurlaubt (Erlass des h. k. k. Ministeriums f. C. u. IJ. vom 22. October 1895, Z. 24.178). Dem Professor Franz Levee wurde vom h. k. k. Ministerium f. C. u. U. mit dem Erlasse vom 9. Februar 1896, Z. 2409, anlässlich der demselben übertragenen Herausgabe eines Regeln- und Wörterverzeichnisses für die slovenischo Rechtschreibung mit Beginn des zweiten Semesters 1895/96 bis zum Schlüsse des laufenden Schuljahres die Lehrverpflichtung auf wöchentlich neun Stunden ermäßigt und mit der Vertretung des Genannten der Turnlehrer Franz Brunet betraut. Professor Johann Franke wurde zur Abhaltung eines Lehrcurses für Berufsfischer an der Fischzuchtanstalt in Studenz vom 20. bis einschließlich 24. April 1896 beurlaubt. Dem Professor Karl Pirc wurde aus Gesundheitsrücksichten ein vierwöchentlicher Urlaub bis zum Schlüsse dos Schuljahres ertheilt (Erlass des h.k.k. Landessehulrathes vom 13. Juni 1896, Z. 1365). c) Personalstand am Schlüsse des Schuljahres 1895/96. 1.) Dr. Rudolf Junowicz, k. k. Director, Mitglied des k. k. Landes-Schul-rathes, Beirath für das gewerbliche Unterrichtswesen in Krain, lehrte Naturgeschichte in I. b. und VH., wöch. 6 St., und Stenographie als Freigegenstand, wöch. 3 St. 2.) Emil Ziakowski, k. k. Professor (VIII. R.-Cl.), Gustos der Lehrmittel für das geom. Zeichnen, Prüfungs-Gommissär für angehende Locomotivfiihrer, Dampfmaschinen- und Dampfkesselwärter, Erprobungs- und Revision«-Commissür für stationäre Dampfkessel, ('lassenVorstand der II. a., lehrte Geometrie und geom. Zeichnen in H.a., II. b., III. a., III. b., IV., darst. Geometrie in VI. und Kalligraphie in II. a., II. b., wöch. 20 St. 3.) Franz Kreminger, k. k. Professor (VIII. R.-Cl.), Stellvertreter des Vorsitzenden der k. k. Prüfungs-Commission für allg. Volks- und Bürgerschulen, Classen-vorstand der I. b., lehrte Mathematik in 1. b., II. a., II. b., III. a., VI., darst. Geometrie in VII. und Geographie in I. b., wöch. 22 St. 4.) Heinrich Pirker, 1t. k. Professor (VIII. R.-Cl.), Classenvorstand der II. b., lehrte Geographie und Geschichte in H.a., H b., IV. und deutsche Sprache in I. h., II. b., wöcli. 1 !) St. 5.) Balthasar Knapitsch, k. k. Professor (VIII. K.-Cl.), k. k. Bezirksschul-inspector für die deutschen Volksschulon im Stadtschulbezirke Laibach, für die deutsche Bürgerschule in Gurkfeld, für die deutsche Volksschule in Weißenfels und für die deutschen Privatschulen in Domžale, Josefsthal und Görtschach, Gustos der chemischen Lehrmittelsammlung, beeideter Chemiker beim k. k. Landesgerichte, Classenvorstand der III. b., lehrte Chemie in IV., V., VI., Mathematik in III. b., IV. und analytische Chemie als Freigegenstand in V., VI. und VII., wöch. 20 St. (5.) Emanuel Ritter von Stäuber, k. k. Professor (VIII. R.-Cl.), beeideter Dolmetsch für die ital. und franz. Sprache beim k. k. Landesgerichte, Mitglied der k. k. Prüfungs-Commission für allg. Volks- und Bürgerschulen, lehrte franz. Sprache in lil. a., III. b., V. bis VII., und ital. Sprache in V. bis VII., wöch. 28 St. 7.) Clemens Proft, k. k. Professor (V111. R.-Cl.), Gustos der Lehrmittelsammlung für Physik, Classenvorstand der IV., lehrte Physik in III. a., 111. b., IV., VI. und VII., und franz. Sprache in IV., wöch. 21 St. 8.) Franz Levee, k. k. Professor (VIII. R.-Cl.), k. k. Bezirksschulinspector für die slovenischen und utraquistischen Volksschulen in dem Schulbezirke Laibach (Stadt), Mitglied der k. k. Prüfungs-Commission für allg. Volks- und Bürgerschulen, ltegierungscommissär für die Inspection der gewerblichen Fortbildungsschulen in Krain, Prüfungscommissär bei der Prüfungscommission für die Ablegung der Befähigungsprüfung für den Einjiihrig-Freiwilligendienst mit slovenischer Prüfungssprache, Gustos der geographischen und geschichtlichen Lehrmittelsammlung (im zweiten Semester mit ermäßigter Lehrverpflichtung), lehrto slov. Sprache in VI., VII., Geographie und Geschichte in V., wöch. 9 St. 0.) Dr. Josef Julius Binder, k. k. Professor, Gustos der Lehrerbibliothek, Classenvorstand der VI., lehrte deutsche Sprache in II. a., V., VI., VII., Geographie und Geschichte in lil. a., VI., VII., wöch. 22 St. 10.) Johann Franke, k. k. Professor, Gustos der Lehrmittel für das Freihandzeichnen, Conservator der Kunst- und historischen Denkmäler im llerzogthumo Krain, lehrte Freihandzeichnen in III. a. bis VII., wöch. 22 St., und Modellieren, wöch. 4 St. 11.) Josef Borghi, k. k. Professor, beurlaubt. 12.) Franz Keller, k. k. Professor, Gustos der Programmsammlung, Classenvorstand der V., lehrte Mathematik in V., Freihandzeichnen in I. a., 11. a., H. b., Kalligraphie in 1. a., wöch. 20 St. 13.) Johann Gnjezda, k. k. Professor, f. b. Consistorialrath, Besitzer des goldenen Verdionstkreuzes mit der Krone, Vertreter der Unterrichtsverwaltung im Schulausschusse der k. k. Fachschule für Holzindustrie, für Spitzenniiherei und Kunststickerei in Laibach, lehrte kath. Religion in allen Gassen, mit den Exhorton wöch. 1!) St. 14.) Karl Pirc, k. k. Professor, k. k. Oberlieutenant in der Evidenz des 23. L.-I.-R. /ara, Classenvorstand der VII., lehrte Mathematik in VII., Freihandzeichnen in 1. b., darst. Geometrie in V., Kalligraphie in I. b., slov. Sprache in 1. b., wöch. 1!) St., und slov. Sprache als Freifach im III, Jahrg., wöch. 3 St. 15.) Josef Wentzel, k. k. Realschullehrer, Gustos der naturhistorischen Lehrmittelsammlung, Classenvorstand der La., lehrte Naturgeschichte in La., H.a., 11. b., V., VI., Geographie in 1. a,, Mathematik in 1. a., wöch. 20 St. l(i.) Fran/, Brunet, k. k. Turnlehrer, unterrichtete das Turnen in allen Classen, slov. Sprache in II. b., Ul. b., IV., V., wöeh. 28 St. 17.) Anton Wallner, suppl. Lehrer, k. u. k. Lieutenant i. d. Reserve des 21. Inf.-Ilgts., Classenvorstand der III. a., lehrte deutsche Sprache in La., III. a., III. h., IV., Geographie und (Jeschichte in III. 1)., wöeh. .1!) St. 18.) Ludwig Lederhas, k. k. Gymnasialprofessor, lehrte slov. Sprache als Freifach im II. Jahrg., wöcli. 3 St. 19.) I)r. Ludwig Böhm, suppl. Lehrer am Staatsobergymnasium, lohrto slov. Sprache als Freifach im I. Jahrg., wöeh. 3 St. 20.) Johann Josef Klein, Assistent beim Zeichenunterrichte. 21.) Anton Foerster, Domchor-Dirigent, lehrte Gesang als Freifach, wöeh. 5 St. * Dienerschaft. Johann Skube, Schuldiener und Mundant; Josef Simončič, Schuldiener und Laborant; Anton Bitenz, Hausmeister. II. Lehrverfassung. a) Obligate Lehrgegenstände. Wegen der Unterbrechung des Unterrichtes nach der Erdbeben-Katastrophe wurde mit Genehmigung des hohen k. k. Landesschulrathes zufolge Erlasses vom 10. Juli 1895, Z. 1479, vom versäumten Lehrstoffe des Schuljahres 1894/95 eine zweckentsprechende Auswahl getroffen und während dieses Schuljahres ohne Über-bürdung der Schüler nachgeholt. Sonst wurde der vorgeschriebene Lehrplan in diesem Schuljahr eingehalten. Der Unterricht in der slovenischen, französischen und italienischen Sprache wurde nach dem für diese Lehranstalt mit dem h. Min.-Erl. vom 3. Mai 1880, Z. 10.754, genehmigten Lehrplaue ertheilt. Zufolge dieses h. Erlasses ist das Slo-venische für alle Schüler, welche bei ihrem Eintritte in die Lehranstalt von ihren Eltern als Slovenen erklärt werden, in allen (Hassen obligater Lehrgegenstand. Solche Schüler besuchen in den drei Oberclassen statt des italienischen den slo-venischen Unterricht. Das Italienische ist in den Oberclassen für jene Schüler obligat, für welche das Slovenische nicht obligat ist. Das Slovenische als Unterrichtssprache kommt nur bei diesem selbst und bei der Religionslehre in den Parallelclassen der 1. und II. Classe, welche von Schülern slovenischor Muttersprache besucht werden, zur Anwendung. Beim Unterrichte in allen übrigen Gegenständen ist der mit dem h. Min.-Erl. vom 15. April 1879, Z. 5607, genehmigte Normallehrplan mit den durch die h. Min.-Erlässo vom 23. April 1880, Z. G233 (betreffend den Unterricht in der Geometrie und im geometrischen Zeichnen), vom 20. October 1890, Z. 25.081, unter Berücksichtigung der vom h. Landes - Schulrathe zufolge Erlasses vom 21. November 1891, Z. 2787, angeordneten Übergangsbestimmungen (betreffend die schriftlichen Aufgaben) und vom 17. Juni 1891, Z. 9193 (betreffend den Unterricht im Freihandzeichnen), bedingten Abänderungen sowohl inbetreff des für die einzelnen ('lassen vorgezeichneten Lehrzieles als der angesetzten wöchentlichen Stundenzahl zur vollen Geltung gekommen. 1.) Slovenische Sprache für Nicht-Slovenen. Um Schülern, für welche das Slovenische kein obligater Gegenstand ist, Gelegenheit zu bieten, sich die Kenntnis (1er sloveniselien Sprache anzueignen, hat das h. Ministerium für Cultus und Unterricht mit dem Erlasse vom 11>. September 1880, Z. 13.377, die Errichtung eines sloveniselien Freicurses, bestehend aus 3 Jahrgängen mit je 3 Unterrichtsstunden wöchentlich, angeordnet und den Lehrplan genehmigt. 2.) Gesang. Dieser Unterricht wurde in 5 Stunden wöchentlich ertlioilt; hievon entfielen 2 Stunden auf den 1. Curs, je 1 Stunde auf den II. Ours A (Knaben-chor), I! (Männerchor) A und IS zusammen (gemischter Chor). 3.) Stenographie. I. Abtheilung: Wortbildungs- und Wortkürzungslehre mit Lesen und Schreibübungcn verbunden, wöch. 2 St.; II. Abtheilung: Satzkürzungslehre, wöcli. 1 St. 4.) Analytische Chemie. Infolge der Verordnung d. h. k. k. Min. f. C. u. U. vom 19. Juli 1894, Z. 1352, worden zu diesem Unterrichte Schüler der drei letzten Classen der Oberrealschule zugelassen. 5.) Modellieren. Dieser Unterricht wurde in 4 Stunden wöch. an Schüler der drei Oberclassen ertheilt. Stundenübersicht nach den genehmigten Lehrplänen für die k. k. Staats-Oberrealschule in Laibach. Wöchentliche Stundenzahl in d Zu- Lohrgegenstündo I. a. I. b. II. a. II. h. III.a. III. k. IV. V. VI. VII. C lasse J sammen j Keligion 2 2 2 2 2 2 2 1 1 1 17 Deutsche Sprache 4 4 3 3 4 4 3 3 3 3 34 Slovenische Sprache (obligat) . — 4 — 4 — 2 2 3 3 3 21 Französische Sprache — — — — 5 6 4 3 3 3 23 Italienische Sprache — — — — — — 3 3 3 9 Geographie und Geseliichto . . 3 3 4 4 4 4 4 3 3 3 35 Mathematik 3 3 3 3 3 3 4 5 4 5 36 Darstellende Geometrie .... 3 3 3 9 l Naturgeschichte 3 3 3 3 — — — 3 2 3 20 l’hysik — — — — 3 3 3 — 4 4 17 Chemie 3 3 3 — 9 Geometrisches Zeichnen .... — — 3 3 3 3 3 — — — 15 Freihandzeichnen G 6 4 4 4 4 4 4 3 3 42 Schönschreiben 1 1 1 1 4 Turnen 2 2 2 2 2 2 2 1 1 1 17 Zusammen . . . . j 24 28 25 29 30 32 34 35 36 35 308 III. Lehrbücher, welche mit Genehmigung dos hochlöblichen k. k. Landes,sclmlrathes vom 11. Mai 18!l(>, Z. 854, im Schuljahre 18!J(i/!)7 heim Unterrichte benützt werden. Der Gehrauch anderer als der unten angegebenen Auflagen ist durchaus nicht gestattet. In der I. Classe: Fischer, Kath. Religionslehre. 22. Aull. — Lesar, Katekizm. - Wiltomitzer, Deutsche Grammatik. Nur (i. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesehuch f. Unterrealschulen. I.Theil. Nur 4. Aufl. Sket, Janežičeva slov. slovnica. Nur 7. Aull. Sket, Slov. čitanka za I. razr. I. del. Richter, Geographie. 2. und l.Aufl.— S/ieler, Schulatlas (Ausgabe f. öst.-ung. Monarchie). 72. Aull. Močnik, Arithmetik f. Unterrealschulen. I. Heft. 20., 1!>. und LH. Aull. Streißler, Formenlehre. I. Abtheilung. 8. und 7. Aufl. — Pokorny, Thiorreich. Nur 23. Aufl. In der II. Classe: Zetter, Liturgik. 2. Aufl. — Lesar, Liturgika. Willo-mitser, Deutsche Grammatik. 5. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. II. Theil. Nur 4. Aufl. - Sket, Janežičeva slov. slovnica. Nur 7. Aufl. — Sket, Slov. čitanka za II. razr. II. del. — Richter, Geographie, 2. und l.Aufl. — Gindely, Alterthum. Nur 10. Aufl. — Stieler, Schulatlas. 72. Aull. Putzger, Historischer Schulatlas. 18. Aull. Močnik, Arithmetik für Unterrealschulen. Nur li). Aufl. —- Streißler, Goom. Formenlehre. II. Abtheilung, (i. Aull. Pokorny, Pflanzenreich. 20. und 1!). Aufl. — Pokorny, Mineralreich. 18. und 1 7. Aufl. In der III. Classe: Fischer, Geschichte der göttlichen Offenbarung des alten Bundes. 7. AuH. — Wiltomitzer, Deutsche Grammatik. 5. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. III. Theil. Nur 2. Aufl. — Sket, Janežičeva slov. slovnica, (i. Aull. — Sket, Slov. čitanka za TIL razr. — Bechtel, Franz. Sprach- und Lesebuch. I. Stufe. 4. und 5. Aull. Richter, Geographie. 2. und l.Aufl. Gindely, Mittelalter. Nur II. Aull. — Stieler, Schulatlas. Putzger, Ilistor. Schulatlas.— Močnik, Arithmetik für Unterrealschulen. Nur 1!). Aufl.— Streißler, Geom. Formenlehre. II. Abth. — Krist, Anfangsgründe der Naturlehre. Ausgabe für Realschulen. Nur 7. AuH. In der IV. Classe: Fischer, Geschichte der göttlichen Offenbarung des neuen Bundes. 7. Aull. — Fischer, Kirchengeschichte, (i. Aufl. — Willomitzer, Deutsche Grammatik. 5. Aufl. — Neumann Fr., Deutsches Lesebuch für Unterrealschulen. IV. Theil. Nur 2. Aull. — Sket, Janežičeva slov. slovnica, (i. Aull. — Sket, Slov. čitanka za IV. razr. Bechtel, Franz. Sprach- und Lesebuch. I. Stufe. 4. und 5. Aufl. Supan, Geographie. 8. Aufl. - Mayer, Vaterlandskunde. 2. Aufl.— Gindely, Neuzeit. Nur 10. Aufl. — Stieler, Schulatlas. — Putzger, Histor. Schulatlas. Gajdeczka, Arithmetik und Algebra f. d. oberen ('lassen der Mittelschulen. 4. und 3. Aull. —; Gajdeczka, Übungsbuch der Arithmetik und Algebra f. d. oberen ('lassen der Mittelschulen. 3. und 2. Aufl. Streißler, Geom. Formenlehre. 11. Abth. Krist, Naturlehre wie in der III. 01. — Kauer, Elemente der Chemie. Nur!). AuH. In der V. Classe: Fischer, Kirchengeschichte. (i. Aufl. Janker und Noe, Deutsches Lesebuch für die oberen (Hassen der Realschulen. I. Theil. 3. AuH. Sket, Janežičeva slov. slovnica, (i. Aufl. Sket, Berilo za V. in VI. razr. - Pajk Janko, Izbrane narodne srbske pesmi. Bechtel, Franz. Sprach- und Lesebuch. Mittelstufe. — Mussaffia, Ital. Sprachlehre. Nur 24. und 23. Aull. Letture ita-liane per le classi inferiori d. scuolc medio. 1. parte. Supan, Geographie. 7. AuH. Gintlely, Geschichte für die oberen ("lassen der Mittelschulen. I. Band. 8. Aufl. Stic/er, Schulatlas. — Putzger, Ilistor. Schulatlas. -— Gajdeczka, Lehr- und Übungsbuch der Arithmetik wie in der IV. CI. — Hočevar, Lehrbuch der Geometrie für die oberen Classen der Realschulen. — Hočevar, Gcom. Übungsaufgaben für die oberen Classen der Realschulen. - Streißler, Darstellende Geometrie. Nur 3. Aufl. Heller, Aufgabensammlung aus darstell. Geometrie. 1. Theil. -— Woldrtch, Zoologie. 7. und (!. Aufl. Mitteregger, Lehrbuch der anorgan. Chemie. (5. Aufl. ln der VI. Classe: Wappler, Kath. Religionslehre für höhere Lehranstalten. 8. Aufl. — Jauker und Noe, Deutsches Lesebuch. II. Theil. 4. Aufl. Janker und Noe, Mittelhochdeutsches Lesebuch für Oberrealschulen. H. und 2. Aufl. Lessing, Miss Sarah Samson. Shakespeare, Julius Caesar. Schulausgabe. Sket, Janežičeva slov. slovnica. t>. Aufl. Sket, Berilo za V. in VI. razr. Sket, Slov. čitanka za Vil. in Vlil. razr. — Becktel, Franz. Sprach- und Lesebuch. Mittelstufe. — Mnssa/fia, Ital. Sprachlehre. 23. und 24. Aufl. Letture italianc per le classi inferiori d. scuole medic. III. parte. Supan, Geographie. 7. Aufl. — Gindely, Geschichte für die oberen ('lassen der Mittelschulen. II. Hand. 7. Aufl. Stieler, Schulatlas. — Putzger, Historischer Schulatlas. — Gajdeczka, Lehr- und Übungsbuch der Arithmetik wie in der IV. CI. Hočevar, Geometrie und Übungsauf- gaben wie in der V. CI. — Streißler, Darstellende Geometrie. Nur 3. Aufl. — Heller, Aufgabensammlung. 11. Theil. — Wretschko, Vorschule der Botanik. 5. und 4. Aufl. — Wallentin, Lehrbuch der Physik für Obereiassen. Ausgabe für Realschulen. 7. Aufl. — Mitteregger, Lehrbuch der organ. Chemie. Nur 5. Aufl. In der VII. Classe: Wappler, Religionslehre wie in der VI. CI. — Jauker und Noe, Deutsches Lesebuch. II. Theil. Goethe, Hermann und Dorothea. - Lessing, Laokoon. — Schiller, Maria Stuart. Goethe, Iphigenie auf Tauris. Schulausgabe. —• Sket, Slov. čitanka za VII. in Vlil. razr. - Bechtel, Franz. Grammatik für Mittelschulen. II. Theil. 3. Aufl. — Bechtel, Franz. Chrestomathie. Nur 4. Aufl. Mussaffia, Ital. Sprachlehre. 24. und 23. Aufl. — Letture italiano per le classi inferiori. IV. parte. — Sauer, Ital. Gespriieho. — Supan, Geographie. 7. Aufl. Hannak, Österr. Vaterlandskünde f. d. oberen ('lassen. Nur 10. Aufl. — Gindely, Geschichte für die Obereiassen der Mittelschulen. Nur !). Aufl. — Stieler, Schulatlas. — Putzger, Ilistor. Schulatlas. — Gajdeczka, Lehr- und Übungsbuch wie in der IV. ('1. Hočevar, Geometrie und Übungsaufgaben wie in der V. CI. — Streißler, Darstellende Geometrie. Nur 3. Aufl. Heller, Aufgabensammlung. III. Theil. — Hochstetter und Bisching, Mineralogie und Geologie. Nur 11. Aufl. Wallentin, Physik wie in der VI. CI. Für nicht obligate Lehrfächer: Lendovšek, Sloveti. Flementarbuch für deutsche Mittelschulen und Lehrer-Bildungsanstalten. Jurčič, Jurij kozjak. — Scheller, Lehr- und Lesebuch der Gabelsherger’schen Stenographie. Nur 5. Aufl. IV. Haus- und Schulaufgaben zur schriftlichen Bearbeitung gegeben im Verlaufe des Schuljahres 1895/96. In deutscher Sprache. V. Clame. 1.) Noth, die Erfinderin der Künste. — 2.) Poesie des Winters. — 3.) Priamus bei Achilles. — 4.) Haus und Familie des Odysseus. — 5.) Idylle im Schnee. -(i.) Das scheue Pferd. (Eine Begebenheit.) — 7.) Der Tempel von Ägina. (Ein griechisches Landschaftsbild.) - 8.) Ein Bild von der campanischen Küste. - 9.) Der Schmeichler. - - 10.) Mein Gegenüber. (Charakteristik.) 11.) Die Auffassung des Bürgerrechtes bei den Griechen und bei den Römern. — 12.) Eine Iland wäscht die andere. (Erörterung über das Wesen der Sprichwörter.) VI. 4'I»nmc. 1.) Der Stammbaum des deutschen Volkes. — 2.) Das Ghristenthum als weltgeschichtliche Macht. — 3.) Germanische Königsgestalten. — 4.) Kriemhildens Hoffest. — 5.) Pflanzenleben im Winter. — (i.) Das Weib in der griechischen und in der deutschen Heldendichtung. — 7.) Owe dir tiutsche zunge! (Nach dem Gedichte «Der Wahlstreit» von Walther von der Vogel weide.) — 8.) Die Strömungen im Meere. — 9.) Das Luftmeer und seine Segler. — 10.) Des Maien l,) Die französische Staatsumwälzung und ihre Beurtheilung durch Goethe. — 7.) Der Musensohn. (Erklärung des Gedichtes von Goethe.) - - 8.) Die Entschleierung der Erde. — 9.) Das Wasser und die Erdrinde. — 10.) Das Epische in der Dichtung «Hermann und Dorothea». — 11.) «Was ihr den Geist der Zeiten nennt, das ist der Herren eigener Geist.» (Goethe, Faust f.) — 12.) Die allmähliche Entwickelung der Mittel des Verkehrs. (Reifeprüfung.) In slovenischer Sprache. V. CIlIHN«. 1.) Kako je vplival Macphersonov «Ossian» na zbiranje narodnih pesmi. — 2.) Dijaško življenje po zimi. — 3.) O Vilah. — 4.) Katera občila nam pospešujejo obrtnost in trgovino. — 5.) Kaj so narodne pesmi, kakšne predmete opevajo, kako nastajajo in kako so razširjajo? — (i.) Značaj Jeftejev. — 7.) Življenje na ledu. — 8.) Kralj Matijaž v zgodovini in v junaških pesmih. — 9.) Zakaj opevajo pesniki mesec maj ni k. — 10.) Vsebina «Krsta pri Savici». 11.) Kakšne koristi ima pešpotovanje. — 12.) Spanje — človeški dobrotnik. - 13.) Iz malega raste veliko. VI. CiiiSNC. 1.) Kako je postal kralj Matija/, junak slovenskih narodnih pesmi? 2.) Delo človeku naj veča dobrota. — ii.) Čebela in nje življenje. 4.) Železnica človeštvu prekoristna naprava. 5.) Glavni nauki Mahomedovi. (i.) Glavne misli v Gregorčičevi Oljiki . 7.) Sonet in sonetni venec (oblika, vsebina, njega zgodovina v slovenskem pesništvu). 8.) Kako se didaktika bistveno loči od ostalih vrst pesništva? it.) Kako so si Habsburžani pridobili Avstrijo? 10.) Karakteristika posameznih oseb v Stritarjevem dramatičnem prizoru «Kegulovo slovo». 11.) Barometer. 12.) Zgodovina, vsebina in ocena brizinskih spomenikov. Vil. OItt.SCi«'. 1.) Zdanja domovina Slovencev. — 2.) Upanje — človeku najslajše tolažilo. 3.) Nasledki velikih zemljepisnih odkritij proti koncu XV. veka. - 4.) Prvi brizinski spovednik v besedilu zdanje slovenščine. — 5.) Pesniška stran planinskega življenja. — (i.) Občno stanje slovenske književnosti ob katoliški dobi. — 7.) Glavne preosnove cesarja Jožefa II. 8.) Kako so politične razmere oh Vodnikovi dobi vplivale na našo književnost? !).) Kaj je elektrika in kako služi človeku. 10.) Vodnikovo književno delovanje. 11.) Sava —, zemljepisna črtica. 12.) Pet dni na Dunaju (Stavbe, spomeniki, zbirke, zavodi za znanost in umetalnost). 13.) Kateri dogodki so provzročili preporod slovenske književnosti v drugi polovici XV111. veka. (Zrelostna preizkušnja.) o.K. 4 V. Unterstützung der Schüler. a) Stipendien. c X. (O o Ci Name des Stiftlings Classe Namo der Stiftung Verleihungs- Decret 1 Setrag in 11. ö. W. Anmerkung 1 1 Schafienrath Oskar 1. a. Josef Mayer-hold 2. PI. II. k. k. Land.-lieg. 16. II. ‘Mi, Z. 1SS2 2150 2 Simončič .losef 1. a. .losef Mayerhold 1. IM. II. k. U. Land.-Reg. 1(1. II. »0, Z. 1882 2150 3 Treo Kmil 1. a. Georg ThoiwiH Ktimphtr 1. u. 2. IM. II. k. k. Land.-Reg. 17. VI. ‘.Hi, Z. 8694 60- -1 Kos Karl 11. a. Lorenz Lackner 2. PI. 11. k. U. Land.-Reg. 15. 1. im, Z. 17.840 43-86 r» Rupar Anton 11. a. Unbekannter Stifter 1. I‘l. II. k. k. Land.-Reg. 15. 1. 96, Z. 17.8:19 54-60 0 Franke Rudolf 11. h. Johann Kallister 8. PI. II. k. k. Land.-Reg. 2. II. 96, Z. 1360 248— 7 Perovšek Josef II. h. Waisen-I landstift. Krain. Land.-Aiissch. 3. XI. 92, Z. 9063 50— 8 Cerne Emil III. a. Jakoh Cerne Statthaltern Triest 18. XII. 91, Z. 18.6-17 150— 9 Jeran Franz III. a. Kaiser Franz .1 osef Krain. Spare. 26. XI. 95, Z. 3137 50— ! m Linhart Karl III. a. Kaiser Franz Josef Johann Stampfl U. PI. Krain. Spare. 5. IV. 94, / r»7K 11. k. k. Land.-Keg. 1. 111. !)fi, Z. 20i»2 50— 100' 11 Petrovčnik Johann 111. h. Kaiser Franz .1 osef Stailtm. Laibach 22. IV. 96, Z. 13.182 50- 12 Bäbler llaltliasar IV. Kaiser Franz .1 osef Krain. Spare. 22. XII. 93, Z. 1212 50— l:t Noč Kail IV. Kaiser Franz .1 osef Krain. Spare. 26. XI. 95, Z. 3137 50— 14 Jak Josef V. Kaiser Franz. .1 osef Stadtm. Laibach U.V. 94, Z. 10.073 50- ir> Negovetič Hichard V. Johann Kallister !t. PI. II. k. k. Land.-Reg. 23. VII. 112, Z. 6443 248— li; Brtifach Karl VI. Unliekamiter Stifter 2. PI. II. k. k. Land.-Heg. 2. II. 91, Z. 1045 40-62 17 Hiti Frust VI. Kaiser Franz Josef Krain. Spare. 22. XII. 93, Z. 4212 50— IS Mencin Franz VI. Kaiser Franz .1 osef Krain. Spare. 2ü. XI. !I2, Z. 3575 50— m Pavšek Johann VII. Kaiser Franz .1 osef Stadtm. Laibach U.V. 94, Z. 10.073 50- Summe . . . | 1488'08 S|ia rt *ti 1 i (ies Aul Die krainiscllO S|»;irc rcuK.sc-.luliiliiiiniH zur Krr scliulc in Laibach best im tnimtbctrage von 12.*» II . m, 111. a., 3.) hiewok K ishc hat clitung v nL wurde nachhen lrl, IV.. i die Zinsen des Capital», welches ans Anliu-s dt« rOnfundsieh/.iKxteii in weiteren fünf- Stipendien für dürftige Schüler an der Stan l:- Olier-II, in dickem Schuljahre als Un lern t ü tz.uiiK z.n je fl., daher im ■muten Schillern verliehen: l.i Seliškar .laktih. H.a., 2.) Ostermanu i.l 1 liti Kranz, VI. und ft.) Istenič Peter, VI. (Hasse. b) Locales Unterstützungswesen. Unterstützungsverein. Dieser Verein hat die Unterstützung dürftiger, gesitteter und fleißiger Realschüler durch Ueischaffung von Schulbüchern, Zeichenrequisiten, Kleidungsstücken, Aushilfen in Krankheitsfällen u. s. w. zum Zwecke. Seine Wirksamkeit ist aus dem nachstehenden, der Generalversammlung vom 12. März 1896 für das Jahr 1895 vorgelegten Jahresabschlüsse zu ersehen. I Nr. Einnahme n fl. kr. 1 73 80 0 Geschenk der krain. Sparcasse 200 — 3 vom krain. Landesausschusso 50 — 4 vom Baron Apfaltrer von Apfaltrern .... 100 — 5 Mitglieder-Iieiträge 1 16 — 6 Coupon-Erlös 65 77 Summe . . . 605 57 Nr. Ausgaben 11. kr. 1 Für Schulbücher 209 91 2 » Schreib- und Zeichenrequisiten 63 10 3 Geldunterstützungen 39 — 4 Für Kleidungsstücke 107 15 5 » Kineassieren der Mitgliederbeiträge 3 80 6 In der Sparcasse verblieben 30 — 7 152 61 Summe . . . 605 57 Vereinsvermögen. 10 Fünftel-Lose vom 1860er Anlehen ii 100 fl., und zwar: 1. Serien-Nr. 656, (Jew.-Nr. 15, Abth.-Zahl 11, 2 1972, > 7, » iv, 3. » 2420, 12, y> V, 4, * 4356, » 5, IV, 5. » 12108, » 13, » V, 6. 1 5-136, » 4, > V, 7. 17944. 1-1, » 1, 8. » 17944. » 1-1, 111, 9. » 18288. H, V, 10. 18452, » 11, » 111; irschreibungen, und zwar: 1.) Nr. 81 109 vom l.Mai 1892 über 200 tl. mit Mai- und November-Coupons, 2.) » 17062 vom 1. August 1892 über 400 11. mit Februar- u. August-Coup.; Sparcassebuch Nr. 207.705 dt'r krain. Sparcasse Uber 140 H.; im ganzen 1600 II. Nennwert in Obligationen und 140 H. bar. Sowohl die Obligationen als auch das Sparcassebuch sind vinculiert. Verzeichnis der P. T. Mitglieder des Unterstützungsvereines. (Die mit * bezeichneteu Mitglieder sind gründende.) Herr Camillo Graf v. Aichelburg, k. u. k. Rittmeister a. 1). » Auer Georg, Brauereibesitzer. Der löbl. Aushilfscasseverein. Herr Baumgartner Johann, Fabriksbesitzer. » Beyschlag Karl, Direetor der Gasfabrik. » Bilina Ferdinand, Bürger und Handelsmann. » Dr. Binder J. J., k. k. Oberrealschulprofessor. » liorghi Josef, k. k. Oberrealschulprofessor. » Brunet Franz, k. k. Turnlehrer. Frau Chlan, Ingenieurs-Gattin. *Se. Excellenz Freiherr Konrad v. Eybesfeld, Minister a. 1). Herr Eder Franz, Bürger. » Eger Franz, Bürger. » Dr. Eisl Adolf, kais. Bath, Strafhaus- und Bahnarzt. * » Elsbaclier Andreas, Handelsmann, Tüffer. Frau Erhovniz Antonie, Notarswitwe, Reifnitz. Herr Franke Johann, k. k. Oberrealschulprofessor. *Frau Gnesda-Prossinagg Josefine. Herr Gnjezda Johann, k. k. Oberrealschulprofessor, Consistorialrath, Besitzer des goldenen Yerdienstkreuzes mit der Krone, a Hamann C. J., Kaufmann. * » Ludwig Graf Hoyos, Rittmeister. » Isatitsch Franz, k. k. Oberlandesgerichts-Iiilfsämter-Director. » Janesch Johann, Fabriksbesitzer. * » Dr. Jarc Anton, inf. l'ropst, jub. k. k. Landesschulinspeetor. » Dr. Junowicz Rudolf, k. k. Oberrealschuldirector. » Kasch Franz, Handelsmann. » Kästner Michael, Handelsmann. » Dr. Keesbacher Friedrich, k. k. Landos-Iiegierungsrat.li, Landes-Sanitätsreferent, Ritter des Franz-Josef-Ordens. » Keller Franz, k. k. Oberrealschulprofessor. Firma lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. Herr Klimpfinger Hermann, Chef-Ingenieur. » Knapitscli Balthasar, k. k. Oberrealschulprofessor. » Kreminger Franz, k. k. Oberrealschulprofessor. » Krisper J. Vincenz, Handelsmann. » Leskovic Karl, Privatier. » Levee Franz, k. k. Oberrealschulprofessor. Frau Luckmann Adele. Herr Luckmann Josef, Handelsmann, Sparcasse-l'räsident. Luckmann Karl, Direetor d. krain. Industrie-Ges., Ritt. d. Franz-Josef-Ordens. » Luckmann Theodor, llealitäitenbesitzer. » Mahr Arthur, Lehrer an der Handelslehranstalt. * Herr Mahr Ferdinand, kais. Rath, Dircctor der Handelslehranstalt., Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone. » Malitseh Alexander, Privatier. * » Mally Karl I Fabrikant, Neumarktl. Maurer Heinrich, Handelsmann. » Mikusch Lorenz, Handelsmann. » Mühleisen Arthur, Handelsmann. » Naglas Victor, Möbelfabrikant. » Orožen Franz, k. k. Professor an der Lelirer-Hildungsanstalt. » Perdan Johann, Handelsmann, Präsident der Handelskammer. » Petech Karl, Dampfintihlonbositzer, Gimino. t Pirc Karl, k. k. Oberrealschulprofessor. » I’irker Heinrich, k. k. Oberrealschulprofessor. » Ploiweis Josef, Fabriksbesitzer. » Proft Clemens, k. k. Oberrealschulprofessor. » Ravenegg Emil, Gutsbesitzer Smerek. Friiulein Hohn Gabriele, Erziehungsinstituts-Inhaberin. Herr lleya Felix, Edler v. ('asteletto, k. u. k. Hauptmann i. R. » Rutar Simon, k. k. Gymnasialprofessor. » Samassa Albert, Besitzer dos goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, k. u. k. Hof-Glockengießer. » l)r. Schaffer Adolf, Privatier, Landtagsabgeordneter, Mitglied des krain. Landes-Ausschusses, Mitglied des k. k. Landes-Schulrathes. » Schmitt Ferdinand, Handelsmann. » Seemann Alois, k. u. k. Oberst i. Ii. » Simonetti Ferdinand, Hausbesitzer und Juwelier. * Die löbl. krainische Sparcasse. Die löbl. priv. Spinnfabriksgesellschaft. Herr Stadler Georg, Cassier der Papierfabrik in Josefsthal. » Emanuel Ritter v. Staubor, k. k. Oberrealschulprofessor. » Stedry Wenzel, jub. Oberingenieur. *So. Exc. Dr. v. Stremayr, zweiter Präsident des Obersten Gerichts- 11. Cassationshofes. Herr Stricel Ludwig, Steinkohlenhändler. » Till Karl, Kaufmann. Firma Tönnies Gustav. Frau Tomšič G ort,rude. Herr Trenn Matthäus, Privatier. * » Valenčič Ivan, Gutsbesitzer, Dornegg. » Regierungsrath Dr. Valenta Alois, Edler v., k. k. Professor und Director der Landes-Wohlthätigkeitsanstalten. * » Velkoverh Johann, k. u. k. Oborlieutenant i. R. und Hausbesitzer. » Vesel Josef. Lehrer an der k. k. gewerblichen Fachschule in Laibach. » Vilhar Johann, Privatier. » Vovk Franz, Privatier. * » Dr. Waldherr Josef, Institutsvorsteher. » Witschl Franz, Landes-Oberingenieur. » Witt Jakob, Inhaber eines Herren-Mode-Geschäftes. * • Zeschko Albert, Handelsmann. Zeschko Valentin, Privatier. » Ziakowski Emil, k. k. Oberrealschulprofessor. Der Vereinsausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern: Dr. Rudolf Junowiez, k. k. Oberrealschuldiroctor, Obmann; Franz Kreminger, k. k. Oberrealschulprofessor, Obmannstellvertreter; Emil Ziakowski, k. k. Oberrealschulprofessor, Vereinscassier; Franz Levee, k. k. Oberrealschulprofessor, Yereinssecretär; Dr. Josef Waldherr, Director und Inhaber der Privat-Lehr- und Erziehungsanstalt; Johann Gnjezda, k. k. Oberrealschulprofessor; Emanuel llitter v. Stäuber, k. k. Oberrealschulprofessor. Der Ve r e i n spricht i m Namen der unterstützten S c h ü 1 e r allen Wohlthätern den verbindlichsten Dank aus und erlaubt sich, den Verein allen edlen Jugendfreunden bestens zu empfehlen. VI. Vermehrung der Lehrmittel-Sammlungen. 1. Bibliothek. a) Lehrerbibliothek. Neue Anschaffungen: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. (Forts.) Verordnungsblatt für den Dienstbereich des Ministeriums für ( ultus und Unterricht, Jahrg. 189(5. Zeitschrift für das Realsehulwesen, Jahrg. 1895. — Österreichische Mittelschule, .Jahrg. 1895. Literarisches Oentral-blatt, 1895. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie, Jahrg. 1895. — Jagic, Archiv für slavischc Philologie. — Mittheilungen des Musealvereines für Krain und Izvestja muzejskega društva za Kranjsko, Jahrg. 1895. Petermann, Geographische Mittheilungen, Jahrg. 1895. — Petermann, Ergänzungshefte. — Westermann, Illustrierte Monatshefte. — Ljubljanski Zvon, Jahrg. 189G. Lyon, Zeitschrift für den deutschen Unterricht, Jahrg. 1895. — Argo, Zeitschrift für krain. Landeskunde, 3. Jahrg. Österr.-ung. Revue, Jahrg. 1895 und 189(5. Bericht der Gesellschaft für deutsche Erziehung und Schulgeschiehte, Jahrg. 1895. — Keller, Das Leben dos Meeres. — Naumann, Vom goldenen llorn zu den Quellen des Euphrat. Tagebuch meiner Reise um die Erde, I. Dd. Iloernes, Erdbeben von Laibach. Riehl, Culturstudien. - Puter, Handbuch des gesammten Turnwesens. Luschin, Österreichische Reichsgeschichte. Pletersnik, Wolf, Slov. nemški slovar. Für Laibach, Künstleralbum. Schuchhardt, Sehlie-manns Ausgrabungen. Liibsen, Infinitesimalrechnung. Umlauft, Aus der Schule, II. und III. Bd. — Sachau, Reise in Syrien und Mesopotamien. Moriz Busch, Deutscher Volksglaube. — Kortum, Die Jobsiade. Letopis slov. Matice za leto 1895. Die neue Welt. Im Finge durch die Welt. Neubauer, Statistisches Verzeichnis der Mittelschullehrer. Lechner, Schule und Jugendspiele. Nordenskiöld, Grönland. Lerchenfeld, Zwischen Donau und Kaukasus. Burgerstein und Netotitzky, Handbuch der Schulhygiene. Liibke, Geschichte der Renaissance in Deutschland. Liibke, Geschichte der Renaissance in Frankreich. Guhl und Koner, Das Leben der Griechen und Römor. Knackfus, Künstler-Monographien. — S/atin Pascha, Feuer und Schwert. Geschenke: Vom hohen k. k. Ministerium für Cu/tus und Unterricht: Monatsheft*! 1, 2, 3, VI. Jahrg. 1895, für Mathematik und Physik. Benndorf und Bormann, Archäol.-epigr. Mittheilungen, Jahrg. XVIII, litt. 2. — Vom löbl. krainischen Landesausschusse: Bericht über die Verhandlungen des krainischen Landtages, 35. lid. Vom Laibacher Bicyde-Club: Wegweiser durch Krain und Küstenland für Radfahrer. (Festgeschenk.) — Vom Herrn k. k. Realschulprofessor Franz Levee: Kolu-niciSv zbornik. Durch Tausch: Die Programmsammlung wurde um 272 Jahresberichte vermehrt. Die großh. hessische Universitäts-Bibliothek in Gießen übermittelte für eingosandte Programme 23 Doubletten. Gegenwärtiger Stund der Lehrerbibliothek: 2399 Hände, 447 Hefte und 3 Blätter. b) Schülerbibliothek. Neue Anschaffungen: Smo/le, Erzherzog Albrecht. - Ebner: Ilabsbnrgs Treue. Jacnsch, Aus Urdas Horn. Janežič, Deutsch-slov. und slov.-deutsches Wörterbuch. Fuss, Die Mineralien des Herzogthums Krain. 'Taylor, Erzäh-lungen für Knaben. Noä, Deutsches Alpenlmc.il. May's Reise-Romane. -Lehmayer, Deutsches ,1 ugendalbum, II. und 111. Bd. CoiTcspondcnzblatt der Gabels-berger’schen Schiilervoreine, Jahrg. 1896. — Tcuber, Historische Legionen Ilabs-burgs. — Hartwig, Die Tropenwelt. — Hartwig, Das Leben des Luftmeeres. Niehl, Am Feierabend. — Riehl, Aus der Ecke. — Riehl, Geschichten aus alter Zeit. Auguste IV. Grimm, Die Insel Felsenburg. Stritarjevi zbrani spisi. -Koledar Družbe sv. Moharja. Cilenšek, Naše škodlive rastlino. - Lampe, Zgodbe svetega Pisma. Dular, Umna živinoreja. — Pajek, Sveti Josef. — Stritar, Pod lipo. Vrtec, 1895.— Danica, Koledar 1896. — Trstenjak, Ptice. (Forts.) Stolz, Covjek od ženitbo do smrti. Novak, Majstor Adam. — Stadler, Život gospodina našega Jezusa Krista. Prešeren, Poezije. — Glaser, Zgodovina slov. slovstva, II. del. Zbirka zabavnih in poučnih spisov, II. zv. — Zabavna knjiž- nica, IX. zv. - Strekelj, Slov. narodne pesmi. Jenko, Pesmi. Geschenke: Vom Herrn k. k. Realschulprofessor Emanuel Kitter v. Stäuber: ßeranger, Ausgowähltc Lieder. Duruy, llistoire de France de 1789 1895. Daudet, Lettres de mon Moulin. Thiers, Bonaparte en Egypte et en Syrie. - Beaumarchais, Le Barbier de Sevillo. Racine, Athalio. — Lafontaine, Aus-gevvählte Fabeln. — Saint-Simon, Memoires. -— Taine, Napoleou Bonaparte. Coppäe, Ausgewiihlto Novellen. Vom geehrten Vereine «Matica Slovenska»: Hostnik, Potovanje okolo sveta. - Tušek, Štirje letni časi. Schodler'jeva Knjiga prirode. Schodler, Fizyka. Schodler, Mineralogija in Geognozija. Schodler, Bota-ni k a in Zoologija. Podgoriški, Koča za vasjo. — Dolinar, Prihajač. — Levec, Frana Erjavca izbrani spisi. Pegam in Lambcrgar. — Levec, Knezova knjižnica 1. zv. — Krsnik, Zgodovina austrijsko-ogorske monarchije. — Levstik, Vodnikovi' pesni. Spomenik o šestoletnici začetka habsb. vlade na slovenskem. Gegenwärtiger Stand der Schii/erbibliothck: 2301 Bünde, 416 Hefte. 2. Die geogi’aphisch-historische Lehrmittelsammlung. Die geographisch-historische Lehrmittelsammlung hat im Jahre 1895/96 durch Ankauf folgenden Zuwachs an Lehrmitteln und Lehrbehelfen erhalten: Mittheilungen des deutschen und österreichischen Alpen Vereines, Jahrg. 1895. Kuby, Zeittafeln zur österreichischen Geschichte. — Planinski vestnik, Jahrg. 1895. — Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpen Vereines, Jahrg. 1894 und 1895. — Seibert, Zeitschrift für Sehnlgeographie, Jahrg. XVI. — Supan, Grundzüge der physikalischen Erdkunde. — Stoddart, Im Fluge durch die Welt und die Neue Zeit. - Oppermann, Geographisches Namenbuch. Gegenwärtiger Stand der Sammlung: 127 Wandkarten, 12 Reliefkarten, 10 Atlanten, 4 Pläne, 80 historische, 158 geographische Bilder, 3 Globen, 2 Tollurion, 113 Bücher, 2 Hefte und Blätter. Die im Jahre 18!)2 angelegte Münzsammlung hat im Laufe des Schuljahres 18!)5/i)(> nachstehende Bereicherung erfahren: 1 Sigismund von Tirol vom Schiller Detiček der III. a. ('lasse; 2 Wiener Stadt-Banco-Zettel vom Schüler Feni. Palovee der II. h. Classe; 1 portugiesische Silbermünze und 1 ältere österreichische Scheidemünze vom Schüler Johann Tujka/ der III. 1>. (‘lasse; 1 ältere österreichische Scheidemünze vom Schüler V. Jan der II. b. Classe; 1 ältere österreichische Kupfermünze vom Schüler Victor J)oienec der II. b. Classe; I Aurelianus vom Schüler F. Celestina der II. b. Classe; 1 M. Aurelius vom Schüler Victor Terne der V. Classe; 1 Claudius II. (gefunden in Brunndorf) und 1 Silbermünze Leopolds I. vom Schüler Josef S/nuc der VI. Classe. Gegenwärtiger Stand der Sammlung'. 327 Stücke. 3. Die naturgeschichtliche Lehrmittelsammlung erhielt im Schuljahre 1895/iMi durch Ankauf folgenden Zuwachs: 21 zootomische Präparate von Salamandra maculosa Laur. (1), liufo vulgaris Latr. (1), Esox lueius L. (2), Lacerta viridis I)aud. (1.), Helix pomatia L. (2), Arion empiricorum Fer. (1), Anodonta mutabilis (Messin (3), Cavia cobaya Pall. (1), Lepus euniculus L. (1.), Columba livia Briss. (1), Columba risoria L. (1), Leuciscus erythrophthalmus L. (1), Astacus fluviatilis L. (4), Ovis aries L. (1). Durch Schenkung: Vom Herrn Uealschuldirector Dr. F. Junowicz: eine Ringelnatter (Tropidonotus natrix L.) und eine grüne Eidechse (Lacerta viridis Daud.) Vom Herrn k. u. k. Seecadetten Roman Junowicz: einen Tukan (lihamphastos sp.), ein Kopfskelet von Elephas africanus ülbch. und einen Käfer (Poliehalca variolosa). — Voni Herrn k. u. k. Seecadetten Method Koch: eine Schlangenhaut. Vom Herrn Kaufmann Karl Karinger: eine Äsche (Thymallus vulgaris Nils.) und eine Bachforelle (Trutta Fario L.). — Vom Custos: verschiedene lose Mensehen-knochon (Unterschenkel nebst Fuß, Unterarm nebst Hand und zwei Halswirbel). — Vom Schüler der VI. Classe Rudolf Prettner: eine Schlangennadel (Nerophis ophi-dion Kröyer). — Vom Schüler der V. ('lasse Friedrich Pettauer: Silber aus Mexico. - Vom Schüler der I. a. Classe F.mil Treu: eine Sandviper (Vipera ammodytes Dum. et Bibr.). Vom Schüler der I. b. Classe Franz Knafiil: eine Saatkrähe (Corvus frugilegus L.). — Einige Conchylien-Insecten und Mineraldoubletten erhielt die Sammlung von den Schülern Adolf Linhart (VII. (51.), Schmiedt (VI. CI.), Josef Šmuc (VI. CI.), Josef Nagy (III. a. CI.), Emil fetiniker (H. a. (ü.), Ladislaus Benedei: (II. b. CI.), Peter Bretich (II. b. CI.), Vladimir Fišer (II. b. CI.), Rudolf Francke (II. b. CI.), Cyrill Lavrenčič (II. b. CI.), Ferdinand Palove (II. b. CI.), Victor Perne (II. b. CI.) Ludwig Pirkovič (II. b. CI.), Victor Plehan (II. b. CI.), Alois Skrem (II. b. (11.), Josef Snoj (II. b. CI.), Barthol. Zupančič (II. 1). CI.), Franz Groschel (I, b. CI.), Andreas Groše! (I. b. CI.), Karl Gerdina (I. b. CI.) und Rudolf Vodišek (I. b. (51.). Die Cabinetsbibliothek erhielt durch Ankauf: Cohn, Beiträge zur Biologie der Pflanzen, VII. Band, II. Ileft. — Dr. R. Leuckart, Entwicklung der Amphibien, 1 Wandtafel. Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft und der k. k. geologischen Reiehsanstalt, Jahrg. 1 H!>5. — Österreichische botanische Zeitschrift, Jahrg. 1895. — Schreiber's zoologische Wandtafeln, Wirbelthiere und wirbellose Thiere. Wilhelm Voss, Mycologia Carniolica. - Dr. Rabenhorst's Kryptogamenflora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, II. Aufl. (Forts.) A. Neilreich, Flora von Niederösterreich. - IV. M. Streinz, Nomenclator fun-gorum exhibens online alphabetico nomina tarn gonorica quam speeifiea ac Synonyma a scriptoribus de scientia botanica fungis imposita. A. Kerner, Schedae ad floram exsiccatam Austro-llungaricam, Liefg. VII. - M. C. Cooke, llandbook of British Fungi. Dr. J. K. Maly, Flora von Deutschland. Dr. J. K. Ma/y, Enumeratio plantaruin phanerogamicarum imperii austriaci universi. — Dr. A. de Mary, Morphologie und Physiologie der I’il/.e, Flechten und Myxomyceten. A. Griscbach und J. Ränke, A. S. Oerstod’s System der Pilze, Iäehenen und Algen. Dr. G. L. Mayr, Die mitteleuropäischen Eichengallen in Wort und Bild. — Dr. G. David, Die Wurzellaus des Weinstockes. C. Salomon, Wörterhuch der botanischen Kunstsprache. -— Annalen des k. k. naturhistorischen Ilofmuseums (1885—1887, 1889, 1890). Schedae ad «Kryptogamas exsiecatas», Centuria 1., herausgegeben von der botan. Abtheilung des k. k. naturhistoriselion Ilofmuseums in Wien. — L. Puckel, Symbolae mycologicae, Beiträge zur Kenntnis der rheinischen Pilze. Dr. O. Bre-fe/d, Die Ustilagineen und Protobasidiomyceten. — Dr. Nees v. Esenbeek, Die unterirdischen Rhizomorphen, ein leuchtender Lehensprocess. — Mittheilungen aus den Laboratorien der k. k. chemisch - physiologischen Versuchsstation für Wein- und Obstbau zu Klosterneuburg bei Wien, Nr. 1—14. — F. v. Thilmen, Melampsora salicina, der Weidenrost. F. v. Thilmen, Die Blasenrostpilze der Goniferen. F. v Shilmen, Beiträge zur Kenntnis der auf der Schwarzföhre vorkommenden Pilze. F.. Henning, Agronomiskt-Växtfysiognomiska Studier i Jemtland. — Dr. II. IV. Reiehardt, Flora der Insel Jan Mayen. — J. Schneider, Untersuchungen einiger Treibhölzer von der Insel Jan Mayen. — Const. Freih. v. F'ttinghausen und F. Kraša», Beiträge zur Erforschung der atavistischen Formen an lebenden Pflanzen und ihrer Beziehungen zu den Arten ihrer Gattung. Durch Schenkung: Vom Herrn Realschulprofessor Fr. Kreminger: Dr. Willi, v. Hamm: Der Fieberheilbaum (Eucalyptus globulus). — S. Scharnag/, Die Forstwirtschaft im österr. Küstenlande mit vorzüglicher Rücksicht auf die Karstbewaldung. — /oh. v. Podhaysky, Die Entwässerung des Laibachor Moores. Bericht über das Auftreten der Phylloxera vastatrix in Österreich, erstattet im Aufträge des Ackerbauministers. — K. Heller, Darwin und der Darwinismus. Dr. C. Ritt. v. Ettingshausen, Ein Vortrag über die Geschichte der Pflanzenwelt. II. Braun und T. Hanausek, Materialienkunde dos Thier- und Mineralreiches. II. Karsten, Zur Geschichte der Botanik. — II. Karsten, Die Fäulnis und Ansteckung. — Dr. F. Toula, Die Tiefen der See. — Dr. F. Toula, Über Versteinerungon, die Denkmünzen der Schöpfungsgeschichte. F. S. Beudant, Milne Edwards, A. v. Jussieu, Populäre Naturgeschichte der drei Reiche, aus dem Französischen übersetzt. — A. Kerner, Die Geschichte der Aurikol. — Dr. C. W. C. Fuchs, Geologische Karte der Umgehung von Meran. — Ed. Grube, Mittheilungen über St. Malo und Roseoff und die dortige Meeres-, besonders die Annelidenfauna. G. Limpricht, Ergebnisse einiger botanischer Wanderungen durchs lsergebirge. Platz, Geologische Geschichte der Alpen. — C. Nägeli, Über I’ftanzencultur im Hochgebirge. C. Rothe, Die Säugethiere Niederösterreichs einschließlich der fossilen Vorkommnisse. — P. W. Reiehardt, Beitrag zur l’hanerogamenflora der hawaiischen Inseln. — HW. Reiehardt, Beitrag zur KryptogamenHora der hawaiisehen Inseln. B. Biasoletto, Excursioni botaniehe sullo Sehneeberg (monte nevoso) nella Carniola. — V. Gredler, Sechste Nachlese zu den Käfern von Tirol. — F. Ton/a, Die Fische, ihre Lebensgeschichte, die Ursachen ihrer Abnahme und die Mittel, derselben entgegenzuwirken. — F. Stamm, Der Obstgarten. — Dr. A. v. Krempelhuber , Aufzählung und Beschreibung der Flechtenarten, welche Dr. II. Wawra R. v. Fernsee von zwei Reisen um die Erde mitbrachte. A.v.Morlot, Erläuterungen zur geolog, bearb. VIII. Section der Goneralquartiormeisterstabs-Speeialkarte von Steiermark und Illyrien. F. Knauer, Der Naturhistoriker, Illustrierte Monats- schrift für die Schule und das Haus, 4. Jahrg., Heft 1—5. —Vom Herrn Real-schulprofessor Fr. Levec: C. Gorjanowid-Kramberger, I)« piscibus fossilibus Oomoni, Mrzleei, Lesinae et montis Libanonis et appendix de piscibus oligocaenicis ad Tüffer, Sagor et Trifail. Vom Herrn Verfasser Willi. Voss, Die Mineralien des Ilerzogthums Krains. —- Vom (!ustos: M. Neumayr, Erdgeschichte. Gegenwärtiger Stand der Sammlung: Zoologie: Wirbelthiere 338, wirbellose Thiere 17.0 12; Skelette und Skelct-theile, anatomische Präparate und Modelle 115. Botanik: Herbarium Plemelianum (12 Fascikel); Tlmemeii, Mycotheca uni-versalis (23 Centimen); Kerner, Flora exs. Austro-Ilungarica (20 Centurion); Kryptogamen ((i Fascikel); Samen-, Früchte- und Drogucnsammlung 22(1; sonstige botanische Gegenstände 112. Mineralogie und Geologie: Naturstücke 1113; Edelstein-Nachahmungen 31; Ivrystallformen 1 30. Abbildungen und Karlen 300; Gera Hw 23; technologische Gegenstände 50; Bacher 011; Hefte und Blatter <>()!). 4. Die physikalische Lehrmittelsammlung erhielt folgenden Zuwachs durch Ankauf: Fino Serie Geil,iler’,scher Röhren. Zwei Ilittorf’sche Köhren. Einen großen Funkeninduetor mit Funkenständer. Durch Schenkung': Von den Schülern der IV. Classe: eine Stahlharmonika. Von den Schülern der VI. Classe: eineir Glascylinder mit drei Cartesianischen Tauchern. — Von den Schülern der VII. Classe: ein Metallbarometer von Naudet. — Vom Schüler der VI. Classe Max Klementschitsch: ein Aräometer. Vom Schüler der VII. Classe Albin Železnik: ein einfaches Mikroskop. Vom Herrn k. k. Ile-gierungsrath Dr. Alois Valenta Edlen v. Marchthurn: drei photographische Aufnahmen mittelst Röntgen’sclier Strahlen. Die Cabinetsbibliothek wurde vermehrt durch folgende Werke: A. Durch Ankauf: MMcr-Pfaundler, Lehrbuch der Physik, IX. Aull., II. l!d., 1. Abth., 2. Liefg. — Dr. Frick’s physikalische Technik, (i. Aull., bearbeitet von Dr. Otto Lehmann, 2. Bd. Proske, Zeitschrift für physikalischen und chemischen Unterricht. — Versuche über Photographie mittelst der Röntgen’schen Strahlen, herausgegeben von Dr. J. M. Eder und E. Valenta. B. Durch Schenkung': Vom Herrn hochw. P. Liensberger, Prior des Conventes der Gesellschaft Jesu in Laibach: Meteorologische Beobachtungen. Angestellt zu Boroma in Südafrika im Jahre 1891 und 181)2 vom I\ Ladislaus Mengharth. S. J. — Vom k. k. Professor /'ranz Kreminger: Piske, Die Fluoroscenz des Lichtes. M. Becquerel, Populäre Naturlehre. Die physikalische Sammlung zählt jetzt 121 Nummern mit 7*S2 Stücken, 8(> Bücher, III. a. 111. b IV. ! v- VI. VII. 1 1 Deutsch 39 30 38 27 14 18 9 175 Slovenisch — 49 31 — 28 15 10 9 8 150 Italienisch 6 — 3 1 0' — 2 1 1 1 14' Kroatisch — — 1 1 - 2 Hüluuisch 1 — 1 1 _ 3 Sunimo . 45 49 34 33 38' 29 45 25 28 18 ! 344' 4. Religionsbekennt- nis. Katholisch des lutein. Ritus 44 49 33 33 37' 29 45 25 2« 18 339' Evangelisch, Augsb. Conf. . 1 1 1 — - 2 5 Summe 45 49 34 33 38' 29 45 25 28 18 344' 5. Lebensalter. 11 Jaliro 6 <> 12 12 13 10 8 5 3« 13 15 13 5 4 6 1 — — — — 44 1 14 » r> 13 11 12 11 5 (1 — — 64 ! 16 » 4 4 6 7 11' 11 14 1 — 58' 16 — 2 4 2 7 8 11 7 2 I 44 I 17 1 1 — 3 3 1 7 9 4 — 29 18 » — — — — 3 6 6 11 (i 32 15» — — — — — 1 2 9 7 19 20 » — 2 2 4 21 » — — — 2 >2 Summe 45 49 34 33 38' 29 45 25 28 18 344' 6. Nach dem Wohn- orte der Eltern. Ortsangehörige .... 2(5 24 23 11 21 13 31 13 20 15 197 Auswärtige 1!) 25 U 22 17' l(i 14 12 8 8 147' Sunimo 45 49 34 33 38' 29 45 25 28 18 344' 7. Classification. a) Zu Kmle des Schuljahres 1X95/9(1 1. Fortgangsclasso mit Vorzug 2 — 1 3 6 2 1 1 4 4 24 I. Fortgangsclasso . . . 33 35 23 20 18' 15 25 14 17 10 210' Zu einer Wiederholungs- prüfung y.ugelassen . . 5 9 3 4 4 5 5 2 2 4 43 II. Fortgangsclasso . . . 4 4 4 3 5 6 7 8 3 — 43 111. Fortgangsclasse . . . 1 1 3 3 6 1 4 — — 18 Zu einer Nachtragspriifung krankheitshalh. zugelassen — — — 1 3 2 — 6 Summe 45 49 34 33 38' 29 46 25 28 18 1 344' C 1 n s ss e a V e b) Nachtrag zum Schuljahre £ I ri 1894/95. I. a. ; n,. II. n. II. h. 111.a. [lll.b.l IV. V. i vt- VII. 3 N Wiederholung« - Prüfungen waren bewilligt. Entsprochen haben 3 4 4 4 2 5 4 10 1’ 1 38' 3 2 4 3 1 2 2 10 1' 1 29' Nicht entsprochen haben — 2 — — 1 3 1 — 7 Nicht erschienen sind — — — 1 — 1 — 2 Nachtr.-Prüf. waren bewill. — 1 2 3 Entsprochen haben 1 1 Nicht entsprochen haben Nicht erschienen sind 1 1 2 Somit Endergebnis f. 1894/95 I. Fortgangscl. m. Vorzug 1 2 4 1 4 1 1 2 5 3 24 I. > .... 38' 36 39 32 27 18 42 28 13' 35 308' 11. » .... 3 0 — 2 2 6 4 2 — — 25 III. * .... 2 3 — — 1 6 Ungeprüft blieben — — 1 — — 1 — «1 2*'| Summe 44' 47 43 36 34 25 48 32 18-" 38 365"' 8. Geldleist, d. Schüler. Das Schulgeld zu zahlen waren verpflichtet: im ersten Semester 26 33 13 10 18' 6 13 10 7 10 146' im zweiten Semester . 14 17 1(i 16 21' 9 20 16 7 9 145' 1 Zur Hälfte befreit waren : im ersten Semester — — — — — — 1 1 im zweiten Semester . 1 — — — — — 1 — 2 Ganz befreit waren: im ersten Semester 21 18 22 26 21 24 35 19 21 12 219 im zweiten Semester . •2!) 32 18 17 17 21 25 10 21 12 202 1 Da& Schulgeld betr. i. ganz.: im ersten Semester . 11. 520 660 2(10 200 380 120 270 200 140 200 2960 im zweiten Semester . > 290 340 320 320 440 180 410 320 140 180 2940 Summe . 11. 810 1000 580 520 820 300 680 620 280 380 5890 Auf nahmst axen zahlten 56 ■18 3 2 5 — l 2 117 I i. (ics. Betrage v. fl. 24ö’7() ! Lehrmittelbeiträge zahlten . 55 63 35 36 42 30 51 29 28 22 381 im Gesammtbetr. v. 881 11. Die Taxen für Zeugnis- (luplicate betrugen 3 fl. Beiträge für Jugendspiele fl. 8 10 10 5 11 11 75 12 5 106 5 5 91 9. Besuch der nicht obligaten Lehrfächer. | I. Curs. . 22 — 2 24 j Slov. Sprache ! II. » . . Im. » — — 17 — 3 n — A — — — 20 11 29 46 /-i fl.».. Gesang „ 14 12 1 1 6 1 3 » 9 1 1 4- 11 2 8 6 . . / I. Abtheil. Stenographie j g| — — — — — — 24 1 1 6 8 2 25 16 . . .fl. Curs . Analyt. Chemie ; 1 11. > . — — ■- — — — — 6 1 2 2 9 3 5 j Modellieren — — — — — — — 2 3 — 5 10. Stipendien. j Anzahl der Stipendisten 3 — 2 2 3 1 2 2 3 1 19 1 Gesammtbetr. der Stipendien 1488 tl. 8 kr. VIII. Maturitätsprüfung. Tm Herbsttermine 1895 wurde die Reifeprüfung am 27. September unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landesschulinspectors Josef Suman abgehalten. Ac-lit Candi-daten unterzogen situli der Wiederholungsprüfung aus einem Gegenstände und ein öffentlicher Schiller und zwei Externisten meldeten sich zur Prüfung. Verzeichnis jener Abiturienten, welche bei der im Herbsttermine I89B abgehaltenen Maturitätsprüfung approbiert worden sind. Zahl Name Geburtsort Geburtstag ______ Studien- dauer Gewählter Beruf 1. Adamič Victor Hl. Kreuz bei Landstraß 10. Febr. 1871! 8 Jahre Militär 2. (irandi Johann Triest, Küstenland 1(5. Mai 1877 8 Jahre Handels- akademie 3. Lapornik Franz Retje, Steiermark 24. Sept. 1877 7 Jahre Bergakademie 4. Matičič Martin Eibenschuss, Krain 10. Nov. 1870 10 Jahre Eisenbahn 5. Möller Josef Laibach, Krain 24. Jänn. 1874 8 Jahre Militär fi. l’lazer Ritter v. Adolf Rieh. Julius Salloch, Krain 25. Aug. 187(1 7 Jahre Eisenbahn 7. Tiegl Göttlich Nieder-Ailersbach, Böhmen 14. März 1877 7 Jahre Unbestimmt 8. Videtič Markus Johann Trau, Dalmatien 28. Febr. 1875 Externist Unbestimmt Im heurigen Sommertennine meldeten sich zur Reifeprüfung 18 Schüler. Zur schriftlichen Prüfung, welche in den Tagen vom 8. bis zum 12. Juni abgehalten wurde, erhielten dieselben folgende Aufgaben zur Bearbeitung: Aus der deutschen Sprache: Die allmähliche Entwickelung der Mittel des Verkehrs. Aus der slovenischen Sprache: Katere razmere so vplivale na preporod našo književnosti v drugi polovici XVIII. veka? Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche: Arion. Übersetzung aus dem Deutschen ins Französische: Geschäftsbrief. Übersetzung aus dem Italienischen ins Deutsche: Le tre rose (G. R. Roberti). Aus der Mathematik: 1.) Welche hohlen Winkel entsprechen der Gleichung: 25 sin .v 2 15 cos x 2 = 4 sin 2 x'i — 2.) Ein regelmäßiger zehnseitiger Pyra- midenstumpf ist einer Kugel vom Halbmesser /i'=l-7 so eingeschrieben, dass seine Grundflächen auf verschiedenen Seiten des Mittelpunktes um dx = 0'8, beziehungsweise — 1 ' 5 entfernt sind. Man berechne das Volumen und die Flächenwinkel dieses Körpers. 3.) Man berechne die Fläche, welche von den beiden (’urven .va -|-Ja = •> I und y' = 7’8x begrenzt wird. Aus der darstellenden Geometrie: 1.) Darzustellen ist eine Gerade, welche durch den Funkt /' (O, 5, 3) geht, mit der 1. Projectionsebene den Winkel von 45°, mit der 2. Projectionsebene den Winkel von 30° einschließt. 2.) Es ist der Schatten einer Nische, welche aus einem halben llohlcylinder (/■— 2, //=:(>) besteht, der oben von einer Viertelkugel geschlossen wird, zu bestimmen. Die beiden l’rojectionen der Lichtstrahlen sind 45° zu 0 X geneigt. 3.) In centraler Pro-jection ist ein Rhomben-Dodekaeder darzustellen. 1 )ie mündliche Prüfung fand unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landes-Schulinspectors Josef Suman am 3., 4. und (>. Juli statt. Verzeichnis jener Abiturienten, welche bei der im Sommertermine 1896 abgehaltenen Maturitätsprüfung für reif erklärt worden sind. Zahl N a m e Geburtsort Geburtstag Studien- dauer Gowählter Beruf 1. Cankar Johann Obcrlaibach 10. Mai 187(i 8 Jahre Technik 2. Drachsler Slavomir Laibach 17. Nov. 1878 7 Jahre Militär 3. Goritschnigg Franz Kugelberg, Steierm. 30. Jänn. 1878 7 Jahro Unbestimmt 4. Kočevar Vladimir Rudolf Unt.-Auersporg, Krain 8. Aug. 1877 7 Jahre Post 5. * Noč Karl Unt.-ŠiSka, Krain 28. Oct. 1877 7 Jahro Marino (i. Pavšek Johann Paul Laibach 2(1. Juni 1877 7 Jahre Eisenbahn 7. * Skabeme Victor Leo Krainburg 10. Juli 1878 7 Jahro Technik 8. Schober Max Clemens Tuln, N.-Österreich 12. Aug. 1877 7 Jahre, Technik 9. Stembov Ignaz Lorenz Tomačevo, Krain 10. Aiig. 1878 7 Jahro Technik i Kl. * Tarmanu Gustav Villach, Kiirnton (i. März 1877 7 Jahro Unbestimmt II. Voncajz Ludwig Alfons (iottsebee, Krain 25. Sept. 187« 7 Jahre Technik 12. * Verbizh Raimund Wien, N.-Üstorroich 20. Aug. 1875 7 Jahro Technik * Mit Auszeichnung. IX. Chronik. Am 13. Juli v. J. fand die Scküleraufnalime in die erste (Hasse statt; diese wurde am IG. und 17. September fortgesetzt und gleichzeitig auch für die übrigen ('lassen der Anstalt vorgenommen. Das Schuljahr wurde am 18. September mit einem feierlichen Gottesdienste eröffnet; hierauf begann der ordnungsmäßige Schulunterricht, nachdem die Schüler vorher von den Classenvorstiinden bezüglich ihres Verhaltens bei Erdbeben eingehend belehrt wurden. Die krainisclic Spareasse scheute keine Kosten, um nicht nur die durch die Erdbebenkatastrophe verursachten Schäden zu beseitigen, sondern auch zur Sicherung des Schulliauses die umfassendsten Pestigungsarbeiten ausführen zu lassen. Dadurch wurde das Vertrauen der Eltern und Schüler zum Schulgebäude gehoben, was bei vielen durch die Katastrophe leicht erregbaren Personen nicht zu unterschätzen ist. Deshalb sei es gestattet, an dieser Stelle der Direction der krainisehen Spareasse, dem durch zahlreiche hochherzige Spenden über die Marken des Landes wohlbekannten und hochgeschätzten Institute, den aufrichtigsten und besten Dank auszusprechen. Zur Feier des Allerhöchsten Namensfestes sowohl Sr. Majestät des Kaisers als auch Ihrer Majestät der Kaiserin wohnten die Schüler der Anstalt in Begleitung des Lehrkörpers einem Festgottesdienste in der St. Florianskirche bei, desgleichen betheiligte sich der Lehrkörper an dem in diesen Tagen und auch am 18. August in der Domkirche celebrierten 1 lochamte. An dem Trauergottesdienste für weiland Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Maria Anna am 5. Mai und Se. Majestät den Kaiser und König Ferdinand I. am 27. Juni war der Lehrkörper vertreten. An dem feierlichen Pontifical-Requiem in der Kathedralkirche für Seine k. u. k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Karl Ludwig am 21. Mai nahm auch der Lehrkörper Antheil. Am 22. Mai wurde aus demselben Anlasse in der St. Florianskirche ein Trauergottesdienst abgehalten, welchem die Realschüler unter Begleitung dos gesammten Lehrkörpers beiwohnten. Laut Erlasses vom 4. Juli 1895, Z. 10.591, hat sieh das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht bestimmt gefunden, den Professor an der Staats-Realschule in Salzburg Hermann Lukas mit den Functionen eines Fachinspectors für den Zeichenunterricht an Mittelschulen, Lehrer- und Lohrerinnen-Bildungsanstalten in Überösterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krain, den Schulen mit deutscher Unterrichtssprache in Tirol und Vorarlberg auf die Dauer von weiteren drei Jahren, d. i. bis zum Schlüsse des Schuljahres 1897/98, zu betrauen. Das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat laut Erlasses vom 28. Juli 1895, Z. IG.981, für die neue dreijährige Functionsperiode der Prüfungscommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen mit deutscher und mit sloveuischer Unterrichtssprache in Laibach vom Beginn des Schuljahres 1895/9G bis zum Schlüsse 1897/98 den Professor Franz Kreminger zum Stellvertreter des Diroctors dieser Commission, den Professor Franz Levee aber zum Mitgliede derselben ernannt. Zufolge Erlasses vom 2. August 1895, Z. 16.803, hat sich das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht bestimmt gefunden, den Professor Dr. Josef Julius Binder in die VIII. Rangsclasse zu befördern. Über Ansuchen des hohen k. k. Handelsministeriums vom 28. November 1895, Z. 64.373, hat sich laut des Erlasses vom 10. Jänner 1896, Z. 28.690 ex 1895, das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht im Einvernehmen mit der betheiligten hohen Centralstelle bestimmt gefunden, das chemische Laboratorium der Staats-ltoalschule in Laibach zu ermächtigen, die chemische Untersuchung, beziehungsweise die Ausstellung der Analysen-Certificate für Biersendungen nach I talien vorzunehmen. Der k. k. Landesschulinspecter Herr Josef Snman und der Fachinspector für den Zeichenunterricht Herr Hermann Lukas haben die Lehranstalt einer eingehenden Inspection unterzogen. Der hochw. Domcapitular, päpstliche Hausprälat und apost. Protonator a. i. p. Herr Dr. Andr. Čebašek wohnte als fürstbischöflicher Inspector mehrmals dem katholischen Religionsunterrichte an der Realschule bei. An Sonn- und Feiertagen hatten die Schüler katholischer Confession gemeinschaftlichen Gottesdienst in der St. Florianskirche, empfiengen im Laufe des Schuljahres dreimal die heil. Sacramente der Ruße und des Altars und betheiligten sich an dem feierlichen Umzüge am Frohnleichnamsfeste. Gegen Ende dos Schuljahres empfiengen mehrere von ihrem Religionsprofessor vorbereitete Schüler der untersten ( lasse die erste heil. Communion. An die Schüler evangelischer Confession ertheilte den Religionsunterricht der evangelische Pfarrer Herr Hans Jaquemar. Planko Johann, Schüler der III. b. Classe, ist am 26. Mai nach kurzem Leiden selig im Herrn entschlafen. Als eifriger, strebsamer Schüler hat er sich das Wohlwollen der Vorgesetzten und die Zuneigung seiner Mitschüler erworben. Er ruhe sanft in Frieden. Das I. Semester wurde am 15. Februar beendet, das II. am 18. Februar begonnen. Das Schuljahr wurde am 15. Juli mit dem Dankgottesdienste geschlossen. X. Wichtigere Verfügungen der Vorgesetzten Behörden. Zufolge Erlasses des h. k. k. Landcsschulrathes vom 25. August 1895, Z. 1823, wurde angeordnet, dass die Dircctionen der hierortigen Mittelschulen und der Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt in allen jenen Fällen, in welchen ein Kost- oder Quartierort für Zöglinge der Anstalt auf Grund der Disciplinarordnung als ungeeignet befunden wurde, hievon dein Dircctionen aller anderen Anstalten Mittheilung machen, damit diese auch die entsprechende Vorkehrung bezüglich der eigenen Schüler treffen können. Das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 25. October 1895, Z. 23.929, eröffnet, dass für die Zuerkennung des Prädicates der Auszeichnung bei der Maturitätsprüfung an den Realschulen die Bestimmung des Ministerial-Erlasses vom 2. März 1866, Z. 4634 (M. V. lil. ex 1870, Nr. 46), beziehungsweise jene der «Weisungen», 2. Auflage, S. 36, P. 4, zu gelten habe. Das hohe Ministerium für Cultus und Unterricht hat zufolge Erlasses vom 10. November 1895, Z. 23.391, angeordnet, dass die Schüler Uber das Wesen der Elektrizität und namentlich Uber die mit dem Bestände blanker Leitungen bei hoher Stromspannung verbundenen Gefahren belehrt werden. Zu diesem Zwecke wurde auch die Herausgabe der von Dr. Adalbert von Waltenhofen verfassten Schrift «Helehrung über die Vermeidung von Unglücksfällen durch Elektrizität und über die Hilfeleistung in solchen Fällen» durch den k. k. Schulbücherverlag veranlasst. Der Erlass des hohen k. k. Landessehulrathes vom 10. Februar 1 890, Z. 401, enthält die Vorschriften über die leihweise Überlassung der Hücher aus der k. k. Hofbibliothek. Der hohe k. k. Landesschulrath veröffentlicht mit dem Erlasse vom 2. März 1890, Z. 503, die Bedingungen, unter welchen den Direetoren Hilfskräfte gewährt werden können. Ein Normale des hohen k. k. Landessehulrathes vom 31. März 189(5, Z. 718, betrifft die Stipendien für Studienreisen der Lehrer naturwissenschaftlicher Fächer an Mittelschulen. XI. Die körperliche Ausbildung der Jugend. Die Pflege der körperlichen Ausbildung der Jugend lieferte im heurigen Jahre befriedigende Ergebnisse. Der Eislauf wurde von den Schülern sehr fleißig betrieben. Schon seit langem war für diese körperliche Übung kein so günstiger Winter zu verzeichnen. Von Mitte November bis Ende Februar verschwand das Eis nicht; schöne und milde Witterung förderte das fröhliche Treiben auf den Eisplätzen, an denen es um Laibach nicht mangelt. Diesen günstigen Umständen ist es zu danken, dass die Betheiligung am Eisläufen den höchsten Procentsatz aufweist. Dagegen war die kühle Witterung des Frühjahres, die in Laibach auch sonst meistentbeils bis Juni andauert, dem Baden und Schwimmen im Freien nicht günstig. Dazu bietet Laibach den Schülern wenig Gelegenheit, regelmäßigen Schwimmunterricht zu genießen. Trotzdem ist die Anzahl der Schwimmer bedeutend; sie steigt gegen die oberen Classen bis lOO°/0. Dieser Umstand lässt schließen, dass die Schüler die Ferien, die sie in großer Anzahl auf dem Lande zubringen, fleißig zum Baden und Schwimmen benützen. Die Jugendspiele wurden ähnlich wie in den früheren Jahren betrieben. Allerdings konnten dieselben im Herbste 1895 nicht abgehalten werden, da der Hof der Realschule, der als Spielplatz dient, wegen der Renovierung und Erweiterung der in demselben befindlichen Turnhalle für die Spiele nicht benützt werden konnte. Die Witterung und die kurzen Herbsttagt! verhinderten Spielausflüge in die Umgebung zu unternehmen. Nur zweimal gelangen sie. Dagegen wurde das Frühjahr und der Sommer vollauf ausgenutzt. Die Betheiligung war eine rege. Zum erstenmal bildeten sich heuer Spielgesellschaften aus den oberen Classen, und zwar zwei für das Croquet und eine für das Bocciaspiel, die außer der bestimmten Spielzeit an freien Tagen die erwähnten Spiele betrieben. Bei den allgemeinen Spielen hatten die oberen ('lassen freie Wahl des Spieles, die unteren spielten unter sechs Vorspielern, die ob des Fleißes und der Einhaltung der Ordnung volles Lob verdienen. Die Anzahl der Schwimmer und Eisläufer, sowie die durchgeführten Jugendspiele und die Betheiligung an denselben ersieht man aus den nachfolgenden Tabellen. 5* Scliul- Zalil der Schiller Von den Schülern der Anstalt wind An den •lugondspio-1 (* i i hollu'.ilig-Icii sich in % elassen Schwimmer >» 7o Kisliiufer in % T. a. 45 24 53-3 31 (i8 ’9 31 GS-9 I. 1). 4!) 27 55' 1 28 57’ 1 35 71-4 II . a. 34 17 50'0 22 04'7 24 70' (i ; ii. i>. 33 21 ()3'(i l<) 57* (» 24 72" 7 III. a. 38 30 78'9 32 84'2 v22 57 9 III. b. 2!) 22 75-9 22 75'9 21 72-4 IV. 45 3<> 80-0 38 84'4 21 '1 0 • 1 V. 25 20 80‘0 21 84M) 12 48'0 VI. 28 25 8!)' 3 1!) 07' 9 23 82-1 VII. 18 18 100M) 13 72-2 1 1 l) 1 1 /, usam. 344 240 «‘»■7 245 711 221 65’ 1 II. Datum Spielzeit Classe Anwesondo Spiele 1895 ; 25. Sept. 2 —(! l.a., H.a. 04 Ausflug in den Stadtwald. Gespielt wurde: Schwarzer Mann; Räuber und Gendarmen; Fußgrenzball. i 9. Oct. 2 -0 1. h., II. h. 01 Ausflug in den Stadtwald. Gespielt, wurde: Goldene Brücke; Jägerspiol; Die Jagd; Fußgrcnzball. 1896 8. April 4-0 1., II. a. ü. h. 72 Fuchs aus dem Loch; Holland und Seeland; Kreisfußball; Schwarzer Mann. i 11. April 4—G III.a.b.,IV. V.,VI.,VII. 57 Schnoidezeck ; Barlauf ; Schleuderball; Schlagball, Boccia, Croquet. 15. April 4 — 0 I., II. a. u. h. 82 Letztes l’aar vorbei; Jakob, wo bist du? Zeck; Stohball; Topfsclilagcn. 18. April >/,5-7,7 III.a.b.,lV. V.,VI.,VII. 51 Schwarzer Mann; Drittenabschlagen; Ba'rlauf; Boccia; Croquet; Schleudcrball; Stelzengohen. 22. April ‘/,5-7,7 1., 11. a. ii. b. 71 Schwarzer Mann; Topfschlagen; Heifspiel; Mützenball; Prellball. 25. April '/,5-7,7 111. a.b., IV. V.,VI.,VII. 70 Sauball; Prellball; Fußgrenzball; Croquet; Boccia; Barlauf. 21). April 7,5—‘/,7 1, II. a. ii. b. 77 Zielreißen; Diebschlagen; Schwarzer Mann; Goldene liriickc; Plumpsack; Rundball; Prellball. ! Datum Spielzeit ( lasse Auwesendo Spiele (>. Mai Vs, 5 —1/s'7 1., II. a. u. I>. 73 Rundball; Dreibein; Hüpfender Kreis; Strick-zieheti; Hink kam pf im Kreis; Grenzfußball. : !). Mai '/,5 -'/„7 111.a.b.,IV. V.,VI.,VII. (>() Barlauf; Stehball; Groquet; Sauball; Boccia; Schleuderball. lü. Mai 7 1., II. a. u. b. 82 Ausflug auf den Golovec. Gespielt wurde: Die Jagd. 1 20. Mai 5 *1 1., II. a. u. 1>. 58 Wetthiill; llaschliyll; Iting; Chinesische Mauer; Keiterball; Hüpfender Kreis. 27. Mai 5 — 7 III.a.b.,IV. V.,VI.,V1I. 40 Kreisball; Scbleuderball; Fußgrenzball; Ifoccia; Groquct. :>(». Mai i 5 1 / 7 I„ II. a. u. 1). l!0 Jägerspiel; Hüpfender Kreis; Strickziehen; Stehball; Keifspiel; Schlagball. Juni 5 7 III. a. b., IV., V., VI. 5!) Sauball; Schlagball; Schleuderball; (roquet; Iioccia. (i. Juni 5 — 7 1., II. a. u. 1>. 88 Diebschbigen; Sauball; Jägerspiel; Fußgrenzball; Keiterball; Goldene Brücke. 10. Juni 5 — 7 III. a. b., IV., V., VI. 55 Fußgrenzball; Scbleuderball; Barlauf; Groquct; Boccia. 1:5. Juni 5 -7 I, 11. a. u. 1). 64 , Wettball; Jägerspiel; Kreisschlagball; Strickziehen; Hüpfender Kreis; Prellball, Fußgrenz-ball. 20. Juni 5 -7 III. a. 1)., IV., V., VI. r>o ; Sauball; Fußball; Scbleuderball; Boccia,Groquet; Schlagball. 25. Juni 5 7 1., 11. a. u. 1). (12 Jägerspiel; Reifspiel; Rundball; I’lunipsack; Sauball; Fußgrenzball. 8. Juli 5 — 7 III. a. b., IV., V. •17 Groquet; Boccia; Scbleuderball; Sauball; Fußgrenzball; Barlauf. 11. Juli 5 7 1, II. a. ü. b. 73 Reifspiel; Stehball: Goldene Brücke; Topf-schlagen; llaschball; Sauball. XII. Gewerbliche Fortbildungsschule. Diese Lehranstalt wurde im Jahre 185(5 als gewerbliche Sonntagsschule errichtet; im Jahre 1872 wurde sie reorganisiert und der Unterricht auf alle Abende der Wochentage ausgedehnt. Mit den Verordnungen des hohen k. k. Ministeriums für (’ultus und Unterricht vom 24. Februar 1S83, '/. 3(>74, vom 14. September 1884, Z. 12.5(14, und dem Erlasse vom 2. Octobor 1891, /. ',1174, erhielt sie ihre gegenwärtige Rinrichtung. Sie besteht aus drei ('lassen. In der I. ('lasse werden die Schüler in allen Gegenständen gemeinschaftlich unterrichtet. In der U. und III. ( lasse ist der Unterricht in der deutschen Sprache und im Rechnen gemein- schaftlich, beim Zeichenunterrichte jedoch sondern sich die Schüler nach ihren Gewerben. Physik, Chemie und Modellieren werden als freie Gegenstände für Schüler der II. und 111. Classe gelehrt. Wegen der größeren Schülerzahl wurde die 1. und II. Classe in zwei Parallelcurso getheilt. Der Unterricht wurde an den Abenden der Wochentage von halb 8 bis !) Uhr durch sechs Monate und an Sonntagen von 8 bis 12 Uhr vormittags durch zehn Monate ortheilt. Während des Schuljahres wurde die Anstalt von den Herren Regierungs-commissären Franz Levee und Josef l ese/ einer eingehenden Inspectnio unterzogen. Der Lehrkörper bestand aus folgenden Mitgliedern: 1.) liealschuldirector Lh\ Rudolf Junowicz, Schulleiter. 2.) Professor Emil Zictkowski, Vorstand der Abtheilung für mechanisch-teehnische Gewerbe, lehrte geometrisches Zeichnen in der I. b., Projectionslehre in der U.M., Maschinenlehre in der III. M. und Maschinenzeiclinen in der U.M. und 111. M. Classe. 3.) Professor Franz Kreminger, Vorstand der Abtheilung für Haugewerbe,, lehrte geom. Zeichnen in der I. a., Projectionslehre in der II. 11., Baulehre in der III. Ii. und Bauzeichnen in der 11. li. und III. li. ('lasst'. 4.) Professor Johann Franke, Vorstand der Abtheilung für Kunst- und Kleingewerbe, lehrte dem. Freihandzeichnen in der I. a., Zeichnen für Kunst- und Kleingewerbe in der II. Z. und III. Z. Classe und Modellieren als Freigegenstand. 5.) Professor Balthasar Knafitseh lehrte gewerbl. Rechnen in der II. a. Classe und Chemie als Freigegenstand in der II. und III. Classe. (5.) Professor Clemens Proft lehrte gewerbl. Rechnen in der II. b. und III.Classe und Physik als Freigegenstand in der II. und UI. Classe. 7.) Professor Franz Orožen, Vorstand der I. a. Classe, lehrte Geschäftsaufsätze in der I. a. und II. a. Classe, 8.) Professor Franz Keller, Vorstand der I. b. Classe, lehrte gewerbl. Rechnen und elein. Freihandzeichnen in der I. b. Classe. 9.) Professor Karl Pire lehrte gewerbl. Rechnen in der I. a. Classe. 10.) Professor Anton Funtek lehrte Geschäftsaufsätze in der I. b., II. b. und III. b. Classe. 11.) Assistent Johann Klein assistierte beim Zeichenunterrichte für lvunst-und Kleingewerbe. Im Schuljahre 1895/90 wurden 295 Schüler, d. i.'10 Gehilfen und 212 Lehrlinge, aufgenommen und nach ihren Vorkenntnissen und Gewerben vertheilt, und zwar: I. a. CI. 49, I. b. CI. 54, II. a. CI. 03, II. b. CI. 37; von diesen besuchten: Abtheilung für Kunst- und Kleingewerbe 43, Abtheilung für mechanisch-technische Gewerbe 27, Abtheilung für Baugewerbe 30; III. Classe, Abtheilung für Kunst-und Kleingewerbe 12, Abtheilung für mechanisch-technische Gewerbe 2 1, Abtheilung für Baugewerbe 59. Von sämmtlichen eingeschriebenen Schülern waren ihrer Muttersprache nach 255 Slovenen, 40 Deutsche, dem Glaubensbekenntnisse nach 294 Katholiken und 1 Evangelischer. Dem Gewerbe nach waren unter den siimmtlich eingeschriebenen Schülern: Bauschlosser 16, Bautischler 18, Maurer 33, Spengler 11, Zimmerleute 5, llafner 2, Mechaniker 2, Maschinisten 2, Orgelbauer 2, Büchsenmacher 2, Gießer 8, Kupferschmiede 3, Maschinenschlosser 42, Metalldreher 5, Schmiede 1, Uhrmacher (i, Kunstschlosser 3, Modelltischler ß, Feilhauer 1, Messerschmiede 1, Wagner 2, Buchbinder 19, Buchdrucker 8, Möbeltischler II, Zimmermaler 1, Tapezierer 7, Anstreicher 2, Vergolder 2, Bäcker 2, Fleischhauer 1, Zuckerbäcker 1, Bürstenbinder I, Kürschner I, Riemer 2, Gürtler 4, Sattler 2, Schneider 22, Schuhmacher 5, Gärtner 3. Der Schulausschuss setzte sich aus folgenden Herren zusammen: Herr Peter Grasselli und vom 9. Juni Herr Johann Hribar, Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach, als Vorsitzender. » Jakob Smolej, k. k. Landesschulinspector i. II., Vertreter der Unterrichts- Verwaltung. » Dr. Karl Mathis, k. k. Ilegierungsconcipist, Vertreter der Unterriehtsvenvaltung. > Johann Murnik, kais. Rath und Landesaussehussmitglied, Vertreter des Landes- ausschusses. » Dr. Rudolf funowicz, k. k. Realschuldirector, Vertreter der Handels- und Gewerbekammer. » Anton Klein, Buchdruckereibesitzer, Gemeinderath, Vertreter der Stadtgemeinde. » Johann Stibic, k. k. Director der gewerblichen Fachschule für Holzindustrie, Gemeinderath, Vertreter der Stadtgemeinde. » Philipp Zupančič, Baumeister, Vertreter der Gewerbetreibenden. Zur Bestreitung des Kostenaufwandes erhielt die Schule im Jahre 189(1 folgende Subventionen: Staatssubvention................................................(1. 2300, Subvention der Stadtgemeinde Laibach.......................* 500, Subention aus dem krainischen Landesfonde..................» 300, Subvention der Handels- und Gewerbekammor in Laibach » 100, Beitrag aus der Kaiser-Franz-Josef-Stiftung für die gewerblichen Fortbildungsschulen Krains.........................» 240. Die Stadtgemeinde Laibach stellte die Beheizung und Beleuchtung der Sehul-localitätcn bei. Von diesen Beiträgen wurden die Remunerationen für Untorrichtsortheilung und Leitung, für Kanzlei-Erfordernisse, Lehrmittel u. s. w. bestritten und für arme Schüler Lehrbücher, Schreib- und Zeichenrequisiten gekauft. Die geiverbliche Fortbildungsschule ist mit einer reichhaltigen Lehrmittelsammlung versehen. Auch die Lehrmittel der Oberrealschule stehen für den Unterricht in den einzelnen Lehrgegenständen zur Verfügung. Die Lehrmittelsammlung erhielt in diesem Schuljahre folgenden Zuwachs: Durch Ankauf: Centralblatt für das gewerbliche Unterrichtswesen sammt Supplementband. (Fortsetzung.) — Borštnik, Wandatlas für gewerbliche Buchführung. — Schwertiter, Ornamentzeichnen. Burckhard, Geschichte der Renaissance in Italien. — Storch, Die Pflege in der Kunst. Hauser, Säulcnordnungen, Taf. 1, III, IV, V, VI, VII, V111, IX und X. -— Gipsmodelle aus dem k. k. österr. Museum für Kunst und Industrie in Wien, ti. zw. folgende Nummern des Verzeichnisses der Gipsabgüsse: 258, 305, 307, 309, 183, 917, 1078, 1080, 1082, 597, (ill, 333, 875, Nr. IX, XI, XII, 793, 975, 1067, (»37, 1020, 672, 393, 101 1, 1017, 1031, 1032, 422, 385, 361, 420, 1096, 1212, 1213, 1216, 230, 1053, 1076, 1210, 121 1, 187, 525, 1217, 1211, 1215, 51, 1051, 613, 595, 520,519, 1207, 419, 183, 229, 1052, 917, 915, 931, 921, 1069, 1073, 1065, 1089, 355, 1022, 362, 1090, 1091, 1092, 1093, 929. — Grundformen der classischen GefiiBbildnerei in 'Phon (19 Stück). — Vorlagen für Metalldreher und Gießer. Czischek, Vorlagbliitter Uber Bauschlosserei. — Dir/am, Elemente der Bau- und Möbeltischlerei. Durch Geschenk: Vom hohen k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht: Ortwein, Goldschmiede-Arbeiten. XIII. Verzeichnis der Schüler am Schlussc des Schuljahres 1895/96. (Die Namen der Vorziift'sst'liii I. a. 1. Balog Paul, Laibach. 2. Bernard Franz, Laibach. 3. Besek Franz, Laibach. 4. Bizjak Anton, Laibach. 5. Brandt Benno, Bisclioflack. (i. Daneu Maximilan, Opčina, Küstenland. 7. Ileking Franz, Laibach. 8. Herzmansky Eduard, Zelče, Krain. !). Jakhel Gustav, Tsclierncmbl. 10. Jellousheg Andreas, Triest. 11. Kaučič Rudolf, Laibach. 12. Kaudela Ernst, Laibach. 13. Koller Josef, Tarvis. 14. Kovat Miroslav, Smicliov, Böhmen. 15. Krainer Johann, Klagenfurt. 10. Kuntara Adolf, Laibach. 17. Kure lludolf, Rovt, Schweiz. 18. Linhart Friedrich, Laibach. 1!). LusehützyFriedrich, Canfanaro, Küstenland. 20. Mally Emil, Neumarkt], Krain. 21. Massiczek Franz, Graz. 22. Mellitzer Willibald, Ober-Domžale. 28. Müller Martin, Weißenfels. I. b. 1. Aceto Victor, Koseze b. Laibach. 2. Avčin Josef, Dorn, Krain. 3. Babnik Granz, Fužine, Krain. 4. Bevc Edmund, Wochein, Feistritz. 5. Bojec Anton, Neudorf, Krain. (!. Bonač Ludwig, Begunje. 7. Boncelj Josef, Eisnern. 8. Brinšek Bogumil, Trnovo. 'J. Gerne Bartholomäus, Laibach. 10. Dolenc Karl, Slap, Krain. 11. Franzi Heinrich, Dolsko b. Lustthal. 12. Gerdina Karl, Fiume. 13. Ghcrbaz Emil, Laibach. 14. Gladnigg, Gustav, Großlup. 15. Grošelj Andreas, Laibach. 1(>. Groschel Franz, Laibach. 17. Herman Augustin, Stein. 18. Hočevar Josef, Mückendorf. Hi. Jesenko Rudolf, Laibach. 20. Kagnus Adolf, Laibach. 21. Kajfež Michael, Novoselo. 22. Kavčič Rudolf, Sairach. 23. Knaflič Franz, St. Martin, Krain. 24. Kopečny Johann, Laibach. 25. Kremenšek Josef, Laze, Krain. ler sind mit halbfetter Schrift gedruckt.) Classe. 24. Palme Josef, Lustthal. 25. Potschar Ottwin, Spital a. d. Drau. 2(>. Pöltl Marius, Ritt, v., Triest. 27. Pollak Karl, Neumarktl. 28. Rieder Eduard, Laibach. 2!). Rieger Otto, Missberg, Kärnten. 30. Hischnor Ferdinand, Kloingerouth. 31. Hörig Johann, Düsseldorf, Deutschland. 32. Roth Raimund, Klagenfurt. 33. Schaffenrath Oskar, Laibach. 34. Schmiedt Otto, Rudolfswert. 35. Schwendtner-Pellizzoni Josef, Guardiella, Küstenland. 36. Sieberer Oskar, Laibach. 37. Simončič Josef, Laibach. 38. Socher Friedrich, Bregenz, Vorarlberg. 39. Škerlj Ludwig, Laibach. 40. Stöcklinger Ernst, Laibach. 41. Tentschert Walther, St. Leonhard b. Hrastnik. 42. Thoman Johann, Laibach. 43. Treo Emil Littai. 44. Zaff Camillo, Laibach. 45. Zarli Rudolf, Tolinein. Classe. 2(>. Kunc Franz, Cerkovskavas. 27. Kurent Milan, Lichtenwald. 28. Logar Josef, Dolni Zemon. 2!). Mally Johann, Neumarktl. 30. Matajc Anton, Stražišče. 31. Mattessich Rudolf, Lussinpiccolo. 32. Peče Alois, Rudolfswert. 33. Praprotnik Ferdinand, Tschernembl. 34. Predovič Johann, Laibach. 35. Prijatelj Johann, Laibach. 3(5. Reimer Anton, Möttling. 37. Rudman Milan, Mnnkendorf. 38. Sajovic Eugen, Laibach. 39. Sedej Josef, Laibach. 40. Sever Maximilian, Dolenja Dobrova. 41. Sitar Alois, Predoslje. 42. 'I’erdan Karl, Graz. 43. Veber Leopold, Zalilog. 44. Velkaverh Johann, Laibach. 45. Vesel Alois, Zigmarico. 4(>. Vinerš Johann, Sapiane, Küstenland. 47. Vodišek Rudolf, Laibach. 48. Wagaja Miroslav, Jesenice. 49. Zakrajšek Friedrich, Vrlmik l>. Laas. II. a. Classe. 1. Benedikt Walthor, Laibach. 2. Dettela Victor, Sagor. 3. Detter Emil, Laibach. 'I. Drinovc Josef, Laibach. 5. Fajdiga Augustin, Laibach. (i. Großlercher Paul, Domžale. 7. Hamann Leo, Laibach. 8. Herrisch Hubert, Laibach. 9. Intichar Emil, Prestic, Böhmen. 10. Jcuniker Emil, Laibach. 11. Kaduinig Emil, Gottschoe. 12. Kleinlercher Peter, Domžale. 13. Kos Karl, Pontafcl. 14. Kure Johann, Huchrain, Schweiz. 15. Massiczok Franz, Triest. 1(>. Mikusch Adolf, Laibach. 17. Oberwalder Josef, Domžale. II. b. 1. Aceto Ferdinand, Koseze, Krain. 2. Ape Adolf, Kronau. 3. Benedik Ladislav, Gabrovska. 4. Brelich l’eter, Kirchheim, Küstenland. 5. Celestina Felix, Ojstro bei Trifail. (i. Černe Johann, Laibach. 7. Dolenec Victor, Präwald. 8. Dolenc Vladimir, Haidenschaft. 9. Fantini Eduard, Luttenberg. Hl. Fišer Vladimir, Luttenberg. 11. Francke Rudolf, Adelsberg. 12. Hermann Johann, Ivrainburg. 13. Jan Yinccnz, Unter-Görjach. 14. Jellenc Franz, Kropp. 15. Jurca Adolf, Adelsberg. Ki. Mulaček Franz, Laibach. 17. Pavšič Franz, Laibach. III. a. 1. Benedict Josef, Laibach. 2. Benedict Leo, Laibach. 3. Brabec Otto, Stolac, Hercegovina. 4. Černe Emil, Tomaj, Küstenland. 5. Detiček Max, Oberburg, Steiermark. (!. Detiček Paul, Oberburg, Steiermark. 7. Dietz Eduard, Bärenheim, Krain. 8. Dorschei August, Algersdorf b. Graz. 11. Fritsch Ernest, Loke, Steiermark. 10. Germ Arthur, Kairo, Ägypten. 11. Gula Rudolf, Triest, Privatist. 12. Hopfgartner Emil, Ladija, Krain. i:t. Ohm-Januschowsky Ritt. v. Wissehrad Alexander, Laibach. 14. Jäger Rudolf, Krainburg. 15. Jeran Franz, Laibach. l(i. Karlon Johann, Leoben, Steiermark. 17. Koller Albert, Tarvis, Kärnten. 18. Koller liiehard, Stalzern, Krain. 111. Komposch Simon, Uetje, Steiermark. 20. lvorpitsch Maximilian, St.Veit a. d. Glan. 18. Petech Romanus, Genino, Istrien. 1!). Prandi de Ulmhart, Oskar, Triest. 20. Prannseiß Rudolf, Laibach. 21. Rupar Anton, Laibach. 22. Schmitt Oskar, Laibach. 23. Schuster Anton, Laibach. 24. Seliškar Jakob, Kozarje. 25. Sperling Hermann, Laibach. 20. Stadler Maximilian, Laibach. 27. Tollovitz Theodor, Laibach. 28. Urbani Josef, St. Paul, Kärnten. 29. Urbas Friedrich, Laibach. 80. Valenta Vladimir, Gurkfcld. '11. Verderber Albin, Sissek. 32. Vučemilovic Hamlet, Imoski, Dalmatien. 33. de Wauiek Ludwig, Triest. 34. Wenzel Otto, Laibach. Classe. 18. Pcrhauc Franz, Gurkfeld. 19. Perne Victor, Laibach. 20. Perovšek Josef, Rudolfswert. 21. Pintar Alois, Rudolfswert. 22. Pirkovič Ludwig, Laibach. 23. Plehau Victor, Laibach. 24. Pogačnik Heinrich, Zirknitz. 25. Rode Franz, Zaperče b. Stein. 2(1. Hovšek Jakob, Gaborje. 27. Sartori Georg, Serajevo. 28. Skrem Alois, Senosetsch. 29. Snoj .losef, Untcr-Gamling. 30. Serlco Ernst, Zirknitz. 31. Turek Adolf, Laas. 32. Žnidaršič Milan, Kal b. lvosana. 33. Zupančič Barthol., Kamene, Krain. Classe. 21. Koutny Odo, Laibach. 22. Kukec Wilhelm, Loke, Steiermark. 23. Ladstätter Johann, Ober-Domžale. 24. Linhart Josef, Ober-Šiška b. Laibach. 25. Linhart Karl, Laibach. 26. Nagy Josef, Laibach. 27. Ostermann Anton, Klagenfurt. 28. Podbregar Josef, Velike Hloke, Krain. 29. Rainer .losef, Suhodol, Steiermark. 30. Ruard Anton, Marburg, Steiermark. 31. Slitscher Friedrich, Laibach. 32. Stanzer Heinrich, Gurkfeld. 33. Thomann Alois, Laibach. 34. Thurner Leopold, Lienz, Tirol. 35. Wagner Theodor, l’ettau, Steiermark. :>(>. Walland Eugen, Krainburg. 37. Walland Josef, Marburg, Steiermark. 38. Witt Reinhold, Laibach. 39. Zsehranszky Josef, Kronstadt, Sieben- bürgen. III. b. Classe. 1. Burgar Anton, Iieifriitz, Krain. 2. Čadež Johann, Pölland, Krain. 3. Dornik Victor, Laibach. 4. Drašček Anton, Laibach. 5. Gorup Bogumil, Fiume. (i. Gosler Franz, Adelsberg. 7. Götzl Adolf, Laibach. 8. Jager Ludwig, Maunic, Krain. 9. Jenčič Franz, Mannsbnrg, lvrain. 10. Jeras Ernst, Laibach. 11. Kobal Wilhelm, Laibach. 12. Koprivnikar Anton, Littai. 18. Košar Ludwig, Illyr.-Feistritz. 14. Kuttin Franz, Adelsberg. 15. Lah Milan, Laas, Krain. 1(>. Lichteneker Albin, Laufen, Steiermark. 17. Martinčič Friedrich, Kostanjevica, Krain 18. Mlač Johann, St. Andrea, Krain. 19. Peršl Karl, Laibach. 20. Petrovčnik Johann, Unter-Kašel, Krain. 21. Puppis Emil, Cerkovskavaš, Krain. 22. Ut )zman Edwin, Laibach. 23. Schmutz Karl, Wien. 24. Sitar Franz, Mekine, Krain. 25. Smole Alois, Kronau, Krain. 2(1. Šiška Anton, Laibach. 27. Tejkal Johann, Šavnapeč, Steiermark. 28. Vašič Konrad, Škrljevo, Krain. 21). Žagar Franz, Markovec b. Altenmarkt. IV. Classe. 1. Bäbler Balthasar, Oberlaibach. 2. (yirk Johann, Laibach. 3. čad Josef, Laibach. 4. Dettela Leo, Bischoflack. 5. Diewolc Karl, Laibach. 6. Dolenc Augustin, Haidenschaft. 7. Dolinšek Franz, Laibach. 8. Draxler Josef, Laibach, ü. Eberle Max, Laibach. 10. Effenbcrger Johann, Zakopane, Galizien. 11. Ferlič Milan, Laibach. 12. Harnisch Anton, Haasberg. 13. llladik Rudolf, Ainöd. 14. llönigsclimied Adolf, Unter-Šiška. 15. Jakhel Rudolf, Tschernembl. 16. Jelšnik Ludwig, Landstraß. 17. Kaiser Robert, Laibach. 18. Knechtl Anton, Strido, Ungarn. 1!). Kobal Alois, Kaltenfeld. 20. Kobal Aurel, Laibach. 21. Kormann Emerich, Graz. 22. Kreminger Hermann, Laibach. 23. Luckmann Johann, Laibach. 24. Mencinger Leo, Krainburg. 25. Moll Johann, Rudolfswert. 2(1. Noč Josef, Unter-Šiška. 27. üdlaselc Andreas, Vižmarje. 28. Pavličelc Johann, Marburg. 29. Pavšič Johann, Selo b. Laibach. 30. Peršl Franz, Chrudim, Böhmen. 31. Petecli Josef, Gimnino, Küstenland. 32. Petrič Johann, Gurkfeld. 33. l’irkovitsch Otto, Knittelfeld. 84. L’uc Rudolf, Laibach. 35. Scarpa Johann, Triest. 36. Selak Rudolf, Sairach. 37. Stadler Max, Josefsthal. 38. Stropnik Karl, Laibach. 39. Tomažič Friedrich, Laibach. 40. Troltsch Maximil., Würbenthal, Schlesien. 41. Twrdy Gordon, Laibach. 42. Udovč Karl, Friesach, Kärnten. 43. Wenig Otto, Graz. 44. Windischer Franz, Laibach. 45. Zencovich Albert, Radmannsdorf. V. Classe. 1. Bögel Franz, Laibach. 2. Bučar Josef, Tresnitz, Steiermark. 8. Cattelan l’eter, Cividale b. Friaul. 4. (Jesar Johann, Jaska, Kroatien. 5. Dolenec Anton, Präwald. 6. Faleschini Franz, Laibach. 7. llail Emanuel, Graz. 8. Jak Josef, Laibach. 9. Janesch Otto, Laibach. 10. Klimpfinger Hermann, Neuborg, Steier- mark. 11. Kraschna Alois, Laibach. 12. Lenassi Hugo, Planina. 13. Miclior Michael, Saak, Kärnten. 14. Negovetič Richard, Adclsberg. 15. Nussbaum Josef, Štorje, Krain. 16. Perne Josef, Laibach. 17. Pottauer Friedrich, Laibach. 18. l'our Fugen, Laibach. 19. Priboschitz Leopold, Villach. 20. Pucher Stefan, Krainburg. 21. Šircelj Josef, Rojano b. Triest. 22. Šapla Franz, Šturje. 23. Tordina Ludwig, Laibach. 24. Treo Roman, Laibach. 25. Werkl Franz, Wolfsberg, Kärnten. 1. Adler Stanislaus, Laibach. 2. Briifach Karl, Laibach. Ü. Cacak Alois, Laibach. 4. Chlän Ernst, Steyr, Oberösterreich. 5. Domianovič Paschul, Laibach. (I. Erhovnic Egon, Iieifnit/. 7. Förg Richard Laibach. 8. Gspan Alfons, Kitter v., Landstraß, lvrain. 9. Hiti Ernst, Senosetsch, lvrain. 10. 1 liti Franz, Senosetsch, Iirain. 11. Istenič Peter, Alexandrien, Ägypten. 12. Jeloenik Bernard, Laibach. 13. lvastner Paul, Laibach. 14. Kirchschläger Franz, Frankfurt a. M., Deutsches Reich. 15. Klementschitsch Maximilian, Laibach. 1(1. Kobler Paul, Littai, lvrain. 17. Mencin Franz, Laibach. 18. Miklauc Rudolf, Laibach. 1!). Pirc Johann, Matena, lvrain. 20. Plankor Franz, Laibach. 21. Prettner Rudolf, Alexandrien, Ägypten. 22. ltiboli Hieronymus, Fiume. 23. Scluniedt Franz, Rudolfswert. 24. Šetina Franz, Laibacli. 25. Šiška Karl, Laibach. 2. und 17., erforderlichenfalls auch am 18. September abgolialten werden. In jedem dieser Termine wird (Iber die Aufnahme endgiltig entschieden. In die erste Classe eintretende Schüler haben mittelst eines Tauf- oder Geburtsscheines nachzuweisen, dass sie das zehnte Lebensjahr entweder schon vollendet haben oder noch in dem Kalenderjahre, in welches der Beginn des Schuljahres fällt, vollenden werden. Zugleich wird von ihnen bei dor Aufnahme ein Frequentationszeugnis der Volksschule, welcher sie im letztverflossenen Schuljahre angehört haben, gefordert werden, welches die ausdrückliche Bezeichnung, dass es zum Zwecke des Eintrittes in die Mittelschule ausgestellt wurde, ferner <1 in Noten aus den Sitten, der Religionslehre, dor (deutschen) Unterrichtssprache und dem Rechnen zu enthalten hat. Bei dieser Aufnahmspriifung werden folgende Anordnungen gestellt: Jenes Maß von Wissen in der Ilcligionslehre, welches in den vier Jahrescursen der Volksschule erworben werden kann; Fertigkeit im l.esen und Schreiben der (deutschen) Unterrichtssprache; Kenntnis der Elemente der Formenlehre der (deutschen) Unterrichtssprache; Fertigkeit im Analysieren einfach bekleideter Sätze; Übung in den vier Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen. Eine Wiederholung der Aufnahmsprüfung, sei es an ein und derselben oder an einer anderen Lohranstalt, ist unzulässig. Zur Aufnahme der Schüler, welche sich für eine höhere ('lasse melden, und zur Vornahme der Nachtrags- und Wiederholungsprüfungen ist die Zeit vom 17. bis 18. September bestimmt. Von anderen Mittelschulen kommende Schüler müssen das Studienzeugnis vom letzten Semester mit der Entlassuug.selausei sowie auch etwaige Schulgeld-befreiungs- oder Stipendien-Decrete vorweisen. Schüler, welche in eine der nächsthöheren (Hassen dieser Anstalt aufgenommen werden sollen, haben entweder ein entsprechendes Zeugnis über die Zurücklegung der vorangehenden ('lasse an einer öffentlichen Realschule der im Reichsrathe vertretenen Länder und Königreiche boizubringen oder sich unter den gesetzlichen Bedingungen einer Aufnahmsprüfung zu unterziehen. Jeder neu eintretende Schüler entrichtet eine Aufnahmstaxe von 2 11. IO kr. und einen Beitrag von 1 fl. für die Schülerbibliothek nebst 50 kr. zur Deckung der mit dem schulmäßigen Betriebe der Jugendspielo verbundenen Auslagen; den Beitrag von 1 fl. 50 kr. entrichten auch alle der Lehranstalt bereits angehörende Schüler. Da das Slowenische zufolge des hohen Ministerial-Erlasses vom iS. Mai 1880, Z. 10.754, für jene Schüler ein obligater Lehrgegenstand ist, welche beim Eintritte in die Realschule von ihren Eltern a/s Slovencu erklärt werden, so ergibt sich für letztere die Nothwendigkeit, ihre Kinder persönlich zur Aufnahme vorzuführen und im Verhinderungsfälle ihre diesbezügliche bestimmte Erklärung der Direetion schriftlich zukommen zu lassen. Im Sinne dos hohen Erlasses des k. k. Landesscliulrathes für Kniin vom 12. Mai 1884, Z. (i()l, können auch Schiller nichtslovenischer Muttersprache zum obligaten slovenischen Unterrichte zugelassen werden, wenn sie die diesbezügliche Erklärung ihrer Eltern vorweisen und die erforderlichen Sprachkenntnisse besitzen, welche durch eine Aufnahmeprüfung erprobt werden. Für solche Schüler bleibt dann das Slovenisehe durch alle1 folgenden Studienjahre an dieser Lehranstalt ein obligater Lehrgegenstand. Das Schuljahr 189(5 97 wird am 18. September mit dem hl. Geistamte in der St. Florianskirche eröffnet werden. Der regelmäßige Unterricht beginnt am 19. September. Laibach im Juli 1890. Die Direction. , 1873/74. 1874/75. 1875/76. 1876/77. 1877/78. 1878/79. 1879/80. 1880/81. 1881/82. 1882/83. 1883/84. 1884/85. 1685/86. 1886/87. 1887/88. 1888/89. 1889/90. 1890/91. 1891/92. 1892/93. 1893/94. 1894/95. 1896/96. I. Directe Deduction der Begriffe der algebraischen und arithmetischen Grundoperationen aus dem Größen- und Zahlenbegrift'e. (Fortsetzung.) Vom Professor Josef Finger. II. Über den geographischen Unterricht an unseren Mittelschulen. Vom Realschullehrer Dr. Alexander Georg Stipan. III. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom Prof. Hugo Ritter v. Pergcr. I. Über Inhaltsberechnung der Fässer. Vom suppl. Lehrer Joh. Der buč. II. Aus dem chemischen Laboratorium. Vom Suppl. Lehrer Balthasar Knapitsch. Der Apfelbaum (Pyrus malus L.) und seine Feinde. Vom Professor Wilhelm Voss. Das Rechnen mit unvollständigen Decimalbriiehen, Vom suppl. Lclirer Josef Gruber. Die Verunreinigung des Lailmcher Flusswassers bei seinem Durchlaufe durch die Stadt. Vom wivkl. Lehrer Balthasar Knapitsch. Die Sprache in Trabers «Matthäus». Vom Professor Frans La>ec. Etude sur le roman franoiiis du 17e et du 18® siecle. Vom Professor Emanuel Ritter v. Stäuber. Die Bergwerke im römischen Staatshaushalte. Vom Prof. Dr. J. J. Binder. Die Bergwerke im römischen Staatshaushalte. (Fortsetzung.) Vom Professor Dr. Josef Julius Binder. Bestimmung der Kriimmungslinien einiger Oberflächen. Vom Professor Clemens Proft. I. Les romanciers de l’Einpire et de la Restauration. (Premier partie.) Vom Professor Emanuel Ritter v. Stäuber. II. Kranjske šole in Habsburžani, njihovi pospeševatelji. Vom suppl. Lehrer Johann Vrhovec. Versuch einer Geschichte der Botanik in Krain (1754 bis 1883). Vom Professor Wilhelm Voss. Versuch einer Geschichte der Botauik in Krain (1754 bis 1883). (Fortsetzung.) Vom Professor Wilhelm Voss. Streifzüge auf dem Gebiete der Nibeluugenforschung. Vom Professor Dr. Josef Julius Binder. Stapleton. Neznanega prelagutelja evangelija preložena po Stapletonn v XVII. veku. Vom Professor Anton Raič. Stapleton. (Fortsetzung.) Vom Professor Anton Raič. Florenbilder aus den Umgebungen Laibachs. Vom Professor Wilhelm Voss. Die Einwirkung des Wassers auf Blei im allgenieinen und insbesondere die des Wassers der städtischen Wasserleitung in Laibucli. Vom Professor Balthasar Knapitsch. Die Einfälle der Türken in Krain und Istrien. Vom Professor Franz Levee. Die Gewässer in Krain und ihre nutzbare Fauna. (Erläuterung zur Fischereikarte von Krain.) Vom Professor Johann Franke. Untersuchung des Säuerlings bei Steinbüchel in Krain. Vom Professor Balthasar Knapitsch. Schillers Wallenstein als tragischer Charakter. Vom suppl. Lehrer Dr. Franz Riedl. Laurion. Die attischen Bergwerke im Alterthum. Vom Professor J)r. Jos. Jul. Binder. (Mit einem Kärtchen und vier Tafeln.) Diu Warnunge. (Die Entstehungszeit des mhd. Memento mori.) Vom suppl. Lehrer Anton IVa/lner.