Nach Klagenfurt-VVorthersee von Munchen 8, Triest 5, Graz 4, Innsbruck 8, Venedig 7 Stunden. * rvac ^ /_Wien nach T\toI u. Sa\ ) burq ''"Or;.. V'xlWY\„ Porlsthačh Velden Klagenfurt, Dan Klagenfurt - lUlirttier See der Hauptstadt von Karnten, dem »Lande der Lieder und Seen«, gelangt man in etwa 1 Stunde Bahnfahrt indas fierz der lulisdien Hipen Klagenfurt am Worther See, Eisenbahnknotenpunkt und Fremdenstation ersten Ranges, bester Ausgangspunkt fiir die Juiisdien Alpen, Karawanken, Sanntaler Alpen. Fremdenverkehrsverein Klagenfurt versendet Prospekte. 508 m. Landschaftlich herrlich gelegene alte Stadt an der Drau. 20.000 Einwohner. Zentrum des Karntner Alpen- seegebietes. Knotenpunkt der Eisenbahnlinien von Berlin und Munchen uber dieTauernbahn, von Italien (Venedig) und Triest, Fiume, Abbazia, von Budapest iiber Marburg, von Tirol uber Toblach, von Wien iiber Amstetten und Graz direkte Ziige und Kursvvagen nach allen genann- ten Richtungen. Sehensvviirdigkeiten: Gotische Pfarrkirche, XV. Jahrhundert, von deren Turm groBartiges Gebirgspanorama. Kaiser Josef- und Hans Gasser-Denkmal, Archaologisches Museum im Rathaus und Relief von Karnten, hervorragendstes plastisches Kartenvverk 1 :1 o.ooo MaGstab, neben Kaiserpanorama im Parke hinter dem Staats- Gymnasium. Thermalbad Warmbad Villach, radioaktiv, 3o Grad Celsius, Grol3tesQuellenbasin des Kontinentes. Burg der Schlaraffia ,,Villa ad aquas“ im Parkhotel, Platzmusiken, Theater, Kinos, Badeanstalt, Autotaxo. — Hotelss Parkhotel, Hotel Mosser, Hotel Post; Hotel Fischer, Bahnhofhotel. Hotel Zentrat. — Gasthofe: Lamm, Meran, Rauter und viele andere. — Herrliche Ausfliige in der Umgebung. als groBtes und vvarmstes Alpenseebad sei als R a ststa t i o n nachBergtouren w2rmstens empfohlen. Zufahrt: via Klagenfurt oder Villach mit Siidbahn oder via Rosenbach (Postlandauer nach Velden). Entlialt 90 Zimmer mit allem Komfort, Salons, Speisesaal und Cafe. Im Zentrum der Stadt, gegeniiber dem Post- und Tele- graphenamte. Fahrgelegenheit im Hause. Hotel Omnibus zu jedem Zuge. Daselbst einzige Badeanstalt von Laibacher Eisen Moorbadern, gleicli der Franzensbader. Dampf-, Dusch- und Wannenbader. JOSEFINE GNESDA, Eigentiimerin. 6#>0i *V- Jalouz vom Mojstroka-Kamm. Aufnahme von Ing. H. Matievič, Klagenfurt. Fiifirer durch die Julischen Alpcn i Herausgegeben vom Fremdenverkehrs= Ausscfiufi der deutscben Volksrate fiir die Alpenlander. ~~- ' Geleitet von Dr. Rudolf R o s ch n i k. 1 4 Mit funfzehn Vollbildern, einer Rund« scbau, sieben EinzeU und einer Uber= sichtskarte und mehreren Handrissen. Gedruckt bei R. Ki e sel zu Salzburg. Klagenfurt, ~ Verlag: Joh. Hcyn Alle Redite vom Verleger vorbehalten. Der FremdenverkehrsausschuB der deutschen Volks- rate fiir die Alpenlander hat sich die Aufgabe gestellt, die Vorteile des deutschen Fremdenverkehres tunlichst der deutschen und deutschfreundlichen Bevolkerung zu- zuwenden. Dabei handelt es sich nicht nur um die Gast- stiitten des siidostlichen Alpengebietes,*) sondern auch um andere Schopfungen, an denen Deutsche hervor- ragend beteiligt sind, wie es bei der Tatigkeit der alpinen Vereine der Fali ist. Die durch groBartige Schonheiten ausgezeichneten Julischen Alpen liegen zum groBen Teile in Krain und im Kiistenlande, also in Gebieten, welche nur von klei- nen deutschen Minderheiten bewohnt sind. Und doch hat gerade hier der Deutsche und Oesterr. Alpenverein eine erschlieBende Arbeit geleistet und mit seinen Schutzhausern und Wegbauten ein ganz bedeutendes Kapital angelegt. Diese Arbeit zu stiitzen und durch regen Besuch seitens der Deutschen zu lohnen, betrachtete der ge- fertigte AusschuB als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Die Herausgabe eines „Fiihrers“ fiir dieses Gebiet schien das geeignetste Mittel, den Besuch der Julischen Alpen durch Deutsche zu fordern, umsomehr, als ein solches Buch in deutscher Sprache bisher noch nicht vorhanden ist. Der AusschuB hat den friiheren langjahrigen Ob- mann der Alpenvereinssektion „Krain“, Herrn Dr. Rudolf Roschnik in Wien, als Leiter des Fiihrers und Bearbeiter des ostlichen Teiles gewonnen, wahrend die Beschrei- bung des westlichen Teiles Herr Heinrich Haidvogl in Villach und jene des siidlichen Herr VValter Rizzi in Laibach iibernahm. Wiederholte Aufrufe in Zeitungen um Mitteilung von neuen, noch nicht veroffentlichten Anstiegen brach- ten guten Erfolg und wir erhielten wertvolle Beitrage *) Ein Verzeichnis det deutschen und deutschfreundlichen Gast- statten in Siid-Oesterreich erscheint / a 1 1 j a h r 1 i c h und kann durch die Buchhandlung Joh. Heyn in Klagenfurt unentgeltlich bezogen werden. IV und Auskunfte durch Fraulein Herma Poech und die Herren H. Brandt, R. Czegka, L. Enzenhofer, Ing. F. Horn (auch Zeichnungen von Anstiegen), Hans Huber, Hubert Jaritz, Ingenieur Heinrich Matievič, F. Prelog, Dr. Gustav Renker, Albin Roessel und Klodwig Tschada, \velcher auch bei der Durchsicht der Korrekturen mit- half. Fiir das von deutschen Touristen bisher wenig be- suchte Gebiet zwischen dem VVocheiner See und dem Isonzotale wurden teilweise die Veroffentlichungen der Societa alpina delle Giulie in Triest mit beniitzt, welchem Vereine, insbesondere dessen Schriftfiihrer, Herrn Dr. Carlo Cliersich jun. in Triest, wir fiir seine Freundlich- keit, Durchsicht und Erganzung des Stoffes zu groBem Dank verpflichtet sind. Bilder wurden dem AusschuB eine groBe Menge ein- gesendet, von denen der Kosten wegen nur wenige Ver- wendung fanden. Der in den Text gedruckten Rund¬ schau des Triglau diente die seinerzeitige vom Oesterr. T.-K. herausgegebene Pernhartsche Aufnahme als Grundlage, welche durch die Herren Theodor Prossen (d. Ae. u. d. J.) umgezeichnet wurde und mehrfache Richtigstellungen erfuhr. Fiir die Beniitzung gebiihrt dem Oesterr. Touristen-Klub bester Dank. Von For- derern des Buches seien noch genannt die Krainer Spar- kasse mit einer Geldspende zu Handen der Alpenver- einssektion „Krain“ und diese selbst. AH diesen Freunden des Unternehmens sei der warmste Dank ausgesprochen. Nachdem auch der Ver- leger, Herr Hans Heyn in Klagenfurt, kein Opfer scheute, um das Buch wiirdig auszustatten, so diirften wir auf eine freundliche Aufnahme in den Kreisen der deutschen Bergsteiger hoffen. Beziiglich der dem Buche beigegebenen geschaft- lichen Anzeigen bitten wir um gefiillige Beachtung des Vorwortes zum „Verzeichnis der Anzeigen". Klagenfurt, im Juli 1914. Der Fremdenverkehrs-Ausschufi der deutschen Volksrate fiir die Alpenlander. INHALTS-VERZEICHNIS Seite Bemerkungen 1 Allgemeiner Teil. I. Die Julischen Alpen. Lage, Zufahrt, Begrenzung, Gliederung, Rand- und Scheidevvege. Landschaftliche Art im Allgemeinen. Tallandschaft und Besiedlung. Die Felsenwelt der Julischen Alpen. BeVolkerung, Verkehr .4 II. Winke fiir den Besuch der Julischen Alpen. Sommerfrischler, Talreisende und Talwanderer, Bergsteiger. Jahreszeit, Aus- riistung, Bergfiihrer. Schrifttum und Karten.11 III. Ortschaften und Ausfliige. A) Tarvis—Veldes—Wocheiner Feistritz. 1. Tarvis, 2. WeiBen- lels, 3. Ratschach. 4. Wurzen, 5. Kronau, 6. Mojstrana, 7. ABling. 8. Veldes. 9. Woch.—Vellach, 10. Wocheiner Feistritz mit Umgebung. 15 B) Podberdo—St. Luzia—Tolmein—Flitsch. 1. Podberdo, 2. Hudajuschna, 3. Grachowo. 4. Podmelez, 5. St. Luzia, 6. Tolmein. 7. Karfreit. 8. Flitsch. 22 C) Tarvis—Raibl—Flitsch—Trenta. 1. Tarvis, 2. Raibl, 3. Flitsch, 4. Trenta.25 D) Tarvis—Pontafel—Geinona. 1. Tarvis, 2. Saifnitz, 3. Wolfs- bach, 4. Uggovvitz, 5. Malborgeth, 6. LuBnitz, 7. Leopolds- kirchen, 8. Pontafel-Pontebba, 9. Dogna, 10. Chiusaforte, 11. Resiutta, 12. Per la Carnia, 13. Venzone, 14. Gemona- Ospcdaletto.' ... 28 Besonderer Tcil. A. Die Triglaugruppe. I. Einleitung. Name. Gegensatz der Nord- und StidsCite. Auswahl der Triglau- wege. Ersteigung- und ErschlieBungsgeschichte. Die Slatorogsage 32 II. Talanstiege und Uebergange von Tal zu Tal. 1. Ausgangspunkt Mojstrana. a) Durchs Kottal zum Deschminnhaus.38 b) Durchs Uratatal auf dem Pragvvege zum Deschmannhaus . 39 c) Triglausteige. vom Uratatale nachst dem Zmir .... 40 d) Ueber die Nordwand auf den Triglau.41 e) Vom LuknapaB auf den Triglau. ..Ottomar Bamberg-Weg“ . 43 f) Von Mojstrana durchs Kermatal zur Maria Theresie*nhiitte . 44 g) Von Mojstrana iiber den LuknapaB in die Trenta ... 45 2. Ausgangspunkt Wochein. a) Von Mitterdorf oder Althammer iiber die Uskounizaalpe zur Maria Theresienhiitte .45 VI b) Von Althammer iiber Woje und Belopolje zur Maria The- resienhiitte .47 c) Von St. Johann am Wocheiner See zur Triglauseen-Hiitte (Triglauseemveg).48 d) Von Althamme r liber die Alpe Utscherija zur Triglauseen-Hiitte 49 e) Von Althammer auf den Perschiuz.49 f) Vom Wocheiner See in die Trenta.50 3. Ausgangspunkt Veldes—Wocheiner Tal. a) Von Veldes liber Rudnopolje und die Toschzalpe zur Maria Theresienhiitte.50 b) Triglau- und Nebengipfel vom Wocheiner Tal .... 51 4. Ausgangspunkt Trenta .52 a) Kugyweg.53 b) Skok- und Komar-Steig.53 c) Ueber den LuknapaB zum Deschmannhaus.54 d) Vom LuknapaB mit dem Ottomar Bamberg-Wege zum Triglau- ring-Wege . .54 III. Schutzhiitten, Hohenvvege und Oipfel. 1. Das Deschmannhaus. Bergfahrten vom Deschmannhaus. a) Triglauspitze ... ... . 55 b) Andere Gipfel im Bereiche des Deschmannhauses, Begunski- werch, Urbanspitze, Zmir, Resch, Krederza, Erjowina . 56 c) Uebergange und Hohenvvege. aa) Zur Maria Theresienhiitte.57 bb) In die Trenta iiber den LuknapaB.58 cc) In die Trenta iiber das Kugyband zum Kugyweg . . 58 dd) In die Trenta iiber das Kugyband, den Ottomar Bamberg- Weg und den LuknapaB.59 ee) Zur Triglauseten-Hiitte .59 2. Die Maria Theresienhiitte .60 Bergfahrten von der Maria Theresienhiitte. a) Triglauspitze auf dem Hauptvvege iiber den Kleinen Triglau 61 b) Auf die Triglauspitze iiber den Siidgrat des GroBen Triglau 61 c) Andere Gipfel im Bereiche der Maria Theresienhiitte: Werner, Toschz, Draschki, Werscheunik, Na \Vetchu ... 62 d) Uebergange und Hohenvvege: aa) Zum Deschmannhaus.63 bb) Trig!auringweg .63 cc) Zur Triglauseen-Hiitte .64 3. Die Triglauseen-Hiitte.64 Uebergange und Gipfelvvege. a) Zur Maria Theresienhiitte oder auf die Triglauspitze . . 65 b) Zur Maria Theresienhiitte iiber die/ Almen.66 c) Zum Deschmannhaus.67 d) Ueber die Alpe Lepotsche nach Sotscha.67 e) Durchs Seental in die Trenta. 68 f) Die Berge im Bereiche deir Triglauseen-Hiitte, Kanjauz u. a. 68 4. Die Triglauspitze, Abstiege ..7 r 0 B. Die Rasor-Manhartgruppe. I. Einleitung. Ueberblick, Ausvvahl der Wege. Ersteigungs- und ErschlieBungs- geschichte. Sagen. VII II. Ueber- und Berggange. 1. Ausgangspunkt Mojstrana. a) Ueber den LuknapaB in die Trenta.. b) Nordlich vom Steiner iiber die Kreuzwand (Krischwand) nach Kronati. c) Siidlich vom Steiner, liber die Kreuzwand (Krischvvand) nach Kronau .. d) Ueber das Kreuz (Krisch) in die Trenta. e) Ueber die Sovvatnascharte in die Trenta. f) Pichauz . g) Steiner .. h) Kreuz ... c. i) Rasor. ki Suchiplas (Scharlachvvand) . T) Rogiza.. • . . . m) Lengenfelder Kreuz (Krisch), Breite Wand (Schiroka Petsch), Kuk . 2. Ausgangspunkt Kronau. a) Ueber den Werschezsattel (VoBhiitte) ins Trentatal b) Durchs kleine Pischenzatal zur VoBhiitte. c) Durchs kleine! Pischenzatal ins Planizatal. d) Ueber die Koritoscharte in die Trenta. e) Ueber das Kreuz (Krisch) in die Trenta. H Ueber die Kreuzvvand (Krischwand) nach Mojstrana g) Martulikfall, Sa Akam . h) Gipfelfahrten vom Martulikgraben. i) Belipotokgraben (WeiBenbachgraben) mit dem Kuk k) Špik . l) Lengenfelder Kreiuz (Krisch) . m) GroBe Ponza. n) Suchiplas oder Scharlachvvand . o) Rasor . .. p) Prisang . 3. Ausgangspunkt VoBhiitte. Berggange vou der VoBhiitte: al Prisang ./ . *. b) Rasor. c) Mojstroka. d) Jalouz . 4. Ausgangspunkt Ratschach—WeiBenfels. a) Mojstroka und VoBhiitte. Traunik. b) Ueber den Weliki-Kotsattel (Joch im Winkd) nach Mittelbret c) Jalouz. d) Der Ponza-(Zwolfer-)Zug: aa) Kotspiize (Winkelspitze), Konzaspitze (Endspitze), Weunza, Strugovvaspitze vom Planizatale aus bb) Ponza (Zwolfer) von der Planiza aus. cc) Der Ponzazug vom WeiBenfelser Seentale. e) Zur Manharthiitte. Traunikvveg. f) Zur Manharthiitte iiber die Lahnscharte. g) Manhart iiber die Nordvvand. h) Bukounik (Buchenkogel). 5. Ausgangspunkt Tarvis. a) Durch das Romertal und iiber die Torler Aiblschneide nach Raibl. Seite 75 75 76 76 77 77 77 78 78 79 80 81 83 84 84 85 86 87 87 88 90 90 91 92 92 93 94 95 96 98 100 100 102 102 103 105 106 106 107 107 108 108 108 VIII b) Durchs Romertal und iiber die Gamstalscharte nach Raibl . 109 c) Durchs Romertal und iiber die Romertalscharte (Schutzhaus- scharte) zur Manharthiitte und nach Raibl.110 d) Aiblkopf (Riesenleiche).111 e) Fiinfspitz. .111 f) Kleiner und GroBer Schober.112 g) Werschetz (Vršič) .112 h) - Gamsspitz.112 i) Kleine Bucherspitze.113 k) Mittagskogel. f .113 l) Breitkofelzug. 113 0. Ausgangspunkt Raibl. a) Zur Manharthiitte.114 b) Fiinfspitz.114 c) Lahnspitzen .114 d) GroBe Bucherspitze.115 7. Ausgangspunkt Manharthiitte .115 Berg- und Uebergange von der Manharthiitte.116 a) Ueber die Lahnscharte (Zungenscharte) nach WeiBenfels . .116 b) Ueber die Traunikscharte (Manhartscharte) nach WeiBenfels 116 c) Ueber die Romertalscharte (Schutzhausscharte) nach Tarvis . 116 d) GroBer Manhart.116 aa) Hauptvveg.117 bb) Siidanstieg . 117 cc) Gratwanderung vom Gr. Manhart zum Jalouz, Nordwand 118 e) Kleiner Manhart..118 f) Hochspitze.118 g) Griinspitzen .118 h) GroBe Bucherspitze.118 8. Ausgangspunkt Ober- und Mittelbret. a) Ins Koritnizatal und iiber den Weliki-Kotsattel (Joch im Winkel) ins Planizatal.: ... 118 b) Manhart.119 c) Ins Koritnizatal und iiber die Scharte Sa Gradom in die Trenta.119 d) Jalouz.. • • . . . .119 e) Der Scheideriicken zwischen Koritniza- und Bauschiza-Tal . 120 9. Ausgangspunkt Flitsch. a) Swinjak .120 b) Flitscher Grintouz . ... • . .120 c) Durchs Bauschizatal in die Trenta.120 10. Ausgangspunkt Trenta (Baumbachhiitte). a) Ueber den LuknapaB nach Mojstrana .. b) Ueber das Kreuz-(Krisch-)Kar nach Mojstrana . c) Ueber die Kreuz-(I 121 121 121 121 121 122 122 123 123 123 123 123 IX Seite n) Jalouz. .123 ol Pelz .124 p) Flitscher Orinfouz.124 q) Weweriza.125 C. Die Wischberg—Montasch—Kaniii-Gruppe. I. Einleitung.125 II. Ueber- und Berggange. 1. Ausgangspunkt Tarvis. a) Durch das Kaltwassertal tiber den Praschnik-Sattel oder die Kerniza-Scharte in die Seisera und nach Wolfsbach . . .129 b) Durch das KaLtwassertal und iiber die IodrieTff^i ■&f.ri t .'strana~Wegteilung Kerma— Kot 3 A St., Jagdhaus R /4 St.. TalschluB V 2 St., obere Kerma 2 St., Kermasattel IV 4 St., Marta Theresienhiitte IV 4 St., zusammen 7 St. B e s c h r e i b u n g. Von Mojstrana wie ins Kottal bis zur Wegteilung auf dem Vorberge. Hier die Ab- zweigung ins Kottal rechts iasscnd, nacli kurzer Zeit zu einer Wegteilung: links ins Rotweintal, rechts etwas ab- warts am Rande der schonen griinen Talweitung von Oberrotwein ins Kermatal. In diesem durch Wald und Wiesen an der Asperalpe (Zapiska planina - ) voriiber, dann ein Jagdhaus rechts Iassend (nahebei Ouelle. scho- ner Rundblick) zum TalschluB, aus welcheni ein Reitweg auf den groBen ebenen Boden der unteren Kermaalm (auch Wertatscha, Vrtača = Kriimmung genannt) hinauffiihrt. Links sieht man neben dem breiten Toschz- kamm (rechts von diesem) den scharfen Einschnitt des Kermatorls (Vratiča. Dahin zweigt ein Steig ab, auf wel- cliem man jenseits des Torls bei der siow. Vodnikhiitte oberhalb BelonoIJe den Wocheiner—Triglauweg trifft, 3 A St.). UnserWeg (Hirtenstcig) wendet sich erst rechts, dann etwas links aufwarts zur armlichen Halterhiitte der oberen Kerma-AIm (1725 m). Etwas hbher bei der Ouelle Wegteilung. (Rechts von der Ouelle in nordlicher Rich- tung steigt in Windungen der slowenische Weg an, der den Steig Kermasattel—Krederzasattel etwa 3 U St. iiber c-sterem trifft und in etvva 3 St. von der Ouelle zm- s!ow. Krederzahiitte hinauffiihrt). Unser Steig fiihrt links von ■‘j* $| •v^m- ivO/dJ^ , J!®® .m Mistfivfcvgrrii AS": lt!lw • • V/ "*"‘ 'v. SJ ! A - ’ ’'i AW*)_./ “fuHutte *i0ez w V/eaa [loS.-i /930 [/300 'Mcrh'>' 17/0 W r (HlitSclltll wvrt]l /n: i Perscltiuz ■ JŠf 1 #, iega Korita, /ve/P- W'W ^Jv (Qjt : "\ i /5č* ■r V ;/«■?» - v 'VrV; t f]Iof Slotxiiv Pl .CrJtfaLsilr- Nuljw Aus G. Freytags Touristen-Wanderkarte: Julische Alpen, 1: 100.000. Druck von G. Freytag <5 Talanstiege imd Uebergange. 45 der Ouelle (siidlich) gerade empor (im Friihsommer steiles Schneefeld) in einem Einschnitt, dann iiber Ge- rolle auf den Kermasattel. Von hier wie von der Wochein (vgl. S. 47) auf gutem A.-V.-Steig steil zur Maria Theresienhiitte. Ueber diese und den Anstieg zur Spitze (s. S. 60 ff). g) Von Mojstrana iiber den LuknapaiS (Loch, Luknja 1758 m) in die Trenta. Etwas beschwerlicher, lohnender Uebergang. Bezeichnet. Entfernungen: Mojstrana—UratatalschluB 3'U St., LuknapaB 1 3 A St., Sadniza IV 4 St., Baumbachhiitte 3 /4 St.; zusammen 7 St. Beschreibung: Von Mojstrana, wie unter b) beschrieben, zum TalschluB der Urata (hieher auch als eigener Tagesausflug lohnend). Die Abzweigung des Pragweges zum Triglau links lassend, meist im Geroll auf den LuknapaB. Etwas unter der Hohe miindet von Ost der Verbindungssteig vom Pragwege, von Nord der bezeichnete Seitenweg ein, der 1 U St. siidlich vom Al- jaschhause abgehend an der Westlehne verlauft. Vom PaB zweigt der versicherte Klettersteig „Ottomar Bam¬ berg-Weg“ in der Richtung des Triglau-Wandgrates ab. Zum Abstieg in die Trenta bentitzt man entweder den Steig der Sekt. Kiistenland des D. u. Oe. A.-V. iiber die Sajaueralpe (Achtung auf Steinfali durch vveidende Zie- gen) hinab oder den vom Slov/. A.-V. bezeichneten Steig am ostlichen Schluchtrand zum untersten Teile des Triglau— Kugy-Weges und diesen hinab in den prachtvolleri TalschluB der Sadniza. Beide Steige sind ziemlich aus- gesetzt, jedoch nicht schwierig. Unten an der Sadniza- Alm mit Aussicht auf Triglau, Kanjauz und Rasor vor- iiber zur Baumbach-Hiitte (Dorf Log), von wo man iiber die Vollhiitte nach Kronau (s. S. 28) oder talab nach Flitsch (s. S. 25) wandern kanu. 2. Ausgangspunkt Wochein s. S. 20. a) Von Mitterdorf oder Althammer iiber die Uskou- nizaalpe zur Maria Theresienhiitte. Lang, jedoch un- schwierig und sehr genuBreich. Ueberwiegend neue, be¬ zeichnete Weganlage der Sektion Krain des D. u. Oe. A.-V. Nach Mitterdorf gelangt man vom Bahnhofe Feistritz-Wochein zu Fufi o.der mit Wagen in l 1 ^ St., s. S. 21. Nach Althammer 46 Triglau Gruppe. von Feistritz iiber St. Johann oder liber Mitterdorf 1 ‘/ 2 —2 St. (s. S. 22). Man wahlt, vvenn man von Feistritz kommt, Mitterdorf, wenn man vom See kommt, Althammer als Ausgangspunkt. Entfernungen: Mitterdorf oder Althammer, Wegvereinigung nachst der Hochflache IV 4 St., Beginn der Uskouniza-Alpe Vs St., Ende derselben 1 St., Quelle 'U St., untere Toschzalpe 1 St., Wegteilung oberhalb der oberen Toschzalpe 'k St., Kermasattel IV4 St., Maria Theresienhiitte E /4 St., zusammen 7 St. Beschreibung: A. Von Mitterdorf. West- Iich von der Kirche beinr Schulhause von der Strahe ab auf steinigem, steilem Wege empor, nachst der Hohe des Bergriickens Vereinigung mit dem Wege von Alt¬ hammer. , ; | j B. Von Althammer. 2 Min. ostlich von der Mostnizabriicke bei einem Bildstock (VVegtafel) von der Strahe ab, zwischen den Hausern durch zum freien Hang. Diesen ziemlich steil empor, dann rechts einwiirts (Riick- blick auf den See) in die Sattelmulde der Alpe Blatize mit mehreren Hiitten. Von der Alpe nordostlich steil aufwarts zu einem Fahrwege und gleich darauf Ver¬ einigung mit dem bezeichneten Wege von Mitter¬ dorf. F o r t s e t z u n g von A. und B. Etwas hoher (Kreuz) Beginn der Hochflache; nun fast eben im Wald zu den ersten Hiitten der Uskouniza-Alpe. Etwa 5 Min. weiter bei einer Hiiusergruppe Teilung mit Wegtafeln. Der bezeichnete Abkiirzungssteig (der Hauptweg iiber die Alm und die Abzweigung ins Ribnizatal zur Kon- schiza-Alm bleiben rechts) fiihrt in etwa V 2 St. auf die freie VViesenflache, iiber welche man, dem Wald zu, an- steigt. Nach dessen Erreichung quer am Hang an einer guten Ouelle voriiber, mit dem neuen A.-V.-Steig (von der Bevolkerung der Deutsche Weg genannt) fast eben in der Richtung auf den breiten Toschz zu. Der Weg verlauft hoch iiber der Terstja-Alm (= Rohralpe), dann unter einer kleinen Wand und beginnt nun erst (etwa V 4 St. von der Ouelle) anzusteigen. Mehrere felsige breite Graben querend (im letzten gutes Trinkwasser) kommt man auf wiistem, steinigen Hang an der unteren Toschz-Alpe (die Hiitten bleiben unter dem Wege) vor¬ iiber, dann durch Krummholz und iiber den Wiesenhang steil zur oberen Toschz-Alpe (prachtige Lage). Von den Talanstiege und Uebergange. 47 Hiitten steil empor zum Quersteig, der rechts von der Konschiza-AIm (im weiteren Verlaufe von Veldes) her- kommt. Wir folgen dem Steig nach links (westlich) einer Wand nach unten ausweichend, zu einem kleinen Sattel (Va St. von der oberen Toschz-Alpe), von welchem man zur nahen Alpe Belopolje absteigen kann. Unser Steig liihrt quer an den gerollreichen Hangen des Toschz ober dem grofien Kessel der Alpe Belopolje weiter. Unter dem Kermatorl (tiefste Verbindung zvvischen Kermatal und Belopolje s. S. 44) an der slovvenischen Vodnik- hiitte (Vodnikova koča; daselbst gute, gefaBte Quelle) vor- tiber, dann iiber die Felsauslaufer des Zickelmann und Werner ansteigend (schone Felsstiege) in den welligen Boden des Kermasattels. Hier kommt links (sanfter Ver- lauf) ein Steig von Belopolje, rechts (ostlich) ein anderer vom Kermatale herauf (s. S. 45). Aus dem Sattel empor gegen den Triglau zu fiihrt der rechte nordliche Steig zur slowenischen Kredenzahiitte (1V 2 St.), der andere (links, A.-V.-Steig) in mehreren Kehren auf die Hohe eines oden Felshanges und an einigen Dolinen voriiber steil aufwarts zur prachtig gelegenen neuen Maria The- resienhiitte. (Ueber diese und den weiteren Triglauan- stieg s. S. 60 ff). b) Von Althammer (s. bei a) iiber Woje und Belo¬ polje zur Maria Theresienhiitte. Aeltester Triglauweg. Nicht schwierig und lohnend, dem Uskounizawege je- doch keinesfalls vorzuziehen. Rote Bezeichnung. Entfernungen: Althammer—Teufelsbriicke l U St., Beginn von Woje 3 A St., Ueberschreitung der Most- niza im Orunde des Wojetales 1 St., Wertatscha-Alpe l St., Obere Wertatscha-Alm 1 St., Belopolje 1 St., Kerniasattel 3 /i St., Maria Theresienhiitte IV 4 St.; zu- sammen 7 St. Beschreibung: Von der Mostnizabriicke an der StraBe in Althammer am westlichen Bachufer, dann iiber einen Steg zu einem breiten Weg, der zur ge- mauerten Teufelsbriicke hinauffiihrt. Ueber der Brucke (von dieser hiibscher Klammblick) durch Buchenwald talein, an einer Sagemiihle voriiber in die herrliche griine Talmulde von Woje mit zahlreichen Hiitten. Vom nord- lichen Ende des Talbodens scharf ansteigend, iiber- schreitet man das Bachlein der Mostniza und steigt in einen westlicheren Talast zum griinen Kessel der Wer- 48 Triglau-Gruppe. tatscha-Alm (gutes Quellwasser) empor. Nun Iinks steil aufwiirts (Einmiindung eines Steiges von der Grintouz- Alm, iiber welche man ebenfalls von Woje heraufkom- men kann) gelangt man in ein kleines Hochtal, an dessen oberem Rande (Quellwasser) man die in einer Felsnische stehende armliche Halterhiitte der oberen VVertatscha (= Krummung) trifft. Rechts durch eine sehr steile Runse zu einem Schartel empor, dann ein wenig abw;irts (prachtiger Ausblick auf den Triglau vorne und den Mischelwerch links) und durch die wasserreiche griine Mulde von Malopolje (Kleinfeldalpe) zur Alpe Belopolje (= WeiBfeldalpe, auch Velopolje = GroBfeld). Pracht- voll in einem Bergkessel gelegene Alm mit zahlreichen Sennhiitten und Quellwasser. Von Belopolje entweder ostlich gegen das Kermatorl (links vom breiten Toschz) empor zur slowenischen Vodnikhiitte, wo man den Haupt- weg von der Uskouniza-Alpe zum Kerrnasattel (s. S. 47) trifft, oder nordwestlich, an der Ouelle voriiber, aus dem Kessel steil empor in das zum Kerrnasattel verlaufende kurze Hochtal der Konjska Planina (ehemals Pferde- alpe). Vom Sattel wie unter a) zur Maria Theresienhiitte. c) Von St. Johann am Wocheiner See zur Triglau- seenhiitte (1683 m). Triglauseenweg. Etwas miihsam, unschwierig, sehr lohnend. Guter A.-V.-Steig mit roter Bezeichnung. Nach St. Johann (mit dem Gasthof „T ouristenhaus") kommt man auf der StraBe vom Bahnhof Feistritz—Wocheiner See mit Wagen in 8 U St. oder zu FuB in 1^2 St. (s. S. 20). Entfernungen: St. Johann-StraBenende unter dem Sawizafall 2 St., Ausstieg aus der Komatscha- wand P /2 St., unterer Schwarzsee l U St., Triglauseen- hiitte P/4 St.; zusammen 5 St. Beschreibung: Von St. Johann bis zum Stra- Benende bei der Brucke unter dem Sawizafall (s. S. 21). Nordl. (Wegtafel) durch Wald mit zunehmender Steilheit (sog. Komartschawand) in mehreren Kehren empor zu einer Schlucht und aus dieser (Steiganlage mit einge- legter Holzstiege) hinaus an den Rand des Hočhtales der Sieben Seen (verlassenes Fdrderhaus der ehe- maligen Drahtseilbahn, prachtvoller Tiefblick). Nun am unteren Schwarzsee voriiber im Hochtal (durchaus Steig¬ anlage) an der Felswand Bela Skala (= WeiBer Fels) voriiber, dann (rechts) durch ein Larchenwaldchen auf- 40 Talansfiege und Uefoergange. warts und iiber eine griine Boschung zum Doppelsee, an dessen nordlichem Ende die Triglauseenhiitte steht (vgl. S. 64). Ueber den weiteren Aufstieg zur Maria Theresien- hiitte oder zur Triglauspitze vgl. S. 65. d) Von Althammer iiber die Alpe Utscherija zur Triglauseenhiitte. Etwas miihsamer als der Weg iiber die Komartscha. Ueberstieg nachst der Hiitte Vorsicht erheischend. Bei wiederholten Gangen zur Hiitte als Abwechslung zu empfehlen. (Rote Markung des Slow. A.-V.) Entf ernungen: Althammer—Pri Jeseru 3 St., Utscherija 1 St., Triglauseenhiitte 1 St.; zusammen 5 St. Beschreibung: Aus dem VVestteile von Alt¬ hammer am Berghang aufwarts, dann in den Talast der Sucha (Diirrenbach), dem der zur Holzforderung ange- legte gute Weg bis in die muldenartige Erweiterung des Bachursprunges hinauf folgt. Weiter in Westrichtung steil aufvvarts zur prachtigen Mulde der Alpe Pri Jeseru (= beim See, 1428 m), mit kleinem See und Jagdhaus in der Nahe und nur mehr maBig ansteigend in gelich- tetem VVald an der ebenfalls in einer vvaldumschlossenen Mulde gelegenen Alpe Dednopolje (1570 m) voriiber zur hochgelegenen Alpe Utscherija (= Schafalpe, 1700 m) mit zerstreut liegenden Sennhiitten; Brunnenanlage, schoner, welliger Almboden mit prachtiger Flora. Von der Alpe nordwestlich erreicht man durch karstige Mul- den eine Scharte in der Randkette des Seentales (1859 m), aus welcher man auf spiirlichen Steigspuren durch eine Rinne (einzige schwierige Stelle), dann iiber den steilen Hang zu der schon von oben sichtbaren Triglauseenhiitte hinabsteigt. e) Von Althammer auf den Perschiuz, 1761 m. Nicht schwierig, etwas miihsam, ohne Wegbezeichnung. Schone Aussicht auf den Triglau und den VVocheiner See. Entfernung: 5 St. Beschreibung: Von Althammer auf dem Kar- renwege zur Alpe Wogar Polana (1094 m), nun _westlich auf breitem Wege die Alpe Hebat rechts lassend, durch Wald auf die Spitze zu, deren letztem steilen Aufschwung man nach rechts (nordlich) ausweicht. Von der Spitze kann man dem Rande der welligen Hochflache oberhalb der Steilhiinge nach Westen folgen und so oberhalb der Komartschawand den Triglauseen- 5 50 Triglau-Gruppe. weg treffen. Auf diesem iiber die Wand hinab ins Wocheiner Tal zuriick (s. S. 48). Um vom Perschiuz zur Triglauseenhiitte zu gelangen, halt man sich von der Spitze nordwestlich (pfadlos), bis man einen zur Alpe Osebnik fiihrenden Steig trifft. Von dieser Alpe westlich in wenig iibersichtlichem Gelande zur Alpe Utscherija und von hier auf gemarktem Wege (s. unter d) zum Doppelsee. f) Vom Wocheiner See in die Trenta. Vgl. bei den Wocheitier Bergen und bei den Uebergangen von der Triglauseenhiitte. 3. Ausgangspunkt Veldes—Wocheiner Tal s. S. 18. a) Von Veldes iiber Rudnopolje und die Toschzalpe zur Maria Theresienhiitfe. Lange, sehr genuBreiche Wanderung iiber die waldige Pokluka-liochflache auf breiten, groBtenteils fahrbaren Wegen. VVeiterhin dem Wocheiner Triglauwege (von der Uskouniza, s. S. 46) vergleichbar, mit dem der Veldeser Weg oberhalb der oberen Toschzalpe zusammenfallt. Rote Wegbezeichnung der A.-V.-Sektion Krain. Entfernungen: Bahnhof Veldes—Kerniza 1 St., Pust 1 St., Kranjska Dolina 1 St., Jawornik 'A St., Rudno¬ polje 1 St. (oder ab Kerniza—Mersli Studenz 2 St., Rudnopolje P/s St.), Konschiza-Alpe 1 St., obere Toschz- Alpe 2 St., Kermasattel P/i St., Maria Theresienhiitte PA St.; zusammen 10 St. Beschreibung; Vom Bahnhofe in Veldes folgt man nordlich einige Minuten der StraRe neben der Bahn bis zu einem DurchlaB (Tafel), durch diesen an der Berglehne iiber Pogelschitz zum Dorfe Kerniza (da- hin auch Fahrwege vom Bahnhofe und vom Dorfe Vel¬ des, s. S. 19). V o n K e r n i z a entweder Waldweg oberhalb, d. i. nordlich der Poklukaschlucht (oder durch die Schlucht) auf die Anhohe mit dem Oe- hofte Pust. Weiterhin \venig ansteigend zu einer Weg- teilung (Vt St. vom Pust), wo man die siidliche falir- bare Abzweigung nach Mersli Studenz P /2 St. s. unten) links liiRt und dem westlichen Waldwege iiber die prach- tigen Almen Kranjska Dolina (Krainer Tal) und Jawor- nik (Jauerling) folgt. V 2 St. siidwestlich von Jawornik Talanstiege und Uebergange. 51 trifft man auf den Fahrweg von Mersli Studenz und mit diesem die Alpe Rudnopolje oder StralJe des Religionsfonds (am Beginn Wegtafel; zur Befahrung ist die Erlaubnis der k. k. Forstvenval- tung in Veldes notig) am Gehofte Saternik voriiber zur Alpe Mersli Studenz (Kaltenquell), dortselbst das priich- tige (vom Konsul Kamillo Vetter erbaute) Jagdhaus des Religionsfonds, in welchem man gut nachtigen kann (Keine Gastwirtschaft, Aufseher ganzjahrig im Hause; Preis ftir ein Bett 2 K 30 h, bei langerem Aufenthalt billiger). Ausgezeichnetes Quellwasser, prachtvolle Aus- sicht auf den Triglau. Weiterhin Fahrweg, welcher den gemarkten Weg von Jawornik (s. oben) aufnimmt, zur Alpe Rudnopolje (= Erzfeld, verlassener Gruben- bau, Bohnerze, Jagdhaus des Religionsfonds). Von Rudnopolje iibersteigt man etwas miihsam den Bergriicken zur Konschiza-Alpe (= RoGalpe) im obersten Ribnizatale (hieher gemarkter Verbindungssteig von der Uskouniza-Alpe, s. S. 46). Im Talwinkel steli aufwarts zu dem von Felswiinden umschlossenen prach- tigen griinen Ressel Jeseraz (= Seeboden, 1721 m) und aus diesem (an einer Ouelle voriiber) empor zum Pre- wal-Sattel (1893 m) im Sudkamm des GroBen Draschki. Nun etwas absteigend quert man weiterhin die schonen, blumenreichen Bergwiesen des Toschz. Etwas oberhalb der oberen Toschz-Alpe kommt der Steig von Wochein iiber die Uskouniza-Alpe herauf. Mit diesem (s. S. 47) setzt man den Weg iiber den Kermasattel zur Maria Theresienhiitte fort. b) Triglau und Nebengipfel vom Wocheiner Tale. Die Pokluka-tlochflache, welche der unter a) geschilderte Weg in westlicher bezw. siidwestlicher Richtung iiber- quert, fiillt in waldigen Hangen zum Wocheiner Tal ab. Ueber den hochgelegenen Dorfern (Kopriunik mit Kirche 969 m, Goriusch 976 m) unterbrechen den Wald zahl- reiclie, zum Teil sehr ausgedehnte Almen. Es bestehen demnach fast unbegrenzte Moglichkeiten, vom Wochei- ner Tale zwischen Veldes und Feistritz auf die Hoch- flache zu gelangen und mit Beniitzung der zahlreichen Steige, welche die Almen verbinden, den unter a) ge- schilderten Weg zu treffen, den man dann zum weiteren 5 ' 52 Triglau-Gruppe. Triglau-Aufstiege beniitzt. Vom Slow. A.-V. sind die Wege von Jereka (an der Strafle zwischen Feistritz und Mitterdorf), von Neuming und von Wocheiner Vellach iiber 'Unter-Goriusch, alle drei nach Kopriunik und von hier nach Rudnopolje gemarkt. Andere Almsteige sind wegen der welligen Bodenformung, zumal sie vielfach im Wald verlaufen, nicht leicht zu treffen. Fiir den eigentlichen Bergsteiger kommen sie auch kaum in Be- tracht, da die bezeichneten Wege, insbesondere jene von Veldes und von Mitterdorf, den Vorzug verdienen. Auch nordlich vom Veldeser—Poklukawege besteht die Mogliehkeit zahlreicher Abweichungen. Hier verlauft die waldige Hochflache, von wenigen einsam schon ge- legenen Almen (Meja Dolina, Klek, Lipanska Planina) unterbrochen, zum Felskamm, der die Pokluka-Hoch- flache gegen das Kermatal begrenzt. Dieser Felskamm ist von den Gipfeln der Kletschiza (1888 m), Debela Petsch (2007 m), dem Lipanskiwerch (1960 m), dem Kleinen und GroBen Draschki (2132 und 2243 m) und zahlreichen unbenannten Spitzen gekront und schliel.lt sicli mit dem Toschz (2275 m) und Werner (2225 m) am Kermasattel unmittelbar an den Triglaustock an. Von der Poklukaseite reichen die Grashiinge hoch hinauf, so dali die Berge zwischen Kletschiza und Toschz der Rr- steigung von der Siidseite (zu welcher allerdings keine Steiganlagen zur Verfiigung stehen) keine besonderen Schwierigkeiten entgegcnstellen. Nach dem Kermatal falit der Kamm dagegen in steilen Felswanden ab und auBer einem diinnen Steiglein vom Jagdhaus der Kerina zur Lipanska Planina bestehen hier keine gebahnten Wege und keine leichten Zugange zu den Hiihen. Bei den Bergsteigern haben diese Berge, an denen noch manche kleine Kletteraufgaben zu losen waren, wenig Anwert gefunden; hauptsachlich wohl darum, weil die iiberragende GriiBe und Bedeutung des Triglau sie nicht aufkommen laBt und weil die Gipfelbildung der Julischen Alpen westlich vom Triglau weit lohnendere Aufgaben stellt. 4. Ausgangspunkt Trenta, s. S. 28. Die weite Entfernung des Ausgangspunktes von der Balin und die verhaltnismaBig grollere Schwierigkeit und Miihe bringt es mit sich, daB die Trentaer Triglauwege Talanstiege und Uebergange. 53 verhaltnismaBig selten und vorvviegend in der Abstiegs- richtung beniitzt werden, Darum werden in diesern Fiih- rer aus praktischen Griinden auBer der folgenden Ueber- sicht der Anstiege auch die Abstiege in die Trenta ent- sprechenden Orts behandelt. a) Kugyweg. Bester und kiirzester Anstieg von der Trenta. Versicherte und bezeichnete Steiganlage der Sektion Kiistenland des D. u. Oe. A.-V., fur geiibtere Bergsteiger unschwierig. Entfernungen: Baumbachhiitte — Sadnizatal- schluB 1 St., Abzweigung des Luknasteiges IV 2 St., Ab- zweigung des Skoksteiges 1 St., Gratscharte JV 2 St., Kreuzung mit dem Ringvvege 1 St.; zusammen 6 St. Weiter entweder Deschmannhaus IV 2 St. oder Trig- lauspitze 1 St. oder Maria Theresienhiitte 1 St. Beschreibung: Von der Baumbachhiitte in den SadnizatalschluB; aus diesern ostlich vom Luknagraben empor, dann rechts ab und nach Ouerung einer Fels- schlucht an einer Halterhtitte voriiber aufvvarts. Von der Ouerrichtung, die der Skokstcig beibehalt (s. b), Iinks ab und steil empor, unter und durch Wande (Versiche- rungen) in die ervvahnte, hier selir breite Felsschlucht. In dieser steil aufvvarts, dann quer auf deren (im An¬ stiege) linken grtinen Rand und nach diesern steil zu einer Scharte im Triglau-Luknagrat (Gratscharte) mit groB- artigem Tiefblick ins Uratatal. (Von hier fiihrt der Ottomar Bamberg-Steig zur l.ukna.) Nun rechts empor (vom Grat siidlich abweichend), dann z\vischen bankigen Feisen hindurch zum Flitscher Schnee und iiber diesen (Marken meist vom Schnee iiberdeckt) in der Richtung der rechts von der Triglauspitze sichtbaren Flitscher Scharte aufvvarts. Man kreuzt den Ringweg und kann nach diesern entvveder links zum Deschmannhause (Vor- sicht am vcrsicherten Kugvband und quer iiber den stei- len Gletscher) oder rechts (unschvvierig) zur Maria Theresien-Hutte. Man kann auch iiber dem Ringvvege im Geroll empor zu einem roten Felsband und (wie S. 66 beschrieben, den Kugyweg fortsetzend) iiber die Flitscher Scharte unmittelbar auf die Spitze des Gr. Triglau. b) Skok- und Komar-Steig. Liinger und keinesfall^ leichter als der Kugyweg. Skoksteig von der S. Krain 54 Triglau-Gruppe. des D. u. Oe. A.-V. bezeichnet. Komarsteig vom Slow. A.-V. hergestellt und bezeichnet. Entfernungen: Baumbachhiitte, Abzweigung vom Kugywege 3'h St., Doletschsattel 2 V 2 St., Maria Theresien-Hiitte 2 St., zusammen 8 St. (Doletschsattel- Triglauspitze 2 l k St.). Beschreibnng: Wie unter a) mit dem Kugy- wege zur Wegteilung oberhalb der Halterhiitte, nun die Ouerrichtung beibehaltend, auf ausgesetzten Rasenban- dern (prachtvoller Ausblick) in die ziim Doletschsattel emporfiihrende Felsschlucht (unmittelbar durch die Schlucht kommt vom Sadniza-TalschluB der versicherte, schwierige slowen. Komarsteig herauf). In der Schlucht aufwarts (aus der Schlucht gelit nach links durch eine steile Seitenschlucht als Fortsetzung des Komarweges ein vom Slow. A.-V. bezeichneter, notdiirftig angelegter Steig zur Kreuzung des Ringweges mit dem Kugywege s. unter a ab) gelangt man iiber mehrere Steilstufen auf den Doletschsattel (2151 m) und von hier wie beim Trig- lauseenwege (S. 66) beschrieben zur Maria Theresien- hiitte oder unmittelbar auf die Triglauspitze. c) Ueber den LuknapaB (1758 m) zum Deschmann- haus. Trotz des Hohenverlustes kaum langer und nicht schvvieriger als die Anstiege der Trentaseite. Bezeichnet. Entfernungen: Baumbachhiitte-Lukna 372 St., Band unter dem Prag F /2 St., Deschmannhaus 2 St., zu¬ sammen 7 St. Beschreibnng: Wie S. 45 in umgekehrter Richtung beschrieben auf den LuknapaB. (Hier Beginn des O. Bamberg-Weges, vgl. d). Etwas unter der PaB- hohe auf der Urataseite zweigt nach rechts der Verbin- dungssteig ab, der unter der Triglauwand im Oerolle oder iiber Schnee und Felsen, trotz kleiner Versicherung insbesondere bei steiler Schneelage Vorsicht heischend, quer zum breiten Band des Pragvveges hinfilhrt. Nun iiber den Prag aufwarts (vgl. S. 40) zum Deschrnann- hause. d) Vom LuknapaB (vgl. c) mit dem Ottomar Bam- berg-Wege zum Triglauringwege und weiter entweder zum Deschmannhaus oder zur Maria Theresien-Hiitte oder auf die Triglauspitze (vgl. S. 43). Bambergvveg am Triglau (riickwar(s der Pichanz). Aufnahme von Emil Klauer, Laibach. Deschmannhaus, Bergfahrien. 55 III. Sdiutzhiitten, Hohenwege und Gipfel. 1. Das Deschmannhaus (2332 m). Eigentum der S. Krain des D. u. Oe. A.-V. Erbaut 1886, eroffnet 1887, seit 1893 bewirtschaftet, 1895 und 1905 erweitert. Benannt nach dem krainischen Gelehrten Karl Deschmann, welchem als Sektions-Obmann die Er- bauung zu danken ist. Das : hiibsche Gastzimmer ist nach dem Alpenfreunde Johannes Mlakar benannt, wel- cher ein ansehnliches Vermachtnis fiir Schutzhiitten in Krain gewidmet hat. Stattlicher einstockiger Steinbau mit angebautem Blockliaus iiber dem Kot- und Uratatale auf der Hoch- stufe vor dem Gletscher und Gipfelzug des Triglau. Das Haus liegt auf dem Ouerriegel, welcher den Resch mit dem Begunskiwerch verbindet, zwischen zwei Dolinen. Enthalt auBer der Kiiche und dem Gastzimmer Einzel- schlafzimmer mit 11 Betten und gemeinsame Schlaf- raume fiir 20 Personen. P r e i s e : 1 Bett in Einzelschlafzimmern .... K 4 .— 1 Bett in den gem. Schlafraumen . . K 3.— I Matratzenlager .K 1.20 Eintrittsgebiihr .K 0.40 Mitglieder des D. u. Oe. A.-V. zahlen die halben Schlafgebiihren und keinen Eintritt. Bewirtschaftet vom 28. Juni bis 15. September (auch frische Speisen). Žuga n ge: Bester Zugang von Mojstrana durchs Kottal 5Va St., s. S. 38. Von Mojstrana durchs Urata- Tal 6 V 2 St. (s. S. 39). Bergfahrten vom Deschmaiinhause. a) Triglauspitze (2863 m). Vorsicht und Schwindel- freiheit erfordernd. Dank der ausgezeichneten Versiche- rungen nicht schwierig. Entfernungen : Deschmannhaus, Krederzasat- tel 1 St., KI. Triglau Va St., Gr. Triglau V 2 St.; zusam- men 2 St. Beschreibung: Vom Hause anfangs etwas ab- steigend quer an den Hangen des Krederzakammes iiber 56 Triglau-Gruppe. ziemlicli steile Schneefelder und eingestreute Felsrippen zum Krederzasattel (=Kreidesattel), in welchen man, zu- letzt mafiig ansteigend, nach links einschwenkt. Ein etwas hoherer, vom Slovvenischen A.-V. angelegter Parallelsteig, der bei Vereisung unangenehm ist, miindet auf der Erhohung nordlich vom Sattel' bei der slovvenischen Krederzahiitte (Triglavski dom genannt, dabei Lourdeskapellei). Ein zvveitcr Steig des Slow. A.-V. zvveigt vor und hinter dem Deschmannhause nach links ab und fiihrt liber die Schneehalden unter dem Resch auf dessen Riicken, dann am Kamni iiber die Krederza zur slowenischen Hiitte. Siidlich steigen aus dem Krederza-Sattel die Gipfel- vvande des Triglau empor; unter diesen kann man nach retehts iiber den zum Krederzasattel heranreichenden Gletscher zur Nordkante des Triglau hiniiberqueren (Vorsicht bei hartem Eis!) oder links absteigend zur Maria Theresiahiitte gelangen (vgl. beim Ringvveg S. 63). Der Oipfelanstieg fiihrt aus dem Krederzasattel ge- rade empor (Richtung etwas links) und ist ein regel- recht angelegter Felssteig mit Stufen, Eisengriffen und Drahtseilen, die sicher auf die Hohe des Kleinen Triglau emporleiten. Etwas unter der Hohe des Kleinen Triglau kommt der Steig von der Maria Theresien-Htitte herauf. Wir iiberschreiten die geraumige Hohe des Kleinen Triglau und folgen dem luftigen, gut gangbar gemachten und mit Drahtseilen versicherten, ehemals gefiirchteten Orat, der sich in einer Kante zur breiten Gipfelpyramide emporschwingt, bis auf die Spitze des Gr. Triglau. Vom Krederzasattel zur Spitze sind fiir selir ge- schickte Kletterer auch Abweichungen iiber den Glet¬ scher moglich, indem man den Gletscher anfanglich querend von diesem zum versicherten Grat emporsteigt. oder iiber den Gletscher die Nordkante erreicht und nachst dieser emporklettert. (Vgl. S. 43.) Ueber die Triglauspitze vgl. S. 70. b) Andere Gipfel im Bereiche des Deschmannhauses. Begunskiwerch (Fluchtberg, Begunski vrh 2461 m), leicht, groGartiger Anblick des Triglau. 1 St. vom Hause, bezeichnet. Urbanspitze (2299 m), nicht schwierig, kaum loh- nender als der Begunskiwerch, F /2 St. vom Hause; ohne Steiganlage oder Markung. Schwieriger vom Beginne des Pekel (Kletterei). Zmir (Cmir, 2393 m). Vom Deschmannhaus (pfadlos, nicht bezeichnet), rechts vom Begunskiwerch gegen die Senkung zwischen Zmir und Urbanspitze (hieher auch Deschmannhaus, Hohetiwege. 57 von der Hubertushiitte im Uratatale s. S. 41). Dann an geeigneter Stelle iiber diirftigen Rasenboden und plattiges Gestein auf den Zmirkamm und nach diesem nordlich zur Hauptspitze (2 St.). Resch (Schneide, Rež, 2441 m) u. Krederza (Kreide- berg, Kredarica, 2541 m). Resch heitit der Kamm siidostl. nachst dem Deschmannhause mit schonen Kaminen, welche die Erkletterung ermoglichen. Leichter vom Deschmannhause ostiich iiber die Kammeinsenkung nordlich vom Resch (pfadlos), wobei man den Steig des Slow. A.-V. kreuzt, der aus dem Hochtal Pekel (V 4 St. unter dem Deschmannhause) auf die Krederza (2541 m) und nach deren Kamm zum Krederzasattel fiihrt. Erjowina (Rjavina, Rjovina, 2532 m). Vielgipfeliger, machtiger Felsriicken zwischen Kottal und Kerma. Vom Deschmannhause unscbwierig in 3 St. Wie vorstehend zur Kammeinsenkung nordl. vom Resch und nachst der Kammhohe (Bemarkung des Slow. A.-V. vom Krederza-Sattel auf die Erjowina) zur Spitze. Abstieg siidlich, wo Rasenboden hoch hinaufreicht, zur oberen Kerma-Alpe (s. S. 44). Leicht, jedoch nicht bezeichnet und pfadlos, 2 St. Der nordostliche Gipfel der Erjowina (2245 m) wurde vom Kottalwege aus auch schon erstie- gen und von hier aus der ganze vieltiirmige Orat zur Erjowinaspitze (2532 m) begangen. Sehr schwierige Klet- terfahrt. (Vgl. A.-V.-Mitt. 1913, S. 28.) c) Uebergange und Hohenwege. aa) Zur Maria Theresienhiitte. Unschwierig, be¬ zeichnet. Bietet gute Moglichkeit, auch vom Kot- oder Uratatale aus die Maria Theresienhiitte zur Uebernach- tung zu beniitzen. Entfernungen : Deschmannhaus-Krederza-Sat- tel 1 St., dann V« St.; zusammen PA St. Beschreibung: Bis auf den Krederza-Sattel wie beim Aufstiege zum Triglau, s. S. 55, iiber den Sat- tel siidlich hinab, und am FuBe der Triglauwande, dann meist im Gerolle quer ober einer riesigen Mulde (Doline) zu einer Felskante; hier etwas ansteigend, um diese herum (Versicherungen) zur Maria Theresien-Hiitte (s. S. 60). Im Friihsommer empfiehlt es sich, um den Ab¬ stieg iiber steile Schneefelder zu vermeiden, von der 58 Triglau-Gruppe. slow. Krederza-Hiitte etwa l U St. gegen den Kerma- Sattel zu abzusteigen und dann durch die erwahnte Mulde aufvvarts die Felskante zu erreichen, welche zur Maria Theresien-Hiitte hinleitet. bb) In die Trenta iiber den LuknapaB. Trotz des Hohenverlustes beste Verbindung. Anstrengend, nicht schwierig. Bezeichnet. Entfernungen : Deschmannhaus-Lukna 3 St., Baumbach-Hutte 2 St., zusammen 5 St. B e s c h r e i b u n g : Vom Deschmannhaus auf dem Pragweg (s. S. 39) bis zum breiten Band unter dem Prag. Von dessen Mitte etwas ansteigend quer einwarts iiber Gerolle (zuweilen etwas steile, Vorsicht heischende Schneefelder) und iiber Felsrippen auf die Hohe der Lukna; nun (zwei Steige) hinab in die Trenta (vgl. S. 45). cc) In die Trenta iiber das Kugyband zum Kugyweg. Schwieriger und kaum minder anstrengend als bb), da- gegen leichter und kiirzer als dd). Trittsicherheit und Schwindelfreiheit heischend. Im Felsgelande bezeichnet. Entfernungen : Deschmannhaus-Gratscharte 2 l k St., Kugyweg-Baumbach-Hiitte 3 St., zusammen 5 V 2 Stunden. Beschreibung: Vom Deschmannhause wie zur Triglauspitze (oder je nach Schneeverhaltnissen allen- falls etwas tiefer) bis unter den Krederza-Sattel, nun den sogenannten Ringweg beniitzend, quer iiber den Gletscher, welcher wegen seiner Steilheit Vorsicht heischt (zuweilen Steigeisen und Stufenschlagen) zu dem versicherten Felsbande (Kugyband, grofiartiger Aus- blick), welches unter der fast senkrecht emporstrebenden Wand um die Nordkante des Triglau herum auf eine Gerollhalde fiihrt. Diese querend trifft man in flacherem wiisten Gelande zunachst die Kreuzung des Kugyweges und verlal.it mit diesem in nordwestl. Richtung den unter dem Triglaugipfelstock weiterziehenden Ringweg (man vermeide hiebei die nahe zweite Kreuzung mit den Ab- stiegen in die Skokschlucht, siow. Markung, und zum Doletschsattel). Nun folgt man dem Kugywege abwarts, iiber Schnee und zwischen Feldbanken und Blocken durch, bis zur Gratscharte iiber der Triglau-Nordwand (prachtvoller Tiefblick ins Urata-Tal). Hier Abzwei- gung des O. Bambergweges zur Lukna, s. unter dd). Deschmannhaus, Hohenvvege. 59 Die von der Scharte zur Trenta hinabziehende Schlucht weist die Richtung des Kugyweges. Der Steig lialt sich anfanglich an die im Abstiege rechte begriinte Kante, verlauft dann von dieser in die hier noch breite steile Schlucht, biegt aus dieser unten, um ihre Steilab- stiirze zu vermeiden, links hinaus, wo er, mit Versiche- rungen die Wiinde querend, zur Vereinigung mit dem Skoksteig ftihrt. Weiter hinab, an einer Halterhiitte vor- bei, dann rechts quer iiber die Felsschlucht und auf steileni begrunten Hang (wo der ostliche Luknasteig einmundet) in den TalschluB der Sadniza und zur Baum- bachhiitte hinaus. dd) In die Trenta iiber das Kugyband, den Ottomar Bambergweg und den LuknapaB. Ottomar Bambergweg, groBartiger, versicherter Klettersteig der A.-V.-Sektion Krain. Sicherheit und Uebung erfordernd. Entfernungen: Deschmannhaus — Gratscharte 2'k St., Lukna 2 St., Baumbachhtitte 2 St.; zusammen 6 V 2 St. Beschreibung: Wie unter cc) iiber den Trig- laugletscher und iiber das Kugyband um die Nordkante des Triglau Iierum zur Gratscharte iiber der Trigiau- wand. Unter der Scliarte rechts vom Kugyweg ab (Tafeln; Schwierig! Nur mit Fiihrer!) und iiber den wilden Orat etwas ansteigend zu einer kieinen Verflachung. Nun schwierig und ausgesetzt knapp ober der Nordwand durch kieine Kamine (Štifte) und rasige Stufen einen hohen Wandabbruch hinunter auf den Grat. Hier links im Geroll hinab, um einige Felstiirme herum, anfanglich leicht, dann immer steiler und ausgesetzter mit groB- artigen Tiefblicken teils auf, teils unter dem Grat, zuletzt in einer steilen Rinne hinab zum Ausstieg: auf aus- gesetzten Bandern (Drahtseile) in die senkrechte Wand und mit Hilfe von Eisenklammern und Drahtseilen schwierig hinab zum LuknapaB. (Der Ottomar Bambcrg- Weg ist im Aufstieg leichter und empfehlenswerter.) Kletterlustige Bergsteiger konnen von der Gratscharte aus, statt die Steiganlage zu bentitzen, mit etwas niehr Miihe und Zeitverlust, welche durch den noch groBartigeren Ausblick belohnt werden, die Grathohe verfolgen, die nur steilenweise ein Ausvveichen nach West notwendig macht. Ueber den unteren Gratabbruch zur Lukna wird dann die Steig¬ anlage beniitzt. (Nach Hans Huber-Klagenfurt.) 60 Triglau-Gruppe. Vom LuknapaB, wie S. 45 bescfirieben, in die Trenta (oder durchs Uratatal nach Mojstrana hinaus 372 St., s. S. 45). Ueber sonstige Trentawege vgl. S. 52. ee) Zur Triglauseenhiitte. Endweder (leichter) zur Maria Theresienhiitte (s. S. 57, P/a St.) und von dieser (s. S. 64, 472 St.) zur Triglauseenhiitte (zusammen 6 St.). Oder (schwieriger) wie miter cc) bescfirieben, zum Krederzasattel und mit dem Ringwege um die Nordkante herum zu der Abzweigung, weiche jener des Kugyweges zur Trenta unmittelbar foigt (2 St.). Nun, den nordlicheren, anfanglich parallelen siowenischen Steig zur Skokschlucht ineidend (wie S. 66 in umge- kehrter Richtung geschildert), zur Margarethenscharte und in den Doletschsattel (1 St.) hinab. Hier Vereini- gung mit dem von der Maria Theresienhiitte kommenden Steig und mit diesem (s. S. 65) zur Triglauseenhiitte (3 St., zusammen 6 St.). 2. Die Maria Theresienhiitte (2408 m). Eigentum der Sektion Krain des D. u. Oe. A.-V. Erbaut 1877 von der Sektion Krain. 1878—1902 im Besitze des Oesterr. Touristen-Klub, dann wieder vom A.-V. erworben und bewirtschaftet. Neu erbaut im Jahre 1909 und 1910. Auf der Anhohe, neben der in einer Grube Iiegenden alten Hiitte, erhebt sicli das neue Haus siidostlich unter der Triglauspitze am Rande der durcli den Ost- und Siidgrat des Gipfelstockes begrenzten schneerfiillten Mulden mit freiem Ausblick nach dem Sawe- und Wocheiner Tal bis zum Adriatischen Meer. Enthait nebst Kiiche und Gastzimmer (mit Gedenktafel fiir Johannes Mlakar und die Krain. Sparkassa, welche zum Bau wesentlich beisteuerten), zahlreiche Einzel- zimmer zu 2 Betten. Insgesamt 24 Betten und 6 Lager. P r e i s e (wie im Deschmannhaus): 1 Bett im Einzelzimmer . . K A,— bezw. K 2. — 1 Bett im gem. Schlafraum . K 3,— bezw. K 1.50 1 Lager .K 1.20 bezw. K 0.60 Eintritt 40 h bezw. frči. Bewirtschaftet vom 28. .luni bis 15. September (auch frische Speisen). Triglau-Karte zum Fiihrer der Julischen Alpen. Druck von Q. Freytag > lemjC/, jets/ K- '■ /A 1 i ■ \ -1300. -Aipe^ivvirt f/37 |j fjj j.) WKm v ///.': aoM, lore . / S-;' ■ .Ot/cfZr^. rMl.. ■ • >?Vj ■ ,' ' Ix. ’ v...fi* Sctonkoj/if i/ocL te-s ' ff M&m hetzSt K/t.sh'iHo Mta^.f ' ' \ /W,'/A' ,, ^crtil PhV. ‘/-'.‘'.v Phtji/ui pfodtppJhl. I * "* * ( MW / 3 X't\ l\\ ) STVo+s/S, fokffab, ty;mr ' ■ ZjMsVlfto* 4 '* Hi 1 ' 'T l. 1 .. .S£*J VirtcihkopC. vi>fiteri>ref frižtmz Aus G. Freytags Touristen-Wanderkarte: Julische Alpen, 1: 100.000. Druck von G. Freytag . Karte III zum Fiihrer der Julischen Alpen (Manhart, Jalouz) ~i(P90 Ca.sfans B.(Pmtgnrt) ■fn^rStuthop, ^ [C lafs\r/rpr/i "Ptilickl? W'rff r7nr^Mi^ ff(vrp *■—. # 3 + 7 ! $rJbr«B!PszH>: |, 'iti* 'uti*?;;'' 1 'Vii H S. l J’>77 tmm sn,immn, .mmi n toL>}itt. 1323 l' < : • : fc K' . ',**«**$' ' / f-; /«y» >>*,»«:->v 'Šmfs . * * r --L , LoacfikttJKoTH/mzg, 'r.t.lii, P/osotA 1 ^ 1 fri,* ^kfrbiziU' Sopod/uv Verlag Joh. Heyn, Klagenfurt. ytag & Berndt, Wien. Mojstrana, Uebergange. 75 Koritniza (1909) und auf dem Werschetzsattel (1912) erbaut. Sagen. Prof. Florian Hintner teilt in der Festschrift der Sektion Krain (Laibach 1901) nachstehende Sage vom Prisangfenster mit. Ein Fahnenfliichtling hielt sich einst wochenlang in den Felskliiften des Prisang versteckt. Fines Tages sah er in einer Schlucht eine riesige Schlange mit einer Gold- krone auf dem Haupte. Unverzagt jagte er ihr eine Kugel durch den Kopf. Da schlug das Ungetiim so um sich, daR es die stiirksten Baume niederwarf. Als sich der Fliicht- ling nach einigen Tagen in das Felstor des Berges hinauf verstiegen hatte, fand er darili die Schlange tot. In ihrem Haupte ergliinzte ein Demant, der in der Nacht leuchtete, daR es hell war, wie bei Tage. Mit diesem Steine erschien der Fahnenfliichtling vor dem Kaiser und erhielt dafiir Straflosigkeit und unermeRIichen Reichtum. II. liber- und Berggange. 1. Ausgangspunkt Mojstrana (Bahnstelfe Lengenfeld), s. S. 16. a) Ueber den LuknapaR (1758 m) in die Trenta (vgl. S. 45). b) Nordllch vom Steiner iiber die Kreuzwand (Krlsch- wand, 2301 m) nach Kronau. Bcschweriich, Uebung und Sicherheit erheischend. Bis zur VVandbezeichneter Steig des Slow. A.-V. Ueber die Wand zu Tale versicherte Steiganlage der Sektion Krain des D. u. Oe. A.-V. Dieser Uebergang vermittelt auch die Ersteigung des Kronauer Kreuzes (Krisch). Steiner. Rasor, der Rogiza und der Scharlachwand (Suchiplas). Entfernungen: Mojstrana-Hubertushiitte 2 St., Aljaschhaus Va St., Kreuzjoch (Krischjoch) 4 St., Brucke im Pischenzatal 2 l k St., Kronau 1 St.; zusammen 10 St. Beschreibung: Vom Aljaschhause westlich am Hang durch den von Lawinen gelichteten Wald gegen eine schwarze Wand und diese umgehend unter den Auslaufer der Rogiza (Dogowa GIawa = Karkopf ge- nannt). Von hier gegen den Steiner zu, danil nach rechts durch Latschen unter die Wande der Rogiza. Hier {2 1 k 76 Rasor-Manhart-Gruppe. St. vom Tale) Wegteilung. Die nordliche Abzweigung, welche die SO-Seite der Rogiza umgehend zur Schar- lachivand (Suchiplas) hiniiberfiihrt, bleibt rechts, iviihrend wir in west!icher Richtung in ein breites, felsiges Hoch- kar (Hruschza genannt) emporsteigen und uns durch dessen Unebenheiten zur Hohe iiber der Kreuzwand (Kreuz- oder Krischjoch benannt) durchschlangeln. Nachst dem Einstieg in die Kreuzwand (2301 m) fiihrt siidlich eine Bezeichnung auf die nahe Hohe des Kronauer Kreuzes (Krisch, 2410 m). Wer nach Kronau absteigen wi!l, beniitzt dazu den versicherten (Schwindelfreiheit voraussetzenden) Steig iiber die 400 m hohe Wand und kommt zunachst steil hinab in den obersten schneerfiill- ten Kessel der Kerniza. Hier trifft er unter der Schnee- grenze den guten A.-V.-Steig, der (an einer hochgelegenen Ouelle voriiber) bequem zur Brucke im TalschluB der Pischenza hinabfiihrt. Weiterhin folgt man dem von der VoBhiitte kommenden Weg nach Kronau hinaus. c) Siidlich vom Steiner iiber die Kreuzwand (Krlsch- wand) nach Kronau. Gleichartig wie b), jedoch um IV 2 St. langer. Bezeichnet. Beschreibung : Man folgt dem 'U St. siidlich vom Aljaschhause abzweigenden westlichen Seitensteige zur Lukna und erreicht durch dichten Buchemvald die diirftige Alm Bukoule (= Buchemvald). Hier rechts ab und steil iiber Geroll und eine rasige VVandstufe hinauf in die sich verengende Schlucht, bis man die Sowatna- scharte (2200 m) im Felskamm zwischen Sowatna (2389 m) u. Steiner erreicht (Prachtblick auf die Triglau-Nord- wand). Links geht es zu den unteren Kreuzseen (Krisch- seen) hinab, wahrend wir in nordlicher Richtung unter dem Steiner am Rande des Kares, zuletzt hoch iiber diesem auf breitem Bande, das Kreuz (Krisch, 2410 m) erreichen. Dieses iiberschreitend, folgen wir mit dem hier vom obersten See heraufkommenden Steiglein der Jochhohe nach Nord, bis wir den Einstieg in die Kreuz- wand treffen (5Va St. vom Tale) und dano (wie unter b) beschrieben) nach Kronau hinabsteigen. d) Ueber das Kreuz (Krisch, 2410 m) In die Trenta, miihsam, jedoch nicht schwierig. Bezeichnet. E n t f e r n u n g e n: Mojstrana-Hubertushiitte 2 St., Aljaschhaus V* St., Kreuz 472 St., unterster See 1 St., Mojstrana, Uebergange. 77 Trentatal 2 x h St., Baumbachhiitte V 2 St.; zusammen 11 St. Beschreibung: Wie unter b) beschrieben, zum Kreuz- oder Krischjoch iiber der Kreuzwand und nach diesem siidlich auf den Kamni des Kreuzes. Von hier ins Kar liinab, am oberen Kreuzsee vorbei, dann nach rechts iiber den in einem Kessel gelegenen winzigen mittleren Kreuzsee, wo ein Steig nordwestlich zum Rasorgipfel abzweigt. Nun in siidlicher Richtung an der VVestseite der unteren Seen (auf dem Querriegel miindet der von Ost, vom Sowatna kommende Steig ein) voriiber, treffen wir etwas unterhalb des ersten Sees (des eigentlichen Spleutaseesj im Krinnmhoiz am Rande des tlochkares eine gute Ouelle und steigen iiber steiles Gerolle und Rasen in den Wald ab. In diesem fiihrt uns ein Steiglein, spater ein guter Waldweg an den Hangen iiber dem Belpotok (WeiBenbach) steil hinab. Nun folgen wir dem Talwege, der zur Alpe Sadniza und zur Baumbachhutte hinausfiihrt. e) Ueber die Sowatnascharte (2200 m) in die Trenta. Etwas anstrengender, jedoch naher als d); bezeichnet. E n t f e r n u n g e n: Mojstrana-Hubertushiitte 2 St., Aljaschhaus V 2 St., Sowatna 3Va St., Tal 3 St., Baum- bachhiitte V 2 St.; zusammen 9 V 2 St. Beschreibung: Wie unter c) beschrieben, iiber die Sowatnascharte (zwischen Steiner und Pichauz), wo man linker Hand gegen den untersten Kreuzsee hinabsteigt und auf dem Riegel nordlich iiber dem See mit dem unter d) beschriebenen Wege zusammentrifft, der zum Abstiege in die Trenta dient. f) Pichauz (Pihavc, alteste Namensform Pischatz, 2414 m). Pfadlos, sehr steil, jedoch ohne besondere Schwierigkeiten vom Luknapafi (etwas unter der Hohe trentaseits ab) in 2 V 2 St. oder von der Sajauer-Alpe (sehr steil, iiber sehliipfrige Lehnen) in 2 St. Abstieg allenfalls nordlich gegen die Sovvatna zu in eine Scharte (2274 m), dann links schwierig durch einen Kamin und iiber Geroll zum ersten Kreuzsee unter der Spleuta (2215 m). g) Steiner (2501 m). Nicht schwierig, in 5 St. vom Uratatale. Man steigt mit dem vom Aljaschhause zum Kreuzjoch (s. unter b) fiihrenden Wege bis zum Beginne des Hochkares und in diesem vom gemarkten Wege links 78 Rasor-Manhaft-Gruppe. ab pfadlos zur Scharte Uratiza (Steiner-Torl, 2295 m) zwischen Kreuz (Krisch) und Steiner, dann unschwer zur Spitze. Eine gemarkte Abzweigung fiihrt auch vom Steige, der die Sowatnascharte mit dem Kreuz verbindet (vgl. unter c), auf den Steiner. h) Kreuz (Kronauer Kreuz, Krisch, Kreuzkopf, slow. Križ, 2410 m), vgl. unter c) und A.-V.-Mitteilungen 1910, S. 23, iiber einen Siidanstieg. i) Rasor (2601 m). Niclit besonders schwierig, jedoch anstrengend (vgl. die Vorbemerkungen bei der VoBhiitte als bestern Ausgangspunkt, S. 98). Geiibteren Bergsteigern zu empfehlen. Fiihrer trotz der Farbzeichen ratsam. Schone Aussicht, insbesondere auf den Triglau. Entfernungen: Mojstrana-Hubertushiitte 2 St., Aljaschhiitte 1 k St., Sowatnascharte 3'h St., Rasor 3 St.; zusammen 9 St. Beschreibung: Wie unter e) beschrieben, mit dem Uebergangswege in die Trenta (bei erheblichem Hohenverlust), bis man zwischen dem mittleren und dem untersten Kreuzsee (Krischsee) hindurch, dann etwas nordlich den bezeichneten Anstieg zum Rasor trifft. Von hier maBig ansteigend an den FuB der SO-Wand, iiber einen Plattengtirtel (versichert) hinauf (Va St.) und auf breitem Gerollhang beschwerlich in VU St. auf die Kamm- senkung (2349 m, der in Karten u. dgl. sehr ungleich- maBig angewendete Name Planja = Plan diirfte auf diese Kammverflachung, der iibliche Name „Kanzeln“ auf die Golitschiza, 2453 m, zu beziehen sein). Nun auf dem Stid- kamm unschwer auf die Spitze { 3 U St.). Man kann auch vom mittleren See ins Kreuzkar an¬ steigend oder wenn man von der Kreuzhohe kommt (s. d. S. 76), etwas absteigend (ohne Bezeichnung oder Weganlage) in den aus dem Kar nordwestlich gegen die Rasorspitze verlaiifenden Winkel „Slebez“ (= Rinnchen, žlebeč) einschvvenken und iiber Geroll und Schnee, zu- letzt ziemlich schwierig iiber die Wand unmittelbar zur Spitze des Rasor gelangen (vgl. bei Ausgangspunkt Kronau und Hochtourist 1911, Bd. III, S. 461). Abstieg am besten von der Planja (Plan) west- lich auf dem bezeichneten, landschaftlich schonsten Ra- sorsteig (kaurn schwieriger als der Anstieg) hinab zur Mlinerzaquelle im Hochwinkel zwischen Rasor und Pri- Mojstrana, Rasor, Suchiplas. 79 sang und von hier mit dem Konsul Vetter-Wege der Sektion Krain um die Stidhange des Prisang herum mit einigen Hohenverlusten zur VoBhiitte (4 St. von der Rasorspitze; tiber diesen und die sonstigen Abstiege vgl. beim Ausgangspunkt VoBhiitte). k) Suchiplas (Scharlachwand, slow. Suhiplaz, Škerla- tica, 2738 m). Zweithochster Gipfel der osti. Jul. Alpen in einem groBartigen dreistrahligen Gebirgsstock gelegen, der mit seinen nordlichen, von einer Unzahl hoher Gipfel gekronten Kammen, halbkreisformig die Hochmulde Sa Akam umschlieBt. Die Ersteigung von Mojstrana erfor- dert wohl Ausdauer und Uebung, ist jedoch auf dem neuen bezeichneten Steig des Slow. A.-V. unschwierig. Fiihrer fiir Geiibte entbehrlich. Entfernungen: Mojstrana-Hubertushtitte 2 St., Aljaschhaus l h St., Wegteilung unter der Rogiza 2 1 h St., Ouelle im SchluBkar 1‘A St., Suchiplas (Scharlachwand) IV 4 St.; zusammen 8 St. B e s c h r e i b u n g: Wie unter b) S. 75 zur Weg- teilung unter der Rogiza hier nach reclits um die Wande der Rogiza (Grashang) herum, nordl. etwas abwarts, dann steil ansteigend gegen den mit Gerdlle und Schnee erfiillten Hochkessel Sadnidog (SchluBkar, Zadnji dolek, dovg) zwischen den Gipfelwanden der Rogiza und des Suchiplas. Beim letzten Uebergange vom steilen Anstieg in das leicht geneigte Hochkar befindet sich in einem Schneeloche Wasser (sog. Ouelle; Zugang durch eine steile Schneerinne). Die Wegmarken weisen nun zuerst in der Richtung gegen den Suchiplas-Rogiza-Verbindungsgrat, bis man den Rand einer zweiten deutlichen Mulde erreicht. Nun rechts, teilweise in Kehren iiber den steilen Riesenschutt- kegel bis zum Eintritte in den unteren Schroffengiirtel. In diesem scharf rechts und nicht mehr so steil auf ver- sichertem Steig empor zu einer Scharte zwischen Siid- grat und einem abstehenden Turm (der schon vom Kar aus auffallt). Jenseits in eine breite Rinne hinab und aus dieser miihsam auf den Suchiplas-Stidgrat. Rechter Hand biicht dieser unvermittelt in gewaltigen Plattenschiissen ab, wahrend man links iiber Schutt und leichte Schroffen den Gipfel erreicht. Aus dem Sadnidog sind zahlreiche schvvierige Kletteranstiege auf dem Suchiplas moglich. Die Erstersteiger blieben dort, wo jetzt die 80 Rasor-Manhart-Gruppe. Weganlage vom Gerolle rechts in die Schroffen leitet, links und folgten der Gerollhalde bis zu ihrem Ursprung in eine unten šeichte Steilschlucht (sog. Riesenkamin); aus dieser links hinaus erreichten sie den Sudgrat nahe der Spitze. Weiter links von dieser Schlucht vvurden aus einem schonen Stemmkamin verschiedene Wanddurchsliege zum Sudgrat der Spitze durčhgefiihrt. R. Widauf und H. Jaritz haben im September 1913 nach nicht ver- offentlichtem Berichte die steile Schneeschlucht aus dem Sadnidog bis zu ihrem Ursprung veriolgt. Von hier stiegen sie iiber ein kleines ab- schiissiges Band links in die roten bruchigen Felsen auf ein Schuttplatzchen hinauf und liber schvveren Fels etwa 20 m senkrecht empor auf ein nach links leitendes Band, von welchem aus sie den von Westen heriiberstreichen- den Grat des Suchiplas und auf diesem den Gipfel erreichten, 2 1 h St. vom Sadnidog. (Vgl. auch Oesterr. A.-Z. 1912, S. 155.) Klodvvig Tschada beschreibt folgenden sehr schwierigen unmittelbaren Sudvvandanstieg : Von der oberi erwahnten Quelle steil iiber Ge¬ rolle u. die abweisenden Plattenabstiirze der Siidwand. Ein auffallendes Band bietet die einzige'Moglichkeit, am FuBe dieser Wand (nicht rechts) ganz in die Siidseite zu queren. Das Band wird von einigen leichten Kaminen unterbrochen, setzt sich jedoch bis zu einer kleinen, rings von ganz senk- rechten Wanden uingebenden Stufe fort. Aus dieser schvvierig durch den engen, etwas iiberhangenden Kamin (10 m) auf den ersten Absatz des Siidgrates. Von hier sieht man bereits das den Sadnidog entsprechende Kar, Mali Dog (Kleinkar). Nun ausgesetzt iiber eine Platte der jen- seitigen Wand in einen guten Stemmkamin, der schief, teils im leichten Fels bis ober die friiher ervvahnte Stufe leitet. In gutgriffigem Fels bis auf den Sudgrat (Einmiind. des bezeichneten Weges) u. zur Spitze (2 St.). A b s t i e g am besten auf dem obbeschriebenen, be- zeichneten Wege nach Mojstrana oder (mit Hohenver- lust) iiber die Kreuz-(Krisch-)Wand nach Kronau. Sehr schvvierig ist der Abstieg iiber die Nordvvand nach Kronau (s. S. 92). I) Rogiza (die Gehornte, slow. Rogica, 2582 m).Wegen der iiberragenden Bedeutung des b.enachbarten Suchi¬ plas und Rasor kaum lohnend. Ohne Steiganlage oder Markung. Am leichtesten aus der Gegend des Kreuz- (Krisch-) Joches iiber das auf der Hohe von der Erhebung „am Grund“ (Na grund, 2401 m) und der Karspitze (Do- gowa Sp. 2440 m) gekronte Hruschzakar, dann iiber steile Gerollhalden auf den breiten Kamin und nach diesem rechts zur Spitze (lVs St. vom Kreuzjoch). Auch vom Sadnidog aus ist folgender Anstieg auf die Rogiza, unschvvierig. Aus dem Kar in die Scharte zwischen einem groben Turin (Horn) rechts und der breiten Gipfelmasse der Rogiza links. Hier nach rechts in die breite Schlucht und in ihr empor zum Grat und zum Gipfel (nach Enzenhofcr-Villach). Vgl. auch Hochtourist 1911, III.,. S. 463, iiber einen Aufstieg aus dem Sadnidog (G. Renke*r und J. Sturm). L. Enzenhofer-Villach beschreibt ferner folgenden Anstieg iiber die Sikhvand: Man folgt dem Wege von der Urata zum Kreuzjoch bis ins Schuttkar vor der Rogiza. Wo sich der Schuttkegel am hochsten in die Wand hinein- bohrt, steigt man ein. Abvvechslungsreiche Kletterei einige Seillangen Ausblick vom Krederzasattel (Rasor, Steiner, Scharlachvvand). Aufnahme von Dr. F. M. Paltauf, Graz. 81 Mojstrana, Rogiza, Kuk. gerade hinauf und im Zickzack zum Teil tiber Schutt und Schroffen einjge 100 Meter einpor, bis man die vveniger geneigte Kante des SSW-Grates betritt. 2 1 lt St. vom Einstieg zum Gipfel. m) Lengenfelder Kreuz (Krisch, Dovski križ, 2646 u. 2621 m). Breite VVand oder Schiroka Petsch (Široka peč 2531 m), Kuk (Guck, Kokova špica, 2417 m) konnen miih- sam, meist pfadlos vom Uratatale in je beilaufig 7 St., er- stiegen werden. Nur sehr geiibten klettertiichtigen Berg- steigern zu empfehlen. Kuk. Man folgt dem gewohnlichen Wege von Moj¬ strana aus im Uratatale bis etwa 25 Min. iiber den Perit- schnikfall hinaus, wo sich das Tal nach starkerem An- stiege verflacht (zerstreute Miitten). Hier miindet ein tiei eingerissener, teilweise vermurter Graben, welcher seinen Urprung in dem schuttreichen Siidkar des Kuk (Kuk-Kar) hat. Rechts von diesem Graben ver.lauft der Anstieg. Man beniitzt dazu zunachst den vom FuBe des Sehuttstromes ansteigenden (zur Peritschnik-Alm fiihren- den) steinigen Karrenweg, dann einen FuBsteig durch den Wald aufwarts. Tief unter sichtbaren Felswanden halt man sich links bis man einen (nordl. vom vorer- wiihnten Graben, diesem gleichlaufenden) Schuttstrom trifft. (Fr kommt aus dem Kar „beim Mannchen" zwi- schen dem Ost- und dem Nordgrat des Kuk). Im Schutt etwas aufwarts, dann links davon auf einem Waldkamm iiber dem tiefen Graben (s. oben) zur Waldgretize ara SO-FuBe des Berges. Nun entweder (leichter) links durch das siidliche Kar (Kukkar) steil zur Kukscharte siidwestlich vom Gipfel uud iiber Rasenban- der und kleine Felsstufen zur Spitze. Oder (schwieriger) in den obersten Winkel des nordlicheren Schuttkares .»Pri Muschizi" = „Beim Mannchen" (einem auffalligen Steingebilde im Ostgrat) und iiber rasige Schroffen auf eine Scharte des Hauptgrates, auf welchem man in schvvieriger Kletterei zur Spitze gelangt. (Ueber die schwierigen Kletteranstiege vom Beli potok-Graben s. unter Kronau, S. 90). Zur Breiten Wand (Schiroka Petsch) und zum Len¬ genfelder Kreuz (Krisch) geht man von der Hubertus- hiitte im Uratatale (S. 39) aus. Ungefahr 5 Min. talein von der Hiitte zweigt ein Karrenweg nach rechts ab, der bald darauf zvvischen zwei Hiitten durchfiihrt und allrnahlich in einen diirftigen Steig iibergeht. Dieser klinnnt im Tiil- 7 82 Rasor-Manhart-Gruppe. chen nordlich vom Kalische (1901 m), die erste Steil- stufe mittels einer langen Ouerung von rechts (Eisen- stifte, Ouelle) nehrnend in ein Latschenkar empor. In des- sen Mitte steht ein Felszahn mit einer Hohle, in der sich die Reste einer Schaferhiitte befinden (Wasser links). Rechts nordl. fulirt der Steig weiter in das oberste Kar angesichts des Qr. u. KI. Lengenfelder Kreuzes, von welchem der Felsgrat nach rechts gegen die Breite Wand (Schiroka Petsch) weiter zieht (nach A. Roessel-Wien). Aus diesem Hochkar kann man im Nordostwinkel rechts von einer Schlucht iiber steile Rasen und morsche Felsen auf den Orat der Breiten Wand (Schiroka Petsch) und nach diesem nordostl. zur Spitze gelangen. Den Auf- stieg auf das KI. Lengenfelder Kreuz (Krisch 2621 m), vermittelt die Scharte osti. von diesem, unter welcher der Mauergiirtel von einer Schlucht durchzogen wird. Links von ihr zur Hohe und schlieBlich tiber einen langen Schutthang zum Gipfel (6 St. vom Tale). Vgl. dazu Dr. G. Czermak, Oesterr. A.-Ztg. 1912, S. 28. Auch der ganze scharten- und gipfelreiche Gr at vom Kuk iiber die Kukscharte und eine unbenannte Spitze zur Breiten Wand (Schiroka Petsch) und von dieser im Bogen hiniiber zum Lengenfelder Kreuz (Krisch) wurde schon begangen. (Schwierige Kletterei, v. W. LaB u. K. Plaichinger, vgl. Hochtourist 1911, III, S. 463.) An diese Gratwanderung schlieBt eine zweite groBartige an, welche Albin Roessel, Wien, am 23. Au- gust 1913 vom KI. Lengenfelder Kreuz iiber das Grofie bis zur Spitze des Suchiplas (Schar- lachwand) durchfiihrte. Ueber den Verlauf klart nachstehender Bericht auf: Vom nordl. Len¬ genfelder Kreuz ostlich unterhalb des Grates in die Scharte zwischen ihm und dem siidl. Lengenfelder Kreuz. Nun zunachst (Kletterschuhe) iiber den stark steigenden Grat, dann in die Westflanke. Unter dem Gipfel eines Turines iiber eine steile Platte empor. Hierauf wieder, nur wenig an Hohe gewinnend, weiter durch einen Kamin auf den Grat und iiber diesen auf das siidl. Lengenfelder Kreuz. Ueber den Grat in die nachste Scharte. Links von der hier gegen die Pischenza abstiirzende Rinne hinunter und durch diese selbst. Unterhalb eines Absatzes wird es moglich, in der Flanke zu queren; der Grat wird hinter einem zigarrenformigen Zacken wieder erreicht. Sofort in die Uratatalflanke iibergehend, unter einer Reihe auffallender zigarrenformiger Zacken durch und in gleicher Hohe weiter bis an den Fub einer steilen Rinne. Durch sie hinauf, bald jedoch, wo sie glatt wird, nach rechts und durch einen hier beginnenden Stemmkamin auf den Gipfelgrat des ersten I urmes. Der Abstieg erfolgt iiber den Grat, wobei der vorletzte Zacken links Kronau, Uebergange. 83 der letzte rechts umgangen wird. Zweiter, breitmassiger Turm: Aufstieg in einer Schleife von links, Abstieg ebenfalls osti. der Wasserscheide. Dritter Turm: Zuerst iiber seinen steilen Aufschvvung, dann links, durch einen Kamin auf den Grat und iiber diesen auf den Gipfel; nach Ueber- kletterung einiger Zacken ostlich durch einen Sfemmkamin und liber Schroffen hinab. schlieBlich Querung an iiberhangendem Fels in die Scharte. Nun an einem mit der Scharlachwand verwachsenen Vorturm gerade empor bis unter seinen obersten Aufbau, iiber Bander ziemlich weit nach links und schrag aul die Scharlachvvand. Ungefahr 7 Stunden vom nordl. Kreuz. Schvvierige Abs ti e se sind moglich, von der Brei- ten Wand (Schiroka Petsch) u. vom Lengenfelder Kreuz (Krisch), in den Bergkessel von Sa Akam, vsi. S. 88, vom Kreuz in das Nordkar der Scharlachwand, zwischen dieser, dem Kreuz und der Ponza und von hier in die Pjschenza und nach Kronau hinaus. Vsi. S. 92. 2. Ausgangspunkt Kronau s. S. 16. a) Ueber den Werschetzsattel (1611 m, VoBhiitte 1523 m) ins Trentatal. Leichtester und lohnendster Ueber- gang in den osti. Jul. Alpen. Entfernungen : Kronau-TalschluB der Pischenza I St., VoBhiitte Vk St.; zusammen 2 1 k St. Hinab zur Baumbachhiitte 2 St. B e s c h r e ib u n g : Von Kronau auf dem Fahrwege im groBen Pischenzatal bis zur Brucke im TalschluB. (Hieher kanil man zur Abwechslung auch den etwas Ian- geren, teilweise bezeichneten FuBweg am westlichen Ufer der Pischenza beniitzen.) Von der Briicke auf neuem Fahrwege bequem durch Wald zu der 1 U St. unter der PaBhohe seitlich nachst den Pischenzaquellen herr- lich gelegenen VoBhiitte. Ueber diese und die von hier aus zu unternehmen- den Bergfahrten vgl. S. 95. Von der Hiitte in 1 U St. zur flachen Hohe des Moj- strokapasses (d. i. der westlichen Einkerbung im hiige- ligen langen Kamin des Werschetzsattels; hier Landes- grenze zwischen Krain und Kiistenland; VVassertiimpel). Vom PaBausgang wendet sich die StraBe (ober ihr steht seit 1912 die slow. Werschetzhtitte, Dom na Vršiču genannt) in weitem Bogen am freien Hang nach links und senkt sich iiber eine Bergwiese und durch den Wald (Holzschlageransiedlung und Ende der FahrstraBe) sanft abwarts. AnschlieBend fiihrt der Reitweg an einer Ouelle voriiber, schlieBlich in engen Kehren iiber den steilen 7 * 84 Rasor-Manhart-Gruppe. kahlen Hang hinab in den Talgrund nach Ober-Trenta. Von hier lohnender Abstecher (Va St.) zum Isonzo-Ur- sprung (eincm kleinen See in einer Felsenhohle). Weiter nach dem Karrenwege an zerstreuten Gehoften und der armlichen Kirche von St. Maria di Trenta vorbei am Ufer des reizenden Isonzobaches nach Log (Looch, na Logu) mit der Bauinbachhiitte. Ueber die Baumbachhiitte und den Weg nach Flitsch hinaus vgl. S. 28. b) Durchs Kleine Pischenzatal zur VoBhiitte. Infolge der Rutschungen am Taleingange nicht immer gangbar. Man erkundige sich in Kronan und achte, da die Farb- zeichen schon ofter verlegt werden muRten, auf die jiingsten Marken! Leicht und Iohnend, jedoch bedeutend langer, als durch die GroGe Pischenza. Entfernungen: Kronau-TalschluB 2 St., Rohr- Sattel 1 St., Rupe-Sattel 1 St., VoBhiitte Va St.; zusam- men 4*/a St. Beschreibung: X U St. siidlich von Kronau, vor der Brticke vor dem Stausee (VVegtafel) vom Fahrwege im Grofien Pischenzatale ah und um die bergige Talecke herum. Sobald man im briichigen und rutschigen Gelande den stark ansteigenden Eingang iibervvunden hat, kommt man in einen bequemen, ilachen Talboden. Von den Hiit- ten im Talschlusse steigt man ziemlich steil zu dem in die Planiza fiihrenden Rohr-Sattel (1502 m nordl. unter dem Slemen) an. (liier steiler Abstieg durchs „Rohr“ in die Planiza moglich.) Beim Sattel wendet man sich links (gute Quelle) und steigt am Hang des Slemen steil empor zur griinen, noch schutter bewaldeten Stufe, Rupe genannt, unter den Wanden der Mojstroka. (Hier rechts durch den Sattel hinter dem Slemen gemiirkter Abstieg ins Planizatal.) Fast eben in osti. Richtung iiber Rupe erreicht man den Kleinen Rupe-Sattel (1.807 m zwischen Mojstroka und Ribische), von dem der Steig in VVindun- gen zu der unmittelbar unterhalb liegenden VoBhiitte hin- abfiihrt. c) Durchs Kleine Pischenzatal ins Planizatal. Etwas miihsam. Bezeichnet. Die Wege b) und c) lassen sich gut zum Abstiege von der VoBhiitte ins Planizatal vcrbinden (s. die nachste Seite). Rasor von der Kreuzwand. Aufnahnie von Emil Klauer, Laibach. Kronau, Uebergange. 85 Entfernungen : Kronau-Rohr-Sattel 3 St., Pia- nizatalschluB V 2 St., Kronau 2 St.; zusammen 5 V 2 St. Beschreibung: Wie unter b) durch die Kleine Pischenza zum Rohr-Sattel nordlich vom Slemen. Hieher kommt man auch leicht auf dem unter b) beschriebenen Wege von der VoBhiitte. Vom Sattel durch eine von hohen Wanden begrenzte Schlucht (das „Rohr“) iiber lockei-en Schutt sehr steil hinab in den TalschluB der Planiza. (Die Halterhiitten liegen etwas weiter talein.) Nun durch das Tal hinaus. Am Ausgang mit dem bezeichneten Abkiirzungswege an der Bergiehne nach rechts, zuletzt iiber die Bahn zur StraBe nachst Wurzen und ostlich nach Kronau. Wil! man zur Bahnstation Ratschach-WeiBenfels, so behalt man im Talausgange die Nordrichtung bei und erreicht die StraBe bei Ratschach und nach dieser westlich den Bahnhof (etwas naher als Kronau). Ein etwas weiterer, doch Iohnender, besonders zum Abstiege von der VoBhiitte ins Planizatal geeigneter be- /eichneter Steig zweigt von dem unter bi beschriebenen Wege erst auf der Hochstufe Rupe ab. Hier biegt man in den Sattel hinter dem Slemen ein, um diesen Berg in der Šenke gegen die Mojstroka steil hinab (an einer Ouelle voriiber) zu umgehen, \vorauf man zu den Hiitten im Talschlusse der Planiza gelangt. Von hier wie oben erwiihnt nach Kronau oder Ratschach-WeiBenfels hinaus. d) Ueber die Koritoscharte (auch Skerbinascharte, Mlinerzascharte oder Prisangjoch genannt, 1955 m) in die Trenta. Schwierig und kaum lohnend. Nicht bezeich- net. Entfernungen: Kronou-PischenzatalschluB 1 St., Koritoscharte 4 St., Trenta 3 St.; zusammen 8 Si. Beschreibung : Man beniitzt den in die obere Kerniza zur Krischvvand fiihrenden Steig (s. unter e), bis sich rechts die breite Nische zwischen Rasor und Pri- sang offnet. Hier pfadlos und miihsam im Gerolle, dann sehr schvvierig iiber Felsen steil empor zur zackigen Scharte. Ueber diese steil hinab in die schone griine Mulde der M!inerzaquelle. (Man kann von hier auf den Rasor hinauf oder westlich auf dem Konsul-Vetter~Wege zur VoBhiitte.) Eine Bczeichnung fiihrt in dem oben ge- rollreichen, unten waldigen, klammartigen Tale der Mii- 86 Rasor-Manhart-Gruppe. nerza steil und wenig bequem hinab zur Kirche im Trentatal, dem man zur Baumbachhtitte hinaus folgt. e) Ueber das Kreuz (Krisch 2410 m) in die Trenta. Steiganlage der Sektion Krain des D. u. Oe. A.-V. iiber die Kreuz-(Krisch-)Wand, versichert. Weiter Weg- bezeichnungen und teilweise Anlagen des Slow. A.-V. Uebung und Sicherheit voraussetzend, miihsam, jedoch lohnend und von erfahreneren Bergsteigern auch ohne Fiihrer zu unternehmen. Entfernungen : Kronau-TalschluB der Pischenza 1 St., Unter die Wand 2 V 2 St., Wandausstieg (Kreuzjoch) 1 St., Kronauer Kreuz (Krisch) V 2 St., Trentatal 4 St.; zusammen 9 St. Beschreibung: Von Kronau wie zur VoBhtitte (s. S. 83) im Tal der Grofien Pischenza bis zur Brucke, iiber welche der Fahrweg zur VoBhutte abzweigt. Die Richtung beibehaltend, verlaBt unser Steig den von rechts kommenden Bach, um in den trockenen Talast der Kerniza (Kesseltal), einzutreten. Ein breites Schutt- feld nach rechts iiberschreitend, kommt man an den westlichen Talhang, dem nun der Weg folgt. Nach bei- laufig 3 /i St. von der Brucke beginnt er scharfer anzu- steigen (hier die schlecht gangbare Abzweigung zuni Nord- kar des Suchiplas-Scharlachwand) und leitet bald aus dem Buchenwalde durch Krummholz und schlieBlich auf freiem Hang (prachtvoller Anblick der Umrahmung von links nach rechts: Ponza, Scharlachwand, Rogiza, Kreuz- wand, Rasor, Prisang) empor bis zu einer Ouelle unter der westlichen Wand (1V< St. von der Brucke). Nun auf steilem begriinten Flang einwarts in die schnee- erfullte Schlucht. In deren oberem, kesselartigen Teile findet man stark links (nicht im obersten, ungangbaren Winkel) den Einstieg zur Krischwand (groRe Farbmarke). Anfanglich auf Absatzen und Bandera, dann iiber die steile plattige Wand, oben iiber leichtes Geschroffe, bringt der gutangelegte, versicherte Steig auf die Flohe des Kreuz- oder Krischjoches, das zur Urata in eineni breiten, karstigen Hochkar (Hruschzakar genannt) ab- fallt. Vom Ausstieg in nordostlicher Richtung kiime man ins Uratatal. wahrend wir (wie unter S. 76 bcschrieben) iiber die Hohe des Kreuzes (Kronauer Krisch) a_n den Kreuzseen voriiber durch den Belipotok-Graben in die Trenta absteigen. Kronau, Sa Akam. 87 f) Ueber die Kreuzwand (Krischvvand, 2301 m) nach Mojstrana. Dem Uebergange e) gleichwertig; auch bezeichnet. Entfernungen: Kronau-Kreuzjocli 47 ž St., Al- jaschhiitte im Uratatal 3 St., Mojstrana 2 St.; zusammen 9V* St. Beschreibung: Wie unter e) liber die Kreuz- wand aufs Kreuzjoch (Krischjoch) nun, wie in umgekehr- ter Richtung unter S. 75 beschrieben, iiber breite Kar- felder, unten durch steilen Wald ins Uratata! und in die- sem nach Mojstrana. Man kann voni Kreuzjoch auch den Iangeren, be- zeichneten Umweg iiber das Kreuz (Krisch), dann vom Rande des Kreuzkares iiber die Sowatnascharte zwischen der Sowatna und der Siidseite des Steiner zum west- lichen Luknasteig (in umgekehrter Richtung S. 76 be¬ schrieben) wahlen und im weiteren Verlaufe entweder ins Uratatal oder mit Hohenverlust iiber die Lukna in die Trenta gelangen; doch diirfte sich dieser Gang von Kronau nur empfehlen, wenn man besondere Zwecke (etwa die Mitersteigung des Steiner) verfolgt. g) Martulikfall - Sa Akam (1400 m). Hiibscher, be- zeichneter Ausflug; nach Sa Akam f tir Bergunkundige Fiihrer angenehm. Entfernungen; Kronau-Wald s /4 St., Martulik¬ fall 2 St., Sa Akam V 2 St.; zusammen 3 V 4 St. Beschreibung : Von Kronau osti. mit der Bahn in 6 Min. zur Haltestelle Wald-Martulik (VVachterhaus; hieher allenfalls zu FuB auf der Strahe iiber Log). Von der Haltestelle siidlich auf einem Feld- dami am waldigen Hang, an der Westseite des Martulikgrabens, in eine Talweitung. Hier lcommt der am ostlichen Grabenhang verlaufende bezeichnete Steig von der nahen Briicke (anbei Hiitten) herauf. Nachst dem Bache, dann wieder im Walde starker ansteigend fiihrt der bezeichnete Steig weiter zum Ursprungfall (Steg). Um in die Hochmulde Sa Akam zu gelangen, kehrt man vom Fali auf gleichem Wege ein Stiick zu- riick, bis eine Abzweigung aufwarts iiber den Steilhang und, oberhalb des Falles, in die Hochmulde Sa Akam hineinfiihrt. Sehenswert ist die groBartige zackenreiche Gipfelumrahmung. 88 Rasor-Manhart Gruppe. h) Oinfelfahrten vom Martulikgraben. (Vgl. liiezu den KartenumriB der Scharlachwandgruppe.) Den Gip- felkranz um den Martulikgraben bilden von West nach Ost, vom Sawetal nachst Wald gesehen: Die „Ver- dammte“ (Verdamana Polica, 2273 m); der Špik (2472 m, eine ebenmaBige Pyramide), die Kleine imd die GroBe Ponza (Zwolfer, slow. Ponča, 2383 und 2592 m, letztere verdeckt die Scharlachwand gegen das Sawetal zu), das Lengenfelder Kreuz (Krisch, Dovski Križ; sicht- bar ist die kleinere Spitze, 2621 m, und deren Vor- sprung gegen Sa Akam, 2509 rn), dann, nach einer schartenreichen Gratsenkung steil emporspringend, die machtige Breite Wand oder Schiroka Petsch (Široka peč, 2531 m), endlich Kukscharte und Kuk (Kukova špica, 2417 m). Die Ersteigung dieser Gipfel vom Martulik- graben aus wurde bisher nur sehr selten (Zeitaufvvand ftir eine Spitze im Aufstiege etwa 8—10 St.) unternom- rnen und kommt nur fiir erprobte Kletterer in Betracht. Von Sa Akam (s. S. 87) reichen breite und steile $chutt- und Schneefelder, von Felsabsatzen unterbro- chen, zwischen dem Nordostgrat der Breiten Wand (Schiroka Petsch) und dem von der GroBen Ponza weit nach Nord vorspringenden Felsriicken (Mittelgrat, Kes- selwand = Peč na Krnici, 2044 m) hoch an die Giofel- wande heran und ermoglichen schwierige Ersteigungen der ostlichen Randgipfel. So IaBt sich im Winkel unter der Spitze der Breiten Wand (Schiroka Petsch) eine schmale, steile Schnee- rinne erreichen, die den schwierigen, von Steinfall be- drohten Aufstieg durch die auBerordentlich steile, breite Wand vermittelt. Man erreicht die Grathohe unvveit siidlich vom Gipfel der Breiten Wand und bald darauf diesen. Weiter rechts von der erwahnten Schneerinne gibt es mehrfache Moglichkeiten, in schwicriger Kletterei den tief eingesenkten Grat zwischen der Breiten Wand (Schiroka-Petsch) u. dem Lengenfelder Kreuz (Krisch) u. diese Spitzen selbst zu erreichen. (Ueber die Begehung des eanzen Grates u. die Abstiege ins Uratatal vgl. S. 82.) Noch weiter nach rechts IaBt sich quer unter den Wanden des Kreuzes (Krisch) liber morsche Felsen, Schutt- und Schneefelder die Hohe des Mittelgrates dort erreichen, wo er an die groBe Ponza ansetzt. (Von hier Kronau, Martulikberge. 89 guter Abstieg durch die Hochmulde „Pod Špikom" in den Martulikgraben, s. weiter nnten). Man kann vom Mittelgrat auch mit Hilfe einer Rinne zur Scharte zwi- schen der Groben u. Kleinen Ponza (von da Abstieg ins Nordkar der Scharlachwand und in die Pischenza, vgl. S 92) geiangen und die Spitze der Kleinen oder Groben Ponza erklettern. An der Wurzel des Mittelgrates labt sich (von Sa Akam her, Richtung auf die Scharte zwi- schen Lengenfelder Kreuz und Ponza) iibcr Firn eine Schlucht in der Nordwand der Groben Ponza er- reichen, die tiber einen morschen Steilabbruch schwierig auf den Grat und bald darauf auf die Spitze leitet (nach Dr. G. Renker u. K. Tschada; ab Wald 6 St.). Westlich vom mehrerwahnten, von der Groben Ponza (2592 m) nach Norden springendcn Mittelgrat ist ais Gegenstiick von Sa Akam der Hochkessel Pod Špi¬ kom (Unterm Špik = Pod Špikom, Pod Srcem = Un- term Herzen) unter den W;inden der Ponza, des Špik und der Verdamana Polica („Verdammten“, nach schwie- rigen Grasbandern, welche die Schafweide erschweren, so benannt), eingebettet. Man gelangt dahin mit Be- niitzung eines Waldsteiges, der nachst der Brucke und den nahen Gehoften in der Weitung des Martulikgrabens (beim seitlich verborgenen Skokwasserfall) vom ge- markten Wege westlich abgeht. An einer Ouelle vor- bei kommt man in den Kessel und halt sich hier an den Hangen des Mittelgrates zu einem hoheren Kar (bishin sparliche Steigspuren). Von hier neben einem Felspfei- ler steil auf den Mittelgrat (grobartige Aussicht), von welchcm man zu den Schnee- und Schuttflachen unter dem Lengenfelder Kreuz hiniiber queren und nach Sa Akam absteigen oder zur Scharte unter der Kleinen Ponza und hinab ins Pichenzatal geiangen kann (s. oben). Vom Kes el „Unterm Špik" (Pod Špikom) wurde auch der Špik bereits crstiegen. Schwierige Kletterei zur Scharte zwischen der Kleinen Ponza u. Lipniza (hie- her auch vom Pischenzatale aus dem Hochtal unter der Scharlachvvand); von hier quer tiber die Wand der Martulikseite zur Senkung zwischen Lipniza und Špik und nun leicht auf die Soitze (S. 90). Vgl. des Naheren iiber die Martulikberge Oesterr. Alpenzcitung Dr. G. Czermak 1912, S. 26 und G. Renker 1913, S. 211). 90 Rasor-Manhart-Gruppe. i) Belipotokgraben (Weilitenbachgraben) mit dem Kuk. V 2 St. ostlich von der Haltestelle Wald miindet ins Sawetal der kurze WeiBenbachgraben. Man beniitzt, um zu dem 1560 m hoch gelegenen Ursprungskar zu ge- langen, die nachst der Bachmiindung und der Eisenbahn- briicke gelegene Briicke iiber die Sawe, dann einen Waldweg, der sich kurze Zeit an den Bach halt, dann an der westlichen Berglelme steil ansteigt und hoch iiber dem Graben in dessen oberen Teil hineinleitet. Diesem steil aufwarts folgend, erreicht man in 2'k St. von der SawetalstraBe das groBartige von der breiten Felsniauer des Kuk und seinen Auslaufern umrahmte Hochkar (VVeiBenbachkar). Ueber 2 schwierige Kletteranstiege auf den Kuk vom WeiBenbach-Kar, vgl. Dr. G. Czermak in der Oesterr. A.-Z. 1912, S. 28. k) Špik (2472 m), auch Kronauer Špik genannt, prachtvolle Felspyramide, Aussichtsberg, miihsam, nicht schwierig, lohnend. Bezeichnung des Slow. A.-V. Fiihrer ratsam. Entfernung: 5 Stunden von Kronau. B e s c h r e i b u n g : Ins Tal der GroBen Pischenza, wo man (8 Minuten vor der Brucke des Weges zur VoBhtitte) bei einer Quelle an einem verwachsenen Schuttkegel den Anstieg gegen eine Schlucht beginnt. Rechts von dieser am steilen Waldhang, hoher oben in der Schlucht selbst steil einpor zum groBen Becken zwi- schen der „Verdammten“ (Verdamana Polica, 2273 m), dem Špik und der Lipniza, hier iiber Rasen und Gerolle, dann nach einer Mulde auf einen Riicken, nun im Ge¬ rolle spater iiber die leichten Wande auf den Gipfelgrat und bald darauf auf die Spitze. Den A b s t i e g kanu man (nicht bezeichnet) etwas schvvieriger iiber die nahe Lipniza (V 2 St. vom Špik) machen, von welcher man siidlich auf einen griinen Kamm hinabklettert. Nun im Gerolle, dann iiber Rasen steil hinab gegen die vorspringende Gamschiza (1931 m) zu, in die rechts von dieser hinabziehende griine Schlucht, in welcher man iiber mehrere Absatze an einer Ouelle voriiber rasch abwarts kommt. Dem untersten Absturz der Schlucht weicht man nach rechts aus und gelangt mit Hilfe eines Steigleins ins Pischenzatal, etwas oberhalb der Brucke zur VoBhiitte. KI. u. Gr. Ponza Lengenf. Kreuz Scharlachwand Rogiza Die Scharlach\vand-(Suchiplas-)Grupp8 vom Prisang aus. Aufnahme von Hugo Miiller, Villach. Kronau, Špik, Lengenfelder Kreuz. 91 Em bezeichneter Abstieg fiihrt auch von der Lipniza in die von der Scharte zwischen dieser und der Kleinen Ponza herabkommende Schlucht, nach welcher man mit dem aus dem Nordkar der Scharlachwand (Suchiplas) hinableitenden Steiglein den Kernizaweg und den Tal- grund der Pischenza erreiclit (vgl. unten). Ueber den Kletterabstieg gegen den Martulikgraben s. S. 89. 1) Lengenfelder Kreuz (Krisch, 2646 und 2621 m). Schwierig, meist pfadlos; nur fiir erprobte Kletterer. Die Scharlachwand (Suchiplas, 2738 m) mit dem nordlich anschlieBenden Lengenfelder Kreuz (Krisch, Križ) und dem nordlich von diesem nach West abgegabelten Ast der Ponza (2592 in) und der Lipniza (2418 m) umschlieBt die Hochstufe eines steilen, groBartigen Hochtales, aus welcher mehrere schneerfiillte Kare und Schluchten durch Grate geschieden an die Gipfelmauern hinan- ziehen. Das am meisten rechts (ostlich) unmittelbar unter der Scharlaclrvvand, dem Lengenfelder Kreuz und der Ponza gelegene sogenannte Nordkar (auch Welika Dnina genannt) vermittelt auch die schwierige Ersteigung des Lengenfelder Kreuzes (vgl. hiezu das Bild der Schar- lachwand vom Prisang aus und den KartenumriB der Scharlachwand-Gruppe). Entfernungen: Kronau-PischenzatalschluR 1 St., vom Kernizawege ab 3 U St., Hochstufe 2 St., Nordkar \ l U St., Spitze des Lengenfelder Kreuzes 3 St.; zusam- men 8 St. Beschreibung: Man folgt dem Wege in die Kerniza, bis (nach etwa S U St.) der Weg steiler zu wer- den beginnt. Hier zweigt ein bezeichneter, jedoch schlechter Steig ab, der wie nachstehend angedeutet, bis ins Nordkar (s. oben) hinaufleitet. Anfangsrichtung auf die Kleine Ponza zu, durch oder nachst einer tief eingerissenen, schneerfuilten, steilen Schlucht. Man ver- laBt diese Schlucht (sie leitet zur Scharte zwischen Lipniza und Kleiner Ponza, iiber welche man ins Hoch- kar „unter dem Spik“ absteigen kann und vermittelt auch eirien bezeichneten Aufstieg zur Lipniza) vom er- reichten Rande der Hochmulde nach rechts, um unter den Steilabstiirzen der GroBen Ponza iiber ausgedehnte Schutt- oder Schneefelder bei zunehmender Steilheit in den Hintergrund des groBcn sog. Nordkars (auch Wclika 92 Rasor-Manhart-Gruppe. Dnina genannt) zu gelangen. Hier iiber Schnee und durcli eine Felsenrinne auf die Schuttstufe miter einer auffallenden schwarzen Hohlung. Vom obersten Winkel dieser Stufe auf einer Felskante nach Iinks um die scharfe Ecke und iiber die steile Wand zu einer Scharte. Nun nach dem briichigen Orat auf das Lengenfelder Kreuz. Ueber den Abstieg nach Mojstrana und nach Martulik, vgl. S. 82 und 88 . m) GroBe Ponza (2592 m). Schwieriger Kletteran- stieg von der unter 1) beschriebenen Hochstufe vor Er- rcichung des eigentlichen Nordkars (hieher 4 St. von Kronau s. unter 1). Von hier links (nordostlich) auf die Scharte zwi$chen der OroBen (2592 u. 2570 m) und KI. Ponza (2383 m; hieher auch aus dem Martulikgraben moglich, s. S. 89) und iiber ein Gesimse, durch Kamine und Bander zur Spitze. n) Suchiplas oder Scharlachivand (Skerlatiza, 2738 m), vgl. Moistrana als Hauptausgangsnunkt, S. 79. aa) Ueber die Kreuz-(Krisch-)Wand. Anstrengend, jedoch nicht besonders schwierig. Oeiibten Bergsteigern zu empfehlen. Weganlagen und Wegbezeichnung. Entfernungen: Kronau-Kreuzjoch (Krischjoch) 4 V 2 St. Wegteilung unter der Rogiza 1 St., Suchiplas (Scharlachwand) 3 St.; zusammen 8 V 2 St. FSeschreibutig: Wie S. 86 beschrieben, iiber die Kreuzwand auf das Kreuzjoch. Von diesem nord¬ ostlich iiber das Hruschzakar hinab bis zur Wegkreu- zung unter der Rogiza und nun, wie vom Uratatale, vgl. S. 79, iiber den Sadnidog zur Spitze. Geiibte Bergsteiger konnen (ebenfalls mit Hohen- verlust und ohne groReu Zeitgewinn) nach Ueberschrei- tung des Kreuzjoches •— pfadlos und unbezeichnet — den Karam der Rogiza etvvas westlich von der Spitze gewinnen und dann (schivierig) ins Kar Sadnidog hinab- steigen, wo sie den bezeichneten Weg zum Suchiplas (Scharlachwand) wieder treffen. bb) Aus dem Nordkar (Wclika Dnina) iiber die Nordwand unmittelbar auf den Suchiplas (die Schar- Iachwand). Sehr schwierige Kletterei. Einstiegkamin (zu- gleich schwiefigste Steile) bezeichnet; oben fester, rauher Kletterfels. Entfernungen: Ktonau-Nordkar 5 St., Felsen- einstieg V 2 St., Spitze 2 'A St.; zusammen 8 St. 93 Kronau, Suchiplas, Rasor. Beschreibung: Wie unter 1) beschrieben, ins Nordkar, hier rechts (siidlich) iiber die sehr steile Schneehalde und ihren gew6hniich vereisten Auslauf zu dem senkrechten, engen, auBerst briichigen Einstiegs- kamin (Lange etwa 40 m). GroBe Steinschlaggefahr! Vom oberen Ende des Kamins rechts auf ein plattiges Band hinaus und nach einer Seillange in der Fallinie empor in festem Gestein bis zu einem ziemlich groBen Schneefeld. Dieses querend leicht, jedoch steil aufwarts, bis man rechts den schartigen Gipfelgrat und bald darauf die Spitze erreicht (nach K. Tschada, vgl. auch Larisch, „Oesterr. Alpenzeitung“ 1906, S. 232). cc) Ueber die auBerst schwierige Begehung des ganzen Grates vom Kreuz-(Krisch-) Joch iiber die Rogiza und den Gamsiwez aut den Suchiplas (Scharlachwand) durch A. Schulze, vgl. Hochtourist 1911, III., S. 462 und Oe. A.-Z. 1906, S. 274); iiber die Grattiberkletterung vom Kleinen (nordlichen) Lengenfelder Kreuz, 2621 m, bis auf die Spitze des Suchiplas durch A. Roessel, vgl. S. 82. A b s t i e g vom Suchiplas (Scharlachwand) arn be- sten ins Uratatal, s. S. 79. o) Rasor, 2601 m (vgl. die Vorbemerkungen bei der VoBhiitte als bestem Ausgangspunkt, S. 98.) aa) Ueber die Kreuz-(Krisch-)Wand, nicht beson- ders schwierig, jedoch Uebung und Ausdauer erfordernd. Bezeichnet. (Besser von der VoBhiitte!) Entfernungen : Kronau-Kreuzjoch 472 St.,Weg- teilung beim Mittelsee 1 St., Rasor 27a St.; zusammen 8 Stunden. Beschreibung: Von Kronau, wie unter S. 86 beschrieben, durch die Pischenza und Kerniza auf das Kreuz-(Krisch-) Joch. Nun siidlich iiber die Kreuz- (Krisch-)Hohe ins Kreuzkar hinab, bis man beim zweiten See (an dessen Westseite) den bezeichneten Steig auf den Rasor trifft. Mit diesem auf die Spitze (vgl. S. 78). Mchr als eine Stunde kann ein geiibter Bergsteiger ersparen, wenn er pfadlos von der Kreuzhohe westlich am gestuften Kamm zur tiefsten Einsenkung iiber der Kernizaschlucht absteigt und dann quer iiber dem ober- sten See in der Richtung auf die Rasorspitze zu in den Karwinkel „Slebez“ einschwenkt und in diesem iiber 94 Rasor-Manhart-Gruppe. Schutt, Schnee und iiber die gut gegliederte Wand unmittelbar zur Spitze emporsteigt. Hans Huber (Klagenfurt) empfiehlt fiir diesen Aufstieg aus dem Slebez folgenden Verlauf: Im Kar ganz empor bis zum senkrechten Ab- bruch des Nordgrates. Von da auf breitem Bande auf die Ostseite und gleich in der ersten Einbuchtung der NOAVand iiber steile Stufen un- schvvierig auf ein breites Gerollband. Nach links und durch einen kurzen Kamin auf ein hoheres. Nun wieder links aufvvarts und durch einen RiB auf eine kleine Scharte in einem ostlichen kurzen Seitengrat und leicht zum Gipfel. (Vgl. hiezu auch Hochtourist 1911, III., S. 4bl, iiber einen offenbar siidlich vom beschriebenen verlaufenden Ostwandanstieg.) bb) Klodvvig Tschada beschreibt folgenden von ihm ausgefiihrten unmit- telbaren N o r d a n s t i e g auf den Rasor aus dem Kernizakessel als schvvie- rige, lange Kletterei. Der Einstieg befindet sich knapp unter dem Ansatze der Schneemulde der obersten Kerniza bei einer auffalligen Schneezunge, die sich den ganzen Sommer hindurch halt. Von hier zuerst in einer ausgevvaschenen Rinne, dann stets in der Fallrichtung in briichigen Schroffen aufvvarts. Hoch oben quert man rechts in die auBerst vervvitterte Schuttrinne, die dann iiber leichten Fels zur Wandkante an der Ost- schulter des Rasor leitet. Von hier iiber das groBe Triimmerfeld und zur Spitze empor. Ober einen anderen, von H. Jaritz und Schnablegger gemachten NordvVandanstieg aus der Kerniza auf den Rasor (16. Juli 1911) klart folgender Bericht auf: Vom Pischenzatal auf dem Alpenvereinsvveg, der zur Krischwand fiihrt, bis zur Quelle. Dort Einstieg in die mit Krummholz bevvachsenen Felsen. Schrag nach rechts aufvvarts bis unter die nackten Felsvvande. Von hier aus leitet ein vvagrechtes Band nach rechts in die Wand gegen die Koritoscharte hinaus. Man verfolgt dieses, bis sich nach kurzer Zeit unvermittelt linker Hand eine Steilschlucht brfnet. In dieser hinauf auf eine Scharte und jenseits etwa 20 m hinunter iiber ein Gerollfeld zu einer sehr steilen zvveiten Schlucht. (Beide Schluchten sind von Kronau aus sehr gut sichtbar und meistens mit Schnee erfiillt. Steigeisen angenehin.) Vom oberen Ende dieser Schlucht quert man die Wand nach links und konunt auf ein Gerollfeld, von dem die Ostschulter des Berges (zugleich Rand der obervvahnten Schlucht Slebez) ohne nennensvverte Schvvierigkeit zu erreichen ist. (Es diirfte dies der Aufstieg Dr. Kugys mit Andrej Komac am 1. Juli 1888 sein. Siehe ,,ErschlieBung der Ostalpen", III., S. 583.) Den vveiteren Anstieg zur Spitze macht man wie vom Karvvinkel Slebez aus iiber den NO-Wand. Man kann auch nach dem Ausstiege aus der Schlucht und einer kurzen Querung nach links die Scharte zwi- schen dem Rasor und dem ,,Kirchturm“ iiber steile Felsen in hiibscher Kletterei erreichen und von dieser Scharte (etwa 200 m) zuerst iiber steilen Fels, dann iiber einen Gerollstrom zur Miinerzaquelle absteigen (wie oben Jaritz—Schnablegger). Ueber die A b s t i e g e vorn Rasor ins Uratatal vgl. S. 78; zur VoBhutte S. 99; ins Trentatal S. 123. p) Prisang, 2547 m. Kletterberg. Am besten von der VoBhutte (s. S. 96). Unmittelbar aus dem Pischenza- und Kernizatale kommt die schwierige und anstrengende Ersteigung nur fiir erprobte Kletterer in Betracht. Gemacht wurden bereits Anstiege iiber den Ostgrat von der Koritoscharte Kronau, Prisang. 95 her (K. Greenitz und R. Kaltenbrunner), iiber die Ost- wand (R. Gerin und G. Jahn) und iiber den Nordgrat von der Kerniza aus (A. Schulze), iiber die Nordwest- wand (Dr. Kugy bezw. K. Plaichinger und H. Teifel) aus dem Ursprungstale der grofien Pischenza (Vgl. Hoch- tourist, III., 1911, S. 458). Zum Ostvvandanstieg Gerin—Jahn, Hochtourist S. 459, beantragt Hubert Jaritz-Klagenfurt Tolgende Verbesserungen: Den ,,meist mit Schnee erfiillten KeSsel unmittelbar unter der Ostflanke des Prisang-Nordgrates“ nicht uberschreiten! Unterhalb des Wasserfalles fiihrt auf der rechten Seite eine unauffallige Steigspur miihelos und rascher in ,,das schon von Kronau aus sichtbare Kar“. Nun nicht ,,knapp unterhalb des oberen Endes des Kars“ nach rechts, sondern etwa 50 m tiefer an der rechts- seitigen Schneezunge iiber rasendurchsetzte Felsen (unangenehm) gegen den ,,machtigen iiberhangenden Felsklotz" nach rechts gegen ,,den schon sicht- baren griinen Sattel“, dann eine Mulde 1. umgehend in eine schlucht- artige Rinne, in derselben leicht empor bis ,,in die Nahe der auffallenden Scharte des Nordgrates“. Hier vereinigt sich der Nordgratweg (Schulze, 1. September 1905) mit der Ostvvandroute. Weiter iiber die steile Wand in schonel* Kletterei auf ein terrassen- formiges Schuttband. Von diesem Schuttband in einer glatten Steilrinne auf das Gerollfeld unter dem Gipfel und von dort iiber den Nordgrat zum Gipfel. Zur Prisang-NW.-Wand Plaichinger-Teifel, Hochtourist Seite 460, empfiehlt sich folgende Abvveichung der H. Jaritz und Schnablegger: Wenn man das untere griesige Band einige 100 m verfolgt, gelangt inan in senkrechtem Ausstieg iiber schweren Fels zum FuBe des im Hoch¬ tourist ervvahnten Turmes. 3. Ausgangspunkt VoBhiitte. Die VoBhiitte (1523 m), Eigentum der Sektion Krain des D. u. Oe. A.-V., wurde 1900 erbaut, 1912 erweitert. Benannt ist sie nach dem ehemaligen Sektions-Obmann Prof. Wilhelm VoB, der sich als Forscher durch bota- nische und mineraiogische Arbeiten iiber Krain verdient gemacht hat. Die_ Hiitte, ein unterkellertes einstockiges Blockhaus, steht auf der krainischen Seite, Vi St. unter dem Wer- schetzsattel auf einem kleinen Hiigel oberhalb der Pischenzaquellen. Von der PaBstraBe aus bleibt die Hiitte, bis man an ihr voriiber ist, durch Baume ver- deckt; durch Tafehi bezeichnete FuBsteige ftihren zu ihr. Prachtvoll ist die Aussicht auf die gegeniiberliegenden Prisangwande und auf die Gruppe der Scharlachwand (Suchiplas). 96 Rasor-Manhart- Gruppe. Die Hlitte enthalt: 6 Einzelschlafzimmer mit 11 Betten, 2 gemeinsame Schlafraume mit 14 Betten und 2 gemeinsame Schlaf¬ raume mit 6 Lagern. Preise: Betten in den Einzelzimmern.K 4.— ftir A.-V.-Mitglieder.K 2.— Betten in den gemeinsamen Schlafraumen K 3.— ftir A.-V.-Mitglieder.K 1.50 Lager.K 1.20 ftir A.-V.-Mitglieder.K —.60 Bewirtschaftet von Anfang Juni bis Ende September. Schliissel im Gasthaus Koschier in Kronau. Zugange: Bester Zugang von Kronau dur.chs GroBe Pischenzatal 2Vs St., s. S. 83; von der Baumbach- hiitte in der Trenta 3 St., s. S. 121; von Kronau, bezie- hungsweise Ratschach auch durchs Kleine Pischenzatal oder durchs Planizatal, s. S. 84. Berggange von der VoBhiitte. a) Prisang (Prisnik, Prisenska Špica, Prisojnik, 2547 m). Machtiger, von seinen Nachbarn scharf abge- trennter Felsgipfel, dessen weitausgreifende Kamme mit ihren Wanden und Graten ein groBartiges Feld ftir Kletterer darbieten. Auch der gebrauchlichste Anstieg von der VoBhiitte mit Beniitzung des Konsul Vetter-Weges erfordert Uebung und Sicherheit. aa) Hauptweg von der VoBhiitte. Bis zuin Fenster angelegter A.-V.-Steig; weiter pfadlos, jedocli bezeiclmet; fiir Geiibte sehr lohnend. Entfernungen; VoBhiitte-Fenster 2 St., Haupt- grat Vs St., Spitze 1 St.; zusammen 3 V 2 St. B e s c h r e i b u n g: Nachst den Pischenzaquellen bei der VoBhiitte auf dem Konsul Vetter-Wege links ab in den Wald und ober einer Rutschung (Achtung bei Dunkelheit!) auf den Sattelkamm, dem man gegen die Wande des Prisang zu (darin das in Ietzterer Zeit etwas verfallene, durch Wandflecken und Briiche entstandene Gesicht des Toten Weibes) folgt. Nun ciuer itn Gerolle, spater ansteigend auf den griinen, zur Trenta abfallen- den Siidwestkamm des Prisang. Die jenseits des Kamtnes Vofihiitte, Prisang. 97 gegen den Rasor zu weiterfiihrenden Steige nach links verlassend, folgt man auf gutem A.-V.-Steig dem Kamm steil aufvvarts iiber Rasen, oben im felsigen Ge- lande nach rechts eimvarts zum Fenster (auch fiir sich allein sehenswert), einer groBen, von machtigen Fels- bogen iiberwolbten Oeffnung durch den Hauptfelskamm des Prisang. Man nimmt den Weg an der „Fensterbank“ vorbei (Steilabfali nach der Nordseite, Blick in den griinen Talgrund der Pischenza) und gelangt etwas an- steigend zu einer Gerollschlucht; neben dieser bald links hinaus (nunmehr bis zur Spitze unschwierige Kletterei) und durch kleine Kamine zum Hauptgrat empor, den man in einer kleinen Scharte unvveit ober dem Fenster erreicht. Nun auf dem langen, anfangs plattigen Orat iiber einige Vorgipfel zur Spitze. bb) Abstieg auf gleichem Wege oder bedeutend leichter auf dem bezeichneten Steig des Slow. A.-V. zur V o B h ti 11 e (2 1 h St.) oder ins Trentatal (bis zur Baumbachhiitte 4 St.). Etwa 40 m unter dem Gipfel von der A.-V.-Markung links ab und den langen Gerollhang hinunter gegen den ostlichen Turm zu. Vor diesem ober einer Schlucht nach rechts, dann auf einen Riicken und von diesem rechts iiber eine versicherte Wand in eine steile, haufig schnee- erfullte Schlucht, an deren linkem Rande man absteigt. Nun nach links hinaus, iiber steile Rasenstufen hinab und wieder rechts iiber den Grund der Schlucht zu einer Felswand. Hier W e g t e i 1 u n g: Links hinab (bezeichnet), den Konsul Vetter-Weg kreuzend, zur schonen Kronauer Ochsenalpe und von dieser sehr steil durch Wald den Stidhang hinab ins I rentatal und nach diesem zur Baumbachhiitte. Rechts den steilen Wiesenhang entlang zur Weg- teilung am Siidwestkamm zuriick und auf dem Konsul Vetter-Weg zur VoBhutte. cc) S o n s t i g e P r i s a n g a n s t i e g e, durchwegs schvvierige Klettereien, sind aus der Gegend der VoB¬ hutte in groBer Anzahl moglich. Von diesen Kletteranstiegen verdient jener durchs Prisang- fenster besondere Erwahnung (s. hiezu die Anstieg-Zeichnung). Von der VoBhutte weglos in die sogen. ,,d ti r r e Pischenza" hinab t 1 /2 St.; Hdhenverlust) und zum groBen auffailenden Firnfeld unter den Prisangwanden. Die Randkluft schon am unteren Ende uberschreitend in einen schiefen, leichten Kamin aufwarts. Oben wird sein senkrechter 8 98 Rasor-Manhart-Gruppe. Abbruch schwierig links umgangen. (Sehr ausgesetzt.) Nun zuerst rechts in grasdurchsetztem, schvvierigen Fels gegen einen hoheren, uppigen Lat- schenbestand; vion hier scharf links Liber Platten ober dem Wasserfall und durch einen leichten steilen, oft schneerfiillten Kamin unfer dem vvegstehenden ,,Turm“ zum Ansatze des fast kilomeierlangen, breiten Bandes. DieSes wird solange verfolgt, bis das beginnende Schroffen- gebiet den Zugang zum ,.Fenster“ ermoglicht. Eine oben leicht gangbare Schlucht leitet in den Riesendom. Ueber die ausgevvaschenen Platten der linken Seiite erreicht man nach etwa 30 m Kletterei den Fensterrand und den bezeichneten Weg. Pr(6aW| Wendet man sich vom ,,Turni" links, so kann man die ganze Wand durchkleMernd bis zur Spitze gelangen. Dauer von der VoBhiitfe zur Spitze etwa 5 St. (Nach K. Tschada.) Ueber verschiedene Anstiege vom Pischenza- und Kernizatale und die schwierige Ueberkletterung des Ost- grates von der Koritoscharte aus vgl. S. 94 und Hoch- tourist, III., 1911, S. 458. b) Rasor (Razor, ital. Monte Solcato), 2601 m. Sehr lohnender, aussichtsreicher Gipfel. Trotz der groGen Entfernung noch am besten von der VoBhutte zu er- reichen. Uebung und Ausdauer erfordernd. A.-V.-Steig- anlage bis zur Mlinerzaauelle; weiter Markung und Verbesserungen des Slow. A.-V. VoBhutte, Rasor. 99 Entfernungen: VoBhiitte-Mlinerzaquelle 3 St., Spitze 2 V 2 St.; zusammen 5Va St. Beschreibung: Von der VoBhutte, wie vor- stehend unter a) beschrieben, auf dem Konsul Vetter- Wege zum Siidwestkamm des Prisang, wo man den Weg zum Prisang links laBt und gegen die Kronauer Ochsenalm absteigt. Ohne ganz zur Alpe zu kommen, fiihrt der Steig nun quer an den Htingen, mehrere Gra¬ ben iiberschreitend, in das grilne, zwischen Prisang und Rasor eingebettete Quellgebiet der Mlinerza (= Miihl- bach, gutes Wasser) unter der Koritoscharte. Ueber Schutt und Rasen nach rechts aufvvarts, dann quer iibers Gerolle erreicht man ein langes, nach rechts in die Rasorvvande hineinfiihrendes Band. . Vom Bande iiber Platten in eine kleine Schlucht hinab und aus dieser hoher oben nach links hinaus auf ein zweites langes Band, das bald auf einen breiten, steilen Gerollhang fiihrt. Ueber den Hang in Keliren hinauf (von hier sind Kletteranstiege unmittelbar auf die Spitze moglich) und schlieBlich fast eben nach Siiden zur Senkung im Siid- kamm (Planja = Plan), wo der Steig von den unteren Kreuz-(Krisch-)Seen heraufkommt (vgl. S. 178). Mit diesem langs des Kammes nach Norden und schlieBlich von Osten iiber Geroll und leichte Scliroffen auf den Gipfel. Abstieg aa) nach der Seite des Rreuz- (K r i s c h-) K a r e s iiber die Kreuz-(Krisch-)Hohe a u f s K r e u z j o c h, hier entweder rechts ins Uratatal hinab und nach Mojstrana oder links iiber die Kreuz-(Krisch-) Wand hinab nach Kronau (s. S. 75). bb) Nach der Seite des Kreuzkares zum zweiten K r e u z s e e hinab; von hier entweder in die Trenta hin- unter oder iiber die Sowatnascharte zur Alpe Bukoule. Hier links durchs Uratatal nach Mojstrana hinaus. Nach rechts von Bukoule konnen sehr ausdauernde Berg- steiger unter der Hohe des Luknapasses herum mit dem Verbindungssteige zum Triglau—Pragwege und mit die¬ sem zum Deschmannhaus gelangen. cc) Westlich auf dem oben als Anstieg geschilderten Wege zur Mlinerzaquelle zurtick. Von hier kanu man mit dem Konsul Vetter-Wege zur VoBhutte zuriiek- kehren oder durch den Mliiierzagraben (bezeichnet) in 8 ' 100 Rasor-Manhart Gruppe. die Trenta und zur Baumbachhtitte (je 4 St. von der Kasorspitze) gelangen. (Vgl. die Ausgangspunkte Moj¬ strana und Trenta.) c) Mojstroka (= Meisterin, 2332 m). Leichter, sehr lohnender Aussichtsberg. Bezeichneter Alpenvereinsweg. Entfernung: 2 St. Beschreibung: Von der PaBhohe auf gutem Wege aufwarts, dann liber einer Schutthalde knapp unter den Felsen etwas miihsam zu dem kleinen Sattel im SO-Kamm der MojstroKa; von diesem (nacn links zweigt etwas oberhalb des Sattels die Markung zum Traunik- joch ab) iiber Pasenhiinge und kleine Felsstufen langs des Kammes auf die Spitze. Die benacbbarte, etwas hohere Nebenspitze (2366 m) kann von hier (pfadlos) unschwer erreicht werden, doch bietet sie keine beson- deren Vorziige. Ueber einen Kletterabstieg von der Mojstroka iiber den Nordgrat vgl. Gebirgsfreund 1911, S. 113. d) Jalouz (auch Jaluz, slow. Jalove, Jalovec, 2643 m), prachtvoll geformter Felsturrn im Talschlusse der Pla- niza. Anstrengend und lang sind alle Anstiege; die gebrauchlichen vom Planizatale, von der VoBhiitte, aus der Trenta und von Mittelbret sind ziemlich gleich- schwierig und setzen Ausdauer, Uebung und Vorsicht voraus. Von der Bahri aus verdienen die Wege von der VoBhiitte und vom Planizatale aus, die auch landschaft- lieh nicht nachstehen, den Vorzug. Von der VoBhiitte aus bis zum Traunikjoch bezeich- net, dann A.-V.-Felssteig zum Planizator, weiter vom Slow. A.-V. bezeichnet mit einigen Verbesserungen. Dieser Weg ist kaum kiirzer und bequemer als von der Planiza aus, doch bietet er den Vorzug langerer Hohen- wanderung und Vermeidung der zeitweilig unangeneh- men Schneerinne vom Planizatale. Fiihrer jedenfalls ratsam. Entfernungen: VoBhiitte—Traunikjoch 3‘A St., Planizator PA St., Spitze lVi St.; zusammen 6 St. Beschreibung: Von der VoBhiitte am besten auf der Strahe bis zum Stidausgange des Mojstroka- passes, dann nach rechts etwas absteigend (bezeichneter Hirtensteig) an den Hiingen der Mojstroka ^ auf die Trenta-Alm zu. Von der Stelle, wo sich der Steig zur Alm hinabsenkt, fuhrt eine Anlage des Slow. A.-V. quer VoBhiitte, Jalouz. 101 vveiter auf das Traunikioch zu und nnter dessen Hohe znr Felswand siidvvestlich nnter dem Traunikjoch. (Ein- stieg des D. u. Oe. A.-V.-Steiges zum Planizator.) Miihsamer ist die folgende Verbindung der VoBhiitte mit dem Traunikioch. Von der Hiitte mit dem zur Moistrokaspitze fiihrenden Steige (s. c ) zum kleinen Sattel im SO-Kamm. etwas ober diesem links ah und nach diirftigen Steigspuren trot bezeichnet) an den Hangen der Welika (GroBen) Dnina und unter den Traunikttirmen zum Traunikjoch. Oh ne zu diesem anzusteigen, vielmehr etwas abwarts westlich an die Felsen. Der schwierige versicherte A.-V.-Stcig fiihrt — Schwindelfreihcit und Sicherheit voraussetzend — auf die kleine Jeserzastufe empor. Auch der Ausstieg der Schneerinne vom Planizatale verliiuft torartig auf diese Stufe (Planizator). Dah in kann man — weit schwieriger und mit Hohenverlust — auch gelangen. wenn man vom Traunikioch iiber die schvvierice Wand in die Schneerinne der Nordseite absteigt und dieser Rinne zum Planizator hinauf lolgt. Seit Eroffnung des neuen Felssteiges hat der Weg iiber die Traunik- wand. da er auch keinen zvveckmaBigen Uebergang vermittelt, kaum eine praktische Bedeufung. Vom Planizator quer iiber Schuttfelder zu einem flachen Sattel zwischen den Jalouzwanden und einem talwarts vorgelagerten kleinen Felssoitz. Ueber dem Sattel auert man unter den Felsen zum tiefen Ein- schnitt der Breter Šebarte hintiber, welche den Jalouz vom Osebnik trennt. Hieber kommt auch der bezeichnete Jalouzweg von der Trenta-Abe. Mit diesem nach rechts vom Einschnitt iiber Rasenpolster. kleine Bander und Stufen steil empor; unter dem Oipfelgrat abermals etwas nach rechts zu dessen Hohe und nun auf oder nachst dem kurzen Grate zur Spitze. A b s t i e g am besten zum Planizator zuriick und entweder zur Vofihiitte zuriick oder nordlich durch das Planizator in die steile Schneerinne hinab (Achtung auf Steinschlag!) und durchs Planizatal nach Ratschach (vgl. S. 103). Wer ins Trenta- oder ins Koritnizatal absteieen will, verlafit den vorerwiihnten Abstieg bei der Wegteilung unter der Breter Šebarte zwhschen Jalouz und Osebnik. Ueber die Scharte ist durch die Breter Rinne (Loschki Schleb, Ložki Žleb) ein sehr schvvieriger Kletterabstieg in die Koritniza moglich. Auf der Trentaseite kann man sehr steil und schvvierig (groBe Steinschlag- gefahr) durch die Jeserzaschlucht zur Trenta-Alm (1381 ni) absteigen. Vom Einschnitt unter der Breter Scharte zieht der bezeichnete Steig unter der Hohe des GroBen Osebnik 102 Rasor-Manhart-Gruppe. nach Siiden und telit sich vor dem Kleinen Osebnik. Links geht es auf steinigem, weiter nnten begriintem Hang zur Trenta-Alm hinab und von dieser itis Trenta- tal; rechts unter dem Kleinen Osebnik vorbei iiber das Schartchen „Sa Qradom“ nordlich vom Pelz entweder in den TalschluB derKoritniza und nach Mittelbret hinaus oder durch die Bauschiza nach Flitsch (vgl. bei Aus- gangspunkt Mittelbret, Flitsch und Trenta und iiber Kletteranstiege auf den Jalouz bei Ausgangspunkt Rat- schach—WeiBenfels (S. 104). 4. Ausgangspunkt Ratschach—Weiiienfels s. S. 16. a) Mojstroka und Vofthiitte, s. S. 84 und 100. Traunik, 2379 m, aus der oberen Planiza iiber die Nordwestwand, schwieriger Kletteranstieg durch Klod- wig Tschada s. A.-V.-Mitteilungen 1914, S. 44. b) Ueber den Weliki-Kotsattel (Joch im Wlnkel, 2105 m) nach Mittelbret. Beschwerlich und Uebung er- fordernd, teilvveise vom Slow. A.-V. bezeichnet und ver- sichert (vgl. hiezu das Bi!d des Jalouz vom Mojstroka- kamm aus). Entfernungen: Bahnhof Ratschach—WeiBen- fels-Ratschach i k St., PlanizatalschluB P /2 St., Joch im Winkel 3 St., KoritnizatalschluB 2 St., Mittelbret 1 St.; zusammen 8 St. Beschreibung: Vom Bahnhof Ratschach—Wei- Benfels ostlich auf der StraBe nach Ratschach, wo man — bald nach der Kirche — auf dem Fahrwege ins Pla- nizatal einbiegt und dami die Bahn iibersetzt. (Hieher kann man von den ersten Hausern von Ratschach auf FuBwegen abkiirzen.) Nun auf bezeichnetem Wege zu den Halterhiitten im TalschluBe der Planiza. Von hier etwa 3 /i St. gegen die Jalouzrinne zu (s. unter c), bis in den ungangbaren Abstiirzen der rechten Begrenzungs- flanke ein schones, schief ansteigendes, begriintes Band ansetzt (Ouelle). Nach diesem rechts aufwarts auf Steig- spuren zu einem ausgedehnten Latschenbestand. Nun in der Richtung gegen den Jalouz (links) bis zum Rand der Jtochflache (Karrenbildung) und auf dieser in die tiefste Einsenkung des Joches im Winkel (Weliki Kot- Sattels; hieher kommt man auch von den Sawequellen im Talschlusse der Planiza an den Hangen unter der Jalouz Joch im VVinkel Wischberg Manhart Ausblick von der Mojstroka nach West. Aufnahme von Ing. H. Matievič, Klagenfurt. Raischach—WeiGenfels, Jalouz. 103 Konzaspitze = Endspitze, s. bei d). Vom Joch Abstieg steil das Schuttfeld hinab in eine triimmererfiillte Mulde, die gegen die Koritniza in Wandabsttirzen abbricht. Nun scharf rechts auf schmalen, ausgesetzten Bandern die VVande der Winkelspitze (Kotova špica) querend (einige Versicherungen), in den tiefeingerissenen, schneerfiillten Oraben Na Konzi (= „lni Ende“, Na konci), der von der Sagerza-Senkung herabkommt. In diesem Oraben un- schwierig durch den Latschengurtel zu den Kashiitten im Koritniza-TalschluR. An der Grenze des Latschen- giirtels quert nach rechts (rvestlich) in wagrechter Rich- tung der bezeichnete Steig zur Koritnizahutte (Korit- niška koča) des SIow. A.-V., V 2 St. von der Abzweigung, von welcher man cbenfalls zu den Kashiitten im Tal- schiusse gelangt. Von diesen talaus nach Mittelbret. c) Jalouz (2643 m, vgl. die Vorbemerkungen S. 100). aa) Am besten durch die Schneerinne aus der Planiza, anstrengend, Uebung und Vorsicht erfor- dernd. Fiihrer ratsam. Entfernungen: Bahnhof Ratschach—WeiBen- fels-Ratschach V 2 St., PlanizatalschluB P /2 St., Planiza- tor 3 3 A St., Spitze PA St.: zusammen 7 St. Beschreibung: Wie unter b) zu den Halter- htitten im TalschluB der Planiza. Von hier etwas miih- sam (Steigspuren; rechts halten!) gegen die von unten deutlich kenntlichc Schneerinne aufwarts. Rechts von der Rinne der Jalouzgipfel, links die Trauniktiirme. Oben an die rechtsseitigen Felsen (vor diesen nach rechts kame man zurn Weliki Kot-Sattel = Joch im Winkel, s. unter b) und unter diesen in die Schlucht ansteigend, rechts von drei groBen Felsblocken steil in die Schnee¬ rinne (Achtung vor Steinfall, notigenfalls Steigeisen oder Stufen schlagen!). Diese geht zwischen dem Jalouz und dem vvestlichen Traunikturm torartig (J J lanizator) auf die Jeserzastufe aus. (Zurn Planizator koninit von Siid- ost der A.-V.-Felssteig herauf, der zur Besteigung von der VoBhiitte aus dient.l Weiter wie S. 101 besclirieben, zur Spitze (vgl. dortselbst auch liber die gewohnlichen Abstiege in die Trenta und nach Mittelbret). Schwierigere Kletteranstiege. bb) Ueber den Westgrat und den nord- westlichen Vorgipfel. Wegen der Sicherheit vor 104 Rasor-Manharf-Gruppe. Steinschlag wird dieser Anstieg (pfadlos, unversichert und unbezeichnet) vielfach dem Wege durch die Rinne vorgezogen. Nach b) S. 102 aus der Planiza gegen die Felswande unter der Rinne zu, dann rechts auf den Weliki Kot- Sattel (Joch im Winkel, 2105 m) zwischen Jalouz und Kotowa-Spitze (Winkelspitze). Von hier siidlicli quer am Westhang unter den VVestgrat und auf diesem schwierig auf den nordwestIichen Vorgipfel, von diesem steil hinab in die Gipfelscharte (zu welcher man von Mittelbret aus durch eine Felsrinne heraufkommen kanti). Nun rechts hinaus iiber ein plattiges Band ati der Westseite des Gipfels herum, dann leichter zum Gipfel. Vorteilhaft ist es, das crwahnte plattige Band schon auf der Nordwest- seite durch einen Rifi zu verlassen, der nur im unteren Teile schwierig zu den Gipfelfelsen zieht (nach Hans Huber-Klagenfurt). cc) Ueber den auBerst schwierigen Kletteranstieg liber die N o r d - osfwand unmittelbar auf die Jalouz Spitze, vgl. Milteil. des D. u. Oe. Rafschach—WeiBenfeIs, Ponza-Zug. 105 aus sichtbare, die Nordostvvand senkrecht durchziehende Rifi- bezw. Kaminreihe. Neben den Rissen (nicht in ihnen) zu einer itn unteren Drittel der Wand befindlichen begriinten Stufe, von der aus man den Welikikotsaitel schon iibersieht. Nun schief links aufvvarts zu den Rissen. ein Stiick dar in empor, dann aber weiter links hinaus. Ueber Wandeln utid Bander links aufvvarts, iiber zwei von unten sichtbaren grottenfor- migen Vertiefungen weg, gelangt man allmahlich in den steilen oberen Teil der Wand; daselbst briichiges Gestein. Nun einige Seillangen gerade empor. Ueber ein schrag nach links fiihrendes, nach auBen geneigtes Band zu einer Hohle (Schneereste). In die Hohle und aus ihr durch ein Loch auf das Gipfeldach, dann leicht zum Gipfel. Dauer der Erstersteigung 9 Stunden. Ueber die sehr schwierige Begehung des Grates vom Manhart bis zur Jalouzspitze vgl. Hochtourist 1911, III., S. 457. d) Der Ponza (= ZwoIfer)-Zug. Vom VVeliki Kot- Sattel (Joch im VVinkel), siehe unter b), zieht der Hauptkamm der Julischen Alpen mit der Kotowaspitze (Winkelspitze, 2380 m) und der Konzaspitze (Endspitze, 2335 m) nach Nord und biegt hier in fast rechtem VVinkel nach West zum Manhartgrat ab. Vom Knie setzt jedoch ein rnachtiger Felszug die Richtung nach Nord fort. Die VVeunza (Schaufel, 2351 m) schlieBt unmittelbar an die Konza (End-)Spitze an, dann folgen nach Nord Strugowa-Spitze (Rinnenspitze, 2265 m) und die Ponza (Zwolfer) mit den Spitzen der Hinteren (2234 m), Mitt- leren (2227 m), Hohen (2272 m) und Kleinen (1901 m) Ponza. Von Bergsteigern werden diese Spitzen als Nebengipfel verhaltnismaBig wenig besucht. Regelrechte VVeganlagen gibt es hier in der Hohe keine und nur wenige dtirftige Hirtensteiglein vermitteln den Anstieg. Der ganze Gipfelgrat vom Joch im VVinkel (VVeliki Kot- Sattel) zur Hohen Ponza wurde bereits begangen. Er kommt jedoch gleich dem Manhartgrat nur fiir tiichtige und ausdauernde Felskletterer in Betracht. aa) Kotspitze (== VVinkelspitze), Konzaspitze (= End¬ spitze), VVeunza, Strugowaspitze vom Planizataie aus. Nicht sehr schwierig, jedoch miihsam, meist pfadlos; kaum lohnend. Entfernungen: Bahnhof Ratschach—VVciRen- fels zum Talschlusse der Planiza 2 St., zu jeder Spitze 4 bis 5 St.; zusammen 6 bis 7 St. Beschreibung: Man beniitzt zur Ersteigung am besten den nachstehenden VVeg zum VVeliki Kot- Sattel (= Joch im VVinkel, s. S. 102). Aus dem Tal- 106 Rasor-Manhart-Gruppe. schlusse der Planiza nachst den Sawequellen steigt man nach nichtbezeichneten Steigspuren siidwestlich gegen die Felsen der Strugowaspitze an und folgt dann immer aufvvarts der Stufe, welche unter dem Gipfelkamm nacli Siiden emporzieht. Von dieser Stufe IaRt sich zunachst die Strugowaspitze durch eine groBe Rinne ersteigen. Zwischen Konzaspitze (Endspitze) und Weunza trifft man ein groBes Schuttkar; von diesem aus lassen sich diese beiden Spitzen erreichen. Vom Schuttkar kommt man auf einem breiten, nicht schwierigen Band auf die Stufe an der Ostseite der Kotowa-(WinkeI-)Spitze und schlieBlich auf den Weliki Kot-Sattel (= Joch im Win- kel). Von hier Ersteigung der Kot- od. Winkelspitze, und zwar von der Koritnizaseite iiber Platten, schmale Ban¬ der und eine steile Rinne. bb) Ponza (Zwolfer) von der Planiza aus. Fiir ge- iibte Bergsteiger unschwierig, sehr diirftige Wegbezeich- nung auf die Hohe Ponza. Fiihrer ratsam. Entfernungen: Bahnhof Ratschach—VVeiBen- fels—PlanizatalschluB 2 St., Hohe Ponza 4Va St.; zu- sammen 6 V 2 St. B e s c h r e i b u n g: Von den Sawequellen im Pla¬ nizatalschluB durftiger Steig, sehr steil bis zur Stufe unter der letzten OiDfelmauer und vveiter in den Felsen auf den breiten Riicken der mittleren Ponza. Von hier nordlich hinab zur Grateinsenkung, dann auf schmalem Band und iiber Fels und Rasen zur Hohen Ponza. Leich- ter (nicht bezeiclmet) ist von der mittleren Ponza die Erreichung der Hinteren Ponza, wobei nur die Scharte zwischen beiden einige Schwierigkeiten macht. cc) Der Poitzazug vom Weil5enfelser Seentale. Schwieriger als aus der Planiza. Nicht bezeichnet, meist pfadlos. Fiihrer ratsam. Entfernung: WeiBenfels — Hohe Ponza 6 St. Beschreibung: Man wandert aus der Gegend der Seealpe (s. S. 107) auf nicht bezeichneten Steigen in ostlicher Richtung nachst einem kleinen Wildbach zur Weide unter der Hohen und Mittleren Ponza empor. Von hier kann man entweder iiber leichte Felsen die mittlere Ponza erreichen oder man steigt norddstlich in der breiten Gerollschlucht, welche die Hohe von der Mittleren Ponza trennt, miihsam empor. Oben links zu Ratschach—WeiBenfels, Manharthiitte. 107 einer groBen Platte, iiber welche man die Einsenkung zwischen beiden erreicht. Weiter wie bei bb) erwahnt, auf die Hohe Ponza. Audi voni Sattel (1840 m) nordlich von der Hohen Ponza (gegen die Kleine Ponza). deri man von Ratschach WeiBenfels in 3 St., von Kronati her aus dem Anfange der Planiza in 3 i k St. erreicht, wurde die Gr. Ponza bereits erstiegen. Schvvierige Kletterei. Durch Kamine in die West- wand eines Vorturmes und iiber diesen und zahlreiche vveitere Erhe- bungen in 3 St. auf deni Hauptgipfel (A. Roessel, A.-V.-Mitt. 1910, S. 40). Vgl. auch betr. eine Ersteigung iiber die Westwand durch E. u. Dr. G. Renker u. H. Geyer, A.-V.-Mitt. 1911, S. 230, iiber die Ostkante durch Dr. G. Renker, A.-V.-Mitt. 1913, S. 337. Die Strugowaspitze laBt sicli vom siidost- lichen Hintergrunde des WeiBenfelser Tales aus erstei- gen. Naheres in Gstirner: „Die westlichen Julischen Alpen“; Zeitschrift des D. u. Oe. A.-V. 1901. Daselbst audi iiber die Gratwanderung und nahere Literaturan- gaben. e) Zur Manharthiitte, 1919 m. Traunikweg, etwas miihsam, fiir den Aufstieg sehr zu empfehlen. Nicht schwierig. Steiganlage und Bezeichnung der Sektion Krain des D. u. Oe. A.-V. Ueber die Hiitte und iiber die Wege zum Manhartgipfel vgl. beim Ausgangspunkt „Manharthiitte“ S. 116. Entfernungen: WeiBenfels—WeiBenfelser See *V4 St., Seealpe */< St., '1'raunikscharte 3 St., Manhart¬ hiitte Ve St; zusammen 5 St. Beschreibung: Von der Haltestelle VVeiBenfels oder von der Station Ratschach-WeiBenfels auf gemark- ten A.-V.-Wegen zum ersten und zweiten WeiBenfeIser See und weiter sanft ansteigend zur Seealpe (1021 m). Dann ziemlich steil an die Felsen im Winkel unter dem Traunikkamm. Hier nach rechts Einstieg in die Felsen und bald durch einen gestuften und mit Drahtseil ver- sicherten Felskamin, dann iiber den steilen Rasenhang (Ouellen) empor auf den Scheitel des Traunikruckens. Diesem folgt man meist auf der Hohe zur Traunikscharte (2173 m) zwisehen dem Kleinen Manhart und dem grii- ncn Traunikkopf. Man kann von da den Weg zur Man- hartspitze fortsetzen vgl. S. 116) oder iiber welligen, griinen Boden zur Manharthiitte hinabsteigen. f) Zur Manharthiitte iiber die Lahnscharte, 2072 m, miihsam, eigentlich nur fiir den Abstieg geeignet. (Bei Vereisung im obersten Tell der Rinne Eispickel not- wendig.) Bezeichnet. Entfernung wie e). 108 Rasor-Manhart-Gruppe. Beschreibung: Wie bei e) gegen die Seealpe zu, etwa Va St. vom oberen See nach rechts iiber den Bach in den west1ich vom Traunikkamm gelegenen, ge- roilreichen Lahngraben, worin man sich in lockerem Ge- rolle und Schutt steil zur Hohe der Lahnscharte empor- arbeitet, Dies ist die westlichste, nicht die tiefste von mehreren benachbarten Seharten. Beim Ausstieg trifft man den Steig von der Traunikscharte (s. bei e), dem man zur Manharthiitte hinab folgt. g) Manhart (2678 m) iiber die Nordwand. Sehr schwieriger, ausgesetzter Kletteranstieg aus dem im auBersten Winkel unter dem Manhart und dem Traunik¬ kamm einsrebetteten Traunik-Kar iiber grasdurchsetžtes, sehr griffarmes Gestem zu einer Schuttstufe in halber Wandhohe, dann rlmrh eine Rinne zum Gerollfeld unter dem Manhartgipfel (Dr. G. I.euchs n. A. Schulze. Hoch- tourist 1911 III. S. 453 und Oe. A.-Z. 1906, S. 274). h) Bukounik (Buchenkogel 2066 m) schwierier und muhsam. E n t f e r n u ii g : von WeiBenfels 7 Stunden. Beschreibung : Von Weil3enfels in das Seefal, sodann auf- warts in den Lahngraben Csiehe bei f) bis ein wenig vor seiner Zwei- teilung. Gegehiiber der Quelle wendet man sich rechfs und sleigt in die Lehne des Bukounik ein. Ueber breite 1 Sfellen in nordlicher Richtung gewinnt man rasch an Hohe. Im ersten Schuftgraben links durch einen rum glatlen Kamin etwa 5 m emoor. hierauf auf breiten Banderu im Bogen aufvvarts bis zu einem Absatz unter dem Gipfelkorper. Ueber eine Steilstufe kommt man in eine Schlucht. in der man unter einem groben Blocke durchkriechen muB. Gleich hinter diesem in einer Seliten- schlucht aufwarts. bis man links hin einen Vorgipfel erreicht und nach abermaliger Ueberschreitung einer Schlucht lelicht auf den Hauptgipfel. Sonstige Anstiege auf den Bukounik. wenn auch bedeutend schwieriger, sind vom Romertal sowohl durch die Schlucht zwischen Bukounik und dem Griinspitzengrat als auch iiber diesen selbst gegen die Lahnseite gemacht worden. 5 Ausgangspunkt Tarvis s. S. 15. a) Durchs Romertal und iiber die Tiirler Aiblschneide (1799 m) nach Raibl. Sehr lohuende Wanderung. Von Greuter Aibl ab ohne Farbmarkung. Entfernungen: Tarvis—Greuter Aibl 3 St., Torler Aiblschneide 1 St., Raibl 1‘A St.; zusammen 5V4 St. Beschreibung: Vom Bahnhofe Tarvis auf dem gemarkten Wege iiber die Eisenbahnbriicke der Schlitza- schlucht und durch die Ortschaft Greut in das Romertal. Man kommt hier an einer sparlichen Ouelle voriiber Zvveiter Weifienfelser See mit Manhart. Aufnahme von K. Konigsbauer, Villach. Tarvis, Uebergange. 109 (bald nach dieser fiihrt ein unbezeichneter Steig an einem freiliegenden, auffallenden Felsblock rechts vor- bei im Wald aufwarts und oben ein trockenes Bachbett iibersetzend, zum Greuter Aibl) auf ein groBes Gerollfeld im Talboden. Dieses wird bis zu einer bezeichneten Wegabzweigung nach rechts verfolgt. Nach dieser aui einem Schuttkegel steil aufwarts, dann iiber ein ausge- waschenes Bachbett und durch Buchenwald auf dessen linker Seite, bis rechter Hand ein gut angelegter Steig durch lichten Buchenbestand aufwarts zur Greuter Aibl- alpe (1510 m) am FuBe der Raibler Fiinfspitzen leitet (ausgezeichnete Ouelle, schmucke Almhtitte, prachtiger Ausblick auf die ganze Manhartgruppe). Fin schoner Steig fiihrt von hier langs der Westwand des Fiinf- spitz-Zuges durch Latschen, spater Waldbestand in den breiten Sattel (1724 m) zwischen Fiinfspitz und Gr. Schober,. Der Weg geht nun auf die obersten Hange des GroBen Schober (von hier aus leicht zu ersteigen) und fiihrt unmittelbar unter dem Grate (prachtvolle Aussicht) auf die breite Tčrler Aiblerschneide. Von dieser an- fanglich auf gutein, spater schlechterem Wege zum Torler Aibl mit guter Ouelle und sodann durch den Kreuzenbachgraben nach Raibl. b) Durchs Romertal und iiber die Gamstalscharte (1669 m) nach Raibl. Lohnender Uebergang, nicht ganz leicht zu finden. E n t f e r n u n g e n: Tarvis—WeiBenbachalpe F /2 St., Gamstalscharte 2'k St., Manharthuttemveg V 2 St., Raibl s /4 St; zusammen 5'U St. Beschreibung: Von Tarvis wie unter a) in das Romertal und iiber das ganze Gerollfeld des WeiBen- bachgrieses etvvas aufwarts zur verfallenen WeiBen- bachalpe. Bis hieher rote Markung, welche iiber das Moritsch-Aibl zur Manharthiitte (s. S. 110) fiihrt. Von der Alpe rechts ab auf schlecht sichtbaren Steigspuren gegen das Ouellgebiet des Torer Baches aufwarts. Be- vor man dieses erreicht, zweigt der Steig links in einen von den prali aufsteigenden Wanden des Gamsspitz und den beiden Bucherspitzen gebildeten Graben (Gamstal) ab. Nun verfolgt man den schlecht sichtbaren Pfad iiber einen von der Bucherspitze herabziehenden breiten Vorsprung steil aufwarts, bis in die Sohle der eigent- lichen Gamstalscharte, und gelangt durch diese zumeist 110 ftasor-Manhart-Gruppe. auf Schnee und iiber einen sehr steilen und briichigen Ausstieg auf die mit einem griinen Abhang begrenzte Gamstalscharte. (V 011 hier unschwierig auf den Gams- spitz, 1922 m, s. S. 112.) Von der Scharte iiber einen griinbewachsenen Hang ein kurzes Stiick gegen den WeiBenbachgraben abwarts und rechts von diesem ab- steigend zu dem von der Manharthiitte kommenden Alpenvereinswege, der bequem zur nahen Manhartalpe und dann zur PredilstraBe fiihrt. Mit dieser nach Raibl hinab. c) Durchs Romertal und iiber die Romertalscharte (Schutzhausscharte, 2030 in) zur Manharthiitte und nach Raibl. Altbekannfer Uebergang, durch eine versich.erte Steiganlage der A.-V.-Sektion Villach vvesentlich er- leichtert, rot bezeichnet. E n t f e r n u n g e n: Von Tarvis zur WeiBenbachaIpe P /2 St., Schneider-Quelle P /2 St., Moritsch-Aibl V 2 St., Scharte 1 St., Manharthiitte V 2 St.; zusanrmen 5 St. Bes.chreibung; Wie bereits auf S. 109 be- schrieben, verfolgt man das ungeheure Gerollfeld des WeiBenbaches bis zur verfallenen WeiBenbachalpe an dessen Ende. Von hier links stark ansteigend, durch Wald in den prachtigen „Boden“ mit Quelle, dann ge- radeaus bis zu den sogenannten „Wandeln“ und iiber diese mit Krummholz bewachsene, steile Talstufe auf- warts bei der kostlichen sogenannten Schneiderquelle voriiber, zum Moritsch-Aibl in einem grobartigen Eels- rund. Nun iiber ausgedehnte Gerollfelder gegen die Gr. Bucherspitze zu, dann am bewachsenen Rande der von der Scharte herabziehenden Schlucht in diese selbst hinein (Vorsicht bei Schnee oder Vereisung im Friih- sommer) und schlieBlich iiber eine vorgeschobene Rippe tausgemeiBelte Tritte und Drahtseile) auf die Scharte mit groBartiger Aussicht. Nun wendet man sich auf breitem grasbewachsenen Bande unter den Wiinden der Hochspitze (Visoka špica) hinaus bis zu einem tief aus- gerissenen Graben und von hier iiber den grasdurch- setzten steilen Hang in schrag linker Richtung abwarts zur Manharthiitte. Eine schwierige Abweichung vom geschilderten Wege ermoglicht die Ueberschreitung der GrUnspitzen 20/1, 2159 und 2144 m (nach Frl. Herma Poech-Wien, 29. August 1912). Man folgt dem bezeichneten Wege iiber das Moritsch-Aibl hinauf bis zu dem hochst- Tarvis, Aiblkopf, Fiinfspitz. 111 gelegenen Schneefleckchen ani FuBe der Wand (Unterbau der Griin). Nun nnks von einem Kamin um die Felsecke zu einem kleinen, feuchten Ka¬ min. I>urch diesen und den folgenden groben Wasserril3, dann liber schvvierige Platten und briichige Kisse auf einen steilen Grashang (Gams- angerln). Ueber diesen zum oberen Wandteil (Giplelvvand), der sich an inenreren Steilen iiberklettern lalit. Nach Erreicnung des Gipfelgrates kanu man von diesem unschwierig zur Manhartliiitte (s. bei dieser) hin- absteigen) etwa 7 St. vom Moritsch-Aibl. Aus der Gegend dieses Aibls sind aucn mehrere Uebergange in die WeiBenfelser Lann moglich. Frl. Poech emphehlt als unsctivvierig den Uebersteig der tiefsten Senkung zwischen uriin und Bukounik. Von der Manharthiitte gelangt man auf gutem Alpen- vereinssteige den Buchergraben querend (Versicherun- gen) iiber die dicht mit Krumrnholz bewachsenen Mange uer „Stiege" zur Manhart-Kashiitte und langs des wilden Manhartbaches hinaus auf die Predilstratie. Auf dieser nach Raibl hinab. (Pliotographieren strenge verboten!) d) Aiblkopf (Riesenleiche, 1742 m), Schone Aussicht auf die Manhart- und Wischberggruppe. Bezeichnet. Entfernungen: Tarvis—Greuter Aibl 3 St., Aiblkopf V 2 St.; zusammen 3'h St.- Beschreibung: Von Tarvis, wie unter S. 108 beschrieben, zum schon gelegenen Greuter Aibl und von bier auf gutem Almpfad eben fort in westlicher Richtung bis zu einem sehr breiten, bewachsenen Graben. Durch diesen etwas steil auf Viehsteigen aufwarts bis auf den breiten Riicken zvvischen den Raibler Fiinfspitzen und dem Aiblkopfe. Von hier ist dieser leicht und tniihelos iiber VVeidepliitze zu erreichen. Abstieg vom Gipfel allenfalls in nordlicher Richtung, anfanglich nach un- deutlichen Steigspuren, spater auf besseren Steigen steil iiber uen ttscheitalkopf (1309 m) und iiber den Ort Greut nach Tarvis. e) Fiinfspitz, Gipfel I (1907 m), Gipfel II (1905 m), Gipfel lil (1877 m), Gipfel IV (1884 m), Gipfel V (1844 mj. Schone Aussicht, insbesondere der Tiefblick auf Raibl. Beschreibung: Gipfel 1 und 11 sehr leichte Klet- terei. Von der Station Tarvis iiber Greut auf bezeich- netem Wege 3 St. (wie unter S. 108) zum Greuter Aibl (1510 m). Nun auf Waldweg nordlich ansteigend bis zu einem von der ersten Ftinfspitze links herkommenden bewachsenen kleinen Graben und neben oder in diesem durch Gebiisch, spater Krummholz, hinan zu einem schon vom Aibl deutlich sichtbaren, auffallend geformten Fels- gebilde (Kanzel). Links von diesem vorbei iiber eine 112 Rasor-Manhart Gruppe. Kletterstelle auf den Kamm und nun siidlich auf breitem, aber steilem Felsbande zur Spitze I (IV4 St. vom Aibl). Die Besteigung des Gipfels II IaBt sich durch die zwi- schen beiden liegende Schlucht miihelos in V 2 St. durchfiihren. D e r G i p f e I III ist nur von Raibl aus erreichbar (s. S. 114). G i p f e 1 IV schwierige Kletterei. Vom Greuter Aibl zur Ouelle am FuBe der Ftinfspitzen (s. S. 109) und durch die Schlucht links von der Spitze IV hinauf. Wenn in derselben kein Schnee liegt, so bildet ein Absatz mit einem iiberhangenden Fels die schwierigste Stelle. Bald nachher ist man auf der schmalen Schneide, von wo man rechts iiber eine 30 m hohe Wand auf kleinen Tritten und schmalen Banderu abermals eine Schneide er- reicht. Von hier ein kurzes Stiick hinab in den obersten Teil der Schlucht zwischen IV und V und durch diese ohne Muhe auf die Spitze IV. G i p f e 1 V, vvelcher nur ein Vorgipfel von IV ist, ist nicht be- merkenswert. f) Kleiner (1651 m) und GroBer (1845 m) Schober. Diese beiden unbedeutenden und beinahe bis hinauf mit Krummholz bewachsenen Gipfel sind von dem bereits Seite 109 beschriebenem Wege zur Torler Aibl- Schneide ohne Schvvidrigkeiten (D /4 Stunden vom Greuter Aibl) zu er- reichen. g) Werschetz (VeršiČ, 1919 m), sehr leichte und Iohnende Wan- derung. Nicht bezeichnet. Entf ernung : Tarvis-Torler Aiblschneide 4 Stunden, Gipfel V 2 Stunde, zusammen 4 '/2 Stunden. Beschreibung: Von Tarvis wie unter a) Seite 108/9 zur Torler Aiblschneide und von dieser bei einer Felshohle vorbei etvvas absteigend auf gutem Wege bis zu den aui der Nordseite des Grintouz herabziehenden groBen Schutthalden. Ueber diese miihsam aufvvarts bis zum Schartchen (Skerbinza) zwi- schen Grintouz und Werschetz und von diesein iiber schvvach geneigteu bewachsenen Felsen auf der Sudvvestseite zum Gipfel. Von der Spitze kann man durch das Schartchen und das gerollige Sindovvtal zum bezeichneten Manharthiittenweg und liber den Predil nach Raibl absteigen. (2 Stunden.) h) Gamsspitz (1922 m), miihsam und etvvas schvvierig (vgl. S. 110). Entfernungen: Tarvis-WeiBenbachalpe D /2 Stunden, Wer- schetz—Sattel 2 Stunden, Gamsspitz D /2 Stunden, zusammen 5 Stunden. Beschreibung: Von Tarvis wie Seite 109 zur NVeiBenoacher Alpe und langs des zerrissenen Bettes des Torer Baches bis zur Stelle, vvo der Steig links in das Gamstal (siehe Seite 109) abzvveigt. Von hier geht man rechts auf schlecht sichtbarem Steiglein durch Krunmiholz steil und miihsam aufvvarts in die Kerniza und dann besser iiber Rasen zum Werschetzsattel (1723 m). Von diesem iiber schmaie Felsbander nicht leicht auf die hoher gelegenen Grasboden und iiber diese auf den Giplelgrat. Vom Werschetzsattel ist ein Abstieg zur Man- hart-Kashiitte (siehe Seite ll4) und von hier 2 1 /4 Stunden) nach Raibl ganz gut ausfuhrbar. Die K a m m w a n d e r u n g vom W e r s c h e t z s a 11 e 1 iiber die Torler Aiblschneide zum Greuter Aibi (siehe Seite 109) Tarvis, Miitagskogel. 113 and nun entweder ostlich voni Aiblkopl hinunter ins Romertal (siehe Seite 109) oder nordlich liber die Spilze des Aiblkopfes (siehe Seite 111) vveiter liber den Kamin bis zum Escheltalkopf (siehe Seite 111) und dann in das Tal hinaus nach Tarvis; ist eine genuBreiche unschvvie- rige Wanderung. i) Kleine Bucherspitze (2020 m). Kiihner, nach zwei Seiten schroff abfallender Oipfel, anstrengende Kletterei. Entfernungen: Tarvis — Moritsch-Aibl 3 1 /a St., Spitze 3 St.; zusammen 6 1 /2 St. Beschreibung: Von Tarvis auf bezeichnetem Wege wie unter Seite 110 zum Moritsch-Aibl und von hier iiber Graben auf Gangstei- gen und das unter3te Ende der Bucher Scharte querend, zu einer deutlich sichtbaren Rinne, welche von der Bucherspitze herabzieht. Rechts davon miihsam iiber eine 200 m hohe mit Latschen bewachsene Wandstufe bis auf den Grat und von hier links hinaus bis zum Beginn des steilen und felsigen Nordgrates, der einen Vorgipfel bildet, vvelcher links abvvarts um- gangen wird. Nun muB man sich zvvischen der Gratwand und einem vor- gelagerten Felsen durchzvvangen und gelangt in eine vom Gipfel herab- ziehende steile Gerollrinne und durch diese aufvvarts auf ein ausgesetztes Felsband, das zum schmalen Gipfel fiihrt. Der Anstieg auf die kleine Bucherspitze von der Manharthiitte (siehe Seite 118) iiber die Romertalscharte und liber die Gr. Bucherspitze ist mit bedeutenden Hohenverlusten moglich. (Schwierige Kletterei.) k) Mittagskogel (2062 m). Leicht zugiinglicher, schoner Aussichtsberg. Entfernungen: Tarvis — „Boden“ im Romertal 2% St., Ratschacher Gries-Scharte St., Gipfel R/4 St.; zusammen (?U St. Beschreibung: Von Tarvis in das Romertal zum Talschlusse „im Boden“ (Ouelle), dann gegen das Moritsch-Aibl hinan iiber die Wandeln. Hier vom be- zeichneten Wcge (s. S. 110) auf einem Gangsteig nach links gegen eine Wand und dann nordlich bis zu einem Graben und durch diesen bis zur Scharte des Ratschacher Grieses. , (Auf diese kann man auch von WeilSenfe!s durch das Seetal gelangen.) Der weitere Weg fiihrt auf dem langgestreckten Kamm iiber mehrere Vorkopfe auf- und absteigend zum Gipfel. l) Breitkofelzug. Hochste Erhebung (1990 m), dann S c h 6 n k o p f (1868 m), Turni (1966 m), Ranftkofel (1891 m), Gesperr- t e r K o f e 1 (1884 m), S c h 6 n e c k (1843 m). Diese zum Teil sehr beschvverlichen und seiten besuchten Felsgipfel haben wenig touristische Bedeutung und sind mit Ausnahme des Schon- ecks ausgesprochene schwierige Kletterberge. Der Turm ist noch uner- stiegen. Das Schoneck ist von Tarvis aus miihsam in 4 Stunden zu erreichen. Vom Eingang in das Romertal links liber den Bach und auf einem schwer zu findenden Jagdsteig steil durch den dichtbewachsenen Hang empor zur Kammhohe. 9 114 Rasor-Manhart-Gruppe. Dieser entlang folgend bis zu einer Scharte, welche man auf der Romertalseite umgeht und weiter liber briichige Schroffen auf den Gipfel. (Nach G. Renker und H. Ullrich 1911.) Der Breitkofel ist vom Orte Aichhelten nachst Weiflenfels durch eine Gerollriese, welche zwischen dem zottigen Ranftkofel und dem Gesperrten Kofel hinanfiihrt, zu erklettern (siehe A. Gstirner, Zeitschrift des D. u. Oe. Alpenvereines 1901, Seite 345). 6. Ausgangspunkt Raibl s. S. 26. a) Zur Manharthiitte, 1919 m, des D. u. Oe. A.-V., Sektion Villach. Bezeichneter Alpenvereinsweg. Entfernungen: Raibl—PredilpaB 1 St., Man- harthiitte 2 St.; zusammen 3 St. Beschreibung; Von Raibl auf der PredilstraGe tiber die Predilhohe etwas abwarts bis zur Oeffnung des Manhartgrabens. Vor der StraBenbriicke bei einer Weg- tafel links ab, kommen wir nach den roten Marken nachst dem wiisten Bachbette zur beinahe verfallenen Manhartalpe (Kashiitte, 1295 m). Nun nach dem griinen Talboden, dann tiber dem trockenen Bachbett, bis uns der sehr bequem angelegte Steig iiber die steile Talstufe emporleitet. Langs des siidseitigen Hanges erreichen wir nach Ouerung des tief eingeschnittenen Bucher Orabens die Manharthiitte (siehe iiber diese als Schutz- hiitte und als Ausgangspunkt S. 115.) b) Fiinfspitz III (1877 m). Die Besteigung, nicht be- zeichnet und im oberen Teile pfadlos, setzt Kletter- ttichtigkeit voraus, vgl. bei Tarvis S. 111, als Ausgangs¬ punkt fiir die iibrigen Fiinfspitzgipfel. Entfernung: Von Raibl aus 4 St. Beschreibung: Von Raibl in den Gamsgraben und bis zur ersten von dem Fiinfspitzmassiv links her- kommenden groBen Schlucht. Durch diese aufwarts bis zum „ersten Larchkopf“ und an diesem bis zu einer von Osten kommenden Schlucht. An deren rechten Rande in einem Bogen bis zum Ende dieser Schlucht; hier zieht eine zweite Schlucht von rechts herauf. Nun auf einer schmalen Leiste iiber die Schneide zwischen beiden bis zum „zweiten Larchkopf", den man links quert. Ein VVandl trennt ihn vom dritten, dann durch Krummholz zum SiidfuB des Gipfeltunnes. Nun rechts durch eine Rinne (schwierige Kletterstelle) auf den Gipfel. c) Lahnspitzen. H 1 e b e z (Laibchen, 1867 m); Skutnik (1878 m); Grintouz (Grinding, 1944 m), Raibl, Manharthiitte. 115 unbezeichnet, zum Teile pfadlos. Durch eine nicht allzu schwierige Kammwanderung lassen sich alle drei Gipfel verbinden. En tf er nun g: Raibl—Predil 1 St., iiber alle zwei Gipfel auf den Grintouz 6 V 4 St.; zusammen 7 V 4 St. Beschreibung: Von Raibl iiber die Hohe der PredilstraBe bis zur Festung und knapp vor dieser nach Norden ab auf einem FuBsteige in das Herjudatal. Durch dieses auf der Ostseite steil aufwarts bis zur Herjuda- scharte. Hier wendet man sich rechts und uberschreitet zwei niedrige, mit Krummholz bewachsene Kopfe; vom zweiten steil hinunter und dann ebenso hinauf auf den GroBen Hlebez (4V2 St.), von diesem steigt man nach Nordost in die Einsenkung zwischen ihm und dem Skutnik ab; man gelangt hiedurch an dessen Ostseite, quert dann eine kleine Rinne zu Rasenflachen, die leicht auf den Gipfel fiihren (1 Št.). Vom Gipfel steigt man iiber Fels steil in das Sindow- tal ab, in diesem wieder aufwarts bis zum Schartchen Skerbinza und von hier ohne Schwierigkeiten iiber Fels und Rasen auf den Grintouz (V 4 St.). Vom Gipfel kann man ins Romertal absteigen (s. S. 112). d) GroBe Bucherspitze (2122 m). Am besten von der Manhart-Kasalpe; abvvechslungsreiche, leichte Kletter- fahrt. Unbezeichnet, pfadlos. Entfernungen: Raibl—Manhart-Kasalpe P /2 St., Spitze 3 St.; zusammen 4Va St. B esc h r e i b u n g: Von Raibl iiber den Predil bequem zur Manhart-Kasalpe (am bez. Wege zur Man- harthiitte s. S. 114). Von der Alpe nordostlich, pfad¬ los, etwas steil zur Bucher Scharte und von ihr auf einem Gaissteig iiber die erste steile Wandstufe und durch Krummholz und steile Weideflachen auf den Grat. Ueber diesen mit einigen plattigen Stellen auf den Gipfel (vgl. auch bei der Manharthiitte S. 118). 7. Ausgangspunkt Manharthiitte. Die Manharthiitte wurde 1874 von der Sektion Villach erbaut und nach mehrfachen Erweiterungen 1912 durch den Aufbau eines Stockwerkes bedeutend ver- grofiert, so daB sie dem zunehmenden Verkehr vollauf geniigt. Die Aussicht von der prachtig gelegenen Hiitte 9* 116 Rasor Manhart Gruppe. begrenzt bergwarts der machtige Kegel des Manhart, talaus die den Neveasattel saumende lange Kette des Kanin und der klihn emporstrebende Montasch mit un- geheuren Wandabstiirzen. Die Hiitte enthalt 6 Zimmer mit 18 Betten und auBerdem 5 Schlafstellen im gemeinsamen Schlafraum. Fiir ein Bett K 1.20, 8 Matratzenlager zu K 1.—; fiir Nichtmitglieder des D. u. Oe. A.-V. doppelt soviel. Eintrittsgebiihr ojine Uebernachtung 20 Heller. (Be- wirtschaftet von Enae Juni bis 15. September.! Z u g a n g ani nachsten von Raibl iiber den Predil in 3 St. (s. S. 114, vgl. auch nachstehend a—c). Berg- und Uebergange von der Manharthiitte. a) Ueber die Lahnscharte (Zungenscharte), 2072 m, nach VVeiBeniels, zum Abstieg geeignet, s. S. 107. b) Ueber die Traunikscharte (Manhartscharte, 2173 m) nach WeifJenfels, sowohl fiir den Aufstieg wie fiir den Abstieg vom Manhart sehr zu empfehien, s. S. 107. c) Ueber die Romertal-Scharte (Schutzhausscharte), 2030 m, nach Tarvis, fiir den Aufstieg von Tarvis auf cen Manhart sehr geeignet (s. S. 110). d) GroBer Manhart (2678 m). Die groBartige Aus- sicht ist jener vom Triglau vergleichbar. Im Vorder- grunde fesseln die kiihnen Forrnen der westlichen Juli- schen Alpen und tief eingeschnittene, ringsum an die Felswande des Manhart heranreichende Taler; vom Stiden her griiBt uns der Meerbusen von Monfalcone, als einzig schones Gegenstiick der felsstarrenden Dolomiten Tirols und der eisgepanzerten Hohen Tauern. Auch ab- gesehen von der Aussicht ist der Manhart ein hervor- ragender Gipfel mit stark auSgepragter Eigenart und GroBe. Der Hauptweg von Raibl iiber den Predil und iiber die Manharthiitte auf den Gipfel und der Abstieg auf dem Traunikwege zu dem prachtvollen VVeiBenfelser See (oder umgekehrt) ist dank der vortrefflichen Alpenver- einssteige eine groBartige Bergfahrt, die einem einiger- maBen geiibten und ausdauernden Bergsteiger keine Schwierigkeit, wohl aber den GenuB reichster Abwechs- lung bietet. Manharthutte, Manhart. 117 aa) Der Hauptvveg von der Manharthutte. Entfernung: Manharthutte—Gipfel 3 St. Beschreibung: Von der Hiitte fiihrt ein sanfter Anstieg iiber Almboden an den Rand des gegen das WeiBenfelser Tal gerichteten Absturzes, wo uns der Fernblick zur Tauernkette mit dem GroBglockner und der Tiefblick zu den Weifienfelser Seen iiberrascht. Links miindet der Steig tiber die Lahnscharte, dann jener iiber die Traunikscharte (beide von WeiBenfels kom- mend, s. S. 107) ein dann fiihrt uns der Aufstieg an den jahen Felsabstiirzen des Kleinen Manhart (vgl. S. 118) vorbei, uber eine versicherte Stelle auf das groBe, im Sommer meist mit Schnee angefiillte Gerollfeld, wo der cigentliche Felsanstieg becrmnt. Ueber zwei Plattengtirtel, welche durch die vortreffliche Steiganlage bei einiger Trittsicherheit gefahrlos uberwunden werden, dann eine links zur Tiefe abgehende Steilschlucht querend (die sogenannte „Stelle“, bei Neuschnee Vorsicht heischend), komnien wir an die Ostseite des Manhartgipfels. Ein breites, sanft ansteigendes Gerollfeld leitet hier zum Gipfelkamm und ohne weitere Schwierigkeiten fiihrt uns der Steig iiber Orasflecken und Schutt auf die ge- raumige Gipfelkuppe empor. bb) Der Siidanstleg von der Manharthutte ist stellen- weise sehr schwierig, jedoch anregend. Entfernung: Von der Manharthutte 6 St. Beschreibung: Von der Manharthutte rechts auf die Lammerwiese und nach dem bezeichneten Schaf- steig unter der Roten Wand iiber den Sattel (Sedlo) im SW-Kamm des Manhart an dessen Siidseite hinab. Nach ungefahr 20 Minuten vorn Sattel verlaBt man den zur slow. Koritnizahutte hinabftihrenden Weg nach links. Die sonst unwegsame Wand durchsetzt ein abschiissiges Gerollband, welchem man weit hinaus auf die SO-Seite der Wande folgt. Vorn Ende des Bandes unter einem Ueberhang auf schmalcr Leiste in die senkrechte Wand hinaus und den sniirlichen Steigspuren folgend (holzerne, unverlaBliche Leiter!) iiber grasigen Fels steil aufwarts auf dem bosen Steig (huda steza) zu einer Schafweide. Der weitere Aufstieg erfolgt iiber steilen Rasen und morsches Gestein zu einem S.chartchen (von hier sieht man wieder die Manharthiitte) westlich von der Spitze. •Tenseits der Scharte leitet ein nasser, griffarmer Kamin 118 Rasor-Manhart-Gruppe. (30 m.) rasch in besseren Fels. Bis zum Gipfel leichte Schroffenkletterei in der Richtung des Kamins. cc) Ueber die groBartige, auBerordentlich schwie- rige Gratwanderung vom GroBen Manhart bis zum Jalouz, dann liber die sehr schwierige Durchkletterung der Nordwand des Manhart (vgl. die Literaturangaben Seite 105 u. 108). e) Kleiner Manhart (2259 m), nur fiir gute Kletterer anziehend. Entfernung : Von der Manharthiitte 2 Stunden. Beschreibung : Die Ersteigung beginnt etwa 30 m unter der Traunikscharte (siehe Seite 107) und vollzieht sich in der Richtung des Westgrates auf schmalen Leisten und kleinen Kaminen ausgesetzt bis zum luftigen Gipfel. Der Abstieg iiber den Ostgrat ist bei Ueberwindung einer steilen Wandstufe bedeutend kiirzer, der iiber die Stidvvand ist sehr ausgesetzt. f) Hochspitze (Visoka špica, 2030 m), nicht besondefrs schwierig. Entfernung: Von der Romertal-Scharte 1 Stunde. Beschreibung : Vom A.-V.-\Veg iiber die Romertal-Scharte (siehe Seite 110) noch etvva 200 m den Hang entlang, dann links durch eine Gerollrinne und iiber Absatze links von einem Felsloch aufwarts bis zu einer Scharte. Von dieser iiber Geroll und Blocke auf den Gipfel. Den Abstieg kann man von der ervvahnten Scharte iiber einen plattigen Absatz auf den Griinspitzengrat und von hier durch eine steile! Rinne zur Man¬ harthiitte in 21/4 Stunden ausfiihren, vgl. g). g) Griinspitzen (2071, 2159 und 2144 m). 2 V 2 Stunden von der Man¬ harthiitte. Der zvvischen der Hochspitze und dem Bukounik (Buchenkogel) hinziehende, von den Griinspitzen gekronte Gratriicken (nach seinen Rasen ..die Griin“ genannt), ist vom Wege zwischen der Hiitte und der Lahn- scharte auf verschiedenen Anstiegen zu erreichen. Ueber den Kletter- anstieg vom Romertal auf die Griin. vgl. S. 110. h) Auch die GroBe Bucherspitze (2122 m) laBt sich von der Man¬ harthiitte aus ersteigen. Von der Roinertalscharte (s. S. 110) weg iiber Gerolle und Rasennange links querend bis unter den Gipfel und in leichter Kleitterei auf diese (nach Dr. G. Renker, vgl 1 . auch S. 113). 8. Ausgaiigspunkt Ober- und Mittelbret, s. S. 27. a) Ins Koritnizatal und liber den Weliki Kotsattel (Joch im Winkel, 2105 m) ins Pianizatal. Beschwerlich, Uebung und Ausdauer crfordernd, insbesondere bei un- giinstigen Schneeverhaltnissen. Teilweise vom Slow. A.-V. bezeichnet und versichert. Entfernung: Mittelbret—Koritniza-Kashiitte iVs St., WeIikikot-Sattel (Joch im Winkel) 3 St., Pianizatal P /2 St.; zusammen 6 St. Beschreibung: Von Mittelbret im Tale der \vildschonen Koritniza, angesichts der kiihnaufragenden Felsenmauern vom Manhart bis zum Jalouz und Osebnik maBig aufvvarts bis zur Kashutte, 1069 m. Hier Ab- Bret, Koritniza. 119 zweigung links (nordvvestlich) zu der dem Manhart zu am Berghang gelegenen Koritnizahiitte (Koritniška koča, 1350 m) der tschechischen Sektion des Slow. A,-V., etwas talein rechts die Abzweigung des bezeichneten Ueber- ganges iiber das Schartchen Sa Gradom auf den Jalouz oder in die Trenta. Unser Weg fiihrt dagegen, dem Ouellbach folgend, in den mit Schnee und Schutt erfiillten Graben „Na Konzi“ (= Im Ende), wo links der Seitensteig von der slow. Koritnizahiitte eintrifft. Dann, wie umgekehrt (S. 102) geschildert, iiber den Weliki Kotsattel (Joch im Winkel) zu den Halterhiitten im Talschlusse Planiza. Von hier nach Ratschach—WeiBenfels hinaus,2 St. b) Manhart (2678 m). Besser vom Predil bezw. von der Manharthiitte aus (vgl. S. 114 und 116), da der Zu- gang durch die Koritniza entiegen, langwierig und un- wegsam ist. Entfernung: Von Mittelbret 7 St. Beschreibung: Auf dem unter a) erwahnten, vom Slow. A.-V. gernarkten Wege von Bret durch das Koritnizatal zur tschechischen Koritnizahiitte unter dem Manhart. Von hier leitet ein Steig auf den Rasenhang unter dem Manhart empor und gabelt sich hoher oben. Links kommt man (bezeichnet) iiber einen Sattel im SW-Kamm (1950 m) zur Lammerwiese und kann entweder die deutsche Manharthiitte oder den gewohnlichen Gipfelweg treffen (vgl. S. 116). rechts fiihrt der schwierige Anstieg anfanglich nach diirftigen Schaf- steigspuren, dann pfadlos (wie S. 117 angedeutet) un- mittelbar auf die Spitze. c) Ins Koritnizatal und iiber die Scharte Sa Gradom in die Trenta, 9 St. (Vgl. in umgekehrter Richtung S. 122). d) Jalouz (2643 m). Schwierig und anstrengend, Uebung und Vorsicht heischend. Besser von der VoG- hiitte oder vom Planizatal aus (vgl. S. 100 u. 103), allen- falls mit dem Abstiege in die Koritniza. aa) Ueber die Scharte Sa Gradom. Bester Anstieg von dieser Seite. Versicherter und bezeichneter Steig des Slow. A.-V., von Mittelbret in 7 St. Vgl. die Beschreibung in umgekehrter Richtung (S. 123). bbj Ueber den W e 1 i k i Kotsattel (das Joch im W in k el). Hieher wie unter a), S. 118, be- 120 Risor Manhart-Gruppe. schrieben, danti wie von der Planiza aus (vgl. S. 104) schwierig und pfadlos (unbezeichnet) auf die Spitze. cc) Aus dem KoritnizatalschluB unmit- tel bar auf die Spitze. Ueber diese schwierige Felskletterei s. Hochtourist, III., 1911, S. 457 und Mit- teilungen des D. u. Oe. A.-V. 1875, S. 34. e) Der ScheiderUcken zvvischen Koritniza- und Bauschiza-Tal entfaltet gegen Bret zu die breite 1 Breter Wand; der ganze gipfelreiche Felskamm enthalt bei einer hochsten Erhebung von 2348 m im Uritnik (Vritnik) doch keine Senkung unter 2000 m und nur an der Wurzel der geschiede- nen Taler besfeht ein halbwegs gangbarer Uebergang, zu welchem man aus der Koritniza den unter c). Seite 119. ervvahnten. zur Scharte Sa Gradom fiihrenden Steig beniitzt. Ani Sattel zvvischen dem Pleschouz (Plešovec) u. KI. Osebnik geht man von diesem Steig ab. um in den TalschluB der Bauschiza abzusteigen (vgl. S. 121). Die Entlegenheit von der Bahn ist vvohl in erster Linie daran schuld, daB sich dieser Felszug noch in voller Urspriinglichkeit ohne touristische Steiganlagen und ohne Farbzeichen erhalten hat. Der Kamm laBt sich mit Hilfe durftiger Wald- und Hirtensteige an mehreren Stellen von Mittel- und Unter-Bret, von Logje und von der Kashiitte der Bauschiza miihsam erreichen. Auch der ganze Grat von der Kernizaspitze bis zum vorervvahnten Sattel beim Pleschouz vvurde bereits tiberklettert (Dr. Tuma Gorz). 9. Ausgaugspunkt Flitscli s. S. 25. a) Swinjak (Sauriissel, Svinjak, 1637 m), auBerster Ausltiufer der Trentaer Berge gegen die Flitscher Ebene zu mit schoner Aussicht. Vom Slow. A.-V. bezeichneter Steig iiber das Dorf Kal in 4 St. b) Flitscher Grintouz (2344 m) durch das Bau- schizatal (besser von Sotscha oder aus der Hinteren Trenta, vgl. S. 124). Unbequem, ziemlich schwierig, nicht bezeichnet. E n t f e r n u n g : St. von Flitsch. Beschreibung: Von Flitsch auf der StraGe neben dem Koritnizabach aufwarts bis zum Eingange in das Bauschizatal. Durch dieses still-einsame Hochtal aufwarts bis zu den Gehoften von Logje und hier rechts ab in den kurzen Talast, der steil zur dtirftigen Alpe Bukowaz (Bukovac, auch Lukavac, 1350 m) hmauffiihrt, hier ostlich auf die Scharte (nachst 2030 m) nordlich vom Flitscher Grintouz und weiter wie aus der Hinteren Trenta (vgl. S. 125) auf die Spitze. c) Durchs Bauschizatal iu die Trenta. Wie unter b) ins Bauschizatal und zur Alpe Bukowaz, von welclier rnan liber die oberwtihnte Scharte nordlich vom Grin- Flitsch, Trenta. 121 touz oder nordlicher iiber deri Kamm des Jelenek schwie- rig in die Hintere Trenta, sudlich iiber den Scheide- riicken miihsam zur Alpe ober Sotscha (1410 m) gelangen kanu. (OhneFiihrer nicht zu empfelilen.) Wenn man von Logje aufwarts den stark ansteigenden Hauptgraben der Bauschiza verfolgt, kommt man an der Kashiitte und einer Ouelle voruber, miihsam auf den Sattel zwischen Pleschouz und Kleinen Osebnik und kann von hier entweder in die Koritniza absteigen oder iiber die Scharte Sa Gradom die Hintere Trenta (auch den Jalouz- gipfel erreichen (vgl. S. 119 und 122). 10. Ausgangspunkt Trenta (Baumbachhiitte) s. S. 28. a) Ueber den LuknapaR (1758 m) nach Mojstrana. Von d.er Baumbachhiitte in den TalschluB der Sadniza, iiber die Sajauer Alpe oder auf dem vom Kugyweg ab- zweigenden ostlichen Steig auf den LuknapaB und durchs Uratatal hinaus nach Mojstrana, 7 St.; vgl. in umge- kelirter Richtung S. 45. b) Ueber das Kreuz-(Krisch-)Kar nach Mojstrana. Vom Sadnizatal nach den Belipotok (WeiBenbach) auf das Kreuzkar. Nun entweder vor dem zweiten See nach rechts iiber die Sowatnascharte um die Sudseite des Steiner ins Uratatal oder an allen drei Seen voriiber iiber das Kreuz dKrisch, westlich von der Spitze, 2410 m) auf das Kreuz-(Krisch-).loch (2301 m) und rechts hinab ins Uratatal. Im Tale nach Mojstrana 9 V 2 St. (vgl. in umgekehrter Richtung S. 76 u. 77). c) Ueber die Kreuz-(Krisch-)Wand nach Kronan. Vom Sadnizatal nach dem Belipotok iiber das Kreuzkar zum Kreuzjoch (wie bei b), hier links iiber die Kreuz- wand (versicherter Klettersteig) hinab in die Kerniza und durch diese in das Pischenzatal nach Kronau, 9 St. (vgl. in umgekehrter Richtung S. 86). d) Ueber die Koritoscharte (1955 m) nach Kronau. Vi Sf. nordl. von der Kirche St. Maria di Trenta nach dem Mlinerzagraben zur Koritoscharte zwischen Prisang und Rasor; von hier auBerst schvvieriger, nicht bezeichneter Kletterabstieg in die Kerniza hinaus, 8 St. Vgl. in um¬ gekehrter Richtung (S. 85). e) Ueber den Werschetzsattel (1611 m) mit der Voll- hiitte (1523 m) nacli Kronau. Hauptiibergang. Im Trenta- 122 Rasor-Manhart-Gruppe. tal aufwarts bis zu den Gehoften von Obertrenta (be- zeichneter Abstecher zum sehenswerten Isonzoursprung in einer Felshohle). Reitweg, spater Fahrweg auf den Werschetzsattel (slow. Schutzhiitte, Landesgrenze) und iiber diesen an der deutschen VoBhiitte (bei den Pi- schenzaqnellen) vorbei ins groBe Pischenzatal und nach Kronau, 4Va St. Von der VoBhiitte allenfalls (bedeutend langer) durchs Kleine Pischenza- oder Planizatal nach Kronau (vgl. in umgekehrer Richtung S. 83, 84). f) Ueber das Schartchen „Sa Gradom" (= Hinterm SchloB) nordlich von Pelz nach Mittelbret oder FHtsch. Grofitenteils Steiganlage des Slow. A.-V., nicht ganz leicht und anstrengend. Nach Mittelbret (dagegen nicht nach Flitsch) bezeichnet. Fiihrer ratsam. Entfernungen: Baumbachhiitte—Hintere Trenta PA St., Trenta-Alm 1 St., Wegteilung unter dem Osebnik 2V2 St., Schartchen Sa Gradom Va St., Korit- nizatalschluB 2V2 St., Mittelbret 1 St.; zusammen 9 St. Beschreibung: Im Trentatale aufwarts zu den Gehoften der hinteren Trenta und dann steil aufwarts (Ouelle) zur Trentaalm. Weiter (Steig) durch Wald und tiber steile Rasenhange gegen den Osebnik-Kamm em- nor ins Schuttkar unter diesem; hier Wegteilung (nahe- bei schwache Ouelle); rechts zum Jalouz, links (westlich) iiber felsiges Gelande, dann iiber Schutt- und Schnee- felder zum engen Schartchen „Sa Gradom", unmittel- bar nordwestIich unter der Pelzspitze. Vom Schartchen durch eine steile Rinne hinab, dann auf ausgesetzten, jedoch versicherten Bandern zu einem griinen Hang, der sich in den Sattel (2038 m) zwischen Osebnik und Ple- schouz hinabsenkt, Vom Sattel nordl. unter den Wanden nach rechts, dann in steiler Rinne hinab auf besseres Gelande. SchlieBlich kommt man durch Wald iiber eine Steilstufe (Versicherungen) auf ein Schneefeld im ober- sten diisteren Winkel der Koritniza „im Loch“ genannt und trifft bei der Kashiitte den Talweg, der nach Mittel¬ bret hinausfiihrt. Vom Sattel beim Pleschouz kann man siidlich (nicht bezeichnet) durchs Bauschizatal nach Flitsch gelangen (s. S. 121). g) Pichauz (Pihavc, 2414 m). Von der Sajauer Alpe oder vom Luknapafi, vgl. Seite 77. Trenta, Prisang, Jalouz. 123 h) Kreuz (Kronauer Kreuz, Krisch, Križ, 2410 m) und Steiner (2501 m) vom Kreuzkar aus (s. u. b) nnd Seite 77). i) Rogiza (2582 m) und Scharlachwand (Suchiplas, 2738 ra) wie unter c) auf die Hohe des Kreuz-(Krisch-) Joches (2301 m), von hier wie von Kronan (vgl. S. 92) auf die Rogiza oder auf die Scharlachwand. Die Trenta ist fur diese beiden Oipfel ein sehr entlegener und un- giinstiger Ausgangspunkt. k) Rasor (2601 m), e n t w e d e r wie bei b) zutn Riegel ober dem untersten Kreuz-(Krisch-)See und wie S. 78 beschrieben, auf den Rasor oder wie bei d) bemerkt, zur Mlinerzaquelle in der Mulde unter der Koritoscharte und wie von der VoBhiitte (vgl. S. 99) auf den Rasor. l) Prisang (2547 m), ‘A St. nordlich von der Kirche St. Maria di Trenta nach rechts tiber den. Isonzobach und gleich ansteigend hoch ober dem Mlinerzagraben (welcher recbts bleibt) durch steilen Wald zur Kronauer Ochsenalpe (Ouelle). Weiter umvekehrt wie S. 97 den KonsuI-Vetterweg kreuzend zur Prisangspitze. Man kann von der Kreu- zung aus auch den Siidwestkamm des Prisang erreichen und mit diesem am Fenster voriiber die Spitze ersteigen (vgl. S. 96). m) Mojstroka (2332 m), von der Hohe des Wer- schetzsattels aus (wie S. 100). n) Jalouz (2643 m). Muhsam, Uebung und Vorsicht erfordernd, dagegen nicht sehr schwierig, Weganlage und Bezeichnung des SIow. Alpenvereines. Fiihrer rat- sam. Vgl. auch die Vorbemerkungen (S. 100). Entfernungen: Baumbachhiitte, hintere Trenta PA St., Trentaalm 1 St., Wegteilung unter dem Osebnik 2 V 2 St., Jalouz 2 St.; zusammen 7 St. Beschreibung; Wie unter f) ins Schuttkar unter den Osebnik, rechts iiber Schneefelder, dann durch die Felsen ziemlich ausgesetzt gejgen die Hohe des Gro- Ben Osebnik zu, unter welcher man schlieBlich (Ver- sicherungen) etwas absteigend in den Einschnitt zwi- schen Osebnik und Jalouz unter der Breter Scharte (Ložka Skerbina) hinuberquert (tiefer, unter dem Schneefeld befindet sich eine Ouelle). 124 Rasor-Manhart-Gruppe. Hier kommt von Ost der Planizaweg heriiber. Mit diesem (vgl. S. 101) reciits vom Einschnitt iiber die Wand empor auf den Orat und nach diesem zur Spitze. Ueber Abstiege vgl. S. 101. o) Pelz (Pelc, Belec 2347 m). In der Richtung des vom Hauptkamm der Julischen Alpen nach Nord ab- zweigenden Ponzazuges (siehe S. 105) geht vom .lalouz auch nach Siid ein langer Seitenriicken ab, der sich im Flitscher Orintouz hakenartig zuriickbiegt. In diesem Felsriicken folgt auf den Jalouz und den GroRen und Kleinen Osebnik (2483 und 2324 m) der lange mehrgipfelige Kamm des Pelz (2437, 2361, 2337 m), dessen Hohenpunkt nachst seinem steilen Nordabfall Iiegt. Schwierige Kletterei. Entfernung: Baumbachhutte — FuB der Nord- wand 5 V 2 St. Soitze 2 St.; zusammen Vk St. Beschreibung : Von der Trenta wie beim Ja- louzanstieg (f.) zum Kar zwischen Osebnik und Pelz. Von hier gegen die Scharte Sa Gradom und iiber den schar- fen briichigen Nordgrat auf die Spitze (vgl. Kugy Zeit- schrift des Alpenvereines 1883). p) Flitscher Grintouz (Grinding, 2344 m). aa) Ueber S o t s c h a. Leichterer, jedoch Uebung voraussetzender Aufstieg. Bezeichnung des Slow. A.-V. Von der Kirche in Sotscha beguern zur Alpe Lo- moule (856 m), nun aufwarts, dann quer nach links zur Alpe ober Sotscha (1410 m). Von hier, durchwegs sehr steil, iiber Rasen, welcher nach oben zu allmahlich schwindet, zu der riesigen, beiderseits von Gratwanden der Griritouzspitze begrenzten Gerollschlucht. In dieser mtihsam aufwarts zu einer steil zum Gipfel emporstre- benden Rinne. Durch diese, dann wieder iiber steiles (ierolle auf den Kamm und diesen entlang auf die Spitze (5 St. von Sotscha). bb) Durch die hintere Trenta. (Nicht be- zeichnet.) Entfernungen : Baumbachhiitte-Sapotok-Alpe 3 St., Sattel nordlich vom Gipfel 2 St., Gipfel 1 St.; zusammen 6 St. Beschreibung: Durchs Trentatal aufwiirts in die hintere Trenta und in deren Winkel, der auf den Grintouz zu verliiuft, zur Stufe der Sapotok-Alpe (1385 Trenta, Pelz, Grintouz. 125 m, Ouelle). Weiter immer nach dem VVinkel zu iiber Almboden, Geroli und Platten, stellenweise iiber Schnee zur Šebarte (2000 ni) nordlich vom Gipfel. (Von hier kanu man westlich zur Alpe Bukowaz und durchs Bau- schizatal nach Flitsch absteigen.) Vom Sattel nach links iiber Bander und durch eine sehr steile Rinne in der Bohe der Westwand, dann iiber briichiges Gestein miihsam zum Gipfel. q) Wevveriza (Eichhorn, Veverica, 2099 m). Erhebung in dem vom Flitscher Grintouz nordostiich zum Srebern- jak (Silberberg) verlaufenden Kamni. Kletterei ohne Pfad. Von der Sapotokalpe (siehe bei p) iiber den Nordwest- grat. Abstieg allenfalls nach Sotscha. Vergleiche Mittei- lungen des D. Oe. Aipenvereines 1910, Seite 276. Auch der Orat vom Pelz bis zum Srebernjak wurde groBten- teils bereits begangen. C. Die Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. I. Einteitung. Die drei Teiie, nach welchen wir diese Grunpe be- nennen, sind so deutlich begrenzt und in ihrer Eigenart so verschieden, daB es sicli empfiehlt, sie einzeln zu besprechen. Die VVischberggruppe ist folgendermaBen begrenzt: Von Tarvis durch das Tal der Schlitza und des See- baches aufwarts bis zur Einmiidung des Fischbaches; diesem folgend bis zu seinem Ursprunge, sodann iiber die Barenlahnscharte in die Špranje und hinunter in das Seiseratal nach VVolfsbach, weiter nach Saifnitz und zu- riick nach Tarvis. Wenn auch der Wischberg der hochste in dieser Giuppe ist, so ist er docli derart versteekt, daB der Name erst sehr spat auftauchte. Man gebrauchte friiher die Bezeichnung „Kerniza- und Seiserakette" oder Kalt- wassergebirge. Der Wischbergstock unterscheidet sich vvesentlich von den anderen Gruppen; er besteht nicht aus gleicli- laufenden oder rechtwinkelig sich schncidenden Gebirgs- Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. 126 ziigen, sondern aus einem Zentralstocke, welcher in emem Halbrund von Bergen sich nach Siiden und Siid- osten offnet, und einzelne Ketten auslaufen laI3t. Nach Norden erstrecken sich der Nabois-Luschari- und Ko- nigsbergzug; der kurze VVeiBenbachzug geht nach Osten. Das mittelliegende Malbrund wird von der anschliefien- den langen Montaschgruppe durch die Barenlahnscharte geschieden. Audi hier finden wir das Kennzeichen der Julischen Alpen: Die tief eingeschnittenen Taler, welche ihren Ursprung in gerollerfiillten Hochkaren haben. Die niedrig gelegenen Taler machen unmittelbare Anstiege von 1700 bis 1900 m Holie zu keiner seltenen Erschei- nung und die Wande entvvickeln sich zu bedeutenden Hohen von mehreren ,100 m. Die e r s t e n nachweisbaren E r s t e i g u n g e n, wenn man von den Besteigungen durch Einheimische absieht, erfolgten im Jahre 1830 durch Offiziere anlaBlich der ersten Hohenvermessung. Den jetzt gewohnlichen Weg auf den Wischberg be- ging zuerst im Jahre 1871 Gustav Jager aus Wien. Auswahl der Wege : Der beste Zugang zu die- ser Gruppe ist von Raibl auf dem Alpenvereinsweg zur Findenegghiitte. AuBer diesem verlaBIichen und fiir jeden Bergsteiger gut gangbaren versicherten Felsweg mit sei- ner Fortsetzung auf die Wischbergspitze hat nur noch der grofje Nabois in seinem oberen Teil eine formliche Steiganlage. Alle iibrigen Berge setzen von dem Besteiger eine mehr oder minder groBe Klettertiichtigkeit und Ausdauer voraus. Die Montaschgruppe laBt sich nachstehend genau umgrenzen. Vom Dorfe Uggowitz im Kanaltale fiihrt die Grenze nach Wolfsbach, durch die Seisera zur Barenlahnscharte danil durch den Barenlahngraben zur Nevea, durch das Raccolanatal nach Chiusaforte und die Fella aufwiirts liber Pontebba-Pontafel wieder zuriick nach Uggowitz. Durch das Dognatal, das am Somdognasattel ent- springt, wird die so umschriebene Gruppe in zwei neben- einander verlaufende Ketten geteilt, die nordliche nie- drigere ist der Mittagskofelzug, die siidlichere, liohere, die Montaschkette. IV ziim Fiihrer der Julischen Alpen (Wischberg, Montasch, Canin) Einteilung, ErschlieBung. 127 Der Mittagskofelzug umfaBt die Berge vom Mittags- kofel in der Seisera angefangen bis zum Lipnik gegen Pontafel. Die Montaschkette beginnt mit dem breiten Riicken des Cregnedul im Seebachtale, und fiihrt iiber den zerrissenen Grat der Balitzen-Spitzen hinweg zu dem eigentlichen Montaschstock. Die ganze Montasch- gruppe ist von der Seisera eine kiihn aufragende Fels- kette mit ungeheuren Wandbildungen, wie solche in den Alpen selten vorkommen. Ueberragt doch der Gipfel des Montasch (2752 m) die Talsohle der Seisera (1028 tri) um 1724 m bei einer Grundentfernung von nur 2Vs Kilometer. Einen auffallenden \Unterschied zur kulturlosen Nordseite bietet die mit prachtigen Almen gegen die Nevea in das Raccolonatal abfallende Stidseite der Montaschkette. Erst in den siebziger J a h r e n begann die tou- r i s t i s c h e E r f o r s c h u n g dieses Gebietes. Als Erstersteiger des Montasch sind Findenegg und Gstir- ner aus Villach, dann der Erstbezwinger der Nordwand des Montasch Dr. Kugy aus Triest und Giacomo di Brazza aus Udine zu nennen, welche als eigentliche Fioniere f tir die ErschlieBung dieses anziehenden Ge¬ bietes unermiidlich tiitig waren. Obwohl von der Sektion Villach des D.-Oe. Alpen- vereines durch die ungeheuren Nordabstiirze des Mon¬ tasch von der Seiserahtitte aus ein kulmer Klettersteig geschaffen worden ist, so ist der bessere Aufstieg noch immer von der Nevea im Raccolanatal. Auch die Kaniugruppe ist deutlich von allen Seiten begrenzt. Vom Orte Raibl geht man durch das Seetal auf den Ncveasattel und durch das Raccolanatal zur Fella, ver- folgt diese aufwarts bis Resiutta, dann die Resia auf- warts bis Prato und vvandert dann iiber Gniva durch das Tal des Rio Bormann zur Sella Carnizza, sodann wendet man sich durch das Uceatal zum Isonzo, folgt diesem aufwarts bis in die Koritniza und iiber den Pre-. dil nach Raibl. Der wichtigste Teil der ganzen Gruppe ist die Hoch- flache vom Rombon bis zum Kanin, welche nach Stid- osten offen und geneigt ist, wahrend sie auf den anderen 128 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. Seiten von Randgebirgen umgeben wird, die nach AuBen- hin sehr steil abfallen. Der Name Kanin diirfte vom slo- \vcnischen VVorte „Kamenina“ = eine Steinmasse abzu- leiten sein. Die Kaningruppe ist auch die einzige in den Raibler Bergen, welche einen Gletscher besitzt, und zwar auf der Nordseite des Kanin in einer Breite von 2 bis 2Va km. Der ganze Gletscher ist im bestiindigen Abnehmen begriffen. Die Kaningruppe ist eine riesig ausgedehnte Hochflache mit allen Erscheinungen des Hochkarstes, eindrucksvoller und gewaltiger, aber auch diisterer noch als etwa das Steinerne Meer und ahnliche Bildungen. „Sie zeigt in Wahrheit ein Biid des Todes und des Schreckens wie es die kiihnste Phantasie nicht arger zu ersinnen imstande ware, es grunt da kein Grashalm, keine Ouelle rieselt, kein Lebenslaut ertont, die Natur- hat“, wie G. Jager sagt, „gleichsam ein riesiges Leichen- tuch liber das Ganze gebreitet." Gleicli dem Wischberg sind Montasch und auch Kanin infolge ihrer gtinstigen Lage vorziigliche Aus- sichtsberge; der Kanin ist am meisten nach Siiden vor- geschoben und talit dem VVanderer der vom Nordufer der Adria oder von der italienischen Tiefebene nach Norden zieht, zuerst und am meisten mit seiner hochem- porstarrenden bleichen Felsmasse auf. Und noch etwas Eigenartiges haben diese beiden Gebirgsgruppen gemeinsam, dem sich nanientlich der deutsche VVanderer aus dem Norden nicht entziehen kann: den Hauch des sonnigen Siidens, und den Reiz itaiienischer Naturschonheiten. Der erste Alpinist, welchcr in diesem Gebiete im Jahre 1841 erschien, war der Botaniker Dr. Otto Sendtner aus Miinchen. Er bestieg eine ganze Reihe von Gipfeln in der Ka¬ ningruppe und trat in Verbindung mit Valentin Stanig, der auch schon 1844 den Prestreljenik bestiegen hat. Den besten Ausgangsort f ur diese Gruppe bil- det auch hier die Nevea, mit dem Alpenhause des Friaulischen A.-V. Auch Flitsch darf nicht unerwahnt bleiben, obwohl diese Seite infolge der niedrigen Tal- Lage und mangels einer VVirtschaft auf der Kaninhtitte der Sektion Ktistenland fiir Besteigungen weniger ein- ladend ist. Tarvis, Uebergange. 129 II. Uber= und Berggange. 1. Ausgangspunkt Tarvis (siehe S. 15 u. 25). a) Durch das Kaltwassertal iiber den Praschnik- sattel (1486 m) oder die Kernizascharte (1757 m) in die Seisera und nach Wolfsbach. Entfernung : Tarvis-Kaltwasser 1 St. Entvveder Praschniksattel oder Kernizascharte 2'k St., VVolfsbach P /4 St.; zusammen 5Vi St.; iiber den Praschniksattel rot bezefchnet, iiber die Kernizascharte nicht bezeichnet. Beschreibung: Von Tarvis auf der StraBe an dem kleinen und armlichen Ort Flitschl vorbei nachKalt- wasser. Von hier an der Briicke rechts abbiegend in das einsame, enge und wilde Kaltwassertal, welches nur wenige Kohler- und Almhiitten aufweist bis gegen den prachtvollen von den Riesenmauern des Wischbergzuges gekronten TalschluB beim sogenannten Kaltwassergries; hier trifft man die vom Raibler Schartl, siehe S. 133 kommende Miirkung. Wir tiberschreiten an geeigneter Stelle den Bach und gelangen so an das rechtsseitige Ufer, von wo uns prachtiger Wald bis auf den Praschniksattel, 1486 m, begleitet. (Von hier kann man nordlich miihsam den Steinernen Jager, 2071 m, in 2'k St. besteigen.) Vom Sattel abwarts in den Saprachgraben und von hier durch Wald und tiber das Geroilbeet des Baches in das Seiseratal und hinaus nach VVolfsbach. Will man tiber die K e r n i z a - S c h a r t e, so verlaBt man die Markung an der Stelle wo der Kaltvvasserbach iiberschritten wird und nalt sich an der rechteu Seite, steil aufvvarts langs des Hanges, bis man m die eigentliche Tarviser K e r n i z a gelangt. Man verfolgt den lloden des Hochkares bis zu einem von der Kerniza-Scharte links herab- ziehenden griinen Riicken und diesen, der sparlichen und vielfach zerrisse- nen Steigspur folgend, bis auf die Kerniza-Scharte (1757 m) mit groB- artigem Ausblick. Von hier iiber lockeren Fels und Geroll gegen das Ende der Saif- nitzer Kerniza, vorbei bei einer guten Quelle, zu dem vom Saprachgraben Markung an der Stelle, wo der Kaltvvasserbach iiberschritten wird und dem vom Praschniksattel konmienden Steig und wie oben geschildert, hinaus nach Wolfsbach. b) Durch das Kaltvvassertal und iiber die Kaltwas- serscharte (2245 m) zur Findenegghiitte. Dieser Ueber- gang erfordert nebst Ausdauer grofje Trittsicherheit, namentlich bei harter Schneelage in der Scharte, ist 10 130 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. aber, da er die ganze Wischberggruppe in ihrem schon- sten Teile durchquert, von packendem Eindruck. Entfernung: 4 —5 St. Beschreibung: Von Tarvis wie unter a) in die Tarviser Kerniza; hier wendet man sich etwas nach links der breiten Gerollschlucht zwischen Kaltvvasser—Gams- mutter und Korspitze zu. Dieselbe ist sehr steil und zu- meist mit Schnee erfiillt und erfordert mitunter Ianges Stufenschlagen. Unmittelbar vor der Hohe geht man am besten scharf links und erreicht die Scharte ostlich von dem ersten Zacken. Jenseits zieht ein Graben von der Scharte ge- radeaus hinunter, man kann auch durch diesen gehen, muB aber dann, bevor man auf den Boden der Oberen Kerniza kommt, eine unangenehme Steilstufe iibervvin- den. Besser ist es, man geht von der Hohe der Scharte tiber leichte Schroffen und Rasen in einem Bogen links von dem erwahnten Graben hinab und kommt so durch eine seichte Rinne etwas ostlich von dem Graben auf den Kernizaboden und von diesem etwas auf- und ab- steigend zur Findenegghiitte (s. S. 136). c) Von Tarvis durch das Kaltvvassertal iiber die WeiBenbachscharte in das Seebachtal und nach Raibl. Hochalpiner Uebergang, der Ausdauer und Kletterge- vvandtheit erfordert, jedoch sehr lohnend ist. Entfernung: 7 St. B e s c h r e i b u n g: Wie auf S. 129 geschildert wurde durch das Kaltwassertal in die Tarviser Kerniza bis unter den Schonkopf, hier in eine Schlucht, dann rechts iiber Felsen auf eine mit Geroll bedeckte riesige Platte und iiber diese etwa 200 m aufwarts auf eine mit Krumm- holz bewachsene Rippe. Von dieser auf einem nach abwarts ziehenden, sehr ausgesetztem Bande und durch eine Gerollschlucht zur WeiBenbachscharte (1900 m) zwischen Schonkopf und Hochstelle. Der Abstieg nach Siiden durch das WeiBenbachtal ist unschwer zu finden und fiihrt groBtenteils auf gutem Steig in das Seebachtal und von hier am Raibler See vorbei nach Raibl. d) Luschariberg (1792 m). Ungeachtet der geringen Hohe ist der Luschariberg eine der schonsten Aussichts- warten. AuBer den Julischen Alpen uberblickt man noch Tarvis, Luschariberg. 131 im Norden die schneebedeckte Kette der Tauern, im Osten die Karntner Seen und den langgestreckten Kara- wankenzug, die Steiner-Alpen, schlieBlich im Westen die Gailtaler Alpen. Wenige Minuten unter dem Gipfel be- findet sich die beriihmteste Wallfahrtskirche Karntens. Daher heiBt der Luschariberg im Volksmunde der „Hei- lige Berg“. AufJer der Kirche, einem massigen Bauwerke, stehen auf dem Berge noch das Pfarrhaus, ein groBes Wirtshaus und drei andere Unterkunftshauser, sowie zahlreiche Krambuden. Namentlich an Marienfesttagen wird der Berg von unzahligen Wallfahrern besucht. Der Sage nach soli die Kirche infolge Auffindung eines holz- geschnitzten Marienbildes unter einer Wachholderstaude irn Jahre 1360 entstanden sein. Entfernungen: aa) Von Tarvis iiber die Flori- janka 4 St. bb) Von Kaltvvasser iiber den KreBbrunnen 3 St. cc) Von Saifnitz 3 St. aa) und cc) empfehlenswerte Zugange, gut bezeich- net; bb) nicht lohnend und schlecht bezeichnet. Beschreibung: aa) Von Unter-Tarvis auf der Raibler StraBe entlang, dann rechts Reitvveg in VVindun- gen hinauf iiber die Prisenig-Hochflache (1289 m) und die Florijanka (1646 m) zur Luscharialpe (Wirtshaus) und erst westlich zum Sattel mit Kapelle, dann nordlich zur Kirche. , bb) Von Kaltwasser (Ort, an der Prediler Reichs- straBe gelegen, s. S. 26), beim Kreuz rechts steil auf einem FuBweg aufwarts zum KreBbrunnen und zur Lu¬ scharialpe und von hier zur Kirche. cc) Von Saifnitz, Eisenbahnstation nachst Tarvis, gegen Pontafel zu. Der „0 r a b e n w e g“. Auf der StraBe gegen Tarvis zurtick bis zu einem steinernen Engel am Eingang in den Luscharigraben. Der weitere Weg zieht, gut gebahnt und in Felsen gehauen, iiber den hohen Steindamm zum „zweiten Gries“, dann iiber dieses auf das rechte Ufer des Luscharibaches zur Langwiese und zum Annabriindl und auf den Gipfel. Der „S t e i n w e g“, kiirzer, angenehmer und schat- dger, fiihrt von Saifnitz auf eine Wiesenflache und dann a m bewaldeten Abhang der Nordvvestseite hinauf zu einer Alpenmulde, dann rechts zu einem Sattel (Ver- to* 132 Wischberg-Montaseh-Kanin-Gruppe. einigung mit dem Wege von Wolfsbach, s. S. 151) und liings des Riickens zur Kirche. e) Steinerner Jager (2071 m). Entfernung: Vom Luschariberg lVs St. Beschreibung: Der beste Anstieg zu diesem lohnenden Aussichtsberg erfolgt vom Luschariberg aus, indem man von der Kapelle auf dem Sattel stidlich von der Kirche geradeaus iiber einen Vorhiigel links in das GroBe Kar tibergeht. Man steigt entweder aus dem Kar zur hochsten Spitze durch eine seichte Schlucht auf, oder erreicht weiter rechts iiber leichteren Fels den Orat und geht auf diesem liber Blocke zur Spitze. Der Abstieg nach Siid zum Praschnik-Sattel erfolgt iiber den breiten Hang und halt sich dann rechts, bis man einen Steig in der Westflanke erreicht, welcher unschwer auf den Sattel fiihrt. Von hier kann man den Abstieg in die Seisera bezw. ins Kaltwassertal ausfiihren (vgl. S. 129). 2. Ausgangspunkt Raibl (s. S. 26). • a) Durch das Raccolanatal nach Chiusaforte. Sehr genuBreich, am besten im Friihling oder Herbst. Entfernungen: Raibl—Nevea-Alpe 3 V 2 St., Stretti IV 2 St., Raccolana 3 St., Chiusaforte 1 U St.; zu- sammen 8V4 St. (Vom Bahnhof Tarvis nach Raibl 2 St., s. S. 25). Beschreibung : Man beniitzt den Saumweg liings des rechten Seeufers, konimt am Sperrfort (Photo- graphieren strengstens verboten!) voriiber, verfolgt das Seetal, welches immer enger wird, durch priichtigen Wald und iiber groBe, blendend weiBe Gerollfelder zur WeiBenbachschiitt. Hier entrollt sich ein wunder- barer Blick auf die wilde Wischberggruppe, die ge- zackten WeiBenbachspitzen, den langen Gratriicken der Kaningruppe und den machtigen Manhart. Weiter durch Wald zur Krummbachschiitt, von wo weiter rechts der Weg zur Fischbachalpe und Findenegg- hiitte (s. 135) abzweigt; links erreicht man iiber Wei- den die italienische Grenze, die durch einen Felsblock mit der Jahreszahl 1774 gekennzeichnet ist (1020 m). Nun geht es iiber sparlich bewachsene Weiden, auf welchen riesige groBe Blocke zerstreut umherlagern, noch ein Stiick alimiihlich aufwarts durch schonen Wald Raibl, Uebergange. 133 zu den Hiitten der Nevea-Alpe mit dem bewirtschafteten Alpenhause (1152 m) der Soc. Alpin. Friaulana (ita- Iienisch). Bester Ausgangspunkt fur Touren in der Kanin- und Montaschgruppe (s. S. 140). Entweder dem guten Saumweg folgend oder wenn man einen giinstigeren Einblick in das Raccolanatal er- reichen will, iiber eine kiinstlich hergerichtete Felsen- treppe zu dem Rande einer groBartigen Schlucht hinab. VVeiter fiihrt ein durch Sprengungen in den Felsen ge- fahrlos gemachter Steig in die Schlucht hinab und an den Hangen des abfallenden Gebirges, an welchen Staub- fšille herniederstiirzen, nach dem italienischen Orte Stretti und weiter iiber Pian di la und Pian di qua zum Talboden und zur StraBe nach dem groBeren Orte Sa- letto. In dem nun weiter werdenden Raccolanatale iiber die Brucke der Fella zur Eisenbahnstation Chiusaforte der italienischen Bahnstrecke Pontebba—Udine. b) Ueber die Raibler Scharte (1333 in) in das Kalt- wassertal. Entfernungen: Raibler Scharte P /4 St., Kalt- wassertal S U St.; zusammen 2 St. Beschreibung: Von Raibl auf gemarktem Wege gegen das Karolyberghaus und auf gutem Steige zur Scharte; von dieser steil durch Wald zur Talsohle hinab (vgl. S. 129). c) Konigsberg (1912 m). Der Sage nach hat er sei- nen Namen von dem Langobardenkonig Alboin. Dieser soli ihn auf seinem Kriegszuge erstiegen haben, um in das angrenzende Friaul hiniiber zu sehen. Die Bestei- gung bietet keine Schwierigkeiten. Lohnende Aussicht. Entfernung ; Von Raibl 3 St. Beschreibung: Der Konigsberg wird am besten von der Nordwestseite bestiegen, und zwar beim Karolyberghaus vorbei zum hochstgelegenen Stollen am kleinen Konigsberg und von diesem durch die Andra- klamm auf den hochsten der drei Gipfel des GroBen Konigsberges. d) Seekopf (2122 m). Dieser von der Touristenwelt wenig beachtete Berg erfordert einige Klettertiichtigkeit mid bietet eine hiibsche Aussicht. Entfernung ; Von Raibl 6 St. 134 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. Beschreibung : Von Raibl bis zum Siidende des Raibler Sees, von hier durch den Qamswurzgraben em- por bis zn dessen Ende, wo eine Felswand von etwa 100 m Hohe den Graben scheinbar versperrt. Diese Wand, die einzig schwierige Stelle, ist zn uberklettern. Dann kommt man durch einen Felsspalt von kaum 1 Meter Breite zur Hohe der Wand. Nun nicht mehr schwierig, iiber Krummholz und Fels steil zur Spitze empor. Die ervvahnte Kletterstelle kann man vermeiden, wenn man durch das Seebach-Tal bis in die Nahe des Weifienbachgrieses geht und dort iiber den meist trockenen Bach, dann durch Wald aufvvarts auf kaum er- kennbaren Steigen und iiber diirftieen Almboden und kleine Wandeln zu einer Einschariung westlich vom Gipfel (3^2 Stunden), endlich iiber den breiten Riicken auf den Gipfel (l 1 k Stunden), emporsteigt. Abstieg: Allenfalls auf einem vom Slow. Alnen- verein bezeichneten Steige nach Westen, dann Siid- westen unter dem Kamm gegen den Sattel (1720 m) vor der GroBen Schlichtel, dann sudlich iiber einen Rasen- liang, tiefer unten steil auf steinigem Wege zur Mo- schenza-AIpe (877 m). Nun ostlich, spater nordlich aus dem kurzen Moschenzagraben hinaus zur StraBe, welche rnan bei der Brucke (598 m), 20 Minuten sudlich von Unterbret trifft. e) Schonkopf (2047 m). Nicht besonders schwierig. Entfernung: Von Raibl 472 St. Beschreibung: Von Raibl durch das (1 St.) WeiRenbachtal zur ( 2 V 2 St.) Scharte zwischen Schon¬ kopf und Hochstelle, etwas unterhalb der Scharte links durch eine Schlucht zum (1 St.) Gipfel. Der Abstieg durch die Weil3enbachscharte in das Kaltwassertal ist nicht Ieicht zu finden und auch schwie- rig. (Siehe S. 130.) f) Leiferspitze (2242 m). Schwierige Klefterei. Erste Ersteigung durch L. Enzenhoier und H. Jaritz am 4. August 191?. Entfernung: Vom Kaltwassertal — Einstieg 2 St., Giptel 3 St.; zusammen 5 St. Beschreibung: Von Raibl in das Kaltwassertal siehe S. 129 und in den Boden der Tarviser Kerniza. dann auf Steigspuren iiber Schutt links empor zu einem Schneefeld in der Gipfel-Fallinie, welches bis zu einem auffallehden Turm hoch in die Wand hinaufzieht. Der Einstieg ist am linken oberen Ende der Schneezunge. Vom Einstieg iiber plattigen Felsen schrag rechts 10 m empor zu einem Ge- simse, um dieses herurn in einen breiten Kamin. In demselben Ieicht aufwarts bis zu einer schwarzen liohle. Noch etwa 6 Meter empor bis zu einem Schuttbande, das man nach links bis zum Beginne einer langen Raibl, Schonkopf, Hochstelle. 135 Kaminreihe verfolgt. Die Durchkletterung des ersten Kamines ist sehr schwierig, die folgenden sind leichter. Bei einem rechts befindlichen auffallend braunen Felsbruch wird aus den Kaminen iiber Schroffen nach rechts aufvvarts zu einer mit gro¬ ben Blocken versperrten Schlucht hinangestiegen. Dann quert man nach rechts und gewinnt iiber plattige Schroffen deta Ostgrat u. bald darauf den Gipfel. Abstieg zu der Findenegghiitte 1 1 /2 St. in nachstehender Weise: Vom Gipfel zuruck bis zum Ostgrat und iiber steilen Rasen nach rechts zu einer Rinne, durch diese abwarts und auf einem Bande rechts um die Ecke kriechend und in eine Rinne hineinauerend, erreicht man das letzte Wandstiick, iiber welches man schwierig abvvarts kletternd auf den Gerollboden anlangt. Ueber Schutt steil aufvvarts zur Kor-Schartei und durch die obere Kerniza zur Findenegghiitte. k) Hochstelle (2002 m). Nicht besonders schwierig. Entfernung : Von Raibl 5 St. Beschreibung: Von Raibl durch das Aiblbach- tal zum Alpl und steil zur Scharte (3 St.) zwischen Hochstelle und Weberlen empor. Jenseits etwas ab- warts, dann rechts auf schmalem Bande zum Weide- boden auf der Siidseite. Auf einer Rippe bis unter den Ostgrat und links an den Gipfelbau heran, zuerst durch eine Schlucht aufwarts, dann links zu einer zweiten, zuletzt durch einen engen Spalt zum Siidkamm und auf den Gipfel (2 St.). Den Abstieg kann man vom FuBe des Gipfels auf schlechten nicht leicht zu findenden Schafsteigen zur Scharte zwischen Hochstelle und Schonkopf und unter den Wanden desselben hinab in das WeiBenbach- tal nehmen. h) Zur Findenegghiitte (1854 m). Entfernung: Von Raibl auf Alpenvereinsweg in 4 St. Beschreibung : Von Raibl an den Ufern des schonen Sees vorbei in das Seebachtal. Noch vor der Reichsgrenze biegt man bei einer Wegtafel rechts in schonen Fichtenwald ein. Schon vorher kann man die Wischberggruppe und auf einem bewachsenen Vor- kopf die Hiitte bewundern. Ein schoner, hochst bequem angelegter Weg fiihrt durch schattigen Buchenwald an den Hangen des Krummgrabens entlang zu der auf ebe- nem griinem AImboden gelegenen Fischbachalpe (17* St.). Durch einen von VVildbachen zerrissenen Graben kommt man auf bequemen Wege zur Findenegghiitte der Sektion Villach (vgl. diese als Ausgangspunkt S. 136). 136 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. 3. Ausgangspunkt Findenegghiitte (1854 m). Die der Alpenvereins-Sektion Villach gehorige Hiitte liegt am Rande eines weiten Felskessels und beherrscht ebenso dessen Bergumrahmung wie das tief drunten liegende Tal mit den dariiber aufragenden Oipfeln der Kanin- und Manhartgruppe. Die Hiitte besitzt drei Zimmer mit 8 Betten zu K 1.20 und 4 Matratzenlager zu 50 Heller. Nichtmit- glieder das Doppelte. Eintrittsgebiihr 20 Heller ohne Uebernachtung. Be- wirtschaftet voni 15. Juli bis 30. September. Schliissel bei Frau M. Pertosi in Raibl. Ueber- und Berggiiiige von der Findenegghiitte. a) Ueber die Mosesscharte (2271 m) in die Seisera. Dieser Uebergang kanu bei Vereisung der Scharte auf der Seiseraseite sehr unangenehm werden. Daher ist Vorsicht (Pickel und Steigeisen) notwendig. E n t f e r n u n g e n: Hiitte bis Scharte 1 St., Sei¬ sera 274 St.; zusammen 374 St. Beschreibung: Von der Hiitte iiber Rasen u. steinigen Karboden pfadlos gegen den Wischbergstock und aufwarts zu einer tiefen Einsenkung zwischen Kast- reinspitze und Wischberg. In der Mitte derselben be- findet sich ein Felsturm, welcher bei starker Ein- bildung der Gestalt des alten Bibelvaters etwas ahn- lich ist. Von der Scharte (man karm von hier aus auch den Wischberg besteigen, s. S. 138). welche einen schonen Tiefblick in die Sprania gestattet. ceht man bei starker Ausaperung anfanglich iiber Geroll, spater iiber ein steiles Schneefeld gegen das Ende der Scharte und er reicht, links gchalten, auf. Viehsteigen den markierten Weg von der hinteren Špranja iiber die Jagerhiitte zur Seiserahiitte des D. u. Oe. A.-V.-Sektion Villach. b) Ueber die Barenlahnscharte (2122 m) in die Sei¬ sera. Steiganlage der Sektion Villach mit IJrahtseil in der Scharte. Bei reichlicher Schneelage oder Vereisung, wodurch das an der Wand befindliche Seii unter dem Schnee begraben wird, ist die Scharte mit groRer Vor¬ sicht zu begehen, (Pickel und Steigeisen angenehm). da sie gleich bei Beginn eine Neigung von etwa 45 Grad aufweist. ►Montasch von der Mosesscharte aus. Aufn. von Dr. F. M. Paltauf, Graz. Findenegghlitte, Wischberg. 137 Entfernungen: Miitte bis Sčharte P /2 St., Sei- sera 2 V 2 St.;, zusammen 4 St. Beschreibung: Von der Hiitte wendet man sich auf bezeichnetem Wege links gegen die Wande der Kastreinspitze zu und geht um diese auf einem breitcn Bande herum und nachher etwas abwarts bis zur „Trauf- wand“ einer iiberhangend aufragenden und wasseriiber- ronnenen Felswand, unter welcher sich die alte Wisch- berghtitte (Nothiitte) befindet. Sodann steigt man liber griine Hange aufvvarts zur Scharte, einer torahnlichen Einsenkuhg z\vischen der Kastreinspitze und einem Auslaufer des Monte Cregne- dul. Durch die auf beiden Seiten der Scharte aufstreben- den senkrechten Felsvviinde ist der Ausblick sehr be- liindert; man sieht wie durch einen riesengroBen Rahmen aus dem Boden der Seisera nur die ungeheuren Wande des Montasch aufragen. Von der Scharte anfanglich sehr steil entweder iiber Schnee oder plattigen Fels, spater bei geringerer Nei- gung iiber Geroil zum FuBe der Scharte und etwas an- steigend iiber einen Felsriegel, vorbei an einem schonen Wasserfall, dem guten Steig folgend hinaus zur gast- lichen Seiserahiitte. c) Von der Findenegghiitte iiber den Cregnedulriicken (2025 m, Skala oder Passo Scialins) zur Neveahiitte. Es ist dies ein von den Einheimischen seit altersher be- niitzter leichter Uebergang iiber die sogenannten „Staf- feln“. Entf ernung: Von der Hiitte 3 St. Beschreibung : Von der Findenegghiitte, den markierten Weg beniitzend, zu dem von der Barenlalm- scharte gegen die Fischbachalpe herabziehenden Gra¬ ben, quer durch diesen und siidostlich auf guten Steig- spuren miiBig ansteigend den Rasenhang entlang auf den Cregnedulriicken *U St. (2025 m). Auf der anderen Seite siidwestlich iiber steile rasen- durchsetzte Schroffen hinab, um einen Rasenriicken rechts herum zur tief gelegenen Casera Cregnedul di sopra und hinab zum 2 V 4 St. entfernten Neveahaus. d) Wischberg (2666 m). AeuBerst lohnender Aus- sichtsberg, durcli eine gut versicherte Weganlage von der Sektion Villach des D. u. Oe, A,-V. leicbt erreichbar 138 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. gemacht. Nur zeitlich im Friihjahr ist wegen Lawinen- gefahr oberhalb des Einstieges groSe Vorsicht geboten. Der Blick auf die tief unten Iiegende griine Seisera, aus welcher mit abschreckender Steilheit der Saulenbau des Montasch aufragt, ebenso die Aussicht auf die iibri- gen Felsgipfel der Julischen Alpen und die Firnhaupter der Hohen Tauern ist einzig schon. Entfernung: Von der Hiitte 2Va St. B e s c h r e i b u n g: aa) Von der Hiitte iiber Wand- stufen und grasiee Hange empor bis zur Einstiegstelle arh FuBe der Wand zwischen Wischberg und Gams- 'Tuitter. Die erste Wandstufe wird auf Holztrepoen, Fisenstiften und Drahtseilen bis zu einem natiirlichen Tunnei leicht iiberwunden. Nun durch den Tunnel auf einen Dlattigen Wandabsturz hinaus, welcher aber durch eingehauene Tritte und Griffstangen sicher und gefahrlos zu queren ist. Ueber Geroli und Felsstufen erreicht man ohne weitere Schwierigkeit den Gipfel. bb) M o s e s s c h a r t e n w e g. Von der Hiitte, wie bereits auf S. 136 beschrieben, zur Mosesscharte und rechts ostlich iiber ein breites Rand bis zu einem hinter einer vorstehenden Platte befindiichen Kamin in der Stidwand. In diesem aufwarts und vom Ausgang nach rechts zu einem PlattenriB und durch diesen auf die p^oHen Gerdllfelder, die man rechts aufwarts bis zum Ginfel verfoigt ( 2 V 2 St.). Dieser Anstiee ist, ohne be- sonders schwer zu sein. landschaftlich sehr schon. A b s t i e g am leichtesten zur Findenegghiitte zu- riick und dann entweder nach Raibl (s. umgekehrt S. 135) oder in die Seisera und nach WoIfsbach (s. a und b S. 136). Ueber die sehr schwierigen Anstiege auf den Wisch- berg von der Seisera vgl. S. 160. Ueber die sonstigen Kletteranstiege Hochtourist lil, S. 445 und Dr. Kugy, Oesterr. Alpen-Zeitung Nr. 897 vom Jahre 1914. Die nun folgenden Berge entbehren jeder Bezeich- nung und Weganlage und sind mehr oder minder nur tiichtigen Feiskletterern vorbehalten. e) Hohe Gamsmutter (2516 m) und Gamsmutter- turm (Turm 2508 m). Entfernung : Von der Findenegghiitte 3 St. Findenegghiitte, Gamsmutter. 139 Beschreibung: Vom Wischbergtunnel (s.S. 138) steigt man bis zur Gratscharte zwischen dem VVischberg und der Gamsmutter hinauf. strebt dann schrag recbts aufwarts iiber schmale Bander und steile Platten, iiber- windet einen senkrechten Felsabsatz und erreicht liber steile Hange die Spitze der Hohen Gamsmutter. Dieser Anstieg ist aber nur dann ausfiihrbar, wenn der Schnee in der Schlucht zwischen Wischberg und Gamsmutter sehr hoch liegt, weil dadurch der Einstieg von der Gratscharte hinaus auf die schmaien Bander in die Siidwand der Gamsmutter moglich wird. Einen giin- stigeren Zugang zu diesem Gipfel bildet die Schlucht zwischen der Hohen Gamsmutter und dem Gamsmutter- turm (Turm). Entweder kann man bei gtinstigen Schnee- verhaltnissen diese ganze Schlucht von ihrem FuRe angefangen durchklettern oder man folgt dem Wisch- berganstiee bis znm Tunnel und nuert iiber Bander auf der Ostseite der Gamsmutter in die Schlucht hinein. Ist die Schlucht durchstiegen, so kann sowohl die Gamsmutter als auch der Gamsmutterturm (2508 m) ohne Schwierigkeiten erstiegen werden. denn die beiden Ginfel sind miteinander durch einen leichten Grat ver- bunden. Die hohe Gamsmutter. 2516 m kann man auch ohne Durchsteigung der erwahnfen Schneeschlucht auf folgendem. von Dr. Gustav Retiker und Josef Sturm am 19. August 1910 zuerst begangenen schwierigen Anstieg erreichen. Von der Findenegghiitte bis zum Beginne der groben Schneeschlucht und scharf links langs eines Risses steil empor bis zu einem Blocke. Hinter diesem liber eineh iiberhangenden FelsriB auf ein Band und rechts iiber eine kurze, senkrechte Wandstufe empor. auf ein Schuttband. Dieses verfolgend. gelangt man durch eine plattige Rinne auf den Grat und iiber diesen leicht auf den Gipfel (von der Hiitte 2^2 Stunden). f) Kaltwasser—Gamsmutter (2503 m, s. auch S. 130). Entfernung: Von der Hiitte 272 bis 3 St. Beschreibung: MiiBige Kletterei. Von der Hiitte quert man die obere Kerniza in nordostlicher Rich- tung und erreicht iiber steilen Boden eine schmale Scharte rechts unter dem Gipfel. Von der Scharte zieht ienseits ein schneerfiillter Graben in das Kaltwassertal hinab. Ein schmales scharfes Felsband vermittelt von der Scharte den Einstieg auf ein breites Schuttband, welches >n halber Hohe des Gipfelbaues wagrecht durch die 140 Wischberg Montasch-Kanin Oruppe. Wande zieht. An diesem geht man ein Stiick nach links und gewinnt durch eine steile schmale Schneeklamm eine Einsattlung im Orat und links iiber den breiten Felsgrat ohne Schwierigkeit den Oipfel. g) Korspitze (2335 m). Entfernung: Von der Hiitte 2 St. Beschreibung: Nicht schvvierig, einfache Klet- terei. Von der Hiitte in die oberste Kerniza und zur letzten Schlucht vor der Korscharte (1 St.), durch diese bis zum Ende derselben und rechts auf ein Band etwa 30 Schritte entlang durch einen kleinen Kamin und eine schrage Schlucht leicht auf den Oipfel (1 St.). h) Hochste Weisenbachspitze (2254 m). Schwierige Kletterei. Entfernung: Von der Hiitte 2‘A St. Beschreibung: Von der Hiitte zur leicht er- reichbaren Korscharte und jenseits etwa 20 Minuten abwarts zur Scharte zwischen Hoher und Kleiner Wei- Benbachspitze. Nun steigt man etwa 30 m in einer schra- gen Schlucht nach Osten ab und kommt in eine ziemlich tief eingeschnittene Rinne. In dieser 10—15 m (sehr schwierig, die letzten 2 m sogar tiberhangend) aufwarts, dann hinter einem Kopf hiniiber zu einem Schuttplatzchen und in einer nun folgenden Spalte bequem aufwarts bis zu einem Absatz. Von diesem gelangt man links iiber leichten Fels zum Oipfel. i) Villacher Turm (zirka 2200 ni). Nicht schwierige einfache Klet¬ terei. 1 St. von der Hiitte. Erste Ersteigung durch Dr. Gustav Renker ani 10. Juli 1911. Dieseir auf der Karte unbenannte Punkt befindet sich zvvischen der Kastreinspitze und der Findenegg-Hiitte oberhalb der alten Wischberghiitte an der Trauvvand. Beschreibung: Von der Findenegg-Hiitte auf dem Wege zur Barenlahnscharte bis zu einer Rasenzunge hinter der Traufvvand. Auf diese iiber Gras aufvvarts etwas rechts auf einen Schafsteig hiti aus, durch ein Felstor auf ein Rasenband, vvelches in Geroll iibergehend zu einer Scharte zwischen Villacher Turm und der Kastreinspitze leitet. Von der Scharte durch einen engen Kamin (oder rechts an der Wand) empor in eine kleinere Scharte. von dieser auf einem Gerollband links in die nordliche Turmwand und hierauf durch einen Stemm-Kamin auf den Gipfel. 4. Ausgangspunkt Neveahiitte (1152 m), a) Ueber die Sella Grubia (2034 m) nach Corltis im Resiatale. Entfernung: Nevea, italienische Kaninhiitte 3 St., Orubia-Satte! H /2 St., Coritis 2Vs St.; zusamm. 7 St. Neveahiitte, Kanin. 141 Beschreibung: Vom Unterkunftshause der Societa Alpina Friaulana auf der Neveaalpe, 1166 m (vgl. S. 133) auf schon angelegtem, bezeichnetem Wege, tiber tief ausgenagten Karenbildungen voriiber zur Fon¬ tana Bareit (letzte Ouelle) und an der ausgehohlten Wand des Bela-Petsch (= weiBe Wand), dem Biwak- platze friiherer Kaninsteiger, vorbei zur unbewirtschaf- feten italienischen Kaninhiitte (Capanna Canin, 2008 m) der Societa Alpina Friaulana. Eintritt mir mit italieni- schem Fiihrer gestattet, 6 Matratzen (2 Lire), 9 Lager, kein A.-V.-SchloB. Von hier fiihrt ein bezeichneter FuBweg zuerst in das Foran di Mus hinab und dann wieder aufvvarts zum Grubia-Sattel. Tief unterhalb desselben im Tale des Rio-Rone, liegt die Casaria Grubia, welche man in lVi St. erreicht. Will man von der Alpe nach Stolvizza (etwa 2 1 /s St.) gelien, so ist der Weg iiber Cole und Sartnarevan zu \vahlen. Nach Coritis muB man vor den Almhiitten in das Bachbett hinabsteigen und erreicht auf schlechtem VVege in 2'A St. das Ziel. b) Pic di Carnizza (2434 m). Nicht besonders schwie- rige Kletterei. Entfernung: Von der Capanna Canin 3 St. Beschreibung: Von der italienischen Kanin- htitte (s. unter a) zu der riesigen vom Gipfel nach Nordost abstiirzenden Schlucht. Von der zu ihr hinauf- ziehenden Firnzunge (l 1 U St.) iiber ein breites sehr Ianges Band mit einer Unterbrechungsstelle nach rechts in eine zweite westlichere Schlucht. Durch diese in ihrem mittleren Teile links die Felsen umgehend und tiber einen Orat auf den Gipfel ( 3 A St.). Der U e b e r g a n g zum Kanin erfolgt unterhalb des Grates auf der Resiatalseite in 1 St. Dieser neue Weg auf den Kanin wurde am 8. September 191.3 von Albin Roessel erstmals begangen. c) Kanin (Monte Canin, 2592 m; vgl. S. 148). Der urspriingliche Weg auf den Kanin iiber den Gletscher, den bereits im Jahre 1874 G. Jager benutzte, ist zuweilen wegen der Randkluft u. Schneewachten beim Ausstieg ungangbar. Seit Entdeckung des Felsvveges im Jahre 1890 durch die Fiihrer Franz Mareon und Ignaz Piussi, welcher auch seitens der S. A. F. durch eine 142 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. ordentlicbe Steiganlage verbessert worden ist, wird dieser Weg rneist vorgezogen. Die Mitnahme eines ita- lienischen Fiihrers ist ratsam, weil man nur mit ihm Zutritt zur italienischen Kaninhiitte hat. Die Aussicht vom Kanin ist nicht nur eine der schon- sten in den Julischen Alpen, sondern in den Alpen tiber- haupt. An klaren Tagen iibersieht man die ganze italienische Ebene nebst den darin liegenden Stiid- ten und die bis zur Mundung zu verfolgenden Flfisse. Auch die Meereskiiste, welche in die Lagunen von Orado iibergeht und selbst die sich in die weite Ferne verlie- rende blaue Adria ist an reinen Tagen deutlich sichtbar. Oegen Norden bauen sich die Mauern der Julischen Alpen auf und dariiber griiBen die firngeschmiickten Haupter der Hohen Tauern. Oegen Westen entrollt sich ein unentwirrbares Durcheinander von Gipfeln, welches von den Spitzen der Karnischen Alpen und den Zacken der Dolomiten gebildet wird. Entfernung: Nevea-Italien-Kaninhiitte 3 St., Oipfel 3 V 2 St.; zusammen 6 V 2 St. Beschreibung: Von dem Nevea-Unterkunfts- hause zu der in stiller Abgeschiedenheit gelegenen „Ca- panna Canin“ (vgl. S. 141. Einen schonen Ausblick ge- nieGt man von der von der Hiitte aus leicht zu erreichen- den Bela-Petsch.) Mit teilweiser Bentitzung des guten zum Grubia- Sattel (vgl. S. 141) fiihrenden Weges oder an der die beiden Gletscher trennenden Felsrippe gerade aufvvarts steigend, erreicht man den grolien westlichen Gletscher. Von diesem zieht eine Schneerinne mit zunehmender Steilheit bis auf eine flache Einsenkung des Grates em- por. Vom Gletscher zwei Wege: entweder aa) durch die erwahnte Rinne empor, diese ist aber nur selten u. zw. nur im Friihsommer gangbar, denn mit der warmeren Jahreszeit dffnet sich iiber die ganze Breite der Rinne eine uniiberschreitbare tiefe Randkluft. Auch der Aus- stieg aus der Schneerinne ist mitunter durch eine iiber- hangende Schneewachte versperrt. Oder bb). Vom Gletscher wendet man sich im Aufstiege links von der oben geschilderten breiten Rinne gegen die Felsen und gelangt nach Ueberschreitung der Randkluft an ein schmales Felsband, das einen guten Einstieg in die von unten unzuganglich aussehende Klein-Wischberg und Kanin vom Wischberggipfel. Aufnahme von Dr. F. M. Paltauf, Oraz. Neveahutte, Kanin. 143 Wand vermittelt. Der Aufstieg durch diese Wand ist eine der herrlichsten Klettereien in den Julischen Alpen. Die ganze Wand ist .mit einvvarts gerichteten wagrech- ten Bandern durchzogen. An einigen Stellen verengen sich diese Bander zu ganz schmalen Felsleisten, neben denen die Wande unmittelbar senkrecht zum tief Iie- genden Gletscher abstiirzen und daher die Schwindel- freiheit des Bergsteigers auf eine harte Probe stellen. Die zwischen den Bandern Iiegenden VVandstufen sind an einigen Stellen durch ausgemeiBelte Tritte und Griffstangen leichter gangbar gemacht. Nach Erreichung des Grates iiberblickt man das weite Flitscher Kar. Dasselbe ist eine aus Felstriimmern, Geroll und Kar- feldern gebildete ungeheure Steinwiiste; durch dieses „Steinerne Meer“ kommt der Weg von Flitsch iiber die deutsche Kaninhtitte (vgl. S. 149) herauf. Das Flitscher Kar kann man, von der Nevea auch erreichen, wenn man vorn klelinen (osti.) Gletscher durch eine unschvver zu begehende Schneerinne, auch die ,,Deutsche Scharte“ genannt, emporsteigt und, ein vvenig absteigend, bei einer guten Quelle vorbei, ebenfalls zum Flitscher Weg gelangt. Solite der Einstieg des Felsenvveges beim Gletscher in sehr heifien Sommern durch eine zu grobe Randkluft nicht erreichbar sein, so bietet der oben geschilderte Umweg iiber die ,,Deutsche Scharte“ noch immer die Gevvahr, den Kaningipfel von der Nevea aus zu erreichen. Vom Grate nach dem Ausstiege vom Felsenweg ist der Gipfel leicht zu erreichen. A b s t i e g vom Gipfel entweder zur deutschen Kaninhtitte und nach Flitsch hinab, s. S. 148, oder nach Norden in der Richtung gegen die italienische Kaninhiitte zum Gletscher, dann iiber den Grubia-Sattel zum Rico¬ vero Margaritha u. nach Chiusaforte (s. S. 30) oder iiber den Grubia-Sattel in das Resia-Tal (s. S. 25). Dieser Nordabstieg, eine der genuBreichsten VVanderungen in den Julischen Alpen, nimmt folgenden Verlauf. Nach- dem man auf dem Gletscher wieder angelangt ist, quert man diesen gegen Westen und steigt zum Grubia-Sattel ab. Von hier. kann man den vom italienischen Militar herrlich angelegten Weg, welcher langs der Siidhange des Monte-Sarte und der Cresta Indrinizza hinlauft, be- niitzen und gelangt zum Ricovero Regina Margaritha, am Kamine zwischen dem Raccolana- und Resia-Tale ge- legen (militarisches Schutzhaus, nicht bewirtschaftet und deutschen Bergsteigern kaum zuganglich). Von diesem Ricovero aus sind die beiden genannten Taler auf gut 144 W ischberg-Monf asch - Kanin-Gruppe. angelegten Felss.teigen leicht zu erreichen. Auch der schone Monte Sarte (2324 rn) mit einer priichtigen Rund¬ schau ist von dem Hohenwege aus zu besteigen. d) Presteljenik (2503 m), s. auch S. 149. Entfernungen: Capanna Canin—Prewale-Sattel S U St., Prestreljenik-Sattel 'k St., Oipfel I7a St.; zusam- men 2 1 k St. Beschreibung: Von der Hiitte, wie unigekehrt S. 147 geschildert, zum Prewale-Sattel, 2063 m und langs der Ostseite hinan zum Prestreljenik-Sattel (2282 m) und von hier auf dem von der deutschen Kanin- hiitte kommenden bezeichneten Wege zum Oipfel (siehe Seite 149). e) Mitterspitze (Srednji Veršic, 2536 m). Entfernung: Von der Nevea 7—8 St. Beschreibung: Von der Nevea am OstfuBe der Bela-Petsch (weiGe Wand) herum zu einem siidostlich davon gelegenen groben Schneefeld. Nach Ueberschrei- tung desselben in schrager Richtung gegen Siidosten, gelangt man zu einer steilen dreieckigen Schneczunge, welche einen nach beiden Seiten abfallcnden Riicken bil- det und sich zu einer wild zerrissenen Fclsschlucht, welche in mehreren Abstufungen zu einer tiefen Einsatt- lung der Werschitz (Veršic)-Scharte fiihrt, hinanzieht. Ueber die Schneezunge sehr steil (je nach Verhalt- nissen langwierige Stufenarbeit) aufwarts gegen den un- tersten Absatz der Schlucht. Man erklettert diesen iiber lockeres Oestein und gelangt zur Werschitz (Veršic)- Scharte. Von dieser etwas abwiirts nach Siidwesten, weiter iiber Schutthalden und grobes Gerol! gegen Westen bis man zu einer tiefeingeschnittenen Scharte im Haupt- kamme gelangt. Von der . Scharte iiber eine sehr steile etwa 200 m hohe Wand zum Oipfel., Andere Anstiege zu diesem touristisch unbedeutenden Gipfel siehe Hochtourist, III. Teil, Seite 450. f) Montasch (Bramkofel, Jof del Montasio 2752 m). Die Aussicht ist der des Kanin ahnlich, packend ist der Blick iiber die senkrecht abstiirzenden Nordwande in die Seisera. Von den Anstiegen Findenegg (1877 m), Dr. Chiari und Diirr (1878) und Brazza (1881), welche samtlich die Stidseite beniitzten, ist der letztgenannte Neveahtitte, Montasch. 145 der gebrauchlichste, setzt aber Klettertiichtigkeit und Trittsicherheit voraus. aa) B r a z z a w e g : Man iibernachtet meist im neuen Schutzhause des S. A. F. auf der Nevea und geht auf bezeichnetem Wege beim Brunnen vorbei durch Wald zur Alpe Parte di mezzo oder zur Pecol-Alm (lVs St.; hier auch einfaches Heulager moglich). Von der Alm geht es tiber Iange Grashange zur Fortje dei Disteis; dann an einem groilen Felsblock am Rande der zurn Rio Montasio abfallenden Schlucht voriiber (iiblicher Friihstucksplatz) in gleicher Hohe gegen Osten zu einer schneerfullten Gerollrinne u. in einigen Minuten zum eigentlichen Einstieg in die Felsen hiniiber, der durch spariiche rote Marken bezeichnet ist. Hier beginnt auch die schon ziemlich vernachlassigte Weganlage der S. A. F. und steigt iiber Geroll und leichten Fels bis zum groBen Schuttdreieck unter der Verdischarte em- por. Dieses wird nach aufwarts geciuert und man be- tritt die eigentlichen „Verdi“, einen sehr steilen Rasen (eine der gefahrlichsten Steilen dieses Weges), welcher aber durch eingehauene Stufen besser gangbar gemacht worden ist. Man kommt auf den Grat und erblickt tief unten die Seisera. Langs des mitunter sehr schmal werdenden Grates, wird die geraumige Spitze erreicht. (5 St. von der Nevea.) bb) Der Findeneggweg erfordert schon eine schwie- rige Kletterarbeit. 7 St. von der Nevea. Beschreibung: Von der Nevea iiber Parte di mezzo zur Fortje dei Disteis. Hier iiberschreitet man die Schlucht, welche zum Rio Montasioi hinabzieht, an ihremUrsprung, wendet sichdann nach links u. steigt iiber leichten Fels zum „groBen Bande“ („Cengia“) empor, das man in der Nahe eines auffallenden Turmes erreicht. Auf dem Bande etwa 300 m weiter bis zu einem auffallenden Felskopfe, von wo ein groBer Kamin in die Westschlucht leitet. Wenn man das groBe Band noch V 4 St. verfolgt, bietet sich auch eine etwas bessere Mog- lichkeit, die VVestschlucht zu erreichen. Nach Durch- kletterung dieser und einer Rinne wird der Westgrat and tiber diesen der Gipfel erreicht. Man kann auch nach dem Ausstieg vom groBen Kamin und nach Durchkletterung der Westschlucht, wo- he l man sich mehr rechts halt, durch einen seichten 11 146 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. FelsriB auf den Siidwestgrat kommen und erreicht iiber diesen ebenfalls den Gipfel. Ueber den Chiari-Durr-Weg und liber weitere Abweichungen siehe Hochtourist, 111. Band, Seite 442 und Zeitschrift des D. u. Oe. A.-V. 1907, Seite 266r ETeber cffe schwierigen Nordanstiege beim Ausgangs- punkf Seiserahiitte. g) Montaschturm (2673 m). Diese Besteigung ist eine sehr schwierige und durch Steinfall gefahrliche Kletterfahrt. Entfernung: Von der Nevea 10 St. Beschreibung: Von der Nevea, wie auf S. 145 beschrieben, in die VVestschlucht gegen die „Grotta“ zu, eine Hohle von etwa 2 m Durchmesser, nachst der Stelle, wo der Westgrat mit dem groBen Bande („Cen- gia“) zusammentrifft. Dann rechts steil iiber plat- tigen Fels empor bis unter einen groBen Turm. Von da auf guten Biindern links hinaus zum Westgrat. Nun iiber ein sehr schmales Band iiber ungeheuren Abgriinden zu- erst wagrecht weiter in die Nordwestwand, dann ab- steigend in eine Plattenschlucht und iiber eine vor- stehende Rippe hinaus gegen eine Schneerinne. Zuerst langs derselben aufwarts und unterhalb der Scharten- hohe in die Felsen des Montaschturmes. Ein wagrech- tes Band fiihrt zu einer steilen Rinne und durch diese auf den Gipfel. h) Morile Zabus (2244 m). Entfernung: Von der Nevea 3 V 2 St. Beschreibung: Dieser unbedeutende Berg wird nur in Verbindung mit dem Abstieg iiber ihn in das Tal Rio Saline nach Dogna bestiegen. Von der Nevea zur Alpe Pecol und iiber Gras- halden hinauf zur Fortje bassa (2048 m). Von hier ist der Gipfel iiber die gestufte und gebanderte Siidseite leicht zu erreichen. Der Abstieg in das Dognatal ist schwer zu finden; Naheres hieriiber in der Zeitschrift des D. u. Oe. A.-V. 1907, S.” 283. i) Monte Cimone (2380 m). Nicht sehr schwierig. Entfernung: Von der Nevea 5 St. Beschreibung : Von der Nevea zur Pecol-Alpe und auf Viehsteigen langs der Hiinge des Monte Zabus ernporsteigend (aber nicht zu hoch) zur Fortje Waudul (1981 m). Nach Ersteigung des Vorberges in der Rich- Ffitsch, Neveahiitte. 147 tung von Norden nach Siiden (V 4 St.) umkreist man jen- seits die Grasmulde der Viena bis zum Punkte 2080 m und erreicht leicht iiber den Riicken den schonen Aus- sichtsberg. k) Monte Foronon (2533 m) und Mondeon del Boinz (2537 m). Beide Berge, welche sich im Zuge der Baiitzen- Spitzen befinden sind unschwierig und kaum lohnend. Entfernungen : Von Parte di Mezzo auf den Foronon 4Vs St. Von Nevea auf den Mondeon del Boinz 5Va St. Beschreibung: Den Mondeon del Boinz besteigt man von Nevea aus iiber die beiden Almen Barboz und Larice und erreicht durch das Tal Boinz den Gipfel. Fiir den Foronon ist als Ausgangspunkt die Alpe Parte di mezzo zu empfehlen. Von hier iiber die Fontana deile Sieris und nach Osten bis zu einer Tal- bffnung und weiter iiber Weideboden bis zum west- lichen Ende der Gipfelmauer. In dieser durch eine Schlucht 20 m gerade empor dann etwa 30 m nach rechts und wieder hinauf bis zu einer zum westlichen Gipfel ziehenden Gerdilschlucht. Durch diese zum Gip¬ fel; der etwas hohere ostliche Gipfel ist durch einen kurzen, aber schmalen Grat verbunden. l) Molite Cregnedul (2308 m). Auch dieser Berg ist von der Nevea iiber die Cregnedul-Alm und die von hier hoch hinaufreichenden begriinten Hange in 5 St. leicht zu erreichen. 5. Ausgangspunkt Flitsch (s. S. 25.) a) Ueber den Prewalesattel (2063 m) zur Nevea¬ hiitte. Entfernung : Von Flitsch 8 St. Beschreibung: Diesen beiiebten Uebergang kann man auch mit dem Uebergange iiber die Sella Grubia nach Resia (Italien), welcher von Schmugglern viel begangen wird, in Verbindung bringen. Von Flitsch auf schlechtem Wege zur diirftigen Schafalm in der Kerniza und von hier auf einem gut kennbaren, aber Se hr schlechten Steig an einer Ouelle vorbei iiber Schutt and Schnee auf den Sattel (6 St.). Jenseits steigt man aber Schnee oder Geroll in die tieferliegende weite 11 148 Wischberg Montasch-Kanin-Gruppe. Mulde ab und gelangt auf die Markung, welche auf gutem Wege in die Nevea hinableitet (2 St.). b) Rombon (2208 m). Beschreibung: Von Flitsch auf vom Slow. Alpenverein gemarktem Wege iiber Uscliie (Ušje) zur Goritschiza = (Goričica) Alm, dann nordostl. auf einem recht schlechten Schafsteige aufwiirts bis zu einem Tale, welches vom Rombon gegen Osten zieht. Durch dieses gelangt man rechts von der Tschukla (Cukla) zuerst iiber eine Steinwiiste, spater iiber schone Weiden zur Spitze. c) Confinspitzen (2328 und 2266 m). Entfernung : Von Flitsch 6 V 2 St. Beschreibung: Diese Spitzen sind von der Nordostseite leicht iiber Gras und Wandeln zu ersteigen. Man kann zur Einstiegstelle an ihrem FuBe leicht von Raibl, Nevea, durch das Moschenzatal oder auch von Flitsch iiber die Alm Goritschiza in 5V 2 St. gelangen. Von Flitsch auf der Strahe gegen Bret bis zum Gasthause Pustina. Von hier bezeichneter Weg des Slow. Alpenvereines in den Moschenzagraben und auf die Confinspitze. d) Loupa (2410 m). Entfernung : Von Flitsch 6 bis 7 St. Von Nevea 6 St. Beschreibung : Von Flitsch nordwestlich iiber die Kerniza-Alpe, 1240 m, und Kerniza Dolina (= Tal), 1980 m, auf schlechtem Steige gegen den Prewale-Sattel zu. Nun ersteigt man iiber Geroll und steilen Fels den Sattel zwiscben Golouz und Loupa und von der Siidseite aus den Gipfel. Der bessere Zugang ist von der Nevea. Man steigt von der Nevea gegen den Sattel zwischen Loupa und Golouz an und geht im allgemeinen auf der Siidseite iiber schmale Bander, Gras und Fels, zuletzt iiber den grasigen Grat zur Spitze. e) Kanin (2592 m), vgl. die Vorbemerkungen S. 141. Entfernung : Flitsch-Kaninhiitte 4 St. Gipfel 4 St. Beschreibung: Fiir die Aufstiege von der Siidseite ist Flitsch der natiirlichste Ausgangspunkt, um- somehr als durcli die Erbauung der Kaninhtitte der Sektion Gorz des D. u. Oe. A.-V., wo man gewdhnlich Flitsch, Kanin. 149 iibernachtet, die Ersteigung bedeutend erleichtert wurde. (Vgl. S. 141.) Der markierte Weg fiihrt iiber Pluschna (Plužna), die Gosditscha (-Wald, Gozdiča) Alm und links neben der Wand „na Turnih" (auf den Tiirmen) aufwarts bis zum Rande der Hochflache, wo die Ka- ninhutte, 1811 m (nun der Sektion Kiistenland des D. u. Oe. A.-V. gehorig; nicht bewirtschaftet), steht. Der weitere Weg von der Hiitte ist bezeichnet und verbessert. Er fiihrt iiber das riesige Karenfeld zum FuRe des eigentlichen Gipfelaufbaues. Seine Steilwande werden in schoner, leichter Kletterei iiberwunden. Da- bei bentitzt man meistens Bander und hat nur eine schlimme Stelle bei einem Uebergang iiber eine kleine Schlucht. Vom Grat leicht nach links iiber mehrere Vorgipfel auf die Hauptspitze. Folgende nicht bezeichnete \Vege fiihren von der Hiitte noch auf den Oipfel: Man geht zuerst westlich gegen die Laschka-Planja (Welscher Plan) zu, wendet sich dann durch die ungeheuren Karfelder nordlich und erreicht in etwa 2^2 Stunden den FuB der von Werschetz (Veršic) zum Kanin sich hinziehenden Felskette. Dieselbe ist an mehreren Stellen zu ersteigen, man geht aber am besten ziemlich weit ostlich, dort wo sich Schutt und Schnee am vveitesten hinaufziehen zu einer Einsenkung im Gratef z w i s c h e n Kanin und Werschetz (Veršic). Nach leichter Durchkletterung eines ganz kurzen Stuckes in der Siidwand, wo eine Stelle bei einem groben Steine etvvas Vorsicht erfordert, erreicht man den Grat und iiber diesen in einer Stunde deti Nordgipfel. Nachstehender Anstieg fiihrt nicht unmittelbar auf den Nordgipfel wie die vorher geschilderten Wege, sondern auf die S ii d s p i t z e. Man wendet sich von der Hochflache zum Grate zvvischen Laska-Planja und Kanin, also westlich, und erreicht den Grat nicht an der tiefsten Stelle. sondern mehr gegen den Kanin zu. Der weitere Weg vollzieht sich mit Ausnahme einiger kleiner Kletterstellen immer iiber steilen Rasen tind Schutt auf den Siidgipfel, 2572 m, und auf dem Verbindungsgrate in einer Viertelstunde auf den Nordgipfel. Abstieg allenfalls nach Norden. (Vgl. S. 143.) S) Prestreljenlk (= der Durchschossene, Prestrel- nik, 2503 m). Entfernung : Flitsch, Kaninhiitte 4 St., Prestrel- ienik-Sattel lVa St., Gipfel V 2 St.; zusammen 6 St. Beschreibung : Von der .deutschen Kaninhiitte auf gemarktem und verbessertem Wege auf den Prestrel- ienik-Sattel und von diesem iiber kleine leichte Wandeln zur Spitze. g) Laschka Planja (= Welscher Plan, Laška Planja, 2449 m). Besser von Coritis im Resiatale. Entfernung: Flitsch-Kaninhiitte 4 St., Laschka Planja 2 St.; zusammen 6 St. 150 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. Beschreibuns: Von der deutschen Kaninhiitte (s. S. 149) liber die Hochflache auf den Sattel zwischen der Laschka Planja und dem Kamen (= Stein) und veiter leicht zum Gipfel. A b s t i e g allenfalls nacb dem Orte Coritis im Resiatale. Von der Spitze iiber leichte Felsen u. Schutt, dann iiber Almboden zur SchafalDe. Nun durch eine steile Rasenschlucht nžichst einer Ouelle zum Mali Dov (= Kleinkar) und 'iber Berdo di sopra (1241 m) hinab nach Coritis (4 St.). 6. Ausgangspunkt Wolfsbach (s. S, 29). a) Ueber den Praschnik-Sattel oder die Kerniza- Scharte in das Kaltwassertal (s. auch S. 129). E n t'f 'elr n u n g e n: 1 Wolfsbach—Prasfchnik-Sattel 3 St, Kaltwassertal 1 St.: zusammen 4 St. Wolfsbach— Kerniza-Scharte 372 St., Kaltwassertal 1 St.; zusammen 47 2 St. B e s c h r e i b u n g: Von VVolfsbach auf gemarktem Wege gegen die Seisera und bei einer Wegtafel links abzweigend iiber den Bach in den Sanrachgraben und etwas vor den Hiitten der Sanrachalm abermals bei einer Wegtafel links in ' den Sattelgraben und lancs desselben durch Wa1d aufwarts auf den Praschniksattel, 1486 m (s. S. 129). Nun hinunter in das Kaltwassertal. Vor den Hiitten der Sanrachalm zweigt der markierte Wee rechts ab auf die Kernizascharte. Man verfolgt den rechtsseitigen Weg und deti bewaldeten Sanrachgraben aufwarts in die Saifnitzer Kerniza und nach einer Ouelle scharf links gegen die Schwalbensnitzen, anfanglich iiber Oeroll, dann leichten Fels auf die Kernizascharte. 1757 m (s. S. 129) und auf etwas schwer zu findenden Stei ,r - snuren mit einigen unangenehmen Stellen hinab in die Tarviser Kerniza und von hier in das Kaltwasse r bd und zur Ortschaft KHtwasser. Nun entweder nach Tar- vis oder nach Raibl (vgl. S. 26). Von der obersten Ouelle in der Saifnitzer Kerniza iiber Oeroll und groBe Blocke liings des Nordabhanges des Wischberg-Qamsmutterzuges entlang erreicht man ohne Schwierigkeit die Nabois-Scharte (1962 m) in 8 A St. zwischen VVischberg und GroBem Nabois mit groB- artigem Blick auf die Wande des Montasch. WoIfsbach, Uebergange. 151 Vori der Nabois-Scharte fiihrt ein Schafsteig auf der linken Seite hoch liber der tief eingeschnittenen Nabois- scharten-Schlucht in die Špranja nnd von hier beim Tagerhaus vorbei auf gemiirktem Weg in 1‘A St. zur Seiserahiitte. b) Von Wolfsbach iiber den Forcella-Sattel (942 m) nach Malborgeth. Entfernung : IV 2 St. Besch reibung: Diese angenehme Wanderung fiihrt von Wolfsbach westlich iiber VViesen mit un- zahligen Heuhiitten spiiter durch Wald mit prachtvollen Ausblicken auf den Sattel und von da auf gutem Wege nach Malborgeth. (Photgraphieren strenge verboten.) c) Luschariberg, 1792 m (vgl. S. 130). Entfernung: Von Wolfsbach in 2 i k St. Beschreibung: Vom Dorfende links. durch eine VVegtafel bezeichnet, zuerst siidlich, dann ostlich steil, fiihrt ein schiecht bezeichneter Pfad iiber die prachtig gelegene Limerzaalpe zu einern Sattel (vgl. S. 131), in welchen auch der Weg von Saifnitz einmundet und von hier zum Gipfel. d) Kaltvvasser-Gamsmutter (2503 m) aus dem Kaltvvassertal, Erstersteigung durch Dr. Jul. Kugy. Herma und Emin Poech mit den Fiihrern Osw. Pesamosca u. Ant. Oitzinger am 30. August 1913. Sehr schvvierige Kletterei. Entfernung : Von Wolfsbach 7—8 St. Beschreibung : Von Wolfsbach in die Seisera und links ab in den Saprachgraben zur Saifnitzer Kerniza, bis hieher Wegbezeich- nung. Sodann iiber die Kerniza-Scharte (1757 m) hinab in die Tarviser Kerniza (s. S. 150). Von hier aufvvarts gegen die Kaltwasser-Scharte. Der Einstieg be- findet sich rechts dort, wa sich die Rinne zur Scharte schluchtartig verengt. Ueber ein kurzes gutes Band gelangt man auf eine steil empor- strebende Felsrippe; klettert diese empor, dann rechts ab in einen etwa 40 m hohOn Kamin. Derselbe wird bis zum Ende vierfolgt, dann quert man etvvas ab- steigend eine stark ausgesetzte Wand zur Linken, erreicht iiber einen plattigen Fels neuerdings die Hohe der Rippe und gelangt auf einen geraumigen Schuttplatz. Von hier etwa 5 m senkrecht aufwarts auf ein schinales Band, vvelches etwas absteigend. nach rechts in die Wand hinausfiihrt. Sodann iiber sehr schvvierigen Fels steil aufvvarts. So gelangt man iiber auffallend weiBe Plattenschiisse auf ein grofies Band, vvelches bis gegen die Nord- kante verfolgt wird. Ueber eine Reihe von Kaminen erreicht man die Spitze. e) GroBer Nabois (2307 m). Bezeichneter Weg des Slow. A.-V.; gegen den Gipfel zu versichert, nicht schwierig. '52 Wischberg Montasch-Kanin-Gruppe. Entf.ernungen: VVolfsbach—Nabois-Scharte 3 V 2 St., Gipfel IV 2 St.; zusammen 5 St. Beschreibung: Von WoIfsbach in den Saprach- graben und bis etwa 30 m unter die Nabois-Scharte (s. S. 150) und iiber abschiissige Felsen (Štifte) sehr steil auf eine hoher gelegene Schafweide und iiber diese dicht heran zum Gipfelblock. Dieser wird auf einge- meiBelten Tritten und angebrachten Stiften, welcbe Stelle Schwindelfreiheit erfordert, erstiegen. Der un- mittelbare Anstieg aus dem Saprachgraben ist eine sehr schwierige Felskletterei. Den A b s t i e g kanu man iiber die Nabois-Scharte (s. S. 151) in die Špranja und hinaus zur Seiserahiitte machen. i. 1 1 i B Mittagskofel (2089 m). Dieser durch seine schone Aussicht aufierst lohnende Berg ist auf gut hergerich- teten. bezeichneten Wegen obne Muhe zu besteigen. F,ntfernung: Von Wo1fsbach 4 V 2 St. Beschreibung: Bald nach dem Orte Wo1fs- bacb beniitzt man die erste Abzvveigung nach rechts, welche iiber einem Graben, durch Wald steil ansteigend, in ein groReres Kar und durch dieses bis unter den Ginfelaufbau und die siidseitigen Hange querend, iiber Schutt zum Oipfel fiihrt. Abstieg allenfalls zur Seiserahiitte, vgl. S. 154. 7. Ausgangspunkt Seiserahiitte (s. S. 29). a) Ueber den Somdognasattel (1405 m) und durch das Dognatal nach Dogna. Dieser prachtige Hochge- birgsiibergang, dem Raccolanatal ahnlich, ist insbeson- dere im Friihling oder Herbst zu empfehlen. Entfernungen: Seiserahiitte—Somdognasattel IV 2 St., Implanz 1 St., Dogna 2 St.; zusammen 472 St. Beschreibung; Von der Seiserahiitte westlich empor auf gemarktem Wege vorbei bei einem Grenz- stein zwischen der italienischen und osterreichischen Grenze, welche iiberdies noch durch eine gute Ouelle gekcnnzeichnet ist, zu der etwas oberhalb des Som- dognasattels gelegenen Welschen Alm (1452 m). Nun durch das groBartige Felstal hinab auf besser werden- dem Weg nach Implanz, einem armseligen italienischen Alpennest. (Ueber die Ersteigung des Montasch von hier aus vgl. S. 158.) Von Implanz fiihrt der Weg auf und ab iiber Plezziche, einen ebenfalls armlichen. Ort mit Seiserahiitte, Uebergange. 153 prachtvollem Blick auf den Montasch, nach Dogna, Haltestelle der italienischen Eisenbahn Pontafel—Udine im Fellatale. b) Ueber die Barenlahnscharte (2122 m) zur Finde- negghiitte (s. S. 136). Dieser Uebergang, welcher durch eine Steiganlage der Sektion Villach und auBerdem durch ein in der Scharte an der rechtsseitigen Wand befindliches Draht- seil sehr erleichtert ist, kanu bei schlechten Schnee- verhaltnissen oder Vereisung in der Scharte namentlich beim Ietzten Stiick des Aufstieges (45—50 Orad Neigung) und durch Steinfail sehr unangenehm werden. Entfernungen: Hiitte—Scharte 4 St., Finden- egghiitte 3 h St.; zusammen A 3 U St. B e s c h r e ib u n g : Von der Seiserahiitte auf gutem Weg zur (1 St.) Jagerhiitte in der Špranja und durch diesen herrlichen Hochgebirgskessel iiber einen steilen Felsriicken (rechts schoner Wasserfall) auf die ungeheuren Schutthalden, welche von der Scharte her- abziehen und iiber diese miihsam aufwarts in die immer cnger werdende Felsschiucht bis auf die Scharte; jeii- seits sanft iiber Wiesen hinab und auf angelegtem Alnen- vereinsweg bei der Traufwand (alte Wischberghiitte, Notunterstand) vorbei zur Findenegghiitte. c) Ueber die Mosesscharte (2271 m) zur Findenegg- hiitte (s. auch S. 136). Bis in die hintere Špranja bezeichneter Alpenver- eins\veg. ' Auch dieser Uebergang kann bei ungiinstigen Schneeverhaltnissen und Vereisung lange Stufenarbeit erfordern. Entfernungen; Hiitte bis Scharte A i U St., Findenegghiitte 3 A St.; zusammen 5 St. B e s c li r e i b u n g : Von der Seiserahiitte den gieichen Weg wie zur Barenlahnscharte, nur geht man von der groBen Schutthalde im Bogen links gegen die Mosesscharte zu und durch diese auf die Einsattlung zwischen Wischberg und Kastreinspitze, in welcher sich ein merkwurdiges Felsgebilde befindet. Von der Scharte kann man iiber die linken Wandstufen den VVischberg (s. S. 138) erklettern. 154 Wischberg-Montasch-Kanin Gruppe. Jenseits steigt man iiber ein steiniges Kar, zuletzt iiber Weideboden bequem zur Findenegghiitte ab. d) Mittagskofel (2089 m). E n t f e r n u n g e n: Hiitte—SomdognapaB IVa St., Oipfel 2 St.; zusammen 3 V 2 St. AeuBerst Iohnend und bequem. Beschreibung: Von der Hiitte auf bezeich- netem Wege steil durch Wald auf den SomdognapaB und hiniiber zur Welschen Alpe. Von dieser anfanglich tiber MVeideboden, spater durch Wald und Krummholz, Iinks auf eine Einsattelung und von hier rechts liber Rasen und Schutt zum Oipfel. Abs ti ege nach Wolfsbach (s. S. 152), nach Mal- borgeth (s. S. 163). e) Plper (2066 m). Dieser zweithochste Oipfel im Mittagskofel-Zuge mit der gleich schonen Fernsicht ude vom Mittagskofel ist miihsam aber nicht schwierig. Entfernung : Von der Hiitte in 4 St. Beschreibung : Von der Seiserahtitte auf be- kanntem Wege auf die Somdognaalpe (Welsche Alm) und auf einem Steige links abwarts bis zu einem tief ein- gerissenen, breiten Graben zwischen Piper und Mittags¬ kofel. Von hier Iinks aufwarts bis zu einem hoher befindlichen Steig und zu einem zweiten groBerenGraben, der schon vom Piperstock herabzieht. Nun rechts iiber die Westflanke auf den Oipfel. f) Montasch (2752 m, vgl. S. 144). In den siidlichen Kalkalpen wird man selten eine soleh ungeheure Wandentwicklung bewundern konnen, ude die Nordabstiirze des Montasch in der Seisera. Auch bei der Durchkletterung dieser Riesenwande ging Dr. Kugy als Bahnbrecher voran, indem er nicht weniger als drei Anstiege durch die machtige Felsmauer aus- findig gemacht hat. Wir beschreiben nachstehend, den Dognaweg ein- beziehend, folgende fiinf Nordanstiege auf den Mon¬ tasch. Von der Seiserahiitte in die Špranja und iiber die Cima Verde (griine Spitze) auf den Montasch, den sogenannten ..Spranja-Anstie g“. Von der Hiitte den geraden Anstieg durch die Nord- wand auf den Oipfel, genannt auch der „d i r e k t e An¬ stieg" oder Nordanstieg. AuBere Seisera mit dem Montasch. Aufnahme von Dr. F. M. Paltauf, Graz. Seiserahutte, Montasch. 155 Den sogenannten „S e i s e r a - A n s t i e g“ und den Westschulterweg, auf welchen man den Gipfel durch die VVestschlucht erreicht. Den „D o g n a - A n s t i e g“ von Implanz. Alle diese Anstiege, obwohl bedeutend schwieriger als die von der Stidseite (vgl. S. 144) haben den Vorteil, daB man sie in kiirzerer Zeit von der Bahn aus erreicht und auBerdem eine Ueberschreitung der osterreichischen Reichsgrenze vermeidet. aa) Der Spranja-Anstieg. Obwohl einige Stellen ver- sichert sind, bleibt dieser Anstieg dennoch eine sehr schwierige Kletterfahrt. Mitnahme eines Fiihrers (der geeignetste ist Oitzinger aus Wolfsbach) ratsam! Entfernung: Von der Seiserahutte etwa 8 St. Beschreibung: Von der Seiserahutte in 1 St. auf bez. Wege zur Jagerhiitte und noch weiter in die Špranja, dann westlich durch das Enziankar (Cianerča), steil iiber Gras auf den Riicken, der die Špranja von der Seisera trennt. Langs dieses Riickens (na Brdu) auf- warts bis zu den Felsen (etwa 3 St. von der Jagerhiitte). Daselbst auf einige sehr schwere Stellen, bis man auf ein breites Band kommt; nun nach links, wo man auf einem schmaleren Bande absteigend den Einstieg zum groBen Kamin erreicht. Die schwierigsten Stellen darin sind durch Versicherungen erleichtert. In der linken Seite des Kamines einen schmalen Gang empor bis zu einem eingeklemmten groBen Block, iiber welchen man sich hinwegstemmen muB. Nun verfolgt man den linken Arm des Kamins iiber drei Steilstufen, wovon der zweite Absatz, etwa 4 m hoch, vollkommen senkrecht und glatt, der schwerste ist; auch der dritte Absatz ist infolge seiner iiberhangenden Eigenschaft sehr schlecht zu nehmen. Spater in etwas leichteren Fels auf den griinen Voreipfel des Montasch (Cima Verde), etwa 1 St. vom Einstiege des Kamines. Von diesem Gipfel steigt man iiber steilen Rasen nicht schvvierig zum Verdipasse hinab und gelangt auf dem gewohnlichet> Wege. welcher von der Siidseite heraufkommt (vgl. S. 145) in einer \veiteren Stunde auf den Gipfel. bb) Der ..direkte Anstieg" (Nordanstieg) aus der Seisera. Dieser friiher auBerst schwierige Anstieg wurde durch einen kiihnen W e g b a u der Sektion Villach des D. u. Oe. A.-V. auch ftir solche Bergganger erschlossen, 156 W ischberg-Montasch-Kanin- Gruppe. welche iiber Uebung und ein geniigendes MaB von Schwindelfreiheit verfiigen. Rote Bezeichnung. Die Mit- nahme eines Fiihrers ist ratsam. Bei Neuschnee oder Vereisung wird der Steig Ieicht ungangbar. Entfernung: 6 Stunden. Beschreibung: Von der Seiserahiitte iiber Wiesen an das breite Wildbachbett hinab und iiber die- ses bei der Wegteilung (links in die Špranja), rechts auf gut angelegtem Steig — vorbei an einer Ouelle — durch Wald und Krummholz steil zum (2 St.) Beginn des groBen Schuttkars, durch dieses empor zum kleinen westlichen Gletscher. Dieser ist anfanglich ganz sanft und geht in einen sehr steilen Schneekegel iiber, welcher sich an der Westseite des Iangen Felsspornes anlegt, der den Mon- tasch in zwei Teile trennt. Die sehr tiefe und sehr ver- schieden breite Randkluft kanu den (1 St.) Einstieg in die Felsen mitunter sehr schwierig gestalten. Auch muB diese Stelle auBerdem noch sehr rasch genommen wer- den, da sie von Steinfall immer bedroht ist. Vom Grunde der eisigen Kluft an beginnt nun die kiihne Sicherungsanlage. Eine nahezu senkrechte 100 m hohe Wand wird mit Hilfe eines dicken, mit Holzgriffen versehenen Drahtseiles und auf senkrecht in der Wand eingetriebenen Eisenstiften erklommen. Den Ausstieg bildet ein Absatz, von welchem man einen unheimlich schonen Anblick der Felswildnis ge- nieBt. Nun weiter empor auf die Hiihe des nun breiter werdenden Felsspornes, welcher unterbrochen von Tiir- men und Bandern sich mit dem Montaschgrate vereinigt. Ueber steile Wandstufen und auf schmalen Bandern, immer stark ausgesetzt, gelangt man auf Quergangen zur einst schwierigsten Stelle, zum „Passo Oitzinger", einem 4 m hohen, steilen und grifflosen Kamin. Von hier wird unter einer iiberhangenden Wand eine ganz niedrige Felsnische, unter welcher die Wand senkrecht abstiirzt, auf kiihn angelegter Versicherung gequert, worauf man etwas leichter gangbaren Felsen erreicht. Zur Rechten erhebt sich der Mont^kchturm (s. S. 146), die Steilheit wird geringer und man gewinnt den Mon- taschgrat und iiber diesen westlich etwas ansteigend den geraumigen Gipfel. Seiserahutte, Montasch. 157 cc) Seisera-Anstieg. Eine aufierst schvvierige und in manchen Tei- len steingefahrliche! Kletterfahrt. Nur ganz erprobten Kletterern zugang- lich. Von Ing. F. Horn ani 8. September 1911 zum erstenmale begangen. (Vgl. die beigegebene zvveiteilige Anstieg-Zeichnung.) 158 Wischberg-Montasch -Kanin-Gruppe. Entfernung : Von der Seisera-Hiitte 9 bis 10 Stunden. Beschreibung : Von der Seisera auf bez. Wege zur Quelle unterhalb des Einstieges zum versicherten direkten Nordwandweg s. S. 156. Von der Quelie wagrecht liber Schutt nach rechts an dem Felssporn vor- bei, an den sich der Einstieg zimi Westschulterweg befindet. Eine kleine Schuttrunse wird bis zu einer schiefen plattigen Rinne gequert. Hier befindet sich der Einstieg, welcher durch ein kleines rotes Zeichen besser kenntlich gemacht ist. Durch die Rinne, die schluchtartig tief in den Berg einschneidet, aufvvarts bis zu einem senkrechten Absatz. Der Weiterweg wird rechts durch einen engen und steilen, unten sehr schvvierigen Kamin vermittelt, der dort, wo er sich in eine Rinne auflost und wo diese durch einen Block iiberdacht wird, nach links verlassen wird. In steiler aber etwas leichterer Kletterei gerade empor, dann iiber begraste Schroffen in eine kleine Scharte, von dieser in einer steilen Schlucht ein vvenig abvvarts und dann querend in ihr empor. Sodann wag- recht iiber ein breites begrtintes Band zur Nordkante des Montasch bis zu einem machtigen Felsklotz; von hier schone Blicke in das Dognatal. Nun einen Plattenschub querend (sehr schvvierige Stelle) bis zu einem kurzen Kriechband, das bald breiter wird (hieher auch in leichter Kletterei, aus der Kerniza-Scharte, 1740 m, zivischen Kopiach und Mon¬ tasch), gelangt man links um die Ecke iiber ein sehr langes Band in gleicher Hohe bleibend an zwei Schluchten des Val rotta vorbei zu einem begriinten Riegel, welcher auch das Band beschliebt. Nun hat man eine Schlucht mit zvvei Wasserrinnen vor sich; an- fangs in der linken ein kurzes Sttick empor, dann iiber Schroffen schief in die rechte Rinne und in dieser solange empor, bis ein Ausstieg iiber steile Schroffen nach rechts moglich ist. Erst schwierig, dann iminer leichter, stets rechts empor. Um einen Felsvorsprung biegend, befindet man sich plotzlich vor dem groben Bande, genannt ,,Cengia“. Nun iiber dieses nach rechts zum Findeneggvveg durch die „West- schlucht“ (vgl. Seite 145) und durch diese in leichter Kletterei auf den Gipfel. dd) Westschulterweg. Schvvierige Kletterfahrt, nur erprobten Kletterern zu empfehlen. Entfernung : Von de!r Seisera-Hiitte 8—9 St. Beschreibung : Von der Hiitte auf bezeichnetem Wege in die Kerniza am Fube des Montasch. Nun iiber Felsstulen empor zum her- austretenden Pfeiler am Westende des vvestlicheren der beiden Schneelelder. Ueber die Felsen rechts von einer roten Wand gerade aufvvarts in einen engen Spalt (von der Hiitte aus sichtbar), durch diesen bis zum Ende, dann an der linken Seite iiber glatten Fels sehr schvver heraus auf eine tiefe enge Scharte. Von der Mitte derselben durch einen sehr schvveren etwa 6 m hohen Kamin auf einen Absatz, von hier leicht in ein Tal und durch dieses aufvvarts bis zu einer Schneemulde am FuBe des Turms (2673 m). Von der Mulde rechts iiber steilen und lockeren Rasen hinauf zur Nordvvestschulter und auf das grobe Band (Cengia) in die Westschlucht und den Findeneggvveg (s. S. 145) folgend auf die Spitze. ee) Dogna-Anstieg. Einer der schonsten Zugiinge, jedoch sehr entlegen. Ausgangspunkt das Dorf I ni - p 1 a n z im Dognatale, zu welchem man von der Sei- serahiitte iiber den Somdogna-Sattel in 2 V 2 St. gelangt (vgl. S. 152). Von der Station Dogna crreicht man Im- Seiserahiitte, Montasch. 159 planz in 3 St. Wer nicht ein Freilager im Rio Montasio vorzieht, kann in einer der einfachen Hutten von Stavolo Rive de Clade (902 m, Vs St. gegeniiber Implanz) iiber- nachten. Grofiartige schwierige Kletterfahrt, welche jedoch nur fiir sehr erfahrene Kletterer in Betracht kommt. Dauer von Implanz etwa 10 St. B e s c h r e i b u n g: Man steigt auf diirftigem Schafsteig durch Wald empor zum Eingang des Val- Rotta, geht in demselben i nach Siiden weiter, durch unangenehmes dichtes Krummholz, dann iiber Rasen und Schutt immer hoch liber ddr tiefeingeschnittenen Klamm des Rio Montasio ain ostlichen Ufer ansteigend. Nach Ueberschreitung eines kleinen Talkessels, der das Ende einer von den Montaschwanden herabziehenden Schlucht bildet, erreicht man eine kurze Platte mit sehr schmalen Tritten ( 2 V 2 St.). Ueber diese in leichterem Fels zu einem kleinen Schuttfeld. Nun wendet man sich links steil aufwarts in nordostlicher Richtung, bis man unter eine auffaliend groBe rote Wand gelangt, welche schon von Implanz aus sichtbar ist (IV 2 St.). Vom untersten Ende des Eckpfeilers, welcher die rote Wand begrenzt und einen Winkel mit einer nach links sich etwa 200 m hoch erhebenden grauen Wand bildet, erklettert man diese Wand iiber Bander und Kamine, sich links haltend bis zur eigentlichen SchluB- wand. Diese wird durch eine kleine Rinne, in welcher ein Stein steckt und iiber ein 10 m langes Band nach rechts erreicht. Oben angelangt, sieht man jenseits in eine riesige Schlucht hinab ( 1 V 2 St., „Belvedere“). Auf sehr schmalem Bande quert man luftig bis zur Schlucht hinaus. Von dieser aus ist das „groBe Band“ (Cengia) iiber eine schwere, senkrechte Felsstufe und dann iiber Schroffen zu erreichen. Auf dem groBen Bande nach rechts in die auffallende „WestschIucht“ des Findeneggweges (s. S. 145) und iiber den VVestgrat auf den Gipfel. A b s t i e g vom Montasch atu leichtesten iiber die Nevea-Alpe nach Raibl (vgl. S. 145). g) Enzianturm (1931 m). Schone Aussicht, bemerkensvverte Flora. Erstersteigung durch Herma u. Ervvin Poech mit Max Maurer am 2. September 1913. Entfernung: Von der Seisera-Htitte 5—6 St. Beschreibung : Von der Htitte auf bezeichnetem Wege in die Špranja, dann rechts ab aufwarts durch Krummholz in das Enzian- 160 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. kar (Cianerza, 2 St.) und iiber steile Rasenhange zum Einstieg unter gelbe Wandabbriiche der Siidflanke. Ein schmales ausgesetztes Band luhrt rechts um die Ecke zu einer Kaminrdihe, welche den Durchstieg zum groben Rasenband vermittelt. Dieses verfolgt man nach rechts bis zum Ende und gelangt iiber einen steilen Riicken auf einen VorgipfeL Diesen links umgehend zu einer senkrechten Wand an der Nordkante und iiber dieselbe zum plattigen Gipfel. h) Wischberg (2666 m, vgl. S. 137). W e s t a n s t i e g. Dieser ist einer der schonsten Wege auf den Wischberg und fiir einen klettergewandten und erfahrenen Berg- steiger eine germBreiche Kletterei, ohne besonders schwierig zu sein. Entfernungen: Seiserahiitte—Ouelle unter der Nabois-Scharte 2 V 2 St., Gipfel 5 V 2 St.; zusammen 8 St. Beschreibung: Von der Seiserahiitte wie auf S. 161, I) beschrieben, unter die Nabois-Scharte zu der Ouelle und noch einige Meter aufvvarts bis zu einem groBen und breiten Bande, welches rechts vom Wisch- bergkorper herabkommt. Auf diesem auf und ab (VVestseite) bis man in ein groBes Kar (Studenze — bei den Ouellen) gelangt, in das von oben eine groBe Schlucht einmiindet. Von dem Boden des Kares zum Siidrand dieser Schlucht hinauf und scharf links iiber leichteren Fels 20—30 m empor auf ein hoher oben befindliches schmales Band, liber welches man nordostlich zu der erwahnten Schlucht ge¬ langt (2 St.). Wenn man die Schlucht quert, so kann man auch nordlich aufvvarts miihsam den Gipfel erreichen. Nun vom Bandende rechts empor gegen die Moses- scharte bis in die Nahe des Gipfelgrates und nachher links unter einem auffallenden Kopf gerade aufvvarts und iiber Schutt beinahe eben in eine Schlucht ( 2 V 2 St.), die tunnelartig den Gipfelgrat durchbricht. Der Tunnelein- gang bildet eine schvvierige Kletterei. Auf der andern Seite des Wischberges auf dem Grat und iiber diesen auf den Gipfel. (Ueber sonstige Anstiege vgl. S. 138.) i) Spranjaturm (Cima de lis codis, 2362 m). Die Ersteigung dieses Nebengipfels des Wischberges ist fiir tiichtige Kletterer nicht besonders schwierig. Entfernung: Von der Seisera-Hiitte 7—8 St. Beschreibung : Wie auf Seite 153 beschrieben von der Hiitte zum Eingang der zur Moses-Scharte aufvvarts ziehenden groBen Schutt- rinne. Nun wird auf einer breiten Schuttstufe links in die Wande des Spranjaturmes eingestiegen. Am nordvvestlichen Ende dieser Stufe beginnt ein groBes Band, das quer durch die West- und Nordwestflanken des Berges bis in die groBe Nordwestschlucht des Wischberges fuhrt. Seiserahutte, Wischberg. 161 Etwa 100 m vor der Schlucht wird das Band rechts verlassen und uber steile Felsabsatze ein hoheres Band erreicht, das in entgegenge- setzter Richtung wieder zurtick- und emporfiihrt. Es ist viiel schmaler als das verlassene Band und man darf bei seiner Verfolgung niemals ab- warts gehen, wenn auch unten . bessere Stellen zu sein scheinen, sondern muB sich stets aufvvarts halten und durch Kamine die Fortsetzung des Bandes finden. Von der Steile oberhalb der Mosesrinne, wo man bereits zur Mosesscharte hinunterblicken kann, wendet man sich links aufvvarts gegen eine hohe und steile Schlucht zu, in der einige Kamine und Absatze zu Ubervvinden sind. Die einzuhaltende Richtung ist die' erste Spitze des doppelgipleligen Spranjeturmes. Gegen Ende sehr steil auf diese Spitze und tiber den Verbindungsgrat zu einer begriinten Rinne und an ihrem Steilhange entlang zum senkrech- ten Abfall des hochsten Turmes, der durch eine enge Scharte und auf der anderen Gratseite uber die Nordflanke erstiegen wird. k) Kastreinspitze (2495 m). Diese sehr schone aber schwierige Fels- tour wurde am 17. August 1913 von F. Prelog u. R. Czegka zum ersten- male ausgefiihrt. . E n t f e r n u n g : Von der Seisera-Hutte . 7—8 Stunden. Beschreibung : Von der Seisera-Hutte den bezeichneten Weg durch die Špranja bis zum FuBe der Barenlahn Scharte (s. S. 153). Von hier geht man links und quert in die Schlucht hinein, die von der Moses-Scharte herabzieht und vvendet sich dann rechts uber Geroll und Schnee zu einem rechts gelegenen Schneefleck hin. Von hier steigt man links durch einen engen Kamin aufvvarts in ein kleines Schartel und erreicht etwa 3—4 Meter abvvarts einen kleinen Schuttplatz. Nun links iiber eine Rippe, worauf ein ganz kurzer Quergang nach rechts in eine Rinne folgt. Diese setzt sich in Kaminen iort, welche sich schluchtartig erweitern. Nach Ueberwindung eines sehr schwierigen Ueberhanges (diese un- angenehme Steile kann links umgangen vvercten) geht es immer in der Schlucht empor bis man zu einem blockgesperrten Kamin kommt, der schief nach rechts aufvvarts fiihrt und dessen unteres Ende riBartig verengt ist. Nach seiner Durchkletterung quert man nach links auf breitem Bande an. der Hauptschlucht vorbei zu einem Rasenplatz und gerade aufvvarts zu einem zvveiten Rasenfleck und klettert von hier immer durch Risse, Kamine und schlieBlich auf der Kante eines Pfeilers empor, der die hier plattig werdende Schlucht links begrenzt, bis man das Schartel zvvischen dem genannteti Pfeiler und der Wand erreicht. Jenseits steigt man etwa 30 Meter in die Hauptschlucht ab. Es sind noch einige Ka¬ mine zu durchklettern, wovon der letzte, ein glatter Stemmkamin mit ein- geklemmten Blocken, oben durch einen Uebergang gesperrt ist. Nach Bewaltigung dieser schwierigen Steile gelangt man in ein kleines Kar, vvelches sich verengt, und erreicht durch eine Schlucht im Bogen nach links die Scharte zvvischen den beiden Gipfelttirmen. Von hier ist die hochrte Spitze leicht zu ersteigen. l) GroBer Nabois (2307 m). Nicht schwierige Klet- terei auf teilweise versichertem Wege (vgl. S. 151). Entfernungen: Von der Seiserahutte auf die Nabois-Scharte 3 Vž St., zum Gipfel lVa St.; zus. 5 St. Beschreibung ; Von der Seiserahutte auf ge- marktem Wege in die Spranja.Hier wendet man sich von 12 162 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. der J&gerhutte links auf einen breiten Waldweg (einen von ihm links abzweigenden schon angelegten Jagdsteig darf man nicht gehen, weil er bei einem Jagdstande plotzlich aufhort), welcher sich spater als schlecht kenn- barer Fufisteig fortsetzt bis zum FuBe der zwischen Nabois und Wischberg herabziehenden Schlucht. Die- selbe wird nach rechts umgangen. So gelangt man auf einem anfangs schwer zu findenden Steig iiber die erste VVandstufe, rechts von der Schlucht in die eigent- liche Nabois-Schiucht und sodann in dieser an einer Ouelle vorbei auf die Scharte ( 3 V 2 St.). Von dieser jenseits tiber Gerdll abwarts bis zu dem vom Saprach- graben heraufkommenden bezeichneten Steig und wie bei e) auf S. 151 beschrieben, auf den Gipfel. Ueber die Westwand. Entfernung : Von der Hiitte 4 Stunden. Beschreibung : Diese von Dr. Gustav Renker am 1. August 1911 zum erstenmale ausgefiihrte prachtige Felstour ist sehr schwierig und ausgesetzt. Von der Hiitte eben an den Nabois-Stock heran und durch eine der Hiitte gerade gegeniiberliegende Schlucht hinauf, welche sich zu einem glatten Kamine, der sehr scnvvierig uberwunden wird, verengt. — Weiter durch eine seichte grifflose Rinne auf einen kleinen Rasenplatz, von hier etwas links auf ausgesetzten schmalen Bandern empor auf einem Riicken und in das schon von der Hiitte aus sichtbare Schneekaar. Der Schnee wird links gequert und iiber Geroll der unterste Sockel des Gipfelkorpers erreicht. Anfangs in leichter Kletterei empor; dann quer auf ausgesetzten Bandern nach rechts in den schon von Wolfsbach aus sichtbaren groben Kamin hinein. Diesen empor, oben unter einem dachartigen Ueberhang nach rechts hinaus und iiber eine Wand mit spariichen Griffen auf ein breites Rasenband, das miihelos bis unter den Gipfel verfolgt wird, den man schlieBlich durch eine seichte Rinne erklettert. m) Kleiner Nabois (1694 m). Hiibsche Aussicht. Erstersteigung von Herma u. Erwin Poech am 16. August 1912. Entfernung : Von der Seisera-Hiitte etvva 5—6 St. Beschreibung : Von der Hiitte in den Saprachgraben (bez.) und auf teilvveise sichtbarem Steig, rechts von einem auffallenden Turni gegen die Scharte zwischen dem Kleinen und GroBen Nabois. Man biegt etwas friiher nach rechts ab zur Ostwand des Kleinen Nabois und ge¬ langt iiber diese dicht mit Krummholz bevvachsene Wand miihsam auf den Gipfel. 8. Ausgangspunkt Malborgeth, s. S. 29. a) Ueber den Forcella-Sattel (942 m) nach Wolfs- bach. Angenehmer, lohnender Ausflug. Entf ernungen : Forcella-Sattel 1 St., Wolfs- bach V 2 St.; zusammen IV 2 St. Beschreibung: Von dem Orte Malborgeth zu- riick gegen Tarvis und auf der Brucke tiber die Fella Malborgeth, Lufinitz. 163 untcr der Eisenbahnstrecke durch, und iiber Wiesen und Wald auf gutem Wege zum Sattel hinauf und jenseits bei unzahligen Heuhutten vorbei nach Wolfsbach. bj Mittagskofel (2089 m). Dieser lohnende Aussichts- berg ist ohne Schwierigkeiten auf bezeiclmetem Wege zu erreichen. Entfernung: 4 Stunden. Beschreibung: Von Malborgeth zur Strechiza- Alpe IV 2 St. (in dieser Alpe ist zum Uebernachten ein von der A.-V.-Sektion Villach gemietetes Zimmer erhaltlich), dann sudostlich bei einer Quelle vorbei zur Vereinigung mit dem von Wolfsbach heraufkommenden Wege (vgl. Seite 152). Nun siidlich durch ein groBes und wildes Hochkar tiber Felstriimmer zu einer flachen Einsenkung im Osten des Berges und von dieser auf den Gipfel. Den Abstieg kann man siidlich auf bezeiclmetem Wege leicht zur (2 St.) Seiserahtitte (vgl. S. 154) oder westlich tiber die Alpe Somdogna zur (5 St.) Station Dogna (vgl. S. 152) der Pontebbabahn nehmen. Ueber die Nordwand: Diese Kletterei ist infolge der Brtichigkeit der Felsen und des damit verbundenen Steinschlages etwas unangenehm. Von der Strechiza-Alpe 1 Stunde. Man geht miihsam iiber Schutt bis unter die Nordvvandfelsen und steigt wegen Steinfall besser aus dem links hinanfiihrenden Schuttkar etwa in halber Wandhohe iiber ein ansteigendes Band nach rechts herum auf einer steilen Rippe der Nordfianke aulvvarts. Schlieblich iiber sleilen, briichigen Fels auf den Gipfel. c) Piper (2066 m). Sehr lohnende und nicht beson- ders schvvierige VVanderung. Nicht bezeichnet. Entfernung: Von Malborgeth 4—5 St. Beschreibung: Von Malborgeth durch den Rankgraben oder tiber den Mittagsberg (Col di mezzo) zu den Simelen-Wiesen (1579 m). Von dort ftihrt ein Steiglein (teilvveise auf dem Grat) in das Kar auf der Nordseite des Gipfelmassivs. Aus diesem leitet eine ziemlich steile Schlucht zu einer, Scharte zwischen Mit- tel- und Stidspitze; jenseits etwas hinab in die Mulde, von der aus leicht alle drei Spitzen erreicht werden. 9. Ausgangspunkt LuBnitz, s. S. 30. a) Zvveispitz (2047 m). Prachtiger, leicht zu errei- chender Aussichtsberg. Entfernung: Von LuBnitz 4 St. Beschreibung: Von dem durch sein Schwcfel- bad bekannten Orte LuBnitz geht der bezeichnete Weg 12* 164 Wischberg-Montasch-Kanin-Gruppe. durch Wald auf die schone LuBnitzer Alpe (1589 m) und von hier in einem Winkel nach links bei Ouellen vorbei bis zu einem Schuttkar zwischen Zweispitz und dem Punkte 1955. (Le lave deli orso der Karte.) Nun durch dieses und spater ilber leichte Felsen auf die Spitze. b) Lipnik (Monte Schenone, auch Pala dell'aqua genannt, 1952 m). Entfernung: Von LuBnitz 4Va St. Beschreibung: Diesen am auBersten Ende der Reichsgrenze zwischen Karnten und Italien gelegenen Berg erreicht man von LuBnitz ilber die Lussariawiesen und weiter ilber den Auhalter (nicht Anhalter) -Sattel (1701 m). Von hier fiihrt ein Steig quer aufwarts durch die Ostseite des Lipnik auf die Sudseite und dort ilber sehr steile Rasen (Steigeisen angenehm) zur Spitze. Dieser Berg ist auch von Pontafel und von Leopoldskirchen iiber die Leopoldskirchner Alpe sehr steil iiber Rasen und Fels zu ersteigen. Nicht empfehlenswert. ji Jlot.Slatori SpJoJum. tst>r, JS3i>- H! GcL im:i MrdBv^rc^-' j. W * /333 : -'- •(Kamni? _ 37// / - i7f}^A tawi ft.Mpbr^isp/^-, )) $Jr®«Y(',U',*/ /?\\ .jj!S 'taretsc/i Štaiy tke :/j - (Hh‘! S< Jlilfjh wi f.i £3» , /,v icjnnaPl. -/ti dr) zlmizf' Jtrusd£$užo VO> V— SJrfiitf) °: f fi&P*’ :^w *907 '••■■• /«.Vj WD Ploisclm MB 7 S< J VJJMorfa* vvtkK ' ■ O&kn&chki J{rzb, ros&j ./■) Jbd/(v//čafr^d-, '-K., '^■^ftrjruin.rJljpp. Vit ft&chthrfK ru/(( i JjrscJmjfctSajrn rnpi>tnx)\ ' /b^t/. TJai^mwh J ([ r r v . \Kf>rls( iik{x Ga : i 'Clubtaaarn Werch Kotlu ^Josdfm "TcmliM Verlag Joh. Heyn, Klagenfurt. Aus G. Freytags Tourlsten-Wanderkarte: Julische Alpen, 1:100.000. Druck von G. Freytag & Berndt, Wlen. Karte V zum Fiihrer der Julischen Alpen (Wocheiner Berge) I; 'A '•ir D. Dic Wocheiner Bcrge. I. UberMick. Die westlichen Randberge des Triglauseentales ver- flachen gegen Siiden und verbreitern sich zur unge- heuren, wiisten H o c h f I a c h e d e r Komna, die mit steilen Wanden in den Kessel des Wocheiner Sees ab- stiirzt. Gegen Siidosten zu schniirt sich diese Hochflache allmahlich wieder zusammen und bildet in ihrer Fort- setzung bis zum Zarzer Sattel (1287 m) eine scharfaus- gepragte hohe Bergkette, die das Wocheiner Becken gegen Siiden abschlieBt. Ihre durchschnitt- liche Hohe von 1800—1900 m wird nirgends von tiefer eingeschnittenen Passen unterbrochen. Erst von ihrem ostlichen Ende, dem Schwarzenberg (1844 m) angefan- gen, talit sie rasch ab und hat im Rindloch- oder Batschasattel (1281 m) den ersten bequemen Uebergang zwischen der Wochein und dem Batschatal, das den SiidfuB der Kette begrenzt. Die weiteren bstlichen Aus- laufer, der Rakitouz und das ausgedehnte Waldgebirge der Jelouza sowie der siidlich von Podberdo sich er- hebende Poresen gehoren schon dem Mittelgebirge an. Im Westen der Komna erhebt sich als letzter Aus- laufer der Triglaugruppe der allseitig scharf abgegrenzte Stock des 2245 m hohen Kern (Krn), der das groBe Dreieck zwischen dem Isonzo, dem Lepenjagraben und dem Tolmeiner Tal ausfiillt. Die Duple-Alm (1371 m) vermittelt einerseits den Uebergang zwischen diesen Talern und andererseits die Verbindung zwischen der Komna und dem Stock des Kern, der mit ciner mach- tigen Mauer steil zum Isonzotal abfallt. Der Hohenunter- schied ist hier iiberraschend, denn er betragt z. B. zwi- schen Tolmein und dem Kern mehr als 2000 m. Den groGartigen Aufblick von der StraBe des Isonzotales belebt der in der Tiefe dahinschieBende Isonzo mit sei- neni herrlichen, blaugriinen Wasser. Die Nachbarberge siidlich vom Isonzo (Matajur, Stol u. a) gehoren auch hier wie ostlich nur mehr dem Mittelgebirge an. 166 Wocheiner Berge. Die hier als „W o c h e i n e r B e r g e“ zusammen- gefaBten Grunpen sind bisher verhaltnismiiRig wenig bekannt und begangen, mit Ausnahme des Schwarzen- berges (TschernaDerst) und des Kern, zweier ganz her- vorragender Aussichtspunkte. Insbesondere der Kern bietet infolge seiner vorgeschobenen freien Stellunsr als letzte Hochwarte der Julischen Alpen eine Rundschau, die zu den groBartiesten und schonsten in den O.stalnen (»•ezahlt werden muR. Tm iibrigen sind die A u s b 1 i c k e fast von ailen Gipfeln frei und auRerst Iohnend. Ganz besonders reizvoil ist der Blick auf das Adriatische Meer und die Ttahenische Ebene. wahrend die Gegenseite un- zahbge Felsgipfel der Julischen und Karnischen Alnen bis hinuber zu den Ampezzaner Dolomiten beherrschen. Das ganze Gebiet ist ungemein wild und einsam, wtist und groBartig. Wer vom Triglau-Gipfel gegen Siid- westen blickt, glaubt ein wahrhaftes ..Steinernes Meer“ vor sich zu sehen, in dem das scharf aufgesetzte Horn des Kern besonders auffallt. Touristische Weganlagen besitzt nur der Kern und die Schwarzenberg-Graditze-Gruppe und nur letztere hat Unterkunftshiitten aufzuweisen: sonst ist man auf Almhiitten ansrevdesen. Hirtensteiee eibt es genug und die wichtigeren Uebergange aus der Wochein ins Tsonzotal sind auch mit Farbe gemiirkt. Im iibrigen ist die Mitnahme eines ortskundigen Fiihrers ailen jenen, die nicht mit Karte und KompaB sicher umzugehen verstehen, dringend anzuraten, da das verworrene. vielfach verkarstete Gelande mit seinen vielen Dolinen, Mulden und Karenfeldern die Berichtung sehr erschwert. Eine unangenehme Beigabe ist im Hoch- sommer der Wasserniangel. Liebhaber einsamer Wan- derungen, sowie Geologen und Botaniker werden in die- ser Gruppe, die insbesondere sehr Iohnende Uebergange und ausgedehnte Hdhenwanderungen ermoglicht, vollauf ihre Rechnung finden. Eine besondere Bedeutung haben die vVo- cheiner Berge fiir die Stadt Triest. Durch die Wocheiner Bahn sind sie ihr so nahe geriickt, daB sie fiir die Bergfreunde dieser Stadt als Sonntagsausfliige in erster Linie in Betracht kommen. AuBerdem bieten sie ganz hervorragende Gelegenheit zur Ausiibung von Wintersport aller Art. Uebergange siidl. d. Wochein. 167 In der folgenden Beschreibung sind die Uebergange mir in einer Richtung behandelt. Der umgekehrte Ver- lauf ergibt sich von selbst. II. Ubergange siidlidi vom Wocbeiner Scc und Tal. 1. Von VVocheiner Feistritz nach Podberdo und Zarz. a) Von "VVocheiner Feistritz iiber das Rindloch (Grindloch oder Batschasattel, 1281 m) nach Podberdo. Leicht, bezeichnet. Entfernungen: Feistritz—Rindloch 2 St., Pod¬ berdo P /2 St.; zusammen 3 V 2 St. Beschreibung: Vom Orte siidlich und beim Auslauf der Rodelbahn vom Wege zur Mallner Hiitte links ab. Nun sudostlich zuerst iiber Wiesen, dann durcb Wald auf gutem Wege zum Einschnitt des Batscha- Sattels. (Man kann auch vom Bahnhof siidlich auf guter StraRe zum Dorf Raune und von diesem iiber VViesen zum bez. Weg ansteigen.) Vom Sattel siidlich. anfanglich steil. dann auf beauemem Weee zum Dorfe Batscha- Podberdo und hinab zur StraRe, welche siidlich zur Station Podberdo fiihrt. b) Von Wocheiner Feistritz iiber den Zarzer Sattel (1287 m) nach Zarz und nach Podberdo. Leicht und lohnend: bezeichnet. Im Winter erschlieBt dieser Ueber- gang mit den sanft geneigten, vielfach unbewaldeten Hangen der Hochflache ein ausgezeichnetes, von Triest aus vielbesuchtes Skigebiet (guter Schnee meist bis Ende Marž). Die vom Zarzer Sattel (in etwa je 1 St.) leicht erreichbaren Oinfel des Moschitz (vel. S. 170) und Lahnereck (Leiner) sind hervorragend schone Skiberge. Zum Uebernachten werden von Skifahrern gerne die etwa 2 St. von Feistritz entfernten Heuhfitten gewahlt. Bessere Unterkunft findet man in Zarz (Hotel Post). Entfernungen: Feistritz—Deutschgereut V 2 St., Zarzer Sattel 2 St., Zarz 1 St., Podberdo P /2 St.; zu¬ sammen 5 St. Beschreibung: Vom Bahnhof ostlich nach Deutscheereuth (693 m), dann sudostlich steil durch Wald, iiber Almen und wieder durch Wald auf den breiten Zarzer Sattel, zwischen Moschitz (Herrschaft- eck, Možic) und Schvvarzkoppe (Črni vrh.). Weiter F>st' l'č>8' Wocheiner Berge. eben iiber die' breite Senkung der Hochflache an zahl- reichen Hiitten voriiber zum Siidausgang der Senkung (Mosche = Može genannt, 1207 m). Von hier ist in V 2 St. der Donnerskogel, 1322 m,. erreichbar. Diesen iiberschreitend oder an der Nordseite umgehend, kann man auch zu dem 1100 m hoch gelegenen Dorfe Ober- Daine und allenfalls auf den Rakitouz gelangen, vgl. Seite 182. Nun steil ins kurze Kerschetal hinab und auf gutem Karrenweg ara Ursprung der Zeier voriiber nach Ober- und Unter-Zarz. Anmutig in einem reichen Ouellgebiet 800—900 m hoch gelegene Ortschaft mit zahlreichen Miihlen, Unter-Zarz auf dem freien Bergriicken iiber den Ouellbachen. Alte deutsche Sprachinsel, begriindet durch Bauern aus dem Puster- tal, welche im 13. Jahrhundert von den Freisinger Bischofen angesiedelt wurden, gegenvvartig fast vollstandig slovvenisiert. Die alte Zarzer Mund- art wird nur mehr von den altesten Leuten, von dem jungeren Geschlecht auch noch in dem eine halbe Stunde ostlich gelegenen Weiler Unter- u. Ober-Daine (Huben). 900 und 1100 m gesprochen. (Siehe Zeitschrift D. u. O. A.-V. 1876: v. Czoernig, Die deutsche Sprachinsel Zarz in Krain). Von Ober-Zarz westlich nach bezeichnetem FuB- wege, die reichgegliederten Hange querend, auf die Hohe der BergstraBe bei Petrowo-Berdo (Gemark, bei 800 m Wasserscheide zwischen der Batscha und der Hinteren Zeier). Auf der StraBe, mit schonem Ausblick auf die Tschernaperst, hinab nach Podberdo oder kiirzer (bez.) von der StraBe links ab und in einem engen Miihlental steil hinab zur Kirche von Podberdo. c) Von Wocheiner Feistritz iiber die Mallnerhiitte (1343 m) nach Podberdo. Entfernungen: Feistritz—Mallnerhiitte 2 V 2 St., Wegteilung P /2 St., Podberdo P /2 St.; zusannnen 5 V 2 St. Nach Hudajuschna 6 St. Beschreibung: Von Wocheiner Feistritz siid- lich, den Weg zur Oroženhtitte rechts lassend, steil iiber Wiesen und Wald (bez.), durch drei Mulden zu der ebenfalls in einer schonen griinen Talmulde gelegenen Mallnerhiitte des Oesterr. Touristen-Klub. Sommervvirtschaft, 2 Zimmer mit 6 Betten und 2 Schlafraumen mit 8 Matratzen, Uebernachtung 4 K bezw. 2 K, Mitglieder die Halfte, Ein- tritt 60 h. In der Nahe der Hiitte bemerkenswerte karstartige Saug- locher, durch welche das Niederschlagsvvasser abflieBt. Von der Hiitte ostlich zur Alpe Rauniza und weiter in den Sattel (1363 m) zwischen Kolba (1514 m) und Uebergange siidl. d. Wochein. 169 Schuster (1647 m). Hier bemerkenswerte Einlagerungen schwarzbraunen Schiefers. Vom Sattel auf die Siidseite und (n i c h t bez.) scharf sudwestlich an einer Quelle vorilber, unter den Schroffen des Schusters die steilen Grashange querend auf schmalem Steige (nicht schwie- rig, doch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfor- dernd), zu einer Heuhiitte, wo der bez. Weg von Pod- berdo heraufkommt. Mit diesem nach Podberdo hinab oder tiber Terdischke (Sterschische, Stržišče) hinab nach Hudajuschna. Zur Rauniza-Alpe bezw. zur Mallnerhiitte gelangt man auch von Wocheiner Feistritz, wenn man sich vom Wege zum Batscha-Sattel (s. unter a. Seite 167) 1 U St. unter diesem vvestlich wendet. Auf einem bez. Steig in einer Mulde, aufvvarts, an Tiimpeln vorilber, auf den Riicken, der zur Kolba zieht, und jenseits hinab zur Alpe und zur Hiitte, 1 Stunde von der Abzvveigung. 2. Vom Wocheiner See nach Tolmein. a) Vom Wocheiner See iiber den GlobokopaB (1800 m) nach Tolmein. Miihsam, eigenartig, nicht schwierig. Bezeichnet (sparlich). E n t f e r n u n g e n: St. .(ohann, Abzweigung von der Strahe P /2 St., VVeggabelung 1 St., Globokop.aB 3 St., Alpe Rasor 1 St., Tolmein 2 V 2 St.; zusammen 9 Stunden. Beschreibung : Von St. Johann auf der See- straBe in die Ukanza zu einer Abzweigung, ungefahr V4 St. westlich vom Seende; nun (Tafel des S!ow. A.-V.) auf bez. (vom Hotel Slatorog kommenden) Wege links ab und durch Wald zu einer VVegteilung. Hier den zum Skerbinajoch weiterfiihrenden Steig nach links verlassend hiniiber zu dem breiten gegen den Pafi emporziehenden Graben; durch diesen aus dem Wald heraus, eine Zeit lang eben und dann iiber das vom Wochu herabziehen.de Geroll zur breiten Einsattelung desGlobokopasses in groB- artig wilder Umgebung. Jenseits steil hinab zur Alpe Rasor (1300 m). Von da zwei Wege: Entweder west- lich und dann siidlich umbiegend hinab zum Weiler Raune Sabtsche (Ravne Žabče) 915 m; von hier hinab zur Brucke tiber den Sadlas-(Zadlas-) Bach und am lin- ken Ufer hoch iiber dem Bach auf einem Karrenweg hin- aus nach Tolmein, wo man bei der Brucke tiber den Tol- minkabach am Ostausgange des Ortes (VVegtafel) die StraBe zum Bahnhof St. Luzia-Tolmein trifft. Oder 170 Wocheiner Berge. (nur fiir den Abstieg zu empiehlen) von der Alpe Rasor slidlich fast eben und sehr anregend unter dem Kuk zur Alpe Kuk (1250 m) und nun am Kamm zur Alpe Lom (1056 m) und von dieser beschwerlich hinab nach Podlu- binj ostlich von Tolmein. b) Vom Wocheiner See iiber das Skerblnajoch (1905 m) nach Tolmein. Bezeichnet, beschwerlich und schwie- riger als der GlobokopaB a). E n t f e r n u n g e n: St. Johann-Weggabelung (s. a) 2 V 2 St., Skerbinajoch 3 St., Tolmein 3V 2 St., zusammen 9 St. Beschreibung: Von St. Johann auf der See- straBe iiber das westl. Seende, etwa 'U St. hinaus. Hier (Tafel) links ab und auf diirftigem Steig durch Wald zu einer Ouelle. Von hier siidwestlich (Achtung auf zahl- reiche Abzweigungen!) steil hinauf in ein groBartiges, von prachtigen Wanden umgebenes Hochtal und aus diesem iiber Geroll oder Schnee zum tiefen Einschnitt des Skerbinajoches (= Schartenjoch, priichtiger Blick auf Triglau und Siebenseen-Tal). Jenseits entweder siid- ostlich hinab unter den machtigen Wanden der Sker- bina zur Alpe Rasor (R /2 St.) und weiter mit dem vom GlobokopaB kommenden Wege am besten iiber Raune Sabtsche nach Tolmein. Oder vom Joch sudlich (be¬ zeichnet) unmittelbar, d. h. ohne die Alpe Rasor zu be- riihren nach Raune Sabtsche u. nach Tolmein. III. Berggange sudlich vom Wocheiner See und Tal. 1. Moschitz (1602 m). In der alten Zarzer Sprache „Herrschafteck“ ge- nannt; slov/. Možic; lohnender Aussichtsberg. Anstiege: a) vom Batschasattel (s. S. 167) osti. am Kamm (nicht bez.) leicht auf die Hohe des Slatnik (Zlat¬ nik, 1598 m, Aussicht bis Udine und auf die Steiner- Alpen), dann nordl. auf den Gipfel des Moschitz (1 St.; in der Nafte eine Hohle) und allenfalls auf den Nord- auslaufer (bessere Talaussicht). b) von Wocheiner Feistritz iiber Deutschgereut oder von Zarz auf die breite Mulde des Zarzer Sattels 2 bezw. IV 2 St. und westl. (bez.) in 1 St. auf den Gipfel. Tschernaperst. 171 2. Schvvarzenberg oder Tschernaperst (ital. Monte Nero, 1844 in). Nach einer schwarzbraunen Schiefereinlagerung unter der Spitze Črna prst = Schwarze Erde, Schwar- zenberg genannt; beriihmt durch die Flora, welche sich in seltener Reichhaltigkeit auf kleiner Flache (insbesondere auf der Siidseite) zusammendrangt. Die Aussicht ist umfassend, das Meer mit freiem Auge sichtbar. Die Nordseite fallt mit steilen Wanden in ein ausgedehntes Schuttkar ab, das sich bis zur Waldgrenze erstreckt. Die breiten Siidhange werden von steilen, tiefer unten in Schroffen iibergehenden Wiesen gebildet. Beim Ab- weichen vom (leichten) Wege ist daher Vorsicht zu be- obachten, irtsbesondere bei nassem Wetter. a) Von Woclieiner Feistritz iiber die Malinerhiitte dcs Oe. T.-K., bezeichnet, leicht. Entfernungen: Feistritz-Mallnerhiitte 2Vs St,, Gipfel 1 V* St.; zusammen 4 St. Beschreibung: Wie Seite 168 beschrieben, zur Malinerhiitte, in einem groBen Talkessel gelegen. Von der Hiitte siidwestl. am steilen Hang der Tschernagora (= Schwarzkoppe) — die Triimmer eines Bergsturzes auerend — zu einer schon von der Hiitte sichtbaren Scharte. dami an der Nordlehne zum Sattel im Hauotkamm, 1760 m, und nun auf der Siidseite iiber Rasen leicht auf den Gipfel. Von der Malinerhiitte laBt sich die Kolba (1514 und 1492 m) iiber den Sattel' (1363 m) ostlich von der Hiitte in 1 St. leicht (bez.) ersteigen. Wiesengipfel mit reicher Flora und schoner Fernsicht; beriichtieft die auBerst steilen Wiesen des Siidabfalles zum Katzenbachgraben. Abstieg allenfalls zum Batschasattel, siehe Seite 169. b) Von Wocheiner Feistritz iiber die Oroženhiitte des Slow. A.-V. Entfernungen: Feistritz-Oroženhiitte 27 ž St., Gipfel IV 2 St.; zusammen 4 St. Beschreibung : Von Wocheiner Feistritz 'U St. zur Rodelbahn, dann geradeaus auf rot bezeichnetem Weg des Slow. A.-V. durch Wald zu der am Rande der Lisez-Alpe (Lisec) gelegenen Oroženhiitte, 1349 m. Von der Hiitte stidl. 20 Min. durch die Mulde, dann steil iiber Geroll zur Vereinigung mit dem Wege a) unter dem Sattel, 1760 m und weiter wie dort be¬ schrieben. 172 Wocheiner Berge. c) Von Felci (Dorf Polje). Von VVocheiner Feistritz oder St. Johann in je 3 A St. auf der StraBe nach Feld. Von hier Wegbezeichnung. Entfernungen: Feld-Osredka-AIpe 2 i h St., Gipfel IV 2 St.; zusammen 4 St. Beschreibung: Von Feld auf bezeichnetem Weg in 10 Min. nacli Schlan (Zlan) und siidlich, den bez. Weg, der von VVocheiner Feistritz am Feistritz- Ursprung voriiberfiihrt, aufnehmend, in 1 St. zu einer Wegteilung: osti. unter dem Nordhang des Lisez durch Wald zur Oroženhiitte und weiter wie b) (S. 171) oder stidostl. zur. diirftigen Alpe Osredka (= Mitter-Alpe, 1398 m, von dieser fiihrt wagrecht um den Lisez herum ein FuBsteig in 1 St. zur O.-Hiitte). Von dieser stidostl. in einen Sattel und am Kamm leicht auf den Gipfel. d) Von Podberdo, bez., in 4 St. Beschreibung: Von der Station westl. in 20 Min. zur Ortschaft Tertneck (Trtnik); dann nordl. iiber steile VViesen in den Wald und auf gutem Wege in den Sattel, 985 m. nordlich des Berees Ugorje (hier hiibscher Ausblick). Weiter auf eutem Wege an die VValdgrenze und iiber den breiten VViesenhang fast nordlich an den Heuhiitten (von hier schon Aussicht auf das Meer) voriiber auf den Sattel. 1760 m, im Hauptkamm und wie bei a) S. 171 auf die Spitze. N i c h t bezeichnete Anstiege von Podberdo: Von Podberdo auf breitem Wege, dann auf engem FuBpfad durch den Katzenbachgraben bis zur Talgabelung; von hier aa) (be- schwerlich und ausgesetzt. nicht zu empfehlen!) unmittelbar nordlich iiber den Bach, dann durch Wald und weifer sehr steil iiber Wiesen und Fels zum Sattel (1363 m) zvvischeri Schuster und Kolba; jenseits hinab in 20 Min. zur Alpe Rauniza und zur Mallnerhiitte und weiter wie a) bb) Von der Talgabelung nordwestlich zur letzten Hiitte, IV 2 St. und immer nordwestlich iiber steile felsdurchsetzte Wiesen auf Steigspuren zur groben Wiese, wo der bez. Weg von Podberdo heraufkommt und vveiter mit diesem auf die Spitze. e) Von Hudajuschna iiber Terdlschke, bezeichnet. Entfernungen : Hudajuschna-Terdischke P /2 St., Vereinigung mit dem Wege von Podberdo lVs St., Spitze 1 St.; zusammen 4 St. Beschreibung; Von der Station erst nordlich 1 U St. auf der StraBe, dann links ab auf einem Karren- wege hinauf nach Terdischke (Stržišče, 797 m). Vom Dorfe nordostlich zur Vereinigung mit dem Wege von Podberdo und weiter wie dort. Tschernaperst, Hochkofel. 173 Von Terdischke hiibscher Obergang iiber einen niederen Sattel 815 m erst westlich durch Wald und Wiesen, dann siidlich hinab nach Deutschruth, 676 m (ehenialige deutsche Sprachinsel, gegenvvartig ganz slowenisch; vergl. von Czoernig: „Die Sprachinsel Deutschruth", Zeitschrift des D. u. Oe. A.-V. 1875). Abstieg durch das schone Koritnizatal in 2 y \% St. zur Station Grachovvo. S) Von Hudajuschna iiber Kal 4 St. Nicht bezeichnet. Von der Station V 2 St. auf der StraBe, dann links zum Weiler Kuk, hinauf auf den Bergkamm und nord- lich zum Dorfe Kal, 800 m, 1 St. VVeiter auf gutem Wege nordlich in IV 4 St. zum Wege von Terdischke und wie dort zum Oipfel. 3. Kamm vom Hochkofel zur Oraditze. a) Der Hochkofel, 1937 m; priichtige Aussicht auf die Julischen Alpen und nach Siiden. aa) Von der Mallnerhiitte (oder auf sonstigen Anstiegen) auf die Tschernaperst und nun westl. iiber den scharfen, zersagten Kamm, teils auf Rasen, teils iiber Schroffen (Pleie, 1850 m, Tschert = črt, 1882 m) auf den Oipfel, IV 2 St. von der Tschernaperst, bezeichnet. bb) VonHudajuschna nach Terdischke (S. 172) und von hier nordw. auf diirftig bezeichnetem Steig auf den Kamm und auf den Oipfel, 4 V 2 St. cc) Von F e 1 d 5 Min. westl. auf der StraBe und links ab zu einer Mtihle; hier iiber den Bach und durch dichten Wald direkt sudl. auf Karremveg zur Bukouska- Alpe (= Buchenalpe, 1462 m, bis hieher bezeich¬ net, 2 V 2 St.); von hier auf Steigspuren am rechten Ufer eines VVildbaches durch merkwiirdige, lange mit Schnee erfiillte Kessel auf den Kamm und auf den Oipfel (IV 2 St. von der Alpe). b) Der Spltzkofel, 1968 und 1942 m (1968 auch No- wiwerch = Novi vrh = Neuberg genannt, zwischen beiden- ein nordl. Auslžiufer mit 1946 m Hohe). Diese Spitzen werden am besten in Fortsetzung (bez.) der Kammwanderung vom Hochkofel her erreicht; von die- sem auf die Nordseite des Kammes, dann auf die Siid- seite der Spitze, 1968 m, (welche iiber brocklige Felsen in V 2 St. erreicht werden kann) und weiter westl. in 1 St. auf den Oipfel, 1942 m, der nach Siiden mit aulSerst steilen Wanden abfallt. 174 Wocheiner Berge. Der Spitzkofel (1942 m) kann audi von der Rodiza- Hiitte (s. unten) erreicht werden. Von der Hiitte auf be- zeichnetem Wege Vi St., dann Iinks ab iiber einen Ab- satz und auf schlechtem Steig iiber Qer51I von der Nordseite in weitem Bogen auf den Gipfel, IV 2 St. Vom Spitzkofel westlich kommt man, eine tiefe Ein- schartung siidl. umgehend, in 3 /i St. auf die Graditze. c) Graditze oder Rodiza (Rodica, Hradica, 1965 m); Aussicht noch schoner und umfassender (bis zu den Do¬ lomiten und Tauern) als von der Tschernaperst. aa) Von der T s c h e r n a p e r s t - K a m m w a 11 - d e r u n g iiber Hochkofel und Spitzkofel, nicht ganz leicht, docli -sehr abwechslungsreich und lohnend, be- zeichnet, siehe oben. bb) Von St. Johann bequemster Weg, A 1 k St.; vom Hotel langs des Baches siidlich, bis man den bez. Karrenweg trifft, der von Walschgereuth (20 Min. von St. Johann) hertiberkommt. Von hier im Tal des Sucha- baches (= Diirrenbach) erst am rechten, dann am lin- ken Bachufer maBig ansteigend zu einer Steilstufe; iiber diese leicht und ober der Waldgrenze zur Sucha-Alm (auch Rodiza-Alpe genannt, 1428 m, Nothiitte des Slow. A.-V. und andere Almhiitten mit diirftigen Heuiagern, 2'k St. von St. Johann); von hier (bezeichnet, trotzdem anfanglich schwer zu finden), siidw. etwas steiler auf einen Sattel und immer sehr leicht osti. langs des Kam- mes auf den breiten Gipfel. cc) Von Deutschruth (2 1 k St. von der Bahn- station Grachowo) nordwestl. auf bez. Steig in 372 St., leicht. Verschiedene Zusammenstellungen der vorbeschriebenen Wege ermog- licht der bezeichnete aussichtsreiche Verbindungssteig Bukouska—Sucha- Alpe (11/4 St.). 4. Die Skerbinagruppe. Von der Graditze (Rodiza) setzt sich der Kamni iiber die Schija (Sija, 1886 m) westl. bis zum Wochu, (Vohu, 1923 m) fort, der einen kurzen Felskamm (Kuk, 1838 m) nach Siiden entsendet. Vom VVochu geht der Kamm in die nordwestl. Richtung iiber, an zwei Stellen von seichten Senkungen unterbrochen, dem Globoko- PaB und dem Skerbinajoch (S. 170). Zwischen beiden erhebt sich die ungemein wilde, mit plattigen Wiinden Skerbina-Gruppe. 175 nach Siiden abstiirzende Skerbina (GroBe 2054 m, Kleine 1996 m) und der Urenati Werch (Vrenati vrh, 1896 m). Westlicli vom Skerbinajoch verastelt sich der Kamni nach Nord und Siid und verflacht sich zum Bo¬ gatin bezw. zur Hochflache der Komna hiniiber; Kuk, 2086 m, Migouz, 1885 m, Poderta Gora (der zerstorte Berg), 2050 m, Mokriwerch (der nasse Berg, Mokri vrh, 1849 m) sind die Berge, die man schon lange, bevor man nach Woch. Feistritz kommt, iiber dem TalschluB des VVocheiner Kessels erblickt. Trotz ihrer verhaltnismaBig geringen Hohe zeichnen sie sich durch ungemein wilde und absonderliche Formen aus, mit zersagten Graten und prachtvollen, doiomitenartigen Wanden. Bis auf die beiden Uebergange (S. 169), die allein schon auBerst ge- nuBvoll sind, bestehen keine Weganlagen. Die Gipfel lassen sich am besten von den genannten Uebergangen aus ersteigen. Der Wochu. Vom Globoko-Passe siidostl. unmittelbar iiber den scharfen Grat mit auBerst brock- ligem Gestein, bis er ungangbar wird. (Schoner Tief- blick nach beiden Seiten); dann auf ein schmales Band und schlieBlich iiber Geroll auf den Gipfel (1 St.). Leich- ter, doch etwas miihsam, wenn man von der VVocheiner Seite ansteigend V 2 St. unter dem Passe links vom Wege abweicht und iiber Gerollhange und leichte Felsen zum Gipfel ansteigt. Von der Alpe Rasor (S. 169) steigt man osti. ohne Weg auf eine schon von weitem sichtbare Schlucht zu und in dieser auf den Gipfel, 2 St. Auch von der Rodizahiitte (S. 174) kann der Wochu osti. iiber den Kamni erreicht werden, 3 St. Die Gr. Skerbina iiberragt das nahe Skerbinajoch nur um 150 m. Gebrauchlich ist nur der folgende Siid- anstieg. a) Von Tolmein iiber die Dantegrotte und Sad- las (Zadlaz) in den Sadlasgraben und hinauf nach Raune (S. 169), von hier geradpaus oder mit Umweg iiber die Alpe Rasor auf das Skerbinajoch zu. V 2 St. unter diesem rechts vom Wege ab und den Zeichen folgend in eine steile Schlucht, die nicht leicht und ausgesetzt zum Gip¬ fel emporfiihrt, 7 St. b) Vom VVocheiner See (wie S. 170) auf das Skerbinajoch und sudostlich V 2 St. absteigend wie 176 Wocheiner Berge. unter a) von Siiden her in IV 4 St. auf den aussichts- reichen Gipfel. Der Kuk (2086 m, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Siidauslaufer des Wochu). Von der Alpe Gonjatsch (hieher vom Wocheiner See s. unten) pfadlos gegen die Auslaufer des gut sichtbaren Kuk bis zu den Felsen (1 St.) und liber diese unschwierig bis zu einer tiefen Spalte etwa 30 m unter dem Gipfel. Diesen auf einem Bande umgehend auf den Siidhang und hier durch eine kurze Rinne zur Spitze (1 St.). Um von der Siidseite her auf den Kuk zu gelangen, beniitzt man den Weg zum Skerbinajoch iiber Rauna empor bis zur Weg- tafel, welche auf den Migouz weist. Hier auf gutem Steig iiber diesen Gipfel (1885 m, bis hieher gemarkt, V 4 St. von der Abzweigung) zur breiten Gerollflache unter dem Kuk und ohne Schwierigkeiten (in F /4 St. vom Migouz) auf den Gipfel des Kuk. Aus der gleichen Gegend ist die Poderta Gora unschwer zu erreichen. IV. Kern-Komna. Ubergange. 1. Vom Wocheiner See iiber die Duple-Alpe, 1371 m. nach Sotscha. Beschwerlich, bezeichnet. Entfernungen: St. Johann-StraBenende unter dem Savizafall 2 St., Wegteilung 2 V 2 St., Bogatin- kamm P /2 St., Duple-Alpe lVa S., Lepenjatal P /2 St., Sotscha IV 2 St.; zusammen IOV 2 St. B e s c h r e i b u n g: Von St. Johann auf der See- straBe bis an ihr Ende (hieher auch abkurzender FuB- weg vom Ende des Sees, vgl. S. 21) und auf dem Steig zum Savizafall zur Abzweigung (Tafel des Slow. A.-V.); von hier links auf gutem Jagdsteig gegentiber der Ko- martschawand auf die ausgedehnte, karstige Hochflache der Komna, hier Wegteilung; rechts iiber die Alpe Sa Skalo nach Sotscha (s. unter 2); links in 20 Minuten siidwestlich zur schonen Alpe Gonjatsch (Govnjač, 1471 m). Von hier westlich, dann sudlich in scharfem Bogen auf die obere Stufe und weiter westlich in den Sattel zwischen dem GroBen (1996 m) und dem Kleinen (1977 m) Bogatin; schoner Rundblick, jenseits wieder hinab (der Sattel bezw. der Kleine Bogatin kanil auch nordlich umgangen werden). SchlieBlich durch Wald zur Duple-Alm (in der Niihe des Kernsees). Von der Alm Kem-Kcanna, Uebergange. 177 nordlich durch Wald, dann steil die Westhange des Kaluder hinab ins Lepenjatal und hinaus nach Sotscha (von hier nach Flitsch noch IV 2 St.). 2. Vom Wocheiner See iiber die Alpe Sa Skalo (Hinterm Fels) nach Sotscha. Beschwerlich, bezeichnet. E n t f e r 11 u n g e n: St. Johann—StraBenende unter dem Savizafall 2 St., Wegteilung 2 V 2 St., Ouelle IV 2 St., Alpe Sa Skalo 2 St., Sotscha 2 St.; zusammen 10 St. Beschreibung: Von der Wegteilung auf der Komna (s. unter 1), nalie bei einem Jagdhaus nordwest- lich auf Hirtensteig zur Alpe Na Kraju (= Am Rande) und allmiihlich ansteigend zu einer Ouelle. (Achtung auf die diirftige Markung und die zahlreichen Jager- steige, insbesondere bei Nebel!) Bald nach der Ouelle (die Abzweigung, die iiber den Kal, 2001 m, fiihrt und sich jenseits mit dem Wege von der Triglauseen-Hiitte iiber die Welika Urata vereinigt, rechts lassend) steil hinauf zum Sattel Mala Urata (= Kleines Tor, 1880 m), zwischen Kal und Lausewiza (Lavševica, 2003 m) und jenseits hinab durch odes Gelande zur Alpe Sa Skalo (1516 m) und weiter wie S. 67 nach Sotscha. 3. Von Tolmein nach Sotscha. Sehr lohnend. An- stieg nicht bezeichnet. Entfernungen: Tolmein—Dantegrotte S U St., Zadra 1 St., Alm Na Prodich P /2 St., Duple-Alm l 3 /i St., Sotscha 3 St.; zusammen 8 St. Beschreibung: Von Tolmein nordlich auf guter Strahe zur Dantegrotte; von hier (nicht bez.) hoch ober der ungangbaren Tolminka-(Tolmeiner-)Schlucht nach Zadra (Cadra, hieher Strahe im Bau). Weiterhin halt man sich immer talaufwarts an jenen Weg, der zum VVildbach hinabfuhrt und folgt ihm, sanft ansteigend, iiber den Talschluh empor zu den Hiitten der Alm Na Prodich (915 m). Von der Alm erreicht man erst west- lich, dann nordlich, auf einem FuBsteig iiber den steilen, felsigen Hang die Kammsenkung (1600 m) und von die- ser in einem Talchen absteigend, in 20 Min. von der Kammsenkung den bez. Weg, der vom Wocheiner See iiber den Sattel zwischen Grohem und Kleinem Bogatin zur Duple-Alm hinabfuhrt. Von dieser Alm, wie S. 176 beschrieben, hinab ins Lepenjatal und hinaus nach Sotscha. 13 I 178 Wocheiner Berge. 4. Von Flitsch nach Karfreit. E n t f e r n u n g e n: Flitsch—Tsclies Sotscha V* St., Slatenik-TalschluB IV 4 St., Alpe Dol 1 St., Alpe Sa Kraju V? St., Dresenza F /2 St., Karfreit 3 U St.; zusammen 5 V 2 St. Beschreibung: Von Flitsch auf der StraBe siidlich iiber den Isonzo nach Tsches Sotscha (Čes Soča) Und ostlich auf Karrenweg (nicht bez.) in den wildschonen Slatenikgraben bis zum Schlusse, dann durch dichten Wald siidostlich hinauf zur Alpe Dol (1205 m) und am linken Hang, erst ansteigend, dann sanft hinab zur Alpe Sa Kraju (= Am Rand, 1208 m); von hier im Bogen hinab zu den Weilern Rauna (617 m) und Dresenza (553 m), und nun auf dem bez. Karren- weg westlich hinab zum Isonzo und iiber die hohe Brucke hinauf nach Karfreit. 5. Von Flitsch iiber den Werschltz nach Sotscha. Nicht bezeichnet, beschwerlich. Entfernungen: Flitsch—Alpe Sa Kraju 374 St., Werschitzkamm F /4 St., Alpe Sa Grebenom 1 St., Le- penjatal F /2 St., Sotscha 1 St.; zusammen 8 V 2 St. Beschreibung: Wie unter 4. zur Alpe Sa Kraju; von hier auf deutlichen Steigspuren sehr steil empor in den Sattel (ca. 1800 m), siidostlich unter dem Werschitz (Vršič, im NW-Zuge des Kern, 1897 m) und jenseits steil hinab zur Alpe Sa Grebenom (= Hinterm Kamm, 1222 m), von hier in einem Graben nordlich hinab ins Lepenjatal und hinaus nach Sotscha. V. Der Kern, Berggange. Der Kern (Krn, 2245 m) ist ein machtiger, seine Umgebung weit iiberragender Gipfel. Seine hoch hinauf begriinten Siidhange erinnern an ein spitz zulaufendes steiles Dach, dessen First an der Westseite eine Giebel- wand stiitzt. Im Norden sitzt der Gipfelkamm mit steilen Felshangen auf der machtigen Hochflache, welche mit der einladenden Mulde des Kernsees und den anschlie- Benden Almen den abwechslungsreichen, wenn auch langwierigen Zugang vom Wocheiner See her zum Gipfel weist. Den Abstieg kann man nach Tolmein oder Karfreit wahlen, wobei man fiir den steilen Verlauf zur bedeutenden Tiefe des Isonzotales einen herrlichen Aus- 179 Kern, Berggange. blick nach dem frcien Siiden eintauscht. Verhaltnis- mafiig bequem, jedoch entlegen sind die Wege von oder nach Flitsch uiid Sotscha. Eigentliche Schwierigkeiten bietct keiner der ublichen Anstiege, die sich samtlich am Kernsattel siidostlich unter der Spitze vereinigen. Die groBartige Aussicht umfaBt die Julischen und die Karnischen Alpen, die Dolomiten und Tauern, die ita- lienische Tiefebene, das Adriatische Meer, Istrien mit dem Monte Maggiore, den Krainer Schneeberg, die Karawanken, Steiner Alpen u. a. 1. Von der Wochein, bez. Entferrtungen: St. Johann—Duple-Alpe 7 V 2 St., Alpe Polje V 2 St., Kernsattel P /2 St., Gipfel 7s St.; zu- samraen 10 St. Beschreibung: Vom Wege zum Sawizafall, wie S. 176 (mit grofiem Hohenverlust) zur Duple-Alm und west,I. in 10 Min. zn dem dunkelgrtinen Kernsee (1393 m), in prachtiger Lage zwischen den Abstiirzen des Smogar und des GroBen Lemesch (Veliki Lemež). Langs des, Sees iiber Gerolllialden und iiber eine Talstufe zu der in einem machtigen Bergkessel gelegenen Alpe Polje (Na Polju = Am Feld, 1533 m) mit guten, zum Ueber- nachten geeigneten Almhiitten und Ouelle. Von hier siidlich etwas miihsam auf den Kernsattel (2052 m). Vom Sattel iiber leichte Felsen auf den Gipfel. 2. Von Tolmein. a) Ueber die Sleme-Alpe, bez. Lohnend und be- sonders im Aufstieg dem Wege unter b) vorzuziehen. Entfernungen: Tolmein—Satmin V 2 St., Sleme- Alpe 3 St., Luschniza-Hochtal-Eintritt 1 St., Ausstieg 1 St., Kernsattel 1 St., Gipfel V 2 St.; zusammen 7 St. Beschreibung: Von Tolmein nordlich am SchloBberg voriiber nach Satmin (Sottolmino) und wei- ter steil hinauf zu einer Kapelic (551 m). Von hier auf bequemem Steig crst durch Wald, dann iiber Wiesen nordwestlich hoch iiber der Tolmeiner Schlucht zu den Hiitten unter dem Mersliwerch (= Kaltenberg, Mrzli vrh, 1360 m), nahebei eine ausgezeichnete Ouelle. Nun nordlich entweder auf dem Steige, der den Westliang des Sleme quert (bezeichnet) oder iiber dessen Kamm (unbezeichnet) zur Sleme-Alpe (1448 m), in prachtvoller 13 * 180 Wocheiner Berge. Lage unter den gewaltigen Siidabstiirzen des Rudetschi Rob (Rotkante, Rudeči rob). Priichtiger Ausblick auf das Meer, Istrien und auf die nahere Umgebung. Von der Alpe \veiter quert man scharf ansteigend die West- auslaufer des Rudetschi Rob und betritt, ostlich um- biegend, durch einen Pafi die Luschniza, ein ungefahr 2 km langes und 300 m breites, von zwei parallelen Bergketten eingefaBtes Hochtal, das im Siiden durch den Rudetschi Rob mit seinen auffallend dunkelrot ge- farbten Gipfelfelsen abgeschlossen wird. Nun iiber Ge- roll in die obere Talstufe mit einem hiibschen, zvvischen den Absttirzen des Skofiz (2033 m) und des Masnik (1906 m) gelegenen See u. weiter aus dem Hochtal hinaus in die Scharte (2077 m), siidlich des Peski (2178 m). Nun westlich entweder am Kamm etwas ausgesetzt, doch in leichter, anregender Kletterei iiber den Kegel des Pochouz (Pohovec, 2163 m) oder unterhalb desselben hinab zum Kernsattel (2052 m). Hier Vereinigung mit dem Wege von der Wochein bezw. von Karfreit und leicht auf den Gipfel. b) Ueber das Dorf Kern, bezeichnet. Entfernungen: Tolmein—Gabri j e St., Dorf Kern 2 St., Kernsattel 3‘A St., Gipfel 1 k St.; zusam- men 6 V 2 St. Beschreibung: Von Tolmein auf der StraBe nach Gabrije; hier rechts ab (bez.) und liber einen kleinen Sattel (Kukič) in die Talschlucht des Mersli Potok (= Kalter Bach, Mrzli potok) und hinauf zum Dorfe Kern (Krn), 800 m. Von hier nordlich iiber die Alpe Koschina (Kosina, 1100 m) und steile Wiesen, etwas eintonig hinauf zum Kernsattel (2052 m) und auf den Gipfel. c) Ueber die Duple-Alpe. Nicht bezeichnet und wegen des erheblichen Hohenverlustes kaum zu empfehlen. Wie S. 177 beschrieben, durch das Tolminkatal zur Alpe Duple und weiter, wie S. 179, 1. Den TalschluB der Tolminka erreicht man auch, wenn man vom Wege iiber die Sleme-Alpe (2 a) 20 Min. hinter der Kapelle rechts abweicht und den Steig verfolgt, der am rechten Uferhang iiber die Gehofte Sa Steno (= Hinter der Wand, Za steno), Jaworka und Pologar talaufwiirts fiihrt (nicht bez.). 181 Kern, Berggange. 3. Von Karfreit. Entfernunsen: Karfreit—Dresenza 1 St., Alpe Sa Slap 2'k St., Kernsattel 2 St., Spitze l h St.; zu- sammen 6 St. B e s c h r e i b u n g: Von Karfreit hinab iiber die Isonzobrticke und hinauf (bez.) zum Dorfe Dresenza (Drežnica); von hier stidostlich liber Kosetsch (Koseč) um den Siidkamm, dann nordostlich hinauf zur Alpe Sa Slap (Hinterm Fali, 1375 m) unter dem Kosljak (1602 m, hieher audi vom Dorfe Kern) und nun mit dem vom Dorfe Kern heraufkommenden Wege iiber steile Wiesen hinauf zum Kernsattel und auf die Spitze. Von Dresenza bezw. Kosetsch kanu man auch ostlich auf nicht bezeichnetem Wege zum Sattel im Siidkamm nordlich des Kosljak iiber steile Wiesen und Geroll ansteigen und nun pfadlos langs des Kammes unmittelbar den Gipfel erreichen, ohne den Kernsattel zu bertihren (besser im Abstieg ) 4. Von Flitsch bezw. von Sotscha. a) Ueber die Duple-Alpe. 2 km vor Sotscha iiber den tief eingeschnittenen Isonzo und im Lepenjatal aufwarts (bez.) zum Weiler Lepenja, l 3 /4 St., und weiter stidostlich iiber die be- waldeten Hange zur Duple-Alm, 2 St. (vgl. umgekehrt S. 176) und weiter wie S. 179. b) Ueber die Alpe Sa Grebenom. Nicht bezeichnet. Wegen groBen Hohenverlustes kaum zu empfehlen. 1 St. von Sotscha bei den Blasch-(Blaž-)Hiitten das Lepenjatal nach Stiden verlassend, steil zur Alpe Sa Grebenom (vgl. S. 178) 2 St. Von hier auf einem Hirten- pfad stidostlich iiber Geroll auf die Senkung (1845 m), zwischen dem Kernkamm und GroBen Lemesch, D /4 St. und jenseits hinab zur Polje-Alpe, St., weiter wie Seite 179. 5. Die Nebengipfel der Kerngruppe haben keine eigenen Weganlagen, lassen sich jedoch alle unschwer von den verschiedenen Anstiegen zum Kern erreichen. Bcmerkenswert sind wegen ihrer zerrissenen Formen die Berge, die mauerartig das Luschniza-Hoch- tal einschlieBen. Der Peski (2178 m) laBt sich aus der Luschniza oder von der Polje-Alm etwas miihsam, doch leicht er- 182 Wocheiner Berge. reichen, wenn man von der Šebarte (2077 m, s. S. 180) nordlich iiber Geroll und leichte Felsen ansteigt ( 3 A St.). Ausblick eigenartig, insbesondere auf die wiiste Hoch- flache gegen Smogar und Bogatin. Der S k o f i z (2033 m) wird leicht vom Luschniza- See aus erstiegen. Die Nebenspitze (2012 m) stiirzt mit senkrechten VVanden zum See ab. Der Rudetschi rob (Rotkante, Rudeči rob, 1906 m), der mit machtigen Wanden zur Sleme-Alpe abfallt, IaBt sich in V 2 St. tiber brocklige, doch leichte Felsen vom Wege durch die Luschniza erreichen. Die U r a t a (2014 m) und der Werschitz (Vršič, 1897 m) werden am besten von der Alpe Sa Grebenom bestiegen; erstere, indem man den Weg zur Polje-AIm ungefahr 1 St. lang verfolgt, und dann westlich iiber steiles Geroll und Schroffen zum Gipfel ansteigt (schoner Finblick in die Kaningruppe), der VVerschitz vom Sattel, iiber den der Steig von der Alpe Sa Kraju zur Alpe Sa Grebenom fiihrt (s. S. 178). Von der Urata zweigt ostlich der L e m e s c h (2041 m) ab; man steigt von der Alpe Na Polju oder Sa Grebenom auf den Sattel (1845 m) und ostlich pfad- los liings des Kammes auf den Gipfel. VI. Nadhbarberge. Von den ostlich und siidlich von unseren VVocheiner Bergen gelegenen Gipfeln verdienen als ansehnliche Mohen mit schoner Fernsicht insbesondere die nach- stehenden Berge noch genannt zu werden, welche loh- nende Tagesausfliige ermoglichen. 1. Rakitouz (1668 m). Der Doppelgipfcl des Rakitouz (Rakitovc, 1668 m) und Gladkivverch (Gladki vrh, 1666 m, beide haufig unter dem Namen Rakitouz zusammengefaGt) begrenzt die groBe waldige, ostlich von der VVocheiner Sawe gelegene Hochflache Ilouza wallartig gegen Siiden, um dann in reichgegliederten Steilhangen zum Zarzer Tale abzu- fallen. Die durch Aussicht und Flora ausgezeichnetc Besteigung IaBt sich mit lohnenden Uebergangen ver- binden. Besonders dankbar ist der Rakitouz im Winter fiir Skifahrer. Rakitouz, Poresen, Matajur. 183 a) Von N e u m i n g gelangt man ostlich anf der StraBe in 'k St. die Sawe tiberschreitend, zu einer Seilbahn und westlich von dieser steil aufwarts nachst dem Korito- graben zum Jagdhaus der Ribtschewa Planina (= Fi- scher-Alpe), hieher bezeichnet. Weiter immer der Tal- furche in SO-Richtung folgend (anfanglich Karrenweg, dann diirftiger Steig) zur Kammsenkung zwischen Gladki- werch und Kosmatiwerch (hier kommt der bezeichnete Steig von Kerschstatt herauf). Nun nach den Marken steil auf den Gladkiwerch (4 St. von Neuming). b) Von Podberdo nach Ober-Zarz (2 St., vgl. S. 168), dann nach U n t e r- und O b e r - D a i n e (Huben); bis hieher bezeichnet. (Nach Ober-Daine kommt man auch von Wocheiner Feistritz iiber den Zarzer Sattel, s. S. 168, wenn man von diesem ostlich ab nachst dem Donnerskogel die Flache von Ober-Daine gewinnt.) Von Ober-Daine meist pfadlos in der Richtung auf die sichtbare Giofelkuppe zu. zuletzt iiber Grashange auf den kahlen Rakitouz (27a St. von Zarz, 4 St. von Wochei- ner Feistritz). c) Von Kerschstatt (Tscheschenza, Češnjica) nachst Eisnern, bezeichnet. iiber Unter-Alben (Podlong) und Pretek zur Kammsenkung zwischen Kosmatiwerch und Gladkiwerch (s. oben) und von hier auf Ietzteren (374 St. von Kerschstatt). 2. Poresen (Porezen, Windalbe, 1632 m). Langgestreckter Hohenriicken, siidl. von Podberdo, reiche Flora. Auf dem Gipfel Schutzhiitte des Slow. A.-V. (im Sommer an Sonntagen bewirtschaftet). a) Von Podberdo (bez.) auf der StraBe oder auf Abkiirzung nach Petrowo Berdo (Gemark); vom Sattel siidlich ziemlich bequem um den Hotsch (Hoč, 1512 m) auf den Sudkamm und auf diesem zum Gipfel, 37s Stunden. b) Von Hudajuschna (bez.) 37a St. c) Von K i r c h h e i m iiber Potsche (Poče, bez.) 3 Stunden. d) Von Kirchheim iiber Labinje (bez.) 3 St. 3. Matajur, 1641 m. Am besten von Liwek (Livek, Luico), hieher Post- fahrt aus Idersko (siidwestlich von Karfreit auf der 184 Wocheiner Berge. StraBe nach Tolmein). Die Anstiege von Karfreit sind bedeutend beschwerlicher. Schone Aussicht. Vom Dorfe L i w e k (695 m) 3 St., bez. Von Karfreit iiber die Iderska-AIpe (pla¬ nina) 4 St., bez. Von Karfreit auf der StraBe iiber Staro Selo nach R o b i t s c h (Robič). Von hier in 4 St. auf den Matajur, bez. Von Tolmein oder St. L u z i a aus laBt sich die Besteigung des Matajur gut mit der Ueberschreitung des Kolowratkammes (Colle Aurato) verbinden. Von Tolmein auf der StraBe oder von St. Luzia auf bezeich- netem Wege nach VVoltschach (Volče, Volzano). Nun bezeichnet zur Slcmen-Kapelle und iiber den langen i irf,ri7kamm, am bestcn iiber die aussichtsreiche Hohe des Kuk (1243 m), 372 St. von St. Luzia, zum Dorfe Liwek hinab (V 2 St.) und von hier, wie vorervvahnt, auf den Matajur. Empfehlensvvert ist der Abstieg nach. Civi- d a 1 e in Italien. In etwa F /2 St. gelangt man vom Gipfel siidlich zum Dorfe Monte maggiore und in vveiteren IV 2 St. auf gutem Wege nach Savogna. Von hier am besten mit Wagen in 1 St. nach Cividale (Bahn nach Udine). 4. Stol, 1668 m. Von Karfreit auf der StraBe nach S e d u la (Sedlo, 487 m) und von hier iiber Stanowische auf den Stol, 3 St., von Sedula bez. Von Karfreit auf der StraBe bis Bergogna oder Breginj (558 m). Von hier auf den Stol, 3 St., bez. Von Karfreit iiber den Starijskiwerch (1136 m) am Kamm auf den Stol, 5 St., bez. Von Saga (Žaga), F /2 St., siidwestlich vom Flitsch, auf den Stol, 4 St., bez. 5>©\/3<3\7Q6V/0l ANHANG JULL) Rettungsstellen bei linfallen im Gebirge. 1. WeiBenfels (Josef Mittendorfer, Gasthof „zur Post“). 2. Kronau (Gasthaus Josef Koschier an der Pi- schenzabriicke). 3. Mojstrana (Philipp Winzig, Zementfabrik). 4. St. Johann am VVocheiner See (Frau Fritzi Stohr, Touristenhotel). 5. Laibach (Emi! Klauer, Sektion Krain). 6. Trenta (Bergfiihrer Anton Zorč, Log. Nr. 16). 7. Oberbret (Anton Kuck, Haus Nr. 19). 8. Flitsch (Bergfiihrer Joh. Mrakič). 9. Raibl (Ing. E. Amtmann). 10. VVolfsbach (Fr. Lackerbauer, k. k. Forster). Alpines Notsignab Bergsteiger, welthe in Notlage sich befinden und Hilfe beanspru- chen, geben das N o t s i g n a 1 in der Form, daB innerhalb einer Minute s e c h s m a 1 in regelmaBigen Zvvischenraumen ein Zeichen gegeben wird, hieraut eine Pause von einer Minute eintritt, worauf w ieder das Zeichen s e c h s m a 1 in der Minute gegeben wird, und so fort, bis Antwort erfolgt. Die An t wort wird gegeben, indem innerhalb einer Minute d r e i m a 1 in regelmaBigen Zvvischenraumen ein Zeichen gegeben wird. Die Art des Zeichens hangt von den Umstanden ab; es kann optisch (sichtbar) oder akustisch (horbar) sein. Als Zeichen empfiehlt sich das Schwenken (oder Heben und Senken) eines g r o B e n Kleidungsstuckes, Papieres u. dgl., Blitz- licht mit Hille eines Spiegels oder Bleches, Aufzeigen einer Laterne oder Fackel, ein Ruf, Schrei, Pfift u. dgl. Urn das Notsignal ohne Uhr auszuftihren, zahle man langsam von 10 bis 60 und gebe bei den Zahlen 10, 20, 30, 40, 50 und 60 je ein Zeichen. 186 Wintersport. Wintersport in cien Julischen Alpen. (Beitrag der Sektion Klagenfurt des Verbandes der Ski- laufer Karntens, verfaBt vom Schriftfiihrer Dr. Hans Miihlbacher.) Die Julischen Alpen sind zufolge ihres Aufbaues fur die Ausiibung des Wintersportes im allgemeinen wenig giinstig. Tief eingeschnittene, sehr sanft geneigte Taler, be- grenzt von steilen, unwegsamen, dicbt bewaldeten Berg- hangen, die in den oberen Teilen in schroffe Felswande iibergehen, bieten selbst im Sommer anstrengende und touristisch vielfach scliwierige Anstiege. Die Landschaft zwar ist im Winter auch hier so grofiartig wie je. Daher wird der Besuch der Taler, von welchen besonders die Trenta, Seisera, Planiza und Pischenza, die Urata und Kerma und die kurzen, rasch ansteigenden Taler der Koritniza und Bauschiza genannt werden miissen, dem VVanderer durch die Pracht Iand- schaftlicher Bilder auch im Winter volle Befriedigung gewahren. Beim Besuche dieser Taler ist der Ski von groBem Nutzen. Vom rein wintersportlichen Standpunkt aus wird der Skifahrer, der sich nicht mit der Erstei- gung des Talschlusses bcgniigt, in den hohergelegenen weiten Gebieten wenig Gelegenheit zur Betatigung fin- den, oder sich auf auBerst schwierige, anstrengende Touren gefaBt machen mussen. Dem Berichterstatter tiber Wintersportgebiete in den Julischen Alpen ist daher eine enge Grenze gezogen. Fur den Rodelsport kommen wohl nur zwei Strecken in Betracht, niimlich die prachtige Bahn in Wocheiner Feistritz, deren Ausgangspunkt unmittelbar am Bahnhof Feistritz-Wochein liegt und die PredilstraBe etwa von Raibl bis Mitterbret, erreichbar von der Sta- tion Tarvis der Linie Villach—Pontafel. Fur den S k i s p o r t eroffnet sich bei aller Un- gunst der Verhaltnisse doch ein weit groBerer Spiel- raum. Fiir das westliche Gebiet rnogen zuerst genannt werden die schonen Uebungsgelande, welche sich von der Station Saifnitz tiber Tarvis bis VVciBenfels hin- ziehen. VVintersport. 187 Die Saifnitzer, Greuther und VVeiBenfelser Wiesen bieten dem Anfanger gute Gelegcnheit zur Uebung mit wenig Anstrengung. Die bequemste, dankbarste und schonste Tour ist die auf den Luschariberg (1789 m). Man erreicht den Gipfel von der Station Saifnitz auf dem gewohnlichen, meist ausgetretenen Graben- vvege, durch welchen Graben auch die leichte Abfahrt fiihrt. Der Aufstieg erfordert etwa 3 Stunden. Von Raibl aus ware die Nevea-Alm und die am SiidfuBe des Montasch und weiterhin ziehende Pe- colalm zu nennen; doch ist diese Tour wegen der groBen Entfernung und wegen Mangels an Unterkunft — das italienische Ricovero diirfte unzuganglich sein — recht anstrengend. Mehrfach besucht wird selbst das M a n h a r t h a u s, doch kann diese Partie, welche von Raibl aus im Winter wohl eine Aufstiegszeit von 5—6 Stunden erfordert, vvegen ihrer zeitweisen Lawinengefahrlichkeit und stel- Ienweisen Schwierigkeit nur sehr geiibten Fahrern ge- stattet sein. Auch die Tour auf die Kanin-Hochflache kann wegen der Entfernung und mangels an Unterkunft sowie der Schwierigkeit des Mittelstiickes lediglich der Vollstandigkeit halber genannt werden (im Aufstiege mindestens 6 St. ab Raibl). Im ostlichen Teile mag die Tour avtf die V o B h u 11 e am MojstrokapaB Erwahnung finden. Ausgangspunkt ist die Station Kronau. Auch diese Tour kann wegen der grofien Steilheit und Schwierigkeit der Abfahrt (durch den Wald oder von der Pischenzaquelle ins Tal der diirren Pischenza hinab) nur fiir tuchtige Fahrer in Be- tracht kommen, welche mehr landschaftliche als ski- sportliche Zwecke verfolgen. (Bei der Hiitte hubsches Uebungsgelande.) Ein verhaltnismaBig gunstiges Skigebiet ist die groBe P o k 1 u k a - tlochflache an der SO-Seite des Triglau, auf welche der Skifahrer am besten von Veldes- Kerniza aus oder von Wocheiner Feistritz uber Jereka und Kopriunik (von hier schones Skigeliinde nach Goriusch hiniiber) kommt. Hiebei bietct das Forsthaus Mersli Studenz (s. S. 51) gute Unterkunft. Von der Po- kluka her oder von Althammer liber Woje lafit sich die 188 Winfersport. Alpe Belopolje und allenfalls auch die Maria Theresien- htitte erreichen. Auch im Tal der sieben Seen und auf der anschlieBenden Mochflache der Komna leistet der Schneeschuh im Winter gute Dienste. Der bedeutende Hohenunterschied, die stellenvveise allzu groBe Steilheit und Entfernung jedocli machen Wintertouren auch in diesem Teile der Julischen Alpen sehr anstrengend. Giinstiger Iiegen die Verhaltnisse auf der Siid- seite, da in dem Gebiete der Tschernaperst und hauptsachlich den sich von diesem Gipfel nacli Osten ziehenden Kiimmen und anschlieBenden Hochflachen, so- wie auch auf den siidlicheren Vorbergen (Poresen u. a.) sehr hiibsche Touren gemacht werden konnen, fiir welche die Stationen Feistritz-VVochein und Podberdo bequeme Ausgangspunkte darbieten. Ueber das ausge- zeichnete Skigelande in der Gegend des Zarzer Sattels und des Rakitouz vgl. S. 167 und 182. Gute Uebungsplatze bieten auch die nachste Umge- bung von Feistritz-Wochein und die freilich meist schneearmen Hange im Westen von Veides. BERGFUHRERTARIF FUR DIE JULISCHEN ALPEN. Die Fiihrer sind bei den betreffenden Ortschaften S. 15 ff. genannt. I. Ostlicfier Teil. Allgemeine Bestimmungen. 1. Der Fiihrer hat sich iiberall selbst zu verpflegen und darf auBer den Tarifsatzen keinerlei Nebengebiihren beanspruchen. Die Entlohnung fiir den Riickweg des Fiihrers zu seinem Standorte ist in dem Tourentarife stets inbegriffen. 2. Der Fiihrer hat dem Touristen das Fiihrerbuch vor Beginn der Tour zur Eintragung des Narnens, Stan- des .und VVohnortes und nach der Tour zur Eintragung eines Zeugnisses vorzulegen. 3. Bei Hochtouren ist der Fiihrer verpflichtet, bis zu 8 kg Gepack,einschlieBIich des Proviants und der Aus- riistung des Touristen, unentgeltlich zu tragen und kann zur Uebernahme von Mehrgewicht nicht verhalten wer- den. Uebernimmt er dies dennoch, so gebiihrt ihm fiir jedes Kilogramm Uebergewicht ein Zuschlag von 4 Hel- lern auf jede Krone des Tarifsatzes. Das Mehrgewicht muB vor der Tour festgestellt werden. Die erforderlichen Seile und Steigeisen des Fiihrers kommen dabei nicht in Anrechnung. 4. Ein Ftihrertausch darf nur bei gegenseitigem Ein- verstandnisse der Touristen und Fiihrer sattfinden. 5. Wird ohne Verschulden des Fiihrers die im Ta¬ rife fiir die Tour angesetzte Zeit iiberschritten, so er- halt der Fiihrer auBer der Taxe eine Entschadigung von 4 Kronen fiir jeden mehr gebrauchten halben Tag und 1 Krone fiir jede im Tarife nicht vorgesehene Ueber- nachtung. 6. Fiir im Tarife nicht enthaltene Touren bleibt die Entlohnung der freien Vereinbarung uberlassen. 7. Die vorstehenden Bestimmungen gelten in sinn- gemaBer Anwendung auch fiir Trager beziehungweise Fiihreraspiranten, welche jedoch verpflichtet sind, auf 190 Fiihrertarif. gebahnten Wegen, in Talern, zu Schutzhiitten und iiber unvergletscherte Uebergange bis zu 15 kg, in den iibri- gen Fallen bis zu 8 kg Gepack der Touristen unentgelt- iich zu tragen. Bei wesentlicher Verlangerung der Tour (P. 5) er- halten sie eine Entschiidigung von 3 Kronen fiir jeden melir gebrauchten halben Tag und 1 Krone fiir jede niclit im Tarif vorgesehene Uebernachtung. Zeittarif. Wird ein Fiihrer fiir mindestens 5 Tage aufgenom- men, so kann die Entlohnung nach den nachfolgenden Siitzen vereinbart werden: Fiir einen gewohnlichen Marschtag (bis zu 10 Gehstunden) .K 8.— Fiir einen aullergewohnIichen Marschtag . K 10 — Fiir einen Rasttag.K 4.— Wird der nach diesem Zeittarife entlohnte Fiihrer an einem anderen Orte als seinem VVohnsitze entlassen, so sind ihm fiir jeden halben Tag, den der Riickweg beansprucht, 4 Kronen und aufierdem die Kosten der Bahnfahrt 3. Klasse zu vergiiten. Zur Beachtung. Die Touren, bei welchen der Fiihrer im Sinne des § 7 der krainischen Bergfiilirerordnung vom 20. August 1904 berechtigt ist, die Mitnahme eines zweiten Fiihrers oder Tragers beziehungsweise mehrerer Fiihrer oder Trager zu verlangen, sind im Tarife mit einem * be- zeichnet. Aspiranten erhalten 80 Prozent der Fiihrertaxe, Trager 60 Prozent derselben. ooo Fiihrertarif. 191 192 FiihrertariL Ftihrertarif. 193 14 194 Ftihrer tarif. Fuhrertarif. 195 14 ' 196 Fiihrertarif. Fuhrertarif. 197 198 Fuhrertarif. Fiihrertarif. 199 200 Fuhrertarif. II. Westlicfier TeiJ. Allgemeine Bemerkungen. Die Verpflegung des Fiihrers, dessen Heimweg, das Tragen des Gepackes bis zu einschlieBlich 8 Kilo sind im Lohne inbegriffen. Andere als die angegebenen Touren nach Verein- barung. Fuhrertarif. 201 202 Fuhrertarif. Ftihrertarif. 203 204 Fuhrertarif. SEITENZEIGER A. Aiblkopf 111, 113. Aljaschhaus 39 ff, 75 ff. Althammer 22, 45, 47, 49. Asp 19. Asper Alpe 44. Aftling 17, 19. Auritz 18, 19. Ausfliige 15 if. Ausriistung 13. B. Babisob 19. Bambergweg 43, 53, 54, 58, 59. Barenlahnscharte 136, 153. Batscha 23. Batschasattel 167, 169, 170. Baumbachhiitte, s. Trenta. Bauschiza 25, 102, 120, 122, 125. Begunskivverch. 56. Bela, s. Wocheiner Vellach. Belipotok 77, 86, 90. Belopolje! 44, 47, 65, 67, 71. Bergfiihrer 13, 15 ff. Bergfiihrertarif 189. Bergogna 184. Bistrica, s. Wocheiner Feistritz. Bitnje, s. Wittnach. Blatize-Alpe 46. Bled, s. Veldes. Boccafal! 25. Boden 110, 113. Bogatin 176. Bohinj, s. Wochein. Boleč, Bovc, s. Flitsch. Boser Steig 117. Breite Wand 81, 88. Breitkofel 113. Bret 27, 102, 118, 122. Buchenkogel, s. Bukoimik. Bucherspitzen 109, 113, 115, 118. Bukoule 76, 99. Bukounik 108, 118. Bukouska A. 173, 174. Bukovvaz 120, 125. Bukowaz-Dol-Sattel, siehe Dolsattel. Bilkowo 23. C (s. auch Z u. K). Canale 24. Caporetto, siehe Karfreit. Cavazzo-See 31. Cerkno, siehe Kirchheim. čečnjica, s. Kerschdorf u. Kersch- statt. Chiusaforte 30, 132. Cividale 184. Confinspitzen 148. Coritis 25, 141, 150. Cmir, siehe Zmir. Cregnedul 137, 147. D. Daine 168, 183. Dantegrotte 24, 177. Dautscha 22. Debela Petsch 52. Debel iwerch 70. Dednopolje 49, 66.. Deschmannhaus 39 ff, 53, 54, 55, 63, 67, 71, 99. Deutschgereuth 23, 167, 170. Deutschrut 23, 173, 174. Deutsche Scharte 143. Deutscher Weg 46. Dobra wa 18, 19. Dogna 30, 146, 152, 158. Dogovva Glawa 75. Dolsattel 68, 69. Doletsch-Sattel 54, 60, 64, 65, 68, 71. Donnerskogel 168, 183. Doppelsee 49. Draschki 52, 62. Dresenza 178, 181. Duple-Alpe 176, 177, 179, 180, 181. E. Endspitze, s. Konzaspitze. Enzian turni 159. Erjowina 57. Ersteigungsgeschichte 34, 73. Escheltalkopf 111, 113. F. Feistritz 22, siehe auch \Vocheiner Feistritz. Feld 20, 172, 173. Findenegghiitte 130, 135, 136, 153. Fischgereuth 20. Flitsch 23, 25, 27, 120, 147, 178, 181. 206 Seitenzeiger. Flitschl 25. Flitscher Scharte 53, 61, 70. Flitscher Schnee 53. Flori janka 131. Forcella 29, 151, 162. Fiihrertarif 189. Fiinfspitz 109, 111, 114. G Gamschiza 90. Gainsivvez 93. Gamsmuttern 138, 139, 151. Gamsspitz 112. Gamstal 109, 112. Gamstalscharte 109, 110. Gemark, s. Petrowo Berdo. Gemona 31. Gesperrter Kofel 113. Gladkiwerch, siehe Rakitouz. GlobokopaB 169, 175. Gnivizza 25. Gonjatsch 176. Goritschiza 148. Goriusch 51. Gorjach 17, 18, 19. Gorz 24. Gosditscha-Alm 149. Grabenweg 131. Grachowo 23, 173. Graditze 174. Graf Karlsteig 15. Greut 108. Greuter Aibl 109, 111, 112. Grindloch, siehe Batschasaltel. Grintouz bei Raibl 112, 114. Grintouz—Flitscher 120, 124. Grubia-Sattel 140, 143, 147. Griinsee 65, 68. Griinspitzen 110, 118. H. Heil. Geist 21. Herjudatal 115. Herrschafteck, siehe Moschitz. Hlebez 114. Hochkofel 173 ff. Hochspitze 118. Hochstelle 134. Hriberze 64, 65, 69. Hruschza 76, 86. Huben, siehe Daine. Hubertushiitte 39, 41, 75 ff. Hudajuschna 22, 23, 169, 172, 173, 183. Huda steza, siehe Boser Steig. J- Idria 23. Ilouza 20, 182. Implanz 152, 158. Isonzo 24, 27, 121 ff. Isonzoursprung 84, 122. Jalouz 100, 103, 118, 119, 123. Jawornik 50. Jereka 21. Jeiseniza 23, siehe auch ABling. Jeseraz 51, 62. Jeserze 66, 101. Joch im Winkel, siehe \Veliki Kot- sattel. K (s. auch C). Kal 173. Kaltvvasser 26, 129, 131. Kaltvvasserscharte 129. Kaltvvassertal 129, 130, 133, 150. Kanin 127, 141, 148, 187. Kaninhtitte, deutsche, 144, 149. Kaninhiitte, italienische, 141. Kanjauz 64, 65, 68. Kanjauzsattel 68, 69. Kanzeln 78. Karfreit 24, 178, 181, 184. Karspitze 80. Karten 14. Kastreinspitze 161. Katzenbachgraben 172. Kermasattel 44, 47 , 62, 67. Kermatal 44, 57. Kermatorl 44. Kern 165, 178 ff. Kern, Dorf, 180. Kerniza (Hochtal) 76, 86, 91, 94. Kerniza (Ort) 17, 19, 50. Kernizascharte 129, 150. Kerschdorf 21. Kerschstatt 183. Kesselvvand 88. Kirchheim 22, 23, 183. Kirchturm 94. Kleine Pischenza 84. Kletschiza 52. Kobarid, siehe Karfreit. Kobilina Glawa 24. Kol 69. Kolba 168, 171, 172. Kolovvrat 184. Komar 53. Komartscha 21, 48. Komna 69, 165, 176. Konigsberg 133. Seitenzeiger. 207 Konjska Planina 48. Konschiza 46, 51, 62. Konzaspitze 106. Kopriunik 19, 51. Koritniza (bei Bret) 23, 101, 103, 118, 120, 122. Koritniza bei Grachovvo 173. Koritoscharte 85, 99, 121. Korscharte 135, 140. Korspitze 140. Kotspitze 106. Kottal 38. Kranjska Dolina 50. Kranjska Gora, siehe Kronau. Krederza 44, 47, 56, 57 , 63, 64, 70. Kreuz 76, 78, 86, 123, siehe auch Lengenfelder Kreuz. Kreuzbachgraben 109. Kreuzjoch und Wand 76 ff, 77, 80, 86 ff, 92 ff, 99. Kreuzkar und Seen 76 ff, 93, 99, 121 . Krisch, siehe Kreuz. Kronau 16 , 76, 83. 121. Iotet Poji ♦!♦ £ager gut ^.usriiftung fiir aUen 0port tmb Soutiflif 2BH1SSS 1 /Mach, Hotel Mosser Zwei Minuten vonn Bahnhof, a/trenommiertes Haus mit neuerbauter groBer Dependance am Drauftusse. 150 Zimmer und Appartements. Zentraiheizung, Lift, eiektrisches Licht. Autogarage und jeder moderne Komfort. HANS u, VALENTIN MOSSER, Besitzer. ( 2 ) mid Pension Zehentner. M Restaurant, Pension, Cafe. jg m Haus ersten Ranges, modernster Komfort. Bes.: L. Zehentner. m OSittctcf) l c?)ot£l ara 5)auptp(at5 bejlfcutcjerlic^es č^otel, fd)btijler ©arten. <*r>ans ^Paltinger, cgigcntumct. 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Auskiinfte erteilen: Die Direktiori, der GONCORDIA in Reichenberg, deren General-Reprasentanzen in Graz, RadetzkystraBe Nr. 17/1 und in Linz a. D., StelzhammerstraBe 2, diV GenevakAgentur in Wien, I., Gonza- gasse 13 und die Haupt-Agentur in Klagenfurt, Neuer Platz Nr. 11. Cbersichtskarte zum Fiihrer der Julischen Alpen. VVaT lh eT S e e tS.hrttrJC.JM J Uiti / Tffrderberp^^&L t < e v Crartnerkofel \ A ■ J 2198 K Kr a K. Schmonz A 1999 \Poludnig j Ostemig 2033 a., K (jj r> e r*r IVnbemiegel •Mrli! h Ji aA_ A ms ^ r\ o hientschach 6 •■V • " N.> • i k. ,* Rok & C a /d.GmZ'<^ ^ \ -rfnom . ~” O^K\ s e A. 1816 AjlchormizorB. ' 2 GbriarherjL \ f 1693 - ' / / C 2l) >7 Ručhnk Pvriania £StKaOzrein 3 7 72 EfiuEsc}^. l$tl!giderv ^ee SLPeter ( 'rfujhriv 'JbJoUGtem, .\Malborlket 6T a n- V {Petsc]i(Ofai)<$ r -r. MaR _ w _ L-*—‘v Vi KamrniB. *?-' ~"Č-3$p9 -j|—„__ a#55 ~ A Wur£nerPffle Mio73 L .... '-■" \ i \JjL 3 3 *Woisčha, K Mnllestiger a j Wolfsbadi Miifogxlnfel^\y \ V 'o ' '-*■ l' I 1662 •— -A.;v__—._A ?039 MiscJien JdfdijDogna J \ )' A' ' *^ tv ^iflenfels Ratstfuuih, GradscMtzen 'j ^1359 ™ 01 \U» MbhngskDga*^*^ 3 uenč. 'SabaJ ti '917 1 „,.. Juitfjrumnsa sd//rf\ V isenbachd Vurzen m iVeifierfelser Seo Zipenuk S^MttAgsIg/l Parizu ( -*«* 2272 Pognal ^ BramAfel '. . , (Mantastih) iW -52 j WjWWTPT’5!> • s x2666 ~' %Jrndmgg UP- Haffilffr S 2380 A MLCimane j/j s lil VRoiblf'^ _^--rp^vMsgihart . Mmm. 2® 7« ^ MojsiMnZxjk 't L ’ fCktusaforbt ^iRaccoIantt ,, } 1&70-' / S .A.. SclSI Dobeliu-rrcli 2392 C*2> ahiuseenllil. K ,Sofja' .J _/ TJccca ’ i . Sefoeni V-. Musitsch i \ ^ z' /Ml 'j ‘dot^d^\j r ei'sehffi!/ 9 , GL. 1§5 K ~' Sarfcauti tiestuljf ~r j mož -r-Lk^gAA Kahuler \ /kol PrrcLiowWkrch _ 7 . 7 A \ / 2001 1661 ISOTI,^, \ \ War.se/rttz 's ./ '•' ^ n L Kem., \Dresenza 2 2A5 mo n TeUach 4 i ^UlJMersti StmLenz \^Enmemk. 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