STEIRISCHEN .HEIMATBU AMTLICHES O ▼«tef IckriMaltraf MuWff t. 4. Drn, BadfMM M, C ^mi#i Mb. MI. IMI. Ak N Ohr (UfUck nB«r Ä« tdirifIMtufl mr mI Fanrat Mr. IMV «mlchbar UnrarUaft« Zuichriftw w«rtf« rtekoMtaA. M ■•mtUchMt AalrtffM IM 4u lldtKrt* MaalafW. PoiUekMkkwto ^ OMctIfliilillT» Ii am, MirktpUti Ite. 11, panulf Mt f, ib4 hi KttM, tlngtrtorfiMa Nr. t. PoiUekMkkoBto Wim Nl. M.Mt. Nr. M IbMkalal wMkttTUflk all fcliir|Mii>lM|. BwaMtila (§■ tt.1 tpl foatMltoBgifabflhri M UaftnMif Im feM L-s AltMck «orck PmI mMtUck IM 1,1« tatatd t«Mkr. BaMtamaBtia w«r4«i Fwa Mklbcif ■MttMek RM S,M «iBtchllaBlicb niCgUek forwi M Abholt« ti dar OMchtttittelle 1,19 (ateackl, M,l kpf PoatnltvagtgabOlu) and M Rpf Zuatall-VaratBiand UBf daa Blanl^alMt and dar Porteaual^gan lugaiandat Nr. 302 — 83. Jahrgansr Narbnrg^Drau, Freitag, 29. Oktober 1943 Einzelpreis 10 Rpf An der Grenze Burmas ' Wo wird Mountbatten seinen Angriff starten? — Die strategische Lage in Südostasien te Bangkok, 18. Oktober Lord Mountbatt«Q, d«r xMiuainannte Ob«rbef«hltluibor d«« britldchen nnd nordauMrÜLanlichen ObTkommanidoi Südotta«i«a, kt to^btn ron «Incr Inior-matloiMirttlM nach Tachungking zurflck-gakehrt, und man arrwartet nun tAglich deo Beginn laiiiar viel«rörterten Offaii-•Iva qeqen Boinna, nachdem auch die klt-■ati sehen Vort>edlnguiiqen für «In« Br-Alfnung der Operationen erfOQt aind. Dl« Japaner halben jedoch den Ba-•chlufi des Gegner! nicht abgewartet. In wuchtigem Stofi drangen aie gegen das westliche Yuennan, den Grenzbezlrk Tacbungkdngs vor und besetzten das gebirgig« Kaolikung-Gebiet. Bei Klukung ■m SaJ-wto, der aus den Bergen Oberbur-mas nach Süden strAmt, haben al« «ine •trateglsch wichtige Stellung inn«, di« dank d«r günstigen rückwärtigen Verbindung«! zu halten sein wird. Durch dleeem Vorstofi haben die Japaner die Gefahr «iner Verbindung der britischen Tiuppen mit den Tschunqklng-Dtvlalonen In Yuennan abqewendet und Burma gegen einen Angriff vom Nordosten her abgeriegelt. MAalleh« Angrifftw«g« W«lcbe« bleiben nun die für ein« Off«n*lv« Mountbatteni möglichen An- VfmgcA'minnr$M9 Waltblld grifBiweg« ron Indien auif Er kann «nt-weder in dem schmalen, flachen Küsten-itrelfen ron Tachittagong südlich vor-etoBen, doch trifft «r hier zwischen Küste usid hohen Gebirgszügen auf eine tief g«staffelte Japanische Verteidigung, oder er kann dabei über das Arakan-Gebirg« hinwegstoBen, das den Engländern bereits b«l der letzten Offensive sum V«rh&ngnl« wurde. Andererseits •taht Mountbatten die Möglichkeit offen, «Ine Landungsoffensive zu unternehmen, und rwar direkt im südlichen Burma etwa om Irawadldelta oder nördlich davon, doch setzt das voraus, daß er zunächst die Andaman- und Nlcobaren-Inaebi 1p s«ine Hand bringt, die er als Flankendeckung für eine Landung in Burma braucht und die die Japaner nicht freiwillig hergeben werden. Trotzdem hat ein solcher Angriff die größte Wahrscheinlichkeit für sich, weil eine derartige Operation Mountbattens als früherer Chef der Kommandooperationen In Europa am meisten liegen dürfte. Es Ist dabei freilich zu bedenken, daß die Andamnnen 1 flOO und die Nirobaren 1 150 km von Ceylon und 1 180 bzw. 1 570 km von Kalkutta entfernt Hegen, die als Aueg^angsbaeen im Frage kSmen. Das würde für die japanische Luftwaffe eine willkommene Gelegenheit !»eln, ihr Können «meut nat«r B«w«ia la st^an. Für die Geleitzüge Mountbatten« bietet das gefahrvoll« Aussichten, wenn man bedenkt, daß zum Transport allein einer DivLalon etwa 300 000 Tonnen und für dW mindestens 200 000 Mann, die Mountbatten für dl« Eröffnung einer größeren Offensive einsetzen müßte Millionen Tonnen notwendig sein würden. Di« Japaner varfügen in diesem Gebiet über die völlig wiederhergestellte Marinebasls in Schonan und wAren In der Lage, ihre schwersten Einheltao, die blisher au« den japanischen GewAssem kaum herausgekommen sind, einzusetzen. Angesidits der ergiebigen Frist, di« den Japanern zur Vorbereitung auf di« von den Gegnern ja schon hinlAnglich langevsngekündlgte Offensive zur Verfügung stand, darf man annefamen, daß sl«' ausreichende Truppenmengen In Burma versammelt haben. Sie haben zudem in General Kawabe einen ihrer fähigsten mi-lltÄrischen Führer am Platze. Außerdem steht für sie dif Indrische Natlonalarme« zum Einsatz bereit. Ee sei in diesem Zusammenhang daran erinnert, daß der indische Freiheitsführer Subhias Chandra Bose gerade jetzt erklärte, die indische KrlftgserklSrung an England und Nord-dfherika sei keineswegs etwa ein Propagandamanöver. Was WaTdl nh dnb Stockholm, 27. Oktober D«r n«u« britisch« VlzekAnig in Indien, Lord Wav«ll, traf am Dienstag in Kalkutta «in. Im Laufe der Nacht an tarnahm sr uDSrkannt «Ine Fahrt durch die Hungerbezirk«. Hianu heißt «s In «Iner Rfutermeldung: '»Was der Vizekönig sah, waren nur arme und halbverhungerte Menschen, die so gut wie möglich die Nacht zuzubringen suchten, bevor für sie edn neuer Tag des Elends tmd des Hungern anfing. Niemand konnte den elenden Zustand dar Leute ohne Bewegung ansehen.c Auf Korsika wird dringend |(ztllche Hilf« erwartet, da eine Diphterie-Epidemi« ausgebrochen ist, sie sidh außerordentlich schnell ausbreitet. Re^emng »Freies Indien« Durch die. Reichsreglening anerkannt dnb Berlin, 28. Oktober Der Führer d«r indischen Frelheits-bew«gunjg Subhas Chandra Bom hat der R«lchsr«gl«rung mitgeteilt, daß unter seiner Leitung eine provisorische Regierung »Freies Indien« gebildet worden ist. Der Relchsminlster des Auswärtigen von Ribbentrop hat in einem Telegramm an den Präsidenten Bose die Anerkennung seitens der Reichsregierung ausgesprochen und gleichzeitig der provisorischen Regierung »Freies Indienc die aufrichtigsten Wünsch« der Reichsregienmg und des deutschen Volkes für ein« glückliche Zukunft zum Ausdruck gebracht. Der Hungerkrieg Wo ihn England wünschte und wo «r ist Faschistischer Wiederaufbau »Die Existenz der Nation steht a uf dem Spiel« dnb Venedig, 28. Oktober Dl« Leitung der Faschistischen Republikanischen Partei hat ihren Z^entralsitz — wl« gemeldet — «ndqültlg nach Nord-Italien, und zwar hi die Nähe des Haupt* quartlftrs des Duc«, verlegt. Parteisekr«-tir Pavolini steht tlgllch In engst«r Verbindung mit dem Duce. Damit ist die sofortige Durchführung der vom Duce gefaßten Beschlüsse gesichert. Das Werk des faschistischen Wiederaufbaues Ist jetzt auf allen Gebieten des politischen, militärischen und wirtschaftlichen Lebens Im Gange. In Rom bleibt «in« ständige Vertretung der Partei, um dl« Durchführung der Beschlüsse des Duc« In Mittelitalien sicherzustellen. Zum heutigen 21, Jahrestag des Marsches auf Rom hat >lie Regierung Überall die faschistische Beflagqung anqeordnet. Die italienische Presse betont, die qlei-che Minderheit wie damals habe die Führung der Nation übernommen. Heute wi« damals «tehs nicht das Schicksal einer Partei, sondern di«.,.Bxlat«nz d«r Nation auf dem Spiel. Mussolini habe den Aufbau der fasciiistischen Republik gegen aJle Widerstände und Gefahren In die Hand genommen. Der Kampf gehe an der Seite des deutschen Bundesgenossen um die Rettung des Vaterlandes, die Wiederherstellung der Italienischen Ehr« und den Endsieg weiter. Die Beschlüsse des Mlnlsterrat«8 am Mittwoch werden von der gesamten italienischen Presse in Großaufmachung gebracht. Unterstrichen werden besondere der Begirm des neuen nationalen Wlederaufbauee auf allen Gebieten und die Bildung der republij^nlschen Wehrmacht. F. D. Marburg, 28. Oktober In Ihrem Bemühen, die Kampfmetho-den im ersten Weltkrieg zu kopieren, haben di« Briten bei Beginn ihres neuen Krieges der Hungerblockade «ine besondere Rolle zugewiesen. Sie sind dabei gescheitert. Heute nehmen weder sie noch sonst jemand im Ernste an, Europa durch Aushungerung besiegen zu können, auch wenn die gewiß nicht le cht genommenen Terrorangriffe In dieses Programm «Ingezogen werden, Wunschbilder Dia Wunschbilder eines durch den Hunger niedergerungenen Deutschland bat dieser Tage das konservative Londoner Blatt »Observer« wieder in barbarischer Deutlichkeit gezeichnet, wenn es ausdrücklich die Einbeziehung auch der Frauen und Kinder in das Vernich-tungsizlel forderte. Das geschah im gleichen Augenblick, In dem der britische Indienminlster Amery gestehen mußte, daß kein einziges, direkt vom Kriege betroffenes Land so unter dem Hungersterben zu leiden habe, wie Indien und besonders dessen Provinz Bengalen und Ihre Hauptstadt Kalkutta. Es ist keine neue Feststellung, die hier getroffen wird, wenn auch das Ausmaß der Indischen Leiden unvergleichbar wurde Bilder von einer Schreckllchkelt, die an die Darstellung apokalyptischer Endzelten gemahnen, muß selbst die britische aantüche Nachrichtenagentur wiedergeben, wie jener Bericht sie zeichnet, den die Präsidentin der alllndlschen Frauenkonierenz von ihrer Reise durch Bengalen gab. Hilfe für Arbeitsverletzte Ein Institut der Arbeitsfront Prag, 28. Oktober Auf Vsranlasiung des Rsichsorganisa* tlonslsiters Dr. Ley wurde sin For« •ohungsinstitut für Arbeitsvsrletzta und Bcrufsgesch&digtc gegründet, das sich Eura Ziel gaietzt hat, den im Arbeitsleben körperlich lu Schaden gekommenen Volksgenossen mit neuen Mitteln der Ärztlichen Behandlung und der Arbeitstherapie EU helfen. Dr, Ley itellte dem Leiter das For-sohungsinstitutes, Professor Dr. med, StrauU, die Aufgabe, der wissenschaftlich-medizinischen Forschung bei der Heilung solcher Schäden neu« Wege su lehren und Arbeitsheilmethoden lu entwickeln, die die verletzten Volksgenossen wieder im Gebrauch ihrer körperlichen Kräfte übten. Die Arbeitskameraden, die sich im Berufsleben dauerhaft schwere Verletzungen zugezogen haben, werden auf diese Weise wieder sum vollen Selbstbewußtsein geführt und sogar bei Verlust von Gliedmassen zur Aufnahme vollwertiger beruflicher Arbeit befähigt. Das Forschungsinstitut ist deshalb außer mit den modernsten klinischen Einrichtungen mit mannigfachen handwerklichen Werkstätten und landwirtschaftlichen Betriehen versehen, so daß bereits unter ärztlicher Aufsicht die allmähliche Beschäftigung mit körperlicher Arbeit bei voller Berücksichtigung der erlittenen körperlichen Schäden beginnt. Der Krieg hat den im Qang befindlichen Aufbau des Forschun^ninsUtutes nicht unterbrochen. Heute steht es als Rcservelazar«tt verwundeten Frontsoldaten zur Verfügung und erfüllt damit zu ihren Gunsten die gleichen Aufgaben. Nach Fertigstellung der ersten Augbaustufe besuchte Dr. Ley das im Protektorat gelegene Forschungsinstitut, das nun- eingeweiht wurde, Dr. LeV sprach zu Hunderten verwunderter Soldaten über die großen Verpflichtungen, die die nationalsozialistische Volksgemeinschaft geg^en-flbcr ihren an der Front verletzten Soldaten empfinde. Wenn dieses Institut auch an sich die Aufgabe habe, Arbeitsinvalidität beheben oder mildern zu helfen, so habe die Deutsche Arbeitsfront nicht gezögert, es auf Kriegsdauer den Söhnen unseres Volkes zur Verfügung zu stellen, für die nach schwersten Verwundungen an der Front die gleichen persönlichen Probleme auftauchen, wie für die im Berufsleben verletzten Arbeitskameraden. Eiclienlaub für Generalleutnant Ringel Der Kommandeur der tapferen Gebirgsjäger dnb Führ«rhauptquartler, 28. Oktober Der Führer verlieh am 25. Oktober das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Julius Ringel, Kommandeur «iner Gebirgi-Divlsion als 312. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Generalleutnant Ringel und seine Im Wehrmachtbericht vom 12. August besonders hervorgehobene 5. Geblrgs-Di-vlslon hatten sich schon früher besonders ausgezeichnet. Im Balkanfeldzug bewleß die Division ihren Angriffsgeist beim Durchbruch durch die Metaxas-Llnle, Auch an der Eroberung von Kreta hatte der damalige Generalmajor mit seinen tapferen Gebirgsjägern maßgeblichen Anteil. Zusammen mit Fallschirm-JAgem kämpfte die Division zunAchst ifn Raum von Chanls und den Westteil er Insel von den sich zAh verteidlnr den Engländern frei und blieb dann dem Feind bei seiner Flucht so dicht auf den Fersen, daß nur geringe Teile sich einschiffen konnten Seiner geschickten Führung war es mit zu verdanken, daß die Masse der englisch-griechischen Inselbesatzung gefangengenommen wurde. Dafür wurde ihm am 13. Juni 1941 das Ritterkreuz des Eisemen Kreuzes verliehen, Im Osten hat sich dann dl« G«birgs-Divlsion unter B«lner Führung erneut bewAhrt, * An den großen Erfolgen Im Norden der Ostfront, den zahlreichen Schlachten südlich des Ladoga-Sees wat sie beteiligt und heftete neuen Ruhm an ihre siegreichen Fahnen. Der Gen»-r&l hat sich hierbei wiederholt besonders ausgezeichnet und sich durch seine Fürsorge als wahrer Vat«r seiner Gebirgsjäger gezeigt. Nach seinem Grundsatz »Schweiß spart Bluti sorgt« «r für den Ausbau der Verteidigungsstellungen und schuf damit die Voraussetzung für den großen Abwehrerfolg bei der dritten Schlacht südlich des Ladoga-Sees. Im Vsrlaui dieser «"schweren Kämpf« fand man d«n Divisionskommandeur Immer wieder vorne bei seinen Jägern, denen er mit Rat und Tat zur Seite stand, Ali den Sowjets infolge ihrer Übermacht auf dem linken Flügel ein Einbruch mit Panzern gelang, raffte Generalleutnant Ringel In Erkenntnis der Gefahr für den ganzen Korpsabschnitt alle verfügbaren KrAfte zusammen und führte persönlich einen Gegenstoß, de' den verbissen kämpfenden Feind aus der alten Hauptkampflinie herauswarf. Die Division konnte in IStAglgem hartem Ringen ihre Stellung behaupten, wehrt« hierbei 20 schwere Angriffe ab, brachte dem Feinde hohe blutige Verluste und vernichtet« a. a. 65 Panz«r. Generalleutnant Julius Ringel wurds am 16, November 1889 als Sohn des Bankdirektors Julius Ringel in Völkermarkt (KArnten) geboren. Er besuchts die Landwehrkadettenanstalt In Wien und trat 1909 als Fähnrich In das Landwehr-Infanterieregiment 4 ein, in dem er 1910 zum Leunant befördert wurde. Im ersten Weltkrieg kämpfte er hauptsächlich an der Italienischen Front. 1938 wurde er als Oberstleutnant In die großdeutsche Wehrmacht übernommen. Rommel empfing Grazianl dnb Berlin, 28. Oktober Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe In Norditalien, General Rommel, empfing in seinem Hauptquartier den Mini-ster für nationale Verteidigung und Kriegswirtschaft der faschistischen Republik Italien, Marschall Grazianl, während der Besprechung, die im Geiste herzlicher Freundschaft verlief, wurden militärische und organisatorische Fragen erörtert, An der Besprechung nahmen auch die Chefs der Generalstäb« )e der beiden Marschälle teil Der deutsche Wehrmachtbericht Unvermindert harte Abwehrkämpfe Keine Erweiterung der Einbr uchsstelle bei Melitopol — H eftige Kämpfe am Voltumo dnb Führerhauptquairtler, 28. Oktober Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen dem Asowschen Meer und dem Dnjepr lag der Schwerpunkt der erbitterten Abwehrkämpfe gestern weiterhin im Abschnitt westlich Melitopol. Die Vorsuche des Feindes, seine Einbruchsstelle zu erweitem, wurden in harten Nahkämpfen oder Im Gegenstoß beweglicher Reserven aufqefanqen. Der Kampf geht mit unverminderter Härte weiter. Im Dnjepr-Knie scheiterten bei Sapo-roshje, nördlich Krlwoi Roq und südwestlich Dnjepropetrowsk 7yahlreic!he feindliche Infanterie- und Panzerangrlfie. Im mittleren Frontabachnltt führten dl« Sowjets neue Angriffe geqen unser« Stellimgen nördlich Gomel und setzten Ihre Durchbruchsveirsuch« im Räume westlich Krltschew und weltlich Smo-lensk fort. Die Angriffe wurden entweder schon In der Bereitstellung durch zusammengefaßtes Artllleriefeuer zerschlagen oder in harten Kämpfen blutiq abgewiesen. An dem Abwehrerfolq Im Räume westlich Krltschew hat die Luftwaffe, die mit starken Kampf- und Nah-kampfflieflferkräften In die Erdkämpfe einqriff, besonderen Anteil. Von der übriqen Ostfront werden örtliche Kämpfe bei Kiew und lebhafte Auf- klärungstätlgkeit im nördlichen Frontabschnitt genveldet. In Sllditalien sind heftige Kämpfe beiderseits des Voltumo Im Gange. Wiederholte Angriffe brltlsch-nordamerika-nischer Kräfte scheiterten örtliche Einbrüche wurden im Gegenstoß bereinigt oder abgeriegelt. Von der übriqen Front ist außer einigen Vorpostenqefechten nur ein erfolqloser feindlicher Anqrlff an der Küstenbahn nordwestlich Termoll zu melden. Im östlichen Mittelmeer bombardierten schwere deutsche Kampffluqzeuqe mit qutem Erfolq militärische Ziele auf der Insel Leros. »Ich sah«rio schreibt dls Inderin, »wl« eine Mutter versuchte, Ihr lebendes Kind zu beerdigen. Das Kind wurde gerettet und in «in Heim gebracht, aber als ich seine mageren verschrumpften Glieder und seine stumpfen Augen sah, fragt« ich mich, o'b der Tod nicht besser als das Leben gewesen wäre. Der Hunger hat aus den Menschen Bestien gemacht. Kleine Pflanzer und Arbeiter haben alles was sie hatten, verkauft und betteln in den Städten um etwas Eßbares. Dieses Elend ist aber noch gering In Vergleich zu dem, das in den entlegenen Dörfern herrscht. Einige von Ihnen sind gänzlich verlassen, und die leeren Hütten sprechen eine beredte Sprache. In allen Gebieten werden die Menschen von Malaria befallen und erwarten apathisch den Tod. Es überrascht, in den Zeitungen zu lesen, daß die Laqe sich bessere und Nahrungsmittel und ärztliche Hille in ständig wachsendem Maße zur Verfügung gestellt wurden. Das Gegenteil Ist der Fall, und wenn nicht sofort Schritte unternommen werden, wird dis Provinz von einer ständig wachsenden Epidemien-Katastrophe heimgesucht werden. Die Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet und verwaltet. Monate, wenn nicht Jahre ununterbrochener Anstrengungen werden nötig »ein, um in Benqalen wieder iiormale Verhältnisse zu schaffen.! Statt daß der britische Minister Aber die ersehnte Hurvgersnot »in den Ländern des Feindes« berichten kann, muß er sagen: »Ei ist für uns ein außerordentlicher Schock, feststellen zu müssen, daß etwas Derartiges unter britischer Flagge möglich ist«. N1sdsrgsbrannt• Cholera-d A r f « r Von Indien aus droht di« Cholera nach d«n Nachbarländern überzugreifen, eo-daß an der Grenze nach Afqhanistan die Briten «ich nicht anders zu helfen wis-•en, als mit ihren Trtippen die verseuchten Dörfer zu umstellen. Ohne daß die Bevölkerung iLe verlaseen darf, werden die Ortschaften niedergebrannt. Nicht in Indien allein ist so etwas unter britischsr Flagge möglich. Uberall wo Ii« in diesem Kriegs auftauchte, hatte sie den Hunger und Se'uchen im Gefolge; im Iran führte dar Hunger zu Cholerasrkrankungen, das ägyptische Gesundheitsministerlum gibt die Zahl der Typhuefälle mit 48 000 an. Mit einem weiteren Ansteigen der Seuche ist bei der mangelhaften Versorgung mit Medikamenten zu rechnen. Ein wöchentlicher Zugang von 3000 neuen Krankheitsfällen ist zu «rwarten. Hung«r in Südltallen Auf einer Elendsslraß« ziehen die »Alliierten-« auch in Süditalien einher. Sie beschlagnahmen Getreide, Schlachtvieh und öle. Selbst in der Provinz Foggia, der größten Weizenkammer Italiens, die zudem in diesem Jahr eine besonders gute Ernte hatte, leidet die Bevölkerung unter dem Mangel an Brotgetreide. Dazu fehlt es an Wasser, das In Flaschen aus weit entlegenen Dörfern nach Städten wie Foggia geschmuggelt wird, wo die britischen Besatzungs-behörden der Bevölkerung die ungenügende Menge von einem Liter pro Tag zugewiesen hat (neben hundert Gramm Brot). Auch hier blieben die Seuchen nicht aus und die Briten sind gezwungen, an die Bevölkerung Desinfektionsmittel zu erteilen und die Straßen der betroffenen Stadl mit Chlorkalk bestreuen zu lassen. Deutschland kennt Englands Kriegführung. Ihm kam der Versuch des Hungerkrieges nicht unerwartet. Die Tapferkeit seiner Wehrmacht, der Fleiß der In der Emührungsschiacht bewährten Bauern hat unser Land und Europa vor dem Schicksal bewahrt, das über Englands eigene Kolonien und über seine unterdrückten Völker hereingebrochen ist. Die unmenschlichen Waffen, mit denen England den Krieg zu führen gedachte, werden eines Tages geyeo ss selbst gekehrt sein. f Seite 2 * Nr. 302 » Freitag, 29. Oktobtr 1943 MARBURGER ZEITUNG Das vorbildhafte Leben Dci eines schwerverwundeten Offiziers — Von den Aerzten aufgegeben, freiwillig wieder an die Front Von kriegsberichter Peter Kustermann » PK Die Ipbensgefährliche Verwundung, die dei Major schon in den ersten lüCiHii des Üstfeldzuges, wenige Stunden nai;h d«'! Veileihung des Eisernen Kreuzes fcrsler Klashe, erlitt, fesselte ihn für mohr als secas Monate ans Krankenlager, Wils zuncichst ichier aussichtslog efch'"n, yolany der rettenden ärztlichen Kiinsi: Nd' h einem halben Jahr gewann dej V\ ille Wieder Gewalt über den Körper und lieb ihn soweit gesunden, ddß «iib dei v.'ii zahllosen Splittern durch-■it-'iie Ol{i'<:ier auf «Uiem Krückstock Wen ge Met(»i durch döi beHö Krankan-xinuu<>r schleppen könnt«. Der recht« Arm fitiluh, dtSÄ<*n Hfluptnerv von «i-nei.i G:^ s( hoB durchschlagen wer, war nicht mehr zum tätiqen Leben zu er-w<.-rkon, )> s "ihit durchpulste Ihn, aber 0 w.i- uniotthar tot. Die getroffenen r iiio if l'äi h tiuqen den Jungen Offi-/,i r, I 'il rin(- neue Hoffnung hielt ihn, (1 ' si h durch keinen Verband fesseln I Ii Kopf «aß rwJschen Schädeldecke und c;.-liiru ein Splitter, und es war gewiß, (I ß «uf h" diese ausgeheilte Ver-w.nidiipff nie mehr einen Stahlhelm er-t^" :on k >nnte. Heilende Hoffnung AI"* dor M.ijor aber nech sechs Monaten Sit h zunächst nur für wenige Minu-iHf! aru mit eigener Kraft aufrecht- hallen konnte, wiichs ti« mit jedem l.Hj und wurde von Woche zu Woclie ii> ti'l/aifti ;iud starker. Das Befreiend* (3»r tr''prwlndung, dlo Hoffnung, löst« ilr ujid gab sin wl« «ine aufbauend« Nihrung fiel. Hinmal dem •ntnervTOd^n K. aiiketiboll entronnen, «rwuch« die ft des Willeni und des WoHent dem O] :!• r, d«*r » ch tu keiner Stunde seines K '•iikt^nhqer» auch nur im entfern-t<": rn avil'-jt^goben hatte, zu einer über-h i. nn Lf'hcnsk.nft, iind dort, wo die f , ir r-nr!-; rrttfiide und lindernde H l<>r modernen Heilwissenschüft «:;i sein mußte, setzte sie den Pro- *nl. k: = iperlirhon und seelischen Ge-•iindens in steiler AufwÄrtskurv« fort. Lii« Mft;jllfhkftlt freilich, daß der Major 'uuvil; i\'i»»der im Felde itehen und jii.iiis wH'der ein Bataillon gegao deu 1 ; .1 ;;ihieii l^finrite, war ihm von allan n. j qeslritten worden. Der Ma-)iyi . I i yrif) zu keiner Stunde, selbst (1 ; ; j uhi rils Rückschläge eintraten, i' (li-iu ICD und den durch nichts zu L;-rhe5;rle:i Willen auf, daß e« ihm ti-r- fl.-n jelAnge. Fr hielt das Vertrauen an . h if'ibit fast wie »ine fixe Vorstel-iij.ig feüt )i Will« Ist mir dann mm Wert »r- h= . en, wenn «f eich zugleich ein Ziel =: it schien nach sechs Monaten K- k»'nl«aer wie eine Vermessenheit, A. 1 s Ziel d.»« Offirlers nicht« ande-w . s (Ifiä, so schnell denn irgend"-n > : ■'n v/ip(ier an die Front zu korn-n. . ■; kö'-ji^'rliche Leihen wurde un--1, s-m Willensniitrieb stärker und . -n t jeder Stunde. Es über- 'ris^«n schneller, als seihst die : Sil !' Lrwiirtungen der Arzte es hof- ; " L des Willens ,i i-i nin Sommer ins Land ging. \ '! r jjnqo Offizier zum ersten- ' !■; Knirkstork und ohne die ■' • 11 md flcs Pflegers in Unqsa- Ii-, / ,nc.< 'ist noch etwas unsiche-I ^ ^i't-'^n durch das große Tor das I ■ i w.ir nichts anderes als der ( V ■ ( . n-'. un<^rbilllichen Hartseans (. . n . h ' ■!, d»r Sieg des Willens, (: •■ ■ r l.l'rb als alle Wunden, die ' hl L. -en in zahllosen Split-I ■ Ii' ; i' n lullte, '.1 i -ir^p iinglich so erscheinenden r . ! r|k it wurde der Major im . n.ichs'en Wochen garnisons-\ 'hg Itir r rechte Arm war le- • I Im' |)f.; S' lvidel hielt gerade den l< K ( i:' • > ( ht(Mi Feldmütze atis und : I' ■ .](' i:ii''!elen nnrh nicht die Be-I .'""Hl, VM(« «'» die Infanterie abver- Am Wolrhow Di'iinorh der Major zu seiner In- ' ■ '• iind iiht.!rmhm ein Bataillon am w .«,• Arf sf.iie Gren-idiere wirkte .'1 ii Miiin.'! d?H neuen Md)ors un ,/i i' - I 'i' h ''indiüiqlirh. Lt.ild hatte I ti 'j ' t . ■ • 1 M tit,- des Miijors bis in den ' 11 l!:'- ' ' h"fUi;ir|"sprochen, und - ■ A I- w < '■ 11 C uul. diis sie umschloß ■■ ,1 .III ( III n M'ii.-liiten kettete, flesisen Ii ,h '.i" :lisi. wie nold'itisrhe Ein- vnl' MIC -.v r f'in Kr.illstrom unermüdlich •iiii • u' ' ■ '.'i i:i;:MPn liffi.inn Dir F.r-1 "• r; M it i:'I Iiild diiriiiif diu Pet<;ön' 'irlik ' /'t li' • din Sold.it'^n Re/ifhung Ii; :< !'■■ -i v- ktc lind fe'iselto ll.itte et n . );! ' ' • 'ict iri, fils "«icb nur in d^n r.'.i'ici. ' ! •■ I /II l'ivs"n, ein p.irir ermun-|i:i.'' - /II s.Kfn, es hüttc schon :t.i •■finn 'H'finjdipre auf-'nrirh-I I 1 II fndr-rem 'ils an d"rn Vor-1: , ' ' mii'h «iein«! blolle Anwesen-).!' f (( il) P.r ■di-'r Hiirrhm tn da^ melster-lii :;<■ rnlli' i''.s'lif" Il-indwerk mit jener rif. ,i!■qr•! und scrlischf'n Atmosphäre, (j f Ko «i;fpn.irt'g djo It.iltMng von Ein* ht'!!-f);i ■/.'> 1/estinuiicn und lenken verm.ig. Dann setzten die Bolschewlsten einen an Menschen und Material vielfach überlegenen Angriff auf die Stellungen des BaUiillon« im Sumpfqebiet des Wolchow an. Vier Tage und vier Nächte wechselten Trommelfeuer und beweglicher Angriff, Abweiir und Gegenstoß einander ab. Mit Panzern und Infanteriekellen bohrte der Feind immer wieder den Eckpfeiler an, von dessen Wegnahme er sich die Öffnung de« Wegea versprach, der in operativen Plänen errechnet wai. Vier höllisch« Tage Bed diesen Angriffen batt« sich der Major vorbehalten, die schwierigsten Gegenstöße selbst zu führen. Er Latte dann auch In diesen vier hrtllJschcn Tagen nicht nur einmal Gelegenheit, einge-biochenen Feind an der Spitze zusani mengeraffter Bataillonsroserven zu werfen. Die Maschinenpistole um den Hals gehängt, das Spatenblatt im Koppel, »■> stürmte der Major die Graben. Und nicht ein einziges Mal blieb ihm der Erfolg vorsagt. Selbst In jener kritischen Stunde, als er mit einem einzigen Unteroffizier einen schier wahnwitzigen Gegenstoß un ternahm, stand das Glück, das auf die Dauer nur den Tapferen und Ausdauernden begleitet, auf seiner Seite, An einer Grnbenblegung schoß der Major eine Handvoll eingedrungener Feinde zusammen, als plötzlich von hinten ein Kerl Ihn ansprang, ihn m Boden warf und Ihn tm Hals« würgte, MH der beweglichen Hand vermichfe der Offliier den Würger abzuschQtteln. Aber Pistol« und Spaten w^ren unerreichbar. Als schon das B«wnBtseln gMchwnn-den war, rettet« den Kommandeur sein Unteroffizier Mit dem Spatnn schlug «r den SchÄdel des riesigen Bolschewieten entzwei und faßte den Major. Et lehnte ihn wie eine leblose Marionette an den Grabenrand und warf dann den Rest der vom Schreck gepackten Bolschewi-ston mit erbitterter Wut aus der Stellung. Aber «r hatte noch nicht den letzten der Feinde rur Strecke gebracht, als hinter ihm schon wieder der Major auftauchte, bleich wie der Tod und mit großen, roten Striemon am Hals, mit noch zitternder Faust den Pistolengriff der Waffe umspannt. Dem Major wurde damals das Deutsche Kreuz in Gold verliehen, Bald darauf übernahm er ein Jägerbataillon. Im neuen Einsatz Er war noch keine vier Wochen im neuen Einsatzraum, als dieses Bataillon zum Angriff antrat. Bis in die letzten Möglichkeiten hatte der Major seinen Angriffsplan ausgelotet Alle nach menschlichen Ermessen eintretenden Uberraschuageo waren •Ingerechnet, und so war es kein Wunder, daß die schneidig angreifenden Jfiger In knapp einer Stunde das Angriffsziel, das einer örtlichen Fronlverbesserung diente, erreichten. Dabei war das Bataillon in eine stärke massierte Bereitstellung der Bolschewisten hineingestoßen, die wie ein Wespenschwarm auseinanderstob^ und sich erst nach fast einem Tag gesetzt hatte, um dann zum Gegenangriff anzutreten. Eine ganze Panzerbrigade unterstützte das bolschewistische Unternehmen. Es traf mit starken Teilen auf den Abschnitt des Bataillons. Damit "wlMlerholte sich fa«t gwiau der Ahlauf eines Geechehens, wie e« wenige Monate zuvor am Wolchow der Fall gewesen war. Auch diesmal dauerte im we-sentlir^ien der Kamp# vier Tag« und Nächte, Erbarmungslos» Prob« deutscher Soldaten. Bitter der Nahkampf beeooder« In den Machten. Auch diesmal hatte sdch der Major vorbehalten, neben seinem bl\itjunge© Ajdjutanteji Jeweils die ent-schei immer stftrker. In Gebieten des ehemaligen J\igo«lawlen und auch In Griechenland eelen offene Kampfe zwischen beiden Elementer Im Gange. Man erhoffe jetrt von Mockau Irgendeine Formel zur überbrückung der Differenzen zur Vermeidung weiteren Kampfes. MihaJlowltsch hat Inzwischen einen Bericht über Zusnmmenst'Sae mit ^gne-rischen Banden in Montenegro und an der alten «Ibnnisch-grlechisch-jugosla-wlschen Grenze herausgegeben. Er beschuldigt die Banden Tito«, angefangen zu haben, was diese mit ähnlichen Vorwürfen erwidern. Die jugnslnwische Exil-»Regierunq« In Kairo unterstützt offiziell weiterhin Mihailowitsch, der ja als ihr »Kriegsminister« auftritt obwohl er eine serbisch-natlonallstleche Politik zu verfolgen vorgibt und gegen ihn der Vorwurf erhoben wiTxi, er habe schon vor Bndoglio mit Italienam xuaamanengear-beltet, nämlich gegen seinen Rlva.len Tito, de«seo radikal« liniksgerichiete An-hAnger «r als große Gefahr betrachtet. In London wird dleeer DaisteJlung widersprochen. Dort wird behauptet, die Kom-niunieten seien nur eine Minderheit unter den Banden, deren Hauptquartier zwar In engem Kontakt mit Moskau stehe, aber auch Verblnd^mqen zum englischen Oberkommando Nahost aufrechterhalten, Von Mihailowitsch wird gesagt, er arbeite nur mit EngJändera zusammen. Andere.rfieit« werden die Anga.ben, Mlihailowitsrh h-abe txii engllsahe Anweisung seit einiger Zeit eine gewiss« Passivität bekumlet, während die Banden Titos auf Anweisung Moskaus •■nßerordentlich aktiv geworden eeien, als unwahr bezeichnet. Die Gegensätze in Griechenland, die durch da» Eingreifen de« englischen Oberbefehlshaber« Maitland Wilson ent- hüllt virurden, werden eis Ähnlich geschildert wie die jugoslawischen. Auch hier »ei es In kleinem Unafange zu KÄmp-fen gekoanmen, EMe Engl&nder behaupten natürlich, die Kommunisten »pleiten hier eine noch geringer« Roll«. Wohl aber hal)e die Ejittäuschung ü>ber das Ausblel-Drn einer englisch-amerikaniechen Invasion Uneinigkeit unter den dortigen Bannen und Aktivisten hervorgerufen. »Ob«erver« wirft den Regierungen der Westmöchte vor, ihre Einstellung zu den sogenannten Volksbewegungen (sprich: Bandengruppen) im früheren Jugoslawien und Griechenland beruhe teilweise aui Unkenntnis, failfi auf Gerüchtenus-streutingen bereitwilliger Unruheetifter Die Behauptungen über Vorherrschaft der Kommunisten In diesen, Bewegungen seien unwahr. Diese hätten s-ich zwar besonders »ausgezeichnet«, aber sie hätten nicht die Mehrheit, »Observer« beklagt sich ferner darüber, allzuviele von den alliierten Generalen seien lediglich Politiker geworden, die sich von ihren politischen Sympathien oder Abneigungen leiten ließen. Völker als Geschenke Was von den Garantie versprechen übrig blieb — Prinz Kyrills Thronrede tc Sofia, 28. Oktober über das »Schicksal der besiegten kleinen Völker« schreibt die Zeitung »Dnes« Polen sei hierfür das beste Beispiel. Anstatt die Friedensvorschläge des Führers anzunehmen, sei Polen überzeugt gewesen, daß ihm die Demokratien, allen Schutz gewähren würden. Heute schlage das britische Blatt vor, die Reste Polens an Moskau auszuliefern. Wenn die Welt, so meint der Verfasser im »Dnes«, zur ZulriedenWeit aller Völker, der kleinen wie de/ großen, der armen wie der reichen, geregelt werden soll, darf man nicht mehr mit den kleinen Völkern Handel treiben, so wie es die »Times« vorschlägt Wenn sich ein Bldtt wie die »Times« erlaubt, die Hälfte eine» Volkes einem anderen zum Geschenk anzutragen, so sei dies ein Zeichen, daß lotsächlich Europa krank ist. Und diese Krankheit könne besonders di« kleinen Völker gefährden, vor allem die, die sich unter den Schutz der westlichen Demokratien gestellt haben. Das Blatt ruft die kleinen Völker zum Kampf für ein neues Europa auf. i * ' Die Erkenntnis, daß die kloinen Völker von den westlichen Demokratien nichts zu erwarten liiihen, dali sie vor-bohiiltlos Moskau ausgeliefert würden, wcmn Deutschland ihnen nicht den Schutz seines Schwertes gewährte, die hior aus dem bulqdrischen Blatte spricht, ist ^zurfleich die Erkenntnis det bulgarischen Regierung. Sie Ist entschlossen, das Erbe des »Zar Einigprs'<, des Königs Boris zu wahren. In dlrsom Sinne Ist flUch die Thronrede des Prinzen Kyrill gehdlten. die er bei der 1-röffnung der ^obranje hielt. In ihr heißt es: Hiilgnrien» Außenpolitik 'Die Außenpolitik des L-inLles. beseelt vom Wunsch, den Frieden auf dorn Balkan zu erhflltpn, wird nach d'-n bisherigen Richtlinien welte»-"pführt, D.is Ziel dieser Politik Ist, die Inlero«.-^rn nnlqn-rien« 8.icherzu8tell«n und die ninigkelt des bulgarischen Volkes zu kräftigen, die dank der Unterstützung des Groß-deutschen Reiches und seiner Verbündeten sowie niirh der vielen Opfer, die da« Volk bis jetzt im Kampf zur Erlangung «einer nationalen 'Ideale gebracht hat, erreicht wurde. Da unser Volk allen Ereignissen gegenüber gewappnet ist und alle Hindernisse, die auf seinem Wege erscheinen, bewältigt, traf die Regierung alle hier-führ notwendigen Maßnahmen und wird dies auch in Zukunft tun, um dadurch die Einigkeit des bulgarischen Volkes zu bewahren und seinen Geist noch mehr zu stärken. Die Regierun" wird alles Mögliche tun, um die innere Ordnung sicherzustellen. Sie wird sich nicht scheuen, die schärfsten Maßnahmen zu treffen gegen jeden Versuch, die Ruhe des Lan- des zu stören, gleich, woher er kommt. Die Regierung wird noch mehr als bisher die soziale Politik ausbauen und zur gleichen Zeit ihre Sorge und Aufmerksamkeit den befreiten Gebieten widmen. Die bulgarische Armee steht bereit auf ihrem Posten, die Grenzen des geeinten Bulgarien zu verteidigen, begeistert von den hohen Idealen und den Traditionen unserer kämpferischen Vergangenheit und umgeben von der Liebe des gesamten bulgarischen Volkes. D.e Ausbildung der Armee wird ununterbrochen vervollkommnet und durch die fortdauernde Sorge der Regierung ständig gestärkt. Ferner wi?H die Roiierung alle Bemühungen daran setzen, um die Volks- und kulturelle Erziehung und die Stärkung des bulgarischen nationalen Geistes zu fördern. BLICK NACH SÜDOSTEN tc Ungarns lang© Perlen. Von Mitte September bis zum 3. November sind difi ungarischen Volks- und Mittelschulen geschlossen und die Budapenter Kinder durch eine behördliche Aktion großenteils aufs Land gebracht worden. Der Unterricht wird zum Teil durch Rundfunksendungen aufrecht erhalten. dz Artifitenhochzelt in budapest. Die Inhaberin des weltbekannten deutschen Zirkus, Trude S^iirasani, hat sich dieser Tafie mit Gabriel Nemothy, dem Chef einer Luftakrobatengruppe, verheiratet. Nernethy trnt seinerzeit an die Stelle des beriimten Alfredo Codonn und führte wie jener dreifflchen Luftsfllto durch. Frnu Trude Nempthy wird auch weiterhin die Leitung df^ Zirkus Sarrnsanl behalten. ti Serbiens landwlrlsr haftllcher Er/eii-guiiqsplan. In einer Verordnuti^ des Ml nistet Präsidenten General Neditsch wird der Pl.in für die landwirtschaftliche Er-ZGiignng des Wirtschaftsjahres 1943/44 bokanntgonehen. In den ze-hn Artikeln ri^ir Vern''l"'i"n d'« ■-n tümer verpflichtet, die aubauflhlgen Flachen entweder selbst zu bestellen oder zur Bestellung in Pa(»ht zu geben, ferner jene Kulturen anzuhauen die der Landwirtschiillsj)lan vorsieht. Sämtliche Kulluri'n der planmäßigen Landwirtschaft stehen unter dem Schutz der setbischen Staatswacht. Besondere Organe haben die Durchführung des Landwirtechaftsplans zu überwachen. nsg Deutschie Schwestern In Rumänien. Etwa 40 Schwestein, die zum Teil im Reich, zum Teil in Rumänien ihro Ausbildung genossen haben, wurden von der deutschen Volksgruppe Rumäniens in der »Deutschen Schwesternschaft' organisiert und für die Aulrjaben der Säuglings- und Kleinkinderl ürsorge (»Inge selzl. In deren Rahmen ni allen Krei»eii Mütterberalungssfellen eingerichtet wurden. In den größeren Orten werden regelmäßig Wiegeslunden gecjidien und mitunter wirken die S< hw<^tern in der Schulgesundheitspfl"g(! und dei Tuberku Milch und Buffer Der Versuch den Feindt», Deatickicinii durch die Hungerhirtrkade irt die ^nit zu zwingen, wird nicht zuletzt durch Leistung des deutschen Landvolkes zu Schanden. V/ie aus don vielen Einzetlei-ttungen eine Gemeinschaltsleistung von einsf unvorstellbarer Größe eru'ächst, das zeigen die Zahlen, die Staatssekreiar Backe bei der Ehrung dir /20* ReichS' Sieger in der Milcherzeugungxschhrht bekannt gab. Danach ist die Milchablie-ferung im Altreich von 14,9 Milliarden kg im Jahre 1938 auf 17 Milliarden kg im Jahre 1942 gestiegen, obwohl im Laufe des Krieges die Schwierigkeiten in der Futtermittelbeschaffung und auf anderen Gcbi&tcn zugenommen hab'?n. Auch im Jahre 1943 hat die Ablieferiin« nicht nachgelassen, sondern lag zum Teil sogar noch Uber dem Vor/ahrsergebnis. Die molkereimäßige Buttererzeugung Ist seif 1938 um 44,$ Pro**n/, die Laibkäx«' erzeugung um 2'>,4 Prozent, die Sauer-milchkäseerzeugung um 13,2 Prozent gestiegen. Seit Beginn der Marktordnuni! wurden in Großdeutschland ohne die Ostgebiete j — rund 3000 Neuhattitn und Behelfsbau- ' ten von Molkereien, Käsereien, Rahmstntionen und Milchsamwelsfellen errichtet, sowie rund 20 000 Ihuhaiilen und maschinelle Ergänzungen bestehender Betriebe vorgennmnfen. Hierfür wurden rund 400 Millionen Reichsmark anpelegl, wodurch die Mifcherfassung und Milch-oerarbeitung in den Molkereien auf den höchstmöglichen Stand gebracht werden konnten. Diese organisatorischen Maßnahmen und die durch sie erzielten Erfolge beweisen, daß die Auffassung der nationalsozialistischen Agrarpolitik, es seien noch große Erzeugungsreserven in der deutschen und — wie wir fetzt sehen — auch In der europäischen Landwirtschaft vorhanden, rlehtip gewesen ist. Einst ein Britenoffizicr , . . dnb Stockholm, 28. Oktober In London wurde Ernest Georßc Savaje durch das Kriminalgericht zu fünf .lahren Zwangsarbeit wetJcn des DiebsluhN von annähernd 1Millionen Kleidcrkartcn verurteilt. Über 4H Millionen Kleiderkar-tenabschnilte wurden in «einem Koffer im Hotel (gefunden. SavajJe war früher Offizier der britischen Armee. Im Mittelmeer {fefunden to Marseille, 28, Oktober Der Dampfer »Padua« (3064 brt), der., im Auftrag des Internationalen Roten Kreuzes von Lissahon nach Marseille mit einer für Genf bestimmten LadunjJ unterwegs war und Lissabon am 19, Oktober verlassen hatte, ist am Mittwoch aus bisher unbekannter Ursache vor der französischen Mittelmeerköste jjesunken. Sechs Mititlieder der Besatzund sind ertrunken, die übri((en vierKehn konnten sich in Rettungsbooten In Sicherheit bringen. Das Leben Terwirkt dnb Berlin, 28 Oktober Der SfljÄhrlge Louis Dirck aus Wie»* baden, den der Volksgerichtshof zum Tode verurteilt hatte, wurde hingerichtet. Seit Beginn de» Krieges verbreitete Dirck die Hetzparolen des feindlichen Rundfunks. In verschiedenen, ihm nach-' gewiesenen Fällen machte er «ich ao Volksgenossen heran und versuchtn,, ihre Zuversicht und Ihren Glauben on den Endsieg zu erschüttern. Sein Treiben ist umso schälWlicher, als er vor allem Soldatenfrauen zum Gegenstand seiner Zersetzungsversuche machte." Dirck ist mit seiner niederträchtigen Handlungswelse der kämpfenden Fronf* In den Rücken gpfallen und hat somit das Recht verwirkt, weiterhin det Volksgemeinschaft anzugehören. Die Verhaftung Bergcrcts fc Lissabon, 28. Oktober Die Vcrhaflunji Bergerets, die (jcstern gemeldet wurde, erfolgte in seiner Villa in Dakar. Hier hatte er sich drei Monate verborgen gehalten, nachdem er am 7. Juli seines Amtes als Ubcrbefehlshabcr der exilfranzösischen Luftwaffe in Westafrika durch de Gaulle enthoben war, Hergeret befindet sich zur Zeit »irgendwo in Tranzösisch-Westafrika unter militärischer Bewachung, Untiere Kurzmelclun gfTi dnb General von Falkenhausen 65 Jahre all. Am 29. Oktober voilendet der Mi-litarbelehlshaber in Belgien und Nord-frankreich, General der Infanterie Alex-aijder von Fdlkenhausen, sein 05, Lebensjahr. dnb Der Wehrkreis von Trlest hat unter dem Konunando des Divisioiisgene-rals Giovanni Esposito »ein« Tätigkeit wieder aufgenommen. dx Bnglj^rhe» Flugzeug aufgefunden. Wie au« Izmir berichtet wird, iit vor Muqhl« im ägäischen Küstengebiet dei Türkei ein britisches Flug/^g abgestürzt. Von der Besatzung, die sich offenbar durch Pallschiinicibfiprung zu retten versuchte, fehlt jede Spur. dnb Nachkriegssorgeo. Der USA-Vizepräsident llcniy Wdlldce gab In einer Rede in Clevel'jnd am Mittwochabend der Befürchtung Ausdruck, daß über zehn Millionen amerikanische Arbeiter lUK'h di'in Kriege arbeitslos würden. Die Aiissif htslosigkeit, dieser Katastiophe zu entgehen! unterstrich Weillace durch die Bemerkung, man benötige einen giölieren EinfalHreichlum, um eine all-(lemeine Arbeitslosigkeit zu vermeiden, als um Deutschland zu besiegen. Druck u Vorlag Marhnrfjpr Vfrlflcj"«- il Driifkornl" (if* in b H VorUg^i«ittunq Eqon Baumgarlncir, ^ Ilminl'.iliiHlIciluiui Anton : .»ir, E» läßt sich nachweisen, daß diese ''^tcllefl nicht müßig bleiben und den Din-'' V«fi auf den Grund gehen. In vielen Fäl-'|mi wird dadurch «rrcicht, was der Brief-■eliTviber erreichen wollte. Kommt es > ' rikfht dazu, so lag es mSgücherweise 14^llaran, daß er doch einiges übersehen hat, seine Angelegenheit in anderem ' Licht* erscheinen läßt, ■ '^''Aber auch da hat er sich letzten Endes , fticht Tergeblich bemüht, sondern durch Eingreifen zu sehr erwünschten Klar-v^ellungen beigetragen. In keinem Falle ' «»yenchwinden* solche Briefe an die Zei-^tüfigco. Die Teilnahme der Volksgenos-an den Vorgängen im engeren und ' weiteren Kreise soll ja nicht passiv, sie ^ «oll aktiv sein. Es braucht auch nicht im-' Oker das Schreiben in der Zeitung selbst '' ^«handelt zu werden. Das ist ja gar nicht •> * . das Ausschlaggebende. Der Briefschrei-^. her muß nur die Sicherheit besitzen, daß wenn er selbst positiv zu wirken be-,,1 .^^ichtigt, nicht ins Leere schreibt. Diese ' V^herheit ist durch die enge Verbindung ■*. Zeitungen mit allen maßgebenden • der Partei, des Staates, der Stadt gegeben. Mit ihnen zusammen wirkt ^•hiAch die Zeitung in positivem Sinn« auf ^ Gestaltung des Volksleben« ein. Wer über diese Voraussetzungen im kla-''ttm l«t, wird sicher gerne immer wieder (mr ■«in« Beobachtungen und Wahrneh-X <^lnyigen Näheres mitteilen. Er weiß, daß auch bei der Zeitung am richtigen At« befindet. Ihre Opfer rufen uns zur Pflicht Der letzte Weg von fünf Wehrmänncm der Ortsgruppe Schönstein Am DLenstaq wurden die fünf Wehr-männer Kosei Willi, Koren Franz, Kru-cheir Anton, Pepelnik Max und Schlnzek Franz der Ortsgruppe zur letzten Ruhe geleitet. Die Särqe waren im Heimat-bund-Heitm aufgebahrt und der ganze große Saal durch Blattpflanzen, Blumen imd zabireiche Kränz« in würdigster Art geschmückt. Männer der Wehnnannschaft hielten die Ehrenwache, Am Leichenzug nahmen teil die Wehrmaim-•chaft, Polizei, Gendarmerle, Feuerwehr, der OrtsflTuppenstab mit allen Mitarbeitern des Steiriscbeo Heimiatbundes, die Deutsche Jugend und die Schulen. Au« der ganzen Ortsgruppe «trOmte die Be-rölkerung herbei, um den gefallenen Kameraden die letzte Ehre zu erweisen. Welt Ober 1000 Erwachsene geleiteten die Gefallenen zur letzten Ruhestätte. Am Friedhof verfibF":hiedete sich zuerst der Wehrmiinnschaftsführer Kamerad Jpfllitsch von den toten Kameraden. Hierauf hielt Kreisführer Pg. Dorfmeister die Trauerrede. Er wies auf das Schicksal der Menschen im Grenzlande hin, die jederzeit bereit sein müssen, mit der Waffe in der Hand die Heimat zu schützen. Den Anqehöriqen der Gefallenen wendet sich die besondere Anteilnahme und Fürsorge zu, eie sind eingetreten in die Reihen der vielen Deutschen, die In diesem Kriege ihre Angehörigen verloren haben Die fünf toten Kameraden aber stehen in den l?eihen jener Helden, die im Geiste Horst Wessel« marschieren. Sie sind gefallen für Europas Bestehen tind für eine glückliche Zukunft ihrer Kinder. Nach Abgabe der Ehrensalven legten der Kreisführer, der Ortsgruppenführer lind der Wehrmnnn«chaftsMhrer bei jedem Sarg Kränre nieder, während die Werkskopelle das Lied vom »Guten Kameraden« spielte. Nach den Liedern der Nation wurden die Särge zu Ihren Gräbern getragen. Die Ortsgruppe Schön-stein neigt sich in Ehrfurcht vor den to-tfifn Kameraden. BeiieUuiig de« Zellenttlhreri Fritz Gradt Jun. Di« Ort«gruppe Cilli-Foritwald des Stelrischen Heimatbunde« beklagt den Verlust eine« ihrer «ifrigeien Mitarbeiter, des Zellejoführer« I^rltz Gradt ]un. der nach kurzer Krankheit im frühen Alter von 29 Jahren verstorben ist. Jedermann der ihn gekannt hat, «ah in Ihm da« Sinnbild kraftvollen und arbeitsfrohen Lebens. Durch außerordentlichen Fleiß und bedingungslose Hingabe hat er es nicht nur In seinem Beruf zu außergewöhnlichen Erfolgen gebracht, er hat dab£i noch Immer Zelt gefunden, sich der politischen Arbelt zu widmen und war beispielgebend In seiner Einsatzbereitschaft und Pflichterfüllung. Als Mitglied des Schwäbisch-Deutschen Kulturbunde«, des Männergeaangsvereines usw. war er steter Kämpfer für das Deutschtum und für GroBdeutschland. Am Dienstag, um 16 Uhr, nahmen dte Ortsgruppe Forstwald die Familienangehörigen und die ihm so liebe Sannstadt Clin, von ihm als einem der getreueaten Abschied. Nicht« kann eindrucksvoller die Beliebtheit de« so früh Dahinqeschie-de.nen beweisen, als die Fülle von Kränzen und Blumensträußen, sowie die grofle Zahl von Volksgenossen, die an der letzten Ehrung teilgenommen haben. Von der Totenhalle des Städtischen Friedhofes aus bewegt« sich der Trauer zug, ihm an der Spitze die Ortsgruppen- Front und Heimat stehen Wache Rejjc Arbeit der Kreisfühmng Marburg-Stadt Am 26. Oktober wurde im Musiksaal in der Schmiderergasse in Marburg der monatliche große Dienstappcll der Kreisführung Marburg-Stadt abgehalten. Zu Beginn sprach Krcisschulungsleitcr Pg. Rachle zu den Amtüträgern und stellte die große Erziehungsarbeit heraus, die in den Jahren 1933 am deutschen Volke geleistet wurde. Ausgehend von den ersten sechs Punkten des Parteiprogram-mcs und deren Verwirklichung vermiilelte der Kreisschulungsleiter eine großangelegte Schau über jene Marksteine des nationalsozialistischen Deutschland, die bereits in die Gcschichte eingegangen sind. Hinter jedem der Punkte dieses Pro-grammes stehe der eherne Verwirkll-chungswille und hinter jedem geforderten An.spruch die Tat Adolf Hitlers, Wie jämmerlich scheiner dagegen die »Punkte« eines Wilson auf, die ein leeres, tatenloses Anhäufen von Phrasen darstellen. »Deutschland ist die Heimat aller Deutschen, gleichgültig wo sie leben«, diese Worte bedeuten uns heute eine Selbstverständlichkeit und waren doch zur Zeit, als sie geschrieben wurden, Fanal zum Aufbruch für alle Deutschen innerhalb und jenseits der Grenzen. Unvergängliche Marksteine der Geschichte des Reiches stehen heute bereits zum Zeichen der Erfüllung. »Das deutsche Volk«, schloß der Redner, »steht in Wehr und Waffen vor dem Feind, um den Bau des Führers zu schützen, der vor der Vollendung steht. Wir aber wissen, daß wir ihn vollenden werden!« Anschließend wies der Führer des Bannes Marburg-Stadt der Deutschen Jugend im Steirischen Heimatbund, Ba,nnführer Sturm, auf die vom 5. bis 10. November stattfindenden Elternabende hin bei denen Jugendführer zu den Elfern der un-tersteirischen Jugend sprechen werden. Kreisführer Knaus appellierte abschließend an die Einsatzbereitschaft und nimmermüde Schaffensfreud« seiner Amtsträger und betonte dabei, daß wir allen Grund haben, mit unerschütterlicher Siegeszuversicht in die Zukunft zu schauen. Mit der Führerehrung fand der Dienstappell der Kreisführung Marburg-Stadt seinen Abschluß. I» Nordsee schäumt — an der Kirchturmwand Betremmgsfahrten mit Hindernissen t • V t- 4?K« j/vralerlei lernte ich auf den vielen ' ^Vwtragsrelsen, die Ith während de« Vmit meinen Tierfilmen durch-■^^iP^ihrt habe: Wenn man einmal zu-hat, darf es kein ,Unmöglich 9iben, und: Je größer die Schwierig-'ieien sind, je plötzlicher und verwege-«in Entschluß g-etroffen werden Hyfete, umsomehr Freude bereitet man «den Menschen. Der Kampf mit dem Kron-^ I f u c h t e r fr»- kam nach einer halsbrecherischen Gldtteisfdhrt mit dem Behelfslieferwagen sehr verspätet In eine mir völlig unl>f-ka"tinte Stadt. Über den Filmplakaten klebtun überall rote Zettel »Ausverkauft«, In einer Stunde begann schon der Einlaß des Publikums) aber der große Saal des Schlosses war — wie ich zu meinem Entsetzen Im ersten Augenblick erkannte — für die Projektion von Filmen völlig ungeeignet: fieäengioße Kronleuchter au« schwerem Schmiedeeisen hingen quer durch den Raum bis fast zu den Stuhllehnen bin-noter. Weil der Sani imter Denknuil->#chutz itand, halten die Veranstalter kein« Abänderung on diesen Hinder-«is«en gBwad. Im Jahr« 1B90 gehören, war Sprager al« qebürtlaer Untersteirer In allen Marburger Kreisen, vor allem ledorh In der Geschäftswelt, bekannt und überaus geschätzt. Besonders die Jäger werden mit ihm einen eifrigen und begeisterten Jagdkanieraden h'itrauern. Dus im Jahre 192 »(jeqründete Elektrorjeschäft baute er in unermüdlichem Fleiße m ein^rn der fuhrenden Unternehmen in der ganzen Untersteier-rnark aus. Er war bei seinen zahlreichem nefolgschaftsmitglieidem nicht nur als Botriebsführer, sondern auch als Arbeifs-kamerad und Helfer In allen Nöten beliebt. Künftig Rauchcrkarten für vier Wochen Bei den Rauchcrkarten, die bisher jeweils für einen längeren Zeitraum au^tje-gebcn wurden, tritt mit dem neuen Jahre eine Veränderung ein. Künftig gibt ej Raucherkartvn jeweils nur für vier Wochen, die zusammen mit den I cbpnsmit-telkarteii ausgegi/ben werden Die erst« Raucherkarte für 1''44 entipricht der Üft. Zuteilungsperiode vom 10, Jnnunr bis Februar und trügt auch diese Nnmmer. Da die alte I^nncherkartp mit dem 1t Dezember abläuft, ist es notwendig grwor-den, die Tage vom 1. bis 10 Januar zu überbrücken. Zu diciem Zvpck werden die Abschnitte VIl bis 1t 7 der jetzigen Raucherkontrollka'-tc' für Männer und die ■Abschnitte VIl—IX der jetrigen Rau-cherkartc 'ür Frauen für gültig erklärt. Jeder dieser Abschnitte wird einem Pop-pclnbschnitt der Rauchprknrte gleichgestellt, tind es werden darauf die enl*^pr«-chenden Festmengen nni'egebon Die bisherige Regelung über Vor- und Rückgriffe wird durch die neue Regelung entbehrlich. Der empfantffberechtigte Personenkreis wird sich gegi^nüber der bisherigen Regelung nicht ändern * Neiinles Sf huMflhr nur In Sonderf.ilfen, Dfr Reirhserzleh'mgsmini-ter tpijt in einem Erlaß mit, daf^ der freiv-ilHrjo WfciterbeAUch der Volksitein viei bis ftech« Wochen lang keinen jugeiidfvi.ifn Film sehen können und auf die^e Weise auch vom Erlebnis der Wochen-^i hdU ausgeschlossen sind. Ger de daiauf ist m vielen Fällen dei wilde Kinobi-purh Jugendlicher zuiück;'.nliihrun. Die Reiilis-jugendiuhrung und die Peichsptop.ici.in-dideitung haben die NotwendigV. U des Einsalze« der Worlienschauon erk.iniil und mit Beginn der neuen Spiebeit dif-EinriclUung der Wocbe'irii h. ii-Uigeiid-filmstunden geschaffen. Außer der Wochenschau wild ein Kurztilm-Progiauim von längstens einer Stunde vor Beginn des regulären Spielprngi .iminns di-s Filmtheaters gezeigt. Der Besuch der Wo-chenschau-Jugendfilmslunden ist für die Jugendlichen zwangslos. Der Eintritts-prei» betragt ebenfall« nur 20 Pfennig. Seile 4 * Nr, 302 * Freitag, 29. Oktober 1M3 BtARBURGER ZEITUNG Beachtet die notwendigen Luftschutzmaßnahmen! Aniwelipflicht «uillndltcher Arbeiter. Betriebsführer, di« ausländische ArbelUi-kräfto bwschäftifjen, sollen dlew nach einem Erlaß dos Reirhsbauernfilhrers dazu nnhalten, stets ihre Ausweispapiere bei sich zu träger». Diese müssen genaue Anqaben ühpr die Personalien, den Einsalzort und den Arbeitsplatz enthalten, Ansländisrhft Arbeitskräfte, die ohne Auswelspnpiere ausgehen, l«ufen Gefahr, von Polizeistreifen angehalten und festgenommen zu werden. Anlernverhällni» als abgeschlossene Farhausbildung. Ndch don biaherigen Bestimmungen werden Anlernverhältixi«-se im Arbeitsbuch nicht unter der Rubrik »abgeschlossene Lehre«, eondern als »sonstige Fachausbildung« eingetragen. Da nach dem heutigen Stande der Bern fserziehung der deutschen Jugend aber da« Anlemverhältnit wi» aln Lehrver-hÄltnfl» mit kürzerer Ausi)llduiig«z«lt zu bewerten i«t, hat der Geoeralbevollm&ch-tlgt® für den Arbeltsetnsati angeordnet, daß das abtiMchlossene AnlemverhÄltnis In Zukunft ebenso wie die abgeschlossene Lehre in das Arbeitsbuch einzutragen i«t. Der Drucktext im Arbeitsbuch ist entsprechend in »abgeschlossenes Anlem-vprhältnis< und »Anlernbetrioba haiwl-achriftlich zu ändern. DIenstverpfllchtungen von Lehrlingen. Zu der Frage, ob auch Lehrlinge bei der Jetzt durchgeführten Auskömmeaktion als Arbeitskräfte abgezogen und dienstverpflichtet werden können, nimmt der GeneMlhevollmnchtigte für den Arbeits-einsül7 Stellung. Danach sollen Lehrlinge. die m der Ausbildung stehen, nicht (ilKii'TOgen werdt;n. Soweit infolge von Au-skcimniungsmaRnahmen eine ord-nungsui(i'^ii(e [.chrlingsciusbildung in Ginern Betrieb nicht inehr gewährleistet iüt, sollon die Lehrlinge anderen Be-tiieben der nloichen Fdchrichtuiig zuge-V iesf^n weiden. WIRTSCHAFT UND SOZIALPOUTIK Sparen — Grundlage des Wohlstandes Jede j^espart« Marie sichert die eigene Zükunft W'ii hören im Kundtimk Freit;ill, 29. Ohtobtfi RrJchipTOSfi«01111; 11,30-li. Jt)' Au« Op»f, Oprrctlc oiid Tin*. — 12.35—12.151 Der Ficrkht »ur Lsje. — IJ -15.HI: Niirdi»ch«r Kl.in^. — 1i.30--t6: Sp«ni-nhe und d*ul*chc So'iili'nmiinik. — 16—I7i Biin-Ir» NaihmitUjJiitonif ri. — 17.15—1B.30: »J», wenn di» Mutili nichl wir«, Unf«rh«lltin(j un-»fr*T Zeil. - Ifi.jn—f.SO: D«r Zcit»pieS«li 20 .l«hrt Kundlunk in Deulschinnd. — 19.45—20! Dr fioehhpfs-Ail(»«t^: Oer SfichlaJ. — 20.15—22! Vl'ir [{rrftulierfn: Ftgtkanicrt »um 20. Jahresiad der 1. dfutschen Kundliinl<»endun< (auch DS). ncut!ith1«nd*«Btlcri 17.15—lfl.30: [Fandet, Schu-BHnn, FMil^ner, .Morurt. Wledwum erg«ht In der WocIm Tom 23.—31. Oktober an jeden Deutschen der Appell zu sparen. Noch mehr als in den vergangenen Kriegsjahren itt es an der Schwelle des fünften Kriegsjahres eine allgemeine PfHcht, jede Mark., die nicht iür den lebenfinotwendigen Tagesbedarf benötigt wird, bei der Sparkasse, VoUcs-bank und Bank auf das Sparbuch einzuzahlen. Indem jeder Volksgenosse dieser Pflicht nachkommt, leistet er einen wichtigen Beitrag zum Siege. Denn er hilft, In die&er entscheidenden Phase des Krieges durch sein Sparen mit, daß der Krieg reibungslos finanziert werden kann. Der Krieg läßt sich nicht allein durch Steuern finanzier An. Der Anteil der Steuern an dar Deckung der Krieqsko-tten, der Im Weltkrieg 1914/18 nur 13 T. H. betrug, l«t in diesem Kriege zwar iul 50 T. H. geetiegen. Dd« fortgesetzte Steigerung dei VolktelnkommetM, die Einführung der Krlegszuschläg« zur Bin-kommensteucr, die Kriegszuschläge zu einigen Verbrauchssteuern, die scharie Besteuerung der Kfiegsgewinne haben das Steueraufkommen des Reiches Jahr um Jahr anwachsen lassen. Aber damit ist doch erst die eine Hälfte der Kriegsko-sten gedeckt. Das Reich hat im Gegensetz zu unseren Feindon darauf verzich-teit, die kleinen Einkommen besonders scharf zu besteuern. Die maßvolle Steuerpolitik des Reiches verpflichtet darum auch jeden Volktigenossen, durch sein Sparen mit dazu beizutragen, daß die anderen 50 v.H, der Kriegsauiwendungcn aufgebracht werden. Er kann das umso leichter, als im weiteren Verlaufe des Krieges immer wenigef VerljrdUchsqüter, die nicht dem unbedingt notweudiqeD Lebensbeclarf dienen, zu kaufen sind, weil die Rüstui'.q alle irgendwie entbehrlichen Rostofle und Arbeitskräfte verlangt. Durch scharfe Lohn- und Preisüberwachung, durch Lenkung der Rohstoffe und Arbeitskräfte, durch sorqsdme Pflege d«s Geld- und Kapilalmarkles, durch Ratio- o»ch beendigtem Kriege (Me meliten Waren wieder in qenQgender Menge vorhanden sein weiden, und vor allem, daß manche Ware billiger und in besserer Güte zu kaufen sein wird, als es vor dem Kriege möglich war. Die hn Kriege so außerordentlich gewachsene Ledstungs-kraft unserer Industrie bietet dafür die beste Voraussetzung. Der Staat, der die Bnrpamlsse des deutschen Volkes in Anspruch nimmt, hat aber au^h di« Gewähr übernommen, dem Sparer den Wert seiner Spargelder zu erhalten. Diese Verpflichtung hat Redchswirtschaftiminifiter Funk wiederholt für das Reich anerkannt und er hat letzt hinztigefügt, daß auch niemand daran denkt, die Sparguthaben mit einer Sondenateuer ku belegen. Die Wertbc-itändigkelt und Unantestbarkelt. der Spargelder lit des onverrflckbare Ziel der Plnani- und WAbrungspoUtlk dei Reiches. Das deutsche Volle hat In ^ner Jahr für Jahr steigenden Sparrate sein Vertrauen in diese Finanz- und WAh-rungapolitik and in den Sieg der deutschen Waffen bewiesen. Während in den beiden ersten Kriegejahren die Einlagen allein bei den Sparkassen sich zusammen um 13,4 Mrd. RM erhöhten, haben sie lieh im Jahre 1941 um 11,4 Mrd. RM und im Jahre 1942 um 15,2 fOfrd. RM vermehrt. Auf den Sparkonten der Banken und Volksbanken ist aine verhältniemä-ßlg sogar noch größere Steigerung der Einlagen erfolgt. In diesem Jahre dürften die Einlagen auf die Sparbücher nochmals größer sein als im vergangenen Jahre. Jedermann weiß, daß Sparen heute nicht nur eine Pflicht ist, die erfüllt werden muß, sondern daß die Heimatfront damit zugleich einen Vertrauensbeweis für den Sieg unserer Waffen ablegt. Abllelerungspfllcht fftr noslrlflxlerte Stttcke der nnqarlBchen Kriegsanleihen. Nach einer Bekanntmachung des Reichs-bankdirektoriums vom 18. Oktober werden die nostrifizierten Stücke der ungarischen Kriegsanleihen zur Einlieferung zwecks Verwertung bei der Deutscher Bank, Berlin, angefordert. Die Deutsche Bank eetzt sich mit den Devisenbankei: wegen der Einliefening der Stücke Ir Verbindung. Die Ablösung erfolgt nac^ dem ungarischen Aufwertungsgesetz vor lfl43. Durchschnittlich werden 5 Pengc für 100 Kronen bei einer 3 % Anleihf gezahlt. Die deutschen Besitzer erhfliter jedoch volle Barzahlung. Grfeclilsche Banken unter Reqterungs-kontrolle. Im gripchischen Regierungsblatt ist ein Zwangsgesetz erschienen, wonach alle Banken die Hälfte der ihnen gehörenden Wertpapiere in Form von Darlohen an den Staat abtreten mfwsen. Ebenso müs«ei) sie sich verpflichten, eventuell aufkommende Defizite bei Ver- ............ äußcrung von Wortpapieren zu decken. nierung der lebenswichtigen Verbrauchs- ! Allen Bnj^en und A^t^ennesellschaften güter ist dafür gesorgt, daß der Geld-wprf erhalten bleibt wenn auch von dem Geld vorübergehend nicht voll Gebrauf:h gemacht werden kann. Wenn heute jeder diese« nicht gebrauchte Geld spart, erfüllt er nicht nur eine Kriegspflicht, er dient auch sich selbst damit. Das Sparen ist nun einmal die wichtigste Grundlage des Wohlstandes, Jede Mark, die heute gespart wird, sichert auch die eigene Zukunft. Es kann gar kein Zweifel darüber sein, daß bald werden RegierungskommJssare beigegeben, die den gesamten Geschäftsgang zu überwachen haben. Gutes Durchschnitlsergehnls der slowakischen Weinernte. Die Weinlese wurde in allen Weingebieten der Slowakei beendet. Der Most ist gunlitativ sehr gut, da die Trauben durchweg gesund eingebrnrht wurden. Auch mengen-mSRig wurde ein gntes Durchschnittser-gebnfs erzielt, so daß nvan mit einem Rr-trag von etwa 200 000 hl Wein rechnet. Aufbewahrenl Ausschneiden! Die Untersteiermark in Luftschutzbereitschaft Etwas über die Rechte und Pflichten des Luftschutzwartes hl der Sl.idt und in Einzelgehöften a«f dem Lande steht an der Spitze der Luft-•c hutzgemoinsrhilft (Mduägüjneinschaftl der Luftschutzwart. Ihm sind in dieeer ■einer Eigenschaft durch die Polizei bestimmte polizeiliche Aufgaben übertragen und «iiiien Anordnungen haben die Mitglieder der Luftschutzgemeinschaft iHausbewiihner) unbedingt Folqc zu leisten. Er genießt bei der Durchführung seiner Aufgaben erhöhten Strafrechts-schutz. Ziiitt Wohle der Luftschutzgemein-•chrift leitet der Luttschutzwart den Selbstschutz des Hauf«« und teilt die Mitglieder der Luftschutzgemeinschaft für die einzelnen Aufgaben ein. Er ist zugleich Freund und Berater der Luft-irhutzgeraeinschaft und sorgt durch sein Vorbild für gute Kameradschaft und ge-gervseltige Hilfeleistung. Aufgaben des Luftschuts» warte» 1. Er überwacht; Die Herrichtung des Luftüchutzraumes einsrhließlich der wohnlichen Ausstattung, besonders Be-heizungi die Durchführung der von den Bangrnffhmigungsbehrtrden oder den Luftsrhutzbanbecirboitem angeordneten VI. Braiwlmauerdurchbrüchci die Verdiink-lungsinaßnahntien innerhalb dor gesamten Luftschutzgemeinschaftj die Entrüm-pelungj die Vollzähligkeit und Gebrauchs-fähigkeit der Selbstschutzgeräte-, das Aufsueben der Luftschutzräume nach den geltenden Vorschriften) das ordnungsgemäße Verhallen in den Luft-srhutzräumenj die Säuberung und Lüftung der LuftsrhutzrÄuine. 2, Er teilt die Angehörigen der Luftschutzgemeinschaft zu Rundgängen zweck« Schaden^feststething ein. .1. Er leitet den Einsatz der Luftschtitz-gemeinschfift bei der Schadensbekämp-hing. 4. Er hat !m Bederfsfall« da* Recht, auch zufällig anwesende, nicht zur Luft-schutzgemeinschnft gehörige Personen 7.um Luftschtitrdfen^f heranzuziehen. .5. Er hestimmt nötigenfalls Angehörige der LtiftschutTgemelnschaft zur Hilfeleistung In der Nachbarschaft. fi, Er hat mit Hilfe der Ärztlicher Berater daff>r zu sorgen, daß Personen mit ansteckenden Krankheiten In besonderen LuftschufzrÄumen untergebracht werden. Die Liiftsrhut-^gwmeinschaft ein wichtige« Glied der Helinatfront. Ihr rich- tiges Verhalten unterstützt die ,\,bwehr der Luftangriffe. Kameradschaft und gegenseitige Hille sind oberste Pflicht! Nehmt Rücksicht auf Frauen und Kinderl UberlaOt ihnen, ebenso wie werdenden Müttern, Kranken, Alten und Gebrechlichen alle Beguemlichkeitenl Für die Männer ist es Ehrenpflicht, den Frauen besonders schwere und gefährliche Arbeiten abzunehmen. Sucht bei Fliogeralann den Luftschulzraum auf! Die Wohnräume Bin(^ bei Luftangriffen nicht nur durch feindliche Bomben, sondern auch durch Flaksplitter gefährdet Der vorschriftamÄßig — wenn auch be-hilfsmäßig — hergerichtet« Luftschuteraum Ist der sicherste Aufenthaiti Richtet Eure Lixftschutzräume wohnlich ein, damit Ihr auch längere Fliegeralarme ohne Gefährdung Eurer Gesundheit und ohne allzulange Unterbrechung der Nachtruhe gut überstehen könnt. Die deutsche Volksgemeinschaft wird Euch, soweit es nötig ist, bei der Herrichfimg unterstützen. Holtet Ruhe im Luftschutzrauml Befolgt die Anordnungen des Luftschutzwartes und unterstützt freiwillig sßlne Maßnahmen! Sechs-Wocben-Frlst für Pelireparaturen. Nachdem die Reichsstelle für Rauchwaren bereits im Juli eine Reparaturpflicht füj Pelzwaran festgelegt hatte, werden nun in einer weiteren Anordnung vom 22. Oktober die Rangfolge der Ausführung von Reparaturen und Reparaturhöchst-fnaten festgesetzt. Danach sind solche Kürschnerbotriebe, die üblicherweise Reparaturen an Pelzwaren ausführen, verpflichtet, die Reparaturen innerhalb von höchstens 6 \Vochen durchzuführen. Kann der Kürschner die Reparatur auch bei vollem Einsatz seines Betriebes nichl innerhalb dieser Frist ausführen, so muß er den Auftrug ablehnen und dßn Kunden an den bei der Kürsch-iierinnung eingerichteten Reparaturdienst verweisen, der ihm gegei>enpn-falls einen anderen Kürschner benennt Für Reparaturauflräge, die gleichzeitig mit dem Verwahrungsnuftrag, also meist im Frühjahr, erteilt werden, gilt die 6-Worhenfrist nicht Aufträge von Wehr-machtbeschoffungsstellen gehen auf jeden Fall vor. Innerhalb der Reparaturen gehen die an Pelzmänteln und -jacken denen an Pelzkragen, Muffs usw. vor. ScbÖnbeiitsreparaturen und Modernisierungen fallen nicht unter den Begriff Reparaturen, sie sollten heute überhaupt nicht in Auftrag gegeben werden. SPORT u. TURNEN RadoU Harbi|{ erz&hlt Unser bester Läufer und mchrfechar Weltrekordmsnn Rudolf Harbig wtilt« In' Berlin, um am Femseh-Sender ■•fnaa Kameraden einiges von seinem Erlebe zu erzählen Oberfeldwebel Harbig Ut bekanntlich kürzlich in Italien zum dritten Male verwundet worden, und wie er In seiner bescheidenen, sympalhfschen Art aüsefnandßrsetzte, hatte man es j^ desmal auf sein linkes Bein abgesehen. Im vorigen Jahr war es ein unangenehmer Querschläger im Schienbein, Im Februar dieses Jahres ein Steckschuß In den linken Oberschenkel, der besondere Unannehmlichkeiten verursachte, und jetzt der Durchschuß im Knie Harbig selbst beruhigt uns, indem er erklärt: »Glücklicherweise war es nur eine Fleischwunde, die ganz am Verhellen ist. Der Arzt ist davon überzeugt, daß mein Knie keinerlei nachteilige Folgen durch die Verw^mdung heben wird, und ich kann diese Auffaseung nach den Beobachtungen der letzt^ Wochen vollauf bestätigen. E« Sfbt schon wieder sehr gut, und es Ist wir wahrlich schon zu viel. In Dresden herumzuhocken. Die Kameraden schroj-ben und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als bald wieder bei ihnen zu sein.« Das ist Rudi Harbig, mit Leib und Seele Soldat Noch etwas blaß steht er vor uns, geschmückt mit dem EK. I. Von seinen früheren unvergleichlichen Erfolgen spricht er kaum, Er weiß, daß heute größere Aufgaben zu erfüllen sind ate olympische Goldmedaillen zu erringen. *1 Kriegswichtiger Srliflauf. »Rasten helAt rniten«, und nicht« ist verständlicher «le riie Tatsache, daß das Reichsfachamt Mittel und Wege sucht, um den »Be-triehs^tillstand« im zivilen Schilauf nach Möglichkeit irgemlwie auszugleichen. Zudem braucht die Wehrmacht stärker denn |e schiläuferischen Nachwuchs. Hierzu sind jedoch In beträchtlichem Umfange fachmännisch vorbereitete Ausbilder voTinöten, IJtn nun deren Leistungsstand und Zahl auch während des Krieges so hoch wie möglich zu halten, weiden in nicht weniger als 33 Gauen des NSRL im Laufe des Winter« Lehrg&Rfle im Schilauf geführt. Erfreulicherweise haben sich hierfür die älteren Jahrgänge und selbst Frauen zur Verfügung geetelU. Alle« in allem sind weit üil)er 100 Lehrgänge dieser Art vorgesehen. Das grosse Fussballereignis Um den Tschammet-Pukal — Wohl gleich volkctümlich wie die seit dem Jahre 1903 zur Durchführung kommende Deutsche Meisterschaft ist der Wettbeweri) um den Tschammer-Pokal der Fußballvereino. Der am 25. März des heurigen Jahres gestorbene Reichssportführer Hans von Tschanuner und Osten stiftete ihn 1935 als Wanderpreis mit der Bödingung, daß er dreimal hintereinander oder viermal atfßer der Reihe gewonnen werden muß, bevor er einem Verein endgültig zufällt. Erst zwei Vereinen, dem I. FC Nürnberg und dem Dresdner SC, ist es gelungen, zweimal siegreich zu bleiben, Günstigenfalls ist daher, da heuer mit Vienna und LSV Hamburg wieder zwei neue Vereine im Endspiel ste-hon, erst im Jahre 1945 die Inbesitznahme de» Pokals durch die Nürnberger oder Dresdner möglich, vorausgesetzt, daß nicht einem der beiden Vereine des sonntägigen Stiitlgarter Spieles das »Husarenstück« des dreimaligen Sieges in ununterbrochener Reihenfolge gelingt. Je einmal holten sich die Trophäe VfB Leipzig, Schalke 04, Rapid Wien und TSV IRWO München. Interpssant ist die nach.itehende Hbersicht der bleherigen Endspiele. < 1935 in Düsseldorf: 1. PC Nürnberg — Schalke 04 2:0; 1936 in Berlin; VfB Leip-j-iq _ Schalke 04 2:1| 1937 in Köln: Schalke 04 — Fort. Düsseldorf 2:11 193H in Berlin: Rapid Wien — FSV Frankfurt 3:11 1939 in Beriiin: 1. FC Nürnberg — SV Waldbof 2:0| 1940 iu Berlin; Dresdner SC — 1. FC Nürnberg 2:li 1941 in Ber-Un: Dresdner SC —• Schalke 04 2:11 1942 in Berlin: TSV 1860 München — Schalke 04 2:0. In fünf von dem bisherigen neun lind- Rund um die Pokal-Geschtchte spielen — das kommende schon mitlnb»-griffen — war Schalke mit dabei, aber nur einmal gelang dm Knappen der Sieg. Dreimal hielt der 1. PC Nürnberg mit, wobei er zwei Vollerfolge heraueholen konnte. Der Dresdner SC war in saineii zwei Endspielen ebeneo ott Pokalgewin-ner geworden. Je elimial beteiligten eich VfB Leipzig, Fortuna Düsseldorf, Rapid Wien, FSV Frankfurt, SV Waldhof, TSV 1860 München, Vienna und LSV Hamburg. Ein Doppelsieg in Meisterschaft und Pokal ist bisher nur Schalke 04 im Jahre 1937 geglückt. Die Reichshaupt-stüdt sah bisnun «echs Pokal-Endspiele, während das große Ereignis in Düsseldorf und Köln Je eiiunal ausgetrag« wurde Am kommenden Sonntag ist nim Stuttgart an der Reihe. Diefies Endspiel ün Tschammer-Pokal zwischen der ehrwürdigen Wiener Vienna und dem jungen, vielversprechenden Luftwaffen SV Hamburg In Stuttgart beherrscht das gesamte sportliche Pro-gramm dieses Tages, Die Frage, ob dl» erfahrenen Wiener oder aber die jungron und starken Hamburger den Pokal entführen, bewegt alle Gemüter, sofern el» auch nur im geringsten an eportllchen Dingen interessiert sind, und es iet vielleicht nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß seit langer Zeit ein Endspiel um diesen geschätzten Pokal, der den Namen des verewigten Relchs«port-führers trägt, nicht so stark beachtet wurde wie gerade diese Begegnung zwischen Vienna und den Hanseaten. Wir verdunkeln tm Oktober von 19 Ws 5 Uhr Effi Briest Roman von Theodor Fontane 81. Fortsetzung »Vor meinem eignen Kinde auf der Flucht. I(h weiß wohl, man liegt, Wie man si( h bettet, und ich will iiK hls andern in meinen Leben. Wie CS ist, so ist es recht, ich habe es nicht «Inders gewollt. Aber das irnt dem Kinde, das ist doch zu hart, i,nd so habe ich dnnn den Wunsch, es ditnn und wann sehen zu dürfen, nicht hfimlich und veistnhlen, sondern mit Wissen und Zustimmung aller Betetlfg-ten.« Unter Wissen und Zustimmung aller F.eteiligten«, wiederholte die Minlsf'^rin E'fis Worte. »Das heißt also unt^r Zustimmung Ihres Herrn Gemahls Ich sehe, daß seine Erziehung dahin gehr, dös Kind von der Mutter fernzuhalten, ein Verfahren, über das Ich mir kein Urteil erlaube. Vielleicht, daß er recht höt| verzeihen Sie mir diese Bemerkung, gnädige Frau.« Effl nickte. »Sie finden sich selbst In der Haltung Ihres Herrn Gemahls znrerht und verlangen nur, daß eln^m natürlichen Gefühle, wohl d^m schönsten unserer Gefühle (wenigstens wir Pratien werden uns darin finden), sein Rech* werde Tief/' Ich es darin?« »In allem.« »Und 10 soll ich denn die Erlaubnis zu gelegentlichen Begegnungen erwirken, in Ihrem Hause, wo Sie versuchen können, sich das Herz Ihres Kindes zurückzuerobern.« Effi drückte noch «Inmal ihre Zustimmung aus, während die Ministerin fortfuhr; »Ich werde also tun, meine gnädigste Frau, was ich tun kann. Aber wir werden es aicht eben leicht habpn. Ihr Herr Gemahl, verzeJhen Sie, daß ich Ihn nach wie vor so nenne, ist ein Mann, dor riicht nach Stimmungen und Laune, sondern rtach Grundsätzen handelt und diese fallen zu lassen oder auch nur momentnn aufzugeben, wird Ihm hart ankommen. Läg' es nicht so, so wäre seine Mandlunrjs- und Erziehungs-weise längst eine andere gewesen Das, was hart für Ihr Ilerz ist, h/ilt er für richtig.« »So meinen Exzellenz vielleicht, es wi're besser, meine Bitte zurückzunehmen?« »Doch nicht. Ich wollte nur dag Tun Ihres Herrn Geraahls erklären, um nicht zu sagen rechtfertigen, und wollte zugleich die Schwierigkeiten Andeuten, auf die wir aller Wahrscheinlichkeit nach, stoßen werden. Aber Ich denke, wir zwingen es trotzdem Denn • wir Frauen, wenn wir's klug einleiten und den Bogen nicht überspannen, wissen mancherlei durrhziisetren. Zudem gehört Ihr Herr Gemahl 2U meinen besonderen Verehrern, und er wird mir eine Bitte, die ich an Ihn richte, nicht wohl abschlagen. Wir haben morgen ein#»n kleinen Zirkel, ntif dem Ich ihn sehe, urnl übermorgen früh haben Sl« ein paar Zeilen von mir, die Ihnen sagen werden, ob ich's klug, das heißt glücklich eingeleitet oder nicht. Ich denke, wir siegen in der Sache, und Sie werden Ihr Kind wiedersehen und ilch seiner frouen. Bs soll «iti stthr schdnee Mädchen sein. Nicht »u v«rwiuidem.« DRElUNDDRHISSIGSTBS KAPITEL Am zweitfolgenden Tage trafen, wie versprochen, einige Zeilen ein, und üfti las: freut mich, liebe gnädige Flau, Ihnen gute Nachricht geben /u können. Alle» ging iwich Wunsch; llir Herr Gemahl ist zu sehr Mann von Well, um einer Dame eine von ihr vorgetragene Bitte abschlagen zu könntuii zugleich aber — auch das darf ich Ihnen \iicht verschweigen, — ich sah deutlich, daß sein »ja« nicht dem entsprach, was er für klug und recht hält. Aber kritteln wir nicht, wo wir uns freuen sollen Ihre Atujie, so haben wir es verabredet, wird über Mittag kommen, und ein guter Siern stehe Über Ihrem Wiedorsenen • Es war mit der zweiten Post, daß Effi diese Zeilen empfing, und bis zu Annfes Hrschelnen waren mutmaßlich keine zwei Stunden mehr, Eine kurze Zelt, aber immer noch zu lang, und Effl schritt In tJnrijhc » urch beide Zimmer und dann w'eder in die Küche, wo sie mit Roswitha von allem möglichen sprach; von dem Bfe« drüben «n der Chrlstuskirrhe. nächstes Jahr würden die Fenster wohl ganz wigewarhsen sein, von dorn Por tier, der den Gnshahn wieder TO srh!*»fht zugeschraubt habe (sie würden dorb noch nÄ^hstens In die Luft flieoen), und df.fl sie das Petroleum dorh lieber wieder aus der großen Lampenhandlung Unter den Linden als aus dei Anhdlt-Etraße holen solle, —- von allem möglichen sprach sie, nur von Aonie rucht, weil sie die Furcht nicht autkommen lassen wollte, die troll der Zeilen der Ministerin, oder vielleicht auch um dieser Zeilen willen, in ihr lebte. Nun war Mittag. Endlich wurde geklingelt, schüchtern, und Roswitha {|;ng, un» durch tlas Giick'ocb /u hciien. Kirhlig, es war Annie. Roswitha g.ib dem ktiuin euMjn Kuß, sprach (ilior sonst kein Wüit, und leise, wie wenn e n Kranker Im Hau^.a wflre, führte sie dös Kind vom Korridor her erst in d'e Hintorstube und dann bis an die nach vorn führwde Tür. »Da geh' hinein, Annie.« Und unter diesen Worten, sie wollte nicht stören, ließ sie das Kind allein und giftg wieder tuit die Küche zu. Effl stand am andern Ende des Zim meis, den Rücken gegen den Spiegel-p'eiler, als das Kind eintrat. »Annie!« Aber Annie blieb an der nur angelehnten Tür stehen, halb verlegen, aber halb auch mit Vorbedacht, und lo eilte denn Lffi auf das Kind zu, hob es in die ll()he und küßte es. »Annie. mein süßes Kind, wie freue ich mich. Komm , erzähle mir,« und dabei nahm sie Annie bei der Hand und ging auf das Sofa zu, um »Ich da zu setzen Annie atAnd aufrecht und griff während »le die Mutter Immer noch sfheii ansah mit der Linken nach dem Zipfel der herabhängenden Tlichderke. »Weißt du wohl, Annie, daß ich dich einma! gesrhen habe »Ja, mir war es «iifh so.« »Und nun urzcthle nur recht viel. Wie groß du geworden bistl Und das Ist die Naibe d«) Roswitha hat mir davon er-üühtt. Du warst immer so wild und auy-gclassen beim Spielen. Das hast du von deiner Mama, die war auch »o Und in der Schul«? ich denk mir, du bist Immer die Erste, du siehsl mir so aus, als müßtest du eine Mustfirschüleiin »oiu und immer die besten Zensuren nach Hause bringen Ich haLie auch gehört, dtiß dich ddß Fräulein von Wtdel.stiidt bo gelobt hiiben soll. Das ist rei:hl; ich war auch »o ehrgHlzig, aber ich hatte nicht solche gute Schule. Mythologie war immer mein bestes Worin bist du denn am besten?« »Ich weiß es nicht.« »O, du wirst es schon wissen. Daß weiß man. Worin hast du denn die beste Zensur?« »In der Religion.« •Nun, siehst du, da weiß ich es d«r 1942 aus der Strafanstalt Gar«tn nirht fogelasteni VorfOhriingen' Preltnqs und Snm^tnns tim 20,30 tJhr, Sonnlaq* um l.*), 18 und 20.30 Uhr PV Preltif, Snmttay und Sonntag Knrtenvorverkauf Jeden Preltaq ah 14 VJhr an der Kino-Kas^a Ton-Lichlspiele Stfadiilieatcr ___ Fraltdf, N., Samalag II. und loanlag, II. Oktobar Montag, I. Nuvambar ßasll Httbar mIi Pratarmidal „Ludmilla", Faal HBr-blgar als Thaatarkutachar „flIrObl" ta ainaoi Bavarla-Ptl« Toll GamQI und Hazllrhkatl Fiakerlied FBr Jngtadlltb« anlar 14 Janiea alrbl sagetasseat Vorsfelluntipn an Worhentagen um 18 und 20.30 Uhr Sonntags um 15, 18 und 20 30 Uhi Licktspi^ttkeater Trilail Vom 29. Oktober bis I. November •tn Bnlln-Fllm Karneval der Liebe mit Johannes lleeitori, Dora Knmar, Dorlt Kreysler, Atel von Ambesaer, Plchurd Rnmtinowsky, Hans Mos«r usw. Spleliüitunrr Faul Marlin. Musik; Michael Jary. — FUr Jugendliche nIrht Ttignlataen. Vom 30. nktnher hl« 1. Nnvi'fiiher det Kuiturfllm IIINTFR DFN KtHISSIiN PFS ZOO Filifiikeiiter Tiiller Frpltag, 29., Maniitag 30. und Sonntag, 31. Oktober, Frans Irhir't Melsifinperelte Pa^anini mit Ivait r«'lru)t|(h, l'llve lllard imd Theo Llngen In ,,Gprn h«l) Ith dif. Pr-nien (tekmit". l'Ot Jugendll he ingelasvenl Amtllctie Bek anntmacHungen • HR A 83—2 Eintragung der Firma eines Einzelkaufmanni ElTvgvtragen wurde in da« Register am 25. Oktober 1943, Slti de« Unternehmens; Mnrburg/Drau. Firma: Hani KIll«r, Maschinen, Geräte, Büdarfsartik el tür Landwirtschaft, Wein- il Obstbau, Kellcrwirtfichaft, Groß- und Einzelhandel. Inhaber: Hans Killer, Kaufmann in Marhurq/Drau. Geschäftslage: Te-getthoffstraße 57 y 321 tJERlCHT MARBURG/Dr. II Gen 43 Änderungen bei einer Genossenschaft Im GenossenschoftsregLwter wurde am 23. Oktober 1943 bei der Genosfienschaft: Volksbank Petiau, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Sitz; Pettau, folgende Änderung eingetragen: Satzungsänderungen; Auf Grund der ordentlichen Generalversammlung vom 17. Juni 1943 wurde der Genowsenschaftsvertrag In den §5 3, 4, 7, 19, 22, 26, 28, 29, 30, 32, 35, 46 und 48 abgeändert. 330 Gericht Marburg/Draii, am 25. Oktober 1943. Aufgebot Ton Wertpapieren T 72/43-4 Aaf Ajktrig des Johana FUiiiichKtch, JtMtltanywt*llt«iB In nhran^M (Jagst) AmUg^ricbt, Altrelch, wird dl« tnctabllch In Vtrluvt geraten« L«b«atve rtidbemr^ipolicz« Nr. 718 690, auigedellt von dar Ajilcuraci oni GeneraU-Dir«ktioB In Lelbach am 15. März 1937 über 20.000 Dinar, lautend auf den Namen Johann Hnnschitsch, au [gebaten. Der Inhaber wird aufgefordert, dieselbe binnen sechs Monaten vom Tage der Kiindmarhun^ des AufT?lintpn bpt Gerlrht vorzuweisen, nurh andere Beteiligte haben ihre Einwendungen gegen den Antrag zu erheben. Sonst würde die Lebensverslcharungipolizz« nach Ablauf dieser Frist Qher neuerlichen Antrag dei Johann Hanschltich fflr kraftio« erklärt werden. 331 Gericht In Marburg/Dran, Abtl. 5, d«i 25. Oktober 1943. Deutsche Sparwociie Yom 25. bis 30. Oktober 194} 'C^er /efzf spart. Rann im frieden Raufen! Die Geld- und Kredi^ins^iiu^e in Untersteiermark 197 Als Verlobte grflften REINEinE THURNES Gefr. JOSEF TSCHERNTSCHETZ (z. Zt. auf Urlaub) Marburg/Drau Dornblm (Vorarlberg) 26. Oktober 1943 »14 flnzeigen finden durch die Narburger Z e ii u n g iw e 11 e s t e iVerbreltuntfl Lies Deine Zeitung täglich I Pflanziiiirtoffeiii allcrfrühestc Sorten, sind bereits eingelangt und werden schon jetzt ausgegeben bei der Steirischen Lagerhausgenossenschaft, Meliingerstrasse 12, 936 Kehl«nklau'i H»lf«rsh«lfor Nr. m Herr Miesepeter Oller Ouerkopp und Elgenbröfler. Ist grundsötilldi dagegen. Gegen alles! Besonders gegen gute Erfahrungen anderer Leute I Wai jeder vernönfflg« Mensch tvrt, hält Miesepeter von vornherein für Unsinn. Er kümnncrt sich ainen Dreck darum, wie mon seine Wohnung für den Winter vorbereitet. Er dichtet weder Türen noch Fenster ab. Er legt keine Zeitungs-bogen unter den Fußbodenbelag. Er kachelt nur ein. Wenn leine Kohlen aber zu früh all« sind, ichimpft er wi« ein Rohripatz. In Kohlenklou'i Mftorbelterkartel steht Miesepeter vor Mief-mocher, weiter hinten kommt dnnn nodi Mi$^ mocher, oll« drei Kohlenklou'i efklörte Lieblinge. Und /e#*t mal Hand cntT• Nervi Hqlf/D/r ' v -W Bist OO's'q^Br Sfsi'b^ nlcfTtf 293 296 Im wirJ Ji«! I ^»ul: im GcniJit unJ an den I lantlen Iriclit raiili und ri»»ig und «{irln^t »uL Wir lion-nrn dem vorbeugen, Indrm wir Ociidit und J lande racli dem ^'»•cKcn ftut »Ltroc^ireii und, wenn möglicli, die i laut mit Leoltrcm, dem FcUl rcin mit »A'it Tmiri, rinrn tf n. im guten Zuättnda, In qiöBerer Zahl zu kaut^jn qeiucht. Anrjpbote mt Preiisnnqnhe an cJi-n Bür-flermclstcr In Leoniiard 1. d B. |acLy Peischnigg S Susanne Ulert Schule ftlr Ballett, Kanittani, rhythmische Cyinna*itlk. Blnitudlening tob BlhnentAnzen. Leitung: SIJSA.NNE UFERT, Ballettineieterln, langj&hrig« I. SolotAnierin de« Lelpxiger OpemhauMt. Blesdirelbang: Samitag, den 30. Oktober 1943 toh 16— 18 Uhr, Sonutag, den 31. Oktober 1943 Ton 11—12 Uhr, Anlang den Unterrichtet: 1. November 1043. Herrengats« 20/1. S54 Karae fOr Kinder and F-rwachaene. Aach Abendkurse. Petanzer Saaerbrnnn wieder auf Lagerl Meine geschätzten Kunden crsuche ich, das Wasser bis auf weiteres selbst abholen zu lassen. Petanzei^ SüuerwassBF-tiiEderlagB ü. linznep, Morbupg, Mellingepstrailc 31 028 FrAulein, 38 Jahre alt, häüsllcli, naturl)ebend, wünscht einten herzenJMjuten, Inlt'iliopntftn Le-hPinskamfrHden Fhi-kennenzulernnn. Zusfhrifton unter »ChnTrik'ervolif nr. die Ge-srhÄftssteUe dei »Mii^jurqet Zeitung«, CHI_ 309-1? SchuhmachermeHle», 3,? .Ifthr« alt, ohne Auhanr^, wflnsrh*. Ove-bekanntschnft mit elnsTn MSd-chen oflpr W't-w# 30 —Jahr« nit. Etwas Vftrmflqen frwinsrht. ' 7.us''hrifinri lu.tfr Tn'"if4 IVh"-1 I Lob'^n« an (li«i »M 7.", j buro-D'rtu. R' I Fnrt??* - VcT^>stc I Hin SchlOsselbiind mit 3 *^chin»-1 »ein von der Mfillnoer'tinßa I bis Weberg^«%« verloren Ab-I iiiqeben qeaen Belohnung In ! der Verwaltung. --'3 i Verloren auf dfm Wen« Milhi-I g,Ts«e—Tenp*th''ff';'T iRe ein j goMflnes Ohrttphango. neben geq^n Pflohniirn bet ! Srh^urt'^sch, Mi^hlg.'.'As 7A. I. I St. Mirburg Drau 909 ! Gentohlen wurde etn# qr«n-welfVe Murbodne? Kuh mit oroß. Euter. Dle*be7nql!rhe Annah»n j erbittet gegen g"te ''plohnMiia I Ci.irtwlrt'n Lftxrhnl^ -i Lend'-.rf 35, V'-'-bu'-q Dr^ti I O'?«;-'? i Verschiedenes KLEINER ANZEIGER Zu verkaufen Elektr, Kocher um 50 RM zu verkaufen. Anzufragen aus tJe-fälligkelt in der (iemüs^hend-luny, Dompldtz, Marbuig-Drau. 931-3 GeschHftselnrlchtung um 500 RM zu verkaufen. Anna Kres-nik, Milchabgabe, Hindenburg-straße 42, Marburg-Drau. 8R2-3 18 Stück Hasen samt Futter und Stall zu verkaufen um 150 RM. Oberrotwein 32. 905-3 Stellengesuche Serviererin wird sofür*t aufgenommen, Caf6 »Viktri^^ghof«. f) Selbständiger Lebzelter- und WachsiiehergehlKe wird aut-genommen. trnst Gort, Merren-: gasse 13, Marburg-Dniu, fl-41-r) Tüuhtlge Kdnzleikraft, perfekt: in Doiitsch, Stenographie und Mdschlnschroibon, wird dringend gosucht. 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Schaden spen-denHr Räiirep unrahmen den Besitz, vor der Mauer steht eine Ruht bork, die von deutschen Soldaten gemetrsim mit Maillol gezimmert wnrdc: denn ihre Streifen führen hier entlang. !md nicht selten finden sie sich zu einem r>isput mit dem Meister zusammen und trinken ein Gläschen von seinem guten trorkenen Tianyuls. In dem kahlen, weif^gelünchtcn Raum sltrt der Meister itn g'Tuen Anzug auf dem Meinen Stuhl und nvOt «n einem herbstlichen, welkenden Blumerstraun; es ist fast wie ein A^-'c^ang auf das da-hinzlfliende Lebv?n. Die braune Basken-niii'ze deckt da*. Haupt, di's von einem vollen Fiackenbart UTTirr^hmt wird, Zv/ci gfitije, wasserhl^ue Au;?en blicken den Besucher an D'p .T'<-'e. ^"in^liedrige Hand fnhrt d."n Pinsel behutsam Aber das Plat* Alles geschieht wie von selbst mit dT Sicherheit de*!ii'ni''er. der ^''ttcl und hormen *ctncr Kunst b'^herrscht. NV'ir ?ogen atts F'"ankr<''eh«: ber'ihm'e-sten BiUMiauer bei der Arbeit zu treffen — und finden einen Maler Gut zwant^ig fei"* (tcmälde sehen wir in dem Atelier: Pi'ulende, Akte, l.nndsch.iften, Blumen, ditrunU-r einen UosenstrauO von unge-W'^tinÜcher I>eucht!'raft, einige Portväts, ^^'i"- blättern in den Zeichnungen zu Ovids "Kunst, zu lieben«, die einst Graf Keflier, MpMIolt: deutscher Freund, in seiner Ein neues Chorwerk von Max Trapp Der rip'.itöchfe Philh.umonifiche Chor bi'sr.hwor bei seinem Lintntt in dii' nt'iiö SpiGli'eit Johdniies nr.ihrns, dossca Sfhiritsnlslied und Altrh'ipsndie in der Philh^rmorüe un'er Altmeister bruno Kittojs Stnh und unter Mitwirkunq von Fmmy LeisriRr eine phenso klangvollen-dolf wie packende VViHdrrfjfihn orleb-1«^n, Der ASend brflrhte im zweiten Teil di« mit Spannunq erwartete Uriuiffüh-runq dpfi neuen Chorwerks von .Miix Trapp »Vom ewiqon Licht« narh licht-und sonnr;n'runk('n(?n Worten dos jun-qen S'"hil!er, Der Berliner Meister, der .s:i-h inzwisrhen, besonders in seinen be-k.inn'fn Orrhestpri^rin/^rlfn, zu eicfcn-'fr'etzlicher, persönlirher Schreibweise diirrhneninnen hat, kehrt hier nuffallond zu den Irjealen selnor fnihr ren Unlwirk-hinas/eit /urfirk, «uf die Piiccini unH Rirh^rd S'raiiß entscheid-nnden Einfluß niisüiiten Von '^inem mit erlf^soner Seili-fi'rindiqkeit aeführtfin Orrhester qetra-nen, entwirkellpn sieh r|^e Gesanqspar-tien hl iinnev.wunqener Aiilehnu^n an dci« Wort. D i'iöi lief^en vo'kstümli'hn Chorsätze und rjeh.i ItvoHe' Soli niithor-rhen Das von erhteni Vlnsikantenlum und Kfinnen zeurjerrle Werk vom Korn-ponis'en seihst srhwunavoll qeleltet, hatte, nicht zuletzt dank der Einsat/frci*-di^kelt des Kitteisehen Chores, der Klanr'nrnrht deis Philh i monist hen-Cho-r#»s und der Ge<;pnoskun^t von Tinnn Lemnitz tind Karl Wntft^m ein^^n vollen Erfolq r)r. Erich Rneder dit Plastiken, di* wir in Parpt^nan, Eine, Port Vendra und Banyola gesahen hatten, an die DenkmKler für die Gefallenen, die {großartige Figur »Mediter-ran^e«, die den Süden schlechthin aua-drückt. Wir erinnern uns jener Ausstellung der Zeichnungen und Graphiken Maillols aus dem Dezember 1941 in Paria, wo wir Dessins und Pastelle von ihm sahen, die ihn als einen Sohn seiner mfit-terlichen Erde an den Gestagen des Mit-telmeers auswiesen, jenes Gestades, das einst die Geburt der Aphrodite erlebte, dahin Maillol, von dem Grafen Keßler •ingeladen, fuhr, um «ndgAItig ao den attischen Gesetzen der Kunst, die die ewigen sind, sich xu seinar großen Form Bu bilden. Ea ist Maillol, der nach Deutschland fragt. Er erkundigt sich nach Kolbe, Scheibe, Klimach, Von den jüngeren Kflnstlern weiß er als Gesamturteil zu sagen, daß sie alle sehr begabt und aktiv sind und wohl das neue Gesicht der europäischen Plastik bestimmen werden. Wörtlich sagt Mailloh »Ich glaube an Breker besonders, er hat alles Talent, das Höchste zu erreichen I« ^Über sich selbst spricht er wenig und varweiat auf scint Arbaitan. Er hofft, ain guter Weinbauer zu sein. Eine Probe bestätigt diese Meinung. Sonst aagt er Ton sich; »Ich muß immer arbeitenI Ich kann nicht herumsitzen und nichts schaffen, nein, das kann ich nicht.« Dieses Bekenntnis glaubt man ihm aufs Wort, Er freut sich, daß deutsche Soldaten ihn an seinem Arbeitsplatz aufsuchen. Er weiß, daß sein Werk in Deutschland geschätzt wird. Er erklärt, daß die Kunst über alle Grenzen der Völker hinweg Brücken von Herz zu Herz zu schlagen vermag. Seine lange Freundschaft zu Breker ist ein Beweis dafür. Als wir ihn nach einem mehrtägigen Besuch verlassen, bleibt in der Erinnerung die Begegnung mit einem Künstler, der zu den Größten auf seinem Gebiete gehört Kriegshtrichter Heinz Groihe Ein 3640 mal ausverkauftes Theater Das Burgtheater gastiert in der »Bretterbude« • ... |a, und dann resenrieraa Sie mir, bitte, wieder meinen Stammsitz für Silvester I« So endet ein Gespräch, das man dieser Tage im Pratcr belauschen konnte. Nicht bei der Hochschaubahn, nicht beim Autokarussel — nein: an der >Tagcs-kassa« eines Pratervariel^s. Diese Kasse befindet sich in der Küche und die Eintrittskarten riechen etwas nach Maggi. Eine rundliche Wienerin aus dem Vorort Hernals hatte mit der Köchin, also auch der Kassicrin, einen Plausch. Man hörte gerade noch die Wortfetzen »seit 43 Jahren ., .« und »immer am Ti.*ch 33«. Dies« sehr priiziscn Angaben genügen wohl, um sich ein Bild von der Tradition, aber auch vom Erfolg des kuriosesten Theaters zu machen, das es in deutschen Landen i^ibt. Die Buhne ist iScherlich klein und et-I was verstaubt. Der rote Vorhang hat Altertumswert Die Tische im Parkett wak-keln ein wenig und die Säulen, die das dünne Holzdach dieses »Theaters« tragen, stehen nicht mehr ganz gerade. Hier wurde seit —zig Jahren nicht mehr r«-noviert, nicht modernisiert, nicht umgebaut. Hier blieb alles beim alten: der bucklige Holzboden, die schmale Ein-ga'ngstürc. der wackelige Bierschank — und der Beifall. Das Theater, in dem man steht, hat in den siebzig Jahren seines Bestandes '3640 Vorstellungen gegeben, die das seltene Glück hatten, alle ausverkauft zu sein. Wozu hätte man also erneuern, wozu hätte man mit der Mode gehen sollen? Das Gelächter war hier, im Yaricl6 Leicht, auch dann stark, wenn an manchem anderen Musentempel Spinnweben wuchscn und eine Wirtschaftskrise ■ Geschlossen« über die Kassen schrieb. Es dürfte kein zweites Variete-Theater auf der Welt geben, in dem Goethes Geschwister« in einem heißen Sommer 25mal gespielt wt\rden, ohne daß auch nur ein Sessel leer blieb. Ich kenne kein zweites deutsches Theater, an dem 13 Mitglieder des berühmten Wiener Hof-burgthcaters in einer Komödie mitgewirkt hätten und keine zweite Klcinkunslbühne, auf der eine ganze Oper, nämlich »Ca-valleria rusticana« gespielt und gesungen worden wäre. Im Leicht-Varicti sind das Alltäglichkeiten. Hier hat Paula Wessely ihre erste »große Rolle« gespielt, hier wurde Hans Moser als unbekannter Komiker zum ersten Male auf die Wiener losgelassen, hier hat sich Theo Lingen Beifallstürme geholt. Ein paar Jahrzehnte früher aber hat vor dem gleichen Publi-ktim der berühmte Alexander Girnrdi Tiiumphe gefeiert, hat Helene Odilen ihr Sex Appeal schillern und der unwcfes-sene Eduard Guschelbauer seine ffcuri-genlieder steigen lassen. Wie kommen nur solche Berühmtheiten in diese primitive Bretterbude? Jedes Kind in Wien weiß die Anhört: »Weil sie ja alle die Freund' vorn Direktor Leicht sind!« Dieser Direktor Wilhelm Leicht war in Aachen Partner un^ Spielleiter von Werner Krauß, bevor .er das Variete seines Vaters fibernahm. Er gehörte zu den gefeierten Helden des Deutschen VSIkstheaters in Wien und ist des- Märchen vom wilden Wein Von kudoK Körnei F-s war einmal ein junger König, der Toli Trunkenheit war nach allem, was riai Augu erfreute und das Herz er-qulrklfi. Da sein Land tn guter 0''dnung wnt, begab er sich oft auf ferne Reisen, von welchen er seinem Volke immer wieder edle Angebinde initbrachle Seltene Mdmiordenkmüler, die er auf den Plätzen aufätellen ließ, dann wieder Festgewänder für die Mädchen seiner Rosidenz oder gelf^hrtp Bücher für die wiss(:nsdiirstigen Jünglinge seines Stna tes. Als er Pinmal im Morgenland weilte, .i'ih er auf irächtiyon Mfiuern herrliche I eppirhe in nesigen Ausmaßen und hin-leißend schönen Farben, Allaoglelch wollte er sie eistehen, aber man bedei^-t«^lQ ihm, d'ifl er sich gctrtusrht hätte, difi hohen Mauern wären nicht mit Teppichen brhrtnqen, sondern nur mit einem Ciewiirhs, wilder Wein genannt, der in seinem Herbstblut verginge. Der Kuniq indfs ließ es dnhei nicht bewenden, und er giih Befehl alle seine Tragtiere mi» den Knollon und Wurzein der Pfian/.«? zu belciden und so die Rückkehr anzutreten. In seiner Residenz aber war man flb«r d<.s urisrheinbnre Wurzelqeflecht sehr mltflusrhl iind heimlich lachte man über den König, »Wartet nur«, sagte er jedoch, »diese Wuizeln werden alle Mauern der Stiult, alle Türme und Wälle mit prunkvollen Teppichen und leuch tenflen Gol)elins bekleidenI« So gesriiah es auch; der wilde Wein (tedieh prächtig Da aber zog Krieg ins Land, und die F'ildherren verjarigten, d/iH snaleich das Gcrunko vftn idlen Mauern abgehaueu würde, den nur allzuleicht könnte der Foind an den starken Schlinggewächsen hocliklettern. Der Junge König aber konnte sich dfizu nicht entschließen. Indes rückte der Feind immer näher und in der Stadt brach eine große Unruhe ausj man zürnte dem verträumten König, und dar Kriegsminister wollte ihn sogar der Krona berauben. Da jedoch vollzog sich plötzlich «ine wunderbare Wandlung: Der Feind verließ wieder das Land, seine Kundschaf-tter hatten nämlich berichtet, daß die Königsstddt an allen Ecken und Enden brannte, bis über die f^ächer stflnde die rote Lohe, und es hätte keinen Sinn, in die sicfier schon ausgebrannte Stadt zu ziehen. So kam es — ach, es gefichah nur im Märchen —, daß einmal auch ein schön-heitstrunkener, versonnener König sein Land vor Verwüstung und Blutopfern bewahrte. Denn «s war der von ihm ga-pflanzte wilde Wein, der in seinem lar-benschäumenden wildlodernden Herbstkleide den Brand vorgetäuscht hatte. Das kleine Mädchen von Salonae Von Ernst Penzoldt Auf einer Reis« nach dem Süden «ah ich in einem Museum unter allerlei Überresten antiken Hausrates, zerbrochenen öllämpchen und Topfscherben, einen Dachziegel, darauf sich die flüchtige Fußspur eine« Mädchens oder Knaben erhalten hat. über viele Jahrhunderte hin behielt das Irdene Gedächtnis den Eindruck eines Augenblicks. Die Spur, schmal und untadelig geprägt, jung und uralt zugleich, hat füi* den Beschauer etwas rührend Lirbliche«. Es war nun freilich nichts Bedeutenrles 'je- halb nie der »Direktor«, sondern immer nur der Kollege und Freund der prominenten Schauspieler gewesen. Es hat eine Zeit gegeben, da waren in Wien die Thea-tergagen klein und die Lebenskosten hoch. Damals kam mancher Burgtheater-Romeo zu Wilhelm Leicht und bat ihn um eine Rolle. Im Deutschen Volkstheater brach sogar einmal eine regelrechte Palastrevolution aus, weil eines Sonntags das ganze Ensemble >beim Leicht« gastierte, obwohl das laut Vertrag streng ▼erboten war. Die Revolution und der rote Kopf des Volksthcatcr-Direktors Wallner haben nichts genützt — die »Pra-terbude« blieb siegreich über alle Stürme, über alle Krisen und alle Streitigkeiten. So ist es eben noch heute eine Ehre, beim Leicht im Pratcr aufzutreten, obwohl man dort in HemdKrmeln sitzt und dtr billigste Platr nur 40 Pfennig kostet. Unlängst rief die Wien-Film im Prater an und fragte den beliebten Varietö-Direktor: »Wlillen Sie nicht einmal sich selbst spielen — den Direktor Wilhelm Leicht?« Willy Forst kam mit seinen Kameraleuten und Architekten, »visierte« die Gartenbühne und begutachtete den reichen Kulissenfundus. Seither weiß man in ganz Wien: »Beim Leicht wollen sie einen neuen Film drehenl« Dieser Film wird »Radetzky-Marsch« heißen und die ganze romantische Geschichte des Leicht-Varietis erzählen. Paul Hörbiger wird mitspielen und Hans Moser, fesche Husa-renoffiziere werden durch den Prater ziehen und ein Wiener Mädel wird sich Hals über Kopf in einen von ihnen verlieben; Paula Wessely, W. F. Maachner Aerztliche Fortbildung im Kriege Die 6, Medizinische Woche in Wi en Am Monta.im mit liebender Hand nachrjeschaffen ist. Mit liebender Hand, nicht anders als die verliebte Vorsehung jene Fährte den Nachkommen bewahrte, formte rler Mei-«Int (He i;;-! N..,, Ohrmuschel und Wange, eine jener zarten Stellen von Bro« Wohlgefallen. Ich sagte schon, da£ das Mädchen keine Göttin und gewiß keine klassisch« Schönheit sei. Sie ist keiner erhabenen, idealen Vorstellung entsprungen, sondern dem Wunsch, ein liebenswerte«, sterbliches Geschöpf in seiner holdesten Jugend abzubilden als Denkmal der Erinnerung an dieses, nur dieses «in«, ganz bestimmte Mädchen, da« in seiner Art nur einmal auf der Welt war. Wir wissen seinen Namen nicht, ob e^Zor-nella oder Faustina hieß, wir kWnen allenfalls annehmen, daß seine Anmut bei den jungen Leuten in Salonae gefeiert wurde, aber wissen nichts von seinen Tugenden. Ach, wie leicht Ist es, tugendhafte Mensrhen um ihrer Vortrefflichkeit willen zu Heben — wenn sie bei ihrer Vollkommenheit überhaupt noch imserer Liebe bedürfeni gleichviel, wenn ich das Gesicht dieses «ympflthl-schen Mädchens genau betrachte, so möchte es mich nicht unmöglich dünken, daß die Kleine es ordentlich hinter den Ohren htiitte. Irgendein Schalk ist in diesem Charme dor Unschuld, ein Unernst und ein verhaltener Übermut. Ich glaube nicht daß mein Mädchen klug war, vielleicht auch nicht einmal besonders gut, seine Aufgabe' war eine andere damals wie heute: durch seine Anmut Zuneigung zu erwecken, Der unbekannte Bildhauer von Salonae hat Ifl einem leicht zu bearbeitenden marmorähnlichen Kiilkstein, der dem Snvonlere der ChampH(jne nahezustehen scheint, einem vergänglichen Mätklienantütz um seiner jugendlichen Rei^e willen, der verqänqlichsten. 8terl)lirhfiten, diesseitigsten des Lebens *cilsr^ irdische Dauer gegeben, und es gelang ihm wirklich, einen Augpnl)llck von Unsterblichkeit einzufanqen, well r»s mit Liebe q^schah, der ein/ia«'n menschlichon Eigenschaft,